170. Jahrgang Erstes Blatt Zranlrelchr Nohlenversorgung. fizierung. * r. Wiwivjuu unu M. B Paris, al. «Jir. !•' -cyiL ULV. Boden Handlungen begangen, uie ber ^tciaty» ^6lr« Das Ausweisungsrecht. Don einem Juristen wird uns g> Antwort der südslawischen Regierung auf die letzte Note der alliierten Mächte über Kärnten Sie zog die verschiedenen Schritte in Betracht, die in Belgrad unternonnnen »verderr sollen, um die vorbehaltswse Räumung der von den serbischen Truppen in der Zone A besetzten Gebiete zu erzielen. Dann prüfte die Konferenz den Text eines Schreibens, das dem llcbereinkommen zwischen Polen und der Freien Stadt Danzig hin^ugefügt werden soll. Dieses Uebereinkommen soll am kommenden Samstag unterzeichnet werden. Die Post, und Zollkonferenz. Paris, 21. Ott. (WTM Die vom Völkerbund einberufene internationale Konferenz zur Regelung der Post- und Zollfragen hat ihre sachlichen Arbeiten beendet. Sie hat heb .geetmgt aus einen einheitlichen internationalen Typ von Pässen. Sie hat sich au Färbern über die yrage des direkten Eisenbahnverkehrs ausgesprochen und be- chlossen, die sofortige Einlegung direkter mter- nationaler Züge zwsickmi den Hauptstädten Europas zu empfehlen. Die „Sntranfigeant" betont, das; die deutschen Delegierten sich nährend der Debatte über diese Frage nicht ausg^pWchen hätten. Es wird vermutet, baß deutscherfefts viel/ leicht daran gedacht werde, über Holluich emc Lmie zu schaffen nach den Hauptzentren von Mtttel- europa. Mrhöhunzcn !alhbargemar- Oberschlesten. Beuthen (Oberschl.), 21. Okt. (Wolff.) General Lerond ist nach Oppeln zuruckgekehrt und hat wieder den Vorsitz der interalliierten Kommission übernommen. _ Ausweisungsrechtes zu erade im Gegentril baj ur Ausvelinung der Sfre'ts in England. Paris, 21. Okt. (Wolff.) Wie bie „5)u- General-Anzeiger für Gbertzessen Druck ,mtz Verla-: Vrnhl'fche Unw.-Vuch- und Steindruürrei H. Lange. 5chrift!eitung, Gefchäflrftellc und Druckerei: 5chulstras): c. Kopenhagen, 21. Okt. (Wolff.) Aus Reval wird telegraph'ert, baß bie estnische Regierung den Hasen von Baltischport mit den zugehörigen Hafen- und Eisenbahnanlagen als Freihafen erklärt habe. Rückzug WrangelS. London, 21. Okt. lWolff.) Einer Konstantinopeler Meldung der „Tim-s" zufolge scheint der gt ü cf i ug des Generals W r angel über den Dnstpr nicht allem durch den Truck auf der west- lichm Front, sondern auch durch die Bedrohung, von Rostow verursacht zu sein. Das zweite Sowftt- h-er bat dort sechs Infanterie-Divisionen und vier Kavallerie-Divisionen Eonjentriert. Ein russisches Ultimatum an Armenien. iit ter «Bi slmS ttaan. I* M in-Eichtli 1 unHkin, H und Äglitbert. Ort und fi ei^tt. Mbachtung^ W3 Alsfeld; ii- Tie vereng Nieder- tot- Merlau teis AlsM) ■n. Die ver- kuug Biaun- auögebwchen !t. Marburg) iß of-Engel- W erloschen. en'"'As" platz- °ni u”c i. Zu ^övier Hovvsnote betreffend den Kohlen- überflust bemerkt das W'vlffsche Bureau: Temgegenüber seien die Worte des Munsters Le Tvoeyuer aus dem „Petit Parisven" vom d.sep- t-mber ds. Js. zitiert: Ich habe niÄ alle Zittern g^mvärtig, aber ich kann Ihnen sagen, oatz, was die Eisenbahnen anbetrrfst, der B.wvat, der im Iamvar nur 180 000 betra g, was Return fütr (> Tage ausreichte, sich heute aulf 800 OOU Donrvm — d. h. die normale yorfneg^tiitr — beläuft. M Vorrat der Gasanstalten von Paris, der 1919 niemals 25 000 Tonnen überstiegen hat, übersteigt butte 900000 Donnen. Ter V-orrat der Sei'.wpräs k ur beträgt u-gesähr loOOOO Donren, während er im letzten Jckl/re zur gjeidien Zeit fick auf kaum 50 000 Dmwm Edier .ter »on»t der Gasanstaltm der Vororte hrt verdoppelt, ber W Elettrizitätswerke stieg von la 000 auf bOOOU Donnen. Ich kann endlich hinzimugen, datz uns die Wiederanlage der Vorräte nicht lume te, dio drinalichsreu Bedürfnrs-e su befriedigen: So find für TruMohle 370 000 Touren geliefert werten. Tas sind, so schloß der Miniiter, emige Ziffern, bxc das slch nach Tan^ia kommen, um einen Po en dem neuen Oberkommisl'ar zu übergeben. In dem jetzigen Entwurf der Tan-iger Berfaiurng soll-.m noch einige Aenderuugm vorgcnommen werden. Das Wort Handelsiodt soll wegfallen. mc Frankfurt a. M., 21. Okt. Rach den Vorschriften der Entente muß bie Sicherheitspolizei mit ber alten Schutzpolizei vereinigt werben. Dte neue Polizei in Deutschland wird aus 150 000 Köpfen bestehen, davon erhält der preußische Staat 85 000, ohne Verwaltungs- und Kriminalpolizei. Tie neutrale Zone wird mit Polizei in einer Stärke von 20 000 Mann belegt, die, einmal än festen Standorten untergebracht, nicht mehr ihren Standort wechseln dürfen. Auf Fr a n k f u r t ent'ä lt eine Kopfzahl von rund 2000 Beamten, von denen der dritte Teil mit Gewehr ausgerüstet ist Die Reviere werden auf 23 vermehrt und haben sämtlich Kriminal- und Verwaltung-.-beamte. Tag und Macht werden 60t) Beamte den _ “ - . . . ■ <1 mA vwi nitRAfhem halten bleibt. Eine gesetzliche Regelung in einigen wenigen klaren Paragraphen konnte nichts schaden. Sie wäre die beste Antwort auf die neuesten Anstürme der dritten Internationale. STagei jherf*^ US iifeld -Al* eiio ‘ fflßesW1 ieln”rt * ft** macht wird. Glasgow, 22 .Okt. (Havas.) Die Führer der Bergleute verschiedener Ortschaften sind,nach London berufen morden. Es ist möglich, daß tm Laufe des beutigen Tages in -der Hauptstadt eine Konferenz stattfinden wird. Ter VUrgermeistcr von Cork. L o n d o n , 21. Okt. (Wolff.) Um Mitternacht war der Bürgermeister von Cork nach einem Deliriumanfall ohne Besinnung. Die Zeit benutzte man, um ihm Nahrung zuzuführen. Als er wieder zur Besinnung kam, weigerte er sich, Nahrung zu sich zu nehmen. M Galwat), 21. Okt. (Wolff.) Vorgestern wurde ein Sinnfeiner, in dessen Hotel jüngst ein Mann in Uniform Bomben geworfen hatte, auf die Straße geschleppt, erschösse n uno in den Fluß geworfen. Gestern wurde die Leiche geborgen. Die Lage im Osten. Waffenstillstand zwischen Polen und Rußland. London, 21. Okt. (Wolff.) Die „Times" meldet aus Warschau, daß der Waffenstillstand zwischen Polen und Rußland am Dienstag nacht in Kraft getreten ist. Als Wasfenstillstandslinie gilt die Frontlinie, die die polnischen Truppen ht dieser Nacht besetzt hatten. Im Norden entspricht sie der Grenze, die in Riga festgesetzt wurde, im Süden sind die Polen über diese Grenze hinaus vorgerückt. Ter russisch-ffunische Friedensvertrag. Kopenhagen, 21. Okt. (Wolff.) Die „Berlingske Tidende" meldet aus Helffng- fors: Die Ratifizierung des russisch-finnischen Frieoensvertrages soll in der nächsten Woche stattffnden. Im ffnnischen Reichstag widersetzt sich die Rechte der Rati- ses der Transpottarbeiter teilte den Abgeordneten ber Provinz mit, daß bie Transportarbeiter von Yorkshire die Arbeit am Freüag nteberlegm. London, 21. CT;. (Havas.) Die Regierung ist bereit, mit den fcgarbcitcrn erneut in Verhandlungen zu treten, sofern diese g^undiatzUch damit etrrtxr Lxmbcn sind, daß eine Lohnerhöhung von der Zunahme ber Produktion abhängig ge- A«r dem Reiche. Die auswärtige Lage. Berlin, 21. Okt. (WTB ) Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten behandelte in seiner Nachmittagssitzung am Donnerstag im Anschluß an die Ausführungen des Neichsministers bes Aeu- ßern die gesamte a u s w ä r 1 i g e L a g e. Die Redner aller Parteien äußerten sich zu den Beziehungen Deutschlands gegenüber den einzelnen Mächten. Die Verhandlungen wurden als in ihrer Gesamtheit vertraulich erklärt. Mehrere Berliner Blätter brachten über die am Donnerstag morgen ebenfalls vertraulich geführten Verhandlungen des Ausschusses, soweit sie Oberschlesien betrafen, Berichte, die in den entscheidenden Punkten Unrichtigkeiten enthielten und schon deshalb nicht vom Ausschuß herrühren dürften. Beschlüsse des ReichsratS. Berlin, 21. Ott. (WTB.) Der Reichsrat erledigte in feiner fjeutigen Sitzung unter dem Vorsitz des Roickisjustizministers Heinze den EM- nnirt ber Verordnung über die Wahl des Reickspräsidenten. Die Vewttmurg lehnt sich an die Voffchttf en über die Reiäistagswahl- ordnung an. Mngennnmen wurde ber Gesetzentwurf über denSlaatsgerichtshof^Dcr Ent- wutt nimmt für den Staatsgericht?Hof eine zweifache Kompetenz in Aussicht: 1. Er soll ein ent- srheidender Gerichtshof für Vettasiungs- und Ver- tvaItungsüreitigll'eiten sein, die auf Gnmd der Ver- fasfungsuttunde entstehen, 2. ein Gerichtshof «ur Entscheidung über Ministeranklagm g^gcn den Reichspräsidenten und den Reichskanzler. Der Staatsaettchtshos soll beim Reich sprichst emge- riditet werden Sein PräsLent ist in ber Uteget der Reichsgerichtspräsident selbst. Das Verfahren m Versas'Migs- und Vermal timg »freit ig.e i ten ist grundsätzlich nicht öffentlich. Für die Ent cheidung in Ministeranklage^achen ilt das Venah en öchent- sich. Auch das Urteil wird öffentlich gespvochen. Preußens Defizit. Berlin, 21. Oft. (W'lsisi In ber preu- R-tf-fje.i La'chesvlr arnrnlunr e k ärt: anzminister Lübewann bei ber E t a l s ve r a l un g , datz ber Haushalt mit Ende b*5 Rechnungsiahres em Defizit von b re t Milliarden ergeben werde. Der Ausbau des Stenenystems werde nötig sein. Die Erweiterung der Selbständigkeit der preußischen Provinzen. Berlin ,21. Ott. (Priv-Tel.) Wegen ber in dn: p'rmßsck^i Ver'asfimg vo geelte ei, even- hicren Erweiterung der Se lb st änd i g k e i t de r Provinzen hat ter mit den vorbereitenden Arbeiten beauftragt? Staatsminister a. D. Drews laut „B. T " Einladungen an sämtliche Lrn.des- divettoven zu einer Vorbesprechung in Berlin zum 25. Oktober ergehen lassen. Die Neuordnung der Polizei. wie .'s die deutsche Regierung darstellender Vov- rat der Eisenbahnen in Frankreich im L>ept. 1J l;> habe für 2 Monate gereicht, zurzeit sei aber nur ein Vorrat vorhanden, ber für 23 Tag? ausreichtz Ter Vorrat für die Gasver'vrruna voii Pan' habe am 30. September 1913 3 OCOO Tonnen be ragern während gegenwärtig nur ein Vorrat t»n 160J 00 Tonnen cocixuiben sei, nich abn von 900 0^0 Tonnen, wie von teuljdyec Seite behauptet werde. In den ersten sechs Monaten des Jahres 1930 ,ei bie Kohlenliesening in Paris mit 78 Prozent, in Berlin aber mit 91 Prozent gedeckt g.nveen xer gegenwattige Vorrat ber Stabt Pans belaufe sich sich aber nur auf 150000 Tonnen, U'ib bie ec Verrat reiche nur für 15 Tage, bn einer ZuteibOii^ von drei Viertel des üblichen Bedarfes Die Land- wittschfft verfüge gegenwärtig über 370 COD ^uyvv ren Kohlen. Dieses Quantum stelle aber krae serven dar, sondern reiche gerade für den AuMrusch usw. Das für die Landwittschaft b nötigte Quantum beträgt 480 000 Tonnen, wovon bisher aber nur 245 000 Tonnen vorhanden sind. Heu e ,n siir die Land-nnttschaft nicht nur fein Vorrat an Kohlen vorhanden, sondern die wirklich gelieferten Mengen reichten nicht einmal aus, um den tatwchlick)en Be- Paris, 21. Ott. lWTB.) Nach einer den Abendblättern veröffentlichten M-ldmm Kvustanttnopel soll ber Delegierte der Sowiets in Eriwan ein Ultimatum an die armem)d* Regierung gerich et haben. Er verlange vor allem das Vcrfügungsrecht über bie Eisenbahn zum Transport kemalistischn: und rusirschcr Truppen sowie ferner die Aufttindigamg des J-ricdensoer- traae^ von Sevros und M? neue Fe Heg mg ber armenilVien Grenze im Er,Verständnis land. Tie armenische Regierung lohnte das An- !ir. 24') )t< vietzknet Anzeiger ,c(d)tuii täglich, außer Sonn, uni) Feiertags. Vezugrpreife: Monatlich ’V-ark 3.60 undMii-öbTrägerlohn, oierteljähllichAlatti 10 80 ondMli-I.95Tiägerlohn; durch die Post viertel- iabtlid) Mark 12.- avsschüchlich Bestellgeld. Fernspreltz-Anschlüste: f-r die Schrift leilung 112; Loring,Geschasissleile 51. Anschrift für Drahtnach- riAten: An) izer Siehe». poftscheftonto: Zrankstirt a. M. H68) “un n anwalt verfolgen müßte, wenn es nich" politisch ratsam wäre, die beiden Rus.en so schiiell wie möglich nach Hause zu schicken und nicht etwa hier in Haft zu fetzen, um sieabzuurteilen Beide Kommunisten haben öffentlich vor einer Menschenmenge ihre Geffn- uunasaenossen zum Hochverrat aufgefordert (§§ 81, 82, 85 des Strafgesetzbuchs! Zum mindesten chaben sie Aufreizung zum Klagen- kämpfe nach § 130 begangen. Denn sie haben tz-B. in einer Versammlung von Aroeitern in Trotha bei Halle gesagt: Kem Arbeiter fvlle die Waffen abliefern, sondern gebrau- um die bürger liche Regierung zu stürzen nnb ihre jetzigen Tväger nach Krieg^rttcht A beseitigend Dieser Aeußenungen wegen i)t ^njeige erstattet worden. Aehnlich lauteren stl auch Sätze in den Ansprachen aus dem Parteitage selbst. Ausländer, die sich solche Delikte auf deutschem Boden zuschulden lonv men lassen, sind elbstverständlich „taitv1 umd 'können sofort auf den Schub gebracht Werden. Aber auch wenn Delikte nicht vor- Uegen, gilt das Ausweisungsrecht einfach angesichts der politisch bedenklichen Pwionlicki- keiten. Die deutsche Regierung, die vom Antrag Ledebour aufgesordert wurde, Sorge um her Bergarbeiter sichrer, heute in Glasgow eine große Rede halten. Die E r s e n b ahne r haben gestern über die Lage beraten. Ev bestand fast einmütig der Gedanke unter den Delegierten, svfOrt in den streit zu treten. Die Beratungen tverden lieute fortgesetzt Gestern wurde dem Enffchluß gefaßt, in ber Ho f fnun g , baß bie Regierung.einen Schritt zu einer Berstänbigung mit den Bergarbeitern tun würbe. __ London, 22. Okt. (Havas.) Mit Ausnahme von Südwales, wo die Bergleute zum streik bis zum Aeußersten entschlossen sind, i'kwanattg^ mein in den Kohlenbecken der Ansicht, daß eine friedliche Beilegung des Kvnftittes noch moglich ist. Aus Süd-CmÄerland und dem Becken von Durham werden P l ü n b er un ge ugemelbct London, 21. Df.. ■ Reuter) DieKnsere. z ?vr Eisenbahner hat T'cfiien, am svnnng um Mitternacht in den Streck zu isicht vorher die Berhandlmigen zwicken derJJte- gicrirug und den Bergarbeitern wieder awgemmv- intn?cn>bo n, 2*1. Ott. (Havas.) Um 3 Uhr nachmittags verschlimmette sich bte Simcck on b<> träckllick. Tsie TÄcgiettender Trabe Union teilte ber Rgrenrnr? mit, balk alle b - tbanoe ie Regierung nich: binnen 24 ötui^i. mH i** Forderungen der B-rgarbeuer eine befriedigende Amstl^dam, 21 .Ott. kWTB.I T« $Y?ipuir'* Rotterdarnsche Eourant meldet aus 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Dctjcfcri t 20' „ Aufschlag. HaurtfchrisUeiter: Aug. Goetz. BerantwottUch für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil. Dr. R-inhold 3«"Z 1 für den Anzeicenteil: H. Beck, sämtlich in Bietzen. zhrieben: Der Antrag Ledebvur gegen die Ausweisung der Sowjetvertreter Sinowjeiv »nd Losowski l>at auch außerhalb des Reichs- ligs und des Parteilebens Beunruhigung Itrwrgenifen. Detm er verlangte von der «ieichsregierung nicht mehr und nicht weniger As die Beseitigung der Gesetzesbestimmun- ^n, auf Grund deren Ausländer mrsgewiesen ^rten können. Welche Bestimmungen find vis? Man muß zunächst unterfcheiden zwi- shen Sttafrecht und Polizeirecht. Als Neben- 'irafe gegen Ausländer kann der Sttaffichtcr Sie Ausweisung aus dem Reichsgebiet verfügen: bei gewerbsmäßigem Glücksspiel setrafaesetzbuch § 284), an Stelle der Polizei wsticht (§39 Zisf. 2) und an Stelle oder neben der Unterbringung in einem Arbcits- hLus (8 362 Abs. 4). Diese Fälle sind gesetzlich mb bie Beseitigung ber betreffenden Bestimmungen wäre nur durch ein neues Strafrecht möglich. Ledebour und seine Anhänger meinen natürlich weniger diese Fälle, als vielmehr die Ausweisung durch bie Fremben- polizei ohne bie Rotwenbigkeit der Angabe txm Gründen. Der Ausländer kamt ausgewiesen werden einfach nur, weil er „lästig" ist. Wir haben zur Zeit viele lästige Gmr ivohner auf deuffchem Boden, nicht nur in Den besetzten Gebieten, sondern auch in yerlin. Aber wir weisen keinen aus. Wir hüten uns. Denn wir sind Besiegte und besitzen gegenüber den Siegern keine Macht. Woraus sich ergibt, daß es sich hier mcht um Gcsehesrecht, sondern um eine polittsche Maßnahme handelt, von der denoen Ein-> ui d Aussu7,rbes:immimgen sehr - c- tzemmt. Andeixrstits sei dst Versorgung Franko reichs mit Kohle leider bei weitem nickt so g-m .'1, Die Abstimmung in Kärnten. , ^ag uno 'joauji m r 4 a nft fSBnlff) Die Bot- Straßenpatrvuillendienst ver>e^)eii, au^rdem ^a^ertönTereni Ä 8ef^ bie | ^4 Ä für befonbere MUe euu Bcr^. Jag Ledebour aufgesordert bie Beseitigung des Au sw ffageii, wffd gerade im Mgeni-u uu;ui |orSen müssen, daß uns in unserer ohnehin i |° 9€brücfteiL politischeii Lage bie?er Schutz auslänbische Einflüsse möglichst er-1 yvfSgebirude geriet der vethSlttttsmStzig Mver-l Vermißten gesucht rtrrbe. Der Oberförster ging beladene Wegen in p rasches Fahvtempo, daß der fclbft mii. Vor dem Abmarschs zum Walo? gab Kreis Lauterbach. morgen durchfuhr ein üaitartto mit Wbängenxute öajHiTdimmer uni» t-uoem itvaticn |X- ‘•“•'r-r:‘x. ^ 7.’, —2—«s. 7 <7 ~ nach Bedarf verwendet werden kann. Ausgestattet v-w>chtedene Orftchafteu ver fciemui, b.e rat da sind sämtliche Häuser mit elektrischem Licht. Wasser- Elektrik tätÄverk Greven angeich^ffen find, mbie fcitimg, Klosett mit Wassersps.lung und Kanal- Karteffelnabzulp^l, dre von den eruzelnen G,- anschluß. Außerdem sind ein Bor- und ein Haus- memben prr ine Arbiter des Wer.eo gelotet. 1 ' . . -r - —. / < • c - . . ... .vkAM T»,v -r/vni VIV Ml/zrr Htr N*. türien dieser I W ahn der Familie Peters. seiner tk-’i Hof Kohlen fii Er rif imb Bahn- | den ■ vor Junge an saugten mußte $u lausen. Unglücklickrer- weise hatte er sich — wie man es häufig sieht einen Strick zum Ziehen umgehängt, Dun dem er sich nidjtt srdmachen üoirnte. Er fern bet dem rasenden Tempo zu Fall und der Wagen ging über ihn Ijrn. TffiBet wurde ihm eine mtWe eingedrückt, die ihm fit die Lunge drang und p innerhalb einer Stunde den Dod herbeiiührte. lick>en Anblick. Jedes .Heim enthält zwei Wohnungen mit je einer großen Wohnküche, einem gesunden Schlafzimmer und einem weiteren Zimmer, das je inM.' chs sür dic R$ an Fahrrldi masctu'nen i Der GÖl Seitenweg 73: werden. Ter Preis beträgt 20 Mark für t*. Zentner. Ta an das Gießener Werk viele L orte angeschlossen und nur 100 Arbeiter tn- Kartofftln zu Derprgen sind, haben die einzel Gemeinden nur etwa 20-—40 Zentner zu ti< •*«. "®rofc v- Jniütn zu L>dG *1™ « Gieftn, ptnkrhn tflE’j killt W I-rlvcisiac -'ü-lhalbd 2. Anträge find unter W,*'; idjnithff z'ßersoaen. wmoä ä des $1 antimckung irtoni? bis itjr bis zu |i ^ihalldlunger i bringen. - Gene liehhandel sleisch Es b 1. BieMr hÜtop idrei jvdes-Srnä^ Wandele oerl igtn Ellaubni- 31. Dezember !lle Decken li:e Decken inendeeki te! ** Schaufen st ereinbruch. In der verflossenen Nacht wurden aus einem Schaufenster in der Bahnhofstraße durch Einbruch £ i Anzüge, Größe 43 und 48, zwei 8 '^bsterhosen, eine schwarz und frf I US l & ^lrbeitshose, vier Makohem- Jjr ÄS enunterhosen gestohlen. Bor ll 8S 8 1 ff B Bor einigen Tagen kam in W > o v 3 Monate alter, .vertvoller w°rd°n .nmemer »»ß* l3ai?beNteilÄhwan^ Bor Ankou-' wirs eingestellt. MItMX} kommen morgen Zigarrcnfabrik. rn de- 12jährige 5 Junge hatte tu B Und nächste Woche Weißkraut, Mirstng, Gelverüben, gelbe Kohlraben und Mrbisse zum Berkaus. ** Aufhebung von Höchstpreisen. Durch Verordnung vom 20. Okbober 1920 sind die bisher in Geltung gew'ßmen Höchstpreise für Nährmittel (Grieß, Teigwarrn, Graupen, Haternährmittel- außer Kvaft gesetzt worden. Eme Festsetzung neuer Höchstpreise wird nicht mehr erfolgen, vielnrehr follm alle Preise für Nährmittel mir durch vertragliche Bindung der Erzeuger loroie der Groß- und Kleinhändler festgesetzt werden. Diese neue Regelung findet darin ihre Begründung, daß der Absatz des größten Teiles der Nährmittel völlig frei den Fabriteu überlassen bleibt, noährend bei denjenigen Nährmitteln, die noch amt lief) verteilt werden, die vertragliche Bmdung genügt. (WTB.) ** Kreis Hand wertertag. Am Mittwoch, 27. DTt., 2 Uhr, findet im Saal des „Groß- herpg v. Hessen" in Gießen eine Ha n o wer ker- o e r s a m m l u n g statt, in ter Syndikus Schüttler- Tairnstadt einen Vertrag über: „Die Bedeutung des Handwerks in der BollSwirtschast und die geplante Neuorganisation" halten wird. Hessen-Nassau. Quäkerspeisung Her Marburger Kinder. )( Marburg, 21. Ott. Wie in her Stadt- verordnetenversammtnng niitgeteilt wurde, wird die Hilfe der amerikanischen Quäker- Mission nunmehr auch den unterernährten Kindern in hiesiger Stadt zu Deil. Schon die ganze Woche über finden zu diesem Zweck in den Schulen ärztliche Untersuchungen imb Messungen der Kinder statt. UeberHaupt soll auf die ärztlich: Untersuchung und Beobachtung der Kinder jetzt besonderes Augenmerk gerichtet werden. Als Schularzt wurde der Leiter Der Marburger Kinderklinik, Prof. B e s s a u, gaoählt, nachdem .Kreisarzt Prof. Dr. Hildebrand dies Amt niedergelegt hat. Eine sehr rege Aussprache entspann sich. über den Antrag des Magistrats und einiger Stadtverordneter, JOO 000 Mark aus Allgemein Mitteln dafür bereit zu stellen, daß denjenigen Einwohnern, die nicht in der Lage seien, den vollen Preis für die von der Stadt zu (icfernben Vertragskartoffeln zu bezahlen, eine Herabsetzung des Preises gewährt wird. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Kartoffelernte von vielen Seiten als gar nicht so schlecht bezeichnet würde. Die Kartoffeln würden jedoch in der Hoffirung, daß im Frühjahr noch höhere Preise kämen, zprückgehalten, außerdem würden sie von den Hamstereven und den Schnapsbrennern auf» gekauft, in der Haupfache abw zum Sch ceinemästen benutzt. Wie Bürgermeister Mueller mitteilte, sind die 12—1300 Zentner Kartoffeln, welche die Landwirte für 20 Mk. für die Minderbemittelten liefern wollten, noch lange nicht zusammen. Die Bewillig- img von 100 000 Mk. erfolgte einstimmig. Großstadtkriminalität. fd. Franfurt a. M., 21. Oft. Infolge des Spaabkommens muß die Sicherheitspolizei aufgelöst werden. Die hier vorhandenen Bestände werden mit der blauen Polizei zu einer gemeinsamen Schutzpolizei verschmolzen. Nach Mitteilungen, die Polizeipräsident Ehrler heute in einer Konferenz machte, kommen auf die neutrale Zone 20 000 Mann Schutzpolizei, wovon für Frankfurt 1500 Mann vorgesehen sind. Doch ist es möglich, daß fick die Zahl auf 2000 erhöhen läßt. — Tie im August vollzogene Neugestaltung der Kriminalpolizei hat sich außewrdent- lich bewährt. Welche Riefenarbeit die 124 Beamten dieser Abteilung leisteten, davon geben folgende Zahlen ein Spiegelbild; zugleich aber auch einen Heberblick über die Kriminalität einer Großstadt: das Fahndungskommissariat der Kri- minalabteilung bearbeitete in der Zeit vom 1. August bis 15. Oktober 1920: 19 Mordsachen, 29 Raubanfälle, 1003 Einbrüche, 1936 Diebstähle, 116 Fälle von Bigamie, 102 Fälle von Kuppelei, 8 Fälle von Mädatenhandel, 744 Heber- tretiingen der sittenpolizeilichen Vorschriften, 458 Betrngsfälle, 355 Fälle von Münzverbrechein, 78 Spionagefälle, 59 Anzeigen wegen Landesverrats, 83 Anwerbungen zur Fremdenlegion. — Die Wucherabteilung bearbeitete: 102 Festnahmen, 671 Peschlagnahmungen. 834 Fälle von Schleichhandel, 188 Vcraeheu gegen die Vorschriften über den Straßenhandel. garten sowie eine kleine Stallung jeder Wohnung zugeteilt. Der Preis eines jeden Hauses beläuft sich in allem auf rund 55 QhO Mk., wozu der Staat einen Zuschuß von etwa 40000 Mk. chbt. Die Hauser sind zum Preise von 15 000 Mk. bereits an hiesige Einwohner aus der arbeitenden Bevölkerung verkauft worden, jedoch besteht für die Käufer die Verpflichtung, eine Wohnung des Hauses zu vermieten. Der Bau weiterer sechs Häuser mit Wohnungen für 12 Familien soll nach den gleiclien Plänen im nächsten Frühjahr auf demselben Gelände in Angriff genommen werden. Auch von privater Seite sind in dem nun aufgeschlossenen Baugelände verschiedene Bauten geplant. Die hiesige Heimstättenoau-Gesellschaft erwirbt sich durch ihre gemeinnützigen Bestrebungen ein hohes Verdienst. Sie darf aber auch des Dankes der arbeitenden Bevölkerung gewiß sein, da sie hygienische einwandfreie Wohnuirgen schafft und damit das Wohmmgs- elend beheben hilft. Durch den billigen Verkauf der Häuser macht sie die Familien bodenständig und lixedt bei ihnen die Freude am eigenen Besitz und damit die Liebe zur Scholle und Heimat. Taglöhner Michael Hcnß, der im Ärb it?rmt.-. Vorstand war, zwei Personen den Befehl, die Post in F7örs da ch zu besetzen: bi.1 beiden Personen gingen in das Postzimmer, ohne jedoch den Postbetrieb zu stören. Als die Menge an dein Tatorte angekommen war, wurden Ausschreitur- X Hanau. 21. Ott. Im Bereiche der Ober» försterei Flörsbach (Kreis Gelnhausen) hatte am 25. September v. I. der Förster Baust einen Z u- s am menstoß .nit einem ihm unbekannten Wilderer. Im Verlaufe dieses Zusammenstoßes wurde her Wilderer erschossen^ In Kempfenbrunn hatte sich nun das Gerück>! verbreitet, der Erschossene sei identisch mit dem vermißten Arbeiter Fischer au> Kempfenbrunn. Eine Anzahl Manner und Burschen aus Kempfenbrunn zog nun nach Flörsbach, um auf der dortigen Obersörsierei Auskunft zu holen. Dort kam es w Ausschreitungen. T t Oberi örster wurde her aus gerufen und gab | ?\ V ?, Leriok \< 'S W hüf bi* & I 7 * ® M I & L- * ** Kapitalistischer Zusammenbruch — kom m u n i ft i s ch e r Aufbau. Ueber dieses Thema sprach gestern abeard im Casö Leib Oberlehrer Kunz- Würzburg für die K o m m u n i * ftische P artei Deutschlands, Sektion d e r 3. I n t e r n a t i o n a l c i n M v s k a u. llJlan I>ätte eigentlich erwartet, daß gerade in diesen Tagen eine kommunist. Versammlung in Gießen viel Neugierige anlocken würde. Aber der Saal war bei Versanrrnlungsbegkinn ttrum zu einem Fürfftel besetzt und füllte »ich erst allmählick) etwas mehr, Redner längst begannen ein sehr tenvperamentvv ller jüngerer Herr, sprach mit unleugbarem Geschick, ohne jedoch seine Zuhörer nritreißen zu können. Für Herrn Kunz ist die ganze menschliche Gesellschaft, nicht nur in Deutschland, in zwei auseinander strebende Gruppen getrennt: hie Kapitalismus — hie Sozialismus, hie Teutschnationale — hie Kommunisten, hie Moskau,^der zweite Weltkongreß der Internationale — hie Spaa mit dem gesäurten einigen Weltkapital. Aus dem gegenwärtigen wirtßchaftlichn Zusammenbruch, Mls der Tittr.tur des Großkapitals könne sich bu Arbeiterschaft nur Turnen, Spiel unv Sport ** Fußball. Am kommenden Soimlag N1-,' der Verein für Bewegungsspiele Gießen uLr Mannschaften ins Feld. Die L i g a m a n n s ch-' lempfängi die gleiche des Wetzlarer F. C. 05 nt ihrem Sportplatz Trieb. Die Niannschaft ter hat durch ihren 4: 0 Sieg über die spielstarken :W ,_ bnrger Turner von 1860 Auffehen erregt. E® je Spiel verspricht einen hohen sportlichen Gr utz.3 zn>eiten Mannschaften beider Vereine spielen w:' her (um 1 ‘,2 Uhr): auch hier dürf e -s einen Öe?1 Kampf geben. Vormittags ftebeit sich die drLv und vierten Mannschaften ebenfalls aus dem SM' !jr platz Trieb zum VerbMtdsspiel gegenübn. M JugLndabteiluirg des V. f. B. fährt mit fünf M-rtr'U.' fd)üf(ciT nach Wetzlar gegen gleiche des F. C. * Fußball. Aus dem VfR. Spo»! I platz an der Hardt treffen sich am kommen st D Sonntag im Meisterschaftsspiel um Bit Lahnkreismeisterschaft br beiten fülctr ben Mannschaften V f B. Marburg — Vg? 19 00. Das Spiel verspricht bei b:r außerorü"ic lichen Spielstärke der beiden Mannschaften und st über die Grenzen unseres Kreises bekannten i«4 nisehen Vollendung der Marburger Vewegu-egr spieler, die bis jetzt rwch feine Berlustpunkp u verzeichnen haben und die Gießener Bewegu' str spieler 2:1, F. C. Wetzlar sogar 4:2, schll«5 konnten, einen äußerst spanneichen Verlaus. Sieger aus diesem Spiel wird alsdann die einig in der ersten Serie enbgititig behalten fön»’- in bi Mteili Nu EQ)irb- frWiniien) Mtßev; Ifcj öf ärt und gen gegen Forftb amte verüe t Der Förster Buck- manu mußt.- sein Htew.chr herausgeben: sein schlimm tottrt>? einem älteren Förste mitgefpie.i:. Später hat sich ergeben, daß der erschaffene Wil derer tatsächlich der vermißte Fisck-er war. Voi dem Schwurgerichte Hanau hot. n sich rmn die Hauptbeteiligten an diesen Vorgängen mt ^lusschreitungen, der Anstreichergehilse B e.th, dar ehemalige Feldhüter Kaiser und der Taglöhne Henß aus Kempfenbrunn zu verantworten, d?n-^n Landfriedensbruch zur Last nel.-gr wnr>< Die Gesch/worenen verneinten jedoch die aui Land friedensbruch lautenden Schuldftagen und bejahten die auf össenlliche Beleidigung und tätiiajen Ä.i griff gegen Beamte lautenden Schuldftagen nnter Zubilligung mildernder Umstände. Bletth t'tbi’li 6 Monate Gefängnis unter Anr.'chnung v»n 5 Monaten Untersuchungshaft, Kaiser wurde 4 Monaten, Henß zu 1 Woche Gefängnis verurteilt. Beiden wurde die Untersuchungshaft an gerechnet, wodurch ihre Strafe als verbüßt anzv sehen ist.__ Die llartsffelvrrsorgung. f. Aus der Rabe nau, 22. Ott. Geucr schast. Auch die Kriminalpolizei wird vollkommen neu organistert. Es ist noch nicht entfehieben, ob für den Straßendienst die blaue aber grüne Uniform gewählt wird. Die Diesekmowren. Berlin, 22. Oll. Die Zentrumsfraktion hat laut „Deutscher Allg. Ztg." im Reichstag eine Anfrage eingebracht, in der auf die Gefahren für die Industrie und die deutsche Arbeiterschaft hingewieson wird, die durch die von der Giltente verlangte Auslieferuna der Dieselmotor en entstehen würde uno in der die Regierung gefragt wird, welche Schritte sie zu unternehmen gedenkt, um dieses dein Wortlaut und dem Geiste des Versailler Fr iedensr er träges widersprechende Verlangen, abzulvehren. Generalstreik in Bremen. Bremen, 21. Ott. (WTB. Die Forderung einer Lohnerhöhung der Staatsarbeiter lehnte heute vormittag der Schlichtungsausschuß als zurzeit unbegründet ab. Daraufhin wurde in einer großen Arbeiter Versammlung die ErLärung abgegeben daß gemäß einem Beschlüsse der Betriebsobleutc heute die gesamte industrielle Arbeiterschaft in den Generalstreik tritt, wenn bi: Staatscn-beiter ben Spruch des SchlichtungsausschiusseS mit dem Streik beantworten. In einem Betrieb wurde die Arbeit mit Hilfe von Kraftstrom, der durch die technische Nothilfe ^hergestellt wurde, abgelehnt. Die Forderung einer Kommission der Arbeitenchaft welcke vormittags dem Senat überbracht wurde, die 12—14 000 durch die Betriebsschtießung betroffenen Arbeiter für den Zahnausfall zu entschädigen, wurde unter Hin>veis darauf, daß beim Wiederantritt der (treifenben Heizer die Arbeit überall sofort wieder ausgenommen merbii könne abgelelmt. Die Straßenbahn stellte den Betrieb ein. nachdem der lptte. Dieser, % wagen am Ba Familie gehal "spannt. An de durch die Diktatur des Pväletanats retten — ohne Gemalt könne die Gese.lsck'aft nickt zum altern scligmachenden Sozralismus geführt werden. Aber selbst der radil'alste Slbrnnmnift könne nur daran denken, daß Gvaß>-Kapital, die Groß- Industrie und d'.e Grvß-Agrarrer zu enteignen: man müsse sich einig sein, daß hochwertige Arbeitskräfte auch im kommunistischen Zukunfts- staate besser bezahlt werden müßten, wie denn dieser Zukunstsstaat die Bahn für die Tüchtigen erst freimachen soll. Da sich niemand zur Diskussion meldete, sprach nach dem ersten Redner noch Hanke, Hanau, über den Parteitag der NSP. in Halle. Landkreis Gießen. S»ch Beuern, 20. Ott. Der Gemeinderat, der wieder in öffentlicher Sitzung bei An- roefen^it zahlreicher Zuhörer verhandelte, beschloß, die Kosten für Einsetzen neuer Prvspcktpseifen in die hiesige Orgel durch die Firma Nicolaus in Lick in Höh: von ca. 3800 Mark zu bewilligen. Tie Minderheit wollte den Betrag durch eine Haus- sammlung aufgebracht wifsen. — Tie Ausbesserung von Feldwegen wurde beschlossen. Ter neue Gemeinderat hat sich durch die bisherige Instandsetzung der Feldwege, die beim alten Gern eind-erat stiefmütterlich behandelt worden waren, ben Dank bet Einwohner erworben. Bielllckcht hätte man bei der Pflasterung in der Untergaffe Bordsteine anwenden können, die ja aus den hiesigen Steinbrüchen beschafft werden konnten. — Ein Antrag wegen Errichtung einer Gerneinde- schä serei hatte eine lebhafte Aussprache zur Folge. Die Vortelle der Schafzucht wurden anerkannt, andererseits aber auch auf die Nachteile, die der Arberter mit seiner Ziegenhaltung dann hat, hingewiesen. Ein Antrag auf S o z i a l i s i e - sicrung der Gemeindeschäferei fand keinen Anklang. Zur Klärung der Sache soll die Angelegenheit in einer allgemeinen Bür ger- Versammlung zur Aussprache kommen. Kreis Büdingen. 1) Hirzenhain, 21. Ott. Bei T-achdecker- arbeiten im hiesigen Eisenwerk fiel der jugendliche Heinrich Fahrenbruch von Ortenberg rom Dach herunter in heißen Teer und trug erhebliche jebod) glücklicherweise nicht lebensgefährliche Brandwunden davon. Auch der Vater, Christtan Faltrenbrilch, war vor einigen Tagen im Basaltwerk zu Ortenberg verunglückt, befindet sich jedoch auf dem Weg der Besserung. X Orten berg, 21. Oft. Am Mittwoch feierte der Arbeiter August S u hl und seine Frau Katharine geb. Lorey das Fest der silbernen Hochzeit. L. Orten berg, 21 Ott. Bei der gestrigen Versteigerung der K a r u s sell pl ä tz e für den in 8 Tagen stattfindenden Kalten Markt tvaven 6 Karuffellbefttzer erschienen, welche sich so tu die Höhe trieben, daß der P'atz an den Höchst- bietenden aus Schotten zu der noch nie dagewescnen Summe von 3850 Mk. vermietck wurde. Unserer Gemeindekässe kommt der Betrag sehr ’uftatten. :/: Ortenberg, 21. Ott. Am Sonntag nachmittag hielt die Ortsgruppe des Kreises Büdittgen des Zentralverbandes der Arbeitsinvalidcn und Frauen eine gute fhesuchte Versammlung ab. Da der Redner Gau- fekretär Pas ke aus Frankfurt durch plötzliche Erkrankung am Erscheinen verhindert war, sprach der Vorsitzende Hebbel über Zweck und Ziele des Zentralverbandes. Es traten 15 neue Mitglieder bei, so daß die Kreisgrupte bereits 98 Mitglieder hat. Am Sonntag findet in Düdelsheim ebenfalls eine Versammlung der Ortsgruppe Büdingen statt, die besonders sür öie GenteindenOrleshau'ewAulen- diebach, Rohrbach, Hainchcn, Liudleim bestimmc ist. Gaukaisier Gotbschalk aus Frankfurt wird über die Aufgabe und das Ziel des Zenttalverbandes sprechen. D Selters, 22. Ott. Die hiesige Bäder- g e s e l l s ch a f t erwarb neben anderen Grund- stücken einen Teil des Waldes am Rotlieb von der Gemeinde Drtimbtrg für 50 000 Mk. Die Arbeiten zur Neufassung des Sprudels und zur Erstehung des Bades sollen bald in Angriff genommen werden. Kreis Alsfeld. Als selb, 20. Ott. Tätlich verunglückt ist Au» StaSt ttnö Lcrnd. Gießen, ben 22. Ott. 1920. Die Schwarze Schmach. Die Protest Versammlung, zu der die Gießener Frauenvereine gestern abend eingeladen hatten, war eine machtvolle Kundgebung geworden. Pros. Schi an sprach, in seinen Worten lag Würde und Maß. Treffend zeicktzrete er die Gefahr der ewigen Proteste und bannte das Gespenst müder Teilnahmslosigkeit mit dem Hinweis, daß solche Pwteste doch das einzige Mittel feien, bat Feinden zu beweisen, daß all ihre Prattikcn uns nur fester zu stahlhartem Block zusammenpressen. Warn etwas uns Deutsch,' im Tiefsten trifft, fo ist das die schwarze Schmach am Rhein. Aber wenn es wahr ist, daß ein Pfeil den Schützen selbst trifft fo ist es wiederum die schtoarze Schmach. Es muß wohl loder übel getragen werden, datz die Wacht am Rhein von Feinden gegen Deutsche gehalten wird, notwendig sind wohl gewisse Ilnterbrücfungm durch Besatzung, wahnsinnig aber ist die Erdroffc- kmtg Teutschands burd) die Brtatztlng'sDnen, die launenhaft von ben Franzosen ins Märchenhafte «trieben werden. Aber unpgbar schmachvoll ist die saft ausschließliche Verwendung von farbigen Soldaten als Besatzungstruppe. Wohl find nicht alles Schwarze, aber ist es darum weniger eine schwarze Schmach, daß es Farbige sind aus Algier und den nordasrikanifchen Kolonien, die vor dem Kölner Dom stehen, unter dem Nicderwalddenkmal als Skiavenaujfeher über weiße Männer und Fronen herrschen, in Speyer auf deutschen Kaisergrüften herumlungern? Wenn Farbige das tun müssen, wovor weiße Franzosen schon öfters sich schämten (man erinnere sich der zurückgezogenen weißen französischen Regimenter)? Wenn Farbige als Träger schwerer ansteckender Krankheiten Deutschland verseuchen dürfen? Aber fir sind hier wenigstens noch nütze, um Deutschland aufs schmählichste ’.u demütigen, während sie es in Europa wohl verlernt haben, gehorsame geduldige Skläveu sranzöfischer Kol>oni''ten in ihrer heißen Heimat zu sein. Doch mögen die Franzosen den Biegen, nickp Überspannen. Angesichts der schauderhaften Vergehen g gen deutsche Mädchen, Frauen uno Knaben, crngesickps der urkundlichen Erhebungen über biete Scheußlichsteiten und besonders unter dem endlichen Echo, das deutsche Proieste und Flugschriften bet den neutralen Regerungen und Presse und auch in Amerika finden, wird Frankreich bald einsehen ntüfeii, daß es nicht Deutfch- larch allein bemü igt, sondern der Kultursache aller hock'fieheitden Löcher einen Schlag ins Ge'icht gibt, der seine jetzt schon merklich lächerliche Rolle aut der Weltbühne zu einer abscheulichen macht. Damit wir Deutsche aber der Welt Recht g:bcn, sür uns ein»!(treten gegen Fvautteich, muß sie unseren Protest hören. Ern ganzes Volk ruft, daß alte Welt es hören rnuß. Wenn wir alles still über uns ergehen lassen, wie jene wollen, die sagen, mir hätten im Krieg gerabefo im besetzten Gebiet gehandelt, und damit uns irnd auch nur einzelne von uns mit den Farbigen gleichsetzen, wenn .wir schweigen also, so sind totr nichts wert und haben die Welt um deutsche Kultur und deutschen Wert betrogen. Die Vorsitzende des Mlgcmeinen Fvauenver- eins, Frau Oberst Naumann, verlas zum Schluß den Protest der Gießener Frauenvereine an die Regierungen und schloß mit der Bitte, das Flugschrsf.ennraterial ml^ichß ins neutrale Auslarp gelangen zu (affeit und andererseits Angehörigen auf dem linken Rheinufer stets unserer Sorge um sie zu vergewissern. Beranstnltungen. Freitag: Stadttheater, 7 Ufrr, ,,Medea". Zirkus Blumenfeld, 7y» Uhr. — Lichtspielhaus, „Sumurun". — Lichtspiele, Seltersweg, „Der Kronenraub von Palma", „De profundis" und „Karlchen als Detektiv Falkewauge". Kleinsieolungeu. 0 Lau ter ba ck, 21. Oft. In vorbildlicher Weise hat sich die hiesige Heimstättenbcru-Geseilsckaft an deren Spitze Schulrat Andres steht, betätigt, ^te hat nicht nur den Gedanken der Heünstattem'redlung , gepredigt, sie hat sich im letzten Sommer cn gesundem Wagemu. auch frisch ans Werk gemacht und aus dem in der Nähe des Südbahnhofs der Bogels- bergbahn gelegenen Baugelände der Schobe'cw'.esen sechs Familienhäuser mit je zwei Wohnungen in Bau genommen. Die zusammenhängende schmucke Häuserreihe ist nun soweit fertiggestellt, daß die Sitte)I)iimitten hoffentlich im November noch bezogen werden können. Die Bauleitung liegt in Händen von Kreisbauinspektor Pfeifer, der auch die Pläne entworfen. Ausgefiihrt werden die Bauarbeiten von Balmnternehmer H. Zinn (Landen- Hausen). Die Häuser find aus Lehm stein en gebaut, | sind sehr schön und gesund gelegen und gewähren in ihrem faubereit Verputz einen äußerst freund- i l. Weitershain, 20. Okt. Während c vielen Orten die Erzeuger es sich zur Eh-.ewau madxit, die einheimisdren Verbraucher von Karte'- fein bevorzugt zu beliefern, ist bis jetzt in unseren Orte wenig getan worden, um eine Belceftrimz der Verbraucher mit Kartoffeln sid-erzuste leit. einer vom Vorsitzenden des Bauernbundes ernv- rujenen Versammlung wurde ein von die em cr ftentcr Antrag, die Kartoffeln zmn Borzugspreü abzugeben, rmtinvcg abgelehnt. Ferner wi.l nun nur liefern, wenn dieses Quantum an der sefi gesetzten Menge der zu liefernden VertoagMi- toffiln abgelegen wird. ed. Aus dem südlichen B'ogelsberr 21. Oft. Hochbetrieb herrschte in den letz en Wochen aus den Stationen der Nebenbahnlinie Scl^:- t?n—Nidda Fuhrwerk hinter Fuhrwerk IteDertt Kartoffeln ab, die trotz der großen DLrv der Sommermonate in unserer Ge.e.id geraten waren. Neben den Kartoffeln sür Mmda- bcmittelte- und „VerteagsÄrtofselu" wiir'en auc grsße Mengen im freien Handel abgesetzt. Aue wärrige Händler bieten 25 Nlark für den ZenLic !und 5 Mark „Trinkgeld" 'oder „Fuhrlo-hn". 9>: festgesetzte Erzeugerpreis von 25 Mark wird iur von wenigen einsichtigen Leuten beaditet. Es sei in diesem Zusammenhang nochmals >»' die Veivnnttnachung des Lardeseniäch u-.gsM^ dzw. Kreis-amtes verwiesen, wonach die über dri H öchstprets erwor benen K ar tot rein s beschlagnah men sind. Jnsbepite.re" / banaur zu achten, daß der festgesetzte H ö cd'i preis von 25 Mark auch nicht rn ve r s cklei- e rter Form durch Gewährung besonderer Le gÄtungen überschritten wird. mc. Frankfurt a. M., 21. Ott. Te S chleichh andel mit Kartoffeln Wucherpreisen blüht eben außerordentlich, h kamen schon eine ganze Anzahl von Fällen, Anzeige, wo sich Händler deir Zentner Kartolf bis zu 40 Mk. bezahlen ließen. Auch die Sanbton: verlangen vielfach Wucher Preise, wenn sie öbc: Haupt zu bewegen sind, Kartoffeln zu liefe.! Viele Lcmdwitte l-aben die K'l er voll, von löffeln liegen, obenauf eine Tickwurzschicht. Schein Städter Kartoffeln „erbittet", dann heißt ei: erst müssen die Dickwurz verfüttert werden mh) dann wollen wir im Frühjahr auch noch Lei toffeln! verkaufen Immen. Der Zweck dieser Heran; ist allerdings sehr durchsidstig. Ludwigshafen a. Rh-, 22. Ott. Blättern zufolge find in den letzten Tagen titel’ rere tausend Arbeiter in die pfälzisdten Töc'c hinausgezogen, um die K a rto f f e l p r eif e gc waltsam h er a b z u s e tzen. In Oggersteir wurden die Scheunen erbrochen und de> Kartoffelvvrräte geraubt. Berlin, 22. Ott. Dem „Lokalanzeiger tvird aus Bochum gemeldet, daß die 4000 Mm'- ftar^ Belegschaft Cer Zeche „Matthias Stimi<-' kbeschlossen hat, in den Streik zu treten, wem die Kartoffelzufuhren nicht so einfeSer. daß die Familien auss erste versorgt axSe- fönnen. Berlin, 22. Ott. Einer Blattermeldung Lic Dresden zufolge haben sich die Bergarbeiter t>s Luganer Reviers bereit erklärt, eine achte St zu fahren, falls sie mit billigen Kartoffel versorgt werden. i;a te sich ^luskmift. Ein von einem Dienstgangr kommender sehr abichü’sigen Förster war mehreren Angriffen ausgesetzt. Die ' ge beftani) daoauf, daß noch einmal nach dem in Löhe von 30000 Ml. gefälschi unv in den Verkehr gebracht. 1915 angeordnet: SktzUh. , 22. Dtt. GevßchtsfaaL eine Seltersweg 73. Inh. Heinrich ApptL Telephon 102. Seltersweg 73. Inh. He nrieh Appel. Telephon 102. xStoe».0Ia6run< UrrrGfi 10749D offerieren alle Sorten Neue Welt“ Verein CÄellla. Anfang 7 Uhr. D Heute und folgende Tage: Der Vorstand. U246v u/z Falk, Vorsitzender. 11213D 9 • 6 O»I»z»OOG»GG Settersweg 73. Inh. Heinrich Appel. Telephon 102. 1. Viehl)ändler und Biehkommissionäre zarr f. Ausübung ist es Gewerbes der Erlaubnis des Hess. Berlrrr, Sanvcs Ärnährungsombes. (Die von den Lessischen Schwurgenchl t Bielffmndcle verbänden ausgestellten, bisher gül- führer Gehrckl eigen Erlaubnis karten behalten ihre Gültigkeit brs verbrechens 31. Dezember 1920.) ______________ von Johven ziMWlWW ^tweM-Nahrung ■9 Ein Lustspiel zum Totlachen. In der Hauptrolle: Nn- «. Verkauf von Möbeln, Antiquitäten, sowieliebernahmeaan;er Ciurichrnnae«. 1> LonisNotheubcrger WNeuenwea 22. Xel 176.. 22. Okt. Das Braunschweiger Auskam «n K«, taMW glrtSw«Ä S «ÄSWr» krerie.' Grefen ift nur folchen Perionen ertaubt, möglich ilt, auch wenn die Arberter- nr neben der für den Gwghtn^cl wrgeichrrebenM -rf)a|-t mu Arl^itsstreckung nicht ein verstau- den sein sollte, die- mtip.i» oucS.bem ollgcmnnen rrunst und Wissenschaft Ein Drama des früheren Grotzderzogs. Das Drama „Ostern" von E. K. Ludhard (Grostherzog Ernst Ludwig von Leisen! ist vom Schauspielhaus in Lamlnrrg zur Uraufführung angenommen worden. n Sät * Nfck, 'Rvsftfch felen. Verlangen Sic Bratisprobe und Drosveht in den ApocheKen und Drogerien. 9668c ÜntetrnnSrte, Spante, (^efente fönte; fitfrofit werdende und jtUlcxi^c Xlixttßü gebcuusbcu twx * - * so, au btm 1 SotSJ ehiljr Eingesandt. (Für Form und Fnl>aft aller unter dieser Rubrrt stebendm Artikel übernimmt di- Redaktion rem Publikum gegenüber krinerlc i Berantworrung.) Tie Verwendung des Gefangenenlagers. Zu linsevem Artikel in Nr. 24b geht uns vom Reichsvermögensamt Gießen folgende Berichtigung zu: /r3n Nr. 24b des Gießener Anzeigers vom 19. d. Mts. wird in einem Artikel unter der Ueberschriit „H nrnkrhrerlarer" dte L'e aupftmg ausgestellt, dao ter , Re tchss cha tzm i n r st c r" bie Unterbringung von Ostjluckztlingcn im hrcslgen Durchgangslager beabsicl,tige Diese Darstellung ist irreführend. DieReichs- veimögensvo.iva(tu g (^ Neichsfchatzministcrium), zu denen Ressort die Verwaltung und Verwertung rnchseigencr Lrcgenscl.asten und fomit auch te.- Dulags ff'bört, ist mit der Unterbvingung dieser Flüchtlinge nicht beauftragt: si? hat aus Ansragee der hiermit betrauten Dienststelle, d. 1. das Lee res- abwicklungsamt Preußen, Abt.ilung für ttxwflä* gefangenenwesen, nur die auge.iblickftck-e Bersüg- barkeit des Lagers bestätigt, und von der genannte» Stelle ist alsdann unter bent Drucke der Derpslia»- tintgen und aus der Zwangslage d.s Reiches heraus aus das hiesige Lager zur Verwendung für solche Zwecke zurü^aegrisfen roor;e 1. Rcichsvermögfnsamt Gießen." AeSMi Kr*. zmmrh. Lonutag den 24. Oktober, nackm. 3 Ubr Besichtigung des Museums des Qberh. Geschrchtsvereins und W. Guil-Stiftttttg. Unter Mung. Die Kameraden tuerben mit Familie hierzu cinnclnben. Zahlreiche Seteiligung erwünscht. Em- lritt srei-Zusammenkunstvünkll. 3UbramTurmhauS — Die Maul- und Klauenseuche ist amtlich festgestcllt worden in der Gemeinde Lehnheim (Kr. Alsfeld), in der Gemeinde Alsfeld, in der Gemeinde Gontershausen (Kr. Alsfeld). in Ruppertsburg, Schotten und Klein-Eichen (Kreis Schotten), m Nidda mrd in Wehrda (Kreis Marburg). Sie ist erloschen in der Gemeinde Ober- Ohmen iKreis Alsfeld), in der Ge- uicrnbe Nieder-Ohmen (Kreis MsfeL), rn der Gemeinde Drauerfchwend (Kr. Alsfeld) und in Altenstadt, La n ge n be r g heim und Lof-En gelt Hal (Kr. Büdingen). «n,«*. mengen 2« i\ SÄ ,di,s^Ä ■ Fahrräder! Fahrradbereifungen, Fahrradschlösser, Laternen, Glocken, Karbid usw. kaufen Sie preiswert bei ,0TS’h en Dcrtnifcbtes. Der Weltgefchwinöigkeilsrekorü. Paris, 21. Okt. (Wolff.) Der Flieger Sadi Lecointe hat gestern in Billacoublah einen neuen Weltgeschwindigkeitsrekord aufgestellt. Er hat in einer Stunde 302,5 Kilometer zurückgelegt, was einer Ge- Oschwindigkeit von lle/to Sekunden für den Kilometer entspricht. Einrichtung. D an z i g , 21. Okt. (Priv.-Tel.) Die wegen Raubmordes zum Tode verurteilten Geschwister Hedwig und Bertha P u s d r 0 w - s k i wurden heute hingerichtet. Pu kinausbruch. Paris, 21. Okt. (Wolff.) Aus Mexiko ift der Ausbruch des Vulkans Popocatepetel gemeldet, dem Lava- strüme und Dampfwolken entsteigen. Die Bewohner der Dörfer und Städte fliehen. Grnbeuerplosion. T i e n t s i n, 22. Okt. (Havas.) Bei einer durch Unvorsichtigkeit herbeigesührten Explosion in den Kohlengruben von Tian- Tschang wurden 422Personen getötet. - Der Penta Mb. Interesse, da nicht nur die Arbeitersckfaft des betreffenden Betriebes die durch die immer mehr um sich greif-ende Arbeitslosigkeit entstehenden allgemeinen Lasten zu tragen hat. Wei t e r e Tnt- stelZung von ArbertÄlffigkcit ist daher im öffentlichen Interesse mit allen Mitteln zu verhiirdern. Wien Ian bet tn Hute nach 10 Uhr vormitMgs auf dem Flu^ elde Asvcrn g'.att. In bem ctirat be* fanden sich zwei bayerisch Redakteure. Um .1 uyr nad?mittags landete das dritte Münchmrr kviug- -zeui, geuhn von Oberl.nltnant Ud.'t. auf dem Flugfewe Afvern. Das Flugz-nig mutzte gestern vet Bli>rd»mmarkl bei Amst- ttrn ivegen eines Defeltcs eine Notlantmig vvruchmcn W ien, 22. Okt. Wie btc Blätter auv Wien melden, such die drei Rumplerstngzeuge, mit denen die erste Ulugzcugverbindung Miftlden —Wien auf- g-'TTjmmen werden ioLtc, nach ihrer Landung in Wien von der (Sntcntcfommiilton beschlagnahmt nx?rben, mit der Begriuchung, dast laut FriedenSvertrag Zlüge in Oesterreich von der Okiwhmiginig der Enten t»auffidst.ste..örfe abtmn- gig seien und datz v>ni der (Sntentefommiilion in Deutschland feine Mitteilung des Nuges in Wien emgelaufan sei. Es wird ücrfudü, tnird; Im? Wiener Staatsamt für Berbchrswesen den Umischensall beizulegen. Fertige Decken mit Wolhvattefülluntr v. 200 M.an Fertige Decken mit Wollfüllung von 400 M. an Daune (decken......von 1*^06 M. an E. Sähstt, Wtiiteretr. 24!. m f ?r 2 *• Personen- und Lastautomobile ■eden Fabrikats werden fachseniHO und blllic*t repariert. Lieferung von Ersatz- und Zubehörteilen. Aufpressen der \ ollgummis in eigener Werkstatt. unsah Und Sem rtmtsvertündiqungsblalt. -«Tas Amtsverkundigungsblatt evr 152 vom 21. Oktober ent stift 1 Durchführung -es lumiiltschädcngesetzes. — 'Sekanntmachnng W die Versorgung der Bevölkernng mit Kar -ofseln. — GenehmigungSpslicht für den Bich- und Meinhmldet mit Fleisch. — Betriev-' Hn)t6*irung. — Tienstnachrichten — Feld- crcncigung EttrngshMisen. Aersorgnng der Beoöikemna mit ftartoffeüi. 3u dem von uns bevetts mitgeteilten LöM- xeisgeftv >ür Kartoffeln erlästt das .Krcisamt nach- dlgeud' Ausführungsbestimmungen: Zuwiderhandlungen sind zur Auzcrge zu bri»- ien. T-ft über den Löchstpreis erworbenen Kar- Vffeln find zu beschlagnahmen Insbesondere ist taraui zu achten, daß, der festgesetzte L öch st- ,reis von 2 5 Mark für den Zentner aud) litftt in verschleierter Form durch Ge- onhrung besonderer Vergütungen überschritten mrtQfenuik Bersugung des Lessischen Mruisteriums -es Innern zu Nr. M.d. I. 2n009 vom 13. ds. Ats., wird auf Grund des § 12 der Bekannt- vachüng über die Errichtung von Prcisprüfungs- icllen und die Versorgungsreg^lung vom 25. Sept. ==Nur noch 3 Tage ! = Zirkus BMeld Gießen Oswaldsgarten. Freitag abend V28 Uhre Ellte-Vorstelluno mit neuem reichhaltigem Programm auf allen künstlerischen Gebieten. Neue Freiheitsdressuren! Die fliegenden Menschen, 5 Gebr. Köhler. Sämtl.SpaB- macher u. dumme Auguste. Amateur-KonkurrenzReiien um die Prämie von 100 Mk. Samstag nachm. 3'/2 Uhr: Fäfflilieo-u.&ilEr-fBKlBliimg 7n halben Preisen für Kinder unter 12 Jahren. 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Der „Lokalanzeiger" meldet aus München, daß der Techniker Georg Stahl aus Nürnberg in Landshut verhaftet wurde, weil er seit Monaten in den Bayerischen Mvtorwerkeu in München Modellphotographien und Flugzeugmotoren gestohlen hatte und sie für 700 000 Mk. an eine russische technische Kommission m Berlin verkaufen wollte. Königsberg, 21. Okt. (Wolff.) Das auf einem Probeflug Königsberg- Riga befindliche Wasserflugzeug D43 der Deutschen Lustreederei landete gestern 121/. Uhr mittags in Libau glatt und setzt heute die Fahrt nach Riga fort. * Wien, 21. Oft. (Korr.-Bur.) Zwei der bm Flugzeuge des Flugpostdr.nstes München — Därme, Blasen und Gewürze W.THeisebach Söhne Wtau MMkWsie 25. Al. W UNS m. Stepp’loctei! ZZZ Reparaturen an Fahrrädern, Nähmaschinen und Schreibmaschinen werden f ichgemäß bei billigetcr Berechnung auegeführt. ‘""h XE* *9 SM08ÜN Regie-Lrnsl Lubifxh Jn den Hauptrollen-- Pola Negn«Paul Wegner Harry Liedtke* Ernit Lubtbctli Ein orientalischesSpiel in 6 Akten. 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Unser Verein^iokal be- findet ffch nach wie vor im Hotel Hobel, Liebigstr., u. sind dort Freunde u Gönner jederz. Willkomm. Gewellixkelt* ■ Klnb „Vandalia" Gießen. ®‘j* Schreibtisch Sofa und Porzellan schrank zu kauf, gesucht. Schr. An geb. mit Preis u. 017522 an d. Gietz. Anz. Metzgereimaschinen gebrauchte, auch reparaturbedürftig, kaUft 017525 Daniel Banm, Steinftrake 35. kleiner, gebrauchter Gasofen an „Herio", Mitt. An i.- Erv., Plockstratze 5. l»*h Wiiitmimtrl jungen, sowie Jovve u. Mantel für tz jährigen Jungen zu verkausen. 017529 Wildelmstr. 44 11. Himbeer-Pflanzen 1 Mädchenbnt zu verk. 6l,M1 Nvonstratze8v. | Kauf^esuche | Ein^rtweifl 017471 an den Gietz. Änz. Suche zu kauten em ttill- gclegt. Werk mit Wobn- bans u. einige Morgen Yonb, 1 Sägewerk mit Wohnhaus u. Land sowie 1 LandbauS mit grotzem Obst- u. Gemüsegarten in Oberheffen ober im Lahn- kreis. Schriftl. Angebote mit genauerBeschreibung unb äutzerst. Preis erbitte u. 1Q8Ä an ben Gietz. Anz. 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Moder 1920 Gietzener Anzeiger ^General-Anzeiger für Oberhessen) Zweites Blatt Ur. 249 zrankreichr Wiederausbau. ahnhofetr. || Vereine Zu- Fortsedung 16. Nachdruck verboten.) DinnthliUui t 'M 88,0k1 »nkfgrter »C ifitrjpo idlas" I« cnte abend 8II»’ K. 1. V. G. iitiferiunlin i8inn,Ä10,Q ir, bei Spul Ter Ari otag, U. CH flog nach 0 W. 120 8k , äA 3t JfibW des nördlichtti Teiles in eine preußische Provinz Hessen-Nassau grundsätzlich ab. 4. Der HVB. lehnt ebenso das Aufgehen von Hessen in einer rheinichien ZiepudliV, oder in einem rheinischen Bundesstaat, aus Grund stammes- geschichtlicher und wirtschaftlich.'!: Tatsache ab. 5. Der HVB. verlangt auf b:m Boden der Reichsversassung ein' slammesgeichichrliche Gliederung UNS oolitisch'wirtschaftlich-: Dezentralisation unter 2Babnmn der Reichsemteit. 6. Der HVB. weist jeden außerdeutichen Em- fluß auf dir Gestaltung und iQcuglrbcnmg des Reiches grundsätzlich ab. 7. In tem Wochenblatt „Volk und Vaterland" vom 2. Oktober 1920 ljat Herr Dr. Boven- amt gehen und nach! lagernden Brieten tragen, olyne den Verdacht des Beamten zu erregen, dec immer der nämliche ist, unb ohne von den kl-atschsuchirgen Llleinstabtmenschen beargwöhnt zu narren. Z-w gebe Dir Nachricht, sobalo sich etwas Bedeutsames rugetragen hat- Und ich stehe zu meinem Wort Ms zu dem Augenblick, wo Tu es mir nicht ein» jciblt ^iirch eine verbaugnisvol e Uebereilung unmög.rch '.nächst. Signe. Die steckte den Brief in erneu mit der Adresse des Empfängers versehenen Umschlag und barg il)n in ihr:r Tasche. Das Arbeitszimmer des Haus- l^rrn lag in demselben Geschoß, und sie brauchte nur die große, hallenartig angelegte Wohndiele zu durchschreiten, um dahin zu gelangen. Aber als ji» bis an den Fuß der aus dieser Drele empor- sleigenden Trepp? gekommen nar, blieb sie zauderns. stehen. Tie Stund-, nach deren dlblauf sie ihm ihren Besuch angekündigr hatte, war wohl noch mcht vorüber, und warum sollte nicht auch sie ernen Blick in das Atelier werfen, das sich ihr Mann einrickten wollte? Leichtfüßig stieg sie auf der roppick-b-legten Treppe, aus der nicht das leyeste Geräusch ihren raschen Schritt verriet, in das freite Stockwert empor, wo nur die Gastzimmer MD einige andere, feiten benützte Räume lagen. Lie mußchr nick l, welches dieser Gemächer das Atelier snn lornirc: aber ter Klang von Stimmen wies ihr i>:n Weg. Ohne anzuUop'rn, öfftrer-e sie die Tür, hint-r der sic die Sprechenden glaubte: aber su sah sich in ihrer Erwartung getäuscht, denn rn dem engen Raum, der nur eine Art Vorzimmer zu bilden schien, war niemand. Eine Seitentür icdoch stand halb offen, und jedes Wort, das jenseits dieser Tür gesprochen wurde, war da, wo fte stano, doutlich zu vernehmen. Kreis Büdingen, sowie der Gutspächter Schild' Wächter in Tiergarten, Bürgermrister GeiS in )3ü(b>? und Landwirt Wedekind in Büdingen sind verpflichtet, mit Wirkung vom 15. Juli 1920 an die in dem SchlutzsprucKe des Schlichtun gsansschus- ses vom 28. April 1920 in Sachen 81/20 festgesetzten Lohne zu zahlm. .3. Ter Firma Hess. Hutsüomnbuürie tu lau- tertari wird aufgegeben, unverzüglich wegen Regelung der Luhnverhällnisse mit ihren Arbeitern in Verhandlungen zu treten: als Richtlinie wird Gleichstellung mit den Löl-nen der Klonkurrrnz- irma bezeickmet. 4 In der zwischen der „Hotina" uiib ter Artertnehmev-Organifation in Bad-'lüaul cim wegen Auslegung einer Vertiagsbeslimnmiig bestehenden Streitsache wird aus Grund der unter den Parteien getrossenen Absprachen über die sirr die diesjährige Saison vorzunehmende Regelung der Ausschluß der Ni cktor g an i fiert en und ter unter Taris arbeitenden Orgatüsrcrten von der L.eil- naljnte an der für bic Saison 1920 gebildeten Ucbcrsckußbaile lUeberschuß über den Cfarrrntie- lohn) für nicht zulässig erklärt. 5. Ter Einspruch gegen die von der Butzbach- Licker Eisenbahn ausge'prochene Enllafsung des Karl Id-ang in Lich wird für nicht gerechtsertigt erklärt. 6. Tic Firma Paul Nissen in Hörr i|t ver- pflicküet, ihren bei der Kmia^isatron in Alsseld tefchästigten Arbeitern von Beginn der Arbeit an bis 26. September 1920 den Stundenlohn von 3,20 aus 3,50 Mk. zu erhöhen. 7. Tie Firma H. W. Rinn !>atte, bevor zur Entlassung von Arb.itern gescknntten wurde, den Versuch der Arbeitsstreckung zu machen unterlassen: di.' Entlassung der Arbeiter nrirb für ungerechtfertigt crtlärt. Eine weitere -Lache wurde wegen Erkrankung des Arbeitgebers vertagt. 1* elß und krem,. | 3Ä). 190, uo 1 b GröBen Laumann, firne» . . i] $tr Bovnv I/I.T.V. nntaö, 24. ChH«' llusM MÜ» urnvereB r $ W’A im*** Der hessische Dolfsbunö Ortsgruppe Gießen sat zu der gegenwärtigen Lage die folgenden Ent- ihlieimngen gefaßt: 1. Der HVB. begrüßt die Bildimg einer iieichskommissioii für die verfassungsmäßige Neu- fliehe nrnq des Reiches und verlangt, daß je ein Mich Wahl von feiten der betreffenden Orts- rrurren zu bestimmender Vertreter des.tzessdchen 8o',i:bundes. aus Hessen-Nassau und dem bisheri- icit Grvschorzogtum zu der Kommission zugezogen oird. 2. Der HVB. begrüßt es, daß unter die in Erörterung gezogenen staatlichen Neubildungen -rack Zeitungsnotizen Großtessen, bestehend aus Dessen-dkassau, Hessen Darmstadt nebst Waldeck Kreis Wetzlar, evtl, auch der bisher bayen- Rheinpsalz in Betracht gezogen wird 3. Der HVB. lehnt eine Zerreißung des fruhc- Gioßherzagtums Hessen mit Ausgehen des Mich.'n Teiles in einen süddeutschen Grotzstaat, ökKalkner aufLinöenhöhe Roman von Reinhvld Ortmann. IM Augenblick ihres Eintritts hörte Frau Signe die Stimme ihres Mann^: „Nein, ich will und ich mag nicht glauben, daß es dir Ernst damit ist. Dies Haus ist deine Heimat, unb wer auch künftig Herr darin sein mag, es soll deine Hermat bleiben." „Ist es nicht überhrürpt viel zu früh, Achim, darüber zu sprechen?" erwiderte Erika Neuhofs in freundlich bittendem Don. „An den Zeitpunkt, da übor diese J-vage zu entscheiden fein wird, mag ich gar nicht denken." „Aber du scheinst deine Entsckstüsse für diesen Zeitpunkt doch schon gefaßt zu haben. Deine Wcuümmg von vorhin ließ es unzweideutig genug erraten. Und sie geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Ich kann die bedrückende Empfindung nicht los loetben, daß ich es bin, der dich von hier vertreibt." „Nein, du bist es nicht. Darüber brauchst du dir wirklich teine Gedanken zu machen. Ist es denn nicht begreiflich, daß ich auch einmal etwas von Der Welt und vom Leben kennen lernen möchte?" „Ni-miand wird dich daran hindern. Wer ou sollst nicht gehen, um fern zu bleiben. Du mußt mir versprechen, Erika, daß du immer roteter nach Lindmhöhe zu rückkehren, daß Du es allezeit als dem Vaterhaus betrachten wirst." „Wie töricht wäre es, jetzt solch rin ^sprechen zu geben! Keines von uns kann «oen Laue der ^mge voraussehen. Und am Ende sind es dockt aud: nv rt mir beite allein, brc darüber zu teickliepeu (Fortsetzung folgt.) laut ist: Ä Tie aus Anlaß der Ausstellung „Das deutsche Buch" in Frankfurt a. M. zusammengekommenen Bibliothekare, Bücherfreunde und BuchiMrd.er haben auf Grund der Referate über die Lage der wissenschaftlichen Forschung in Deutschland einmütig die folgenden Entschließungen gefaßt: 1. Turchdrungen von der Not der großen öffentlichen Bibliotl-eken und der Forsckmngsrnsti- tute in Deutschland begrüßt die Versammlung dankbar die Einstellung von 20 Millronen Mark in den Reichs haushalt, eines Betrages', der allerdings nur den unmittelbarsten Bedürftlissen des Augenblicks entgegenzukommen geeignet ist, und gibt der Ernoartung Ausdruck, daß her Reichstag seine Zustimmung nicht versagen und für eine dauernde Bewilligung zum mindesten in dieser Höhe eintreten wird. Die Versammlung dankt aufs wärmste der Notgemeinschaft der deutschen Wmen- schäft für. die kraftvolle Vertretung der Jntevefien der deutschen Bibliotl)-ken und Forschungsinstitute imd sie hat mit Befriedigung davon Kenntnis genommen, daß an den verschiedenften Stellen des Auslandes, besonders auch in Amerika, Bestrebungen im Gange sind, der deutschen Wissenschaft zu I>CllC5‘ Die durch Die Notlage ^forderte Beschränkung in der Anschaffung ausländischer Literatur und ihre Verteilung auf eine größere 3abl bon Bibliotheken muß durch einen allgemeinen deutschen Leihverkehr ausgeglichen werden. Zu diewm Zwecke werden der preußische Beirat für Bibliotheksangelegenheiten unb die Münckxner StaatsbibUothek gebeten, die erforderlichen Schritte einzuleiten. 3. In voller Würdigung der bcsonderciiSchwierigkeiten, unter Denen Die Wissenschaft in Oesterreich leidet, spricht Die Versammlung den aus, daß dm österreichischen Bibliotheken der Bezug der deutschen Literatur in jeder möglichen Weise erleichtert wird. Vorlesungen über Zeitungswesen. Eine Reihe tun» Vorlesungen über Zeitungswesen ist an Der Universität Münster für das bevorstehende Win ter lull bjahr angeVünbigiL Es werden lesen: Ansg.wählte Fragm de-.- Zeitungswesens, die Anfänge des Zeitungiswrsens, Prof. Meister, Presse unb Poli.ik, Dr. Te'ckemachet: Der verantwortliche Redakteur, Prof, stdosenseld: Londelsteil inti) Wirtschaftslvnjim'ktnr, Prof. Plenge: Presse und Literatur, Ptos. Schwering. Der Staa> unb die öffentliche Wimmg, PtvA. Bühler: Die Aufgabe Der Pref^tesetzgebung, Pn>f. Bühler: Die Teckarik Des Zeitungsivesciis, Dr. Castelle; Presse und Kirche, Tr. d'Ester: Führende Männer Der Presse, Dr. d'Ester Tro reutsche Presse, Dr. Castelle; Historisches ZeuungsPraktikum, Hebungen mit Anleitung zu wissenschaftlichen Arbeiten aus bent Oiebiet Zeititngsforschung. Dr. L-och-chulnachrichten. Die Notlage der deutschen wissenschaftlichen Forschung. Im Anschluß an die Ausstellung „Das deutsche Buch", welche einen Teil dec Näesse bildete, sind durch die deutsche Gesellschaft für Auslandsbuchhandel in der Zeit vom 7. bis 10. -Oktober in Frankfurt a. M. Erörterungen und Versammlungen veranstaltet worden, welche sich mit der Lage der deutschen Bibliophllie beschäftigten. Die Verhandlungen, zu deren Besuch die Gesellschaft der Bibliophilen, die Maximilian-Gesellschaft, die Gesellschaft beffifdjer Bücherfreunde, der Verein Deutscher Bibliothekare, ber Verein ber deutschen Antiquariats- und Exportbuchhändler ihre Mll- glieber eptembec 1920 ein Stundenluhn von 3,80 Mk. als >L>Pltzenlahn, im übrigen gestaffelt entsprechrndju. bezahlen. 2. Tie Landwirte Heinrich Nagel, Hermann Maser und Altbürgermeister Maser, alle rn Buches, , lebt jetzt unter einem Dache mit dem Mädchen, dem ohne allen Zweifel seine erste Liebe galt. Und ich habe, wenn auch keine Beweiie, f.) doch nchere Anzeichen dafür, daß diese Lic-be m feinem noch nicht erstorben ist. Vielleicht brauck)e ich Den Dingen nur ihren Lauf zu lassen, um den Augeii- blick herbeizuführen, da ich als Dtc Fardenche auf» treten darf. Aber bai ist das einzige nicht, das wir abwarten müssen. Was sollte uns eine Sck^i- innig nützen, solange mein Mann gar nicht in der Lage ist, mir die Abfindung zu zahlen, die .mr haben müssen, um leben zu können. -Lern Vater ll. nach der Anficht des Arztes hoffnungslos fta ik, aber noch lebt er. Uind er ilt ein Rs e.e, den ich nicht ansehen bann, ohne immer imcöer an de. Auffassung dieses lächerlichen alten 'Zoktors za zweifeln. Tie Tinge smd also ^ckst danach angetan, etwas zu überstürzen und dvarnatllch- Lienen per- aufzubesckstvören, bei denen wir zuletzt Die llagli Unterlegenen sein müßten. 330 ^ mf ~entei Absicht beharrst und trotz meines cntiduDmite-n Verbotes hierher kommst, tust Zu es wül Deine Gefahr. Nur fo längs halle ich mich «n meui Ver- spveck-en gebuiiden, als ^u Dich m 5^™* meine augenblicklickv Lage und n.eme.Zu-auft ge- sährdim kann, meineni willen unb^ingt 'ug.t Glaube nickt, daß Tu mich durch irge.id.vst Enthüllungen meinem B^nne ^^uber m e^ne Zwongsiag.' verletzen kannst. Rxtz h-b. 1 Jcacrt Sa über ihn, ihn in fettem Au^iblick nach meinem Gefallen zu lenken. Und ehe -um Opfer bringe, eher opfere ich ben Gluck.traum, für den ich fu lange gelitten habe. Du sollst mir auch nicht mehr ^crher fch^i- tz-n Das ist viel zu gefährlich..Denn. m dem öligen Nest kann üh nicht täglich auf das Paste d'Ester; Zeitungsgeschichtliches Zeitungsprat'tiknm: Zeiinngsgeschichte und Stillcitif, Pros. Meister und Dr. d'Ester; Zei'ungsprakiika des Staatswissen- ckaftlickwn Jmstiluts (Fortlaufende Vespceckpung der Entwicklung und ber Tayesfiagen unter ZugruiiDc- Icg'una führender Zeitungen unb des femfriiten Nack^richfendienstes). Pstiüsches Z ilungsprakti- funt: Aeußcre Mäck-ieüonstellarrrn und innere Par- leipolitll, Dr. Teschemack>er; Wirtsck-aftlich.s Bei* tungLpraklifiim: Deutsckter und internationaler Geld- und .üapilallnarkt, Dr. stemeny a. V. d. I.; Wrrtschafiszusläiste iuib allgemeine Entwicklung der Vereinig.en Staaten, Prof. Plenge. ♦ — Deuts che Arbeitskräfte für Holland. Man schreibt uns: Tie Niederländische Handelskammer für Deutschland, Bureau Frankfurt a. M., ist mit dem Berufsamt für Akademiker in Frankfurt, Universität, eine Arbeitsgemeinschaft eingegangen, um deutschen Akademikern Stellen in Holland, den holländisck>en Westkoloifien und in Hoftändisch-Jndien zu ver- schafseii. In Frage kommen A-erzte, Zahnärzte, Kaufleute, Techniker usw- Notwendig ist beste Beruf sausblldung. Bei deii Schiffsbau' und Wafser- bau-Techmkern kommen lediglich Personen mit größten Spezialerfahrungen und nachweisbaren Leistungen in Betracht. Alle Gesuche innerhalb Deutschlands sind an den Vertrauensmann der ^Niederländischen Handelskammer, den Geschäftsführer des Berufsamtes für Akademiker, Frankfurt a. M., Universität, zu richten. Die Bermitt' lungsbedingungen sind dort erhältlich. Eventuellen Bewerbungsschreiben sind beglaubigte Zeugnisabschriften und die Angabe von Referenzen, möa- lichst auch in Holland, beizufügen, desgl. Bild, für dessen Rückgabe eine Gewähr nicht übernommer' nrirb. -YT,., SflgSQ I Airche rind Sehnte. Volkshochschularbeit. G Schlitz, 20. Okt. Unsere im vergangenen Herbste gegründete Volkshochschule kann aus eine ersprießliche Tätigkeft zurückblicüen. An b^ Dor. tragsreihen des ersten Wintersemesters schlossen sich im Sommer heimatkundliche Wanderungen und Fühnmgen durch technische Betriebe an. Heute nahm das zweite Wintersemester seinen Anfang. Oberpfarrer Knodt, der seine heimat- geschichtlicheu Vorträge des ersten Wintersemesters in desem Winter fortsetzen wird, sprach über „Schlitz im Zeitalter der Reformation". In wetteren Vorträgen wird dieser Forscher auf dem Gebiete ber hessischen Heimatgeschichte über Schlitz im 301*« nen und 7jährigen Krieg, in den Revolutivnskrie- oeii und über Schlitz im 19. Jahrhundert sprechen. In ber naturkuüblichen Reihe werben Rektor Rö^i bic <Ännesorgane (Fortsetzung), Lehrer Hahn Unsere Erbe im Wandel der Zeiten" und Fabrikant Zöller „Ausgewählte Kapitel aus ber Chemie" behandeln. In der sozialen Mteilung wird Pfarrer Reith (Hartershausen) seine Vortragsreihe über Die deutsche Familie und iyre Pflege zu Ende führen, während Tr. De Bra über Auswanderung uni> üwe Möglichkeiten und über soziale Hygiene spreckfen wird. Neu eingeführt nrirb als Lehrgegenstand ine Staatsbürgerkunbe; Bürgermeifter Dr. Nrepoth wird bic beutsche Rechtsgeschichte, ferner bas alte und neue Steuerwesen behandeln. An größeren Veranstaltungen außerhalb des Rahmens der Bor- tragsreihen sind noch geplant: em LichtbiLer- vortraq über Oberirsen, ein Lutherabend und zu Beethovens 150. Geburtstag ein Bettl-ovenabend. Außerdem wird sich die Volkshochschule an dem Körnerabend des hiesigen Stenographenverems beteiligen. _______________________________________ Straßburg, 21. Ott. (Stoltt.) In einer rcöe iu Gunsten ter neuen franzöttfchen Anleihe --e der französische Finanzminister Marsal Zmi bi 7 ji.Ü, wies er zunäck-st. auf oie Fort- ‘7^, des Wiederaufbaues rn oen befreit eit lielrieicn hin, wv 77 Prozent der zerstörten in- rillen Betriebe ganz ober teilweise wacher im „,.r[Pß ■ -tr.t nri 42 Prozent ihres früheren Per- -nalüestanDes. Von ben 1 757 000 Hektar wieder- >w'stell mdes Arte.lrmd, feien bereus 1 521000 : a .r- wieder nivellier!, 6'. Prozent seien in Bv- ^-beinnw geronnnen im? 50 Pr^tt seien besät. ->j€. befrri mt Gebiete hätten 10000 000 ;3entncr rrynTi. das sei ein Sechstel'der Gtt'arnt- ezcummg Franich-ichs. 2:x-. H-afirr habe Die Er- in ben befreiten Geb eten ein Vierte! Der «anzörischen Ge'am.erzeugung betragen. Bon •«y.O zerstörten Kilometer bec franzö isckien Ei en- htbalinim des Ost- und Nvv)ba!)nnetzes blieben ■11t noch 9 Kilometer wiederl;eisU>tollen. Der Amister erönert Dann Die mat.-rielfc Loge .er ifrkitcr m triefen Gebieten und er f5rtc, daß Frarikreick^ finanzielle - ilfeleistungen nur durch seine eigmeii ^ilfsgii-'llen vor genommen würden, sowie durch Die Mittel, Di< es sich im Auslände verschaffen könne, iar'irf sckrildei-t'. dann die Anstrengungen Foank- llncbs zum M edeoaiisbau in den übrigen, Nicht ?’ 71 Krieg.- direkt betroffenen ft-ebtetstellen, wo •rat! neue Industrien entständen. Der Außen- gnyrbc in Zukunft ben ihm gebührenden nri-ter entnehmen. Das Deftztc in ter lsbi'anz, das in den ersten Moniten des ; 1919 noch 16 Milliard'-n betragen Vibe, : sich im gleichen Zeitraum dieses Jahves rur r xl- aus 10 Milliarden Franks. Der Ueber- ighiü der Lebensmitteleinfiihr betrage geg^müber •rfk-m Zeitraum im vergangenen Jahre mir noch liPrvz. an Wert und 50 Proz an Gewicht. Die Ausfuhr sei um 148 Proz. an Wert und 395 Proz. vk Gewicht gestiegen. Bei den Fertigfabrikaten habe rie Ausfuhr die Einfuhr fast um das Doppelte iteifttegen. Die gefamte Förderung an Brenn- ,(yff und Mineralien weide 1920-24 Millionen jonri'cn (rtragen. T« Bergw-erke rn ben beft-n- -it Gebieten, die vor dem Kriege die Hälfte der Desanrtförterimg in Fvmtkriich lieferten, und -im Denen man vor Ablauf mehrerer >ohr- keine Fördermig erinartct hatte, Hoben bereits mehr als 2 Millionen Tonnen ge- itferr. Dann kam Marsal auf die Finanzen zu prechen und erklärte, daß das Schatzamt jede Ent- rohme von Vorschüssen bei b?r Bank von Frank- vid) eingestellt habe unb die Rückzahlung der -riegsschulben in Angriff nehme. Ter Minister 'jcityrarf) Dann die in Aussicht genommenen Maßnahmen, um die Finanzen wieder in Ordnung zu biir.ien und die Ausgaben möglichst h^rabzumm- bent, in erster Linie durch die Aufhebung von Dienststellen, die nicht unbedingt erforderlich seien ntb durch Verbesserungen in den übrigen Dienste ttorigen. Ter Budgetvorschlag für 1921 beläuft sich iuf 22 337 134 000 Franks in den ordentlichen 5 499 632 000 Franks in den außerordent- Ausgaben. Ein dritter Haushaltsplan ent- te die Ausgaben, die von Deutschland r ü ck z u z a h l e n seien und die sich auf 660 000 Franks belaufen. Der Minister fügte zu, Deutschland wurde zahlen, weil es zahlen , wenn auid' immer seine innere Lage sei und die Mark steh?. Der Minister fuhr fort, daß kreich in Zukunft jährlich 20 Milliarden rn ausbringen werde. Schließlich sprach Mar- i noch von dem Finanzprogramm der Regierung, ie sich den Aufgaben des allgemeinen Wieder- fbauc-5 nicht entziehen werde und schloß mit «nein allgemeinen Appell für ein inniges Z" ümmenarbeiteit. Unter Verschmähung jede Anrebefurmel fchneb sie: ,^d;- erhielt Deinen Britt, und er verletzte üch iu eine. Aufregung, die mich fast das Leben yfoftet hätte. Deine Absickft, hierher zu kom- nien unb eine Auseinandersetzung mit meinem Mwruc herbeizusichren, durch Die Du mich u;m A entreißen hoffst, ist der Gedanke eiivesWahu- witzgen. Ich gebe dazu unter Ecrncn UmftcmDen " Einwilligung, ^soll demi durch eine tev ose Torheit alles zerstört iverden, letzt, wo dem ersehnten Ziel viMci^t näher und al--- _r. Sott ich das Martyrum dieser Ehe einem ungdtebteii Manne länger als z.vec ganz umsonst ertragen baten.'* Nem, lo. Du mir nicht wrsinnen. Ich deute nickft . mit Dem Makel einer aus ihrem Verichu.dcn ^ätebenai Foau irnd als Bettlerin m bte 11 n- ^wißh-it eines LltenteurerlebQis zurückzu teuren, vergib das harte Wort, aber im Grunde verdient ,:q’ Dasein, das wir geführt haben, dach.lernen ‘Oberen Namen. Ich sehne mich gewiß ebenfu r,ciB Du mach einer Vereinigung, und ich leckre ivie Verschmachtende nach Freiheit. Aber ich bin ^ustti?papieren. Auslands-- devisen waren bei geringen Veränderungen .meder- um fest. Frankfurt, a. M., 21. Oft. Börsen-- stimmungsbild. Am Montanaktionmarkt war die Haltung rmregelmäßig. Umfangreiche Käufe führten zu einer Steigerung in Buderus, welche bis 530 gesteigert wurden plus 38 Prozent. Har- pener blieben mit 500 behauptet, Phönix Bergbau verloren 5 Prozent auf 655. Gelsenkirchen 392 igtiben 4 Proz. nach Rheinstahl stellten sich auf 556 (— 7 Proz.). Jin Verlaufe waren Harpenor 505.— 5 Proz. gebessert. Eine erhebliche Steigerung erfuhren 5 Proz. Goldmexikaner, welche mit 709 18 Proz. gewannen. 5 Proz. Silbermexikaner notierten 495 bis 500.—. 5 Prozent Tehuantepec 407. Befestigt gehen Nordd. Lloyd hervor 180,50. Im freien Verkehr fanden Neckarsulmer zu 308 brs 307 Aufttabme. Mansfelder Kuxe 4900 genannt, Julius Sichel 1440, 1435. Auf dem Jn- dustrieaklienmarkt blieb die Stimmung vorwiegend test. Es notierten u. a. Leders. Adler u. Oppenheimer 824 plus 26, Spiegel und Spiegelglas 551 plus 11, Spinnerei Kaiserslau dem lebhaft 535 plus 15, Seilindustrie Wolff 260 plus 10 Proz., Bad. Uhrenfabrik 9 Proz. erholt 315, Deutsch Hebers« Elektr. Gert. 1042 16 Proz. niedriger. Sonst waren chemische und Elektrvwerte gut behauptet. Eisenwerke Meyer buhten 4 Proz. ein 406. Zellstoff Aschaffenburg fest 555. Lothringer Gement stark rückgängig 406. Sinnerbräu 160 plus 10 Proz. 4 Proz. Bagdad Serie I 190.—. 5 Proz. Reichs-- anleihe 79,50. =F Berlin, 21. Oft. (W)lsi.) Die Archi- medeS-Aktien gesellschaf Stahl- und Eisenindustrie schlägt die Verteilung eurer Dividende ton 25 Proz. und eines Bonus von 100 Mk. für die Aktie vor. Essen, 21. OTt. (Wolfs.) Ter JahresabsckMtz der Rheinischen Stahlwerke A.-G. weist einen Ruhgewinn von 50 Millionen Mark auf. Nach Absetzung ton 12 Millionen Mark für Abschreibungen, einer Million für Bergschäden, 5 Millionen für Ausgleichskonto, 8 "'Millionen für Bauergänzungsüonto und 5 Millionen als besondere Rücklage für eine Jubiläumsstiftung tn Höhe ton 5 Millionen Mark errichtet und eine Tivr- dende von 20 Prozent verteilt werden. Aus neue Rechnung werden sodann 500 000 Mark vorgotra- gen. H Görlitz, 21. Ott. (Wolff.) Die General- versammluna der Waggonfabrik Görlitz A.-G. genehmigte die Vorlage der Verwaltung. Demgemäß gelangt eine Dividende von 17 Prvz. sowie ein Bonus von 7 Proz. für das Geschäftsjahr 1919/20 zur Verteilung. Alle Aktien der neuen Ausgabe in Höhe von 6 Millionen Marl nehmen an der Gewirmausschüttung zur Hälfte teil. Oberregierungsrat Friedrich Wehrled-Dres- den wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. irnrC Basaltlavatuff best bewährt seit ältesten Zeiten zu Backofenbauten für Herdplatten und Wölbsteine. .** Zlmmeröfen *<* hergestellt aus Basal tlava tu fisteln - Platten. In geschmackvoller Ausführung und wärmewirtschaftlich zu verlass. Konstruktion. Zwangsläufige Führung der Rauchgase, daher beste Ausnutzung derselben. Geeignet für die wirtschaftlichste Verfeuerung geringwertiger Brennstoffe, wie Briketts, Braunkohle, Holz, Torf, Kohlengrus usw. Nähere Auskünfte und Angebote auf Anfrage. 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Okt. 2172,802172,20 480,50 481,50 964,- 966,- 982,- 984, 1333,60 1386,40 181,80 182,20 262,70 253,30 243, - 243,50 70,33 70,47 456,50 467,50 1108,851111,15 991,50 993,50 22,97 23,03 23.47 23,53 83,77 83,97 17,73 17,82 Börsenkurse. Frankfurt Berlin Wend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 20. 10. 21.10. 20.10. 21.10. 5Deut. Kriegsanl. 79,50 79,50 79,50 79,50 4fto Deut. Reichsanl. ——,- 67,40 67,40 3°/g Deut. Neichsanl. —,— —63, - 63,- 4°/. Preuß. Konsuls 63,- 63,30 Darmstädter Bank . 162,- 162,75 162,75 Deutsche Bank . . . 331,- 328,50 330,- 328,50 Disconto Gesellschaft 226,75 229,75 277,78 228.- Dresdener Bank . . 202, — 205,50 203,— 205,— Nationalbank f. D. . 171,- 171,25 Mitleid. Ereditbank. 164,- -,- 164,50 164,75 H.°Amerik. Pakets. . 181,— 183,25 Norddeutscher Loyd . 170,50 180,50 179,75 181,25 Doch Gutzstahlwerk . 620,- 618,- 606,- D.» Luxemb. Bergw. 384,— 400,- 378,50 385,- Gelsenkirch. Bergw. . 389,— 390,— 381,50 395,— Harpener Bergbau . 523,— 504,— 490, — 480,— Obe'.schl. Eisend.-B. . 288,50 295,50 287,50 289,50 Oberschles.Lisenind. .300.- -,- 291,40 300,- Phönix-Bergb Akt. . 668,- 655,- 662,- 657,- Bad. Anilin- u. Soda -493,— 560,— 491,- Höchster Farbwerke. 403,50 400,— 404,- 401,— Elektr. A. E. G. . . . 308,- 310,50 300,- 308,- Schuckert- Werke .. 247,- 245,50 248,- Felten- Guilleaume . 523,- 524,- 525,- 475,75 Daimler 240,- 240,- 238,- 239,- Bud.- Eisenw.. Akt. . 478,- 530,- 475,- 490,- Adlerwerke 310,- -,- 316,- 310, — 4°/oHeff Staatsanl. . 75,- Electron Griesheim . 340,50 346,50 347, — 346,50 Marknotierungeu. Datum: Zürich ....... Amsterdam ....... Kopenhagen Prag.................. Stockholm Wien.................. London 20.10. 21.10. 9,17 9,- 5,76 4,62 10,50 10,40 7,35 7*30 588,50 -,- 1,97 Büchertisch. — Das neue Rei chs-Arbeitsblatt. Das bisher vvm Statistischen Reichsamt heraus- geg-ebenie Reichs-Arbeitsblatt erscheint nunmehr in völlig neuer Ausgestaltung als Amtsblatt des Reichsarbeitsministöriums und des Reichsamts fjlr Arbeitsvermittlung. Das letztere besorgt die Herausgabe. Das neue Reichs--Arbeitsblatt gestaltet sich danach zu einer hochbedeutsamen Neuersche», nung des Zeitschriften Marktes, die Arbeitgeber wi< Arbeitnehmer sorgfältig werden verfolgen müssen- Der Bezugspreis beträgt 15 Mk. für das Vierteljahr (6 starke Hefte). Bestellungen sind an den <3^, lag von Reimar 5-obbing, Berlin S.W. 48, Wil- Helmstraße 30/31, zu richten. Kn einem Teil der Auflage ttnebnrtplt] Dom Rrichstagsausschuß für auswärtige Angelegenheiten. Ber li n, 21. Ott. (WTB.) Nach den Moray». blättern sindet heute vormittag eine gemeinsam« Sitzung des Reichstag saus schusses für auswärtige Angelegenheiten mit den Mitgliedern des Reichskabinetts und den preufjv schon Staatsministern auf dem aufgrund des Ao. tikels 18 der Reichs Verfassung eingesetzten Abstim- mungsausschusse statt, in der über die Lage in Oberschlesien beraten wird. Heute nachmittag wird der Reichstagsausschuß für auswärtige Angelegenheiten den Bericht des Ministers des Aeu- ßern über die Aussichten der Genfer Konferenz und die schwebenden wirtschaftlichen Verhandlungen mit einzelnen alliierten Mächten entgegermehmm Eupen und Malmcdy. f Brüssel. 21. Ott. (WTB.) lieber die gestrige Sitzung des Völkerbundsrates wird & richtet, daß der Rat ein Schreiben der deutschen Regierung zur Kenntnis nahm, das sich mit oer Abstimmung in Eupen und Malmcdy beschaftist Ein Dekret Wilsons. Rotterdam, 21. Okt. (WTB.) Nach einec Meldung aus Washington hat Präsident Wrl- son ein Dekret er taffen, wonach die Landungs. brücken üt Hoboklen und Newyersey, die früher dem Norddeutschen Lloyd und ber Hapag gehörten, nicht mehr der Kontrolle des SchifftchrtsamteA unterstehen. Die Kümpfe in Mesopotamien. kircifeno d MhimP-n 9 givveii'dci ' M Gr [iie Gcnch' WIN 2. ftK Die Le riW w Ms-Geie 12. Februar l‘i20 außer Berlr Suf A 1 Augu'r KAÜNNNS, j mil) löH 1 Jw Fiieörn^" Mierunl Tieren Znen W ßiinintn« Seth DerV ä; Ein günstiges Sonder-Angebot! Wollstrümpfe Strickwolle in in Färberei Holland Markt 11 017378 Damen - Mako - Strümpfe schwarz mit Doppelsohle u. Hochferse, schwere Qualität, das Paar 20 M. 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Das Kriegsawl teilt mit, daß dte Wiederherstellung der Ersen, bahnverbindung mit Bagdad militärische Opern- ttanen von einem gewissen Umstrnge nbttg mochte. Tie Hauptphase dieser mrlitärischeu Ope- rationen i|r nunmehr zu Ende geführt worden. Dte englischen Verluste bÄuufen sich Dabei aus 416 Tote, 1119 Verwundete, 59 Gefangene und 473 Vermißte. Die Verluste der Araber sollen bedeutend größer sein. Zugentgleisung. Sinsen (Baden), 21. Okt. (WTB.) State früh 6,30 Uhr entgleiste ein von Konstanz kommender Güderzug. Etwa 13 oder 14 Wagen wurden mehr ober »oeniser beschädigt. Nach den bisherigen Ermittlungen wurden ungefähr 30 Personen mehr oder weni-erschwer verletzt. D« Unfcülstelle bietet das Bild einer wüsten Trümmer- Ratte. Die Ursache des Unglücks ist lnsher noch nich aufgeklärt. In einer weiteren Meldung sind noch folgende Einzelheiten enthalten: Ein aus der Richtung Konstanz—Radolfzell kovrmender Güterzug, der auch Arbeiter beförderte, ist bei der Einsochrt in ben Bahnhof Singen entgleist. Die Arbeiter und Ar- Ibeiterumen, ine der Zug beförderte, waren ht einem Personenwagen untergebracht, der zwischen die Maschinen und die ersten Güterwagen einchffchaltet worden war. Dieser Personenwagen wurde vollständig zertrünrmert, woraus sich die große Zahl der Verwundeten erflärt. Es bestätigt sich, daß ungefähr 30 Personen tells schwer, teils leichter verletzt worden sind. Ein Heizer wurde schwer verbrüht. Song erlitt das Fahrpcrsonal weitere Verletzungen nicht, Tote sind bis jetzt nicht zu beklagen. Sn Eurol ' Ht aber s Wünsche Mckeich ö' M Diskus * W ff in i Mig vei fff unfi । Bf®1® o^ne P tonnte, FJ. jeder' te< EW bei, W>- fit JW not KWiHif, I1S4 d- S (S -S hei fe. IK? «t KS k Win Feuerwerkskörper Gefl. Aufträge v.Wiederverkäufen) jetzt erb. llwss) Emil Flcbermann, Frankfürt/Ü. Amtsvermnöigungrblaü für die provinzialdirektion Gberhefsen und für das Kreisamt Gießen. Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. 9tur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. 57r7153 22. Oktober 1920 Jnhallr-Ueberficht: Bekanntmachung des Reichsministers für Wiederaufbau. - Verordnung über die staatliche Genehmigung zur Errichtung von Aktiengesellschaften. - Hessische Lanüeswanderbühne. - Warnung vor Rad-Jo. - Erwerbslosensürsorge. - Viehseuchen. - Dienstnachnchten. - Bekanntmachung des Polizeiamts. - Feldbereinigung Ettingshausen. Bekanntmachung. Auf Grund von § 1 Absatz 2 des Gesetzes über Enteignungen und Enlsckäuigungen aus Anlaß des Friedensvertrages -wischen Teuljäland und den alliierten und a,soziierten Machteil i»m 31. August 1919 (Reichs-Gei etzblatt S. 1»2,) ist dia durch die Bewrdnung des Reichspcäiidenten oom 3. Januar 1920 (Reick)S- Geictzbiait S. 15) errichtete R e i chs r ück l re f e r u n g s ko m- Million in Berlin als Enieignungsbehörde für die Enteignungen, die zur Durchführung der auf Grund des Friedensoerrrages oder ergänzeiwer Abi'ommen staltjindenden Rücklieferungen von Gegen,landen aller Act mit Ausnahme von Tieren und von Eisen bahnmeuerial an die alliierteti uiu) assozi- ieneit Regierungen oder eine von ihnen erforderlich sind, hc- nimmt worden. Berlin, den 7. Oktober 1920. „ Der Reick-srninister für Wiederaufbau. I. V.: Müller. Verordnung betreffend die Aufhebung der Verordnung über die staatliche Genehmigung zur Errichtung von Akliengesell,chaften usw. vom 2 November 1917 (Nrichs-Gesetzbl.,S. 98/). Vom 9. Oktober 1920. Auf Grund des § 4 Satz 2 der Verordnung über die staatliche Genehmigung zur Errichtung von Akliengesellsä-aften usw. vom 2. November 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 98/j wird bcilunmt: Die Verordnung über die staatliche Genehmigung zur Errichtung von Aktiengesellschaften usw. vom 2. November 1917 (Reicks-Gesetzblatt S. 987) in der Fassung der Verordnung vom 12. Februar 1920 ^Reichs-Gesetzbl. S. 229) tritt am 15. Oktober 1920 außer Kraft. Berlin, den 9. Oktober 1920. Die Reichsregierung. F e h r e n b a ch.__ Hessisches Laudcsamt für das BUdungSweseu. Zu Nr. L. f. d. B. 6181. Darmstadt, den 13. Oktober 1920. Betr.: Hessische Landeswanderbühne. Au dic Krcisichulkomittissioncn, die Direktionen der höheren Lehranstalten und öic Lehrerschaft aller Kategorien. Die Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege in Hessen hat in Verbindung mit dein Landest Heater zu Darmstadt eine „Hessische Landesivanderbühne" eingerichtet, .ueic Wanderbühne soll dem Lande gute Theatervorstellungen vernntteln. Sie soll in den Dienst der lünstlcrisck)en VvW- und Jugenderziehung gegellt werden und an ihrem Teile nach Kräften nillarbetten, drc Gejckmarlskultur unseres Volkes, die vielfach noch sehr im argen liegt, zu heben. Es ist zu hoffen, daß durch ihr Vorbild auch aus die üblicken ländlichen Veveinsverangaltnngen eine veredelnde Wirkung ausgcübt wird. In besonderen Jugendvoritellungen sollen oen Obcrklasscn der Schulen die Weckke unserer Massiker.zu billigen Preisen nahegebracht werden. , Wir empfehlen diese wertvolle Ernrick>!ung Ihrer freundlichen Beachtung aufs wärmste und ersuchen Sie, die Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung uiid Jugendpflege in Hessen bei der Durchführung dieses Unternehmens weitgehend zu unterftutzeii. Hessisches Landesamt für Bildungswesen. I. V.: Block.___ [ Die ungeheuerlich)« Reklaine, die die Raü-Jo-Versand-Gesell- schaft in Hamburg neuerdings wieder betreibt, hat die Direktoren sämtlicher deutscher Uuiversitäts-FrauenNiniken veranlaßt, eine gemeinsame Erklärung über die Nutzlosigkeit dieses angeblichen Wundermittels zur Erzielung einer leichten Geburt und einer aus- aiebigen Milchabsonderung zu erlassen, in der es zum Schluß hecht: .„Die wissenschaftliche Nachprüfung des Mittels hat vrel- mcbc ergeben, daß Rad-Jo die ihm von Wasmuth, dem Haupt- beteiligten des Rad-Jo und des Amol-Geschäfts, zugeschriebenen Eigenheiten nicht besitzt. Eine Beleidrgungsttage, die Wasmuth gegen einen das Rad-Jo als „glatten Schwindel" bezci^ienden Arzt angestrengt hatte, wilrde auf Kosten Wasmuths rechtskräftig abgewiesen. Wegen der unwahren Behauptung, daß Professor Kouwer Rad-Jo bei der Entbindung der Königin von Holland angewandt habe, wurde Wasmuth zu Geld- und Freihhecks- sträseii verurteilt. Mit den Namen von Aerzteii hat die Rad-Jo- Gescllschaft groben Mischrauch getrieben Die Reklame für Rad-Jo ist geinemschaduch. Da Rad-Jo zu einem sehr l-ohen Preise vertrieben wird, werden die Käufer zu einer wirtschaftlich unnützen Ausgabe verführt, die nur dazu bient, den Rao^Jo-Fabrikanlen zu bereichern." Wir warnen die Bevölkerung, Geld für dieses wertlose M i 11 e l auszugeben. Darmstadt, den 15. Oktober 1920. Hepisches Ministerium des Innern. Abteilung für öffentliche Geiunoheitspflege. _________________________I. B.: Dr. B a l, e r.__ Betr.: Erwerbslosenfürsorge. An die Bürgerntcistereien der Landgemeinden des Kreises. Das abschriftlich nachstehende Schreiben des Herrn Reia-s- arbciisministers vom 28. v. Mts. teilen wir Ihnen zur KenmniS und Beachtung mit. Gießen, den 20. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. I. B7: Dr. Heß. Abschrift! Das Arbeitsverhältnis der YLotstandsarbeiter gleicht femec grundsätzlicheii 9tatur i,ach dem Ardeüsverhältnis eines andren Arbeiters. Ihre EMlohnung bleibt, wie dort bekannt i|l, in ihrer tatsäck lickfen Höhe hinter der anderer großer Gruppen oer Arbeiterschaft im allgemeinen nicht zurück. Unter diesen Umstänoen icheint es mir nicht gerechtfertigt, von dem Erfordernis der Wartezeit für die Notstandsarbeiter abzusehen. Bei turzen Unterbrechungen, die die 9dotstandsarbeiten erfahren, wird übrigens die Kurzarvefter Unterstützung nach § 9 Absatz 2 in Frage kommen, die eine Wartezeit schon nach dem Ge,etz nicht-erfordert._____________________________________i Betr.: Erwerbslosenfürsorge; hier: die Auslegung des § 5. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Von dem in Abschrift nachstehenden Aus schreiben des Reichsarbeitsministers geben lvir Ihnen mit dem Empfehlen der s)laxfy= achtung Kenntnis. Gießen, den 16. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß. Aus dem § 5 der Verordnung über Erwerbslosenfürsvrge ist der Gr-undsatz zu entnehmen, daß Personen, die am 1. August 1914 leinen Wohnort im Sinne von § 8a der Reichsverordnung üoer Ertverbslosenfürsorge besaßen, zwar zunächst von der Gemeinde zu unterstützen sind, in der sie bei Eintritt der UnterstützungS- bedürfligkeit ihren Wohnort haben, daß die Unterstützung aber nach) 8 5 Absatz 2 Satz 2 der Verordnung nicht länger als ms- gesanit 4 Wochen gewährt werden darf. Dieser Grundsatz kann jedoch nur auf Personen angewendet tverden, von denen feststeht, daß sie stets nur als Landstreicher gelebt haben, also ohne Ertoerbs- zweck von einem Ort zum anderen gezogen sind. Demgemäß habe ich keine Bedenken dagegen, daß dieser Grundsatz bei Personen durchbrochen wird, die durchs die Ausübung ihres Berufes S-hindert waren, am 1. August 1914 einen Wohnort zu bentzen, beispielsweise Seeleute, Personen, die auf Montage waren, und andere. Diese Personen werden vielmehr so behandelt werden müßen wie Erwerbslose, die am 1. August 1914 ihren Wohnsitz im Auslande hatten oder die sonst unter § 5 Msatz 2 Satz 4 fallen Meine Entscheidung vom 1. dlpril 1920 I. E. 14o8/20, nach der der letzte Wohnort vor Kriegsausbruch endgültig fürsorge- pflichtig sein soll, galt nur für den § 5 Absatz 2 der früheren Fassung und ist mit der neuen Fassung durch.die Verordnung'vom 26. Januar 1920 gegenstandslos geworden._____________________ Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in B e 11 e n ha u s e n In Bettenhausen ist die Maul- und Klauenseuche amt- lieb festgestellt worden. • _ , . _ . a. Es wird gebildet ein Spe rr b ezirk, bestehend aus der Gern a r k u n g B e 11 e n h a u s e n. Das Beobachtungsgebiet bleibt unverandett. Unsere Bekanntmachung vom 25. August ds. ^s. m Nr. 122 des Amtsverlündigungsblattes findet sinngemäße Anwendung. Zuwiderbandlungen gegen die erlassenen Anordnungen werden mit erheblick;en Strafen gea'biibet, wenn sie willentlich begangen sind, sogar aus Grund des § 328 des StGB, mit Gefängnis. Gieße n, den 19. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. 9 die HaushallSüberschrei- reutralen Europa seit jeher vertreten wurde. ti Frankreich Die parlamenrarische und Pnb- kzistische Diskussion beherrschten uw) zu den taktischen Absichten, die die französische Re- lierung in der Miedergutmachungsfrage offenkundig verfolgte. Das Märchen vom Reid)turn und der Wirtschaftsblüte Deut,o>- ands, das ohne weiteres riesenhafte Summen bezahlen könnte, sich aber hartnäckig und hin- .erhältig jeder Verpftichtung zu entziehen uche, wird der französischen Oeffentlichkeit .! Paragravhen bindet 8 9' die Haushaltsüberschrei- Ei« ftVht ab7r in vollkommenem Widerspruch j tun«., S«i>en Wünschen und Meinungen, die bisher i^b^ond^dchnglW-n'ÄuSnnbmefAlen. -n. er-Mini- 11 u"' ? < 3 , . er. ...... erteilt werden kann und macht Beamte, welche HaiishaltSübcrschreitungcn xlanmäßig oder fahrlässig verursachen, der Reichskasse gegenüber haftbar, t 10 setzt den Teuerimgs z-us chlag gern aß 8 17 des Pe'oldungsoe^etzes auf 50 vom 100 fest. 8 11 spricht ten Al^.i6ionären und AltRn e. l> i-e- benen. texm Bezüge noch nicht auf Grund deZ! ge- stann ev Ge'edes umaerechnet sind, cmen ?ufch..ig hi kalber Höhe ihrer gesetzlichen Bezüge als Vorschuß auf dic gesetzliche RvgLÜwig, rhoer Gchaw!- «ye, wrro oer sranzviiiei-en suciicmnuMi-n., ,u r; 12 ordnet d.c .Heranzieymig oec ent» mmer noch beinahe täglich von Journalisten - gewordenen Beamten der Militär-, ------- - - ■*---------—u^, Ko onial- und Sckrutzgche.svertval^ig (vi ixr Einstellung von Arbeitskräften bei tey. ReichSbelwrden an, cbenio die der e2erw.'l>gen cl_ a ; lothnnn chen 2anbcybeam^cn und Lan .ekang^'el ' ten. Bon den im Reichsh an :l>alt vvrg^ehmcn Rcichseiimahn'en sind besonders zu erwäbne-n .ein: Reichswi tschaftlministerlum u. a. Au fulnab ab r von Kohlen mit 350 Millionm Ma k, Lolz mu 14 Mi liow-n D. lz mit 28 6 Millronm zu a^iw n 392 6 M l i -lunt Ma l, im außcrorie.i lich" oaru.- ba(t' 336 Millionen Mark, aus der Erho^nr de.- Kvhlenp:ri c3 zi-.r-cks Verlil.gung der b-.n^mittel für bic llKecsckstchcn versalzenden Bergarbeiter. Beim Rci^>s ck.evn offenkundig einem ^vsgleich zustreb en, hat nun doch eingesetzt und gleich zu Beginn riesige Dimensionen an- Summen. Tie Nachrichten, die die Presse ;.;u; .. uffcn''9147 MLlio- füib nicht gcuij cinbeutiai auf Zölle m-ü Äcr«auchr,*uMi »i*' tie parlamentarrsche Ko m mij ftott des G cwer?scb.9voffen hat. TasMimste- rium leriüb: sich atuf.ul>rg. die Gnmolc^- für eilte ^ert^T-’. :3ing zu fnv.en, aber dre ^ge- ruiy der Fv-derunZ bleckst ter Stern des An- ibM Trvtz des Beschlusses von gcitem haben 7ich"die Eisenbahner l)eute tx-rammeH. X b3- ma« ’.ribt die Hoffnung, daß die Eimgungsver- handliinsen ^rn?d)en bat 93ccgrrrb’i em und der N'sti -rw^'- wieder aufgemmtmen trer.eti, rod) nun. '.u; unt er bringt klar zum AuAst-uchdaß er stch lObvderhin brrnstven tvarde, um eine Vermittlung ()eC°^t?erbam, 22. Okt. (WTB.) Ter„Nieuwe Rott^roamsche Courant rndbrt aus London, baß tv fiijciLn'ixm Bergarbeiter Raubzüge nach den Kartosselfeldcrn von Pend.e'.iug bei Manchesrer organisierten. Als be ittaie Polizei eingrin, h-b-n die Bergarbeiter die Flucht ergnswn. Radikale Strömungen in Italien. Mailand, 22. Ott. (WTB.) Die Leitung der italienischen sozialistischen Partei hält, wie bereits gemeldet, in Florenz in txefen Tagen Sitzungen ab, welche den kommenden Kongreß der italienischen sozialistischen Gesamt- jxirtei vrrbereiten sollen. Gemäß Beschluß der Tor-eiletmtg wird rm „Avant." coi Aus'n'.f ver- ^rc«.!ich, Ler von dem Bund dec Anarchisten, ix-m Allgemeinen Ackbei^rverband, com Ei^en- bahneckverband und vr-m Stteleu'eveclxmd sowie vmi len <ödfenai&i.ern unterzeichnet ist. Die er Ausruf pstHert das tixriianidK PvstelariM auf, gefdMen für den Stonw und ten Sieg der kommunistischen Sache ein-u relcn. Der „Serobo" md-ct w t er. daß Mar- gori einen Staatsstreich der Mitglr der das FoHchs" Qisckünbrgr habe, der am Jahrestag 5chulst7«tze 7 Samstag, 25. Gltobcr 1920 2.r.na^mt von ähjt.weu für b.t legesnummer bis ;um Ro^m'ttag vorher ohne jede Verbindlichkeist Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34mm Drecke ärthd) 35 'Pf., auswärts 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20 'Aufschlag. Hauptfihrifdecker: Aug. Eoch. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz; färben übrigen Teil: Dr. Remtzold Jenz; für den Anzeigenteil: H. De sün gs gebcnden sammlung gab der erste Vizepra ident, Ab- rtrbcr Ralm von der unabhsnckgen sozia'demo- chm Fraktion, to(g:nbc:- Schreiben der auuer» erwaltung in Danzig bekannt. Nach den Vo» nisssn vom 20. Ctt-ber in der ver'rrssungs- den Versammlung, sehe ich mich genötigt, die sungsgcbende Versammlung vorläufig zu a gen. Dem Präsidenten der versassungs- deir Versammltmq bleib e5 überla s n, im -rnehmen mit mir die verfassuna gebende Der- lung wieder zusammenzubrrufen, wenn es stin wird. Die Verleiuna wird auf der linken des Hauses durch lebi^tfte Unruhe unterbro- und auf der vechen Seite verlassen die «der der bcutftfrmatmualen VekttPartei, der nnrtschaftlichrnr ^eintgung, des Zentrums er deutsck>-demokatisch-.r Partei demrmstratrv xml, begleitet von Z^cuen ter yinufbfcibav •tnfen. Hierauf erklär ie der Dizeprättdent, da erpflichtet sei, die Reckste des Hau es zu m, habe er Beine Veranlassung, dte Ber- htng ohne wei e es zu vertagen, sonders dle'es dem Hause anheim. Sodann paö Auftrage der unab'Htnaifien sozml- lcatischen Partei Abgwrdnrtec Man eine Er- tg ab, worin er zunächst die Schuld an den ingen vom 20. Oktober der rechten Seite des s zuschob und dagegen p.rstestierte, daß nun- angesichlS mehrerer für die Allgemeinhert ger Ber atungsgr gen stände bk rechte e>ettc ffcn. Dre Rv- ta der Niederlande hat 2 Maronen nt xunr %nfn’.f von Zucker. 3 Mil'knen zum if von .shar yffcln und 150000 Gulden zum lf von Zink ge '.iftti. Das dänische Kv- hat et-en Vertrag aligescÄossen, demzufvlge es 1 350 COO bä idx Kronen »tr Sinterung der Kicrrdoffelnvt in Oesrerrcich bereitj-efit. Rücktritt des Kabinetts Branting. Stockholm, 22. Ott. (Wolff.) Das Kabinett Branting ist zurückgetreten Wre gerüchtweise verlautet, wird der LandeslxinvtmaiW von Kristianstad, Frcil^rr Louis de Geer, GM ber neuen R'-giermrg und der Geianote tn London, Wrangel, Minister des Arußern. üus dem lesetzttn ScbkL Koblenz, 22. Ott. (Wolff.) 7ta>ch enter Mitteilung des b^g.scl-en Cber8?mmffa 5 für bic be< festen rhstuisck^u Gebiet I.at bi belgiscle Regierung die deutsche Sckiffahrt nunmehr zum freien Verkehr m be;t Mgifdxm Seehäfen, insbsondere auch im Hasen von Antwerpen, zu gelassen, unter dem Vorkehalt de 7 'immimgen des dem Justtzminiftertum unterste..«! Sicherheitsdienstes. Aus den, Neiche. Die VerwaltungSko>'tkn der NeichSgetreide- strile. München, 22. Oft. Im Verlaufe einer Sitzung des Wirtschaftsausschus'es des bayrischen Landtags machte Landwrrt- schaftSminister Wutzelhoser Mitteilungen, aus denen sich ergibt, daß die Reichsgetreide st eile im ganzen 4912 P .rsonen, darunter vier Gesästifrssührer mit je 6000 Mark M-vna'sgchck t fünf st^llrertret nde Geschäftsführer mit je 400-3 Mark Monatsgehalt usw beschäftigt mit einem Gesamtkostenaus- toanb von 72 688 331 Mark. Ti' V'rwaltungs- abtcilung beschäftigt 14 W Beamte, 40 mittlere Beamte. 120 Angestellte im Bureau- dienst, 44 Angestellte im Kar^lerdienst und, 60 Unterbeamte mit einem Kostenaufwand von 2 119 843 Mark. Im W/rtschaftsiahr. 1919/20 wurden von der Nerchsaetreldestelle erfafet: an gntanhSgetmje ol 51=0» und Auslandsgetreide annähernd 10 Mttlvx Wanderungen. Grfamt-TaunuSklub. st». Niederselters, 20. Ott. Unter fra Vetriligung seiner Zweigevevernc hielt btrr ( sa ni t-Tan nusklub hier seine 35. £>- sachien, Usenborn, Nidda. — Im Kreis Friedberg: Münzen- berg, Friedb.-Fauerbach, Rendel, Kaichen, Dortelweil, Büdesheim, Reichelsheim, R.-Eichbach, Dorn-Assenheim, S.aden, Bönstadt, Kl.- Karven, Dauernheim, Wickstadt, Bildel, Trais-Münzenberg, Beienheim, Rieder-Erlenbach, Stammheim, Södel, Kwppenheim, Rieder- Flor^avt, Weckesheim, Schwalheim, Aisenheim, Masftnheim, Ober- stüosbach, Heldeirbcrgen, Holzhausen, Gambach, Burggräfenrod, Ober-Erlenbach., Wölfersheim, Harheim, Groß-Karben, Ober-Fl or- stadl, Bruchenbrücken, 9cieder-Wöll>radt, Petterweil, Okarben, Ockstadt, Ba^-Rauheim, Oppersl-ofen, Steinfurth, Ober-Wöllstadt, Ost- Heim, Jlbeni».adt, Rockenberg, Rieder-Weisel, Rieder-Rosbach, Wiiselsheim. — Im Kreis Lauterbach: Maar, Reuters, Wallenvod, Salz, Heblos, Rimlos, Lauterbach, Schlitz, Eichcnrod. Allmenrod, Hopsmaunsfeld, Herbstein, Eichelhain, Ilbeshausen, Bernshausen, Uetzhausen, Angersbach, Queck, Rixfeld, Eichelheim, Landenhausen, Engelvod. — Im Kreis Schotten: Ulrichstein, Ober-Widdersheim, Götzen, Eichelsdorf, Freienseen, Mittel-Seemen, Rebgeshain, Schotten, Rndingshain, Sichenhausen, Michelbach, Ulfa, Klein-Eichen, Ober-Sechertenrvd, Ruppertsburg, Ober- Schmitten. Die Maul- und Klauenseuche ist ausgebvochen: 1. in Ober- Seemen (Kreis Schotten). Ober-Seemen ist zum Sperrbezirk erklärt worden. Die Gemorckungen Hartmannshain und.Volkartshain werden dem Beobachtungsgebiet angegliedert. 2. In Rieder-Seemen (Kreis Schotten). Richer-Seemen ist zum Sperrbezirk eMärt worden. Das Bevbachtungsgebiet bleibt unverändert. In H ö r g e n a u (Kreis Lauterbach) ich die Maul- und Klauenseuche ausgebvochen. Tic Gemarkung Hörgenau wurde zum Sperrbezirk erilärt. In Bon bad en (Kreis Wetzlar) ist die Maul- unb Klauenseuche ausgebvochen. Die Schutzmaßnahmen sind angeordnet. In E i ch e n ro d (Kreis Lauterbach) ist die Maul- und Klauenseuche wieder erloschen. Die Gemarkung Eichenrod ist aus dem Sperrbezirk entlassen und dem Beobachtungsgchiet zugeteilt. ' Tie Maul- und Klauenseuche in Allmenrod unb Heblos ist wieder erloschen. Die Gemarkungen Allmenrod und Heblos sind aus dem Sperrgebiet entlassen und werden wieder Bcobach- tungsgcbiet. Die Maul- und Klauenseuche im Forstgutsbezirk Bracht (Kreis Marburg) ist erloschen. Die ungeordneten Schutzmaßregeln sind aufgehoben. In ben Orten des Kreises Büdingen Rommelhausen Diebach und E ck a r t s b o r n ist die Maul- und Klauenseuche ausgebvochen. Das Ministerium des Innern hat dem Südwestdeutschen Kanalverein für Rhein, Donau unb Neckar e. B. in Stuttgart die Erlaubnis erteilt, 10 000 Lose einer am 18. Februar 1921 zu veranstaltenden Geldlotterie innerhalb des Freistaates Hessen ju vertreiben. Nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Berlosungsplan dürfen 100 000 Lose zu je 3,60 Mk. ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Hessen dürfen nur mit dem hessischen Zulassungsstempel versehene Lose gelangen. Während der Zeit des Vertriebs der Lose zur 1. Klasse einer Preußisch-Süddeutschen Slaatslotteric ist Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose in Hessen nicht gestattet. Dem Landesverband Hessen des Volksbunbes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde aus Grund der Bundesratsverordnung vom 15. Februar 1917 bis zum 1. Juli 1921 die Erlaubnis zur Sammlung von Geldspenden und zur Werbung von Milgli.-bern durch Aufrufe im Volksstaat Hessen erteilt. Bekanntmachung. . Der Dienstnurnn Wilhelm Hebberich dahier, Löwengasse Nr. 11 II., hat seine Tätigkeit als Dienstmann auf gegeben. Ansprüche an die hinterlegte Sicherheit sind bei Meinung der Nichtberücksichtigung binnen 14 Tagen bei uns anzumelden. Gießen, den 19. Oktober 1920. Polizeiamt Gießen. La u t e s chl ä g e r. Bekanntmachung. V e t r.: Feldbereinigung Ettingshausen. In der Zeit vorn 16. bis einschließlich 30. Oktober lfd. .Js. liegen aut dem Rathaus die Arbeiten des Zuteilungsplans zur Einsicht der Beteiligten offen. Es sind dies: 21 Hauptkarten, aus denen auch die Bonitätserhöhungen sowie die Bewertung der Zuschnitte aus Nachbargemar- fungen zu ersehen sind: -\1 Band Zuteilungsverzeichnis; 3 Bände Gütergeschosse I; 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse; 2 Bände Gütergeschosse mit Zuteilungsplan: 1 Band Abschätzungsverzeichnis der Obstbäume: 1 Band Obstbapmgeschvsse; 1 Protokoll über Aenderungen des Weg- und Grabennetzes. Tagfahrt zur Entgegennahme von Eimvendungen hiergegen ftiwet daielbst Montag, den 1. November 1920, vormittags 10 — 11 Uhr, statt, wozu ich die Sktcilicjten mit dem Anfügen einlade, daß kne Mchterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich unb mit Gründen versehen ern zu reichen. Die Vorzeigung der neuen Grundstücke an Ort unb Stelle findet Donnerstag, den 21. Oktober 1920 unb soweit erforderlich, die folgenden Tage statt. Zusammenkunft hierzu am 21. Oktober 1920, vormittags 10 Uhr beim Rathaus. Die Offenlegung des Grenzausgleichs mit Gemarkung Harbachs erfolgt später noch. Friedberg, den 29. September 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissar. S ch n i t t s p a h n, Negierungsrat. Oruck der St üb Tfötn NniversttLts-Buch. und Stein drn«üerei. 9t. Ei»ß«n Basaltlavatuff best bewährt seit ältesten Zeiten zu Backofenbauten für Herdplatten und Wölbsteine. zimiMiito hergestellt aus Basaltlavatuflstein - Platten. In geschmackvoller Ausführung und wärmewirtschaftlich zuverl&ss. Konstruktion. Zwangsläufige Führung der Rauchgase, daher beste Ausnutzung derselben. Geeignet für die wirtschaftlichste Verfeuerung geringwertiger Brennstoffe, wie Briketts, Braunkohle, Holz, Torf, Kohlengrus usw. Nähere Auskünfte und Angebote auf Anfrage. Hessische Steinbrüche G.m.b.H., Londorf Fernruf Amt Londorf Nr. 10. 10455D Offeriere zu äußerst billigen Preisen . 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