Donnerstag, 20. Mai 1920 Erstes Statt 170. Jahrgang Nr. «7 Der Siehener Hnjeiaet erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Vezugrpreis: Monatlich Mark 3.60, vierteliährlichMark 10.80 einschließlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Sichen. Postscheckkonto: firanffurl a. M. 11686 äx Äk Annahme von Anzeigen X/ /rw für dieTagesnummer vts tA k A ▲ A ▲ A A ZUM Nachmittag vorher Ai^Ait Ay j|"WAi A Ai* esse Sr i Z 4 I?8IIIIl I VVrfr kauptfchriftlerter: AuL General-Anzeiger für Oberheffen -iWW v *r 1 • ' ' Anzeigenteil ff. Delk, Druck UN- Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und §teindruckerei H. Lange. Zchristkitung, Seschäftzsteüe und Druckerei: Schulftratze r. sämtlich in Gießen. Die Hauptsache. Don Pfarrer Adolf Ko r ell-N.-Jugelheim. Die Landwirtschaft und das mittlere Gewerbe galten schon immer dem Volkswirt als eine Hauptkraftquelle der Volksgesundheit. Aus ihr strömte dem Volksganzen immer wieder Leibes-, Nerven- und Willenskraft zu. lieber die Wege, auf denen man das Land stärken und im Wettbewerb der Industrie und der extensiven Wirtschaft des Auslandes leistungsfähig erhalten könne, war wissenschaftlicher und politischer Streit: man braucht nut an die Zollpolitik und die Mittelstandsfragen zu erinnern. Oft galten Forderungen in dieser Richtung als rückständig und einseitig: sie erschienen bisweilen als nur im Interesse der Berufsschichten liegend, für die sie erhoben wurden, und die Art der Vertretung wie die Art ihrer Bekämpfung durch extreme Politiker verdunkelte für viele den Charakter der Fragen als staats- und volkserhaltende; begras vierte sie zu Standesfragen. Nun, seit unserem Niederbruche wurde in den weitesten Kreisen ja allgemein erkannt, daß das Land die größte Möglichkeit biete, Arbeit, Brot und Obdach zu geben, und daß eine Umlenkung des Zustromes zu den gelehrten Berufen auf die von tüchtiger Bildung getragene handwerkliche Arbeit stattfinden müsse. Ich weih nicht, ob man sich von der Siedelung nicht zu viel versprochen hat, und die bisherige, verhältnismäßig gute Beschäftigung der Industrie und des Handels hat die frühere Erkenntnis wieder in den Hintergrund gerückt. Doch die jetzt beginnende wirtschaftliche Depression muß mit unerbittlicl>ec Konsequenz dazu führen, in der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion die Hauptsache schlechthin zu erkennen und darnach zu handeln. Lebensmittel vom Ausland zu kaufen wird uns immer schwerer und kann nur noch als äußerster Notbehelf geübt werden. Menn wir dagegen mit allen Mitteln den deutschen Bauer in den Stand setzen, wieder in der alten Jntensivität zu wirtschaften, so werden wir Geld für das Ausland sparen, den Konsumenten ausreichend und kräftiger ernähren und die Arbeitskraft stärken können. Der Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und unserem wirtschaftlichen und politischen Zustand ist von größter Bedeutung. Es handelt sich darum, durck) einen größeren Spielraum in der Ernährung mehr Muskel- und Nervenkraft, mehr Lebensfreude schaffen zu helfen. Man beginnt oft bei der Kable, ioenn man die schwere Decke lüften will, die über uns lastet; aber vor der Kohle steht noch das Brot, die Kartoffel und das Fleisch. Erzielen wir ein größeres, inländisches Angebot, so werden auch die Preise der Kaufkraft angemessen sein urtb es bliebe als Nothilfe immer noch der Weg der Verbilligung inländischer Lebensmittel durch das Reich. Die Hauptsache ist, daß wir zunächst einmal in alter Höhe landwirtschaftlich produzieren, die Preisfrage ist eine Sorge späterer Zeit, wenn auch nicht zweiten Ranges. Was zur Hebung der Produttion bient, ist zunächst die schrittweise, aber bestimmte Rückkehr zur freien Wirtschaft. Es ist nun auch bis tief in die Konsumentenkreise die Erkenntnis gedrungen, baß die Zwangswirtschaft polizeilicher Art ein Notbehelf war, der je länger je weniger Lebensmittel liefert. Das Wenige, was noch erfaßt wird, genügt kaum zum Sattwerben, von Spielraum in der Ernährung ganz zu schweigen. Die Produktion und der Absatz leiden schwer unter der Zwangswirtschaft. Es hat keinen Zlveck, herüber zu moralisieren; es ist eine Tatsache, die durch keinen auch noch so scharfen Zwang aus der Welt zu schaffen ist. Die bisherigen bemo- fratifdyen Abgeordneten Henrich uno Grünewald haben darum schon im vorigen Jahre in der Nationalversammlung schrittweijen Abbau und sofortige llnttvandlnng in Antragswirtschaft gefordert. Man mache jetzt Ernst und gebe dem Produzenten für ftch größere Freiheit. Es wird sich dovpelt für die Allgemeinheit bezahlt machen. Man strafe empfindlich- ,wer dann die,frergewahlte Pflickst an der Gesamtheit verletzt; das ijt em Rat, der aus der Landwirtschaft selbst ertönt die, der Gängelei und Konlrolliererei uberdrusug, Freudigkeit zur Pflichterfüllung wieder gewinnen wird. „ . .. , Positiv führe man ihr an Dünger und Futtermitteln so viel zu, als tnoduzier- unb taufixir ist Die Zustande im Dungerha,idel sind nicht gich Wenn sie sich auch in den letzten Wochen — als es zu spät war — geben ert haben. Futtermittel aber müßten wir "i ganz anderem Maße einführen, um mehr Milch und namentlich Fleisch produzieren äujoau- nen. Nicht weniger bedarf die Lanbwtrtfchast mehr Arbeitskräfte, vor allem loeibliche, die bas unmoderne Geschäft der Stallarbcit Verben. Mit Zivang Atzt sich nichts erreichen; müssen wir wirklich die äußerste Not als Zntreiberin abwarten? Sollte nickst Don der Organisation der Landarbeiter stärkere Be- einslnssuna stattftnden können? Es wäre eine Tat nicht für die Bauern allein, sondern für i)ie Konsumenten, für die Nation. Wie immer die Vorschläge lauten, das Wichtigste ist, daß wir die Hauptsache nicht aus dem Auge lassen: mehr Landbevölkerung, mehr Landarbeit, mehr ländliche Produktion. Das ist feine Partei-, sondern staatS- politische, keine Standes-, sondern volkswirt- chaftliche Forderung. Es ist sehr zu begrüßen, daß nunmehr auch durch Demokraten die von den rechtsstehenden Parteien schon längst erhobene For- lerung nach Aushebung der Zwangswirtschaft unterstützt wird. Man kann in der geschlossenen Kette wirtschaftlül>er Beziehungen jedes Glied als besonders wichtig hervorheben, unb Herr Korell hat unbebingt recht, nxnn er bie Hebung ber lanbwirtschaftlichen Probuktion als bie Hauptsache erklärt. Die Rückkehr zur freien Wirtschaft, ober ber Uebergaug bazu burch Lieferungsverträge, wie sie in ber neuesten Entscheidung des Reichsrats für Kartoffeln vorgesehen sinb, ermöglichen es aber ber Landwirtschaft immer noch nicht, Brot, Kartoffeln und Fleisch ausgiebig zu produzieren, wenn keine Kohle gefördert wird. Das Land ist im Lause des Krieges und in den beiden darauffolgenden Sommern derart ausgepowert worden, daß ihm eine intensivere Bewirtschaftung durch mehr Arbeitskräfte nicht helfen kann, wenn kein Dünger herangeschafft wird. Der bestmögliche Dünger, der Stalldünger, ist durch den Rückgang des Viehs so spärlich geworden, baß er kaum eine Rolle mehr spielt. Um ihn burch künstlichen Dünger ersetzen zu können, bebarf cs aber in allen Fällen ber Kohle. Unb so steht bie Kohle vor bem Brot, bet Kartoffel unb bem Fleisch, nicht umgekehrt. Bei ihr muß bie intensive Bewirtschaftung ben Anfang nehmen, bann wirb es an bem Bauer nicht fehlen. Mehr wie je ist Kohle gleichbedeutenb mit Brot. Vie Bewirtschaftung der Ernte (920. Berlin, 20. Mai. (WTB.) Ter Reichsrat hat die neue Reichsgc tre idevrdnu ng für die Ernte 1920 angenommen. In bi-fer Ordnung ivirb an der Zwangsdewirtschaftnng sämtlicher Getreidearten feiighlten. Auch Harcr unterliegt nnebcrum der Zwangsdc- wirtschaftung. Tie neue Verordnung über die Versorgung mit Herbstkartoffeln aus der Ernte 1920 sieht ebenfalls von ber freien Wirtschaft ab. Tas biÄ-erige System soll aber derart geändert loerben, daß die landw. Genossenschaften und die Organffationen des Karivffeb- lurndcls mit den Landwirten Verträge über die Lieferung von Kartoffeln abschließen sollen Für den Fall, daß die Verträge bis 1. August 1920 über zusammen 120 Millionen Zentner tauten, sieht die Verordnung von einer weiteren öffentlichen Bewirtschaftung ab und überläßt den verbleibenden Rest der Ernte den Erzeugern zur beliebigen Verrvendmrg, auch zur Bersütterung. Dcrt dieser Verordnung werden die wenigsten. Landwirte einverstanden sein, zumal da man zum mindesten mit der Freigabe des Hafers gerechnet hatte. Neu ist bie größere Möglichkeit zu Liese nntgdrerh'ägcn in dr Mrvasblbewrrtschrftung. Daß man dem Gedanken der Lvferungsverträgo auf dem Lande sympathisch g-sgenüberMt boveist eine Zuschrift, bie ber „Mainzer Llnzeiger" von leitender Stelle vom Lande erhielt und in ber ei- lnckßt: Nicht nur kaltherzige Rechner und pro fit gierige Geldmenschen Mrr. auf bem Lande, sondern auch mitfühlende und jprr Adln Ist und Besserung der traurigen Ernährung läge unseres Volkes tatbereite Männer. Das erwies die auf Veranlassung des Herrn Philipp Hangen IV.-Lber-HilberSlieim kürzlich ür Jugenheim (Rhh.i statt gehabte Be precknn g, an der Vertreter aus Varteuheun, (Sngelftabt, Jugenheim, Ober -Hübersheim, Wolssheim, Bubenheim und Essenhestn teilnahmen. Man war einig in dem Gedanken, daß einseitige, radikale Vertretung landwirtschaftlicher Interessen ohne Rücksicht auf die Lebensnotwendig- feiten anderer Klassen und Stände weder mit dem allgemeinen Bolkswohl noch mit den wohlverstandenen eigenen Interessen der Landwirtschaft vereinbar sei. Alle Stände, alle Klassen sind — wenn nickt allgemeiner und eigener Schaden angerichtet werden soll — jur Rücksichtnahme aufentanber verpflichtet. Man war sich ferner darin einig, daß die Art unserer tentijen Zwangswirtschaft dringend besserungsbedürftig ist. Aber mit Schlagworten wie: Weg mit der Zwangswirtschaft! ist es nicht getan. Ehe man ein Haus über fernem Hopfe abbrichl, muß man ein anderes bauen, in das man entzieht. Der Bau der Zukunst, in bie die öffentlich? Be- wirtschastung einziehen tarn, heißt: Liefe- run g svertrckge. Tie Regbrung wünjcht solche, die Zentralgenoskenschait hat sie für Kartoffeln bereits ausgearbeitet, die Landtvirttchaft wird gern und freudig den Weg der Lieferungs- Verträge beschreiten. In ihren Genossenschaften ist hierbet ber 'LauSwittschaft bestimmender Eiuffuß auf das gxur-yC Geschäftsgebaren ber Bewirrschm- I tung erngerzumt, die Einzelgenossenschaft wird durch ihr Umlageverfahrerr die ganze Ernte zu er» Ifafcji öcrawp. Wucher und Schecderttun wird auf diese Art das Wasser absegrabeif werden fön» ix*n. Nun gilt es die Landwirt sck»aft für diesen Umbau der Zwangswirtschaft zur Vertrag swirtschaft mobil zu nrachen. Aus- klärende Versammlungen sollen auch an anbeten Orten gehalten werben. Vie Rechtiprechung im Mhrgebiet. Berlin, 19. Mai. (Wokff.) Bon zuständiger Seite erfaßen wir: Tie TL igkcit und Racktsprechmm der im Ruhrgebiet eingcsetzten «nrhevorbentlichen Kriegs- getickte hat in letzter Zeit einen Umfen Tol-esurteil n ist bereits durch eine frühere Ver fügung des Reichrprä'iden ten ^ausgesetzt" worden unb eine Nachprüfung dieser Falle im Woge eines geregelten Gerichtsverfahrens an- geordnet worden Berlin, 19 Mai. lATB.i Tie Abendblätter melden: Ter aus dem Ruhrgebiet zurückgekehitte R e i ch s w e h r m i n i st e r richtete an birfR eichs- wehr einen Erlaß, worin er den im Ruhrgebiet vettrand en mili ärisck»en Verbänden den Tank für ihre Pflichttreue ausspiicht und der zahlreichen Gefallenen und Berrmindeten gedenkt. Ter Truppe gebühre für den schweren Tienst Anerkennung, nicht Mißtrauen uno Anfeindui«. Berlin, 19. Mai. (Welfs.) Ter ReichS- wöhrrninister Geßler ist Mts dem Ruhrgebiet jurücfgcfebrt und begibt sich nach Kiel und Wilhelmshaven, um sich persönlich von den dortigen Zuständen zu überzeugen. Schleswig Paris, 19. Mai iWL) Die Bot scha fier- ko ns er en; trat miteni vcwmittvg xrstnnmen. Marschall Fock und die alliierten Sachverständigen wohn tetr der Sitzung bei. Diese war ber in Schleswig durch bie Abstimmuirg in ben beiden Zone:, geschaffenen Lage g>.iribmet. Berlin. 20. Mai. Einer Meldung des ,Lokal- anzeigett' aus Flensburg zufolge rnüisen m Nordschleswig alle Lebensmittck vom Don7«rstag ab in Kronenwährung bezahlt werden mtb kosten sofort ben dänischen Höchstpreis. Das Kilogramm Butter wird darnach 6V< Kronen kosten, also ungefähr 50 Mark. Ablösung der Frgnzssen in Oberschlefien? Beuthen, 20. Msi. (WTB.) I» italienischen Kreisen verlautet, datz bic sranzösn cken Truppen in Ofcr'cMe.ien au.ch Eng l ander unb Italiener ersetzt werden foCten. Eine amt* liche Bestärigung war -richt zu erhalten. Gin srauzösischer Finauzplan. Paris, 19. W«. (Wolff.) Der tot begann gestern die Beratung ter Steuergesetze. Der etrm- fge seitcuS? 4 äeni D u b o st benutzte t>e Gel^nheit, um wiederum auf bie Notweiüng- Ce-t lfi:rr.i»ei>eil, div ÜragskckmDcn müßten oon ben KriegkLwacken, gleichgütig ob Sreger oder Ba'isaver, gerne infam I i quibtert tperben. Man müfe ehe tnternario alc Sbruer ernfOhnat, vielleicht durck, eine Besteuerung ber Rohmaterial an, und einen grovrügigen fReimgtnt'^to duichrühren. Tuttost mödre. baß man den Schn«.-er Fran/ als Internat««aien Matz "ab an- nehme Tann würde man die GeÄmchit der Schulden öfter fricg'Üfmeuben Nar«mau auMchlietz- fid; ter Balbinsdaa:«. von 805 Milliarden am .595 Millirrr«'. herab sctzen. Trcrch eine einfache W emrelung KraiSr be'< Matzruhme durck- geführt werden. Tie Femeyrmg einer Globalsumme für bie fcrutfdr Dchuld finde Linen Beifall. Finanzm-rai'-er Marsal ertnmte an, datz interalliierte, selbst internattonale Motzwahnten ms Auge gesatzt roasen mützr«. Ueber bie in Eng- laich gepflogenen Verhanblimgen erklärte er, nichts sagen zu können, ba sie noch pickst zu einem endgültigen Ihr^bniS geführt hät«n. Die StreiltuterpeUatiou in der französischen Kammer. Paris, 20. Mai. (WTB.) Als der Rovalist Leon Daudet in ber gestrigen Kanimersitznng seine Streckinterpellation begründete, wurde er fortgesetzt von den Sozialdemokraten und einem Teil ber sozialistischen Radikalen stürrni ch imtCT^ brockten, so daß Der Präsldent nur mit -größter Mühe dem Redner Gehör verschaffen konnte. MS Daudet von Longttet, (ffuilbeaux, Souvarine imb Gustave Terry, dem (Tix*frttxT6eirr_ des Oeuvre, der aus der Journalistrntribüne anwesend toar, sprach, machtt- letzterer eine Handbewegung, als wolle er Daudet einen Handkuß zuwersen. Die Syziaiislen riefen Mörder, Mörder! Dem Präsidenbm blieb nicksts anderes übrig, als bic Sitzung z u unterbretben unb die Tribüne raumen zu lassen. Erst nach V/$ Stunden wurde die Sitzung wieder eröffnet. Der Präsident gab eine Erklärung ab, in ber er den Zwischenfall bedauerte ) nb erklärte, die Untersuchung über die Bewegimg des Tribünenbesuchcrs, daß es nicht iwtwmdig sei, gegat diesen Maßnahmen zu ergreifen Er fügte hinzu, daß ihm die Mitglieder der Rechten imb der Linken versprochen hätten, keine Zwischenfälle mehr hervorzurufen. Weitere Bcrhaftnugen in Paris. Paris, 18. Mai. (Wolff.) Der Verwal- tungssetretär bes Eisenbal-nerverlxmbcs L e v ö g u c wurde l-eute morgen verl-aftet. Ter Nevoluttoiyir M a i l l a r d, der Flu-schristen ber Ibrnntuiiiftifcben Partei Moskau verteilte, wurde verhört unb gestand nach lveaenübersteNung mit zwei Zeugen, denen er die Schriften übergeben fxitte, seine Schuld ein. Tas Mitglied der dritten dntvruattonalc in Moskau, der fRcbafteur des „Journal du Peuplc", Souvarine, der wegen Verbreck>ens gegen bic Staatsgewalt gesucht wurde, ist gestern verhaftet worden. Pans, 19. Mai. (WTB.) Havas. Der Sehr* tär der technischen Abteilung der Eisenbahnver- ivalnmg in Rvissy le Sec, BaThörot, lonrb: wegen Auireizung zu Raub unb Plünderung verhaftet. Ebenda der Gewerkfcbaitssekretär in siöoisfy le Sec und das Mitglied des dortigen Vollzugsausschusses Routiec. Paris, 19. Mai. (WTB.) Havas. Heute morgen begann die erste Sitzung des n a t i o * nalen Bundeskomitees. 35 NationalsÄ)e- tatianen, 72 Vereinigungen aus den Departements^ unb bie Delegierten Elsaß-Lothringens waren ait» n-e'enb. Ti Drskusficm wurde mit einem Expose Iouheux eröffnet, ber turj die Entwicklung der Streiks schilderte bis in die letzten Tage des Aprils, in denen der Streik ber Eisenbahner beschlossen worden war. Er wird seine Rede heute vormittag fortsetzen. Der Heimtran»port der Gefangenen. Berlin, 19. Mai. (WTB.) Tas internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf teilt mit: Aus Einladimg des internationalen Komitees trat am 10. Mai in Berlin eine Konferenz zusamnven, die den Zweck verfolgte, gememschrstlich mit dem neuernannten Beauftragten des Völkerbundes Professor Frichof Nansen ben jetzigen Stand der Kriegsgefangenenfraae feslzustellen unb bic Mittel und Wege für den Heimtransport der noch in Gefangenschaft beftndlrchen AngelOrigon der deutschen, österr -ungar. unb russischen Armeen zu erörtern. Im Laufe der Verhandlungen trugen die Regie- rungsvertreter ihre Vorschläge und Wünsche in Be»ug auf die beschleunigte Durchführung deS Gefangenenaustausches vor und baten 9ianfen, sie bem Völkerbund sofort zu unterbreiten. Es handelt sich .haupttächlich um bie Gewährung von Krediten und die Bereitstellung von Tonnsage, Bekleidungsstücken und Berpfl^ungsmitteln. Nansen betonte, der Völkerbund müsse diese große humanitäre Aktton zu einem beftiedigenden Abschluß bringen. Dazu wäre auch eine gemeinschaftliche Arbeit mit dem internationalen flwnitec m Genf unerläßlich. Der Völkerbund follte auch die bereits geschaffenen und arbeitenden Organisationen, be- 1 anders den vor einigen Tagen angefangener deutsch-russischen Austausch, nachdrücklichst unterstützen. Außerdem müßten unter Anwendung diplo- mattscher Verhandlungen neue tianbroe^e eröffnet werden, um eine grötztmötzlichste Anzahl Gefangener in Rußland und (Sibirien vor Einbruch des Winters nach Hause schaffen zu können. Minensuche. Slagen, 20. Mai. WTB.) Mitzau. Infolge des Sturmes haben bie kleinen dEschen Minen- suchmotor boote während der gcu Zen Wocke Mliegeu müssen. Ileberhaupt geftaltetc sich die Arbeit für diese Boote sehr schwierig. Dagegen haben b> gvotzcn tiefgehenden Minen'uchc-r im Laufe von acht Togen unmittelbar östlich von Hetthas Füll 150 Minen gesprengt. 3m Mmen- telde befinden sich gvotze neue imbcfarmte Wracks, bie die Arbeit in hohem Matze erschweren. dem besetzten Gebket. n^. Ludwigshafen 19. Mai. Die Eisenbahnbehörde bat die pfälzischen Stationen und Betriebstnfpekttonen angewiesen, deutsche Staatsangehörige, die sich für bie französische Fremdenlegion anwerben ließrn, für Reisen im besetzten Gebiet nicht mehr mit Militärsahr- fehernen zu befördern sondern sie auf Fahrkarten des öffentlichen Verkehrs abpifertigen. — Wie viele muß es wohl geben, die sich a(3 Söldner einem Lande verkaufen, das noch immer Haß und Vernichttcng gegen alles Teutsche predigt, wenn sich eine deutsche Eisenbahnbchörde zu einer solchen Verordnung gezwungen sieht? Sollte denn die x Die Einreise ins altbesetzte G e -- Mitglieder gewonnen hat. Ortsgruppen in den t ist ohne weiteres möglich, toenn der Be-, SkreiÄlösten 1-ollM es ermögliche, m Beihilfe zum Hvch- wurden und >sas ge- 9T* MN zusperren. ** Die Auszahlung der vom Reich betmrstige Ktte^lchiterbliebene Mr Verfügung stellten SBrfälfan für Mvnat MLrz erfolgt Freitag bex 21. d. Mts. bekannt, daß < Hessischen Boll Xus Stadt «nd G i e tz e n, oen 30. Mai 1960. Ausstellung von BÄHen. Dav Krrisamt G«ßen '9at schon öfters daran hingewiesen, daß die AusHelLnrg ton Pässen für diejenigen Personen, welche in den Landgemeinden des Kreises wohnen, im RegterungsgebLude zu Gießen (Erdgeschoß Zimmer Nr. 9) werktags vormit tags rn der Zett zwischen 9 und § 118 der Reichsverfassung jedem Deutschen gewährleistete M einungsfreihei t und die nach § 130 Absatz II insbesondere jedem Beamten zugestandene Freiheit der politischen Gesinnung sicher zu stellen? Lebensmittel er wünscht, mit der Bitte, ton der American Relief Administration einen „food draft" zu kaufen und ihm zu schicken. Diese „food drafts" ind in allen Banken in den Bereinigte Staaten zu kaufen. Wenn der „food draft" in Deutschland angekommen ist, muß er wie ein Bankscheck auf h der Rückseite indossiert unb ton dem Empfänger , an die American Relief Administration Ware- Dtrfafiimggtbettöe voUrkammer des grelftaates Hessen. Da rmstadt, 19. Mai 1920. PräsÄtent Adelung eröffnet die Sitzung um 11,20 Uhr und widmet zunächst dem verstorbenen Zentrumsabgeordnetcn Scherer einen warmen Nachruf; das Haus erhebt sich zu seinem Andenken von den Sitzen. Der Präsident bespricht dann die Besetzung des Maingaus, »egen welche die Regierung protestiert hat, heute sei der Maingau wieder frei, so daß man in der Tagung nicht mehr behindert sei. — Für den Abg. Scherer werden in den 3. Ausschuß der Abg. Geßer, als zweiter Schriftführer des Landtages Abg. Knoll und in den Ernährungsbeirat Abg. Hofmann bestimmt. ReKierunssvorlage brtr. die Beauttenbesol- dung. Abg. Dr. Büchner (Dem.) erstattet eingehend Bericht. Der Mißmut in der Bevölkerung müsse ** Der A kadcm ikerbund Oberhessen veranstaltete gestern nachmittag in der neuen Aula dec Universität eine gut besuchte Mitgliederversammlung, in deren öffentlichem Teile der 2. Vorsitzende Prof. Dr. Eger einen überzeugenden Vortrag über die Gründe hielt, aus denen sich die Akademikerschaft Miammenschließen muß. Zn der daraus folgenden Sitzung erstattete der 1. Vorsitzende Bau rat Becker den Geschäftsbericht, ans dem u. a. hecvorqinq, daß der Bund in der hüten Zeck seines Bestehens von den 1200 Afa- Ibtottleot Oberheffens stark ein Drittel als aktive m. G r ü n i n g e n, 19. Mai. Zn diesen Tagen fällt auch 'wieder ein Stück von Gcünmgexs ruhmvoller Vergangenheit der Feldbereinigung zum Opfer, da ein Teil der mächtigen bis zu 2 Meter bieten Festungsmauer geschleift wird, um die Steine als Straßenbausteinc zu verweirden. Dreis a. d. L., 19. Mm. Das Fest der goldenen £hodßeit feiern heute Mannes Wetzstein und Frau Jette geb. Höxter. der Jahresbedars für das ganze sei ttut zum Teil vorhanden, du „ . gebahrung gehe gegen seine Grundsätze, aber kein anderer Ausweg. Tie ganze Vorlage bringe den Beamten über das ZaWenmätzige hinaus auch andere Vorteile. Tie Verhältnisse der Tienst- anwärter sind wesentlich gebelfert, die großen Unterschiede in den Gehältern sind gemildert, ganzen Schichten der unteren Beamten wird der Aufstieg ermöglicht. Auch eine Aenderung in den Pensioiis- verhälmissen ist eingetreten. Mmi könne nicht mehr über die preußischen Sätze hinausgehen. Schwierig gestaltet sich die Frage der A l t p e n s i o n ä r e — Bei den bedrängten Verhältnissen müsse trotz der vielen vermehrten Aufgaben die Zahl der Beamten verringert werden, der einzelne muß mehr l e i st e n. Ter Redner zeigt an Beispielen, daß Hessen int Verhältnis sehr viel mehr hohe und mittlere Beamte hat als das Reich und auch Preußen. Eine Vereinfachung der Staatsverwaltung sei dringendes Gebot. Die Vermehrung der RegterungchtclLen war eine sachliche Notwendigkeit, es soll aber sobald wie möglich eine starke Korrektur im Vermal- angenommen. Dann nürd die Verhandlung bis zur zweiten Hälfte des Juni vertagt. ** Abg. Dr. Osann und die übrigen Mitglieder der Deutschen Vvlkspartei haben in der Volkskammer folgende dringende Anfrage über die Besoldungsverh^rltnisse der Kvmmunalforstwarte gestellt. Nachdem die Besoldung der shucklichen Boamteit und Lehrer gesetzlich geregelt ist, tritt die wirtsck>aMick>c Notlage der fiomnnntolen Forstbeamten im Gegensatz zu den Äteatsichen um so Meter hervor. Das Eintemmeu der Konrnrunalfarstwarte reicht nicht aus, um auch nur die dringendsten wittschaftlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Was gedenkt die Regierung zu hat, um die schwere wirtschaftliche Notlage der KvmnmnalfarsÜwamten schleunigst zu heben? Abg. Torsch und Genossen haben eine dringliche Anfrage an die Regierung gerichtet betreffend Anklage tvegen Beihilfe zum Hochverrat gegen Beamte, die Mitglieder der Hristsckren VvlK- partei sind. Tie Anfrage lautet: Ist der Regierung Wer der Erde bt Mischen, unter altem Laub, in dem Wurzelwerk älterer Bäume, errichtet haben. Nachtiaallen, Rot- und Blaufelchen. Lerchen, Pieper, Grasmücken u. a. Alle diese Tiere find zur Brutzeit durch die Hauskatze außerordentlich gefährdet. Jedes Nest, das btr Katze weiß, ist dem Untergang geweiht. Nicht bloß die Rücksicht auf das liebliche Familienleben des Bogels, sondern auch auf den Ureigensten Nutzen des Landwirts und Obstzüchters gibt Veranlassung zur Sitte an alle Katzen- bescher, wmigstens jetzt ine Katzen des Nachts ein- Berlin, 19. Mai. (Wolff.) Der „Rrichs- mrzriger" veröffentlichit einen Erlaß über die Sozialisierungskommiffwn, eine AussÜhrungsver- ordnung über die Beschäftigung Schwerbeschädigter, eine Abänderung der Richtlinien für Vorschüsse, Beihilfen und Unterstützungen an Deutsche in Elsaß-Lochringen bläßlich des Krieges und ihrer Verdrängung. essen heranzuziehen. Der Bund hatte bereits Gelegenheit, bei der Regierung, gegen bt: Vernachlässigung berechtigter Akademiterinteressen zu protestieren. Da die Reckmungsablage ein Defizck ergab, wurde der Jahresbeitrag auf 5 Mi'., der Beitritt auf 2 Mk. erhöht. Im i vetteren Verlaufe der Versammlung wurden eingehend Fragen der inneren Organisation besprochen. ** Die Vereinigung der Freunde des humanistischen Gymnasiums -hatte zum Mittelpunkt ihrer gestrigen Zusammenkunft einen Vortrag des Professors Dr. Herzog:Was lehren die Griechen und Römer über die Einheitsschule. Ter Redner führte aus, wie die Fühver der Einhecksschul-Bewegung, die den klassischen Unterricht selbst der- Gymnasien beschränken wollten, Unrecht hätten mit ihrer Behauptung, die griechische Kultur und die der Römer sei ohne die Erfordernis, fremde Sprachen zu ken- »ven und ohne eine höhere Vorbildung der geistig Regsamen zu verlangen, entstanden. Die jungen Griechen hätten als Lehrbücher ihren Homer und .Heriod usw. im alten verklungenen Dialekt lesen .nüssen, eine Aufgabe, die dem gleich käme, Schülern den gotischen Ulftlas oder Otfrieds Christ zuzumuten. Diese für den Griechen schon altsprachlichen Bücher hätten Grammatiken notwendig gemacht, deren Kenntnis den Römern erst zur Kultur ihrer Houses .Hamburg, Ferdinandstraße 58, geschickt werden und das in der Anweisung angegebene Paket wird ihm zugeteilt." Die Zustellung aus Hamburg erfolgt jedoch erst, wenn der Besitzer des „food draft" die Kosten für Porto, Versicherung und Verpackung eingesandt hat; diese Kosten können bei sehr großen Paketen bis 10Ö Mark betragen. Da sie nach Größe der Pakete und Entfernung des Bestimmungsortes von Hamburg verschieden sind, können die Bersandkosten nicht im voraus einheitlich angegeben werden. In der letzten Woche sind von Hamburg 3680 Lebensmittelpakete verschickt worden; bis Ende April sind in Amerika food drafts" im Werte von 311510 Dollars für Deutsche gekauft tvvrden, die einer Menge von 1000 Tonnen für deutsche Empfänger bestimmter Nahrungsmittel entsprechen. ** Einfuhr von Frühzwiebeln. Die ReckWstelle für Gemüse unb Obst hat nunmehr bie Hessische Lanb-s-Gemüsefielle zu Mainz auch ermächtigt, die Einfuhr von Frühzwiebeln aus Italien unter den Ix farmten Bedingungen zu geneh- migen. Gesuche um Ernftchrgenehmigungen find an die genannte Stelle in Mainz, Emnwvansstratze 23, zu richten. ** Schutz den brü tenden Bügeln. Jetzt ist die Brütezeit unserer lieblichsten und nütz- Aufklärung der letzten Borkriegsjahre übe«, bte schmackwolle Behandlung der Fremdenlewonare durch die Franzosen schon vergessen fern? Ober sollte es gar Deutsche geben, denen ^..Freude machte, in unteren früheren Kolonien träger des französischen Militarismus zu werden, mellercht sogar in den besetzten Provinzen Deutschlands Ludwigshafen, 19. Mai. (Wolff.) Die alliierte Rheinschisfarirtskommisfion hat folgende Bekanntmachung erlassen: Dte Beförderung von Kriegsmaterial aller Art im besetzten Gebiet und vom besetzten Gebiet ins unbesetzte Gebiet darf nur nach erteilter Besördcrungserlaubnes, für die die französische Komrmfswn in Berlin zuständig ist, erfolgen. Der Rhein in seiner ganzen Breite ist als besetztes Gebiet anzusehen. Infolgedessen ist die Beförderung auf dem Wasserwege von einem rechtsrheinischen Hafen nach einem linksrheinischen unstatthaft . Mainz, 19. Mai. (Wolff.) Das Erscheinen des „Mainzer Anzeigers" wurde auf drei Tage untersagt wegen eines Artikels über die Räumung des Maingaucs. __ . Mannheim, 19. Mai. lWTB) (Privattelegramm.) Ter „Mannheimer General-Anzeiger" berichtet aus Ludwigshafen: Am 12. Mai lstelt eine Studentin der Heidelberger Universität aus Flensburg einen Vortrag, welcher streng sachlich die Abstimmung in der zweiten ZE des Abstimmungsgebietes in Schleswig-Holstein behandelte, in der Jugendgruppe der deutschen Dolkspattei. Mitten in ihren Ausführungen wurde sie von zwei französischen Ueberwachenden verhaftet, ©ie sitzt noch heute im Gefängnis. Zweibrücken, 19. Mai. (Wolff.) Infolge dos ungemeinen Streiks in Homburg (Pfalz) mußte die lleberlandzeickrale ihren Betrieb rinstel- fen. Damit ist die ganze Westpfalz und ein Teü des Saargebietes ohne Strom. Die schwarzen Truppen. Paris, 19. Mai. (Wolff.) Gegen den Ge-- schaftsfübrer der sozialistischen Zrittnrg „Popu- laire", Maunce Ma uri n, ist crn Strafverfahren AngÄritei worden w'gen eines am 13. Mai tm „Populaire" erschienen Artitels, der sich mit der W-ernfung der schwarzen Truppen beschäftigte Ter Artikel nahm Bezug auf die Enthüllungen deS „Daily Hevald", die E. D. M o r e l veööffenttichte. tungsapparat eintreten. , Abg Kaul (Soz.) gibt eine Erklärung ab, nach ber die Vorlage nicht den sozialen Verhältnissen entspricht; ft ine Partei b trachte die Vo rlage nur als Provisorium und trete nur toShald 'Ür M^Ürstadt (Dem.) will mit Rücksicht auf die Not der Boomten für die Vorlage stemmen, hoffe aber, daß bei einer bald erntretenden Revision die weitergehendan gerechten Fvoderungen B Achtung finden. Abg. Kiel (U.S.P.) bringt eine Reihe von Wünschen vor. Er besch-vert sich!, daß die oberen Beamten höhere Teuerung^uschläge erhalten. Es seien verschiedene Härten gegenüber ben unteren SBeamten und Arbeitern zu beseitigen. Auch fei für ie Beamten ebenfalls die Mindeftarbeitszeit von 48 Stunden festtnsttzen. Ter Gehalt ton Mark 51000 für die Minister sei jedenfalls viel zu hoch, hier "hätte man streichen rönnen zu Gunsten ber unteren Beamten. _ _ . Abg. Schröter (Z.) gibt eine Erklärung ab, daß feine Partei für die Vorlage mit Ausnahme ber Versorgung ber unehelichen Kinder eintrete. Dte Vorl.rge hätte früher kommen müffttn. Die Orts- ILb Tenenmge^ulagen Härten in ernchnt sicher Höhe gchslten irerSxnt müssen. Trotz vieler .Mängel werde man aber in der Hoffnung auf eine baldige Revision zustimmen. Man behalte sich entspreckiende Anträge vor. . Abg. Brauer (Hess. Vpt.) spricht sein Be- dauern über die rasche, nicht genügend torbereitete Beratung der Vorlage aus. Die Zuschläge hält er nicht für berechtigt und hofft, daß bei der Revision Abhilfe erfolgt. Abg. Dr. Osann (D. Vpt.) bedauerte ebenfalls, daß man der umfangreichen Vorlage nicht ringe f)tni>e5 Studium widmen konnte. Man stehe einer Tatsache gegenüber, gegen die man nicht kämpfen könnte, ohne sie ertrsttich zu gefährden. Eine gttue Reihe ton Wünschen seien nicht erfüllt lworden. Bon großer Bedeutung sei die ungeheuer finanzielle Belastung und sei man sich unklar, wie bie Gelder aufgebracht werden toimen, wo nun jetzt vor einer geschäftliche. Krisis stehe. Wenn man auch für die gan^c Vorlage stimme, behalte man sich idoch bie Kritik in den Einzelheiten vor. Im Schlußwort erklärte der Berichterstatter Dr. Büchner (Dem.), daß er besonders über die ton der sozialdemokratischen Partei vorgebrachten schwerwieg«rden Bedeuten erstaunt sei. Die Anttäge des Wg. Kiel werden abgelehnt und die ganze Vorlage nach dem Anträge des Ausschuß flt. Anbang) wird dann gegen die Stimmen der Abg. Kiel und Schildbach (Soz.) ♦* Städt. Seefisch markt. Morgen Freitag findet in den Marktlauben Verkauf von Kabeljau und Schellfischen statt. Der Beginn des Verkaufs wird am Sta.t;>aus, am Leben-mcktelamt und an ber Verkaufsstelle betanntgegeben. ** Freibank. Freitag, 21. Mm, werden von 1—3 Uhr «nachmittags die Nrn. 3001 bis 3050 beliefert. Veranstaltungen. Donnerstag, 20. Mai: Hotel Ernhorn, 8V2 Uhr, össeickliche Versammlung der Teuvchen Volkspartei. — Posttel-n, 8 Uhr, Mrtglteder- versammsimg der Tcack^chnationaen Volksta.tei. — Cafe Leib, 8 Uhr, Angestelltenversammlung. — Hotel Kobel, 81/2 U'ln, Verl'mwnlung der Unterbeamten. — LichtsPi.llttM.ler wie geftem. Kreis Schotten. e. Grvßen-Eichen, 18. Mai. Die hiesige Molkereigerwssenschaft Vogelsberg e. G. m. b. H., die 141 Mitglieder zählt, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Reingeivinn ton 2899.87 Mk. erzielt. Die Gesamthastsumme beträgt 70500 Mk. e. Saubach, 18. Mai. Der Molkereiver- toalter Will>elm Rienow in Lardenbach wurde wegen Vergehen gegen § 10 des Nahrungs- unb Genußmittrigesetzes (Milchfälschung) zu einer Geldstrafe ton 1000 Mark, im Falle der Uneinbringlichkeit mit hundert Tagen Gefängnis betraft. Das Urteil wird eine Woche lang an der Ortstafel in Lardenbach ausgehängt. X Aus dem Jlstal, 19. Mai. Der Kl« bat einen selten vollkommenen Stand. Die Milch siefernng bat sich gebessert und damtt auch die Er z>euMNg der Milchprodukte. Aehnlich dem Klee in auch der Geaswnchs recht üppig; die Aussichten imrf eine gtute Äauernte sind gegeben. Kreis Friedberg. oa. Friedberg, 19. Mai. Wie wir er fahren, übernimmt Frau Dora Barnas im Verein mit der Liga zum Schutze deutscher Kultur die bisher von Herrn Hanns Koch reagierte Zeitschrift „Die Heimat" Die Redaktion wird nach Darmstadt verlegt werden, und es besteht die Msicht, „Die ^maf' unter Mitarbeit erster Schrift?eller unb GvaPknfar yj- riner erstklassigen Zeitschrift zu gestalten. Dte L,gL für deutsche Stultirr wird sie zu ihrem Orgm für ganz Deutschland machen. Die Zt-rtichnft svll- vvr allem die Tendenz Ijaben, dre wert ansem- anderstrebenden Zttmstrichttmgen unserer Zert yt torriingat durch Wiedergabe vom Besten auf jederr Gebiet Starkenbur« und Rheinhessen. sw Darmstadt, 18. Mai. Der Darmstädter Journalisten- und Schriftstellerverein hielt am Samstag seine auher--- ordattliche Hauptversammlung ab. Dte Mitgliedet- zahl trträgt jetzt 76. Chefredakteur des „Darmstädter Tagblatts" Dr. Aaldaestel, wurde zw» Ehrenmckglied ernannt. _ _ rm. Darmstadt, 19. Mai. Der 23 Iah« alte Schlosser Georg Schmidtmer dahier ui feit einiger Zeit im hiesigen Erankeichause angenommen und fühlte sich beleidigt, daß ihn ferne Verlobte, die 17 Jahre alte Anna Schnerder 10 wenig besuche. Als sie gestern wieder nicht da war- berschaffte er sich einen Rock und ein Rasiermesser, ging gegen 10 Uhr abends im Kranks- (xrate durch und ' eilte nach der Wohnung des Mädchens. Da das Mädchen schon im Bette Mg und auch die Mutter nicht öffnete, drang er m« Gewalt rin und durchschnitt dem Mädchen naQ kurzem Wortwechsel die Kehle, so daß der Tod sofort rintrat. Sch. ging durch, konnte aber Heu» rüh in einer Scheuer der elterlichen WohmuS kstgeuommen werden. 1 2 U hr erptgt. Tic Antragsteller müssen persönlich erschernen zum Vollöl« der in den PÄftn ersordersichen Unterschriften. Mr-ubringen ist ein ton der Bürgermeisterei des Wöhkrvrrs auf v>or- geschriebenem Formular ansgefartigter Pahbe- richt und rin nicht au?ggogenes> Lichtbild :Brnstbilb in SJtfHVrmat, Auftuchkne ohne Hut). Auf Ausstellung eines PafftS kann nur grrafinet werden, wenn ber 96ah»gfteuer die beiden erfsirder- lichen Untectagen rmrtmrtgt. Soweit die Unterlagen vor 10 Uyc tormittäss torgelegt sind, tun« die Mcholung um 12 Uhr des gleichen Tages er» tolgen, andernfalls erst am Vormittag des faken br Äxtderifjrn bt letzter übertounben werden. Eine Revision des Gesetzes im Herbst sei vorgesehen, alle Einzelwünsche müßten surüdgv.-icnt nxtberi. Die Versorgung der wteho» lichen Kinder haben das Zentrum und die rechtsstehenden Parteien abgelehnt. Finanzminister Henrich begründet die Vorlage eingehend; sie sei wohl das umfangveichste Werk, das den Landtag jemals beschäsckigte. Die dauernde Belastung betrage minbeftenä 80 Mill. Mark. Die Verständigung mit der organisierten Beamtenschaft sei eine Erleichterung. Trotzdem faten manche Beamten nicht zufrieden. In dem Re ichsbesoldungstarif seien zu viele Klassen vorhanden. Redner geht bann auf bie Verhältnisse der einzelnen Beamtengruppen näher ein, die früheren Gehalts- rtffern müsse man mit 8 >oder 10 dividieren, um das richtige Bevhältnis herauSzubekommen, dann seien die großen Steuerabzüge zu beachten Eine eLhebsiche Besserung bei- Lage der ^ntten werde trotz ber hohen Gehältern nicht eintreten Vielleicht seien nur n»ch die Klemrenvner ck, sicher Lage wie die Zestlbefaldeter, Ter Staat | dies habe aber die Pflicht, auch aus Gründen der Selbste der ertyaltitng für die Beamten einzutrrien. Er franze, Hobe sich, ob 'heute das Land die erfthrelfaiid hohen l amt Znf.-Regt. 116. ** Ter neue Siommerfahrplan, oei ab 1. Juni ’m Kraft tritt, ist im 2. Blatt unserer heutigen Nummer ziu'am men gestellt. Wir rotcn unseren Lesern, den Führplan auszuschn> :bcn und auf^uberoaljren. Liebig-Museum. Im Anschluß an die Eröffnungsfeier ist dem Liebigmuseum als Stiftung ton Frau Prof. Witzel in München das höchst interessante „Manual" des Vaters Georg Liebig vom Jahre 1842 bis zu seinem Tode zugegangen. Es finden sich darin eine große Menge von fami- liengeschichtlich »oichtigen Angaben und Aeußerun- gen der Eltern von Justus von Liebig. Dieses Handbuch soll in der Mitgliriierversammlung am Sonntag, den 30. Mai 1920, vormittags IIV4 Uhr, im Liebigmuseum zusammen mit den Briefen ton Justus von Liebig an A. W. von Hofmann, die von Frau Geheimrat von Hofmann gestiftet wurden, borgefegt werden. Am gleichen Tage soll um 12 Uhr eine öffentliche Führung durch das Museum stattfinden, der weitere an den Sonntagen im Sommer folgen sollen. Es hat sich herausgestellt, daß bei der Besichtigung des Mnsenms sachverständige Führung unbedingt nötig ist. Die Führungen an Sonntagen um 12 Uhr, vom Sonntag, den 30. Mai an, sind u nent g elt l i ch. Der Besuch in der Woche ist vorläufig so geregelt, daß die Besuck)er durch Zahlung von 2 Mark die Mitgliedschaft für ein Jahr ertverben und alle in diesem Zeitraum entstehenden Drucksachen und Mitteilungen der Gesellschaft zugesandt erhalten. Man tuende ftd> an ben beratenden Architekten Herrn Burg, der im oberen Stock des Laboratoriums wohnt. Die Zahl der Mitglieder aus ganz Deutschland beträgt zurzeit 131. Ihr weiteres Wachsen ist dringend nötig, wenn das bisher iwch mit der Sorge um die bauliche Erhaltung belastete Museum sich weiter richtig entwickeln soll. R. S. ** Die amerikanischenPakete. Das Auskunftsbureau der American Relief Administration in Berlin teilt jetzt den Weg mit, auf dem Deutsche ein amerikanisches Lebensmittelpaket erhalten können. „Wer Nahrungsmittel aus Amerika wünscht, schreibt eine Postkarte ober einen Brief an seinen Freund oder Verwandten in Amerika und teilt ihm mit, welche Sprache verhalfen Ifabe. Der junge Lateiner habe griechisch vor seiner Muttersprache gelernt, um an ihm sein sprachliches Denken zu erziriien. Mit dem «Abstand ton dem lebendigen Griechisch sei ihre Sprache und Literatur wieder verwildert. Erst die Renaissance habe wieder die Bekanntschaft mit bett griechischen Originalen erneuert unb nur Deutsch- lcmb unb Frankreich hätten in der Zwischenzeit in ihren Klöstern bas gute Latein aufbewahrt und hüt lateinischer Denkzucht die deutsche und ftan- zösische Sprache burd)£rrungen. Die Quellen der Kultur, die in ber Antike liegen, dürfen nicht verschüttet werden. Vorbild sind hierin England unb Amerika, die ber klassischen Bildung das bedeutendste Gewicht beilegen, lieber jungen, die in an für das Original bieten wolle, seien anerkannt als "trauriges Surrogat. So schnell könne Bildung und Kiilttirerkenntnis nicht geivonnen werden.. Die Mschaffpng der lMmcmistischen Vorbildung sei rin Beweis für das Ober flächen hafte des Wldungs- ivillens ber Vertreter der Einheitsschule. Alle Zweige des heuttgen Geisteslebens, Philosovtzre, Recht, Technik, bauen auf dem Alten auf und so fordern die Freunde des hummristtschen Gtimna- siums die Wiederanerkennuug ■ der vollen Reife humanistischer Vorbildung, Gleichste!simg der Mäd- dteit in der Bildungsfrage, Ausbau ber Gvmnasial- f(affen in Mädchenschulen. Gleichzeitig aber müsse ber Lehrplan dahin geändert werden, daß die oberen Gymnasialklass-en nach technischen und historesch- phllologischeu Fächern beweglich gemacht werden unter Beibehaltung der klassischen Drrrckchildung; zuletzt soll nickt am Grammatischen gehangen werden, fonbern Kulturkenntnis vermittelt teerben. ** Tie Deutschnativnale Bolkspar- tei (Fvauengruppe) vevansnaltet am Fvriteig ben 21 Mai, 71/2 Mn labends, im „Felsenfallett". Bahnhoffwatze, eine Fra^Versammlung mit .Aufführung ton Reigentänzen der Kinder. ** Ter „Judex"-Film, der im Lichtspielhaus, Bckhnhofftraßc, am 2. Friertoge beginnt, erscheint in 6 Teilen, 25 Allen, jeben Dienstag erscheint ein neuer Teil. Landkreis Gießen. Atts dem Reiche. Karnpft Mischen Bauern und LatÄarbettern. Berlin, 20. Mai. Dem „Lokalanzeiger" wird aus Stettin berichtet: Aus Arnswalde kommt die Nachricht, daß bei einem Streit zwischen ffcreibmbeu Landarbeitern unb Besitzern in Lenuers- dors ein Bauer sowie ber Führer ber Arbeiter erschaffen und 13 Personen verletzt wurden. LarSräte der U.S.P. in Sachsen. Berlin, 20. Mai. Den Anträgen der Kreis- tage entsprechend, wurden in der Provinz, Sachsen v^schic^ne Unabhängige Sozialdemokraten zu Landräten ernannt. Südekum. Berlin, 20. Mai. Wie das „Berl. Tagebl." erfahren haben will, sei als Nachfolger für ben ausgeschiedenen vechtsstehmden Oberpräsidenten von Hannover, Richter, der sozialdemv- kratische Abgeordnete Südekum ausersehen. Der neue Regieremgspräsident ton Hannover werde der demokratischen Partei, ber Regierungspräsident von Hildesheim der Zentrumspartei entnommen werden. Aerzte und Krankenkassen. Fran ksur t a. M., 19. Mai. (Wolff.) Freitag abend 8 Uhr findet im großen Hörsaal der Senckeuberg-Bibliotchek eine allgemeine Aerzte- Versammlun g jtatt. Die Frankfurter Aerzte irerben auf dieser Stellung nehmen zu der Ablehnung, welche ben grundsätzlichen Forderungen der deutschen Aerztesckwft durch die Kranken- kassen-Verbände zuteil wurde. ** Personalnachricht. Nach der kürzlich in Kraft getretenen neuen Besoldungsordnung führt der Ober-Postdirettor Milkau in Darmstadt tert an die Amtsbezeichnung „Präsident der Ober-Post- direktion". . , < < . ** Aus dem Militärwochenblatt. Ten Etrirakter als Major hat erhalten ber Hauptmann a. T. Heymann (Halle a. S.), zuletzt un auf sie hin und em pachten 11 ftrieObaf statt. 5688 Statt Karlen. Ihre Verlobung geben bekannt Geruruf &4. 20. Mai 1020. Keplerstrahe 5 II., Gießen. M Schürzen u H für Haus und Zierde Der Vorstand. 5466c ^rrie Aussprache! FRITZ NOWACK Gießen, Landaraf-Dhäkpp-Platz 6 liß Sflllft MM km Vermählte Gieße», ix» 19. 9tt 1920 SPORT Anestenerhatu WBsehef abrik ’S. 4 Spezialität i Tür- u. Wagcnechilder i. Nickel, Messing u. Ahraiiniam. Keder 8U* eine Die Verlobung ihrer Tochter Valeska mit Herrn Dr. med. vet. Wilhelm Schauder,Prioatdocent an der Unioerfität Gießen zeigen ergebenft an Professor Dr. Paul Martin il Frau Daleska geb. Beck. Sauberste Handarbeit M&fiige Preise. Kragen Hemden Gürtel Strümpfe in Gießen Oewaldegarten Ihre vollzogene Vermählung beehren sich anzuzeigen Adolf Steuernagel und Frau Marie geb. Obermüller über dir 3tönmg der ÄuLttrsvorieftrng des Pro* fefkxd Dr. Sinzbeimer durch deutichnatwnale Studenten emgkk>rdert. Es will aber nur cm greisen, nwrnn es der Uniixrfität8kitimg nicht fldmgt. selbst Ruhe zu schassen Rüddingshausen, Loedorf, Herbede, Treis a. Lda., Aliendorf a. Lda., Leihgestern, Münchholzhausen, den 19. Mai 1920. Die Beerdigung finde^-'reitag vormittag 7,10 Uhr vom Trauerhause in Rüddingshausen aus statt. H»i M Bäüer! B«6raM9tW6 1,20 lang. f. Bäcker aeeign., gibt maggonmetfr ab A. Kais Hol;-Großha»biung, Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir hiermit Allen unseren innigsten Daak. Im Namen der ttauernden Hinterbüekenen: Daniel Sand. Gieße», den 20. Mai 1920. gigen bat ric Regienmgs-'vz -rliürm yr t Tnttcl ihrer Natio: alreriammlungs' inimcn nribflet, be sie Mi b;< Unablstrngigen abgeben munter. itmerfbiialbemjTcatifdx Rer'cl.icbi ng in ron ringerer B-d.'UtMtg, als bi-? T-arsache, biß Sozialismus überhaupt bri diese >: Wahlen (fünften eines national gesinnten Bün^rtums starke Einbuße erlitten hat. Billige Tapeten totfi Carl Haberkorn Anna Haberkorn geb. ü«as Heute morgen entschlief sanft nach gerade vollendetem 68. Lebensjahr unser innigitgeliebter Baler, Schwiegervater und Großvater Herr Hermann Hnblitz Lokomotivführer a. D. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Otto Hnblitz. Gießen iMoichstr. 13>, den 20. Mai 1920. Die Beerdigung ftndet SamStag den 22. Mal vorm. 11 llbr auf dem neuen Tflbak-pslanzen extra starre Ware, in Töpfen gezogen, sowie Sellerie- und Ferree- Pflnnten empfiehlt «oj Eduard Rieger, ßuoH- ü. tEelrsSrwerei 'JJhirbuigcr Straße 84, Wiekeckec Weg tf>. ar- Televtzo« 7A«. -gg Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Mann, unser lieber, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Jakob Joseph im Alter von 72 Jahren nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden gestern nachmittag 2 Uhr sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Adolf Joseph. m Hemden Tsner-s (empfehl. L reich. Auswahl Spargel täglich frisch gestochen, au billigst. TogeSpr. bei c*m G. Kech, Weserstr. 26. Valeska Martin Or.med.vet.Wilhelm Schauder Privaldocent an der Universttät Gießen. Freitag bee 21. Mai 19 20 na Hm it- tagS 6 Uhr »etfteieere ich aut der Bleiche hinter der Ebelweißwäscherei sbchü tze«st r a ße) dahier auf gerichtliche An«ch- ««s gegen kwrtige Bar»ahtuwg etme 170 Zentner Tannenstotkholß. SSedieiflrnaag hestmrmt 661*7 Junker, Gel.ickjttdvllgL.tzee. 8faxfibe6e < Ringofensteine liefert Karl Pietschmann, Höchst a. M. *reine und Beranftaltuuge». m. Grüningen, 19. Mai. Ter (Menge Gesangverein feierte *um ersten mal seil Ende des ein Walbscst. Es ruurben verschieben».' schöne Heimat lieber vor getragen. ** Leihgestern, 18. Mai. 'im oerganze- nen Sonntag abend hielt Psarrassistent Dr Hin- gel aus Gießen in unserer . . _ . . - Kirche vor dicht gebriniflter Znhörerschmt rinrit fesselndar Dortrag über seine Erlebnisse in seiner mehr denn 4jährigen französischen Gefangenschaft. Der Lortvag nxrr um* rahmt von einem Liede des Kirchengesangvereins und dem Gesang der Gemeinde üw» mm- riniMg i^r dis M 2 Met« D Md, M bv W* Ms Wedstk,' , Sport» Sport. Für den zweiten tBfingitTeimag Hal der Verein für Bewegungsspiele Gießen (Sport' Platz Trieb) sich die Ligamannschast dos Hammer Spielverein xxav 1904 c. B zu einem Freund- schaftswettsprel verpflichtet. Die jammer Mann- schäft hat in der abqelaufcncn Spielserie die Meisterschaft her Ligaklasse von Westfalen er* rangen mib bei tv_m Kämpfen um die Westdeutsche Meisterschaft sich bis Mir Vorschlußrunde burdk gespielt. Damm tritt hier mit ferner komplettes Meisterschaftsmannschaft (nicht Ligoersatzinann- schaft) an, so daß das Spiel einen spannenden Verlauf verspricht.--- Hochschrrlnaehrichten. m. Grüningen, 19. Mac. Am mgengaum Samstag sand unter dem Vorsitz des Schlossermeister Kreiling von Gießen eiiw Wahlversammlung der Deutschen Bolkspartei statt, in der Pnos. G m e l i n in sachlicher Weise über die Ziele und Ausgaben dieser Partei sprach Ein zweiter Redner er Läuterte die Stellung der Partei zur Teutschen Landwirtschaft. In die Diskussion grift Rechtsanwalt £)uniber»n>^Sfa? Den ein, der die Ausführungen bei" beiden Part-, i redncr vom Standpunkt le. melerch rts^zmliüist'.en Partei beleuchtete. Tie ruhig verlaufene Versammlung wurde durch das Schlusswort van Professor Gmelin um 12 Uhr geschLossen. — Eine ziveitc Wählerversammtung fand Sonntag nachmittag statt Tie Redner des Tages sprachen im Auftrage der Teutschnationalen Volkspartei Verend der erste über Zweck und Ziel der Partei und Stellung zum .'öefmdten Bauernbund sprach, schilderte der zweite Redner die Schäden und Mängel der Koalitwnsregierimg und vie Wahlbewegung. Die Wahlen in Mecklenburg, Braunschweig und Danzig. Ter 16. Mai war eine Pvobc für den 6. Juni. In drei gwtzen Gebieten Teutsdilands wurden Dahlen abgehalten und diese Wahlen hatten ein Ergebnis, das als Vorzeichen für die Zusammensetzung deS kommenden Reichstags gewertet werden mutz. In Neustrelitz, wo dut Mehrheit^- siozialisten unter Führmr g tun Dcms Leus und seines Gciwssen Tr. Frhr u. Reidnitz nälyau eine sozialdemokratische Alleinherrschaft anfflmd:- tet hatten, fjaben sie vier Sitze an das Bürgertum abgeben müssen. Das Stärleverhtltnis von Bürgertum und Sn^ialbenufratie ist dort nun 20:15. Die Unabhängigen, die mit großer Hoffnung in den Kamps zogen, haben in Stvelitz nur ein Gnmmi-Beltstoft nute Ware Milchflaschen 4874c Sauger Verbandstoffe Tesinfertionsartiter -raueuduschen Irrigatore und Schläuche usw. Dorrätifl in her ta-Efsp, Bahnhofstraße 51. HesfenNassau ge. Bebra, 18. Mai. Der Zagoauftetzer bild aus dem benactoarten Rotenburg nnrroe gestern m dem Stadtwald bei einem Zusammenstoß mit zwei Wilddieben von diesen er schossen. Die Täter sind noch nicht ermittelt. X Gel nha u sen, 19. Mai. 9Uir trm bei Gemünden brkgenen £e£onjmicgute Zollb rg bat der 19 Jahre alte Dien fff ned'1 Peter Riedl aus München seinen 'JJlitfitedx, p-.i 45 Jahr.- alten Tienstknecht Johann Äblm a ■' Obernzell ermordet und beraubt. Nachdem die Mordtat bereite entdeckt uxtr, holte der Mörder di.- Reiche aus dem Stalle und toan fit in die Jauchegrube. Tann ergriff ec die Flucht, wurde jedoch auf dem Bahnhof in Gmnbach verhaftet. ha. Kassel, 19. Mai Der Untersuchungs- Mrssdmtz be.' Rrgnrungsbczirks stasri, der für b e B«chand'.u,-.g cinge^mgen-.-r Beschwtrdcn wcgen des Verhaltens von Beamten während der Kapp tage durch Berfüguug des Mininers des Innern eingesetzt wurde, hielt im Laufe brr vorigen Woche im'rr dem Borsitz des Oberprä identen für Dessen-N s au, Dr. Sck)wanbcr, zwei Sitzungen ab, in denen eine Reihe bisher ringegangotn: Besckm evd-ans? 1 egcnhei ten zur Verhand ung kam Er beschloß nad; AuSi'chriduny rir.es Fa.les, tn-c vorgeb rach ten Anklagen durch Zeuaenb.rnelMung festet stellen. Es handelt sich bet den ringerrich- ten Fällen um Beschw^tLen gegen drei Landrätc, einen Bürgermcislec unb einen Postmeister ge. Witzen Hausen, 18. Mai. Der Bäckermeister Mackemvdt von hier wurde bei Ausübung der Jagd durch einen durch eigne Uu!vvrsichtigblit losgäösten Schuß aus seiner Flinte getötet. aud) andere grötzerr hessische Stäbh', ivcktK rtnel- mätzig beliefert nerben; es soll nur eine Anregung für die Inesigen maligebtitt-eii T^rtowti gegeben werden, b-i der Landes-Mild^ und Fettstelle mit größtem Nad)dnlck vorne!lig zu werden, i datz die ButtertX'rlrilung eine gerechter.- wird uov I Gietzen nicht vollständig leer ausgeht. Dr. Danksagung Für die vielen Serod(e überaus herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kran»- und Blumensvenden bei dem Hinscheiden unserer linvergeßllchen Mutter sagen wir Allen herrlichen Dank. I. N. der trauernden Hinterbliebenen- Mamille Hart ftäfl Familie Ludwig Kä». [OftäM Gietzen tLandmannstr. 17), d. 18. Mai 1920. U.S.P. T. Ernc Lrstusjwu ianb ui Anberracht der ungünstigen Zeit nicht mrftr statt Ludwigshafen. 20 Mar. WDB. Zn einer von der Deutschen Bolkspartei ein- berufenen großen öffentlichen Bersamr-lunq sollte g^shrn chcnd im großen Saale bee -.nelltchasts- bsruses der bekannte Politiker und 'eartrifübrer Dr. Stresemann Berlin über die politische Lage sprechen. Als Stresemann iprcthCK wollte setzte aut der Gollerie ein obrenbciaubatRr Lärm ein, s? daß es dem Redner unmöglub war, sein Neferat zu halten. Seine wiederholten Bersuche, fid) Gehör zu verschaffen, wurden durch neues Zohl«t und Pfeifen vereitelt Schließlich tourbc die Erregung derart groß, daß die D er s a m m l n n g geschlossen werden mußte Zum Sthlusse nmrde noch rinc Anzahl Stuhle von der Gallerte ht den Saal gmrorfen. Dadurch brach eine Panik aus. Tie in den Saal fallenden Stühle versetzten eine Anzahl Personen. Ein herbeigerufenes ^Lölizriaus- gebot rfrumte schließlich den oaal. Danksagung Für die vielen Beweise herälicher Teil nähme, sowie für die-avlreichen Blutnen» svenden bei dem Hinscheiden unteres lieben Heiingeaangenen sagen wir Allen, die ihni die letz c Ebre erwiesen, sowie den Vereinen hir die ehrenden Nachrufe am Grabe unseren innigsten Dank. Frau Helene Keil geb. Lotz und ttiuber. Gießen, den 20. Mai 1920. (09310 Blühende Gcrauimu, Begonie» usw., Brautbukctts und Myrtentriinzcheu, Trnuerkräuze und sonstige Viudestücke empf. Bechthold, Laden. Brandaaffe 6. Wohnung: Weterstr.s. W Neuester -Qe Fahrplan ab L 3uni 1920 gültig, ist beute u Verlag.Oerie", Mitteld. Aiinonc. -Erv., Gießen, Piocktzrahe 5, erichienen. aMOc Preis 50 Pi. Wiederoerkäuf. Nabatt. Vermischte». **Bll»ißes Geflügel. Wie aus Unter franken beruhtet wird, kommen dort zur Zeit nmge Hühner und Ganse, für die man noch vor kurzem 25 Mk pro Stück befahlt txeftf, zut < bis 10 Mk. * Ludwigshafen, 19. Mai. (Wolff.i Zwei große Anilinsarboiebftähle wurden in der Badislhen Anilin- und Svdasal'rik aufgedeckt. Als Absatzgebiet wurde München frftnritrllt, roo uod) für 70 000 Mk. Farben beschlagnahmt werben konnten. * Kopen Hagen, 19 Mai. >Wolff.) Sie ,,Berlingske Tidende" meldet, ereignete sich gestern in Saekkijervi nördlich dor Biborg rin Unglück. Auf dem Sximroegc von einem Ausflug tnrtrrte ein Boot, wöbe; 29 Sch ulkinderertrauken. * Peking, 19. ^iat (WW.) Der italienische Flieger Ferrari ist über Tokio kommend hier eingetroffen. Eingesandt. Mir Form uno Inhalt aller unter dieser fttebeft hebenben Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keiner lei Verantwortung.) Tic Buttervrrsorgung Gutzcus. Seft Ende Zcrmarr d Is. gebt ließen bn der SurterDcrteilung troll itänrig teer cms Mcrr- aarine und immer wieder M»rgari»e gibt es fett dieser Zett. Ein jeder Mensch weiß ja mw, datz Sutter sehr knapp ist mtb die Ansprüche nidjt so sehr hoch geschraubt werden dürien; aber so knapp, datz Gießen schm, seit 4 Monaten fein Gramm ertnUt, ist dieser so sehr begehrte Artibcl doch nickt In unserer lukbftui Uinge'icnfl, z B Wiel.'ck, Min-Lmden und Watzenborn roetixm alle 10 Tage 40 Gramm Butter pro Person verteilt, und nicht etma lange gelagerte \'ü^a«b: zwar yroannen He die - hauptsächlich aus Qxx'tcn der Mehrixnissozia- Itften. Der ,,vorwärts' stimmt tr.-sha.'b mich etn Snotzes Htageiüb an, das umsomehr Berechn gang hat, als b'.t r^ech ts stehenden Parieren ger gen über den Sozialdemokraten itnb ben Tcnu? Traten einen durrhschlagenden Erso'g e-zielt ixtben. lve- tobe das Braunsdiwe.g.' !l6ahtergeon..' ist emt prinzipieller Bedeutmtp Hier kristallisiert sich «um erstenmal d.r Gegensatz: Schari rechts und scharf links. Erfreulich ist babri, baß tnr Slbm i nie: i ft en durch den für sie leeren Ausgang der Wdbien etnen starlen Dämpfer erhalten Halm. Bon übenagenlKtr Bedeutung bürste aud> der Ausfall der Wahlen zur »trfa iunggeber.ben B. r sammlung des Freistaats Tanzrg still. Die Teutsch-nationalc Dolkstxrrtri, die bei ber NariTmtl- versammlung nur etwas über 30 000 Stimmen aust brachte, ist auf über 42 000 hinaufgesdincllt. Tic Freie Wirtschaftliche Vereinigung, bi ihr nohe- stckht, errang fast 15 000 Stimmen Ter Bruderkamps zwischen Me'rh itso iali en und U ab^än* ZmnVeUsfest üiiiAs toim kmitzkisM! aus Metz in Lothringen. Gravieraiigen jeder Art in Uhren, Ringe, Stöcke, Bestecke, Hunde- halsbänd., Vereinspreise usw. Deutlüe Bollsporltl Donnerstag den 20. Mai 8*/r Uhr abends im Hotel „Einhorn" MU. WM!« *’"*"■ Blattet Bett, Blatei-®irtrt Wieatteetet Oietlinermelltet «ler, Betas Über: WWl nnb Wl obI Mei! ferner über: M ßSlilWk Ak il W L füll Alle Männer und Frauen sind herzlichst eingeladen. me. 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Mai 1920 tragt tut- Reichsarbeitsminister Schlicke: Der Frage der Verschmelzung der Arbeiter und Angestellten- Versicherung sind wir noch nicht näher getreten. Der Antrag Hoch wird abgelehnt. Die Vorlage wirb in der Kornrnissionsfassung mit einigen unwesentlichen Aenderungen angenommen, ebenso in dritter Lesung. Zweite Beratung eines Gesetzentwurfes betr. Aushebung der Militärgerichtsbarkeit in Verbindung mit dem Gesetzentwurf betr. die Stellung der Heevesjustitiare. , Nach einem sehr ausführlichen Bericht des Abg. Dr. S ch ü ck i n g (Dem.) über die Ausschuhverhandlungen teilt Präsident Fchrenbach mit, daß die Opposition der Rechten bei der zweiten Lesung des Gesetzes feine Schwierigkeiten mache, dagegen gegen «eine dritte Lesung am morgigen Tage Widerspruch erheben würde. Es sei aber unwahrscheinlich, am Freitag vor Pfingsten noch ein leschlutzsahiges Haus beisammen zu haben. Das wäre dann ein unrühmliches Ende der Nationalversammlung. Abg. Löb« (Svz.): Meine Partei ftntl das wichtige Gesetz unter allen llmfl&nben durckchevaten. Abg. v. Gräfe (Ttschntl.): Bei her Wichtigkeit der (siegenstände können wir auf die gesetzmäßigen Frästen zwischen den Lesungen nicht oer- ziÄen. Dbg. o. Payer (Dem.): Die Rechte will bae Notlage des Hauses ausnutzen. Hierauf wird gegen 8 Uhr in die Beratung der Vorlage eingetreten. 2lbg v. Gräfe (Dtschntl.) tritt für die Militärgerichtsbarkeit ein und begründet eine Anzahl Eventualanträge auf ?lbänd rung des Ge etzes. Abg. S t ü ck l e n (Soz.): Der G üBentrouri entspricht der Verfassung und diese ist der Ausdruck des Dolkswillens. Mil der Verhinderung ber Annahme des Gesetzes würde die Rechte nur nne Galgenfrist gewinnen. Abg. Meißner (Dem.): TieMilitargertchts barfeit Txit höchstens im Kriege oder auf hoher See Berechtigung. Wir wollen eine auf dem Ehr- gefÜM des Soldaten aufgebaute Disziplin. Auch Deutsche Nationalversammlung. 176. Sitzung. Berlin, 19. Mai 1920. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung ton 3 Uhr 20 und gedachte dcs verstorbenen Abgeordneten Wurm (USP.), zu dessen Ehren sich tne Abgeordneten von ihren Plätzen erhoben. Zweite Bwcttung des Getotzenttvurses über die steuerliche Behandlung der im R^icksausgleichs- gesetz und im CnleignungSgcfetz geregelten Ansprüche und Verblndlrchtz.iten. Abg. Schiel'e (Ttschnatl.): Die Tvagiveile des Entwurfes ist seyr groß und jum Teil eine Lompensatinl des Ausgliicksge etzcs. Insofern müßte eS angenommen roerixnt. Etwas anderes ist es mit den Bestimmungen, die die Entng- mmg betreffen. Sie enthalten große Ungerechtigkeiten. Abg. Dr. Becker-Hessen (Dtsch. Vp.) bc- grünbet die Anträge, welche die Interessen o.'r AnSlandTdeutsckien sckmtzen sollen. Reichsfinanzminister Tr. Wirth: Die Ab- äniwnmgvn d s Ausschußes hiben für die Regierung die Grenze des Möglichen erreicht, dock will die Regierung ihnen zustimmen. Die Anträge Dr. Decker sind aber munmrhmbar. Die finanzielle Not des Reiches ist so groß, daß wir mcht alle Ungevkchtigstnen, die aus dem Kriege bn» stammen, von rechtsw gen weder gutmad.cn können. Tie schwebende Schuld des Reiches steigt im Monat um 3—4 Milliarden. Abg. Wald stein (Dem.stimmt dem Minister bei, Abg. Schneider-Franken (Bayr. Dpt.): Wir stimmen dem Antrag Becker zu. Nnterstaatssekretär Müller vom Wieder- anfbaumi; i i fter rum empfiehlt die Atm ahme des Ge- Ks, weil bei dessen Mlehnung die Auslands- tschen die Leidtragenden seien. Der Gesetzentwurf wird nach weiterer Debatte «ach den Vorschlägen des Ausschusses mit einer Abänderung gemäss einem der Einträge Becker, welcher liQubterte landwirtschaftliche Unternehmen in das Gesetz einbezieht, angenommen. Der Gesetzentwurf wird auch in dritter Lesung angenommen. Zweite Beratung der von den Abg. Schneider- Sachsen (Dem.), Gielsing (Z.) und Gen. ein gebrachten Entwurf eines Gesetzes über weitere Äusdeh- ramg der Bersicherungspflicht in der Angestellten- Versicherung. Abg. D o ch (S.) beantragt, die Grenze der VersicherimgSpflicht statt auf 15 000 auf 25 000 Mort festzu setzen. Abg. G i c s l i n g (Z.) bittet, diesen mit unbegründeter Plötzlichkeit gestellten Antrag abzu- tojncn, ebenso M>g. Weilhausen (TemJ, der den Antrag Hoch aus SBaHagitatton zurückführt. Abg. Dr. Mumm (Dntl.) hält ein Herauf setzen dec Bersicherungsgrenze für zweckmäßig. Ter Äntvag Hock sei aber agitatorisch. Abg. Tr. Jost lD. Vpt.) betont, daß die Deutsche Volks Part ei schon im vorigen November die Heranfsetzimg der VersicherungSgvcnze bean- DrSzchlmar-Strafen müssen fein. Mn-r eine MlIttargerichrSbarkeit ist nicht nötig Sie b.-nrt)t auf aner Urbertebima b s Soldatenslandes (Unruhe und Lachen rechts.'» Abg. Seeger (Unabh.- beantragt eine Reihe twn Abänderungen der Ausschubb.fchUisse, die noch lange ferne bei nehmende Umgestaltung dcS Ge- nchtswcsens beim Militär barstetlteu. Ern Regierungsvertreter bittet, diese Anträge ab^uk'bnen. ^bg. Schnei der-Franken (Bahr. Bolksp.) Itunmt dem Gesetzentwurf zu. ©einer Partei lägen aber dabei politische Motive oder ein Mißtrauen gegen Mannschaften und Offiziere der Reichswehr Paragtxrph 14 (Beantragung von Strafen bei Mrlttärstrassachm > wird gestrichen. Der Otosetzent w»lrf betteffend die Militärgerichtsbarkeit wird im übrigen nach den Beschlüssen bä Ausschusses an genommen, ebenso dasjenige betrtffarrb die Heercs- juftiharc. Tas Haus erledigt hierauf eine Reihe von Pett turnen. Morgen 1 Uhr: Interpellation Löbe (Soz.) wegen bet Verwendung farbiger Truppen im besetzten Gebiet und andere Interpolation^ Schluß V>11 Uhr abends. Gericht-saal. Die Bttrnttenetgen schäft der A.- und S.-Räte. )( Marburg, 18. Mui. Die schon ost umstrittene Frage, ob die A- und S.-Räte als Beamte im Sinne d?s Gesetzes zu gelten Ixitten, kam heute vor d.m Landgericht eingehend zur Sprache. Ein junger Feldzugs.c-i.'nelMer nur im Mai p. Js. von einem Mitglüde des A - und S.- Rates 'mit einem großen Paket Fleisch abgefaßt irorben. TeShalb und weil er Widerstano geleistet, hatte ihn das Schöffengerictst mit einer Geldstrafe von 80 Mk. bedacht. In der heutigen Berufungsinstanz machte der VerteDigcr geltend, die A - und ^.-Räte hätten ja eigentlich gar niete als Beamte, wie es das Gesetz vorschreibe, zu gellen, auch das Oberlandcsgericht zu .staffel labe so einmal in diesem Sinne entschvüden. Aus diesem Grunde könne ter Angeklagte auch nicht wegen Widerstands gegen die ^taa sgewalt beflva't werden. Tie Strafkammer war jedoch der Ansicht, daß der vorliegende Fall da nicht yutreffe, denn das betreffende Mitglied des A- unl) S.-Rates sei Beamter im Sinne des Gesetzes gewesen, weil seine Tätig feit als Hilfspolizei sogar vom Lmd- ratsamt aus bekannt gemacht werden sei. Tas erste Urteil wurde dessalb aufgehoben und der Angeklagte unter Annahme mildernder Umstände zu einer Gesamtstrafe von 350 Mk. verurteilt. Itanft unb wiftcnschast. mc. Frankfurt a. M., 19. Mai. Der jüngst erst aus Mannheim gekommene Obersvielleiter Weichert wird voraussichtlich zum interimistischen Leiter der Franffarter Bühnen für ein Jahr ernannt werden. Die Emennmig erfolgt auf Vorschlag des scheidenden Intendanten G. heimrat Zeiß. Man hofft bann im laufenden Jahre den geeigneten Leiter für bie Frankfurter Bühnen zu fhtben, jedoch ist es auch nicht ausgeschlossen, daß Weichett ständiger Intendant wird. Sandel. Berlin, 19. Mai Bör sen stimm ungs- b ilb. Ter durch die erneute Steigerung des Markkurses im Auslände bedingte starke Rückgang bei Auslatwsdevisen, mit Ausnahme allerdings Jon Belgien, Frankreich und Italien, gab heute den Anstoß zu einer allgemeinen Kursermattung. Wesentlich trugen hierzu auch die Nachrichten über den Geschäftsgang in der Industrie und im Handel bei, durch die mit der Zeil and) das Privatpubli- kum, das bisher trotz aller Rückgänge an seinem Besitz festhielt, mürbe gemacht wird und Äktien- werte verkauft. Bei der trotberrftbenben Unlust, Unsicher"heiten und Zurückhaltung fand das Angebot nur zu wesentlich ermäßigten Kursen Aufnahme, doch rollzogen sich die Rückgänge in aller Ruhe. Tie Einbußen betrugen in der Mehrzahl 15 bis 20 Proz., bei Bismarckhütte, Hohenlohe, Anglo, Glberidber Farben, Th. Goldschmidt, Felten u. Guilleaume, Tynamit Nobel, Rhein. Metall und .stöln-Rottweiler vereinzelt bis zu 26 Proz., bei Kaliwerke Westeregeln, Deutsch-Uebersee, Neu- Guinea und Otavi bis 50 Proz. und bei schweren Kolonialtverten bis zu einigen 100 Proz. Tie Banken waren obwohl schwach, doch widerstanos- iä lager. Rentenwerte fest, nicht wesentlich verändert und nur Mexikaner waren stärker rückgängig. Im Verlaufe senkte sich der Kursstand mi: wenigen Ausnahmen bei ausgesprochener Geschißs^ stille noch ioei'cr Ter Einh.Ktskurs für Industriewerte war im Einklang mit der matten Älllgemein- tenden; aleic^olls stärker nad«?benb. Gegen Schluß trat auf Deckungen eint allgemeine leichte Erholung ein. Frankfurt a. M., 19. Mai. Börsonst i m m u n g s b i l d. Es trat auf bet meisten Ge bieten infolge Deckungen eine mäßige Erholung Die Gräfin. Roman von G. 29. Applcton. lNochdruck verboten.) Fortsetzung 41. Ich könnte es Ihnen schon sagen, bemerkte ich lächelnd. So, wirllich? ertoibertc sic und mortete auf eine Erllärung. Tie Sache ist einfach genug, sagte ich «rr beide sind ehrliche Leute und wrr haben derbe dm lvahretr 2ack;verchalt erkannt. Ist das nicht rrchttg t Ihre Augen trafen die meinigen. Jawohl, sagte sie, das ist ganz rrchttg Und was mehr bedeutet, fuhr tch fort, war hoben fin gemeinsames Interesse, wre ich wenigstens glaube, an dieser kleinen Komodre ober Tragödie, m ber Ihre L-chwägerrn, bie alte Graftn Zrangtpai'.i, die Hauptrolle iv^t. Auch das, meinte sie, ist sehr rrchttg. . Verstehen Sie wohl, setzte ich hrnzu, daß ttr, mich in die Geschichte nickt eingcmr.cht habe, sondern vollständig ohne nuin Zutun h.nerngezo^.m vorden bin. Ich habe Ihnen die näheren Umstände ja neulich erzählt. Gewiß, nickte sie unb frohkrch lachend suhr .sie fort: Es ist nicht notig, noch länger daher zu Dermalen. Mr sind jetzt Verbündete gegen einen gemeinsamen Feind. Ten Erbgrafen Frangipanr? fragte ich. Wen denn sonst? erwiderte sie. Da in diesem Augenblick ber Diener mit dem Teebrett erschien, schttieg sie ein paar Momerrte; dann aber wieder- holle sie: Gewiß, wer denn fomt als der Erbgraz ist ber Feind? Er haßt mich tödlich, ein Gefühl, das rch übrigen-3 aus ganzem Herzen erwidere. Er ist ein unausstehlicher K.rl, ein brutaler Mensch, und von den anderen Frangipanis in jeder möglichen Hinsicht völlig verschieden. Sie hittt inne, um mir eine Tasse Tee zu überreichen und fuhr dann fort: Enrico, mein Gemahl, war ein vornehmer Charakter. Es war ihm darum zu tun, ein Geschäft zu machen, als er mich fki-atete, das ist wahr, und wenn dabei auch die Liebe nicht ui Frage kam, so nar es doch ein fairer unb layaler Handel, den ich, soweit es feine Person an langte, auch keinen einzigen Augenblick bedauert habe. Würde ich einem ber ältesten Fürstenhäuser Roms entstammen, so kömttt er mich nicht mit größerer Ritterlichkeit, Ehrerbietung und Hockachtting behandelt haben. Ich achtete und schätzte ibn meinerseits, und im Lauf der Zeit würde ich ihn sicherlich auch lieben gelernt haben. Aber unsere Ehe war von so furjer Dauer, daß ich über die en Punkt nur Mutmaßungen an stellen kann. Aber Ihre Tasse ist leer, Toktor. Erlauben Sic mir1 Als diese notwendige kleine Formalität erledigt war, fuhr sie fort; rot, doch blieb der Geschäftsverkehr ruhig. Bon L>chiffahrtsaktien waren Nvrdd. Llovb mit 164> Hapag mit 166»; beharrplel. Untre bat Montan papieren besserten Over bedarf den .Kursstand um 4 Proz. auf 200.—, Deutsch-Üuiemburg gingen su 275, Buderus 270 um. Harpener gaoannvn 5 P wz. (280.—), Phon ix Bergbau 394.— plu» 3, Halt Westeregeln 655.— plus 5. Bon Industrie papieren verloren Spiegel unb Spiegelglas gegen ihre letzte Notiz 20 Proz. (350.—'. ^ch.stbeanstatt belferten sich um 5 auf543, Bergmann imt 5 auf 235.—, A E.G. um 5 Proz. auf 320.—. Daimler, welche angebt)t/j, Hapag 171.— plus 4V, Proz. anzogeu Scbantungbahn 577.— bis 588.—, ebenfalls 7 Proz. höher. Ausländische Reitten behauptet. Äststegsanleihe 79'/«. Bagdad verloren weitere 4 Pr>z. (110.20). Frankfurt a. M., 20. Mai. Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 18. Mai 19. Mai Amsterdam. Notterd. 1745,70 1749,30 1678,30 1681,70 Drüsfel.Antwerpen . 349,65 350,35 359,60 360,40 sshristiania 884,10 885,90 839,20 840,80 Kopenhagen 791,70 793,30 744,25 745,75 Stockholm 998,- 1000,- 946,50 948,50 Helsingfors 249,70 250,30 237,20 237,80 Italien 239,75 240,25 239,75 240,25 London 183,05 183,45 174,30 174,70 New-Yorb 47,57 47,67 45,45 45,55 Paris 338,65 339,35 347,65 348,35 Schweiz 836,60 838,40 803,20 804,80 Spanien 789,20 790,80 759,25 760,75 Wien (altes) .... 18,98 19,02 18,98 19,02 Deutsch.Oesterr. abg. 23,35 23,41 23,57 23,63 Prag 86,30 86,50 84,75 84,95 Budapest 21,10 21,14 20,73 20,77 Bulgarien — Konstantinopel. . . . , — Börsenkurse. Frankfurt Berlin Abend. Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs -Datum: 18.5. 19.5. 18.5. 19.5. 5*/„Deui.striegsanl. 79,75 79,75 79,75 79,75 4'/,Deut.Beichsanl. —75,75 75,50 3'/,Deut.Beichsanl. 73,90 72,10 47» Preuh. stonsol- 75,- 75,- Darmstädter Dank 158,- 159,- 157,- Veutsche Bank. .. 294,75 290,50 Disconto.Desellsch. 205,50 207,50 204,50 Dresdener Bank.. -,— 184,25 180,50 Nationalbank f. D. -,- -,- 143,50 142,50 Mittelo.Treditdank 155,- 155, — s>.'Amerik..Paketf. 171,- 175,25 168,75 NorddeutscherLloyd 166,75 168,- 170,75 167,- Doch.GußstahIwrk. -,- 280,- 297,- 280,- D.-Luxemb.Bergm. 280,- 275,- 294,- 275,- Gelsenkirch.Bergw. 309,- 303,- 315,25 300,50 Harpener Bergbau 280,- 280,- 287,- 274,50 Oberschi. Tisenb.-B. 200,- 221,50 201,- Oberschles.Eisenind. 260,- -,- 261,- 245,- Phönix.Brgb.-Akt. 403,- 394,- 413,- 393,- Dad.Anilln.u.Soda 488,- 481,- 494^0 487,- HSchster Farbwerke 373,50 368,50 377,- 364,- Ülehir. 2L (E. ®.. 325,- 320,- 326,- 314,- SchuckerpWerke. . 195,- 184,- 197,- 180,- IeltenLGuUleaume -,- -,- 459,50 435,- Daimler -,- 231,- 250,- 230,- Bud.-Eisenw..Akt. -,- 270,- 300,- 270,25 Adlerwerke .... 255,- -,- 257,- 250,- 47» Hess. Saatsanl. Electton Griesheim -,- -,- 318,- 306,75 Marknotiernnge«. Datum: 18.5. 19.5. Iürich ....... 11,75 12,45 Amsterdam 5,775 6,- Kopenhagen 13,- 13,50 Stockholm 10, - 10,50 -Lien -,- 455,- (Jn einem Teil ber Auflage nneb?r(p(t.) Eine Vorbesprechung in Cftcnbr. Paris, 19 Mai. ^WTD.i Wie das „Eckv de 'Paris" mitteilt, hübet die nächste Zusammenkunft zwischen Millerand und Lloyd (Stoorge in London statt, sobald bie Finanzto (troerfl än bi gen ihre Arbeit soweit gefärbert haben, baß sie zu prak^ tischm Ergebnissen gekommen irnb. Vor Eros Münder .(Konferenz in Zpaa werde MUlerand Lloyd Oieorge in Ostende erwarten, unb auf dem Dege nach ber Konferenzstadt würben bie letzten Beraturrgen zwischen den beiden Ministerpräsidenten statlfindcn. Eine nntr frtinzösifche Anlrihr. Paris, 19. Mai. (WTB.) Wie daS „Petit Journal" meldet, wird im Laufe dieser Woche eine neue Anleihe aufgelegt. Es sei lnxlistwahr- scheinlich, daß es sich ivicbcntm um eine Prämienanleihe handele. Zum Rücktritt PoincareS. Paris, 19. Mai. (WTBtt In Besprertzmg des Rücktritts Pvincares von dem Posten als Vorsitzender der Wiebergutmachnngskom m i s s i o n schreibt bas .^Journal", es sei unbestreitbar, daß die in Hythe ins Anm gefaßte Kvm- sbrnation die Voraussetzungen beS Ver- tragesvonDersaillesänderken. Da dir Regierungen es übernommen hätten, eine Gesamt- entfcbäbigimg festzu totzen, sei der Wiedersptt' mackmng5komMission ein Teil ihrer 9Trbt(: enizoyen. Diese Blenderung allein würde schon genügen, den Rücktritt Pvincares zu erklären. Aber es seien auch andere Punkte vorhanden. Die neue Löjana könne wohl die französischen Interessen wahren. Aber die Weigerung, dte Priorität für die verwüsteten Gebiete anzuerkenTvn, habe eine moralische Wirkung, die wohl auch zu dem Schritt Pvincares brigetragen habe. Anderseits sei ber neue Vertreter Frankreichs bei der Wirdergittmackmngskommission ncN am besten für die neue Auslegsrng qualifiziert. Hubois sei Berichterstatter für alle Vorschläge hinsichtlich ber Wiedergutmachungskoinmission gtttvfen. Die Kommission werde ihn jedenfalls zum Präsidenten wählen. MMbeugt vor dem Kriegsgericht. Paris, 19. Mai. (WTB.) Das Kriegsgerick»! hat alle sieben Angellagten in dem Prozch wegen der liebe r gabt von M aubeugc freige sprochen. Das Ende des Streiks in Frankreich. Paris, 19. Mai. (WTB.) Dos Elekttosyn- dikat und der Kraststromverband richteten an ihre Mitglieder bie Aufforderung, die Arbeit morgen wieder aufzunchmen. Die Möglichkeit eines Knbinetts Ritti Rom, 19. Mai. (WTB.) Nllti, der die B-- spreckungen zur Lö ung der Äti.c forlsetzt, halte gestern morgen eine lange Audienz beim Mönig. Nackmtittags versammelten sich m der Kammer b-c konstitutionellen parlamentarisckien Gmp.en, um die von ihnen zur Lösung der Krise emzunehmende Haltung zu besprechen. Die radikale -Gruppe Ttahnt eine Tages-vrbnung an, in der sie sich für btc Bildung e.nev rechrntatorischcn Kabinetts crussprach unb beschlotz, fick mit den übrigen demokratischen Gruppen in Verbindung zu setzen. In parlamentarischen Kreisen wird diese Tagesordnung als Beweis dafür angesehen, daß die Radikalen dem Kabinett Nittt il,we Mimnrttmg lechen werden. Die parlamenta.i'chc Gruppe der kalhvlilchen Volkspartet hat die Ha.'tung ihres Vollzugsausschusses in den Bespreckprngen anläßlich ber Krise gebilligt. Tic'e Ent chebrmq nnrb ebenfalls in parlamentarischen Kreisen als das Vorspiel der Mitwirkung ber katholischen Volkspartei für baS Kabinett Ritti befvachtct. Lloyd George nach London ^inickgekehrt. Paris, 19. Mai. (WTB.) Wie Savas berichtet, ist^Llvyd George wieder nach London zurückgekelm, nachdem sich sein Gesundheitszustand weder entsp.echend gebessert hat. Mistungen der Bolschewisten. Paris, 19. Mai. iWTB.) Nach einemHavas- berichl aus Warschau beagt ein Moskauer Telegramm, daß die bolschewistische Armee um 120 000 Mann erchöht worden ist, die als Ver- mc. Frankfurt a. M., 19. Mai. Die gestrigen und Tfeutigen HLute-Auktivnen haben große Preisstürze gebracht. Kalb- und Hammelfelle, auch Schaffelle wurden meist zurückgezogen, da die Gebote den Verkäufern zu niedrig rixiren. Für erstklassige Rmdtzäute von 25—40 Pfund wurden 8—10 Mk. je nach Qualität unb Umfang bezckylt. Häute über 70 Pfund kosteten 9,05—9,10 Mk. pw Kilo. Zweitllasi'ige Häute gingen teilweise recht billig ab. 7,20—8,00 Mk. roar hier der Durchschnitt. Bullenhrute etwas geringer, 8,90—9,30 Mk. das Kcko. Tie Kauflust war recht beschränkt. Größere Posten wurden kaum abgeschlossen. Müller'sch^ Badeanstalt. Wafserwärme der Laif-t am 20. Mai: 15° R. stärkung an der polnischen Front Verwendung finden sollen. Unruhen in Syrien. Kairo, 19. Mai. (WTB.). Nachrichten au- Bairuth zuäolge hat der Araberstamm der Mitwallis die Städte T y r u s und S i do m erneut angegriffen. Tie Franzosen hoben Truppen zur Ver- stärk-mg abgeianbt Die Bcvöllerunz von Tyrus und Svdom hat sich nach Bairuth geflüchtet. Wirbelsturm in Württemberg. Stuttgart, 19. Mai. (WTB.- Aus Br- l-erach wird berichtet, daß in Rottum unb Mittes- buch ein Wirbelsturm am letzten Sonntag 13 Häuser völlig r-emichtet und 39 sclIver beschädigt hat. 7 Peronen sind verletzt worden. Durch ein gleick-cittges Hagelwetter ist sehr großer Schaden auf den Feldern angerichtet worden. Ja, ich habe meinen Gatten sehr geschätzt. Tenn wie im Leben, so betrug er sich auch im Tode noch ritterlich gegen mich, indem er mir in seinem Testament >eden Psennig zurückgab, den ich ihm zugebracht hatte. Ich blickte-einigermaßen erftaunt aus. — Ist das nicht die Regel? fragte ich. Nein, wie ich gehört habe, erwiderte sie, unb der gegenwärtige Erbgras, Dittario, hat ihm das übel genommen. Er besaß sogar die Frechheit, im Namen der Familie dagegen Einspruch zu erheben. Er sagte, ich habe — für den Fall, daß ich nicht wenig'.'ens einen gewi'sen Betrag out b;e Familie übertragen würde, womit er seine eigene Tasche meinte — einen berühmten Titel unter falfd)€n Vorspiegelungen erschlichen. Die Frechheit des Menschen überstieg alle Grenzen, und ich ließ ihn kurzerhand hinauswerfen. Bravo! rief ich. Das laßt sich eine Amerikanerin nicht gefallen. Keine Frau, die den Namen Frau verdient — sei es mm eine Amerikanerin ob:r Engländerin ober sonst eine Frau —, würde sich das bieten lassen, entgegnete sie. Seitdem hat er noch einen ober zwei zaghafte Besuche gemacht, Geld von mir zu erhallen, aber da ich weiß, daß er ein Spieler, ein Roue und ein Lump iit, habe ich seine Anzapfungen mit verachtungsvollem Schweigen beantwortet. Er ist mir nichts als ein Verwandter, der das auf nein zufällige Weise geworden ist, und ich kümmere mich feinen Pfifferling um ihn. Aber diese Verfolgung der armen alten Gräfin, die vor mir den Titel führte, ist eine Schande, der ein Ende gesetzt toerten muß, und unsere — Ihre und meine — Aufgabe ist'S, das Ende herbei zu führen. Ter Vorschlag war entzückend für mich. Er erfordert- einen gewissen Grad von Vertraulic!>- feit, der angenehme Aussichten eröffnete. Tas werden wir auch tun, sagte ich, da Sie es so unverblümt aussprechen. Es ist doch Ihr fester Enffchluß? Anstatt einer Antwort hielt sie mir ine reizendste kleine Hand der Welt hin Ter .Handel ist abgeschlossen, fügte fte hinzu. Vollkommen, sagte ich; und nunmehr müssen irir offen reben. Ich bin in einer für Sie, nne ich glaube, erstaun licken Lag-:, aber ich bin über verschiedene Punkte noch im Zweifel, worüber Sic mich au'klären formen. B.rzeihen Sie mir meme 'Frage, aber was hat der Erbgras für einen Beweggrund, die arme alle Tarne so erbittert zu verfolgen? Unsere Augen trafen sich, und zwei ehrliche Blicke wurden zwischen ihnen ausgetau'cht. Meine Kenntnisse darüber, sagte sie, sind sehr einfacher Natur und können ganz wertlos fern. Aus Ihrem Benehmen ersehe ich, daß Sie wohl mehr wissen als ich. ISortsetzullg plgt) Giehen—Frrlds. Koblenz—Gieße«. «jungen Wehen . . . ab . . an n s n Giehen ab an Vntzbach Mücke—Hungen Hungen an n «Falda r» Gießen—Marbur-. Gieße«—»ein hause«. Marburg ab an Nidda—Schotten Schotten ab an D Friedberg Tietzen . Gelnhausen—Siehe« an Schotten—Nidda. Marburg Nidda . Schotten an Friedberg Giehen . S Friedberg Giehen . an «Wetzlar Marburg—Siehe« Siehe«—Frankfurt. an ab Frankfurt ab an Gedern . 7« Stockheim—Lauterbach. an Lollar Lauterbach Friedberg Frankfurt an u Gedern W . an an Nieder-Walgern . » Stehen—Svl« » «Giehen ab n Vilbel—Stockheim Giehen ab an Stockheim . an 0 Stehen—Koblenz «Giehen . an Burg- u. Nieder-Semünden—Kirchhain s n Kirchhain S KSln-Gieße«. s Giehen Nidda an S Gemünden an an ii «Nidda «Giehen Vilbel Giehen H n w w Lollar . . Marburg 619 859 245 812 «Hungen Laubach. W W w s Friedberg Frankfurt Wetzlar Limburg Wetzlar n n w w 5» 840 8» 2» W W W D «Limburg «Wetzlar Limburg. Wetzlar . Koblenz . Wetzlar . vKoblenz W S 73* 10-7 110 5<* 8» 927 Lollar . . Marburg Londorf . Dietzen . 665 9*5 931 420 7*4 8*5 74» 12* es 63 Nieder-Walgern vGiehen . . Lollar . . Marburg Lollar . . Fulda Alsfeld Fulda 531 6H 5* 001 6*° 70» T» 802 935 Giehen Nidda . Giehen 7*3 1109 449 6*2 762 6*8 11® 815 515 Ruppertsburg Laubach . . . 5« 620 6-8 182 309 7*8 ab 5S „ 707 „ 720 „ 255 „ 220 758 5*0 950 644 838 760 1065 24* 1144 402 2*7 407 561 537 7» 1033 803 9*3 12» 522 625 730 901 1125 258 3*2 3*8 518 7*4 101* 1030 3» 510 615 8» 138 208 630 524 4*6 5*2 725 658 721 869 1136 128 225 425 632 722 860 928 lOio 7» 9it 806 3*8 72 8» 5S 5io 635 737 7*6 764 9*6 1225 218 237 51* 6** 8*9 9*3 1021 1035 419 616 900 120 510 708 9*« 8°5 2» 7« 912 Wetzlar . Koblenz . Wetzlar . Limburg Wetzlar . Koblenz. 5« 3S 558 6*8 555 743 916 515 940 1206 1203 2io 504 4» 704 5*8 911 503 1020 8*0 Giehen «Londorf. «Giehen . 62* 4S8 620 72« 106 5» 537 737 938 2-7 6*1 5*0 Limburg 600 Koblenz 7*4 Wetzlar SM „ . 101* Limburg Limburg Wetzlar , an 637 „ 815 „ 822 „11» 11 383 „ 62 » 733 „ 92 „ 612 „ 1026 5L 75b 1031 3*7 61* 8*0 ab 5*2 „ 6-25 n 65* „ 754 „ 910 „ 1065 „ 262 „ 3» „ 712 6» 9T7 22* 51» 6» „ 953 .1122 „1225 „ 1*5 „ 230 „ 523 6*5 „ 72 „ 800 „ 9» „ 9*2 # 10*2 „11*6 610 42* 619 700 858 21? 21* 1-3 4*1 740 Lauterbach Alsfeld . . 5* 66* 1*1 4*0 563 65* 9*6 an 6» „ 6» TW v 8-» ,10» „ 121» . 41* ° 4» „ 75 Londorf . . . «Grünberg. ab 703 „ 9*o „ 1060 „ 6*3 " 9* Mücke. . . . . Laubach. . . Ruppertsburg Mücke. . . . . 4» 551 410 5M 6*7 806 8" 959 1201 12*o 136 313 2*0 452 532 762 758 82« 837 958 1011 ÖH 710 808 759 72s 85t 1005 1237 12M 203 302 332 3'6 419 534 6*7 612 821 611 732 936 1120 1159 1** Nieber.Walgern «Giehen . . . an 7oe 11 802 , s» ,12» , 1* an 710 „ 763 „ 639 , 80« ,1167 , 652 „ 320 „ 209 ii 803 „ 900 Bad-Nauheim Friedberg . . Giehen . . . 11 • • • 5S 715 315 501 557 715 1105 707 6'0 740 952 333 752 «Dillingen SHungen . ab 5» „ 523 „ 620 „ 8» „ 1016 „1230 „ 2*5 321 , ISO „ 510 „ 706 „ 5*9 , 656 , 113* .11*2 „ 1« an 5*5 „ 6 25 . 63- , 910 ,10*5 , 132 , 3*1 „ 333 , 419 , 52* Ti* „ 6*3 . 748 • HE ,1212 . 2S «Gedern «Stockheim . . . ab 628 - „ 636 - „ 636 - „1255 „ 61Z - „ 762 an 800 „ 1037 „12® , 8» Betzdorf Köln Haiger Siegen KSln Eitorf Siegen ..... KSln Dillenburg . . . Herchen..... tzaiger Stockheim . . . ab 4i* .....453 50i . . „ IO*» 153 ■ - ■ 6» . ab 4» . „ 407 . , 5M . „ 630 . „11*8 . „ 1212 . „1158 . „ 4" . „ 34* . „ 8-1 . „ 912 ab 51» „ 398 „ 7*1 , 813 ,1232 „ 521 782 12-1 589 516 «Laubach . . . Mücke «Ruppertsburg . «Mücke S «Ruppertsburg . «Mücke Stehen—Londorf—Gründers ab 620 Grüuberg . . . . . Lauterbach . . . Gedern —Vilbel. Vilbel 11 ..... Wetzlar . . Limburg . «Weilburg Wetzlar . . «Limburg Wetzlar . . « „ «Koblenz. «Limburg Wetzlar . . Limburg. . Wetzlar . . ; 710 11« 1« 5«- Alsfeld . . . Lauterbach . Giehen . . . Alsfeld . . . «Friedberg Frankfurt Hnuge«—Friedberg. . . . . ab 4S Friedberg . Friedberg Giehen . Vilbel . . . . . „ 8-0 ... N5 .... 6*0 , . ... u 72 ... Nidda—Friedberg. ... ab 8» Friedberg . ... II'« . . . , 8» . ... 4-9 Friedberg—Hungen ab 4*2 „ 637 „ 5*2 „ 762 „ 615 „ 718 „ 825 , 1003 ,12« „12*o „1255 „ 157 „ l06 . 300 „ 4-2 „ 4-a , 450 „ 522 „ 538 „ 650 „ 820 „ 9*6 10*2 n II D„ Wetzlar Gießen Wetzlar Gießen anl05* „ 923 „ 220 „ 7*1 „ 8*2 12*6 Stockheim 25* Ins dem Sommerfahrplan. (Gültig ab 1. 3uni.) Der endgültige Entwurf des Sommerfahrplans »er Eilenbahndirektion Frankfurt a. M., der mit dem 1 Funi in Kraft tritt, liegt nunmehr vor. Wir bringen Nachstehend eine Uebersicht der Füge, die für «Siegen und Oberhesfen besonders in Frage kommen. Die Jetten von 622 Uhr abends bis 5^ morgens find in den Minutenzahlen unterstrichen. v-Züge sind durch ein D, Füge, die nur werktags verkehren, durch em W, und Züge, die nut an Sonn- und Feiertagen fahren, durch ein S gekennzeichnet. Friedberg. ^Frankfurt »Frankfurt «Nidda S „ Dillenburg Herchen . . «Eitorf . . Köln. . . . DSiegen. . Haiger. . . Köln «Betzdorf Köln VSiegen . Dillenburg «Lollar . Marburg . Lollar . . . «Marburg' « 0 . ab 5» . „ 5*2 . „ 6» . „ 6*8 . . 730 . „ 819 . „10-0 . „11-5 . „ 1” . „ 228 . „ 3*8 . „ 412 . „ 518 ab 500 „ 715 „ 827 , 1» „ 3® „ 503 „ 461 «Burg. u. Nieder- Gemünden. . , «Alsfeld . . «Giehen . . «Lauterbach Giehen . . . «Alsfeld i «Biehen . . «Lauterbach «Biehen . . «Friedberg , ab 52s Hungen „ 808 w „ „ 151 , „ .....714 «Gedern S „ ..... «Stockheim «Wetzlar. Giehen . . 0..... Lauterbach . . Alsfeld .... Giehen . . .. «Kirchhain . ... ab 528 S „ ----- „ 825 W „ . . . . „ 1130 « „.....-,353 S „ . . . . „ 5-0 .. ab 525 . . „ 746 . . 126* . . „ 12*5 . . „ 5*0 5« 625 6*5 730 922 81* 939 1210 118 2*9 3-o 3*8 513 7i5 738 8M 9<6 IO« 1023 1127 1136 706 Londorf Grünberg—Londors—Stehen an 8io „ 108 „1118 , 1027 530 „ 702 „ 520 ,1003 , 7» , 1221 „UM „ 583 „ 72» „ 922 „9*2 „ 10*2 Wetzlar . . Gießen . . Wetzlar . . Gießen . . «Lollar. . «Marburg O «Stockheim S „ 439 Gelnhausen 5*0* 820 118 5» Hungen . . 6*5 Gelnhausen Wetzlar—Lollar. . . ab 52S Lollar . . . . „ 62* . . ... 230 „ . . . . „ 412 „ . . .. „ 510 ,, .. . . „ 630 . . 1022 „ . . Lollar—Wetzlar. . ab 4« Wetzlar . . • „ 806 „ .. . „ 1253 „ . . „ 352 „ . . . . . 5io „ .. . . „ 610 . . „8*9 , . «Heldenbergen «Vilbel . . S „ w „ «Wetzlar Giehen . «Wetzlar «Giehen Hungen—Mücke. ' Laubach. . . „ 7*o Fulda . . . „ 5*5 Mücke. . . „ 6L Fulda . Fulda—Giehen, «Lauterbach «Gedern . Lauterbach Frankfurt—Giehen ' "* Gießen . . Lauterbach—Stockheim «Oberseemen . . ab 6os Stockheim. . Friedberg—Nidda «Friedberg . . ab 818 Nidda . . . Frankfurt. . . «Friedberg . Frankfurt. . . D o 11» L..u... Vorzug,' verkehrt nur Samstags. «Hungen ab «Gelnhausen . . „ Nidda Gelnhausen.... „ Kirchhai« Burg- u. Nieder-Gemündeu Burg- und Nieder- «Mücke .... Fulda «Salzschlirf . . «Lauterbach . . «Fulda «Alsfeld . . . . «Lauterbach . . «Fulda Giehen an Nieder-Walgern . „ Gießen „ Friedberg.... «Vilbel «Gießen .... «Bad-Nauheim Giehen Bad-Nauheim. . N Giehen .... W ....... Friedberg . . . Gießen..... Q , «Vilbel Gießen *Giehen G ehen «V.Ibel Friedberg . . . Gießen S D D Mur Samstags. Stadt. Arbeitsamt Metzen West-Anlage 31, Teleph. 2054. ES können eingestellt werden: 55788 ». bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Holzbildhauer, 1 Bäcker und Konditor, 1 Schreiner, 1 Schneider, 1 Schäftemacher, 1 Metalltreiber, 1 Schlosser und Autogenschweißer für alle Metalle. Lehrlinge: 4 Maler und Anstreicher, 2 Schmiede, 1 Schreiner, 1 Polsterer u. Tapezierer, 1 Gartner, 1 Bäcker, 1 Glaser, 1 Wagner, 1 Schlosser, ein Kaufmann. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landw. Knechte und Arbeiter, 5 Schreiner, 20 Ziegelei« arbeiter, 2 Friseure, 2 Gärtner, 2 Metalldreher, 1 Steinhauer, 50 FeldbereinigungSarbetter, ein Schlosser, der mitogen schweihen kann, 2 Gürtler, 20 Steinbrucharbeii., 2 Hammerarbeiter,35 Maurer, 1 Sattler nnd Polsterer, 15 Zimmerloute^ 3 Stahl« »raoeure, 1 verh. Schmied für Hofgut, 2 Schneider, 1 Müller. Lehrlinge: 1 Weißbinder, 1 Schmied, 1 Schreiner, 1 Schriftsetzer, 1 Wagner. ES suchen Arbeit: Schriftsetzer und Buchdrucker, Armaturdreher, 1 Stellmacher, 1 Schweizer, Kauf« lerne, Schreiber und Reisende, 2 landw. Berwab ter, 1 Gärtner, Packer, HauSburschen und Ausläufer, Maschinenschlosser, Bauschlosser. 4 Mecha» ntter, 2Konditoren, I Jnstallat., 1 Handschuhmacher, 2 Glaser, 1 Schuhmacher. 4 Heizer, 4 Kranken» pfleger, 2 Schmiede, Weißbinder und Anstreicher, 1 Krahnführer, 1 Plattenleger, 1 Bademeister und Masseur, 2 Tapezierer und Polsterer, Backer u. Metzger, 3 Kellner, 6 Kraftfahrer, 4 Buchbinder, 3 Brauer, 1 Koch, 4 Musiker, 1 Silberschmied, ITechniker, 1 Bereiter, 1 Laborant, IBautechniker, 1 Zimmermann, 1 Bandagist. Lehrlinge: 5 Schuhmacher, 1 Schreiner, 2 Mechaniker, 1 Metzger, 2Kaufleute u. Schreiber, 2 Weih' btnder und Maler, 1 Schlosser aufs Land, ein Drechsler, 1 Zahntechniker, 1 Schriftsetzer, zwei Gärtner, 2 Schmiede, 1 Elektrotechniker, 2 Friseure. Weibliche Abteilung: ES können eingestellt werden: ». bei bieügen Arbeitgebern: 1 Weihzeimnäberin Mädchen für 1096über, Dienstmädchen, Weißzeug- näberin, Laufsrauen u. «mädchen f. einzelne Tage, tütijtioe Alleinmädchen, 1 eins. Stütze, 1 Flickerin, 1 Waschfrau, 1 Maschinenschreiberin sKrieger« roltroe), 1 Beretfertn, 1 Büglerin tWäscherell 2 Lehrmädchen. . b. bei auswärtigen Arbeitgeber«: 4 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, HauL« mädchen, Alleinmädchen, 1 Köchin, 1 Schweizerin, 1 Stütze. V» suche« Arbeit: 2 Lehrmädchen für Damen- schneideret, 1 Lehrmädchen f. Geschäft, 1 Stickerin. 1 Korrewondenrin. 1 Kontoristin. 1 Maschinen- schreibertn, 1 Verkäuferin. 1 jüngeres Mädchen zur Erlernung der Landwirtschaft für ein \ siröftere? Gut, 1 junges Mädchen zur Hilfe in der Mürbe aitfö Land, 1 Kindersrättletn, 1 Btbltocheks- 1 gehilfin. Körperuu-Tiervea Mi stärken Sie durch deu regelmäßigen rZebrauch ä« X>orx Dr.Oekkerd ELweiß-NcürrMg IHM Är$ttCcf> empfoblen. hatten tn Sckackttü» 3“ 5 unttlO 27tarfln •. StsQKtea. m aiwe, Batst ®sn M> m GärülMWtUWilWck e. G. «. u. H. Bilanz am 31. Dez. 1919. Aktiva. Suche zu kaufen: AmMes 3raltol6M alle tzabrgäuae, einzelne Bände nud voll- ftändige Reibe« zu betten Preisen. Angebote unter F. M. S. 538 an Rudolf Stoffe, Frankfurt am Main. 513ss 1. Kassevonat 13 618,03 Mk. 2. Wertpapiere 86 675,00 „ 3. Bankguthaben 57 052,75 „ 4. Güterkaufgelder 1947,74 „ 5. Aus geliehene Kapitaüen 199 590,72 „ 6. Rückstände 1646,54 „ 7. MobU«n 145,80 „ '3M 6-7.58« Pasffv«. l. Aufgenvm. Kapitalien 331024,46 Mk. 2. ©tommantrile 17 537,24 „ 3. Refervesotcks 6 771,88 „ 4. LilssreservefvndS 3 000,00 ,, 5. Nachlässe 200,00 „ 6. Deponierte Emla-e 54,80 7. Remgewinn 2089,20 ,. MrtsliederVettsnb Ende 1918 96 M 1919 ab 1919 MrtgNederSefkMd Ende 1919 "T Msir-Buseck, bat 18. Mai 1920. 5608 Ferd. Schwalb, Direktpr Theodor Krämer, Rechner. Lodwig Becker IV,, Kontrolleur. Garnierte Damen - Hüte W* jeder Oeaehmaekarlehtonf -ME in größter Auswahl bei billigsten Preisen. Hutformen ML 20.—, 30.—, 50.— o. höher. F. Mandler, Spez.-Putzgeschäft, Großer Steinweg 15. 0S7B9 Kein Iiaden.dnher weeen < 1. Frei eTorteile, behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lollar für Rj. 1920 liegt vom 20. Mai ab eine Woche lang zur Einsicht der Ontereflenten und zu Erhebungen von Einwendungen auf unserem Bureau «ährend den GeschSftsstunden offen. (Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beiguttagen haben. Lollar, am 19. Mat 1920. Bürgermeisterei Lollar. Schmidt. (5612 Am Samstag den 22. d. M. bleiben die Geschäftsräume der Reichsbankstelle geschlossen. Giehen, den 20. Mai 1920. mo,d Reichsbankftelle Müller. Schieferdecker. Bekanntmachung. Die Aus-ayltmg der vom Reich für bedürftige KrvegshinterbliLbene — Kriogerwittoen mit Kindern und Eltern Gefallener, soweit L>MteMick>e- nenbeKÜge gewährt werden — Mir .Verfügung gestellten Beihilfen für Monat März 1920 erfolgt am Freitag den 21. ds. Mts. in der Zeit von 8—12 Uhr trenn, und 2—5 Uhr nachm. und Samstag den 22. ds. Mts. in der Zeit von 8—12 Uhr Dorrn, bei der unterzeichneten Stelle. Atzerweg 9, Zimmer 4. 56058 Gjehen, den 18. Mai 1920. StLdt. Fürforgettelle der Krieysbefchädlgtttl und KriegShinterb siebenen. Bekanntmachung. Zmn baldigen Eintritt Sparkassengehilfe gesucht, der im neuzeitlichen Sparkassenbetrieb gut ausgebildet ist. Bewerbungen mit Lebens!ans, Zeugnisabschriften und GchaltÄanfprüchen erbeten. Schotten, 18. Mai 1920. 5586V Direktion der Bezirkssparkasfe Schotten. Bekanntmachung. Der Boranschlay der Gemeinde Lich fir 1920 liegt von Mittwoch den 26. d. Mts. eine Woche auf dem Bürgermetskeveibureau während den Dienst- stunden zur Einsicht von Jnteres.enten offen. Während dieser Zeit Kamen Einwendungen schriftlich ober zu Protokoll vor gebracht werden. ES wird eine Umlage erhoben, zu der auch int AuSmärker beantragen haben. Lich, den 20. Mai 1930 Hessische Bürgermeisterei Lich. __Fuhr.______ 5607b IracMn aller in mrt 44» Brflhl'Mtai Ualv.'Bmkml, R. Luga, «al« Sir- 6 Des $etr.: - Äirl juni Reich in der 3' mittag« W Oemcinkj l'adiien, M Berswd gc bürg. N bezirk Lde. häufen gfi hoi-Grai;. Wahlbezirk 3nm M Sleinberg । Tie v Aeilhs-B^ verlreler hl s e s, pnrie ßemcinben öfsmtlichl.,, Tie Gi meister zu somic die ’c bekannlgege Tie : werden brat Gemeinde i nannten W in melckn Gemeinden Miklich h Ten 2 (stempln! znkändigen. Verzügli berichten, d erfolgt ist. Für di forderliche Reichömh'l ZnstSndigkc Ter l stände wer beim Absä nach Vorst« folgt ist. Eies »««u Aa bk b KL- Kte >Äi > Mtl1' M I ufef# ■ der Wahl Wukerung> tiefer; . geordnek Albach; a. ( Allendors ^(enbjTi Mertskynje Men-Buseck ^nnerob: a Msbeim^ gta&in: «erscob: a. Meiihausx, Wern: a Mr; a. ”urt1'irbc.ie| ^chulsai 8 1 08 71 JOE ,110 , b-> . 8» » 9E «151 . 8* . fr , 28 . 40 , 58 . 6M «üfc . 61 , 71 , * ,1» ,121 . 4M . 41 . ?• 'S .121 ■Sis SS lÄiSt' iKs KZ-E Äö M M .eilt»1 Gietzen >h. 2054. 5572? 1 HolMbU; Mßeru-ü *?L -> gdjnHrto ld,eV 1 «arrnn ^fÄffrr, * >eril: 2 hjg *nfisSg sä>*' ■ .....08 SU ......SO ........ ........ ........ 'm. .....U7tt ......11* ......i* ......5« ach. ) .... an 7* ..... 9u ......M ......3« )■■.., 72 ......8" ..... 08 5f , ...... 6» > .....,69 ...... IM .....,3» ......7« B. I..... 08 7» ......S" .. „ 8» . , 2- ... 72 .....,92 i-Sirchhain. ..oa8» ■ " ' ,12* "... , S .....e .«evSide«. bW» ::: > „ 5" ,8 MmtsvertünNgungsblatt für die Provinzialdirektion Gberhesfen und für das Kreisamt Gießen. noch Bedarf: M-Nlag. Di.n-Iog, Donnerstag und Sttiwg, N»r durch di« Post ,u b.zieh.n z.g.n MK. 2.50 uiertestshrttch. 'Jlr- 67 SO. s)iaj [7j^5 Inhalts Ucbcrficht: Reichtagswahl. - Schuhdauer bei Patenten und Gebrauchsmustern - Tilenbaknunkäll- - des Friedens. Ertrages. - HoO,störest« für Bcrbronchs'.u^., - D.cnstna'ch^',^"- uÄu^^e,$H.g;n^Ä9n6een5Lms Bekanntmachung. Betr.: Tie Reick)stagswohl 1920. Wir bringen Tyiemiit jur öffentlichen Kemttnis, bah die Wollten zum rlieichstaq am Sonntag den 6. Juni 1920 in der Zeit von 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags stattfinden Zede Gemeind«' bildet einen Wahlbezirk, mit Ausnahme der Gemeinde veuch.'lheim, Lich (mit Albaff>er £>Dt, Köln lausen Mu kl- sachsen, Meilbach> und Wieseck, welch? je 2 Wahlbezirke mit den Anfangsbuchilaben A bis 5t und L bis Z bilden. Zum Wahlbezirk Bersrod gehört Winnerod. Zum Wahlbezirk Eberstadt gehört Arn-- burg. Zum Wahlbezirk Muschenloim gehört S)of^üa Zum Wahl bezirk Odenhausen gehört Llppenborn. Zum W-ahibezirl Nabens Hausen gehört Ringelshausen. Zum Wahlbezirk Rsdleim gehört HotGraß. Zum Wahlbezirk Rutlerslnusen gehört Kirchberg Zum Wahlbezirk Saasen gel)ören Bollnbach, Veitsberg und Wirbcrg Zinn Wahlbezirk Staufenberg geliört Friedel lausen. Wahenborn- Steinberg bilden einen Wahlbezirk. 1 Tie von uns gemäß 8 40 in Verbindung mit § 87 der Reichs Wahlordnung ernannten Wahlvorsteher und bereu Stell Vertreter für die Wahlen in den L a n d g c rn e i n d e n d e s Greises, sonne die Räume, in welchen die Mahlen in den einz-ln-n Gemeinden slaltfinden, werden in nachstcl-endem Verzeichnis veröffentlicht. Tie Einteilung der Stadt Gießen srnit Schiffenberg und Herrnwald' in Wahlbezirke, die Namen der von bcm Oberbürgermeister zu ernennenden Wahlvorstel)er und ihrer Stellvertreter, sowie die von ihm zu bestimmenden Wählräume iverden besonders bekanntgegeben. Tic Bürgermeistereien der Landgenieinden iverden beauftragt. Tag und Sttrnde der Wahl, sowie bezüglich ihrer Gemeinde die Abgrenzung der Wahlbezirke, die Namen der ernannten Wahlvorsteher und ihrer Stellvertreter, sowie die Räume, in welchen die Wahlen stattsinden, spätestens am 50. Mai in ihren Gemeinden ortsüblich, sotvie durch Plakatanschlag, der auch hand- schrifllich hergestellt werden, kann, öffentlich beianntzugebcn. Ten Wahlvorslel?ern ist zur Benutzung bei der Wahl ein Eremtzlar des Plakatanschlags rechtzeitig vor dem Wahltag aus- zuliändigen. Tie Bürgernteistercicn der Landgemeinden haben unverzüglich nach erfolgter ortsüblickjer Bekanntmachung uns zu berichten, daß und an welchem Tag die ortsübliche Bekanntgabe erfolgt ist. Für die Stadt Gießen wird die nach vorstehendem erforderliche ortsübliche Bekanntmachung Ziehe § 41 Absatz 1 der R ei chswa hl ordn ung) durch beit Oberbürgermeister innerhalb eigener Zuständigkeit erfolgen. Ter Oberbürgermeister zu Gießen sowie die Gemeindevor- skände werden schließlich hierauf nochmals hingewiesen, daß sie beim Abschluß der Wählerlisten zu bescheinigen haben, daß die nach vorstehendem vorgeschriebene ortsübliche Bekanntmachung erfolgt ist. Gießest, den 18. Mai 1920. Kreisamt Gießen. Dr. Using> er. Verzeichnis der Wahlvorsteher, ihrer Stellvertreter und der Wahlräume. Erläuterungen: Es bedeuten: a. = Wahlvorsteher; b. = Stellvertreter ; c. = Wahllokal; B. = Bürgermeister; Bei. -- Beigeordneter; Ge. — Gemeinderatsmitglied; Wbz. = Wahlbezirk. Albach: a. dlrnold, B ; b. Brück, Bei.: c. Alter Schulfaal. Allendork lL-a'hn): a. Volk, B.; b. Binz, Bei ; c. Alter Schulsaal( Allendorf fLda.l t a. Rein, B.; b. Weicker, Bei.: c. Rathaus. Allertshausen : a. Reinhardt, B.: b. Hillgärtner, Bei.; c. Ratl>ans. Alteit-Bnscck: a. Rau, B.; b. Becker, Bei.; c. Gemeindehaus. Annerod: a. Horn, B.; b. Häh i. Bei.: c. Alter Schulsatt. Bellerst^im: a. Müller, B.: b. Göbel, Bei : c. Rathaussaal. Bellershain: a. Kauß, Bei.: b. Becker, Ge.: c. Sckmlsaal. Bersrod. a. Becker, B.; b. Bötz. Bei.; c. Alter Schulsaal. Bettenhausen: a. Roth, B.; b. Leidner, Bei.: c. Gemeindehaus. Beuern: a. Waltl-er, B.; b. Arnold, Bei.; c. Schulsaal. Birklar: a. Müller, B.; b. Müller, Bei.: c. Alte Schule. Burkl'ardsfelden: a Schmidt, B.; b. Tamm, Bei.: c. Neuer Schussaal Climbach: a. Stein, B.: b. Leyerer, Bei.; c. Schulsaal Taubringen: a. Preis, B.; b. Jahres, Bei.: c. Alle Schule Tors-Gill: a. Schmidt, B.; b. Knöpper, Bei.; c. Rathaus Ebersiadt: a. Löbrich, B.; b. Müller, Bei.: c. Rattan« Ettmgslrausen: a. Keil, B.: b. Opper, Bei.; c. Rat bau- Garbentcich: a. Kiffel, B.; b. Mohr, Bei.: c. Rathaus Geilshausen: a Wagner, B.: b. Hilberg, Bei.; c. Neuer Schulsaat Gobelnrod: a. Weber B.: b. Wilhelm, Bei.; c. Schule. Grosf en-Buseck: a. Gans, B.; b. Harbach, Bei.; c. Schulsaal Großen-Linden: a. Lang, B.: b. Mebl, Bei.: c. Schulhaus Grün berg: a. Ranft, B.; b. Fuldat, Bei.; c. Ratluussaal. Grumngen: a. Bmgel, B.: b. Zsl-eim, Bei.; c. Rathaus. Harbach: a. Albert, Bei : b. Wenzel, Ge.; c. Sckmlsaal. Hattenrod: a. Neeb, B.; b. Stein, Bei.; c. Rathaus. Hausen: a. Happel, B.; b. Müller, Bei.; c. Ratlinus Heuchelheim: Wbz. I. a. »reiling. Bei.: b. Kreiling, B.; c Schule (Marktstr.) — Wbz. II. a. L. Schmidt, Ge.: b. Mandler, Ge c. Rathaus. Holzleim: a. Wetz, B.: b. Kuhl, Bei.; c. Rathaus. Hungen: a Fendt, B.; b. Verkett, Bei.; c. Rathaus scheiden: a. Reitz, B.: b. Tietz, Bei.: c. Rathaus Keßelbach: a. Weber, B.: b. Tietz, Bei ; c. Ratl-aus Kl em Linden: a. Jung, B.: b. Luh, Bei.: c. Kleinkinderschulsaal. Langd: a. Meyer, B.: b. Fritz, Bei.: c. Rathaus. Lang Göns: a. Rompf, Bei.: b. Mnr. Luh, (sK.; c. Kleinkinder- schulfaal. Langsdorf: a. Bender. B.; b. Schiel, Bei.: c. Schulsaal. Lauter: a. Aff., B.; b. Malfr, Bei.: c. Schulsaal gestern: a. Heß. B.: b. S.ckvp, Bei.; c. Ratlxaussaal. i-idj: Wbz I. a Fuhr, B.; b. Heiler, Bei.; c. Rathaus Zimmer 1. — Wbz. II. a. Roth, Rektor: b. Türmer, Lehrer; c. Rattans Zimmer 4. Lindenstruth: a. Fatum, B.; b. Schäfer, Bei : c. Bürgermeistereibureau. Lollar: a. Schmidt, B.: b. Gerlach, Bei.: c. Nathans. Londorf: a. Aumarm, B.: b. Hasselbach, Bei.: c. Rathaus. Lumda: a. Schultheiß. B.: b. Heßler, 'Sei.: c. Schulsaal. Mainzlar: a. Vogel, B.; b. Singet, Bei.: c. Schulsaat. Münster: a. Gontrum, B.: b. Walter, Bei.: c. Standesamt Muschenheim: a. Becker, B.; b. Roth, Sei.; c. Rathaussaal Ntetvr Bessingen: a. Klös, Bei.: b. Walther, Ge.; c. Gemeinde- Iwus. Nonnenrath: a. Hoppe, B.: b. Koch, Sei.: c. Rathuissaal. Obbornhofen: a. Plylippi, B.: b. Henzel, Sei.; c. Rathaus Ober-Bessingen: a. Tamer, B : b. Keil, Sei.; c. Rathaus. Ober Hörgern: a. Holler, B.: b. MatMus, Sei.: c. Rathaus. Oden hausen: a. Nachtigall, B.: b. Werner, Sei.: c. Bürgermeistereibureau. Oppenrod: a. Balser, B.; b. Kloos, Bei.: c. Schule. Queckborn: a. Albert, B.; b. Ass, Bei.: c. Schulsaal. Rabertshausen: a. Reichhardt, B.; b. Ludwig, Sei.; c. Schulhaus Remhardshain: a. Graulich, B : b. Gieß, Sei.: c. Schulliauä Reiskirchen: a. Launssxrch, B.; b. Stumpf, Bei.; c. Gemcindchaus. Rod'heim: a. Kröll, B.; b. Reichhardt, Bei.; c. Rathaus. Rödgen: a. Kraushaar, B.; b. Stein, Sei.; c Alter Schulsaal Nötl-qes: a. Koch, Ge.; b. Mehaer, Georg, Ge.: c. Schulsaal Rüddmgshausen: a. Theis, Bei.: b. Ewald, Ge.: c. Schule. Ruttersh'ausen: a. .Klinket, B.: b. Karber, Bei.: c. Neues SchutHaus Saasen: a. Schmitt, B.: b. Herber, Lehrer: c. Sckmlsaal. Stangenrod: ,a. Knauß, B.; b. Schultheiß, Sei.: c. Schulsaal. Staufenberg: a. Meyer, B.. b. Karber, Sei.; c. Rathaus. Steinbach: a. Krämer, B.: b. Nikolaus, Sei.: c. Rathaus. Steinheim: a. Kreiling, B.; b. Rudel, Sei.; c. Rathaus. Stockhausen: a. Jochim, B.; b. Carle, Sei.; c. Schulsaal. Trais-Horloff: a. Bvrnemann, B.: b. Hublitz, Sei.: c. Schulsaal. Treis a. d. Lda.: a. Benner, B.: b. Will, Bei.; c. Rathaus. Trohe: a. Rau, Bei.: b. Karl Rau, Ge.: c. Schulsaal. Utphe: a. Tietz, B.; b. Raab, Bei.; c. Rathaus. Sinnigen: a. Rühl, B.; b. Leidner, Ge.; c. Rathaussaal. Watzenborn-Steinberg: a. Schäffer, B.; b. Philipp, Bei.: e. Rathaus haus. Weickartshain: a. Knöß, B.; b. Hock, Sei.; c. Schul saal. Weitersl-ain: a. Reichert, B.; b. Röcker, Sei.; c. Neuer Schulsaal. Wieseck: Wbz. I. a. Schomber, B.; b. Becker, Ge.: c. Altes Schul- haus, Schulstr. — Wbz. II. a. Schäfer, Sei.; h. Aug. Seibert, G'.: c. Schulhaus, Gießener Straße. Zreitag, 2(. Mai 1920 Schulstrahe 7. rinnahme von Unjetgen für die lage^nummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Derbindtichheit. greis für 1 mm höhe für nzc,g«n p. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz« Vorschrift 20" 9 Aufschlag. Hauptfchristleiter: Aug. (Bocti Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Neinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Biehen. i. Tie Vertbandlungen finden tyaiivr ge* nen Türen statt. In der NackMitV.rgssitzuuA die Vertreter der am Streik bctcUvrierr ksckwsten ihre Stellung p.chi ierl. Nach .'Meldungen bat der Vertreter der Ci en- sich für die Fortsetzuw, des Streiks aus- hen. Vor Schluß der Sitzung bat der 'Raat eine Resolution angenommen, in der die aus Aula st des Streikes erfolgten Ser* zeit und Strafverfolgung n protestiert totrb, ♦ e Bewegung gegen die Teuerung in England. (m ft e r b a m , 20. Mai. (Wolff.) „Al- ii Handelsblad" meldet aus London: begann die Kampagne der Arbeiterpar- gen die hohen Preise. Das Partskomitee des Gewerkschaftskongresses ist! mengetreten, um über die Richtlinien bei ntersuchung, die Ursachen der Teuerung ie Mittel zu ihrer Bekämpfung zu 6c» agen. rilitärische Knebelung Irland». ondon, 20. Mai. (SBollf.) Reuter Jnr rus erklärte der Lordkanzler in Besprechung» age in Irland, cs sei die Politik der mrg, günckwiel ob ter Streit von kurzer oder Tauer sei, alle Kräfte und alle Hilfsmittel rds anzuwenden, um erstens dir gesetzliche ng in Frland wiederl^erzustellen und zweitens impaguc, die zu 0>misten der Abtrennung? wird, vollständig immoglid) zu machen. Der nzler sagte weiter, es seien bereits rnili- a)c Streitkräfte nach Irland entsandt t; der Transport von werteren Truppen sei bereitung. Die einzige Grenze für die Trup- l sei Umfang und Art der Krise. Wenn die joten militärifdxn Kräfte sich als unzurei für die Aufgaben erweisen sollten, so niertyc ezögert werden, an das britisckze Volk einen zu richten, diese (Streitfräfa zu vermehren, dies in einer kritischen Zeit des Klneges en sei. icktritt de» ägyptischen Ministerpräsidenten. msterdam, 20. NLai. (WW.) Reuter. Eine ng aus Kairo bestätigt den O^sundheits- ten erflckgten Rücktritt des Miuilietpräsi» Wahbo. Das neue 'Ministerium wrd üvstk Pascha gebildet. :gcn-Offeusive der Bolschewisten. ondon, 21. Mai. lWTB.) Das Reu- Bureau vernimmt, daß die B o lsch e- n im Verlause ihrer Operationen ge- c Polen auf einer Front von 40 bis lometer um 30 Meilen vorgerückt Unruhen in Persien'? ondon, 21. Mai. sWTB.) Reuter , daß in offiziellen Kreisen bis jetzt noch Bestätigung der von bolschewistischer kommenden Meldungen über Un- n in Täbris eingegangen ist. leiüer niaft me uxaaji, inviv meapaoeugung zu verhindern Nach dem nahe bevorstehenden Abzug der Kommisjipn aus Flensburg werden wir auch die ^sollgrenze nach Süden legen können. Ganz Deutschland wird nid)t ruhen, bis alle unzweifelhaft >eutschen Londesstümme nrieber mit uns vereinigt sind. (Beifalls Abg P-ohlemann (Tem.) begründet eine Znterpellation aller Fraktionen mit Ausnahme der Unabhängigen betreffend die Rechte der deutsch sprechenden Bevölkerung in den an Polen abgetretenen Gebieten. Tiefe Rechte würden andauernd aufs schwerste verletzt. Reichsminister Tr. Köster: Tie Reickis- regienmg ivird wie bisher in der polnischen ^adyc oss klare Recht des deutschen Volkes zu mabren suchen, insbesondere auch durch mündliche Verband-- Irnigcn mit der Entente, soweit sich die Möglichkeit bietet. Cs folgt die Interpellation des Llbg. Schultz- Bromberg (Dntl.) betreffend die Feier des 1. Mai Und die Erteilung von Urlaub an Arbeiter und Beamte in den Staatsbetrieben am 1. Mai. Reichsminister Schlicke erklärt, die Interpellation innerhalb der geschaftsordnungsmäßigen «fickst beantworten zu wollen. Abg. Schul tz-Brvmberg (Dntl.): Darrn hat die Regierung ein schlechtes Gewissen und will sich 3z. und U.S.) _ . , Präsident Fehrenback: Diese Aussührungen cknd geschäslsordrurngsmäLig nicht zulässig. Abg. Dr. Leppelmann (D.Vpt.> stimmt 6em Alxt. Schultz zu. Abg. Henk e-Leipzig (U.S.) begründet euren Q-eitem eingebrachten Antrag Geyer-Leipzig be- refienb sofortige Aushckung des Ausnahmezustandes in allen Teilen des Reiches. Abg. Loebe (Soz.) will mit einem großen Teil feiner Partei für den Antrag ftimmen. Reicbsmnnster Kock: Es ist.nicht angängig, ien Ausnahmezustand überall amzuheben, da die '■Sahl geifert nxrrivn mutz. Doch soll geprüft loerd >', i.i. weit chu Mckdermig möglnh ist. Parts, 21. Mat. x)te interparlamentarische Gruppe des Senats für die zerstörten Gebiete prüfte die zwischen der französischen, englischen und italienischen Regierung im Gang befindlichen Verhandlungen über die Ausführung des Frie- dcnsvertrages. Poincare, Loucheur, Ribot und Klotz sowie Marin stellten eine Reihe von Anträgen. Die Gruppe nahm schließlich einstimmig eine Tagesordnung an, nach der die von der britischen und französischen Negierung vorgeschlagene Entschädigungssumme durchgeführt werden soll und eine Herabsetzung derdeutschenSchuldsumme nur durch das Parlament in strikter Ausführung des Versailler Vertrages bewilligt werden kann. London, 19. Mai. (W»lff.) Oberhaus. Chamberlain erhärte, daß auf bet Konfe- renz in Hythe (eine endgültige Regelung bezüglich der Bezahlung der französischen Schuld getroffen worden sei. Es sei aber anerkannt werden, daß es wünschenswert sei, eine Lösung für das aus diesen und ähnlichen Schulden des einen an einen anderen Alliierten sich ergebende Problem zu finden. Gleichzeitig müsse der Gesamtbetrag der deutschen Wiedergutmachung und die Zahlungsmetlode festgesetzt werten Chamberlain fügte hinzti, es sei feine Rede davon, daß einer der Alliierten bezüglich der Beträge, die für die Wiedergutmachung zur Verfügung stehen wurden, das Vorzugsrecht erhalte. Milleraud schweigt sich aus. Paris, 20. Mai. Wolff.) Nach dem „Oeuvre" erklärte M i l l e r a n d gestern Pressevertretern, Or werde vielleicht nur dann in der Kammer Erklärungen über die Verhandlungen von H y t h e abgeben, wenn Sonar Sara im Unter» Hause darüber spreche. Tie Verhandlungen seien zu verwickelt gewesen, als daß es klug sei, von ihnen öffentlich zu reden. Von der Finanzkonferenz in Brüssel erwartet Milierand eine internationale Uebeccinhmft, wenn Amerika den europäischen Neftioucn Beistand leisten wolle. Paris die deutsch-franzölischen Wirtschaftsbesprechungen bcg.'mt.n Nack) einleitenden Worten des franzöck'rhen HawxlSMinisters 3>iac imd des deut ch-n Geschäf s-rägers Ministers Tr. Maver wurde kurz die allgemeine Wirf'chif s age bespnochen. Ein Meinungsaustausch über den Gegenstand der Beratungen und die Geschäftslage ergab völlige Uebcrernftirnntung. Sodann traten die sachverständigen zu Emzelbe- sprecknmgen zusammen Paris, 21. Mai. -DTB Hier tagen augenblicklich delegierte wirtschaftlicher Verbände aus Amerika, England, Franfieich, Italien und Belgien, um einen Kongreß des Welt Handels norzubereilen, der vvm 20. bis 26. Juni in Paris stattfinden soll. U. a. scheint die Absicht zu bestehen, eine internationale Handelskammer zu bestellen, deren Sitz abwechselnd in England, Frankreich und Amerika fein soll Zu dem Kongreß des Welthandels sollen noch ftätet die Neutralen sowie die Mittelmächte zugelassen werden. Ter Streik in Frankreich. Paris, 21. Mai. (WTB.) Havas. In den Kohlenbergwerken der Tcpartements Nord und Pas de Calais haben die Bergleute gestern die A r b e i t vollzählig wiederaufgenommen. Man hofft, daß die Arbeit auch in den anderen Kohlenrevieren in wenigen Tagen wieder ausgenommen wird. P a r is , 21. Mai. (WTB.) Wie der „Temps" mitteilt, bat Iouhanx Kenntnis davon gegeben, daß die gc^rbdxmhdy. 3nternaiwnale beim Minister Präsidenten Millerand gegen die Strafverfolgung gegen den fran-öfischen Geiverk- fdxtftvbunb Protest erbolx-u.far Paris, 20. Mar -uolif. Nach L>chlutz der ge e s für Wi' c aufbau wird die Frist zur Anmeldung von Rechten d c Vetäl'- guitgen an öffentlichen Unternehmungen oder Konzes io en aus Anlaß der Durchführung der Bestimmungen des Ar ik l 2 0 d s Friedcnsvertrags, die am 15. Mai abgelaufen g wesen wäre, bis 31. Mai 1920 verlängert werden. G i e ß e n, den 16. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. B.: W e l ck e r Bekanntmachung. B e t r.: Höchstpreise für Verbrauchszucker. Auf Grund der Verordnung über den Verkehr mit Zucker vom 31. März 1920 (Reichs-Gesetzbl. S. 391) und der Bekanntmachung vom 20. April 1920 zur Abänderung der Ausführungsbestimmungen zur Verordnung über den Verkehr mit Zucker vom 14. Oktober 1919 (Reichs-Gesetzbl. S. 562> wird in Abänderung der Bekanntmachung vorn 22 April 1920 (Amtsverkündigungsblatt Nr. 54 vom 26. April 1920) folgende Höchstpreisveroronung für den Landkreis Gießen erlassen. Ter Höchstpreis beim Verkauf an den Verbraucher beträgt: -L. | 11 1 yv Ul U l V II v 41 H «L V uv v 1 4 v (J V 4, a) Konsumzucker das Pfänd 2 00 Mk. b) Raffinierter Zucker das Pfund 2,02 Mk. 2. für Hutzucker a) ausgewogen ohne Papier .... das Pfund 2 02 Mk. b) im ganzen Hut mit Papier . . . dis Pfand 2 09 Mk. 3. Würfelzucker das Pfund 2 10 M. 4. Kandis das P und 2 50 Mk Tie obengenannten Kleinverkaufspreise (Ladenpreise) gelten bis einschl. September 1920, jedoch nur unter der Voraussetzung, daß nicht seitens der Reichsregierung neue Bestimmungen erfolgen, die eine Preisänderung bedingen. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Höchstpreise werden nach Artikel II der Bekanntmachung über die Aenderung des Gesetzes betreffend Höchstpreise vom 23. März 1916 R ichs-Geseich! S. 18-' mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu zehn tausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. Außerde kann auf die Nebenstrafe jener Bekanntmachung erfmut roe.b Ten Bürgermeister er en der 2 a it b g p m ; n des Kreises wirb empfohlen, vorstehenbe Belo fort ortsüblich bekanntzumachen und allen Kl.i i ivd . i s mitzuteilen. Tie Händler 'haben die Höchstpreis sch rieben e Preisverzeichnis einzutragen. Zuwidcrb «bürgen '.ick zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 15. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr (siegelt. Dienstnachrichten des Kreisamtes. Unter dem Viehbestände der Witwe Peter in ©d)rt)'ar&(':i:= born, Kreis Marburg, ist die Maul-und Klonensei'ch' ausgebrocku-n Bekanntmachung. Anhaltendes Musizieren, insbesondere Klavi erspielen, Singen, Spielen lassen von mechanischen Musi'kapparaten (Grammophonen und bergt.) im Freien oder bei offenen Fenstern bildet meist eine erhebliche Belästigung der Nachbarschaft und erfüllt häufig den Tatbestand des £ 360 Ziffer 11 des Reichsstrafgesetzbuchs (ungebührliche Erregung ruhe stör enden Lärms oder Verübung groben Unfugs). Tie Polizeibeamten sind angewiesen, gegebenenfalls einzuschreiten. Gießen, den 8. Mai 1920. Polizeiamt Gießen. Laute schlage r. Druck der Brühl'schen Universitäts-Buch, unb Steindruckerei R. Lauge, Gießen. Ürkraft . empfbftlm. habrn ta 6dwtf«»fa 3 u 5 unb 10 TJtajf tn M»*» tü«.ernte embSt» Har-llMschchtttiMtlMsrik e. G. «. u. H. Bilanz am 31* Dez. 1919. rattv«. 1. Kassevorrat 13 619,03 Ml. 2. Wertpapiere 86 675,00 „ 3. Bankguthaben 57 052,75 „ 4. Güterkaufgelder 1947,74 ,, 5. Ausaeliel^nr Kapitaüen 199 590,72 „ 6. Rückstände 1646,54 „ 7. Mobilien 145,80 „ 360677 58 M."' Pafstv«. t. Aufgmvm. KapitaliM 331024,46 Mk. 2. Stammantcile 17 537 24 ,. 3. Reservefonds 6 771,88 4. HilssreservefondS 3 000,00 ,, 5. Nachlässe 200,00 „ 6. Deponierte Einlage 54,80 ,. 7. Remgcwmn 2089,20 ^60 677ch8'M MrtgliedeEsnd Ende 1918 95 » 1919 - a6 1919 Mrtgl«derLestant> Ende 1919 Men-Buseck, den 18. Mai 1920 5608 Jerd. Schwalb, Direktor. Theodor Krämer, Rechn«:. Lodwig Becker IV,. Kontrolleur. 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