5en luä)t ehr. meUter. _ ilor. ad. 100,0.1 upfea, Katarrhe, [Schaffung. Jeder en. Zu beziehen einige Herstellen ler & Co. N. .e««1 iht jung und alt ekannte M ' Wun9t ltn9 aus btr ">bit Cn "der dez Nbtrmtti- 7-"d.sein' ^dlentr und Mindest.. *L31iebeb "^mittags giessen Tftephon 2064 Mischen Berufe li y«klassen. Abendkurse. 'n 19. April d.J. genommen. I Schulleitung 1972c KttinelbuniK" baben # ebneten w erWiien J oertraß vorzslenm gg ühr zu entrKbter. ■ nthalj FeMrtP"01*' jt__,_L, .Xgein'"“' KSe «ks-»-n: "y )irfoW9s: ( a;-Karlen, g Ureigen i eg 9 5555 Sämaschinen Kultiwtoren INsndepW UniversalpW , ZweisctarpN Düngerstreuer ismaschinen irtoffeiquetsdiei äckselmaschi"* isäjen • *asc ' mpen • De^ en • Vorderwage« »‘"ÄeKl'O ■I w ichc ON Nr. 45 Ter «etz«»er Iw^et erschrim *ilkb, cutver Sonn- und ^eierHiflS. Vezu-spreir: Monatl'ch J«. 2.30, teerte liM/dtd) Mk. 6 90 einlchtleßlichdesyestek!- gelbs; Durch die Post Dierteliäbdid) Mk. 6.— ausschließlich Oestellgkld. Fernsprech - Anschlüße: fürbte 6d|viftleitunflll2 Verlag.GefchSf.sstelleSI AnschrtttsürDrahtn«ch- nchten: L»)ch-«r Otetzen. pofkscheckteuto: Sranffart a. Bl. U686 Erster Blatt 170. Jahrgang Montag, 25. Zedruar 1920 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 5w«#eg*nme»ni , auirwärtS 30 Pt.; für Sieflatne- Anzeigen von 70 mnf Breite tri ’W. Bei Ptay- »orfd)riU2Oe.„tluflct)lag. $>auptfd>cirtleUer: Aug. Goetz. Leranin» örtlich für Polittt: Aug. Goey; für den übrigen Teil: Dr. Reucholi) Zenz, für den Anzetgenleü: v. Beck, fämtlid) in Sieben. Vie deutsche presse in ihrer schlimmsten Not. W e i m a r, 22. Febr. (WTB.) Die heute hier tagende allgemeine deutsche Zeitungsverlegerversammlung nahm nach eingehender Aussprache über die schwere wirtschaftliche Krisis, in der sich die deutsche Presse befindet, einstimmig folgende Entschließung an: Die deutschen Zeitungen stehen vor einer Katastrophe. Die völlige Unsicherheit der Papierbelieferung, die ungeheuren Preiserhöhungen des Druckpapiers, aller Materialien, der Maschinen, Löhne und Gehälter, und die Unmöglichkeit, aud) nur einen annähernden Ausgleich der bereits bis zur Bruchgrenze drückenden Belastung der Zeitungen zu erreichen, führte heute in Weimar die Herausgeber der deutschen Zeitungen aus allen Teilen des Reiches zusammen. Die Aussprache ergab, daß eine große Anzahl deutscher Zeitungen, darunter Blätter von historischer Bedeutung, nur noch durch Notkrcdite vor dem Zusammenbruch bewahrt wurden, und daß ohne Sicherstellung des Zeitungsdruckpapiers zu noch erträglichen Preisen dec Zeitpunkt abzusehen ist, an dem die überwältigende Mehrzahl der deutschen Zeitungen ihr Erscheinen ein st eilen muß. Die R e i ch s r e g i e r u n g ist sich anscheinend der Wirkungen einer solchen Katastrophe noch gar nicht voll bewußt. Es handelt sich um die Existenz einer Einrichtung, ohne deren Fortbestehen und Aufrechterhaltung die Wirtschaft und Ordnung in Deutschland den allerschwersten Gefahren aus- gesedl fein werden und ein Wiederaufbau unmöglich ist. Verschwindet die Zeitung mit ihrer wirtschaftlichen Vermittelung, mit ihrem Einfluß aus das In- und Ausland, verschwindet ihre Aufklärungsarbeit und ihre Ermutig urtg in Deutschlands schwerster Zeit, dann tritt das Gerücht, dann treten die Flugblätter alter zerstörenden Kräfte von drinnen und draußen an ihre Stelle. Die deutschen Zeitungen wollen keine Liebesgabe für sich, lehnen sie vielmehr ab, aber sie haben das wohlerworbene Recht, im öffentlichen Interesse zu verlangen, daß die Existenzgrurchlage der Zeitungen sichergestellt wird vor einer sie vernichtenden Wirtschaft, die durch die grenzenlosen Spekulationen und Schiebungen auf dem Holz markt hauptsächlich den Rohstoff für das Zeitungspapier so verteuert, daß das Papier für die übergroße Mehrzahl der deutschen Zeitungen unerschn'inglich wird. Daran ändert nichts, wenn einzelne Unternehmungen ohne Rücksicht auf die Mehrzahl der Zeitungen und die bewährte Struktur der deutschen Presse aus besonderen Gründen Papier zu jedem Preise zu erlangen suchen. Es geht hier nicht um die Privatinteressen einzelner Verleger, sondern um Sein oder Nichtsein der deutschen Presse und die Freiheit und Unabhängigkeit der öffentlichen Meinung. In letzter Stunde richten die deutschen ZeitungsVerleger die dringende Mahnung an die Reichsregierung, die Regierungen der Länder und die Nationalversamm- mng, im allgemeinen Interesse das Erscheinen der Zeitungen gewährleisten durch die Sick>erstellung einer ausreichenden Menge von Papicrl>olz zu mäßigen Preisen. Verhallt dieser Notschrei ungehört, zögern die Regierungen, bann wird der Zusammenbruch der deutschen Presse mit allen seinen Folgen unvermeidlich. Amerik« und der Friedensvertrag. Neuyork, 21. Febr. (WTB.) Reuter. Der republikanische Staatskonvent nahm einstimmig ein Programm an, welches bei dem Präsidentschaftswahlkampf die Losung der Republikaner sein solle. Das Programm spricht sich für die sofortig eRatifizie- rung des Friedensvertrages unter gleichzeitiger Abgabe der Erklärung aus, wonach die Bereinigten Staaten sich das Recht des Austritts aus dem Vollerbunde nach vorheriger ordnungsmäßiger Kündigung Vorbehalten und eine Verpflichtung zur Entsendung von Truppen ins Ausland nicht übernehmen. Paris, 22. Febr. (Wolfs.) Nach einer Rodio- Dletbung aus Washington brachte Senator Trance im Senat eine Tagesordnung ein, durch die dec Fr i e d en sz u st a nd zwischen Amerika imb Deutschland erklärt werden soll. Eine nlernationale Konferenz fall die Wiedngut- nachmigS- und OrgMkisarionsmrgen regeln. Washington, 21. Febr. (Wolff.) Reuter: «.sm Senat erfolgte heute zum ersrm Mal: seit November eine Abstimmung über den Frinden sv er trag. Es handelte sich um ernen An- Ta9 Ö i t d) c o tf, &c repuol.k.rnischeu Vorbehalte niöer Werse zu erwägen, daß für die Kündigung md den Austritt der Bereinigten Staaten aus d:m Völkerbund ein gaxemiamer Beschluß o:Z Kongresses erforderlich fein satte. D:r Antrag wurde mit 3d gegen 26 Stimmen abgelehnt. Tcr Oberste Rat in London. London, 23.Febr (WTB.) Millerand, Vaida und Scindojo sind am Sonntag abend in London eingetroffen. Poincare in der Wiede rg ntntü chnngsko mm iision. Pari s, 22. Febr. (Wolff.) Tas „Echo de Paris" schreibt zu der Ernennung Poincarss zum Vertreter Frankreichs in der Wiedergut- machungskommission. in diplomatischen Kreisen sehe man große Hoffnungen auf die Neuorientierung, die die Anwesenheit Poincarss in der Wiedergutmachungskornmilsion benrorrufat könne. Die erste Anstrengung des neuen Vorsitzenden werde sich der Frage der Fristen für die Besetzung der Rheinlande zuwenden. Es sei nur zu sicher, daß die feste Haltung, die Millerand in dieser Frage eingenommen habe, den Widerstand in der Wiedergutmachungskommission hervvrgerufen habe. Diese habe nicht geglaubt, sich der Aushebung der Fristen, die der französische Ministerpräsident Deutschland angedroht habe, an- ichließen zu können. Es sei nunmehr zu hoffen, daß die Autorität Poincares in dieser besonders bedeutsamen Fvage ein glücklicheres Ergebnis haben werde. Ein sozialistischer Kongreß in Frankreich. Paris, 22. Febr (Havas.) Der Kon- ?reß des Seineverbandes der sozia- istischen Partei hat die vor 14Tagen unterbrochene Diskussion über die allgemeine Politik und über die Internationale wieder ausgenommen. Die Resolutionskommission hat keinen Boden der Verständigung finden können. Die drei Motionen blteben daher bestehen. Die Motion Loriet, diejenige der Extremisten zugunsten der dritten Internationale, erzielte 9130 Stimmen. Die Motion Lunguit, die vor dem Beitritt zur Moskauer Internationale die deutschen Unabhängigen und die Schweizer Sozialisten befragen will, brachte es auf 5988 Stimmen. Die Motion Renaudel, die für die zweite Internationale eintritt, erhielt 616 Stimmen. Der Parteitag nahm hierauf verschiedene Resolutionen zugunsten Ungarns und für die unverzügliche Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen mit Rußland usw. an. Schließlich ernannte er die Vertreter für den Straßburger Kongreß, der am 25. Februar beginnt. Ein Attentat in Aegypten. Kairo, 22. Febr. (WTB.) Am Samstag morgen wurde gegen den Wagep von C h e f i k Pascha, der sich nach dem Ackerbauministerium begab, eine Bombe geworfen. Es wurde niemand getroffen. Zwei Studenten wurden verhaftet, von denen einer zugab, das Attentat ausgeführt zu haben. Line €rflämg der deutschen Valutakommission. Berlin, 21. Febr. (Wolff.) Die Ständige Bal utakom Mission ersucht die Regierung, am Grund des Art. 235 des Friedensvertrages ehestens mit der Wiedergutmachungskommission in Verbindung zu treten, um aus denjenigen Beträgen, die laut Mitteilung des Reichsfinanzministeriums auf Grund des Friedensvertrages bereits abgeltefert sind, die Mittel zu erhalten, die zur Ernährung und Wirtschaftsführung des deutschen Volkes auch bei stärkster Einschränkung des Konsums mrbedingt nötig sind. Tas Reich ist durch Abtrennung wertvoller Gebiete, durch Wegnahme der Kolonien, der Kabel, des gesamten Vermögens im Ausland, der Schiffe, des Eisenbahnmaterials, der landwirtschaftlichen Maschinen und durch die Liguidation der Firmen im Ausland sv verarmt, daß ihm ausreicMde Mittel für Zahlungen im Auslande nicht mehr zur Verfügung stehen. Noch nie ist nach Niederlegung der Waffen cm Volk wirtschaftlich und finanziell so grausam durch 9hißbungenmg, Hinziehen, Borenthaltungen und lieber t>e hingen der Abmachungen bedrückt ivorben, wie jetzt das deutsche. Seit den Wassensti lsrandsverhandlunge«, also feit fast IV2 Jahren^ ist dem Deutschen Reich die verständige Finanzre- rung im Auslande unterbunden, d^ach Hergabe des (Ä^dbestanbes bis aut eine Milliarde Mari wurden die ausländischen Effekten, die im deutschen Besitze waren, zur Verfügung gestellt. Die Abnahme dieser Effekten wurde in unerhörter Weise verzögert. Ein Teil der Regierungen, die die betreffenden Effekten ausgegeben hatten, benutzte die Gelegenh-it, um eine verbriefte Verpflichtung, in auswärtiger Valuta ^u zahlen, nicA anzurikennen. Durch Erlös die,ec ausländischen Effekten konnten daher im Auslände bishn nur genüge Zahlungen getriftet werden. Eine Verfügung über den Erlös aus den h!x«= auidationen und Seouestrationen war noch nicht möglich, da jede Abrechnung vorenthalten wurde. Zu alledem wurde die Oberhoheit 0:s Deutschen Reiches an den Grenzen ausge'chaltet. Tie Zahlungen in diesen l1/? Iahr.-n mußten zum wesentlichen Teil durch Verlauf her Rcichsbank- nvten im Ausland und durch große neue Verpflichtungen in fremder Valuta ausgefuhrl werden. Ter Valutamarit mußte unter solcher Belastung zu- sammenbrechen. Wenn Deutschll«t» nicht bas gleiche Schicksal beschicken sein soll tote Deutsch-Oesterreich, V) müssen äjm aus den gehüteten Lieferungen so viel Aktiva zur Verfügung gestellt werden, daß es die zur Bez-astlung der notwendigsten Nahrungsmittel in den nächsten Monaten erforderlichen Beträge auforingen tarn. Eine Finanzierung auf anderem Wege ist nicht mehr möglich. Deutsch- land bat durch seine Mreterungen fernen festen Willen bewiesen, den Vertrag soweit wie irgend möglich zu erfüllen, und wted dies auch weiter tim. Tie Ständige Vakutakvmmission vertraut zuversichtlich darauf, daß die W«dergut7nachungÄ!om- Mission in Erfüllung des Frickensvertwges der beutjdxm Regierung die jetzt benötigten Summen, wie im Artitel 235 vorgesehen, sreigeben wird Sie hält sich zu diesem Bert rauen umsomehr für beredrtigt, als sie in der Erfüllung ihres Verlangens die Vvva-ussetzuug zur Mfrochterhaltung nicht nur des deutschen, sondern auch des Welt- Wechsei-LiarSes erblickt. Der peftoertrag mit Sayern und Württemberg. Berlin, 21 Febr. (Wolfs.) Nach den zwischen der Reichspost und der bayerischen und württernbergischen Post getroffenen vorläufigen Vereinbarungen, die noch der Genehmigung der verfassungsmäßig zuständigen Instanzen unterliegen, soll die württembergische Post- und Telegraphenver- waltung gegen eine Vergütung von 250 Millionen Mark, die bayerische Post- und Telegraphenverwaltung gegen eine solche von 620 Millionen Mark, die das Reich an den Freistaat Württemberg bzw. Bayern zahlt, auf das Reich übergehen. Mit dem Zeitpunkt dieses Uebergangs, dem 1. April 1920, soll in München eine Abteilung des Reichs- postministeriums ermchtet werden, deren Wiederaufl-ebung einer vorl-erigen Verständigung zwischen den vertragschließenden Regierungen unterliegt. Diese Abteilung wird vom Reichspostminister mit besonderen Befugnissen für den inneren bayerischen Verkehr ausgestattet. Die glrichen Befugnisse werden der in Stuttgart für den Freistaat Württemberg zu errichtenden Oberpostdirektion für den inneren württembergischen Verkehr zugewiesen. * Der Uebergang der Eisenbahnen auf das Reich. Hannover, 21. Febr. (WB.) Heute traten die Vertreter der Länder zusammen, di: keine Staatseisenbahn beiitzen, um zu dem Uebergang der Eisenbahnen auf das Reich Stellung zu nehmen. Es wurde ein: vollständige Uebereinftimmurtfl dahin erzielt, daß di: Verhandlungen, die das Rcid» zur Zeit über öi? Uebernabme der Eisenbahnen führt, unb 'dingt auch die Zuziehung von Vertretern der Ländw ohne Stcratsbahnbesitz erfordern. Insbesondere würd' einmütig anerkannt, daß es nicht angängig ist, den eiiij-lncn Ländern bei bi’f'M Verhandlungen Vorbehalte oder sonstige Sondervorteil: rinzu- räumm, die nicht allen Ländern, also auch den Ländern ohne Staatsbahn besitz gleichmäßig zugute kommen. Das Lege nicht nur im Interess: der Länder ohne Sb'.atsbcchnbcsitz, sondern sei vor allem auch geboten durd) die Rücksicht auf die ge- santtdeutschen Interessen sowie auf 'ine wahrhaft einheitlich.' und gerechte Ausg'staltung des künftigen teutidyen Ei, insolge- dessen eine Gehaltserhöhung als nötig. Das mitteldeutsche unb ostelbische Braunkohlen-» synbikat haben biese Lohnerhöhung zum Anlaß genommen, um bei bein Reicks kohlenverband Anträge auf Erhöhung ihrer Ber* kaufsprerse zu stellen Außer mit ber Lohnerhöhung finb bie An trüge bamit begründet worden, daß die für den Braunkohlenbergbau nötigen Materialien in letzter Zeit außerordentlich im Preise gestiegen sind und in nächster Zeit noch werter steigen werden. Die Anttäge hxurben vom Reichsvohlen- verbanb unb vom Reichswirtschaftsministr- rium eingehenb geprüft. Sie haben einesteils' Abstriche erfahren, andernteils ist bem Um* ftanbe Rechnung getragen worben, daß die Lohnerhöhung bereits mit Wirkung ab 1. Februar bewilligt worden ist, wählend die Koh- lenpreiserhöhung erst ab 1. März ein tretens soll. Schließlich wurden folgende Preiserhöhungen festgesetzt: Für Briketts unb Naßpreßsteine 45 Mr., für Rohkohle 15 Mk., für Siebkohle 16,50 Mk, für Stückkohle 18 Mk., für Grubekoks 60 Mk. für bie Tonne, mit Wirkung ab 1. März 1920, ohne Steuern. Für bie mit erhöhten Selbstkosten arbeitenben Reviere sind erhöhte Preissteigerungen festgesetzt, und zwar für das Kasseler Revier im Verhältnis von 3 zu 4, für das Frankfurter Revier im Verhältnis von 1 zu 1,25 und für das Revier von Forst und Görlitz im Vei> hälttns von 1 zu 1,125. Schlägerei in einer Versammlung. Berlin, 21. Febr. (Wolff.) In einet Versammlung des Bundes „Neues Vaterland", in ber v. Gerlach zur Aus- liefecungsfrage reden wollte, kam es zu schweren Schlägereien. Eine Anzahl anwesender Militärpersonen, die angeblich den Baltikumtruppen angehörten, beteiligten sich daran. Es wurde „Deutschland, Deutschland über alles" gesungen. Es entwickelte sich eine Schlägerei, wobei v. Gerlach, wie es hieß, schwer verletzt wurde. Berlin, 21. Febr. (Wolfs.) Die Vorfälle bei der Versammlung des Bundes „Neues Vaterland" werden noch ein gerichb liches Nachspiel haben. Unter den Festgenorw» menen, die sämtlich zur Marinebrigade 3 gehören, befinden sich 7 Offiziere. Herr von Gerlach ist übrigens nicht so schwer vectetzt, wie zuerst angenommen wurde. * Frankfurt a.M., 22.Febr. Der scheidende Bürgermeister von Frankfurt, Dr. Luppe, legt sein Mandat zur Nationalversammlung am 15. April nieder. An seine Stelle tritt die Frankfurter Demokratin Dr. Anna Schultz. Dr. Luppe war einer der Führer der demokrattschen Fraktion der Nationalversammlung. Der prozrtz Lrzbrrger-Helfferlch. Berlin, 20. Febr. (Wolff.) Im roeitrane Verlaus des Prozesses Erzberger- H els ser i ch erklärte General von Oven, daß Tür bie Entschließungen des Krieysministerinms b:züglich des Alchydat^Leders lediglich sachliche Gründe maßgebend waren, nicht aber der Einfluß Erzbergers Zu ber von Helfserich behaupteten roabb und zahllosen Ausstellung von amtlichen Ausweisen an Privatpersonen durch die Wafsen- stittstandskommission bzw. durch ihren Vorsitzenden erklärt Erzberger, es sei richtig, daß solche Ausweise nicht nur Deutschen, sondern auch Auslärr- bmt, namentlich Neutralen, gegeben worden seien, um ihnen zu ermöglichen, in Deutschland zu reifen. Die Wako war damals die einzige Behörde, die überall, auch von den Arbeiterräten auf den Bahn- höstn, refpektieN wurde. Er habe es für seine Pflicht gehalten, jedem rechtfchaffenen Menschen, der reisen mußte, Ausweise fru geben Zeuge Dr. Bain vom 2luswärtigen Amt sagt ans, daß bei der Ausstellung der Ausweise die Möglichkeit unlauterer Vorkommnisse ausgeschlossen war. Es beginnt die Beratung des Falles Kriegsausschuß für Oe le und Fette, wozu» H e l f f e- r i ch erklärt, daß dies rin Feld gewesen sei auf dem die Jnterventionstätigleit Erzbergers für sich unb seine Freunde besonders reich blühte. Zum Schluß teilt Geh. Justizrat Gordon mit, daß er am Montag einen Schriftsatz einreichen werde. Die Struererklarungen Erttrergers. Berlin, 22. Febr. sPriv.)Tel.) Einzelne Blätter bringen Auszüge aus einem Artikel der „Hamburger Nachrichen", worin behehaupiet wird, der Reichsfinanzminister Errberger habe in seinen Steuererklärungen nicht die wahre Höhe seines Einkommens angegeben. Tie ,Hamburyer Nachrichten" stellen weiter-: Angaben über die Einnahmen Erzbergers m Aussicht. Berlin, 22. Fckr. (Wolff.) An der Ausgabe van Sonntag den 22. Februar tft glcic^eitig in Blättern der Reichshauptstadt unb dri Provinz ein Artikel erschienen, in dem der Reichs- f i n a n i m 1 n i ft e r bezichtigt wirb, im (Segen’a'; zu seinen amtlichen Beriautdarungen in r • lernen Steuererklärungen enn ■ ... ttiche Steuernural an den Tag gelegt zu hoben. Tos Wo lf s-Burea u Hat darüber an das Reichs- sinanzminifterium eine Anfrage gerichtet und hat folgenden Bescheid erhalten: Der persönliche Kampf gegen den Reichs- finanzminister nimmt immer mehr Formen an, die die völlige Verwilderung aller Moraldegrisse in erschreckender Wttse offenbaren. So ist das kaum Glaubliche möglich geworben, daß die Beran- lagungsakten des Reichsfrnanzministers aus dem Finanzamt Charlottenburg entfernt und photographiert wurden, um als Anlagen zu Pamphleten gegen den Reichsfinonz- mmister vervielfältigt zu werben. Wenn die Urheber dieses schamlosen Streiches und die an ihm Beteiligten glauben, auf diese Weise eine wirksame Waffe in die Hanb bekommen zu baden, um den verhaßten politischen Gegner zur Strecke zu bringen, so tverden sie sich darin täuschen. Der Reichs- finanzminifter wird es mit Fug und Recht ad- lehnen dürfen, über seine pritoaten Einkommens- Verhältnisse und seine steuerlichen Angelegenheiten sich in der Oefsentlichkeit mit seinen Gegnern auseinanderzusetzen. Im übrigen kann nur gesagt werden, daß die Steuerbehörde ohne jede Beeinflussung durch den Reichsfinanzminister dessen Beleidigungsprozeß aegen Helffettch verfolgt und das Ergebnis der Beweisaufnahme auch vorn steuerlichen Standpunkt prüfen wird. Das Ergebnis dieser Prüfung wird der Reichsfinanzrnimster mit ruhigem Gewissen abnmrten. Andererseits werden auch im Interesse eines jeden Steuerzahlers allerschärfste Maßnahmen gegen unbefugte Offenlegung und Benutzung von Steuerakten geboten fern. Demokraten für den Rücktritt Erzbergers. Remscheid, 22. Febr. Der Vorstand der hiesig«! Ortsgruppe der Deutschen demokratischen Partei hat mit dem Hinweis darauf, daß nach dem bisherigen Ergebnis des Erzberger-Helfserich-Prozesses 'Hn längeres Verweilen des Reichsministers Erzberger m der Regierung unmöglich erscheine, bie demokratisch! Fraktion bet Nationalversammlung ausgefordert. mit ihrem ganzen Einfluß auf den Rücktritt Erzbevgers. hinzuwirken. Berlin, 22. Febr. (Pttv^el.) Helffettchs Flvgl'christ „Fort mit Erzberaer", die im August 1919 erschien, wurde bvü „LoLalanseiger" fetzt bes Hlagncchmt. (Eine (Entgleisung der amtlichen „Darmstadter Zeitung". Die Parteileitung der Deutschen Bolkspartei veröffentlicht folgende Erklärung: Die „D a r m st ä d t e r Ze i t u n ff", amtliches Organ der hessischen Landesregierung, brutfft in Nr. 43 vom 20. Febr. einen Artikel mit der Ueberschrift „Ein Dokument der Ehre", in dem sie sich mit Angriffen beschäftigt, die gegen sie von der rheinischen Volks- Vereinigung (Richtung Dorten) erhoben worden sind. In ganz unbegründeter Weise, lediglich auf der Tatsache fußend, daß Herr Präsident Dr. Sttecker auch von der Deutschen Volkspartei bekämpft wird, sucht die „Darmst. Ztff." einen Zusammenhang zwischen den Los- trennungsbesttebungen in Rheinhessen und der Deutschen Volkspartei herzustellen. Es ist der „Darmst. Ztg." und den hinter chr stehenden Politikern sehr wohl bekannt, daß die Deutsche Volksvartei aus ganz anderen Gründen als etwa die Organe des Herrn Dorten gegen die Politik des Herrn Dr. Strecker — niemals gegen seine Person — zu kämpfen gezwungen war. Trotzdem leistet sich die „Darmst. Ztg.", die als Organ des Herrn Dr. Strecker angesehen werden muß, folgende Sätze in Fettdruck: „Was liegt hier vor? Nichts Geringeres als ein handgreiflicher Beweis dafür, daß die nationalliberale Opposition in Hessen den rheinischen Separatisten die Waffen liefert zu ihrem Kampf um die Lostrennung des besetzten Gebietes, daß in diesem Sinne die hessischen Natronallibwaten die Schrittmacher der rheinischen Abtrennungsbestrebungen barftellen. Wovor wir ztu warnen nicht müde geworden sind: Parteiinteressen über das Vaterland zu stellen, bas hat hier böse Fruckt getragen, und wir erheben hier vor dem hessischen Lande die' Anklage gegen die Deutsche Volksvartei tn Hessen, daß sie in blindwütigem Haß gegen Volksgenossen, die nicht m jeixrm Punkte mit ihr einig gehen, mit ihrer Hetze bat Loslösungsbestrebungen ber „Rheinischen Bolksvereinigung" den Weg bereiten Hilst. Wir sagen nicht, daß sie bewußt Vaterland s ve r r ater is che Ziele verfolgt, daß sie aber de facto den Loslosungsgedanken in Rheinhessen fördern HM, dafür liegt der Beweis klar zutage. Die Herren Liebing, Dorten, Dingel de y in ber Einheitsfront gegen Herrn Tr. Strecker unb gegen uns: das muß dem ^ssischen Volke zu denken geben! Heute gibt uns die Gegnerschaft der Liebing, Dorten, Dingeldey und Konsorten die Gewißheit, wo wir stehen und wohin die Hetze der Deutschen Bolkspartei führt!** Unser Landesvorsitzender, Herr Abg. D i n g e l d e y, ist zur Zeit erkrankt und dadurch nicht in der Lage, gegen die schmutzigen Angriffe des Regierungsblattes Stellung zu nehmen. Die unterzeichneten in Darmswdt wohnenden Mitglieder des Geschäftsführen- den Ausschusses und der Landtagsfraktion der Deutschen Volkspartei erklären aber schon jetzt, daß die Ehre der Deutschen Volksvartei viel zu hoch stehl, als daß sie durch derartige Angriffe, wie sie von dem Organ der Hess. Landesregierung erhoben werden, überhaupt getroffen tverden könnte. Sie überlassen es dem Urteil aller anständigen Leute, gleichgültig, welcher Partei, was von den Angriffen der „Darmst Ztg." zu halten ist. Sie überlassen es neidlos der Hess. Regierung, ein Organ zu besitzen, das in heuchlerischer Weise Staatsinteressen zu bertreten vorgibt, wenn es eine große Partei, deren nationale Zuverlässigkeit in allen Dingen er* Zprobt ist, herabsetzen will. Wir hangen den unerhörten Angriff einfach niedriger. Darmsta.dt, 21. Februar 1920. Frau Bierau, Dr. Osann, Wünzer, Mitglieder des Landtages Ares Stadt und (and. Gießen, den 23. Febr. 1920. Lebensmittel. ** Die Wochenkartoffelmarken 1—40 der 8. Woche werden beliefert bei: Löbsack, Karl, West-Anlaae, Rumpf, Fritz, Zozelsgasse, Drechsler, Heinrich. Steinstratze, Weisel, Jewi Sonnenstraße. .Weisel Ed., Schottstrahe, Krack I., Riegelpsad, Konsumverein, sämtl. Filialen. ** Nährmittel-Ausgabe. Für Febr. entfallen auf die roten Marken (B): 250 Gramm Haferflocken, 250 Gramm Gries, 2 Pack Keks: auf die Kauen Karten (C): 250 Gr. Teigwaren. Verkauf ab Dienstag. Am 29. Febr. verliert die Matte Nr. 2 ihre Gültigkeit. Die Klemhandelsge- chäste haben dre vereinnahmten Matten bis späte- tens 3. März dem Stadt. Lebensmittelamt, Zimmer 11, einzureichen. Beranftaltuugen. Montag, 23. Febr.: Stadttheater 7 Uhr, „Die Vettchwörcmg des Fiesco zu Genua". — Hotel Einhorn 71/2 Uhr, Vortrag: „Es gibt ein Fiortleben nach dem Tode". — Lichtspielhäuser wie Sonntag. ** Eine außerordentliche Sitzung des Kreistags findet am 27. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaal des Regierungs- gebäudes des Kreises Gießen statt. Auf der Tages- ortrantg stehen: 1. Gewährung von Teuerungs- yilagen an bw Kreisstraßen- und Obstbau m-Marte: 2. Tagegelder bet Kreistags Mitglieder: 3. Erhöhung bei Kreisumlagen für das ZähL 1919; 4. OrtS- atzmrg über Gebühren für die Kvhlenbewittfchaf-- ung; 5. Neuwahl der Mitglieder: a) ber Flur- chabetvabschätzungskommission, b) der Kreiskör- kommissionLn. ** Gefaßte Diebe. In der verflossenen Nacht wurde aus einem hiesigen Metalllager durch Einbruch Kupfer, Messing unb Zink im Werte von 1300 Mk. gestohlen. Heute gelang es nun der Polizei, die D i e b e in der Person von drei jungen Leuten, wovon einer auch noch von der Staatsanwaltschaft Marburg wegen Diebstahls steckbrieflich verfolgt wird, ftstzunehmen. Ein Teil von ber Beute wtten sie an einen Althändler bereits veräu- zert und den anderen hatten die Täter wieder unter sich gestohlen, so daß er bis jetzt noch nicht aufzufinden war. — Ferner wurde noch ein entlassener Kriegsgefangener wegen Betrugs festgenommen, der, nachdem er im Januar 1920 bei dem hiesigen Durcht- gangslager als Vizefeldwebel abgefunden wurde, gestern versucht hat, unter einem an- >eren Namen sich nochmals in den Genuß der Entlassungsgebühren zu setzen. ** Diebsgut. In Fulda wurde ein wertvolles, weißseidenes Kleid, ein weißes Spitzenkleid, eine buntseidene Schürze, ein weißleinenes Bettuch, gez. „W.", eine Decke, gez. „G. W."» ein Handtuch, gez. ,L. B.", eine graue Tischdecke mit Gänseblumen, und noch eine Anzahl Tisch- und Tafeldecken, Hand- und Gläsertucher- usw. beschlagnahmt, )ie ein Soldat im Monat September 1919 von einem Unbekannten in einer Gießener Wirtschaft für 60 Mk. gekauft haben will, und )ie zweifellos von einem Diebstahl in Gießen herrühren. Der Eigentümer der Gegenstände wird ersucht, sich dieserhalb mit der hiesigen Kriminalpolizei ins Benehmen zu setzen. ** Wem gehört das einem Sol- )aten abgeno mmene Federdeckbett? Der Eigentümer kann solches auf dem Polizeiamt, Zimmer 2, in Empfang nehmen. — Am 20. Februar 1920 wurde hier aus einem Cafe ein dunkler Ueberzieher mit schwarzem Cöperfutter entwendet. ** Braunkohlen-Ausgabe. Die an Haushaltungen über 5 Köpfe auagegebarm Bezugsscheine über 1 Zentner Braunkohle wrrtxm in ber aus dem Anzeigenteil zu erschmden Weise beliefert. ** 3 m Akademikerbund Ober Hessen sprach am Samstag abend Berbanbsdirektor Dr. Pinkerneil-Berlin in fesselnder Weise über die Entwickelung ber berufsständischen Wka- iemiterbewegamg. Ter bewährte Vorkämpfer unb Organisator, der in den berufsständischen Kämpfen seit den Umstürzen der Novembertage führt, bot in tiefgründigen Darlegungen ein scharfes BiL von Ursachen und ZusammenÄLngen der Not, bte ja über keinen anderen Stand wie den der Akademiker derart plötzlich und hart Hereingebnochen und die von diesen durch Passivität in politischen und wirtschaftlichen Dingen großenteils selbst verschuldet tft Aus dieser weltfremden Untätigkeit den gefeixten Arbeiter lvachMrüttttn, ihm neue Wege unb tragefähige Ideale zu zeigen, erwies sich ber Vortrag vorzüglich geeignet. ** Gießener Mieterverein. In einer Versammlung bes Gießener Mietervereins sprach gestern abenb Gerichtssekretär Schröber über Mieterschutz. Er edäuterte bas Mietorschutz- gesetz, bie Bekanntmachmtg über Maßnahmen gegen Wvhnungsmangel unb bie im Zusammenhang ba- mit erlassenen gemeinblicheu Anorbnungen. Der Grunbstückshandel arte häufig in Wucher, Schie- bertum und Spekulation aus; erst ixiburch entständen bie erhöhten Läuserpvttse, bie wieder den Mietern erhöhten Mietzins aufbürben möchten. Demgegenüber müßte beachtet werben, daß Mietsteigemng nur bei Daraus gegangen er Zustimmung des M irteinig ungsamtes gültig sei. Ebenso verhalte es sich bei Kündigung. Redner besprach weiterhin die Befugnisse des Mieteinigungsamtes unb des Wohnungsamtes, insbesonbere bie Beschlagnahmerechte bes letzteren. Am 31. Dezember bs. Is. träten die Mteterschutzbestim- mrnigen außer Kraft, boch sei damit zu rechnen, daß bis dahin erweiterte Schutzgesetze Gültigkeit erlangten. An diesem Ausbau tätigen Anteil zu nehmen, vermöchten alle Mieter am besten durch Beitritt zu Mteterveveinen. Aus den mit stattem Beifall ausgenommen rechtlichen Belehrungen fußte eine lebhafte Aussprache. Teils wurden einzelne Mietstveitfälle zur Erörterung gestellt, teils wurden Anregungen allgemeiner Natur laut. Bon mehreren Seiten wurde mit Nachdruck vorgebracht, bei den Zwangseinquartierungen werde zu oft mit zweierlei Maß gemessen. Beispiele wurden angeführt in denen hochstehende Gießener Bürger bei Reiner Familie rrnd vielen Räu- | men von einer Abgabe an Wohnungslose verschont geblieben seien Gegenüber ber Forderung hiergegen in aller Oefstntliäikeit Front zu machen, Leute ber Borsitzeiwe Tr. Reh mann mit, daß bie Sammlung van Material für ungleiche Zwangseinqnattiesung nahezu beendet sei und daß I nach einem demnächst stattfrnbenben Vortrag von Stabtv. Mann geeignete Schritte unternommen werben sollten. Weiterhin würbe vorgebracht, bei Taxationen von Wohnungen müßten mehrere Sachkunbige, baamtet ein Mieter, beteiligt lein. Tie Versammlung enbete mit einer Aufforderung zum eifrigen Werben für den Mieterverem imb zum engen Zusammenschluß. Wie unser Berichte erftatter dem Bericht zufügt, haben sich einige Teilnehmer ber Versammlung erlaubt, ungehv- rige Angriffe gegen ben „Gteßener . Anzeiger" zu richten, ber nach ihrer Ansicht bte Mieterinteressen nicht genügend vertrete, ein Kapitalistenblatt sei usw. Aäm kann darauf raten, batz zu diesem Ergehen weniger sachliche Gründe maßgebend gewesen sind, als politische. Unsere Leser sind ja in ber Lage, genau nachiuprüten, was es mit solchen unberechtigten Ausfällen auf ich hat, sie können uns um keines Haares Brette von unserer sachlichen Stellungnahme abbangen. Sonderbarerweise hat auch der Vorsitzende xr. Riemann in absoluter Verkennung der Mreter- interessen geglaubt, gegen den Gießener AnMd^r Hetzen zu müssen, inbem er sogar zum Boykott auf Norberte und bamit seine Denkungsart kennzeichnete. Wir glauben nidjt, baß bie Mehryett ber Bettammlung bamit einverstanden war, baß unser wiederholtes Eintreten für Mietertntereften — bereu einseitige Vertretung man uns von fetten ber Hausbesitzer vorwirst — durch derartige An- re mpelungen gelohnt wirb. ** Auf bie PsalmenVorlesung von Prof. D. Gunkel, bie bie neugegrünbete Männer- unb Frauenvereinigung ber Matthäusgemeimxe veranstaltet, sei nochmals aufmerksam gemacht. Ter erste Vortrag behandelt die Gebetslieder, ber weite Vortrag die 2ob lieber im Psalter. Beide Vorträge im Markussaal, Kirchftr. 9; Beginn 8 Uhr. Gunkel ist einer ber feinsinnigsten Psalmenausleger. Er versteht es wie wenige, in einer neuen Uebersetzung und in tief grabender Verengung in die Vergangenheit die Pfalmen zum Reben zu bringen. Der Besuch der Vorträge wird ein Gewinn für bas eigne fernere Erleben fein. (Siehe Anzeige.) .„ , _ ** Die Deuts che demokr atrf che Partei hält Dienstag abenb im „Aquattum" einen Mitglttber abenb mit einem Vortrag von Geh. Fustizrat M i 11 e r m a i e r über: „Die beutsche Reichsverfassung" ab. . . ** Ter Natur heilverem laßt am Mittwoch im Saale bes „Hotel Schütz" einen öffentlidxn Vortrag des Naturheilrundigen C. Eucker aus Fulda über „Die Grippe" halten. ** Eine St r uwe lpet er-Vorfüh- rung veranstaltet ber Tcesbcn-er Vortragsmeister Baron Carlo von ber Ropp am Sonntag ben 29. Februar 1920 im Hotel Einhorn. Diese heitere Darbietung, welche durch über 100 farbige Lichtbilder verschönt wird, erzielte allenthalben durch- chlagenbe Erfolge und aus verkaufte Säle, so baß in vielen Städten mehrere Wiederholungen stattfinden mußten. ** Die Aliceschule, bte auch in bieiem Winter wieder so statt besucht war, baß viele Anmelbungen nicht berücksichtiZt werben konnten, entließ am 19. Februar 14 Seminattstinnen ber Seminare für Handarbetts- unb Hauswirtschafts- lebrerirmen, welche bie Staatsprüfung an ber Schule vor ber unter bem Vottitz bes Geh. Ober- schulrats Dr. Lucius aus Darmstadt tagenden Prüfungskommission bestanden hatten. Tie neuen Seminarkurse beginnen am 7. April. Näheres sieche Anzttgentttl. Landkreis Gießen. Braunkahlen. = Münster, 21. Febr. Die Firma Andre u. Comp. aus Frankfurt a. M., welche hier nach Braunkohlen bohrt, hat beim ersten Bohrloch ans 38 Meter Tiefe ein neues festes geschlossenes Braunkohlenlager angebohtt, bas 2,70 Meter statt ist. Die Weiteren BohtversuchL werben ergeben, baß bas Lager nach ber Mitte zu noch viel stärker ist. * vt. Lan gsbors, 22. Febr. Der vor acht Tagen aus französischer Gefangenschast zuttickge- tehrte Otto SchmÄt statt» gestern im Alter von 22 Jähren in (Grippe. rt Langsdorf, 22. Febr. Ter Gemeinderat genehmigte in ferner Sitzung am 18. ds. Mts. einstimmig die Neuherrichtung des Rathauses. Hefsen-Rafsan. Blutiger Kampf mit Schiebern. = Frankfurt a. M., 21. Febr. Bei der Festnahme Meier Kokainschieber im Kaffee Leibert, Hohenzollernstraße 11, kam es mit den Polizeibeamten zu einem schtverrn Kampf, in dessen Verlauf der 21jährige Dreher Otto Stolle aus Kelsterbach einem Bram»- ten den Revolver entriß und damit fünf Schüsse auf seine Angreifer abgab. Hierbei wurde der Hilfspolizeibeamte Eckardt durch drei Kugeln in Kopf, Schulter und Bein lich und der Beamte Kaltenschnee durch einen Schuß in die Schulter schwer verletzt. Stolle wurde schließliche von den anwesenden Gästen überwältigt und festgenommen. Der zweite Schieber entkam in dem Trubel. Der Täter leugnet trotz der erdrückendsten Schuko beweise mit unglaublicher Frechheit die Tat. Das Kokain, etwa 10 Kilo, entstammte den Höchster Farbwerken. Gießener Strafkammer. Gießen, den 20. Febr. 1920. In der letzten Sitzung kamen n. a. folgend? Fälle zur Berhandlun^: Anton Kr. von Hundsangen im Westerwcckd war bei ber Reichswehr rn Fttädberg. Er war mv geklagt, 2 Kameraden aus den vettÄvssen'n Spinden verschiedene Kleidungsstück', und ferner ihv» dienstlich überlassene Sachen, Teck:, Schnürschuhc- unb d^rgl., gestvhlen zu haben. Da ihm ans Grund der heutigen Beiveisanfnahme nicht b:wi.'ftv werben konnte, daß er die Spinde mittels Nachschlüssels geöffnet 'batte, wurde er wegen brek-i einfacher DtebstÄhle zu 3 Monaten Gefängnis an??* Anrechnung von 6 Wochen der erlittenen Untersuchungshaft verurteilt. Willi R. aus Nieder-Florstadt wurde ei»es Togos. — obwohl er sich damtt gerühmt (xitte, ihn keiner erwische — in Frvebberg mit 25 0 Einern, 2 2 Pf»»b Fleisch, Fett unb etwa 7 Pfund Butter fest genommen, als e» gerade noch Frankfurt sichren wollte Da gestellt wurde, daß er sehr oft mit großen Pat^>« nach Frankfurt gefahren ist, verurteilte ihn Schöstengcttcht Jttebberg als einen „Schl .'ichhch»^ [er schlimmster <5orte// zu 3 Wochen Gefängms. Auf seine Berufung wurde zwar, da es sich um ben erften ihm nachgewiesenm Fall handelte, bte Strafe auf 1 Wock>c Gefängnis ermäßigt, auf die Berufung ber Staatsanwaltschaft aber neben ber Gescmgnisslrafe auf eine Geldstrafe von 3000 Mk. erkannt. Vor Pfingsten 1919 fuhren die Witte Julius P. unb Karl L. von Frankfurt nach Hainchen, wo Julius H. etwas für L. „besorgt" hatte. H., hatte ein Kalb unb zwei Hä m m el gekauft, bie er mit L .zusammen schlachtete. Das Fleisch wurde in brei Rucksäcke verpackt imb von H. unb L. unb bem inzwischen wteber hinzugekommenen P., ber von ber ganzen Sache nichts gewußt haben will, zum Bahnhof getragen. Es handelte sich um etwa 180 Pfund. Am Bahnhof würben bie Beschult) igten von ber Genbarmette, bie inzwischen Winb bekommen hatte, in Empfang genommen. Tas Schöffengericht in Alten stabt hatte Julius H. zu 1l/s Monat Gefängnis und 200 Mk., L. zu 2 Monaten Gefängnis unb 500 Mk., P. zu 500 Matt verurteilt. Auf Berufung der AngeRagten würbe bas Urteil des Schöffengettchts- aufgehoben unb H. zsn 6 Wochen Gefängnis und 500 Mk., L. tzu 1 Woche Gefängnis imb 500 Mk., P. zu 100 Mk. verurteilt. Das Gettcht ließ, was bie angeklagten Wirte anbelcmgt, weitgehenbe Milbe walten, ba zu ihren Gunsten angenommen würbe, baß sie in ttner gewissen Zwangslage hanbelten, insofern als sie auf ber einen Sette ihre Gäste zufriebenstellen unb bamit ihre Existenz erhalten, auf ber anberen Heile mit ben ihnen zugeteilten rationierten Lebensmitteln auskommen sollen. Beides ist schlechterdings nicht miteinander vereinbar. Was ben Angeklagten H. anlangte, so lag eine Zwangslage bet ihm nicht vor, fein Motiv war, bei bem Geschäfte zu Der bienen. Mit Rücksicht auf seine bisherige Unbescholtenheit wurde aber auch bte gegen ihn erkannte Strafe etwas herab--; gesetzt. Dem Briefträger von Münster würben* Strümpfe unb anbere Kleibungsstücke aus seinem Garten g e st o h l e n. Als er bei ber Elisabeth B. aus Münster gelegentlich einen Brief bestellte, bemerkte er zu jeinem Erstaunen, baß sich in ihrer Wohnung bie Strümpfe befanben. Zur Rede gestellt, kam sie zu ihm, um ed in ber „Güte" abzu-. machen unb drohte ihrerseits mit einer Anzeige wegen Schwarzschlachtens, wenn er auf seiner Anzeige bestehe. Tas Schöffengericht Butzbach ver-. urteilte sie zu 2 Monaten Gefängnis, inbem es strafschärfenb berücksichtigte, daß man auf dem Lande ganz besonders auf die Ehrlichkeit der Nachbarn angewiesen fei. Tie Berufung der AngeRagten, bie ihre Täterschaft leugnete, wurde verworfen. Siebener Gpern- und ttonzerttvoche. Gießen, den 21. Febr. Orchesterkonzert. Das orchestermusikalische Eveignis ixt „Opern* und Kvnzert-Woche" war ein vom „Gießener Konzertverein" veranstaltetes Konzert des Orchesters des Hessischen LandesthKaters zu Darmstadt, das letzte in ber Reihe 0?r dies winterlichen Darbietungen des genannten Vereins, ber burd) einen seiner-^tt ausgefallenen Orchesterabend mit einer Veranstaltung noch im Rückstand war. Es stand unter Leitung des Generalmusikdirektors Michael Balling, eines jener Tirigententypen, die Ä)rzügli<^s und Vorzüglichstes lttsten, roerat sie die ihnen kraft ihrer Veranlagung gezogenen Grenzen nicht verlasm. Teutlich gefprodien heißt das in bieiem Fall'. Ballings Bttreutung urä> Größe ruht in letrer Interpretation von Programm- und solcher Orchestermusik, die im Rahmen von Opemiverkm (Musikwamen) immer nur einen Teil des Ganzen ausmacht. Damtt soll nicht gescmt fein, baß nur bas begleitende Orchester das Gebitt wäre, auf dem er innerhalb von Opemwerten z>u geftultot verstünde, ©eine „Fidelio"- unb,,Walküre"-Ln- stimg, wo er das Orchester als selbständigen Träger der Handlimg herauszttheben wußte, haben ia ttnes anberen belehrt. Aber Balling bedarf gl'ichsam als Rückendeckung eines bie musikalische Ausdni- hmg bereits enthal enden „Programms". Nur so ist es zu vetttehen, daß die Wiedergabe des „absolute" Musik darstellenden, nachschöpfett che Gestaltung heischenden Violinkonzerts von Beethoven und der dieser Galtnng nahe kommenden großen Br ahm' scheu O-mo11-Symphvnie hinter jener in ihrer Wirkung wohl kaum zu überbieten* ben, man möchte sagen: vorbilblichen der „Freischütz"-Ouvertüre zurückgeblieben ist. Aber ovch bei Beethoven und Brahms hat er sein durch dve Schule eines Nikisch und Weingartner g'gW« genes Orchester — es zeigte trotz der dem KonM vorhergehenden anstrengenden Tage auch nicht du Spur von irgendwelcher Ermüdung — mit^aller Ära ft imb entschiedenem, am Schluß der Symphonie Orchester wie Hörer sogar enthusiasmierendem Ettolg hindurchgeführt. Anfgefal.'en ist eute gewisse herbe Behandlung der piano, unb pianis- smo-©teilen in ber Brahms-Symphome. Oder Wlte für dieses Urteil die nicht einwandfrei Klangwirkung cm dem dem Kritiker zugewiesenen Watz verantwortlich zu machen fein? Das Violinfolv im Diolinkanzert war .Herrn Konzertmttster Trumm übertragen Wa ben. Wenn man diesen zweifellos gehabten und technisch gewandten Künstler gebührend würdigen WM, so darf man seine Vergangenheit nicht w berücksichtigt lassen: Herr Trumm ist im OrcheM arsß geworden und hat die mcmnigsacheii Nac^ ieik, denen jeder Orchestermusiker inbezug auf ^ewmnung ober Erhaltung künstlerischen Eigen- ^Mens ausgesetzt ist, über sich ergeben lassen müssen. Trotz dieser auch ihn beengenden Fesseln tat er sich eigene Gestaltungskraft zu erobern gewußt, die ihn über den Durchschnitt eines bloßen Sologeigers tzrnanssetzt. Wo er wie im Violinsolo M Andante-Satzes der Symphonie innerhalb des Orchestettörpers hervorttttt, gewinnt sein Spiel in künstlerischer Reise und rhythmischer Sicherheit. Berichtigend sei iwch bemerkt, baß durch etn Versehen auf bem Theaterzettel am Schluß der .^Fidelio-Besprechung irrtümlicherweise die TarM- tfäbier Herren genannt worden sind. Es haben Rri) vielmehr neben Hoftat Stein gvetter ver- lient gemacht: um die Gestaltung der Bülmew' btfber Eugen Harprecht und Karl L ö f f ler, tun bie Beleuchtluigseinttchttrng Ludwig KeiM, 1 iimtTixf) Dom Stadttl-cxrter Gießen. Tas rege Interesse für die nun hinter uns '.i>äenbe „Opern- und Konzettwoche" legt den '.tz^msch nahe, berartige, allerdings nur burch die rÄhttge TätigUcit bes hiesigen „Thcaterveren^ ,«rd „Kvnzerwereins" möglich geworbene, für tnc ^italische Wiederbelebung Gi<ß-?ns. zeugende Ber- ' Spaltungen öfters unb m glichst bald wiederholen lassen, zumal bte szenischen Verhältnisse des , --ewigen Stechttheccters sttbst großen Anporberungen ' (Machsen sind. L , M. An! ssüne ScImll-lleBteitea trtaube mir besonders hin 129 Gießen, 21. Februar 1920. 2057 • £■ im Alter von 33 Jahren. Mmhmk! 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Bieber, Crumbach, Offenbach, 22. Febr. 1920 Die Beerdigung findet Dienstag, den 24. Februar um 3 Uhr statt. I s ; - u6 Familie Karl Schlierbach Familie Konrad Schlierbach Familie Johannes Schlierbach Familie Jakob Wagner Familie Heinrich Bremer. /• n 11 H ■ ■ r W im Alter von nahezu 22 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an 11 Uhr statt. 2088 ' In tiefem Schmerz: AoSsekretiir H. Lehr und Frau Elfe ged. Doeruer. Bad-Nauheim, den 20. Febr. 1920. il 83 Die Beerdigung findet statt: Dienstag, 24. Februar, nachmittags 2lA Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus. 2056 Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. des Offizierkorps des Ref.-Inf.-Rgts (Grotzherzoglich, Hessisches) Nr. 254. in, dak etr t! dürfe aber | sei auch mr I bekundet bei | dem drozef Gießen, Merlau, Gau-Odemheim, Hamburg, den 23. Februar 1920. Die Beerdigung findet Donnerstag vormittag von der Kapelle des neuen Friedhofes aus Beileidsbesuche dankend verbeten. zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 2071 an den Gießener Anzeiger erbeten. Vanlsagttng. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer teuren Entschlafenen, sowie für. die vielen Blumenspenden und das ehrende Grabgeleite sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernde Familie: Wilhelm Zuchau I. Krofdorf, 20. Februar 1920. a007 Heute früh 3 Uhr entschlief sanft nach langen, | schweren Leiden unser lieber ältester Sohn Heinrich Schlierbach s I Danksagung. Für die uns in so überaus reichem Maße bewiesene Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. omu Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: w. Daniel und Ainder. Gießen, den 23. Februar 1920. f; ■ I Elsässer Hemdentuche per Meter Mk. 24.50 und Mk. 28.50. (Wegen Knappheit der Vorräte können nur bis zu 10 Meter abgegeben werden.) [jonc d. R. d. R. d. R. d. R. d. R. d. R. Nach kurzer schwerer Krankheit wurde uns gestern unsere heißgeliebte Anni im 5. Lebensjahre durch einen sanften Heute vormittag 9 Uhr entschlief sanft im Herrn nach schwerem Leiden meine liebe, gute Frau, unsere innigstgeliebte, herzensgute Mutter FrauAugusteRohrer geb. Fauler im Alter von 57 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. # l ft Statt jeder besonderen Anzeige. Am Sonntag, dem 22. Februar 1920, früh 8 Uhr, rief Gott der Herr meinen geliebten Mann, unseren guten Vater und Großvater Kirchenrat Karl Otto Klingelhöffer Stiftsdechant i. R. im 75. Lebensjahre in die ewige Heimat. In tiefer Trauer: Luise Klingelhöffer geb. Clemm. Lieh (Oberhessen). Die Beerdigung findet Dienstag den 24. Februar, nachmittags V24 Uhr, satt. *6 JffS’ SÄ nichl '.nmge bit’ Lcriieh" di- Ml»! «nvh! res grfudil, aus üdjiöcn jel krzberge Mivohl^ lehre unn in Hütten ihm o W ' Alands G iid) seine W äönbig. «wann er ® , No "irisch,< Nachdruck K i Heute wurde von langem, schwerem Leiden erlöst meine liebe Frau, unsere gute Tochter, Schwester, Schwiegertochter und Schwägerin £otte (Mmd geb. SeNivgel. 3m Namen der Hinterbliebenen: Dr. hanr Soldmmm z. 3t. Mldbad. Plesfier (Sore). Offizier-Stellverireter KupsKe, 10/254, gestorben am 2. 5. 18 Lazarett infolge Verwundung am 26. 4. 18 an der Avre. Offizier-Stellvertreter Rothermel, 10/254, gefallen am 15. 9. bei Daudeffvn. Vermißt: im kl. Fori Londe. 1 ~ Felsing, 9/254, gefallen am 4. 9. 18 bei Lrouy. Leinberger, 6/254, gefallen am 14.9. 18 bei Pinon. Schäfer, 11/254, gef. am 14. 9. 18 bei Vaudesson. Stadermann, 9/254, gef. am 16.9. 18 bei Pinon. Grotzeck, 7/254, gef. am 27. 9. 18 bei Binarville. _____________ Lippert, 7/254, gestorben am 28. 9. 18 im Lazarett infolge Verwundung bei Binarville. Leutnant d. R. Metternich, 1/254, gestorben am 8. 10. 18 im Lazarett infolge Verwundung bei Grandpre. Leutnant Loerbrocks (Otto), 2. M.- G.-K./254, gestorben im Lazarett infolge Verwundung am 23. 10. 18 bei Grandpre. Bataillonsarzt Dr. Schick, IH/254, gefallen am 13. 3. 15 bei SMMleMMMIM laufen zu höchsten preisen Göbel & Appel, Znh.: Otto Göbel Gießen, Bergstraße 20. 2on Danksagung. Für die uns in so zahlreichem Matze bewiesene Teilnahme bet dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marg. «erbifl «u»e. Giehen, den 21. Februar 1920. «st» Am Samstag morgen 3*/a Uhr verschied sanft nach schwerem mit Geduld ertragenem Leiden nx-ine innigstgeliebte, treue Frau, unsere zweite liebe Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin, Tante und Enkelin Frau Elisabethe Otto geb. Brandenburger im Alter von 27 Jahren. In tiefer Trauer: Friedrich Wilhelm Otto III. Adolf Brandenborgrer and Fran Wilhelm Otto ▼. und Familie Familie Honig. Familie Polite. Klein-Linden, Beuern, den 23. Februar 1920. Die. Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 3 Uhr. in Klein- Linden vom Hause Brandweg 9 aus statt. 03427 Am Sonntag vormittag 11V, Uhr entschlief nach langem mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe unvergeßliche Frau, die treusorgende, gute Mutter ihres noch einzigen Kindes und Schwiegermutter Frau Kätchen Flick geb. Weber im Alter von 61 Jahren. Dies zeigen wir Verwandten und Bekannten tiefbetrübt an. Die tief trauernden Hinterbliebenen: Louis Flick Lina Flick Carl Sommerkorn. 3m Kampfe für Kaiser und Reich fielen auf den Schlachtfeldern in Nordpolen, Lttauen, Kurland, Siebenbürgen, Rumänien und Frankreich getreu ihrem Fahneneid: Major u. BtLKdr. Frhr. Raitz von Frentz, IH/254, am 2S1. 4. 15 verstorben infolge Verwundung am 27. 4. 15 beizöwlKa. Hauptmann d. L. Günther, 8/254, gefallen am 29. 3. 15 bet Oberleifhtant°molf, 12/254, gefallen am 13. 2. 15 bei Wizanny. Oberleutnant d. L. Gothmann, 5 254, gef am 9. 8. bet Marasestt. Oberleutnant Karbe, 7/254, gefallen am 30.8.18 tm kl. Fori Londe. Leutnant und Adjutant Berendes, 11/254, gefallen am 16. 3. 15 bei Krznnowloga-Mala. . . c . . Leutnant d. R. Erben, HI/254, gefallen am 11. 5. 15 bet Suwalk,. Leutnant d. R. Hoffmann, 4/254, gefallen am 24. 5. 15 bei Oleg. Leutnant d. R. Pesch el, 4/254, gestorben am 10. 6. 15 infolge Verwundung am 5. 6. 15 an der Dubissa. Leutnant d. R. Pose, 11/254, gestorben am 14. 7. 15 tm Lazarett infolge Verwundung am 15. 6. 15. Leutnant d. R. Meyer, 8/254, gefallen am 12. 7. 15i bei Saum. Leutnant d. R. Atz mann, 9/254, gefallen am 19. 8. Io bei Pobtrshi. Leutnant Meyer, 1/254, gefallen am 16. 9.:15 bet Sota.• Leutnant d. R. Simon, 8/254, gefallen am 27. 9. 15 bei Stabeny. Leutnant und Adjutant de Harde, IH/254, gefallen am 27. 9. 15 bei Aleschonky. . Leutnant d. R Härtel, M.-G.-K./254, gefallen am 25. 9. 15 bet Gawenowitscha. _ T ßeutnant d. R. Weitz, 11-254, gefallen am 26. 9. 16 bet Dolrnany. Leutnant d. R. Fischer, 10,254, gestorben am 30. 9. 16 tm Lazarett infolge Verwundung am 27. 9. 16 bei Dolrnany. Leutnant d. R. Kallrneyer, 7/254, gefallen am 16. 10. 16 bei Dragoslavele. Leutnant d. R. Montag, 7/254, gestorben infolge Unglücksfalls am 11. 12. 16 in Targoviste. Leutnant d. R. Keim, 11/254, gefallen am 21.12.16 bet Lurculeasa. Leutnant d. R. Spohr, 5/254, gefallen am 14. 1. 17 bei Focsani. Leutnant d. R. u. Ord.-Offz. Seikritt, 1/254, gefallen am 8. 8. 17 bei Strajescu. . _ Leutnant d. R. Werner, 2/254, gefallen am 21.8. 17 bet Marasestt. Leutnant d R. Wicht, 7/254, gefallen am 9. 4. 18 bei Messier. Leutnant d. R. Kempf, 9/254, gef am 13.4.18 bei Lontotre (Avre). Leutnant d. R. u. Adjutant Obert, HI/254, gestorben am 18. 4. 18 im Lazarett infolge Verwundung bei Plesfier (Avre). Leutnant Blum en st ein, 2. M.-G.-K./254, gefallen cm 29.4. 18 bei Arvillers. Leutnant Loerbrocks (Gerhard), 11/254, gefallen am 3. 5. 18 bei Arvillers. Leutnant d. R. Huber, 1/254, gefallen am 24. 8. 18 bei Ehavigny. Leutnant d. R. u. Ord.-Offz. Ortmann, 11/254, gef. am 30. 8. 18 Mrnder Hi if'A unter U p tau 26 pw mit R r Slaatsc ‘ ntragt. ■ f: L" I Smolen Suroino. Bataillonsarzt Sturm, IH/254, gestorben infolge Krankheit am 24. 3. 18 in Focsani. Feldwebelleutnant Noll, 7/254, gefallen am 8. 8. 17 bei Bizighefti. Offizier-Stellverireter D o d e n st e i n, 12/254, gefallen am 24. 8. 15 bei Kurfchany. Offizier-Stellverireter Wilkens, 12/254, gestorben am 15. 10. 15 infolge Verwundung am 29. 8. 15 bei Kurfchany. Offizier-Stellverireter W a l d e m e y e r , 12/254, gef. am 27. 9. 16 bei Dolrnany. Offizier-Stellvertteter de Bruyn, M.-G.-K./254, gestorben am 18.10. 1916 infolge Verwundung am 17. 10. 16 bei Dragoslavele. Offizier-Stellverireter Thiele, 5/254, gestorben am 10. 8. 17 im Lazarett infolge Verwundung bei Strajescu. Offizier-Stellverireter Roth, 8/254, gef. am 10. 8. 17 bei Bizighesti. Offizier-Stellverireter Schmelz, 9/254, gefallen am 9. 4. 18 bei hörte, habe von der pol bestärkt. Al sei, sei er s an das Ai „Sind Sie er einen S treffen. Tc kleinen Äe verursache niste: zu Seit unsi Es i verständig kündet, d verlebt se die ausger wandte 9 Kugeln m daraus als Angeklagte Ahnung mollte. Ur gAirachl un W ts \\ digers, vb TchreLen sesior in! Sofm als Mann prr rat Dr. ,f toi auf je tut. nid)t gar ^wes Fanal im wüsten Der Angekla Mchen, iäii , G® folgt WM. Erz Montage nac Mommen 'n Yohl öie ®°i feien, bi, >orgniserreg.'r heransst Mimm iMr K-rdezu über Merlin I Leutnant d. R. Korthcrus, 2/254, feit Oktober 18 in den Argmmen. Mit diese« Tapferen starben 1960 Unteroffiziere und Mannschaften den Heldentod. Ium Schutze der Heimat und im Vertrauen auf des Vaterlandes Gröhe und Ruhm gaben fie ihr Geben dahin. Wohl ihnen, datz sie die Schmach des Vaterlandes nicht mehr zu erleben brauchten. Giehen, 21. Februar 1920. Im Namen des Offizierkorps des Reserve-Infcmferie-Regiments (Grotzh. Hefi.) Nr. 254: Hünicken, Major und letzter Feldzugskommandeur. 1987D । Die Fra fl ZngWc i h eifer durch j Lngeklagte j Xr Angekl-u f z sitzenden w .» hn« etr gr. 45 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Montag, 25. Zebruar (920 Der prozetz hirschfeld. Berlin, 21. Febr Wolff. 3=m Schwur- gerichtsfaal des Zbriminalzcrichts begann hmte der Proz eß S^en den Fähnrich v. Hirschfeld, der aus den Reichs fin an z Minister geschossen hat. Hirfchfeld ist des versuchten Mordes angefiagL Es sind ungefähr 12 Zeugen geladen, baruntcr Erzberger. Der Vorsitzende stellt bei Beginn des Verfahrens fest, daß der Vater des Angeklagten, der noch nid* 21 Jahre alt ist, als Beistand sftnes Sohnes neben dem Verteidiger; Rechts- aimxalt Bahn, erschienen ist. Ein Anttag des Verteidigers, die GesÄvorenen auch zu fragen, ob nicht inige von ihnen durch politische Airschauung sich befangen fühlten, wurde abgelehnt. Es beginnt die Vernehmung des Angeklagten, der nach kurzer Schild.rung seines Lckenslauses erklärt, erst durch die Revolution auf die Politik gestoßen zu sein. Er l'ätt." sich durch die lleftfire vieler Zeitungen, svivobl rechts wie linksstehender, zu informieren gesucht, aus welchem Anlaß die Revolution ent- standtm sei und kam zu der Hebersiengimg, daß Erzberger der Hauptschuldige des Zusammen bniches sei. Dieser arbeite wissentlich gegen das Bolkswohl. Die ganze Vergangenheit Erzbergers lehre dies. Die Art, wie er ,ich vom Annexionisten zum Defaitisten verwandelte, und wie er sich in den Fällen Tlwssen, Berger und Parma benahm, hätten ihm die Ueberzeugung beigebracht, daß Erzberger vvn England gekauft sei, und daß er für Englands Geld m seine Tasche arbeite. Er bildete sich seine Ansicht, daß Erzberger fort müsse, selbständig. Seine politische Ansicht über Erzber-ger gewann er aus der Schrift Helffcrichs. Die Frage des Vorsitzenden, ob denn der Angeklagte das Recht zu haben glaubte, den Minister- durch-eine Kugel zu beseitigen, bejaht der Angeklagte Rach längerer Vernehmung erklärt der Jlngeklagte auf weitere Vorhaltung des Vor- < sitzenden wiederholt mit großem Nachdruck, er gebe zu, daß ein pvlittscher Mord nicht Dorfommen dürfe aber Erzberger stütze sich aus Gewalt und sei and] nur durch Gewalt zu beseitigen. Weiter befurvt der Angeklagte, er habe am 26. Januar dem Prozeß beigewohnt und das, was er dort hörte, habe ihn in seiner Ansicht, daß Erzberger von der politischen Bildfläche verschwinden müsse, bestärkt Als die Verhandlung beendigt gewesen sei, sei er sofort auf die Straße gelaufen, sei dort an das Auto berangetreten, und habe gefragt: „Sind Sie der Minister Erzberger?" Hierauf gab er einen Schuß aus die Brust ab, um die Lunge zu treffen. Da er als früherer Soldat ivußte, daß die kleine,! Geschosse fast memals tödliche Lnngensclnmc verursachten, batte er nicht die Absicht, den Minister zu töten, sondern hätte ihn nur für einige Zeit unschädlich machen wollen. Es folgt darauf die Vernehmung der Sach- vcrständigen. Geheimrat Dr. Hildebrandt bekundet, daß weder ein Knochen noch die Lunge verletzt sei. Gewehrfabrikant Barella widerlegt die aufgetauchte Vermutung, daß aus dem angewandt er Revolver schon vor den konstatierten zwei Kugeln noch eine abgeschossen sein tämtie. Die daraus als Zeugin vernommene Mutter des Angeklagten bekundet, daß man zu Hause keine Ahnung davon hatte, was der Sohn ausführen wollte. Er habe ftetd die allerbesten Zeugnisse mil- gebrad)t und sei unbedingt wahrheitsliebend, selbst wenn es ihm schädlich sei. Die Frage des Verteidigers, ob ihr nicht aus allen Kreisen zahlreiche Schreiben zugegangen seien, il a. von einem Professor in Heidelberg und einem General, die ihren Sohn als einen Helden intb einen edyten deutschen Mann priesen beiaht die Zeugin. Geh. Medizinalrat Dr. Hoffmann untersuchte den Angeklagten aus seinen Geisteszustand. Er sei körper- lid» zurückgeblieben und auch geistig nicht ganz auf der Höhe. Die Tat sei die eines Fanatikers. Bon Willensfreiheit bei der Tal im vollsten Sinne könne nicht gesprochen werden. Der Augettagte sei zwar als minderwertig cmzu- sprechen, jedoch für die Tat verantwortlich. Es folgt die Vernehmung einer Reihe weiterer Zeugen. Erzberger beftätigt, daß er schon am Montage nach der Tat seine Tätigkeit wieder auf- •genoinmen habe. Auf die Frage des Verteidigers, Die wohl die. Bulletins in die Zeitungen gekommen seien, die das Befinden des Ministers alI be- forgnid.Trcg.’nb bezeichnet hatten, während es sich doch herausstellte daß die Sache gar nicht so schlimm ivar, erklärt Erzberger hierüber nickst unterrichte: zu sein. Er wisse nur, daß die beiden behandelnden Aerzte von Vertretern der Presse geradezu überlaufen worden seien. Berlin, 21. Febr. lWB.) Das Urteil fegen den Fähnrich v. H i r s ch s e l d lautet aus ksährlichc Körperverletzung unter Zubilligung lilbcmber Umstände zu IVs Jahren Gefäng- 1 i s, unter Anrechnung der ganzen Untersuchungs- Lail von 2(3 Tagen. Der Haftentlassungsantrag iturbc mit Rücksicht auf die hohe Strafe abgelehnt. Ster Staatsantvalt hatte zwei Jahre Gefängnis t; antragt. Attr StaM und Land. Gießen, den 23. Febr. 1920 Gültige Lebensmittelmarken für die Zeit vom 23. bis 29. Februar 1920. Brot: 1850 Gr. Brol oder 1370 Gr. Mehl. Mk" Weizendrotmehl Kg. 1,44 Mk. Butter: Marke 8. 125 Gr. Margarine zu 1,43 Mk. Fleisch: Wochenabschnitt 8. Metzger für Fremde I. Kunz, Bleichstraße. Zucker: für Februar 1920. 750 Gr. Zucker. Nährmittel: für Februar 1920 noch nicht eingetvoffen. Nährmittel und Zucker für Zugezo ffene: Gebr. Berdux, Bahnhofstraße 27, Heinrich Reut«, Ludwigsplatz 4, Emst Radtke, Walltor straße 34, K. Klingelmeher, Ludwigsttaße 57, Joh Reinhardt, Krosdorfer Straße 10. Zucker für Kranke: Emst Radtfe, Wall- Ivrstraße 34. Nährmittel für Kranke: Ernmericher Waren-Erpedition, 'Seltersweg 59. Mehl für Kranke: Kg. 1,70 Mk. K. Tuill, Asterweg 43. Nähr mittel un b Zucker für Fremde: H. Becker, Löwerrgasse 28. Seife: Marke für Februar: Anteil 125 Gr. K.-A.-Seifenpulver, das Pfd. zu 2,10 Mk. * ** Vierteljährliche Viehzählung. Am 1. März ds. Js. findet abermals eine Viehzählung statt, die sich yebod) nur auf Rindvieh, Schafe, Schweine und Stegen erstreckt. Das Ergebnis dieser Zählung bient als Grundlage für wirtschaftliche Maßaicklnnen und ist diese daher von ganz besonderer Wickstigveit. Wissentlich unrichtig.' oder unvollständige Angaben werden mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafen bis zu 10 000 Mk. bestraft. ** Viehka läster. Vom Städtischen Lebensmittelamt wird uns geschrieben: Es ist die Wahrnehmung gemad)t worden, daß die An- und Abmeldungen zum Viehkalaster vielfach nicht erfolgen . Es wiro darauf hingewiesen, daß die Unterlassung der An melde pflicht unter empfindliche Strafen gestellt ist. Künftig wird in derartigen Fällen unbetingt Strafantrag erhoben werden müssen. Landkreis Gießen. Eisenbahnwünsche. Steinherm, 21. Febr. Die Strecke Gießen — Gelnhau sen, insbesorchev: die Teillinie Nidda — Hun gen, ist von jeher stiefmütterlich behandelt worden. Wähnend auf den kleinen Nebenstrecken em Sonntagsverkehr eingerichtet ist, herrscht bei uns völlige Sonntagsruhe. Leute hes Mittelstandes mäffen deshalb 'einen Tag der Arbeit an das hängen, was sie Sonntags besorgen könnten. Auch Werktags besteht eine sehr ichlechte Verbindung mit unserm wirtschaftlichen Mittelpunkte Gießen. Bon morgens 9 Uhr bis «abends 7 Uhr gckkst Tein Zug. Der Güterzug 7501, der gegen 11 Uhr passiert, hat wohl Personenwagen und auch — wenigstens bibber — Fahrpersonal, aber er ist für Reisende gespurt. Wäre das nicht der Fall, so hätte man Anschluß an den Personalzug Hungen ab 12.30. Weiterlstn wäre zu prüfen, ob nicht der Personenzug 505, früher nur bis Stockheim, jetzt bis NM>o fahrend, bts Gießen weitergeführt werden röjmte. Falls sich die Bahnbehörde entschlösse, in der Beit von 9—7 Uhr noch eine Berbrndung mit Gießen zu bewerkstelligen, würde sie des Dankes Vieler sicher sein. Kreis Alsfeld. △ Alsfeld, 21. Febr. Unser früherer Bürgermeister Karl Arnold und die Wiegemeister Diehl setzten beide in einem Zustand geistiger Umnachtung am 19. dS. Mts. ihrem Leben em Ziel. V3clt, 22. 3ebr. «der hiesigen Braunkohlenzeche Jagertalgrube, die nunmehr seit Neujahr mit Erfolg arbeitet, wird durchschnittlich pro Tag ein Waggon Braunkohle gefördert. Tas Material ist ausgezeichnet, wird seist gesucht und eignet sich vorzüglich zum Hausbrand. Starkenburg und Rheinhessen. RMK. Darmstadt, 22. Febr. Von der Meldung, daß Geheimrat Röm Held in dos Landesamt für das Bildungswesen zur Weitung des Theaters übertrete, ist nach einer Meldung der „Darmstädter Zeitung" im Ministerium nicht bekannt. Vermischter. * „Draht" oder „Funk". Das inländische Funknetz ist jetzt Wetter au£gebaut und soll in größerem Umfang benutzt werden Die Reichs- Telegraphenverwaltung hat sich deshalb im allgemeinen freie Wahl des Weges, Draht- oder Funkweg Vorbehalten. Wenn der Absender ein Mithören des Funkentelegramms befürchtet, so kann er im Telegrammausgabeformular an der •stelle für die Wegangabe den gebührenfreien Ver merk^,,^raht" niedenchreiben. Dies gilt auch für den o.etegrammverkehr Teutfchlands mit den curo baildjcn Ländern, soweit die Gebühren aus beiden Wegeil dieselben sind. Der läufig im Verkehr mit schweben, wofür btc Haupttunfstelle Nönigs-Wu- Nerhanstn zur Verfügung steht. Im Verkehr zwischen Deutschland und Spanien sind die beiden Gebühren noch nicht gleichgestellt. Besttmmt der Abtender nicht „Draht" so werden die Gebühren für den Funkweg erhoben. Im Verkehr mit den '-bereinigten Staaten von Amerika kann die Der mal hing wie bisher den Weg wählen, wenn der ‘.Ibienber ihn nicht vorgeschrieben hat Hier wirb öer Vermerk „Funk" venvenbet. Mit „Rabio" werben nur noch Seetelegramme zwischen Küßen sunkstellen und Bordfimkstellen bezeichnet. Die neuen Bestimmungen gelten vom 15. Januar ab * Gottsched und der Student. A.s ter Dichter Gottsched Rektor der Universität L ip zisi it-ar, verklagte bei ihm ein Bürger ein,'N Studenten, der bei ihm wohttte, weil befer ihm ol/ne Grund eine Ohrfeige geg'bm hätte. Gott- id}tb ließ den Studenten rufen und fragt3 ihn: „Bc.rnm hat Er seinen Wirt hinter die Ohren geschlagen?" „Magnifizenz," erwiderte du Student, „der Flegel Hot mid> mit Er ang-uedtt." Gottsched mochte einen Augenblick ein ustmntes Gesicht, dann lachte er gutmütig über die Dreistigkeit des jungen Mannes und sagte: „Ja, di hatten Sie allerdings Grund genug zu der Ohr- feige." Der Student wurde ohne Strast entlassen. Büchertisch. - Balkanmärchen. Im Verlag von Eugen Diederichs-Jena ist eine Sammlung von Balkanmärchen erschienen, beraudgeg.'ben von A. Leskien. Bunt wie das Bölkergemisch ber Halbinsel sind diese rounberamen Gesdstchtm Sie vereinen das Behaglid>e in der Erzähl nngsweis: des Abendlandes mit der ungebundenen Mantasi? des Morgenlandes. Im Gegensatz zur Märchmsamm- lung „Tausend imd eine Nacht", die aus dem Munde feinkultivierter Märchenerzähler flammm, sind die Bal kaumürchcn aus der Emsalt und Derbheit der Volksseele gtforen. Wir haben daher auch eine reizvolle Gelegenl?eit, uns in Leidensdiaft unb Sehnen jener Volksstämme voll mieuropäischu Wildheit zu versenken. Handel. Frankfurt a. 9JL, 23. Februar. Devisenmarkt. Gelb Brief Gelb Brief Datum: 20. Febr. 21. Febr. Amsterdam. Rotterd. 3526,- 3534,- 3516,50 3523,50 -Brüssel-Antwerpen . 729,25 730,75 724,25 725,75 Thristiania 1663,25 1666,75 1648,25 1651,75 Kopenhagen 1428,50 1431,50 1428,50 1431,50 Stockholm 1783,25 1786,75 1778,25 1781,75 Helsingfors 377,10 377,90 377,10 377,90 Italien 532,- 533,- 534,— 535,- London 327,65 328,35 327,90 328,60 New-York 95,15 95,35 94,90 95,10 Paris 713,60 715,- 709,30 710,70 Schweiz 1508,50 1511,50 1508,50 1511.50 Spanien . . -,- -,- 1603,501606,75 Wien (altes) .... 38,46 38,54 38,46 38,54 Deutsch-Oesterr. abg. 34,71 34,79 34,96 35,05 Prag 100,40 100,60 100,40 100,60 Budapest 34,21 34,29 33,96 34,04 Bulgarien ——, — — Marknotierungen. Datum: Zürich Amsterdam Kopenhagen ......... Stockholm Wien Prag 20.2. 21.2. 7,- 6,50 2,90 2,87 7,25 7,35 5,65 5,65 293,- Spictplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Montag, 23. Febr.: Schih- razadc. Dienstag, 24.: Das Loch In der Landstraße. Mittwoch, 25.: Trittes Volkskonzert Donnerstag, 26.: Der Schatzgräber. Freitag, 27.: Undine. Samstag, 28.: Figaros HoctMit. Sonntag, 29 : Lohengrin. sJJtontag, 1. März: Tanzabend von Niddy Impekoven. Dienstag, 2.: Der Eoin- gelimann. Mittwoch, 3.: Aida. — Scha uspiel- hau s. Montag, 23. Febr.: Die große Katharina. Hierauf: Eine ?tzbrechnung. Dienstag, 24.: Ros- mersholm. Mittwoch, 25., nochm. 2y2 Uhr: Wilhelm Tell. Abds. 7 Uhr: Fräulein Julie. Vorher: Samum. Donnerstag, 26.: König Richard 111, Freitag, 27.: Die Marquise von Arcis. s>amstag, 28.: g^atban der Weise. Sonntag, 29., nachm. 3 Uhr: Wikhelm Teil. AbdS. 7 Uhr: König Nicolo Montag, 1. März: Rausch Dienstag, 2.: Nathan ber Weise. Dttttwoch, 3., nachm. 2y2 Uhr: Wilhelm Tell. Aödis. 7 Uhr: Der LäbgoE. (In einem Teil ber Auflage wied.rholt.) Verhaftung angeblicher Kriegsverbrecher in der Pfalz? Berlin, 21. Febr. (WB Zu ber .AeldunH ^r „Pfalz-Zentrale" aus .'.'Mannheim über die Verhaftung und A b t r a n s p 0 r t i e r u n g angeblicher deutscher Kncg-overbr:ck:er nnrd fort zuständiger Stelle bemerlt. daß von dief:nr Vorgehen brr Franzosen an amtlicher Stell' noch nichts bekannt ist, aber alle Scbntte unternommen wcrben, um eine Mlarftellung des Borg chms her* beizuführen Ausdi-ücklich sei noch behxnt, daß sich bte in der Melduiig genannten Person m nicht auf ber AuSliescrungslistc besinden Tic Gehkimvcrhaudlnngen der Entente. .Rotterbam, 20. Febr. (WTB.) Laut „Nieiiwe Rottertamschen Gburanl" bat eine in London abgebal.enc Konferenz von Vrwrvctern ber Londoner und der Proviuzvresse einen Beschluß angenommen, in dem auf bie dringende Notwendigkeit größerer Ocf- f e n 11 i d) f e i t bei der Tätigtett ber Friedens- konstrenz hingewiesen wird. England als Glänbiger. Carmarvon, 21. Febr (Funkspr । (WB.) Ter Schatzkanzler sagte im Unterbaute in öeant* mortung einer Anfrage, die Allienen 1 dnifb'.bnr 'England für Vorschüsse z n Kriegszwecken 1700 Millionen Pfunb Sterling. In dieser Zahl seien Bors chw.se für WiebwauibauzwsLe an alliierte Staaten im Bettage von 21500 000 Pfnnd Sterling nicht eingeschlossen. Der Prozeß Caittauz- Paris, 20. Febr. (WTB.) Ter Gerichtshof ttat heute zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. B 0 u r g 0 i s schritt zum Verhör Caillaux über seinen Ausenthalt in Brasilien im Te,ember 1914. Caillaux erklärte, daß er die Bekanntschaft eines Grasen Minetto machte, der durch den Botschafter der Vereinigten Staaten an ihn gewiesen worden war. Er fügte bei, daß es ihm nicht brkamll ivar, ob Minetto Beziehungen zu Teutschaiid hatte. Er habe immer im Interesse sein.'s Land'* gehandelt intb in Brasilien habe ihn jeder für emm glühenden Patrioten gehalten. Ein Okridtt»- schreiber verlas sodann bie Telegramm Vui- burgs bezüglich der Rückkeln Caillaux, die beweisen, daß Luxburg von Mtnetto Über Caillour auf dem Laufenden gehalten 'wurde. Caillaux erwiderte, daß, Deutschland eine Million Mark in Südamerika ausgegeben habe, um seine anttdattsche Propaganda zu bekämpfen. Caillmix gab zu, sich in Luxburg getäuscht zu haben und benchtete j»1 bann, wie er Liebs cher kennen g.'lemt habe^ der beftätigte, daß. er ein Agent Karolis nur, und er habe gelernt, weiter; Beztehimgen mit ihm zu unterhalten Er fügte jedoch hinzu, baß er später Liebscher empfangen habe, und daß ihm biestr Mtttcl in die Hand gegeben habe, stine Gottrn nM» seine Ehre zu verteidigen. Caillaux kam bann auf den Briefwechsel mit Liebscher zu sprachen unb warf der Anklage vor, die Briest an Frau Di> vergor mit Stillschweigen übergangen ,u hab«. An Hand dieser Briefe könne er nämlich b'wnfeu, daß die Versuche Liebschers goscheitett seien. Dte Verteidiger Caillaux verlangten, daß. biefe Briefe verlesen mürben. Der Präsident erllärre, die Briefe würden in der nächsten Sitzung zur Verlesung Lome men. Die Sitzung 'wurde hierauf ausgehoben. Die ungarische Verfaffuug. Budapest, 21. Febr. (Korr.-Bureau.) (Sät rn der Nationalversammlung .inge&nidx ter Gesetzentwurf bestimmt, daß bte g.'sotzliche Gewalt von der Nationalversammlung ausaeübt und bis zur Besetzung des Postens eines 9i i chSderwesers bie Exekutivgewalt von der Nationaloersammlung unb dem verantwortlichen Ministerium ausgeübt wird. Zur Verteidigmig des Landes und der Aufrechterhaltung der inneren Ordnung wirb ein? auf die ungarische Verfassung beefbigte national' Armee errichtet. Die Nationalversammlung wähll in geheimer Äbstimmuaig bis zur enbgillhgen Regelung der Ausübung der Gewalt durch ein Staatsoberhaupt aus der Mitte der Staatsbürger tinm Verweser. Die irische Bewegung. Amsterdam, 21. Febr. (WB.) Der ,,Te- legraaf" meldet aus London: Gestern früh wurden in Dublin 11 Führer der ©inMeiner durch Soldaten und Polizisten verhaftet. In Westcerry griffen bewaffnete Banden das Polizeig'bäud.' an, wobei Handgranaten, Gewehre und Revolv'r gr- braucht wurden. Der Angriff ttnnt>e abgeschlagen. Der Berkaus der deutschen Schiffe in Amerika. Washington, 21. Febr. (WB.) Die Haw- delskommissron des Senats sagt in ihrem Bericht über den Verkauf der deutschen Schiffe, daß sie sich zu Gunsten einer Brll er- Räre, die den Verkauf der ehemalig.'n deutschen Paketboote verbiete. Llusgenommen würden die sein, die durch den Kongreß bestimmt würden. Geegespenstec. Roman von Anny Wothe. Amerikanisch«« Copyright 1918 by Anny Wothe-Mahn, Leipzig. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 47. Als» Estrid sich endlich niederlegte, starrte sie nit ivehcn Llugen ins Dunkel. Beide Hände über 1er Brust gefaltet, sann sie dorn Tage nach. Und ihr war, als ginge em Rauschen durch Sic Luft, als spüre sie den FlügolscAag einer an- Seren Seele, unb blendender Glanz fiel in ihr luge. In dem weißen Licht erstand eine hohe, ha- tere Gestalt mit glattgesttichenem Haar, im weißen Sterbelleire, einen unbeschreiblichen Glanz auf den ixllen Zügen. Unb eine Sttmm^, bie sie dereinst geliebt, sprach zu ihr: „Ich bringe dir deinen Ring, Schön-Estrid. Im tiefen Meer bei deinem Kranz, da soll er ruhen, denn ich gehe narrt ein in lichte Herrlichkeiten. Du aber sollst leben und gesegnet sein." In Glanz und Dust zerfloß die Gestalt und im Crwacken des Morgens dämmerte die Stube. Estrid aber flüsterte, erschauernd die gefalzten Hände auf ihrer Brust: „Nun ist Jngewart Ferks tot — und ich muß Ltben." — Als die Nachricht von Keitum kani, daß Dnge- oart heim gegangen, sagte sie zu khrem Mann, ohne <7n anzuselien: ’^d; habe es in dieser Nacht gefühlt. Er km, Bra Aoicksted zu nehmen und mir zu vergeben." Wer Banken schauerte zusammen. Er gedacht eher Stunde hoch oben auf dem Kampener Leuchtturm, wo es auch zu ihm wie ein Gruß aus der Geisterwelt berübcrgetoaUt war. Gab es Dinge zwischen Himmel und Erde, die niemand ergründen, die sich nur mit dem feinen Fühlen der Seele empfinden ließn? Am nächsten Tage äußerte er zu seiner Frau: „Ich will Jngewaxt FerV das letzte Geleit geben, id> hoffe, du wirst mttcsthen." Estrid wollte erwidern, doch Peter schnitt ihr kurz das Wort ab. „Ich will nicht fragen, warum du hem Sarge nicht folgen magst, aber — hörst du — ich will, daß es geschieht. „Auch ohne deinen Befehl, den du dir fchen- ken konntest, werde ich Jngewart auf dem letzten Wege begleiten," entgegnete Estrid mit finster gefalteten Brauen, und heimlich dachte sie: „Nicht meinet» und seinetwegen, nur deinetwegen, Jngewart Ferks, dem ich soviel schulde, wäll ich mit Peter Bonken an deinem Grabet stehen — das Schwerste wohl, das ich jetzt tun nruh." Unb dann ging sie im Hause ihrer Mutter von der Tenne aus, nx> ber Sarg aufgebtthrt war, am Arm ihres Mannes hinter dem Sarge her und die Schulkinder fangen: „Wenn ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir, Wenn ich den Tod soll leiden. So tritt du dann berfftr." Gstrü) dachte daran, wie still und ernst Jnge- wart im Sarge gelegen — einen bnligen Frieden im Gesicht, gerade, wie sie ihn m der Sterbenacht gesehen. Sölve hatte ihm Heideblüten auf das letzt' Zager gestreut und taufrische Rosen, die wenigen, die die Insel hergab. Und die Mutter hatt:, Estrid imb Peter Bonken die Hand reichend, g> sagt: „Sa hat unser Herrgott noch alles wohl- gefügt" Sie stand aufrecht an dem Grabe, berat Peter Bonkens kräftiger Arm stützte sie und die Augen der Neugierigen, die zuerst mit Mißtraum imb heimlicher Schadenfreude auf "bem Ehepaar geruht, fanden sich arg enttäuscht. Das war ja alles Ihrfian, was die Leute ge- llatscht, daß Peter Bonkens Frau die heimliche Liebste von Jngewart Ferks gernejm sei unb er durchaus die blonde Sölve hätte betraten sollen, die er gar nicht gemocht und gewollt. Peter Banken sah nicht aus, als ob er das duldete, und Schön-Estrid — alle meinten, daß die junge Fvau noch schöner geworden — stand stolz und sicher an ihres Mannes Seite mit einer solch stillen verhaltenen Trauer in den Augen, daß jeder Lästermund verstummte. Und der Pastor sprach mit weithin tragender Stimme über bas stille Grab hinweg, „daß sich einer endlich bcimgefirnben, der draußen im Sturm des Lebens redlich gekämpft, dessen ruhelose Seele nun Anker geworfen im Hasen bet Ruhe, den er im Leben vergeblich gesucht. Er verglich der Menschen Erdenwallen mit der Fahrt auf hoher See und sagte, wie wenige den Gefahren und Stttt- men gewachsen feien. Auch er, Jngewart Ferks, fei zu weich gewesen, doch treu in der Liebe, stark im Glauben und klar im Handeln, bis Leid und Krankheft seinen Sinn verwirrt und seine Zeit gekommen für die große Reise in das Land, aus bem noch keiner wieder gekehrt." Ta ftröntten Estrids Tranen. Sie, die Unnahbare, Harte, weinte imb ihre Tränen fielen pi die Gruft des Toten wie leuchtende Perlen. Die hellen Kinderstimmen aber sangen: „Wie sie so sanft ruhen." Tann war auch das vorüber und Estrid weilte unter der Schar ber Leidtragenden in iljrer Mutter Haus, trank mit ihnen Kaffee und aß Kuchen, wie es Brauch auf 'der Insel. 'Als Sölve zu ihr trat und leise auffchkuchzend die Arme um ber Schwester Hals legte, dachte Estrid daran, oaß es wohl das letzte Mal sei, wo sie mit ihrem Manne zusammen heimwärts fuhr. Bald kam die Zeit, wo sein Blick und seine Hand sie nicht mehr zr^ingen konnten — bald würde sie ganz frei fein. Und als sie "'ft Peter heimwärts fuhr über die im Dmnmerlicyt ruhende Heide, ivar es chr, als ginge ein Jubeln und Jauchzen aus von den lleinen Glöckchen, die seht ihrer rosenroten Pracht entgegenreiften. Sie hatte das Gefühl, als müsse sie all bie lleinen Heideblüten an ihr Herz nehmen, als Hvff- ramgspsänder für Sonnentage, die für immer versunken imb nie nneber tarnen. Peter senkte die florumwundene Peitsche. Er glaubte plötzlich den Flügelschlag einer neuen besseren Zeit zu spüren, so Seite an Seite mit seinem Weib inmitten ber sommerdifftenden Heide. (Fortsetzung folgt.', behördliche Anzeigen. Nährmittel-Ausgabel Tic bei den KlernhäEern bestellten Waren für Februar 1920 können von Dienstag den 2 4. dS. Mts. ab gegen Vorlage des Bestellaus- weises zur Näbrmittelkartc und Abgabe der Nähr- mittelmarke Nr. 2 in Empfang genommen werden. Es entfallerr 1. auf die roten Marken (B): 250 Gramm Haferslocken 250 Gramm Gries 2 Pack Keks: 2. ans die blauen Karten (C): 250 Gramm Teigwaren. Am 2 9. Februar 1920 verliert die Marke Nr. 2 ihre Gültigkeit. Tie Kleinbandelsgeschäste haben die vereinnahmten Marken bis spätestens 3. März 1920 dem Stöbt. Lebensmittelamt, Zimmer 11, eiw- zureichen. für für für Der das das das 0.92 M. 1.18 M. 0.80 M. 2003B Pfund Lofcrflockeir . Pfund Gries . . . Pfund Tcigwaren . für das Paket Keks . . . . . Gießen, den 20. Februar 1920. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). KleinverkaufshSÄftpreis beträgt: ----- 0.92 M. Kartoffel - Ausgabe 8. Woche. Tie Wo chenkarto sselmarken 1—40 der 8. Woche werden beliefert bei: Löbsack, Karl,. West-Anlage Rumps, Fritz, Zozelsgassc Trechsler Heinrich, Stemstraße Weisel, Jean, Sorrnenstrahe Weisel, (Sbitoti), Sandgasi« 22 Krack, I., Riegel Pfad , Konsumverein, sämtl. Filialen. Die Marken können bis einscAiestlrch Drm- neiStdq den 26. ds. Mts. eingelöst werden. Gießen, den 21. Februar 1920. 2054B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Braunkohlen Ausgabe. Tie ent Haushaltungen über 5 Köpfe ausgegebenen Bezugscheine über 1 Ztr. Braunkohle wädm beliefert wie folgt: die Bezugscheine mit den Nr. 1—100 am Dienstag den 24. Februar, die Bezugscheine mit den Nr. 101—200 am Mittwoch den 25. Februar, die Bezugscheine mit den Nr. 201—300 am Donnerstag den 26. Februar. Tie Ausgabe findet im Hvspitalhos, Seltersweg, in der Zeit von 1—4 Uhr nachmittags stakt. 2067B Gießen, den 20. Februar 1920. Städtisch^ Kohlenstelle. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Wilhelm Gail'sche Tom«rke Aktien gesell schäft Gießen eingetragen: Dem Otto Wagner zu Giehen ist dergestalt Prokura erteilt, daß er in Gemeinschaft mit einem Vorstandsmitglied zur Vertretung der Gesellschaft befugt ist. Gießen, bet 10. Februar 1920. 2066B Hessisches Amtsgericht.__ Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Lahn-Kalk-Industrie Großm- Linden-Gießen, Karl Laas jun. eingetragen: Dte Firma ist erloschen. 2060B Gießen, den 11. Februar 1920. ______________Hessisches Amtsgericht.______________ Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen: Tie Firma Mmrttn Abermann, Bau- nnternehlner, Gießen. Inhaber: Martin Abermann, Gießen: angegebener Geschäftszweig: B«u^ geschäft für Hoch- und Tiefbattten. 2065B Gießen, den 16. Februar 1920. Hessisches Amtsgericht. ___________ Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Joses Chmnbrä in Gießen eingetragen: Friedrich Wilhelm Schmidt, Kaufmann in Lang-Göns, ist in das Geschäft als persönlich baftatöer Gesellschafter eingetreten. Tie offene (^sellschaft hat am 1. Februar 1920 begonnen. 2064B Gießen, den 16. Februar 1920. ( Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Carl A. Hartmann, Gießen eingetragen: Fritz und Ilse Hartmann in Marburg sind in das Geschäft als persönlich haftende Gesellschafter eingctveten. Die Gesellschaft hat am 1. Februar 1920 begonnen. 2063B Gießen, den 18. Februar 1920. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma S. H. Cohn, Rixdorf eingetragen: Ter Gesellschafter Louis Cohn ist durch Tod aus der Gesellschaft ausgeschieden. Der Gesellschafter Arthur Cohn heißt jetzt Arthur Zoellner. Gesamtprokuristen miteinander sind Margarete Naeser, Berlin-Schöneberg und Fritz ^Zimmermann, Treptow-Baum s chulen weg. Gießen, den 17. Februar 1920. 2Ü61B Hessisches Amtsgericht. a bei Erde von Dr. Heinrich Hoffmann. Mit 100 bunten Lichtbildern. «wD TEE zu 4.-, L- 2.-, StehpL 1-M. Emst Challier u. abends an d. Kasse. immiiuiHiiiHimnniuiuiHimiiiiuiiiiiiiüiiiHi Ein lustiger Nachmittag für Klein and Groß von yeeeeeweeeeeee | Lichtspielhaus | BahnhofstraBe 34 Vornehmstes Unternehmen am Platze Neu renoviert Telephon 2077 Täglich erstklassige Künstlerkonzerte A Ab morgen bis inkl. Freitag: d » Das gefällige Monoiaenlal - Filmwerk • in 6 Riesenakten: WB i Ich klage an i Ä Die Geschichte einer Verführten und 4Ä V erlassenen. V Eine Warnung an junge Mädchen. O Kriminal’, Detektiv- n. Gesell- m M «chartsdrama. In der Hauptrolle: X | Leontine Kühnberg, g zgx Jugendliche haben zu diesem Film ga keinen Zutritt. W । Ferner: Ls3 • die reizende Künstlerin in ihrem zwei- 5 W aktigen Lustspiel: § Er muß aufs Land. I In Vorbereitung: 2039c 5 x Die Rose von StambuL 1 HH—SHIH—Hi Automobile^ Mercedes, Benz, Adler, Opel usm. erstkl. Wagen, möglichst fahrbereit, kaust für eigenen Betrieb uur ans Privatband. [2016 Moeller & Schroeder, Offenbach a.M. NWhemMsEeWkl Dienstag abend 8 Ubr im „Aquarium" Mitglieder-Abend Vortrag de- Herrn Geb. Jnttizrat Mittermaier über: jottC Die deutsche Reichsverfaffung. Naturheilverein Gießen Mittwoch den 85. Februar 1980 abends 8 Ubr im Saale des „Hotel Schütz", Babnbofstratze öffentlicher Vortrag des Herrn Nalurheilkundigen C. Eucker aus Fulda Mr: „Die Grippe" (Wesen, Ursache, Verhütung und Behandlung). Eintritt für Mitglieder 50 Pf., Nichtmitglieder 1M. 2068 Der Verstand. Stauen-u. Mnner-vereinigung der Matthäus-Gemeinde. psalmen-vorlcsungen Von Univ.-Prof. Dr. thcol. Gunkel im Markussaal, Kirchstraße 9, Montag den 83. und Dienstag den 84. Februar, abends 8 Ubr. Die Männer- und Frauen-Veretnigung der Matth.-Gcm. will das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Matth.-Gem. stärken. Neue Mit- glteder sind der Bereinigung stets willkommen. Der Besuch der Vorträge rst für jederm. frei. (»»'D LichtspieleSeltersweg Seltersweg 81. 03407 ........ .....—11 Heute fetzten Tag des großen Harry-Piel-Films: Dergroße Unbekannte Abenteuer eines Vielgesuohten in 5 Akten. Ferner das Lustspiel. Achtung! Ab morgen Die Herrin der Welt. IV. Teil König Makombe Vorltthrewfl 3.30, 5.15, 7, 8.45 Ubr. Verstärktes Orchester unter Leitung des Kapellmeisters Court Cxiorson. Sichern Sie steh zeitig Platze! Kassenöffnung V« Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung. Drucksachen in wort Wo Brflhl’oobo 0tfi.*Dmktnl. R. !,■>(. p|f|n Bekanntmachung. In unser Handelsregister 2ll>t. A wurde heute bezüglich der Firma „Hotel Victoria", Gießen, Inhaber: Heinrich Beck, Hotelier in Gießen ern- gettagen: Die Firma ist erloschen. Gießen, den 16. Februar 1920. 2062B Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Londorf für 1920 Rj. liegt vom 25. Februar d. I. ab eine Woche lang auf der Amtsstube des Bürgermeisters zur Einsicht der BeteLigten offen, woselbst innerhalb dieser Frist Eimvettdungen schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden können. Es werden Umlagen erhoben, zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. 2058 Lvndorf, den 21. Februar 1920. Bürgermeisterei Londorf. Au mann. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Obbornhofen für 1920 Rj. liegt vom 26. Februar ab eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht und Erhebung von Einwendungen offen. Es wurde die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen iverbat. Obbornhofen, den 21. Februar 1920. Hess. Bürgermeisterei Obbornhofen. Philippi. 2080 Holzsubmission. In dem Sichertshäuser Interessenten- und Gemeindewald soll folgendes .Holz auf dem Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden: Los I 16 Stück Eichen-Stämme Ö5—59 cm Turchm. 13,50 Fstm. Inh. Los II 60 Stück Eick)eil-Stämme 20—34 cm Turchm. 20,60 Fstm. Inh. Los III 30 Stück Kiefern-Stämme 15—42 cm Turchm. 13,30 Fstm. Inh. Los IV 30 Stück Fichten-Stämmr 15—42 cm Turchm. 9,50 Fstm. Inh. Die Angebote sind getrennt nach Los pro' Fstm. verschlossen mit der Aufschrift „Hvlzsub- mission" bis zum 28.. Februar mittags 1 Uhr bei dem unterzeichneten Waldvorstand einzureichen, wo alsdann die Eröffnung der erngelaufenen Offerten erfolgt. Die Bedingungen toerben im Termin bekanntgegeben. 03391 Sichertshausen (Kr. Marburg), d. 21. Febr, 1920. Waldvorftand: Becker. Nutzholz-Versteigerung. Die Fiirstl. Solmfische Obersörstcrei Hohensolms verkauft im Wege des schriftlichen Angebots nach- stehendes eingeschlagene und im Walde lagernde Holz: TMaschine«. Telephon 30 (Baden) «X Sonder- Vuchenbrennholz frei Waggon Gießen und Umgebung zti Mk. 2400 je 10 Tonnen liefert HchhanSl. Amitt, Rotten L.S. Telephon 316. 1117 Mengen Sägemehl soiort au kaufen gesucht. 2043D Suderus'sche Sisenwette, Wetzlar (Hauptverwaltung).