ttrJ98 viege«« Anzeiaer ir|4«int tätlich, aufeer Somi- und Jrertegs. IkjngspreiK Monatlich 'jäach 3.60 und Mk - SST«-»ri«ch», mer'^ähiN4M«rkMr0 u*b3?tk.l.95lräger[<*n; durch die Post Durtrb läl>tUA Mark 12.- Fernsprech-A^chLfle: für di« 5d)ct|Uetiung 112; ®erlag,(ß«i4nftsP*le51. Anschrift für Drahtnad). richt«« ImiUer Liehen. $T getreue Ausführung des dorr ge- wy^lexen Uebereiukvminais durch alle Parteien. der Friede wieder hergestellt ist, bleibt je- noch eine Reihe von bedeuten de n v ragen zu erledigen, denn Mehrheit xnv* i^rtremtiito ijt mit dem Verlauf rwn -Geschehnissen, 6,6 .sich je^t in den Territorien des ehemaligen ^u.lf i I Den Reiches abfpielen. Beiovr der Eriche zwilchen Rußland und der übrigen Welt ^rcht hergestellt ist, wird immer eüte Atmosphäre Vm Störungen die Ruhe der Welt bedrohen, aus diesem Grunde biben die britische und die ™ Regierung Schritte toiie.iuamnen, selbst •an die Gefahr hin, falsch verstanden zu werden, -^erbindun g zwischen Rußland der übrigen Welt herzustellen. desl^lb tret zu bedauern, daß die Söwjetregve- -Nng trotz wiederholter gegenteiliger Versicherungen, welche in ihrem Namen durch ihre Vertrete in London abg geben wurde.«, darnach ge- trachret hat, Polen Be:4ngu^gv:i aufzuzioingen, die nicht vereinbar sind mit dessen ikitionaer llualchängig^eit. Tie Regierung Uni Polin in aus der ganzen männlichcu Bevölkerung tcj Landes ohne Uillerschied der Kosten Le.wifl.^ngen uid die sogenannte Bürgerarmee, welche mit einer Klasse entnommen werden soll, wie e» der Punkt 4 der Bedingungen der Sowjetregie- rwng verlangt, ist nur eine indirekte Methode ,um eine Gewaltorganisation zu schaffen, w^che durch Vergewaltigung die demokratische Verfassung über den Haufen werfen soll und sie ersetzen soll durch den Despotismus einiger weniger Personen, welche die Ideen des Bolschewismus in sich aufnehmen. Wir können nicht umhin, zu befürchten, daß, w-nn die detaillierten Bedingungen über die Zusammensetzung dieser Armee, welche vorläufig verheimlickü werden, bis Polen seine Armee demobilisiert haben wird, bekannt werden, man finden wird, datz sie nach dem B o r b i l d e der russischen roten Armee konstruiert ist. Bon einer Ration zu verlangen, daß sie gemäß den Friad-msbedinaungen eine Armee organisiert zum Schutze von Leben und Gütern, die nur aus enter Klasse von Bürgern besteht, mit Ausschluß aller anderen, ist ein Eingriff in die Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstachtung eines Landes. Daß man eine solche Bedingung, ungeachtet der Versicherungen des Herrn Kamenew an die britische Regierung, daß nichts weagelassen wurde, was nicht von nebensächlicher Natur sei, nachträglich hinzu-efügt hat, ist ein großer Vertrauensbruch und machen Verhandlungen irgend- toeldier Art mit einer Regierung, welche ihr Wort so leicht nimmt, schwer, wenn nicht unmöglich. Tic Sowjet re gierung hat einen Vorschlag der britischen Regierung zurückgewi.'sen, einen Waffensttll- stano unter Bedingungen absuschließ.m, welcher das russische Territorium gegen irgend einen militärischen Angriffsakt sicher gestellt hätte. Rußland hat seinen Vormarsch in das ethnographische Polen mit der Absicht fortgesetzt, dieses Land durch Waffengewalt für bte Svwjetmstitution zu erobern. Wenn die Svwjetregierung uns-achet der Rückschläge, baten ihr Angriff begegnet, Ml immer noch weigert, bieten verhängnisvollen Vorschlag zurück^uziehen und im Gegenteil den Krieg auf polnischem Territorium weiterführt, um das politische Volk zu dessen Annahme zu zwingen, so wird eS keiner Regierung möglich sein, die Oligarchie oer Sowj ets anzuerkennen oder mit demselben zu verhandeln. Tie Welt im Osten und im Westen schreit nach (^rieben. Aber der Friede ist nur möglich auf der Basis der Anerkennung der F-reibest der Nation. Tie italienische und die englische Regierung sind beunruhigt durch die unbegrenzte Verlängerung des gegenwärtigen Koniliktszustan- des zwischen den Nationen. Tcn be- trcsienden Völkern können diese Zwiste nichts, anderes als immer wachsendes Elend bringen. Für die Völker der Walt im oll gemeinen bringen sie beständige Unruhe. Bevor diese Konflikte nicht aufhören, i)t feine Entwickelung für Lwidwrrtschast und Industrie möglich. Der Austausch der Er- zeugnisse der Länder kann sich nicht frei entwickeln mangels der hohe« Preise. Angesichts der Gefahre« und der Einschränkung, die diese mit sich bringen, wird die Zivilisation, die durch fünf Jahre andauernde Kriege geschwächt ist, nxiterOin erschüttert. Tie britische und die italienische Regierung sind daher einig, daß alle Anstrengungen gemacht werden sollten, um die gegenwärtigen Gegensätze zwischen den Völkern zu beseitigen. Luzern, 34. Aug. (WTB.) Gestern nachmittag fand im Hotel „National" durch den englischen und italienischen Ministerpräsidenten eine Begrüßung der hier awvesendeu ausländischen und schweizerische« Pressevertreter statt. Rach Verlesung des bereits mitgefeilten Communiquös in englischer und französischer Sprache wurde in vertraulichem Kveise ein Austausch von Fragen der Presiever- tveter und von Antworten der beiden Staats- mäuaer gepflogen. Ans eine Frage, ob Lloyd George im September bei der Besprechung zwischen Giolitti und Millerand zugegsn sein werde, antwortete er: wahrscheinlich! Auf die Frage von italienischer Seite, warum das Com- munünte nichts über die italienische Frage und speziell über das Adriaproblem bringe, versicherte er, es fei nichts darüber gesprochen worden, was die Presse interessieren könnte. Giolitti seinerseits war der Meinnng, daß die Aoriafragc in die Kompetenz der italienischen Kammer und ausschließlich in diese falle. Ueber die Danziger Verkehrshindernisse befragt, erwiderte Lloyd George, daß eine solche Unterbindung des freien Durchgangs in direktem Widerspruch zum Versailler Vertrag stehen würde. Tie Tätigkeit der den Verkehr behindernden Arbeiter sei eigentlich al? ein Feindschastsck: aufzußrssen. TerDertragvon Versailles müsse aber auch da respektiert werden. Lebensmittel- und Wuni- tivnsvorräte für Bolen müßtcn über Danzig befördert werden. Ter Hafen ser der den Polen im Frieden jugpmefene freie KorrLor. Ans eine tete- graphsiche Anfrage sei die Antwort getont men, daß in Taeitzig keine Schiffe mehr ang-halten werden. Aut eine Frage über dieStellungEnglands zu General Wrangel meinte Lloyd George lächelnd tEnglandüberläßtdenGe- ueral den Franzosen. Von italienischen Journalisten über die Kohlenversorgung dieses Laubes befragt, le^hsite Giolitti eine bestimmte Antwort ab mit dem Hinweis, hier habe keine "Finanzü^mmii'fton getagt, das sei Sache von Sachverständigen. Aus eine Frage von französischer Seite, ob hier in Luzern schon die in Aiy-les-Basis yi behandelnde» Fragen entschieden worden seien, und zwar ohne Millerand, verwies Lloyd George wieder auf QMktti und teilte unter Heiterkeit mit: Wir werden dort schen, welche Punkte ihn und Mstlc> ranb interessieren. Tie Luzerner Zusammenkunft sei fein europäischer Zdrngreß und die Punktc, in denen man nicht einig wäre, könnten geregelt werden. Er glaube aber nicht, daß es einen Punkt gebe, in dem nicht grolle Einigkeit bestehe. Aus die Sc^ußfrage, ob eine Besprechung mit deutschen Regicrungsvertretern stattgefunden habe, antwortete Lwi^ George ablehnend. „Weder direkt, noch indirekt!" sagte er. Asvwsrben Meeres und an brr Donaunründimg, uw die fttofaten auf unserer Seite ftetjm, Tmppen lelanbct. Ein dritter Versuch der Bolschewisten äe Truppen Wrangels in der Lttchnnig auf Prri- toro zilrückzndrängen, ist feiLgWck>lre.Anwendungen widerlegte der Vortragende iw Schlußwort mit Hinweisen auf Lenin und Tvotzli selber, besonders auf des ersteren neueste Schrift: „^er Radikalismus die Kindevkoantheit des Kommunismus". Eine zweite Versammlung der Liga ist für den nächsten Herbst in Aussicht genommen. mc. Frankfurt a. M., 23. Aug. Frcuckfurt schwimmt augenblicklich im Kartoffeln ber- T- 9' dem wir gestern schon berichteten, hatte irntec Ungunst der Witterung zu leiden. bet % Aussprache luugsleiler । 53 en n e r von der U. S. P., die Mmtcil mit Be- I legen aus der Presse der Sowjetrepublik mähr Jrti Aug. (Wolff.) Seit gestern : Arbeiter ausstün - 5 in $ \M nut ' die J Böe Slvä 59 »■ ® 691 681 iM E □irncn 0 F nur o* W in der Reut in bet Wall W» bfll V den Ü der Ungunst der Witterung zu leiden. 3« ov . Oberstufe turnten 859 Teilnehmer, wovon 4a4= 1 Sieger blieben. In der Unterstufe blieben vo-l- ri tn ft, - k . r fe»' jc' ■ jcr") st ft-'.', w>/:, :’V, ft",; b " b. ; (S d ’ V . $ S N, i N ebri( Aus Stadt und Land. Gießen, den 24. Aug. 1920. Veranstaltungen. Dienstag. Lichtspielhaus:, Alkohol. Lichtspiele: Tie Marcheser d'Armiam. Einhvm, 872 Uhr: Gastspiel Buchwald. Cerse Leib, L! Uhr. M^edick-Wteidingers che bayerische Musik und Possen- gestllschaft. ANS vem besetzten Gebiet. Verschleppte Deutsche. mc. Frankfurt a. M., 23. Aug. Der : am 9. November 1902 geborene Herm. Will, Bergerstraße 35 wohnhaft, wurde am Samstag, 8. August, abends Vr8Uhr, vom Luisen- platz . von einem Auto, in dem außer dem ' Chauffeur zwei Herren saßen, durch ganz Frankfurt ins besetzte Gebiet verschleppt. Der junge Mann wurde mit vorgehaltenen Revolvern am Hilferufen verhindert. Aus dem besetzten Gebiet wurde er mit 15 anderen jungen Leuten nach den nordfranzösischen Schlachtfeldern transportiert, wo sie von morgens 6 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit schwer an Der Einebnung von Gräbern usw. arbeiten mußten. Die jungen Leute, von denen noch mehrere Hundert anwesend waren, ftan- . den unter der Aufsicht schwer bewaffneter französischer Soldaten, die ihnen u. a. auch sämtlichen Schmuck abnahmen. Will ist dann mit zwei weiteren Leidensgenossen mit einem französischen Güterzug nach Worms geflohen und hat sich von dort zu Fuß nach Frankfurt durchgeschlagen. Haussuchungen bei Kvnrmunisten. fd. M a i n z, 23. Aug. Auf Veranlassung der hiesigen Polizeiverwaltung fanden bei verschiedenen Mitgliedern der kommunistischen Arbeiterpartei Haussuchungen statt, wobei Exemplare der „Roten Fahne" beschlagnahmt wurden, da sie durch Verordnung der französischen Besatzungsbehörden seit dem 17. Juli Erboten sei. Die Frankfurter Geschäftsleitung dieses Blattes erklärt, ihr sei von diesem Verbot nichts bekannt. Auch eine Demonstration. fd. Aßmannshausen, 21. Aug. Ein Weiuhändler spielte hier auf einem Klavier die Wacht am Rhein. Darin erblickte oas Militärpolizeigericht eine Demonstration gegen die Besatzungstruppen und verurteilte den Weirchänolec zu 100 Mark Geldstrafe. * Mainz, 23. Ang. (Wolff.) Reichsschatz- mmister von Raumer berührte gestern an semer Informationsreise durch das Rheinland Mainz. Im Sitzungssaale der Stadtverordnetenversammlung fand am Nachmittag eine stark besuchte Versammlung statt, in der die beteiligten Behörden, insbesondere auch die Stadt Anr dern Reiche. KabinettsMung in Berlin. Berlin, 23. Aug. (Wff.) Heute nachmittag findet unter Dem Boxsitz des Rcickrskanzlers eine Kabinettssitzung statt, worin die politische Lage bespevchen wird und eine Reilft von Berwattungsgeschästen erledigt werden soll. An der Sitzung nchmen u. a. folgend.- Minister teil: Vizekanzler Tr. Heinze, der Rcichsm imster des Innern Tr. Koch, der Reichsverkehrsminister Tr. Gröirer, der Reichswirtschaftsrninister Schatz und der Reichswehrminifter Tr. Geßler. Berlin, 23. Aug. (Wolff.) Der Reichskanzler ist .von seinem Urlaub nach Berlin zurückgekehrt. Die Besetzung diplomatischer Posten. Berlin, 23. Ang. (Wolff.) Tie Nachricht, daß in Verbindung mit der Wiederaufnahme diploma ti scher Beriehungen zu mehreren Mächten die Neubesetzung einer Anzahl von deutschen Vertretungen bevorste-he, wird uns von zuständiger Stelle bestätigt. Ter bisherige Chef der englischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, Tr. Rhomberg, soll die Gesandtschaft in Kristiania übernehmen. Für Buenos Aires ist der Gesandte Pauli in Aussicht genommen worden, zuletzt Chef der amerikanischen Abteilung des auswärtigen Amtes, und für Rio de Janeiro der Generalkonsul 1. Klasse Plehn, der auf ver- schvedenLn AuslandSposlvn derselben Mte^wig tätig war. Für dir Botschaft in Rom ist Herr von B e renberg-Goßlar, Mitglied des hcrmbur- giföen Senats, auserse'hm. Nachdem Kvischen dem Deutschen Reiche und Lettland ein vorläufiges Abkommen über die Wiederaufnahme der Beziehungen zwisckjen den beiden Säubern abgeschlossen worden ist, ist and), die Errichtung einer diplomatischen Vertretung für Riga notwendig geworden, an deren Spitze Tr. Neber treten wird, der zuletzt vorläufige Verwendung bei der Gesandtschaft in Prag hatte. Ter bisherige Leiter der Fvichensdelegation in Paris, Ministerialrat Tr. G ö p p e r t, hat die Leitung der Friedensabteiluug sowie g leichte i!ig die der Rechtsabbeilung des Auswärtigen Amtes übernommen. Er wird in Paris durch den Gesandten v. Mutius 'ersetzt. Ausstände. Fürst oder Hochstapler? fd. Frankfurt a. M., 24. Aug. Unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Vaftmtm beginnt heute einer der merkwürdigsten Prozesse. Mkolaus Salvator August von Maklokoff, Fürst von Golitzme, eine blendende Erscheinung und ausgezeichnet durch nicht alltägliche Geistesgaben, muß sich wegen großer Hachftapeleien vecantivorten. In der Untersuchungshaft, in der er seit über 9 Monaten fitzt, bat er nicht nur beachtenswerte Gemälde geschaffen, sondern auch so perfekt deutsch gelernt, daß er erklärt, auf die geladenen deutschen Dol- metscher verzichten zu können. Daß er der Fürst Golitzin-e ist, konnte ihm nicht wrderlegt werden; im Gegenteil haben Leute, die die fürstliche Familie kennen, eine Aehnlichkeit mit dem Fürsten. Golitzine zugestehen müssen. Jedenfalls hat er wie ein Fürst gelebt; wie er sich die Mittel dazu verschaffte, ist der Gegenstand der heutigen Verhandlung. Bei der Räumung der Ukraine ist er mit den deutschen Truppen nach Deutschland gekommen, und das Polizeipräsidium in Charlotten- burg stellte ihm einen Personalausweis mit all feinen Titeln und Würden ans. Spekulattve Kreise, mit denen er bald in Berührung kam, wußte er für phantastische Geschäfte und Gründungen so zu interessieren, daß ihm nicht nur das Geld m Dulle und Fülle zufloß, sondern er feierte auch seine Verlobung mit einer Berliner Millionärstochter, mit deren Vater er die Gründung einer deutsch, schwedisckren Erportgesellschaft plante. Er erzählte dabei von seinem Millionenvermögen, fernen unschätzbaren Gütern und von seinem Bruder, dem Kardinal' in Rom. Als man hinter ferne Renommistereien kam und feststellte, daß .er nichts, aber auch gar nichts besaß, gmg die Verlobung in die BrÄhe. Nachdem er noch unter anderem in der deutsch-rusftschM Gesellschaft für Handel und Industrie m Berlm, nebenbei bemerkt ein Spielklub, Gaste und Kellner angepumpt 'batte, verlegte er feinen Wohnsitz von Charlottenburg nach Frankfurt a. M. Hier machte er eine tägliche Zeche von 2000 .Mark im Frankfurter Hof, die, wenn auch nicht immer prompt, immerhin bezahlt wurde. Tenn um den Fürstcn -hatte sich bald eine sehr geehrtfühlende Gesellschaft ongesonimelt, die den Glam, in dem sie sich sonnen durfte, schwer befählen mußte. Tie Kaufleute Si- gentar und Samuel Perlmutter vor allen wißen em Lied davon zu singen. Sie gaben ungezählte Gelder her, und trauten blinden Versprechungen aur Millionengeschäfte, die Golitzine als Vertreter des Generals Koltschak ihnen zuführen wollte; daß dabei Waggonladungen von Lebensmitteln aus russischen Gefangenenlagern verkauft werden sollten, machte die Sache um so schmackhafter. Bekommen hat niemand was, außer Golitzine selbst, der mit dem, was er bekam, „standesgemäß" auftreten konnte. Weniger „standesgemäß" nxn es allerdings, daß er seiner Fräulein Braut, der Artistin Paula Bloch, ihre gesamten Ersparnisse in Höfte von 20 000 Mark abknöpfte. Dafür siedelte er auch mit ihr und den Perlmutters nach Ritters «el in Bad-Homburg über, wo er als Comt mtesse, Prince Tvouwetzky und die Herren Chonove Griffitz Mäklakoff Zimmer bestellte. Auch dort betrug seine Tagesrechnung 2000 Mark, die immer noch die Perlmutter zahlten. SclZließlich wuchs aber doch eine Schuldenlast von etwa 20 000 Mark an, und als der glutäugige und schwarz- gelockte Fürst mit Scheck bezahlte, die keine Bank einlöste, erfolgte feine Verhaftung, trotzdem er als Rittmeister der Leibgarde zu Pferd, früher Flügll- adjutant des Zaren getreten sein will. Am schimpften ist, daß er, was er allerdings bestreitet, cmstfii- j liche Gelder des deutsch-russischen Hilfsvereins un- ' unterschlagen hat. Wie gesagt, ftxcr es ist, weiß man nich, aber man glaubt Anhaltspunkte zu haben, daß er in Rußland wegen letttxn 60 Sttvf- tatat gesucht wild. Kirche rind Sehnle. y. Gießen, 23. Aug. Ter Hilfsoerein Deutscher Frauen in Berlin ließ während des Krieges eine Keine Wochenschrift „Ter Weltkrieg" durch die Schulen Teutschlands) das Stück für 5 Pf., vertreiben. Ter Reingewinn war für die hilfsbedürftigen Kinder von Kriegsbeschädigten, Vermißten und Gefallenen der Orte, worin die Schrift gehalten wurde, bestimmt. Nunmchr sind diese Gewinnanteile zur Auszahlung gekommen. Ticjeni- gen hessischenS chulen, in denen her „Welt- frieg" durch die Lehrer verteilt und durch die Schulkinder ausgetragen wurde haben zusammen den schönen Betrag von 44 488 Mk. 88 Pf. durch die T-eutsche Bank, Zweigstelle TarmstadT ausgezahlt erhalten. Mit dem Gelde kann manchem SHnfre der Krieger eine zweckmäßige Unterstützung gewährt werden. Hierfür werden die Sdyrer, die sich der Verteilung des „Weltkriegs" und des Einsammelns der vielen Keinen Bettöge in uneigennütziger Weise wahrend der fünf KrieMaHre unterzogen haben, wenn nötig, unter Fühlungnahme mit den Vchckrauensleuten der Kriegshinter- tiliebenenfürfotge, baldigst sorgen. x Hausen, 22. Aug. Die hiesige seit dem Tode von Pfarrer D. Preuscben durch Pfanrr Kö^er-Steinbach als Spezialvikar mit Unterstützung der Nachbargeistllchen versehene Pfarv stelle ist im letzten Verordnungsblatt der eiM: Landeskirche zur Wiederbesetzung ausgeschruwar. Tie Bewerbmigssrist läuft bis zum 18. September. y. Lollar, 23. Aug. Gestern nachmittag wurde das Jahresfest des Gießener Zweigvereim, der Gustav-Adolf-Stiftung in der übersullten Kirche zu Kirchberg gefeiert. Beim Gesang der Ge- meindeliedcr wirkte neben der Orgel der PoiauneN- chor von Klein-Linden mit. Die Konfirmanden ver fünf Kir chspielsgemeinden hatten in den Ernte- ferien zwei mehrstimmige Lieder eingeübt, mu denen sie die Festgemeinöe erfreuten. Zu der Gemeinde redeten Pfarrer Becker-Gießen aus Grund seiner Erfahrung in zwei hessischen sporagemeinden, ferner der Vertralrensmcmn für den Gustav-Adolf-Verem im Dekanate Pfarrer Lic. Go m bel-Reiskircheii und sodann der Bauersmann unb hessische Vollsschriftsteller Heinrich Naumann von Nanzhausen bei Die Kollekte betrug 452 Mark, die den hessisch«' Gemeinden Fürth i. O. und Affolterbach zu gute kommt. suchen. T e l m e n h o r st, 23. Aug. (Wolfs.l Tie Arbeiter der städtischen Licht - und Wasserwerke sind heute unter Bruch des Tarifvertrages in ben Ausstand getreten. Tie Arbeiter erhoben neuerdings die Forderung, es sollten ihnen wieder, wie dies in früheren Jahren der Fall war, aus den Kopf 104 Hektoliter Gaskoks jährlich zum halben Preise zur Verfügung gestellt werden. Tie Vergünstigung wurde vom Magistrat alä gesetzlich .unzulässig abgelehnt. Mainz selbst, ihre Wünsche kundgaben. Im wesentlichen war von den Aufgaben der Reichs Vermögensverwaltung in den besetzten Gebieten die Rede, die für den Äau und die Unterhaltung der zur Unterkunft der Besatzungstruppen notwendigen Kasernen und der für die Offiziere der Alliierten erfordeilicheu Wohnungen unb dessen Ausstattung zu sorgen hat. — Der Reichssckmtzminister stattete am Bormittag dem Oberbesehlshaber der alliierten Besavungsstreitkräste, General D e g v u t t e , einen zweistündigen Besuch ah, den dieser am Nachmittag im Stadl Hause erwiderte. schuß. Die Knollenfrüchte werden markenfrei verkauft. Ihr Preis wurde von 55 auf 42 Pfennig ermäßigt. Berich trsaal. ** Alte Klinik. Am Samstag fand in der , 4 Bad-Nauheim, 23. Aua. yn einer , Stadtverwaltung eine BerhaMung weg^ft -ai -b^suchtm Versammlung sprach Prof. Dr. mietung der Alten Klinik zu Vureauzwecken statt. Marner (Butzbach) über „Versailles, Spaa und Wie wir erfahren haben, reflektieren aus die Raume Zukunft des deutschen Volkes". An der Aus- das Finanzamt, das Dersorgimgsamt, Tttegr - sp^-^che beteiligten sich mehrere Kurgäste, phenmspeition, Kvmmunalverband urid andere. Em R,fi,n-9ii>fiau Test der Räume wird an die Universität als ^n- poien-jcr.iiau. stitut für Leibesübungen abgegeben. Die Kosten der Maul- und Klauenseuche. ** Tie H ühner i agd in H,essen ging Frankfurt a. M., 23. Aug. Im gestern ans. Ueber die Schützenentscstidigung Regierungsbezirk Wiesbaden hat die Vcaul- der Hess. JagdKub Tarmstadt: ^n oct ReiM- ur[i) Klauenseuche bis jetzt bei 437 Fällen iagblonefponteni wrn Entschädigungen von 1456 000 Mk. gefordert. Der RiiLviehentschädigungsfonüs steht in- mutcn^kann ^AilM^iül!s-n-n intb Safen ohne folgedessen bereits weit über 1.300 000 Mk. weiteres für’ bK JaÄ>bcr-chli-iten zu schieben, bah bet der Nassauischen Landesbank rn Schuld, de-sholb der Jagdgeber an die Schützen die erfordec- da der Reservefonds mit einer Viertelrnillwn Uchen Patronen stellen soll, oder für jedes erlegte Hn Wertpapieren angelegt ist und nicht anae- Stück 2 bis 3 Patronen in ^tura, bzw. m bar, gaffen werden soll. Der Landesausschuß hat oder aber soll den SaK^ etwa^ ftrnfie Reb- ^shalb beschlossen, für das laufende Jahr Huhn, her aoder der ze* Ker letzten Nächte bei einem Einbruch eine foft^ ^rs unsere 'hessischen gruppen am 18 August Standuhr, den Grafen Eberhard auf L870 so tapser unb ausdauernd cvaren, 'bat mit I meisten Rferd bei der Sauiaad dar- zum si-grcichm Msgang d-s g-mzm Kneg-z S SE ein ÜIBerner $olal aeftoblen getragen, durch den em großes Teutschländ ^rft H.telleiw, )oroie ein lUDeiner ^oiai geiiogien, möglich wurde. Tas' muß bcfonders in der Gegen- 'N den ©olb5 und L>ilberrnunzen im Wert von wart bei jedem Anlaß dankbar hetvorgehoben wer- 30 000 Mk. eiNgegosfen find. den zur Freude und zum Lobe der noch lebenden me. Hochheim a. M., 23 -Aug 2lm ber- Vetercmen Tem Kriegerverein Gießen gehören gangereen Samstag wurden in den bergen noch folgende Mitkämpfer von 1870/71 als Mü- der Stadt Fvonkfurt die ersten reiten ^rau* glieder an: Heinrich Balser, Gehk-imerat Louis Em- ben gepflückt. • melius, Haas, Johannes Heß, Albert Conrad, Peter --- Margots, Karl Maych:, Ploch und Robert Stuhl. . T)U öreiSa^QltUHO. Der Evang. Arbeiterverein ver- vlv anftaltete am (Sonntag auf der Liebigshöhe ein Zu den Lederpreisen. »erba^tag ' folget statt. Bon der Fülle der Darbietungen bildete ein ^rnarung. __ , , wrwn.ort hip von 24 Damen gebotener Reigen ben Glanzpunkt Das SÄchmacker-Handw^r der Veranstaltung. Aber auch der Sinbcrreigen, furchtbare Wirkung Z das Teekräiizchen, sowie die Darbietungen der auf dem J'Stonwrfvrnn? Herren Zschunke unb Berg verdienen ebenso wie I ihm ^f^^S^enü&er bcrnJ8erbr^l^r auj Der von dem Ehepaar Geilfus gebotene Apachen- crieg^tMtifmina tans bestn^re Erwa^mg^ und^des Schuhmacher-Handwerks, wenn auf dem X A.. S>. D. (Ortsgr. Gießen). Morgen, Mitt-1 ^,^ute- und Ledermarkt raschest ein dauernder nw(h abend 8 Uhr im Felsenkeller Vortrag des P^bisstcmd herbeigcführt wird, der auch für das Gauvorstehers I. Schellm-Frankiurt a. M. über ganze für das in hygienischer und materieller L-tandesfragen und Wirtschaftspolitik. Hinsicht so glmz ^sonders wichtige Erzeugnis Landkreis Gießen. „Schuhwerk" einen den Verhältniffen entsprechew- y. St ein heim, 21. Aug. Einem hiesigen den Preis zuläßt , , Landwirt war vom Felde ein eiserner Pflug ge-1 Der Verband „Bund Deutscher Schuhmacher- stohlen worden. Für Wiedererlangung desselben Innungen" .hat es stets als seme bsstndere Auft : hatte er eine Belohnung von 300 Mk. ausgesetzt, gäbe betrachtet, ganz speziell, m der Preisfrage Ein Niddaer Einwohner entdeckte bas gestohlene aufKarend-und ^lehren!.zu wirken urü'fordert an Ackergerät uirweit der Stadt in einer Grube, dieser Stelle wiederum das geiamte Schuhmackstr- Ein Fuhrmann aus Nidda hatte es gestohlen und Handwerk aus, m dieser immer noch so furchtbar versteckt und bereits am nächsten Tag in Ge- schweren Zeit nach wie vor gute Arbeit zu angebrauch genommen. Heute flam der Bestohlene messenen Preisen zu liefern, wieder zu feinem Eigentum. 1 * x Wieseck, 23. Mg. Emer sehr gut besuchten Versaamnlung der Liga zum Schutze der deutschen Kultur unter Leitung von -72 TefTra^mmt 109 ©iegrt. (San* Tiertxnrogeno hat ber TurM»ercin 1846 (Sieben obgefdyaittcn, indem er in ter Obentufe sowahl als muh in der Unterstufe bie er ften Preise errang und fr mir in der Oberstufe Georg Daum mit der höchstmöglichen Punktzahl 80, in der Unterstufe toarl Reuter mit 78 Punkten. Nachfiehend^ bringen mir noch die Ramen einiger anderer ^tegrr aus unserer Umgebung, feweit wir ixttwi 2Jcüteüicig erhalten: Oberstufe: 3. Preis: Otto Texter, Turn- und Sportverein Piarburg 1860, 77 P.; 20. Preis: The»x>c Lecker, MV). Bad-Naubeinr, 63 Punkte; 21. P rers: Fritz Gries, Tb 1860 Bad Nauchnm, 59 P. Unterstufe: 4. Preis: Will, Meist, Tv. Großen-Lindeu, Fvauz Olaf, TV. Vilbel, 71 Pun kte: 5. Preis: Hch Schenk, TV Orten berg, 69 P.: 6. Pre.ä: Georg Gerlach, TV. (Si.chen, 68 P.; 15. Prtis: Ztllrl Lambrecht, Td. 1860 Bad-Mruheim, 60 P. Ter Jahnschild irnb das Bölsungenhorn wurden in schwerem Kiunpfe tvm Tv. Dom bürg erlcurben. ** Turnverein von 1846. Wiederum lut der Turnverein von 18 4 6 einen groben turnerischen Erfolg zu verzeichnen. Bei rem gestrigen Feldbcrgturnen, an dem über 1000 Turner aus allen Teilen des Reiches teilnaimien, errang Turner Gg. Tau mb en 1. Sie g mit 80 Punkten in der Oberstufe lVferkampf) und der Zögling Karl Reuter ebenfalls den 1. Sieg mit 78 Punkten in der Unterstufe. Ferner erhielten noch die Turner der Oberstufe Hermann Neuser den 16., Aua. Wallenfels den 17. Sieg; in der Unterstufe bte Zöglinge .(träft den 6., Heinrich Trechsler den 12., M>. Fischer und Willi (Sengnagel den 19. Sieg — HockeyabteilungdesB. f. R. 1900. Infolge des unerwartet festgesetzten Wettspiels unserer Fuschallmannschaft gegen Mühlchrim mußte das Hockeywettspirt verschoben werden. Ts findet bestimmt Mittwoch absnd 6 Uhr out dem Oswalds- garten statt. Aus dem rr«tHverkü«digungsblatt. ** Das Amts Verkündigungsblatt Nr. 119 vom 23. August enthalt: Nachtrag zur sechsten Ausgabe der Deutschen Arzneitare .— Schul verwal ter konsevenz. — Zuckerverbrauchsregelung. — Viehseuchen. — Dienstnachrichten. Zuckerverbrauchsregelung. Auf Grund des 8 2 der B-ckauntmarlmng vom 15. Januar 1918 gelangt die für bat Monat August zusüchende Zucberutenge in Höhe von 750 Gramm auf den Kopf der Bevölkerung zur Ausgabe. Es können auf die Zuckermarken 156, 157 und 158 je 250 Gramm — 750 Gramm b? fragen iverden. Mit Ablauf des 10. September 1920 Deriieren die Marten 156, 157 und 158 ihre Gültigkeit. Maul- und Klauenseuche in Bettenhausen. In Aktienbaufen ist die Maul- und Klauenseuch.- amtlich festgestellt tvotixn. Es wird ein Sperrbezirk gebildet, bestehend mts der Ge- ntartmig Bettenlxarsen; das Beobachtungsgebiet bleibt unverändert. In der Bekanntmachung vom 16. d. Mts. ist ein Fehler unterlaufen. In das Beobachtungsgebiet fällt nicht die Gemarkung Reinhardshain, sondern die Gemarkung Weickartshain. S ch w e i n c r o t l a u f ist in Hungen in dem Gehöfte des Plsilipp FriV festgestellt worden. StanS der Maul- und Klauenseuche in Oberyessen. vom 8. bis 14. Augcht. Im ft reife Gießen: Ebcrstadt, Tors-lSüll, Obbornhofen, Muschmheim, Garbenleich. Leihgestern, Bellersheim, Ober-Hör- getn, Langsdorf, ^Ruttershausen, Oueckborn, Heu- rlfelheim, >vesselbach, Klein Linden, Gießen, Birklar. — Im Kreise Alsfeld: Homberg a. Ohm, Nieder-Ofleiden, Ober-Ofleiden. — Im Kreise Büdingen: Hof Marienborn, Hof Ronneburg, Himbach. Selters, Lindheim, Langen-Berghcim, .Hainaründau, Diebach a. H., Altenstadt, Bellmuth, (Slauberg, Eck'.zell, Büdingen, Oberau. Hain- chen, Ecker! shau säen, Ichmmellzausen, Milteigrün- dau, Rodenbach, Leidhecken, Hof Engelthal, 2llt- Wi^ennus. Heegheim, Höchst a. N., Bon hausen, Hof Heulte, t. (Setteran, Hof Schleimd (Dauern-- beim), Ofeiß-Nidda, Stock!eim, Aeichcnbach, Gelnhaar, Wolf, Ober^Mockstadt, Heiiäelseim. — Im Streife Friedberg: Münzenberg!, Reneel, Dortelweil, Büdesixim, Dorn-Assencheim, Kaichei'., Mein - Karben, Wickstadt, Dilbcl, Beienhecm, Stammheim, Massenheim, Hclrinbergen, Gambach, Friedherg-Faucrbach, Reichelsheim, Nrvter-Esch- bach, Staden, Bönstadt, Bauern^heim. Klappen- heim, Weckesl^im, Assenheim, Tr.-Miarzenberg, Nieder-Erlcnbach, Södel, Nieder-Florstecht. — Im Kreise Lauterbach: Maar, Reuters, Leblos, R-imlos, Schlitz, Wallenrod, Lauterbach, Allmenrod, Eicheirvod, .Hopfmannfeld, Herbstem, Ilbeshausen. — Im Kreise S d>o tt tu: UI» richsteür. In Asfeicheim und Ober-Nosbach ist die Maul- und Uauenseucke festgestellt worden. In den totHb.-btixn Geiß-Nidda, Wolf, Tu- delsheim imb Lorbach ist die Maul- und ftlauen- feuche ausgebvochen. In der Ofemartbe GhringSyaufen fit Me Maul- imt> Klauenseuche amtid) festgeüetlt inorben. Unter dem Buchbestände les Landwirts Heinrich Find V in Sichertshausen ist die Morst- und Klauenseuche auSgebrvchar. Unter dem Biesbcstände les Bürgermeisters Lemmer und des Landwirts Ludwig Heuser in Heskem ist die Maul- und Klauenseuche ausge- b rotten. Die Maul- und jkstmenseuche auf Hof Marienborn und in Rodenbach ist erloschen. In der Gemeinde Ulm ist die Maul- und Nau enseuchc erloschen. Dienstnachrichten des KreiSamts Ludwig Ritrer von (Srünberg wurde -um Feldschützen (Flurwarts^ für die Gemeinde Grünberg ernamrt unb verpflichtet. Philipp Schäfer aus Billiuaen wurde -um Feldschützen für die Gemeinde Ästlingen ernamnt und verpflichtet. Aunst UN- Wissenschaft Dormsts-tcr Er-rejsi verlobt. Guerard ist Deutscher und besitzt große Fabriken in Brandenburg. In erster Ehe war er mit der bekannten Sängerin Salvatini verheiratet. * Wien, 23. Aug. (WTB.) Die Blätter melden: Gestern nachmittag stürzte in Unlerach am Acherfee die mit ungefähr 15 0 Personen besetz te Landungsbrücke ein. Der größte Teil der auf der Landungsbrücke befindlichen Sommergäste fiel ins Wasser. Bis zum Abend waren zwei Leichen geborgen. Qmtdel. Berlin, 23. Aug. Börsen st immungs- bild Tie nt Oberschleften eingetnetene ^-femricke Beruhigung übte auch ihre Wirkung auf bte Börse au£>. Die Spekulatwn zeigte sich wieder ziemlich unternehmungslustig. Eoenso hastig wie am Samstag die Ware an den Markt geworfen wurde, erfolgten heute unvermittelt Rückkäufe, so -daß Kurs^ er Holungen bis zu 20 Prozent für die marktgängigsten oberschlesischcn, Rheinischen unb westfälischen Werte eintraien. Laurahütte unb Bock-umer Guß- slahl waren zeitweise khjar um 30 Prozent aufgebessert. Außerdem wurden in Dhalc, @ebr. BveUer unb Deutschen Waffen-Aktien die Aufkäufe fortgesetzt, die schon in letzter Zett zu beobachten gewesen waren unb die diesen Papieren zu n eiteren ansehnlichen Steigerungen verhalfen. Auch für chemische, elektrische, Schiffaihrts- unb Kali- aftten war die Haltung infolge von Rückkäufen bet Besserungen bis zu 8 Prozent ausgesprochen fest. Westeregeln Mkali waren um 30 Prozent gebessert. AuÄarcksdevisen verrieten nach anfänglicher mäßiger Befestigung Neigtmg -nm Rückgang, was nach den anfänglich höheren Kursen für Ba lutapapiere zu entiprechenden RückgÄrgen in diesen namentlich aber Kanadas führte. Petrvleumwerte waren mäßig eLholt. Banstckcien und deutsche Rentenwerte nur geringfügig verändert. Mexinnrer waren leicht ottröckrtnd. Tie feste Grunbstimmnng blieb auch weiterhin bestehen, zumal auch am Markt zu Einheitskurfen Jndnstriewerte infolge hörige- setzter Anlage käuhe Neigung zu einer kräftigwn Besestigung Errieten. Frankfurt a. M., 23. Ang. Börsen-- stimmungsbild. Montanpapiere Logen un Hinblick der besseren polnNchen BeihckllTttsfe tn Oberschlesien werter fest. Stark gefragt waren bc- sonders Mannesmann, welche ber regen Umfaßen mit 428 6 Pro^ .gesteigen wurden, auch Bnderuo mit 367 plus 6 Proz., Laurcüntne 31x101 5 Proz aus *344 an, Bochumer 464 plus 3' Proz, Cber- bebarf 242. Eine Steigerung "von 65 Prrx erfuhren Westeregeln aus 790 rationiert, AscherÄeb<-n 430 plus 11 Proz. Chemische Sä^ideanstatt (teilten sich nneber 3 Prvz. höber 545. H^lzverlolr- luxg 392.50, Farbwerke Höchst 362.50. (5lehr. Licht und Kraft erführe» rine ^Kurssteigerung von 41/2 Pro-. 144.50. Deutsch Uebersee galten 7 Pr>z. nach 875. Moschs. Moenus zu erheblich ltölrerem Kurse grfndn muß tert mangels Angebot gcitridxn werden. Es notierten Asckianenburger Zellstoff 404.50, Bingwerke 229.75, Maschs. Badewa 205, GaSmoL7>ren Deutz 195 genxnmcn je 5 Prozent. (Sementocrf Lothringer stiegen auf "246 Pkw 11 Piozstt. Mexikaner fester. 5po,z. Goldmerilaner 421, öprvz. Sttbermerxikaner 325, 5pvoz. Bagdad 105, 5pv»z. Tahuanlepec 371 plus 8 Pvoz. Im fteien Verkehr bestand rege Nack>ftoge nach Waggonfabrik Rastatt, welche von 210 bis auf 222 gesteigert wurden, Heldburg lebhaft 288. Deutsche Petroleum 1245. Frankfurt a. M., 23. Aug. Getreide- markt. Tas Hafer Geschäft vollzog sich äußerst ruhig. Tie Börse zeigte nur geringe Veränderung. Fitt Lupinen ist bte Kauflust b^schüden. Raps fest. Erbsen blieben in guter Qualität gesucht. Auch Ackerbohnen waren höher bejablt. Lupinen wenig gesucht. Peluschken und Seradella hielten sich fester. Heu lag fest. Stroh hat sich nicht viel verändert. Frankf«7t a. :öt, 34 August. Devisenmarkt. Tafirn: Amstardan,. Aotterd. Vrtlstef-AnNoerpeir. khrtstiania...... f.epewbegert .... . ,, e. . Mftxgfocs...... jtelien........ Cenfcen........ 91e»-7}or6...... Pari,....... . Schweiz........ Spanien...... Wien (altes) . , . Deutsch-Oesterr. abz. Prag........ Subopeft..... Vulgär i«n .... Aor.jtantmapcL . . Geld Bries Geld Bries 21. Aug 2.1. Aug. 1663,30 1666,70 1358,30 1661,70 383,60 384,40 383,60 384,40 749,25 750,75 739,25 740,75 749,25 750,75 744,25 745,75 1036,- 1041,- 1039,- 1040,- 158,30 158,70 232,75 233,25 183,80 184,20 51,57 51,67 359,60 360,40 836,65 838,35 749,25 750,75 21,22 21,28 22,34 22,40 82, - 82,20 21,22 21,28 157,30 157,70 233,75 234,25 183,80 184,20 50,82 50,92 363,60 364/40 846,65 848^5 764,25 766,75 21,22 21,17 22/) 7 22,13 82,27 «M7 20,23 22,27 vörsenkurss. Datum: S°/.Deut.Kriegsanl. 4°^Deut.Reichsanl. 3*/,Dent.Beichsani. 4*1. Preuß. Äonfals Darmstädter Bank Deutsche Bau'?. . . Discanta- vesellsch. Dresdener Bank . ^QÄoeNrfbank f. D. Mittett.Lreditvairt RardtzasstcherLlayd Boch.Tussttahl^^k. D »Luxerub Berg». Seisenkirch. Beegw. Harpener Bergbau Otz«*schl.EsteM>.-.B. Otzerschles.kiseuind. Phänix.Brgä..28tt. Bad.2inrUu-u.S»tza Höchster Farbmerke tkl*. 2L C. 6.. . Schubert-Werke. . (Veiten - Guiteauine Daimler...... Dud.-kiseui»..AKt. 3 Metro erte .... 4e/,5cfi-StaatsanL (Electron Griesheim Frankfurt Derstn Sch tust- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs 21.8. 79,50 176,- 168,- 429,- 353* — 252,— 436,- 460,- 360,- 284,50 199,50 207,'- 357,- 304,'- Kurs 23.8. 79,50 162^50 I 242,’- 362'o0 i 221,50 21.8. 79,50 68,50 62/10 66,90 141,25 263,13 198,- 162,25 148,50 141,25 176,50 169,75 435,- 2'18,25 296,25 357,- 229,- 252,50 436,50 465,- 360,— 280,- 198,50 418,— 208,- 350,50 227,- 80,- 300,- 23.8. 79,50 68,50 61,60 66,60 142,- 262,50 198,- 162,25 148,50 141,50 179,25 171,75 460,- 313,- 304,— 362,- 240,75 261,- 444,- 460,- 360,25 282,50 202,- 414,- 204,50 367,- 224,- 305,- vtarknotiernnge«. Datum: 21.8. Zürich.................. 11,90 Amsterdam . .... .......... —, — Aopert^agen.............. 13,50 StaÄtzelm............... 9,70 Prag.................. 2BU«.................. 23.8. 11,70 13'16 9,70 (3n einem Teil der Auflage nriebrrtplt] VerhanNuirgen zur Wiedertferftelluirg Der Niche in Oberschlesieu. Beuthen, 23. Aug. (WTB.) G-ftern fand eine Verhandtung der Führer aller poltttschen Parteien statt, mn einen Beschkuß darüber Kufen, n-aö zur Wiederherstellung ber Rübe tatb Ordnung zu ge, (beben bade. ES nnrrbe beschlossen, eine gemischte Kommission nach K>n»owitz zu dem ftanzöfischen Oteneral (Sracicr zu senden, um Lesern bk iwrberung zu überbringen, daß bte Ruve und Ordnung durch das fvmrzöftsck» Militär irneder herzustellen sei. Zu diesem Zweck soll 1. bte Entioaffnuiig der Vevöltz-rm»g allgemein durchs führt werden, 2. soll nach WiederhersteLlung der Rübe und Orimnng der BelagerungszuE stand soweit wie möglich aufgehoben twr* ^en, 3. sotten da, w) noch Unruhen bestehen, die Ordnung durch eine unparteiische Sicherheit s we d r, aus beiden BevSlkntcngstrilen iiri-enb, gewährleistet werden, i. soll der augenblickliche Streik abgebrochen mrd bte Arbeit am Montag überall wieder aufgeiwrnnrrn' n-erben. Tort, wo Arbeiterkreife ber einen oder anderen Ratton Terror gegen die ArbeitSwilligeir anoüben, soll von feiten der int emotionalen Kommission den Arbeitswilligen Sckmtz gewährt Werben.- General G r a c i e r, ber eben erst von einer InspeftioNsveise durch die südlichen Teile dfs Industriegebietes iurüdflt'bite, erklärte, daß er überall Ruhe unb Ordnung vorgefunden batx- und daß die Führer der Polen ihm .wigrfidrrt hätten, die Auf- oeclfterHaltung der Ordnung sichern Mi wollen^ Sic hätten ihm versichert, daß die Arbett am Montag überall wieder ausgenommen wird. Er hoffe, daß er weiterhin in der Lage sei, die 3u* sichen um geben zu können, daß er dem Wunsch der Kommission werde Rechmmg tragen können. Eine ht Beuthen abgebrochene Versammlung wurde Henle abend in G l e i w i tz wieder ausgenommen. Die Versammlung beschloß, bie Bespreche m gen mit lx-r Interalliierten Kommission sorizusetzen, und sclsticßllch regte die Versammlung an, die Bevölkerung Oberschienens in ihrem eigenen Interesse zu ersuchen, die Ruhe zu hatten, weil nur dadurch die Autorität ihrer Führer bei den Verhandlungen mit ber interalliierten Kommission! gewahrt werden könne. Eigemnüchtigkeit der Eftendahnarbeiter. Berlin, 23. August. (WTB.) Wie die Morgenblätter treiben, ist eine Einigung Über den» Trmrsport txxn Ausrüstungen für die Sicherheitspolizei in Ostpreußen, der ixm. den Eisenbahner« aus dem Stonoiisbalmchos in Berlin an gehalten iporbat war, nod) nicht erfolgt. Durch die Beschlüsse der gestrigen Betriebsrätekonferenz int Reichstag trat eine Dersclzarfung der Zage «ttage. Bei der fttonferen# liyrert auch Transportarbrite« aus Lübeck erschienen, die einen DamrHer von 2000 Tonnen mit Munition nach KAnigsberg an» gehakten haben. Die Eisenbahner und Transportarbeiter wollen vorerst die beiden Transporte unter keinen Umständen befördern. Die kommunistischen Eisenbahner wollen gesondert Vorgehen und über den Rahmen der von der ReichStagskonserenz ausgestellten Richtlinien hinaus jeden Tvimsport, der irgend verdächtig erscheint, astbalten. Sic fordern sogar, daß Vertreter in die Waft'enfabrrken und MLttärdepvtSl gesandt werden, um dort den Betrieb zu ton- t.-ollreren. Heule fanden Verhandlungen zwischen den Arbeitern mrd ber Regierung statt. Eirrr HrivasmeDung über die „Schwierigkeiten" der Bolschewisten in Persien. Teheran, 20. Aug. Havas. Die Lags der Bolschewisten wird immer schwieriger^, Im nördlichen Kaukasus ordneten sie allgemein die GeneralMobilmachung an. Große Erregung herrscht' in den Bergwerks bezirken. Die Rote Armee an der tschechoslowiMschea Grenze. Prag, 22. Ang (WTB.) „Tribunrr" meldet aus Ungarn: Die massenhaft über bie Grenzo dereinflud-nde flüchtende polnische Bevölkerung er- zählt, daß die Sowfetarmee nur noch 40 Kilometer tun der tschechp-slowatischen Grenze entfernt sei. Ein Attentat in Syrien. Kairo, 22. Aug. (WTB.) Havas. AnS Haifa wird berichte^ daß ein Zug, der am Freitag vormittag Damaskus verließ, in oan sich der Ministerpräsident Drnbr Pascha unb mehrere andere Minister nach Taras begeben wollten, unterwegs von bewaffneten Banden angegriffen worden sei. Tombi Pascha unti Iusßui Pascha seien ermorde t Warden. 9Jiun habe bte Reisenden auSgeplündert und bie Post bestohlen. Die Zahl der Opfer ist nxh nicht be* tawnt. Zwei Senegalesen sind umgetommen. Ter Zug setzte seine Reist fort unb fant um Mitte« nacht in Hoist an. Verhaftung einer Hochstaplerin. Wien, 22. Aug. (WTB.) Wie eine fnefajfi Korrespondenz meldet, ist Stella Jerusalem, welche vor einem Vierteljahr durch ihre Mttlronen- belrügevestn, die sich auf mehr als 10 Millionen beliefen, sth-r viel von sich reben machte unb bte Rolle äwer Madame Humbert in Wien gespielt hat, in Ctbcnbrrrg verhaftet worden. Minder Hatz. Roman vo« Alfred Sassen. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 14. Kein Wort hatte er bisher gespwchen — er formte wohl nicht — nun feuchtete er die Lippen unwillkürlich mit der Zunge an — vergebens — fie versagten auch fetzt noch den Grtstrstm. Rena >it;e bie Hönde ineinandergekrampft. Sie wußte nicht, was sie tu» sollte. Tu burdy führ sie ein Gedanke, ein rett enter, wie sie meinte. „Ich werbe die Tartte bt>tat,,/ rief sie und wollte f>in zur Tür. Aber jetzt schrillte cs in heiserem Mißton von seinen Lippen: „Bleib!" Keine Bitte war — wie ein herrschender Befehl schrie bas rinc Wort auf sie ein. Sie fühlte sich an ihren Platz gefesjelt. Stumm wartete sie, daß Oslar weiter spvecheir möge. Es nicht. Sein Schweigen lagerte sich ihr mit unerträolick-cm Druck aus "die Brust. Dabei fühlte sie sich rvie berlengt von dem verzehvenden Feuer seiner Au^en. Flehend rief sie endlich: „Um Gotteswillen, Oskar, martere mich doch nicht so entsetzlich! Sag' mir, was gesck>ehrn ist — was dich so kurze Zett nach deiner Abreise schon wieder hierher führt! Sprich, sprich!" Ta lackte er plötzlich gelleird auf — — jäh ntuljtc er aber innehalten unb beide Hände aur Irine franTc Brust pressen, in der es von der Anurmgung des Lackens erstickend aufstieg. Ter fahle Ton seines Gesichts verstärkte sich noch, ferne Rippen färbten sich blänlid> „Allmächtiger," schrie das junge Mäbchen aut „Ein — Glas — Wasser —" verlangte er nint doch. Sie stürzte zur Tür. „Bleib!" hern-schte er noch einmal und wies mit der Hand gebieterisch auf ein Settentischchen, das auf seiner Platte Wasferfiasche und Glas trug. Mit zitternden Händen goß Rerra bas Glas voll unb brachte es ihm. Er tranf es leer bis auf den letzten Tropfen. Scheinbar achtlos ließ er es dann seiner Hano entgleiten. Blitzschnell haschte diese Hand noch der Reckften des jungen Mädchens, bas vor ihm stehen geblieb« war. Sje meinte in die Knie brechen zu müssen bei diestr mrvermuteien, krallenartig Kustsfenden Bewegung seiner heißen, stwchten Hand. Die Lippen biß sie sich blutig, nm sich aufrecht erhalten zu können. Fast furchtsam stieß sie hervor: „Was willst du von mir —?! Laß Mich loS!" „Jawohl — bas will ich," brach er nun aus. „Nicht mit einem Fttvger sollte ich dich anrShren!" Und er stieß sie von feinen Stuhl hinweg. Diese Rohett gab ihr mit einem Schlag ihre SeibstbehrrrsÄing zarrück. Voll stolzer Gelassenheit richtete sie sich vor ihm auf. Kall unb ruhag sagte sie: „Du bist krank — ich bart nickt mit Dir rechten . . . Aber um eine Erklänmg deines seltsamen Betragens muß ich doch brixgenb ersuchen —" Unvorsichtig wollte er abermals in ein schrilles Lachen ausbrechen, aber er erinnerte sich noch rechtzeitig der übten Folgen, die es eben für ihn gehabt, und hielt sich zurück. Ein höhnisches Zischen mtr tarn Über feine Lippen: „Die Uuschuldnuene steht ber wahrhaftig gut sh Gesicht! — — Elende Heuchlerin, als ob d« nicht ga«z gereru wüßtest, weshalb ich hier bi»! Um dich xar Rechenschaft zu ziehend Nun wollte ihr freilich die mühsam ertragen; Haltung triebet treulos werden . . . Was war geschehen —? Was wußte er von den letzten Ereignissen, die ihr soviel seelische Qvtt gebracht hatte»? . . . Zum Grübeln war jedoch feine Zett. Ter selbe Augeicklick, der ihr das erhobene Haupt schuldbewußt w»eder nicberbrüdtii wollte, erfüllte sie auch aus einmal mit einem verzweifelten Mut — nein, mit einem strehieirdtzn Mut dessen, der auch vor dem Leiden nicht zurückschreckt für eine Sache, die seine ganze Seele erfüllt. Mit heller Stimme rief sie: „Sage mir klar, was du gegen mich öotjubringai hast. Ich werde fctr eine klare Antwort nicht schuldig bleiben." Seine funfetnben Ligen bohrten sich in ihre Züge. „Also das ist möglich^ feochti er. „Es gibt weibliche Weisen, die heule dem einet Treue zu geloben für alle Zeit uni) es fertig bekommen, vierzehn Tage später einem anderen zu sogen: ,^ch siebe doch!" Möglich ftt es — wirklich möglich! Oder leugnest bu —?* Sie sah ein, er umBte alles. Ter Weg freilich, aus 'dem er davon Stenxtn^ erhalle«, blieb ihr vorläufig wach bratet Nun, er trittbe ihu schon nennen. Sie antwortete: ,^Zch leugne nichts. Es ist wahr, ein Gefühl ist über mich gekommen, p voll bezwingender Macht, daß all mein Wehren ixr- geL^enä war. Aber eins ist und wird näht geschehen —: daß ich zu ihm, der mir dies Gefühl eingeflößt, sagen önnte: ,r3 kann es ja nicht — ach, Rmo, ich liebe dich ja,, liebe dich so über alles —" und im jähen lieber- gang aus ferner zügellosen, wilden Heftigkeit m Quatooll hervorbrechendem Schmerz sank er vor khr nieder und preßte bie Überftregenden Augen, den krampfhaft schluckenden Mrad in die Falten ihres Kleides. Da konnte sie sich doch einer Erschütterung nicht erwehren. Nachdem sie ihn eine Zeitlang schweigend hatte gewähren kiffen, strich sie mtt ber Hand sacht über sein dunkles Haar hin unb sagte leise und traurig: „Oskar, steh auf. Laß uns m Ruhe Über alles sprechen. Komm. Ich bitte dich" Willig wie ein Kind folgte er. Sie führte ihn M einem Stuhl am Tisch unb setzte sich ihm gegenüber. Rasch stv-nd sie aber noch einmal auf unb entschuldigte sich für einige Augenblicke: sie müsse erst draußen ein paar Worte mit der Mamsell sprechen, damit bte Leute rechtzeitig chr Abend« bcot bekämen. Als sie zurückkehrte, sah ihr Oskar starr ent« gegen. Auf einmal aber schweifte sein Mick ab, an der Lampe vorüber hin fcur gegenüberliegenden Wand. Seine mageren Finger bewegten sich da« bei in siebechchter Unruhe auf der Tischrtattc^ (Fsrtietzung Ugt) ■ Schmerzerfüllt zeigen wir Verwandten und Bekannten öcnmerzcuuni W an daß heute nachmittag 4 Uhr mein lieber Mann, unser ■ I auf dem neuen Friedhof statt. 9013 Achtung! Achtung! Fr. Hnhn & Von der Reise zurück Dr. Honigmann Dr. chir. den! Roddes von der Reise zurück. 11 9023 Manier 8999 eintreten bei I Sri. selbst. Mb-ben Ä Ä Ifl, sacht paff. Schr. Angeb. 9009 zu haben. » «erkaufen. 9017h kaufen. [9010 L « -> DO- W lMSkS MW» für kleinen Haush. (iroei Perl.l sofort ober 1. Sev- lemwr c»efucht. 014293 M Fritz Keßler Neuenweg 33. Volontär. 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