Nr. <67 Der fcwfrenct X«|eiaer erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. 8<$»g6fectfr: Monatlich TJkrcfc 3.60 undMK.-65TrSgerl.hn. vierlaljLd I'chMaik IOSO undMk.l.SöTrägerlohn; durch die Post viertel- jährlich Mark 12. — ausschließlich BefteSgeld. Fernsprech-Anschfeste: grdieSchristleitung 112; erlag.GsschäfdssteSebl. Anschrift für Drc.h4nach. richten' er Liehen. Porsche ckonto: Zranyort a. M. U685 Erster Blatt <70. Jahrgang Montag, < . Juli <920 General-Anzeiger für Gberhesien druck und Verlag: Vrühl'sche U«iv.-Y»ch- uni> SteÄöruckerei 8. Lan^e. 5chriftleftnn-, KefchaftsfteSe mrd vruckerri: Zchulstratzr 7. Lknuqmc von Anzeigen für d.e Tagesnummer bis zum Rachmitlag vorher ohne jede ?stellt worden. Der potniiche Heeresbericht. Kopenhagen, 17. Juli. (WB.) Emern Telegramm aus Warschau zufolge meldet der polnische Heeresbericht: Im nördlichen Absch ftl besetzten bie Bolschewisten Smsrgon unb Osthmiany. Der Kamp festert am Oschonianflusse an. Tie bolschewistischen Angriffe nordöstlich Luzk in ber Richtung »rach dem Kniazsee unb in ber Gegend von Botow sind unter fedeutenoen Verlusten für den Feind abgeschbrgen worden. Die festigen Angriffe aus Luzk werden fortgesetzt, in der Gweird von Dubno greift ber Feind unaufhörlich an. Italien und Oesterreich. Wien, 17. Juli. (WTB.) Tie italienisch-? hat ber österreichischen Regierung zur Kenntnis gebracht, daß mit dem Tage des Austausches der Ratifikativnsurkunbeu über den Frieden von St. Germain die militärische Besetzung von Gebieten bmetfeilb Oe- erreichs durch iÄtenische Truppen ein Errde geftudte» habe. Der Friedezwischen Litauen nnd Rußland. Kowno, 17. Juli. (WTB) Litauische Ido- groDfenageniur. Tie Friede usdele gierten ausMoskau find hier eingetvoftcn. Die ixnipb- punkte des Vettw.ges sind lei»ingmrgslost Anerkennung der litauiicfen lluablcngur'cit, Zuerleu- ung der Hauvt^adt Wilna und der Stabte Grofero, Loba und Savnorrmy, AuL-ahl«rng iwn drei Mll- (innen Rubeln in Gold, ioirtnige Heimschnffung der Gefangenen unb Flückstlinge. Zu Berchrnp- lungen über die Ueb-ngabe Witmis und der anderen lilautfchen, von rufiiid>en Truppen festtz en biete begab sich eine Delegation noch Wilna. Die li au» ifeilen Truppen sind in Wilna einigmuft, von der Bevölkerung mit größter Begei kisckie Note betv.'ffend den F r i e d e n s p e r t r a g haben bie Alliierten eine' Antwort erteilt, in der eS abgelehnt wird, die Beslimmungen üfer Tl>ra- zeni, Smyrna, bie Grenzen Syriens und Armeniens abzuchrbern. tiefer bie Meerengen Hafen die Alliierten entschieden, daß die Türkei als Usermacht das Reckst haben solle, einen Delegierten, für den M e e r e n g c n a u S s ch u -u ernennen. Sie machen ferner eine Anzahl wichtiger Zugeständnisse wie z. B. Berzickst auf die Bedingung, daß die Türkei den Miierten alte türkischen Dampfer über 1600 Tonnen abzutvsten febe. Die Antwort besagt ferner: Wmn die Türkei ablehne, den Friedensvertrag zu unterzeichnen, ober nicht imstande sei, ihre Autorität in Anatolien wieder herKustellen, so würfen die Alliierten möylicher- we.se g zwung n fein, die für Konstantinopel getroffene Regelung in der Weise abzuöw.-ern, daß die Türken endgültig aus Europa v rt.i.-ben würden. Den Türken wird für die Unterzeichnung eine Frist bis zum 2?. Juli zugestunden. (Ein Uebereinfommen zwischen Italien, Japan, velaien und pertugal. Spaa, 17. Juli. (Wolff.) Huve.s Zwischen Italien, Japan, Belgien und Portugal wurde ein Uebercintommen ur.terzeichuet, um safort unter diesen Mächten einige Probleme zu lösen, die sich aus der Aenferuna des F r i e - bensver tra ges van Versailles ergeben: Art. 1 bestimmt, daß bie Summe, fee von Te'itschl>rnd als Wiet.ergutmackmng auf Grund fes F^ieidens'oertrages vm Versailles gefehlt werfe, wie folgt verteilt wird. England 22 Pro-, Frank- reich 52 Proz., Italien 10 Pro-., Japan 0.75 Prozent, Belgien 8 Praz. und Portugal 0,75 Pvoz. Tie reftlito 61/» Prozent werden für Griecktenland, £>en serbischrn, trociscfen unb’ sloiv?nisck)en Staat, sowie für die Mächte, fee auf Wiedergutmachung Ansprücfe erheben, aber das gegenwärtige Abkommen nickst mittrnterzeickMt haben, ter.eilt Art 2. D-e als Wiefergutmachung von Oesterreich und Bulgarien erhaltene Gesamt summe wird zw'ammen mit der Kontribution zu den Ausgaben stir die Befreiung der LÄrier aus fern ö-errr.chi'ch- 'ungarischen Staate wie folgt verteilt: a' zur eiich-Loattsck)e Staat unb Rumänien 60 Prozent. Art. 3. Tie alliierten Regierungen inerten untereinander fee nötigen Maßnahmen tre-fen für die Sicherstellmw dieser Zalstungen, folls nötig, werfen sie De u t s ch l a nd d u r ch A n l e ih e n he l f e n, fee dazu beftimml sind, seinen inneren Verpflicfe fcungen nack^ukommen, und fee es ihm gleichzeitig erlauben, seuie Schuldenbrst so schnell rote möglich abzusck)ütteln, um seinen Wiederaufbau mu vollen Kräften zu heben. Art. 4 enthält einz?Ine Bestimmungen über fee Aufstellung der Abr^mung für jede eft'-.feine Mackst von ter W,el> rgutmachungschmmisiion er beltimmt bie Regeln für fee Tlbsthriit und Lasst"corift. Art. 5 befiinrrnt die Maßnahmen, die Belgien eine Priorität von 2V2 Milliarden Francs rn Gold sichern, auf die es Anspruch hat, gemäß den Bestimmungen des Ueberei'.ckommcns -wm 26. Juni 1919 und für de Kategorien der Zahlungen, die für feefe Priorität bestimmt )uri>. Art. 6 präzisiert die Schätzungsmethofe der Schiffe, die konform der Friedensverträge von Versailles und St. Gernrain abgeliefert werden müssen, Tonne für Tonne, Platz um Platz und die Handels- unb Fischereilchttst, die infolge der kriegerischen Handlungen zerstört oder bescvädrgt worden, sind zu ersetzen. Er bestimmt außerdem fee für feefe Schiffe zu schiente Miete. Beiimmungen für Lösung der übrigen Fragen, fee durch die Entscheidung des belgischen Prr^engerichts aitt- gemorsen wurden, sind getroffen. wird eme auf die Anteile der übrigen alliierten Mächte erhobene Kompensation erhalten. Art. 7 bezieht sich auf die leichten schifte, auf die Schwimmdocks und das bas auf Grund des Protokolls vom 10. 6. 1920 geliefert wurde. , . . Art. 8 bestimmt als Kompensatton für die versenkten Kriegsschiffe, daß fee Trspostttonnr des Prowkolls vom 10 1. 1920. aut de» Erl^ aus bem Verkanf ba Srjegs;chckke unb des Strien moteri0 reserviert die Rechte Polens gemäß den Verträgen von Versailles und St. Germain inth b.jimmt, daß das Uebereinkommen auf Polen keine Anwendung finde. < Art. 11 wahrt die Rechte der Länder, die Belgien vor dem 11. 11. 1918 Geld geliehen haben, und sieht Bestimmungen für die Rückzahlung dieser Beträge sofort nach Zahlung der Belgien auf Grund seines Prioritätsrechtes zukom- ntenbea 2V2 Milliarden vor. Art. 12 wahrt die Rechte der Alliierten aus die Kredite, die sie gegen ehemals feindliche Mächte gewährt haben. Art. 13 bestimmt, daß die Frage der gleichmäßigen Festsetzung der Kosten der Besahungs- armeen zurückgestellt wird, um mit den Vereinigten ©taeien besprochen zu werden. Att» Sern lUicbc. Beratungen in Regirrung und Parlament. Berlin, 18. Juli. (WTB.) Amtlich. Das Kabinett ist gestern nachmittag zu einer Sitzung zusammengetreten, an der die aub Spaa zurückgekehrten Minister teilnahmen. Für die nächsten Tage ist folgendes Programm vereinbart worden: Am Montag und Dienstag wird das Kabinett Berichteüber die Beschlüsse von Spaa entgegennehmen. Am Dienstag abend ist eine Sitzung des Reichstagsausschusfds für aus- wärtigeAngelegenheitenin Aussicht genommen. Zu Mittwoch sollen die Ministerpräsidenten der Länder zu einer Sitzung eingeladen werden, und am Donnerstag findet eine Aussprache imReichswirt- s ch a f t s r a t über die wirtschastlichen Fragen statt. Der Reichskanzler 'm Freiburg. Freiburg i. Br., 17. Juli. (WTB.) Reichskanzler Fehrenbach ist heute abend kurz vor 10 Uhr von Spaa kommend hier eingetroffen, um an der morgigen 800jährigen Jubelfeier ferner Heimatstadt Freiburg teilzunehmen. Der Reichskanzler, in dessen Begleitung der Reichsfinanzminister Wirth war, gedenkt int Laufe des Montags nach Berlin zurückzukehren. — Aus Anlaß der morgigen Feier ist im Saufe des heutigen Abende das badische Staatsministerium mit bem befischen Staatspräsidenten Geiß an der Spitze gleichfalls hier angclommen. Die Universität Freiburg hat verschiedene Ehrendoktortitel vergehen, darunter au den bekannten Verlagsbuchhändler Geheimen Kommerzienrat Hermann Herder, an den Mitinhaber der weltbekannten Holz- bMrdlnng Himmelsbach, an dm Präsidenten oes badischen Landtags Rechtsanwalt Kopp und Im den Generalvikar und Domkapitular Karl Fritz. Selbstmord des Prinzen Joachim von Preußen. Berlin, 18. Juli. (Wolff.) In einem Anfall von schwerer psychischer Störung, hervorgerufen durch den Druck allgemeiner und persönlicher Schwierigkeiten, hat Prinz Joachim von Preußen, der jüngste Sohn des vormaligen Kaiserpaares, am Samstag früh in der Villa Liegnitz die Wafft gegen sich gerichtet. Die Verletzung war so schwer, daß der Prinz ihr gestern nacht erlegen ist. Eine Kund^bung Hindenburgs. Hannover, 17. Juli. (Wolff.) Hindenburg wendet sich mit folgenden Worten an die Oefsentlichkeit: Gelegentlich meiner Belästigung durch einen Minderjährigen sind mir zahllose Beweise freundlicher Anteilnahme von einzelnen Personen, Truppenteilen, Behörden, Städten, Zeitungen, Parteien usw. durch Telegramme, Briefe, Karten und Blumenspenden zugegangen. So unendlich mich dieser Ausdruck woh wollender Gesinnung aus allen Kreisen des Vaterlandes erfreut, so wenig vermag ich leider mich überallhin zu wenden, und bitte deshalb, meinen tiefempfundenen Dank in Form dieser Veröffentlichung aussprechen zu dürfen. Das Bewußtsein, daß viele meiner Landsleute meiner treu gedenken, mildert in mir das schmerzliche Bewußtsein, der Kugel eines Deutschen ausgesetzt gewesen zu sein. die LevrnrmitMe«erung. 5ns dem besetzten Gebiet. Kitte L e- ten 04(6, die die von der Regierirnn für die neue Ernte feft.gr R bien Preise für za hoch halten. Sic erklärten, daß sie zu solch hohen Preisen keine Erzruanisse abgeben wollten Auch halten sie den von der Regierung festg-cketzten Kartoffel- preis für viel zu hoch und wollen sich mit einem Preis von etwa 20 Mk. begnügen. Ferner verlangen sie eine Herabsetzung derP reise für Brotgetreide. der Landwirte einiu». freit, so müßten diese Verantwortung für bte Folgen ablehnen. Aus Die Arbeitslosenfrage in Hessen. oz. Bad Bildungen, 18. Juli. Aktion zur Herabsetzung der hohen densmittelpreise füll auch hier unternommen werden. Sie geht von den Landwir- Landes-Preisprüsungsstelle bet Cem Minißerckum des Innern miauet. § 2. Die LanDes-Pv isprüftmgsstelle bcfle./t au§ einem Vorirtzenden, entern stellvertretenden Vorsitze ttdeu nnb 16 Mitgliep-srn. Von beit letzteren, wird 1. die eine Hälfte aus bem Streife ber Warenerzeuger, der GvoßlKnbler und Kleinhändler, 2. die andere .Hälfte aus unbeteiligten Sachver- uäno-igen und Berbraucheru nach § 3 Absatz 3 der Vevotwnung berufen. § 3. Ter Vorsitzende der Landes-Preisprü- ftmgss'elle führt die laufenden Geschiffte, bereitet die Beschlüsse vor und trägt für ilyre Aussührimg Sorge. Er vertritt die Pr-stsprüfungsftelle nach; unsren, fi’Hyrt den Schriftwechsel imb unterzeichnet alle Schriftstücke namens der Prüftmgss.elle. § 4. Tie Art und Weisender Einladung zu einer Sitzung wird vvn der Landes-Preioprüfungs-- srelle feslgchtellt. Zur Gültigkeit eines,Beschlusies gelchrt, daß alle Mitglieder vorschriftsuMig ein- gelr:ben sind und außer dem Vvnitzeiröen ober dessen Stcllv-ertret-er wenig''üms je die Hälfte der Mitglieder der in 8 2 bezeichneten Gruppen erschienen ist. Tie Beschlütt'? werben nach Stimmenmehrheit gefaßt. Bei Stimmen gllckchhtt t_ ent scheidet die Äiimne des Vorsitzenden ober dessen Stellvertreters. Tie Verhandlung und Beschluhstlsfung sind nicht öffentlich. Artikel 56 Absatz 1 der Kreis- unb PvoviirsütlollMung findet entsprechende An- Wenbung. § 5. Heber jede Sitzung der Pveispcüftmgs- stelle ist von eurem beeidigten Protokollftihrer ein Pvo^'S^l austzunehmcn. Es nmß die n*eseMlichm Vorgänge erabalte?.i und ist Von bem Vorsitzenden und bem PvvdMlftihrer zu unterschreiben. § 6. Ticie Verordnung tritt mit bem1 Tage ihver Verküinvigung in Kraft. Darmstadt, 18. Juli. Der Hessische Bauernbund hielt heute nachmittag hier eine Protrstversammlung ab, in der eine Entschließung gefaxt wurde, die verlangt, daß mit dem beschlen- nigten Abbau der Zwangswirtschaft Ernst gemacht werde und in der gegen die Verschärfung der Zwangswirtschaft bei der Getreide- erfasftmg Protest erhoben wird. Sollte die Regierung nicht gewilit fein, auf die berechtigten Wünsche Auch Kautsky und Hilftrding twn den lln- abhüLaisen aus-cfch-lvfftn. Wie der „Vorwärts" meldet, wurde auf der Bezirtskonfercnz der Unabhängigen für Hessen-Waldeck einstimmig eme Ent- !chließung angenommen, Kautsky aus der U. S. P. auszuschließen. Auch über den Ausschluß des Chefredakteurs der „Freiheit", „H i l fe r d i n g", wurde verhandelt. Eine Erklärung Hurs. Berlin, 17. Juli. (WTB.) Mr erhalten aus Essen folgende Erklärung des RckchStags- nbgojebneten Hu 6: Tie Nach)«. cck)t, der „Rhemifch^ Westsäliscken Zeitung", ich sei ostentativ als Pwtest gegen die Haltung ter RegierungKvettrtter Von Spaa a bge re i ft, ist fal sch Tie Michl eiltet Pwie'es lag mir völlig fern. Ndr e Mis,w? als Sochveri'tänbtger in yergarbdterfvfwjeii nw. erledigt. TeÄolb bin ich abgereift. Unbesch^ader meiner Auffassung von der m Gerietlm Trag'nxntv der uns aufgeyrnrngenen, Kvh^eikverpflichtimg bin ich der Uebery.eugung, daß die Rechertmys'oertreieL ihren Entscheid nach getoiL.-en^urter llebeilcgitiigi aller Politischen föonfeuqen?/e;t getrofren 'f/ibcn, ich auch von meinem Standpunkt als So^talift zu beachten lxrbe. , Keine wirtschaftlich-!' RenglirSerung Süd- d-cntstlftands. Die „DarmstädtLr Zeitung" schreibt: In der Presse wurde eine Rck^ des hessischen Staatspräsidenten, Herrn Ulrich, lebhaft kommerrtiert, worin dieser ausg-ckühtt hatte, e-3 seien in Krei'en des Reichswirtschaftsmiinskeckums Bestrebilng.'n im Gange, Hessen wirtschaftlich auseinander zu reißen. Solche Absichten bestehen im Reichswirtschaftsministerium nicht und haben auch nie beftanben. Berwa 1 ttmpsm aßaahmen, die zu dieser Vermutung anscheinend Anlaß gegeben haben, sind lediglich aiö verwalttmgstechnischen Gründen erfolgt, jedenfalls aber nicht in der Absicht, Ob*t= Hessen dem Kasseler Wirtschaftsgebiet und Rheinhessen an die Rheinlands anzuschließen. Insbesondere wurden die Reichs ko rnrnissan ade in Mannheim und Köln lediglich ans nÄrtfdbaftfidyen Gesichtspunkten heraus nach vorheriger Borstäudi- gung mit den beteiligten Kreift'n errichtet. Die berechtigten Ansprüche der nnzelnen in Bettacht kommenden deutschen Länder sind bst dieser Regelung so weitgehend als möglich berücksichtigt worden. Industrielle Einschränkungen. ds. Ob er stein, 1. Juli. Die Oberstein- 3barer Industrie steht vor einer schwewn Krists. Sämtliche Betriebe fraten dis Arbeitszeit bedeutend meist um die Hälfte, herabgesetzt. Die Stadt hat umfangreiche Notstands arbeiten in Angrift genommen. Der Stadtrat beschloß mit 7 gegen 5 Stimmen, die Notstandsarbeiter im Lohne den städtischen Arbeitern gleichzustellsn. rm. Darmstadt, 18. Juli. Unter dem Vorsitz des Staatsprästbenten Ulrich fand am Samstag vorm>ttag in den Räumen des Ständehauses zu Darmstadt eine Beratung zur Hebung der weiter drohenden Arbeitslosigkeit u. der Beschäftigung Arbeitsloser statt, zu der die Vertreter der Behörden der Städte, der Arbeitsämter, des Handels, des Handwerks der Industrie sowie der Arbeitnehmer erschien«: waren, liebet die MöglickLeit der Beschäftigung Arbeitsloser in produktiver Tätigkeit wurden verschirdene Berichte erstattet und dabei die Ausführung großzügiger Anlagen mtb Pläne angeregt, wie u. a. größere Kanalbauten, Durchführung des Maur-Donau- kanals, der StichLanal vvn dem Rhein nach Darmstadt u. a. In der eingehenden Aussprache wurde das Recht und die Pflicht auf Arbeit besprochen und in erster Linie die Erwartung ausgesprochen, daß Industrie und Handwerk einen großen T^il der Arbeitslosen aufnehmen wird. Auch von der Stadt Darmstadt sind größere Pläne vorgesehen. Tie Gvundsrage bleibt aber bei allen Ausführungen die Geldfrage, ohne die sich nichts ausführen läßt- Auch hierüber fanden, längere Erörterungen statt intb es werden alsbald weitere Schritts geschehen. Die Errichtung einer Landes Preiäprüfungs- stelle bei dem Ministerium des Innern. Tie amtliche „DavnMdter Zeitung" bringt folgende Bekannttmrchung: Auf Grand der 88 10 »und 3 Absatz 5 der Be- ■ kanntmachung des Mmdesrats ffiber die Errichtung von PvetsprüfungS^ellen und die Bersvrpungs- regelung vorn 25. Sept-rnL-er 1915 iReichs-Gesetzblatt S. 607) wird svlgen-des bei inmtt: 8 1. Zur Durchs'chrung der den Preisprüfungsstellen durch die Bekanntmachung des rats vom 25. SevtemLcr 1915 übertragenen Aufgaben im Bolksi-aot Hessen im all gemeinen und zur einheitlickien Zusammeirfaftung der Tätigkeit sämtlicher Preislprüfungsstellen Hessens wird eine Die Flagge unter Kontrolle. df. Mainz, 17. Juli. Die Hohe Kommission hat bestimmt, daß das Flaggen aller Fahnen in nationalen oder anderen Farben ohne Anmeldung bei dem Kreisdeiegierten 48 Stunden vor dem beabsichtigten Hisien verboten ist. Die Kommission verlangt jetzt sogar die Angabe barüber, aus welchem Grunde geflaggt wird und die genaue Angabe, wo die Flagge erscheint. Ams Stadt «ttö Land. Gießen, den 19. Juli 1920. Frauenarbeit im Dienste der technischen Nothilfe lautete das Referat, das Frau Emmy Retzlaff in einer Mit^liedecv-rammlimg des Gießener Hausfrauen Vereins am 8. Juli brachte. Ausgel-end von der Entstehungsg-efchichte der Technischen Nothilfe, welche im JalM 1919 während der dauernden Berlins Streikunruhen als sogenannte „Technische M:estung^^ ftrs Leben gerufen nnirbe, um ixunt durch das Reichsministerium ves Innern zu einer zivilen Organisation ausgcbaut zu wcrdeir, kam die Rednerm auf das Streikrecht als solckies zu sprechen. Tas Streikrecht besteht und ist als berechtigt aitcrfcnnt worden. Aber jedes Recht findet seine natürlichen Grenzen da, wo Lebens- bebütgung und Gesundheit der Allgemeinheit ge- fähibet toerben! Zu einer Stillegung der soge- uaimten lebenswichtigen Betriebe, als Elektri- zitäts-, Gas- inrb Wasserwerke, bars es niemals bd einem Generalstreik kommen! — Auch darüber hinaus müssen einzelne Betriebe unbedingt aufrecht erhalten toertxn: so die Külftanlagen, Schlachthäuser, Zuckerfabriken, Bronnereierl, Mühlen, Transport von rerdeichlick-en Lebensmitteln und ix*r Handel mit ihnen die Totsnbestatttmg und ebenso der uneingeschränkte Kranken- hausbetrieb. Fürstin uftv. leger ebenfalls in guten Hängen. Nicht ganz auf txr Höhe wavm die Leistungen des, übrigens auf die Hälfte reduzierten Chors, namentlich im Trnz, der bekaninttich |ü viel BLeutung tit j^cr Operette hat. Schließlich muß noch des Orck-esters gedacht werden, d.is unter fieitimg ■oon Kapellmeister Ro- ther seins nick« leichte Aufgabe (b^rmdercr Wert ist auf Rykbmik und Schittiecung zu legen! im Ganzen recht gut löste. Dem Schlagzeug wäre hin und xxy.e; Wit tiitr«!6 .,1 Ä fiw ,i h uitb w b Punl^ lur r ** Sese HtkLoE Tedinifu^/.1 O, mut W? ; ohcn;^£ ! »ui«"”12“ y jje Ä i >-ttiunani ° morge !i & Uni ß Ml 2r. < ^mnaiium " 2 ie 2 faltet am M't ; in Saale des Q ' liche Hauptvers. Berstigunt v Ml! ErW imb Mrtjchaftz A. und W. i Rei^-ackeitsm der Äadt G-ch .. §1. Sie! Md dttpflichii fttüverfenbe ? -binnen 3 Tag. •'JiQBgw zeigen. . § 2. Heber ’-n w hausb fügen, icemi Mechlb acht «inen Whnu 'aluilmachung W Dom i w taenn die 5 der gl ’W.genomn _J-Vt 3uit zu Lims AKörde ff^agm «wnbanmg it Mtatvertra bet u] ^ober Gieß Der Obe §4unb5 ordn L- H. ft -Kd D fofrliuNin ’nö)! Kunftmesse eröffnet ilyre Aus-' ellung in den wun- dervallen Mumen des RöurerS bereits am 25. September, einige Tage vor Beginn der ei-gvMichen Messe. Tie Verweigerung fiitbct bann in der letzten Meßtagen im Kaifersaal dss Römers statz Ein weseirtlicher Teil des erzielten Gewinnes flieh der Kunstpflege der Stadt ' . zu. Eines der Hanptverdienste dieser Frankfutter Kirnstmesse ist es, daß sie bent Kunstchandcl neue Kauferscharen zuführt benn die Messen bringen ein zahlreick^s Vaufttäftiges Publikum noch Frankfurt. Dmrn kommt für die neuen Messe Abcktionen lftnzu, daß wirtlich erste Kenner dahinter sdehcn und der Bietend? die Gewißheit erhält, nur mirf1 lich gute Ku ns. wäre m erhalten. „Tie neuen Kun stauktioneu der Frankfurter Messck', sagt Biermann, „haben aber neben allen Vorteilen, die sie gerade dem deutschen Kunsthandel für den Verkauf feiner Ware bieten, noch einen großen ideellen und praktischen N-ttzcn für bte deutsche Kunstpflege. Denn ihr Erlös fließt nicht in die Taschen des ei-nzelnert Unternehmers, fmtbftn kommt den städtischen ©ammlnngen, dem Neuausbau des Frank* furter Kunstlebens im weitesten Sinne zugute. Gelingt es aber Den berufnen Persönlichkeiten, die an der Spitze dickes Unternehmens ffe'xm, das Berttauen weitester Kreise für den Gedanken und die Qualität dieser zweimal Jährlich stattfindcaden Bersteigerungm der Kunstmesse zu gewinnen, dcnm wird auch ba» Auslanb nicht zirrückstehen, fw vielmehr sehr sckMll daran gewöhnen, einen Teil seines Bedarfes an erstklassiger Ware regellnäßtg in Frankfurt zu decken." Taß es beim Generalstreik im März 1920, entgegen ber Parole be r Streikleitung, zu Streiks in Wasserwerken gekommen ist, daß somit in Krankenl-äusern die notwendigsten Verrichtungen unterlassen werden mußten, ist ein direkter Rohheitsakt. Mit allen Mitielic muß deshalb die Wicder- holung solcher Aussckyteitungen vcrWtet werden. Tie Regierung wird bei einem. Wiederausbruch des Streiks im vollen Bewuchsein ihr na- m«ttlich> durch hauswirlschaftüche Tätigkeit bei ber Beköstigung der in den Betrieben arbdtenben Nothelfer. Gat:z beso:tders ausgrdehitt ist auch das Feld der Notl-elferinnen bei landwirtschaftlichen Betrieben, nanr.'ntlich, wenn Borkenntnisse für ßair.xrrbdt, Molkerei, Brehplege und Melken vorhanden fiitb! i Tie Nothelsevinnst sind nicht ehrenamtlich beschäftigt, fonlKm sind bezahlte Arbeiterinnen denm während der Einberufung neben freier Becplegung evtl, auch Unterkunft Sihrt wirb. T^e Helferinnen erleiden keinerlei oder Gehaltseinbußen, fonbmt noch die Bezahlung derjenigen Arbeitskvaft, di- sie ersetzen. Gegen Unfall und Krankheit tverden sie versichert! — AirS den ,,Berp-lschtungSscheinen", die snvM Ost-Anlage 111 (Bmnau der Techn. , Nokhilfei als auch Stephansttaßs 27 parterre zu haben si:Ä>, fmb' alle Einzl1hr iiB Tale de» SW „^nhfiihrü“ li 1920. Heuser. h.yennerll.,AMonM,Kr»st»ä.Ltr.S. Annahme o. Versteigerungen all. Art, auch einz. Stück«. Bekanntmachung. Der Boranschlag dec Gemeinde Climbach für 1920 Rj. liegt von Dienstag den 20. Juli bis einschließlich Mo«tag den 26. Juli 1920 auf der hiesigen Bürgermeisterei zu jedermanns Ein- Es ist die Erh-Lung einer Umlage beschlossen, der auch die Ausmärker hermtgezogen werden. Gruningon, den 19. Juli 1920. Bürgermeisterei Grüningcn. ent ehten Vertrag mir dem Zugewiesenen oder her Gemeindcbel>örde feftgefcht oder die Festsetzung iv-rgen mtverhältnisrnäßiger Nachteile für den Ber- Anssiand auch aus die Wasser-- und (Aektri-itäts- werksarbeiter au^udehnert, Ixitten keinen Erfol, darum emgetonimen, aus Der Ort Klasse D versetzt zu werden. Kreis Friedberg. sicht offen. Climbach, den 19. Juli 1920. Hess. Bürgermeisterei Climbach. Stein. BerfügungSbeschränkung bei Abschluß von Mietverträgen. Mit Ermächtigung des Hess. Landes-Arbeits- uitb Wirftck>aflsamtS vom 14. April 1920 (Nr. L. A. und W. 6833) und unter Zustimmung des slieichtarbeitsmimsters orbne ich für den Bezirk ter Stadt Gieren folgendes an: § 1. Die Hausbesitzer oder ihre Stellvertreter und verpflichtet, freie, gekündigt; oder sonsttvie heüvcrbcnbe Wolmräume. Lädm imd Werkstätten Kircbc tttiö en. Leihgestern. 19. Juli. Gestern mittag sand hier daö De kanats kir cheng esa n g - veretnsfeft statt. In der üb.wfüttte-n Kirche sang der Gemischte Chor von Gießen und .Leihgestern. Pfarrer Ausfeld - Gießen hielt die Ansprache. Später bereinigt en sich die erschienenen Vereine mit vielen Gästen aus Leihgestern und Umgegend auf der Rindsmühle, wo Pfarrer Hainebach die Gäste begrüsste und Dekan Gußmann für die gastliche Aufnahme dankte. Cs wurde sodann eine Reihe gut eingeübter Lieder der gemischten Chöre von Annerod. Gießen, Leihgestern und Heuchelheim, wo ein stattlicher Verein seit 6 Wochen entftauben ist, t»r getragen. Hessen-Nassau. Der Streik der Frankfurter Gusarbeiter. df. Frankfurt a. M., 18. Juli. Der Streik der Frankfurter Gasarbeiter dauert fort. Der Magistrat ist unnachgiebig und nicht gewillt, den Forderungen nachzngeben. Die ganze Bürgerschaft steht hinter der Stadtverwaltung imd verurteilt einmütig das Verhalten der Gasarbeiter. Die Stadt hat den 700 streikenden Arbeitern eine Frist zur Wiederaufnahme der Arbeit bis Sonntag früh 10 Uhr gesetzt. Versuche der Streikführer, den Sämtliche hiesige uständiger Stelle in die l'b. Schlitz, 17. Juli. Staatsbeamte sind an Vereinigung der Zrmnde der hnmüniftischen Gymnasiums Tagesordnung: I. Jahres- und Kassenbericht. 2. Neuwahl des engeren und erweiterten Vorstandes, sowie Aenderung des § 5 der Satzungen. 3. Etwaige Anträge. 4. Verschiedenes. Anschließend Referat: „Die MkM volksvaürl in der inneren und Süßeren Mlil M den üelSslszsmdlen." Nur Mitglieder haben Zutritt; vollzähliges Erscheinen derselben dringendst erwünscht. Versammlung Dienstag dcu 20. Juli 8'/4 Ubr abenbd im groben Hörsaat der Unioerfttat Bortraa des Herrn Professors Dr. Gundel: Vorschläge zur Reform des Gvmnastums. Ausjorache über die ausgestellten Leitsätze. e. Morgen ivÄ' ei Grieb, W- irter 5traBe,-Qn/ gegeben. Sui nuiteW bM» 8. Milteilungen. Gäste willkommen. tekimen 3 Tagen dem Städt. Wohnungsamt nach Naßgäbe des hierfür vorgesehenen Vordrucks anal zeigen. § 2. lieber die angezeigtm Räumlichkeiten bür» irr die Hausbesitzer ober ihr: Vertreter nur ver- Ähi-flen, wenn ihnen bas Städt. Wohnungsamt nmerlxilb acht Ta^l nach Eingang der Anzeige feinen Wohnungssuchenden gemäß § 4 dw Bc- brnntmachuitg über Maßnahmen gegen Wohnnngs- nwmgd vom 23. September 1918 zugttviesen hat floiWT wenn die Räume innerhalb di'.ser Zeit ge» meß 8 5 der gleidxn Bekanntmachung nicht in An- ftruep genommen worden sind. Tie Zuweisung eines Wohnungssuchenden wirft zu Gunsten des Zugewiesenen und der Ge- nremdebehörde solange als Verfügungsbeschränkung te Per sügungSbere cht igten, bis entroeber der Niet vertrag mit dem Zugewiesenen im Wege freier J^reinlxnung abgeschlossen ist ober das Einigungs- Versteigerung. Wegzugshalber versteigere ich Mittwoch den 21. Juli von nachmittags 5 Uhr ab auf Textors Terrasse:2 kompi Betten, 1 Kleiderschrank, 1 Sofa, 1 Waschtisch, 1 Nachttisch, 1 ovalen polierten Tisch, mehrere andere Tische, 1 Küchenschrank, 6 Stühle, 1 Spiegel, 1 Kinderbadewanne, 1 Kindersitz« und Laufstuhl, 1 Ofenschirm, 1 Barometer, 1 Opernglas, 3 Vogelkäfige, 1 Paar lange Stiefel, 10 Bilder, 1 fftagcrc, 1 Bräter, 1 Küchenwage, 1 kupfernen Kaffeekessel, 1 Revolver, 1 Garnwinde sowie Haus« und Küchengeräte aller Art. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Stauf'n - berg für 1920 Rj. liegt vom Dienstag, 20. Juli, bis emschl. Montag, 26. Juli 1920, auf unfern AnrlsAimmer zur Einsichtnahme offen. W ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker kxrangezogcn werden. 7777 Staufenberg, den 17. Juli 1920. Bürgermeisterei ©taufenb.Tg. Meyer. 1 T? 45J“ ö bie Erbötet tL'K LS 4 "i"4®s n,. ZLs | | ©‘ttiftagm u. S muB bis Df, ünften, bai Nchjlw J öählgfnt." iji b tontusfüfitlij \ 8eü testen genommen narb tantn 'dnterfdid "Z.etenjo fän« ■ cirt Rote-KUt, Wn. - $h ' Gchilsinncn j, ■ ^erkehrs-w -llen, in firmte ^ertxkgung te 'ernmen, into Jätigfcit k triefen arbdienba Lotetet isl anö bei lanbrninidjr! m Bocknntnitz p-stge unb Meld licht ihrumitlii bezahlte Ak lö der Cdntemiiai . auch Uiutrfuir i erleiben feineile l'ontem noch t* Traft, die sie c wfj.it werden si l.'ch!Mkpschnrieit tonn, ter ÄM e 27 txntene - ter &ratgtmga e beutidi: ffrsüa Kevkii ter Tch Men'. zen. e Leib, Ä MietnvemnS. - spick Buckteld. - Ze^avnoahl" a elhaus M gcstlk Holzverfteigernng Im den Waldungen der Gemeinde Ettingshausen kommt nächsten Donnerstag den 2 2. Juli nachstehendes Holz zur Versteigerung: 25,6 Nm. Buchenscheit, 159 Rm. Buck>en- knüppel, 48 Rm. Hainbuckxmknüppel, 190 Rm. Eichenknüppel, 15 Rm. Fichten runb Scheit, 126 Nm. Kiefern knüppel. 61 Rm. Ftchtenknüppel, 8,3 Rm. Birken- kiftippel, 130 Rm. Kiefernreisig, 550 Rm. Fichten- reisig, 100 Rm. Eichenreisig, g mi'cht mit Buchen. Der Anfang ist bormittags 9 Uhr im Riedsteiu. Ettingshausen, den 16. Juli 1920. 7813 Brügermcistevn Ettingshausen. Keil. * Es wird weniger geraucht! Daß bei den riesigen Preisen für Zigarren unb Zigaretten der Konsum bei uns stark zurückgeht, ist ja natürlich. Llber nicht nur in Deutschland, sondern auch auf dem Welttabaksmarkt macht sich der durch die Preise herooraeruftne Zwangsstreik der Raucher jefrr empfindlich bemerkbar. Wie die ,.Cigar and Tobacco World" schreibt, betrug der Tabakverbrauch in England im Mai 1920 fast 2 Millionen Pfund weniger als im Mai des vor- 3m Anschluß an den Vortrag ist die Grün- tmng einer Ortsgruppe Gießen des Volksbun- des für deutsche Kriegsgräberfürsorge vorgesehen. In einem Aufruf weist der Bund darauf hin, daß die Gräber von mehr als zwei Millionen im Kriege gefallener Deutscher in fremder Erde liegen. Zu ihrer Pflege hat sich ähnlich wie in anderen Ländern im deutschen ffieid) der „Volksbund Deutsche Kriegsgräber- firforge" mit Einverftättbnis der zuständigen Re ichszentr albe Horden gebildet. Er hat Begehungen zu den Vertretungen außerdeut- icher Staaten angeknüpft und aus Orten, in txnen deutsche Krieger zur letzten Ruhe ge= bettet wurden, Nachrichten über den Zustand (Xr deutschen Friedhöfe erhalten. Der Volks- Iiunb will auf die Kriegsgräberfürsorge im Reichsgebiete und im Auslande fördernd cin- loirEen und den Angehörigen der Gefallenen und Verstorbenen die Erfüllung besonderer Wünsche für die Pflege und den Schmuck der b stich, Holzschnitt und verwandten Kunstarten war ebenso wie die Ausstellung von graphi- jdyen Werken sehr gut besucht. Die Ausstellung bleibt bis nächsten Sonntag einschließlich vifen. Der Besuch wird allen Freunden von Kunst und Technik lebhaft empfohlen. ** Die Vereinigung ber Freunde »b e s humanistischen Gymnasiums ver- anstaltct morgen, 8'Ä Uhr abends, im großen >)örsaal der Universität eine Versammlung, in der 'Zroscssor Dr. Gundel Vorsckstäge zur Reform te5 Gymnasiums vortragen wird. ** D i e Deutsche Volksparter verarv- slaltel am Mittwoch, 21. Juli, abends 8V2 Uhr, im Saale deä Gasthofs Hindenburg" ihre ordentliche Hauptversammlung. Landkreis Gießen. y. Mainzlar, 19. Juli. Am Samstag mittag gegen 2 Uhr wurde der hiesige Landwirt imb Metzger Z echer auf dem Körnacker vom Z l i tz erschlagen. Sein ihm bei brr Arbeit helfender Jicngc wurde betäubt, gelangte jedoch nach einiger Zeit nneber zum Bewußtsein. Die iid) ebmfalls in der Nähe befindliche Tochter blieb unversehrt Hörde ist berechtigt, den Gebrauch b?r hergerich- I teten Räume einem Dritten zu überlassen, insbesondere sie zu vermieten. Nach Fortfall der der Gemeindedchörde erteilten Ermächeiigung (§ 1) sind dem Verfügungsberechtigten die Räume m angnnessener Frist zurückzugewähren. Die Frist bestimmt, wenn -nie Eimgung nicht zustande kommt, das Einigungsamt Auf Verlangen dos Berechtigtm hat bie Gemeinde den der früheran Zweckbcstnmmrmg und Ausstattimg entsprechenden Zustand der Raum'.' Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinbe Grüningen für Ri. 1920 liegt von Dienstag, den 20. Juli, bis emschl. Viontag, den 26. Juli 1920, auf unfenn Amtszimmer zur Einsicht offen.. Versteigerung Dienstag den 20. Juli von 2 Uhr ab versteigere ich in der Wirtschaft Deuckels gegenüber dem Schlachtbaus: 1 Divan, 1 Taschendivan, 1 Sofa, zwei Chaiselongues, 1 Bettstelle mit Matratze, zwei leere Bettstellen, 1 Küchenschrank mit Aufsatz, 1 Kommode mit Schreibtisch-Aufsatz, 1 runden Tisch, 1 neuen Teppich, 4 Büsten für Schneiderinnen, 1 Ablaufbreit, 1 Blumen- tisch, 1 poliertes Spinnrad, 1 Geldkassette, 1 Paar Gamaschen, 2 Sportwagen, 5 Herrenhemden, Herren- kragen Nr. 38, 1 Teppich, 1 Partie Einmachgläser, 1 Anzug, 2 Fenftertritte, 1 Wäschemangel, mehrere Koffer, 1 Liegestuhl, 1 Paar Gummistiefel und oioles andere. Versteigerung bestimmt. 0„S97 H Benner II., Auktionator. Annahme oonVerfteigerungen aller Art,auch einz Stücke. Gießen, den 20. April 1920. Der Oberbürgermeister. I. V.: K r e n z i e n. § 4 un b 5 ber Wohnungsmanaelver- orbnung vom 23. September 1918. 8 4. Hat bie Gemeinbeüehörd' ben Ver- Änm-gsbereckitigten für eine unbmuhte Wohnung ober für anberc unbenutzte Ramn.', die zu Woh^r- ^r-eckeu geeignet sind, ?ruen Wohnungssuchenden de^ichnet und tommt zwischen ihnen mt Mietvertrag nicht zustande, so setzt auf Anrufen der ^meinbebehörde das Einigungsamt, falls für bin Bn-fügtnt^berecktigten fein imvrrhältnismäßiger Dichliul zu besorgen ist, einen Mr'tvertrag fest, ^er Vertrag gilt als geschlossen, wenn der Woh- inmgssuchenbe nicht innerhalb einer vom Emi- tewTsamte zu bestimmenden Frist bei bi.'fern Widerspruch erhebt. _ Das Eirngunasamt kann dabei anorbnen, daß Gemeinde anstelle des Wohnungssud)enbcn als steter gilt unb berechtigt ist, die Miüräume dem «-ohnungssuche-.iden weiter zu vermieten. 8 5. Auf Anfordern der Gememdebchörde hat Verfügungsberecht-igte brr Gemeinde unbemitzte brik-, Lager-, Werkstätten-, Dienst-, ^eschäfts- r™c oder sonstige Räume zur Herrichtung als .^ohuräume gegen Vergütung zu überlassrn. Das Limgunbsamt bestimmt die Höhe der Vergütung [limbfcie Zahlungsoed in gimgen, toeim eine Ciniguaig Id er über nicht zustan bekommt. Die Gem.'mdcbe- tzunde. Mo teilt ü' 3üifitd)i übet i „tararuW intern temis - sw "2^ rv YMtegthallk scheu twM W« ’ g*t n WieW rrinnerunfl üt ^n5CirS frlwiW-' * SÄ -si.rreti 'x »gsk* le R? heil f ‘di ssA t SLte sd. Vilbel, 18. Juli. Nach langen Bemühungen hat das Hessische Staatsministerium der Gemeinde Vilbel annähernd 12 000 Diark als Entschädigung für die durch die Muni- tionssprengung verursachten Schäden vom Dezember 1918 über weisen lassen. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 16. Juli. Paul Colm- Paris, ber Generalsekretär der Ctartögruppe, beffen Erscheinen im letzten Winter hier einen großen Skandal hervorrief, sprach gestern abend im Saale ber Baugewcrkichule auf Einladung ber Darmstädter Sezession über „Die Verständigung der Stationen auf künstlerischem unb politischem Boden". Seine Aussührmrgen fanden bei ben zahlreichen Besuchern ein williges Ohr, obwohl bie französischen Ausführungen nickst gerade mustergültig übersetzt rairrben. iNüchten seine überzeugenden Worte, daß über Lüge unb Verleumdung bald die Wahrheit siegen imb eine internationale Verständigung aus allen Gebieten herbeigeführt werde, recht halb zur Wirklichfeit werden. — Die Stadtverordneten gutttanigten gestern nach längerer Äbussprache eine Loyntarifänderung, die die Bezirksorganisation, des Avbeitg^>erverbandes df. Offenbach, 19. Juli. Der städtische Haushaltsplan für 1920/21 schließt mit einem Fehlbetrag von 14—15 Millionen Mark ab. rwgen imverbältnismäßiger Nachteile für den Ber- fDzungsberechtigten abgelehnt hat. §3. Die Aiwrdnung tritt mit ihrer erfhnaü- «•oi Veröffentlichung in .Kraft; sie gilt vorläufig o s zum 31. Dezember 1920. JMe febon beftehenben weitergehenden Bor- frriftcu über die Melde- und Auskunstspsticht, im meine Anordnung vom 22. Juli 1J19 über die Pflicht zur Anzeige abgeschlossener „cietverträge werden durch diese Bckmrntmachuna laicht berührt. § 4. Zuwiderl)andlimgen gegen die heutige Unordnung meröen mit Geldstrafe bis zu 10000 Dar! ober mit Haft bestraft. Bekanntmachung. Die nachstel-ende Verordnung des Ober bürget» ntnsters bringen wir wrederholt zur öff.mtlichen Kenntnis. Gießen, bau 20. Juli 1920. 78158 Städtisches Wohnungsamt. I fb. Frankfurt a. M., 19. Juli. Tas Zuckerschiff, das den Julizucker vom Niederrhein nach Frankfurt a. M. bringen sollte, wurde unterwegs von ben Franzoien beschlagnahmt. An einen Ersatz ist nicht zu deuten, noch viel weniger wohl an eine Herausgabe. fb. Langenschwalbach, 18. Juli. Ein Groß feuer zerstörte Samstag irachmütag zwri große Doppelscheunen unb eine einfache Scheune, die mit Vorräten reich gefüllt xv.vc. Die Wiesbadener Feuerwehr mußte zur Hilfeleistung heran gesogen werden, um ein lieber greifen auf eine Anzahl anderer Gebäude zu rarhüten. hl. Marburg, 19. Juli. Die städtische Straßenbahn hat seit kurzem Notgeld- ftüde aus Eisen ausgegeben. Die Stücke haben also einen Wert von 30 Pfennig. df. Aus Nassau, 17. Juli. Im ersten Halbjahr 1920 sind nicht weniger als 24 landwirtschaftliche Genossenschaften neu ge- . gründet worden, ivelche sich dem Verband der nassauischen landwirtschaftlichen Genossenschaften , angeschlossen hoben. Staöt Sebensmittelamt Ausgabe von Käse. Dienstag, den 20. Juli 1920, wird in den Verkaufsstelten ber Molkern Grieb, Bismarck- straße, Plockstraße und Frankfurter Straße, an die Bezirke 4, 7 und 9 Käse attdoegebm. Auf einen Anteil entfallen etwa 100 Gramm (Preis 6,40 Mk. das Pfund). 78168 Die Ausgabe erfolgt gegen Vorlag: der LebensmittelauÄveiskarte unb 2lbgab: des Abschnittes 9 her Lebensmittelkarte. Die Belieferung der übrigen Bezirke erfolgt je nach Eintreffen writerw Käsemengen. Alle aus der Bibliothek des Gesellschaftsvereins entliehenen Bücher bitte bis spätestens 28. Juli zurückzngvben Von da ab bleibt die Bibliothek geschlossen. Wieder geöffnet wird sie am 8. September. hergehenden JahreS. Am stärksten hat der V.r- Eauf von Zigarren abgenommen, doch ber sich auch die 9tad)-"rage nach Zigaretten b trächtlich verringert. Was d:c Tabateinsnhr anbettrn, so besteht ein Untenchied von nalezu 8 Millionen Pfund zwilchen ben Tabakmengen, die in diesem Mai ein geführt mürben, und denen, die in demselben Monat des Jahres 1919 h reinlamen. Tie in England lagernden Tabakmengen irarbcn mit ber „ungeheuren unb unerveicksten" Zahl von 330 900 OOO Pfund beziffert. Dw engli>d)cn Zigarrenhändler ttagen deshalb sehr über sclstechte Geschäfte, und zn>ar i'inb es I-auptsächllch die teuren Zigarren, die immer iveniger 1 erlangt wer den, benn die Leute, die sich früher eine gute Havanna gestatten konnten, müssen jetzt mit sclstcch ten Marten vorlieb nehmen. Aber auch btc billigen Zigarren werden sehr viel weniger gekauft als früher. Büchertisch. — Hanns Martin Elster, Walter von Molv und sein Schaffen. Mft dem Bilde Walter v. Molos. Umschlag- u. Einbandzerchnung von E. Schilling. Ladenpreis geheftet 10 Mk, gebunben 17 Mk., dazu 20 Proz Vcrtagsteu^vunqszuschlag Verlag von Albert Langen in München. Der arofeen Gemeinbe Molos, btc schon oft nach einem Derartigen Buche verlangte, seinen begeistettrn Freunden wird alles Wissenswerte über Leben, Persönlichkeit und Schaffen des Dichters marm- herzig und anschaulich vermittelt, dem Mißverstehenden aber in beweisender Methode ber Weg gezeigt, auf dem man dieses Dichters Werk zum mmbcftai bejahen muß, nenn man cs schon nicht lieben will. — Kl abnnd. Der himmlische Vagant. Ein lyrisches Porträt des Stone ob Villon. Roland-Verlag, München-Pasing. Mit seinem Francois Vrllon setzt Klabrord in den „Kleinen Rolanddüchern" die Reihe seiner Nachdülstlmgen fort. Es sind ungezügelte Verse, frech, ungestüm wie die seltsame Ench.inung Villons, bie es ersten Bäntellängers Frankreichs im 15. Jahrhundert. Hühneraugen Hornhaut, 5chvielen u.M4rzen- . /^beseitiötxhnell.ridierujtaQlw 1/ • • 1 100000 fach kwärt Kukirol • Preist! 250.- In Apotheken u. Drogerien erhelM Drogerie Noll, Bohn ho Tetr aße 51. Als Vermählte empfehlen sich Friedrich Engel Marie Engel geb. Breidenbach Gießen, den 17. Juli 1920 H Stuart Webbs fv’l neuestes Abenteuer WckÄM Ein Abenteuer von Stuart Webbs In 5 Akten. X&jL Nächst Harry Piel ist St wart Webb« der genialste Detektiv. Dies beweist auch -ein Abenteuer, das er die Senator wähl nennt. zrg» 2. rtjer fjls Eti Das lan(rerwartete Sensationsdrama ln 0 Akten. Viele Besucher sahen an dm X'orinzeiire-PhotOfl, daß dies ein fabelh.'.ftor Film sein muß. '1 at- K&gi sache ist. daß dieser Film alle Erwartungen übertrifft 76”c Anfang nachmittag* 4 Uhr! |"<ä| Achtang! Q Achtung! _y Die letete Voratellnng be- A v.y ginnt tÄgllcii abend* 9 Uhr! GesetlschaftLIsiilgniuseuni Ausstellung von Kupferet leben, HolzMcbnltten, Mein- z.elchnnnjeen (Sainmlun« des Herrn Majors Gutschmidt) LUenetae den 20. Juli bin >ain*«ag; den 24. Jnll. tfi^lich nachmittays 3—6 Uhr sowie f onntni, 25. Jul vorn». 10—1 u.nachm. 3—6 Uhr. Eintritt 1 M., L Mittrlleder frei 7794O Der "Voraltzende: Dr. Sommer, vermittelt in jedem Polten tu biKiaftenTaaeSpreif-n £eni§ MfoWti München St.'Panls'Blatz 9/2. T^et.-Ataeffe: EÜwoll. 7UL Rr. 54205. "-es ».lijtSilikijstMMtEMM vrenntors lbezuzsschemfrt!) la schwcre.sckwar^e Ware (nid)t ah verweci sein mit Hellem leicht. Brcnntorst ab Wagasn uni) Lager sowie iQdunoflro. liefern «cbr. 51abl. Tel. X7.. rrr- ttie c 129 GTOV-KOOEMOGÄG»K Oetaillisten! Großhändler! G (XXX) XXX I. A.: Zimmer 7791D] 1 Rente letzter Tag OGOOOKRGMGGDI • E Cöin, MoselstraBe 68 7792A ! Mner: tneld [7788ss ctonhaeh b. 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Eine ErzWung von Karl Neurath. efcnm« W * leim । Berlin Wassers — und sie horchte gespannter L>mne. Aber nun hörte sie nichts mehr: es war gan- ruhig um sie her. Da packte ste eine entsetzliche Angst, und fchlotfemb stand sie wie angerroren. Aus blutigem Schnee sah sie ihren Christof liegen, von Kugeln zerfetzt, das bleiche Gesicht entstellt, verzerrt, die Augen mit dicken Blutkrusten bedeckt — arm, hilflos . . . mutterseelenallein auf dem mrenblito Feld . . . unter rieselnden Schneestocken. Da strebte sie mit schmerzenden Füßen dahin, um ihm zu Helsen, um ihn zu retten, aber wie sie auch ging und ging, sie erreichte thn nicht. Er war ihr verloren . . . .verloren ... Als der Müller heimkam, sand er seine Frau zusammen gekauert vor der Haustür hocken. Sie erkannte ihn, aber ihre Rede war verworren und in ihren Augen glänzte ein seltsamer Schein . . . Sie sprach von ihrem Christof, von ihrem Peter, von dem Settchrn und von einem Kind, aber ihr Mann verstand sie nicht, und er hörte auch kaum noch zu. Der Kopf nebelte ihm, und das Herz schlug ihm schmerzvoll an die Rippen. Nun war ihm alles verloren, was er lieb gehabt hatte im Leben! mußte er denken, und kein anderer Gedanke hatte mehr Raum neben diesem einen. _ , Im Hose mehrten sich die Wagen mit Mahlgut, denn die beiden Knechte konnten die Arbeit allein nicht bewältigen, aber der Müller krümmte keinen Finger. Ohme Teilnahme für das tätige lCircf?e nn- Schule. Die kirchl ich-p-ositive Bereinigung, Ortsgruppe Gießen, hatte, wie sie uns schreibt, unter Leitung ihres Vorsitzenden, des Herrn Prof. Weimar, ihre Mitglieder, dazu auch Gäste, am Abend des 16. Juli zu einer Versammlung in den Postteller eingeladen. Herr Medizinalrat Dr. Wal ger erstattete Bericht ücer die Verhandlungen des Landeskirä^ntags vom Mai ds. Js. In ber sich anschliestniden Be- spreck>ung wurde auch der Beschluß der von Cri- schona kru5;ei?entxin Gemeinsclxr?ts?rri e, bei besonderen Gelegenheiten Sondcrabend mahlsfeiern unter sich za halten, eingehend erörtert. Sowohl Berichterstattung wie Diskussion hinterließen bei allen Teilnehmern der Versammlung einen tiefen Eindruck. — Tie tirchlich-posittve Bereinigung fW auf dem 3Vxn des alten evwrge- lisckfen Glaubens unserer Väter, denen das Christentum als Offenbarungsreligion galt, deren Wahrheit keinesw.'gs lediglich auf dem Weg des Verstandes erkannt und bemeistert werden kann. Ihr ist der Glaube nicht in rein verstandesmäßigem Anerkennen religiöser Neber lieserun gen und abstrakter Gedanken brichlvsien, soirdern sie erkennt den Glauben, wie die Väter der Kirche, als hohe sittliche Tat unseres Willens. ra. Wetzlar, 18. Juli. Am Donnerstag tagte in Garbenheim die Synode Wetzlar Für den im August vorigen Jahres verstorbenen Superintendenten P'arrer G e i b e I - Dutenhofen wählte die Synode einstimmig den bisherigen Stellrertr ter Plärrer W i e b e r-Garben- heim zum Oberk/aupt der Synode. Divisions- p'orrer P r z y v d e ans Trier ist die Pforr teile Dutenhofen-Münchholzhausen über- tragen worden »Wil WW eiten Llualiti» einviiebll > imchAß brüche sind beute drei arbeitsscheue Bürick^I eben, einer von hier unb znri von Al Im darf a. d Lda., veri-astet worden. Sic sind ihrer Taten | überführt und geständig. — Heute ist auch der letzte Kriegsgefangen'! ans unserer Gemeinde aus sibirischer Gefangenschaft heimgekehn. — In dieser Woche hat der K o r n s ch n i 11 begonnen. Die Siebten sind vielfach sehr leicht und lückenhaft. in verschiedenen Städten mit dem Verband der Gemeinde- und Staaisarbeiter abgtfd)L)lcu hat, und wodurch die Staot monatlich für etwa 120 Notstandsarbriter nahezu hunderttausend Mark Mehrkosten aufzubringen I>at Der Tarif für die stL>tisch«r Bucki.wu ckarbeilen mürbe von 525 ans 750 Prozent erhöht. Die Gebühren der Beisitzer des Gewerbe- und Kauf mannsgerichts werden aus 5 Mk. festgesetzt. Zum Au'bwl der Braunkohlen- grn.be „Prinz von .Hessen" iverden für Wagen und Geleisanlagen writere 151223 M. bewilligt. Hessen-Nassau. [1 Marburg, 16. Juli. Aus merkwürdige Weise ist seit dem 5. ds. Nits, ein 15 Jahre alter Junge nameirs 5>rns Mette von hier verschwunden. Um Lebetrsmilril einzuholen, begab er sich an diesem Tage in die Birixmlvpscr Gegend. Wie festgestellt ist, ivurie d.n. Junge am Montag vor ackst Tagen bei Eckelshausen beraubt und in einen Kastenwagen gesteckt, ans dem er am anderen Morgen von teorbrigrijenben Leuten befreit wurde. Von Birienlvpf aus soll ihn die Polizei nach Hairse verwiesen haben, bis beute ist der Junge jedoch rood) reicht bei seinen Eltern ein-, getroffen. Er trägt einen blau- und ivrißgestreif- ten Matvosenanzug und ist ohne Kopfbedeckung. An der Stirn hat er eine Narbe. Q Marburg, 17. Juli. Der Direktor des physwlogisck>en Jnstittlts, Geh. Med.-Rat. Prof. Franz Hofmann, wurde zum R e k - Universität für das Amtsjahr 1920/21 ite unb morgn M II. Die Steuererklärung der Gesell- scha ft en. Blon dem Aktivvernrögen, das sich nach der Bilanz ergibt, sind abzugSsähig: Tic Schulden unb Lasten, das ringe zahlte Grund- und (Stammkapital, die Rücklagen für Wohl fahr tszwecke, deren Der- ivenbung hierzu gesichert ist. Alle dauernd dem Unternehmen gewidmeten Gegenstände, wie Gnmd- stücke, Masckstnen und sonstiges Inventar werben mrr mit dem Anschaffungswert abzüglich angemessener Msckwribnngen angesetzt Gb. y. dem Buck)- iverte). Tie in diesen Gegenständen steckenden stillen Neserven werden also nur zu einem geringen Teil verfteitcrt. Verschiebungen zwischen Privattermögen und Betriebsvermögen sind zu vermeiden, sonst können die Bermögensstücke zwrimal zur Besteuerung gelangen. Endlich ist noch die ganz neue und eigenartige Bestimmung d.r Ziffer 16 zu erwähnen, wo- u.ach Waren, die sich außerhalb des Betriebes zum Zwecke der Umwandlung von Geld in (bisher) steuerfrei betveglich: Gegenstände getauft werben oder ausgestapelt werden, steuerlich ersaßt werden, 'derartige „Hamsterwaven" gelten als „Betriebs- feemwgen". Der Steuersatz für Gesellschaftelr beträgt 10 Prozent des nach vorstehenden Gmnd-- sätzen bercchiueten R-riiwernrögens. III. Besondere Bemerkungen. Ausglrichssvrderungen sind zwar mit aufzu- führen, aber sie kommen hier nicht in Betracht. Für die noch bem 31. Tczember 1919 Verstorbenen haben die Erben die Steuererklärung abzugeben. Teklavationspslichttg sind 'auch juristische Personen (eingetvagci« Vereine usw.), doch haben sie zahlreiche Befveiung«r. Aus Grund der Steuere 'Gärung erfolgt Ikt Stauerbeschrid, dem evtl, das sogenannte Beanstmidungsverfähren zur Aufilärung von Bedenken vovauszu grien 'bat. Gegen den Bescheid sind die üb Hefen Rcckstsmittrl zulässig. Falls die Entrichtung der Abgabe nicht vhne Gefährdung des Lebensunterhalts abgrht oder sie bei billiger Be- rücksickftigung feer wirtschaftlichen Verhältnisse für Iben Steuerpflichtigen als eine Härte empfunden 797c) gStSi® Peter noch lebte und Unteroffizier geivorden war, berührte ihn kaum; er dachte garnicht daran, daß er auch fallen könnte. Da müßt' es ja keinen Herrgott geben, loenn so was passieren könnte! dachte er oft imb verschlang die Hände zum Gebet. Aber nur zusammenhanglose Worte rannen über seine Lippen, wirr herausgestammelte Bitten. So kam der Herbst, so kam der Winter. In öder, dumpser Gleickpnäßigkeit vergingen die Tage, Stunde um Stunde, und jede drückte schwer auf das Herz. Ta biteben plötzlich Peters Briefe aus. Er war zu einem anderen Regiment gekommen unb batte zuletzt an der Loire gestanden, mehr konnte Wehrum nicht erfahren trotz aller Anstrengungen. Ter Peter Wehrum war verschollen. Da brach die Müllerin ganz zusammen, und hatte keinen anderen Wunsch mehr, als zu sterben. Sie begann, alles zu ordnen, und vergaß nichts. Wenn sie Abschied genommen hatte vom Leben, sollte ihr Haus gut besorgt sein. Eines Abends, als der Müller nach langer Zeit wieder einmal über den flirren ben Schnee ins Dors gegangen war unb das Gesinde schlief, schlich sie zum Dache, der schwermütig in die Nacht rauschte. Mit ge- sckstossencn Augen huschte sie langsam dahin zum Ufer- aber Mötzlich hielt sie den Schritt an. Wie der Ruf eines Verirrten hatte es geklungen: ganz klar und deutlich hatte sie es gehört trotz des Der Christof war ihr der liebste Sohn ge- DDefa:, wenn sie es auch still in sich verborgen (hatte; nun lag ihre ganze Hoffnung aus ihrem Jüngsten, dem heimlich ein Kind zur Welt wuchs, verzweifelt betete sie um sein Leben, und suchte Trost und Hilfe bei dem Mäbck)en, das selbst schwer trug an Leid und Hoffnung. An ihrem Manne Hatte sie keine Stütze; der wanderte mit herbem Munde ruhlos umher, und zermarterte stch das Herz, weil er dem Christof keinen Einsteher gekommen hatte. Tann hätte der nit hütaus- •oebtaudrt, sagte er sich, und die Mühle wäre stcher ■in der Familie geblieben. Wie es jetzt kam, das *huvte Irin Mensch, und er kam sich in seiner Ohnmacht gegen das Schicksal wie ein armseliger Wurm vor, der unter der Schwere eines Schuhes «riarmungslos und unbeachtet zermalmt wird. Was waren alle seine Hoffttimgen, was nxrren all feine Träume geworden; weniger als Rauch, den ier Wind über die Dächer treibt unb der spurlos »ergeht. Was war er selbst noch? — Wie trugen die anderen im Dorf ihr Schicksal! Wohl, sie trau5 erten, aber sie waren doch nit so niedergedrückt wie er, nit so ganz vernichtet. Und er kam über keinen Schmerz nit hinaus, er nit! Auch daß fein Vie Steuererklärung zum Reichsnotopfer. Die Schwere der neuen deutschen Reichs Steuergesetzgebung, die wir erst vor einigen Wochen durch sie in Kraft getretene Reichs-Ein lammen steuer kennen lernten, werden wir in den nächsten Tagen noch stärker zu suhlen bekommen. Seit dem 28. Juni hat nämlich die Frist für die Steuererklärung zum Reichmotopftr begonnen, die am 28. August ihr Ende erreicht. Nur in ganz bc sonders begründeten Fällen ist sie auf Antrag zu oerlängern. In diesem Punkte würde es sich lediglich um den Abschluß drehen. Das gesamte am Stichtage, d. h. den 31. Dezember 1919, vorhan bene Vermögen soll in der Steuererklärung vorhan ben fern. Wer anders bilanziert, muh dies besonders beantragen. Es ist daher sehr wichtig, bah Gewerbetreibende sich rechtzeitig darüber klar werden, ob sie bezüglich der Vcranlagrmg des gewerblichen Vermögens dn allgemeinen gesetzlick>en Stichtag ober ihren eigenen Bilanzstichtag wählen wollen. Die Pflicht zur Steuererklärung erstreckt sich auf jedermann, dem ein Formular zur Erklärung zugeht, ganz gleich, wie hoch sich sein Vermögen beläuft. Diejenigen aber, die über 5000 Mark Vermögen besitzen, sind auch ohne Auf- forberung verpflichtet, eine Steuererklärung in der genannten Frist abzugeben. Die Nichtbeachtung bieser Vorschrift hat einen Strafzuschlag von 10 Prozent zur Folge. Der Ehemann und die Ehefrau geben ihre Steuererklärung gemeinsam ab unb muh die Fran diese mit unterschreiben. Vermögende Kinder, auch Benii sie minderjährig sind, müifen jeder für sich eine besondere Steuererklärung abgeben; diese Erklärung ist vom gesetzlichen Vertu ter, regelmäßig also dem Vater, abzugeben. Die Fragestellung im Formular ist ähnlich der zu den KriegSabgabe- oesctzen, d. h. sie ist in größter Kürze abgefaßt, doch ist dem Formular eine „Anleitung" beige- geben, damit Beanstandungen des Finanzamtes vermieden werden. Man verlangt nicht detaillierte, sondern summarische Angaben. Wer aber trotzdem falsch deklariert, setzt sich der Gefahr aus, daß das verschwiegene Vermögen dem Reiche verfällt: selbst falirläh'ige Angaben sind unter schwere Strafe gestellt. Daher empfiehlt es sich nicht nur für leden Privatmann, sondern erst recht für jeden (^schästsmann, alle Unterlagen, die zur Deklaration gedient haben, sorgsülttg auszubelvahren. J. Die Steuererklärung der natürlichen Personen. Das Betriebsvermögen wird nur mit 80 Proz. *ur Steuer hcraugezog n. Zum Betriebsvermögen zählt au.li das Gechkapital, soweit es zum Betriebe erforderlich ist. Bemerkenswert ist der sogenannte Trennonatsabzug. Nur die Betrüge, die zur Be- ftifitnng dec lausenden Ausgaben nicht geschästlick)er ober beruflicher Art für die Monate Januar bis März 1920 nach Abzug der während dieser Zeit erzielten Einnahmen erforderlich waren, können abgezogen werden. Es ist das der Standpunkt des Prenß. Oberverwaltuiigsgerichts, der in diese neue Reichssteuer übernommen worden ist. Anschaffungen von Schmuck, Luxusgegenstan- den und Sammlungen, die seit dem Beginne des verflossenen Krieg.s, dem 31. Juli 1914, gemacht wurden, sind voll steuerpflichtig. Im einzelnen 'oll bei der Beurteilung des Begriffes „Luxus" maßgelend sein, daß der Erwerber sein Vermögen ui wertvollen Gegenständen angelegt hat, um es der Besteuerung zu entziehen (ogl. auch den Kommentar von Koppe-Barnhagenf. Ansprüche auf Entschädigung wegen der Liquidation oder Einbehaltung von Wirten in den feindlichen Ländern sind besonders auszuführen. Bei der „Darlegung der für die Veranlagung in Betracht kommenden Verhältnisse" wünscht der Steuerfiskus zu wissen, welches Guthaben bei Banken und Sparkassen besteht oder ob man dort ein Schließfach hat Ferner: welche Schenkungen nach dem 31. De- frember 1913 getroffen worden sind. Zu letzterem begriff gehören auch die Ausstattungen (nicht Äussteuerü die dem Schnker wieder zuzurechnen sind. Hervorzuheben würde hier fein, daß § 14 Ziffer 5 des Gesetzes besagt: „Von der Hinzu- itdpnmg sind ausgenommen: Zuwendungen, von denen die Beteiligten glaubhaft machen, daß sie riebt in der Absicht der Hinterziehung von Stenern erfolgt sind." Hierzu gehören beispielsweise: Ein 95ater hatte seinen Kindern während des Krieges, damit dieselben über die Not der Zeit hinweg- lamen, nach und nach 19 000 Mark in Einzel- »uwendun^en gegeb.n. Das Preuß. CVG. hat in Hnnem Urteil vom 30. 10. 1918 (Deutsche St. Ig. 0919) ausdrücklich hervorgehoben, daß diese Zuwendungen nicht den Stempel der Steuerhinter- iiebung tragen. Aehnttch dürfte auch der Fall liegen, wenn dem Sohne ober dec Tochter Zu- 'Sendungen zur Errichtung eines Gewerbes ge- nacht werden. In diesem Falle würde die Aus- tattung der Aussteuer gleichzuerachten sein. Das rrklärungssormutar macht solche Unterschiede nicht, deshalb ist vom Erklärer auf die Einhaltting der mgezogenen Gesetzesvorschrift zu achten. Ktt’ift ttiifc w ss nsehaft bf. Bad-Nauheim, 17. Juli. Tie 86. Ver- fammlung deutscher Naturforscher und Aerzte findet in der Zeit vom 19. bis 25. September hier statt. 2!us Statt rind Land. Gießen, den 19. Juli 1920. ** Aus dem Stadtt^eatcrbureau. Wie schon betanntgeg'bcn, Wirt» am Freitag den 23. Juli die beliebte Oper „M i g n u n" von Am- bvoise TlMnas zur AuMhinng gemacht. In den Hauptpartien sind die aller-rten Krircke der Wiesbadener Staatsoper bosckHfttgt. Wsir nennen Fr. Müller-Reichel für die Trtripartte, Fvcdy Busch für den Willrim Mri'ter, Wlara Frieofeld für die Philine. Tas Dreh* [:r, das gegenüber ixn(.)Tsar- deLjursttn" vcr'^rrkt ist, wird t»;m startlickion Kur- vrckefter B«d-Nau'l)cim gestellt. Auf den von vier Bollettdamen audgcfü’lyrten Zigeunertanz sei ebenfalls hingcwiesen Ter Aussüchrung flmraitt besonders zustatten, daß sie zwei Tage vor der Gießener MfMrnng im Könnertch^ls in Bad- Nauheim in derselben Besetzung gegeben wirb. Die Preise mußlbn toegen des jlärieren Chors, Orchester usw gegenüber den Preisen von „Csavdas- fürftin" etwas ettobt werden, bleiben alrr immer noch um rimges hinter beit Opernpreisen der Winterspiel zeit zurück. ** Vom chemischen Untersuchung s a m t wird uns geschrieben: Von Händlern, die meist aus dem besetzten Gebiet kommen, n>erden in letzter Zeit häufig Wurstwaren an Haushaltungen, Leoensmittelge- schäste und Metzgereien verkauft. Nach dem Ergebnis der Untersuchung ist die Wurst aus Pferdefleisch und Mehl hergestellt. Der geforderte Betrag von ca. 15 Mk. pro Pfund steht in keinem Verhältnis zum wahren Werte der Wurst. Vor Ankauf dieser Wurst kann nur dringend gewarnt werden. Lebensmittelgeschäfte und Metzgereien, die diese Wurst unter Verschweigung des Umstandes, daß sie aus Pserdefleifch und Mehl hergestellt ist, Weiterverkäufen, machen sich eines Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz schuldig und haben eine Strafanzeige zu gewärtigen. ** Z u Gunsten des B i b e l k r e i s e s Gießen fand bor einigen Tagen unter Mitwirkung des Herrn Rudolf Dietz- Wiesbaden unb I. Hahn von hier im Gasthof Hindenburg rin gutbesuchter Vortragsabend statt. Pianist Hahn spielte mit Meisterschaft Toccata und Fuge von Bach-Tausig, drei deutsche Tänze von Brihoven- Seiß, das Scherzo in B-Moll von Chopin unb die Rhapsodie von Liszt. Herr Nudsts Dietz bot nach einer kurzen Einführung in Wesen und Verschiedenheit unserer Mundarten etwa ein halbes Hundert seiner vorzüglich pointierten Mundartgedichte aus seinen Werken: „Deham is deham", „Luftige Leut", „Nix for ungut", „Pesserniß" und „Siwwesache" und erregte eine große Heiter- keits- und Beifallsftimmung. Landkreis Gießen. Treis a. L., 16. Juli. Als Täter der in der letzten Zeit hier verübten nächtlichen E i n - ,mittelflr,u.tltu W8 OM r billigen Preile emvMIt P® l MW C.M2. Mckivtt i.d.EEUivoidk!- bat, iRauditaW :en5vw.aileZü GMttrfkO» . uitt). nser biQlait 1011 hi, Kniler-All^ Gietzener Strafkammer. Gießen, den 17. Juli In ber Sitzung vorn 16. Jrcki kam wledar eine Rril)e von Diebstählen, meist schwerer Natur, zur Verhandlung. Defomers hervor trat die un- erl}ört ftech; Tat des vielfach vorbestraften H. K. von .Katze:i.irrt, der im Januar dieses Jahves hier einen WagenmitPserdvanderL-traße wegsta hl und für 3000 Mark verkaufte. Wegen dieser Tat sowie eines netteren Diebstahls, einer Ittttersckstagrmg und zweier Betrüge ist er zu brei Jahren sechs Monaten Gefängins unter Aber^en- mrng der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahve verurteilt worden. Reckt unangenehme Erfahrungen machte ent Landwirt in Langd mit einem jimg-m Menschen, Montag, 19. Juli 1920 den er urr Arbeit bei sich ■lunr.’iunrmm Ttatie, ohne sich viel um seine Per,önlichl.'it und fri.i Vorleben zu kümmern. Bon den sehr hohen (Möbeirägrn, die ber Landwirt zu Hause im Sckwant liegen bette, nach seiner Bel-aupttrng, um Geld für den Bau einer Scheune zur Hand zu haben, stahl der junge Mensch etwa 30 000 Mark in Sch inen — fjtrirl er rnitttchmen knmtc — und verschvmd, nntrbe je'.xrch bald wieder aufgegriffen, unb t aS Geld Contite ihm zum größten Teil nieder abgenjmmcn werden. Ter Täter ist wegen Diebstahl im R ü ch f a II bereits ve>rdesttast. TaS Urteil lautete auf zwei Jahre Gefängnis. Im übrigen wird der Fall auch für die Steuerbehörde nicht dhne Interesse sein. Wegen Entwendung eines Treibriemens unter erschwerten Umständen wurden zwei Büdinger Frauen unb ein Jugendl icher von dort in Strafe genommen. Ten Diebstalst führten sie gemeinschaftlich in der Wollipinnerei, in der sie in Arbeit standen, aus. Tor iugendlich: Täter, der trotz seiner 15 Jahve schon wiederh.'lt wegen Tieb- stalsts 'vorbestraft ist, hat außerdem rin? Reihe von Wolldieb st Ästen begangen, die sich als sorigrietztes Telikt darste.lten. Die Täter sind mit je vier Mo^ naten Gefängnis w:gen des Triebrie^nenl'iebstnhls bestraft worden. Tor Jugendlich-- erhielt au herbem zwei Ndonate Gefängnis ivegen der Entivendimg der Wolle: beide Strafen wurden 511 einer Gesamtstrafe von fünf Mmuten zusam menge faßt. Von einer Diebs- und Einbrecher- bände, die feiner Zeit Alsfeld durch ihre fort- gelebten Straftaten ttt Aufroaft, wo die Goldschiebung vor s!ch ging — zwei wo hl gefüllte Brieftaschen zurück. Nur baß sie mit Zeitungspapier rocblgefüllt waren. Den einen Bauernfänger verhaftete man am Tage nach seiner Hoch- zeit, die beiden anderen waren auch bald gefinM ben; nur das Gold ist verschwunden geblieben. Es gab Strafen von zwei, vier und sechs Monaten Gefängnis, und die Haftbefehle wurden aufgehoben. Q Marburg, 16. Juli. In etwa neun- stündiger Verhandlung und im Beisein zahlreicher Zuhörer betoäftigte sich das Schöffengericht gestern mit einem lyier viel'.e pwck-enen Z u - sa mm en stoß zwischen St ra ße n pa s san-» t e n unb Pv 1 i z e i b e am ten in icr yiackst zutn 25. April, wobei einer der Passtm;e^ ^urd) einen Säbelhieb verwundet wirst-e. Tte Afngektag'en, zwei Bri.der. wurden schließlich d'-S W^.e and-.s gegen die Staatsgewalt für schuldig eracht, t unb der eine zu 16 Tagen Gefängnis und der andwe zu 240 Mark Geldstrafe Derurteilt. wcmvern und Neksen. bäder. Ter Seebäderdienst des Norddeutschen Lloyd, Bremen, wird, sobald bi: zur Zeit für die Beförderung von Abstimmungs'oerech taten nach Ostpreußen benötigten Tampser i'.re Aufgabe in dieser B^zie'hung erfüllt Habe.:, in volle n Umfange wieder aufgcnomrnen. In die Linie Sivir.emunde- Zoppot-Tanzig und umge?ehrt wird am 24. Juli der Dampfer „Grüß Gott" wieder eingestellt. Zwisck-en Bremerl-aven-Helgoland unb Norderney verkrinck vom 29. Juli ab der Salonschnelldampfer , Najade" nach festem Fäl/rplan, der bei ben Vertretern des Norddeutschen Lloyd unentgrillich er» hattiich ist- Vermochte». Berlin, 17. Juli. (WTB.) Berschieden? Blatter melden aus Hamburg: Der amerikanische Dampfer fierm jor rannte gestern ]wzf)t infolge RüdersckZad<.ns beim Auslauten an die Altonaer Landungsbrücken. Der Schaden an den betriebsunfähig gewordenen Brücken beträgt über 2 Millionen M art. Einige kleinere Fahrzeuge sind gesunken. Der selbst schwer beschädigte Dampfer wurde m Ansehung des Schadens vorläufig feslgel-a.ten. Leben saß er in der Schlafstube am Fenster unb ließ Dom Krankenbett feiner Frau die Blicke trostlos über die winterlichen Felder wmldern. Manchmal dachte er daran, wie das in früheren Jahren um diese Zeit gew.sen war. wenn er mit fernen zwei Buben und den Knechten rüstig unb Hefter geschafft hatte vom Morgen bis zum Abend unb feine Müdigkeit verspürt hatte und Ablpaimung. Wie schön hatten sie sich die Zukunft ausgedac^. Wie wäre bas alles geworden, wenn sie erst d/urchgesetzt hätten, daß die schon lang geplante Kreissttaße an der Mühle Dorb.igelegt würde, damit sie endlich einmal eine ordentliche unb bequeme Zufahrt erhielten . . . Unb nun war alles vorbei, mm war alles gleichgültig: er hatte ja seine Buben berg eben müssen und hatte feinen blutsverwandten Erden. Seine Schtoester und sein Schwager wurden nach ihm hier Hausen: wo seit Jahrhunderten die Wehrums aus- und entgegen- gen waren, würde ein fremdes Geschlecht sitzen, ein fremdes und ihm unangenehmes dazu. So mochte denn jetzt alles gehen tote es ^Einmal in der Nacht schreckte die Müllerin auf aus wirrem Schlaf. Ihre Au^en leuchteten tief und ihre Stimme war Har und ohne (&tagts mein, aber sie war zart und sckIvach. (Fortsetzung folgte ri.i . 343,15 Berlin Abenfe Schlife Schluß- Schluß- zu vertagen. 16,- 11,85 444,50 17.7. 14,75 Betr. De bis 15. Wä Zürich . . . . Amsterdam . li open'.jagen. Stockholm. . Wien .. . . Prag . . . . 34215 641,35 649,35 861,60 157,»0 229,75 151,47 33,65 319,65 685,30 616,35 21,47 25,92 85,42 23,22 tkörsenlurse. 5-raahfurt 641,35 639,35 854,10 153,80 227,75 149,80 38,20 321,15 679,’O 614,35 2 .,34 22,22 84,65 23,34 650,65 640,65 855,90 154,20 228,25 150,10 38,80 321,85 680,70 615,65 26,40 22,28 84,85 23,40 nach Brüssel einbcruien hat und unter Berücksichtigung der Tatsache-, datz die genannte Konferenz nicht alle notwendigen Voraussetzungen Hot, um zu dem Ergebnis zu gelangen, für das sie einberufen ist, bittet die Konferenz von Spaa den Völkerbund, die Berufung zu der genannten Konferenz auf ein Datum nach dem 15. September übergeben werden würde, wodurch die deutschen Bedenken wohl zerstört seien. Hinsichtlich des K 7 Die deutsche Ostmesse in Königsberg. Berlin, 17. Juli. (Wolff.) Die Anmeldungen von ausstel! enden Firmen zur ersten Deutschen Ostmesie in Königsberg vom 15.—20. August ds. Fs. sind, wie von zuständiger Seite mitgctcilt wird, so überaus zahlreich cin- gelaufen, daß ein? große Anzahl von Anmeldungen in Anbei aärt des zur Verfügung stehmdeu Raumes abgelehnt werden mußte. Neuanmeldungen haben dal>er keine Aussicht mehr auf Berück sichtigimg. Auf der deutschen Ostmcsse sind nur QnalitäiHfirmen certcetvn Tas Auswärtige Amt wies die dentschm konsu'ari ck>en Vertrrttmgen in den Oststaaten Litauen, Z^tteand, Esthland, Polen. Finnlarrd, Skandinavien und dem übrigen europäischen Auslande an, allen B.suchwn der deut sckwu Ostmesie aus diesen Ländepr weitgehende Paß- und Einr?is?erü icksierungen zu gewäh.en. Die Außenhandelssd.lle des aiLtoärtigen Amts richtet auf der deutschen Ostmes e ein Infor- mationsbureau ein und nricb Jntevsisenten Auskünfte erteilen. Berlin. 17. Juli. Börsen st imntungs- bi l d. An her Börse kam die f-'f.e Stimmung rwch Abschluß der Vedfendlungc i in ©tun allgemeiner Geld Bries 16. Juli Marluotiernngen. Datum: Devisenmarkt. Geld Brief 16.7. 14,75 7,42 Pettoleum 850—840. Deutsche Ett)öl 1610. 3m weiteren Verlaus erfuhr das Geschäft ferne Belebung. Mexikanische Anleihen blieben nahezu geschäftslos. Die Tendenz blieb am Schlüße aus den meisten Gebieten fest. Privatdisfont 4 Pro-. granftfur' a. 'M., 19. Juli. 343,85 650,65 650.65 863, 0 158,20 230,25 151,77 38,75 320,35 686,70 617,65 21,53 25,98 85,47 23,28 Brüssel-Antwerpen . (khristianla .Kopenhagen .... Stockholm Helsingforr. Italien London Aew-Pork Paris Schweiz Spanien . Wien (alte3) . . . Deutsch-Oesterr. adg. Prag......... Budapest '.> ulqnrien ... . . Konstantinopel. . . . fU^rtioei wn SPaa tonn daran ! allm 1 titttn dam KltW -®1 Msioarnl er fügt hi»Z für abschbai sehe. Eine r der ginnte। )as Fernbic Xr R^gieni lande sahch urteilt mtri fe PÖ S&k zr-iM>fi' heißen, da man die weltgeschicksilichen Fortschritte der Besprechung von Spaa nicht an der Finanz- frage scheitern lassen wollte. In der oberschle- sisckien Frage erklärten die Alliierten, daß der detrtschen Regierung nach Schluß der Sitzung ein beglaubigter Auszug aus dem amtlichen Sitzungsprotokoll mit den Erklärungen von Lloy Gdeorge (In einem Teil der Auflage wiednrholt.) Dcr halbamtliche Bericht über die entscheidende Sitzung. Spaa, 16. Juli. (WTB.) Die heutige Vollsitzung der Konferenz fand um 5 Uhr nachmittags statt. Von der deutschen Delegation waren Rerrfe- kanzler Fehrenbach, R.ichsminiftcr Dr. Simons und der bayerische Staatsrat Dr. von Memen anwesend. . Reichsministtr Dr. Simons machte jofort ung daß i deut'ch st eg erring die ?estrr e.r Vorsckstäge in der Kohlensrage eingel>enb besprochen habe imd in drei Punkten Einwe n d u n g e n mach: in der Finanzsrage, in der obe-cschlesrichn Frage und in der Besitzungsfrage. In. der Finanzfrage wünsch Deutchland, daß fee angebotene Prämie von 5 Gvldmark sür die Tonne und der Vorschuß, der aus der Differenz zwilchu dem deutschn lstn andspr is und We t mr:tspr?:s für die Kohlenlteserung.n berechnet iverfe, nicht nur sür die über Land gelt feiten Kohlen, iandern auch für die über See gelieferten bewilligt werde. 3it der obwschlesi ch n Frage fe-teht die deutsch Regierung auf Garantien, die :h. 'r Liefernn^ von Ost kohlen iür Den Fall von Sckiw.er:gk iten iw Ruh gebiet sichrn. Zu § 7 lEinmarschllausel- köunle die deutsche Regierung ohne vorherige Befragung her gesetzgebenden Körperschaften ihre Zustimmung nicht geben. Si? schlug Deshalb eine solch Fas.ung vor, daß diese Kausel nur eine Ausfüh:ung der im Anne- 2, §§ 17 und 18 für den Fall vorsätzlicher Verwgernng der Wiedergut- machungebe iefeiung vorg.s.feuen Bestrafung sei. Tie Alliierten zogen sich zu einer langen Be- rattmg zurück und teilten schsießsich mit, daß die de^.-tschn Forderungen nicht angenommen werden lö.mten. Bei den über See gelieferten Koh'en sei ein Borsämß und eine Prämie deshalb unmöglich, ivei! Deutch'and diese Kohlen zum Weltmarktpreise aus Wiedergut : nchungskonto gutgeschrieben würde, eine Ber .ütnng üoec diesen Preis hinaus aber nicht mög id> sei. In dec oberschle- lischn Frage erLärten Die A ieeten, daß )ie diese den Ansichten wie Die deut ch Regierung hätten. Sie tonnten zwar die Bsichlüs e der vorgesehenen Kommission in dem eben erwähnten Sinne insttu- ieren. Bei der Einmarschklausel sei eine Abänderung unmöglich Nach Besprechung mit dem Reichskanzler erklärte Dr. Simons, er bitte um eine Unter- b.echmg der Sitzung, da die deut.che Delegation schienen sie jedoch keine Nachgiebigkeit zu zeigens sondern versuchten es immer und immer nrieber, durch militärische Drohungen die deutsche Unter* schritt zu erzwingen. Die Vollsitzung trat dann rnieber zusammen und es sprachen nacheinander Millerand, Lloyd George, dec italienische Außenminister Gras Sforza und Botschafter Chinda. ., Millerand erklärte, die deutsche Regierung habe anscheinend noch immer nicht verstanden, daß es der unbeugsame Wille Frankeichs sei, bi« Erfüllung des Friedcnsvertrages unter allen Umständen sicherzustellen. Lloyd George erklärte, er begreife nicht den deutschen Widerstand gegen die Unterzeichnung der Einmacschklausel. Er könne nur an» nehmen, daß die deutsche Regierung hier unter Einflüssen von außen stehe, ja ja es seien ansck-eincnd Bestrebungen von deutscher Seite im Gange, denen an einer Besetzung des Ruhrgebietes durch die Alliierten gelegen sei. ReickBMinister Dr. Simons erwiderte in einer längeren Rede. Er betonte mit der größten Entschiedenheit den festen Willen der deutschen Negierung den Friedensvertrag zur Ausführung zu bringen. Deutschland wis e wohl, daß die Gegner die Macht hätten, die Durchfülprung des Ber- t arte5 zu erzwingen. Umsow nig-er verstehe man deutscherseits die Drohung durch militärilche Maßnahmen. Die deutsche Regierung kenne leine Ein- flüsse von außen außer einem: die beutiefe öffentliche Meinung. Jeder neue Fall, in dem man die deutsch.' R gierung unter Drohung mit militärischen Zwangsmaßnafen zu einer Untersrfeist zwinge, mach? ihr die Unterschrift für das nächste Mal schverer. Ministerpräsident Delacroix machte darauf bat Vorschilag, die WiedergutmachuirgsfraM nickst mehr zu beraten, sondern sie auf eine neue .fitenferena die in diesen Wochen in Genf zusammentteten! soll, zu regeln . Ter Vorschlag wurde angenommen. Ministerpräsident Detecrvir schloß darauf mit einer längeren Rede die Konferenz. Kurz nach 8 Uhr fand dann die Unterzeichnung des Protokolls in der Kohlenfrage statt. Von der deutsckien Regierung leisteten Reichskanzler Fehten- bach und Reickisminister Dr. Simons die Unter» schrift mit dem hfezusügen der in solchen Fällat üblicken diplomatischen Formel wegen der Ern- marsckstlausel des 8 7: „Sous reserve de l'arttcle sipt". Die Dcrfchiebung der internationalen Finanz- konftvenz. Datum: 15. Juli Amsterdam» Rotterd. 1366,10 1368,90 1351,15 1353,85 --------- ----- 343#Si5 Spaa, 17. Juli. (WTB.) Wie der Sonderberichterstatter der „Agence Haras" berichtet, hat die Konferenz an den Generalsekretär des Völkerbundes in London folgendes Telegramm gerichtet: In Anbetracht der in London im Februar ge- und entschiedener z-':m Turckstwuch auf allen Umsatz- gebietrn. Tie Kurse der In u rteaiticn z-ogen säst durck^ängig an. Rocht erfebliche Steigerungen hatten Farbwerte zu verzeichnen wege.i des als aussichtsreich betrachteten Ab'.vimnens mit Frankr ich. Badische Anilin geNxrnnen 28, Elbersel er Farben 12, Lwcksiler Farfen 9 Pvozent. Am ML>nt>N'm:rtec bewegten sich die Beserungen vorwigetrd im Rahmen von 3—6 Pvozent, aber Phönix stiegen 9, Thaler Eisenhütte 10, Buderus w-i ere 8 Pv^zant. Bon Elektrizitä s'.sitien waren nur Siemens und L>alste erfeblidjer gestiegen, nämlich iim 12 P oz. Bon Spejialn>erten traten Kölil-R>'t0vecker mit 20 Prozent l-ervor. Am Kalenialnv.irite zogen Schantungbahnaktten Wei er an, nxtbrev-b Lie übrigen Werte im Rinllang mit dem Nachlassen des Tcviseulurses sich al-sck^wächten. Bon Scksi sahrts- akticn ivuiden ,m Verlaufe Sxmi'imrger Paketsahrt und No re deut scher Lloyd höher bezchtt. Am Än- logem.irkt waren die Ber.äir«rungm geringfügig Türkische Lose Zellten sich 30 Mart höher. An der Börse behauptete sich die feste Stimmung im allgemeinen b s zum Sckstuß, namentlich für Mvntan- wcrte, von demm Gelsenkirchen weiter fliegen. Petroleum« kti en i eilten sich aber niedriger. Deutsche Petroleum 830, Teuttckte Erdöl 15,3. Frankfurt a. M., 17. Juli. B örsen- stimmungsbild. Es hat nickst an Zurersicht- lickM geleb t, die auf den Sieg einer gesunden Vermmst gehofft hatten. Aber g.wade sie wu den von neuem enttäuscht. Der gleich? Diktaturwi'te, der in Versai.les bei fern Siegern vorherrschte,; trat in Spaa in die Erscheinung. Die Eutichsir-ung ist gefallen unh her V rtrag ist mit Ausnahme der Einmarschklausel unterz. ichn-et worden. .Die Befürchtung einer Besetzung des Ruhrgebiets ist damit beseittgt worden. Aus diesem Grunde eröffnete die Börse vor allem am Montamnarkt befestigt. Allerdings sind die Kursbesserungen mir befefeiben. Größtes Jnterese bestand für chemische Th. Goldschmidt. Badisch? Anilin fanbei ebenfalls Beachtung. Ruhiges Geschäft herrschte in Transportwerven. Scktznttmigbahn zogen an. Nordfeutsckxr Lloyd ebenfalls gebet sert. Deutsche sich beraten müsse. Zu dieser Beratung wurden die ReickBminister W.rth, Dr. Lte'.mes und Dr. Scholz und die Staatssekretäre A.bert, von Bergmann und Müller eilig herb ig/rusen. Es fand sodann eine Kab ine 11 s si tz nn g statt, die nach eingehender Bespreckmng zu fern Ergebnis kam, an folgenden zwei Punkten festzuha tm: 1. daß in der ob.Tsch'esi.ch n Frage eine Zu age in fern von Lloy) Eeorge geäuß rten Sinne er,o gt; 2. daß y*----n ’ c i K. -< der § 7 des Vertrages wegjLltt. Die Be.ästüste • trohenen Entsandung, durch, fee bet Jfettertoo wurden von der Mehrfeit des Kabinetts gutge-dte in t e r n a 11 o na le o.rnan z ko n»ere nz SturS Kurs Kurs Kurs Datum: 16.7. 17.7. 16.7. 17.7. 5° ,Deut.6ieqsaul. 79,50 79,60 79,50 79,50 4° Deut.Rcichsanl. *• — — , — 70,70 70,60 3"/„Dent.Reichsanl. —. - —. — 60,85 60,25 4" „Preuß. Konfols —— , — 67,50 68,- Darmstädter Dank e —B 151,15 151,75 151,- Deutsche Bank . . . — . - — , — 260,- 261, - Discoilto- Gesellsch. —. — —. - 198,50 198,- Dresdens Bank . — . — 163,50 163,- Nationalbank f. D. 150,25 150,- Mittsld.Creditbank 142,- — . — 142,- 142,- H..?'M''rik.-Paketf. ISO,- 180,87 180,50 183,- NorddeutfcherLloyd 176,- 177,80 176,25 177,75 Boch.Gutzstahlwrk. 332,- 342,- 327,- 336,- D -Lrxemb Bergw. 288,50 28),87 236,25 29-1,- Gelfenkirch.Bergw. — . — 305,- 301,50 310,25 Harpener Bergbau 327,- — , — 328,- 353, - Obe fchl. ckisena.-B. 217,- 208,- 216,- 217,50 Oberschles.Eisenind. — . — — . — 262,25 263,25 Phönix-Brgb.-Akt. 420,- — . — 420,- 4 <2,- Dad.AniliN'U Soda 458,- 466,50 459,- 480,- Höchster Farbwerke 355,- 3j9,50 350,50 3>5,- Elelrtr. A. E. G.. . 295,- — . 293,50 294 75 Schuckert-Werke. . 184,- 185,85 184,- Felten-Guilleaume —. — — _ — —. — a Daimler...... 212,50 210,- 217,- Bud -Eisenw.-Akt. — . — 300,- — . — 305, Adlerwerke .... —. — — . — 226,25 231,50 4Hess.Staatsanl. — _ — - . — 83,- 82,50 Electron Griesheim — , — 289,- 300,- 305,- pfslwein 7713 7800c Zephir bestes deutsches Erzeugnis 1 rrn unh OQ RH Fritz Nowack 011458 bis zu Friedrich Heyd & Sohn Modewarenhaus 012592 Seltersweg IS 7776c Carl Nowack wert tie BrfiM'aehe Celv.-DFMkereL V. 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