Zrettag, 25. Juni 1920 170. Jahrgang »p Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbiv dlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Plah- vorfchrift 20"/ Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Nr. HZ Der Sietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.60, vierteljährlichMark 10 80 einschließlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsp'-ech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Hranifurt a. M. 11686 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: yrühl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7. Arbeitseinkommen und Lohnabzug. Von Finanzamts-assistent Schäfer-Gießen. Mit Einführung des Reichseinkommensteuec- gesetzes vom 29. März 1920 gelangte durch Erfassung des Arbeitseinkommens an der Quelle ein bisher in der Steuergesetzgebung in Deutschland unbekanntes Verfahren zur Anwendung. Die Vorschrift des § 45 besagten Gesetzes bestimmt hierüber solgendes: Der Arbeitgeber hat nach näherer Anordnung des Reichsministers der Finanz n bei der Barzahlung 10 vonl .Hundert zu Lasten des Arbeitnehmers einzubehalten und für den einbehaltenen Betrag Steuermarken in die Steuerkarte des Arbeitnehmers einzukleben und zu entwerten. Von dec ihm durch besonderes Gesetz übertragenen Ermächtigung, den Tag des Inkrafttretens dieses Gesetzesparagraphen zu bestimmen, hat dec Reichsfinanzminister unterm 21. Mai l. I. Gebrauch gemacht und verfügt, daß angeführter Paragraph mit dem 25. Juni l. Js. in Kraft tritt. Bei den nunmehr erfolgenden Auszahlungen an Gehältern, Löhiren ufw. wird fortan ein Abzug von 10 vom Hundert gemacht. Ein ähnliches Verfahren findet bereits bei der Invaliden- und Altersversicherung Anwendung. Wie dort die zu leistenden Beiträge durch Abzug vom Lohn unter Verwendung von Marken zur Abführung gelangen, so soll auch hier ein Teil der zu zahlenden Steuer auf demselben Wege der Reichskasse zu- aeführt werden. In England, wo dieses Verfahren schon seit Jahren Anwendung findet, hat es sich gut bewährt. Wie alle Neuerungen, so wird auch diese, aus der Not des Vaterlandes gebor-me, zweifelsohne tief einschneidende Maßnahme Zeit nötig haben, um in Deutschland sich einzubürgern. Erst im Laufe dec Jahre wird in den breiten hiervon betroffenen Schichten unseres Volkes das Verständnis sich Bahn brechen, daß von ihnen hierdurch nicht etwa ein besonderes Opfer gefordert oder gebracht wird. Nack« den Bestimmungen des Gesetzes ist die für ein S?euerjahr sich berechnende Steuer in 4 Raten und zwar in den Monaten Mai. August, November und Februar, zu entrichten. Durch den Abzug von 10 vom Hundert am Lohn wird nichts mehr und weniger als eine Abschlagszahlung auf die sonst in den vorbezeichneten Monaten zu zahlenden Raten oder auf den Jahres- betrag der Abgabe geleistet. Auch wird hiermit durchaus nicht etwa eine bestimmte Schicht der in einem Arbeitsverhälthis steh nden Steuerpflichtigen betroffen, denn unter „Arbeitslohn" von dem dec Abzug erfolgt, soll im Sinne des Gesetzes das Einkommen an Gehältern, Besoldungen, Löhnen, Tantiemen, Gratifikationen oder unter einer sonstigen Benennung gcwähct.n Bezügen der in öffentlichen oder privaten Diensten angestellten oder beschäftigten Personen verstanden werden. Es macht mithin keinen Unterschied, ob der betreffende Steuerpflichtige im Staats- oder Privatdienst tätig, ob er Kopf- oder Handarbeitec ist, der Abzug geschieht sowohl beim Bankdirektor, Betriebsleiter, Oberlehrer als auch bei dem Dienstboten oder dem Gelegenheitsarbeiter. Durch dieses Verfahren wicd bewirkt, daß die Einkommen aus Arbeit bei gleicher Höhe auch die gleiche Belastung erfahren, was bei den seither in Geltung befindlichen Gesetzen nicht immer zu errnchen war. Jedenfalls gehen die gegenwärtigen Steuern — es sei hierbei auch an das Reichsnotopfec gedacht — hart an die Grenze des Erträglichen. Das deutsche Volk muß sie tragen, sollen wir nicht , in den Abgrund stürzen an dem wir stehen und aus dem es kein Zurück mehr gäbe. Aus der Durchführung des Lohnabzugs erwächst den größeren Betrieben zweifelsohne eine recht schwierige und reichliche Mehrarbeit. Doch auch hier wird man sich der Erkenntnis nicht verschließen, daß nur durch gemeinsame Arbeit und Opfer unserem schwer ringenden Vaterland geholfen werden kann. Bezüglich des bei Durchführung des Steuerabzugs einzuhaltenden Verfahrens herrscht trotz den ergangenen amtlichen Bekanntmachungen sowohl in Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerkreisen noch immer Unllarheit. Zu ihrer Beseitigung möge nachstehendes beitragen. Was die Steuerkarten betrifft, so erfolgt deren Ausfertigung durch die Bürgermeisterei des Wohnorts des Arbeitnehmers. Sie sind für alle über 14 Jahre alte Personen, die aus ihrem Dienstverhältnis entweder Geld- oder Naturallohn oder beides zusammen beziehen, auszustellen. Die Höhe der Bezüge spielt hierbei keine Rolle. Die Beurteilung der Frage, ob etwa die durch Lohnabzug entrichtete Steuer im Einzelfall zurückzuvergüten ist, liegt dem Finanzamt ob. Ter einzuhaltende Betrag ist, wenn die Lohnzahlung für eine Woche, einen Monat oder längeren Zeitraum erfolgt, auf volle Mark nach unten albzurunden. Beträgt der Wochenlohn beispielsweise 177 Mk., so sind 17 Mk., bei einem 4No- natslohn von 857 Mk. gleich 85 Mk. in At^ug zu bringen. Umfaßt die Lohnzahlung einen kürzeren Zeitraum als eine Woche, so hat Abrundung auf volle 10 Pf. nach unten zu erfolgen; erhält ein Arbeiter für drei Tage 72,50 Mk. Lohn, so sind hiervon 7,20 Mk. cchzuführen. Nach Zeitungsmeldungen, die wohl zutreffen dürften — an den amtlichen Dienststellen ist z. Zt. näheres noch nicht bekaimt — sollen, soweit neben Barlohn auch Natural- oder sonstige Sachbezüge gewährt werden, vorerst nur 10 v. H. des Barlohns in Abzug kommen, bis einheitliche Grundsätze für die Bewertung dieser Bezüge aufgestellt sind. Vom 1. August ab erfolgen dann neben den Abzügen vom Barlohn aud) solche vom Naturallohn. Tie Steuermarken, die bei der Post erhältlich sind, werden in ben vorgesehenen Spalten der Steuerkarte in der Weise eingeklebt, daß für jede Lohnzahlung eine neue Querspalte begonnen wird. Ueber die Entwertung der Marken u. a. m. wird aus die amtlichen Bekanntmachungen verwiesen. Dem Arbeitgeber kann auf fernen Antrag vom Finanzamt gestattet tvecden, daß er statt Steuermarken zu verwenden, den einbehaltenen Betrag durch Einzahlung in bar oder durch Ueberweisung an die Steuererhebestelle abführt, an welche der Arbeitnehmer die Einkommenst.uer zu zahlen hat. Zur Erleichterung dieses Verfallens ist neuerdings angeordnet ivorden — Veröffentlichung hierüber erfolgt in Kürze — daß in den Betrieben, wo mehr als 100 Arbeitnehmer beschäftigt werden, der Arbeitgeber berechtigt sein soll, die einbehal- tenen Beträge an die für die Betriebsstätte zuständige Bezirkskasse abzuführen, ohne Rückficht darauf, ob diese auch für den Wohnort des Arbeitnehmers für welchen die Ueberweisung erfolgt, zuständig ist oder nicht. Eine über die abgeführten Beträge vom Arbeitgeber einzuveichende, einseitig beschriebene Nachweisung ist in diesem Falle in dreifacher Ausfertigung bei derselben Kasse einzureichen. Näheres ergibt sich aus der oben bereits angekündigten Veröffentlichung. ■ Die endgültige Veranlagung sämtlicher Steuerpflichtiger für das' laufende, die Zeit vom 1. April 1920 bis 31. März 1921 umfassende Steuerjahr erfolgt im Frühiahr 1921. Hierbei wird das im Kalenderjahr 1920 von einem Pflichtigen erzielte gesamte Einkommen der Besteuerung unterworfen. Diejenigen Steuerpflichtigen mit 3000 M. und mehr Einkommen sind zur Einreichung einer besonderen Steuererklärung verpflichtet. An folgendem Beispiel soll erläutert werden, welche Einkommensteuer ein Fabrikschws'er .dessen Familie aus Frau und 3 .Kindern besteht, zu zahlen hat. Für den unten stehendm Abzug der Kinder (sog. Kinderprivileg) ist Voraussetzung, daß diese ohne selbständiges Arbeitseinkommen im elterlichen Haushat leb n. Die von dem Pflichtigen eingeceichte St ueverklärung sch ießt nach Absetzung allec nach dem Gesetz zulässigen Abzüge mit einem Einkommen von 10 700 Mk .ab. Es ergibt sich folgende Berechnung: M Steuerbares Einkommen 10 700 Nach § 20 des Gesetzes sind hiervon freizustellen: a) für den tau ha tungsvorstand 1500 b) für die Ehefrau 500 „ e) für jedes der 3 Kinder 500 1500 „ 3 500 verble.ibt zu versteuerndes Einkommen 7 200 Hiervon berechnet sich der Jahressteuer- betcag auf 944 Durch Abzug vom Lohn sind bereits bezahlt 700 Mithin verbleiben noch zu zahlen 244 Obiger Betrag von 944 Mk. wäre nach den Bestimmungen des Gesetzes in 4 Raten (siehe vorher) mit je 236 Mk. zu zahlen gewesen. Da aber durch Abzug vom Lohn ein Teil der zu zahlenden Jahressteuer bereits entrichtet wird, unterbleibt die Ratenzahlung. Nach erfolgter Veranlagung erhä.t der Steuerpflichtige einen Bescheid über die von ihm zu entrichtende Jahressteuec. Die bereits durch Verwendung von Stmermarien gezahlten Beträge werden ihm von der zuständigen Kasse angecechnet, hiernach verbleibende Restbeträge sind in bar nachzuzahlen, zuviel gezahlte Beträge werden erstattet. Das der Staatsbesteuerung unterliegende Einkommen wird der Besteuerung in der Gemeinde nicht mehr unterworfen. Tiefbedauerlich ist jedenfalls, daß besonders aus AtbeitnelMerkreisen gegen die einzuführen- ben Maßnahmen starker Widerspruch sich geltend macht Alle Schichten des deutschen Volkes sollten endlich die Not dos Baterlmches, erkennen lernen mit) der sich hieraus ergebenden Pflichten bewußt werden, zu denen nicht zuletzt auch das Steuer- zahlen gehört. Selbstverständlich muß auch das Einkommerc derjenigen., die nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen, restlos der Besteuerung zugeführt werden, wie dies seither sck-on durch die Kciegsabgaben vom Mehreinkommen und Ber- mögenszuwackB in stets steigendem Maße geschehen ist und in der großen Vermögensabgabe (Reichs- notopfer^ seine Krönung frühen wird. Die Koalitionsregierung der Mitte. Berlin, 24. Juni. Das neueKabi- nett dürfte fick» nach den bisherigen Vereinbarungen folgendermaßen zusammensetzen: Fehrenbach Reichskanzler,Dr. H einze Reichsjustizminister und Stellvertreter des Reichskanzlers, Koch, Reichsminister des Innern, Dr. Simons Minister des Ausmär- tig'cN, Dr. Geßler Reichswehrminister, Dr. M i r t b Reichsfinanzminister, Hermes Ernährungsminister, Giesberts Reichspostminister, General Groener Reichsverkehrsminister, v. Raumer Reichsschatzminister, Brauns Reichsarbeitsminister. Noch nicht endgültig besetzt sind das R e i ch s w i r t s ch a f t s - Ministerium. Wegen der Uebernahme dieses Amtes sind Verhandlungen eingeleitet mit dem Vorsitzenden des öorläufigen Reichswirtschaftsrates Direktor Cremer und dem von der Entente aus seinem Mirkungskreis verwiesenen Oberbürgermeister Glässt ng. Das Wiederau f b a u m i n i st e r i u m soll wie bisher u n- beseht bleiben und allmählich dem Reichs- wirtschaftsministerium wieder angegliedert werden. Berlin, 25. Juni. Während die „Voss. Ztg." und das „Berl. Tage bl." die Kabinettsbildung im wesentlichen, als abgeschlossen an» sehen, sagt die „Deutsche Wlg. Ztg.": Die Bemühungen der Parteien, die Mldung des Kabinetts beschleunigt zustande zu brrn/Ien, hat bisher nod) zu keinem positiven Ergebnis geführt. Die verschie- ldentlich genannten Namen her in Betracht kommenden Persönlichkeiten treffen nicht zu. Es heißt, daß der der Deutschen Volks Partei an- gehörmde Oberbü germeisteic S ch o l z - Charlotten - bucg rwch nicht aß endgültiger Kandidat für das Reichswirt sch aftsministeriuva bezeichnet werden könne. Ebenso werde es bezweifelt, daß Landrat a. D. Raumer von der Deutschen Volkspartei, der als Reichsschatzrninisten genannt werde, diesen Posten erhalte. Festzustehem scheint bisher nur, daß die demokratischen Minister Koch und Geßler in ihrem Amte verbleiben und der Führer der Deuffchen VolMpartei, Dr. Heinze, Reichsjuftttminister und Mgleich Vizekanzler werden wird. Alles übrige ist noch im Fluß und bisher in keiner Weise entschiedtm. Berlin, 24. Juni. (WTB.) Laut den Aberiio- blättern kann als feWijenb angenommen werden, daß das Kabinett Fehrenbach auf der Grundlage einer bürgerlichen Mitte zustande kommt. Die endgültige Ministerliste steht noch nicht fest. Beschlüsse der soszialdemokratischen Reichstckgsfraktron. Berlin, 25. Jumi. Die sozial demo^ kratische Reichstagsfraktion nahm, wie der „Vorwärts" mitteiüt, Stellung zu der W o h- nungsfrage und lieschloß, eine Jnteiwella- tion einzubringen. Weitier beschäftigte sie sich mit den Arbeitslosenfragen und sttmmte der Einbringung folgender Interpellation zu: Was gedenkt die Regierung gzgen die zunehmende A r- beitslosigkeit zu tun. Wie gedenkt sie insbesondere in der jetzigen Krise die Stillegung von Betrieben zu verhindern und Arbeitsgelegenheit zu schaffen. Ferner mürben zwei, Fraktionsmitglieder beauftragt, die: S t e u e r f r a g e, besonders aber bie Einkommensteuer ein gehen b zu prüfen und Vorschläge ausMvwrbeiten, wie die Härten beim Steueceinzug behoben teer ben können. Weiter wurde beschlossen, in eine Prüfung der Personalfrage anläßlich der Kabinettssmbung nicht einzutreten. Deutscher Reichstag. Berlin, 24. Juni 1920. X,. Sitzung. Tas Haus ist vollbesetzt, desgleichen die Tribüne. Im übrigen /deutet nichts im äußeren Ansehen des Saales -auf die Bedeutung dieser ersten Sitzung des ersten Reichstags nach der Umbildung hin. Ter MtersprMident Abg. Rieke (S.) eröffnet die Sitzung und ernennt die Abgg. Malkow, Frau Agnes, Frau Bohm-Schuch und Dr. Pfeifer zu provisorischen Schriftführern. GeschäftSordnuZrgsmäßlig' wirb sodann zum Namensaufruf der Abgeordneten geschritten, der sich inuallgerneineial eintönig vollzieht, ,und in dessent Verlauf sich ergibt^-daß bie meisten Minister im Plenum Platz geiMmmen haben, so %. B. die Abg. Wirth, Giesberts, David, Blunk und Bauer. So erklärt es sich auch, daß auf der Ministerbaük Reichsminister Koch das gesamte Reichsllabinett vertritt. Beim Aufruff lhes Namens des Abg. Mittwoch (USP.f ruft Abg. ßebebour unter schallender Heiterkeit des Hausest ,,Er sitzt!" Zu einer ÜlMichen Sz-ene kommt es beim Aufruf des Abg. Stinnes. Hier ruft Adols Hoffmann : „Wenn d.is Geld im Kasten klingt, der Stinnes in den stleichstag springt!" Ter Namensimfrns ergibt die Anwesenheit von 432 Mgsordnetem 34 Abgeordnete se'hlen. Ter Mterspi/äsident konstatiert die Beschlußfähigkeit des Hauses und setzt die nächste Sitzung auf Freitag nacfimitbag 3 Uhr mit der Tagesordnung der WaU des Präsidiums fest und schließt gegen 4 Uhr. Die liloten der Entente. Berlin, 2/4. Juni. (WTB.) Bei der deutschen Regierung ssnd zur Entwaffmlngsfrage zwei Noten e i n g e a n g e n, die eine von dem Prä- gDeuten der Friedenskonferenz und die andere Vom bersten Rat. Hie Note des Obersten Rates ist bie Ergänzung einer Note des Präsidenten der Friebenskonferewk;. Die Forderungen der Noten decken sich ungZkähr mit denr, was die französische Presse während der letzten Zeit hierüber bereits ausgedrürkt hat. Es wirb grunbsätzlich bie Herabminderung' des Heeres auf 100 000 Mann gefordert. Zugefsanden wird eine lokal organisierte Polizei. Berlin, *24. Juni. (WTB.) Von den drei beut Vvrsitzend.l L dec deutschen Friedensdelegation in ber Frage brr Entwaffnung seitens dec alliierter: Regierumpn zugegangenen Noten zählt die erste die verschiiedenen Verstöße gegm die militärischen Bestirnmungen des Friebensver- t rag es auf, die Deutschland von den Alliierten zur Last, gelegt werden. Es wird dann im einzelnen darauf hingewiesen, die Alliierten sef'n darin einig, bah bie Bestimmungen des Friede ns- Vertrages über die Entwaffnung Deutschlands, soivohl was die Heeresstärke, als auch das Kriegsgerät betjreffe, restlos durchgeführt werden müßten. Daher müsse es bei dw H e r a b s e tz u n g ber beutfchnn Heeresstärke auf 100000 Mann verbleiben. Die Si lhe r he i t s po l i z e.i sei innerhalb dreier Monade aufzulösen. Dafür könne schon biet vor bcm Kriege bestandene O r d- n u n g s p o l i e i auf 150 000 Mann, somit um 70 000 Mann gegen ihren ©tanb von 1913 erhöht werben, ferner fordern bie Alliierten, baß die deutsche GtHetzgebuM ausdrücklich in Einklang mit den militärischen Bestimmungen des Friedensvertrages gebracht werde, womit, wie ans der zweiten Note hervorgeht, insbesondere die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht durch das Gesetz gemeint ist. Ferner werden in der Note gesetzliche Maßnahmen gegen bie Ausfuhr von Kriegsmaterial verlangt; endlich wird auf nnrk samen Maßnahmen zur A u f l ö s n n g ber E i n- wohn erwehren bestanden. Die zweite Note gibt insbesondere Einzelheiten über den Ersatz der SichecheitsPpilizei durch 150000 Mann Ord- nungspolizei. Die dritte Note fordert mit Rücksicht auf die unvollkommene Ausführung der Auslieferung des militärischen Luftfahrmaterials, daß bie Anfertigung von Luftfahrmaterial in Deutschland», bie an sich am 10. Juli wieder Tritte beginnen Eöimen, erst drei Monate nach ber vollstänbigen Durchführung der Auslieferungspflicht wieder aufgenommen werden darf. Aus der franzvfifchen Kammer. P a r i s, 24. Juni. (WTB.) Bei der Ka nmec- Beratung des Haushalts' für das Minis.cruiM des AuÄvärtigen stellte Tanickon fest, daß die in ihre Isolierung zurückgek^hrten Engländer unb Amerikaner Frankreichs^ Anslrengungen für die Freiheit der Welt schnell vergessen hätten. Man l)alte dort das französische Volk für ermüdet, faul und selbstsüchtig. Reiner forderte c’ncit Info r m a t i o n s b i e n ft für bie englische unb amerikanische Presse. Die Kämpfe in Irland. L o n b o n b e r r y, 24. Juni. (Wolff.) Am Mittwoch nachmittag wurden 5 V e r w nn d e t e ins Spital eingeliefert: doch meldet man noch viele Verwunbete, bie auf den Straften liegen, unb wegen ber Feuersgefahr nick ; ablransportiert werben können. Die Verlustliste von .Mittwoch) beträgt einen Toten, 10 Schwer- unb eine große Anzahl Leichtverletzte. Am ft erb am, 24. Juni. (WTD.i Wie aus London gemeldet wird, dauerten in Londonderrh die Schießereien zwischen Unionisten und Sinn- feinern in ber Nacht zum 23. Juli an. An verschiedenen Stellen der Stadt wurden Barrikaden errichtet. Es gab viele Tote und Vettvunbete. Ein Bataillon ist zur Verstärlüng i>er Regierungs- tcuppen nach Londoicherry unterwegs. Großer Preissturz in Amerika. Nach einem Berichte ber „World" Hut Amerika einen großen Preissturz in ber Be- kleibungsinbustrie zu verzeichnen. 5)errenklei- ber sind von 60 Doll, auf 28l/2 gesunken, Dcu4 menkostüme von 80 Dollar auf 50, Damenschuhe von 20 Dollar auf IIV2- In Boston hat ein großes Modegeschäft seine sämtlichen Preise um die 5)älfte ermäßigt. In Philadelphia haben sämtliche Geschäfte ihre Preise um 20 bis 40 Proz. ermäßigt, in Omaha sogar um 50 Prozent. In Cincinnati sind die Preise um 75 Prozent ermäßigt worden. Das neue polnische Kabinett. Warschau, 24. Juni. (WTB.i Teuttch-pol- nischer Pressedienst. Grabski wurde vom Staats- ck>ef mit der Bildung des Kabinetts betraut. Er erklärte, er habe dem Staatschef ber, Vorschlag gemacht, ein fachmännisch parteiloses Kabinett zu bilden. Der Staatschef ernannte solgenoe Mitglieder des neuen Kabinetts: Ministerpräsident und Finan^minister Labislau Grabski/ Minister des Aeußem Sapd-ua, Kriegsminisier GeuLvaffeutnant Lesniewski, Minister für Kultus und önentliebe Aufklärung Padens Lepumamski, Minister für Landwirtsckiaft und Staatsgüter Bi>ast, Eiseribahn- miuister Bartel, Minister für Post unb Telegraphen Ludwig Telbeczllo, Minister für öffentliche Arbeiten Nazudowicz, Verpslegimgsministec Sli- vinsff. Zum vorläufigen Leiter des Ministeriums des Innern Jascef Kuczynski, des Justizministeriums Jan Mohawski, des Ministeriums für Industrie und Handel Anton, Opch.'wsli. des Minisie- riums für öffentliche Gesundheitspflege Chodzko. Die Entscheidung über bie Berufung der Minister für Arbeit, öffentlichen Schutz soioie des ehemaligen preußischen Teilgebiets erfolgt später. Typhusgefahr in Polen. London, 24. Jimi. (Wolff.) Havas. Dec Völkerbund fordert in einem Ausruf alle Länder der Welt auf, Geldmittel zur Bekämpfung der Typhusgefahr in Polen unb feinen Nachbarländern zur Verfügung zu stellen. Die britische Regierung bewilligte sofort einen Betrag von 50000 Pfund Sterling unter der Bendin- gung, daß alle anderen Länder ebenso hohe Summen aufbringen würden. Aus Palästina. Am sterda m, 24. Juni. (Wolfs.! Tie „Times" meldet aus Jericho: Ein jüdisches Bataillon wurde nach Jericho und dem Toten Meer abgesandt, um die indischen Truppen, die gegen die aufständischen Stämme kämpfen, zu verstärken. Haus Doorn. Haag, 24. Juni. (WTB.) Korrespondenzbureau. Das Ministerium für Wasserwege hat eine Bestimmung erlassen, wonach das UcberfHegen des Wohnsitzes des ehemaligen Deutsck^en Kaisers, Haus Doorn, und Umgegend für andere als niederländische Militärflugzeuge verboten ist. Der belgische Gesandte für Berlin. Brüssel, 24. Zum. WTB.) Ter belgische Gesandte in Xofio, Grus de la Faille de Le- v e r g h e n, wurde -um Gesandten in Berlin er- noimt. Aur Sern Reiche« Lcbensmittelunruhc». Berli n, 24. Juni. (WTB.) Tie „Boss. Ztg." meldst aus Bremen über Lebensmittelrra- walle. Ti? SSircnten^er aus d u Märkten wurden von dec Menge gezwungen, ihre Waren zu den von dem Pol Le f.stge setzen Preisen, abzugeben. Sparer wurde die Bewegung auch aus die Ladengeschäfte übertr-^gm. Tie Polizei mußte sich daraus beschränke, sckstimmere Äus^chveitungen zu verhindern. Berlin, 25. Juni. Ter durch die Plünderungen in K r e s e l o angerichtete Schaden wird aus.meh-ere Millionen Mark geschah. Tie städti- sche Lebe smittelkommission muß Lebensmittel in großen Mengeri eürkausen und sie zum Selbst- kostenpreis an die Bevölkerung abgeben. B r e m e n, 2t. Juni. tWTB.) Tie Le den s- mitlclunruhen verstärkten sich über Mittag sehr, so daß die Polizei einige besonders lebhafte Ladenstrasten für den allgemeinen Verkehr sperren mußte. des SchuU.emHandels faßten bezüglich der Berechnung der Sch uh preise in einer gestern in der l-iesigen Handelskammer abgehäl- tenen gemeinsamen Beratung folgenden Beschluß: „Um die gegenwärtige GeslÄstsstvckung und die daiwrch verursachte Stillegung und Arbeits- zeitverl'uwnlng in den Betrieben der Leder- und Sclwhindustirie zu beheben, erklären die rn Frankfurt a. M. amvesenden Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Vertreter der Lederindustrie, der Schüh- industrie, des Schuhmacher-Handwerks, des Schuh- grvßhandels und Schuhkleinhmchels nach eingehowi der Aussprache als ihre Ueberzeugung, daß der heutige Verkaufspreis von Schuhwaren sich auf dem gegenwärtigen Häute- imb Lederpreis auf- bauen must unter Berücksichtigung eines den heutigen Verläl mssen errtspreck-endon bescheidenen Zuschlags für Unkosten und Gewinn. Sie sind ferner der Ansicht, daß die Preise für die rn den Leder-- herstellungsbelrieben, Schuhfabriken und Schubladen vorhandenen teueren Bestände ohne Rücksicht auf die entsteh irden Verluste ebenfalls auf vvr- stehender Grundlage errechnet werden sollen." Essen ohne Wasser. Essen, 21. Juni. (Wolff.) Die streikenden Arbeiter haben das Wasserwerk stillgelegt. Die ganze Stadt, auch die Krankenanstalten, sind ohne Wasser. Mehrere industrielle Werke mußten bereits den Betrieb schließen. Die Abfindung des Fürsten von Waldeck. W i l d u n g e n, 24. Juni. (WTB.) Nach einer Melduni ter Waldeckschen Zeitung aus Arolsen nahm die Waldeck-Pyrmontsche Landesvertretung den Antrag des Gesetzgebungsausschusses betreffend die Abiindung des F ü r st e n von Waldeck mit 15 gegen 5 sozialdemokratisch Stimmen an. Für den Antrag hatten auch zwei Sozialdemokraten gestimmt. Tec Fürst erhält darnach die Domäne Hüninghausen bei Arolsen mit 1200 Morgen Wald, dar- Schloß in Pyrmont mit Hofgarten sowie das fürstlich? Erbbegräbnis Rhoden mit dem zugehörigen Grundstück. Ferner gewährt der Staat dem fürstlichen Hause die Nutznießung an dem Residenzschloß in Arolsen. Die Unterhaltungskrsten desselben hat zum größten Teil der Waldecksche Staat übernommen. Der Fürstinwitwe wird aus Lebenszeit der Nießbrauch im neuen Schlosse in Arolsen und der dazu gehörige Park überlassen. An Barabiindungen erhält der Fürst 3V; Mill. Mark, die zum größten Teil für die Reichöver- mvgenssteuer verwendet werden. Berlin, 25. Juni. Im 68. Lebensjahre verstarb der langjährige Leiter der Farbenfabriken! Dorrn. Friedrich Bayer u. Co. in Leverkusen bei Köln, Geheimer Kommerzienrat Friedrich Bayer. Er begrünpete den Weltruf der Firma und wirkte auch auf sozialem Gebiet vorbildlich. llus Liessen. Das Wahlergebnis in den h fsischcn Provinzen. rm. Darmstadt, 25. Juni. Das Ergebnis der Reichstagswahlen für die einzelnen hessischen Provinzen stellt sich wie folgt: Für Starkenburg : Wahlberechtigte 356 858, abgegebene Stimmen: 275 781. Davon erhielten: U. S. P. 36 967, Mehrh.-Soz. 95 084, Kommunisten 2554, D. B.-P. 11 862 Zentrum 41 078, Demokr. 26 295, Hess. P.-P. 30860- Oberhessen: Wahlberechtigt: 19o 43b. Abgestimmt: 148 211. Davon U S P 19 670, Soz. 38564, Kommun. 356, D. B.-P. 18 677, Zentr 7466, Demokr. 12 489 Hess B P. 50 629. Rheinhessen: Wahl- Hessen: Wahlberechtigt: 781 724. Abgege bene Stimmen: 594 545. Davon U. S. P. 72 420, Soz. 179 800, Kommun. 3014, D. V. P. 94 755, Zentrum 95 536, Dem. 63873, Hess. V.-P. 83 824. Beratung drs Hauptvoranschlags. rm. D a r m st a d t, 25. 3uni Der Finanzausschuß des Landtages trat heute unter dem VorsG des Abg. Eißnect zusammen, um mit der Beratung des nunmehr erschienenen Halfst Voranschlags zu beginnen. Zunächst wrrde eine RegierungsMitteilung beraten, ncrh der etwa 20 Wohnungen für Angestellte u»0 Arbeiter in der Landesheil- und Pflegeanstalt Philippshospital errichtet werden fallen, da hierfür geeignete Räume vorhanden sind mrü dec Wohnungsnot damit etwas geftetert werden kann. Der vorgesehene Betrag Aon 256200 Mk. wird bewilligt. Auch in bet Heil- und Pflege- an st altin,Gießen lassen sich zur Bekämpfung der Wohnungsnot zweiWohnungen für Oberwärter n Fachabteilungen einrrch- ten und findet der hierfür angeforderte Betrag vor 6000 Mk. Bewilligung. Nach einer weiteren Regierungsmrttei- lung ist es infolge der geringen Belegzahl von Kranken möglAh^ die 5. Oberarztstelle im Philipphospital in Goddelau eingehen zu lassen, während durch Errichtung der Nervenklinik in Gießen dort eine weitere Arztstelle notwendig gewordes ist. Oberarzt Dr. W. Schmeel wurde dvher von Goddelau nach Gießen versetzt. CS, wird beschlossen, daß die damit verbundenen Umzugskosten durch die Staatskasse zu tragen sind. Die Regierung wachte weiter die Mitteilung, daß sämtliche nLehrer innen der Alireschule in DarmIadt auf 1. Oktober gekündigt wurde. Dir Angelegenheit soll beraten werden sobald ein Vertreter des Landesbildungsamtes anwesend ist. Dann wird die Beratung des Hauptvoranschlags besprochen. Zunächst wird durch den Vorsitzenden die Verteilung der einzelnen Kapitel an die Referenten vorgenommen und soll die Einteilung, wie bisher, bleiben. Die eigentliche Beratung.wird atzt Freitag, vormittag beginnen. Maßnahmen gegen Obstwucher. rna. Mainz, 25. Juni. Nachdem sich in den letzten Wochen herqusgestellt hol, daß trotz sehr reichlicher FrühvbstErnte die Preise auf dem Wochenmarkt eure Höhe angenommen faben, die als wucherisch angesehen werden muß, ift die Kriminalpolizei heauftvagt worden, unter Begleitung von SackjversMrbigen an den Wochentagen biejemgcn Händker oder Erze uger, deren Preise das Angemessene überschreiten, vom Stand weg zu verhaf- t e n und dem Wucher ge richt vorzuführsr: die betreffenden Ob st Vorräte werden dabei konfisziert. — Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Vorschriften der Wuchergerichtsverordnung die Anordnung der Uwterfucliuwgshaft sowie Konfiszierungen aucj ätzne Rücksicht auf die Vorschriften der Strafprozetz^rdirung yrstatten. Bon dieser Befugnis wird zum Schutze der Verbraucher rücksichtslos Gebrauch gemLcht werden. * ♦ * Der Steuerabzug vom Lohn. rm. Darmstadt, 25. Jmri. Zu dem zehn- prvzentigcn Steuerabzug vor dem Entkommen erfahren wir, daß nach einer Mitteilung des Staatspräsidenten auch den Stgatsbeamten der Steuerabzug, der bekanntlich nicht vorgesehen war, erfolgen fall. Koblenz, 24. Juni. (WTB.) Die Rheinlandkommission hat hcztte beschlossen, fei ne Einwendun gen zu erheben gegen die Ver- ordmmg vorn 21. Mai betretend den zehnprozentigen Lohnab^cg. Nur dem besetzte Sediet. Mainz, 24. Juni. (WM.) Wie die hiesige „Volkszeitung" meldet, wurde der verhaftete Dlainzer Arbeitersekretär Karl. Grötschner nach Gestellung einer Kaution cchs der Haft entlassen. Wiesbaden, 24. Juni. (Wolff.) Nach der bereits mitgeteilten Entlassung des Arbeitersekretärs Grötschner wurde nunMehr auch Direktor A b i g t, der bekannte Führer und Gründer der „Heim kul tur" aus der Haft entlassen. Seine Freilassung erfolgte auf die Drohung der sozial? demokratischen Parteien hin, fofort in .den Generalstreik einzutreten, falls er bfs Mittwoch mittag nickst entlassen sei. Direktor Ab^t war am 15. Juni wegen eines Briefes, den er am den Ministerpräsidenten geschrieben haben soll, als der Spionage verdächtig von den Franzosew verhaftet worden. Abigt hat sich jedoch politisch nicht betätigt, sondern nur die Interessen der Bevölkerung in der Mietev- schudbewegung vertreten. Ams Stadt nnb Land. Gießen, bau 25. Juni 1920. Lebensmittel. ♦♦ Freibank. Samstag, 26. Juni, werben von 1—3 Uhr die Njummern 1—100 beliefert. ♦* Bei der stöbt. O b st «♦ u n b Gemüse- st. e l l e, Marktlauben, kommen ntprgen Gelberüben, Schotenerbsen, Blumenkohl, Weißkraut und Gurken zum Verkauf. Ferner noch gjQüne Erbsen und Bohnen. An Obst: Kirschen, Aptelspolten mid Zwetschen. Veranftaltunchen. Freitag, 25. Juni: Nquc Aula, 8 Uhr, Literarische Gesellschaft. Vortrngsabend Rudolf Presber. — Hotel Einhorn, 8*/> Uhr, Gastspiel Paul Buchwnld. (Prvgrammwchchfel. — Zirkus Althoff, 8 Uhr, Eröffmmgsvorhcllung. — Lichte spielbcms, „Das Narrenschloß" und „Johmmes Goth . — Lichtspiele, Sclterdtoüg, „Tie tötende Sonne" und, ,Banditcnbväntchett7. **ZurBolksabstimmisn»i'irOst-vnd Westpreußen. Für die am Al. Juli in Of^ »Md Westpceußen stattfiTrdende Äbstimmunq stellt auch der Norddeutsche Llo^d feine See* bäderda mpfer mit Aiys nahmc de r Dampfer Delphin und L»chs zur Ber- ^Ügung. Di« Schifte fatram it der Zeit vom 1.—23. Juli zvchchen SlvureMbndc^Lwlpmünbe und Pillau. Jnsvlgevessen Dunen die Nort>«ebäder- ftrhrteu über Bremerchafen nach H.ig-o!and imh Norderney mit Dampfer „NxrM>a" nicht, nne beabsichtigt, am 27. -mb 29. Juni, sonsern erst am 29. Juli begümen. Aus dnn gleichen Grmide muß auch die regelmäßige PasjogLLfai/rt Snnremünde—Danzig des Dampfers „Grüß Gott" für die Zeit vom 2. bis 22. Jicki eingestellt werden. Ter „Grüß Gott" wirv nach Beendigung Der Abstimmungs afcraen erstmalig am 24. Juli wieder von Swinemünde nach Danzig fahren. Tie F^hrrm nach Wangerooge werdeii unverändert durchgeftrhrt. m. ** Rud-olf-Presber-Abend. Wir wollen nicht versäumen, nochmals in letzter Stnnbc auf den heute abend 8 Uhr in der Neuen 2Luld stattfindenden Vortragsabend von Rud. Presber hinzuweifen. Wer befreiende Stunden erleben will, der verfäun« den Besuch des Abends nickst. ** M i t der Neufestsetzung der Sätze der Billettsteuer beschäftigt sich eine Bekanntmachung der Stadtverwaltung, die aus dem Anzeigenteil ersichtlich ist. ** Flüchtlinge, die noch nicht im Besitz eines Ausweisbuches sind, müssen entsprechenden Antrag bis 1. August bex der Flüchtlingsfürsorge- stelle, Merweg 25, ges.'ellt haben, da nach diefem Zeitpunkt Flüchrlmgsausweife nur noch in Aus- nöhmefäUe ausgestellt werden. ** Ein sprüche gegen die Veranlagung zum 7. und 8. Gemeindesteuerziel werden bis Eirde Juli im Stadthaus, Zimmer Nr. 2, entg.^ngenommen. Näheres siehe Anzsigeu- teil. ** Besitzwechsel. Müller Ludnng Fiedler verkaufte sein Anwesen dieustadt 19 dahier an Frau Kostleck zum Preise von 60000 Mark. ** Bon dem Verein Gießen der Deutschen demokratischen Partei wird uns geschrieben: „Der Verein Gießen der Deutschen demokratischen Partei hielt am 24. Juni im Hotel Großherzog «ine gutbesnchte Mitgliederversammlung ab, in der der Vorsitzende, Lehrer F i s ch er , über „Das Ergebnis der Reichstagswahl und die Bildung der Regierung" sprach. Der Bericht des Redners und die anschließende Aussprache ergaben volle Einmütigkeit in der Beurteilung der Lage und Zustimmung zu der Stiel- lungnahrne, die der Vorstand zu der Haltung der Reichstagsfraktsim bei der Regierun-asbildung bisher eingenommen Hal. Eine von Dem Vorstand am 20. an die Fraktion gerichtete Entschließung wurde einstimmig gebilligt. — Die Versammlung sprach aus, daß es jetzt mehr als je notwendig sei, durch Aufklärungs- und polisische Erziehungsarbeit unser Volk zu den großen Ausgaben reif zu machen, die chm die neue Zeit in der Selbstbestimmung seines Schicksals auferlegt und denen es sich am 6. Juni so wenig gewachsen gezeigt habe. An diesem Ziel der politischen Erziehung mitzuarbeiten, sei niemand mehr berufen, als die Deutsche Demokratie. — Folgende Ent- schlie ßun g wurde gefaßt: „Die Mitgliederversammlung des Vereins der Deutschen demokratischen Partei erblickt in der Fortführung und Sickierftellung einer wahrhaft demokratischen Politik die erste unerläßliche Voraussetzung für die Ge- funbung unseres Volkes im Innern urtb eine erträgliche Gestaltung unseres Verhältnisses zum Auslande. Von einem Abweichen von dieser Politik würde sie die unheilvollsten Folgen für unsere politische und wirtschaftliche Zukunft befürchten. Sie fordert deshalb von der demokratischen Fraktion oes Reichstags, daß sie sich trotz der damit verbundenen schweren Opfer auch weiterhin mit allem Nachdruck für die Bildung einer Regierung ein- setzt, die auf den Boden der von dem Vorfitzenden Senator Petersen am 15. Juni ausgestellten Erklärung zu treten bereit ist. Sollte die Bildung einer solchen Regierung nicht erveichbar sein, so wird erwartet, daß die Fraktion auf den Eintritt in die Koalition verzichtet." Landkreis Gittzen. x Wieseck 24. Juni. Dem Heimatmuseum wurde ein treffend ähnliches Bild in Rahmen von Pfarrer Wilhelm Drescher gestiftet, der von 1875 bis 1885 hier Pfarrer war und auf dem Gießener Friedhof begraben liegt. Das Bild kann an den kommenden Sonntagen in der tagsüber geöffneten Kirche besichttgt werden. Kreis Friedberg. Bad-Nauheim, 25. Juni. (Strauß- R ege c-Fest.) Der zweite Abend des Strauß- Reger-Festes findet heute abend statt. Solistin ist Gertrud Geyersbach (Sopcan) vom Wiesbadener Landestheater. □ Friedberg, 24. Juni. In bet heutigen Stadtverorbnetenversammlung wird beschlossen, den Preis des Wassers pu> Kubikmeter rückwirkend. oom 1. April auf 50 Pf. festzusetzrn, ohne Bewilligung -eines Borzugspreis-es für Großabnehmer. Es sdllen eine Anzahl weitere Zapfstellen für die Kleingartembesitzer errichtet werden: dio- jetigm Gartenbesitzer, die sich weigern, die Gebühr für die Wasserentnahme zu bezahlen, sollen für mehrere Jahve von der Pachtung ausgeschilossen 'werben. — Tie bereits beschlossene Ausführung des Kanals m der verlängerten Kaiserstraße soll der hdlxn Kosten wegen bis auf weiteres zurückgestellt iverden. — Für eine probeweise Anlage von Rieselfeldern werden 2000 Mk. bewilligt. — Tie Ober- fcbftixrcßtbn teilt mit, daß die Autoverbi-n- dnngFriedberg-Ra-n stabt nicht genehmigt wurde, weil die betreffenden Gemeinden die Bewilligung des Zuschusses verweigert haben. — Nach Mitteilung des Archivbirektors Tneher soll Arrfang Juli im Berlage von I. I. Weber in Leipzig cin großer Führer über Friedberg und Bad- Nauheim erscheinen. — Es wird beschlossen, die Marktordnung strenger zu hantchaben, um zu verhindern, daß di« Friedberger Händler die Zufuhr vorn Lande mifflauftm. — Durch einen Schiedsspruch werden die Löhne für die städtisck^n Arbeiter in der kürzlich vereinbarten Höhe rückwirkend vom 1. April bestätigt. — Tie Stadtverordnetenversammlung erklärte ihre Zustimmung, daß Friedberg aus der Lohnllasse 4 in die Lohn klasse 3 versetzt wird. Starkenburg und Rheinhessm. Billige Kartoffeln. dz. Groß-Gerau, 24. Juni. Tie Stadtverwaltung gibt die Kartoffeln an die Einwohnerschaft mit 20 Pf das Pfund ab. bl. Oesdorf (Waldeck), 24. Juni. Hier wurden Liebesgaben aus Holland in Gestalt von Kartoffeln, Der Zentner zum Preise von 6 Mark, Verteilt. * dz. Worms, 24. Juni. Tie Dien st be- züge der städtischen Beamten und Lehrer wurden in der heutigen Stadtveoorbneten- siyrmg in einer umfangreichen Vorlage wesentlich erhöht und den Aitzen der Reichsbesoldungs- vrdnung angeschlossen. Tas Höchstgehalt des Lber- bürgcrmnslers wurde auf 25 000 Mark jährlich festgesetzt, zu dem die OctA- und Tenerua^Szula^cn kommen. Tas Höchstgehalt des Beigcvrdnetea wurde aui 20000 Mark festgesetzt, auch hier kommen Teuerungs- und Ortszulagen hm'Ul- — Tie Einführung einer Warenha ns- und Filial- st e u e r für die Stadt Worms wurde einstimusig abgelehnt. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 24. Juni. Die Kriminalpolizei räumt seit einigen Tagen unter den Kupplernestern, die hier unter dem Namen „Institut für Schönheitspflege" in üppiger Blüve stehen, mit scharfer Hand auf. Bis letzt sind vier solcher Nester ausgehoben worden. Es wurde fesb gestellt daß in allen bisher geschlossenen „Schönheitsinstituten" junge, kaum der Schute entwachsene Mädchen reichen Lüstlingen zugeführt wurden. LJ Marbuxg, 23. Juni Bürgermeister und Landwirt Mann aus Stedebach, brachten eine Kuh in das btefige Sck)lachtl)rrus, die das stattliche Gewicht von 15 Zentner aufwics. — Gestern wurde in Cölbe eine junge Dame, die Wanderertracht trug, dabei erwischt, als sie ihrem Rucksack eine Ente, die sie in einem Häuschen geschlachtet, einverleiben wollte. Der Besitzer gab sich mit 100 Mark Kaufgelb zufrieden. Nun kommt noch die Strafe hinzu denn ein Gendernu-riewachrmeister war auch zur stelle. — Tie hiesigen Schuhwarenhändler haben die Preise entsprechenb der Marktlage herunter gefegt. — Tie seit acht Wochen beitehmde Trockenheit ist jetzt durch kurz« Regengüsse gemindert, aber noch lange nicht beseitigt. Hessen-Nassau. [] Marbur g, 22 Juni. Am nächsten Sonntag begehen die Betnolmer des Nordviert^s uw, serer Stadt das im August 1914 zurückaestellte historische Bachfest, dos sonst alle fünf Jahre zur Erimierung an die Uederwölbung der Ketzerbach gefeiert wirb, in Form eines Jugondfestes. — An demselben Tage begebt auch die hiesige Turnge-. meinbe die Feier ihres 35jÄbriget Bestehens. (Sericbhfaal. Ein Kommunistrnpro-th. Berlin, 24. Juni. (WTB.) dem hiesige« Schwurgericht hatten sich heute drei Kommunisten^ der Schankwirt Max Fich'emann, der Kaufmann Erwin Hoppe und der Cchneidergeselle Willi Winkler, alle bvei Leute im Alter von 21 und 22 Jahren, wegen Mordes an dem angeblichen Spitzel Inspektor Blau zu verantworten. Am 7. August 1919 wurde die Leick-e des Inspektors, die mit einer Wäscheleine gefesselt war, ans einem Kanal gelandet. Die polizcilichen Ermittlungen ergaben, daß Blau aus politischen Adonven crniorbert worden war. Ter Mord soll von kommunislicher Seite geplant worden sein. Als Täter kommen die oben* bezeichneten Angeklagten in Betracht. P Marburg, 22. Jmri. Wegen Störung eines Eisenbahntransports, Beteiligung an Zusammenrottungen und Mißhandlung non Eisenbasiibeamten hatten sich heute auf der Strafkammer fünf Bergarbeiter aus der Gladenbacher Gegend zu verantworten. Es handelte sich um die bekannten Vorkommnisse auf dem Bahnhof zu Hartenrod am 8. November v. Js., wo beim Einlaufen des von Herborn kommenden Zuges, dec fahrplanmäßig von dort wieder zurücksabren sollte, eine Anzahl Reisende durchsetzen wollten, daß der Zug weiterfahren sollte. Es entstand em großer Tumult, bei dem der Zug von unbefugten Händen gebremst, die Nollcine gezogen und ein Beamter mißhandelt wurde. Erst mit tinfHinbiaet Verspätung konnte der Zug endlich die Rückfahrt antreten. Von den Angeklagten wurde einer zu 6, zwei zu 5 und einer zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Der letzte erzielte Freisprechung. — Ein Gasthofbesitzer, der von einem Landwirt ein von diesem heimlich aeschlachtetes Kalb gekauft und das Fleisch in seinem Betriebe verwertet hatte, wurde wegen Ucbcrtretung der Fleisch, handelsbestimmungen zu 300 Mk. Geldstrafe und wegen gewerbsmäyigem Scheichhandel zu 3 Tagen (Helängnis verurteilt. Der Landwirt muß 300 Mk. Strafe und ein Nachbar, der ihm zu dem Geschäft geraten hatte, wegen Beihilfe 30 Mk. Strafe bezahlen. X. Hanau, 23. Juni. Tre aus Hanan gebürtigen Brurw und Wilhelm Fischer, geboren am 8. Te&ember 1899 und 24. Oktober 1897, Küfer und Schlvssergehilfe von Beruf, hatten sich am Mittwoch nachmittag ivepen Körperverletzung und M entere r vor den Geschworenen zu verantworten. Am 17. August v. Js. wurden die Angeklagten wogen EinbruchsdiobsEe verhaftet und in das hiesige Landgni.ck)tsgejiängniA tingdkrert. 4lls am 18. August v. Js. der Pvl»ei- geföngniswachtmeisber Schulz bas Mittagessen geben wollte, 'hatte der Ang.-klagte Bruno Fischer diesen tätlich angegriffen und vermcht, ihm die Schlüssel zu entwenden. Ter 93ruber des Angeklagten, Wilhelm Fischer, ber in der Mhe Arbeiten verrichtete, tarn auf bie Hilferufe herbei, riß die Schlüssel an sich und suchte das Weite. In Offenbach Konnte er bald darauf festgenommen werdet!. Ten Angeklagten Bruno Fischer Konnte Schulz mit Hilfe seiner Frau und dem hinzu- gekommenen Polizenvachtmeister Drechsler in Gewahrsam bringen. Schulz und seine Frau hatten einige körperliche Verletznrryen davongetragen, bie eine örztlickx Behandlung eriDrbetlüb machten. Tas Schwurgericht verurteilte den Bruno Fischer zu 3 Jähren 6 Monate ZuckstIxrus, 5 Jahre Ehrverlust, Wilhelm Fischer zu 3 Jahren 9 Monate Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust. ^ochschulnachrichten. mo. Frankfurt«. M., 24. Ium. Fvänlein Gertrude Philipp ans Homburg legte das Referendare xamen ab, damit hat zum erstenmal in Frankfurt eine Dame den Referendar bestanden wz. Marburg, 25. Juni. In der „Oberh. Ztg." veröffentlicht das ehemalige Marburger Studentenkorps folgende Erklärung^ „Tie Worte, die Herr Geh. Rat Pws. Dr. Maaß am 21. Ium 1920 an dieser Stelle veröffentlichte, und die vielen auZ dem Herren gesprochen sein werden, lassen es für notwendig erscheinen, kurz ber Oeffentlichkeit folgende zu erklären: Der Richterspruch lautet auf Freisprechung. Unser bisheriges Schweigen, das für uns Pflicht war, um nicht den Anschein zu erwecken, als ob wir Gericht und öfsintliche Meinung beeinflnsfen wollten, werden wir brechem sobald das Urteil rechtskräftig geworden ist. Erft dann können und nterden wir mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln uns Gteuug- tuung verschaffen von denen, die sich nicht gescheut haben, in Verleumdung und Gehässigkeit bat Prozeß gegen die Angehörigen des Marburger Student en korvs für ihre vartcivolitischeu Juter- dl'eu auszicmtval." 8rttt*Wteri a. M., 26. Juni. in irr Nr. 86 txnn Anmeldung deutscher Schlachtvieh. — Ber- VSrfenknrse. Bern« Rirchliche Nachrichten« 156, 244,50 393, bestand weiter gute Meftrung bei ziemlich ^rnge- FettenLGuilleaume 206,50 210, 211,50 a. M., 24. J!mn. Börsen 16, 440, Telephon 63. n1 n1 888, 427, Rimfolrt RüP'* Eine SehenswürdigkeitI Eis- iHUpiullI Dui getränke, Liköre, Mokkastube. Rimfolri fliasa" tonangebend. Nachmittagstee ,nUplulU vlluv Gesellschaft!. Veranstaltungen 26,03 86,72 22,28 175,25 145,- 26,22 87,65 22,22 640,65 619,65 818,35 177,70 228,25 148,40 37,50 308,80 680,70 620,65 320,30 633,15 610,60 805,80 172,70 230,25 145,90 36,80 308,80 670,70 610,60 Kurs 24.6. 79,75 23.6. 15,15 7,60 16,50 12,75 319,70 631,85 609,40 804^0 172,30 229,75 145,60 36,70 308,20 669,30 609,40 144,50 1.49,- 182/25 175,50 250,25 267,- 284,- 26,28 87,85 22,28 Uns dem Amtsverküsdignngsblatt. ** DaZ Amtsverlündigungs blatt Iürlch Amsterdam . fiopen!)o$eR. Stockholm. , Wien . . . . Prag . . . . Vricikasten der Nedaktion. £>. N., hier. Wendm S« sich an den Hessischen Steuttsverbog in Darmstadt. 209,50 239,50 216,- 84,25 291,- die Umsätze Fran 183,- 175,- 250,25 265,- 285,- 285,50 182,- 240,50 392,- 428,50 323,- 264,- 170,25 Kurs 24.6. 79,75 73,60 63,20 72,40 155,75 278,50 207,- 175,- 146,- 148,50 182,60 177,75 244,- 264,75 284,- 256,50 181,- 240,- 390,50 423,50 332,- 263,75 Kurs 23. 6. 79,75 73,70 63,80 72,50 156,- 273,- 399,50 205,- 235,50 213,- 84,50 289,- Charles Laurent, Ritter der Ehrenlegion, in Aussicht genommen sei. Seine Ernennung werde veröffentlicht, sobald die Zustimmung dnrchDeutsch- land erfolgt fei. Laurent war schon verschiedentlich von dec französischen Regierung mit wichtigen Missionen betraut worden. Brüssel- Antwerpen . sshristionia Kopenhagen Stockholm tzelsmgfors Italien ", . London New-Porst Paris Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . 0r$ark"Cas< Bad-Nauheim Kurs 23.6. 79,75 639,35 619,35 816,65 177,30 227,75 148,60 37,40 308,20 679,30 619,35 triebs-Bilcherei. 1920. Otto Elsner Verlags gesell- schäft m. b. H. Berlin S. 43. 72 ©eiten. Preis 5,50 Mk. und der ortsübliche TeuerungsFuschlag,. 25,97 86,52 22,22 Hdn-ek. Berlin, 24. Jimi. BörsenstimrnunaS-- bild. An der Börse wirüe das An-iehen der Devisenkurse befestigvnL), besonders auf Ansl-rnds- werte und Kobmialpipieve. Für Petrvfeunrwerte Israel. Religio-sgemeinde. E'ottes- : Deutsche Bank. . . dienst in der Sdnagvge (Süd-Anlage). Samstag. ■ ^»»cortto. Gesellsch. den 26. Juni 1920. Borabend: 7,45 Uhr, morgens' Dresdener Dank. . Petvofemn Logen höher. Sonst war die Haltung unsicher infolge der noch immer ungeklärvev pv-iti- schen Lage. Äe KurZbewegung war urrroselmLstig, (In einem Teil tvr Äaflage wiederhol.) Der Kampf um Erzber-er. 24.6. 14,70 sraktion gestern über das Verbleiben Erzbergers in der Fraktion entscheiden. Erzberger betonte in einer mehrstündigen Rede, derHelfferich-Prozeßsei noch nicht entschieden, da er Revision eingelegt habe. Die Gewerkschaftler in dec Fraktion drohten mit dem Austritt, wenn Erzbergers Ausscheiden aus der Fraktion erzwungen würde. Endlich wurde beschlossen, daß Erzbecger vorläufig in der Zentrumsfraktion als Abgeordneter verbleibe. Der französische Botschafter in Berlin. Paris, 24. Juni. (WTB.) Havas erfährt, daß auf Grund des Beschlusses der Konferenz von Boulogne, daß sich die Großmächte vom 1. Juli ab in Berlin durch Botschafter vertreten lassen wollen, von der französischen Regierung als Botschafter in Berlin der Ehrenpräsident des Rechnungshofes, Nationalbank f. D. Mittel!).(Kreditbank H.-Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloyd Bock. Gußstahlwrk» D.-Luremb. Berga». © elsenkirch. Bergro. Harpener Bergbau Qberschl. Tisenb.-B^ Obersch les. Eiftntub. PHSnix.Brgb-.ÄKt. ! Bad Ar.'lin-u.Soda Büchertisch. Der Steuerabzug vom Lohn. .( Praftiscl>e Handhabung des lOprc^enttgcn Lvihrv- (Gehalts-) dlbyugS. SteuerVarten — .Steuev- marken — Listensystem. Gesetzes texte mit Ans- führnngsbestimmu>ngien jbttne Einführung, Erläuterungen, Mustern, Buchftlhvunssschemen 'jnb Sachregister von Tr. A. Schlosser, Leiter der Steuer- LadwigstraBe 13 HM Datum. 57,D«utRdtgeanL 4"/„D«ut.Neichsanl. I'^Deut.Ne-chrcml. 4°/e Prenh. Konsols ! Darmstädter Bank verdaten. Den D i en st des nach G-vvß»Gerau versetzten Mssistenzvete rinärarztes Tr. M-mnard hat mit dem 18. Juni 1920 der Veterinärarzt Dr. Stern als AstisteirKveterinärar^ übernmnnren. Seine Wohmoig befindet sich West-Anlage 511 (Fernsprechänschlu ß-Rummer 55)., Der anst eckende S cheiden katarrh unter den R 8tb. i chbe änden der Gemeinde Weiters- hcün ist erloschen. — Unter den Rindvtehbesi ändert der Gemeino? Beltershain ist ansteckender Scheiden-- TüfbonA festgestellt worden. Schweinerot laufist unter dem Sckweine- Mtanij des Gvorg Karl Kchr und Philipp Kehr in Treis a. b. Lumda. — Unter dem Vi-Hbestande des Landwirts Mltelm KMbörfeh zu Katzenfurt ist die Maul- und Klauenseuche amtlich fesigestellt ivorden. Dien st Nachrichten des Krersam tes. Friedrich Wilhelm Kreiling II. zu Heuchelheim wurde zum Nachtwächter für die Gemeinde Heuchelheim vor dem Kreisamt Gießen eüüich verpflichtet. — Ludwig Opper II. von Ettingshausen ist zum Hauptmann der Pflichtseuerwchr der Gemeinde Ettingshausen verpflichtet worden. Lloyd George Wer das Gryednis der Konferenz von Boulogne. Amsterdam, 24. Juni. (WTB) Aoyd George sagte nach einer Londoner Meldung in einer Unterredung über die Zusammenkunft ut Boulogne, diese sei in mehr als einer Beziehung ’onnig (?) gewesen. Die Deutschen hatten an- cheinend erwartet, daß die Mernungen geteilt eien. .Sie würden aber finden, daß die 9UInerten einig und entschlossen seien wie immer. Ucbci Die Entwaffnung Deutschlands habe du Konferenz am Grund des englischen Vorschlags strenge Beichlusfe gefaßt. Die Ergebnisse der Konferenzen rn vMe und jBoulognc seien sehr hoch an zu schlagen. Am die Frage nach der deutschen gesamten Entschadi gungssumme lehnte Llohd George eine Unhvort ab. Die Alliierten würden zunächst abwartm, »velche Vorschläge die Deutschen in Spaa felbir machen würden. Lloyd George bemerkte weiter, er fyatte die Lage in Der Türkei nicht für ernst. Aaland. London, 24. Juni. (WTB.) Reuter erfährt, daß die britische Regierung den Volker Hunds rat gebeten habe, sich mit der Frage der Oberherrschaft über die Aa l an ds inse l n zu befassen, da der Oberste Rat sich nicht mehr damit beschäftigen könne. Der Völkerbundsrat wird in Bälde zusammen treten, um über diese Frage zu beraten. Die türkischen Nationalisten. Amsterdam, 24. Juni. (WTB.) Die „Times" bringt in einer Konstantinopeler . Meldung einen Bericht über eine Geheimsn zung des Parlaments von Mustafa, KemalPascha. In dieser Sitzung wurde England als Erzfeind der Türkei erklärt und beschlossen, daß die Nationalisten^ sich dem türkischen Friedensver trag bis zum letzten Atemzug widersetzen würden. Mesopotamien. Timten, Wiel «rd Sport. ♦ Laug-GönS, 23 Juni. In der letzter IBtstrBbyrbjrnerftimbe zu Bad-Nauhstm wurde der A. Turnwart des hiesigen Turnvereins, Wilhelm Lang, zum 2. B^irkSturwwart yewächkt. Ter Turnverein hat, der Zeit entsprechend, einen Fuß^ und Kaustballklub gegriinbet. Zum SpieLwart wurde ALillV Keßler gavWlt. 8,30, abends 9,00 und 9,40 Uhr. Israel. Religions - Gesellschaft. Sabbatfeier den 26. Juni 1920. Freibag abend: 7,50; Samstag vormittag: 8,00, nachmittag 4,30. Sabbatausgang 9,40. Ävchenaottesdfensi: Morgens 6,30 und abends 8,00 Uhr. ftimmungsbild. Bei vorwiege'ch stillem Geschäft war die Haltung eine 'iinregJmdkiye. Infolge Realisationen Konnten Teuffch» Etdöl-Aktien ihren erhöhten Kursstand nicht behausten. Sic stellten ftch auf etwa 990 bis 985. Deutsche. Petroleum 638. ferner wurden genannt Forsavkh 1900, Südsee-PtzosÄLt 1925, Julius Sichel 1190. Scharrtmrgbahn schtvüchten sich 2 Prozent ab auf 608. Elektrische Teutsch-ülebersce gingen mit 745. 3proz. Bergmamr-Werke mit 203 2 Pn^znct höher um. Obavi-Minen behauptet 710, Gew-ßscheirk 635 a 630 a 635. Bad Anilin schwächten sich etwrs ab 425, spater fester 427. Die Kicrsbewegung in chemischen Ackt ien tour im all genreinen beicherdcsr. In reger Nachfrage standen Echem. Ultramarinfabrik 229,75 plus 43/-t Prozent. Am Mvutan- aEtienrnarft waren die Umsätze eng begrenzt. Es Wurden Bchönix BerBau 388 gehandelt. Bochumer gegen den gestrigen Abendbörienkurs mit 244,50 51/» Prozent niedrigeL, Vvn, IrMisLrieoktien votierten ferner Fnärcklsche Schuhfabrik 204 <— 1), MeteCl-GingmerK: 212 (— 7), Daimler 206^0. Unter den Lokalpapieren stellten sich Maschinenf. Mvenus auf 207, Adlerwerte Kl eher 210,50, Frankfurter Gasgescllschaft 170. Eine Lburser- Ä,hung von 4Vs Pcvrent erftrhren SBaggtmf. Fuchs 289,50. Mexikaner formten sich mäßig te fein gen. 5prvz. Reichsanleiche 79,75, 4pwz. Spar-Prümien- Anleihe 91,50. nw. Fr ankfurta. 24. Juni. Mit einem GrundöLpidal timt 300 000 Mark rmnSe unter der Firma Des fische Hvlz großhandel -Aktiengesellschaft hier eine Gesellschaft gegründet die den L>olzHan>del in jeder Form betreiben will und befugt ist, alle hierzu nötigen Geschäfte zu tätigen, insbesondere Lagerplätze, Sägewerke und ifen und dergleichen zu foatfen, die sich zum und Mr Dolzverwerllmg eigmen. Dem gehören die Divektoren Jakob Mvscr und Rudolf Ritter und der Kaufmann Ferdin-and Tvapver, sämtlich in Frankfurt a. M., an. 4*L Heß. Laatsanl. —, — —, — (Etedioii(8riesbehn Markuottermrgen. Datum: London, 24. Junr. (WTB.) Im Unter hause verlas der frühere Minister für Indien, Lord Montag ue eine Erklärung über die Politik der Regterlmg in Mesopotamien. Asquith glaubt, daß es sich für Großbritannien empsch!?n würde, Mesopotamien zu räumen, denn es habe rechtlich, keinen Anspruch auf dieses Land. Der Völkerbund allein könne ent Recht darauf verlangen. Asquith schlug vor, die be antrsgten Kredite um eine Million Pfund Ster ling zu verkürzen. Lord Win ter ton sagt, du- Räumung Mesopotamiens würde betkniten, da., das Land den Bolschewisten und Kurden in bi Lände gespielt würde. Trotzdem verlange er den Rückzug der britischen und indischen Trupprw die aber durch Eingeborene zu ersetzen seien. Lloyd George kritisierte den Antrag Asqnith:- und erllärte, daß die britische Regienmg in Meso potamien den im November 1918 gemachten Vor Slägen entspreche. Es bestehe heute die Absicht, tz das Wjalet Vdossul einbezogen merte, um Mesopotamien zweckmäßig zu verbessern. England habe ein moralisches Recht aus Mesopotamien. Man habe Weisung gegeben, die Ansichten der arabischen Volksführer bezüglich der vorgesehenen Weise Rechnung getragen, daneben sind bte hierbei auftauchend«t Stmerrechtssvagen unter Berücksichtigung der Ausschußvedl-andlungerr und des Standes der bisherigen Literatur und Rechtsprechung in e-a^herrdder Weise gewürdigt. Als Leiter von der Zentnal-Steuevabteilliing der über gmz Tcutschllmd verzweigten NeichstreühandqGejell- schäft, deren Angestellte und Arbeiter nach vielen Tausenden zahlen, war der Verfasser in der Lage, die für die Arbeitgeber wickstisen Gesichtspunkte sach^cMäst zu beihondeln unb der Praxis eine vorzügliche L«ndtzabe zu bieten. Höchster Farbwerk« bestand weiter gute Ateftrung bei ziemlich -ntge* 5* ®- ®" • • regt em Geschäft. Deutsche Erdöl mck» Deutsche nr * ’ Gim bolschewistische Missionen Tiflis. Konstantinopel, 24. Juni (WTB.) Ans Tiflis wird die Ankmrft einer bolschewistisck)en Mis siion gemeldet, die aus etwa 50 Mitgliedern bestehl. Die Mission umfaßt eine militärische, eilte diplomatische und eine wirtschaftliche Abteilung. Daimler Bud^Eis>aushal t eines andern leban b> über 21 Jahre, sofern sie in dem a)ausbalt eines anderen leben c) unter 21 fahren . ‘ 6 6U , ..Tie ^-mnili en Zuschläge, die ein Erw-rbslost-r erhall, dunen insgesamt das Atcherchalbiache der ,lrn gcn>aheten Unterstützung, im einzeln eit folgende catze nicht üErsteigen: für Prof. Dr. Adolph Hansen Direktor des botanischen Gartens In besten Qualitäten emvsehle: te . . . p.m 7t Bekanntmachung. Einsprü che gegen die Veranlagung rum 7. und 8. Gemeinde stesterziel werden bis Ende Juli jeden Montag (Buchstabe A—H), Mittwoch (Buchstabe I—R), Donnerstag (Buchstabe S—Z) von vormittags 8—121/s Uhrrm Stadthaus, Zimmer Nr. 2, entgegen genommen. Nachweise, daß das derzeitige Einkommen 2600 Mk. nicht beträgt, sind vorzulegen. Gießen, den 24. ^mi 1920.* 6983B Der Oberbürgermeister. I. V.: Kren-ien. Todes-Anzeige. Gestern abend entschlief sasft nach längerem Leiden, jedoch plötzlich und unerwartet, mein innigstgeliebter Gatte, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Siegmund Blumenthal im Alter von 64 Jahren. Eintriltsnachweise für eine Mehrzahl derselben Veranstaltung (Dutzendkarten ustv.) und Eintrittsnachweise, die mehrere Personen gleichzeitig zum Eintritt berechtigen, werden so steuert, als ob die entsprechende Anzahl Einzelnachiveisen ausgegeben wäre. ES können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Graveur, 1 Metall- treiber, 1 Schlosser u. Autogenschweißer für alle Metalle, 1 Konditor. Lehrlinge: 2 Maler und Anstreicher, 2 Bäcker, 1 Glaser, 1 Wagner, 3 Schuhmacher, 1 Schmied. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landw. Knechte, 1 Gärtner, 1 Sattler,50FeldbereinigungS- Arbeiter, 1 Schlosser, der autogen schweisten kann, 3Rundschleifer, 3 Werkzeugschleifer,3Feinschletfer, 5 Dreher für Veitfptnbelbänfe, 25 Maurer, 25Zimmerleule, 3Stahlgraveure, Iverh. Schmied für Hofgut, 10 Gesteinbauer. Lehrlinge: 1 Schriftsetzer, 1 Wagner, 1 Spengler, 1 Müller. Es suchen Arbeit: Schriftsetzer und Buchdrucker, Schweizerdegen. Armaturdreher, 1 Stellmacher, Kaufleute, Schreiber und Reisende, 1 landw. Verwalter, Packer, Hausburschen und Atisläufer, Maschinenschlosser, Bauschlosser, 1 Gärtner, 1 Konditor, Elektromonteure, 2 Glaser, 2 Schuhmacher, 3 Heizer, 1 Krankenpfleger, 2 Schmiede. Weistbinder und Anstreicher, 1 Stüfer, 2 Sortier- meister, 3 Tapezierer und Polsterer, 2 Sattler, Bäcker und Metzger, 4 Kellner, 4 Kraftfahrer, 2 Brauer, 1 Koch, 1 Bautechniker, 1 Zeichner, 1 Bandagist, Mechaniker, 2 Dachdecker, 1 Autogen- schweiher, 1 Privatlehrer. Lehrlinge: 3 Schuhuiacher, 1 Schreiner, 1 Mccha' nifer, 3 Kaufleute u. Schreiber, 1 Weistbinder und Aialer, 2 Gärtner, 2 Schmiede, 1 Elektrotechniker, 2 ftrifeure, 2 Schlosser, 1 Wagner, 1 Bäcker, 1 Sattler. Weibliche Abteilung Es können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: 1 eins. Haushälterin, 3 Mädchen s. tagsüber, Dienstmädchen, Lauffrauen u. -mädchen für einzelne Tage, tüchtige Allein- Mädchen, 1 eins. Stütze, 1 ftlitferin, Zimmermädchen, 1 Gartenmädchen, 1 Waschfrau, 2 Lehrmädchen, 1 Ktnderfräulein s. nachmittags, 1 perfekte Kaffeeköchin, 1 verf. Büglerin. b. bei answärtiaen Arbeitgebern: 7 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Hau-» mädchen, Zimmermädchen, Aileinmädchen, 1 Stütze, 1 Stenotypistin, 1 Friseuse. ES suchen Arbeit: 1 Kontoristin. 1 Maschinenschreiberin, 1 BibliothekSgebifin, 1 Näherin, 1 Krankenpflegerin zur Krankenpfiege u. Führung eines Haushalts, 1 Stickerin (übernimmt auch Näh- und Flickarbeit zu Hauses, 1 Lehrmädchen (Putzgeschäft), das l Jahr gelernt hat, zum Weiter- lernen. 6984B Werden Eintrittspreise ohne Ausgabe Sorten erhoben, so beträgt die Abgabe 40 hundert des gesamten Erlöses. G teste n, den 24. Jrmi 1920. 6976B . Der Oberbürgermeisber. I. V.: Kren zien. Bekanntmachung. Auf Grund der Reichrsverordnung, betreffend Minderung der Berovdnunq über Erwerbslosen- mriorge vom 26. Januar 1920 (Rrichs-Gesetzbl. Nr. 9dst vom 6. Mai 1920 sind durch Beschlust der Stadtvrrordnrtnt Versammlung vom 22. Juni 1920 die Unterstützungssätze aus der Erwerbs- lostm'miorge der Stadt Gissten ab 6. Mui 1920 wie folgt festgesetzt tvorden: ai ben Ehegatten 2,50Mk b) für die Kinder und sonsttge mitcr- stutzuugslxuechttgte Ange hör rge 1 50 G i e st c n, den 23. Juni 1920. 69868 Der Oberbürgermeister. J.P.: Krenzieu. Irmgard Sack Adolf Ernst Müller, Forstreferendar Verlobte row Darmstadt qun: innn Michelstadt i. Odw. (Hrrderftrah« 3) J (Pfarrhau, Fürftena«) Bekanntmachung. Flüchtlinge, welche noch nicht im Besitz emes Ausweistmches sind, müssen entsprechenden Anttag bis 1.8. 20 bei der unterzeichneten Stelle gestellt haben, da nach diesem ^itpunkt Flüchtlingsausweise nur noch in ?kisnahmefällen ausgestellt werden. Giesten, 23. Juni 1920. 6985B Ter Oberbürgermeister. Flüchtlingsfürsvrgefielle, Asterweg Nr. 25. Nachtrag zur Ortssatzung, betreffend die Billettsteuer in der Stadt Giesten, vom 13. Februar 1913. Auf Beschlust der Stadtverordneben-Versamm- - lung vom 16. April 1920, nach Anhörung des Kreisausschusses des Streifet Giesten und mit Genehmigung des Hessischen Vrinisteriums des Innern vom 7. Juni 1920 zu 9h:. 9.K. d. I. 14 062 wird nach Artikel 15 her Städteordnung mit sofortiger Wirkung hiermit bestimmt: Ter 8 2 der obigen Satzung wird wie folgt geändert: Die Abgabe von jeder verkauften Eintritts- I! 11! Nur heute !!!!! g.Oie tötende Sonne© (Die Geschichte einer unglücklichen Expedition nach Patagonien) Kriminal-Film in 5 Akten. 2. Banditenbräutchen Sizilianisches Räuber-Lustspiel in 4 Akten. rote 6hbd1 . garaatiert la Frledensqaalittt. w Carl Schunck, Bahnhofstraße Nr. 62. An- n. Verkauf von Möbeln, Antiquitäten, sowieUebernahme ganzer Eiurichtnngcu. 15 Louis Aothenberger 22Neuenweg22. Tel.l7L I Vereins I Lich — Gießen (Licher Str. 21). Goldbarsch o. Kopf 1-2pfänd., Psd. Mk. 3.30 Rotznnqen große . . . Psd. Mk. 2.60 Leugfisch rÄ... ohne Kovf Psd. Mk.2.70 Koteletts Pfd. Mk.3.- Halsnücke Psd. Mk. 1-2 frisch eingetroffen bei Georg Wallenfels Marktplatz 21 gegenüb. d.Engelapotheke. la. Kakao 16, 18 und 24 Mk. p. Pfd., kond. Milch 9.25 Mk. per graste Dose, la.K affeeUs/vPfb Kernseifen billig, z MaiSgrics usw. R WLöbMlitztlg Hinterh. p., Fabrikraum. Missionssest Sonntag den 27. d. MtS. P t & f t T Hl Mt nachmittags 2Ilbrfindetln vlClSllvrijeil ein MifsionSfest statt, zu dem alle Fretmde der Sache freundlichst einacladen werden. Redner: Herr Pfarrer Becker-Giesten und Herr Missionar Walther-Beuern. [69G4J Der Kirchenvorstand. Saalbau Cafe Leib SamStag den 26. Juni 1920 TANZ Anfang 7 Ubr. [011348] (Safte willkommen. V. e. F. G. Ausgabe von vrauntohlenbriketts an Minderbemittelte. Auster den bereits brftrruttgpgrirncn ffiohfen- bffiiNuii9en liefert von barte ab die Prirma Struck, Marburger raste, BraunSohlenbnkrttS so lang der Vorrat reicht. Liederkranz. Sonntag den 27. Juni Htmii-Wliiidttlliig: Rödgen—Alten-Buseck— Hangelstein. Abmarsch 8 Ubr vom SchlltzenhauS. Rege Be- teiligung erwünscht, s"" 1867-1917 Sonntag den 27. Juni Morynntjany nach Annnrod zu Engelhard. Zusammenkunft 7*/« Uhr Gabelung Licher Strahe- KaiserAllee. Amicitm! Sonntag den 27. Juni, nachmittags 4 Uhr zamiliklia«s|l«g mit Tanz llMeMlMe