Erster Blatt 170. Jahrgang Montag, 19. Januar 1920 ist die Jn- zum Staatsbankerott: denn ein besseres 9tn(ag< chein, daß sie das Gericht, das von Millvmen der Dpfct* verlangt wird, erleichtere. gc&. Clemenceau. Aur -ein Uelehe. Der Reichsverband der deutschen M.15 Trr «ieMiivr l*yi|CT erscheint täglich außer Gönn- und Feiertags. Vezu-spreir: Monaittch Mk. 2.30, vierteljährlich Mt. 6 90 einschließlich de-Bestellgelds, durch die Post vierteljährlich Ulf. 6.— ausschließlich Vestellqeld. s^ernsprech - Anschlüsse: sürdzeLchristleitungllL Berlag.GejchällSstelle51 Anschrstl fürT rabtnach- rrchlen: listiger »letz«. Postscheckkonto: $r«rf1urt a. Hl. 11686 verlangt. Iw Untevabschnitt Ottlctschin Räumung ohne Zwischenfälle erfolgt. der deutschen Besatzung Wit einem Teil der Vierde und Geräte geriet rn Gefangenschaft. Tie Höhe der Mutigen Verluste ist noch nicht bekannt. Ter polnische Verbindungsoffizier ist mit eurem Offizier des Gouvernements Tlforn und Ltenr Führer der Maschinengewehrs mpag nie zur Aufklärung mrd Festste.lurrg des Tatbestandes nachiArgenou gefahren. Tas CtouDerneimmt Thorn bat sofort die Herausgabe der Gefangenen, der Waffen sowie säm kicher Pfkerde und Fahrzeuge orbmmg vom 9. Dezember 1919 über die Ein- führungvonHöch st mieten zu veranlassen? Nach den Blättcrmeldunaen hat diese Verordnung in Miet er kreisen eine große Befriedigung ausgelüst deutsche Nationalversammlung. 139. Sitzung. Sonnabend, 17. Januar 1920, vormittags 10 Uhr Der von Mitgliedern aller Parteien ein- gebrachte Nachtragsetat zur Erhödung der TeuerongSzulogeu für Beamte, Offiziere, Mannschaften usw. um 150 Prozent steht zur ersten Beratung. Angefordert werden dafür 500 Millionen Mark. Reichsfinanzminister Erzberger: Ich freue mich, wenn der Entwurf möglichst heute noch in allen drei Lesungen verabschiedet wird. Ich wende mich bei dieser Gelegenheit auch gegen die Opposition, die sich in imten Beamten kreisen gegen die Kinderzulage geltend gemacht hat. Das Reich hat allen Anlaß, kinderreiche Familien in reber Weise zu unterstützen. Erfreulich ist das Einverständnis der Beamten, daß mit der Desoldungsreform eine Steigerung der Arbeitsleistung ein treten müsse, da- mit die Zahl der Beamten verringert werden kann Es muß auch für sie allgemein der Achtstundentag eingeführt werden. Ebenso zu begrüßen ist die Erklärung der Beamtenschaft, daß sie selbst unter sich mit allen Mitteln dahin wirken wolle, daß jede Kvrncptton aufhört. — Der Minister t^eist dann Angriffe der Unabhängigen zurück und fährt fort: Die Regierung muß mrd wird denKampfgegen den Terror mit aller Enffchiedenheil fortsetzen. Nicht den Arbeitern ist die Schuld an der jetzigen schwierigen Lage zuzuschrffben, sondern den Nicht- arbeitcrn. Die Politik der Regrerung führt nicht hiwatmt von lizttW» f. die 4.aq«nummer di- jum Nachmittag vorher ohne jrdcBerdindlichkeit. Dreis fflr 1 mm höhe für Anzeigen o.34 rum Breite örilut) 25 üf, auSwärtS 30 Pi.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite vt) M. Bei Platz- eodcbrih20*/„yuffd)lag. Hauotjchri'tleiter: Ang Goetz. Verantwortlich für Politik: Ang. Goetz; für den übrigen Teil: Dt- Reinhold Zenz; für den Anzergentell: x>. Beck, sämtlich in Gießen. Teöchanel zum Präsidenten Frankreichs gewählt. Paris, 17. Jan. (WTB.) Paul Descha- nel ist zum Präsidenten der französischen Republik gewählt worden. Die Wahl Paul Deschanels zum Präsidenten der französischen Republik erfolgte mit 734 von 889 abgegebenen Stimmen. I ounart erhielt 66, Clemenceau 56, Lson Bourgeois 6 Stimmen. Weitere Stimmen wurden vereinzelt abgegeben. Paul Eugen LvuiS Deschanel wurde am 13. Februar 1856 in Brüssel geboren, als So-m sich entwickelnden Gefecht nahmen auch mehrfach Einwohner von Argenau teil. Tie Besatzung Argenaus, ein Zug Maschrnengewefre und ein Teil einer Jnfanteriebontpaginie wurden ! zum Rückzug gezwungen. Der größte Teil zahlen, die es den heimischen Landleuten verweigert. (Zuruf aus dem Zentrum: „Sie hätten ja Er- nahcunasMinister werden können!") Ich habe darüber mit Gröber gesprochen. I chbin nicht Berufsparlamentarier irnb kann nicht monatelang in Berlin bleiben. Wenn aber das Interesse des Reiches es verlangt, stehe ich zur Verfügung. Ter Redner wendet sich dann gegen die vorzeitige Berveichlichunq der Eisenbahnen. Reick>sfinanzminister Erz bergen Verkehrs- und finanztechnische Gründe erfordern es, daß die Verreichlichung der Eisenbahnen bis zum 1. April 1920 durchgeführt wird. Die Besorgnis, daß die Entente dann die Bahnen als Pfandobjekt mit Beschlag belogen würde, ist unbegründet, denn die Bahnen werden auch im nächsten Jahr ein gewaltiges Defizit haben. Auf die Zugriffsmöglichkeit der Entente an sich, ist die Verreichlichung ohne jeden Einfluß. Es liegt auch nicht in der Absicht der Reichsvegierung, die Eisenbahnen zur Grundlage von Kreditaktionen zu machen. , _ „ Aby. Wirth (Zentrff: Herr Dr. Heim sollte nicht immer für Bauern Besonderheiten verlangen. Hätte Herr Dr. Heim eine D^entralisation, die allen zugute käme, mit uns durchzufühvm versucht, dann würde auch mit diesem System etwas Ersprießliches eronckst worden kein. Der Reichsfinanzminister ist an sich ein Anhänger der Dezentrale sation. _ . _ Abg. Wurm (Unobh): Mit enter Verbilligung der Preise ist nicht zu rechnen, so lange bet Landwirt über Grund und Boden unbeschränkter Derr ist. _, Abg. Dr. Heim (Bahr. Volksp): Ich wünsche nicht den schrankenlosen Einheitsstaat. Abg. Dr. Wirth (Zentr.): Dr. Heims Auffassung ist revolutionär gegen die geltende Verfassung Wozu diente seine Reise in das besetzte Gebiet. Abg. Höckel (D.--N.): Im Wiesbaden hat Dr. Heim mit französischen Offizieren verhandelt, ja sogar öffentlich mit Ihnen diniert. Abg Dr. Heim lBoyr. Volksp.): Es handelt sich um e nen mir beigegebenen Beglritofsizier. Der Nachtragsetat wird in allen drei Lesungen sowie in der Gesamtabstimmung einstimmig angenommen. _ , m Nr Die GesetzentUTÜrse zur Prüfung von Bildstreifen für Lichtspiele und über die Beschäftigung schwer Beschädigter gehen zur Vorberatung an Ausschüsse. Der Gesetzentwurf über die Gewährung von Straffreiheit an Personen aus den Absrimmungs- gebieten, sowie über Aenderung des deutsch-pol- nischen Beamtenvertrages wird in allen drei Lesungen und in der Gesamtabstimmung angenommen. Um 21/2 Uhr tritt eine Mittagspause ein. Die WiÄxweröffnung erfolgt um 4Vz Uhr Auf der Tagesordnung steht die von allen Parteien, außer der Unabhängigen, ein gebracht- • Interpellation betr. die vom interalliierten Ausschuß erlassenen Verordllnngen für die Rheinlands Abg. Spahn (Ztr.) begründet die Jnttr- pellation: G-emäß den Rhein a dabkommen trnn '-er Ausschuß solche Verordnungen erlaßen, dv' für die Gewährleistung des Unterhalts, der S'ch:r- heit und der Bedürfnisse der fremden Streitkräfte nötig sind Ter Ausschuß hat. aber 5 Verordnungen erlasien, die die Grenze dieser Zustanden, er näherte sich später den -Klerikalen. Eine repräsentative Ersch inung und elegant: B.- rebfamfeit kennzeichnen ibn. 1912 wurde D. abermals zum Kammerprä identen gewählt. D. ist verheiratet mit Germaine Brice, der Enkffin von Camille Doucet, dem ehemaligen lebenslänglichen Sekretär der Akademie. Paris, 18. Jan. (WTB.) Havas. In der französischen Presse wird die Wahl Deschanels als ein fahr glückliches Ereignis begrüßt. Die allgemeine Ansicht gebt dabin, daß die einmütige Wahl durch die Nationalversammlung auf das Empfinden zurückzusühren fei, daß die Kandidatur Deschanels, weit davon entfernt, Kampfkandidatur zu sein, sich im Gegenteil als die ideale Kandidatur her nationalen Einheit darstelle. Rücktritt des Kabinetts Clemenceau. Paris, 18. Jans (WTB.) Clemenceau hat im Beisein der Minister und llnterstaatssekre- täre Poincars die Gesamtdemission des Kabinetts überreicht. Paris, 17. Jan. (Wolff.) Havas. Ministerpräsident Clemenceau hat an Herrn Ltzon Bo u rgois ein Schreiben folgenden Inhalts gerichtet: An den Herrn Präsidenten der Nationalversammlung! Ich gestatte mir, Sie zu benachrichtigen, daß ich meinen Freunden das Recht, mich als Kandidaten für die Präsidentschaft der Republik aufzustellen, entzogen 'habe. Wenn sich letztere indessen nicht daran 'halten und für mich die Mehrheit der Stimmen erlangen sollten, würde ich das mir übertragene Mandat ablchnen. Genehmigen Sie die Versicherung meiner Hoch'chätzung. gez. Clemenceau. Berlin, 17. Jan. (WB.) Ei« amerikanischer gro ß industrieller Phi- lantrop, der sich zur Zeit in Berlin aufhält, Mr. John de Kay, richtete An den spanischen Staatsmann Grafen Ror^anones ein Telegramm, worin er barmtf hmweist, daß, a[(mIäDantOTIII; n„ »nlw nach ihm gewordenen Mtttcilungen spanische, fa^tal a[ß eine unbedingt notwendige Beamten. Geschäftsleute zur Zeit damit umgingen, die Maschinen einiger bedeutender Blei verarbeitender Fabriken in Deutschland abzubauen und nach Spanien zu schaffen. Er betont, wie ungeheuer schädigend ein solches Verfahren für die Gegenwart und Zukunft der deutschen Wirtschaft sei. Er bezeichnet es allen Verständigen und Gewissenhaften, in allen Ländern zu tun, was in ihrer Macht steht, um die deutschen Arbeiter in den Stand zu setzen, mit ihren Maschinen im eigenen Lande zu arbeiten und so den Unterhalt für Weib und Kiiid zu schaffen und den Zustand unerträglicher Depression, Beschäftigungslosigkeit und allgemeinen Elends zu beenden. Das deutsche Volk könne nicht in den Abgrund stürzen, ohne die Völker Frankreichs und Englands und schließlich der ganzen Welt mit hineinzureißen. Um einige tausend Tonnen Blei nach Deutschland zu schaffen, erbietet er sich persönlich, den Marktpreis dafür in amerikanischen Dollars zu bezahlen und die Verschiffung nach Deutschland ohne einen Pfemng Gewinn zu bewerk- Au» Hessen. Anträge und Anftagen. Der Abg. Kiel hat in der Volkskammer folgende Anträge gestellt: Die Volkskammer wolle besckließen: Dem technischen sowie Haus Person al in den Kliniken usw. ist die gleiche Wirtschafts- b e i h i l f e zu gewähren wie den übrigen Staatsarbeitern,' bzw. Beamten. Die Klassenunterschiede in Kliniken usw. inbezug auf Belästigung und Verpflegung aufzuheben und eine Einhettsklasse für alle Pattenten einzuführen. Abg. Schreiber beantragt: Die Volkskammer wolle beschließen: Die Regierung wird aufgefordert, baldigst eine Vorlage einzubringen, durck die die Morwpvlstellung einzelner Zeitungen als offizielle Publikationsorgane der Kreftsämter aufgehoben und eine den jetzigen Verhältnissen entspr.'chende anderweitige Regelung des Kreisblattwesens veranlaßt wird. Abg. Widmann stellt folgende dringliche Anfrage: Der 1. Januar 1920 hat in Mieterkreisen Offenbachs durch geradezu ungeheuerliche Mietspreissteigerungen eine große Erregung in Mieterkreisen verursacht. Was gedenkt die Regic- nmg zu tim, um die Mieter vor unbegründeten! Mietspreissteigenmgen zu schützen? Ist sie bereit, auch für den Freistaat .Hessen die preußische Ver-s HW Mw Ä Openutr. & in hiessen zu hebet bj^öwendrogerle. I tine»m 8.dX ' HM 'litten Ssjp Ecke der Goetbeetrafe ’’ fcT\ Zöpfe] Drüet, ft .‘T/BW’Ulirhlta W Y .Toepeli, ' I x Seheüel ui i'T Pertokei weraen bill. angefertijp, * ZWi werden cefärb: Spezialität in grauen c. M weißen Haaren. Damei r kopfwaschen mit Frisur I Klein & Stiefel faldtcx 3^ i Hotebearbeitunp ÜBeeblnen 1065t 9g jeder An für Sdrdna. Wizöbuer, Sigewrte Beste Ausführung. Ausstellung Oiesffl WA; « Goldene Medulle. WWM-« W-MM, öfljpfiehlt Mlet-W« rJSJO» 50-60 Norweger Fetthering; 1 Post^TfraiV. monat^ • sä*js pisebware^^ innAklM AÄ' ° * RömerWf® s? t»6 A. dholz Pr°visl0n2^^ die Ausbeutung des Lagers geht, zumal der 2d tronsport bis zur Bahnstation sehr becmem tft. kommen. Kreis Friedberg. Die den Lebensmittel, ** Holzausgabe. treten. werden. nritnrirfrnbfn Gästen galt. L M. 't 41 h. 6li die erst dem in der Passionsmusik wendeten „SD Haupt do l bett", aus dem »»endliche um bz* l F oh. Seb. Bachs Der» Blut und Wun - Wehmut und Trauer £ Aus Statt rrnd Ccinb» Sieben, den 19. Jan. 1920 Aeutzerfte Sparsamkeit bei der Stromentnahme geboten. Im Interesse der Aufrechterhaltung seines Be- triebes weist das städt. Elektririlä!swerk an dieser Stelle nochmals aus die Bekanntmachung vom 15. ds. Mts .hin. Die äußerst fchroierigt ftWen* läge mackst eS dringend erforderlich, daß sich die Gewerbebetriebe imb Geschäfte streng an die Vor- sckwiften halten, da sonst die Besorgung der roich- tigsten Betriebe und der Ha Mallungen während der Abendstunden in Frage gestellt wird. Ferner Veranstaltungen. Montag, 19. Jan. Statthalter 7 Uhr: Kindertragödie. — Lichtspielhäuser wie Sonntag. macht das Werk darauf aufmerksam, daß mit äußerster Strenge auf Einhaltung der einschränben- Bestimmungen gesehen m’rb. **EineFeststellung. Herr Amtsgerichtsdiener Harrpt macht darauf aufmerksam, daß er mit dem Redner Haupt im Cafs Leib und in früheren Versammlungen nicht indentisch ist. Landkreis Gießen. Ein neues Brannkohlenlager. tt. TreiS a. d. L , 16. Jon. In der hiesigen Gemarkung befindet sich, wie schon vor vielen Jahren durch Bohrungen festgestellt wurde, ein Braunkohlenlager, beffcn Kohlen nach Versuchen einen vorzüglichen Brand liefern. Es ist zu verwundern, daß sich bei der herrschenden Krhlennot nicht ein Unternehmer ftnfct, der an Holzbelieferung wi^xr an diesem Tage die ursprünglich für den 10. am Nachmittag wurde der Jüngling von der hiesigen Gendarmerie im Bahnhof Fulda abgefaßt, wo er im Wortesaale den ihm in der EinbruäZs- nacht entgangenen Schlaf nachlwlte. Die gestol)- leiren Gegenstäirde wurden vorgefunden bis auf einen Ring, den der Junge versilbert hotte, Reisegeld nach seiner Heimat Offenbach zu = Rendel (Kr. Friedberg), 16. Inn. _ .Schar mühle" wurde durch emtn Stxinb eitt» ** Bon der Landes-Universität. Das BorlesungsDerzeichnis für das Zn4chen- semester im Frühjahr 1920 (2. Februar bis 31. März) und das für das ©ommeinemefler 1920 sind erschienen. Im Zwischensemester w:r- den in allen Fakultäten Vorlesungen und Hebungen abgehalten, in der Mnlosoplnfchen Fakultät jedoch nur in einzelnen Fächern (Mathematik, Plw» syk, Chemie, Botanik, StaatSwissenschaften); die Dozenten der Ptsilosophifckien Fakultät, die trine Vorlesungen und Uelnrngen angeküntigt hoben, sind bereit, Kriegsteilnehmer zu bcratm und yu niisfenschaftlichen Arbeiten anzuleiten. Die Be- diugungen für die Zulassung zum Zwi'chensemester sind im Vorlesungsverzeichnis mitgeteilt. ** Nächtlicher Ueberfall. In der Nacht vom 16. zum 17. Januar wurde in der Neustadt ein Mädchen von einem Unchilden an- gefallen. Ein des Weges kommender Wächter von dem hiesigen Wach- und SchlietziJnstitut veranlaßte sofortige Festnahme. ** Die Deutschnationale Bolkspar- tet hielt gestern abend im Saale des Einhorn eine Reichsaründungsfeier zur Erinnerung an den 18. Januar 1871 ab, der ein besserer Besuch zu wünschen gewesen wäre. Oberpostsekretär Kohlhase begrüßte die Erschienenen und wies in seinen einleitenden Worten auf die Bedeutung der Feier hin. Der erste Teil der Feier bestand in musikalischen und deklamatorischen Darbietungen. Et wurde eingeleitet durch einen von Dr. Lenz verfaßten und N. Weil gesprochenen Prolog. Den Rechten und Unabhängigen angenommen. Die Melirheit begrüßt das Abstimmungsergebnis bet« fällig. . Der Präsident bittet um bte Ermächtigung, den Tag der nächsten Sitzung selbst festsetzm zu unten, sobald der Bericht des Steuerausschusses Doriiegt. Abg Henke (USP.) hält eine Vertagung in jetziger Zeit für bedenklich. Seine Partei wenrg- stens sehne sich nach den Neuwrhlen. Abg. Schulz- Bromberg: Wann kommt endlich das Wahlgesetz? Das ist doch die Haupt- 'ache. Das Haus schließt sich dem Vorschlag des Präsidenten an. Schluß 6’/< Uhr. • Das Mörpcrschaftenstenerqesetz. Berlin, 16. Jan. (Wolff.) Der Nationalversammlung ging der Entwurf des Kör per - chaftensteuergesetzes zu. Nach tz 1 des Gesetzentwurfes unterligen der Körpe schaftssbuer mit ihrem E.nkommen 1. juristisclie Personen öffentlichen und privaten Rechts, sowie alle Berggewerkschaften, 2. nichtreclitssälnge Per onenvereiui- gungen, Anstalten, Stiftungen und andere Zweck- vermSgen. Eine Uebeveinstimmung zwischen dem Reichsrat und der Nationalversammlung ließ sich nicht erzielen. Bei § 11 Abs. 3 des Entwurfes sieht die vom Reichsrat beschlossene Fassung eine steuerliche Begünstigung der Gesellschaften mit besckrän'.ttt Haftung und Gcnossen- 'chaften vor, um die Doppelbesteuerung abMschwä- chen, während die Reichsregierung der Auffassung ist, daß eine solche Begünstigung der sachlichen Berechtigung entbehrt. Die Vorlage enthält daher bei §11 neben der vom Reicktsrat beschlösse um Fassung eilte besondereVorlageder Rerchsregierung. me. Frankfurt a. M., 17. Jan. Dre Koh- lennot in Frankfurt ist jetzt so wert gestiegen. >aß der elektrische Strom täglich 6 Stunden ab- gesperrt werden muß. — Die Gaswerke sind am Freitag zum Erliegen gekommen und halten bte Oefen nur mühsam mit Holzfeuerung warm. --- F r an kf ur t a. M., 18 .Jan. Die Sicher- heitstruppen unter der Führung des Obersten Herr Walter Kunkel (Viola). Herrn Ernst Cahnbley's (Violoncello) Spiel verrät, wer mitunter auch auf das Spiel der einzelnen Instrumente und nicht nur auf ihr Zusammenspiel geachtet bat, wird mir recht geben — "höchstes Künstlertum. Aber auch Herr Karl Wyrott (2. Violine), dessen vornehme Zurückhaltung seine Leistungen vielleicht nicht so deutlich hervortreten läßt, ist seinen Kollegen durchaus ebenbürtig. L. M. Leipziger Solo-Quartett für Kirchengesavg. (Professor Bruno Röt hig.) Gießen, den 19. Januar 1920. Eine in der Johanneskirche versammelte, große andächtige Gemeinde lauschte geftctti abend dem Leipztger Solo-Quartett für Kirchengesang. Der Vortrag von zwölf dem 12., 15., 16., 17., 18. und 19. Jahrhundert angehören- den ein-, zwei- unö dreistrophigen Choralweisen der christlichen Festeszeiten (Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Trinitatis) brachte ein klares Bild vom Wesen der Choralmusik Durch ihre Unisono-Figur charakteristisch ist die bereits aus dem 12 Jahrhundert stammende Melodie „Christ ist erstanden". Von allen gestern gefangenen Chorälen geht tiefe Wirkuitg aus, ganz besonders von um den sterbenden Erlöser spricht. Professor Bruno Röthig ist Gründer und Leiter dieses „Soloauartetts". (Frau C. Rötbig singt den Sopran, Fräulein H. Risch den Alt, Bruno Röthig selbst den Tenor, und Herr E. Tauuewitz den Baß.) Röthig unternahm mit seinem Quartett vor dem Krieg Reisen durch Europa bis nach dem Balkan und der Türkei, nach Palästina, M. Grün berg 15. Jan. Unsere Nachbargemeinde Lauter bezahlt an die in Gemeinde- dienLst stehende Personen 50 Proz. Teuerungszulage. So erhält der dortige Lehrer statt 900 Mark jetzt 1350 M. aus der Gemetndekafse. Lauter ist wohl die einzige Landgemeinde unseres Kreises, die solche Sätze an die Gemeindebediensteten bezahlt. x W i e s e ck, 17. Jan. In die hiesigen Standesamtsregister wurden im Jahre 1919 eingetragen: 74 Geburten gegen 30 im Jahre 1918, 54 Ehescl)ließungen (1918: 12) und 46 Todesfälle (1918: 48). Me letzte Volkszählung im Herbst 1919 ergab eine Seelenzahl von 3340 gegen 3254 vor dem Kriege. Kreis Lauterbach, K. Lauterbach, 17. Jan. Ein 17jähriger Bäckerlehrling brach hier nachts in das Uhren- warengeschäst von Köhler ein und entwendete für einige Tausend Mark Uhren und Schmuckwaren. Zu seinem Unheil hi ß et auch einen Hut mitgeben, für den er ferne Bäckerwütze zurück! eß, die ihm zum Verräter wurde. Schau musikalischen Teil hatten Pianist I. Hahn- Gießen und Baritonist Ad. Müller-Frankfurt übernommen, die ihre Aufgabe vorzüglich zu lösen verstanden, so daß das Publikum reichen Beifall spenoete. Ebenso brijällig wurde das von Frl. Knieper eindruckSvoll vorgetragene Gedickst „Glaube" ausgenommen. Den zweiten Teil der Feier bildete die vom Abgeordneten P. Fuhrmann- Berlin gehaltene Festrede. In seinen ^/«stündigen Ausführungen untersuchte er, wodurch das'deutsche Volk von feiner einstigen Höhe herabsank und wie der Aufstieg wieder möglich )ei. Er trat der Anschauung entgegen, daß die Befolgung Bismarckscher Politik zu der Kata- ftropbe geführt habe. Wir stürzten nach seiner Ansicht, weil wir Bismarck verließen. Alsdann übte er in längeren Ausfüllungen Kritik an dem letzten Träger der Krone und bemerkte besonders, daß, gerade die Deut.chnationale VolÄpartei a.s eine monarckstiche Partei berechtigt und verpflichtet ei, hier Kritik zu üben. Nach dem offiziellen Abgang Bismarcks folgte die Politik der großen Worte und des Säbelgerassels. Der Kai,er war nach Ansicht des Redners ein hochbegabter, vom ehrlichsten Wollen beseelter Fürst, ber in ruhigen Zeiten Hervorragendes geleistet hätte, der aber in der kritischsten Zeit deutscher Geschichte als Steuermann versagte. Schuldig war nicht dcr Kaiser, sondern wir, das Volk, das in ihm den Glauben an seine Unfehlbarkeit stärkte. Die Berater des Monarchen, vor allem Bethmann-Holl- weg, waren für ihre Posten nicht geeignet. Der Krieg war schon verloren, ehe er begann, weil der Kanzler vom Anfang des Krieges an nicht an den Sieg glaubte. Der Aufstieg ist nach der Ansicht des Redners nur möglich, wenn wir eS verlernen sentimental zu sein. Wir müssen für die Zukunft eine Politik treiben, die mir die Interessen des eignen Landes im Auge hat. Wir müssen uns vor jeder Illusion hüten, denn erst unseren Kindern und Kindeskindern durfte es vergönnt sein, wieder in einem freieren Deutschland zu leben. Es muß darum unsere vornehmste Aufgabe fern, die Jugend in nationalem Geiste zu erziehen. Der Egoismus, der sich in unseren Tagen so breit macht, kann nicht zum Aufstieg führen, ihn müssen wir ablegen und das Gemeinschaftsgefühl pflegen. Dann werden wir hinter den Wolken wieder die Sonne erblicken. Reicher Beifall belohnte den Redner für feine tiefdurchdachten Ausführungen, für die auch der Leiter der Versammlung noch besonderen Dank auSsprach. Sein Schlußwort klang in ein Hoch auf das deutsche Vaterland aus, das die Versammlung begeistert aufnahm. Mit dem Lied „Deutschland über alles" schloß die Feier. ** Aliceschule. Gesuche um Aufnahme in die Seminare für technische Lehrerinnen (Hauswirtschafts- und Handarbeitslchrerinncn) sind bis zum 1. Februar ein zu reichen. Der Kursus beginnt am 7. April. ** Schule fürhöhe re sKla^i-rspiel von Minna Körner. Gute Musik bclan man am gestrigen Sonntagnachmittag in eaiun Konzert zu hören, dessen Ertrag der Kasse des G i e - ßener Kindergarten-Vereins ruflirßen wird. Veranstalterin mar die Schule für höheres Klavier spiel vvn Minna Körner in Gießen. Angohrnde Künstlerinnen dieser Schule versuchten sich — unter Mitwirkung von Frau Hedwig M üller-Bangert (Gesang) und Herrn Wilhelm Schüttler (Violine), deren musikalischer Ruf bereits gefirfjert ist — an klavieri- stischeu Werken von Weber, Schumann, Chopin, Liszt, Raff unb Bellini Das Spiel von Fräulein Irene Günther, Fräulrin Sbanni Roth und Fräulein Mi Ewa Ich zeugt bereits vvn gewisser Reife der musikalischm Aufsasfung, Technik und Gewandcheit. Uederraschen konnte die fouragierte Sicherheit, mit der das jugendliche Fräulein Frieda Hopfeld Rafss Fablian vortrug. Sie erfreute außerdem im Verein mit Fräulein Aennchcn Wehrheim, deren Schlumnn-rlied schon eigene Note trug, vor und nach dem Spiel durch allerliebst binge&aubcrte Knickse. Starker, herzlicher Beifall, des zum Teil aus „Jugend" zusammengesetzten Hörerkreises — er hatte in Anbetracht des guten Zwecks der Veranstaltung noch größer sein dürfen — war der Ausdruck des Dankes, der ganz besonders auch Fräulein Körner, der verdienten Lehrerin und trefflichen Begleiterin am Flügel, und den Aeghpten und Nordamerika. Er ist auch literarisch ber Dorgetreten und hat sich als Komponist von Liedern und Motetten einen Namen gemacht. „Unsterblich" geworden ist er aber erst durch die Gesangs kuu st seines Quartetts. Die vier Sttmmen fingen mit der wahvenLeidenschaft der lieber zerpnm ss, mit jener Ver'>. rlichung, die sich spontan auf du über trägt,ine diese Kunst als Ausnehmende gent fe.it Es wäre verfehlt, die verschiedenen Stimmen ihrer musikalischen Qualität nach einanücr gegenüber« zustellen. Man möge sich mit dem Urteil beschci' den, daß die von diesem Quartettgesang ausgehende Wirkung der beste Gradmesser für die künstlerisch Qualität der Vereinigung ist. L. M. $ nve. Frankfurt a. M., 18. Jan. Ein für die deutsche Literatur bedeutsames Werk wurde tiefer Tage in der Freiherr Carl v. Rothichildschef Bibliothek nach 29jäbriger Arbeit vollendet. ist ein S a m me l ka ta lo g über alle deutscher Bibliotheken, der sämtliche wissenschaftliche Werke die in irgendeiner deutschen Bibliothek vor landen sind, umfaßt. So ist es mögl.ch, daß in Frankfurt heute 67 Prozent aller wiiienschasttichei' deutschen Bücher nachgewiesen werden können. Skv terc 20 Prozent ber deutschen Bücher laifen liä mit ziemlicher Sicherheit nachweisen, »nährend du restlichen 13 Prozent noch aufgefunden werden sollen. Der Sammelkatalog, an dem annäbenti1 ein Menschenalter täglich 5—10 Personen ar bet- teten, ist ganz besonders für die Studierenden Sü^deutschlands bedeutsam, da sie ein gesuchter Buch hier ohne rZehlanfragen zu tun, sofort sinder können. Siebener Konjertoerdn. Gießen, 17. Jan. Schörst-Qnattctl: Streichquartette von Haydn, Schumann und Borodin. Der Kammermusik wird vielfach nicht die ihr gebührende Beachtung geschenkt. Es ist darum mit Dank zu begrüßen, daß der „Gießener Konter t v e r e i n" von den zehn für das Winterhalb- pchr 1919/20 vorgesehenen Konzerten zwei Abende dieser Musikgattung gewidmet sein liefe. Und wenn man nun gar wie gestern Gelegenheit hat, ein Streichquartett Joseph Haydn's zu Höven, dem wir die Schaffung des Quartetts schlechthin zu verdanken haben, dann sollte man schon dieses einen jHaydn wegen, von einer solchen Gelegenheit Gebrauch machend sowohl der „Anfängeri' in der Musik, der fick» noch vertraut machen muß mit ber £hiartettliteratur und ihrer Bedeutung für die Kammi-rmufik, als auch der ganz im Musikalischen aufgebende begeisterte Musikfreund, nicht minder aber der durch alle Gattungen bet Musik bereits hindurchgegangene abgetlärte Mus!k„kenner". Was ein solches Haydn-Quartett — gleichviel welches — immer aus zeichnet, ist sein „Naturell": jene an- !ieborene und dah.r unwillkürliche Art, sich nach einer eigenen Natur und Stimmung zu äußern. Ind darum nannte ihn Beethoven „groß" und die Nachwelt „unsterblich". Geurde in fernem Quartetten erschaut man deutlich, daß Haydn Mozarts wie Beethovens Vorbild, aber mehr noch, daß er hie ganze Quelle der Erfolge der neuen Italiener gewesen ist, die seine Heiterkeit, seine sinnige Art, seine Liebenswürdigkeit und Anmut nur kopierten Diese geistvollen ersten Sätze, diese sprudelnden Schlußsätze, diese Btenuetts, diese Adagios, immer und immer wieder voll überraschenden Witzes, voll unwillkürlich ergreifender, oft rührend warmer Herzlichkeit! Da ist in ber Tat „Idee, Ausdruck, Gesang". Man bekam gestern eines der bemerkenswertesten seiner Quartette zu hören, das in C-Dur geschriebene (op. 54 Nr 2) mit dem charakteristischen Menuett und jenem eigentümlicher Finale, das aus einem ein Pvesto umschließenden Adagio besteht. Umgekehrt sind Robert Schumann's Streichquartette (op. 41) die Frucht des Studiums Beethovens. Am nxmigften allerdings vielleicht in dem gestern gehörten A-Dur- Quartett (op. 41 Nr. 3): diese Mischung von zarter Schwärmerei und jugendlichem Draufgängertum ist echter Schumann. Weniger ,Fcht" sch?int der Junarusse B o r o- bin ju fein, befien ausgesprochener Klangsinn und Farbenreichtum stark an die jungitalienische Schule erinnert. Doch tragen seine Werk durchaus russische Prägung. Anlehnungen an Tschaikowsky (aber auch an Grieg) sind nicht zu verkennen. Die vollendete Wiedergabe der erwähnten Werke durch das Schörg-Quartett fordert zu einer Gegenüberstellung dieses Quartetts und des kürzlich hier gehörten Rebner-Quartetts heraus: Die grafe« Präzision, mit der das Schörg- Ensemble die von ihm zu interpretierenden Werke behandelt, stellt es noch über das Rebner-Quartett. Herr Franz Schörg.(l Violine) ist ein Musiker von hervorragender Fnnfühligkeit. Eine große, innere Energie — äußerlich erkennbar an scharfen, durchdringenden Augen — zwingt seinen Partnern mül-elos seinen Willen auf. Das Wunderbare dabei ist, bafe diese Herren — sie spielen in ber $at ganz nach den Jntenttoneir ihres „sitzenden" Dirigenten, — eigene Musikalität sich bewahrt haben. Unb eigene Musikalität besitzt in ganz besonderem Maße geäschert. Hessen-Nassau. Schließung der Cisenbahuhauptwerkstütte Nied. Frankfurt a. M., 17. Jan. (Wolfs.) Tie Regierung tat die Eiienbahndirektivn Frankfurt (Main) beauftragt, die Eisenbahnhauptwerkstätte Nied, die größte, modernste unb bestausgeßattetste Lokomvtivwerrstätte des Bezirks, wegen Unwirt- schasilichteit zu schließen. Tie Schließung ist heute nachmittag erfolgt. Sämtlichen Arbeitern ist bas Tienstverhältnis zum 2. Februar unter Lohnzahlung bis zu diesem Tage gekündigt unb auf ihre Dienste von heute ab verzichtet worden. Tie Verhältnisse in dieser Werkstätte waren nachgerade unhaltbar geworden. Schon im Vorjahr entsprachen die Leistungen der Werkstätte trotz Vervielfachung der Arbeiterzahl nicht annähernd mehr den früheren Leistungen. Nachdem zu Beginn dieses Jahres die Arbeiterschaft zwecks Erreichung einer Lohnaufbesserung den Beschluß gefaßt hatte, nach „Vorschrift" zu arbeiten, ging bte Leistung von Tag zu Tag weiter zurück. „Vorschriften "für die Arbeitsweise in den Werkstätten bestehen, abgesehen von den VerhütungSvorschriften, fast nur in ber Art, bafe ordnungsmäßige und kunstgerechte Arbeit Der* langt wirb. ___ ,, r Seit mehreren Tagen war ber Arknkrschch bekanntgegeben worden, daß die Löhne aller Ar- lei terklasi en vom 1. Januar ab beträdtflid) er* höht werden, so ber Höchstlohn ber Handwerker von 2,40 auf 3,50 Mk. die Stunde: gleichzeitig wurde ber Pauschalvorschufe ber Lolmsteigerung für alle Arbeiter (auch Handwerker) von 40 auf 80 Pf für die Stunde erhöht. Die Wirkung war eine unerwartete. Während in anderen Werkstätten da* vaufhin die Leistungen auf ihre frühere Döhe znruckkehrten, sank in N i eb — entsprechend etnzm Beschluß auf „verschärfte" Arbeit nach Vorschriften — das Arbeitsergebnis derart, daß von ernst zu nehmender Arbeit überhaupt nicht mehr g-.fprochen werden konnte. Die Arbeits- teknnderung unb Verhinderung winke nunmehr in kleftrlichster Weise durchgeführt: vielfach wurde Sck>?inarbeit oder Privatarbeit betrieben. An dringenden und immer w ederholten Mckhnungm aller Aufsichtsorgane hat es nicht gefehlt: fte sind leibet bei der unter dem Einftuß radikalster Element.' stehenden Arbeiterschaft auf feinen fruchtbarm Boden gefallen. Die Regierung glaubt die fnmere Vergeudung von Staatsgeldern nid)t mehr verantworten zu können. In feiner ber anderen großen Hauptwerkstättni des Bezirks Frankfurt bestehen auch nur annähernd ähnliche Verhältnisse. Bon morgen nb fetzt ein. Es werben vor- Scheine beliefert, die Dezember ausgestellt **DieWochettkartosfelmarkenlbis 30 ber ersten Woche werden beliefert bei: Rumpf, Fritz, Zozelsaasse, TvechSler, Heinrich, Stemstratze, Krack, I., Riegclpfad. Die Karwfßümarkcn können bis einschließlich Dotttwoch den 21. b. Mts. emgelöst gedung des Reichs und Preußens ein, behält sich vor, icben aus,uwi en, ber ünn gefährlich erscheint unb unterstellt verfassungswidrig seiner Kontrolle baS Brief-, Fernsvreck>- unb Fern- schreibegeheimnis und die freie Aeußerung der Ver- eiiisverfammlungen. Er beanspruckn das Reckst, bei den Zivilgericksten anhängige Sachen dtes-en zu entziehen, und den Kreis der Sacken |u b-stim- men, die er vor sein Tribunal o>er die Atilitär- geriite füljren ttnll. Was geben ft die Regi'ning zu tun, um die Innehaltung des Rheinlanb'5- atkommens zu sichern. Reichsminister Koch: Beständen die Verordnungen zu Recht, so wären die Rheinlanden kein besetztes, sondern ein unterworfenes Gebiet: sie wären eine den Fremden auf Gnade und Ungnade ausgelieferte Kolonie. Wir haben Protest eingelegt. Wir fteben auf dem uns feierlich garantierten Rechtsboden. Wir können die Verordnungen als zu Recht bestehend nicht anerkennen (Beifall) Wie ein roter Faden zieht sich durch die Berordirungen die Begründung, daß bas jur Aufrechte rl-altung der öffentlichen Ordnung erforderlich wäre: diese Ausgabe fällt aber der deutschen Hoheit zu. Die Verordnungen dürfen, nur die Sicherheit der fremden Truppen betreffen, sonst nichts. Sie h.'schränlen aber die Einwolstter in ihren staatsbürgerlichen Pflicksten und den Staat in seiner Verfassungshoh^t. In den willkürlichen Ausweisungen liegt ein schwer tmegenber Uebergriff. 7 6 Beamte sind von den Franzosen, 18 von den Belgiern ausgewiesen worden. Die Engländer und Amerikaner halten keine Beamten ausgewiesen, nur je einen ausgewiefen. Tie Schieber haben sich bte Zwitterstellung der Rheinlande zunutze gemacht, weil sie in den Rhein- lanben Straffreiheit zu sinden hoffen, wenn sie sich gegen die Strafgesetze des Vaterlandes vergangen haben. Ten Üos^öfangsbestrebungen wird dadurch Vorschub geleistet. Gegen Beleidigung und Unsittlichkeit in Wort, Gebärde und Haltung werden hol)e Gefängnisstrafen angedroht: es ist unerhört daß Angehörige eines fremben Volkes sich zum Sittenrichter darüber ausspielen, was Sitte ist. (Sehr richtig!) Tie Verordnungen bedeuten die Errichtung einer fremden Gewalt, die fein Kulturvolk ertragen kann. Wir werden alle Rechtsverletzungen vor das Licht der Oeffentlich- keit bringen. In dem besetzten Gebiet hat das Reich 10 Millionen Mark ausgeivorfen. In der Erörterung über das Rlieinland müssen wir eine nationale Einheitsfront bilden. Die Bevölkerung jenseits des Rlieins nimmt mit nichtssagenden Ausnahmen eine musterhafte Ha'ttmg ein. Unter den FaitstschlLgen dieser Willkür wird das Rheinland fester an uns geschmiedet als je in Zeiten des Glücks. Nach Gesinnung, Blut und Sprache ist das Rheinland deutsch, auch nach dem Frie- densvertrag. (Beifall.) Die Interpellation ist damit erledigt. Nächste Sitzung Sonntag mittag 12 Uhr. Tagesordnung: Dritte Lesung des Bettiebs- rätegesctzes. Das erst heute eingegangene Körverschaftsgesetz kann wegen des Widerspruch ber Rechten morgen noch nicht auf die Tagesordnung kommen. Schluß 5’/< Uhr. Berlin, .18. Jan. 3. Lesung des BelricbSrategesttzeS. In ber mit Abschnitt 1 (allgemeine Bestim- nnmgcn) verbundenen allgemeinen Aussprache erklärt Abg. Schiele (bntL), daß seine Partei das Gesetz aolehne, da es dem barnieberliegenbat Dirttchaftsteben den Wiederaufstieg crscknvere. Abg. Dr. Most lD. Vpt.) erklärt für seine Parteifreunde die Nichtzustünmung zu dem Gesetz, das nicht dem sozialen Frieden dienen würde. Abg. Ehrhardt (Z.) betont im Gegensatz in den beiden Vorrednern, bafe die Vorlage für das Ärbeiterwohl einen großen Fortschritt bedeute. Seine Partei stimme dem Gesetz zu, weil sie es für eine zwingende Nottvendigkcit halte. Abg. Henke (U. S.) weist darauf hin, daß das Relchstagsgebäude auch heute wieder mit Maschinengewehren besetzt fei. Unter Vorbereitungen zu neuem Massenmord werde das für seine Partei unannehmbare Gesetz verabschiedet. Abg. D fte ro t b iSoz.) macht ter. äußersten Linken zum Vorwurg, daß von ihren beiden Vertretern bei den 72 Abstimmungen immer mindestens einer fehlte. Das Betriebsrätegesetz fei als Großtat in ber Menschh itsgesckichte zu bezeichnen. Reichsarbeitsminister Schlicke teilt mit, daß wegen der internationalen Regelung der Sechs- stünbenschicht in den BergwerV.»etrieben die Verhandlungen demnächst aufgerrommen werden. Abg. Erkelenz (Dem.) glaubt nicht, daß die Industrie, wie es von ber Rechten dar gestellt werde, an diesem Gesetz zugrunde gehen werde. Tie all gern-"ine Erörterung schließt. Die allgemeinen Bestimmungen werden angenommen, ebenso mit geringfügigen Aenderungen ber Rest des Gesetzes. Tas Gesetz tritt mit dem Tage ber Verkündigung in Kraft. In namentlicher Qtefamtabftimmintg wird sodann das Gesetz mit 213 gegen 64 Stimmen der «Nu I “«in» | * fit gr Pnnk^^aiie o ■ I *^*0? ifttt Mt jml rUsr -auttrbll-, ? n* mJÄ8^ crk em unb ,«^Itr“ Itnb SW )HntlD I ^MinÄcS^ßi S’ÄÄ? »Vc1'^ -■ jJTttbbng), iß et„, « “MaÄäyj N^klsslNl. .?•»J7- M (Mito. - Ä^p£?®n Wir «ntfe und beiduHMjM i ff. «*«& ^SM Umoiii. ■ b^äs** iLi A- ^llchen Arbeit W zM 2. F^brM Uhr, < mrlem Tage gekündigiB von heute ab verjichteiW m dieser VerkM twre oar geworden. Schon ir i *- Lechmgen der Mütter A^terzahl nicht W . Lherm Leistungen. Nachdem Jrti die Arbeiterschaft rnruk shnaufbessrruna der . e, nach .Hvrschrist" ;t'» Leistung von Tag jn To;1. orschriften "für btt Arbeit? iften bestehen, abgesrhni to hriflen, fast nm m der An und Kmstgaochtr AM 6a- E2 oeM konnte^Dtt chinderung nnnt>e" NrdrW vtLlach M' riwtarbeitbetroH. toter ^rtelten Mck-E st t» nicht Einfluß radiMa Elem^ «£“>»* aatsguDtu1 iw* aderen großen mt bestehe-' . $etWtmffc irrt ili W;1 c stunden e» VA« audTSp^ ■««KdiE “«1*» »i- st®5 fJÄJÄ-ö? '»f» w £.» MgMS & Wfe’5« / OW S-M Schutz Inders 'Ävman mit 1470 und SiLsee Phosphtt.! b bem öalutatoette waren n an den Hecklau - scheu Kindern durch das Geständnis der M u tter aufgeklärt. Wie sie zugibt, hat sie ihre Geld Brief 17. Jon. Marknotirrnngen. Datum: 18. 1. = 5 4°, 18.1. — 5.6° 17.1. 10,- Büchertisch. — Grunorißder deutscheu Literaturgeschichte. xkm Hprl Quen-el. Zweite, vermehrte und verbesserte Auflage. Leipzig, Hesse u. Becker Verlag. 144 Seiten. 1,25 Mk. hochwaffer. Köln, 17. Jan. lWolD Das Hochwasser bei Köln ist seit Freitag nachmittag 3 Uhr rn langsamem Rückgang begrifjen; es ist m der Nacht von Freitag aut Samstag.^Sriamt um 20 Zentimeter gefallen^ Damit rst die l^sahr am Niehler Damm behoben, von dessen ^one die Rheinflut nur noch 20 Zentimeter .entfernt ^^'Marburg, 18. Jan. % "Loltzei beschlagnahmte auf dem Bckhnhof bei drei soemd.n Hamsterern insgesamt 1 6o Pf u n d Du r«.cr Md zwei Sttfien Deizemnehl. Weiter;,110 gier, bie sie auch noch bei sich führten, mutzten rynen belassen werden. «robien ffbmVfrmKrt Wer Tepe den. btt Stadt Frankfurt. Die RerchSwehr wrrd Firedensvertrag gemäß aus der neutralen vcmd Datunr 16. Jan. 3 Prozent höher. Bon hornrischen Renten waren; 2,..... Preußische Consols abbröck.lnd: österrcickstsche «c Schweden..... schäflslos und ungarische ül^rwiogend fest. Sdjifl' Norwegen..... fahrtSaktien Hollen wieder die anfänglichen öin i SchweU büßen ein und die Grundstimmung beteiligte sich l Wien (oTtes) bei geringeren Erhöhungen weiterhin Zu Ein , Deutsch-Österr aba heitslursen gehandelte Industrie vnpierc ttxircni j $ut)apeft. überwiegend werter teilweise beträchtlich steigend.1 Tie Börse schloß zu beinahe den höchsten Tageskursen, Sloman Salpeter mit schließlich 1600 int Gerieht-saat. Gras Areoß Strafe in lebenslängliche FestungS- strafe nmqewandelt. München, 17. Jan. (Wolft.) Das Gesamt- winifterhmi ljat die gegen ben Gr a fen Arco ausgesprochene Todesstrafe im Gnadenwege in le-- lenSlänglche Festungshaft gemildert. Handet. Berlin, 17. Jan. Börsenstinrmungs- btlb Eine gewisse aber nur vereinzelte Rea- lisationSneigung beriieh der Kursbildung am Wochonsclstuß rin ungleichmäßiges Aussehen. Das gilt besonders vorn Mvntanmarit, wo die bisherigen Favoriten Harpener, Rhrinstahl, Hohenlohe und Buderus etwas zurückgingen, dagegen allridings die anderen Worte ihre Kurssteigerung! wenn auch anfangs nur langsamer, später aber kräftiger fortsotzben, so daß Bochumer, Gelserrkir' chenor, Lothr. bütte, Thckle Eisen unb Rhein. Braun kohle wiederum ungefähr 10 Prozent über den gestrigen Schlußkurs fttegen. Farbwerte stiegen weiter irnt 10 Prozent. Auch ©teftroteerte mürben höher, wobei Teutsch-Ucbersee ihre anfängliche Einbuße weitmachten. Ziemlich alle Spe- zia^pipiere unb besonders Kaliaktien waren weiter ungefähr 5—10, Rbrinnwtall fo^n 20 Prozent höher. Besonders stst lagen alle Petroleum- unb die meisten Kolonial Papiere, von den letzteren pe- Datum: 5V„Deut.Kriegsanl. 4°/^Deut.R«ichsanl 3"/nDeut.Reichsanl. 4°/e Preuß. Konfols Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Dank. . Nationalbank f. D. Mitteld.Treditbank H.-Amerik-Paketf. NorddeutscherLloyd Doch. 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Mit einem Wort wird lner über die Zukunft von Kind und Kindeskindern enNchrcden ■ Abgesehen von den moralischen Verpfftch- tungen gegenüber 8Lolk und Vaterland, die reden stimmberechtigten Deutschen zwmgen müssen, sich an der Abstimmung zu belerlrgcn und ,ür Teutick^ land zu stimmen, gehütet auch bre reme Vernunft jedem, seine Stimme Teutlchland zu gebera Tie Gegner locken zwar mit den Verspreche intaen sie sagen, bei ihnen würden die Steuer- Wten und Vermögensabgaben geringer fern als m Deutschland Das ist aber rtn trügerischer Schluß Alle Völker Europas, besonders die, in deren Landen der Krieg gewütet hat, sind genau so verschuldet wie Deutschland. ] Zentrale für alle Fragen der Ermittlung und Rückführung der nicht in den Abstimmungsgebieten wohnenden Stimmberechtigten ist: der „Deutsche Schutzbund für die Grenz- und Ausländsdeutschen" Berlin NW 52, Schloß Bellevue Fernsprecher: Amt Zentrum 425. 2 Abgestimmt wird in folgenden Bezirken und Kreisen: a) Oberschlesien: Kreise Kreuzburg, Rosenberg. Orpeln-Stadt, Groh-Strehlitz, Lublinitz. Gleiwitz-Stadr, Test-Gleiw.tz, Tanwwit, Beutl)en-Stadt, Beukhen-ü^cns, Königs- hulteStadt, Hindenburg (früher Zabrze), Ävttowitz-Stadt, Katt Switz-Land, Pleß, Ry 5- nik, RatiboreStadt, Cosel, Leob schütz, Teile von Raribor-Land, Teile von Namslau; b) Westpreußen: Kreise Stuhm, Rosenberg, der Teil von Marienwerder östlich der Weichsel, der Teil von Marienburg östlich der Nögot: c) Ostpreußen: Kreise Lyck, Lötzen, Johannisburg, Sensbnrg, Ortclsburg, Rössel, Allenstein- Sdaot, Älcnsteiw-Land, Osterode, der gröbere Teil des Meises Neidenburg, mit Ausnahme des Südwestzipfels mit der Stadt Soldau; d) Schleswig: 1. Zone: Kreis £xd)er5Ieivn4 Sonderburg, Apenrade, nördliche Dälfte von Tondern, Teile von -Flensburg, 2. Zone: südliche Hälfte von Tondern, Flensbnrg- ^stadt, Teilt von Flensbrirg-Lond, Nordteile vom Kreise Husum. 3. In den Ubslimmungsgebieten werden die ISrnfiftl unsren der nicht in den Abstimmungsgebieten wohnenden Absiirninungsberechtigten und ihre Rückfnh^unghur Vvl.sabsHnffnung,rion Provinzial- körperschttslen baarbeiiet und zwar: in Ober-Schlesien: von den „Vereinigten Verbänden hermattreuer Oberschwester", Abt. B. Breslau 18, Kaiser-Wildetm-Platz 20 (Vertretung beim „Deutschen Schutzbund", Berlin NW. 52, Schloss Bellevue), in Ostpreußen: von der „Bezirksstelle Menstein des ostdeutschen Heimvtdienües, Abtri- l.mg für VolksabstrmMung ' in Carl:Hof bei Ra- stenlmrg (Ostpr.), (Vertretung beim „Deutschen Schutzverband". Berlin NW. 52, Schloß Bellevue», mzttbicnfL A -teilung füllBvlksabslimmung tn Wesl- in We stp reu sten: Vvnr „Ostdeutichen Hei- inatdienft, Abteilung für Volksabstimmung in West- treusten", Elbing (Westpr.), (Berlretung beim „Deutschen Schutzbund", Berlin NW. 52, Schloß Ncllcvuetz in Schleswig: vom „Deutschen Ausschuß sür Schleswig", Flensburg, Norder ho senden 20 und Zweigstelle Berlin C. 2, Burgstr. 30, Zimmer 53, Eupen und Malmedy: „Vereinigte Landsmannschaften von Euven-Malmedy", Csvr- lottenburg, Fa mtenstraste 13. Diese Verbände sammeln die Anschriften sämtlicher im Reiclie lebender Abstimmungsberechtigten imb geben riesen über alle notwendigen Fragen 'luSkunft. Auch der „Deutsche Schutzbund" (Z. I.) sammelt Anschriflen Stimmberechtigter, gibt sie aber zur Vermeidung von Irrtümern usw. an die die bett. Provinziallör verschallen zur Einreihung in beten Karten oder Listen ab. Vie Notlage der Beamten. ^kr dieser Ueberfckrist ist in der „Köln. Ztg." *• Januar ein Artikel erschienen, dem der Gedanke zugrunde liegt: „Eine gesunde Bcamten- ftfaft tft Lebensbedingung des Reichs", und der eine, lehrreiche Statistik enthält, die für die Per- • im Reich und in Preußen Gültigkeit be- >"4t- Wir entnehmen daraus folgendes: „Einsicht lub der solgenden Beispiele ist jedoch zu bemerfcn, patz es yanz außerordeirtlich schwer ist, Durch- ichr.Utsbeuprele für die Be.oldung eines Beamten aufzustellen, weil wir im Reich 70 und m Preußen.55 Besoldungsnassen haben, die z. T. wieder in eine größere Anzahl Unterabteilungen mit besonderen Gehaltsbestimmungen eingeteilt sind Tie Arspiele sind so gewählt, daß sie einen Maßstab bilden können. Ein höhe rer Beamter im Alter von 45Jahren hat durchschnittlich kaum ein Gehalt von 400 Mk. monatlich: dazu Wo-Hnungsgeld an teuersten Orten von 108,33 Mk., an teueren Orten vvn 76,60 Mk. und an anderen Orten von 66,66 Mark, bis herunter auf 52,60 Mk Er erhält also, toemt er verheiratet ist und zwei Kinder hat: a) an teuersten Orten Gehalt 400 Mk., Wohnungsgeld 108,33 Mk., Teuerungszulage (195 + ICO) 295 Mark, zusammen 803,33 Mk., vom 1. Januar 1920 an mehr 147,50 Mk. = 950,83 Mk.; b) an teueren Orten 400 -s- 76,70 4- (170 + 80) 250, zusammen 726,70 Mk., vom 1. Januar 1920 an mehr 125 = 851.70 Mk.; c) an billigen Orten 400-p52,664- (140 + 60) 200, zusammen 652,66 Mk., vom 1. Januar 1920 an mehr 100 = 752,66 Mk. Ein mittlerer Beamter im Alter von 35 Jahren hat durchschnittlich kaum ein Gel-alt von 200 Mk., dazu Wohnungsgeld von 66,66 b#n. 52,60 bzw. 45 bis 27^0 Mk. Er behält also, wemi er verheiratet ist und zwei Kinder hat: a) an teuersten Orten 200 + 66,66 + (195 + 100) 295, '-ukamm-m 561,66 Mk., vom 1. Januar 1920 an mehr 147,50 = 709,66 Mk.; b) au teueren Orten 2-JO + 52,60 I + (170 + 80) 250, zusammen 502,60, vom 1. Jan. I 1920 an mehr 125 = 627/60 Mk.: o) an billigen Orten 200 + 27,50+ (140 + 60 ) 200, zusammen 4*27,50 Mk., vom 1. Januar 1920 an mehr 100 = 527.50 Mk Ein unterer Beamter im Alter von 35 JÄHren hat durchschnittlich kaum ein Ge halt von HO Mk., dazu Wohnungsgeldzusck>«ast 40 bzw. 30 bzw. 24,17 bis 12,50 Mk Er erhält also, •nenn er verheiratet ist und zwei Kinder hat: a) an teuersten Orten 110 + 40 + (200 + 100) 300, zu sammen 450 Mk., vom 1. Januar 1920 an mehr 150 = 600 Mk.; b) an teueren Orten 110 + 30 + (180 + 80) 260, zusammen 400 Mk., vom 1. Jan 1920 an mehr 130 = 530 Mk; c) an billigen Orten 110 + 12,50 + (150 + 75) 225, zusammen 347,50 Mk-, vom 1. Januar 1920 an mehr 112,50 = 460 Mk. e In diesen Beispielen ist bei den höheren B- amten ein Alter von 45 Jahren angenommen, weil diese Beamten im Alter von 35 Jahren durchschnittlich noch nicht angestellt sind. Bei. den Unter- beamten ist ein Alter von 35 Jahren angenommen, weil dann das älteste Kind noch nicht erwerbsfähig sein kann. Für die Annahme des Alters von 35 Jahren für den mittleren Beamten sind besondere Gesichtspunkte nicht maßgebend geivesen. Diese Zahlen sprechen mehr als Worte faacn können. Schon vor dem Kriege befand sich die Beamtenschaft sozial auf der abschüssigen Bahn, im Kriege ist es noch schneller mit ihr abwärts gegangen, und jetzt treibt sic infolge ihrer wirtschaftlichen Notlage mit Windeseile dem Abgrunde zu." Das tanöesamt für das vildungswesen und die Schule. Das Landesamt für das Bildungswesen erläßt folgende Bekanntmachung: Die gewaltigen Erlebnisse der letzten Jahre, Niederlage, Revolution und Umändenmg der deutschen Siaatssorm sind auch an unseren Schulen nicht spurlos vorübergegangen. Den hierdurch gegebenen Schwierigkeiten sich gewachsen zu zeigen, ift für die berufenen Erzieher keine leichte Aufgabe. Viel guter Wille, pädagogisches Taktgefühl und kluge Einsicht wird dazu gehören. Wir legen bat Lehrern und insbesondere den Schulleitern diese wichtige Aufgabe dringend ans Herz. Von der Art ihrer Lösung hängt es ab, inwieweit sich bei unserer Jugend die rechte staatsbürgerliche Gesinnung und das für jedes Volk lebensnotwendige Gefühl für Zusammengehörigkert entwickelt. Wir sind uns bewußt, eine so schwierige erzieherische Frage, die an den einzelnen Lehrer oder Schulleiter in den allerverschiedensten Formen herantreten kann, nicht mit wenigen Sätzen einer Verfügung abtun zu können. Einige allgemeine Richtlinien sehen wir untf aber um so mehr veranlaßt aufzustellen, als unerfreuliche Vorkommnisse der letzten Zeit die Abstellung von Mißständen auf diesem Gebiete verlangen 1. Die Schule soll nicht etwa einfach ein Werkzeug der Regierungspolitik sein, sie darf aber natürlich noch weniger zu einem Werkzeug der Bekämpfung der bestehenden Regierung gemacht werden. Die Schule hat sich auf den Boden der geltenden Verfassung zu stellen, da auch Wünsche nach Veränderung der Staatssorm immer nur von dieser gesetzlichen Grundlage ausgehen dürfen. Für solche Wünsche kann der friedliche Weg gesetzmäßiger Weiterentwicklung gezeigt werden, aber es müssen selbstverständlich zunächst einmal die positiven leitenden Ideen der geltenden Verfassung gebührend heroorgehoben und dic Jugend in ihr Verständnis sach.ich angeführt werden. Ter Veriassungsabdruck, der nach Art. 148 ber_ Reichs Verfassung jeder Schüler am Ende seiner Schulzeit ins Leben mitbekommt, soll ihm kein gleichgültiges Buch fein, sondern muß von ihm mit all der Achtung betrachtet werden, die der staatlichen Grundlage und dem darin ausgesprochenen Mehrheitswillen eines großen Volkes aus alle Fälle gebührt. 2. Artikel 148 der Reichs Verfassung fordert staatsbürgerliche Erziehung, Pflege deutschen Volkstums und Erziehung zur Völlerverföhnung. Es wird wohl keinen deutschen Lehrer geben, der nicht mit Begeisterung gerade die Schätze der deutschen Ku ltur der ihm anvertrauten Jugend übermittelte. Diese soll in freudigem Stolz erfahren, wodurch deutsche Dichter und Denker ihr eigenes Volk geistig erhöhten und über alle Lanocsgrenzen hinaus die Kultur der Welt bereicherten: sie soll erfahren, was in deutscher Musik für die Seele der ganzen Menschheit erklungen ist: sie soll wesentlich gründlicher als bisher in des eigenen Volkes sch^cksalsvolle, erfolg- wie irrtumsreiche Vergangenlieit angeführt werden; sie soll voll banfbarer Ehrfurcht das ganze reiche Erbe, das uns der Geist uni* der Fleiß unserer Vorfahren vermachte, in sich aufnehmen und sie soll mit dem starken Willen durchdrungen werden, dieses Erbe nicht nur zu erhalten, sondern lebendig zu machen und nad) Kräften zu mehren. Die kommende Schulreform wird unter allen Umstanden dafür sorgen, daß gerade diesen Unterrichtsgegenständen ent erheblich breiterer Raum als bisher neben den übrigen Fächern eingeräumt roerbe. 3. Die Erzielung zur Vö lkerver söh- n u n g stellt das Ideal einer gerechten vernünftigen Regelung der politischen.Beziehungen zwi schon den Kulturvölkern auf. Gerade wir Deutsche haben am wenigsten Anlaß, dies Ideal zu verleugnen, da es in der Philosophie unseres größten Denkers seine tiefste geistige Durchdringung erlebt Hat. Cs wird feine Lie bastener ei gegenüber dem Auslande, es wird leine ehrlose Unterwerfung unter unbillige Forderungen damit verlangt. Im Ggeenteil ergeben sich gerade aus dem Ideal der Völkerverföhnung sehr wichtige Ansprüche, die wir im Namen unseres Volkes an die Menschheit stellen dürsen und müssen. Die Reichsoerfafsung will nur einen blindwütigen Chauvinismus ablehnen der, wie er unserem Volke gegenwärtig aufs schwerste schaden, so auch insbesondere der Würde unserer Erziehungsanstalten nicht entsprechen würde. Uniere Jugend soll zu geistiger Klarheit und nicht zu blinder Leidenschaft erzogen werden. 4. Bezüglich der staatsbüraerlichen Erziehung werben sich alle Pädagogen darü er einig sein, daß die Schuler eine po^enche Meinung sich erst zu bilden, nicht aber eine solche dererts als eine fettige zu betätigen Haden. Es muß das rechte sittliche Bewußtsein für die Schwierigkeit der Ausgabe geweckt werden, sich ein klares politisches Urtal zu bilden, und es gilt die Gefahr zu vermeiden, daß sich auf unzureichender , geistiger Grundlage ein vorlauter und oberflächlicher Dünkel mit bet ihm eigenen Unduldsamkeit gegen Andersdenkende breit machte. 5. Daraus ergibt sich, daß vor allem 'der Unterricht, soweit er politische Dinar berührt — insbesondere der staatsbütgetüche, geschichtliche, deutsche und philosophische — stets das Gepräge wissenschaftlicher Sachlichkeit zu tragen hat. Der Schüler muß beizeiten lernen, daß es wohlfeil ist, den Gegner zu verspotten, aber nicht ebenso wohlfeil, ihn wirklich zu verstehen und zu widri:- Icgcn. Es muß ferner wie der Erwachsene, so erst recht der Schüler auch stets die innere Bereitschaft wahren, durchschlagenden sachlickien Argumenten gegenüber die eigene Anschauung nach-u- pcüsen und nötigenfalls zu berichtigen. In den Schülerbibliotheken und in ettoa vorhandenen Lesezimmern darf keine einseitige politische Richtung gepflegt werden. 6. Der Besuch von politischen Versammlungen ist den Schulern und Schülerinnen, die 17 Jahre alt sind, erlaubt, das rednerische Auftreten in demselben aber nur bann, wenn sie das wahlfähige Alter haben. Auch muß die Schule darauf Hinweisen, daß es nicht genügt, bloß Red na ober Rednerinnen einer bestimmten Richtung zu böten. Vor allem sollen Schüler und Schülerinnen auch in Versammlungen als Lernende "hingehen und nicht, um schon selbst mitent.cheiden zu wollen oder sich gar an störenden Kundgebungen zu beteiligen. Unangemessenes Verhalten von Schülern in öffentlichen Versammlungen ober auf der Straße wird nach «ne vor zu rügen, in groben Fällen zu bestrafen sein. 7. Die Teilnalnue der Schüler an politischen Iugendvcrei neu ist vom vollendeten 17, Lebensjahre an erlaubt. Aber es gilt auch für diese Vereine, daß sic da politischen Bildung und kNcht der politischen Demonstration dienen sollen. Dre Arbeit dieser Vereine darf nicht in die Schuir Ijineingctragcn werden, insbesondere sollen dic Zehrer inchl vom Katheter aus sür die eine oder andere Vcrcinsrichtung ivcrben. Die Schule muß inmitten der leidenschaftlich wogenden politischen Kämpfe ehre Insel des Friedens bleiben, vvn der aus auch das politische Xeben mit aller und Men idyn möglichen Sachlichkeit und Duldsamkeit be- obachtet und begriffen werden soll. Es gilt auch hier Art. 148 der Reichsveriassuna, da vorfchreibt, daß beim Unterricht in öffentlichen Schulen Bedacht zu nehmen ist, daß die Empfindungen An dersdenknder nicht verletzt werden. Aus dem gleichen Grunde muß das Tragen von Vereins- färben und -abzeichen in der Schule verboten und das Aushängen von Bekanntmochungen politischer Vereine untersagt werden 8. Unter allen Umständen ist die äußere gute Ordnung in der Schule auftechtzualialten Gerade nach den verhängnisvollen Wirkungen der letzten Jahre auf unsere Jugend muß da Erziehung zu verständiger Disziplin wieder der größte Wert beigemessen werden. Gegen Schüler slreiks unzulässige politische .Kundgebungen, Verteilung von Flugblättern und ähnliche Störungen innerhalb der Schule darf um so eba mit strengen Strafen eingeschritten werden, als da Jugend in beit Schülerausschüssen ein Weg zu gesetzmäßiger und geordneter Aeußerung von Wünschen gegeben ist. Lehrer und Schulleiter sind sür ine Aufrechterhaltung der Ordnung in ihren Unterrichtsstunden bzw?an ihren Anstalten verantwortlich Gegen große Störungen des Schulfriedens wird mit der Strafe da Ausweisung vorzugel-en sein Ar»s Stadt und Land. Gießen, den 19. Jan. 1920. Gültige Lebensmittelmarken für die Zeit vorn 19.—25. Januar 1920. Brot: 2300 Gr. Brot oder 1680 Gr. Mehl. Brot Sllgt. 1,18 Mk. Weizenbrvttnehl Klgr. 1,44 Mark. Butter: Marke 3. 60 Gr. Butter zu 1,14 Mark. Fleisch: Wochenabschnitt 3. Metzger für Fretnde: Will). Böß, Kaiser-Allee 17. Zucker: Atarke 1. Januar 1920. 750 Gr. Zucker. Nährmittel: für Januar 1920. Marke B. 250 Gr. Auslandsgries, 250 Gr. Reis. Marke O. 250 Gr. Teigwaren, 250 Gr. Graupen, 125 Gr. Auslandsgries. N ähr m ittel und Bucker für Zuge, zogene. Hch. tzeyne, Walltorstr 5. L Lub- linski, Dammstr. 11. C. Schwaab Nächst, Selvers- weg 23. Th. Schlierbach, Frankfurter Straße 9. M. Schäfer, Ww., Kaisex-Älee 4. Zucker für Kranke: C. Schwaab 9iad)f., Seltersweg 23. Nährmittel für Kranke: Hch. Driesch, Seltasweg 70. Mehl für Kranke: Ngr. 1,70 Wt. Emil Dörr, Gr. Stein weg 14. Nährmittel u. Zucker für Fremde: K. .Rüdersdorf, Bismarckstraße. ~®eife: Marke für Januar 1920. Anteil 125 Gr: K. A. Seifenpulver, das Pfd. zu 2 Mk. ' ** ,'F r e i ban k. Dienstag, 20. Januar werden von 1—3 Uhr die Nrn. 551—600 belieftrt. • ** Opernwv che im Stadtt Heater. Ter ganze Opernkörper des Hess. Landestheaters wird am 17. Februar Zar und Ziistmer mann von Lortzing, am 18. Februar Fidelio von Beethoven und am 19. Februar T i c Wal> f ü r e von A. Wagner zur Aufführung bringen. Davon anschließend findet am 20. Februar rin Symphonie-Konzert im Stadttheater statt. Der Beginn des Kartenvalanfs wird demnächst betanntgegeben, Vorbestellungen waden nicht angenommen. Die Seminare für technische Lehrerinnen des Aliceschul-Verrins beginnen den nächsten Jahreskurs am 7. April. Gesuche um Aufnahmen sind bis zum 1. Februar ein zureichen. (Siehe Anlage.) Landkreis Gießen. r. Leihgestern, 17. Jan. Seit Durchführung da Feldbereinigung hat hier die Obstbaumzucht in erfreulicher Weise angenommen. Hunderte von Bäumen wurden feit dieser Zeit neu angep lairzt.. Während des Krieges war ein gewisser Stillstand hierin ringe treten, jedoch ist man allerseits bestrebt, das Versäumte jetzt Geegespenfter. Roman von Anny Wothe. Aacriknfedie» Copyright 1918 by Wothe-M«le, Leipzig lNachdruck verboten.) Fortsetzung 29. „Gewiß, Peter, aba die Luft im Gotteskug bekommt mir nicht. Ganz abgesehen davon daß ich c5 nicht vawunden habe, daß du mir heimliche Zusammenkünfte mit deinem Weib zutrauen konntest, liegt mancherlei anderes vor, das mich in die Ferne treibt." Peter streckte dem Bruder herzlich btt foinb entgegen. .verzeihe, Bent, ich hätte dich kennen müfjen. Ich weiß, hne blind und toll Estrid, wenn sie will, die Männer machen kann. Ich war damals so verwirrt und außer mir durch alle Zwischenfälle, daß ich ganz vergaß, daß du ein Banken bist." Bent stieg das Blut heiß ins Gesicht. „Du beurteilst mich zu gut, Peter. Ich mutz bekennen, daß Estrid mit ihrem bestrickenden Lächeln um) ihrer seltsamen Schönheit mehr als einmal mein Blut in Wallung brachte. Niemals hätte ich vergessen, daß sie die Frau meines Bruders ift. Außerdem war ich auch gegen ihren Zauber durch eine andere -gestit." „Eine andere? Du, Bent? Wer könnte das yem?" Der Kapitän lachte hart auf. ~ „Die kleine Sölve! Sie will mich bloß nicht. So was nennt man Schicksal." Peter sah feinen Bruder prüfend an. „Du warft in List ?' fragte er kurz. Bem neigte bejahend daS Haupt. „Beinahe hätte ich in dem Sturm heute dran glauben müssen. Bug und Mast zersplittert, die Segel zersetzt. Es ist ein Munda, daß ich mich heimgefunden." „Deimgefunden, Bruder, das ist das rechte Wort." Bent entzog Peter seine Lwnd. „Die Heimat ist mir vergällt," grollte er, ,cher Schatten auf dem Gotteskoog, dem sonst so reinen und lichten, und das blonde Mädchen, das ich nicht gewinnen kann, verleiden mir bre Heimat." Peter sah unsicher auf den Bruder. „Ü>aft du ihn, haft du etwas von den Ferks gesehen?" fragte er rasch. „Nein, Peter, ich scheute mich, ins Laus zu gehen, ich glaubte, es könne mir unangenehm fein. Sölve trat ich vor da Tür und ich ging mit ihr Über die Dünen zum Meer." „Wie steht es mit den Kranken?" fragte Peter zögernd. „Besser, beide sind außer Bett. Sölve meinte, Jngewart Ferks Gemüt fei schwer belastet, nie fürchtet wohl, daß er Unheil sinnt." „Sie soll fort Vvn den Leuten," riet Peter tn- grimmig. „Es taugt sicher nicht, daß sie sich für sie abmüht." Wieder lachte Bent bitter auf. „Das ist es eben, daß es ihr niemand wehren hmn, Jngewan Ferks zu pflegrii. Wirst du es glauben," fuhr er fort, und seine grauen Augen funkelten wild," „daß sie nicht nur jetzt, so lange er front, solchem immer bei Jngewart Ferks bleiben will? Sie, das zarte, holde Geschöpf bei dem verwilderten Gesellen, der sich vor Wut und Rache fau« kennt." „Ja, mein Gott, was will berat das dumme Ting da?" fragte Peter. ,^Zhn gesund pflegen und ihn vielleicht heiraten. Was weiß ich. Den Fluch will sie dadurch von dem Gotteskoog und ihrer Schwester nehmen, indem sie Jngewart Ferks dient wie eine Magd. Verstehst du das? Ich nicht! Die Haare könnte man sich ausraufen über so viel Unverstand. Am liebsten schleppte ich sie mit Gewalt fort, wie du deine Frau. Dabei weiß ich nicht einmal, ob sie mich gern hat — ich fürchte fast, nein, berat liebte sie mich, könnte sie nicht solch wahnwitzige Dinge vorhaben. Da lasse ich beim lieber meine Hände davon und gehe fort, je weiter, desto besser. Nun weißt du alles. Verstehst du das Mädel'?" Peter saß bergrübelt da. „Ja, ich verstehe sie," meinte er dann zögernd, und ein eigener Glanz trat in feint blauen Augen. „Sie hat die Ausomerungsfähigkrit der Frau, die Estrid abgeht. Sie ist deiner Liebe wert. Und das ift wohl die köstlichste Gewißheit, bte ein Mann haben kann." „Die Gewißheit macht es mir nicht leuhter, Peter. Ich pfeife auf den ganzen Opfermut, um so grünblid)er, da ich weiß, daß es zwecklos ist. Wenn Sölve mich liebt, gehört sie zu mir, nicht zu Jngewart Ferks." Peter zuckte müde die Schultern. „Es sck)rint fast, Bruder, als ob wir beide die Frauen nicht verstehen. Ist dein Entschluß unwiderruflich?" „Ja, ich gehe, vielleicht komme ich mit dem Frühling wieder, vielleicht auch nie. Es drängt mich hinaus auf See. Sie war immer meine Braut, meine einzig Geliebte. Bei ihr werde ich ruhiger fein." Peter machte feinen Versuch, den Bruder zu halten, er wußte, jedes Wort würde nutzlos fein. Aber ein Frösteln schlich ihm durchs Her», wenn er an ben Winter dachte, den langen, trostlosen, einsamen Winter. Bent Banken war abgereift. Er hätte feiner Schwägerin gern „Lebewohl" gesagt, aber Mutter Wibke meinte, es sei nicht angängig. Estrid wäre zu schwach. Sie liege ganz still da, mit Augen, über die man weinen könnte, und rebe kein Wort. Estrid sei wohl fast immer ohne Besinnung oder wolle nicht sehen und hören, was um sie her vor- ging. Akte bestätigte das. Es war besser, sie nicht zu stören. So war denn der blonde Seemann ohne Abschied gegangen und Peter hatte ihn wehmütig selbst über das Watt an das Festland gefahren. Es war schon alles eins. Freude und Glück »raren ans dem Gotteskoog gewichen. Sie brachte nichts mehr zurück. Der erfte Schnee fiel schon in weichen Flocken, da batte Peter Banken eine Unterredung mit dem Arzt. Nachdem der alte Doktor fortgegangen, äußerte Peter zu Wibke Wedderten: „Wie mir der Arzt sagt, ist Estrid genesen. Es ist nur eine Frage der Zett, wann sie wieder genügend Kräfte hat, ihre Pflichten auhunebmot." „Das heißt also," warf Mutter Wibke schars ein, „daß ich überflüssig bin?" „Verzeiht, Modder, ja! Ihr tut ber Kranken jeden Willen, und Estrid muß lernen, auf eigenen Füßen zu stehen." (Forsetzung folgt.) zogen. die Ohm und svckter bfe bis Marburg eirhrool reguliert sind, werden stch bei eintoetendem xxKLmxtffer die Fluten mit um Berführimg. Somttag, 25., nachmittasS 3 Uhr: mt^xiMbrrg. «bendS 7Uhr: Maß K. MA Montag, 26.: Meist-Aben^ RodeZSmscard. hierauf: Der zerbrochene Krug DienSlag, 27^ Michael Zkratner. Mittwoch, 28., nachmittags 21/2 Uhr: 1 BolMchLlervvrstellung. Wilhelm Teil, Mends 7 Uhr: Jvhigenie aut Tauris. ergießen.) ra. Aus Nassau, IST Jan Wegen Bteh» Ablicserung an bie Entente loil vvr Einteilung des EnleignungsversalMns versucht werden, die er- furixrIW AnvihL Tiere im freien Handel aufzu« bringen. Es pÜ daher versucht werden, Mit den Besitzern der fraglichen Tiere wegen freiwilliger Ablieferung M erhandeln. Ter Durchschnittspreis beträgt ftk eine Kuh 28.30 Mk., und für Jungvieh 1500 Mark. Für die übrigen Tteixtrtnt — Ziegen und Schafe — liegen noch keine Pceis- mitteilungen tut. Pferde srnd vorläufig Nicht %u liefern. ---------- GerlchtssaaU me. Franlfurt 5 M., l7 Jan.. Weg« Totschlags stand der Säusler Emrl Knp-Er vor dam Schwurgericht. Er Karie im Zorn den Lieb« Haber seiner Frau erschossen Zas.^nM sprach den Angeklagten rn Anbetracht der Umltänbe frei. Vermisct tes. Genf. 17. Jan. (Wolff.) Ter „©mffe“ ausAiss-les-Balns gemeldet, daß sich dort gestern «ne febredlübe Kcktosttvphe emawte, tne zahlreiche Opfer forderte und deren Ursache mch rmbclannt ist. Gestern .morgen gegen 8 Uyr flog dort die pyrotechnische Fabrik m bie Luft. Tie Ervlosionen dauern noch an. Das Feuer griff aus einen Saal über, m trm «ire beiteroersanrm?ung stattfand. Manzahlt bttjejt 80 Tote. In weitem Umkvers wurden die Däuser in Mitleidenschaft gezogen, Fensterscheiben trftmmert und in vier Kilometer ^^rrama noch eingedrückt. Auch Dächer wurden durch die furcht, bare Gewalt der Exploswn abgcdeckt. Spielpla« der Frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag, 20^Jm^Der Zi- «rotze Dinge der Erledigung; wir brauchen nur Me ’ Sorte „Kanalisation, Neubari der Bolksschule usw. zu erwähnen, um einen Begriff davon zu geben., und cs wird gewiß ^erne leichte Sache ein, das statische Schifttein glücklich durch alle diese Gefahren durch zu fceuern. „ 0 Friedberg, 17. Jan. In vielen Orten des Kreises wurden im letzten Jahre landwirt- chaftliche Bezugs- und Altzatzgenrnsenschaften m. b H. zwecks gemeinschaftlicher Beschaffung land- wirtfchastliclter Bedarfsswfse gegründet, so neuerdings wieder in Södel und Nieder-Mörlen. In Södel wurde A. Bernheusel. in Nieder- mörlen Bürgermeister Möbs zum Direktor gewählt. Tie einzelnen Ortsgruppen schließen sich der landwirtschaftlichen ZentralgenvssensäM an. n Fr icdberg , 18. Jan. Seit Anfang ds. Js. i?t das st ä0t. Lebensmittel«!" t erne elbständige Behörde unter dem Borsitzc des Stobt* verortmeteu Langsdorf geworden; der Derr hat sich auch schon während des Krieges um die Lel'tirsmiitelversorgung der Stadt bleibende Verdienste erworben. Auch die Volksküche, die durch Vorabreichrmg warmen Mitkagesiens für b« ar* Niere Bevölkerung zu einem sehr mäßigen Preise segensreich gewirtt W, soll, nachdem sie längere Zeit geschlossen war, nächste Wodpe wieder eröfsnet werden; die Dainenwckt Friedl>ergs, die sich to zu freiwilligem Hilfsdienste stets gerne zur Verfügung gestellt hat, wird es wohl auch setzt an ihrer Mitarbeit nicht fehlen lassen. UebrigenS rst tne An licht, die man vielfach außerhalb Friedbergs von der glänzenden Leiinrsmittelversvrgung Friedbergs hat und die sich sogar in Presseäußerrmgen Luft gemacht hat, durchaus übertrieben; auch hier haben wir in den letzten Satyrrn recht knappe Zeiten mitgemacht und wer «was aut Umwegen erhalten will, der muß viel Geld tnfetnen Beutel tun. Dafür sorgen schon, aüßer der Nahe der Großstadt Frankfurt, die vielbesuchten Badeorte, term Gaste sich wie ein Heuschreckenschiwarm itberM? Dörfer der Wetterau ergießen und t«n Preis für Butter und Eier usw. bezcchlen und bie »u- sammen gehamsterten Schatze in Postpaketen m die Heimat senden. Daß auf diese Bei'.e der Wuchergeist erzeugt und groß gezogen wird, und daß für die einheimische Bevölkerung mchtS äbng bleibt, ist wohl sehr einleuchtend. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 16. Jan. Wegen übermäßiger Preissteigerung .vurde im vorigen Jahre der Seifen ft? bri laut Strauß aus Langen rechtskräftig M 5000 Mk. Geldstrafe prurteilt. Es war dabei nach dem einschlägigen Gesetz auch die Einziehung des übermäßigen Gewiims im Urteil auszuspvechm, während dann die nähere Festsetzung Höh? fraglicher Summe einem besonderen B erfahren Vorbehalten bleiben tarn. Bon dieser Eventualität wurde inhaltlich der Begründung des »amaligen , Urteils Gebrauch gemacht, doch unterblieb per- nachm 3: Peterchen» Mondfahrt. Tdends 7. Der Troubadour. Sonntag, 26., nachmittags 8: Peter- chens «onbfcWjtomto 61/,JtxT&Wte: Dienstag, 27 : Der Scliatzgräber. Mittwoch, 28.: Die Fledermaus. — Schauspielhaus. Dims- tag 20 Jan.: Romeo und Julia. Mittwoch, 21.: Michael SEtamer. Donners vag. 22.Mbma von sehentlich die Aufnahme des Ausspruchs der Nu- ; ziehung in den Urteilstenor, und erst nach ber 1 Rechtskraft stellte sich der Mangel rem fonnfter Natur heraus, war al 0 nicht mehr hu beteten. Zwar hatte in dem Anschlußverfachren ine । recknung rmd Festsetzung des eirzuzrehendm Gewinns in Löhe von 46 001) Mk. stattgefunden, aber der Bcst^uß kann nach Eittichcioung des Beschwerdegerichts nickt vollstreckt werden, w'il er infolge jenes Mangels im Urteil die Erforderlichen Bovanssetzungen im Grunde nicht besaß. Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 16. Jan Einen tragischen Abschluß fand Donnerstag abend me Abschiedsvorstellung des seit drei Wochen m der Festhalle gastierenden Zirkus Lxrmcmn A l t h 0 f f. Die 28jährige Trapez künstlerin Roro M in kett' stürzte bei der Ausführung ilfrer Kunststücke von dem Trapez in der Kuppet der Fröhalle in bie Tiefe und brach das Genick, so da« sie auf bet Stelle verstarb Die AorsteLlung wurde Mort ^stÄarbnrg,.16. Jan. In rötet gestern abend im Seebodesch.m Saale abgehaltenen M ie» terversammlung wurde eine Ortsgrmppe Marburg des Deutschen M rör er andes ms Leben gerufen. Entgegen der Anordnung des Grund- und Lausbesitzervereins, der 25 PrvAent Zuschlag zu dem Mietspreis von 1914 vorlieht, wurden 20 Prozent für genügend erachtet. )( Marburg .16 Jan. In der Vorstadt Weidenhausen sind die Einwohner andauernd Tag und Nacht bemüht, die ebenen Räume und die Keller vom bei der Hochflut rmgebrungenen Wasser zu befreien. Gestern abend fand auch tm Mstso- meliusschen Lokal eine äußerst zahlreich besuchte Versammlung von Bewohnern d,eses Stadtteils statt, in der sehr lebhaft über die seit Jahren schwebende, aber immer wieder knnausgefchvbene Regulierung der Lahn durch die Weidenhausen hochwasserfrei gemacht werden durfte, Klage geführt wurde. Man verlangte sogar die Dastbarmachung der Stadt für die entstandenen Schäden, die sich jetzt erst nach Ablauf der Fluten Herausstellen. Es wurde auch erwähnt, oaß, nachdem die Wehra und die Obm jetzt reguliert worden jeien, die tzochroasfergesahr für tue Tallagen Marburgs noch bedenklicher rote früher tei mw die Ueberschwemmungen immer wiedertehecn würden Man ernannte schließlich eine Kommst,wn, welche die Schäden feststellen mw wegen Beschleunigung der Lahnveguliermig ber urng in Kassel vorstellig werden sott. Bemerkt sei, daß ine Stadtverordneten nn Jahre 1915 dem ihnen vorgelegten Projekt, bte Lahn vom Hauptbahnhof bis zum Südbahnhos emzudammcn. ■ im Prinzip zu stimmten des Krieges und der Frage, auch gleichzeitig das Geläröe links der Lohn an das Kcmalnetz anzuschließen, hat . sich die Inangriffnahme der Arbeiten biimuSge- «lchzuholen. In mustergültiger Weist. grö* dre ; Gemeinde den Privaten mit gutem Beispiel voran Wm den ihr gehörigen Grundstücken werden auch die Wegeantoaen in weitgeheiwstem Maye hierzu ausgenntzt. Eine größere Bogcftcteitzanlage gelangt im Laust des ^rüdicchrs zur Bcpfton- »inta Zu all diesen Maßnahmen, ine redermann grüßen wird, müßte indesstn noch mne weitere taten, die gemeinsame Bekämpfung der Obstbaum- schädlrnge 'Mancher OWdaumdesitzer gibt sich, das Hann man 'm einer Streite durch die öbftanugen fefrm, redlich Mühe, .durch Entfernung der alten Rinde diese imgröttenen Gäste zu vertilgest. Ärer könnte sich die Geinröidevertretung allseitigen Ton! rrroerbrnt. wenn sie sämtliche Besitzer zu,gemem- inmei: Arbeit auffvrdern und gegebenenfalls dre Durchführung der Maßiiahme auf Kosten der Säumigen v?mn lassen würde. Kreis Friedberg. ill Fr i edb er g, 17. Jan. Wenn man röten Blickern das abgelaufeue Jahr zurückwtrft, so er- scheriit mts für unsere Vaterstadt Friodderg zweifellos das wichtigste Ereiopsts die Wahl des neuen StädtebeiHauptes Dr. Seyd. Die Wahl stond ia sehr imter dem Drucke der öfstntlichcn JJteuumg, bie sich sogar durch DemonstrationS:üge' Lust machte und wohl nicht ohne Einfluß auf das Er- .gebnis war. Man wollte nickst so recht begreifen, daß man sich unter den vielen Bewer^rn Nicht für den geborenen Frstd^erger entscheiden sollte, aber es läßt sich auch nickst ableugnen, datz in meiern gälte wvlst die BolKstimme das richtige getroffen hat. Auf alte Fälle muß man dem neuen Bürgermeister zur Ehre anrechnen, daß er mit regem Eifer an die Erledigung der vielen schwebenden Angelegenheiten gegangen ist und daß alte feint Handlungen von einer warmen Liebe zu scrner AZaterst^r getvagen werden. 'Dies har sich in schöner Weise bei der wohlgelungenen. 700» Jahrfeier gezeigt, und es ist zu haften, datz 'sein Bestteben auch bem, hstsig-m Geschichts- und Altertumsverein eutgegenfommen iwrbe, ber sich feit Jahren bemüht, die Sünden früherer Z-eiten wieder gut zu machen. Das Museum, das wohl bald seine Pforten öffnen wird, und das städt. Archiv werden redende Zeugen für seine Bemühun- «fen sein. Auch bei der neuen Stadtvcroro- m c t e nVersammlung, die seit der letztm Wahl ja eine ganz andere Zusammensetzung wie früher zeigt, wird der Äerröi hoffentlich das nötige Berstänidnis finden; man muß dieser Körpersc^ft ja wobl n adligen, daß auch sie das redliche Be- ftreben ;eigt, dem Ganzen zu dienen, wenn emch noch gar manches Wort rn varteipolitischem Jn- rrresse zum Fenster hinausgrsprvchm wird Das soll jedoch nicht nur in Friedberg der m und mehr. Haben auch Bedarf in Rotbuchen rote auch allen übrigen Holzarten. [w7ss R.LH. MM, HchMsMii«;, DÜNcaorf. Vertreter: Gustav Walbrecht, Barme«, Westkotterstrahe HO. Tas Jagdrevier ist ungefähr von Ätettivn Reistirchen in 20 Minuten zu erreichen. Bersrod, den 14. Januar 1920. Hessische Bürgermeisterei Bersrod. , Becker. Behördliche Anzeigen. Kartoffel-Ausgabe 1. Woche. Die Dochenfartoffelmnrken 1 — 30 feier 1. Wo che werden beltesert bä: Rumpf, Fritz, TreckÄcr, Heinrich, Sternftvatze, Krack, I., Riegelpfad. ,, . . Die Kartoffel mar üyi künnen brk ernfchtteßlich Mittwoch den 21. d. Mds. eingelöst toerben. Gießen, den 17. Januar 1920. 6528 Der Oberbürgermeister < Lebensmittelaml). Wald, Wald, Wald, Jagd-Verpachtung. Montaa den 2. Februar L I., nachmittags 2 Uhr, wirb die Gemeind,jagd der Gemeinde Merlau in der Wirtschaft des Hermann Hörle dahier traf weitere 6 Jahre verpachtet. Bemerkt wird noch, daß der Jagdbezirk in 2 Teile geteilt und an 2 Staats jagben Bilder, 1 Waschmaschine, 1 großer Krauthobel für Fach- leine, 1 Badewanne. 1 Gansbräter, 1 Hängelampe sowie Haus- und Küchengeräte. ®erttetecnm6 bestimmt. ♦ H. Benner II., Auktionator Rrolbeder Strafet st. Annahme von vertteisernngeu aller Art, noch eturelner Stücke. 01089 Frits Nowack GroSea Ls««r in Hemdentuchen f.Leib-u. Bettwäsche Flanellen in gestreift und einfarbig, für Blusen und Unterwäsche Schfirzenzeugen in Satin- uud Haus- Zwei Schreibgehilsen toerö«t zum sofortigen Eintrittgesu^ Vergütung erfolgt uacy. dem Ausschrerben des hessischen Gesamttniniftermms vom 12. 6. 1919 -mb den einschlägigen BestimnumMi über bte Teuermlg^zulagen ber staatlichen Beamten und und zirka 575 Lektor Feld, wird Donnerstag den 29. Januar 1920 nachmittag- 1 Uhr in zwei Bezirken auf dem RathmrS dahier ans weitere 6 Jahre verpachtet. ES wird bemerk, daß ber rn Treis (Hessen )gelegene Bahnhof an ber Strecke Gießen—Lollar—Grünberg direkt im Jagdbezirk liegt. PachtlicbhaLer, deren Qualiftkutwn nicht notorisch vorliegt, wollen sich vorher bei bet unterzeichneten Stelle genügend auswerfrö. Tie Beringungen werden im Termin bekamitgegeben Treis (Lessens am 10. Januar 1920. 593 _______Hess. Bürgermeisterei. Ben nee. Jagd-Verpachtung. Die Gemfrnde-Ftld- und -Waldjagd der Gemarkung Dersrvd bei Gi.'hen f*tl am Dienstag den 27. Januar mittags 2,30 Uljr auf hiesiger Dürsermeistevei aus rott ete 6 biS 9 JoH« meist- bietend verpachtet werden. Bemerkt wird, daß zu dem Jagdbezrrk zncka 1200 Mvrgen Feld und zirto 500 Morgen Wald Dtenstan de« »st. *. Mittwoch de« 21. In« non ZUdr ab versteigere ich tm »Wan . Reustadt 55: ÄT.» ÄS« »KÄÄ ftüble, 1 Klavvstutzl 1 «rankensabrüuhl 2 GaS' lüiter, verich. Porzellan, Bilder, l Amvel.1 Pult, 1 Kohlenkasten, 1 verstellbare Wayerroage ür Transmission. 1 feinen Ka" er Sttefel, -Schuhe und allerlei KieSbung-stücke, ferner ein fast neues, sehr gutes, vollst. Beid 1 iast neuen .Stinberroaaen, Bett- und Tischwülche soro»e sehr 6ttie Fraueitkieider. 2 8Nnder»Getgen, 1 Photo» srapÄe'Avvarai. ebne iebe Reber boltdar. ans weichem Veder. beauem. Garantie. 2000V Glück im Gebrauch. Zu \ sprechen in Wieben Dicnstaa den 20. Jannar,! von norm. 9 bis und)nu 5 Ubr im Hotel Schütz, i HernieD'llandasenliaoB Dr.Winterhalter Halle a.«. Tragen Sie nur die Hernicu'Bandage, daS eiiiAtae Band, das den Bruch von unten nach oben, daher richtig zurllckhält. 505A für Ri. 1920 liegt vom 21. ds. Mts eine Woche lang zur Einsicht bei unterzeichneter Stelle offen, und können Einwendungen während dieser Zeit vvrgebracht werden. Zu den zu erltebettbcn Umlagen haben bie Ausmärker bnzutvagen. Leihgestern, den 17. Januar 1920. 656 Bürgermeisterei Leihgestern. Jagdbezirk I. oo. 750 ha groß (200 550 na Feld). Jagdbezirk II. oa. 362 ha groß (105 257 ha Reü>). M . Jacchbezirk III ce. 412 ha groß (68 ha 344 ha Feld). Lcmg-Göns, den 15 Januar 1920. Hess. Bürgermeisterei Lcmg-Äö -s. Velten. Jagd - Verpachtung. Montag den 2. Februar 1920 n^chmittms i Uhr wird auf dem hiesigen R^hause toc Feld- und Waldjagd der Gemeinde Lang--Gdn2 ruf 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet. Die Stebtnguncen werden bei der Verpachtung betaifntgegebcn; Wilddesdand: Rehe, Hasen und kühner. , ■ Lang-Göns ist Bahnsvativn der Strecke Frank- aarant. rein, direkt vom Imker. Postkolli (8 Ptuni netto in Bleckidoikn» Ät. l(n.—. Fnstivetfe (netto 1 bH 5 Zentnerf Ma k 1000.- pro Zentner gb Sta«o° Friesoy!de. tscheibenhontg (K Psnnd netto st •VolAfäuen» M. 115.—. Allee, rrei Nachnadme odtt । gegen Voreinsendung, solange Vorrat reicht. Huynv Drucksacfien aller Art 7.?LL,''L!^L Jost. Tietje», Srohtmker wert tle IrtNl'sefee Onlv.-Drce^arei. IL LMge.OMe - Mehrenkamp 88 h. Friesonthe i. O. Jagd-Verpachtung Freitag den 23. Januar l. I. soN die der Gemeinde Eschenrod zustchende Wald- und Feldjagd in zwei Abteilungen (ungefähr 950 Hektar umfassend) aus weitere sechs Jahre vervachter roer» Nutzholz-Berkans. te ber MrAich ÖWfeBt'Sißen&^tom Oberförsterei Crottorf, Rhnld. (^besetztes Gebiet) gelangen am D o nners tagden 1 2^F bruar 1920 im Wege des schnftlichrn Äng-ckots nach bereits erfolgtem Eins^lag in mehreren Losen -um Verkauf: , -- 6000 Fstm. Fichtenstammhvlhaller Klassen. Zur Verladung des Holzes kommen dn Bahn- national Morsbach (Kr Waldbrvel), Rochemuhte, Bildenkmrg, Wildbergerhütte und Freudenberg (Kr. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich ber Firma Hermann Mettenheimer in «ießen eingetragen: Die Firma ist in Hermann Mettenheimer. Inhaber Äarl fierber und Willy Menge» geändert. Karl tzosch und Karl Kerber sen. find an» der ®e» ellschast ausgeschieden. Gleichzeitig find die Kanfteute Karl Kerber jun und Willy Menae», beide in Gietzen, in die Gesellschaft als persänÜch haftende Gesell- schafter eingetreten. 6788 Gietzen, den 14. Januar 1920. hessisches Amtsgericht._________ Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. A wurde heute be« züglich der Firma August Wehn in Gietzen ett^e» tragen: Dem Kaufmann August Wehn fun. in Gietzen ist Prokura erteilt. Gietzen, den 14. Januar 1920. (677B Hessisches Amtsgericht. Bewerbungen sind bis längstens 25 ds. Mts. unter Beischluß von Zeugmsfen über seitherige Tätigkeit emzureichen Krtegsbcsck-äbigte werden bäxn^ugt. Schotten, den 15. Januar 19M. Kommnnalverbmid Schotten. Dr. Merck. Dlenctec* LS. Jen^ pQnfctL 8 Uhr, Im Hotel Einkorn: öffenlLVortrag des Geheimrat Prof. D. Dr. Kahl, Berlin Mitglied der Nation 11 Versammlung. Thema: „Memento vivere“. Karten im Vorverkauf bei C h a 11 i e r. Neuenweg, Herbert, Mlusburg, und Ferber, Seltersweg, zu M. L— (numeriert M. 2.—k für Studenten und Schüler zu 50 Pfenaic, Auch an der Abendkasse s67e__________DerVorstand. Freundliche Einladung Evangslisations-VßrtÄn io Oer Slaitoe vom »0. bl* «2. d*. Mt». Herr Direktor Pastor Stuhrmanv spricht am Die«sta« abend über: „Hunger nach Leben11 Mittwoch abend über: „Zwischen zwei Welten" Donnerstag abend über. | „Desdunkle Rätsel derZeit11 Die Borrrüge beginnen nm 8 Ubr. Wer gerne Antwort auf bie Fräsen nnserer Bett staben will und unser Volk liebt, oerläume diese Borrräge nicht. Gtntritt frei sür tedermann. Paraffin>ICerzen l?*r TL Lil, Her TL l.tt, nb Hamburg g^g. Vor- einsendanff d e Ertrages r-uf Postscheckk. 26863 llATiibur-r oder Nachnahme bei 'L Anzahhing, Willy Krlesrer. Hamborg 1, Breitestr. 34/96, I Jacobihof Telephon Merkur 9213. Telejrr.-Adresse: Krieger, Hamburg, Jacobihof. e^A Aiiceschule. Gesuche um Ausnahme in untere Seminare ffit technische Yebrcrinncn ktzauSwirtschaltS- nnd Hqndarbeit-Iedreriuncuj find bi» Aiim 1. »Februar bei und einzureichen. Der Snrs beginnt a« 7. Avril lieber die Aufnahmebedingungen eit» unser Prospekt Auskunft. . . _ Der Vorstand des Alieeschnl-Vereint, ffiOD Bros. Hr. Fromme,