Erstes Blatt t70. Jahrgang einer Vie Neuordnung der Gütertarife. Die Der" Vie Spaltung in der U.S.P. fb. Fran kfurt a. M., 23. Sept. USP. ®ro6trhe Kommissar für Eupen und Malmedy, Baron Baltia, die Einwohner von Eupen und Malmedy auf, hm er» ljalb von 14 Tagen den Bürgermeistern die Gegenstände antzugeben, die aus Belgien oder aus dem früheren besetz en französischen Gebiet stammen und während des Krieges in ihren Besitz übergingen. Nicbttneldungen werden mit Geld mtb Freiheitsstrafen bedroht. In einem zweiten Erlaß werden die Bewohner, bei denen während des Krieges durch die deutschen Behörden Requisitionen vor- genonrrnen wurden, aufgefvrdert, sich gleichfalls zu melden. Ein Zwischenfall in Straßburg. Stuttgart, 23. Sept. (WTB.) Wie der „Jntransigeant" meldet, kam es in Straßburg zu einem Zwischenfall zwischen dem! früheren preußischen Offizier Baron von Bulach und einigen Pariser Anwälten. Der Baron von Bulach machte Bemerkungen, über die die Anwälte Aufklärung verlangten. Er verweigerte sie jedoch und erklärte: Wir sind hier nicht in Frankreich, sondern bei uns. Es kcsm darauf zu einer Pöbelei, bei der ein Anwalt am Kopfe verletzt wurde. Berlin, 23. Sept. (Wolfs), Amtlich. Heute früh begann im Festsaal des preußischen Abgeordnetenhauses unter Vorsitz des Reichsverkehrsministers eine Besprechung über die systematische Neuordnung der Gütertarife. Ta der in der Reichsverfassung vorgesehene Rcichstte balmrat nob nicht gebildet ist, lind als Sachverständige die Mitglieder der Eisenbahnräte der bisherigen Staatseisenbahnverwal- tungen geladen, deren Kreis durch Vertreter der verschiedensten Erzeuger- und Verbcaucherveibände verstärkt ist. Ter Reichsverkehrsminister wies in seiner Begrüßungsrede auf den ungeheuren Ernst der Wirtschaftslage hin, zu deren * 1 VI t H |l U c L UllBlUMt. HUI, vvtv.t - Gesundung in erster Linie der Wiederainbau der -1 TLci< .bahne i und Ordnung in '. .re; sli wn.en -: iioiiveu. ig jeu Tazn gehöre vor a.lent di. An- Giue Rechtsschwenkung bei den Reich»- tagswahlen in Schweden. Stockholm, 23. Sept. (WTB.) Bisher wurden 182Reichstagsabgeordnetege- wählt, davon sind 68 Sozialdemokraten, 57 Konservative, 34 Liberale und 20 von den beiden Bauernorganisattonen sowie 3 Linkssozialisten. Tie Rechtssozialisten verloren 7 Sitze, die Linkssozia- liften 5 und die Liberalen 11: die Konservativen gewannen 12 und die Baucrnorganisationen 9 Sitze. Tie Stimmenzahl der Rechtssozialisten beträgt 170000 mit einem Rückgang von 28 682, der Konservativen 146 627 mit einem Zuwachs von 64 441, der Liberalen 108 644 mit einem Rückgang von 46 230, der beiden Bauernorganisationen 71 193 mit einem Zuwachs von 15 752 Stimmen. Tie Stimmenzahl der Linkssozialisten beträgt 30 844 mit einem Rückgang von 8850 Stimmen. französischen Bürgertums selten. ' Im „Ber l. Tageblatt" kommt Viktor Aubnrttn darauf zu spvechm wie sich 1911 nach dem Sturze von Eaillaux und dem Eintritt Mille- rands als Kriegsministrr in das Ministerium Poin- care das große SSeticc zusammemog ind Mi lerand an einer der wichtigsten Stellen Europas nichts tat, um die Gefahr zu bannen. Im Gegenteil, seit diesem Ministerium, das die abendlichen militärischen Aufzüge erfand, herrscht in Frankreich jener >ol- datische Paroxismus, der den Stiel zwar nicht, geradezu verichuldet hat, aber die Möglichkeit ' Verständigunz schwächte. . Die „M o r g e n p o st" erinnert daran, wie Miller and, als er sich von Longuct dem Schwieger- 'ohn von.Karl Marr zum Sozialismus bitte be» «bren lassen, der Anwalt der wildesten Stürmer Dränger wurde. Aber ihm sei der Sozialismus, lediglich Mittel pim Zweck, das Sprungbrett, ihm zu gegebener Zeit den Weg in ein Minists- «um bereiter. foipe, gewesen Als er das Handels- jiW'-ir.ni •< rnom re ' statte, verstand e- ei an |ii.j veränderet Berhäftniisen a-ku- grettag, 2September 1920 Lnnahme von 2iii,i..uen |ür d-e lagesnummer bis zum Tiacbmittag vorher ohne jrbe l>cibmt>hd)heü. preis für l mm höhe für Anzeigen v. 34mm Dreste örthd) 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame' Anzeigen uon 70 mir «Breite 150 «Pt Bei Platz, Millerand zum Präsidenten gewählt. Paris, 23. Sept. (WTB.) Bei ver heutigen Präsidentenwahl wurde Mille- randmit695von892Stimmen zum PrÄidenten der Republik gewählt. Ministerpräsident Millerand wird Präsident der französischen Republik! Was Deutschland davon zu erwarten hat, ist klar; denn seine Taten und Absichten liegen ja offen vor uns. Er ist nicht minder ein hartnäckiger Blutsauger am Körper des deutschen Volkes wie es Clemenceau gewesen ist; nur versteht er eS noch besser, seine Praxis in moralische und juristische Gewänder zu hüllen. Auch seine gestrige Rede auf die Glückwünsche, die ihm entgegengebracht wurden, verrät ein Programm der Rücksichtslosigkeit. Mit keinem Worte spricht er seinen Franzosen von der Notwendigkeit, die Eintracht der Völker wie- berher,zustellen. Millerand war der Gründer der französischen Sozialistenpartei, die heute seine Gegnerin ist. Er erwies sich als ein praktischer Politiker, der sich nicht in Theorien verbiß, sondern nach Erfolg gierte. Seine Laufbahn ist unseren Lesern wohl noch bekannt, da wir sie. als er an Stelle Clemen- ceaus Ministerpräsident wurde, skizzierten. ,Der ehemalige Advokat war Handelsminister im Kabinett Waldeck-Rousseau, später unter Briand Verkehrsminister mtb schließlich unter Poincar4 Kriegsminister. In dieser Stellung als Kriegsminister hat er weidlich mitgeholfen an der Vorbereitung des Krieges gegen .Deutschland, und so erklärt es sich ganz natürlich, daß er heute so selbstgefällig von Frankreichs „Siegen", von der Treue für die aufgebrachten Opfer, für die Toten spricht. .Es wird sich bald zeigen ,ob er die Machtbefugnisse des Präsidenten attders auffaßt, als sein Vorgänger, und mit einiger Span- tzmng sehen wir der Neubildung des Kabinetts entgegen. Versailles, 23. Sept. (WB.f Havas. Ten flanym Vormittag über herrscht in der Umgebung Schlosses lebhafte Bewegung. Bon 11 U'hr an beginnen hie Parlamentarier an.ui'bmmer. Mi- letanb trifft gegen 2 Uhr ein. Briand und Pom- tarfc finb sehr umringt. Als Leon B>urgeois gegen 2 Uhr die Sitzung eröffnet, sind über 300 Parlamentarier anwesend, deren Zahl bet der Vornahme der Abstimmung noch weiter wächst. Wäy- Tenb der Zählung wird die Sitzung intterbrwfxm und um 4.56 Uhr fortgesetzt. Bourgeois gibt las Resultat bekannt: abgegebene Stimmen 892, leere und ungül iqe Stimtmtz-ttt'Z 106, gültige Stimmen 786. Tie absolute Mehrheit beträgt allo 394. Es haben erhalten: Millerand 695, Delory iÄ»iali'"isckrer Deputierter des Departements du Nord) 69 Stimmen. Ter Präsident verkündet, daß Millerand für die Da uer von sieben Jahren zum Präsidenten der Republik gewählt ist. Tie Versammlung erhebt ich mit Ausnahme der Sozialisten, mit Hnh- ruten auf das neue Staatsoberhaupt dm ihren Sitzen. Eine Rede de» neuen Präsidenten. Versailles, 23. Sept. (WTB) Havas. Pack, Beendigung der Sitzung der Na rimalder- fammtuna begab sich Leon Bourgeois mit dem 3*idh»nrnnfter L'HoProcru, dem Karnmerorösiden- ten Peret und einigen anderen Senatoren und deputierten in den Salon des Präsidenten der Nationalversammlung, wo Millerand auf die ihm mtgegengcbrach'en Glückwünsche mit einer Re^e «ntnxm'ete, in der er u. a. sagte: Das siegreiche Famsrick mutz seine Ruinen wieder aufhnien. es muß ferne Wunden verbi iden, rief* widerh rstellen, tmb um dies zu erreitfen, muß es die vollständige Durchführung aller auf der Grundlage des Versailler Friedensvertrages ihm gegenüber eingegangenen Verpflich- tun g en erlangen Eine neue Parole ist ins Leben gerufen worden. Die fvanzösffckie Demokratie wird im Einverständnis mit ihren Alliierten über ihr Fortbestehen und ihre mei'e-e Entwickeltmg machen. Ter Präsident hat die besondere Aufgabe, unter Mitwirkung der Minister, der Präsidenten ber Sommern die Fortsetzung einer Außen- vvlitik zu sichern, die unseren Siegen und unseren Toten würdig ist. Tie Rede Millerands mürbe durch einstim- uiiqen lang anhaltenden Beifall imterbrrxfrn. Deutsche Pressestimmen. Berlin, 24. Sept. Zur Wahl Millerands «lßert die ,,Kr eu z ze i tun g": Was Deutschland von ihm als Präsident der Republik Frankreich iu erwarten hat, darüber gibt man sich wohl kaum einer Täuschung hin. Das ihm von Clemenceau vermachte Testament, die Bemrichttmg Deutschlands, lvird er wohl weiter mit Nachdruck zu vollstrecken Tuben. «r. 225 Der Oletzener Aazeisek erscheint täglich, «utzer Sonn, und Feiertags. Bejugspr'ffe: Monatlich Tiarh 3.60 vnk>MK.-65lrägerlohn, nie. ijah. I, furckstlare sittliche Verhee^u/g n lelworriefen. Woh:r beziel^en trotz der große» Pamernot die V.rleger solck>er schmutzigen Drucke z ugräffc diS Papi-:r? Die Regierung habe bie Pflicht, ihre Machtmittel zur Be.ämpfung der Schmutzliteratur auszunühm. Minister laldirektvr Meister erwidert: Gegen unsittliche Rek.ame würde sckwn jetzt eingeschrit- ten. Man könne aber von der PKizei nicht verlangen, daß sie auf Geschur. cksrickchungen erziel)crtsch wirk:. Die Berliner Nacktaufsuhangen seien be- rrits Gegenstand gerich liä«: Ve.l-aiid ug:n. Abg. Meyer-Herford (D. Vp.) hält die Ausführungen des Regieruugsvertreters nicht für befriedigend. Er verweist auf das ungeheure Aw- fbeigen der Kriminalfälle, die aus der Zerstörung der Jngmd durch unsittliche Sckmustellungen her- vorgegangen sind und appelliert an Familie, Kirche, Schule und Presse, dazu mitzuhelscn, der Verseuchung unserer Jirgend entgegenzuwirken. Alle diese Besttelmngen müßten in den Jug.ndämtern ihre Zenttale finden. Frau Dr. Wegscheider (Soz.) erklärt stch^ gegen die AusdehTnrng der Zensur auf da5 ganze Theater. Die Erfahrungen mit der polizeilichen Zensur seien zu übler Natur gewesen. Dagegen könnten die Vorschrif en der Kinozensur auch auf die Krnorek ame ausgedelpit werden. Abg. Kimpel (Dem.) ist gegen alle gewaltsamen Eingriffe in das Kunst- und Lite aturiebm. Die ersordcr'ichen Schutzgesetze seien be.erts vorhMi- den. Es hapere nur mit der Ausführung. Sein« Partei werde im Ausschuß daran mitarbeiten, die vorhandenen Schutzmittel besser auszunüten. Abg. Kilian (U. S.) meint, wer sich über nackte ^inberarm« und Beine entrüste, gehöre in eine Heilanstatt. Seine Partei fernere sich entschieden, der Polizei neue Machtmittel zum Eingreifen in di: Literatur und Kunst zu geben. Daß diese Vorstellungen auf die breiten Massen entsittlichend wirken, sei eine grobe Uebertreibimg. Nur die Lebemänner sehnen sich nach Nacktvor- fMIimgen. Die Anfrage und der Eintrag gehen an den Ausschuß für Bevölkerungspolitik. Es folgt ein Besprechung über das Eheverbot der Lehrerinnen und Staatsbeamtinnen. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. 2Iu$ dem besetzten Gebier. Verstärkung der amerikanischen Besatzungs- truvpen. fd. Koblenz, 23. Sept. Für das amv» rikcnri'sche Befatzungsgebiet steht eine Verst ä r k u ng der Truppen bevor. Neuwied, das schon seit Monaten gänzlich ohne 23fr satzungstruppen war, bekommt am ersten Oktober ein ganzes Regiment, 2000 Mann, als Einquartierung. Die ohnehin schon starke Garnison Andernmh erhält weitere 600 Mann. Mayen, in dem bisher ein Regiment lag, erhält ebenfalls eine stärkere Garnison. Da triefe Orte auch mit Offiziersfamilien belegt werden müssen, wird der Wohnungsmangel in den genannten Orten katastrophal. fd. Koblenz, 23. Sept. Die interalliierte Rheinlandkommission hat den Vertrieb? des Buches „Zum Tode verurteilt", von dem bekannten Fremdenlegionär K i r sch^ in den besetzten Gebieten des Rheinlandes verboten. Mainz, 22. Sept. (Wvlff - Tas ffanzö- sische Kriegsgericht, das gestern g-gen dver algrischc Schützen ivcgen Sittlichtertsver- b rechen, begangen an einem fangen Deutschen unter Anwendung von Gewalt, yi verhandeln hatte, verurteilte zwei Der Angeklagten zu 10 bzw. 8 Jahrm Zuchthaus und Tegradatton. Ter dritte Angeklagte formte der Mittäterschatt nichtt überführt werden unb mußte fv-rgesprochen werden. mc. M v n t a b a u r, 19. Sept. Die amerikanische Besatzungsbehörde kontrolliert in den letzten Tagen wieder außerordentlich scharf die Beobachtung ihrer Anordnungen über die Bekämpfung der Fließenpläge Wo dieses Ungeziefer in größeren Mengen angetroffen wird, müssen die Hauseinwohner recht hübsche Geldstrafen zahlen. Auch gegen putsche Mädchen, die sich ohne Herratsabttchten mit amerikanischen Soldaten einlassen, wird mit scharfen Strafen vorgegangen So wurden in einem Orte bei Westerburg nicht weniger wie 11 Schöne mit Geldstr rseu von ■/)') M dazu noch einigen Tagen Hast bestraft Passung des Tarifsystems an die heutigen Wirt- sä-astsoerhältnisse. Mit den durch bte Kriegsver- hältnisse erzwungenen rohen prozentualen Zuschlägen zu den alten Friedenstarifen müsse auf geräumt werden. Tie Tarne müßten wieder organi ,atorisch gestaltet werden. Aber nicht nur um die Wiederherstellung technischer Einrichtungen und die Neuordnung zur Organisation der jungen Reichs- eisenbahnvenvaltung dürfe es sich handeln, sondern vor allem fei die Gesundung von innen heraus notwendig. Tas Personal der Eisenbahnen, vom obersten Beamten bis zum letzten Arbeiter, müsse wieder mit freudiger Hingabe die Arbeit verrichten. Seine (des Ministers) Aufgabe werde es sein, mit fester Hand einen Tiaren .üurs hu schaffen und für die Aufrechterhaltung der Ordnung und Disziplin zu sorgen. Er wisse, daß die große Masse des Personals durchaus auf dem Boden eines gesunden Ordnungsgedankens stände und bereit sei, an der Gesundung mitzuarbeiten. Von außen werde aber immer noch Unruhe und Unzufriedenheit in die Eisenbahner btnetngetragen. Er werde es nicht dulden, daß die Eisenbahnen zum Tummelplatz politischer und wirtscbgftlicter Händel gemacht werden und bitte auch an dieser Stelle die Versammlung *uni) durch sie die öffentliche Meinung um Unterstützung seiner Bemühungen, die Ordnung und damit die Gesundung der Eisenbahnen wieder zu erreichen. Tie Versammlung trat bann in die sachliche Beratung der Tagesordnung em, die die Neuregelung der deutschen Eisenbahngüter- unb Tiertarife zum Gegenstände hatte.- In der Besprechimg über die Neuordnung des Tariffystems entschieden sich die Sachverständigen mit allen gegen zwei Stimmen für den Vorschlag der ständig n Tarifkommission der deutschen Eisenbahnen und der ihr beigeordneten Ausschusses der Berkehrsintevessenten, zukünfttg bei den Gütertarifen zum Staffeltarifsystem überzugehen «und hierbei die teuren Güter stärker zu belasten unb die geringwertigen zu schonen. Ein weiterer Vorschlag, die Frachtberechnung nach den Hauptwagenladungsklassen im Gvund atze von ber Ausnutzung bes Lab^ewichtes der Fü.ifzehntomien- toagen abhängig zu madyen, fand einstimmige Annahme, desgleichen ein Vorschlag über die Neuregelung der normalen Beförderungsgebühren im Tierverkehr. Vom Reichsverkehrsministerium wurde zugesagt, daß die ständige Tarifkommission und her Ausschuß der DerkehrsinteressQiten alsbald in die Prüfung ein treten würben, wie bei der Neuordnung der Tarife elwa eintretenbe Härten (remittiert ober beseitigt werden Formten. Aus öcm Reiche. T>'T Steuerabzug. Berlin, 23. Sept tWolfs.) Dom Reicks- finaniminiftcruim wird mit geteilt: Zn er er Be- fonntmatfamg Dom 1. S p ember betreffend die Erbitterungen bei der Ausführung des Steuerabzuges vom Arbeitslohn wurde die Gü'.ttgllcit des § 1 b ber vorläufigen Bestimmungcn Dom 28. Juli betreffend die Freilassung von Turchsckp-ittsb.trägen bei dem Steuerabzug: bis Ende September verlängert. Es muß davon abgesehen werden, auch narb dem 30. September die Frrilaffu ig von Turchsckrttttsbeträgen zuzula'sen. Bei den nach dcm 30. September fja tfini e :c«n Loh za limg über dieses Thema unterrichten zu lassen. ** Der Evang. Arbeiterverein hält am Samstag im Gowerbehaus, Kirchftratze lb, nicht bei .Gastwirt eauer, eine au^renOMt- Iid)e Hauptversammlung ab, in der Dr. Hans Werner, Geschäftsführer der hiesigen Voltv- hochschule, über „Bolksbildungsarbcit" referieren wird. Kreis Büdingen. rm. Büdingen, 23. Sept. Eme Volkshochschule wurde hier durch Werner aus Gießen eröffnet, die neben einer grünblidjen Fachausbildung den Teilnehmern eine oertiefte Allgemeinbildung auf allen Gebieten bringen soll. Kreis Schotten. B. Kaulstos, 21. Sept. Der hiesige Gesangverein, der mit Kriegsbeginn seine Tätigkit eingestellt hatte, begann jetzt wieder mit den Hebungen. Dem gemischten Chor, der unter Leitung von Lehrer Mengel steht, haben sich 30 Gemeindeglieder angeschlossen. B. Burkhards, 22. Sept. Der, hiesige Förster Hans ©auertoein tritt nach 21jährigcr Tätigkeit in Burkhards in ben wohlverdienten Ruhest and. Sauerwein kann auf eine 52jährige Laufbahn im Forstberufe zurücksehen. Lj Vorn vorderen Vogelsberg, 22. Sept. Eine auffallende Frühreif: 'hoben in diesem Herbste die ZWetschen. Während sie gewöhn- lich bis in den Oktober hinein hingen, so daß Zwetschenküchen zum Gallusmarkt keine Seltenheit waren, schrumpfen jetzt dieZwetschen an den Bäumen, faulen und fallen ab, so daß die Zwet- schenernte als beendigt angesehen loerben muß. Die Zwelschenernte war hier nur mäßig, der Behang der Bäume nur dünn, dagegen weiter nach der Wetterau besser und reicher. Kreis Friedberg. S Friedberg, 23. Sept. Die heutige tverordnet en Versammlung fand unter dem Vorsitze des Beigeordneten Kühn statt. Zu Punkt 1 nimmt der Vorsitzende des Lebensmittelamtes, Stadtv. Langsdorf Stellung gegen ein Eingesandt des hiesigen Bürgervereins, in welchem Vorwürfe wegen Ankaufs verdorbener Lebensrnittel usw. gemacht werden und weiterhin behauptet wurde, daß die Abrechnungen hinter verschlossenen Türen gemacht würden und widerlegte sämtliche Vorwürfe in treffender Weise. Stadtverordneter Leuchtgens bestätigte im Namen des Finanzausschusses die lade, lose Finanzwirtschaft des Lebensmittelamtes und betätigt, batz die Abrechnung vierteljährlich in öffentlicher Sitzung statt- and. Die Stadlverordnetenversamm ung erhebt ein- timmig Probest gegen die Anschuldigungen des Bürgervereins und spricht dem Lebensmittelamt sein Vertrauen aus. — Der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses des Gas - und Elektrizitätswerkes legt die Voranschläge des Betriebes vor, die genehmigt werden. — Die Verätzung eines Brunnens in der Vorstadt jaim Garben wird genehmigt. — Die Stadt zeichnet eine Aktie von 1000 Mk. bei der Rohbeerverwertungs- gesellschast unter dem Vorbehalt, daß der Teer, der hier gebraucht wird, zur freien Verfügung des Gaswerkes bleibt. — Das Aufziehen der Uhr auf ber Stadtkirche wird dem Museumsdiener Noack gegen eine monatliche Vergütung von 15 Mk. übertragen. — Die Kosten für Herstellung von Räumen zur Aufstellung einer größeren sehr wertvoll.n Mafien s am ml ung als Leihgabe für das hiesige Museum erfordern einen Aufwand von ürfa 23 000 Mark; es soll versucht werden, den Geber ixe,er Leihgabe zu veranlassen, diese für zwei Jahre ber Stadt zur Verfügung zu halten, andernfalls erneut Stellung dazu genommen werden soll. — Die Brückenwagc soll vom Rathause nach dem städtr- cfen Lagerp atz in der Bismarckstraffe verlegt wer- oen. — Stadtverordneter Leucht rens wird zum Mitgltede der Preisprüfungsstelle für Oberhessen gewählt. — Auf Antrag des ärztlichen Kreisvereins wird die Errichtung einer Milch- k ü che für Säuglinge beschloßen zur Abgabe einwandfreier und billiger Milch für die minder- Arrr Stadt unb Land. Gießen, den 24. Sept. 1920. Eine Kundgebung für Oberfchlesien! Deutsches Land in Gefahr! Oberfchlesien soll vergewalttgt werden. Die Willkür der Pollen kennt keine Grenzen mehr, sucht mü Hilfe von Gewalt die Abstimmung zu hintertreiben und Oberschlesien unter Umgehung der Abstimmungsbeoing ungeu an sich zu reißen. Die Franzosen sind bei diesem Bestreben willfährige Helfer. Gegen diese Machenschaften muß das deutsche Volk einmütigen und wirkungsvollen Protest erheben. Deshalb ist auch für Gießen eine große öffentliche Kundgebung geplant, die auf heute abend 8l\ Uhr im Stadttheater anberaumt ist. Prof. Dr. Horneffer, ein geborener Schlesier, wird den Gefühlen, die jeden Deutschen angesichts der Gefahr für Oberschlesien beseelen, beredten Ausdruck geben. Niemand, dem noch an dem Schicksal seines Vaterlandes gelegen ist, verabsäume es, dieser Kundgebung beizuwohnen. Alle Parteien müssen darin einig sein, bei dieser uns alle bewegenden Frage zusammenzuwirken. Die Prcisüberwachungskommisfion. Das Hessische Ministerium hat angeordnet, daß 3ur Prüfung der Preisbildung und ber Möglichkeit eines Preisabbaues besondere Preisüberwachungskommissionen gebildet werden. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurden die Mitglieder dieser Kommission gewählt. Es ist je eine Kommission für Lebens- und Futtermittel, für Bekleidung und für Wirtschaftsgegenstände eingesetzt worden. Diese Kommissionen nehmen jetzt ihre Tätigkeit auf. Sie tverden sich in einzelnen Geschäften durch Einsichtnahme in die Geschäftsbücher und Rechnungen Einblick in die Frage ber P reisbildung verschaffen. Die Kommissionen sind verpflichtet, sich durch Vorlage eines von der Stöbt. Preis- Prüfungs stelle Gießen ausgestellten Ausweises auszuweisen. Die Mitglieder der Kommissionen amb Pvrisprüfnngsstelle sind nach gesetzlicher Vorschrift bei M-eibnng von Strafe verpflichtet, hinsichtlich der durch ihre Tätigkeit zu ihrer Kenntnis gelangenden geschäftlichen Einrichtungen und Verhältnisse die Amtsverschwiegenheit zu beachten und ~ sich ber Mitteilung und Verwertung der Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse zu enthalten. Braunkohle für die Industrie. Nach Mitteilung des Reichskohlenkommissars wird sich ht ber Kohlenbeli'ferung das Abkommen tn Spa spätestens Ende Oktober b. I. fühlbar machen. Außerdem wird sich die Kohlenbeförderung infolge der durch die Getreide- und Kartoffelernte bedingten Lebensmitteltransporte in den nächsten Wochen ungünstiger gestalten. Um zu verhüten, daß während ber Wintermonate noch größere Arbeits- üüigfeit und mehr Ausgaben für Erwerbslosigkeit entstehen, wird den Betrieben der rechtzeitige Bezug von Braunkohlen empfohlen. Die Gruben „Friedrich" bei Hunten, „Wölfersbeim", „Prinz von Hessen" und „Jägerthal" bei Alsfeld sind in ber Lage, sofort größere Lieferungen auszu- führen. Etwaige Aufträge tarnen unmittelbar an die Gruben gerichtet werden. Bern nftn i hingen. Freitag: Stadttheater, 8Uhr, öffentliche Kundgebung für Oberfchlesien. — Oswaldsgarten, Vergnügungspark. — Cas6 Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Meidinger. — Hotel Einhorn, 8Vi Uhr, Gastspiel Buchwald. — Lichtspielhaus, „Seine Majestät der Reisende" und „Tie letzte Galavorstellung des Zirkus Wolfson". — Lichtspiele, Seltersweg, „J. N. R. I." Die Vettmgskattoffeln. rm. Ta rmst.adt, 23. Scptz Die Handelskammer Darmstadt hatte sich zwecks Sicherstellung des einheimischen Bedarfs von Kartoffeln zu angemessenen Preisen mit der Hessischen Landeskartoffel stelle in Verbindung gesetzt. Sie er* hielt den Bescheid, daß die auf Grund der Reichsverordnung vom M. d. I. abgeschloffenen Lre- erungsverträge nicht au;gehoben wetten, es sollen aber die in Helfen vertraglich gebundenen Kartoffeln auf die Reick>sreserve übernommen und deshalb erst zu einer Zeit in Anspruch genommen werden, zu der ein Rückgriff auf solche greifbaren Bestände nach Maßgabe der Versorgung der Bevölkerung mög.ich und vielleicht ertvunscht erscheint. So dürften der Karvosfelversorgung des Landes keinerlei Schwierigkeiten im Wege stehen. Es muß sich aber auch der Handtt in den nächstem Wochen eifrigst die Kartosfellieserung aus Ueber- chaißgebieten angelegen sein lassen. Durch ein reges Angebot fiann der Preis auch für die Jn- bandskar löffeln eine natürliche sackrgemLße Reg> lung erfahren. Festsetzung der KartoffeHreise in Frankfurt a. M. fd. Frankfurt a. M., 23. Sept. Um eine Uebersicht über die jeweilige Lage auf deut Kartoffelmarkt zu schaffen und dadurch ausgleichend auf die Preise zu wirken, traten heute vormittag in der Handelskammer Vertreter der Landwirtschaft, des Handels und der Verbraucher zusammen. Es ist die Bildung einer Kommission in die Wege geleitet, die sich aus Mitgliedern der Landwirtschasts- kcnnmern Wiesbaden und Darmstadt, der Organisationen und drei Vertretern des Handels zusammensetzt. Dieser Ausschuß sott künftig" für Hessen und Hessen-Nassau die Großhandelspreise für Kartoffeln festsetzen. Die Kattoffclversorgung in Marhurg. )( Marburg, 21. Sept. In der gestern abend abgehaltenen Stadtverordnetensitzung, zu ber sich eine Menge Zuhörer em* gefunben hatte, von denen einige wegen anbau» er über Störungen und Zwischenrufe zur Ruhe verwiesen werden mußten, kam es zu einer erregten Auseinandersetzung wegen ber Kartoffelverso r g u n g unb ben Preisen, die als noch nie Dagen^en bezeichnet wuttten. Es wurde auch der befannte Beschluß der Gewerkschaften Derlei en und schließlich der Antrag gestellt, von den Behörden zu verlangen, daß der Kartoffelpreis allgemein auf 20 M k. festgesetzt wü> Die Ausfuhr aus dem Kreise so lange gesperrt nnro, bis die Kreisbewohner versorgt feien. In ber Aussprache wurde auf andere Kreise verwiegen, wo Die Landwirte mehr Entgegenkommen zeigten und zugleich bemerk, daß mau hier 4—5 mal so viel wie im Vorjahre verlange. Tie Verttags- preise der Regierung feien durch die Drohung ber Anbauunter.'a।fung erzwungen worden, solck-e Versprechen dürsten niemals gellen. Ter Antrag murre schließlich einstimmig angenommen. einer altadeligm armen Familie, war lange im Ausland, im Kriege Ro e-Kreuzschwester und Dob metscherin in Berlin. Nach dem Kriege geriet sie in das politische Fahrwasser. Mit ihrem Mann, der als Fliegeroffizier in Gefangenschaft geraten war, lebte sie nach dessen Rückkehr nicht sehr glücklich Sie kaufte nun im letzten Winter mit einem Kapitänleutnant Dorsch, hier, ben sie als Agitatorin ber Hessischen Volkspartei kennen gelernt hatte, für 400 000 Mk. Möbel, konnte aber bie in bem Vertrag festgelegten Zahlungsbedingungen in feinet Weise einhalttn. Sie erschien nun im März, kurz nach dem Kapp-Puffch bei bem hiesigen Führer der 11. S. P., Kollmann, teilte biefem mit, baß in bei nächsten Nacht verschiebene Jubenpogrome beabsichttgt feien, sie habe bie Listen ber Führer unb Teilnehmer gesehen, an erster Stelle stehe Kapitänleutnant Dorsch, ein Herr v. Geyer aus Bensheim u. a. Sie sei bereit, weiteres Material zr beschaffen, könne bies aber nur mit Hilfe nennenswerter Mittel und stellte sie für Entgelt bereu, Einzelhetten mitzuteilerr. K. wies sie ab Sie gM4 bann in bie Wohnung bes Ministers Dr. . Frankfurt a. M., 23. Sept. Bor einigen Wochen wurde das Schwinblerpaar Borisch und Borol verhaftet. B' • *y \ r;\’* Borisch verschluckte bei feiner Festnahme mehrere Bleifedern, die aber entfernt werden konnten. Jetzt hat er im Gerichtsgs- fängnis die ihm zur Verfügung gestellten Löffel verschluckt. Die Folge war die Ueberführung dieses Schluckers in das Krankenhaus. Der seltsame Mensch liegt schwer er- 86 Kutscher!t (19.-25. § AW. DCra' ftt 2 f o mc. Man SWst M & ni-ht wen ^lagnaM- Ein gM an Miad! bw iuir cs fonft xidrängt duM > ihrem M ■jub ganz : He c I „wes Gepräge u I A wider j Seit heute t I iaÄwissenschifllH I sich mm m den | denen sicb ftü w | »nsüniert Wen ' medi;mischcn e) Meilungai, die ihre Atzungsräu^ der Real- und ix echattrr nicht n hmllMgen in, räume auch m Trotzdem loette hchenMedeb über Gegend zu unterrichten Ä behmt Abteilungen r therapie. ( Mbeckicksc m muhe mich bt Zn einer । gm ,Ä3" Eternit" limub bi fdxint । i ju fern, tvß bie 1 ans aber (Hefi Iütomiffitten Tho 'M nicht unüx Ä Ladungen y °ls die bisher um ^n der Blei ■’hw Chemie'' Pgi.das Spret dv im Kriege ht VWl"' Wir kiStoBabttflbme unb («18 fctirJMi niiilt 1*67, i( W, s Sftfis sijSs 1§8 w KL SW"* 18 I ff Ä & ISSÄT * KB ss IK L? - xpl. Der n einer Lecks-5 i, irr I e forbert, SW id)tn mit NrM it M den ÜW l m UffltfKpl b»B lcicherwM ® j i Mrnhurg. 3n ber gtßJ )crorbntttl W Zuhörer o| Se wegen ontc. ufe zur Stühe >1 zu einer errrxsi ■ttrbffdöti.l )ie als wch I > wurde aud) £t| ihm to.tlar: on den Behö^I ttlvrer's all- gesetzt und.-< ege geturnt m» nen. 3nöffSü| ife tetm’fifii, n\ mmcn Wen ßhi er 4-ö mal io e. Tu LeckvP- ) die DwWg do! cvrdm, sKt Ter Antrags nen. -chule. onslurivz >r tb praklislhe lichen WJ; Micke irischen Stmy U und 29. öS Skfel I Phöben raglich^- । ^druch np., M solche ^' ?$sl! l?y ^dennL. * greife .H ^)t He ie.W QUft» ■ ^rkrn, ti- ^ndelskcnnDx es bandel^' kr»di- $, : ^ege geln> •*«W| mstadt, dn £J :rndes öoitbtii uj soll (find Kassau bi Kartoffeln d al. ftaplkrin. W GM Rett 0*1 m, wegen «tf. ■ skläUe"°M icute oor »”£■ ilte. Äe aJJ*| litte, war U "TÄl M sehr.S^W ÄS1 nun,.^ v?;: ■ >'*««’ £j.;' J *m wll. ■ ^udenp b&te r :S®gl $^1 kä” M, SW ; S Ä' i tamtmöt, nt her fte bi3 Mitbe Mai hxrr, woraus sie (xxyn Kau-ion freigelassen wurde. Sie ist nun rteani fall (bei Au^chuld^ung, Beleidigung usw. an» «Lagt. Bon Internse ist ein Kasiiber, den sie aus dem Gefängnis an Bemxntbte schrieb, in dem sie mit (hi:l)u!(un.’en aller Art drohte, wenn man sie nicht für geisteskrank crfläre. Sie entschuldigt sich heute mit schlechter Ernährung und rücksichtslose Behandlunung brr Spektrallinien auf der Sonne wirklich ungen. Die sich anschließende Diskussion mußte streng auf diese Boeträ^n' selbst beschränkt bleiben. Erst noch ihrer Erledigung wuroe in eine allgemeine Diskus ron über die Relativitätsthoorie cingetnrtcn. Da Poos. Einstein sofort auf alle Eimvenduxgex und fragen das Wrnti zur Antwott erhielt, gestaltete sie sich sehr lebenoig, rn der Lxmpffache zu einer Diskussion zwischen Emstein und Pvof. Lenard- 5)eidel- berg. Lenard bekannte sich zu einem Anhänger der speziellen Rel»r> wi.ätsthcorie, nach welcher eme vvllbimmen gleichförmige Tnans a ionsbeweguvg durchaus unerkennbar sein muß, bagegen wandte er sich gegen die allgenv rne Relativitätsthwrie, nach welcher jede Art von Bewegung für uns mrerkennbar fern soll und wir nid>: ein scheiden föimat, ob wir und zum Beispiel in drehender Bewegung befinden ob. rbie g.f. m.e UmtreL «ich gegen uns drel-e, oder ob wir, wenn wir in einem plötzlich gebremsten Eisimbahnzug eine schwere Erschütterung erleiden, diese erleiden zufolge einer Veränb.rmrg der Bewegung des Eisenbahnzuges oder nicht vielmehr durch die entsprechend entgegengesetzte Bewegung der Erde. Tas letztere widerspricht rrach seiner Meiramg jedem gesunden Men chenverstand, den der Physiker gerade so gut braucht und an- wenden muß wie teder andere. Auch die Abschas- fimg des Actb rs durch die Relativitätstheorie lehnt Lenard ab er hält leine Existenz vielmehr für durchaus erwiesen, weil wir ohne ihn die physikalischen Erscheinungen nicht restlos als mechanische BewrgungsvorgLnge erklären tönnen — eine Forderung, die notwmdig sei, um die Erscheinungen anschaulich begreifen zu können. In Bezug auf diese letzte Bemerkung ertoiberte Einstein, was der Mensch als anschaulich oder nicht anschaulich betrachtet, das hat im Laufe der Zeit lettächtlich gew.chselt, die Physik ist eben ihrem Wesen nach begrifflich und nicht anschaulich. Den Zeitgenosson Galileis mar dessen Mechanik gewiß recht unanschaulich, heute aber, und zwar schon lange vor der Relativitätstheorie, betrachtet man die elektrischen Felder als die elementarsten Gebilde, mit denen man arbeitet; dem Elektriker ist das elektrisch.' Feld das anschaulichste, was nicht Überboten werden kann, und es gibt Elektriker, die sich mechanische Vorgänge erst mit Hilfe bet eleklrischm Felder anschaulich machen können. Was den gebremsten Eisenbahnzug betrifft, so handelt es sich eben um die Wechselwirkung zwischen diesem und allen übrigen in der Welt vorhandenen Massen, wobei es ganz gleichgültig ist, welche von beiden gegen die andere bewegt wird. Mit dem gesunden Menschenverstand zu operieren, sei sehr gefährlich. Für die mathematische Behandlung gibt es eben trin an sich bevor- jugteö Koordinatensystem, imö man wird daher icdesmal des für bte Durchführung der Rechnung begucmste wählen. Tas Gleiche gilt von den tfl» lationsbcwegungen. Wenn man bei der Annahme, die llmtoelt berrege sich rotierend und die Erde stehe still, zu Ueberlia-t-Geschwin i rk i^en Vomme, so sei das auch kein Widerspruch gegen die allgemeine Nelativitätsthevric, btc gar nvht wie die sp.-zielle eine konstante Lichtgrschwriidig eit fordere. In Bezug am die Beschoff-ng des «rtbcrS betonte Proteffor Mie. daß sie nichl-o mit der SWi- titntättstbeorie $u tun habe, schon m den wvr Jahren ist der Aether durch die grundlegenden,Ar- beiten von Lorentz abgefchafft worden, ^m ubn« am kfaraife sich M» ztoar als begeisterter un» banger der RelatrrTitätstyeorie, trat aber rn einem Punkte £*rm Lenard bei, nämlich, Nib er glaube, <>3 gebe wirklich ein bevorzugtes M'xirbüiatcn* systcm und man könne fingierte Gravitatwnsteldev 'ortteffen. Es scheine ibm nicht, als ob ihre Em- iuLrwi<3 ertenntnistheoretischen Wert habe, es tomme ihm vor, als ob nwm da tu fein spinid- sjere, demgegenüber tobt auch er sich immer unseren gesunden 3Renktxnr*rftanb. 3n meiern es aber ein bevorzugtes KLordinatensystem in der Welt geben soll, Luuitc er öerm Ern stein nicht jagen. Leuard meinte, die DiSknffwn habe zu enter Einigung bet abiveichenden Anschauungen und zu einer gr h«er zum Albdruck 'komme, eine Meinung, der wn anderer Seite Lcbtxrit wider sproßen wurde, brun der matbematifdx Physiker stehe nicht tm itegenfatz $um ExpcrimentalPhysiker, sondern stelle die V)N diesem erwrschten Erscheimigen unter evchertlichen GesichtLMnkten dar. * Berichtigung In unserem gestrigen Be richt txrrt eS mcht gool'ögische, sondern bivtogrsckie Stwron in Doapel heißen. • 4 Friedberg, 23. Sept. Eint Ehrung HertwigS. Geheimrat Richard von jjxrtnrig, der be» kannte Münchener Zoologe, der der ^Naturforscher- Versammlung beiwohnt, feierte heute in feiner Geburtsstadt Friedberg seinen 70. Geburtstag. Die Gesellschaft deutscher Naturforscher unb Acrzte liefe dem Jubilar von Bad-9iauh.im aus Geheimrat v. Gruber (München, ihre Glück« wünsche übrbrtnoen. Im Namen der Deutsclten zoologischen Gestllschast überbrachte Geheimrat Kor schelt (Marbugl, fü die deutsck>-ös!erreichi scheu Biologen Dr. T o l d t (Wien), für die hollän dischen und übrigen ausländischen Biologen Prof, van Bemmelen (Groningen) die Glückwünsche, während aus dem engeren Schüler kreis tzertwigs Dr. Ehr Hard (Gießen) gratulierte. Zur Aufklärung! „k'uklrol**, das »chnell und eieher wir* kendo Mittel gegen Hühneraugen, Hornhaut, Schwielen und Warien ist in (großem Format für die Khufcr vorteilhafter, als in kleinem. Da„kukiroP* lange Zeit hallbar ist, so wird es von jetzt ah nur noch in großem Format her gestellt zumal der Preisunterschied nur 50 Pf. b - trägt. Preis des alten Formats M.2.50,des neuen M. 3. „Kuklrol“ ist in der Drogerie ft"oll. Bahnhofstraße 51, erhältlich.1014£iA ii Eine tonangebend. Nachmittagstee llgkeft! Fis Mokkastube Sonntag bett 26. 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Tas freie System, mit dem Herr Karsen seine Schuler beglückte, hat sich ledoch nicht bewährt Taufend Schüler ohne strenge Zucht zulammenzuhatten, ist doch unmög'ich, und io kam es, daß Karsen sich in kurzer Zeit aus freien Stücken veranlaßt sah, sein Amt nieder- nitegrn. Herr Harnisch, der seinen Irrtum nicht öffentlich bekannt werden lassen wollte, berief Karsen in sein Ministerium als Hilfsarbeiter Tort mag er in einem stillen Kämmerlein er- peri men tieren: nur wollen wir hoffen, daß seine Erp-riment«- nicht wieder an einer Schule aus probiert werdm, im Interesse der Schüler und im , nteresse des An'ehens des Herrn Haenisch selbst Auch die neu'' Gemeinde Groß-Berlin will - ihrer sozialistischen Allwissenheit dazu über- '■en, das Schulwesen aufs neue und gründe l?g-nd zu rer ändern. Ti? Wahl zum neuen Stadtschulrat fiel auf Tr Kurt Kerlöw-Löw-mstein. Ob° wohl alle bürgerlich"« Parteien in der Ablehnung dieses Schulmannes einig sind, der ferne Eignung bisher nur dadurch erliefen bat, daß er ein paar Broschüren über Sch flweten h rausgab und an einigen Privat- schulen unterricht te. ist der Machtwille der Sozialdemokraten imb Unabhängigen so stark, daß sie Löwenstein dn: Groß-Berliner Gemeinde als Ober* schulrat auhmingen wollen. 2>r Kampf um Lömmstei-n ist ab?r ttirb* nur ein Kampf um seine Person, sondern vor allem ein Kampf um Prinzipien. Zwei Problem" stehen zur Disku'sion. Auf dem Umw^g übt die Sstbstverwattmtg toifl man die Vorschriften d'r R -ichSverfas'ung über den Religionsunterricht in der Schule unwirksam machen. Mit dem 8~ntnt«i, das in solchm Bestimm>mgen ein° unerhö te V'rgewatti- gung aller christlichen Krise des deutschen Volkes l'Hjt. kämpfen die evange'isch'"i G^anbensAemein- schaften und die jüdischm Gläubigen Wammen gegen bir? Forderungen der Radikalen Di^ Ehriste'i betonen, daß s vornehmlich ihre Religion gewesen ist, w?lch" Sitte und Zucht im Volke sörde-te, und daß es nichts gibt, bas wir als Ausgleich an jh- - St Ne feten können. Rach einer R d", die Löw'nstein in Neukölln gehalten hat, müllen die christlichm Kreise um so schärfer an ihrer Forderung s -schalten. als er versuchte, den Nachw-is zu iübrm, daß das Sittenn^eh Lch'rhautst übcrf'ürfia fei. Das Verbot des Dieb- stab's müsse w'r chwind'n, solange es Kapitalisfen aäde. und Diebstahl ans Not fm sogar sittliche Pflicht. Selbst für ein- kommunistische Regierung, in der das Privatng'ntum abgeschafft und rn den Besin des Staates Überlegungen ist, sind solche Anscha uungen unmöglich. Dm? Staat würde gewiß energisch darauf drücken, daß der einzelne sich nicht an einem dm? Allgemeinheit gehörenden > Staatseigentum vergreife. Löwenstein erstrebt darüber hinaus eine völlige Schulreform Man wird ihm zustimmen müssen, wenn er in einer feiner Broschüren einmal gefugt bat: „Das verarmte Deutschland nach dem Weltkrieg wird immer mehr einsehen müs'en, daß fein einziger R ichtum gut ausgebildete Arbeitskräfte sind." Diese Arbeitskräfte bildet man aber nicht dadurch aus, daß man ein derartig verzweigtes System einführt, wie Löwenstein es will. Wenn man den Gedankengängen dieses Schulmannes nachgeht, kommt man zu dem ScAuß, daß es bann bei ihm ebensoviel Lehrer geben müßte wie Schüler Löwenstein ist der Meinung, das Kind müsse möglichst frühzeitig aus dem Eltern- Haufe genommen werden, um seine Bildung in Kindergärten, Grundschulen, Oberschulen, Berufsschulen und Hochschulen zu erhalten Unter miß brauch! icher Berufung auf Pestalozzis Wort: „Ich will die Erziehung des Volkes in die Hände der Mütter legen" empfiehlt er, daß proletarisch? Mütter als Hortnerinnen und Erzieherinnen beruflich tätig fein sollen. Wi? wenig er in das innere Wesen der Pädagogik etngebrintgen ist, zeigt die Auffassung, daß er Abfragen und Zensieren abschaffen will, desgleichen Inspektionen, anderen Stelle sollen Vertrmimsversvnen der Gemeinschaft treten. So empfehlenswert ein Hand-in-Hand- Arbeiten von Schuld und Haus ist, so verkehrt wäre es, Laim einen übergeoebneten Einfluß auf das Lehrerkollegium einzuräumen. Löwenstein ist der Meinung, daß Hand- und Kopfarbeit gleich zu bewerten sei. Er vergißt wohl dabei, daß unsere Hanoarbeiter heule noch als Wilde im Urwald hausen würden, wenn nicht die Intelligenz in steter fortschreitender Arbeit bie Lebensbeblngungen bis zu unterem heutigen Kul- tirrftoat gehoben hätte. Aus feinen Gedan seng än gen heraus will Löwenstein das ganze bisherige Erziehungswerk unwerten. Er will unfähige Mittelschüler entlassen und sie in andere Berufe verweisen und nur den Tüchtigsten den Weiteraufstieg in höhere Klasscn^erlauben. Er vergißt aber ganz, daß es manchen Schüler gegeben bat, der sich nur mit Mühe durchs Gymnasium Quälte, bann aber als Mann dennoch eure überragende geistige Bedeutung zeigte, die er allerdings nicht hätte betätigen können, wenn ihm nicht das Grundwissen der höhereii Schule auf den Lebensweg mitgegeben worben wäre. B e rl in, 23 Sept «WTB.) In einer aus-er- ordentlichen Sitzung der neuen Berliner S:adl- cecorhnetetroerfammtung erhell bei der Abstimmung über den Poften des Oberschulrats von Berlm Tr Löwenstein 107 S immen, Sa t stt-iilral Reimann 81, Köster-Hamburg l Stimme Außerdem wurden sechs weiße Ze iel nbgege en. Somit ist Dr. Löwenstein zum Obenchulutt Berlins gewählt. 86. Versammlung deutscher Natursorscher uid Aerzte. (19.—25. September 1920 in Bad-Nauheim.) III. z£ Bad-Nauheim, 22. Sept. Im Konzerthause fand am Nachmittag eine gcmerittchait iche Sitzung der Abtei ung für Physiologie, Patho vgie, innere Medizin und KtnderhK.künde statt. Prozessor Dr. Stepp (Gießen) sprach über: Die Bedeutung der akze> so rischen Nährstoffe. Der fRebi er führte aus, daß zum Wach.tum und zur Aufrecht erhaltung des L?b.ms neben den Hauptnährslo.fln (Eiweiß, Jett, Kohl.Hydrate, Wasser und anorganisch: Salze) noch andere bisher unbekannte Bestandteile der Nahrung notw.mdig ,'eie.i. Auf. das Fehlen dieser fo genannten ak e so rischen Nährstoffe sei eßne ganze Reife von Ä'ranLjeiten zurück;u- fübien, die Jnsufiicirnzkranihttten, zu denen Beriberi, der Skorbut, die Möller-Barlow sch: Krankheit der Kinder (kindlicher 2horb.it', die Pellagra und verschiede!-e Säuglings krankhstlm, wie der sogen. Milchiährschaden, bi Hornl-a tterk ankung unb sehr wahrscheinlich auch di Rach.tis. Es gibt wasser.östich: und fethöHiebe ak .e sorisch.' Nährstoffe. Zu den ersteren gehören das Ant.- neuritrn unb Antiskorbutin. Den fttt.öZlichen Stoffen, zu den-m bas Lipoiden Kühlt. kommt offenbar eine b.sondere Bedeutung für Wachstum und Erneuern, der Knoch.msuostanz zu, vor al em für Aufnahme des Kalkes in bie Gewebe. Aus das Fehlen g wisser Lipoide m der Nahrung ist auch die Ursach schwerer Augenerkrankungen zurückzu-- fühven. Die akzessorischen Nährstoffe - kommen in der Natur rocitocrbreitet vor. Antineuritin finbet sich besonders in den pflanzlichen Samen intb den Eiern der Biene, da es in den Getreidesamen vor allem in den nach außen zu gelegenen Teilen aufgestapelt ist, geht es leicht beim Schälen der Getreidekörner verloren, so daß fernes Weizenmehl z. B. fast frei von Antineuritin und daher als alleinrige Nahrung insuffizient ist. Tas Antiskorbutin ist vor allem in den frischen Vegeta bitten Kohl, Rüben, Salat, Wasserkresse usw.), in gewissen Fruchten (Zitronen, Apfelsinen, Tomaten) und in geringer Menge auch in frischem Fleisch enthalten. Der lipoide Stoff findet sich hauptsächlich in tierischen Fetten, weniger in pflanzlichen Fetten und Deien. In grünen Blattgemüsen ist er auch zu finden, lieber die chemische Natur der akzessorischen Nährstoffe ist wenig bekannt. Die Bedeutung der akzessorischen Nährstoffe muß auch im Hinblick auf die gegenwärtige Ernährungslage unseres Volkes gewürdigt werden. Der Mangel an tierischen Fetten ist besonders für unsere Heranwachsende Jugend verhängnisvoll. Sä muß daher versucht werden, die Bersorgung der Wnder mit tierischen Fetten zu gestalten. Als zweiter Redner referierte Prof. Dr. Prhm (Bonn) vom Standpunkte des pathologischen Anatoms über die Oedem kran khei t. Diese zuerst so rätselhafte Kvcmcheft ist benannt nach ihrem ausfälligsten Symtom, dem Oedem, d. h. wassersüchtigen Anschwellungen des Körpers. Sie hat während des Krieges viele Opfer gefordert; ihr epidemieartiges Auftreten lieft zuerst an eine neue Form gewisser Jnfektions- franfbeiten denken. Sie ist aber nichts anderes als bie Folge schwerer Unterernährung, eine rechte Hunger- und Blockadekrankhett (Hunger- ober Kriegsoedern. lieber die heute schon zahlreich stattgefundenen Einzels.tzunaen wissenschaftlicher Fachgruppen werden nm? .zusammenhäng.nb berichten. Wir greisen nur aus der Abteilung Chirurgie ichon heute ein Referat h.raus, das einen der aktuellsten und viclbesproch.msten Gegenstand der Medizin behandelt, die Steinachsche Berjüngungs- theorie. Referent war Prof. Lichtcnstern (Wien, der als erster die Steinachschen Tierver- suche aus den Mensttntn übertragen hat. Er bat bei Soldaten, die durch Verwundmtg kastriert waren, die Folgen beseitigt, ütdem er ihnen gesunde Keimdrüsen eing.'pflanzt hat Am günstigsten sind die Wirkungen, w.nn das Ueberpflanzungs- material nahen Blutsv.'rwandten entnommen wirb. Tie Steinachsch- Verjüngungsoperation hat es bisher 26mal ausgeiührt, mit m ist günstigem Erwlg bei Greis m oder vorzeitig Oka ter len, ohne nx?ibntlidrn Erfolg bei jüngeren Leuten, deren Männlichkeit von Geburt aus minder entwickelt war. Eine Reihe von Chirurgen nahmen hierzu das Wort. Tie Operation selbst ist aus anbereit Gründen schon in früherer Ieit in Hunderten von Fällen ausgeführt rcorben, zum Teil ist nachher Geisteskran kheit eingetreten. Häufler noch ist das Wesentlittie Der Opera von eine Lebenserstt-ernung der überaus häufig ansg.-'ül.rten £ Kümmel (Hamburg' b richteten über ihre za l^itticn Erfahrungen nach solchm Operationen, die in der Tal ost eine größere allgemeine Frischte im Gewlge hatten. Es ist möglich, daß bi je im Stei ta ds^hen Sinne zu deuten ist. Näher lag aber die V.'nnutu ig, da» sie b> di.igt nxir durch das B rschvi dm sahrelanger, vi l 1 ästiger, überaus quälen tr Besttüv r.en. Tic Redner betonten auch den großm U itersttsted des Alters der Ber'utt>s ieae und des IlLensttzen. Ter Mensch wir) nur selten a.s Ga.z's alt, meistens alt rl zunächst infolge von K.a if>h?i. eines semer Organe, so daß bei der Frage einer Operatim sarg- iätti g prust werden muß, welcher Grund des ! Alt rns vor iegt. Äschha t (Freibu g betonte m t 1 Niachoruck, das; bie K.nmörüse, deren Aussrischunig Sst-i.iach bei l»er Operation bezweckt, bisher nur als vorhanden angenommen wird, gese.>en aber hat sie noch niemand. Steinach selbst weilt nicht hier in Bad- 92aubim, wohl aber Einstein, dessen Re'.a- tivilätstl-eorie morgen G ge.istand der D batte tit. In der mathematischen Abteilung wurde u. a. heute von Pros Riebesell (Hamburg) „Die neuen Reichssteuertarife" vom mathemattschm Sla. Rmnfte aus behandelt. Der Red..er führte aus: Wiedcr'livlt ist ron feiten einiger* Mathematiker darauf hl,14«vielen word.m, daß' bei 'der Äusstelluiig von S-euertarisen der Mall^ma- titer gehört iverden nrüst. Leidar ist auch bei der Austs.eüb'.cng der neuen Reichsstauertarife auf diese Ford.rung keine Rücksicht gmommen. Es sino baher dort zahlreiche Feh er begangen, die gvo-e V.rstöße gegen die exalte mathematische Tarii- tb»rie bedeuten Ter Bartragende erläuterte die Fehler der Gesetze na ment ich an dem Gesetz über eine außerordentttche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919 und an d m Reichsemkommen- steuergesetz. Wenn dec Matl)ematiker auch leoig- lich die forma.e Seite der Tarife begutachten krnn — die Grundsätze für die Progression, das Minimum und das Maximum muß der Frnanzmann bestimmen —, so hat diese formale Seite doch xtne große Bedeutung, insofern als sie für einen gerechten Tarir innerhalb der gesteckten Grenzen zu sorgen hat, und diese Bedeutung wird umfo größer, als heutzutage die Steuern für das LÄ»en des ein» seinen eine viel gröftweWichtigkeit haben als früher. Es wurd? gezeigt, daß sich im Anschluß an Die Bernoullisch« Werttheorie unb mit den von den Finanzteamikern gegebenen Taten Formeln aufstellen lassen, die beispielsweise für jebee; Em- Eommcn die zugehörige Steuer liefern. Daher werden Sprünge und Unaercdftigteiten vermieden, bie Progression entwickelt sich streng nach den gegebenen Boraussetzungen. Zum Schluß "wurde dre Forderung ahfgeftellt, daß bei zukünftigen Steuergesetzen die Mathematiker gehört werden müssen und daß die bereits erlassenen Gesetze, namentlich das Einkommensteuergesetz, hinsittstttch der Tanf« einer Revision unterzogen werden. AuS dem Amtsverkündigunflsblatt. ** Tas Amtsverkündrgungsblatt Nr. 137 vom 23. September enthält: Frühdrusch- prämien. — Wiesenrundgänge. — Ablieferung von Pferden an den Feindbund. — Viehseuchen. — Tienstnachrichten — CMunben, verloren. — Feld- bereungung Räderte-Haus en. Frubdruschprämien. Vom 14. co tember 1920 Mir Genehmigung ktes RiichömMisters für Ernährung und Landwirtt'chaft hvird hierdurch aur Grund das § 1 WM. 2 her ReittiSoenord- nung über Früddrusch vom 30. Juni 1920 (Reichs- Gesetzblatt S. 1353^ bestimmt: Tie in § 1 bet Verordnung über Früddrusch vom 30. Juni 1920 festgesetzten Fristen für Liefetungszusttiage werden bis zum 28. August 1920 bzw. 13. Oktober 1920 verlängert. Ablieferung von Pferden an den F e 1 n d b u n d. Tie im Laufe des Frühjahres jum Zweck der Ablieferung an Frankreich und Belgren auf genommenen Pferde, auch die Reservepferve, werden freigegeben, soweit sie nicht zur Ablieferung gelangt sind. Nlaul - und Klauenseuche. Tie Müul- und Miauenfeudie ist amtlich feftgcftrflt: 1. nt Reiskircken. Es wird gebildet: a) ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Reiskirchen, b) das Beobachtungsgebiet wird nilst geändert; 2. m Treis a. d. Lda. Es wird geblldet: al ein Sperrbezirk, besteheird aus der Gemarkung Treis a. d. Lda, b) das BwbattstungAgebiet besteht .rüden Gemarkungen Mainzlar, Txnibringen und den Gemarkungen Al.ertsl:ausen, Climbach, Londarf, Mendort a. d. Lda., die bereits Sperrbezirk bzw. Becbochtungsyebiei sind; 3. in Lang-GönS. Es wird gebildet: a) ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Lang-^aS, b) das Beob- achtungsg^'biet bleibt unverändert: 4. in Sternbach. Es wird g;bilbet: a) ein Sperrbezirk, bestehend aus der GemarlUng Steinbach, b) das Be- obattckungsg biet Reick uuveränlvtt. — In Da u- brigen, Mainzlar und Staufenberg i|t die Maul- und K.auenseuche amtlich festgeitellt worden. Es nnrD gebildet ein Sprrrbezrrk, bestehend aus den Gemarkungen TaubiLigen, Mrinz- lar und Staufenberg. Tie Beobachtungsgebiete bleiben unverändert. In Leihgestern ist die Seuche erloschen. Tie Gemarlüng Lci'^gestern w rd ans dem Stx rr- g'btet ansgeschiele > und dem Beoba.ck.lngsgelß.tt für das Sperrgebiet Lang-Göns, K1ein-Linc«i ein- g gliedert. — In Muschenheim ist btc Seuche erloschen. Tie Gema fu ig Mus enh im wird aus dem -Sperrgebiet auSgeschieoen unb dem Bevbach- tungsg biet ei gegl.ed rt. Unter der 3d>afl)erut au Inheiden ist Schafräude festgestellt worden, zie er,ar. erlichen Sperrmaßnahmen sind angeordnel worden. — In d r Gemeinde Ehringshausen mit Oberndorf (Kreis Msseld) ist der Ausbimch der Maul- und Klauenseuttx amt.ich festgestellt worden. Tie Gomeiirde Ehrrngsl.ausen mit Olerndo f *h>urt>e znm Sp rrgebiet und die Gemeinde Rülfenrod zum Beobachtungsgell.ict erklärt — In der Gemeinde Altenburg Kreis A s leid) ist der Ausbruch der Maul- und ft'.äueufcudte amt ich ^st- geftd.t worden. Tie Gemeinde Mienburg wird zum Sp rrgeviet erflätt. — In Drei Hausen (Kreis Marburg) ist die Ntaul- unb Klauenseuche ausgebvochen. — Unter der Stt«sherde der Gemeinde Holzhausen foroie unter de" Rindvieh beständen der Gemeinde Edingen .ndLeun (Kreis Wetzlar) ist die Mau.- und Klauenseuche amtlich ststgeslellr worden. Dte Schutzmaßrrseln sind an geordnet. Ticnstnachrichten des Kreisomtes. Heinr. Bauer aus Winnerod wurde als Feldschütze für die Gemarkung Hosgut Wvrnevad eidlich verpflichtet. Gefunden und verloren. In der Zeit vom 1. bis 15. Sept, wurden in Gießen gefunden: 1 Anhänger mit gelber Quaste Don einer Uhrkette, 1 Nictelbrille, 1 stt>warzer Schtaer, 1 Paar alte Stoffhandschuhe, 1 Rufeukranz, ein blauer Gürtel von einem Kinderlleidchen, 1 grüner Gummiball, 1 Mäppchen mit Federhalter und Bleifeder und verschiedene Gechsttieine: verloren: 1 goldenes Kettenarmband, 1 Perten- banbfcutel mit 100 Mk., 1 goldenes Armband, 1 "braune Geldtasche mit 1600 Mt. Inhalt, z»vei ein reine Fünfzigmarkscheine, 1 Geldtäschchen mir 154 Mk. Inhalt, 1 Fieberthermometer, 1 schwarzes Mäppchen mit etwa 30 Mk. Inhalt und em goldenes Kettenarmband. Turnen, Spiel und Sport. * Nordeck, 23. Sept. Bei dem diesjährigen A b t u r n e n spielte die erste Mannschaft des Turnvereins Treis a. d. Lumda mit der ersten Mannschaft des Turnvereins Nordeck und fiegte durch besseres techmsches Spiel 33 $u 19. Um sich zu revanchieren lud der Turnverem Treis Nordeck ein, zwei Riegen zu stellen. Bei prachwollem Wetter marschierte der Turnverein Nordeck mit seinem Trommler- unb Pfeiferkorps nach Treis. Treis II wurde von Nordeck II 23 $u 27 geschlagen, während Blinder Hatz. Roman von Alfred ©affen. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 38. Heiser nei Walter Hüttich: „Änne Zett verlieren! Wir müssen draußen in der Umgebung des Hwses suchen — und dann weiter, weiter — bis wir sie gefunden haben! Herr Inspektor, ich bitte Sie, rufen Sie die Knechte und die Mägde zusammen, sägen Sie ihnen, um was es sich hanktelt, schicken Sie all unb leben aus, nach alten Richtungen — vorwärts, vorwärts! Warum stehen wir berat noch hier?! Fort, fort!" Und er stürzte als erster aus dem Haus. Er vermied es, im Vvrübereiten den Lehrer und seine Schwester anzusehen, als fürchte er sich davor, im Ausdruck ihrer Gesichter die schrecllichc Mbmmg bestätigt zu finden, die ihm das Herz zusamnten- kvampste. Draußen auf der Straße stand er eilten Augenblick All. Wohin?! Er preßte feine Stern tauschen beiden Händen — in auffteigenber itersuoerr- Inng. Gott im Himmel, wollte ihm fein Gebaute kommen, der auf die Spur desstn führte, nus die arme Blinde beabsichtigte? Aus einmal glaubte er Car in ihrem Innern zu lesen. Sie hatte sich ihren Haß nur scheinbar entwinden lassen, well sie davor $urü(fgebebt, die Berant- Uvrttmg für den Tod des jungen, blühenden Neffen tragen! Sie war einer Gewalt gewichen, die uärter war als sie, allein, in ihrer Gesinnung batte sie sich Triefet brechen lauen. Und um nicht sthen yu müs,en, wie jene, die sie ihre Femoe nannte, triumphierten, war sie erttschloffen, zu sterben! Ja, ja! Welcher Art konnte dann aber der Tod sein, an den sie gedacht, dem sie zustrebte?! Und jäh packte es ihn, daß er's wußte. Tas Wasser! Sie hatte sich von Zuhause sortgeschlichm, um in den Fluten der Saale ihr dunkles Los zu vollenden! In seiner Brust war fein Zweifel mehr, daß es so fei, nur fo! Also hinab jur Saale! Aber welche Richtung mochte die Unglückliche eingeschtagen haben? Er, der jahrzehntelang ein kühler, unfehlbarer Rechner gewesen, suchte krampfhaft feine ganze mkhtern folgernde Urtellskvaft beroar. Durch ba5 Städtchen unb aut der Landstraße nach der Brücke hin war die Aermste wohl kaum gegangen. Sie mußte da allerlei Begegnungen fürchten, mußte erwarten, daß man verwundert hinter ihr Ersehen, ihr wahrscheinlich Tvachspüren wettx. Er burfte darum bestimmt annehmen, daß fte vom „Uten Schloß" aus einen unbelebten Scitcnpfad ins Freie gewählt habe, um ihr Ziel ungestört zu erreichen. Ach, er kannte einen solchen Pfad! Unmittelbar hinter den Wirtschaftsgebäuden des „alten Schlosses" zweigte er ab in die Shelen, bie sich hinunter bis zum Wöllnitzer Weg und darüber hinaus der Saale zu dehnten. Tie Unselige war diesen Pfad wohl feit vielen, vielen Jahren nicht mehr gegangen. Aber in lebhafter Erinnerung hatte sie ihn darum doch noch — aus ihrer Jugendzeit.' Ta war sie ihn an seiner Seite gar oft genxmMt, und fte hatten damals beide gemeint, sie schritten entern großen, seltenen Glück entgegen-- Und nun —! Zu ihrem TodechHad hatte btc Aermste heute den Weg viGleicht ausersehen! XVI. Walter Hüttich flog der wo hl bekannt en Richtung zu. Er begegnete auf dem Pfad einem Knecht, der gleichfalls nach dieser Seite die verschwunden? Herrin suchte. Schulter an Schulter drangen fte schweigend vorwärts, waren mit den suchenden, schweitenden Augen immer weit voraus. Nichts — nichts! Es kam ihnen auch niemand entgegen, den ne hätten befragen können — leer, nne ausge- storben lag die Gegend unter dem blaßdvnklen Nachthimmel da. Sie betraten den Wöllnitzer Weg — da zuckte der Teutsckamerikaner empor unb krampfte feine Finger in den Arm des Knechtes. „Tort — dort —," keuchte er und deutete hinüber zu dem Ufergebüsch der Saale, „ist — ist das nicht eine menschliche Gestalt — ?!" Er hatte einen Augenblick wie gelähmt gestanden. Nun stürmte er, ohne eine Antwort abzuwarten, über die SBiefc dahin, und mit jebem Schritt erkannte er baitticfrr: ja, ein Menfch, unten.ntlich vermummt, so daß er gespenstisch m die Höhe unb Breite zu wachsen feferen, nur dort beschäftigt, das Ufergebüsch zu teilen, um — Es durste nicht geftfeeben! Xh? durfte nicht zu spät kommen — nein, nein! Der unbarmherzige Gott im Himmel würde ihn nicht zu spät kommen lassen! Ta--er sah die riesenhaften Umrisse der geheimnisvollen Erscheinung nickt mehr — — war es geschehen?! War es — ?! Und er hatte wohl noch immer sechzig bis achtzrg Schritte, ehe er das Ufer erreichte! Er wollte rufen, schreien in Not und Qual — rau? ein heiseres Röcheln gab dir Brust her-- Jetzt war er an das Ufergebüsch herangekom- men — er wühlte sich mit den zuckenden Armen hindurch, als er plötzlich über dichrverschranttes Würze (werk stolperte unb in bie Knie brach Und wie er so lag, gewahrte er etwa zwanzig Schritte seitwärts von sich gon- deuLich bie Gestalt der Blinden — sie schrankte unb taumelte das abschüssige Ufer hinunter, kvanuLhaft, wie gehetzt. Sie mochte die nahenden Schritte gehört haben unb bot nun bie letzte Kraft ihres Lebens auf, um den Verfolgern zuvorzukommen unb mit dem Sprung ins Allbuntei ihr dunkles Leben zu enden — schon hatte ihr Fuß den Spiegel des an dieser Stelle ungestüm quirlenden und rauschenden Walsers erreicht-- Da erscholl bie Stimme des Gestürzte, der feine Füße nicht rasch genug aus dem sie umstrickenden Wur-elwerk befreien Sonnte, um au>- jufbringen und die Unselige Mrückreißät zu können : „Magdalene — Ma^alene — tu's nicht —" Bei den marterschütternben Tonen fuhr bas Gesicht der Winden herum, als könne sie mit den toten Augen den erblicken, bet ba eben gerufen — Ein ganz unbeschreiblicher Ausdruck zeigte sich für einen AugenIstick in den starren, weißen Zügen, ein Ausdruck, der troch einmal in einer wilden, fanatischen Anklage ^rsammenfaßte, was ihr das Leben so beispiellos zerbrochen — — dann eine weitaus holende Bewegung der hrhen Gestalt — und den Wassern, die wie in BesitzcSfreude laut auf rauschten, war ihr Opfer geworden . (Fortsetzung folgt.) 52 Punker, £)od»k v-ul dlridltcn a r 6 h r a , 21 stu 185, 3 2,50 274, 74,50 2.5. o: 198 f c fr 220, 425. 200, fcbr fle'fteu fivft Teut feix' P.irolcu n 139- . . 5 pro5 ßK)Ibmerif!a e ^(>er Mure 1325. 335, 331,75 310, i.bmi€. i d er Son Violen Reifen, Gel!» SrleT 23. Sept. ßntinental Reifen öehördliche Anzeigen. 101536 tetefctA. a) vom 1898er Auleheu: N 500 Mädchen 1 iunoere 10044c M. 28.50 Weit unter Preis! Weit unter Preis! 327 18 j p'u5 5 Prov Wc''cre-ein i> rloren mit 970 — 15 Pv.n. Im f eie i 'Bef* Geld *Brler 22. 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Datu a: 267.25 273,50 521,25 510, — 393,- 2.7,- 211,— 445,- 224,50 425,- 262,- (3n einem Teil der yhnlaa* mieb-rWL) Drutsch7r Protest beim ^ö ferbunbdrat. Berlin, 22. Sept. (WB.) Das preust. Staatsministerium beschlaft,, die Reichsregierung zu ersuchen, beim Völkerbundsrat gegen die Entscheidung über die Angliederung des Kreises Eupen und Malmedy an Belgien im Hinblick auf die hierbei begangene Verletzung des Artikels 34 des Versailler Vertrages Rechts Verwahrung einzulegen. Tie Ablieferung deutschen Schiffsraumes Paris, 23. Sept. (WTB.) Havas. Die Wie- dergntmachunaskommissivn ermächtigt zur Veröffentlichung folgender Erklärung: Bis zum 16. 9. 1920 wurden von Deutschland insge'amt 1 944 565 lBruttoregistertonnen Schiffsraum abgeliefert. In dieser Zahl sind auch die kleinen und die Segelboote enthalten. Zeitungsverfolgung in Oberschlesien. Deuthen, 23. Sept. (WTB.) Gegen den Hauptschristleiter der Ostdeutschen Morgenpost, Kleiner, wurde von der interaHiierten Besatzungsbehörde ein Strafverfahren eingeleitet. Der Grund hierfür ist ein Artikel vom 25. August in der Ostdautschen Morgenpost, worin van dem Aiifenthalt polnischer Truppen auf ober* schLesischein Boden, von der Was^nernfuhr über ine Grenze und von Verbrüderungen zwischen Franzosen und Polen die Rede ist. Die Berliner Magistratswahlen. Berlin, 23. Sept. (WTB.) In der Berliner Stadtverordnetenversammlung wurden gestern ferner gewählt: zum Stadtkämmerer Oer gegenwärtige Kämmerer Böh, zum Stodtspndikus Stadtrat Lange- Neukölln, zum Stadtmedizinalrat Sbadtvevoämeter Tr. Rabenow-Schör«* berg: zum Verkehrsstadtrat wurde der vom Ausschuft vorgcschlagene Oberingenieur Dr. Adler mit 108 Stimmen gewählt. Prof. Giese erhielt 40, Baumeister Schmidt von der Hoch* Kurs 23. 9. 79,50 68,60 65,- 68,60 153,- 308,- 218,- 189,25 157, — 149,50 186,- 183,25 730,- 32 .,50 328,75 TflrTenfnrfe. Frankfurt Vertin Avend- Avend- Sch In ft- Schluß» s8etr.: Aot A» ötn £)l tntil Ser Herr tungdesReiE (iinfommenftei erkennen. Er 'sie bisher t führen bmnod lleueranteile t Anleihen zu nehmen gezwu Zinsen nur inj ta Anleihe dir lumme nicht Ms-ruch an i verrnittelung Ärn stellen. 1. die Sur -der zugestell! über); Siiwll feteeitatollsii! Guter Verdienst für Sammler und Aufkäufer. Auskunft erteilt: ßinisü.LutnrizLgiviil^rogkngrüWdlinig Darmstadt. 110063 Lit. L über n M „ „ N „ ii O ,, „ P „ onst b.'i deu Va utnixi i re m i; stld er* 82. 5.’vr>. T. uxi t? 1 c $ctr.: Abga Nach eine <116 W«taS mimnholj ' in nachslehen; iverden. 1920 an d in Men. penibel 1920. 1 Fichtenstar 2. Siefemitar Frank Lit L über » M „ Datum: Amsterdam« Rotterd. Drüffel-Antwerpen llhristiania..... Kopenhagen .... Stockholm..... Helstngfor». . ... jtalien....... London........ New« Par». . .. . . Pari»......... Schwei,....... Spanien...... Wien (altes) ... Deutsch-Oesterr. ab-. Prag........ Budapest.. . . Bulgarien .... AonftantioepeL • . Bekanntmachung. Aartoffelverteilung an Schwerkriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene. Schwerkriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebe« neu, die infolge ihres Gesundheitszustandes oder häus« kicher Verhältnisse halber die ihnen zugewiesenen Kar« löffeln nicht am Lager abholen können, werden diese auf Verlangen ans Haus gefahren. (Es wird hierfür eine Mark auf den Zentner berechnet. Wer hiervon Gebrauch zu machen wünscht, meldet dies bei der Lagerverwaltung des städtischen Lebensmittelamte« Ost-Anlage 11, Zimmer 12, an. Die Zufuhr erfolgt dann gesammelt £eut$cn. M -KL S-J <8* B law> du« i -iickhans'l Tarmll Nr. 53, 88, 128, 129, 142, 287, „ 135, 158, 204, 227, 246, 334, 361, 362, „ 55, 90, 177, 220, 222, 241, 297, 334, 455, 510, 589, 608, 616, 650, 677, 746, „ 63, 103, 151, 152, 192, 236, „ 19, 44, 46, 99, 166, 168, 212, 251. 1894er Auleheu: Nr. 348, 374, „ 441, 493, „ 869, 885,898,977, 993,1094, „ 345, 357, 377, „ 490, 498, 520, 585. Stadt. Arbeitsamt Giessen West-Anlage 31, Teleph. 2054. ES können eingestellt werden: a. bei kiesigen Arbeitgebern: 2 Schneider, ei» älterer Bauschlofser, 1 Kupferschmied, 1 Müller Lehrlinge: 1 Maler und Anstreicher, 1 Tapezierer und Polsterer. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtich Knechte und Arbeiter, lOFeldbereinigungSarbeiter 10 Dauer und Lehrhauer, 1 Müller, 2 Schneider 2 Schuhmacher, 10 Kesselschmiede, 4 Schreiner 1 Provisionsreisender, 1 ält. Schlosser, 1 Schmie» 1 Friseur. ES fnchen Arbeit: Schriftsetzer, Buchdrucker Schwcizerdegen, 2 Buchbinder. 1 Friseur, Maurer Staufleute, Schreiber u. Reisende, 1 lanbru. Ber> walter u. 1 Volontär, Packer, HauSburschen um Ausläufer, Maschinen- u. Bauschloffer, 6 Gärtner 2 Konditoren, Elektromonieure, 1 Schuhmacher 2 Heizer, 3 Krankenpfleger, 3 Schmiede. 1 Wetb- binder und Anstreicher, 4 Tapezierer und Sattler 4 Backer, 2 Kellner, 3 Skrastfahrer, 6 Ntechamker 1 Spengler und Installateur, 2 Dreher, 1 Telephonist. 1 verheirateter Schweizer, 1 verheirateter: Pferdeknecht, 1 Destillateur, 2 Fräser. 1 Handschuhmacher, 1 Drechsler, 1 Wächter, 1 Bildhauer. Lehrlinge: 1 Schuhmacher, 1 Schlaffer, 2 Sattler 2 Bäcker, 1 Friseur. Weibliche Abteilung. ES können eingestellt werden: am R 1 :fr-ri ;u i cm xx-i u für d:e hrer bi reu. e . u. a;t afs nburg 450, Spiegel und Spiece g as 480, M tatl-Bingwerke 2 5.—. Franken.Haler Zuck-rfabr.k 344y2. An der Racl>börse sticgeit Ehe- mii'd)e Scl-eidoanstalt um weitere 8V2 au) 6491 2, Rheinftahl 488.— 3 Proz. höper. 5pvoz. Reick)s- anlcifte 791/,. mc. Frankfurt a. M., 23. Sept. In der heutigen Generalversammlung der Zentralgenossen- scl>aftsbank für Hessen-Nassau wurde milgeteilt, daß der Umsatz um 132 Millionen gestiegen ist. Er betrug 239 271037 Mk. Tie Gesamtunkosten stiegen von 20 000 Mk. auf 36 000 Mk. Der Verteilung von 6 Pwz. Dividende mürbe zugestimmt. Sechs neue Genossenschaiter mit 25 AnteUen sind im Laufe des Geschäftsajhres eingetreten, während zwei Genossenschafter mit sieben Anteilen ihren Austritt erklärten. Tie Gesamtzahl der Genossenschafter beträgt also 34 mit 470 Anteilen und 1,41 Millionen Mark Haftsumme. Eine Erhöhuna der Geschäftsanteile von 300 auf 500 Mk. und der Haftsumme von 3000 auf 5000 Mark wurde gutgeheiften. Tntum 5" „Teut.Rrtegsanl 4" .'DentTteihsaiL 3"/AT>eut.71eid)sanL „ *Preuft. ^on'olr Tarmftäi'ter 'Bant Dcutsö e Ban'r. . . Tisconto- Ge'el'ch. Dresdener B rnk . Nationalbank f. D. Mitteld.Treditbank H.-?lm-rik..Prketf. NorddeutscherLloyd Boch.Guftstai)lwrk. D -Luxem '' 'Berqro. Gelsenkirch-Berzw. Harpener 'Bergbau Obe sch', i en . B. O' er chln.Eiie 'inX fihänip Brgb. Akt. <8 - ‘iuilin-1 >'dr PöchsterFarbwerkr C i r. .1. J. 3. Schucks rt- Verkr p tl: •■!» Sui euume Daimler...... Dud -Lisenw.- 4u anmarfi meientlüft, wobei eiuigeWerte wie Höch- er. Aiaunesiilann un > Ro n aliet Hütte, ansehnliche Steig rangen eifu.-rcn Le hafte Meinungslaufe ersvlg en in allen Farbwer- M;.In sJlo ttoci er ^Tagenen fdtvädyten ich ULF roaf icn allgemein ab Nur Deun'ck- Ueber.oe ft egen nuh: al'- 10 Pv zeni im : usnmmenhang mi t-er Bala averick>led>:eriing. Aus Dom c,Lüften OVr.mb: wa en tx.ni len se väfi en e 1 re re 2c- e z. Bon (’k ii] \ u Vitt c; Iva e: Ba>isck>e Anilin in reger Nachfrage un. bis 510. ,a.i -cL. Fest :id gut -c auptrt. 7berbe a f ot e t 2 bahn 5, Bergasseffor Tr. Herten 1 SttmnV. Tie Deutsch-nationalen und einige Mitglieder der Teutschen Bolkspartei hatten sich an der Absttm- mung nicht beteiligt. Aus her Tschecho-Slowükei. Prag, 23. Sept. (WTB.) Gestern sprachen die Vertreter der deutschen sozialdeni^koattschoi Partei und der Kreisorganimtion Aussig beim Leiter der Prager Staatspolizei vor, um ihm über die Gründe der Ausweisung des RWakteurs Franke zu befragen, und um gegen die rücksichtslose Art, womit die e Mastnahmc durchgesühtt wurde, zu prolestieven. Ter Leiter der Staats- Pol-ei erwiderte. Franke habe kommuni st ische Agitation betrieben und fei ein lästiger Ausländer, weshalb die Ausweisung oerfüat werden muhte. Die beiden Abgeordneten venmesen darauf, baft Franke Mfg'ied der deutschen sozialdemokratischen Partei sei und gaben der Erwartung Ausdruck, baft ähnliche Fälle sich nicht wiederholten. Dem Aujsiger Proleststveik schlossen sich die Ar- b'i'e-fdtaft von Tetschm, Bodeiibach, Leitmeritz und ßob^flB an. (Lin bolfchcwistischcr Hccrsührer schwer verwundet. P a r i s , 23. Sept. (WTB) Rach einer Radw- mcldnng aus Warsckxiu sti.l General Budiienm schwer verwundet worden fein. Kämpfe in Italien. Paris, 23. Srben war.. Zwei Arbeiter wurden getötet, einige schwer .imb ungefähr 30 Personen leicht verletzt. ‘ ^'llfsische Falschmünzer. Ko penh agen, 23. Sept. (WTB) Rach einem Telegramm aus Helsingfors teilt das finnische Konsulat in Reval nfit, baft gegenwärtig in Rußland eine Massenfabrikation von falschen Zarenrubeln ftattfinbet, die den echten sehr ähnlich sind. Großer Posten ZMI-ÄWWkW verschiedene Formen aus besten Siamosenstoffen zu Rei Pi ch.ii sta gesuiiden Bergseste tu.ne Heiniich Schäfer ben 4. Preis un 1 st. ubeim Stcitz den 9. Pieis (nut Körper und Mrven stärken Sie 80^- durcb detiregssMsßigenGebrcmck von Dr.Oeikerd Eiweiß-Nabrung Die Verzinsung hört mit Ende Dezember 1920 auf. Die Einlösung kann bei der Stadtkaffe (Bieften uno bei der Mitteldeutschen Creditbank in Frankfurt a M. und (Bieften erfolgen. Don in früheren Jahren ausgelojten Schuldverschreibungen sind noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt worden: Lit L Nr. 55 über 2000 M.; Lit. N Nr. 4, 197, 712, 1169 über 500 M; Lit O Nr. 39 über 200 M.; Lit. P Nr. 263, 338, 519 über 100 M. (Bieften, den ITfSeptember 1920. [10115B Ter Oberbürgermeister, b) vom 2000 M. 1000 „ 500 „ 200 ,, 100 „ Auch schwer lernende Schüleru.Schülerinnen werden erfolgreich gefördert und vorbereitet für alle Schulprüfungen und Klassen höherer Lehranstalten im Giessener Pädagogium Kleine Klassen. Arbeitsstunden. Beste Erfolge u. Empfehlungen. Anmeldungen tägl. bei der Direktion; Liebigstraße 46. Fernruf 2075. Sprechstunden 12—1 Uhr. 10148 ■..1 8. ul , i!)in. I 00. Sibbii.>i.i> 0 kn 1, 2 , Ti •( ag Seit Ini: Vor b 6 . ' V rnt. 8 00 ■ - iai liO 2 7'g V> ibö. 7.00 a »m 4 0 ). F ; • u;i .-g mg 6. "-5 l c_. ie.ift: niurg 6.3 , abos 5.3 ). Städtische Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene. Dr. Frey. Bekanntmachung. Bei der heute vorgenommenen Berlosnirg der am 1. Januar 1921 zurückzuzahleudeu Schuldverschreibungen der Stadt Giefteu sind gezogen worden: a. bei diesigen Arbeitgebern: 1 landw. 1 Hotelköchin, 1 Weinzeuguäberin, 1 Zimmei» mädchen, Dienstmädchen, Kauffrauen u. -mabcurtu, tüchtige Alleinmädcheu, 2 Lehrmädchen, 1 Berkäuferin, 1 Säckestickerin für Maschine, 2 Lehi» *!* die Sa »iÄ fSss ■ s « KW i to' 1 >i?S SEaum i i Ä^i lii Jot® | fe W I nack) 1"1 das 'jV'hnFii Vrosrii.'rs -sinuuis In guter Geschäftslage gr. Saal oder paffende Lokalitäten für KINO per sofort gesucht. Vermittler erhalten Provision- Offerten unter F. V. B. 9672 an Rudolf Mosse, Zranksutt a. M._______________ioihbs WWlkell'SMM Kapitalist kauft auf seiner Durchreise Briefmarkensammlungen Raritäten in jeder Größe und Preislage, speziell Hinterlassenschaften, zu den höchsten Preisen. Agenten erhalten hohe Provision. Gefl. ausführliche briefliche Anträge unter „Sammler" HotelHollSndisch.Hof in Mainz. ur -