ln9s|teD(n. 1B e ll. «folgte M wirb. Di«; b3ugsbügel ftft, ltwQHnung bn »?• Wt Maui- und W ist gum _b^e,__ lies. *ie Arbeiten des ottok $!e Arbeiten de- urgten assen. . nitätserhöhungen aus Gemarkung osse, in, retzes usw., äge. 'ungen hiergegen 20, Beteiligten unter en mit Einwen- Aründen verseben an Oit unbSttllt 1920, Zusaminentmit 'mittags 91/« W nffär. at. itpH *** üne5r enob‘U nr. 225 Der Siegener Hnjelaer erschrinl täglich, außer Sonn- und Frrertags. Se)nR«rrcife Monatlich a:« 3.60 unvMil-SsTrägerlohn, Dierteliäl)r,.i.rfi7|,Cii< 10 80 unbWM.OÄTrägerlofei; durch di: Pali vierteljährlich M-rk 12.- ousschlieblich Bestellgeld. Fern sprech-Anschlüsse: fürdieSchristleitunq 112; Derlag.Geschästsste le 51. Anschnst für Dr-Htnach- lichten. 2«z l er'Lietzen. pastichcatoulo: $rantfurt o. TU. 1168) Erster Blatt 170. Jahrgang Mittwoch, 22. September 1920 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck HBb Verlag: VrShl'sche Univ.-Such- und < tel2*rwterei R. £any. Schnstletwng, Seschäflspeüe und Druckerei: Zchulstratze 7. Mmiübme von Anzc.^ea sür d e Tagesnummer bis zum giachmiilag vorher ohx jede Berdiiidlichleeit. Preis für 1 mm Höfe svr Anzeigen v. 34 mm Breite 6cthd) 35 Pf., auswärts 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Srcue 150 Vf Bei Platz' Vorschrift 20 „ Ausjchiag. Hauptschrrf Heiter: .'lug. Osoetz. Verantwortlich für Politik: Aua. Boetz; für den übrigen Teil: Dr. ‘Rehtbolb Zenz; für den Anzeigenteil H. Beek, sämtlich in (Biefeen. Keines und feine Gegnerschaft.' Unsere Delegation für die Finanz- konfcrenz in Brüssel. In den eisten Monaten dieses Jahres hatte es fast reu Anschein, als ob die vermrNvortsicher Staatsmännc brr Entente endlich qflrrilT' seien, von ihren imperialistischen Hak imi> Machtiden sich frei gu machen and ihre Hand Dein Wiederaufbau der W.lt &u leiten. Damals tauchte bei Gedanke ein internationalen F-rnanzkonferen- auf, deren Zweck es sein sollte, die unala blich tnr hnrrten und zerrütteten finanziellen Verhältnisse Eucupas einer gemruen Prufuari zu unlerzieliev und ennpreclvnde Vorkehrungen für ihre Saniniriy zu treffen. Dieser Plan verdankte nid)' 'nletz: ieinc Enifebung dem sclmell bnül'.mt g-npvrbcncn B u d? des Engländers John Maynard 51 e n nes, das d n Titel führte: „The economic conse-- guences of the Vcare", und das nicht bloß in England. f entern in dr ganzen Welt berechtigtes Auf« fefen ervrgte. Dieses Buch hat srinerzrit vor allem die Aende img des Standpunktes von Lord Curzon herlx'i.rfuhrt, und die Strömirm innerhalb der engliscd'n Neuerung für die Revision des Versailler Friedens Vertrages nicht unerheblich unter» stützt Keimes hatte in feinem Werk, das bedmier- lid-enveife in Teulscl-land eine völlig ungenügri'de Verbreitung gefunden hat und zur Zeit Dercnffcn ist, eine Re.b von hochidedeuriamen Vorschlägen gemach', die- jedenfalls sich mehr auf dem V^den der m'idtttrnm Ta iso dien benr gtei, als bre uto- tnstifchen Hof (nirngen, wie ftc sonst von wirt schäft liehen Kreisen in England und Frankreich genährt wurden. Keynes hatte in stinem Ruche rvrgesdüagen, daß der Betrag, den Deutschland für die Wiedergutmachung und für die Kv en fer Lklitpativnsarmeen zu zalsten habe, auf 40 Milliarden Mark festgesetzt werden solle. Die aus-- gelieferten Handelsschiffe, Uebersvekabel. das Kriegsmaterial, das S'aatseig'mttim in den ab* getretenen GVlretcn sollte mit 10 Milliarden Mark in die En fniängun^s umme ebig^vechnet werden. Der Rest ton 30 Milliarden Mark ßKfte olme Zinsen gcTnn-tet und eine Zahlung s itens Deutsch lands in breiig Jahresraten non je 1 Milliarde Mark, anfangend 1^23, geleistet werden. Besonders wichtig sind die Vorschläge, die Keynes in seinem Buch bezüglich der deutschen Kohlenlieferungen machte, indem er Vorschlag, daß Deutschlands Verpflichtungen nur insoweit be stehen bleiben sollten, als Frankreichs Verluste au Kohlen infolge der Zerstörung feiner Bergwerke zu ersetzen seien. Deutschland sollte bet« pflidstet fein, an Frankreich jährlich auf eine Zeitdauer von 10 Jahren eine Kohlenmenge zu liefern, welch: dem Differenzwert zwischen der iährlicfen Produktion der Kohlengruben Nord- Frankreich; und bc* Pas be Calais vor dem Kriege und der Produktion der erwähnten Grubck.i in dem sraglich.'n Jahre gleichkommt. Diese ^Lieferungen aber sollten 20 Millionen Tomien jährlich in den ersten 5 Jahren imb 8 Millionen Tonnen. in tvn io'gen dm 5 Jahrm nicht übersteigen Diele Verpflichtung sollte hinfällig werden, fi^lsTeutsch land den Kvhlendistrikt von Oberschiesren infolge der Volksabstimmung verliert. Dieses Buch des bedeutenden englischen Volks- Wirtschaftlers war Frankreich wegen der eben erwähnten vernünftigen Vorschläge schon längst ein Tom im Auge, und deshalb mußte man damit rechnen, daß alsbald eine Gegenschrift erscheinen würde. Sie liegt nun vor in einem Bnch des Senators und Ak<ä>emikers Ravfeel George Levy, das in Paris unter dem Titel: „La iufte vast 011 la verite sur le tpaü6 de Versailles" loeben erschienen ist. Daß dieses Buch mittelbar im Auftrage der französischen Regierung geichne- ben worden ist, kann keinem Zweifel unterliegen. Im Gegensatz zu dem Buch des Englcnchers burtfe ziehi die Schrift Levys wie ein roter Faden der Gedanke, daß der Friedensvertrag von Versailles um jeden Preis aufrechterhalten werden müsse und aufrechterhalten roerben könne 9eW) behauptet in direktem Gegensatz zu Keynes, daß Deutschland durchmis in der Lage sei, die ihm auferiegten Verpflichtungen zu erfüllen. Ja, er geht sogar soweit und wäll beweisen, daß die Leteten, die Deutsch taub beute zu tragen fette, im Vergleich zu fern von ihm angerid» eten Schaden noch triel zu gering seien Leon argumentiert damit, daß der Reich tum Deutftlst in s unangetastet geblieben fei, da fern Dori und feine Stadt vernichte, und tone Fabrik -erstörc worden sei. Er unterschlägt batet, hon die rmrlkhaf’lieben Verchältnisse tn Deutsch- lcmv first seit 1914 vollkommen geändert haben Auf derselben Linie bewegt sich ein zzvvitts Buch eines Herrn Dunlvp. das unter dem Trtel: ..Ter Bluft von .Kermes" im Haag erschienen ist '«d das cb.mfalls dem 3h*de bient, nochzuweiten, bar DewsMand bat Versailler Fciedensvertray eestlos erfüllen müsse, um die Folgen seiner Missest zu sühnen. Dom wissenschaftlichen Standpunkt aus be- ttaduxi vermögen diese Gegenschritten gegen Kepne^ an das Buch des Engländers auch nicht im ent* fenthwn heranzureichen. Sie sind nichts werter als röt mißlungener Versuch, die untvibetteglieben Be- lfeie. die .'beynes in seiner Schrift erbracht bat, durch Phrasen aus der Welt zu schas^n. Man vrauchi sich in Deutschland über diese Büdier nicht M bcunruhigm wenn sie nicht in Frankreich und natürlich aud) in den übrigen Entente- und neutralen Staaten gerade jetzt in Massen verbreitet würben, wo es gilt, auf der Brüsseler Konferenz vernünftige Vorschläge von der Entente »u erhalten. Umso btfceMrrliAcr ist es, daß in «uädVanb nur eine 6ei» Zahl twu Menschen bte Buch teS Engländers tarnt, drs Melkidjt der stärkste Beweis dafür ist, daß der Frieden von Ver- jchlles ein toter Verl vag ist, und daß seine Revision eine Leha^psage für Euvapo bedeutet. Berlin, 21. Sept. (WTB.)Die deutsche Delegation zur Finanzkonferenz in Brüssel verläßt am Mittwoch abend Berlin, um sich nach Brüssel zu begeben. An ihrer Spitze steht Unterstaatssekretär Bergmann. Weitere Mitglieder sind: der Geschäftsinhaber der Discontogesellschast, ll r b i g, der Vizepräsident der Reichsbank, v. G l a s e n a p p, und Staatssekretär Schröder vom Reichssinanzminifterium. Als Sachverständige sind der Delegation Geh öofrat Professor Dr. Lotz -München, Geheimer Oberfinanrrat Kaufs mann von der Reichsbank und Geheimrat Dr. Trendelenburg »om Neichswirtschastsministe- rium beigegeben. Brüssel, 21. Sept. DaS Programm der Brüsfeler Konferenz to-'rb sich folgendermaßen zusammensetzen: Am 34. September Eröffnung der Konferenz, vom 26. bis 28. Sept. Auseinandersetzung über die allgemeine finanzielle Lage, vom 29. September bis 2. Oktober: Feststellung der künftigen Fi- nanzpolitik. Brand (England) wird die Frage der Staatsftnanzen, B i s ch e r i n g maftanb) die der Geld- und Wechselkurse behandeln. Ja spar (Belgien) den internationalen Handel und Gelten (Frankreich) die internationale Kreditftaae. Vom 3. bis 5. Oktober werden Kommissionssitzungen abgehalten, vom 6. bis 8. Oktober die Endergebnisse festgestellt. 3nm präsid ntervcchsel in ßranlreich. Die RucktrittSbotfchaft Detzchanelö. Paris, 21. Sept. lWTB) Ha Vas. Die Botschaft des Präsibentcn Dcschanel lautet: Meine Herren Senatoren! Meine Herren Abzeordncttn! Mein Gesundheitszustand er'mibt eS mir nicht mehr, die fefen Fwlk.ionen mrszuüben, die mir Ihr Vertrauen anläßlich der Nationakver- sanimlimg am 17. Januar btere-5 JahveZ übertragen hat. Die absolute Notwenbvrkeit einer völligen Ruhe macht es mir zur Pflicht, mit der Bekanntgabe des Erchchlusses, den ich gefaßt Hobe, nicht mehr länger zu warten. Der EntsclLnk ist mir äu&erft peinlich icnb mit tiefem Schmerz verzichte ich auf die edle Aufgabe, deren Sie »mich würdig befand n. Das Amt des Präsidnten bringt schwere Ausgaben mit sich imb verlangt eine tatkräftige Energie, bee über jede körperliche SchwLcfe fteht. Währenb der Jahve, in benen das siegreiche Frankreich berufen ist, seine Kräfte im f.rrnem wieder zu stärken und gleick»zeittg nach außen die vollständige Ausführung des Friedensvertr ages zu jichnn der so sieg- reid) und so teuer crrinwen wurde, werden wir bis zum äußersten «usharien. Die Stunde ist gekommen, ba idi inichUuifeh-en würde gegen bas, was id) Ihnen schuldig bin. Daher log? ich mern Amr in Ihre Hände. In dem Moment, da ich anich zurückziefe, möch»e ich den Wunsch saissprecben, feß die Vertreter der Nationen deren pattiottsche Eintracht ein mächtiger Bundesgenosse des Siegers war. im Frieden ihre Ernftchftl aufrecht er feiten Möchten zum Blühen und zur Grötze meines angebeteten Frankreichs, dessen Dienst idi mein ganzes Leben gewümiet habe unb dos mein letzter Gedanke ist Er wird ine Rolle und das Vorrecht meines Nachfolgers fern, in einigen Tagen vor der ganzen Welt das Wer? der Republik z« verherrlichen, die. nachdem sie o»r 50 Jahren die Ehre gerettet fette, EsaßeLothringen ivieber unter ünfere Fahnen gebracht hat. In der Gewißheit, die gebieterischste, aber auch die unerbittlichste Ausgabe zu erfüllen, reiche ich dem Bureau des Senats imb demjenigen brr Kammer meine Demission als Präsident der Republik ein. blegenfandidaten Mitterandb. P a r i s, 22 Sept. (WTB ) Die demokratische Linke, die S>züUisten, die Ra Afaten und die rebt» Taten Sozioli'-en haben gestern bsÄofsen, die Kandidatur MillerandS afeuldmen urfc einen Gegen ianbidaten auftusrellen, üler den heute Beschluß gesoßt werden soll. Der Name L«n Bourgeois wird neben dem Perets am meisten genannt Paris, 22 Sept. (WTB) Millerand empfing gestern abend eine Ärrzahl Senawren, btc von ihm bezüglich feiner Ervärungen über eine Revision der Verfassung Auskunft wünschten, ob dies eine Aend-rung der inneren P» li.ik bartene. Mil ercmb erklärte, baß er die Äendcruna gern f er Ar.ikel für notipenbvi erachte, aber er feix im Auge bctel en, botz diese Revision nicht eher sta'tftnden könne, brs mc Lösung der großen wirscfef.lichen und mur^rellen Pwblerne erivlat sei. Es ier nich: lern 3wl, die Aitvoriiät des Präsidenten der Republik zu vergrößern. Ein fchweizerifches Urteil Über den »iniftcr Simon». Bern, 21. Sept. (Dolff.^ Der Genfer Nationalrat Go t tret veröffentlicht in der „Tribüne de Genöve^ eine Unterredung, die er mit dem Bundespräsidenten Motta über dessen Eindrücke von Lloyd George. Vio- । litti, Simons und Mil^rartd hatte. Danach erklärte Bundespräsident Molta, der beut- Ische Außenwinifter Simon» habe ihm den Eindruck eines nnrklich überlegenen Staatsmannes mit großzügigen und liberalen Ideen gemacht. Der Reiche Minister verfüge neben einet scharfen politischen Ausfassung über einen erstaunlichen Sinn für Mäßigung, den man durchaus nicht als passive Resignation auftassen dürfe. Man fühle, daß man eö mit einem energischen, erfahrungs- rcidjen, vorsichtigen und gleichzeitig kühnen Mamie zu tun habe. Es sei ein Glück für daS Reich, daß an der Spitze seiner auswärtigen Angelegenheiten ein Diplomat von solchem Schlage stehe. Vie neue vcrwalt»»g ies Memeler Gebietes. Memel, 21. Sept. lWTD.) Das „Memeler Dampsboat" veröffentlicht eine am 1. 10 in Kraft tretenbc Verordnung über bit neue Gestaltung der Oberverwaltung des Memeler Gebietes, durch die die am 7. 2. nach ber Besetzung erlösten-? Berorduun,? aufgehoben w rd. Unter ber Oberleitung imb Kontrolle des P?äfekten- Kommissars roerben gebi del einLandesdirek- torium, ein Staatsrat und ein Verwaltungsgericht. Tas Sceibcybireftorium besteht au8 6—8 Mv.gliedern, die besoldek w-rden fön- neu. Der Staatsrat ist die beratende Körperschaft, bte ihre Meinung über sämtliche Veni'altuügs- und W r schaftsftagen abgibt, und beü-ely. aus 20 Mitgliedern. Vorfttzender des Staatsrats ist ber Prä- sek>Zivi!kommissar. Das Verwaltungsgericht setzt sich aus 50 Mitgliedern zusammen. Die Kriegslage im ©Wen. Köni g sberg i Pr., 21. <5rpt. (Wolff.) Lagebericht: Die bolschewistische Gegenaktion im Abschnitt Kobryn scheint gescheitert zu sein. Die Bolschewisten konzentrieren anscheinend neue Kräfte an der 9? fernen front. Der Frontbericht der Armee Wränget meldet günstigen Ausgang der Kampse bei Alexandron^k. Paris, 21. Sept. (WB.) Havos. Offizielles bolschewistisches Connmuniaue Jom 20. Sept.: ^Jn der Gegend von Wolkviyst ist ein Kempf im Gange. Im Absch-'iitt von Galizien haben unsere Truppen neue Stellungen bezogen. Am Tnjestr und an der Küste des Schwarzen Mceres feine Aend-erung der Loge. Im Krim- Abschnitt ftndn bei Alexandrowsk Kämpfe mit feiniKüher Kapillerie statt. Uns Italien. Rom, 21. Sept. (Wolff.) Bei der 50- jöhrigen Gedenkfeier auf dem Kapitol bereitete die Menge dem König herzliche Kundgebungen. Nachmittags bewegte sich vom Venediger Platz aus ein Zug von Vereinen mit Fahnen und Musik, in dem sich auch Vertreter zahlreicher Stadtbehörden befanden, nach der Porta Pia. Mehr als hunderttausend Personen aller Gesellschaftsklassen mit mehreren hundert Fahnen beteiligten sich an dem Zuge. Die Menge sang patrio tische Lieder und brachte Hochluse auf den König aus, auf das Heer und Italien. Die Fahnen der befreiten Städte wurden von der dichtgedrängten Menge lebhaft begrüßt. R o m , 21 .Sept. (Wolfs.) Der Zug, der nach der F e i e r auf dem Kapitol zur Porta P i a abbog, machte vor der historischen Bresche Halt. Hier hatten sich der Bürgermeister von Rom, Vertreter dec Provinzgemeinden, ferner u. a. die Bürgermeister von Zara, Metz und Straßburg und die Vertreter aller Armeekorps eingefunden. Der Bürgermeister verlas die mit dem König gewechselten Telegramme und hielt eine von der Menge mit Beifall aufgenommene patinotische Ansprache. Abends waren viele Häuser und öffentliche Gebäude festlich beleuchtet. Patriotische Kundgebungen fanden auf dem Quirinal und auf dem Cobnrna-Platze statt. Aus der Provinz wird ebenfalls von zahlreichen patriotischen Veranstaltungen berichtet. In Se- berga bei Bordighera wurde in Gegenwart der Königin-Mutter das Denkmal des Königs Humbert eingeroeiht. Der „Freistaat" Fiume. Mailand, 21. Sept. (Wolff.) Ein Telegramm des „Corriere della Sera" aus Fiume meldet, daß die offizielle Ernen- mmg der provisorischen Regierung irach den Wahlen, wie im Statut der Regentschaft des Duarnero vorgesehen, nunaen statt finden werde. d'Annun zio werde das Ministerium des Aeuheren übernehmen. Er wird den ^itel eines Ersten Rektors führen und die Regentschaft nach außen vertreten. Kabinettskrists in Wer Türkei. Konstantinopel, 21. Sept. (WB.) Havas. ro e i Minister des Kabinetts, darunter der Scheich-ül-JSlam, sind zurück- getreten. Der Sturz des ganzen Kabinetts scheint bevorzustehen. Zur KriRs im Reichrfinanzministerium. jagt die „Germania", daß die Mitteiftmg b*r Blätter, wonach Dr. Dirtü fehl Ent alf ungSgesuch zurückgezogen habe, nicht den Taisachen nilitm'bt. Cs wurde ihr aber aus RcgierungSkivistii bestätigt, datz nach wie vor H'-t'snung bestehe, datz eine Verständigung erzielt n»töe. Eine Zurückzirimng des Rücktrittsgeiuches werbe irestiit- lich abhängig fein von dem Ber auf der 'Iterfeitb* langen, die Minister Wirth geraten und btc Minister Gröber imb Giesberls Rente mit dem Reichspräsidenten gehabt hätten. Ter eigentliche G r u n b für bte Einreidnmg des Rücktrütsgefuches sei in der Gefam tfinan zla ge be6 Reiches zu fliehen. Es werde vor allen Dingen darauf anEommen, für die Gesundung der Finanzen des Reiches ein festes geordnetes FiuanzpvogrvAun aufzustellen. Gerichtlicher Nachspiel zn den wei evseer Unruhen. Berlin, 21. Sept. (Wolff) Unter außergewöhnlich starkem Ausgbot von Mmmschasten der Sicherheitspolizei begann vor dem außer» ordentlichen Gericht des Reichswehrgruppenkom- mandos 1 der Prozeß gegen die an den Weißenseer Unruhen Beteiligten. Bei den Unrufen war bekanntlich ein Polfteiwacfemeister erschofjen worden. D'e Anklage ricfjtet sich gegen 21 Personen. Berlin, 21. Sept. (Wolff.) Tie Verhandlung wegen der Weißenseer Kommunistenunruhen konnten statt um 9 Uhr erst gegen 11 Uhi beginnen, weil der eine ber beiden Beisitzer, ein Sergeant, nickst erschienen war imb durch einen Feldwebel ersetzt werben mußte. Alder Vorsitzende zum Aufruf der Zeugen schreiten wollte, wurde plötzlich einer ber Angeklagten namens General von einem W u t k r a m p f - an fall befallen. Ec wurde von zwei Sicher- heitsbeamt'.m und Mitangeklagten gebändigt imb mußte aus dem Saale getragen werben Berlin, 21. Sept. (WB)) Im weiteren Verlauft ber Verhandlungen gegm die Weitzen- seer Kommunisten entpunb im Haute eine immer mehr an schwellende Unruhe. Die Urfache der Unrufe war eine Meldung, datz von Bontnui* nistischn: Seite in Weifenfee und im 9torben Berlins P akad' des Inhalts angeklebt tvurben: Ans nach Moabit! Befreit die Brüder aus dem Kertter! Temonslratümszüge mit roten Fahnen und teilweise mit russischen Jnichrissten b- fänden sich überdies auf dem Wege nach Atoabit. Tie Sicherheitspolizei 'säuberte und sperrte den Platz vor dem GerichtSgeböude sofort ab, auf dem sich bereits eine gröfevc Menschenmenge migefam- mclt hatte. Tie Absperrung verlief cst/ne Zwischenfälle. Jnzwiscfen erlwben die Bett ibiger Ciiüoen- bungen gegen die Gesetzmäßigkeit fes Gerichtes. Ter Ank.agevettre:er widersp ach und stellte einen Antrag auf Ausschluß der Oesfentlidckeit, da in der V?rhandlung Tinge besprod;en ivürleii, di? bas Staa'.swohl gefährden ivürde-i. Nack) längerer Beratung erklärte sich bas Geridst für zuständig. Als ber Vorsitzende enblich zur Vernehmung ber Ange- gcklagten schritt, stellte der V?rt-idiger einen Ab- lchinmgsMitvag gegen den Vorsitzenden und drei Beisitzer. Ta ein anders zusammen gefetztes Gericht über die Ablehnungsanträge belinden mutz, wurde die weitere Verhandlung auf 'Mittwoch vertagt. Kunrrgelmr--seu und Ausschreitungen. Berlin, 21. Sept. (Wolff.) Tie beifen kommunistischen Parteien und die Arbeitslosen veranstalteten vormittags im Lustgarten eine Kundgebung gegen den Prozeß gegen die Weißenseer Kommunisten vor einem außerordentlichen Gericht des Reichswehrgruppen- kommandos 1 im Kriminalgericht. Sie »erlangen, daß die Verhandlungen vor einem ordentlichen Gericht fiattnnben sollen. Nach den üblichen Rufen mit airsästießenben Hochrufen auf die Internationale zogen starke Massen nach den Gebäuden der „Freiheit" in der s3reiten Straße und des „Vor- roarts" in der Lmbenstraße. Tiefe beiden Blätter hatten die Mehrheitsfozialisten uno die Unabhängigen vor ber Beteiligung an ber Kundgebung im Lustgarten gewarnt Zu schweren Ausschreitungen kam es in Lichtenberg im Betriebe ber Aktiengesellschaft „Knorr-Bremse". Hier drangen die Temonstraaten über bi? Zäune mw nach Sprengung eines eisernen Toves untni Zurückdrängung der Torwache in die Fabrrk- räume ein und zwangen unter Troyungen die Arbeiter zur Stillegung des Betriebes. Die Fabrik mußte geschlossen werden, wird aber morgen ihre Tätigkeit wieder aufnebmen. Wie ixrxfeeoene Blätter berichten, drangen im Anschluß an die Demonstra iva der .Kommunisten und Erwerbslosen im Lustgarten qeitent nachmittag erwa 250 Arbeits- und Obdachlose in das Asyl für Obdachlose ern und hausten dort wiedie Vandalen. Se zerttümmerten Türen und Fenster und griffen das Personal tätlich an. Hettxigerufenen Sich-rheiis>am'e7i gelang es, bi- Aufruhrer zu vertreiben und mehrere der Rädelsführer fest?unehmen. Xus 6em besetzten Sedier. Zeitung, v.rbo.e. Koblenz, 21. Sept. (Wolff.) DaS „Frankfurter Mitteilungsblatt ist von der Rheinlands komm ission auf die Dauer von 14 Tagen im besetzten &ebiet verboten worden. Das Verbot der „Frank- furterZeitung" wurde um 14 Tage verlängert. * mc. Koblenz, 21. Sept. Zu einer regelrechten Seeschlacht kam es auf dem Rhein zwischen zwei Schleppzügen der Firma, neue im Eirre gesprengte Versammlung. man »er Bro tprets noch auf fiüüf. ftei- bart. — Caf6 Leib. 8 Uhr, werde. Zur Ausnutzung der Valuta sind schon stcllung der Medick-Meidinger. gen etn- mit Die der tragen werden, i BevMecung mit g der lzieht. 21115 dem Reiche. Das neue preußische Wahlgesetz. Berlin, 21. Sept. (Wolff.) Tas Ein „Bcrbraucherbund" gegen ^artoffelwncher. Ter Berbraucherbund in Wiesbaden, über dessen Gründung wir gestern kurz berietet Paten, schreibt uns: :Nn@ti BtUr| । Veranstaltungen. Mittwoch: OSwal^sgarten, Bevgnügungs- Caf6 Leib. 8 Uhr, Konzert und Bor- rhrer ung aufz .klären. Ich! "och' las Vertrauen zu öen Bediensbeten, bafe sie iuf) den torskchenten Gründen nicht verschließen werden. Sollte taes der großen Berliner Straßenbahn einzuladen, am Dienstagabend einen Vortrag Firnfundzwanzigerausschuß zu halten. augenblicklich schlimmer erscheint, wie in den ganzen Kriegsjahren, sollten die Landwirte nicht an Kleinlichem hängen, sondern unter Hinnahme materieller Opfer ihre Kartoffeln zu annehmbaren Preisen abgeben. Wird die finanzielle Schwäche der breiten Masse nicht berücksichtigt, so kaum die Folgen nicht ausmalen. Lichts noA Hai Hl , Ein । 5 Akte. Dae gti* Das Licht „brennt wieder"! fd. Friedberg, 22. Sept. Durch das Eingreifen des hessischen Landesernährungsamtes wurde gestern abend der Proteststreik der Arbeiter der staatlichen Ueberlandzentrale m Wölfersheim beigelegt, so daß noch gestern abend die Licht- und Kraftübermittlung wieder ausgenommen werden konnte. Die organisierte oberhessische Bauernschaft hat sich bereit erklärt, der Arbeiterschaft (nur der Wölfersheimer?) den Zentner Kartoffeln zu 20 Mark zu liefern. (Bei einer telephonischen Nachfrage in Wölfersheim konnte uns von dem Stellvertreter des Direktors nur mitgeteilt werden, daß das Licht „wieder brennt".) Wie weiter gemeldet wird, bereisen gegenwärtig norddeutsche Händler, besonders aus Hanchurg, die Dörfer und bieten den Bauern übertrieben hohe Preise für die Kartoffeln. mc. Frankfurt a. M., 21. Sept. Sämtliche nassauischen Landräte und die Mttgermeister der größeren Städte erlassen einen Suifruf, in dem es u. a. heißt: Nachdem die Zwangswirtschaft für Kartoffeln aufgehoben ist, wenden sich die Land rate Nassaus an die Nassauer Landwirte mit der dringenden Bitte, beit dem jetzt noch vielfach genannten Ka rto ffel erzeugerpr eis von 2 5,00 Mark freiwillig Abstand zu nehmen. Der Winter steht vor der Tür, die Not wird in allen Teilen der BevSVKrung immer größer, so daß das wichtigste Lebensmittel, die Kartoffel, unbedingt zu einem erträglichen Preise der Bevölkerung zugefüht werden muß. Die Landwirte werden fäd) nach unser aller Äfficht dieser ernsten Tatsache nicht verschließen können und wir sind der festen Ueberyeugung, daß sie mit gutem Beispiel vorangehen und auf diese Weise dazu beiden, als in demselben Augenblick die Besitzer dS Hauses zurückkehrten, die in der Nähe mit Obs!« pflücken beschäftigt gewesen. Der Dieb wurde gt« faßt und nach einer gehörigen Tracht Prügel mit seinem eigenen Seitangewehr ins Rathaus gt* Dffch & Winschermann. Beide versuchten zuerst durch die Schiffsbrücke zu kommen, und zu diesem Zweck setzte der eine Schlepper die Dampfpumpe in Betrieb, um seinen Gegner mit Strömen Wassers zu übergießen. Die Gegner waren aber gleichfalls nicht faul, sie antworteten mit einem Hagel von Kohlew- brocken uird Steinen, so daß es die jenseitige Mannschaft vorzog, schleunigst unter Deck zu verschwinden. Das Polizei'-^rrot, das Ruhe stiften wollte, wurde gleichfalls bedroht. Schließlich gelang es aber doch, die Flußpiraten feftzustellen, und ein gerichtliches Nach*- spiel wird die Folge sein. at. Fran hFmlhalba tafrflW lirtl «St, km« fr franft fort xjanFriM hicEsvraf Mbafety J Ktnhhar itcr$lild; X 2chl- de des K a Zoh ridjte Ki Mief« MMästdmt P.ildmot an« W 200 & liefern habe. $ tötmlitben A Waye, der Kime, tvami Uns Stadt ttttfc Land. Gießen, den 22. Sept. 1920. Eine ««erwartete Spende für die Gießener Kinder. Aus Südamerika geht uns nachstehender Brief zu, der jeden Gießener mit herzlichem Danke für die herzlichen Beweise der Heimatliebe unserer Ausländsdeutschen erfüllen muß: Kommission der LebenSmickelspendc des Verbandes deutscher Vereine. Porto Alegre, den 17. August 20. Rua Serivriv Nr. 40. An die Redaktion des Gießener Anzeigers in Gießen. Zn der Ausgabe vom 26WJuni J'hrer schr geschätzten Zeilung habe ich den Aufruf: „Helft den Gießenern Kindern" gelesen. Als ehemaliger Gießener Student, der zudem aus den „Töchtern des Landes", aus ter Familie Ferber vom Kirchplatz seine Fvau geholt iyat, bin ich zur Hilfeleistung gerne bereit. Es ist ein unsagbar wches GefM, von bitterer Not zu hören aus .Kreisten, deren gute und freche Lebenshaltung man in den stolzen Zeiten des teutftfcn Vaterlandes temkbar mitgenossen hat. Zwar ist unsere Hilfe nicht gwß und tarnt es auch bei ter breiten Grundlage, auf ter wir zu helfen versuchen, nicht sein, aber ein Beweis möchte sie sein, daß wir Ausländsdeutsche die Leiten imb Sorgen unserer Volksgenossen in mitfühlentem Herzen tragen. dlls Geschäftsführer der Lebensmittelspente habe ich mir von der Kommis'ion die Summe ton 5 000 Mark erbeten, um sie für die Gießener Kinderhilfe zu verwenden. Da mir eine Adresse der Leitung der dortigen Kinderhllfe nicht bekannt ist, habe ich die genannte Summe an Herrn Pfr. Decker überweisen lassen mit ter Bitte um Weitergabe Ich bitte, diese Gabe als von ter Lebensmittelsvende in Porto Alegre übermittelt buchen zu wollen. Mit gleicher Post schicke ich einige Drucksachen <16, tee einen Einbsck gewähren sollen für unsere völkische Arbeit hter^ Porto Alegre. Jnstefontere weise ul) auf dte Ra Schläge für Auswanterer hin, dte kür Ihre Zeitung vielleicht von Interesse smd Sollten Sie nähere Auskünfte wünschen, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung^ Mit treuteutschem Gruße Karl Gottschald, Pfarrer. Lebensmittel. ** Milchbelieferung. Tie Milchempfänger, deren Karte auf V3 Liter lautet, können in teeser Wvck)e nur Ttensttg und Freitag- telreferl werden. (Segen Abgabe der Milchmarke, die auf Vs Liter (4.0. Marke vom 27. September 1920) lautet, kann vom 22. bis einschließlich 24 d. M eine Tose kondensierte gezuckerte Vollmilch zu 5.50 Mk. in Empfang genommen werten. ** S t ä d i. S e e f i s ch m a r k t. Morgen Donnerstag ftüh treffen wieder lebendfrische Seefische wre Kabeljau, Schellfische, Seehecht und Schollen, alles Nordseeware, ein, unb kommen morgen ftüh von 8 Uhr ab in den Marktlauben zum Berkaus. fd.Bc hcrÄtwald Snabe b mgMich der Stelle feine Leicht Stich gelafl mc. ftr; mat btt Not Uetung b। $m, hm fb lie Regier " ite die drint chen? nc. Fra r unb K Mikanischen W Menge Äst der ui -denÄpothe s A. Fra W Hutter ui Richtung irberivachi ^Eisenbahn Der Kartoffelstreik in Wölfersheim. Das Organ des Bauernbundes, die „Friedb. Neue Tagesztg.", schreibt zu dem Streik ter Elektrizitäts ar beiter in Wölfersheim: Gestern mittag wurde das Wölwrsheimer Kraftwerk von Arbeitern stillgelegt, und es wurde in ter Stadt die Nachricht verbreitet, daß dies geschehen sei wegen ter Kartoffelversorgung, und daß Verhandlungen mit tem Hessischen Bauernbund eingeleitet seien. Tatsache ist, daß Verhandlungen von ter Arbeiterschaft nicht eingekeftet motten sind, und daß ter Hessische Bauernbund von den ganzen Vorgängen und Absichten in Wölfersheim nicht unterrichtet gewesen ist, und daß er lediglich gestern mittag von ter Stilllegung erfahren hat. Es wurde seitens des Bauernbundes ein Vertreter der Arbeiterschaft telephonisch an gerufen und ihm mitg stellt ,daß ein SSertreter des Hessischen Bauernbundes heute nachmittag nach Wölfersheim kommen wolle, um die Versorgung sicherzustellen. Es wurde den Arbeitern das weftgehendste Entgegenkommen in Aussicht «stellt, alleiLings von ter anderen Seite dieses Eickgegenkommen davon abhängig gemacht, daß ter Betrieb sofort wieder ausgenommen würde. Seitens der Arbeiter wurde abgelehnt, das Werk wieder in Gang zu setzen, solange ihre Kartoffelversorgung nicht geregelt fei. Damit fällt die ganze Verantwortung auf die streikend: Arbeiterschaft zurück, die ohne jeden Versuch die Frage auf tem Verhandlungswege zu regeln, eigenmächtig vorgegangen ist. Demnach) scheinen die Wölfersheimer Arbeiter Ttiir für ihre eigene Versorgung zu streiken. Daß sie zu diesem Zwecke ter ganzen Provinz das Licht sperren, macht den Fall noch krasser, als er anfangs erschien. Zu tem Stand des Streiks erfährt noch der „Oberhess. Anz."", daß am 21. Sept. Herr Dr. v. Helmolt die Verhrndlungen mit den Arbeitern wieder aufnehmen wird. Seine Bemühungen, die ALefterschaft am 20. Sept, abends zur Einschaltung des LilAs zu bewegen, waren erfolglos. Wenn es den Arbeitern in der Hauptsache darauf ankam, ihren folgenschweren Beschluß überraschend in die Tat umzusetzen, muß man sagen, daß das gelungen ist. Selbst bte Gewerkschaften hier und anderwärts waren ohne Kenntnis ter Dinge. Das Blatt hat sich erkundigt, ob die Arbeiter des Kraftwerkes und der dazu gehörigen Gruben zu dem Zwecke vorgingen, für die gesamte Ar beit er-> sch a f t des Kreises einen billigeren Kartoffelpreis zu erzielen. Das ist nicht der Fall. Die Arbeiter tes genannten Werkes wollen die Kartoffel für ihren eigenen Bedarf billiger haben. Auf die Frage, ob die Arbeiter ihre Tätigkeit nicht eher wieder aufzunehmen bereit seien, als bis ihre Forderung erfüllt ist, erhielt man die Antwort, daß das äls bestimmt anzunehmen sei. Von anderer Seite wird berichtet, daß durch die kreisamtliche Bekanntmachung vom 17. Sept, im „Oberhess. Anz.", in welcher die Gebaltsgrenze für Minderbemittelte unter 10—12000 Mark in Städten, in Landgemeinden entsprechend geringer bezeichnet wird, dazu geführt habe, daß viele Är- betfer von den Vorteilen des billigeren Kartoffel- Preises ausgeschlossen seien. Es ist im Augenblick pshonifch angerufen und ihm mitMdeilt, daß ein schäft tes Kreist einen billigeren KartoffelPreis nicht möglich, diese Angaben nachzuprüfen, immer* hin haben sie eine gewisse Wahrscheinlichkeit für sich. Mit dem gleichen Recht ist aber fast ter gesamte Mittelstand heute als minderbemittelt an-> zuspoechen und kann die hohen Kartoffelpreise auch nicht erschwingen. Möchten die Verbandlungen dazu führen, daß ter Kartoffelbreis nicht nur für einzelne Gruppen, die die Möglichkeit haben, die Hand an die Gurgel tes Kreises zu legen, heruntergesetzt wird, fontern alle wirtschaftlich Schwachen in die Abmachungen einbegriffen werten. In der Stmcke der Not, die 6f i' LitMk Sit. j* rüB"' dlE große Auslandslieferunasvert rüg e getätigt und dabei die Versorgung des huntenwen deutschen Volkes gefäl)ttet. Das gleiche güt für Obst und andere wichtig Erzeugnisse. Der „Verbraucherband" fordert daher bte Regierung auf, sofort die Ausfuhr und Verschiebung dieser wichtigsten Bo hturfjrung$mittel usw. mit ten schärfsten Mitteln zu verhindern, solange nicht die restlose Versorgung tes hungemden putschen Volkes selbst gesichert ist. Die strengsten gesetzlichen Straftnaßnahmen tote Der- .mögenskonfis ka tion muß alle trefpst, die für die Ernährung und ten Bedarf ter darbenden Dolks- massen unentbehrliche Erzeugrüsie spekulativ zurück- l)alen, zur Ausnutzung ter Valuta ins Ausland verschiebst, zum Schnopsbvennen usw. gebrauchen und sie ter notwendigen Verwendung entziehen ober damit wuchern. Die Drohung mit nächstjährigem Anbaustreik seitens unsozialer Volksgenossen kann durch Enteignung dieser Anbauflächen zu Gunsten des Vvlksganzen toirkungs- los gemacht werten. Die Bevölkerung läßt sich in ihrer Notlage sonst nicht von ter Selbsthilfe zurückhalten und warnt allzu selbstsüchtige Landwirte vor ten unübersehbaren Folgen. Alle Verbrau cherkveise, Kleinhändler und Handwerker in Severn en, Gewerkschaften, .Konsumvereinen und Genossenschaften, (Sfremernten und Betriebsräte nebst ten H a us frau en-Organisa-- ttonen fordert ter „Verbraucherbund" auf, sich diesen Forderungen an Regierungen und Parlamentarier restlos anzuschkießen und in einem „R e i ch s- bunddeutscher Verbraucher" sich noch im Oktober auf einer großen Äerbraucher- tapung in Erfurt oder Weimar zu ver- timgat, um dauernd mit ter nötigen Swßkraft auf durchgreifente Besserung aller mißlichen Le- bLnsverhälwisse auf wirtschaftlicher Grundlage ohne politische oder konfessionelle Tendenz hinzuwirken. Die erforderÄchen Unterlagen und Mustersatzungen fotoie Auskünfte sind vom „Verbraucher- bun d", Sitz Wiesbaden (Direktor Abigt), er» HLltlich, ter mit tem Münchener „Allgemeinen Verbraucherbund" (für Bapem) geschlossenes Vorgehen beabsichtigt. Landwirte tut Eure Pfli cht! Verbraucher greift nicht zu ungesetzlichen Mitteln, solange die Regierung noch Mfttel zum Einschreiten hat oder schafft unb sofort an- Nachdem bereits tvieder offener und versteckter Kartvffelwucher eingesetzt hat, wendet sich der „Verbraucherbund", Sitz Wiesbaden, mit dringlichen Eingaben an alle zuständigen Stellen und fordert energische Mhilfe. Zugleich richtet er seine Mahnung an die Landwirtschaft: Obwohl in ten verschied-nsten Teilen des Reiches die soliden auf den Preisabbau bedachten Bauernschaften nur einen K a r t o f f e l p r e i s von 1 5 b i s 2 0 M k. als gerectefertigt bezeichnen und an Minderbemitte.te, Kriegsbeschädigte und Arbeitslose usw. angesichts der Volk, not noch billiger abgeten, wird von unsozialen Landwirten trotz tes Hungevelends der städtischen Verteaucher- kl-eise 30 Mk als unzulänglich be’.drtynet unb nicht einmal für 35 Mk obg-geten weil man weit über 40 Ztr. erwartet, imchdem angeblich fn diesem Win- Her der Brotpreis noch auf 6Mk. st ei W K | sperrt, bis er dann später durch die Polizei nach — Hotel Einhorn, I Gießen verbracht wurde. 8V4 Uhr, Gastspiel Buchwald. — Lichtspieltheater tote gestern. ** Amtliche Persvnalnachrichten. Ernannt wurde am 16. September der.Finan-- praktÄant Rutelf Gebharo aus Darmstadt mit Wirkung vorn 1. April 1920 an zum Sekretär bei der Technischen Hochschule Darmstadt. — In ten RühesLnd versetzt tourte ant 16. Septemöec ter Studäenntt an tem Gymnasium zu Offenbach Professor Dr. Bernhard Metz auf sein Nachfuckien unter Anerkennung seiner tem Staate geleisteten Dienste vorn 1. Oftober 1920 ab. ** Die Sicherheitsverhältnisse in Oberhessen. Boni Ministerium des Innern toirb ter „Darmst. Ztg." geschrieben: In Nr. 193 ter „Darmstädter Ztg." vom 19. August findet sich eine Notiz aus Gießen vom 18. August über das Vers chwin den junger Mädchen. Um unnötigen Beunruhigungen ter Bevölkerung vor- zubeugen, teilen wir Ihnen folgendes mit: „Am 1. August d. I. verschwand bte Tochter des Arbeiters Wllh. Nickel von Hrmgen, Emma Nickel, geboten am 18. Dezember 1901, tSelche in Betlen- hausen bei einem Landwirte in Stellung war. Die Nachforschungen ergaben, daß die Gesuchte in Bad- Nauheim eine wegen Diebstahls über sie verhängte Gefängnisstrafe verbüßte. — Mitte August d. I. verschwand in Holzheim die Margarete Jung von dort. Die Ermittelungen ergaben, daß sie einem Russen, welcher in Holzheim beschäftigt gewesen und tem GefmtgiMenlager Kassel überwiesen ivorten war, nachgereist war; sie ist inzwischen von ihrem Vater abgeholt worden." Die vage Notiz, daß in Oberhessen junge Mädchen verschwunden seien, war auch dem „Gießener Anzeiger"" zngegangen. Der Versuch näheres darüber zu erfahren, führte aber zu keinem Ergebnis. Daß sich die mysteriöse Angelegenheit in dieser Weise aufklärt, rechtferttgt dir Unterdrückung der Notiz, die nur dazu angetan gewesen wäre, zu beunruhigen. **EineöffentlicheKundyebun^ für Oberschlesien findet Freitag den 24. September, abends 874 Uhr, im Stadt- theater statt, wobei Prof. Dr. Horneffer sprechen toirb. Die Not der Oberschlesier erfordert ein einmütiges Zusammenstehen aller Volksgenossen. *♦ Gepäckbeförderung auf bet Eisenbahn. Seit einigen Tagen dürfen alle die Reisenden die Peiionensperre nicht passieren, die Gepäckstücke mit sich führen, welche mcht von tem betreffenden Reiserwen allein getragen werten können. Wie uns vom Bahnhof Gießen hierzu mitgeteilt wird, besteht tatsächlich bei der Bahn seit langem eine Bestimmung, wonach jeder Reisende nur eine Traglast Gepäck mit in den Wagen nehmen darf. Tie pvcckttsche Handhabung dieser Bestimmung war bisher dem reisenden Publikum gegenüber sehr tvohlwollend. Dieses Entgegenkommen tourte aber in letzter Zeit besonders von Hamsterern über Gebühr ausgenutzt. Testelb wachen die Beamten an der Sperre seit einigen Tagen genau darüber, daß die Bestimmungen über die Mitnahme von Gepäck nicht übertreten werden. Selbstverständlich werden durch diese Maßnahme Schuldige wie Unschuldige getroffen! ** Meldung von Betriebsein- schränkun^en und Betriebseinstel- jungen. Aus eine Bekanntmachung tes Demobilmachungsausschusses im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes machen wir besonders aufmerksam ** Die Reichsgewerkschaft De utt scher Eisenbahn-Beamten und -An« Wärter hat am 17. ds. Mts. die Vorstände aller hiesigen Beamtenvrgan!sati>IEi zu einer Bejprr- chmng mit folgender Tagesordnung em geinten 2 1. Gründung einer Ortsgruppe des Deutschen Be- amtenbuntes: 2. Heuaushebung ter Stadt Gi ß-u aus Ortsklasse C nach B; 3. Preisprüfungsstelle ter Stadt Gießen; 4. Verschiedenes. Tie Notwendigkeit der Zusammen fas! mig aller hiesigen Be- amtenorganisationen war von ollen Vertretern, längst erkannt. Rach kurzer Aussprache wurde bvt Gründung eines Otts Kartells des Deutschen B2- amtenbuntes BefcMoflen. In den pv^ibrischn. Borsland wurde Eisenb-Assistent Tetree als Besitzender einstimmig gewählt. Die anwesenden Vertreter e*.;arten hierauf den Beitritt ihrer Organisation mit zusammen efn>i 18 000 Mi g utern. Hievauf erstattetc Herr Dettse aussührliu^en Bericht über die zu Punkt 2 der ü^agesordnun- bereits unternommenen Schritte. Die Bersamm- lung bcauftvogte ihn, mit der bereits ernannt«: Kommission die ?lngelegenheit mit allen Mittel und größter Beschleunigung zu verfolgen. Zu Punkt 3 erstattete Bahnmeister Helm BcÄcht über die Tätigkeit der Preisabbaukommission. Zc Punkt 4 wurden verschiedene Fragen der toirt» s chaftlichen Selbsthilfe besprochen, zu ter di' Beamtenfck;aft bei ten unverlmtwortlichsr PreiStreibere'en, die ter Beamtenbesoldung stets weit vorauscilen, unbedingt schreiten müßte. Ter provisottsche Vorstand wurde Beauftragt, zuw 1. Oktober 1920 eine allgemeine Barmten Versammlung ein zuberufen alS die erste Hauptversammlung des OrtstartellS. Tagesordnung und Ber- sarnrnlungS'otal w'rten im Gießener Anzeiger besonders bekanntgegeben. **JrnEafe-Leib-Saal findet kommenden Montag, 27. d. Mts., ein Ben siz und Ehr«' abend für sämtliche Damen ter bayerischen Bauen» truppe statt. Es ist für diesen Abend ein.gail neues Programm terbiinten mit einer Damen- Schönheitskonkurrenz, vorgeehen Ti 3 schönswn weibsichen Gäste werden prämiiert. Kartenvorverkaufsstellen sind errichtet. S. Anzeige. Landkreis Gießen. -m. Lich, 21. Sept. Ein allseitig beliebtet Lehrer von hier machte gestern nachmfttag au£ bis jetzt unbekannter Ursache einen Selbst" Mordversuch, indem er sich eine Revolvei-- kugel in den Kopf schoß. Die .Kugel blieb rb’»* in der Schädeldecke stecken, Jo daß keine lebensgefährliche Verletzung entstand. P Garbenteich, 21. Sept. Ein ä u 6 e r ti frecher Einbruch sdieb stahl wurde gester« mittag zwisck»en 2 und 4 Uhr hier in der Wirtschaft zum weißen Roß versucht. Der Dieb, feinte Angabe nach ein Angehöriger ter Reichswehr iie Baden, drang in Abwesenheit ter Besitzer vo» ter Gartenseite her in die Wohnung ein und versuchte mitgehrn zu heißen, was ihm unter öe Hände kam. In einem Karton trug er ordnungsgemäß zusammengtteyt Stickereien, Serviette^ Tischtücher u. dgl., in ten Taschen Zigarren? Zigaretten, Papiergeld und Kleingeld. Mit zw« neuen Anzügen auf dem Arm wollte er verschwiu- Nürnberg, 21. Sept. (Wolff.) gestrige öffentliche Versammlung Deutsch-demokratischen Partei, in der Reichsminister a. D. Gothein über den Preisabbau sprechen wollte, wurde von den Anhängern des Schutz- und Trutzbündnisses gesprengt. preußische Wahlgesetz liegt, wie die Abendblätter melden, im Ministerium des Innern fertig vor, und dürfte alsbald der preußischen Lautes- Versammlung zugehen. Es schließt sich eng an das Reichswahlgesetz an, doch sind die Wahlkreise wesentlich kleiner. Statt auf 60 000 kommt auf 40 000 Wähler ein Abgeordneter. Nach der er» sahrungsmäßigen Wahlbeteiligung von 80 Prozent der Wahlberechtigten wird aber die Zahl der jetzigen Abgeordneten (480) kaum übertroffen werden. Vorgesehen sind 74 Urwahlkreise, 19 Verbandswahlkreise und eine Generallandesliste. — Im Aeltestenrat ter Preußischen Landesversammlung tourte heute beschlossen, von einer Beschlußfassung über ten Wahltermin abzusehen und am kommenden Tonnerstag erneut znsammen- autreten. Es wird erwartet, daß bis dahin das Wahlgesetz vorliegt und der Finanzminister die Steuerpläne dem Hause vorlegen kann, damit das Haus sich schlüssig werten kann, wie weit es diese ober andere Vorlagen noch erledigen will. In der Aussprache setzten sich die beiden Rechtsparteien und die Unabhängigen für möglichst baldige Neuwahlen ein und schlugen ten 28. November als Wahltermin vor, während von anderer Seite der 12. Dezember als möglich genannt wurde. Toch vertreten die Mehrheitsparteien ten Standpunkt, daß, wenn erst der Wahltermin in Aussicht wäre, ein beschlußfähiges Haus nie mehr zusammen käme. Unter diesen Umständen müsse man erst sehen, tote die Arbeiten vorwärts schrecken. Von sozialtemokrattscher Seite wurde größerer Wert darauf gelegt, den Etat, die Deckungsvorlagen zu den Beamten- und Lehrerbesoldungen und das Landessteuergesetz zu verabschieden, während von der Rechten die Meinung vertreten wurde, daß zwar die Verfassung, das Wahlgesetz und die Besoldungsordnung erledigt werden müßten, sonst aber nichts mehr. Jedenfalls wurde der Haushaltsausschuß angewiesen, die Beratung über ten Etat ruhig fortzusetzen. Aus der Berliner Stadlverordm'tenversamm- lung. Berlin, 21. Septbr. (Wolff.) In der gestrigen Sitzung des fünfundztoanziger Wachlausschusses der neuen Berliner Stadtverordnetenversammlung beantragten die Mitglieder der Rechtsparteien mit Unterstützung ter Demokraten, zwölf unbesoldete Stadträte zu wählen. Die Mehrheit tes Ausschusses lehnte diesen Antrag einmütig ab, worauf alle bürgerlichen Mitglieder des Ausschusses die Sitzung verließen. Der Vorsitzende erklärte, daß er alles daran setzen würde, allen Anträgen, die bis jetzt von ter Mehrheit beschlossen Worten sind, auch im Plenum ter Stadtverordnetenversammlung zur Annahme au verhelfen. Vom Rumpfausschuß wurde dann bezüglich ter Wahl der Fachdezenr^.tten für das Verkehrswesen auf Antrag der Mehrheitssozialisten beschlossen, Prof. Giese und Baurat Schmidt von ter Berliner Hoch- und Untergrundbahn und Dr .Adler von Deich '!}w 1 oku- w. wann: fron: farbig: Mich tylQS 6 llartofftlversorgung und Eisenbahntransport. Ein Erlaß des Reichsverkehrsministers. Berlin, 21. Sept. (Wvjff.) Amtlich Der . R eich sve rkehrs münist er bat folgenden Ertast, an alle Direktionen ter Reichs-risenbaHn gerichtet: Aus allen Teilen tes Reiches gehen mir Meldungen und Beschwerten von Jntevessenten zu, daß EisenbahnbeaMie und- Arbecker, Gewettschasten und Betriebsräte in die Beförderung der Derbstkartoffeln ängreifert, di: Gestellung ter Wagen verwrigern ober von dem Nachveis nicht behördlicher Gene'hmigung abhängiig machen. Beamte und Betriebsräte haben sogar verlangt, daß mit tem Versand ter Kartoffeln erst begonnen werten soll, wenn die Eisenbahner tes betreffenten Anbaubezirks selbst mit Kartoffeln genügrnd ein- gedeckl sein. Ein tevattig-.-S eigenmächtiges Vorgehen ter BQ?.m'en und Arbri'.er ter Eisenbahn darf unter feinen Umständen gebilligt werten. Das Muß den normalen und ruhigen Verlauf unserer Volkswirtschaft stören und eine katastrophale Wirkung ausüben, namenlltch auf die Bew.'h.ur großer Städte und derjenigen Gebiete, die Ubft fite. Kartoffeln anbau an können Es ist nlfj auch tont' menschlichen Standpunkte aus nicht zu billigen, wenn die Eisenbahtur nur an sich denken. Es tarnt auch nid): gebilligt werten, daß als Vorwand für den Eingriff in die Beförderung du Katvffeln die beabsichtigt.' Ausfuhr getvifer Karloffelmengen behauptet wird. Es ist Sack-e ter hierfür zuständigen Behörden, zu enifchciden, ob eine d vartige Ausfuhr zugrlassen werten muß. Meistens sind fre iiohrcrttat im Interesse der Einfuhr lebenstoichriger AuslandSarttkcl Ich bitte die Eisertbahndirektionen, sämtliche Tiensrstellen und Bed ensiece emgeh nd ton Bor- , stehendem zu unterrichten und über die Folgen | nicht gelingen, jo inüsien mt Interesse ter Staatsau Ivri tat die Eisenbahndirekt ivnen greifen, um bte Versorgung ter Bevölkerung Lebensmitteln nicht ernstlich M gefahrten. mitteldeutsche Lichtspiele Seltersweg War noch heute und morgen der große iw,c Harry-Peel - Film a ZurStrecke gebracht Ein seltsame« Abenteuer. Täglich ge&ftnet von 9-6 Uhr. lOWß sitzt ebte BmrerSfrrm rhtm erbtet Main- teten in im. 9949bs Oberschlesier! Achtung! Wiesbaden (Schwalbachu Str. 5), 21. Sept. 1920 Statt Porten spätere Lieferung. Näheres bei 0tH*4 trotz der steigen-en Preise in wolle istZhnenSelegenheit geboten, Ihren Maul- und KÄüen leuche auSgebrvchm Tfr Gemarkung Landerchanserl ift yim Sverrbr^rk erklärt. QU MM IWA REM FABRIK LOUIS PETER. A. O. FRANKFURT A.M. Tabak und fertige Zigarren Ban den fehlt jede Spur. Vesien-Nassau. Frankfurt- Milchnot. Aus -em Amtsvcrkün-igttnqsblatt. ** Tas Amtsverkvndigungsblatt Nr. 136 vom 21. Sept, enthält: Jnstruktiinskucsus jur Einführung in grundsätzlick,« und pvakttsckx Fragen des kirchlichen imb gemeindlichen Lebens der Gegenwart — Tie Kindevarbrit in den gewerblichen Betrieben. — Die Jahresberichte der Gewerbeaussichtsbeamten für 1920. — BcrVehr mit Die Geburt unseres Töchterchens Lotte- Marie zeigen wir erfreut an Fritz Schleuning und Frau Nia geb. Imgrund Hugo Hartmann Elsa Hartmann geb. Sette gast Vermählte Obersckstesrcn. — Ent- — TLenftnachrichben. liitschk Sernsnse jtr SiifIÜM tut A. 6- Magnus & Muhl, Giessen DiezstraBe 6. M. 1.50, 1.60, L. , 1.70 „ 1.70, 2.- ' , 1.30, 2.— , 1.30, 2.- , 2.- > aus SVtL.1^ $ lein in schwarz: per Lot . blau: „ „ . weih: . braun: , . . grau: , , , leberfarbig: , „ waffnuna der Bevsskerung — Feldbcreinignng Steinye ’fe- renr- * ^ 5- W GerichtSfnaz. fd. Wetzlar, 21. Sept Bei einer Frau aus Stuttgart fanb man hier 7000 Reisebrotmarken, die ihr Sohn, ein Landluntzsgehckfe, von einem Beamten des Krrislebensmrttetamts in Weilar -um Verkauf erhalten hatte. Er war mit seiner Mutter hierher gereist, um die Brotmarken an den Mann zu bringen. Der Landl vngs- gehilfe wurde jetzt von der Strafkammer in Wetzlar zu 1 Jahr 4 Monaten Gefängnis verurteilt, seine Ädntter wurde freigesmochen. Gegen den unredlichen Beamten konnte nicht verhandelt werden, da er im Termin einen Kropfonfoll erlitt. und glatte te narb Gasw ..Nehme aoen wirklich ,, butten be Grütze", wie 3d am fein Bildchen ramme toxr was sieht man letzt auf dem 9)larttr Auf Loiz- tischen und alten Stuhleir 'leben kleine .Qafhbcn, in derren ein undefinierbares Etwa- liegt Moral»- mal ist es gelblich, oft aber auch arihi oder schwarz Es duftet nicht nrdrr, s.mdern es itrnft. $?h, armer Landkäs wie tief bist du gesunken' Schäme dich, daß hi den Namen :'Nainzer trägst Doch du bist es ja gar nicht mehr' Vrm Norddeutschland der kommt daS Zeug, Ersatzware, die auf der Reise hierher meist in eine formlose Masse »usammenget «ufen ift die bratn mit dem Messer ahieschnilten wird, wie auf der Messe der türkisch \?oiiig. Manchmal aber tnxTnen He ErsotzkäSchen <*ir.; dann liegen sie wie braune alte Feigen in den üüftchen „Nehme Se e scheen ,sbi«dw mit", nift auch letzt n«b die .Händlerin den Vorübergehenden zu. „Danke für das Zeug", sagte em alter Mainzer. So hat der fcrieg auch dem echten Marnzer Landsöse den Garaus gemach Ob er je wieder in der alten Form und Güte auf dem Markte crschchnen wird? Wir würden seine ,,öuftenMi (sirütze" gerne hinnehmen und versprechen, nickt mehr wählerisch zu fein, ob die lvisehen „dorck" oder „balbbord*" wären. Varis, §1. Sept. (WTB.) ftadj einer Meldung der ,Information" aus Marseille i,. die Stadt Marseille und llmge* gend von einem Gewitter von uner- hörterDeftigkeil betroffen worden. Der Schaden ist sehr bedeutend. * Geistesgegenwart. Vor kurzem starb in Frankreich ein alter reicher Smdeding, über befielt kurzes Testament französisch- Zeitungen ausführlich berichteten; es war nämlich nach seinem Tode em großer Erbscl?af!sstrei'. entstanden. Er lebte mit seiner Nichte in Unfrieden, weil sie -ich fernem Willen und seinen Anschau ungeit itoer Lebensführung nicht fügen wollte Eisena-.tig war sein Leben, idtfam auch sein Sterben. Kurz wc feinem Linschecken liest er von allen seinen Erben besonders diese Nichte zu sich rufen, am ihr seine Hinterlassenschaft anzubieten, wenn sie ein> m Verlangen von lhm nachkäme Sein gcarzer Besitz sollte ihr gehören, wenn sie v" verstüirde, fein gmizes Eigentum mit einem einzigen Wort zu umfas'en. Zu diesem Zweck lxitte er eine Schenlüngsuickunde au ff eben lassen, durch die bie Schenkimg auch rechtsgültig gemach! werden sollte. Ms Zeugen fungierten mehrere Notare. Das junge Mädchen stutzte einen 2lugenblick, machte Ixnm eine umfassende X?anbberoegung imb sagte: „Mein". Der Kranke war verblüfft, lächelte aber unb machte dir gleiche Lumdbewe.ulNg, indem er sag e: „Dein". Die anderen Erben fixten das Testament an, aber die vielen Notare, die bei der Schenkung zugegen waren, konnten bezeugen, dast der Sonderling durchaus im Besitz seiner geistigen Zurechn>mqs- fAhigkeit gewesene war. so. Bao Homburg, 21. Sept. Im Lardtwald ist ein etwa zehnjähriger linabe beim Kastanienpflücken so 'mglücklrch vom Baum gestürzt, daß er auf 4er Stelle 1 o t blieb. Spaziergänger fanden feine Leiche, die von seinen Spielgefährten im Stich gelassen worden war. mc. Frankfurta. M., 21. Sept. Im Rahmen der Notstomdsarbeiten wird jetzt die Regulierung der Nidda von der Mündung bis nach Bvnames vorgenommen. Es wäre zu wünschen, warn sich auch endlich einmal die hessische Regierung entsch'ießen wollte, auf ihrer Heile die dringend notwendige Regulierung des teimtückif chen Wafers vorzunr hm en. mc. Frankfurt a. M., 21. Sept. Für Linder und Kriegsbeschädigte wurde von den amerikanischen uno englischen Quäkern eine grotze Menge Lebertran zur Verfügung gestellt, der unentgeltlich an die Bedürftigen m den Apotheken abgegeben wird. mc. Frankfurt a. M., 21. Sept. Die frankfurter und hessischen Gewerkschaften jeder Richtung werden ab Freitag einen lleberwachungsdienst der Landstraßen inb Eisenbahnen einrichten, um eine Berschiv- «IttiMeWr I. Sorte zu M.!«.- »er Tonne sind abzugeben bet Jean Der« & Co., Veß-Astlefk 31. ftinberarbcit in den g ewer blrchen Betrieben. Die Berzeichnsse der gewerblich tätigen Sfinber sind bis spätestens 15. Oktober lid Js. einzureichen. Für Reisen nach Oberfchlef ien gelten zur Zeit folgende Bestimmim»m: Jede Person, die das c-herschlesische Gebiet zu betreten beab- sichtrgt, must mit einem von ihren Nattonolbechör- den ausgestellten Patz versehen sein. Die,er Patz must im voraus oon den fvanzäsischen diptoma- tischen oder Konsularbehörden mit Visum verßchen werden, bte außerhalb Oberschlesiens befugt find, gern ätz dem Beschluß des Obersten RotOs vom 31. Dezember 1919, ein solches Visum zu erteilen. Das Visum ist für die Angehöoigen der üt der Regierungs Vorn Mission vertretenen Mäclste nickst er* forderlich. Tos Betreten Oberschesiens unterliegt der Kontoolle der La idesüberwackrungsstelleu und wird bei jeder Grenzüberschreitung durch das Äul- drücken eines Datumsstempels aut den Patz fest- gestellt: bis aut weiteres ist ein neues Visum innerhalb des Abstimmungsgebietes nickst erforderlich. — Tie an den früheren Landesgrenzen gegen» iL-irtig noch geltenden Vorschriften betr. die Berechtigungsscheine zum kleinen Gvenzverkehr, erfahren bis auf weiteres Deine Aenderung. — Tic Ueberschreitung der oberschlcsischm Grenze bei Einreise ist nur an den Durchgrmgsslcllen gestattet — Aut Grund der am 9 Januar 1920 in Pans unterzeichneten Bestimmungen wird bte Komnni- sion später, *u rechter Zeit, durch besondere Vorschriften die Bedingungen ieststellen, unter welchen die außerhalb des Gebietes wohnhaften Personen das oberschLesische Gebiet werden betreten dürfen zur Ausübung ihres Stimmrechtes bei der Mstimmung. AuSführu ng des Gesetzes über bte Entwasfnuny der Bevölkerung. Es hat sich als notwendig erwiesen, daß bet der 9Ib(tc* icrung kompletter Mi.itärgewehre mrd Kavabiner das Schlot; nach erfolgter Unbrauchbarmtchung am Gewehr oder Karabiner befestigt wird. Dies kann in der Weise geschehen, dast das Schloß am Abzugsbügnl festgebunden wird. Dienstnachrichten des streisam 1 es. In Landenhausen, Kreis Lauterbach, ist by -reis SmttrrHach fa Lauterbach, 21 Sept Der ErsTnbahn* offner Wilhelm Dich! aus Gedern nxHIx beim Rangieren de» GLtevzug- in Gvebercharn gestern mif einen Wagen fpn.ig.-n. glüt aoer aus uno nena unter eut Rad des Wagens, wobei er sich cn Ldpf uni- an einem Bem Verletzungen inzog. Kr wurde ms hiesige Kocrukenchaus verbracht Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 21. Sept. (Wolff.) Die heute bitt tagende 19. .ha:wtVersammlung des Ber- bandes der deutschen Gewerbevereine Gingefandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Derantwortung.) Gießen, 21. Sept. 1920 Ist jemand da? Gibt es wohl etwas Dümmeres? Fast täglich» begegnet es mir, daß der dirrch den Fernsprecher, Ang-rirfenr zunächst in die geistvollen Worte aus-, l richt: Ist jemanb da? L>imme!kreuzschockschwc-re^ not! Beinahe hätte ich geflucht Wenn jemand (m4 gerufen wird, so muß doch vermutlich jemand das fein, der anruft. Es ist bis j tzt nicht bekannt ge* word.m, daß bte Geister der vierten 4xmenfti3n jrchj durch telephonische Belästigmigen bemerkbao machen. Ist es denn ganz unnuigtlch, daß der An« gerufene sofort aus freien Stücken sein Geheimnis enthüllt: hier Meyer, hier Krankenhaus? b. bintfl dorr Kartoffeln nach Norddeutschland un- mbIiich zu machen. Der Bersoryung der Be- Dööcnmg soll kein Hindernis in den Weg gelegt werden. Sobald die Arbeiter und der Mtb- telstand einigermaßen eingedeckt sind, wird von der lieberwachung abgesehen werden. mc. Höchst (Main), 21. Sept. In der gestrigen Kretstagssitzung erregten die tm Sitzungssaal hättgenden Bilder der drei deutschen Kaiser das Mißfallen der Linken. Sie stellten den Antrag auf Entfernung. Die nächste Kreistagssitzung wird sich also mit dieser Staatsangelegenheit zu befassen haben. mc. Frankfurt a. M., 21. Sept- Infolge her allm hallxm in Hessen^Nassau und dem Fret- staat Hessen herrschenden. Maul-und Klauenseuche ist die Milchversorgung Frankfurts in Stocken geraten, so daß Kinder über 5 Jahre feine Milch mehr erhalten körnten Auch für Krönst kamt oft der dringend notwendige Bedarf an Frischmilch nicht sichergeftrllt werden. Der Uegierungsprastdeirt in Kassel hat deshalb angeordnet, daß sowohl der Kveis Schlüchbern, wie der Kreis Kirchhain täglich mehrere hundert Siter Milch nach Frankfurt zu liefern haben. X Schlüchtern, 22. S»pt Ter Bor- sttzende des KreisauSschuffeS, Lanbrat von Trott iu Solz richtet an die Landwirte einen Aufruf |in Ablieferung von Milch. Der Regierungspräsident. in Kassel habe anHesichts der großen Dilckmot anaeorbnet, daß der Kreis Schlüchtern täglich 200 Leler Milch mehr nach Frankfurt zu lefent habe. Im Brrhaltnis zu den btsheriaen erbärmlichen Lieferungen bedeute dieses Soll eine iluflage, der der Kveis nur bann gerecht werden Ißrme, wenn jeder Landwirt feine Schuldigkeit tue. Dießen, 22. September 1920 .......................... »etllng auf bc kn Tilgen bürfen öS Mm nickt passm- yren, welche nich! n allein getraaen tonte ahnhos Gießen bitte sMch bei der tot M, tooMd) jeder 8b lstGepäckmitinio praktische fatäiafc: ?ber dem reiset $> «hlwllend. lifffj (nt> in lebtet Zeil fyonbai ihr ausgemitzt. der Spem seit nr?:r die Beslimmungen üe nicht übertreten werte i durch diese Maßnch' ! getroffen! on Betriebst!!- Betriebseinsts' stmachnng des Teml- wigattal unseres ie Monter-3 aufmerls: oerkschafl amten uxvb G. dir Borstig 5..'tzl jjnen zu eine 'text' || Bordnung aiguita: J uppe des DmW! > ibintg der Stab: Sio-i ; 3. Preirprüd>^' jerschilckenes. Ti? dflinig aller hiesig <" ■ von allen ei Aussprache Mcke b M des M'to J In len pvia oM, .[t Die LMienden beu Beitritt toi LJ etn?i E>n6e aElr^it» 1 2 der schritte- Du Ber , it der bereits emw» Mg zu veÄ^. > I wWilewI bt(fe besM^'' BeaintenbeiollA M schrei | Gteßener M , Cif6-Leib-Sail Kim, L 27.le^ eilende lUkr Mz yti verbanden mit großer Damen- WMickmir Vellitiitie teies Preiraee. Starten im Vorverkauf ALbOM. in den 3iaarrentefc6ähen: Älkl, PwterHe uh6 leeerlek, bet ^rifeur 3ibl und am unb Landwerksvereinigungen faßte eine Entsch'.ießmty, in der der lieberzeugung Äus- brntf gegärn werd, daß im RcichSverbond des deutschen Landwerks die Gewähr für eine zick- bewutzl F-rderung des gesamten Landwerks gegeben ist und daß eine enge Zusammenarbeit der Sroerbrlammern mit den Landels^arnmern die Bürgschaft für eine reibungslose baldige Derwtrk- der durch den Rcichsverband angeftrebten unb stffck ossencn Neuorganisation des Laubwerks erfolgt. Die nächste Ortsversamrnlung findet in frarigrub? statt. X Groß-Stein heim (Lessen), 21. Sept. Liebe drangen zur Nacht;ert vom Lose aus burck em neuster in den Fabriksrawn der Lasse* scheu Zigairerrfobrrk, sprengten die Iftren_auf unb stahlen ..... ” lieben Pt- nfl^!?: sv c Stil L eine El $;6 l'ÄSi'li Z-»x-l AW i sjM nur Walltorstraße Nr. 21 (Pfeiffersche Buch bau dl »»<,). Ich hatte mich bei schneker, »retftroerttr Bedienung beiten- euwfeblen. . Aibert Schädlich, Schuhmacher 6iBitt.&ii*i|86iMl6,2r 8tii8re|iiMMa«i Lfpnt(uuten iDerben oiid) ; ber etlwwelninm Darmstadt. ;i0063 ©rudjftrafce 16 emgegengenommen. 051827 Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten dcmken wir höchst Paul Köhler und Frau Maria geb. Köhler Lich, 21. September 1920 Mcrnc bekniet stch ab heule Wanderungen. n. Büdingen, 20. Scpt. Zum ersten Male nach Beendigung dcs Kriege? sand am Samstag und Sonntag der gemeinsame Lerbstausflug des Vogelsberger LShen club4 statt, der ür alle Zweigvereme Büdingen zum Ziel hatte. Während bereits am Samstag nachmittag der Borstand im „FürstenHof" zu ernsten Beratungen iuinmnientrat, die am Morgen des nächsten Tages I ottgesctzt wurden, fanden die au*eectigrn__Gckftt mu beu hiesigen BLTern am SamSbag tm „Stern" sich zu entern Begrüßungsabend zusammen. Nach einem herzlichen Willkommengruß durch den hiesigen Vorsitzenden, Buchdernstreikefitzer Lugo Schneider, und durch dm Vertret er der Stadt, Bürgermeister Fendt, bot bte BLE-Fimend von Büdingen eine Reihe von prächtigen Darbietungen gesanglicher und musikalischer Att, angenehm unterinochen von lebenden Bildern, die alte schöne Volkslieder zum Borwurf hattm Luch em Theater- sLückcheu ,,Er darf näit", tn ober hessischer Mund- art versaht, kam zur Ausführung. Alles Gebotene stand auf der Löhe und wurde von den zahlreichen Anwesenden mit dankbarem Beifall ausgenommen. Tr. Bruchhäuser, Ulrichstein, der Vorsitzende des Gesamtvereins, gab diesem Tanke den Ausdruck und forderte dazu auf, auch in der Zeit von TeutsOands Not tveu festzuhalten an den idealen Bestrebungen des Bundes: Leiinatlrede und Wanderlust. Arn Sonntag vormittag fand ein gemeinsamer Gang in ine schöne Umgebung Büdingens statt, wahrend im Anschluß daran unter der fad)' kundigen Führung des Lehrers Leu sohn, Lor- bach, die baulichen und geschichtlichen S'henS- Würdigkeiten, bescmderH auch des fürfttidim Sck>losses imb seiner Jnnenräume, besichtigt wur den. Mancher Gast hat sicherlich den besten Eindruck von der eigenartigen Schönheit Büdingens, des „oberhessischm Rotn ter Ha I äffe mysteriöse fc mtr boiu 0^ ^Kundaebün ÄM>8 b! fh Uhr, im State ^Dr hornefst! bet Oberschlesier J Mmmenstehen all-M Otto Lchmidt, Gießen, Guter Bertzieust für Sammler und Aufkäufer. 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September (920 Hauptversammlung der hessiicheu Landergewerbevereinr. totrftversicherung wurde mit dem Allgemeiiten Teutschen versicherungsrerein in Stuttgart auf 10 Jahve erneuert. Aus den Provisionen tonnten der Eckhardtstistung und dem DuberKllosenfonds weitere Beträge überwiesen werden, von der Sterbetafie wird leider menig Gebrauch gemacht. Zahlreiche Meisterkurse wurden in Groß-Umstadt. Larmstadt, Offenbach usw. abgehalten. Die Einrichtung einer Ersatzprüftuig wurde an maßgebender Stelle angeregt. Tie Rechtsauskunftsstelle erneute sich lebhaften Zusprudis. Hieran schloß sich der Bericht des Direktors des Gewerbemuseums, Tr. Haupt, über den Ausbau der Sammlungen. Zahlreiche Führungen wurden veranstaltet. Tas Atuseum Durde von 4452 Personen besucht. Tas Lesezimmer war von 6194 Personen bemißt. D:r Leiter der chemischen Prüfungsstation, Pros. Tr. Sonne, machte Mitteilungen über die jetzt wieder lebhafter gewordene Tätigkeit, lieber bte gewerbl. Handwerker- und Baugewerkschulen sprach Ge- Verbeschulinspektor Schindel. Turch den überaus starben Besuch ist eine völlige Umgestaltung in Aussicht genommen. — Die vorgeschlagene So tzungsänderung und die Erhöhung des Jahresbeitrags auf 12 Mk. wurde hierauf stach lebhafter Aussprache gutgeheißen. — Eft« rege Ausspnrete schloß sich auch an die Ausführungen des Haupt- jehvers Höhn- Nidda über die Organisation tzeS Handwerks bzw. über die Erfahrungen, die bei der Bildung von Fachgruppen gemacht du eben. Es kommt zum Ausdruck, daß zur Hebung des Handwerks ernt Ueberbrückung der Gegen- iätze zwischen Ortsgewerbevevemen und Innungen bzw. n-adxi nippen statt finden und gemeinsames vorgehen die Grundlage hüben müsse. Ms Ort der nächstjährigen Tagung wird aut innlainrng von Schmuck-Worms Rhebchessen und zwar Worms gewählt. lieber die Abhaltung der Meisterkurse am Sitz der Gewerbeschulen macht Hauptlehrer Eisen - dard t-Be u s he i m längere Ausführungen, xn ■enen er beantragt, daß nach den bisherigen Er- abnmgen auch Mr Kostenersparung die Nieister- *urfe auf dem Lande an dem Orte der Gewerbe»- Khulen abgehalten werden müßten. In der Aus- 'pvache wird von dem Vorsitzenden brr Hand- arrte Cammer, Gewerberat Falk-Mainz, der Vor- rffag gemacht, nur den theorttiscten Teü der Prüfung am Sitz der PrüfungStornrnissiiIN ab* galten zu lassen, doch wurd nach längerer Te bitte der Antrag Eisenhardt angenommen. Verschiedene inträge sollen der Regierung als Material über» vieseu werden. Dann wird bk Tagung geschlossen. Ein Antrag, bett. Arbeitslosigkeit, wird dem irbeit^ und Wrrtschastsamt überwiesen. Bersch «- bette Anttäge, bett. Achtstundentag und Preisabbau, werden gleichfalls überwiesen zmd dann die bauptvrasammlung geschlossen. Canöwirticbaft Stallhaltung. Ter Wunsch, auch im Win.er P erde mit an» liegendem aiälczerchem Laar zu haben, ist bc- grelf.'ich. Ern soletes Haarkleid roült am das Auge angen.hmer, als rvenn es sich dem B.ick bärenpelja.tig darbieiel, w.c Mutter Natur weniger eblv Pferde für den Winter nun einmal aus- geftattet hat. Ein gut gepflegt cs glattes und glänzendes Haarkleid braucht nicht kurz und dünn zu sein. Tas durch Eindecker, Warmhalten des «tallts und Absck-lieeen jeden. Luitzugcs künstlich er;eng e glatte kurze und dünne Haar bietet te n Pferde leinen Schutz und ist Dein Zeichen von Gesundherc und Mderstandssähigleit, hmn solche P erde sind nur um so anfälliger, wenn sie bann dach einmal der rauheren Lust ausgesetzt werden müssen (b.- stärigt durch die reid.cn K.iegseifabrun^e >) Tre Pierde neigen zu Erkältungsttanihri e i und jtf sind für Jnielttonskranklteiien, wie Brustseuche, Druse u a leichter empfänglich, die außerdem bei dem verweich-lidrten, weniger widerstandssähigen Körper oft schwerere Farm annehmen. Das hart erzogene, mit der Natur lebende Pievd wird r»n Derartigen Krankheiten weniger ober gar nicht Ix* fallen oder die Krankheit vermag sich ui dem gestählten Organismus nicht auszuoveiten und solche innerlichen Verwüstungen anynicfctei, wie wir sie z. B. bei jedem ernsteren Brustseuchrn- gange beobachten können. Auch das beliebte Scheren ist ein Eingriff gegen die Natur, der ten stark verlausten und verräu- beten Bierden nicht zu umgehen, aber nicht bei tedem Pferd straflos anwendbar ist: er eignet sich nur für Luxuspferde und für solche schwer arbeitenden Pferde, denen bei fräftigern Futter eine sorgsame Stallpflege zuteil werden kann. Für bte Mehrzahl der Arbeitspferde ist es nicht zu empfehlen. Ungeschorene und nicht verweichlidste Pferde haaren im Frühsahr frühzeitiger und schat.I- ler aus. versuche, die mit Wintenvttden gemacht worden sind, haben vielfach sehr günstige Ergebnisse geliefert und bestätigen die Vorzüge der Ab- hättung sowie den schnelleren Haarwechsel Einen nicht günstigen Emflutz aur Gesundheit und Wohlbefinden der Pferde übt die Beschaffenheit mancher Ställe aus. Der Umstand, daß die Wirkung des üblen Einflusses solcher Stalle sich selten unmittelbar bemerkbar macht, hat es verschuldet, daß dem zu wenig Beachlung geidjentt wird. Gleich dem Menschen braudü das Pferd, wie die anderen großen 5>rustiere, Helle, lustige und trockene Unter tun stsräume zu seinem Gedeihen. Wie aber sieht es gerade damit aus? vielfach in dunklen, luftlosen, im Winter von Feuchtigkeit triefenden Ställen müssen die Tiere ihr Leben hinbringen. Die Wuchtigkeit ist oft so groß, daß sie von Decken kmd Wänden herabttieft und 'im höchsten Grads nachteilig auf den Gesundheitszustand der Jüsassen wirken muß In der Tat ist der Winter diejenige Jahreszeit, in der die meisten Erkrankungen und Verluste an Pferden feftzustellen sind. Ter Mensch raubt also auf der einen Seite dem Pferde die Widerstandsfähigkeit gegen schädliche äußere Einflüsse und auf der anderen Seite liefert er es eben diesen schädlichen Einflüssen aus. Je länger das Pferd am Tage den Unbilden schlechter StÄle ausgesetzt ist, desto größer ist die Gefahr der Schädigung und besonders bann, wenn nicht eine ausreichende kräftige Bewegung in freier Luft den schlechten Einfluß des gesundheitswidrigen Stalles in gewissem Maße wettmacht. Gerade im Winter aber, wenn scUechte ober fehlerhaft gebaute Ställe am allerungünstigsten auf die Gesundheit einwirken, pflegen die Pferde sich am längsten darin auf in halten und erhalten am wenigsten Gelegenheit zu kräftiger Bewegung des Körpers in freier Luft. Die Pseideschutzvereinigung über ganz Deutschland hat schon wiederholt, auch in Eingaben an die Reichs- und Staatsbehörden, auf die Gefahren ungesunder Stallungen für unsere so sehr wettvollen Pferdebestände hingewiesen und sie wendet sich anregend immer erneut an die Pferbebesitzer mit der Aufforderung, der Sache vermehtte und ernste Aufmerksamkeit zuzuwenden. Leider ist es bei der Bauweise vieler, namentlich .massiver, Stallungen ofcne darüber gelegene warme Stallböden nicht so einfach, die winterliche Feuchtigkeft fernzuhalten. Die künstlichen Lüftungssysteme pste- gen da zu versagen, darum sorge man in erster Linie stets für möglichst isolierte Stalldecken mit gefüllten Futterböden darüber, die der Decke eine gewisse Wärme verleihen und im Verein mit angemessener Lüftung bei Feuchtigkeitsgehalt der Stalluft verringern. yochschulnachrrchten. Hk. Der neue Kurator der Univer- [it ät Marburg. Wie die ,Hochschulv7rr." erfährt, ist an Stelle des in den Ruhestand tretenden Kurator^ Geh. Oberregiernngsvat Hassenpflug der Geheime Okerrrgierungs-at irb vorra'nTt Rat im pr ußischen Kultusmi istetturn Tr. jur. Ernst von Hülsen zum Kurator der Unüicnüat Marburg errannt aorben. Tr. t>. Hulicu i 1875 zu Bisdwfsw.rber, Kreis Rojenb.-rg i : W<>.- picueen, geboren Nach kurzer Tä.ig>ii alsHils2- riebter beim Amts- und L'anbgeridü Tanzig;curie er Mui 1904 als Hilfsarbnter in da) Preutz. Kultusministerium berufen und der Ab:ei ung für Hoct-schulen, Kunst und Wistenschoft übernne en. Oktober—Dezember 1904 war er ldmmissariich als Protürator der Landessdwlc in Pforta und re- barni bis September 190b als Justitiar und ver- nmltungsoat beim Prorrnzialsd.'ulkdllegium ui B.r- lin tätig Im September 1906 zum zweiten Plate- als Hilfsarb.-,ter in das Preußische Kültusmini- ftcrium ein berufen, wurde er hier gleich baiaui zum Rcgierungsasses'or und 1911 zum Regierungsrat, im ^torcmbcT 1912 zum Geheimen Regierungs- rat und Vortragenden Ral und 1916 jnm Ge- Ueinem Obrrregierungsral b:fördert. Seil Sep- t.-mber 1906 gehört Geheimrat v. Hülsen ununter» biocfen der Hdchschulabtcilung des ftültu^mtni- steriums an, in der er zunächst mehrere Jahre tm Personalrefevat tätig war und nunmehr feit zehn Jahren das Referat für die äußeren Angelegenheiten dsi Universitäten Breslau, Halle, Marburg, Göttingen, Münster, Bonn, Frankfutt a. M. und Külu verwaltete. Längere Zeit hindurch hat er auch zugleich ia der 'Abtellung für bte höheren Lehranstalten des Kultusntinisteriums die Dtenst- altersangelegenheiten der Oberlehrer in Preutzen als Refereiit bearbeitet. Am 29. Juli 1920 verlieh ihm die medizinische Fakultät der Universität Halle die Würde eines Ehrendoktors der Medizin. Airche und Schule. Ncuc Erhebung über den Stand der Volks- bildungs- und Ingeudpflkgearbtir in Hessen. Tie „Zentralstelle zur Förderung ter Ä)lkS- bildung und Jugendpflege in Hessen" hat bei Beginn ihrer Särigteit eine Erhebung über öen Stand der Bvllsbildungsarbeit Per auf" alt ct Sie hat dann in ihrer vor einiger Zeit erfdytenenen Bvoschüre „Bvlksbildungsarbeit in Hessen" den Versuch gemacht, das gewonnene Material zusammenfassend darzustellen. Sie plant alljährlich eine solche zusammenjassende veröffentlickrung über die in Hessen aus diesem Gebiete geleistete Arbeit herauszugeben. Darum hat sie an alle Freunde und Förderer der Volksbildung und Jugendpstege unseres Landes ein Rundschreiben gerichtet, in dem sie um Berichte über die Tätigkeit im letzten Jahve bittet Da aber bei der großen Fülle ter in Betracht kommenden Stellen es leicht möglich ist, daß die eine oder andere Organisation oder Persönlichkeit übersehen wurde, bittet die Zentralstelle alle bteienigen, die dieses Rundschreiben nicht erhallen haben, aber bereit und in der Sage sind, einen zusammenfasien- den Bericht zur Verfügung zu stellen, alsbald bei der .Lenttalstelle zur Förderung ter Volksbildung und Jugendpflege in Hessen", Darmstadt, Alles Palais, das Rundschreiben ein&ufcrttem. Sie stehen in entsprechender Anscchk jedems Jvtevessenten gerne zur Berfüsung. * mc. Frankfurt a M., 20. Sept. Das städtische Amt für Veruftzbeoattmg hat an die Schulen sogenannte Beobachtungsbogen verschickt, rn welche die ö^ner ihre Bemerkungen über abgebenbe Schüler emtcagen sollen. Man hofft auf diese Weise für die einzelnen Berufe besonders geeignete Lehrlinge answLhlen zu können. Tunten, Spiel und Sport. Gießen, 21. Sept. Ergebnisse der Kampfspiele Rw. - Schützen-Rgt. 22 vom 18. und 19. September. 100Meter-Lauf A. Klasse: 1. Ltn. Wagner 3/22 12^4 Sek., 2. F-eldw. Bernecke 2/22 12,4 Sek., 3 Ltn. Keeper Radf./22 13 Sek. B. Klasse: 1. Geft. Schmidt 4/22 13,4 Sek, 2. Feldw. Spatz 9/22, H. Gesr. Speckhardt 3/22. Kugelstoßen: 1. Feldw. Ries 1/22 8,85 Meier, 2. Schütze Heck 3 MGH. 8,83 Mtter, 3. Schütze Gaspatte 2/22 8,52 Meter. Diskuswerfen: 1. Untffs. Fischer 2/22 29,36 Meter, 2. Offz -Stellv Pforr 1. MGK. 29,80 Mtter, 3. Uiff^. Ranttn 4/22 27,06 Mtter Handgranatenwerfen: 1 Geft. Hör sch 5,22 98 Punkte, 2. Utffe. Rcmrm 4/22 94 Punkte, 3. Schütze Klinger 1. MGK 94 Punkte. Speerwerfen: 1. Schütze Heck 3. MGK. 32,73 Meter, 2. Geft. Lvrsch 5/22 31,20 Mtter, 3 Ulffz. Müller 2/22 28,80 Mtter. 4 00- M e t e r-La u f: 1. Utsfz. Paulus 1'22 59 ©et., 2. Geft. Schäfer 3/22 60 Sek., 3 Schütze Frick 4/22 64 Sek 15 00- Meter-Laus: 1. Feldw. Wagner 9/22 4,56,1 Min., 2. Schütze Stegmüller 8/22 4,56,3 Mm , 3. Schütze Diehl 9/22 5,7,8 Min. 60-Meter l M. G. -Lau s: 1. Feldw. Bernecke 2/22 11,2 Sei., 2. UM. StLhler 3/22 13,3 Sek., 3 Schütze Httligenthal 3/22 13,3 Sek. 360-Meter- Hindernislauf^ 1. Ltn W-agner 3 22 56,4 Sek, 2 Jüh.ir Item er 5/22 v8,3 Set, 3 Getr. .eich 2 2j 65 Sek Hochsprung: 1. HtT ). rscher 2 22 1,55 'Dieter, 2 V.sel w. s*d t3 MGK. 1,ü0 Me.er, 3 Gesr od>.nal.-I 6 22 1,4.- Meter Weitsprung: 1 Utfn Ji cher 2 22 5 8i Met, 2 Lrn. Lagner 3 22 o,6o Meter, 3. Vzseldw. Bo:i 3 MGK 5.42 Mct.r Stabhochsprung: 1 Ukfsz. Jischer 2 22 3,05 Mtter. 2 Schütze Stemmann 2/22 2,90 Meter, 3 Geft Dcfter 1. MGK 2,70 Meter Dreikamvf: 1. Feldw. 2patz 9 22 64 Punte, 2. Sdmtz' Franz Muller 2 22 56 Punte, 3^ Schätze Gespane 2/2 . 2Puntte. 100-Meler-Schwimmeu 1 Geft Jfta« vunde 4 22 2.20,2 Mm, 2 Ulffz Oclpeinsch 2 22 2,21,2 Min., 3 Schüft Nung fier 7/22 233,2 Min 400Meter-schwimmen: 1 Sckütze Schmitz 4/22 11,31,1 Min., 2. iStbüge Ewig 4/22 12,28,3 Dlnl, 3. Ulffz Arnold 4 22 13,0,1 M n. Springübunaen: 1 Vzsel7w. Retlz 122 54*4 Punkte, 2 Lockütze Thiel 5 22 44'/. Punkte, 3 Ulffz Arnold 4/22 30* 4 Punkte Dreibeinlauf: 1. Ulffz. Müller 3/22, Oe fr 9doßmann 3/22, 2. Sergi. Oellschläger, Schütze Bender 4xl00-Meter-Slasfette für Komp.: 1. 2. Komp 50,1 Set, 2. 9 Komp 514 Sek, 3. 5. Kvmp .' 2.4 Set E ha r g en - S l a s f e 11 e; 1.1. Bail 22 64,1 Set. 2 2. Ball 22 65,1 Seck. 3. 3 Bcvl 66,0 Sek. 10xl00-Meter- Staffettc: 1 1. Ball. 22 2,10,4 Mm, 2. 2 Ball. 22 2,12,0 Min. Olymp Staffelte: 1 3. Ball 22 4,24 Min., 2. 1. Ball W 4,27,1 Min Fußballwettfpiel: 3. Ball 22 4 :0 Tore. Gruppen chindernislauf: 1 9/22 9,35 Min. Tauziehen: 1. 1. Kvmp, 2. 2. Kvmp., 3 3. Komp. Gruppengepäckmarsch (20 KW ): 1 4. Kvmp. 2 St. 52 Mm., 2 7. Kvmp. 2 St. 57 Min. 4xl00-Metev- Stasfel schwimmen: 1. 2. Kvmp. 12,2,2 Min:. 2 7. .Kvmp. 12,4 Min. — Stiftungsfest des Deutschen Jugendbundes. In dem B i e r k a m p s (Itiditettbletifdier Wettkampf) anläßlich des erftm Sfttlungsfestcs des teutschm JugenpbunteS Gießcn, PwvinHialverbemd für Cberteficn, gingen als Die zehn ersten Sieger hervor: Oberstufe: 1 August Wallenfels Bkehen) mit 55. Punkten; 2 Heinrich Radetzky (Lich) mit 49 P : 3. August Walter (Treis a. d. £ba) 46 P.: 4. Kutt Walter (Treis a. d. A«.) 39 P.; 5. Hermann Ho sm cum (Hungen) 38 P.: 6. Goorg Schwarz (Gießen) 36 P.: 7. Willy Rahn (liefen) 33 P Mittelstufe: 1. Karl Reuter (Giehkn) 80 P . 2. Rudolph Fischer (Gießen) 76 P.; 3. Rudolf schmalz (Hun gen) 75 P.: 4. Wilhelm Wendel (Gießen) 74 P. : 5. Georg Schäfer I. (Hungen) 70 P.: 6. Willy Gengnagel (Gießen) 69 P.; 7. August Langer (Gießen) 68 P.: 8. Wilhelm Rtt>ling (Hungen) 66 P.: 9. Heinrich Schäft (Laubach) 65 P.: 10. Ulrich Bürker (Gießen), Hansmarlin Hondrich(Gießen), Fritz Moufang (Gießen» 63 P. Unterstufe: 1. Wilhelm Scten (Lic^ 65 P.: 2. Gustav Meißaerbcr (Gießen) 61 P.: 2. Friedrich Karl Birnbaum (Laubach) 61 P ; 3. Heinrich Wetter (Gießen) 60 P.; 4. Karl Post (Laubach» 59 P.; 5. Rrchard Dahn (Hungen) 57 P.; 6 Th« Klin^r- fuß (Saubach) 55 P : 7. August Jöckl (GrüTcherg) 52 P.: 7. Rrckvtf Schvab (Gießen) 52 P: 8. Ferdirrand Weißgerber (Gießen) 51 P.; 9. Heinz Eidmann (Gießen), Hans Eiserrdvabt (Grünberg) 47 P.: 10. HeinrÄh Dvnrmes (Gießen), Adolf Brandl (Saubach) 45 P. Die Sieger im Äerkampi erhalten (Äwenurkunden und bie Tellnrhrucr bei Staffelte Erinnerungs urkunden — Ligos viele im Lahnkreis Sdmo vom 19 September 1920: v. f R. 1900 2 Spiele, 2 gewonnen, 5:1 Tore, 4 Punkte; 1860 Marburg 1 Spiel, 1 gewonnen, 2: 1 Tore, 2 Punkte; B. C. Wetzlar 1 Spiel, 1 gewonnen, 1:0 Tove, 2 Punkte: B. f B Marburg 2 Spiele, 1 gewonnen, 1 verloren, 8: 2 Tore, 2 Punkte: V f B. Gießen 1 Spiel, 1 verloren, 1:2 Tore: Germania Marburg 1 Spiel, 1 verloren, 0:7 Tore: F. C. Wetzlar 2 Spiele, 2 verloren, 0: 4 Tore. An den diesjähttgen Ligaspielen im Lahnkveis beteiligten sich vorstehende 7 Vereine, von denen die drei besten Vereine in ter nächsten Spielzeit 1921/22 an der Gauliga des Hess.-Hannöver. Gau teilnel?- men dürfen. Der zweite Ligasonntag hat nun schm, etwas Klärung in der Tabelle geschossen, ohne jecwch ein genaues Bild übet die mst noch ter Jeder. Tuntel empfand er, datz tm Lesen der Tante, namentlich im Ton ihrer Stimme, etwas ganz außergewöhnliches war, eine große, falle Felerlichteit, aber er war zu jung, um den 2Puren dieses Gefühls nachzugehen, und vor allem befand er sich in bebender Erwartung dessen, was ihn die Tante diktieren würde. A Sie sprach: „Beginne also . . . Liebe 9tena! v!« meinem Namen schreibt Dir Dein Brütet Ma; tfafrn Briet Ter heutige Tag hat mrr eme Stunde gebracht, in ter ich zu der Erkennmis getont- (Nen bin, datz ich kein Recht habe, Dich mit jenem schwur, ten Du mir an Oskars Grab geleistet, an mein freudloses Aller zu hinten. Ich g?ve Z-ich frei. Und frei magst Du dem Zuge Demes verzeils folgen. Das ist der ausdrückliche Wille deiner Dich liebenden Tante —" Tie Blinde, die bisher mitten im Zimmer ge- ‘Unten hatte, näherte sich dem Schveibpull. „Bist >u fertig ?" „Jo, Tante." „So komm' und führe mir die Hand. Ich vill meinen Namen unter ten Brkr setzen." Ter Knabe reichte ter Greisin die Feder, °nd mit seiner Hilfe schrieb die unglückliche Statte, jahrelang feinen Buchstaben mehr zu Papt.r toixubt, in Schriftzügen, die trotz ihrer taftenten öittrigLit noch an den stolzen, kräftigen Sctzvang ihrer sehenden glücklichen Jugrnd erinnerten, ihren Namen unter Sie Worte des Neffen. Jetzt tonnte sich der Schüler nicht mehr halten. In einem Jubel, der zur Hälfte Schluchzen nur, brach er aus: „Du gute, gute $aJite! O, ich kann gar nicht sagen, n*e gut du bist! Und rote unsere Rena glücklich fein wird, wenn s« den Bner bekommt —" „Glücklich — ja, ich wünsche es," unterbrxico die Blinde den jauchzenden Knaben. Ihre Worte tönten wie einer fernen, fremden Höhe gesprochen. Ein bedrückend geheimnisvoller, weltentrückter Sölang war darin. Tie Blinde stand tem kleinen Neffen so nahe, und doch auch wieder gleichsam von ihm getrennt durch dunkle, undurchdringliche Schatten. Sie fuhr sott: „Nun schließe den Brief." Tonn normte sic ihm die 2ldresse, bte er Jnraui setzen mu6te, und fügte hinzu: „In einer Stunde kommt jo wohl ter 7ldendschncllzug durch Göichwitz Gehe selbst zum Bahnhoi tnü) wirf den Brief in den Kasten." „Gewiß tu' ich dos, Tante. Schvtt geh' ich " Er eilte zur Tür. Ein kurzer Stampf — dann riet ihn die Btawe zurück. „Komm' her, Max, mein Junge," jagte [ee mit einer Weichheit, aur die sie un.oillkürllch selbst hinhören mußte, so fremd Lang lie ihrem Ohr. „Tu hast mir zwar schon mit Worten gedankt — aber du sollst deine alte Tonic auch Mieter einmal füllen. Tu hast es lange nicht getan." Ter Schüler wart sich ungestüm an ihre Brust. Und sie umarmte ihn mit einer Inbrunst, als schlletze sie in ferner warmen Jugend — auch noch eine andere an das Herz- „Geh nun, geh," ritt sie dann aber plötzlich aufschveckend, und ihre Stimme verschärfte sich wieder Jäh itahm ihr Gesicht raten Ausdruck an, als möchte sie sich selbst verhckhnen, daß sie so in Weidtheit und Rührung hatte aufgehen können. Wie sie auf einmal wieder starr und schrofs dastand, fühlte man woyl: sie hatte von einer Ucbeimacht besiegt werten können — aber he mußte auch ein Mittel wissen, sich ten Händen derer, die sie ihre Feinde nannte, zu entziehen. Ein Zucken um ihren Mund, das auch jetzt noch grollenden Triumph bedeutete, verkündete es nur zu deutlich ... Max Botenbach stürmte mit seinem Sstlichm Brief hinaus aur die L-traße. Mil beiden Hunten — mit seinem ganzen Herzen hielt er ihn. Tas Atenddunftt, dos herein gebrochen war, hinderte ihn nicht daran, wie em Pfeil da hinzu fliegen — die Schnellkraft der Freute in ferner Brust war übermächtig. Und doch stand er plötzlich zaudernd still. Ter Zug, dem er den Brief mitgebm wollte, kam erst in einer Stunde. Er aber bedurfte für den Weg zum Bahnhor kaum eine Biettelstunte. Ta tonnte er ganz gut einen kleinen Umweg machen. Ja, er wollte zu rast in das Lehverhaus laufen und den Geschwistern ReinÄwrt die große, große Freude verbinden, die er verbrieft btt sich trug. Er trat in ein hell erleuchtetes Zimmer, in tem an dem wohlgedeckten Tcttisch neben tem Lehrer und ferner Schwester auch Waller Huttich saß. Er wohnte im Gasthaus zum Bären, war aber zur Teestunde herüber gekommen, um mit den Freunden „Kriegsrat" zu hallen Nun stürmte ter kleine Mann mit seinem ganzen httßen Ungestüm in das Zimmer und richtete die stolz leuchventen Augen auf die kleine T^ tischrunde. Alle bun fuhren erwartungsvoll von ihren Stühlen empor, als ahnten sie die große GlückSverkündung, deren Bote in dem schönen Knaben da aus der Schwelle erschienen war. Ihre Fragen schwirrten aus ihn ein. Er schöpfte tief Atem, dann sprudelte er, )o gut er tonnte, seinen Bericht heraus, nicht m lückenlosem Zusammenhang, aber doch teut.'ich g> nug für die Zu hörenden, daß sie begriffen: der alte Herrgott war wieder einmal in emem'Sdjan- chen mächtig gewesen. Ter Britt, die Beglaubigung des Wunders, in dessen Strahlen sich alle fottnen durften, ging durch eines jeden Hände, andachtsvoll freudig begrüßt und andachtsvoll freudig writergegcben. Beinahe eifersüchtig sah ter Schüler der Wanderung des Briefes zu und atmete erleichtert aur. als er ihn wieder in der Brusttasche feinet Joppe geborgen. Er halte sich die schter erdrückende Freuten last von der Seele geredet unb stürmte nun wieder hinaus Die alten Geschwister und ter Deutschamerikaner wirrten sein Berschwinken erst gewahr, als er schon wieder durch die Nacht da hin flog Rton mochte sich nun Vorwürfe, ihm nicht herzlich genug gedankt zu haben. Aber der rounterfamc Glinz tes Erreichten hotte eben aller Augen so sehr geblendet, daß der kleine Vollbringer im Schttten dahinter verschwunden war. (Fortsetzung folgt.) sehr knappen Niederlage ATgen 1860 und des hohen Ncsul atS gegen lAermanra Marburg (7:0) noch mancher Mannschaft die Punkte roegtotat Die nächsien Spiele werten noch große Verichrebungen m der Tabelle und Mnit manche Ueberralchung bmi u bad>, 20. Sept. Am letzten Sonntag veranstaltete i-er Laubacher Schützcnverern fern diesjähriges Abschietzen b i einer Beteil.gung Von 91 Sckützenbrüdern. Abends fand geselliger Abend im SchÄtzenhof statt, vorher Preis-Verteilung. Tages ehren sch eibe errang 1. Fr. Wolf, 2 ixroib Moll, 3. W. Bock. Den von den Gießener Schützen- brü'em gestif.ece Wanderpreis errang wiederum Sätützenmeis.er Otto Ruhl, der ihn im vorigen Jahre ebenfalls erschossen hatte. Vermischtem * Zur Behebung der Arbeitslosigkeit sollen jetzt auch Arbeiten vorgenommen werden, die nur einen bedingten volkswirtschaftlichen Wert haben und nur mittelbar dem Neubau des Wirtschaftslebens dienen, &imu gehören Spiel- und Sportplätze, Friedhofsvauten und Erwei.erungen, Einfriedigungen, Anlage und Erhaltung voii gärtnerischen Anlagen, Bau und Umbau von tveniger wich.igen Straßen, bei denen eine Verkchcsv rb-esserung unwesentlich oder fraglich erscheint oder bei denen auch die Erschießung von Sietlungsgelände nicht im Vordergründe steht. * Das mißglückte Engagement. Harter dieser Spitzmaxke berichtet das „Höchster .Kreisblatt": Meldet sich da dieser Tage eine Maid für eine Stelle mit der Frage, wer denn die Kohlen heranhole und wer die Wäsche besorge. Die prompte Antwort des Hausherrn lautet: „Die Kohlen hole ich, die Wäsche besorgt meine Frau." Als die Maid dann befriedigt sich zur Annahme der Stelle bereit erklärt, fragt der Mann: „Können Sie Klavier spielen?" Da eine verneinende Antwort erfolgte, meinte der Manu: „Dann können wir Sie leider nicht einsbellen, denn wir brauchen ein Mädchen zu unfever Unterhaltung, die Arbeit tim wir selber." Handel. Berlin, 21. Sept. Börsen ft immun g s- bild. Das nicht unerhebliche Nachgeben der Devisenkurse veranlaßte an tier Börse Zurückhaltung ber Käufer, doch blieben die .Kursabschwächungen ziemlich beschränkt, da nirgends dringendes Angebot vorhanden war. Stärker gedrückt waren Valutapapiere, namentlich mexikanische Anleihen und Kolonialwerte. Auf dem Montanmarkte verloren Harpener, Mannesmann, Liheinische Braunkohlen und Thaler Eisenhütte 11 bis 13 Proz. und Phönir und Rheinstahl stellten sich gegen die gestern nachbörslich stark erhöhten Kurse wesent- lidj niedriger, auf Zertungs-mieldungen von dem angeblichen Scheitern der Annäherungsverhmid-- lungen zwischen den beiden Gesellschaften. Später erfuhren jedoch die beiden letzteren Papiere ein; leichte Erholung. Von chemischen Werten waren Anglo Guano und Theodor Goldschmidt mehr als 10 Prvz. niedriger. Elektrizitätsaktirn waren meift schwächer Siemens-Halske aber 17 Proz. höher. Deutsch-Hebersee behauptet. Im weiteren Verlaufe war die Hvaltung allgemein widerstandsfähig. Einzelne Werte, wie Zellswff-Waldhof und Köln- Rottweiler hoben sich über den gestrigen Stand. Von.Banken waren deutsche Diskonto ansehnlich gebessert, Jndustriepapiere zu Einhectskursen litten vorwiegend unter Abgaben. Frankfurt a. M., 21. Sept. B ö rsen- ftimmungsbild. Infolge des schwachen Besuches war das Geschäft bescheiden. Gewisse Verkehrsgebiete waren durch regere Umsätze bevorzugt. 507,25 Frankfurt a. M., 22. Sept. 272,20 272,80 1066,40 1068,60 21.9. 975 4,62 8^ — 205,20 280,30 233,75 35,07 460,50 25,53 27,03 82,10 21.28 204,80 279,70 233,25 64,93 459,50 924,05 25,47 26,97 81.90 21,22 Zürich . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. Prag.... Wien.. . London . . 959,- 26,47 27,72 83,02 21,47 Markuotiernngen. Datum: 20. 9. 9,- 4,85 11,10 7,20 961,- 26,53 27,78 83,22 21,53 Devisenmarkt. Geld BHes Datum 5*70'DeuLädegsant 4°/,Deut.Reichsanl. 3°/gDeut.Reichsanl. 4e/n Preutz. Konsol, Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto- Gefellfch. Dresdener Pank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloya Boch.Gutzstahlwrk. D »Luxemb Dergw. Gelsenkirch. Bergw. Harpener Bergbau Obeischl. Eisend.-B. Oberschles.Eiseniud. Hhönix-Brgb.rAkt. Bad.AniUn-u.Soda DöchsterFarbwerke Elekir. A. E. G.. . SchuckervWerke. . Felten« Guilleaume Daimler Dud.Ltsenw.-Akt. Adlerwerke .... s"/,H«sf-5taatsanl. Electron Griesheim Geld Bries 21. Sept. Brüssel-Antwerpen Christiania Kopenhagen .... Stockholm. ... Helsingfor«. . ... Italien London. . . Nero-Pork Pari, Schweiz Spanien Wien (altes) . .. Deutsch.Oesterr. abg. Prag. Budapest.... Bulgarien .... Konstantinopel. . . 222,37 222,87 " “ 63,57 1023,90 1026,10 ' 925,95 63,43 432,05 432,95 Datum-. 20. Sept. . Hotter». 2102,90 2107,- 1970,50 1974,50 479,50 480,50 459,50 460,50 909,10 910,90 869,10 870,90 909,10 910,90 869,10 870,90 1861,10 1365,90 1286,20 1288,80 -* ----- 189,80 190,20 Qn einem Teil der Auflage nriebirtplM Millerands Bereitschaft. Paris, 21. Sept. (WB.) Ministerpräsident M i l l e r a n d machte der Agentur Havas Mgmbe Erklärung: Ich habe in meiner Rede vom T. 11. 1919 die Politik des sozialen Fortschritts, der Ordnung, der Arbeit und Einigkeü umschrieben, die sick> nach außen hin kennzeichnet durch due uneingeschränkte Durchführung des Versailler Vertrages und die Verteidigung seiner Grundlage tn Uebereinstimmung mit unseren Verbündeten nach innen durch die Aufrechterhaltung der Staatsgesetze, Wiederherstellung und Förderung aller nnttfajali* lichen Kräfte, die Dezentralisation und tm gegebenen Zeitpunkt die auf Grund der Erfahrung notwendig werdende Verbesserung unserer Stzutts- gesetze. Seft acht Monaten habe ich, unterstützt vom Vertrauen des Parlaments, diese Politik methodisch und nachhaltig durchgeführt. Ich glaube, und ich habe die Gründe dafür angeführt, bifc ich dieser Politik nirgends besser dienen Bann als tn der Eigenschaft als Ministerpräsident. Wenn aber die Mehrheit der beiden Kammern meine Anwesenheit im Elysee als nützlicher für die Einhaltung und Fortsetzueng dieser nationalen Politik betrachtet, wenn diese Mehrheit gleich wie ich glaubt, daß der Präsident der Republik, wenn er auch nie Vertreter einer Partei sein darf, jedoch der Vertreter einer Polittk sein kann und muß, tnc tn Dazu gehören vereinzelte Kassantdustrirpapiere. Montanaktten behaupteten ihnen Kursstand. Oberbedarf 27s waren 1 Proz. gebessert. Caro gingen 2i9Vs, Gelsenkirchm 3347a, Deutsch Luxemburg 327 um. Hamburg Pakets. 188. Im freien Verkehr beschränkten sich die Umsätze aus Iultus Sichel 133s, Deutsch- Petroleum 1415 und Benz- aktien 203. Elettrv und Chemische Aktien lagm ruhig, üproz. Goldmexikaner erzielen eine Kursbesserung von 14 Proz. auf 624. s Sübermrnen 463, plus 5 Pwz. 47r Tchuantepec 312. 5pvoz. Tehuantcpcc 3 <0. 3eU) jo fr V^al^ho f waren bei regeren Käufen 432, plus 2 Proz. Vereins Deutsche Oelfabriken standen ferner in reger Nachfrage 351. Es- notierten ferner noch Zell stoss Aschaffenburg 438, Schuhs'. Ang. Westels 297 /,, Fränk. Schulst. 263, Porzellan Wessel Mo plus 5, Schuhs. Herz 2247a, Eisenwerk Meyer 329. ScksE- anstalt verloren 57a Proz. .ach 6597a- Maschf. Gritzner zog»ä.r 9 Pwz. an auf 499. Chem. Golden- Büchertisch. — Tie Weltliteratur. (Verlag Die Weltliteratur, Berlin. Preis der Nummer 80 Pst; vierteljährlich 10 Mk.) Dieser Tage ift baä 250. Heft dieser ausgezeichneten und verdienstvollen Zeitschrift erschienen. Tas Iubiläumsheft, das dem Tichter der „Buddenbrooks". Thomas Mann, mit einigen seiner schönsten Novellen gewidmet ift, enthält auch die Meinungen verschiedener deutscher Dichter über die „Weltliteratur". So sagt Sophie Hoechftetter: „Es ist etwas sehr Schönes um diese Zeitschrift: eine feinfühlige Gerechtigkeit leitet die Wahl der Verträge. L>ie sind nicht nach Partei, Rasse oder dem Ansehen des Autors vor der kompakten Majorität ausgesucht. Für junge Menschen bedeutet die „Welt- literatur" eine Fundgrube. Ten Gereiften bringt es Freude, vertraute und liebe Namen wiednkehren zu sehen, seien es Charakter, wie etwa Anselm von Feuerbach ober jene Dicker, die zu unseren großen Herzcnserlebnissen gehören. Der lebendige Wechsel von Zeitgenossen mit den Vertretern eines anderen Jahrhunderts ift in seiner Ausgeprägtheit neu und verleiht der Zeitschrift ihren einzigartigen Charakter, ein geselliges Band über die Zeilen zu werfen. Es liegt ein großer Reiz darin, wenn wir (was wir öfters Vorhaben und öfters wieder vergessen) nicht alte Bücherschränke nach Schiller, E. T. A. Hoffmann, Arnim, Tiech Andersen durchsuchen müssen, sondern sie plötzlich im „Wochenblatt" lesen, als lebten sie und hätten ihre Korrekturfahnen selbst durchgesehen." — Diese Sätze, die dem Charakter der „2BeItiitemtui" so fein gerecht werden, kann man Wort für Wort Börsenkurs». Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs 20. 9. 21.9. 20.9. 21.L 79,50 79,50 79,50 79,60 — . — —, - 68,75 68,80 63,75 64,- 63,- —- . — 69,- 68,70 164,50 155,- 155,- 300,- —, — 300,- 311,- — —. 215,- 219,- 188,90 184,- 185,- — -—e “i“ 156,- 157,- . - - —, — 148,- 149,- 190,- 188,- 189,75 186,50 186,50 , — 187,75 184,- 690,- ■ . — 680,25 695,- 329,- 327,- 329,87 327,- 339, - 334,50 339,75 332,75 377,- — . — 370,- 362,- 271,- 273,- 270,- 267,50 277,50 279,50 280,- 282,- 521,- — .— 510,- 513,- MM — . —- 499,75 485,- 379,75 — . — 377,- 370,50 305,- — 1 — 362,25 300,- 220,- 218,- 211,- 463, 460,- 225,- 220,- 228,75 229,- . — — . — 426,- 417,- 260,50 260,- 259,75 257,50 “i” — . — 77,50 — . —• 335,50 337,- 335,- enger Zusammenarbeit mit seinen Ministern festgesetzt und durchgeführt wird, so werde ich mich dem Ruse der Volksvertretung nicht entziehen. Tic Frage des Nachfolgers Millcrands. Paris, 21. Sept. (WTB.) Havas. Die Wandelgänge der Kammer waren geistern nachmittag von Abgoottmeten und Zvurn allsten stark besucht. Der allgemeine Einoruck g'hc dahin, daß die M i n i ft e r k r i s e sich ebenso rasch lösen werde, wie die PräsLenlschas.skrise. Die Frage lit bte, ob der Nachfolger Millerands als Mnnster- präsident das Ministerium neubilden oder alle oder einen Teil der gegenwärtigen Minister beibehalten wird. Der „Gaulois" hält zwei Wege für möglich, nämlich, daß Millerand sich mit einem neuen Ministerpräsidenten und einem Minister des Aeußeru begnügen wird. Sein Nachfolger würde dann I o n n a r t, der alles Minister und» derzeitigen Unterslaalssekretäre beibehalten werde. Zin anderen Falle würde Briand den Auftrag erhalten, ein neues Kabinett zu bilden. Als aussichtsreichster Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten ivird Briand gehalten, für den fast alle Abgeordnete find. Doch iverben auch noch embefr Namen genannt, wie Porncare, in welchem Falle Briand Minffter des Aeußern würde, Bcv«ni, LeygueS und Steeg. Französische Fluqlinien. Paris, 21. Sept. (WTB.) H>avas. Heute wurde die Fluglinie Paris —Straß- bürg eröffnet. Falls der Verkehr sich als wichtig herau-ftellen wird, wird ein täglicher Dienst ern- gerichtet werden. In fünf bis sechs Tagen wird die Fluglinie Straßburg —Prag eröffnet werden und gegen den 10. Oktober die weitem Teilstrecke Prag— Warschau. Im nächsten Iah« soll dann die Fluglinie Parts—K-vn- stantinopel eröffnet werden, die über Bukarest gehen soll. Gegenwärtig seien mit Iugoslawren und der österreichischen Regierung Verhandlung«» im Gonge, die Frankreich das Monopol der Luft- Verbindungen in diesen beiden Ländern bring« soll. Die englische Bergarbeiterbeweguug. Paris, 21. Sept. (WTB.) Wiedas ,Zvur- rnat" ach i -rem rtiipang im Bene h m e n ni t e b tr ffcnde i Arbeitgebern und Betriebsräten io -erBetriebso!bmäniier),ob »ftcht eine Streckung der Aib i gemäß §12 der Beroidnung über Entlassung u ib Entlohnung von Arbeitern unb Auges.ellteu vorn 12 Fcb.^iar 1920 (Darm- stabter Zeitung vom 1. März 1920; ober durch eine anderweitig getroffene Einigung zeitweise oder dauernde völlige Arbettslosigkeit verhindern kann. Tiese Prüfungen erübrigen sich, wenn von Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite nachgewiesen wird, daß die Angelegenhett berefts dem zuständige« Schlichtungsansschuh zur Entscheidung vorgelegt ist. Ist eine Einigung vor dem Temobilmacknrngs- ausschuß nicht zu erzielen, so ist die Angelegenheit unverzüglich durch den Temobilmackningsausschuß mit den echodenen Feststellungen zur Entscheidung oorzulegen. § 3. Zuwiderhandlungen gegen die Anordnungen in § 1 dieser Bekanntmachung können mit Gefängnis bis zu 2 Jahren oder mit Geldstrafe bis zu 100 000 Mark bestraft werden. § 4. Diese Anordnung tritt sofort mit der Veröffentlichung in Kraft. 100798 Darmstadt, den 4. August 1920. Ter Staatskommissar für die wirtschaftliche Temob.lmachung in Hessen. I. B. gez vr- B e r n h e i m. Beknnntmachnng. 3n unser Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen am 11. September 1920: a) bezüglich der Firma Hermayn Richter Bietzen: Die Firma ift erloschen. b) bezüglich der Firma L Röhr & To. Dietzen: Tarl Röhr jr. ist in das Geschäft als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Juli 1920 begonnen. am 13. September 1920: <-) bezü lid) der Firma Schmidt L Fatz, Oberhessische Maschmen-, Ketten- und Kupferwerke Gießen: Der Kaufmann Heinrich Thiele von Wetzlar ,st in das Geschäft als persönlich haftender Geseüschaster eingetreten. Die offene Ha delsgesellschaft hak am 1. September 1920 begonnen. Die Firma ist in Schm bt L Thiele, Oberhessische Maschtnen-, Herten- und Kupferwerke Gießen geändert. Ferner wurde in das Handelsregister Abt. 8. eingetragen am 15. September 1920: (1) bezüglich ber Firma Karl Hcrm Wal'er, Onbuftrie» Bedarfs Handelsge ellschaft mit beschränkter Has tung Gieße" : Die §§ 4, 5, II Satz 1, 13 Ab>. 2, 18 des G selllchaftsvertrage* sind geändert, insbesondere dahingehend, daß die drei verbliebenen Gründer Geschäftsführer zu gleichen Rcchien find und jeder für die Gesellschaft selbständig zeichnet. Karl Burhenue ist al» Geschäftsführer ausgeschieden. 100998 Bietzen, den 17. September 1920. Hessisches Amtsgericht. Milchbelieferung. Die Mllchempfänger, deren Karte auf Liter lautet, können in dieser Woche nur Dienstag und Freitag beliefert werden. Gegen Abgabe der 2Mlchmarke, die auf 7, Liter (40. Marke vom 27. September 1920) lautet, kann vom 22. bi« einschlietzlich 24. b. M. in nachstehenden Geschäften eine Dos« kondensierte gezuckerte DollmUch zu M. S.60 tn (Empfang genommen werden. Balke, Stephanstratze, Blum Wwe., Steinslrahe, Debus, Marie, Friedrichstraße, Dörr, (Emil, Großer Steinweg, Beiffe, Gustav, Seltersroeg, Haas, Will)., Bleichstraße, Hecker, Rodert, Brandaasse, Jung, Heinr., Rittergaffe, Koch Rachf., A, Schulstraße, Kopp, Fr., Bisrnarckstratze, Schade & Füllgrade, Bahnhofstraße, lengelmann, SeUersweg, Bogel II., Zohs., SchützensNatze, Wallenfels, August, Marktplatz. Die eingegangenen Milchmarken find seitens der Kleinhandelsgeschäfte bis spätesten» 27. ds. Bits, dem Städiischen ßebensmittelamt, Zimmer 11, einzureichen, ebenso find die restlichen Dosen Milch zurück- zuliefern. 100818 Bietzen, den 21. September 1920. Ter Oberbü.g^rmeiffer (Lebei sn.ittelamt). Betnnntuiachung. Die Rechnungen der Stabt Gießen und des Stabterweiternngsfonds für 1916 sowie des städtischen Elektrizitätswerks und der Straßenbahn und des ftäbt. Gas- und Wasserwerks für 1916, 1917 und 19 8 und der Plockifchen Stiftung für 1917 liegen vom 20. September 1920 ab während einer Woche auf dem Ltadlhaus, Zimmer 6, zur Einsicht offen. Es wird dies mit dem Änftigen öffentlich bekannt gemacht, baß wahrend der Offenlegnngsftist jeder Beteiligte Einsicht nehmen urü> schriftliche Bemerkungen dazu bei dem Oberbürgermeister einreichen kann Gießen, den 17 September 1920. s 100808 Der Oberbürgermeister: Keller Uta HX* liier ifi tirttelrÜl Mte tm.-lmxirti, 1 Uw.Olalel Beknnntmachnng. Es wird erneut auf die Destimmuna m § 11 bei Verordnung betr. die Erhe ung von Verbrauchsabgaben i' der Gemarkunader Stabt Gießen hingewiesen, wonach Hersteller von Wein, Obst- und Beerenwein vor Beginn der Kelterung dem Oktroi-Aufseher hiervor Anzeige zu machen und wahrend des ganzen Geschäftsbetriebs ein von der Stadtverwaltung vorgeschrieben« Verzeichnis zu führen haben, in das täglich die gewonnenen Mengen einzutragen sind. Zuwiderhandlungen werden zur Anzeige gebracht Gießen, den 16. September 1920. [10078E Der Oberbürgermeister: Keller. van Baerles Vleichsoda wird stets in aleicker Kitte und ^dtbeffmbeit berndtedL Man verlange ba et van Baerles Blcickioda, ba nach A-Tciiabc des Wortes Bleich' soda durch die RcichSbehärde beute auch ganz mmoer- mertine Produkte unter der sä.schlichen Benennung Bieicösoda oerkanft werden. Paket M. l.M. l van Baerle dfc Co., Wörme a. Hn. reinigt und scheuert alle Geräte aus Porzellan, Emaille, Holz, Metall, Glas, Stein, Marmor usw. Bestes Scheuerpulver für Haushalt, Gewerbe u. Industrie. Vorzüglicher Herdputz. Ueberall erhältlich. Henkel & Cie., Düsseldorf Fabrikanten von „Sil“ und Henkel’» Bleich-Soda, MvB Unser B üjrtibt uns: Pront-t n Sk derzeitiges 1 vorübergek Wllnrcheni berliner Obd.« ^dieMrc lilzit Sozial'^ Mgzuerreu! .^islenkänipien Id. 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