9 et. ten nlinsl'är. und Ostpreußen ge**a‘tcn ti die dort bcttebenoen ö n , q jOnffonttn berufen, der ihm den besonderen Verhältnisse, w>e sie in der .iort rwm ^-oßkordon des Erlöserordens überreichte. 9. Tezembcr nnq'bend dargestel t smd, mn Instruktionen seiner Neuerung na6«‘nS b® Admirai *=U; i>u -riecht iRe8urun8 missar. rot. von enn Len Ür , VeliKa^ ISjsJI I. boü die Gin* gtcidNcitiff zur stützte. Artikel 251 gibt Deutschland das Recht, den Vorrang der für seine Verforquna mit Lebensmitteln notwendigen Kosten vor den übrigen Leistungen aus dem FriedenSvectrag in Anspruch zu nehmen. Kelly, der an keiner Feierlichkeit anläßlich der Rückkehr König Konstantins teilgenom- nren hatte, wurde gestern unvermutet zu Eine sranzösische Besckwer>enote. Berlin, 23. Ski. (DTB.) Mestern wurde dem Auswärtigen Amt von dem französischen Botschafter eine Rote der französischen Regierung überreicht, in der Beschwerde über die Einstellung der Meine Hoffnungen sind aber nicht soweit gegangen, daß ich geglaubt bitte, mit einer Bedrohung > dieser Seite nicht mehr rechnen zu brauchen. W Eine deutsche Note an den Genera! Nollet. Herr General! In Ihrer Note vom 11. Dezember wird die 'Auffassung vertreten, daß die deutsche Regiecunz Tie in der Note geäußerte Befürchtung, es könnten andere deutsche Länder oder Lan des teile für sich btefe Ausnahmestellung ebenfalls beansvruchen, di? Danern und Ostpreußen hinsichtlich der Entwaffnung der Webren cm- nehmen sollen, ist nicht begründet Für Ire übrigen Teile des Reiches wird de vertragSmänm zngesag:e Entwaffnung der Selbstchuhorgani'atioi'en in nächster Zeit durchgefühn sein. Rur m Bayern und Ostpreußen geraten es die dort beitehenden vtriechenland und die Entente. Athen, 23 Dez. (Wolff.) Der Chef der britischen Marinemission, standslos geworden. Seit der Neuordnung der Polizei untersteht die aufgebvtene Etuwohnerwehc- nrupve Ttirr der Leitung der in Tätigkeit getretenen LandespolizeiabteUung Anstelle des in den Satzungen vorgesehenen Verkehrs mit den militärischen Kommando stellen ist nunmehr die Fühlungnahme mit den örtiteben LandeMwlireibehö bm getreten. Tie in fRcbe stehenden Bestimmungen werden Io* bald wie möglich aut dem fatzun^trn astigen Wege auch formell aufgehoben werden. Bei den ost- preußischen Ortswehren sielt btc Verfügung des Oberpräsidenten vom 7. August, durch die diese Orgcrriation geschaften wu de, kerne Lkr- bintnmg mit den militärischen Stilen vor. Indes waren m der Tat beim Stabe der ersten Tr- vision nach der am 10. November in Geltung getretenen Tiensteinteilung Offiziere b<:immt, die für den Fall, daß bte Ortswehr aurgtboten und ;u einer Aktion ernge setzt werden müsie, durch d.e Zivilbehördeu yerbtnbung mit irrten halten sollten. Tiefe Bestimmung ist letzt auf^hoben worden, so daß nur noch die Zioillxchörden aut die Art der Verwendung der OrtS* und Grei-tzwchr Emflutz ausüben fönten. Die aus der Verbindting der baherischen und ostpreustischen Weh en mit der Reichswehr bergelnteten Bedanken dürsten hiermit Bismards „Gedanken und Erinnerungen". B e r l i n, 23. Dez. Laut Urteil der vier- ZivUkammer des Landgerichts Berlin I ; hier: die Arbeit« $ hat das hessG rlschojl, den Zuv j Grund von L- lssung der Stkiuti- ärt lusfiihrung (Sistiv überweise hieran teiliflten die neu« igen ffttrofien iuü i Bedingungen: Grundstücken u. i sich eine W t insolge betJw Anlage von AM innerhalb der y6 big werden । von Gelände» iverl vergüte! 21m* Hessen. Vorlagen in der Kammer. Darmstadt, 22. Dez. Ter Abg. Nuß (Ztr.) hat an die Regierung eine dringliche An-- frage gerichtet, in der er um Auskunft ersucht, wann die Auszahlung derBesatzungSzulage an die hessiichen Beamten des besetzten Gebietes seitens der heslischen Regierung zu erwarten ist und 2. ob die Besatzungszulage m Hefen ebenfalls wie in anderen Ländern rüdmirtenö vom 1. Januar 1920 bezahlt wird. Der hessiichen Volkskammer iet weiter zuge- gangcn die von dem Ausschuß fertigjefttHle Regierungsvorlage, bett, den Entwuri eines Ge- letzes über das Verfahren bei der Volks- a b Tt i m m u n a. Das hessische Finanzministerium läßt der Kammer eine Regierungsvorlage zugehen, noch der es infolge der in Ulrichstein berr'drüben Wohnungsnot nicht möglich ist, für ti' beiden dort stationierten Gendarmen geeignete Wohnungen in Privathäusern zu finden. Es ist daher erforderlich, das bisherige Bezirkska'ssenaebäude, welches durch Au Hebung dieser Kas e frei geworden ist, für zwei Gendarmenwokrungen einzurichten Mit Rücksicht aus die Dringlichtok sollen die ersoroerlichm Her'fl'unrs- und E-gänzungS- arLtitcn, die 30 700 Mk. Kosten veru'fachen, alsbald üornenommen und zunächst vor'ng wje bis tur Genehmigung des Staat'vonan ch ags 1921, in welchem sie angefordert werden sollen, bezahlt werden. Ter Abg. Wi11mann und 26 toeit'te so rial- demokratische Abgeordnete st-llen einei b’-ing'idynt Antran an den Landtag, brtr de Nm>arbeit ing und NruberauSgabe der gesamten Schul- und Lesebücher. Eme dringliche Anfrage deS Abo Dorsch betrifft Weh mng-schwierigwit-n und Zwa'g'ein- mietinq auf der Grube Ludwig^hofniunq. Em Antrag der Abg. Fra» Balser u Gen. erhirbt die Regierung, ti ve^anlas'-n. hot_ den Frauen d-e rer'arfimi'5mäfig gwikir'eister-n Rechne au' Gleichstellung 'füglich her Besoldung, Anstellung ufro. g-wahrt werden. De ©rbö'ung der Gebühren her OrtS- geeichte wird von dem Aba. Köhler bean- t-ant- hertobe Abg-ordnet- forb-rt auch Kurse für W'rkunt-'-r cht in den Volksschulen im neuen Staatsvoranschlag. in der Klagesache des Cotta-Verlags wegen Freigabe der im dritten Bande der „G e b a n- kenund Erinnerungen deS Fürsten BiSmarck" enthaltenen Briese des Kaisers wird die Klägerin mit ihrer Klage abgewiesen. In der heute mittag erfolgten Verkündigung des Urteils wurde betont, daß der Ojcrid)lvi)of zwar das Persönlichkeitsrecht des Kaisers auf seine Briefe an Bismarck verneine, ihm aber das Urheberrecht an diesen Schriftstücken ^u- gebilligt habe. Berlin, 23. Dez. sWTD) Dem Dorsitzen- deS interalliierten Ueberwachun^a is>chnstes ___ das Land Herr, General Nollet, wurde fol- «4ende Note des Auswärti^i Amtes übergeben: Berlin, 22. Dezember 1920. m. 393 Der Siebener Hnjeiget erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags. Vezttgrprcife. Monatlich Mark 3.60 undMk - 66Trägerlohn, oierieljäh r lich'JJlarh i 0 80 undMb.1.9STrägerlohn; durch die Post viertel» jährlich Mark 12.- ausschließüch PesteNgeld. Fernsprech .Anschlüsse: fürtzieSchristleitung 112; Derlag,Geichäft,stetle51. Anschrift für Drahtnach. richten: XnvUtr Sietzen. poUche/ronto: Zrinkfurt e. m. 1)688 {*., ffMUlP'’405 r»$» lnisch-- ®* mnbÄ»* ■voller, N8*1 Wkt-rVu ^Sch°kk SS*?.1 ritt* 1 21miüi;mr von Swjeiactt für b.e 2agtsnnmmfi bi» zum Nacdminag reibet ebne jede V»tlbin6hd)r.eit. Stets für 1 i m HSve für nzeiyen v. 34mm Breite önbtct worden war, dem Kommandanten der französischen Militärmission, General Grammac, den Kordon des Erlöserordens zu üherrtidjen, bat der griechischen Regierung mitteilen lassen, sie möge von diesem Sck-mUe Abstand nehmen. 'deutschen Ausgleichszahlungen er- i hoben und die Einstellung als eine Verletzung de? Friedensvertrages bezeichnet wird. Demgegenüber sei darauf hinqewiefen, daß sich die Reichsreg'erung bei ifrer Entschließung auf eine Bestimmung deS Friedensvertrages ^"«1^ jungen anging auf die ich in meiner Rote vom, 9. Dezember bei der Schilderung der bayerischen Verhältnisse unter anderem bingeivirfen Halle, für Deutschland überwunden sei, kann leider nicht als zutrefjend betrachtet werden. Ich habe allerdings der Ansicht Ausdruck gegeben, datz durch da) Auftreten der russischen Sendlinge auf dem Üvngrcß der unabhängigen sozialistischen Partei Deutschlands in Halle manchem die Äugen geöffnet worden seien. meine Acußerungen in der Unterredung vorn 9. November anders ausgesaßt worden sind, so liegt ein Mißverständnis vor. AnS der Zahl der in Bayern abgegebenen kommunistischen Wahlstimmen kann keineswegs gefolgert werden, daß bei etwaigen Unruhen die Zahl der Kämpfer nicht über die der kommunistischen Wähler hinauSgehen werde. Gelänge es einigen radikalen Elementen, die Straße aufzurufen, so müßte mit well größeren Massen gerechnet werden. Die Gefahr wachst mit der wirtschaftlichen Not, die gegen das Ende b*8 Wirtsck>aflsjabves in besonders bedenklichem Grade yunimmt. Daß die dagegen wir Versügmig stehenden regulären Kräfte die in der Note vom 11. Dezember genannte '3abl nicht erreichen würden, ist aus meiner Note vom 9. Dezember ersichtlich. Auch btt Schlüsse, die aus den Mitteilungen deS Oberpräsideuten der Pwvtnz Ostpreußen vom 8. und 14. (September gezogen werden, srnd nicht haltbar. Zur damaligen Zeit waren die Russen geitblagen und die akute Gefahr eines Einsalles in Ostpreußen geschwunden. Es frmbeite sich nur noch darum, die Aükoer nach Derfferltcn russischen Soldaten abzusuchen und die Unterbringungsvrte der Internierten bis zu i(yrcm Abtranspo-.t zu bewachem. Der Oberpräsident fegte, daß er zur UnterstützurN der regulären SVräfte bei diesen Aufgaben 3000 Mann der Orts- und Grenzwehr für ausreichend beite. 2000 Mann der Grenzwehr würden yur Absuchung der Wälder, 1000 OrtSwehrmärmer zur Bewachung der Internierten verwendet werden. Daraus kann aber natürlich nicht gefolgert werden, daß eine Verstärkung der regulären Kräfte um 3000 Mann genügen würde, um den die Provinz bedrohenden Gefahren Trotz bieten ju können. Die deutsche ^Regierung tarn dccher nur die in ihrer Note vom 9. Dezember ausgesprochene BitteandiealliiertenMächtewieder- holen: indem sie bittet, diese und die gegenwärtige Note zur Kemitnis der von ihnen vertretenen Regierungen bringen, gesta Iet sie sich. Da* Dairf hinzuweis«i, dah bis jetzt an Wa'fen, die nicht den Sklbsp'chiitzorganisationen gehörten, im Mnzen 791 Geschütze, Minenwerfer und sonstige Wurfmaschinen, 9133 Maschinengewchre und 1373 730 Gewehre, Karabiner imb Pistolen ab* gehefert und in der Sxnmtiadic auch söwn zur Berschrottimg grt> trht sind. Außerdem sind aus Grund des Entwv'fnuiigsaestzes vom 7. August 8404 MaschinengeirHve uno 801 6'3 Geweine an- gemeldet worden. In desen Zahlen ist die Be» nxiftmrng der Selb^ schutzorgtrni Nationen eiichalten. Von den so angemeldeten Maschnegweh:eu ist d.n weitaus größte Teil ebenfalls bereits abgeliefert und uDtbrandiOar gemacht worden und zwir schon vor dem 1. Te-ember. Dies gilt wich für Hannover. In Württemberg bcsaß-n die S'lbü- frtaiborgaiifa tonen T im Mafchrn." g wh"e mehr. Auch von den angemeDeten Gewehren sind schon beträcblttiche Mengen ebigezogen. Die deutsche Regierung glaubt erwarten zu können, daß dieses Ergebnis ihres ernsten Bemühens Anerkennung findet. Eine weitere Eingehung der leichten Waffen der Selbstschntzorgani- sationen ist im Gange. Die deutsche Regierung wird auch weiterhin alles hm, um die in ihrer Note vom 9. Dezember angegebenen Termine irrnetuMten. Sie hat tonen Grund, daran zu zweifeln, daß c5 ihr gelingen wird. Der Weg, den sie bei der ganzen Entwass- nungsaktion eingeschlagen hat, war der einiige, der nach Lage der Verhältnisse zum Ziele führen konnte. Sie hofft, daß sich die alliierten Regierungen dieser Eikenntnis nicht verschließen werden. Genehmigen Sie, Herr General, den Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung. gez.: Dr. Simons. nach dem Vertrag von Versailles zur Auflösung aller Selbstschutzorganisationen verpflichtet sei, weil solche Drganifaiionen geeignet seien, eine Mobilmachung zu erleichtern and daher unter Artikel 178 des Vertrages fielen. Artikel 178 untersagt aber nicht alle Maßnahmen, die eine Mobilmachung erleichtern könnten, sondern nur solche, die auf diesen Zweck abz ielen (tenbant ä unc Mobilasaticm). Enie Elleichlcrung der Mobilmachung könnte auch in der Führung von Einwohner- und (StcucrLften oder sonstigen 3dogistcrn und in jedem Ausbau des Eisenbahnnetzes erblickt werden. Es kommt jedoch darauf an. ob eine solche Erleichterung als der eigentliche Zweck der Maßnahme zu k:trachten ist. Ties ist bei Dem Zusammenschluß der Bürger zum Selbstschutz ebensowenig der Fall, wie bei den erwähnten Beispielen. Ti' deutsche Regierung kann also nicht zugeben, daß das Bcstel-en von Sclbstsch'.itzorganisatwnen an und ür sich gegen den Friedensvertrag verstößt, sie muß vielmehr an der in ihrer Note vom 9. Tezembcr ausgesprochenen Auffassung sesthalten, daß die Tnl- dung oder Auflösung von Selbstschkltzorganisatw- nen, die keinen militärischen Eharak:er haben, eine innere Angelegenheit Deutschlands ist. Sie nnrberboIL baß solche Drgaraiationen nur als einstweiliger Notbctels zu betrachten sind und aus Gründen der Staatsauwrität ausgelöst werben müssen, sobalb e8 die Verhältnis,e gestatten. Daß etwa die Organifationen selbst ihren Fortbestand für längere Zell wünschen und sich darauf einrichlen, würde demgegenüber nicht ins Gewicht fallen. Uebrigen5 hat sui) bisher nicht feftfbelicn lassen, woraus sich die Angabe bezieht, daß die bayerischen Einwohnerwehren eine Betätigung für daS Jahr 1922 und noch weiterhin ins Auge fassen. Der Landcsieitung der bayerischen Wehren Ist von einer derartigen Erklärung nichts bekannt. Die KäntwllkoNrrnisf vn glaubt auS Nach- 1920 fourbtn n Hit, 1 ^cheiiy, i lnö und 1 Jj-t K'Sr Witte 5 n? iBni «&?**• Weihnachten. „Und Frieden auf Erden Den Menschen" . . Das leuchtende Wort, das ein Engel unter dem sterndurchwirkten Nachthimmel von Bethlehem sprach, soll als frohe Botsck)aft abermals in die Herzen der Menschen eingehen. Tie Flammenbrande des Krieges sind an den Grenzen unseres Vaterlandes erloschen, aber der Frieden ist auch an dem siebenten Weihnachtsfest, daS seit Kriegsaus- druck) die Wcltenbotfchaft verkündet, immer noch nicht bei uns eingekehrt. Was unsere Feinde unS anfgezfvunFen haben, wird in einem hundertfältig para gradierten Vertragswert wohl als Frieden bezeichnet. Aber gerade an diesem Weihnachtsfeste, das Die Geschenktische verarmen ließ, wie nie zuvor, fühlen wir, daß mit dem Worte Frieden nur die rücksichtslose Ausbeutung unserer wirt- fchaftlicbcn Not beschönigt wurde. . Sollen wir einen besseren Frieden von der Anzahl von Konferenzen erhoffen, die bald in Brüssel, bald in Genf zusammen- derufen und nach vielen leeren Worten wieder vertagt werden? Hochtönende Worte werden in die Welt hineinposaunt, die Den Engelsruf von Bethlehem abermals in Artikeln und Paragraphen ersticken möchten. Und wenn sie mit Engelszungen reden, sic haben der Liebe nicht. Deutschland und mit ihin die Welt wird von den Wortführe-rn Lieser Zusammenkünfte nicht erlöst werden, denn sic fühlen sick) als Sieger über einem, der den Sieg aufgab, als Richter über einem, dem sie ein SchuldgestandniS erpreßten und gehören nicht zu denen, . . . „die guten Wilkens sind." Und wie steht es in unserem eigenen Lande? Der Materialismus der Gegner findet bei uns aus der wirtschaftlichen Not berauSgcboren, sein zwangs läuftiges Gegenspiel. Das Beamtenbefoldungsgesetz, kaum unter Dach gebracht, wird wieder hervorgezerrt, um die Maschen anders zu knüpfen, Damit einzelne Bcamtenklassen einen besseren Iischzug tun können Die Eisenbahner drohen mit Streik erhöhte Gehaltsforderungen durch- zusetzen. Willkür nnrd nur in den seltensten Falken am Werke sein. Offene und schamhaft versteckte Not, die an einem Feste der Gaben schmerzlicher als sonst verspürt wird, bannen den Blick an materielle Güter. Die Not ist nicht mehr in den Hütten allein zuhaus. Unb doch kann auch ihr aanz anders entgegentreten, wer guten Willens ist. Wir müssen uns damit abfinden, daß wir arm geworden sind, wir müssen reich werden an unserer Armut. Aus dem Schoße der Armut erwuchs der Christ, der sein Reich «icht auf den Gütern dieser Welt aufbaute, ßondern auf den Sckfätzen der Seele, dem Vlauben, der Hoffnung und der Liebe. Die Bchätze «der Seele müssen wir wieder ans Licht Geben, Einkehr halten in uns selbst, um mit innerer Kraft die äußere Armut zu über- trinben. Damit soll keiner Abkehr vom praktischen Leben bad Wort gerebet sein, bas bie äußerste Unspannnng von uns verlangen wirb. Wir vollen uns auch fernhalten von mystischen Schwärmern unb eilfertigen.Konjunkturschie- »ern, bie bas Sichwiedcrbesinnen aus bie fee- lifdjen Kräfte spiritistischen unb okkultistischen Experimenten bienstbar machen. Wir wollen uns besinnen auf ben Glauben an unsere vrobuktive Kraft, bie wir voll unb ganz Einsetzen müssen, um unserem wirtschaftlickfen Llenb ein Enbe zu bereiten. Wir wollen und «gegenseitig in ber Hoffnung bestärken, baß 'vir Kraft unserer Ärbeit uns aus ben Ab- •srünben unserer Not trneber emporheben. Mr wollen bie Liebe toieber zwischen Mensch unb Menschen treten lassen unb erweisen, Laß wir selbst guten Willens finb, bannt auch 3er Gegner im politischen ober wirtschaftlichen Kampfe guten WillenZ sein möge. Wenn wir mit solchen Gefühlen bie erste „Friebens"-Weihnacht in uns Icbenbig wer- 3en lassen, bann mag ber Christ auch in und ■neugeboren werben. Dann tnerben wir an ’ind iirrte werben, wie ed in einem alten Grippen spiele heißt: „Das ewig Licht geht ba herein, Gibt ber Welt einen neuen Schein. Es leucht wohl mitten in ber Nacht Unb uns bes Lichtes Kinber macht. Kyrieleis." Aus dem Neiche. Eine Zusammenkunft der Flnanzminffter. Berlin, 23. Dez. (Priv.-Tel.) Wie verschiedene Blätter wissen tvollen, wird kurz nach Neujahr eine Zusammenkunft aller d^utseben Finanzminister in einer süddeutschen Hauptstadt, voraussichtlich in Stuttgart, stattfinden. Der Schutz gegen die Zwangsvollstreckungen. Berlin, 23. Dez. (Wolff.) Der Schutz gegen die Zwangsvollstreckungen» würde nach der Verordnung vrnn 16. 6. 1920 am 1.1.1921 ab laufen, durch bad in der Sitzung des Reichstag? am 17.12. beschlossene dessen Veröffentlichung im Reick-S^ gefetzblatt bevorsteht, ist indessen dafür Sorge getragen worden, daß den Kriegsteilnehmern auch noch für ein iwhtered halbes Jahr, also oid zum 1. 7.1921, der Schutz gegen die Zwangsvollstreckungen zuteil wird. Die sachlichen Voraussetzungen für die Anwendung dieses Schutzes sind dieselben geblieben. Es tritt aber eine Abänderung deS Verfahrens insofern ein, al5 ab 1. 1. 1921 die Vollstreckung nicht mehr der vorherigen Bewilligung durch das Vollstreckungsgericht bedarf, es vielmehr Sache des ZbriegStcilneh« mers sein wird, nach Beginn der Vollstreckung seinen Anspruch auf die Genxihrung des Schutzes durch Einspruch geltcnb zu machen. in Wegfall gekommen fern. In der Note Dom 11. Dezember heißt ei: Die AufreÄlerbalhma der Selbst chuMrga?ii:otio- nnt nacb ihrer Entwaffnung la''fe ich burcb mn innere Zwecke nicht rechtfertigen, ba sie. ihrer Waffen beraubt, nicht mehr tvirfiam nur Aufrechterhaltung der Ordnung beitragen könnten. Die Entwaffnung der Selbst-'chutzorgmiistitionen, wozu; Deutschland nach dem Protokoll von Soaa verpflichtet ist, hat jedoch ebnvo ro* im allgemeinen bie Entwaffnung der Bevölkerung, mir in ber Abgabe der Kriegswaffen zu beiWn. Auch trägt schon allein ber Zusammen ch uß zum Selbstschutz und bie Gennßhe-.t. im Falle ber Not auf den Nachbar zählen zu können, viel dazu bei, baS Gefühl ber Unsicherheit, unter bem die Bc- völkcruna leidet, zum Schwinden zu brvnoen. Erstes Blatt 17V. Jahrgang Freitag, 2^. Dezember 1920 GietzenerAnzeiger m M W vorschriu 20*, L»fiHia§. xLr General-Anzeiger für Gberhessen MM Dntd unb Verlag: vrShl'sche Univ.-Vvch. unb Stdn^nderei R. Lang«. 5chriftl«ituUg, Geschäftsstelle nnb Vrvckerel: 8ch«fftratz« 7. |ämthd> in <6<«n. ** Wei ei er im Kn oben diesen alt]erm/?.'ifst!«n Eleme nten der Wellmackt Keimen" und das dritte zu Anfang des Sommers; gehören der Weibnachtsbaum, ein Nach- sie alle waren von dem Hauptqott Odin begründet klang altdeutichen Baumkults, gehören die vielen und ihm geweiht. Tie Tatsache, daß man mitten W et hnacht s g er i ch te, Speisen und Gebäck, im Wmter für das ,,Keimen" opferte, beweist, daß u» «viHm iui. uu» ,,Keimen" opferte, beweist, daß es sich hier um em Fruchtbarkeitsfest handelte, und damit stimmt überein, daß in dem bereits nach Einführung des Christentums erlassenen alt» norwegischen Erirla Himrs-Gejetz den Bauern befohlen wird, im Herbst und zu Weihnachten Gelage ru feiern, beide zu Ehren Christi und der Jungfrau Maria sowie zur Erlangung eines guten und fruchtbaren Jahres. In diese Nebeneinanoerstellung zweier so verschiedener Zwecke muß also ein alter heidnischer Ueberrest vorlieaen. Snorre berichtet uns auch von dem nortvegrschen König Hakon dem Guten, der selbst Christ war, sein Volk aber nur mit geringem Erfolg xu bekehren suchte, daß er durch ein Gesetz verordnete, „fnan solle die Julfeier um dieselbe Zeit wie die Christen beginnen und jeder Bauer solle dann ein „Mäle" Bier halten oder Buße zahlen". * Man erkennt daraus den vorchristlichen Uv- sprung .der Weihnachtsschmältse, berni die Jul- gelage sind eine durchaus heidnische Gewohnheit, die dem Opfer folgte und bei der man die „Minne" der Götter trank. Das Christentum ließ diese alten Opfersitten bestehen; man trank nur anstatt Meihnacht;g!oücn von Richard D e h m e l. Derlmack^sglocken. Wieder, wieder Sänftigt ir d bestürmt ihr mich Kommt, o kommt ihr hoher Lieder, Nehmt mich, überwältigt mich! Taß ich in die Knree fallen. Daß ich wieder Kind sein kann. Wie als Kind Herr-Jesus lallen Und die Hürde falten kann. Tenn ich fühls, die Liebe lebt, lebt. Die mit Ihm geboren worden. Ob sie pleüb von Tod zu Tod fdtroebt, Ob gleich Er gekreuzigt worden. Fühls, wie Alle Brüder werden. Wenn wir hilflos, Mensch zri Menschen Stommeln: Friede sei'auf Erden Und ein Wohlgefallen am Menschen! «-y L i y n U Uf L V u c L l UJ l unu vycuuu, die sich aus den Opferschmäusen der Vorzeit erhalten haben, gehören die Umzüge, die Figuren des Knechtes Rupprecht und des Schimmelreiters, all der Spuk und Aberglauben der „geweihten Zwölfnächte". Wie tonnte nun das heidnische Element in der christlichen Weihnacht, beim Geburtssest des Herrn, so mächttg werden? ^.as kam daher, daß bereits vor Einführung des Christentums in Deutschland um diese Winterszeit ein Fest begangen wurde: das Hülfest. Tas Wort „Jul", das sich in den nordischen Sprachen und im ringel sächsischen findet, ist etymologisch noch nicht aufgeklärt. Zweifellos ist es aber wie Weihnachten ein Kollektivum und bezeichnet die ganze Festzeit; der Jultag ist wie der Weihnachts- tag der erste und Haupttag. Tann zählte man weitere Jultage bis zum 20. Tie von dem Wort abgeleiteten Monatsnamen zeigen nun, daß das Zullest in den tiefen Winter fiel und von altershcr ermanen eine Festzeit bedeutete. Für Kenntnis dieses wichttgen Festes ist chatt ganz aus nordische Quellen an» Turnen, Spiel und Sport. • * Holland-Gießen. Auf dem Sportplatz an der Hardt findet am ersten Weihnachisseiertag das erste internationale Wettspiel in Gießen statt. Der holländische Voetbal Club „Gho-Ahead", Deventer (Meister von Ostholland 1915 bis 1920, Meister der Niederlande 1916/17) svielt gegen Gießen V. f. R. 1900. Tas Spiel beginnt nachmittags 2 Uhr. — Zum Liga spiet S tu ttgart— Gießen. Wie bereits mitgeteilt, treffen sich am 2 Weihnachtsfriertag aus dem V. f. B. »Sportplatz Trieb die Lig-nnannsclmftim des herein für Bewegungsspiele Stuf gart eegen die gleiche dÄ hiesigen Namensvetters. Tie Mannschaft der Gäste tritt in kompletter Aufstellung frier an und wird den Orießener Sportsfreunden Gelegenheit g'ben, ein erstklassiges Spiel, reich - bargemeinde S.angenrod den Antrag auf Durchführung des JeL-bereinigungsver fahrens geftellt Hal, zeigt ninf unsere Gemeüwe, daß auch sie bestrebt ist, in den Werken des Kulturfottsckjritts mit den Nachbargemeinden gleichen Schritt zu halten. Tie Mehrzahl der Gruichbesitzer hat auch bei uns die Turchführung der Felder ein ignng beschlossen. Ter allgemeine Wunsch geht nun dahin, daß die Arbeiten recht bald begonnen werden, damit unsere Gemarkung sobald rote möglich der Segnungen der Febdbereiiltgung teilhaftig rov.b. x Leihgestern, 23. Dez. Am Samstag und Sonntag abend veranstaltete der hiesiye Turnverein (gegr. 1893) fein diesjähriges Wintervergnügen. Am ersten Abend war die Feier für Mitglieder bestimmt. Der zweite Abend galt der Jugend. Beide Feiern waren stark besucht. Das reichhaltige Programm janb- allgemein reichen Beifall, ebenso die beiden Ansprachen des 1. Vorsitzenden Textor. g. Rüddingshausen, 22. Dez. Da schon vor geraumer Zett in dem Kriegerverein und Gesangverein hier der Wunsch geäußert wurde, den Gefallenen im Weltkriege zu Ehren ein D e n k- mal zu errichten, die Mittel aber nicht ausreickj-- ten, wurde bei der Gemeinde um Beihilfe art- gefragt. Daraufhin hat der Gemeinderat be- schlofien, das Denkmal durch die Gemeinde bauen zu lassen. Die Ausführung wurde dem Stein- Hauer Heinrich Großhaus von Kesselbach übertragen. — Die Holzhauer der Freiherrlich Rabenauschen Waldungen sind wegen Lohndiffe- renzen heute in den Streik getreten. g. Rüddingshausen, 23. Tez. Am ersten Weihnachtssciettage brgriven Konr. Hrcti Dtehi (genannt TichlhennriH und dessen Ehefrau Margarethe, geb. Dietz, das Fest der goldenen D o ch z e 1t. F. Lo klar, 23. Dez. Die Sangerveveinigung Lollar hält wie alljährlich and) in. diesem Jahre ihre Wethnachtsfeier am 1. Feiertag ab. Neben den Gesamrsvorträgen und Theateraaiffübrungelt soll auch den Kindern beschert werden. — Der Gesangverein , Horwatts" hüll ebenfalls eine Weihnachtsfeier ab. Kreis Friedberg. Ehrung eines Jubilars. fd. B a d » N a u h e i m, 23. Ter. Der um die Cntwicklimg Bad-Nauheims hochverdiente Geheimtat Professor Dr. Groedel wurde au5 Anlaß seines heutigen 70jährchien EebuttStages zum Ehrenbürger der Stadt Nauheim ernannt. Der a:t$ermanijd)e Ursprung der Meihnachlrsestes. Was uns Weihe ackjten vor allen anderen kirchlichen Festen so Heb und vertraut macht, das ist die Fülle urdeutscher Züge, die mit dem christlichen Gehalt zu einem unauflöslichen Ganzen vereinigt sind. Geralx die Bräuche, die ci der Minne der HeÄxmgötter die Mitrne Christi, der Jungfrau unb der Heiligen. Taß im Norv« bei der Rückkehr der 40 Tage lang öertorgentfl Sonne ein großes Fest gefeiert wurde, bericht auch der im 6. Jahrhundert lebende bnzantinil^ Historiker Prokop, unb von dem deutschen Chronisten Thietmar von Merseburg hören wir, dav die Dänen kurz nach Epiphanien ein großes Otfet* fest feierten. ES mag dies die in nordischen Oattlcn erwähnte Hökku-Nacht gewesen fein, die Feier der Mittwintersnacht. Ter dänische FoMortst Prof. Martin Nilifvn, der diese altgermanischen Grundlagen der Weihnacht in neuester Zeit Wissenschaft* lich untersucht hat, kommt *u dem Ergebnis, es sei als sicher zu betrachten, daß die Germanen in vorchristlicher Zeit ein in den tiefen Winter fallendes, Jul genanntes Fest gelaunt haben, das ein ^rudri'ua rf e ttifeft war, daß das germanische Weihnachtsfest also einen heidnischen Untergrund bat In den isländischen ©apen wird auch die Julzeit alS eine besonders heilige und unheimliche Zeit geschildert, in der in tiefer Finsternis wilde Dämonen ihr Wesen trieben und der Schutz der Götter besonders notwendig war. Aus diesem nordischen Wmcherglauben, in den die Mächte der Natur so geroaltig eingreifen, ist jene geheimnisvolle und trauliche Stimmung der Weihnacht entstanden, die den Völkern des Südens immer fern bleib?n wird. Hessen-Nassau. fd. Marburg, 23. Dez. Das künstlettsch wertvollste Werk mittelalteriich-r Gold.chmiäe- kmrst aus dem 13. Jahrhuiwett, der Elfabeth» schveim in der Elisabethkirche, wurde bekanntlich in der rohesten Weise schwer beschädigt. Einbrecher drangen durch ein Fenster ins Jnitere der Kirche und lösten mit schar sm Instrumenten die Steine aus dem Schrein, zerbrachen die Flligranstücke, die die Träger der Halbedelsteine waoen, an zwei Seiten; an der Christus- und Madonnenseite wurden die Steine fast gänzlich losgelöst und samt der Filigranarbeit abgerissen. Due Großplastikör der Schmalseite wurden durch Kratzer und Stiche auf ihren Metallgehalt geprüft; die Perlen ad» gezwickt, die filiaranierten Bücher Christi unb der Begleitapostel abgestemmt. Der Raub bet Filigrcmstücke ist, da sie höchste KunstfettigVeit der mittelalterlichen Technik darstellen, ein größerer Verlust, als die rund 200 Halbedelsteine. Die 24 Filigranstücke sind leibet acrnz unersetzlich. Für eine ungefähre Wiederherstellung des Schreins ist es von höchster Wickxtigkeit. daß durch das Kunsthistorische Seminar verschiedane Einzelausnahmen gemacht wurden, die das gesamte Schrein- werk in seiner Vielheit umfassen. Bei der zu erhoffenden Findung der Fehlstücke werden die Pfatographien die notwendigsten Unterlagen dafür bilden, um das gesamte Werk wieder in einen dem früheren wenigstens angenäherten Zustand zu bringen. fd. 53o*nt , 23. De> Der Main bietet zur Zeit' mit feinen seichten schmutzten Uferstellen etn trostloses Bild, Die trockene kalte Witterung bat einen Wasserstand gebracht, wie er seit Dienscheng.' denken nickst mehr war. Die am Main liegen den Industriegebiete haben, da die Saugleitungen trocken zu liegen kommen, erheblichen Schaden. Auch die Kvhleirzufuhr ist wegen der unterbundenen: Schiffahrt gö^izlich unterbrochen. Scht starke Niedersckstage find notwend-g, damit die Mainsch^eusen bald wieder ihre TättAeit aufnehmen firimen. fd. Herzhausen, 23. Tez. Das Kraftwerk der Edertalsperre ist ftü^gefegt wor- beir da der Wasjerstwrd des Staubeckens nicht mehr ausreicht, um die Turbinen des Kvastwerks an der Sperrmauer in Seroegirrg zu setzen. Tas feit einigen Tagen eingetretene Tauwetter ohne Niederschläge führt den Flüssen wenig Wasser zu, da dieses von dem trockenen Boden gierig auf- gesogen wird. faitrttoerte von 8 288991 Mk. Von der 19er Ernte entfielen 383 822 Doppelzentner im Werte von 27 539 632 Mk. auf Starkenburg, 243 398 Doppelzentner im Werte von 19115 115 Mk. nach Oberhessen, während 113 265 Doppelzentner im Gesamtwert von 9 934 048 Mk. auf Rheinhessen entfallen. ** Zur Abstimmung in Oberschlesien wird uns von bcaustragter Seite geschrieben: Wie betamit, hat die Entente die Absicht, die im Reiche wohnenden Oberschlesier, die nach dem Frie- densvert.ag ebenfalls abstimmimg'beieck/tigt sind, an einem anderen Ott außerhalb Oberschlesrens ober doch wenigstens nickst am gleichen Tag roie bie in Oberfchlesren Wohnenden ab stimmen zu lassen Diese Absickst ist unvereinbar mit den klaren Bestimmungen des^FnedensvertoagS. Reichsregierung und öfseittliche Meinung in Deutschland faben daher auch einmütig den Vorschlag der Entente zu- rückgcwiesen. STber es ist auch notwendig, den (S'ntenteregierungen M zeigen, daß das gesamte deutsckxe Volk auch in dieser Frage treu zu feinen oberschlesiscfan Bädern steht und sich mit ganzer moralischer Kraft ygen eine Vergewaltigung auflehnt. Wie an anderen größeren unb kleineren Orten soll daher auch in Gießen wiederum eine Protestversammlung stattsiuden, die am Dienstag von einer Versammlung der Vertreter der politischen Parteien (mit einer Ausnahme) und zahlreicher Vereine beschlossen wurde. Näheres über die Protestversammlung, die am 30. Dezember im Stadtcheater abgetanen werden soll, wird nach den Feiertagen mitgeteilt werden. ** Steuerkarten. Von amtlicher Seite wird uns mitgeteilt, daß Steuerkarten solange über das Kalenderjayr hinaus verwendet werden können, bis sämtliche Einlage- bogen verbraucht sind. ** Die Hundesteuer in HesJen. Es dürfte vielen Hundebesitzern nicht unrotiltommen sein, wenn wir darauf aufmerksam machen, daß ine rin Laufe dieses Jahres abgefdwiten Hunde bis spätestens mm 31. Tezember bei der zuständigen Bürgermeisterei abzumelden sind. — Wird bie Abmeldung erst nach dem 31. Dezember bewirkt, so ist die Hundesteuer für das folgende Jahr weiter zu entrichten. — Wer am 1. Januar selbstgezück)- tete junge Hunde im Alter von unter brei Monaten besitzt, wird entweder gleich oder nachträglich zur Hundesteuer für das kommende Jahr zn- gezogen. Nur wenn nachgewiesen wird, daß ein junger Hund vor Erreichung des Alters von bm Monaten zu Grunde gegangen ist oder nach Orten außerhalb Hessens veräußert worden ist, tritt Steuerbefreiung ein. " Zum Fall des „Oberfteuersekre- t ä r 5". Der Finanzbeamtenvercin bittet uns mit» zuteilen, daß er solche Auslassungen eines Kollegen aus das Schärfste mißbilligt. ** Die Warenausgabetabelle des Stadt. Lebensmittelamtes ist im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes enthalten. ** Kohlen belieferung. Nr. 4 und 5 der K» (lKeinhandwerrer) Karte können beliefert werden mit je 3 Zentner Kohlen, Koks oder Braunkohlen in doppelter Menge. (Siehe Bekanntmachung.) **Das VersorgunasamtGießen ist in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr umzugshalber geschlossen. Vom 1. Januar 1921 ab befindet sich das Versorgungs- amt Gießen Liebigstraßc 161 (Alte Klinik). Sprechstuitden sind täglich von vormittags8V, bis 12 Uhr. Sonntags geschloffen. ** Militar-Srreich-stonzert. Die Kapelle des Hess scheu Reittjsrochr^Schü tzeu-Ren- mentS Nr. 22 venaustaltet am 1„ Weihnackttsferertag abends von 8—11 Uhr im Hotel Einhorn ein großes Streichkonzert mit einem sehr geschickt auTgeftelltcn Weihnachtsprogramm. Der Besuch kann empsohlen werden. *^JHr50j'ährigesT'ienstlubtläum begeht Emilie Müller am 24. Dezember als Haushälterin, tätig bei Frl. Math. SckÄapp, Bleichstr. 6. Arts Stabt tmö Cattö. Gießen, den 24. Tez. 1920. Veranstaltungen. Samstag (1. Feiertag): Stadttheater, 7 Ubr, .^Jedermann". — Hotel Einhorn, 8 llhr, MUltärstreÄLonzeN der Rcick-Swehriapelle — Bootshaus, 4 Uhr, Weihnachtsfeier des Ruderklubs Hassia. — Katholisches Vereinshaus, 7'/- Uhr, Wechnachtsfeier des Vereinigten Männerchors. — Sportplatz Trieb, 2 Uhr, Liga-Fußballwritspiel Stuttgart— Gießen. — Sportplatz Hardt, 2 Uhr, Internationales Fußballwttspiel Holland—Gü- nen. — Turnhalle, Steinstraße, Weihnachtsfeier des Männetturnvererns. — Cafe Leib, 8 Utyr, Kvnzett und Vorstellung der Chicmseer. — Licht- fpiechaus, „Tie Sckjttld der Lmrinm Morlanch". — Lichtspiele, Seltersweg, „Die Peitsche" und „Ewige Schönheit". Sonntag (2. Feiettag): Stadttheater, 31/? Uhr, „Wo die Lerche singt", 7 Uhr, „Der ersten Liebe goldene Zeit". — Turnhalle, Oswaldsgarten, .Weilinachtsseier des Turnvereins von 1846. — Cafö Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der (Ehtemfeer. — Liwtspielhaus wie 1. Feiettag. — Lichtspiele, Seltersweg, „Die verbotene Stadt" und „Das Pfadfindermädel". * ** Amtliche Personalnachrichten. Am 11. Dezember wurde der Vorstand der Gewerbeschule zu Friedberg Äldolf S ch n e i d t zu Friedberg zum Gewerbeschulinsptttor mit Wirkung vom 16. Dezember 1920 an ernannt. — Am 20. Dezember 1920 wurden die Forstwartaspiranten Wilhelm Bechtold aus Eschenrod und Hcilr- rich Helfenbein aus Frisckchom zu Förstern ernannt. — In den Ruhestand versetzt wurde am 17. Dezember der Reallehrer an der Oberreal- schmle zu Gießen Aron Salomon auf fein Nach- suchen unter Anerkennung feiner dem Staate geleisteten Dienste vorn 4. Jmruar 1921 ab. — Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schrilstelle zu Altenhaim Kreis Schotten. Seither war mit ihr Organisten- und Vorlesedienst verbunden. ♦* Oberhess is cher Kun st verein. Dem Geschäitsbericht über das Jahr 1919, der von dem Vorsitzenden in der Mitgliederoersammlung am 21. Dezember erstattet wurde, entnehmen wir folgende Angaben: Die überaus günstige Entwicklung, in der sich der Oberhesrifche Kunstverein seit einigen Jahren befindet, nahm auch im Jahre 1919 einen erfreulichen Fortgang. Trotz der auch im Berichtsjahr §um Teil noch fortbesteljenden Berfandschwierigkeiten und der Notwendigstit der Vcrsandgenehmigung durch die E:senba!)ndirck- ttonen war es möglich, zahlreiche Ausstellungen iu veranstalten, die eine reiche Auswahl der verschiedensten Kunstwerke barboten. Es waren ausgestellt : 52? Oelgemälde, 143 Aquarelle, 104 Pastelle, 108 Radierungen, 594 Zeichnungen, 31 Scherenschnitte, 11 Plastiken, 47 Glasma ereien, 13 Vitrinen und Spielpuppen. Die Zahl der ver- tretenen Künstler war beträchtlich unb die Aufzählung ihrer Namen würde zu weit fuhren. Es wurden verkauft: 54 Oelgemälde, 16 Aquarelle, 3 Pastelle, 30 Radierungen, 44 Zeichnungen, 7 Scherenschnitte, 2 Glasmalereien. Der Besuch bet Ausstellungen war auch im Berichtsjahr überaus rege und gibt Zeugnis von dem lebhaften künstlerischen Juteresie aller Kreise der Bevölkerung. Der durchschntttliche Besuch betrug an Sonntagen 120, an Werktagen 35 Personen. Die Einnahmen betrugen 17 05o.21 Mk., die Ausgaben 7864.02 Mark, so daß ein Kassenbestanb verbleibt von 9191.19 Mk. Aus diesem Kasterrbestand sind noch zu verausgaben 2400 Mk. an solche Gewinner von Anrechtscheinen aus den Jahren 1918 und 1919, die noch keine Auswahl getroffen haben. Das Vermögen des Vereins hat sich von 4177.87 Mark im Jahre 1918 aus 8891.19 Mk. im Jahre 1919 erhöht. Der Mitgliederstand betrug End? 1918 264, mit Schluß des Jahres 1918 traten aus 13, im Lause des Jahres 1919 traten ein 99. so daß der Mitgliederbestand Ende 1919 350 betrug. — An dm Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen. Die Eröffnung der AuZsb'l- lung von Werken des „Vereins Münchener A q u a r e l l i ft e n" wird in den ersten Tagen des Januar erfolgen. Die Kollektion ist für Gießen neu zusammen gestellt unb wirb durchweg nur gute Arbeiten bringen. Tie Februarausstellung wird die Münchener Künstlervereinigung „Der Kreis" mit hervorragenden Werken beschicken. Auch diese Ausstellung wird nur mit erstklassigen Arbeiten hier vertreten fern. Weitere Abschlü'se mit bekannten Künstlern stehen noch bevor, so daß in Kürze sämtliche Monate von 1921 für Ausstellungen vergeben sind. Am 3. Weihnachtsreiettag, vormittags 11 Uhr, findet im Ausstellungssaale die Verlosung von Anrechtscheinen auf Kunst werke unter den Mitgliedern des Vereins statt. An diesem Tage ist bie Ausstellung von 11 bis 12 Uhr geöffnet. **Die Obsternte in Hessen. Im Jahre 1919 wurde als Gesamtertrag des Obst- ergebnisses nach amtlicher Zusammenstellung die Zahl von 740 485 Doppelzentner im Gesamtwerte von 56588 795 Mk. sestgestellt gegen 1918 von 143 453 Doppelzentner im Ge- 27 Tej., obM. In fester Zeit sind dem SOtriiiterium dec. Innern wiedetholt Gesuche um Zula simg von Varne'valiiii-1 macht sich naturgemäß die Verteuerung der 2l/r sckvn Vevarstallrorgen yic ^ntichednng r.orgele>st I lus dreifachen Menge erforderlich. ($3 ist nun ohne te pha Beichte. 7: nnS. Vorm 6V>. Gelegenh. z Stillende Mütter 13(i6» fltfndjt. nehmen regelmäßig Briiiat-6onöel5-5ianle DrOetker's tKweißMhnmg Balthasar Becker und Familie. nuN Londorf und Weitershain, den 23. Dezember 1920. F- SeleseuWW TTTTTT -TiillHKIlIiIll E Dekorationen Teppiche Gardinen -*.J M. e/i erha/fen u sehen » W i ADOCC Wampffiesseb Teuerungen ’N 7rren-,Magen-.leheb Meren-ßJaseb. Unter/eibs-, G/cht-Ptieuma-.tte». Wurm-, Ga/tenstein-, Gtuhtyersfopfungs-tf/äi^r. Gerichesfaal. Todesurteil. fd. Schweinfurt, 23. Dez. Der Schleichhändler Albin Rauh aus Sonneberg, der die Bäckerswitwe D e r l e t h in Alsleben ermordete und beraubte, wurde vom Volksgericht Schweinfurt zum Tode verurteilt. ihre M Stmibcdm« iwmm btl Jraftor1« NV ui rttiw limwttr *. l'M-mig Tcsn» ■Ot Bobcn gud| tr- Zu Henn m 4po/*.«Nen u Dro$e-"-en C uCr»run93chrrffyeA *2? Q. DorfsfecAer& (°- ftac/if dm.hHßadGodestwg Vorrätig bet: J. W. Knn Macht., Vea*tad<-Dro angeordnet. Gefunden und verloren. In der Zeit vom 1. bis 15. Dezember 1920 wurden tn hiesiger Stabt gefunden: 1 Peitsche. 4 Portemonnaies mit Inhalt, 1 ©eEbfdrin und 1 Wagen- hernrnschuh; verloren: 1 goldene Tamenuhc, Mehrere Persorren wurden verwundet. Der Schoden beläuft sich auf über eine SR dl um Q-runten. Verfeuerung von Rohbraunkohle umzustellen, um zu vermeiden, daß Betriebsstörungen infolge aussetzender Kohlenzufuhr eintvcten. Ck’gen die Verfeuerung von Robbcauvkohle herrscht nun vielfach eine gcw:s.e Abneigung. Dreies Vorurteil ist in der Daupt.ach: daraui begründet. daß man vielfach versuch! hat, Braun- Pluö dem -lmtsverkündiaunasblatt. ** Das AmtsverkünbigungSblati 9h. 187 vom 23 Dezember enthält: Russische Krregsgefangene. —^Verfügung über Brennholz. — Wohmmgcn der Staat&5aimten. — Zuckerver- bvauchsrcgelung. — Vergnügungssteuer — Karnevalistische Vcranstaltwrgen — Erriclchung einer Müller?wangSinnnng. — Aufnahme der taubstummen Kinder in tic Taubstummen-An's!alten des Landes. — Viehseuchen. — Tiensviachricliten. — Gefunden, verloren. — Feldbere inigungen Zuckerverbrauchsregelung Für Dezember gelangt eine Sondenausgabe von Zucker tn DSHe von 500 Gvamm au? den Koo? der Bevöt.- kerung zur Ausgabe, die auf die Zuckermarken 171 und 172 zu se 250 Gramm = 500 Gramm bezogen werden werden Tonnen. Ter Zucker fit möglichst vor den Weih a-fit5t(irrtagcn aus-ug-ben. Karnevalistische Ve ran Haltungen. Dl. Messe. 8: AuSteilg. d hl. Kommun 9: Lochamt m Pr. 11: £>L Messe m. Pr Nachm. 3: Andacht d. Ktadhei-Iesu-Vereins AbdS 8: Abend- unteichaltung d. KirchcnchorS. — Traspora-GotteS- dienst am 26. Dez. Grü»vern norm Wt. — Kath. Gottesdienst. 24. Dez. B ichtgelexm- heit in Lich von 3—o UT?r nachm. — 35. Dez. 12 Uhr nachts: Cbristmette in Lich Vorm. 10: Ln>cbaottesr»ienst. Naclrm 2: Feierliche Vesper. *'»5: Christbaumseier m. Brsrlrrung Vorm. 8: Christmette m Lungen — 26. Dez Lauüach vom. 7, jungen vorm. 10, Lich nachm. y«3 llhr. Israel. ReligionSaemcinde Gofes- dienst tn der Spnaiogc (Süb-Anlam). DamStag^ 25. Tez. Vooabd. 4.30. Morg 9. AbdS 4.40 u. 5.20 Uhr. bernc Tamen-Armbcmduhe, 1 silberne L>errenuhr mit Bierzipfel, 4 Fünfigm.arkschrH.e, 1 Briest«sa"nde'!- Erfolg nicht verfeuert werden fönw., Die Verwendung von Braunkohle aus einet Unterwindicur ung ist immer als Notbehelf zu betrachten, wenn «ich ans irgendwelchen Gründen eine Verfeuerung nicht onbringen läßt, so daß man eben die mit rner Innenfcuerung verbundenen Mißstände mit in Kau' nehmen muß. Das Gegebene für die wirt'cha tlich- Verfeuerung von Braunkohle ist, wie sich in jahrzehntclanaen De- triebSersahrungeit ergeben hat, nur die Verfeuerung mit Stusenrost. Metz, 23 T«tz. (Vriv-Telega:.) In der hiesigen Filiale des Pariser Kaufhauses Reaumur brach am 21. Dezember naxf*mittluh Feuer auS, das einen großer: Umfang annahm Das Feuer zerstörte das große Lager, das emes der bedeutendsten in MeV ist, vollständig. Fast die gesagten Waren toirrben ein Raub der Kestern abend 8 Nhr verschied noch kurzem, f.owerem Leiden unser liebeS, einziges Söhnchen und (Lnkelchen Erich tat Alter von 10 Monaten. 9m Namen der trauernden Htnrerbliebenen: Otto AuhS uuv Frau nebst allen Angehörigen. Lollar, den 23. Dezember 1920. Die Beerdianng findet SamStag den 25. Dezember, nachm. l*/i Uhr. statt. 021451 ' ÄS Rauchtabake gar reine Ware.in 100/»: Vesver m. Segen. 5 u. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl Beichte. — Sonntag, 26. Tcv Fest deS hl. S Schule. Tez. SBabrmbbtif* el ein- AnM M m Hal der r>t und roieiüiiüi n«Mm nnb ’JHctnt- lleiibt nimnft ma tf «. für die chü-- bestellen. Aalholifchk Gemeinde. Freitag, 24. Dez., nachm. 5 n abi>S. 8 Uhrk Gelegrnh z hl. Becchtc. — Somtoig, 25. De».: Weihnacht-fest Bonn. 5- Gelegetth 4. hl. ^Seichte. 5: Christme11e. 6, 6V1 u 7: Dl. Messe. 8: AuSteilg d. hl tkommun. 9: Dodurmt Möbel! In nur guter Verarbeitung liefere ich: CAUiVim«** in ifctchen tmtt. M. 1 «50.— efillljlmmrrrtbt (Sidjcn „ 8 r>oo.- mit echtem Marmor und geschliffenem Soießel M. 95-L— mehr, mb Rahmen und heiliger Matratze für beide Betien M. 700.— mehr. 10773c Littiskzmivkr kredenz,®5tui!' 4 fSSli M. L*00.- echt eichen, dunkel gebeizt, eDtlltilffllfr besteh. 0. 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Operette von FranzLehLr. Gießen, 22. Dvz. 1920. vlecks Strohwitwe war wohl mussikalisch wert- «ller, aber die Zigeunermusik Leh^rS geht besser -iS Ohr und wird sicher emen noch größeren Pvbli- Ennicrfolg erringen Sind auch nicht alle Melo- 3Jtx\ originell, — es sind Stellen vorhanden, wic r*n Vorspiel zum zweiten Mi, bei denen man nicht n^hr von „Anklängen" fprodym kann, so nehmen sie doch durch thre forsche Rhythmik und gewebte Instrumentierung gefangen. D-.e Operette slrht ri diesem Jahre tmillkaltsch auf echer erfreutidien ^öhe. was wohl nicht nur der Dinzuziehung des | staatlichen fiurordxiLcrd Bad-Rauheim, sondern I unh dem neuen musikalischen Leiter Karl Schl a - »er zu danken ist. Unter seiner Leitung sind dic Operetten au sführungen r.icht mehr Völls üücke mit > 5csangSemla^e!i Der musikalil'ckx Teil wird an« Meinend ohne Striche durch»eführt intb zwar mit I heskfinack und Temperament. Die Dandlung hält sich im üblichen Rahmen Tie lleine Lerche, ein ungarisches Bauernmädchen, -nrb von einem Maler in die Stadt verpflanzt, ; ri die eS so wenig hineinpaßt, wie die Lerche in •'m Käfig. Daher gelingt es dec früheren Ge- I liebten des MalerS, einer Sanyerin, auch verhält- iSmöpia leicht die bäuerliche Konkurrenz aus :em Felde zu schlagen, zumal da sie den Wctt- Ttverb um die Gunst des TtannrS nicht mit sonder- 16 vorneb^ten Mitteln durchführt Die kleine Lerche verläßt ohne ^Tbfd'i b das L»aus des Un- -rdrtuen und kehrt mit ihrem früheren Verlobten, I l>m sie um des Malers willen verlassen hatte, ideber ins Dors zurück. Ten dürftigen Gescheh- itiffen sind jedoch sehr geschickt Gesangsmimmern ringel egt, die nicht nur von der Liebe leben und #imt Beispiel mit köstlichem Behagm den Genuß kiner Tasse fihffce und einer Z garette schildern. Die Titelrolle der kleinen Lerclie Versal) Säte I Ctte. Stimmlich und darstellerisch ist sie seit ihrem ersten Auftreten erheblich freier geworden. Sie Rolle deS Bauernmädchens führte sie mit großer Anmut und Ratürlick)keit durch, auch in htam Unbehayen vor der städtischen Meiduna. Tramatische Auftritte blieben etwas kindlich Sie öar diesmal auf bei Stin:me, wenn sie auch nidjt immer gegen das Ovchestar aufkommen tonnte, das allerdings verschiedentlich ein klein wenig mehr Klrückhaltung nert'ngvn hätte. Steffi Bfeffer- Teutsch besah als Sängerin daS iimfangreichere Stinrmaterial, übertrieb aber vom zwei'.en Auszug ar ihr LiebeSwerben um den Maler so aufdringlich, daß es sckuver fiel, bcffeii GescktlinvckSänderung |u begreifen Auch eine verliebte ungarische San' gerht dürfte kaum so zu Werke gehen Luise 9t am m ei spielte die Denstmagd mit einer brauchbaren Dosis Dumor. Von den Derren prägte Rnidolf G o l l in seiner originellen Art die Figur rires biederen urogarifd^en Dauern, der auch in - der Stadt seine Eigenart zu wihren weiß und Kircblicbe Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 1. Weih nacht Stag, 25. Tezember. Kollekte für die ffleintmbcrfdxilen. Stadtkirche. Vorm. 9W: Vft. Mahr. £4. Abendnvchl f. b. Matthäus- u. MarkuSgem. Mds. ö: Pjarruss. Ramge. — ^ohanneSki rche. Vorm dy»: Dft. ÄechtvlShetmcr. AbdS 52 Pfr. Ausfeld. 2. WechnachtStag, 26. Dezember. Stadtklrche. Vorm 9y»: Vft. Becker. MarkuSgem — I oha nneSk: rchc. Vorm. 9 #: Dir. AusieD. Dl. Abcndm. t. b Lukas- u Jv- lxmneSgem Nuchm. 2: Taubstummengottrsdienst: Psr. DechtolS^x aner. AbdS 5: Ptarvast Ramge. — Man vag, 27. Tez., abdS. 8: 5Be(nxidxt3tncT d Lvnfirmandenvereinigung b Lutasgem. Dieseck 25. Ttk, vorm 9’/<. DailvegvttcH- bienft (Frauenchor). 11: Kinderkirche. AbdS. 5^: Liturg Tlnistseier. — 26. Tez., vorm. 10: .vaupv- k,_ v^rs" niififMr o,;7 gotteÄ'cnst AbdS. 6*/i: Wellr avfttS eicr b jVmter- Mgebnfen anptieblt d jto, teSaritb-. für tn, 10; sTTdjTrt a (W^bnAnSTT Staufenberg). 4: Litur» GotteSdrenft, Kirchberg. — Sonntag, 26 Tez., 2 (53n"ifb< tag, vorm 10: Kirchberg Nachm. 4: Staber- gottesdienst. Nach allen Gottesdiensten Kollekte f. d. Gcmerndemission. 2öei or Sie kaufen, I uerL Sie gegen 20 Vs. \ in Briefmarken einen : Katnlo< über Kinderwagen in allen Preislagen oon 335.- Bll M foiuie Slapnioagen .-ol UrsmeQOöeümag. Hinoetm.-Betdeffe werden neu bezogen, auch s. Wiederoetkauf. | Karl Kanfmann, Ca-wel. Operaatr. 3. In Elche, Noft bäum, Birke, Mahagoni poliert =y Herren- und Speisezimmer mS"" Salons | In Mahagoni. Palisander und Kirschbaum poliert ä| Elegante Klub-GarnIturen In Gobelin, Leder new. H bem.®aIton iEht, um nicht aus der11 srlbeme Utrr mit dovvevrr TmrbI6Tetr, 1 sll-1 Flammen Da« ÄeMube imrttr ftkteser beschQ^gr. ®emofmh€it ja tommen. Scri-e ziemlich große Ge- ' ~ ------ - i- - - Ä CT . nach besten Kräften durch | ~5°*' Falken gab in der rhm eigenen Gewand- hnt und Sangesfveudigkint den Maler SLndor ZLpolia. Besmiders gut waren einige Gesangs- tmd TatrzduoS mit der kleinen Lerche. AIS sein bäuerlicher Nebenbuhler war Dans Silvester Bun- sel voll urwüchsiger Kraft und auch guter Ge- sangsaualität. QSkar Fe igel versah die mehr szemsch vermittelnde, als führende Rolle des Barons mit Geschick für 'ßraunftohlen Tausende von Referenzen. Höchste Dampflästang. - wirtschaftlicher Betrieb Schnellste Lieferung. - Man verlange Drucksachen. e£ sd. Topf u. Zföhne. Erfurt f^©rschi@^en®8 zum Weihnachtsfeste durch die vorzüglichen Herr», 13619ss und Tabak-Marken Marktplatz 15 Tel. 2101 Kreuzplatz 11 13616 Händen. abzugeben. 021408 zurSchärcre mar gesucht. 13610 ■flov Ankauf tu. gewarnt. tu verkaufen L. Tüchtige krsshreae Kraft für Kontor m. Reise einer Likörfabrik gesucht. 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Mite- , tb i‘hol,r M btFar S *? km •jee vnav 5emer pelos gcne I: tz die lnnr -Mhnen ir Eingabe 'liVohnun ^diche Dck Das große Festprogramm. Am I. Feiertag: Stuart^febbs neuestes Sensations-Abenteuer OlsPeitsote * die tnefe •tont die S Donnerstag d. «. Jan^ abenbS 7'/? Ubr, in der BesirkSfchule iWest-Aul) Beginn eines Anfänpr-Lshrginos für Damen und verren i. b. altbewährien Gabels- berger'schen Kurzschrifl. UnterrichtSgcld 25 Mk. Gefl. Anmeldungen an Hrn. Ri ch. Hasenkrug, Kaiser-Allee 22, oder zu Beginn beS Unterrichts erbeten. I'-Mv Bakelsbsrser Sioieer.- Verela v. 1801 «4 Daaen- vereU Bakel sä arger. Lügentisch „Sauer“. 2. Feiertag: MüäcHeier im DereinSlokal. 37, Ubr.** Mim obhleier im Vereinslokal Restauration Lamm. Freunbe unb Gönner Stadttheater Gamstaa, 26. Dczbr. Auffer Abonnement. ZktzMLSll. 6 Ans. 7, Ende gegen i) Ubr Sonntag, 20. Dczbr.- ®o öl? £tr§? IM Ans. 37,, Ende 67« Ult SerMMeML Aniang 7, Ende 07« U6t Montag, 27. Dezbr.: AM We. ,tl Anfang 3, Ende 57, Uhr. Sie MWlm. :i)cuS, Zimmer Nr. 6, zur Ein ich: osieiu Angebote sind oerschlo sen, mit entsprechender Aui- schcut versehen, bis :,um 31. d. M. ei neureichen. Gießen, den 22. Dezember 1920. 13647B D« OberbürgermLister. J.B.: Kreuz teu. Ablieferung der eingegangenen Fieifchwaren- marken bis ;um 3. Januar 1921 dein Lebensmittelamt, Zrmmer 11. 5. Amerikanischer Schinken: 125 Qkamm zu 3,50 Mk. Tr Aurtzsab: erfolgt durch die hiesigen Metzger -es chä sie gegen Abgabe der Fleischwarenmarke 51 vom 22.—31. Dezember 1920. Ablieferung der eingeaangenen Fleischwaren- marken bis spätestens 4. Januar 1921 an daS städtische Sebeivmittelamt, Zimmer 11. 6 4 8 AurgabevonSützstofs'Docka- rin): Für die Zeit vom 15 —31 Dezember 1920 wird gegen die Lieferungsabschnitte 18 txr Süß- stofskarte „H" (blau) und 1 der Süßstos karte (gelb', von den Süftstofsabpabestellen Süßstoff ab- gegeben ®8 gelangen aui den Abschnitt 18 ein Vries ch5n und aus den Abschnitt 1 ein« Schachtel zur AuKqabe. 7. LrauShalt-mebl: 5^0 Gkamm 75m- »enti«es 2Seizenm«hl, Hera-stellt aus amenkaniich.'m We-»n Preis 5,2J Mk für das P und Die AaS- gäbe erfolgt durch btt hiesigen Kleinhandelsgeschafte gogen Abgal»e der Lebensmittalmack 49 vvm 21. 31. Dezember 1920. Die eingegangenen Leb ms- mittelmarken sind bis spätestens 4. Januar 1921 dem Ledensmittclamt, Zimmer 13, einzuveichen: über nicht abgeholte Mehlmengen wird anderweitig verfügt 8 Bekleidung: Für die Derforg-mg der m xleidcrnot befindlichen Bevölkerung der Stadt Dieben lind Sxrrmflrffe. L^erren-Unfer bösen, Tamen-Jacken, Ainderdemt«n, Damendeinduoien und Sweater zur Verteilung über wie) en worden. In Betracht kommen Personen deren E nkommeu nicht me'ar wie folgt betrL-t: Bei einer Person 4000 Mk im J-dr bei zwei Peronen 5009 Mk. im Jabr. für jede weitere Person 590 Mk mehr. Die Pr ise 'ind folgende: tzervnsw'f Qual 1 irr Meter 53 50 Mk., Qual 2 per Meter 48,50 Mark. Qual 3 per Mler 33,60 Mk: Lerrerr- Makounterbofen per Stück 24.50 Mk.: Damen- Jack^n per Stück 14,29 Mk.: .Kin derbem den per Stück 16,75 Mk: Damenbemdhmen per S'ück 21 25 Mk: Sweater Dröge 1—6 von 27 bis 36 Mk. per Stück DaS Dez'gö cheiiwersadren ist aargehebm und haben sich der Säufer in den bei den nachstehend arttgelührtsr Geschäften «uMlesten Liste» einzue tragen und über die erhaltenen Ndengen zu auitlieren. £). Kaeß Rack., K^ceiizoiatz, Carl Zwang, Neustadt, Carl Frensdori, NeustaK. 9. Dülienfrüchte: Montag den 27., Dienstag den 28 und Mittwoch len 29 Dezember 1930 findet im städtischen LebenSmitielamt ein Berkaus von Erbsen unb Bohnen statt Verkauf erfolgt cm jedermann. Ter Preis beträgt für einen Schot»- em Erbsen (etwa 430 Gramm) 2 Mk ; für einen Schoppen meiste Vobnen (etwa 390 Gramm) 1,90 Mark Gefaste oder Tüten zum Einrülieu sind mit- yubrrrgen. 10 Krankenbuttermarken: Tje noch nicht ausgegebenen Baiitermarken für firante für die Zeit nach dem 1 Januar 1921 können gegen Vorlage des Butterbepugicheins aut Zimmer 9 des Lebensmittelamls abgeholt werden. Gießen. den 22. Dezember 1920 19840B Ter Lberbürgermeiner SebmSmtttelamt). Kohlenbelicfernnq. Nr. 4 und 5 der K (Klein Handwerker) Karte können beliefert werden mit je 3 Zen ner Kohlm, Koks oder Braunkohlen in doppelter Menge. Nr 5 der Z (Zusatz Karte mit 1 Zen ner kohlen, Koks oder Braunkohlen in doppelter Menge. Für ungültiger klärt werden Nr. 1 und 2 Der H OfsxruLhaltlMgs) Karte, „ 1 und 2 der L (5l infjantoerter) Karte, „ 1 und 2 der Z (Zusatz flartc awtt ^Nirkunq vom 1. Februar 1921. Die verfallenen Nummern büren nach dem 1. Februar 1921 von Den Kvhlenausgabes'ellen nicht mehr beliefert werden. Gttßcn. den 22 Dezember 1920. 136263 Stadt. Brennftoffamt. ____ Fr. oO > Zweites Haft Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhrssen) Kitzttttg der St<,-tvcrsl dneten^ ! Erläge, bett, die Besoldung brr Mitglieder der Fe*erta6: 'tarnen der iormulierte im VeftfeBcr: renzren. btranit zur Kemitnis. Gießen, den 18. Dezembe Der Dberbürgerme-iftcr. I. Donnerst«- abends?'/, Ubr. BejilkSschule (M Beginn er Fraktion „Freie Vereinigung" eine Erklärung verlesen, die durch die ot>r zu Protokoll anzuzeigen. __ x , Ebemo sind die ütenannien verpflichtet, auch tu weiteren Bauabschniltim Anzeige zu er)tattenf (weit dies die Bauvolizribehört>e anordnet. Die Bauanzeige Hal für alle Bauten zu eriolgen. Nach Artikel 35 der All gemeinst. Bau ottmung gelten als Bauten im Sirene des (MeBe-3: Alle Arten von Gebäuden, Kellern, Brunnen ■tag; ’ebbs) Abenteuer ' itellangen «■ »»chm. i thr, w im 3!erein?loUl Reftauration 8m freunde und 6» willkommen. ;s Ter Coriiiti, naren, bat bei der Beratung und Beschlustsassung über oie Magisttatsvorlage, betr. die Gehalts- seAetzung für den Oberbürgermeister und die Sei» joorbneten, Herr Stadtverordneter Schmahl im Tie Sitzung wird kurz nach 4 Uhr eröffnet. Iriroefenb sind Ober bürgermeister Keller, die Beu« -«ordneten Rosenberg, Kcenzien, Seid, Klinaspor unb 33 Stadtverownete. Zu Urkundspersonen txrben gewählt die Stadtv. Diener und Sehsrdliche Anzeige». Bekanntmachung. Tie nachstehende Bekanntmachung bringe ich Bekanntmachung. Itetr.: Unfallverhütung und den Arbeiteri chutz bei Doch- und Tieibautar. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Wirgermeisteteie-.t der Landgemeinden des KrcifcS. Wir beauftragen Sie, daS Nachstehende orts- Mich bcfanniiugeten urrd fcanauf zu achten, daß in dem Erlaß des Vess. Lande>-Arberts- und '-iLirtschaitsarntes, die Verordnung, dte Unrallx verhüNrng und Den Arbeckerschuv bet I tefbauten betreffend, vorn / . September 1920, liaEgebrucft im fcefi. Regier ungsblatt Nr. 2o, ent- if bätenen Besnmnrungen gjnau eingebaiten werden, ll 7L-besondere ist aui Schaisung gre.gneter unter» »dmttsräurne und Abortanlagen zu ach^t Nach § 47 des Erla'.ses hat, mtbeechrdet der awr Grund der allgememen Bauordnung oorge- l| idfciebenen Bauaitzcigen der Bauherr oder der llttternehmer der Baurwlizetbehorde mnmtteldar ocer durch Vermitteluim der Lo^albehowe Dai Otg, an Dem mit der Bauausrührung b^ormen^ HN-tixn sott, spätestens drei Tage zuvor ichrtsttlch G i e ß e n, den 24. Tez. 1920. Die gestrige Stadtverordnetenversamm- s Iimg be.jann auf eine Magistratserklärung ge- l $tn die Haltung der Freien Bereinigung bei I btr Beratung der Magistratsgehälter in der letzten Sitzung mit einer erregten De- Ibatte. Das erfreuliche Ergebnis war die Fest- I stellung, datz die Finanzen der Stadt Gießen I „keineswegs als wenig günstig" zu bezeichnen »sind. Die eigentlichen Finanzverhältnisse dec I Stadt sind leider nur den Stadtverordneten m Inner nichiössentlichen Beratung zugänglich ge- iNacht worden. Im Verlaufe der Sitzung ergab I 'ich jedoch, daß das diesjährige Defizit i etwas mehr als 2 Millionen beträgt, die ' 'vahrscheinlich aus dem staatlichen Aus- i xielchssonds gedeckt werden. Aus der Be- leuerung des reichssteuerfreien Einkommens > rrwartet die Stadt etwa 700000 Mark. Die | entsprechende Vorlage wurde von der Tages- jrbnung abgesetzt, muß aber noch im alten Ähre verabschiedet werden. Neben einer 'leibe kleinerer Beschlüsse, worunter ein de- üttelos genehmigter Kredit von 175 000 Mk. "ir die Einrichtung des neuen Stadthauses zr erwähnen ist, nahm den größten Raum | eine Eingabe des Mietervereins ein, auf die | i>om Woynungs- unb Mieteinigungsamt auS- thrliche Richtigstellungen erfolgten. Im Hinblick auf die allgemei n bekannte ungünstige Finanzlage aller beuti*ai ©tmein* wesen können nur nodj wie vor an.') die finanzwUe Lage der Stadt Gießen nur als wenig günftig bezeichnen. Daher weisen wir auch du Öclxiuötintg, daß nnr mit unserer (Mä.irig den S'rtbit der Stobt Gießen gefährdet hätten, mit aller Eni- schiedenheit zurück. Mr halten nach wie vor größte Sparsamkeit in allen Zweien der Verwa.'tni'g, besorrders bet ständig wi^»-rkäbigung der Kredit fähig kett bet Stadt Gießen erblick. Tie Stadtv. Schmahl und Kling verteidigen die Haltung der Freien Beveinigung. Im Sinne der Erllärung des Oberbürgermeisters sprechen noch die Stadtv. Urstadt (Dem.), Mann (Soz./und Krausmüller (T. Vp.), dagegen die Stadtv. Michel, Schmahl und Kling von Der Freien Vereinigung. Gegen die ©tunmen der Freien Vcreinizung und bei Stimmenthaltung der Unabhängigen Fraktion wird aus Antrag des Stadtv. Ebel (Dem.) sodann folgende Entschließung angenommen: „Tie Stadtverordentenversammlung schließt sich der soeben verlesenen Erllärung des Derrn Oberbürgermeisters vollinhaltlich an. Sie bedauert, daß eine Erllärung wie sie die Freie Bereinigung in der Sitzung vom 13. Tezembcr 1920 unmißverständlich nur inbeyig aus die Finanzlage der Stadt Gießen abgegeben hat, überhaupt möglich war, da sie in ihr eine schwere, in ihrer Tragweite Wien , ln 5 Akten. \ I offen glauben, so wird diese Handlungsweise nur b«durch erklärbar, daß die Tatlegungen des Ober- bLrgermeistcrs über die Finanzlage der Stadt non Herrn Stadtverordneten Schmahl unb seinen inaktiv ns eg nassen in ihrer Tragwette nicht über* I blickt worden sind, obwohl in der Stadtverordnetenversammlung die Klarhctt, Uebersichtlichkeit unb Gemeinverständlichkeit der Finanzvorträge ; leitend einzelner Stadtverordneter I'eionberö betont rjorben ist. Tie Stadtverwaltung bedauert die Gr» tarung ,ber „Freien Vereinigung" deshalb, toell Itttse Erllärung geeignet ist, den Kredit der Stadt jn gefährden, sie weist die Verantwortlichkeit für k bi tfe Folge weit von sich und schiebt sic denjenigen ui, die diese Erlläruna abgegeben haben. Wetter ; betont die Stadtverwaltung, daß die MagisttatS- ■ beten zu können." Ich bemerke namens der Wvtadtverwaltung hierzu ß>lgerck>es: Kürz- Mlich habe ich in zwei mehrstündigen Vorträgen ■ unter Beibringung reichen statistischen Materials ■ ber Stcchtverordnetenversammlung eine eingehende ■ ?arlegung der finanziellen Sage ber Stadt ■ ließen gegeben und babei in einer jeben Zweifel Dansschließenben Weise feWellen können, daß bie W iinanzielle Sage der Stadt keinesfalls „wenig l qiinfhg" und jedenfalls günstiger ist als die- ■ jmige vieler anderer Städte. W'nn im WGegensatz hierzu £>err Stadtverordneter Schmahl ■urtb seine Frattionsgenossen die finanzielle Sage* ■ \*T Stadt als eine wenig günstige bezeichnen zu nrb Bruimenschackiiten, Zistrrnen, imterirbifchen Eeoen, Kanälen zur Zu-- und Ableitung deS L-assers unb anderer Flüisigkeitan von Gebäuden, öauMüden und Ortsstraßen, ferner alle Acten noch gar nicht zu überschauende Schädigung des Kredits Der Stabt erblickt. Sie bebaaicr. .a. Vorgehen der Fr-En yerrtiieung umiomdjr, alj ü.ei» $u (eilte der sachlick^ UnledawCt ooroanom sind was der Freien Berrinigweg nach den cingtbeub:n lerL^nmgtn des verm Obei bü germtt'teis eb nio wie den übrigen Stadtver»rd,<.cn batte bekannt fein sollen. Tie Stabtrcrortn* cnreriammlung fallt hiermit vor aller OenentttchSeu fest, datz ük Finanzlage der Stadt keineswegs „wenig günstig" ist". Die beiden Steuervorlagen, die Erhebung cmer Grund- und GcwervefteLier unb bi: Besteuerung des velchLsdeuenreien E.nkomineuS, werden nach einiger Debatte auf Antrag des Stadtv. W t n n (D. Lpt.) von der Tagesordnung a b g e f c 11 Stadtv. W > nn beantragte im Anschluß hieran, daß vor Erjassung neuer eteuerauellcn die Bedürfnisse der Stobt feftgeftellt n>n?i>eu, unb zwar soll festgestellt werden, was aus den laufenden Einnahmen der Stadt zu erwarten ist, w.e doch der Betrag ist, welcher ber Stabt aus Reichssteuern zukommt, welcher Fehlbetrag barat ver bleibt unb aus welchen Steuecgurll:n dreier Fehlbetrag geoeckt werden soll und wckchc Beträge auS den emgelnen neuen ober erhöhten SteueraufUcm zu erwarten sind. Erst wenn eine Feststellung des Magistrats in diesem Sinne vorliege, könne über neue Steuern beschlos en werden. Oberbürgermeister Keller bemerkte zuvor, baß nach den Borschriftsi des Landessteuergcsetzes bie Berownung ber Stadt über bie Besteuerung deS reich»Heuersveien @.nbmmen3 bi5 spätestens 1. Januar beim Finanzamt ringer eicht sein müsse: die 6teDtöcrorbnetmcerfammlung nxrbe also noch zwischen den Jahren über diese Vorlage zu beschließen haben. Der Oberbürgermeister teilte weiter . mit, baß der Stadt ha uShalt in diesem Jahre einen Fehlbetrag von etwa» über 2 Millionen Mark au'wriie. Dieser Fehlbetrag würbe wahrschrinlrch aus dem staatlichen AnsgleichSfonds gedeckt werden. Der Antett ber Stadt an ber Reichsemkommensteuer werbe etnai mehr als 4 Millionen Mark betragen. ber Anteil an der Reichsumsatzsteuer etwa 100 000 Mark unb an der Erwerbs steuer etwa 1 400 000 Mark. AuS der Besdeuerung des reichssteuerfreien Einkommens erwarte bie Stadt etwa 700 000 Mark. Zur Unterstützung deS Studentenheims werden 500 Mk. bewilligt. Ten Direktoren des 6k;nma ühtiö wird für die Heilung der Borschule des Gvnrnasrnms eine Vergütung noch dem Vorschliag deS- AuS- scksttsses bewilligt. Die Erhöhung bei städtischen Zu- | d>u 11 c 4 an den Lesechalleverein auf jährlich 10000 Mk. witd ebenfalls genehmigt. Dem Fröbel-Seminar wird vorläuttg em Vorschuß von 10000 Mk bewilligt mit ber Maßgabe, daß 2—3 Vertreter der Stadt in den Vorstand des Seminars auf genommen werden. Mit der SkKt8regierm*g sollen Verhandlungen ange» bahnt werden, daß künstiglnn ber Fehlbetrag des Seminars zu bret Fünftel von der Stadt Gießen, zu zwei Fünftel vom Staat getragen werden Tie Stadtv. Kling (Fr. Bg.) mrd Beckmann (USV.) treten für Ver stadtl rchung des Sc- mmars eüt. Dem Kinder gartenveretn wird ein Beitrag von 2000 Mk. bewilligt. Oberbürgermeister Keller erflärtc vocher, daß für bte allernächste Zeit eine Vorlage zu erwarten sei, bie die Verstadtlichung deS Kindergartens bzw. bie Gründung eines VollSkindersartens vor- fche- Der Alicefchule wird rin unverrrnSltckeS Da rieh en von 20 000 Mk. bewilligt. Auch hier soll angestrebt werden, baß die Fchlbeträgr ber Alicefchule zu brei Fünftel von der Stadt und zu zwei Fünftel dom Staate getragen werden — Stadtv. Wachtel (Fr. Bg.) wünscht, daß für die auswärtigen Schüler höhere (Sdjidgetber gefordert werden. Der Baugenossenschaft von 1894 wird ein Darlehen von 500 000 Mark zu den bisherigen Bedingungen benxlligt. _ Der Vermietung ber städtischen Isolierbaracke (jetzt städtisches J'otter- kranken Haus genannt) an die Landesunioersität Stöbt. £eben$miite!amt. Warenausgabe für die Wvck)e vorn 27. Dezember 1920 bis 2. J-nuar 1921. Nicht rechtet ig abgebel?e W-ave verfällt. 1 Brot: 2.00 fikamm Brot oder 1480 Gramm Medl. fiUixnamm 2,25 Mark Brötchen 15 Pf. Weizenbrvtmehl fiUogramm 2,90 Mark. Krcmkenbrot 2,60 Mk. Kran^nbretback r: W. Loder, Walltorstraße, Karl Paul Bad-ndofstnrße. Mehl für h ran fr: Kilogramm 3,20 Mk. (Verkaufsstellen s ehe unter Nr. 3.) Reisebrotmarkm: Es nirb nochmals darauf hingerok en, daß die alten Rri ebro'marken («rotzes Format mit dem 31. Dzcm.er 192J rhre GLltig- kett verlieren. , , , _ 2 Zucker: Monatsantril lVi Thntb, s-Nne eine Dril.nachtssonderauegale von IJhinb Breis 4 Mk baA Pfund. Ausgabe in den Kleinhandels- qeschaftcn gegen fibeobe ^der AucSermarke für Tez-mber bis rinfd>(ie»lirf) 31 Dezember 1920 3 Diehl, Nährmittel und Zucker für Kranke: Aug. Noll, BabnboMratze, E. Bam'e, Frankfurter Straße, ö. Jwrg, Äittecgaik, D. Blum Wwe, Steinsttasze 4 Cornedbcef 259 Gramm |u 4 75JRt gegen'Abgabe der Fleischwarenmarkcby durch t« Metzgergeichäfte, ivw.-e iamtlichen Koniunwereuts oom 22.—31. T«teig«r isiv. von Düngerstätten, AbtrtttS-, Jauchen- und anderen ähnlichen Gruben, ntdbeiOnfce« auch solcher für technische Etablissements, sowie Einfriedigungen aus Waira, dolzwerk, Metall ober aus verschiedenen dieser Materialien an öffentlichen Plätzen unfc Gegen unb zwischen Privat- grundstücken, ohne Unters ched, ob zu deren bauliche Herstellung eine polizeiliche Genehmraung ober eine dorgängige Anzeige erforderlich rst ober nicÄ, und ob eS sich um einen Neubau ober Anbau auf einer neuen oder einer zu baulichen Anlagen bereits benutzten Stalle ober um einen Umbau, Auf- ober ödberban, ober um Reparaturen oder neue Emrickmrgen bandelt. ___ Gießen, den 2 Dezember 1920. 136468 KreiSamt Gießen. J.D.: Delcker. für Damen unb i' i.d.allbewiibr!tt^ bctflcr'f(6?n SE UnUrrittiKflc^'-1'1: Gell. Anm?l^) Hrn. Rich- Beginn der W» erbeten. ' gtHlibirHriiw Vereli v. ‘ Stadtverwaltung, gegenüber dem Bauchlage der «dreien Vereinigmig" für fiintlidbe vier in Bedacht kommenden Magistratsautglieder zusammen eine jährliche Mehrbelastung von 10 500 Mark brveutet bei einem aan icm i. 3t. 17 Millionen. Tas Urteil darüber, ob dieser Bettag von 10 500 Mark hierbei ,4m Interesse der Gießener Steuerzahler" ins Genncht fällt, sowie darüber, ob die durch die Erllärung der v^3^en Bereinigung" etwa eintretenbe y’rrbit- schädigung der Stadt nick möglich-rweise ein Vielfaches dieser Summe ausmachen kann, überläßt die Stadtverwaltuna den „Gießener Steuerzahlern". Svadw. Schmahl «n-4 im Namen der Freien Bereinigung hierauf wlgenbe (Skgr^rCinnig a5: „Tie vom £>erm Cberbürgermriner .oeben verlesene Erllärwtg gibt uns keine Veranlassung, von unserem am 13. 12. 20. eingenommenen Staub» punkt m irgend einer Form abzugHen wuuilVUO IL 13888c 1 ine Stadt 6 Akte iermädel Radklub ... Germania. 1 Oberbürgermeister Keller gibt zunächst ' übkW I j iianenS der Stadtverwaltung und im Einver- _7/jUbr: nehmen rntt sämtlichen Beigeordneten folgende Erllärung ab: „In der öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 13. Dezember d. I., in ter von feiten der Fraktion „Freie Vereinigung", teren Mitglieder Eichert, Gocrh, Grobe, Kling, Mchel, Schmahl, Stimmer, Wachtel anwesend StadtM Brl Anian»'' 27 „ 5 ffllM 3 1 ■A 6!?r ff 8 «Wh Kß e-°"L M L°LB * ”Lc,r,\x< „(freie SSereinigung" der Presse überaeben und ._. .........: darin veröffentlicht worden ist. Ter Schluß dieser Wfti’innAlvX'N Erklärung lautet: „Die Fraktion Freie Vereini- ■Pmll^Pnil PFlÄ 9^0 glaubt, bei der wenig günstigen finanziellen IlvIlllläUlilUluij M Lage ber Stadt und auch im Interesse der Gicße- ------------- H ner Steuerzahler höhere Gehaltssätze nicht ver- Am 2, Wkidi-v J ! " feiertaa, ebtabi*Li I Freitag, 24. Dezember 1920 T t e Kosten der 61 r 0 m l e 11 u n g e a ! fl r b i c Jtleintoo^nungd bauten tx WV'-e genossensäas: '.891 an der Si.:rr Sttaße ürJcn i.c> um 1 CK) 000 Mk. bölvr atS inan vor dem Kriege hierfür berechnet tattc Zi: e Mehikostea werden auf tne Statrffofie übernommen. Für bie Se | d>a 11 u n g etnel SchlackensortierappalatS für Gaswerk lverden 5000 Mk bewilligt. T i e Anschaffung eineS f e (65 M bl* gen Person en wagen - für bc.fi El !t i» t tfi- ivert >um Preise von 111 431 Mk w rd rach längerer Tebatte über bie Serroenbung des Auto- mobito genehmigt. Die Gebühren für bie Wassermes« s e r sollen mit Wirkung vom 1. Dezember ab von 50 auf 60 Mk. erhöht rorrben. Die Gebühren der Leichenfrauen werden für Erwachsene von 20 auf 30 Mk erhöht, für Kinder entsprechend iiitbr (^r Die "stdühren werden zurückwirkend ab 1 Oktober beioill gt — Stadtv. Kiel boaniragl, den £eidznfronen auch eine Wirischaftsbeiinlfe ober cüien DorsclList von 300 Mk. zu beroilhtrn — Nach kurzer Debatte wird der. Anttag dem Finanzaustchuß übemnefen. Die Gebührenordnung zur Fried- hofS-und Begräbnifiordtiung sind von den entsprechenden Kvnnnisittmen norbrrmtet werden und werden gmrljmigl Glecl«zeitig werden einige Paragraphen der FriedhofSordtmng abgc» ändert. — Stadtv. Deckm q n n fp;iri>'. sich gegen die Erhöhung der Begräbniskosten auS, iuii> lehnt bie Erhöhung ber Gebühren ab. Zu r Einrichtung b e 5 ncuenStabt- Hauses Devastrvße ist ein Kridtt von inSgcfamt 175 000 Mk. erforderlich Der Kredtt wttd dcbatte- los bewilligt. Die Baugesuche deS tz. Norgall (Er- rwbtunfl anrr Antoballe auf dem Ottundslück Frankfurter Straße 82der Firma Poppe u. (So , 9eil- geftemev Weg 13 und des SximftottenDcr.m) für einen Erker Cck Klinik- unb Crt,2Vrmlisionsreifende, 1 Wagner, 4 Schreiner, 2 Elektromomeure. 2 Schneider, 1 Eisendreher, 1 Schuhmacher, 1 Schästemacher, 1 Friseur. Lebrlinge: 1 Buchdrucker, 1 Schmied, 1 Friseur. ES suchen Arbeit: Aclegenbeitsarbeiter, 2 Schriftsetzer, 4 Buchdrucker. 2 Buchbinder, Kaufleute. Schreiber u. Weifcnbe, 4 Wagner. 1 landw. Verwalter, Laufburschen n. Ausläufer, Maschinen- und Bauschlosser, 2 Gärtner, 2 Köche, 1 Küfer, 3 Müller. Maurer und Anstreicher, 1 Schneider, 2 Elekiromonleure. 2 Schubmacher. 1 Former, 2 Heizer, B Kranke,nnleger, 3 Schmiede. 5 Tave- zierer und Sattler, 2 Bäcker, 4 Kellner, 3 Kraft- sabrer, 5 Mechaniker, 2 Dreber, 1 Bulkaniseur, 2 Zeichner, 1 Drechsler, 1 Glaser, 3 Friseure, 1 Pbotogravb, 1 Techniker. Lebrlinge: 2 Schlosser. 1 Schmied, 1 Friseur, ein Mechaniker. 1 Schreiner, 1 Metzger, 2 Kaufleute, 1 Elektromonteur, 1 Sattler, 1 Dreher, ein Schuhmacher. Weibliche Abteilung: ES können eingestellt werden: a. bri diesigen Arbeitgebern: 1 Zimmermädchen, 1 Küchenmädcheu. Dienstmädchen, Lausfrauen und «mädchen, l Verkäuferin. tüchtige Allcininädchen, 1 Lehrmädchen für Buchhandlung, 1 Stickerin u. 2Weih»eugnäherinuen s. Geschäft, 2 Kontoristinnen. b. bei anSwärtigen Arbeitgebern: Dienstmäd- dien, 4 Hausmädchen. Aüeinmndchen, 4 landwirtschaftliche Dienstmädchen, 1 Stütze, 1 Zinnncr- mädchen, 1 Kücheumädchen, 1 Köchin, 2 Haushälterinnen. ES suchen Arbeit: 1 BibliothekSaebilfin. 2 Büg- le rinnen. 1 diäherin bei Schneiderin. 2 Zimmermädchen, einige Laufsrauen, auch für Nachmittagsbeschäftigung, 2 Waschfrauen, 2 Haushälterinnen. 3 Stützen. 2 Stenokuvist-innen. 2 Fabrlkarveile- rinuen. 3 Verkäuferinnen, 1 Weigzeugnäherin, 1 Flickerin, 1 Filialleiterin. 1 Schneiderin für Herrenkonieklion, 1 Buchbinderarbeilerin. Bekanntnrnchnng. Betr.: Verkauf von §>üls«nfrüchtrn. MmrLag bat 27., Dienstag den 28. und SOtittiwrf) den 29. Dezember 1920 findet im StL-tischen LeberrSmittäamt ein Berkaus von Erbsen und Bohnen statt. Verkauf erfolgt an lebet* mamr. Der Preis beträgt für 1 Schoppen Erbsen (etwa 430 Gramm) 2 Mark, für 1 Schoppen weiße Bohnen (etwa 390 Gramm) 1.80 Mark. Gefäße ober Düten zum Cirrsüllen fmb nut* zubrmgen. 13584B Gießen, den 21. Dezember 1920. Ter Oberbürgermeister lLeberrsmittelamt). Bekanntmachung. Von heute bis Ende dieser Woche werden wieder Vorbestellungen aus frische Schinkenwurst angenommen (Zimmer 13). Preis 13 Mk. für das Pfund. Bei Eingang größerer Bestellungen dürfte sich der Poers noch etwas ermäßigen. 13 5858 Gießen, den 22. Dezember 1920. Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt.) Die Lehrherren, die Lehrlinge oder Lehrmädchen einstellen, und die (Eltern, die ihre Kinder in Lehr« stellen unterbringen wollen, mach« ich auf die unentgeltliche Lehrstellenvermittelung des Stöbt. Arbeitsamts (West-Anlage 31) aufmerksam. 13315B Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Frey. Bekanntmachung. Tas VersorginrgSamt Gießen ist in der Zeit Mischer Weihnachten und Neujahr umzugshalber geschlossen. Vom 1. Januar 1921 ab befindet sich das VersorgirngSamt Gießen Ltebigstraße 16 I (Alte Klinik). Sprechstunden täglich: Vormittags von 8*/, dis 12 Uhr. Sonntags geschlossen. Gießen, den 20 Dezember 1920. 13615V BersorgungSamt Gießen. von Krop ff, Leiter. Nntzholz-versteigerung. e Mittwoch den 29. Dezember ds. Is. kommt aus hiesigem Gemeindewald zur öffentlichen Versteigerung: Distrikt la) 779 Fichtenstämme - 334,20 Fstm. Hungerberg jb) 79 Fichtenstangen I./Il. Kl. Distrikt |a) 35 Fichtenstämme b,62 Fstm. Steinen |b) 1326 Ftchtenstangen l./ll. III. Kl. Die in Disttikt Hungerberg lagernden Stämme werden in 3 Losen zu 80,49, 117,77, 135,94 Fstm. auf hiesigem Gemeindehaus, das in Distrikt Steinen lagernde Nutzholz an Ort und Stelle versteigert. Anfang vormittags 9'/, Uhr in Distrikt Steinen. Wegen Besichtigung des Holzes wolle man sich an Herrn Förster Köster dahier wenden. Holzlisten werden zum Selbstkostenpreis gegen vorherige Bestellung abgegeben. Frankenbach, den 20. Dezember 1920. Weber, Bürgermeister.113526 N sujahrs -Karten BOWiC Dank-, Visit-Karten usw* liefert billigst Druckerei Seibert, Gießen Steinetraße 68. M1 | efflP^J' ... celmühl« rERRi® ft Januar, Gießen, Weihnachten 1920. ....................... Lr spart Karten, Umschläge, Porto und Arbeitszeit. Bestellungen der Anzeigen für die Silvester« nummer möglichst frühzeitig erbeten. i Verlag des Bietzener Anzeigers. ............................1 Berta Weber Richard Arnold Verlobte Dietzen, Weihnachten 1920. ...............—..........................-......tt?::.. Frieda Christ | Ernst Dreher Verlobte Dietzen Pr. Hollarrd Weihnachten 1920. ..................................... Elisabeth Dolkmann Ludwig Rinn Verlobte Heuchelheim, Weihnacht« 1920. Susanns Dörr Richard Dornemann Verlobte Dietzen, Groh« Steimoeg 14 Berlin Weihnacht« 1920. Statt Karten. Cloti Zöckler Otto Zimmer, Postpraktikant Verlobte (Brünberg (Hess«) Dietzen, Kaiser-Allee 12 z. At. Lindenfels (Odenwald) Weihnachten 1920. ........-.......-.............................££2i4~ Anna Komp Ludwig Frey Verlobte Lollar, 24. Dezemb« 1920. Anna Bingel Karl Kuhl Verlobte Dietzen, Weihnachten 1920. ............................... Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Ottilie Heinen Peter Loevenich Dietzen Langerwehe Wrtzsteingasse 31 p. Dez. Aachen Weihnachten 1920. ...... ............J24*?... Leonie Scriba Ludwig Spieß Verlobte Darmstadt Dietzen Weihnacht« 1920. Frieda Striegnitz Johann Rotz Verlobte Lollar Griesheim a. M. Weihnachten 1920. -.......................... Statt Karlen! Statt Karten! Marie Kröck Heinrich Steinmüller Verlobte Dietzen-Bergwerk Bodheim Weihnachten 1920. ..............-................... . ——SU. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Anneliese Linder Karl Bender Godesberg a. BH. Dietzen Moltkestr. 96 z. It. Tiberfeld (Oststr. 31) Weihnachten 1920. .............................—..................31111.. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen • Anna Oswald Karl Kaletsch Lollar, Weihnachten 1920. ..........................^^«3 Marie Faber Ludwig Henkel Verlobte Dietzen, Weihnachten 1920. ,-rT,Tr-....................- .................... Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen | Marie Haas Karl Nikolaus Steinbach, Weihnachten 1920. .....-TTT.T____________________________ Else Pirr Paul Kochan, Stadtsekretär Verlobte Drotzen-Linden bei Dietz« Hamborn a. Bhein Weihnacht« 1920. i i 111 i 1 i i 1 1, - i - -1 i r t r - - - -l> ? - f - - - - Gretchen Wagner Konrad klein Verlobte ! Salzböd« Schmelzmühle Weihnacht« 1920 I.........................-----.......... ÄÄ Statt Karten. Marie Lich August Winkelhaus Verlobte Londorf Köln-Mühlheim Weihnacht« 1920. ui......______,,,,,,,,,,,-,,1-r, JMn.. Paula Wagner Albert Bruckel beehren sich ihre Verlobung anzuzeigen. Lang-Göns, Weihnacht« 1920. ......— ri------- - ............... Statt Karten! Else Lang 1 Ludwig Winter Verlobte 1 Lich (tzeffm), Weihnacht« 1920. ............. —-->4ÜÜ.. Statt Karten! t Leni Scherff i r Konrad Gönsch Verlobte » Lich (Oberbefi«) Frankfurt (Main)-vonames | Weihnachten 1920. L - ......-................-...................... H oi Cognakbrennerei Scharlachberg, G. m. b. H., Lingen a. Rhein. Vertreter für Bietzen: Gebr. JuSmann, Fernspr. 3lr. 542. Bauer Spielausschutz. 13838v Weihnachtsfeier I. internationales Wattspld in BieSen! Ler Corftaak anzulegen. EiNMOro 01*3*3 CafeAmend 13670v Weißes Brauhaus Bietzen Wetzsteinpratze Besitzer: Hans AU|ingcr Wetzsteinftraße 13643 Anfang 6 Uhr. Römischer Kaiser etzlar 13685c Anfang 6 Uhr. 12851e Freunde des Vereins willkommen. 13663 Saalöffnung 6 Uhr. Der Vorstand. Erfinder, Vorwärts- Kaffee Verein Humoristika*. Ende 1 Uhr. I H Haltestelle der reten Linie T aobhandluag Mottkestrato 22 Ferosjireell. 269 Verkäst: erster Stock Teppich« Bettvorlagen Tlfch-eckrn Diosn-ecken Mnbsestel tn echtem Leb« Hetrfeffel Mappieffel im großen Saal der LiebigShShe. Musik und Theater, Reigen, sonstige Aufführungen, Verlosung und Tanz. Um zahlreiche Beteiligung der Mitglieder mit Familie wird gebeten. Die Mitglieder selbst haben Orden und Ehrenzeichen sowie BereinSabzeicheo RMvter, la., M. 15.—u. M. 20 - [13094 a Carl Schnnck. Sonntag: nachmittag 5—7 Uhr Fünf-Uhr-Tee Neues Orchester. Eigener Arauerei-Ausschank Während der Feiertage extra gelagertes WeLzenbier Verkauf in Flaschen auch über die Straße. Rauchtische Vaueratiiche Psstamentr Q Paneelbretter • BiumtHfripptn Spiegel Büfetts Dtrtifos RohrMhle nntzbaum poliert sehr billig. Kerl ÄM Möbeisavrit 47 «sterweg 47. w Hotel Einhorn 8. Weihnachtsfeiertag R n Blelilae t eil 1 X % -Ä 2. Feiert»*: Früh-, Mittag- u. Abend-Konzert unter Mitwirkung: der beliebten Lieder- und Opern - Shn*erin B^artha ISuchwaBd Nu Mat 150 cm breit passend f. Kieler Knabe»- und Bädcbeeklelder Mk. 72.00 prs Meter Md Vornan Nbruc! ö 4bte Trot ? Losung L^rschw nach ta fff W m der [ Hs ist tateMs-taia „Mi“, Am 2. Feiertag Weihnachtsfeier im Philosophenwald •tretende! Die Industrie sucht Erfindungen. Ver- rtUHSt-, Anrcflrunr* und »uhdärend» Bras-hüre | -Deii’schlfl^dfi A ufbau sendet kostenlos Patent- 1 köD-tor K.Weazol. lausvar. Ferdiaandstr. il Gu^sl Cafe Leib. 21 m 1. und 2. Feiertag Äs Festprogramm der Chimseer Am Freitag (Heil. Abend) Treffvuukt aller gesellen zur gemeinsamen Hotel Schütz 2. WelhnachtBfelertas abend» 7*/t Ohr Familienkonzert Täglich Konzerte ber beliebten vayr.Bauernthealertruppe Medick-Meidinger (11 Personen) Während der Weihnachts. Feiertage 4 Possen: „Die Pflicht" „Hafner & Haffner" „Familie Stubacher" „Der Lack" Jeden Feiertag zwei Konzerte mit neuem Programm. Am 2. Feiertag findet in den festlich beborierten oberen Sälen öffentlicher Flügelball statt. Beginn 4 Uhr. Höflichst laden ein Mebied-Meidinger. Hans Kirzinger. Besitzer. M WÄ* IM-« w. W- ■ yr ■ Mau,ö • la« IM irs fctf» Mchckkziehu' WMifsrech! jbtr viele Ml MM, ■ .-■- aber übi K und mir Mutigen R U:il seiner, W^Jchterlrö K in seiner I Zn seinem führende ■ -SSrsenlreis ■ 1785 bei Morsens! Wudrule die n Midas bedrok MMrte. D M Staates, di MW ausgen MWum kein Malten die K Mn Privat Midenden zah Mm Papieri Musse -B er ■bgegen die \ nktiere so in b ’ MrStreitsck ■hauen auf st sie plohlic Ärtet Gec l'chnzministei 14, als er sic jfeilte Ai 'Äich eine V, Neuer von Wen aller' |jS|u einer a ihinterer E IMenben £ Mttklärung ■ iiiiöbeQu dbei pote durch, F Septems INien (St, M^en Farbe Mgenosse,„i ■N) sich voc ■Adie Wehr |ty" Als b. ■ulboUen Assi ■Miellen Wie, nüßbil ■ wen dies ■^n ihn nich ■ ? damit di I^-dasChc ■ $ hätte ort W letzten Ri ■MMem ö MWel und Ü lampst hati dar Kapells des te, ReichsweWchülzeii-Regls. Nr. 22 Obermueikmeieter LObor. Anfang 8 Uhr. [136361 Anfang 8 Uhr. Vereinigter Männercher Harmonie-Gemütlichkeit Dirigent: Herr Albert Kasten. )S83I Samstag den 25. Dezember (1. Feiertag) aWs.TVi Uhr im Katholischen Vereinshaus Weihnachtsfeier bestehend in Gesangsvorträgen. Theater, Verlosung, anschließend BALL woxu freundlichst einladet Der Vorstand O Faiarian* IO1/» Uhr Frühschoppen Im I PICT lag. Verejnaiekal ,Zom Lttvren^ ZNKSlSMMllMMM OrtSaruvve Giekcn. SamStag bett 25. Dezember (1. Feiertas), nachmittags 5 Uhr beginnend Weihnachtsfeier mit anschliessendem BALL im Rettauraut Philoiovbenwald. Alle MHalieder und Freunde unseres Verbände- sind höfiichst erngeladen. Eintritt frei. 0814$ Die OrtSnerwaltnug. S S*e 3einent6leleöBiiaöe 5 cm dick [billiger und besier als Giosdielen- wandel solid Au-fllhrnns. Eiti-esumpfter Weitz- halt, Sivs, Zement, dementdielen und Marmorzement stets aus Vager. UafötmcDtr&Kohtrey MvSornanientenaeschäft, ©lesen, Lahnstr. 5. tichtbilder-RStse' «.örezelverteihmg Montag den 27. Dezember, nachm. 5 «hr im kath. VereinShau». Preise der Plätze 1.50 und 2— M. Die Karten sind im Vorverkauf zu haben: Friesleben, Zigarrenseschäft, Babnhofftrnhe, Bette, MauSburg, Friseur Kock, SelterSweg. Alle Kinder sind herzlich eingeladen. 021334 Kalb. Frauenbnnd. Sportplatz an du* Hardt 1. WoihnachtofeieHag Weihnachtsfeier Anfang 7 Uhr. 021402 Meinen verehrten Gästen zur Kenntnis, s, das Konzert am t. Merton tm flrybe« »6«t id am 2. Fciertaa im ooxberew vokal yf«Wnuet. Es ladet bäfitchst ein Fr. Ruppel. { DeutLcker Wnnkranü fingen rtmrlacttb rmw Central-Cafe Besltser H. Löher 0,1594 TäglichgroßesKünstlerkonzert 1. Feiertag: Gesangverein Frohsinn gegr. 1884 Weihnachtsfeier IIMt,!tn«nunmMmnmuniew.ilknEM!»MINIMNNI1II>IIItllMllllIllI!NIIIUUIINllM,IllllMllkIMIMll,NN am 2. Friertsg, abends 7 Uhr, im „L«fL Leib". KZMl, GksWJktMlSJk, Thesker. SkllssMs, M Täglich Künstler-Konzert 2. und 3. Weihnachtsfeiertag Weihnachtsprogramm mit verstärktem Orchester —■! I I. — ■— n,X MtM Ml« Täglich erstklassiges ZMI-MMl'SSMl v.!.r.SnWM Gnbftatton der voTen Linie. 2. WethnachtLfsiertag mittags 2 Uhr: M-MllmMI Stuttgart-Giehen D. f. ®. ' D. s. *8. (Süddeutsche Liga) (Westdeutsche Liga) Mittags 1 Uhr: Limburg V. f. R. 07 — Gießen V. f. B. L Jugend II. Jugend Bereis W (MU Wei HOLLAND Vootbal Club „Qo-Ahead“, Deventer Meister v.Ctethotiand 1S15-1920, Meister d.Nlederlanie 1916/1917 gegen Gie0enV.f.R.1900 Spielbeginn nach mittags 2 Uhr VffllFSR7ßxQül Me“lahrl B. S. C. Berlin eüi äll&Biy®! 2. Jannart „Helvetia11 Frankfurt Verein für Rasenspiele 1900 e. V. „Slum Ostend1 Am ersten Theater, Konzert., feiertag: Verlosung u.Tam Gäste freundlichst eingeladen. Ende 2 Uhr. 021473 Musik-Verein Harmoni^ „■um Öst0nd‘iz Am 2. WribnncktSfeiertaa: 0214T Thristbaum - Verlosung, Theater u. Tanz. X*» Znie MelM Gießen >«* Samstag, 1. Januar 1921, abbs. 7*/, Uhr, im „Philofophenwald" Weihngchtskeirr LMMKKßM Montag b. 27.Der. 1920 (3.Feiertat> von nachmittags 4 Uhr ab Klein & Stiefel | Maschinen fabrik, Fulda OA \ Helebearbclbn»w-^ ennbe imkrti (Eintritt Itel »' lie Ortlwt* Schütz MW chmmaiS 4 Uhr al chtssem der riebigthihk. , r, Reigen, |om cksmzMtz iflune der yiluMr He Äilalleder feIH I? i (»wie »erelnlM Ohl Set Inn Die Kalkner aufLinöenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. Feiertag difsieli opheMs 0210 : Aktuelles von Mirabeau. So wenig sich auch die große französische Revolution mit der Entwicklung unserer Zu stände nach dem Weltkrieg vergleichen läßt, so sind doch bei den Kriegserscheinnngen der Geschichte gewisse Züge gemeinsam, und zwar sind es hauptsächlich die wirtschaftlichen Verhältnisse, die der Katastrophe zutreiben. Auch heute versucht man alle Mittel, um die furchtbare Finanznot zu beseitigen oder wenigstens -.u mildern, und da ist es von besonderem wnlichkeit der französischen Revolutionszeit, Interesse zu verfolgen, wie die genialste Per- roie Mirabeau als Finanzmann für hie Rettung seines Landes gekämpft hat. Zur rechten Zeit erscheint deshalb eine Auswahl seiner großartigsten Reden unter dem Titel „Mirabeau, über den Staatsbankerott" bei -ßeorg Müller in München. Wir erleben hier das titanische Ringen dieses großen Staatsmannes, der seine ganze Kraft cinsetzte, um den Abgrundsturz des alten Staates aufzuhal- ten und durch Reformen vor dem Untergange £ii schützen. Ueber die Beseitigung der inneren Unruhen und Ausschreitungen redet er, über die Zurückziehung der Truppen, über die Menschheitsrechte und die Freiheit der Religion, über viele Dinge, die uns gerade heute wieder bewegen, am häufigsten und eindringlichsten aber über die finanziellen Schwierigkeiten, und wir fühlen einen Abglanz von der einzigartigen Rednergewalt dieses Mannes, der mit seiner „imposanten Häßlichkeit", seiner „fürchterlichen Mähne" die Zeitgenossen völlig in seinen Bann zn zwingen wußte. In seinem wilden, durch alle Höhen und liefen führenden Leben ist Mirabeau auch in die Börsenkreise hineing^ogen worden Im Zahre 1785 begann er einen Kampf gegen die Börsenspekulation, die damals Die heute die weitesten Kreise ergriffen hatte anb das bedrohte Finanzwesen immer mehr erschütterte. Die unerschütterlichen Anleihen des Staates, die zur Deckung des ungeheuren Defizits ausgenommen wurden, fanden beim Lublikum keine Aufnahme mehr, dagegen körnten die Kapitalien in reichstem Maße nnigen Privatunternehmungen zu, die hohe Dividenden zahlten. So kam es denn in ge- vissen Papieren zu einer unnatürlichen Hausse-Bewegung. Mirabeau richtete tun gegen die wichtigsten Gesellschaften, deren Laviere so in die Höhe getrieben waren, flammende Streitschriften, und es gelang ihm, das vertrauen auf diese Aktien so zu erschüttern, Haß sie plötzlich sanken. Mirabeau war ein -erbitterter Gegner der Anleihepolitik des Zinanzminifters Recker. Dieser mußte schließ- ich, als er sich nicht mehr anders zu helfen nutzte, eine Art Reichsnotopfer fordern, -ämlich eine einmalige allgemeine Einkommensteuer von 25 Prozent von den Jahresein- lünften aller Franzosen, die ein Einkommen Lis zu einer gewissen Höhe besaßen. Das war tin schwerer Schlag gegen die Privilegien der Herrschenden Stände und zugleich eine Banke- rvtterklärung der bisherigen Politik Reckers. Mirabeau aber setzte die Annahme dieser Maß- sahme durch, indem er in drei Reden am W. September 1789 die Schrecknisse des »atzenden Staatsbankerotts mit glü- fcnben Farben malte. „Es war," sagte ein Zeitgenosse ,„als ob ein verschlingender Ab- iirund sich vor den Augen öffnete und als ob man die Wehrufe der hinuntergezogenen Opfer Sorte." Als dann die Regierung zu dem unheilvollen Assignatenwesen griff, das zu einem finanziellen Zusammenbruch ohnegleichen riljrte, mißbilligte Mirabeau mit schlagenden Gründen diese Maßnahme. Ob er freilich, *enn ihn nicht so plötzlich der Tod ereilt hätte nrö damit die Revolution besiegelt worden -wäre, das Chaos der damaligen GeldNnrtschaft noch hätte ordnen können, ist fraglich. In sei- :en letzten Reden hatte er sich mit dem dlssig- -latensvstem abgefunden, obwohl er das Bör- imspiel und Papiergeld so lange aufs eifrigste bekämpft hatte. äNJ jsteB* in IW* Vereid ■«Bend BAU ÄIW Dietzen . t. Januar Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefstiy Zrettag, 21. Dezember 1920 Landwirtschaft. ,, w m c? c * n Mittel gegen 9N a u l» *fk JmAungen baten ^wch n.cht den Erfolg gehabt, der ihnen. J*1 2euch.mkoliim.ifar Na» ®r- ^nu!eI in der Schweiz iwrut, ct!oa Dorbeugunqsrn-ttel amu- £k 'Jr0ni*rn ie,e dienen allein nur zur Suchen behandlung. Eme schnelle Beseitigung und Ab- Jl®, dadurch keinesfalls erreicht worden. Ansicht wird auch von vielen deutschen Tier» Vorbcugungsmittel gegen die Seuche gibt es überhaupt nicht, beim da man nicht wein, rooper die seuche kommt, kamt man auch nicht Dor beugen. Es war daher bei den Versuchen Tr. Bergmanns die Hanpyache, ein Mittel zu finden, das die Seuche nach ihrem Ausbruch so schnell wte möglich wieder beseitigt imb die von der peuche befallenen Tiere vor Abmage ni und Hin- sieclx'n schützt. Zrieosole und Phenole, Eisenvitriol, Kupfervitriol, Essig ober Borsäurelösung hatten to gnt wie gar keinen Einfluß auf die Seuche. Wirklich gute Erfolge konnten nur mit Prolaftan Aat. gesch.) festgeftellt werden, das in leichten und schwersten Fällen der Maul- mid Klauenseuch?, sofern nicht die Seuche durch ihre Dauer schon andere Krankheitserscheinungen f)ert>or gerufen hatte, nie versagte und eine glatte Auskeilung innerhalb weniger Tage herbeiführte. Behörden, Tierärzte, Landwitte haben sich glänzend über Pvolaftan ausgesprochen. Prolaftan ist keine Arznei, sondern ist als Desinfektionsmittel zu bewerten, seine Anwendung geschieht nur äußerlich, durch Auswaschen des Maules und des Klauenspaltes. Es erscheint daher außerordentlich wichtig, daß die Landwirtschaft , auf ein Mittel hingewiesen wird, mit dem man einen erfolgreichen Kamps gegen die Seuche führen tarnt, um den deutschen Kindern die Milch und der deutschen ^Volkswirtschaft Milliarden zu erhalten. (Hersteller: Chemische Fabrik „Veteva", Görlitz i. Schief.'» Handel. Berlin, 23. Dez. (Börsenst immun gsbi Id.) Heute, am letzten Tage vor der viertägigen Feiertagspause, zeigte die Börse — wenigstens anfangs — eine größere Regsamkeit als erwartet. Die Stimmung war überwiegend fest, angeblich auf Hoffnungen hinsichtlich des Ergebnisses der Brüsseler Kon- ferenz. Namentlich für einzelne Svezialwerte bestand Kauflust bei zum Teil namhaften Kursbesserungen. So gewannen Daimler, Deutsche Waffen, Dynamit Nobel, Köln-Rott- weiler und Rheinmetall etwa 10 Proz. Am Montanmarkte stiegen Hohenlohe und Harpe- ner ziemlich um 18 Proz., Bismarckhütte um 25 uno Bochumer Gußstahl um 10 Prozent. Auch Deutsch-Luxemburger g ingen ziemlich lebhaft um uno erfuhren eine Besserung um etwa 8 Prozent. Bon Elektrizitätswerten waren Siemens u. Halske mit ziemlich 10 Proz. Besserung bevorzugt, während Felten u. Guilleaume 11 Prozent einbüßten. Am Schisf- fahrtsmackte interessierte man sich hauptsächlich für Hambucg-Paketfahrt und Norddeutschen Lloyd, wovon letztere anfangs 5 Prozent höher waren. Kolonialpapicre und Auslandswerte waren vernachlässigt und größtenteils abgeschwächt. Oesterreichische Papiere waren fester. Die Devisen unterlagen nur geringfügigen Aenderungen. Frankfurt a. M., 23. Dez. (Börsen st immungsbild.) Obgleich auch an der Abendbörse von einer Geschäftsbelebung nichts zu bemerken war, machte sich doch noch Neigung zu Käufen in Jndustriepapieren geltend. Montanpapiere zeigen größere Kursveränderungen und lagen aber vorwiegend sehr fest. Mannesmann mit 588.— 3 Prozent höher. Harpener stiegen 15 Prozent 575, ferner lebhaft Rheinstahl 543.—, Gelsenkirchen 404 plus 5, Deutsch-Luxemburg 404V- Plus 4 Prozent. Elektrizitätsaktien veränderten sich unter leichten Schwankungen nur wenig. Bergmann fanden weiter Beachtung, 285.—, A. E. G. 307.—. Chemische Aktien zogen teilweise etwas an, Elektron Griesheim 405.—. Ausländische Renten zeigten ein ruhiges Aussehen. 5 Prozent Goldmärker lagen 4 Proz. niedriger. 700.— Schantungbahn blieben mit 585.— behauptet. Im freien Verkehr wurden genannt: Mansfelder Kuxe 4700.— Geld, Deutsche Petroleum 1940, Benz Motoren 256, Julius Sichel 1350 —, Kunstseide 825 — Geld, Maschf. Hydrometer gewannen 9Proz. auf 260.—, Maschf. Armaturaktien fest, 36975, auch Nähmaichf. Kayser wurden um weitere 8 Proz. gesteigert, 368.—, im Verlause bis 370.— bezahlt. Lo ko Motivs. Krauß wurden 2 Proz. höher, 387.—, Tb. Goldschmidt, welche gesucht waren, notierten 720.—,Holzverkohlung 635.— stiegen 5 Proz. Deutsch-Uebersee-Cert. schwächten sich 12 Prozent ab, 955.—, Oesterr. Creditanstalt mit 76.— um P/t Prozent erholt. Lebhaft war die Kauflust für Hamburg. Pakeifahrt, welche mit 197.— 4 Prozent gewannen. Die nächste Börse findet Dienstag, 28. Dezember, statt. F r a n fr f m 11 a. DL, 24. Dez. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 22. Dez 23. Dez. Amsterdam- RoNerd 2251,70 2253,30 2255,20 2269,80 Brüssel-Antwerpen . 44955 450,45 449,55 450,45 Thrisliania...... 1077,90 1080,10 109!,40 1093,6C Kopenhagen 1087,90 >090,10 1092,90 1095,10 Stockholm 1421,051423,95 1428,55 1431,45 Helkingfor« 186,67 187,07 193,30 193,30 Italien 247,75 248,25 145,75 246,25 London 253,70 254,30 254,70 255,30 New. York 71,92 72M 72,04 72,20 Varis 425,65 423,45 426,05 426,95 Schweiz 1692,90 1095,10 1095,90 1098,10 Spanien 926,55 928,45 926,55 928,45 Men (altes) — Deulsch-Oesterr. . . . 19,23 19,27 18,48 18,51 Prag......... 82,77 82,97 82,66 82,35 Budapest 13,08 13,12 12,98 13,02 Bulgarien —, — , - Konstantinopel. ... Börsenkurse. Frankfurt Berlin Vlbcnt^ Abend» Schluß» Schluß» Kurs Kurs KurS Kur» Tahirn: 22.12. 23. 12. 22.12. 23.12. 5 */, Deut. Äriegsanl. 77,50 77^0 77,50 4°/, Deut. Reichsanl. -e- 66,40 3'/<» Deut. Reichsanl. 65,60 4e/0 Preuß. Konsuls —t— 62,90 Darmstädter Bank . ~i~ 180,- Deulsche Bank ... <26,25 324,72 Disconto Gesellschaft 242,- 244,- Dresdencr Bann . . ~— 218,50 Nationalbank f. D. . -, — —200,- Mitteld. Creditbank. 179.50 H.- Amerik. Pakets. . 194,- —193,75 Norddeutscher Loyd . 189,50 —190,— Boch Gutzstahlwerk . 512,- D.» Luxenib. Bergw. 896,75 404,50 —401,50 Gelsenkirch.Dcrgw. . *24,— ”•** 299,60 Harpener Bergbau . 544,— 570,— —,— 556,— Oberschl.Eisend..B. . 330,50 339,- -,- 335,- Oberschles.Lisenind. . 300,- 307,50 -,- 303,75 Phönix.Bergb.Akt. . 660,- 675,- -,- 671,50 Bad. Anilin, u. Soda —560, - Höchster Farbwerke. 442,59 -,- 443,- Llektt. A. E. G. . . . 30?,- 3.6,- Schuckert. Werke . . 275,- Felten. Guilleaume . **,— —502,50 Daimler 276,- 278,- 280,- Bud.. Lisenw.. Akt. . 718,50 Adlerwerke 330,- -,- 324,50 4"/oHess.Staatsanl. . ,- (Electron (Briesbeim . 405,- 400,- Siarfnotkrtmten. Datum: Zürich Amsterdam Kopenhagen ....... Prag.................. Stockholm ............. Wien..... Loudon. ..... Paris New-Park 22.12. 23.12. 9,10 9,15 4,45 9,50 9,40 7*10 TJO 835,50 844,- 2,55 — 23,50 23,50 1,37 Züricher Devisenmarkt. 23. 12. 24. 12. Wechsel auf: Holland Deutschland Men . . ...... Prag Paris London | Italien Brüssel I1 Budapest New-7)ork Agram Schweizer 100 Fl. = 206.- 100 Mk. = 9.20 100 fir. = 1.76 100 kr. = 7.60 100 Fr. = 39.10 1 £ — 23.25 100 ß. — 22 65 100 Fr. = 41.20 100 Ur. — 1.20 100 $ = 657.- 100 Kr. = 4.30 Frauken 206.- 9.10 1.65 7.60 39.- 23.23 22.45 41.- 1.20 656.50 420 Vücherlisch. — Das Märchen »am König Sonntag von Bernhard B e r n s o u Verlag Paul Eassiercr, Beriui — Ein icüied, »art,inniger Märchen, duftige Natur und Mürchenstiminunaeii mit bauchleichtem Humor vereinend. da> man den schönsten deutschen Boltomärchen zur Seite stellen kann. — Tr. E HS. E a stm a n: „D bi i cf fi", Iugenderinnerungen eines SniurindianerS Tt'ch von Elisabetb Friederichs. Mit Orig Fllustr. von Fred. Wengold. Gebunden 14.— Mk Verlag des Rauhen Haui'eo, Hamburg — Tr. 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