Erstes Blatt 170. Zahrgang Samstag, 21. Zanuar 1920 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oderhesien Nr. 20 Ter Oletzeeer Sv^et eddbeint taqlicti, außer Lor«- und Feiertags. Vezngspreir: Monatlich 'DU. 2.30, emteljäbrhrti M'. 6 90 dnlrbhcfeli.t) de- Bestellgelds: outd) die lieft yieiteljnbrlirt) Akt. 6.— ausfchliekltch ^eftedaelb. Fk.nsprcch - Anschlüsse: für die Ed}rtltleitunqH2 lfrlec,(*'tld.u!.»fieilc51 21nfct)ti,tfürTrabtnad>- richlen Avzeiger titlet. psstiche tklenie: ftenhert o. M. U686 SwiMngrnmr druck u. Verlag: vrühl'fche Univ.-Buch- il Steinöruderei 8.Lange. ZchriftleilLng, Sefchäslzstette u.Drutoct: Zchnlstr. 7 ————————----mr—wn----1—in ■■ . _■-----— 2khumint von ZlMjtijt» s. d»e iaaejiunniuer oi» tum 9tadimiuaq oocber ohne >ed- twrbini'lichreU. Preis fär l mm Höhe <üt Ylmeiaen v.34mm Breite örth \> 25 ßi, auswärt? 30 lor fleckig erscheint. Nicht als ob man ihm > juristisch strafbare Handlungen nachsagen unb beweisen könnte! Die Bedenken gehen nur ins politisch Moralische. Erzberger hat recht: es gibt kein Gesetz, das einem Abgeordneten verbietet, als Aussichtsrat Handgeld von dei Industrie zu nehmen . Wohl aber ergibt eine Prüfung der Erzbergerfchen Praxis, wie er sich — „in einem Mond!" — vom weltvcr- schlingenden Annexionisten unb Geschäftsträger Thyssens zum ^rzschtpolitiker und Vertreter des Haus s Par.ua entwickel e, ein durchaus unbehagliches Gefühl. Noch ist nicht alles bewiesen, was Helfferich dem immer wohlgemuten Postillon auf unserer Reise ins nationale Unglück — wie das „Berl. Tagcbl." den schwäb scheu Staatsmann einmal nannte — nachsagte, aber es ist kaum noch ein Zwei- sel: je länger die Deutschen über das Vergangene nackchenken, desto deutlicher wird es ihnen werden, daß Erzbergers plumpes Vorgeben l)öchst unheilvoll geioirft ljat. Er scl-einl sich, seinem Charakter und seinen Gepflogenheiten nach, eher zu einem Agenten und Makler als zu einem Minister und Staatsmann zu eignen. Seit der Vertagung der Nationalversammlung und der Verhängung des Ausnahmezustand es über das Reich, ist das innerpolitische Leben im übrigen in ein ruhigeres Fayrwasser geraten. Herr Noske hat in der „Nationalzeituna" seine Maßnahmen gegen die „Narren und Hero- ftraten" unter den Unabhängigen und Kommunisten begründet und erklärt, daß er auch weiterhin scharf zupacken und eine Verhetzung der Arbeiterschaft nicht mehr dulden werde. Verschiedene Eisenoahnbetriebswerkstätten wurden zeitweilig geschlossen, weil die Arbeitsleistungen unzulänglich und unrentabel waren. Es sollen darin bei Wiederaufnahme des Betriebs nur solche Arbeiter wieder beschäftigt werden, Die eine ergiebige Arbeit zu entfalten versprechen. Noske klagt besonders darüber, daß im Ruhrgebiet wieder Streikhetzereien unter den Bergleuten sich geregt hätten. Es sei unerhört, daß in der Zeit unserer Kohlen- und Verkehrsnot eine Agitation für den Sechsstundentag eingesetzt habe. Er werde darum mit dem Verbot links- rabifaler Hetzblätter fortfahren. Mit Noskes Programm ist, außer den Unabhängigen unb Kommunisten, wohl jedermann einverstanden, nur die „Franks. Zeitung" bemängelt es merkwürdigerweise unb nimmt es zum Anlaß eines heftigen Ausfalles auf reaktionäre Bewegungen der Rechtsparteien, bie eine größere unb nähere Gefahr in sich schlössen. Das Blatt nährt die Neigungen und Instinkte der Linksradikalen, indem es schreibt, die Revolution habe gegenüber alldeutsck-en Professoren eine unverdiente „heooifck)e Milbe" geübt! Dieses Liebäugeln mit dem Terrorismus wirkt abstoßend auch auf diejenigen, die nicht en Regierung, ihnen Wilhelm von Hol)en»oIlern, den vormaligen Deut]eben Kaier, zur Aburteilung auszuliefern. Zur Untersetzung der Forderung weisen ie Darauf hin, daß wenn der vormalige Äusser in Teulsckstand Der bk den wäre, die deutsche Rc- uetmrg ihn gemäß den Bestimmungen des Artikels 228 des Fri.'densvertrag s hätte ausliefern müssen. Indem dr Mächte aus eine Reilx von der beulirfKn Obrigbei! wahrend des Krieges begangene Akte als auf Korfcr überlegte Verletzungen der tnlema.htuileit Verträge und iDl'xmr tiidic Ver- letzmra der h Üigsten Regeln des Völftercee^es 'inw.i en, schr iben sie die Verantz.ortung dafür, wenigs,ens di? moralische, dem beutirijen Kaiser ui. Sie äuftem die Meimmg, daß Ho lland seine internaIk'nale Pflicht nicht erfü len würbe, iceim -'s lich weigerte, sich ihnen nach 'Diajgabe seines Vermögens anzusckrk ßm, um die Äe,.rafung der i.ogangenen Verbrechen durchzufü'./rcn oder sie we- nigsLens nicht zu verhindern. Sie beben den besonderen, Eharakier ilw?s Eruchens hervor, das nicht auf juridische Beschuldigung n, wndem aus emen AL hoher oitarnalwnaLex Politik harz seit. Sie avvellieven an die Achtung vor dem Recht und an die Gervchigtvilsliobe Hollands, daß es richt mit seiner moralifdjen Autorität die von Deutschland begangene Verletzung der Hauptgmnd- iätze der Sclidari.ät der 9latiönen decken möge. Die Regierung der Königin beehrt sich, zu nächst darauf hinzuweisen, daß Verpflichtungen, die sich für Dculichland aus dem Artikel 228 des Friedensvertrages bätxn ergeben können, nicht geltend gemacht werden tonnen, um die Pflichten der Niederlande zu bestimmen, die an diesem Vertrage nicht teUgnben. Benagen durch un wandelbare ©runbiät«, kann die Regierung der Königin ihrerünts die durch die Forderungen bei Mächte aus geworfenen Fra gen nur vom Standpunkte ihrer eigenen P^lichten ans betrachien. Sie ist an dem Urivmny des Kisieges vollkommen unbeteiligt und hat nicht ohne Skfjnncrigfeiten ihre Neutralität bis zum SchUi.se auivedi.crixiLeii. Sie b | men 1700 Schwervenv.mbete und Kranke mit der Stücke Gent—Konstanz zum Durckrtra stvrt. Berlin, 23. Jan. (Woli'.) Die Rrichs- tentralftelle für Kriegs- unb Zivilge an.rene teirt mit*; Der aus vier Linien erfolgende Abtransport der links-rlx'inisch belieimau-ten Krieg-geionitenen! aus dem französisdnrn Kampfgebiet ist seit bem 20. Januar int vollen Orange. Aus dem französischen Hin ter lande werden Heimkehrzü.^e vom 25.1 Januar an abgclaiscn, unb zwar alle zwei Tage ein Zug für Mannscha ten und alle vier Tage einer für Offiziere. Da die linksrheinisdten Gejangenen, die im sranzöiisck>en Hi. ter^and interniert sind, mit vier Zügen restlos abbeiöibert werden können, beginnt der Ablransvvn der Uw terpfsiziere und Mannschaften, die auS dem fron« -,ö?isd>cn Hinterland in das unbesetzte Deutschland heimzubesördern sind, am 29. Januar, der der Offiziere am 1. Februar. Der deutsche Dampserverkehr mU England. Berlin, 24. Jan. Nach einer Meldung be$ Berl. Lokalanz. sind im Laufe dieser Woche bte ersten deutschen Dampfer s-eitdemFriebensschlußinLondon eßngetroffen Nack) den Bestimmungen des Fs5emdengesetzes durfte kein Mitglied der Besatzungen bie Schiffe verlassen. Der amerikanische Export nach Europa. A m ste r da m, 23. Jan. lW Iff.) Der , New- tyorü Hrrald" meldet aus Wash.ng on: Eine An- zalil amerikanischer Bankiers errichtete ein Clea- ring'vuse mit einem Kapiial von einer Milliarde Dollars für bie Finanzierung des Exportes nach Europa. Englische LebenSmittelbelieserungen an Oester'eich. Wien, 23. Jan. (WTB.) Corr-Bureau. Die britische Lebensmittelkommission in Wien teilte bem Staatsamt für VolkSernäh- rung mit, baß bie britische Regierung bet österreichischen andrste, gege» Derrechnuna auf die Beträge ans der euro-> päischen Hilfsaktion, noch ungefähr 900 Ton-« rten Jett, 1000 Tonnen Fleischkvnserven unb* 600 Toniven Speckschultern im Gesamtbeträge von 273 000 Pfund Sterling zu liefern. DaF Anerbieten wurde dankend angenommen. • Brussilow als Bolschrwistensührer? Amsterdam, 23. Jan. ,Wolfs.l Die „Times" meldet ans Washington: Es verlautet, daß bic roten Heere gegen Polen durch General Brussilow angeführt roerben. Tie Erschießung des S.ihnes Brussilows auf Befehl Denikins soll den General veranlaßt haben, Trotzki seine Dienste anzubieten. Eine bemerkenswerte -leufterung in der tschechischen Nationakversammlnng Prag, 22. Jan. (Wolff.) Tschechv-slowakisches Preflebuveau In der Nationalversammlung führte ber W>g. Kramarsch u. a. aus: „Die einzige Möglichkeit ist eine würdige unb mannhafte Lösung des deutschen Problems. Wir dürfen uns davor nickst fürchten. Ich kenne die Kraft der Deutschen. Die Deutschen werden nickst weniger gefährlich fein, wenn wir ihnen nachlaufen und sie versöhnen wollen für das, was sie uns Jahrhunderte hindurch angetan haben, denn sie werden daraus entnehmen, daß wir uns schwach fühlen, und waren dann dumm, uns in irgend etwas nachzngeben. Die Deutschen werden sicku niemals versöhnen mit bem, was geschehen ist. Wenn die deutschen Fanfaren ertönen, werden sich die Deutschen bei uns, in Oesterreich unb Deutschland erheben Daher müssen wir unsere Politik danach einzuricksten trachten." Ministerpräsident T u s a r erwiderte in bet Nationalversammlung auf die Aussülnungen Kra- marschs: Wir rootlen einen tschecho->lowasischen Staat mit einem tschechischen Ein chlag und einem Geist, worin die Deutschen und bic anderen Bürger sich völlig zu Hause fühlen. Wenn ber größte Teil des deutichen Volkes in Böhmen sehen wird, daß dieser Staat Gerechtigkeit unb Gleicksberechtigung allen ge. en über tatsächlich durchführt, bann werden sie Iona le Bürger unserer Republik fein Wir haben ein gemeinsames großes Interesse, das Jntcreife des Staates, das über allen Interessen stelst. Au» 0em Ueiche. Vkrküsznng ber Brotration? Berlin, 24. Ian. Die Morgenblätter melden aus Stettin: Der frühere Unterstaats- sekretär v. Braun erklärte in einem Vortrag, die Reichsgetreidestelle habe der Regierung mitgeteilt, daß es fo wie bisher nicht weiter gehen könne. Sie werde in den nächsten Tagen bekanntgeben, daß zunächst bte Hereusfetzung ber Ausmahlung des Brot- getreibes vorgesehen fei. Voraussichtlich werbe aber auch eine Verkürzung der Brotration nicht zu mngehen fein. D k Agitation unter den Bergarbeitern. Berlin, 24. Jan Eine Versammlung in Münster (Westfalen), an ber bie Ver- freier von 43 westfälischen Zementfabriken und die Vertreter von 13 Arbeiterverbändeti teilnohmen, kam zu bem Ergebnis, daß bie Katastrophe unvermeidlich sei, wenn bie Bergarbeiter bie Sechsstundenschicht durc^usetzen versuchten. [yermtetut MhH.I’'«*! m2(bniht.eLV' HtTm-lüiW 8cL mH’. 8«BJ z. ötUL Illllf’i Mbl. Zimmer Ulnflona, elettt L120 Mi öerit g echUrrilr Mobl. äimi L ijtbr. mi ver Wewkk §s? gt#* Jdhrf'j $ty! SüÄ? &gs «et SÄ! iS» s«r *h* aoSe Kladi Sib UnH ^riedbett «A w-X» cng*% WSä DM lllidö« ho A> AvIaSlcn üo^k "*& ta ! Mb itnirbcn weg dir M Hel'd Mt-Hmm von schmsda^, Tie Äeruhni Mberq qess.-n jtin beamtet ihr LLL' 'N" ftfldt j HÜkoSaJ „ Nium SÄ •Äü?u iPttl L ft»u? sjÄn iefoti eJa^tui M S: W »’ök !■ jMt. köLi)ivA’h' wabi äit LUtirtemla j. vrm. «Dauer »j/* Scher e il#bJier(e* Mi vermieten ZroidorstkLt Sauberer 2lrb< statt und Vöni< J1O. üubtoigilri MAl.Zl mu 1 und 2 Äe itblithü* ooiler Mi Detmltteti dleutt. Mietgesi Tans Juche Vobnir L.-nd geqen [di f'öun. In rein Wil ännebi OllS) an ben <>) Hohnnn»*f1 «friaufdir jetiw Wobsm,» In W «Idionen I WobauuainTL ä'i-L «naebo OIAO an bett (Sjj gteft &fiÄ Man_dentz>i (SUffc wjiwer) M dem neuen Gesetz einer höheren Um- fie |td) sonst bet Hehlerei schuldig machen. sanitär ** Die Straßenbahn, die erst durch Gietzener Strafkammer. Tve Bestimmungen des neuen Gesetzes gelten mrr dann, wenn die Lieferung 'Seiftimg' ttnb die Beratung nach dem 31. Dezember 1919 statt- acfimdcn ’hobit. Es ist unerheblick), wann der Vertrag geschlossen ist. War der 93er;tag vor dem Leistung nach dem neuen Gesetz einer höheren Um» -rtztteuer so ist der Almehmer verpflichtet, bem beu Backlohn für einen Laib Bvqt ä 4 Pfund au? 30 Pf., wenn Heizmaterial vom Bäcker gestellt wird, und 20 Pf., wenn Heizmaterial vom Bäcker Vie deutschen Geschäftsträger im Auslände. Gießen, 23. Ian. An der Nacht vom 20./21. November 1919 stiegen die wegen Diebstahls vorbestrafte,iSchu^ Lrzberger über die irterrrationale 5 nanz^o ittt. Berlin, 23. Ian. (WTB.) In einer Unter teixrog ein 's Vertreters des Dolfiburcais mr dem Reichsfinanzministier ©Tibertier über das setz« herausgeslomml'ne hochbedeut'ame M e m o r a n - bum, das au> einer jungst im Haag abgehaltenen Konferenz n-on Finanz Vertretern verfaßt wurde, sagte Erz berge r u. n.: Ich teile die Auffassung des Memorandums, daß nur eine gemeinsame Beratung der an dem Kriege beteiligt gewesenen und neutralen 2änivrn zu fv itilKn Gorscktlägen darüber 'Kommen feint tote den Schnie- rigkeilen btt durch den Krieg geicktafsenen Fincnrz- iage und der Valutaentwertung der meisten eutxy» yäischen Gvoßstaaten begegnet werden kann. Tie Hilfe muß notwendigerweise von den Säubern kommen, deren Verkälrnisse durch den günstigen Stand der Handels- bzw Zahlungsbilanz und des Wechselkursus gekennzeichnet werden. Fp-Äich müssen dir durch den Shvg hart betrofienen Läner, vor allem das Deutsche Reich, auch von jeder Möglichkeit der Selbsttilfe Gebrauch mack»en. . Diese Möglichkeit ist in einer Steigerung produktiver Arbeit zu erblicken, die aber in Deutschland von bei wichtigen Vorbedingung einer ausr^-i- chenden (Srnäiirung der Bet'ölle.una undber lie» fnrimg von Rohstoffen abhäugiz ist. Hier kann Deutschland nur die Gewährung lang- frist iger A u s l a n d s k r e d i t e teifen. Ich hege die gute Hoffnung, daß Deutschland in trierer Hinsicht von fetten der einsicht;gen Regt.-rmig^m Gcrechtigfeit widerfahren wird. Erfv.ulichteweife ist es wiederum Holland, das Deutschland, wie im Kriege durch seine Wohltätigkeit, so j tzt durch die finanzielle Hilfs'ter'.itichgfl entg-gergekommen ist. und 200 Millionen Gulden find zum Ankauf von Lebensrnitteln und Rohstoffen von Holland gemährt worden. Was in meinen Kräften steht, wird im Falle her Verwirf, ittmng ber von Mäirnem mit Namen von so gutem Klang in der internationalen Fmanzwelt ausgegangen '.n Anregung g-.'fcbeljen, um die Arlxit ber geplanten Konferenz für alle Beteiligten zu einer ersPuetz' lichen zu machen. nicht gestellt wird, sestzusctzen. ** Ter Kriegerverein hielt vvrgest«r< abend seine Mvnatsversammlung int „Postkcller" ab. Ter 1. Vorsitzende, Amtsgerichts- rat Trümpert, mochte b.Limit, baß der Verein 19 neue Mi.gii.edcr seit dem 1. Januar auf* nehmen konnte. Kamerad Trümpert ist zum Mit-- glich des Gesamtprä idiums der Kriegctfemcrab- ichaft ..Hasiia" gewählt worden. Am 1. Februar wirb der Verein im großen Saale bes «Hotel Gvoßherzog" einen musikaliichen Fami- (iena benb veranstalten. Näheres wird noch belanntgrg ben. Nach den geschäf.lickien Mittii- lnngen hielt der 1. Vvrsi.ende an Hand einer u-om Landgerichtsrat Dr. Bovensiep m Kiel veröffentlichten 3d>rift einen lehn eichen Vortrag über „Wissenschaf.l.cher Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus und BvlschetviSmus". diach einftün=> diger Tauer mußte der Vortrag der Lokalbeleuch- hmg wegen abg bv'chcn werden, Fortsetzung er-> lolgt in einer der nächsten Versammlmigen. ** Das ehemalige Landwehr-Negi-' m e n t 1 1 6 ber t) am Denn, rstag abend bit Karne-- laden zu einem App ll in den „Vostkeller". Dem Ruse waren melw als 60 Rcgimentsaiigehörigr ge- blgt. Mit kurzen Worten begrüßt Dr. Heymann die Kameraden, er teilte mit, daß keine Vereins- trünbung beabsichtigt sei, wohl aber alle fünf bis echs fZBodxm eine Zusammenkunft stattfinden solle. Der nädifte Abend toTbe Ende ji bmar abgehalten werden, er sei als Begrüßungsabend für die inzwischen hoffentlich eintreffenden Knegsgeswigenen des Landwehr-Regiments 116 geplant. Diz ige erfolge im Gießener Anzeiger. Es wurde ein Empfangs- aussckwß bestimmt. ** Die „Freie Da uern schul gemeinde Lahn tal" (Lchntalschule) nimmt ib en Unterricht am nächsten Dienste.g, 27. Januar, im „Tannhäuser", Frankfurter Str. 83, auf. Näheres liehe Arizeigenbstl. Landkreis Gletzrn. ÄÄ 2Un Dienstag. 27 Januar, beginnt in der Ober-Realschule bw Arlei sgemeinsch..it „Ei. fültrung in das Geld-, Dank- und Bürsenwefen". (S. Anz.) Der Saal ist am Schwarzen Brett zu ersehen. Der B> such dieser iuieressanten Arbeitsgemeinschaft ist wie die Teilnahme an al en ii.rrtgcn Veranstaltungen Oct Volkshochschule auch Interessenten ohive Fach- kenntni.e möglich. — Auf die Musikalische Abendunterhaltung, die heute afcnb 8u Uhr im Großen Hörsaal der Unfversital ftattfmbet, sei bei dieser Gelegenlfeit nochmals besonders hin- 2lu» Hessen. Prov'.nzialtaliswndikii in Heffkn. Darmstadt, 21. Jan. Während sich in Rh einhesfen nur die „Bereinigten Parteien Rheinhessens" und die Unabh. Sv'd. Partei gegen- überstehen, wird sich in bet Provinz Starkenburg ein heftiger Kampf erheben. Nicht weniger als 30 Wahlvorschläge sind ein gereicht. Diese Zahl erklärt sich aber zum Teil daraus, daß die Parteien durch fast jeden ilrrer Kr. is-Wichlv.'r- bände Listen einreichen liefern, die miteinander verbunden jtub. Im Kreise Offenbach gehen beide rechtssteyenden Parteien gemeinsam yor. Lieferer ebten Zuschlag in Höhe des Unterschiedes zwischen der Steuer nach dem alten und dem neuen Gesetz zu leisten. Die Heimkehr der Kriegsgesangenen. Gestern wurde vom Tuvchgangsbrger die Mitteilung nerbr tret, daß bereits heute ber erste Trans'.wrt aus Trans ffefeer Gefangenschaft liier ein!reffen werde. Jnzwisck)en l)at cs sich gestellt, oatz es sich um ebte voreilige Nachricht handelte. Ti? Gesungenen werden jedenfalls erst zu bem anfangs bekannt-gegebenen Termine, 27. bis 28. Janivar, m Gießen cintreffen. Veranstaltungen. Samstag. 7 Uhr. ©tabttbcater. Kümmel- bl attclren. — Volks'w'lckstmle, 8V< Uhr Muiikal. dlbenduntevhaltung Großer Hörsaal — 8 Uhr. G5e=> werkschaftshaus. Versammlung d internal. Bundes K.i gs..e,chäoigter und Hutter bliebeuer. — Lichtspielhäuser wie Freitag. Sonntag.' Stadtthoater. 3 Uhr. Willis Frau. 7 Uhr. Der fidele Bauer. — Plstlosoplien- wald. 4 Uhr Militärkonzert — 8 Uhr. Turnhalle Ev. Arbeiterverein. Bunter Abend. — Lichtspielhäuser wie Samstag. werden können. Uvtspostverbindnug vielen-Gladenbach—Biedenkopf. E rum dach-F ran kenbach, 23. Januar. Wie wir hören, hat die ikreislcitung Medculopf das sehr dankenswerte Bestreben, die so überaus schwierigen Derkel/rsverhältnisse innerhalb des Kreises zu bessern Wenn ihr dies gelänge, roürbe sie sich ein großes Verdi mst erwerben und snü drc Dankbarkeit der Kreisinsassen sichern. Es wurde damit ein Notstand beseitigt, der schon zu l b raffen ülagen Anlaß gegeben hat. Nur muß die getane Neueinrichtung mich so durch xfubrl werden, daß den verschiedenen Ortschaften wirklich gebotfen wird. In mangelhafter Weise geschähe dies nut, wenn — wie die Otertöftbiirftimi Frankfurt a. fwain planen soll — eine Autvverbindung von Wetzlar über Hohensolms nach Gladenbach burdrwfübrt werden sollte Ein grvfe-r Teil der Bevölk'mng des südlichen Hinterlauf-es hätte davon überhaupt keinen Nutzen. Vorteil hätten allin die in unmittelbarer Nähe von Wetzlar glcgetten Ortschaften. Würde baaecen die Vxrrbindnng vonGießen aus über Adendsler-n, Rodh im (Bi'berf, Fellii'g-Zhausen, Crumbach, Frankenbach. Eiserne Hand (Wilsbrchl erfolgen, dann wäre möglichst vielm Kreisbewvh- nem geholfen. Denn auch die Bewolxrer in ber Nähe Wetzlars können verlckltnismäßig leicht bie Stationen Gießen oder Abendstern erreichen. Zugleich lhätten einige abgelegene Ortschaften b-*3 Krei- es Marburg, wie z. B Kirchners wid Rotxnrhausen, Nutzen von dieser Berbindmig. Soll also wirklich dem füblidnm Teile des Krei es Biedenkopf in txr* ?e -rs ech ischer Hinsicht gelx>l"e.i n-e beu, d» nn müssen Verhandlungen mit ber Oberpostbirektion Darmstadt angeknüpft werden, der die Poststellen der Dörfer Rodheim, Bieber, Fellingshausen, Irnmbach, Frankenlwch untersteh n Die Her- teflung einer Llutvv rbindung zwischen Gießen und Gladenbach durch das f(bliebe öintcrlanb wäre eine Tat, die ihren Lckm in sich trüge. NmiatzstenerAeictz. Don ber Handelsöammer Gicßen wird uns folgmi'-eS g schrieben: Tie allgtm.ine Umsatzsteuer ist von */? v. H. aus l‘/? v. H. ertt'ht worden. Tiefe erhöhte Steuer ist erst kür bi’ Umsätze des Jalwes lq20 zu entrichten. Ti' im Janu»rr 1920 anznmeldende S'euer b trifft bm Jalvesnm'atz von 1919 und wird nach dem bisherigen Satz von V8 v. H. erhoben. Hockxoasser und bann durch Aworbnnng ber Demobilmachungskommissivn fiillgelegt ivar, wirb voraussichtlich anfangs ber nächsten Wvck)e ihren Betrieb wieder eröffnen. *’ Ter Eisenbahn-B eamten-Ans- s ch n ß, B. A. 1 Gifem, schreibt uns: Zu dem Berickü in Jh er Z i:ung vom 20 d^s M s, bett, hjer Wiedervenvendung des Olerha hnhofsvorstrhrrs Fiedler aus Valmlxf Giesen und bez glich von Dergeh.ii, bereu er verbuch ig fein feil, bitten wir um felgcmde Nickstigstellurrg: Es war nicht ber ursprüngliche Wunsch bes BeamtenaussckMses. Herrn Oberbahnl>.'fsvvrs!el)er fVicblrr in Gicfeen beschäftigt zu sehn, sondern fern eigner Wunsch, der 'liier auf Grund der eriimerlidyen Tüchtigkeu tatkräf ig unterstützt wurde. Tie e Unterstützung wird übt-r in l>cgischer Weise nach Feststellung seü.er aud) uns durch die Pre.se be0amttgew-:rd.'icen, — dis fetzt noch vermutluchen — Vergeh-n svßort zurücl gezogen werden. ** Gießener M ieterver>ri n. Der Verein eröffnet Dienstag den 27. ds. Mts. olvnds 5 Ulyr in dem Schukhause an ber West-Anlage, neben Hotel Schütz, die schon lange geplante ö f - fcntliche Auslunfts stelle über alleMitts- cmgelegeitlriten. Die Eröffnung mürbe durch dir Schwierigkeiten verzögert, die die Beschaffung eines geeigneten Lotais verursachte. Diese silid nun durch das Entgegenkommen der Kommunalverwiltuug beseitigt. Im den vorläufig Dienstags und Donnerstags abends von 5 bis 6 Uhr ftattfinbenb.il Sprech st unden, deren Leitung mit Genehmigung des Mi 11 steriums Amts e.ich ssekiekir Schroeder übernommen bat, wird pm Rat suchenden Mitgliedern des Bcvttns unentgeltich Auskunft über alle Mietsfragen erteil.'n Die immer größer werdende Wohnimgsnot in Gi.'ß.'n und die damit verbundenen oft übermäßigen Mitts- frei gerungen der Hausbesitzer habm den Gießentr Mieterverein veranlaßt, vor kurzem durch eine Eingabe an das Staatsministerium den febleumgcn Erlaß eines Gesetzes zu Ix-treiben, durch welckies, älmlich wie dies in Preußen l»evelts g. schehen t)f, für die Mietssteigerungen eine Minimal g r e n z e fest gelegt wird. ♦* Holzbezugscheine. Bon Montag den 26. Januar d. I. ab werben Bezugscheine für 2 Zentner Holz an Haushaltungen ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt nur unter Vorzeigung ber Lebensmittelausweiskarte in den Geschäftsstunden von Dorrn. 8—12 Uhr und nachm. von 2—5 Uhr. Die Reihenfolge der Byirke siehe Anzeigentril. Wann die von der städtischen Kohlen- und Holzstelle noch zu beliefernden Bezuasckieine beliefert werden, ist dort ebenfalls zu ersehen. ** Höhere und Erweiterte Mädchenschule zu Gießen. Die Anmeldungen für bas kommende Schuljahr 1920/21 werden Samstag den 31. Januar entgegengenommen. Siehe Anzeigenteil. _ , ~ ** U nsere Valuta. In unserer Stadt erhielt ein Einwohner des Seltersbergviertels von einem Verwandten ans Amerika tausend Dollar geschickt. Die Reichsbonk zahlte ihm dafür rund 4 5 0 0 0 M a r k aus. ** Das Fest ber filberyen H 0 ch- zei t feiern am 25. Januar 1920 Werkführer Wilhelm Grau und Ehefrau Elisabeth (JTDÜCiai JVUl/lClUllvuyuii ■ v---- . nmgen hinsichtlich ber Lebensmctteltrans- porte konnte die Eisenbahn geredet werden, so ^rß etwa eintretenbe Stockmigen in der Versorgung einzelner Bezirke nicht ilyc zur Last gelegt werden pürsen Die Frostperioden, die wir bibber durch- Mmachen batten, haben zwar die Betriebslage je- weüs wesentlich verschlechtert, auch das L>ockMafser im Westen bat natürlich ungünstig gewirkt, doch waren die Störungen ftum Glück niclst 10 anhaltend, daß nicht rasch wieder ein Ausgleich hätte erreuw Die ValÜdegmb?nbtVrflvng. Berlin, 24. Jan. Die Berhanbkmtzen «um Abschluß eines Reichs tarifs für das Bankgewerbe sind gestern von dem Allgemeinen Verband ber Bantbeamten abgebrcchen worden. Der Verband hat die Intervention des Reick>sarbcitsminifteriums an gerufen. Weiterer Rüchiang der ArbeitSleistuvtzt« in den Ettseiibahnwerkstätteu. Berlin, 23. Jan. (Wolff.) Ter Repa raturstand der Lokomotiven stieg, obwohl di, Zahl der Lokomotiven gestiegen ist und bas Loko motiopersonal sich der P.lege seiner Maschinen mit erfreulicher Sorgsa t widmet, wiedeum erheblich, weil die Leistungen der Werkstätten ftLndig znrückgehen. Auch die Zahl der auf Ausbesserung wartenden, aber wegen ungeuügCTtbn Arbeitsleistungen in den Werksteinen noch nufji in Arbeit genommenen Reparatnr--Lokomotiven fiing infolgedessen weiter in die Ö ö h e. Während ie sich im letzten Halbjahr 1919 auf 16—1700 hielten, betrugen sie Mitte Januar 1920 roci: über 1900. Xus StaM «rrrd (anö. Gießen, den 24. Jan. 1920. Keine Perfonenvertehrsfperre! Aus dem Berliner Berkehrsministerium wird mitgeteilt: Die immer wieder auftretenbe Nachricht, die Regierung beabsichtige bcmnädjft erneut, wie im November v. I., den Personenverkehr auf einige Zeit nahezu völlig zu sperren, gibt Veranlassung zu folgender Mitteilung: Es bestellt zur Zeit kein unmittelbarer Anlaß zu einem solchen, das gesamte Erwerbsleben wie bte Eisen- bahnfmanzen schwer schädigenden Eingriff. Im Anschluß an die Novembersperre ist der Pcrsonm- «rgverkehr gegenüber bem für den Winter vorgesehenen Plan erheblich eingeschränkt worben. Diese Anordirung hat zusammen mit anderen Maßnahmen, sO namentlich mit der stärkeren planmäßigen Heranziehuna der Schiss- fahrt genügt, um den Betrieb so flüssig zu halten, daß die lebenswichtigsten Güter, .Kohlen, Getreide. Kartoffeln, im allgemeinen glatt befördert werden tonnten. Bezüglich ber Kohlen kommt dies am besten dadurch zum Ausdruck, daß die Kvhlen- beftände in den großen Kohlenrevieren feit bem 1. November vorigen Jahres um 600000 Tannen ittttüdgegangen sind. Die Leistung der Eisenbahn hat also bie Förderungskeistuug der Zechen über- Ritten, und eine Steigerung der Eisenbahn-- geb. Schneider. *^DieBäckermeisterdesLanbkrer- wegen oie wegen Lnevimyrs uotuciiiufwi^^-^p ses Gießen haben m einer Versammlung amj macher H. aus Reinsfeld und Schreiber sch. E gewiesen. ♦* Opernwoche im Stad ttyeater. Der Hinweis in ber Montagsmimrncr auf das für den 20 Februar im Stadttheattr vorgesel-enr Symphoniekonzert des hcsiischen Lanl es- 'fheatcrs ist dalstn zu ergänzen, daß diese Veranstaltung als Abonnement s-K 0 n z e r t des Konzertvereins erfolgt. Nähere Ankündi- digung erfolgt von dieser Seite aus zu rechter Zett. Die Oper „Fidelio" ist für die Mitglieder des Dlseadervevins bestimmt, während die beiden anderen Opern, „Zar und Zimm^-rmann" inib „Walküre", ganz allgemein zugänglich sind. ** Oberhessischer Kunstverern Wegen des fortgesetzt regen Besuches bleibt die Sturm-Aus st ellung noch 8 TaZe geölfnel Für nächste Woche haben sich aus Stffl>ten bei Umgebung Teilnehmer von Volksbildnngslehrgän- gen zum gemeinsamen Besuch ber Ausstellung an gemeldet. Die Ausstellung ist morgen Sonntag wir an den Werktagen nur von 11 bis t Uhr geöifnet Die angemelbetcn Arbeiten ber Kun stier innenver- einiginig Drei-Städtebuud (Darmstadt-Franksurt' Mainz) treffen bereits ein, so daß die Eröffnung dieser Ausstellung, wie vorgesehen, erfolgen kann ** Die Anlagenmusik der Regiment- tapelle des R ridy? welrr-Jn ser ist nur Krämermarkt, mälytenb an den übrigar Tagen stets Vieh -und ÄTämermartt sttttfindet. -m. Hungen, 24. Jan. E i n guter Fang gelang gestern früh im hiesigen Bahnhof ber Gendarmerie. Ein Mann kam mit bem Früh« ;ug von dem Nachbarort 23(Hingen, wo er einen Korb Eier, Geflügel und verschiedenes andere gehamstert und jedenfalls sehr hohe Preise dafür angelegt hatte. Er wollte in der Richtung nach Friedberg nicitcrfafiren, wurde aber angehalten und mußte feine Reise unter Zurücklassung der kostbaren Waren fortsetzen. K. W i e s e ck, 22. Jan. Der Mitteldeutsch« Kaninchen- und Geflünelzuchtverband hielt hier seine Hauptversammlung ab. Es rourbt beschlossen, an Ostern eine BerbandSausstelluug in Allendors a. b. Laim abzuhalten. ** Wieseck, 24. Jan. Morgen abend 8M veranstaltet das Männer-Quartett Harmonie fern erstes M\wert. L. Kümmel, Curnet ä Pislvn-Drr- tiufe Darmstadt (ein Wiesccker Kind), hat seine Mitwirkung zugesagt. In Ankx:track)t des reich- Inlliocn Programms ist der Besuch zu empfehlen. Näheres im Auz.igentciL Hrffen-Nossau. == Frankfurt am Marn, 20. Januar. Das dem PoliZeipräsibium angegliederte W u che r a m t beschlagnahmte in der Zeit vom 1. bis 15. Januar b. I. bei Schiebern, Wucherern nnb Schleichfiänblern: 300 Pfund Speck, 35 Kisten Seife, 62 Kilogramm Butter, 7 Fässer Branntwein, 200 Pfurtt) Mehl, 300 Pfund Schmalz, 48 000 Zigaretten, 1500 Pfb. Wurst, 60 Pfund Quecksilber, 125 Ballen und 450 Pfund Kaffee usw. Die meisten Waren sollten vom besetzten Gebiet aus eingeführt werden. Das Mehl stammte aus dem Ober* taunus kreis. ** Personalnachrichten. Dem hochverdienten, langjährigen Leiter der hiesigen Volks-' schicke, Herrn Haup I hrer Kna u ß, wurde der Tttcl „Rektor"' verliehen. ** Eine Sitzung der Stadtverord- neten-Versammlung ist aus Dienstag den 2 7. Januar 19 20, nachm. 4 Uhr, anberaumt. Aus ber öffentlichen Tagesordnung stehen: 1. Mitteilung. 2. Wahl eines besoldeten Beigeordneten. 3. Schaffung einer weiteren Beigeordnetenstelle. 4. Beschaffung einer Dampfturbine für das Elektrizitätswerk. 5. Bereitstellung eines weiteren Kredits zur Fürsorge für Kriegshinterbliebene usw 6. Erl)öhung ber Gebührensätze zur Friedhoss- und Begräbnisordnung. 7. Erhöhung ber Gas-, Strom- und Wasserpreise. 8. Erhöhung des Kredits für chemische Untersuchungen von Milch. 9. Gesuch des Kindergarten-Vereins um Bewilligung eines Zusckmfscs. 10. Gesuch der Sicherl>eitswache um Erhöhung ihrer Vergütung. 11. Erhöhung des Zuschusses für bie Gewerbeschule. 12. Gesuch des Gießener Anzeigers um Erhöhung des Zeilenpreises für die Veröffentlichung ftädt. Bekarmtmackmngen. 13. Verpachtung der Jagd. 14. Uebernahme von Kosten der freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz. 15. Erhöhung der Gebühren zu: Deckung ber Verwaltungskosten bei der Kolsten- oerteilung. 16. Gesuch ber Hoch- und Tiefbau- Gesellschaft um Genehmigung zur Errichtung eines Anbaues auf dem Grundstück Balmhossttaße 65. 17. Errichtung einer Einfriedigung und eines Gartenhauses in der Georg-Philipp-Gail-Straße durch H. Sckmeider XIV. 18. Gesuch des W. Bops um Genehmigung zur Vornahme baulicher Veränderungen Aulweg 23. 19. Gesuch des August Schneider um Genehmigung zur Errichtung eines Werkstättenbaues und Autoschippens aus dem Grundstück Marburger Straße 34. 20. Gesuch des H. W. Rinn um Genehmigung zur Errichtung eines Gartenl-ouses aus seinem Grundstück an der Süd-Anlage, Flur I Nr 718/10. 21. Pumpwerk Queckbvru; Ankauf von Wiesengelände. 22. Erbauung eines neuen Brunnens in Queckborn. 23. Beitritt ber Stadt zum wirtschaftlichen Ver- ** Literarische Gesellschaft in Gießen. Der Bund zur Mege von Musik uni) Literatur erweitert sein Programm unb fordert zur Gl ü.'idung iiitcr Literarisckxrn Gesellsckxttt aut, wie sie früher bereits in Gix'tz>en bestanden hat. Di' Literarische Geell chast (x-ri.ft bekannte Tid* tec und Schiiststeller nach Onefj^n. Vorgesehen sind Ernst Zahn, Clara Biebig, Kasimir Ed- )d#mi\ Helme Christaller, .t-crxrt Eulenlerg und andere mehr. Für den näd^ten Lite rcrrischen Abe: d der Anjangs Februar statt inJ:*n soll, ist Karl E 111 i n g e t, bet bekannte Redakteur ber Jugend, gewonnen wor>en. Die Literaris-che Gese l ch ft fordert alle fim st geltenden Mämier intb Fraiuii zum Be tritt ans, der für ebten Jahres »-itrag von 5 Mk. er woben wird. Die Mitglieder erhalten bei den Veranstaltungen ermäßigte Pr.-lfc. ** Hehlerei. Anfangs dieses Jahres wurde durch einen Schuljungen in einem Haus ber Hammstratze ein größerer Dieb- ftahl von Wäsche und Ausstattungsgegen- ftänben gestohlen und verkauft. Ein Teil wurde wieder herbeigeschasi t. Ter größte Teil I fehlt noch. Wer im Besitze von diesen Wäschestücken ist, wird aufgcTocbert, hiervon ber HM kein K»r( . g* R ensiev ft«*t ^nchkn 91.fr der. switg 6n„ r^la9 Über LGZr ^lagobend bio2? Ssm£ U1 fr a le fünf S n fr 'UT bvt UVVm, n ^t^fltKnxqntai bee irtt™ S Glchm. & tim fr wfommiung br JwtithnbfS ffatt tM tr^teinkrq über btt ßeb baiter Vriia'l nmrbt eresianlen Äujjühnmgtr, 23 Jan. 5*irtt bffiwt? nruq bimti bas 2ors. i.lwrebtltn !angjähriari «s lebte ®elHt zu (letet ' wrb sünit'iche Jtirat Jtitr. Aus bft engem waren uie'.t gefommfn, n zachen imt öertirhT. in halbes Jahr, war s int, ton Seinem schionr- innen hatte, auszurudeL ieien alle hdturellen Ir- nlirf» 9Bol1ci:einmg,;k6i. nb bann zum Lchluh nej xit. Tie Feier aui ber nen Hhvrol ter PvamM rügen bie beben Ärims- jt. MmL waren de - Grobe ntfrcridegt nm- rmeifter Seite, von ber Ktcinr, htm Zurrwernt un bei Deutidmatiouala W ÄiitM der Sa- n. 22. Jon. Am w- mWlele ber hiesige $r ne rooblgelungntt Jyai^ nntag abitö rorter burt untcrbrodien werben wc rt.tem Ablifrim lO m ZimirbeM aus. 3> n/§ J3 Jan. nÄ-e Ä&3I.W B"“s wrr’4’S?'Vi'r; i- 5*^*6 «V, jHttröf SKSSÄS-' **«-**•'! iteiL -n-^ass^ gwf ää L.L>S u^llKe Itantnue Der SchNchLungsaus^chuj; der Provinz Oberhessen. In der Sitzung vsm 17. Januar 1920 >vur- ven inxi Schiedssprüche.- gefällt. Die Firma £ € t) 11 g e n |t a e b t wurde verpflichtet, einem in Kriegsgefangenschaft gooesen«, Arbeiter einen Gr- yolungsurlaub für 1919 zu gewähren unb bie ®emeinbe Geilshausen mürbe verurteilt, ihren Holzarbeitern den nach Torifverirag für die volzlutuerci bestehenden Lohn am Beiftmt bei Holzhauerei 1919 an z,u zahlen. Wegen iment- ichuldigten Ausbleibens wurde gegen den Bürgermeister eine Strafe von 100 M. festgesetzt. Drei weitere Fälle, insbesondere ber Antrag des Deutschen Schneider- und Schn^ideriniien' Verbandes gegen 6 Firmen und DameniHicidereien in Gic^ Ken wegen Einführung des Tarifvertrages und Lohnsireites, fanden durch Einigung der Streitteile ihre gütliche Erledigung. ^weyen TM^tabtief-rttns »ort Milch ZU 100 M* Geld strafe verurteilt harte, mußte oer- warfen werden, da der Angeflagte nicht erschien Eingezogen wurde eine gefälschte 50 Mk.- Banknote. tJHWetg ht t6t in WSferg *t und ex tz- toexbe ten aus einer TapezierwerMtte ArbeitS- nnaterial und ArbcitsPrät im Werte von 1460 Ml. Strafen: gegen H. wegen schweren Rüclfolldieb- ftcchks 1 Jahr 5 Monate Gefängnis, 5 Jahre Ehr- verlu^ gegen Sch. 5 Monate Gefängnis: jedem der beiden roerben zwei Monate Untersuchungshaft engtrerfmet. Der bereits zweimal wegen Diebstahls vorbestrafte Arbeiter Wilhelm Ludwig R. aus Beuern hat am 3 Dezember 1919 zu Beuern einen Ei n- bruch verübt und dabei einen Geldbetrag von 15 Mk. entwendet. Urteil: Wegen schweren Rück- ^lldiebsta^ls 1 Jahr Gefängnis, abzüglich drei Wochen Untersuchungshaft. Der Schneider Philipp R. aus Hirrendach, Bergmann Albert M. aus Wermutsweiler und Bergmann Rudolf ft. aus Heiligenwald, die, wie sich aus den bei ihnen während der Untersuchungshaft Vorgefundenen Kassibern ergibt, bandenmoi.ig Diebstähle bogvfren, stiegen am 6. Oktober 1919 in eine Villa zu Bad-Natck)etm ein und stahlen Wäsche, Kinder, Schmuckoogcirstände und Bargeld im Gesamtwert von 3000 Mk Ihre Bersolgung» und Festnalnue durch einen Polizeibeamten aus Friedberg verlief insokern nicht ohne Auflegung und Gefahr, als einer von ihnen seinen Revolver auf den Verfolger anlegte und von diesem aus Notwehr angeschosien werden mußte. R. erhält 8 Monate Gefängnis abzüglich der Untersuchungshaft von drei Monaten: M. der bereits rvegen schweren Diebstahls vorbestraft ist, 1 Jahr 5 Monate Gefängnis, drei Monate Untersuchungshaft nxrben an gerechnet: ft. 1 Jahr Gefängnis, abzüglich der Unter» lüchmrg-shaft von zwei Monaten drei Wochen. Die Verhandlung gegen den wegen Urkunden- fOschung und Betrugs an geklagte St.nnhauer Heinrich Sch. aus Merzen wurde aus^-fetzt, um ein Gutachten über dessen Geisteszustand herbci- zuführen. i Gegen den Arbeiter Friedrich M. aus Crainfeld wurden megxnt Einbruchsdiebstahls, bei dem ihm eine Bri^lasche mit 570 Mk Inhalt in die Hände fiel, 9 Monate Gefängnis erkannt unter Anrechnung von zwei Monaten drei Wochen Unter- fuänrngshaft. Die Berufung des Handelsmanns Elias H. ans Friedberg gegen em schöfsengerichtlicheS UrtcÜ, dos Kirche ttttö Schule. O Darmstadt, 24. Jan Das Oberkvn- s i st o r i u m erließ kürzlich im kirchlichen Berord- mungsblatt ein wichtiges Ausschreiben an die evangelischen Pfarrämter die Fürsorge für Auswanderer betreffend. Hingewiesen wurde dabei auf em von dem evangelischen Hauptverein für deutsche Ansiedler und Auswanderer E. V in Wiyenlvusen . Werra- herauSoeg^enes Firqch^.t Außerdem enthält das Verordnungsblatt ein Ber- zeichnis der Zweigsb"llen des genannten Vereins. Die evangelischen Pfarrämter geben auf Grund hiervon jedem, der answandern will, bereitwilliast Rat und Ausftmft. O Gedern, 24. Jan. Bei den Wahlen zur außerordentlichen Dekanatsstmode wurien gewählt alS Abgeordnete der ersten Pfarrei: Alt- bürgermeister Nifpel und Apotheker Veesenrnryer. als Stellvertreter: Heinrich Franz II. und Lud wig Freymann II., als Abgeordnete ber zweiten Pfarrei: Christian Oberheim IX. und Ka l Philipp Oberheim, als 3teTTbenrefer Carl Carl I. imfc Hemnch Menzel — Aus der kirchlichen Sta- ti st: ? des Jahres 1919 wird folgendes mitgrtriU: Getraut wurden 29 Paare, getauft wurden 21 Kinder, fcmfirmiert rvurben 40 Kinder, beerdigt wurden 35 Personen. Für Zwecke evangclischchnscklcher Ltebestärigkeil wurde die Gesannsumme ron 4268 Mark aufgebracht. Hiervon entfallen für Vereine und Anstalten 2006 Ml, für allgemein erhobene ftrrchenkollekter. 410 Ml, für die Onsannen 348 Mark und für sonstige freiwillige Leistungen für kirchliche Zwecke 1504 Mk. vermischtes. Schirbungcn mit HrrrrSgm. Breslau, 23. Jan. Wolff0 Tie hiefige Ermittlungsste le des Rerchsschatzministrriums kam umsangreichen Schiebungen mit Pxitronen- hülsenmetall, das aus dem Artilteciedepot Neisse stammte, aus die Spur. Bisher wurden sieben Personen, darunter drei Feuerwerker, verhaftet. Ter Wert des Gutes, das aut dtesc Weise gerettet wurde, beziffert sich auf über 200 000 Mark. Weitere Schiebungen mit Heeresgut im Werte von 400000 M. konnten im letzten Augenblick verhindert werden. In bie Angelegenheit ist ein Breslauer Geschäftsmann und die Breslauer Metallhütte verwickelt. Pockruerkrankuilgru. D. Z. ÄrnSberg, 21. Jan. Im Bezirk Arn^'erg ist eine Schwarze-Pocken-Epi- bem ie auSgebrochcn, die trotz behöckl»cher Gegenmaßnahmen äußerst ernsten Umfang annimmt. In der Ortschaft Neheim—Hüsteri sind bisaug vierzig Erkrankungsfälle mb Fest- Ud«feiten verboten. Raubmord in Berlin. Berlin, 23. Jan. (Wolff.) In der Cho- rmrrstroße 5 wurde der 54'äbr ge Schnei der meiüer tntb AllKndler R.-rnhald ft o ch tu feiner im Keller gelegenen Wohnung ermordet und beraubt aufttefinibciL Tv: Raubmörder, zlvei Männer, die ffj|el>eit würben, als sie kurz noch ber Ausführung des Verbrechens das Haus verließen. iTrHf uvden «ch den •Mrrtgrrt VeMevungen tm» gefährr 16000 Mark in P.'p«eryeld Tie Verf^ gung wurde nxf) m ber Rocht ausgenommen, vbtf bie Ergreifung brr Täter wurde eine Belohnung von 3000 Mark auWc^t. « * Berlin, 24. Jan Wie dem ,,Berl. Lokalanzeiger" aus Bockmm gemeldet wird, ist in Utn den bei Bochum ein? An.zahl Personen an den schwarzen Pocken erkrankt. Die ftrankheii soll Wn einer Italienerin einHeschleppt worden sein. ch Saarburg, 22 Jan Eine Silber * schiebegesellschaft, die deutsches Oilber* gelb nach Paris schaffen wollte, wurde hiei verhaftet. In ihrem Auw sand man 293 .Kilo Silber - gefi>. Eingesandt. (Für Form unb Inhalt alter unter dieser Rubrik ftebenbnt Artivel übernimmt die Rebak^.on dem Publikum gegenübtnr keinerlei Verantwortung.) ** Die Teuerungszulagen ber Gemeindebeamten. Zu einer Mtiz in Rr. 15 des „Gieß. Anz." aus Grünberg, in der von Teur- rungszulogen an Gentoindeboamde in Lauter di»? Rede ist, gebt ims eine Zuschrift zu, wonach die «größeren Orte um Gießen teilweise weil mchr «oic 100 Prozent Teuerungszulag»' bezahlen unb auch Landorte, wie z. B Inheiden, gel/en bis »u 100 Prozent. Die Gemeinden haben, so beißt e_- rnntcr. ine moralische Pflicht, ihren Gemeindebeamtcn hr i»emselben Verhältnis Teuenmgszulagc yn gewähren, wie bet Staat solche den Staatsbeamten zu Kommen läßt. Mit den jetzt bewilligten Teuerungszulagen erhält z. B. ein unterer Eisenbahnbeamter mit zwei Kindern auf dem Londe bas vierfache Einkommen wie vor dem Kli'e^e, also 300 Prozent Teuerungszulage: in bemselben Verl)ältnis müssen die Gemeindebeamten auch bezahlt werden. Bei bat ßtemrinben, wo dies nicht geschieht, soll unb muß ber Staat eingreisen und biefen Gemein den das Selbstverwaltungsrecht m Bezug auf Besoldung ber Gemeindebeamten entziehen. Neuapostolische Gemeinde ^2' Gottesdlenne: Sonntag nachmittag 3'/, Uhr 64 Mittwoch abend 8 Uhr. | Vermietungen | BcNIie». eit e6bl. Zimmer nt Schreibt. el.V. o. 1 »>eb. z. oerm. Bxhnhelitr^M II. Seh. mdb . Zlmv-er z. 1. 2 z. ornrjlilser-MeHTn. MSbl Zimmer mit elfl Eingang, eletir. Licht ab L 2. Ai au vermieten Sch Nerstrahe II I. MSbl. Zimmer zum t Jcbr. *>u verm. unter 01473 an den Gieß. Anz. Ein größere- im Mittelpunkt der Stadt zu mieten gesucht. Schrift!. Angebote unter 01406 an den Gießener Anzeiger erbeten. Bezirksleiter. Ffn- und VerkaiifMorcani^nilon aller Warengmtvngen Macht al» Beckrksteiler für bie Prooin verbellen tüchtige Kauf Beute Günstige G.'legenheit zu banernber Selb' ständigkeit mit hohem Einkommen für energische und fleißige Herren, rour. Oteifenbe nfro. la Referenzen erforderlich. 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Kleiderfchränkt-n A.A»ö.- 1850.- KUrentmiwstgen in den Preislagen M- Wi.- ).39O - SSt-"*- 459.- speis^Zimmer eichen M.rs«.-, -46:9.- defonders vreiSwert. Z.WM Inhaber-. A. Brumitk 6irte8.Bflt)oiJ0iffr.23 Eigene Werkstätten. Versand durch ganz Dertifchland. (twc Danksagung Allen denen, die uns beim Abscheiden unserer lieben Mutter, Großmutter und Schwiegermutter freundliche Teilnahme erwiesen haben, sei auf diesem Wege herzlich gedankt. W I B M ■ M fc W W EM ■ N I M WZ vom Trauerhause Wieseck, Kirchstraßc 43, aus statt. Plötzlich und unerwartet verschied heute morgen meine innigstgeliebte Frau, unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Großtante Frau Katharina Seel geb. Deibel im Alter von 63 Jahren Im Namen der Hinterbliebenen: Johannes Seel, Wieseck, den 24. Januar 1920. Die Beerdigung findet Montag den 26. Januar nachmittags 3 Uhr I r 01410 verkaufen. auf diesem Wege meinen Dank. 01437 Frau Nanna Schroeder Holzheim, Bad-Nauheim, den 24. Januar 1920. n. gebrochene Die Beerdigung findet Montag, den 26. Januar, nachmittags P/2 Uhr, in Holzheim statt 01509 zu verkaufen. 01484 Gießen (Neustadt 48), den 22. Januar 1920. 01532 Nachruf Lang-Oöns, den 22. Januar 1920. Lollar, den 22. Januar 1920. 01447 Heuchelheim den 24. Januar 1920. 01497 kauft Zwiebel amt Mzwiebel zu verkaufen. 01510 Alt verkaufen 01512 Rieqelbsad 21 Der Gemeinderat. I d. N.: Velten, Bürgermeister Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Helene Rinn, geb. Siegfried. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem Verlust sage ich allen ( Verkäufe j Feitel und Läuletiweine zu verkaufen. Kaiser-Allee 17. 01519 Seltcrswcg 3. Zirka« ~ 600—800 Meter Kehlleisten billig zu verkaufen. 0,411 Credneritraste 14 v. Getzwlk mit Delle fast neu, zu verkaufen. Heinrich Schilfer, 01426 Langsdorf, Hungener Pforte 2. Lchwarzcr(Zkhrock für mit lere Person zu Elfenbein aus Privatbesitz und «n- branchbare Billardbälle Kaufe i getragene Herren- und Damenkleidcr, Schnbe, Wäsche, Möbel all. Art. Todesanzeige. Heute morgen 5 Uhr entschlief nach schwerem Leiden unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Ludwig Noll, Elfenbeinschnitzer u. Gra- veur, Steinstrnste 59 II. Danksagung. Für die herzliche Anteilnahme bei dem Verluste unserer lieben, guten Mutter Frau Christine Franz sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Die trauernd Hinterbliebenen. Frau Karolins Lindheimer geb. Bamberger im Alter von 72 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Meier Lindheimer und Familie Adolf Lindheimer und Familie Joseph Bamberger und Familie Röschen Heß geb. Bamberger. Unser Altbürgermeister Herr Wilhelm Anton Rompf Ehrenbürger der Gemeinde Lang-Göns ist in der gestrigen Nacht plötzlich infolge eines Herzschlages verschieden. Er war 18 Jahre lang Bürgermeister der hiesigen Gemeinde und unser aller Vorbild in Treue und Pflichterfüllung. Wir werden seiner stets in Dankbarkeit und Verehrung gedenken 115X23 cm innere Weite z. verk. Karl Zhamereane. Lollar. 01469 »AXKSAOONO. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Dekans Guhmann. der Krankenschwester für die liebevolle Pflege, und für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir «»seren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Mass geb. Deibel. Wiesenheu und Häckselstroh zu kaufen gesucht. [871 Betonbaugciettfchast, _______Viebigst.rahe 15. pserdemist zu verkaufen. Schreiner, Kirchenplatz 3. [01422 Danksagung. f-ür die 'Zielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, sowie für die Ehrung durch den Gesangverein Liederkranz und durch die freiwillige Feuerwehr, ferner für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten 3» ba*ef fbreritäcfc etwa 100 Stück obVufleb. 01418 Noonttraste 30. Heuer MM «"^Frankfurter Str. SMy. SitiBflij mit Weite und gestr. Hose billig zu verkaufen. 01,16 Wecenr 1 Wiamini vrr rungen, indem römiffiten EiÄ Ti-Mr inemals ewas < den Antrag Är scho tr in der auch schcöcklr Ziwgsmßniihi Mescnmg int S Tie Herren die Urjodjen des Än^turt L ifier lstNAM «Äe HemeÄen, Mgtmnnben sind? Einfach 1 ßotbtmrtt sich», -Kick KartoM höbe mb ander besseves $iüt n . Rothschild Alsfeld iBaarkt-ra Knüll Stricklumpen Wollabfalle lausen bnnnnb zu enorm hoben Preisen M36 Keichv. Müblfteta. Siehe«, Neustadl 79. Drittes Blatt Nr. 20 Nochmals die Kartoffelotrforgnng. Sieben, den23. Jan. 1920. Wir erhallen folgende bcocktenswerteZufchrift: Leider ftü mir meine Betastung mit bringen» devm Geschäften es nicht grftattet, frftber auf die Bersammtmig vvm 14. l. M. im 6afo Leib, die sich mit irr $f jrtoffrfrcrterrganrg beschäftigte, juriM» tirtommrn. T« Sache ist ikckes zu nrid)tig, als daß mm 34t dem, was in jener Senammlung ton betu'rener unb unberufener Seite gesagt und geordert werden ist, stül schweigen könnte. Man sollte es tonnt FOr möglich halten, daß man heute, nachdem wir etwa 6 Jahre Zwangswirtschaft gehabt und am eigenen Leibe erlebt naben, wohin die Zwangswirtschaft geführt hat, 'och nach einer Verschärfung derselben, gar nach einem Anbauzwang fchveit. Am meisten muß nun juh aber wundern, bafe selbst Benvaltmrgs- beamte, bie doch einigennaßen volkswirtschaftlich gebädet fein sollten, in diesen Hilferuf mit ein» stimmten. Wenn irontb etwas geeignet wäre, uns ganz imd gnr eine Hungersnot im nächsten sichre auszuletzen, bann wäre es ein Anbau zwang. Daß durch solch körichte ^mbenmgen natürlich die Kluft, r.ie leider schon zwrschen Stadt und Land besteht, immer mehr vertieft wird, auch nicht zum Nutzen ber Siadtbevölkerung ist, ist Var. Und bas m einer 3eit, m der ein AnSglerch aller Klafseiurnterschiede unb ein Zusammenarbeiten aller Dolkskreife zum Dieberausbau unserer völlig zerrütteten So[&-- wirtschaft dringend nötig ist? Interessant wäre gewesen, ettvas näheres darüber zu erfahren, wie der Anbau zwang durchgesetzt werden soll. ES sollen wohl immer noch mehr gut bezahlte Kommissionen, Revisoren, Kontrolleure tmb ähnliche Stellen geschaffen werden, die dann für Leute, dic besser ernster anberroeiter Arbeit nachgingen, angenehmen Anlaß geben, im Lande herumzureisen, Diäten em? u stecken und die Landwirte noch mehr zu verärgern smb deren Ärbeit5h:eui>iafleit auf das Niveau dieser in artberen Kreisen hovabtzubrückm Tie Sterten, die den Anbarrzwang fordern, haben wohl noch niemals etwas davon gehört, was die Folgen der Kriegszwangswirtschaft, die sich leider nicht umgehen liest, gewesen sind. Unser einst so viel gepriesenes Organisationstalent sollte övch rebtm mit erschreckender Deutlichkeit zum De- wußtsein gebracht haben, dast wir den Bogen weite überspannt htiten, und dast eine Hauptursache für unseren wirtschaf lichen Zusammenbruch in der Brrlsamfart der friegSwimchaftlichen Organisation zu erblicken ist. Sie öffnete dem nichtswürdigen Schleichhandel und Wucher, hic man nunmehr mit unzälKigen Berfüzungen vergeblich zu bekämpfen -acht, Tür und Tor, lähmte dir Mtererzeugung und verurteilte das Dolk zu unsäglichen Entbeff-- rungen, indem die Lebcnsmittelzufill-r den mr- njinimten Einschränftragen unterworfen wurde. Die fltufar nach dem Anbanzwang haben wohl niemals etwas gelesen von den Verhandlungen über den Antrag Arnstadt auf Abbau der Zwangswirtschaft in der Natnmakversammlung. Ihnen ist auch scheinbar nicht beüannt, welchen Erfolg die ZwangsMaßnahmen $ur Steigerung der Milch- Miefenmg im Milchgebiet Este st." n hatten. Die Herren möchten sich zunächst einmal über te Ursachen des Rückgangs der Produktion in der Landwirtschaft Har werden. Nur auf einige Punkte xri hier bmgdmrfen. Woher kommt es, daß so "«le Gemeinden, die früher für Kartoffel lieber- fchustgemeinden waren, jetzt Bedarfsgemecktten find? Einfach weil dre Leute, die nicht eigentlich Landwirte sick», nicht ausreichend Land haben, .‘tute Kartoffeln kaum mehr anbauen, sondern Beneide und andere Früchte, um Me8 für mehr und besseres Brat und Kucken, Oel und Futter für Ähweine und anderes Vieh zu haben. Tie Kar- tiffdn fordern sit im Herbst von der Gemeinde. Man forberc die Landbürgermeister hierüber ein-, mal zum Bericht auf. Hier wäre vielleicht ein Zwang am Platze, ein Verbot des Anbaus von Getreide und Oelfrüchten an solche Personen, die dazu nicht genug Land haben. Ein Haupt frrftvr ist die geradezu unsinnige Rveistolitik der letzten Jahre. Zunächst die hohm Preise für Früb^artvffckr, die natürlich zu einem Hebrrangcbot solcher führten, in einem Maße, daß Lee Kartoffeln ohne Karten geradezu angeboten »erden mufetrn und massenhaft zu Grunde gingen. Tarnt kam die Zeit niedriger Preise, in der die Lartvffeln natürlich — daraus kann man eigente ich nimanb einen Vorwurf machen — zurück- rhalten wurden, um später mehr zu verdienen. r.«ses eivige auf und ab in der Preisbestimmung ^ar und ist eines der größten Uebel. Weiter muß zugegeben werden, daß die Preise *t Kartoffeln zeitwerse in keinem Verhältnis zu «n Produttionstosten standen. Kann man es dem “SJ”® »erdenken, tust er in einer Zeit, wo rnvere GrweebSkreife intermvfcfübe Gewinne machen, ober wieder andere durch Streiks ihre Einkünfte ams viel lache ftrx®m rocmgstens eine angemessene Wallung verlangt oder aber die unrentable Wirt- kyaft ernfmrann. Es erhöht auch die Arbeitslust der Landwirte Somstag, 1\. Zamtar <920 Verbänden heimattreuer Oberschlesier, Abllg. B„ dreslau 18, Stauer Wllbclmsplatz 20; . b) Ostpreußen . bei der Bezirksste!te Allen- Utin des ostdeutschen Heimatdienstes, Carlsbof 'bei Rastenburg Cfhvr.); c) dem westpreußifchcn Kreise:bcim ostdeutschen Heimatdicnst, Abtlg. für Dolksabstckte muna m Westpreußen, Elbing; ., Nord sch leswig: beim deutsch« Ausguß für das Herzogtum Schleswig, Flensburg. ,'üorderHofen 20; e) Eupen und Malmedy: bei den ver- enngten Landsmannschaften von Eupen und Malmedy, Eharlottenburg, Fascmenstr. 13. 2Bie geht die Abstimmung vor sich? 3^rr Stimmberechtigte, der seinen Veftnsiv mcht tm Abstimmungsgebiet hat, muß sich zur fnmmimg in die Gemeinde, in der er geboren ist, begeben. Sur Fahrt zur Abstimmung werden gewährt: . vreie Eisenbahn fahrt 3 Klasse. Außerdem so- weit möglich freie Unter tupft und freie Verpflegung Alles •Habere teilen die vier genannten Steilen den Absttmmungsberechtiglen n'ach Anmeldung mit. vrreskasten der Uedaktion. 3- §ch. hler. Die Taic der Hebamme betrug bisher 15 M., ftc ist um 100 Proz. erhöht war- ^n, so daß jetzt 30 M zu zahlen sind. Ti« Berechnung eines höheren Betrags ist, sosern nicht außergewöhnliche Verhältnisse vorltegeii, nicht zulässig. — Eingesandt. föur Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik ftebenhen Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) . Gießen, 15. Jan. Der Jahreswechsel hat einen ansehnlichen Teil der Hausbesitzer veranlaßt, ihren den Mietern. >u^ gedachten Glückwunsch in das Gewand einer mitunter recht erheblichen Mietssteigerung zu llftdnr. Dieses Vorgehen wucke entweder gar nicht ober mit brr Sem er [^mg begründet, daß der l’tufivanb hier Instandhaltung der Wohnung, gesteigerte Steuerlasten und Hnpothekzinsen ufm. zum Teil auf die Mieter abgewälzt toTben müsse. In Wirrlichkdit verhält es sich anders. Zunächst s nd C die neuen Hausbesitzer, die oft in keinem Veohältnis zum W«tt stehende Grundstücke zu Preisen aiigetauft haben, bie reelle Mietpreise von vornherein ausschließen, da muß natürlich der Mieter bet halten. Hier müßte der Haken eingesetzt und dem Häuserwucher von gesetzesloegen ent Riegel vorgeschoben werden. Wenn Häuser unterhalb kurzer Seit mehrere Mab den Besitzer wechseln unb jeder ein ansehnliches Häuslein verdient, so ist das richtig gehende Schieberei. - Zweitens: Wer eine Wohnung mietet, dem wird vielfach dos Ansinnen gestellt, fk selbst (xrrrichten zu lassen, und er beißt in den sauren Apfel, selbst auf die Gefahr hin, über kurz ober lang nach er folgtet Herstellung Der Wohnung mit einer erhebt üben Mietssteigerung oder bet Aufkündigung des. Mictsverhältmsses beglückt zu werden. - Drittens: Dem Wohnungssuchenden stehl eine Wohnung zur Berfchmng, wenn er einen Lager raum, em Lädlchen, einen Stoll ober einige Quadratmeter Land, von allebem er feinen Gebrauch machen tarnt, zu recht hohem Preise dazu erwirbt. Viertens: Ter Mieter geht einen „Vertrag" ein, in dem ein einigermaßen mtnebmbare«. Zins fest- gelegl -st, in Wirllichteit zahlt er aber „hintenherum Z noch so tntb so viel mehr. Fünftens: Tie an sich Hobe Miete wird durch ,,Wassergeld", „Äanatgrbübr", „Schomsteinsegerlohn ' außer vertragsmäßig gesteigert, baß dem Mieter die Augen übergehen. Sechstens: Folgen Mätzchen und Schie- 6ungen von aewisfenlosen Hausbesitzm-n, die ihren Erfindern alle „6W madjm. Die steuerlichen Lasten sind nur mäßig gestiegen, die erhöhte KausvertwagSgebühr gibt feinen Grund Mr Miets> Rcigenntg, denn wer ein Haus Faufi, muß von vornherein damit rechnen und sie in bat Kaufpreis ein kalkulieren. Tas Hypothefengeld har keine Steigerung in Zinsfuß erfahren, denn es ist genug vorhanden. — Dem alten soliden Hausbesitz ist eine höhere Mieteinnahme zu gönnen, Denn es hat vor dem Kriege unb während desselben keilte Seide gesponnen, aber dem HauSschiebertum muß ein starker Riegel vorgeschoben werden, je eher, desto bester. Em Hausbesitzer der alten Schule. Hilf 300000 cktimmterechtigte eK Sem Reicht ins SrrnftanS schaffen l «t Odm <äwnf=(St>en6e für öle Volksabstimmungen auf Postscheckkonti Verlta 73776 oSrr aus OfInt Sankt veutscher ckchutzöual, Serllv llwse 880 Babnbokitraßc 50 tm Hanfe des Hessticken Bankvereins. Silbergeld nachweisbar »ar für unsere J«d»strie. Ich zahle für 1 Mark in Silber M. 6.50 „ 10 „ „ Gold „ 110.— „20 „ „ „ „220.- Altaold und Altstlber. Größere Beträge werde» abgebolt. Julius Philipp,Uhrmacher 3nmn.5tt.23 5. & V-Wülllg ItlesDoo 2040 BtiMtahimi llkllwenltig WWmW Kletzen Kntoterelfang Weiden- und Rohrmdbel Kinder-Schlnikörbe, Stubenwagen, weiße Wasch und Marktkörde. Leitern für alle Sroctf?, Beieu und Bürstenwaren, alles in aräßter Auswahl, nur veile Ware, zu angemeffenen Prellen- 879 H. Hetz, Franks. Sir. 19, ^amilien-Drucksach. n: vesuchr, Dank-, verlodungr- und Dermäl}Iung$: Karten, Sebllttr- il Traueranzeigen ===== 9 Neuenweg 9 ===== Buchdruckerei I. Weinert, «te ßW M'6, mit ßäner ^l'fa k Seflzr-üctt, Sie Landwirt InfimflJOkeöflL,m.% nem Heim und tL yant- wirtschaft. wiiMtd'eA kannilch- m» neitvrüan» S otbier. Siuvernr,. flfmditteWemT«r Lung der »ertoltnl« Meine verwand'" MW iittiflitr greifeit" ■ »Jj mit DÜ"- AZi"'L - ass Dletzener Anzeiger sSeneral-Anzeiger für Gderhesfen) -2. 1. 1. 2. e) in Eupen unb Malmedy : Vergleiche 2 ö). Was ist die nächste Aufgabe jedes Abstimmungsberechtigten? Abstimmungsberechtigte haben ihren jetzigen Wobnsitz (Ort, Straße Hausnummer) unter Angabe ihres Geburtsortes und Geburtsdatums sofort schriftlich anzuzeigen, ans: a) Oberfchlesien: bei den vereinigten Mm ft, der aber nicht nach dem 1. Januar 1919 liegen darf, ihren Wohnsitz haben oder von den deutschen Bohörben ohne Beibehalmn« des Wohnsitzes in der Zone ansgewtesen worbe» sein. d) in Ostpreußen: Sie muß bei Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages das 20. Lebensjahr vollendet 2. Sie muß in der Zone, in der die Volksabstimmung stattfindet, geboren sein oder feit entern von dem Ausschuß festzusetzenden Seite Punkt dort ihren Wohnsitz ober gewöhnlichen Aufenthalt gehabt haben. c) in Weftpr eu ßen : Sämtliche Einwohner des Abstimmungsgebiets wie in Ostpreußen. ck)in Schleswig: Merizettel für Abstimmungsberechtigte. Wann wird abgestimmt? L) inOberschlesien nicht früher als sechs und Tticht später als 18 Monate, nachdem bei Friedensvertrag in Kraft getreten ist. Das genaue Datum setzt die Entente fest; b) unb c) in O st- und Westpreußen: Der Zeitpuntt ist unbestimmt unb wird von der Entente noch festgesetzt; ^n Güter wird fick noch rächen. So rst es melx und mehr, man möchte fast lagen torurgemäß dat^ngekommen, baß auch bei ben Landwirten, ober doch einem Teil derselben, b< Arbettsfvackigfeit mehr und mehr geschwunden ift. . Denn man txmn mnh von ben Schikanen der Herren „sachkundigen" Revi'oren aus der Stadt, die sich als die allmüchtigm Herren auf» ftriefen, hört, kann man es begreifen, daß die itantomrtc gerade nvch so viel Milchvieh halten, als sie Üb ihren Bedarf benötigen, ober nur solche örnixhte zieh.n, deren Bewirtschaftung weniger Arbeit verursacht unb rentabel ist. Tie 9 Hört nun q des Anbau zwang« würde bei der Landbevölferung voraus üblich zu einer ähnlichen Steigerung bet Pvoduktion führen, wie sie in ocr neusten Zeit burch ixe Schließung zahlreicher Eiienbahnwerkstatten sv unzweioeuttg fest- gestellt worven ist. Wenn schon Zwang, dann Zwang Mr Arbeit, zur Förderung der KolLenpLvduftton und Tüngergewinnung und Zwang zur Arbctt auf dem Lande gegen Erwerbslose, die nicht arbeiten rtvllcn! Gerade in der Landwirtschaft ist nur durch Arbei tf fletfeige, zielbewußte, wohldurchbachte Arbeit ent Fortschritt möglich. Die Forderung des Nnbatnwangs ist gevadezu ein Unsinn. Zweifellos wären mich mehr Äktrtoffcln m die Städte getommcn, wenn die Bezugscheine früher ausgegeben wurden, wären und längere Gültigfeü gehabt hätten. Die tage der Deutschen in stbirischer Gefangenschaft. Einer unserer Leser, dessen Sohn' sich seit 5 Jahren in sibirischer Gefangenschaft befindet, hatte sich an Finanz Minister a. D. Dr. Becker gewendet, um Auskunft über das Schicksal her Gefangenen in Sibirien zu erhalten. Dr. Becker hat die Anfrage an die Regierung weitergegeben und nachstebenbe schristtiche Antwort erhalten, die wir im Interesse der Angehörigen der in Rußland befindlichen Gefangenen mieber» geben: Im europäischen Rußland, soweit es sich in den Händen der Bolschewisten b. findet, haben die Strieg^ unb Avil gefangenen nach dem Frieden von Brest-Litowsk die Möglichfett gehabt, in die Heimat zurückzukehren. Die Gefangenen, die sich lwch dort befinden, sind mithin im allgemeinen nur solche, die freiwillig in Rußland herbltcben sind und anscheinend nicht zurück kehren wollen. Ecke Ausnahme hiervon bildet nur der Bezirk Orenburg, der zeitweilig in der Gewalt der Tschechvssawaken war. Die dort Zurückgebliebenen etwa 5000 Deutschen find indes neuerdings zum großen Teil bereits auf dem Heimwege. Alterbckgs macht die bolschewistische Regierung in neuester Zeit Schwierig ketten wegen der Durchlassnng, es steht 'edoch zu hassen, daß die bolschewistische Regierung ihren Widerstand fallen lassen wird. Im übrigen sind Mittel unb Wege gefunden worben, die Gefangenen, soweit nSttg, mit Unterstützungen zu versehen. In den südrussischen Schwarzen- Meer-Gebieten unb Turkestan befinden sich noch etwa 8800 Gefangene. Ihr« Lage ist nach Berichten der FürsorgckomMissionen und der schwedischen Rote-Kreu-^Telegierten bis auf Turkesttm im allgemeinen zufriedenstclleTrd. Die.Alliierten haben für den Abtransport bet russischen Gefangenen aus Deutschland nach den SLwarzen-Rieer-Häfen zehn türkische Schiffe in Aussicht gestellt, wovon bevetts drei unterwegs sind. Die Gesamtzahl der in Sibirien befindlichen Kriegs- und Zivilgefangenen bcläüft sich auf etwa 26 500 Personen. Die Fürsorge für diese liegt in ben Händen schwedischer Delegierter. Das amerikanische Staatsdepartement in Washington hat sich aut Grund ernst lautender Berichte des amerikanlsch.-n Roten Kreuzes in Sibirien bereit erklärt, ben Heimtransport der sibirischen Gefangenen nach Kräften zu unterstützen. Der gesamte Transport ist zunächst abhängrg von der Bereitstellung des erforderlichen Schiffsraumes und von der Erteilung der Fahrterlaubnis für diese Schiffe durch die Entente. Die Beschiffung der Schiffe ist sehr schwierig, ebenso die Beschaffung der für die Bezahlung der Transportkosten erforderlichen gewaltigen Beträge in ausländischen Valuten. Trotzdem ist die deutsche Regierung mit allen Mitteln bemüht, bte Heimschaffungsfrage so rasch als möglich zu lösen. So sind seit einigen Wochen in Washington durch zwei Bevollmächtigte Verhandlungen mit amerikanischen und japanischen Reedereien übet Gestellung der Tonnage ausgenommen worden, die bisher einen günstigen Verlauf genommen haben. Im gleichen Sinne wurde dieser Lage an die britische Milttärmission in Berlin her- angetrtten mit der gleichzeitigen Bitte, daß die bei nlrtie Regierung im Einvernehmen mit Japan den fo die Hand nehmen möge. Schließlich ift bei der Entente der dringende Antrag gesteift Norden, einigen beschlagnahmten deutschen Schiffen die Ausreise zu ermöglichen. Zur Versovgnng der Gefangenen bis zu ihrem enbgülitaen Abtransport sind kürzlich von San Franzisw nach Wladiwostok größere Kleider- und Wäschetransporte im Werte von 10 Millionen Mk. abgegangen, die noch vor Eintritt des Wckters ben Gefangenen zu geführt werden sollen. Außerdem hat amEl b. Mts. eine kleine deutsche Kommission, bestechend aus zwei ehemaligen Kriegsgefangenen, von denen einer Arzt ist, bte Reise nach Sibirien angetreten, um die Zusammenziehung der deutsch«, 5tneg£» und Zivilgefangenen an die Küstenplätze zu bewerkstelligen. Die Kommission hat Liebesgaben, besonders Wollwäsche, Rauchsachen und Post für die Gefangenen mitgenommen. Außerdem erhält jeder Gefangene eine einmalige Unterstützung von 100 Rubel. Die laufeicken Zuwendungen von monatlich 1 Million, tne vom 1. Degembcr ab noch verdoppelt werden, werden hierdurch nicht berührt. Bon ben in Westsibirien befindlichen Gefangenen konnte übrigens ein großer Teil bereits ck den oergangener Monaten auf dem Landwege über Moskau oder Petersburg heimkehven, da durch das Zurückweicheu des Admirals Kvltschak weite Gebiete des westeuropäischen Rußlands und Weste sibirtens wieder ck bolfchttvistische Hand gefallen sind. Ueber 3000 Kriegs- unb 4000 Zivilgcfangene find anf diese Weise nach Deutschland znrückgekchrt. Burnus zum Einweichen -er wasche! Srohe Ersparnis an Zeuernng unreifer Erleichterung -er Arbeit am Waschtage. 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Damm ausgezeichnet: Leutnant und Adjutant Schäffer, Leutnant Kehler (Albrecht), Vi^efeldwebel Seifert, Schütze Aliendorf, UnterofmicT Neudert, Ossz.-Stellv. Ban- dilla, Unteroffizier P,eiller, Schütze Erdmann, Gefreiter Miodeck, Gefr. Schneider. ** Packwagennot. Eine große Pack- wagennvt herrscht jetzt in allen Bezirken der Eisenbahnverwaltirng. Man bei furchtet, daß sie durch die Heimbesörderung unserer Gefangenen noch erheblich verschärft werden wird. Augen- na Isdorff, Dentist ich § 123 R V. 0. in Elsaß-Lothringen. , so wieder geben kann: Lor dem heil'gen Kreuzeszeichen Möge alles Böie weichen, tshristi Kreuz und Leidensgang Sei mein Schutz mein Leben lang’ ftenr.mt aus etwa 1300. Ihr reiben sich dem * SS« rtif«e Alter w voran. Qu^ ?enZ^mmmdüuG ‘tofahen zu lösen, lndfur eine Nieder- •n Heimat und des ^en. Frisch ans utschem Gruß! • Ro ssberff >20. y* ___________01örenden AL klagen in den Verhandlung^ selbst vertritt. Hessen Nassau. ® u Naubiiderfall. W. A. Wissen, 20. Jan. Ueber bei älteren ©loden nicht an, aber unter den aus dem Ende des 18. und aus dem 19. Jahrhundert stammender hielt er eine reidx Ernte. Im ganzen rourbett 8 0 Glocken, also mehr als ein Drittel, es n geschmolzen. Tie Stadt Gießen verlor 7, das Land 73. Wohl am härtesten wurde die Kirche zu Großen-Buseck mitgenommen. Bon ihren 4 Glocken wurden 3 ihr entzogen. 16 Kirchen muhten von ihren je 3 Glocken je 2 17 von ih.en je 2 Glocken je 1 hergeben. D« Ober- reolschule tzu Gießen verlor ihre einzige Glocke, desgleichen d^s Ratljaus zu Bellersfoim, Deuchel- b?tm. iyurgen und die Schulhäuser in Watzenborn, Steinbach, Am besten kam der Jrstunasturm zu Stauffenh.'rg weg, der alle seine 4 Glocken, von denen die längste allerdings ans 1705 stammt, behalten formte. Aber auch 10 Streben mit je 3 ©locker, und 8 Kirchen mit je 2 Glocken bliebet unangetastet. Die ältefte Glocke unseres KreiseS hängt in ber Kirche zu Muschenheim. Sie hat eine gereimte Lateinische Inschrift, die man aus deutsch Stutdeton. IobanveS Brahms: Ein deutsches Requiem. Einleitende Worte zu der am kommenden Mittwoch ai der Stadtkrrche stattfindendcn Ausführung des Werkes. Im 33. Jahre seines Lebens komponierte Johannes Brahms das D e u t s ch e Requiem" jene gewaltige Tondichtung, die ihren Autor mit rinem Sckstage in die vorderste Neifo bcutfdrr Meister stellt, die ü'-enviv^-nbe Mehrz^ jetm-rr Widersacher verstummen machen sollte. Es ist ein deutsches Requiem, d. h zunächst ein Reauiem nit deutschem Teste. Es ist aber auch kein Re- miem im eigentlichen Sinne, keine Totenmesse: rs ist nur Trauermusik, die auf Bibelworte aus- jebaut, an die Vergänglichkeit alles Irdischen jemabnt. Im Gegensatz zu dem liturgischen Re- •cuiem der katholischen Kirche, dem als Text die Mte lateinische Seauenz: Requiem aeternam «ona eis, Domine zugrunde gelegt ist, hat Brahms Requiem seine tiefsten Wurzeln im Diesseits. Es ist ein Abschieds- und Trostlied an die Verstorbenen Er hat das Werk kurz nach dem Tode seiner viel- Geliebten Mutter geschrieben: darum ist es so rtnigf ernst-menschlich. Der Tod bebrütet nicht Vernichtung; er führt zu einer höheren Lebensform, es winkt mit ihm die ttöstliche Hoffnung aus ein Wiedersehen. Dies verleiht dem Werke Nrahms' einen versöhnlichen, weltbejahenden, Kellenweise sogar freudigen Charakter. „Selig sind, vie da Leid tragen, denn sie sollen getröstet wer- bm", stimmt der erste Chor an. Welche Erhaben- &ni spricht aus dem föl geritten Satz, der die '31* gänglichkeit des Menschlichen sowohl textlich wie auch wnlich versinnbildlicht? Werden und Ver- Shen! Doch zuversichtlich soll der Mensch aus e Zukunft des Derrn harren, geduldig, wie J)er Ackersmamt wartet auf die köstliche Frucht Au» SfaM und Land. Gießen, den 24. Jan. 1920. Tie TodcSursach n der im Weltkriege gestorbenen he,fischen Militärpersone»». In den vier ersten Kriegsiahven 1914—1917 nurben 23988 Todesfälle con fossischeu Mi- l'tärperjonen bis jetzt beurkundet, die >ich nach den wick) igften Todesursackjen mir folgt verteilen: Bor dem Feind und an Wunden geworben oder verunglückt 21 581, Thph-is 226, Wundinsrk v'n 174, Lungentubertulose 188, Lungenentzündung 215, Fleckfi etter 22, Ruhr 131, Gmickstarre 19, Cholera 73, MaUiria 7, Herzkrairkfoi en 126, Selbstmord 102, sonstige Krankhei en 636, unbcÄmute Todes uriache 438. Rednrrt inan alle durch äuferrr Gewali 0 öeltar in 'BingvnDcim, am ie ben Ta .e 1600 Veftar in Weninge<» am 3. Feoruai im lxenudr- ■aiten Merkenfriy, »m 5. Je?ruar in Berg beim, am 6. 5-ebruai in Stimlxxd», am 14. j^'bruar 542 Nektar in fiinbbciwt. Da für sämt iche Jagden graste Nachträge leiteht. so bür tat wohl für bie Gemeinde ansehnliche Padüsummen griöjt Starkenburg und Rheinhessen. Hund fleildu als Schiede'ware? M. A. Mair,r, 23. Jan. Der Wi^'sbadener Tierschutzverein teil) mit, hast viele Öunbe fpurloS verschwinden. Bepilchtimgen lasen duraut sch i- sten, daß bie Öuiil* eingvfangen und g-schltchiet werden, um das Jltisch als Schieberware in den handel zu bringol Auck, in Mainz sind in letzter Zeit viele Hunde öeflldNvunbcn. iren** ioUV°Ueil - g m Römern®ö 9437 1»4 4 52bs Jen laafea ' | idhoiz rts dl rtretara" ILqesuchl . provisio1'^^ Eisenhütten et Wit bie „Betzd Ztg." foLgcnb.n Bericht: Der ZPossengehilse Lwssmarm ber Wüsener Dutten sollte in einem Wagen die Löhnrmgsgelder für bie Bergleute der Grube St. Andreas über- t-rrngen. Zu servier Sicherheit ffrhren ber Steiger Dvrster und Klein von der Grube St. Andreas von Wissen aus m,il dem Wagen. Ms ht auf ber M erhardt fast ans dem Walde iwraus auf das Pirzentaler Je'ld tarnen, sprangen ülerraidjenb l/in* ter Reisiglraufchi 9 hiß 10 fdmwrj maskier de Gestalten mit Kcrnrbinem bewaffnet hervor und schossen auf die Bferde. Eins stürzte getroffen zusammen. Jrn Nu waren die Insassen ans dem Wagen gerifleii, mit Taschentüchern geknebelt und ins Dickicht g<-schlepvt. Den Tatort beftrentcit bte Männer mit Pf effer, um dem öirnhe die Witterung zu nehmen. D-arauf verschwanden sie mit ihrem Raub im Watt>e. 183 000 tVtarf in bar und ein grober Betrag 1 Versicherungsmarken sind den Weae- lag-rem in bte Dände gefallen. Der Steiger Dörfler, ein baumstarker Mann, zerritz nach langem Bemühen feine Fesseln, befreite seine Leidensgefährten uitd sie benachrichtigten die Gewerkschaft nn* die Pol ihm. Dem Vernehmen nach bat man gewisse AnhalttZpunkte für die Entdeckung ber Täter gefmrden. Hissischer Ctadteverband. X 6 c n u, 22. Jan. Aus den Berhmch- lungen der heutigen Stadtverordnetenversammlung ging httpor, daß die Absicht besteht, einen Berband der hessen-nassauischen, hessischen und walbeckischen Städte zu gründen. Aus den Satzungen, die für den Verband gelben sollen, seien folgende Bestimmungen angeiülitt: Der Verband führt den Namen „Wirtsdxfftl^her Verband ber hessischen, hessen- nassauischen und walbeckischen Städte". Der Zweck des Verbandes ist bie Walwung ber Interessen seiner Mitglieder in allen Fraaen des Verhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und die Ermöglichung eines Ausgleiches der wirt- fdxiftlidw Interessen seiner Mitglieder und ihrer Arbeitnehmetr Insbesondere erfolgt der Zusammenschluss, um für die städtischen Arbeiter Tarifverträge' auf mdglidjft gleichmäßiger Grundlage abzusch ließen. SB eiter bin soll der Verband auch die Regelung der wirtschaftlichen Verhältnisse der ftat,tischen Angestellten unb die Behandlung der Sexioitenfragen, insbesondere berBeamten- besoldungefi, übernehmen. Schließlich soll ber Verband auch zur gemeinsamen Besprechung allgemein wrrtschastlld-cr Fragen dienen. Doppcllcr ^indkSmord? mc. Biebrich (Rhein),. 22. Jan. Gestern wurde duriA die Kriminalpolizet eine Frau Der* foftet, die dringend unter dem Verdachte steht. Die Mocken des Sreiscs Gießen vor und noch brm Ärirae. Von der hessischen Bereinigung für Volkskunde wird mitgetcilt: Im Kreise Gießen gab es vor dem Kriege im ganzen 230 Glocken Die Stadt Gießen hatte einschließlich des Dominialhoies Schisfenberg deren 18, das Land 212. Keine Kirche hatte mehr als 4 Glocken, während y B. Als eld in der Wal- purgiskirche deren niwt weniger als 8 besaß. Die Stobttircbe wie die Johanne-!rrche in Gießen und auf dem Lande die Kirchm in Groß^m-Buseck, Großen-Linden, öintgcn, Lang-Göns sowie ber Festungsturm zu Stausfenberg konnten mit vier Glocken läuten, 41 Kirchen mit 3, 23 Kirchen mit nur 2. Auch bie Landeslieil- und Dflegeanstalt in Gießen, das Fürstliche Schloß in Hungen sowie das Ratlmis in Keseibach hatten je zwei Glocken. 6 Kirch.n und Kape len. bie zu Balters- hain, zu ReinhardslMN, die Katharinenkapelle zu Steinheim sowie die Satlxinncnrape.lc des alten unb neuen Friedhofs zu Gießen und die Fried- hosskirche zu Grünberg mußten sich mit ie begnügen. Eine gante Reilte Schu en hatten gleichfalls je 1 Glocke, in Gießen die Dberrealidjuie, auf dem Lande die Schn en zu Taubri nnm, Eberstadt, Göbelnrod, Jnhe.den Stockhau'en. Trobe, Waitenborn 'trübere Sckmle und neue Schule) und Utplte. Auck» Rathäuser truren je 1 Glocke, nicht bloß das alle Raut Haus in Gießen, auch die Rat')äuser in Dettershnm, Großen-Linden, §>euch l!)cim, Hungen und Lich. Soear ein Spritzenhaus, das in Saaten, prangte damit Der Tomüciallos S ch i i i e n b e r g bei Gießen hatte aus der Zeit, in der noch Gottesdienst in ber Kirch? gehalten wurde, eine mittelalterliche in die i’Zcu.teil hinübergerettet. In diesen stolzen Bestand griff der Krieg mit rauher Land. Zwar rührte er die alten unb Notgeld, Ganzen, i usw. usw. , Verband mit örtlichen i anscblMen und durch „ gut und billig ver der Erde". Der Chor Preist daS Jauchzen der Erlösten, über deren Haupte ewige Freude fein wird. Aber wieder kehrt der Blick zu den Menschen zurück, die, Jnbioidunm wie Masse (Bariton- solo und Clwr), doch nur Schemen sind, und wieder wird ihnen Twst verkündet: denn „der Gerechten Seelen sind in Gottes Land, und keine Qual rühret sie an": eine herrliche Fuge in D-moll. Ter unerschütterliche Glaube an die Sicherheit in Gottes Hand findet ein grandioses Tonsymbol in dem Orgelpunkt des tiefen D, d. h. einer durch den ganzen Satz hin festgehaltenen tiefen Note, ungeachtet der verschiedenen Harmonien, die sich darüber bewegen. Wonniger Friede sttömt aus der Melodie des vierten Chors, die ber Borstel- lang von den „liebliclren Wohnungen des Herrn" eine wundersame Bildlichkeit verleiht. Zarteste menschlickte Innigkeit kommt in dem folgenden Sopransolo mit Chor zum Ausdruck. Das Geheimnis der Liebe zwischen Mutter unb Sohn, wie es Brahms' Seele damals ganz erfüllte, offenbart sich in den Tönen: ,Lhr habt nun Traurigkeit, aber ich will Euch wiedersehen: ich wlll Euch trösten, wie einen seine fWutter tröstet." Wo solche ewigen Kräfte der Liebe walten, da gibt es keinen Tod und kein Vergehen. Großartig wird der Gedanke des alten dies irae in einem neuen, lebensbejahenden Sinn umgebogen: „Tod, wo ist dein Stadtei? L)ölle, ipo ist dein Sieg?", ruft der Clwr den finsteren Mächten zu. Und die ttotzige Frage enthält zugleich die volle Beantwortung des Lebens in dem Wort: Sieg? Ein emziaer, gewaltiger, lidtfer C-Dur^reillang! Nach diesem sieg gibt es nur noch Triebe und Glück, und so fettet ber letzte Teil zu dem tröstenden Anfang zurück: „Selcg finb die Toten, bie in dem Herrn sterben." Aetherische frarfenflange begleiten bte letzten Worte. L. M. 8>nanz,oII und §ch tzzoll. Von Dr. Siegfried Brase. Mit der Einstellung auf den Friedens ytftanb, der Abtragung kriegerischer Schran len im Völkeroerkehr dürfte die Neuregelung dec Außenhandelsbeziehungen von immer größerer Bcdeütung werden. Schon im Frie- eensvcrtrag von Brest-Litowsk fpiclte diese Frage eine wichtige Rolle. Der Bersattler legte uns in allgemeiner Nack-ahmung des 1871 von Deutschland beobachteten Verfeüf- rens gegen alle Feindstaaten als einseitige Derpflichtung die Meistbegünstigung auf, wies uns also verkehrpolttisch eine ge b nn de ne Marschroute an. Hiernach haben wir, abgesehen von den besonderem wirtschaft licben Servituten, jeder dieser Mächte auto- matifch alle Bevorzugungen #u gewähren, deren ein beliebiges drittes Land sich bei uns erfreut oder künftig erfreuen wird. Diese Wirtschaftsformel ist noch während des Krieges als zu starr und deshalb überlebt an» gefeindet nun aber durch „höhere Gewalt" ebenso galvanisiert worden, wie politisch das neue unb garantierte „europäische Gleichgewicht". Sie wird dazu beitragen, den Schwerpunkt unseres Zollwesens um so stärker auf den Finanz-oll zu verschieben. Hcerunter versteht man den Zoll, der lediglich einen ergiebigen Ertrag für den Staatshaushalt bezweckt, während der Schutzzoll, von wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten ausgehend (nach Eheberg), eine geradezu prohibitwe, abhaltende Wirkung ausübt. Er kann sogar, wie bei den deutschen Agrarzöllen von 18-8 und 1902, welche die Konkurrenzfähigkeit der ausländischen Getreidezufuhr gegen die Jnlandserzeugung abfchwächen sollten, mit der Nebenform sogenannter Liebesgaben (Einfuhrscheinen, Exportprämien) den Finanzen abträglich fein. Andererseits neigt er zu differentieller Behandlung, d. h. dazu, fremde Länder, je nach Gefährlichkett oder Unschädlichkeit ihres Wettbewerbes auf unserem Markt verschieden zu behandeln, was zu Beraclttings-öllen, Zollkriegen führen kann und auch geführt hat, durch die Meistbegünstigung aber unmöglich gemacht wird. Das deutsche System vor dem Kriege bestand insgesamt in einer Mischung vonSchutz- und Finanz-öllen. Eirgland, seit dem Sieg ber Antikorirzolliga Mitte des vorigen Jahrhunderts das Land reinen Freihandels, oe- fihränkte sich auf Finanzzölle, besonders für Kolonialwaren (Tabak, Tee, Zucker, Sprri- tupfen); währeno des Krieges erheblich gesteigert, halfen sie lange, Anleihen entbehrlich machen. Auch in Amerika trug die sie- Xjentte Partei der Demokraten die Schutzzölle Zum Teil ab; allerdings wurde diese Erleichterung der Dnfuhr durch erschwerende Ab- ferttgungsvorschriften wieder ausgeglichen, «in Beispiel, dem Frankreich mit vexatorischen Darabestimmungen folgte. Auf ähnliche Per- Ichärfte Weise wird man auch jetzt noch auf lange hinaus der deutschen Ware den Zugang zu verbauen suchen, oyne zu immer besonderen Zöllen greifen zu müssen. Während des Krieges haben ja schon die europäisck>en Zol systeme einschneidende Veränderungen erfahren, indem Abgaben durch «Einfuhrverbote ersetzt wurden. Aus (inan- zielten und transporttechnischen Gründen müßte man vor entbehrlichen Gütern sich radikal „schützen", um den Bezug lebens- und Rrieasnotweudiger zu sicktern. Umgekehrt iDurben durch die letztere Notwendigkeit Aussfuhrverbote veranlaßt; in deren Konsequenz daud)te kürzlich der Plan allgemeiner Aus- siuhrzölle auf, um dem drohenden Ausverkauf Deutschlands zu steuern. Neuerdings scheint man jenes Projekt zu ab in S'ttbe, was ich obren) schelle. Die jüngste Glocke des Kreises war dir jetzt geschmo/. iene der Cberrtaischule zu Gießen. blufhdi lebten schon etwa 800 derartige Wagen Um bieiem Mangel ab ulel en, müs en bie aus- beikrungsbebünttgen Pochvagen be chleunigt ge brauck>5>äbig gemacht unb dem Betriem suiüdqe gelten werben. DaS Eifenboln Zentralantt bo bie Direttiocren ersucht, bie Arveiten n ben Wer,- Hätten unter Becuckfichtiaung ber Pa.twa;en.l«) einzurick)ten. Es soll auch baiür gesargt werben daß alle cmsbefferungsvebür tigen Packwagen schleunigst ben Werkstätten zuge ülirt werben. Tann soll geprüit werben, ob nicht burch eine beiiort Ausnutzung Packna>te>i zu erfraren iitto. Endlich will man geeignete Personemra>,en als Packwagen (terriditen. Edva lehlenbe Lesen sollen bie Eisen bahnbcreltionen be^cbas'en. *• TieGewcrbe-JnsvektionDarm- stabt, &üuptD€rtcilimg«iteile von Betriebs.oft füi Berkeörszn'ecke, macht ii hcs i ch. n le» gsbcred^ Iviten Da.t.adrzeugsteutzer darauf aunncrfcin, baß die Anträge zur Freigabe von Br- t r iebsstof t für den Monat Februar bi-:- spätestens 2 5. b. M t s. bei ber Dauptverlrilung»- stelle eingereidtt sein müsßm, andernfalls Verzögerungen in ber Freiga.« usw. ent,leiten. Auf die Vorschriften der Rüchleite von Formular B machen wir auimerffam, unb es Legt im eig^-nsten Jnteresfe des Aittragstellers und einer beichlen- nigteii Freigabe, wenn diese genau eingehalten werden. ** D ücherspende an Hessische Bolks- u n b Arbeiterbibliotheken. Tie auf An- egung ber Zentralstelle zur Fö berung ber Volksbildung und Juzendpslpg- in Hessen burch ben Hessischen Volks.chrfftenvere'in rriolgte Verteilung ber Restlestäicde von Feldstmdungen an Hessische Volks- unb Arbeiterbibüotlte'en ist erfolgt Die Verteilung hatte ber Direktor her Boltsbildungs- ientrole übernommen. Es konnten im ganzm über 200 Bibliotheken mit nahezu 100 0 0 Bänbchen bedacht vterden Die all- seitige freudige Aufnalnne unb die Anerkennung, ivelche diese Gaben bin unb her bn Lande fan- ben, zeigen, baß ein großes Bedürfnis nach guter Literatur in weitesten Kr-nsen norixmben ist. ** Handel mit freigeldpflichtigem Branntwein. Alle Persowrn, bie sich gewerbsmäßig mit dem Wiederv^-r kauf oder Au Schani von Trinkbranntwein an Bert räucher be a fen (sog. Wiederrterkänfer), haben vor Eröffnung ihres Betriebes bei Monopolerreugnissen gemäß §113, bei freigeldpflichtigem Trinkl'rannt- nicin gemäß § 125 des Gesetzes über bas Branntweinmonopol ber Steiterbchörde fckirifll.ch ?lnzeige ihiervon zu madten. Bon bereits beftelxmben Betrieben dieser Art ist bie Anzeige binnen a ch t Tagen bei ber ruständigen He «'teile zu erftatten. Zu oen anmeldepflichtigen Betrieben gebären außer ben eigentlichen Händunrn und Wirten auch fifon- snmvereine, Kasinos, Logen und ähnliche Bereilri- jramgen und zwar auch bann, wenn sie ben Trink- Tnxmnhrtein nur an ihre MitsliÄer oder nur in ihren eigenen Räumen abgeben. ** Rauchverbot in ben Richtrau cher- abteilen der Perfonenzüge. In leyter Beit mehren sich die Fälle, daß bie Reisenden in keiner Weife das Rarcchverbot in den Nichtraucherabteilen der Personen- und Schnellzüge bcadtfen und ohne Rücksicht auf ihre Mitmenschen, Kranke und Reisende, bie das Rauchen nicht verlraMN können, rauchen. Dies oah ber Eisentralmbirektirm! Mainz Veranlassung, das gesamte Zugbegll-ittterjo-' nal und bie Zugremforen anzuweisen, mit allem Nachdruck darans zu halten, baß in den für Nichtraucher bezeichmtt^n Abteilen nicht geraucht wird, auch bann nicht, wenn ber Reisende sich allein im Abteil befindet, ober von den Mitreisenden Einwendungen hiergegen nicht erhoben werben. Reisende, bie sich ben Anordnungen des Zugbegleitpersonals in bezug auf die Unterlassung beö Rauchens miberfetten, werden zur Anzeige gebracht und haben zu gewärtigen, von bet Fahrt ausgeschlossen zu werden. Kreis Vudingen. △ Bad-Salzhausen, 22. Jan. Das .Lwtel W e i l" . Besitzer Johs. Weil, wurde ohne Inventar an ben bisherigen Besitzer bes „Hotel Fürslenhos", Heinrich Jr.e in Büdrn.ien, für 70000 M. verlaust. Die lieber nähme errolgt am 1. März bs. Js Mit Beginn der nächsten Badetest sott auch wieder hier das Kirrhaus eröffnet werden, bas bereits zwei Jahre gefd)’of:en ist. Wahrscheinlich wird ein hiesiger Gastwirt als Pächter den Betrieb übernehmen. X Ortenberg, 21. Jan. Nach langjährigen Bemühungen ist ?s endlich gelungen, die Handwerker-Zeichen- unb Fortbil- bun gsschule nicht mehr wie biSl>er an Somi- tagen, sondern an einem Werktag a'ozubalten. Die Stunden werden von jetzt cm Montags durch Ingenieur Hermann Je cke l auS Gedern er- Fortsetzung 31. iNachdruck verboten.) mit durch bic ,— ------- --------- . 5t.iot und die Bolksipiitststmt betonet linb. so- körper wußten die Leute in der Kalte lm Walde arbeiten. Bei der Arbeit scheuten srch bie Litauer nicht, die Leute unbegründet zu schlagen. Durch den groben Schmutz, gänzlich unzulängliche Verpflegung, (morgens warmes Wasser, ein halb Piund Brot, mittags dünne Waferluppe, alxnds warmes Wa ser), ich echte Behandlung und unzureichende Bekleidung erkrankten die meisttN Aerztliche Bel-andlung wurde Feinem gewährt. Ein Mann, der an einer alten Veriounduivg litt, kam in ein Lazarett in Kowno: dort fragte ton eine jüdisä>e Schwester, ob er ein Deutscher fei, was Der Mann bejahte, woraus sie ibn wieder m das Lager schickte und sagte, für die Schweine |ei im Lazarett kein Platz. , . Der deutsch.- Konsul in Kvnnw besuchte die Gefangenen und sagte tdnen, es wäre ihre eigene Schuld, wenn sie schlecht behandelt würden,^ sw müßten sich in ihr Schicksal fügen, er könne ihnen nicht helfen. Der litauische Lagerkommandant gab gleich bekannt, .daß jeder, der entflieht, nicht in das Lager zurückgebracht würde, sondern totgeschlagen oder erschos en würde. Es sind Schütze Neunein, ttorflin und Witzler entilotxn, ober wie ich späte» Härte, ist keiner üb-nc die deutsche Grenze ge- Wien, 22. Jan. (WB.) D-r neu ernannte Gouverneur der ölterrei h sch-ungarischm Bank, Dr Sp i tz m ü l l e r , führte in der heutigen Sitzung des Generalrates in Besprechung des ka- tastrnplxilen Sturzes des Kronenkurses aus, daß speziell in Oesterreich die Situation furchtbaren Passiven, mit denen der tentng ton einem Zentner Tis in® Hektoliter als zulässig -u erachten. An Fubrkosten zuzüglich Eislteferuug sind füc auswärtige Brauereien für Den Hektoliter Bier je nach der Entsernimg 7,50 Mark dis 9 Mark zulässig. Die hier angegebenen Preise gelten für alle aus Hessen, Fvanksurt a. M., Homburg, Wetzlar und Hanau stammenden Biere. 3in büijri,^1 und sonstige Biere ton auswärts ist ein Zuschlag entsprechmd der nachweisbar durch Die Fracht und sonstigen Spe'en entstehenden Un» toiten zulästig. B i Beranstaltungeu, Kvnzerten oder be.onderen Gelegen!/ilen j'bi.e Eintrit.sg.'ld nrirb ein Zuschlag von 5 Ps. Pro Glas Bier als zuläs ig erachtet. Die Inhaber von Gast- und Sch-nkwirlfä)asten sowe von anderen äinlick»n Betrieben, die Bier offen oder in anderen säßen im Kleinverkaus abgeben, haben die Ber- kaufsprcise durch deutlich liM'.tve.i Auslang tu Den Wittsdxlstsräumen oder Berlaufs^e.len be- kanntzuM-len. Ei e lleberdnx-itung d.r Hochn- preife wird ftraire.U id? te.so gt. Zuwiderdanp (migen w.r>en unnachfichtliä» zur Anze ge gebracht irrtb Die Schliessung des Lokals betmhvigt. Ausschluß unzuverlässiger Personen vom Hrndcl. Der Metzger Ludwig Emil Schäler zu Wi.-seck ist als unzirverlästige P-riori oom Hmrdel mit Bieh, Fleisch und Flciichwaren ausgeick^ossen worcen. Ist in deiner Pflege etwas versäumt worden?" Estrid schüttelte stumm den Kopf. Nein, Peter hatte es an nichts Wen lassen. Die ausgesuchtesten Leckerbissen hatte er vom F.'st- lande für sie kommen lassen, und Akte wurde nicht müde, sie ihr aufzunötigen. „Hast du dich über schlechte Behandlung zu beflogen?" fuhr Peter fort. „Habe ich dich vielleicht gemißhandelt, daß du bnS Gcsatz gegen mich in Anspruch nehmen willst?" „Es gibt noch andere, als körperliche Mißhandlungen, meine Seele hältst du mit eiserner Faust irnd knechtest sie," Kam es von Estrids zitternden Lippen, Seegespenftec. Roman von Anny W o t h e. Xaertkriedic» Cepyrtffht 1918 by Anny WotbeM»lm, Lefprig Schwester besuchen, Hobe ich nichts dagegen, aber ■' mir! Geht dir sonst hier irgend etwas ab? „Deine Seele? Hast du überhaupt eine? Ist dir überhaupt je der Gedanke gekommen, nach der meinen zu fragen oder nach der von Jngew-wt Ferks? Nein, mein Kind, mit hochtrabenden Redensarten kommen wir keinen Schritt weiter. Ich rate dir in Gute: Füge dich! Du kannst bloß dabe>. gewinnen, beim meinen Willen, den zwingst in nicht." Estrid starrte ihren Mann, der ausgestanden war, unverwandt an und ein Schauer ging bnaf ihr öerv Nein, ihn zwang sie nicht! Wae ro-iÜX Verzweiflung stieg es in ihrer Brust auf, als et so gewaltig trotzig, unsagbar bestimmt und entschlossen vor ihr stand. Sollte wirklich an seiner Muckst ihr Wille zerbrechen? Sollte er, zu dem s« wähnte, geistig herabgestiegen zu s in, ihr wirklich so überlegen sein, daß fein Wi.le sie unterjochte ? Nein, das durfte nickst sein, lieber tot. Estrid krampfte ihre fernen, schmal gewordenen Hande fest ineinander. „Gut," sagte sie hart, „ich nehme den Kaum mit dir auf. Wir werden ja sehen, wer Sieger bleibt." Peter Donken lachte herzhaft aus. Fist war es fein altes, befreiendes Lachen. „Du hast Mut, Estrid, und das gefällt mir ES zeigt, daß deine Kräfte wiederkehren. Iw übrigen wollte ich dir sagen, daß, wenn du dich kräftig genug fühlst, der Uebernahme deiner Hans- frauenpflichten im Gotteskoog nichts entgegen» steht." । Damit ging er, ohne Gruß, wie er gekommen. Empörung flammte in EstrrdS Angen. „Wie ich ilm hasse," kam es von ihren zuckenden Lippen, „ich könnte ihn töten, wenn er VS» sucht, mich unter seine Füße zu treten." Wie jn dumpfer Betäubung faß sie da um starrte in den Wintertag, der in Dämmerung versank. Ueberatl frod^en Schatten Lis dem weich wallenden .Zwielicht, und ihre S«le war dunkel (Fsrfetzung tolofj scheint und sich die Aufgabe setzt, aDvSchentiich edr von ersten Malern illustriertes Werk unserer besten Erzähler zu bringen (Preis der 9himmer 50 Pf., Viertels älwlich 6 Mk.), die humoristisch.' Erzählung: „Aus dem Tagebuche eines wandernden Schneidergesellen" erschienen. Erich Büttner hat den Text Gaudy's graziös und übermütig illustriert. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag b. 25. Fan., 3. S. n Epiphanias. Gottesdienst. In d. «Stobtrirdx. Borm. Uhr: Psr Becker. 11: Kinderkird-e f. d. Mar- ? isgem.: Psr. Becker. Abds. 5: Psr. Mahr. — RoTitcrg, 26. Fan., abds 8: Bereinig, d. kvnsirm -ti'q Jugend d. MarkuSgem — In d Johannes- i.che >Borm 9'/r (zugl. Militärgettrjestenst): D» >i io'Spfarrer Ts-'smeyw. 11: fttujvrfirdy s. d ^alninnesgcm.: Pst. Avsield. Abds. 5: Mis i-mar fiklfbr'. Abds V28: Bereinig, b tomirm. männl stiigend d. Jolsannesgem. — Montag, 26. Inn, ,ll>s. VgS: Bereinig d. konfirm. nribf. Jugend \ Lu5asgem. — Freitag, 30. Ja"., a>ds. Vs8: Bereinig, d. tonfirm, weilst. Jugend d. Ivlannes- xem. -- Bon Sonntag b. 1. Febr. an beginnen di< A'.Endgottesdienstc um 6 Uhr. - Wr s ck 25. 1 10: Ha'iptgotceS ienst. "/«7: A.'endgVttest>.enst. fio höfische Gemeintzt Samstag, 24 Ian., nndym. 5 u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Bstchte. — Sonntag, 25. Ion 3. Sonntag n. Ersckyin. Fest b. hl. Familie Borm. ßV?: Gelegenh. z. M. Beichte. 7: Hl. Rtesta kommun d. Frauen. 8: Austeil. b. hl. STömmim. 9: Hochrmt in. Pr. 11: Hl. Messe m. 'Br. 4: Iw q i 'gS-Zrongregation. 5»/,: Slriren ebre; dar. Andacht — Di-kfpova-GvtteSdienst 0 25. Jan. In Grünberg 9«/», in Hungen IO3/,, in Lich 8V* Uhr. i0re beide« »tnber ermordet M haben, bie ganz kurz hmtereinder gtitorben sind. Die nut* der sollen vergiftet worden-,ein. Nelsen ins befette Webtet = Frankfurt a. A., 23. Jan. Infolge ber Ankündigung, daß die Einreise ins besetzt? Gebiet fortan au, Gimnd »es bekannten grmiev deutschen Reiiepas s es möglich nf, herrlch in der hiesigen PaßauSgal»esstlfe ein solcher Mas,en- andrang von Reiselustigen, drß die Beamten sich des Ansturms md)t erwelnen köimen. Hmrderte ton Männern und Frnuen warten täglich stundenlang vor dem Paßbureau des Präsidiums, um in den Besitz eines Passes zu^langm, wobei cs zu den unangenehmsten Szenen kommt. H. A. Bieber, 19. Zan. Gleich wie in ben urr.Iten Gruden feldern fer Gemarkung Sl'ö» Niy5bc mmung en in Schivalmgründ vorzubeugen, vstrd jetzt die Erbou- mtg einer Talsperre angeregt. Als pasiendee Gelände hiersür käme, so wird gesagt, die Gegend oberhalb des Dörfchens Heihetback, in B-tracht, weil hier das Sd»valmt>al eng und der Bo^en landwirtschaftlich nicht fo nutzl^ar in. Auch Bausteine seien hier in Menge vorhanden. Uns Dem ^mrsvtrkündfMtnftHbfatt. Verwendung des Mfehrerlöses aus den Häuten von Schlachtvieh »ld SMachtpt^rdn Für die Zeil vom 19. Januar bis 15. Irbrnor 1920 einschl werden fo geude Sätze a s Hont. - rusbsteg. ter an den Tierhalter yi bc^cn t', für den Zentner Lebendgenst-bt festgesetzt' fu> Stäiber, ausgenommen Ä'älier 52,20 Mk., für Kalber 99,60 Mk.. für Schafe mit wol.ige', Allongen und kurz wolligen Fellm 73,20Mk., füi Sch°!e mit «löhen 60 ert« «ni Fohlen, Esel, Maultrere und Atauleicl 37,20 Mk. Der Preis für Marg « rine Ut nach Anordnung des lliei iiswirtsduiHn i i e iun s m t Virkmig vom 17 Januar 1920 nu, vierzeln sKar! und fünfzig Pfennig pro Mlo end der Preis für Oel mrd Bratfctte aus achtzehn Mark und fünfzig Pfennig pro Kilo festgcs tzt. Polizei-B erardnu n.c über die Bekämpfung der Bisamratte Das Hegen Versenden oi>er 5-alten lci»e>cher Bi amrati^u t.J verboten Jedes Auftreten tk-v W-nnratte iä fr- sort dem Kreisamt anzuzeigen. Zmr-ideriie^b'u acn werden mit einer (Mbltraft bis zu 3) Mars besiraft. Nack Mi teilung des Zieichsipir schstt.- Q«ts hat sich die Bisamratte in Thüringen int Bavern gezeigt. Es ist die Befmtirtuug nicht von der Hand zu weisen, daß einzelne Ti.rc oder Pärchen in den Handel mrd in die Hande von Pr- sonen gelangen können, die sie feilten oder mit d-nen sie Zuchwersuche anibellen Vo ten. Dadurch würden der Land- und Wasierwirtchift neue Ans- Stmgspunkte sür die Verbreitung hefes Schädlinoe geschaffen, da das Entweichen einzrner Tine tourn zu verhüten wäre und damit ent cm te Gefahr für viele (Miete entstände Etwape Mitteilungen ton dem Aus treten der Bisam rahe find bej chleu- wir uns monatelang nickst gesehen. Der Arzt sagte mir, daß ich nun, ohne deine Gesundheit zu gefährden, mit dir reden kann, und darum bin ich gekommen." Estrid warf mit wilder Gebärde eine ihrer Flechten, die ihr über die Brust hing, in den Rücken und sah ihren Mann mit funkelnden Augen an. „Du kommst also endlich, bidj zu entsdstckdigen für die Gewattbrt, die du gegen mich geführt. Wahrlich, es steht dir schön an, eine Wehrlose. Kranke, die nichts von dir itnfien will, gegen ihren Willen in dein Haus zu schleppen und dann festzuhalten. Ist daS eines anständigen Mannes Nüvdig?" ,, _ „ Das Blut kam und ging m raschen Wellen in Peters An Nitz. Seine starke, braune Hand zauste nervös den rötlichen Bart. ,^Zch nalnn mir ran mein Recht," gab er kurz zurück „Du rocifjt, nicht deinetwegen tat ichs, sondern des Kindes wegen, dos du erwortest." Eine Blutwelle ging über Estrids Ge ickst „Wenn du auf deinem Schein bestehst, wird es weder Pater noch Mutier haben, denn ich —" „Bitte, sprich nicht davon, was du zu tun ge- denM. Die Zeit wird uns lchren, tvas geschehen mU^‘ Und du glaubst, daß ich wirklich ausholte in deinem Hans, wo ich bloß des Kindes wegen geduldet bin ?" „Willst du vielleicht wieder davonlaufen und den Leuten weiter ein Schauspiel ge«n? Nrin, meine Liebe, das wirst du bleiben lasfen. Ist dis Kind da —" Peter atmete schwer — „und du willst txntn gehen, so werde ich dich nickst halten.' Es ist schändlich," entfuhr es Estrid, „Gewalt zu üben, wo du wtißt, daß auch nicht das ge- ringste Gefühl mich an dich kettet." Peter Banken kniff die Augen finster zusammen. Natürlich nicht," antwortete er. „Wie Rim* test du auch etwas für mich fühlen, wo du dach Inge wart Ferks liebst, den du eben so betrogst wie (mich. Ich verlange deine Liebe nicht, aber betne (In einem Teil Der Auflage wied.'rhrlt.) Eine Brrfttflttllst des preußischen Kultusministers. Berlin, 22. Ian. Der Kultusminister hat eine VerMgun^ erlassen, wonach die staatlichen höheren L'chranftalten zum April neue Schüler ür Die Dorschule nicht annehmen bür» en. Auch die Groß-Berliner Vorschulen werden abgebaut werden. Die deutschen und die enfllischen Bergleute. Berlin, 22. Jan. Ter „Vorwärts" ver- gleicht die Fordenrngen der englischen Bergleute betreffend Die Arbeitszeit mit denen der Nuhrl^mle-tt.' Tamrch verwettt der eng i che B-rg. mann jetzt mrd in Zu ünft 3A Sture en li ngr unter Tag- cd.. orräte ein ganz xrrffeheures, noch immer steig nd-s MitrverlfeiltniS 'xnel^. — Ti.' Jnanspruckmckhme der B'.nk durch Oesterreich und Ungarn sei zweifellos eines der ernstesten Symtome der jetzigen Lage. Man mus e ttachten, dos liebel an der Wurzel zu fasfen, was ;?dr durch St i ^rung ter Gütmer eugnng möglich sei. Das letztere hänge aber von der Gewährung bc3 ausländischen Krüntes ab, nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für den Bezug vou Rohstoffen. Dem Gouverneur schwe.t Ijtrrk'i die Schaffung einer tontinierlich wirtenden, auf großen Fi lanzmstituten aufgebauten ftte it'hstems vor, wobei unter der Aufsickst und Garantie des Staates dennoch der privaten Initiative genügenik'r Spiel- caum zur Jnlettiebsetzung ber Wi t.cha t gegetoi wird. Tiefe Kredithilfe müife tedoch ra.ch erfolgen, denn nur dadurch könne die innere Äaut- kro t ber Krone geho'-en werden. Erst an dm Wirkmigen dieser SfYcbittrilfe könne dfe vielfach angezwcitclte Lebensfähigfl-it des österreichischiM Staates qemef en werden. Wien, 22. Jan. WTB ) Die Wimer „Aflg. Ztg." meldet: Ingenieur Lefevre ist in Wüni cingetrotien. Er hat seine Funltwn als Ches der SUommiiittnt, die die gesamte Waggonfrage zu bel-andeln lzat, bereits übernommen. Le- f evr c bat b.reits mit allen Bertreiern der intern ef r rt n Behörden und Staaten L^orbesprecktungen gepflogen und jimcd Material zusammen getragen, das als Grundlage ber R^aliiierung Der Waggon- aushilse und Waggvnverttüung nötig ist. Foch gebt nicht nach Warschau. Paris, 22. Ian. Havas. Nack» dem „Journal des Tedats" ist die von verschiedenen Blättenr verbreitete Nachricht von der bevor stellenden Reise Des Manchalls Fvch nach Polen unzutreffend. Ein felcher Beschluß ist nie gefaßt worden, weder vom alliierten Rat, noch vom Stabe Foch. Leiten in Iltaul'cher Gesinc.enichast. f Wir erijalten folgende Zusckpist: Der am 12 1. 20 aus litiuifebex Gefemgen- fdwft iurüdgeMrrte Bizeseldwelxl Stisert c>- l. M. G. K. S. S. M»Ug. Damm mach e folgern i Aussagen: _ m _ . Aut Befehl der Brigade Goetze wurfv ar: 28. 10 19 eil Kommando zur Reau-sitfem w' Brotgetreide von Bausfe nach Norblitauen ge sandt Zu dfesem Wmmanbo stellten M. (>.. S Abtlg. Damm 1 Offizier 16 Mann, sbv di ckes Sturmbataillon 10 Mann, Gendarmern 6 Mann. t . . Am 10 11. 19 befand sich das Kvmm»ando i Aalaw . im Laufe der Nacht vom 10. aus 11..11 wurde Salaw von ungefähr 8rs Geld zuerst Als' Bekleidung hefam je'er Deutsche eit« verlumvte Panielwfe, der Oberkörper blieb frei Im Gefängnis bekam jeder mit Peitf.ten Prüc>-l Der Fühier des Kommandos. Le iteant Be er, M G S. S. Adrig. Damm wurde bim s.h durch Peswel dreimal an eine Wand yim Er- )dielen ac -eilt. Später wurve Leutnant Bester aus bem Gefängnis zugleich mit zwei v>endarm Pizrseldrvel»'! Seifert. Man sieht also, auf welch? unmenschliche Weist >ie Litauer von Entente-Gnaden wehrlose Ge angene, die sich tapfer bis. zum änBeriten ge» ^hrt haben, behandeln. Daß das d-utsckre Reich. Zertreten durch feinen Konsul, bis jeot wach Nichte ür Dir gefangenen Deutsdien tun konnte, ist ein Zeichen, nne groß der Einsluß und die Achtung Zt, die Deutschland heute im Auslande genießt tttgt an das Kreisamt weitemugSen. H ö ch st p r c i s e für Bier mb Ersatz- &ier Nachdem das Reichswlrtsclp.tsministermm mit Rücksicht aus die Steigerung brr HerstellungS- foften Den Herstellerhöchsttons fü( Bier cmfebl. (Steuer aus 61 Atark und für herähnlick-e Getränte (E^ st tz irr) auf 58 -ür ben Heltl>- ftter erhöht hat, werden nach Anhwung der Ptens- prüfungsstclle für die Provinz Dbartefien für den zkceis Gießen folgende Höchtoveiie für Bier pest- gesetzt : Berkaussprrise am Schanktisch in Wirtschaften : für Schankwirts duften Liter lo Pf., »/io Liter 30 Ps., für Gastmirtfchä.ten, Hotels, Speiseivirtsduften und ÄasfeLltäustr x/io Liter 20 Pi., 2 io Ltr 40 Ps.; für bai Flaschenver- kauf: Brauretverkuf: f. d. grobe Fl toste, st» Ltr, 65 Ps., s. d. flerre F-tasdx, lh ltr., 50 Pf., f. d. fleine Flafckie, 3/,0 Ltr., 40 Pst; Hi ndl erve r- kauf: f. d. große Flasche, 6/10 Ltt„ 75 Pp., f. D. gerne Flasche, Vr Liter, 60 Ps., für tae kl^ne Flasche 3/io Liter, 45 Pf., beim Faschenverkaup an die Schaufwcrtschaften ist ein jufdjtog von 35 Ps für die große Flasche mib von 20 Ps. für die kleine Flasctze zulässig : leim Fmchenvvrkau, tn Speisewirt!cstasten, tzzastwirtschaftei, Hotels und Kaffiehäusem ist ein Zuschlag von 50 Pf. für die große Flasche und ton 25 Ps. für die kleine Flasche zulässig Für Eisanlieterung i^ eine Bcr- gütung von 5 Mark pro Hektoliter Pier bei Lte- BSchertisch. — Fribtjv f Nansen erlW tn feinem neuen Buch „Freilustleb e n", das noch im Januar bei Brockbaus, Leipzig, erdrint (geb. 9 Ri s. die Forderung „los von der modernen Kulturlüge, zurück zur Natitt!" Der berühmte n-orfdxr hat der deutschen Ausiabe einen beton- Deren Abschnitt „An den Dentidm Leser" voraus- gefd)idt. worin er mit flammenden Worten die Bediugungen feststellt, unter dewir er eine ®c= snuduna des Li'bens der mropä feben Völker allein für möglich hält. In Dem Buch toifbert Nansen eine Reibe von öjrlcbniifcn in seiner nordischen Beral>cimat und auf hoher See in der bei dem Verfasser von „In Nacht und Eis" rooblbefanntiii packenden Darstellung: insbesondere die Freunde des Schneeschuhsvorts und der Jagd werden ihre Freude daran haben. — Bon Franz Freiherrn v. Gaudh ist m ber neuen illustrierten Wochenschrift „Der Kleine Roman", die von Herbert Jhering heraus- 'gegeben, im Verlag von H. S. Hermann & Co. er- ' I 5^5?’ $£**. 1 ft :?Ü** nt«e’hhhw£ *» ^ilsj?i! Lu J®"«- 1 Mfetnt »di- B£**» **ni „ßon-i-., '« >che E'lW &Fw > Rü ^[in^ 52?ir'#n mit (hin bt cwwn n»rben. Ainkr r nnd war üdn 4V ' mmmbmd)'< n8 >n (tronliorL > W8-) Ter fo Mw ,-RotFahnf ; verhailkt nerbtn. ^aßk Ctfkrrtidje. ®?J Tri neu trnonn «tchsch-un-arij-m ÄE suhrte in der fcuhga es üi Besprechung M b ! des Ä'rontnfurft: Oel'meich die Liluutin Paitinen, mit dc«i te trtfdxiit betauet sind, j» ii der Äienge der uml» er Wav.iivorrüte ein gr : steig nM lSi@«er6älto ruchmchme der Bin! burt a sei zoeifellüs emes tr itBiyn Uagr. Utim müit der Äriml zu tain, n» irr Mtemeugjng mi» hänge a'xt von der G ichen .lftrdil« ab, nicht v- mr auch für den Brzug w iverneur ldzit-1 herbei t> ierlich wirkenden, auf gw tbauten Ste it'hsews te ji und Garantie des Eton: ’ni/ittfiw gen ü-ilder 6t» ung itr Lr'tchat gegtk it müise tkdoch rach ü td) tonnt die umtu w ': m frSmt und « zu siU' Ä»fe' e hart, „w " n?a **'* tf’ t*6 fj® ? ;,<Ä: Gottes^ #< W"6- *0 Kc'LkL- *£«*•-*** vehördNche Anzeigen. Bekanntmachung. Nachstehende Bekanntmachung bringe ich mit dem Ansügen zur Kenntnis, daß Ort und Zeit der Musterung nach bekanntgegeben wirb. Die Besitzer von Pferden in bett Gemarkungen Gießen unb Schisfenberg werden hiermit auigesordert.ihre muste- rungspflichtigen Pferde ungesäumt zur Anmeldung zu bringen Zu diesem Zweck wird den Pterdeberitzern nn Anmeldeformular übersandt, das umgehend aus- ; u i u l l e n und hierher z u r u ck z u s e n d e n ist Pserdcbesitzcr, die kein Anmeldetormular er- halten, sind gleichwohl zur Anmeldung verpslichtet. Wer über seinen Pkerdebesland die erforderlrchl-n Angaben zu maclien unterläßt oder falsche und uncoiliiänbige Angaben macht, hat die geietzlrche Bestrafung zu gewärtigen. Gießen, den 22. Januar 1920. Der Oberbürgermeister. Keller. Bekanntmachung zur Anforderung von Tieren zur Erfüllung des Friedensoertrages, biet: Boi Musterungen der Pferde Dom 16. Januar 1929. Auf Grund der 4, 5, 6 und 15 der Bekanntmachung des Reichswirtsckra t.'minis'ers über die Aniorderung von Tieren zur Erfü.lung bc~ Friedensveitrages vom 2. Dezember 1919, sowie des 8 9 des Äusführungsgesetzes zum Friedens vertrage vom 31. August 1919 wird das Nachstehende bestimmt: £ 1. Um eine Uebersicht über den Pserde- bestand zu erhalten, sind in jedem Kreis Vormusterungen sämtlicher Pferde abzuhachen durch Kreiskommissionen, die bestehen aus: 1. dem Kreisbirektor ober dessen Bertceter als Vorsitzenden, 2. dem zuständigen beamteten Tierarzt, 3. einem auf Vorschlag der Landwirtschafts- kammer von der Zandeslommission ernannten sachverständigen Mitglied. Für die Mitglieder der Kommission sind von der öandestommission Ste lvertreter zu bestellen In dringenden Fällen ist der Vorsitzende der Kieis- kommisston befugt, bei Verhinderung ordentlicher Mitglieder geeignete Sachverständige als Stellvertreter zuzuziehen. ß 2. Tie Orte und Termine der Bormuste- nmaen werden durch die Kreisämter festgesetzt Tiefe haben die Termine rechtzeitig ans ortsübliche Weise zur Kenntnis der Pserdebesitzer zu bringen. Tie Orte sind so zu wählen, daß da? Musterungsgeschäst einen möglichst raschen Verlauf nimmt, es wird deshalb darauf Bedacht zu nehmen sein, daß an eurem Tage mehr als eine Musterung, und zwar an verschiedenen Orten, ab- gehalteu wird und dabei die Pferde aus entfern: gelegenen Ortschaften zuerst gemustert werden. Tie M t lirt er der Dormusterungskomwi.tion sind vom Kreisamt zur Teilnahme an den Muste- rungen einmlabcn. Tie Tagegelder und Reisekosten der KommissionsMitglieder werden von dem Laudesernahrui'.gsamt nach ÄnliSrung der Landeskommission sestge etzt, sofern dies nicht von feiten des Reiches geschieht. 8 3 Alle Pierdebesiyer, also auch die Ländler, sind verpflichtet, zu den Mufterungsterminen ihre sämtlichen Pferde unentgeltlich zu gestellen, mit Ausnahme: L) der rm Jahre 1919 geborenen Fohlen, b) der Stuten, die noch nicht länger als 14 Tage abgefohlt. Ixiben oder bei denen durch Vorlage des Teckscheines nachgewiesen wird, daß das Abiohlen voraus,ichttich innerhalb 14 Tagen zu envarten ist, e) der Pferde, die aus beiden Augen blind sind, ä)der Pferde, die in Bergwerken dauernd unter Tage arbeiten. Außerdem ist das Kreisamt befugt, unter besonderen Umständen, namentlich in dringenden Fällen, Befreiung von der Vorführung ein treten zu lassen. In den Fällen des Absatz la—d unb Ms. 2 ist eine von der Bürgermeisterei (Oberbürgermeister, Bürgermeister) ausgestellte Bescheinigung vorzulegen. Der Verkauf eines Pferdes vor erfolgter Gestellungsaufforderung entbindet nicht von der Ge- stelliurg durch den Verkäufer, sofern die Ablieferung an den neuen Erw.-rber zur Zeit der Aufforderung nodj nicht erfolgt ist. Vom Tage des Erlöses dieser Bekarmtmachung an hat im Falle der Beräußermrg (Verkauf, Taiisch usto.) her Ber- äupercr eines Pserdes Namen, Beruf und Si^hnort be« (Smerber« unt>-rzüglich sch if lich der Bürgermeisterei -Oberbürgermeister, Bürgermcister) seiiws Wohnortes an^ugeben. ^CT Verpflichtung zur Vorführung der Pferde hnb ausgenommen: 1 ®5«te im 3kichs- oder Staatsdienst hmstcht.. uch ver rum TienstgelTranch, sowie Aerztk und Tierärzte der zur Ausübung ihres Bevüfes notwendigen Pferde, 2. die Posthalter hinsichtlich derjenigen Pferde, welche von ilmen zur Beförderung der Posten vertragsmäßig gehalten werden müssen 3. das Landgestüt. " ' § 4- Die Bürgermeistereien (Oberbürgermeister, Bürgermeister) ober ihre Stellvertreter hoben sich zu den DormusterimySterminen etnyufinbeH und der Kommission ein mit fortlaufenden Nummern verselienes Verzeichnis aller in ihrem Bezirke vorhandenen Pferde vorzulegen, welches deren Ge- schlecht, Alter, Farbe unb den Namen des Besitzers angibt. Eine Abschrift dieses Vrr-eichnisses hat die Bürgermeisterei zurückzubehalten. Die Bürgermeisterei hat dafür zu sorgen, daß die Tiere nach der Reihenfolge des Verzeichnisses vorgeführt werbcn. Sie ist ferner verpflichtet, der Kommission die fehlenden Pferde zu bezeichnen. Die vorgeführten Pferde sind ortschaftsweise durch die Vormustr- rungskommission zu mustern. Tas Kreisamt hat die erforderlichen Anord- mngen zur Aufrechterhaltung der Ordnung bei km Musterungsgeschäst zu treffen imb für Ge- iellung der nötigen Poli.zeimannscka''ten (Gendar- nen, Schutzmänner, Polizeidiener usw.) zu sorgen. ß 5. Pferdebesitzer, die ihre gestellungspflichtigen Pferde nicht oder nicht rechtzeitig ober nicht wllzöhlig vorführen, können durch Orbnungs- "traien bis zu 5000 Mark in jedem Einzelfall Mr Vorführung der Pferde ungehalten werden, »mch kann nach einmaliger fruchtloser Aufforde- mmg die Vorführung durch Dritte auf Kosten «S Verpflichteten vorgenommeu «d bei vorläufig zu bestimmende Kostenberrag m*i Venoal- tungszwangsverfahren von dem Verpflichteten ein» gesogen werben (§ 6 der Belannt>nact»ung des Reichsnnrtichmtsministers vom 2.De.zember 1919). Pferdebesitzer, die den Anordnungen der Lan- deszentralbehorde, wonach der Verkehr mit Pferden beschränkt ist (fiefc z.B. § 3, Absatz 4), vor- jatzluh zuwiderhandeln, werden mit Gefängnis unb nut Geldltrafe bis zu zweihunderrtausend Mark oder mit einer dieser Sttäjen bestraft. ä 6. Diese Belanntmachuna tritt mit dem Tage ihrer Veroffeutlichung in Kraft. Darmstadt, den 16. Januar 1920. _______Landesernährungsamt Uebel. 8648 Bekanntumchnng. In unser Landelsregister Abt B wurde heute bezüglich der Mitteldeutsci^n Grebiibanf Frank- ruct a. M., Filiale Gießen, eingetragen: Das gellvertretende Vorstandsmitglied Bauliei filtert Heichelheim in Gießen ist ausgesch.edeu und an eine Stelle Direktor Robert Lotz in Essen an oer Ruhr getreten. Dem Regieruugsasieisor a. D. Georg Obemesscr und dem Bankbeamten Otto Bartholomäus, beide in Berlin, ist Gesamtprv- iura dergestalt erteilt, daß jeder derselben beredt tigt ist, in Gemeinschaft mit einem Vvrskrndsmil- jlieb oder stelloertvetenden Vorstandsmitglied die ^Gesellschaft zu vertreten. Die Prokura bä Bankbeamten Paul Moses in Benin und Wilhelm Öülfen in Frankfurt a. M. ist enoschen. Gießen, den 19. Januar 1920. 838B Öessiiches Amtsgericht. Bekanntmachung. Don Montag den 26. Januar ds. Js. ab werden Bezugscl^ine für 2 Zentner Dolz an Sxni5 iialtmigen aus gegeben. Tie Auslage erfolgt nur unter Vorzeigung der Lebensmitte.auÄveiskarte hi den Geschä.tssrunden von norm. 8—12 Uhr unb uachm. von 2—5 llfrr, und zwar für len 1. 55rotmar!.nbedirT M ntag den 23. Jan den 2. „ D tutag bert 27. „ ben 3. „ M tt och den 28. , den 4. „ Lunnerstag d. 29. 5. „ F e tag den 30. den 6. „ M ntag den 2 F.br den 7. „ Dien, tag den 3 ben 8. „ M ftlwvch den 4. „ ben 9. „ Donnerstag d. 5. „ den 10. „ Fre tag den 6. ben 11. „ Montag den 9 a den 12. „ D en tag den 10. ,, beu 13. „ Mtt.och den 11. „ Gießen, ben 21. Ja .uar 1920. 836B Städt. Kohlen- und Ävlzstelle. Bekanntmachung- Betr.: Brennholz. Die von der städtischm Kohlen- und Holzsteske verausgabten Bezugschelne, weiche zum Empfang des Holzes für den 22. 12. 1919 ausgestellt waren, werden am Ddontag den 26. 1. 1920 bei e.crt, den 29. 12. 1919 ausgesie lt waren, werden am Dienstag den 27. 1. 1920 beliefert, den 30. 12. 1919 ausges e lt n-arm, werden am Mittwoch den 28. 1. 1920 beite"ert, den 2. 1. 1920 ausgestellt waren, werden am Donnerstag den 29. 1. 1920 beliesett, den 5. 1. 1920 ausgestellt nerm, werden am Freitag den 30. 1. 1920 beliefert. Tas &oli kann an bat geiuumten Tagen in der Zeit von 8—12 llhr vorm. und 1—4 Uhr nachm. am städtischen Vagerplatz in der Stein- straff gegen Abgabe des Liemgscheines und Barzahlung am Platze abgeholt werben. Für Äartholz sind 6 M., für Weichholz 5.50 Mark pro Zentner zu entrichten. 835B Gießen, den 21. Januar 1920. Stadt. Kohlern- und Holzstolle. LrMhsljplcilArs an W«M öflttiMt JhÜalltii uni) dtwtrbliiit betriebe. Unter Hinweis auf die Verordnung vom 10. Oktober 1919, die Serü/rrrq fL'vr B^-n-nholz betreffend, ersuchen wir Behörden, öffentliche Anstalten, BLaeceiin^aber und Inhaber sonstiger gewerblicher Betriebe mit Ausnahme der öei'f. Sbaatsiehörben ihren Bedarf in Bvrimholz öt Scheitern. Knüppeln, Stücken, Wellen für ein Wirtschaftsjahr nach Rm. oder Zentner, bei Wellen Stückzahl, bei der unterzeichneten Stelle vormfttags zwilchen 8 unö'12 Uhr bis spätestens 28. Januar 1920 anzumelden. Spätere An meldun gen können nicht berücksichtigt werden. 8678 Gießen, den 20. Janrmr 1920. Stabt. Kohlen- und Holzstelle. zritz-Zauer-GeöächNirstlstung. Aus den Zinsen obiger Stiftung sind am 24. Februar 1920 5 Gaben von je 100 Mk. an Witwen rm Kriege Gefallener als Beihilfe zu Ecziebungskosten zu vergeben. föetwrhuiigen sind bis spätestens 30 Januar 1 920 an die unterzeichnete FüTjorgestelle (Asterweg 9) zu richten. 598B Gießen, den 2. Januar 1920. Der Oberbürgermeister. (Städtische Fürsorgestelle der .Kriegsbefchadigten und KriegshinterbiiÄienen.) I. A.: Koch Bekanntmachung. Betr.: Die Stiftungen der Frau Hofgerichtsrat v. Kiug unb ihres Sohnes des Äofge- richtsrats Tr. Karl v. Krug. Tie diesjährigen Zinsen ans der Krug-Süf- tung sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mar? vergeben ,verden. Bewerbungen um dieselben sind bis znrn 31. Jammr 1920 schriftlich ober mündlich bei dem städtischen Armen- amt, Asterweg 9, Erdgeschost- Limmer Nr. 4, vor-- sürrmgeiL 866B Gießen, den 22. Jamurr 1920. Ter Oberbürgermeister -Stifttmg. Tie diesjälwigeu Zinsen der Stiftißtg des 'Äemeinderats Friedrich Lony fen. sollen in Gaben von 20 M. an 8 Arme der Stadt Gießen vergeben loerbcrr. Anmeldungen nimmt bas städt. Armcnamt, Asterweg 9, Gcbgcschoß, bis spätestens 31. Januar 1920 entgegen. 865B Gießen, ben 22. Januar 1920. Der Oberbürgermeister Armeuverwatttoa:. Betr.: Tie 4pcozentige Anleihe der Prvvinz Oberhesien von 1914. Bekanntmachung. Tie für den 1. April 1920 vorgesehen« 3Ä- äung ist durch Ankau, vollzogen. Gietzeu, den 22. Jammr 1920. Provinziastiusschuß der Provinz Oberheften. _____________Tr. Usin ger.__________873V Gesetzliche Gesellenprüfung. Tie Anmeldungen zur d.os übrigen Go fellenprüfung finden für männliche lßehrlingc Sonntag den 25. Jammr von 10 bis 12 Uhr und für weibliche Lehrlinge Utimiag den 26. Januar von 5 bö 7 Uhr im Gewerbehaus, Zimmer 11, statt. Mitzubrvigeu ist der Lehrvertrag wid die Prüfungsgebühr von 10 Mk. Ter Prüfungsausschuß des Ottsgewerbevereins: _____vr. Krausmüller, Boriitzender. (712V Mkrei.L'MittttkMööl!jcOllIt zn Gietzen. Tie Anmeldungen für das kommende Schuljahr 1920/21 werden Samsta; den 31. Januar 1920, von 9—12 Uhr, im Schulhause, Tamm- ftratie, für alle Klassen der früheren und Erweiter ten Mädchenschule entgegarmwmmcn. Für die oeiden unterücn Bvrichulllas en (1. u. 2 Schul jahr) finben Anmeldungen nicht metyr statt. Vvrzu legen sinb Geburtsurkunde, Impfschein unb für Kinder, die aus einer anderen «styulc kommen, em Abgangszeuimis der lef.tertn. Anmeldungen nach der oben festgesetzten Zen tonnen nur rnjoweit berücksichtigt werden, als in ben ein: 456 Hektar Frid, soll Dienstag den 27. I an ua r, nachmittag 2 Uhr, in der Wirtschaft des Friede. Kvch aus weitere 6 Jckhre verpachtet werden. Die Beoingungen werden vor der Berpachttrug beüvrnl gegeben. (745 Mainz! ar (Bahnstat.), am 21. Jan. 1920. Hessisä>e Bürgermeisterei. ___Bogel.______________ Jagd - Verpachtung. Montag den 2. Februar 1920 nachmittags 4 Uhr wird auf dem hiesigen Rat Hause bie Fclb- unb Waldjagd der Gemeinde Lang-Göns auf 6 Jahre öfsenttich mriflbietenb verpachtet Die Bedingungen werden bei der Verpachtung bekanntgegeben; Wildbesiand: Rehe, Hasen und Hühner. Laug-G-nS ist Bahnstation der Strecke Frankfurt—Gießen. Jagdbezirk I. ca. 750 ha groß (200 ha Wald, 550 ha Selbst Jagdbezirk II. ca. 362 ha groß (106 ha Wald, 257 ba Feld). Jagdbezirk III. ca. 412 ha groß (68 ha 9Bofb. 344 ha Feld). Lang-GönS, ben 15. Januar 1920. Hess BürgerTneisterri Lkmg-Gön?. _______________Belten.__________ 619 Jagd-Verpachtung. Die Gerneinde-Zeld- und Waldjsgd der Gemeinde TrriS (Hessen), umsosiend 371 Hektar Wald und zirka 575 Hektar Feld, wird Donnerstag beu 29. Jammr 1920 nachmittags 1 Uhr in zwei Bezirken auf bem Rathaus dahier auf .oertert 6 Jahre verpachtet. ES wirb bemerkt, daß der et Treis «Heisea ;gelegene Bahnho- an der Strecke Gießen—Lollar—Grünberg brrekt rm ^agbbeitrT hegt. PacAücbhaber, beten Oualifikation nichr wrtarisch vorliegt, nwllen sich vorher bei der unterzeichneten Stellc genügend auSroeifar Die Br* btngungeri >oerden im Termin bekanntgegeben Treis (Hessen), sm 10. Januar 1920. 593 _______Hess. Bürgermeisterei. Senner._______ Jagd-Ve» Pachtung. Montag bat 2. Februar nachmittags 1 llhr wird die FeÜ> und Waldpackst der Gemeinde Burg-Gemünden auf dem Süxgenncxitttttburtnu m Burg-Gemünden auf weitere 6 ^ahre verpachtet. Burg-Gemünden, den 21. Januar 1920. Bürcierrneisterri Burg-Gemünben ^le-schhauer 8201 Werkholzversteigerung. An der Straße Gieße»—Stmnvach, bei Kilometer 5,4, kommen amDienstagbem27. Ja»- nuac, vormittags lOy, Uhr, zirka 65 Eschen, stämmchen von zirka 2,60 Meter Länge unb 20 bis 30 Zentimeter Durchmesser zur Versteigerung. Gießen, den 24. Januar 1920. Da krmsbauatUjcrtxn. ___________CeUariuS.________89 ID Jagd Verpachtung. o 8 den 2. Februar, nachmittags b« Jagd da Gemeinde Wleudori ä öftentlich meistbiettich aus diesiger Bürger- merjttra vapachtet. Die Bcdimiuwxn werden vor btt Verpachtung bekannt gegeben. Ajlmdors a. d. Lahn, den 21 Januar 1920. AXff. Bürgermeisterei Ullendorf a_ d. Lalw. Volk. 810 Jagd - Verpachtung. Dte Gcmeinde-FeU». und Waldjagb der Ge- nwrkung Reiskirchen bei tShefeen wird am ^hZ109, 26. Januar, mittags J Uhr, in btt Gemeindestube auf weitere 6 bis J •v'.ubre meistbietend verpachtet. Die ^intiunw» löcrben im Termin bkhumi gegeben. Bemerkt wird noch, oaß zu dem Jagdbezirk 824 Ätorgen Wald unb 2127 Morgen Feld ge* böten; außerdem ist ReiSkirchLN euv- Dahniurlioir oer Sttccke Gießen—Fulda. Neiskirchen, ben 12. Januar 1920. Hessische Bürgermeisterei. Lauu spach 465 Jagd-Verpachtung. Miwvoch den 4. Februar 1920 nachmittag» 21/» Uhr soll i>ie Feldjagd der Gemeinde Rri- bettena>b m der Wirtschaft von Jost Prinz («hier auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Tas ^agdgclunde liegt 15 Minuten von Bahnstation Alsfeld (Cbcrleifcn) und grenzt jum Teil an Walb. Reibeitenvod, den 20. Jaiimu- 1920. Bürgermeisievei Reibertenrod. Schmidt. 822 Jagd-Verpachtung. Mittwoch den 4. Feb'.uar l. Js. mittags 12 Uhr sott die her Gemeinde Unter»Seiberten* rod zustehendc Jagd, bestehend in 105 Hektar Wald und 501 Hektar Feld, in der Wirtschaft Erbes dahier auf weitere 6 Jahve verpaclstct werden. Das Jagdgebiet liegt 9 Kilometer von der Station Mücke und hat täglich zweimalige Autv- verbindung nach derselben. 778 Unter-Seibcrtenood, beu 20. Jammr 1920. Bürgermcisievei Ucher-Seibertenrvd. Momberget. Jagd - Verpachtung. Montag den 2. Februar L Js nachmittag- l‘/s Uhr sott auf dem Rathaus du: der Gemeiiide Leihgestern zustehende Jagd, bestehend m ca. 800 Morgen Wald unb 3000 Morgen Feld, in zwei Bezirken auf weitere 6 Jahre verpachte werden. Bemerkt wird, daß Station Großen-Lürden im 2. Bezirk liege. 794 Leihgestern, ben 20. Januar 1920. Bürgermeisterei Leihgestern. Jagd - Verpachtung. Tie Gemeinde-Feld- und Waldjagd der markung Geilshausen wird am Freitag den 30. Januar, nachmittags 2'/, Uhr, auf der Bürgermeisterei aus 6 Sabre meistbieteiid verpachtet. Tie Bedingungen werden in dem Termin bekanntgegeoen. 406 Bemerkt wird, daß ca. 600 Morgen Wald mid ca. 3000 Morgen Feld dazu gehören. Eisenbalpismtion ist daselbst. Geilshausen, 9. Jammr 1920. Hess. Bürgermeisterei. Wagner. Jagd-Verpuchtunft. Tienstag dien 3. Februar ds. Js. mfttags 1 llhr sott die hiesige Gemrindejagd, ca. 2 '8 Hektar, auf unserem Amtszimmer aus 6 Jahre verpachtet werden. Zwhben, den 21. Jammr 1920. Hess. Bürgermeisterei Kohden. Kromm. 852 Ja ^d-Berpachttmg. Dienstag den 3. Februar 1. Js. vormittirg- 11 Uhr sott aus hiesiger Bürgermeisterei die der Gemeinde Londorf ^»stehende Wald- unb Feld- jagb auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Londorf, den 22. J«mmr 1920. 878 Bürgermeisterei Londorf. Auman». Jagd-Verpachtung. Donnerstag den 5. Februar ds. Js. nachmittags 2 Ubr soll ine /ieldjagd der Gemeinde Billtttshausai in ber Fmkschen Wirtschaft auf weite« 6 Jahve verpachtet »er bar Tie Jagbgoenze liegt 17> Kilometer vo« Station Jett-Romrob entfernt tmb schließt an ber Nord-Westseite an Waltnmgen. Billertshausen fSr. Alsfeld), ben 23. Jan. 1920. Hess. Bürgermeisterei Billertshausen. Kalbfleisch. 848 Jagd Verpachtung. Freitag den 6. Februar l. Js n-T^mrrags 1 Uhr wird im Gasthaus zur ßtnbe dahier die ber Gemeinde Eichelsachsen gdyörigr Wald- unb Feldjagd in zwei Abteilung«: auf weitere 6 Jahve unter den bei der Beroachtung bekannt zu gebendem Bedingungen öffentlich meiitbietenD verpachtet Eicbelsachfen, ben 21. Jammr 1920. Hess. Bürgermeister« Ächelfachsen. Sachs. 874 Ltahldraht- MPHtmatratzkll m guten Cnaluäten und ieder Größe fabtizirri ai6 Sverialtiat Ernst Uan, wolltorstrnhe 27 Wlederverk>»ter ÄebetL Miner Salzböden, Januar 1920 0135» r. MfS Tanzvergnügen Langd Bad-Nauheim 61 <8* M RkWrtigllllg doch den Glanbeo 3. 4. üoroerfoiit hi der Zreesschen u. Ricker,chen Suchhondl. Meter B. 2t 795e Fritz Sfowaek Nachimrvsteaer: 870 8W 853 Nkiii!.WM1M w» '3ls. BoBhaot-w- m| MMM. SlltMtiM.. „SÄft Ubr3roirb tot. $Wf(ßB05»i8n. leine gut erhaltene la Maschinen 92 »tert Louis Rothenberger liwiwitt Telnpk 178.1ftratze 181. o fder- 01505 1. 2. Aufführung desDramas im Frankfurter Hoff, Lmdengasse Preise sind bei Meyerhoffff Ä Goslar ausgestellt AnechlieBend Sonntag abend von 6 Uhr anc Gießen Wtlhelm^ah« 45 Gießener Mieter-Verein. Der erste Borsitzende: Dr. Riemann. 8® rung. Wiesbaden *— 01400 An- u.Verkau von Lumpe«, Eiken.Me- falle«, Knochen, Papier, Nlaicheu, gebr. „Sfagtraf" vo« Zrida Schanz „Auslieserrmg der ZloNe" v. Marinepfarrer Xlein. vorgetragen von Frl. Emmy Kttieper. Katherinchen Wagner Hermann Wagner Verlobte gut erhaltene Viehwage versteigert. . Oder-WidderSbeim, den 22. Januar 1920. Der BSrgrrr elfter, /öl Schäfer. Ihre Vermählung geben bekannt Hellmut Wangrin Gustel Wangrin geb. Kraft Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnunqöbert 8. Antrag wegen 4. Antrag wegen Jedes Quantum bis rar Preislage von Mark 86Cu— zu kaufen gesucht Angebote, unter S. K. 3036 an Rudolf Messe, Stuttgart, 802sb e,Zohntt- mü>s, SchWdSec, Av- M-, Mchs-, yM-, M? u. äieiiietBfltfiai in alter Güte wieder vorrätig litt 735 garsten- nod Piaselhans Althofff, 16 Waütorttrake 16. Kinder-Wäsche eigener Fabrikation 717c ist in allen Grölten wieder am Lager FRITZ NOWACK Infolge der enorm gestiegenen Kfen« und Kohlenpreise sind wir gezwungen, ab 1. Januar unser« Preise wie folgt zu erhöhen: 1 neues sihw. Hufeisen 15HL1 üll.schiu.büWeu 8.00 BL 1 neues DM!.Meisen 12M., i lllLmittLHnfelse« 8.50 BL 1 neues MchLSoleiskn 9 IM alt W Melton 5.00 m. • 1 neue SuOiHflttf . 3M^ 1 alle KoWotte Ar MgemeoNam ersolgl ein Msttzlag omi 100%. Gleichzeitig setzen wir unsere werte Kundschaft in Kenntnis, daß wir wegen Kohlenmangels gezwungen find, «ufere Werkstätten von Donnerstag den 22. Januar d° IS. ab zu schrieben. Wiederaufnahme des Betriebs erfolgt, sobald uns Kohlen geliefert werden. 888 M 5IWW5IWM »swt-niCeetoUiflL Bietzen, den 21. Januar 1920. "^ugelldgnlppe -erDeutfch- v nationakn Voltspartei Kreitag den 50. Januar 1920 7.50 Uhr abends im Saale des Hotel Einhorn: WhllWtW Statt Karten! Lina Doll Heinrich Schuy Verlobte ü. P.atz M. 2 - Volkshochschule 8W« I Die Arbeitsgemeinschaft über MUitLkkonr^t üeto-Batü Ubr. Ae öleotLAvskmlslsstelle »r* Ter Saal ist out gebeizt. *W 855D (Siebener Mieter-Vereins wird Dienstag de» 27. Januar 1920, nachmittags 5 Ubr, in dem ^©iei SehOtz: Serantao abend: Familien-Konzert mit mMem Weste. SlirlmM zum Waschen und Bügeln wird noch angenommen, out» Lina Grün, Kavlanssasse 5II. SSnr M euen W eit Sonntaff den 25. Januar 1920 Tanzmusik. rar Er*tklae#Ige Be*e heran» “08 Es ladet freundlichst ein Ph. Hofmann. Wieseck ......................................................liiiiniuililMiTffl Sonntag, 25. Jan., abends 8 Uhr !. |gw!-snÄW unter Mitwirkung 857 D des Cornet ä Piston-Virtuosen üMMMInÄ rm Saale des Gastwirts Braun, Wirtschaft „Zum Gambrinus“, Gießener Straße. Karten Im Vorverkanf Bl. 2.— bei Adolf «Normst (Tel. 702), Aa»aat Sslliert (Tel. 866) und in den Friseur-Geschäften. ubilOIOPhCntöttlv r » I re Bismarck ir.). — Anmeldungen werden dort noch Sonntag den 25. Januar angenommen. Garten L« der Marburger- Sckott- ftrafte zu vadften gesucht. Schr. Angebote unter «68 an den Gieft. Anz. erbet. fmraoom rrnrrmnem w 36-10 000 91. aus 1. oder 2. Hypothek auszuleihen. 827 Damm. Wilsonftr. 10. Ich bin Käufer von kompl. Vampfiestel-Anlagen Dampfmaschmen, Lokomobilen Ga§-, Sauggar-, Benzol-Motoren Transmissionen sowie ganzer Sabril-Einrichtungen Andreas Bau«, Lassel-w. Maschinenbau-Handlung, Mergasse 20. — Telegr.-Adreffe: Maschinenbaum, Laßet. Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, duft ich für meine in getrennt. Ehe lebende 4->7 Weideaaassc io. Die Knaben Pelzmütze, ro. am Donnerstag mittag um 1 Uhr t. d. Süd-Anlage bei d. JobanneSk. ausgeh. wurde, bittet in. g. Belohn, abzug. Leoostt. S1 I. kann englische Fox- tcrrierbinbi« von rcln= rasstgen yonerrterrüden gedeckt werd. u. wiev. beträgt d. Dettzeld. Off. erb. H lamBOTwObemerroalt. Siehenaorf b.Lanterbach« Zugelaufen Duntelbr. weift gez. Hofhund. Abzuhölen bei ozuo inrln Dponn Bettanhaesee AUUi. DrdUU, Kr.Giehen. j Fk»xtrott,Iaz;,Onestep, 1 Twoftev, Boiwn, Hiama tha, Gönne, Quadrille, Walzer und alle allen u. neuen Tänze lehrt da:- Neue Con.tey'duch «-o mit vielen Abbildungen M. 4,50, Klooiernlbum mod. Tänze 1L35, («nter Ton und feine Sitte, Äeschenkwerk 8.00, Die Wabe der gewandt.« Unterhaltung 3,60, Taschenbuch des allgemeinen Wissens (160, Bekämpfung d. Schüchternheit 3,35, Die Qunit des Gefallens 6,40, Viebesbriefsteüer 3,60, Jede Dame ihre Friseurin 3,10, Traumbuch 3.00, >l lavierschnle8,00,(Arofteö Sloebbud) 15M, Privat- n. 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