D V 12 13 II. 21b-- 9, Ab- lsd. U- hiergegen Mr» -11 daß d'k = 2 = 0-0 CI 0 tommen. 116igm; mit mit indstücke. en: * ken auch M wirb' Phungs- Landes- eilungs- rs Feid- ng vom Vcrände- Äus- n Wegen der Zeit i«li 1920 -li«A Fetischen WUugiJt A bai ? Poch fyilttnto Rr--------- das Konto ^i her IM ßlome totL" ^eigstellrbrk Lank) nigt -----192 Samstag, 19. Zuni 1920 170. Jahrgang enerAnzeiger vruck und Verlag- VrLhl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle und Druderet: Schulstratze 7. ©u^ialbemyfraten, 112 nähme des Handels beziehen, zur örterung gelangten. teilweise aufhört. 66 62 T eutschnationalen Teutsch-Volksparteilern, Nr. H2 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, vezugspreis: Monatlich Mark 3.60, oierteljährlichMark 10.80 einschließlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686 der Besprechungen über die Wiederauf-I beitswillige durch tätliche Angriffe geschreckt, 'j c : Er- so daß die Milchlieferung nach den Städten Erstes Blatt 9 Trimborn, erfahren, der am Montag diel Kabinettsbildung übernahm und heute noch am Verhandeln ist. Vom Zentrum ausgehend hatte er nach allen Seiten hin freiere Hand und konnte gleich zu Anfang mit drei Kombinationen aufwarten, von denen die dritte: ein Block der Mitte, aus Demokraten, Zentrum und Deutscher Volkspartei bestehend und auf die wohlwollende Neutralität der Nachbar- Parteien rechnend, die größere Aussichten hatte, zumal Herr Fehrenbach dabei die Funktion des Reichskanzlers übernehmen sollte. Es bedeutete dies eine Regierung der bürgerlichen Mitte, die allerdings zahlenmäßig wenig stark wäre und sich daher aus umso befähigteren! Köpfen zusammensetzen müßte. Nachdem Fehrenbach abgelehnt hatte, wurde am Donnerstag eine Liste präsentiert, die aus diesem Get- sichtspunkte zusammengestellt war und den Namen des deutschen Geschäftsträgers in Paris, Dr. Mayer, als Reichskanzler an der Spitze trug. Auch dieser Kombination blühte kein Glück. Die Deutsche Volkspartei Halle zum Eintritt in die Regierung der bürgerlichen Mitte u. a. die Forderung einer sachkundigen Leitung der Geschäfte auf dem Gebiete der auswärtigen Politik und des gesamten Wirt- schastswesens erhoben. Die Liste enthielt nun einen unpolitischen Fachminister für das Reichswirtschastsministerium und einen ebensolchen für Has Auswärtige Amt, während Dr. Heinze als „dritter Kandidat" der Deutschen Volkspartei mit dem Reichsjustizministerium betraut werden sollte. Die Deutsche Volkspap- tei sah jedoch in der Zurechnung zweier Fachminister als Parteiministec das Bestreben, sie zur Deckung eines Kabinettes zu verpflichten, auf dessen Politik ihr bestimmender Einfluß versagt war, und so erledigte sich diese Kabinettsbildung auch ohne die telegraphische Absage Dr. Mayers, der als Mitglied der kleinsten bürgerlichen Partei, der Bayrischen Volkspariei, nicht den nötigen Rückhalt fühlte. Bei erneuten Verhandlungen am Donnerstag stellte sich das Zentrum auf den Standpunkt, daß die Deutsche Volkspartei int Verhältnis zur Stärke ihrer Fraktion vollberechtigt in die Regierung eintreten, und daß damit ein Kabinett zustande kommen solle, dessen Tragfähigkeit für absehbare Zeit gesichert sei und später gegebenenfalls' durch Erweiterung eine dauernde Stärke gewinnen könne. An die Spitze dieses Kabinetts zu treten, erklärte sich nunmehr wieder Präsident Fehrenbach bereit, der auch neuerdings die Verhandlungen führt. Bei dieser Lage der Dinge entschloß sich die Deutsche Volkspartei, sich an der Bildung des Kabinetts zu beteiligen. Nunmehr handelt es sich noch darum, ob die Wünsche der Demokraten befriedigt werden können, die von den Sozialdemokraten die Zusicherung einer weitgehenden Neutralität für das so zu- standekommende Kabinett verlangen. Sollte dies nicht der Fall sein, würde auch dieser Versuch scheitern, so muß man annehmen, daß Fehrenbach damit seine Bemühungen aufgeben wird und die Demokraten durch ihren Abg. Schiffer eine Kabinettsbildung» versuchen werden. 68 Zentrumsleuten, 45 Teutsch-Demokvaten, 81 Unabhängigen, 2 Kommunisten, '4 Vertretern des Bayerischen Bauernbundes, 5 Hannoveranern und insgesamt 21 Angehörigen der Bayerischen und Ehrist- lichen Volkspartei. In diesen Ziffern sind 17 Mandate der Sozialdemokratie, 9 des Zentrums und 8 der Demokraten aus den Absti mmungs gebieben einbegriffen ferner ein Sozialdemokrat und ein Demokrat, die gemäß § 38 Abs. 2 des Wahlgesetzes für den Rest des bischerigen Wahlkreises 2 übernommen worden sind. Die Stimmen, die auf die Vereinigten Landwirtschaftlichen Berufsvereinigungen Thüringens, auf die Hessische Volkspartei, auf den Hessischen Bauernbund sowie auf den Würt- tenbergischen Bauern- und Weingärtnerbund entfallen sind', sind den Deutsch nationale n> zu gerechnet. --- Balfour über den Völkerbund. London, 18. Juni. (Wolff.) Reuter. In seiner Rede im Unterl)aus sagte Balfour noch folgendes, der Völkerbund werde nie als vollkommen gelungen gelten können, wenn nicht alle Nationen von dem Gedanken beseelt seien, daß eine Verminderung der Bewaffnung die erste Bedingung für einen dauernden Frieden sei. Ferner führte Balfour aus, die gefährlichsten Feinde des Völkerbundes seien nicht diejenigen, die zu wenig von ihm erwarteten, sondern im Gegenteil die Leute, die der Ansicht seien, der Bund gehe noch lange nicht weit genug. Balfour erinnerte daran, daß am Dienstag eine Abordnung bei Lloyd George auf die Bildung einer internationalen Polizeimacht gedrungen habe, damit die Beschlüsse des Völkerbundes im Notfälle mit Gewalt durchgesetzt werden könnten. Balfour fügte hinzu, wem: es gelingen würde, dem Völkerbunde eine KriegsmacA zur Verfügung zu stellen, so würde man ihn zu einer Art Ueberstaat machen, dem die anderen Staaten der Welt untergeordnet sind. Dies sei aber nicht die Absicht bei seiner Stiftung gewesen. Man dürfe nicht vergessen, daß dec Völkerbund mehr als die Hälfte seines Wertes verlieren würde, werrn er nicht ein Weltbund sei. Gegenwärtig stehe aber einer der größten Staaten der Wllt abseits. Eine der Hauptbedin- gitngen für Amerikas Beitritt zu dem Bunde sei offenbar die, daß dadurch seine Souveränität nicht in Gefahr gebracht werde. Balfour betonte ferner noch die Wichtigkeit der Entwaffnungsfrage. Er warnte davor, den Völkerbund als Mittel zu benutzen, um Ordnung in das gegenwärtige Chaos der Welt zu bringen. Ter Völkerbund werde gute Dienste leisten, wem: er nicht überladen werde. Aber wenn mm: ihm zu viel aufbürde, werde er bestimmt zusammen- breckien. Asquith bemerkte, der Völkerbund hatte in der polnischen Frage Eingreifen müssen und fragte, toarum der Völkerbundsrat die Hände in den Schoß gelegt habe. Asquith stellte ferner Fragen über die Mandate für Mesopotamien und Palästina und schlug vor, den Ober st en Ratabzuschaff en damit der Völkerbund eine Realität werde. Nack) weiterer längerer Aussprache verteidigte Balfour das Nichteingreifen des Völkerbundes in die polnische Frage, .indem er darauf himvies wie verwickelt das Problem sei und wie schwierig die Umstände gewesen seien. Englisches Getreide sür Deutschland? Paris, 18. Juli. (WTB.) Nach dem Matin besagt eine Meldung aus Soubon, die englische Regierung 'habe an Deutschland 9 000 Tonnen Getreide verkauft. Die Wirtschastsverhandlungen mit Nutzland. London, 18. Juni. (Wolff.) Reuter. Gestern nachmittag wurde zwischen den Vertretern des ständigen Ausschusses deA ober st en wirtschaftlichen Rates und den russischen Handelsabgeordneten eine Zusammenkunft abgehalten, worin gewisse vorläufige Fragen, die sich auf die Eröffnung Da; amtliche Ergebnis öer Reichrtagswahl. Berlin, 18. Juni. Ter „Reichsanzeiger" veröffentlicht jetzt das amtlich- Ergebnis der Reichstagswahlen. Tmmch wurden im ganzen 26 017 590 Stimmen abgegeben. Davon entftelen auf die Sozia demokratie 5 614 452, auf das Zentrum 3540830, auf die Deutsch- Demokraten 2202334 auf die Deutschnationalen 3 736 778, auf die Deutsche Volkspartei 3 606 316, aus die Unabhängig e n 4 894 317, aut die Deutsche Mittel standspart ei 11920, auf die Kv m m u- n i ft e n 441995, auf die Deutsche Wir t - schafts- und Arbeit spar tei 43, auf die Rativnaldemokratische Partei 3938, auf den Bayer. Bauernbund 218884, auf die Hann. Lande spart ei 319 100, auf den Deutschen Wirtschaftsbund für Stadt und Land 88 652, auf die Chr i stl i ch e Volks- Partei 65219 aus die Bayerische Volkspartei 1 171 722 auf die Deutsch-Sozialistische Partei 7216 und auf die Lau- sitzerVolkspartei 4052 Stimmen; die übrigen Stimmen zerschplitterten sich. Demnach besteht der Reichstag aus 4 6 6 Abgeordneten: Die Kabinettsbilöiing. Berlin , 18. Juni. Tie Abendblätter rechnen mit einem Kabinett Fehrenbach unter Beteiligung des Zentrums, der Temokra- ten und der Deutschen Volkspariei. Eine endgültige Entscheidung der Demokvatei: ist noch nicht erfolgt. Berlin, 15. Juni. Die Verschiebung der Entscheidung der Krise wurde durch die Demokraten veranlaßt. Die Aussprache, die sie gestern vormittag hatten, war sehr lebhaft. Einer ihrer Vorschläge ging laut „B. T." darauf hinaus, daß sie — die Demokraten — nicht selbst in das Kabinett eintreten, dafür aber sich verpflichten, einem aus Zentrum und Deutscher Volkspartei gebil- deten Kabinett ihre parlainentarische Unterstützung zu leihen. Diesen Vorschlag erklärten die Herren Fehrenbach und Trimborn unter keinen Umständen annehm en zu koirnen. Der „Vorwärts" schreibt: Werrn die De- nwkraten die Teilnahme an der Regierung ablehnen, dann wird alles wieder ins Ungewisse gestellt sein. Jedoch scheint bet den Demokraten die Ansicht zur stärkeren Geltung zu gelangen, daß sie als Abwehrposten gegen reaktionäre Vorstöße in der Regierung eine wichtige Funktion ausüben könnten. Die „Voss. Ztg." erwartet nicht, daß die endgültige Konstituierung des Kabinetts vor Mitte nächster Woche (am Donnerstag tritt der Reichstag zusammen) erfolgen wird. Der „Vorwärts" hebt hervor, daß, weil Zu- sammensetzung und Programm der neuen Regierung nicht festgestellt werden können, solange.sich die Demokraten nicht entschieden haben, auch noch kein letztes Wort über die Haltung der Sozialdemokraten gesprochen werden könne. Berlin, 18. Juni. (WTB.) Die demokratische Partei, von deren Entsckstüssen man die Lösung der Kabinettskrise erwartete, ist in ihren Beratungen bisher zu keinem Beschluß gekommen und hat :hre Beratungen aus morgen vormittag 10 Uhr vertagt- \ Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigenv. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf D-». Platzvorschrift 20u/9 Aufschlag. Hauptschriftletter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Französische Paris, 18. Juni. 'WTB..) Inn der Kammersitzung erllärte bei der Beratung des Kri:gsbudgets der Abgeordnete Oberst Tabryin in Bezuy auf Deutschlannd, daß die deutsche Militärpartei durch die Niederlage an Einfluß verlor«: hält'., daß das deutsche Volk einen Krieg nicht mehr woll' und daß auch Deutschland bezüglich seines Materials nicht ^nehr in der Lage sei anzugreifen, so lang; bie Alliierten die Brückenköpfe am Rhein besetzt hielten. In diesem Airgenblick ruft Abg. Bcrn a- do t t e: Solche verbindlichen Reden sind wider- wärttg! Als Abg. Tabryin erklärte, er glaube un den gut eit Willen des deutschen Volkes, ruft Abg. Daudet, er verkenne die Wahrheit! Der Kriegsminister erklärte, daß er nicht so o p t i m i stis ch sei wie der Abg. Tabryin. In Deutschland gebe es eine Anzahl Lmte, die sich nicht unterwerfen wollten und es geb.: Fabriken, die noch immer für den Krieg arbeiteten, sogar N'.ue Fabriken, die Kriegsnurterial herstelldm. Er habe als Kriegsminister nicht das Recht, optimistisch zu sein und so lange er die Verantwortung trage, hab: er keine Berechtigung, optimistisch zu -urteil m. Deutschland mache nicht den Eindruck eines besiegten Landes. Der Kriegsministec wies auf die großen Schwierigkeiten hin, der die Kontrollkommission begegne und bei: schlechten Willen Deutschlands hinsichtlich der Vernichtung des Kriegsmaterials Frankreich müsse so gerüstet sein, daß der Mann, der ihm gegenüb erstehe, wisse, daß, wenn er etwas von ihm verlange, sich auch in der Lage sehe, durchzusetzen. Unter dieser. Bedingung könne man den Friedensvertrag zu einer Rmlität machen. Eine Minute Schwäche zeigen hieße später Jahre hindurch bluttge Tränen weine::. Ein amerikanisches Darlehen an Deutschland. London, 18. Juni. (Holl. Nieuws-Bu- reau.) Nach einer Meldung der „Morning Post" hat das Auswärtige Amt in Washington Deutschland ein Darlehen von 40 Millionen Dollar bewilligt. wochenrückblick. Jegliches Interesse für die außenpoliti- ' schen Ereignisse, die ja auch durch die Berta- ■ gung der Konferenz von Spaa cm Dringlich- ■ feit verlieren, tritt zurück hinter den nun be>» reits acht Tage währenden Versuchen, eine , tragfähige Regierung zu bilden. Das rechnerische Ergebnis dec Wahlen am 6. Juni bot die Möglichkeit, in zahlenmäßiger Permutation, in mehrfacher Zusammensetzung eine Parlamentsmehrheit zu bilden. Dem praktischen Zusammenschluß einer solchen Regierungsbasis stellen sich aber bei der gespannten ■ Atmosphäre zwischen den einzelnen Parteien die größten ,Schwierigkeiten entgegen. Der Reichspräsident hat bereits den Auftrag, die Bildung des Kabinettes zu übernehmen, zum dritten Male vergeben und noch ist keine besondere Klärung der Lage erfolgt. Wir wissen nur, welche Kombinationen sich als unmöglich erwiesen haben und daß, was nun noch übrig bleibt, eher Konstruktionen, als natürlich gegebene Kombinationen sind. Der erste Unterhändler, Reichskanzler Müller, der den für ihn gegebenen «Weg zu den Unabhängigen einschlug, holte sich bei den radikaleren Genossen eine scharfe Absage, die ihm die Lust zu weiteren Verhandlungen verleidete. Ebenso schnell endeten die Versuche Dr. Heinzes, der von der Ueberzeugung .geleitet, daß ohne die Sozialdemokratie eine Regierungsbildung unmöglich sei, sich erst an die Mehrheitssozialdemokratie wendete. Man hat vielfach das Herantreten an die Sozialdemokratie als einen Kompromiß der Deutschen Volkspartei! aufgefaßt, den gerade diese Partei bei den Demokraten verurteilt hatte. Nun ist aber bekanntlich dasselbe, was von zwei Verschieden nen getan wird, noch lange nicht dasselbe, und gerade die Deutsche Volkspartei war bestrebt, durch eine stärkere Betonung ihrer Grundsätze einer erweiterten Koalition eine andere politische Mischung zuteil werden zu lassen. Obgleich sie zu diesem Zwecke im Interesse des Ganzen die Fühlung mit der Sozialdemokratie suchte, lehnte diese jedes Zusammenarbeiten mit der Deutschen Volkspartei ab. Die Bildung einer Koalition nach rechts hin wurde von Dr. Heinze nicht versucht, da sowohl von den Demokraten, wie vom Zentrum, eine Verbindung mit der äußersten Rechten als unmöglich erklärt war. Dr. Heinze legte als.zweiter seinen Auftrag zur Bildung eines Regie- rungskabinettes in die Hände des Reichspräsidenten zurück. Das Problem, wie die widerstrebenden Faktoren zu einem brauchbaren Produkt zu vereinen seien, hat inzwischen zu merkwürdigen Vorschlägen geführt. Einen der eigenartigsten hat die Köln. Ztg., wie sich herausstellt, auf eigene Verantwortung gemacht, nämlich den Vorschlag einer Fusion der Deutschen Volkspartei und der Deutschen demokratischen Partei. Das offizielle Bureau der Deutschen Volkspartei rückt deutlich von diesem Vorschlag ab, indem es schreibt: „Die Köln. Zeitung hat vor einigen Tagen einen Artikel gebracht, in dem die Sammlung- aller liberalen und demokratischen Elemente, also eine Fusion der Deutschen Volkspartei! und der Demokratischen Partei, befürwortet wird. Das Kölner Blatt hat auch schon einen Namen für das neue Gebilde auf Lager, mach schweizerischem oder spanischem Muster soll es „liberal-demokratische Partei" heißen. — Der Artikel des rheinischen Blattes ist sicherlich gut gemeint, der Plan selbst ist undurchführbar. Einmal war die Einigung aller deutschen Liberalen schon so gut wie vollzogen: im November 1918. Da traten überraschend die Geister des Verl. Tageblattes und der Franks. Zeitung, Prof. Alfred Weber, Kello von Ger- lach und andere auf und schufen die Demokratische Partei. Aus der beinahe vollzogenen Einigung wurde nichts. Dadurch sind Millionen deutsche Wähler gezwungen worden, für ihre Ueberzeugung ein eigenes Haus zu zimmern: die Deutsche Volkspartei. Diese hat bei den letzten Wahlen die Führung des deutschen Bürgertums erhalten. Wollte sie ihren verheißungsvollen Aufstieg damit beendigen, daß sie sich mit der total geschlagenen, von Millionen verlassenen demokratischen Partei verschmelzen würde, so könnten das nur Wenige im Lande verstehen. Und dieselben Kräfte, die vor 18 Monaten die neue Demokratie schaffen wollten, würden als ein Ferment der Zersetzung das neue Gefüge bald in die alte Ohnmacht bringen. Aus der Fusion entstünde eine Konfusion. Der Vorschlag dec Kölnischen Zeitung stellt selbstverständlich die Privatmei^- nung des genannten Blattes dar, die Deutsche Volkspartei hat mit ihm nichts zu tun. Klar und deutlich ist dieser Weg abzulehnen." Tatsache ist auf jeden Fall, daß gerade die Gegnerschaft der Demokraten und der Deutschen Volkspartei die größten Schwierigkeiten bei der Kabinettsbildung verursacht. Dies Mußte auch der dritte Beauftragte, Dr. Kein allgemeine Aushebung öer Zwangswirtschaft. Berlin, 18. Juni. (WTB.) Die Abendausgabe der „Vossischen Zeitung" bringt in auffälliger Weise unter der Ueberschrist „Allgemeine Aufhebung der Zwangswirtschaft" völlig unzutreffende Angaben über d:e Pläne, welche das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschiaft in dieser Hinsicht verfolgt. In Anknüpfung an Besprechungen, die in den letzten Tagen in diesem Ministerium ftattgesundei: haben, wird als,Ergebnis mitgeteilt, daß die Zwangswirtschift mit Ausnahme von Milch und Getreide möglichst nmgeheiH beseitigt werden müsse. Alle Fesseln sollen spätestens bis 1. Oktober dieses Jahres gefallen sein. — Demgegenüber wird bemerkt, daß das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft an eine Aufhebung der Zwangswirtschaft ab 1. Oktober nie gedacht hat und nicht denkt, und daß auch Reichsminister Dr. Hermes eine Auffassung, wie sie ihm zugeschrieben wird, nie geäußert hat. Dagegen sind in inneren Besprechungen im Ministerium entscheidende Beschlüsse über den beschleunigten Abbau einer Reihe von Kriegsgesellschaften gefaßt worden. Das Ministerium hält nach wie vor daran fest, daß für die wichtigsten Nahrungsmittel vorläufige an eine Freigabe nicht gedacht werden könne. Tas gilt nicht nur für Getreide und Milch, sondern auch für Fleisch. Gerade hierüber ist in diesen Tagen eingehend verhandelt worden, und es wurden auch scharfe Angriffe gegen die Zwangswirtschaft gerichtet. Schließlich haben aber selbst vorhandene Vertreter der Landwirtschaft die Berechtigung der gegen die Aufhebung der Zwangswirtschaft geltend gemachten Einwendungen anerkannt und während einer Uebergangszeit sich mit einem bloßen Umbau der Zwangswirtschaft einverstanden erllärt, bis durch den Wiederaufbau unserer Viehwirtschaft die Vorbedingungen für die Freigabe von Vieh und Fleisch geschaffen worden sind. — Das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat wiederholt erklärt, daß es einen planmäßigen Abbau der Zwangswirtschaft erstrebt und den freien Handel wieder in seine Rechte einsetzen wckl, wo seino Zulassung die Ernährung des Volkes nicht gefährden, sondern eine Verbilligung der Nahrungsmittel zur Folge hoben würde. Besonders soll soweit als möglich wieder die freie Einfuhr zugelassen werden, zunächst für Fische, Eier, G e m üs e und Obst, später auch für andere Lebensmittel. Bei der heutigen Ernährungslage wäre es unverantwortlich, wenn nicht alles geschähe, was unsere Ernährung durch reichliche Zufuhr aus den: Ausland verbessern und verbilligen kann. Als weitere Folge dieser Wiederherstellung des freien Handels ergibt sich dann auch die seit langem durch das Volk gewünschte Auflösung der Kriegsgesellschaften. Aus des« Aeiche. Landarbeiterstrcik. S t e 11 i n, 18. Juni .(Wolff.) Der Landarbeiterausstand in Hintecpommern, der bekanntlich nach dem Scheitern der Tarifveo- handlungen ausgebrochen ist, gewinnt erheblich an Umfang. Im Kreise Köslin umfaßt er bereits über 30 Güter von 58, im Landkreise Stolp kann man fast von einem Allgemeinausstand sprechen. Zum Teil werden sogar die Notstandsarbeiten verhindert und Ar- Aus öem besetzten Sedlet. Ein Proteststreik in der Pfalz. Ludwigshafen, 18. Juni. (WTB.) Der Aktionsausschuß der Arbeiter- und Angestrilteu- schaft der Pfalz weist in einem Aufruf an die Bevölkerung der Pfalz infolge der erneuten durch nichts begründeten Ueberariffc der Besatzungsbehörde, darauf hin, daß für die Pfalzbewohner es gar nichts anderes geben könne, als durch eine einheitliche geschlossene Demonstration gegenüber den Besatzungs- beHörden zum Ausdruck zu bringen, daß sie nicht mehr gewillt sind, derartige Maßnahmen widerstandslos hinzunehmLn. Tie Arbeiter-- und Angestelltenschaft habe demzufolge beschlossen, ab Freitag nacht 12 Uhr bis einschließlich Samstag nacht 12 Uhr die Arbeit ruhen zu lassen. Diese Demonstration solle den Zweck verfolgen, nicht nur die Augen Deutschlands, sondern ganz (Europas auf die unerträglichen Verhältnisse, wie sie durch die Besetzung besonders in der Pfalz hervorgerufen sind, hinzulenken. Das Verhältnis der Pfälzer zur Be- satznngsbehörde habe durch das erneute Vorgehen einen schweren Stoß erlitten. Der Aufruf mahnt am Schluß die Bevölkerung, wer die Demonstra- tion unterstützen nolte, solle nicht a uf die Straße gehen, sondern in seinem Heim bleiben. Berlin, 18. Juni. (WTB.) Die am'sehen- erregenden Verhaftungen von Arbeiterführern durch die französische Befatzungsbehörde in der Pfalz naben dem Reichskommissar in den besetzten rheinischen Gebieten Anlaß zu Vorstellungen bei der interalliierten Rheinlandskommission. Diese sagte den Vertretern der Pfälzer Arbeiterschaft die sofortige Entsendung eines Offiziers nach Ludwigshafen zur Erörterung der Angelegenheit zu. Ludwigshafen, 18. Juni. (WTB.) Heute früh wurden von der französischen Besatzungsbehörde neue Verhaftungen von Arbeiterführern vorgeiwmmen. Verhaftet wurden Stadtrat und Arbeitersekretär Reuschert (SP.), Stadtrat und Metallarbeiterverbandsbeamter Fischer (SP.), Stadtrat und Eisercbahnverbands- •eamtcr Baum (USP.). Sie wurden in einem Auto aus der Stadt weggefuhrt. Heute früh rückte eine größere Kavallerieabteilung mit Maschinengewehren ein. Die Lage hat sich hiernach weiter zugespitzt. Aus Hessen. Kammcranfragen. rmk. Darmstadt, ,18. Juni. Zu dec katastrophalen Verheerung durch die M'aul- und Klauenseuche hat der Abg. Hofmann eine Anfrage an die Regierung gerichtet, um Auskunft bittend, ob sie in der Lage ist, den Viehbesitzern eine dem heutigen Wert entsprechende Vergütung zu zahlen, und welche Schutzmaßnahmen gegen die weitere Verbreitung und Verschleppung sie zu unternehmen gedenkt? Derselbe Abgeordnete fragt auch wegen des Schutzes der Bauern gegen die Maßnahmen der Reichsgetreidestelle an, die weyen zu geringer Ernte zur Pflichtablieferung nicht in der Lage waren. Zum Schutze der Gemeinde Münster bei Dieburg vor Hochwasser hat der Abg. Lang einen Antrag an die Kammer gerichtet, in welchem die Regierung ersucht werden soll, eine neue Brücke als Wasserdurchlaß bei Hochwasser an der Kreisstraße zwischen Münster und Eppertshausen baldigst zu erbauen. Eine bringt. Anfrage richtet der Abg. Kiel (U. S. P.) an die Kammer wegen Unterstützung der Forschungen des Privatdozenten Dr. Thomä durch.Bereitstellung geeigneter Räume an der Lanoesunivecsität. Das Staatskninisterium bringt zwei Regierungsvorlagen betr. Einstellung von Strafverfahren gegen A. Fehr Ehefrau in Rimbach, und M. Schloß in Tauberbischofsheim. Die Abg. D i n g e l d e y und Gen. fragen an: Aus welchen Gründen ist die Auszahlung der B e s a tz u n g s z u l a g e n an die hessischen Staatsbeamten des besetzten Gebietes bis jetzt unterblieben? und was gedenkt die Regierung zu tun, um die Frage in gleicher Weise wie das Reich in befriedigender Weise zu lösen. Der Abg. Roß beantragt Einreihung der Stadt Bensheim,in die Servisklasse C. Der Finanzausschuß der Hess. Kammer ist für Donnerstag den 24. d. M. einberufen und wird vor allem zunächst der bis dahin vorliegende Voranschlag zur Beratung kommen. Aus Statt und Land. Gießen, den 19. Juni 1920. Die Rathausfrage. Son einem Mitglied der Sonderkommission zur Beschaffung von Diensträumen für die Stadt- ?CnDr^un9 cr^Itcn wir nachstchmde Zuschrift, die sicb zwar nicht ganz mit unserem bekannten Standpunkte deckt, die wir aber gerne roiebergeben tan m der Bürgerschaft das Interesse für diese Nnchttgc Frayc aufzuwecken. Schon seit längeren Jahren entsprechen die der Stadtverwaltung zur Verfügung ftrihmbrn Räume nicht mehr dem Bedürfnis. Die Mängel sind lebermamt bekannt, der öfter dort zu tun hat. Eine Anzahl Beamten ist verurteilt, in Räumen zu arbeiten, die zualeich als Warte-, Sprech-, Ttlt- Won- inrb Abseriigungszimmer dienen. Dabei mupen in dielen Räumen noch Arbeiten erledigt n. die nicht immer für die Oesfenllichkeit bestimmt unb^ Tag nun diese Beamten nicht mit P£r.Jtni(Je11 Sorgfalt arbeiten können, die die Ge- fchällSsuhmng erfordert, bedarf wohl feiner Er vrterung. K. ^K^rordnetenversammlimg sowie Kommissionen haben sich mit der BeWofrimß geeigneter Räume in vielen Scdungen ^U cEre Errichtung eines NendanL, Lr ? h 2?^000 Mk. veranschlagt mar, eine damals fefjr hohe «umme, erschien noch nicht spruchreif 1? ra,m;-maDn 3" dem Entschluß, die frühere Kl imk sur Zwecke der Stadtverwaltung cin>u sichten, wobei bcfonberS Wert auf die Zusammen legung der gesamten Aemter gelegt murb Tic durch Preisausschreiben erlangten Plän- bestäti ten, daß die alte Klinik für die Verwaltimi d'r städtischen Acmter vollständig ausrncb n s - 7 sogar noch ca. 230 Quadratmeter Raumiläch zur Verfügung bleiben. Für Herstellung der alten Klinik wurden 260 000 Mk. bewilligt: die Ausführung unterblieb durch die Gewerbeausstellung und den unmittelbar darauf folgenden Kriegsausbruch. Während des Krieges ist der Raummangel der Stadtverwaltung noch größer, gegenwärtig fast unhaltbar geworden. Die zur Zeit im Amt stehende Stadtverordnetenversammlung hat die Dringlich- keit der Beschaffung von Tiensttäumen für die Stadtverwaltung anerkannt und eine Sonderkom- mission gewählt, die geeignete Vorschläge machen soll. Schon in vielen Sitzungen stand die Ange- legenljeit zur Beratung, ohne daß man bis jetzt zu einem bestimmten Entschlüsse gekommen ist. Alle Stadtverordneten sind sich darüber einig, daß ein Neubau die geeignete Lösung fei, doch muß der hohen Kvsten wegen zur Zeit davon abgesehen werden. Zur Beschaffung provisorischer Räume wurde eine ganze Anzahl Vorschläge gemacht; einer davon, der dahin ging, die alte Klinik teilweise für Bureauzwecke zu benutzen und teilweise zu vermieten, fand Linklang. Inzwischen wurde der frühere Steins Garten angekauft. Die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung scheint nun die Ansicht zu vertreten, dem Vorschläge des Herrn Oberbürgermeisters entsprechend, in Steins Garten die Hauptämter der Stadtverwaltung unterzubringen, evtl, sollte das Lebonsmittelamt, das bald abgebaut werden wird, in die alte Klinik verlegt werden. Durch die Verlegung der städt. Hauptämter nach Steins Garten, entern abgelegenen für dos Publikum nicht leicht zugänglichen Platz, werben die einzelnen Stadtämter noch mehr als bisher auseinandergelegt und der Verkehr statt erleichtert noch erschwert. Durch den Hin- und Herverkehr mit den Akten, der Beamten, der Diener und des Publikums wird unnötig Zeit und Geld verschleudert; der Beamten- und Dienerapparat muß noch mehr vergrößert werden. Steins Garten kostet int Ankauf 350,000 Mk.; mit Unkosten und Zinsverlust wird sich dieser Betrag wohl auf 400 000 Mk. erhöhen. Der Umbau kostet nach den heutigen Voranschlägen, ohne Heizung, 310 000 Mk. Nach den bisherigen Erfahrungen, welche die Stadt mit den Neubauten in der Mühlstraße gemacht hat, ist wohl mit einem Betrag von 400 000 Mk. für den Umbau zu rechnen, so daß das ganze Objekt rd. 800 000 Mk. kosten wird. Hierfür ist eine jährliche Verzinsung mit Unterhaltung von über 40000 Mk. aufzubringen. Ein solcher Betrag soll für ein minderwertiges Provisorium aufgewendet werden, das niemals diesen Wert auch nur annäbernb erreichen wird, zu einer Zeit, wo mit den städtischen Geldern sehr gerechnet werden muß. Man kann nun über die Verwendung der alten Klinik denken, wie man will, aber so viel steht doch fest, baß sie als Provisorium, wenn sie auch als solches bedeutend mehr als Steins Garten kostet, den Vorteil bietet, daß dort die Hauptämter vereinigt werben können, wodurch die Geschäftsführung wesentlich erleichtert wird. Mit der Zusammenlegung der Aemter würde an Beamten- und Dienergehältern mindestens so viel erspatt werden, als kapitalisiert mindestens eine Summe von 500 000 Mk. darstellt, ganz abgesehen von der Erleichterung des gesamten Geschäftsbetriebes für den Magistrat, die Beamten und das Publikum. Ein Teil der jetzigen Aemter würde, wenn die alte Klinik für Bürgermeistereizwecke Verwendung finden würde, frei; die Räume könnten bei dem herrschenden Wohnungsmangel als Wohnungen eingerichtet werden. Der Eintours, daß die alte Klinik sich nicht für Bureauzwecke eigne, wird dadurch schlagend widerlegt, daß Verwaltungen, wie Bahn, Post, Finanzverwaltung und Großindustrielle die Räume für Bureauzwecke zu mieten wünschen. Auf der Stadtverordnetenversammlung liegt eine große Verantwortung, hier das Richtige zu treffen; es wäre daher erwünscht, wenn die Bürger der Stadt Gießen, besonders der Bürgerverein, auch einmal die Sache öffentlich behandeln wollten, um die Stellungnahme der Stadtverorbnetenver- sammlung zu erleichtern, die selbstverständlich das Beste prüfen wird. Der Steuerabzug vom Lohn. Bon zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Die Bestimmungen über die Erhebung einer vorläufigen Einkommensteuer durch Abzug vom Ar b e i t s l o h n treten am 25. Juni *1920 in Kraft. Wer als Arbeitgeber Gehälter oder Löhne, die nach dem 25. Juni 1920 fällig werden, vor diesem Tage auszahlt, handelt nach §5 der Reichsabgabenordnung unzulässig und ist nach § 50 des Einkommensteuergesetzes persönlich haftbar. Zudem macht er sich nach § 350 der Reichsabgabenordnung wegen Steuerhinterziehung strafbar. Veranstaltungen. Samstag, 19. Juni: Hvtri Enchorn 81/2 Uhr, Gastsriri Paul Buchwald. — Lichtspieltheater wie gestern. Sonntag, 20. Jüni: Sportplatz des V. f. V. aus dem Triri», Dorrn, ab 8 U'fjr und nachm. ab 2 U'hr, Fußballwettspiele. — Sportplatz des V. f. R. von 1900, nachm. ab 2 Uhr, Fußballwett- fpiele. — Siebtgmufeum, lll/< Uhr, Vvlksvorlesung über Leonardo da Vinci. — Verein der Gießener Kunstfreunde, 2 U'hr Ausflug und Vertrag nach dem Schiffenbera. — Cafe Leib, 3 Uhr, Jubi- liäumssest deS Verbandes der Fabrikarbeiter. — Hotel Einhorn, 8Va U'hr, Gastspiel Paul Buch- '«lld. — Lichtspieltheater wie gestern. w ** Geheimerat Dr. Andreas ©reibe r t t. Am 16. Juni 1920 verstarb zu Darmstadt der Großh. Provinzialdirektor i. R. Gc- beimerat Dr. Andreas 'Öreibert. Er war von 1902—1910 Provinzialdirektor der Provinz Ober- Hessen und Kreisrat des Kreises Gießen um dann mehrere Jahre die gleichen Aemter in Mainz zu bekleiden, bis ihn Kränllichkeit zlvang jn den Ruhestand zu treten. Der Ruf, der ihm aus seinen früheren Aemtern als Kreisrat zu Erbach und Worms und als Ministerialrat zu Darmstadt vor- ausging, war der eines vornehm denkenden, überaus verbindlichen Mannes und eines ausgezrich- neten Verwaltungsbeamten. Er gewann sich hier rasch alle Herzen und viele werden sich noch erinnern, wie ihn feine Untergebenen, sowie wer je mit ihm in Berührung zu kommen das Glück gehabt mit aufrichtigem Bedauern von hier zur Urieinahme neuer ehren voller Aufgaben fdieiben sah. Seine Tätigkeit stellt einen Markstein in öer | Geschichte der Provinz Lberhefsen dar. Ist doch I u. a. seiner Anregung allein die Gründung des j Wasserwerkes Jnhecden zu verdanken, die er mit • ber ihm eigenen Tatkraft trotz aller anstürmenden , Hindernisse durchführte, der Provinz dauernde hohe I mnaljmen schuf und so die nnanudle Möglich- icit brachte, jbie von ihm bereits geplante VersorUeberfaH ober Unglücksfall? 'lm Dienstag, 15. Juni, abends gegen 12 Uhr, | von ihnen sind bereits in dem hiesigen Landkranken- wurde hier ein junger Mann in der Frankfurter Straße mit einer blutenben Wunde am Kopfe in seiner Wohnung aufgefunden. Er soll von anderen Personen nach Haufe gebracht worden sein. Ob Ueberfall ober UnglücksfÄl vorliegt, konnte bis jetzt noch nid>t festgestellt werden. Personen, welche über den Vorfall Auskunft geben können, werden gebeten, sich auf dem Polizeiamt, Zimmer 2, Kriminal-Abteilung, zu melden. ** K i r s ch e n v e r st e i g e r u n g. Dienstag, 22. Juni d. I., nachm. 3 Uhr, wird die Kirschen- ernte von den Bäumen auf dem Trieb in zrrka 25 Losen meistbietend versteigert. Auswärtige Steigerer und Händler sind vom Mitbieten ausgeschlossen. Siehe Anzeigentell. ** Die Lebensmitteltabelle für die Woche Dom 21. bis 27. Juni ist im Anzeigenteil! der heutigen Nummer veröftenllicht. ** Der Fahrpreis für die Straßenbahn beträgt vom 20. Juni ab für jede Person und Fahrt 30 Pfennig. Es gelangen Zahlmarken, 8 Stück für 2 Älark, zur Ausgabe. Der Preis für die Monatskarte beträgt 25 Plark. *" ** N r. 1 der Holzbezugskarte verliert mit dem 19. d. M. seine Gültigkeit. Alle noch im Umlauf befindlichen, bei der Bezahlung des Holzes ausgegebenen „blauen roten und gelben Zettel" können bis spätestens Freitag den 25. d. M. auf dem Lagerplatz in der Steinstraße eingelöst werden. Die noch nicht abgeholten Holzbezugskarten können täglich von 8—12 Uhr vormittags auf dem Stadt, Brennstoffamt, gegen Vorlegung der Lebensmittelausweiskarte, in Empfang genommen werden. ** Ausgabe von Kohlenbezugs- karten. Auf dem Brennstoffamt werden an Haushaltungen ohne Zentralheizung Kvhlenbezugs- farten ausgegeben, und zwar: Bezirk 11 Montag bis Mittwoch, Bezirk 3 Donnerstag bis Samstag. Näheres siehe Anzeigentell. ** Das 1. Ziel Schulgeld des Recll- ghmnasiums, der Oberrealschule und der Gymnasial Vorschule kann in Den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten an die Stadtkasse Gießen bezahlt werden. ** Zur Versügungsbeschränkuna bei Abschluß von Miet Verträgen sind im Anzeigentell unseres Blattes wichtige Bekanntmachungen abgedruckt, auf die wir auch an dieser Stelle Hinweisen. ** Zur Sv nnenwendfeier in Münze n b e r g am morgigen Sonntag ist es in letzter Stunde gelungen, von der Eisenbahnbehörde die Gestellung zweier Sonderzüge auf der Strecke Butzbach—Münzenberg zu erlangen. Näheres über die Fährtgelegenheit ab Gießen ist aus dem Anzeigentell ersichtlich. ** Paul Buchwa 1 b und seine Truppe, die feit einigen Tagen im großen Eisthornsaale gastieren, traten gestern abend mit einem vollständig neuen Programm vor den Kreis ihrer Zuhörer. Schade, daß sich diese noch immer in verhältnismäßig kleiner Zahl eingefunbeit hatten. Es ist überhaupt bemerkenswert, wie in Gießen jegliche Theaterveranstaltung so geringes Interesse findet, Während zum Beispiel in dem doch soviel lleineren Marburg das dortige Sommerthxtter den ersten Teil des Faust sogar zweimal kurz hinterein!- anber geben konnte, ganz abgesehen von den anderen Stücken seines Spielplanes, die man auch im 'hiesigen Stadttheater gerne sehen würde. Doch liegt es uns fern, Unverglerchxrres zu vergleichen, denn was Buchwald im Einhorn bietet, ist humorvolle Unterhaltung. Die beiden Eftrakter, je ein Sing- urfb Lustspiel, stöben einzig durch ihre Darstellung, und diese besitzt in Paul Buchwald einen Mittelpunkt, der sich sehen lassen kann. Selbst dem vet härtesten Griesgram wird es nicht gelingen, ernst zu bleiben, wenn Paul Buchwald als überheblich aufgeblasener Barbier auf Freiersfüßen und Ähnlichen Rollen auf der Bühne herum- schwadroniert. Seine äußere Erscheinung schon wirkt unwÄerfte'hlich auf die Lachmuskeln und dazu eine unnachahmliche Komik in Gebärde und Sprache, die unbedingt mitreißen. Mer also einmal gründlich lachen rottf, wen das Gvau der Zeitläuften miesepeterig gemacht, brr gehe zu Paul Buchwald; er wirds nicht bereuen. ** Der Evang. Arbeiterverein veranstaltet am Sonntag in Gemeinschaft mit dem Wartburgverein einen Familie naus- f l u g nach dem Ludwigsbrunnen (siehe Anzeige). Am 4. Jutt ist eine Zusammenkunft mit oem Bmderverem Wetzlar im Jagdschlößchen Dutenhofen geplant. Kreis Friedberg. Autoverbindung Friedberg—Büdingen. Das Ministerium des Innern hat der Firma Gondner & Mohr in Friedberg unter Vorbehalt des Widerrufs die Erlaubnis erteüt, auf den Strecken Friedberg — Homburg — Usingen— Büdingen Personen mit Kraftwagen gegen Entgelt zu befördern. * 0 Friedberg, 17. Juni. Eine kirchenmusikalische Festwoche beginnt hier am nächsten Sonntag. Jn der Stadtkirche wird das Kirchenoratorium für Soli, Chor und Orgel „Christus der Tröster" von Fritz Zierau zur Aufführung kommen. Diesem Oratorium folgen am Freitag, Samstag unl> Sonntag darauf Werke Iah. Seb. Bachs, wie sie Prof. Dr. Karl Schmidt zu einem schönen Bach-Fest zusammen gestellt hat. 4 Bad-Nauheim, 18. Juni. Hier .vurde heute wieder Fleisch ausgegeben, das Pfund zu 9,20 Mark. Während die meisten oberhessischen Orte mehrere Wochen ohne Fleisch gewesen sind, konnte hier kürzlich schon einmal Fleisch zur Ausgabe gelangen, welches vom Lebensmittelamt mit Hilfe der Metzgerinnung nach gegeb.mer behördlicher Genehmigung durch Selbstbeschaffung erworben wurde. Da dieses Fleisch aber 11,20 Mark kostete war der Ankauf vielen [leinen Leuten nicht möglich Starkenburg und Rheinhessen. n>8. Worms, 16. Juni. Ter Streik bei Zimmerleute hat gestern begonnen- Sie ver- lanacn die gleichen Stu nden löhne wie Lud- wigs'hafen und Frankenthal (7,2l>—9 Mk.). Bis- 'her wurden 6,50 Mk. bezahlt. Ein Stundenbohin von 9 Mk. entspricht bet achtstündiger Arbeitszeit einem Wo chenverdien st von 432 Mk. und einem monatlichen Einko mmen von 1872 Mk.! Man fragt sich, wohin solche Lohn- fteigerur.gen fuhren sollen. Hessen-Nassau. — Diez, 18. Juni. Das hiesige Publikum streikt seit längerer Zeit im Fleischein- kaufe. Es lehnt den Ankauf von Flrischtvaren ab, well es die Preise für ungerechtfertigt hoch hält. Bei der letzten Kartenabgabe verzichteten allein 600 Bersorgungsberechtigte auf ihren Fleischanteil. ge. Hersfeld, 18. Juni In dem Dorfe Widdershausen (Kr. Hersseld> sind etwa 2 0 P er- s onen teils schwer, teils leichter er fran f t. Drei gung der Provinz mll Eleürizllät in die Wege zu leiten. Das Andenken an diesen seltenen Mann wird hier immer in hohen Ehren gehalten werden. ** Geh. Iustizrat August Metz t- Am 17. d. Mts. verschied in Fulda, zrvei Wochen vor seinem 50iähr. Tienstjublläum, unser Mitbürger Herr Geh. Justizrat Metz. Er hatte sich in Salz- iclstirs zur Kur auf gehalten und war wegen enter Erkrankung, die ihn befallen hatte, nach Fulda verbracht worden. Mit Geh. Justtzrat Metz ist eure der bekanntesten Persönlcchkriten unserer Stadt und unseres Hcsfen.andes aus dem Leben geschiricn. Am 6. Juni 1849 als Sohn des betontten Volksmannes und Parlamentariers August Metz in Darmstadt geboren, absolvierte er das dortige Gymnasium, bezog dann die hiesige Hochschule, woselbst er sich dem Studium der Jurisprudenz zuwandte. Er war ein fröhlicher, leichtlebiger Student und ein rühriges Mitglied des Korps Starkenbnrgia, dem er sich auch in späteren Jahren noch mit Eifer widmete. Er wurde später Ehrenmitglied desselben, zog sich aber in den letzten Jahren von den studentischen Angelegenheiten zurück. Als Hilfsarbeiter des weithin bekannten und angesehcnm Hofgerichtsadvokalen und späteren Rechtsanwalts Dr. Diery verehelichte er sich im Jahre 1874 mit der Tochter desselben und lebte in glücklicher Ehe, aus der vier Söhne und eine Tochter hervorgingen. Nach dem Tode der Gattin und mebrjähriger Witwerschaft trat Metz in zweite Ehe, die jefc't durch den Tod gelöst ist. Geh. Justizrat Metz war mit ganzer Seele Jurist und Rechtsanwalt, er war mit reichen Rechtskenntnissen, namentlich auch auf den Gebieten der Privatrechte unseres Hessenlandes, der fteiwilli- gen Gerichtsbarkeit und des Verwaltungsrechts ausgestattet, führte eine treffliche Feder, und wenn ihm auch die Gabe der Rede nicht in vollem Maße gegeben, war, so hatte er doch auch rednerisch glückliche Momente, und jedenfalls blieb der Eifer und die Warme, mit der er für die ihm anvertrauten Interessen eintrat, niemals ohne Eindruck. Metz vertrat die Stadb' Gießen 1882—1900 im hessischen Landtag, dessen zweiter Präsident er eine Zeitlang war. Seit Beginn der achtziger Jahre stand Metz als eifriger und leidenschaftlicher Kämpfer im politischen Leben. Als Mitglied der Fortschrittspartei, der Deutschen Freisinnigen Partei, später der fortschrittlichen Volkspartei und seit der Revolution der Deutschen demokratischen Partei, war Metz durch seinen unermüdlichen Fleiß, sein entschied-enes Eintreten für die freiheitlichen Gruirdsätze dieser politischen Rich- tungen und versöhnliches Wesen den Gegnern gegenüber, in den weitesten Kreisen bekannt und beliebt. Seine Stellung in den politischen Fraaen — so bei den Militärfragen, die im Jahre 1887 im Mittelpunkt des Interesses standen, bei der Lösung und dem späteren Zusammenschluß der freisinnigen Richtungen — war Metz mehr nach der linken Seite orientiert, als dies z. B. bei Gutfleisch, mit dem er lange Jahre politisch wirkte, der Fall n>ar. Bei der Vorbereitung der Wahlen zur Nationalversammlung erfuhr Herr Metz eine Zurücksetzung seitens der Mehrheit des Demokratt- schen Vereins zu Gießen, die er als Kränkung empfand und von der, wie man wohl annehmen darf, ein Gefühl, daß ihm Undank widerfahren sei, in ihm zurückgeblieben fern mag. Gewiß ist aber, daß er mit der Politik der Demokratischen Fraktion der Nationalversammlung unzufrieden war, er billigte insbesondere nicht die, tote er meinte, zu weitgehende Nachgiebigkeit gegen sozialdemokratische Forderungen, hielt die Ausgaben für Erwerbslosenfürsorge für falsch und trat in Wort und Schrift für diese seine Meinung ein. Es ist hier nicht der Ort, um darüber zu rechten, ob seine Auffassung ober die bet Demokratischen Partei die richtige war, ob insbesondere er in der Lage gewesen ist. die Schwierigkeiten zu beurteüen, {unter denen die Demokratische Fraktion ihv» Politik führen mußte — jedenfalls aber wird niemand dem „alten Metz" das Zeugnis versagen, daß er das, was er vertrat, auch ehrlich empfunden hat. So werden ihm auch seine früheren Parteigenossen sein Auftreten während des letzten Wahlkampfes, mit dem er sich völlig von ber Demokratischen Partei abwandte, nicht allzusehr verargen, und vor der Majestät des Todes mehr eingedenk sein der treuen Mitarbeit, die Metz jahrzehntelang unverdrossen und unermüdlich geleistet hat. Vervollständigen wir das Lebensbild des Heimgegangenen, indem wir noch daran erinnern, daß er den Feldzug 1870/71 clls Lmtnant im 4. Großh. Hess. Jns.-Rgt. mit Auszeichnung mitgemacht hat, und daß er lange Jahre Mitglied des Vorstandes der hessischen Anwaltskammer toar, sowie endlich, daß in seinem Privat- und Familienleben Krankheit, Verlust teurer Angehöriger und manche Sorge ihm nicht erspart geblieben ist, so ergibt sich das Gesamtbild eines begabten, lebendig empfindenden und bis in das Alter hinein impulsiven Mannes von ehrlichem Streben und starkem Willen, dessen Heimgang in den Kreisen, in denen er tätig war, insbesondere in Famllie und Beruf, eine große Lücke hinterlassen wird. ** Eine Sitzung ber Stadtverord- netenversammlung findet Dienstag den 22. Juni, nachmittags 5 Uhr, im Stadthaus statt. Auf der öffenllichen Tagesordnung steht: 1. Bauliche Veränderungen im Hause Frankfurter Str. 1. 2. Reparatur des Fußbodens in ber Wagenhalle; hier: nachträgliche Genehmigung ber Kreditüberschreitung. 3. Erweiterung des Bebauungsplanes für die Waldkolonie am Trieb. 4. Gesuch um Genehmigung zur Vergrößerung ber Temperei auf dem Bänninger'schen Grundstück. 5. Entlüftungsvorrichtung für das Elektrizitätswerk. 6. Einrichtung einer zweiten Wohnung im Torhaus am Walltor. 7. Beschaffung von Amtsräumen für die Stadtverwaltung. 8. Voranschlag für 1920; hier: Ermächtigung zur Fortführung der Geschäfte nach Artikel 171 der Städteordnung. 9. SSeriängertmg des Vertrages zwischen Stadt unb Lanbes-Universi- tät über ärztliche Behandlung und Verpftegung hilfsbedürftiger Kranker in ber Stadt Gießen 10. Erhöhung des Wasser Preises. 11. Genehmigung einer Rechnung der Buderus'scheu Ei^nwerke We^ar über Lieferung von Eisenteilen zur Kana- lisationscmlage der Kleinhaussieblung ber Baugenossenschaft 1894. 12. Höchstsätze der Erwerbslosenfürsorge. 13. Beitritt dec Stadt zum Privat- wclldbesitzerverband. 14. Tagegelder für die Feld- geschworenen. ** Einspruchsfrist für Abstim- mun gsber echtigte. Ter Deutsche Schutzbund tritt mit, daß die Einspruchsfrist für Abstim- mungsberechti. K. e. as-nvii feilsch aft will eine Luftschiff Verbindung! Neuyork — London — Bcrli n einrichten ^ind hat zunächst ein Kapital von 15 Millionen gegen einen zu ^)hen Mietzins vnwiesen (morjy> 6679 jetzigen ein Kopfschmerz Weih zieht und setzt mit dem dritten matt. Turnen, Spiel und Sport. ** Gauturnfest 1920. Die Arbeiten ®“fte Friedens-Akten'asGbe aus Leder zu verkaufen. Schrift!. Angeb. u. 011040 an den Gien. Anzeiger. mit Wohnung zu vermieten. Gefl. Angebote unter „Lebensmittel" an „Herso" Mitteldeutsche Annoncen-Exvedition, Gießen. G770C Einzelausschüsse sind so weit gefördert, daß ein Ueberblick über die gesamte Gestaltung des Festes schon jetzt möglich ist. Zum Festplatz wurde endgültig Oswaldsgarten bestimmt, der entsprechend hergerichtet werden "wird. Dort wird neben dem zum Turnen benötigten Raum auch ein Juxplatz geschaffen werden, für den erstklassige Unternehmer in Aussicht stehen. Zu dem für Dollars. IN Amerika sollen Zweigwerke der Fri:d- richshafener Zeppelinwerft eingerichtet werden. vermischte». Amerika und die deutschen Zeppeline. Berlin, 16. Juni. In Amerika besteht schon seit länger großes Interesse für dm deutschen Zeppelinbau. Es schweben Verhandlnngm zwischen amerikanischen Kapitalisten und der Zeppelinwerft Friedrichshafen. Drei Drrektovm der Zeppelinwerke sind gestern in Neuyork eingetroffm, um die Verhandlungen zu Ende zu führen. Zunächst ist von der amerikanischen Gesellschaft ein Z.'ppelin- Luftschiff gekauft worden und zwar „L 6-125" zum Preise von 700 000 Dollar. Die amerikanische Ge- Das städtische Wohnungsamt hat in anerkennenswerter Weis; auf Den Beschwnbeweg Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantworrung.) Deuischen Schutzbund Annahmestelle: Geschäftsstelle dieser Ieitung Dänische Schäterbilndln, s. wachs., m. Stammb., 15 Mona.,m etw-Kippohren, bat im Auftrag zu verk. Ost-Anlage 1» v- Nr 10. Dr. D. Blumenthal. (D. W. 1911) Weiß: Kf7, D hl, Tb7, Sg8. Schwarz: K a8, Ta7. Weiß setzt mit dem dritten Zuge matt. Lösungen: Auflösung von Nr. 8 aus voriger Nummer: 1. Sd6—c4! Zugzwang. §. im ganzen sofort zu vermieten. -Näh. d. Archit. Mever, West-Aul. 6. „,70 Möbl. Zimmer z. uernt Hillcbrandstr. 12 II. Möbl. Zimmer z. venu. onob8 Kavianeigasse 2. Angehende Stöcbin und Küchenhilfe f. mittleren Betrieb alsbald gesucht. Lohn 120 u. 80 Mk. Angebote nach Darmstadt, -veinrichstr. 15, erb. 87,4V Ebrl. ordentl. Mädchen bet hohem Lohn u. guier Behandlung zu kinderl. Ehevaar für sof. gesucht. Frau C. Mank, Bad- Naubeim,Marktvl.7. Beetecres Dflttdchen gesucht, das etwas kochen kann. Gutes Gehalt, kleiner Haush. (3 Pers.). Zu Hause 12—3 und 6—8. Frau Major Claus, niami Ost-Anlage 36. SAirdcismeFeiislcr aller Art Schlosserei Schön Tel. 2074, Schanzenstr. 1. Gedr. Herd ä: 011017] Müblftrastc 26. 2 elcktr. 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Freiin von Nordeck zur Rabenau Karl Freiherr Roeder von Diersburg, Rittmeister a. D. Danksagung. l r auf diesem Weg kaufen zu gutem Preis Gebe. Verdur. Bahn- bosstraße 27. 6784 Die trauernden Hinterbliebenen. Margarethe Schepp Wwe Vereinigter Mannerchor Harmonie-Gemütlichkeit Morgen Sonntag den 20. Juni Familien AuS fing nach Annerod bet Wallbot. Treffv. '/L Uhr Siechenanstalt, Vicberftr. Ter Vorstand. Tanienkleidcr, Schuht, Wäscht, Möbel all. An. L. Rosenzweig, ti-icßkn, Sklt.-rs.y'a',^| Tausende Anerkennungen. 6797b! Bei allen Aufträgen Extra-Vergünstigungen. Danksagung. Jür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die zahlreichen Kranz- rind Blumenspenden beim Hinscheiden unterer lieben, teuren Entschlafenen sagen wir allen unscreu herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Blank für die trostreichen Worte am Grabe. In tiefer Trauer: Jobanueö Hartmann nebst Kindern Schwiegereltern u. allenAngebvrigen gdiroorjtS TistklciS sau neu, s. graste, schlanke Jigar, z. verk. 011110 Schiffeuberg.Weg 16,H Die Beerdigung findet Montag 1/13 Uhr vom Familienhause 011113 Rodheim a d. Bieber aus statt. Was will der ? ? Lebensbund • • DerL.-B. hat als erstes, größtes und weitverbr. Unternehmen eine Or- ganisat. d. Sichfindens eingeführt, die in bei- spiell. Weise Gelegenheit bietet, unt. Glei«. h- gesinnt. pass. Lebensgefährt. zw. Ehe kenn, zu lernen. Tausende v. Erfolgen. Verb Sie uns. interess.Bundesschrift- geg. Eins. v. 70 Pf. von: Verlag G. Bereiter, München 644, Maximilian- Straße 31, oder v. Verlag G. Bereiter, Leipzig 644. Die Beerdigung findet Sonntag den 20. Juni, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Todes-Anzeige. Heute morgen XA4 Uhr verschied nach langer Krankheit in GebrüderRaub^ohng^i Stahlwarenfabrik u. Versandhaus I. 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In tiefer Trauer: Ludwig Dönges, Heuchelheim Heinrich Dönges II., Rodheim Wilhelm Dönges II., Rodheim Louise Schweitzer geb. Dönges, Leun | Empfehlungen! Scheuertücher (Friedensaualität) Probe-Postpakete, ca. 20 Stück, Preis von Mk. 3,40 bis Mk. 5,50 gegen Nach- Die Beerdigung findet Sonntag den 20. Juni nachmittags 2 Uhr vom Sterbehaus, Kirchstraße 3, aus statt. Alleinst. Herr, Landwirt, Ende 40er I, 70 000 M. Barvermögen, sucht in kleine Landwirtschaft od. in Geschäft dnjnljtiriittn. Sckristl. Angebote unter 010618 an den Gieh. Anz. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden bei dem Hinscheiden meines unvergeßlichen Mannes und treusorgenden Vaters sagen wir unseren aufrichtigsten Dank. MgergksellWsl Morgen Sonntag ab 4 Ubr nachmittags Tanzkräiizchcn im Restaurant Pbilo- sovbenwald. Zahlreiche Beteiligung erbittet Feodora-Ciub. Sonntag nachm. von 4 Ubr ab gemütliche- MimeM im Vereinslokal. 011099) Ter Vorstand Für die vielen Beweise herzliche. Teilnahme bei dem plötzlichen Heimgänge unseres lieben Entschlafenen sagen wir innigen Dank. DietrauerndenHinterbliebenen. J.d.N : Krau Juliane Dörr ged.Meihinger. ßöfll. Ülrbtiferotrein iSortfiiirgDtrrin Sonntag, 20.1. Bits.,nachm. Kmilieniiiisfliiij n. d. LudwigSbrunucn. Essen und Getränke mit- nebmen. Abm. 2'/. Uhr, EaeGartenstr. u.Schiffen- bergerweg. Vereinsabend des Wartbnrgvereina (20. angesahren bei d.Schasen, ivetl überzählig zu ver- lausen. Näheres bei Wilhelm Hahn II«. Annerod. 01 Gßsangyerein Heiterkeit Der für morgen den 20. Juni festgclcgte Spaziergang nach ZUein-Linden zur^DeutschenEiche" wird auf oi io» Sonntllst den *27. Juni verlegt. Der Vorstaud. Todes-Anzeige. Alieu Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß gestern abend 10 Uhr nach langem mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Jung II. im 65. Lebensjahr sanft entschlafen ist. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute morgen entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Mutter, unsere gute Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Schlapp ww. geb. Erdmann im 66. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Seip. Ruttershausen, den 18. Juni 1920. Die Beerdigung findet Sonntag den 20. ds. Mts. um Todes-Anzeige. Alten Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe, gute Tochter, Schwester, Gote und Nichte Lina Schepp im Alter von 14 Jahren am Freitag den IS.Juni, nachmittags 4 Uhr, nach langem schweren Leiden zu sich in eir besseres Jenseits abzurufen. Die SubrwerkSwage i oriestafcye ht ab TienSlag früh in | gesunden. 011021 Nevarai-ur. 67LbJor ft garten b Gießen. Verein KMZ Rudersport Gießen1913 (e. V.) Dienstag den 22. Juni Mitgliederversammlung Anfang 8*/i Uhr. Tagesordnung: 1) Eingänge. 2) Ausnahme neuer Mitglieder. 3) Verschiedenes. «7.8 Der Vorstand. zu raufen gesucht. Gärtneret TöngeS Marburger Strahe 67. Selbständig gewesener, kaurmännisch gebildeter Landwirt sucht länge Be> teMgung an solidem, ge- winnbrtngendem Unternehmen bis zu 30000 M., Cölj- mehr: übernimmt auch Reiseposten od. Ber- tremnnen Sehr. Angeb. "" «HO 36 m b. «. «HA. j Kaufgesuche | 3- biSi-Ziiiuicc-hauS । mit elw Hof Ärosdorier- Aüv die Herstellung von Stützmauern nnd den Umbau einesBauwerkflllgelS an der Berbindungsbahn bei Gienen sollen die Erd- u. Niaurerarbeiten, etwa llOOobmBodenbewegung und 1150 cbm Stnmvf- beton einichl. Lieferung aller Baustoffe, mit Ausnahme des Zementes, vergeben werden. 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Sür :ilWbin: B ein^-i 't junstis rögensM aögeus m daher noch inber Lag 3u be 'inttem als A« Sh): Nachdruck nT; S». 6t ntnen! ti4d,rt K tz Sw D Tie vc eten Woht godl her ” umfaßt BaMt VMAtt werden kön . Anher fitere $ Amuh ar AAäne bausch ^n- un ST u-r Maus 2^trnbt Samstag, 19. Juni 1920 Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhchen) Nr. H2 Zweites Blatt ungefätft Bermögensabgabe jeter nach dem Tarif der in ausmacht, das Bonn § 24 des Reichsno do pfergesetzes enthalten ist, selbst ausrechnen, wenn er nur weiß, welches' Vermögen Aus Die Tie von $ugeben, wer Vvm 1920 bar bezahlt, 96 Mark. Wie viel seine Stadt und Land. Gießen, den 19. Juni 1920. städtischen Rotbauten. der Stadt in der Mühlstraße errich- Hochschnl»;acKvScbten. Wien, 18. Juni. (Wolff.) Wie aus Universitätskreisen verlautet, fragte eine englische Universität an, ob eine Anzahl von Professoren der Wiener Universität bereit wäre, als ihre Gäste den Sommer in England zu verbringen. rigkeiten, so daß die Arbeiten vorerst zuriickgfftellt werden mußten. Inzwischen hat die Stadt die Landsturm- barocken gekauft, um sie zu Wohnugnen umzubauen. Soweit sich die Anlage jetzt überblicken läßt, können dort etlva 40 Wohnungen eingerichtet werden. Wenn das äußere Fachwerk ausgcmauert wird, erhalten die Gebäude denselben Wert wie die Holzhäuser der Landbevölkerung, roeldje durchweg die gl ritte Wandstärke besitzen. Zugleich hat die Stadt die vier Geschäftsbar ackeri angekaust, die ebenfalls zu fünf Wohnungen ausgebaut werten können und sich hierzu sehr gut eignen. Jedenfalls werden die Baracken, wenn sie im Sinne der Stadtverwaltung ausgebaut werden, fid) sehr gut zu Wohnungszwecken eignen und zur Behebung der Wohnungsnot etwas beitragen. Reichs wegen 500 000 Mark bewilligt worden. Um P/2 Millionen hatte sie gebeten, man war sich aber klar darüber gewesen, daß nur ein Drittel bewilligt werden würde. — Die Eisenbahnsiedelungs- gesetlscbast will 10 Wohnungen bauen und hat gleichfalls einen Reichszuschuß beantragt, der aber nur dann gewährt wird, wenn auch die Stadt eilt Twittel ter gibt. Es handelt sich um 44 000 Mt., welche Summe unsere Stadtverordneten bewilligt haben. ra. Dorlar, 17. Juni. Unter großer Anteilnahme wurde heute nachmittag Eisenbahnschaffner Friedrich Hengst beerdigt, welcher in dn Nacht von Dienstag auf den Mittwoch durch Unglückssall auf Bachrhof Wetzlar seinen Tod gehalten. Taß sich ter zahlungsfähige Steuerpflichtige, wenn er mit der Zahlung säumig ist, selbst schädigt, ergibt sich daraus, daß das Rrichsnatapfer schon vom 1. Januar 1920 an bis zum Zahlungstage mit 5 v. H. jälftlich verzinst werben muß, also von Tag ru Tag wächst, besonders aber auch daraus, daß ter Säumige der besonderen Vorteile ober Vergünstigungen verlustig geht, die das Gesetz den Steuerpflichtigen eingevaumt !hat, die bis zum 31. Dezember 1920 und besonders vor dem 1. Juli 1 920 bar bezahlen. Wer nämlich bis zum 30. Juni 1920 Barzahlung leistet, braucht für je 100 Mk. nur 92 Mk. hin- 1. Juli bis 31. Dezember für je 100 Mk. immerhin 9as Nelchrnatopfer. Don zuständiger Stelle wird uns geschrieben: Es 'mt den Anschein, als ob in weiten Kreisen der Bevölkerung noch nicht mit der Tat- sacke gerechnet werte, daß das Reichsnotopser, die große Abgabe vom Vermögen nach dem Gesete vom 31. Dezember 1919, demnächst veranlagt und erhoben inerten muß. Vielfach ist die Meinung verbreitet, je nach dem Ausfall ter Wahlen zum Reichstag werde das Gesetz wohl wieder zurückgenommen werden. Nichts verstößt mehr gegen die Erkenntnis ter Lage, in der sich das Deutsche Reick) befindet; die durch das Reick>siwdopfor aufzubringenden Beträge braucht das Reich so not» wenbig, daß von einer Nichtansjnhrung teo Gesetzes gar nicht die Rede sein kann. Wer sich also durch derartige Ideen davon abt-alten läßt, schon jetzt mit der Zahlung ^u beginnen, obgleich er dazu in ter Lage 'wirre, ter . geht fehl, außerdem schädigt er damit nicht allein das Reich, das bekanntlich weiterer Mittel dringend bedarf, sondern auch sich selbst. pen angenommen und hätten die Schuldigen ter-» l-astet. Er sei votther auch vernommen worben. Jnr übrigen bestätigte er die Angaben des Leutncutts Baldus. Tie übrigen Aussagen betrafen die Ab- 'holung der Leick-en, die Angaben über die Persönlichkeiten ter Getöteten usw. Sie feien alle, wie er gehört, bei ter roten Garte, und Horn-» schuh sei der schlimmste gewesen. Tas Kvm-> mando tebe sich anständig betragen. Der Schultheiß Lux von Settelstädt machte ebenfalls Angaben über das Auftreten ter roten Garde, wie diese geplündert hätten usw. Den Leuten seien die Pistolen auf die Brust gesetzt worden, wenn |te die Waffen nicht Herausgaben. Einige Tage später hätten andere Lebensmittel geholt, e,mer habe Horn^ schuh gri-eißen. Während ter Schießerei seien auch Plünderer dagewesin, sie hätten sich fortgemacht. Zeuge Se i f a r t h schilderte die Ankunft ter roten Garde unter Führung eines Laneckagsavgeordneten Namens Greif. Letzterer habe gesagt, es kämen feindliche Truppen. Ehe die Reichswehr gekommen, hätte sich die Garte fortgemacht. Gendarmeri-- wachtmeister Heß aus Tl)vegs fo böse dveinblicken könnten. Jch^ dachte mir, Sie hätten mich üterhrupt nicht bemerkt. Sie lachte. Welch ein unschuldiger Mensch Sie sind, oder verstellen Sie sich wirklich habet? Wobei? Indem Sie uns — nous autres — mcht besser zu Hennen vorgeben? Ich habe Sie schon in dem Augenblicke, wo wir in der Ehanng Croß- Station einsühren, gefohen, und mit Ausnahme der kurzen Zeit, wo ich mit dem Bruder des Marquis und seiner Frau speisen mutzte, die Uns am Nordbahühof in Paris abholten, habe ich Sie nicht aus ten Augen gelassen. Das hätten Sie übrigens wissen sollen. Ich sehe dis jetzt völlig ein, erwiderte ich, meinerseits lachend, aber als Ihr Brieschen mir überreicht wurde — Nun? Ja, da war ich glücklich wie ein Kind. Dabei lackfte ich- so laut, datz sie einen Finger warnend auf ihre Lippen legte und in verändertem Tone fagte: Was veranlaßt Sie, zu glauben, daß sich Oie alte Gräftn in Rom befmtet? Sie haben mir v'rs noch nicht erklärt. Ihr Telegramm war fohr k irz gehalten. Das geschah nicht absichtlich, sagte ich etwas reuig. Mein Glaube beruht einfach auf einem anonymen Brief — vielleicht lachen Sie mtd> deshalb aus. Nachdem ich schon einmal hereingefallen bin, ftmn ich mit einem solchen Anhaltspunkt nicht auf viel Beifall rechnen, oder? Er wäre Ihnen vielleicht lächerlich erschienen, deshalb sagte ich nichts und hatte auch die Absicht, nachts zu sagen — bis — Sie ließ mich nicht iDeiterreten. « Sie Sonnten auf jeden Fall nichts ohne mich untemeTjmen, sagte sie. Deshalb bin ich haec. Ter Palaz.^o Frangipani ist die vernste Fest mg und wäre für Sie verschlossen gewesen. Ich war ja einmal dort Herrin, und wie Sie sehen werden, wird sich mir dort auf meinen Wunsch jede Türe auftun. Aber ie&t tommen meine Freunde, um nach mir zu sehen. Ich sehe im Spiegel, wie sie den Gang herausfommen. Ich werde Sie vorstellen müssen; bod) — beugen Sie 'sich herüber uno hören Sie! — Ich folgte ihrem Wunsch. Wo steigen Sie in Rom ab? Im Hotel „Minerva" — gerate hinter dem Pvncheon. Gut, wenn ich Sie vorher nicht me'hr sehen sollte, werte ich Sie morgen mittag dort aur= suchen. Ich habe mir Zimmer im „Russie" bestellt ; heute nacht 'holt mich ein Wagen am Bahnhof ab. Haben Sie alles verstanten? Gewiß, erwiterte ich. In diesem Augenblick blieben verschißene Leute an unserem Tische stehen, und eine Stimm: — eine weibliche — rief: Ah, Gräfin, endlich haben wir Sie entdeckt: 2lh, da sind Sie! erwiterte sie und erhob sich. Es ist so seltsam; denken Sie nur, ich habe gerate meinen Londoner Arzt hier getroffen! Er mutz nach Rom, zu einem foh-r reichen Patienten. Erlauben Sie mir! Ich wurde in aller Form vorgestellt. Hievaus mahnte ich die Gräfin nochnvals, meine ärztlichen Anordnungen genau zu befolgen, und empfahl mich mit einer höflichen Verbeugung. In Turin sah ich die Gräftn wieder, ebenso in Genua und Pisa, wo ein kleiner Aufenthalt war. Aber sie war stets in Begleitung ihrer Freunde, und kein Zeichen des @rPennend ward zwischen uns gewechselt. Es war schon sehr spät, als wir in Rom anlangten. Ich sah sie mit ihrer Zofe in einem Wagen davonfckhren. Dann rief ich eine Droschke 'herbei. Albergo della Minerva, rief ich dem Kutscher zu, und binnen kurzem verließen wir die glatten Straßen des modernen Roms, um über die kleinen spitzen Pflastersteine jenes älteren Roms dchin- zurasseln, das autzer mir Tausende so sehr liefen. (Fortsetzung folgt.) Büchertisch. — Zwei Prosastücke bietet Fran^ Schneller (lunger Freiburger Dramaturg' in der Sammlrmg Der Keim 'Wendeverlag München- von >igen- artiger Mischung alemannischen und romanischen Geistes. Die Fornr, Zola und Edschmid zugleich ist bi diesen! Torsos denn Torsos sind es und keine Fragmente) schärfster und einziger Ausdruck von Seele und Landschaft. Eine Linie läuft ourch die Stücke, die aufkurvt, dndlos, ohne daß itrit Scheitelpimkt oder Ende vo-aussehen könntm. Allen, die Grenzprobleme vo Stilen und Rass:n lieben, sei dies Büchlein emvs ')!m. das, ganz expressionistisch, nicht Literatur pudern bodenständiges Gewächs ist, desien Stamm im Breisgau sich reckt, ivährend die Wurzeln weit über bm Rhein siw erstrecken. ---- handel. Mainzer Warenbörse. Mainz, 18. Juni. Ter Marit ivac gut besucht. Zn Hülsensrüchteu war das Geschäft etwas lebhafter bei herabt^'etzten Preisen. Auch in Hafer landen belangreich: Umvä&e statt. Ta auf der ei en Seite die Abgeber nicht bis zum letzten Augenblick aus die Beschlagnahme warten wollen und Millionen Mark auf 128V2 Millionen Mark erhöht. Die Berwaltungskosben betragen 60 Mill- Mark gegen 32 Millionen Mark, die Steuern 15 Millionen Mark gegen 6 Millionen Mark im Doriahre. Der verbliebene R'ingewinn von 53Vs Millionen Mark übersteigt den vorjährigen um fast 20 Millionen Mark. Davon erfordert die von 9 auf 10 Prozent erhöhte Dividende 31 Millionen Mark gegen 27,90 Millionen Mark im Vorjahre. Die Pensionskasse erhält 1,40 Millionen Mark, die besondere Reserve dm stattlichen Betrag von 6 Millionen Mark. Für Talonsteuer wird eine Rückstellung von 1,82 Millionen Mark gemacht Darüber hinaus kann der Vertrag von seither 0.31 auf 6Vs Millionen Mark gebracht worden. B e r l i n, 18. Juni. Börsen st im nt unas- bild. Die Börse lag unter dem Druck der Mißstimmung über die verworrene innerpolitisch' Lage sehr still. Die Kursbewegung war unregelmäßig, da für Kauf- bzw. Verkaufaufträge vielfach die ivegenpartei fehlte. Die Neigung zur Abschwächung 'war vorherrschend. Einen auffallenden Rückgang um 7 Poo-, erfuhren Katdowitzer. Badische Anilin und Höchster Faichwerke waren um 8 bzw. 6 Proz. gebessert, Köln-Rottweiler 6 Prozent nttbrigcr. Kaliwerte lagen fest. Im Verlause macht; sich lebhaftes Jntersse für Petro len maktien gütend, füi das die Anschauung ins Feld geführt wurde, daß das Petroleum noch zu einer großen wirtschaftlichen Rolle berufen sei und vielfach die Kohl' verdrängen werde. Der Anlagemarkt war unoeränd'rt. Frankfurt a. M., 18. Juni. Börsen- «stim m un gsbil d. Die Abendbörse verlief im allgemeinen in fester Haltung. Die Umsätze waren aus allen Gebieten bescheiden. Eine stärkev.' Kaufbewegung machte sich in Handelsanteilen bemerkbar, deren Kurs sich 5 Prozent erhöhte (212.—), was auf die Möglichkeit neuer Projekte zurückgeführt ivird. Später steigerte sich ber Kurs um weitere 3 Prozent auf 215.—. Diskonto Gesellschaft 209.— plus 3 Prozent. Auslandspapiere lagen ruhig und behauptet. 97ordd. Lloyd 178Vs plus 1 Prozent. Montanaktien beseitigt. Mannesmann 337.— plus 3, Lothringer Hütte 256.— plus 5. Rheinische Stahlwerke gingen mit 256.— 5 Proz. zurück. Bon Jnbustrieaktien notierten Badische Anilin 461.— plus 5, Scheideanstalt 510.— (minus 5 Proz.). Frankfurter Gasgesellschaft 150.— plus 8 Prozent. Zu gebesserten .Kursen gingen ferner um Zellstoff Aschaffenburg 311.—, Zellstoff Waldhof 279. -, Fränkische Schuhfabrik 208.—, Schuhfabrik Ang. Wessels 213,75. 5 Prozent Reichsanleihe 79,75. 4 Prozent Goldmerikaner 238.— plus 3 Prozent. Deutsche Petroleum 640 ä 638.—. Deutsch - Asiatische Bank 406.—, 11 Prozent gesteigert. - Frankfurt a. M., 19. Ium. Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 17. Juni 18. Juni Amsterdam-Rotterd. 1393,60 1396,40 1383,60 1386,40 Brüssel.Antwerpen . 317,15 317,80 317,15 317,85 Christi ania 684,30 685,75 6 -4,30 675,70 Kopenhagen 649,35 650.65 639,35 640,65 Stockholm 849,10 850,90 839,15 840,85 Helsingfors 177,30 177,70 181,80 182,20 Ztaüen 224, - 2'4,50 232,25 232,75 London 154,55 154,95 153,50 153,95 Aew-York 39,07 39,17 38,57 38,67 Paris 304,70 305,30 307,20 307,80 Schweiz 71)9,30 710,70 699,30 700,70 Spanien 654,35 655,65 644,35 645,65 Wien (altes) .... -, Deutsch.Oestrrr. abg. 26,09 26,15 26,97 27,03 Prag......... 85,44) 85,60 85,90 86,10 Budapest 21,97 22,03 22,09 22,15 Bulgarien ——, — Äonftantinopel. ... —,- -, — — Datum ■ 8-^Dent.ktrtegsanl. 4"/„Deut.7leichsanl. 3'^Dent.Ne d)'>anL 4°/„ Preust. Nonsole Darmstädter Bank Deutsch« Bank. . Disconto- Gesell'ch. Dresdener B mk. . Nationalbank f. v. TlittelD.dreb Ibanft H..Amerik.-'pakctf. NorddeutscherLloyd Doch. Guststahlwrü. D.-Lurrmb. Berga». Gelsenkirch.Bergo^ Harpener Bergbau O berschst Gisenb.-B. Oberschies.Eisenind. Phönix.Brgb.-Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerk« üleklr. St. E. tö. . . Schuckert-Werk«. 5elten&(BuiUeau*t Daimler Bud-.Eis«nw.-Akt. Adlerwerke ... 4*7, Hess. Saatsanl. Electron Griesheim Berlin Abend- Schluß- Schluß Börsenkurse. Frankfurt Kurs 17.6. 79,75 208*- 178,- 150* — 278,'- 287* - 454, — 345,- 275,- 215^- 223* — .üurs 18.6. 79,75 154*87 209*- 282*- 297,50 461'- 347,- Kn'.s 17.6. 79,75 74,- 65,60 73,40 155,- 280,- 207,25 177,25 144,50 151,- 184,50 191,25 240,- 409,- 450,- 313,50 275,25 174,- 381.- 213,50 253,50 334,50 84,25 291,- Kurs 18.6. 79,75 74,- 65,20 73,40 155,75 208*25 180, - 144,25 150,50 154,50 179,- 190,- 240, - 407,- 469,- 345,50 277,- 175,50 210,50 250,50 225,- 83,25 297,- 177,75 262,- 259,- 279, - 283,25 299,75 298,- 283,- 280,- Viarkuotierunge«. Datum: 17.6. Zürich 14,35 Amsterdam 7,22 Kopenhagen 15,75 Stockholm................ 12,50 IbUn.................. _ _ 18.6. 15*75 12,25 Märkte. ra. Hohensolms, 17. Juni. Am Montag- wurde unter schwacher Beteiligung der H 0 h 2 n* j solmser ' 0 llmarkt abgehalten, welcher als I Wiehmarkt jegliche Bedeutung verlov.'n hat. 1 Müller sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn: 17 Grad R. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Die Konferenz in Boulogne. Paris, 18. Juni. WTB. Havas. DieAdn- rerenz in Boulogne wird eine interagiert Konferenz und nicht lediglich eine Bespr e ch- nng zwischen Lloyd Georg chind Mille- ranb fein. Der,,Petit Parisien" sagt, dies bedeute zweifellos, daß die sananziellen Ueber.'inkomM'M, bereit Abschluß nach der Konferenz von Hylhe den Sachverständigen der beiden Mächten überlass-m morden fei, sich nicht nur auf dem besten Wege befänden, sondern in den großen Linien zum Abschluß gebracht worden seien. In Frankreich werd: man diese Nachricht sicher mit Freuden begrüßm. Der „Malin" meint, dieses neue Borgehm schließe nicht eine uorbergeIjenbe Bespv'chung Millerands mit Lloyd George über die Berichte der Finanz- sachversianditTen unb, falls rwch Einzelfragen zu erlebigc i feien, die Berlv'ter der fünf Mächte würden fick, anfangs Juli in Brüssel wieder versammle ln. Tatsächlich sei es richtig, daß der alliierte finanzielle Vorschlag in allen Einzelheiten festft-h- «und einstimmig angenommen irerbc. Dann erst könne er den Deutschen vorgelegi w»r>m. Was die Art an geb', wie mau die deutsche üWj-'rung von den interalliierten Beschlüssen in .V enntnis setzen ■kierbc, so werde bi -s 5um größten Dnl von der inneren deutschen Lage abhängen. Man to.Tbe daher erst später entscheiden, ob man mi direkten Verhandlungen übergehe ober sich bc Wi^bkrgut- machungskvmmis'ion bediene. Paris, 18. Juni. (WTB. > Auf der Konferenz in Boulogne wird ber neue Minister b’» Aoußern des Kabinetts Giolitti, Gras Sforza, Italien vertreten. Rom, 18. Juni. (WDB.) Der frühere Ministerpräsident N t t t i ist nach ber Schweiz abgereift. Die Kartoffelversorgung der Städte. Berlin, 17. Juni. (Wolff.» Nach ber neuen Kartoffelordnung sinb die Bedarssmen- gen der Städte, die beliefert fein wollen, bis zum 19. Juni anzumelden. Das Reichsmini- sterium für Ernährung und Landwirtschaft macht darauf aufmerksam, daß der Termin nicht verlängert wird und eingehalten werden muß, wenn die Städte Anspruch auf Belieferung erheben wollen. Flensburgs Befreiung. Berlin, 17. Juni. (Wolff.) Der Reichspräsident ließ gestern dem Oberbürgermeister von Flensburg folgendes Telegramm zugehen: „Anläßlich der Rückkehr bei alten deutschen Stadt Flensburg und der zweiten Zone zum deutschen Mutterlande bitte ich Sie, der Bevölkerung meinen herzlichsten Glückwunsch auszusprechen. Die unwandelbare Treue und die feste Zuversicht der deutschen Grenzmark haben nach langen Monaten bangen Harrens zum Erfolge geführt. Flensburg und die zweite Zone sind nun immer mit dem deutschen Vaterlande wieder verbunden, dessen Regierung Treue um Treue vergelten wird." S 0 n d e r b u r g, 17. Juni. (Wolff.) Die Eisenbahnen in ber gesamten ersten Zone finb in der vergangenen Nacht an bie d ä u i s ch e Verwaltung über gegangen. Auch die Telegraphen verwal tung würbe von ber dänrschen Behörden übernommen. Für alle telephonischen Gespräche mit Deutschland wurde die Kronen- taxe eingesührt. Antideutsche Kundgebungen in Belgien. Berlin, 17. Juni. (Wolff.) Dem Beispiel von Antwerpen will nunmehr auch Gent folgen und eine ähnliche antideutsche Nur der Fachmann kann vollwertiges leisten. Wer daher eine wirklich gute Ausbildung für den kaufin. Beruf erstrebt, wende sich an die „Hansa‘^^Schules^X u.Leiter:J.KunzelmannBiteHÄß.rön Einzige Schule am Platze, deren Inhaber zugleich Schulleiter, Lehrer und Fachmann ist. Tagce- und Abendkurse in allen kaufmänn. Fächern und Sprachen. Privatunterricht. Akademische Kurse. 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(WTB ) Litauische Telegraphenagentur. Die litauische Friedens- abordnung meldet aus Moskau, daß bei den Verhandlungen starke Meinungsvec- f ch i e d e n h e i l e n bei den wirtschaftlichen Fragen austrate' Der in Kowno weilende Teil der Frieden mbordnung konnte noch nicht nach Moskau z>.'-nckkehren, da er den an ber litauisch-russischen Grenze versprochenen bolschewistischen Sonderzug nicht vorfand. Aus der Tschecho-Slowakei. Prag, 18. Juni. (WTB.) Der Senat nahm heute in erster Lesung den Gesetzentwurf über die Vermehrung ber Zahl ber Mitglie ber seines Präsidiums an, um dadurch den Deutschen eine Vertretung im Präsidium zu ermöglichen. Erfolge der türkischen Nationalisten. Paris, 18. Juni. >WTB. Aus einer Meldung des „Temps" gehl hervor, daß die Türken bei Bozanti 10 Offiziere und ungefähr 550 frmv zösische Soldaten gefangen genommen haben. Man hält das für einen Verstoß gegen den mit Mustafa Kein al Pascha geschlossenen WafsenstTlstand. Paris, 18. Juni WTB Nach einer Pri uatmelbung des „TempS" aus rionftantinopel bat sich der englische Lberkommissar nacy sllsmid bc geben. Dort au fern zwei französische Kreuzer. 7000 Mann der Truppen Mustafa .Vlemal Paschas haben die englischen Linien angegrifien. Ein schottisches Regiment wird nach Dsmid üoecgeführt. Internationale Handclskonfrrenz. Paris, 17. Juni. 'WTB.5 Am 23 Juni findet in Paris eine internationale Han^ delskonferenz statt, an der bis jetzt Frankreich, Amerika, England und Belgien teilnehmen. Der Gesetzentwurf über die amerikanische Handelsmarine. Washington, 18. Juni. >WTB.) Der vom Senat angenommene Gesetzentwurf über die Handelsmarine wird nunmehr vom Repräsentantenhaus diskutiert. Dieses Gesetz würde die Kündigung von etwa 23 Hanoels vertrügen mit fremden Staaten veranlassen, weil es eine tiefgreifende Aenderung der Politik Amerikas in bezug auf den Seetransport mit dem Auslande bedeuten würde. E M g Sommgrsprossen Eilt selten gutes Mittel dagegen. 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Juni 1920 bei der SMnceliellMiMmiWbM Billiger Verkauf flutgeheade getragene Uhren, silberne Herren- und Dirnen-Uhren, 40—IM Hk.; goldene Damen-Uhren, 168—211 rtk.; Begeisteren mit Schlagwerk, Leie- hrlllen and Zwdeker mit prima BUaeru, Feldstecher Gg. Koch, Uhrmachermeister, Mtihlstr. 2 Ankau! von Uhren, Geld- ud Sllbersaehen nur ein- wandlreler Herkontt <->"»« vehördliche Anzeigen 67328 67338 tel un 1 Gebrochene Maschinen und Geräte schweißen Reparaturen aller bl. 676488 liefert prompt Karl Pietschmann, Höchst am Main. Einkoch- la Autoöl ’™A| Fabrikat d. Firma Ernst Toell Köln-Ehrenfeld. JedesWflschestück trägt die Firma xl die Schutzmarke „Krone“. In eigener Werkstätte: Anfertigung moöernerGold-u.SilbCT- flonogramm-Magen. Grangen moderner Schriften, Monogramme, Wappen Namenszüge den Kohleneingängen. Gießen, den 17. Juni 1920. Stadt. Brennstoffamt. Bekanntmachung. Tie nachstehende Veoardnung des Oberbürgcr- Meisters bringen nnr wi-otetholt zur öffentlichen mit Werkzeugen, 3 Nabenbohrer, 2 Felgenbohrer, Partie Eichen- und Buchenbohlen, 35—80 Mm. stark, 4 Festmeier Eichenstammholz (Werkholz), 2 Meter Eichennutzholz zu Wagendeichseln und Langwid, 1 Partie tmm. Stangen und Leiter- bäume. 6735O Besichtigitng am Versteigerungstage gestattet. Wetzlar, den 3. Juni 1920. Karl Rompf, Steighausplatz 23. Femspr. 43. Kenntnis. Gießen, den 17. Juni 1920. Städtisches Wohnungsamt. Verlangen Sie überall die bewährte „Kronen-Papierwäsche“ lillil! Strickwolle Billig! WWWWWWWMWWMMMMWMWWWWW prima Ware, billiger wie SchafSwolle, per Pfund 50-60 M. 010963 la. Kammgarne per Lot S M., in allen Farben vorrätig. Auch Nmtausch gegen reinwollene Stricklumpen Ludwig Magnus V. Witwe Groheu-Linden bet Gießen, Falltorstr. 20. 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Juni 1904 wird nach Anhörung der Stadtverordneten-Bersammlung und mit Genehmigung des Hess. Kceisamts Güßen vom 6. Juni 1917 für die Feldgemarkung der Stadt Gießen angeordnet, daß sämtliche offenen und eingefriedigten bepflanzten Grund st ücke in der Zeit vom 15. Juni bis 15. Oktober 19 20 von aben ds 10 U h r bis m o rgen s 5 Uhrund vom 16. Oktober 1920 ab von abends 9 Uhr bis morgens 6 Uhr geschlossen sind und deren Betreten allen Personen, auch den Eigentümern, verboten ist. Ausgenommen sind Flächen, die als Hausgarten dienen und mit dem Wohnhausbesitz unmittelbar verbunden sind. Zuwiderhandlungen werden mit Grtdstrafe bis zu 60 Mark oder mit Last bis zu 14 Tagen bestraft. Diese Anordnung tritt mit dem 15. Juni 1917 in Kraft. 64588 Gießen, den 11. Juni 1917. Der Oberbürgermeister. I. V.: Grünewald. ArthurGraefe&Co, Gießen Wilhelmstraße 45, Femspr. 2028 Versteigerung. Am M ittwo ch den 23. Juni, nachm. 2 Uhr, versteigere ich in Dutenhofen, Hans N r. 139, nachstehende Gegenstände gegen sofortige Barzahlung: 2 Fahrkühe (Vogelsberger), davon eine frischmelkend, ine. andere im September kalbend. Landwirtschaftliche Geräte: 1 Waaen mit Leitern, 2 Eggent 1 Pflug, 2 Jauchefässer, 2 Viehkrippen, Häckselmaschine, Fegemühle, Brockelmühle, Zentrifuge, Schiebkarren, sowie eine Dez imalwage mit Gewichten und eine Waschmaschine, Wagnereieinrichtung: 1 Elektromotor 5 PS., Univers.^Dtellmachermaschine (Bohrmaschine, Bandsäge, Drehbank), 2 Hobelbänke Norddeutscher Lloyd, Bremen Die regelmäBigen Fahrten nach Wangerooge haben begonnen. Näheres bei den Vertretungen des Norddeutschen Lloyd, des Mitteleuropäischen Reisebüros (Mer), den Eisenbahnstationen und der Abteilung Seebäderdienst des Norddeutschen Lloyd, 07RBD Bremen, Bahnhofstraße 30. K irschenversteigernng. Dienstag den 22. Juni d. I., nach» mittags 3 U h r, wird die Kirfchenernte von den Bäumen aus dem Trieb in ca. 25 Losen meistbietend versteigert. Auswärtige Steigerer und Händler sind vom Mitbieten ausge - schlossen. Zusammenkunft au der Kaiser-Mee bei der Wirtschaft „Zur Germania" Gießen, den 17. Juni 1920. 67308 Ter Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Rosenberg. StäM. rebenMtttelami. Warenausgabe für die Woche vom 21.—27. Juni. Nicht rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. 1. Brot: 1850 Gramm Brot oder 1370 Gr. Mehl. Brot Kg. 2,15 Mk. Brötchen 15 Pf. Werren- brvtmehl Kg. 2,80 Mk. Weißbrot Kg. 2,45 Mk. Weißbrotbäckcr: Emil Hanke, Rregelpfad: Ludwig Rühl, Marktplatz. Mehl für Kranke: Kg. 3,20 Mk. (Verkaufsstelle siehe unter Nr. 8). 2. Fleisch: Wochencchschnitt 25. Metzger für Fremde: Heinrich Simon, Walltorstt. 39. 3. Kartoffeln: Markenfreier Verkauf bis auf weiteres. Ein Anspruch auf Belieferung der ausgegebenen Marken besteht nicht mehr. 4 Butter. Marke 25. 70 Gramm Butter zu 2,70 Mk. 125 Gramm Margarine zu 3,25 Mk. 5. S P e i s e ö l: V* Liter zu 5,80 Mk. Ausgabezeit 15. bis 28. Juni 1920. Belieferung durch die Kleinhandelsgeschäfte gegen 'Abgabe des Be- zUgsabschuittes 8 der Lebensmittelkarte. Die Kleiir- haudelsgesmäste haben die Abschnitte bis 1. Juli 1920 abzuliefern. 6. Nährmittel für Juni: Auf die roten Karten (8) und blauen Kar t en (C) 500 Gramm Haferflocken zum Preise von MO Mark das Pfund. V» Pfund Erbsen zu 1.—Mk. 1 . Pfund Apfelringe zu 1,25 Mk. Nicht abgeholte Mengen sind bis Mittwoch den 30. d. M. zurück- zuliesern. In Anbettacht des niedrig gestelltm Preises für Erbsen und Apfelringe wird die Be- volkerung gebeten, Tüten oder Gefäße zum Mholen kung des Ber s ü gun gs berecht i gten, bis cnt- wcker der Mietvertrag mit dem Zugewiesenen im Wege fteier Veveinbarung abgefchlvssen ist oder das Einigungsamt einen Vertrag mit dem Zu- gewieseneir oder der Gemein tetel-örte festgesetzt oder die Festsetzung wegen unverhälttrismäßigcr Nachteile für beit Verfügungsbevechtigten abgelehnt hat. § 3. Tie Anordnung tritt mit ihrer erft= maligen Veröffentlichung in Kraft: sie gilt vvr- Msig bis zum 31. Dezember 1920. Alle sckjvn beftehendon weiterg^henNen Vorschriften über die Melde- und Auskunftspflicht, im besvndcreit auch meine Anordnung vom 22. Juli 1919 über die Pflicht zur Anzeige abgeschlossener Mietverträge werden durchs diese Bekanntmachung nicht berührt. § 4. Zuwiderhandlungen gegen die heutige Anordnung werden mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark oder mit Haft bestraft. Gießen, den 20. April 1920. Ter Oberbürgermeister. I. B.: Kren ziem tz4 und 5 der Wo'hnungsmangelve r- o rdnung vom 23. September 1918. § 4. Hat die Gemeindebehörde dem Ber- Ngungsderechtigten für eine unbenutzte Wohnung ober für andere unbenutzt« Räume, die M Wo'hn- zwecken geeignet sind, einen Wöhnungs suchenden) bezeichnet und kommt zwischen ihnen em Mietvertrag nicht zustande, so setzt aus Anrufen der GemeindetehSrde das Einigungsamt, falls für den Versügirngksberechtigten Eem imverhältniswäßiger Nachteil zu besorgen ist, einen Mietvertrag .fest. Ter Verttag gilt als geschossen, wenn der Wo'h- nungssucheiche nicht innerhalb einer vom Eini- gungsamte zu bestimmenden Frist bei diesem Widerspruch erhebt. Tas EinigurMamt kann dabei anordnen, daß die Gemeinde anstelle des Wohnungssuchenden als Mieter gilt und berechtigt ist, die Mieträume dein WvlMungssuchenden weiter zu vermieten. § 5. Auf Anfordern der Gemeindebehörde hat der Berfüaungsberechtigte der Gemeinde unbenutzte Fabrik-, Lager-, Wertst-ätten-, Dienst-,, Gesckstists- väume oder fonsttge Räume zur Herrichtung als Wohnväume gegen Vergütung zu überlassen. Tas Einrgungsamt bestimmt die Höhe der Vergütung und die Zckhliungsbedingungen, wenn eine Einigung hierüber nicht zustandeVommt. Tie Ge- meirchebe'hörde ist berechtigt, den Gebrauch der 'hergerichteten Räume einem Tritten Ml überlassen, insbesondere sie zu vermieten. Nach Fortfall der der Genreindebehöroe erteilten ErmächttMM^ 1) sind dem Verftigungs- berechttgten die Räume in angemessener Frist! zurückzugewähren. Die Frist beftimmt, wenn eine Einrguug nicht zustaTrdeiiomntt, das Emicjungs- amt. Auf Verlangen des Berechtigten 'hat die Gemeinde den der früheren iZweckbestimmung und Ausstattung entsprechenden Zustand der Räume wieder 'herzustellen. der Waren mitzubringen. 7. Zucker für Juni: Auf die Marke Nr. 6 entfallen 750 Gramm Zucker. Ausgabe erfolgt bet den Kleinhändlern vom 22. bis 30. Junt 1920. Nicht rechtzeitig abgeholter Zucker verfällt. Die neuen Zucker- und Nährmittelkarten sind bis ।v ite= tens den 30. Juni 1920 einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung der Kon- trollabjchnitte vorzulegen. Die, Verkaufsstellen haben die Kontrollabschnitte nebst einer Aufstellung über die Anzahl der Abschnitte bis längstens 5. Jull 1920 Zimmer 7 einzureichen. 8. Mehl, Nährmittel, Lebensmit- ..I Zucker für Kranke, Zugezo- gene u. Fremde: Hch. Inna, Rittergasse 11: Hch. Kalbfleisch, Liebigstr. 71; Ernst 9MI, Rovn- sttaße 2; Ehr. Ha-ubach Nachf., Schützenstr. 2 9. Seife: Marke für Juni: Anteck 125 Gr. KA.-Seifenpulver das Pfund z-u 4,20 Mk. 10. Petroleum und Spiritus: Ausgabe erfolgt in den bekannten Geschäften. Petroleum das Liter 3,30 Mk. Spiritus dao Liter 4,75 Mk. Bekanntmachung. Das am 15. Aäai d. I. fällig gewesene 1. Ziel Schulgeld für das Rj. 1920 des Realgymnasiums, der Oberrealschule und der Gymnasial Vorschule kann in den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten an die Stadt Vasse Gießen bezahlt werden. Gießen, den 18. Ium. 1920. 67608 Stcchtkasse Gießen. Versteigerung. Wegzugshalber versteigere ich Montag den 21. Juni von 4 Uhr ab Walttorslrahe 37: 2 Bettstellen mit Stahlmattatzen und dreiteil. See- grasmattatzen, 1 Bettstelle mit Matratze, 1 zweitür. nleiderschrank, 1 Vertiko, 1 Spiegel, 1 Waschkommode, 1 Küchenschrank mit Aufsatz, 3 Tische, 8 Stühle, 1 Topfschrank, 1 zweiflammigen Gasherd, 1 Plüschsofa, Töpfe, Gläser und verschiedenes andere. Versteigerung bestimmt. H. Besmer II., Mimter. Krofdorfer Straße 9. Annahme von Versteigerungen aller Art, auch einzelner Stücke. 6lio«o Neu eingetroffen: blau gestreifte Knabenfatins für Blusen u. Anzüge, in bester Qualität Meter Mk. 33.00 - Vogtsche Privat-Handels-Schule Goethestraße 32 Gießen Telephon 2064 Am iS. Juli 1020 beginnt ein neuer HalbJahres&UTSUS in Buchführung, Stenographie,Maschinenschreiben und allen Handelsfächern. e7öDc Prospekte frei durch die Schulleitung. Anmeldungen werden täglich entgegengenommen. Ausgabe von Uohlenbezugslatten für das Zahr 1920/2$. Auf dem Bvennstoffamt nxrten an Haushaltungen ohne Zentralheizung Kok- lenbezugskarten ausgegeben, und zwar: B e z i r k 1 l. Anfangsbuchstaben A—G Montag, 21. Juni, „ H—O Dienstag, 22. Juni, „ P—Z Mittwoch, 23. Juni. Bezirk 3. Anfangsbuchstaben A—-G Donnerstag, 24. Juni, „ H—O Freitag, 25. Juni, „ P—Z Samstag, 26. Juni. Die Ausgabe der Karten erfolgt nur in der Zeit von 8-12 Uhr vormittags. Die Lebensmittelauswüskarte ist mityibräigen. Zur Belieferung wird freigegeben: Nr. 1 der H (Haushalt-Karte) mit 5 Ztr. Kohlen oder Koks ober 10 Ztr Braunkohlen: Nr. 1 und 2 ber Z (Zusatz-Karbe) mit je 1 Ztr. Kohlen ober Wks ober je 2Ztt Braunkohlen. . Die Kohlenbezugskarten sind bis MN 1. Mai 1921 gültig. Da Ersatz karten nicht gegeben werden, empfiehlt es sich, diese gut aufzubewahven oder den Kohlenhändlern zur verantwortlichen Aufbewahrung zu übergeben. Die aufgedruckten Nummern von 1—6 bzw. 1—5 werden nacheinander zur Belieferung freigegeben. Die auf die einzelnen Nummern entfalienben Mengen richten sich nach Dersügungsbeschränkung bei Abschluß von Mietverträgen. Mit Ermächtigung! des Hess. Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamls vvm 14. April 1920 (Nr. L. Ä. u. W. 6833> und umlyr Zustimmung des Reick-sarbeitsministers ordne ich für den Bezirk der Stadt Gießen folgendes an: § 1. Tie Hausbesitzer oder ihre Stellvertreter sind verpflichtet, freie, gekündigte oder sonstwie freiwerdende Wohnväume, Läden nnb Werkstätten binnen 3 Tagen dem Städt. WolchnngSaint nach Maßgabe des 'hierfür vorgesehenen Vordrucks mv s ^^2 Ueber die an gezeigten Räumlichkeften dürfen die Hausbesitzer oder ihve Vertreter mir verfügen, wenn ihnen das Siädt. Wohnungsamt innerhalb acht Tagen nach Eingang der Anzeige keinen Wohnungssuchenden gemäß § 4 ber Be- kanntmackMUg über Matzna'hmen gegen Wohnungsmangel vom 23. September 1918 Angewiesen Hat oder wenn die Räume innerhalb dieser Seit gc- inäß § 5 ber gleichen Bekanntmachung^ nicht in Anspruch genommen worden sind. Tie Zuweisung eines Woch mirgssu chendon wirft zu Gunsten des Zu gewichenen unb der Ge- Tneindebshörde solange als Verfüsungsbeschr-tti- (ohne Glas). „ e 11. Fische: Verkaufsstelle tn den Marktlauben. Mitte der Woche zu Tagespreisen. 12. Gemüse: Verkaufsstelle in den Markt- lauben. Täglich frische Spargel zu Tagespreisen. Sorstiges Gemüse je nach Zufuhr. 13. Bohnen (weiße-, Verkaufsstelle in dm Marktlauben, (das Pfund 2,00 Mk.). 67588 Bekanntmachung. Laut Beschluß der Städttschen Lebensrnittel-Depu- tation werden mit Wirkung vom 1. Juli 1920 an der Kaffe des Städttschen Lebensmittelamts Bargeld- Zahlungen nicht mehr angenommen. Von diesem Tage an können Zahlungen an das Städtische Lebensmittelamt nur auf bargeldlosem Wege durch Abgabe von Bar- oder Ueberweisungs- schecks erfolgen. Die mit dem Städttschen Lebensmittelamt in Verbindung stehenden Geschäftsleute werden gebeten, sich schon jetzt des bargeldlosen Zahlungsverkehrs zu bedienen, damtt späterhin keine Störungen in der glatten Abwicklung der Geschäfte eintteten. Gießen, den 10. Juni 1920. 65088 Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Ausgabe von Brennholz. Nr. 1 der Holzbezugskarte verliert mit dem 19. d. Mts. seine Gültigkeit. Mle noch im Umlauf befindlichen, bei der Bezahl, ntg des Holzes ausgegebenen „blauen, roten und gäben Zettel" können bis spätestens Freitag den 25. d. Mts. auf dem Lagerplatz in der Steinstraße eingelöst werden. Die rwch nicht abgeholten Holzbezugskcrrwir können täglich von 8—12 Uhr vormittags auf dem Städt. Bvennswffamt, gegen Vorlegung der Ledensmittelausweiskacde, in Empfang genommen werden. 67318 Brennstosfamt der Stadt Gießen. Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird am Mittwoch den 16. Juni d. I., nachm. 3 Uhr, Mittwoch den 23. Juni d. I., nachm. 3 Uhr, Mittwoch den 30. Juni d. I., nachm. 3 Uhr, im Jrnpflokale — Turnhalle der Stadtmädchen- schule, Schillersttaße 8 — abgehatten. Jmpspflichtig im laufenden Kalenderjahre und die im vorigen Jahre geborenen Kinder sowie die rückständigen aus früheren Jahven. . Die hiesigen Einwohner, welche impfpftichttge Kinder haben, werden zur B.mutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken eingeladen, daß alle in denselben boegenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung eines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschluß auf seine Kosten bc- we rkstell tgen lassen, widrigenfalls i l) m im Januar nächsten Jahres eine v ierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. , _ Außer den Pflichtigen werden auch Kmder, welche tm laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem acht Tage später abgehaltenen Termure zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, Tonnen gleichfalls dem Zmpsarzte in den öffentlichen Terminen oorgestellt inerten. Die Impflinge müssen mtt remer Wasche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstttut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten terrschm, dürfen nicht tn die Termine gebracht werten. , , 3 Gießen, den 9. Juni 1920. 64648 Ter Oberbürgermeister. I. V.: K r c n z i e n. ^Beknnntmnchnng. Die im Abdruck nachstehende Feldpolizeckiche Anordnung wird hiermit zur Beachtung in Erinnerung gebracht. Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich verfolgt. Gießen, den 8. Juni 1920. Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Stofen berg. Schilder Petschafte (ges. gesch.Marke) Bohner-1 Alleinige Fabrikanten: Mri a. Stark fgt Offenbach v.s.V-Sportplatz Trieb Sonntag, 20. Juni 1920 zutzball-Wettspiele Beuern 2. Ü2U 3. 4. Schüler 6745 6471 Heuchelheim, den 29. Mai 1920. Achtung! Achtung! Hotel Schütz Morgen Sonntag großes 3 Familien-Konzert Trais-tzorlolf Emmerich o. Rh. Anfang 7 Uhr 010999 Die Qrtsverwaltung. Der große 011054 Zirkus IM Ostheim Eberstadt im Juni 1920 011071 im vorderen Lokal. Statt Karten. Nähere- folgt. Die Direktion Vermählte Darmstadt Klein-Linden Juni 1920 Sonnwendfeier Hlünzcnbcrg. 6766 Allendorf an der Lumda Butzbach. Sonntag den 20. Juni 010995 Gießen . Gustav Walldorf. 011009] Eintritt frei! Eintritt frei! im großen Saal 30t gllke Speisen n. Getränte ist reiSNch sorge getragen. O1O661 (Es ladet freundlichst ein H. Dechert. Ernst Langsdorf. 010899] ES ladet freundlichst ein Scheich. |Empfehlungen| wieder vorrätig. 6558 OHOlt] Rote 2.40 3.19 3.25 4.00 . an 10.36 . ab 11.45 . an 12.15 Gäste willkommen. Verein Cacilia. Clise Will August Noll Verlobte ab an ab an Anfang 4 Uhr. 011035 Pfarrassistent Karl Irle Tilo Irle geb. Lang treters. . Rechnungsablage für 1. April 1918 bis 31. März 1920. Privat- Handels-Schule „HERMES« Gießen, Bahnhofstr. 60 Ida Liebermann Berthold Berlin Verlobte 7. Anträge. Die Mitglieder des Vereins sowie alle Freunde des Obst- und Gartenbaues werden hierzu ec- gebenst eingeladen. Der Hauptversammlung soll eine Besprechung der Baumwärter des Kreises um 2V2 Uhr in dem gleichen Lokal vorausgehen, wozu diese hiermit eingeladen ioerden. und labe ich die Jugend von Gießen und Umgebung zu recht zahlreichem Besuche ein. Zurück S.'I.Münzrnberg ab 10.10 Klein ßt Stiefel Maschinen-Fabrik, Fulda OA Holebearbeltanga- llaeehlnen 1065D Nachmittags V S Uhr: Union Laste! 09l.Mannsch. - v. s. V. I. Nachmittags 3 Uhr: GermaniaMarburglll.Mannsch.v.s.V.IlI vormittags 8 Uhr: v. f. H. |Y00 Gießen V. Schüler - v. s. V.V. vormittags U Uhr: v.s.R. <900GietzenlV.Schüler - v.s.v. IV. Lassel Wilhelmshöyer Allee 95 Eduard Abt Elly Abt geb. Mayer Vermählte Emma Seipp Anton Wieskamp Verlobte Der geschäslSsühvende Vorsitzende des Kreis-Obst und Gactenbau-Veveins Gießen. Heberer, Kreisobstbautechnikec. Ihke Verlobung beehren sich anzuzeigen Lisa Löbrich Earl Rühl Awstdtung Oiessen 1914: Goldene Medaille. Meine beliebten em3s Mangeltücher aus la kräftigem, waichfestem Zellstoffköpergewebe. 80 X 900 cm, zu m Preis v. M. 18.— per Stck., sind wieder lieferbar. Zahlreiche Nachbestellungen beweisen die Güte. Versand nicht unt. 3 Stück. Spesen z. Selbstkostenpreis Garantie: Zurücknahme innerhalb 3 Tag. bei Franko-Zu- rücksendung. 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Juni 1920, nachmittags 3 Uhr, im Hotel Schwab — früher Jelfenkeller — zu Gießen. P'd. M. weihe Bohnen , Pfd. M. frische Feigen Pfd. M. frische Zitronen Wir sind unter Nr. 829 an das Telephon angesch lotsen und empfehlen: feinsten Kunsthonig (marfenfret) lose 7.90 3.00 7.90 1.75 Leim gegen Bezugsscheine wird sofort geliefert durch [Oll,ee Hari Ne**eldreher. Hatzbach. AmtSgasse 7. Bücher- Abschluss ■Bllanzi fow. Einrichtung vor» teildast. Vuchführung. übernimmt a. Neben- beschästiguna ver- trauenSwürd. Kau sm. Dchriftl. Angebote unter 6512 an den Gieß. An», erbeten. garantiert la Fried en equalltat Carl Schunck Achtung! Achtung 1 Haarspangen «ndHaarpfeile werd, repariert nach dem neuen Verfahren. 010979 Robbeimer Str. 58 v. An- u. Verkauf von Lumpen, Eisen.Me- fallen. Knochen. Papier. Flaschen. gebr. Maschinen. 92 Louis Rothenberger Inuviitl hink. 1"L ZumOstend! Sonntag Tanzkränzchen Ende 1 Uhr. oii(H8 Ende 1 Uhr. 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Mannschaft 4'/, Ubr 011034 2. 3 Verein für Menfpiele 1900 e. v., Gießen. -6ls“ i(t das hefte, oo- toooiiihfte tBfliumtnei her ©egenroart. Erspart Zeit, Geld und Arbeit. BTEiSDlOBfO.-DofeiLlOin. Vertreter für Gießen und Umgegend Karl Steinmetz, Ehem. Produkte, Kurz- war., Maschinenstrickerel. Krotzkn-Linden. ?mauÄ Sflßtrööct in großer Auswahl Reparaturen an j)ahr- täbern und Nähmaschinen jeder Art, autogene Schwcißardeiten, Neu emaillieren und Vernickeln prompt, billig und gut. 5038 Julius Katz, Inheiden. mechanische Werkttattc. Telephon 9