b des Entunttfs, fuhrbewilligungen ein förmlicher bandel getrieben totaoMfwMftein emerfcta iftr; iU ’t?wvrdem Erzberger erklärte, sich für die Leitung aSÄljL?£iÄ 9jfLi.?* b^fer Steuern ichon m erster von Einsuhrbewllligungen als Leiter der Aus Scbroim-rfcit bei den Serbe ?ä^5cn® landspwpaganda eingesetzt zu haben und ivcüere die Bolschmnslen das Ver-V CntTDurr notaatsintereffe nur unter Ausscklns?? nina m, ™ lichkeü geschlossen Nächste Verhandlung Dienstag. e m n haben geM gegen sei nur wenig benutzt worden. aber m im nisiar- yt. Die neuen Beschuldigungen gegen Erzberger. Nr. 46 Ter Lietzener Anzeiger erschemr täglich, außer Son»,- und Feiertags. Beiucsprtis: Monatlich Mk. 2L0, vierteljährlich Mk. 6 SO einschließlich des Bestellgelds; durch die Poft vierteljährlich Dtt. 6.— ausschließlichBestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für bte Schristletlung 112 Berlag.tbeschäftsstelleSl Anschrist sürTrahtnach- rtchlen: Lizeiger Sietzea. postschecktoato: . rcntfurt a. M. H686 Der ehemalige Großherzog von Hessen. Paris, 23. Febr. (Wolff.) Nach einer Meldung des „Marin" aus dem Haag hat der ehemalige Großherzog von Hessen int Haag ein Haus erworben. Gis.) zu itolXen. seilens der «i, beteiligte ®run> «evollniächligl ist. ie Mehrheit von er Vorausjetzung blich. Beteiligter sgesetzes ist, roti er Inhaber ein» lüde gleidgeitdll. !i ober belannte fenthalt der Be> lb des Deutslhen igtet ju erachten, tigung des Orts« ist, so jinbet die ches entspreihende bebar] der unbitüd zum ti> der EuuvilliB ^"■3 36? ^«12180^ $ 3kl. o hat: n &iW i« i und ischieds» Lahn wt/nen« zur Währung menben Brock- re Zuschnit ur- hl mehr erfolgt. issar: :Nisiachttmg der französischen 2tcatsau:irrität mit acht Xaqen und in der Berusimgsmstrmz mit . J, die MiffLon Ogvadh .Morning fBoft" fahrt fort, bte große >ei den Verhandlungen sei gxlölt, da Kleinasien und Den bolschewistischen Vormarsch Mwden. Englisch-russische FricdenS- vcrhandlnngen. für französische Kriegsgefangene bei Mont- medy-le-Haute sei von höherer Stelle angeord-- net worden als Repressalie für die schlechte Behandlung unserer Kriegsgefangenen durch französische Kommandanten. Der Raum Das Steuerrecht der Gemeinden und Länder. Bon Fmanzmrnister a. D. Dr. Becker, M.d. N. I. 9«n. ^en-Lindr». i r b i b b i n. rinigungsAktzv j bie 6tW $ in den SM Verhältnissen ni» drei Mnaten t« rgänzen zu M, ßeldbereinMngr besondere auf die Lage in Palästina, Aegypten. Syrien, die rärki scheu Trunpmbenx1 gimgei i gung und wird sicherlich in der zweiten Lesung verbesserter Form feilte Auferstehung feiern. Tr. Alsberg, fragte Er-berger, ob er nicht ohne Zuziehung des Mtändigen Reichswirtschffts- Ministeriums nach Ankauf von 10 0 A k- tien über bte H ö he de r Entschädigung mit der Hapag verhandelt habe. Erz- berget antwortet, er habe in Weimar mit dm Herren die Möglichkeiten erörtert, di: für dv: Jnter- efjen der Roeder g.'gcken waren, und in ter Labi- uettssitzung enten Vorschuß von U/s Milliard^m für die Reeder vvrgeschlagen. R^btsanwott Alsberg schließt daraus, daß Erzberger sich den Geschäftsbereich des Rrichswirtsch^ftsministerrums au- maßte. Helfferich fragte, ob es Erzberg'r nicht klar gewesen sei, doß die Schiffe auf Nimmerwiedersehen ausgeliefnt waren. Erzberger verneinte das. Ter Minister Giesb:rts bestätigte, bafe Erzberger ihm auch z.im Ankius von Hapagaktien geraten habe, um das Vertrauen zu den Schiffahr^griellschaften zu fträfen. Ter Zeuge habe das Vorgehen Erzberg'rs f ür b u m m ober allzu ideal gehalten. Es folgt die Vernehmung von Oberstleutnani Düster berg von der Waffenstillstands^rm- iniffiort in Svaa. Ter Zeuge hat von Spaa aus einen Berits an die Adresse des Obersten Reinhard nach Berlin geschickt, wovon Erzborger, bevor Reinhardt den Bries crijicL, Kenntnis hatte. Der Zeuge nimmt an, daß der Brief im Bureau Erzbergers geöffnet worden ist Erzberger erklärt dagegen, eine Abschrift des Berichtes direkt aus Spaa erhalten zu haben. Ten Namen des Uebersenders habe er mit Absicht sich nicht gemerkt. Z über Be^ merhmg Helfferichs, Erzberger sei auch sogenannter Syndikus bei der Viehhandel-Inter- efsengemein schäft mit einem Gehalt von 12 000 Mark gewesen, erklärte Erzberger, daß Verbände an ihn heran getreten wären, es sei aber durch seine Erneimuug yun Staatssekretär nickt zu einem Abschluß gekommen. Hierbei tarn zur Sprache, daß Erzberger- auch dem A u f s i ch t s r a t der Z. E. G. angehörte. Es kommt nunmehr der Fall über die Ausstellung von Einfuhr b-willigungen zur Verhandlung. 11. a soll Erzberger einem Herings- händl r eine Einfuhrbewilligung verschafft Haren. In der Scl)weiz sei mit den Erzberger scheu Ein- Der englische KriegSminifter über die HeereSverhättnisse. Londo n, 24. ^ebr. (WTB.) Unterhaus. Anläßlich der Einbringung dos Arme?budg-.ts erstattete der Kriegsminister am Miontag Bericht über die militärische Lage. Ter obligatorische Militärdienst wird in Großbritannien mit dem 31. Marz sein Ende finden. An demselben Zeitpunkte wird dierund200000Frei- w i l l i ge z ä hlen de neue Armee geschaffen sein. Tarrn sind die in Indien bienenden Truppen nicht einbegriffen. Ter Minister führte dann meiter aus, daß Großbritannien auf der Friedenskonferenz mit wenig Erfolg für die Abschaffung der Aushebungsarmeen eingetreten sei. Tie einzige grvßr Arm«, die dazu bestimmt wecken konnte, aut den obligatorischen Militärdienst zu verzichten, sei Deutschland. Aber er sei es der Wahrheit schuldig, zu fagen, daß Teutschland ba$u yynMingox wurde. Ter Kriegs Minister fegre ittcrairf bie Gründe bar, warum Gvoßbritannien eine stärkere Armee als vor dem Kriege benötige und verwies dabei ins- Hus dem besetzten Gebiet, Französische Nochlsprechung. Berlin, 24. Febr. Drei merkwürdige Fälle tranzösischer Rechtsprechung im besetzten Gebiet werden von verschickaien Blättern -piftiitb gerügt. U. a. wurde in Wi.-sbaoen ein Schaffner der Straßenbahn, der einen französisch m " ffisier aufgeforbert hatte, während des to iiereus des Wagens dte'en zu x>rrlafen, wegen Tem Vernehmen nach schloß 9Htti sich den Vev- tantümgen an, während bie franzö isäx ^Regierung mb zurückballe. Am Schluß des Artikels wendet sich die „Morning 98oft" gegen Lloyd George, der irruben schließen talk mit einem Regierungs- system, das die obere Klassen in Rußland mrniastet und die unteren zu Sklaven gemacht labe, das die Vernichtung des britischen Reiches anftrebc. steuern den Gemeinden ganz oder teilweise übet lassen könnten, sand ein Antrag Annahme, wonach die Länder die Ertragssteuern den Ge meinden auf deren Verlangen wenigstens teilweise überlassen müssen. Ein anderes aber muß in zweiter ßefinig auch noch erreicht werden. Es ist schon darauf hingewiesen worden, daß der gewaltige Bedarf der Länder und Gemeinden einerseits, die Be schränkung^ der Steuerquellen, aus denen sie noch schöpfen können, andererseits, sie zwingen wird, gerade die Realsteuern sehr scharf zu fassen. Tas kann — zumal bei der eigenartigen politischen Zusammensetzung, die vielfach die Parlamente der Länder und die Gemeindevertretungen in Zukunft haben werden, — leicht zu einer lieber» lastung von Grundbesitz und Gewerbebetrieb fuhren. Es ist deshalb dringend nötig, zum Schlitze der Steuerzahler eine Beschränkung dieser Aus- nützungsMöglichkeit vorzuiehen. Ein diesbezüglicher Antrag des Schreibers dieser Zeilen mürbe zwar in erster Lesung abgclehnt. Der ihm zugrundeliegende Gedanke aber fand sowohl im Ausschuß wie bei der Regierung grundsätzliche Billi- Die der Veröffentlichung der gestern erwähnten Angriffe zugrunde gelegten Steuerer(lärnngen des Retchsfinanzministers reichen zurück bis in dos x>abr 1904. In diesem Jahre habe Herr Erzberger erklärt, keinerlei Einkünfte aus ^dapital-Vermögen zu haben, währercd er im Hclsferich-Prozeß aus geführt habe, daß er bt*i seiner Uebersiedelung nach A^rlin, die im Jahre 1904 erfolgte, bereits über Vermögen verfügt hätte. Bis zum Jahre 1908 habe Erzberger fein Einkommen aus gewinn bringender Beschäftigung auf 6000 Mk., dann bis 1913 auf 7500 Mk. und für die beiben nächsten Jahre auf 8000 Mk. angegeben. Aus dem Prozeß Hclsferich.gehe hervor, daß Herr Erzberger in den Jabren 1908 bis 1911 in einer ganzen Reihe von Fällen als Schiedsrichter tätig gewesen sei. Allein schon das Einkommen aus diesen Schiedssprüchen dürste dem von ihm angegebenen Gesamt.inkommen mindestens nahekommen Im Jahre 1916 habe er em Gesamteinkommen aus gcivinnbringenbcr Beschäftigung von nur 20000 Mark deklariert, während er beveits im Mai 1915 in den Aufsichtsrat von 2 bm'ien mit einem festen Jahreseinöommen von 40 000 Mk. emgelreten sei Für das Jal«r 1917 habe Erzberger sein Einkommen aus 40000 Mark teftariert, also lediglich seine Bezüge bei Thyssen angegebm, sein Einkdmnren aus den Berger scheu Schiedssprüchen und seine sonstigen Einnahmen aber Verschlviegen. Im Januar 1918 habe, als Erzberger serir Einkommen ans gewiirnbringen- der Beschäfiigung nur mit 20500 Mk. deklariert labe, bte Steuerbehörde durch einstimmigen Beschluß der VevcrnlagungÄiommifsion dieses auf 40 000 Mk. Ixnauigefetjit. „Noch auffälliger," fo heißt es weiter, stellen sich bte Tinge für das Jähr 1919. Für dieses Jahr deklarierte der Staatssekretär Erzberger aus ge- wrnnbringender Beschäftigung ein Einkommen von nur 16 700 Mark!! Taffächlich be^og Erzberger aber als Staatssekretär ein steuerpflichtiges Gehalt von 30 000 Mk. und 10 000 Mk. steuerpflichtigen Mvhnungsgeldzuschuß. TaM waren zu deklarieren die ihm aus der Bch'gerschrit Auffichtsral sstellnng aus dem Geschäftsjahre 1918 noch zu stehenden Einnahmen, die sich nach der Aussage des Kommerzienrates Berger auf rund 15 000 Mk. stellten, bn ganzen also mEhestens 55000 Mk. deklarierte 16 700 Mk.!" Wir möchten hier einmal zusammenfassend auf den Inhalt und bte Gestaltung des Landesstetker- gefetzes eingehen, die es in erster Lesung im Ausschuß erfahren hat. Ter Grundgedanke des Entwurfs, der durch bessert Ausbau allerdings fast in sein Gegenteil verkehrt ist, ist der: a ‘ . Steuern gehören grundsätzlich dem Reich. Länder und Gemernden sind erst hinter dem Reich berechtigt, aus Steuerquellen zu schöpfert und dies nur insoweit, als das Reich sie nicht selbst in Anspruch nimmt und sie ihnen überläßt. An diesem Grundgedanken läßt sich, so wie die Tinge sich entwickelt haben und bei dem Umstand vor allem, daß entgegen dem Zustand vor dem Krieae der Finanzbeoars des Rerchs gewaltig den der Länder und Gemeinden überragt, kaum etwas aussehen. Es kommt hinzu, daß bie Entwicklung jum Einheitsstaat, die man zwar aus politischen Gründen nicht gewaltsam fördern und nicht ohne Not zu beschleunigen versuchen sollte, doch unaufhaltsam marschiert und baß schon damit vor allem die Länder bezüglich ihres Steuerbedarfs an die zweite Stelle zurückgedrückt werden. Arn schlimmsten fahren bei dieser Verschiebung der Zuständigkeit freilich die Gemeinden. Ihr Bedarf, soweit er durch Steuern zu decken ist, war auch früher schon im allgemeinen großer als der der Länder und würde es auch für die Zukunft sicherlich bleiben, lieberbte3 aber werben sie nunmehr auch hinter bie Sauber und damit an die dritte Steile gerückt, während sie bisher doch bezüglich mancher und vor allem auch finanzielle starke Ausnütztmgsmöglichkeitert bietender 3 teuer quellen wenigstens neben den Ländern ftanben und — abgesehen von bescheidenen, lich aus der Oberaufficht des Staates ergebenden Beschränkungen — doch verhältnismäßig frei wirtschaften konnten. Bor allem bas Gebiet der Einkommensteuer, auf dem Länder und Gemeinden bisher allein und nebeneinander große Einnahmen zu schöpfen gewohnt waren, bleibt ihnen für die Zukunft nahezu völlig verschlossen. Ter Entwurf wollte den Ländern nach den ein» •einen Einkommenstufen verschieden bemessene Zu- irxmbungcn aus dem Erträgnis der Reichsem- fommenfteuer znmessen und verpflichtete sie nur, an diesem ihren Anteil die Gemeiirden zu beteiligen. Tas Recht, Zuschläge zu erheben, öerfagt er sowohl den Ländern wie den Gemeinden. T ie Realsteuern. Ein selbständiges Recht der Besteuerung gibt der Entwurf den Ländern und Gemeinden mr Grundbesitz und Gewerbebetrieb, tie Grund und Gewerbesteuer waren bekanntlich vor der Miquel'schen Steuerreform neben der Einkommensteuer die hauptsächlichsten Eteuerquellen von Staat und Gemeinde in Preu- ten, nne in den meisten übrigen Bundesstaaten. Jene Reform aber hatte an ihre Stelle die sogenannte Ergänzungs- (Vermögens-) Steuer- geletzt, die das ganze Vermögen nach einem ein» veitlrchen und gleichmäßigen Satz steuerlich belastete und damit den Grundsatz der BeÄcksich- tigung der Leistungsfähigkeit auch auf dem Gebiete der Besteuerung von Grundbesitz und Gewerbebetrieb burchführte. Daneben brachte diese Reform auch eine Heranziehung des Ka pital- vermögens zu jener Ergänzungssteuer, das einer ergänzenden Besteuerung seither nicht unter» legen hatte und damit vor Grundbesitz und Gewerbebetrieb begünstigt gewesen war. Die Real- Keuern für die letzteren beiden Steuerobjekte überdies bte Miquel'sche Steuerreform zur freien Ausnützung den Gemeinden. Den gewalttgen Fort- fchritt, den unsere Steuergesetzgebung damit, sowohl vom Standpunft des Steuerpflichtigen aus betrachtet, wie auch im Hinblick auf die günstige Entwicklung der Finanzen von Ländern und Ge- nteinben gemacht hat, wirft das Landessteuergesetz bt seinem Entwurf über den Haufen. Es will die Gemeinden nicht nur, sondern auch oie Länder dazu zwingen, die Steuern vom Grundvermögen und vom Gewerbebetriebe als reine Real steuern auszubarrcn, eine Berücksichtigung von Schulden und sonssigen auf die Leistungsfähigkeit des Sterrerzahlers abfallenden llmstände soll verboten sein, ebenfo wie auch e ne Besteuerung des Kapitals oder seines Ertrags Lusgeschlossen toerden soll. Läßt sich gegen das Wete mit Rücksicht auf die hohe Besteuerung des Kapitalertrages, die das Reich plant, nichts Witwen den, so muß doch jener Rückschritt in der vviteucnmg der Länder aufs schärfste verurteilt und bekämpft werden. Bleibt die Berücksichtigung der Leiitungssähigkeit im Ausbau der Steuern l»m Grundbesitz und Gewerbebetrieb auch in dem enbügltigcn Gesetz verboten, so wirb dies zu d-r ^rknen lieber lastung dieser Sttuerobfekke sichren. Lander und Gemeinden werden bei ihrem jaualtigen Bedarf und dem Umstand, das ihnen »e Möglichkeit, bie Einkommensteuer stark zur Leckung ihrer Ausgaben heranzaztehen verschlossen if, rwch mehr als bisher auf die Ausnützung der Sealjteucrn angewiesen sein. Darf bei deren'V?r auaffung der Schulbenabzug nicht mehr zugelassen Verben, so wird die Folge der ganzen Berhält- Dpe eine Belastung insbesondere verschulde- .f r Steuerzahler und Betriebe sein, enter der sie Sl.einie*2*n 8nl^ zusammenbrechen tonnen. Tes- iere Abgeordneten m der zweiten ^s. Entwurfs im Ausschuß dieses Verbot rutül°^9un9 Leistungsfähigkeit ebenso bekämpfen haben, wie sie dies in erster 10x0 fiC. werden den Antrag wieder- talen, den der Verfasser dieses Aufsatzes in jener London, 23. Febr. (Wolff.) Eine Tenkschrift, begleitet von Tokumcnten als Belegen, die die A n- erkennuna der Sowjets fordert und bat Frickensschluß mit ber bolschewistischen Regierung verlangt, wurde an den Premierminister gerichtet. Diese Denffchrift ist unterzeichnet von dem Ehef der britischen Mission bei der nordwest-russischen Regierung, General Gongh und anderen Beamtert, die sich m amtlicher Eigenschaft in Rußland befunden haben. London, 23. Febr. (Wolff.) Laut „New Bork Heralb" sollen England, Japan unb Italien bestossen haben, die Sowietr.'gierung anzuerkennen. Tieft Nachricht ist, wie bt; Slgentur Haves meldet, ungenau. Die belrnfmbcn Regierirngen sind sich einig, daß eine Anerkennung der Sowsetregicrung nicht möglich fei. NamcMIlch Japan befinde sich unter den Staaten, die w'g^n ber Folgen, welche die Anknüpfung von Handels- beziehrmgen mit Organen haben würde, di; von b.-r Sowjetregierung burchuus abhängig sind, ausdrücklich Vorlfthalie machten. Mu w T® H aflgrmfintj Eine neue Abstimmung im amerikanischen Senat. Washingtons 23. Febr. (Wolff.) Reuter. Der Senat hat mit 33 gegen 32 Stimmen den Antrag auf Abänderung des Vorbehalts Lodges bezüglich des A u s t r i t t s der Vereinigten Staaten aus dem Völkerbund abgelehnt. Die unversöhnlichen Vertragsgegner gingen mit den Demokraten zusammen. Der Senat nahm darauf mit 45 gegen 20 Stimmen wieder den ursprünglichen Wortlaut des Vorbehaltes an. Ares dem Aeiche. Die „Berreichlichung" der Eisenbahnen. K a r l s r u h e, 23. Febr. (Wolff.) Hebet den Vertragsentwurf zwecks Verreich- lichungderEisenbahnen wurde in den Verhandlungen in Berlin Ende letzter Woche in allen Punkten, einschließlich der Entschä»- digungsfrage, eine Einigung erzielt. Dem Landtag wirb wohl Mitte dieser Woche 8er Vertragsentwurf zugehen. Die preußische Städteorduung. Berlin, 23. Febr. (Priv.-Tel.) Nach den Abendblättern wirb bie int Ministerium des Innern fertiggestellte preußische Städteordnung dem Staatsministerium und der preußischen Landesversammlung vorgelegt. Die Selbstverwaltung der Städte wick darin erheblich ausgedehnt, und das Aufsichtsrecht der Regierung auf wenige fest umrissene Zuständigkeitsgebiete beschränkt. Alle Gemeinden mit über 15 000 Seelen können Stadls rechte erwerben. Die Stadtverordneten Versammlungen bestehen aus acht bis einhundert, auf vier Jahre gewählten Bürgervertretern. Die Mitglieder des Magistrats werden auf 12 Jahre gewählt. In Kleinstädten kann von der Einrichtung eines Magistrats abgesehen werden. Größere Städte sind in Verwaltungsbezirke einzustellen. In allen Städten haben noch in diesem Jahre neue Stadtverordnetew- wahlen stattzufinden. Die Wahlzeü aller Bürgermeister und Beigeordneten erlischt drei Monate nach Inkrafttreten der neuen Städteordnung. Eine Mwehr des Generals v. Gallwktz. Freiburg i. Br., 23. Febr. (Wolff.) General der Artillerie v. Gallwitz, der frühere Armeeoberbefehlshaber, erhebt Verwahrung gegen die in der Auslieferungsliste gegen ihn erhobenen Beschuldigungen. Als Ehrenbürger der Stadt Freiburg weift er die Beschuldigungen, auf gründ deren er viermal auf der Auslieferungsliste steht, zurück. Er habe weder mit den Deportationen noch Verwüstungen, noch Diebstählen etwas zu tun gehabt. Die Anlegung eines umzäunten Raumes Rotterdam, 24. Febr. (WTB ) Tie Londoner Morgende ätter bringen Arri-cl über Rußland. „Taili- Ehr-micle" unterflützl bas Gesuch des Generals Gougu an den Premürminister. Tem Frieden mir Rußland stimmt bas Blatt zu, wenn foigntbe Bedingungen »eretnbari würden: Sicherheit für verschiedene große Interessen Englands in Asien, Maßregeln für Bezahlung von Ruß laute Schulden unb angemessene Vereinbarungen über den Handel. „Dailv Erpreß" schreibt: Wir haben ictzt die Wahl, wetterhin mit dem Kops ge e\ bi- Mauer zu reimen, ob?r dem gesunken Der Prozeß Erzberoer-Hekfferich. Berlin, 23. Febr. (Wolff.) Ter Prozeß Erzberger-Helsserich wurde heute fortge^ sitzt. Geh. Juftizrat Tr. v. Gordon Irug einen Schriftsatz vor, in dem es strafpvozeßlich für unzulässig erklärt wick, über den Inhalt von Aussagen von Zeugen vor dem verh.rndrlnden und ernennenden Gericht Beweise zu erheben. Nur das Gericht selbst habe aus dem Inhalt der Aussagen zu urteilen. Er wecke deshalb gegen solche Beweisaufnahme Verwahrung einlegen, dagegen feien die Vertreter des Mchenklägers zur freien Erörterung über den Inhalt von Aussagen an Hand ber beiderseitigen Stenogramme bereit. Es wecken dann in dem Schriftsatz zu den einzelnen bisher verhandelten Fällen Ausführungen gemacht. Zu den anderen Punkten wirb die Beweisen Hebung anheim- gestellt. Ter Vorsitzende hat Bedenken gegen den Beweisantrag im Falle Wvlf s, da hier der Nebenkläger als Minister Transaftionen im Jntereffe des Reiches vvrgenvmmen hat. Tr. Friedländer erklärte, baß Erzberger sich für die Nationalversammlung zur Beratung der Steuergesetze einen Vertreter bestellte, sv daß er für den Prozeß zur Verfügung stehe. Zum Falle Hapag behauptete Helfftrich, Erzberger habe in einem ganzen Komplex von Geschäften seine amtli>-hen Kenntnisse zu Börienspetulationen ausgenutzt, habe Misere Han- delsftotte ausgeltesirt «und d.rnn nach Festsetzung der EntschLügungen an die Schiffahrtsgesellschaften in Hapagaltien spekuliert. Friedländer bestritt, daß Erzberger bei dem ganz offen getätigten Kauf ton Hapagaktien Tinge benutzte, die er in amtlicher Eigenschaft erfuhr. Erzberger erflärte, er habe bie deutsche Flotte nicht ausgcliefert, sondern zur Skrfügung gestellt. Er habe Hapagak im im Januar unb März 1919 gekauft als eine politische Maßnahme, um zu zeigen, daß unsere Schiffahrt eine Zukunft habe. Im Notomber 1919 habe er die Mtien, bie er zu 93 gekauft habe, zu 114 verkauft und Prämienanleihe gezeichnet. Menscheiiverstanb zu erlauben, das Vorurteil zu besiegen De „Monring Pvitt^ führt aus, da ßteotz _____„ alllr Ableug.rungen zwischen England und Sowjet-! acht Tagen und in regteruna über bte Fri bensbebingungen in Kopen- 14 Tagen Gefängnis bestraft, tagen verhanbell wecke. Unterhändler seien Ltt-l ---------- or -- ' v. W haben unb iveiiere die Bolschewisten baS Denpiechen der Tcmobil'isiv' ,"ur ^Elchluß j nmg tes großen Hernes gegeben hätten unter ber ber^eeffentUcöfeit machen »u können. Die Oeftenl - Bedmgrurg, baß die (Entente sich für die llnver» rum Schluß der Sitzung aus- lehrt beit ber Grenzen Sotmetrnßiante verpflicht e. lro. Jahrgang Dienstag, 21. zebrnar 1920 Gletzener Anzeiger ■ General-Anzeiger für Gderhessen MW AwilNngrnmddruck p. Verlag: vrühl'fche Umo.-Vuch- m. Stehiöruderei R.Lange. Zchrfstleitung, Hefchästrjtelle il Druderei: I. Der „San Blümers" vor dem hessischen verwültungsgerichtshos. rm Darmst adt, 22. Febr. Ter h css is che Derwaltungsgericktshos verl-andelte'rm Freitag und Samstag über beit „Fa l l öl u* mers", der im Jahre 1918 durch btt Damalige dringliche Anfrage des Abg. Reh tn der zmettm Kammer Aufseiten erregte. D:r feit 1913 bet dem Lretsamt Alsfeld tätige Zkreisamtmann trugen Bl um erS aus Psedeersheim rvurbe beschul»,gt, als Leiter des Alsfelder und Lauterbackr Milchgebietes aus den beim Kreisamt -'in- gegangenen Umlagen der MUchltefwer, die zuerst ein Fünftel und später zwei Fünftel Pfennig für das Liter betrugen, den Betrag von 27 000 Mk. von dem Milchvonto der Alsfelder Kreiskasse >abg> hoben zu haben, in der Annahme, tafo er den aus den Ginnahmen verbleibenden Ueberschuß Tret verwenden könne, da er selbständiger Letter des Milch- gebieteS set. Infolge der damaligen Interpellation wurde Blümers sofort seines Dienstes ent- hoben, mit dem Hinweis, daß, er sich nach etner anderen Tätigkeit umsel^n solle, da er fernerhin für den Staatsdienst sich nicht mehr eigne. Blümers Antrag ernt Einleitung einer Tisziplinar- untersuchung, in der er sich vech-tferttgen roAV», nnirbc abgelchnt, obwöhl einflußreiche P:rsönlich- keiten sich für ihn verwandten. Inzwischen kam der Umsturz und erst zu Beginn des Jahves 1919 wurde durch die neue Regierung ein Tiszi- plinarverfähren eingeleitet, das mit gleichem Resultat endigte und die Sache mit dem Antrag auf Dienstentlassung vor den Verwaltungsgerichts lwt verwies Da Bl. noch nicht fünf Jähre im Staatsdienst angestellt war, hatte er auch keinm ge,etlichen Anspruch auf Ruhegehalt. In der zweitägigen, auf den Antrag von Blümers öffentlichen Verhandlung kamen etwa 20 Zeugen zur Vernehmung. Zu seiner Rechtfertigung beruft sich der Angeklagte auf eine Unterredung mit Regierungsrat Becker von der Landes-Milch- und Fettstell«, bei der ihm di: Zusage gemacht worden fei, daß er als selbständig'n: Leiter des Milchgebietes, glrichwie der Letter dos Gießener Milchgebietes, Frhr. v. Schenck, die Ueberschüsse für sich verwenden könne. (Diffe Zusage wird von dem Zeugen Becker b:ftritten.) Auch hcche er die Genehmigung seiner Vorgesetzten gehabt (was durch die Zeugenaussagen auch nicht ganz bestäbigt wird). Im übrigen sollte der Betrag zum weiteren Ausbau der ganzen Organiia- tion, Beschaffung eines Autos, Vergütung an die Gemeinden usw. verwendet werden, keineswegs wollte er sich damit bereichern. — Aus Zeugenaussagen geht weiter hervor, daß Bl. als sehr tüchtiger Beamter galt, daß der Alsfelder Krns, als der am besten organisierte in ganz Hess'n b^eichnet wurde und daß man M Beginn der Organisation nicht annehmen konnte, daß so hohe Beträge etngrijen, während and'rersetts das Fehlen einer amtlichen Genehmigung b'i so hohen Nebenbezügen, das eigenmächtig' Abhrben, die Steuererllärimg usw. belastend wirken. — D»r Gerichtshof erkannte auf die Strafe etnes D-'r- weises unter Belastung Blümers in sämtliche Kosten. Art» Stadt und Land. Gießen, den 24. Febr. 1920. Kartoffel-Anbau-vertrüge. In der letzten Samstags-Nummer veröffentlichten wir unter dem Stichwort: „Ein sehr beachtenswertes Beispiel" eine Zuschrift des Landwirts I. H. Preiß in Gießen. Wie uns die hiesige Ortsgruppe der Teu t s chnationalen Volks Partei mitteilt, hat sie ganz im Sinne des Herrn Preiß am 10. Februar ds. Js. eine Eingabe an die Gießener Stadtverwaltung gerichtet, die folgenden Wortlaut hatte: „Es ist zu befürchten, daß die Anbaufläche für Kartoffeln in diesem Jahre wesentlich zurückgehen wird. Tie ungeheueren Löhne für die Landarbeiter, sowie das Fehlen von künstlichem Dünger und Saatkardofseln werden viele Landwirte veranlassen, größere Ackerflächen mit Getreide zu bestellen. Tie Landwirte selbst erkennen die Gefahr, die daraus für die Versorgung der städtischen Bevölkerung mit Kartoffeln entsteht, und sind gern bereit, für Abhilfe Sorge zu tragen. Wir unterbreiten hiermit der hiesigen Stadtverwaltung! einen Vorschlag, den hierzu etner unserer Freunde vom Lande macht. Tie Stadt Gießen möge sich ähnlich wie beim Gemüse etwa 2000 Morgen Anbaufläche für Kartoffeln durch Verhandlung mit den Landwirten — auch Pächtern von größeren Gütern — sichern und sog. Anbau-Verträge abschließen. Ferner solle sich die Stadt Gießen dazu verstehen, schon jetzt den betreffenden Landwirten einen entsprechenden Preis für die Abnahme der Kartoffeln zuzu- sichern. Tie Kartoffeln sollen durch die Kartoffel- Händler dem Verbraucher direkt zugänglich gemacht und jeder Zwischenhandel ausgeschallet wer- cen. Tie Stadt Gießcm solle aber auch versuchen, den betreffenden Landwirten künstlichen Dünger — vor allem Stickstoff — ebenso auch Saatkar- gr- setzlichen Regel Platz greifen zu lassen. Das letzte Hindernis der Fahrpreisvcrdoppelung beseitigt. abzugs für die Steuerpflichtigen eine b.'sondere Härte bedeuten würde, ein: Ausnahme von der Regent von Braunschweig. Er war in zweiter Ehe mit Prinzessin Elisabeth zu Stolberg-Roßla verheiratet. Ferner starb am 18. Februar Gräfin Maria zu Castell-Rüdenhausen, bre Tochter aus erster (Stie des Fürsten Botho zu Stvlberg-Roßla. Sie war mit dem bekannten Arzt Graf Otto zu Castell-Rüdenhausen verheiratet. Kreis Alsfeld. Altenburg, 20. Febr. In diesen Taffen übergibt Oe ftonomt erat Engelandt die von ihm über 50 Jahre innsgShabte Pa chtung des Schloßgutes Altenburg an Fveil). v. Riedefel, der nunmehr sein Gut selbst bewirtschaften will, ab. Kreis Friedberg. PI Friedberg, 22. Febr. In einer stark besuchten Zusammenkunft in der Aula der Augustinersckmle fand heute die endgültig' Gründung einer Ein wohn erwehr statt; in die aufgelegte Liste schrieben sich näh.-zu 200 Personen ein, so daß die Wehr damit gesichert ist. oa. Friedberg, 23. Febr. Samstag nacht verschied nach langem schweren Leiden der erste Musiklehrer an dem hiesigen Lehrerseminar, der hessische Musikdirektor Höcker. Der Verstorbene war seit 1912 hier tätig. Höcter war auch selbst mit Erfolg musikalisch schöpferisch tätig. Hier erregten seine Kompositionen starken Beifall. Starkenburg und Rheinhessen. mc. D a r m st a d t, 23. Febr. Die Stadt Bensheim an der Bergstraße kann im Juli dieses Jahres die Feier ihres 600jährigen Jubiläums begehen. Hessen-Nassau. Aussuhrmesse deutscher Tabakerzeugnissc. Frankfurt a. M., 23. Febr. Eine groß- zügige Kollektivausstellung des gesamten knutsch« Tabakgewerbes wird als „erfte Ausfuhrmesse deutscher Tabakerz e ugniss-r" einen besonders interessanten Teil der Frarrffurter Internationalen Frühjahrsmesse bilden und mit dieser vom 2.—11. Mai 1920 abgehalten werden. Die ständige Aufwärtsbewegung der Preis: läßt *"Preiserhöhnngfürverschledene Futtermittel. Das Reichswirtschaftsmimste- rürm hat die Uebernahmepreise für di: nachst'.hen- den Futtermittel mit rückwirkender Kraft ab 15. Januar 1920 wie folgt erhöht: a) Tierkörpermehl, Kadaverntehl, deutsches FleischsuttimM ans 900 Mk. — 30 Mk. Sackzuschlag; b) Blutmehl aus 1040 Mk. — 30 Mk. Sackzuschlag: c) Leimgallerte auf 550 Mk. Erhöhungder Zuckerpreise. Durch eine Verordnung vom 29. Januar 1920 stno die Zuckerpreise entsprechend dnn Umsatzsteuergesetz neu festgesetzt worden. Cs wurden erhöht: D:r am 14. 10. 1919 festgesetzte Preis des von d:n Roh- zuckerfabriken zu liefernden Rohzuckers um 0,28 Mark je Zentner, der Verbraucl>Szuckerprns um 1,30 Mark je Zerrtner, der Handelszuschlag für den Weiterverkauf von Zucker um 1,12 Mark je Zentner. ** Fahrraddiebstahl. Am 21. Februar, abends zwischen 83/<—10 Uhr, wurde aus einem Hausflur in der Löberstraße ein Fahrrad Marke „Adler" im Werte von 500 Mark entwendet. Das Fahrrad hat schwarzen Rahmenbau, ebensolche Felgen. Das hintere Schutzblech ist zerbrochen, es fehlt ein Teil daran. Die Räder sind mit neuer Gummibereifung „Continental" versehen. Das Rad hat die Fabr.-Nummer 428 838; vor Ankauf wird gewarnt. ** Schutz der städtischen Anlagen. In letzter Zeit werden die öffentlichen gärtnerischen Anlagen durch Abreißen von Zweigen und durch Betreten der Rasenflächen wieder stark beschädigt. An die Bewohner Gießens ergeht daher die dringende Bitte, den schönen Anlagen ihren besonderen Schutz angedeihen zu lassen. Die Polizei- und Sicherheitsorgane sind angewiesen worden, bei trotzdem vorkommenden Beschädigungen gegen die Täter unnachsichtlich vorzugehen. Auf das Verbot, Hunde in den Anlagen frei herumlaufen zu lassen, wird ebenfalls besonders aufmerksam gemacht. ** Ein Held der „Möwe" gestorben. Der chewalige 1. Offizier des bewährten Kreuzers „Möwe", der Korvettenkapitän Fritz Wolf, gebürtiger Kasfelaner, Bruder des pr. Arztes Dr. O. Wolf in Gießen, ist am 7. Februar in Breslau an den Folgen einer in den Kämpfen in Ob'r- schlesien erhaltenen Verwundung nach monatelan- gem, schwerem Leiden gestvrb'.n. Die Beifetzung erfolgte am 16. Februar auf dem Militärfriedhos in Kassel. ** D ie M änner- und Frauenvereinigung der Matthäus-Gemeinde eröffnete gestern abenb ihre Tätig kett mit der angekündigten Vorlesung von Univ.-Prof. D. Gunkel über die Psalmen. Trotz verschiedener beeinträchtigender Veranstaltungen waren zahlreiche Zuhörer erschienen, roeltbc dem Vortrag mit sichtlichem Interesse folgten. Auf die Ausführungen selbst, welche auf der Höhe der wissenschaftlichen Bedeutung des Vorttageiiden stehend, eine Fülle neuer Gesichtspunkte über das außerordentlich volkstümliche Thema boten, zurückzukommeu, behalten wir uns nach der zweiten, heute Dienstag abenb ebenfalls im Markussaal stattfindenden Vorlesung vor. Fahrkarten den Verkaufspreis angeben müßten. Ter Reickxsvertehrsmmister hatte dieser Besttm- mmig deshalb jetzt einen Zusatz gegebm, nach t>:m bis auf weiteres die Eisenbahnverwaltungm mit Genehmigung der Landesaufsichtsbdhörde dm doppelten Betrag des Preises erheben können, der den Fahrkarten aufgedruckt ist. Auf den Stationen, wo dieses Verfahren Platz greift, ist durch Schalter- aushang darauf hinzuwctsen. Die Verdoppelung erftredt sich auf die Sätze für Gepäck und Expreßgut sowie für die anderen Nebeng:bühvm, Die Wochenkarten, die Fahrpreise für Wanberarbtider, der feste Zuschlag für die Benutzung von Güterzügen, der von 6 auf 12 Mk. erhöht wird usw. Die Erhöhung der Preise ist damit endgilttg. Eine Ausnahme macht lediglich der Stadt-, Ring- und Vorortverkehr von Berlin sowie der Stadt- und Vorortverkehr von Hamburg und Altona. Veranstaltungen. T i e n s t a g, 24. Febr. Deutsche demokrattsche Partei, 8 Uhr, Aquarium, Mitgliederabend. — Frauen- und Mäunerveremigung der Matthäus- Gemeinde, 8 Uhr, Markussaal, Psalmen-Vvrlesun- gen. — Lichtspielhaus, „Ich klage an", „Er muß aufs Land". — Lichtspiele, Seltersweg, „Tie Herrin der Welt", 4. Teil. Für die Verdoppelung der Fahrpreise am 1. März ist jetzt das letzte Hindernis beseitigt. Es fehlt bekanntlich an Zeit, um die vorhandenen Fahrkarten bis da!hin mit einem Stempel aufdruck zu verselxm. An Zeit und an Pappe fehlt 's, um ** Der Naturheilverein hielt am Soamtag im Saale des Hotel Einhorn einen gutbesuchten Familienabend ab. Von den reichhaltigen Darbietungen verdienen neben einem flott gespielten Theaterstück „Ter Vetter aus Bremen", Volkslieder | zur Laute, Deklamationen in Wetterauer Mundart, ein von acht Damen ausgeführter Reigen „Schneeglöckchens Erwachen" besondere Erwähnung. Auch die Schrammelmusik, gesanglichen Darbietungen, so wie die fonftigen musikalischen Einlagen fanden, reichen Beifall. ** Gibt es ein Fortleben nach dem Tode? Für seinen gestrigen Vortrag hatte sichHerr F. H. Kessemeier dieses Thema gewählt. Der großen! deutschen Seelennot zu fteuem und den vielen Trcuo- ernben Trost zu sprccl>en, bezeichnete der Redner als Zweck des Vortrags. Daneben rechnete er auch in wehrhafter Weise mit denen ab, die, um ein Ende des Seelenlebens mit dem Tode darzutun, so oft „das Volk in leichtfertiger Weise über Zweifel bin* wegführten und Tatsachen als erwiesen hinstellten, die es nicht sind". Dem gegenüber betonte der Vortragende, daß kein einziges der bis jetzt anerlarmteit Naturgesetze gegen die Möglichkeit eines Daseins: nach dem To^ spräche, dafür aber zeuge gar viel, so das Gesetz von der Erhaltung der Kraft, Gedächtnis, Gewissen, Reue und Zeitsinn; mit Waffen der Logik und an Haiw von einleuchtenden Beispielen wurde das bis ins einzelne bargetan. Weitere Bürgschaft dafür, daß der Mensch mehr sei, als ein Erdenkloß, böten die Uebcrtragung und Fernwir- fimg der Gedanken. Mit der Begründung hierfür wurden praktische Ratschläge verbunden, wie man durch reine Gedankentätigkeit nahestehenden Men* schen unmittelbar beistehen könne. Zugleich wurde daraus auch der Schluß gezogen, daß schon hier auf Erden ein Wirken ohne Organe des Körpers möglich sei. Die Reihe der vier Reiche von Gesteinen, Pflanzen, Tieren und Menschen werde gefrönt von dem Geisterreich. Die Tätigkeit des Geister* reiches sei auch zugleich das Scyöpfungsziel: ein göttliches Geschlecht erstehen zu lassen. Um die Menschheit dahin zu führen, tue aber treuer, starker Glaube not, Zweifel und Verneinung dagegen brächten ein Sinken, wie die letzten Jahrzehnte foe* wiesen. Starker Eindruck auf die zahlreichen Zu* Hörer war unverkennbar. Landkreis Gießen. rt. Langsdorf, 22. Febr. Am 20. Febr. ist auf dem hiesigen Rathause die Gemeinde* waldjagd rn zwei Abteilungen verpachtet wor* deön. Die Gemeinde erzielte für die gesamte Waldjagd 7140 Mk . Das Ergebnis steht in krassem Widerspruch zu dem Urteil des Sachverständigen, der die Jagd für Null erklärt 'batte. Die Feldiagd hatte der hiesige Wildschadenabwehrderrin schon vorher Ar 3000 Mk. gepachtet, so daß der Pacht- Preis für die Gesamtjagd 10140 Mk. beträgt, gegen 4040 Mk. bei der letzten Verpachtung. Pächter bei der Waldjagd sind Christian Wiesenbach und Erwin Stein, beide aus Frankfurt. Kreis Büdingen. Zl Ortenderg, 21. Febr. In tiefe Doppel* trattcr wurde in dieser Woche das 'hiesige gräfliche Haus Stiolberg-Rv ßla versetzt. Es starb am 16. Februar Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg auf Schloß Wllligrad, der bekannte Präsident der deutschen Kolonialgesellschaft und seiner Zeit toktekn sir mwemrffenen 'Beeilen zu beschaffen, da I neue Karten zu drucken. Die Eisenbcrhn-B'rk-hrs- —Ät LL dem einzelnen Landwirt. Tic unterzeichnete Ortsgruppe ist gern bereit, gemeinsam mü dem Hess. Bauernbund die Vermittelung zwiscl-en der Stadtverwaltung und den Larrdwirten zu übernehmen und eine diesbezügliche Besprechung in die Wege zu leiten. Sie glaubt, baß durch solche Maßnahmen die Gegenlätze, die sich vielfach infolge der Zwcrugswirtsck)ast zwilchen Stadt und Land herausgebildet haben, wesentlich gemildert werden könnten. Auch dürfte eine Kar- tofselnvt, wie sie in diesem Winter in Erl cheinung getreten ist, dadurch ferngehalten werden. Für den Vorstand der Ortsgruppe Gießen: gez. Kvhlhase, gez. Kling, 1. Virsitzender. 1. Schriftführer. Oberbürgermeister Keller, dem diese Eingabe überreicht wurde, sagte eine wohlwollende Prüfung dieser Vorschläge zu. Heimkehrer. Heute mittag um 2.53 Uhr treffen wieder 1000 hrirnkehrende Kriegsgefangene hier ein. Der gestern abend vorn Ernpfangsaus- schuß für Heimkehr ende Kriegsgefangene veranstaltete Begrüßungsabend war ausgezeichnet durch Die Anwesenheit des Freiherrn v. 2er $ ne r, eines Verwandten des deutschen Geschäftsträgers in Paris, Mitbegründer des Volksbundes zum Schlitze der deutschen Kriegsgefangenen und tätiger Vorkämpfer in der Frage der Gefangenenheimkehr. Die Durchführung des Abends stand unter der bewährten Leitung von Herrn Dr. Schneider. Tic Hauptansprache wurde von Freiherrn von Lersner gehalten, der den Heimkehrern m einer mit ^großem Beifall aufgenommenen Rede einen Ueberblick über die Not der Verhältnisse in Deutschland bot und ihnen zeigte, was die Heimat von ihnen erwarte. Neben der Lagerkapelle hatte sich der Gesangverein „Eintracht"-Klein-Luweu ein* gefunden, der unter der Leitung seines Dirigenten Herrn Burger verschiedene Lieder vortrug. Fräulein Hochstetter erfreute die Heimkehrer durch eine Reihe gut vorgetragener Deklamationen. Den allgemein warm aufgenommenen Abend schloß Dr. Schneider mit einer Ansprache, in der er besonders die in den Abstimmungsbezirken wohnenden Heimkehrer auf forderte ihren ganzen Einstuß aufzu- bieten, um diese Gebiete Deutschland zu erhalten. Veranlagung zur Kriegsabgabe vom Bermögenüzuwachs. Zur Aufklärung der weitverbreiteten Zw:i- fel, die über die Verpflichtung zur Einreichung der Steuererklärung über die Veranlagung zur Kriegsabgabe vom VermögeuSzu wachs und über die Art und Weise der Ausfüllung des Formulars entstanden sind, wird amtlich bekanntgegeben: 1. Jeder, dem ein Stm-ererllärimgsformu* lar zu gesandt wnvde, ist zur Abgabe der Steuer* erflänmg verpflichtet. Erreicht der Vermögenszuwachs nicht die ubgabepstichttge Höhe, so wird die Veranlagung zur KriegSabgabe nicht vorgenommen. Dessenungeachtet ist aber die Steuererklärung abzugeben, wenn das Finanzamt hierzu auffordert. 2. Die in der Anlage zur Steuererklärung unter 1 und 2 vorgesehene Angabe der Wertpapiere tm einzelnen erübrigt sich nur, wenn ein von bi Dank ausgestelltes Verzeichnis vorgetegt wird, b. h. das De po tver zei chnis ist entweder di Steuererllärimg beizufügen ober abi der Abgabepflichtige muß Position 1 und 2 im einzelnen anS- füllen. 3. Die Anlage zur Steuererklärung wurd: teilweise als Anlage zu Muster 2 bezeichnet. Dies erllärt sich daraus, daß in den Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über die Kriegsabgab: vom Der Mögenszuwachs die © teuerer Härung als Muster 2 bezeichnet wurde. Für die Abgabchflich- tigen ist die Bezeichnung „Anlage zu Muster 2" ohne Bedeutung. 4. Unter 3b und d des Formulars ist der sogenannte Dreimvna tsa b z u g vorgesehen. Hier wurde zweisrkhast, ob die Steuerpflichtigen trotz dieses Vordrucks nicht nur den Trei* monatsbedarf, sondern den Unterhalt für 6 Monate abzuziehen berechtigt sind. Dies ist zu verneinen, denn das Gesetz läßt einen Abzug nur für drei Monate zu, und auch diesen nur unter gewissen Voraussetzungen. Wenn nach der zum Kriegsrb- gabengesetz erlassenen Dollzugsanwnsung em Abzug für' sechs Monate zugelassen raerben kann, so soll damit den Steuerpstichttgen teinesw.'gs das Recht eingeräumt werden, tn allen Fäll:n einen solchen Abzug zu verlangen. Die Ffti^mzämter wurden vom Reichsftnanzministerium vielmehr nur in ganz besonderen Fällen ermächtigt, nämlich bann, roercn die Versagung eines Sechsmonats- Gietzener Ztadttheater. Gießen, 24. F^ruar 1920. Die spanische Fliege. Schwank von Arnold und Bach. Am Sonntag abenb wurde „Die spanische Fliege" in wähl gelungener Neueinstudstrung gespielt. Die Lachsalveii, von denen die Kvaftstellm des Schwankes begleitet waren, spr:chen am besten für seine mitreißende Komik. Voraussetzung für diese durchschlagende Wirkung der spcmischeii Fli'g: ist nur, daß auch bei den Darstellern Beine Erd rn- schwere die übermütige Laime hemmt. Und dv: Schauspieler brachten die echte Stimmung mit >aus die Bühne. DaS bewiesen sie damit, nn: sie die komischen Situationen unterstrichen, ausarbeuet'n und in drasttscher Weise ganz im Charakter des Schwankes mit mimifdjen Zutaten versal-en. Men voran Rudolf Goll, dessen Spielleitung das stotte Tempo zu bauten ist und der als vollblütiger, starkgewürztei Mostrichfab'ikant tobte unb lackte und dazwischen auch mehr zum Schutte lerner Be- haglich^-it als aus Furcht vor seiner moraldurch-' setzten stärkeren El>ehälste — in überzeugender Weise von Auguste Marcks gebracht — die Flucht ergisf. Ein würdiger Liebes- und Leidnsgenosse stand ihm in Karl Volck als Alois Wimmer für Seite, „Ei du griene Reine," was hat doch d?r ächsische Assyriologe all für Berroicklurigen und Verwirrungen ungerichtet, da er sich au* Bure dm seiner Mama auf Freiers üße wagte' Man i'ätt* den Weltenfernen fast bemitt 'ibet wenn ihn Richarc Hellborn nicht mit so lebendigvT, trockenKomik versehen hätte Dazwischen tolsieu bi - ■ Figürchen der Damen Winner und Rupprecht, die so gern hinter dem Rücken Der Eltern sich vom Mann« ihrer Wahl einsangen ließen Als stets triumphierender .Herzerob.'rer, dem jedes Mittel zum Siege willkommen, belusttgte Oskar Feigel; etwas mehr Haltung hätte allerdings die Persönlichkeit eines Rechtsanwalts wohl l'b:ns- echter gestaltet, ohne der Bühnenwirkung Abtrag in tun. Die guten braven Eltern aus dem Sachsen- lande, bargestellt von Hermaimi Stichel und Luise Rammel, zeigten unbeirrbar, wie Stttm- stteiig« in ihrer Heimat noch ivohnen. ?lls gründlicher, mit Form und korrekt« Abwickelung bedachter ReichstagSabgeord^ceter reibt: sich Harry Norbert ein. Mit Leichenbittermien: nahm Wil- ‘belm Ko ch die Sünden der Väter auf ftch. Hiloe- gard Schuft Herr bot mit Recht das ivvhl- gcschulte, flinke Stubenmädchen des Lustspiels und keine Wirtschafterin, wie das Programm besagt R. Die Verschwörung des Fiesko. Republikanisches Trauerspiel von Schiller. Tie gestrige Aufsülirimg von Schillers Ftesko erreichte nicht ganz die darstellerische Höhe der vorangegangenen Klassikerabende, da sich nur in den wenigen Haiiptrollen wirttiches Mitcrlebcn der Tichtung bemerken ließ. Mag sein, daß das wohl schwächste Bühnenwerk des jungen Schiller mit seiner vielfach rein äußerlichen Thcatralik den Schauspieler von heute nicht mehr anrmzt — I auch den Zuhörern fiel es sichtlich schwer, über die äußeren Geschehnisse hinaus, 'ich ovn dem inneren I Otehalte üt*3 9!k'rfes erfassen zu lassen —, so bietet I ei’ ' och Ausgal^n genug, bei denen ein Schauspieler sein Können erweisen kann. So die Rolle des Mohren Muley Hassan, die aus einem dramarischen Behilssmittel, das die Fäden zwischen Jn- triguc und Gegenintrigue spinnen muß, sich zu einer der wichtigsten und interessantesten Figuren des ganzen Trauerspieles ausgewachsen hat. Ihre Bedeutung wurde von Adolf Teleky voll erkannt. Er vermochte es, diesem Teufelskerl alle Eigenschaften mit auf den Weg zu geben, die fein Wesen verständlich machen, und ermöglichte damit eine Charakterstudie, die überzeugend und originell zugleich war. Auch der Fiesw, den Haus Eisolt darstellte, muß als schöne, einheitliche Leistung bezeichnet werden, die verschiedentlich, wie bei dem Monolog vor dem schlafenden Genua, ins Große zielte. Tie übrigen mamtlichen Darsteller blieben bereits hiergegen zurück. Berrina, von Harry Noeberl verkörpert, war gut auf-» g«fa&t, besonders nt der Szene mit seiner Tochter (Sera Bondziej, die in idrer Erscheinung glücklich wirkte), ließ aber sonst den Gefühlskern vermissen. Oskar Feigels Gianetttno wußte nicht recht die Natur eines Renaissance Helden zu finden, wohingegen Karl Volck dem greifen Togen Andreas Doria voll gerecht wurde. Von den Tarnen trat Hildegard Imhof diesmal wieder bedeutsamer hervor und wußte der Jmperiali überraschendes Leben zu verleihen Friedel T ö r r versuchte das blasse Schemen Lev- nore mit Blut zu begaben, jedoch ohne sonderlichen Erfolg. Tie Bühneneinrichttmg sowie di« Spiellettung Aeugrn wiederum btt bewährte Hand von Hoftat — Wer wird knochen kran k durch Unterernährung. Heilmittel. Heber Knochenerkvankungen infolge von Unterernährung enthält lehrreiche Angaben em Merkblatt für Aerzte, das der pveußischc Minister für BolkS- wvhlfa'hrl jetzt verteilen läßt. Es ist unter 9Jhfc Wirkung maßgebender Kliniker und EmährwigS' Physiologen im Ministerium ausgestellt worden. Erkrankungen treten als Rachitis, Spätrachitis, Osteopsathyrvsis oder Osteomalorie in einem Um* fange und einer Schwere auf, wie ft: in Deutschland bibber nicht vor kamen. Heim gesucht ist vor allem das Säuglings- und Kleinkindesalter, ohne Unterschied des Geschlechts, und bee Altersklass-: der Jugendlichen vom 14. bis 19. Lebensjahr, besonders die männlichen. Die Schulkiuder hatten tush'r wenig darunter ztt leiden. Bon älteren Personm werden ^hauptsächlich Fvaueii, und zwar befonders ältere Schnxmgere oder frisch Entbundene, bMl- len. Erkrankungen vor dem 40. Lebensjahr sind bei den Erwachsenen selten. Di: Krankheit zeigt sich hauptsächlich in den Großstädten und beson* ders den Industriezentren. Es erkvankm hab« hauptsächlich Schlosser-, Schmiede-, Dreher-, Bäcker-, Tischler-, Haarschnride-, GlaÄnacherlehr- linge, sowie Jugendliche in Hütten* imb Maschinenbetrieben, von älteren Frauei« z. B. auch solch', die den ganzen Tag hinter dem Ladentisch st chen. Als Heilmittel empfohlen wird Lebertran, frische Luft, Sonne, künstliche Höl)ensonne, Bett» nrtx, bessere Kost, insbesondere mehr Eiweiß, Milch und Fett, das Rezept Josephs H. empfohlen. rta « 100 9r. Prrie M.*r. in Gleeeen, Kreuzplatz 6 Fernspr. 926. lelkgr 217L LlllklSd Allgemeine Messe in Leipzig MeßhauS Goldene liule, Brühl 25. Technische Messe in Leipzig MeKhalle Markt. Kabine 13 A. WW-M auS rein firn Rohstoffen für Handel, Gewerbe und Industrie SewerMSM gesucht für größere Quantitäten Eichenrundholz. Nur Sagewerke mit Horizontal- und Dollgatter wollen sich mit Angabe des zu übernehmenden Quantums, Preise, Lagerungsmöglichkeit wenden an Gu»„ m. & 6. WeWff, öoijgreBüenölntig Dfiffelöetf, SotzeWllmiWs. Vereine und Vorträge. ** Orts Waageil aller Art Kriegsgefungenen-Heimkehr. Leider ist es uns bei den immer schwieriger ttxerbenben Platzverhältnissen nicht mehr möglich, die Namen der Zurückgekehrten aufzuführrn Meinhrssen- 23. Mr. M 6* Maße kann UJf 6001* abend Batt, in dem Frl ®uttk Aber ihre TL- tigseit in Indien berichtete jVür die Mission gingen nach Abzug der Unkosten des Abends ein 111,33 Mk., außerdem 20 Mk. besondere Gabe d'r Lcknckkmder und 52,10 Mk. für verkaufte Schriften. JngenieurbureauZchwab, Nidda Mibnboifitafic 38 Teleodo» 65 Vertretung erster Firmen der Vrobtndustrie. ^echnü und fctnem Zusanrmcnspies mit den» SreniUat txm 8:0 den Sieg »n erringen und oamu ctntoa^txn ihre Cualihtanpn für bte LiM- ual.ic -u beweisen. Das vornehm durchgrführte Spiel mach» auf die zahlreichen Zuschauer einen guten tnnbaut FRITZ NOWACK Neu eingetroffen: Großer Posten englische Tennis-Flanelle in heilen Mustern für Hemdblusen Meter Mk. 38.50. 2093c trfl. . . it Al einer stak i der Mi ce : enMM' ehr ftatt; ui d tW M "W leiidfert ist. tbx. Samstag nai ,ai L-eidm.der erc i L-etzeckmnm^ er. Ter W »Ücker roar rttu>,>. ^a,nni ! ttn; jnit öfW* ■ ctflJXi£efclta 1 1 ■* W ss-i SÄ Dr.Oetker's Eiweiß-NaKnmg Urfraft ist natürliche, hochkonzentrierte Lollnabnmg zur raschen Kräftigung KrankerEckwacber, Oeaesender, Kinder, sowie weröenüer und stillender Mütter. XegelmäMg täglich 3 l«ldffel voll tn Ketränken und 6veifen zu nehmen. mc Frankfurt a M., 23. Febr. Der Ado* fliftrat wird ein stLdtisches (Gesundheitsamt errichten, dessen vornehmliche Suigab: die Bekämpfung der zunehmenden Tuberkulose und irr Geschlechtskvan kheiten fern wird. — (Reichs»ittg werden für die £>etfteirung ctn4 Strandbades an der Nidda 65 000 Mk. zur Verfügung gestellt. = Frankfurt a. M., 23. Febr. Der Oberwachtmeister R o s s a von der hiesigen Sicherheitspolizei ist nach Unterschlagung von 25 000 Mk. Dienstgeldern flüchtig gegangen. mc. Frankfurt a. M., 23. Febr. Dvk vor den Töven Frankfurts liegende große chemische Fabrik Griesheim Elektron har sich, um ihren Betrieb wieder in voller Friedensstärke aufnehmen zu können, mit amerikanischer Kohle eingedeckt. Vorerst wurden 100 Waggons geliefert. Der Zentner dieser stöhle stellt sich auf 160 Mk., wird aber nicht bor bezahlt, vielmehr gehen als Gegenwert chemische Erzeugnisse, namentlich aber Farben, nach Amerika. mc. Frankfurt a. M., 23. Febr. Das Wuchergesetz tut seine Wirkung. Seit einigen Tagen sind aus nahezu allen Frankfurter Hotels und Wirtschaften die Fleischspeisen verschwunden, oder erheblich eingeschränkt. X Hanau, 22. Febr. Der Kreistag des Landkreises Hanau hat die Gründung ehret Ein* taufSgesells chaft Hanau-Land mit 2 Mül. Mark Stammkapital beschlossen. Gegenstand des Unternehmens ist der Bezug und Vertritt» von Lebens- und Futtermitteln, Stoffen und frmfhaen Gegenständen des täglichen Bedarfs. mc. Wiesbaden, 23. Febr. Der Hotel- antaufdurchAusländer geht luftig todter. So wurden in den letzten Tagen drei groß? Hodtts an Franzosen verkauft, nämlich der Hessische Hof, daß Äilhelma-Hotel und derBarietd-Vergnügungs Palast, letzterer für 6 Mill. Mk., das Parkhotel und der Wiesbadener Hof gingen an rinm Ita- l ener und ein Holländer erwarb das Hotel M> ttopol, während sich ein Spanier dank der schlech* tm deutschen Baluta nicht raenifler wie 15 Wohn- i »rufet aneignete. Milkchmk! 3‘& 42 - fir eht Kilo »temeebaart, *** für 100 Gramm Mk. 4.80. 9icueutoca29 H. LüsklUd Senmtf 517 »«s dem Amtsverkündigungsblatt. ** Daß AmtSverkündigungSblatt 9h:. 26 vom 23. Februar enthält: Ernennungen ixm Feuervif itatovm im Kreis Gießen. — Jvrt- vildungsschule. — Ausmahlungssatz für Brot- S. — Höchstpreis für Mehl und Brot — mit Eiern: hier: Ablieferung der Aus- iveiSkarten für Aufkäufer aus dem Jahre 1919. — Viehzählung. — Schließung der Oelmüblc des Phitipp Wolfs II. in Treis. — Dienftnachrichten M streisamtes. — Feldbeveinigung in der Ge- rnarfmtg Ullendorf a b. Lahn. — Feldbereinigung Dieseck, Großen. Linden, Klem-Linden, Lumda, >Üeinhardshain. Infolge der Heraufsetzung des ÄuS m ahlungssatzes für Brotgetreide ijat der .Kveisausschutz in feiner Sitzung vom tA Februar 1920 mit Wirkung vom 16. Februar L92O ab die Preise für das vorn Kommunalver- >anb an die Stabt Gießen sowie an die Land- i meinden des .Kreises abzugebende Mehl wie folgt elgesetzt. Roggenmehl 90pwzentigc Ausmahlung 111.50 Mk, Weizenbrotmehl 90proz. Ausmah- anggnSoolagt 26 PS, gebraucht. Sn'Otnht Sfnjolmotore ,Cbcruy6ta„d,tu PS' hlirbut Molorb-nSsägc«8 in den Stand, sich nun selber ein Urteil über Sinn und die Wsicht des Laichgesetzes zu bilden. Hieran anschließend sprach Parteisekretär Heller über die Bedeutung des „Deutschen Bauernbundes". An die beiden Ausführungen schloß sich eine Aussprache on. In seinem Schlußwort unterstrich Prof. Urstadt noch einmal die Notwendigkeit des Zu sammensckstusses aller kleinen und mittleren Landwirte in einer ihrer von Haus aus demokratischen und freiheitlich gerichteten Gesinnung entsprechenden Berussorganisatton. □ Friedberg, 21. Febr. In dem bis zum letzten Platz gefüllten Saale des „Saalbaues" spvarch gestern abend auch hier Graf L u ck n e r Über seine kühne Kriogerstrhrten als Kommandant des „Seeadlers". Der Vvrtvag erzielte einen durchschlagenden Erfolg und wurde mit jubelndem Bei* fall begrüßt. O Garbenteich, 22. Febr. Der Gesangverein Frohsinn veranstaltete am 21. d. M. zu Ehren seiner aus englischer und französischer Gefangenschaft zurückgekehrten Mitglieder einen Familienabend. O GrünberL 22. Febr. Ter Turnverein hielt letzthin seine xxnqtfner lammlung ab. Ter Rc chenschaksbericht zeigte ein erfteuliches Bild turnerischer Tütig-ert. Die Einnaitzmien betrugen einschließlich des 1918er ll-Lrrschusses 5604,08 Mk., die Ausgaben 2641^38 Mk., so daß ein Kassevorrat von 2862,70 Mk. verblieb. Auf der Halle ruhen noch 10900 Mk. Schulden. Ter Borstand wurde durch Wahl evgünzt. O Gedern, 23. F^tzr. Bei der letzten Ver- sammlung der hiesigen Ortsgruppe des Hessischen Bauernbundes berichtete der Vorsitzende Christian Guth II. über die Gießener Prvvinzialversamrnlung und teilte das Ergebnis ter dort vvrgenvmmenen BorstandswaNen mit. 4- Lauter, 23 Febr. Heute abend hielt der hiesige Krieaervevftn ferne erste Aeriammlung wieder ab. Einstimmig wurde das Wätzerbestchm des Vereins beschlossen und fast alle Kriegsteilnehmer traten ihm bei. Elcktromotore v eder sofort lieferbar, ab Fabrik, neu u. gebraucht. Bleichstro» 110 Volt, L L 7'/» 9, 20 PS . 220 „ IV a 3V» 4f 5, 6, 13, 18, 126, 140 PS , 440 , 4, 4V* 5. 8, 10 PS Lrebstrom 220/880 voll, L 4. 4V* 5, 6V«, 8, 10, 12, 16, 20*/, 26, 50, 98 PS. Berlin 23 Febr. (Wolfs) Qkftam wurde rat Einbruch in dem C darlottenburger Mausoleum entdeckt. (Hnbrrdx-r haben den <5®rabet Königin Luise gesprengt, nach Schmucksachcn durchsucht und beraubt. Die Deckel anderer Särge widerstanden. Don den Sarg' dcckettl Kaiser Wilhelms I., der Kwierm Augusta, das Prinzen Albrecht und der Fürstin Liegnitz sind goldene silberne und vergolderr Kränze und Zweige geraubt worden. Von den Einbrechern fehlt noch ich** Spur. Berit« 23. Febr (Priv-Tel.) Laut „Bett. Lokalanzeiger" wurde eine Schieberoraani- sat'vn inLuckenwalde entdeckt, tne Messing, Kupfer und andere Mttalle im Werte hm mehreren Millionen Mark erbeutete, lieber 50 He- teiligte wurden allein in Luckenwalde verhaftet. Große Mengen Metall konnten her bestohlenen Firmen und Reichsstttlen wieder zugcführt werden. Auch Aufkäufer mehrerer Berliner Firmen sind in die Angelegenheit verwickelt. Breslau, 23. Febr. (Wolfs.) In D e u i s ck- " iss a wurde am 18. Februar für etwa 50 000 M aus Eijcnbahndieb stähl en derrührendes Gut bei eifern Schrankenwärter itrh dessen Solm, einem Rangierer, beschlagnahmt. Beide bestiegen sohrende Güterzüge und beraubten sie. mehl für den 4-Psund-Laib 2.20 Mk, für den 2-Psund-Laib LIO Mk. Für Mehl beim Weiterverkauf durch Händler oder Bäcker an die 53er- ^O^btosgenmehl 61 Pi., Dcizenbrotmehl 61 Pt ©erftenmebl 63 Pf., ^rankenmehl 80 Ps. das^sund. Tas Berkaussgewicht des Brotes muß 24 stunden nach seiner Fertigstelluna vorhanden sein. Olnvohl eine Lenkung der Mehlprrae auf Grund des heraufgesetzten Ausmahlungssatzes er- wgen konnte, hat eine Äenderung in den bis- beriaen Brotpreisen nicht stattfinden tonnen weil für die Herstellung des Brotes in noch größerem Matze wie bisher 5Dei',enbrotmehl Berivendung tlnden muß und außerdem den 534dern durch die gesteigerten Kohlenpreise usw. wesentlich größere Unkosten entstanden sind. Tic Oelmühle des Philipp Wolfs II. in tft fAr die Zeit vom 3. Februar dis em- ,£^ 2um 1920 geschlossen worden. T ienst nach richte n des Kreisamts. Tas Ministerium des Innern Hal der Reichszentrale für Kriegs- und Sintigefangene in Berlin bte Erlaubnis erteilt, je 10 000 Lose einer in 2 Spielreiben vom 20 —24. April 1920 und im Oktober 1920 zu veransijaltenden Geldlotterie zugunsten der Kriegs- und Zivilgefangenen innerhalb des Freistaates Hessen zu vertreiben. Wer erteilt einem Fraulein Oilerrichl ins SM»«? Schriftl. Angebote unter S0S8 q.d. Glenener Anzeig. Mvin-lliileMl (roo auch (tzelegenbeit -um lieben) gesucht. Schr.Ang. u. («489 an den Gleß. «. Junger Wann wünscht Bnterrtflt1 »Ä" Schttftl. Angebote unter 08488 an den Gieß. Anz. IHMMHUM H IHWntlHI nüMTO Nachhilfe im Rechnen für Quartaner der Ober- realschule gesucht, l"™ "OrtsgruppenderLiga zum Schutze der deutschen Kultur rourben in Beltershaftt und Trais-Horloff gegründet ** Bellersheim, 20. Febr. Arn Mitttooch fand hier eine Versammlung der Deutschen demokratischen Partei statt, in der Landtagsabg. Pros. Tr. Urstadt über das Landgesetz sprach Die Ausführungen des Redners selten die Landwirte ung 117.50 Mk., Gerstenmebl 85proz. Ausmah- iimg 117 Mk., Kranken mehl 65pvoz. Ausmahlung 160 Mk., alles per Doppelzentner ohne Sack, für Rücklieferung der leeren Mehlsäcke bleiben die ‘9diimmimgcn in der Bekanntmachung vom 13. Sept. 1918 in Kraft. Bom heutigen Tage ab ilnb für die Landgemeinden des Kreises bis auf iuntere^ folgende H-chstpreise festgesetzt: Für Brol ’es ÄlchverUndi«, Ne. Tie FeldJ Mbwchverem idjn et, so bch drr Pacht, ■0140 M. te. I ' oerMhim. Aö J IhtisÜLi Niesvütt iftünksurt. ißtn. 6r. In tiefe : düs hiesige gräflich versetzt. 65 ftori«? Albrecht tz, Mvü» itr bekannte Kräfte chaft und seiner Ar j Er war in zwr h zu 6tolberg<’y 118. iftbruar jen, bte lotter ti J o zu Stolbergs i Ärjt ®nn Otop J tuet reib. febr. In diese-.-- ttW die /» - le PatdtM.^ m M. n 7 •ftittfifaft&i rtnü, t werden eichfahig herae- _ _ - ftellt Karl Sebmldt, e»lodgassel6,lTreppe 03501] Neuenweg 42. I fflUWilUlMIlUUHilUOO Aßeche unö Schule m. Gießen, 20. Febr. Ter im Hotel Kobel tagende Lcdrcrbe.;irksvevkLn „Gicßeu-Land-' nahm in seiner Tagesordnung unter dem Vorsitz von Lehrer Welwdtt^Ä,<-s-ck zuerst St Luna zum Ent- muri des Rerstrsgehalttartts. Es wurde Protest erhoben gegen die zu nieder geplante Ernreihung her Dolksschullehver in dem Tarif. Sodemn wurde Stellung zu her neu erschienenen Schulgesetze veile genommen, die numaehr der Oeffentlichkeft übergeben wurde. Tie Durchberatung tonnte jedoch nicht beendet werden und mußte auf nächsten Mittwoch vertagt werden. *’ Tie nach st e vberhesfrsche Pfarr* vereinszusamrnenkunft Donnerstag, 26. d. Mts. zu Gießen, sieht auf bet Tagesordnung außer Pfurrvereinsang<.legendntm einen Vortrag von Prag. 1). PiEhes-Tnrrnsdadt über „T4e Sckml- i.ovelle und unfere Stellung zu ihr" rrr<. ** Ter Fam ilienabend d-es Evon* geli schen Bundes in der StadErckx Sonn* ragabeuL inußie ohne die geplanten wusikalilchm Darbietungen ftattfinben, da alle hierzu gewonnenen Kräfte erkrankt waren. Zn den .«hlvftch Versammelten sprach sehr ausführlich imb anschaulich Psaarer Sattl cr-Wiesest über „Die soziale Sendung unserer Zkirche". Ter Vortragende, im Iabrr 1905 Assistent an der Iol-ann-esgemnnde, führt? etwa aus: Ä: jfir» cf) c n b i n e setzt voraus, daß zwischen der modernen Welt und dem straften tum eine Lvonnung b’* steht: Das Tsiel der .>e imb Nächn nli.'be zusammen. An einzelnen Nationen wird die lozrrl: Bedeutung der Kirche für Ehe und Familie nachgewiesen tn ihrer auch hestte noch' neu; Sitten bildenden Kvaft. Sie hat die Würde der Frau wahren zu helfen und zu kämptzen gegen di: Nivellierung bt’iber Gefchlechd:r. Dn Pfarrgehil* finnenberuf erleichtert der Kirch' ihr: Sendung gegenüber den Strömungen des Famili.'nbchens, dessen Grundsäulen Autorität und Metät bei ihr eine treue Hüterin finden. I m wirtschaft- lichen Leben kämpft die Ktrche gegm immer stärker werbende Ablösung der Arbeit von dw Seele und ruft zur Verinnerlichung warnend vor der Utopie des Arbeitspavadieses auf Erdm. Dnn um sich greifenden Manchestertum geg'.mübn erzieht ftc zur rechten Wertung des Eigentums, als von Gott an vertrauten Guts und verlangt steigende Opserwilliglieit. Dem Kapitalismus gegenüber hat sie auch dem Sozialismus gerecht zu werden, nach ferner Geschichte.' und als Kirche nicht die pokittschen imb wirtschaftlichen Ideale der Arbeiterschaft zu bekämen. Eine Mit- bÜdertn des Volkstums bewcÄtt sie vvr Ehau-- vrniSmus, pflegt die Heimatliebe, stärkt baS Nationalgefühl und wirkt in der Heiden- Mission doch international. Politisch neutral hilft sie Mr Veredelung des Parteikmnpfs. Ihr: Innere Mission ,vird niemals überflüssig. Stodt und Land Derbinbenb erfüllt sie ihre soziale Sendung auf dem Gebiet der Volksbildung unb Volkskunst. Professor Dr. Schmoll eröffnete und dankte tm Namen der Versammlung dem Redner, imb Lehrer Gör- lach, der mit einer Fuge von Bach und einem Passions"Präludium von Malling unb Gebet von Guilmant bereirroiUigft etnspringend den Vortrag schön umrahmte. Der letzte Vorttag diefes Wttft:rs wird am 21. März stattfinden. mc. Fran ksur t a. M., 22. Febr. Das erste Frankfurter Schulkino wurde am SamStag eröffnet. .4 Ortenberg, 23. F^br. Ter gestrige Sonntag war in unserer Gemeinde ein Mtsstons- sonntag. Im Dormittagsgottesdienst predigte Missionar Walther aus Beuern über die Geister-- und Todesfurcht her Schwarzen Kameruns. Ter Nachmittag war den Kindern ge- roibmet. 2lbends fand dann ein Gemeinde- I 03405 Die Beerdigung findet am Donnerstag den 26. Februar 1920 nachm. 4‘A Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. Gießen (Lmdwigstr. 56), Magdeburg, Offenbach, Darmstadt, den 22. Februar 1920. Heute nachmittag entschlief sanft nach längerem Krankenlager mein lieber Vater, unser guter Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Peter König im 84. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Henriette Letzing geb. König. P- Lit V 179 512 I?. 522 ] 4345 £ 792 ® 790 As 5, 8 IC. 1. 3. 5. 1651 1653 644 PF. 550 ®' P 572 P. 552 A P. 7532 In P3-562 ? 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Mv Gietzen—Frankfutt. Zug.-Nr. Pz. Pz. 561 Pz. 559 VF 565 Fulda—Gietzen. D Frankfurt—Gietzen. D 175 Dillenburg—Wetzlar—-Gietzen. Berlin Gietzen—Marburg. D 71 Dz. 773 Pz. 793 $3- 797 D 179 Marburg—Gietzen. 570, 420, Vermischte» (Sine (Nachdruck Verboten.) Fortsetzung 48 ttrir Limburg—^ 1508,50 1511,50 1536,50 1541,50 1003,50 1606,75 1638,25 1641,75 'pz. *Pä- 550 572 W. W. 151,- 172,50 4344 731 794 6014 778 74 750 den und 7523 553 553 7529 390,40 535,50 327,60 96,10 700,70 38,46 34,96 100,40 33,96 371, 395, 350,25 439,- 39,04 36,04 100,35 34,29 D P- Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm. Men . . . 38,54 35,05 100,60 34,04 21.2. 6,50 2,87 7,35 5,65 293,- 38,96 35,96 100,15 34,21 704 792 180 780 176 776 794 Abfahrt 5.33 6.20 10.10 12.39 3.18 5.10 5.39 6.M 11.24 Abfahrt 8.10 8.13 2.35 5.45 6.M 10.45 5.27 8.37 8.3? 10.63 10.15 Ankunft 8.08 7.52 2.18 2.oo 5.42 9.M 7Z 9.40 11.58 7.30 io.» 1055 11.26 11.30 BbEseukurfe. Frankfurt Abfahrt 4.07 6.42 8.04.X 12.40 1.36 2.35 4.52 3516,50 3523,50 3546, - 3554, - 724,25 725,75 716,75 718,25 1648,25 1651,75 1658,25 1661,75 1428,50 1431,50 1438,50 1441,50 1778,25 1781,75 1798,- 1802,- Pz. PZ 12.02 11.29 7.23 6.42 10.1*6 HZ 6ZW 8.00 W. 9.46 W. 11.15 W 377,10 534,— 327,90 94,90 709,30 Ankunft 6.42 9.io 9.30 2.47 2.58 5.03 5.64 376,- 399,- 435,- 275,50 260,- 550,- 578,- 431,- 423,- 255,- 525,- 377,90 389,60 535,- 534,50 328,60 326,90 95,10 95,90 710,70 699,30 ,®3- Pz- Pz- Nr. Kurs 23. 2. 79,- 69,75 68,80 76,90 154,25 324,- 235,- 194,- 154,75 156,- 150,25 172,60 PF- P- 6,01 7.18 7.N ein englisches Blatt an das Schicksal einer andern! Partitur zum „Sommernachtstraum", der berühmtesten, die je geschriebm. Als der junge Men- Martnotieruugeu. Datum.- Devisenmarkt. Geld Brief Datum: 21. Febr. „Daß ich das bart, Estrid, ist das Schönste in meinem neuen Leben, denn ein neues tmrb nun aufgebant. Das sollst du mal sehen, Estrid.' Du glaubst ja gar nicht, wie froh ich bin." Estrid sah ihn erstaunt an und übergab Akte, die freudig bewegt herbeikam, den kleinen In gemärt. Wie stürmisch Bent war und wie fröhlich. Bleischwer fiel es ihr auf die Seele, daß er nicht ahnte, welch düsteres Verhängnis über dem Gottes- toog drobte. du Peter gesehen?" fragte sie, bloß um etwas zu reden. ,,Freilich, er hat mich in Munkmarsch feierlich in Empfang genommen. Meine Ankunft sollte Pz. 641 Pz. 1660 Vz. 1662 Pz. 1668 delss 0 hn 1827 in London weilte, lieh er die Partitur der Ouvertüre zum „Sommernachts- träum" in einer Droschke liegen, und sic bli'b loren, bis s,e 80 Jahre später aus unerklärliche Weise in der Biblwrlx'k der Londoner Akad m« für Musik ttncbergchmbcn wurde Hätte d r Komponist nicht nod) cme Abschrift der Panuur besessen, 10 wäre die 9Bdt um dieses „gräbt* ©unter musikalischer Frühreife" gekommen. bis Alsfeld Fulda (S. u. F.) Fulda Alsfeld (W.) Grünberg (2B.) Fulda Grünberg (5.) Seegespenftec. Roman von AnnyWothe. Aaerikinisches Copyright 1918 by Amy Wothe-Mahn, Leipzig. Büchertisch. — Pflege und Ernährung de- Kleinkindes von Univ-Prof. Tr Leo Langstein. 6.—11. Tausend. Preis gebunden 3 Mk. Max Heftes Verlag, Berlin W 15. Alles mutt darin gesetzt werden, eine ftarL. eimvicklungssälnge ^Generation beranzuzishen. Die Sorge nm das >Nnn- kind, seine Ernährung und Pflege l>at in \'it barten Kriegs jähren unb der Folgezeit bcgr.ulich'rnAise stark zugenvmmen. Da crschemt, einem tr sgftühl- ttn B^'dürfrns abzuhelfen, das Buch des beflnnttm Berliner Kinherarztes, der fern' rHdk' Erfahrungen und goldenen Ratschläge ,eder Mutter, j Kinderpflcg-erin zur Verfügung ftefit Bon beson- berer Bedeutung sind die trefflich.m Anssührungm über richtige Pflege unb namentlich richtige Erinrh- rung der Kleinen trotz der durch den Krieg g -schaf- fenen schwierigen Ernährungsver'hältnisse. 420,- 420,- Der augenblickliche Zahrplan. Wir teilen unseren Lesern heute ohne Gewähr den augenblicklich geltenden Fahrplan mit. Aende- rungen können auch heute noch von Tag zu Tag eintretcn. bis Marburg Lollar Hamburg Tasse! Tassel Lollar Marburg Marburg Berlin, Friedrichstt. 23.2. 6,50 2,85 Geld Brief 22. Febr. Zug-Nr. Pz. 631 Pz. 1652 D 81 Pz. 1623 Pz. 1656 Ankunft 6.25 6.32 9.04 4.22 6.50 5.24 6.33 7.4« 9.i^ Abfahrt 5.22 6.A 9.01 10.42 2.52 3.42 3.48 6.0o 9.S> 1014 Rim stand die Heide in voller Blütenpracht. -LSeirn der Seewind sie zauste und den weißen Heidesand aufwirbelte, war es, als fingen all die roden Glöckchen zu Bingen an. Wenigstens meint? Estrid bann oft, ein feines Märchensingen der Lrinnerung zu spüren — die Erinnerung, wer sie >rch bannen könnte! Das Leben im Gottesboog ging seinen alten nur daß es zwischen den beiben Ehelniten immer wie ein Aufhorchen war. Peter dachte: „Wann wird sie für immer g^hen?" Und Estrü) grübelte: „Wann mag sich eine günstige Gelegenheit "irten, unbemerft mit dem Kinde zu entschlüpfen?" Peter paßte gut auf. Mit Bitternis empfand Lstrid es stets aufs neue. Trotzdem ihr Mann rrtzerlich ruhig war und ihr nichts in den Weg .e$tc, fühlte sie, wie er jeden ihrer Schritte b> Mchte. Sie grub dann die weißen Zähne in di? ll-iterlippe, bis sie blutete, und ihre Augm glühten gonz schwarz. Er sollte sie nicht brechen mit einer rohen Kraft. Zuweilen trug Peter b$n klemm Jngewart A-f seinen starken Armen durch den Garten und Estrid stand am Fenster und sah voll Reid, wie b® große Mann sein braunes Gesicht zärtlich AEgeii die weiche, weiß? Kinderwange schmiegte, o« Kleine krähte dann vor Vergnügen. Er könnt ■ cnflid} schon lachen, der Heine Jngewart, und fein? tLk^r^lm^n Händchen, sonst immer zu Fäusten i bereits an, nach den weißm Mö- vcn mit den schimmernden Flügeln zu Haschen, die bis Betzdorf Dillenburg Oberhausen Betzdorf Betzdorf Duisburg Töln Haiger Wetzlar Halger Datum: 5°/0Deut.flriegsant 4°/oDeut.Beichsanl. 3°/„Deut.Reichsanl. 4°/0 Preuh. Konsols Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Disconto» Gesellsch. Dresdener Bank. . Nationalbank f. D. Mitteld.CrcditbanK H.-Amerik. Pakctf. Norddeutsch erLloyd Boch. Gußstahlwrk. D.-Luremb.Bergw. Gelsenkirch. Bergw. Harpener Bergbau Ot'erschl. Eisend.. B. Oberschles.Eisenind. Phönix-Brgb.. Akt. Bad.Anilin. u.Soda töchster Farbwerke lekir. A. G. G.. . Schuckert-Werke. . FeltenLGuilleaume Daimler Bud.'Eisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/0 Hess. SaatsanL Electron Griesheim bis Frankfurt um das Haus kreisten. Estrid hatte sich vor genommen, an Bent Banken zu schreiben. Er würde ihr gewiß helfen, zurecht zu kommen in dem fremden Land, das ihr so fr ernt» war und in dem sie mit ihrem Kinde leben wollte. Sie mußte es aber klug anstellen, damit Bmt Bon Km sie nicht an Peter verriet . Nein, davor war sie wohl sicher. Er hatte ja die nachfühlende, feine Seele, die anderer Schmerz und Leid begriff. Die Sibteffe Bents hatte Estrid neulich auf einem Briefumschlag, wo er als Absender gewannt, ausfindig gemacht. Doch so oft Estrid auch den Brief begann, immer wieder zerriß sie den Bagen. Nein, sie konnte Bent nicht schreiben. Und plötzlich dachte sie, daß. er sie niemals begreifen und verstehen würde. Diese Erkenntnis madjte sie ganz et mb. Peter Banken merkte, daß ein: seltsame Unruhe Estrid beherrschte. Aeußerlich kam fit tadellos ihren Pflichten nach, und Akte sagte anerkennend: „Sie versteht was, die Fru, nur das Herz fehlt ihr, das Herz." Und eines Tages stand völlig mrerwartet Bent Banken vor ihr auf der Galerie, wo sie den kleinen Jngewart hütete, und des Kapitäns Augen lachten sie hell an. „Gott zum Gruß, Frau Schwägerin," sagte er herzlich, Estrid die Hand entgegenstreckend, „do bin ich. Hoffentlich nehmt Ihr den Heimgekehrten gern auf." Estrid war verwirrt. „Ich habe jetzt alle Tage an Euch gedacht," antwortete sie, seine Hand mit festem Truck umschließend. Er sah prüfend in das junge Frauengesicht, in die großen, leüwvll zu ihm aufgeschlagenen Augen, und er wußte deuten, wie anders ihn diese Fran e irrst angeblickt. Zwar lag auch heute ein berückendes Lächeln um ihren blaßroten Mund, aber es war so schmerz- Dietzen an „ an , an „ an „ an „ an „ an Zug-Nr. Pz. 791 'VF. 727 r’verelnJL* — Die verlorene Partitur. Partitur des größten englischen Komponisten ans dem 17. Jahrhundert, PurcÄl, die eine Musik zu Shakespeares „Sommernachtstraum" enthält, ist aufgefunden worden. Aus diesem Anlaß erinnert ^are h^uÄ*ent ien f lich und süß zugleich, daß es Bent Banken erschütterte Ein Madonnenbild, wie es die alten Meister aut Goldgrund schufen, dünkte ihn die Frau, die mit dem Kinde aus "ben Armen vor ihm stand. Er beugte sich zu dem Kinde herab. „Lieber, Eieiner Mann," sagte er zärtlich, „siehst du, da ist der alte, böse Onkel, der zur Taufe nicht dein Pate sein wollte, weil ihm allerlei närrisches Zeug durch den Kopf fuhr, doch noch gekommen. Nun, mein Jung, soll es ein feines iieten werden, du und ich, die beidm jüngsten Bonkens." Bents Lachen llang froh und herzerfrischend und das Kind zappelte ihm mit aufstrählenden Augen entgegen. Da nahm es Bent jauchzend in feine Arme und küßte es bewegt aus die Stirn. „Wie reich seid Ihr geworden, Frau Schwägerin, oder dars ich „Qrftrib" nnb „du" sagen, wie es sich eigentlich unter Schwagersleuten gehört?" „Du darfst es, Bent," entgegnete Estrid Schluß- Abend, Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs " nämlich eine Ueberraschung für dich und die anderen sein." Er sagte nicht, wer die „anderen" waren. Später saßen sie alle drei auf der Galerie an dem schönen Eckplatz angesichts des schäumenden Meeres, bei der Abmdmahlzeit, und das Au^ schweifte weithin über die purpurnen Wogen und wandte sich dann seitwärts zum Watt, das sich träge im Abendschein dehnte. Es war Ebbezftt und man konnte die Schlickläufer beobachten, die nach Bernstein und ft'rabben suchten. Aui Dem grünen Vorland stiegen langbeinig ein paar Störche umher, schwarze und weiße, mit ihren roten Strümpfen, und ein Fisch eiher durchwatete das seichte Wasser. Bent nahm das geliebte Heimatbild tief in sich auf. „Wie schön ist es zu Haus," meinte er zu Peter, der ihn liebevoll betrachtete, „sieh, da drüben die dicke Brandente, wie sie sich mmrftg macht. Hast du sie je so bunt gesehen?" Peter ladjte. „Sie hat immer so ausgesehen, mein Jung, schneeweißes Gefieder, schwarze Schwanzschwin- gen, ein breites, rotes Band über Brust und 5W und der Spiegel der Flügel grün. Das weiß ich noch von der Schule 'qet.“ Bent nickte vergnügt. „Ich meine, nie eine solche Farbenpracht ge- ichaut zu haben, trotzdem ich allerlei farbenprächtiges Getier von meiner Reise mitbrachte, besonders auch für dich, Estrid." „einlan^' deschästtgt. reiS sei eine Frage, die in den Arbütsbewich her Re- gienmg falle. Die Diedergutmachungslomminion ttnnc wohl in ben Deutschland angehenden Ang > lcgenheitcn Befttrnmungen ausarb'iten, aber nicht ausführen lassen. Jvnnart fügte hinzu, daß mm sich vorerst mit der Forderung von Kohlen, von Dreh, der Bezahlung der 20 Milliarden in (i-oto, sowie mit anderen im Vordergrund stehend.m Fuv- gen beschäftigen werde Oesterreichifch-ungarische Grenzfragen. Wien, 21. Febr. (Wolff.) Tie Antivort auf die ungarische Rote betreffend W:st- ungarn und den freien Landelsver kehr wurde heute dem ungarischen Gesandtm Tr. G r a tz übergeben. In der Note heißt 'S u. a.: das Volk Oesterreichs habe sich mit seltener Einmütigkeit zum remen Natronalstaat bekannt und alle Ansprüche auf Beherrschung eines ftemd.'n Bolk^ abgelehnt. Das Recht der in geschloßenen Si> delun^gebieten zusammenwohneirdm Bölkn: auf eigene Staatlichkeit gelte ihm jchoch als unveräußerliches Grundrecht jeder Nanon. Tie uraltnr deutschen ©iebclungen im Osten Oesterreichs bildeten mit den gesamten deutschen Alp^nländem eine geschlossene SrÄungs.ftnheit. Tre Note ipricht die Hoffnung aus. daß die ungarische Regrernng sich frerwillig entschtreßen möge, der B.'vrückung der deutschen Bevölkerung, die hübm uno drüben eine arge Nrißstimmung auslöst, ohne Berzug -in Ende zu machen. Tie österreichische R'publik stt geneigt, auf dieser GruMage mit dec imgari- schen Regierung übet die Durchführung des St. Germainer Friedens in Berhandlungen 'in- xutreten und das wirtschaftliche Verhältnis zwischen Oesterreich und Ungarn auf der (Grundlage völlig freien Handelsverllehrs einzuricht'n. Vom Eisenbahnerstreik in Bulgarien. Sofia, 23. Febr. (WTB.) Ter Streik der Eisenbahner, der 53 Tage dauerte, ist beendet. Ter Konflikt, der am 27. Dezember durch die Post-, Telegrapben- und Eisenbahnbeamten begonnen wurde, ist am Mittwoch abend beigelegt worden. Tie Streikenden haben alle Bedingungen der Regierung zur Wiederaufnahme der Arbeit angenommen. Die Regienurg kündigte an, daß sie in der Entfernung aller Anführer fvrtfahren werde. Das Geständnis eines Raubmörders. rm. Darmstadt, 23. Febr. Der wegen Berdachtes an dem Raubmord der Gbei rau Perschbacher in Stendal verhaftete Wühelm Kraher hat dem dorthin gereisten Kriminaicommissar Daniel ein umfassendes Geständnis abgelegt. Sein mit ihm verhafteter Genosse leugnet vorläufig die ^Beteiligung. Handel. Berlin, 23. Febr. Börsenstimmungs- b i l d. In Nachwirkung des am Freitag eingetrete* neu empfindlichen Kursrückschlages lagen bei Eröffnung der Börse anscheinend ziemlich umfangreiche Berlanfsaufträge von auswärts vor, durch die bei erheblicher Lerzögerung der Kursfeststettung in ziemlich vielen Werten noch weitere Rückgänge eintraten. Tie Spekulation nahm diese Ware zu den ersten Kursen bereitwillig auf, wodurch sich die an sich bereits feste Grundstimmung später verstrickte und weiter leichtere Erholungen eintraten. Von Valutawerten waren besondere Canada und Kolonial- und Petroleumwerte wohl im Zusammenhang mit dem Stocken in der Erholung der Markwä^ung von Anfang an höher bezahlt, und im Verlause erfuhren bet erregtem Geschäft Kolonialwerte und Otavi Kurssteigerungen von 1000 bzw. 65 Prozent. Von Montanwerten waren oberschlesische 20 bis 30, Laurahütte sogar 62 Prozettt niedriger, anbere gleichartige Papiere ivaren besser gehalten, Teattsch-Luremburg und Rheinstahl wohl wegen ihres tyilweisen Valulacharatters kräftig erholt. Bon Färb- und Elecktndwerten waren namentlich Goldschmidt, Schuckert und Felten u. Guilleaume erheblicher rückgängig. Kaliallien, mit Ausnahme von Westeregeln, waren 10 bis 20 Prozent niedriger. Bankaktien zumeist 5 bis 8 Prozent nachgebend^. Teutsch-Asuttische Bank behauptete ihren Kursstaiw. Am heimischen Rentenmarkt war der Fortschritt der Aufwärtsbewegung mäßig stärker ausgeprägt in alten Reichsanleihen, wogegen 3'/?Pvozentige Preußische Konsvls 5 Prozent verloren. Oesterreichische und ungarische Anleihen lagen fest, mepCanifd^ sind beträchtlich höher befahlt. Ter Einheitskurs der Jndustriewcrte blieb fest, teilweise wesenllich höher. Kolonialanteile, Otaoi und Otavi-Genußscheine erreichten bei wildem Geschäft ihren Höchsland r8400, 935, 750), gaben aber wieder etwas her. Kölner und Frank- futter Stadtanliechen waren erneut ungefähr je 40 Prozent höher, alles angeblich auf Auslandskäufe. Frankfurt a. M., 23. Febr. (Börsenstimmungsbild.) Tie Stimmung gestaltete sich wieder fester. Lebhafter war das Geschäft in Transport- Kolonial papieren. Schon tun gb ahn sind mit 615, später um weitere 5 Proz. auf 620.— gestiegen. Lombarden fanden zu 493/€ Aufnahme Nordd. Lloyd bei einiger Nachfrage vis 172y2 um^ gesetzt, auch Hapag gut behauptet, 151.—. 'Nen- Guinea wurden 1175 (— 15 Pro-.), Ottvn Ge nutz 770 ft-55, Otavi Minen 905 + 65 Mk. '•JJUnv tanaftien setzten etwas fester ftn. Gelsenkirchen 396— 395.—, Deutsch Luxemburg 371.—, Phönix Berabau erfuhren mäßige Abschwächung, 570.—. Rhernstahl stiegen 18 Proz., 448.—. Von sonstigen Industrie werten stellten sich Elektr Lahm-yw 5 Pro^. höher, 260.—. Deutsch Ueberfee 1008.—. Uinc Steigerung'von ca. 5 Proz. erfuhren Edem. Elbenberg, 7993/«. Höchster Farbe nsind 20 Proz. krhöhl, 420.—. Adlerwerte Klaper geroannm 10'/r (420.—), Bingwerke 4 (300.—), A. E. G 10.— (419—420.—). Kaliwerke Wester regeln verloren 11 Proz.,619—, Heldburg 295— 302—, Mans- selder Kuxe 6850—6900, Benz 375—377 — ,Mexi- famidic Änlett-en fest. 5proz. Goldmexifaner 685 plus 10 Proz. und stiegen an der Nachbörse um weitere 15 Proz. auf 700.—. Frankfurt am Main, 23. Febr. Ge- trerdernarkt. Die Kauflust für Hafer hielt auch heute an, und die höheren Forderung:n wurden bewilligt, obgleich die Umsätze eng b.'gr.mzt Hieben. Hülsenfrücl^ haben einen festen Markt, mrd es bleiben gute Erbsen sehr gftragt Int.resse bestehl ferner für Pelufchken mtb Ackrhohnm. Seradella sind wieder gefragter. Mch Lupin'n zur Saat sind bei festen Preisen gesucht. Wicken uitoeränbert. Sämereien erftrhrm müßige Abschwächung, besonders Grassärnereien. ftic.‘rnaten find gut behauptet. Buchweiz^-n war höher bcyiljlt. In Heu war die Preislage wenig vercmd.rt. Frankfurt a. TL, 24. Februar. Tatort Stellen, Steuer Kiik- h SJü Fritzlir, V lypotheken-GeU i Privatmann qus« en. SchristlAnarbl» Man drnM^Aii, leffere», vermöz Mchn n Lande, evavgeR (fahre all, wünscht e idem Herrn in tnr 'chsel zu treten z«ü heirat christliche «ngedim- llb erbeten unter , d. Giehener gintia. tzchütiderinM^ iinldn einen P-i- abnbeamien, r_?.- itwer mit Mffl ätrrerHem?' rn. Sdtr.äiM^;: MBa.deitM^ w lea-febentatfixbr ja.Dame a-gui' . m. ficöiefl. 6haUtii6)t.,nid)b1vu „ (eoeniucll StaW Bm hidklk amtet, B 3- ®* jön.2wbfleflcnh®J 1 - fetten«« SÄ® ’Ä ’a BttoJL---- Pz. 419 Limburg ab 3.M T. 421 Weilburg ab 5.M T. 423 Limburg ab 5.66 $3- 427 Limburg ab 4.35 T. 4917 Limburg ab 5.48 Pz. 415 Toblenz ab 5.03 D 125 Toblenz ab 8.40 Grünberg ab 4.27 Gießen an 5.16 s. ab 6.23 an 7.16 W Fulda ab 4 34 an 7.53 W Grünberg ab 7.58 an 8.62 TB Alsfeld ab 2.16 ff an 6.52 TB Fulda ab 3.oo an 8.16 S. Fulda ab 4.41 V an 8.03 TB. Pz- 791 Butzbach ab 4.40 Gießen an 5.n Pz. 725 Friederg ab 5.28 an 7,io Pz. 777 Frankfurt ab 5.68 an 8.oo D 81 ab 7.20 an 8.52 D 71 ab 8.23 an 10.00 Pz. 773 ab 10.03 an 12.27 Pz- vz- 6013 793 Friedberg Frankfurt ab ab 12.40 l.oo * an an 2.03 3.06 Pz. 793 .. ab 1.15 an 3.14 D 175 ab 2.oo an 3 32 Pz- 707 ab 3/K) an 5.34 Pz- 797 ab 4.20 an 6.47 Pz- 781 ab 5.22 an 8.0- D 179 n ab 9.06 ff an 11.16 . 1651 Wetzlar ab 5.08 Gießen an 5.28 . 1653 ab 6.68 an 7.18 . 644 (Eitorf ab 4.07 an 7.58 . 632 Töln ab 6.$6 an 12.25 . 176 Hagen ab an 1.26 . 1655 Herborn ab 12.56 an 2.30 . 1659 Wetzlar ab 4.45 an 5.05 . 1661 ab 7.40 an 8.00 . 415 U ab 9.22 an 9.45 Oberhausen ab 4.00 an 10.15 . 1663 Wetzlar ab 10.20 II an 10.40 4345 Lollar 792 Marburg ab 5.36 Gießen an 5.47 ab 5.40 an 6.34 t l 1 1 790 4341 180 4337 776 794 736 74 „ ab 6.37 Lollar ab 7 25 Berlin, Friedr. ab 9.w Lollar ab 2.25 Tassel ab 10.45 Tassel ab 1.15 Marburg ab 8.50 Hamburg ab 12.19 „ an „ an „ an „ an ff an „ an tf an „ an 7.31 7.37 7.54 2.37 2.18 5.14 9.43 9.53 Zug.Nr. Pz. 504 P. 520 Pz. 508 PF. 516 PZ 512 pF. 522 Girßrn—Gelnhausen. Abfahrt Ankunft bis 5.40 7.58 Belnhau 6.25 7.*2 Hungen 1.18 3.47 Gelnhau 5.30 6.14 Hungen 6.15 8.40 Gelnhau 10.25 ll.§ Hungen en S.mF.) en en (S-) P- p. P- D. o. P 517 515 501 503 507 513 Gelnhausen—Gietzen. Hungen ab 4.46 Gießen an „ ab 6.2* „ an Gelnhansen ab 4.58 u an „ ab 7.28 „ an * ab 5.2i „ an Hungen ab 8.43 w an 5.30 5. 7.07 W. 7.40 W. 9.52 W. 7.52 W. 9.33 s. Zug-Nr. D$. 404 D 126 D). 408 vz. 426 0;. 4942 Di 4950 Gietzen— Abfahtt 5.58 8 19 10.30 1.30 3.48 5.18 Wetzlar—Limburg. Ankunft bis 8.05 Limburg 10.55 Toblenz 2.44 Toblenz 4.07 Limburg 5.5i Limburg 7.23 Limburg Nutzholz-Versteigerung. Montag den 1. März d. I. Kaminen aus hie- ftaem Gemeindewald folgende Walzsortimente zur öffentlichen Versteigerung: n) Eichen: 15v Stämme mit 65,00 40Rni. Schichtholz (2 Meter lang). b) Fichten: B55 Stämme mit 110,00 Fstni., 245 Stangen 1. Kl., 201 Stangen 2. Kl., ISO Stange» 3. Kl., 60 Stangen 4. Kl. Anfang vormittags 9 Uhr im Distrikt Hinterstruth an der Straffe FraNkenirach -Eisernen Hand. FrankeNbuch, den 28. Februar 1920. W e b e r, Bürgermeister. 2126 fafttastal flll«’ ifllMe,x to eewtwfct* wtltoMklwte entv.-Brrflke«!. B. Achtung Schultz & Kaplan Giehen 1 l L) Verlobte ***** Kaufe alte künstliche 03487 *: Wieseck, 24. Februar 1920. 107, Telephon Nr. 408. Jlü MUtt Automobile 3*^ ... » . WprrphoS 93 orti nfni rt+i/W. 9V zrr laufe», oder zu miete« gesucht. Fr. Kehler 2104 Schördliche Anzeigen. Mr. 2124. 2115. tten steht tzer Händler-! em t AU. Tagen Zahle p. Zahn TO M. u. mehr, je nach Qualität Ä) s 490 WH) Zäte und 8ÜISS8 Lina Reichhardt Hugo Katz Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Ausmerksam- keiten sagen wir innigen Dank Karl Kling u. Frau Anna geb. Reuter Luzerne eohte Provencer Kilogramm sowie der Krbegsrabatt txm 60 bei gleichen Bedingungen hinzu. Preis für Kalk: Schriftliche Angebote unter 03474 an den Gießener Anzeiger erbeten. Fabrik j ja fnufen aber j« mieten gcfW in der Gegend von Wetzlar bevorzugt. Schr. Anqcb. um. 03475 an den Gieß. Anz. erböten. 150971!.*) 150 9RT.*h 85 9)1!.*) l«OMk*). 170 97?!.*) 280 97f!.*)> 280 Mk.*) bei' (.Strertc Friedberg—Nidda) *u erreichen. Stemheim, den 21. Februar 1920. Bürgermeisterei Steinheim. B ipp. zu Überwachen ist. Auf Grund der W 1 und 4 der Reichsver- mckmmg vom 7. 9ä)mmiber 1918 über die wrrt-- schaftlick^ Demobllmachnng fRGBl. S. 1292) bestimme tdi — unter Abändermcg der Nesümmnn- ffEn in: 8 5 meiner Bekanntmachung betreffend Baustofsbcwirtsckastung vom 17. September 1919 — abgedruckt in der Darmstädter Zeitung vom ^Zkwb-r lVHV — nrit Wirkung vom 1. Januar 1920 das Folgende: \ .% ür Z i t'trelti frzeu»n iff se werden folgende Rrchtprerse festgesetzt: Der grhße Honnttiental-Fllm in 6 Riesen-Akten Ich klage an Z Die Geschichte einer Verführten und Ma Verlassenen. 2091c Ktlninal-, Detektiv-B-BesellsehaHitfraara M In der Hauptrolle: Leontine Kühnberg. A Sowie das glänzende Beiprogramm. • "Hj r | Lichtspfeihaus |i Bahnhofstraße 34 j A Heute bis inkl. Fred tag: | la. Vofbindern hierzu. ltn Stets großes Lagerl Kohlen werden angekanft z« den höchsten Preisen. Dr. med. Fritz von der Hütten und Frau Margarethe geb. Stoll Vermählte Gichen Bad-Navheftn 21. Februar 1920. Kaufe jeden Montag, Freitag und SamStag * Mlip zahle per Pfund 12.— M. oder mufche gegen Strickwolle lKammgarn) oder Hand- und Maschinenzwirn. 03216 Ludwig Magnus V. Mtwe Grohen-Linden. FSr,TZ OWACK Tätlicher Käuffanß in denhwhen n. SebweHer Sfacfeer ®iew ferner leinenen Klöppel-Spitzen für Jjeih- und Bettwäsche in großen neuen Sortimenten f. . L1 . i 0.11^.».^ Meute bis einschi. Freitag den 27. Februar 1920: Die Herrin der Welt. W. UMdM SflBßWSO Ophir, die Stadt der Vergangenheit® K Solterwwes Dir.: Mlwiti Habertend____________vorriihrtmg !r.:rv, r». 1 r>, v.oo, s.4r> i hr. 180 NN«) 24OM!.*) 280 97?!.*) 245 Mk.*) 400 97?!.*) . . 890 Mk.*)' Die Preise verstehen fick „aufgcürdtm auf Waggon oder Wagen ab Ziegelei" für unverpackte Warc. Für Verpackungsmaterial find für 10 Tonnen 8 Mark Preiszuschlag zulnsftg, ausgenommen für HinternwuorMrm:. IbM M NüM (ITag) 2101SS im Hotel Prinz Carl von 9—5 Uhr abends. Ästena i. W. Februar 1920. Form steine w Monvt und Baustelle, Bnckswnv je Niomnt mrb Baustelle, DaUruege! je fronet tritt» Baustelft, 500 Traiaageröhren je Monat und Baustelle .'sement ckei Mengen bis zu 3 Säcke —- 150 Kg. Kall bei 9)kntmni bis zu 8 Säcke ILli-Kk' ui deren Stellvertreter bst .Herren C-körn Sineon und Georg Ockel vvm Kreisamt Gieffen bestellt luorben. 2108B G i e fte n, den 27. Februar 1920. Der Oberbürgermeister. Z. D.: Dr. Ro se n bc rg. JaKd - Verpachtung. Tie Wäldjagd her Gemarkung Steinheim soll ani Freitag den 27. Februar 1920, nachmittags 1 llhr, in der Wirtschaft des Lnvnng Hofmann II. dahier, auf weitere sechs Jahre nochmals verpachtet werdet,. Ter Wald mit einem Schutzstreifen Feld bat imgcführ eine Fläche von 875 Normalmorgen und ist ni 5 Minuten von Station Ober-Middersheim und in 30 Minuten von der Station Häuscrhof Nr. 27 24. Februar 1920 Betr: Ausnahmezustant Januar 1920. Belr.: Cassel, den 10. Februar 1920. )aus An Die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. nxutuiig rbt I - Tlrhrn 4, hiedsgericht in Ber rlragen. our j ......... uot 1920- Gießen, den 20. DmA der Brühl'schei, UntversitSts-Buch- und Steinbrudurei *R. Lange Eiehen den. es '24. Reichswehrbrigade 11 I c. Nr. 3748/20. 11, 11, unsunDer- ÜufMrtzsW- nigen Dank Mgeb.Neuki Reichsersenbahn ton rroi bk größte Gefahr für die der Hütten ; he geb. 5tvv i retcin überlasten würde, iedercmfrichtung unseres Sob-Soti^n i 520. l ulro. erifffi*- eigenen W va ynen auj oas yteia> vorvepaltlvs auf öen Boden der Reichsversassung. Ter Bund Lyon und des Mediterrmrn4e im ersten Semester 1922, Staatsbahnen im Süden im Lause desJahr, 1923 und auf den Orleans-Bahnen gegen 192 Stab 25. Reserve-Tivision, Stab 50. Reierve-Jnsanlerie-Brigade, Infanterie-Regiment 168, Referve-Jnsanlerie-Regiment 118, Reierve-Jnsanterie-Regiment 83, 2. Esladwn-Reserve-T ragoner-RegimeM Artitlerie-ztommandeur 127, Reserve-Feldartillerie-Regiment 25, Stab Pionier-Bataillon 11, J. Lteserve-btompagnie-Pionier-Bataillon 2. Reserve-Kompagnie-Pionier-Bataitlon Mlnenwerserdompagnie 225, Sanitätskompagnie 518, Reserve-Feldlazarett 67, Reserve-Feldlazarett 68, - Pserdelazarett 425, Stiftung der 25. Reserve-Tivision, sowie des Landwehr- Infanterie-Regiments 9h:. 118. Jlbir sind beauftragt, alsbald Vorschläge zur Gewährung von Unterstützungen einzureichen. Src wollen daher binnen 3 Tagen die Namen der besonders bedürftigen und würdigen Personen des Unter- ossizrer- und MannichaflSslandes, die in obigen Formationen am Kriege teilgeuommen haben, bzw. der Hinterbliebenen der>elben Mitteilen. Ter 25. Reserve-Jnsanterie-Tivision haben folgende Truppenteile angehört: Verkehrswesens Der Gesamtvoi stand des Bundes Deutscher Verkehrsvereine unterstützt die vom Reichsverkehrsrnrnisternnn, vom p^eutz. Ministerium und anderen Verwaltungen beabsichtigte Einteilung der Verwaltungsbezirke der künftigen Reichseisenbabn nach volks-undver- kehrswirtschastlichen Gesichtspunk- t e n ohne Rücksicht auf die politischen Grenzen der Länder und Provinzen. Er hält (4 ferner für zweckmäßig, die Verhandlungen über die Ausarbeitung von Staats vertrügen zwischen Zleich und Landesverwaltungen wegen der Uebernahmebedmqungen nicht geheim, sondern in aller OefsentlicVeft unter Zuziehung unparteiischer, von Sonderrücksichten freier Fachleute zu führen und damit die volle Berücksichtigung der volkswirtschaftlichen und nativ« rlen Interessen zu gewährleisten. Die Hntlasfuit^n bei de? Eisenbahn. Berlin, 24. Febr. (Wolfs.) Die Staatseisenbahnverwaltung weist daraus hin, daß bei der kürzlichen (Sntiafplng von Arbeitern in den Werkstätten neben den arbei ts- unwilligen Personen vielfach wegen Ueberiüllung Z4UUUV üLonmm zv oraigen. tsnte meacrc uriaOft der Krise sei die große Zahl der Lv^>nwtkven, dre sich rn Reparatur befände. Normal werde der Zustand im Norden Frankreichs Ende dieses Jahres, im Osten in 12 Monaten auf den Eisenbahnen van Aus dem beschien Sielet. Unruhen rvcqen Lcüensmittelknap^heil in Luöw «gchasen. Ludwigshafen, 24. Febr. (WTB.) Heute hmittvg fand hier eine große Demonation der Arbeiter gegen die bestehende den s Mittelknappheit statt. Bei wei- ;r schlechter Lebensmittelversorgung will die oeiterschaft in den Streik treten. Der Mob ützte die Gelegenheit imd plünderte zi^l- iche Lebensmittel- und ändert d e n a u S. Französische Gendarmerie schritt ein ) nahm zahlreiche Verhaftungen vor. Abends r die Ruhe wieder hergestellt. Znhaltr-Ucberficht: Ausnahmezustand Januar 1920. - Sitzung des Provinzialiags der Provinz Oberhessen. - Die Ausführung des Grund- erwerbssteuergesetzes. - Fortbildungsschule. - Stiftung der 25. Reserve-Division sowie des Landwehr-Onsanterie-Regiments Rr 118 Lrwerbslosenfursorge. - Auszahlung der Familienunterstützungen. - Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. »Illing- w Betriebe auch btaudjbaax? Arbeitskräfte haben assen werden müssen. Degen deren Bc^chästt- g in Privatbetrieben und besonders Werken, die Ausbesserungsardeiten für die nbahn aussühoen, brauchten daher keinerlei entai zu bestehen. Eine BctriebScinstelluug. Bremen. 24. Febr. (WTB.) Wie die Bvr- tung der Aktiengesellschaft Weser teilt, ist die Gesellschaft infolge Erschöpfung der ilenVorräte zur Einstellung des Petrie» i ab 24. Februar gezivungen. Eine Anzahl Ar- er wird mit Mtstandsarbeiten beschäftigt. Der rieb wird wieder eröffnet, roerat die fehlenden >len eingetroffen sind. Der D rucke rstreik in Essen beendet. Berlin,.25. Febr. Nach dem „Lokale .eiger" ist im Essener Buchdrucker- eik eine Einigung erzielt worden, ibc .Parteien wollen die Entscheidung über Umgestaltung des neuen Tarifs dem Februar 1920. Kreisamt Gießen. Dr. Usinser. Tie dem ehemaligen Grußherzog von Hessen rustehende Ber- " “""3 der Stiftung der 2u. Referoe-Jnfanterie-Tivlsion und des Landivehr-Jnsanlerie-Regiments Nr. 118 i|t auf die veisnche Hauptlüriurgefieile der Krregsbeichadigteir- und KriegshintervtiL- denenfürforge Übergegangen. Tie Stillungen sollen dazu dienen, Unterstützungen zu gewähren an würdige und bedürftige Personen des Unietonijiet- uiio MannschaftSstandcs, welche am Kriege in der 2o. Referve- Tivision, bzw. in dem Landwehr-Jnfanierie-Regiment Nr. 118 teil genommen haben, sowie an Hinterbliebene solcher Kriegsteilnehmer. Taris Politik. Er Vettvirst die Bestrebungen, bte darauf abzßelen, dem Sinne der Verfassung entgegen, einzelnen Ländern Sonderrechte bei der Organisation der Reichseisenbahnverwaltung einznräumen. Bei voller Anerkennung der durch die Verfassung gewährleisteten Berücksichtigung her Verkehrs- und Wirtschaftsinteressen der Länder, hat er schwere Bedenken gegen die von einigen LcindcsVerwaltungare beantragte Uetemabme anderer Staatsschulden als der Eisen bahnschuld en auf die Reichseisenbahn. Er erblickt in einer solchen Maßnahme, welche die 2lmt$oertünbigungsblatt für die Prooinjialöirtllion Gberheffeil und für dar Kreisamt Sicken Erscheint nach Bedarf: Montag. Dienstag, Donnerstag u. Freitag. Rur durch die Post ju beziehen gegen Mk. 2 50 viertehLhrt. Voftgeiäu^Ufte Rr Feldrekrutendepot 25. Reserve-Tivision, . TivisionS-Kraflwagcn-Kolonne 723. Gießen, den 20. Februar 1920. Kreisamt Gießen. (Amtliche Fürsorgcstrlle für Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenenfürsorge.) I. V.: Langermann. erblickt in der Beschleunigung dieser Ueber nähme die einzige Möglickskeit zum STbTxru der überspann- das Wirtschaftsleben erdrosselnden Au» fKffettc Die Volkskammer. rm. Tarmstadt, 24. Febr Aus der H ess. ilkskammer können wir mitteilen, daß Bv« nimm gen über bereit Zusammentritt bis fetzt ht getroffen sind. Ta indessen der neue Hauht- canichlag noch nicht v«vn der Regierung fertig» teilt ist und nicht Dor gelegt werden flaim, dem- ch auch eine Verabschiedung, wie eigentlich nvt- utig, Dor dem 1. April nicht zu erwarten ist, rien die Regierung und Kammer zur Schaffung »s Notgesetzes Mr vorläufigen Verlänge- rtg des Budgets gezwungen. Zu diesem Zwecke, vie zur Erledigung der EisenboHnv-.'rlage, sowie ter Reihe weiterer in den Ausschüssen noch fertig stellender Gegenstände, wie die heute im Fiiumh- sschuß erledigte Teuerungszulage wird die »lkstammer nach einer uns von maßgebender eile gewordenen Mitteilung voraussichtlich Mitte ärz zu kurzer Tagung zusammen treten. )erFinanzausschuß ötr Hessischen Volkskammer. riet bei seinem Zusammentritt am gestrigere :enstag zunächst eine Regierungsvorlage betr. die Höhung der laufenden Tenet unad lagen an Staatsbeamte, zu der folgmfcd rurrdfätze maßgebend sein sollen: 1. Die Staatsbeamten, Staatsdienstanwärter, gegen Monats- ober Jahresvergütung beschössen Bediensteten und Schreibgehilfen, sowie bie ilksschullehrer (innen), Schulverwalter i innen), chulgc Hilfen usw. erftalten an Familien zuschuß nchmäßig im Jabve 5000 Mk. 2. Die technischen Lehrerinnen, die an östent- hen Anstalten unterrichten, erhalten Beihilfen bis r Höhe des ihnen nach 1. zustehenden Familien- _ schusses. 3 Staatliche Bedienstete und Schreibgehilfen, die nicht mindestens 21 Jahre alt oder nicht seit einem Jahre im Staatsdienst voll beschäftigt sind, erhalten je nach ihrem Familienstand und dem Umfang ihrer Beschäftigung Beihllfen bis zu 80 Pvvz. des Familienzuschusses. 4. In den Ruhestand versetzte Beamte usw. mit eignem Haushalt erhalten eine außerordentliche Teuerungszulage von 8000 Mk.; die Witwen der Beamten usw., auch ntttn sie keinen eignen Haushalt führen, 1750 Mk. 5. Tie Beihilfe für Kinder von Beamten, Ruhegehaltsempfängern usw. beträgt für iebü zu berücksichtigende Kind gleichmäßig 500 Mk 6. Vollwaisen erhalteti jährlich 700 Mk. 7. Unverheiratet:, verwitwete, geschieben: jowi.' verheiratete, aber vom anderen Eheteil getrennt l'bmde Beamte usw. ohne eigenen öau^alf erhalten nn* Mihllft von 80 v. H. des Familrenzuschussts usw.. Ten früheren Hofdienern im Ruhestand sowie ihren versorgungs- berechttgten Hinterbliebenm Kinnen Teuerungszulagen bis zur Höhe der entsprechendm für Bell mtv nsw. im Staatsdienst vorgesehenen Btträge bewilligt werden. T4e Vorlage wird nach eu> gehettdem Bericht des Finanzmmrüers und nach lebhafer Aussprache, an der auch Ministerpräsident Ulrich teilnahm, mit der Aendernng bewilltgl, daß- statt der KinderHulage von 500 Mk. eine solche von 600 Mk wie in Preußen genehmigt wird. Die Zulage erhält rückwirkende Kraft bis zum 1. Januar 1920. — Für den Ausbau des Elektrizitätswerkes in Wölfersheim werdm zunächst 6>/, Mill. Mk. bewilligt. Die Beratung» werden am Mittwoch fortgesetzt. Bekanntmachung. Betr.. Fortbildungsschule. An die Schulvorstände des Kreises. Bis spätestens 1. April l. I. sehen wir Ihren Berichten über folgende Punkte entgegen: 1. Zahl der: a) Klassen, b) Lehrer, c) Schüler, d) Stunden pro Woche, e) Stunden im ganzen: 2. Betragen der Schüler: 3. Leistungen der Schüler: 4. Zahl der Schüler nach dem Berufe: a) Landwirte, b) Kaufleute, c) Handwerker, d) Fabrikarbeiter; 5. Versäumnisse: a) erlaubte, b) wegen Krankheit, c) unerlaubte (Es ist die richtige Anzahl, nicht der Prozentsatz der Versäumnisse anzugeben): 6. Vergütung: a) pvo Stunde, b) im ganzen; 7 Unterrichtszeit: a) Wochentage, b) Lage der Stunden. Gießen, den 19. Februar 1920. Kreisschulkommisswn Gießen. __Dr. Ufinger. t au DWW Mrt : duck die ii Mitt dmch tt otWbörttftd) V die FrnM « chen Einigung durchs töff Llheiho^- die fürben die DrMM-i i obige AmM wßeren W* nnadittgte i, Sitz tn SM' Kouiar 1^’ ME »« «ast * !# Betr : Tie Ausführung des Grunderwerbsteuergesetzes vom 12. September 1919 «Reichs-Gesetzbl. S. 1617). An den Oberbürgermeister zu Gies-en und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir machen darauf aufmerksam, daß den Gemeinden nach § 34 des obengenannten Gesetzes die Befugnis zusteht, mit Genehmigung der Landesregierung für ihre Rechnung Zuschläge zu der Grund- erwerbsteuer zu erheben. Soweit die Gemeinden von der Befugnis Gebrauch machen wollen, ist entsprechender Beschluß des Gemeinderats zur Erwirkung der Genehmigung uns vorzulegen. In allen Fällen, in denen den Gemeiitden die Erhebung eines Zuschlags genehmigt wird, bleibt die Erhebung auch eines staatlichen Zuschlags Vorbehalten. 1 Der veri-hr mit Eiern. Tas hessische LattdesernähruTtgsamt veröffentlicht in bet „Tarmst. Ztg." folgende Bekanntmachung : Im „Gießener Sinniger" vom 20. Februar 1920 wird von einem hessischen Gerichtsassessor ber Versuch gemacht, dem Nachweis zu führen, bm Eisenbahnstrcik in Frankreich. P a r i s, 25. Febr. (WTB.) Infolge der Maßregelung einiger Arbeiter sind Die Arbeiter der Werkstätten von Villen auf der P a r i s—L y o n— Mediterrans — Ba hn in den Aus stand getreten. Eine Anzahl Arbeiter der Werkstätten von D y ch o n und anderen Städten schlossen sich dem Streik an. In Lyon treten die Arbeiter heute in den Ausstand. In Paris wurde der gleiche Beschluß gefaßt. Aas Güterpersonal tritt am Mittwoch früh, das Fahrpersonal am Nachmittag in den Ausstand Die Angel egen Heck war gestern Gegenstand einer Interpellation in der Kammer. Der Minister für öffentliche Arbeiten erklärte, er werde keinen Akt der Auflehnttng dulden, worauf er eine Vertrauenstagesordnung entgegennahm. Auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten vom 13. Zanuar 1920 ordne ich im Einverständnis mit dem Regiertlngs kommissar Oberpräsident Tr. Schwandcr an: Gastwirtschaften und Gasthäuser fallen in Erweiterung des 8 6 der Verordnung des Reichspräsidenten vom 13. Januar 1920 unter den Begriff der lcbensivichtigen Bettiebe. Tie für den 15. Februar 1920 int Bezirk Frankfurt a. M. beabsichtigte Schließung der Gastwirtschaften und Gasthäuser wird verboten. Zuwüerhattdlungen oder Aufforderung oder Anreizung zu solchen werden, sofern nicht die bestehenden Gesetze eine höhere Strafe bestimmen, mit Gefängnis oder Haft oder Geldstrafe bis zu 15 000 Mark bestraft. Liegen im Einzelfall besondere Verl)ältnisse vor, so kann die Aufhebung des Verbots bei den Ortspolizeibehörden beantragt und von ihnen genehmigt werden. gcz. v. Stolz mann. Bekanntmachung. Betr.: Sitzungen des Provinzialtags der Provinz Oberhessen. Samstag den 28. ds. Mts., vormittags 9x/2 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine außerordent- liche^Litzung des Provinzialtages mit folgender Tagesordnung statt: 1. Nachtragsvoranschlag zum Voranschlag der Provinzialvasse der Provinz Oberhessen für das Rechnungsjahr 1919. , 2. Antrag des Provinzialausschusses auf Erhöhung der Pslege- geldsätze in der Provinzialstechenanstalt. 3. Antrag des Provinzialausschusses betreffend Besck>affung von Geldmitteln für den Ausbau der Elektrischen Ueberland- anlage. Gießen, den 21. Februar 1920. Ter Vorsitzende des Provinzialtags. Tr. Us in g er. roer ote &aiwer cs iciuHvi.wiyt4i iuuu», vuiu> Lastenousgleich, bekanntlich eines der schwierigen Probleme der staatlichen und Gemeinde-' Sinanzpolitik, im Verlaufe des nächsten Jahres, ® einer Zeit also, in der die ganzen finanziellen Verhältnisse noch in den Anfängen ihrer Entwick- (img stecken, durchzusetzen, wird jeder Kenner der Verhältnisse tricht nur in Zweifel ziehen, sondern dureft bestreiten müssen. Die Garantie für bie Länder und Ge meinden. Wie die bisher besprochenen Bestimmungen des Entwurfs im einzelnen wirken werden, vermag frute niemanb vorauszusagen. Seine klügste Vorschrift finbet sich deshalb in den llebergangs- und Schlußbestimmungen, in der (Garantie, die dort bat Ländern und Gemeinden für ihre bisherigen Einkommen- und Kapitaloermögenssteuern ge» »eben wird. Ten Ländern und Gemeinden rotrb nämlich zunächst für drei Jahve, aber mittelbar shließlich für alle Zukunft, das Aufkommen aus i-men Steuern in 1919 zuzüglich einer jährlichen Steigerung von 6 v. H. gewährleistet. — Damit werden scÄießlich grundsätzlich die Gemeinden we- n.gstens vor den allergrößten Verlegenheiten ge» ktibt, denen sie sonst anläßlich der weitgehenden Einschränkungen, die der Entwurf ihrer Steuerhoheit bringt, ausgesetzt wären. Der Zugang von 6 v. H. und Jahr mag zwar insbesondere für die nächste Uebergangszeit verhältnismäbig gering erscheinen. Er wird aber für die Zukunft bei ent- irvechender Sparsamkeit in Ländern und Gemeinden wohl aus reichen. Diese wohlwollende Behänd- beug von Ländern und Gemeinden für die Zeit d ob« e ]ebrikrbinMid)feit I M M 12▼ prti» 'iir I mm holst iur 1 ■ »nieigeno.34mniDteUr ÖF ■ örtlich 25 di, au«roärH ■ ■ 30 Bk.; für Reklame- flk Äy Anzeigen von 70 mm ■ ” ~ Vre.lt 90 Pi. Wri Platzst vorschrck«20*- Austchlag Hnuotschriitteiter: Aug. &xh. Verantwortlich für Politik: Aug. Äoey: fitr ben übrigen Teil: Dr. Sdrmhoiü Zenz, für den iwi, c*«!•»• 7 Anze»genteü: H Beck, er«. Schstlftr. r. sämtlich in Sieben. Betr.: Erwerbslosenfürsorge. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir machen auf die Reichsverordnung über Erwerbslosenfürsorge vom 26. Januar 1920 aufmerksam, wie sie im Reichsgesetzblatt von 1920 Seite 98 ff. und in der Beilage zur Tarmstädter Zeitung Nr. 38 vom 14. Februar 1920 abgedruckt ist. Wir emp- ehlen genaueste Beachtung und möglichste Bekanntgabe ihres Inhalts durch Belehrung der Beteiligten Gießen, den 20. Februar 1920. _________Kreisamt Gießen. I, V.: Langermann. Betr.: Auszahlung der Familienunterstützungen. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir empfehlen, soweit noch nicht geschehen, umgehend zu berichten, welche Rerchsunterstützungcn, Erhöhungen nach der Ver- ordnung vom 2. November 1917 bzw. 28. September 1918 und welche KrelSunterstützungen im Februar ansbezaÄt worden sind Gießen, den 20. Februar 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. Betr.: Eüisendung der KreisaN>eckereiverzeichnisse; hier: für den Monat Januar 1920. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Tiejenigen von Ihnen, die mit der Einsendung der Kreis- abdeckereiverzeichnisse für den Monat Januar 1920 noch im Rückwände sind, werden hiermit aufgefordert, dieselben innerhalb acht Tagen an uns einzusenden. Gießen, den 21. Februar 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. I 7 MWck M Selternweg ^ Dir.: Alwin Sehördliche Aszeigev rB>—■■WU».--» ■ 1 F«fiTZ NOWACK ' Täglicher Khiffftiig in dentwfcw n. ßehweiaer H ^Stickereien ftmier | feinenan Klöppel-Spitzen 8 für Leib- Unti Bettwäsche in großen neuen Sortimenten »*»c Achtum! Nicht versäumen Kaufe alte künstliche Zähne und Gebisse D Zahle p. Zahn 10 M. u. mehr, je nach Qualität iti W MM (ITag) 2101SS im Hotel Prinz Carl von 9—5 Uhr abends. Jahre nochmals verpacht mrchkn und ta Srnbotttw W>r’ t *.ro f«, St-Th tet M W«w°^n lst Ter Wald mit einem Schutzstreifen Feld hat 2124, 2115 und lä» Wo., '<«*• ♦ dahier, auf weitere werdm. Ttt xytnuuyL wrmrrerujcn :ben ihre Güterabfetti Harbach, den 24. Februar 1920. Dess. Bürgermeisterei Harbach. Munch. 150Mk.*l 150 WT *li 85 WH.*) 18OW*) 17OMk.*l 280 SW!.*)' 280 Mk.*) 180 Mk.*) 240 m*> Steinheim, den 21. Fchruar 1920. Bürgermelsteret Steinheim. V ip p. . Für Z iegel.eissrHeuWni/sse werben W- gende Richtpreise festgesetzt: Ter Unterzeichnete verkauft auf dem Sub- misfionswrge: 11 Eicken stamme Nr. 1, 4, 5, 8, 16, 18, 21, 22, 29, 32, 39 van 5—8 Meter 9ängc und 27 biv 43 Ztrn. Turchmesser -- 6,52 Fstrn., sauber und za Werkhvlz bzw. Schnittholz geeignet: 30 Eichenstämme von 20 bis 33 Ztm. Turcb- misfer mit 10,27 Mm.: 55 Fichtenstämme mit 11 Mm.; 47 Fichtenstangen 1.—8. Kl. = 8,51 Mm. Tas'Holz lagert direkt an der Straste Bieber- Waldgirmes bei Hof Haina Angebote sind verschlossen und getrennt bis zum 4. März d. I. an den Unterzeichneten ctri, wo auch die Bet tgzungmi zu er» fahren sind. 2107 Rodheim a. d. Bieber, den 23. Febr. 1920. Ludwig Krauskopf. Bekanntmachnng. Betrifft: Ausführung des Reichsviehfeuchenk fetzes: hier: Ernennung der Schafe Aus Grund des Attifels 7 Absatz 3 des E setzes, betreffend die Entschädigung für an Mil brand, Rauschbrand und Schweinerotlaus gefalle Tiere, vom 27. Jrrnr 1908 früh als Schätzer t Herren Heinrich Noll "VII. und Mlchlm Kitz u zu deren Stellvertreter die Herren Georg Sim und Georg Ockel Vvm Kreisamt Gipsten beste iaorden. 210t G i e sten, den 27. Februar 1920. Ter Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Ro se n b e r ungefähr eine Fläche von 875 Normalmorgsn und ist tu 5 Minuten von Station Ober-Widdersheim und in 30 Minuten von der Station Häuferhof (Streite Friedberg—Nidda) zu erreichen. ■ Barksteine (Hintermauersteare) Back steine (wlsges. Vormauersteine) Lehmsteine Klinker (bi£ zu 300 Kg. DruSfestigkeit) Hohlsteine (Normalformat) Hohlsteine 10/12/25 Hohlsteine 10/14/25 Biberschwänze 15/31 Biberschwänze Rsichsfvrmat Biberschwänze 18/88 1. Sötte 2. Sorte Falzziegel 1. Sorte 2. Sorte Soweit die Veräußerung von Ziegeleierzeug- nissen in FriedenAzeiten durch den Händler üblich- war, darf ent Händlerzuschlag für Backsteine von höchstens 5 Prozeick und für T ächz regel von tchch- stens 10 Prozent der obigen Nichtvresst berechntt werden. Bermirtkern und Agenten steht der Händler-' zuschlag nicht zu. JaAd - Verpachtung. Tie Waidjagd der Gemarkung Steinheim st am Freitag den 27. Februar 1920, nachmftta 1 Uhr, in der Wirtschaft des Ludwig Hofmann bei Abgäbe von 51—100 'Sa^ 'M "Prvzstt, bei ?lbgabe von über 100 Sack 10 Prozent, bei Waggonladungen (200—300 Sack) kann ein Ueberpveis von 10 Mk. für 10 000 Kg. genommen werden. Bei Abnahme von 10—30 Tvppelwagen (Mindestabnahme 10 Tvppelw-agen) bommt der übliche Handelsrabatt von 7.50 Mk. für 10000 Kilogramm sowie der Kriegsvabatt von 60 M. bei gleichen Bedingungen hinzu. Preis für Kalk: Der Preis für Kalk betrögt zur Zeit: 1850 Mk. pro Waggon StückkaLk, 2200 Ml. für gewöhnlichen Sackkalk, bis zu 2600 9It°L für SpszialsacLalk inkl. Säcke. Händl er verdienst von 10 Prozent Aufschlag unter gesonderter BerücksichtiMing der rnt- standenen Spesen. Zuwiderhandlungen gegen die angegebenen Preisbestimmungen für Baustoffe werden auf Grund § 7 meiner Bekmrrtmachung vom 17. September 1019 mit Gefängnisstrafe bis zu a Jahren und Geldstrafe bis zu 100000 Mk oder mit einer dieser Strafen bestraft, außerdem wird die löeiterc Baustoffzuteilung gesperrt. Uebersckreitungen durch iW-aqDr oder Händler haben sofortige Entziehung der Kohlen: oder Ataterialienbebieserung, sonne Beschlagnahme der noch auf Lager befindlichen Baustoffe zur FreigaLe. Unter Abänderung des ft 2 meiner Betännt- umchung vvm 17. September 1919 wird bestimmt - Tie Freigabe von Zfegrleierzengnissen frei Mengen bis zu 400 Forr'steine fe Monut und Baustelle 600 Bnttsleinr je Monat und Baustelle M> Dachziegel je Monat und Baust-lfe 500 Trai nageröhren je Monat und Baustelle Zement be: Mengen bis zu 3 Säcke = 150 Ka Kalk bei Mengen biß zu 13 Säcke - ;J— ' vayndirel owie Eilgüterabfettigungen angewiesen, die 'Stellung von Wagen für Zement, .Kalk und Ziegeleierzeugnisse (gebrannte und künstliche Mauersteine, Dachziegel aller Att, gebrannte Hohlsteine, Äatk sandsteine," Schwemmsteine, Lehmsterne, Schlacken- , steine, Zementsleine — nicht ZementrNhren —, Klinker, Verblender, poröse Sterne, Decfen- und Lochsteine, Formsteine, sowie Trainageröhren aus Dmr) trux gegen Vorzeigen einer von der Bau- stoffbeschaftungsstelle für Hessen, bei kleinerer W gäbe durch die Hessischen BezirktzwohnungÄom- missare bzw. Kreisänrter, oder Oberbürgermeister, ausgestellten Freigabebescheinigrmg auszuführen. Darmstadt, den 30. Januar 1920. Ter Staatskommissar für die wirtschaftliche Demobilmachung in Hessen. I. V.: Dr. Bernheim. ewtlMtaMTeefco Ur.'lrakmi. R. Nutzholz -Versteigerung. Montag den 1. März d. F. kommen aus hie- sigem Gememdewald folgende .Holzsortimente zur öffentlichen Versteigerung: a) Eichen: 150 Stämme mit 56,00 ftftm., 405hn- Schichchoh (2 Meter lang). b) Aichten: 856 Stämme mit 110,00 Fstw., 245 Stangen 1. Kl., 201 Stangen 2. Kl., 130 Stangen 3. Kl., 60 Stangen 4. Kl. Anfang vormittags 9 Uhr im Distrikt Hinterstruth an der Strafte Frankenbach —Eisernen Hand. FrankeNbach, den 23. Februar 1920. W eb er, Bürgermeister. 2126 260 Mk."): 245 9^.*) 400 Mk.*> . _ „ SW Mk.*)' Die Preise versahen sich „attfgeixrben auf Waggon oder Wagen ab Ziegelei" sirr unverpackte Warc. Mr Verpackrmgsmatettal sind für 10 Sxm= itttt 3 Mart Preiszuschlag ^uÜssstg, ausgeiammeii Auf Grund der M 1 und 4 der Reichsverordnung vvm 7. Noventber 1918 über die wirtschaftliche Demobilmachung (RGBl. S. 1292- bestimme ick — unter Abänderung der Bestimmungen in ft 5 meiner Bekmrntnurchurng betreffend Baustofitnwirtschaftung vom 17. September 1919 — abgedruckt in der Darmstädter Zeitung vom 1. Okwbei 1919 — mit Wirkung vom 1. Januar 1920 ba6 Folgende: Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gemeinde Harbach pro 1920 Rj. liegt Dom 25. d. Mts. eine Woche lang auf der Dürgernwisterct zur Einsicht und Erhebung von Einwendungen offen. Es mürbe die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden.