Erster Blatt 17V. Jahrgang Mittwoch, 20. Oktober 1920 GiehenerAnzeiger Luua^mc ... jür bic Tagesnummer y.s zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Sreis jür I mm höhe |ür nzeigcnv. 34 mm Breite •Tt'hd) 3ö 'PL, auswäNI 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm ®ccuc 150 pf Bei platz. Vorschrift 20 v Ausschlag, ^auptschriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politih: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Fenz; für den Anzeigenteil: h. Derb, sämtlich In Viehen- m. 247 st die Frage der Wahrung der Neutralität in Oberschlei'ien während der Vorgänge in 51attomifr vom 17. bis 19. August 1920 und schildert dann die von geheimen polnischen Kamps- organisationcn ausgrherüen Operanonspläne und den Verlaut des Aufstands. ScÄießlich wird bte Frage untersucht, ob die Kämpforganisati>mcn und Kämpfpläne mit dem Aufstand iin Zusammenhang stehen. Nach genauester P^mng muF.t? diese Frage besaht werden. Es fleht auß.w ZwZlel, daß sich ter Augustaufstand auf den in Oberschlesien bestehenden polnischen.Eelxtrn- vrganisatianen aufbaute und mit ihrer Hilfe durch- geführt wurde. Diese Ansick t wird u. a. auch dadurch b7wiesen, daß Mitglieder der geheimen Karnpforganisa tion, die in den polnischen en vorn Juli 1920 als Führer bezeichnet find, sich auch in Führerposten am Auf st and beteiligten und ihn leiteten. Das geht aus der Art der Vorbereitung des Aufstandes und aus dessen einheitlicher Leitung klar hervor. Die Oberleitung befand sich in Eichenau, vier Kilometer westlich Sosnowicv Dos Auftreten polnischer Soldaten und die Ven soll, bann müßten Verhältnisse gcfdxiffc. iierben, unter denen die Bevölkerung sich bei)1? icher fühlen Ernt, daß nicht^durch eine gewalttätige Minderheit die freie -Stimmenabgabe u:> möglich g^mad>t werde. Der Tenffchrift ist en ,'tarfer Bernd mit Anlagen beigegeben, der u. a rin-elausftihrungen über den Ms stand, Kutten und ;teugcnberid)te enthalt. Das veröffentlichte polnische Material bubet die Beweismittel für bte in der deutschen Tenkschttst gegebene Darstellung. Die wichtigsten polnischen Original sind im An- lagcbrmde photographisch wiedergegeben. ihrer früheren Bewaffnung,den Insurgenten ent .... _____________ ______„ g'g'-’nsutre:en. Dadurch wäre dem Aufitand ein' vettctze, die einen Anschluß Oeste.reichs anTeu:fch- sdnr.st.es Ende bereiL-t wanden. Tie Tenkschn i land ohne vorherige Genehmigung des Volk.r- —.....", tuiui jvvn|Eannn uw jtunig i gel)t %ud) auf die während des Mifttand^ von s Hundes verböten. und vom Throne Besitz ergreifen. * oerüblen Verbroc^n ein. Die gq'-djübattu • Danzig. Paris, 20. Oft. (WTB.) Havas. Der Botschafterrat genehmigte den Entwurf des Abkommens, das zwischen Polen und der freien Stadt Danzig abgeschlossen werden soll. Wahrscheinlich wird am nächsten Samstag die Uevereinkunst gleichzeitig mit dem Beschluß der Mächte, wonach die Stadt Danzig unter dem Schutz des Völkerbundes zur freien Stadt erhoben wird, unterreichnet n-erden. ^vnigs als Wirkung nicht nach sich ziehen ®n auf eine Volksbewegung gestütztes Regiment muß die Verfassung in ihrem Bestände korart ändern, daß die monarchische Staats- ’trm beseitigt ist. Erst baipi hört der König M, König zu sein. Die griechische Verfassung tier ist, soweit bekannt ist, in ihrem Fnn- hment geblieben, wie sie ist: die oberste -laatsgewalt ist nach wie vor repräsentiert ^rch den Monarchen, der durch die Kammer wrfassungsmäßig beschränkt ist. Es ist also «rfassungsrechtlich nichts geschehen, was zu wr Annahme berechtigt, Konstantin habe ^men Thron verloren. Die Verfassung Grie- ^enlands kennt keinen Fall, der die Absetzung ■P Königs rechtfertigt. Es läßt sich höchstens jjpi daß der König sich seines Rechts als -Änig begibt, wenn er aus der griechisch- ^chodvxen Kirche au5tritt, ober wenn er B einem anbeten Staate die Krone annimmt. Äsen die Tatsachen den Schluß zu, daß der •tong staatsrechtlich ab gedankt hat? Hat er ^gehört, König zu sein? Ist er griechischer .^ger geworden? Seine Abdanftmg, wäre örtlich erfolgt, bleibe rechtlich schon um ^willen wirkungslos, weil erzwungene ^rndlungen nach allgemeiner Rechtsregel «men Willensakt darstellen. Aber auch nach J*?1 Ibeiienen Normen der Verfassung liegt vor, der eine rechtsgüllige Ab- barstellt. Wenn es also jetzt zum »E^ung der politischen Verhältnisse in I LS? 'vmmt, kagn Konstantin als König k"-Lten unb vom Tdrone Besitz erareifen. । Die neue Lage in Oesterreich. Wie der „VorwürtS" aus Wien melbet, ist die österreichische sozialdemokratische Partei entschlossen, jeden Versuch der Bürgerlichen, sie zur Teilnahme an der Regierungsbildung zu bewegen, abzu- lehnen. Sobald der Hauptausschuß des neu- gewählten Nationalrates zusammengetreten ist, werden die sozialdemokrattschen Minister ihre Aemter niederlegen. Wien, 19. Oft. iWTB.) Der neugewählte Nationalrat setzt sich einschließlich der bisherigen Kärntner Mandate aus 78 Christlich- fojiafen, 72 Sozialdemokraten, 16 Großdeutschen, 3 Mitgliedern dr Bauernpartei und einem Mitglied der bürgerlichen Arbeitspattei zusammen. Zu diesen Mandaten kommen noch 15 Mandate, welche auf Grund der Neststimmen unter den in Betracht kommenden Patteien ausgeteilt werden. Die Sozialdemokraten verlieren 7, die Großdeut- sthrn 8 Mandate, darunter drei an die von ihnen angesplftterte Bauernpartei. Tie Jüdischnationalen uiw die Tschechoslowaken verlieren je ein Mandat. Die Christlichsozialen gewinnen 14 Mandate. Wien, 19. Oft. (Wolff.) Das Zentralorgan der Kommunistischen Partei in Oester- reich, „Die Rote Fahne", bekennt offen die kom- muninische Niederlage bei den Wahlen und stellt fest, daß die Zahl der kommunistischen Wähler sogar hinter der Zahl der organisierten Kommunilten zurückgeblieben sei. Oesterreichs Anschluß an Deutschland. Wien, 19. Oft. (WTB.) Das „Neue Wiener Tagblattt' meldet aus Linz: Eine am Samstag von Vertretern der Landwirtschaft, der Gewerbetreibenden, der Arbeiterschaften uiw. abgehaltene Versammlung faßte einstimmig eine Entschließung, worin sich die Versammelten in der Uebec- zeugung, daß. der Ruin der deutschen Gaue wirtschaftlich .^np politisch nur durch einheitlichen Zusammenschluß und zielbewußte, gemeinsame Arbeit beseitigt werden kann, für den Anschluß andasdeutscheMut- t e r l a n b unter dem Namen „Deutscher Gau Osttirol" erklärten. Aus Kärnten. Klagenfurt, 19. Oft. lWTB.) Heute übernahm iie Abstimmungskommission dieVeöwaltungder Bo ne A. Die Plebiszit- sommission über:ragt die Befugnisse an die inler- alliietten Distrik:sausschw'se, aelche die Ve^ioal- tung der Zone A nach den Weisungen der Korn? mi'ssion zu führen haben. Die Tistttftsausschüsse ver Umf chwung in Griechenland Von einem in Berlin weilenden g r i e chischen Politiker erhalten wtt folgende Mitteilungen: Die geheimnisvollen Ereignisse in Gric chenland sind die ersten Zeichern eines Umschwunges, der kommen muß,^weil es nach ben Lügen des Weltkrieges in den Köpfen endlich lagt. Der „Affenbiß" des Königs Alexander erinnert lebhaft an die Rippenfell entzündung seines Vaters Konstantin im (fahre 1915. Das Voll glaubt nicht daran Es glaubt eher an einen politischen Dolchstoß, ausgeführt von einer verborgenen Hand, die dem Umsturz nach ihrem Willen lenken möchte. Man bedenke doch: Venizelos, der .Retter des Vaterlandes", hat vollständig abgewirtschaftet. Nachdem er in den letzten 6etben Jahren 2000 Menschen, barunter auch grauen, wegen „Böswilligkeit gegen bie Re- gierung" hat erschießen lassen, 46 000 Bürger üler Stände unb Klassen, Offiziere, Geist liche unb Richter ins Gefängnis ober in bie Serbannung geschickt hat, ist er jetzt bie Zielscheibe eines ungeheuren Hasses des ganzen griechischen Volles. Um sich zu retten unb tzu halten, sttebt jetzt Venizelos offen bie Republik unter feiner eigenen Diktatur em. Der König ist überflüssig unb lästig geworden Er muß verschwinben. Mit ihm aber bas Königtum als solck>es. Wie will Veni- »elos bies zu Wege bringen? Der Fall ist l-Lngst vorgesehen unb schlang en klug vorbereitet. Als König Konstanttn im Sommer 1917 ba5 Land verließ, um als einfacher Kurgast nach Luzern überzusiebeln, zwang ihn bie Entente burch bas Mebium Veni- zelos, als seinen Nachfolger nicht ben Thronerben Georg, sondern seinen zweitgebvrenen Sobn Alexander zu bezeichnen. Dies geschah in der Absicht, ^u verhindern, daß dem in der beutfcheit militärischen Schule ausgewachsenen Later der in gleicher Weise soldatisch er- ygenc Sohn folge So dachte man's sich wenigstens in London und Paris. Aber es >tftf etwas innerpolittsch-griechisches dahin- tt, das der alte Fuchs sich ausaedacht hatte. Nmlich der § 45 der griechischen Verfas- stmg. Der besagt, daß, wenn ein anderer als brr Thronerbe König werden soll, bie Karn- reer mit Zweibrittelrnehrheit ihre Zustim- ttung geben muß So geschah es, unb Veni- sclos rief ben König Alexanber als einen vrrch die Vollsvertretung Erwählten aus, btr mit der bisherigen Erbmonarchie nichts w'i tun habe. Sein Geschöpf! Wenn es nicht 77ehr da ist, kommt bie Republik. Eine raffinierte Teufelei, aber Venizelos hat die Rechnung ohne den wahren Sinn des Verfas- s'mgsrechts und ohne ben Willen bes Volkes Mmacht. In Wahrheit hat König Konstanttn rir nicht abgebanft. Mit keinem Wort hat « dies in seiner Proklamation gesagt. Stünde tret Thronverzicht in der Proklamation, so wäre er rechtsunwirksam, weil die Gegenzeichnung des Ministers fehlt. Venizelos hat sich '■seinen eigenen Schlingen gefangen. Wie tfn Einbrecher hat er etwas vergessen, was ")m den Erfolg verdirbt. Wollte man selbst wnehmen. daß Venizelos seine Herrschaft | ^ner Volksbewegung verdankt — er verdankt I r in Wirklichkeit den Manipulationen der I Ententemächte, also dem Auslande, nicht 1 schien, zu denen er selbst gehört —, so kann I Miklich dieses Ereignis bie Absetzung des Der ungarische Thron. Berlin, 20. Oft. Nack) der „Voss. Ztg." > rlautet in London, daß man als König für feil ungarischen Thron entweder einen ^andinavifchen Prinzen oder den zweiten 2ohn des Königs von Belgien ausersehen )abe. Ein bolschewistischer Sieg über Wränge! ? Stockholm, 19. Oft. (WTB.) Aus Moskau wird berichtet: Die Sowjet truppen errangen einen großen Sieg über IBrangel im Raume von Nikopol Wran- fels Kavallerie wurde vollständig aufgerieben unb befinbet sich nach ungeheuren Verlusten auf voller Flucht. Die Wicdereinnahmc von Minsk durch die Bolschewisten. London, 19. Oft. (WTB ) Der „Times" zufolge melden die Bolsck-elvisten die Wiedereinnahme von Minsk, das von den Polen aufgegeben wurde. Belagerungszustand in Rußland. Kopenhagen, 20. Oft. (WTB.) Ha- bas. Nach der „Prapda" ist in 12 russischen Departements, darunter Moskau und Petersburg, der Belagerungszustand erklärt worden Eine ukrainische Siegesmeldung. Kopenhagen, 19. Oft. lWvlff.) Das hie- sige ukramische Presftb'.ireau meldet aus Kamener»- Podolsk vom 16. Oktober: Der linke Flügel desukrainischenHeeres, der in der Gegend von Starv-Konftan tinvw-Ehielnik Slxrynka steht, wurde von sechs feiEichen Jnsanterie-- imb zwei Kavallenebriaaden, zusammen en Aufständischen Kiew besetzt. Die Bolschewisten haben die Stadt geräumt. Die Ausweisung her Russen Sinowjew und Losowski. Berlin, 19. Oft. (Privattelegramm.) Den Russen Sinowjew und Losowski wurde die von ihnen beantragte beschränkte Aufenthalts- erlaubnisverlängerung lugefiaitbcn, da sich ihnen vor dem 23. Oktober knne Möglichkeit bietet, die Heimkehr nach Rußland anzutrften. Tie beiden Russen stehen bis dahin unter polizeilicher Aussickst, jede öffentliche Betätigung ist ihnen unterlagt. Delacroix. Brüssel, ^9. Oft. (WTB.) Die „Libre Belgigue" null aus guter Quelle erfahren haben, daß Delacroix mit seinen Sollegen bei der Rückkehr bes Königs seine Demission zu überreichen beabsichtige unb unter feinen Umständen an bet künftigen Regierung teilnehmen wolle. 5chiedsspruch in den Lohnftreitiglelterr im Ruhrbergbau. . Berlin, 19. Oft. WTB.) Vom Reichsarbeitsministerium wird uns mitgdeitt: JmReichs- arbeitSministerium tagte am Dienstag, den 19. Oktober, unter Leitung des Ministerialrats Dr. S i frier der zur Regelung von Lohnstteftigkciten im Ruhrbergbau eingesetzte Schlichtungsansschuß. Als Beisitzer nahmen der Preu rische Minister des Innern Sevettng und der Vorsitzende des Reichs- koblenoerbandes, Generaldirektor stöngster teil. Trr Schlichtungsausschuß fällte nach'ehcnden Schiedsspruch, zu dem die Parteien bis zum 30. Oktober endgültig Stellung nehmen werden: Ti: Löhne werden mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 ab um 2 Mark für bie Schicht für bis unterirdisch Besft»f. tigten und um 25 Pf. für die Stunde für die Arbeiter über Tage erhöht. Für die Arbcrter unter 20 Jahren beträgt die Erhöhung die Hälfte dieser Satze. Verheiratete Arbeiter und alleinige Ernährer ihrer Familien im Sinne des 8 8 Absatz 3 des Tarifvertrages erhalten vom 1. Oktober ab ein Hausstandsgeld von je 3 ?Jlarf pro Schicht, das nach den Grundsätzen des fönbetgelbes behandelt wird. Das Kindergeld wird um eine Mark pro Schicht und Kind erhöht. Die Einzelheiten der Durchführung sind in der Arbcitsgemeinschckft zu regeln. . Obgleich- der Schl ich 'uug saus sch u ß davon über xeugt ist, daß der Bergbau an der Grenze seiner N'nanziellen Leiftmigssabigftit ang langt ist, h^t er es trotzdem für notwendig gehalten, den Be g leulen noch einmal eine Lohnerhöhung zuzusprechen. Lc ist sich der grotzeu Siaflnueüe taqa i.tthöhung Gietzener Ztsdttheater. Die Wolfe. Revolutionsdrama non Romain Rolland. Gießen, 19. Oft. 1920. Ter Absolutismus, der ht dem Satze gipfelte: „L’ötat c’est moi“ ist gestürzt. Die Staatsrdee von der Persönlichkeit eines allmächtigen Repräsentanten losgelöst, wird fanatische Zwecksetzung: „ne quid detrnnenti capiat res publica“: lieber allem das Vaterland! Trikolrwar entrollen, gebläht von der Trunkenheit der Wortfanfaren: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Beginnt ein neues Zeitalter, marschiert eine neue Menschheit? Ein Dichter, der im Herzen ein Franzose und ein Weltbürger zugleich ist — ein Franzose von europäischer Geltung — Romain Rolland leuchtet mit unerbittlicher Unbestechlichkeit die geheimen Triebfedern eines Weltgeschehens ab und formuliert das Ergebnis in dem Motto: „Homo homini lupus“. Ein Mensch rsttes anderen Teufel. Wölfe oder Teufel, im Sinne bleibt es sich gleich. Ein Teil der Revolutionsarmeen Frankreichs ist 1792 in Mainz von den Preichen und Emigranten eingeschlossen; ein verlorener Posten. Bunt zu- sammengewürfelt sind die Truppen, artvcrschieden die Führer. Blutinstinkte, Klassenmstinkte trennen sie, Hetzen sic gegeneinander. Laß, Reid, Eifersucht, Mißtrauen sieht in jedem den persönlichen Feind, den Verräter der gemeinsamen Lache. Nur die gleiche Not verbindet sie und die Idee Vater land. Aber sie hungern, auseinander loszufahrrn und sich abzuwürgen: Wölfe. Die Spannung muß sich entladen. Da- natur liche Opfer ist T'Oyron, Revolution s ko mm an dant wie die andern, aber rassestolzer Aristokrat in seinen Vorzügen und Fehlern. Tollkühn, obnr ot. Besonnenheit zu verlieren, der Sache drenend, ohne den überlegenen Spott aufzugeben, Renegat aus Familienhaß, aber verratsfremd. Ihm erwachsen zwei natürliche Feinde in dem Geistesaristokraten Teulier, einem früheren Advokaten, der ihn' mit dem Mißtrauen der Intelligenz gegen das Blut und Verrat, einem früheren Fleischer, der ihn mit dem Laß des Proletariers gegen den Adel verfolgt. T'Oyrons Verrat schreiben beide den Mißerfolg von Unternehmungen zu, die mißglückt sind. Dem Verdacht fehlt der Schatten eines Betveises. Ta wird Verrat der Beweis in die Lände gespielt. Bei einem Spion findet sich ein Dankschreiben des Preußenkönigs an D'Oyrvn für geleistete Dienste. Der Kriegsrat tritt zusammen. T'Oyron wird zum Schafsvt verurteilt. Einer war in dem Rate nicht anwesend, Teulier sein Feind. Er kommt von einer mißglückten Unternehmung zurück. Er hört das Urteil. Zweifel steigen in ihm auf an der Bekoeis kraft des Briefes, der eine Falle des Feindes sein fann, Zwietracht in ihre Reihen zu säen. Ter Verurteilte ist -ihm verhaßt, wie kein anderer. Aber er, von einer anderen Aristokratie, kennt noch ein Gebot, das ihm über der Idee Vaterland steht: Gerechtigkeit. Der Advokat erwacht in ihm, grübelt, forscht, verbeißt sich. Von dem Spione erfährt er die Wahrheit, daß der Bries T'Oyron nur vcr- dächtigeii sollte; Verrat, der dies wußte, befahl dem Spion, zu schweigen und oemidMe Papiere, die T'Oyron entlasten mußten. T'Oyron tfr dem Laß des Plebejers zum Opfer gefallen Aber Verrat ist ein brutaler Kerl, den die Löh lend er unter rücksichtslosen Opfern mit ! persönlicher Tollkühnheit den Belagerten Luft । schafft, zwingt Teulier, pochend auf die Ger echt ig- I feit, den Kommissär des Konvents, die Urteilsvollstreckung hinauszuschieben und abermals den Kriegsrat zu berufen. Er weiß, in diesem Augenblick für den verhaßten d'Ovron gegen den erfolg- getragenen Verrat Stellung nehmen, kann ihn selbst verderben. Und doch — ist es im reinen Dienst der Gerechtigkeitsidee, oder mischt sich auch bei ihm instinktiver Haß und Neid aus den proletarischen Emporkömmling mit dem brutaleren Draufgängertum und den solideren Muskeln — er nimmt den Kampf auf für eine verlorene Sache. Geist ringt gegen Kraft, Intelligenz gegen Fanatismus. Beweise werden von der Ueberzeugungskraft des Erfolges beiseite geschoben. Der Instinkt der Masse roenöet sich gegen den geistig Ueberlegenen. Qussnel, der Kommissär des Konvents, der als einziger von d'Oyrons Unschuld überzeugt ist, unterschreibt abermals das Todesurteil, teulier aber wird d'Oyrons Weg zum Schaffot gehen. Verrat ist der Unersetzlichere von beiden. Quesuel wird auch sein Todes- Urteil unterzeichnen. „Mag mein Name mit Schande bcteckt werden, wenn nur das Vaterland gerettet wird.“ Romain Rolland, dessen Roman eines deutschen Musikers „Jean Cbristof" eine noch größere Lesergemeinde finden sollte, weil er wie einst Mme. de Staci Deutschland für die Franzosen neuentdeckte, hat ein zweites Revolutionsdrama „Danton" geschrieben, das keinen Vergleich mit Büchners „Dan- tons Tod" aushalten soll. (Es wäre eine dankenswerte Aufgabe jetzt Büchner auf unserer Bühne folgen zu lassen?) Tie Wölfe aber, die an der Peripherie der französisch.'n Revolution deren Kern wie in einer Hohl kurve spiegeln, formen über die einmalige Historie hinaus allgemeingültige Werte, die sich auf jede Revolutionsepoche anwenden lassen. Das Werk dramatisch und psychologisch zu zergliedern würde leider zu weit führen. ES kostet ileberruinbimg, sich auf die Inhaltsangabe zu beTüt das gesamte Wirtschaftsleben voll bewußt, das damit eine neue schwere Belastung zu tragen haben wird. Von den Bergleuten eriwrrtet der Schlichtungsausschuß, daß sie ihrerseits an der Verringerung dieser Lasten mithelfen, indem sie in eine produktivere Gestaltung her Ueberschichten einwil- ligen. Die vorteilhafteste und für den Bergbau gesundheitlich zuträglichste Gestaltung der Ueber- Ichichten erblickt der Schlichtungsausschuß darin, daß die jetzt verfahrenen beiden halben lieber» schickten in der Woche durch Anhängung an die tägliche normale Arbeitzeit auf die ganze Woche verteilt werden ober daß unter Freilassung des Samstags von der Ueberarbeil sich, die lieberer beit an den anderen Tagen der Woche entsprechend verlängert. Der Schlichtungsausschuß empfiehlt der Regierung, die Bri-enken der Bergarbeiter gegen eine derartige Regelung durch die gesetzliche Festlegung einer Höchstarbeitszeit zu beseitigen. Soweit riebt auf diesem oder einem anderen Wege eine Verrrng°rung der Selbstkosten des Bergbaues zu erzielen ist, wird eine Erhöhung des Kvhlen- preises die unvermeidliche Folge der Lohnerhöhimg sein.müssen. Aus öem besetzten Gebiet. Preffespionage. rat. Darmstadt, 19. Oft. Nach Meldungen aus Berlin ist in Mainz von der französischen Behörde ein dem Kriegsministerium in Paris unterstelltes politisches B irre au eingerichtet, das speziell die Ueberwachft ung der deutschen Presse zur Aufgabe hat und durch deutsche Vertrauensleute über alle Vorkommnisse auf politischem Gebiete unterrichtet wird. Koblenz, 19. Oft. (MTB.) Die Rhein land skommission hat eine am 20. Oktober in Kraft tretende Verordnung Nr. 50 erlassen, nach der auf schriftliches Ersuchen der Rheinlandskommission oder einer von ihr beauftragten Behörde der verantwortliche Herausgeber einer jeden im besetzten Gebiet täglich oder periodisch erscheinenden Druckschrift jede amtliche Mitteilung in seinem Blatt aufzunehmen hat, und zwar zu der Zeit und in der Art, wie es in dem Ersuchen angegeben wird. Der Abdruck hat auf Anweisung unentgeltlich zu erfolgen. — Der Reichs kommissar hat sich gegen den Inhalt der Verordnung mit eingehenden Vorstellungen an die RHÄnlandskommission gewandt. Amerika« iUe Kvsnakftrafen. fd. Koblenz, 19. Oft. Das amerikanische Militärpolizeigericht verurteilte zahlreiche Personen, die amerikanischen Soldaten Kognak zum Verkauf angeboten hatten, zu je 6 Monaten Gefängnis. Ein Mann aus Neuwied, der zwei Flaschen Kognak gegen kleinere Mengen amerikanischer Lebensmittel eintauschen wollte, erhielt ebenfalls 6 Monate Gefängnis. Ein Frankfurter Kraftwagenführer, der etwas schnell fuhr, bezahlte 400 Mk. Geldstrafe. Ein Mann aus Hannover, der sich als Offizier ausgegeben hatte, muß dafür mit 30 Tagen Zwangsarbeit büßen. sd. Mainz, 19. Oft. Die Versuche der französischen Verwaltung, den französischen Sprachunterricht zu einer dauernden Einrichtung für schulpflichtige Kinder und junge Leute zu gestalten, können als endgülttg gescheitert angesehen werden. Die Schüler betefe ligen sich fast gar nicht mehr am Unterricht und die Erwachsenen bleiben ihm einfach fern. JnfolgÄressen mußte in zahlreichen Orten der Sprachunterricht eingestellt werden. fd. Aus dem Elsaß, 18. Oft. In den oberelsässischen Städten und Landorten wird die V e r w e l s ch u n g durch die französischen Behörden in radikaler Weise durchgeführt. Die in den Volks- und Mittel schulen tätigen elsässischen Lehrer werden durch französische, aus Mittelfrankreich kommende, ersetzt, und zwar durchweg von solchen Lehrern, die kein Wort Deutsch können, was uw- ter der elsässischen Bevölkerung große Erbitterung hervorruft. Xus dein Reiche. Die Auseinandersetzung in der U S. P. mc. Frankfurt a. M., 19 Oft. Nach einem vergeblichen Sturm auf die Druckerei des Frankfurter „B olksrechtes" geben die Anhänger der dritten Internationale in Moskau, also der links gerichtete Flügel der Unabhängigen, ein Mitteilungsblatt heraus, für das Georg Hempel verantwortlich zeichnet. Hannover, 19. Oft. (WTB.) Der kommunistische Flügel der Unabhängigen setzte sich gestern mit G e w a l t in den B e s i tz d e r Genossenschafts-Druckerei des „Volks rechts" und verhinderte die Ausgabe der bereits gedruckten Zeitung, die einen Aufruf Crispiens und organisatorische Mitteilungen der provisorischen Leitung der gemäßigten Richtung enthielt. Tas „Berl. Tagebl." berichtet ans Dresden, daß die Fraktion der sächsischen Unabhängigen geschlossen auf der rechten Seite steht. Infolgedessen dürften innerhalb der Partei feine Schwierigkeiten entstehen. Tem „Bert. Tagebl." wird aus Halle gemeldet, hat der gestrige Hallesche Bezirksparteitag der Unabhängigen Sozialdemokraten in einer Resolution die Reichstagsabgeordneten 'Fritz Knnert und Rauh, die gegen den Anschluß an Moskau gestimmt haben, aufforderte, ihre Mandate der Partei zurüch-ugeben. Wie die Blätter melden, hat sich die Fraktion der Unabhängigen im Berliner Rathause gespalten. Ter rechte Flügel umfaßt 64 Stadtverordnete, wahrend der linke Flügel 20 Mitglieder stark ist. Dir Bewirtschaftung von Gerste und Hafer. Berlin, 19. Oft. (Wolff.) Die Gerüchte, daß im Laufe des Wirtschaftsjahres, spätestens im Frühjahr 1921, die öffentliche Bewirtschaftung von Gerste und Hafer aufgehoben oder die Preise für Gerste und Hafer erhöht werden würden, wollen in landi- wirtschaftlichen und sonstigen Zeitungen nicht verstummen. Wie wir aus dem Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft erfahren, entbehren diese Gerüchte jeder taL-» sächlichen Grundlage. Es ist eine Aenderung der öffentlichen Bewirtschaftung von Gerste und Hafer und die Freigabe dieser Früchte im Wirtschaftsjahr 1920/21 von den maßgebenden Stellen ebensowenig in Aussicht genommen wie eine «Erhöhung der durch Verordnung vom 14. Juli 1920 für Gerste Ainb Hafer festgesetzten Höchstpreise. Es ist daher die Zurückhaltung der Gerste und des Hafers durch die Landwirte in der Hoffnung lauf Aew- dckrung der Bewirtschaftung oder auf Erhöhung dex Preise durch nichts gerechtfertigt und unzweckmäßig. Aur Stadt und Land. Gießen, den 20. Oft. 1920. Lebensmittel. ** Städt. Seefisch-Marft. Morgen, Donnerstag, früh, trifft lebendfrische Nordseeware, wie Kabeljau, Schellftsche, Seehecht, Rotbarsch, Schollen und Heilbutt ein und kommen morgen von 8 Vs Uhr an in den Marftlauben zum Verkauf. ** Stellenvermittlung durch Zei- t u n g sa n ze igen. Tie Wormser Stadtverord- netenversammlung hatte in der Sitzung tont 7. September teil Entwurf einer Püizeiverordrrung bett. Stellenvermittlung beim städt. Arbitsnach- weis angenommen, in der durch den § 4 vorgeschrieben war, daß die Stellenvermittlung durch Anzeigen in den Bettungen und Zeitschriften nur zulässig sei, wenn in die Anzeige Angaben über den Arbeitgeber und ter Vermerk ausgenommen sind: „Meldung bei der städt. Arbeitsnachwcns- sfelle ... Abtlg., Römerstvaße 31, in Worms." Die in Worms erscheinenden Zeitungen erhoben in einer gemeinsamen Eingabe unter ausführlicher Begründung gegen diese Beschränkung der Stellenvermittlung durch die Presse Einspruch sowohl bei der Stadtverwaltung Worms wie bei dem Hessischen Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamt tn Darmstadt, das über die Gültigkeit dieser Polizei- vevordnung zu bestimmen hatte. Tie Stadtverwaltung Worms glaubte nicht, von der Fassung des beanstandeten § 4 abgehen zu können. Indessen hat das Hessische Landes-Arbeits -und Wittschasts- amt den Einspruch der Wormser Zeitung als berechtigt anerkannt und zu gestanden, daß der § 4 gegen die der Presse durch Gesetz Dom 7. Mat 1874 gewährte Preßfreiheit verstößt. Ter Polizeivervrd- nung wurde daher in der eingereiclsten Fassung die Genehmigung nicht erteilt. Gegen die übrigen Bestimmungen der Polizeiverordnung — mit Ausnahme also des § 4 — bestanden bei dem Hessischen Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamt Peine Bedenken. — Wir selbst hatten den Erlaß von gemeindlichen ober Londesverordnunge n über otc Stellenvermittlung Beim Arbeitsnachweis überhaupt für überflüssig, da bereits ein Reic^gesetz- entirurf über den Arbeitsnachweis in Vorbereitung ist, der dem am 19. Oktober beginnenden: Reichstag zur Beratung und Beschlußsastung vorgelegt wird. Der Reichsgesetzentwurs steht, soweit bisher bekannt ist, ferne Einschränkung der Arbeitsvermittlung durch Zeittmgsan zeigen vor. ** Der erste Nachtfrost, welcher Bohnen und Dahlien zerstört, fiel letzte Nacht mit 3 Grad unter Null. Im vergangenen Jahre trat er 8 Tage früher, nämlich am 12. mit 4 Grad Minus, vor zwei Jahren 8 Tage später ein, wobei wir in Gießen den ersten starken Nachtfrost am 28. mit 4 Grad verzeichneten. Ueberraschend kam er im Jahre 1917, am 17. Oktober mit 7 Grad Kälte. Damals sind den Landwirten ungeheure Mengen Dickwurz auf den Feldern erfroren. Der Anfang des Oktober war regnerisch und es fehlte 'infolge der Kriegszeit vielfach an Leuten zur Feldarbeit. ** Visierung der Pässe nach Spanien. Tie zuständige Behörde für die Erteilung von Sichtvermerken zur Einreise nach Spanien ift die spanische Botschaft in Berlin, Regentenstr. 15. Sie ist ermächttgt, selbständig ohne Rückfrage in Madrid Pässe für die Einreise nach Spanien zu visieren. Tie Gesuche sind unmittelbar an die spanische Botschaft zu richten, wobei die Anttag- steller zweckmäßig versichern, daß sie sich lediglich zu geschäftlichen Zwecken nach Spanien begeben und sich jeder polittschen Propaganda enthalten werden. Eine Inanspruchnahme der Paßstelle des Auswättigen Amtes erscheint nur bann angezergt, wenn die Antragsteller bei der Erlangung des Visums auf Schwierigkeiten stoßen. ** Wilhelm Steinhausen hat Montag Abend in der Jvhanneskirche einen schlichten aber tiefgehenden Deuter in Pfarrer Deggau vom Elisavethenftist Darmstadt gefunden. Einen Maler der Etvigkeitswerte nannte Pfarrer Deggau den Meister, und es sind in der Tat Erlebnisse in den Werken, an denen gemessen selbst die Verknüpfung mit tem biblischen Christus als zufällig erscheint. Das klang aus den Landschaften ganz besonders als Sehnsucht nach dem Grenzenlosen entgegen. Das sprach in dem Kampf und Geschick, die in den Männerköpfen leben, als Inbrunst zu dem unsichtbar Gegenwärtigen, das unsre Einsamkeit ihrer Qualen ledig macht. Wer das mit dem Verstände sucht, der wird stets blind bleiben. Er ist zu laut. Schweigen und Schauen. Das ist der Weg. Nach kurzer Lebensund Wesenszeichnung des Meisters führte Pfarrer Deggau diesen Weg, und wenn das Wort von christlicher Dtomanti! zunächst einen etwas schwächlichen Beigeschmack zurücklassen wollte, so wird doch mancher von den zahlreichen Zuhörern — es waren fast nur Frauen — erschüttert worden sein, von dem mannhaften Mut ©teatbaufend zaim Bekenntnis seines einsamen Weges und der Verzicht auf fern timentale Hullen der ewigen Hoffnungen, die ihm in seinen Werfen zu Erfüllungen geworden sind. ** Der Naturheilverein veranstaltete am Montag im Hotel Schütz einen Vortragsabend für Märmer, bei welcher Gelegenheit Herr (Surfer sFulda) über das Thema: Was müssen die Männervonihrergesunden bzw. kranken Frau wissen" hielt. Der Redner erläuterte zunächst, welchen Einfluß das Geschlechtsleben auf das Seelenleben des Weibes ausübt und ermahnte, diesen Verhältnissen in besonderem Masse Rechming zu tragen. Weiter behandelte der Refereirt die Beschaffenheit und Funktionen der einzelnen Geschlechtsorgane des Weibes unter besonderer Berücksichtigung der drei Altersstufen vor der GescAechts- reife, während'dieser und nach den Wechseljahren. Besonders mtevessant waren dabei seine Ausführungen über die Verhütung von Frauenkrankheiten, bereu ausführliche Besprechung den zweiten Teil des Vortrags bildete. ** I n der Männervereinigung der Johannesgemeinte findet Samstag, 23. Oktober, abends 8 Uhr, im Jio'hannessaal Vortrag des Direktors Winkler über: Der gegenwärtige Kampf um unsere Schule und unsere Pflicht, statt. ** Eisenbahnwesen. Zum ersten Male ist Gelegenheit geboten, das Eisenbahnwesen in der Volkshochschule in Wort und Bild für jeden Laien verständlich vorgesührt zu bekommen. Es sind -hierzu die besten Kttifte gewonnen, die eine Garantie dafür bieten, daß jeder Hörer zufrieden gestellt wird. Tie Vorträge beginnen am Montag, den 25. Oktober, abends 7 Uhr, in der Oberrealschule. Sie sollen keine Fachausbildung fein, sondern werden fo gehalten, oaß sie jedem einen Einblick in die verschiedensten Betriebszweige gestatten, in deren Getriebe auch nicht eine Schraube locker fein darf, um den Gang nicht zu stören. Auch junge Eisen- bahnhilfsbearnte und Juristen werden viel aus den Vorträgen lernen. Ta auch eine Führung durch die Bettiebsräurne der Eisenbahn vorgesehen ist, ist der Besuch jedem zu empfehlen. ** Die Ringkämpfe im Hotel Einhorn wurden gestern abend zu Ende geführt. Schneider blieb in dem Endkamps nach einer Gesamtringzxft von 53 Minuten Sieger; Hitzler siegte ebenfalls über Modo all i nach einer Gesamtzeit von 35 Minuten. Im Anschluß an diese SÄußkämpfe wer den die Preise Verteilt. Den ersten Preis in Höhe von 2000 Mark nebst Pokal erhielt Schneider, den zweiten mit 1000 Mark Hitzler, und Ma- boalli den dritten Preis mit 800 Mark. ** Tie Lichtspiele Seltersweg bitten uns, mit,zu teilen, daß der Harry Piel-Füm „Um eine Million" sckwn von heute al läuft. Tem Wunsche der Besucher nachkommend, wird auch von heute ab das Theater geheizt. Landkreis Gießen. * Beuern, 20. Oft. Heute feiern die (Sbe* laute Joh. Karl Funk, Zimmermeister, und ferne iFrau Marie geb. Ranft das Fest der silberner. Hochzeit. d. Hungen, 19. Okt. In der vergangenen Nacht wurde in der Güterhalle tes hiesigen Bahnhofes erngebrochen. Mehrere Kisten wurden erbrochen imb daraus Lebensmittel, hauptsächlich Mehl im Werte von 600 Mk. gestvhler Den Schließkorb eines Bahnangestellten nahmen die Tiebe ebenfalls mit. In der vorhergehenden Nacht wurde in einem Hungener Privathause gleick- falls ein Einbruch versucht; die Tiebe wurden aber anscheinend gestört. In beiden Fällen hat man von den Tätern noch keine Spur. O Lauterbach, 18. Oft. Unsere Statt hat nicht nur ihre landwirtschaftliche Winterschule, sie bekommt jekt auch eine gewerbliche Fachschule. Die bisherige Handwerferschule wrtt> Cur Bemühen des Gewerbe Vereins zu einer solchen aus- gebaut. Tie sogen. Sonntagszeichensckule Witt) aui Wochentage verlegt. Tas Lehrpersonal wird vor der Alsfelder Gewerbeschule gestellt. Unterrichtet wird in Zeichnen, Deutsch, Rechnen, Raumfehn und Physik. Zum Leiter der Schule wurde Hauptlehrer Mündel bestimmt. — Von der Handwerkskammer Darmstadt ist hier für den 29. Oktober ernt Kveisversain mlung sämtlicher Handwerker des Kreises Lauterbach anberaumt worden. Sie wird sich mit dem immer dringlicher werdenden Zusammenschluß des gesamten Handwerks beschäftigen lp Leihgestern, 20. Okt. Die txom hiesigen Obst- und Gartenbauverein veranstaltete Obst' ausstellung vereinigte alle in hiesiger Gemarkung angepslanzden Obstsotten, Tafel- und Wirt- schaftsobst. Im 275 Nummern wurde der überaus großen Zahl der Besucher die schönen Früchte in prächtiger Ausmachung rar Augen geführt. Die Ausstellung und die Neupftanzungen der letzte-. Jahre zeugen von dem großen Interesse, das mm hier dem Obstbau entgegenbringt und der Bedeutung, die man ihm beimißt. Bald wttd unfer freundliches Heimatsdorf von fruchtbaren Obft anlagen ganz umkränzt fein. Man hat hier btt Wahrheit des Wortes: „Aus jeden Raum pflam einen Baum, pflege fein, er bringt dir's ein", erfahren und verwirklicht es. Stein he im b. Hungen, 18. Okt. Gesten kehrte hust der letzte Gefangene zurück. Es ii Ludwig Eisen, ter Juni 1916 tn Gefangenschail een war. Er war zuletzt in Andischän. A« d brachte ihm der Gesangverein ein Ständchen. X Wieseck, 19. Ott. In seiner letztet Sitzung entschied der Gemetnderat gemäi einem Antrag des Kreisamts betr. Unterhalts und Reinigung der Kreisstraßen und fetzte de Ortsdurchfahrten neu fest. Abgelehnt iuurt* das Gesuch des Wilhelm Eckhard II. um GeivL nmg eines weiteren Baukostenzuschusses Tie sich steigernden finanziellen Schwierigk> iten 06 i Gemeinde zwangen zur Ertebung eines Sprung geldes, das für Rindvieh auf 5 Mk., für’ Schweine auf 8 Mk. und für Ziegen auf 2 Ml festgesetzt wurde; auch wurde der Beitrag bei Sck>ashalter zur Unterhaltung der Schafherde für jedes Stück von bisher 1 Mk. auf 3 Mk. erhöht. Bewilligt wurde ein Gelände-I tausch einer Wüstung an Karl Kreiling HL für gutes Ackerland zu gleichen Flächen und die Gebühren für verschiedene Kommissionen ^i!- geheißen. Nicht genehmigt wurde ein Versterbt' rungsgebot auf die Sandgrube in der Heid- mit 1551 Mk. und der Preis von Sand in bc Badenburger Hohl auf 3 Mk. für tot Kubikmeter festgesetzt. Da das Schützenhaur, bei der Badenburg durch fein Alter eilt Reparatur nicht mehr lohnt, soll es auf Abbcuo versteigert werden; ein Neubau, als Wohmni; eines Flurschützen dringend erwünscht, soll nächsls Frühjahr ausgefühtt werden. Kreis Friedberg. — Bad-Nauheint, 18. Ott. Die hiesice Ottsgnippe des Reichsbundes ter Kneife beschädigten veranstaltete in der Turnhalle eira gut besuchten Unterhaltungsabend, dessen anfe> licher Reinertrag hillsbedürftigen Mllglledern p- gaite kommt. Die Vereinigung hatte die buffe' Dramatische Gesellschaft zurr Mitwirkung! a-twouMt die leicht verständliche, unterhaltende Kunst 6ä Eine Tombola war mit dem Abend wrfentta schränken. Die Ueberfetzung Wilhelm Herzogs ü ohne Vergleich mit dem Original schwer zu beu? teilen. Der sonstigen Sprache Rollands gepenäbe scheint sie stark abgeschwächt und verweichlicht. Revoluttonen sind Angelegenheiten des ves. Sie werden es auch bei politischer Glnd berechtigung der Frauen bleiben. Es ist daher rid verwunderlich, wenn Rolland auf weibliche FigllN» verzichtet. Dafür sind die einzelnen Charattere imp meisterlicher gezeichnet. Sie nach^ufühlen ist Item nicht aber, sie auszufüllen. Trotzdem war die M .stellung über Ermatten gart. Vor allem taffe Oskar Feige! als Teulier hervor. Blieb «fe noch ein letzter Rest von Pathos, wo lauteres Gchi» quellen sollte, so war doch die sonst intellrffgeMi' digte Gestalt so sicher erfaßt und so fonfeae®' durchgeführt, daß man dieser Leistung rückhall' Anerkennung zollen muß. Schärfer ausgefeilt ttxi Adolf Telekvs d'Oyron, während Karl Iu®!' kes Verrat trotz allem noch zu zahm, nichts.'- wüchsig brutal genug wirkte. Verrat ist in Vicklol ein kleiner Danton. Harry Noebert, in btt Maske gut, erschien gegen Schluß zu passiv, öfe den übrigen Darstellern sei Karl V o 1 ck ber®oi' gehoben, ter den Spion mit ergreifender VerzMtt- lung um fein Leben betteln ließ. Die Spielleitung Adolf Teleky zeigte fii diesmal den Massenszenen, die mehrfach txn ruv geordnetes Chaos ergaben, aus dem nur unzuittn- menhäugende Worte verständlich wurden, nicht ysü gewachsen. Sicher wären auch die Nachtszenen mt' kungsvoller, wenn sie nur auf KerzenbeleuchWlS eingestellt wären. Man muß diesem Stück den besten Bssud wünschen. 2S. MW X Mieter nob .xx>«Sbefitzer. rm Frankfurt a M, 19 .Oft. In EwerleMk Titr Besprechung per Mieterorganisatwnen iit* sestgestellt, daß der Reichsbund ler und Frankfrrrter Verein organisiert. «ntlich eine Verdoppelung der Miete. — am 15. b. Mts. im tSsicht gestellt, wenn die Forderung der m rusbesitzer auf weitere Steigerung über die jherige gesetzliche Höchstarenze (20 ei die Miete von 1914) durchgehe mifet Bald tritt ex t, er bringt dir'- a fittriale. 6nt ö8rgetli6e Atze. kehenerZleischhallt n fitk st» ff r ine schönen ®t Angen 9 W Mk. und rtreten. mc. Frankfur t a. M., 19. Oft. Die «linenschlößchen über 4000 Vertreter der Üatrrfrrife zum Protest ge^en Mietsteige- •Jt^en, Mietsteuer und das m der Vorlage rLrauchbare Reichs miete ngesetz zusammen. ' wurde ein Streif der Mieter in Betreffs günstigen Einkaufs kostet diese Woche das Fleisch der Hausbesitzer einigermaßen zu er- * Hierzu tritt für auswärtige S^ükruv- Schüjer ein Zuschlag txm 20 PrvMmt. Hessen-Nassau. WlMMSßltt (Textors Terrasse) Den verehrten Vereinen, Korporationen k Privat-Gesellschaften bringe ich meinen «al mit vollständig neuher» >i-richteter Theater-Bühne 1 vierfacher Aufmachungszum Abhalten von Minsfestlichkeiten und Tanzkränzchen in Viehlende Erinnerung. — Gleichzeitig halte I mich bestens empfohlen als Festwirt in itwren Lokalen, wo kein Wirt vorhanden ist. Pr»-. . Die matscher Mieterorganisationen umehr über 2 Millionen Mieter umfaßt. Mieterschutz verband der Länder am unter Führung von Wiesbaden um* das ganze besetzte Gebiet von der Pfalz an die holländische Grenze, die übrigen beider Hessen und Waldeck werden vom Um geneigten Zuspruch bittet Heinrich Dechert mdt 8. eiTSTT Telephon 1056. 1916 in mSbesitzer, haben sich zu einem großen Ber- ulkht m MWvrl: vereinigt. In der ersten Versammlung sangvereinemvtMM 1Cj>€ beschlossen, durch Mietzuschläge die Ott. ^tt Kuttr ----- Gemeinde"! ,mn Gerung war durch ihren Dezernenten, das SiM 9tann rh Eteinigungsamt durch seinen Vorsitzenden amts betr. Unter hcri üflrafjm uni» KM teu fest. Abgckehntw Eckhard IL um M lutofttniuimuiH Men Wtnflt.itn' rhebung eines Svnn idvich Ml o -‘t; ’ ib für 3i* “1*1 nmrbe der B'ck«« t mürbe ein Gel Lid u M Mw«».; km Flächen und w l ee°»"nis>i-L rigt mürbe em darubelnbrrt : MiS von Stilb.11* bl Ml 3 Ml. i»; M A.W.SV pro Pfund (5 _ „ , . . _. ungen, 18. Ott. tor -rnkfurter Hausbesitzer-Vereine, efangene zurück. Kv inlich Hausbesitzerbund und Verein der Walltorstrahe 32. 017399 ^eschSstsverlegung. tbm El nrt, io. it bem^^d L Lichtspiele Seltersweg Der greBen Nachfrage wegen k schon von heute ab der große W Harry-Piel-Film: umc -Um eine Billion Sensationelles Abenteuer in 5 Akten. L DasTheater i*t gut geheizt. r Anfang 4 Uhr.letzteVorstellungViSUhr „ vav-Vaubeim. 19 di. Im ffur« ..u4 hM mrni 'W> für den Winter etwas gFtnflt» 'ffi gcimr-bl Aus den großen ÄMtaerttöumen num nun in die behaglichen Räume des Lese, .ch Gesell'chaßs-nmners umgoogrn, worin jetzt die Konzerte des Kwovrcheilcrs stattsrnden. leben be.i s myrten wird den immer noch tat*- kl4 anwesenden Kurgästen auch fcmft wähn-nd des vBers viel Unterhaltung geboten iv-rden können, gaben heute abend Mitglieder des Frankfurter sfeufpiriboute »r noch gut bestücktem Hause 'ar Halbes „Der Stvorn" im Theatc-rsaal. Auch iä Snei'ener Stadltheater, unser beliebtes Äur* • csrtfr, Haffen nnr während der Winterrmmate des 6 r= 1*^4' i ."M aj»» Pb ton 6en bnüe Wem . Meiner verehrt. Kundschaft sowie der ^inwobnerschnft von Gieben die -v'irieitnng' dan ich meine Metzgerei von Marburger Strohe 34 nach "ndwigsplatz 14 verlegt habe. — Ich halte mich auch fernerhin bestens empfohlen. . Hochachtungsvoll 11148 W1 Zcharmann, Metzgermeister. «hrpnsM mit b1 {e «■ Untern^ d. Rechnen, Ahile mich? _ 7. Dm der .ArbmAO^E lcher üxmtRwrte tr Mit vorbei. 3t Bia uww,W|M»v» wvv... ^(fatrwiWr u Yrctf> Steigerung und Mietsteuer droht bc- '-vwwvmsbejchjnip 5—xn 210 Prvzent der Realsteuer als Srerssteuer erforderlich» die Erhebung von 100 Prv- »ent Hai der LreiAtag bereits besckch>sfen. mt. 3 ranff urt a. 3R., 19. Oft Die Fran?» futter Aer-teschaft hat den mit der Ortskrankenkasse ahgeschhoi'senrn Scrmu] tun H>» Twriramg der (Stn^eflrirtunq - und Fettstclle sofort anznmelden. Da durch oie bis- herlge Führung deS BtttzLatastero diese Bestimmui»g durch die weittvgehenden Verpflichtungen, ine die Katasterführung mit sich kodjtat, mcher lletanur orten men ist, haben nxr Beran lasfung, erneu i auf diese Bestimmung der Larrdes-M tl* und Fett stelle vom 18. Dezember 1917 bbunorrtfat mit dem Bemerken, datz tnc ZuWÜLrhanttungen gegen diese Bestimmung nach £ 37 feer Vekaantmachmrg vom 18. Dezember 1917 unter hohe Strafen gestellt werden. Maul-undKlavenseucheinGiesten tllnienbrauerei). In der Uniontewrei Giestm ist die Seuche erlasthar. Die Gemarkuna Giesten westlich der Lahn wirb aus dem Sperr gebiet ausgeschie- den ueb dem Beobachtururs«tttet für das Sperrgebiet Siesten emgegtiebert. In Ettings Hausen und Hatten ro bist die Maul- und Kterenseucke amtlich feftgeftefk worden. Es wird gebildet eia Sperrbezirk, bestehend aus den ®enw*nxKn Et trntzS Hamen und Hattenrod. Die BcobechtunoÄgebiete bteiben irnverändert In Grosten-Dnseck ist die Maul- und tKlauem'euche amtlich sestgcfteüt warben Es wird | BAUER Molttatr.22-few.269 L Qualitätsware 1 V ZU Mfliien J Preises. An- u. Verkauf von Lumvcu, Gisen.Me lalle». Knocke«, Papier, Flasche», gebe. Maichiue«. !I2 Louis Rothenberger ImsTiiH Kaifee, frisch gerö't., beste Qual. Mk. 24JiO, ist. 1U- rehe-MarffartDe >wtS frisch Mi btlL Tagespreis. c,7n der Ernährung ab. Wie im ,,2tedler" angegeben wird, hat eur ttesundes, gut ausgelnldetes Hansstubn etwa 600 Eümlagen im Eierstock. Junge Hickner können im ersten Lebensjahre etwa 15—20 Eier legen: im zweiten Jahre dürfte e$ ein normales Huchn auf etwa 100—120 Stück bringen, im dritten Jahre auf 120—140, im vierten auf etwa 100—120, im fteften auf 60—80, im sechsten auf 50—60. Im siebenten ^ahrr legt es nur itxtj 30—40 Eier, im achten höchstens 10—20 und damit ist das Eierlegen für immer erschötet Drs dieser Zusammen iieTIunq geht heovor, dast bereits mit dem inerten Lebeasiatzr der Sjerc-rtrag znrückaeht und vom sumsten Jtchre ab so «rrinq ist, dost sich die Haltung des Time» nicht mehr lahnt Bei guter Fütterung und Pflege sind in den ersten Jahren auch mehr Eier M erjtzelen; die Hühner werden aber bann mehr abgenutzt und legen in den späteren Jahren nach weniger Der Hühnerzüchter sollte also seine Tiere nicht länger als 3—4 Jahre halten Nock dieser Zeit gehört die Henne in den Taps. Än der ungenügenden Menge t«on Eiern, über die sich so manche Besitzerin eines HühnerchofeS beklagt sind vieffach die zu alten Hühner schuld, von denen sie sich nicht ttennen kann Um genau zu wissen wie alt die Htvtzter sind, mutz man sie drirch Fust- ringe zeichnen. Der tnifebte*' Die Expedition AmundfcnS. Wie das „Berl. Tagebl." aus Kopenhagen meldet, berichtet ein SchiffskapitLn, ber in Seattle an gekommen ist, bag das Ex- pedittoirAschiff Anrundsens im Eise bei Kap Serges festsitzt Berlin, 19. Oft. Dem „Berl. Lokal« Anzeigeri' zufolge hat die Stadt Magdeburg das ehemalige Kaiserjagdschloß Letzlingen erwarben, um es zu einem Heim für pensionierte Beamte umzubauen. Sonderburg, 19. Oft. (WTB.) In der vergangenen Nacht brannte eine Oelmghle in der Perlstraße ab, vermutlich infolge von.Selbstentzündung. Der'Schaden wird auf 3—4 Millionen dänische Kronen geschätzt. Etwa 100 Arbeiter sind beschäftigungslos. Wurmt, ntrcijt, ltist erregbort, MM 'üieuiArti nehmen auf Grund ärmlichen Urteil» mitt|WlH Eavdolactin «mUch-nhoSohorfaure» stalfpräoarati als Kräiliaunasmittel. ES reat den Avoetii an, krästigt die Nerven, verbessert den Schlat, belebt die Geslch'Ssarbc und hebt dnS Allaemein- befinden. 252 Tabletten für eine ^wöchentliche Kur HM6.—. Erhältlich in allen Apotheken. (loeJd Lichtspiele Seltersweg Der großen Nachfrage wegen Wchoi von hente ab der große Harry-Piel-Film: m»ic Um eine Million Sensationelles Abenteuer in 6 Akten. DasTheater ist gut geheizt. Anfang 4 Uhr, letzte Vorstellung V«9 Uhr Statt Karten. Kätchen Kolb Heinrich Dogel Verlobte Dettroeiler ((Elf.) Gichen Oktober 1920 ...........................................-...... Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut an Abraham Hofmann und Frau Rosel geb. Wechsler München, den 15. Oktober 1920 ejTW j Für die uns anläßlich unserer Vermählung I: erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich. । Heinrich Roth r und Frau Elmire geb. Stimmet. ♦ OIHM r.............................................-............ TonnerStag den 21. Oktober 1920 abend» MlsM Morgens: wM. Offert, unter 1291 ^aaßelsxillang Grabow (iReekL).____llt« ßrfiifir. MMchilfk« für Möbel- und Wagen- lachierung für sof. gesucht. Kamcrcit, Malermeister, Laasphe a. d. L. m» dÄe Stütze in ktnderl. HanShalt bei Fam.-Anschl. v. I. 11. 20 ober später gesucht, »i«» Phil. G. Metzger, Bahnhofs • Restaurant, Bischofsheim bei Mainz. Tüchtige Putzfrau für 1—2 Stunden für sofort gesucht. 11162 Zahnarzt Haubach, Selteröweg 79 II. Mchcn oto grillt für einige Stdn. vorm. ges. Bleichstraßc 33 L, 017385 Uhl Wwe. ita'jiW auf sofort oder später gesucht. Angebote mit Bild erbet. D. PfeilFe-, Depositenkasse. Dillenburg. W. MB M.Wrn für meinen kleinen HanS- hal» gesucht. 017380 Christiane öanbach, Moltkestrsße 12. westsäl. Eisen-Großhandlung sucht für Gießen und Umgebung bei Fabriken und Handwerkern gut eingeführten und mit der Eisen-Grob- u. Kleineisenwaren-Branche ooNommen vertrauten Reisenden. Schristl. Angebote unter 111600 an den Giehener Anzeiger erbeten. Hiesige Großhandelsfirmn sucht zum sof. Eintritt ötBareounniltileetoiflirm gesetzten Alters. Es kommen nur Kaufleute in «>rage, die mit nachweisbarem Erfolg schon derartige Posten bekleidet haben. Schristl. Angebote mit Zeugnisabschriften u. 11125 an den Gieß. Anz. Jüngerer, schreibgewandter, gewissenbafter Mann (Kontordiener, besserer Arbeiter oder Handwerker) von großem Fabrikgeschäft zu möglichst sofortigem Eintritt gesucht. Dauerstellung. Schriit- liche Angebote unter 108901) a. d. Gien Anz. erbeten. Auf das Kontor einer hiesigen größeren Zigarren- abrik wird für sofort ein junger Manu mit Einjährigen-Berechtigung als Lehrling gesucht. Schriftliche Angebote unter 11144D an den Gießener Anzeiger. Für hiesiges Fabrik-Bureau wird . zum sofortigen Eintritt ein Lehrmädchen gesucht. Schristl. Angebote unt. 11154V an den Giepener Anzeiger. Hilfsköchin gesucht. Für die Provinzial- Siechenanstalt in Gießen wird zum 1. Dez. 1920 eine Hilfsköchin (Bei- kö-bin) gesucht. Neben freier Station wird tarifmäßige Barvergütung gewährt. Meldungen unter Anschluß von Zeugnissen alsbald erbeten. 11158V Gießen, d. 19. Oft. 1920. prOTinjiQl-öWnanfftm Gießen. LtMl.M.KrMttiil 30 I., ev., w. nut bestem Ers. jahrelang unterricht, hat, beste Zengn. vorh., selb, ist auch in Küche und Hausw. durchaus ers.und tücht.,suchtpaff.Wirkungs- kreis in gut. Farn, b voll. Familienanschl. Schristl. Angebote unter 11163 an den Gießener Anzeiger. I Verkaufe | Trauer Ziege zn verkauien. J. Dietz, Schiffend. Weg. 017402 IM» Ktigc-Pltstt m. 4-, 5- U.6-Zimmermohn. in gut. 8 ;fle zu wert «mu Ein», Friedrichstr. 14 I. gut cthaltcm Landauer zu verkansen. Auskunft u. Besichtigung bei l,011D 8g. W. Kail 1=8. Gießen, Neustadt 32. Leichtes elegantes Halbverdeck preiswert zu verk. Schr. Ang. u. 11170 an d. G- A. 11075] Mehrere Pferdegeschirre und Kutschwagen zu verkauf. Zu erfragen Sclterswcg 7.3. Eklkgcnhtitrstiisc! 1 Herrenfahrrad, fast neu, m. Beretf., 1 lederne Handtasche, 1 Damen- schreibtisch, Stühle, Herren Paletots, ein Tcpvick vretsw. zu verk. Ilans Kratz, n.v-.M Brandgasse 8. laitepÄr 2 Meter hoch, fast neu, preiswert zu verkaufen »ott Scltersweg 72. 2 Lanüösen, ein gett. Äifttnljtrl, 1 neuer Herd, 1 Tafel- wage, 2 Gasherde billigst Schlosserei Schön, mos Schanzenstraße 1. 1 Hobelbank, 1 Drück- karren, I Stelleiter u. 1 Tisch zu verkaufen 017371 Steinstraße 88» 1. toaSzuglamve, 1 P. schw. Samtschuhe (40) u. 1 schw. Damen-Filrbnt zu öerfnnfen 017417 Ludwigstraße 8 H. v. mit dazu gehörig. Ernteleitern zu verkauf, m?*» Geer« Hofmann, Rodbeim a. d. Bieber. Pfarrgasse. Winteckrnk« A IN^ Schäfer, Licher Str.9. im Neustädter 31 l CC n-eld und Dlckwnrzblditer abzugeben. Näheres 111153 Frankfurter Str. 29. BtasfäRaFiMniL (Schneiderarbeit) und Ceverroal-flerreiÄrzisiier getragen, billig -u verk. »7'2, Wcnsteittstr. 36 p. fprmänn.-Ärbeitsscbn'ae «Gr. 43), 1 Paar braune EaTnea-Schaüruehuhe (40) u. 1 Paar br. Damea-Chev.- Snangenschnhe (Gröste33) sehr preiswert zu verkant. 017422 Nieaelpfad 38. Anzus. uach 7 Uhr abdS. für rohes Sleiö "Um zu vettauseu 017384 Bruchstr. 14 II. Petroleum-Kauue.rwei Petrol. Stehlampen u. 1 Hängelampe zu verk. nn.w Babnhosstr. 49 III. sslMen nnö zDr zu vertonten. 017369 Bnrggraben 9. SU ildenW zu verkauien 017383 Goetbettraße 25 v. tont erhaltener Militärmautel zu kauf. gei. Schr. Angeb. u. 0'7415 an d. Gieß. Anz. Winteriiberzieber und Schaftenstiefel zu verk. ol7s7n Bergstraße 9 p. EllleMrsr Satte für Wattierungen preiswert abzugeben 017372 Hcnselstraße 4 I. 4 ital. alte Violinen zu verkaufen. 11171 Ludwig Knaf, Mustker, lBiidinaen «Oberhessen). ®ateWae®eig? (ganze) mit Schule und änderenNoten nebst allem Zubehör zu verkaufen, onflgo Krcuzplatz 4 I. Telephon 1270 Telephon 1270 befindet. 11177 Dl Sie werden dort in Lithographie, Buch- und Steindruck gut schnell und preiswert bedient, vruckmuster auf Wunsch sofort. 8 Denken Sie bitte daran datz die Druckerei Christ sich nur Wetzste instraßeNo.38 Ju kleinen Haushalt wird ein durchaus erfahr. Mädchen das kochen kann und selbständig arbeitet, gesucht i.,m Kaiser Allee 24II. Dienstmädchen gesucht. 017396 H. Noll, Neustadt 57. Gut emvsohl. Mädchen zu 2 alt. Leuten für sofort oder später gesucht 01737» Babnbofstraße Kl I r. Suche für sofort evtl später ein tüchtiges SmMW. Fran ynstizrat Dr. Rosenberg, ______Alicestraße 5. Suche für sofort ob. spät, bei bobem Lohn thcht. NllbÄ-N das selbst, «iiweytll, kochen kann u. alle Hausarbeit verst. Zweitmädchen Vorhand. Fran Dr. Weyl, J1156) Liebigstraße 32. | Stellengesuche! M.kMMI selbständig in Ackerbau und Fuhrwerk, macht Stellung. Schristl. Angebo'e unter 11167 an den Gieß. Anz. Fräulein mit 6j. 'Burenin vrnris such, Stellung bei bescheid. Ansvrüchen für 1 sofort. Schr. An geb. unt. 111026 an den Gieß. Anz. Vie Auftraggeber kleiner Verlaufs« Anzei-en werden oebeieii, unter allen derart gen Angeboten Ihre Adretze iStrahe, Hausnummer unbStoa- werkl zu verSsientlichen. Soll di« »dretze verdeckt bleiben, Io wolle man ^christlich« Angebot, unter der 2I*xeigeimumm«r for6em. $lu»hunit über Adresien u f. f. durch ole SeschSstotzelle dann nicht erteilt werden._______ 1 Stamm 1/3 tvß amerik. Leghornhühner zu verkaufen 017401 Frankfurter Straße 7. Größere Partie Zucht-Hasen verkauft Hardthof bei Gietten.H053 Fobernaan- n. Airedale- Rude, 13M. o.,62cm©dnil- terh.,schw.m.rostgelb.Abz. schön. Itrk Ex.,- ro.er, s.Herr od.Herrin angegr , i. er ge- fährl.scharsu.g.a.d.Mann. Borz Avv., Blust. v.Dress., gnt.Svring. u.Schwim., ff. Nase. Br. 900 M. L. Voht, Schelf, Baaptstr. 9. 11178 Gebe von meiner scharfen 01700 Wirt L. Nagel, Langd bei Hungen. StfttftlWiftrÄX freiem Laden und Hinter- räumen sof. zu verk „74ll Kim, Frieorichstr. 14 I. SUjiflfjiimet- und Sööjeaeiatlfljtang preiswert abzugeben. 1017416 Gteiuttr. 78 p. Sehnen 017427 Sonnenttr. 32. Ein noch gut erhaltener ** zügle di Fußballbiille m. 2 Blasen billig abzn- geben [O,7 87l Slrofdorfer Straße 4 l, links. Gut erhaltene BctWcinitMetretzc zu verk. Groß.-Linde:t, Bahnhofstr. 60. 017400 1 Grammophon n. Spiegel z„ verk. 017409 Süd Anl. 10 III. WMMauf 2 Paar 14 kar., neue, e Trauringe billig zu verkaufen. An- zufragen bei 11139c Höhn, Frankfurt a. ÜL, Bleidenstraße 16. Briefmarkensammlung zu verkaufen. Schr. Ang. n. 017406 an d. Gieß. Anz. Bnetelflto Blalnmantfl unö runO?r 3th! og?n für jung. Mädch. zu verk. onm Moltkeftraßc 24. Ein fast neues, graues Kostüm, Gr.44. 2 Dam.- Ntäutel, Gr.44 it.46, eine wollene Strickjacke und ein neuer, Heller Militär- Mantel zu verk. [017.581 Ludwiastrabe 10 1L | Kaufgesuche | Fcttes LslaWwein zu kaufen gesucht. 017413 Eim, Jriedrichstr. 14 I. Kontrollkasse National, möglichst mit Mehrschubladen u. Bon gesucht. Angebote m.Preis u. Beschreibung an Alfred Haarath, Frankfurt a. EI., NeueMainzerStr.80.^8s Spengler sucht evtl. nebr. Rund- öd. Rördelmascliine »U kaufen. Schr. Angeb. u. 11146 an d. Gieß. Anz. pelzkragett f. Herrenmantel zu kauf, gesucht. Schr. Angeb. u. 017378 an den Gieß. Anz. Für l0S*>D Stricklumpen u.wslladfälle erhalten Sie immer höchste Bezahlung oder lliiitoufdi jeotn prima Skiifroiät. DiezstraDe 6. erhaltener SStMS zu kaufen gesucht. Schr. Angeboie unter 11152 an den Glebeuer Anzeiger. \ Vereine 017405 wert. I Donnerstag frisch eintresfend: Hl Rollmops Stück 1*50 Salzheringe @t. 1.50 vismarckheringe @t 1.10 Schade & Füllgrade toießen, Bahnhofstr. 60 Tel. 1097. - Gegr. 1909. Bis 1. November täglich Ausnahme für die begonnene Winter- halbjahresklaffe. [1,7“c Ml Nachi iW wib gehen u ÄM 15 Prvz Es teilt tzgdesFiln M einer Anj Gründ 1. Kia vier Unterricht erteilt Johanna Vogt Goethestraße 32 III. MIJ 1 Mil itttrpaß auf den Namen Franz Buchberger, verlöre,. Abzug, gegen Belohnrni, 017425) Riegelpfad 38, Bahnhofstraße 26 Ludwigstrnße 20 11164c Walltvrstraße 24. kK ikx Donnerstag, 21. Cft, vorm. 9 Uhr, soll , Freiladegleis der (Süteu 'I obferttgung Gießen ein B Waggon Weißkohl öffentlich, meiftbietenh B gegen Barzahlung ce^ | steigert werden. 11140t; I Die kOiiterabfertigung In Mathematik für Oberientaner Nach 1 hilfestuildcn ges. Geü. | schristl. Angebote u. Uli: 1 an d. Giesteuer Anzeige, 1 I ijjjt IrX Am in dem ■Urten W ■*n unt) bie S KnjungSreriu! D Ng. Sckul Ra Kni'pnilb. Mhcit des vnu WM so schnell ■ ffli aber l ■M sei sie b ■ MibentSö Kufe könne bc W die Togrsvä) aigtn zur Eröl u Tas Haus h ^.nämlich dir C | Aus eine An »Regierung im Wkiitlandkommis von eine feige abhängic Kt ffanzösWn langen zu sorde Mffar : Werim Sür das Hitzen ■tßefrift vnt 4 feitnntg hieri ■n$red)t sehe Ullordming bta I Sus eine 2fn fei des Nufttk Srin in TallsÄ Wsr Mgeger" We, entMtek kaitransport an WMkl und hn WKinlrrs bunte ULif eine meid Mi Zulassung U''rnd eite Ausl Wbimhmeg nick WA >1, MD k an. utm Sa oul etn1 tzSouMM, Kn W Eit rin noü L ei bent M B dm * ^Dr.Löivensi noch n keine B, der Cledii Wnt?. schreffr L über die: ÄR d Ä^tber Heute und morgen greifbar Schellfische 3 Größen Goldbarsch ohne §lovf Rotzungen große, empfiehlt GklNZDllWW. Marktplatz 21, gegenüber der Engelapotheke. Telephon 942.Hl66 5lakao v. 17 M. p. Pfd. an, in allen Preislagen, Bruchreis u. Bollrcis, M. 4.20, 5.20 und 6.80, Maisgrieß, Maismehl, blütenmeiß, Dofenmilch, M. 8.80 u. 9.80 per Dose, Tee, Llaffee u. a. preis- CabliaU- mittel ohne Kopf Bratschoimsche Plnnd 2.60 [z ^611 rBi=LttWe« 1 Wta l”it -'hne ® freie LmMß Die regelmäßigen Turi- stunden der Mäuntt- Abteilung beginnen ni Zreitag, 22. Oktob., abM. 8 Uhr, in der Tuw Halle der Stadtknateii- schule (Nord-Anlage). 11165 Der Borftan), Kaufe8 getragene Herren- und Damcnkleidcr, Schuhe Wäsche, Möbel aff. Art. L. Rosenzweig Gießen,Scltersweg58l Kaufe zu höchsten Preisen Lumpen, Flafchcn.Ncu- turb, Papier, Ncuweiß, Kaninchenfelle. I,öwy, Nodi-eimer Str. 43. j^mgfehiungen] lll kflMD Gieß«. Heute abend 8l/< Ubt, Hotel Köhler: ln*r Geschästl.ZitzUW Mäunervereinigung der Johannesaemeindt.! Samstag, 23. Oktob«) abeudS 8 Uhr, im Jß- hauuessaal: 1 Vortraß des Direkt^ Winkler über: " Der gegenwärt. Kamt um unsere Schule uw’ unsere Pflicht, ---q Löberstrsßc 19, Hth. Berkans tagt. 9-12 Ub r. Schweizer Käse Tilsiter Käse Handkäse in besten Qualitäten empfiehlt 11115 Heinrich Driesch, Seltersweg 70. 2 bessere Herren finden fluten bürgerlichen Mittags- u. Abendtisch 017341 Wetxlarer Weg 17. Piasro gebraucht, zu kaufen gesucht. Angeb. m. Preis an Alfred l inke, LlvSsv. Weserstraße 9. 017414 Briefmarken. Stanze Sammlungen, auch eiuzelue bessere Df orten, besonders von Altdeutschland, Briefe und Ulkten ans den Jahren 1850—1870 zu kaufen ges. Zahle hohe Preise. Schr. Ang, u. 017407 an d. G. A. Natur-volki „3 Eier in der Tüte" garantiert Naturprodukt ohne jeden Zusatz. Im Haushalt für alle Koch- und Backzwecke wie frisches Ei verwendbar. • _________________Paket Italienische Teigwaren Hörnchen, Spaghetti. tn _ Bandnudeln Pfund We Holländische Stangen- Makkaroni Pfund 10.— Maisgrieß °Cl6 Pfund 3.40 In uns. Zentrale frisch eingetroffen: 2 Waggon Haferflocken Pfund 3.30 Wer arbeitet Filet - Einsa,? für Vorffnng fertig? Schr. Angebote unte: 11141 an den Gieß. An, Näherin nimmt noch Kunden itf" Hause an. Neuataätl2II, Türe links. [0173^ Wer übernimmt btf Bäumen! Schristl. Angebote untet 017392 an den Gieß. Am Für Obcrsekundatut wird gute Pension fit dieWimermonate gesnch Schristl. ^Ingeb. u. 0173» an den Gießener AnzeiiL kutttPnlMW evtl, mit Abendtisch, öol Bankbeamten ges. Schu Ang, u. 017388 an d. G.tt Hündin, Zoxer, glatth.4 schw., weiß. Brust u. Psc!.' zügel.»edlo»«. UV „Nein, ich bvachtt mein ganzes bisheriges Leben in Großstädten zu. Gerade deshalb hege ich einen jb tiefen Abscheu gegen sie." „Ach, wie ist das möglich! Da müssen Sie allerdings recht schlimme Erfahrungen gemacht haben." _ „Mir wenigstens erschienen fte jo. — eie gedenken als) nicht, dauernd in Tiesenbrmm zu bleiben?" „Das Schicksal möge mich in Gnaden davor bewahren. Uebrigens — eine Getvissensfrage, Derr Brandt: Halten Sie den Sanitätsrat Barenthin für einen tüchtigen Arzt?" „Tarüber steht mir kern Urteil $u. ich weil; nur, das; er allgemein dafür gilt. Gr ist hier seit Jahrzehnten die erste ärzüiche Autorität; und erst in dn allerjüngsten Zeit verringerte sich seme Praxis durch die wachsende Beliebtheit des Tot» tot Germering." „Ick will dem Herrn gewiß nicht zu nahe treten. Ich meine nur, in einem so ernsten Fall, wie es der meines Schviegervatrrs ist, hätte er eigentlich noch einen zweiten Arzt zuziehen sollen." „Läßt er sich nicht während seiner jetzigen Krankheit durch Doktor (Germering vertreten?" „Er hat es meinem Schwiegervater vorgeschlagen: aber der Kranke will keine neuen Gesichter um sich sehen. Er behauptet, daß es ihm besser gehe; dock- ich kann nicht reckst daran glauben." Brandt, der an Signe vorbei zum Fenster hin- ausgesehen hatte, deutete mit einer Kopchewe-sung gegen dre Stvaßc hin. „Wenn es Sie interessiert, Doktor l^ermermg wenigstens dem Aussehen nach kennen zu lernen, da kommt er eben aus das Haus zu." (Fortsetzung folgt.) Mittwoch. 21’. Mover (920 Zweiter Blatt Sietzener Anzeiger (Senrral-Anzeiger für Oderhessen) N. W ReicksreZrerung be- Vereine Auf Auf einer Anfrage des Abg. Mumm wegen le (Siorb-änlflflti der Zulassung des nickst fachmännisch vorgebildeten 15 Jcrww Ar. Löwenstein zum Stadtschulrat von Berlin er- tribert ein Negierungskommissar: Da die Bestö eintreff wo: M1M ^Uhdruck verboten.) Fortsetzung 14. v verneigend. ,30 JC Sl. Kriegsgefangenen ist schon öffentlich noch vor Beginn rt sein. infrage des Abg. Mumm Geschäftsbericht und Kass' stige Entwicklung des Be eigen eure gun- Sehr eingehend Ter Präsident geteilt vor Eintritt tn bic Tagesordnung der schweven Stunden, die unsere Bollsgmossen in Obcrschle'ien während der Pause 5er R durchwog nicht gestattet werde, entgegnet ein kerungskommissar, daß auch deutsche Films ins gehen und die Einfuhr auslänbifchcr nur 15 Prozent der Ausfuhr deutscher Films «Smache. Es bestehe somit keine Veranlassung zur Echölmng des Filmzolls. von dorr nicht der Grund der Störung testgestellt und beseitigt werden? Kreis Schotten. eb. Eichelsdorf, 19. Oki. Nachten m letzter Zeil eine ganze Reihe von Wirtschaften unserer Gegend von Dieben ly.4mgciud>i wurde, statteten nun auch in einer der letzten mutmaßlich zwei 'Tiebe der Gastwirtschaft Karl Biedenkapp einen Besuch ab. Durch den Keller drangen sie ins untere S:v2wcrk, komiten aber in ben wohloertvahrten Räumen nichts ausrichten. Llus dem Keller nahmen sie 5 Flaschen Kognak und 2 Laibe Boot mit. Der Tat v.nd.ichtig erscheinen »ivei svemde junge Leute, die sich bet ganzen Tag im Dorf umherlrieben, wie Hamsterer ausiahen, sich aber nicht im geringsten um Erlangung von Lebensmitteln bemühten. Starkenburg und Rheinhessen. NN. Bensheim a. B., 19. Okt. Im Anschluß an den Demonstrationszug gegen die Freigabe des den Hahnleiner Landwirten beschlagnahmten Weizen zogen die 300 Arbeiter von stier und Umgebung nach den verscknedenen Mühlen im Sck>önberger, Grmiauer und Zeller Tal, kon- tiollierte-.i dort nach Frucht ohne GWahlscheine mch forderten von ben Müllern schriftlich, daß sie fernerhin feine Frucht mehr ohne Macklscheine mahlen. AmBahnlws niBcnshrim soll cs zu Schlägereien gekommen sein, wobei eine Anzahl Landwirte stark verletzt wurde. rm. Darmstadt, 19. Okt. Zum Besuch der Vol kshochsch ul kur se haben sich für das Wintersemester bis jetzt 700 Hörer aus allen Bevölkerungsschichten eingeschrieben, darunter sind viele, 'welche sich jetzt zum vierten Male an ben Kursen beteiligen. Der Schluß der Anmeldungm ist wegen Verlängerung der Schulferien um acht ** Kvnze rtverein. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, findet das zweite Konzert am Sonntag den 24. Oktober, 5 Uhr, in der Aula als „Sonaten-Abend" statt. Es sind dafür die Herren Professor Georg Schumann (Klavier) aus Berlin, Leiter der Sing-Mademic, und der jugendliche Geiger Karl T ho mann, erster Kapellmeister aus Düsseldorf, gewonnen worden. Die Klassiker sind berlteten mit: Bachs E-Dur- ©onate Rr. 3 und der in C-moll von Beethoven. Daran schließt sich die D-Dur-Sonatc des modernen KomponisLn Pros. Schumann, der sie uns in Gemeinschaft mit Herrn Thiomann selbst vor führen wird. Schumann genrcht unter den neuzeiilichen Komponisten nicht nur durch seine KammermusckwerÜe (Klavier-Quintett und -Quartett, zwei Viiolinsonaten und Cello), sondern auch durch seine Opern- und ChorkoMpvsitionen einen ausgezeichneten Ruf. Heber seinen Werdegang einige Daten: In Königstein in Sachsen 1866 geboren, studierte Schumann am Leidiger Konservat-orrum.Musik, war Von 1891—96 Leiter des Danziger Gesangvereins und wurde 1900 als Kgl. Professor und Nachfolger Mamers als Dirigent der Sing-Akademie nach Berlin berufen. Dort wirkt er noch jetzt mit großem Erfolg. Unter seinen Chorwerken haben besonders „Amor und Psyche" unb die „Totenklage" für Chor und Orchester berechtigtes Aufsehen erregt. Herr Konzertmeister Thomann bat sich in Berlin, Bremen, Hamburg u. a. O. in kürzester Zeit einen sehr guten Ruf als trefflicher Geiger erspielt, und ist in seinem jetzigen Wirkungskreis, in Düsseldorf, außerordentlich beliebt. ** Vortrag. Der Vorsitzende des Bundes rechn. Angestellten und Beamten (110000 Mitglieder) F. Heinze von Berlin wird am Dienstag, den 26. d. M., abends 8 Uhr, in einer öffentlichen Versammlung im Hotel Köhler, über Gegenwartsfragen her techn. Angestellten und Beamten, insbesondere der Gemeinden unb des Staates sprechen. Landkreis Gießen. k. ANendorf a. b. Lda., 18. Okt. In unserer Gemeinde geht seit 14 Tagen Jo ziemlich jeben Wend ein- «oder zweimal für einige Minuten das elektrische Licht ans. Das ist außerordentlich unangenehm, weil das Versagen des Lichtes immer in die Zeit fällt, in der der Landwirt im Stalle mit dem Füttern des Viehes zu tun hat, und bic Hausfrau mit der Zubereitung des Nachtessens beschäftigt ist. Allendorf ist au das Clcitrizitätswerk Gießen angeschbosfen. Könnte 24ns Stadt und Land. Gießen, ben 20. Ott. 1920. Die Entrichtung der Einkommensteuer. In ten Merkblatt des Ministeriums der Finanzen, welches der aus Grund drrBcbrnntmachung über die Tienstbezüge der Staatsbeamten usw. vom 19. Mai 1920 und des Ausschreibens d's Gesamtministeriums vom 8. September 1920 — Rr. St. M 15652 — über bie Vergütungen usw. der Schreibgehil'en ergangenen Mitteilung über bic tarn 1. April 1920 ab in Bctrackü kommenden Tienstbezüge beigefügt war, ist den Beamten empfohlen worden, rechtzeitig einen ausreichen- ben Betrag zurückzulegen, um släackMhlungen an Ein körn mm steuer, dis infolge des Steuerabzug^ t*mt 10 Proz nt vom Arbeitslohn nach her enb* gültigen Festsetzung der Einkommensteuer für 1920 notnviibig werden, leisten zu können. Diese llöach- zohlungen lassen sich jeä»ch größtenteils vermeiden, wenn bie Beamten usw. an ihrem Dienstemffom- men größere Beträge als nur bie gesetzlichen 10 Proz nt und 15 Prozent uslv. unb zwar in solcher Höhe, daß sie her von ihnen endgültig zu zahlende.'. EinllommensLuer imgeiölu entspricht, cinbehalten lassen. Tas genaue Einkommen der Beamten usw. im Laufe des Kalenderjahres 1920, wie es der Veranlagung zu Anfang des Jahres 1921 zu Grunde zu legen ist, ist z.var z. Zt. nickt b?Bannt unb läßt sich nicht mit Besttmmt- heit im Bovaus beredten, ba im Laufe des Jahres unvorhergesehene Lenderunge: i eintrettn fötmen. Jedoch werden die Beamten usw. imstande lein, bie nach ihrem voraus lickst.ichen Einkommen ungefähr endgültig zu zahlende Steuer und ben sich hieraus für einen Monat ergebenden Teilbetrag f-'lbst zu berechnen. ?(uf Antrag lverden auch größere Beträge als die gesetzlichen Abzüge von 10 Pvozent unb 15 Prozent usw. an ben Dienst- bczügen der Boomten usw. eingehalten werden tön- neu. Anträge sind von den Beamten usw. bei den ihre Dtenstbrziigc auszachlenden Kasten schrillich zu stellen. Die Kassen sind angewiesen, nach Prüfung, , i?b der beantragte einzubehaltende Betrag höher ist als der gesetzliche Lohnak^ug, den höheren Betvag an T-icnstbezügcn einzubehalten unb auf Einkommensteuer zu vereinnahmen oder an die zuständige -^teuerhebestelle abzulie'sern. die Falkner aufLmöenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. ob die VertragSregeluns nicht schneller zu einem Ergebnis führe als der Weg der Gesetzgebung und nicht letzterer später leichter zu beschreiten fei, wenn inzwischen auf Grund vertraglicher Vereinbarungen feste Rechtsverhältnisse geschaffen sind. Die oberste Schieds- unb Ehreirgerichtsinstanz wurde mit zehn Mitgliedern unter Führung von Dr. Dresemann-Köln besetzt. Gegen Ende der Tagung wurde noch auf unbesetztem Gebiet ein Referat von Dr. Hoeber-Köln über den Schutz der Pressefreiheit entgegengenammen. Im Anschluß hieran 'wurde einsttmmig eine Entsckstießung angenommen, die bie Freiheit der Presse im besetzten Gebiet, im Westen und im Osten fordert und den deutschen Kollegm in diesen Gebieten Gruß und Sympathie ausdrückt, ebenso wie denen in der ehem-aligm Ost- und Rvrdmark. In Godesberg und K'önigswinter, die durch die Stadtverwaltung festlich geschmückt waren, fam es zu erhebenden Bekundungen des deutschen Ge- meinfchaftsgefühls. Auf dem Petersberge bei Wnigswinter Hang die Vercmstallung in eine eindrucksvolle Rede des Vorsitzenden des Vereins der Kölner Presse, Prvstssvr Jung, aus, dem für die Vorbereitung und Durchführung der ganzen Tagung der besondere Dank der Kollegen zum Ausdruck gebracht wurde. > - ,1» zeige abhängig macht, bereit fei, Tür bas Hißen französischen Flagge die gleichen Vorbedin- pimgen zu fordern, erwidert ein Regierungskom- ntiffar: Allerdings hat die Rheinlandkommission te fllenb 8*/( toijfür das Hißen jeder Flagge eine vorherige An- ntÄbefriü von 48 Stunden vor geschrieben. Ta die „Ti? Gattin des jungen Herrn Falkner auf Lindenhöhe — nicht wahr? Soll ich Ihren Herrn Gemahl durch Jernsprecker verständigen?" „Rein — ans feinen Fall. Es »tote mir sehr unangenehm sein. Ich flamt tei Heimweg «ohne alle Beden Den allein zurücklegen." Aber Sie müssen unbedingt warten, bis e>tc sich völlig wicderhergcstellt fühlen. Ich hoste, raß Sie mir gestatten, Ihnen zur weiteren Stärkung ein Glas Portwein oder Madeira anzubieten.' „Wie liebenswürdig Sie sind, Herr Brandt! Ich sage nirfjt nein." _ Er hanttcrte wtzt so aufgeregt, baß Fsckckic inw Was in seinen Händen Girrten. Fvau e>xgne mckte Turnen, Spiel und Sport. — Fußball. Städtewettkampf SDtar* bürg: Gießcn-Wetzlar 5:2 (1:0). (Bezirksrmmn- schafton Nord: Süd.) Jv Marburg trafen sich vor über 2000 Zuschauern die beiden Auswahlmannschaften des Lahnkreises zum Städtewettspiel, das mit einem llebcrraschungssiM der Marburger ■ endete. Die Gießew-Wctzlarer Mannschast spielte nt folgender Aufstellung: Weber, Will (V. f. R. 1900), Eckhardt, Waldschmidt. Wörner I., Wömer II. (Wetzlar), Möller II. (V. f. B. Gießm), Flick, Seipp (Wetzlar), Möller I. (B. f. Bi Gießen), Schindler Är) und lieferte trotz Ersatz für vier der besten er Spieler ein überlegenes Feldspiel, ohne seiner lleberlegenheit zahlenmäßig Ausdruck verleihen zu können. Das Eckenverhältnis 10:4 für Gießen spricht ebenfalls hierfür. Erst die letzten 15 Minuten brachten, nachdem das Spiel bis dahin 2:2 gestanden hatte die Entscheidung; bie Läuferreihe war dem eifrigen Marburger Sturm nicht gewachfen und fiel in dem Endkampf dem Tempo zum Opfer. Ber Gießen waren Sturm und Verteidigung das Beste an der Mannschaft, die aber keineswegs ein klares Bild der Spielstärke unserer beiden Ligaveveine gab. Die Gießener Spieler, sonne Sckstndler und Seipp verdienen lobend erwähnt zu 1 verben. Bei Marburg war Weber (1860) ber beste Mann. — Dem Städtespiel ging ein Propagandaspiel ber Jugendmannschafden des F. C. Wetzlar und T. u. Sp.-B. 1860 Marburg voraus, das die beffene Wetzlarer Mannschaft 2:0 gewann. Die Leistungen der beiden Mannschaften waren sehr mit. — Fußball. Die Jvgendabteilung des Verein für Rasenspiele 1900 spielte gestern mit vier Jugendmannschaften gegen die gleichen Mannschaften des Ballsp elklub Wetzlar. Die erste Jugendelf konnte nach yeißem Kampf 3: 2 das Spiel für sich entscheiden, die zweite Mannschaft errang mit 1:0 einen knappen aber verdienten L-ieg über die körperlich überlegenen Gäste, die dritte Mannschaft ge- nxmn ebenfalls 1:0, bagegen mußte sich die vierte Mannschaft mit 3:0 den Wetzlarern beugen. tkonH melnmigen. i6cn der M» eiluog beaimiki wac6*i* Ihr, m der ru» e der TllldlkUU wurden bann Anträge bebautet, die eine Hebung ber Einnahmen zur Stärkung der Leistungs- sähvgkest des ReichSverbalÄes und ferner Unter- organifationen btgtoctfm, und im . Sinne dieser Anträge wurde ctnfc Erhöhung der Beiträge beschlossen. Tie ixrmi Dor genommene Vorstand s- wahl hatte wlgendes Ergebnis: Ripvler (Berlin) erster Vorsitzender, Freund tMünchen) zaoei:er, Karthaus (Düsseldorf) dritter, Reumatm tBcrlin> vierter Vorsitzender, Zinn (Hamburg), Gicsen 'Franifurt), Frhr. v. Biedermann (Berlin) unb Slossers Dü sel^orf) Schriftführer, Moßncr unb Bernhard (Berlin > Schatzmeister, Herlein (Dresden) und Baeckec (Berlin) Beisitzer. Rackl Erledigung rerschnebener die innere Or- canisation des Verbandes betreffenien Fragen tret man in die Verhandlungen der wichtigsten Beratung sgegenstände ein: das Reckt der Redakteure und Reichstaris für die Redakteure, der auch Vorschläge übet die rech liche S.el- lung der Redakteure enthält. Stossers (Düsseldorf) berichtete über den ersten GegenstaM», der die seit Jahren vertretenen Forderungen der Presse betrifft: Reform des Preßgesetzes im Sinne eiltet größeren Preßfreiheit 'Beseitigung des Zeugnis- zwanps der Presse, des Restes des fliegenden Gerichts standes, Zuetck.mnunq der Wahntei.mung berechtigter Interessen durch bic Presse usw.) unb die Schaffung eines eigen sieben Jvurnalistentechts nad; dem Vorbilde der österrcichischten Gesetzgebung txxm 1. März 1920. Aebnlick:e Forderungen, wie im österreichstchen Gesetz, sind schpn in ciniaal: trag deö Di« Mnkler Übn §tfltnworl 8 uniert Sdinlt uniert Mül. , „Sie fühlen Beschwerden am Herzen? Bitte, «gen Sic es mir. Wenn ich auch nur Apotheker to, ganz ohne ärztliche Kenntnisse bin ich doch W-" Wieder machte sie eine verneinende Bewegung. ■i „Es ist nur ein nervöser Anfall. Wenn Sie vielleicht ein Glas Wasser reichen wollen — «r irgend etwas Belebendes —" Er eilte hinaus und kam schnell mit entern wÄ Wasser unb einer Flasche zurück, aus der er ästige Troystn in einen löffel träufelte. Behutsam, man einem kranken Kinde ein Heilmittel reicht, luhtte er die stark duftende Arznei an ihren Mund. .stdoffmannstropscn — nicht wahr?" tlJ „Ja, die Leute nennen cs Hosfmmtnschen ^nsbalsam. Sie brauchen nicht zu fürchten, es Ihnen schaden kömive." «. Sie nahm das Medikament mit geschlossenen Wm und lehnte sich in den Sessel zurück -,Es ist ärgerlich, daß es mick diesmal auf ber befallen mußte," murmelte sie. „Tas ist noch nie geschehen." ^^'Aoll ich nicht doch lieber einen Arzt hcrbet- 'Mein. Und es wäre ja auch kaum möglich. Samtätsrat ist ja selbst krank." ./Ter Sanitätsrat Bavettthin liegt allerdings gemein Gichtanfall darnieder. Aber da ist doch LFoktor Germering: er wohnt hier im Hause." lehnte erneut ab: „Ich fühle mich fdpn "‘erricht Vn» cuuih» »d **•**•' — — ■ sNt 32 inT -erben. Grgen b:e polnischen Bestreb, Sotksmcinung in Oberschle^ien “Bl1 Lrinflm'seu, hat die deutsch^ Tage liinausgeschol'en worden. rm. Grosz - Ger au, 19. Ott. Wie das Ktesamt Groß-Gerau dem hiesigen „Volksfreund" auf eine Anzapfung mitteilt, ist es richtig, daß bei der Lebensrnitteleinkaufsge- sellschaft in Groß-Gerau ein Fehlbestand von etlva 900 Zentnern Zucker festgestellt wurde. Die Angelegenheit ist der Staatsanwaltschaft übergeben worden, da auf die alsbald nach der Entdeckung sofort und wiederholt der Einkaufsgefellschaft für Hessen in Mainz die Antwort tu..!, daß das Kreisarnt und der Kommunalverband Groß-Gerau mit den Zuckerlieferungen nichts zu tun hätten. Hessen-Nassau. M mc. Fran kfurt a. M., 18. Ott. Das 5000 Personen fassende Albert-Schumann-Thea- ter wurde an bic Dehla-Biosvop-A.-G. verkauft, ivelche in dem Ricsengebäude Filmvorführungen veranstalten wird. Ter Kaufpreis betrug über 10 Millionen Mark. lollei Mas dbar- l hj) K___ lchloatt" MNd 1®* Deutscher Reichstag. 20. Sitzung. Berlin, 19. Okt. Präsident Löbc eröffret die Sitzung um 2»/« Uhr. Tas Haus ist nur schwach besetzt, die Lribünen t »gegen sind ziemlich gefüllt Msst. Zur Geschäsisordnung beantragt Abg. Lede- 5ou r (U. e.), einen heute ein gereichten Antrig Dnhold noch heute Mit auf die Tagesordnllng setzen, in dem gegen die Ausiveisnng ber Sowjet- öffgierten Siivowjew und Losowski Protest er» Hetzen und die Regierung aufgeforb?rt wird, die LrSweisungsversügung fiofort auszuhebcn. Abg Schulz- Bromberg (D.-N.) erhebt da- i Einspruch. Selbstverständlich sei sich die it des Hauses darüber klar, daß diese Aus- ifung so schnell wie möglich durchgeführt werte müffc aber so eilig, wie Sebcbtnir die Sache «rstelle, sei sie doch nicht. Präsident L ö b e erklärt, infolge dieses Wider- 'pmchs könne ber Anttag Ader ho Id heute nicht «if bic Dagcsordnung kommen, werde dafür aber Aorgen zur Erörterung gelangen. Das Haus tritt sodann in die Tagesordnung ritt, nämlich die Erledigung von Anfragen. Aus eine Anfrage des Abg. Kahl (Vp.), ob Regierung im Hinblick auf bie Verordnung der nnlandkommission, die das Hißen der deutschen gge von einer 48 Stunden vorher erstatteten I *#31I 'eW,1,T«e ferH1S bgung Dr. Löwensteins durch den preußischen Ober- tzräsidenten noch nicht erfolgt ist, hat bie Reichs- tegkrung keine Veranlassung M einer Stellung- «chme. Rack der Elebigmvg einer Reihe kleinerer Rech- »mgsetats schreitet das Haus ^ur Beratung ber Benage über die Verlängerung des Gesetzes über •e Beschäftigung der Schwerkriegsbeschädigten. Abg. Mumm (D.-R.) bittet mit Rücksicht aus ie Mchii.ckeit der Vorlage bic zweite unb dritte HHmg gleich heute zu erledigen. Das Haus stimmt dem zu und nimmt die Vor- in allen drei Lesungen an. Morgen Rachmittag 2 Uhr Anttag Aderhold N Auftiebung des Ausweisungsbefehls gegen Si- *tojen> und 'Losowski unb Gesetzentwurf gegen bic «pital flucht. [ Schluß 4 Uhr 50. mit AbeM^ «amten ges. litii iioret, alt roeife. StnftuJBÜ ■SeU»l|. U] STihTrpiT ’en Namen Örn ibetger.btrloti fl. fleaenSelebnm 'I ü Frankfurt a. M., 19. Dfct. 976, Sie W Berlin 321, 336,50 340, des Königs wird. Lacto-Elpulver LACTOWERK Gebr.Schredelseker.Horchheim b.Worms (Lactovolin.) 81011d Ata KaplanSaaffe 18. [10925D Treffe Samötag mtt grökerem L MORITZ KOHLER (5CbrÜÖCl3?^ttbCr9f®^D^ I Gießen. Neu-tadt 79 71 Telephon 868 Telephon Walltorttralre 71 wird neben Ovolin-Eiweißpulver zum Schneeschlagen, Vitovo-Eigelbpulver, Vitovum-Volleipulver und Lacto-Rührei-Pulver hergestellt von 10,50 7J5 Auswärtigen gewähren wir arrherdenr bei Vor» zerging der Rückfahrkarte die Fahrt 4. Atlasse. 163, 183, 19.10. 79,50 269,20 240,25 70,52 454,50 23,47 24.72 83,40 18,38 246, 475, 23,22 24.34 83,40 18,10 18.10. 9,- 377,- 381,- 428,- 292,- 290,- 661,50 500,- 499,- 299,75 383,- 385,- 423,- 293,- 3OO,5o 660,- 499,75 297' — 19.10. 8 97 4,67 10,50 7,25 566,50 2,41 23,53 24,78 83,60 18,42 976,- iTQxjO 171,20 272,80 242,37 70,19 457,50 162,- 326,25 226,- 199,50 164,- 181,25 299.25 245,50 517,- 242,25 472,- 308,75 74,50 315,- 109,80 268,70 239,75 70,38 247,- 471,- 309,75 74,25 340,- JSiitr . . 974,- . . 1383,60 . . 170,80 . . 273,70 . . 241,87 . . 70,05 . . 456,50 79,50 67,80 62,80 63,25 161,50 320,- 226,75 199,50 171,- 164,- 180,75 177,50 641,25 382,75 386,- 19.10. 79,50 67,60 63,- 63,25 162,50 327,- 227,75 201,- 171,— 165,- 180,60 177,75 620,- 378, — 383,- 437,- 291, — 293,- 666,- 24,40 83,60 18,14 Devisenmarkt. Geld Brief 400,- 303,- 244,50 237^50 476,50 305,- ftanb stationär ist, uuu# hi j-uiii *'** *.mt Lungenkongestion eingetreten ist. Die Kammern nn einberufen worden. Äian glaubt, bafe das -lbleotß des Kölligs bcvorsteht. Beinselos soll verlangen, baB Admiral Conduriotis zum Regenten proklammt der Gesellschafter Vvm 6. September 192 Stammkapital auf 30000 Mark erhöht An Stelle des ausgeschiedenen Waller Körch, Sxmä Zirkel in Gießen zum Geschäftsführer |0 R |je) ' stellt worden. Transport Rufsen- u.oftpreuh. Pferden 1111,85 1113,65 1001,95 1003,65 Athen, 19. Ott. (WTB.) 2‘/> Uhr morgens Der letzte ärztliche Bericht über den Zu ft an» Bekanntmachung. Die Gemeinde Tberstadt beabsichtigt einen jui nicht mehr geeigneten Dullen auf dem SubmWi wege zu versteigern. Schriftliche Angebote auf 1 Lebengewicht müssen verschlossen und portofrei der Bürgermeisterei Eberstadt eingereicht werden C( nungstermin findet Dienstag den 26. Oktober, nti itüjij um 1 Uhr, auf dem Rathause in Gegenwart etotafli Bewerber statt. Ul Eberstadt, den 19. Oktober 1920. Bürgermeifterei Eberstadt. L obrich. Zürich - - - Amsterdam. Kopenhagen Prag . . . - Stockholm . Wien . . . . London. . . . Datum: 5 °/0 Deut. Kriegsanl. 4 °/0 Deut. Reichsanl. 3 °/0 Deut. Reichsanl. 4®/6 Preutz. Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Rationalbank f. D. . Mitteld. Treditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gußstahlwerk . D.- Luxemb. Bergw. Gelsenkirch.Bergw. . Geld Brief 19. D6L 2172,802177,20 479,50 480,50 18.10. 79,50 Gießen, den 16. Oktober 1920. 111738 Hessisches AmtSgerivhrß I rer Bergar L Auch der Miser ®rl Lag am 4. Klfsll der br Mlen bren Euntetblieb klands Siegelten Kohle I nnb heute I Ernte des Lnen füllet kganz Europ 6i als einer MstenM fcü, daß die J1 Eft, es Hand Maftliche B mverr werde Kinn des St' traten Fahne fettigen werdet Een anderen \ neben de bünsportarbei Len den f te hinter den pe politische Uchte haben mten großen l k haben bego u werden. Sic ktmene Dnrli i untermale; I Mim nid. e bei den nä mament drei ■ der Gngtäi liberalen un le Arbeitetlic »ramm hervi »danschauun ßn Arbeiterp Marknotierungen. Datum: Schluß ge 'chaften s! gilben, eben' Fisher in 0 ismns sich zum So F die Gewer m bisher Mressen de k-lröeiterschas M jetzt a mH erleid J die zien «atifierunj Wanntlid;" muenwahlr $Qu der !i|tt durch ,hih ®Ufte ^bettre Js. Arbei 7' erwac Vl K Svenen es über die Handel mit TobaLe^eucmftsen. < Am 13. Oktober 1920: b. 20—22 Plk., Hasen- selle ohne Geichäft. — Die nächste Börse findet am Iß. November statt. VW V/«» fei' W?" ( ®s Datum: 18. Okt. Amsterdam- 'Jiotterö 2165,30 2169,70 Brüssel-Antwerpen . 481,50 482,50 Christiania...... 974,50 973,50 Kopenhagen . . Stockholm . . . Helsingfors. . . Italien..... London.... Rew-Pork. . Paris..... Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). Deutsch-Oesterr. Prag..... Budapest. . . 3n einet Stnnöe »ä ©atnntie jeöel Läuse-Plage | auch Flöhe s. Brut lMflenl b. Mensch, u. Tier en m. mein. vat. gesch. Mittel ,6dolba". Wunden u. Haare unschdl. Herstell. Erste Westd. Ungezie^r-Bertiig.- Anstalt Essen. Zu haben in Gieße« bei H. Schenk, schieden für eine Bermitllnng tm Streike der Bergarbeiter ausgespsuxhen. Die Hal- tung der Regierung deutet in keiner Weise daraus Inn, daß sie die Absicht hat, neue Vorschläge 311 unt.nbmten. Zahlvcid-e Hvclsöfeit mu.chen gelösch werben. Man rechnet mit der Möglichtzett, dotz di" Theater und Kinos -geschlos s en werden müssen. Ser Personen Zugverkehr wird vor nächsten Montag nicht eingffchräntt nrrden. Raü» diesem Tage aber wird der Zugverkehr, wenn ber Streik nxf) fartdauert, um 10 Prozent rät- geschr än Et werden. ______ Am stc rdam, 19. Ott. (WDB.) Ter ,,T^äa gvaaf" meldet aus London, datz der Kohlen- . streik heute allgemein ist. Mit Ausnahme der allern-vttvendigstcn Arbeiten Mr IBentilatün und zur Entwässerung der Gruben ruht der Betrieb mit den Kohlenbergwerken vollkommen. Amerika und der Pölkcrbunv. London, 19. -Ott. (WTB.) Reuter meldet ; aus Washington, daß die Einladmtg des Bölker- bundesandie amerikanische R^.ierung, tm AuS- j schuß -ur Lösung der Aalandsfrage einen ] Sitz etnzunehmen, von der amerikanischen Rd- gierung angenommen worden ist. Das Staatsdepartement ist der Ansicht, daß die Beremtgten Staaten kein Mitglied des Völkerbundes zu fern brauchen, um an der Kommission tellzunrhmeit. Dhe Pwftssoren der Oxforder Univerfitäi für Völkerversöhnung. Soeben erschienen in zweiter, vermehrter und verbesserter Auflage in«D KIHDERLUST Eine volkstümliche Sprachlehre von HEINRICH KRAUSHAAR — Lehrer in Trohe (Hessen) — Preis >L3Ä), einschließlich Teuerungs- Zuschlägen, durch die Post bezog. M.4.30 Zu beziehen d. jede Baehhudlung u.vomVeri&g Carl Bindernagel io Friedberg (Hessen) ■ 1 017428 Alummimnverkauf mMsenkller Amsterdam, 19. Ott. (WTB.) Das Schrrä ben der Professoren und Doktoren cm der Universität O x f o r d an die Professoren der Kunst Und Wissenschaft sowie an die Mitglieder der Unt« j versitäten und wtssenschastlichen Gesellschaften in Deutschland und Oesterreich lautet nach emer Meldung der „Times": „Da viele unter Fhnen sein ^werden, du vollauf unsere herzliche Trauer und ; -unsere Sorge wfrgen des Marches, den der Krieg ul wrferen freundschaftlichen Verkehr verinsachte, teilen, und da Sie nicht an der Aufrichtigst des fühls zweifeln können, das jene alte Freundschaft» erzeugte imb pflegte, werden Sie unsere Hoffnung» für die baldige Wiederherstellung dieser Freund«! schäft teilen. Deshalb treten lvir unterzeichnete Dok«I toren, Haupt Vorstände, Professoven und die übrigen s Beamten und Lehver der Universität Oxford MV persönlich mit deni Wunsche an Sie heran, die Er« 1 bitterung und die feindselige Gesiw- nung, die unter dem Antrieb loyaleri Vaterlandsliebe zwischen uns entstanden sein mögen, zu zerstreuen. Du< dem Gebiete, wo wir ein gemein!ames Ziel und em ge;ncinsame Begeisterung haben, und wo uns« wetteifer und Ehrgeiz edelmütig sind, können wu - sicher auf eine Bersöhrmng hoffen, Und Kamerad, schäft und Gelehrsamkeit bieten den Wrä. der zur weiteren Sympathie imb zu einem besseren Verständnis zwischen unseren verwandten Nation« führen kann, und wenn unsere geistigen Ideale lebendig sind, auch führen muß. Wähvmd die politische Arie tracht die edle Höflichkeit der groß« , europäischen Staaten zu erlöschen droht, wollen Su jene freundschaftliche Wiedervereiniaung beschleu- . nigen helfen, die die Zivilisation erfordert/' Der Zustand des Bürgermeisters von Cork. Zond-on, 19. Ott. (WTB.) Ae Zeitung« melden, daß sich der Zustwid des Bürgermeisters von Cork gestern verschlimmert hat. hat sich eine Erkältung zugez-oyen, und eine Unte«l suchung hat Symptome der Scorbut ergeben. Der Zustand des Königs von Griechenland.^ IÄ* M diel A K^ungei Äk eine Al K * M«>. 3i» ■Ntbs 5«e, Frankfurt ._. Abend- 1-Uhr- Schluß- AnfangS- Kurs Kurs Kurs Kttrs - ‘ 18.10. reinigt and scheuert alle Geräte aus Porzellan, Emaille» Holz, Metall, Glas, Stein, Marmor usw. Bestes Scheuerpulver för Haushalt, Gewerbe u. Industrie. Vorzüglicher Herdputz. Ucberall erhältlich. Henkel & Cie., Düsseldorf Fabrikanten von „Sil“ und HenkeTs Bleich-Sode. Mec Frankfurt a. M., 19. Okt. Börsen- ftimmungsbild. Am Montaturktrenmartt überinogen int allgemeinen die Ubschtvachungen. Verkäiise der Spekula'.i-vn drückten den Kitts der Phönix-Bergbau aiif 660 (— 12 Pvoz ), auch .Harpener gaben 8 Prvq>. rmch 428, M- lenmarkt gehalten, der Rindvieh- und Schweinemarkt fällt tvegen der herrschenden Maul- und Klauerffeuchc aus, am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag findet Krämermartt statt, die Plätze hierfür wurden am Montag im Martthaus verlost, am Dienstag, den 19. Oktober, wurden die Plätze für Karussell, Schau- und Schießbuden usw. öfsenllich versteigert; Kino und Schiffsschaukel.werden nicht zugelassen. Fremden Wirten wird der Verzapf von Getränken auf dem Markt nicht gestattet. Ein guter Besuch sowie Verlauf des Marttes ist in diesem Jahr zu erivarten. Hiindel. Frankfurter Felle- und Häuteverfteigerum. fd. Frankfurt a. M., 19. Ott. Tie Ver- kcmsSvercinigimg Darmstadt, Frankfurt, Mainz, Offenbach. Hanau und Wiesbaden brachte ^ute bei außerordentlicher Beteiligung von Käufern zum Verkauf 37 777 Großviehhäute, 1004 Kalbfelle, 1949 Hammelfelle und neun Ziegenfelle. Dre Preise zargen gegen die letzten Notlerungen ein: rasche Auswärtsbewegung, die rund 25 Proz betrug. Es stellten sich z. B. Kalbfelle ohne Kopf das Pfund 23—24 Mk., mit Kopf 21 Mk., Schaffelle mit Kopf, vollwollene 9.10—9.90 Mk., halbwollene 10.55—11.10 Mk., Ziegenfellc 101 Mk., Grvßviehhüute ohne Kopf, je nach den versane- dLnen Gewichtsllassen und Heckunftsktaisen 17 bis 18 Mk. gegen 11—15 Mk. Der Preis in Roß- Häuten bis 219 Ztm. stieg von 260 auf 321 Mk. unb der über 219 Ztm. von 323 auf 463 Mk. frankfurter Warenbörse. ft>. Frankfurt a. M., 19. Okt. D«Mmtt- lage im Tertilgeschaft ist sehr fest, da die Fckbrr- kanten bis März nächsten Jahres voll ^beschäftigt siird. Der bevorsteheirdr Wareninangel belebt das . Geschäft. Die Großhändler haben ihre Bestand ■ gelichtet, infolgedessen find die Vorräte knapp und , die Preise sind fest und anziehend. Auf dem Chemikalienmartt ist das Geschäft sch.ep^nd, selvst die Arzneimittel, für die letzt dre Hauptver- brauchszeit ernsetzt, sind wenig gesucht. Dre Isrräc ziehen ein wenig an. Tas Hauptmteresse wendete sich der Sackbörsc zu. Bei starkem Angebot von Waren war die Nachfrage nach guten Ballensacken so groß, daß sie nicht befriedigt werderr ttnnte. Neue Jutemehlsäcke sind für .pronrpte Lieferung nach wir vor knapp. In Papiergeweben wurde namhafter Umsatz erzielt. Auf dem Leben^mrttcl- markt kamen Linsen, amerikairrsches Schmalz und Milch, Bohnenmehl und Mastsuttermehl rn großen Mengen zum Angebot. Tie Preise sind fest und zeigen Neigung nach oben. Berlin, 19. Ott. Börsenstimmunss- bild. Nach den Llussagen der Berttreter der Gvoß- bankeir uird der führenden Bankgescha,ie hält dre '.Muflust des Privatpirblikums unver-mrndert an und ljat beinahe wieder den Grad der Vorwoche erreicht, besonders in den zu Ginheitskurseir gehandelten Jndustriepapiecen. Jnfo.gedeiserr hat auch die Geschäftstätigkeit beinahe vneder dre Hohe der Bor.voche erveicht, namentlich in Kassapapreren, u> daß cs nicht Wunder nehmen kann, wenn nch die Kirrsfeststel-ung täglich erneut verzögert. Fm Gvoßvcrkehr stunden bei gr-oßen Umi atzen wre-- derum Väontunpapiere im Mitbelprintt, twir denen Harpener, Hösch, Mannesmann, Phönix, Rliern- sbahl und Rombacher 10, vereinzelt auch bis 2U Pvozent in die Höhe sprangen. Etwas strller und bei weitaus geringeren Kurserhöhungen swrg es am Markte der Schisfahrts-, Färb- und Elettv)- merte her. Bon den übrigen Papieren stiegen ganz erheblich noch Westeregeln, Kölru-Rottwerler,Stettiner Vulkan, Zellstoff Waldlwl und Staatsbalhnen. Bankattien beruaIrrten ihre feste Haltung. -Lernten nxroen heute etwas ruhiger und wenig veririrdect. Auslands- und Jnlanvsventerr waren mrcht be,vn< ders verändert. Gegen Schluß und besonders an der Nachbörse machte sich im Gvoßverkehr Speku^ lntionsangebot in einzelnen, heute besonders gestrs- genen Montan- und Industriewerten geltend, daß deren Kursstand sich teilweise nicht unbeträchtlich sentte. 1 Sch äf te sowie alle anderen Sehshmaahar • Artfkal empfiehlt billigst und in großer Auswahl Harpener Bergbau . Oberschl.Eisenb.-B. . Oberfchles.Etsenind. . Phönix-Bergb.Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr. 2L (E. ®. . . . Schuckert- Werke . . Felten- Guilleaume . Daimler....... Bud.« Lisenw.- Akt. . Adlerwerke...... 4 "/„Hess Staatsanl. . Electton Griesheim . Nur einen Tag! Haben Sie künstliche Zühne und Gebiss« so versäumen Sie ja nicht, mir iim Tonnersttß den 21. Oktober 1920 Ihr Angebot zu macht« denn mancher Batin, der dem Laien wertlos etjoeint repräsentiert heutzutage den Wert b is 60.— M. vH Gebisse btS 2000, ja 3000.^ Mk. (IUI F.Patthas. Im Hotal PriaaKarL V.OÜhr h.lühraMl Bekanntmachung In unser HamdelSreMster Abt. A .ichurde räH tragen am 12. Ottvber 1920 die l * ***** v , » .... besagt, daß heute morgen der »Walilmch ist, doch sehr ernst bleibt, da eint tilge Neubist ■fHwflungM baß die G e Büchertisch. — Der Orchideeugarten, PhantaMchie Blätter, herauSgegeben vvn Karl Hans Strobl. Heft 17. Zweiter Jahrgang. Preis 2 Mk. (Drei- läTtderverlag, München.) Das reich illustrierte Heft bringt eine Novelle von Egid Fil-ek, „Die Vision des Herrn von Lafttte", eine spannende Episode, in deren Mittelpimtt Caglivstro und die ftanzösische Revolution steht. Den farbigen Umschlasholzschnitt entwarf M. Leidlein. _______________________ Sn einem Teil btt Auflage wtedtth-lt.1 Die Streikbeweguirg in Er.qland. Zondvn, 19. Ott. (WDB.- Der Präsident der Transportarbeitergewerksck)aften hat sich ent- Bulgarien...... *i Konstantinopel. ... Börsenkurse.