170. Jahrgang Nr.M Du Lietzener Anzeiaer erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.60, viuteljährlichMark 10.80 einschließlich des Bestell- gelbs; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. H686 Mittwoch, 23. Juni 1920 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis ▲ ZV ▲ zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. MIM rav Preis für 1 mm höhe für $3 JF Anzeigen v. 34 mm Brette Wy H örtlich 35 Pf., auswärts «3k W 45 Pf.: für Reklame, vSgw' Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz- v v MM Vorschrift 20% Ausschlag. öVJv/ Hauptschriftletter Aug. General-Anzeiger für Oberheffen tzW Druck und Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstrahe 7. samtig Die Legislaturperiode in Preußen. Berlin, 22. Juni. (Wolff.) DerBersaß ElchuL der prenLÜÄeü La»ldesversamm1rwi Die Kopsftärte veS deutschen Heeres. Berlin, 22. Juni. (Wolff.) Von zuständiger Stelle wird über die Heeresverminderung und bte Erfüllung des Friedensoertrages folgendes mitgeteilt : t Einschließlich der Truppen in der neutralen Zone betrug die Heercsstärke am 5. Mai 213 065 Mann und am 21. Mai 200 000 Mann. Da die Konferenz in Spaa über den Antrag der deutschen Regierung, dauernd ein 200 000-Mann-Heer halten zu dürfen, entscheiden soll, die Herabminderung des Heeres auf 100 000 Mairn aber nach dem Friedensvertrage bereits am '10. Juli durchgeführt sein sollte, während die Konferenz auf den 5. Juli oder noch weiter verschöbe n wird,' so hat die Reichs- regierung am 3. Juni eine Verlängerung Die Kabinettsbildung gescheitert? B e r l i n, 23. Juni. (WTB.) Die sozialdemokratische Fraktion gab dem Vernehmen nach dem Parteiausschuß der deutsch-demokratischen Partei Kenntnis von ihrem Beschluß, einer Mgierung, in der die Deutsche Volkspartei vertreten ist, ein Vertrauensvotum nicht erteilen zu können. Hierauf hielt die demokratische Fraktion eine Sitzung ab, in der erklärt wurde, daß unter diesen Umständen eine Regierung, die von dem Vertrauen der Mehrheit des Parlaments getragen sei und in Spaa verhandeln könne, auf der beabsichtigten Grundlage nicht gebildet werden könne und man vor einer ganz neuen Situation stehe. Berlin, 23. Juni. Das Verlangen der Demokraten nach einer sozialdemokratischen Vertrauenszusage in diesem Augenblick eilt, wie der Vorwärts schreibt, den Ereignissen weit voraus. Weder lag der so- • zialdemokratischen Fraktion eine endgültige Ministerliste, noch der endgültige Text der Regierungserklärung vor. Die Deutsche Volkspartei erhob gegen die Ministerliste Einspruch. Aendert sich die Zusammensetzung der Regierung, so ändert sich auch das Programm. In welcher Lage wäre die sozialdemokratische Fraktion heute, wenn sie gestern dem Wunsch' der Demokraten entsprechend beschlossen hätte. die künftige Legislaturperiode gegen dre sozial:suchen Stimmen auf vier Jahre test. Die Vieu* wähl findet bei regelmäßigem Ablauf der -Wahlperiode vor deren (&ibe statt. Die Regierung beruft die Neu gewählten in den Landtag. Auf 'Ser langen eines Fünftels der Abgeordneten muß er lederzeit einberufen werden. Drr braunschweigische Landtag. Braunschweig, 22. Juni. (WTB0 Die Landesversammlung wählte in der 'heutigen Sitzung die unabhängigen Abgeordneten Sepp, „Oerter, Junke, Sievers, sowie die bisherigen Munster An- trief und Steinbrecher, die den Mehrheitssozialiiden angehören, zu Ministern. Der Württembergische Landtag. Stuttgart, 22. Juni. (Wolff.) Der neue Landtag trat heute zu seiner ersten Ladung zusammen und wählte mit 57 von 99 abgegebenen Stimmen den Zentrumsabgeordn:ten Walter zum Landtagspräs identen. Zum 1. Vizepräsidenten wurde der Abgeordnete Dr. Roth (Bauernbllnd) mit 78 Stimmen und zum 2. Vizepräsidenten: der Abgeordnete Keil (Soz.) mit 83 Stimmen gewählt. Die Wahl des Staatspräsidenten findet morgen statt. ra. Aus dem Kr e i s e W e tzl a r, 21. Ium. Infolge der er h öht e n F leischprei s,e (11 M. pro Psund) müssen viele kleinen Leute m Stadt und Land auf den Ankauf von Fleisch verzichten. = Ans dem Spessart, 22. Ium. In Lohr kostet das P f u n d Ki r s che n, die die Händler'mit der Bahn bekommen, 1 Mark. Kann der Händler nicht die von der Stadt beglaubigte Erklärung vorzeigen, daß er Kirschen nicht über eine Mark das Psund verkaufen werde, so bekommt er seine Ware von der hiesigen Bahnswtion nicht aus- dem Taunus, 22. Juni. Die Heidelbeerernte hat begonnen. Trotz der großen Ergiebigkeit der diesjährigen Ernte sind bte Preise recht hoch. Ten Hauptgewinn stecken bte Zwischenhändler ein. . ha. Hersfeld, 22. Ium. In einer Protestversammlung g eg en di e Fleischien e r u n g wurde der Fleischstreik erklärt, solmige nicht die Preise den wirklichen Verhältnissen entsprecheti. In einer Entschließung heißt es: der Schlachthof ist zu schließen und nur Frei- banksleisch zu verkaufen. Kein Vieh ist aus dem Kreise auszuführen. Gegen Schsvarzschlachter muß in schärfster Weise vorgegangen werden. Um Kranke zu versorgen, sind Einzclsck)lachtungen vorzunehmen. Ans dem besetzten Gebiet- Französische Aengste. Mainz, 21. Juni. (Wolff.) Gestern erging ein Verbot der französischen MilidärbeMrde, daß Meldungen über Freu den ku n d g>e b u n gen der Deutschen in Flensburg anläßlich der Niederlegung der alliierten Fahnen und des Auf- zielMis der deutschen Fahnen gebracht nrürtet. Meldungen über den Ludwigshafener Streik dürfen überhaupt nicht gebracht werden. Die sran- zösische Militärbehörde behält sich vor, eigene Nachrichten zu veröffentlichen. Im Mainzer Stadtbild ist eine erhöhte Nervosität der Franzosen festzullcl- leii. Seit Freitag durchzielxm starke Patrouillen bte Stadt. Der Verke hr zünschen dem unde'etzten und besetzten Gebiet auf der Strecke % r an ff u r r » Mainz wird aufs strengste überwacht. An den Bülm sperren sind starke KontvoUposteti auf gestellt worden. 2. Frage betr. die Entwaffnung ist dckhin entschie-l den worden, daß die von den militärischen Sach-i verständigen vorgeschlagenen Texte angenommen I wurden. Sie beziehen sich auf den Besitz des zerstörten Kriegsmaterials und auf den Zeitpunkt, zu dem die Fabrikation von Luft- schiffahrtsmaterial wieder ausgenommen werden kann. Attch die Nichtaussührung der Klauseln betreffend die K o h l e n f r a g e ist von den französischen Delegierten erneut zur Sprache gebracht worden. Ettdlich ist bestimmt worden, daß die Verhandlungen wirtschaftlicher Art, die in London mit den russischen wirtschaftlichen Delegierten geführt werden, fortgesetzt werden sollen, da es sich nicht um die Frage der politischen Anerkennung der Sowjetregierung handele. Der .Sonderberichterstatter der Agentur Havas gibt über die Verhandlungen von Boulogne folgende Erläuterungen: Die Note, die an die deutsche Regierung nvck heute gerichtet wird, kündigt Zwangsmaßnahmen im Falle der Nichtausführung der militärischen Klauseln an, ohne allerdings über die Modalitäten zu sprechen. Man könne aber glauben, daß es sich um neue militärische Besetzungen handeln werde, wie die Konferenz in San Nemo «entschieden habe. An den Bestimmungen über die Fabrikation von Luftschiffahrtsmaterial seien Abänderungen getroffen worden. Deutschland dürfe dessen Fabrikation erst drei Monate nach der völligen Ausliefertmg des militärischen Luftfchifssmatevials wieder aufnehmen. Heber die Frage der Festsetzung der dmt- fd)en Schuld sei heute nicht wieder gesprochen worden. lieber die ungenügenden Kohlenlieferungen von Deutschland sei ebenfalls eine Vereinbarung erzielt worden. Der frcmzösische Ndinister der öffentlichen Arbeiten, Le Treauen, habe sich darüber des längeren mit dem italienischen Außenminister Grafen Sforza und dem belgischen Vertreter bei der Wiedergntmackningskommission Then- nisse ausgesproch.m. Ein Entschluß werde auf der Konferenz in Brüssel getroffen. der neuen Regierung ihr Vertrauen auszusprechen? Durch das demokratische Drängen nach einer sozialdemokratischen Vertrauenserklärung und mehr noch durch das ungestüme Rechtsdrängen der Deutschen Volkspartei tst abermals eine überauskritischeSitu- ation entstanden. Die drei Parteien müssen nun sehen, tme sie aus ihr wieder herauskom- Men, wenn sie nicht den Beweis erbringen wollet:, daß das Bürgertum in Deutschland überhaupt nicht mehr imstande ist, eine Regierung zu bilden. Im übrigen, so schreibt der Vorwärts, hat die sozialdemokratische Fraktion beschlossen, die von der Nationalversammlung infolge der Obstruktion der Rechten nicht erledigten Ausschußbeschlüsse über die Abschaffung der M i l i t ä r g e r i ch t s b a r k e 11 als Initiativantrag einzubrmgen und zu beantragen, daß von einer neuen Ausschußberatung abgesehen werde. Heute vormittag tritt die Fraktion zu einer Sitzung zusammen, ift der sie sich voraussichtlich mit der Frage des Reichstagspräsidiums zum ersten Male beschäftigen wird. . Berlin, 23. Juni. Zu den neuen Schwie- rigkei ten in der Kabinettsbildung wird im „Vocwärt s" berichtet: Gegen fünf (Stimmen beschloß die sozialdemokratische Reichstagsfraktion gestern, bei der Vertwueusabstimlmmgi, ine ber Abgabe dec Regierungserklärung im neuenRerchs- tag folgen werde, Stimmenthaltung zu üben. Die Fraktion glaubt nach Erwägung aller Gegengründe nicht weiter gehen zu können, da stch die Abgabe eines Vertrauensvotums für eine Regierung, der Mitglieder der Deutschen Volkspartei angehören, mit ihrer Auffassung nicht vertrage. Die Fraktion beabsichtigt, ihre Stimmenthaltung so zu motivieren, daß der neuen Regierung tn ihrer Stellung der Entente gegenüber in Spaa keine Schwierigkeiten erwachsen. — Der heutige Tag, heißt es weiter im „Vorwärts", muß entscheiden, ob das Schiff Fehrenbachs, das kurz vor dem Hasen auf Minen ausgelaufen ist, scyeiteN oder ob die Schäden repariert sind. Es ist zur Stunde noch nicht festzustellen, ob die Demokraten in der Frage des Mittelblocks tmrklich ichon das letzte Wort gesprochen haben. .Bersckstedenen Blättern zufolge war es bis Mitternacht noch ungewiß, ob die Deutsche demokratische Partei sich mit der neuen Herauszogerung des verlangten Vertrauensvotums zufrieden geben oder von den Koalitionsverhcmdlungen zurucktreten Ans Hoffen. Drr Kampf gegen die Zwangswirtschaft. rm. Darmstadt, 21. Juni. Die Aufljebung der Zwangswirtschaft für Fleisch Ifatte eine für 'heute früh im Rummelbväu anberaumte überfüllte Versammlung von Metzgern, Landwirten, Viehhändlern ufw. zum Gegenstände der Beratung. Von Seiten der Regierung war Veterinärrat Tr. Beil in g, für die Handwerkslümmer Geheimrat Falk erschienen, auch Vertreter einzelner KreiAämter, Abgeordnete ufw. waren auweseiw. Obermeister D e l r i e (Groß-Zimmern) eröffnete die Versammlung, woraus Tr. Müller über die Notwendigkeit der Aufhebung der Zwangswirtschaft für Vieh referierte und darauf hm- wies, daß durch den Mangel an Futtermitteln und die Maßnahmen der 9tegieruitg selbst die Viehhaltung für den Landwirt immer unrentabler gestalte und zu unhaltbaren Zuständen führte, denn dreiviertel der Fleischversorgung geschehe in Wirklichkeit durch den Schleichhandel. Die Zurcht, daß mit der Aufhebung die Preise, steigen, sei unbegründet, da durch das Auslaiidssteisch eine Grenze gesetzt sei. Unbedingt erforderlich sei die Freigabe der Schwe in eb e wir t s ch r f- tung. Notwendig sei allerdings, daß die Maß- ua'hme für das ganze Reich einheitlich erfolge. In der Aussprache tritt Gehstmrat Falk, Vorsitzender der'Dandwerisl'ammer, für unbedingte Freigabe der Schweine und Kälber ein, bei der Freigabe des Großviehes sei wegm der Milchwirt- schaft Vorsicht geboten. Grundbedingung sei aller- dinK eine einheitliche Maßnahme für das ganze Reich. Kreisdirektor Hechler (Heppen'hstrn a. B.) empfiehlt gleichfalls die Beseitigung der jetzigen unhaltbaren Zustande, insbesondere auch der LL.chhan- delsverbände. Veterinärrat Dr. B e i l i n g erklärt im Namen der Negierung, daß nur bet eiüheitlichem Vorgehen aller Staaten die Frage gelöst werden könne. Obermeister Koch (Heidelberg) weist in drastischen Worten darauf hin, daß man einen Sonder- standpuntt einzelner Regierungen nicht zu befürchten habe, da man im ganzen Reich die verfehlte Zwangswirtschaft so rasch wie möglich los sein wolle. Die ganze Verordnung stehe doch nur auf dem Papier und sei doch nur geeignet, achtbare Leute zu Verbrechern zu machen. (Leb'h. Zustimmung.) Abg. Fenchel- Oberhörgern erklärt im Namen der oberhessischen Landwirte, daß alle Stände gemeinsam gegen diese verfehlten Bestimmungen vorgehen müßten, da es sich bei den meisten um die Existenzmöglichveit handle. Freilich müsse diese Protestbetvegung einheitlich in ganz Deutschland durchgeführt werden. Riffel- Laubenheim sprach im Namen bet Freien Bauern- - schäft und erklärt die ganzen Verordnungen für eine Günstlingswirtschaft für diejenigen, die es ermöglichen konnten, während des Krieges hübsch zu Hause zu bleiben. Man müsse sie als „modernes Raubrittersystem" bezeichnen. Nach Weiterer Debatte, an der sich noch u. A. Obermeister Koch- Heidelberg, Dr. Beiling. .Kveisdirektor Hechler und Hcmdwerkskammersyndikus Schüttler beteiligten, wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, uach der das Landesemährmigsamt ersucht werden soll, durch bte Regierung alsbald bei der Reichsregierung für sofortige Aushebung .der Floisch- zwanasbewirtschaftung einzutreten. Heute nachmittag sand, wie bereits kurz berichtet, im Zoologischen Garten in Frankfurt eine Versammlung in gleichem Sinne statt. der Frist beantragt. Paris, 22. Juni. (WTB.) Ministerpräsident Millerand erklärte den Vertretern bet Paristr Presse, man habe einstimmig beschossen, daß der Effektiv bestand des deutschen Heeres auf 100 000 Mann zurückgeführt werden soll. Man werde jedoch die Abrüstung nicht bis Pim 10. Juli verlangen, aber in kür zeltens möglichster Frist. Paris, 22. Juni. (WTB.) Wie der Berichterstatter der „Information'' aus Boulogne mitteilt, soll die Frist für die Entwaffnung Deutschlands über den 10. Juli hinaus verlängert werden, weil es bis zu diesem Tage durchaus unmöglich sei, das gesamte Kriegsmaterial zu zerstören. Hinsichtlich der von Deutschland zu zahlenden Entschädigungssumme sei gestern noch nichts Endgültiges beschlossen nrorben. Die deutsche Schuld. Paris, 23. Juni. (WTB.) Wie der Sonderberichterstatter des „Temps" mitteilt, hat man inbezug auf die F e st s e tz u n g der deutschen Schuld, da eine endgültige Regelung nicht erzielt worden ist, sich bisher dahin entschieden, von Deutschland 41 Jahreszahlungen zu verlangen und nicht 37^ Jml übrigen sei es Aufgabe der Deutschen, in Spaa Vorschläge zu machen. Die Alliierten wollten ihre These nicht abschwächen dadurch, daß sie sie heute schon bekannt geben. Die italieni-, schen Vertreter hätten erklärt, sie könnten die französisch-englischen Vorschläge erst annehmen, nachdem die Frage der Verteilung unter den Alliierten geregelt sei. Paris, 23. Juni. (WTB.) Der „Temps" sagt in einer kurzen Note, man könne die Frage der Garantie für die internationalen Anleihen sich so denken, daß die deutschen Zolleinnahmen obligatorisch in die Kasse eines Delegierten des Wiedergutmachungsausschusses abgeführt würden, der sie aber weiterleite und sie nur dann behalte, wenn Deutschland seine finanziellen Verpflichtungen nicht halten werde. Also nur in diesem Falle würde die alliierte Kontrolle in die Verwaltung der deutschen Zölle eingreifen. Die Unruhen in Irland. London, 22. Juni. (WTB.) In Dublin wurde heute ein Automobil, in dem der Assistent des Generalmspektenrs der Polizeitruppen, Roberts, und drei Polizisten saßen, von Bewaffneten aus dem Hinterhalt überfallen und gioberts und der Chauffeur durch Nevolverschüsse verwundet. Das nmc rumänische Kabinett. Bukarest. 22. Juni. lWTB.) Reuter. Ave- rescu hat ein Kabinett mit Jvnescu als Minister des Äeußern gebildet. Aus dem Reiche. L-ebensmittelrevolten. Köln, 22. Juni. Auch in einzelnen westfälischen Städten find Lebensmit- telrevolten ausgebrcuhen. In Osnabrück dauern Demonstrationen bereits seit vier Tagen an. Nachdem die Haupträdelsführer verhaftet und Verstärkungen der Sicherheitswehr eingetroffen waren, flauten die gesetzlosen Zustände ab. Während der letzten Tage wurden auch dort von geschlossenen Menschen- massen die Warenhäuser gestürmt und deren Inhaber gezwungen, Lebensmittel, Schuhe und Kleider unter Preis abzugeben. Die Rädelsfiihrer forderten die M e n g e a u f, aufs Land zu gehen und die Scheunen in Brand zu stecken. In enter Brauerei wurden Hie Türen zu den Kellern gesprengt und die städtischen Fleischvorräte gewaltsam herausgeholt. Als Militär ancücftc und mit Maschinengewehren Schreckschüssenb- feuerte, zerstreute sich die Menge. K re fe ld , 22. Juni. Nach einer Massenkundgebung, die die Mehrheitssozialisten gegen die Teuerung veranstaltet hatten, zog eine zügellose Menge 3in Markthalle, die vollständig ausgeplündert wurde. Gegen Abend stürmte der Pöbel das Warenhaus Leonhard Tietz. Sämtliche Fensterscheiben wurden zertrümmert, der Inhalt des Warenhauses auf die Straße geschleudert und verschleppt. Auch mehrere andere Geschäftshäuser, besonders Schuhwarengeschäfte, waren der Wut der aufgeregten Massen ausgesetzt, die auch hier die Schaufenster demolierten und Die Auslagen beraubten. Die Schutzmannschaft war dem Treiben gegenüber machtlos. Erst in den Abendstunden gelang es der belgischen Besatzungsbehörde, mit einem starken Tcuppen- ausgebot die Ordnung wiederherzustellen. Bei den Zusammenstößen sind keinerlei Personen verletzt worden. mo. Frankfurt a. M.. 22. Juni. Infolge des gestrigen Obstkrawalls war heute bte Obstzufuhr sehr gering. Was ber Großhandel au den Markt brachte, war schnell verkrust. Die Polizei hat die Kontrolle über die Straßenhändler verschärft. Jufolgedessen sind die zahlreichen Obst- tarren aus dem Stvaßenbild verschwunden. Stuttgart, 23. Juni. (WTB.) Um der drückenden Notlage des kleinen Mannes infolge ber jüngsten Preissteigerung im besonderen und die herrschende Teuerung und den Lebensmittelwucher im allgemeinen zu demonstrieren, batten die Vereinigten Gewerkschaften für Dienstag nachmittag zu Kundgebungen in allen größeren Orten des Landes aufgerufen, die die U. S. P. daz« benutzte, um ihre alte Forderung von der Diktatur des Proletariats aufs neue zu erheben. Während in Stuttgart und den meisten Orten die Kundgebungen ohne Ruhestörungen verliefen, kam es in U l m und Ravensburg zu Zusammenstößen mit der Polizei bzw. der Reichswehr. In Ulm wurden der Oberamtmaun und der Oberbürgermeister mißhandelt, im Rathaus, das von der Polizeiwehr mit Waffengewalt in Besitz genommen werden mußte, alle Fenster eingeschlagen und die Akten auf die Straße geworfen. Beim Sturm aufs Rathaus gab es unter der Menge Tote und Verwundete. Auch einige Polrzeiwehrmannschaften wurden schon beim Anmarsch erheblich verletzt. JnRavensburZ wurde das Oberamtmannsgebäude beträchtlich beschädigt, so daß Reichswehr einfebreiten mußte. Auch hier gab es Verluste auf Seiten ber Aufrührer. Das Verlangen auf Auslieferung der Waffen der Ein- wohnertvehren wurde in beiden Orten abgelehnt und die Einwohnerwehren mobilisiert. In Aalen bemächtigten sich radikale Elemente des Waffendepots der Einwohnerwehr und raubten es vollständig aus. Der dortige Oberamtmann verhandelt mit den Aufrührern über die Herausgabe der Waffen durch Vermittlung der Gewerkschaftsführer. ^Die „V 0 s s i s ch e, Z t g." fragt ob keinm Ausweg gebe. Sie schreibt: Die demokratische Fraktion und der demokratische Parterausschuß ha^n festgestellt, daß eine ganz neue Situation geiMfen ist. Es muß sogar mit ber N^glrchkeit g^rcdjiiet toerben, daß Fe'hrenba ch doch noch den Auftoag der Kabinettsbildung z u r ü ck g r b t. ^edenfatts wird es neuer und sehr schwieriger Verhandlungen foebürfen, um aus der durch den P ar t erego 1 v - mus ber Sozialdemokratie geschaffenen Sackgasse irgendeinen Ausweg zu finden. Die Konferenz in Boulogne. Paris, 22. Juni. (WTB.) Havas gibt über die Konferenz von Boulogne, die'heute mittag 1 Uhr eu Ende ging, folgendes offizielles Kvm- muniguö aus: Die dritte Vereinigung oer Konferenz von Boulogne dauerte von 10 bis 1 Um. Tie Frage der ton Deutschland zu zählelwen En t- schLbigungssumme und deren Verteilung unter die Alliierten ist aufs neue geprüft worden. Es ist entschieden iutorben, daß die franzönschen, englischen, italienisckM, belgischen und ferbWn Sachverständigen sich in Paris vereinigen, um unter Zugrundelegung des Vereinbarten gemeinsame Vorschläge zu machen, die den Alliierten, die gch am 2. Juli in Brüssel wieder vereinigen, um endgültig ihr Einverständnis tor oer Konferenz ton Spaa jeslMlegen, unterbreitet werden sollen. Die werden. garüber, daß heute Stabtv. M i - srutirv und Sommer bestimmt die Beig. Kren- Zu UrkunbSpvrsonm totrben Stadtv Michel und Kiel. Tie Versammlung wird vom zien geleitet. Stadtv. Grobe (Zentr) betonte Fourier ge» iber, daß heute die Alte Klinik zu Hein sei, inrt das Sonnwenbfeuer unter Absagen von Feuer- sprüchm und Reigenoorsührungen abgebrannt. Diese Sonnwmbfeier soll in diesem großen Ausmaß alljährlich wiederholt werden. Starkenburg und Rheinhessen. Mainz t23. Juni. (DTB. > Ein grr^er Teil des Artilleriemunitionsbepots Uhlenborn aus der Strecke dRuinz—Bingen ist heute nacht in die Luft geflogen. Einzelheiten fehlen noch. Hessen-Nassau. Landarbeiterstreik. hl. Ziegenhain, 22. Juni. Im Kreise Ziegenhain haben sich die Landwirte geweigert, mit dem Landarbeiterverband einen Tarifvertrag abzuschließen. Es ist daher zu einem L a n d- arbeiterstrcik gekommen. Dem Gauleiter des Landarbeiterverbandes und auch den Bemühlmgen des Landrates ist es bisher nicht gelungen, die Landlvirte von der 9ft)tweudigkett des Abschlusses eines Tarises zu überzeugen. Sitzung der Stadtverordneten. Nach einer Vorgeschichte, die bis in die Zeit vor dem Kriege zurückgeht, und Erörterungen, die sich fast ein Jahr lang hinzogen, brachte der gestrige Tag endlich die Entscheidung über die Rathaus frage. Daß sie dringend gelöst werden müsse, darüber war ich niemand im Ztveifel. Das Wie hatte lange Zeit die Gemüter erhitzt und die Alte Klinik zum Streitobjekt werden lassen. Nochmals einen Rückblick auf den Meinungsstreit zu geben, der auch in den letzten Tagen im Gießener Anzeiger lvieder anhob, erübrigt sich, da das Für und Wider jedem Gießener geläufig ist. Die Alte Klinik ist für die Zwecke der Stadtverwaltung unbrauchbar, auf diese Ansicht hatte sich der Gießener Anzeiger selbst von jeher gestellt. Daß ihre Verwendungsfähigkeit in der gestrigen Sitzung, um für das nunmehr angenommene Provisorium mehr Stimmung zu machen, im allgemeinen herabgesetzt wurde, war überflüssig. Nicht nur unter den heutigen Verhältnissen ist sie für jede andere Verwaltung ein dankbares Objekt. Nunmehr ist beschlossene Sache, daß Steins G a r t e n die Hauptverwaltungsgebäude in sich aufnehmcn wird. Auch dieses Provisorium ist, wie gestern allgemein betont wurde, keine ideale Lösung, zumal auch hierfür 350 000 Mk. zur Herrichtung aufgewendet werden müssen. Nach Lage der Verhältnisse konnte aber ein anderer Ausweg nicht gefunden loerden und es ist zu begrüßen, baß man sich überhaupt endlich zu einem Entschluß durchgerungen hat. Ohne ausführliche Debatte ging cs selbstverständlich auch diesmal nicht, da das Alte-Klinik-Projekt immer noch überzeugte Anhänger hat. Aus den weiteren Verhandlungen sei die Erhöhung des W a s s e r g e l d e s um 10 Pf. hervorgehoben, sowie ein dringlicher Antrag des Stadtv. Michel, dem Obstwucher zu steuern. Angesichts der Lebensmittelrevolten in anderen Städten, über die auch heute wieder Nachrichten eingelausen sind, und angesichts der hohen Obstpreise gerade hier in Gießen er-' scheint es sehr ratsam, daß durch städtische Maßnahmen auf eine angemessene Preisgestaltung eingewirkt wird. Es ist denn auch zu erwarten, daß die Stadt wie in früheren Jahren größere Mengen Obst erwirbt und zum SelbNkostcnpreise abgibt. Damit dürfte auf ruhigem Wege ein Preisausgleich geschaffen werden. — M a r b u r g a. b. L , 22. Juni. In einem hiesigen Garten fand der 11jährige Schüler Klein eine Sprengkapsel. Das Geschoß explodierte und fügte dem Knaben tödliche Verletzungen zu. Turnen, Spiel und Sport. — Fußball. Vergangenen Sonntag lieferten sich die 1. Mannschaften des F. C. „Union", Kassel und V. f. B. Gieße» einen flotten Kampf, der mit 2:2 unentschieden endete. Gießen war die weitaus bessere Mannschaft und hätte einen hohen Sieg verdient, hatte jedoch sichtlich Pech. Die 2. Mannschaft des V. f. V. weilte in Marburg und unterlag trotz überlegenen Spieles dem F. C. Germania mit 0:1 Toren. Weniger glücklich kämpfte die 3. Mannschaft, die in Gießen gegen eine Mannschaft des F. C. Germania Marburg spielte und bis zum Schluß das Spiel nur mit 8 Mann durchhielt. Das Resultat war dementsprechend 9:0 für Marburg. Die Schülermann- chaften des V. f. B. Ivanen gegen die gleichen ihres Lvkalgegners V. f. B. 1900 angetneten und konnten sämtliche Spiele gewinnen, 2. Mannschaft mit 6:1, 3. mit 2:0, 4. mit 1:0 und die 5. mit 2:0 Toren. 4 Bad-Nauheim, 19. Juni. Dec hiesige Turnverein 1860 stiftete der Friedberger Turngemeinde zu ihrem 75jährigen Jubiläum ein künstlerisch ausgesührt-es Gedenkblatt, das in einem Eilbote »laus überbracht wurde. Ter vier Kilometer lange Weg von der hiesigen Turnhalle bis zum Saalbau Friedberg wurde von 40 Turnern, Zöglingen und Turnerinnen in 9 Minuten 50 Sekunden zurückgelegt. . Müller bezeichnete die Alte Klinik als Klotz am Bein, den man abstoßen müsse Der Burger verein maße sich nicht an, die Führung in ivgmdwlckcher Weise zu beanspruchen, er wolle mi { <2tadtbauamt werde zu Wohnungen frei werden, stadtv. Mann (Soz. betonte, man müsse letzt ^damit rechnen, daß Steins Garten Eigentum Stadt sei. Zu Wohnungen sei er nicht geeignet. Das Provisorium der Alten Klinik werde Kosten verschlungen, dir niemals wieder emgebracht werden könnten. In der Zwangslage müsse man für den Kommissionsvorschiag stimmen. Stadtv. W i n n sprach nockMals für die Alte Klinik, ebenfalls Stadtv. Fourier. . Ter Kommissionsoorschlag wurde gegen sechs Stimmen angenommen. Auf eine Anfrage des Stadtv. Noll teilte Beig. Krenzren mit, daß die Frage der Polizeiver- waltuna geregelt werde, sobalD sich ent'eben habe, oo die Polizei städtisch bleibe oder staallich werde. eingetragen waren Tie Direktion des Oberhess. Museums und der Gailschm Sammlung lädt zu einem Besuch der neugeordneten Sammlung ein. Stadtv. Mann (Soz.) stellt die Anfrage, ob es nicht möglich sei den Bvlksschullehrern, deren Gehalt demnächst erhöht werde, bereits jetzt einen Vorschuß zu gewähren. Nach einer längeren Aussprache wird beschlossen, die Angelegenheit zur endgültigen Beschlußfassung an ben Finanzausschuß zu überweisen. Stadtv. Kreiling (D. Bp.l fragt an wegen der Unierbringung derSanitätskolonneam Bahichof. Beig. Kren zien teilt hierzu mit, daß Besprechungen bereits ftattgefunben haben. Tas Bau gesuch der Konditorei Bettler, eine Terrasse in dem gepflasterten Vorgarten anlegen zu dürfen, wird abgelehnt. Punkt 2: Genehmigung einer Kreditübrrschrei ung, die 4000 Mark beträgt, erledigt sich, da inzwischen das Budgetrecht der Stadtverwaltung auf 5000 Mk. erhöht ist. Aus dem gleichen Grunde erledigt sich Punkt 5 unc> 6. Tas Budgetrecht der Deputationen soll ebenfalls neu geregelt werden. Ter Bebauungsplan für die Wa l d - kolvnie am Trieb soll nach einem Gesuch des1 Architekten Meyer erweitert werden. Die Baudeputation lehnt das Gesuch ab, da noch nicht zu übersehen i|t, wann die Bauten in Angriff genommen werden können. Demnach beschließt auch die Versammlung. den durch Gesangs- und Lredvorträge stimmungs-l langen der Polizei zu verbessern, da die Einbrüche Gelegenheit zur Aussprache ffici kommunale Vorvoll umrahmt. Am Abend wurde auf der Burg sich ständig vermehren. Es sollen wenigstens di- gange geben. Richtlaternen brennen und Polizeihunde angeschasft Stadtv. Stadtv. Dr. Ebel (Dem.) stellte sich auf den Standpunkt der Vorlage gegenüber der Agitation, die für die Alle Klinik gemacht werde. Er sei selbst früher für die Mte Klinik eingetreten, jetzt seien die Verhältnisse aber anders. Die gleichen Gründe, die früher gegen die Alte Klinik angeführt wurden, würden letzt gegen Steins Garten angeführt. Im Namen feiltet Fraktion erklärt er die Zustimmung zur Kmnmissamsvorlage. Stadtv. Fourier (USPd erklärte sich im Namen seiner Fraktion gegen die Vorlage. Seine Fraktion sei nicht gegen definitive Verlegung in die Alte Klinik. Tas sogenannte Provisorium werde sehr lange währen. Tie Verwaltung müsse zentralisiert werden. Durch Verlegung in die alte Klinik würden etwa 14 Wohnungen verfügbar. Tie Alte Klinik werde stets ein brauchbares Objekt bleiben. Stadtv. Vetters (Soz.> verteidigte für jeden Bürger das Recht, öffentlich seine Meinung zu sagen. Es habe aber jetzt keinen Zweck mehr, in öfsellllicher Versammlung die Frage nochmals aus- zurühren. Alles Für und Gegen sei früher schon vorgebracht. Bei dem Streit der Meinungen hätte nicht einmal die Stadtverwaltung einen geraden Weg einschlagen können. Beig. Kling spor wandte sich entschieden gegen die Mte Klinik, die weder Sitzungssaal, noch Kanalisation, noch Heizung, Beleuchtung oder Keller habe. Die Umbaukosten für bi: Zwecke der «-Stadtverwaltung würden etwa 2 Millionen erfordern. Er bat dringend, zu endgültigem Entschluß zu kommen. , Die Ermächtigung zur Fortführung der Gr* Ichäste nach Artikel 171 der Ltädteordnung (Vor. anschlag für 1920) wird erteilt. Der Vertrag zwischen Stadt und Landes-Uni- ferntat über ärztliche Behandlung und Verpsle* gung hilfsbedürftiger Kranker in der Stadt Gieße» kann verlängert werden, wmn die Sätze eine be* fbmmte Erhöhung erfahren. Dem wird zugestimmt. Stadtv. Vetters (Soz.) beantragt hierzu Einheitlichkeit der Verpflegung in allen Klass«. Stadtv. Kiel (USP.) stimmt dem bei. Stadtv. Otter (USP.) bringt Klagen gegen dte Kliniksverpssegung und --behanülung vor. Der Wasserpreis wird wegen gesteigerter Unkosten ab 1. April 1920 von 30 auf 40 Pf. für den Kubikmeter erhöht. Für die Zukunft soll bei erhöhten Unkosten sich auch der WasierprciS naw feststehender Regel automaistch verteuere Ab 1. April soll vierteljährlich mirtbefienä er* hoben werden bei Gebäuden mit Wohnungen bis -Simmern einschließlich für eine Familie 3.20 Mk., für zwei Familien 6.40 Mk. und für drei und mehr Familien 9.60 Mk.; für Gebäude mit Wohnungen von mehr als 3 Zimmern für eine Familie 6 Mk., für zwft Familien 10 Mk. und für drei und mehr Familien 14 Mk. Der Antrag wird angenommen. Die Rechnung der Buderusschn Eisenwerke über 15 200 Mk. für Lieferung von Eisent.il en zur Kanalisationsanlage her Klcrnhaussiedlung der Baugenossenschaft 1891 wird gen-hmigt _ Hi sitlich decErwerbslosetreürsorge i)t eine neue Verordnung erschienen, die die Höchst» «ätze erhöht. Männliche Erwerbslose über 21 Iah« erhalten 6 Mk., im Haushalt eines andern 5.50 Mark, unter 21 Jahre 3.50 Mk. Weibliche entsprechend niedrigere Sätze. Stadtv. Kiel (USP.) halt die Sätze für za niedrig und beantragte Zuschüsse der Stadt, do Arbeilslosiakeit zu befürchten sei. Beig. K r e n z i e n antwortete, daß dies reichs* gesetzlich nicht möglich sei. Zur Zeit sind etwa 2—3 Erwerbslose vorhanden. — Stadtv. Mann (Soz.) regte an, daß die Landgemeinde mehr für die Erwerbslosen tun. Dadurch werde der Arbeüs- marft in Gießen entlastet. — Stadtv. Urstadt regt an. Notstandsarbeiten vorzunehmen. — Beig. Krenzien bemerkt, daß dies gesck«hen sei. Ter Beitritt der Stadt Aum P ri vatwald* Besitzer verband soll erfolgen, um bne gemein* amen Interessen gegenüber dem konnmandenWald- gefefc zu schützen. Der jährliche Beitrag itnrrbe 313 Mark betragen. Tagegen sprachen die Stadtv Mann und Ur» labt; dafür Stadtv. Schmahll Krausmüller und (Del, der jebod) den Beitritt zu einem zu grünben- den Gemeindewaldbesitzerverband beantragt. Beig. Rosenberg gab als Referent weite« Aufklärungen, worauf der Antrag der land- und orstwirtschaftlichm Deputation abgelehnt, der Antrag Ebel angenommen wurde. Tie Tagegelder für die Feldge- chworenen wurden für den ganzen Tag auf 15 Mark, den halben Tag auf 8 Mark erhöht. Tie Tagesordnung ist erledigt. Stadtv. Michel begründete seinen, dringlichen Antrag gegen den Obstwucher. Er hält für Irschen 1—1,50 Mark angemessen, nicht aber 3,50 Mark. In Stuttgart kosteten die ltirfd)en 1—1,30 Mk.; selbst Berlin sei billiger als Gießen. Werde die Abhilfe nicht auf ruhigem WeZe ge- chafft, so müsse man Verbraucher streik und Selbsthilfe erwarten, Durch Zurückhaltung beim Kvuf eien in Berlin die Kirschenprcise von 3,50 auf 1,50 Mark zurückgegangen. Die Stadtvertvaltung müsse jetzt von sich aus für billiges Obst jeder Art Arr» Stadt und Land. Gießen, ben 23. Juni 1920 Lebensmittel. ** Ausgabe von Käse. Donnerstag den 24. Juni wird in der Verkaufsstelle der Molke«! Grieb, Bismarckstraße, an den Bezirk 6 Käse ausgegeben. ** Stadt. Seefisch markt. Morgen Donnerstag früh treffen wieder große« Mengen lebendfrische Kabeljau und Schellfische ein and kommen vormittags m den Marktlaub.n zum Verkauf. Von nachmittags an werden bei der Berkaussstelle leere Fisckstörbe (Zentner-Jnhalt/ zu 4 wrd 5 Mark abgegeben. ^crüii|iaitungen« Mittwoch, 23. Juli: Hotel Einhorn, 81/» Uhr, Gastspiel Paul Buchwald. — Hotel Großherzog, S1/* Uhr, Vortragsabend des Frauenbundes der Deutschen Kolonia'g sell'chast. — Pfälzer Hof, 8 Uhr, außerordentliche Hauptversammlung des Obst- und Gartenbau-Vereins Gießen. — Lichtspieltheater wie gestern. sorgen. Die gleiche Ansicht vertraten mehrere Stadtverordnete, wobei auch die Frage des Einmachzuckers angeschnitten wurde. Beig. Se ib erklärte, der Obstwucher habe in folchem Umfange eingesetzt, weil Obst eines der ersten Produkte war, für das die Zwangswirtschaft aufgehoben wurde. Einem Antrag des Lebens- Mittelamtes, Stadt-Obst zu beschaffen, sei nicht entsprochen worden. Auf Wunsch könne dies aber jetzt noch nachgeholt werden. Der Einmachzucker werde durch die Kopfrationierung ungerecht verteilt, da das Land dadurch mit mehr Zucker beliefert werde, als es vor dem Kriege verbraucht lmbe. Die Stadt Gießen habe keine Reserven anlegen können und fei daher nicht in der Lage, Einmachzucker zu verteilen. Dafür werde aber die bisherige Zuckerration ohne Verkürzung beibehalten werden können. Der Anttag Michel wurde zu eingehender Beratung den Kommissionen überwiesen. Stadtv. Krausmüller begründete seinnt Antrag aus Vermehrung der nächtlichen Sicherheit: Stadtv. Noll (DV.) beantragte im Namen der Ladenbesitzer ebenfalls eine befjere (Strafen- beleucbtung. Ter Vorschlag wurde zu beschkLnigter Behandlung an die Betriebsdeputatton überwiesen. Jedenfalls sollen elektrische Lampen eingefühtt werden. Der zweite Antrag Krausmüller, An- legung einer Wahl kartensammlung, wurde an den Finanzausschuß übemrirfen. Die föxrtotbrf soll vom Meldeamt geführt werden. Stadtv. Simon beantragte, die Baustelle des Eisenbahn heim stätdmveoerns gemeinsam zu besichtigen. Stadtv. Weiß beantragte, daß bei Ankäufen durch das Lebensmittelamt Fachleute berücksichtigt werden. Ferner bemerkte er, daß beim Brennstoff- amt die Kartothek genauer geführt werden müßte. Es fei vorgekommen, datz von Unberechtigten Kohlenkarten anderer Familien abgeholt worden seien. Beig. Krenzien nahm die Stadtverwaltung in Schutz, die in den Kriegsjahren sich mit Anschaffungen sehr habe behelfen müifen. Stadtv. Grode stellte ebenfalls die Einseitigkeit des „Rathausartikels" fest und trat entschieden für das von der Kommission vvraeschlagene Provisorium ein. In der alten Klinik sei nicht einmal ein Stadtverordnetenoersammlungssaal hec- zurichten. Er glaube nicht, daß die alte Klinik unter 2 Millionen Mark herzurichten sei. Stadtv. Winn (DB.) teilte mit, daß er den bett. Artikel geschrieben und die Flucht in die Öffentlichkeit aus öffentlichem Interesse ergriffen habe. Tas Gesuch um Genehmigung zur Vergrößerung der Temperei auf dem Bänningerschen Grundstück wird genehmigt. Die Rachsusfrage. Beig. Krenzien führt hierzu aus, daß der Beschluß, die alte Klinik zu verwenden, vor dem Kriege als Berlegenheitslösung ge.aßt worden fei. Heu^ seien die Räume nicht mehr ausreichend für d-re Gesamtverwaltung. Die Klinik liege außerhalb des Zentrums, zudem bestehe bet Beschluß, das zukünftige Rathaus an der Stelle des jetzigen zu errichten. Nach dem Antrag dec Sonderkommission soll die Stadtverwaltung wie folgt verteilt werden: Steins Garten: Hauptvenvaltung, Steueramt, Rechnungsamt, Ortsgericht, 23 er- messungsamt. Miet und Wohnungsamt. Jetzige B ü r g e r me i ste r ei: .Stadtkasse, Lebensmittelamt, Brennstoffamt. Ast ec weg 9: Stadtbauamt, Wohlfahrtsamt. Asterweg 25 (Sllte Gewerbef^lle), Versicherungsamt. Für die bauliche Herrichtung der beiden ersten Bauten ist ein Kredit von in-gesamt 350 000 Mk. erforderlich. Für die Mobiliarbeschaffung hat die Sonderkommission eine spätere Vorlage beschlossen. Stadtv. Winn (TV.) gibt folgende Erllä- rung pb: Mit der Verlegung der Bürgermeisterei in Steins Garten bin ich nicht einverstanden, weil dadurch die Geschäftsführung bet Stadtverrvaltung unb der Verkehr mit dem Publikum erschwert wird. Ebenso bin ich gegen den geplanten Umbau an diesem Objekt. Die durch den Umbau erforderlichen Kosten, die mit Heizung ca. 400 000 Mk. betragen werden, sind viel zu hoch, und ich glaube eine Verantwortung hierfür nicht übernehmen zu lehnten. Stadtv. Krausmüller (DV.) wendete sich gegen den Artikel eines Mftglieds der Kommission im „Gießener An-eiger", da er die Sachlage schief darstelle. Die Instandsetzung bet allen Klinik werde ein Vielfaches der damals angesetzten Summe erfordern. Unter einer Million >verde man nicht auskommen. Man weiche auch damit nur ein Provisorium schaffen. Einfacher und billiger sei jedoch das von der Stadt vorgeschlagene Provisorium. Der Stadtverwaltung müsse man den Vorwurf machen, daß sie in der ganzen Frage nicht zielsicher geführt habe. Ein Entschluß müsse sofort und ohne Beeinflussung von außen her gefaßt werden. Eine Bürgerversammlung könne sehr gut ein ganz falsches Bild geben. Es komme darauf an, daß jetzt ein Plan gefaßt und dann ohne Wanken durchgeführt werde. Der Mobiltarkredit werde hoch sein, da es der Stadt an jeglichem Material, wie Tischen ustv., fehle. ** Ein dreisterDiebstahl. Gestern vormittag 11V- Uhr wurde hier in der JohanneS- straße von dem Wagen eines Spediteurs in dem Augertblick, als der Kutscher in ein Haus gegangen war, ein Kolli von 2—3 Kilo im Werte von 40 bis 50 Mk. gestohlen. Es enthielt 4 Rolladenlager, 4 Anschlagewinkel und mehre« Befesttgungsleisten. Vor Ankauf wird gewarnt. ** Abonnements-Konzerte. Welch grofter Beliebtheit sich die Sommcrkonzette der Regimentskapelle erfreuen, beweist der starke Dt- such der Zuhörer. Für Donnerstag abend hat der Dirigent der Kapelle, ObiNmusikmeister Suber, wieder einen sorgfältig gewählten Spielplan anfge- stellt Hoffentlich ist das Wetter gtinftig, damit der Besuch ebersso gut wird, wie beim letzten Konzert. Der Anfang ist auf 8 Uhr festgesetzt. Eingeganpen sind: 1. ein brrnglickvr Antrag des chel: Im Hinblick ^auf Den unerhörten Obst- iöu.tbet wirb die Stadtverwaltung ersucht, zur Versorgung der Bürgerschaft mit Obst zu annehm- ba«n Preisen alle ersorderlickxn Tiafpmbmen zu treffen unb b?i der hessischen Regierung ungesäumt vorstellig zu werden, daß durch Rlchtpreise nytung in Die öffentliche Sitzung wird kurz vor 8 Uhr wolle nur I geschlossen ** O b e r h. K u n st v e r c i n. Die Ausstellung hessischer Künstler ist soweit fertiggeftcllt, so daß die Eröffnung der Ausstellung am Sonntag bestimmt erfolgt. ** Verein der Gießener Mufik- lehrer und -lehrerinnen. Unter diesem Namen haben sich die hiesigen Musiklehrer und -lehrerinnen, Organisten und Chordirigenten zn- sammengeschlossen. Zweck der Bereinigung ist Hebung des Muslllehrerstandes durch Förderung der wirtschaftlichen Lage und Pflege der geistigen Interessen semer Mitglider smvie Verbesserung des gesamten Musikunterrichtswesens. 1. Vorsitzender ist Herr Albert Kasten, 2. Dors. Herr Franz Bauer, 1. und 2. Schristf. Frl. Ida Stammler und Frl. Elisabeth Decker, Kass. Herr Rein, Beis. Frau Dr. Spohr unb Herr Pros. Trautnumn. Verteilung von Br annko hlen- Briketts. An Haushaltungen mit einem Gesamteinkommen bis einschließlich 4000 Mk. jährlich kommen für Kohlen Versorgung Braunkohlenbriketts zur Verteilung. Näheres siehe Anzeigenteil. ** D i e Deutsche bemokr. Partei veranstaltet Donnerstag den 24. Juni, abends 8VS Uhr, im Hotel Großherzog eine Mitglieder-Ver- sammlung. ** T ieHer ste llung und der Verkauf von Weißgebäck aller Art aus AuSzugsmM oder nicht vorschriftsmäßig ausF?ma^enem Me'hl in- imb ausländischer Herkunft ist in gewerblichen Betrieben, Ivie Bäckereien, Kondidoreien, Hotels Eafäs und dergleichen, verboten. Tie Herstellung' .und bec Verkauf von Kvanllmbrot, das nur auf «ärztliches Attest nach Genehmigun.g durch die ärztliche PrüsiingsldmMission abgegeben weiden darf, wrtt> dadurch nicht berüfjlrt. ** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. Große Heiterkeitserfolge erringt augenblicklich das reizende Lustspiel „Eine Nacht gelebt im Paradies", mit Wanda Treu mann und Reinald Schün- zel in den Hauptrollen, die beide gleich ante Dar- Mungen bieten. Auch die Idee dos Stückchens ist schön durchdacht und wird jeden Besucher vom Anfang bis zum Ende erfreuen. Es bieten sich Situatwnen von kösllicher Komik, die im Zu- schauerrmlm unwiderstehliches Lackfen anslösen. Außerdem ivird die Fortsetzung des Judor- Films gegeben, dessen abenteuerlickfe Handlung nunmehr ihren Höhepunkt erreicht zu haben scheint. _ _. Spartakus. In dm Lichtspielen e 11 e r s w e g wird seit gestern ein Film gegeben, der schon um deswillen sel-enswert ist, weil er mit dem alten rörnischm SklavenVefreier betankt zu madien sucht, von Dem sich die Radikalistm der Zeit bett Namm entliehen, obwohl ffe eigentlich rettt -Lklavmjoch abzuschütteln haben oder hattm Wmar der Film mit dem geschichtlid, überlieferten Spartakus auch etwas willkürlick umspringt, so bot er doch eine selten schöne GelegmI/eit zur Entfaltung größer Mmsdvnmassm. die auch trefflich genutzt wurde. So rollt benn auf der Leinwcuib das alte Rom seiner Glanzzeit vorüber. Pninkvotte rauschende Truppeneinzüge, glänzmde RiesenvoikS- festc nut Wagenvmnm, ausregmden Gladiatoreii- usw Kampfe zwiscl^n Truppen und ans- stänbsschm Sklaven, ein Römer Heer auf der Flucht lassen mit ihren Massenwirkmigen das Ange nicht zur Ruhe kommen und der Liebesroman zwisdzen dem Sklaven Spartakus unb der Tochter des mächtigen Römerselbherrn sorgt auch für die nötige „Spannung". y Landkreis Gießen. T'-cc. m’ 3n ^S.^en, 21. Juni. 9laebbent die Z-iiferenzm jwifdxn der Gemeinbevettretiuig und dem Gemeindeschäfer beseitigt sind, l/at der Schäfer Wtcbcr fcintm JDienü übernommen unb mit seiner Derbe die 2veide b:'zogen. Kreis Friedberg. a ^ute fand hier im ■ §^,C .Tntbüllimg einer Elften- iTrtfiun btE dre Freiwillig Fmerwelft für ihre . ließ - - Bei einem in ^Jien kmgctraffmen xzuvalibentransport aus dem Lager Skobelew in Turkestan beftnbet sich Hoinc ■ Sä?“"1! ««« ierbem"S fcnbc?s?niXene 5^'c- nahezu drei Jahre : n mögli h "u ? der Gesang nldast ihren Angehö- fÖraienUffcnblüeIche schrickt! zugeheu lassen zu 3)1 ün j üttbc t fl, 22. Juni. Die Sonn- üenfw-r? wiinuT nitcu Sonntag auf Burg Mllli ih?rSf9cn,cr schäum cinbnirfj vollen Kundgebung. Mehr als tauend Personen warm erschienen, zum Teil durch Sonber?ua Neben den Städten Gteßm, Buybach, Bao Man he,m, Friebbeca usiv. war auch bi; ^anbbevölk- /lü stark vertreten. Am Nachmittag b elt Professor Werner Butzbach b-e Sonnw.-ndrede wöbe» ec feilten Zuhörern sehr schön und wir' kungSvoll die atfgcrmanifdteu dkbtäurfi f-r Sonnwendfeier nahezu bringen wußte Anßer-vin sprachen nodt Pfarrec Fritsch Rupvettsviua und Dr. Lenz aus Gießen. Die Festredei-'"m ' M _ Gietzem 23. Juni 1920. Beginn der Sitzung 5 Uhr Anwesend sind die Beizzeordneten Kroilzien. Seib, Rosenberg, sowie mit Ausnahme der Stadtv. Beckmann, Er- harbt, Faber, Maier, Moosdorf 37 Stadtverordnete. 3. ein Anttag des Stabtv. Krausmüller bie Gesamtverwaltung au'zunehmen. Das jetzige auf Anlegung einer Wählerkarte usamm-' ------ —*- - - lung burch bie Stabt ober bas Pvlizeibureau da eine große Anzahl Von Wählern in ben Listen nicht teridjten dem wuchcrischm Trei- t iperbe Krausmülle rjbie nb bet Nacht sowie bie (jinntü Frankfurt a. M., 23. Ium. Vvrseulnrse. 158, 157,50 210, 218, 440, etn (Starte. 185,- 176,75 270^50 284^ — 239^- 392,- 333*50 294, 290, 187, 630,65 608,10 798,30 172,70 224,50 145,15 36,67 297,80 673,20 615,60 2640 85,60 22,03 22. 6. 15,10 7,66 313,65 654,30 634,35 824,15 173,80 227,25 149,10 37,20 299,70 681,80 616,85 26*34 85,52 22,09 22.6. 79,75 Kurs 21.6. 79,75 306,70 629,35 606,90 796,70 172,30 224,- 144,85 36,57 297,20 671.80 614,40 26,*34 85,40 21,97 179,75 146,— 150,- 22.6. 79,75 73,75 64,10 72.75 157,50 275,- 209,- 175,50 146,- 151,- 184,50 176, — 250,- 270,- 284,75 286,— 185,— 238,- 391,- 440,- 334,50 266,75 170,25 391,- 214,- 244,50 222,50 84,25 289,- 314,35 655,70 635,65 825,85 174,20 227,75 149,40 37,30 310,30 683,20 618,15 26*40 85,72 22,15 gelernt. Regierungskrise in Württemberg. Stuttgart, 21. Juni. (WTB.) Der Stuttgarter Landesvorstand der sozialdemokratischen Partei beschloß, daß die Sozialdemokratie aus der Regierung Württembergs ausscheiden solle. Ein Schadenersatzversahren gegen die Marburger Studenten? Berlin, 22. Juni. Wie das Berl. Tageblatt erfährt, wird von den Hinterbliebenen der Erschossenen und von den auf oem Transport Mißhandelten gegen die 14 Marburger . . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien Prag . . . . (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Bildung des Kabinetts. Studenten und einige Zeugen ein S ch a den - ersatzverfahren wegen Totschlags, Körperverletzung und schwerer tätlicher Beleidigung vor dem Zivilgericht anhängig gemacht weiden. „ Eutentebotschaster für Berlin. Marknotternngen. Datum: 21.6. 79,75 73,80 64,50 72,50 168, — 278,- 209,25 179,- 146,- 151,- 188,75 180,- 253,50 277,50 292,- 281,- 187, — 241,- 400,25 450,- 340,- 275,75 170,50 395,- 213,- 220*25 84,50 292,50 21.6. 14,45 7,375 Datum: 5-/.Deut.Nrleq«anl. 4tt>Denl.Rtich4anl. 8",(,DeUi.Re'chsanl. 4% Preuh. Nonsol» Darmstädter Bank Deutsch« Bank». . Disconto« Gesellsch. Dresdener Dank. . Nationalbank |. D. Mitteld.Treditbank H..-lmerik..PaKctf. NorddentfcherLloqd Doch.Gnststah'.wrk. D.-Luxemb.Bergm. Gelsenkirch.Bergw. Harprner Bergbau Oberschl.Eisenü.-L Oderschles.Lisentnd. Phonir-Brgb.-Akt. Dad.AnMn.u.Soda Höchster Farbwerke Elektr. 91. E. G. . . Schuckert-Werke. . FeltenLGuilleaume Daimler Dud..Lis«nw..Akt. Adlerwerk« ... . 4°/0 Hess. Saatsanl. Electron Griesheim Datum-. Amsterdam • Notterd. Drüssel-Anlwerpen . Ehristiania Kopenhagen Stockholm 4 ,. . Helstngfors Jtalien London New-Pork...... Paris Schweiz Spanien Wien (altes) .... Dcutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Wilh. Schepp Ww. ist erloschen. , Dien st Nachricht en deS Krersamtes Ter Ludwig Opper II. von (Ettat@rtxmfen ist heute von uns -um Hauptmann der PflichtfeuerWehr der Gemeinde Ettingshausen verpflichtet worben. Gefunden und verloren. 3n der Zett vom 1.—15 Juni 1920 Wurden in Gießen gefunden: 1 Hemd und Strümpfe, 1 Siegelt, ein Badetuch mit 1 Badehose, 1 Paket mit Kleidern, 1 Regenschirm, verschiedene tzandichüA, 1 Letterwägelchen, 1 Taschentuch, 1 Korallen kette, 1 Ohrring, 1 Rocknadel und 1 Brosche: verloren, 1 braunlederne Handtasche mit Portemonnaie Jn- Kttttfi ttttb wnscbaft. Lilli Wolfskchl t. R.M K. Darmstadt, 21. Juni. Ein Vorbild auf dem Gebiete der MMittigkeit, die seit langen 3ü'fcen in Kunst- und musikalischen Kreisen hochverdiente Frau Lilli Wolfdkehl ist im Alter von natieju 80 Jahren hier gestorben. Als Tochter des Obersten Schulz im Jahre 1842 in Worms geboren, zeigte sie ftitttzeittg Talent für Musik und wirkte als Pianistin in den ersten hiesige Kreisen, vielfach trat sie öffentlich aus. In den 70er Iahten 'heiratete sie den gleichfalls in musikalischen Kreisen geschätzten Bankier Otto Wolfskeff! hier und wirkte nun auch im Sinne ihres Mannes hervorragend in tvvAMigem Sinne. Devisenmarkt. Geld -Brief Gew Brief 21. 3unt 22. Juni 1353,60 1356,40 1313,70 1316,30 - " ----- ----- 307,30 Boulogne, 22. Juni. (WTB.) Die Delegierten der Großmächte haben beschlossen, sich in Zukunft nicht mehr durch Geschäftsträger, sondern durch Botschafter in Berlin vertreten zu lassen. Die Botschafter, dre am 1. Juli, also noch v-or der Konferenz von Spaa, ihre Posten übernehmen sollen, ftnd noch nicht bestimmt. Die Konferenz von S p a a wird vorläufig auf den 5. Juli festgesetzt Es sollen noch neue Delegierte bestimmt weiden. Man glaubt, daß die Konferenz rn Bou logne nur bis heute, Dienstag, dauern werde. Der Tilgungsplan Der deutschen Schuld. Bvulv gne, 22. Juni. (WTB.) Ter Berichterstatter der Agentur Havas hat aus der Bouloginer Konferenz den EttDruck gewonnen, als ob ftch die französischenrind englischen Sachverständig en über den Tilgungsplan der deutschen Schuld ei n i g zu sein scheinen. DieM l iietten werden die gesamte Summe festsdellen, ore Tautichlmw in Raten, deren Beträge besonders bestimmt Werden, zu zählen habe. Diese Raten,würden sich von selbst ergeben und nur von gewissen Fakdoren ab- TKhtgen, die aber eines Schiedsgerichtes tote Jber Wieder gutmachungl-Dunnission nicht bedürfen, ^er Plan stellt nicht nur die gesamte Summe der von Deutschland zu zählenden Wiebergutmachnngseist siondernr bestimmt auch die von Deutschland jährlich zu za'Äenden Beträge. . Bvulvgne, 22. Juni. (WTB.) Der Sonderberichterstatter der Agence Havas erfähtt, das; die Al liiert Ni beschlossen hätten, brä internationale Jinanzbonserenz von Brüssel zur Ausgabe von internationale.n Anleihen zu benutzen, die von Deutschland durch Werte, dre es selbst bellte, gedeckt würden, die aber augimblicklich m die Hände der Miierten übergingen. Wenn Deuti chland bei der Ausführung des Friedensverttages schlechten Willen an den Tag lege, würden Z wangsmaßnahmen getvoffen Werben, die dis zur Besetzuiig gehen könnten, lieber die V e r t e i l u n g d c r E n t- schädi gung> unter den Alliierten sei noch rem Beschluß gefaßt worden. Gras Sforza hätte gegen die Vetterlung Einspruch erhoben, da Frankreich 55 Prozent und England 25 Prozent uralte Er wies auf die Opfer der italienischen Armee potote aus die mittschaftlickstn Notwendigkeiten Italiens 'hin. Tie Mliietten seien entschlvlsen, dre Entwaffnung Tetttschlands rücksichtslos durchzuUhren, auch die Vernichtung des deutschen Kriegsmaterials, rns- । besondere die Kanonen. Auf Veranlassung^ von , Veniselos wird Griechenland Truppen nach ^myr- na entsend-eil, um den Bor marsch der türfflchnr Nationalisten auk-uftalten. Tie Engländer würden tl)yc Heeresbeslände im Orient verstärken. Tie engttsche Flvtte sei schon auf dem Wege nach KonNantnropel. Bvulvgne, 22. Juni. (WTB.) Offizieller Bericht. Tie zweite Sitzung der Konferenz von Boulogne Wurde am Montag nachmittag von 4 bis 7 Uhr abgehalten. Tie türkische Frage wurde in Erwägung gezogen und beschlossen, das Datum des 26. Juni, das ursprünglich für die Anncufme her Friedensbedingungen ange'setzt war, aufrecht zu erhalten. Tie Konferenz billigte ferner die rmlrtä- rifchen Maßnähmen, die von den YRarschLllen Joch mrd Wilson getroffen wurden, um der Lage in der Gegend von Konstantinopel und der Meev.mgm entgegenzutreten. Hierauf 'wnrbe der Beschluß gefaßt, die griechischen, Polin schon, potttlgiesisttx-n, rumänischen, tschecho-stowatischen und jngoslawisclien Delegierten nach Spaa einMberufeu, zu einer Besprechung der sie direkt beruhenden FrEn mit den Alttietten. Die Marschälle Jvch und Wilson billigten bar Text der Note an diedeutsche Regierung bezüglich der Entwaffnung unb der Vernichtung des Kriegsmaterials jbtote der bisher noch nicht vollständig durchgeführten Herabsetzung der Armee auf die im Versailler Vertrag vorges-dherren Berlin, 22. Juni. (WTB.) Wie Wir von zuständiger Stelle erfahren, 'fxtben Gechermrat Wiedfeld und Tr. Melchior (Hamburg) die Uebernähme des ReichswiEaftsmiimsterinms d b- Vereine und «eranftultungen. O Gedern, 21. Juni. Auf Veranlassung des Volksbildungsveoeins veranstaltete gestern dec । Biolinsolist Wilhelm Otto von Ortenbetg einen Musikalischen Vortragsabend. Herr Otto, der zur , Zeit eine Schule für höheres Biolinspiel m Ortenberg leitet, fühtte sich hier ein als ein Künstler mit hohen musikalischen Fähigkeiten. Außer ihm wirkten noch mit Fräulein Aenne Baka. Opern- ■ sLngerin am Stadttheater in Mainz, dtt mit ihrer prachtvollen Stimme alle Zuhörer begeisterte, sowie Fräulein Else Haas von Ortenberg, die die Klavierbegleitung übernommen hatte und ihrer Aufgabe mit sicherem Können gerecht wurde. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. *♦ Tas Amtsverkündigungs blatt Nr 85 vom 22 Juni enthalt: Vevordirung über künstliche Tüngemrttel. — Verwendung des Mehrerlöses caus den Häuten von Schlachtvieh. — Tumst- befteiung der an Beamtentagungen teilnehmendem Beamten und Lehrer. — Nachtrag, zur Deutschen Arzneitaxe. — Tas Psleggeld für bte Zöglinge der Blindenanstalt zu Friedberg. — Leerte des Kaninchen-Zucht-Vereins Gießen. — Richtprttst für Kerzen. — Heimbeförderung rufnfa>er Kttegs- gesangener. — Viehablieferung — Vrehieucheu. — Tienstnachrichtm. — Feldberttmgung' Queckborn und Langd. — Verbot der Herstellung von Wciß- gebäck. — Gefunden, verloren , Tmn Kaninchen-Zucht-Verern Gre- Hen ist die Erlaubnis zum Vertrieb und zur Ausspielung einer Lotterie von 2000 Solen zu 50 Pf. gestattet worden. „ Tie Richtpreise für Kerzen betragen zur Zeit in 500 Gramm-Packung: Tie einzelne '6er Kerze 1,55 ML, die einzelne 8er Kerze 115 Ml ; in 330 Gramm-Packuirg: Tie ernzettie 6er Kerze 1,00 ML, die einzelne Ser K-rzc 75 Pf Tie einzelnen Kerzen dürfen nur aus den Packungen verkauft werden, die den behördlich festgesetzten Weinverkaufspreis ausweisen. DasiÄbe gilt auch für Drslandskerzen. Um bei der He imbeförverun g der russischen KrregSgefangenenii Deutschland fedes politische Äöoment auszuschalten, u.it |ich die deutsckie Regierung veranlaßt gesehen, das Internationale Komitee vvm Rotm Kreuz rn Genf mit der Heimbcförderung der russischen Kriegsgefangenen zu ersuchen. Dieses hat eine Missivn unter Fühnmg des Schweizer Oberstlorpshommam bauten Wildholz nach Deutschland entsandt, welche sich mit der Lage vertraut machen und die weitere Entsendung von Dragierten in die Wege leiten ijvll. Tie deutsche Rebieruna 'hat zugesagt, dafür zu vor gen, daß die russischen Kriegsgefangenen, ern- Mietzlich der ehemaligen bereits entlassenen und ibeurloubten .Kriegsgefangenen jederzett mit den zuständigen Delegierten des Jntevanttonalen Roten Kreuzes in Berühr treten können. Tie Ablieferung derandie Entente ubzu gebenden Rinder, Schafe und^ Ziegen ist beendet bis auf einen kleinen Rest Rrnver, der Wegen der herrschenden Maul- und Klauenseuche nicht vorgestellt Werden konnte. Tas noch zur Abgabe und als Reserve bestimmte Vieh Wird deshalb freigegeben, da in absehbarer Zeit mit der Ablieferung nicht gerechnet Werden kann. Maul-und Klauensenche in Watzenborn-Steinberg. Annervd wird in das fÄr Watzenborn-Steinberg gebildete Beobachttrngsgebiiel einbezogen. , t ,, t „ Die Räude unter dem Mrdevestand der tialt, 1 Schulzeichenka sten mit Farben, Zirkel und Gttffelkaften, 1 Brieftasche mit 140—160 Mk. Inhalt, 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 Fahrkarte Gieyen—Nürnberg, 1 Hvbel, 1 grüngraues Damen- Portemonnaie mit 10 Mk. und Reisebrotmattew Inhalt, 1 Kollegheft, 1 goldene Damenuhr mit langer silberner Kette, 1 Holzkiftchen mit Schlüssel, Scholvlade, Nickeluhr, Stearinkerzen und Brref- tdftf)e mit russ. Geld Inhalt, 1 goldener Trauring, gez. A Pfliepsen 3. 9. 04, 1 silberne Tamenühr, 1 sclWarzledernes Damenpottemonnaie mit zirka 50 Mk. und Reisebwtmarken Jühvlt und 1 braunes Geldmäppchcn mit 50 Mi. und Bezugsschein für Spiritus Inhalt. * Berlin, 22. Juni. Wie dem Berl. Lokalanzeiger aus Magdeburg berichtet wird, wurde auf der Bahn von Stendal nach Hamburg ein Reisekorb von der Polizei beschlagnahmt, in dem man Schiebergut vermutete. Als man den Korb öffnete, fand man £ie Leiche eines Gemüsehändlers aus Stendal vor, die von den Mördern nach Hamburg geschafft werden sollte. Qattöcl. Berlin, 28. Juni. Börsen st immungs- bild. Infolge der Besserung der Mark-Valuta im Auslande und der darauf erfölgten Ermäßigung der hiesigen Devisenpreise setzte der Börftnvwkehr meist auf ermäßigtem Kursniveau ein. Besonders waren hiervon Balutapapiere betroffen. Von Kolonialwetten verloren Otavi 30, Reu-Guinea 17, Schonttrng 12 Proz. Am Mvntanmarkte waren vottvieaeno Rückgänge von 25 Proz. zu verzeichnen. Phönix büßten sogar 10 Proz. ein. Farbwerte waren zum Teil 4—5 Prvz. niedriger. Von Elektrizitätswerten verloven AEG. 10 Prvz. Auch Spezialpapiere waren teilweise empfindlich gedrückt, Köln-RottWeiler um 9 und Hirsch-Kupfer um 7 Proz. Dagegen gewannen Gebr. Böhler 7 Proz. Gute Meinung machte sich wkbetum für Petw- telimwerte geltend. Deutsche Erdölaktien stiegen bei lebhaften Umsätzen um 20 Prvz. Sonst war das Geschäft allgemein eng begrenzt. Am Anlagemarkt keine Aenderung von Bedeutung. Frankfurt a. M., 22. Juni. Börsen- ftimmungsbild. Das Geschäft blieb ruM bei vorwiegend behaupdeter Tendenz. Kvlonial- werte und sonstige Valutapapievc lagen im allgemeinen lustlos, wobei u. a. Otavi-Minen mit 705 9 Mk. naä>gaben. Deutsche Petroleum 623. Lombarden fanden etivas Beachtung 28—28®/*. Hamburg Paketfahrt 185, Nvrdd. Llohd 176®/*, Schcnl- tung 607, Mvntanpapiere lagen unregelmäßig. Harpencr konnten sich beftsttgeu 284, Deutsch Luxemburg Mnächer 271 bis 2701/« (— 2 Pvoz.), auch Cavo sinh 2 Pvo-z. gebessett (239 —). Unter den Jndu stttepopieren stellten sich Taimler-Dio- toren 2 Proz. 'höher (210 —), Brauerei Walter gewannen 5 Puvz. (180—). Bingwerke vettoren 4 Prozent auf 226.—, Tb. Goldschmidt 2 Proz. (290.—), FattWerke Höchst 6V% (333V») Steaua Romana 860.—. Deutsche Ett>öl fest zirka 895.—. 5 Proz. Reichsanleihe stellte sich aus 793/*, 4 Proz. Spar-Dräntienanlekhe auf 91,60 5 Prvz Silbermexikaner 248.— (— 3 Pnoz.). Behördliche Anzeigen. | Bcknnntniachung. Die Stadtverordneten-Versammlung hat durch Beschluß vom 7./S. Juni 1920 für das Grundstück des Etnmmd Holland u. Kons. Fl. 28 296 nördlich der Rvdheimer Straße hier- selbst einen Bebauungsplan ausgestellt und fall dazu die nachstehende Ortsbau- rätzung erlassen werden. Bebauungsplan und Ottssatzuttg liegen bis xum 4. JUli d. Js. bei dem Stüdtbauamt, Aster- Weg 9, zur Einsicht offen. Einwendungen dagegen sind binnen der gleichen Frist! bei Meidung des Ausschlusses btt mir vorzubringen. . ßfiqRR Gießen, den 17. Ium 1920. .68988 Der Oberbürgermeister. I. D.: Krenzren. Auf Grund der Arttkel 37, 44 Und 59 des Gesetzes vom 30. April 1881, tue allgemeine Bauordnung 'betreffend, und der §§3—5, 7, 9, 66 und 78 der Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der allgemeinen ^Bauordnung tot., Wird aut W« der Stadtverordneten. Versammlung nach Anhörung des Oberbürgermeisters und Begutachtung dimh den Kre'sa^- schuß mit Genehmigung des Heis. Ministeriums de» Jnndvn tont . . . . ... au W> un^Vlan zur Aultme einer PnDatsrm^ m dem G-limde de» Edm. Svlland und ®en. nördlick der Rodheimer Straße folgender Nachttag »U dem Orlsbaustatut flfr die Stadt Gießen erlassen, der svfott in Kraft tritt. Die an dieser Strafe zu errichtenden Gebäude bürfen nicht mehr als 2 ausgebaute StockWer^ über dein Kellergeschoß erhalten, und darf das Dachgesims nicht über 8 Meter über den Bürgersteig zu liegen kommen, i , Zu Artikel 59 der allgemeinen Bauordnung. Für Seiten- und HintergÄ>äude gelten ebenfalls die in § 1 ausgesprochenen Höhen. Zu Artikel 37 der allgemeinen Bauordnung. Ter offenen BmrWeise Einzelhaus ist der Vorzug zu geben, doch smd Doppel- Und Gruppen- bäustt mit gemeinschaftlicher Brandmauer oder Scheidemauer erlaubt. iV1 . Zu Arttkel 69 der allgem. Bauordnung und ß 78 der Ausführungsverordnung, Verteilung vontzraunlohlenbrikettr. An Haushaltungen mit einem Gesamteinkvm- nten bis einschlleßlich 4000 Mk. jährlich kommen gemäß Beschluß der städt. Deputation für Kohlen- versvrgung Braunkohlmbriketts zur Bertellung, m- soiveit die Vorräte nicht für lebenswichtige Betriebe gebraucht werden. Haushaltungen, die hiervon Gebrauch machen wollen, erhalten vom städt. Steuerbureau, Garten- trabe 2, auf der 9tü(ffeite der H (Haushaltungs- kartei einen Stempelaufdruck, der zum Bezüge berechtigt, und Ovaö: tl _r . Donnerstag, 24. JitNi, Dorrn. Buchstaben A und B, nachm. Buchstaben C; L Freitag, 25. ^mL Dorrn- Buchstaben D und E, nachm. Buchstaben F, Samstag, 26. Juni, vorm. Buchstaben G und H; Montag, 28. Juni, vorm. Buchstaben I und K, nachm. Buchstaben L; c Dienstag, 29. Juni, vorm. Buchstaben M totb N, nachm. Buchstaben O, P, Q: Mittwoch, 30. Juni, vorm. Buchstaben R, nachm. Buchstaben St: . Donnerstag, 1. Juli, vorm. Buchstaben S und Sch, nachm. Buchstaben T und U; Freitag, 2. Juli, vorm. Buchstaben B Und W, nachm. Buchstaben Y, Z. Die Ausgabe der Briketts erfolgt zur Zett in den Kohlen Handlungen von Gebr. Mm der Frankfurter Straße und E. Lotz, .Kaifer-Mlee, auf Nr. 1 der H-Katte, insoweit hierauf Wien nicht l^zogen sind. Haushaltungen, welche Briketts letzt nicht erhalten tonnen, erhalten diese oer der nächsten Ausgabe Der Preis für einen Zentner Briketts beträgt 12,15 Mk. Der Bettag ist bei ?llmahme zu i Gießen, den 22. Juni 1920. 6892B Städtisches Brennstoffamt. Arbeitsvergebung. Für die FeWbeveinigiMg St ein he im k'ltö Freitag, den 2. Juli 20^ vottnittays 11 Uhr, auf dem Rachaus zu Stttnheim Gmlxn-, Berschleifungs-', MADerl-MngS- ^nd C>dcmsffo^ irunasarbeiten sowie Liefinu von- anfmlagt zu rund 60000 Mk. rn einzelnen Lofen vergeben Werden. .. ‘ Tie Verdingimysuntertagen liegen, am Hess. Bürgermeisterei offen, Wo die Angebote rnProzen- ten des Botunschlags verschloffen tmd postfrtt bis zum Eröffmmgstermin ttnzu^ichen find. § 4. Abweichend von der Bestimmung in § 18 des Ortsbaustatuts vom 6. 7. 88 kann mit besonderer «Genehmigung her Stadtvewrdneten-Bersammlung die Ausführung der Umfangswände oberhalb des Erdgeschosses in Holzfachwttck gestattet werden, wenn die Gefache mindestens V, Sttin (12 cm) stark mit Ziegel- oder Schwemmsteinen auSgemauett werden. Die Schwemm stemm auerung muß verputzt oder anderweittg verkleidet werden. Zu Art. 44 der allgem. Bauordnung und 8 66 der Ausführungoervrdnunig zur allgemeinen Bauordnung. An «Stelle der Ziegelsteine können auch sonstige Ersatzbaumaterialien, Wie .Kohlenschlackensteine Betonstein e nnb Platten und bergt, nach besonderer Bauweise für den gesamten Bau mit Genehmigung der S tadtvevordweten - Versammlung verwandt werden.____________ Stadt. LebenrmMelamt. Ausgabe von Käse. Donnerstag den 24. Juni 1920 wird in der Verkaufsstelle der Molkerei Grieb, Msmarckstrahe, an den Bezirk 6 Käse ausgegeben. Auf einen Anteil entfallen etwa 100 Gramm (Preis 6.40 Mk. das Pfund). Die Ausgabe erfolgt gegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte uno Abgabe des Abschnittes 7 der Lebensmittelkarte. Die Belieferung der übrigen Bezirke erfolgt je nach Eintreffen weiterer Käsemengen. 69188 Für die Feldbereinignny Ettings'yau sen M die Htt'stellung von 2100 Meter Wiesen - graben zur alsbaldigen Ausführung Der geben Werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf der Bürgermeisterei Ettingshausen offen, Wo auch du Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen mrd po fffrei in Prozeitten des Kostenanschlags einzureichen sind. EröfsnungsiermiN: Dienstag, den 29. t». Mts., vo r m i 11 a g s 10Vs Uhr, auf dem Rathaus. Gießen, den 19. Juni 1920. 68798 Hessische Kutturinspektivn Gießen. __H. Stein back>, Bau rat.__________ Die Gemeinde Grvßen-Linden beabsich- ttgt etwa 150 Meter Gossen Pflaster m der Bismarck," sttaße 'Herstellen zu lasten. Lieferung wn «Sand sowie die sonstigen frtt leistenden Führen werden von der Gemeinde übevnonmvm. Weitere Bedttigungen - können aus der Bürgermeisterei eingesechm iveroeu. Angebote werden bis zum 10. Juli l. I. ent* : gogenaenommpi. . . Großen-Liindsn, den 21. Jnnr 1920. i Hessische Bürgenneisterei. Lang. Frankf. Str. 23 6108 F. 4 P. Schilling Vulkanisieranstalt Gießenx^. Sämtliche Reparaturen < sowie» Neulieferung | und Zubehör Bekanntmachung. Durch Beschluß des Landessiedttlngsamts vvm 10. d. Mts. ist das Landzuteilimgsv-erfahren in den Gemarkungen Bellersheim, Bettenhausen und Birklar eröffnet Worden. Diese drei Gemarkungen bilden einen gemeinsamen Arbeitsbezirk. Die Liste der Landbewerber liegt in der Zett vvm 26. Juni bis einschl. 3. Juli d. Js. auf dem töureou der bett. Bürgermeistereien Während der Dienststunden offen. v Gemäß § 25 bei" Bollzugsordnung zum Land gesetz fordere ich sämtliche Personen, die sich an dem Bttfahren der Landzutellimg beteiligen wollen, über noch nicht in her Lish der Landbttverber eingettagen sind, auf, sich .ivahrend der Offen- legungsfrist in die Liste eiutragen zu lassen. Die Wahl der Berttanensmänner der Land- bewerte: findet am Sonntag, den 4. Juli 1920, vvrmi11agS ll1/» Uhr, statt, und zwar wählt jede Gemeinde ihre Ber- ttauensmänner für sich. Die Wahllokale Wertet durch die Bürgermeistereien in ortsüblicher Weise bekanntgegebm. BadSalzhausen,teiS2. Juni 1920. Der Landamtmann zu Bad «Salzhausen. Brill. 69001) Versteigerung. Donnerstag den 24. Juni, um 2 Ubr, oer- steigere ich Stcpbanstrake 11 i>. 1 Kafsenschrank Fabrikat Wolf Nr. 2360 (89X60X53, Türe 67x461. ünierfatz 64 Ztm. Höhe. Versteigerung beftnnmt. O112E77 H. Benner LI , Anttionator. Porto 40 Pfennig mehr 6884D vuchacker Stimm Legler Neuen Bane 11 Walltsrstraße 63 Söd-Anlage5 Vermählte 818] Der Vorstand. Statt Karten! Muschenheim 6904 Der Vorstand 6919c Versteigerung bestimmt. 011256 IJniv.-Relfinxtttnt, Gießen, Brandplate 5. ti c v N 68876 Leo. führt nud. 011259 Reine, Mühlstraße 2. 0907 fe*t wollen iu verkaufen 011571 Neuenweg 10 lLaden) im Bootsbaus. *c f Louis Keßler Martha Keßler GEL WACHS* SCHUH- KREM Benner II., Auktionator Besichtigung eine halbe Stunde vorher erwünscht. Parkett- o. LlDOlcnnibödeD werden gereinigt bier u. auswärts. Schr. Angeb. u. 011273 an d. Gieß. Anz. Zu dem am 4. Juli stattfindenden 8Mn •— O c-e- Zmenhünt her Deutj[dien Kolsnislzesellschast (Abteilung Gießen). Mittwoch, 23. Juni 1920, abend 81/« Uhr im Saale des Hotels „Großberzog von Heften" Vortrag von Krau Elfe Frobeniu» Generalsekretärin, Berlin. arbeiten und AnMen Ses Srauenöunöes :: Oer öeatWn SolooialgefeßKOaft. :: Eintritt 1 Mark. AuchNichtmitgliederwillkommen. Bisher abgefchlofieue Verfichernngen: 2 Milliarden 750 Millionen Mark. Auskunft erteilt der Vertreter: Gebrüder Iullmann. Gießen. Bahnbofstraße 65. Televbon 542. Frische Seefische! Schellfische, Kabeljau, Seehecht, Brat- schettfische heute von frischem Fang eingetroffen. Billige Preise, im Schaufenster erfichtlich. C. 8. Kleilihklill, BllhllhHrahe 59 Televbon 66. 6915 Hotel Schütz Heute abend großes Gartenkonzert Anfang 7*/i Uhr Men-, fiarafiell- unö Euftldoütel-BefiBer ihre Gebote abgeben an Männcrgeiangvereiu „Germania" Driedorf . 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