(Erftes Blatt 170. Jahrgang Giehenemnzeigel General-Anzeiger für Oberhesfen vnick und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Stewdruderei R. Lange. Zchnftlettung, Seschästsstelle und Drudtrd: Zchulftratze 7. Singt igcn teil, ft sämtlich in ® StA, K e n. Donnerstag, 23. Dezember 1920 Hniwiijnit von Lnzeiaeo für d.t lagesnummer oi» Nr. 3S2 'vtt Siebener Unzciaer erscheint täglich, außer Sonn- und Jeiertag^. Vezugrprcise Monatlich Ich ^.60 und Mb. - 6bTrägerlohn, Dterlp*iai)i I d)'JJtarh 10 50 undMli.l.95Tiägerlohn,- durch die Post viertel- jährlich Marli 12.— ausschlietz'ich ZesteUgeld. Fernsvrcch -Anschlüsse: sürdieSchristleitung 112; Derlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Druhtnach. richtens Anz izer Sietzen. postscheäkonts: Zranksurt c. M. 1168 > “Inneb-.i.® M 276. ,Jh ‘«SD zum Nachmittag vorher ohne ]cöe 'L»erbinOl>chkeit. Srd$ für l mm Höhe für nzeigen v. 34mm Breit« örtlich 35 Pf., au»wärt» * 45 Pf.; sür Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz, vvrschrilt 20", Slufschlog. Hauptschriftleiter. A»g. ®oet). Der antwortlich für ‘Politik: Ang Goetz; für den ädrigen Teil: Dr. Ne.nkold Zenz; für den eren cha»s ersen | ten wieder in gutes Einvernehmen zu kommen, das foll geschehen. :e, Fußbälle, :hläger usw. Auswahl ternde Erfahrungen gemacht, i, nicht gerade unsere Hoffnung. Aber was ge- chehen tcnrn, um mit den Bereinigten Staa- P-U Selters- ^AfWeg 75 derwaren ’meHand- entaschen, rettenetuis, » Akten-, iultomister, -STIEFE erk fii ndSeuti hend billigen Prf 5.- und 165.- ,0.— und 136,- 0.- [aßarbeit) . M- 0 50 Vb oille rsK attb, iW1 «tften fr®1? aufwärts’ Sieben Zigarillo mitteln unD Baumwolle einigen. Ob der amerikanische Senator in den wenigen Tagen seines Hierseins für so tiefgehende Betrachtungen Zeit hat? Es muß ans schon genügen, wenn er als Freund mit tem guten Willen kommt, einen Zipfel der furchtbaren Wahrheit zu erfassen, die sich hinter dem Lichterglanz der deutschen Christ- bäume verbirgt. Mc Cormick wird von Berlin aus über Rom und Paris nach Amerika zurückreisen. In Rom weiß man ungefähr, wie es um Deutschland steht. Man hat ja dort ähnliche Sorgen. Aber in Paris? Dort wird man nicht wahr haben wollen, was der Unparteiische in Berlin gesehen hat, und das 8ild droht zu verblassen. An der deutschen Regierung liegt es. Den Faden der Verständigung mit Washington weiter zu spinnen. Nachdem wir mit Wilson so niederschmet- zu prüfen. Interpellationen in -er sranzofischen Kammer. Paris, 22 De». (DTB.) In der heutigen Vormitlasssitzung der finmrfter tour de die Inter- tellation des 'Xbgtvrtmrtert Soul ier beraten, »eren Zweck darin besteht, die Neg>.ertmg zum KampfegegendiebolsckewistisckcPro- paganda anzuregen. Soulier erflehte, daß der Ausfall der Wahl hn Departement Sot^t-Okt- roitne, wo oü< Gotialift anstelle ci.e? Abgeordneten, der dem nationalen Block angel)örte, gewählt worden sei, ihn HlU der Intervellati»n veranlagt habe, weil sich das AußerordenNick* ereignet l?abe, daß die Regierung in dem Wahlkreis geschlagen worden sei, in dem der Ministerpräsident go wählt worden sei. Frankreich sei moralisch gründ, aber man dürfe da§ Land nicht sich selbst überlassen. Der Ministerpräsident müsse öfter vor dem Lande spveck»en, um ihm Ziele und Richtung yu geben. Der Mgeordnete Soulier wandte sich legen die linksso^ialistischen Blätter und auch gegen )ie angebliche Propaganda von Caillanx. An zweiter Stelle interDdliertc der sozialistische Abgeordnete Berthon de Regierwig, was sie zu tun gedenke, um der royalistischen Propaganda, die sich gegen die republikanisckrn Einrichtungen richte, entgegentzutneten. Ost stürmisch unterbrockren von dem royalistischen Fülircr Daudet und seinen Vlnhänaern kewr^ichncte der Abseordnete die Propaganda der royaliitisckien Partei, inMrt er einA-'hend auf die Tätigt4t fort ?lc!ivn Francaise hinwies. In der NachmittagSsitzung wurde die Debatte über die beiden Interpellation neu fortgesetzt. An erster Stelle spracki der sozia- listisehc Abgeordnete CoMpärc Morel, der et- klärte, wenn die Wewls- nru3" etwas anders auffassen, als die Melfrheit der Stdnaner. Die Wahl des Sozialisten Jean beweise eben, bah man mit der Politik des notro» nalen Block- nicht ernverstanden in, und datz chr damit eine besondere Bedeutung hufalle. Die Sitzung dauert fort. Ter Minister des Innern Stoog erklärte, daß man wohl kaum der Reaierunq ei te Mitschuld oder auch nur eine Nachsicht ge^nüber der bolschewistischen Prvpafvnda nochsa«?en könne. Tie Rlosienms wolle kernen offiziellen Druck bei den Wahlen nuSüben. ES werden sieben Tagesordnungen eingebracht, »vn denen der Ministervräsi- dent nach Unterbrechung der Sitzung nach außerordentlich verworrener Tebatte die TageSordnungi Toussaud annimmt, die die Erklärungen der Regierung billigt und ihr daS Vertrauen misspricht, daß sie die Politik republikanischer, nationaler und sozialer Union, die da- Land am 16. November 1919 durch die letzten Wahlen gebilligt habe, fort* setzen will. Vorher war ein Antrag, zur Tagesordnung überzurgehen, abgelehnt worden. Der erste Teil der Tagetordnung Toussaud wurde mit 420 gegen 155 Stimmen angenommen, hieraus fetzte eine längere Debatte ein, in der der Sozialist "inen Zusatz beantragt, daß die Rvgrerung die Laien- gesetze sicherstellen wolle. Die Sitzung bauert* abends um 9 Uhr nock an. Kristiania, 22. Dez. (Wolff.) Die Zeitung „Nationen" fritifiert das ErgrbiuS der erften Völ kerbundSs itzung und meint, eS stimme überein mit der bitteren Unversöhnlichkeit, die die Sieger noch zwei Jahre nach dem Waffenstillstände den Besiegten zeigten. Die Einführung eines wirklichen Zwangsschiedsgerichts sei deshalb natürlich nicht zu beschassen gewesen. Die wichtigste aller Weltivagen, die von den großen ^Nassen aller Bö. Ser erahnte kräftige Abrüstung sei Dar und deutlich zum Äedanken- experiment gestempelt worden, mit dein die Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts sich be fer nicht befaßten. In Zukunst sollten hie Besiegten entwaffnet werden, die Sieger aber das Recht zu Riesenrüstungen haben. Man habe in Gem auch vergessen, die Milliarden Unterha tungSkosten zu behandeln, die das Gerannte Deutschland sür die fremden Besatzungshrre t agen müs e. DaS Blatt lehitt die Aeußerungen der franzö-ischen Preise ab, die von einem mangelnden Willen des deutschen Volkes, Schadenersatz zu zahten, sprechen, und schreibt unter Hinweis auf da? deutsche Kinder elend, wenn die Reden her deutschen Delegierten gehört verhallten, würde dies in Deutsch and unumgänglich Berzweiilung und Lähmung teber ziel- bewußten Arbeit für die W^deraufrichtung zur Folge haben. e Eine neue Entente-Konferenz. Paris, 22. Dez (Wolffs Wie der „Ma- tin" meldet, werden sich die Ministerpräsidenten von Frankreich, England und Italien am 10 Januar 1921 tn Cannes treffen und neben der Orientfrage ^die Berichte der alliierten Vertreter der Sachver- sländigenkonferenz in Brüssel diskutieren. Tie Abrüstung»fraae. Washington, 22. Dez. (Wolff.) Hayas. Der Deputierte Crocks hat im Repro- mit großen englischen Petr o l e umsi r men verhandele über die Gewährung von Konzessionen in den Pctroleumseldern von Baku und Grosnyk. Die in Frage kommenden Petroleumseioer lieferten 9"> Proz. der gesamten Petroleumerzeugung Rußlands. Stockholm, 22. Dez. (WTB.) „921)6 Tegligt Allel)anda" meldet auS Reval: Tie Erregung in Moskau nimmt mit jedem Tage zu und hat ihren Höhepunkt erreicht, nachdem der Beschluß der Sowjetregierung betreffend die Bewilligung von großen Konzessionen an ausländische Kapitalisten in der Oeffentlichkeit bekannt geworden sind. Die Erregung ist so stark geworden, daß der Rat der Volkskommissaren be- chlossen, hat, nach Petersburg über- z u s i e d e l n. Als Grund dieser Ucbcrfiebe- ung gibt der Rat an, daß die erregte Stirn- nung die ruhige Arbeit der Regierung stört. In dem Telegramm heißt c5 ferner, daß die Volkskommissare sich nicht aus ihre Schutzabteilungen verlassen können, weshalb fu noch vor der beschlossenen Uebersiedelung chinesische und lettische Truppen zusammen- gezogen haben, unter deren Schutz die lieber» ficoelunp stattfinden soll. Maffenhinrichtun» in Selastopol. Kopenhagen, 22. Dez. (Wolff.) Die „Verlingske Tidende" meldet an5 Helsing- for5: DaS Revolutionsgericht in Se- bastopol gibt in dem offiziellen Organ bei Stadt die Namen von 1 6 3 4 P e r f o n c n bekannt, die durch Erschießen hingerichtet worden sind. Unter den Hingerichteten waren 278 Bauern. Am nächsten Tage veröffentlichte die Zeitung eine neue Liste mit 1202 Hingerichteten, darunter 88 Bauern. D' -lnnunzios Widerstand. Rom, 23. Dez. (WTB.) Agenzia Ste» fani. Infolge derWeigerungb'Annun- z i o s, die gelandeten Fiumer Legionäre auS Dalmatien zurückzu- ziehen, erHärte General Caviglio die effektive Blockade in schärfster Form über Fiume, Beglia, Arbe und San Marco. Personen, die diese Orte verlassen wollen, wird eine Frist von 48 Stunden bewilligt. Ca- viglia richtete Proklamationen an feine Truppen, die Legionäre und an die Einwohner von Fiume. Die Finanzauscinandersetzung zwischen Dänemark und Deutschland. Kopenhagen, 22. Tez. (Wolff.) Ritzau- Bnreau. Ucber die Verhandlungen wegen der Summe, die Dänemark als Anteil an der preußischen und deutschen Staatsschuld sowie al3 Erstattung für SlaatSaktiven in den abgetrenntej L cm bestellen tragen soll, wird mitgeleilt, daß bei den Verhandlungen die dänischen Abschay mnsleute die verschiedenen Staatsaklioen mit 77 Millionen Kronen bewertet haben. Hierbei sei jedoch d r Anteil an den Staatsschulden von zirka 35 Millionen Mark nicht mitgereclmet. TeuffäierseitS wurde der Wert der Staatsaktiven für August 1914 mit 85 Millionen Goldmark angegeben, wozu 25 Millionen Goldmark für Staats! chuldenanteile kämen. Ta es nicht glückte, über diese Summe y.i einer Einigung zwischen den Parteien zu gelangen, entschloß man sich, die Entscheidung der Re para- lionSkom Mission an zu rufen. Bei den nun folgenden Verhandlungen wurde die von Tänemark zu zahlende Gesamtsumme aut 65 Millionen Gold- mark angesetzt, die vor dem 25. Tezember zahlbar sind, und.zwar ohne Zinsenanrechnung TieSumme macht nach dem beut gen Kurs 1 2 345 000 Kronen auS. Tie Auszahlung erfolgt an die RaparationS- kommission in 9ctut)orf. Tie Bettyungen bec- Her- , zogs Ernst Güntl)er und die Anteile Preußens an den Kreisbahnen und einer Reihe anderer Bksitztitel sind in dieser Ordnung nicht mit mbegriffen. Tiete Frage soll in direkten Verlxmdlun -m -wi.chcn Deutschland und Tänemark erledigt irerden. Anmerkung des W. T. B : Nach den bisherigen Nachrichten dürfte die genannte Summe von 65 , M.llionen Goldmark lutrffen. Eine amlliche Mit- teilmrg ist den deutichen Stellen jedoch nicht zugegangen. "Au* Ocm Ueict>e. Die Forderungen der Eisenbahner. Berlin, 23. D^ Wie die Blätter mitteklen, haben die vier großen Eisen bah nerver- ' bände der Reichsr^gerung, dem Sldd^tag, dem ' Reichsffnanzm.i is.erium und ttem Rei ^oerkehrS- ' Ministerium ihre For dernn gen übermittelt. Sie verlangen für die Eisenbahner eine Erb hung ’ des TeuerungSzuschlageS um eine Mark pro Stunde ■ und für die Beamten eine Erhöhung der Teuerungszuschläge bis zu 90 Prozent Werter fordern Jie, daß das Besoldutrg-grs< tz in allen feinet Teilen bis Weihnachten in Kraft geieyt wird und daß wogen der vom Re^chStaa geforderten Revision deS Be'oldungS- oesetzes sofort mit allen Sviftenorgani ationen in Verhandlungen eingetceten wird. Die .X-gieTung ■ wird er ucht, den Zeitpunkt mtliuteilrt, an dem - die Verhandlungen beginnen könn-m. Den Forderungen ist der bekannte Ausruf beigeiüqt, der die Streikdrohung entl.ält. Die Zu chnstschicht mit einem Hinweis aur den Ernst der Lage. Zum ' ersten Male bildet das gesamt? Eism^hnven'onal ' eine Einheitsfront zur Erkämpsung besjerer i Eristenzverhältnisse. Vie vröffeler Konferenz. B r ü s s e l, 22. Tez (WTB) In brr heutigen Sitzung her SackMerständigenkome e. H teilte Tela- croiPimit, daß es zur FeAtetlung der den. all irrten ^Regierungen *u unterbreitenden Anträge erforderlich fei, die Arbeiten der Konferenz für .wer W o chen -u vertagen. Die Zeit solle >ayu benutzt werden, die gegenwärtig im Gange befindlichen Untersuchungeu zu Ende pr führen. Delacroix forderte die beiderseitigen delegierten auf, miteinander in Fühlung su bleiben, um die Prüfung der behandelten Fragen vi erleichern, da eine 3ujaimnenarbcii sich ali notwendig erweise. Brüssel, 22. Tez. (Wolfs.) ^)ic Brüsseler Sachverständigenkonserenz wurde heute nach gut einstündiger Eitzrmg aus Montag, den 10. Jan., vormittags 10 Uhr vertagt. Dre heutige Sitzung war ausgefüllt durch den Berickst von Tela- crorx über den bisherigen Stand der Arberten der Zttmserenz, die, wie Delacroix besonders betonte, twtz der fommenben Feiertage auch in der Zwischenzeit durch die mit der Prüfung und der Erörterung der finanztellen Fnagen beau tvagten alliierten und deutschen fiele gierten träi'ttg ge- örbert werden sollen. ES Ixnrdelt sich dabei be* onders um eine weitere Erörterung her beut* chen Schuld, wobei auch die Fragen der Schulden- und Steuerlasten ttergleiche^ b behandelt werden sollen, ferner um Sacks- und Goldleistungen, die Meistb^günstrgung. den beut» chen Schiffsraum, den Attiker 18, die BesatzunnS- kosten und die Seguestnation. Das zweite Mit- gheb der französischen Delegation, C h e y s s o n , hat die Prüfung mib Erörterung etwaiger weiterer Fragen übernommen. Die Spezialfroge deö Cle.r- ring ivird von dem zweiten eirglischen Telegterten, Sir John Bradbury weiter befrotbelt werden. Die Arbeiten der Kvnfermz werden also unbe- chadet der Pause in vollem Gange bleiben. Tie deutscheDelegation verlaß Brüssel heute nachmittag. Brüssel, 22. Dez. (Wolff.) In einem Leitartikel der „Nation Belge^ tuirb ausgefühtt: Die Alliierten sind entschlossen, eine Methode sest- zusetzen, die am Mittwoch vormittag durchberaten wird. Die Deutschen werden davon Kenntnis nehmen. Man wird ihnen Zeit geben, über die Methode nachzudenken. Alle Alliierten haben denselben Plan. Tie Deutschen werden den Plan prüfen und sich davon überzeugen, daß bet ihren Gläubigern volle Einmüttgkeit herrscht, und daS ist für den Schuldner der Anfang der Weisheit. Tie Reparation in natura wird zweifellos die Grundlage des Projektes bilden, ba5 heute auS- gearbeitet werden wird, aber die Reparation in bar wird nicht vergessen werden. Es ist in der Tat unmöglich, daß bte Deutschen besonders aie für den Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete bestimmten Anleihen rncht zurückzahlen. In etwa zwanzig Taaen wird die Konferenz ihre Arbeiten sortsetzen. Sie macht nur eine kleine Pause und bei ihrem Wiederzufammentritt wird man dein genauen Plan nähergekommen fein, den man mit aller Geduld erwartet und Oer, hoffen wir eS, bat Willen der Alliierten Deutschland, das zu langsam ist, um an die Ausführung zu gehen, aufzuzwingen (imposex) ^wissen wird. Die Kritik an der Genfer Bölkerbundö- versammlung. Eine Rede Lloyd ttleorgeö. London, 22. Tez. (Wolff.) Im Unterhause efHärte gestern Lloyd George, btc Regierung fei gewillt, der herrschenden Arbeitslosigkeit zu steuern imb bebau er e besonders, daß m der Bauindustrie 500 000 Arbeitslose y.i verzeichnen seien, roefe mit Rücksicht aut He Wof- nungSkrise sehr unMigenehm sei. Tie Regierung werde daher den Gewerkschaften ^ir Deb'.mq der ftrife geeignte Vorschläge urtetbreitm Er sei aber der Ansicht, daß die außerord-ntlichen Schwierigkeiten, vor die alle europäischen Staaten gestellt seien, nur gehoben werden könnten, nxim man Mittel und Wege finde, um Mitteleuropa neue DandelSwege zu eröffnen. Tie Arbeitslosigkeit könne man nicht dadurch steuern, daß man neue Straßen baue, der springend-' Punkt sei seines Erack-teriS die Wvderche-stellung b s.Handels, damit Englwid wieder kaufen und verkaufen London, 21. Tez. schmiegte, zum Halt einer Hoffnung, deren war sonst verlustig gingen. Einer der berühmtesten christlichen Prediger, Bossuet hat in seiner Weihnachtsvredigt die Ver- gangenheit in einer Weise belebt, daß gerade wir daran knüpfen und Trost für die Zukunft gewiw- nen können: „Octavian gewann die Schlacht von Actium" sagte er „Aeg.ptens Strafte und jene des Orients, die Antonius beherrschte, waren zerstreut. Alle Freunde verliefen Antonius, selbst Cleopatra, für die er sich geopfert hatte. Alles neigt sich dem Glück des Siegers. Mex-andlia öffnet seine Tore, Aegypten wird römische Provinz. Rom streckt dem Derrscher die Arme ent- forbert wird. Dir Forderungen des früheren Herzogs Braunschweig. Berlin, 23. Dez. Wie die Blatter Braunschweig melden, erklärten in Weihnacht - einst und jetzt. Eine Betrachtung von Alexander von Gleiche n- Rutzwurm (München). „Die Gegenwart ist eine mächtige Göttin, lern ihren Einfluß tarnen" läßt GoeN-e im Tasso den Antonw sagen. Wer kann die Wucht dieses Wort-S stärker empfinden als unsere (GeneraHon! Selbst in Meines und Kleinstes, in die harmlosesten Tinge des Familien- und Einzellebens dringt edoaS Unabwendbares von außen ein, das unser Din und Lassen, unser Wirken und Wollen im Laufe von knappen sieben Jahren bedeutsam verändert hat Auch Weihnachten, die fröhliche, selige Zeit, die ben Kindern jeden Alters gewidmet war, hat die Erscheinungsform gewechselt und schmiegt sich anders als sonst in bte Falten des ausgedehnten Jahres. Wohl ist das Mrchenfest geblieben, was es war, und die ©oitnenroenbfeier lädt nach wie vor %u hoffnungsvoller Naturbct adytimg, aber jener Schmelz des Reichtums, der silbern intb golden im Mantel des Christkinds glänzte, der die längste und dunkelste der Nächte m eine Flut von Lichtern tauchte, ist abgestreist, und wir müssen Persuchen, was bisher von außen kam, nun von innen zn entwickeln, um trotz allen Elends reich beschenkt in die Zukunft zu schreiten. Wer fid*. das WeihnachtSfeft als einen Tag des inneren Friedens, des wiederkehrenden Gleich- gewiästS in der eigenen Brust zu feiern vermag, wirkt besten Sinnes lösend und erlv'end mir tu allgemeinen Wirren, denn er bildet eine Insel des Friedens im stürmischen Meer der Ereignis >e, •,d JJj'jejt ab- 5^ Jj&s W M jo Kir $, Buc gegen und nennt ihn Augustus. Siegreich zu Wasser und zu Land schließt er den Temper des Janus. Tas Reich lebt in Frieden unter fein er Straft und — — der Christ wird geboren." Das einfach. bingewvrftne Zeitgemälde gibt Trost und Zuversicht. Was dachten wir vor sieben und je mehr solcl?e Inseln des Friedens sich absondern, desto stiller und sicherer wird die allgemeine Flut/ Was in reichen Jahren ein Fest des Luxus gewesen, vorbereitet durch den kupfernen, den silbernen und den goldenen Sonntag. erhebt sich hn&er zur inneren Feier einfacher Zeiten und zum naiv freunMtdxn Kinderfest, bei dem das Ge- srl'enk und die Näsckfirrei nicht mehr Hauptsache sondern Begleiterscheinung sind. Tarrn liegt der Wendepunkt, die Erkenntnis der Not und gleich- zeittg die Hoffnung. Gewiß raschelt auf dem bisherigen Weihnachtsmarkt viel, ja sehr viel Papier und was den Umsatz betriist, werden die Geschäfte eine ansehnliche Hölw erreicht haben, aber ivetd) ein Unterschied zu dem früheren, fröhlichen Kaufen, da nichts schön genug, nichts elegant genug, nichts neu genug sein konnte! Alle Länder der Welt trugen bei, den deutschen Weihnachtsttsch zu schmücken, und in allen Ländern der Welt erfreute die deutsche Puppe das Herz der Kinder. Das ist für eine Weile vorüber, and mir können mit wehmütigem Recht von der guten alten Zeit sprechen. 1 vorüber wir weidlich spotteten, wenn wir das Wort in unserer Jugend hörten. War mancher Erwachsene und manclses Kmd unter der Rkacht von Reichtum und Lurns auch blasiert geworben und hat selbst nach dieser Rirl;- tung hin eine schrankenlose Wohltätigkeit manchen sozialen Sct-aden gestiftet statt ihn cmszuglerrljen, lag doch eine Poesie über dem alten, reichen Weihnachlssest, die man in der Erinnerung nicht ferer Valuta itnfen der! ob imb m i hohen Preise big ist. Dir zustande- bc lagt für rin W. Ties, lanbirtfW loirtlWdx richkm, biete Landlvirtschaf kursuS, n 7. Januar ickd. Geh. : wirb über d, die tfraae de Mdeübün« Missen" st tfige halten Ntn über < neureitlü Berlin „Die ™bä vom tot Met", @e| ,,Der ha ^chältnis zi Lohenheim , fr folge fre ter S ^Steueitoe /Zur 'Frage der Neugrrrdenmg des Reiches. Berlin, 23. Dez. Den Blättern zufolge hat der Ausschuß der deutsch-hawnoverfchen Partei eine programmatische Erklärung, gefaßt, in der die Bildung eines Staates Niedersachsen unter gleichzeitiger Betonung der NeichStreue ge- fr w Werf r«, fc - ® 2^ttU $itWn( Ermi Die saM ti befinden, Men Am Mend des ta LsteuMs Müden Tik pt LtrfiMnc m SMosf- W vochanl !oß eine Reni Nl ist Des! IhoschorsÄNl up. Ruppertenrod, 22. Dez Eine Sammlung von Beiträgen in unserer Gemeinüe für die Errichtung eines Denkmals für die gefallenen Stieger aus unserem Ort ergab den Be- tvag von 5000 Mk. Die Sammlung ist noch nicht abgeschlossen und dürfte sich durch den Beitrag vom Krieger- und Milrtärverein noch namhaft vergrößern. Kreis Schotten. O^A.us dem Vogelsberg, 22. Dez. Die Möglichkeit der Erschließung eines vom Verkehr fast ganz abgeschlossenen Teiles unseres Gebirges ist in unmittelbare Nähe gerückt dadurch daß der Gemeinderat von Freiensteinau di? Ein^ richtung des Autoverkehrs zwischen Grebenhain und Steinau beschloß. Einem längst gehegten Bedürfnis wird dadurch Rechnung getragen und eine gute Verbindung zwischen Be- braer-- und Vogelsbergbalm hergestellt. Man hofft, die neue Verkehrslinie im Frühjahr sowohl dem Personen- und Fracht-, als auch dem Postvertehi dienstbar machen zu können. up. Aus dem Vogelsberg, 22 Tez. Seit drei Tagen herrschte ein Glatters auf dm Torf- und Landstraßen, daß das Gehen und Fahren gevadezu gefährlich wurde. Betschi bme Lastautos fomiten nur mülyfam und durch Anlegung von Schneeketten weiter. Ein Lachauto aus Franlfutt, das die abgelieferten Waffen holen wD, mußte ferne Fahn einstellen. Kreis Wetzlar. ** Salzböden, 22. Dez. Heute sind die Gemeindeholzhauet, nachdem ihre Forde-- rungen von der Gemeindevertretung ab gelehnt wurden, in den Streik getreten. Hessen-Nassau. Rrvolte im Zuchthaus. Fd. Ziegenhain, 2L Tez. Bor chtetü Jahr büßten bei der großen Meutern im hu- figen Zuchtlaus drei Gesaigene khr Leben em. Jetzt versuchte wieder eine Anzahl Gefangener, indem sie den Mrchtausseher überfielen u.ib knobelten^ auszubrechen. Durch rechtzeitig her- beigenlte Hilfe konnten die überfallenen Beamten geschützt imb oer Ausbruch verhindert werden. Die Folgen des nie-rrgen RheinwasserftanöeS. Fd. Vom Rhein, 21. Tez. Nicht weniger als30Schrauben-Schleppdampfer hckben sich, Da sie Bei dem niedrigen Wasferstnche zu nahe auf Grund fuhren, die S chra ub en abgeschlagen und mußten Scknsf-hrtSwerf-.en zu- geführt werden. — Ferner entstel>en rieienbaite Verteuerungen der Schiffsladungen dadurch, datz viele ttefgihend« Schisse, die schon geraume Zell in Salzig logen, und entweder aus Schleppkrift oder auf aünstigeren Mass erstand wirteten, zum Anlaufen der Koblenzer Werstanlagen gezwungen lrurden, um nunmehr auf dem Balmweg ihre Ladungen an den Oberrhein befördern zu lasten. Die Eisenbahn ist bei diesem riesigen Ämaftgüter* andrang nicht rn der Lage, den Anforderungen her Schiffer aus rasche Transporte gerecht werden zu können. Ares Stadt und tand. Gießen, den 23. Tez. 1920. Eine Weihnachtsspende für Minderbemittelte. Don der städtischen Lebensmitteldevittation gmo die höchst dun talswerte Anregung aus, einer größeren Zahl von minderbemittelten Bürgern unserer Stadt eine Weihnachtsfveude zu bereiten. Dieser Vorschlag wurde von den Zuständigen Stellen sehr gefördert und hatte sich bald zu einem entsprechenden Antrag des Rechts- und Fmonz- ausschufies verdichtet, der der letzten Stadtverordnetenversammlung vorlag. In nichtöffentlicher Sitzung wurde dieser Antrag angenommen, wonach ein Kredit von 16 000 Mk. zur Verteilung einer Weihnachtsspende an Minderbemittelte bewilligt toirb. In der Begründung des AusschußantrageS heißt es, daß erheblich; TÄle der Bevölkerung, die nicht in der Lage waren, ihr Ein stimmen den gegenwärtigen wirtscha tlichen Verhältnis en anju passen, in erheblichem Maße unter der Teuerung leiden. Hierzu würden insbesondere gezählt die der Fürsorge des Wohliahrtsamtes unterstehmden Personen, Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene imb vor allem solche Minderbemittelte, die aus öffentlichen Mitteln irgendwelche Unterstützung nicht erhalten. Infolgedessen gelangten nir Verteilung 170 kleine, 170 mittlere und 150 große Pakete. Die kleinen Pakete (die für eine Person bestimmt sind) enthielten: XU Pfund Schmalz, ein Pack Swieback. ’/a Pfund Bohlen ober Erbsen, eine kleine Tose Corned'leef, V3 Stück Seife, efn Pfund Aepsei und Bouillon-Würf-el Die mittleren Pakete 'für 2—3 Personen) hatten folgenden Inhalt: ein Pfund Schmalz, zwei Pack Zwieback, ein Pfund Bohnen oder Erb'en, eine kl. Tose Cornck>beef, 1/2 Sttick Sei e, ll/2 Pfd. Aepfel und Bouillon-Würsel. Vier und mehr Personen endlich erhielten ein großes Paket, das folgenden Inhalt hatte: IVs Pfirnd Schmalz, drei Pack Zwieback, ein Pfund Bohnen ein Mund Erbsen, eine kl. Dose Cornedbeef, V? Stück Seife, zwei Pfirnd Aepfel und Bouillon-Würf-l. — Die gestrigen Aussprache über die Forde rungen des früheren Herzogspaares Ministerpräsident Orte re r und Justizminister Iunck 0 (bettie unabhängig), daß sie Verhandlungen über die vorliegenden Forderungen des Derzogs im Interesse des braunschweigischen Volkes niemals zulassen werden und daß sie, wenn der Landtag sich dennoch für ßFerhmLlungen «ssprechen sollte, ihre Ministerämter nieberlegen würden. Die Bewilligung der Forderungen würde die Vernichtung des braunschweigischen Volkes imb einen Bürgerkrieg zur Folge haben. Da auch die übrigen sozialdemokrattschen Parteien sowie die Demokraten sich gegen Verhandlungen aus- sprackMi, sind die Forderungen des früheren Herzogs als von der Regierung und bem Parlament abgelebte mi betrachten. Au» Liessen. ♦* Die Arbeitsgemeinschaft hes- skscher Beamten- und Angestellten- verbände im (nichtgeprüften) mittleren und unteren Staatsdienst hielt am 20. Dezember in Darmstadt eine Versammlung ab. Nack Erledigung geschäftsmäßiger Angelegenheiten und Bespvochung des Standes der Besoldung, insbesondere der letzten ReichStagSbe- schlüsse, faßte die Versammlung eine einstimmige Entschließung, die an den Erstand des Hess. Beamtenbundes zur nachdrücklickMn Vertretung überreicht wird. Darin wird die erdrückende Notlage gesckildett und fofartige Abhilfe gefordert. Insbesondere wird gegenüber den Warnungen vor entern Beamtenstreik zum Ausdruck gebracht, daß es die Betroffenen als eine Unterlassungssünde ansehen, wenn sie -nicht am Vorabend folgenschwerster Entschlüsse in letzter Stunde eindringlichst ihre ExistenzunMÄglickfLeit bm zuständigen und einflußreichsten Stellen und Personen nochmals darlcgen und auf eine äußerst bedrohliche Zukunft erneut nicht noch rechtzeitig aufmerksam Machen würden. Die Beamten wollen in der Erkenntnis, daß der Beamtenstrerk ein nationales Unglück bedeutet, die ihnen zur Berbesserung ihrer trostlosen Lage ju Gebote stehenden Mittel und Weg? vorher völlig erschöpft wissen, und ersuchen den Vorstand des Hess. Beamtenbundes, zur Abwendung des vorerwähnten nationalen Unglücks beizutragen und sofort eindriglichst imb stetig bei den maßgebenden Stellen und den Herren Bolks- tamntvabgeortmtien vorstellig zu werden, damit eine unvgdyenbe finanzielle Verbesserung ein tritt. mc. Frankfurt a. M., 22. Dez. Tie gestrige .Stadtverordnetenversammlung unterhielt sich wett über drei Stunden über die Vorlage betreffend Zusammenlegung aller städtischen Werke in eine G. nr. b. H. Die Redner der bürgerlichen Parteien begründen den Plan, während die Redner der Sozialdemokratie aller Schattierungen ihren ablehnenden Standpunkt geltend machten, ja die Unabhängigen verstiegen sich soaar zu der Behauptung, oer Magistrat wolle die Betriebe an Stinnes ausliefern. Da man sich nicht einigen konnte, wurde dic ganze Vorlage an den Haupte und Wittscl-aftsaussckmß zuruckverwiesen. Einer wesentliche Erhöhung der Straßenbahnfahrpreise zur Meitei^zahlung der 10- prozentigen Lohnzulage für die städtisch n Arbeiter stimmte die Versammlung zu. D r billigste Fahrschein kostet jetzt 75 Pf. — Frankfurt hat dm teuersten elektrischen Strom. ES übertrifft den Berliner Strompreis um 30 Prozent, den Münchener gar um 50 Prozent. mc. Höchst (Main), 22. Dez. Die gestrige Stadtverordnetenversammlung bewilligte den Beamten die Weiterzahlung der 'St* satzungSzulage, außerdem wurde das Kindergeld auf 150 Prozent erhöht. X Gelnhausen, 22. Dez. Der Kreistag des Kreises Gelnhausen bat beschlossen, für den Ausbau der elektrischen Ueberland- zentrale, die bekanntlich an die staatlichen Mamkraftwerke angeschlossen ist. eine weitere Anleihe in Höhe von fünf Millionen Mark auf* runehmen, so daß 'nimrnehr zehn Millionen Mark für diesen Zweck bereitgeskellt sind. )( Marburg, 22. Dez. Die Stadtverordneten bewilligten als jährlickxn Beitrag zum Universitätsbund 3000 Mk. Auch der KreiS wird sich mit einem Beitrag beteiligen. F^ner wurde beschlossen, nach dem Namen des verstorbenen langjährigen verdienten Stadtverordneten^ Vorstehers, Justizrat Törsfier, eine neue Straße, •* Zahlung der Milkt5rrenten • burckdas Postamt. Tie HeeveSventenempfän- ■ ger der Stadt Gießen erhalten die Militär-Ver- sorgungsgebührnisse (H, P und RC für Januar • bereits am 24. d. Mts. : ** Ihre silberne Hochzeit feiern Montag, den 27. Tezember (3. Feiertag), die Eheleute Schneider Gg. Sckrmidt und Frau Dina, geb. . Weigandt, Scknllerstraße 23. ; ** Weihnachtsfeier in der Stadt- . Mädchenschule. Weihnachtsfiohe, aber auch weihnacht-andächtige Stunden bereitete die ©ab.* , Mädchenschule am 30., 21. und 22. b. Mts. ihren ’t Sämlerimien, dem Mädchenchor, ben Eltern, dem Lehrerpersonal usw. durch die Ausführung des von Lehrer Heinrich Frank verfaßten Weihnachtsspieles „Marienkind". An den Prolog schlossen . sich vier Bilder: Die Himmelskönigin, ’ Tic Schuld, Die Strafe des Marienirudes und Die ! Gnade durch das Jesuskind. In aiemloier Spannung folgten die Kleinen, aber auch die Großen 1 den bezaubenchen Bildern, die sich vor ihnen abspielten, und man merkte es ihren Mienen und ’ leuchtenden Augen an, daß sie mit dem Marien- ■ find im Geiste und mit der Seele den ganzen 1 Weg durch die zwölf Himmclstüren und damit • durch Schuld und Sühne und erlösende Gnade : durchmessen halten. — Am Dienstag schloß fick an die Ausführung eine schlichte, erhebende Weih- . nachtSseicr der Foi-1bildwigSllas>e d:r Sä/ule an. . Hier reihten sich in buntem Wechechaneinander: Rezitationen, Solovorträ^e und gi;mtin;ame Weil)- nachtslieder der Schülerrnnen sowie der Einakter „Ter fahrende SchÄer im Paradies" von HanS Sachs. Der gemisckZte Chor „Vom Himmelhoch, 0 Englein kommt", gab der schönen Feier einen ■ würdigen Abschluß. Landkreis Giehen. , -m. Hungen, 23. Dez. In der vorletzten Nacht statteten Einbrecher dem hiesigen Hofgut einen Besuch ab. Sie drangen von hinten in den Hof ein und stahlen 6 Gänse, mehrere Laib Brot und verschiedene andere Gegenstände. Die Diebe schlachteten die Gänse am Tatort ab und ; konnten ihr Werk ungestört ausführen. Bis jetzt fehlt jede Spur von den Tätern. Merkwürdig ist, 1 daß der Hofhund die Einbrecher nicht meldete. ' * Münster, 22. Dez. Das Massengelände der Feldbereinigung Münster wurde gestern verkauft; es wurden 207 000 Mk. gelöst, für ungefähr 42 Morgen. Verschiedene Grundstücke tour- den sehr hoch bezahlt, cs kam z. B. ein Grundstück von 900 Quadratmitern auf 9600 Mk. Kreis Büdingen. ck-Bingenheim, 22. Dez. Bei einer Güterversteigerung wurden für eine Wiese (2800 Quadratmeter) 27 000 Mark, geboten. Die beiden Steig rer, zwei Landwirte, boten mit 100 und 1000 Mk. auswärts, trotzdem wurde das teuere Objekt noch nicht genehmigt; es findet ein nochmaliger Versteigerungstermin statt. ck- Rinderbügen, 22. T^. Zum Beigeordneten wurde Heinrich L e 0 n. mit 103 Stimmen gewählt. Sein Gegner Wtthelm Leo HL erhielt 56 Stimmen. ck Aulen-Diebach, 22. Dez. Die Notspende für Innere Mission, gesammelt durch Lehrer Hermann Lentz, ergab die Summe von 706 Mk.; 100 Mk. erhielt die Bodelst^vinghsckx Anstalt Bethel bei Bielefeld. Schon öfters hat unsere 300 Seelen zählende Gemeinde bei Sammlungen für wohltätige Zwecke schöne Erfolge erzielt. ck Wenings. 22. Tez. Der Deftrksverband Ortenberg für Ar b ei t s in v a l iden und Witwen richtete an säm lickx Gemeindeverwaltungen des Bezftks ein Gesuch um Gewährung einer Unterstützung. D e hiesige Gerneindeverwaltimg hat daraufhin bereits eine namhafte Summe bewilligt. B. Aus dem südlichen Vogelsberg, 22. Dez. Die strenge Kälte in den ersten Tagen der vergangenen Woch: ist jetzt einer milden Witterung gewichen. Der vor einigen Wochen niedergegangeue Schnee hat sich bisher erhalten. Jetzt ist wieder Neuschnee gefallen. Zum SchSitten- fahren reicht die Schneedecke nur in den höheren Gegenden aus. Dort sind prächtige Rauhreiflnldun- gen zu beobachten. Kreis Alsfeld. Ein Schwindler. up. Merlau, 22. Tez. Kommt hier ein gut gekleideter Mann zur Bü germeifhrei und stellt sich vor als der beauftragte Erbauer des geplanten Tenkma ls für die in der Gemeinde gefallenen Krieger und läßt sich die Namen der Familien bezeichnen, die eiien Gefallenen beklagen. Nirn besucht er diese Familien und erbittet sich die Photographien der Gefallenen. Das ge* schicht alles anstandslos, ebenjo die Leistung eines Beitrags von 12 Mark, die der angeblid^ Bildhauer für die Anbringung der Namen braucht Nachdem der Fremde so eme Anzahl Häuser besucht, steigt einem Familienvater Verdacht auf. Er gebt mm Ort^- Äi*nb- Schluß- *n StaatsanL . Electron Grierheim . Hessischer Bankverein Aktiengesellschaft Bahnhofftrahe, Ecke Westanlage Filiale Gieren Fernruf Nr. 53 und 2157 Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Praa. . . 516*1)01« . Wien . . . . London. . . Paris . . . New-Vork Wechsel auf: Holland . . Deutschland..... Wien Prag Pari« London. Italien........ Brüssel........ Budapest New-Pork ..... Agram........ Datum Amsterdam. Notier Brüssel-Antwerpen Ehristiama..... Kopenhagen . . . Stockholm .... Helsingsor«.... Italien London New-Park. . . . Pari» Schweiz. .... Spanien..... Dien (altes). . . Deulsch-Oesterr. . Prag....... Budapest Bulgarien .... Konstantinopel. . 2252,70 2257,30 2251,70 2253,30 450,50 451,50 449,55 451,45 1076,40 1078,60 1077,90 1081,10 1093,90 1)96,11 1087,-40 1090,10 1426,05 1426,95 1421,05 1423,95 184,30 134,70 1’6,67 187,07 117,75 248,25 247,75 248,26 254,20 2">4,80 253,70 254,30 ---- - — 71 >,2 72,08 enger Beziehungen »wischen den Deutschen hier und drüben zur Ausgabe gemacht, da beide die gleiche Heimat und den gleichm Glauben haben. -- । Landwirtschaft. Die Abhäng gkcit ver laiwwirrschastlichen Zlabtverordneter machte darauf aufmerksam, ba& ni der Dorstadt W-.idenhausen eine Anzahl Fami- eit noch kein Stroh in ihren Betten rotten, so groß sei die Armut in vielen Kreisen. Airche and Schule. B. BuckhardS, 21. Dez. Im Auftrag des Evangelischen Bundes hielt Pfarrer List- nann, Geistlicher an einer deut'ch-luthnischen Kemeinde in Amerika, in der hieiigen Kirche nnm Bortrag. In fesselnden Worten sprach der ftebner von der Treue, die die Deutsch-Amerikaner väbrend deS Krieges ihre öeimat bewahrten, und leschaltigte sich eingehend mit den Kränkungen und Verfolgungen durch die Regierung, die sich 1-osr Amerikaner gesallen lassen mußte, der zum Deutschtum hielt ober geborener Dnttscher war. 7 83 4’8/5 428*95 42%55 42 ,45 1003,85 1IC6,15 10 2,90 1095,10 931,55 933,45 928,55 928,45 M„ 22. Dq. itenveisama^ I drei Stuiwtn te' ■ ntnfcginw M t h l>. h. DieVr U ündrn ten $lc.i \ ldemkratir alle »11 en StanbtrM P Bverl'tiegen iü? I Ural wollt ü? 1 Mieten. Daac - iJ t bw ganze W isauSschub hölmg der SlkK > I LeitmahlM^ ! : die 1 $u Dr billig I 8M.rt.j6* ^'7° ^-1 Ä. * »ersainnil^'I ^wWc !2 "$» «“ft K«n j , Kbn fl®"5®1 handel Frankfurt <1. M., 22. Dez. Börsen- stimmungSbild. Kräftige KurSerhöbungcn machten in den Aktien der Beuz-Motoccn sich bemerkbar. welche auf große Käufe seitens einer Bank lebhaft gehandelt wurden. Der Kurs schwankte zwischen 240 und 260. Holzmonn-AItien erfuhren ebenfalls eine Steigerung, sie bewegten sich auf 295, 298. Mansfelder Kuxe 4775. Da- lutaparnerc lagen still. 5prvz. Goldmexikaner 715. Oesterceichischc Cv:ditans2alt befestigt, 75. Am Montanaktremnarkt blieb die Kursbewegung bescheiden. Mannesmann besser, 585, daaeaen Hor- pencr mit 544, Phönix-Bergbau mit 660 schwächer. Daimler-Motoren gejuchcr, 2.6, auch Maschf Eh- liiigen 3 Pwzent hoher, 338. Gefragt zu höheren Kursen waren wiederum Pokorny u. Wittekind. Hydrometer stieg m 10 Prozent auf 210. Leders. St. Ingbert 400ch0, wurden um weitere 12»/, Prozent gesteigert, 400,50. Metall Dannhorn anziehend, 250 plus 4 Prozent. Chornische Holzverkohlung standen in Nachfrage, 624. Bergmann 281,50 ä 282,50 plus 2 Prozent. Reiniger u. Gebbert lebhaft, 395, junge 375. Hansw.rke Füssen 405. Nordd. Lloyd 189,oO bcfcfltgt. Metall Bingwerke 275. Die Abendbörse schloß fest. ** Meguin, A.-G., M as chi nenfabrik in Butzbach. Zu unserem Bericht über die ordentliche Generalversammlung in bet MontagS- nummer unseres Blattes ist noch nachzutragen, daß das derzeitige Aktienkapital der G-iellschaft, das aus 3 Millionen Mark Stammaktien und 750000 Mark Vorzugsaktien besteht, in abseh- Kirchliche Nachrichten. I f ra e l. RelioionS - Gesellschaft. Sabbatfeier, 25. Tez. meitag abdS. 4 05, Samstag vorm. 8.30, nachm. 3 30. Sabbatausgang 5.20. — Wochengottesdienst: morg. 7.10, abdS. 4.00. W W Dl DD Eingesandt. pür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik ’ arttreI .übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerkt V.rannvortung ) . o O Gedern, 22. Tez. Unter B'zugnahme auf das (hngefanbt in Nr 300 imferer Ktung teilt Der cd. Kirchenoornand Gedern noch Folgendes mti: Wir hätten auf eine nritere Ausernander- le&una verzichtet, wenn b?r derr Einsender nicht ben Versuch gemacht hätte, bi? Wahrheit unserer Darlegungen in Nr 295 vor aller Less-ntlichkcit 6eitreitm. Er schnnt n^lyr zu wissen als wir selbst; denn auf Grund unserer Akten, in die er allerdings keinen Einblick haben kann, steht fest, baß ntemand sich bereit crllärl bat, für 800 Mark zu sprelen Wäre die) merklich geschehen, so hätten hnr keine Veranlassung gehabt, die bisherigen Organisten troh ihrer offiziellen Amts- nrederlegung am 13. Nopnnber zu weiteren Der- hanblungen ent-uloden: wir erhofften von diesen Verhandlungen eme VerstLndigung. die aber nicht zustande kam, da man infolge der schwierigen Fr- u analoge der Kirchengemeinde die Forderungen der Lehrer nicht annehmen konnte. Der Herr Ein- sen der hck weiter Lrgessen zu erwähnen, daß in der von ihm erwähnten Sitzung mctgel^ilt wurde, bie Pfarrfrau sähe lieber, wenn die bisherigen Organisten im Amte blieben: fie hatte ihre Bereitwilligkeit erklärt nur für den Fall, dast die Gemeinde, wenn die Lehrerforderung nicht angenommen werden sollte, ohne Orgelspiel b'.tebe. Wir haben formt unseren früheren Darlegungen nicht- mehr hinaufügen und erklärten, daß auch von miserer Seite bad letzte Wort in der Angelegenheit gesprochen ist. — Friedrich Lienhard: Nene Ideale, Türmer-Berlag (Bremer L Pfeiffer), Stuttgart. Preis geb. 15 SKt ~ Der grotzen Lesergemeurde Lienhards seien btrfe programmatischen cxbrilte« des Dichter- empfohlen, vor allem wegen ihr» elbischen Gehaltes. Da- Buch ist in folgende Al>- schrnlle eutgeteili: 1. Teil: Äas ist dcutlch« IdealrSmus. Unser Zeitalter. PecsönllchSnl und Volkstum als Grundlagen der Dichtung. Gröhe Tichrung. Literalurjugend von heute, ixriuetrunft Sommerspiele. Jahrhundertwende. Christentum und Moderne. Da- Gehelmnts des LebenS 2. Teil: Die Borherrscha t DerlmS. 3. Teil: Aus der Streitschrift „Lberflächenkultur". — Da - £>eim und die Welt von Na- binbrana* Tag 0 re. Verlag Kurt Wvlfi, München. — Eine indische Fürstin, deren Gemahl und em Volksführer vertrauen in diesem neuesten Roman Tagoccs ihre Erlebnis^ und — wichtiger noch — ihre Stimmungen und Gefühle einem Tagebuch an. In dem Kampfe zwischen dem ethi'ch hochstehenden Fürsten und b:m gew sicnloien. fana- t scben Anführer der Swa escln-Bew.-gung, Die bte Beseitigung der englischen Herrschaft erstrebt, fleht bte Fvau, an ber sich der Sieg be? Guten über baS Böse erfüllt Mil übervollem Herzen ist da» Bnck gefchateben, in einer wuirdervollcn, ruhigen Sprach:, in der sich neben v«l feiner Lyrik oie weifen GedS, Jena Da? Hrrs Bobs- letghbahn gut. Schikurse finden im Januar und yebruar durch Berufsschilehrer statt. in iTben. Die britische Delegation hat den 3. Januar vorgeschli- aen, bte belgische den 5. Januar Aber auf Vorschlag der französischen T-^gation wird dm deutschen Delegierten oorgejdXajcn werben, sich am 10. Januar in Brüstu wieder rinyumben, jedoch mit festen Vorschlägen und bestimmten Antworten. Eine Anzahl der deu^chen delegierten, darunter Bergmann, werden sich nach Paris begeben, Waden Gedanken.tuS:ausch erleichtern dürste, besondere über daS Problem der Reparation in natura, Hain den Händen Seydoux' für Frankreick hegt. Abernon der die Reparation in Geld behandelt, wird sich nacheinMtder nach Paris, London und Berlin begeben, lieber die Reyavakton in natura ist tu- Proickt bereits weit vorgeschritten. ES mutz hur noch in den Einzelheiten sestgelegt werden, weShach S ydouL mclirert B 'v e^/u een mit Bergmann hah.m ro rt> ES Hand d sich um etn neues System. Da» die Alliierten teünchmen lasten soll an der Reparation sowohl in natura wie in ödo ober in beiden zusammen, je nach Bedarf, und das eine Be,rünstigung ber deutschen Ausfuhr ermöglichen würde, derart, bnU fein Geldkurs und feine nnttsclxtfrliche Lage gehoben werde. Aber man ist noch nicht zu einer bestimmten Fassung nclommen. Morgen werden die Deutschen ge.mste Informationen über eine finnc Anzahl von Fragen geben. ES wird bann ein ziemlich weites Programm ausgearbeitet, ferner etn Beriäü, der ihnen und sodann ben alliierten Regierungen mitgetcilt wird und der die Lösungen enthalten soll, die nach Ansicht der Alliierten die wünschenSive te'ten sind Dann wird es, so schließt bet HavaSdericht, an ben deutschen Delegierten sein, mit sesten Entschließungen zum festgesetzten Zeitpunkt zurückzu- kehren. PariS, 22. Tez. (MTB.) In einer Sitzung im Ministerium für öffentliche Arbeiten teilte der Abgeordnete Barthe mit, datz dem AuSschutz für Brennmaterial die Mitteilung zugegaugen fet, Deutschland Hobe zu gestimmt. 1 ahrlich 35 000 Tonnen BenzolauidaS Repa- rationSkonto zu liefern. Die HilfS'annnlungen deS PapffeS. Rom, 21. Tez. (WolffO Der „Offervatore Romano" berichtet über bte Verwendung der für bie französischen Kinder und notleidenden Kinder Mitteleuropas vom 28. Dezember 1919 bis zum 20. Dezember 1(20 dem Papst zu gegangenen Summen, die sich, abgesehen von dem W.rtc bet eingegangenen KfeiduiiaSstÜcke und Leben-mittel auf 15 2 2 461 Lire belaufen D utfchl nd erhell 4 100 689, Oesterreich 3 C51317. Polen 2 052 0 >0, Ungarn 1291 (XX) und bie anderen Länder geringere Beträge: so Nordfrankreich 200 000, Nord- westitalien 265 000 und Südflawien 105 000 Lim. Bis jetzt wurden vom Papst 167 476 048 Lim Derteilt. nachtet ', Ofebetmcr Rat Prof. Dr. GiseviuS-Gie- fien ,,Der Hackfrucht bau, seine Bedeutung und sein Verhältnis zum Cfetreibebau", Prof Dr Krämer» Hohenheim „Wiederaufbau der Rindviehrucht". ntnter folgen noch weitere Vorträge auf dem Gebiete ber Schweinezucht, ber Futterbereitung und des Steuer wesens. Düsseld 0 rf, 22. Dez. (Wolff.) Die Düsseldorfer Polizei verhaftete 5 Personen wegen um- fmgreicher Kalischiebungen 6 Waggon und eite Schiffsladung Kali, das nach dem Ausland verschoben werden sollte, konnte noch rechtzeitig kkschlagnalMt werden und wurde zu Gunsten des Reiches sicheogestellt. Turnen, Spiel und Sport. — Wetterbericht deS Schiklubs Sauerland W interbet g, 22 D^z. Schnee- > 22. fiNiÄNl MrZ ttktz. 8- tz DK *63 durch mH Silimann, ein geborener Schlitzet, der lan^e Jahre m Amerika tätig war, entfaltet seit einiger Zeit m ganzen Land eine rege Vortragstätigkeit und lat sich die Mitarbeit an der Wiederaufnahme 19,20 19,27 82,77 8',97 13,08 1 ',12 6fe tztkm Schützenpfichl führt, zu Benennen. Wie weiter mitgeteüt wurde, sind seit Jahresfrist 713 900 Mart für Notstands ar bet verausgabt worden. Eine Eingabe der Anwohner des Stege; Viertels wegen Beseitigung der Hochivas'er-tkwhr jrutd) Bau von SchutzoMumen gab öeranlaifimg eiltet längeren Auseinanderovung über die f'it sIähren schwebende Frage der Lahnregulie- rung, deren Kosten früher einige hunderttausend Mark, jetzt okr nach den Mitteilungen des Ober- Bürgermeisters auf 6—7 Mülümen Mark geschätzt -werden Wie er in längeren Darlegungen aus führte, lann die Stadt mit ihrer von 11 auf 1I6 Mü- '.iouen gefriegeneii Belastung die Lahnrcgulietung micht allein übernehmen und eZ seien deshalb Der- Handlungen mit dem Staat dahingehend im Gange, daß dieser sich mit etwa 4 Millionen beteiligt. Auf alle Fälle müßte jedoch dafür gesorgt werden, daß oie zahlrcickien Beschäftigungslosen bei den Not- ianbdarbeiten cüt Unterkommen sanden. Ein Bücherlisch. — Die Märchen- und Jugendbücher des BerlaaS AbelLMüllerin Stuttgart zeichnen sich besonders durch schölne Ausstattung aus, die vor allem in den Aildbeigaben seht fein auf bie naive Kinderphaiitasie gestimmt sind. Die nach dem dänischen Original von Karl Hen- nmger bearbeitete Aus wähl von Ander-- sens Märchen ist von Wanda Zeigner-Ebel mit 10 farbigen Bildern geschmückt und als Go- scheukbuch sehr zu empsehleu, e^en 0 Luowig Becksteins Märchenbuch von Paul Benndorf. — Ein tadellos illustrierter „Ro bins 0 n", sowie ein „Rübezahl" (für bie Jugend erzählt von Pros. Dr. K. A. Müllet) sind ebenfalls geeignet, die Jugend mit bewährtem Unterhaltungs- stvfs zu erquicken. Für Kinder, denen de bekannten Märckenbückter nichts mehr Neues sind, eignen sich als Ergänzung die „Märche n" von Else H 0 sm an n, die ebenfalls reizend zu er» *0^0 Nertzel. Der Führer durch die deutsche Oper. I. G Cotdasche Buchhandlung, Stuttgart und Berlin 1920. Ta.' hweibänoige Werk des frühverstorbenen MulikschriftstellerS und MusikktritiketS ber Kölnischen Zeimng hält als leitenden Gesichtspunkt bei der Erläuterung deS musikalischen Tells. bei der Hervorhebung von Einzelheiten und bei bet Auswahl ber Nvten- beispiele bte Ergänzung fest. ES zeigt sich babet, baß bte am meisten au3 d-m Text herauSempfun- benc Musil fast reaelmäßig auch bie schönste tmi> bedeutungsvollste ist. Ter erste Ba^b. Klassiker und Romantiker enthält von Gluck, Orpheus und Euridite, Dtmide, Jyhigenia in AuliS und Jpbt- genia auf TauriS: von Mozart, Die Entführung, Figaro, Ton Juan, Cost fan tutte, Zackerflöre: von Beethoven, Fidclto: von Weber, Freischütz, Euryanche und Oberon: von Marschner, Hctltng: von Kreutzer, Tas Nachtlager: von Lortzing, Zar und Zimmetmsnn, Undine, Waffenschmied und von Nttolai, Tie lustigen Weiber. Der zweite Band enthält WagnetS Opern und zwar: Rtenzi, Holländer, Tsmchäuser, Lohengrtn, Tristan und Isolde, ben Ring Patsisal und die Meistersitget. ■2L r überfielen ufc » ■ Erzeugung von der Düngung. Die (djroicFigc Ernährungslage, in der wrr l NyrlWchkftzik [i IMS befinden, hat ihren Hauptgrund in dem 2t In. t, schlechten Düngerzustanb unseres Ackerbodens, da "Schlepvda»vährenb des Kriryes das wichtigiste HUfSmittel nubnm 8k:rU I der Erzeugimg lmidwrrtsck»aftlicher Produkte, die bie S sind bit Brris« ixnrart 606. ie (dm »mjb !»ß eine Debilität ber Düngung in Frage ge- : il-llt ist. Besonderen Mmtgel haben wir noch in roiWfrr PhoS^wrsäure-Düngsmitteln, zu deren LersteUuig teitonlflam wir die Robstosfc in ber Hauvtiach: aud dem Aus- rt BrEC mbe beziehen müssen, was durch kn Stand un- in 1 ' ’ercr Valuta sehr »Tteuert wirb. Man ist in in beioroetn Greifen der Landwirtschaft sehr geteilter Meinung, ob und in welchem Umfange in Anbetrack>t deS hohen Preises eine PhoSPlionäuredüngung notwendig ist. Die Regelung eines günstigen Tunger- MtandeS deS Ackerbodens bildet aber bie Grundlage für eine Besserung unserer Ernährunyswirt- febaft. Diese Fragen sind daher nicht allein von ondirlschastlichem, sondern auch von großem volkswirtschaftlichem Interesse Sich hierüber zu unterrichten, bietet sich Gelegenheit in dem von der 2andwirtschaf:Sk''nrmer veransolte enV ortraaS- rurfu5, welcher in der Zeit vom 4. v i S 7. Januar 1921 in DarMstabt stottfinden wird. Geh. Hofrat Prof. Dr. Wagner>Tarmftadt iüirb über das THeina „Die PboSphorsäure und die Frage ber Rentabilität der Verwendung von :>midelSdüngern unter b:n derzeitigen Preisver- ^lltnifsen" Ibttdien. Außerdem nx-r^en noch Vor- :tägt halten Geheimrat Dr. Fr Lehmann-Göttingen über „Die PrariS der Schweinefütterung ruf neuzeitlicher Grundlage", Prof. Dr. Dade- Dcrlrn „Die Krisis in der Ernährung Deutsch- !onds vom welvvirtschofilichen S andpunkt auS be- Schweiz« 100 Fl. --- 205.50 100 Mk. -- 9.05 1.15 7.50 38.90 23 3 22.45 40 75 1.15 667 25 Är. — 425 H as r,S 5 im Alter von 12 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Hildebrand Wwe. und Kinder. Heuchelheim, den 23. Dezember 1920. Die Beerdigung findet am 1. Weihnachtsfeiertag mittags 1 Uhr vom Sterbehaus, Gießener Straße 43, aus statt. 13607 Heute morgen 6 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter, einziger Sohn, unser herzensguter Bruder und Neffe Otto Bietzen, den 23. Dezember 1920 021400 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden danken bestens G&llfltD Li>m! MMue SM ged. HW. |St®H®nggsuchej Für die wohlürenden Beweise herzlicher Teilnahme vei dem Heimgange unserer lieben Tante und Großtante Frau Julie Becker geo. Heppe sagen wir innigsten Dank. 9m Namen der trauernden Hinterbliebenen: A. Dickor6. Gießen, den 22. Dezember 1920. 13591 (Mietgesuche | Fräulein sucht 021430 Ms. ZHlßWAer We tzsteinitrnBc 4-2 P. | Wohnungstausch [ Wohn angst auweh. Wer tauscht ueuzeitliche 4-Zim.Wobu. in bester Saoc non Bad EmS gew 4- od. 5 Z.-W. i Gietzen? Angeb. an ;)i. Sckmitt, z. 3t- Darmstadt, Bleich- straße 15.____________13569 IStsI lenak%a&0te j Vertretung für Oberhessen und benachbarte Gebiete von Vitöriabrif und Weiu- handlung au vergeben. L-christl. Attgeb. mit Referenzen und Ansprüchen unter 13551 a. d. Gieß. Anz. Aushilfe- aes. Ö.26./12.-2./1.21 lägt I Std.Blcichstr. 2k I. Tüchtige erfahrene Ärast für Kontor n. Reise einer Likörfabrik gesucht. Ausführliche schriftliche Bewerbungen mit Ge- haltSsorderungen unter 13550 an den Gieß. Anz. 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Wenn Sic Ihr Beginnen für so unbedenklich halten, halten Sie doch keinen Grund, es zu verheiiw- Hdxn." „Es mag eine Torheit gewesen sein. Immerhin hatte ich meine Gründe." „Die Sie mir nicht nennen helfen ?" „Nem." „Brandt hatte den Schlüssel zum Giftschrank stecken lassen. Mutzten Sie, datz das ferne Gewohnheit rrxrr?" „Nein. Ich war vielmehr von seiner Leicht- fettigkeft in hohem Maße überrascht." Aber Sie trugen fern Bedenken, sich dreie Leickttfertigkeit zu Nutze zu machen, indem Sie Öen Giftschrank öffneten, um ihm etwas zu ent* nehmen." (Fortsetzung folgt) Sroettes Blatt Eigner Anzeiger (General-Anzeiger sm Gberhessen) llr. 502 Donnerstag, 25. Dezember 1920 die Mutter des teil wurde verworfen, obwo^ 1* v?m' 1 e. V., W** 1. jnitf® Mw uachtsfch W is praktische ; iohenk für Herein vielen Fark: I und eroSer Atu»»- ■ 65.00.50.00 | 35.00 und 1 W das Innere zu sehen und bat die Abordnung, die Schatulle zu öffnen. Der Führer der Abordnung, ein biederer, wohlbeleibter Hand" werksmeister, suchte Rock-, Vosen» und Westentasche, Geldbörse und Brieftasche ab nach dem Schlüssel, fand ihn aber nicht. Endlich, als er ganz verdattericht einen Augenblick nachgeson- nen, griff er nach der Stirn und seinen Lip>- pen entfuhren die denkwürdigen Worte: „Ge- wirrer noch eninn, do hunn eich hol' mich der Deubel, den Schlüssil derhaam im Noacht- schränkche leche gelosse!" ** Diebltahl. In der Zett von Juli bi» Tezember l. Is. wurden dahier von einem jungen Mann nachstehende Kleibungs- und Wäschestücke gestohlen: 2 weiße Bett- irnb .stissenbezöge, drei weiße Tomen Hemden, 4 weiße Damenunterhosen, 2 große und 2 Honte weiße Schürzen, 1 Aermel- schürzc, 3 .'öausschürzen, 1 Unterrock, 1 Jrteiöer- rock (blau mit Ueberwurf), 1 schwarze Lvstüm- facke, 9 neue .Handtücher und 1 Waschkleider rock ।fd’toari mit weißen «Streifen). Wie zweifellos sestgestellt ist, hat der Tieb die Gegenstände m Güßen verlaust. Tie Käufer werden ersucht, den Ankauf ber Sackjen bet der Krimmol-Abtcilmig zu melden, andernfalls sie sich ftrafbar machen. ** Freibank. Frettag, von 11 llhr vormittags ab, findet Fleisclzverlauf statt. ** Ter Reichsbund der Kriegsbe- schädigten, Kriegshinterbliebenen und ehern. Kriegsteilnehmer feierte am letzten Samstag auf der LiebigShöhe sein Wcih- nachtssest. Eingeleittt wurde die Feier durch eine Kinbcrbcschenma, die am Nachwitürgr von 5—7 Uhr stattfand. Durch Samnilungen und freiwillige Gaben war ber Reichsbund in die Lage versetzt, über 400 Kindern von Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen eine Weihnachtsfreude in Gestalt von nützlichen und zweckmäßigen Gesckxmken zu bereiten. Ter Abend war der Unterhaltung und Fröhlichkeit gewidmet, verschönt durch Tar- brctungeii aus den Streifen unserer Mitglieder. Mit einer Berlosmig und anschließendem Ball schloß die Feier. Landkreis Gießen. _s_Großen-Linden, 20. Dez. Eine schöne Weihnachtsfeier mit Bescherung der Kinder veranstaltete gestern der Kaninchen- und Ge- slügelzuchtverein im Saale des Gastwirts L. Faber. Lebhaften Beifall ernteten die Weih» nachtsgedichte, welche die Kinder W. Sommerlab, M. Euler und O. Sommerlab vortrugen. Der Gesang von Wcihuactasliebern wechselte mit Konzert und Vorträgm. Der Vorsitzende des Vereins, L. Sommerlad, dankte allen Mitwirkenden. S. Lang-Göns, 21. Dez. Wachtmeister Großhaus gelang es dieser Tage, zwei Frauen von Offenbach zu ermitteln, welche falsche Fünfzigmarkscheine ausgaben, wodurch mehrere Landwitte iunb Geschäftsleute geschädigt wurden. x Lauter, 22. Dez. "Da der bisherige Organist der Gemeinde den Dienst gekündigt hatte, schlug ihm der Kirchen Vorstand einen freien Vertrag mit dem von der Behörde empfohlenen Gehaltssatz vor, aber leider hatte sich der Organist m fernem Serbanb für die mehr als doppelte Forderung ehrenwörtlich gebunden. Auch die Bereitschaft des Zkirchenvorstands zu enter weiteren Erhöhung um 1OO Mk. war somit vergeblich Ter Kivchenvorsland hat nunmehr einem hiesigen jungen Landwirt den Dienst für 600 Mk. übertragen. Starkenburg und Rheinhessen. rrn. B i n g e n a. Rh., 20. Dez. Bei einer dieser Tage hier veranstalteten Treibjagd wurden etwa 500 Hasen zur Strecke gebracht, deren Wert auf 25 000 Mk. geschätzt wird, während der Jagdpächter nur 4000 Mk. Pacht zu zahlen hat. Aehnlich liegen die Verhältnisse in Wörrstadt. Dort wurden bei einer Pacht von 12000 Mk. pro Jahr auf einer Jagd über 1200 Hasen erlegt, die eine Einnahme von über 60000 Mk. erbrachten. grundlos erweisen möge. Dazu aber bedarf es vor allem Ihrer vollsten, rückhaltslosen Aufrichttgkett. Jede Entftellimg der Wahrheit jedes bewußte Verschweigen eines wesentlichen Umstandes Bann nur zur Verschlimmerung Ihrer Lage beitvagen. Sie können sich selber keinen besseren Ttenst erweisen als damit, daß Sie aus eigenem Entschlüsse alles zurücknehmen, was in Ihrer bisherigen Darstellung den Tatsachen nicht entspricht." Er hatte es fteundlich und mit fühlbarer Wärme gesprochen. Für einen Augenblick begegneten sich die Augen der beiden Männer. Tomi, nach einem tiefen Atemzuge, erwiderte Germering : „Ich danke Mien für Ihr WvUwollen, Herr Amtsrichter: aber ich habe nichts zurückzunehmen. Und es bereitet mir eine große Erleichterung, datz ich mm endlich erfahren soll, wessen man mich eigentlich verdächtigt. Sett einer langen Reihe von Tagen leide ich unter der niederbrückenden Empfindung, daß man mich für einen Bösewicht hält Aber ich ahne nicht, worauf sich dieser Glaube stützt. Jetzt darf ich wohl ermatten, datz Sie es mir sagen." Ter Amtsrichter hatte wieder eine undurchdringlich ernste Miene angenommen. Nachdem Sie mir einige wettere Fragen beantwortet haben werden — vielleicht. — Ist es richtig Herr Tokwr, daß Sie am 14. Juni zu später Abendstunde die Apotheke Ihres Hausgenossen Brandt betreten und ui der Meinung, datz Sie unbeobachtet seien, eigenmächtig und widerrechtlich aus seinen Vorräten irgend ein Präparat hcrgestellt haben?" ___ . Diesmal war bte Zett, berat Germenng zur lieberiegund bedurfte i
mt eS sich so verhält, warum haben Sie nur dann eben in so vielen Punkten die Unwahr- Germering machte eine rasche,^ungestüme Bewegung, so daß das Rücken seines Stuhles deutlich hörbar war. Er zögerte mit ber Antwort: bann aber sagte er anscheinenb ruhig: Driin Sie mich auf emer Unwahrhett ertappt zu höben glauben, so erwarte ich den Beweis." Ter Blick, den EberH ihm zuwars, war eher schmerzlich als zornig. .Sie sollten Ihre Aussagen lieber aus treten Stücken berichtigen, Herr Tr. Gennerrng Ich sitze ja hier nicht über sie zu Gericht. Unb wenn wir auch nicht vergessen bürt en, baß ick. Ihnen als Justizbeamter gcgenüberstehe, dürfen sie boch immerhin zu mir spreche, wie ber Marmzum Manne. Ick verhehle ^hnen nicht, daß iich em schwerer Verdacht ge^ sie hat Ich natafcfc Md hoste van Herzes datz er fuh als die Kalkner aufLmüenhöhe Römern von Reinhold Ortmann. pkachdruck verboten.) Fortsetzung 67. LZon ben Umständen, die chren Tob veranlaßt • ober begleitet haben, wissen Sie nichts? Nem — nichts." y^Bann wurden Sie am 27. Juni nach Nieder- ^^EsÄ^chneinhalb llhr gewefm sein, als btt tragen des Herrn Renting an meinem Hause vörsuhr. Auf bte Minute vermag ich es nicht an- l i haben Sie die letzten Stunden Mgebrocht, bie liefern Zeitpunkt Doanifgirtgai?' n»r gegen sieben von einem Kvanken- Exiud) nack Hause gekommen. Tonn atz ich tn met- - stbenb, -md m-cht-, <4 ropfsckmerzen hatte, noch emen Spaziergang. „Einen Spaziergang — motim. „ „In bte Felder außerhalb des Ortes. -„Sie waren dabei ällein?" ,,Ja — ganz allein." ,Unb Sie sind in Ihre Wo-hmmg zurück- gcke^rt, ohne jemanden begegnet $u femr „Wenigstens bann ich mich an keine Begegnung emtnern. . _. ... „Unb ime spät war es, als sie wieder tn Ihrem Hause eintrafen?" „Es war kurz vor bet Ankunft des Reulmg- fihen' LSagens." . Ter Amtsrichter blätterte m den vor ihm siegen den Akten. „Tatz Sie der Baldrian-'Arznei statt ber Dcor- ShMlötimg versehentlich einen anderen- giftigeren Am» Stadt und tand. Gleßen, ben 23. Tez. 1920 Die Zwölf-Nächte. Von ber Fülle bes Aberglaubens, ben das deutsche Voll aus ber Zeit seiner Urväter übernommen hat, ist besonders einer bis auf ben heutigen Tag erhalten geblieben: ber Glaube an die Zwöls-Nächte. Tiefer ©taube ist ein Rest aus ber deutschen Göttersage, nach welcher die Bewohner Asgards unter Wotans Führung mit Lärmen und Toben Umzug hielten, als „imitenbed Heer" durch einfame Wälder und Gebirge jagten. Wer den „Unholden" begegnete, mußte sich hüten, sie durch irgend welche Zurufe M erzürnen, dewi sonst ergriffen fte ihn schleppten ihn ein Stück des Weges mit sich fort und überließen ihn endlich in wildfremder Gegend feinem Schicksal. Tiefe Streifzüge der Götter versimibildlicksten den Kamps der Naturkräfte rn der rauhen Jahreszeit. Die Nacht des Winters ringt mit dem Licht des Frühlings, der Tod mit dem Leben. Da in den Zwölf-Nächten überirdische Kräfte walten, tarnt man einen Mick in die Zukunft tun. Daß die Träume dieser Nächte im Laufe des nächsten Jahres m Erfüllung gehen, steht noch heute bei manchen Leuten felsenfest. Auch die Witterung soll in dieser Zeit für die nächsten zwölf Monate vothildlich sein. Ursprünglich hießen die Zwöls-N ächte „reiben naht" — geweihte Nächte, später legte ihnen der Vollsmmtb allerlei andere Namen bei, wie Rumpeln ächte, Laßtage, billige Tage, krumme Tage. Meist bezeichnete man damit die Zett vom 35. Dezember bis 6 Iannar, in einigen Gegenden wird sie jedoch vom DhomaS- bis Dreiköntgstag oder trern 2. 6iS 13. Januar gefeiert. Für diese Zeit gibt es zahlreiche Vorschriften. So soll man selbst kein Holz spalten, aber den Armen im Walde nach Belieben davon abhauen lassen. In dieser Zett gebackenes Brot sättigt nicht und der Getreide- vorrat reicht nicht bis zur nächsten Ernte. Ferner soll man nicht spinnen, nicht über Kehricht steigen, kein schmutziges Wasser über Nacht stehen lassen, keine Wäsche aufhängen. Wer diese Gebote ber Zwöls-Nächte Übertritt, hat Unglück bei allem, was er tut, unb in fernem Hause erscheinen Kröten unb Frösche. • ** Gießener GemeinderSie am Großherzoglichen Hofe. Als Seitenstück zu dem in Nr. 298 des Gießener Awzeigers gemeldeten Zwiegespräch zwischen dem Großherzog und dem Bürgermeister Vogt teilt uns em Leser folgendes mit: Aus Anlaß eines Fannlienfrsttages im damaligen Großherzoglichen Hause hatte der Gießener Gemeinderat beschlossen, dec Großherzogin Mathilde eine künstlerisch ausgestattete Schatulle zu schenken und mit der Überreichung eine aus Gemeinderäten bestehende Abordnung nach Darmstadt geschickt. Die von dem Geschenk entzückte Großherzogin wünschte, nachdem sie die Schatulle äußerlich betrachtet, auch MW wech pn ßl. Kl I R. 18.60, UIP vivnMtk KlL U 18.00, M M6.MI bfleisch P. in temiperamentvoller Weise alle Mühe gab, ihren auf Abwegen gerate—n Sohn als unschuldig hrnzustellen. Kein gelinder Schrecken trerchsuhr bie 13jähri^' Erika W. in Staufenberg, als sie am 2. November l. I. beim Versuch, bie unteren Räume ihrer dtcr täten WohniM zu verschließen, plötzlich einen Mann aus einem ber Zimmer kominen sah, ber vorgab, er wolle um eine Tasse Kaffee an halten Es stellte sich heraus, daß er imbemrrft bas Hau» betreten unb 209 Mark in Papiergeld entwendet hatte. Er wurde zu 5 Monaten Gefängnis ber- urteilt: ein Mitangeklagter mußte freigesprochen wetten. Auf Berufung der Staatsanwaltschaft wurde bie gegen ben Gastwirt K. B. aus Frankfurt a. M. wegen Widerstands und BeleSngung eines Dolrzei- beamten vom Schöffengericht «kannte Strafe von 75 auf 500 Mark erhöht. Er hatte mr»ulässiger- weise in RobheiM v. b. £>., also in hessischem Ge- fna, Milch gehamstert unb war deshalb von einem Hilfsvoli-zeibea'mten angehalten worben. In ferner Erregung gab er diesem einen Stoß vor die Brust und beleidigte ihn. Der gteidifall-5 toegan Be- Iribtgimg angefiagte Metzger unb Landwirt R. zu Muschenhettn unb ent wen beten bei bttser Gelegenheit ehi Meib imb eine Bluse Am gleichen Tage versurt.leii fic in eine Arbeite hüt le bei Birklar einznbr«ck.»n, wurden über überrascht daraus urtternahmen alle drei einen EftibruchS- diebstahl hi einer Mühle bei Nieder-Bessingen. M. R. batte bereits bie Sckftbe eines Fensters eingedrückt, doch wurde ihre dlbsicht rechtzeitig entdeckt. Beide R imb berrits wegen TiebliahlS oor^ bestraft unb muffen ihre Straftaten mit je drei Monaten Gefängnis büßen. S. war beute nicht abzuurteilen. Der bereits vorbestrafte Arbeiter H. L. in Gießen entwendete Anfang Oktober 1920 einer in seinem Haufe wohnenden Familie 13 Säcke aus ihrer Bodenkammer und machte fü* zu Gelb Ehrlickier Arbeit aus bem Weg? g?l>enb, erfand er mit bem Schäfer H. W aus Salzböl>-n eineu Gaunettrik, um sich OKlbmittd zu ocridxiifen. Sie btadjitn in brci Filialgeschäfie der bieiigen Firma Teipel eine geringe Menge Kohlen, die fte an der Bahn gelesen hatten, ließen sich von der siilial- lettetiu ben Enrpfcmg beschönigen unb änderten die Bescheinigungen burdi Zusatz einer größeren Zentnertzahl ab In dem Hauvtgeschäst am Marktplatz zeigten sie sie vor und erhielten auf diese Weise einmal 200, das zwtitemal 150 Mk. für 8 und 6 Zentner?, obwohl sie nie mehr wie einen Zentner geliefert hatten. Beim dritten Berfuch wurden fie verhafte! Das Urteil gegen L. lautete aus 9 Monate Gefängnis wegen Diebstahl-, Urkundenfälschung mW Betrugs W. wirb später abgeurteilt. Der Diebstahl von Altmetall ber Firma Rothenberger in ber Nacht zum 20. Februar l. I. sand TtcuIc ein Nachspiel durch bte Verhandlung gegen den Schweizer M. F, der sich zur Zeit in einer anderen Sache in Haft befinbet, wegen Hehlerei. Er sollte bei bent Absatz bes Mtmetalls mitgewirkt haben, nrußt^ aber mangels Beweise- freigesprochen werden. Durch bas Schössengerickt BackRauheim wir ber Hausburschc H. P von Wetzlar uxgen Diebstahls von 4 silbernen Messern unb einer Laterna utagioa mit 21 Ratten zu 2 Monaten Grsängnis verurteilt worben Die Beruftuig gegen bieses Ur- steh kein Mensch mehr auf die Straße wagt. Beamte und Arbeiter weigern sich, am Nachmittag ihre Wohnungen zu verlassen, so üaß allgemach aua) das Wirtschaftsleben stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Gießener Strafkammer. Gießen, 21. Dez. 1920. Der Reservelokomotivführer O. K. aus Nibda war von ber Anklage, vier ber Eisenbahnverwaltung gehörige Eisenstäbe unb einen Eisenklotz ent» wen bet sonne eine kupferne Platte unterschlagen zu haben, mangels ausreichenben Beweises burch bas Schöffengericht freigesprochen worben. Auf Be- treiben ber Asriibcchnverwaltung legte bie Staatsanwaltschaft gegen bie Freisprechung Berufung ein, doch wurde sie heute trotz mancher Widerspruche K.'s über die Herkunft der Sachen zurückgewiesen: die Beweisaufnal/me war durchweg günstig für ihn. Am W. ÄUi l. I. trieben sich benHilfsarbetter K. R. aus Altenessen sowie fern noch jugemblicher Bruder Heinrich zusammen mit einem gewissen S. in Muschenheim unb Umgegenb bettelnd umher. & R. und S. kamen tobet in das Haus der M. St. FEE 00 u. 28.00 k mDateien Mm er Psund M. Ä.I er Psund M. KJ er Pfund M. 2|J Margarine'! aspe».».Pa • <> Kreuz-Drogerie August Noll Bahnhosstrahe 51 Fernspr. 405 empfiehlt als praktische Geschenke: Feine Seifen in allen Preislagen Parfüms, Kölnisches Wasser Zahnbürsten und Kämme Zahnpasta, Haarwasser, Hautcreme ferner: Kognak, Arrak, Rum, Südweinr Liköre u.Düsseldorfer Punsche Tee, Kakao und Schokolade Frankfurt a. M. u««>x HabemeineSprechstunden vom 24. Dez. 1920 bis 3. Jan. 1921 geschlossen. 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Es sind auch oiejenlgen^G.sangenen m das Lager zu brmgen, welche einen Revers oder Schein unterschrieben haben, daß sic erst mit einem späteren Transport in die Heimal befördert werden »vollen. Bon dieser Zurückziehung in das Lager sind nur diejenigen befreit, weich' eine zweifelsfreie, vom Kommandanten ihres Stemm lagers unterschriebene Bescheinigung in den Händen haben, daß sie als freie Arbeiter aus der Kriegsgefangenschaft entlassen sind. Eutlassungsbescheinigungen von Arbeiter- und Soldaten Räten ausgestellt, l)aben keine Gültigkeit. In Zweifelsfällen sind die Entlassuugspapiere der Lager- direklion Kassel Niederzwehren zur Prüfung einzusenden. _________A. B.: Pon l>N altern, Abteilungsvorpand/L._________ Betr.: Tic Verordnung, die Verfügung über Brennholz betr., Dom 10. Oktober 1919. An den Oberbürgermeister zu Gietzen und die Bürger-- mcistercien der Landgemeinden des Krei es. Tic voraussichtlich geringe Zufuhr van Hausbrandkohl. n macht es nvllvendig, auch im lausenden Jahre die amtliche Verfügung über das Brennholz trotz den entgcgeustehenden Bedenken aufrecht zu erhalten Tie Aussuhrungsbestimmungeu sind zum Teil geändert, die wesentlichen Aeuderungen teilen mir Ihnen nach- ftcljenb mit. Im übrigen empfehlen wir unter Hinweis auf unsere Bekanntmachung vom 18. Oktober 1919 — Amtsverkündigungsalalt Nr. 109 vom 23. Oktober 1919, sich mit den zuständigen Ober- förstercien w.gcn der Einzelheiten der Zuweisung in Verbindung zu setzen. G i e ß e n, den 20. Dezember 1920. Kreisamt Gießen. I. 93.: Dr. Heß 1. Zuteilungsmaßstab für die Gemeinden: 0,3 Festmeter auf jeden Kopf der ortsanwesenden Bevölkerung und jedes Stück Großvieh. 2. Verteilung unter die G^meindeangehärigen: Aus jeden Kopf der Bevölkerung und jedes über 3 Monate altes Stück Großvieh 0,5 Raummeter Schüler oder Knüppel, oder 0,6 Raummeter Stöcke oder 0,7 RaummeterReisknüppcl. Der Bedarf au Hausbrand ist nach Mö^l.chkeit mit Te.bhvlz, der Bedarf der »andw.rtschastlicl.m 93.triebe ist nach Möglichkeit mit Nichtderbholz zu beßi digen. 3. Reisholz wird, abgesehen von besonderen Fällen, nur noch als Knüppelreisig ausgearbeitet. 4. Ten Gemeinden kann auf Antrag eine Holzrücklage für Zuzüge im Laufe des Jahres sowie zum Ausgleich von Hünen bei der Versorgung von Kleingewerbetreibenden durch ______die Landcsholzstelle bewilligt werden._______________________ Betr.: lie Wohnungen der Staatsbeamten. An die Bürgcmneiitrrrirn der Landgemeinden des Kreises. Wir fehen uns veranlaßt, die Gemeindebehörden an unser Ausschreiben vom 22. April 1920 — Amtsverkündigungsblatt Nr. 54 vorn 26. April 1920 — zu erinnern, wonach die von einem 93eamten inn gehabte Wohnung nicht anderw.i ig vergeben werden darf, so lange der Di nstnachfolger nicht daraus verzichtet. Gießen, den 21. Dez mber 1920. ______________Kreisamt Gießen. I. V : Dr, Heß.______________ 93 e t r.: Zuckerverbrauchsregüung. An die Bürgtrn.eistereien der Landgemeinden des Kreises. Aus Grund des 8 2 der 93ekanntmachung vom 15. Januar 1918 (Kreisblatt Nr. 5) wird bekanntgegeben, daß für den Monat Dezember eme Sonderausgabe von Zucker in Höhe von 500 Gramm auf beit Kopf der Bevölkerung zur Ausgabe gelangt, die aus Oie Zuckcrmarken 1,1 und 1,2 zu je 250 Gramm = 500 Gramm bezogen werden können. ^.er Zucker ist möglichft vor den Weihnachtsfeicrtagen ans- zugcben. Mit Ablauf des 30. Tezember ds. Js. verlieren die Marken 171 und 1,2 ihre Gültigkeit. Wir beauftragen Sie, diese Berfügmtg sofort ortsüblich be kanntzumachen. Gießen, den 18. Dezember 1920. _________Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert._________ 93 e t r.: Vergnügungssteuer. An die Bürgermciitercien der Landgemeinde« deS Kreises -soweit unsere Verfügung vom 15. November 1920 Amts- verlundgungsblatt Nr. 168 vom 19. November 1920 noch nicht erledigt ist, sehen wir dir Erledigung alsbald entgegen. Gießen, den 16. Tezember 1920. __________Kreisamt Gießen. I. B.: Hem werde.__________ Bekanntmachung. Betr.: Karnevalistische Veranstaltungen. In letzter Zeit sind dem Ministerium des Innern wiederholt Gesuche um Zulassuiig von karnevalistisch n Veranstaltungen zur Entscheidung vorgelegt worben. Alle Eingaben wurden abschlägig beschieden. Das Ministerium des Innern läßt dies mit der Empfehlung zur Kenntnis bringen, Gesuckieii um Zulassung tarne* vallstisckier Veranstaltungen digemein mit Rücksicht auf den Ernst und die Not der Zeit die Gknelymiguiig zu verlogen Wir «und das Polizeiamt Gießen werben hiernach verfahren Gießen, ben 18. Tez.mtber 1920. ______________Äreisamt Gicßcn. I. V.: Weicker. Bekanntmachung. Betr.: Errichtung einer Müllerzwangsinnung für die Stabt und ben Kreis Gießen. Die Liste der Handw.rk.r, rvclchc an der Abstimmung über die Errichtung einer Zwangsinnung für das Müllergewcrbe im Lai.dkreis Gießen teilg.nommen haben, liegt während zweier Wochen, vom Tage des Ersch.inens dieser Bekanntmachung, auf der Registratur des Knisarnts Gießen in den üblichen Ge>chäfts- siuuden zur Einsicht und zur Erhebung etwaiger Einsprüche der beteiligten offen. Nach Ablauf dieser Frist angebrachte Einsprüche bleiben un berücksichtigt. Gießen, den 16. Dezember 1920. ________________Ter Kommissar. Weicker.________________ Betr.: Tic Ausnahme brr taubstummen Kinder in die Taub stuminen-Anstalten des Landes. An dtc noch r ckstniibiqrn Schnlvorstöndc des Kreises. Unter Hinweis auf unser Ausschreiben vom 5. v. Mts., Amtsverkündignngsblatt Nr. 163, sehen wir Ihrem umgehen den Bericht in obigem Betreff entgegen. Gießen, den 16. Dezember 1920. ____________Kreisamt Gießen. I. B.: Weicker._____________ Bckanntmachu ng. Betr.: Maul- und Klauenseuche. In Stockhausen ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestelll worben. Es wird gebildet ein Sperrgebiet, bestehend aus der Gemarkung Stockhausen. Das Beobachtungsgebiet bleibt unverändert. Unsere Bekanntmachung vom 25. August ds. Js. in Nr. 122 des Anitsverlündigungsblattes findet sinngemäße Anwendung. Zuwiderhandlungen gegen die erlassenen Anordnungen werden mit erheblichen Strafen geahndet, wenn sie wissentlich begangen sind, sogar auf Grund des § 328 des StGB, mit Gefängnis. Gießen, den 16. Dezember 1920. ______________Krcisamt Gießen. I. 93 : Weicker._____________ Bekanntmachung. Betr.: Erlöschen der Maul- und Klauenseuche. 1 In K esselbach ist die Seuche erloschen. Die Gemarkung Kesselbach wird aus dem Sperrgebiet ausgeschieden und dem Be obachtungsgebiet angegli bert. Tie Gemarkung Obenhausen scheibet aus dem 93eobachtungsgebiet aus. lüeben Daß rworr gereoei jem, oas ote außerire Dispannung von unS verlangen wirb. Wir »ollen uns auch fernhalten von mystischen Schwärmern und eilfertigen.Konjunkturschie- b-ern, die das Sichwiedervesinnen auf die see- y loschen Kräfte spiritistischen und okkultistischen Experimenten dienstbar machen. Wir wollen h utns besinnen auf ben Glauben an unsere \ Moduktive Kraft, die wir voll und ganz ! eemfehen müssen, um unserem wirtschaftlichen Elend ein Ende zu bereiten. Wir wollen unS gegenseitig in ber Hoffnung bestärken, baß wir Kraft unserer Arbeit uns aus ben Ab- grünben unserer Not wieder emporheben. Dir wollen die Liebe wieder zwischen Mensch unb Menschen treten lassen unb erweisen, daß wir selbst guten Willens sind, bamit auch der Gegner im politischen ober wirtschaft- I chen Kampfe guten Willens sein möge. Wenn wir mit solchen Gefühlen die erste H, Friebens"-Wcihnacht in uns Icbenbig wer» y den lassen, bann mag ber Christ auch in uns , neugeboren werden. Dann werden wir an . ums inne werden, wie es in einem alten ' kdippenspiele heißt: „Das ewig Licht geht da herein, Gibt der Welt einen neuen Schein. Es leucht wohl mitten in der Nacht Und uns des Lichtes Kinder macht. KyrieleiS." Cme deutsche IMc an den General Holtet Berlin, 23. Tez. (WTD.) Dem Vorsitzen, tem deS interalliierten UeberwachungSa iS - chusses * hr daS Landler, General N o 11 e t, würbe fol* «mdc Note des Auswärtigen Amtes übergeben: Berlin. 22. Dezember 1920. Herr General! In Ihrer Notc vom 11. Tezember wirb die Lufsassung vertreten, daß die deutsche Regierung p i c u t) i | u,' t n V i i » iv c v 1 l iciii uic oc t* fügung dcs Obervräsidentan vom 7. August, durch die diese Orga?-iÄrion gestitaften wu be, tarne 93er* binbung mit ben militärischen Stallen vor. Indes waren m ber Dat beim Stabe ber ersten Tivision nach ber am 10. November in Geltung getretenen Tienstei Teilung Offiziere be'rimmt, die für ben Fall, daß die Ortswehr autgt boten und zu einer Aktion emgesetzt werden müsse, durch b-.e Zivilbehörden Skrbtntnmg mit ihnen halten sollten. Tiefe Bestimmung ist letzt aurgr^oben worben, so daß nur noch die Zioilbehörden aut die Art ber Verwendung ber Orts- und Gre?-»vhr Emflutz auSübcn tonten. Die aus ber Verbindung ber bayerischen und ostvreuhischen Wed en mit ber Reichswehr her geleiteten Bedenken dürften htermU in Wegfall gekommen fern. In ber Nota vom 11. Dezember heißt eS: Die Aufrechterbaltung ber Se!bi¥(fawrganiiatio- nen nach ihrer @ntnxrfhnrnn la'se ckch bu-cb rein innere Zwecke nicht rechtfertigen, da sie. ihrer Waffen beraubt, nicht mehr wirksam zur Aufrechterhaltung ber Ordnung beitragen könnten. Die G’-twaffning ber Selbst chutzorganisotionen, wozu Deutschland nach bfm Protokoll von Soaa verpflichtet ist, hat jedoch cbmw w« im allgemeinen die Entwasn'ung der Bevölkerung, nur in ber Abgabe ber Knegswafsen ?u bestehen. Auch trägt schon allein ber Zu'ammen ch uß zumSelbst- sckmy und die Gewißhe.t. im Falle ber Not auf den Nachbar zählen zu können, viel dazu bei, das Gefühl der Uniidierbfit. unter dem die 9k- DÖlTeruna leidet, zum Schwinden zu brrnnen. Die ix der Note geäußerte Befürchtung, es könnten andere deutsche Länder oder Land es teile für sich diese Ausnahmestellung ebenfalls beansvruchen, bi? Bauern und Ostpreunen hinsichtlich der Entwaffnung der Wehren cm- nehmcn sollen, ist nicht begründet Für die übrigen Teile des Reiches wird be ücrtrag5mämi iugetagte Entwaffnung der Selbst chutzorganiiatioi'en m nächster Zeit durchgefühn sein. Nur tn Bayern und Ostpreußen gestatten es die dort beitebenben besonderen 93erb-ilhtifie, we sic m b^r Note Dem 9 Tezember eing'benh dargesteltt sind, mmt, mit der gleichen Schnelligkeit oerzugeheu Lte An- nähme, daß die Io m m u niftn cbe «esahr, wmmg ort inayen Walsen ber ^elbstl cyutzovgani- fationen ist im Gange. Die deutsche Regierung wird auch weiterhin alles tun, um die in ihrer Note wnt 9. Detern bet angegebenen Termine innejubaften. Sie hat keinen Grund, bar an zu zweifeln, baß es ihr gelingen wirb. Der Weg, ben sie bei ber ganzen Entwafs- mmgSaktion eingeschlagen hat. War ber einjige, ber nach Sage ber Verhältnisse zum Ziele führen konnte. Sie hofft, daß sich die alliierten Regierungen dieser Ei kenntnis nicht verschließen Werden. Genehmigen Sie, Herr General, den Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung. gez.: Dr. Simons. ♦ Eine sr«n;ösifche Besck»ver>enote. Berlin, 23. Dez. (DTB.) Gestern wurde dem Auswärtigen Amt von ^em französischen Botschafter eine Note der französischen Regierung überreicht, in der Beschwerde über die Einstellung der deutschen Ausgleichszahlungen er- ! hoben und die Einstellung als eine Verletzung des Friedensvertrages bezeichnet wirb. Demgegenüber fei darauf hingewiefen, daß sich die Reichsregierung bei ihrer Entschließung aus eine Bestimmung des Friedensvertrages stützte. Artikel 251 gibt Deutschland das Recht, den Vorrang der für feine Versorgung mit Lebensmitteln notwendigen Kosten vor den übrigen Leistungen aus dem FriedenSvertrag in Anspruch zu nehmen. Vtriechenland unb die Entente. Athen, 23. Dez. (Wolff.) Der Chef der britischen Marinemission, Kelly, der an keiner Feierlichkeit anläßlich der Rückkehr König Konstantins teilgeuom- men hatte, wurde gestern unvermutet zu König Konstantin berufen, der ihm den Großkordon deS ErlöserordenS überreichte. Gemäß den Instruktionen seiner Regierung setzte Admiral Kell^ die griechische RegiLrung Srcitag, 21. vezembcr 1920 von Xwje.gc'i für b.t logesnumrrft bi» jum Diccbrndtag ferner ebn# j Platz, vorschrin 2D*, Lusichiag. K Hanplschrtl Neuer Äug. Goetz 'Verantwort ftr ‘Politik: .lag Goetz; für ben übrigen 4eil Dr. fletnhalb ßenj; fftr den ÄwjeiAenteil: fi Neta, kl: 5chn!ftraße 7. sämtlich in Gießen. von in Kenntnis, daß er zu seinem Beuern die Auszeichnung nicht a n - hmen könne, und sandte sie zurück. Die a n z ö s i s ch e Mission, die von der Ab- )t deS Herrschers iuitcrrid>tct worben uxir, n Kommandanten der franzojischen Mili- rnission, General Grammae, den Korbow Z ErlöserordenS zu übermdfeu, hat ber eck;ischen Regierung mitteilen lassen, sie ige von diesem Schritte Abstand nehmen Bismards „Sedanten und Erinnerungen". B e r l i n , 23. Dez. Laut Urteil der vier» ZivUkammer des Landgerichts Berlin I der Klagefache des Cotta-Berlags wegen eigabe der im dritten Bande der „G e d a n* nund ErinnerungendeS Fürsten ismarck" enthaltenen Briefe des Kaisers cd die Klägerin mit ihrer Klage abgewiesen. der heute mittag erfolgten Verkündigung i Urteils wurde betont, daß der Gerichtshof ar das Persönlichkeitsrecht des Kaisers auf ic Briefe an Bismarck verneine, ihm aber 3 Urheberrecht an diesen Schriftstücken zu- >illigt habe. Vern Uekche. Ine Zusammenkunft der Finanzminiftrr. B e r l i n , 23. Der. (Priv.-Tel.) Wie ver- iebene Blätter wissen »vollen, wird kurz ch Neujahr eine Zusammenkunft aller ttscben Finanzminister in einer süd- rtschen Hauptstadt, voraussichtlich in :uttgart, ftattfinben. r Schutz (K6eu die Zwangsvollstreckungen. Berlin, 23. Dez. (Wolff.) Der Schnhi ;en die Zwangsvollstreckungen rbe nach der Berordnuna vom 16.6.1920 i 1.1.1921 ab laufen, durch das in der tzung des Reichstags am 17. 12. beschlossene setz, dessen Veröffentlichung im Reick)S- etzblatt oevorstehl, ist indessen dafür Sorae -ragen nxorben, daß ben Kriegstcil- hmern auch noch für ein weitere» hab- 3 Jahr, also oiS zum 1. 7. 1921, der Schutz jen die Zwangsvollstreckungen zuteil wirb, e sachlichen Voraussetzungen für die An- ndung dieses Schutzes sind dieselben ge- eben. Es tritt aber eine Abänderung deS rfahrenS insofern ein, als ab 1.1.1921 die Ustreckung nickt mehr der vorherigen Be- Uigung durch das Vollstreckungsgericht beet es vielmehr Sache des KriegStmlneh. rs sein wirb, nach Beginn ber Voll streng seinen Anspruch auf bie Gewährung, i Schutzes durch Einspruch geltLud zu chen. 2lu» Hessen. Vorlagen in der Kammer. Darmstadt, 22. Dez. Ter Abg. Nuß r.) har an die Regierung eine dringliche Amre gerichtet, in ber er um Auskunft ersucht, ..~iin bie Auszahlung derBesatzungSzulage an bie hessischen Beamten des besetzten GebietrS seitens ber hes.ischen Regierung zu erwarten ist unb 2. ob Die Besatzungszulage m Hef en ebenfalls wie in anderen Ländern rüdwirflenb vom 1. Januar 1920 bezahlt wirb. Der hessischen Volkskammer üft taeitar zuge- gangcn bie von dem Ausschuß fertigjcftellte Regierungsvorlage, betr. oen Enkwuri eines Gc- leyes über ba5 Verfahren bei ber Volksabstimmung. Das hessische Finanzministerium läßt der Kammer eine Regierungsvorlage zugchen, nach der es infolge der in Ulrichstein berr'rirnbeni Wohnungsnot nicht möglich ist, für bi' beiden dort flatronierten Gendarmen geeignete Wohnungen in Prioathäusern zu finden. ES ist ba'ier erforderlich, bas bisherige Bezirkska'senaebaude, welches durch Au'hebunq dieser Kose frei ^e» morden ist, für zwei Genbarmenwoh-'ungen ein* zurichten Mit Rücksicht au; die Dringlief)fHt follm die erforderlich n Her'r-l ungs- unb E-gänzungs- arUiten, die 30 700 Mk. Kosten veru-lachm. alsbald vorgenommen und zu iächst vor'ng wecke bis tur G-'nehmigunq des Staat "voran ch'ags 1921, in welchem sie angefordert werben sollen, bezahlt werden. Ter Abg. Wittmann unb 26 weitere fonal- demot.atjsche Mncnrdneta stallen eine i d'ing'ichen Antaag an den Landtag, betr b:e Nnr -aUtnng unb NeuberauSgabe der gesamten Schul- und Lesebücher. Em? dringliche Anfrage deS Abn Dorsch betrifft Woh -ung-schwier-gritm und ^mang‘ein* mietung au' ber Grude ßubwig^boiming. Ein Antaag ber Abg. Frau Balser u_ Gen. erfurbt bie Regierung. 4i ve^anlas'-m. ho6 den Fronen Ne ver'a'siM"S'nSs'ig g'tai!:Tfei"*e*-nt Reckre au' Gleichstellung fetfiglitb ber Besoldung, An''taflung nfw. g-wahrt htarbm. Die E^bö'ung ber Gebühren her OrtS- a erlebte wird von bem Abg Köhler bean- tannt- hcrfrfbe Abg-orbneta 'ordert auch .Ku"se ffir D--rkunta'r cht in den Volksschulen im neuen StaatsvoranscÄag. heute frisch gebrar wj» g garant. reinschmeck« per Pfund 30 M« HabemeineSprechstunder vom 24. Dez. 1920 bis 3. Jan. 192 geschlossen. Zahnarzt Fischei Seltersweg 77. Heinrich Driesch Seltersweg 70. ist rwgTw^.11— ■e ausg:brochen. Die er- forderlichen Sperrmaßnahmen wurden angeordnet._________ Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Gießen. Tie Maul- und Klauenseuche ist in Gießen weiter in folgenden Gehöften amtlich festgestellt worden: 1. An dec Hardt Nr. 1 (Unionbrauerei), 2. Erdkauterweg Nr. 45. Die Sperrmaßregeln sind angeordnet. Wir weisen erneut auf unsere Bekanntmachung vom 24. August ds. Js. (Amtsverknndigungsblatt,Nr. 121) und die Bekanntmachung des Kretsamts Gießen vom 25. August ds. Js. (Amtsverkündigungsblatt Nr. 122) hin. Zuwiderhandlungen gegen die erlassenen Anordnungen werden mit hohen Strafen geahndet, und zwar, wenn sie willentlich begangen werden, gemäß § 328 RStGB. mit Gefängnis. Gießen, den 19. Dezember 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. Bekanntmachung. In der Zeit vom 1. bis 15. Dezember 1920 wurden in hiesiger Stadt gesunden: 1 Peitsche, 4 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Geldschein und 1 Wagen Hemmschuh; verloren: 1 goldene Damenuhr, 1 silberne Uhr mit doppelter Doublekette, 1 silberne Tamen-Armbanduhr, 1 silberne Herrenuhr mit Bierzipfel, 4 Fünfzigmarkscheine, 1 B.ief- tasche mit 1300 Mark, 1 goldenes Armband und 1 Brieftasche mit 50 Mark und Ausweispapiere. In der Zeit vom 1. Oktober bis 15. November 1920 wurden im Stadtthealer dahier gefunden uni) hier abgeliefert: 1 Opernglas mit Futteral, 2 Theaterbeut.l, 2Portemonnaies mit Inhalt, 1 Zwicker, 1 Brosche mit Bild, 2 Paar nno 1 einzelner Handschuh, 2 Stöcke, 9 Taschentücher unh 1 Lorgnette. Tie Empfangsberech'ig'en der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns gellend' zu macken. Tie Abholung der gefundenen Gegenstände kamt an jedem Wochentag von 11—12 Uhr vormittags und 4—5 Uhr nachmittags bei der unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr, 1, erfolgen. Gießen, den 15. Dezember 1920. Polizeiamt Gießen. La u te s chl ä g e r. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Ettingshausen; hier: die Arbeiten des III. Abschnitts. Mit Entschließung vom 23. November 1920 hat das Hess. Landcsernährungsamt, Abteilung für Landwirtschaft, den Zutei- lungsplan der Gemarkung Ettingshausen auf Grund von Artikel 36 des Feldbereinigungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Juli 1906 für vollziehbar erllärt. Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt der Ausführung (Eigentumsübergang) den 1. Januar 1921 und überweise hiermit nut Wirkung von diesem Tage an den Beteiligten die neuen Grundstücke, soweit nicht besondere Anordnungen g.'troffen sind. Die Uebenoeisung erfolgt unter folgenden Bedingungen:, 1. Meliorationen können auf den neuen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden. 2. Die beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen, Gräben oder aus sonstigen Gründen innerl-alb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. Em hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bzw. zugeschrieben. Friedberg^ den 29. November 1920. Ter Hessische Feldbereinignngskommissär. S ck n i 11 s v a b n, Regierungsrat. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Rabertshausen; hier: die Arbeiten des 111. Abschnitts. Mit Entschließung vom 20. November 1920 hat das Hessische Landesernäbrungsamt, Abteilung für Landwirtschaft, den Zutei- limgsplan der Gemarkung Rabertslwusen auf Grund von Artikel 36 des Feldbercinigungsg.'sttzcs in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Juli 1906 für pollziehbar erllärt. Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt der Ausführung (Eigentumsübergang) den 25. Dezember 1920 und überweise hiermit mit Wirkung von diesem Tage an den Beteiligten die «neuen Grundstücke, soweit nicht besondere Anordnungen getroffen sind. Tie Ueberweisung erfolgt .unter folgenden Bedingungen: 1. Meliorationen können auf den neuen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden. 2. Die beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage pon Wegen, Gräben oder aus sonstigen Gründen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bzw. zngeschricben. Friedberg, den 1. Dezember 1920. Ter Hessische Felvbereinigiingskommissär. Dr. Sann, Regierungsrat. Druck der Brübl'stden und Steinbindurri. N ßacqt, bekannter Güte zum Weihnachtsfefte in B* K A auf- Packungen zu 10, 20, 25 und 50 Stück von 00 wärts Alleinverkauf für Gießen der sehr vorzüglichen Zigarillos in Packungen zu 20 und 50 Stück Rosenspende Frauenlaune Frühschoppen 35 Pf. 40 Pf. 60 «pf Liebeslohn HerremvMe 55 Pf. 60 Pf. ElfterfiStchen Elster* Elster** Elestra 50 Pf. 60 Pf. 70 Pf. 80 Pf. Zigaretten erster deutscher Firmen in Packungen zu 10, 20, 25, 50 und 100 Stück, ca. 150 Sorten. Grohe gediegene Auswahl in Pfeifen, Tabaken, Zigaretten- und gigarren-Spitzen. Besonders preiswerte weisB^tunwo1^1 Kinder- weiß, mit bunter Kante. . M- 3.00 Taschentücher weiß, Batist, mit Hohl- aaum • M. B«85 i«*c Ich war kahl! Notar-Urkunden beweisen 30j3hr. erfolgt. 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