Erstes Blatt Donnerstag, 22. Apni ivzn 170. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vntS und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steinbruderet R. Lange. 5chriftleltung, Gefchäftzstelle und Vruckerei: Schulfttatze 7. Annahme von Anzelaen für dir Tageonummer vis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit Preis für l mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auowürts 45 Pf.: für Reklame- 2!nzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Be. Play. vorfchrift 20*’ f Aufschlag. 5>auplfchriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik. Aua. Goetz: für den übrigen Teil: Dr Reinhold Zenz: für den Anzeigenterl: ß. Bech, sämtlich in Dietzen ttr. 94 Der «ietzener Xnjelaer erfcheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Vezugrpreir: Monatlich Mark 3.60, vierteljäh: lichMark 10 80 «infchlietzlich des Bestell- gelds; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausfchliehlich Bestellgeld. Fern sprech -Anschlüsse: fürdieLchriftleitung l 12; Verlag,Geschäftsstelle 51. 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Das neue Wahlgesetz ist entsprechend den Vorschlägen des Reiäzsminisbers Kocl) von der verfassungslVinmission der Nationalversammlung einstimmig beschlossen worden. Danach itrirb auf GO 000 abgegebene Stimmen ein Abgeordneter gewühlt sein. Die Wahlkreise decken sich in den meisten Fällen mit den bisherigen, Wahlkreise, die geographisch oder geschichtlich zusammenge- hören, sind zu Wahlverbänden zusam- mengesaßl Innerhalb eines Wahlverbandes können Vorschläge für verbrrnden erklärt werden, sofern sie sich derselben Reichswahlliste zurechnen. Uebcrzählige Stimmen aus den Wahlkreisen werden bei Listenverbindmrg im Wahlkreisverband derjenigen Liste zugeteilt, die die meisten überzähligen Stimmen hat. Alle weiteren Neste gel)ey auf die Neichsliste. üfat eine Liste innerhalb eines Wahlkreisverbandes in keinem Wahlkreis 30 000 Stimmen erzielt, so kann dieser auch infolge der Listenverbindung kein örtlickzer Abgeordneter zugeteilt werden. Die Stimmen gehen vielmehr auf die Reichsliste. Auf Grund der Reichsliste aber darf keiner Gruppe mehr Sitze zugeteilt erhalten, als sie insgesamt in den einzelnen Wahlkreisen erhalten hat. Auf diese Weise ist es ausgeschlossen, daß die Neichsw'ahlliste, deren Zweck es ist, überzählige Stimmen zu sammeln und jeder Par- tci die Möglichkeit zu geben, einige wenige, in keinem Wahlkreis wurzelnde Persönlichkeiten in den Reichstag zu entsenden, dazu mißbraucht wird, kleinen Gruppen, die nirgends im Reiche über eine größere Zahl von Anhängern verfügen, den Weg in den Reichstag zu öffnen. Wie sich die Abgeordneten auf die örtlichen Listen und die Reichsliste vereinigen toerben, ergibt folgende Darlegung: Es ist cuzunehmen, daß ble Parteien von der Möglichkeit, ihre Listen innerhatb eines Wahl- kreisverbandes zu verbinden, durchweg (Wc- brauch machen werden. Es gibt im ganzen 17 Wahllreisverbände. Da auf 60 000 Stimmen ein Abgeordneter gewählt wird, ist nach her Wahrscheinlichkeitsrechirung damit zu ^chnen. daß jede Partei in jedem Wahlkreis durchschnittlich 30000 überschüssige stimmen hat. Im ganzen hat man also damit zu rechnen, daß aus die Neichsliste etwa 40000 Stimmen entfallen. Das würde auf 8 i e R e i ch s l i st e a ch l A b g e o r d n e t e ergeben. Selbsiverständlich ist es aber möglich, raß diese Ziffer noch sinkt oder steigt, luf mehr als 6—8 sichere Mandate wird aber •für die Neichsliste nicht gerechnet werden können. So ergibt sich von selbst, daß eine An-- stchauung, als ob nun die Führer der Partei Miuf der Neichsliste gewählt werben könnten, rollig verfehlt ist. Die Neichsliste mag hier »der ba dazu dienen können, ganz besondere Härten auszugleichen oder Persönlichkeiten, Äie sich aus besonderen Gründen am Wahl- kkagups nicht beteiligen können, in den Reichs- rag zu verhelfen. Wenn sie diese Ausgabe li>- ftn kann, so genügt das vollkommen. Daß etwa Abgeordnete, die sich als Vertreter ihres Wahlkreises verdient gemacht haben, nunmehr tuf die Neichsliste übernommen werden konn- aen, ist ausgeschlossen. Eine ganz besondere Schwierigkeit machte im Wahlgesetz die Lösung der Frage der A b - stcim m n n g sg eb iet e. Schließlich kam man «instimmig zu dem Ergebnis, daß es ersorder- C,ich sei, die Wahlen in Ostpreußen, Oberschle- fiien und — wenn nicht in nächster Zeit die «Entscheidung der Entmte fällt — auch in Schleswig vorläufig auszufetzen. Ein uner- "reuliches Ergebnis! Aber immer noch besser, ,-lS wenn gemäß den Befürchtungen aller Be- eiligten durch Vornahme der Wahlen in oen Abstimmungsgebieten ober in ihrer unmittelbaren Nähe die nationalen Aussichten für die Übstimmung erheblich beeinträchtigt würben. Die neue Wahlkreiseinteilnng. Der Verfassungsausschuß der Natwnalver- ’ immlung hat die neue Wahlkreiseinteilung in vlgender Form beitbbfen: **" Die deutschen Zahle:« bedeuten die Wahlkreise, ide römischen die Wahlkveisverbände, zu denen Sie Wahlkreise zusammengeschlossen sind. I. 1. Ostpreußen. II. 2. Stadtkreis Berlin. — 3. Potsdam 10 )!elbon>-Char!otienburg). III. 4 Potsdam 1—9. — 5. Regicrungs- llezirk Frankfurt a. O. und Verwaltungsbezirke Vestpreußeit iwd Posen. IV. 6. Pommern. — 7. Beide Mecklenburg enb Lübeck. V. 8. Reg.-Bez. Breslau. — 9. Reg.-Bez. Liegnty. VI. 10. Reg.-Dez. Oppeln VII. 11. Re i. Dez Magdeburg und Anhalt. — -12. Reg.-Dez. Merseburg. — 13. Sieg.-Bez. Erfurt, -tveis Schmalkalden, Thüringische Staaten ohne .Id bürg. Vlll. 14. Schleswig-Holstein mit dem olden- .«rgischen Landesteil Lübeck. — 15. Hamburg. IX. 16. Reg.-Bez. Aurich—Osnabrück, Bremen Und Oldenburg. — 17. Reg.-Bez. Stade—Lüneburg. — 18. Reg.-Bez. Hannover-Hildesheim mit Braunschweig. X. 19. Reg.-Bez. Münster—Minden, Kreis Schaumburg, borde Lippe und Kreis Pyrmont. — 20. Reg.-Bez. Arnsberg XI 21. Reg.-Be; Kassel ohne Kreis Schaumburg und Schmalkalden, Reg. Bez. Wiesbaden, Kreis Wetzlar, Waldeck. — 22. dessen. XII. 23. Reg.-Bez. Köln und Aachen. — 24. Reg-Dez. Koblenz ohne Wetzlar, Reg.-Bez. Trier und Sirtenf Id. XIII. 25. Düsseldorf-Ost «E'sen, Düsseldorf, Elberfeld, Barmen, Remscheid, So i :gcn). — 26. Düs cfbort-'jli^ft (Clcve-Krese.d, Tu.sburg, Ober hausen, gjlüllzcimi. XIV. 27. Cberbmcni und Sdynwbcn. — 28. Niederbayern und Cberp’ah. XV. 29. Neg.-Bez. Ober-, Mittel-, Unter- franken imb Koburg. — 30. Pfalz. XVI. 31. Tresdru-Brutz n. — 32. Kreishairpl- mannscha t Leipzig. — 33. Zwickau-Ehemnitz. XVII. 34. Württemberg, Lohenzollern. — 35. Baden. Der Rcidfsminifter Köfter über sein Programm. Ter neue Außenminister Dr. Köster äußerte zu einem ReaktionSmitgliob des „Donvürfs" übet sein Programm u. a., mehr denn je sei eine klare energische dento'.ratiiche Poli ik im Jmtern die Vor - dedrugung für ertelgreidyes Wirken nach ans/m Tas Ausland Ixtbc nur Vertrauen in das Deutschland der Koalition. Ebensowenig wie die Entente eine üappregierung geduldet hätte, ebensowenig würde sie eine Diktatur des Proletariats gestattet haben. Wenn also einige Sozialdemokraten die Idee einer rein sozialistifcheit sttegierung, die sich auf keine parlamentarisäie siRehrheit stützeit könnte, mit ihren (tirunbfäben zu vereinbaren vermöchten, müßten wir doch diesen Gedanken aus außenpolitischen! Gründen zurückweisen, denn wir brauchten mehr denn je Kredit. Als eine seiner nächsten Ausgaben betrachtete der Minister möglichst baldige Sxrbci fuhrung der Räumung der Maingaustädte Dazu müsse aber aus der äußersten Rechten wie der äußersten Linken alles vermieden werden, was geeignet sei, den ScharfniLckxrn links dcö JcheinS neue Vorwände in die Hand £u spielen. Der Minister fuhr fort: Melhr denn je brauchen wir das Vertrauen des Auslandes. Dieses ist eine Vorbedingung für die Revision des ^riedensvertrages. Ich erblicke im Versailler Friedensoertrag eine TatfadK, die wir durch imfere Unterschrift feierlich anerkannt baten. Wir müssen der Versuchung widersteten, im öiitblirf auf gewisse darin enthalt tcue glatte Unmöglichkeiten eine Reklamations- Politik zu verfolgen, die ihren Zweck gänzlich verfehlt. Wir müssen uns f c st e n t s ch l i e ß e n, den Vertrag zu erfüllen und da, wo sich unserem Willen unüberwindbare Widerstände entgegenstellen, müssen wir trachten, uut.r Vermeid u n g allzu häufiger Protestnoten durch offene Aussprache einen Au.-weg zu finb.m. Auf den Hinweis des Mitarbeiters des „Vor wärts". daß S ch e i d e m a n n am vorigen Mitt- kooch in einer offenen Aussprache mit dem sran- zösisckie.t Sozialistensührer tlse.iaudel unter dessen lebhafter Zustimmung ähnliche Gedankeugäube entwickelte, die in der Formel givfe.ten - R e v t s i o n durch E r i ü 11 u n a meinte Köster, so sehr er an die Zukunit der französisckien Sozialisten glaube, so wenig könne man am sie als auf einen positiven Machtsaktor in der gee,euwärt:gen Situation zählen. Unser Ziel aber müs/ sein, die Zustimmung zu dieser Formel Scheitemanns, die auch meine Ior mel ist, auch von den regierenden Iaktoren in Frankreich zu erlangen Wir müssen die Mißtrauischsten uns ter Gegner überz ugen. daß wir den Ftiedensvertrag eriüllen wo l n. Wenn auch Millerand von dieser unserer Ab icht überz ugt fein wird, bann wird der Tag der Revision nicht mehr fern sein. Drei deutsche Noten über die Wehrfrage. Paris, 21. April. (WTB) Tic deutsche Delegation bat der Friedenskonferenz drei Noten zugetzen lassen. Tie erste ersucht um die Erwach, igung, den Bestand der in der U eher ein hin i wm 3. August 1919 für die neutrale Zone zu gestandenen Truppen dahin abzuändern, daß statt einer gewissen festen Anzahl Einheiten ein gewisser Geiam. bestand zugebilligt werde. Weiter wird verlangt, daß- in diesen Truppente- stand elf Batterien statt zivei inbegriffen werden. In bet zwei en Note übermittelt bic deutsche Delegation der FriebenSkonferenz ein Memorandum des Kriegsministeriums, das baten gebt, die Ermächtigung zu erlangen, den B e st a n d d e r st 4 n- digen deutschen Armee von lOOOOO, wie der Friedensr>n:trag tro.fleh', auf 3 00000 Mann z u erhöhen. Das Memorandum macht Angaben über die Anzal)l der Infanterie und Kavalleriediviswnen sowie über die Zahl der schweren Batterien und Fli-gergefchwader, die das Kriegsministerium beiuibetal en wünscht. Die dritte Note ^ermittelt den Tert ter deutickten AniwoN au me interalliierte Nontrollüommission bezüglich der Auilösungder Einwohnerwehren. Hier ist eine Wschrift des Sck»reibene- beigefügt, in loeldiem bie deutschen Binchesstnaten ausgefordert wurden, dem Beg-ttten der Entente um Auflösung der Einwoimenoebren zu ontsprechen. Gin Besuch Lloyd ßleorges in Rotn. Pans, 21. April. (Wolff3 Nach einer Meldung des „Exelsior" aus London beacht sich Lloyd George nach Schluß der Konseoenz in San Remo nach Rom. Der Besuch stehe in Beziehung zu der finanziellen und wirtschaftlichen Lage Italiens. Anfang Mai solle in London eine englisch-italienisckv' Konferenz stattsinden um übet Lieferungen von Kohlen und Rohmaterialien an Italien zu beraten. Neue Gcbictssordcrungen der Belgier. Berlin, 22. April. Wie die „Dofs. Ztg." meldet, will die bei gif die Regierung noch einen Schutzstreifen östlich der Monchaner Bahn fordern, so daß die Ortschaften Rötgen und Lemmsdorf iwch belgifd) würden. Die te treffenden Handelskammern protestierten bet der Regierung. Tic -lnstcilung der Türkei. Paris, 21. April. WTB.) Der Donder- beridüerftatter des Intranfigeant in SanRemo berichtet, Beniselos habe, von England uub Italien unterstützt, bei der Aufteilung der Türkei einen großen Teil erhalten. Gr fetten land werde die gesamte europäifdic Türkei mit Ausnahme der Bannmeile von Konstantinopel zugesprod)en. Amerika sagt sich vom Bersailler Vertrag los. Paris, 21. April. (Wolfs.Nach einer Meldung des „New 9)orr der old" wird die Seit a t s k o in in i f f i o n für auswärtige An gelegenheiten twd) in dieser Wocte eine Entschließung vinbringen, wodurdi Amerika l'idi vom Versailler Vertrag und den europäisdten Angelegenheiten los sagt. Man fordert nur bas Recht der meistbegünstigten Nation im Handel mit Deutschland und die Ausrecht- crlialtunß der Beschlagnahme der deut d> nWerte. Int übrigen wolle man aber nudi aus dcrWieder- gutmachungsfommissioit aussd>eiden. Gärung in Hamburg. Hamburg, 22 April. (WTB.i Eine für den gestrigen Nachmittag nach dem Heiligengeist- treib einberufene Versammlung Erwerbsloser wurde von der Sidterl-eiistelizei verbi n b c r t. Versuche einzelner Trupps, nad) dem Raitens zu ziehen, wurden durch die Msperrung rereitelt, ebenso ein Versuch, den Alster- Pavillon zu ft ü r m en. Einige RÄrelsfülZrer wurden fcfUrenummen. Hamburg, 22. Aprll. lWTB/' Die Bürgerschaft beschloß die Einholung eines Rechtsgutachtens des Reichsgerichts darüber, ob Hamburg nach der JReicteoer.oJung verpflichtet sei, sdwn jetzt den Religionsunterricht wieder einzuiühren und damit als Verordnung deS A.- und S.-RateS aufzuh.-'en. .H a m b u r g, 22. i'lpril (WDÄ.) Tie 1 1 g e- mäßigten Mitglieder der unabhängigen so z ta 1 de in-o kra tischen Fraktion der Bürgerfd»ast yigteu tem V»r- ftaub der Bürgersctelt il/ven Rücktritt an. ;3itr Verhaftung de» NäuberS Hölz. Prag, 21. April. (WTB3 Ter Kommunist Hölz wurde mit acht 03e offen unter starker militärildyer Eslo te nach Eger über Ml en nad» Zjtfchtn gefd afft. Seine Uebersührung nad» Fitsckin ist, obwohl tes Kreisgerickt in Eger als •Strafccridit zuständig wäre, des alb erfolgt, weil Eger zu nahe an ter Grenze und dem Tätigkeitsgebiet d.'s Hölz gelegen ist, wo oermutlidi iud» zahlreiche feiner Anhänger ihr Unwesen treiben. Dem Prager Tagbloti zufolge ist die Auslieferung Hölz zur Zeit nodi nickst aktuell, weil Hölz sich iiriärbft wezen tes Ve l>reck»ens öffentlicher (tz w lttätigrei: vor ten tsd-e 1»o-s owali chen Errichten zu teraniworlen haben wird. Beiännt- lid) lat Hölz Lei seiner Verhaftung nad» einer von ihm verborgenen Handgran-a'.e gegriffen, um fick einer Verteftung zu entziehen. Seine Aus- lieieruug nrrcu der in D ut'di.anb begangnen Straftaten wird al io erst in ftrage kommen, ivenn Hölz von den t'cted»-ilowaki chcn Eeridsten rechtskräftig von ben ihm frier zur Lost gelegten Delikten freigespvocten w?.ten bitte, ober für ben Fall len er rechtskräftigen Verurteilung erst nach Verbüßung der über tfrn verhängten Strafe. öcm lUtcbe. Ein Unterlutf|ung:amt im Reichswehr- minifteriuni. Berlin, 21. April. iWTB.) Bereits vor einigen Tagen haben wir angekündigt, daß zur Untersuchung der Vorgänge im März dieses Jahres, soweit Angehöriae d?s Heeres intb der Marine darin verwickelt find, ein besonderes Amt im Reichswehrministerium gebildet iverben sollte. Dieses Amt ist nunmehr unter ber Aufsicht bes Unterstaatssekretärs Stock eingeriditet worden. Es gliedert sich in mehrere De- yernate, die unter paritätiscter Leitung eine- Stateofsiziers und eines Vertreters ans dem zivilen Stande die eingegangenen Beschwerden prü en, die vervollständigt und nach Abschluß einem Ausschuß zur Begutachtung überweisen. In diesem Ausschuß haben die zivilen Vertreter die aus- l'd.Iaggetenbe Stimmcitzah! Be'chrerden grien Ange hörzge des Heeres unb ber Marine wegen Vorkommnissen in den Daien des Kapp-Lüttnntz-Put- sches im März 1920 sind mit genauer Unteridyrift und einer Abschrift «rieben fofort an das Untersuchungsamt für Mär-vorgänge, Berlin W. 10, Königin -Augusta-Straße 40, ^u richten. Ein Protestzug von Kriegsblinden. Berlin, 21. April. (WB. Die Kriegs- blinden versammelten sich freute im Ka'ino tes Arbeitsministeriums, um gegendas Miltlär- verforgungsgesetz Stellung zu nehmen Sie behaupteten in dieser 5k-rammlung, in der neuen Vorlage nicht eicnüg.mb terück idstigt worden zu lein, «ametttltdi bet ter Mas inzterung ter »trngs teschädigten sllechl abgc 1 dmitten zu loben. Nach einer Ent chli ßung bildete ndi nn Zug oon ungefähr 400 Kriegsblinden mit ^ien Jranen, Mvaurenidnwtem unb e Vollspartei 1 Sitze, im Bezirk Frankenthal die Deutsckye Bolkspartei 2, Zentrum 1, Sozialdemokraten 4, Demokra len 1, Unabhängige 1 Sitz, int Bezirk (Yrün stabt Zentrum 2, Sozialbenwkraten 3, Deut sche Volkspartei 4, Demokraten 1 Sitz, im Bezirk D ü r k h c i m Sozialbemokraten 2, Zentrum 2, Unabhängige 1, Deutsche Volks Partei 2, Demokarten 2 Sitze, im Bezirk Speyer Sozialdemokraten 3, Zentrum 4, Unabhängige 1 Sitz, int Bezirk Neustadt a b. H. Unabhängige 1 Sitz, Zentrum 2, So zialbemokraten 4, Deutsche Bolkspartei 2 „ni Demokraten 2 Sitze. rr«» Hesse«. Der 1. Mai und die hessische Regierung. rm. Darmstadt, 21. April. Das Ge- famhninifteriiim hat beschlossen, die Beamten, welche den 1. M a i als Feiertag bo gehen wollen, für diesen Tag zu beurlauben. deutsche Nationalversammlung. Berlin, 21. April. Präsident Fehrenbach eröffnet bie Sitzung um 1 Uhr 20 Minuten. Auf ber Tagesordnung stehl die JhNerpella- tion Bae recte betreffend den Dnrchgangsnerkeyr nach Oftprenhen durch polnisches Gebiet. 2ll»g. Bae recke (D.-N.) begründet bie Interpellation. Polen sollte uns $u Danke verpflichtet sein. Stattdessen bat es feindselig unsere Hand zu rückgeswten, die mir ihm zur Herbeiführung freund- nadilxirlitter Beztzhungen boten. Wir empfinden, was es beißt. Recht ohne Macht haben. Der Frietensvertrag sichert uns ben freien T^rrckygangs verkehr auf allen Linien Jetzt wirb ft auf die eingleisige Nebenlinie Ezersk—Marienwerder te schränkt. Ostpreußen soll vom Reiche abgeschnürt werden. Die unerhörten Belästigungen durch bie Polen sind in Anfragen meiner Partei, der De mokraten und der Sozialdemokraten der Regierung zur ÜennMis gebracht toorden Die Regierung Hal Abhilfe versprochen. Es ist aber noch schlimmer geworben. Wir Ostpreußen ivollen lieber mit Deutschland hungern, als mit den Polen lieber sluß haben. Aber geschehen muß etwas und zwar sofort. Die Ernii-ohnettoehren müssen zum Schutze gegen den Bolschewismus in Ostpreußen erteilen bifiten. Die wirtschaftliche Lage der Pwvinz muß gehoben werden Wir hoffen, daß ber neue Reicte außenminister einen frischen Geist unb Initiativ- in sein Amt mitbringen wirb. RetchSminister deS Aeutzrren Dr. Köster. Der polnische Korridor ist ein rein künstliches (fehlte, das dem Aufbau eines wirtschaftlich ge l'unhcn Europas ins Gesicht schlägt. Der bürgt und dafür, daß Polen mit der Abstempelung feiner 'Noten nicht fertig wird und die Sperre des Kor ridors ins Ungemeffene verlängert. Wir müssen zu einem endgültigen Abkommen kommen, wie c? uns zugesagt ist. Die hinchaltende Taktik der Polen verhinderte das bisher. Wir sind noch immer auf den Artikel 89 des Friedensvertrages angewiesen, der uns die völlig? Freiheit des Durchgangsoe^ lebte noch nicht 'schert. Gewisse Teilerfolge baten wir durch Verhandlungen erreicht. Als der Militärputsch dazwischen kam, brachen bie Polen die Verhandlungen ab, da sie die Vollmachten unserer Vertreter nickt mehr anerkannten. Wir machten nun die Korridorfrage zum Gegenstand von Ver Handlungen. Die Polen erklärten sich dazu be reit und in diesen Tagen sollten die DcrhandlnnLen darüber beginnen. Nack Mitteilungen von heute morgen dürfen wir hoffen, daß sie ju einem ge wissen Resultat führen werden In btefe Verhandlungen hinein ist mm die polnische Sperrverfügung, ongeblid) wegen ber Banknotenabstempelung, oe platzt, load bie beutsche Regierung fehr peinlich berührt Hal. Der Lanbweg steht uns nur für einzeln Die Gräfin. Roman von G. W. Appleton. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 27. Ich blickte sie erneu Moment schort au, benot ich antwortete, aber sie hielt dm Blick fest uiti) furchtlos aus. Warum zögern Sie? fragte sie. Ist dies; 3-rage ungehörig? Nun, Madame, antwortete ich, Wenn ich ehrlich fein soll, muß, ich zugeben, Mh diese Frag; in unserem Berufe etw.is ungewäMlid) ist. Wetzte, genau wie Rechtsanwälte, sind durch einen imgr- schriebeibcn (So e k der ve pfli 'stet, bi '.^ngetegen- l-eiten ihver Kundschaft nicht mit Fremden zu besprechen, und Ste smd, rote ich in aller Ergebenheit betonen möchte, mir völlig fremd. Sie zuckte mit ihren prachtvollen Sdwltem, schien aber nicht im entferntesten in Vetkegenlieit zu geraten. Das ist ja richtig, pflichtete sie mir mit zustimmendem Läch ln bet, und g ro s ermaßen vet- biene ich den Tadel. Aber tatsächlich wünsch' ich gar nicht über die Angelegeuhnten tjhr.-i. Patienten zu reben. Mögliche, ro.ie bin i ' schic lt unterrichtet roo.ben. Ich mödjte nur das 2i mir diesen Zweifel durch ein nnzig^s " Ich werde lölleHms e. t.ä.ifr i ' ~ rtür alles einen tieferen Gtirud hatte, mich zu befragen, zögerte ich mif meiner Antwort. Verzeihen Sie, Madame! sagt: ich und ßtzte mein gewt'nnendses Lädteln auf. Aber ich kann nicht umhin, es sehr seltsam zu finden, daß, Sie in dieser Angelegenheit gerade mich zurate gezogen haben. Von Quenis Grate nach Lambeth tft >es ein sehr w ider Weg. Meine Mrtienten sind zuallermeist recht einfache Leute. Ich bin mir heften roölst bewußt, sagte sie. Bis gestern war Lambeth für mich nur ein Name, der zugleich mit Armut und Elend verbunden war. Das ändert nichts an der Sache, tagte ich. Sie können Beinen Grund dafür haben, Ihr; Ansicht heute zu ändern. Ge.viß' nicht. Ich habe mich ungeschickt aus- gedrückt. Ich wollte nicht btete Auslassung Hervorrufen. Tas wäre auch unverstänblich. M^ame, erwiderte ich. Es ist mir gleiclxrmaßen unorstäni- lich, wie Sie bizu kamen, meinen Namm und meine Adresse fennm zu lernen. Aber mir ist d s sehr leicht verständlich, ent» gegnete sie. ohne sich in ihrer guten Stimmung stören zu lassen. Tenn, fuhr ich fort, Gräfinnen sind sehr selten: "-aste :n unserem vn us prech.i l a m cligm St d- Ta von bin ich nicht fo rc't überzeugt, sagte nehme, in erster Linie einfach re fein. Si' sind ein seltsamer Mann, I S?ert Tolloi! ersteigerungvon Abfall- *♦ Lest Eure Kartoffeln um! Ihr bewahrt Euch dadurch vor Neberraschurrgen und Schaden! Aus dem Haushaltsausschutz der Nationalversammlung. Berlin, 21. April. (Wolff.) IM Haus- Ha l t s a u s s ch u ß. ter Nationalversammlung kam es bei ber Bespredmng der gestrigen Rede d_s Finanzmruifters zu ausgedehnten Erör- tenmgen bei dem Anträge, die Teuerungszuschläge für Ei e b ihnarb i er und B rwal-- tungsarbeitet ctuszuzahlen. Auf ernt Anfrage erklärte der Reick)ssinanzmrniser, sio schwer auch bte finanzielle Belastung des Reichs durch die neuen Lölrnzuschlä.te erscheine, fo notwendig fafa er aus politischen und sozialen Gründen die beantragte Erhöhung an. Er nehme bte Konsequenzen auf sich. Auch der ReilAvcrltehrsminif er Tr. B ll empfahl die Annahme ter Erhöhung. Schließ ich wurde bet Slntrcg Kvtzur (Soz.) angenommen, die Natronalvetsommlurg Wolle be-schließ N: „Tie Reichsregiemng wird ermächtigt, bte Tcuerungs- zuschläge für Ei e hrhnatb iter u b Berwaltwigs- Aus Stadt und Land. Gießen, den 22. April 1920. Wo bleibt die Butter? Ties ist eine Frage, dwetwillen sich die Gießener Hausfrauen al.Wöcheuteich den .stvpf zergrübeln, wenn die Lebensmitteltabelle wieder einmal nur Margarine oder Talg verspricht. Man weiß sich nicht mehr zu erinnern, wann die letzte Butterverteilung in Gießen stattgefunden hat. Dabei müssen die Landwirte und die Molkereien ständig ihren Buttertribut der Landes Milch- und Fettstelle entrichten ohne daß man weiß, was daraus wird, denn in den meisten Wochen hapert es' sogar an der Krankenbutter, die nur ntefa in seltenen Fällen zugebilligt wird. Wie in Gießen ist es aber auch in anderen hessischen Städten und fo ist es zu begrüßen, daß der Oberbürgermeister von Mainz eine Eingabe an die BolkoHammer, wie an das Ministerium gerichtet hat, in der über die ungerechte Verteilung der Butter Beschwerde geführt wird, da die Stadt Mainz seit einiger Zeit nicht mehr in der Lage fei, selbst an Kraule Butter zu verteilen. Nicht der Mangel an Ware, sondern die ungerechte Verteilung durch die Landes-Milch- und Fettstelle solle hieran die Schuld tragen. Dieselben Klagen werden gleichzeitig in Darmstadt und durch die Bürgerschaflsvertretung von Offenbach erhoben. Es wäre datier höchst angebracht, wenn sich auch Gießen offiziell dem Holz findet Freitag nachmittag 2 Uhr im Hof des Stadthauses statt. Siehe Anzeigenteil. ** Die Zahl der Unfälle auf Bahnübergängen hat sich im Jahre 1919 gegenüber dem Jahr 1918 wesentlich vermehrt, insbesondere hat sich die Zahl oer überfahrenen Fuhrwerke auf unbewacht«! Eisenbahnübergängen verdoppelt. Dte Ufo fälle sind fast immer auf Fahrlässigkeit des Geschirrführers zuvückzusühren. Wir weisen auf die Gefahren hin, die durch UnaufmerL- samkeit beim Befahren, besonders von unbewachten Eisenbahn-Uebergängen, entstehen. ** Geräucherte Schinken! In einer amtlichen Bekanntmachung heißt es: Da die Anmeldungen im Verhältnis zu den tiorbanbenet Schinken zu zahlreich erfolgt sind, diese im Inter esse der Empfänger aber nur einmal biirdjgeteilt werden können, muß einem Teil der Reflektanten ein Stück geräucherter Schinkenspeck zu- Valutagewinne besteuert, aber nicht als Sonder- befleuewig, die über den Rahmen der übrigen Steuer gefafa hinausgehe. Oh..e erhebliche Debatte und mit unerheblichen Abänderungen wird der Gesetzentwiurf erledigt, ebenso in dritter Lesung. Es folgt die zweite Beratung deS Besitzsteuergesktzes. Nach kurzen Bemerkungen tat Abgg. Rießer (D.Vp.), K eil (Sojl), Düwell (USP.), Wald- tein (Dem.) und Dr. Mumm (D.-N.) wird der Entwurf angenommen mit der Abänderung, daß außer den Goldmünzen auch die Silbermünzen nach dem Metallwert zu bewerten sind. Das Gesetz wird dann auch in dritter Lesung angenommen. Außerhalb der Tagesordnung kommt sodann noch zur Beratung ein Antrag des Haushaltungs- ausschusses betreffend die Auszahlung der detem- barten Teuerungszuschläge für die Eisenbahnarbeiter und Verwaltungsarbeiter, die zwisdsen der preußischen Eisenbahnverwal- tung und den Eisenbahnerorganisationen vereinbart worden sind. Eine entspreckiende Ermächtigung soll für die übrigen Zweige der Verwaltung erteilt werden. Es handelt sich zunächst um einen Betrag von 21/2 Milliarden. . . Reichs inanzminister Wirth: Tie finanzielle Tragweite ist auß,?ootdmtlich groß für das Reich. Ter NeichsverkefaSniiuislet unb der Neickspost-- ministm sind mit mir einig, die Konsequenzen des Antrages auf uns zu nehmen. Die Reichsbesol- dimgsovdnug wird zunächst sich darauf aufbiuen müi en. Ti? V rhandlm.gen über einen RickS- lvhittaris mit de 1 Eisenbahncworgcmitatwrten besinnen in den nächiten Tagen. Die Er-enbllmet brauchen eine Verschleppung nicht zu befürcksten. Tie ein getretenen Teilüreiks ft.b mit dem demokratischen Gedanken uillst vereinbar. Durch sie hat sich niemand beeiiiflusten lassen. Aber wenn man Zuschläge geben will, gebe man sie rasch. Mit dem Vorweg! ehmen dieser Zufch äge wird allcr- dings die Finanzgebahrung des Reiches auf lang? hinaus auf das Empfindlichste be inslnßt. Ich werde über untere Finanzlage Anfang nächster Woche ai s'ührlich sp echen. Dte Lage wird durch die Vtahllemgung bedingt. Ich will aber feine Polemik entfadjen. Stimmen Sie dem Anträge zu, so schwer es Ihnen auch wird, aber geben Sie dem Manne, der in der Arbeit steht, die Lebensnotwendig Veit. Abg. Pachnicke (Dem.): Wir befinden uns in einer Zwangslage. Wir stimmen zu mit Rücksicht auf die Erklärungen der drei betei.igten Minister int Ausschuß, daß die Bewilligung nötig sei im Interesse der Aufrechterhaltung eines geordneten Betriebes. Wir erwarten noch immer das Schlich- tuNgsgesetz. Reichsvetkefasminister Dr. Bell: Die Forderungen der Arbeiter sind nach eingehender Prüfung seitens des preußischen Ministeriums b.r öffentlichen Arbeiten und des Reichs Verkehrs Ministeriums als durchaus berechtigt anerkannt worden, insbesondere im Vergleich mit den Löhnen der Privatindustrie und in den städtischen Betrieben. Wir erwarten aber, daß diese Streikandrohung die letzte war und daß die Arbeiter ihre ganze Kraft in den Dienst des Vaterlandes stellen. Abg. Frau Zieh (U. S.) stimmt dem Anträge zu, der ein Mindestmaß darstelle. Abg. K 0 tz u r (Soz.): Die Streikdrohung ist geschehen vor dem Zeitpunkte, als der Ausschuß sich mit der Frage beschäftigte. Die Teuerungszulage muß nach der Skala erfolgen, dte wir gefordert haben. Abg. Nacken (Ztr.) stimmt dem Anträge zu. Sachlich sind die Forderungen der Arbeiter berechtigt. Abg. Deglerk (D.-N.) protestiert gegen das Vorgehen der Arbeiter. Die Bcamteupensionäve warten seit länger als einem Jahre auf eine Aufbesserung ihrer Lage. Es ist sehr schwer, dem Anträge zuMstimmen. Reidzssiuanzminister Wirth: Ich übernehme die Verantwortung für den Antrag. Nach weiteren Bemerkungen b.t Abg. Beu ermann (D. Vp.) und Frau Zieh (USP.) wird der Antrag angenommen. Nächste Sitzung: Donnerstag 1 Ufa. Wahlgesetz, Reichspräsidentenwahlgesetz. Schluß 9 Uhr. deutsche Wagen in polnischen Zügen amfber Strecke Ezersr—Marienwerder und nur bet 4-age offen. I Eine derartige plötzliche Sperre entspricht zumindest nicht dem Sinne des Artikels 89 des Vertrages. Wir haben sofort Einspruch erhoben. Unsere Beamten sind besonders schwer davon betroffen. Wi । haben auch bei der interalliierten Kommission tu Paris protestiert. Morgen fährt eine Abordnung pes Auswärtigen Amts, des preußischen Staatsministeriums und des Reichst ustizmi-istetiums nach Ötefen zur Regelung der B-eamtenfragcu. Es ist Aussicht vorhanden, daß die Paßschvierigkeiten ge miwert werden. Zwangsmaßnahmen auf wirtschaftlichem Gebiete erübrigen sich, weil wir schon die ! Ausfuhr gesperrt haben, da Polen seine wirtschaftlichen Verpflichtungen nicht erfüllt hat. Die M>- schnür mig Ostpreußens müssen wir durch Verbesserung der Soeverbindung verfandem. Angesichts der ganzen polnischen Methode hält es die Regierung für ihre Pflicht, zu bedenken zu geben, daß Polen Mindestens so sehr auf Deutschland angewiesen ist Wie umgekehrt. Niemand weiß, wie die Dinge im Osten sich gestalten werben. Polen muß auch nut Rücksicht auf die vielen Deutschen in seinen Grenzen mindestens ein erträgliches Verhältnis zu uns einhalten. Dte Regierung wird alles tun, Ostpreussen wirtschaftlich und administrativ diefenige Selbständigkeit zu gewähren, die es beanspruchen kann. Geistig und moralisch wollen wir mit den Ostpreußen, wie von alteröher, in voller Gemeinschaft leben. (Beifall.) Abg. Wolff (Soz.) schildert aus eigenen Erlebnissen die Schikanen polnischer Soldaten und Beamten im polnischen Korridor. Abg H e i d s i e ck (Dem.) wünscht, daß die Unterhändler mit den Polen sich etwas weniger zaghaft zeigen mußten. Das hänge mit den etwas veralteten Anschauungen im Auswärtigen Amte zusammen. Tie Polen betrachten bemgregenübet die Verfanblungen nicht bum fachlichen, sondern vom politischen Standpunkte. Abg. Tr. Fleischer (Ztr.): Die Polen täten gut daran, sich allmählich an die Bestimmungen des Vertrages zu gewöh.ien, die auch für sie bindend sind. Anstelle des Rödstes ist im Osten die Willkür getreten und das ist doch für das Ansehen des Obersten Rates und des Völkerbundes nicht etwa förderlich. Die Mschaffung der Willkür lägt auch im Interesse der Polen selbst. Für die Forderungen und Bedürfnisse Ostpreußens muß im preußischen Gesamtministerium eine Zentralstelle geschaffen werden. Ter Seeverkehr nach Ostpreußen muß cmsgestaltet unb subventioniert werben. Die Bemühungen Skhaniers in London, bie Friedens- veist-andlungtn betreffend den Schiffbau zu unseren abzuändem, müssen unterstützt werden. Abg. Gras Dohna (Dt. Vpt.): Dem Minister sind wir dankbar für seine Ankündigung energischer Maßnahmen. Wir hätten vielleicht eine etwas schärfere Sprache gewünscht gegenüber hem brutalen Rechtsbruch der Polen. Abg. Schultz- Bromberg (D.-Nat.) wendet sich besonders gegen einige Ausführungen des Abg. Wolff (Soz.), der bie jetzigen Schwierigkeiten mit Polen auf bie preußische Polenpolitik unb bie Hakatisten zurückgefufat hatte. Man mögt Leute zu bett Verhandlungen nach Warschau schicken, die von den Dingen etwas verstehen. Unf.re Auslands- politik muß mit Bismarckschem Geiste getränkt sein. Reichsminifter Dr. Köster: Gegenüber einer Bemerkung des Abg. Heidsteck sei gesagt, daß eine der sechs Mteilungen des Auswärtigen Amtes für den Osten bestimmt ist und eine von beten Unterabteilungen für Polen. Sonberabmachungen mit Polen existieren nicht, dte die Polen berechtigen, uns Schwierigkeiten zu machen. Danzia bleibt deutsch Wenn mir hier mit Auslandspreisen rechnen, fo geschieht das aus praktischen Rücksichten, um Schiebungen unmöglich zu machen. Reichskanzler Müller: Der Abgeordnete Schultz ist noch in dem Gedankenkreis von vor 40 bis 50 Jahren befangen. Die fremden Diplomaten sind heutzutage auch keine Fachleute. Der Außenminister soll durch seine Persönlichkeit und seine Politik Vertrauen im Auslande erwecken, und dazu scheint mir Dr. Koster der geeignete Mann zu sein. (Beifall.) Abg. Henke (USP.): Herr Köster hat gestern sehr natfanalisllsche Töne ange chlagen. Tie Politik der Polen ist eine Frucht der Politik der Rediten. Tie jetzigen Minister sind immerhin noch besser als bie der alten Aeta. Die Arbeitersdwst rocko mit den Resten der alten Aera aufraumen. Dasselbe MTB., das während der Kappage im Tienste der Re k.ivn stand, verbreitet letzt eiU' Meldung, in Polen sei ein Militärputsch zu be- iürdften. Tas ist natürlich Tendenz. Die Abfidst der Interpellation war, für die Wahlen zu Wirten. Damit schle't die Be'predcung. Tritte Beratung b s Entwurfes betr. die Verlängerung von Patenten und Gebrauchsmustern. Ter Entwurf wird ohne Debatte erledigt. . Es folgt bie zweite Beratung eines Reichsausgleichsaefttzes. Abg. Schneider-Frankm «'B yer. Bolks- Vartet': Wir wollen diesen Ausgleich annclfmen, aber keine Präz^denz für die künftige Besteuerung schaffen. Wir haben Hüten richtigen Ermitte- lungsmoßstab für das Vermögen. Tas Papiergeld ist kein solcher Maßstab. Regierungsseitig wird erklärt, daß alsbald dem Hause ein Steuergesetz zu gehen soll, welches die ** Amtliche Personalnachrichteu. Ernannt wurde am 12. April der Kreisamtmann Regierungsrat Dr< Wilhelm Wehner zu Bübingen zum Vorstand des Polizeiamts Darmstadt ** Massen gewalt im © t a bt t>a rtarnen t. Tie Vorgänge in der Stadtverordneten- Versammlung am 15. September vorigen Jahres finden morgen vormittag ror bet Strafkammer ihr gei-ichtliches Nachspiel. Wegen Lanb- friedensbruchs werden sich ein Beledigter namens 23 i er au, Frau Burk, Kranken tassenangestellter Lutze und Eisenbcchmmterassistent Stephan zu verantworten itaben. ** Tachkandeldiebsta' hl.l Aus einem Winkel eines Hauses am Seltersweg wurden etroo 10 Meter Tachkandel gestalten. Vor AnLuis wirb gewarnt. ** Fahrcaddieb stahl. Vor einigest Tagen wurde hier ein vor der Ortskrankenkasse aufgestelltes, stark, gebrauchtes, älteres Fahrrad im Werte von 500 Mk. entwendet. Der Tater, ein etwa 1,70 Meter großer Mann mit feldgrauem Rock, in den 30er Jahren, mit langem, herunterhängendem Schnurrbart, fuhr mit dem Fahrrad in bei Richtung nach bem Lubwigsplatz davon. Vor Ankauf wirb gewarnt. Beranflauungen. Donnerstag, 22. Llpril: Hotel Schütz, 8 Uhr, offenesche Frauenversamml irg des allg. deutschen Fraueltvereins und des politische>iF-rauen- r er eine. -- Lichtspieltheater wie gestern. Proteste anschliehen würde. Erhöhung de» Kartoffelpreisc». Tas städtische Lebensmittelamt teilt mit: „Tie polnische Regierung hat den Kartoffelmeis für die von Polen an Deutschland zu liefernden, aus den früheren deutschen Gebieten stammenden Kartoffeln weiterhin fahöht und der Klein-- verkaufspreis mußte daher auf 35 Pfennig für bas Pmnd festgesetzt werden. Ter Preis von 35 Pfennig deckt bei weitem nicht den Einkaufspreis, so daß von feiten der Stadt eth'blichc Zuschüsse zu leisten sind." — 2l8o die Kartoffelmarken der 17. und 18. -Woche beliefert werden, ist ans dem Anzeigenteil zu ersehen. * ** Städt. Seefisch-Berkaussstelle. Der Verkauf von Kabeljau und Schellfischen beginnt morgen Freitaa vormittag um 8 Ufa und nachmittags um 2 Ufa. ** Marken-Ausgabe. Freitag und Samstag den 23. unb 24. April gelangen in den Bezirken Boot- und Kartoffelmarten zur Ausgabe. Ferner Zuckermarken für Kinder unter einem Jahve. Stehe Anzeigenteil. Leieholzsammeln im hiesigen Stadtwald. Wir weisen nochmals daraus hin, daß nach einem Beschluß der Sladl'vevordneten-Verfamrnlang für die Folge das Lese^olz'ammeln nur noch am M ittw 0 ch jeder 2Aoche in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gestattet und in den Monaten Mai und Juni überhaupt berbuten ist. Das Ausreden von Stockholz darf ab 1. Mai nur Mittwochs und Donnerstags nach den Anordnungen der Obersörstevei Gießen unb nur tn den von dieser zu bestimmenden Abteilungen erfolgen, wozu besondere Erlaubnis einzüholen ist. Sowohl zum Leseholzsammeln als zum Steckholzroben sind für bie Folge besvirdere Ausweisfarten notwendig, die während der üblichen Geschäfts- ftunben auf bem Sladkhaus, Zimmer Nr 6, gegen Vorlage ber SebendmittelJarten ausgefertigt werden. geteilt werben. Das Los entscbeibet. Dieses gilt gleichzeitig als Bezugsschein unb ist am Montag, den 19. b. Mts., vormittags von 8—12 Uhr, auf bem stäbt. Wirtfchastsarnt zu ziehen. Die Ausgabe ber Schinken erfolgt bann am Dienstag, den 20. April, in den hiesigen Metzgereien. — Leiber gilt diese ^Bekanntmachung nicht für Gießen, sondern für Weitburg. ** Belieferung der ® renn Rio ff» Bezugsscheine. Laut BeMuß ber städtischen Deputation für bie K-Menversorgung werben bü im Umlauf befindlichen Brennstoffbezugsscheine mit Wirkung runt 16. Mai ds. Js. für ungültig er "klärt. Wir machen die Bezugsberechtigten daraus aufmerksam, daß Ausnahmen hiervon nicht gestattet werden können, auch daß ein Anspruch für die Belieferung mit einer bestimmten Sorte Brennstoff nicht besteht. Ta nicht vorauszusehm ist, welche Kohlensorten in nächster Zeit etngefan werden, empfiehlt es sich, bte Kohlen zu nehmen, welche die Kohkenhandlungen auf Lager haben, *♦ Vermögenszuwachssteuer. Die H and wer ker-B er atun gs stel le des Ortsgewerbe- vereists sd)reibt: Nach den gesetzlichen 23estimmmi- gen soll als Endvermogen das am 30. Juni 1919 vorhanden gew.sene Vermögen angegeben werden, lieber die Berechnung des Wertes desselben bestehen bei den Steuerpflichtigen noch sehr viel Unklarheiten. Es sei deshalb auf folgendes hin- gewiesen: 1. Soweit der Grundbesitz gegen 1913 «Veranlagung zum W fabeitrag) durch Um- ober Anbau unb bergt keine Veränberung erfahren hat, wirb ber bamal ige Wert ber Veranlagung zur Abgabe vom Vermögenszuwacb- zugrunbe gelegt. Andernfalls ist bie burch die Ber- änberung b.tbeigefübrte Wert d;öbung zu berück' sichtigen. 2. In der Zwischenzeit käuslich erwov bene Grundstücke sind mit den Geste hungs« kosten einzustellen, einschl. etwa übernommener Ueberschreibungs- usw. Kosten. Das zu 1 Otaiagt? gilt auch für 1913 bereits vorhandene Betriebs einrid)tungen. Während des 2Zecanlagungs zeitraurns erworbene Maschinen, Geräte, Wem zeuge usw. sind äuf alle Fälte mit den stehungskosten cinzutefan. Etwaige Wertmindenm- gen können unter Umständen durch Abschreibungen lerichtigt wnben. 4. Warenvorräte finb mit tat Betrag einzustellen, den ein Kaufmann ober werbetreibender nach den bestehenden Markt- IM Preisverhältnissen anlegen müßte, ro.itn er btf Waren am Stichtage (30. Juni 1919) anschafien müßte. ** Der Silberpreis sinkt wer ter. Vor einigen Tagen bereits wurde ein Fallen des Silberpreises angekündigt. Das arbeitet, bte zwischen der pvauAschen Er^endähn- Verwaltung und den EilcwbalMorbeitervrgaui a- tiio. en als Tari?kontväl,e.iten te .einbart wurd.n, ai'szuzahlen. Eine en, baß Sie in ber letzten Zeit unM Ihren Patienten eine Verwandte von mir Hatter^ an deren Wohlergehen ich i!tn fahr tiefes un'e ■ warmes Interesse habe. Als sie zweifellos m meinem Ge'ichtc unoer* höhlen es Erstaunen las, fuhr sie Port: Warunn sehen Sie so verwundert aus? Seit langem ftpotu judje ich den Aufenthaltsort ber lieben alten Tar'^ zu erfvrscl-en. Unb jetzt, roo rnir's endlich ?3: glücken scheint, spri.igen Sic mit menen Nac- forschungen in cigentümlidjer Weis; um; ich rounj Ihnen bas sehr übel nehmen, wenn id) nicht erFtmra: hätte, baß Sic ein ehrlicher Mensch imb nur irgen.’1 roic getäuscht worden sind. 2ßetm Sie in btefar 1 celegenfait irgendwelche Hintergedanken fabc?*' sollten Sie mich, wie ich denke, schon ans blotz'c s Höflichkeit etnroeifcn. Sie sind doch fing gmu>. Herr Doktor Perigord, um ei izufahen, daß meva WoNe ber Wahrheit entsprechen. (Fortsetzung sotgt.) Wü* d ^»uuns^. Mittel^ h 7 Mh’ften hftbf entstckt ft tzikMMezu ÄS -tft A>'. dic Sntai Ar, Nüller-WAwW ♦♦ Evang den Mitgliedern ipfifeit, verai mb Ännötüg n -bende, nW 'coTcm^uia- Ät eiW «e Kvhtz r* mgcn aus Lager !tt Zuwachs iteue^ die des W»? en geseblichm^ en das am 3O.x^_ rmögeir angegeben ^ des Dxtc« yr.y pflichtigen, raw . eZhalb aus islgen>- / er Grundbesitz > hrbeiM'durch u , ! be vom Lttm^i -, Ä r/® en. btiva^T Küen durch g( SS»L nt üN- * eheg-n^ Xarci* .,. mir * ie 01 w txm y < S^jejil* n t" ' •. . E 9$*£: *5&5?'7 s»s»t SxS'LK s** ?Nen. Avni- fs-u yk jetzt ehtgetrtten. Die Reichsbanf zahlt mir »och 6 Mark für eine Silbermark Weiteres Fallen ist wahrscheinlich ** Aus den Handelskreisen werden vir zu unfern: 9?»tu, der Düsseldorfer Nachrichten in Nr. 91 unseres Blnchen tagten ine Mitglieder des Mittelrheins unter Vorsitz des Frankfurter Vertranensnranns Pros. Dr. Schmidt rn der Geschlecht ersticke des Römers. Ter Vertrauensmann -es Bezirks, Pros. lkberhardd-Offenbock, legte ui eingehenden ?lussührnngen die Gründe für die Not-" nenbigMt br# Zusammenschlußes dar uttb warnte vor kleinen Gruppenbüdungen, »nie sie in Frankfurt geplant war. Gr gab ein beifällig ausgenom- mencs Programm, das seinen Schwerpunkt dann ^rb, den Haien rn den Prozeß des kunstgewerblichen LckastenS einzufikhren um ilm vom kri.iklvten znm kritischen ffäufer zu machen, der weis; was er kiuft und Schlechtes vom Guten zu unterscheiden ecrsteht. Es fei wichtiger zu wissen w eine GlaS- ll ische entsteht als die Zahl der Stanbsäden cm er L iesenblume zu kennen. Die Berufsberatung müsse .nid) im Werkbund im Vordergrund des Ingresses fielen. Dr Vorschlag des Zusammenschlusses wurde noch eingelxmirT Bespvecknrng einstimmig gut-y* bei Em. Äls pvov. Ausschuss zur Vorbereitung der AründilngS-Veisammlung würben gcwäl lt: Architekt Pnof. EberhardtOfienbach, Tr. Friedleben- Frmi^urt, Tirektor Dr. Haupt-Darmstad:, Archi- t(t Hoppo-Wü^baden, Pros Leven-Lttrnau, ferner die Herten Architekten Prof, von Loechr, Dr. *DZüUer-8BuIhott' und Pros. Dr. Schmidt-Frinksurt. ** Gvang. Arbeiter verein. Um bei den Mitgliedern das Verständnis für gute Musik |i wecken, veranstaltet der Verein am Dienstag und Samstag nächste Woche zwei Vortragsabende, an denen Musiklehrer W. Gernhardt über „Einführung in bie Musik"' sprechen wird. Die Ausführungen des Referenten werden durch musikalische Darbietungen ergänzt. Liehe Anzeige.) •* Ter Wartburg-Verein Gießen oevmstaltet am kommenden Sonntag, 25. April I^ugendtog des HesfenbundeS), eine beonber: grö- wre Feier. Morgens 7 Uhr Ehoralbla^en vom Lunn der Stadtkirche, 91/» Uhr Festgvttesdienst in ter Stadtkirche unter Mitwirkung des Bläser- i 'wrs des Vereins, Festprediger Herr Pfarrer Mahr. ckendS findet in derselben st'inhe ein großer 'musikalischer Fa milienabe nd unter Mitwirkung des Herrn Organisten Gö rlach statt, ft den 2. Mai ist ein Familienausslug nach An-- nenod vorgesehen. Nalleres ftelje Anzeig>. Landkreis Gießen. Wieseck, 21. April. Bei dem Volks- ltochschn labend am Samsiag, 24. ds. wird Tr. Hans Werner- Gießen in einem Vortrag: tunft in Stadt und Land (mit Bildern aus inferer engeren Heimat) den neuen eigenen Licht- 'ilderapparat unserer Volkshochschule entweihen. f?orcr des i-rften Semesters haben gegen Abgabe >r Anhweiokarte freien Zutritt. Bon allen andern 5e>uchern wird ein Eintritt von 50 Pf. erhoben, ■ stimmt zur Bezahlung des Apparats, der 1796 •Kart kostet Kreis Schotten. G. Laubach, 20. April. Die «isla A l b e r «, ivithc bisher unbewohnt war, wurde jetzt an einen ernt aus Saarbrücken von dem Erben, Herrn iezholz mit sämtlichen Zubehör, Inventar, Gär- ifü und Reben Hänschen für 150 000 Mk. gekauft. 7er Käufer will alsbald beerher ziehen und dauernd ) i/ermielungen stlcines, eininct möbl. l Rimmer an berufatät ,*vl. ah verm. Nähereo Lüd Anlage 7P. ,7,., u t mV dl. tVobn- nnb Lcklafzimmer au verm .31 ö Ptortstrnhe 7 II. i ?n ürf, n| iLLSs °bstähl! . ä?ss| S?Ä ^.mdm30r?iÜ , ^runteMagkL dm Fahrig in i ^splatz davon, t enlngtwntzbfai ^.2W im ■* A"reigenteil be^ Unfälle a sich im *1918 Wem W flch die Zahl. r'e auf unbemad)1 verdoppelt. Die Ms! Fahrlässigkeit Miühren. Wir die durch Ünau i- besonders von urj Hergängen, entfteljut Lchinkrn! Zn n i M es: Da bk * is zu den Dorbanb» >lgt lind, diese im >,t nur einmal buntyei in Teil der 9teik6dtt :rS(fiinfen{Dtdi; > entscheidet. Tiefe ein ufib iil am Buk; cktogs von 8-12 öi samt zu ziehen. Die Ä Iti bann am Titel hiesigen Metzgereien - machung nicht für 0ttk Mietgesuche | HY ohnnngntnoMch. rausche meine schöne «nohe L-Zimmcr-Wol»n. nr. ^. ■:» .lunger Mann sucht mögt, oev 1. Mai ober fen er möbliertes Zimmer mit Pen non. Schriftliche An geb. mit 'Brcktminabe ui» 07M8 n. b. Gtest. Anz. Junger Hext, Taner- Mieter, sucht möbl. Zimmer möglich«! Nähe Babnbos. Schritil. Angebote unter 07312 an den Gieiz. Anz. f<6t feWxrft. Auhervrdemtlich gefurtn tmb trm» entjrrrtbcnb bock- bezahlt warm Schlachtpteicke. mc. Frankfurt a M, 20. April Tid Fvlgm des Ruhrabentoixers haben Die Städte one Main und Rhein zu tragen. Jnwige des Gcmwal^ streike, bleiben die *>ticnfdnfte aus und ca besteht eine ernste So h l e n n o t Namentlich aus Airtxtstenburq und Würzburg, weiterhin au» Mainz, Ludwigshafen und teiltp.nk PLairnheim kommen die Hilferufe. Die Schifter lieqen mit ihren Äät^ not still, da auch das (Geschäft abwärts flau ist. Die meiste m könn.m nur tu beschränktem Umfange arbeiten. Es iehl.m deshalb auch die Frachten Nur die Fläheret auf dem Main hol auSrcidmb zu hm. Bauvölzer aller Art geben aus dem Fäck elaebirge und Spessart zum Nxeder- rhnn und Holland. '?ütrt> die Rbetitschiffaim von Mannheim abwärts flaat über Ma igel an Ge- Mhäft. Tie Köln—Tüsseld^rfer ;lilx'in--2chibahrt und die Ackerländer -Dampfer nehmen am 1. Mai ihren Dienst ab Mainz wieder regelmäßig aus. Fr an kfur t a. M, 2l. April. Für den erledigten B ü r g e r m e i st e r p v st e n Dmman nur nod; zwei Bewerber in Frage, der saztt,- ben«ytrati)d>c Unterstaatsekretär Ed. Gräf und der rmnokratische Stadtial Tr. Landmann. — Fran kfurta M., 21 ApnI. Aus einem hiesig «m Kunstsalon wurden in der letzten Nacht für 500 000 Mk. Gemälde gestohlen. mc. F r a n kf u r t a. M , 21. April. Eine neue Wä hler liste zu den Reichstagswahlen wird dieser Tage in Frankfurt aufgestellt. Diese Arbeit Der ursacht an reinen Untoften 350000 Mk. Auch das Dählen ist eine kostsptelige Sache sw Fulda, 21. April. Frische Landeier werden hier bereits zum Preise von 1 Mk. an» geboten. = Köppern, 21. April. Hier erschoß am Tienöjaq der Solm des Bäckermeisters Henri c t ferne Braut, die Tod)ter des Gastwirts Brann, und tötete sich dann selbst durch einen Schu^ in die Schläfe. Die Gründe sind imbetanut Eichener Stadttheater. Gießen, 21. Aprü. Judiths Ehe. Ein Spiel von Peter Nansen. In seltener -Oekonomie der Mittel weiß Peter Nansen ein Spiel von seck)s Bühnen Vorgängen mit tmrr zwei Personen und dem gleichen Schauplatz zu bestreiten. Sck»önherrs „WrÄsteufel" und die „Kindertragödie" ^obwohl hier die unsichtbaren Eltern imd der Geliebte als mitwirkende Personen angesprochen werden müssen) schienen bisher in ökonomischer Beziehung kaum mehr zit überbieten. Da hörte man vor wenigen Tagen von einem Drama Walter Hasen clever s, das mit zwei Personen und einem spiritistisch sich betätigenden Verstorbenen fünf Aufzüge füllt. Ein Theaterabend wie dieser aber, mit nur zwei Personen, dürste eine bisher einmalige Erscheinung sein. C's handelt sich aber auch hier nicht im eigentlichen Sinne um ein Drama, sondern man könnte dies Spiel eher seinen in sechs dialogisierte Szenen aitsgelosten Roman l'ezeichnen. Ein Ehevornan. Zwei von der normalen Linie kaum abweichende, aber innerlich wesensfremde Charaktere legalisieren unter dem Druck der öffentlichen Meinung ihre freien Beziehungen und versuchen ein Zusammenlcken in Kameradschaft und Liebe aufzlubauen. Mutterglück, das Vergairgenes läutern sollte, wird enttäuscht; der Himmel um» wölkt sich. Eine uneigennützige Lüge entlad das Gewitter. Der Mann, dessen Leben auf die reinliche Scheidung von Gut und Böse aufgebaut ist, vermag nicht das Nvraspiel mit dem Wunderbaren zu verstehen. Er fühlt sich strafende Autorität. Sie leben aneinander vorbei, entgleiten sich. Finden sich noch einmal im künstlichen Rausch der Sinne, der ihre Seele unberührt lässt und aus der Zbstmschen Seekenstudie müßte ein Sttindbergischer Hastkampf der Geschlechter werden, wenn nicht auch diese Nora die Tür ins Freie f inde. Sie sind Geschwister, die „kleine Lerche" und „der mitoe Vogel", der sich so gerne in die Hand schmiegte, die ihn Gefangenschaft nicht fühlen ließe. Der Einfluß des großen Skandinaviers auf seinen Landsmann ist bereits angedeutet. Er soll nicht als Schwäche ausgelegt werden. Denn hat Nansen auch nicht dessen eindringliche Straft, so weiß er doch mit wahrhaft erstaunlicher Hellhörigkeit die feinsten seelischen Schwingungen aufzufangen, die vom Mensären zum Menschen gehen. Die beiden Darsteller waren Gäste des „Neuen Theaters" in Franvurt a. M. Leontine Sagan ist weitaus die stärkere Lbünstlerpersönlickckeit, durchnervt und vibrierend, getragen von einem künstlerisch disziplinierten Talent und begabt mit einer ungewöhnlich gepflegten Sprecbtechnik. Kein Augenblick, bi dem sie bei den mannigfaltigen Phasen ihrer seelischen Entwicklung nickt zu fesseln wußte. Szenen, wie die Phantasie über den Kin- dersachen des Todgeboven en wird man so leicht nicht vergessen. F. W. Schröder-s Ausgabe mar undankbarer, da er einen sich ziemlich gleickbleiben- den Durchschnittscharakter zu zeichnen hatte Er führte ihn mit untadeliger Sicherheit durch und ergänzte bae_ Spiel seiner Partnerin mit seinem Taktgefühl. So kam eine Ausführung zustande von »einer' Darstellungskultur, wie man fte selten in solcher Reinheit erleben Tann und für die der Frankfurter Spielleiter Otto Kehr verantwortlich zeichnete Leider litt ein Aktschluß erheblich durch das Nichtsallenwolien des Vorhanges. Die Grestener Theaterfreunde bezcttgten ihre Dankbarkeit durch zahlreiche Hervorrust. Möge die freudige Aufnahme die Frankfurter Gäste zu ßiner baldigen Wiederkehr veranlassen zz. Fräulein sucht möbl. Zimmer Mtm I. Mai. SrtiviftL Angebote unter 0733/ an den (Miet». Änz. 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Merikaner waren scharf rückgängig. Bei Schwan fünften vermochten sich später einzelne Papiere itric Otavi zu erlplen. Zm allgemeinen senkte sich) aber der Kursstand langsam weiter, besonders am Montan marckle. Frankfurt a M., 21. April. Börsen- ftimmungsbild. Nach» Beendigung der Realisationen zeigte sich auf den melften Gebieten eine (iVbaUntfl. Befefttgerck wirkte Was (Sinfetten von Käufen in Elektrowertc. Felten u. Guilleaume sind 9, .490), %. E. G. 3*/2 J458.50) gebessert. Höher stellten sich ferner Deutsch-llebers« 1215. Nordd. Lloyd geiparmen 3 Pvoz. 186,25, Hapag 2’/5 Proz. Scyairtungbahn mit 505—507 plus 17 Pvoz. Eanada 950 unverändert, Baltinwrr Ohr) höher gesuckst. Unter den Montanpapieren zogen Phönix Bergbau 12 (467), Gel senkst ct-en 9 (329), H«N>ener 8 .328), Luxemburg 7 Praz. (331). Mierwerke Sicher standen im Angebot 305 (— 5 Proz.), auch Mannesmann gaben 5 (404) unb Vereinigte Ultramarin 5 Proz. (300 nach Scheideanstalt, welche gesttcht uxtren, gewannen 10 (575, Ehern Mannheim 20 (560), Asckersleben 7 Pvoz. (331). Deutsche Petroleum sittd auf Rück- Wufc fester 717—725. Südseepl>osphat 2175. Mexikanische Anleihen blieben gesuchter nnb es notierten 5proz. Silbermexikmter 366 plus 6, Zpvoz. Mexikaner 235 plus 5 Prvz. Plwnst später 460 / Pvoz. iti(irriger. Frankfurt a. M., 22. April. Tevtsenmartt. Vörscnturse. Verltn 188,75 190, 340, 460, 344, 305, 1093,75 1096,25 1083,75 1086,25 1043,75 1046,25 1043,75 1046,25 20,98 28,47 92,15 27,74 21,02 28,53 92,35 27,78 Kitts 21.4. 79,75 197,50 186,25 331,50 331,- 329,- 328,- 227,- 335,35 280,30 240,30 60,60 382,90 346,35 270,30 269,75 60,50 370,40 375,- 358,50 210,50 490,- 334,65 279,70 239,70 60,40 382,16 344,65 269,70 269,25 60,20 369,40 28,03 93,60 29,53 27,97 93,40 29,47 295,25 319,- 314,- 362,50 341,50 346,- 342,50 239,50 295,- 504,50 550,- 389,- 369, - 219,75 515,- 309,50 348,60 325,- 649,- 320,50 Kttrs 21.4. 79,75 76,70 75,h0 77,- 152,- 310,50 220,- 187,50 150,60 154, — 193,25 185,36 326,- 325,26 327,- 320,- 226,- 286,- 453,- 528,- 379,50 35 L, - 389,75 Kurs 20. 4. 79,75 76,70 75,40 77,- 154,75 309,75 222,75 189,85 151,50 155,- 202,- 490,50 540,- 380,50 370,- 220,- 510,- Kurs 20. 4. 79,75 BrüstckAntwerpen . Christiania...... Kopenhagen ..... Stockholm...... Helfingfor»...... Italien........ London........ SRew«7)orb...... Varis......... Schweiz........ Spanien....... Wien (altes) . . . . Deutsch-Oesterr. abg. Prag......... Budapest....... Bulgarien...... Konstantinopel. . . . 407,10 407,90 399,60 440,40 1223,- 1226,25 1213,75 1216,25 1068,75 1071,251049,- 1051,- 1348,50 1351,60 1333,50 1336,50 Datum: S^DeuLRriegsanL 4°/,Deut.Reich»anl. 3°/,Deut.Re'chsanl. 4e/0 Prenß. Konsol» Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Dtsconto» Gesellsch. Dresdener B ink.. Olationalbanb f. D. Mittels.Treditbantz H..Amerik.-Pakcts. PorddeutscherLloyd Doch. Guststahiwrk. D.'Lvxemb.Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oderschi. Eisend.-B. Oberschlel. Cisenind. Phönix.Brgb..Akt. Bad.Anilin'U.Soda Höchster Farbwerke (Hehlt. 21. E. <3.. Schuckert» Werke. . FellsnLGuilleaume Daimler...... Dud.'Lisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4\ Hess. SaatsanL (Electron Griesheim Geld Brief Geld Brief Dalum. 20. April 21. April Amsterdam - Rotterd. 2272,50 2277,50 2237,75 2238,25 Frankfurt Abend- Abend- Schluß- Schluß- Generalagent fürtileeeen eracht. 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I Weber, Leidig) m interessanter Weise behandelt. Packende Bilder führen die fbartafifiiidx« Umrutxm im 'Jhrtngctnei vor, so wie die Besetzung von Frankfurt a. M durck br Franzosen; ,a di reiche Bildnisse berühmter Män ner berückstcstngen die weitere Tage-ogeschichte. Dao l 11 erari s che Echo Halbmonattz- schrist für Litera tu rftomte Verlag Egon Fletsch»! u. Eo., Berlin W9 Das 2 Aprilhesl ist soeben mit folgendem Fit halt erschienen: (Sm ft Ltssauer: Wider die Kürze: Käte Schultze: Sultane fihnvatb: Sultane ^anoatb: -luwbiottapbtfche Skiz^; Hugo Bieber: Margarete von Bülow: P. Selver: Dir enfittsche Literatur und der Krieg: LxmS F. Hel molt: Untergang des Abendlandes usw (Zn einem Teil der Auslage wickttholt.) PerkkhrSerlkichtrrungen in das nenbesetztt hkssjschk Gebirt. Darmstadt, 21. April. (WTB.) Der Ve» bitrdrmgtzofstzier, Rittmeister de Bousson Hal tta(fftebeniK' teleplwitische Bcmachrickti iung ban hessischen Staatsmiilisteriunt zugehen lasten: Fn Anbetlucht der vorzügliclnm Haltung der hessislhen nöl teiltng gegenübe r der ^'satzmrg tut der tornm andierende 0sener.i l der Rhein arme - be» schlossen, baß nackstehettde Maßnsthrneit in SVraft ju treten haben: 1. Zum Verkehr zwischen dem neulx-setzten hessisclum (Gebiete nnd dem mü'esetztett Dntttcllartd, ebenso wic iimgctehrt zur Einreise von bem intbe» setzten in die besetzten Gebiete bedarf es k e i u c militärischen Visums mehr auf den Le» gittmatwnsp.ipicicm der Reisenden. 2. Tie für die Etteilung des Visums von den VertehrS.'.bteilungen in Darmstadt tmd f.)ftNi-’ bart) verein na Hutten Kimmen sind im Rainen der Armee an die Ltadtvetwaltung der Städte out- zuhändigen zweclS Verteilung an .die verschiedenen Worte der Wahltätigleit sowie an die Armen. Olemäf), der unter Punkt 2 iingrorbnetcn besonderen Bestimmungen bat der franzo i dn* Vor binditngsofazier beute wrniittag btc Summe tust 25 500 Mk Mt den Oborbürgerineister anspcktd'pen lassen. Die .slünferen; in San Remo. Paris, 21. i'lpril. -WTB.t Man nimmt an, daß heute in San Rerna bi; Beratungen übet die Türkei beenbet norden, so daß morgen, Donnerstag, die den t s cke Frage offisten behrn- belr werben soll. Der Toirderbcrichterstatter dck „Echo be Paris", Pertrnäx, erklärte, am Sam». day abend Hütten Llvt)d George tmd Nittt dem Mt- nisterpräsidenten Millerand erklärt, eine Po litt k der Versöhnung mit Deutsch-- land )et notwendig. Die beiden Mmister^ tnäfibeutrit hätten zwar erklärt, es handele sich nickt bmrm, den FriedeitSvertrag zu revidieren, sondern barum, ein für allemal die Höbe bet deutschen S chulb festznietzen. Der Betrag müsse so beutelten sein, daß Detctschlcrnb ihn mrck einer bestimmten Zahl von Jahren tegteidxu könne Wenn Teutirfilattb nicht mehr enlmuügt sei, bann würde es auch teme Haltung ändern. Nach Pev« tinaj Hobe Millerand erklärt, FrankreichkStme den Frieden nicht von der Gerechttgte^ trennen imb sich nicht zu einer Politik her geben, die Mt Konzessionen zu idonzeffvonen führe. Er havk außerdem rrklärt, daß das den Alliierten gegebene Bet sprechen, keine eigene Fnitianve mehr zu ergrnfm, untergeordnet fei dem Abschluß eines aHgemeinst Abkoniinens über die Ausführung des Frickensver- ttages. Lloyd George imb Nittt sollen vorgeschlagen haben, die Deutschen sollen ihre finanzieren Ber- pfiichtungen sofort erfüllen, dafür solle ein Teil des besetzten Gebietes geräumt werden und das verbleibende besetzte Ge biet falle zeitlich länger besetzt sein als ursprünglich festgesetzt. In Be^ug auf den ge meinüt «ftlüften Schritt, der bärgeitetn in Berlin unternommen wurde, macht der „Malin" den Bvr behalt, daß die Zustimntung Frankreichs nicht notwendigerweise in sich schließe, daß es die in der alliierten Rote enthaltende Bedrohung für genügen«' erachte, um den F^iedensvertrag von Äersatlles vor Verletzungen zu scpützen Zn Paris sei man stets der Ansicht gewesen, daß das beste Mittel sei, einen Staatsstreich zu verhindern, Deutschland feint militärische Kvafi zu nehmen. Der Wohnplatz deS chnnaligen .Eronprin^n. Amsterdam, 21. April WTB. Wie der „Telegraafi' meldet, stebt bie holländische Regierung mit dem niederländischen reformierten nirchenrat inOvsterland (Wieringen nt Unterhandlungen über -en An kau' eines Pfrrrcknifes, bis dauernder Wohnplatz des vormaligen Ztrvnprrnzen von Preußen blei-, ben soll Austausch her Enltntr-Gtfailßeneii in Rußland. Lopenhagen, 21 April. (WTB.) Litwinow, der provisorisch die Sowjetrepterung oer tritt, uTtterzeichnete em Abkommen mit den frau zösiscken und belgischen Vertretern, das sich aut den Austa usch der Krie gsgefitngeneu bezieht, der innerhalb drei Monaten vollzogen sein MI. HerglrM oder in d-Kindererzlehung etfabreneS Fräulein für8 Mädchen tm Älter v. IV» 3 u. 7 Jahr, für fofort gefurfn. DeKgllstelletchetn tüchtiges, durchaus sand. Dienstmädchen sofort oder für l.Mat ein. Reisekost. ro. veraüt. Els - Lot hr. Fiücktl. beöorAunt. Hans Sesch, Babnbofs Hotel. TiUcnbnrn. Piitzs»^ und SamStaa nachm. gesucht. 07»^ Hermes. Bahnhofstr. 60. OrbentU Mädchen für einige Stunden oormit- lügö flefntöt 07309 Vleichstraße 10 1 Für eine hiestge Zahn vrariS wird 07390 Fräulein au6 guter Familie, nicht unter LOIahren. -urMit Hilfe imSvrechAimmer u. .stuhrung der Bücher gesucht. Schrifil. Angebote mit GellaltSanlprüchen u. Lichtbild unter 07390 an den Btestener Anzeiger Domra » gegen BeAfthlung gesucht. Frifeurgeh. b. I. E. 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April herauf al e e die Gießener Lochsckm'tosellschafl eine Hochschulitoche in Mainz. Tie Anregung dazu ging aus ton einem aus Mainzer Herren des. l)?nden Ausschuß, dec sich an tue Unirersität wandle mit der Bi tc, sie möge in Mainz eine Vorlesuugswvche einrich en. Tie Uni- versität gab diese Anregung an die Gießener Öoch- ächulgesellschast weiter, zu deren Aufgaben es ge- £drt. wisscnsck'aslliche Bildung zu verbreiten und Beziehungen zwiscl^en Wissenschaft und vrattischem Lweil zu pflegen. Tie Lochschulgesellschaft ging bereickvillig auf die Anregung der Mainzer Herren ein und stell e in Verbindung mit dem Mainzer Ausschuß den VorlesungSplan auf. 19 To zeit len hie.ten Vorlesungen, teils ein stündige, teils zwei- bis riersiündige: alle Fakul ä en waren vertreten. Tie Vorlesungen roaren größtenteils sehr stark bciuv t, und man war von der Einrichtung der Korleiungsitochc sehr befriedigt. Tie geschäftliche Leitung in Mainz lag bei Herrn Profcs.or Tr. Bch n, Tirek orialassistenten am Römisch-Germanischen Zentralmuseum, in den besten Händen. Sonntag ben 11. April, vormittags um IplUvr »ourde die Hvchschulivoche im Ivy er des Stadt- theaters feierlich eröfsnet. Lattdgerichtspräsideitt Nees sprach im Namen des Ortsausschusses, Pro- rützialdirek.or Getzeinrcrat Be st im Namen der hessischen Regierung und der rheinhessischen Pro- tinriaiverir-al ung, Beigeordneter Tr. Ehrha rd an stelle des verhittderlen Oberbürgermeisters im Ramen ber Siadtverwaltnn^. Bvof. Tr. Schle - sing c l aus Gießen dankte im Namen der Laudes- Unioersitat und der Gießener Hochschulgesellschaft für die Worte der Begrüßung. Im Anschluß an die Eröffnungsseier fand int Theater ein vortrefflicher Äortrag des Herrit ObersYielleiterS Tr. ElwenjPoek statt über ..Untrer Uät u. Bühne". (Es ist zu hoffen, daß dieser Vortrag bald in Gießen ivicderholt wird.) —> Tie Stadt veranstaltete jwei Festaufführungen aus Anlaß der Hoch schul- taxf.e: die erste (Rosenkavalicr' am Sonntag, die tr^lc der Widerspmstigen Zähmung, in getreuer L?oergabc der Shavcspcarischen Bühne) am Freitag beide Aufführungen tvaren vorzüglich gelungen. Auch sonst bot das kunstfreudige Mainz wäb.eud der Hochschulitoche eine Reihe von fünft* lerisäiett Veranstalüngen. — Am Mi tmoch abend vereinigte ein Bierabend im Wappensaal des Gasthauses „Zum Heiligaeist" die Gießener Tozenlen mtb eine große Anzahl von Mainzer Freunden der 5»äsckulitoche. Herr Privcrtdv zerrt Tr. Gruber aus Mainz hielt int Ükunen des Ortsausschusses eine Begrüßungsansprache, auf die Herr Gel.eime- rat Tr. Behaghel erwiderte. Gesangsvorttäge und humottstische Tarbietungen boten reichert ^Genuß und wechselten mit dem Gesang alter Stu- baticnlicber. Ter Wunsch auf eine Wiederholung und Weiterührung des Unternehmens kant wieder- sie iich mt einen Tisch K. forderte seilte Begleiterin, I bie müde war, auf, zu schlafen, er werde am Ti ch I fiten bleiben und dafür wrgcn, daß nich.s roeg- tomme. Als das Fräulein nach ei.ttger Zeil auswachte, merkte es zu seinem Schr.acn, daß St*, und mit ihm seine Handtasche mit wertvollem Inhalt, vor sch-wunden waren. Von einer in der 9käl-e sitzenden Zeugiit erfuhr es, daß ein Mann mit weißen Ho,en sich mit der Ta.ck- entfernt habe. Ä. trug weiße Hosen, sonst wurde ntcmaitd mit solchen bcobach et. Einem 33c.aunten der 5k» Ito bienen, der ibn kurz danach stellte, erklärte er in seiner Verblüffung, daß er bie ia;d\’ labe. Tiescr Tatbestand trug ihm, der wieocrholi ivtflen Tiebstalsts bestraft ist, eine Anilage wegen Rückfall- biebsvahls ein. Heute Icugitctc er unb versuchte geschickt, aber erfolglos, die Taliachett zu vcrbrelicn. Ec erhielt vier Monate Gefängnis. Tie Stoa samv-al.schast oerß lgte Berufung gegen ein Sck)0sfettgerich.surleÜ, durch das mehrere Landwirte von der Ülnklage des Tiebstahls fr ei gesprochen luorben waren. Es wurde fcstge- stellt, daß sie durch Besteck-mtg eines Sol a en, der einen Cisenbah.tzug zu bewachen hatte, mehrere .stiften mit Wäsch-e, Stiefeln, Zigarren um»., die zwei Fcldntaeazittinspek.oren gehörten unb mit deren Initialen versehen ivarcit, entivendet hatten, Bon den Angellagten crljicü einer seiner Vor- ftrafen loegen einen Monat, ein zweiter eine Woche Gefängnis; das Verfahren gegen zwei von den Angeklagten witrde auf Grttnd ber militärischen Amnestie eingestellt. Fünf Angrkchgte, darunter zwei Jugendliche, trhielten wegen schweren T teb sta hls unb Tiebsdalslsversuck^ sowie weg n Begünstigung uitb Hehleret Gefängnisstrafett von fünf Monaten bis zwei Wochen. Drei Angeklagte erhielten wegen zweier schwerer Diebstähle, bei denen sie zwei Schafe unb Wäsche erbeutet batten, Gefängnisstrafen ton neun Vdonaten bis ein Zalir zwei Wochen, zwei weitere dlngeckag e wegen eines Le» der diebsta hls je sechs Monate Gefängnis. Tie Arbeiter F. D. unb W. H., die erst am 13. ds. Mts. von Der Strafkammer zu erheblichen Freiheitstrafen verurteilt worden waren, standen beute wieder vor Gericht. Sie hatten sich mit gefälschten Quittungen erbliche Geldbeträge erschwindelt. Strafen, unter Einbeziehung der früheren: je acht Monate Ekfängnis. Ein Landwirt und ein Postbeamter, bie vom Sächssrngericht wegen TiebstahlS je 5 Tage Ge- sängnis crixtlten hacken, wurden auf ihre Berufung' mangels ausrcichmden Beweises sreigespvoch'N. ebenso ist die dort zuständige Teuerungszulage zu gewähren (Bouhil»sarbeiterj. . Ter Anspruch ber Ottilie .strebs gegen Die Lirmo Edgar Bwrrmann i»:cr auf Weit.rbeschüs- tignng wird, da ter Einspruch ver»"pät. t erhoben worden ist, abgcwicfen. Tie Sach.' d.S Arbeiters Hatz gegen die Firma Bvppe u. C o m p. in » ießen wird ausgesetzt, bis ge.ichtlich? Entscheidung ergangei, ist. Ten Gärtnern und Gärtnerei- ar bei t cm in Friedberg und Bad-Nou'.eim ist mit Wirkung vom lö. März eine TeucnmgSznl-oge von 80 Proz. auf die durch ^änedSspruch vom 11. Oktober 1919 festgesetzten Löhne zu gewähren. lürd?e unO Seattle. nie. Franksurt a. M., 19. April. Auf Antrag des Schulausschusses ber St adl verordneten - Dcrsammlrrng luirb in einigen Schulen nach Pfingsten der Versuch mit einem gemeinsamen Unterricht beider Geschlechter in einer Klasse gemacht. Ma» verspricht sich davon günstige Wirkungen auf bie Psyche ber .iknaben und Mäbchen. in. Watzenborn-Steinberg, 20. Avril. Unsere Gemeinde hat seit Anfang beS neuen Schuljahres ihre 7. Schulklasse genehmigt unb errichtet: sie wirb als Wanberklasse in allen Sälen unterrichtet, ba bei der jetzigen Baunot ein Klasscn- saal schnocr herzurichten ist. Das vorhandene Lehrpersonal nnirbc durch den aus französischer.Kriegs- gefangenschaft zurückgekehrten Lehrer Bender auf sieben ergänzt und sein Vertreter itrab konnte bie neu errichtete Stelle übernehmen. — Turch ben 5'ochbetagten Pfarrer Sommerlab wurden in ber hiesigen Kirche bie staitliä)e Zahl von 40 Kmi firmanben erngesegnet. Turnen, Spiel und Sport. Anläf-lich bes tont Tputschen Reichsausschiß für Leibes Übungen auf ben 9. M a i festaesetzten „Allgernei. rn Tcntschen Sptelplat-Merber>igeS" bat bie Gießener Turn-, Spiel unb Sportvereinigung beschlossen, nachmtllags einen Stornlauf abzuhalten (an bestimmten Plätzen außerhalb ber Stabt stellen sich bi? einzelnen Gruppen auf unb laufen strahlenförmig nach dem Stabt tbeater. Nach dem Eintreffen sämtlicher Stern- läufer bzw. Rabfadrer am Stabttcheater erfolgt bie Aufstellung eines Zuges, ber durch die Stadt nach dem Sportplatz des Vereins für Rasenspiele an ber Robheimer Straße marschiert. Nach ber Ankunft aus dem Platz Freiübungen, Riegcntunien am Reck, Barren, Pferd, Stabl-ochsprung, Ti*kuS- iverfen, Ball- unb Rabpolospiele, Stafettenläufc. Nach Beenbignng bieser Hebungen erfolgt gemeinsamer Abmarsch nach den Bootshäusern der drei Rubervereine. Daselbst Auffahrt ber Ruderoereine. B. Burkharbs, 20. April. Ter hiesige Turnverein I-ngendbund beging am Sonntag bie Einweihung-S feier der im Vereins total für seine 18 gefallenen Mi glicber errichceten Ehren täfel. Tie Weilxwede hielt der Cni^eiftlichc. Ter bürd;- lebende Bilder aus der Kriegs zeit, ar gleickrzeitig eine Begrusnngs- feier iür bie aus der Gefangensckxift heimgekehrten Burttordser. Am Nachmittag ba’tc berei s eute gut besuchte Feier für die 3uynb stattgentnden. Dcrtnt|clUcf. (viii CvNon in Ameriku. Birmingham Vereinigte 5'oaten), 21. April. (Stiolif Ein Teil ton Alabama, Tennessee unb Mississippi wurde ton einem Ehklon Dtp» wüstet. Es gab 30 Tote. Ter Schaben ist gwfe- Bcranstaltnngen wahrend der Frankfurter Internationalen Messe. Alle Frn.k ur er Theater u' d Ve gnugungS» etablissements haben »ich bemüht, für die Tage, an benen in Franksttrt der Jntern uionalc Wirt- schaftskLNtgreß d und 2. Mai» und bie Inicn'.atio- naic Meist (2. brs 11. Mai) stattniw-ii. il-re RevertoirS be o derS anregeiw aut znge alten Tre städtischen Bülmen, das N.ue Tlxater, das Lllb-rl Sckumanrt e ter uw. haben besondere Festsp» abende vorgesehen. Im Opernhaus sind als F-estsptel^chende geplant: Montag, 3. Mai: SchrcstwS „Schatzgräber", Mit.woch. ö. M i: Mo ar.s „Figaros Hochzeit", Srmsrag, 8. Mai: Sektes' „5du6* razade", Montag, 10. Mai: Strauß': „Rosen* kavolier". Im Schauspielhaus hntou sost^mdr Fen-- spietalwnde statt: Montag, 3. sl^at: „Blanco P.S-- nets Erweckung" von Bc-rnard Shaw uns „George Taudin" von Moliörc, Tiaißtog, 4 Mai: Dl-ale» spoares „Mast für Rtaß", TonnerStag, 6 Mai: Wedekinds , st snig Nicolo", Sann tag, 9. Mai: Hebbcls „Iud.th". Tie Vorle.'cklluarg von Plätzen für diele Fest- !vielabmd.' bleibt den auswärtigen Meßbc.ua» rn bi lind, „Des höi-erc Leben" von Sudermann, ,,~tc Wölse" von Romain Rolland, ,,'DZarüx Magdalena" von Friedrich Hcbbel. Jin Albert Schumann-Thoater iserben u a. „Tie Web-?r" uo.i Hauptmaim und „Ti. Ehre" von Subermann gegeben. Airchliche riacheichtsn. Israel. ReltgionS - Gesellschaft. Saboatfeier b. 24. April 1920. Freitag abö. 7.10. Samstag vorm. 8.00, nachm. 4.30. Sabbalans^gng 8 2,', — Wochengattesdienst: morg. tt.3i», abdö. 8.25 Uhr- Gieseen, Kreuzplatz WM SA Mei Bahnhofstraße Telephon 403 8eM-.MMS-Il.IlIIlMW.5MMl! empfiehlt besonders vorteilhaft: Saaterbsen unb Bohnen, Grassamen für gier- unb Bleichrasen sowie zur Wiesenanlage, seibefteie ^leesaaten, Futtermöhren u. Runkelrubensamen, Saatwicken, Felberbsen, grüne unb gelbe. 44940 Alles in bester, zuverlässiger Qualität Illustr.Ka1alog auf Wunsch zu Diensten. Eine gute fachmänn. Ausbildung für d-kaufmänn. Beruf erhalten Sie in der Prlvsl - Eaiisla - Schale „Hermes“ Gießen.Bahnholstr.60 Tel. 1097 Gegr. 190.) Geschl. durchgeführte Ha!b- ond -Jahresklassen. Aufnahme täglich bis 3. Aal im Schulbänke ilahnhfütr.60. Verlang Sie in Ihrem eigenen Interesse m. ausführ- ichen Prospekt und Aufnahmeschein. Zwm in altbewährter Qualität zu foliben Preisen. (u^D Adolf W. Funke, Hmnbnrg.OMobudbof. j Zahiberateu^k f Zahäpastes ICszäwjsser zur ' Zahl- und Mimdpflege Or.lzon-Nunjw.-Kugel.i k unpt. Med.-Drog. 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Wir machen die Bezugsberechtigten darauf aufmerksam, daß Ausnahmen hiervon nicht gestattet werden können, auch daß ein Anspruch für die ^Belieferung mit einer bestimmten Sorte Brennstoff nickst besteht. Da Nicht vorausz-uselst'.r ist, welch: Kohlen- sorten in nächster Zeit eingehen werden, empfiehlt es sich, die Kohlen zu nehmen, welche die Kohlenhandlungen auf Lager haben. 44638 Gießeit, den 20. April 1920. Stüdtisches Brnrnstofsamt........ aus zerschlagenen Fahrzeugen gb Lagerplatz Gießen, Frankfurter Straße 114 in großen Mengen &abzugeben. (07287 Hoppele, Aetien - GSsellschcrft. Ztm. Durcks- Ztm. Dnrch- Ztm. Durch- Ztm. Durch- Durchntesser Drogerien zürn Preise von Mr. 2.— erhallirch. Lassen Sie sta> nicht? ander, mifreden. es gib: nichts Besseres KartoffelprEis. Auf Beschluß der Städtischen Lsbensmiltel- Defmtation wird dec .Acinverkaufspreis für das Pfund Kartoffeln von Freitag den 23. April 19 20 ab auf 35 Pfennig festgesetzt. Gießen, den 21. April 1920. 4529B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). ^Bekänutmäckz r? n g. Jir unjec Handelsregister Abt. A wurde Ixnte eingetragen: Die Firma August Schwarz & Go. in Gießen. Inhaber: August Schwarz, Kaufmann, Gießen und Otto Römer, Fabrikant daselbst. Tie offene Hä'.'.delsg'esellschüft bat lättt 1. April 1920 begonnen. Gießen, ben 12. April 1920. weitersührt. Gießen, dm 14. April 1920. Hessisches Amtsgericht. enhauH Anzw 4536V Dr. Franke*» Heilinstitct für BEINKRAMKE ; K«rfotfel=ilnsgübe IiS. Woche. Die Wv chenkar to s f el m ar ke n N r. 1 bis 18 der 17. und 18. Woche werden beliefert bei: F. Krack, Niegelpfad E. Löbsack Nachf., West-Anlage Konsum-Verein, sämtliche FÜialen Fritz Rumpf, Zvzelögassc Heinrich Treck>iler, Steinstrahv Ed. Weisel, Sck-vttstraße .H-essisches Amtsgericht.________ Bekanntmachung Tis ran 16. d. Mts. ibgahalteite Hvlzverste^ gerung der E-eMmrtde RMÄtst a. e. Bieber ist nicht gm'.ehmrgt. 15130 Bender, Bürgermeister. Holzfubmisfton. Aus dem Markwald der Mark Trais-Münzen- cingelöst ttarden. Gießen, den 21. April 1920. Der Oberbürgermeister (Leltensmiteelarnt). MsV® aüe? in ÄBsetailtag BtUreto e. mU? wert 61» SrtM'ieke üelv.-DreeXerei. H. teegf, lleSe* 17 ütrt* *1* Derüstangen 1 Fm. 30 Mtr. Angebote, sind nach Klassen getrennt mit ... sprechender Aufschrift bis zum 23. April 1920, nachmittags 2 Uhr, bei Markmeister Häuser einzu- reichen, ivo alsdann die Eröffnung stattsindet. Suche zu kaufen AW UNÄ U Wie möglichst gleichmäßig gebunden. Schrift!. Angebote „Thorium" (2720ss> an den Gießener Anzeiger erb. messer - 9,1.4 Festmeter, Lnch«tstamM. 2. Klasse, 50—59 Ztm. Durch HoZzftzhmissiSN. Montag den 2t). April 1920, nachmittags 2 Ul? i, wert ei- nachvcr zeichnete Holz- sortimcntc bei: Gemeinde Langsdorf auf dem Amtszimmer bet' Bürgermeisterei Langsdorf vergeben : Nutzholz-Submission. Aus dem diesjährigen Einschlag werden auf dem Wese des schriftlichen Angebots verkauft. Eschenschnittbolz, Fstm.: 1. 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Stock, Zimmer 9er. 3, ein eingerichtet. Gcschnstöstunden: 9—12 Uhr vorn!., 's—6 Uhr nachtn Fcrnrnf Mitglieds!, die bereit sind, in der Wkchlzelt Ülr die Partei tätig zu feilt werden gebeten, ihre Anschrift daselbst bekannt zu geben. 4461cl Der Vorstand. berg soll im Wege schriftlichen Angebots folgendes Holz verkauft werden: 1 Vuchen-Stamm BersteigerZettg von Abfallholz. Freitag den 23. April 1920, nach- mittags 2 ll b r, wird das im Hof des Stubb Hauses rrn der Gartenstraße lagernde Abfallholz aus städtischen Anlagen, bestehend ans Reisig- unb Knüppelholz und einem Lindens.ämmck?en, an Ort und Stelle meistbietei,d verst.igert. Dos Reisig- lwlz ist zu Erbsenreisern geeignet. (piehen, den 19. April 1920. 4523B Ter Oberbürgermeister. I. V.: Or. Rosenberg. 02ür btc mir anläßlich meines. Jubiläums von O ungezählten Gratulanten, groß und klein, Körperschaften und Familien, in überreicher Fülle gespendeten Aufmerksümkerten, Ehrungrn und Wünsche, besonders für die von der israelitischen Religionsgesellschaft hier veranstalteten Festlichkeiten danke ich auf diesem Wege aas vollem Herzen. r Für die ufis anläßlid) des DoppelfesLes | 2 erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir z : herzlichen Dank. । 073041 D. Karnmka und Frau. [ 1 Fichten-Stamm 5a. Kl. 0,65 Fm. 20 Fiwkm-Stämme 5b. Kl. 4,62 Fm. I. Weisel, Sonnenstraße. Die Kartosfelmarken fönnen b i s schließlich Montag den 3. Mai BekanntMachnsTg. ?(u5 der Landrichter Dr. Müller- schen Stiftung zu Darmstadt sind durch uns 1. fünf Unterstützungsvermächtnisse von je 500 Mk. jährlich an bedürftige elternlose Studierende der Rechtswissenschaft ans den Provinzen Starkenburg und Oberhessen, 2. ein Unterstützungsvermüchtnis v-on -500 Mk. jährlich an eine bedürftige nicht kinderlose Witwe eines richterlichen Mitgliedes bei einem der Amtsgerichte oder Landgerichte der Provinz Starkenburg oder Oberhessen, vorzugsweise als Beihilfe zur Erziehung minderjähriger Kirtder $u vergeben. Bewerbungen um diese Vermächtnisse sind binnen vier Wochen bei uns ehtjirrciriifn. Darmstadt, den 17. ?lpril 1920. Hessisches Ministerium der Finanzen, Abteilung für Finanzwirtschast ir. Eisenbahnwesen. Dr. Rohde. 4525D Elchenstcimme 3. Klasse, 40—49 Messer --- 5,40 Festmest-e. Eichenskämme A. Klasse. 30—39 Für die Aufmerksamkeiten anläßlich r unserer silbernen Hochzeit sagen wir | herzlichen Dank. Franz Klenker rind Frau. : In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Serina Job. Wikh. Kurz zu Gießen cingabe des hierfür vorges^henelt Vordrucks au» zuz-cigen. ß 2. lieber die angezeigten Räumlichkeiten dürfen die Hausbesitzer ober ihre Vertreter nur verfügen, roenu ihnen das Stadt. Wohnungsamt innerhalb acht Tagen nach Edtgang der Anzeige keinen Wohnungsallxnden gemäß 8 4 der Bekanntmachung über Maßnahmril gegen Wohnungs- Mangel vom 23. September 1918 zugewiesen hat Oder lücmt die Räume rnnerhatb dieser Zeit gemäß 8 b der gleichen Bekanntmachung nicht in Anspruch genommen worden sind. Die Zuweisung eines Wohnungsuchenden tvirkt zu Gunsten des Zugeiviesenen und der tzsemeinde- beyvrde solange als Verfügungsbeschränkung des Verfügungsberechtigten, bis entroeb-er der Mietvertrag mit dem Zugewiesenen int Wege freier Vereinbarung abgeschlossen ist oder das Einigungsamt einen Vertrag mit dem Zugewiesenen.oder der Gemeindebehörde festgesetzt oder die Festsetzuttg wegen unberhällnismäßiger Nachteile für ton 23er» ügungsbrrechtigtm abgelshNt l>at. 8 3. Die Aitordnung tritt mit ihver erstmaligen Veröffentlichung in Kraft; sick gilt tar- läufig bis zum 31. Dezember 1920. Alle schon bestehenden weitergvhenden Vor- christen über die ALelde- und Auskunftspflicht, im ^esoitdeven cntch meine Anordnung vom 22. Zuli 1919 über die Pflicht zur An.zeige abyeschlosseiter Mietverträge werden durch diese Bekanntmach-.mg Nicht berührt. 8 4. Z uwid erhand tun gen gegen, die heutige Anordnung werden mit Geldstrafe bis zu 1000 Mk. bestraft. Gießen., den 20. April 1920. 4465B Der Oberbürgermeister. I. B.: Kr e n z ie n. MischeMfche I Aus Freitag u. Samstag elntreftendeu M Zufuhren empfebk-n wir: 4a43 pa.§chekfiiche, kopflos, srische M Sratschellfifche, Uabslfau ohne Kopf, frische Fischrsteietir Gebr.BerdKx.N^ i Messer -• 35,77 Festmeter, 312 Eicknustämme ß. Klais.-, unter 25 messer - 59,22 Fest Meter, 1 Fichtenstamm 2. Klasse, 42 Ztm 30003tr. Buchensckeit u. Rokiett, 1 Mtr. lang, ab Bahnstationen 20 Waggon Buchen- und Eichcnscheit u. -Rollen, 1,25 Meter lang 4j4;> 3—1 Waggon Buchenicheit und -Rottenkrolz, ge- schnitlen LO.M Ztm. lana. nbzugeben. "ttigebow an Eduard Neuland, lioizgrosshdlg., Fulda. Ttelegr.-Adr.: Großhandel, Fernruf: 138. Saarbrücken April 1920. Markeu-Aus^abe. Frectag und Samstag, den 23. und 24. April l. gelangen in ben Bezirken Boot- und Kartosfelmarken iuie nachstehend zur Ausgabe: A—E Freitag vorm. von 8—12 Uhr, F—K Freitag Nachm. vmr 2—6 Uhr, K—Q Samstag varm. von 8—12 Uhr, R—Z Samstag nachm. von 2—6 Uhr. Ferner Zuckermarken für Kinder unter einem Fahre laut besonderer Bekanntmachung. Sämtliche Marken sind unbedingt an vorge- nonnten Ausgabetagen in den Bezirken obzuholen. Gießen, den 21. Avril 1920. 4530B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Miirttosi M RSüiiimigSurteilkü. Durch Verordnung vom 5. Dezember 1919 und Bekanntmachung oom 9. Januar 1920 habe ich anysordnet, daß bis 1. April 1920 die zwangsweise Räumung einer Wohnung nicht erfolgen darf, wenn die Gemrind-:be!,vrde »Wohnungsamt) bescheinigt, daß der Inhaber der Wohnung bei Durchführung der Räumurcg wohnungSloc, werden würde. . Dio Wirksamkeit der Grnmchtigung ist durch das Landes-Arbeits- und Wirtscha liumt mit Ber fügung vom 14. Aprü 1920, Nr. 682S, bis 1. IuN 1920 verlängert loorden. 4461B Gießen, den 20. April 1920. Der Obcrbürgermeiiter. I. L: K rc n z t:n. mesfer — 0,59 Festmeter, 18 Buckienstän'.me 3. Klaise, 40—49 Ztm. Durck)- Messer ---- 14,57 Festeneter, 46 Buchenstämme l. Kloße, 30—o9 Htm. Durch- Messer 22,19 Festster., 10 Bu:k)cnstämme 5. K.csse, 2:—29 Htm. Durchmesser ----- 3,16 Festmetcr, 1 Birkenstamm 5. Klasse, 25—29 Ztm. Durchmesser = 0,63 FestNreter. 6 Hainduckmistamme 5. Klasse, 25—29 Ztm. Durch ntesser - 1,21 Festmeter, 8 Hainduch.ustämme 6. Klasse, unter 2j Ztm. -Durchmesser = 1,10 Festmeter, 636 Fichten-Derbstangm = 47,71 Feitmeter, 37 Gicksen Derbstangeit = 1,44 Festmeter, 1 Lärchen-Derbstange «?■-■ 0,07 Festmeter 19 Rm. Eichen Nutzknüppel a 2 Meter Lmtge - 12,36 Festmeter. Die Bieter erkennen durch Einreichung von Geboten die Derkaufsbedingungen als rechtsverbindlich an und sind 11 Dage an ihre Gebotc ni?b n nbeit. , < Die Gebote gelten für nicyt cntrmdetes uno Mit der Rinde gemessenes Holz. Angebote sind nach Sortimenten und Mafien getrennt pro 'Festmeter bis zum Montag den 26. April 1920, nachmittags 2 Ilhr, auf k^c Bürgermeisterei Langsdorf ei neureichen, woseldfi dann die Eröffnung derselben zu gleicher Zen Aus Verlangen kann das .Holz durch Forst- wart Pauli dahier vorgezeigt werden. Langsdorf, den 19. April 1920. Bürgermeisterei Langsdorf. Bender. 4423 Krampfadern, offene Beine. Gelenk- i erkrankuntsen, Plattfuß. SpravLutus^sn: SlsSes, Botet Vlkteri*, am ! Bainh i, Bioaaiag 8—12 Uhr. | Bekanntmachung. In unser Genossensdyi stsvcgi r c l wurde heute bet ber Landwirtschaftlichen Bezugs- und ÄbHtz- genojsenschaft G. m. b. H. in K rin-Linden eingetragen: Ludwig Lenz XI. und Philipp Rinn 111. in Klein-Linden sind ?.us dem Vorstände tus- gescknedLv. und cm deren stelle WiltMM Langsdorf I„ Landwirt, und Wilhelm Weigel V., Lans- roirt, beide in Kleiw-Liudeu, gewählt worden. Gießen, irrt 15. dlpril 1920. ___Hessisches Amts-g-nicht.___4oÖ3b ^Bek^NntMachttug. fein- beliebte AW MWU ........ . ............... luiebct cinnetroh'en. 3tii« Knusperhäuschen, Zrim KniOpcrkzänöÄen, Neuenweg 17. O73rt Neuenweg 1/. - 0,97 Festmeter, . 32 Fichtenslämm',' 3. Klasse. 30—39 £tm. 2nirdy Messer — 38,76 Festm.'tc9 . ' 121 Fichtenstämme 4. Klösse, 25—29 Ztm. Durclp messer -- 103,33 Festmetcr, 377 Fichtenstämme 5a. Klasse, 20—24 Ztm.Turch- mejser 210,99 Fest Meter, 993 Fichtenstänune 5b. KlrG', nut. 20 Ztm. Durcki- mcsser =-■ 251,24 Festvteter,^ 2 Lärchenstämme 4. Klasse, 2a—29 Ztm. Durchmesser — 1,65 Fest Meter, 4 Lärchenstämme 5. Klasse, unter 20 Zt-.n. Durchmesser — 0,66 Festmeter, _ 6 Kieferusthmmc 4. Klas.e. 25—29 Ztm. Durchmesser — 3,34 Festmeter, 33 Kiefernsttintme 5. st.esse, unter 24 Ztm. Durch- mit gutem Nehwild- und Hasenbestand, letztes Jahr geschont, in Nähe Gießens abzugeben Schriftl. Angebote u. 451^ an bei? Gieß. Anz. SehöMche AnzeiMchvsMmMMMng §§ 4 und 5 der Wobnrrttgsmarrgelver- ordinrnst vom 23. September 1918. S 4. Har die Gemeindebehörde dem Verfügungsberechtigten für eine unbenutzte Wohnung ober für andere nnbeimtzte Räimre, die Kn Ävhu- Mv-ecken gscignet sind, einen Wohnungsuchenden bezeichnet und kommt zmischm ihnen ein Mietvertrag nickst zustande, so setzt auf Anrufen der Gemeindebehörde das Einignngsamt, falls fiir den Verfügungsberechtigten kern unverlstiltnismästiger Nachteil zu besorgen ist, einen Mietvertrag fest. Der Vertrag gilt als geschlossen, N-nrn der Woh- nungsuchende nickst tunerhrlb einer vom Einigungs- amte zu bestimmenden Frist bet diesem Wider sprach erhebt. Das Einignngsamt kann dabei anordnen, daß die Gemeinde anstelle des Wvhttungsuchenden als Mieter gilt und berechtigt ist, die Vlietrmtme dem Wohnungs'tchendmt weiter zu vermieten. S 5. Auf An fordern der Grmonrdeb.'hörde l)at ber Verfügungsberechtigte der Genreinde unbenutzte Fabrik-, Lager-, Werkstätten-, Dienst-, Geschäftsräume öder sonstige Räume zur .Herrichtung als Wobnräume gegen Vergütung zu Überlassen. Das Einigungsanrt bestimmt die Hohe der Vergütung und die Zahlungsbedingungen, wenn eine Einigung hierüber nicht zustaTtdekommt. Die Gemeinde-- biehörde ist berechtigt, den Gebrauch der >hergcrich- teton Räume einem Dritten zu überlassen, insbesondere Jte Ku verntieten. Nach Fortfall der der Gementdebehörde erteilten Ermächtiirung 1) sind dem Verfügungs- bereckstigten bte Räume in angemessener Frist ru- rückzugewähreir. Die Friß bestimNtt, luenn eine Einigung nickst xttstandekommt, das Einigungsamt. Auf Verlangen des Berechtigten hat die Gemeinde den her früheren Zweckbestimmung und Ausstattung entsprechenden Zustand der Räume wieder ncr^uflelfen. Durchgangslager Gieszen BekasnttmachnNg. In unser Handelsregistür Abt. A wurde heute bezüglich ber Finna N. Reist, Frmikft'.rter Schuhlager zu Oueßm ringe tragen: Das Ge'chüst ist auf bet bis.'.er'gen Prökuri'«n, den .Kaufmann Louis Reiist in Gießen Mergegangen, imb ine diesem erteilte Pvokura hiermit erloschen. Der Berta B'boch geb. Steif, in Gießen ist Prokura erteilt. stück