M 170. Zahrgang iiaiicn öuioaiflB Die hindern, dem Emir zu Helsen. zu 31. Die Lchuldfragen in Oesterreich. uni Protest gegen die französische Gewaltpolitik in Syrien. itet werden, § 3 jinn'' hessische Volkriammer. rnt. Darmstadt, 22. Juli 1920. Unter den heutigen Verhältnissen bedarf cs «amtlich gar keines besonderen Hinweises, das; re Landwirtschaft als „lebenswichtiger Betrieb" bn. eigentlichen Sinne des Wortes angesehen lver- !)cr mutz. Gerade für die Lanöwirtsdiaft, luclctje Die landwirtfchastliche Uothilse. Töenn auch in unseren hessischen Bezirken Le Gefahr des Streites landwirtschaftlicher Kcbeiter gewiß nicht im Vordergründe stehl, t> geben wir doch gerne der nachstehenden Zutrift Raum, in der eine wichtige Zeitfragc in unser Deutschland besprochen wird: einMcM lassen wird, Ties er gibt gtc iKofelabat Der Rrichrwirtschcift;rat und die Lrgcbniffe voa Spaa. Een Privat- n. von Rauch- wg mit ban : Ausnahmen ignahmt. Zu iri tu einer eiche gilt von ahmt ist und wig auf eine fr das w lf die feA' llbilllch. da« von der & nc Rede sein kanr Türkei. rn den Tabak .bei gegenüber >ajt. Liese ist et. scheu Venvie- izusendcn. Tie der nach §§ 3 i der Znland- nsausjchuß er- Freitag, 25. Juli 1920 AnnütiMe von Anzeigen für d.eTagesnummer bis u a. ▲ zum Nachmittag vorder •Ä °bn< icilc lietbinblidihcit. Ak preis für l mm hohe für ▼ M Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame, y Anzeigen von 70 mm ▼ Brette 150 Pf De, Platz. Qch keine Aniwort der Solschewisten an polen. Rotterdam, 22. Juli. (WTB.) Tie „Ti» "iifö"" mel >et aus Warsch-u: Ter Umstand, daß -iire 9( n t to o r t der Bolschewisten auf dommoar o der Ka i ser die Be r "Wftn General-Anzeiger für Oberhessen vrnck und Verlag : vröhl'sche Univ.-Buch- und Steinbruckerei R. Lange. Zchrislle'ttung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung 91/-. Uhr. Tie Generaldebatte über den Hauptvoranschlag wird fortgesetzt. kn, daß nicht durch plötzlick)e Arbeitsuiederlegun- kN die Mül)e.der liereinznbringen, müsse man bei der aHcrenieinen Wucherbekämpfung, doch auch auj die ungeheuren Erträgnisse aus Holz irrr> W.sttt, twlcfx «r Regierung zugute kämmen, htmvn et. Gan, ziveifelhaft sei es, trotz derzahlreidet Sten erb! Uten, ob wir ine notwendigm cu^rübernx:ivorn Reich erholten. Zum Ausgleich des Reich, ymis- Halles mus en noch drei Milliarden S te u e rn er. funben werben. Katastrophol Wien un Reick bie Kosten der Be t r i e b s ve r wa l t u n g, die Höhe der Reichsschuld fei eri cb e^enb, nur cce Notemwessc könne lstcr noch hel e t. (•er Steuer, den man als Lteuera.ec.aß be^jebner könne, sei sehr zweifelhaft, die firttval-ien e - tiale> **>♦ Aus dem Ueicbe. Eine Prügelei mit französisckken Soldaten. Berlin, 22. Juli. (Wolff.) Heute vormittag kam es am „Kaiserhof" an der Ecke des Wilhelmsplatzes und der Mauerstraße zwi- chen französischen Soldaten und mehreren Zivilisten zu einer Prügelei. Rach den bis- ycrigeii Ermittelungen stießen die fcanzösi- ck)en Soldaten mehrere Bankbeamte an. Daraus entspann sich ein Wortwechsel, der zu der Prügelei führte, in deren Verlaus einer der Bankbeamten einige Kratzwunden davontrug. Vor der anwachsenden Menschenmenge lüchteten die Franzosen, nachdem der eine einen Schreckschuß abgefeuert hatte, in das Hotel „Kaiserhof". Wir erfahren dazu, daß der Vorfall nach Rücksprache mit dem französischen Kommandanten bereits erledigt ist. Ter ehemalige deutsche Kronprinz. Amsterdam, 22. Juli. (Wolsf.) Der vormalige deutsche Kronprinz ist gestern nack>mittag nach Doorn abgerrist, um anläßlich des Todes seines Bruders, be-5 Prinzen Joachim, den Eltern einen Besuch abzustatten. Verlängerung der Einfuhr für holländische Frühkartoffeln. Abg. Schvm iZtr.) geht zunüchst aus die durch den F-riedeusschluß bestel-enden sckstecksten Ver- lstiltnisse nätyer ein, die mir nur durch Arbeiten uiw Arbeiten bessern können'. Tie U n zu lang- lickleit der Beamtenbesoldungsreform, die Ver- iyrben'beit unserer Jugend, die traurige Lage vieler Rentner, der nohpenbige Pre sabban, Aufhebung ter Zwangswirlsckaft. Außer dem guten Willen gehört auch Kraft zur Arbeit, auch bie Wohnimgs tot müsse gehoben nxtien. Er bejpncht -as Ergebnis der Wa'h.'en. bie bem Befttz tand des Zentrums bescnwers in Hes eu keine Embuße brachten. Tie Erfolge bes bitterschveren Hanges nach Spaa müssen abgewartet wer an. — Die angeregte Neuorientierung nadl Fiaufturt und Kurl^eilen weroe in Rl)enchessen auf schärfsten Wicenpruch f.o^en — Er wendet sich bann gegen bie gelingen Ausführungen des Abg. Kaul und beiiredct, daß bie Verzögerung der Sdiulgesetzresiorm, die ia notwendig sei, im Volke große Erregung Worgmifen 'habe. Berechtigt s. , c Mi, lch nack) besserer Schuld bildung, bie alte Sck-ile fei aber wich dieser Rich tung besser gewesen. Gaiiz entsthic l)en verweigern können, das fid) durch den Unterschied züvi-chen dem in bem Friedensvertrage fe*. gesetzten Mftüe preis und bem wirklichen Preis ergibt. Llber bann würden bie deutschen Bergarbeiter nid)1 gearbeitet lxrben, und man hätte ba§ Ruhrgebiet besetzen müßen, um Kohle zu erhalten. Ties sei durch seine Vermittelung verhindert iwrdeii. Weiler sagte er: Um zu einem Urteil über Spi-a zu gelangen, muß man vor allem an die 2tbgrünbc beuten, die sich vor ber Konferenz autgdrm hätten, wenn sie plötzlid> abacbmd>cn wori>en ivärc, wie man cs einmal befürchtete. Mein ganzes Bestreben lag bar in, bie Gefa'hren zu termetbm und Europa auf einen fruchtbareren Weg zu führen. !kr. 1J1 Iv« Siegener Anzeiger ! sheinl täglich, außer 5onn. und Feiertags. Be)«gsprel|e: Hlonatlid) V.ark 3.60 i„)MK.-.65Trägerlohn, xerleljährlich'plarli 10 80 iribmh.l.95lrägerlobn; jurd) bie Post viertel, „»rlich Mark 12.- ^sschsteßUch Bestellgeld. ‘ ,riisprech - Anschlüsse: ; jr6ie5d)rifileituiigll2; cklnlag,Geschäftsstelle 51. ,!»schrisl für Dr. hlnach. chten:An; izrrOießen. poftscheutonto: antfiirt n. IH. 1168) Wie die „Teutsche Mlgemeine Zeitung" aus Königsberg eriälyrt, liegen feiner(n An^stchen für jie Bildung einer o sl preu ßi s ch e n Roten Armee vor. Aus der rufsifchcn Antwortnote. Rotterdam, 22. Juli. lWolsf.) Dem „Manchester Guardian" zufolge wird in ber mss.- sck»en Aniworftwte außer den fd)on bekannten Tat fachen Fo'gendes dargstegt: Die Sctoictregikrung nxigert sich bestimmt, mit dem Vertret.r des Generals Wrangel zu sammeuzukommen, oder seine Sach^ an,\uerfcnne;L Wrangel wird dauernd der „nv.’utembe General" genannt. Die Sowjetregierung ist bereit, seinen Truppen und den unter seinem Sckpitz befindlichen Personen Sick>crheit zu gcroäljreinen. Aus ixr anderen Seite verlangt sie bedingungslose Ue ber g ab c der ganzen Halbinsel Krim tuib aller darauf befindlichen militärischen Vorräte. Was den Völkerbund angeht, so w'ig-Ntt sich die russische Regierung, sich an die Vorschriften dieses Bundes zu halten, den sie einen ,.B und der alliierten Regierungen" nennt. Die Antwort weist darauf hin, daß bas Bestehen des Bundes Rußianb niemals amt.ich mitgefcitt wurde und daß sie alles, was es von bem Bunbe wisse, aus den Zeitmigen erfahren habe. Die Sowjet- regienmg betont, baß twy ber Bestimmungen des VölKrbundsatzes die Alliierten nichts taten, als bekannt wurde, daß Polen einen Angriff auf Rußland beabsichtige. Daher sehe die russisck-c Regierung nicht ein, warum sie sich jetzt, wo Polen vor ber Katastrophe' eines von ihm begonnenen Krieges stehe, bem Bunde unterwerien solle. London, 22. Juli. (Wolsf.) In emer von Reuter verbreiteten Mitteilung heißt es: Aus der russisd>en Note geht deutlich hervor, daß es in Moskau zwei Parteien, eine Kriegs- und eine Friebmsparki, gibt. Welche von den beiden die Oberhand behält, w.woe sich wahrsck)cinlid) noch Ende dieser Wock>' zeigen. Amsterdam, 21. Juli. (Wolff.) In ber gestrigen Unterhaus sitzung erklärten in ber Aussprache As quith und Lorb Robert E e c i l, es sei zu beklagen, baß bie Intervention des Völkerbundes in dem russisch-polnischen Streit nicht eher angerufen worden sei. Diese Aus- fübnrngen gaben Lloyd Geor ge Veranlassung, zu sagen, die jüngste Antwort Moskaus habe große Mißachtung für den Völkerbund zum Ausdruck gebracht. Zum Austausch der österreichischen und russischen Kriegsgefangenen. Berlin, 22. Juli. (Wolff.) Die österreichische Regierung ließ der deutschen Regierung durch die hiesige österreichische Gesandtschaft mitteilen, daß sie sich weigere, die russischen Kriegsgefangenentransporte über die deutsch-österreichische Grenze zurückzuleiten. Infolgedessen wurde die Rückbeförderung der Transporte vorläufig eingestellt. Die kriegsgefangenen Russen nebst den politischen Personen, die dem Transport angeschlossen waren, sind in der Nähe von Stettin untec- gebracht. Die Entscheidung über die weitere Behandlung der Transporte wird getroffen, sobald festgestellt ist, ob die österreichische Regierung auf ihrem Standpunkt beharrt. Berlin, 22. Juli. (2Mif.) Im vorläufigen Reichswirtschastsrate erfin tetc Reicks wirtschaslsminister Scho l z Bericht iuer die Ber haiwlungen in Spaa furt. jfcg^e ine auficrotieaitli'd i < Schwierigkeiten dar, bie für die bentid/2 Delegation zu überwinden waren. Er persönlich halte das AbLmimen von Spaa für eine vielleicht unerträgliche Belastung ix5 beutln Wirtschaftslebens. Unter allen Un^'iÄu-en bedeute das Abilomimm eine unerhörte Beladung ber deutschen Berga rbei- t e r s cha f t. Andererseits sei. es voranssich lich nicht tzlii vermeiden, daß der deutsckMi Jndu,irie neue Einschvänkmigen auf erlegt werben, bie schon bie gegenwärtigen Beschränkungen tont ertragen könne. Tann werde aber auch bie deutsche Industrie nickst so große Reparationsleistungen auf bringen. Eine Mckli-rsörderung an Kohle fei nur denkbar, wenn bie beutfdjie Arbeiter;chast diese Leisung vrllbringen wolle. Tie ©Hgranig der Kvhlenprvdukrion fei daher in eriier Linie eine Arbeiterfrage und bc^.itb nu'ißten den Ar bestem alle möglichen Erleichterungen versd-afft werden. Er rotberfvrad) dem Kohlenabl'omm 'n, weil es nach feiner Ansickst ber deutch-en Industrie fast un- e r t r ä g I i d)i e Lasten auferlege. Trotz em wer!:c er alles tun, damit das Abliommen erfüllt werden könne. Teuffchland habe bie_ Verpflichtung nun» mehr übernommen und müsste nun auch alles daransetzen, um bie Verpflichtungen yu.erfüllen. Tann sülhrle ber Neichsarbeftsmmister Dr. Brauns u. a. aus: Angesichts der Verl>andliin- gen in Span bemädV igte sich ber Bergarbeiter ritte groüe Erregung. Gerade bie Beigarbestcr. sagte der Minister, salten ssthr zähe an ihren Siechten f£it, nun sollten sie sich infolge ber Drohung ber Entente vor der GQvalt beugen. Tic Bergarbeiter fügten fid) durchaus solidarisch nrit ber ganzen Arbeitersdxaft Teutschlan: s und sie müssten nunmehr befürchten, daß die Forderungen der Entente miume'br ta5.11 fiüjren müß en, daß die .bentfa)1 Indir rie stlllgelegt und dadurch d.e AstbeitÄoirg- Peit rod) bermelyrt würde. Ferner füvchpsten die Bergarbeiter, lutz auf bem Weg? über das >bü'len- abibmmen in Sprra bie Frage der normten .auer in einer für sie ungünstigen Weste mloit weroen sollte. Mit dieser Stimmung b- Bergarbeiter fckaft muß auch bie Wrtfd>aftspoftyk hu- ?.eii mrb drüben vedyren. Gleick^vo hl hofse td), oafe die Bergarbeiter endgültige EntsdM:e nicht in ber Erregung des A gc-nblickes fasten löcrocn. A.ic Bergarbeiter wollen nun dis IIeherfchichstnaldom- men l'i-n igen und bas Arbeitsmini crium leitete ,(Hhalb schon Verl-andlimgen mit ihnen em, wovon mir uns rin günuiges Ergebnis versprechen. Wir Tuffen auf die Möglichkeit, das Abkommen ton 3paa so zu erfüllen, baß beshalb uns r deutsches Wirtsdws.sleben nicht voll ä id'g zu enchüttnui braucht Ie-enfalls möchte ich faiftetten, bas- di eiitfden Arbeiter bereit sind, am Widcviusbau. es zer'orten Europas, aber auch ber deutschen Wirtschaft 'atkräft g mit-,uwicken. Wr erer'iefts muß alles gesd) h n. um den Bergbau nach der tech- irird)?n Sri:e zu heben. . Reichem.ni'er für Grtiäü/nmg und Landwirt- tchaft Hermes legte tar: Um fette Grundlagen für bie Ver'e serung der Emä-lamng zu schaffen, wird des R.ickscr:'L.mung-nft i e ium in Verbindung mit bem Wirtichef smimüermm und dem Aibritsmini eriurn mit bat Bergarbri erorgmii- fationen zu estier Besprechung zu anrmentreten, ^jr allen Dingen ist eine schnelle Verbesserung des Brotes vorgri'-hen. Im Ernal>- rungsmi i eriurn wird ein ri ftieit^icher Plan für ■ie ErndlstrungÄvirst'diast ber näch en Jahre zu- gleid) mit einem Einführpwgramm auÄuarhritd. -er Vorschrift 20“ „ Auychlag. Hauptschristleiter: 21ug Goetz. Verantwortlich für Politik: 2Iug. Goetz; für den iibrtgcn Teil: Dr. Reinhold 3cn3; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Gießen. anderen Snme als bie vorherige Gntfdjcibung. Sckstleßlich habe er du das DbcrCjmma;ibo nie» i-crgelegt und sich der Verantwortung in nicht sehr würdiger Weise entzogen. Die einnialige Vermögensabgabe in Oesterreich. Wien, 22. Juli. (Wolfs.) Die Nationalversammlung nahm das Gesetz über die große einmalige Vermögensabgabe in allen Lesungen an. In das Gesetz ist der ausdrücklich ausgesprochene Wunsch der Reparationslommission ausgenommen, daß die Bestimmungen des Gesetzes über die Vermögensabgabe nur insoweit anzuwenden seien, als sie nicht mit den Verpslichlungen in Widerspruch stehen, die sich aus dem Staatsvertcag von St. Germain und aus der Note der Reparationskommission vom 21. 5. über die Vorschüsse an Oesterreich ergeben. Die Nationalversammlung nahm sodann die Vorlage betreffend die Voraussetzungen der Ucbernabme der österreichischen Kriegsanleihe als Schuld der Republik Oesterreich, an. nöglich zu machen. 1 In ber Erkenntnis dieser Sachlage beabsid>- tigl bie Leitung ber Technischen Notlftlse auch eine lanbwirtschaftliche N 0 thilse einzu - richten, bie unbekümmert um bie wirtschasts- Ivl itifcheii Miseincmbersetzungeu zwisd>en Bauern tnl) Landarbeitern nur darauf bedacht ist, bie un- amesstichen Werte ber landwirtschaftlichen Pro-- tutiton für unfer Volk zu erhalten und zu sichern, hierbei liegt eine gewaltige Aufgabe für bie Teklinische Not Hilfe nicht nur allein darin, daß sie die k-rforguug ber Landwirtschaft mit elektrischer Girergie, Gas, Wasser sicherstellt, die Zufuhr von knftbünger gewährleistet und bie maschinellen! Hinrichtungen in ber Landwirtschaft vor Sabo- • tage schützt und in Gang erhält, sondern baß sie segebeuenfalls die Einbringung ber Ernte übernimmt, besonders Feldftüchte vor dem Verberben schützt. Demgemäß sollen für bas ganze Reich vor ÄkHen bie 3uderrübcniitbnftrie, Molkereien, Brennereien, Dreschmasdstnenbetriebe, Notstandsarbri-- tnt während der Ernte usw. durch die landwirt- fbaitliche Nothilfe aufrechter halt en toerben. Dazu bitimt natürhd} nod) bie Hilfe bei Störungein Win bnt laichwirtschaftlichen Betrieben in Fällen tert höherer Gewalt, zur Bergung von Kartoffeln ■bei Frost und berg!, mehr. Ilm biefen Gedanken einer landwirtschaftlichen ^»thilse in die Tat umzusetzen, ist bie Leitung «Mrlich vor allen Dingen auf bie Unterstützung ter länblidxm Kreise selbst angewiesen. Dazu iver- tm Fachleute gebraucht imb es ist deshalb bringend ici®rberrich, daß sich Landwirte, mehr als es ii>i)er gofdieben, ber Technischen Nothilse zur Ver- ‘ügimg stellen. Außer bin Landwirten sei bst kom- Tt-n vor allen Dingen Gärtner, lmibwfttsckxlst- | ließe Schulen und Inhaber ober Pächter von edkebergärten in bnt Vorstädten in Frage. Der itebter unb namentlich ber Eftoßstäbter, welcher i lec Hauptverbraucher landwirtschaftlicher Erzeug- -issse ist, hat als Mitglied bet, Techni'd>en Not- 1 lil t die beste Gelegenheit, an seinem Teile dazu Iniiiitraacn, daß die Ernährimg des deutschen 800. kes sicher gestellt bleibt. Denn in keinem ande- m lebenswichtigen Betriebe ist eine so ausgedehnte : Eertvenbmtg migelernter Hilfskräfte möglid?, wie ’ fewabe in ber Landwirtschaft, wie es bas Beispiel bar während des Krieges in ber Landwirtschaft tnroenbeten Schüler aller Lehranstalten bewiesen :rt. Sdstießlich ist auch zu hoffen, daß burch üok Nothilfe in ber Landwirtschaft manch r Städter kim größeres Verständnis für bie Schwierigkeiten, nrit ber bie Landwirtschaft zu kämpfen hat, imb imbr Einsidst für ihre Bedürfnisse bekommen wird, sv-baß bie landwirtschaft:id>e Nothilfe eine neue d'üde zum notwendigen gegenseitigen Verstehen Mischen Stadt unb Lcmb bauen können wirb. 'Ndvn mdbet, tr Ä Smill. tb$mb. iU ®ur. ' LN dmr “■Md)l©b tt fr ber 8ee Eu iss der I, ... «J B>i6 XT. UlUt>. WL1.UVX. |U.L VIV "'V“V iwJ • ' Ve Ernährung unseres Volkes gewährleistet, muß mime emnt btt. allen Umständen in der Weise gesorgt wer- ;!ie er ft en Truppentransporte aus --- - ha an freiet eiuh-effcu toer.cn. Tie Transport-: leiten trage. Ter Kaiser tabe in_ caier Jcart' i>e£ren voraussichtlich über See geleitet unb in I dreimal von seinem Recht d.-s Wi'.tensti lstnids- ^cmzig emgeschifft. werden. befthlmfes Gebrauch gemocht unb jedesmal tit er^ew serngl, 1a oer zmn -.us- vstjvuiuiu.in ‘ sei. Bebauerlicherweife iverden unsere gauzen^Em- bie mcifien groben Vermögen über die (grenze ge Steuerabzug an gjinmentipy Fortsetzung (Nachdruck verboten.) meine Wiesen legen 10 da fragen eine Chaussee durch will. Meinst vielleicht?" rei mit ne'vn S.euem.teseitige jede noch vor^anbcne dem Lande tets längere Arbeiten verbiete. Tw £)pfem l i,.e t. Zor.wä.,r n. irerden neue Te.lava- tiiiiuitmieire.uS cn Beinteudoma en seien k«r ch-.- tionen 'verl-mgl,hateri o>er nicht me'-r viel Lett, i.-a fertigt, ia der Wein .als Genußmi.tcl zu '.etcach'en Der Klostermüller. Eine Erzälstung von Karl Neurath. ‘1. N ffmnnnö;,; -|unt pj. & hältnis zwischen Staut und C loren und damit das Pflichtgefühl gegenüber dem Staat. -- Seine Partei verlange im Reich wie im Lande grdSparsamkeit, demgegenüber erhebe er die grd hl en Bedenken gegen die Ber- wehrnitg der Bcamtenstellen. — Eine Vereinfachung dei- Staatshaushalts sei absolut notwendig, eine Herab e .u'-lg der Minister- und Präsidentenstellen sei, ähnlich wie in anderen Staaten, Baden usw., nicht zu umgehen. — Gegenüber den Ausführungen b&5 Aln. Kaul, der einen anderen Geist der Beamtenschaft verlange, frage er, welche Poliiik die Beamten denn eigentlich haben sollen; früher habe man bei Nickstbestcitigung von Bürgermeistern und Beigeordneten großen Spektakel verursacht und heute werde von derselben sozialdcmo- kratisckkn Partei die freie Ansicht der Beamten- n». «" w<< kr Keinarku^cn M ft* halmig in» t tun Miseren Vielen irr an Ne letzten «HM, aber nit'm Das Men mv' gerotfen np. Mn Dockn Mbonigar Mi, aber Es gilt nit dir. Fidele! Ter Bagage drüben gilts!" Und er winkte mit dem grauen Die Sette sperrte den Mund auf und sah ihn bestürzt an. Erst nach geraumer Zeit fand sie die Sprache wieder. „Ia, was habt Ihr denn angestellt?" „Angestellt!" Der Müller brauste auf. „Alte Gammel! Was soll ich denn angestellt haben! Ter Asfenschwanz da oben steckt nämlich dahinter. Ter bringt uns schließlich noch alle von Haus und Hof!" „Ach Jesus, Maria, Josef! Was nit alles auf der Welt vorgeht! Wo soll man denn da in seinen alten Tagen noch hin?" „Meinst vielleicht, ich gäb denen auch mir das geringste Schnippchen? — All ihr Lebtag haben die Wehrmms hier g sessen, meinst du, ich weich? Noch nit, wenn sie mir jeden Backstein imi) jeden Leien mit Gold auhiri'gvn. — So, jetzt weißt, warum ich räsoniert hab, jetzt gch und mach dich fertig; es wird Zeit zum Amt." Er ließ die Sette stehen und stieg langsam die Treppe hinauf, um sich völlig anzukleiden. t« Die > 05 Mi- 1 KrsanMlelN- Liter ja * Wer 5angn ! sowie Piston' QfKung. dem Lande h-vh' Rücklagen machen. Tatirchlich haben'viele Reichisbäamte auf rem Lande lange nubt ;u hohe Gehiilier wie die Lehrer. — Charak- tcrft.isch sei die Schaffung ton 4 00 neuen Be- am.en'wllen in Hessen. Man müsse demgegenüber entschieden für eine Vereinfachung Eintreten, ^ev jetzige Ministcrppaii^nt Ulrich solo4 habe schon seit 2J Jahren erklärt, daß ein Minister für Hessen genüge, er habe nun selbst Gelegenheit, int Interesse der Ersparnisse an dem Abrau mitzuwirken, jedenfalls sei er ein Opfer der Verhältnisse geworden. — Es gehe auch nicht an, daß jeder Minister und Pra;rvent und (Geheimrat dauernd Sprechstunten habe und dadurch in seiner Arbeit gestört werbe. — Die Preisprüfung-sstellen eien wertlos, da mit der Aushebung der Zwangs- wirtschast sich der Preis von selbst regele. — Die Zahl der Bildungsanstaltm in Hes.en könne auch verringert werden, da Hessen an der Spitze fast aller Bundesstaaten stehe. — Verkehrt sei die Absicht, die Freiheit der Lehrmittel auf dem Lande einzu führen. — Warnen möchte er vor den Bestrebung.n, allen Vocksschu.lehckrn akademische Bildung zu geben. Die Haupt,achn sei die pädagogische Anlage eines Lehrers, zudem die heutige Zeit nach jeder fRidytung zum Sparen dränge. — Auch auf dem Gebiete der Volksgesundheit mußten bedmtende Mehrausgaben vor- gese'lxm werden; besonders durch den Achtstundentag der Wärter, der für die Kranken sehr nachteilig lvirke, wurden große Kosten verursacht. Zu verurteilen sei das Auftreten agitatorischer Heyer in den verschiedenen Anstalten. — Große Kosten habe aud) die Arbeitslosenunter st ützung beansprucht, ohne daß produktive Arbeit gewistet wurde. — Auf dem Gebiet der Bodenmelioration und Bodenentwässerung könne wirklich dem Wirtshaus kommt. Und schön räsoniert 'habt Ihr!" r . „Sette, mautenier dich! Wenn id) räsonier, dann hab ich meinen Grund dazu, auch ohne Wirts^rus. Oder meinst du vielleicht, ich soll mid) freuen, wenn die Lump nl-ande da drüben über meinen Kopf weg und ohne mich auch nur zu flüchtigen Gebet an dem Grabe seiner Frau qufi durch feine Wiesen nach Hanse. Ter Anblick der Gemeinderäte hatte von neuB seinen Grimm erregt und er ärgerte Jtd> aui über sich selbst, weil er schon mehrmals eine A» abgelehnt batte und sich dadurch selbst um feilt Einfluß gebracht hatte. Mit dem Hut auf dem Kopf, aber in Hem> ärmeln saß er noch mitten in seiner Schlafstube, als die Sette hereintrat und ihm zuraunte, dav der Bürgermeister gekommen sei. Wehrum hxm den Hut auf das Bett, zog seine Weste glatt um> stieg langsam die Treppe herunter. „Seltener Besuch!" „Man hat sein Schaff mtd Jchr wohnt außer der Richtung." W „Tas ist das beste. Da bleib ich auch un=* gestört." Er lud den Gast zum Sitzen ein und ntaw» sich in der Sofaecke breit, währmd die Sette einen Krug Wein und Gläser herbeibrachte. , „Um die Sache kurz zu machen, Wehrum begann der Bürgermeister. „Ihr wißt, warum tw komme?" ,^Ich? Bin ich allwissend? Nit im gering' sten!" . , „Na, wegen dem Weg! Wir haben letzt w schlossen . . LFort'.ctzung folgt.) dts gj «ö? &hbe 3« v. Dbti Soimtag :tii Öberlais fdt. A w alten ftirdv DtWtV.d) ■Utittoirlunc Herrn Kam beMkabr mtb der 3i Feier ein?. im Buche"! flott. Jlorfi enti KaW Lebmer Hütten bcgai „Glaube l sühnge-i Td ienfaudtrol Sanbe-j ly?at?r mit. Ader a Obrrlais iwr würdigen Al da» von der Ith, das vor milgtfintgen ^armswöi Mntuiw de mtb die so n Md Land. W tarnet öthderich' lE> durch der sck' etansall- 3 diesem 3t i wilüitimis f Ä!tni W Dberlai! JMtt uni) 5 CT* »an 1 da Wwn r Sy«*«. M tinn Wtet ai wöitfe ne' ^."fesrvo ktben i0| Tas Frühstück ließ er unberührt. Seine Mühle! badjrte er. Tie war fern alles, mehr wie all die Viensd-en um ihn herum. Und er sollte sie im Stick- lassen? Er sollte zusehen, wie man das Haus niederriß. in dem schm Vater unb Vnters- vater geiöirft hatten und viele andere von feiner Familie vorher? Tas wäre gelacht! Vom Dors herüber kamen mit dem Wind die Klänge der Kirck-englocken. Er stülpte den Hut auf und schob das abgegriffene Gesangbuch in die Rocktasche. Am liebsten wäre er da Henn geblieben, der Sinn stand ihm nicht danrach, sich unter die Leute zu misck-en, aber wer jvnßte, was sie dann wieder zu tuscheln hatten, w itu fein Platz leer blieb, feit iünfstg Jahren vielleicht zum erstenmal leer b.ieb? Er stand und zauderte und wiegte unsMüssig den Kopf. Da klang die Stimme der Sette vom Flur herauf: „Es wird Zeit, Wehrum! Ihr müßt Euch eilen!" Er hob das Kinn, stieg dann die Treppe hinunter und ging mit starken Schritten durch die Wiesen dem Dorf zu. Mit funkelnden Augen unter den bnsckügcit Brauen trat er in die Kirche und ließ diese Miene tvährend des ganzen Gottesdienstes nicht. Es Ivar ihm, als ob alle klugen auf ihm 'hafteten, und seine Erregung wuchs. Aber er meisterte sich und als der Pfarrer nach der Predigt in die Sakristei trat, verließ er lautlos, doch hoch aufgerichlet seinen Platz und eilte nach einem fdjafft sind. Verfehlt nach jeder Rickstning ser der > nahmen durch bie Besoldirngsa.isgaben und ^eue- ~ ' der Quelle. Das persönliche Ver- rungSz-rckagen in Anspruch genommen; wayrml-d Staat uitb Steuerzahler gehe ver- nun viele Beamten in der etoht mit tl;ren Vedas Pflichtgeiühl gegenüber dem zügen kaum auS.'ommen, iÄnnen die L eh r.e r am Partei verlanae im Reich wie im dem Lande Tob' Rücklagen machen, TaNrchlich Produktives geschaffen werden. — Fehlerhaft fei die Absicht, bei der Abänderung der Bauordnung die mit gutem Erfolge bestehenden Kultur-Inspek- timen, statt sie o uszngestitten, unter die Tiefvau-- ämter zu stellen. — Unbearbeitet sei auch noch das Gebiet der Unterhaltung und Bearbeitung der Wasserkräfte, damit der Mühlenbetrieb und die Mehlbeschaffung besser ausgestaltet werde. — Auch in der Frage der Braunkohlenbeschasfung habe man noch vieles zu schaffen; durch die Ausbeutung der Wasserkraft kömre man viele Kohlen sparen. — Erfreulich sei das Wachstum der landw. Winter- schnlen, doch müssen Mittel und Wege gefunden werden, nm die Lehrkräfte ausreichend zu ver>ven- ben. — Die Landwirtschaft müsse für ihre Arbeit entsprechend entlohnt werden, der Landwirt verdiene noch lange nicht soviel wie der industrielle Arbeiter. Finanzminister Henrich beklagt mit dem Abg. Brauer das Verschwinden der SteuerhoT)eit des Landes und der (£emeinten, doch war es fcf?ver anders zu ervoichen. Eine Steuerkontvolle in den Gemeinden sei absolut notwendig. Die frühere Beseitigung der ftcvatlichm Bermög-enssteue.' berechtige ■peirte dazu, daß man den Grund und Boden durch das Land befteiccre. Steuer von 125 Mk. für den fOturgen, entsprechend dem ErtvagÄvett, entspreche den Berchaltnissen und fei nicht zu hoch. Es entspreche nicht l>en Datachm, wenn be xinptet werde, daß die hesnsch? Bcsoldmiysordnung über die Leistungen des Reiche; fnn»ui5gd)e. Tie B« ck,wep.e über allju: arte Jmrnsmuckprckhme der Mini».er durck) DespreckMngen mit der Bevölkerung und dadurch ent.n^^ende Zeitv rsäumn ff-? sei ivohl berechtigt, las c sich aber nich: Ön ern, solange die Minister auch volitisck-e Adgearo-nete sind. Tie Furcht, daß die Kultnrinspek.ronen den Tiefbauiämiem untereilt wcr en, "hat kein m Grund. — Wenn man Ausgaben habe, müsse man auch für jedeSteuereinn ahme sorgen, die möglich fei, und die Vesck)weckde über den Steuerabzug habe keine Berechtigung. Zweifellos müife für i-en Eingang mit all r Energie einge- treten werden, bedauerlich sei d r Aufbrauch der bisherigen Reserven, eine andere Einteilrmg sei aber nickit durchführbar. — Trotz verschiedener Kritiken sei b &)er nicht nachgewicf-m, i>aß bic neu geschaffenen Beam ens'cllcn ü.erflüfsig seien, zudem drehe es sich hier nur um die An.ellung schon lange befchäf.igter Arbei sstäfte. — Er ; ecke feit, daß bi^.'ycr Pein Beamter '.veg-en ferner politischen Anschauung zur Entlassung gekommen sei. Tie Regierung müsse aber veilan^n, daß b'c Politik für die sie auch verantnwrttich sei, nicht bekämpft werde. Abg. Kiel (zur Gesch-if sirdnung) beschwert sich darüber, daß er nicht früher zum Wort ge- liommen sei. Schluß IV2 Uhr. Nächste Sitzung Freitag l/210 Uhr. Berlin, 23. Juli. Tie weiblichen Abgeordneten der Kammer rid;tcn in“ einer L rin glichen Bitte an die Regierung das Ersuchen, och bei der Reichsregierung sogleich dahin wirken zu wollen, b-afe baldigst alles inög.iche g.'schiieht, um die Nückbeföroerung der noch in (Sibirien gefangenen Deutschen vor der kalten Jährrszcit z» ermöglichen. @(11^ 1 am m er® Kops nach dem Dorfe hinüber, das nur mit seinem spitzen Kirchturm über die blühenden Obstbäume hiuwegsckxlute. Plötzlich) wandte er sich heftig ab. Was lag ihm an dem Ort! Er hatte sich nie viel Gedanken darüber gemacht, warum sollte er sich jetzt darum kümmern? Sein war die Mühle, sein blieb sie mit allem, was dazu gehörte. Da hatte ihm niemand dreinzuredcn. — Daß er sich überhaupt Gedanken darüber machte. Es war zum Lachen! Die ganze Bande konnte ihm ge- ftohlenttve den mit Haut und Hxraren, vom Bürgermeister b.s zum ärmsten Hungerlcider. Er straffte den Nacken und reckte die Schultern. Sollte nur einer kommen! Wie tolle Hunde jagte er sie davon. Er stampfte auf den Boden, daß das Kratzeisen klirrte und fuchtelte mit gebauten Fäusten in der Luft umher. Fast hätte er die Sette an den Kopf getroffen, die ihn zum Frühstück rufen kam. „Na, Ihr sch'int ja wieder gut gelaunt zu fein! Kein Wunder auch wenn man so spät aus schäft in dieser JBeife angegriffen. Die Beamten Ijaben voll ihr? Schuldigkeit g*tan und man könne nicht obre weiteres einen Gesinnungsumschwung verlangen. Er sei erstaunt, daß die von der Sozialdemokratie immer zugrsagte po.icksche Freiheit in dieser Form beschränkt werden solle, obwohl sie von dort immer im Munde geführt werde. — Ter Redner wendet sich nun gegen die Durchführung dcs Ackr undentag?s. denn es nnisse pro- du'live Arbeit gelei et werden, nur durch stark? fiabit.il: i cfje Pr.r uktian töime man wieder vorwär s (ummeu. Tie Aushebung der Zwingswirt- sckirft, wie die Beseitigung der Kriegswirtschaften fei absolut notwendig. Erfreulich sei, daß. der Tem-an r tionFzug der 2000 Bau-rn. der jedenfalls mc'br imponiert hat, wie 5000 kv ntrvl- lierte Arbeiter den Erfolg Ixrtte, daß die fo^infbemoCrvtl J-dye Regierung alsbald die Kontrolle der Wiegnwi 'er aukhob..— Unter der Trostlosigkeit der Finai'ckae^ d?s Reiches haben befonber^ die Gemeind A Landes $111 D n. Tie reue 'Firnw?-- gesevgebung bedeute eine ©ntreditimg der Städte und Lau. gemeinden. Auch die wirtschaftliche Selb- fuan.igitii dcs Landes werde vom Reich bedroht und von den maßgebrnd?n Handelskammern und anderen KörperfdM.t.n werde Kiefe Absicht sckxcrf verurteilt. Tie wirtick-afttiche AnnÄ)-crung an Frankfurt und Msstru werde von vielen Bevöl- ferungyfrziien scharf bekämpft. Der babi'd)? Mini erbräfiwnl habe sich ^uid) gegen die Zu arnrnen- sassung verschiel-emr SüpdeutsckZen Sta-tten, Württemberg, Hessen. Ba-'en usw. aars e-spvochen, mit Recht, denn die Berül-rnngsia'unkte sind nur gering. Auf die Wahlen übergehe-cd, stellt er die dabei für die rechte Seite erzielten Erfolge fest. In Hessen haben die Ergeb.risse der Wahl ansck>einend keine Spurerc bei der ^Regierung hinterlassen. Gegenüber dem Einwurf, daß die Demokratie moralisch gesiegt habe, müsse er feststellen, daß die Demolratie bei den Reichswahlen von den Sozialdemokraten durck) die Deutsche Volkspartei befreit wurde. — Die Ausführung der Staatsregierung, daß die seitherige Majorität nicht ersd)üttert sei, treffe nicht zu. Der Wahlausgang habe doch das große Mchtrauen der Bevölkerung gegen die damalige Regierung zum Ausdruck gebracht. In einer Reihe von Staaten haben Neuwahlen stattgefun- ben und es sei nicht richtig, sich auf die Verfasfung, bie erst in 1921 eine Neuwahl feslfetze, zu berufen. Wenn man wolle, könne man sehr wM die Neuwahl bornebmeu, man wolle aber nicht, weil man bie Macht nicht abgeben wolle. Es fei doch auch sehr fraglich, ob die Zentrums- > Wähler ' alle aus dem Boden der Republik stehen. Auch unter den Demokraten F gebe cs viele Monarchisten. Fn dem Wahlkampf habe man die Frage der Monarchie aber nicht in » den Burdertirimd gestellt. Nur die Frage des Mißtrauens stand an erster Stelle,die tei Erfolg brockste Die Foleermig 'hätte man auch in Heften jidfe.r müsse i. Man müsse Ncwva-lm auch in H ssen verlangen, damit bann die politischm Verhol ni'fe neu ge*-c-'clt werden, sonst Föiuie seine Einheitiich'stit im Reiche geschisfen werden. De 1 Glauben an die Zu- fünft Deutschl-'nds habe feine Partei schon seit 40 Jähren. Nickst der deutsche, sondern der e n g l i s ch e Imperialismus 'habe den Krieg hestvorgeru- fen. Ter fanatische Haß i»er Fra^zo en gern alles Deutsch?. auch b'i den d^' äugen en yim 9lusdruck t m. habe da Weitere dazu b v getragen. Df- Expansi.'nslust u:v ^errsch u ist Eng- lau'-s unb Rußlands sprechen deutlich genug. Den Gck^panken d s Pazifismus und Völkerbwrds dürfe man nicht hock) kommen laften. Erfvnilich sei der Beiveis iFt rländiscber Oöe'inmmg in Ost- und Destpre ußcn, die mit Freuden ihr T-eutschtum zum Ausdruck gebracht 'haben. Abg. Brann lH. Vp.f bespricht zunächst die Arbeitsfreudig feit der Bauernschaft, die in keiner Weise ge reif, h-rbe, un") 'rellt bann fest, daß der Hauptvermsckll g Iveseutlich vereinfach' wustte. — Tie Holzerträgnisfe konnten nicht niedriger ges ellt wer-en, da die Preise in den Nackst-arslaaten so lMh geheckten wurden. Ter Ausfall in Hessen hacke auf andere Art wieder eingebracht werden können. — Tie Wiedereinführung der Steu.-c e n Volkspartei abgehab tenen Haupttoer ammlung wurde nach Begrüßungs- Worten des Vorsitzenden, Dr. Krausmüller, dec Kassen- und Jahresbericht, welcher u. a. eine Verdoppelung der Mitg iodcr gegen das Vorjahr ausweist, erstatt.t. Einstimmig erfolgte die Neu- bzw. Zuwahl von Mitgliedern in den engeren und erweiterten Vorstand sowie in die Finanz« kommission. Tie auf ihren Wunsch aus dem Vorstände aussdieidenden Geh. Rat Dr. Wim- men au€ r und Rektor Iann wurden in Anerkennung ihrer langjährigen treuen, der Pattei stets in aufopfernder W ise geleisteten Dienste einstimmig zu Ehrenniitg.ied.rn ernannt. Nach« dem roeitere geschäftlid^e Angelegenheiten erledigt uni) die Ausnahme der zahlreichen neu angemeldeten Mitglieder erfolgt war, referierte Parteisekretär Dr. Lutsch in eingehenden Ausführungen über die Stellung der Deut;dien Volkspartei in der inneren und äußeren Politik feit den Reid)stag.wahen; feine Dar egingen fanden die volle Zustimmung der Anw senoen. — Mit herzlid>en Worten des Dankes für die der Pattei geleisteten Dienste verabsd>ied-ete Dr. Krausmüller den infolge s. iner Bernswig zum Generalsekretär der Landesi.artei Bavens aus seiner hiesigen Tätigkeit oussd^ivenden Dr. L u t s cf) , welcher seinerseits der Herz ichsten Dankbarkeit alicn Mitgliebem und Freunden oer Partei gegenüber Ausdruck verlieh. ** Keine unnötige Bel 5 stigun - durch Behörden. Eine eingehende Nachprüfung von Handels- und sonstigen Betrieben muß immer noch häufig auf Grund der Vorschriften dec Kriegs- unb Ueb.rgangswirtsdmst erfolgen. Diese Prüfungen hab.n für die Betriebe häufig Be ästigungen zur Folge. Jnsb.sondere werden oft Aufzeichnungen und Bücher beschlagnahmt und auf lange Zeit den Betrieben entzogen. Ter Reidoswirtschaftsministec hat deshalb die betei.igten Behörden ersucht, darauf hinzu- wirken, bau bei Nachprüfungen di: wirt d>aftlichev Interessen der Betriebe mehr wie bisher berücksichtigt werden. Insbesondere soll die Prüfuu? von Büd-ecn mit größter Beschleunigung durch- geführt und diese unverzüglich zurückgegeben werden. ** Entlastung des Telegraphen Trotz zahlreicher Versügungen war es nicht ge langen, die Behörden inw Beamten zu ein? spai-samere Inanspruchnahme des Telegraphen a> zuhalten. Dazu kamen sehr zahlreiche Fälle, I ■enen überhaupt die Gebührenfreiheit zu Unmk in Anspruch genommen und ein überflüssig^ Schristwcchsel verursacht worden ist. Seit der Beseitigung der Gebührenfreiheit test ^raphieren die Behörden weniger, weil sie für abermäßige Aufwendungen in dieser Beziehung ur Verantwortung gezogen werden kön en. Tat Wirtfchaitsleben hat geraoe unter der Ueberlastun! 21U5 Statt und Land. Gießen, ben 23. Juli. Gründung einer Ortsgruppe Gießen des Bvlksbundcs deutscher KricgSgräbcrsürsorgc. Im Saale des Hotels „Großherzog v. Hessen" fand gestern abend ans Einladung der staatlid-en und stäbtisd-en Behörden und des Herrn Verlagsbuchhändlers Töpelmann eine gutbcfudjte Ver- [amnüimg statt, in der Herr Dr. H. Schneider über das Thema sprach: „Was schulden wir unseren Gefallenen. ?". Nach einigen Begrüßungsworten durch den Versammlungsleiter, Sdadtv. Valentin. Muller, und nad) kurzen sachlichen Darlegungen über den Zweck der Versammlung hielt Herr Dr. H. Sd>nel- ber einen von sürsorgender Liebe zur Sache getragenen Vortrag, in dem er in ebenso warmherziger und ein-driargsicher ivie sachttch und tul- cuiell begründender Weise sich über bte Notwen- bigfeit und Bedeutung der Pilege unlerer Kriegergräber verbreitete. Seine A^ftthmngen waren getragen von dem Gedanken, daß es unsere höchste Ehi-enpflidst ist, die Grabstätten unserer Gefallenen, die ihr Bestes für uns gegeben 'haben, zu ehren iwrb zu pslegen. Wir wissen, daß die, die treu waren bis zum Tod, nicht umsonst gestorben sind uni) wir haben die feste Zuversicht, daß der Tod nicht das betzte bedeutet, daß es em höheres Sein gibt. Die Pietät «riefen Gedanken gegen über überträgt sich auf die Grabstätten. Und diese Grabstätten zu kennen und gepflegt zu wissen, be -entst für die Zurückgebliebenen einen totfaffbaren Trost. Dock nicht allein das. Die liebevolle Pftege der Kriegergrabstätten im In- und Ausland ist aud) geeignet, ein verbindendes Band von Volk zu Volk zu spannen. Hier erwachsen der privaten Fürsorge ehrenvolle Ausgaben. Sie schließt das Vock zu tätiger Mitarbeit zusammen und ist somit der Ausdruck des geeinten Volks- Willens. Sie trägt den Gedanken der Krrrgs- gräbersürsorge von Volk zu Volk und bereitet jo den Boüen für eine Fürsorge, der die gemeinsame Totene'hrung jenseits allen Völ/e.'Has;es heilige Pflickst ist. Der Redner legte sodann die Ziele des Volksbundes dar. Er will die Her- rid)tung, Sd;muck und Pflege der Kriegsgrab- stälten im Reichsgebiet und im Ausland dem Volksempfiiiden entbrechend förbem, den Angehörigen der Gefallenen und Verstorbenen in allen Angelegenhoiten der Kriegsgräberfürforge behuf- lick sein unb die zwischenstaatliche Füriorge für die Kriegsgcäber auf der Grundlage der Gegenseitigkeit oetr.iben. Nach kurzer Erläuterung der Ziele fijüb.-rtc der Redner auf, zur Gründung der Ortsgruppe zn sch.vriteii, nnd bat um reckst zahlreiche Beteiligung. Dec Veriammmng-leiter dankte dem Redner und eröffnete die Aussprache, an ter sich Frau Major Krame;, Herr H c ß, Herr Horst. Herr Landgerickstsdirekioc Wiener, Herr Land- gecickstsr.it T r ü m pe r t un» H.rr Hausverwalter Loh beteiligten. Hrrvorznheben ist, baß Herr Horst wünscht, daß ter Volksbund vor allem mit ten besteh rtben Drganiiationen der Kriegsopfer in Verbindung treten soll, worauf Herr Dr. Schneider antworten konnte, daß fowohl mit der Zentrale in Benin, wie in Darmstadt mit der Reichsoereinigung ehemaliger Krirgsgefangener und mit dem Volksbund ter Kriegst, ftnehiner und Kriegsbeschädigten die Verbrndung durch den Volksbund ausgenommen sei. Nach der Aus- spcack)5 folgten zahlreich. Beitriltserklärungen und die Wahl des Vorstanbes. Diese ergab: 1. Vorsitzender : Herr L hrer Bal. Müller, 2. Vorsitzender: Herr Staatsikssierer Kinkel, Sck^rittiühlerirt: Fran Oberstleu wmt Großm.n.i, ^-chatziwrisler: Herr Hausverwalter Loh, Beisitzer: .verr Heß, Herr Horst, Herr Landgerichtsrat Trümp.rt, Herr Dr. Sckmeiter, Frau L.hrcr Sckstvöoel, Herr Ver- lagsbuAhänih-ler Töp^mann. Nack) einigen Schlußworten schloß ter 1. Voriltzente die 23er.ammlung, Ter Vorstano wirb nächstens Einzeichnungslisten auslegen. Bcrunstaltungen. Freitag, 23. Juli: Liebigshöhe, 3 Uhr: Tennisturnier. — Gießener Walbbühne, 41/2 Uhr : Der Nachtwäckster" und „Der 23ruder und die Schwester". Stadttheater, 7 Uhr: „Mignon". — Hotel Einhorn, 8V4 Uhr: Gastspiel Buchwald. — Lichtspielhaus: „Tiefland" uni) „Seine Fran — meine Braut". — Lichtspiele Seltersweg: „Der Spuk im Hause des Proseisors", „Ich möchte kein Mami sein" unb „Der ©rfretät ter Königin". ** Zum Kvnrektor der Oberrealschule touroe durch Entschließung d s Land-cs- amts für das Bildungswesen Studien rat Dr. Georg Krausmüller ernannt. ** GoldeneH 0 chzcit begehen am 24. Fuli Herr Frie-ttrich Zeidter und Frau Margarete, Neustast 55. ** Silberne Hochzeit feiern morgen Holzhändler Julius Wellhöfer unb Ehefrau Wilhelmine geb. Nickel. Am gleichen Tage findet die Hochzeit ihrer Tochter Minni statt. Die Eltern der Frau Wellhöfer, Johannes Nickel und Ehefrau Wilhelmine geb. Schiff mann feiern demnächst ihre goldene Hochzeit. ** Ausgabe von Käse. Morgen wird ii den Verkaufsstellen der Molkerei Grieb, Schanzen- straße, Bismarckstr., Frankfurter Straß.' und Li..- a. UL, 23 3u(l (Beü) 21. Juli 1358,10 1358,90 1368,60 1371,40 Berlin Abend" Abend- Schluß Schluß- 143,50 150, 180,25 309,50 305, 3(15,50 zahl guter Büd)er und c Verlosimg mit nndh für der Ü 450, 483, 379, 314, 203, ein- ihm Zürich . . . , Amsterdam . Pop;n;;ag«n. Stockholm. . Wien Prag . . . . Shire 20.7. 79,50 Kurs 2i.7. 79,50 468,- 376,50 310, - 1. untere Beamte 630—765 Mk. 2 mittlere Beamte 900—1740 Mk. 3. obere Beamte 2400 Mk. 22. 7. 14,50 7,223 15,65 11,80 340,35 643,15 638,65 849,35 149,20 221,25 150,02 39,17 320,35 68 1,20 618,15 23,28 25,63 84,72 24,13 Triel 22. Juli Wörsenknrse. Frankfurt 142,- 185,- 177, - 354,76 302,- 325,- 372,- 223, — 308,50 329,50 369,- 231,50 279,50 Datum: Amsterdam. Notterd. Drüstel.A'itwerpen . (khristiania Kopenhagen .... Stockholm Helsingfor« jtaiien London Aew-Pork Pari« Schweiz Spanien Vien (aller) . . . 1 eutsch.Oesterr. abg. Prag Budapest 1 ulgnrien .... Konslanttnopet. . . . 338,65 646,85 644,35 856,60 147,ö0 222,75 152,10 40,20 318,65 696,80 629,35 23,97 25,34 84,52 23,92 15,75 11,90 Kurs 20.7. 79,50 70,20 60,10 67,60 145,25 264,50 197,- 162,50 150,75 141,75 184,25 177, - 358,50 300,50 325,- 374,50 223,- 271,- 445,- 484,75 310,- 302,- 190,- 417, — 226,- 310,75 236.75 82,75 311,50 SaiiOel. Berlin. 22 Juli. Börienbericht Bei den Besorgnissen wegen des russischen Vormarsches Realisationsneigung, besonders in den in der letzten Zeit gestiegenen Kühlen-, Eilen- und Kali- Aktien, so daß die bis.'/er sichrenden Werte dieser (Gattungen Kursrückgänge von 5 bis vereinzelt von 11 Prozent erfuhren. Tie dadurch, geschaffene Un- sickerl)eit griff auch auf die anderen Marktgebiete über, so daß es bei einzelnen chemischen und Elek- tra-Akfien gleickffalls zu RückgÄt^n kam. wenngleich^ 'frier auch neuerdnrgs mäßige Vrursbesserungen zu verzeichnen gewesen sind. Trotzdem blieb das Geschäft ziemlich lebhaft, bei ixniemb mchl ganz ein'l-eitlicher Kursgestaltung. Im werteren 23er» 219,50 308,- 230,- 21.7, 14,65 Markuotieruugerr. Datum: Mit dieser Fes.setznng wird dos ganze System pvozentnalen Erhöhung des Mietpreises durch- brockten. 'Was für den Beamten gilt, muß auch für den Nichtbeamten gelten. Fr. Schmalz, Amtsgerichts-Sekrebar. 290, 230, Frankfu': Devisenmarkt. Geld ‘Brief Datum: 5° „Deut.K iegsanl. 4° „Deut Reichsanl. 3°/„Deut.Neichsanl. 4° n Preuß. Konsols Darmstädter Dank Deutsche Bank . . . Disconlo- Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Treditbank H..Amerik.-Pakets. NorddeutscherLloyd Boch.Gutzjtahlwrk. D -Lrxemb.Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Obe schl. Eiseni>. B. Oberschles.Eisenmd. Phönix-Brgb.-Akt. Dad.Änilin-u Soda Höchster Farbwerke Eleklr. A. E. G.. . Schuckert-Werke. . Felten-Guilleaume Daimler Bud -lkisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/0 5eJJ.StaatsanI. Electron Griesheim 339,65 641,85 637,35 848,15 148,80 223,75 149,7 2 39,07 319,65 681,80 616,85 23,22 25,57 84,52 24,07 339,65 619,15 645,65 858,10 148,20 223,25 152,40 40,30 319,35 698,20 630,65 24,03 25,45 84,72 23,98 Kurs 21.7. 79.50 69,50 59,25 68,- 145, — 263,- 194,- 162,25 149,75 141,75 182, — 175,13 348,- 309,50 321,- 370,25 234,- 279,75 456,- 472,- 379,- 309,- 200,- 425,- 220,50 283,- 238, - ie »ejijifi tingeknte ig?ii äetnebmi nt> btr LorM Dgtilliast eM bi? Bewebe b-c Monbere n* s>:jchiagnaW! t kn entzogen.^ iflcr h°t,^ ucht, darE Z n bi-' n)irt:W ■ wie bisher W c soll die * iM rurückgrzv Telegr-tzb- i war t» * Beamten P*J UW SÄ Frankfurt, 22. Juli. Die Provinzial- krrtoffelslelle Hessen-Nassau hat auf Anordnung dec Reichskartoffclstellc den zunächst auf 35 Mark für den Zentner festgesetzten Frühkartoffel-» E r z e u g c r h ö ch st p r e i s für die Provinz b ffsen-Nassan mit Wirkung vorn 21. Juli auf 32 Mark für den Zentner ermäßigt. rot" ebenfalls ein'n feierlichen Abschluß. Auch in diesem Stück z izten die Darsteller das beste Verständnis für iijre Rollen. Zur Verschönerung des Festes trugen weiter Lieder des Doppl-Quar* Istts Oberlais unter Leitung von Lehrer Strö- iiinfltr und Musikvorträge der Jugndka pelle bei. Das Waldfest wurde obgesÄos'en durch eine An- iorache von Gustav S e u n - Oberlais. Uebervus stark war das Fest nicht nur von den beiden 'Gemeinden Oberlais und Glashütten, sondern von allen Nad'.arori-n besucht. D^r Abend vereinigte ini Scia e des Gastwirtes DH äs; in Oberlars noch einmal eine groß.' Zahl Gemein.eglieder und aus- Dkriger Besucher. R ben den Liedervorirägen von fijerta Doevncr und Deklamationen von Rose «ubner und Ernst Langheinz bildeten zwei twn Johannes Bischoff gesungene Lieder den .^frminlt dieser Abmdimterhaltung. Als schöne Lmnerung an das Fest konnten viele Besucher ^nc proste Anzahl guter Bück»er und Silber als Gewinne einer Verlosimg mit nach ®aufe nehmen Mit einem packenden Schlußwort aus Lauterbach und einem ^ankeswmt de^ Orisgelstlickien an alle Mitwir- ftnhen wurde das zweite Jugendfest beendet. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Lloyd Georger über die rusfisch-ponische Zrage. London, 22. Juli. (WTB.- Im bidjt besetzten Unterfra ufehielt Lloyd George gestern eine ausführlich.' Rvt»e über die politische Lage. Zunächst besprach er die Erfolge Griechm-- lands in Kleinasien und führte aus: Die englische Regierung ist zu dem Schluß pebmmen, daß es nm besten ist, griedjiicfrc Streitkräfte für Ixe,en Zweck zu verwenden. Frankreich habe seine Zustim- nrung txryu gegeben. Die griechischen Truppet haben ihre Aufgabe innerhalb zehn Tagen beendet. Ich hoffe, daß die (Griechen in Thrazien den glrick^n Erfolg erzielen werden. Die Griechen haben Ge- schicklichlrit, Mäßigung uno staatsmännische Klugheit bewiesen. Deshalb haben die Alliierten die Griechen zur Herstellung der Ordnung in diesem Teile der Welt umfangreich hevong-ezagen. Tie Türkei habe zehn Tage Zeit erhalten, um den Friedensvertrag anzunehmen. Er hoffe, daß sie ihn unterzeichnen werde. Palen hat den Alliierten Anlaß zu großer Sorge gegeben. Ich habe offen zu bei Polen gesprochen und bedauere, daß sich meine Befürchtungen verwirklicht haben. Ein unabhängiges Polen ist für die Erhaltung des Friedens unentbehrlich. Cime ein unabhängiges Polen würde eine große agressioe Militärmacht über d«as (Gebiet eines anderen Volk s istnweg di re t g gen tie deutsche Grenze heranrücken Der polnisch- Minisderprästoent hat fick- bereit erttärt, die Polnisch Armee innerhalb der eigentlichen Grenzen Polens zurückzuziehen., Millerand hat die Antwort der Sowietvegierung I 15. Juni 1920 ist in Artikel 15 gesagt: Bei Einräumung enter Tim.Wohnung wird diese dem Beamten, ßüls das Anf., falls es 7000 Mk., aber nicht 11000 Mk. überschreitet, mit 40 v. H., im übrigen mit 50 v. £>. des l)öch'!en Oriszuschlags seiner Besoldungsgruppe in feiner Ortsklas.e ' schließlich des TeucrttngsMischlags auf den zuüefrenben Oriszuschag an gerechnet. Hiernach bezahlen Beamten in Gießen eine Dien Wohnung: Eingesandt. (Für Form und Inlett aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) In der am Montagabend im Caf6 Leib abgehaltenen Mieterversammlung wurde nach heftigst Angriffen gegen Vermieter und Miet- einigungsamt einstimmig ein« Entsckiließung aei- genommen, die gegen die vom Haus^esitzerverein angeblich geplante allg meine Mictu«igimng vro- tefüert und die sofortige Regelung dec Vöchstmiettn für Dessen verlangt; als an gerne ifen wurde ein Zuschlag von 15 bis 20 Prozent jur Miete vor dem 31. Juli 1914 erachdri. Tics die Forderung der glücklichen Nicht- Hausse i ver. Gl-.'.ub wir 'ick, jemnn u daß der tzaus- bcsitzer bei einer 15- bis 20plozentigen ONi'stpr 'rs- erl/öhung die gewaliig gef.ie'.wneil und nutfi ständig steigem-en Unkosten aller Art zu decken in her Lag' ist? Was wäre letzten Endes der Fall? Tie aller- nvtdürstigsten Reparaturen ivürden nicht me’frr aus- gesührt, und der Verfall der Objekte ioäre nmins- bleiblich. Würde etzva ^hierdurch die WohmmgsNot behoben? Eine Stimme warte sogar laut, die die reichsgesetzlichc Regelung der L>öch mi.ton wünscht. Ist denn etwa reiches gesetzlich) nicht der Maßstab für die der Mieten sestgelegt? Betrachten wir ims einmal näher die hessische Be- svldungs-ordming, die sich der Reichsbefoloungs- otbimng aerp,cht Im Regieru-ngsstlatt 15 vom SlS'5"u|C b ch'" fee-gnint ; Ui■*sln#' « il-ii * S(K. Starkenburg und Rheinhessen. dz. Alzev, 22. Juli. Sier wurde eine weit- «tffrcn^c W-ohnnn gsfür sorge g. soffen Tie 'i rmrinnü ge ^augeno s nscfaf.t h-.t 16 Mhnungen -rm sofortigen Bezug fertiggestcllt. Jec« Wohnung l't ell aus urei Zimmern nebst großer Wolmküche Speicher. Kistler, WaschLück>e, Stall und Garim' 2er Miei preis wurde einlieitlich vom Sess' Landisarbrits und Wirtsckxof samt festgesetzt und taiixig: 450 Mark jährlich?. Als Mieter kommen v.rer nur minderbemittelte, in Alzey mofrnenhe Lriegsteilnel-urer in Betracht. Hessen-Nassau. Wicdcrlicrstellunq des ReqiernngSbe^rkS Wiesbaden. Frankfurt a. M., 22. Juli. Ter Ober» Jraji ent Tr. Schwan der gibt bk nut. baß die Abteilung Nassau in Sla sel aufgehoben ist. Auch die unbesetzten Teile des Regst rungsbezircks «wsbateri ist die Regierung in Wiesbaden nuiv- melw wieder die zuständige Stelle. IN?» IH ! ^8, 24 <>. s k» »»4 bne LNit JJJ rden. l.6« <>/, ?? £.10? ' ^nn nnrb u *83 3^ ’S Aschen fei* .^fwgen k den Gcünk, l^rnneä auf \ - N> Le Nin-teni^en tz ! Lande ihmme Öedigen ob • *'t Jtiqe n» ''' der bousM! ngwurze! intb b B An brifr )le de m oammd mbtn wichst nne^Tec Ättn Wirien,b «berßaLenjftj vieArmcheint ' allmählich tu k tittt Difrüchn । nflen murten bin clämert; mrf;r? Mhira zur Sick n Volkspact >m Mittwoch abe lpart-i obgch ! noch Leqrubur.? KrausmüUe , wüchrr u. a. ti gejen baj 3jor;t erfolgte btt % n in ben engen ie in bie Fimp Wmrfch auS tr . Rai Tr. Ast n würben in 8« treuen, der V ge.'eistckn Tief 7i rciamrt. 91c* egen£eiten erlebt .uchen neu an; r, reierirrte Ic gehenrin AuÄ Täßchen W rßecea Aoich! c Lar egimgai Mscnoen. -V für bie ber 2c ch? Dr. Krau Berufung zum'» Laoen- aus ki :ben Dr. fiurs ichfien Tonstari m Der Partei als im pertinent be^ridmet. Ich imlrbc lieber das Wort unlogisch anweirden. Tie Sowiet- regierung erklärt, daß sie bereit sei, die Frage dcsk Daffenstillstandeo mit Palen in freundschanlirhe Erwägung zu ziehen. Es snrd indes Üln-eidm dafür vorhanioeit, daß die Sowfetregieruird lediglich bereit ist, über die 9lngelegenfreit^mit einer Proletarierregierung zu veri-anoeln. Tas ist eine un- erträglid>e finge. Mes, was die AlliierMi bezüglich Rußlands gewünscht l>aben, ist, daß es in voller Freilieit seine eigene Regierung wählen solle. Die S^owjetregierung ist nicht Von Rußland gewählt worben. Sie ist eine ebenso groß? Audokratie wie ihre ßorgänc.e.in. Um Vie Ehrlichkeit der Sowjetregierung auf die Probe zu stellen, l-abon die Älli^rtm den Polen den Rat gegeben, an Rußland hcranzu- treten unb um Waffenstillstand zu ersuchen. Wemr Rußland dieses Ersuckicn abtehnt tmd russische Truv.en in Pol.'N rinmarfdricren, bann merbai die alliierten Machte Polen alle in ihrerMachtlieg ende Unterstützung gewähren. Innerhalb der letzten Tage haben die Polen ein freiwilliges $>eer von 300000 Mann aufgestellt. Die Polen habrn also reichlich Mannschaften, aber Mangel an s2l u 81 ü ftu n g und organisatorischen Krü t u Frankreich und England können diese liefern. Es liegt im Interesse von England und Europa, ixiß Polen nicht vernichtet wird. Frankreich und Grvß- britannieu fra vn besondere Gesandte nach P o 1 e n^g e s ch i ck t, die darüber berichten sollen^ welche Schritte ergriffen werden Fön mit, um dem frolnifrfyen Volke bei d?r Veriridigung seiner Grenzen beizusteh^n. Wir haben den eng stchen Botschafter in Berlin mit ciu.-n milktririscktz'n Vertreter abgeschickt. Frankreich sandte General Wev- gand. Es ist auch sehr möglich, daß Foch nach Polen gehen wird. Aber ich hoffe, daß dies nicht erforderlich sein wird. Lloyd George wendet sich dann den Ergebnissen der Konferenz von Spaa zu und führt u. a. aus: Die Konferenz gao den Deutschen die Möglichkeit, mit den Alliiert n in einer ruhigeren Atmosphäre und einer auf b ioen Seiten etwas zugänglicheren Stimwun,' usamwenzu- kommen Ich habe den Emoruck, das; der beuLd)e Reichskanzler und Dr. Simon; zw 1 vollkommen ehrenhafte und aufrichtige Aiän- ner sind, Leute, die ihr bestes tun werden, um den Friedensv. rtrag au. z MH reu. In .)d George betont- dann, daß Pläne zur Beschaffung vonGeldmitteln au gech- lt um Teutsck)- land in den Ster Flugzeuge. Die deutsche Armee ist bereits aus 200000 Viann vermindert ipordcn. Es befinden sich aber noch 3 Millionen Flinten in Deutlckstano, die noch nicht ausgeliefert sind. Tie Hcklfte der mlsgelieferten Geschütze ist bereits zerstört. Von lern Rest werden gegenwärtig 1000 Stück wöchentlich zerstört. Tie Deutschen haben noch 6000 Ma ckstnen- gewehre. Ferner befime.l sich außer dem regulären Hserc noch ungefähr 1 Million b.wiffnete Männer in Teutschlan». Es befindet sich also allzuviel Kriegsmaterial in Dnttschlano, als daß man sich fidier fühleil flamt. Die Gewehre toenben nicht and» gelleferi, weil ine politischen Parieien in Deutschland einander mißtrauen. Tie ?llliierien 'xtben verlang^ daß eine Proklamation erlassen tvird. Sie hoffen, daß daraufhin die rückständigen Ge- wchre bis Ende September aue^eliefert sind. Ter Premierminister schloß- Es sind viele billiae und alberne Spöttereien über die bisherigen Konferenzen laut genwrden Hätte die Konferenz von Span vor 1914 statt gefunden, hätte es Überhaupt keinen Krieg gegeben. Einladung Wilsons zu einer Völkerbunds- nerfannnlung. Landon, 22. Juli. (WTB.) Reuter. Ter Völkerbundsrat gibt beDamit, Wilsan habe bie Völkerbundsversammlung für ben 15. November nach Ge n f einberufen Die Bolschewisten vor Viplistock. Paris, 22. Juli. (WTB Nach den letzten in Paris eingetroffonen Meldungen soffen sich die Bolschewisten bereife vordenTarenvon Bialistock befinden. Sport. ** Leichtathletik. Bei ten national l en leichtathletischen Wettkämpfen am vergangenen Sonntaa in Marburg, bei welchen unter anderen auch bie Städte Kassel, Fulda, Hannover und Bad-Nauheim vertreten waren, errungen bie Teilnehmer des Gießener Vereins für Rasenspiele 1900 e. B. folgende Preise: 100-Meter-Lauf: Rud. Werner 1. Preis mit 11,9 Sec. unter 27 Mit bewerbem: 400--Metcr-Lauf: Münier 3. Preis 57 Sek.; 800-Meter Lauf: Stcffens 2. Preis. Ferner errarig die Stafett en -Mann schaft in der Olympischen Stafette den 2. Preis. ** Fußball. Für Sonntag ben 25. Juli hat ber Verein für Rasenspiele 1900 e V. ben Wannten Fußball-Sport-Verein F-vankfurt zu einem Wettipiele nach Gießen verpslich-rct. Tic Vramisck-aft gilt als befou.ers spi ck stark und stand bei den letzten Mei,.erschaftsspielen im Nord-Main Kreis au zweiter Stelle mit nur zwei Punkten weniger als der Streikntcifler Frankfurter Fußball Verein. Tie MnrnfckMft des hiesigen Vereins spielt in alter Aufstellung. Siehe Anzeige. £)ocbfcbttbmd>riditen. fg. Heidelberg, 27. Juli Dr. Arnold Rüge, der Privatdozent für Philosophie an der Heidelberger Universität, ist durch das badische Kultusministerium bie Erlaubnis z u Vorlesungen entzogen worden. Sluge ist ein Nachkomme des berühmten Acsthetikers und Politikers und stammt mütterlick>erseüs von Rudolf Vftchow ab. Die Gründe seiner Maßregelung werden in der Betätigung seiner schroff nattonali- stischen und antisemitischen Gesinnung gesucht. lCird>[idie Nachrichten. Israel. Religio nsgemeinde. Gottesdienst in der Syn-aaoge (Süd-Anlage). Samstag, den 24. Juli 1920. Virabd.: 7,45, morgens: 8,30, nadj.ni.: 4,00, obds.: 9,15 Uhr. Israel. Di e l i g > n s - Gesellschaft. Sabbatfeier den 24. Juli 1920. Freitag abend 7,45. SamStag borm.: 8,00, nachm.: 4B0. Sabbat- ansgang 9,15. Wochengottesdienst: Sonntag morgen 6,15, an ben übrigen Tagen 6,30, abds. 8,00. Vermißdite». * Prinz Joachim als Husar. Aus Kassel wirb uns geschrieben: Einer der flottesten Husarerroffiziere, die Kaffel je gehabt, war ber jetzt verstorbene Prinz Joachim. Die erste Eskadron des Husarenregiments 14, deren Rittmeister er war, hatte einen fürsorglichen Chef. Er liebte es, mit Musik durch die Stadt zu reiten. Gelegentlich ber Tausendjahrfeier ber Stadt Kassel wurde er mit seiner Eokapron gefilmt, und als ber Film in einem Kino vorgeführt wurde, hatte er nichts Eiligeres zu tun, als das Theater für einen Nachmittag zu mieten, damit sich seine „Bindfadenjungens" auf der weißen Wand betrachten konnten. In der prächtigen Karlsaue bewegte er an jedem Morgen seine Pferde. Auch dabei ließ er sich gar zu gern filmen und phow- graphreren. Besoilders fröhlich war er in fröhlicljem Kreise, und bei dem Kaisergeburtstagsball drehte er manche Husarenbraut im Tanze. Kabarettkünst- ler zog ec oft zu Sonderdarbiettmgen als Gast in das alte kur hessische Prin^enhaus, das ihm zur Wohnung diente. In denselben Räumen hatten sein Vater und fein Onkel, der Prinz Heinrich, als Gymnasiasten gewohnt. Wenn man in Kassel vom Prinzen Joachim sprach, dann hakle man nur den ftöhllchen Husar vor Augen. Anders konnte sich ihn niemand vorstellen. 1 laufe Wer schritten Harpener. PliSnir-Nhemstabl und besonders Bismarckhütte nach Zurückgewinnung der anfänglichen Einbußen die gvi.ngen Schluß- furie teilweise erheblich. Bei den letzteren sott es sich um Jnteressenkäufe handeln. Petroteumivert. waren bei unerheblichen Kins chwantungen, ebenso wie Kolonialwerte, vernackiLaifigt. Auch auf den übrigen dMrkten, eiiffchließlich dos Rentenmarkre^. ivar nidtS von Bedeutung Veranden Am Ein hritsindustriemarkt ist iveiter eine zuuehniend: Br teiligung des Publiflums feststellbar. Frankfurt a. M., 22. Juli. Börsenstimmungsbild. Tie Sttmmimg war bereife an der Mittagsbörse wieder etwas besser und ge staltete sich im Abendverkehr wieder aus ben meisten Gebieten fest. Vielfach fjnnten die .^lürseinbußeti teilweise zurückgewonnen, teiliveile erhöhen. Im freien V'rfehr waren Teuffche Petroleum um zebn Prozeiit höher (807.—\ Teutsche Erdöl fest 1560. Monsfelder Küpe 4675. Heldburg 288.—. Südsee- Phosphat 1850.—Elettro Lahmep r blieben bei regever Nachfrage 201.— plus 1’2 Prozent A. E. G. 310.—, Siemens Vckriobe 103’ 2 plus 3' « Proz. Schantungbahn zigen um 20 Prozent auf 660.— an. Teutsch Uebcrfee Eertificatc genunn.cn 40 Prozent auf 795.—. Mexikanisch: Anleihen lebhaft und höher. 5 Prozent Gvlönlexikaner 359. plife 831 Prozent. 5 Proz Silbermexiktner 296 bis 300 — plus 512 Proz.. 41/« J-rrigattonsanleihe 2081/» plns 8Vs. Auf dem Gebiete der Jndustriepapere sind Ehernisdje Mansth.im um 6 Prozent auf 528.— gesteigert, Maschineiif. Faller u. ScAeick)er zogen . 7 Prozent auf 139 — an. Holzverkohlung fest 350 plus 5, Bad. Anilin eriplt 468.— plus 3 Proz. Farbwerte Mülffhckm 6 Proz. lröher 256.—. Mon- tanpapiece ungleichmäßig. Gesteigert nnrü.en um IG' , Pr^z. Lochringer Hütte, Harpener 372.— 7 Pr^z. l/öher, dagegen miterlagen Buderus erneutem Angebot 290.— (minus 14Vs). Spiegel imt> Spiegelglas notierten 3GOV4, Metall Biaigwerte , 230.—, Hamburg Paketsahrl 1801/4 minus l3/«. , Ratioivallunk für Deutschland "bluff nachböfelich 150 bis 151.—. 5 Prozent Reichsanleihe 79Vr. Iber Telegraphenlinien mit bevorzugten Tienst- iriegrammeu b sonders zu leiden. ** T a b a k ,1 e u e r u n d A r b c i t s m a n g el. Die Uut.riiüBung an Hausgewerbetreibeiioc auf Grund des Tabaksteuergesetzes ist vom Reichs- mimftec ber Finanzen erweitert worden Um möglichst zahlreichm Arbeitnehmern Beschäftigung zu terithaifen, sind statt 8 vielfach nur 6 Stunden am Tage gearbeitet worden. Die Arbeiter haben somit nur drei Viertel ihres vollen Lohnes bezogen und würden ki weiterer Kürzung um ein Viertel nut neun Sechzehntel des normalen Arbeitsverdienstes als Unterstützmig erhalten. Um dies zu vermeiden, soll bis auf weiteres bie Unterstützung aus ben vollen Betrag bes früheren gemäßigten Turchschnittslohnes erhöht werden. ** Tas Wettspiel des Vereins für Bewegungsspiele gegen die Ligo Mannschaft des V. s. R. 1900 Offenbach findet morgen, Samstag, abend 6V2 Uhr auf dem Trieb statt. Landkreis Gießen. ** Wieseck, 23. Juli Am Sonntag, dem 15. Juli, veranstaltet das Wiesecker Orchester ein iroßes Blaskonzert unter Mitwirkung des Gesangvereins Eintracht. Das Programm ist sehr reichhaltig. .Neben anderem kommt ein von dem Leiter ber Kapelle PH. Groß komponierter Wie- vcker Sängermarsck) für Gesang und Orchester sowie Piswnsolis ^Solist Herr Kümmel) zur Vorführung. Kreis Alsfeld. np. Aus dem O h m t 2 l, 22. Juli. Tie Poggenernte hat begonnen. Im bärigen Jabre wuche der Roggen kur; vor ber Ernte in einigen Gemarkungen vom Hag l zersch'agen. Tie Roggen- feFcr standen meist sehr schön, nnkrautfrci. lang» halmig und vollkommen in ber Aehre. Es wird von Miseren Landwirt'n begrüßt, daß bas Verwiegen ber ans.g.brosckenen Frucht ausoe’hoben ist. Die letzten Gewitter haben zwir kräftigen Regen gebracht, aber immt iixf? feine gründliche Tnrch- ioeichung d«S Bod^rns. D»fe> zeigt sich in dem rtieueren Wasserstand der Bäche. Aber Kartoffeln, Bohnen unv Gurken ist der Regen äußerst dienlich gewesen. np. Dow Vogelsberg ^22. Juli. Die letzten Wochen fiitb für unsere Bienenzüchter völlig honigarm verlaufen. Wohl blüb n die Linden reichlich, aber die Trockenljeit ließ keinen Honig entstehen. Die Blumen an den Feldrainen usw. sie tragen keinen Honig. Die Nachtracht, die sonst durch Sommerraps ermöglicht wurde, ist ausgesaffen. Kreis Schotten. Iugendscst bei Glashütten. v. Oberl ais , 22. Juli. Am vergangenen Snmtag feierte die Iugendvereinigung Oberlais Glashütten ihr zw itfe Jugend- fest. Es toirbe durch ein n Festgottesdienst im alten Sir di ein zu Unterlais erngrieitet, wo ber Drt-?grifll:dy? Pfarrer Weidner predigte. Die Mitwirkung von Frl. Geria Doepner und Herrn Kammer änger Bischofs, Mbe vom Pan* deStheater in Dacmstadt, sowie des Schiilerchors intb der 3ugcnbfapelle gaben ber gotfesdioistlidvn Feier ein- besondere Wckhe. Am Nachmittag sand int Buckienwald bei Glasbübetn ein Wald fest statt. Nack, einer Ansprach- des Otto Poller aus Glashütten und einem Li"de des von Lehrer Lehme r geleiteten Jugendgesangvererns (Glashütten begann die Ausführmtg von Schönhcrs »„Glaube und Heimat". Wie bei der vor- iftfrrigen Tel aitffüfrnmg wirkten auch MeSmal in len ,vaut*tro l n bewäl> t Künff er des Da mftü tec Landes h at.rs und Bao dffiuheimer Kurii-eaters ntit. Aber aud) die jugendlichen Darsteller von Oberlais waren ihrer Aufgabe gcnxrdrfen. Einen würdigen Abschluß fand die Auffülftiing durch das von ber Jugend kapelle an gestimmte Luther- l.ed, das von den Anwesenden mit Begeisterung mitgesungen wirr de. Direktor Hafsinger- Darmskaot hielt bie Festrri>e. Er sprach über die Bedeutung des Volksthwters für die Volksbildung uni) die so notwendige Verständigung von Stadt und Land. — Der Jugendverein Glashütten brachte baruad) Körners Soldatentragödie „Josef Heyder i dt" wohlg lungen zur Ausführung. Sie Ä ftinb durch ben gemeinsam n Gesang von „Morgen- Bad-Nauheim v BaiwlgstraS« 18 w Telephee 81. DiixfiM Rap« Eine Sehenswürdiekelt! Eis- „llUpklQ 0oI pretrAnkf, Liköre, Mokkastube. ßunfeU stiojo" tonangebend. Na'-hmittagstee „HSflBra DrolC Gefiellschaftl.Veranstaltunjron „öaN Mttffl" HeÄ®n!. ,W Pm3t-W ES ladet ein Hans Kirzinger. 7938 SetteröweaSI. JnhJUiabertajicL 1 Achtung! Heute Achtung! | neues Prachtprogramm! .. Ottilie Leid ich 7948 in Langsdorf statt. Langsdorf, Dauemheim, Detroit N.-A., 23. Juli 1920. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag um 3 Uhr Statt besonderer Anzeige. Heute nacht wurde unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Enkelin von ihrem schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden in einem Alter von 34 Jahren durch einen sanften Tod erlöst Gottfried Leidich, Lehrer Eleonore Leidich geb. Petri Emma Matthes, geb. Leidich Emil Leidich Ludwig Matthes, Lehrer Evelyne Leidich, geb. Lewis Henriette Petri. Dr. PI och verreist. Vertreter: Dr. Geyer, Dr. Wolf. Wh abends 6 72 Uhr: Liga-Wettspiel gegen 7980 Offenbach D.s.R. 1900 7867c geb. Vrehme. Otto Dehaghel. 1 Waggon | S.s.Z.MUMlieS Holzheim, den 21. Juli 1920. 3- 3t. 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