170. Jahrgang 1 an chnüdt 8839 wicker mit Arbeiten des ir. pUIlK®1*' Polen aus dem Lomnitz-Hvtel in Beuthen nach Kattowitz gesandt worden fei, um eine S ch ie ße- ir: i an jedem ) Uhr nach- cfolgen. . September die Arbeiten Beteiligten jungen n urück sich n Schrift- l und ein 31, L^Ott 1 goldmr nil grauem nde belieben rer zu inszenieren. Sämtliche Polen waren mit Schußwaffen ausgerüstet. Der anrückenden Feuerwehr und Sicherheitswehr gelang es, den Brand zu loschen und die Privatbewohner aus den oberen Stockwerken zu retten. Nun drang die Menge in das Hotel ein. Große Stöße polnischer »Verein. totn über der «d alle tjreunbe ltaa.rr.A,g,j resivunkl: Vaba- werden gebeta And Besicht »es Henn »ob. !er Vorstand. geschlagen wurden. Ms der Feind die Nutzlvng- feit feiner Anstrengungen einstrh, befcho ß er die Stadt. Zahlreiche Gebäude, darunter auch die Kathedrale, haben bedeuteten Schaden ge- Cilicien unter französischem Protektorat. Paris, 20. Aug. (WTB.^ Tie armenifcbe nationale Telegatttm teilt mit, daß die Armenier die Unabhängigkeit Ei Ire re ns unter französischem Protektorate erklärt haben. Eine provisorische Regierung ist gebildet nurten. Tie armenischen Streitkräfte rücken gegenwärtig auf Marach vor Der Krieg im Osten. London, 19. Aug. (Wolfs.) Nach einer rau Lch !*■ W dTseck, VN 920 üb" jtntt^oiL *.« ■*** 1,1 20, , 10 fln* Allenstein, 19. Aug. (WTB.) Dem „M- lensteiner Vvlksblatt" geht aus Neidcnburg von heute vormittag die Nachricht zu, wonach die Einnahme iCiechanobvs durch die Po - l e n bestätigt wird. Tie Polen nahmen gestern nachmittag Strasburg unb stehen acht Kilometer von Laurenburg entfernt. Eine Anzahl Flüchtlinge ist aus Strasburg in Koslau angckommen. Gestern nachmittag wurde von. einem pol- niscken Flieger eine Bombe auf den jüdischen Fried- hof in Svld-an abgeworfen. Heute vormittag warfen polnische Flieger in der Nähe von Soldau dr n Bomben ab, desgleichen über Soldau Flugblätter, , daß Soldau dem schlvörerbcmde angeschwärzt zu sehen, während in Wahrheit die Polen und Franzosen sich brüderlich verbanden, um Oberschlesien zum Kriegsschauplatz innerer und äußerer Konflikte zu machen. Man denke nur: In den obecschlesischen polnischen Sokolvereinen sind jetzt 14 000 junge Leute organisiert und sämtlich mit Waffen ausgerüstet. Die polnische Heeresorganisation für Oberschlesien, die sog. P. O. W., verfügt z. Zt. über 60 000 Gewehre. Seit drei Wochen muß die Sicherheitspolizei fast täglich große Waffen- und Munitionssendungen für polnische Stoßtruppen anhalten und nicht immer gelingt es, die Transporte zu beschlagnahmen. Es ist merkwürdig, daß der Ententekommission bis heutigen Tages noch keine Bedenken darüber aufgestiegen sind, daß die Sokols hinter verschlossenen Türen gewissermaßen in Verschwörerversammlungen etwas treiben, was die Politik der Entente vor aller Oeffentlichkeit nicht wird gut vertreten können. So wollen z. B. die Sokols einen bis in alle Einzelheiten gehenden Bearbeitungsplan für Oberschlesien bereits vorgearbeitet haben. Das oberschlesische Abstimmungsgebiet wurde von ihnen in acht Bezirke eingeteilt, I und zwar: Beuchen, Kattowitz, Königshütte, Gleiwitz, Hindenburg, Myslowitz, Oppeln und Rybnik. Diese Teilbezirke sind wieder in kleinere Kreisbezirke eingeteilt worden. Es ist müßig, über den Wert oder Unwert der interalliierten Kommission in Oberschlesien zu sprechen. Sie lebt von einem Tage zum anderen. Sie hat auf keinem Gebiet Dauerndes geschaffen. Sie hat einen Sinn am Ende nur bann, wenn sie glaubt oder will, daß eine Rückkehr zu deutscher Ordnung ausgeschlossen sei. Ihre psychologische Erklärung findet sie aber wohl darin, daß sie den ausschlaggebenden Franzosen alle Bedenken, die sie vielleicht selbst haben, vor der Furcht zurückstellen, die sie vor den, wie sie sich selbst gestehen müssen, mächtigeren deutschen Elementen in Oberschlesien empfinden. Der Deutsche muß an die Wand gedrückt werden — das ist ja das A und O der französischen Politik überall, warum also nicht auch in Oberschlesien? Polen uud Franzosen suggerieren einander gegenseitig deutsche Auslandspläne. Und kaum geht die bis aufs Blut gequälte deutsche Bevölko- Dr. SimonS in der Schweiz. Berlin, 19, Aug. (Wolff.) Der Aufenthalt des Ministers des Aeußern, Dr. Simons, in der Schweiz wurde um einige Tage verlängert. Lloyd George in Luzern. Paris, 20. Aug. (WTB.) Nach einer Meldung der ^'Information" aus London wird LloydGeorge in Luzern eine Zusammenkunft mit EmirFenal haben. Nach den Pariser Morgenblättern trifft heule abend G i o l i t t i in Luzern ein und wird heute abend eine längere Unterredung mit Lloyd George haben. Arbeiten de- 4 Lepte'nber f Arbeite", heiligte" Zcharse Kritif der zriedenrverträge au\ einer interparlamentarischen Konferenz in Kristiania. Kristiania, 19. Aug. (Wolff.) Tie zwölfte nordische interparlamentarische Kon- irrens wurde heute hier eröffnet. Ter Vorsitzende, der ehemalige iwttvegischc Stvrlhingpräsi- dent Mowinkel, führte in seiner Eröffnungs- rebe aus, daß bi? auf den Frieden gelohten £>off* innigen fehlgeschlagen seien. Ter Friede sei kein Verstöndigungssriede, wie man gehofft habe, sondern einTiktatsried« ch l i m m ft e r Art geworden, wie er nur au# dem Mtettum bekannt geivefcn sei. Lichtpunkte (feilten nur die Lösung der nordschleÄvigfchm Frage dar und der Völk.'rbintboertrag, so verbesserungsbedürftig dieser aud) sei. Zum ersten Punkte der Tagesordnung, Am- derungs^usätze zum Vülkerbundter-ttag. sagte b?r schwedische Vertreter, Freiherr v. Adelswaerd, u. a., daß bisher zu gwße Erwartungen auf die Solidarität der Nationen gestellt worden seien, loch brauche man nicht zu verztveifeln; die Haupt- sache fei, auf Aenderungen hinzuarbeiten, damit her Völkerbund eine lebensfähige Einrichtung werde. Bisher dominierten der Uebermn t und die rücksichtslose Außerachtlassung des Rechtes der Nationalitäten: man denke an Rumänien, die Tschechoslowakei unb' Finland. Das Rechtsprinzip müsse die Interessen-' Politik ersetzen, wenn nia-. das Friedenswerk aufs: neue eine Brandfackel werden solle. Ter Redner deutete an, daß es wünschenswert sei, daß der Kongreß in einer Entschließung die Änderungsvorschläge zusammenfasse. Tie übrigen Redner stimmten fast ausnahmslos den von Adelswaerd' nifche Gegenoffensive ‘auf der ganzen Front die Eisenbahnlinie Marschau-Tiedley-Lnk-- kow überschritten. Tie Orte sind m polnischer Hand. Die Offensivfiankle wurde durch die Rückeroberung von Wicnire und Moldawa durch die Polen gefestigt. Tie unmittelbare Gefährdung Warschaus aus nördlictec und südöstlicher Rick>- tung ist vorläufig beseitigt. In der Richtung Lemberg haben die Bolschewisten den Bug überschritten. London, 19. Aug. (WB.) „Daily Expreß" schreibt zur Lage auf dem russisch-polnischen Kriegsschauplatz: Ter unerwartete Umschwung in der Lage ist auf die -Tatsache zurückzu führen, das der schnelle Vormarsch der russischen Truppen, die größtenteils aus Reiterei bestanden, durch den schnellen Rückzug der Polen auf die Stellungen zu Warschau ermutigt wurde. Tort stießen die Russen auf .starke Verteidigungsanlagen, gegen die sie ohne schwere Artillerie und starke Infanterie machtlos waren. Die Verhandlungen in Minsk von den polen abgebrochen. Paris, 20 Aug, iWTB.) Wie die „Huma- nite" aus London meldet, liegt pon polnischer Seite keine Nachsicht über die Verhandlungen in Minsk vor. Von Tschitscherin ist bei Kamenew jedoch ein Telegramm eingetroffen, aus dem hervor geht, daß die polnische Telr- gation am 18. 8. zur zweiten Sitzung nicht mehr erschien. Tie russisch-ukrainifchn delegierten haben dieserhalb einen Protest an die polnische Regierung gesandt. Ein neues Einvernehmen zwischen England und Frankreich? Paris, 20. Ang. (WTB.) Ter englische Boffchafter in Paris Walace, der aus London zurückkehrte, hat gestern dem Generalsekretär des Ausschusses für auswärtige Ang'legen heften P a - leologue einen Besuch abgestattet und ihm die Befriedigung seiner Regierung über die von der französischen Regierung gegenüber Polen eingenommene Haltung ausgesprochen. Belgien «nd die polnische Frage. Paris 20. Aug. ^WTB.' Nach einer Meldung des .Temps" aus Brüssel kam es gestern vormittag im Kabinett wegen des Turchgangsver- kebrs von Munition für Polen zu einer leb- baften Aussprache. Der Minister für auswärtige Angelegenheiten trat energisch dafür ein, daß der Durchgangsverkehr gestattet werde. Justizminister V a ut> e r o e \ b e betäm"fte diesen Standpunkt. S-ckließlich einigte man sich dahin, die Neutralität vorläufia aufrecht zu erhalten, bis das Ergebnis der Verhandlungen in Minsk vorliege. Die Arbeitervpposition in Frankreich. Paris, 19. Aug (Wolff.) Ter Verwaltungs- ausschuß des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes erläftt einen Aufruf, in tem er gegen die Ausweisung Der beiden englis chen Arbeiterv'rtreder Einspruch erhebt. Er übermittelt dem englischen Proletariat seinen brüderlichen Gruß und versichert es der engsten'Zusammenarbeit gegen den Krieg und für die Unabhängigkeit der Völker. Tie französischen Arbeiter werden auf- geforbert, alles zu tun, um den Weltfrieden zu sichern. Ter Verwaltungsausichuß wendet sich auch gegen die Hilfe, die die französische Regierung Genergl Wrangel zuteil werden läßt. Eine fraftDoDe deutsche Note über die französische Politik im Saargebkt Berlin, 19. Aug. (WTB.) Wie wir hören, hat die deutsche Regierung anläßlich oer1 Bewegung der Beamten im Saar gebiet und der damit zusammenhängenden Ereignisse eine Note an die RegierungskommisNan des Saargebiets gerietet, worin es heißt: Tie Beamten des SaargebictS haben am 6. August die Arbeit cingeiteut, weil ine Regie- rungskommissian unter Abänderung der befte'Lcn* ben Gesetze ein Statut erlast en wollte, dessen Bedingungen den Beamten unannehmbar erschienen, lieber die Rechtslage der Beamten im Saargebiet gibt der Friedcnsvertrag nicht mit Klarheit Auskunft. Iweifellos aber ergibt sich.aus dem Sinn desselben, daß der Beamtenkörper im Ganzen in die neue Rechtsordnung übernommen werden sollte, unbefthabet des Rechte- ter Regrerungskommfffion, einzelne Beamte aus te-ondeven Gründen zu entfernen. Daher hat die beutfdje Regierung ton einer Zurückziehung ter gesamten Boamtenfchffi aus dem Saargebiet abgesehen und die Beamten zur Verfügung gestellt. Statt nun aber die Rechts- Verhältnisse der Beamten zu regeln, kn es im Wege der Vereinbarung mit der deutschen Regierung, fei es durch unmittelbare Verhandlungen mit den Beamten selbst, hat die Regierungskom- rniffion einen Entwurf ausgestellt, welcher vor- sieht, daß über die Entlassung und über die Unfähigkeit ober Ungeeignet feit eines Beamten nvcht mehr im Wege eines ordentlichen gerichtlichen Verfahrens, sondern durch die Aussprüche der Vorgesetzten entf (Sieben wird. Ter Entwmff will ferner das den Beamten gesetzlich gewährleistete Vereins- unb Lwalitiionsrecht weitgehend einschrän- ken. Es liegt auf der Hand, daß keinem Beamten zu gemutet werden kann, sich mit einer derartigen Minderung seiner Rechte rntirrftanöcn zu erklären. Die verständigen und durchaus erfüllbaren Gegenvorschläge der Beamten sind rer- TDorfen worden. Wenn nun auch über die Rechtsstellung der Beamten im ein^cknen Zwerftl beuchen können, so kann dies doch kemesMls zur F-olge haben, daß die RegierungFlomnmiwn mit esr Beamten nach Willkür verfahren darf. auch die Bewegung der Beamten mcht Sarm AnIatz nehmen, um Maßnahmen ?u ergreifen, d«e mtt dem Friedensverttag unvereinbar sind. Tatsachlrch aber ift dies geschehen. Sa hat wertere fran- ne, i Verzeichnis jffenen Aen« ll riebst Koni- ber Zuschläge jen hiergegen -lO'/iUhr * ** n sind., yeheu einzu- idet an 1920 Kt tc* 192U' litten. Tie Bolschewisten haben L a u t c n b u r g j angegriffen, das nur von schövachen polnischen Truppen besetzt ioar. Sie fanden überall leb hafte Unterstützung dur die deutsche Bevölkerung. Ein Gegenangriff des Generals Sikrski, der in der Gegend von Lublin sein?« Anfang nahm, stieß auf erbitterten Widerstand . es Feindes. Es kann festgestellt inerte^, daß die Kvmmu nistcnbef ehtShoter ihre Jnfanterreabteiluw gen unter Anwendung von Zwangsmitteln in den Kampf trieben. Tie Beute der letzten Tage beläuft sich auf nahezu 2000 Gefangene, einige Dutzend Mafchinengttvehre und zahlreiche Munition. In der Verteidigungszone der Hauptstadt griff der Feind erstoiglos an. Im Verlauf der Kämpfe vom 16. August haben Abteilungen der litauischen unb rathenischen Tivision das 185. und 196. Bolschewistenreaiment aufgerieben. Ab teilungen der 10. Tivifion haben dem Feinde 4 Geschütze, 8 MasckMnengewehre und eine große Zahl (Mffngene abgenommen. Ter rechte Flügel der Verterdigrmgstruppen der Hauptstadt unterstützt unsere Offensive im Zentrum. Ein Frontalangriff endigte durch die Unterstützung von Tanks mit der Besetzung der Tembe Iielkie. Unsere Abteilungen dringen unaufhörlichinder R i d>' taug von NowoMinsk vor. Unsere Flieger haben überall ein überstürztes Znrücküveichen von zahlreichen feindliäten TrainÜvlonnen festgestellt. Im Südeit wurde die 58. feindliche Division vollständig geschlagen. Auf der Südfivnt zwischen dem Bttg und dem Jwow spielen sich Kampfs gegen die Vorhuten einer Division ab. Königsberg i. Pr., 19. Aug. (WTB.) Im Vorgehen test bolschewistifchen Nordflügels gegen die Weichsel fefeint infolge der Rücktvirlüng der Lage bei Warschau ein Stillstand ein zutreten. Südöstlich von Marschau hat die Pol- entwickelten Richtlinien zu. Insbesondere betonte der ehemalige norwegische Staatsminister Loerlaub ebenfalls, daß die mitteleuropäi-f chen Staaten baldigst in den Völkerbund' eintreten müßten, was unwidersprochen blieb. Ter. norwegische Sozialdemokrat Buen erklärte, daß >er Völkerbund bisher nur ein Apparat! einer Mächtegruppe sei. Ties _ müßte in der Entschließung, allem Lärm der großen Mächte zum Trotz, ausgedrückt werden. Der Schwede Halle legte dar, daß man sch nell revidieren müsse, bevor die Revision aus dem Osten komme. Sreitag, 20. August (920 Annahme von Anzcigen für bie Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. rung auf die Straße, um gegen die Kriegsgefahr zu demonstrieren, so beißt es: Seht ihr,, - iÄ ffiÄSä rrTb.Ä.X'imad.t w-rde. Ti- und Vernunft »Ä» Oebcn bte ftan-osilchen Flmten los. Dteje Hel- abgenommen. Ti^ Rufen bi- in der denhafien Besatzungstruppen haben lid) ia vUtf Soldau flüchteten, versickern, daß drüben in Kattowitz rasch wieder in ihre Ka- Lm polnischer Seite französische Truppen lernen zurückgezogen. Aber sie werden es nicht aat bi&ete Jid) erne Schutz-wchr Hetzer. Es wird nicht Ruhe werden, wenn für der Unabhangigeir.Dre Mttglreder der ^Webr, hi» n-n-1 Ire Gewehre unb rote Binden tragen, tttven ote crLb? T1!111119rr -C^Clr-Grenze besetzt und verhi.rdcm die Ausfuhr von gesetzt und von allnerter Sterte nicht auvdruck-- und Getreit^ lich Garantie für die deutsche Neutrali- War sch au,"18. Aug. ^WTB.) Hav-as. Tie töt in Oberschlefien gegeben wird. Erfolge des pvlni scheu Heeres dauern Breslau, 19. Aug. (WTB.) Nach einer auf bem recht e n Flügel an. Tie Trrchpm Meldung der „Schlesischen Zeitung" aus Katto- des Generals Pilirrbsii bedrohen di: ml fischen w i tz besand sich unter der verhafteten Besatzung Kolonnen .ie auf Warschau marschieren. ^tc des „Deutschen Hauses" mtch ein Gehilfe Kor- französischen Offiziere spielen bn ber fantys sowie ein polnischer Student namens polnischen Offensive eine immer wichtigere Knolle. Ko j. Bei diesem wurden ein Armeerevolver so- Wa r schau, 19. Aug. -'WTB.) ^Ü^^lles wie gegen 50 Patronen gefunden. Im Verhör soll Communique des polnischen Mini'terpräirdenten: Koj gestanden haben, daß er mit 45 anberen An der Nordsnont sind feindliche TnEven und Polen aus bem Lornnitz-Hvtel in Beuthen nach Karalleriebetachements. die zum Angriff auf cne Katwwitz gesandt worden fei, um eine S chie ße - j Weichsel beitimmt waren, auf heftigen Wrderstanb gestoßen. Ter Wirer!tand der Truvpep der Garnison Wvoclaw war so groß, baß alle Angriffe ab» Ur. V)5 ‘Der Lietzener Anzeicter erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Be$ug$prcife: Mona11iF üiarh 3.60 undMK - 65Tcägerlohn, Dierleljül).! ,J lla.it 10 80 undMK.1.95Trägerlohn; durch die Pojr viertel- jährlich Marli 12.— ausschließlich Lestellgelü. Fern sprech-Anschlüsse: fürbieSdjriftleilung 112; Derlag.löeschästsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. U685 Meldung des ,Daily Telegraph" baten die Bolschewisten Enscli unter Zurücklassung einer kleinen Besatzung wieder verlassen unb oie Schiffe bet ka spische n Flotte verbrannt. Auch Baku soll öon den Bolsckiewisten, wie von gut unterrichteter Seite gemeldet wird, wieder geräumt worden sein. Der polnische Heeresbericht. Kopenhagen, 19. Aug. (Wolff.) Nach einem Telegramm aus Warschau metbet der po l - nifche Heeresberich t: Tie von General Tsikorski ttotz großer Schwierigkeiten eröffnete Gegenoffensive an ber Nord front verläuft an bauer nb sehr günstig. Ter Feind, ber an biefem Abschnitt 10 Tiviswnen eingesetzt hatte, ging,auf der ganzen Linie zurück. Stellenweise ist sein Rückzug fluchtattig. Unsere Flieger bombar- bierten mit gutem Ergebnisse bie feinblichm Kolonnen. Tas Resultat der erfolgreichen Kämpfe wirb bereits in W a r f ch a u gespürt, wo der Druck des F>einbes aus ber Richtung Zegrze—Tembe bedeutend schwächer wirb. Tagegen wüten fübdftlicb von Warschau noch erbitterte Kämpfe. Aber auch hier wurden alle Angriffe, abgeschlagen. An mehreren Stellen wurden Fbttschritte gemacht. Im Zentrum leiteten unsere Truppen eine größere Offensive unter persönlicher Leitung des Marschalls Pilsudski ein. Nach 45 Kilometer langen Eilmärschen erreichten unsere Truppen bereits am Mittag des 16. August Gar wolm und vertrieben den Feinb von der Weickrsel. Auf dem rechten Flügel stießen polnische Abteilungen auf den Widerstand des Feindes. Bei Kock eroberten un- i fere Truppen Geschütze und Maschinengewehre. Wir rückten vämpfenb fchnell vorwärts. Auf der S ü b- front begannen wir eine Gegenoffensive, um den Feind zurückzutteiben, der den Bug bei Sokal unb Busk überschritten hat. Nördlich, von Zborow, längs der Strypa, waren die feindlichen totalen Angriffe erfolglos. Die Erfolge der Polen. Dreis für l mm höhe für Anzeigen v. 34 mm DrcU« örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz, vorfchrijt 20 Aufschlag. Hauptschriftletter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: H. Beek, sämtlich in ©tefjen. Vie Schuld der polen an den SnÄÄ Ereignissen in Oberschlefien. teufet, bie unter bie Menge verteilt wurden. Jrn i ^usB eutben ^^*ben. «Ä'Ä» £ ^ONN man die Lekanntmachungen der polnischer Läden zertrümmert, u. a. bas Fnterallnerten Kommrsswn für Oberschienen des Großpolen Ezaplmski unb das Getieft, könnte man glauben, daß die Polen in schäft des Eisenhändlers Sikorski. Es muß jedoch bem traurigen Bürgerkrieg kein Wässerchen ausdrücklich betont werben, daß bie Menge sich getrübt haben. Aber wollte man diese Plakate keine Plünderungen im landläufigen Sinne zu cherrunterreißen — man tut es natürlich nickst, Schulden kommen ließ. Sie ließ Z-B. die Juwetter- Wo” °ndEXÄ1“ Ä durch seine Berleumdungen und Hetzereien biv lichtscheuem Gesindel, worunter sich auch aufs Blut reizte. Da wurde behauptet, baB $0Ien befanden, weggeräumt. Die Schießerei hielt eine deutsch-bolschewistische Verschwörung be-1 t>ie ganze Nacht hindurch an. stehe, und außerdem eine gegen die Polen ge- Beuthen, 19. Aug. (WTBF Kattowitz »richtete militärische Geheimorganisation. Da war heute nachmittag ruhig. Die Spannung halt wurde die polnische Bevölkerung Oberschle- jedoch an. Der Theaterplatz ist ffens aufgerufen, sich bereitzuhalten und die KaMle^^etzttPatrourllen mit ausgepflanzttm mteralliiertcn Jruwen ju unterftü®en Sir StaftärSen. 3talie- M Herren des Landen. 1111'^ Truppen sind eingetroffen. Ihre Stärke ist »ts aufs Blut reizen? Der deuffche Ober- Plebiszitkommissariat für Deut,ch- fchlesier besitzt ein heißes Temperament. Er ist erläßt einen Aufruf, worin die deutsch- ircunblid) und hingebend, wo er vertraut, denkenden OberscÄesier aufaeforbert werden, Ruhe Über er flammt auf und wird zum Berserker, und Besonnenheit zu bewahren. 4venn er sich mißhandelt glaubt. Es toar eine ffeelisch e Mißhandlung, sich beider Fremden internationalen Regierung als 93er GietzeimAilMe» Seneral-Anzeiger für Oberhessen Drnck inö Verlag: vrühl'sche Ums.-Vuch- und Lteindruckerei H. Lange. 5chriftieitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchnlstrahe 7. 34. (Nachdruck verboten.) ** Oberhessischer Kun st verein. Die in Aussicht gestellte Ausstellung graphischer Werke gelangt nächste Woche zur Ausstellung, so daß die Erössnung am Sonntag, 29., erfolgen kann. L.-U. Vom Rektorat der Landesuniversität werden mir darauf aufmerksam gemacht, daß die S i e g m u n d e i ch e j Heim- Professur nicht eine Professur für Handelsrecht ist, Ivie es in unserem gestrigen Bericht irrtümlich hieß, sondern für Geld-, Bank- mW Börsenwesen. — Ferner werden wir gebeten, noch mitzuteilen, daß der 1. Vorsitzende Herr Erle im Namen des Kaufmann. Vereins und der Fack>- sckmle einen Kranz am Grube seines Ehrenmitgliedes niederlegen ließ. ** Von der Feuerwehr. Gestern abend fand eine größere Älarmübung der gesamten Feuerwehren statt. Als Bvandobjekt diente die Zeug- 'hauska ferne auf 'dem Landgvaf-Philipplatz, die in dankenswerter Weise von dem Reichsvermögrns- amt zur Verfügung gestellt wo-rden ivar. 7 Uhr 43 Min wurde durch den Feuermelder out dem Landgraf-Philipp-Platz die Feuerwache aus Os-- waldsgarten alarmiert. Di.' Motorspritze tmf 2y2 Minuten nach Mgabe des Alarms an dem Feuer- melder ein, evhielt dort ihre Weisungen, und griff das im Dache des südlichen Flügels der Zeugrm. D a r m st a d t, 19. Aug. Eine dringliche Anfrage hat der Abg. Dorsch (H. Vp.) an die Kammer gerichtet in der er um Auskunft ersucht, ob es der Regierung bekannt sei, daß in Klein-Karben 140 Arbeiter den Landwirten die Kartoffeln mit Gewalt Wegnahmen und was die Regierung gegen solche Gewaltakte zu tun gedenke. Ans Stadt und Land. Gießen, den 20. August 1920. Lebensmittel. ** Die Wochenkartoffelmarken der . Woche werden beliefert bei Fritz Rumps, Zvzelsgasse, Hch Drechsler, ^»teinstvaße, Eduard Weisel, schottstraße, Konsumverein (in sämtlichen Filialen), I. Krack, Riegelpfad, Carl Schott, West- Anlage. Die Wochenöcrrtofselmenge wird auf 10 Pfund festgesetzt. Preis 45 Pf. für das Pfund. Tie Kartoffelmarven der 33. Woche können noch bis einschließlich Samstag den 21. August 1920 eingelöst werden. ** B e i der städt. Ob st- und Gemüse st e l l e (Marktlauben) kommen morgen und folgende Tage Karotten, Roterüben, Wirsing, Rotkraut, Weißkraut, Grüngemüse und Zwiebel zum Verkauf. Fetner noch größere Mengen Frühzwetschen, Mirabellen, Aepfel und Birnen. Veranstaltungen. Freitag: Lichtspielhaus: „Tas Buch Esther". — Lichtspiele: „Ter Kampf in den Lüften". — Einhorn: 8.30 Uhr Gastspiel Buchwald. Minder Hatz. Roman von Alfred Sassen. Er rückte sich auf einmal in den Schultern imo ümchs zu seiner ganzen schlanken Höhe vor dem jun- lgen Mädchen auf. „Aber der Tag kann doch seinen vollen, schönen Wert behalten, wenn Sie mein Fräulein, diesen Wert mit einem Wort bestätigen, das sie in ein wenig anderer Fassung vorhin schon einmal aussprachen," rief er schnell, und sein Gesicht erhellte sich. „Wissen Sie, welches Wort ich meine — Sie blickte ihn nicht an. Ihr Auge ging an ihm vorüber zum Fenster. Er sah. es war ein 'Kämpsen in ihr. Plötzlich aber tat so es ihm nach — auch ihr biegsamer, kraftvoller Körper hob sich schlank und gerade, und in ihrem Antlitz entzündete sich gleichfalls ein warmes Licht. „Der Tag war trotzdem schön," sagte sie tapfer in einem wannen, starken Ton. „Und wird es bleiben — schön, o so schön!" fiel der junge Mann mit unterdrücktem Ausiubeln erw „Und darum, meine ich, sehen wir uns heule nicht zum letzten Male. Blcibt mir vorläufig auch dies Haus verschlossen — gut, so gibt es andere Wege, um —" Sie machte rrne erschrocken abwehrende Bewegung, die er falsch deutete» Aus dem desctzten Reichsminister Dr. Koch in Mainz. Mainz, 18. August. (Wolff.) Reichsminister D r. Koch berührt? auf seiner Inform ationsreise durch das besetzte Gebiet gestern Mainz. Im Sitzuugssaale des Stadthauses wurde er namens der hessischen Re gie cuu g von Finanzminister Henrich begrüßt. In seiner Begleitung befanden sich Staatssekretär Lewald, Mr- Lnisterialdirektor v. Welser, Geheimrat Grat Adcl- arann und der Reichskommissac für die besetzten Gebiete mit seinen Vertretern. Von dec hessischen Negierung waren außer Finanzminister Kultusminister Dr. Strecker, Staatsrat Dr. Wagner, Wirtschaftsrat Dr. Reitz und ObeMnanzrat Dr. Schrodt erschienen. Reick)sminister Dr. Koch betonte, daß angesichts der sckpvierigen Lage ein öfterer Besuch von selten der Reichsregierung nicht möglich sei, doch hoffe die Reichsveglerung, daß sie allen vorgebrachten Wünschen Rechnung tragen könne. Ter Minister bat daher, ihm rückhaltlos mitzuteilen, wo nach Ansicht der Erschienenen Abhilfe not tue. Nachdem der Minister,,den '"forma t o r i s che n Charakter seiner Repe ausdrücklich betont hatte, bat er, an diese keine Illusionen zu knüpfen, denn aus dem Nichts lasse sich ein glückliches Deutschland nicht ohne iveiteres hervor- zaubern. Wir lebten gegenwärtig von unseröns Reserven aus besserer Zeit. Bon dem Ertrage unserer Arbeit könnten wir nicht leben und doch gebe es kein anderes Mittel, Deutschland wieder hochzubringen, als die Arbeitsleistungen zu steigern, ohne den Achtstundentag zu gefäyrden. Ein Vorzug vor dem unbesetzten Gebiete könne den besetzten Gebieten aber,nicht gewährt werden; auch der Steuerabzug müsse im beietztm Gebiete genau so gehandhabt werden wie im. unbesetzten, denn ein Verzicht auf den Steuerabzug bedeute den Bankrott des Staates. DieBeseitigung dec Zwangswirtschaft dagegen könne Mm größten Teil durchgeführt werden, doch müsse die Bewirtschaftung für Milch 'und Getreide bestehen bleiben. Aus dem Der Reichspräsident und Herr Erzberger. Berlin, 19. Aug. (WB.. Tie „Germania" veröffentlicht ein Schreiben des Reichspräsidenten an den Reichstagsabgeordneten Erzberger, worin der Reichspräsident anläßlich der Annahme des Gesetzes betreffend das deutsch-holländische Kreditabkommen im Reichstag und in den holländischen Kammern, der weitblickeiiden Initiative gedenkt, womit er die Verhandlungen über den holländischen Staatskredit an Teutschland einleitete und fast zum Abschluß förderte. Ter Reichspräsident spricht Erzberger seinen aufrichtigsten Tank aus. Das Los der Kriegsbeschädigten. Karlsruhe, 19. August. Etwa 200 in hiesigen Lazaretten untergebrachte Kriegsbeschädigte veranstalteten gestern nachmittag eine D e m o n st r a t i o n. Sie zogen in geschlossenem Zuge nach dem Marktplatze, wo sie Aufstellung nahmen und drei ihrer Vertrauensleute Ansprachen hielten, in denen sie die große Notlage der Kriegsbeschädigten schilderten. Um 7 Uhr abends zogen die Demonstranten vor das Staatsministerium, wo Staatspräsident Trunk in einer kurzen Ansprache versicherte, daß die badische Regierung alles tun werde, um das Los der Kriegsbeschädigten zu verbessern. Darauf zogen die Demonstranten in aller Ruhe wieder ab. Zur Stillegung der Werft von Blohm u. Voß. H a m b u r g, 19. Aug. (Wolff.) Ueber die Vorgänge, die zur Stillegung der Werst von Blähm und Boß führten, berichtet das „Hamburger Echo": Als die Firma eine Regelung der Frage der'Ueberstunden vornahm, ohne oie Betriebsratsfftzung damit zu befassen, verlangte die Belegschaft gestern die Zurücknahme der Maßregel. Sie verlangte aber auch, daß ihr die versäumte Arbeitszeit zu bezahlen sei. Während die Werftleitung der ersten Forderung nachgab, lehnte sie die zweite Forderung ab, worauf die Arbeiter in das .Hauptgebäude eindrangen und die anwesenden Direktoren h e r u n t e r ho l ten. Einige wurden nicht unerheblich verletzt. Die Direktoren, die nach dem Gebäude des Ar- beiterrats gedrängt wurden, erklärten nunmehr, daß sie die verloren gegangene Zeit bezahlen wollten. Schließung einer Fabrik. Biebrich, 19. Aug. (Wolff.) Infolge der von der Arbeiterschaft der Chemischen FabrikCalleund Cie., Biebrich, am 17. August unter Beiseiteschiebung ihrer gesetzlichen Vertretung von der Direktion erzwungenen Zugeständnisse wandte sich die Fabrikleitung an die Vereinigung des Arbeitgeberverbandes für Wiesbaden und Mainz, welche die der Fabrikleitung abgezwungenen Zugestänonisse als erpreßt bezeichnete und für ungültig erklärte. Aus diesem Grunde wurde die Fabrik heute vormittag 6 Uhr geschlossen und sämtliche Arbeiter entlassen. Die Beamten und Angestellten der Fabrik wurden einstweilen beurlaubt. geringer, da die Gewinne der Aufkäufer und die mehrfachen Transportkosten wegfallen Dem Vernehmen nach haben noch mehrere Gemeinden beschlossen, denselben Schritt beim Kreisamt zu unternehmen. Kreis Büdingen. h Ortenberg, 19. Ang. Am vorigen Sonntag hielt die Ortsgruppe .Kreis Büdingen des Bundes der A r b e i t s i n valide n. Unfall.- und Rentenempfänger bei Gastwirt Hirzel eine gut besuchte Dio nats Versammlung ab. Der Vorsitzende der Ortsgruppe, Sck)losser Will>elin Hebbel II., wies darauf hin, daß alle Invaliden und Rentenempfänger im Interesse der Sach: der Ortsgruppe beitreten müßten, da mit' dem 1. Dezember die Bewilligungs'frist für die Zulage von 39 Mark ab- brufe und da der Bund in Darmstadt und Berlin fti Zukunft nur für die Interessen derjenigen eintreten würbe, die eingeschriebene Mitgliä>er des Bundes seien. Hierauf hielt in Vertretung des verhinderten Verbandssekrrtärs Paste aus Frankfurt Gaukassierer Gottschalk aus Offenbach einen längeren Vortrag über die Reichsiionferenz des Bundes der Arboitsirmalid-en ufw. in Essen und deren Ergebnisse. Ter Zusanmfensck-luß aller Invalidenverbände sei nun erfolgt, es werde verlangt: Gleichstellung aller Zivil beschäftigt en und Hinterbliebenen in ihren Versorgungsansprüchen mit den Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen, rerchsgesetziich? Regelmtg der Fürsorge für die Erwerbsunfähigen und Erwerbsbes chränsten, Loslösung dieier Fürsorge von der Armenpflege, Einrichtung von Reichs-, Landes- und Ortsfürsvrge- ; stellen für die Arbeitsinvaliden ustv. nach dem Muster der Kriegsbeschädigtem Fürsorge stellen, Schaffung eines Beirates für Arbeitsinvalidmfür^ sorge im Reichsarbeitsministerium, Mitbestimmung der Llrbeilsinvaliden und ihrer Hinterbliebenen bei allen Fürsvrgemaßnahmen im Reich, Land und Gemeinden und airdercs Wichtige mehr. Tie Versammelten erklärten sich mit diesen Forderungen einverstanden. 4 O r t e n b e r g, 19. Aug. IN unserer Schafherde ivurde die Maul- und Klauenseuche festgestellt und alle Vorsichtsmaßregeln gegen eine Wetterverbreitung der Seuche getroffen. Bis jetzt scheint die Seuche gutartig zu verlaufen. Kreis Friedberg. = Bad-Nauheim, 19. Aug. Vor mehreren Wochen wurden 3 Arbeiter aus Rödgen verhaftet, die in der Gemarkung Schwalheim einen größeren Felddiebstahl begangen und bei Ankunft der Flurhüter nach dieses! geschossen haben. Ein Arbeiter ist dieser Tage auf freien Fuß gesetzt worden, die Haftentlassung der beiden andern wurde abgelehnt, da nicht ein Vergehen, sondern Verbrechen vorliegen soll. Um gegen die weitere Inhaftierung der beiden Arbeiter M protestieren, veranstalteten das hiesige und das Friedberger Gewerkfchaftskartell vorgestern abend eine Prote st v e r f a m m l u n A, die in einer Entschließung die sofortige Haftentlasfung der Inhaftierten Hensel und Wolf aus Rödgen forderte. Eine Kommission war beauftragt, die Resolution Staats Minister Ulrich und Jnstizminister v. Brentano, die beide zur Kur hier weilen, zu überreichen imb aus die Freilassrrng hinzuwirken. Wie wir hören, haben die Minister dem Gesuch nicht stattgegeben. Die beiden Verhafteten sind heute nach Gießen verbracht worden. Eine weitere Pwtestverfammlung ist siir heute abend von den Gewerkschaftskärtellen Friedberg und Bad-Nauk^im einberufen, die über einen eventuellen Streik beschließen soll, falls die Freigabe der Verhafteten nicht sofort erfolgt. Es wird verlautbart, daß die Wetterauer Landwirte mit einem Lieferungsstreik für Bad-Nauheim drohen, wenn dem Wunsche der Gewerkschaftskartells stattgegeben würde. Bis jetzt ist es zu Ausschreitungen in der Angelegenheit noch nicht gekommen. = B ad-Nauheim, 19. Aug. In den frühen Morgenstunden ging heute ein durchgreifender Gewitterregen über unsere Gegend nieder, der von Gartenbesitzern und Landwirten sehr begrüßt wurde. (.) Butzbach, 19. Aug. Beigeordneter Karl Hab er mann hat aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niedergelegt. □ Friedberg, 18. Aug. Tie noch^ hier lebenden Veteranen aus dem Kriege 1870/71 begingen gestern in schlichter Weise die 50jährige Gedenkfeier der Schlacht bei Gravelotte. Mit Rücksicht auf die schwere Zeit, die auf unserem Vaterlande lastet, nahm man Abstand von jeder äußerlichen Feier, sondern begnügte sich mit einem einfachen Abendessen im Hotel Trapp, welches durch Ansprachen von Schulrat Süß und Geh. Sani- tätsrat Dr. Becker belebt wurde und bei dem in lebhafter Erinnerung' an die gemeintem verlebte Kriegszeit die wenigen Stunden rasch dcchin- s chwandeu. Starkenburg und Rheinhessen. Bensheim a. d. Bergstr., 17. Aug. An* läßlich der bevorstehenden Sechshundertjahr-Feier erschien dieser Tage im Verlage von Fritz Kaulbach in Bensheim die Festschrift. Ihr Titel lautet: Geschichte der Stadt Bensheim bis zum Ausgang des Dreißigjährigen Krieges. (Verfassung und Ver- walttmg, Gerichtsbarkeit.) Das eingehende, mit vielen Bildern geschmückte Werk des bekannte" Historikers Professor Karl Henkelmcmn schuldest in anschaulicher Weise die Geschicke der Stadt. Lobeda hinartswandere, um über den Sonntag dort zu bleiben. Plaudernd fügte er hinzu, bei gutem Wetter gehe er gewöhnlich über die Wöllnitzer Wiesen, und Schwester Rena komme ihm dann oft die Hälfte des Weges entgegen. . . Natürlich schritt Hermann Hüttich am kommenden Sonnabend m Begleitung des gutgelaunten Schülers auf dem idyllischen Wiesenpfad dahin. Der Tag zeigte eine gedämpfte Beleuchtung. Schon von früh auf war ein starkes Nebelbranen gewesen. Auch jetzt, am Nachmittage, verknüpften da und dort noch vereinzelte, phantastisch gehackte Nebelbänder die Bäume der weiten Wiesengründe, tmb rechts drüben über der Saale ballte es sich sogar in dichten grauen Wolken, die langsam auf- und niederschtvebten und das Laub des Buschwerks, das die Ufer säumte, in feuchten Schauern erzittern ließen. , An jeder Biegung des Weges spähte der junge Mann mit ungeduldigen Augen vorwärts — und jetzt — ah, dort schritt sie heran! Diese schlanke Mädchengestalt konnte er nicht verkennen — sie war es! Da hatte auch Max die Kommende bemerkt und stürmte ihr mit einem fröhlichen Ausruf entgegen. (Fortsetzung folgt.) Forffetzung 11. zösischeTruppeumengenrn^Landge- zogen und nach den hier vorttegenden Icel- öungen geduldet, daß diese franzöipchen Gruppen mit brutaler Gewalt gegen Beamte vorgingen imb wahre Jagden auf ste v^- anstalteten. Beamte und andere Bewohner de_> Saargebiets sind in größerer Zahl verhaktet wor- liub eine ganze Reihe von Personen ist aus bem Gebiet ausgewiesen worben. Tie deutsche Regierung erhebt feierlich und nachdrücklich Einspruch gegen die geschilderten Maßnahmen ber Negierungskommission, bie mit dein Geist und Zweck des Friedensvertrages nicht im Einklang stehen. In der von der Saarregierung anläßlich der Arbeitseinstellung im Saar- aebiet erlaifcnen Proklamation wird u. a. behauptet, ber Streik sei von den Beamten vomZaune gcbrocG'n worden, und die Beamten seien Hetzer oder Werkzeuge von Hetzern, denen die deutsche Regierung mehrere Millionen für diese Agitation zur Verfügung gestellt habe. Daß diese Proklamation den Tatsachen widerspricht, geht aus den obigen Angaben über die Ursachen des Streiks hervor. In vollkommen irveführender Weise hat die Regierungskommission die Bewegung der Beamten mit der Tätigkeit einer Organisation zur Erhal- timg des Deutschtums im Saargebiet in Zusammenhang zu bringen versucht. Wenn die deutsche Regierimg für diese Tätigkeit, die die Förderung der deutschen Musik, des deutschen Theaters, ber deutschen Literatur und des deutschen Vereins- Wesens zum Ziele hat, Mittel zur Verfügung gestellt hat, so wird sie sich ihr gutes Recht dazu! auch künftig um so weniger bestreiten lassen, als es sich hierbei lediglich um eine Abwehr ber bekannten, mit reichlichen Mitteln arbeitenden Bestrebungen handelt, die das Ziel versolgen, den deutsch-en Charakter des Saargebiets zu ändern. Hauskaserne gedachte Feuer schort mit zwei Rohnen an. Da nach der Annahme die Motorspritze mit ihren wenigen Leuten das Feuer allein nicht bewältigen und die Nachbar geb äube nicht beschützen konnte, wurden 7 Uhr 48 Min. die Ringlertungen und die Sirenen in Tätigkeit gesetzt, und fett Bestehen der Feuermeldeanlage der etile Groß-- seueralarm abgegeben, um die gesamte Feuerwehr zu Hilfe zu rufen. Schon 7 Uhr 55 Mtn. trafen die ersten Geräte der Gießener Freiwilligen Feuor- wehc und kurz daraus 'dieienigen bei fmiu’uUgrn Gai Ischen Feuerwehr ein, die bett ireiten Weg von ihrem Depot in kürzester Frist zurücklegten. Nach Eintreffen der Gerate fand ber all gemeine Angriff auf das Gwßseuer in der Weise statt, daß im Hofe der Zeug haus käse rne außer der Motorspritze die 3 mechanischen Leitern das Brandobjekt unter Wasser nähmen, während an rem nach dem Landgrai-Philipps-Platz liegenden Giebel Rettungsversuche ausgesührt und durch die übrigen Mannschaften mit den erforderttchen Geräten das neue Schloß 'imb bas Rentamt beschützt wurden, da diese im Ernstfälle ebenfalls vom Feuer bedroht worden wären. Die Uebung hat gezeigt, daß die Fenerwehoen ihrer Aufgabe voll gewachsen und bei Feuergsgefahr rasch und m genügender Anzahl zur Stells sind. Tie Absperrung des Platzes war in mustergültiger Weife durch die Polizei und bie neue Sicherheitspolizei, bie kurze Zeit nach Anruf mit, einem größeren Aufgebot erschien, durchgeführt, so daß bie Feuerwehr völlig ungestört ihre Ausgabe durchführen konnte. _ , ** Sv genannte Krtegsreifepru- fungen, h. h. erleichterte Reifeprüfungen für Kviegsteilne'tzmer, toerber. ?.um letzten Male im Volksßaat Hessen im Frühjahr 1921 in Darmstadt abgehalten. Weitere Bekanlitmachnng erfolgt rechtzeitig, etwa im Monat Februar. Nur für bie aus der Gefangenfäsaft jetzt oder erst später Zurück- fegrenben können Kriegsreifeprüfungen auch nach bem genannten Zeitpunkt noch angesetzt werben. Kurse für Kriegsteilnehmer siirden nach Ostern 1921 nicht mehr statt. Nähere AiiSkunft erteilt auf schriftliche Anfrage, ber 1,50 Mark Stempel- gebühr beizulegen ist, das^ Sekretariat des Lcmdes- amtes für das BildungÄvesen, Abteilung für Sck.nlangelegeüheiten, zu Darmstadt. ** Viehzählung. Die von Reichs wegen für den 1. September d. I. in Hessen vorgesehene Viehzählung ist mit Rücksicht auf den Stand der Maul- und Klauenseuche vom Ministerium des Innern, Abt. für öffentliche Gesundheitspflege, abgesagt worden. ** Warnung vor Wochenmarktdieb e n. In letzter Zeit ist es wiederholt vor- gekonimen, daß Hausfrauen auf dem Wochenmarkte Portemonnaies mit dem Inhalte entwendet wurden. Dies ist hauptsächlich dem Umstand zuzuschreiben, daß die Frauen die Portemonnaies sorglos in offenen Körbchen oder Täschchen tragen, die den Dieben leicht zugänglich sind, so daß diese im günstigen Augenblick nur zuzugreifen brauchen. Deshalb Vorsicht in der Aufbewahrung des Geldes. ** Laßt oie Kinder nicht am Wasser spielen! Beim Spielen an Der Lahn am Wehr oer Möserschen Mühle fielen gestern nachmittag zwei Kinoer, ein Junge und ein Mäochen, welche auf dem Rand des' Wehrs herumliefen, in Das Wasser und verschwanden in der Tiefe. Auf das Geschrei der anderen Kinder eilte die in der Nähe besind- liche Mutter des einen mit dem Tode ringenden Kindes herbei, um es aus dem Wasser zu ziehen. Sie geriet aber ebenfalls in die Tiefe und konnte aus dieser samt den Kindern nur mit Mühe und Gefahr von dem in der Nähe besindlichen Herrn K. Joedt gerettet werden. Den Eltern dürfte dieser Fall Veranlassung geben, ihre Kinder nachdrücklichst von dem Vaden an unbekannten Stellen in der Lahn fernzuhalten. ** Seinen 80. Geburtstag begeht Samstag, ben 21. August Wilhelm Stoll- mer in geistiger Frische. ** T ie Vereinigten Hassio-Milt- tärverei^re Gießen veranstalten anläßlich der 50jährigen Wiederkehr der schweren Tage unserer Helben von 1870/71 (Gravelotte' am Sonntag den 22. bs. Mts. einen gemeinsamen Kirchgang (Stadlkirche). Siehe Anzeigenteil. ** Der Evangelische Arbeiterverein veranstaltet Sonntag, den 22. August, nachrn. 3 Uhr, auf der „Liebigshöhck" ein Gartenfest. Näheres siehe Anzeigenteil. Landkreis Gießen. g. Allendorf a. d. Lumda, 18. Aug. Gestern abend fand ebenso wie in Ettingshausen hier eine Versammlung von Mckstselbstversorgern unserer Gemeind? statt. In einem Beschluß an das Kreisamt wurde dieses gebeten, zu gestattsi, daß den Verforgmigsbevechtigten im nun beginnenden Wirtschaftsjahre an Stelle des schlechten Komnninalverbandmehles von den hiesigen Erzeugern Getreide geliefert wird, das in ben fünf Mlendorfer Mühlen gemahlen werden könnte. Auf diese Weise bekämen die Versorgungsberechtigten ein besseres Mehl als bisher, imb der Preis wäre Max schielte dabei ein wenig neugierig zu seinem großen freund empor, ob der wohl errate, n,ohin der mit den letzten Worten hinziele. Der Schüler hätte nämlich gar zu gern fahren, was neulich passiert nmr, als Rena ihn auf Tantes Veranlassung aus dem Zimmer geschickt hatte. Natürlich war er gleich hinterher mit allerlei Fragen an die Schwester herangetreten, von dieser aber in ernster, bestimmter Weise gebeten worden, nicht an die Angelegenheit zu rühren. Nirn schien er nicht übel Lust zu haben, einen Versuch zu machen, ob er von dem beteiligten jungen Deutschamerikaner etwas „herausbekommen" könne. Hermann Hüttich foar aber mit seinen Gedanken auf ganz anderen Wegen. „Nur mache sie immer ein so ernstes Gesicht — —" Diese Worte des Schülers hatten mit urplötzlicher Gewalt alles Blut in ihm aufgeftürmt. Er sah das junge Mädchen vor sich, das schöne Gesicht von Blässe überzogen, still, nachdenklich----und ihm schlug das Herz bis zum .Hals hinan. Er mußte versuchen, sie wiederzpsehen und zu sprechen. Ließ eb sich nicht in Lobeda herbeisühven, so war es vielleicht in Jena möglich. Er verschmähte jeden Umweg', geiabc ging er auf sein Ziel los und fragte den Schüler, ob ihn die Schwester wohl zuweilen in seiner Pension besuche. Max nickte. Tas komme wohl ab und zu vor, aber doch I selten, da er ja jeden Sonnabend nachmittag nach „Ja, ja," rief er, „ich gehe schon. Sie haben recht. Wir dürfen Ihre verehrte Tante nicht kränken. Leben öie wohl — und auf Wiedersehen!" Er haschte nach ihrer Hand und drücfte einen raschen Kuß darauf. Dann wandle er sich und ging. Renas Kopf schütteln imb das Lächeln auf ihren erblaßten Lippen fah er nicht mehr. V. Zwei Tage später — um die Mittagsstunde ging 'Hermann Hüttich wartend vor dem Gymnasium in Jena auf und nieder. Max Bodenbach hatte ihm auf ber sonntäg- ltchen Radtour neulich erzählt, daß er dies Gymnasium besuche, und ber junge Deutschamerikaner empfand nun wahrscheinlich Sehnsucht, den frischen Burschen einmal wiederzusehen. In hellen Haufen, lebhaft durcheinander schwatzend und lach-nb, strömten bie verschiedenen 'Jahrgänge ber buntbemützten Schüler auf bie vtraße. Der Wartende fand mit spähenden Augen sei- ucn kleinen Mann heraus und rief ihn an. Max Bodenbach zeigte sich auftichtig erfreut und begann sofort zu plaudern Ohne baß Hermann Hüttich zu fragen brauchte, berichtet? der Schüler, Schwester Renas Fuß mache in der Heilung die beiten Fortschritte, sie hinke nur ganz Wenig, brauche sich auch nicht zu schonen, sondern sei in Hans ■imb Garten ebenso tätig wie früher. Nur mache I sie immer ein so ernstes Gesicht. ; tätigen ~ _b>l Ii„ * ta fe> . <,ss> rZL tia. Sä: is MÄ *ÄS TE Watten, LoÄj. ZE "L nach Km ,«WMk 1 KM.mwmg ^erblp.bentn bn te4 Land M Ajj* >m vvrdmmgrn unserer Schrs» Nauenscuch, * gegen eint W Bis W Äaufen. N. 8or nch tn Ws Ma vamlheim ema MM und br, schossen habet men Fuß geft}.' beiden anbtm rgehen, fonbtm gen die meita M Mtchierai, dar Wbbtigtr M xnb ernt Hrp, I itet EnWewf 1 Stierten for ' Eine Kvinm- >n Staats murr centmw, die beü ichen und am bz wir HSM, Hai« jhrttgegM Äi . nach Gießen tr.- coteftOeriammlurx j verkichastsdrtrlloA! nberujen, die übe, hließen soll, fall'- '■ W sofort erfolgt ttcraiKr Landmil! für BadNauhm der Gewerlscha!^ jetzt ist es zu And eit noch nicht # 19.9big.3nbe ; heule ein durch ' en über inif« ctenbesitzern inü ; urde. r Beigeordneltt < ins Gesundheit Ä «Öl Si'Äl ffS»l sich mit einem ■ * WM?I i UNd M®® | rde und M JJ fT Lndm rchck W zeinhesftv. [ bis zutn Nl in • ■ • ii Mti-H ' SW: veilen^ Saals ,jflm ®L en, ^, S^ci ,(3 I .. bew^ I jW Tlk. 4-ckA bro Innern am 18. tat tor Vajt^e^Mle her KricgStofchädig.en- und Kirdjc und Schule des Gießener Zweigvereins der Gustav-Adolf Fußball. Am letzten Sonntag sand i Wetzlar der Vertretertag des hessischen Steifed de in des Stiftung verspricht dadurch interessant au werden, daß neben den Ansprachen von Geistlichen auch ein Laie zum Worte kommt, nämlich der durch seine Volksschriften in weiteren Kreisen bekannte Bauersmann Heinrich Naumann aus Nanzhausen bei Lohra. Schuler der Anstalt — weit über 2000 — sind Einladungen zum Fest ergangen. Hessen-Nassau. Ueberfall von Kranken auf den Chefarzt. Frankfurt a. M., 19. Äug1 (Privattele- gramm. ) Heute mittag übersielen en tu 30 Kranke in dem Teillazarott der Villa Sommertor bei dort tätigen Chefarzt Dr. Zöllner, den sie unter dem Vorwand, mit ihm verhandeln zu wallen, aus dem Zimmer gelockt hatten. Si^ grifieu ihn mit Schemeln, Stöcken und Besen an. Der Chefarzt ili'rd.teie schtpssiich in den (Harten, wo er nochmals mißhandelt wurde, bis er, aus einer schweren Kopfwunde blutend, zusam^ menbrack. Er mußte in bk Chirurgische Älmif übergesüchrt werden, wo er schwer barniederlkgt. Eine gerichtlich>e Untersuchung ist nn geleitet worden. Rändel. Berlin, 19. Aug. (Wolff.) Börfenbericht. Tas wichtigste Ereignis des heutigen Börsenverkehrs bildete eine abermalige starke Steigerung der Prise für Ausiandsdevise^. im Zn- STk*gif/jUerb0 LvSdriefe der 2. Reihe der ihr zur Schaffung mib Erhaltung von Ertvlungs- uiu> Genesungsl>einien für Kriegsbesck)äl>igic und Kriegshinterdlrctone genehmigten (Muloucrie innertuld des Freistaates Hessen zu oertreiben. (ßericbtsfaal. Gießen, 18. Aug Kor dem Schöffengericht sand gestern ein Zusammenstoß zivcier Äiu- teilten sein gerichtliches Nachspiel. Ter Fall hat in der Oessanüichkeit grosses ')luffehen en egt, s) toß einiges ans den Verhandlungen mitgtteilt iei. Angeklagt war der frühere Student der Medizin Ludwig F., weil er hinweicl-end verdächtig erschien, am 28. Aprü 1920 zu Gießen vorsätzlich den Studenten der Chemie Otto I. aus Mainz mittels eines gefährlichen Werkzeugs oder hinterlistigen Angriffs körperlich mißhwidelt oder an der Gesmidh il geschädigt zu haben. Aus Anstislen eines Vertmdungsbrudecs bat der Angellagle, als er mit dem Zeugen I. im Hotel Schütz zusammen - tras. allein und mit sehr höflichm, zuvorkommenden Worten, in einer sehr dringenden und wich tlgen Angelegenheit mit ihm zu kommen I., der einen Stock in der Hand hatte, lache zu. ging mit aus die Bahnhofstraße und aus ausdrückliches Bitten hin wefter durch die West-Anlage in die Nebengasse „Hinter der West-Anlage". Dort frug der Angeklagte, ob der Zeuge Aeußerungen gegen die Verbindung des I. zurücknehmen wolle. 4Äch ehe der Zeuge, der ohne jede Älhmmg zunächst „nein" geantwortet hatte und nach dem Inhalt der Acußerung frug, diesen erfahren hatte und so wußte, worum es sich handelte, schlug der Angeklagte h-m Zeugen mit der Faust derartig in die Gegend der rechten Schläfe, daß der Zeuge dadurch gänzlich benommen war. Es entstand nun ein Handgemenge, bei dem der Angeklagte, wie Augenzeugen bekundeten, dem 3eugen wiederholt mit der getollten Faust ins Gesicht und die Augcngegend schlug. Es war nickst einwandfrei fcftftellcn, ob her Angeklagte ein gefährliches Werkzeug im Sinne des 8 223a in der Hand hatte. Wie cm Arzt als sachverständiger Zeuge bekundet, ist es nach Form und Beschafsenheit der Wunden sehr leicht möglich- Der Vertreter der Anklage sah den Tatbestand des § 223a Strafgesetzbuches gegeben und beantragte unter Anrechnung milder Umstände nach § 228 StrGB. eine Gefängnisstrafe von 4 Wochen. Das Gericht schloß sich den Ausführungen des Vertreters der Anklage an und verurteilte den Angeklagten wegen Verchens dos 8 223a StrGB. unter Zubilligung mildernder Umstände nach § 228 StrGB. zu einer Gefängnisstrafe von 4 Wochen und der Tragung der Kosten. AuS -em -lmt-verkündiqunqsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Ni 117 vom 19. August enthält folgende Bekanntmachungen : Vovansckstag der Kreisklasse. — Ueberführung ton Kvicgerleichcn. — Uebergangs- bestimmungen für Hafer früherer Ernten. — Oeffentliche Bewirtschaftung der FrühÜartofseln. — Höchstpreise für Rind- unj> Kalbfleisch. — Wiederöffnung einer Mühle. — Bielstcuchen — Dienst- nach lichten. — (befunden, torloren — Feldbereinigungen Nieder-Bessingen und Ober-Bessi.igcn. Ter Voranschlag der KreiSkasse des Kreises Gießen für das Rechmuigsjckhr 1920 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 3 250 583 Mark. Ueberführung von Kriegerleichen. Mit Rücksicht auf die noch immer bestehenden außewrdentiichn nicht mdhr als vier l/rwter frei Keller darf der Aufschlag höchstens me »äffte der im vorhergehenden Absatz genannten ^atze betragen. Höchstpreise für Rind- und Kalb- ‘1 C l I ck- Unter Aufhebung der bisherigen Höchst-- Vreise nnre für bi: Landgemeinden des Kreises Eiepeu folgend:» mg'.’uriDnet: Höchstpreise für fri- üüeS Fleiick-.. Rn, .fleisch das Pfund zu Mk. 8.—, wilbnc.kb tos Pfund zu Mk. 6,50, Blut und '-ebenvurit, frisch. Mk. 4,—. Vorstehende Preise tteten sofort in Kraft. Es! ist nickst gestattet, für 'immie Fleischsrüche höcherc Preise zu fordern o^r^zu zahlen. Tie Mühle H. Kraus in Utphe ist ab lb Angui 1990 uckeder geöffnet. Zn L i ck, i l eie Maul- und Klauenseuche amt- Zcngesielll i»r>.m. Es wird gebildc' ein Sperr- »eutt. bes.eheili aus Oer Gemarkung Lick, und ein deidack-tuiuvsgebiet. bestehend aus den liemarkun- rvn Aitock, Burchar.sselden, Hattenrod, Hof Al- »ach.^Colnhausen imb Mühlsachsen. Sck> nc. ne rot lauf ist zu Wieseck unter ren, teck.nadcl. Verloren: 1 Brieftasche mit 3000 Mark imo sonstigen Schrift lichkeften. 1 goldene Tamenuhr, 1 grauer Riantel und ein grauer Fil»hut, 1 goldene Brosche mit 3 Sternchen, 1 Paar Glacehandschuhe, 1 Portemonnaie mit 195 Mark, 1 goldene Brosche mit Brilüotten und 1 kimsckiche Hand mit grauem wildledernem Handschuh. t). Lollar, 19. Aug. Das kommenden Sonntag nachmittag in Kirchberg ftottfinbenbe Jahres fest des Gießener Zweigvereins der Gustav-Adolf- sammnMMf Mk "1*T *wttew Ofmattuny KS I Markkurses im LlnSlande. 2^3 erweckte in etwas I Uärkrem Maße alS bisher Kauflust für Stiiutu- paPierc unt.T ^worzugung von Baltimore. Ko- naMd, Trickich-Uet^r ee uno eteiun Auch Tür- kl scher Tabak war über 50 Prozent höber. Auf ton übrigen Märkten herrschte wegen der Creig-- nisfe in Oberschloffen und den nwgiidjerrociie daraus entstehenden Folgen Zurückbältuwt bei unregelmäßige Jhirötonycrimg, so daß mäßige Rückgänge ctonjoldK Steigerungen gegrmübeistanden, stärker nad>gebmb mir Bismarckhütte, dagegen Ttole auf die toharrlich auftaudxnben Fusione- gerüchte sprunghaft um 50 Prozent steigend Reibt lest lagen auch Sbalinrrte Von Rentenwerbm nMien Merilawer weiter gebelfert, von hämischen Renten alte preuß. Anleihen mäßig gcbessctt. Frankfurt a. M., 19. Aug. Börsen- stimmungsbild. Die Tendenz der Zlbendbörse war gut behauptet, dao G.-schäst zumeist ruhiger. )m freien Verkehr erhielt sich etwas regere Nach frage nach Deutsche Maschmen, welche 211 bis 212 umgingen. Deutsche Petroleum wenig txr änbert 1300. Canada Pacific schwächten sich ab 800. Baltimoro Ohio wurden re alitiert 305 bis 300, minus 15 Prvz. Schanttmgtohn 682 tminu* 3 Proz.ck Hapag gaben mit 180 1 Pkoz, 92yrbb Lloyd mit 1691/, 3/i Proz. nach. Unter den Mon- ttrnpapieven konnten sich Kali Westeregeln bcfefti gen 714. Laura Hütte gaben erneut wieder nach 3251/2. Elettrizftätswerte hatten geringes 6k- schäft. B-ergmonn notierten 240. AEV3 286V2 Vingwerke 233. Bad. Anilin 463'/,. Schade an statt 5023'4. Auf dem Jndustrieaktienrnarkt sind die Unruhen im allgemeinen bescheiden. Eine weitere Kurssteigerung von 10 Proz. erfuhren Frank hrrter Hof, welche 535 rationiert wurden. Stroh stoff Dresden stiegen 8V2 auf 277. Ledvrwerke Rothe verloren 5 Paoz. auf 220. Merikaiier schwächten sich auf Realisationen zum Teil erbeblid) ab. 5pr»z. Tamaulipa» verloren 15 fßroj. (220), 5proz. Tchuantepec 18 Proz. (350), 5proz. Gold Mexikaner notierten 410, 5proz. Silberne 325, 5proz. Reichs anleihe 791/,. fb. Frankfurt a. M., 19. Aug. Frank f n r t e r Warenbörse. Ter zum ersten Male abgehaltene Lebensmittelgroßmartt nahm bei flattern Angebot von Hülsenfrüchten, Reismelst, Reis und Oel einen befriedigenden Anfang Auf oem Textilwarenmarkt hielt das Geschäft in Winter waren weiter an, jedoch swßen sich die Kckmden an den hohen Preisen, während die Fabrikantlm mißen der hohen Löhne und Der wachsenden Steuern an einen Preisabbau nicht beuten können, vielfach sogar Preissteigerungen nörnebmen müssen, da die Rohstoffe infolge dec sinkenden Valuta in die Höhe ^u klettern beginnen. Man bezahlte für gute ^errenstofse 120 bis 150 Mark, für Cretvnnes 13 bis 14 Mark, für Rohnessel, französischen Ur sprungs, 12,50 bis 13 Mark, ftir Kammzüge 120 bis 110 Mark. Alles für einen Meter. Lebhaft ge^ sucht aber knapp waren Aermelfutter, Rauhivaren zu haben. Tagegen lagen in leichten Waren gute Angcbv ' vor. Tie Lage auf dem Chemikalien markt hat sich nicht geändert, ebensowenig die Preise. Ter Papiermarkt brachte mehrere Angebote twt Zellulosepapier, Rotationspapier und Strohpapier. ^ran^fun a. UL, 20. August. Devisenmarkt. Geld ‘Brief ®eP> Brief Tatum-. 18. Aug 19. Aug. Amst-rdmn-Rotterd. 1598,40 1601,60 1648,35 1651.65 Draffel.Autwerpen 375,60 376,40 387,10 387,90 sshristiania 724,25 725,75 740,25 741,75 Kopenhagen .. . 726,75 728,25 744,25 745,75 Stockholm. .. . 994,- 996,- 1031,50 1033,50 Helsingfor«. . ... 147,85 118,15 156,80 157,20 Italien 237,25 237,75 237,25 237,75 London 175,55 175,95 181,80 182,20 Aew-Yor» 48,45 48,55 50,07 50,17 Varis . . 352,65 353,35 359,60 360,40 Schweiz 806,70 808,30 831,65 833,35 Spanien 729,25 730,75 749,25 750,75 Wien (alter) ... 21,44 21,53 21,47 21,53 Deutsch.OesterQ abg. 22,22 22,28 22,92 22,98 Vag 81,40 81,60 81,65 81,85 Budapest - - - 19,98 20.02 21,47 21.53 Bulgarien ... — ÄoiijtantinopeL . . —,- — Börsenkurse. Frankfutt Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- 5türs Kurs Kurs Kurs Datum: 18.8. 19.8. 18.8. 19.8. 5° „Deut.ßriegsanl. 79,50 79,50 79,- 79,50 4°„Deut.Reichsanl. -». — — - — 68,50 68,75 3°/^Deut.Reichsanl. — . — — . — 60,75 61,90 4° n Preuß. Konfols ■b e — , — 65,40 66,30 Diftmstädter Bank 142,25 141,50 Deutsche Dank . . . -- - ew 26^,- 263,75 265,- Disconto- Gesellsch. — . - 197,75 199,25 199,- Dresdener Bank . — - ■■ — . — 162,50 161,- Nationalkank f. D. — . — 148,- 119,- 149,- Mitteld.Creditbank 141,75 141,75 141,75 141,- jv-Amerik.-Pakets. 179,50 180,- 178,50 179,- NorddeutscherLloyd —, — 169,75 169,50 170,- Doch.Gußslahlwrk. -■ . 453,- 450,- D -Luxemd Dergw. — . 302,- 300,- Gelsenkirch.Dergw. —. — 313,50 316.- tzarpener Bergbau — . — — - — 366,- 365,- Obcffchl. Eisend.--B. 242,- —. — 244,- 239,- Oberschles.Eisenind. 232,— — . * 265,50 262,25 Phönix-Brgb.-Akt. 443,50 —. — 444,75 441,50 Bad. Anilin-u.5oda 460,50 463,50 458,50 463,— HöchsterFarbwerks 359,50 360,- 358,- 359,— Elektr. A. E. 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Der poU Nische M.tardeidn des „Evening Standatt" erfährt aus guter Quelle, daß die polnische Delegation sich weigere, der Besttmmmig der Entwaffnung des polnischen Heeres zuzu- stimm«, wenn bic Ruffen nidyt ebenfalls zur Ent- ivaffnung ütK*rgebni: ferner sollen die Polen nrcht bereit sein, Erlftchtenmgen für den Verkehr zwischen Deutschland und Rußland durch polnisches Gebiet zuzugestehen. Die Pläne Sowjetruhlands. Amsterdam, 19. Aug. (WTB.) Der ..Telegraph" meldet aus London, daß der Bornvende der rmsifchen Delegation m Minsk in seiner Er» öffnunge-ttix erklärte, daß die Bolscheivisten von den polnischen Grundbesitzern Bürg» schäften verlangen müßten, die sie von ton polnischen Arbeitern und Bürgern nicht gefordert toben würden. Verbindung der Nüssen mit iDhiftnfa Kemal. L 0 ndvn, 19 Aug. (WTBck DaS englische Komitee für Armenien beridr.et, daß Tsch 111 ä> e» rin sich bereit erklärt hat, Mu slo fa Bernal Pascha Jityrertemicn imb daß durch t* Besatzung der Gebiete westlich txm Erinran die ;)hiffat die Verbindung mit Musta-a Stemal Pascha ausgenommen haben. Keine Sontzerregirrung in Posen. Warschau, 19. 7lua OlöTBtt Reuter be» richtet, die Meldung betreffend bic Bildung einet seperatisti scheu Regierung in Pofcn wird amtlich dementiert. Eine österreichische Arbeüerdeleylttion in Rußland. Wien, 19. Aug 'Tschitscherin richtete der Arbeiterzeitung zusvlye am ton österrrichischcn Reichsarbeitervat ein 'JkiSiotdegramm, worin die Einreise einer Delegation deS Arbeiterrates nach Rußland unter der Voraussetzung gc» n e h m i g t wird, daß die Teleg3 Wiesock, Alten-Busecker Sir. 39. Haus, 7 Zimmerten, vorzügl. Zustand, sos. im Distrikt Eichwald, im Eibschenhain ugd in Teilen des Distr. Ampel, im Hörnes und Odenberg. 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