Erstes Blatt <70. Jahrgang Dienstag, Nr. 120 Der Siebener Mnjriaet erscheint täglich, außer Sonn* und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.60, vierteliährtlchMark 10.80 einschließlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech Anschlüsse: für bie Sd)rif Heilung 112; Oerlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Srenlfurt a. M. 11686 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck unö Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- und Steinöruderet R. Lange. 5chr-ftleitung, Geschästrstelle und Druckerei: Schulprahe 7. 25. Mai 1020 Annahme von Anzeige« für bie lagtsnummer bis zum 9lachmittag vorher ohne jcbe Verbindlichkeit. Stets für l mm höhe für nzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20° 9 AufsLlag. LZauptschriftleUer: Äug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil, tz. Bedi, sämtlich in Gießen. Vie Notlage der presse. In einer Sitzung des Reichsrats am 21. Mai stand u. a. der Ausschußbericht über die Verordnung betreffend Beschaffung von Papierholz für Zeitungsdruckpa- pie r auf der Tagesordnung. Die Ausschüsse haben die Verordnung abgelehnt. Der Berichterstatter, sächsischer Ministerialdirektor Graf v. Holtzendorff, führte dazu aus: Die Ausschüsse sind von der Wichtigkeit und Dringlichkeit der Angelegenheit durchaus überzeugt. Sie erkennen auch vollkommen an, das; zu Gunsten einer Verbilligung des Druckpapier- eingeschritten werden muß, um beson- sontzkrs die kleine und mittlere Presse vor dem Untergang zu bewahren. Wenn die Ausschüsse trotzdem zu dem Beschluß gelangten, die Ablehnung der Vorlage zu empfehlen, so geschah das einmal wegen der schwersten verfassungsrechtlichen Bedenken dagegen, daß das Reich aus dem bisher emgeschlayenen Wege einer Verordnung und noch dazu einer solchen tn der Form der vereinfachten Gesetzgebung in die Forstverivaltung der Länder eingreift. Es muß unbedingt daran festgehalten werden, daß nach der Verfassung das Reich nicht das Recht derartiger Zugriffe auf das Vermögen der Länder hat. Von der rechtlichen Seite dieser Frage abgesehen, bestehen gegen einen solchen Zugriff des Reiches auch sonst schwerste Bedenken. Tie 6tträge der Forsten sind die wesentlichsten Einnahmen, die den Ländern nach Einschränkung ihrer Steuerfreil)eü und nach dem Uebergang der Eisenbahnen auf das Reich Seblieben sind. Deshalb müssen die Länder unbe- ingt darauf bestehen, daß die Erträge der Forstverwaltung jeder Verfügung durch das Reich entzogen bleiben. Wenn danach die Ausschüsse auch zu einer Ablehnung der Vorlage gelangt sind, so haben sie sich doch grundsätzlich dazu bereit erklärt, im Wege einer freien Vereinbarung zwischen den Ländern und dem Reiche größere Mengen Papier- Holz zu einem verbilligten Preise, insbesondere für die kleine und mittlere Presse zur Verfügung zu stellen Die Verhandlungen darüber werden voraussichtlich schon in den nächsten Tagen zu einem beseitigenden Abschluß gebracht werden können. Unterstaatssekretär Hirsch erklärte namens bet Regierung: Die Reichsregierung hat die Vorlage erst eingebracht, nackchem in monatelangen Verhandlungen, während deren die Lage der Presse sich ständig verschlechterte, klar geworden war, daß eine Verbilligung aus einem andern Weg nicht rechtzeitig erreicht werden würde. Nachdem die letzte verfassungsmäßige Möglichkeit, auf diesem Wege vorzugehen, durch die Ablehnung weggefallen ist, bitte ich, das Entgegenkommen, das von den Ländern in Aussicht gestellt wird, in möglichst weitgehendem Maße zu betätigen. Allerdings lassen die bisherigen Vorschläge nach der Auffassung der Reichsregierung weder bezüglich der Menge noch bezüglich der Preise eine Verbilligung in dem Maße gesichert ersckreinen, wie es unbedingt erforderlich ist. Wir bitten um möglichst weites Entgegenkommen, insbesondere auch der Nichtforftstaaten, zumal da die Ereignisse der letzten Tage zeigen, daß die Not der Presse stündlich größer wird und ein Teil der Presse auf der andern Seite abhängig wird von Interessen, die keine publizistischen Interessen sind. Das Plenum stimmte den Beschlüssen der Ausschüsse zu, die Verordnung ist also abgelehnt. Bis Ende 1919 hatte die Reichsholzstelle die Beschaffung des nötigen Holzes zu erschwinglichen Preisen für die Papierfabriken zu bewerkstelligen; die Reichsstekle für Druckpapier setzte den Aufschlag fest, den die Zeitungen zu den früher bezahlten Papierpreisen zu zahlen hatten. Mit dem neuen Jahre 1920 horte dieses System auf. Jetzt bestimmt die Reichsregierung nach Verhandlungen mit der Wirtschaftsstelle für das deutsche Zeitunas- gewerbc und mit dem Verbände Deutscher Druckpapierfabriken die Papierpreise. Seitdem ist der Preis füt Druckpapier sprungweise immer weiter in die Hohe gegangen. Der Friedenspreis betrug 20—21 Pf. pro Kilo. In den letzten Monaten des Jahres 1919 war der Preis auf 1,16 Mk. pro Kilo gestiegen, im Februar 1920 kostete das Papier schon am«ühernd das Doppelte, und im März-Aprrl etwa das Dreifache. Für den Monat Mai ist der Preis auf 4,40 Mk. festgesetzt. Dazu kommen dann noch Extrakosten für Frackt, die sich auf mindestens 20 Pf. pro Kilo belaufen, so daß sich jetzt der Preis pro Kilo frei Haus auf mindestens 4,30 Mk. stellt. Mit anderen Worten: der Preis ist etwa 21malsvhoch wie vor dem Kriege. Im allgemeinen haben die Zeitungen den ^Zapierverbrauch gegenüber der Vorkriegszeit eingeschränkt, etwa durchschnittlich auf zwei Drittel. Danach würde durchschnittlich die Verteuerung für Papier etwa das 14fache betragen. Erne derartige Belastung kann in keiner Weise ausgeglichen werden durch entsprechende Erhöhung der Bezugs- und Anzeigenpreise. Die Zeitungen sind bereits hierin an der äußersten Grenze der Erhöhungsmöglichkeit an gelangt. Erschwerend kommt hinzu, daß auch der Preis für D rit ck- färbe ganz ungeheuerlich und weit über das Maß der sonstigen Verteuerungen hinaus gestiegen ist: vor dem Kriege Fant auf 1 Kilo jerhrirötta £üua Mi SeMel nig für Farbe; heute dagegen find es etwa 45 Ps. geworden. Vor dem Kriege war es etwas Selbst-> verständliches, daß der Abonnent die auf ihn entfallenden Msten für Papier, Farbe und Austragen bezahlte, und daß dann noch ein bald kleinerer, bald größerer Betrag aus dem Bezugspreis übrig blieb zur Abdeckung der übrigen großen Betriebsunkosten, die in ihrem Hauptteil durchweg aus dem Ertrag der Anzeigen bezahlt wurden. Dies ist heute nicht mehr möglich. Die allermeisten deutschen Zeitungen müssen daher ihren Betrieb stark einschrünken oder auf eine ganz neue Grundlage stellen oder auch ganz schließen, wenn wirllich der Papierpreis in der bisher vorgesehenen Höhe von 4,30 Mk. pro Kilo bestehen bleibt, unb wenn nicht die Regierung trotz des ablehnenden Beschlusses des ReicHrats in irgendeiner Form helfend eingreift. Die Reicksregierung hat einen schweren Fehler gemacht, daß sie die Dinge hat treiben lassen, ohne rechtzeitig einzugreifen. Die Hauptschuld trifft die Regierung derjenigen Einzelstaaten, welche sich aus engherzigsten Rücksichten auf ihre Sonderinteressen einer zweckdienlichen Regelung durch die Reichsregierung widersetzt haben. Der Hauptgrund für die Steigerung der Papierpreise ist der verwerfliche Wucher, der mit dem Holz- verkauf getrieben imorben ist. Bei den staatlichen Holzauktionen der hier in Betracht kommenden Einzelstaaten haben Schieber in schamlosester Weise ihr Werk getrieben, ohne daß ihnen rechtzeitig ihr Handwerk gelegt wurde. So wurde das Ziohmaterial ins Riesenhafte verteuert. Anfangs dieses Jahres wollte das Reich grundsätzlich den Zeitungen einen Zuschuß zu den Papierpreisen gewähren, wenn auch die Einzelstaaten sich daran beteiligten, entweder durch billigere Lieferungen des Holzes an die Papierfabriken oder durch Barzusckpisse; aber im Reichsrat stimmte schon damals gegen diese gute Abficht der Reichsregierung die Mehrheit der Eiuzelstaaten; man wollle die sehr beträcht- lichen Eiirnahmen aus den Holzauktionen sich nicht schmälern lassen. Di« Konferenz von Spaa am 2\. Juni Berlin, 22 Mai. (WTB.) Wie Wolffs lelmraphisches Burvau in letzter Stunde von amt- l i cd e r Seite erfährt, hat der hiesige groß- britannische Geschäftsträger im Auftrage der Re- gienmgen von Belgien, Frankreich, Gvvßbrrtannieic und Italien dem Reicl?skanzler h-ute eine Note übermittelt, in der die Verlegung des Termins der Konferenz von Spaa aus den 21. Juni vorgeschlagen und das Einverständnis der deutschen Regierung dazu erbeten wird. Berlin, 24. Mai. (Wolff.) Ter Reichskanzler teilte dem gnoßbritannischm GesckMsträger mit, daß die Reichsregierung die Einladung zur Konferenz in Spaa auf den 21. Ium angenommen hat. Die internationale Finanztonserenz. Paris, 22. Mai. er gestifteten Chören. Bei der Vorsdandswähl wurden Hans Worten 'haben. Schreckgespenster des Vorwärts. Berlin, 25. Mai. Ter „Virwärts" will über einen neuen Rechtsputsch berllAm kön- nen, der in Vorbereitung sei. Tie $um Schcrne aufgelösten Freikorps würden von eurer veaktio- itären Organisation systematisch auf die pommer- schm Landgüter verteilt. Waffen usw. nähmen sie mit. Für Verpflegung sorgten die Landwirte, wofür die Leute etzvas Arbeit leisteten. Es gäbe eine Seite, die dem Plan sofort zum Scheitern bringen könnten, das seien die Linksradikalen, deren er- Inartetes putschradikales Vorgehen im Anschluß an die Wählen die Grundlage des ganzen gegenrevolutionären Planes bilde. Wenn die Linksradr- lalen Verantwortungsgefühl besäßen, mühten sie alles vermeiden, um sich von gegnerischer Seite zu dein Aufstand treiben zu lassen, den die Gegenrevolutionäre -um Anlaß für ihr Losschlagen sehn- lichst erwarten. Das Kapp-Nachspiel in der Marine. Berlin, 23. Mai. Von dem Untersuchungsausschuß für die P r ü f u n g der Märzvorgänge in der Marine sind bisher 30 Fälle beim Reichswehrm in r- ster zur Entscheidung gebracht worden. Unmittelbar nach Pfingsten werden sich die Unterkommissionen erneut zu Vernehmungen in die Küstenstädte begeben, und zwar eine Kommission nach Kiel, eine zweite nach Hamburg, Cuxhaven, Geestemünde und Wilhelmshaven. Heimkehr der Tsingtau-Verteidiger. Hamburg, 22. Mai. (Wolff.) Mit dem Dampfer „Rarkai Maru" ist heute morgen Ad- rniral Meyer-Waldeck, der Verteidiger Tsingtaus, mit seinen Kämpfern und den in Japan interniert g^vesenen Zivilpersonen, Frauen und Kindern «insgesamt ungefähr 750 Personen), im hiesigen Hafen eingettoffen. — Ter javanische Dampfer „Scotland Maru" mit Heimkehrerern aus Sibirien passierte um 8 Uhr morgens Cux- 'haven. Die Einnahmen und Ausgaben der deutschen Eisenbahnen seit 1913. Ueber die Betticckseinnahmen und Ausgaben der deutschen Eisenbahnen unter den Wirkungen des Krieges und der staatlichen Umwälzung ist soeben eine lehrreiche amtliche Aufstellung fertiggestellt worden. Im letzten Friedensjahr 1913 kamen auf 3347 Millionen Einnahmen nur 2345 Millionen Ausgaben. Der Krieg verringerte die Einnahmen im Jahve 1914 auf 2281 Millionen, während die Ausgaben etwa auf 2372 Millionen Gegen. In den drei folgenden Kriegsjahren erhöhten sich Einnahmen wie Ausgaben, so daß immer noch ein gewisser Ueberschuß blieb. 1915 wurden 3268 Millionen vereinnahmt und 2338 Millionen ausgegeben. 1916 waren es 3805 Millionen gegen 2724 Millionen, 1917 wurden 4435 Millionen eingenommen und 3648 Millionen aus- Mgcken. Das Jahr der staatlichen Umwälzung 1918 brachte zroar wiederum eine Steigerung der lEinnahmen auf 4617 Millionen, die aber die Ausgaben mit 5941 Millionen nicht mehr deckten. Jw- folge der Tariferhöhungen wurden 1919 zwar 6674 Millionen vereinnahmt, aber nicht weniger als 31040 Millionen verausgabt. Für das laufende Jahr werden die Einnahmen aus 14 344 Millionen, die Ausgaben auf 16 935 Mlllionen geschätzt. Die klbvechrrung dürfte aber diese Zahlen wesentlich ändern. Berbantzstag der Postbeamtinnen. An der Eröffnung des vom 18. bis 22. Adri in Hamburg tagenden 9. Verbandstages des Verband cs der deutschen Reichs -Post- und Telegraphen doamtinnen nahmen etwa 1500 Personen teil. Aus dem Geschäftsbericht der ersten Vorsitzenden, Frl. Else Kolshorn-Berlin, ist hervorzuheberl, daß der Verband im verflossenen Berichtsjahr trotz des Beamteilobgangs aus den abgetretenen Gebieten von 25 536 Mitgliedern auf weit über 31000 8Uhr abends, im Hotel Einhorn eine öffentliche Wählerversammlung. Lmdemer- Wildau (Berlin), Hauptgeschäftsführer der Deutsch- nationalen Volkspartei, spricht über „Wege zur Die Deutsche demokratlschePar- t e i veranstaltet am Mittwoch, 26. Mai, abends 8Uhr, im Cafä Leib eine öffentliche Versammlung. Landtagsabg. Goll aus Frankfurt und Frau Landtagsabg. Balser aus Darmstadt werden über „Demokratie und Mittelstand" Der Naturhcilverein Gießen hielt dieser Tage wieder seine erste Generalversammlung ab. Die Mitgliederzahl hat fick seit Kriegsende mehr denn verdoppelt, ein Zeichen, daß dieser Bewegung immer mehr Verständnis ent- gegengebrad# wird. Oeffentliche Vorträge und Kurse in den Anwendungssormen des Naturheilverfahrens itric sie der Verein bereits Anfang b. Js. veranstaltete, sind auch für die nächste Zeit vorgesehen. Auch soll den Mitgliedern bei Benutzung des Sonnenbades an der Lahn eine bedeutende Preisermäßigung zugute kommen. Landkreis Gießen. ** Bettenhausen, 25. Mai. Beigeord neter und Landwirt Heinrich Leidner und Ehefrau begehen am 26. Mar das Fest der silbernen Hochzeit. M . X Wieseck, 20. Mai. Auf dem gestrigen Volks Hochschulabend über „Politik und Moral" lehnte Pfarrer Sattler in eingehenden Ausführungen eine „christliche Politik" ab, die weder dem Staat noch der Religion diene und redete, einer Träumen nachhängvnden Jdeal- politik gegenüber, der Realpolitik, als allein sittlich das Wort. Im notwendigen Parteikampf sei es nötig, das Volksganze über die Partei zu stellen, mit chrlickZen Waffen zu kämpfen und dem Gegner nicht niedrige Beweggründe mtterzuschie- bttrr. Da Selbstbehauptung für den Staat wichtiger als Selbstverleugnung, sei dem Staatsmann mawhes erlaubt, was ihm als Privatmann ver boten. G-eheimdiplom atte sei auch im neuen Deutschland nicht zu entbehren. Tie Gedankengänge gipfelten in dem Wunsch, daß von der Welt innerlich freie, religiöse Persönlichkeiten, wie Bismarck eine war, unserm Volk für seine Politik geschenkt 1 verbat. Die rege Aussprache betonte u. a. die Pflicht der Hörer der politisch neutralen Volkshochschule zu vielseitiger Zeitungslektüre und Teilnahme an den Wahlversammlungen. Der .Bolks- hochschulvevein bekam weiteren Zuwachs. x Wieseck, 25. Mai. Das von unserer Ortsgruppe der Kriegsbeschädigten und -Hinterbliebenen zu Ehren der Gefallenen der Gemeinde am ersten Pfingsttag veranstaltete Konzert nahm bei guter Beteiligung auch aus benachbarten Ortsgruppen einen würdigen Verlauf. Bei dem gewählten Programm gaben die Kapelle Mank, Frauenchor, Sängerkranz, Eintracht, Harmonie und die Gefangs- abtcilung des Turnvereins ihr Bestes. Der ftretd- Vertreter des Kreises Gießen sprach über die Bestrebungen des Einheitsverbcmdes. Im Aufttag des Vorstandes der Ortsgruppe übergab Karl Euler mit einem Rückblick auf ihre Entstehung die Tafeln mit den Bildern unserer Kriegsopfer dem Heimat museum, zu Händen der Vertreter der Gemeinde, Beigeordneten Schäfer und Pfarrer Sattlex. Beide antworteten mit Dank, Mahnung und Gelöbnis. Daß die von der vorjährigen Gedächtnis- ausstellung am Totenfest angeregten 8 Ta sein allen technischen Schwierigkeiten zum Trotz schon jetzt geschaffen wurden, zeugt von treuer Kameradschaftlichkeit gegenüber den Toten; die Ausführung lag bei bepi Mitglied Otto Schmelz in den besten Händen. Die Tafeln, der hohen Kosten wegen noch ohne Glas, wurden am Abend in btt Kirche gebracht, wo sie an den nächsten Sonntagen im Altarraum besichtigt werden können. Dort können Blumen zu Ehren der Zoten niebergelegt tvecden, auch Gaben zur Deckung der Kosten. Man hofft, daß trotz der Wohntmgsnot die Frage dec Heimatmuseums bald geregelt wird, zr 1 dessen kostbarsten Stücken diese Tafeln stets ge Kassierer Willi Lang, 1. Schriftführer Haas, 2 Schriftführer Hllz, Bibliothekar Anton Breuer und als Beisitzer die Herren Franz Adam, Hans J'hle und August Schneider. Unter den eingegangenen Angebot-«, fiel die Wckhl des Dirigenten auf den Gesang- und Musi Lehrer Schuchardt. Zum Vereinslokal wurde der Postkeller bestimmt. ** Die Deutschnationale Volkspartei veranstaltet am Donnerstag, 27. Mai, tio n, die allein und durch sich eine Senkung der Preise bewirken kann. . Mainz, 23. Mai. Der Mittelr heiniscye Fabrikanten-Verein hielt ut DeAnndung mit der Süddeutschen Grup^ des VeremsT^tt- schw Eisen- und Stahl-Industrieller am 20. Mai hier seine orbentlidx Hauptversammlung ab. Der Geschäftsführer erstattete einen eingehenden Jahresbericht, indem er die Wirtschafts- trab kapital- kindliche Gesetzgebung der heutigen Rogterung nn- tcr besonderer Bezugnahme auf das Sv zulltf t^ nmgsgesetz, das Betriebsrätegesetz die Finanz- und Steuergcsetze schilderte. Diese Umstände hätten eme Notlage geschaffen, so daß in nächster Zett mit erheblichen Betriebseinschränkungen und bereit Folgen gerechnet werden müsse. Der Redner stretftt noch die Tarifverträge mit den Angestellten und Arbeitern, die die non manchen Seiten erhoffte Milderung der Gegensätze zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht gebrackst hätten. Herr Regie- rmtgsrat Dr. Konietzko hielt einen Vortrag über hie „neuen Steuern und 'unsere Industrie'. An Zahlreichen Beispielen zeigte er die Widerspruche, die sich in den neuen Steuergesetzen befinden. Der Redner wünschte zum Schlüsse, daß die kommenden Wahlen eine Regierung bringen möchten, die für die wirtschaftlichen Notwendigkeiten des deutschen Volkes eiet besseres Verständnis an den Tag lege wie die bisherige. An bat Vortrag schloß sich eine rege Aussprache. Dabei wurde beschlossen, beim Reichsfinanzminister dahin vorstellig zu werden, daß bei Einziehung der Steuerbeträge der Arbeiter dunh den Unternehmer eine vierteljährliche Einziehung statt der wöchentlichen zugelassen werde und daß die Einziehung durch Einlleben von Marken für abgerundete Beträge bewirkt werden kann. Terror. Grün berg i. Schl., 22. Mai. Ter Landvat Tr. Erkelenz veröffentlicht in den Grünbcrger Tageszeitungen einen trufgcfimbenat Mordbe- sehl gegen 13 angesehene Bürger der Stadt (darunter eine Frau mit ihren beiden Söhnen), nach ihrer Parteizugehörigkeit Sozialdemokraten, Demokraten, Deutsch Volksparteiler und Deutsch- nationale. Am Wahltage sollten sie an der Arbeitsstätte .ober in ihrer Wohnung umgebracht weiden. Ferner sollten die Gelder der Banken und großen Betriebe beschlagnahmt werden. Tie Urheber des Miordpilans sind der Staatsamoattschaft in Glvgau bekannt und werden sich zu verant- höven werden. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 21. Mai. Die Stadtverordneten stimmten gestern nach lebhafter Aussprache der von der Heag borge- schlagenen Erhöhung der Straßenbahntartfc von 30 auf 50 Pf. für die kürzeste Strecke, die allerdings jetzt für vier Teilstrecken gilt, zu; jede iveitere Teilstrecke kostet 20 Pf Der Bürgermeister gab- auch bekannt, daß eine Erhöhung des Brotpreises nach feiner Auffassung nicht zu befürchten sei; dagegen machte der Beigeordnete Daüb die 'wenig erfreuliche Mitteilung, daß die Landes-Milch und Fettstelle den Stallpreis der M i l ch jetz! von 1 Mk. auf 1,50 erhöht habe. Es wurden dagegen die lebhaftesten Proteste laut, da bei oen jetzigen reichlichen Futtervorräten diese Erhöhung in ferner Weise angebracht sei Hessen-Nassau. nie. Frankfurt a. M., Die beiden Pfmgstt tage brachten dem Maingau eine große H rtze' welle. Am ersten Feiertag wurde eine Hoch»! tembetntur von 30 Grad im Schatten gemessen, ajt zLoeiten 'Feiertag waren es sogar 31,5 Grad. Die EisMbühllt und dir Vorortbahnen hatten einen ivaltigen Massenansturm zu überwältigen, dem nc kaum gewachsen waren. Die Straßenbahnen inner halb der Stadt waren meist leer, eine Folge bre wahnsinnigen Preiserhöhungen. = Frankfurt a M., 25. Mai. Tie am letzten Tonnerstag eingeführte Erhöhung de» Straßenbahntarife hat, wie vorauszusehei war, zu einer Massenflucht der Fahrgäste aus Straßenbahn geführt. Tie, sogenamite Zweikilometer strecke für 50 Pf. ist ut den Boykott getair Wer es irgendwie ermöglichen kann, macht feuw Besorgungen zu Fuß ab. Infolgedessen ist, »» Ausfall der Straßenbckhnverwaltung sehr e^ebluB und wächst von Tag zu Tag. Eine aberma^sM bedeutende Verminderung der StraßenbaMwerM^ zung erwartet man zum 1. Juni, roerm die E- löiung der Monatskartentonfe um 150 Pw»eitt eintritt. Es ist dann die Einschckrnkwrg des fl» samten Verkehrs und bamit eme Entlasfimgo« jüngeren Stvaßenbckhnpersvrmls ms -luge = Frankfurt a. M., 25 .M«n D« Grindbrunnen, Franffurts einzige Minev^ quelle, kann mit seinen Xrmfcnlagen xxotwe nicht erneuert werden > alle EmrichttmgsMg^ stände, selbst die Blemohre der QuellenlettuM gestohlen sind. Bon eurer Neuanlage muß nu® Abstand nehmen, da .man damit rechnen mu» daß sie über Nacht wieder zerstört und gestM« wiä>. Skna hör 9rhfrtmnt»no für die Rückfahrt, zieren und Beamten der Besatzungsbehörde zahl- reiche französische Zivilisten medergllafiem Trotz der großen Wohnungsnot nrußte^ unter dem Drucke ber Besatzungsbehörde von der £>tabt Unterkunftsmöglichkeit für diese tzanzöfischen Zunlrsten geschaffen merben. Durch die Ausbeste^ing des Markkurses ist der Aufenthalt in hem an sich teuren Wiesbaden nicht mehr lohnend. Infolgedessen ist in den letzten Tagen geradezu eme Maf- senflucht der französischen Zivilisten an3 ^ies- Gem eind en oder Behörden, denen das Speisefett zur Weiterverteilung geliefert wird, aus höchstens 50 Mark für 50 Kilo: für den Kleinst a n d e l: a) in Gemeinden unter 100 000 Einwohner auf höchstens 100 Mark für 50 Kilo vb) in Eiemeindeii über 100 000 Einwohner auf höchstens 120 Mark für 50 Kilo. Holt sich der Kleinhchidler „ h«. i die Ware bei der Berteilungsstelle ber Gemeinde Aus dem weiteren Verlaus der Tagung ist her- iclbst ab, fv hat diese 2 Mark für je 50 Kilo aus vorzUheben, daß der Verbandsttg einstimmig für .em von ihr erhobenen Zuschlag zu vergüten, allo ^Verbandsarbeiten den Grundsatz vollster Partei- vrnr-er diesen 3uf(tfä^en kann im Groß- und Klein- polllisckier Neutralftät erklärt hat i-,anbet von dem Verkäufer bei jebem Verkauf ein Die weiteren Verhandlungen führten zur 9ti 21. Tage nach der Mstimmung für die Rückfahrt. ; Reisende, die früher ins Abstiinmungsgebiet reifen , oder später zurückkehren wollen, erhalten feinen , Schutzbundfahcschein, können jedoch bei der Fahrscheinausgabestelle die Erstattwig der Reisekosten dritter Klasse, auf Wunsch auch für die Seereise beantragen. Die Auszahlung erfolgt nach beendeter Abstimmung. Solche Reisende müssen später nachweisen, daß sie am Msttrnmungstage an ihrem Geburtsort anwesend waren. Stimmberechtigten, die den Schutzbundfahrschein verfallen ließen, baden cfnnetreten I können die Reisekosten nicht erstattet werden, baden eingetreten. * Eine Vergütung für O-Züge kann nur in.Aus- mc Höchst a M, 24. Mai. Die französische nahmesällen, bei Krankheit oder Gech:echlichkeit, Behörde verlwftete den Lehrer Ferdinand fcüttig zugesagt werden. Für nichtstimmberechtigte Fa- au-? Tonndors well er Mifreizende Reden geführt mlllenmitglieder findet eine Erstattung der Reise- vast-. Rt wurde zu einer sofort zu verbüßenden kosten nicht statt . Daftsttafe von vier Wochen verurteilt, außerdem *’ Ansübung des Wahlrecks dur ch soll noch ein kriegsgeriAliches Nachspiel folgen. Soldaten. Wegen Attrsübung des Wchlrechts HüttigOhatte die lleberführung von schwarzen Trup- durch S^ten wird im RegiErungsbbrtt^^nals pen eine Kuturschände genannt. betont, datz zu den Solluten im Sinne des Reiä^-- P Koblenz 24 Mai (WTB.'> Der Reichs- Wahlgesetzes nur Angehönge ber vorläufigen Reicks- kommissar für die besetzten rheinischen Gebiete teilt >vehr und der vorläufigem^ Reichsmarme iin Sinne mit• Die interalliierte Rheinlandkomm;s- der durch Gesetz vom 3L Marz 1920 m ihrer fioit hat am 8 sütai eine Verordnung erlaflen, Gültigkeitsdauer verlängerten Ge,etze Vvm 6. Ma^ K deutschen aktiven Militärpersonen, An- und 16. ?lprit 1919 göjören, soweit sie nicht gehörigen der Sicherheitspolizei und sonstigen mili^ die Eigenschaft von Mi.itärboamten haben. In tänschm Friedenstruppenteilen beim Aufenthalt in Militärttzaretten imtergebvachte An se hörige den ^setzten Gebieten nicht gestattet ist, Mili- des alten Heeres, sowie bte erst lüngst aus tär uniform oder wesentliche Telle militäritcher dem Ausland zurückgekehrten und noch ut Sammel- B'lleidung und Ausrüstung sowie militärische Llb- lagern befinb.ichen Kriegsgefangenen ftnd reicken zu tragen, es sei denn, daß sie eine beson- daher n^ahlbevechtigt, es sei denn, daß sie zum bere Erlaubnis der Rheinlandkommission oder der neuen Rciä)sheer ober zur neuen Reichsmirin: Armeekommandanten besitzen. — Die Verordnung übergetreten find. Desgleicher, find wahlberechtigt ist am 15. Mai in Kraft getreten. die Angehörigen der Abwickelmigsstellen^des Heimkehckwnstes, da diese Feme mllttänichen St:l- — . „mmr rr-** (en ©inne der Reichsst^bvorganisation smd. u (TamA Angehörige der staatlichen Sicherchfitspolizei sind 2I11S SiOöt ttttO RdttO« I iianbcöbcamte, feine Soldaten. 9turi? der Reichs-- Gießen, den 25. Mai 1920. I wasserschutz zählt nickst zur Wehrmacht, ferne An- ©rattfenfafien gestellten sind daher wahlbevechttgt. Aerzte und KranrenraM • ** 8ur Erinnerung an abgetretene Nachdem bis 'beute neue Verhandlun^grund- Städte. Der Zentralstelle des Deutschen Städte- tagen nicht zustande gcßomme'n find, yeiwicht von bie Anregung jagegangen, um den Zu- Heute (Dienstag) mittag 12 Uhr ab Wit im ganjen r^mmenbang mit den durch den Friedensverttag Reiche so auch in Gießen ber vertraglos e astg^-xtenen deutschen Städten und Landestellen Z u st ä n d z w i sch e n A er zte u und Kran- im angcmeirttn Volksbewußtsein lebendig gtf halten, kenkassen. Die Mitglieder der vereinigten Straßen und Plätze n a ch a b g e t r e t e n e n Krankenkassen (b. 'h. m erster Lmie der Allgemeine e u 11 e n Städten und Landesteilen Ortskrankentassen unddeiBetriebs.EckJruaungs- benennen. Dabei ist vorgeschlagen, auf krankenkasien, der auswärtigen Ortskvcrstkenfeissen Sttaßenschildem nicht nur die Straßennamen, und der Postkrankenkasie) gelten von nunab als con^)crn einen kurzen Hinweis zu bringen, Privatpatienten und werden von oai ^^ Stellung die Stadt usw. in den deutschen Aerzten nur gegen B ar za f)Iun 9 8uJ>en ton Ländern eingenommen hat. der Aerzteorganisatwn besttmmttn Satzm behttn- ** Neuerungen bei der Prelltzisch- delt. Tas Gesetz gibt £n ^nmdgh^ern bie kü^>beut)^^en Klassenlotterie. Der Ge- Möglichkeit, sich wegen Rückerstattungssvrderungen I ^m Juli t>. I. beginnenden 16. Preu- an die Kassen zu 'hatten. . m tzisch-Süddeutschen Klassenlotterie wftst evl>ebliche AusschlaggÄend für das Scheiteni der Der- tz^st^ss^-ungen auf. Die beiben Hauptgewinne b:=> Handlungen war, wie wir vvren, wenigettdieI künfng auch in den ersten drei Borklassen norarfiage als die Forderung der freien Arzt- 100 000 Mk In der Haupt- und Schlutzllisie Wahl. s^d die beiden Prämien von 300000 Mk. ans Beransraltunqen. 500 000 Mt. erhöht. Anstelle der bisherigen bei» Ti en stag/25. Mai: Cafe Seik 8V2 Uhr, I Gewinne von 150 000 Mk. sind zwei Gewinne öffentliche Wählerversammlung der SiMaldemo- j€ 300 000 Mk. eingeschoben worden. Die kratischen Partei. — Lichtspieltheater wie gestern. Mittelgewinne wurden der Zckhl wich beträchtlich * I vermehrt und zwar die Gewinne zu 5000 Mk. ** %ür die iß f in a ft feier tage hatte der auf dreihundett Stück, die Gewinne zu 3000 Mk. Himmel das graue, regenversponnene Mltagskleid auf 4000 Stück der Vorwoche abgelegt und prangte tm schönsten ach 8200 Stuck. Die sind in Wegwll Feiertagsstaat. Die sommerliche Wärme konnte man gekommen. TaS bringt ^ber keine Verkürzung dei bünahe schon als unangenehm und drückend emp- Spieler mit sich, da kunftig dcn ^vste Gesinden. Tas Thermometer zeigte im Schatten vor- winn jeber Äafic rft 99 5 imh acstern aar 25 9 Grad Celsius, den vollem Kauspreis für das Ersatzlos deckt. Der Jrn Gegensatz zum Hiinmelfahrt'stag, wo die Üe- As^streis ist liebten Ausslugspunkte Ober Hessens, des Taunus ach 7 30 M^fur das Dchtel^in j^er usw. von größeren und Heineren Gesellschaften ge* der fünf erhöht radezu überschwemmt waren, beschränkte man fick! «ft H. niV? in den Pfingsttagen meist auf einen Morgen- oder PreiMeigernng, ine, wie^ftibttch, ber,^rte-i Nachmittagsspaziergang in der nächsten Umgebung I erung auf allen Gebieten des Wirtschaftslebens der Stadt begründet wird. ** Amtliche Persvnalnachrichten. ** Anhaltendes Musizieren, insbe- Ter Ergänzungsrichter bei der Kammer für Han- sondere Klavierspielen, Singen Spkelenlchsen von delssachen in Giesen Fr. Heimer in Gießen mechanischen Musikapparaten (Grammophonen und wurde zum Handelsrichter und der Fabrikant 2. bergt) tm Freien oder bei offenen S^^rn hübet Rinn in H euchelheim zum EvgÄizungsrich- meist eine erhebliche Betcrstiwnig der Nachbarschaft ter bei dieser Kammer für die Zeit bis zum und erfüllt häufig den Tatbestand des § 360 Ziff. 11 31. Dezember 1921 ernannt. — Dem Handels- des ReichsstrafgesetzbucA (ungebührliche Erregung ridjrter bei der hiesigen Handelskammer Geheimen I ruhestörenden Lärms oder Verübung groben lln- Kommerzienrat Dr. h. c. Siegmund Heichel- r'" ox'fl*'Ä -* heim wurde die nachgesuchte Entlassung aus seinem Amt unter Anerkemiung seiner dem Staat geleisteten Tiensde erteilt. *x Die Klein handelszuschläge beim Verkaufvon Speisefetten (Butter, Margarine, Schmalz, Feintalg, Speiseöl) werden mit Wirkung vom 1. Juni wie folgt festgesetzt: für uschlag ^Worenumsatzstcuer) bis zu 15 mb des Einkaufspreises erhoben werden. __________ „ , __er hessischer Kun st Verein Mitt- Täügfeftsgebiete ber Reichs-Post- u. Telegraph^ . woch ist die Ausstellung außer von l l bis 1 Uhr 1 Verwaltung für die weiblichen Beamten und nach I auch am Nachmittag von 3 büs 5 Uhr geöffnet. ^rankfu rsf’ä L «j Heien Fu? DM ^TTter.fx?« Ä? I in technischer^ 2« Mi MhlleZuschn ton 592o M.: als bauemb» M der Stadt = Obern Wle von Kol als vier hn Walde btt kbntb ror mto (.ff< Urberlanozi MÄandtom heben soll, wm tat Betriebe ist stattliche 60006 taDertalspcm Mausen. D wck Mrkrrg w 60000 Mfeml M gespeist w 17 9 Berlin, 2 Wenden Son! mössentlicht der nchousschuß a schlage mit m che: Nr. 1. S. üuWaM, 3! Sm, 17 B wrber; 0 in; Nr. 5. De St.6. U.S.P. Stotrbtr; Nr. 3 Bewerber; N to lSpartakt fittei, 1 Bew Sflwtfer: Nr. toi, 6 Benn irtb, 1 Benn! 14. Uderstäi WöfaalilHfäe W Thchch-s M. Lausitzer C ~ . «r (&te r^bWnLi 8ÄS«-* Mob.Dk ) ill en bi «ÜN die lr btm N rtmria- Mrger°( ® ttiti stra M Wudjt als hatte ÄL' r irnh i, W steh A235 SSs Statt nt yient. ’ "Arge to WMat, «SIS N'ttelka^ IWtet S A fvr äächrn $NS tnt- Sege UÄ W AL gti eint 6t MIM. tstrs. Der Sire ach über die Be , $m Aftzag te abSarlkilei lehmg die laidr pjet dm ÄmiL er bet Gmenri. iamr Sattln iahrumg und &• rigen Wty 'Qten W zum M treuer W'J m; tii 8* o Schmelz r° vr hoben Soiuf m & «07 MM Sonutar- en tonnen. Dor Toten niedere .der Ko^ tot die Frage K ereaelt wird, - w stets - Jot. Bkigwrb- "wMNran dn iilbttitai dnn,.gestnM .'.Poluik und mnngchende-. olckk" ab, die M dime md Mn >ol= als allein iitt> «rrteikamvi fe die Partei yi Wien und bar. de uiticrwltit n Staat rafo m ÄaatikiMn itttNrimcitn per ach im neuen • Öeöantengängt der Belt tratet a. wie Bismart! Politik grschri. tonte u. a. ine teutotlen Loitz lektüre und teil- gen. Dec Boltz umchs. as von unfein beschädigter Ehren der 9t Pfingsttag Der iter Seteiligun; pen einen wüt Ilten Progrmir tenchor, Sängtt- ib die Eesange M t-$s WI. "* J M «MN- Hai. Die St a d. leftern nach her heag »e kürzesttStr^ AM M mtestc la>U^ ^seÄ^acht' mc Frankfurt a M., 24. Wtat In bet %*bt vom rtftöt zum zweiten ^cirrtaq brannte exnr Tontoarenfabrif jftnirfm Cberrab unb Ofssckach^. Der Schaden beträgt einige bimbert- mc. Frankfurt der Fußball-Verein Germania, Ruppertslmrg, gaben sich am 2. Psmgstfeiertag mittag hier ein Stelldichein und brachten auf dem Sportplatz, dem„Galgenberg", eru interessantes SCLtj|He£Lilnn ^trag. Das Spiel, das für die hreuge Mannschaft mit 1x3 verloren ging, hatte zahlreiche Zuschauer angelockt Der h^srgc »iinfeet sich noch im Antängerstadium, roäb- Hn, oer Verein Ruppertburg über eine gutge- frfwlte Mannschast verfügt. Die hiesigen Mitglieder liefen aber erkennen, daß sie bei weiterer Hebung noch gutes leisten werden. O Rhönturnfest To» Rhönwrnfesr ist vom yftiönturntag auf den 1 August festgesetzt trotben. Es wird wieder auf der 950 Meter hohen W a sserkuppe veranstaltet werden. Als Wett- Übungen sind bestimmt worden: einVierkampf ^vvchsprung mit Brett 1,30—1,80 Meter, 100-Meter-Lauf 12—16 Sek., Stein- 9°6.ctt 4,00—6,00 Meter, Dreisprung 9,00 btiJ 12,00 Meter) für Turner über 18 Zaine, ferner ein Treikamps (Hochsprung 140 bis 1,60 Meter, 100-Meter-Lauf 13—17 Sek., Stemmen yueiannig 50 Pfund), der als Zugend- turnen für die Zaltegänge 1903—1906 vorgesehen ist In der Oberstufe können von 48, in der Unterstufe von 38 Punkten an Preise verteilt werden. Außerdem sind Sonderwettkämpfe imb Mannschaftskämpfe in Aussicht genommen. Vermischtes, Ein frecher Raubzug. Berlin, 25. Mai. Einen frechen Raub-ug veranstaltete in der Nacht zum Sonntag eine Berliner Räuberbande nach Paaren, einem Ort, der abseits der Straße Belten-Nauen im Walde liegt. Sie brxmgen in das Gehöft des Gemeindevorstehers ein, fielen über den alten Mann her, knebel tat und fesselten shn unb machten sich dann an die Plünderung. Als die mit Pistolen und Karabinern bewaffneten Räuber in dem Ort erschienen waren, hatten sie erklärt, daß sie die Avantgarde der Roten Armee feien. Eine Kompagnie befinde sich auf dem Wege nach Paaren,. Als zufällig aus der Ferne Musik ertönte, die von dem Verein eines Nachbarortes herrührte, glaubte der Gemeindevorsteher, die Kom- anie der Roten Armee rücke heran, es bliebe ihm nicksts anderes übrig, als den bewaffneten Haufen in sein Haus zu lassen. Als die Räuber mit ihrer Beute abziehen wollten, wurde es im ganzen Dorfe le&ienäig. Die Räuber aber fuhren mit dem Rufe „Straße frei!" los und eröffneten ein lebhaftes Feuer auf die von allen Seiten herbei eilenden Dorfbewohner. Der Lehrer und sechs beherzte Leute nahmen die Verfolgung auf. Als die Räuber eingeholt wurden, fand man nur noch zwei vor; die übrigen waren nt den nahen Wald entkommen. Sie hatten 50 000 Mark in barem Gelde, sowie Kleidungsstücke und Sribardmittel erbeutet. Gewöldeeinfturz. * Berlin, 22. Mai. Beim Bau bet katholischen Pfarrkirche der Corpus Christi-Gemeinde stürzte das Gewölbejoch ein und zertrümmerte das Gerüst. Fünf darauf beschäftigte Maurer stürzten herunter und mußten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus über- geführt werden. Die heraus gebrochene Stelle ist sieben Meter breit. Die Ursache des Einsturzes ist ummfgellärt. DeSchanel verunslückt. Paris, 24. Maa. (WTB.) Havas. Der Präsident D e s ch a n e l erlitt aus der Reise nach Montbrison, wohin et sich zur Enthüllung eines Denkmals für den gefallenen Flieger Senator Raymond begeben wollte, einen Unfall. Er fiel während der Fahrt aus ein Eisenbahngleis. Die Verletzung ist nicht schwer. Der Präsident wurde im Automobil nach Montargis gebracht De Wet erkrankt. London, 23. Mai. (Wolff.) Nach einer Depesche der „Daily Mail" aus Bloemfontein ist General de Wet schwer erkrankt. Schiffsbrand. L e H a v r e, 24. Mai. (Wolff.) Der ehemalige deutsche Dampfer „Bellona", jetziger Dampfer „Lamentin", ist im Hafen in Brand geraten. Er war mit Rum, Zucker, Kakao und anderen Waren von den Antillen beladen. Das Feuer breitete sich aus. Es wurden größere Lager Oel und Petroleum zerstört. Der Schaden wird auf 10 Millionen Fratres geschätzt. Wien. 22. Mai. (WTB.) Den Blättern zufolge verlief die Nacht im ober schlesischen Abstimmungsgebiet ruhig. Sämlliche Schächte mit polnischer Belegschaft befinden sich im Ausstande. Sic fordern die (Entfernung der tschechischen Gendarmerie und den Rückttitt der interalliierten Plebiszitbommisston * Berlin, 25. Mai. Nach einer Mrümng des „B. T." aus Kreuz mürbe am vergangenen Fveitag auf feinem ®ut Baibfrieben Sei Kreuz im Jfxnk 'ÄnttThxdbr der emsige Sohn be* (Mtnrr oatö P a a s che, von ReichSlvehrioldaten, die nach Waffen suchen sollten, erschossen e Osnabrück, 22. Mai WTB > Amtlich Der von Münster kommende Personenzug 701 üb er fuhr heute vormittag gegen 10 Uhr eine am Gleis bn'chämgte Arbeitergruppe Fünf Arbeiter wurden sofort getötet einer schwer und zwei leicht verletzt. " D r e W a n d e r vo ge I B u r q. Aus E a s- 1 c l wird^ uns geschrichcn: Bekanntlich beabsichtigt der Wandervogel mit befreundeten 3ugrnbnxmber- bünbei vom preußischen Fiokus die Burg L u d - wigstein gegenüber dem Honstein zu erwerben, um eine Zentrale des Iugmdwanderns zu schaffen, eine Burg, b» das Ziel aller Vandemden und ein lehren mal der gefallenen Wandervögel fein soll. Wie dazu bekanm wird, knüpft die Regierung an ben Berkaus hu- Verpflichtung des sachgemäßen Wiederaufbaus und der sorgfältigsten Erhaltung. Die erforderlichen Kosten smd letzt mit 185 000 Mark veranschlagt worden Auch der bekannte Burgen-Restaurator Bodo Ebhardt iniereffirrt sich für dir romantische Bury im Wermtal. d». Kirchen, 18. Mai. Eine Ententekommission, aus fünf Engländern und Franzosen bestehend, sprach am Mittwoch b*' derLoko- motivsabrik Am. Jung in Jungeu- tHal vor, um dort eine Prüfung norjunebmen, welche Maschinen zur Herstellung von .Kriegsmaterial noch nicht venrichtet worden seien Die Leitung der Fabrik empfing die Herren höflichst, erfiärte aber bestimmt, daß sie in eine Verhandlung nur tn Gegenwart eines beut (eben Regie- rungsbevollmächtigteii eintreten kvrme, der ihr Garantie dafür leiste, daß etwaige unberechtigte Ansprüche auf Maschinen nicht zum Schaden des Werks ohne sofortigen amtlichen Widerspruch blieben. Die Kommission bestand zwar auf ihrer Forderung, mußte aber, da die Leitung der Fabrik ebenso fest blieb, voriäuftg wieder ibr>5 Weges rieben. Sie machten übrigens noch eme andere Erfahrung. Sie hatten im Hotel zum Deutschen Hause in Betzdorf Wohnung für zwei Tage genommen. Als der Wirt ihnen aber erklärte, daß er ihnen Beköstigung nicht »u geben vermöge, reiften sie wohl ober übel nach Köln zurück. *Jugendvon heute. Ein größerer Junge verhaut einen kleineren, der brüllend am Boden liegt. Ein Mann beobachtete dies, stellte den Züch- tiger zur Rede und sagte: „Pfui, schäme dich, solch einen kleinen Jungen zu verprügeln. Wenn du Kvurage hast, mußt du dicht an größere Jungens mögen!" Darauf die lakonische Antwort: „Ei das hat der ja gemacht, und dabei ist er rein gefallen!" ’ Ter Maler unter Zensur. In der „guten alten Zeit" stellte man auch die Stoffe für den Maler unter Zensur, rote die Erfahrung des Tresdener Malers KlinÄh aus dem Slnrang des 19. Jahrhunderts beweist, der aus die Bitte, in der Umgegend von Tepkitz malen zu dürfen, folgenden Bescheid erhielt: „Es beffcben keine Bedenken: nur darf der Maler auf feinen Bildern feinen Berg, kein Tal, feinen Fluß und feinen Wald anbringen, beim Abzeichnungen dieser Teile sind für künftige Kriegsbeilen bedenklich.' * Mir oder mich? Das Plattdeutsch' un Umgangsverkehr des Tages, also bei Gesprächen auf der Straße, in der Bahn, in den Wirtschaften üjro., wieder zu heben, dafür tritt dir Zeitschrift ^Niedersachsen" mit Nachdruck ein, und als gutes Beffpiel führt sie einen bekannten Gasthof in Stiel an, in dem die Gäste durch folgenden Spruch ermuntert werden, ihre plattdeutsche Muttersprache ohne jede Scheu anzuwenden: Wenn Du nicht weißt, ob mir ober mich, Snack pbtttdütsch, berat blameerft di nich!" Handel Preise in der Elrktrotechnik. B e r l i n, 22. Mai. Die Prrisstelle des Zentralverbandes der deutschen elektro technische Industrie beschloß, ebenso wie im Aprll und Mai auch im Juni, von einer Erhöhung der Teuerungszüschläge im allgemeinen abzusehen, obgleich die Gestehungskosten erheblich gestiegen sind. Eine Weiterführung dieser Preispolitik, die trotz beträchtlicher Opfer im Interesse der Gesundung der deutschen Wirtschaft getrieben wird, erscheint allerdings nur dann möglich, wenn sie durch die Verhältnisse auf dem Rohstoffmarkte, insbesondere durch Ermäßigung der Eisen- und Kvhlenpreisc, und weiter durch die Gestaltung der Gehälter und Löhne sowie der Unkosten gestützt wftd. gRarfnotiernngen. Datum: 21.5. 22.5. Zürich.................. 13,50 13,60 Amsterdam............... 6,525 Kopenhagen............... 1435 15,75 Stockholm................ 11,75 11,75 Wien.................. 485,- 485,- Märtte. ba. Butzbach 24. Mai. Die Abhaltung des Marktes am Donnerstag wurde in letzter Stunde auf Verfügung des .Kreisamtes verboten, nachdem bereits viele Verkäufer, teils von weither, mit ihren Wagen angefahren waren. Angeblich geschah das Berckot. well in Holzheim in einem Ge^ft die Maul- und Alanenseuche herrscht Büchertisch. — Die Bilanz als Grundlage der Besteuerung. Zwei Vorlesungen, gehalten am 13. und 15. Dezember 1919, in der Universität zu Berlin, in dem aus Veranlassung des Reichsfinanzministeriums von der Serenrigung für floats- wissenschaftlichc Fortbildung veranstalteten Lehrgänge zur Ausbildung von Fmanzbeamten von ii Richard Rosetworft, Rechttanwall tzu Bell«. 2. Austage. 3 Mk. Jndustneverlag Spaeth & Linde, Berlin C 2. Die Weltliteratur. (Äatag Die SSeltlüeratur, Berlin, Preis der Nummer 80 Pf) Tos neueste Heil mibäU einige Erzählungen Heinrich Seidels, dessen „Lebevechi Hünchen" am Volks tümlidmrn geworden ist. — Die Hochzeit der PickValge. Ei» Lustspiel Bon Wllhelm Scharrel mann. 114 Seiten. Preis geheftet M. 5.—. Verlag von Quelle u. Meyer in Leip^g 1920. Scharrelmanns Pick- dalgengcschichteTr diese eigenartige, völlig in sich abgeschlossene Welt, bte und der Dichter liebet gelehrt, ersteht auch üt diesem hciteroi Lustsviel vor unseren Augen Die .Äxxtaexr ist ein Volks stück im besten «inne des Wortes, daS auch beim Lesen seine Wirkung nicht verfehlt — Starkstromtechnik. Bon Professor Dr. P. EverS he im 140 Setter. rPiffenicbafi und Bildung Nr 143.) Grinrnden M 5.25. Verla« von Quelle u. Meyer in Leipzig. 1920. Tas Buck ist das Muster einer gtmeuwcrftänblitbm Darstellung aus technischem Gcknete — Fichte. Eine Einführung m sri» Schriften Bon Oberschulrat Prof Dr. Ä. Messer 164 Seiten P«is geheftet 6.60 M., grttmhtii 9.60 M. Verlag von Quelle u. Meyer in Leftvg 1920. Die vorliegende Atckrit, dlc sich an weitere Kreise wendet, zeigt knappr klare Darstellung unb volle Behrrrschung des Stoffes Schwerlich kann ein beu tfdxt Philosoph der Vergangen hell unser« BolVeS m ferner gegenwärtigen Lage mehr geben, als gerade Fichte. Mll dem dem Verfasser eigenen pädagogischen Geschick weiß er seinem Leser bte Hauptprobleme Fichtes nabqubringen, wobei er uns zugleich mll den cigcnartrgcn Lebens schicks al en des Philosophen vekannt macht Alles in allem, hier Haden wir ein Buch, daS man jedem bentatbo* Deutschen in die Hand drücken möchte. - Wie spart man bei Hausbau die Hälfte der Maurer kosten? Der Gtamet- bau, Deutschlands volkstümliche Bauweise für Wohnhaus- und Zweckbauten. Mll Über 100 Abbildungen herausgegeben von M. Paur, Kgl. Ban- miverffchul Oberlehrer und iMtirring. Preis 2 sHtt, geb. 3 Mk. (Porto 60 Pf.) örinvCulturfcerlaf JgefeB- schaft m. b. H., Wiesbaden MMer fche Badeanstalt Wafferwärme der Lahn am 25. Wai: 17* R. (In einem Teil der Austage roiebTtolt.) Kredite für Oesterreich. Wien, 21. Mai. (WTB.) Die „Wiener Allgemeine Zeitung" veröffentlicht ein Gespräch mit dem Wiener Korrespondenten des „TempS" Danach steht die Kreditgewährung für Oesterreich unmittelbar bevor. Diese Kredite di, von Amerika, England, Frankreich, der Schweiz, Holland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Argentinien zur Verfügung gestellt werden, werden teils Gcldkredlle fein, tells werden Rohstoffe auf Kredit geliefert, teils Nahrungsmittel. Sie sollen auf lange Frist gewährt tatb gegen mäßige Zinsen abgegeben werden Die Verpfändung einer besonderen Einnahmequelle ober Besitzes werde nicht verlangt. Eine Garantie werbe lediglich in der wachsenden unb gedeihlichen ökonomischen Entwicklung des öfterr eiern üben Qiaa< tcö erblickt. Die Kredite sollen ausschließlich dem Wiederaufbau Oesterreichs gewidmet sein Unruhen in Teschen. Prag, 22. Mai. (WTB.) Aus Teschen wird gemeldet: Auf dem Ringplahe lagern französische und italienische Truppen. Infanterie und Kavallerie durchziehen die Stadt. Einige Züge mit polnischen Arbeitern sind eingetroffen. Die Arbeiter versuchen immer wieder, aus den Rinaplatz zu gelangen, wer- den aber von den Truppen zurückgewiesen Ein Automobil mit bewaffneten Polen verunglückte, wobei ein Pole getötet wurde. Bei den gestrigen Demonstrationen wurden zwei Polen erschossen. In Glablonkau wütet ein Hausen von 500 bewaffneten Polen, die viele Fa milien verjagten und andere verschleppten. Der Teschenec Stadtrat protestierte gegen den polnischen Terror. Die Ententemission hat die Absicht, heute den Ausnahmezustand zu verhängen. Die militärische Besetzung Irlands. London, 22 Mai. (WTB.) Reuter. 2ez militärische Besetzung brr unruhigen Bezirke Irlands wird aNmählich rusgebreitet. Emr starke Ab kellung Reiterei durchstreifte bte Umgebung Dublins in einem Umkreis von 10 Mellen und hält öv Hügel, die die Stadt umgeben, besetzt Aus oen unbesetzten Bezirken Irlands laufen dauernd Mel düngen über neue Brandstiftungen ein Amsterdam, 22. Mai WTB.) „Xdegnrof" meldet: In Ballmrvbc (J-rland- fand die erste öffentliche Sitzung des unter dem Zeichen des vcvo lutionären irischen Parlaments gebildeten Gerrckes- Hofes statt. Es handelte sich um me Regelung gewisser landroirischaftlicher Fragen. Der Vor sitzende, Mllglied des Unterhauses, O'Evrarar, erklärte, die Beschlüße des Gerichtshofs seien rechtskräftig und könnten daher im Notfall griealtiam durchgesetzt werden. Ueberfall der französischen Garnison von Urffl. Amsterdam, 25. Mai (WD9. Tie .Firnes" mähet aus fiixtfttmtnuxl: Die fvanzS sllcke Garnifon Urfa, die am 10. April nach 61- tägiger Belagerung freien Ab-ua ^upeflenben er hielt, wurde von türkischen Nattoneltften überfallen öm den 450 Mmm fvanHösisckxr Eingebovenertruppm unter arwpLschor Offt-iern' blieben nur 100 am Leben. Leciferrin-Tabletten seit Jahren der Liebling von Blutarmen, Bleichsuchtigen, Geschwächten. Leciferrin-Tabletten zur raschenKräftigung in der Rekonvaleszenz nach erschöpfenden Krankheiten. Preis M. 6.—. Statt Karten. | Statt harten. Luise Geller Max Waldeyer Verlobte 1 Crumbach,FraNkfuri a_M. Gieße«, Licher Str. 106 t r Pfingsten 1920. r..................... amj M-L. p Hemden Iiirntr-s; »mpfehL i. reich- Auswahl <> <> <> I Wilhelm -Rosenthal Tilly Rosenthal geb. Grünstein Vermählte Bad-Nouhrim Gießen 27. Mai 1920. -------------- ------------.....--22- t'autenö ueiervar IiW, «ittelstM reine trockene Ware, in neutraler 100 gr-Backung. Abgabe zenmerweise unb Waagonbezug, auch Post- versand. Andreas Straub, Tabakgrohhdlq., Diez ■ L. 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Walldorf, Pony • Bahn, Volksfest. 1 platz, OswaldSgarten. Ein Wurf la bcuticbe Schäferhunde m. la Stammbaum zu vk. G«. HiHtenberger, 09553 Bleiche._______ Am 21. Mai entschlief sanft nach kurzem Leiden im 77. Lebensjahr unsere liebe treue Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Elise WagnerWw geb. Röder. Vertretung* ersten Schmieröl-Jmport-HauseS an oer- Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Herr Christian Marx Kgl. Lokomotivführer zu Frankfurt a. M. nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Frau Phil. Marx Wwe. und Kinder. Gießen (Wolkengasse 18), Hanau, Frankfurt a. M.-West (Jordanstraße 88), den 25. Mai 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch vorm. 9V3 Uhr in Frankfurt-West statt. 5776 fjmWetin für kleinen HauSb. gesucht Jost Schneider, 09438 Steinstr. 781. Buchdruckerei Nitschkowski Ludwigstr. 4 :: GIESSEN :: Fernspr. 724 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere hebe herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Witwe Magdalena Biron geb. Mechnich nach langem, qualvollem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 56 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Gustav Günther. Saarbrücken, Lollar, den 23. Mai 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch den 26. Mai nachmittags um 3'/z Uhr in Gießen auf dem neuen Friedhof statt. 09550 1 Paar getraa. Damen- schnürftiesell«). 1 Dam.- Strobbut, 1 Mädchen- strobbut (2-3i.), 1 dklbl Damenjackett «Cbeviotl billig zu verkaufen. Steinstr. 73 I. UnkS. 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Die Beerdigung findet Mittwoch den 26. Mai mittags 1 Uhr vom Trauerhause, Bachstraße, aus statt. obsbi °®a] Preisw. z. verk. IP. wen. getr. Reitstiefel, la. Qual.lP.getr.Touritt.- Schube.gute alte eingeso. '/.-Geige. Anzus. 12—*/s2, '//>—8. Bhelstraße 12 M. Ein neuer Anzug, blau Cheviot, Gr. 48» billig ab- suneben.08*” Marhtplatn7. Neue englische Schnürschube er out «. VQuien geluchi «Wbote umtt den Sieh, olitt» Men VUIU. heiler b- Gieh.8nz, erb. Ä. Vorhince >e»M iu tauten LchrislL Angeh Ub. Aek-Atu Äs - nt $enen» M Ikibtr, Lchudk, , Md all. An. losenzweig, ,Edlttswcgg8! »iÄÄ ^rtvere» . ®Sche] Hausr c7 Ä Ä KG DM tzH W GH Rc- gicningdannDort erfolgt, tn ber « u. a. heißt: . Zs. gegen ihn erkannte Gefängnisstrafe von 8 Monaten, abzüglich 5 Monate 4 Wochen Untersuchungshaft, in der Zellenstrafonstalt verbüßte, der Gewährsmann des Abgeordneten Kiel ist. — Zur Sache selbst wird das Folgende bemerkt: Die Beschwerde des Pietz datiert vom 23. November, der Auftritt mit dem Anstaltsarzt hatte sich am 12. November, also nur 11 Tage vorher, ereignet. Es darf und muß angenommen iverden, daß in der Beschwerde die Vorgänge, weil noch frisch in Erinnerung, zuverlässiger und mit der objektiven Wahrheit besser übereinstimmend dar- gestellt worden sind, als bei (Mcgenheü der erst nach der Entlassung erfolgten, wohl nur rnündlicten Mübeilungen an den Abgeordneten Kiel. Die Bc- schverde verlautet aber weder etwas vom Aus- spucken, noch von der Aeußerung: „Das ist die Schweinebande", und eS ist gewiß nicht zu ver- amitot, daß Pietz, der in der Beschwerde den Rriind reichlich voU 'genommen, etwa damals Zurückhaltung geübt hätte. Dazu kommt, daß sotoohl Pfui- Stufe und Ausspucken als auch die behauptete Aeußerung sich mit dem Wesen und Benehmen des Anstaltsarztes Dr. Wagner gar nicht vereinbaren ließen. DaS am Schlüsse der dringlichen Anfrage «Lißerte Verlangen des Abgeordneten rtiel, den Arzt aus der Strafanstalt zu entfernen, hat insofern von selbst seine Erledigung gesunden, als Herr Dr. Wagner am 1. April nachsthin als Kreisarzt nach Groß-Gerau üben nebeln wird. Wie der katholische so pflegt auch der evange- liche Geistliche im Religionsunterricht den Sträflingen die Geschehnisse der Außenioelt in kurzen, jeder Parteifärbung entkleideten, Betrachtungen vorzuführen. Ob es unter Berücksichtigung des Bildungsstandes der überwiegenden Mehrzahl der Zuhörer zweckmäßig und angezeigt war, auch die Tätigkeit des Untersuchungsausschusses in den Bereich der Betrachtungen zu ziehen, mag dahin gestellt bleiben. Bon den Führern der linksstellenden Parteien hat er überhaupt nicht gesprochen. Die Art, wie Pietz einzelne Worte und Bemerkungen des Geistlichen, sei es vorsätzlich, sei es infolge einer von Vorurteilen beeinflußten falschen Auffassung deS Gehörten, herausgelesen und zu einer Beschwerde gegen den Geistlichen verarbeitet hat, gab dem Herrn Generalstaatsanwalt übrigens Veranlassung, den beiden Geistlicher besondere Vorsicht onzuenipfehlen. 2luch wir werden nach einer mit den Strafanstaltsbeamten demnächst abzubaltenden Konferenz über eine Revision des Strafvollzugs rmierten Arten und Mengert nicht aus reichen würde, einigermaßen aufzubessern. Ist doch im laufenden Rechnungsjahre für solche Anschaffungen bis jetzt die stattliche Summe von rund 200 000 Mark verausgabt worden! Im Laufe der letzten Monate — und in diesen Zeitraum fällt gerade die Strafverbüßung des Pietz — hat sich denn auch die Ernährung der Gefangenen ersichtlich gehoben, so daß, wie dies der Anstaltsarzt betont, eine kürlich vorgenommene Gewichtskontrolle bei einer großen Anzahl von Gefangenen Gewichtszunahmen ergab. Es entbehrt nun nicht einer gewissen Komik, datz gerade Piey, der Gewährsmann des Abgeordneten Kiel, ausweislich seiner Personalakten unter diejenigen gehörte, bei welchen solche Zunahme festgestrllt nntrbc: er wog am Tage seines Eintritts in die Zellenstrafanstalt (11. November) 60 Kilogramm und hatte am 10. Januar «unmittelbar vor seinem Abgang) ein volles Kilogramm an Kör - pergewichtzu genommen. Die Behaupttmg, er habe während der zweiuwrratigen Strafhaft fünf Pfund (2V» Zlilogramm) abgenommen, ist mithin nicht richtig. Besonders ist endlich hervor zuheben, Die Gräkin. Roman vvn G. 28. Appleton. kRachdruck verboten.) Fortsetzung 43. Neunzehntes Kapitel. Ein einziger — nebenbei bemerkt, verachtungsvoller — Blick genügte mir, um ein vollständiges Bild von dem Manne zu bck>mmen, der, tote mir wenigstens schäm, bei meinem Anblick leicht zu- sammenzuckte. Im Vergleich zu mir tan es ern Zwerg, «in krüpPechaftrS Geschöpf, mtt «rnem Lahl- tobt, einem glattrasierten, farblosen Gesicht, dünnen Lippen und ausdruckslosen Augen von nicht näher bestimmbarer Färbung, die etwas Faljetes, .Heimtückisches und Verschmitztes an sich bitten. Em Mensch, bei niemals offen kämpfen würde, der aber eben aus beetem Grunde nicht zu veracht«, sondern eher zu fürchten war. Im ersten Augenblick war ich von einem weiteren Umstand überzeugt: Tas war nicht der Mann, bei am Pcmriser Sgu-are 19 so kühn verlangt hatte, die Gräfin zu Er blieb, augenscheinlich überrascht, auf der SÄrrlle stehen und sagte: Ich fürchte. Sie zu stören, Grästn. Ich »mißte nicht, daß Sie Besuch haben. Ihr Benehmen war eisig, als sie erwiderte: Ich weiß nicht, was mir die Ehre Ihres Bc- s«hes verschafft. Aber die Anwe entert dieies Herrn da möchte ich eher als einen glücSicheu Zu- sall au Fassen. Sie waren mit feinem Vater in Rvm bekannt. Er hieß Doktor Perigord! Und sich an mtch. n endend, rügte ist hinzu: Wünschen Sie bmt Erbgrafen Frrngrpnn gestellt zu werden? Das war fein gedreht. 3d) erwiderte ft*m. indem ich nach meinem Hut langte: Nein, dan^. Ich habe sehr triftige Gründe, mich für die Ehre zu bedanLn, diesem Herrn oor- flötcHt zu werden. Daher guten Abend, Gräftn. Werde ich morgen van Ihnen hören? P«V bei Gelegenheit dec recht ausführlichen BNuche, Die ihm bn Direktor in der Zelle adstotrete. nlK blotz niemals eine. Beschwerde wegen der Bet- rojttgung oorvrachte, sondern auf dre Frage des Direktors, ob er, dem von zu Hause Pakete mit Gebensmttrein nicht zugingen, mit der Änstaltskost ausbomme geradezu bt: 'Jüitroort gab, daß er mit der Verpflegung zufrieden sei. Der Reichspräsident zur Räumung lärm* _ Ä stadts. Tarmstadl, 22. Mai ungen und Betrugs erhielt er eine Gefängnisstvase von einem Jahr. Zwei Schiffer aus Bingen hatten ihre Syrmat verlassen, waren beim Panzerzug in Früdberg angelangt und hatten sich unter falschen Namen tn i>'e Stammrolle antragen lassen. Mit großer Gewandtheit setzte ter jüngere auseinander, dies s.n nur geschehen, weil fte mit Franzoeti eine Sckzlä- gerci gehabt hätten und ihre Auslieferung zu befurch! en gernefen sei: men könne sich gar nicht vorsiellen, nxldien Gefahren treue Deutsch: rnitnr den Frmi-os«! ausgesetzt seien. Tos Gericht lictz Milde walten und verurteilte sie wegen intellektueller Urkunbenfälschung zu je bra Monaten Ge'ängn s Ter jüngere, der außerdem aus einer Bürgrrmeiüevei einen Stempel mitgenommen hatte, erhielt zw:t Wochen mehr. Ter wegen Diebstahls und Wilderns bereits bestrafte K. K. aus Gießen erhielt wegen Jagdvergehens, Unterschlagung und Tiebstcchs 1 Jahr 4 Monate Gesängnis. Sttuftnüderno wirkte sein tapferes Verhalten im Feld Ein weg« Sittlich 7c itsverbrecheu an zwei Kindern angrflagter .Kaufmrnrn aus Butzbach wurde trotz erheblichen Derdachcs fraget Podien, do die Angaben der vernrrhrbosten KEnoer nicht zweifelSfvei erschienen. O ja, gewiß, rmnbcrte sie. übers ganze Gesicht lächelnd, und mit einem Häntetruck, der mir ein angenehmes Prickeln in ollen Nerven verursachte, fügte sie bäuu: Gute Nacht, Doktor, ich baute Ihnen, daß «r meinem Briefe persönlich Folge geleistet haben. Es war wirklich sehr nett von Ihnen Ich verbeugte mich und verließ das Zimmer, indem ich den Erbgrafen nicht weiter beachtete, als wenn er nur ein unbedeutender ErnrichtungS- gegenfbanb gewesen wäre. In meinem Innern jubelte cs: Jetzt hatte ich doch meinen Feind getroffen, der ein darber Wicht war und vor bem ich nur Verachtung empfinden tornric. Aber jeder aribetr Gedanke verstüchtigte ftch bald vor dem herrlichen Bewußtein, datz ich mir der Gräfin nmtmdjr aur ftrundschosUichem Fuß« stand. Es war keine Selbsttäuschung. Jedes Wort, jeder Mick, jtbc Handlung nm 5zr verriet ine Tatsache, daß es ihr ein Vergnügen nur, freundschaftliche Beziehungen mit mir zu unterhalten, und das war es, was mich mit so großer Freud« erfüllte. Ihr Beweggrund, den Erbgrasien empfangen zu wollen, war nur ihr bekannt, aber zweifellos hatte R« scbr ttug dabei gebandelt Eine rasche Heber- legitng bdebrte mich, daß «s em kühner Schlag von ihrer Seite gewesen, der den Erbgraien schnelvn: und deutlicher als irgend sonst etwas davon überzeugen formte, daß zwischen der Gräfin und mir ein Bündnis zum Zwecke der Durchkreuzung ferner Absichten bestand Was sein Beweggrund sein mochte, bei ter Gräfin norzusprechen, das nur eine ganz andere Sache, die mich nicht tm geringsten m Erstaunen fettfe. Ich belustigte mich indes über die schlimme Viertel stunde, ine er jeten- falls bei ihr oerbringen würde. Auf jeden Fall war es gut, daß die Sachlage sich jetzt geklart hatte, denn ohne allen Zweifel würden die Ereignisse jetzt rasch aufeinander tolgen. Ter Schlichtungsttuöschuß der Provinz Lberßcffen. Sitzung vom 19. Mai 19*20. 1. Xie Streit fach« irr Gietzener Bmrkni gelullten wegen Teuerungszulage fand burrh Verständigung ihre Erledigung _ 2. In ter \!rrl,nangd ies unterliegen folgende Betttete: Baug^-fchäfte Bücking, Heinrich und Jalbl; Knierim, Bal. und Phil. Rotlei, Tiefbauunternehmer Karl Görte und Mörle in Alsfeld, Stöppler, Rosenbaum und Metzendorf in Lauterbach, Tiefoauuntcrnehmer Ehristian und Georg Ruhl die Riedcsclsche Ziegelei in A n g e r s b a ch, Kvrl und Wilhelm Georg Metzendorf. H. Lachmann I. und Josef Schmidt in Schlitz, Baugcschäf. Sckimalz II. in lltzhaufcn, Maurermeister Heinrich Schmidt in Hatters-- hausen, Jakob Eiftrnder in Schwa rz und Zuftus Merle in Alsfeld dem L>hw> und Arbeitstarif für das Baugewerbe vom 9. Sept. 1919 sowie der in Hannover getroffenen Bereurbariuig und ist hiernach von Den genannten Betrieben ab 6. April 1920 neben einem Stunbenlohn von 2,60 Mk. eine Teuerungszulage von 1 Mark zu zahlen. der Vorlesungen Bewchriglen 2797 Herren inib 410 Damen. Es studieren 242 Heroen und 8 Damen Theologie, 585 Herren und 14 Damen Jura, 937, Herren und 86 Damen M«chizin und 1033 Herren und 302 Damen Philologie x)teu lnnzugckommen sind diesmal 950 Stubieraibc. Das hörige Som wersemester und das Zivisctememefter wies chic höterc Besucherzahl aus. [ISRarburg, 20. Mai Hier soll nach Psing- stcn «ine stubcntiscbe Sveisca nstalt rr- richtet werden Das Pttilagfssen soll im Alwnn«-- ment 2.75 Mk., das Abendessen 2.50 Mk kosten. Airche und Sdnik mc.F r ankfur 1 a. M., 21. Mai. Der Kamps um die Elternbeiratswahlen an den höheren Sckrulen hat mit Macltt «iiigefeßl. An den meisten Schulen liegen zwei Lilien nur, eine ttrrist- Ivdyneutralc und eine so-ialnstisch-politisdrc Zwri Schulen haben es sogar zu einer kommunistischen Liste gehorcht. . Auttst und Wiffenfcbaft» nu. Frankfurt a. M., 21. Mai. Das Orchester des Frankfurter Opernhauses bat an di« Direktion der neuen THeateraktiengesellschaft ein Ultimatum gestellt, bis zum SamStag mittag die im Januar scliriftlich gegebenen Verspremungen aut Gehaltserhöhung zu erfüllen. Im anderen Falle weigert sich das Orchester an den Pfingsttagen zu spielen. Ter Streikbesckchiß wurde in geheimer Abstimmung einstimmig gefaßt. Spi^l^lan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Mittwoch den 26. Mai: „Der Freischütz ' Donnerstag. 27.: „Die Gezeubnetcn", Fr> itaa. 28.: „Der Rojenkavalier". Samstew, 29. l „THe Rcgimentstochtcr". Sonntag, 30.: ,,«Pötter- dämmcrimg". Montag, 31.: ,/Der Bettelstudent". Dienstag, den 1. Juni: „Ter Schatzaräver '. Mittwoch, 2.: „Figaros Hochzeit". — Schauspielhaus: Mittwoch, den 26. Mai: „Eni Geschlecht". Donnerstag, 27.: „König Nioolo". Freitag, 28. \ ,,9any?lot imb Sandcrein". Samstag. 29.: „Dng- malion". Sonntag, 30.: „Maß für Maß". Num- tag, 31.: „Der lebende Leichnani". Dienstag, bat den 1. Juni: „Gespensteril Mittwoch, 2.: „Lanzelot und Sanderein"; hieraus „Der zerbrochene Krua" Wanderungen. c. Büdingen, 21. Mai. Anläßlich der am 29. und 30. Mai ly’er stattsiubeiitenH-iuptVersammlung des Vogelsberger Höhen-Clubs wird am Sonntag vormittag gleichzeitig ein V. H. C.-Iugendwanderiag unter dem Borfttze des Obmanns, Pros. Gg. Beiider-Frankfurt a M.. abgchalten. Es handelt sich um die Errichtung von Jugeiidheitergen, um bie Gründung hon Jugend- atteilui-geii in den Zweigverernen und um neue Ausgaben für die kommende Zeit. e. Lauterbach, 21. Mai, Zur Instandsetzung ter Klubhäuser auf bem Hohe- rods tupf muri« von dem Ihc tgen Zweigverein der Betrag vvn 700 Mk. aufgebracht. L)ochsch«lnnchrichten. rm. Dar m stadt, 24. Mai. Rektor und Senat der Technischen Hochschule Darm stabt taten auf einfttmmiegn Antrag der Abteilung für Zn- oenieurwesen! dem Geh. £»frat Prof. Wilhelm Tietz in München in Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um bic C-ntwickrlrnu, des Eisen bahn baues durch zahlreiche schriftstellerische Arbeiten und durch langjährig« etffolgveichc Lehrtätigkeit an der Technischen Hochschule in Müuch-.-n die Würde eines Doktor-Ingenieurs ehrenk-albcr verliehen. — Dem Dr. Irig. Heinr. Hcnckh in Tarmstridt nnirbe bie venia Icoenbi für Statik der Bauwnstrukiivnen und Technik für Bauingenieure an der Technischen Hochschule in Darmstadt erteilt. — Der diplomierte Elektroingenieur Guüw H ae- f e l y aus Mümliswil hat sich am 20. ds Mts. an der Technischen Hochschule zu Torrn stobt der mündlichen Toktor-Jngenicur-Prüfung im elektro technischen Fache unterzogen unb dieselbe mit Auszeichnung bestanden. 0 Marburg, 20. Mai. Mit dem heutigivi Tage haben bie Immatrikulationen zum alt aller unter dieser Rubrik stehenden Arttkel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Auf das Eingrsandt vom 19. dS. möchte ich temerfcii, daß mir das anss*zogenc Pfarrhaus unb seine Bewohnec wohl tekamtt sind, unb ich fühle mich batet gedrungen, die Sache richiia zu stellen. Voraussetzen mutz ich, daß das betr. Haus ent ausgesprochenes Einfamilienhaus ist, sämtliche Räume, auch Keller unb Speicher, welch beiden letzteren dem Herrn Einsender zur Mitbenutzung zur Verfügung stehen, sind nur über den Vorplatz des unteren Stockwerks zu erreichen. Auf den Vorplätzen sind Schränke und Kommoden des §xrrn Pfarrers untergdnadjt: alles ist unoer- scAvssen bis auf den Raum, in bem sich bie Aktenschränke unb Kirchengkrate tefinben. ES zeigt hoch große Zuvorkommeuteit unb Vertrauen von feiten der Psarrfamilie. wenn sie einen wildfremd« Mann mit feiner Frau unter solchen Berhältniss« bei sich aufnimmt. Einen Hausschlüssel besitzt brr tetr. Herr auch und kann so zu jeder Tag- unb Nachtzeit das Haus ungehindert betreten. — Das Haus selbst steht im Garten, als Hof kann nur em wegebreites Stück an der Rückseite des Hauses genannt werden: dort tefrnbet sich des PsarrerS Holz, der Aschenhausen und du Zufahrt »um Kohlenkeller. Die zwei Räume, die der „Flücht' ling" jetzt bewohnt, sind keine Dachstuben, denn fiter ihnen befindet sich noch ein Speicher. Auch fmb sie recht geräumig, eines davon ivar seither Fremdenzimmer, das jetzt in das Mädchenzimmer verlegt wurde. Es ist — ich weiß es zufällig — 3 zu 4 Meter groß Daß in einem Pfarrhaus von Amtswegen öfter Personen zum Uete«nachten eint reffen und em Fremdenzimmer nötig ist, scheint über das Verständnis des Herrn zu gehen. Auf des Pfarrers Schuldkonto kann er es doch nicht fchrri- ten, daß ferne Dtöbel im Pfarrhaus nicht alle Unterkommen konnten. Er fdxemt aber der Meinung mi sein, daß der Pfarrer für seine eigenen Mechel sich einen Raum im Dorse mieten muß, um Platz für diejenigen des Herrn Einsenders zv schaff«. Justitia. Mtt der ersten Post am folgenden Morgen erhielt ich einen Brief von ter Gräfin. Er lautete tolgendermaßen: Lieber Doktor! Eben ist der Erbgras toeggegangm. llmere Unterteilrung verlief, tote Sie sich denken können, sehr hitzig, und ich bin jetzt noch etwas verwirrt bttixm. Ter offen kundige Beweggrund seines Besuches war, mich wenn möglich zu veranlassen, 10000 Pftmd in irgend eine große Unternehmivig zu stecken, die er gegentoärtig voichat, und wovon er sich unb mir große Ange verspricht. Ich drückte — in keineswegs ermunternden Worten — mein Erstaunen über feine Keckheit aus, zu mir zu Vommen, um (5db zu erlangen: ein Dort gab das andere, imb, ohne Sie oixt mich zu verraten, rückte ich ihm gerrdenwegs wegen seiner grausamen unb feigen Behandlung der alten Gräfin auf den Leib. Aber zu meinem Erstaunen schienen ihn mein« Worte in Verwunderung zu fetzen. Er besckwor hock unb heilig. Seine Ahnung vvu ihrem gcgenwärtt'gen AustmtteUtSorie haben. Er hatte sricher wohl gedacht, daß fte gewisse Wertpapiere, bec eigentlich zur gräflichen Ber- mögensinasie gehörten, auf bie Sette geschafft texte, unb nach dem Tod Enriros ftUte er sich völlig berechnql, als Haupt der Famikte einen getoif'cn Druck zu dem Zwecke es Amtsgericht. Zu dem am 30. Mai d. S. in Steins Saalba» jn Sich stattfindenden MWkll Wall Gießen, den 15. Mai 1920. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A. wurde häute jdie Firma Lamm L Co. in Gießen eingetragen. Gesellschafter sind: Kaufmann Karl Lamm und ^Kaufmann Moritz Löb in Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Mai 1920 begonnen. Gießen, den 17. Mai 1920. 56948 Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Harkdelsvegrster Abt. A. wurde halte die Fir-na Münnrch und Althoff in Gießen getragen. Gesellschafter find: Oswald MÄrnich, Elektromonteur in Gießen, und Emil Althoff, Etektromonteur in Rödgen. Die offene Handüs- gescllschaft hat am 1. April 1920 degoimen. Mr- gegebener Geschäftszweig: Elektrotechnisches schift. 569ZL Gießen, den 17. Mai 1920. ______________Hesftscizes Amtsgericht.______________ Bekanntmachung. In unser Handelsregister Ab:. A. mürbe harte die Firma Eugen Dürr und Co. in Gießen em- ßetrogett. Gesellschafter sind: 1. Kaufmann Eugen Dürr, 2. dessen Ehefrau, Kathmftne geb. Wasmuth und 3. .Ernst Dürr, Kaufmann, alle in Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Januar 1919 begonnen. Dem Kaufmann Karl Rieker in Gießen rst Prokura erteilt. 5689B Gießen, bat 17. Mai 1920. Hessisches Amtsgericht. bj gegen Bürgschaft c) gegen Güterkaufgelder d) gegen Wertpapieve nach Mschveibung An Kassenvorrat An Ausstände An Mobilien 40.63 5 Pro-. Abschreibung 2.03 38.60 1 254 439.26 1189 032.09 20 451.— Die Rechmmg liegt 8 Tage lang bei dem Rechner zur Einsicht der Beteiligten offen. Der Vorstand des Spar- und Borschutz Vereins I., Benern cillg. Genossenschaft mit beschränkter HaftPflicht. Ph. Lindenstruth V., Direktor. K. Walther, Rechner. General-Versammlung W. Hanke! Reuen Baue 7. Tel. 618 An- u. Berkans von Möbeln, Antiquitäten, sowiellebernahme nattdev Einrichtungcu. 15 LouiS Nothenberger 22 Neuenweg 22. Tel. 176. Ismen! auf Lager 5554 Gehr- Kahl. Abbruch einer Kirche. Mittwoch den 2. Juni, iwchmittogs 1 Uhr, soll die alle Kirche der Gemeinde Eschenrod zum Abbruch unter den bei der Versteigerung be^ kannt zu machenden Bedingungen versteigert werden. Tie Kirche ist von gut erhaldm-M Eichenholz. Der Steigerer hat nur Ansprüche ans daS Holz : weitere Gegenstände werden nicht mitversteigert. Eschenrod, den 17. Mai 1920. Bürgermeisterei Eschenrod: Webe r, Bürgermeister.5517