erscheint iä ier schlagen zu sein. Aber es kann noch schlimmer kommen, unZ) man mutz auf der Hut sein. Hierauf raurbe als em» umfänglich fe'tgestcllt. Nalionalvcrsammlung unbedingt eimb.Woms atkles brcvokateuren". Somit scheint das erste Ge- wtri,Äaftsmrm.fter zu bcauftragm, aui der rum b? klagen, wenn sich jetzt eine grob" Abwege gen Großbritannien in Asien auÄr-nten niclrt gung rtnrb. nr. 221 Dec -lehrner Lnzriger teknnö Stint egenden Vrbfnlmui emltniibtncn Nu n bttinträtbtw < , Evanotrasl. R» durch t'tnt »uv t tauxt» Slaltoropiir» lentUtbt Sur Ä /<- n. brrch die Organe der Arbeiterschaft", das väre ja bereits die terroristische Herrschaft des Proletariats. Daß es dahin kommen soll, Äglichst bald und gründlich, das zeigt der ktzle Punkt des kommunistischen Aufrufs: Schaffung politischer Arbeiterräte! Also die vvwjetbildung, der Kampf gegen das Parla- ?ttnt und gegen die demokratische Staatsver- toffung. Trotz aller politischen Sorgen, mit denen nieder winterlichen „Saison" entgegen gehen, Dirkt es doch beruhigend, daß die Radikalen "Nit chrer neuen Bewegung auf den geschlosse- ^en Widerstand der beiden anderen sozialiftt- wtn Parteien stoßen. Die Unabhängigen und Ivar auch für die Freilassung der Weißenseer Missetäter, aber ihre Parteileitung erklärte ausdrücklich, „daß heute nock) nicht der Tag ^kommen ist, nm diese Forderung durch eine ^waltiae Massenaktion zu erkämpfen". Und :.^Mebrheitssonaldemokratie warnt ernst- M vor den „kommunistischen Spitzeln und des Kzftnnetts Ein wir fch"f spo i i'cher KeLin-tts^at. Berlin, 22. Sept. (Wolff.) Nack, einer Meldung der „Voss. Ztg." bildete sich ein wirtschaftspolitischer Kabinettsrat, dem der Wirtschaftsminister, der Ein Bruch zwischen England und Rußland? Moskau, 18. Sept. (Funkspruch.) 21 o n b George hat die vckiischen Verba'd^imgen mit Rußland abgebrochen. ES dar, si^ diher i NkMl. MA.) N en« ltdvn «sog! m ml Minm, bcß tiitt a ’ Wirte, inwo Ltznm m >ebot in bl« 2ub verabschiedeten Steuergesetze Finanzminister, der Schatzminister, der Ar- beitsminister, der Verkehrsminister und bei Ernährungsminister angehöven. Das Blatt meldet, daß dieses WirlschaftSkabinett gestern seine erst» Sitzung abhielt. Tie Bcsatzungstosten im Rheinland. Ra riS, 22. Sept. (Wolf,) Aus eine Anträge des Senators Faurmcnt nach der tzöl>e der Be- satzungskoften im Rheinland und der Don Teutsch'and dafür geElen Entsä>Ldiguug antivortctt der Finanzminister, daß die BesatzungS- toften bis Ende März 1920 1,8 Milliarden Franks betrugen und daß von Deutschland bis zum 31. Jul» d. I. 1 388 047 285 Mk g jablt wvrdeu seien, was einer Summe von 402 800 530 Franks ent|paed>?. Die vocabstimimmg in $rantrcl(f). Paris, 22. Sept. (Wolff., In der hcuttgen Vorabstimmung entfielen von 813 abgegebenen Stimmen aut Ministerpräsident Miller and 528, aut den ScnatSpräsiden'en Leon Bourgeois 113 und au, den Kammerpräsidenten Peret 157 Stimmen. Die übrigen Stimmen nxiren zersplittert btto. es nMrv.n weiße Zettel abgegeben worden. Damit ist Millerand ils alleiniger Kandidat für die Präsident- sck>aftSwal)l ausgestellt. Millerand alleiniger Kandidat. Paris, 23. Sept. rWTD.) Havas berichtet: yftlch Schluß der Vollsitzung empfing Millcrand seine M inister-.'llegen sowie ytffl reiche Senatoren, um ihre Glückwünsche en g-^enzunedmen. Später versammelten sich die Mitglieder der Kammer im Senolsgebäude. Rach! deni „Echotdc Paris" neigte man in spater Abendstunde mehr der Bildung eine§ vollkommen neuen Kabine t t s zu, in dem nur einige der gegenwärtigen Minister verbleiben sollen unb an dessen Spitze Briand stehm würde. Das Blatt setzt aber lnnzu, t-aß jede Voraussage in dieser Hinsicht unmög- lich sei. wütiger Wille daß die von Abbau der bisher genehmigten Stellen, erneute Rachprüfung des Bedarfs in den ein-einen Ressorts unter Anwendung besonderer Kommis'äre oder sachverständiger Bnuftmfter des Finanzministeriums, schöner und besÄeunigter Abbau der bestehenden Kriegsvrganisationen, insbesondere der Kriegsgesellschaften und Kriegs stellen unter Mitwirkung und Mitkontvolle des R.ichriinanzmuu- steriums, schleunig.' Abwicklung der Kriegsfonds und Abbau der noch bestchenden Ste len des alten Heeres. Tas ReichssinanzMinisterium roirb bar> über beim Zuiammmtritt des Reichstages so,ort eine Denkschrift vorlegen: Zusammen egung aller Organisationen, welch' gleichen Zwecken dienen: ein beionbrrer Kommis'ar vom Reichs inanzmrrn- sterium wird alsbald bi? Zusamm n.egungsarbei- ten einleiten. Tas Reichskabinert ist der Auffassung, daß die Beserrifung des Fehlbetrages von 16 Milliarden bi der Eiien- b a h n imd 2 Mil! iarden bei der Post mit allen Kräften angestrebt werden muß. lieber die notwendigen und b refts in Angriff ge?-ommeneu Maßnah" en machte der R-'ichsve te r?mrr.i V" cm- gehende Mrtt'ckmig-n Sch ießlich trat das “o'.v’e-t in eine Erörterung der S o , i ai sie r un g s- fragen ein imb b sch oß ein'.i nmig, den Rcrchs- Drr Weißenseer Knmmunistenprozeß. Berlin, 22. Sept. (WB? Im Weihen» feer Kommunistenprozeß wurden die Ablehnungsantrage der Verteidigung als ilnbegrün- dct erklärt. Tic abermals vom Verteidiger beantragte Prüfung, ob das Gericht zuständig sei, lehnte das Gericht ab, ebenso einen Antrag des Staatsanwalts aus Ausschluß der Oeffent.ichkeit. Tic Vernehmung der Angeklagten zu ihren persönlichen Verhältnissen ergab, daß der ziveftc und dritte Angeklagte Hilssschu en besuchten. T-or zweite Angeck.agtc Bann gerade feinen Raman schreiben, der dritte muh statt der Namensunterschrist drei Kreuze machen. werd« v * I i I I ' I Linien. tag. I s ledtf Wn 2 fl Oktober bü tnetal ine über Bvli«, I m mit -igislD« | nni? ItiertaühnitÄ ’ bet Fl kN Ländern bnngf] titerbttttgaig. B-l Wie dar,Zn» 8 «sprechung mute J ter gehabt Dieft» ■ «Mung, den LvM ^huny zu gebe», ji t etnemunparik, ■ w untertmrita. 5 ■ llie eine dwhnb Tldrung ab, daß te letzte Hoffnung ig nfl, i*t der toriie- Genchtlicher Nachspiel zur Entfernung Perzahne von der französischen votschast. Berlin, 22. Sept. (Wolff.) Vor der Strafkammer deS Landgerichts I wurde heute gegen den 2ljährigen Rohrleger Paul Krzeminski verhandelt, welcher am 14. Juli die französische Fahne vom Dach der französischen Botschaft auf dem Pariser Platz entfernte. Der Angeklagte sagte aus, er hätte sich über daS außerordentlichheraussordernde Bell e h m e n französischer Offiziere und Zivilisten erregt, die mit ihren Damen vom Balkon der Botschaft aus der auf dem Platz angcsammelben Menge höhnische Bemerkungen zuriefcn. In der Menge fei rine sehr erregte Stimmung entstanden. Er beftreit“, daß er für die Tat Geld erhalten habe ober angeftiftet worden sei. Mehrere Zeugen sagen ähnlich auS. Der Staatsanwalt beantragte neun Monate Gefängnis. Das Urteil lautete auf 500 Mark Geldstrafe. Der Angeklagte Hot, wie die Urteilsbegründung ausführt, nicht aus eigennützigen Motiven gehandelt, auch nicht, um das Deutsche Reich in politische V-wlegenheften zu bringen, sondern in höchster Erregung. Das Publikum sei durch das Verhalten der Franzosen fahr gereizt worden. ert alle Jle, Holz, Metall armor .Uerpu|vcr. ,(be«. ladustru. Herdpu& rhillto11' Ddsseluujl ’’ §ii-und S-sodi - finanziellen Lag? und die We.terdehrublung der W.rtschaft^fracvn erwlgt im Wi.tscha t ausschuß les Reich^kabimetts, der Freitag die programmatisch? Beratung forts.'tzcn wirb. Tie ober- schlesische Frag? hat bas Rcichskabinett heute nicht beschäftigt. Die Angabm eines MittagS- b'.attes, die von einem neuen, vom Reichsminisrer Dr. Simons auSgeacbcit ten Plane für Ober- schlesien wissen wollen, finb vö.lig unzutresferrd. Rcich-minister Dr. Wirth über die Finanzlage. Berlin, 22. Sept. (WTB) In der heutigen Sitzung deS R-ichskabinetts führte Reichsfinanz' mintfter Dr Wirth aus: Im Jahve 1919 stellte die Reichöfinanzver- waltung einen Haushalt auf, der den.ordentlicl)en Einnahmen und Ausgaben nach ein Soll in Höhe von 16,8 Milliarden hatte, ferner außerordentliche Einnahmen und Ausgaben hi Höhe von 47,2 Milliarden, somit gesamte Einnahmen und Ausgaben mit 63 Mickiarven. Der Vorarischlag für 1920 sieht, wie er jetzt dem Reichstag zirgeht, Em- nahmen imb Ausgaben in Höhe von 398 Milliarden vor, wobei allerdin-gs zu berücksichtigen ist, daß diefenigen Reich.e-nnahmen aus Steuergesetzen, von denen ein Tcii den Ländern und Gemeinden zufällt, mit dem vollen Aufkommen in der Einnahme und mit dem an die Länder und Gemeinden abzufühvenden Bet-agc von 9,4 Milliarden Mark m der Ausgabe nach)eiviesen sind, so daß nach Abzug dieser Summe die eigentlichen Ausgaben des Reiches sich in dem ordentlich n Etat auf 300f 4 Milliarden belaufen. Der mi her ordentliche E at sieht Ausgaben in Höhe von 39,7 Milliarden Mark und Ennahmen von 2 Mi färben vor. hat also ei ten Frhlb trag von 37 Milliarden. In diesen Zahlen sind die reichseigenen Betriebe, Eistnbahn und Post, nicht mit cn'haltm., für sie wird vielmehr ein besonderer Haushalt ausgestellt, bei dem jetzt für die Reick>seisenbahnrerwal1ung ein Fehlbettai von über 16 Milliarden, bei der Post ein Fehlbetrag von über 2 Milliarden seststeht. Bei den Ausgaben sind int außerordentlichen Hauslxckt allein Aufwendungen aus Anlaß der Turchführung deS Friedensvertrages und seiner Vorvertriige für das Rechnungsjahr 1920 mit 25 Milliarden vorgesehen. Dazu kommen noch die ftnanzbetlen Anforderungen an das Reich für Entschädigungen an Reichsangehörige aus Anlaß dos Friedensvertrages, welche geschätzt werden auf 17 Milliarden für die Abtretung der deutsch?n Handelsflotte, auf 90 Milliarden für dir Liquidation deutschen Eigentums im Auslände, auf 10,5 Milliarden für die Ablieferung von Kriegs- gerät usw., auf 13,5 Milliarden nach dem Kriegs schädengesetz vom 3. Juli 1916, sowie nach den in Dorbereftungobeftnblichen Kriegsschäbengesetzcn für Sckvden int Ausland, in ben ehemaligen deutschen Schutzgebieten usto. Die Gesamtsordermm für Entschädtgungen an Reichsangehörige infolge des Krieges beläuft sich demnach auf 131 Milliarden, wobei das in ben letzten Wochen erfolgte Sinken des Marpvertes noch nicht berücksichtigt ist Rich! eutballen sind in diesen Zatz.en cri Summen, die das Reich für Lie ferungen und Leistungett zti vergüten hat, die als Wicoerautmachung im Sinne des Friedensvertragfs an bie einzelnen Ententestaaten bewirkt wuften und wefter brivirtt werden und deren Gesamihöhe iid) überhaupt noch nickst absehen läßt. Es ist deshalb nickst zu verwundern, daß die schwebende Sckwld d?s Reiches gewal ig in die Höhe geht unb daß ihr Amvackste?; und die damit verbundene Papierflut lawirenhart ber-rivstnet werden nuifj Die schwebende Schuld be-?> Reiches ist im Jahve 1920, und zwar bis zum 18. September um 47,5 Milliarden getoadri n Die Gefam sckiuld beträgt 242,7 Mi'liarden. Diese Zahlen rechtfertigen wohl das Urteil, daß unsere Finanzlage mehr als ernst bezeichnet werden muß. Man darf sich deshalb nicht verwundern, daß der Reichssinanzmimf^r der Erlediguna der Besoldungsordnung, die neue große dauernde Lasten bringt, mit der allergrößten Besorgnis entgegensieht, vor allem dann, wenn festzustellen ist, daß allein die Rrichsrisen- b ahn Verwaltung einen Zuschuß von über 16 Mill liarben in diesem Jahre erfordert. Tas Besoldungsgesetz Dom 30. April 1920 erfordert an Grundgehältern, Lrtszuschlagen unb Teuerungszuschlägen fnach Turchschnittssätzen bereckM-.-t jähr lick, 9,9 Milliarden. Tie Mehrkosten einschließlich dessen, was die Nationalversammlung noch zugefügt bat in Höhe von rund 2 Milliarden, betragen 7,8 Milliarden gegenüber der früheren Besoldung. Ter jetzt zur Entscheidung stehende So genannte Referenten vor schlag, der übrigens im Benehmen mit allen Ressorts und den Bcarnten- organifationen zustande kam, erforbert eine Mehr- aufwendung von 824 Millionen gegenüber dem Geriet» vorn 30. April. Die jetzt noch geäu^rten Dünsche be£ Beamten würden noch der Berechnung des Reichsfinanzministeriums eine weitere Mehrfvrderung tx>n wiederum 863 Millionen rund bedeuten, wobei diesen Wünschm gegenüber noch in Betracht kommt, daß Tie auch in den Ländern und Gemrinden wiederum zu neuen Forderungen führen müssen ujtb ebenso Rückwirkung auf bie Tarifverträge der Angestellten sowie der Reimund Staatsarbeiter äußern würden. durchgeführt werden. Keinerlei AbsckstväckMng der Steuergesetze ist beabsichtigt, ins^sondere gilt dies von dem R e i ch s n o t o p f e r. Ein Gesetzentwurf, der auf der Grundlage des Reichsnotopfers einen er» l-ebtichen Teil de-s Ergebnisses alsbald dem Reiche zuführen soll, wird mit Beschleunigung ent- gebracht werden. Das Reichsftnanzministerium wird bem Rrichstag sofort nach seinem Zusammentritt Rachveisc über den ge?enroärtigtn Stanb der Steuerveranlagung imb Erhebung geben. Die weiteren Erörterungen über die prog-rammatischen Tarlegungen des Reichssinanzministers führten zur vollen Einmüttgkeit hi dem Beschluß, die Steslung tvs Reichsfincrnzministers im Reichskabnett zu stärk?n imb seinen Einfluß atf die Fmanzge» barung des Reiches zu erroeitem.. Dieser Beschuß wurde mit Rücksicht darauf gefaßt, daß eine im» bedingte Notwendigkeit besteht, zur Skrmeitwtg des Zufammenbinchs unserer Finanzen einen Stillstand und womöglich einen Abbau in Reichsausgaben herbeizuführen und alle Mittel zu ergreifen, um der weiteren Geldentwertung zu Begegnen. Heber folgende Grundsätze wurde ebenfalls Einstimmigkeit herbeigefübrt: In den ordentlichen Etat 1921 sollen grundsätzlich keine neuen Ausgaben eingestellt werden. Eine systemattsche Einschränkung der bisherigen Ausgaben ohne Unterbindung des Ausbaues von werbenden Anlagen soll in allen Etats duvchzeführt w?rden. Neue Beamtenstellen sollen nicht geschaffen werden. Wefter wurden beschlos'en: größte Sparsam- leit auf persönlich m und sachlichem Gebiet bei schärfster Nachprüfung aller Ansätze, bei Kürzw.rg dirrch das Reichsfinanzministerinm, fortichrritender 0 Mr. 1 w L«k«r KL Hits dem Neicbe Ein srnnzösischkS Generalkonsulat in Stuttgart. Stuttgart, 22. Sept ^Wolsf.) Wie wir hören, beabsichtigt die französische Regi-'rung zur Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Bezichimgen einen Generalkonsul in (Stuttgart zu bestellen. Nach Artikel 279 des Versailler Vertrages bat die Reichstegierung (Auswärtiges Amt> demselben die Genebmiguna ohne tveiteres zu erteilen. Auch in anderen Städten Deutschlands z. B. Frankfurt a. M. und Karlsruhe, sind seit dem Friedensschluß ftanzösische Konsuln wieder bestellt worden. Vor dem Kriege war Frankreich durch einen Kmrsul unb einen Vi^konsul in Stuttgart vertreten. Mit der Frage eines diplomatischen Vertreters hat die Errichtung eines Kwn- strlates, das vielmehr lediglich der Pflege wirt- schasllicher Beziehungen zu dienen hat, nichts zu tun. Entscheidungen in der U. S. P. fd. Frankfurt a. M., 22. Sept. Im Streit um den Anschluß an die dritte Internationale in Moskau und ihre Bedingungen entschieden sich die U. S. P. von Offenbach, Nied, Südhessen und U n t e r l a h n - kreis für den Anschluß, während sich die Organisationen von Wiesbaden, Biebrich, Rheingau, Rüsselsheim, Kreis Biedenkopf, Oberwesterwald sich dagegen erklärten. Berlin, 23. Sept. Die Unabhängrgen in Halle, Erfurt, Magdeburg, Gotha, Jena und Suhl erklärten sich für den Anschluß an die dritte Internationale. veschlüsie der Reid)sfabinett$ in den Unanzftagen. Berlin, 22. Sept. (WTB) Amckich. Heute njadjimittag fand unter d?m Vorsitz des Reick>spräfi- bemen eine Kabinettsitzung statt. Gcgcir- ficnb der Verhandlungen war die Finanzlage des Reiches. Die Beßeldungssvay.^ in der die Sckwieriglli.en der Finanzlage ii dr letzten Zeit besonders deutlich, zum Ausdruck tarnen, bildete nur einen — politisch und materiell allerdings wichtigen — Teil der Beratungen. Utter de Grundlagen der zu t>erofg?nbe i Fi.ianzpoli if ergab sich eine emh^i lick'« Ausfa fung d s Kabinetts. Zur Au frech esth l ung des von dem gteid^fi::»"»’ nrniifter eingereich en Iiückrrittgesuckis big feine Vllnnlasfung mehr vor Ter ReichSfinanz- mrnister leitete die Beratu.n'en mit einer ein* gelfenden Darlegung der Reichsf^an-lage ein. Seine Aus'ührungen geben wir g>-sondert wieder. Im Anschluß an tiefe Ausführungen erörterte da- Kabinett zunächst ben Reseve rtmvorschlag für bie Befoldungsardnung. Die Beratimgen füchrtzm zu dem Beschluß, daß der Reseraftenvarschlag mit Bvrbeholi lleiner Wanderungen zur Grundlage des Gesetzentwurfes gemocht werden soll. Ueber die Notrven di gleit hc5 Erlasses eines Sperrge- setzcs, tniaf*. welches eine einheitliche Regelung der Deomtenbesolt-ung im Reich? und ben Ländern gesickert toerben soll, herrsche Einstimmigkeit. Die Vorlage wird dem Reichsrat und dem Reichstag alsbald zugehen. Der Reicksfinanznnin' er entwickelte tarauf in programmatischen Ausführungen eine Reihe von Forderungen, die er zum Zwecke der Gesundung der R ichsfinanzen als un- Sonn. urb Feiertags. Bejugsprrift Monatlich R cr!t 3.60 and Mb. - 65Tragerlohn, oietteljähi l: Lin vorstoh der Kommunisten. Unser Berliner Mitarbeiter schreibt uns: Prompt mit der gesunkenen Valuta — ihr derzeitiges Wiederansteigen ist wohl nur sehr vorübergehend — stellen sich innerpolii- tische Unruhen ein. Nicht nur die Insassen des Berliner Obdachlosenasyls versuchen Umzüge, auch die politi»'che Organisation des linksradp- kalen Sozialismus meldet sich, um eine Stims- mung zu erzeugen, wie man sie vor den Spartakistenkämpfen der früheren Winter erlebt hat. Just zu dem Tage, an dem vor dem außerordentlichen Gericht des Reichswchr- «rupvenkommandos I der Prozeß wegen der Weißenseer Unruhen vom August begann, jagte die kommunistische Partei Deutschlands, tie sich jetzt stolz Sektion der III. Internatio«» Aal« nennt, eine große Demonstration an. Ge- -lant ist im Geheimen die Befreiung der Wei- ßenseer Angeklagten. Aber das wird natürlich nicht vor allen Leuten gesagt. Der Aufruf znr Demonstration verlangt nur sofortige Freilassung aller revolutionären Kämpfer, Niedei^- schlagnng aller gegen sie anhängigen Verfahren, insbesondere sofortige Einstellung des Ausnahmeverfahrens gegen die Weißenseer Genossen. Der anspruchsvolle Aufruf, der die Arbeiter Groß-Berlins mir nichts dir nichts am Werktag um 11 Uhr vormittags in den Lustgarten berief — um diese Zeit können doch nur Arbeitslose und herumlungernder Pöbel kommen —, verlangt aber noch mehr, nämlich die Aufhebung aller Kriegsgerichte. Darüber ließe sich reden, sobald die Herren Kommunisten durch ihre kriegerische Haltung nicht immer wieder Anlaß zur Verhängung von Belagerungszuständen geben. Aber soviel Einsicht in den Zusammenhang von Ursache nnd Wirkung besitzen sie nicht. Ein merkwürdiger Mangel an Gefühl für eigene Bloßstellung zeigt sich auch in der Fov- derung „sofortiger Festnahme aller konterrevolutionären Verschwörer gegen die russische Räterepublik und ihre Auslieferung an Rußland!" Erinnern sich die Leute, die solches wollen, an den umgekehrten Fall der kaiserlichen Zeit? Welches Geschrei erhoben sie, wenn einem russischen revolutionären Studenten aus Gefälligkeit gegen die zarische Regierung Schwierigkeiten auf deutschem Boden bereitet wurden? Und jetzt sollen die russischen Gegenrevolutionäre der Rache der Moskauer Bolschewisten überliefert werden? Nun kann man sich vorstellen, wie es in einem kommunistischen Europa ausfehen wurde. Ein Staat müßte dem anderen internationale Rechtshilfe zur restlosen Durchführung des politischen »errors leihen. Ein AsylrÄt gäbe es nicht mehr. Der einzige Punkt der Forderungen, den auch andere Parteien unterschreiben könnten, lautet: „Freie Einreise für die gesamte russische Gewerkschaftsdelegation einschließlich des Hilfspersonals!" Warum fort, man diese Mussen nicht herüberkommen lassen? Nachdem der unabhängige Sozialdemokrat Dittmann Gelegenheit hatte, russische Verhältnisse zu belob achten. sollte russischen Sozialisten voller Einblick in deutsche Dinae gegeben weroen, schon damit sie erkennen, daß sich eines nicht für alle schickt, und daß der russische Kommu- rismus in Deutschland heller Wahnsinn fcärc. Aber diese Forderung ist auch der einige vernünftige Gedanke des neuen Vorstoßes kt deutschen Kommunisten. Was sie sonst noch eit ihrem Rumoren wollen, ist nichts anderes >ls die Gier nach der politischen Macht. -Entwaffnung und Auslösung der Orgesch" follten sie der derzeitigen Regierung überlas- fen. „Unterbindung jeder Herstellung und je- bes Transportes von Waffen und Kriegsmate- erial" würde -uns in die traurigsten Konflikts nit der Entente bringen. „Bolle Kontrolle iber Erzeugung unb Verteilung aller indu- hicflen und landwirtschaftlichen Produkte /on der Regienm? Währung verteilt, inser 8101id plänkel deS kommunistischen Feldzuges abge-l voriiegendm-Grundlage des Berichts der Soziali- ' ' ' ..... sieruugskomMillion urngebmb den Entwurf emeo I Gesetzt über die Sozia iiitartig deä Bergbaues norju egen. Ti? Ucberpritzuitg der Ernäh.unas- polfttk deä Reiches im Zusammenhang mit der _____ . 170. Jahrgang Donnerstag, 23. September 1920 JF. JWT Ä A 2iinoi?mt von W Ml Vgl y für b.c 2age. Beä«, vntck und Verlag: vrüdl'sche Univ.-Vnch- nnd Zteindrnckerei R. Lange. Schriftleittmg, Geschäftsstelle und Druderet: Schulstraße 7. sämtlich in Dietzen. ZA stcr- * " I mti> VE dem Frankfurter Bildhauer Bäune-Elkan modelliert ist. Das Denkmal stellt eine trauernve Frauengestall dar. 2 für Rasenspiele 1900. Kommenden Sams- len und drei anderen Quellen aus dem na v - tag, nachmittags 3V3 Uhr, toirb unsere Hockey-,OAe SchwalheiNauherm-r SM abteilimg das erste Wettspiel in dieser Saison! gehören zu den erserchaltigsten, kohlensäuvere^ gen Einblick erhalten können. Abends findet die Siegerverkündigung, Konzert und Tanz statt, wozu nur Mitglieder Zutritt haben. — Hockeyabreilung des Bere ins yoch^chttlnachrrehten. Hl. Der Marburger ne u test amen t, lich. e Lehrstuhl. Wie wir hören, ist der durch den Weggang Pvof. Hei nrüllers nach Bonn erledigte Lehrstuhl für Neues Testament an der Universität Marburg dem o. Prvfeifior an der Universität Ze na Geh Kirchenrat D. Dr. Heinrich Weinel angeboren morgen. Pros. Weinel, der aus Vvrhausen, Kr. Büdingen in Hessen, gebürtig ist, studierte in Gießen, sowie in Berlin bestand die beiden thsolog. Prüfungen, pvomo- viertc 1898 in Gießen zum Dr. phck und -um Lic. thevl. und erwirkte int Sommer 1899 seine Zulassung als Privatdo-ent in Berlin. 1900 kam Memel nach Bonn, wo ihm zugleich die Stelle des Znspekvrs des evangelisch--cheologischen Stiftes übertragen wurde. 1904 wurde er a v. Professor in Zena, wv er später -um Ordinarius befördert wurde. Zin Jahre 1911 ernannte ihn die Giestcner theobog. Fakultät zum GhrentVktor. Der Gelehrte ist Herausgeber der „Lebensfragen". GerlchtrsaaU rm. Darmstadt, 21. Sept. Für die am 27. ds. Mts. beginnendem Schwurgerichtsveihand. langen ist die Aburteilung nachstel^nder Fälle vorgesehen: Gegen Lwsth. und Ivh. Grämlich in Weiher im Ob. wegen Mord ihres Vaters. Zvh. Hock, Taglöhneriw Viernheim, to-gen Mach. Versuchs, Karl Fleckenstein von Weihersbrum wegen räuberischer Erpressung, Peter Schuhmacher von Mainz und Ernst Schnurmann von Stuttgart wegen Straßenraub, Job. Werner von JügeSheim wegen Notzuch.vechuchs. Aw 6. Oktober gegen Wilh. Kretzer von Schaafheim und O. E. Krause von Bitterfeld wegen Raub' Mordes an der Frau Perschbacher in Schaafheim. Vorgesehen ist Wester noch biß Verhandlung g die im freien Verkehr gehandelten Scknvernefleischbestände noch von befchränftem Umfang sein werden. Insbesondere bietet lick den Werkl^itungen der Weg, durch zu- sammenfassen'-e Beßellung von Mais und Abgabe an ibre Arb-i'er und Angestellten diesen den Bezug von Mais und die Haltung von Schweinen für Haus'hal sschlachtzwecke zu ermöglichen und damit zur Hebimg der Versorgungslage ihrer Arbeiter und AngestÄltcn bcryitmgen. Eine größere Sendung Schweinemastfutter ist bei der stadtischm Futtrrmittrl- stelle erngetvofftm. Mzugschrine werden auf Zimmer 13 des städtischen Lebcnsmittelamtes ausgegeben. Turnen, Spiel und Sport. — Turnvere in von 1846. Sein diesjähriges Abturnen veranstaltet der Turnverein von 1846 am ko m wenden Sonntag in seiner von der Hand des Malers Holl mann neu hergerichteten Turnhalle bei Oswalds Garten. Zum ersten Male nach dem Kriege findet das Turnen in größerem Umfange statt. An dem W e t t u r n e n, das vormittags 8 Uhr beginnt, nehmen die aktiven Turner, Fechter, Zöglinge, Schüler sowie erstmals im Wettkampf, die Damenriege teil. Nachmittags 3 Uhr soll die Weihe der Gedächtnis- täfel für die gefallenen Turner des Vereins stattfinden. Ein großes Schauturnen aller Abteilungen schließt „ sich an. Nebenher findet Konzert statt. Zu diesen Veranstaltungen ist auch Nichtmitgliederir der Zutritt gestattet, damit auch sie von dem kräftigen Vorwättsstreben der deutschen Turnsache in allen Zweigen der Leibesübun- Der fertige uchen. Sihn Naturforscher in w Hauptsache jt Md Wahlen besch M Dr. M. $ Menschaftlichen kngel (®it6 «Ufn m-'dijinixj lehrten Pros, p Men I'md. W genannt. Hetifner der < Mr Geburtssiäti I?. mvattende ^loninN Sfif ein' Pj&t 5inc freit, s Irlich g«g derdeutsL Mvendige unb tzß W t"S*« WS tÄ 2t täfln1011 «Ä fff'S» D-vh WSA btt Sw AS KfA'«, noÄ twB I“ ’ MlenM Wjli Md Mer sein müssen. st dasAlsicM.ö bei Mutom!' schnnlild vvn L halten ihre Sali im Osten imhj qelsberg lagert. Wruld des rl in der Tiefe ble Freiheit dräng, gerissen nriirto bestimmter Mei vom Stmd bc von Mdnschlo einsluht. M üche Sprudel in fieibmbimg oben abfließen, mitrrihen kann del erschlossen, ÄMutz buti frei werdende nach einiger : ringstwert, ui ursprüngliche Redner fomrr die Kohlensör Sulhngebitta frrtunft [ei derfchst über die Tagu ansmche des % Wefäeit toßm. N. L. Wiesbaden, 18. Sept. Ter Nassauische Landverband ILandwlrtschiftS- kammer für den - Regierungsbezrrk Wiesbaden, Verein nassauischer Land- und Forstwirte, Bezrrks- bauernschaft für Nassau und den Kreis Wetzlrc. Verband ländl. Genossenschaften Raisftiscnscher Or- ganisatton E. B. in Nassau, Frankfurt a. M., Verband der nassauischen landw. Gcnoisenschasten E. V. in Wiesbaden) befaßte sich m ferner letzten Sitzung vom 17. ds. Mts. eingehend mit dem Preisabbauproblem. Im Borderg und standen die Erörterungen über den Ko r t o f fe lpre is. Um der minderbemittelten Bevölkerung, insbesom»eoe den Kriegerwitwen, Kriegswaisen und Krtegs- beschädigten, den Bezug von Derbstkarpoffcln zu erleichtern, wurde beschlossen, die einzelnen Unterorganisattlvnen, insbesondere auch die Orts- unb Kreisbauernschaften anz-uweisen, »’ü r die mrnderbemittelte Bevölkerung Herbstkartoffeln zu einem wesentlich billigeren Preise zur Verfügung zu stellen. * up. Aus deut Ohmtal, 22. Sept. Die Kartoffelernte ist in vollem Gange und liefert ein gutes Ergebnis. Die Befürchtungen, die man wegen der langen Trockenheit gehegt, haben sich glücklicherweise nicht erfüllt. Durch die letzten Niederschläge fntb die Knollen entschieden vollkommener geworden. Nur sind bei Spätsorten die Schalen noch sehr dünn. - ra. Biedenkopf, 22. Sept. Aus der Mitte der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wurde dem Magistrat dringend ans Herz gelegt, dafür zu sorgen, daß der minderbemittelten Bevölkerung zu billigen Kartoffeln ver- holfen wird. Magdeburg, 22. Sept. (WB, Ter Ober- pläsident stellte heute nach eingehenden Verhandlungen mit den Vertretern der Bel-örden, der Kom munalverbände und der Beamten- und Ar- beiterschaft an die Reichsveaierung den Antrag, den Erzeugerhöchstpreis für Kartoffeln auf 20 Ml. sestzusetzen sowie eine sttenge und hol« Bestrafung für Ucbertretung des Höchstpreises anzu- ordnen. gegen die Rudergesellschast Wetzlar austvagen. Tas Spiel dürfte zugleich eine Probe _ für die Beschaffenheit der Gießener Mmrnschaft sein, die in nächster Zeit gegen auswärtige Vereine, die im Hockeysport mit an erster Stelle stehen, wie „Eintracht" - Frankfutt, Ä. S. C. - Göttingen, S. C- Sachsenhausen, Kurhessen-Kassel, Hannover usw, hier spielen wird. — Fußball. Am nächsten Sonntag nehmen die Liga spie le um die Westdeutsche Meisterschaft ihren Fortgang. Der Verein für Bewegungsspiele Gießen empfängt auf seinem Sportplatz Trieb die Ligaclf des R.-?SP. „Germania", Marburg. Die Germanen haben zwar ihr erstes Ver-, bandsspiel gegen ihren Lokalrivalen hoch verloren, sind aber dennoch ein beachtenswerter Gegner, der schon öfters durch Ueberraschungsreftlltate alle Voraussetzungen zunichbe machte. V. f. B. muß für seinen befanntcn Mittelspieler Kappel!er mit Ersatz antreten, ba Kappeller vom Oberhessischen Bezirk bisqualiftziett wurde, wogegen der Spielausschuß des V. f. B. hnm Kreis Protest eingefogi hat. Trotzdem dürfte V. f. B. einen Sieg unb damit zwei wertvolle Punkte erringen, wenn-die Marmschaft ihre zu weiche Spielweise in eine etwas Erfolge bringende ändert. Dem Treffen sieht man allgemein mit Spannung entgegen. dafür, daß er in einer sehr intevessanten Vesalru-> Ausstellung in den oberen Räumen des Kurhaus das gesamte erhaltene Schriftwerk des grohe» Niederdeutschen den Fveurrdm der Geschichte M | gänglich gemacht hat. — Mit besonderer Al' mcrksamkeit wurde dann ein Vortrag von 'M Dr. S te ue r kDarmstadt) verfolgt, der einer^ besten Kenner der Geologie unserer Que.len w Ter Redner sprach in äußerst anschaulichen Au> führungen, die auch weitere Kreise interessier nxrben, über „Di e Bad-Nauheimer O ueI- len und d i e Geologie der Wetterau' und führte etwa folgendes aus: Die Nauheimo Svole ist schon zu aftgermanischen, römifchen urt' fränkischen Zeiten gewonnen morden, doch nicht au.* den heutigen Quellen, die sämtlich erst im von-' gen Jahrhundert erbohrt worden sind. Die Trml-: guellen liegen auf der westlickien Seite der Ufa un. * kommen aus jüngerem Tertiär, über unberdev^ nifäien Ablagerungen. Tie Sprudel sind tm mitte. 6 devonischen Kältst ein erbohrt, der an einer -öe‘-c wcrfung am Rande van Taunus und Wettevri abgesunken ist. Tas. Bad wurde 1835 ernähr Zu den Bädern liefern hauptsächlich die Sprud-i das Wasser, das scl-on unterirdisch aus dem steig6- rohr abgeleitet wird. Außer der So ole ist btr Kohlens äure besonders wirksam. Tazu komnu als dritter wichtiger Hei'fattor noch die n a t ü r« liche Wärme der Quellen. Nach ihwm G« halt werden die Bäder abgestuft in Sprudclstroni-- bäber, Sprudelbäder, Thermalsprudelb der uitv Thermalbäder, die in natürlicher Temperatur gegeben weichen, und deren H-erstellung im et?" jetuen besprochen wurde. Außer ihnen wcrdcm noch kohlensäurereiche Brunnenbäder aus ixn Trinkgucllen unter Erwärmen Bereitet. Wicht« sind ferner TrinkHiren aus den drei Trrnkqu^-- 86. Versammlung deutscher Natursorscher und Aerzte. (19.—25. September 1920 in Bad--Nauheim.) II. -4 Bad-Nauheim, 21. Sept. Am heutigen zweiten Verhandlung^ tag sind w.iter zahlreiche Gäste aus Näh und Fern angekommen, besonders auch aus Oesterreich und der Schweiz, so daß die Besucherzahl die 2000 nun schon erheblich überschritten hat Heute begannen schon einzelne Fack>gruppen mit vorbereitenden Sitzungen im engeren wisfensckM- lichen Kreise, lieber 400 Vorträge sollen in diesen ’S>onbertaginigen der Abteilungen gehalten und disiutiert werden. Es fL pe r r e der Eisenbahner in Hessen über die ^artossel-- t r a n s P o r t e als beigelegt ^trachtet werden könne. Tas Eisenbahnbetnebsamt Mvrden teilt mit, daß dort keine KartofseltranSporte angehalten wurden. Ein Appell an Sie nieoerhessischen Lanowirte. Tie Deutschnationale Volkspartei in Nieder- hessen richtet an alle ihre Landwittschaft treibenden Mitglieder die dringende Bitte, an^ftchts der schweren wirtschaftlichen Nöte unseres Volkes bei der Festsetzung der Lebensmittelpretse, ut erster Linie der Kartoffelpreise, die ausrelchende Versorgung der sicürtischm Bevölkerung durch wert- gehendes (Entgegenßornmen sicherzustellen. Wohl halten wir den Vorwurf des Wuchers, der heute vielfach in unbevechtigter Verallgemeinerung gegen die Landwirtschaft als solc^ erhoben ttnrb, für imhegrfctbet, da auch die Selb>ckl>sto^ be§ land-- wirtfchafllichen Betriebes gewaltig gewachsen sind. Wir hoffen jebodj, daß tvotzb^m die Landwirtt, die sich za unsever Partei bekennen, im Jntereise der wirtschaftlich Schwachen die Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse so niedrig tote irgend möglich stellen wn^en. Wir glauben auch, durchaus im Sinne der in unseren Reihen stehenden Landtoirte zu handeln^ wenn wir es auf das schärfste mißbilligen, daß sich immer noch einzelne finden, die unter Außerachtlassung der durch die lanbtoirtlchaftltchen Berufsvertretungen vorgenommenen Preisfestsetzungen für Kartoffeln und sonstige Sehend mittel Preise verlangen, die von weiten Krersen der der Verbraucher mit Recht als Wucher preise angesehen werden. Wer derartige bedauerltche Auswüchse bekämpft, dient dem Wohle des Vaterlandes 'iinb handelt im Sinne, unserer Partei. ** Ter P rovinzialverband Ober- Hessen der Deutschen demokratischen Bartei hält Sonntag, den 26. September, vor- »ittags 10 Uhr, im „Aquarium", Walltorstr. o, eine Hauptversammlung ab. Siehe Anzeige. ** Festsaal Einhorn. Ab heute beginnt eine neue Spielfolge. U. a. wird das Ludwig Fuldasche Lustspiel „Tas Wunder llnd" aufgeführt Tie Vorstellung beschließt der Görlitzsche Schwank „Sie hat etwas". Tie Vorstellung-n beginnen nm 8 Uhr 15 Minuten. Landkreis Gießen. D Grünberg, 21. Sept. Ein reges Leben zeigte sick< heute in den Nachmittags stunden aus der Alsfelder Straße. Mit Kind und Kegel, Frau und Mann, war man hier mit dem Pflücken des Obstes beschäftigt, das am Vormittag vcr- ’teigert worden war. Da das Obst reichlich voll hing und kein unberechttgtes Abpflücken des Obstes wie im bemrchbar'en Kreis,Alsfeld stattgefunden, kam jedermann auf seine Kosten. Die Preise waren mit Ausnahmen mäßig. Der Zentner kam wohl im Durchschritt auf 30 Mark. -m. Hungen, 21. Sept. Gegenwärtig finden hier und in der Umgebung die Aepfelver-« teigerungen der Gemeinden und an den Kreisstraßen statt. Es ist dabei erstaunlich, welch abelhaft hohe Preise erzielt werden, ttotz der iberaus reichm Ernte, die uns dieses Jahr bechert hat. Es besteht kein Zweifel darüber, daß der gezahlte Preis sehr häufig in gar fehlem Verhältnis zu dem Wert des ObsteS steht. Die Hauptschuld der unerhörten Preistreiberei ist zweifellos auf da? Konto der Händler zu setzen Ls gibt auch Einheimische, die über ihren Bedarf 'feigem und dann zentnerweise wieder zu Wucherpreisen verkaufen. Diesen müßte das Handwerk ganz besonders gründlich gelegt werden. Aber die privaten Steigerer verteuern sich natürlich auch elbst gegenseitig die Ware. ES mag ja vielleicht viele die Sorge, ihren Bedarf nicht zu bekommen, veranlassen, so hohe Summen für daS Obst auszuwerfen, jedoch muß die betrübende Tcttsache fest- gestellt werden, daß sehr häufig Neid und Mißgunst die Ursachen des gegenfeitig so unvernünfti-' gen Hochschraubens der Obstpreise sind. Kreis Büdingen. ba. Büdingen, 21. Sept. Unter allseitiger Beteiligung fand am Mittwoch nachmittag in der Sdadtkrrche die Trauung der Prinzesra Hertha mit dem Prinzen Albert zu Schleswig-Hol stein- Glucksburg statt. Die Vereine unb Schulen hatten zur Spalierbildung auf dem Wege, den das Paar zur Kirche nahm, Aufftellung genommen. Im engen Familienkreise wurde im Oberhof die Hochzeit gefeiert, woran auch die amtierenden Geisblicken, der S andesbeantte und Bürgermeister, sowie der KaMmerdirek.vr teilnähmen. Mit dem Mvrgenzuge verließ das Neuvermählte Paar un- ere Stadt und damit die beliebte Prinzessin ihre alte Heimat. Veranstaltungen. Donnerstag: Oswaldsgarten, Vergnügungspark. — Casö Leib, 8 Uhr, Konzert und Darstellung der Medick-Meidinger. — Hotel Einhorn, 81/f Uhr, Gastspiel BuMvakd. — Lichtspieltheater tote gestern. ♦* Amtli che Person alna chrichten. Ernannt tourben am 14. Sept. 1920 der Notar mit dem Amtssitze in Groß-Umstadt Justizrat WUh. Salzer zum Notar mit dnn Amtssitze in Nieder-Olm mit Wirkung vorn 1. Oktober 1920 an als Nachfolger des Notars Bohn, der Rechtsaitwalt Siegmund L ö b in Seligenstadt zum Notar mit dem Amtssitze in Seligenstädt, der Rechtsanwalt Otto Hill in Hirschhorn zum Notar mit dem Amtssitze in Hirschhorn, der Rechtsanwalt Herm. Schollmayer in Groß-Gerau zum Notar mit dem Amtssitze in Groß-Gerau mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 an als Nachfolger des Notars Kleinschmidt daselbst. — Heber tragen wurden am 18. Sept, dem Lehrer Ludwig Horn zu Elms- Hausen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Zwingenberg, Kreis Bensheim, und dem Lchrcr Albert M ö n n i g zu Staufenberg eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Grebenhain, Kreis Lauterbach. L.U. Von der Landesunrversrtat. Der Tirefor her Universttä*r-Fvauen^inik, Professor Dr. von J a schke, bleibt unserer Univerfftät erhall! m: er hat den Ruf an die Wiener Universttät abgclehnt. ** Fahrraddiebstahl. Vorgestern wurde hier em Fahrrad entwendet, Marke „Opel", Fabriknummer 384591, mit schwarzem Rahmenbau, gelben Felgnn, Freilauf und ohne Schutzbleche. Die 'SanFftanne ist an der Gabel durch ein Stück 4 cm langes Rohr verlängert. Die Vorderdecke hat zwei rote Ueberlagen. Die Hinterdecke ist neu. ** Handleiterwagen-Diebstähle. In letzter Zeit sind wi-derhllt in Großen Hand- letterroagen rm unbewach'en Augenblick an Verkaufsstellen oder Gärten entwendet worden. M§ Dieb tommt der Krankenwärter Wilhelm W-lller von Klein-Linden m Frage, der in Haft genommen wurde. Personen, die von Weller Handwagen ge- tanft ober zum Kauf angeboten wurden, werden gebeten, der Kriminalabteilung Nachricht zu geben. ** Verzinkte Kessel. Trotz wiederholter Warnungen an bieder Stelle, so schreibt uns das Chemische Untersuchungsamt, gibt es noch immer Leute, die zum Einkochen von Marmeladen, Mus usw. aus Unb'nntnis der damit verbuntonen Folgen verzink e Kessel benutzen. Wir motten daher nicht versäumen nochmals darauf aUfmerllam zu machen, daß Zink und seine Verbindungen giftig sind und sich leich' m den im Obste befindlichen Pflanzensäuren auftösen. Es dürfen daher Speisen und Getränke in zinkhalttgen Gefäßen weder zubereitet, noch aiifberoabrt werden, wenn nicht die Gefahr einer Zinkv-ergiftung eintreten soll. ** Freibank. Freitag. 24. Sevt., werden Von 1—3 Uhr die Nunrrnem 2401—2450 beliefert. ** Eine Ausstellung deS Obst- unb Gartenbauvereins findet am Sonntag, 26. Sevt., in der Turnhalle der Stadtknabenschule statt. Siehe Anzeigenteil. ** DieTrockenanlage des Elektrizitätswerkes der Stadt Gießen teilt mit, daß am Freitag, 24. unb Samstag. 25. September wegen Uebe'-füllung Obst unb Gemüse zum Trocknen nicht angenommen wirb. ** Die Gewerbebank Gießen macht ihre Mitglieder rm Anzeigenteil unseres Mattes ba^xrut aufmerkmm. baß sie ihnen auf Grunb einer gesetzlichen Vergünstigung, ebenso wie für die Zu- wachssteuer auch für bas Reichsnotopfer IKriegsanleihe zu einem Vorzuyskurs zur Verfügung stellen kann, die zum Nennwert in Zah- Tima genommen wirb. Nähere Auskunft erteilt der Vorstand. Fällige Kupons werden nach Neuester Verfügung bei Abnahme von Kriegsanleihe von her Sten erlasse nicht mehr angenommen. Es ist deshall» ratsam, Abschlagszahlungen vor dem 1. Oktober zu leistm Die Bank weift ferner barauf hin, baß sie Mitgliedern den einmaligen Fern sprechbeitrag zu mäßigem Zinsfuß vorschießt. ** D ie Mitgliederversammlung der Deutsch-nationalen Volkspartei im Poftkeller am 21. d. M. abends, in der besonders die Fugend- giuppe stark vertreten war, brachte viele Anregun- tzen: u. a. wurde der Parteitag, der am 9. und 10. Oktober in Darmstadt stattfinden soll, unb die Presseftage besprochen. Den größten Teil des Abends füllte ein Vortrag über den politischen Frauen kursus in Salzuflen, der vom 6. bis 11. September über 160 Teilnehmerinnen in dem freundlichen Städtchen vereinigt hatte. Hervorragende Gelehrte, wie Prof Diedrich Schäfer, Professor Brimstädt aus (Mangen und Abgeordnete, Pfarrer Ritter, Lembach und Paula Mueller hielten den Kursus ab. Ten Schluß bildete eine Feier am Hermv.nndenkmal im Teutoburger Walde. *’ Li chts pielhaus, BcAnhosstraße. Ter weiße Pfau. Ein sehn'üchtig wildes Lieb, nennt sich ein Film, bet augenblicklich im Lichtspielhaus gegeben wird. Die Handlung ist spannend. Darstellung und Regie sind erftfiaffig. Nichts wirkt erkünstelt. Die befaimte Sängerin Grit Hegesa und Hans Mierendorf verkörpern die .Hauptpersonen deS Stückes. Wohltuend berührt die sparsame Verwendung der Filmtttcl, die auch b't dem vorzüglichen Spiel entbehrt werden können. Der Besuch des Films wird für jedermann lohnend sein. o^lchterung her •fcS« Slii sato ziSi ^5 <6 Kreis Schotten. X Sellnrod, 22. Sept. Die Wo hnhäuser, die durch die Kriegszett ein unansehnliches Aeußeve bekamen, da keine Handwerker aufzutreiben waren, eichal'en jetzt vielfach einen neuen Aufputz. Dadurch bekommen die Hofreiten ein freundlicheres Aussehm. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 22. Sept. Die Stadtverordnetenversammlung gab einstimmig ihre Zustimmung zur Anfertigung einer Neuauflage städtischeu Notgeldes in Höhe von 50 000 Mk. Tie Herstettungs- unb Stempel- kdsten betragen 15 600 Mk. — Tv die Schulverwaltung den Antrag gestellt hat, die Räume ber Volksküche zum 1. Oktober freizugeben, da sie von der Schule benötigt werden, so haben die Stadtverorbneteu vorläufig beschlossen, die Volksküche zu schließen. ra. Kinzenbach, 22. Sept. Auf dem hiesigen neu gegründeten Eisenwerk kam am vorigen Freitag bi: Wünschelrute mit gutem Erfolge zur Anwendung. Ter -Betrieb erfordert eine reichliche Wasserverwrgung> die bis jetzt noch unserem Torfe fehlt. Da an zwei Stellen Wasseradern feflgcftellt wurden, sollen fofort Bohrungen vor genommen werden. Hessen-Nassau Neue Steuern. fb. Frankfurt a M., 22. Sept. Amtlichen Mitteilungen tzufvlge muß in Zudttrst oluch der in den Wirtschaften zum Ausschank kommende süße O b ft m o ft (süße Apfelwein) nach den Sätzen der Weinsteuer mrt versteuert werden. Ebnso. unterliegt der Rauscher der Weinsteuer. Nirr weim das „Süße" unmittelbar von der Kelter ans zum Ausschank kommt, bleibt er steuerfrei. fb. Fulba, 22. Sept. Infolge ber Besol- dungsordnung für die städttsch.n Angestellten unb Arbiter erhöht sich der Fehlbetrag des stäbttichen Haushaltsplans auf 950 000 Mk. Der Aui fall soll durch Einführung einer Klavier st euer, Dienstbotensteuer, Wohnluxus-steuer unb ähnlich schöne Dinge ausgeglichen werden. Ortskrankenkassentagung. fb. Frankfurt a. M., 22. Sept. Im Stei- nenten Haus hielten die An-7ehörigen ber Sozialversicherung aller größeren OrtskranSe'ikas'eir von HessenundHessen-Nassau gemeinsam mit den Berufsgenosfenschastsangestellren eine Tagung ab. In der Konferenz nmrbe miigetei't, daß die Angestellten mit dem Krankenkassenverband der Provinz Hessen-Nassau über die Besoldungsftage einen Tarif abgeschlossen haben. Ein Antrag, ter die Be- amtenbesoldungsordwlng für die Krankenkassenangestellten abbehnt und sich völlig auf den Boden des Abschlusses freier Tarifverttäge stellt, fand Annahme. Auch ein Antrag Mainz auf sofortige Vornahme ton Neuwahlen der Versi-ck).rungsiräger zu den Krankenkassen, Versichemngs- und Oberversicherungsämtern fand die Billigung der Konferenz. Ein neuer Lantz rat. fb. Höch st a. M., 22. Sept. Wie das Frankfurter „Volksrecht" meldet, ist der Stadtverordnete Zimmermann (Mehrheitssvziallst, Irankftrrt am Main), zum Landrat von Höchst anÄrsehen. * mc. Frankfurt a. M., 22. Sept. Die Maffenabliefernng geht in Franlf.>rt recht flott von statten. Es sind schon beträchtliche Mengen abgeliefert worden, na'ürlickt meist Militärgewehre und Revolver. Doch '(jaben auch einige Leute audi schon Teile von Oseschü'^en unb Minenwerfern gebracht. Da nick',, gefragt wiro, woher die Sackten stammen, ist ber Zulauf sehr stark. Die Massen werden sofort an Ort und Stelle nn- bvauchbar gemacht. mc. Frankfurt a. M., 22. S'pt. In der nächsten Woche wird in der Taunus-Anlage ein I Ten final zur Erinnerung an die Kviegsnst ' enthüllt, daä von Frankfurter Bürgern gestifvet •Wer nng Md Aerzk l ÄÄHwlhttL WNudü > J von Schaaf ^khEm^ ttftdbt. kr fa Ächnittm ka * Wte, WMa ®rami.- ™ ite &> lant-lv9Öt$k W19.Ä 1 J^tcr Sch,, : ^nutme: eim.SI Z« erhandluix, Lite au5 9te a f* aud) cms G b ; b Ke BesuLro ? übeftchriwi k : jyadjgnw ei ■ ngeren mjrrKbt' >tträgt Vte. r bkilimgen grisl? n natürlich um; jcren itkridfcr t :( für btt irr knterrsje fritev > • )en in üjtci t wünsÄm mbi öerhandlungw: itc $eriöniitir &fer jjaiA' 6. I i bei bat lä n VevmWH n Äor.VrM.' ft feit t* mW lptgrtt" c gsgcgtni^ »'M er btn 8mt; ' Tie MN (in), Söoild M tter in bia'n inb ftfjWW?«; iSgcjpnK^ n warten am » einte W xtd) intb feinen» bilder erläutert. 1 utidxn SjWj* | ^entwriWM £ «nmtert sch» torischen e«J w *T«i em Littbil^ in. Schemw^! Andreas ve- ; 1 w» y ”! «rjt Äl'.S ' ■ ® I aus tast •■; j Er fern nm gebührt^ tterclW^ dttnen ^ J ? GeiltD, Kit besonder 1 , Lortrag wnH... t Cr . der A-l tlM' r twrH' S 111.5 rdenl^'dttU^ f£ Ä SkKK SKM ZK r..s$ ti$S; ftm ÄDayterfeternten, He ttrtr firrmm llm fljre trrtunh verbogen zu körnten wurden die gcal> gischen Verhä.'tnisle der Wetterau erläutert. Bad- bautet m liegt am Taunusvande, der durch entk-n Abbruch, an dem das Mineralwasser enuxyrtommt, scharf 'begrenzt wird. Tas Gebirge bestehr aus alten gefalteten betxmifrten ötffernen, von denen der Taunusquorzss die Höhen des Johannisbergs und WmtersteinS bildet. (Gegenüber liegt, tm roe sentlichen aus 'Buntsandstein aufgefetzt, der tnife Manische Bo gelsberg, die größte zusammen hängende Basaltmafe des europäischen Festlande?. Zwischen beiden schiebt sich trennend die geoL>gifd- von Verwerfungen begrenzte und Dem Tertiär, schachten erfüllte fruchtbare Ebene der W e 11 e r a u ein. Die gebirgsbildenden Bnwegungen, bte diese Senke erzeugten, lind gwlogisch jung, dauern vielleicht jetzt noch an. Sie oevanlastv-n auch tnr Lulkcmausbrüch', die durch die jüngere Tertiär- zeit bis an ihr Ende reichten und bte Aufschüttung deS Vogelsbergers heroorriefen. Bor dem Abbruch am TaunuSrand.' lagert eine Scholle von flirt- vüftigcn, mittesdevonischen Zkvlllgestrrnen, die das Reservoir für die von weither zuströmende Soolr ist. Aus ihm steigen bte Sprudel empor. Durch Eduard Süß wurde bte Ansicht begründet, und zwar zunächst nur für Karlsbad, vaß gewisse solcher warmen Quellen juveniler Entstehung, d. h. daß Gase, Wasser und Srlzc oullanischer Herkunft seien. Piasters bag-gen jet ausgesprochen vad?s: seine übrigens fcbr salzarmen Quellen würden durch Sickrwmser ernährt. Tide ursprünglich von Pofepnh angeregte, von Süß aus^K baute Theorie hat auf Er.zl-'gnrstätten und geolvgisckie Gewässerkunde starken Einfluß ausgeübt. ©w ist aber auch übertrieben anyroentet worden. Ter Rdmer weist in ern^ebieu Fällen noch, daß in den Nauheimer Thermen nur die Kohlensäure vulkanische Herkunft haben farm, während Wasser und Salze oberflächlich, aOo vados, sein müssen. Für juvenile Quellen ist auch Süß daS Pulsieren charakteristisch Wte steht es damit bei Nauheim? Tie Doolwosfer strömen wahrscheinlich von Osten her auf 'Nauheim zu und erhalten ihre Salze aus dem Zechstein, der weiter im Osten und wahrscheinlich auch unter dem Vogelsberg lagert. Tie Gewässer stauen sich am Abbruch des rheinischen Gebirges, würden >rber in der Tiefe bleiben, roerm sie nicht durch bte nach Freiheit drängende Kohlensäure mit nach oben gerissen würde. Die Wassermenge fließt stettg m bestimmter Menge zu, der AuSfluß wird jedoch vom Stand teS überlagernden Süßwassers imb von Niederschlags Perioden im Ernzugsgebust beeinflußt. Pulsieren ist nicht vorhanden. Sämtliche Sprudel und Quellen stehrn untereinander in Verbindung. Es kann nur soviel Soolwasser oben abfließen, als die überschüssige Kohlensäure mitveihrn kann. Werden neue Quellen ober Sprudel erschlossen, so wirb vorübergehend Mar der Ausfluß durch die zunächst in erhöhtem Maße frei werdende Kvhlensäuve vermehrt, geht aber nach einiger Zeit wieder zurück bis zu einem Ge- ringstwert, um endlich allmählich wieder auf bte ursprüngliche Gesamtausch,ßmen-e zu steigen. Der Redner tommt zu dem Schluß, daß bei Nauheim die Kohlensäure, wie in allen alten und jungen Bulkangcbieten juvenil, die Soole dagegen vadosec Herkunft sei. Berichtigung. In unserem ersten Bericht über die Tagung muß eS in der Begrüßungsansprache des Rektor- Kalbfleisch Wa hrhe i t statt Mehrheit heißen. ÄBad-Nanheim, 22. Sept. HI. Der heutige Tag wurde mit der geschäftlichen Sitzung der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte eröffnet, die sich in der Hauptsache mit G'schasts- und Kassenberichten und Wahlen beschäftigte. Erster Vorsitzender wurde Pwf. Dr. M. Planck (Berlin). In den naturwissenschaftlichen Ausschuß wurde u .a. Prof. Engel (Gießen) gnvählt, während in dem neuen medizinischen Ausschuß die Gießener Go lehrten Prof. v. Eicken und Prof. Boit vertreten sind. Als Ort der nächsten Tagung wurde Kiel genannt. Beschlossen wurde, bte Jahrhundertfeier der Gesellschaft im Jahre 1922 an ihrer Geburtsstatte in Leipzig abzuhalten. Die zu erwartende Rückgabe der geologischen Station in Neapel an ihvm Besitzer Dohrn wurde durch eine einstimmige Entschließung be- arüßt. Eine weitere Entschließung befaßt sich mit der kürzlich gegründeten Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, die als eine notwendige und zweckmäßige Form der Vererni- S der auf dem Felde der wissenschaftlickjen chung tätigen Kräfte begrüßt wird. Die 93er* ilung verspreche sich von ihr eine wirksame Erleichterung der schweren Bedrängnis, die aNe Zweige der Wissenschaft in ihrer forschenden Betätigung heutigentags empfänden. Sie bittet die Reichsregierung und bet Reichstag, die Mittel für die Notgemeinschaft nach der Einsicht zu bemessen, daß unser wittschafttiches und kulturelles Leben auf bte Vevedlungsarbeit, die Veredlungsarbeit aber auf die Stetigkeit der wissenschaftlichen Forschung gestellt ist. G^deib-n unseres Volkes und Lebenskraft unserer Wirtschaft erwachsen nur auf dem Boden, den bte Pflege der Wissenschaast bereitet. Dem Schöpfer der Notgemeinschaft, dem ehemaligen preußischen Kultusminister Schmidt, wird vom Vorsitzenden Prof. v. Müller (München) besonderer Dank ausgesprochen. Dte erhebliche Ausbreitung der Ge» schlechrskranfheiten nach dem Kriege und die dadurch der V.stlsgesundheit drohenden Gefahren gaben Anlaß zu dem Bvrrrage, den in der sich anfchiießenden vierten allgemeinen Bersttmmüurg int Kvrrzer.haus der Münchener Ter- mawloZe L. v. Zumbusch über „Probleme des Syphilis" hiess. 6r legte Dir Art der Ansteckung und die auf diese folgenden Früh- und Späterscheinungen bar und verwies besonders auf die gwßen Unterschiede zwtschen angeborener und erworbener Svphilis hin. Bei der erworbenen erfolge die Ansteckung durch be Hgul. Diese bilde in den ersten drei Wochen Schutzswfte, wodurch es erst zu einem sich über Jahre hchstteckenden Auöbreiten der Kvankheit-ers-t) inimgeh komme. Bei der angeborenen Syphilis erfolge die Ansteckung auf dem Wege der Blutbahn, die inneren Crgane würden zuerst bet rossen und tonnten nicht die Schadstoffe bilden wie die Haut. Die bei er- morbener Syphilis in die urneren Organe eingedrungenen Erroger würden vielfach dort mit einem Schutzwall umgeben, aus dem sich die besondere Art der Späterscherwutgen erkläre. Bei dem Teil der Syphilitikern, der später an Paralpse erkrankt, scheinen die betreffenden Kranken die Fckhigfrss zur Bildung dieser Sch^ltzstosse zu fehlen. Der darauf feigenbe Vortrag von Professor Timmerding (Braunschweig-, über „Die Reichsschulkonferenz 1920 und der mat hematische und naturwissenschaftliche Unterricht an den höheren Schulen" fand Hobe Anerkennung. Es mögen auch einige Stimmen Der Ablehnung laut geworden fein, da der Redner auch auf das Verhältnis der Natvrwissenschäft zur Volksschule abfdmxifte, und dabei an der narurwissenschaftlicheit Bildung der Bolksschullehrer Kritik übte. Wir werden auf den Inhalt der Ausführungen näher zurückkommen, wenn wir über die Sitzung der Abteilung ,.M a - thematischer und naturwissenschaftlicher Unterricht" beridjtcn. Ter Vorsitzende will die Ausführuttgen Timmerdings nicht falsch verstanden haben. Die Gesellschaft der Nattkrforscher und Aerzte stehe auf der Seite der Lehrer ^utb habe ein warmes Herz für die Volksschule; die Hochschullehrer fe en stets bereit, bon nach Wahrheit strebenden BolksschuUehrern zu lsslfen. Da die Tagung am heutige« Morgen die letzte der alformrnvm Versammlungen war und die Verhandlungen sich fetzt mehr im engen Kreis der Fachgelehrten ab^tlen, sprach der Vorsitzende in einem Schlußwort nochmals der heffisckxm Staalsvegie- nmg, der Stadt Bad-Nauheim und der Geschäftsführung für die mühevolle Vorbereitung der Tagung und die vornehme Gasefreund-schaft den Dank der Berfarnmlung aus, und Bürger mavster Dr. Kayser dankte hierfür. (FJrrsetzilng folgt.) Kltcbe rrnd Schule. te* Beuern, 22. Sept. Am nächsten Sonntag findet hier ein M issions fest statt. Fest- Pvbiger sind Pfarrer Mahr aus Greßen und lÄiffiDncT Wal ther aus Beuern. O Ge dern , 23. Sept. Am Dienstag trafen zur großen Freude der ganzen Gemeinde die beiden neuen von F. W. Rincker in Sinn gegossenen Bronzeglocken hier ein und wurden auf festlich geschmückten Wogen in feierlichem Zuge unter Borantritt der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr »ur Kirche geleitet. Am Bahnhof und an der Kirche fang der Kirchenchor. Nach einer Ansprache des OrtSgeistlichen wurden die Glocken in den Kirchturm verbracht, um am Sonntag im Wrihgvttes- dienst ihrer Bestimmung übergeben zu totrbat. vermischte». Eisenbahnunglück. Kassel, 22. Sept. (Wolss) Die „Hessisch? Post' mcDet aus Snitra: Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich heute rn der Nähe des hiesigen Güterbahnhotes. Auf der Eisenbahnbrücke Göttingen — Bebra zwischen den Bahnhöfen Sontra und Cornberg lösten sich in der vergangenen Nacht von einem tn der Richtung nach Bebra fahrenden Güterzug eine Anzahl Güterwagen los, ohne daß dies von dem Personal des weitersahrenden Zuges bemerkt wurde. Tie abgerijfenen Wagen rollten mit großer Ge- scksvindigknt dre stark abfallende Strecke nach Sontra zurück und stießen in der Nahe des Bahnhos-^s auf einen in der Richtung nach Bebra au fahrenden Güterzug. Tas Maschinenperjonal dteles Zuges fomite sich durch Abspringen retten. Ter Zusammenstoß war furchtbar, lieber 50 Güterwagen wurden zertrümmert. Die Güterzugs- maschft« wurde die hohe Eiiienbahnböschung hmab- geschleudert. 8tet Eisenbahnbremser wurden unter den Trümmern begraben und getötet. Der Verkehr auf der Sttecke ist geftört. Die Ung.ückSstelle ist ein wüstes Trümmerfeld. Die Wagen türmten sich hoch auseinander. Tie unter ihnen liegenden Leichen tarnten bis jetzt noch nicht freigdegt werden. — 6anöd. Berlin, 22 <5^t. Börsenstimmungs- b i ld. Die Börse war wegen des israelitischen Feiettags mir schwach besucht und das Geschäft gewann daher keine große Ausdehnung. Trotz des andauernden Rückganges der Devisenkurse blieb die Tendenz vorwiegend fest mir Balutapaptere waren etwas schwächer Steaua Mnnana verloren 100 Prozent. Am Montanmarfte überwogen die Besserungen von 1—4 Pwzeiu Hosch stellten sich sogar 7 und Phönix bei lebhaften Umsätzen unter Schwankungen etwa 15 Prozent höher. Eleklrrzitätts der pveuMchen Lstnbesverlammlung teilte der Minister des Jmvrn Sever ing u a mit, daß sich in letzter Zeit die Fälle gehäuft hätten, in denen versucht worden ist, fbn unter An- doobung tyn VieterirreiM ober von Berwaltungv- streik zur Bestätigung ober Nichtbcstä- tigung d0n Vanbräten zu zwingen. Ter Minister ließ fernen Zweifel darüber, daß dr.-se Erpvessertaftik, die felbsttterständ.ulr bisher oöllig wirkungslos war, ihn auch in Zusammenkunft nicht vcvanlassen könne, feine Entschi>ungen anders als nach seinen pflichtgemäßen Erwägungen zu treffen. Abgesehen davon aber werde er in Zukunft gegen derartige Tro In in gen mit der erforderlichen Schürfe vorgehen und die Angelegenheit.m auf Oteiatb d.s 8 114 des Reickfsstvafgesetzbuclies her Staate.- an waltschaf t üb rgeben. Mögicherweise w cd dieses Verfahren mich schon auf eine der fetzt vorliegenden Teolnmgen — es handelt sich um das LandratSamt in Biedenkopf — angaambt werden müssen. Der Präsidententpechsel in Frankreich. Pari-, 22. Sept. (WTB > lieber den Belauf der gestrigen Sitzung von st b m m e r und Senat meldet Haves: In der vollbesetzten Stammet verlas Peret die Mssteilung Deschanel», die die Abgeordneten mit Aus-nadme einiger sozialistischer Vertteter stehend anhörten. *Set Er* närungen wurden beifällig ausgenommen, besonder- die Stelle, daß sein letzter 9>ecxinte Frankreich gelte. Peret rühmte bte Tätigteit Tesck-aiiels, der sich vor allem als der Mann des reinsten und bixl>- sten nationalen MichtbewußtsemS emnefen halte und drückte das Bedauern afier über seinen Rück- tritt aus. MUlevand schloß sich der stii.»haebung PcretS namens der Regierung an und drückte den Wunsch für die baldige (Senefung des ody rbenben aus. Die Kammer spendete lebhaften Beisill. Darauf verlas Peret das Dekret, das die Nationalversammlung für den 23. September einberuft und eine Sitzung der Kammer für den 25. September festsetzt Im Senat verlas Leon Bourgeois die Erklärung TeSchanels. Hier fand besorrders die Stelle mit der Mahnung zur (£xnignnig der Landesvertrv ter besonderen Beifall. Ebenw die Stelle, die auf das Wohl der Republik hiltwies. Lson Bourgeois erklärte, daß sich Tesä-arrel bei seinem ^schritt von dem höchsten Geftchl nattonaler Pflicht habe leiten lassen. Er scl^loß mit dem Wunsch', daß Deschanel bald wieder bte nötige Kraft finden werde, um der Nation neue Dienste zu leisten. Minister l'Hopiteau f^oß sich namenS der Regierung der Erkläruna Leon Bourgeois an. Darauf wurde das Tekret über die Einberufung der Nationalversammlung verlesen. Paris, 22. Sept. (WTB.) Zur Nnsstelkung eines Geqenkandidaten gegen Millerand für den Präsidentschaftsposten bet Republrk wirb noch gemeldet: Nach dem „Echo de Paris" kommen nur Leon Bourge0is, Peret und Dou- mer gue in Bettachk. Die bei den beiden ersten unternommenen Schritte seien aber fehlgeschssrgen. Es bleibe also nur noch Doumercnr oder ein Außenseiter.' Die radikalen Sozialisten würden wahrschessr- lich, falls mich Domneradte ableh'ten sollte, einen Minister aus dem Ministerium (5fernencetru aufstellen. Mareel Hutin meint, daß der heutige Tag noch UebcrraschunHen bringen könnte, wen« Leon Bourgeois entgegen der allgemeinen Annahme doch noch in die Kandidatur einnnllige, der dann eine ziemlich gleichgroße Stimmenzahl wte Millerand erhalten werde. Es würde ixnrn noch Peret als alleiniger Kandidat übrig bleiben, ter aber nur eine Kandidatur annimmt, wenn er von allen Parteien sewähss wird. Nach dem „Petit Journal" hoben sich bte Aussichten für Millerand gestern verschlechtert. Boraestem war man sich noch darüber einig, daß ihm 700 Stimmen sicher men. Gestern habe sich dtese Zahl erheblich vennintert. Um die Kandidattr Millercnrd zu einem Mißerfolg zu gestalten, suchen die So'ialisten norb einen oder meb'-ere Kandidat^ aufyiflellen. Das Blatt meint inteß das für Millerand doch eine große Mehrheit gesichert fei. Das neue dänische Parlmnent. Kopenhagen, 22. Sept. (WTB.) Die Wahlen für den Folketing, die durch die.Einverleibung Nordschleswiqs notwendig wurden, fanden gestern statt. Der bisherigem Folketing zählte 4 Abgeordnete der Erwerbspartei, 28 Konservative, 16 Radikale, 42 So zialisten und 52 Abgeordnete der gemäßigten Linken (Liberale). Die gemäßigte Linke bil bete die Negierung. Der neue Folketing wird 149 Mitglieder zählen. Es sind gewählt: 3 Erwerbsparteilec, 27 Konservative, 18 Radt kale, 48 Sozialisten, 51 Liberale und ein Schleswiger. Hühneraugen Hornhaut, .Schwielen u Warzen beeilet xhueU.sidietvjdinieizte 1/ । . 1 100000 fach bewänt Kukiro! PreisM 3.- In Apotheken u Drogerien erhäUlidi Drogerie Soll. Bahnhofetr. 51. Blinder Hah. Roman von Alfred Sassen. lNachdmck verboten.) Fortsetzung 37. Plötzlich säten sich die drei Menschen tn dem Hellen gemütlichen Zimmer, von der Gewalt des gleichen Gedmikens gepickt, in die Augen. Was standen sic müßig hier? Hatten fte vor allem nicht Einer zu danken, die daheim tm Tunocl imb in ter Einsamkeit saß, gewitz noch hm- und her geworfen von Den fcxbgetenten Wogen der toite rfhei tenb ften Empfiudungen? O, welch ein Komps mußte in ter von unbeugsamen, baßgesättigten Rachegcfühlen zuge'perr- ten Seele ftattgefunten haben! . Hin zu ihr! Damit sie sich auch wirklich t-t bte Gemeinsamkeit froher und glücklicher Menschen, der sic nach langen dunklen Jahren das groll- verdüsterte Arft i? mietet zugctehrt, aufgenommen und ein gereiht fühlen konnte! . . . Das ,xilte Schloß^' nwr erreicht. In einem seltsamen Erschauern standen fte, tee eä eben noch so eilig gehabt, an der Pforte ftul. Dunkel lag das ganze massige Gebäude da — auch nicht ein Licht brannte hinter den ter Straße Algekehrten Fensterreihen. Freilich, die arme wrrin des Hauses bedurfte ttines Lichtes, und augenblicklich ganz allein in ten Herr-- fchastsräumen. lieber dem rikfhxtrtigcTi Tcss des Hauses, wo ter Jnspeft>or wohnte, lag gewiß nicht dieses bedrückende Tuntel, diese lastende Stille. Die drei sagten sich das — und tonnten bxb zu teintm befreieirten Au atmen fern men. Resolut stieß ter DeuZchameritoner endlich die Pforte auf. Sie durckftchritten ten baumbestandenen Vorplatz, bann den altertümlichen engen Hof, intb sahen sich gleich darauf in dem Hausflur, wo eine alte Magd gerate im Begriff war, bte blitzende Wandlampe anzuzünden. Befremdet schaute die Mtc aus die Eindrm- genden. Sie war so gar nicht gewohnt, zu bfeier Stunde Besuch bei ihrer einsamen Herrin zu sehen. „Wo ist Frau Borowskyfragte Anna Reinsdorf. Die Magd versetzte: „Aus ihrem Zimmer unrb die „Frau" sein, benf ich. Ick wollte eben hinaus und fragen, was sie zum ?Ebenbbn>t wünscht." „So nehmen Sie uns, bitte, mit," ersuchte mm der Lehrer. „Wir haben mit Frau Borowsky zu sprechen." Walter Hüttich sagte nichts. Die ein Traumbeftmg euer stand er da m dem Haus, das Magdalenens Haus war . . . Die ost hatte er in den Tagen seiner .Vinte r- und Jünglingsjahre hier geweilt! Alle freie süßesten und heißesten Träume batten damals in diesen Räumen bteienige gesuckst, bic sein Herz vergötterte. Und bann war er Mötzlich aus dicsen Räumen vertrieben worden, hatte sich selbst daraus verbannt und damit zugleich aus Magdalenens Näye, der das Schicksal hinfort geboten, hinabzufterg.m in die Abgründe des menschlichen Lebens und darin allen Jammer und alle Verzweiflung aus- jutoften! Nach langen, langen Jahren war er aus einem anderen Weltteil zurückgetommen, um die Hand ter Unglück.ichen --ur Versöhnung zu er&it.en. Sie hatte sie ihm in loderndem Haß verweigert . . . Nun aber, nun war ein Wunder der Umwandlung in ihr geschehen — nun würde er sie fassen dürfen, die einst so geliebte und auch jetzt noch über alles verehrte Hand! „Warum geben wir nicht hinauf?" fuhr er aus seinem rückgewandten Sinnen auf. „Wir gehen sckvn," antwortete bte alte Magd bedächtig, die inzwischen eine zwesse Lampe entzündet hatte und damit nun den Besuchern aus ter breiten Stein treppe vorawl-uchte te. Oben Lopfte Anna Reinsdorf an bte Tür des Zimmers, das Frau Borows kV bewohnte, ft ein Herein erscholl, auch nicht auf ein zwcues und drittes Anpochen. Tte drn Menschen, die wie zu einem Lange ersehnten Fest gekommen waren, fühlten sich unwillkürlich abermals von den Schauem ettaßt, teoen sie sich vorhin unten an der Pforte nutzt zu erwehren vermocht hatten. „Ich will nachfehen, ob die Frau schon schlafen gegangen ist," sagte die alte Magd, und verschwand mit der Lampe im Zimmer, wahrend die tret draußen im Dunkeln verharren mußten, nun erst reckst eine Beule jener seltsam beLernmende.i Schauer. Tte Magd flam zurück und berichtete, die „Frau" sei gar nicht da, wahrscheinlich fitze he unten in ter Wohnstube. Man stieg zur Wohnstube hinab — und fand die Blinde nicht. Erschrocken sah mom sich um — als ob sie sich nicht in einem andern Teil des Hauses aufhatten könnte! Gefaßter forschte und suchte man weiter im ganzen Hause keine Spur feiner H-rrrn! Nun sah auch der Jnspeftor, der sich yi den Suchenden gesellt hatte, fctroffen dvein . . Und von neuem begann das Nachforschen, beginn ein geradezu fieberhaft angstvolles Rusen! ft'ckler bis zum Giebel des Hauses, in bei Wirtschaftsgebäuden und auch brau.Ben im Gatten - nichts, nichts! Tie Blinde mußte das Grundstück verlassen haben — das stand nun fest! Uuglück.icherweife wir gerate niemand in ter Nähe grwss'en, ter .st hätte bemerken können! Sess vielen, vielen Jahren war sie nie allein fortgegmigai — und nun gir um biefe Zeit! Was bedeutete das? 'Ja, wer es gewußt hätte." Rollos, erblaßt sah man sich an, allen ging ter Mem schwer. (Fvttfetzwlg folgt.) Man versuche gelingen immer! Eintritt 50 Pi. Eintritt 50 Ps. ÜliKerait! I nachmittags 3 Uhr, statt. 10104 WMWskl MMW Redner: 100706 Herr Prof. v r. Horneffer Öffnung des Theaters: 78A Uhr. i. 10109c lichlk-lle B Bleidenstrahe 16. 'c gesucht. 015915 8ung! 8 mg! Anfang 4 Uhr 015917 Freunde u. Gäste willkommen. Der Vorstand. (Trockenanlage). 10124c ioi*c Ab morgen: Die Katastrophe eines Volkes. sowie 7 Akte. 7 Akte. W Leute Tori Ihr ang ’/<• Ufcr. 2. 3. 4. Besonders leistungs- ffthi’ in d. HersteUff. photogr. Arbeiten * Bericht der Delegierten. Verschiedenes. Unsere verehrlichen Mitglieder machen wir darauf aufmerksam, daß wir ihnen auf Grund einer gesetzlichen Vergünstigung, ebenso wie für die Iuwachssteuer auch für das Gewerbebank zu Giehen eingetragene Genoffenschast mit beschränkter Haftpflicht. 10107V Bktr.: Wiest Nach Artil lt 'm Laufe ?en Wies^ >chutzen un aemgemätz als ^esengang et Tagesordnung: Die Reichstagswahl und ihre Lehren, Referent Rektor Fischer. Geschäftsbericht, Parteisekretär Heller. Hierzu sind alle Parteimitglieder höflich st eingeladen. Der Vorstand. dan glanzende Bel-Programm. Letzte Verflhnuii Uhr. Alleinig. I Spezial-1 geschält) Monatsvcrsammluna am 25. if. 20 abends 8 Uhr bei Felsing, Tlnrftftvnuc. Ansstelliingsabrechnuna: Dickivurzbestelliing. 10118] Der Voritand, über S Wit &ei Reictsvewünr Gesetzblatt S. Die in § 1920 sestgesetz 28. August Darm st Sessis Der vorbereitende Ausschuß Oberbürgermeister Keller, Vorsitzender. Prgmrizialm'ballii Mrhtßti der IevAen SemckMe« Psrtki Sonntag den 26. September vorm. 10 Uhr im „Aquarium" Walltorstraste 5 Hauptversammlung Dezimal- und Kettenwaagen empfieblt Karl Schmidt, 015918] Neuenweg 42. Miut b,. «dl «r au ?de drtu. der 5 '"Kif" M „ $« »'S* ganzen Ivlvie au Äz t Eichung ?? Tnt. dies . Mteress- } We i strikte ^rschlä- donAass P etzes c 2' jtÜibenlen der Miuisterpral Einfacher Napfkuchen. Zutaten: 500 g Mehl, 1 Päckchen von Dr. Oetker s „Backln“, 200 e Zucker, 2 Päckchen von Oetker’s Milch-Eiwelßpulver, 1 Päckchen von Dr. Oetker’s Vaniliinzucker, 1 Eßlöffel voll Butter oder Fett, knapp y2 Liter Milch. Zubereitung: Butter und Zucker rührt man schaumig, fügt Vanillinzucker hinzu und rührt dann das mit Eiweißpulver und „Backin“ gemischte Mehl und die Milch unter die Masse, diese füllt man dann in eine gefettete Form und backt 40—50 Minuten. Heute abend 10 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Großmutter und Schwester AnnaElisabetheBußWw. geb. Schmidt im Alter von 72 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Emil Buß Auguste Buß geb. Volz, und 2 Enkelkinder. Lieh, 21. September 1920. Die Beerdigung findet Freitag den 24. September 1920, Lichtspiele Seltersweg Ausstellung des Gbst- und Sartenbauvereinr am Sonntag den 26. September M unsere M W- Wir he« Kresse auch iüfc™*' 6f JLn ^sem arüb a) ob di- 9(t gonge 9e m Gold- und flr MÄO werden zu hohen Preisen angekauft. Angebote mit Preis an 10066A Höhn, Frankfurt am Main, Bleidenstraste 16. Zu verkaufen: 1 P. amerikan. H.-Halb schube, Gr 41. schmale ftorm, 1 D.'Plüschbut, schwarz, neu, mehrere Korbflaschen, für Apfelwein geeignet, 25 Str yn* halt."'^Landmannttr.4. | Verkaufe ~] (gut cr- VUntÄr »chsi». StifnhR) Ä 1 Jahr alt, zu verkaufen Angeb. mit Preisangabe 015774 Steiuttraste 43. m u. 015900 an den G. Ao». gs ?***JL. 8ebr. 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