Mr. len. 1920 en. M. 246 Der fltUcner Anz-i-e, erscheint täglich, außer Senn, und Fk'ertags. Br)ng$preife: Monatlich Äark 3.60 unö yth.-.65lräger(o^n, oierteljährlichMalk 10 80 undMK.I.S5Trägerloh»; durch die Post viertel, jährlich Mark 12.- ausschliestlich Besteilgeld. Fernsprech-Anschlüst«: für die Schrift leitung 112; Verlag,s zum 280000 Mk. stellen rmist Wenn Müssen, must das Sparen von oben :en hingegen fuife 1920, vrm., "l°de, daß die NiL. en. Md. Tie Z. Men eliljureichen. Mcle fmbet ftatt am 0, t-orm. 10i-4 Ubr haben. Es bandelt sich doch darum, ob es not- Deulschlond uieilimg "b» d« k*. dvistch-polnische Auseinandersetzungen. > Warschau, 18. Ott. (WB) Ti' Panische ^essr.rvdc-n-Agreittnr meldet amtlich: Tre £>auit- der pKnisckten 2lußenroli!ik bi'bct das -^streben, alle Schvierigstnten mit den Nachbarn friedlichem Dege beizulegen. TtcTc-5 Bestrebt findet im Rigaer Borfricden, in den Ab- Evchungcn mit der Tsckreclw-Llowakei sowie in d?n in Paris stctttsrn'eendeit bcut'dyto> Sfcrfxrnblungen ihren Ausdruck. Tie vol- .Recnerung stellt mit grobem Bedauern ien, drc Bedrückung und L-chikanen, der A°1 niscke Bevölkerung in den p r e 11 - _-n Äbstimmungsg-ebicten. am uud in Westfalen ausgesetzt ist, eine Zuspitzung der Neut'alitätsrerhaltntsse jemals v.vußifd-en Teilgebieten I evvomift. ■ « deutschen Behörden entfernen aus Ostpreußen Der $aD Hermes. Em 23erfiner Mitarbeiter schreibt irns: Es ist zwar kein Panama der deutschen Republik, aber immerhin eine unangenehme beschichte, nämlich das Verfahren, das zunächst einmal wahrsch-inlich vom Reichstag gegen denRcichs- ernährungsminister Tr. Heffnes eingeleitet wird. Aus dem Gemunkel. aus den versteckten Angriffen schilt sich allmählich eine ganze Rciln offener 9efdnifvtiPinge:i h?rmis. Offenbar in Berbmdung mit den Entlwllungen des vveustisckie't Minister- Trmidcnten und Vanbrtrirlfd aftämi iftcrc' Otto tzwun aui dem sozialdemokiatisck^n Parteitage tn Kassel erhebt der ..Vorwärts^ gegen Tr. Hermes, ter beFaitnitid; der Zen 1 r um s pa r ter ange- Brt, die Anklage, er habe dem im Reichsernäh- ;ungsaml bfd.-ä "tigten Geheim rat Bose, durch hefien unbegr^iflisten Widerstand die Lieferung der rmerikanifchen Milchkühe so lange hintertrieben narben sei, zum Ministerialdirektor befördert. Md eine ähnliche Belohnung des Lasters mb Bestrafung der Tugmd wie im lfalle deS Ministerialrats Augustin. Gegen den lteh. Regierungsrat Dr. Erich Augustin schwebt en »«rmtentunts. wie es vor dem Kriege unser Stolz 'Md höchstes moralisches Besitztum war. zahlreiche, dort seit langem ansässige Polen trotz d'r Intervention und der Proteste des polnischen Konsuls in Wnigsbcrg Ein solches Verfahren der deutschen Behöcdon wrderfpricht nicht nur den international-rt Gebräuchen, fonfcern steht aud» in beut» lick-em Gegensatz zu Artigel 277 des Verwilter Vertrages. Ter palnische Konsul in Königsberg gab dem Oberpräsidenten Siehr die Erklärung ab, daß im Falle weilever unbegründeter Aus- nxifung von Polen eine ebeitsolche Anzahl preußischer Staatsbürger, die in den eliemals preußischen Teilgebieten wohnen, au&getvte e 1 werden. Tas Ministerium für das ehemals preußische -Teilgebiet fertigte schon eine entspre.liende Liste ans. Tie polnifckre Regierung wird gezwungen fein, nd> dieses radikalen Mittels zu btbtenen, wenn die Berliner Iiegierung nicht eine energische Reor- fton ihrer gegen die in Teutsch)land wohlsenden Polen angewandten preußischen Vermal tungs» methode vornimmt. Deutscherseits ist zu diestr polnischen Verössentlichuug folgendes zu bemerken: Es ist durchaus unzutreffend, daß die polnische Bevölkerung in den Abstimmungsgebieten, am Niederrhein und in Westfalen der Bedrückung ausyesetzt wäre. Tie Deutschen polnischen Stammes finden bei den deutschen Behörden regelmäßig ihr Recht. Wenn gelegentlich zwischen deutschen und polnischen Staatsangehörigen bedauerliche Unartigfeiten vor» gekommen sind, so geschieht Aehnliches in mindestens dem gleichen Maße jenseits der polnischen Grenze, und die deutsche Regierung bedanert ihrerseits die eine wie die andere Art von Unbill, die durch die gespannte politische Lage erklärt, aber nicht entschuldigt werden kann. Eine Rückfrage beim Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen ergab, daß 'Ausländer polnischer Staatsangehörig- feit in seinem Verwaltungsbereich niemals anders behandelt worden sind, rote andere Ausländer. In den Fällen, in denen der polnische Konsul in Königsberg sich beschroerdeführend über Ausweisungsbefehle gegen polnische Staatsangehörige an den Oberpräiidenten wandte, wurde ihm stets be- reitwilligst Auskunft gegeben. Amtliche Beschwerden brachte der Konsul dem Oberpräiidenten daraufhin weiter nicht vor. Mit diefen Feststellungen dürsten die von der polnischen Regierung in ihrem Kommunique gezogenen Schlußfolgerungen bezüglich der Behandlung deutscher Reichsangehöriger in Polen entfallen. Da von einer Ausweisung oder amtlichen Maßnahmen gegen deutsche Staatsangehörige polnischen Stammes nirgendwo die Rede gewesen ist, kann wohl auch die polnische Regierung schwerlich eine Ausnahmebehandlung polnischer Staatsangehörigen deutschen Stammes in Polen ins Auge gefaßt haben. Die £age im Osten. Eine Rede Lenins. London, 18. Okt. (Hew-as.) Ern Fnnk- spruch aus Moskau meldet, dctß Lenin auf der Konferenz der Präsidenten der Sowjets, die am 15. Oktober in Moskau eröffnet wurde, eine wichtige Rede über die allgemeine Politik Rußlands gehalten hat. Er führte aus, daß angesichts der militärischen Lage der Roten Ämnee der Friede mit Polen weniger vorteilhaft für Rußland sei, als wenn er vor dem Vormarsch auf Warschau abgeschlossen worden wäre. Unsere ^>ache, sagte Lenin, bleibt fest und unumstößlich. Die, wirtschaftlichen Bedingungen der ganzen Welt schwächen unsere Feinde, indem sie uns von Tag zu Tag erstarken lassend Als sich die Rote Armee der polnischen Grenze näherte, schlug uns Lord Curzon im Namen des Völkerbundes vor, dem Krieg ein Ende zu machen. Wir haben ihm geantwortet, daß wir uns um den Völkerbund nicht kümmern. Zum Schluß sprach Lenin in längeren Ausführungen über die wirtschaftliche Wiederaufrichtung Rußlands, die er durch verschiedene statistische Darstellungen bestätigte. Der russische Heeresbericht Moskau. 18. Okt. (Wolff.) Durch Funkspruch. Opera'.ionsbericht der russischen Sowjetrepublik vom 15. Cf ober: Im Ab ck nilt Molederschw) bat der Feind tie Orte Sossenka und Bolgiuoa' besetzt. Im Mfchni t Minsk fanden hartnäckige Kämpfe an den Flüssen Nia scha und Ra- tomfa, 20 Werst westlich und 35 Werst süo'wesrlich von Minsk statt. Unsere Truppen fd,lugen die fcind- lid;en Angriffe zurück und ging?nje!b.l zu Gegenstößen über. Im Abschnitt von Sluzk dauern die hartnächgen Kämpfe rod!« an. In der Richtung von Luninez wurden bi? feindlichen Angriffe östlich von Turow zurückgeschlagen. In der Richtui'.g drowograd-Wolhynsk setzen unsere Truppen ihren Vormarsch fort. Im Abschnitt von Staro-Kon- ftaniinoro 'ind Kämpfe bei dem Orte in bar im Gange. Zwi'chen der Eisenbahnlinie nach Prvftu- row unb dem Tnjestr bringt der Feind mit überwiegenden Kräften vor Im 2lb- schnitt von Rite»pol hat unsere Kcwallerie nach barmäefigen Kämpfen den Feind bei dem Flusse Tu'uluk geworfen. Der Feind mußte sich in Unordnung zurücktziehen und geht auf das linke Dnjexr Ufer zurück. Wft erbeuteten Gechütze, Lo- lvmotiven, Maschinengewehre unb andere 23affen. Errichtung einer russischen Flotte? Moskau, 18. Okt. (WTB.) Durch Funkfpruch. Die Zeitungen veröffentlichen eine Verfügung des „allrussischen Zentralvollzugskomitees" mit der Bestätigung des sibirischen Revolutionskomitees: Es wird eine gemeinsame Handels-, H 0 chsee - und Kriegsflotte errichtet. Die rote Fahne mit den goldenen Buchstaben R. S. F. S. R.' lrussifche sozialistische föderative Sowjet-Re^-, publik) und einem Löwen im oberen Felde wll beibehalten werden. Für die Handelsflotte toiro die rote Fahne mit großen weißen Buchstaben, R. S. F. S. R., in der Mitte, ein- geführt. Für die Hochseeflotte gilt die rote Fahne mit Anker und rotem Stern in der Mitte des Ankers und den weißen Bustaben R. S. F. S. R. im oberen Teil des Ankers. Die Wahlen in Oesterreich. Die Christlich-Sozialen gewinnen bisher 11 Mandate, unb zwar 6 von den Soziab- bemofraten, 3 von beit Großbeutschen, eines von den Tschecho-Slowaken, eines von ben Jüdisch-Rationalen. Ueberbies geben die Großbeutschen ein Manbat an die von ihnen abgesplitterte neue Bauernpartei ab. Die Kommunisten vereinigten in Wien insgesamt 14 138 Stimmen auf sich; sie erhielten ein Mandat. Wien, 18. Okt. (Wolff.) Rach neueren Feststellungen beläuft sich die Zahl der ge- wähltenAbgeordnetenaus51 Sozialdemokraten, 62 Christlich-Soziale und 12 Großdeutsche. 23ien, 19. Okt. (WTV) Von insgesamt 15 1 zu besetzenden Mandaten für die Nationalversammlung sind nach den vorlieg-noen offiziellen 23erixf/en bisher gewählt 57 Svzial- berooTvaten, 71 Ehristlickt-S^iÄe, 12 Groscheutfche, 2 Baueruparieiler inü) 1 tü1 gerliche Arbei sPartei. Es fehlt noch Las Ergebnis aus dem Wahlkreise Krems (8 Niandate). Zu die en 151 Mandaten kommen noch neun Mandate aus Kärnten, die bis zur TurckFührung der dortigen Wahlen von den bisherigen Mgcv'chne.en (4 Sozialdemokraten, drei Christlick^Sozcalen und 2 Gto^, eutschen) vtrtrcten bleiben, außerdem die nod) auf Gnmd der Resd- stimmen zu verteilenden 18 Mandat e. Rach den bisher se'.-gestekl-en Evgelmi'sen ver.ieren die Sv- zialdemv teaten und die Gwß cutschen je sechs Sitze, davon die Gvoßdeuischen zrv-ei Sitze an die von ihnen abgespli terte Bauernpartei. Die Jüdisch- NaL4onalen und die Tschechen verlieren je einen Sitz. Die Christlich Sozicklen gewinnen titrff Mandate 23on den gtwähl en Sozialdem-Kraien sind hervorzuheben Saatskanzler Dr. Renner, Staats- lefreär Hannu ich und Friedrich Adler, von den Christlich-Svzialm Staatssekretär Mayr, Präsident Hauser und Fink, wn den Gvoßdeutschm Präsent Dingliofer. Wien, 18. Okt. (WTB.) Im 25. Wahlkreis (Nvrdtirol), wo aus ein»einen Orten die Wahlergebnisse nod) auseeden, dürf e der Besitzstand der Parteien unverändert bleiben. Dern- nach btitf:en 2 So^iaLemvkraten. 5 Cl:ri'ckich-Sv- aiale und 1 ©wf^euifd/cr gesvählt fein. — In Wien erhielten rach endgül äger Zählung die So- sialbemoTrttfat 43 ! 369 Stimmen gc ien 513145 int Vorjahr, die Chri'ckick>-So)ialen 2 9 966 g-gm 210 548 und die Großdeutschen 78149 gegen 63 983 Stimmen. Aus Kärnten. Belgrad, 19. Okt. (WTB.) Havas. Tie jugoslawische Regierung gab den Truppen, die in die Plebiszitzone von Kärnten eingedrunaen sind, die Weisung, sich unter den Befehl der Plebiszitkommission zu stellen. * Sozialistische Kundgebungen in Prag. Prag, 19. Okt. (WTB.) Das tschechv- slowakische Preßbureau meldet: Gestern nachmittag hielten die beiden Flügel der tschechi- sichen sozialdemokratischen Partei zwei getrennte Volksversammlungen ab, in denen gegen die Teuerung des Zuckers Stellung genommen wurde Die Teilnehmer der rechtssozialistischen 2Zersammlung gingen ruhig auseinander. Rach der Versammlung der Linken kam es jedoch zu Demonstrationen, wobei einige Kaffeehausscheiben zertrümmert wurden. Tie Polizei wurde mit Steinen beworben und 5 Polizisten dadurch verwundet. 9 Demonstranten wurden verhaftet. Gegen 8 Uhr abends war die Ruhe wieder hergestellt. Von der Waffe wurde kein Gebrauch gemacht. Der vergarbrlterstreil in England. London, 19. Okt. (WTB.) Havas. Der Bergarbeiterstreik lähmt Handel und Industrie fast vvllstärrdig. In den großen Industriezentren sind tausende von Arbeitern ohne Arbeit. Man hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, doch noch eine friedliche Lösung des Konflikts finden zu können. Horsea, 18. Okt. (253X23? Funkspruch. Es sind mächtige Einflüsse am Werk, um eine baldige Regelung i m Bergarbeiter streik herbei zu führe«. Thomas, Elynes und andere hervorragende Arbeiter'ührer wenden alle ihre Energie an, um eine Lösung zu finden. Ter parla- mentari&je GcwerkschaftSausfchuß soll eine sofortige Aktion planen. Heute roirb eine Konferenz mit dem Vo!l;ugsaussckwß der Arb.ltecpartei al" gehalten, d.'sgleichen ein? Sitzung des parlamentarischen Ausschuifes der Arbeiterpartei. Morgen findet im Unterhouse eine ausführliche Besprechung flott, an der, itne man ciloartet, mul) Llond George teilnehmeri wird „Dailu Ehrouicle" schreibt, die allgemeine Ansicht geb? dahin, daß die Eisenbahner und Tran^Portarbeiter nicht in einen Sympathiestreik mit den Bergarbeitern treten werden. In ben Bergwerksgebieten herrscht vollkommene Ruhe. Pariser Witterung wichtiger Ereignisse in Mitteleuropa. Paris, 18. Oft. (Wolfs.) HavaS. Der Berichterstatter des „Figaro", der sich gegenwärtig in Budapest aus'hält, hatte eine Unterredung mit dem Erzherzog Joseph. Aus dieser Unterredung hat der Berichterstatter ben Eindruck ge Wonnen, baß ber Erzherzog den ungarischen Thron gern annehm"n würde, wenn er ihm von der Mehrheit des Volkes an geboten würde; aber unter der Bedingung, daß die Entente, besonders England unb Frankreich, nichts bagegen einzu- roenden hatten. Weiter sch—ibt ber 23ericbtcrft»tter, daß der Erzherzog Joseph in enger Verbindung mit dem bayerischen Hof stehe, wo ebenfalls die Wieberausrichtting ber Monarchie möglich, wenn auch nicht bevorstehend sei. Die Möglichkeit wichtiger Ereignisse in Mitteleuropa stehe in kürzerer oder längerer Zeit bevor. Die HilsStätigkeit deS schwedischen Roten KrenzcS. Stockholm, 18. Okt. ^2Dolff.) Jv der diesjährigen ersten HerbUiyung des Vorstandes des schwedischen Roten Kreuzes erstattete der Vorfitzende Prinz Karl von Schiw den,Bericht über die Tätigk.nt der Organisation. 23aö die HLfstätig- fleit des schwedischen Roten Kreuzes in Wien betrifft, bat die Speisung in ben Kinderküchen und die Leb.nsmittelvetteilung vom August ab etwas eingeschränkt werden wüsten. Man hofft jedoch, diese Tätigkeit während des fommenb-zn Winters aufrechterhalten zu können. Der schwedische Gesandte in Berlin hat einen Vorsck^log für die Anwendung derjenigen Mfttel ein riefanbt, die zur Linderung ber Rot in Deutschland vorgesehen^ sind. Dieser Vorschlag wurde von dem Prinzen Karl genehmigt. Zunächst soll SchlvßSonnero- heirn in Thüringen gekauft werden, um als Kinderheim eingerichtet zu werden. Die. Kaufsumme beträgt 500 000 Mark. Für Reparaturen sind etwa 100 000 Mark erforderlich. Tas Schloß eignet sich sehr gut als Pflegeanstalt für skcophu'öse und tuberkulös? Kinder. 30 000 schwedische Kronen sollm als Zuschüsse an eine gewisse deutsche Wohlsahrtseinrichtinig zum Einkauf von Lebensmitteln und llnterstützung von notleidenden Kriegerfamilien und Kriegerwitwen verwendet werden. Aus Ocm Reiche. Reichstag und Reichskanzler. Berlin, 18. Okt. (WTB.) Laut „58. A. a. M." lud ber Reichskanzler die Führer der parlamentarischen Parteien, ausgenommen diejenigen der unabhängigen Sozialisten, für heute mittag zu einer Besprechung ein, um das Programm der Reichstagstagung mit ihnen durchzusprechen. Die Neuordnung der Wirtschaftsverfassung. Berlin, 18. Okt. (WTB.) Der Verfassungsausschuß des vorläufigen Reichswirtschaftsrats wird sich in den demnächstigen 2-eratungen mit ber Frage der Neuordnung der Wirtschaftsverfassung befassen, die nach Art. 165 der Reichsverfassung in Aussicht genommen worden ist. In diesen 23er Hand tun gen werben auch die grundsätzlichen Richtlinieir für die künftige Gestaltung der amtlichen Berufsvertretungen (Industrie- und Handelskammern, Landwirt- schastskammern, Handwerkskammern) gesun- ben werden müssen. Nach ihrem Abschluß beabsichtigt die Reichsregierung, den Entwurf zu dem Michsrahmengesetz über die landwirtschaftliche Berufsvertretung den gesetzgebenben Körperschaften des Reiches vorzulegen. Das Reichsrahmengesetz wird eine Landwirtschastskammer schaffen und Richtlinien für den Aufbau der landwirtschaftlichen fberufsvertretungen in den einzelnen Ländern aufstellen. Das Ueberschichtabkonnnen. Berlin, 18. Okt. WB. »am Reichs- arbeitemtnifiertum roitb mitgeleilt: Instege des Ue ber schichtenab kommens erhalten bte Ueberschichten verährenden Bergleute ber_ Ruhc- reviers verbilligte Textil - und Schuhwaren. Tas Reichs2rbeit7mi. i e.rmn tn Verbindung mit brm Reickswir "n tsroinifteiuun bat in ben letzten WxlLn für insgesamt 83,13 Mil- fionen Mark Schuhwaren unb Xerti'nwoen in Auftrag gegeben, davon für 17,63 Millionen JJlazt Textilwaren an die sächsiscle jnbuitn», b.ebamtt den größten Anteil erhielt. Bei ber ^ten Entwicklung des Ueben'chickTtenwciens, welche von dem wirischartlick^n VerstLidnis der ckterteeute -eugt, bilden diese Bestellungen nur den Anfang emer größeren W?n, die zugleich eine wirksame Ihtiöi- stützung bcr itorfeibertbeu Textil- unb Schuhwaren - tnbute bedeutet. Es sind Verhandl^imgen rm Gang-?, um dieser Attiion dadurch rwch einen .oev- teren Rahmen iu geben, baü Mittel der produktiven Erwerbslose::fürjbrgf zu ihrer Unterstützung her- ange$ieigen ivercen. Dir Auscinandersetzung in der 11. S. P. Berlin, 18. Okt. (WTB.) Der „Bor- wärts" meldet qus Halle: Die Links-Uu- abhängigen und Kommunisten besetzten morgens das Hallesche Parteisekretariat und verwehrten einem der Sekretäre, der auf der Seite der Rechten steht, den Zu»- tritt zum Bureau. Ebenso durften die beiden bisherigen politischen Redakteure des „Volks- blattes" nicht mehr die Redaktion betreten, weil sie Gegner der Moskauer Bedingungen sind. Berlin, 19. Okt. Wie die Blätter melden, hat fick.auch die Reichstagsfraktion der Unabhängigen igesp alten. Bei der gestern angesetzten Fraktionssitzung waren nur die Mitglieder des rechten Flügels in Stärke von 59 Abgeordneten anwesend. Die Linke hat sich, 22 Abgeordnete stark, als unabhängige sozialdemokratische Fraktion, „Sektion Eichhorn", konstituiert. — Mehreren Blättern zufolge haben die beiden Sowjetvertreter, Sinowjew und Losowski, um Aufenthaltsverlängerung ev- sucht. Ihr Rcchtsbeistand, .merkwürdigerweise ihr politischer Gegner, der rechtsunabhängige Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld, hatte gestern nachmittag mit dem Minister des Innern, Severing, und dem Berliner Polizeipräsidenten Richter bereits verhandelt, hat aber eine Aufenthaltsverlängerung bis jetzt nicht erzielen können. Die unabhängige Fraktion des Reichstags hat einen schleunigen Antrag eingebracht, in dem sie gegen die Ausweisung Sinowjews und Losowskis protestiert und um die soforttge Aufhebung der Ausweisungsvev- fügung ersucht. Ein Heimftättentag. Berlin, 18. Okt. (Wolff.) Das Heimstättcn- arnt der deutschen Beamtenschaft eröffnete heule Vormittag im Gebäude der landwirtschaftlichen. Hochschule unter Leitung von Johannes Lubahn den ersten Heimstättentag und Heimstätten- kurfus, an dem etwa 500 Vertreter der gesamten gewerkichaftlich organisierten deutschen Beamtenschaft mit rund IV2 Millionen Mitgliedern teil- nah men. Der Vorsitzende des Aufrichtsrats und Direktor des Deutschen Beamtenbundes. R e m m e r s, hielt die erste Ansprache. Er bewillkommnete den Vertreter der Reichsregierung Reichsminister Koch, die Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, der Stadt Berlin, die Arbeiter-, Angestellten- und Beamtengewerkschaften asler Grade und Richtungen, besonders den Führer der deutschen Bodenreformer, Adolf Damaschke, und schloß, feine Ausführungen mit den Worten: Wv der Mensch _rine Heimstätte hat, da ist auch der Nationalgedanke am besten aufgehoben. Reichs Minister Koch sprach im Namen der Reichsregierung und erinnerte an das bekannte Wort: „Unter seinem Stande sich kleiden, nach seinem Stande sich nähren und über seinem Stande wohnen". Ferner sprach Geh. Regierungsrat und Abteilungsleiter im Reichsarbeitsministerrum Dr. Glaß, Geh. Regierungsrat Dr. Pauly vom Reichs- wvhlfahrtsministeriurn, Dr. Höfte namens des dem Deutschen Gewerkschaftsbmrd angeschlossenen Zentral verbau des der Staatsarbeiter und Angestellten, Beckmann für den Aktionsausschuß der Arbeiter, Angestellten und Beamtengewerkschaften. Zum Schluß T)telt Adolf Damaschke die erste Vorlesung im Heimstättenkursius über bas: Thema „Grundsätzliches und Geschichtliches", die mit allseitigem lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Darauf wurde die Sitzung auf den Nachmittag vertagt. Aus Hessen« Finanzberatung der hessische» Städte. rm. D a r m st a d t, 19. Okt. Ueber die Finanznot der hessischen Städte wurde gestern in Darmstadt in einer Versammlung der Stadtverwaltungen und Fraktionsvertreter der fünf Städte Darmstadt, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters Dr. Glas- sing beraten. Bon der Regierung war Finanz- minister Henrich sowie einige weitere Ver- treter des Ministeriums anwesend. Zunächst wurde die grundsätzliche Frage der Erhöhung der Einnahmen bei größtmöglicher Ersparnis in den Ausgaben besprochen. Ausschlaggebend ist hierbei die Bestimmung des neuen Finanzgesetzes, nach der die notleidenden Städte aus dem zu schaffenden Steuerausgleichsstock nur Zuschüsse erhalten werden, wenn sie alle vom Reich unbenützten Steuerquellen voll und ganz ausgebeutet haben. Allgemein wurde die Erhöhung der Grund-und Gewerbe- st e u e r für notwendig erachtet, deren Ausbau den einzelnen Stäotest überlassen bleiben fall. Damk wurde eine Wohnungssteuer besprochen, die eine Besteuerung der Ztmm erzähl, die die Kopfzahl der Familie übersteigt, vorsieht. Vermietete Räume sollen steuerfrei bleiben. Eingehende Verhandlungen veranlaßte die Frage der Erhöhung der Löhne der st äd tischen Arbeiter, die nach dem Spruch der Schiedsgerichte anerkannt wurden, aber mit dem neuen Gesetz in Widerspruch stehen, da sie über die vom Staat gezahlten Löhne hinausgc-hen. Tie Regelung 'c i.-fer wichtigen Frage soll durch eine Entscheidung des Ge- samtministeriums herbeigefülirt werden. Im übrigen wurden Beschlüsse nicht gefaßt. Deutsche Volkspartei in Oberhessen. In G i c ß e n fand, wie man uns schreibt, unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Kraus müllcr eine aus allen Kreisen der Provinz Oberhessen stark besuchte Vertreterversammlung der Deutschen Vollspartei statt.-Ter Vorsitzende teilte mit, daß Landgerichtsrat Schudt bn Vor ftp uu Pro zialvcrband niebergetegt hat. Er roürcxgtc De । großen Verdienste: auch weiterhin mc?. !f bewährten Kräfte in den Dienst bei ■ m >ck Vollspartei stelle;', lieber Organiiationv Finanzfragen entspann sich eine lebhafte spräche, die durch einen Ueberblick, den Land- yericytsrat <5d)ubt erteilte, eröffnet wurde. An der Aussprache hierüber beteiligten sich Vertreter der Kreise Schotten, Friedberg und Alsfeld. Allgemein wurde betont, daß die Gesinnungsgenossen zu starker finanzieller Opferwilligkest ermahnt werden müssen. — Die Wahl der Vertreter zum Patteitag in Nürnberg soll bei einer späteren; Tagung erfolgen. — Der Kreis Gießen bleibt auch ferner Vorort der Provinz. — Prof. D. Dr. Schian gab sodann einen Bericht über den Verlaus der Tagung des Z e n t r a l v 0 r st a n d e s in Hannover, die ihn durchaus befriedigt hat. Die Rede Stresemanns habe klare Stellung zu den polftischeu Problemen genommen. Vertieft wurde die Beratung durch die sehr glückliche Rede des Dorsitzenden des hessischen Landesverbandes Abg. Tingeldey. Die ruhige Aussprache habe auch sachlicher Kritik Raum gegeben, so daß man wohl erwarten dürfe, daß das Ergebnis der Tagung für die Partei günstig sein wird. Ueber die politischen Tagesfragen sprach der Generalsekretär der Landespattei Wittig- Darmstadt. — Zum Schluß sprach .Abg. K l i n g s p 0 r - Gießen über die Arbeiten des hessischen Landtages. Au» Stafct und Cand. Gießen, den 19. Okt. 1920. Der wmterfcihrplan. Bereits am 1. Oktober hatten wir einen größeren Auszug aus dem, wie es damals hieß, endgültigem Entwurf des Wintersahrplans veröffentlicht. Von der Eisenbuhndirekciion erhalten wir aber jetzt zwei gedruckte Berichtjgungsblätter. Unsere Leser wollen daher den von uns veröfseitt- lichten Fahrplan, sofern sie ihn aufbewahrt haben, entsprechend abändern. Ter Winterfahrplan tritt bereits am Sonntag, 24. Oktober, in Kraft, nicht erst am 25. Oktober. Frankfurt — Gießen — Ma r bur g. Neu eingelegt ab 15. November wird ein D-Zug: Frankfurt ab 9.47 abends, Gießen an 11.18, Gießen ab 11.30, Marburg an 12.00. Der Fahrplan des bisherigen Abend-D-Zuges wird etwas geändert: Frankfurt ab 9.57 abmds «bisher 9.46), Gießen an 11.28 (11.20), Gießen ab 11.46 (11.40), Marburg an 12.15 (12.10). Ebenfalls geändert wird die Abfahrt in Gießen des letzten Personenzuges Frankfurt—Marburg: Gießen ab 1.54 nachts (bisher 1.58). Marburg — Gießen — Frankfurt. Neu eingelegt wird ab 16. November ein D-Zug: Marburg ab 7.31 norm., Gießen an 8.04, Gießen ab 8.18, Frankfurt an 9.42. Ter Fahrplan des Vormittags-D-Zuges nach Frankfurt wird ge- ändett, Gießen ab 8.08 (bisher 8.14), Frankfurt an 9.30 (9.39). Der erste Frühzug Lollar—Gießen geht in Lollar ein: Minute früher ab: 5.23, Gießen an 5.35 «bish'r 5.37, Der -weit' Arbeiterzug Vilbel—Franfturc geht ebenfalls e-was früher ab: Vilbel ab 6.23 (bisher 6.35), Frankfurt an 7.04 (7.16). Gießen—Koblenz. Gießen ab 5.40 morgens «bisher 5.43). Gießen — Fulda. Der Abendzug Gießen— Mücke (Gießen ab 5.45) wird bis Burg- und Nieder-Gemüiwen toeiter geführt, dort an 7.04. Fulda — Gießen. Der erste Frühzug geht in Fulda 10 Minuten früher ab: 4.33; sonst bleibt der Fahrplan dieses Zuges unverändert. Gießen —Gelnhausen. Nidda ab 4.33 morgens (bisher 4.39), Gelnhausen an (wie bisher) 5.55. Gießen ab 6.20 abends, Gelnhausen an 8.57. Stockheim — Vilbel. Der Personenzug, der bisher nur an Werktagen fuhr, Stockheim ab 5.01 morgens, Vilbel an 6.28, fällt ganz weg. Dafür verkehrt der Persvnenzug Stockheim ab 4.53 morgens, Vilbel an 6.20 auch an Werktagen. Vilbel — Stockheim. Vilbel ab 6.24 (bisher 6.36). Friedberg — Hanau. Friedberg ab 5.11 morgens (bisher 5.22), Hanau, an 6.20 (6.31). Schotten — Nidda. Ter erste Frühzug, Schotten ab 5.25, verkehrt nur werktags. Tagegen fährt der zweite Zug, Schotten ab 7.46, auch an Sonn- und Feiertagen. N id d a — Scho tten. Der letzte Abendzug fährt in Nidda 7.54 ab und trifft in Schotten 8.43 ein (bisher in Schotten ab: 7.44 werktags und 8.46 sonntags). Mücke — Hungen. Ruppertsburg ab 5.15 abends (bisher 5.03). Hungen — Mücke. Hungen ab 9.25 vorm. (bisher 10.55), Mücke an 10.55. Friedberg — Nidda. Der letzte Zug fährt in Friedberg 6.49 abends ab und trifft 7.49 in Nidda ein (bisher Friedberg ab 6.40 sonntags und 7.42 werktags). Lauterbach — Stockheim. An Sonntagen ist ein Personenzug neu eingelegt worden r Lauterbach ab 7.57 vorm., Stockheim an 10.50. Sto ck he im — Lauterbach. Auf dieser Strecke sind an Sonntagen zwei Personenzüge eingelegt: Stockheim ab 8.17 vorm., Gedern an 9.03, sowie Gedern ab 5.00 nachm., Lauterbach an 7.01. Stockheim ab 10.13 vorm. (bisher 10.26). Stockheim ab 8.11 abends (bisher 7.58). Burg- und Nieder-Gemünden — Kirchhain. Der vorletzte Zug geht in Burgund Nieder-Gemünden abends 7.07 ab (bisher 6.431, Kirchhain an 8.49 (8.25). Veranstaltungen. Dienstag: Stadttheater, 7 Uhr, Tie Wölfe. — Cafe Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-MeÄmger. — Hotel Einhorn, 8 llhr, Varietß und Ningikämpfe. Lickstspulhaus,„Vampire, 2. Teil" und „Er, Sie intb der Dackel". — Lichtspiele, SelterSweg, „Der rote Sarafan" und „Der Lüge Soeben und Weinen. * ** Hess. Handwerkskammer. In dec Woche vom 24.—30. Cltjbcr finden nacheinander in sämtlichen Kreisstädten Ober hetzens, veranstaltet von dec Hess. Handwerkskammer und den örtlichen gewerblichen Korporationen allgemeine Krershandwer kertage statt. Indem am di- in den Kreisblättern erschienenen Anzeigen verwiesen mirb, kann allen Handwerkern und Hane- ixrrterinnen nur dringend empfohlen werden, die für ihren Bezirk festgesetzt? Tagung zu besuchen. Es ist jeweils Gelegenheit geboten, über alte band- 1; ?inieten Äugele gmheiteu fick zu unterrichten und | über^ die einzelnen Fragen sich eingehend auszu- s dem ^stadttheaterbureau. auf ine heutige Ausführung von ollande .nter?)fünt-,m Drama ,,D i e ngcroiefen Als erstes Singspiel wird Zeit" von Gilbert gegeben. Die Spielleitung liegt in Händen von Rudolf Goll, die Einstudierung der Tänze leitet Frau Goll-Oldini. Ms Kapellmeister fungiert Karl Schlager vom Stadttheater Königsberg, der diesen Winter über das staatliche Kucorchester aus Bad-Nauhrim verfügt,^das vertraglich für sämtliche Operetten- und Singspiel- üorfteUungen in dieser Spielzeit verpflichtet worden ist. — Es wird nochmals daraus ausmerftam gemacht, daß die Ausgabe der Erntrittsk'.rten jeweils lacht Tage vor der Ausführung begamt, also !z. B. für die Somttagsvorstellung am Sonntag vorher. ZTS. ** Oberhefsischer Kunstverecn. Die Gemäldeausstellung, die täglich außer Samstags von 11—1 Uhr geöffnet ist, ist auch morgen Mittwoch nachmittag von 3—5 Uhr geöffnet. Em Terl der graphischen Sachen und anderes bleibt nur noch bis zum Freitag ausgestellt. ** Der Verein der Ga ft'm t r t c von Gießen und Umg. hält eine Verjammlung am Donn-ersteg den 21. Oktober, nachmittags, im Schipkapaß^ Bahnhofstraße, ab. ** Der Wartburgverein feierte am Sonntag fein 33. Stiftungsfest. Wir haben schon einmal berichtet: „Der Wartburgverein mag rufen wann er will, er findet immer ein volles Haus!" So auch am Sonntag. Morgens um 7 Uhr foiette der Blafttechor ein Loblied vom Turm der Stadtkirche. Um 9-Vs Uhr fand verbunden mit dem Erntedankfest rin Festgottesdienst in der Jvhannes- sirche statt, der durch die Mitwirkung des Blasund Streichchors verschönert wurde. Der Blaserchor unter der Leitung des Herrn Beyer begleitete mit der Orgel die Gemeindegesänge; der Streichchor spielte nach der Lithurcfte unter Mitwirkung vom Harfenisten Wigger (Gießen) und Konzertmeister Vollbrecht-Köln (Violine) das „Largo" von Händel. Herr Wigger und Herr Vollbracht verstanden es. das Largo wie ein Gebet aus ihren Instrumenten hervor gehen zu lassen und erzeugten in den Heiden der Gemeindeglieder eine besonders, weihevolle Stimmung. Nachmittags fand im Mar- kussaal eilte akademische Feier, verbunden mit einer Gedächtnisfeier für den verstorbenen 1 Vorsitzenden Pfarrer Schwabe und der im Kriege gefallenen Mitglieder sowie die Enthüllung eines Bildes von Pfarrer Schwabe und einer Ehrentafel der gefallenen 15 Mitglieder des Vereins statt. Landgerichtsvat Neuenhagen, welcher im Namen des Beirats und der unterstützenden Mitglieder des Vereins die Anwesenden begrüßte, und Pfarrer Bechiolsheimer gedachten beide des verstorbenen Vorsitzenden und der Gefallenen, die ihre Treue zum geliebten Vaterland mit dem Tode btfiegeln mußten. Umrahmt wurde die Feier von entsprechen- den musikalischen Vorträgen der Mitglieder W. Schmitz sen., Jul. Schmitz, Mauk und Schäfer. Abends sand im großen axiale des Hotels Einhorn eine fyamiltenfeier für sämtliche Mitglieder unb deren Angehörigen statt. Der Saal erwirs sich ckls zu klein, viele, die glaubten, an der Abendkasse noch Eintrittskarten zu erhalten, mußten zu- rückkehven. Ein schön zusammengestelltes Programm wickelte sich ohne Stockung rasch ab, und unterhielt die Anwesenden aufs beste. Der bewährte Stveichchor, verstärkt durch Freunde des Vereins, leistete wieder ganz hervorragendes. Ein- gelritet wurde Der Abend mit dem „Einzug der Gäste auf der Wartburg" aus der Oper „Tannhäuser" von R. Wagner. Besondere Erwähnung verdient „Jnttoduction et Variantes brillantes" von I. Rüdiger, Flötensvlo mit Orchesterbegleitung, wobei Herr K. Schneider sich als ein Meister seiner Flöte zeigte, ebenso das Steuermannslied und Matrosenchor a. d. Oper „Fliegender Hollän- der" von R. Wagner. Ausgezeichnet wurde das Lebensbild „Ter Dorflump" von F. Rinker, von den Mitwirkenden gespielt; ein lehrreiches und in» baltreiches Stück. Tie Aufführung zeugte von feiner Einstudierung. Ter Vortrag des Mitgliedes Otto Berg „Tie Erbschaftsverteilung" erregte große Heiterkeit, ebenso die Aufführung „Wartburg- Wanderung", wobei ein Mandolinenchor unter der Leitung des Herrn Bischoff schöne Weisen spielte. Nicht unerwähnt wollen wir die turnerischen Darbietungen der Turnabteilung lassen, unter der Leitung der Mitglieder Fr. Sauer und Gg. Pfaff. Kurz vor Ende oer Feier erschienen noch Harfenist Kapellmeister Wigger und Konzertmeister Voll- brecht, welche morgens schon im Gottesdienste mitgewirkt hatten, und spielten das Konzert Nr. 9 von Beriot. Kaum endenwollender Beifall vevan- lastte den Künstler zu den Zugaben: Le Canari von Poliokin und La Berceuse von Godard. Das Schluß- imd Tankeswort des 1. Vorsitzenden war allen, die der Feier beiwohnen konnten, aus der Seele gesprochen. Landkreis Gießen. X Leihgestern, 19. Ott. 9Jtorgen, yJtitte woch den 30. Oktober 1920, feiern Postschaffner Karl Arnold unb seine Ehefrau Sophie, geb. Velten, das Fest der silbernen Hochzeit. Kreis Alsftld. z. Alsfeld, 18. Okt. Bei der Zurückführung eines dem Amtsgericht vorgeführten Häftlings nach , dem hiesigen Gefängnis ging dieser dem Gefangenenwärter unmittelbar vorm Gefangnistvr durch. Es entstand eine wilde Jagd durch die Steinbornsgasse, Fuldertor nach ,der Ziegelhütte. Ein Anwohner dä Fuldettvrs beteiligte sich an ihr per Rad unb holte den Flüchtling etwa 100 Meter vor der Ziegelei ein. Dieser wandte sich (nun querfeldein, doch sein Verfolger drang ihm beherzt nach und hielt ihm mit den Worten „Halt oder ich schieße dich iufammen" ein Etwas entgegen, das entfernte Aehnlichkeit mit einem Revolver hatte. Der Ausreißer ließ sich einschüchtern uni) wieder festnehmen. Kreis Büdingen. d. Nidda, 18. Ott. Im Sitzungssaale des hiesigen Sparkatz'engebäudes fand heute die diesjährige Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Nidda statt, zu der sich außer dem Vorstand und Aufsichtsrat fast alle Vertreter der Bezirksgemeinden eingefunden hatten. Als Vertreter der Negierung nahm Regierungsassessor Kuhn von Büdingen an den Verhandlungen teil. Der Direktor der Sparkasse, Geh. Justizrat R ö m = Held von hier, begrüßte die Versammlung und erstattete dann den Rechenschaftsbericht für 1919, aus dem zu ersehen war, daß die Annahmen 1.3 977 190,47 Mk. (gegen 10 443 306,36 Mk. in 19181, die Ausgaben 13 951 369,06 (10 418 584,01 Mark und der Reingewinn 80 586,08 Mark (50 730,77 Mk.- betrug. Der Reservefonds beläuft sich auf 289 004,33 Mk. Diese Zahlen beweisen einen günstigen Geschäftsgang der Kasse. Durch den regen Scheckverkehr und die Einrichtung offener Depots für Wertpapiere hat sich der Geschäftskreis der Kasse beträchllich erweitert. Hierauf wurde vom Rechner L. Ringshausen die Rechnung für 1919 vorgetragen, die vom Vorstand unb Aufsicht? rat geprüft und richtig befunden worden war. Der Voranschlag für 1921 wurde nach kurzer Beft' mie Volkk Mittwoi , 3. Ä .. leinitc ’anfte Psi u. r „Vom Himmel hoch" und „Meinen Jesum lass' 4 nicht" und mehrere Choräle für gemischten C zur Aufführung, außerdem 2 Lieder für Sopra:, gesungen von Frl. Martha Weber; das Quartett war durch Vereinsmitglieber in bei» Weise besetzt; für den instrumentalen Teil nxna noch die Herren Konzertmeister Hock unb G. Rt c FahrrSde mschinen w pe9tofo ,Äi L K L lang die Aaiikn iren bis 3 Bert GÖE ■ ^erswej’73. , Misch, ch-lk ÄODi, Kris Mir.-! L 3. Biliub Ri. 2. Srai sti. Kliine»! Ir.*l!auf: g-Mtr.- t. L-'chs ILiautech, |$r. Tllülla ■aioren I M-i; 1. Pr. fui: l.Pr. M-Mtr.- 6,3. .Heinze. L 2. betritt ^tll gen auch in biefem Winter in verstärktem Mä R wieder ausgenommen werden; eine ganze Rcj dazu geeigneter Herren werden in entgegenfo» . Uglfe mender Weise ihve Kraft in den Ttenst der Soje 0 stellen. Die Kurse beginnen am Montag ben 1. vember, nachdem noch vorher am Freitag iti 29. Oktober eine Versammlung aller Teilnehma int Saale des Gewerbeoereins ftattgefimben hat. »wtlßllß § Hessen-Nassau. Unter dem Verdacht der Spionage. fb. Frankfurt a. M., 18. Okt. Zu bfl kürzlich gemeldeten Verhaftungen in den Aul» sehen erregenden Diebstählen von Patent e n chemischer Werke durch eine gaiw Diebes- und Hehlerbande, «die die unersetzlift)^ Dokumente an das Ausland verkaufen wolli:. erfährt der fd.-Dienst, daß die gesamten M ten dem Reichsgericht in Leipzig übe: wiesen worden sind, da starker Verdacht steht, daß sich die Beteiligten der Spioicaft schuldig gemacht haben. Von den Verhafte ist nur der Kaufmann Lohr wieder entlal! worden, der bei der Angelegenheit nach semk W Angabe nur mitgewirkt haben will, um bt Verschleppung der gestohlenen Dokumente d gegebenen Augenblick verhindern zu könne'- In diesem Sinne hat er auch vorher eintf Behörde Mitteilung gemacht. Mwanderung zur 4. Klasse. fb. Frankfurt a. M., 18. Okt. Dt l Abwanderung nach ber 4. Klasse geht in fiat' I Fern Maße weiter. Im hiesigen HauptbrifM hos ist ber Andrang zu den Schaltern vieitkM Klasse so stark geworden, daß auf VeranlcrW sung des Eisenbahnbetriebsrats wegen UebelW lastung der Schalterbeamten zwei neue SHciW ter 4. Klasse geöffnet werden mußten. D Einnahmen an fast jedem Schalter 4. Kl-a^ hat sich im letzten Vierteljahr um 5—6000X0 Mark erhöht. ft). Aus dem Rheingau, 18. Ct Die Traubenlese hat im Rheingau Anfang genommen. Das Ergebnis ist W günstig. Das gute Wetter der letzten 2Bqdt fl war förderlich. Es werden durchschniLll'.iöl Mostgewichte von 80 bis 95 Grad nach Oeltzsi festgestellt. Die Winzer erhalten diesmal »d ' der hohe Preise jfür Trauben. Im mittle r Rheingau bewegen sich diese zwischen 5 mu 6 Mark das Pfund; am oberen Rheingau 8 Mark. Ein Traubenpreis von 6 Mk. bc- Pfuno entspricht einem Stückpreise von ridt . weniger als 20 000 Mk., also für 1200 Li:la Ter 1920er wird vielen ein unerreichbo m Tropfen sein, denn unter einem Preis tun 30 Mk. wiro die Flasche ohne Steuer für M hohen Kosten für die Bearbeitung des Wmrs bis zur Flaschenreife, kaum erhältlich ! ti können. Arme Weintrinker! Tuvnen, Spiel und Sport. — Hockeywettspiel der kombinierten teilungen Sachsenhausen Spoctveremig. 03 gtigl V. f. R. Gießen. 2:0 für Gießen. — SachfenhMst trat mit einer guten Abteilung an, die im ratung genehmigt und aus dem Reingewinn wiröq wie in früheren Jahren an landwirtschaftliche Bei, eine und Schulen, an gewerbliche Anstalten, fjj Krankenpflege und fonftrge gemeinnützige Ziye^ bedeutende Zuwendungen bewilligt, int ganzen ruti 12 000 Mk. An 26 Dienstboten des Bezirks, ft fünf Jahre bei derselben Herrschaft in Stelluq sind, wurden 536 Mk. Prämien verteilt. T' Satzungsänderungen betrafen die Verwaltung un Verwahrung von Wertpapieren. Den versterben^ Mitgliedern des Auft'ichtsrats, Maurermeister ft Drott II. unb Glafermeister Gg. Wagner, beife von hier, widmete der Vorsitzende für ihre 80 bienste um die Kasse einen ehrenden, roarrrn Nachruf. Neugewählt wurde an Stelle des Hetw, Dwtt Herr Heinrich Rullmann II. von hier. Zus - Schluffe richtete noch Reg.-Afsessor Kuhn im %, men der Aufsichtsbehörde Dcmkesworte für > mustergültige Verwaltung und gewissenhafte C>. schäftssührung an den Vorstanh unb die Beam u der Kasse, insbesondere an Geh. Iustizrat Röi> Held und Sparkassenrechner Mngshansen. Auch er seiner Freude über die bereitwillige Untel stützung der gemeinnützigen Zwecke Ausdruck. Kreis Lauterbach. Neue ZugverbinÄung. Lauterbach, 19. Ott. Vom 24. d. Mts. wird ein treuer Sonn tags-V0r m i 11 ag s z uz verkehren. Der Zug verläßt die Station Lauterbco- Nord um 7,57 Uhr, Lauterbach-Süd 8,02, Blitzet- rod 8,08, Frischbvrn 8,12, Eisenbach 8,17, Ririej 8,24, Herlfftein 8,34. Ilbeshausen 8,44, Nösbecj 8,53, Grebenhain 9,05, Crainfeld 9,00, Bertmith- Hain 9,15, Oberwald 9,22, Hartmannshain 9,25 Alteburg 9,34, Oberseemen 9,46, Gedern 10,01 Merkenfritz 10,12, Hirzenhain 10,17, Lißberg 10,2? Eckartsborn 10,32, Ortender^ 10,38, Setters 10,st Stockheim 10,50 (ab Stoekheun 1,53, Frankfurt a 3,48). — Rückfah r t: Gedern ab 5 Uhr nachts Oberseemen 5,15, Alteburg 5,28, Hartmannshoii 5,35, Oberwald 5,41, Bermutsharn 5,48, Cran, seid 5,53, Grebenhain-Crainfeld 6,01. Kreis Schotten. B. Burkhards, 16. Okt. Mit dem flow von Frankfurt gewonnen. □ Friedberg, 18. Okt. Da die von da „Ausfchuß für Volksbildung im vergangen Winter veranstalteten Bolksvorlefungci sich des allgemeinsten Jntereffes unb reger W nähme erfreuen konnten, sollen biese Veranskütz» Kreis Friedberg. □ Friebberg, 18. Okt. Ter Musikverei Friedberg eröffnete den Reigen der musikalisch, Aufführungen für den kommenden SB intet bu-j - - einen „Reger-Abend", welcher gestern ftai« .ft-Mcmdft fand und unsere geräumige Stadtkirche bis 1. T letzten Platz füllte. Es kamen die beiden ®ante Volkshochschule besuchen will.bat genen «r b*Infcbreibfncbilbr von 1.50 M. eine Auö » liSkaric zu lösen. Diese Karte berechtigt ihn, eine !.'che lang dtejenigen Vorträge und ArbeitS- ;<* leinftbaften zu besuchen, unter denen er seine loinunbl au treuen gedenkt. 111110 Tic Nnswciskartcn werden von Dieustag, lr3. Cft.. biS Freitag, 22. Oft., cinfrfalieiilid) tun 7—'/,» libr abends in der Obcr-Reaischnle wsgcgcbcn. Eingang von der Bismarckitrahe. stet« frisch, Mk.‘3J)0.1 9614 C arlSchnnck. Fahrräder! Fahrradbereifungen, FHhrradschlöeeer. Laternen, Glocken, Karbid uaw. kaufen Sie Jul. Wcllhöfer. «um»] Fernsprecher 743. Iv0-Mtr. -Ldkuf: 1. Pr Pan necke, 2. SVrei- trg, 3. Sein»:. 400-Mtr. -Lauf: 1. Pr. Nirnctfc, 2. L>cinze, 3. Mandler. 800-Mtr.- ? < u f: 1 Pr. Pannecke. 2. gering, 3. Mattdler. 1^00-M r r. -Lauf: 1. Pr. Pcmnecke. 2. Mano- 3. .Heinze, hochsprung: 1. Pr. Mandler. 2. focermg, 3. Kreiling. Weitsprung: 1. Pr. Mandl'r, 2. Kreiling, 3 tzeering .^ugeloben: 1. Pr. Mohr, 2. löachn, 3. Pfaff. * Schachs viel Der hiesige Schachklub ver- staltet am Mittwoch, dem 20. Oktober, abends 7« Uhr, im Hotel Schüh mit Schachmeister lefes eine Simuttanvorstellung im Schachspiel. C. Rübaamen, Gießen. Fernsvr. 259. In dem Nauheimer Sptelerprozeß wurde beute das Urteil verkündet Die Vorstände des „Internattonalen Sportvereins" und des „Klub 1919", sonne zwei der ongrflaerten ÄotriierS wurden zu (Geldstrafen von te 500 Mk vertkrteilt. Das ^lericht nahm aus Grund der Beweisaufnahme an, daß es sich bei Ix-ibcn Berenten um Spielklubs -vhandett hab: und daß ihre Beveinsräume öffentliche Versammlungsottr im Sinne des § 286 RGB. gewesen seren. Die übrigen Angeklagte^ muhten mangels Beweises frei gesprochen werden. Gießener Strafkammer. Gießen, bat 15. Ok.vber 1920. Sin dreister FeldöiebstM. (Anwohner rwn Rodgen bei Nou Herrn stehen seit fahren in dem üblen Ruf, d« zahlreichen Ield- diebstähle in der txxmgen Gemarautg und den an- 'i egenden Grenz mar,len zu begehen. Beßntders lästig und (dö'-Iid) wutden Inese EnwTitdungcn im laufenden Ern,eiahr: beispielsweise fand ein Landwirt aus <5d*oalbrim, daß ihm über Nacht 1 Vi Morgen Kartoffeln geföMcn wr-rden waren. Sri^val Heimer Grundbe iher griffen daher zum Selbmck'uv und rüffelcn Feldwachen ern, um die Täter auf fkrischer Tat *u ertappen. (Zitter rrlchen Schupwache gelang es, in der Nackn zum 28. Juli 1. I. etwa zehn Manner auf einem Weizenacker zu stellen, die aber sofort ein lebhaftes Feuer eröffneten und die nur ans vier Mann beitebenbe Dache zwatmen, sich zutticktzu- ziehen. um der Gefahr, .ridx's'en zu werden, zu ettigehen Eine in der Nähe befindliche Sttesi- patwuille pon zwo. Mann eilte aus die Schüsse herbei und stieß hierbei auf den Maurer und 'Wirt fochmtf Bernh.rrd ö. und den 3tnuneime'tellt, daß von dem Acker für etwa 600 bis 700 Mark Weiten! gc- sivhlen tvvrden war Obwohl die unter Anklage gestellten H. und W. leirgneteir, unter den Feld- dicbeu gewesen zu sein, und mehrere Bewohner von Rödgen sie zu entlasten siechten, hielt sie das Gericht auf Grund der btvbig'cn Llngaben jener aus zwei Mann bestehenden Sireifpatnouille für überführt, au dem Dieb ahl des Weizens und L*em Feuergefecht betätigt gewesen zu fern, und verurteilte $). wegen schwe ren Diebstahls, bv- gongen mit Waffen, 'o'ine mögen K ö rperver- letzung und Wchers'.anos unter Versagung mildernder Umstände zu 1 Jahr 10 Monaten, W. zu 1 Jahr Zuchthaus Ein dritter Angeklagter mußte mangels Beweises fveigcjprochen werden. Die bis in die Nachmittags stunden hinein währen c>e Verhandlung begegnete dadurch erhöhtem lInteresse, daß die s. Z. erfolgte Festnahme der An- gefiagten zu Demonstrationen gewisser Ar- bei ter Freite aus Bad-Nauheim und Umgegend führte, die unter der Androhung des Generalstreiks und der Stillegung des Badebettiebes in Nauheim bu Fleilaffuttg der — wie die Lxruptoer- handlung bewiesen hat — oollkonunen mit Recht verl;afteten Personen erzwingen wollten. Frische Fische! Mittwoch früh 9 Uhr bestimmt etniressend: Feinste Jütländer Angel-Schellfische l'/,-4-pslindig Rld. M. 3.60 ’/«—4>pfünbin Psd. M. 2.80 Frische Nordsee - Cabliau ohne Kovi, 3'/,—8-vsündig Psd. M. 4.50. Frische FischkotclettS. - Margarine ....... feinste Süßrahm Margarine feinste Pflanzcnbutter-Margarine. ff. Bauern-Handküse. Her-inge feinste große, irische Vollberinge St. Ml — Täglich frisch eintreffend: echte Mieter Bollbückinge Pa. Rauchschellfische. GebrüderBerdux Bahnhofstr. 27. mos Rwenspiefem oft überfein wm Besondere ^rn.it rnr.cn fast durchweg etne Ixmcre 3meh nriv die Gießener -tne.err.inen. Schnelle '"töuie ^"rclmunq, >tvmbinalion und schließlich die 5nif:frtobrung fehlten bet den B. r. R.-Damen «llkömmett. So wurde auch das Spiel in der fynmtfade von den Herren beftrittm (ber Nachteil in kombinierten Abteilungen!) Gut war bei Gie vn die Verteidigung. Ern Ehrentor für die Gäste Jdite dem Stärk Verhältnis der beiden Abteilungen nehr entsprochen. — Am Samstag nachmittag fut- vt m Marburg ein Wettspiel der ersten Mann- «hast V s. B Marburg gegen V. f. R. 1900 statt. Im Sonntag naclnnittag 2 Uhr auf dem Sportplatz nnte Mannschaft V f R. gegen Damenabtcilung ■8. f.R. — üeid>tatbletir. Der Verein für Be- l-egunqsspielc Gießen ^brachte am vergangenen ;?onntd; au» seinem Sportplatz die diesfähngem trid-toth.'etischeu Aereinsmetstcrschasts Letttämp'c lMJn Suitrag Leider war infolge ter Listern Mckien und kalten WitLerung die Xkteiliguug inons höt, 2. Tualla Mrsipo, 3. Bntno Fu.. 10 0- '7 t r. • 2 a u f: 1 Pr Hans Thöt, 2. Bruno 3. £tto .‘töhl r 200-M tr.-Lauf: 1. Pr. TbSt, 2 Bruno Fix, 3. Curt Braubach : 00-M tr - Laus: 1. Pr. Bruno Fix. tz o ch- '?rung: 1 Pr .v>an§ Thöt und Otto K'öhlor > 1,65 Mlr , 2. Pr. Willy Kopp, 3. Konrad Teint Weitsprung: 1. Pr. Dans Thöt, 2. Sie sparen viel Geld, -’na1) §le Ihren Bedarf an Gummi für Personen- trn r*flwaffei1, Scheinwerfern, Entwick- oiRnalinstrumenten sowie allen Automobilzubehörteilen kaufen bei wresh . göbel & appel jeitersweg 71 iah. Hslnrich AdsbL Telephon 102. + Bruchleidende J^uBcrwf beguoincN Gürtelbrnchbnn „Meinen Zeium Ir' oräe für gemischten «m 2 Lieber für luiha &bei; bo» : ereinsmitgiieber in : nftTumentalen Idl hnrifter Hock und S IL 18. Ot Ta btt wa iönntg" im tjergm Lolksvorleiui WtfieS und reget jollen diese Seron iter m öenlörttem erden: etne gan^n werben in entgegen] t in den Tieck bei ick tat am Montag ben 1 *1 vorher am itnmlintg aller leiuäl >erems itattgehmben k- i-Nassaii. , M StrSMM I t a M., 18. Ost M erhastungenin bafl ebstählen von sä Werke durch eine W ;nbe,^ebieuneri^ usland verkausM^ t, baß die yiamter » rief)t in M ba starker VecE 'eteiliglcn der M >n. Bon den Le« in Lohr Mieder «lngelegenheitn^ ÄenenDokn^ SÄ® S*'yä MM # lg.‘l ■K’Snö'la 'S» äh« <6?n 44 und der staatswissenschaftlichen 109 Studienttde. Die Universität er nannte vier Ehrendoktor.ni An Sttftungen flössen der Universität l3 « Millionen Mark zu Ein sehr trübes Bild entwarf der Prorektor von der witt schaftlichen Lag.' der .'övchsckwle. Wenn das Reich nicht mit 500 000 Mk Beihilfe kielfend eiimreift, ist ihr Fortbestand aufs schwerste bedroht. Ähwer ringen auch 'die Privatdozentin, da. sie als Angehörige einer Stiftung s-Unioersität feine Staatsbeihilf'n erhalten, um ihre wirtschaftlickic- Existenz. Gleiche Not waltet auch bei vielen Studierenden ob, die vielfach Nebenettverb haben. Nach lkVergabe der Amtskette hielt der Rektor Schoeiv- flies dre Festrede über „Mathematik und Himmelskörper". Die Not der Akademiker. fd. Fran kf u r t a. M., 18. Oft Während die Gehaltsverhältnisse der Unioerfitätsprofesforen befriedigend geregelt worden sind, befinden sich die Prioatdozentcn in einer traurigen, wirtschaftlichen Notlage, zuntal wenn fie als Angehörige einer Sttftungsuniversität, wie hier in Frankfurt, feine Stipendien vom Staate erhalten. Es sind daher Schritte eingeleitet worden, uni dieser Not zu steuern. In noch traurigerer Lage befinden sich viele Studierende: eine große Anzahl leidet an Unter» Ernährung. Nus sie will jetzt die Organisation der Ouäfer ihre .v>i:fe ausdehnen. Die Quäker wollen weiter ihre 5)ilfstätigfeit atlch dahin ausdehnen, daß sie gröhe Bibliothefen von englischer und amerifa irischer Literatur errichten: eine solche Bücherei soll auch in Frankfurt ihren Platz finden. Die Notlage der Berliner Studenten. Berlin, 19. Okt. blultusminister Dänisch, die Rektoren aller Berliner Hochschulen unh eine Anzahl führender Politiker, Bankiers, In- Personen- und Lastautomobile jeden Fabrikats werden faehfemäO und bllllffst repariert Lieferung von Ersatz- und Zubehörteilen. Aufpressen der Voll^ummis in eigener Werkstatt ws»h GÖBEL & APPEL SeltersweK 73. Inh. Heinrich A>ptL Telephon KB. - Bedeutende Preisermäßigung gewähre ich, um auch meinerseits an einer allgemeinen Preissenkung mitzuhelfen, auf sämtliche Beleuchtungskörper, elektrische Kochtöpfe und Bügeleisen, Gasherde, Wasch-Tische, Bade-Einrichtungen usw. Für die bevorstehende Beleuchtungs-Saison bietet sich daher Gelegenheit zu außerordentlich günstigem Einkauf. Größte Auswahl vom einfachsten bis feinsten Muster in jeder Preislage. tenWioiig Balis Bahnhofstraße. Tel. 403. SchweizerKäse Tilsiter Käse Handkäse in besten Qualitäten empfiehl! 11115 HkimÄ Iritslh, Leltersweg 70. SouctäImivnTX V 1- Pr. tualla Mtstl ... ..... «taniarcit II (14-16 3a»re): Sv-Mrr,. dr Pamikcke, 2. ,'örutae. 3. Stalin». ,h5 yi Ütrr xix n) hier. Te’rw“ «k, t . Jltr. -l!auf: 1 Pr Ncumever, 2 Boaubach. efcinTL »Je »VO-Mtr.-Lauf: 1 Pr. Brauback, 2. N m- fiubtr * F°cr ' cksprung: 1. Pr. Tualla Misstu. i, 8- Brauback, 3 Neumeyer. We11sprung: ÄÄÄ1 1- Dr. D ualla. Misipa, 2. ,Brauback. . 3 ,SopP. ;err'd)c;t . - er ^•a A**.- SÄSSjfl Jttrbad). 4 -U. 24 b m, ’ Eshouien 8,44 $5? MäI ia'Ia' ^BbttQ MIUIFJ ou.» uup wuipi. ÄUBUIIJÖIII.1. W WOXStitetaiQ* ' l in: ., 2. Max Svengfer, 3 Vans Thöl fr tö3, jranhiff Treikam t > 1. Pr .^ans Dlwt, 2. Brurio Ftt, ob 5 Ü^r no 1 Otto ÜÄHl. r Junioren 1 (16—18 Jahre): 5,28, Sxntmw-c« Mtr. -Lauf. 1 Pr. Dualla Misipv, 2. «rmulsham 5,48 im, 5oi'p, 3. Braubach. 200 Mtt.-Lauf: 1. Pr Dualla m’,,°n'cn* ' Sispo, 2. B. au back, 3. Neumeyer 400 Mtr-Lauf: 1 Pr slfeumener, 2. P:asi, 3. Braubach 8 0 0- Gebr. Wolf, Wtr also letzt kMwt GaldL, SWLLLL 1. 2. 017351 Heute letzter Tag! » Solz M»?L nabeftede ab. 017:121 3.Miktwocb-Abonn-r'F> kleiner verkansr- nnrel-en nxrben oebeitn, unter allen der- abzugeben. 017324 Warum ist er so schnell Schuhputz rcylofferei Schön, -u rauf. nef. Schr. Ang. Schau-enstratze 1. I «. 047820 an d. Gietz. Anz. r< Das gesamte Künstler-Personal ist neu für Gießen und sind besonders hervorzuhebt-n: Kostenlose Aufbewahrung kür spätere Lieferung schwarz / gelb / braun / rofbram All ein Hersteller: Werner D Mertz, Masid 8t|tletttieit6trM Ans. 7, Ende9-/ KUI, KL K 8!WiiIik auf sofort oder später Angebote mit Bild erbet. D. UfeifTer, Depositen- kasse, BiHenhnrg. L. SÄ tzK Mittwoch 8 U|b Wichtige Versammlung- inne Der Vorstav). [»ren Fol v r doch diese Irkm „Von Gebisse-AnKauf Alte unbrauchbare, auch zerbrochene Zähne und Gebisse werden am Donnerstag, 21. 10., 9—4 Ubr, tm Hotel Kobel, Giestcn, angekauft. 11102D Zähne pro Sick. biSl2M. Plattenzähne „ „ 25 „ SLfiaftie.BenenWLMi UUUa j gesucht. Ausfübrl.schriftl. 6,5 PS., mit Anlasser,' Angeb. m. Preis u. 11112 . Spannschicncn, re ft, Mk. • an d. Wietzener Anzeiger. I OUOO, wegen BerlebSum- ' stellung abzugeben. 363 ■JUÜfI n Reich bei ti y MMjchNl freien dei tta sind. Nach § 4 q der Ve ng her in fett von De k seiner E Js innere iinbi so n Ksiechielhal 6tn Lebens Wcksichtigi Miesse der Ölungen da Mvtschsands W Fühigki SroßerPreisabhaum Möbeln Um der Notwendigkeit für Preisabbau Rechnung zu tragen, haben wir unser Riesenlager in besseren Zimmereinrichtungen: Eßzimmer in Eichen, mit Büfetts bis 2,50 m breit; Schlafzimmer in geflammter Birke, Kirschbaum, Mahagoni, Birnbaum und Eichen; Herrenzimmer in Eichen, mit Bücherschränken bis 2L0 m br.; jgr-y Klnbmöbel in I. Roßhanrpolster, mit Leder, Gobelin od. Cord im Preise bedeutend herabgesetzt und verkaufen Steg WüÄÄt ist fa M. Wert zu außerordentlich niedrigen Preisen. Obgleich die Holzpreise erheblich gesunken sind, gleichen die fortwährend steigenden Arbeitslöhne diese Differenz wieder völlig an-, so daß an billiger» llerstellaHgekowton für Löd»! nicht gedacht werde* kaaa. Alleinstehende evgl. Fra« od. alt. Zräul. wird zur Führ, eine- frauenl. kl. landwirtschaftl. HauSH. zum 1. oder 15. November gesucht. Schr. Angebote mit näheren Angaben u. 10980 an den Gietz. An». Ein braves, sauberes 3111 <1 c h c n als Zweitmädchen taaS- über gesucht. 10799 Fran I. Jndertbal, Neuen Baue 27. Än kleinen Haushalt wird ein durchaus ers. Mädchen das kochen kann und selbständig arbeitet, gesucht Kaiser Aklee 24II. Saubere-, ordentliche- MSen sesstzi »iw Tteinstraste 11 v. BorstaudSwahl , - Neuoerpachiiing 1« DiHUNgvver ~ ' age gestell Dauerinieter sucht sofort möbl. Zimmer. Schristl. Slngeb. mit Preisangabe unt.017268 tt b. Gietz.An». Student sucht gegen gute Bezahlung ein angenehm möbl. Zimmer mit Heizungsmöglichkeit u. evtl, elektrischem Picht. Schristl. Angebote unter 017332 an den Girh. Anz. Uramenökandidat sucht ruhig. Iikumer mit elektr. Licht u. voller Pension. Schr. Angeb. u. 11124 an den (tzietz. Anz. Ktndent sucht sofort möbl. Zimmer mit voller Pension. Sckristl. Angeb. unter 017348 a. d. Gietz. Anz. erb. Solider Student, cand. med. sucht sofort mödlierltS ßimmer zu mieten. Schr. Arweb. unt.017352 a. d. Gietz. Anz. Beamter IDauermteterl sucht ab sofort oder 1.11. aut möbl. Zimmer in treff. Hause. lTlektr. Licht erwünscht.» Schr. Angel», unt. 017333 a. d. Gietz Anz. .'Zo Stiere StadttheatH « JlUDf h Mittwoch, 20.Oktoitc ^Z^tbull Biöbeitabrik Conr. Sauer S Damen IGeschivister), V mir am OsivaldSq-,rm gelegentlich des tätigkeitssestes feu^.. lernten, aus diesem in Srieswechsj YS5~ zu gelangen. Evtl. Zuschriften u. l>lH andenGietz.Anz.erhe^. KriegsmaifeverlorLa^ tag itn Theater vtttlb liebes Andenbg (Anbänger ohne fiettffau In fanteriekugel m.5T-i m. eingravierten Xtrinu, iahrenl. 0,7 Abzüge», Goetbestraste 81 Selidahntz« hofstratze verloren. 211». gelten gegen Belobiii., 2Leidengnfit iw Für sofort nach auswärts gesucht: SkWW WW zur Aushilfe, wenn nicht für ganz evtl, einige Tage der Woche. Freie Station. Gute Bezahlung. Schr. Angeb. u. 11135 an d. Gieß.Anz. Zirkus L. Blumenfeld aus Guhrau (Schlesien). Altrenommiertes, erstklassiges Unternehmen Deutschlands, 4000 Personen fass. Riesen-Zeltbau. Eig. Streich-Orchester, eigene Lichtanlage. Großer Marstall edler bchul- und Freiheitspferde, wie ihn selten ein Zirkus Deutschlands besitzt. Mittwoch, 20. Oktober, abends 7'A Uhr Plchsteöe gesucht. 017336 Frau Köbler, ________Kavlansgaffe <& j Verkäufe | Gesucht ein znoerl. äÄäb d-en, welch, b. Pflege ein. klein. Kind oerst. u. Hau». arbeit übernimmt. Angeb. an Fra» 8r Priae, len. OodleoAsr Sir. K I. f1*7* j Lieferung überallhin | frächt- und emballagefrei äosetellnMg fsrt.gar WohnräQin9 ia 5 Steekwerken (Pers.-Aalzag). Ersiklaislge eouzeitiloha Aufaaclmaj. 110,9ss SdiiH «Vl. ZimNtt nur an Dauermicter IHerrnl z. verm. 11126 __Neuen Bffue Iki I. I ^Sle-TLLuehs \ Allendorf a. d. 1 da. Haus oder Parterre- räume m. Wohnung für feineres Ladengeschäft, nod) nicht am Platze, an Hauvtstrahe od.Näbe derf. für gleich oder später zu mieten ob. zu kaufen ges. Schristl. Angeb. mit Preis unt 017319 a. d. Gieh. Anz. SDauvere Lauffran ob. ladeben, auch vom tnde, gesucht 017309 BlswarMrabe 40 p. Ridckn »btt ssri» einige ®tb. am Tage ges. »cbattttrasre tt I. Rache MiUichen b. hohem Vorn. Gewerb mätzige Siellenvermitt- lerin Eovbie Dülfer. Neustadt 50. 017314 Bender, Dienstm. Nr.6, Kleine Mühlgasse 3 p. Rasierklingen werden haarscharf nach- geschliff. in eig. Werkstatt. 017345 Fr. Brücke I*. Liebigstrahe 63, Hths. OärtßEi Stadtteil, zu pachten gesucht. Schr. Angebote unt. 017315 an den Giehener Anzeiger. Wirtschaft oder Haus mit Laden evtl, auch auf dem Lande, zu kaufen od. mieten ges. Oilerbard Hemstcge, ouMt Dammstrahe 29. Meine billige schöne 4°Zimmer-Wohn. m. Bad gen. 5—6-Zimr -Wohn. zu aufchen gesucht. Schr. Ang, n. 017269 a d. G. Anz. Wer tauscht idyll. gelegene Landivoh- nnng in Rödgen b. Gietzen, 2 Zimmer, Köche u. Garten, gegen 3—4-Zimmer- Wohnung in tsicftcn? Schristl. Angebore unter 017367 an den Gieh. Anz. feuilenangebclel Bon hiesiger Firma wird zum sofortigen Eintritt et« tüchtiger, zuverläss. Kaufmann gefncht. Schristl. Angeb. mit Angabe bi-h. Tätigkeit u. ÄebaltsanfprUchen unt. 017322 a. d.Gtetz.Anz. Junger, gebildeter Kaufmann oder Dame für kausm. Arbeiten, inStenographie und Schreibmaschine be= wanden, für technisches Unternehmen sofort gesucht. Schristl. Angebote mit GehaltSansprüchen unt.017366 a d. Gietz.Anz. Wsmkflfer-Lehflhg sofort gesucht 11088 Braugasse 6. M’bttiihMüliLiEi. Der Unterricht an der landwirtschaftlichen Winter- fchule in Lich beginnt Mittwoch den 3. November I. Zs. vormittags 9' . Uhr. Zunge Landwirte, die die Schule zu besuchen beabsichtigen, können in Lich Wohnung und evt. volle Tagcskost erhalten. Das Schulgeld beträgt für das Winterhalbjahr 130 Mark. Anmeldungen sind alsbald an den Schulvorfteher, Herrn Landwi'.tfch ftslehrer Dr. May in Lich (Fernruf Lich Nr. 39) zu richten, der auch zur weiteren Auskunft jederzeit gerne bereit ist. Gietzen, den 7. Oktober 1920. Der Vorsitzende des Ausfichtsrats der landw. Minlerfchule Lich. 11100D ________________Dr. Ufinger._________________ NmMWrtk m Kichüumg. Versammlung Donnerstag den 21. Oktober 1020 nachmittags 4 Ubr bei Kollege Herrn Jean Arnold. Echipka' vast, Bahuhosstratze. Tagesordnung: Bericht der Versammlung in Mainz. BierpreiS. Verordnung über weibliche Angestellte. Wo:MüNgSsteuer. Genossenschaft. Winterfest und Verschiedenes. Die Mitglieder werden gebeten alle zu erscheinen. 11132V _________ ___________Der Vorstand. 'ÖbstbSume und Formen Heerenobst sowie RonNtige Banmschulartikol bietet an C. Lohse., Baoraschalen, Kirchsn-Sieg. Verlangen Sie kostenlose Preisliste. (9G72D Seide, mit ; iür mittlere starke svigur , 2.50 Mk., schwarze Tuck- 1 westc m. grauer Sliderei ■ 100 Mk., schwarzes Jak , kcnkleid l50Mk.,Knaben- ! capes (14-16) 159 Alk. i zu verkaufen [017317 \ Roonstrastc 20 1. niTsn Zu verkaufen: liMg.-rMl(gr.M), neue8Ett-n.nl Wfie, oerlÄ. D.-MM. Mie, eleg. anm.-SÄnentel Färbrrci ^oflanü. ?chw,. StihR&rofstrof u. 1 Paar Kinderstiefel (Gr. 20) zu verkaufen 017335 Löberstr. 17 TI. Anrufehen von 11—3 Uhr. Sxsnttnschiihe (Gr. 37) zu verkauf, oi?«? Seltersweg 68a v. Gr. Dracaena :Gold-u.Si!ber- Gegenstände Handwerker sucht ein elnf. möbl. Zimmer. Schristl. Angebote unter 017346 a. d. Gietz. A nz. erb. [Verschiedenes Kennen Sie? die Rothsche Sammlung deutscher Reichsgesetze Soeben erschienen: Besoldungsgesetz Preis jeder Nummer 40 Pf. Verlag Emil Roth, Gießen. Student der Tchnlansgaben für Schüler des Gymnasiums gesucht. Schristl. Angeb. u. 017334 an d. Gietz. Anz. 2 bessere Herren finden guten bürgerltchen Mittags- ii. Abendtisch 017341 WetriarT Weg 17. Kaufmann nimmt in den Abendstunden ab 4 Ubr Neben- beidiäftiduit« an. Schr. Angebote unt. 017338 an den Gietzener Anzeiger. Wer übernimmt Heimarbeit im Weih- und Vunt-Sticken? Adressen erbeten unter Nr. 11018c a. d. Gietz. Anz. Mette SAckerln nimmt noch Kunden an. Schristl. Angebote unter 017304 an den Gietz. Anz. wrrk)zu»«rSffe>aItch«n. Soll bi« Sbreßi' DerbedJt bteibci, fo rootte man IchriUtich« Aagrdot, unter der Au,eigennxmmer |orbern. Äu»huit|t über Adregen u s. f. durch bie okIchSstestelle bann nicht erteilt »erben._______ Pony, Parkwagen (fast neu u. fehr leicht! u. Gasehlrr uerr.foinvI.VebrerBieden- köpf, Utphe t).""°7 »17333 Franks. Str. 116. M-ks LstfkrsSivci» H.etflälttüfiic 17312 Mepelpfaei 32, Mans. Junger wachsamer Hofhund zu verkaufen. 11130h Näheres Plockstr. 2 I. Pinscher V.jährig, sehr wachsam, billiaziiverk. Hinter der West-Anlage 15. „,787g Hühner Nodbeimer Str. 43 p. 8rSß. Nllivkseli mit gntgeb. Mebgrrei (günstige Lage) sofort ?,u verkaufen u. zu beziehen. Schristl. Anzeb. u. 017190 an den Gietzener Anzeig. 2 Lanüöfen, ein gebt. SiAtdtti, 1 neuer Herd, 1 Tafel- OTrth-Utt tagsüber in 2d3UKiCll kleinen Haushalt gesucht 017363 Selteröweg 5. tünM für (lief. Engroögeschaft sofort nefud)t. Schr. Ang. unt. 017364 a d. Gietz. Anz. Jnnser Kaufmann, 21 Jahre alt, mit allen kaufmännischen Arbeiten vertraut, sucht per L November passende Stellung auf kaustoann. Bnreau. Schr. Angebote unter 017329 an den Gietz. Anz. 11045h] Tüchtige Haushälterin in den tnittl Jahren, im VauShalt u. allen J-ächern 6ero., sucht für mögl. bald Stellung als Stütze, wo Hilfe vorh. Angeb. unt. 1099 an Herfo,Mittcld. «nn.-Erved., Gtesten. Fräulein fncht Stelle als Stütze oder Slinberfräuletn, rov Hilfe uorhanden. Nicht auStvärts. Schr. Angeb unt. 017310 g. d (Metz. Anz. la. FlickeH* Arbeit. Schr. Ang. ’nvt 0LW) a. d. «stch Hb*. Schr einer meister, Weuett Baue 15. ^iserlies FtHkr 120 ein breit, 215 cm hoch, mit 40 Scheiben, zu verk. 017359 Asterweg 2« L «leNMM i mit Tasche u. 1 3 v^letflc 1 mit Kasten zu verkaufen . 0173C1J Gjchweg 5. I Dreschflegel - Senfe, Würfel und eine ! Heugabel zu verkaufen ; 01735fr] Sandgasse 35. Schwarzer, gut erhalt. ‘ it t it nir älteren ; X* 11 II y Mann zu verkaufen 11128 | Renen Baue 15 I. Ueberzieher | I fXriebenöronre, fast neit • Waschmaschine zu verk. j Bismarckstraste 17 p. Brillanten Waschmaschiue flltt ZützWeAsse rrU'ÄUfc.’Sfm. Wen-Wäfer 5^----------»—r-----r (Marke Zeitz, Goerz usw.) vamen - Fahrrad Antiquitäten billig zu verk. 01/3651< «vin Sonnenstr. 32, Laden. , Model, ?ichtunacn Gut erhalt.kauft zu hohen Preisen au verkaufen. 017343 j Hans Kratz, Schachklui Mittwoch den 20. Qt 7'/j Ubr, Hotel Schtz TiNültliA-Dschlii, iisSshachtisiersKiM Die Mitglieder rocritu gebeten, sich am einem beteiligen u. Spiele jt zubringen. Schachfreti-is find willkommen. oi]g Der Borttau). MUWMHiliWMW Wichtig gnbe^W1' Stadtthtf MittVoid, iIUiftrooHTC M Giesjener Anzeiger (General-Anzeiger für Vverhefsen) Dienstag, (9. Gllober (920 fidrr unter llbron tritt brr Gießener jTtcid>i'nx*br;apei;r est'c sich um Uiyr wtn an Milch erhalten haben. Er fordert nicht nur die Aer^te, ftmbem das ganze deutsche Volk auf, sich zusammenzusliehen zu einem Appell an die gesamte Menschheit, nm dieser Barbarei ein Ende zu machend gebung. Aber er sah ihr doch immer mnh, bis btr Bäume des Lindemveges die vornehme geschmeidige Gestalt seinen Blicken enr-vgen. Und auch wenn er nichts mehr van ihr za erspähen rx-rmochte. gingen gewöhnlich nach Minuten hin, ehe er ferne Tätigkit wieder aufnahm. Leute nxrr sie zum vierten Male geknnmen, und reicher wie an den varaufgegangenen Tagen ahne jebe Begleitung Wenn sie dem Aparhe?er bleicher ericksimen nxrr als sanft, io mochte dos eme durch das fahle Licht des trüben, dunstigen Tages Hervar gerufene Täuschung sein. Sicher aber ivar jedenfalls, daß sie viel länger als gemölmlich tm Innern des Postamtes verteilte. Als sie endlich aus die Straße trat, hielt sie etwas Weißes tn der Land, das wie ein entfalteter Brief aussah. Sie ton sehr langsam die Straße herauf und begann im Gehen das Papier in winzig Lerne Fetzen »u zerreißen, die sie achtle auf den Stoben fallen liefe. Plötzlich blieb sie flehen und machte mit der rechten Land eine Be.vegung, erst nach der Stirn und dann nach der Gegend des Lerzens. gefunden Der gingen, ehe sie ihren Weg fart^tzte. Aber das ivar nicht mehr "Der gewohnte leichtfüßige Gang; es schvm, als ob ihre Glieder nur wLemsillig gehorchten, als ob es sie Anstrengung koste, einen Schritt nach dem andern zu tun. Und nun, kurz vom Eingang der Apotheke entfernt, hielt sie, dte Land immer noch auf dem Lerzen, abermals urne, indem sie zugleich wie hilfesuchend um sich sah. Mit einer Last, die seinem Wesen sonst fremd war, verließ Brandt seinen Platz hinter dem Ladentisch und trat auf die Straße hinaus. Ein flüchtiges Baudern nur, daun war er an ihrer Seite. „Fühlen Sie sich nicht wohl, gnärxge Frau? öLich, 16. Okt. Nachdem vor einigen Togen unser Stadtrochner und Präsident des Krteger- vereins L. Läufer nach 3-/2 jähriger russische Kriegsgc sangensckrrst in Sibirien ium heimgekehrt ist, veranstalteten die Beveine heute abend eine würdige Leim kehrer-Feier. Ein statt- Lessen-Nassau ia. Aus Nassau, 18. Okt. Für den Naif. Zcntralwaisenf'onds miß dm Landarm c n v e r b a n d sind an LausüollcVnf inS- gefamt 167 089 Mk. eingegangen Ter yfreti Limburg stehl dabei mit 13 175 Mk. an erffer und der Kreis Ufingen mit 3562 Mk. an letzter Stelle. Einer Gesamternmahmc von 318 694 Mk. sieht eine Ausgabe von 172 721 Mk. gegenüber. An Pssege- grlbern wurden für insgesamt 667 Waisen 167 696 Mark ausgcgeben. r«. Biedenkopf, 18. OV Nachdem Kreis deputierter Sck'worz sein 'JJtanbat niebergefegt, tritt an seine Stelle Installateur Loch- Gladenbach. . Arrs Stadt nnd Land. Gießen, den 19. Okt. 1920. Hcimtchrerlager. In Nr. 234 des „Gieß. Anz." fand sich die Notiz, daß rm ehemaligen Gefangenenlager eilt Leimkehrerlager jur Aufnahme von Flüchtlimfen aus dem Osten ernyerichtet worden sei. In Wirk- lickfkeit handelt es srch jedoch bei diesen Leuten nicht um Heimkehrer, also um deutsche Staatsangehörige, die iirt Osten vertrieben rourbeit und nun hi ihre alte Heimat zurückkelwen, sondern um Flüchtlinge von ungewisser Staatsangehörigkeit, meist russische und polnische frühen, die durch die Wirren rm Osten irr Bewegung gekommen und von ihren Lei mal ländern als unerwünschte (flemenle odgeschaben^«worden sind. Bielfad) befinden sich unter diesen „Ziellosen" auch Fahnenflüchtige, die aus Furcht vor der Einstellung in das Leer aus Polen beiertirrt sind. Tas Rrichsschatzmiriisteriuin beabsichrigt nun, etwa 4000 von d«sen Leuten, hier in Gießen in dem bisherigen Gefaoigenenlagrr unterenbrntgen. Welch ungeheuere Gefahr dadurch für unsere gefügt, die ihn vielfach besser über die Dien scheu seiner Umgebung unterrichteten, <üs es klarer taum int unmittelbaren persönlichen Berühr möglich gewesen wäre. Er -og seine Scksiüsse aus der Art, wie sich die Leute bewegten, aus dem Ausdruck ihrer Gesichter, aus der Beflissenheit, mit der jie einander suchten oder auswichen. Und der alte Sanitätsvctt, der sehr häufig bei ihm versprach, war immer aufs neue erstaunt, iperm der wortkarge Apotheker ein treffendes Urteil abgab über Persönlichkeiten, mit denen er nach seinem eigeten Geständnis kaum mehr als ein Tutzend gleichgültiger Worte gewechselt hatte. Wie er alles sah, hatte es ihm auch nicht entgehen können, daß die schöne junge Frau aus dem Landhauie auf der Lindenhöhe mm schon an bret aufeinwtderfolgenden Tagen zu derselben frühen Nachmittagsstunde allein durch die Lauptstraße gegangen nxrr, um in der Tür des Postamtes zu ver- schnanden. Wie dringlich auch die Arbeit fein iTT-xfete, mit der er sich gerade befaßte, war er doch jedesmal so lange müßig geblieben, bis sie das Gebäude wieder verlassen, um mit den raschen, ledernden Schritten, die eine reizvolle Eigentümlichkeit ihres Ganges auSmachsten, den :)tü±oeg einzu- schlagcn. Darauf, daß sie einmal in die Apotheke eintreten könnte, rechnete er wohl kaum Tenn sie schenkte dem Auslagefenster mit den Seifen, Parfümerien und kosmetischen Lilssmitteln ebenjo- roorig Beachtung wie den anderen bescheidenen Sehenswürdigkeiten der Tierenbnimter Lauptstraße. Immer lag ein gelangweilter und hochmütiger Zug in ihrem Gesicht, und sihon o« Art, wie sie den Kaps trug, ohne je nach rechts oder links zu blicken, wirkte wri ein deutlicher Beweis der Geringschätzung der kleinstädtrfchen Um- Tagung öes hessischen Doüsbnnöes. Dom Hessischen Dolks bund geht uns 'nachstehendes zur Berösfentlichung zu: Ter Landesoerband Hejseu-Nassau im „Hessischen Bolksbund" hielt am 9. und 10. d. Mts. in dem mit Öen deutschen, hessischen und Casseler Farben geschmückten „Nordischen öof" in Cassel eine zahlreich von Vertreten! aus allen Gauen oes Landes besuchten Tagung ab. In einer sehr unv- sangreichen Tazesordnung wurden an beiden Tagen zahlreich' Einzelproblcme eingehend beraten und eine positive Stellung gcm>mn:en Der Ortsgruppe Cassel, die bislang die Geschäste des Bundes als Vorort geführt l)at, wurde nach eingehendem Rechenschafts- und Finanzbericht das Vertrauen der Bertretertagun,g ausgesprochen und der Vorstand der, Or.sgruppe Cassel mit ter Weiterführung der Geschäfte des Landesverbandes Hessen-Nassau beauftragt. Gestützt auf eine sich ständig mehrende Gefolgschaft int Land? wurde nach wie vor als oberstes Ziel des Bundes die SBieberwretnigung aller hessischen Lande auf reiche-verfassungsmäßigem Wege, deren unmittelbare und von jeder anderen Staatsautorität befreite Einordnung in den Reichskörper auf der Grundlage einer in keiner Weise eingeschränkten Gleichberechtigung mit den Bruder- ländern, zugleich auch unter Ablehnung jeglicher Sonderrechte für irgend ein deutsches Land, bezeichnet. In diesem Sinne wurde als eine wesentliche Aufgabe die Vorbereitung für die kommende Abstimmung erkannt. Der „Hefsische Volksbund" tritt überall für die Pflege der Heimatkultur intb eine Sicherung der berechtigten Traditionen des Hessischen Volkes ein. In politischer Hinsicht gegenüber den Parteien seine Neutralität stets betonend, ^ihlt er zu seinen Mitgliedern Politiker aller Parteien imb eine ständig wachsende Anzahl von Frauen und Männern, die eine Gesundung unserer deutschen Verhältnisse überhaupt nicht auf dem Boden einer parteipoli- (ijdxn Organisation glauben erhoffen zu können. Allen Partikularisrnus ablehnend, hält der „Hes- sische Bolksbimd" daran fest, daß eine Gesundung unseres heutfdien Vaterlandes, eine Festigung der Reichseinheit intb eine Hebung bes Nationalgefühls im besten Sinne des Wortes nur aus einer föderativen Grundlage des staatsrechtlichen Aufbaues denkbar erscheint unter gleichmäßiger Verteilung von Rechten und Pflichten in allen deutschen Stämmen. Gemäß seinen Leitsätzen die Interessen des Reiches als oberstes Gesetz anerkennend und jeden ausländischen Einfluß ablehnend, oer- nnrft her „Hessische Bolksbund" den undeutschen Zentralismus und lehnt jede wie immer geartete fe)genannte ProvEnNalaup-nomie fm pveußischen Staate mit aller Entschiedenheit ab. da er die Einheit irn Reich, nicht aber im pveußffchen Staate sucht, dessen partikularistisch? Legemonialpolitik immer mehr in Konkurrenz mit dem Reichsgedanken, die Einheit des gesamten deutschen Vaterlandes gr- fährdend, tritt. Ein zu Ehren der auswärtigen Gäste oeran- ftaltoter „Hessischer Abend" gab einen Beweis von der tiesgründigeir Erfassung der Aufgabe, welche der „Hessische Volksbunb" sich auch auf dem Gebiete von Heinuttpflege und Stammeskultür gesetzt hat und bot jedenfalls einen vielversprechenden Anfang. *v Bon der Landes-Universität. Ter außeretatsmäßige a. o. Professor und Ablri- limgsvorsteher am hiesigen chemisdsen Laboratorium, K. Brand, ist zum a. o. Professor für angewandte Chemie ernannt worden. ** Volkshochschule, Bon heute ab werden tn der Ober-Realschacke die Anmeldungen für das neue Semeister entgegengenommen. Näheres besagt eine Anzeige im heutigen Blatte. Im eigenen Sntereffe der Beiucher e.nm'iehlt es sich, mit dem Einschreiben nicht bis zum. letzten Termrn zu warten. ** Das Darniederliegen der Bautätigkeit. Das Damiederlienm der Bautätigkeit bei aller Wohmmgsnot zeigt eine neue Ausstellung aus den deutschen Städten vom zweiten Viertel des Jahves. Ein Reinzugang an Wohnungen sand in den Großstädten mit mehr als 100 000 Eiuwohivrn überhaupt nicht statt in Aachen und Mtona. In Barmen kamen mir drei Wohnungen hinzu, in Bochum vier, in Neuköln stoben, in Mühlheim a. Nh. neun, in Stettin 10, in Gelsenkirchen 18, Saarbrücken 19, Krefeld 20, Dortmund 22, Elberfeld 27, Hamborn 28, Braunschweig 29, Plauen 37, Düsseldorf 49, Tharlot ten- 'burg 50, Leipzig 51, Mainz 52, Chemnitz 53, «Augsburg 58, Berlin und Wilntorsoorf je 60, Frankfurt a. M. 70, Karlsruhe 72, Mannheim 76; in Wiesbaden hat überhaupt keine Bautätigkeit statt gefunden. Ueberall sind auch sämtliche Holzhäuser, Not- und Kleinwohnungen, Wohnbaracken gezählt. So wurden allein in Hannover 30 Holzhäuser errichtet, in Bremen 70 Mot- und Klein - Ipohnungen, die später wieder beseitigt werden sollen. **MarkmarkeninRollenform. Briefmarken in Rollenform zur Verw-ndung in Frankierscheinen und Kontrollkassen wuo- den bisher im allgemeinen nur in Pfennige werten gebraucht. Die Reichspost bereitet jetzt auch solche in den Werten von 1 bis 4 Mk. vor. Die Rollen werden voraussichtlich Ende November ausgegeben. Auch die neuen einfarbigen Pfennigwerte sind jetzt in Rollenform von der Neichsdruckerei hergestellt und werden verkauft. Landkreis Gießen. tet Beu« rn: 18. Okt. Bei der zur Gebetbuch-Schwindelei augestellton Ermittlung hat sich ergeben, daß die Firma in Frankfurt, für die der Reisende an gab, tätig zu sein, überhaupt nicht besteht. Es sei hiermit vor foldjen und ähnlichen Sdmnndelcien gewarnt. Der 2lu$flang zum Naturforscherkongretz. Der Dan k der Gesellschaft deutscher fliaturforscher intb Aerzte. = Bad-Nauhei m, 17. Okt. Nachdem die Geschäftsführung der 86. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzto kürzlich schon den zahlreichen Emzelausschüssen, Den Nachbarhvchschulen und bn.Einwohnerscl>aft ihren Dmik ausgesprochen, nachdem auch von Teilnehmern des Kongresses schon Dankschreiben für die freundliche Aufnahme zahlreich alrs allen Teilen TeutfÄands und des Auslandes eingclaufen sind, wendet sich jetzt die Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte durch ihren Vorsitzenden, Prof. o. Müller (München), und ihren Gffchästsführer, Pros. Rassow (Leipzig), üt mehreren Briefen an alle, die sich um das Gelingen der Tagung bemüht haben. Sv gelangten solche Tankschreiben an die Bade- und Kurverwaltung, die Stadtverwaltung, das Postamt, an Geh. Med.- Rat Prof. Tr. Groedel für dve Geschäftsführung, an Hotelier Schotter für den Wvbnungs- intb 93er* kehrsausschufe, an Lehner Oswalo für den Presse- ausschuß, Dr. Burwiukel für den Beranstaltungs- Ausfckmß, Dr. Houn für den Vortragsraum ■ und Ausftollungs-Ausschuß. Alle diese Tankbriefe rühmen die umsichtige und revhlgelungene Vorbereitung, die allein den hocherfreulichen, geradezu glänzenden Verlauf Der bürgten, wie er kaum von einer anderen Versammlung vor dem Kriege in Erinnerung fei. Neben den wissenschaftlichen Beranstal- tungzn sei dieser Erfolg in der Hauptsache der überaus gastlichen Aufnahme durch bie Beirvhner zu banken. Diese herzliche ^Aufnahme in Weckifelwir- kung mit der Schönheit unb herbstlichen Pracht de- Badeortes werbe bei den 2600 Teilnehmern in dankbarer Erinnerung bewahrt bleiben und in vielen den Vorsatz einer Wiederkehr zur Erholung reifen lassen. Die „Münchener Medizinische Woch nschrifc", eine der berühmtesten deutschen Fachzeitschristeu, wirft im Hinblick auf die mit unserer Bad. stadt als Kon- grefeort gemachten vortrefflichen Erfahrungen die Ts-rage auf, ob Bad-Nanheim nicht auch als Heim für den setzt obdachlosen Kongreß für Inn ere Medizin gewählt werden könne So lange Deutschland anhaltenden Protest erheben muß gegen die Schmach, die Deutsch- im besetzten (Yebiet erdulden mußten, so lauge Wiesbaden als Viougrefeort richt ernstlich in Frag^ kommen könne, wäre kein anderer Ort geeigneter an Wiesbadens Stelle zu Ich bin der Inhaber der Apochek,-. Sännt ich iraend etwas für Sie tun?" „Ich honte Jtzten," erwiderte.sie leise. „Ja — wenn ich für einen Augenblick irgendwo eintreten Eörntto. Es ist nur eine Keine Schtväche; sie wett) bald vorübergehen." „Wollen See sich, bitte, auf meinen Arm stützen Wir haben nur ein ganz kurzes Stück yu gehen." Ohne weiteres leistete sie ferner Aufforderung Folge. An den Eindruck, den Vorübergehende von der Szene emp-'angen mochten, dachte sie in ihrem augenblicklichen Zustand offenbar nicht. Brandt zeigte sich sehr besorgt untr voll ritterlicher Teilnahme. Langsam führte er sie die wenigen Stufen zur Eingangstür der Apotheke fmxnif. Und als sie im Laden an gelangt waren, sagte er: „Sie werden nebenan im Wohnzimmer besser ruhen als frier. Wenn Sie es wünschen, fände ich auf der Stelle nach einem Arzt." „Nein, nein, das ist nicht nötig," wehrte sie ab. „Ich erlebte diesen Zustand schon ajterS; es hat nichts zu bedeuten." Sie ließ sich auch nicht auf das Ruhebett nieder, das er ihr anbot, sondern begnügte sich mit einem am Fenster stehenden Sessel. Ihr Atem ging sehr sckpvett, und ihr Gesicht war von wäch- ferner Blässe. „Nur einig« Minuten Ruhe!" hauchte fte. „Tocuu wird es vorüber fern." (Fortsetzung folgt.) Stobt erwachsen würbe, bedarf kaum einer näheren Begründung. Diese Flüch-lingc würden die sra't überfluten, die Lebensmi triuoi verschärien und die Bevölkerung mi; fttantbet.cn aller Art und mit Unxezieser, das als deren Träger in Btt rach! kommt, infizieren. Die öffentliche Sitttickckeit imh Gesundheit, dir Sicherheit vor Dieb arbl und Einbruch. würde durch oie Invasion derartiger Elemente, die nach Aln'ammung intb ftUliur.-aiüanb, moralische:'.: und fant.ärcm Berhal en in einem io grofecn Geienfatz zu de.' hi.-sigen Bevolterung flehen, daß sie als uncrrräglidber Fremdkörper em> siruden iverixm müssen, auf das Schwerste gesährdet werden. Cs bari auch mi; Beflimrn.heit angenommen werden, daß dre e M en scheu ma s .-n nicht in ftürze im'crc Stadt wieder verlassen, sondern voraussichlich auf lange Zen einen unerirrulich.n und verderblich en Zuwachs für sie bedeuten würden. Wenn ' ie Rci-. sr-'si nr.n es überhaupt für nötig hält. Liefe Seine mr.er. alb des deut sdton Rrictx::- zu belassen, was auf das En:schiedens:e bestriiteu worden muß, so ma] ii? dieselben ande rweit unterbringen, aber Misere Statt damit versdpnen. In mdr.iger Cr>cnntnis der ungeheueren Gefahr Hot innere Stadtv.w'.valtimg in daniens'nxrter Weise iofior. bi: nötiijcn Gegen maßregeln ergriffen ujth beim Amtscjcricht den Erlaß einer einiiwriligen .Verfügung .rivirk., durch die dem Reick'sfislus verbv.en :rirb, den Trieb zur Unter- briamung von Zivilpersonen zu benutzen, und zivar bei Meldung einer Geld fräse von 1009 Mark für jede entgegen diesein Verbot tm Lagrr int ter- gebrachte Person. Tie Stahr hat nunmehr innerhalb einer bestimmten Frist den Reichsfiskus zur Verhandlung über die Rechtzmäßrgkcit der eiitfllv.iligen Ver^ fügung vor das Landgericht zu laden, widrigenfalls diese auf Eintrag wieder auszuheben ist. Es erscheint fretgltd), ob d-as Reich sich in einen kostspieligen Rochlsflreit cmlaffen wird, dessen Aus- gtmg nid?t attzn zweifelhaft fein dürfte. Jedenfalls ist die Gefahr einstweilen beseitigt, hos- fentlid> auch sür immer. Obttttor aus in Bewegung, ^lunäch't :nurbe vom Krieger verein sei. em 1. Präiident« > ein Stänb- chen gelreadit Tic anderen Bereit'.« beteiligen )id) daran, bei L. Läufer ter letzte Lichcr Leim- febrer ist. Tiefes etäubdei ist ha er als eme Huldigung für alte Heimtchrer zu I^LiaäXen. Ter Präsident des Gr'augre:eins Eäciliu hielt eure Anspruch-, die Gefangtereinc trugen je einen stimmungsvollen Chor vor. L. Hausir dankte für sich und bie Heimkehrer. Tann ging es zur Turnkatte, wo lsi..- Begrüßungsfeier für die sämtlichen Leim lehr er jutttflurd. Tte Begriißw.gsred« hielt Ti. Waltw Er schloß mit einem Hoch aui daS dwitsche Baterband. ES folgten dtosaugoorträge dcs Geiangverri.iö Cacilia und Mumie: uuartetts, Ntrncrifche Aufführungen des Tumreieins unb sonstige Borträg-? Biel zur Uutorha.tung trug her ft’lub Gemüt.id)keit bei. Bon dtti Lennkehrern dontte i>:rr Häuser den Berrinen für die freundliche Auntahme. chLach Erledigung des llntorbal* tungsProgrammes schlotz sich ein kurzer Tanz an. Sirrte Llnttrrbach. rr. Schlitz, 16. Okt. Heute nackimittag brach indem der Bahn Verwaltung gcfrörcnbcit, von sechs Etscnbahnerfantilien benvlTntelt Beamtenlxrus ein Dachst uhlbrand aus, ter erl>-b ichcn Schabcu anridytoto; aud) die unteren Stockrä:'m« des Lmtses renrixm inztdi lsi eingcspritzte Wa' c mengen beträchtlich. in Mitl-ttdenschast gezogen. Ob bas Feuer vurch Selbstenlzfli:dung des aus bem .»bereu Boden lagernden Grummet oder durch .Sürzschittitz entslonde.t ist, steht dolnn. Nad) ein stündiger Arbeit war burd) die Feuerwehr die Gefahr beseitigt. 3weite$ Blatt Ur. 246 jfilres iar monatlich ein Drittel von jeder Art". uu’c Ter W. L 3. 4. krde unb bamit das furchtbare Erwachen ^«h Ob es der deutschen Regierung gelingt, die Franzosen und Belgier von der Unge- btuerlichkeit ihrer Forderungen zu nber- im Betel hhbif Touncrslag, 2i. q alikudS 8 Uir. tnfle.Sorbnini 1. ■i'iltte-. SflHa-,} Iionrberichi äulftellunfi ein. ß dervIM iüt 1t. ^orsiaiidöwabl Neuvcrvrichlünz | öütie, (rchödnst dfibteibtiiragi i andere wi(6t. ütq tnmtttpluavcr und dring nder Bedürfnisse durch steichatt.g Tiere oder Gegenstände ersetzt zu eben wünsch u. die auf deutschem Gebiet bei Jn- , j kafttreirn des gegenwärtigen Vertrages vor» |,[l lande: i sind. ' Nach § 4 „prüft der Ausschuß nach Ein- in Geländers Mittwoch beit 20. trefiountt 130 nm SlaxlriubeA'oflord ftvnhe. Hlilall siw i>äüerHo!.Anmk»a für Teilncbmer dl idjnuer an Schwan. iet^ sfcSIÄ 's SRiüS-: Jä h,;: fttSH L^rejnTl gang her Verzeichnisse, inwieweit die Liefen sing der in ihnen aupgefiU-rten Stosse und liere von Deutschland gefordert werden kann. Sei seiner Entscheidung trägt der Ausschuß 5cn inneren Bedürfnissen Deutsch- Lands s o weit Rechnung, wie es zur Aufrechterhaltung des sozialen unb wirtschaft- I chen Lebens Deutschlanbs notwendig ist". Er berücksichtigt schließlich das allgemeine Interesse der alliierten und assoziierten Re- x:erungeu daran, daß das gewerbliche Leben Deutschlands nicht so weit zerrüttet wird, daß seine Fähigkeit, seinen andern Wiedergut- nachungsverpflichtungen zu genügen, in «krage gestellt wird". Schließlich sagt der § 6, dcß „als unmittelbare Abschlagslieferung auf W- in § 2a erwähnten Tiere Deutschland zu- mgt, binnen drei Monaten seit Jnkrasttreken [jc-5 gegenwärtigen Vertrags die nachstehenden Mengen an lebenden Tieren zu liefern, und Berlin, 19. Okt. Geheimrat Professor Et Czerny weist im „LokalilN^eiger" auf ir grausamen Folgen hin, die die Ausliese- mng her von der Entente verlangten 810 000 Mchkühl' haben werde, besonders für die Ader, die infolge der Blockade während des MegeS nur das alkernotwendigste Minimum Die 810000 Milchkühe. Berlin, 16. Okt. Tie Mitteilungen, hie tmi dem sozialdemokrattichen Parteitag in Kassel über die neuen Tiersorderungen Frankreichs gemacht worden sind, haben allerseits wie eine Bombe eingeschlagen. Auf den be> teckiglen Aemtern roipb hier, nach der „Köln. 3tg " milgeteilt, daß die Angaben, die in Kassel gemacht worden sind, in.der Hauptsache zukrcsfei'. Nun sagt man. die Forderung sei nicht in 'rgendeiner 9ri).‘c erhoben worden, sondern >'ci aus einer langen Reihe D 0 H L t st C ii zusa in m enge ft e llt, die im Lau^e der letzten Monate h er eingegangen ist. In diesen Listen wird von den Franzosen all da-' l ;esührt,^was irgendwo als Verlust von irgendeinem Franzosen behauptet wird. Als red: ! : Unterlage dient der Paragraph 2a der ige IV zu Artikel 233 und folgende, der besagt: Tü fil g/rurtgen der al i «tten und assoziicrlrn nZthte j h nugen dem Wiebergutmachimgsaus- dwfe Berzcichniss«, enthaltend die Tiere, Ma- innen, Monlic ungsteilc, Maschinensptelc im iglischn: X :j,t Werkzeuge) und alle ähnlichen m .vaithcl nhälttichen Gegenstände, die von deutsch a 13 beschlagnahmt, verbraucht oder z«r- tort i sind ober bi unmittelbar durch tnl-.tü -ir1 Maßnahinen zerstört worden sind, unb ne ö< ‘ ii nannten Regierungen zur Befriedigung ”1 leigen unb ihnen das Verständnis für die unl- Mittwoch 1 ckkichbaren Folgen beizubringen, steht bahin. ‘ Sie hoch diese Forderung eigentlich ist, geht rrs dem „Vorwärts" hervor, der sie toie folgt 'wdjnet: 100 000 Stiere, 11150 Stück Rind- »ich, 52 000 Zugochsen und 810000 Kühe. •-iS seinen Mitteilungen ist ferner zu ersehen, •XB von diesen Tieren 500 000 Kühe und l®000 Stiere von Frankreich gefordert wer- ton, 11150 Stück Rindvieh von Italien, 2~Ö000 Kühe von Belgien und 100 000Äihe, ^l00 Zuchtbullen und 52000 Zugochsen von twrbien. Zuverlässigen Mitteilungen zufolge M die Reichsregierung gegen diese ’.ntberung bei der Wicdergutmachungskom- "•Ifion E inspruch eingelegt. für beten Sefoteiu Aablrcitbef. unb N lidjeb Cridjemen ktl fllieberetroiinfdilit1 WI0WWWW Schachtle Die fDlitdiith.. Tm jDiefc Tierlieferungen sind im heurigen Früh- W'.ahre in der Höhe von 140 000 Milchkühen Wirr Alter von 2 bis 6 Jahren, von 4000 1 Stieren, 40000 Färsen, 700 Zuchthengsten, Mit)000 Stuten und Stutenfüllen, 1200 Schasst Men, 120000 Schafen, 10000 Ziegen und ’ 1-000 Mutterschweinen ausgeführt wor- 1 ». Daß sie indes nur als Abschlagszahlung I] Mdacht waren, ist leider bisher vollständig *1 versehen worden; nunmehr kommt das dicke Nachdruck verboten.) Fortsetzung 13. st wiedtf -ieZalkner aufLinöenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. w8* X / bl-u" fl, M«K - r Em Zug von Mißtvccucn ton in fern Gesicht. "TaS willst du ihr schwriben? Doch hoffenlltcd ^hts, das sich aut meine Aeugerungen über Achun ««ht?" „Nein. T« sind tu memrm Innern begraben ®er ich möchte Gewißheit darüber besitzen, ob es •*n Sator recht sein wirb, mich wtederzwehen. Äch ich wünsche nicht, die Ursache einer Aus- ^vmg zu fein, die ihm fdjaben färotte." „Du mußt wissen, was du tust. Ich verlange daß du mich in jeder Form aus dem Sptel *5^1. Mein Name darf in beinern Briefe nicht werden — hörst bu?" f^he den Grund nicht ein. flber da du es ^gfl, muß ich wohl gehorchen." V 8ie schieden mit einem geschwisterlichen ftufe; 7^ sie rühtten beide, daß ein Schatten zwischen 7* gefallen mar, der sich nicht durch Mufecn Bvriatz ■’reer bannen ließ ♦ San '" -(.Ttem Arbeitsplatz am Fenster aus, der ^JW-tattete, den ganzen unteren Teil der Laupt- t?96, überblicken, sah der Apakheter Branot ^rhe alles, was sich im Laufe des Tages hier Bese 18.10. 79,50 Betr.: 3n Dir gebiet c Siegen 0ii 7.C/- Zürich - . . Amsterdam. Kopenhagen Prag . . . . Stockholm . Wien. . . . London. . . 24,78 83,60 18,42 NM dem Jnlerejs Gi nommen werden darf. Gießen, den 13 Oktober 1920. 469,50 305,- wohlschmeckend, ausgiebig, — keine Kriegssuppan — sind wieder überall käuflich. 247, — 471,- 309,75 74,25 340,- 79,50 67,80 62,80 63,25 161,50 320,- 228,75 199,50 171, — 164,- 180,75 177,50 641,25 382,75 386,- Burdi Dmfärben nid ehern. Reinigen Ihrer Winfer- Garderobe ersparen Sie leere famdiatop. Schnelle und tadellose Ausführung wird zugesichert. Seittllkke Schals, grau extra warm, vrima Wolle. Därme, Blasen und Gewürze $etr.: 6er vom 18 bun un nimm d duick di durch di mit sich mlaisuu Mell daß die der Bet, gestellt' Gi Warnen am Rodheimer Weg, Ervbewvgrmg 18 160 cbm Verschleifimg der Hohle am Bölzpfad, Erdbewegung 780 cbm 79,50 67,70 63,60 63,50 161,75 317, 227,- 198,75 171, — 162,- 180,25 179,50 604, — 382,- 379,- 398,50 288,- 299,- 620,50 500,- 401,- 299,- 253,75 500,- 251, — 465,- 310,50 383,- 385,- 423,- 293,- 300,5q 660,- 499,75 Seit.: 5 ,z In G * Hoeft w toi BMmg ( 2as i und Klau Er n hntgen E 2ie! Unser des Sintis Zuivi «t erheb |md, soga Giej 892 4,60 10,50 ®db Brief 16. OKt. 7,30 557,50 4°/oHesf.Staatsanl. . -, Electron Griesheim . 346, 381,- 383,50 388,- 305,— 310,- 620,- 505,50 402,50 297,- 250,50 23,78 24,53 83,47 18,42 Geld Brief 18. Okt. Marknotirrungen. Datum: «lefien, VMMWe 25. lef. 146 wo 983. Verfchleifuug der Hohle vor der Kmzen- bacher Mühle, Eritocweglmg 1265 cbm Versthiteiftn der Hohlen am halben Galgen und imierbalb der Eisenbahn Lollar— Wetzlar, Erdbewegung zusammen 1700cbm. Bläue und Bedingungen liegen auf der Kanzlei der Hess. Kulturinspektion Gießen, Frankfurter Straße 29, offen. Angebote kSnnen nur auf den von ims zu beziehenden Vordrucken gemacht werden, dir gegen Bareinsendung von □ Mark für Los 1 und je 1.50 Mark für Los 2—4 erhältlich sind. Shigebote sind ohne Textänderung mit .mtiprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei an Hess. Bürgermeisterei Heuchelheim ernzu sanden. Eröffnung Montag den 25. d. Mts., norm. 9 Uhr, auf dem Rathaus zu Heuchelheim. Datum: 5 °/0 Deut. Kriegsanl. 4°/0 Deut. Reichsanl. 3 % Deut. Reichsanl. 4°/0 Preuß. Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Creditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch.Gußstahlwerk . D.- Luxemb. Bergw. Gelsenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Obcrschl. Tisenb.-B. . Oberschles. Eisenind. . Phönix-Bcrgb.2lkt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. TleKtr. A. E. G. . . . Schuckert- Werke . . Felten- Guilleaume . Daimler....... Bud.- Gisenw.- Mt. . Adlerwerke Bekanntmachung. 3it unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen die Firma Johannes Hirz Gießen; angegebener Geschäftszweig: Kunsthandlung. Inhaber Johannes Hirz in Gießen. Das Geschäft ist auf die Kaufleute Hermann Hirz und Otto Hirz in Gießen übergegangen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 24. Juni 1920 begonnen. 111076 Dießen, den 26. Juni 1920. Hessisches Amtsgericht. Arbeitsvergebung. Für die Feldbereinigurrg Heuchelheim sollen nachfolgende Arbeiten vergeben werden: Los 1: Verschleifung der Lehmkaute und von Landwirtschaft. L i ch, 15. Okt. Die hiesige Lcmdw. Winterschule eröffnet am 3. November, vorm. 9.30 Uhr, ihren 13. Lehrgang. In richtiger Erkenntnis der Bedeutung, die der Landwirtschaft heute zukommt, sind die Anmeldungen bereits zahlreich erfolgt. Es sei noch darauf hingewiesen, daß der Zug ab Gießen 8.20 vorm. in diesem Winter nicht ausfällt. Auf die Bekanntmachung im Anzeigenteil wird verwiesen. B. Aus dem oberen Niddertal. Die nunmehr vollständig eingebrachte Ernte ist befriedigend ausgefallen. Das Getreide, besonders die Gerste, wurden durch die Trockenheit des Sommers in ihrer Entwicklung beeinflußt. Dagegen ist eine überreidte Kar toffelern te zu verzeichnen, die an Zahl und Größe die vorangegangenen Jahre weit übertrifft. Biele hundert Zentner find auf Grund der Lieferungsverträge bereits an die Bahn gebracht.- Dickwurz und Kraut ist ebenfalls gut gediehen. Die neue Wintersaat hat sich, durch das.Herbstwetter begünstigt, bisher rasch entwickelt. L t> - ’ SkkM-ZlMW L & 1.25 h?tM'SKWkskeii Aermel 25.03 ArM-Mskel 9.91 SMkil'SRseil bU,u„~ 19.25 Datum: Amsterdam- 'Jtotterö. Brüssel-Antwerpen . Chriftiania...... Kopenhagen Stockholm Helsingfors Italien London New-Bork Daris Schweiz Spanien Wien (altes) Deutsch-Oesterr. . . . Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . Die Gemeinde Obbornhofen hat einen erstklassigen Faselochfen per Submission abzugeben. Letzter Termin Samstag den 23. Oktober nachmittags 4 Uhr. Bedingungen auf der Bürgermeisterei daselbst einzusehen. Hessische Bürgermeisterei Obbornhofen: __________ Philippi.___________11113 Bullenverkauf. Die Gemeinde Oppenrod beabsichtigt, einen abständigen Bullen Donnerstag den 21. Oktober, nachmittags 1 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei öffentlich zu versteigern, woselbst die Bedingungen bekannt gegeben werden. 11123 Oppenrod, den 18. Oktober 1920. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. w ri bv ro i3n einem Teil der Auslage wieder ho! Internationale Tuberkuloftkonferenä. Puris, 18. Ott. (WTB.) Tic internrati Tuber ku lose ko uferenz wurde gestern unter dem Bositz des Ministers des Gesundhri wesens, Breton, eröffnet. ^Pwfessor PHili von der Universität in (Dinburg erklärte, einzigen Teile der Erde, ro? die Tuberkulose nicht ihre verheerende Wirkung ausübt, seien jenigen, wohin die Kultur noch, nicht vvrgedrm sei. Er habe feststelleu kömren, daß in den Ionien die Tuberkulose mit dem ersten SMomta aufgetaucht sei und in dem Mähe der komT«. Stellen Beschäftigung wachse. Das sei ein Zn» der noch unvollkommenen Zivrtii-^ Hon und beweise klar, daß eine wirksame 5b» kämpfirng der Geisel der Menschheit nur rM > Mackftung zlweier Hauptpunkte möglich sei: und Umgebung. Dieses Ziel tonne nur internationale Zusammenarbeit erreicht Werder von größter Bedeutung sei habet die A — Genf wurde als Sitz der internationalen einig ung für Bekämpfung der Duberttibose stimmt. Das Befinden des Königs von Grie^nlaft. Athen, 18. Ott. (WTB.) Tas Gutachten über das Befinden des Köni vom 17. Oktober abends lautet: Im des Königs kann eine leichte Besserung werden. Der Entwicklung der Krankheit weniger pessimistisch entgegen gesehen werden Der Theate'.streik in Paris. Paris, 18. Oktober. (WTB.) T Theater st reiks konnte gestern noch die zahl der Theater ihre Vorstellungen s lassen. sich wohl auch besser geeignet, denn der larqnä.rrt Minister der schönen Künste verstand sich s ., auf eine geschmackvolle Inszenierung seiner hebe.. ' würdigen Persönlichreil. Seit 30 Jahren ist i . r gueö ein beweglicher Sohn der Gasoogne, Abgc । t B netcr der Stadt Billeneuv? sur-Lot, war mehrn . Minister und hat den verschieß usteu Ressorts, . Unterricht, dem Innern, den schönen Künsten Kvl-mien, geschickt vorge, landen. Seine waren stets mit ihm zufrieden, und als ein eifrig I Verehrer der Frauen wußte er sich auch beten Paris jo wichitige Hilfe zu sichern. In all,. Wechselfällen und Schwankungen des bolitifc.i. I Lebens blieb er obenauf und bewies'die echt oognische Gabe und das Glück, in jeder Situativ | „auf die richtige Seite zu fallen". Ein Glü^.1 zufall war es auch, der ihn über Nacht berüit machte: er wurde nämlich der M i l l i o n e n c t >(• des Worenhausbesitzers Ehauchard. Die Kunst h^° - den geschmeidigen Politiker und den. schrullenhaM Millionär zusammengeftchrt „ Leygues lernt? irj etwa 30 Jahren Ebcm.chard Tennen und wurde bfil sein intimer Freund, der den ebenso eigenfam «r wie protzenhaften Millionär 6et dem EnE seiner berühmten Künstsammümg beriet, ssg Auswahl der kvstbaren Kunstschätze war also m nicht geringen Teil sein Verdienst, und noch n-ch- Hger war es, daß er Chauchari davon abh^, seine Sammlung an irgendeinen amerikanisctU Milliardär M verkaufen, sondern ihn $= stimmte, die Sammlung dem Louvre zu ti= machen. Jedenfalls zeugte es von nicht p- ringem drplomatischem Geschick, daß er i& zum Schluß die unverminderte Freundschaft g imb schwer zu behandelnden Krösus bewahrte uiü im Testament Chauchards mit 15 Millionc» bedacht wurde. So hat das Glück fernen Liebig in reichem Maße beschert, was auf Erden begehrex-- roert erscheint: die Gunst der Frauen, politis imb gesellschaftlichen Einfluß, großen Reichtum (nun zuguterletzt die höchste politische StelluNo. Versteigerung. Mittwoch den 20. Okt., von 2 Uhr ab, versteigere ich Drandgaffe 3: 2 Sofas, 2 große Spiegel, 1 Handnähmaschine, 1 Küchenschrank m. Aufsatz, 10fen, 1 Waschmaschine, 1 Waschmangel, 2 Tafeltücher, 24 Servietten, 1 Fahrrad ohne Bereifung, 1 Gasherd, 2 runde Wirlsttsche, 5 Stühle, 1 Anrichte, mehrere Bettstellen mit Matratzen, Bilder und Bilderrahmen, 1 Dtzd. Teelöffel, 10 Damen-Unterhosen, 4 bunte Bettbezüge, 6 Frauenhemden, 7 Herrenhemden, 6 neue Herrenhemden, 1 Herrenanzug, 4 Damenblusen, 1 feldgrauer Rock, Hose u. Mantel, 1 Handkoffer, 1 Leder- tasche, 8 Vogelkäfige, 12 Deckchen, 3 Herrenwesten, Schuhe und Stiefel, Kinderkleider, 1 Regulator, 1 Marmor-Standuhr, 1 Petroleumofen, allerhand Haus- il Küchengerätschaften, 1 Teppich, 2 Bügelöfchen, 3 Sätze Dörr°Apparate, Pfannen und vieles andere. Versteigerung bestimmt. 017349 H. Benner II., Auktionator Frankfurt Schluß- 1-Uchr- Schluß- Anfangs- Kurs Kurs Kurs Kürs Beschluß. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Bäckermeisters Hermann Flick in Gießen wird eingestellt, da eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Maffe nicht vorhanden ist. 111066 Gießen, den 13. Oktober 1920. Hessisches Amtsgericht. 2165,50 2169,70 2165,30 2169,70 483,50 484,50 481,50 482,50 958,- 960,40 974,50 973,50 7-:, 976,- 974,- 976,- 1378,60 1381,- 1383,60 1386,40 ---- 178,70 170,80 171,20 272,80 273,70 272,80 244,75 241,87 242,37 ---- 70,05 *kn Trst ?Ien' in den W diese V°ls 3 eine M die ?°ndnn Mt'gt 71 i- J1- soive C gebli Sneitelt te fe, Vevini^te». * Der glückliche Leygues. Ter Ministerpräsident, den sich Millevand, der «tus -em Amtsverlündigungtzblatt. ** Tas AmtsverkündigungSblatt Nr 150 vom 18. Oktober enthält: Anmeldung und Beschlagnahme von Urkunden und Wertpapieren aus Anlaß der Durchführung der Bestrinmimgen des Friedensvertrages. — Tie Wahlen zur Handwerkskammer. — Viehseuchen. — Feldbereinigun- aen Watzenborn-Steinberg, Nieder-Beismgen und Münster. Maul -und Klauenseuche. In Clinr- bach ist die ?)daul- und Klauenseuche amtlich frstgestellt werden. Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarttmg Climbach. Das Beobachttmgsgebiet bleibt unverändert. In Heuchelheim ist die Seuche erlosck)en. Die Gemarkimg Heuchelheim wird aus dem Sperrgebiet ausgeschieden und dem Beobachtungsgebiet eingegltedert. In Bettenhausen ist die Seuche erloschen. Tie Gemarkung Bettenhausen wird aus bem Sperrgebiet ausgeschieden und dem Beobachtungsgebiet ein gegliedert. Derckll u s b r u ch der Schafräude ist zu Villingen festgestellt worden. Gemarkungssperre ist angeordnet. 1 PräsL)ent von Frankreich, ertoö'Mt hat, Georges ' Leygues, ist zwar keine geistig überragende Per- 1 sönlichteiten, wie sie wohl Frmrkreich in beit jetzigen Zeitläuften braucht, dafür aber eine altbeicktrnte Pariser Erscheinung, deren Glück sprichwörtlich ist. Man bat ihm schon lange pwphezett, daß er ei2l- mal Präsident der Republik toetoen würde, und zu diesem mehr repräsentativen Posten hätte er Handel. Berlin, 18. Ott. B ö rsenstimmunas- bild. Bei Eröffnung der neuen Börsenwvche schien es, als ob die auf den einzelnen. Märtten heraus- kommende Werre nachhaltiger auf den Kursstanp drücken werde. Da ite aber glatt auficitommen wurde, imb auch sonst die Kauflust des Publikums anhielt, wurde der Schwäckteanfall bald überwunden, die Tendenz befestücke sich wieder. Die Nachfrage war aber nicht mehr so stürmisch rote m der Vorwoche. Dementsprechend toteren auch ibte Kursänderungen gerrngiugig, wobei auch darauf hiTizutveilen ist, daß g.'ringe Kursabschläge' aus einzelnen Gebieten sich erhielten. Iw Mittelpunkt des Interesses stand nach wie Mr der Montanmarkt, wo die bekannten Angliederunasbestrebmi- gen, die Jnleressenkäwpfe und glän^nde Abschlüsse sowie die Erwartung weiterer solcher, dem spekulativen Eifer immer von neuem Schwungkraft verleihen. Ms lebhaft und tvesentlich boher sind besonders zn nennen Gelsen tirchener, Mannesmann, Harvener und oberschlesisckL Werte und besonders Rheinstabl und Phönir. Von den übrigen Martt- gebieten sind wes, Pinselfabrik Nürnberg 349, Bin-gwerve 295, Spiegel und Spiegelglas fest 510.— plus 8 Proz., Hamburg Paketfahrt besser 183.—, Zellstoff Aschaffenburg 515.—, Auslands reuten ruhig und behauptet. 5 Proz. Gvldmexikaner 681.—, 5 Proz. Silbermexikaner 488.—, 41/3 Irrig. Mex. 405, 5 Proz. Tehuantepec 339.—. 5 Proz. Reichs anleihe 791/2. Frankfurt a. M., 18. Ott. Ster Getreidemarkt unterliegt vielfach der unsicheren Halttrng her Devisenpreise. Dies macht sich alter» dttrgs mehr in geschäftlicher Beziehung fühlbar, da sich die Käuftr größere Zurückhaltung anferlegen und nur dringende Abschlüsse bewerkstelligen. Mais fand zu behaupteten Preis en Aufnahme. Vereinzelt fanden auch höhere Forderungen Unterkunft. Größere Nachftoge bestand für Ersatzfutterstoffe. Vik- toriaerbsen in guter Qualität lagen hoher. Hülsen- ftüchte für Futter zwecke sind stark gesucht. Lupinen sehr ruhig. Auch in Seradella ist wenig Geschäft. Peluschken behauptet. Oelsaaten sind mehr beachtet. Für Raps bleiben die Preise imberänbert fest. Stroh findet gute Abnahme. Heu liegt fest. ÄWemßen 9 ^vrima 60 70 80 90 lav, 9.75 10.75 12.75 13.75 toMfrWa 9Cftri^Qrm 17.51 12.61 ÄevWMM 3.Z5 Müet-SltWfe warm 0 o Gr. 8 12.75, 6 10.75, 5 9.75, 4 O.lJ W »MWlWaÄW ' Mr Männer SM AM-WWOe Ti warm, alle Größen, vrima Wolle «.<<■ Kirche und Schule i. Ettingshausen, 18. Ott. Unser gestriger E rntedanffestgottesdienst wurde durch den Gesang des „Gemischten Chors" unter Leitung des Herrn Leilickt aus Grünberg verschönt. In der ErrttÄankfestlvesper sang Frau Pfarrer Margutb ans Seeheitm das „Vater Unser" mit prachtvoller Altstimme. Ihr meisterhaftes Orgel- spiel fand ungeteilten Beifall. cP Lauterbach, 17. Ott. Jni Konfirmandensaal hat am Freftag Pvof. Messer (Gießen) mit fernen Vorlesungen über „Grundpvoblem der Phllvsvphie" begonnen. Die gesamte Lehrerschaft des Kreises beteiligt sich baran. Auch der Kreis- direktvr, der Kreisschulinspektvr und hiesige Bv- ivvhner befinden sich unter den Hörern. Prof. Messer versteht es vorzüglich, in die schwierigen Fragen eiNzusühren. Auf Fragen, die im Anschluß an die Vorträge an ihn gerichtet werden, gibt er erklärende Aiusttrnft. Die Vorlesungen nehmen 'morgen ihren Fortgang. Der Kveisscbnltom- missivn ist es zu danken, daß sie im Anschluß an die setzt allenthalben zu Ende gegangenen Herbstferien den Lehrern die Tage für die Vorlesungen freigegeben 'hat. in II. 74° jMlil B r fiirhnti Lei »krl- Einmaliges Angebot MMk MMSk für MMlllM van Baerles Bleichsoda wird stets in gleicher Güte und Beschaffenheit berneiiellt. Man verlange daher van Baerleö Bleichsoda, da nach Freigabe des Wortes Bleich» soda durch die ReichSbehärde heule auch ganz minderwertige Produkte unter der fälschlichen Benennung Bleichsoda verkauft werden. Paket M. 1.60. [»** van Baerle & Co., Worms a. Rh. 70,57 46050 456,50 457,50 1116,90 1118,65 1111,85 1113,65 1004,- 1007,50 1001,95 1003,65 ---- 23,47 2".'" Knaben-3nififut Lucius Slorstbans bei Echzell, Oberheffen. Christl. Institut. Erziehung in kleinem Internat. Sexta bis Ober-Sekunda. Gesunde Lage am Wald. Reichl. Landverpfieguna. Pension mit Schulgeld: 4000 Mark. 11881 Praecevtor Julins LueiuS. Färberei Holland Tie Vergebung der Arbeiten an. einen oder mehrere Unternehmer, sowie freie Auswtchl unter den Bietern bleibt Vorbehalten. 11129 Gießen, ben 18. Oktober 1920. H«fs. Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach, Baurat. Bekanntnmchuug. Auf Beschluß der Schlachthofdeputation vom 11. Oktober 1920 werden für das Abbrühen der Eingeweide und sonstigen Teile von auswärts geschlachtetem Vieh die nachstehenden Preisemitsofortiger Wirkung festgesetzt: Für das Abbrühen der Eingeweide oder Teile derselben von einem Stück Großvieh 13,00 Mk. Desgleichen von einem Stück Kleinvieh 2,00 Mk. Es wird noch darauf hingewiesen, daß in der StadtGießen nach demLokalreglemen • )rr. 28.Mc»i 1886, das Abbrühen und Reins ten von Gingeweide'- und dergleichen mir im städtischen Schti-chthof oorg « i st Tri b\ bi 19. Oktober 1920 Zuhaltr-Uebersicht: Fleischbeschau. - Milchoersorgung. - Diehjeuche^n^—Dienstnachrichte». - JelM.relnigung (EHmgsbaufen. - (Befunb.n, ll 21 üm lElPtrc-f ..... ' 1UI|H Jvuu|iuiiiui uis jtuuiy freien und vom Throne Besitz ergreifen. WM 1 3 1 2 1 1 1 *ent muß die Verfassung in ihrem Bestände kt^rart ändern, daß die monarchische Staats- fam beseitigt ist. Erst batpt hört der König 2uf, König zu sein. Die griechische Verfassung ist, soweit besannt ist, in ihrem Fun- Ament geblieben, wie sie ist: die oberste ') wie vor repräsentiert xy I e n , iy. jürt. (WTB.) Das „Neue Wiener Tagblat^ meldet aus Linz.'Eine am Samstag von Vertretern dec Landwirtschaft, der Gewerbetreibenden, der Arbeitev- schaften usw. abgehaltene Versammlung faßte einstimmig eine Entschließung, worin sich die Versammelten in der Uebeo- zeugung, daß der Ruin der deutschen Gaue wirtschaftlich politisch nur durch einheitlichen Zusammenschluß und zielbewußte, gemeinsame Arbeit beseitigt werden kann, für den Anschluß andas deutsche Mutterland unter dem Namen „Deutscher Gau Osttirol" erklärten. Aus Kärnten. Bekanntmachung. B e t r.: Feldbereinigung Ettingshausen. In der Zeit vom 16. bis einschließlich 30. Oktober lfd >Js liegen aur dein Rathaus die Arbeiten des Zuteilungsplans tur Ein, ich t der Beteiligten offen. Ev sind dies: 1 tthAntoU] j.ic ui ertni ivurbt Mmißers te ßncr. Professor Phi in Würg crSänr, e, w die Iu6trhi!A Wirkung auiübt, itia tur noch nicht vorAnu i können, dog xr. tv b mit dm ersten sdlm i dm Mähe d.r bn wachse. Tas lei ent Jje lommencn Zivil, ir, daß eine ivrrfiaat 8 der Mvrschheit nur a ptvun'te möglich sei: i ses Ziel köme nur : lcnarbcit erreicht toetitri I sei dabei die Anzeigers itz der mtzmalT)nal3 i chmg der luterM jrl Bekanntmachung. Betr.: Maul und Klauenseuche in Ettingshausen un) Hattenrod. Ettingshausen und Hattenrvo ist die Maul- und Klauenseuche amtlich sestgestcllt worden. Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend aus den Gemarkungen Ettingshausen und Hattenwd. Die Beobachtungsgebiele bleiben unverändert. Unsere Bekannlinachuiig vom 25. August ds. Is. in Nr. 122 des Amtsverlündigungsblaltes sindet sinngemäße Anwendung. Zuwi^erhandstmgen gegen die erlassenen Anordnungen werden mit erheblichen Strafen geahndet, wenn sie lvissentlich begangen sind, sogar aus Grund des § 328 des StGB, mit Gefängnis. Gießen, den 12. Oklober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Welcher. Bekanntmachung. B e t r.: Milchversorgung. Gemäß der Bekanntmachung der Landes-Milch- und Fettstelle vom 18. Dezember 1917 sind die Kuhhalter verpflichtet, die Ge burl und den Abgang eines Kalbes dem zuständigen Benrauens- maun der Landes-Mild)-' und Fettstelle sofort anzumeliten Da durch tnc bisherige Führung des Viehkataslers diese Bestimmung durch die iveitergehenden Verpflichtungen, die die Katasterführung mit iid> brachten, außer Hebung gekommen ist, haben wir Ber- unlalsung, erneut auf diese Benimmung der Landes Mitch und Fettpelle vom 18. Dezember 1917 hinzuweisen mit dem Bemerken, datz die Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmung nach § 37 der Bekanntmachung vom 18. Dezember 1917 unter hohe Strafen gestellt werden. Gießen, den 15. Oklober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert. B etr.: Wie oben. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises mit dem Ersuäien, vorstehende Bekanntmachung zur Kenntnis der Interessenten zu bringen. Gießen, den 15. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in G r o ßen -B .l s e cf. In GroßenBuseck ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt lvorden. Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Gwßen-Buseck. Das Beobachtungsgebiet bleibt bestehen. Bekanntmachung. In der Zeit vom 1—15. Okl. 1920 wurden in hiesiger Stadt gesunden: 1 Mäppchen mit Inhalt, 1 Taschentuch, 3 Portemonnaie mit Inhalt, Papiergeld, 1 Pelzkragen, 1 Damen- uhrkette, 1 Brieftasche mit Inhalt: verloren: 1 goldenes Kettenarmband, 1 Ledertasche mit 1000 Mart in Wertpapieren, 1 wollener schwarzer Kragen, ein Bierzipfel, 1 goldenes Kreuz mit Brillanten, 1 Brieftasche mit 60—<0 Mark Inhalt und Legitimalionspapieren, ein silbernes Armband mit Uhr, 1 schmaler goldener Ring mit kleinem Rubin, Dalum 21. 9. 92 eingraviert, 1 silbernes Perlentettchen ohne Anhänger, 1 braunes Portemonnaie mit ungefähr 210 Mark Inhalt und 1 Portemonnaie mit 10 Mark, etlichen Straßenbahnfahrmarken und Brotmarken Inhalt. Tie Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Tie Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentag von 11—12 Uhr vormittags und 4—5 Uhr nachmittags bei der unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr. 1, erfolgen. Gießen, den 16. Oktober 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Gießen (Unionbrauerei). In der Unionbrauerei Gießen ist die Seuche erloschen. Die Gemarkung Gießen westlich der Lahn wird aus dem Sperrgebiet ausgeschieden und dem Beobachtungsgebiet für das Sperrgebiet Gießen eingegliebert. Gießen, den 13. Oktober 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Weicker. Königs von Gritchn« ft. lMB.) Tas äsi Zefinden des $h mds lautet: Jrn A leichte Aesserimg Ml jtj der jstankhtit tau ntgegengeschen itreif in Paris. :ober. WM.) T imfc gestern noch m t Vorstellungen 1 geitt- iM V*6»* Montag, den 1. November 1920, vormittags 10—11 Uhr, ÜZtt, wozu ich die Beteiligten mit dem Anfügen einlade, daß sdie stcichterscheinenden mit Einivendungen ausgeschlossen sind . Tic Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Tie Vorzeigung der neuen Gruiidstücke an Ort und Stelle findet Donnerstag, den21. Oktober 19 20 und soweit erforderlich, die folgenden Tage statt Zusammenkunft hierzu am 21. Oktober 1920, vo.mittag« 10 Uhr beim Rathaus. Die Offenlegung des Gvenzausgleichs mit Gemarkung Harbach erfolgt später noch. Friedberg, den 29. September 1920. Ter Hessische Feldbereinigungstommissär. S ch n i t t s p a h n, Regierungsrat. Haupttarten, aus denen auch die Bvnitätserhöhungcn lowie die Bewertung der Zuschnitte aus Nachbargemar- kungen zu ersehen sind: Band Zuteilungsverzeichnis; Bände Gülergefchosse I: Band Zusammenstellung der Gütergeschosse: Bande Gülergefchosse mit Zuteilungsplan: Band Abschätzungsoerzeichnis der Obstbäume: Band Obstbaumgeschosse: Pwtokoll über Aenderungen des Weg- und Grabennetzes. .. . Dagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet daielbst beste ten Ae i| »Ving staatsrecht EmLÄiM Mehört, König W »S Olf Arger geworden ^wirtlich erfolg Klagenfurt, 19. Okt. (WTB.) Heute übernahm &e Abstimmungskommission dieVeöwaltungder Bone A. Die Plcbiszit- kommissrni überträgt die Befugnisse an die interalliierten Distrikesausschwse, welche die Verival- tung der Zone A nach den Weisungen der Korn? mi'sion zu führen Haven. Die Distrifrsausschüs'e werden sich der jugoilaoischen Behörden, welche sich m der Zone A befinden, als Exckutiv.'rgane bedienen. Tie « iunoskawisckien Behörden haben nur von diesen Ausschüssen, nicht aber von ihrer Regierung, Weisun»ni entgegen zunehmen Belgrad, 20. Ott WTB.) Havas. Ter Minister des A utzern Trumitsch des jugoslawischen Königreiches hat Befehl gegeben, daß'die in das Kärntner Abstimmungsgebiet eingedrunge- ^En Truppen zu rückzu ziehen sind. Paris, 19. Oke. Wolfs.) Havas. Wie das „Echo de Paris" mitteilt, har di- Botschaf- t e r - K o n f e r e n z di? Mgierung in Wien wissen lasten, daß die Mstier-endas Ergebnis der Vo l ks- cbitimmung im BezirkKlagenfurtre- fpettieren würden. Die Gvonniäckste rech- den Erfolg verdirbt. Wollte man selbst rmehmen. daß Venizelo? seine Herrschaft wmii M endung. tM.. ■^uf,D*^5^an>-unQ-cn Oegeu die erlassenen Anordnungen werden mit erhebltch'n -strafen geahndet, wenn sie wissentlich begangen hn5, sogar auf Grund des § 328 des StGB, mit Gefängnis Gießen, den 11. Oktober 1920. ____________Kreisamt Gießen. I. B.: Welcher. Ticnstnachrichten des Zlrcisamtes. s.Sn den Gemeiitdcn Allendorf, Holzhausen, Kleiu- R e ch t e ii b a ch und O d e n h a u s e n iKreis Wetzlar- ist die Maiil und Klauen,eucl,e erloschen In den Gemeinden Gleiberg, B las b a ch, Mud erd bad) und Werdorf (Kreis Wetzlar) ist sie 4Aaul und Klauenseuche ausgebwd-en. Die Schutzmannahnieii sind mtgevrdnet. s und Klauenseuche unter dem Viehbestände des Abüeckereibeiitzers Gary in Marburg ist erloschen Die an- gevrtueten Schutzmaßregeln sind aufgehoben. Eine dentiche venischrist über Gberschiesien. Berlin, 19. Oft. (Wolff - Die Erg^nisse derbeutschen Untersuchung über dm Aufstand im oberschlesif dien Abstimmungsgebiet im ?lugust und September 1920 werden heute in einer vom Auswärtigen Amt her aus gegeben en T e n k s ch r i f t mit Anlagen dem Reidtstag übermittelt. Die deutsche Denkschrift be» lxmdelt zun ächst die Frage der Wahrung der Neutralität in Obersdstesien während der Vorgäng- in Katt-awitz oom 17. bis 19. August 1920 und schildert dann die von geheimen polnischen Kampf- vrganisationen ausgrhenten Operatiansvläne urb den Verlauf des Aufstands. ScÄießlich wird die Frage untersuchit, ob die Kampforganisationen und Klampipläne mit dem Aufstand im Zusammenhang stehen. Nach genauester Prüfung mußte diese Frage besaht werden. Es fleht außer Zivstiel, daß sich ter Augustaufstand aus den in Oberschlesien bestedeiiden polnischen.Gehcim- vroanisationen aufbaute und mit ihrer Hilfe burd» geführt wurde. Diese Aniiät wird u. a. auch dadurch brwiesen, da8 Mitglieder der geheimen Karnpsorganiiation, die in den polnischen Listen vorn Juli 1920 als Führer bezeichnet find, sich aud) in Führer posten am Au fstand beteiligten und ihn leiteten. Das geht aus der Art der Vorbereitung des Aufstandes und aus dessen cinheitlilher Leitung klar hervor. Die Oberleitung befand sich in Eichenau, vier Kilometer roeft- lid) Sosnowice. Das Au'treten panischer Soldaten und die V^ntvorgung der Aufständisden mit Wancn imd Muniti m wird durch das veröfientlid-te Material bewiesen. Tie Denkschrift beschäftigt sich weiterhin mit den für Ruhe und Ordnung in Cberid^eiien oer- '-«nbai ?en’ X V. itnb S;t W S» '^ihan bauon^**' fwümTfr* Mchick, „ MiS bctDahm ? M! 15 NiNi ' M ferm l! dn (fronen, „ 'M * ^'3 M Politische SttlLot Ztmtsoerfünöigungsblatt Rr. 151 --------- 1’51 JurtSSTx12-"ll ist, soweit ver n ^m«nt geblieben, nr j Staatsgewalt ist nach MM 0 1 den Monarchen, 1 f ®tfaffu'nnSnin6tn hefr antwort licken Organen, xie bcutidje sicher- । k i v »i n w u i vt ». xjxx. vyu.’ Hnurcme rerv- heitspolizei wäre in der Lage gewesen, ui neten aber andererseits darauf, daß Oesterreich die ihrer früheren Bewaffnung den Insurgenten ent-'Verträge von Verxiiaes und St. Germam nicht p'geniutreten. Dadurch wäre dem Aufitwid ein' verletze, die einen Anschluß Oei'e.reichs anTeu-ch sckmel.es Ende bereitet worden. Tie Denksch.r land ohne vorherige Genehmigung des Bvlb>r- geht %ud) auf die während des Aufstand’es von | vundes verböten. SiXen verübten Zerbrochen ein.. Die geschüderLu • U V • ^"kands kennt keinen Fall, der die Absetzung .IktM trtti .d Königs rechtfertigt. Es läßt sich höchstens ixftrilfW 6.8 ä01' daß der König sich seines Rechts als Mng begibt, wenn er aus der griechisch. mM «5 i Hodvxen Kirche aus tritt, oder wenn er H|5,9»”** . seinem anderen Staate die Krone annimmt. "Ä L' Men die Tatsachen den Schluß zu, daß der w 11 staatsrechtlich abgedankt hat? Hat er ' zu sein? Ist er griechischer . -o-~ pv.w^vcii? Seine Abdankung, wäre fSk^GrH", Ä ■ ^wirklich erfolgt, bleibe rechtlich schon um Ivl, j 11 ^»willen wirkungslos, weit erzwungene >.rndlungen nach allgemeiner Rechtsregel Willensakt darstellen. Aber auch nach u^i^-iellen Normen der Verfassung liegt uPL vor, der eine rechtsgültige Ao- r^n9 Erstellt. Wenn es also jetzt zum 61 der politischen Verhältnisse in kommt, kagn^Konstantin als König littwoch, 20. Gttsber 1920 SchrUftrahe 7. huuci(ine Uc.. ... .i fir Ölc Iag?stmmmer o.s zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Sreis für l mm höhe ,üv nzeigcn v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärt? 45 ‘Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz, vorfchrisl 20" v Aufschlag. Hauptfchriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz, für den Anzeigenteil: 5). Deck, sSmtlich in Gießen Der ungarische Thron. Berlin, 20. Oft. Nach der „Voss Ztg" itet in London, daß mau als König für ngarischen Thron entweder einen .navischen Prinzen oder den zweiten des Königs von Belgien auSerfetyen Ein bolschewistischer Sieg über wränge! ? ; toSho 1 m, 19. Okt. (WTB.) Aus au wird berichtet: Die Sowjettrup- errangen einen großen Sieg über ngel im Raume von Nikopob Wran- Kavallerie wurde vollständig aufaeriebcn vefiudet sich nach ungeheuren Verlusten voller Flucht. $te Wiedereittnahme von Minsk durch die Bolschewisten. o ndv n, 19. Okt. (WTB ) Der „Times" je melden die Bolsckfewisten die Wie- innahme von Minsk, das von den : aufgegeben wurde. ZelagerungSzustand in Rußland. Kopenhagen, 20. Okt. (WTB.) Ha- Nach der „Prapda" ist in 12 russischen Elements, darunter Moskau und rsburg, der Belagerungszu- b erklärt worden. ine ukrainische Siegesmeldung. openhagen, 19. Okt. (Wolff.) Das hie- .römische PrZ^biireau meldet aus Kamenei»- sk vom 16. Okwber: Der linke Flügel krainischen Heeres, der in der Gegend 7tarv-Konftantinvw-Ehvlnik-Sherpnra steht, von sechs feindlichen Infanterie- und zwei lenebrigaden, zusammen gegen 25 000 Mann, griffen. Die Bolschewisten, die an oen Stellen versuchten, die Flüsse Slucz und iu überschreiten, fmrrden mit schweren Ver- zurückgeschlagen Allein bei Sherynka eine Reiterbrigad.? von 2000 Mann vollstön- tfgerieben. Zwisckvn Mohllew-Vodolsk und Uschytza finden Kämpfe pvn lokaler Beden- tatt. Das ukrainische Oberkommando bereitet 4 mehrere Angriffe vor, da man entdeckte, i der Gegend zwischen Staro-Kvnstantinew ei Berdischew und weiter nach Norden bei nka Zusammenziehungen feindlicher Truppen tben. aris, 19. Okt. (Wolff. > Wie die hier er- nben „Neuesten Russischen Nachridften" mithaben die ufrainif(f)en Aufstän bischen »besetzt. Die Bolschewisten haben die Stadt nt. Ausweisung der Ruffen Sinowjew und Losowski. erlin, 19. Okt. (Privattelegramm.) Den Sinowjew und Losowski wurde n ihnen beantragte beschränkte Anienthalts- lisverlängeruny '.ugestanden. da sich ihnen m 23. Oktober kn ne Möglichkeit bittet, die hr nach Rußland anzutreten. Tie beiden strhTn bis dahin unter polizeilicher Aussicht, fentliche Betätigung ist ihnen untersagt. Delacroix. Brüssel, -9. Okt. (WTB.) Die „Libre. Beigigue" nnll aus guter Quelle erfahren haben, daß Delacroix mit seinen Kollegen bei der Rückkehr des Königs seine Demission zu überreichen beabsichtige und unter keinen Umständen an der künftigen Regierung teilnehmen wolle. 5chiedrspruch in den Lohnftreitlglelteu im Ruhrbergbau. . Berlin, 19. Ott WTB.) Vom Reichs- arbeitsministerium wird uns mitgcteilt: JmNeichs- arbeitSministerium tagte am Dienstag, den 19. Oktober, unter Leitung des Ministerialrats Dr. S i frier der zur Regelung von Lohnstreitigkeiten im Ruhrbergbau eingeefrte Schlichtungsausschuß. Als Beisitzer nahmen der preußische Minister des Innern Severing und der Vorsitzende des Reichs- koblenverbandes, Generaldirektor Köngster teil. Ter Schlichtungsausschuß fällte nachstehenden Schieosspruch, zu dem die Parteien bis xum 30. Oktober endgültig Stellung nehmen werden: Di? Löhne werden mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 a5 um 2 Mark für die Schicht für die unterirdisch Bei-düf- tigten und um 25 Pf. für die Stunde für die Arbeiter über Tage erhöht. Für die Arbiter unter 20 Jahren beträgt die Erhöhung die Hälfte dieser Satze. Verheiratete Arbeiter und alleinige Ernährer ihrer Familien im Sinne des § 8 Absatz 3 des Tarifvertrages erhalten vom 1. Oktober ab ein Hausstandsgelo von je 3 'jJlarf pro Schicht, das nach den Grundsätzen des Kindergeldes behandelt wird. Das Kindergeld wird um eine Mark pro Schicht und Kind erhöht. Die Einzelheiten der Durchführung sind in der Arbcitsgemeinschckft zu regeln. Obgleich der Schlich'ungsausschutz davon überzeugt ist, daß der Bergbau an der Grenze seiner finanziellen Leistungsfähigkeit aug langt ist, h^l er es trotzdem für nouren^ig gehalten, den Be g- (euten noch einmal ci.rc Lohrerböyung zuzusprechen. Lr ist sich der großen Trag.veüe dieser l.^rhöhuu^ «tus dem Amtsverkündigungsv ** Tas Amtsverkündigungc Nr. 150 vom 18. Oktober enthält: Anmeldi Beschlagnahme von Urf:mben uni) SBrrtJ aus Anlaü der DurcMhrmra ber Besttm des Friedensvertraaes. — Tie Wahlen zui Werkskammer. — Vichsnrchen. — Feldber< aen Watzenborn-Steinberg, Nieder-Bessrnc Münster. Manl-nnd Klauenseuche. In' bach ist die Maul- mtb Klauenseuche -estgcstellt martert. Es wird gebildet ein bezirk, bestehend aus der Gemarkung C Tas Beobachtungsgebiet bleibt unverände .Heuchelheim ist die Seuche erlösche Gemarkrmg Heuchelheim wird aus dem gebiet ausgeschieden und dem Beobachtun eingegliedert. In Bettenhausen Seuche erloschen. Tie Gemarkung Bette wird aus dem Sperrgebiet auSgeschieden n Beobachtungsgebiet ein gegliedert. Ter-A u c der Schafräudc ist zu Villrngen fe worden. Gemarkungssperre ist angeordnc Wrcfee und Schule i. Ettingshausen, 18. Oft. gestrigerErn t edankfestgvttesdien durch den Gesang des „Gemischten Chors Leitung des Herrn Leilrch aus Grünberg vi In der Erntedankfestivesper sang Frau Marguth aus Seeheim das „Vater Ihtfa prachtvoller Altstimme. Ihr meisterhaftes spiel sand ungeteilten Beifall. 0 Lauterbach, 17. Oft. Im' Kon densaal hat am Freitag Vrvf. Messer ( mit seinen Vorlesungen über „Grundpvob Vhilvsvphie" begormen. Die gesamte Leh des Kreises beteiligt sich barmt. Auch der direktvr, der Kreisschulinspefdor und hies» wvhner befinden sich unter bett Hörern. Messer versteht es vvrziiglich, in. die schp Fragen einzuführen. Aus Fragen, die i, schluß an die Vorträge an ihn gerichtet gibt er erklärende Auskunft. Die Vorlesung men 'nwrgen ihren Fortgang. Der Kreisst Mission 'ist es zu danken, dach, sie im Ansö die setzt allenthalben zu Ende gegangenen serien den Lehrern die Tage für die Vvrl freigegeben 'hat. Landwirtschaft. L i ch, 15. Oft. Die hiesige Landw. schule eröffnet am 3. November, Dorrn. 9.. ihren 13. Lehrgang. In richtiger Erkennt Bedeutung, die der Landwirtschaft he kommt, sind die Anmeldungen bereits zahl' folgt. Es sei noch darauf hingewiesen, i Zug ab Gießen 8.20 vorm. in diesem nicht ausfällt. Auf die Bekanntmachung zeigeuteil wird verwiesen. B. Aus dem oberen NtddertL nunmehr vollständig eingebrachte Ernte sriedigeich ausgefalben. Das Getreide, b die Gerste, tourten durch die Trockenheit de mers in ihrer Entwicklung beeinflußt. 5 ist eine überreiche Kartoffelernte ; zeichnen, die an Zahl und Größe die v gangonen Jahre weit übertrifft. Biele Zentner sind auf Grund der Lieferung^ bereits an die Bahn gebracht/ Dickwurz uni ist ebenfalls gut gediehen. Die neue Wi hat sich, durch das Herbstrvetter begünstigt, rasch entwickelt. MAG vehördliche Anzetg Arbeitsvergebunk Für die Feldbereinigüng Heuchle^-.... sollen nachfolgende Arbeiten vergeben werden: Los 1: Berschleifung der Lehmkaute und von Rainen am Rodheimer Weg, Erdbewegung 18 160 cbm Los 2: Berschleifung der Hohle am Bölzpfad, Erdbewegung 780 cbm Los 3: Berschleifung der Hohle vor der Krnzen- back^r Mühle, Erdbewegung 1265 cbm Los 4: Berschileifcn der Hohlen am halber: Galgen und uickerhalb der Eisenbahn Lollar— Wetzlar, Erdbewegung zusammen 1700cbm. Pläne und Bedingungen liegen auf der Kanzlei der Hess. Kulturinspektiou Gießen, Frankfurter Straße 29, offen. Angebote können nur auf den von uns zu beziehenden Vordrucken gemacht werden, die gegen Bareinsen düng von 5 Mark für Los 1 unb je 1.50 Mark für Los 2—4 erhältlich sind. Angebote sind ohne Textänderung mit out;brechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei an Heff. Bürgermeisterei Heuchelheim einzusenden. Eröffnung Montag den 25. d. Mts., vorm. 9 Uhr, auf dem Rathaus zu Heuchelheim. Tie Vergebung der Arbeiten an einen oder mehrere Unternehmer, sowie freie Auswahl unter den Bietern bleibt Vorbehalten. 11129 Gießen, den 18. Oktober 1920. Hess. Kulturinspektion Gießen. __________H. Steinbach, Bmrvat._________ Bekanntmachung. Auf Beschluß der Lchlachthofdcputation vom 11. Obiober 1920 werden für das Abbrühen der Eingeweide und sonstigen Teile von auswärts geschlachtetem Vieh die nachstehenden Preise mit sofortiger Wirkung festgesetzt: Für das Abbrühen der Eingeweide oder Teile derselben von einem Stück Großvieh 13,00 Mk. Desgleichen von einem Stück Kleinvieh 2,00 Mk Es wird noch darauf hingewiesen, daß :n der StadtGießen nach demLokalreglement uom 28.M» 1886, das Abbrühen und Reitst »en von EingLivetde: ib dergleichen nur im städtischen Schlachthof vorge nommen werden darf. Gießen, den 13 Oktober 1920. [JU21P Der Oberbürgermeister. I. V.: K liugspo ______________Hessisches Amtsgericht.______________ Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen die Firma Johannes Hirz Gießen; angegebener Geschäftszweig: Kunsthandlung. Inhaber Johannes Hirz in Gießen. Das Geschäft ist auf die Kaufleute Hermann Hirz und Otto Hirz in Gießen übergegangen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 24. Juni 1920 begonnen. 111076 Gießen, den 26. Juni 1920. ______________Hessisches Amtsgericht.______________ Die Gemeinde Obbornhofen hat einen erstklassigen Faselochsen per Submission abzugeben. Letzter Termin Samstag den 23. Oktober nachmittags 4 Uhr. Bedingungen auf der Bürgermeisterei daselbst einzusehen. Hessische Bürgermeisterei Obbornhofen: _______________Philippi.___________11113 Bullenverkauf. Die Gemeinde Oppenrod beabsichtigt, einen abständigen Ballen Donnerstag den 21. Oktober, nachmtttags 1 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei öffentlich zu versteigern, woselbst die Bedingungen bekannt gegeben werden. 11123 Oppenrod, den 18. Oktober 1920. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. UNWDWW offerieren alle Sorten 10749D Därme, Blasen und Gewürze W.Theisebach Söhne MW. WW 25. Tri. 148 M 983. bergestellt. Man verlange daher van BaerleS Blcichsoda, da nach Freigabe des Wortes Bleich- soda durch die Reichsbehörde heute auch ganz minderwertige Produkte unter der fälschlichen Benennung Bletchsoda verkauft werden. Paket M. 1.60. V** ______van Baerle &, Co«, Worms a. Rh. Knaben-3nififuf hucius bei Echzell, Oberheffen. Christi. Institut. Erziehung in kleinem Internat. Sexta bis Ober-Sekunda. Gesunde Lage am Wald. Reichl. Landverpstegung. Pension mit Schulgeld: 4000 Mark. »Wl Praecevtor Fulius LueinS. Färberei Holland Markt 11 Brt Omfärben ond ehern. Reinigen Ihrer Winler- Gariierohe ersparen Sie leere taBschatogei Schnelle und tadellose Ausführung wird zugesichert. Versteigerung. Mittwoch den 20.15b L, von 2 Uhr ab, ver- steigere ich Brandgasse 3: 2 Sofas, 2 große Spiegel, 1 Handnähmaschine, 1 Küchenschrank m. Aufsatz, 1 Ofen, 1 Waschmaschine, 1 Waschmangel, 2 Tafeltücher, 24 Servietten, 1 Fahrrad ohne Bereifung, 1 Gasherd 2 runde Wirtstische, 5 Stühle, 1 Anrichte, mehrere Bettstellen mit Mattatzen, Bilder und Bilderrahmen 1 Dtzd. Teelöffel, 10 Damen-Unterhosen, 4 bunte Bettbezüge, 6 Frauenhemden, 7 Herrenhemden, 6 neue Herrenhemden, 1 Herrenanzug, 4 Damenblusen, 1 feldgrauer Rock, Hose u. Mantel, 1 Handkoffer, 1 Leder- tasche, 8 Vogelkäfige, 12 Deckchen, 3 Herrenwesten, Schuh« und Stiefel, Kinderkleidsr, 1 Regulator, 1 Marmor-Standuhr, 1 Pettoleumofen, allerhand Haus- u. Küchengerätschaften, 1 Teppich, 2 Bügelöfchen, 3 Sätze Dörr-Apparate, Pfannen und vieles andere. Versteigerung bestimmt. 017349 H. Benner ll.a Auktionator. I nnrniiu &niujiuyi für MMkMllt Mchen-tzmSen 60 70 80 90 lang 9.75 10.75 12.75 18.75 SMen-Sk!Mn 8eftri^„rm 17.5h KiON'Ll!iekkMe^!'ü°L'L ir.A SiOer-tzilOWOe 3.75 MlU'MWse Km öcl*riot'7r Gr. 8 12.75, 6 19.75, 5 9.75, 4 OJd Ws.8rel-Anker;e8ge«r8.A Für Männer SlM'AM'sMSWtze T-n marm, alle Größen, vrima Wolle U.ld GeslrM Sltzals, UM ° 7- extra warm, vrima Wolle. . 0. (