Samstag, 18. Dezember 1920 Erster Blatt 170. Jahrgang ■ t. Zr lager. 12), bei m*® ■ /1920 im :nt* M ng von Feuemri!.- SeiamtminifkniiJi nis und machen it trkskörpern x i. Tie PolizeibiM »sichtlich zur Anriz miliar. :at. mmijiär. it. Die KoNftre«) in Brüfiel. Brüssel, 19. Dez. (WTB.) Die alliierten Delegierten traten gestern nachmittag zusammen. Im Laufe des Meinungsaustau- stt)es touroc beschlossen, einige Delegierte zu beauftragen, sich mit den deutschen Delegierten in Verbindung zu setzen, um genauere Angaben über mehrere bisher von oer deutschen Delegation in Darlegungen behandelten Punkten zu erhalten. Tie Delegierten werden dann chren Kottegen die Ergebnisse dieser Besprechungen mitteilen. Die Sitzung mit der deutschenTelegation findet am Samstag vormittag statt, um ihr zu ermöglichen, eine Torlegung allgemeiner Bemerkungen fertigzustellen, die sie der Konferenz zu unterbreit len wünscht. Brüssel, 17. Dez. (Wolff.) Amtl. Konferenzbericht über die Sitzung am Freitag vormittag. In der Freitagvormittags- litzung gab Staatssekretär Bergmann einen Ueberblick über die Ansichten der deutschen Regierung in der Reparationsfrage, wobei er einen Unterschied machte zwischen der Frage der Reparation in natura und der Reparation in Geld. Bezüglich der Frage der Reparation in natura skizzierte Staatssekretär Arung,(j. eäs 55^ "läge öo.i i '"echlb Ä ll9 -Wm n ^guiei bin auswärtige Politik, bie noch t , S’fiS-l a M M .Drzeinb« l9®. <- m. eiiMs Der Nürnberger Parteitag der deutschen demokratischen Partei hat sich erfreulicherweise auch zu einer nationalen Politik bekannt, und wenn Herr Petersen dabei den Gegensatz zu einer natio - nalistischen Politik hervvrhob, so ist dazu zu bemerken, daß im heutigen Deutschland eine nationalistische Politik gar keinen Boden mehr hat, weil wir wirklich keine Ervbe- rungsziele verfolgen, sondern mir einen sehr begrenzten Existenzkampf führen können. Es gibt also nur eine nationale Politik, in der freilich alles Unkluge, Gewaltsame oder Prahlerische vermieden werden muh. Der Verlag von Julius Hoffmann in Stuttgart hat dieser Tage ein Bändchen von Aus sprächen Friedrich Theodor Vischers herausgegeben, die in der Tat oftmals anmuten, als wären sie für die heutige Zeit geprägt. So z. B. wenn er 1861 schrieb: „Tas patriotische und das absolut demokratische Prinzip stehen sich schroff, schlechthin gegenüber. Ter Patriot kann auch Demokrat sein, der absolute Demokrat kein Patriot. Jener will ein Vaterland, frei oder unfrei, gut ober schlecht, und er will es geehrt wissen wie sich, wie seine eigne Person. Tiefer will frei sein, gleichgültig, wo, und eine Freiheitsfloskel vom Feinde des Vaterlandes kann ihn verführen, daß er sich gelüsten läßt, mit ihm gegen die heimischen Altäre zu wüten." Der temper amen wolle Aesthetiker, der am politischen Leben Deutschlands in den bewegten Revolutionstagen von 1848 sowohl als auch weiterhin, und namentlich auch bei der Reichsgrünoung, regsten Anteil nahm und wahrlich nicht als Reaktionär angesprochen werden kann, hat Sätze niedergeschrieben, die so klingen, als stände er heute mitten unter uns und als wolle er zu den letzten politischen Streitfragen in unserem Hessenlande selbst Stellung nehmen: „Tie Demokratie leidet unter dem krankhaften Fernsehen des Idealismus: ihr Auge sieht unverrückt auf eine Hintergrundkulisse entfernter Zukunft, die vorderen Kulissen und den Boden unter ihren Füßen sieht sie nicht So ist ihr Dichten und Trachten hohl und. wenn sie handelt, gemeinschäd- lich, unterhöhlend. Ihr Denken springt vom Individuum mit einem Satze hinüber zum Weltbürgertum, zum großen Bölkenxrtande, den vielleicht ein künftiges Jahrtausend errichtet: die Mitte, das Vaterland, das Nächste, das Natürlichste überschelt und überschieß, der Fanatismus dieser Abstraktion: der Familiensinn der Nation, das Gefühl, daß wir zuerst ihr, dann erst der Menschheit angehören, daß die Kraft und Ehre dieses nächsten Ganzen unsere erste unb menschlichste Pflicht ist, wird in seinem verzehrenden Feuer ausaeglüht und verkohlt: ja unsere wider- deutschen Ten»traten, diese entwurzelten Fana- ttker, wollen mir oft wie Menschen erscheinen, bir in einer Stadt herum mit Vergnügen die eigene Mutter verleumden hören und verleumden helfen." Vischer hat in einer Gedenkrede auf die Toten des Feldzuges von 1870/71 auch von der Stellung der Universitäten zu den vaterländischen Fragen gesprochen: , Ich wiN und daN wen, daß m-ntestenS seit einem halben Jabrwmtett kern Lehrstuhl in Deutschland war von wittern nickt, wenn irgend das Lehrfach einen Zusammenhang bot, der aus das große Anliegen der Nation führte, wakende, zündend.' Worte in die Bach der deut ften JuEd fielen In der Tat iinb es tue Hochchulen, weite am wärmsten und kräftastm die Idee der Vaterlandes bie in andern Völkern als Mach' des Jn- d,) NattirperMls. lebt, vom Geist aus genährt unb großgezogen baten." fd. Frankfurt a. M., 17. Dez. Unter außerordentlich starker Beteiligung aus allen Teilen Hessens sand heute hier die erste La.rbeSver- sammlung des Hcsnschen Dauernbunteä itott. Der Geschäftsführer des Bundes, Dc. M ü l le r Darmstadt betonte bei der Erörterung der Satzungen, daß der Bund Bauernpolitik treiben und al:e Parteien unterstützen wolle, di- Bauernpolitik übten Der Bund will lünitig durch gew-rt>chon- liche Mittel Emiluß auf die Geeygebung und den Staat gewinnen. Nach Vorträgen der Landtags- abgeordneten Brauer- Ober-Osleitem über bie politische Lage m Men, D o r s ck - Woi ersheim über die politische Lage im Reich sand eine Entschließung einstimmige Annahme, ti 'er ter tete auf du Anfrage Barth aus, indem er die Waffen- und MunilionSntengen bezeichnete, btc int Gegensatz zum Monat Juli am 1. 12. von Teutsch- land an die Alliierten adgeliefert waren. Auf die Anfrage von Bern6s erklärte er, man müs e die Ttitiad?c unterstreichen, daß wenn die Bergarbeiter tm Ruhrrevier gelitten hätten, dies nicht au, die Alliierten, sondern auf die Fehler d r beutnten Regierung zuchckzuführen sei. Ter Ministerptä i- dent sprach alsdann von bet Konferenz in Brüssel. Ten ftanzösisätzm Delegierten seien klare, bestimmte und kategorische Jnsirukiivncn gegeben worden. Es frmtele sich nicht darum, Teutschland zu zwingen, alles in Goldmark zu bezahlen, sondern es handele sich darum, die Ausführung aller Bertnagsklaufeln za fordern. F-vankrcich wolle nur verlangen, was raifonabel sei. £>b die Schuld tu Gold- mark oder bi Natura bezahlt werde, sei gleich, sie müsse bezahlt werden. Man wolle nicht, daß Irank- reich in der Welt als eine Nation erschine, die Misch rauch mit ihren Kräften treibe. Ministerpräsident Leygaies sprach alSdairn von einer Propaganda ,i. in Avreri ka bdricten w rte, u ,n Frankreich als imperialistisch und müita.ipisch bin* ^stellen Gegen diese Propoyanda müsse sich Frankreich durch seine Haltung wilden. Schluß lid) erklärte Minisierpräsident Leygues. daß die englische Negierung ihm Beweise ihre.' Willens zur frenndschas:ltcl;en imd vertrauensvollen Zusammenarbeit gegeben habe. Das Land müsse nnijen, daß das Einvcri'tändnis zwsch-n England und Frankreich niemals solider g--w fen sei. als heute Tie beiden Nationen müßten Seite an Sei c marschieren, nicht nur zur Verteidigung ihrer eigenen Interessen m der Welt, sondern auch zur Sicherstellung des Friedens in Europa. Lebh Beifall.) Eine Krifis im Zteuerausschutz öe$ Reichstags. Berlin, 17. Dez. (Wolft.) Der Steuer- aus s chn ß des Reichstags behandelte die vom Unterausschuß vorgeleate Formulierung des 8 1 des Reichsnotopsergesetzes und nahmt diesen Paragraphen mit geringer Mehrheit an. Im Hinblick daraus, daß bie Mitglieber der Deutschen Volkspariei dagegen stimmten unb bie Demokraten sich bet Abstimmung enthielten, erklär bet Reichs,'inanzmmister, daß et dem RrichSkvnili über die Halttrng der Reaierungspai'ei.m i'oron Bericht erstatten werde, bei bie hmie zutage go- tretme Lage als eine f ü r bie Re g ie ru n g unmögliche zu bezeichne sei Tu AlriltmmuuD Bergmann einen Plan, dec später diskutiert und besprochen werden wird. Der deutsche Delegierte betont die Schwierigkeiten für Deutschland, Zahlungen in natura zu machen, so lange die finanzielle Lage und der Kurs der Mark sich nicht gebessert habe. — Heute nachmittag findet zwischen den Delegierten der Alliierten ein Meinungsaustausch statt über bie Methoden, die angewendet werden sollen, um gewisse Vorschläge und Unternehmungen der deutschen Delegierten näher zu prüfen. Ter deutschen Delegation ist übrigens ein Fragebogen unterbreitet worden, der gewisse nähere Angaben über die wirtschaftliche Lage, bie finanzielle Sage und die Ausfuhr unb Einfuhr Deutschlands verlangt. Brüssel, 17. Tez. (ATB.l In her Nachmittags siyimg gab der ReiLsbankpräsitent Hove n st e i n einen ausführlichen Ueberblick über den Stand des deutschen Geldwesens und der deutschen Valuta. Er schilderte die Gründe, die der Besserung der deutschen Balutaverhalmissc entgegenstehen. Unter den Ausführungen war besonders bemerkenswert, bie Richtigstellung derjenigen Zahlen, die auf der letzten Brüsseler Finanzkonferenz über den Wert der deutschen Ein-undAusfuhr in den ersten Halbjahr 1920 angegeben winden waren. Nach den damaligen Ziffern ergab sich im Mai und Juni eine aktive Handelsbilanz. Havenstein stellte das in der heutigen Sitzung dahin richtig, daß aus Grund der angestellten Nachprüfung sich im gesamten ersten Halbjahr ein Zurückbleiben oer Ausfuhr hinter der Einfuhr von nicht weniger als 36 Milliarden Mark, also durchschnittlich sechs Milliarden Mark monatlich, ergeben habe. Zum Schluß seiner Ausführungen erklärte Havenstein, daß bie Besserung ber beutschen Valuta nur aus einer Besserung der Zahlungsbilanz erfolgen könne. Diese beruhe wiederum einerseits auf der Ordnung des Finanzwesens, andererseits auf einer guten Ordnung und Organisation oller deutschen Verwaltungen, ferner au, Sparsamkeit unb schließlich uno vor allem aus Arbeit, bereu Vorbedingung die freie Erportmöglichkeit sei. Enblich müsse die Kriegsentschädigung von Teutschlanb so berechnet werten, daß sie noch getragen werben könne. Ans -er franMchen Kammer. Paris, 17. Dez. (Wolft.) In der Kammer wurde gestern die Interpellation des 9£bgeorbnetcn Delasalle beraten über die Maßnahmen, bie bie Regierung zu ergreifen gebenke, um bie E in fu hr nach Frankreichzu ti erm in ber n unb um die Arbeitslosenkrise zu teieirigen. In feiner Begründung behauptete der Abgeordnete, die billige deutsche Ware bedrohe den Welt- marft und eS müßte mit Rücksicht auf die Industrie in Elsaß^Lothringen nach der deutschen Seite hin eine Barriere aufgerichtet werden. Wenn tne Frage entstehe, ob fuwrzS ixte oder brütete Arbeiter feirrn sollt-n. dann dürste das keineswsrs der stanzösische Arbeiter ßin. Mst der GefühlS- polrttk müßte man ein Ende machen D r Abgeordnete Neron suchte durch eine Stanstrk nachtzu- weisen, daß die deitscte Industrie Amk-rengungen macke, um den bet,mschnden Platz den sie vor dem Kriege hatte, meber zu erobern. Der Abgcorb- nete «hin bc Wendel erklärte, baß bte französische Industrie durch den beben Kphlenpvns leide u d verlangte eine Aufklärung über bie ArrlschastS- Politik ber Re^enmg. Paris. 17. Tez (DB.> Die Kammer hat bie Taresordmorg bei Generals Casteknau.be dem Ministerium bas Bertrouen aus'prichr, mit 493 geeen 65 Stimmen angenommen In ber Taors- orbtrung wirb gragt, die Kammer nehme Noiiz von den Erklärungen ber Steg erung, baß sie gemeinsam mit ben Alliierten bie Entwa'fnung Deutschlands und die Ai s'übrung ter Reva- rationsklaiteln pomebrren wolle und zih'e auf ie, um die nationale Sicherheit zu yipäbrlerfb n sowie dah sie bir Fvrteamgen ter äußeren Politik mit ten finanzi llen Möglichkeiten teS flanbei In Einklang bringe. — Die Kammer gebt alsbann zur Daoesordnung über. Tie Jnterpella'ionen für bie ber Deutjchen Bolkspartei unb bie Stimmenthaltung ter Demokraten gaben dem Zentrum 93er* anlasfung, sich seine Stellungnahme im 98-enux troriubelxxüen. Eine spätere MeVnmg cmS Berlin betagt; T-ie droheirte Regierungskrise m'rolgc her Vorgänge im Steuenou-schuß des Reichstages ist b e , e i t i g t Tie Fvaktton her Deutschen Volks- Partei hat beschlossen, die Regienr"^rvorla-ie über die besck>leumgte Er-izuchung des R il^notovsers mit bestimmten Mi.de ru"gen, zu denen sich d r Reichsstnmiznrmister im Namen ter Regierung bereit erklärte, anzunehmen Ein ent'preäe ter Vev« ständigung -antrag, der insbesondere Erlrihterun- gen für das BettnebSkapitni ter Industrie und Landwirtschaft und für die kleinen Rent 'er vor- fieht, dürfte heute von ben Segienrng^yrrteicn im Plenum bes Reichstages eingchracht unb mit ten Stimmen triefet Parteien unb der (Sozial* temokoaten angenommen worden. Der neue prozetz Lrzberger. Leipzig, 17. Tez. iWolff.) Heule bat voe dem zweiten Sttaffenat des Reichsgerichts die Revifionsverhandlung in dem Prozeß Erzberger gegen Tr. Helfscrich begonnen. Gegen daS Urteil des Landgerichts 1 Berlin vom 12 März 1920, wodurch Helfferich wegen Beleidigung Erzbergers zu 300 Mark Geldstrafe verurteilt wurde, legten sowohl der Angeklagte als der Nebenkläger Revision ein. Beide Gegner waren selbst nicht erschienen. Ter Anttag des ReichSanwolts ging dahin, beite Revisionen als unbegründet zu nrttoerfen. Der Präsident teilte mit, daß das Urteil am 21. Dezember, mittags, verkündet werte. 21 tt* dem iltirte. Die Reichslogchvohten in Ostpreußen und SchleSwis-Holstein. Berlin, 17. Dez kWTB.) Der Reichs^ Präsident bestimmte durch Verordnung auf Grund des Reichswahlgesetzes den 2 0. Februar a l s Wahltag für die Re'chstags- wahlen in Ostpreußen und Schleswig-Holstein (1. und 14. Reichstagswahlkreis). Au» Liesse«. LandeSversmnmlung des Hessischen Bauernbundes. wochenrSckhttck. Die Unabhängigen wollen unsere iffeichSvegierung zur Rede stellen. Sie werfen -hr vor, daß sie durch ihre diplomatischen No- i en an die Entente deren Mißtrauen und Un- ,Bitten stärken und daß diese Noten „bie ernstesten unb schwerwiegendsten Fol- H Xnkcl mt oon ttnzri-e« für d.< Iog*snummetbmbU(t)h das egoistische Pharisäertum eines Viviani, »er in der Genfer Völkerbundsversammlung ruSgerufen hat, daß Deuckschlanb gar nicht ttr. 298 Der 6itfctntr Lajelarr ,rfd)eint täglich, außer Sonn« und Feiertags. Sejigipreife. Monatlich Mark *40 unb Mk - 65Trägerlohn, oierteljährlichMark 10 80 unbTUt.l.95lrägerlet)n; »urch die Post viertel, ährlich Mark 12.- lusschlietzüch Beftellgelb. Zernsprech-AnfchSst-: 4r die Schritt leit luig 112; Verlag,Beschäftssleile 51. »nschrffi für vradtoach. richt«: Anzeiger Hieße«. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gderhefsen »nut au» »trlat: Vrihl'sch« Unt»^v«ch. en» SttieArndtrei 11 £«i«e. Sdjrtfttettime. mö Dnukrti: Schelftra»« l- um. bel. Nelim-n äser. ■ SG Elehencr Ltadttheater. Des Widerspenstigen Zähmung. Eia Lustspiel nach Shakespeare Gießen, 17. Dez. 1920. Die unversiegbare Quelle Shakesvvareschen Humors hat der zeitgenössischen Satire aus das „bös' Wew" eine erquickliche Lösuna gegeben. Gleichzeitig gibt er ihm aber als Widerspiel, wie sich die Sanftmütige aus der Taube in die Schlange verwandelt. In beiden Fällen tritt die Wandlung ein, wenn der Mann Lenker des weiblichn Schicksals wird und köstlich wirkt die Lchre, daß zwei harte Steine immer noch besser mahlen, als zwei weich:. Ist auch manches in der psychologischen Zeichnung hölz- schnittmäßig derb und unter Verzicht auf feinere Schattierung angesetzt, so wird es darum doch um so bildkräitiger und unmittelbarer in der Wirkung. Die fröhlichm Wahrheiten wurden auch heute so lachend ausgenommen, wie sie gemeint und gesagt sind. Wenn man das richtige Stück auswählt, kann man auch in Gießen eine Klassivecausführung sonder Furcht und Tadel herausbrmgen. Das erwies diesmal Karl Volck, der für den Abend verantwortlich zeichnete. Ist jedoch die Wahl des Stückes verfehlt, so kann die Eignung der sLauipiefett chn Kräfte durch keine noch so hohe Pvobenzahl herbei- gezwungen werden. Diesmal klappte alles, in Leitung und Darstellung. In der Hauptrolle der Widerspenstigen zeigte sich Rose Erika von B r a n - deck von einer neuen Seite. Auch diese Gestalt, die von keinerlei Tragik umwittert ift und nur ihre Halsstarrigkeit vor dem männlichen Willen all mäh lich in weib-iche Fügsamkeit au^ulösen hat, gelang ihr über Erwarten gut. Ihre Äegenspvelerm Eise Koop überzeugte jedoch nur in den beiden ersten I Szenen und verlor, als sie eigenwilliger hervortreten sollte. In breit ausladender Männlichkeit zeichnete Karl Juhnke den Bändiger der Widerspenstigen, einigemale hart am Bramarbas streifend, dann aber wieder kvastbewußt aus sich selbst gestellt. Prachtvoll war die Szene der Brautwerbung. Bon den Freiern der sanfteren Bianka zeichnete Wilhelm Ruppert den Gremio mit einem entzückenden Stich ins Lächerliche, den die Renaissance seinen Artgenossen zu geben wußte. Neben ihm wiesen die weiteren Freier: Lurentio (Wladimir Brandes) und Hortensio (Georg H e d i n g) weniger individuelle Züge aus. Gut charakterisiert waren dagegen die deichen Dienerrollen: Tran io (Richard H e l l bo r n) und Gru- mro (Rudolf Goll). Vorzüglich in schmälstem WirkungsseLx: der Schauspieler von Heinz Bech- stein und der Schneider von Paul M e h n e r t dargestellt. Bleiben noch die beiden Väter zu erwähnen, die in Harry No eber t (Baptista) und Karl V o l ck (Bincentio) würdige und spielsichere Vertreter fanden. Dre Bearbeitung von Jvh. Ludw. Deinhard- stein erwies sich als sehr zweckmäßig. Man muß der Aufführung den regsten Besuch wünschen. zz. * Etwa» au» der Frsibzeit der Universität Gießen. Wir entnehmen einem Artikel in der „Darmst. Zeitung": Balo nach der Gründung der Universität Gießen vor 300 Jahren wurden allerlei Mißstände gerügt. Tie fürstlichen Räte berichteten ihrem Herrn, dem Landgrafen Ludwig V., im Jahre 1610 über die eingelaufenen Klagen und schlugen chm Mittel und Wege vor, wie man den „Mängeln" abhclien könne. Manche Beschwerden waren ergötzlicher Art, so z. B., daß die Frauen der Professoren die Wälle als Bleichplatz benützten. Die Räte melden dem Landgrafen, wie sie dagegen eingeschritten seien: „Soviel nun das Tuchbleichen auf dem Wall anbelangt, haben in Abwesen E. F. G. wir an den Rektoren geschrieben und befohlen, den Prosessoribus zu befehlen, daß ihre Weiber ober wer die auch sonsten seien, sich des Tuchbleichens uint Wall ganz'ich enthalten, verhosfent- lich, sie werden sich demsclbigen gemäß erweisen." Eine weit gefährlichere Sache aber als das Bleichen der Prosefiorensrauen war das Fechten der Studenten. Das Raufen und Saufen war oamals auf den hvhen Schulen sehr im Schwange, und Gießens junge Universität war in dieser Hinsicht nicht zurückgeblieben hinter ihren Schwestern. Einen Auswuchs am Baume der studentischen Freiheit glaubten nun aber die landgräfllchen Räte beseitigen zu müssen: das „welsche" Fechten, d. h die von Italien eingebürgerte Fechtwerse. Sie schrieben darüber an ihren Herrn: „Dieweil der welsche Fechter Pestis Scholar ist, dadurch oie Studiosi nicht allein von den Studiis abgehalien, sondern daß sie fast alles, tvas sie von ihren Eltern bekommen, ihm zuwenden müssen, indem er, wie wir glaublich berichtet werden, seine Fechtkunst (welcher esfectus doch einzig und allein ist, einen andern mit geschwinden Stichen und Stößen, wie sie es nennen, plötzlichen ums Leben zu bringen uub dadurch sich sechsten in unverantwortlichen Jammer und Elend zu setzen, und bei den alten, löblichen Teutschen für unredlich gehalten und höchlichen g-ssttaft worden' hoch preiset und unfer s tchem Schein fa't mitte modos Hit, den Studenten das Ihrige m isterlicherweise abhändig Si machen, also auch daß sie nicht allein die ischherren nicht bezahlen können, sondern auch Verwahrung gegen den Versuch Ser hessischen Regierungsstellen auf Aufheben der freien Kartoffel- bewirt, chaitung einlegt, schärfsten Protest gegen die im bäuerlichen Hauswesen Hes.ens vorgenommenen Haussuchungen einfegt und schließlich die sofortige Auflösung der Hessischen Volkskammer und Neuwahlen heischt. A«S Stadt rind Land. G i e ß e n, den 18. Tez. 1920. Lebensmittel. ** Mil chb eliefe run g. Die Milchemp- fanger, deren Karte auf 3/<, V2 und lautet, können in dieser Woche nicht beliefert werden. Gegen Abgabe der Milchmarken kann vom 19. bis einschließlich 24. Tez. 1920 eine Dose kondensierte Vollmilch zu 9.75 Mk. die Dose in Empfang genommen werden. — Die Gemüse- und Obst-Richtpreise in der Stadt Gießen sind aut Beschluß der ftäbt Lebensnntteldeputation vom 14. Dez. 20 festgesetzt und sind aus dem Anzeigenteil zu ersehen. **48. Ausgabe von-Süßstoff. Für btc Zeit vom 15. bis 31. Tezember 1920 wird gegen die Lieferungsabschnitte 18 der Süßstofflarte „H" /blau) und 1 der Süßstoffkarte „G" (gelb) von den Süßstoffabgabestellen der Landgemeinden Süßstoff abgegeben. Es gelangen auf den Abschnitt 18 ein Briefchen und auf den Abschnitt 1 eine Schächter zur Ausgabe. Mit dem 31. Tezember 1920 verlieren bte Abschnitte 18 bzw. 1 ihre Gültigkeit. Veranstaltungen. Samstag: Großer Hörstml der Universität, 7 Uhr, Lichtbildettwrtraa über die Verfeuerung minderwertiger Brennstoffe durch Obering. Schmidt von der Preußischen Kohlenwirtschasts- stelle Frankfurt. — Neue Aula, 8 Uhr, Weihnachtsfeier des Deutschen Jugendbundes. — Cafe Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Chiemseer. — Lichtspieltheater wie gestern. Sonntag: Stadttheater, 3 Uhr, „Frau Holle", 6V2 Uhr, „Tie Stwhllvitwe". — Cafö Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Chiemseer. — Lichtspieltheater wie Samstag. Wettervoraussage für Sonntag: Vorwiegend bedeckt und dunstig, zeitweise leichte Niederschläge. Temperaturen wemg über 0 Grad. Winde aus südlicher Richtung. Tas Hochdruckgebiet verliert immer mehr an Intensität, so daß der Einfluß der südlichen und westlichen Depressionen immer stärker fühlbar wird. ruhe, sprach über „Heimstätte uitb 13 ob eure f 0 t m". Er führte u. a. aus: Die Behauslmgs- ziffern betrugen in London 7,9, in Breslau 52, in den Berliner Mietskasernen 230 und mehr, sonst ht Berlin 77 Familien durchschnittlich in einem Hause. Nach dem Krieg 18/1 hatte Berlin 10 600 Obdachlose. Um eine Wiederholung, solcher Zustände nach dem Weltkriege zu verhütet, machten weitblickende Männer wahrend des Krieges der Regierung den Vorschlag, mit Hilfe der Gefangenen Häuser für die Krieger zu bauen, damit sie bet ihrer Heimkehr ein Unterkommen fänden. Heute haben wir eine Million Hauslxtttungen, die leine Wohnung haben. In England schuf man ein Heimstättengesetz und begann alsbald mit den Ausführungen. In Deutschland sei während des Krieges nichts geschehen. Die Nationalversammlung habe dann ein Heimstättengesetz geschaffen. Vom Reichstag erwartete man die Schaffung einer Hetm- stätten-Msteilung im Ministerium: bis jetzt fei nur ein Heimstätten-Ausschuß gebildet worden. Das Enteignungsrecht sei bei der Wohnungsbeschaffung ebenso notwendig wie bei Bahnbauten. Die Deim- stöttew-Erbauer tilgen ihre Schuld nut VA v. Ddt In der Stadt müsse auf die Behörden eingewirki werden. Infolge des Kohlenmangels sind für das Muuen schlechte Aussichten. Wir haben Land genug, um Kleinhäuser bauen zu können, auch haben wir Arbeitslose Übergenug, die beschäftigt werden könnten, um Werte zu schaffen. Oedungen können zu Ackerland umgearbeitet werden. Die Hcimstättenfrage ist auch eine Ernährungsfrage. Wir müssen streben, den Boden ergiebiger zu machen, der Ackerboden muß zum Gartenboden werden. Ein Teil des Großgrundbesitzes ist aus diesem Grunde für die Siedlungen zu zerteilen. Manche großen Güter, die genügend erzeugen, sind zu erhalten a.s MusterwirtiMunm. Die Errichtung zahlreicher Heimstätten ist zu einer Lebensnotwendigkeit geworden, beim der Siedler kann Selbstversorger werden. Ein neues Bodenrecht ist notwendig. Der Boden wird fälschlich als Ware behandelt. Zum Sozialisieren ist der Grund und Boden mit feinen Schätzen reif, dir Gesamtheit hat ein Recht daran. Die Stoben ante muß der Gesamtheit nutzbar gemacht werden. Bei Wertzuwachs gehört der unoerbiente Gnvinn des Besitzers der Gesamtbeit. Grundsatz muß sein: Allearbeit- lose Grundrente der Allgemeinheit. Die Losung der sozialen Frage ist nur möglich auf dem Wege über die B 0 den reform. Die Fideikommisse sind aufzulösen. Alle Bodenschätze kommen unter Aufsicht des Staates. Wir müs en durchhalten, damit wir die schwere Zeit überstehen und für unsere Kinder wieder b-seve Zeiten kommen. (Sebfrafter Beifall.) Nach kurzen Danßesworten weist der Vorsitzende Mohr daraus hin, daß von den Gießener Stadtvatern Hin einziger Bodenreformer sei. Hier müsse bei den nächsten Wahlen eine Aenderung erstrebt werden. An der Aussprache beteiligten sich Frau Dr. Riemer, Herr Grünig und Herr Detts. Nach einem Schlußwort des Redners gelangte folgende Entschließung einstimmig zur Annahme: ,,Die vom Heimstätten- Ausschuß der Gewerkschaften Gießen einberufene öffentliche Versammlung forbert die Reichs regie- rung und den Reichstag auf, die vom „Ständigen Beirat für Heimstättenwesen beim Reichsarbeits- ministerium" gefaßten Beschlüse wegen eines Gesetzes über den erleichterten Erwerb und besseren Gebrauch des deutschen Ban- und Wirtschaftslandes und wegen Beschaffung billigen Geldes zum Bau und Erwerb von Heimstätten durch gesetzgeberische Maßnahmen alsbald zu verwirklichen. Ebenso ist gemäß Artikel 155 der Reichsverfas'ung so rasch wie möglich ein Bodenreformge'etz zu schaffen, durch das der schamlose Wucher und die Spekulation mit dem deutschen Boden verhindert und die Grundrente für das Volksgange nutzbar gemacht wird." ** E r ganzun g sw ahl en zur Handelskammer. Bei den am 15. Dezember t>orgenommenen Ergänzuns^vahlen zur Handels' kammer sind im Wahlbezirk Gießen-Stadt die Herren Kommerzienrat Adolf Klingspor, Leopold Mayer irnb August Noll, sämtlich zu Gießen: im Wahlbezirk Lich-H^mgen Herr Bvauereibesitzer Heinrich N/ring, Lich, wiedergewählt worden. ** Tie Wahl der Beisitzer für das Gewerbegeri cht Gießen ist auf Freitag, 21. Januar 1921, festgesetzt. Siehe Anzeigenteil. ♦* Tie Wahl der Beisitzer für da s Kau fma n nsgericht Gießen ist auf Montag, 24. Januar 1921, festgesetzt. Siehe Anzeigenteil. ** Gründung eines Vereins ehemaliger 16 8er. Wir verwaisen auf die Anzeige oes Herrn Bankvorstands Engelhardt in der heutigen Nummer. Landkreis Gießen. X Geilshausen, 17. Tez. Die Deutsche Volks par t ei hatte am Mittwoch, den 15. 12 »u einer öffentlichen Versammlung einn.Iaben, in Der Dr. Krause- Gießen über die poetische Lage sprach. Der Redner gab ein Bild von der Ent*♦ Oberhessischer Kunstverein. Die gegenwärtige Ausstellung, zu der erst noch diese Woche eine Kollektion Aauarelle und Oelgemälde von Professor Curt Herrmann neu hinzugekommen sind, verbleibt nur noch morgen ausgestellt. Von Montag ab wird die Ausstellung wegen vollständigen Wechsels der Gemälde geschlossen. Ein Plan der nächsten Ausstellungen wiro noch bekannt gegeben. Eine ordentliche Hauptversammlung des Oberhessischen Kunstvereins findet Montag, den 21. d. M., nachmittags 6 Uhr, im Sitzungssaale oes Stadthauses statt. *• T i e Banken geben im Anzeigenteil bekannt, daß ihre Kassen und sämtlichen Geschäftsräume am Freitag, 24. Dezember 1920, nachmittags, sowie am Montag, 27. Dezember 1920 für jeglichen Verkehr geschloßen sind ** Ceylon, seine wirtschaftlichen, kulturellen und pflantzengeogrpahischen Verhältnisse. lieber dieses Thema hi lt gestern abend UniversikStsgar- teninspektor R ehnel t einen Lich bildervorttag. Wer m den großen Univ-rsitätshörsaal »-gangen war, nm etngn überschwänglichen Hymnus auf die Wunder bet indischen Trop nwelt zu hören, »oird Ku Beginn vielleicht etwas ent. äutot gewesen 'sein. Denn Herr Rehn lt str bte in allem, was er sprach, nach wissenschaftlicher Klarheit und Sachlichkeit und für viele ist dies ja gleichwedLuÄnL) mit Nüchternheit. Die jedem Wortprunk abholden Schilderungen tunb Erzählungen waren aber um deswillen ungemein anziehend imb fesselnd, weil man fühlte, daß hier Selbstgeschautes und Selbsterlebtes aus der Erinnerung eines Mannes gehoben wurde, der mit den hellwachen Wugrn des naiv schauenden und aenießenden Europäers und der eindringlichen Forsche rfreude des Botanikers zugleich die Märchenrnsel durchstreift hatte Herr Rchnrll ließ sich von den eigenen Lichtbildern fühven, die t.t ihrer Gesamtheit ein charakteristisches und farbenp' ächtiges Bild nicht bloß der üppigen und berausch nden Tropen- Vegetation, sondern auch des g-samten Landes, seiner Wirtschaft und seiner Bewohner gaben.Höchst mtercssant waren auch dfe fte neu Abschweifungen in Geschichte, Kultur und Bolkstüm der Insel. ** Heimstätte und Bodenreform. Mit diesem Thema bsschä fegte sich am Donnerstag abend im Cafö Leib eine Versammlung. DerRcdner des Abends, Oberpostsekretär Nicklas- Karlswicklung der äußeren und inneren PoMk seit dem 6. Ium und führte anschließend aus, daß National- bewußtscin und Einigkeit notwendig wären, um eine Revision des Versailler Diktats zu erreichen. Tie Finanzlage und die Sozialisierungsfrage wurden ihrer Bedeutung entsprechend gewürdigt. Die recht gut besuchte Versammlung folgte den Ausführungen mit großem Interesse. Kreis Büdingen. A 92 ibba, 16. Tez. Der hiesige Merverfeger und Gastwirt zum Hanauer Hof stellte vor 14 Tagen einen jungen Mann aus Vilbel als Kutscher ein und begleitete ihn bisher auf ben Fahrten, um ihn erst bei der Kundschaft einz-uführen. Als er ihn heute znrn ersten Male allein nach Eichelsdorf zur Bievablieferung und Geldeinkassierung sandte, fuhr der Bierkutscher in der entgegengesetzten Richtung nach Ranstadt, erhob 200 Mk. bei den Kunden und verkaufte dann die beiden Pferde. Emigen Leuten in Ranstadt kam die Sache verdächtig vor. Sie telephonierten an den Gastwi t hierher. Tiefer eilte sofort wach Ranstadt und tarn noch rechtzeitig an, she der ungetreue Kutscher, der absichtlich von den Käufern et-vas zurückgehalten worden war, bas Weite gesucht hatte. Er wurde 'fjier in Hast genommen. Kreis Lauterbach. Fd. Lauterbach, 7. Tez. Die Bude- russcheu Eisenwerke haben in der Gemarkung von Wetterseld mit Erfolg Schürsun- gen nach Eisenerzen vorgenommen. t»faaL Freisprechung öcr Marburger Studenten. \ Kassel, 17. Tez. Heute vormittag wurde die Vernehmung der Sarchverständögen fortgesetzt. Tie meisten Sachverständigen machten die bereits aus den Verhandlungen in Marburg bekannten Angaben über die Wirkung des Jnfanteriege- wehres in naher Entfernung. Auf diese Weise ftndet die zum Teil starke Verstümmelung der Leichen ihre Erklärung. Ter Staatsanwalt verlas ein Schreiben per Staatsanwaltschaft Eisenach, in dem diese mitteilt, daß gegen den Detektiv Hesse aus Eisenach, der gestern als Zeuge aufgetreten ist, ein Verfähren wegen Meineids unb Verleitung zum Meineid eingeleitet worden ist. Ferner wurde ein Telegramm des Leutnants Tuderstadt verlesen, in dem dieser gegen die Behauptung der Verteidiger Verwahnmg einlegt. Nach der Vernehmung dn: SachverstöTtdigen wurde die Beweisaufnahme geschlossen. Nack einer halbstündigen Pause nahm der Staatsanwalt Tr. Sauer das Wort zu seinem ausführlichen Plai- doyer. Er verneinte die Schuldfragen bei sämtlichen Angeklagten. Nach der Fortnulierung der Schuldfragen, die auf vorsätzlichen Totschlag ohne lieber!egung oder rechtswidrigen Waffen gebrau chs lauten, und nach der Rechtsbelehrung zogen sich die Geschworenen um 2.30 Uhr zur Beratung zurück Um 3 Uhr verkündete der Obmann den Wahrspruch der Geschworenen. Sämtliche Schulvfragen. wurden verneint, dlach kurzer Beratung verkündete der Vorfttzende das Urteil. Tie Angeklagten wurden frei- gesprochen, die Kosten der Staatskasse auferlegt. Der Freispruch wurde mit Ruhe ausgenommen. Zu irgetrdwelchen Zwischenfällen ober Kundgebungen kam es nicht. Aus dem Amtsverkündi-unqsbsatt. ** Das Amts Verkündigungsblatt Nr. 183 vom 16. Dez. enthalt folgend Bekanntmachungen: Verlegung von T-ienstrLimen. — Die Erhebung und den Ausschlag von Nachtragsuml-r- Sen in den Gemeinden des Kneifes Gießen für as Rechnengsiahr 1919. — Verordnung über d e Stillegung von Betrieben, .welche die Bevöllerung mit Gas, Wasser, Elelt.izität versorgen. — Einführung von Lehrbückxrn. — Verordnung über bte Ab.Mbe und Berwmdu g von F.uerwe kskörvern. — Verleihung von Heerespserden. — Kfeingar en- unb Klempachnttandordnung vom 13. Jult 1919. — Wahlen zur Handwerkskammer für dis Jalir 1921. — Dte Ausführung des Lasidessteuergesetzes: Erhebung von Hurrdesteuer. — Maul- uitb Kuauen- scuche in Gießen. — Die Beha dlung der Z»g- ttere im Winter. — Feldbereü.iZimg Rabertshausen. Verleihung von Heerespferden. Nach einem Erlaß deS Reichörnrnisteriums ist ein Teil der Pferde des Etats für das Hurckerttausend- nramt-Heer an Landwirte und Sted u tg^genossen- sch-aften mit her Berp'lichung auszvil ihcn, bte Pferde im Betarfssvlfe der Heeresverwaltung sofort zur Verfügung zu stellen. Es müssen wisgeltehen werden und zwar mit der (Smtoränhing, daß ein Heranzichen der Pferde rm Bedarfsfälle binnen 48 Stunden möglich fern muß: von feder reitenden Batterie 20 Pferde, von feder fahrbaren Abteilung 60 Pferde, von (eifer fahrbaren Baltene 2 Pferde, von jeder Minenwerser-Kompagnie 6 Pferde, von lederErgänMnett-Es'adron 12 Pferde, von feder Eskadron 40 Pferde, immer von der vollen Etad- stärke. Wahlen -ür Handwerkskammer fth das Jahr 1921. Nach Prujung der eo^gereichlA Bestandslisten sind fotgeube Vereinigungen al# wahlberechirgt anerkannt: 1. bte Fs>euv- Perückenmacher-Zwangsmnung in Gießen mir 32 Mitglredern, 2. die Fleischer-Zwrnigs-Jumm-r in Gte^n mit 36 Mitglrodern, 3. die Backes Zwangsinnung in Gießen mit 34 Mitglieder^ ji 4. den Ortsgewerbeverein Gießen mst 224 Mii- i gliedern, 5. ben Gewerbe verein Dllendors a i Lda. mit 34 Mitgliedern. 6. ben Ort.gewerkt I oerem Grünberg mit 77 Mitgliedern, 7. den Ottä- I gewerbeverein Rabenu in Londorf mit 42 Mi> l! gliedern, 8. den Ortsgewerbeverein Hunfen mit I 45 Mitgliedern, 9. den Ortsgewerbeverein Großv»- Busea mit 28 Mitgliedern, 10. den Ortsgewerbe* verein Lollar mit 44 Mitgltehern. Die Maul- und Klauenseuche ist« Gießen in dem Gehöft AnderHard^Nr. 12 dahter amtlich sestgestellt worden. Die Sperrma^ regeln sind angeordnet. In den Gehöfte« Schis sen berg er Weg Nr. 60, Frankfurter Straße Nr. 82 und Mittelweg Nr. 7 ist bte Seuche erloschen. Die für diese Gehöfte angeordneten SperrMaßregeLn sind aufgehoben. Die Behandlung bet Zugtiere tu i Winket. An alle Besitzer von Zugtieren uch Leiter von Fuhrwerken richtet das Polizeßunt dringende Mahnung, bei Kälte und StiahenglÄve l ernstlich darauf Bedacht zu nehmen, teß die ’ i trete vor dem nachteiligen Emflüssen der WittenvU •; nach Möglichkett geschützt werden, daß namentlich!.- > 1. die Zugtiere niemals länger als unbebuijt erforderlto uitb niemals unbedeckt im Freren stehev- gelassen werden, 2. das Zaumzeug im Stall nutz, i bewährt ober andernfalls vor dem Anlegen txä : Gebiß erwärmt wird, und 3 die Huieifen her Pferde zum Schutze gegen das Ausgleiten ge* . hört geschärft ober mit Stollen versehen sind. * ‘ ** Das Amtsderkündigung>Sblatr ri Nr. 184 vom 17. Dezember enthält: Beethoven feier. — Höchstpreis für Mehl und >Brot. — Sem» I ! berung des Postgebühren wesens; hier: Pottebo» Handlung der Antwort auf private Anfragen. — ; Ausstellung von Wandergew.rch scheinen und G» wcrbe-Legitimationskarten .— Zucker Verbrauchs!»« gelang. — Gebühren für die Erteilung der Erlaubnis über den Handel mit Lebens- und Futtermitteln. — Verteilung von Kochmehl. — Brchsench«, 1 Feldbereinigungen. —* Verbot der Abgabe imä &x- Wendung von Fenerw-rkskö p rn. Neue Höchstpreis für Mehl und Brot. Mit Wirkung vom J6. Dezember dS. Jlft bis auf weiteres fetztt der Kommunalverband Gis. ßen den Preis für den Doptelzentner'Ro^A-ME : auf 206 Mark, für den Dopepelzntner Weyenbroi- , mebl auf 221 Mark, für den Doppelzntner StreL mehl auf 221 Mark und für den Dopp^zent« Krankenmehl auf 260 Mark fest. ES.werden daher vom 16. Dezember ds. Js. ab für bfe Landge- meinden des Kr ifes, bis auf weiteres, «folgöiLe Höchstpreise festgesetzt: 1. für Brot bei überwiegender Verwendu» von Weizenbrotmehl für den 4-Pfund-Laib 4^6 Mark, für den 2 Pfund-Laib 2,08 Mk.: 2 für M e hl beim SBeitertkTfauf durch bänk lec ober Bäcker an die Verbraucher: Roggemm^l 1,12 Mk, Weizenbrottnelst 1,20 Mk., Brotstrch mehl L20 Mk., Krankenmehl 1,40 Mk das PfurL Das Verkaufsgewicht des Brotes muß noch R Stunden nach feiner Fertigstellung vorhanden ft« * ZnckerverbrauchSregelung Dtf Ift den Monat Dezember zuslehende Zuckermenat « Höhe von 750 Gramm auf ben Kvpf der D'v5l« ferung gelangt zur Ausgabe. ES können auf IH Zuckermarken 1(8, 169 und 170 je 250 Gramm = 750 Gramm beizogen werdm. Mik Ablauf bti 30. Dezember ds. Js v rlicren die Marken 168, 169 und 170 ihre Gültigkeit. 1 Die Gebühren für die Erteilirirg der Erlaubnis über den Handel mit Lebens-und Futtermitteln b tragfnJSr örtlich oder zeitlich befdjränlte Erlaubnis 100 M, für örtlich ober zeitliche unbeschränkte Erlaubi ir 200 Mk, für Ausdehnung vorhandener ErlaubruS 50 Prozent der vorstehenden Gebührensätze. Verteilung von Kochmehl. An von den Bürgeriwi'er im zum Bezug von ffocy mehl monatlich angemclb tr Zahl der ocrjorgmig.lj berechtigten B völverung gelangt diefeS Mehl «N den Kopf und Monat mit 600 Gvamm zur teilimg Zur Herslellung des KochmehlS wird landsweizen verwendet. Die Ausmahlung erfolgt zu 75 v H. ,n , Die Maul- und Klauenseuche ist ans dem Hof Ludwigshöhe bei Leihgester:« amtlich festgesfellt worden. Es wird geo.ldet ro Sperrbezirk, bestehend aus dem Hof LudwigshM Vereine und Veranstaltungen. c. Schotten, 12. Dez. Der hiesU Turn- und Gesangverein hat in Gemeinschiit wegen solchen überschwänglichen Unkosten unwilch Eliern, und die Universität, die sonsten gotllob« glücklichen Flore ist, einen bösen Namen maM zu verschweigen, daß es^Factiones unter den fW schülern gibt und die Studenten, so bei den Dv schen fernen, fertiger im Fechten sein iwlleit, W Die bei den anderen ttueien, teutschen FechtmeiM lernen, die teutschen Fechter aber ihnen solches M wollen nachgeben. Dannenherv dann täglich Unglück -u befahren. Wirv oemnach zu 6. >J,' ■ gnädigem Ermcs en gestellet, ob nil solche WJJJ Fechter abzuschatten und der große Kost, ihn gewendet wird, E. F. G. zu gutem oder | besser imo nützlicher anzuwenden sein möchte, mal die anderen beiden, teutschn Fechter, l» noch daselbsten befinden, wie wir berichtet, t8” dasienige, was der welsch Fechter kann, M IU' ein Leidliches praestieren und feisten könne»'. Frankfurt a. M., 18. Tez. Die bemer Tänrerinnen auf ben Bühnen FvankfM» würbe durch einen Abend unterbrochen, an eine Frankfurter Tanzschule von auSaepra^ Chavakter geschossen an die Oeffentlichknt t Ter Ab^nb brachte Eln-ettänze von Manny S1 benbranbt und ihren vvchülerinnen. du Rahmen der Schule bennoch das persönlich W perament jeweils charakteristisch auffeuchen und Gruppentänze, die neue' Möglicheiten Bö Tanzes erschossen. So hoch kultiviert ftw Ein-eltanz gerade an diesem Abend erwies. soM es wch den Airschein, daß sich die roätere W lvicklung des modernen Tanzes aus der Tan^grE aufbauen muß, die allein dem Tam den Kulturwkt wieder geben kann, den er zu anderen Zetten u? fessen hat. Danksagung o;«® 4U oerfanlen Reiskirchen, den 17. Dezember 1920. kauf« n. 021..79 bat nbzimeb. reiaiw au oerPaulcn 0*1049 au erkaufen 021076 8E3 Sr. Seil, au verk. au verkaufen 1336n Vermietungen] Ib. ■OkLSlau*. in.eL V- rc. e» 1 ob 2 Herren m. voll. Iband: T rabe 7. 021014 G Beweise herzlicher Heimgange unserer sagen wir unseren 37 cm Durkbm.. 4 m Ian«, AU verk Karl KchmH t, (Sflrbfntettfi, Dorf «ill. Ludwig Döring il Kinder FamUie Joh. Menge! III. Für die vielen Teilnahme bei dem lieben Entschlafenen innigsten Dank. Heinrich WelD 11L Wwe. Karl Weiß L ISMßes. irrrrrs MWn o er etüwe, die kochen kann, auch Äanenai bett verliebt, wird au einem alt Ebeonar in der Nabe Niesen» Hlr 1 ftebr. ne« sucht. StbrlftL Mngebote unter 1340la b.CBIekÄtu. Tentf*e Lchtif rbuude. Köhler, (Haftwirt, Frischdorn lHessen». (MI Braune, 10 Monate alte deutsche Kurzhaarhündin au verkaufen 13457 WJh. VeU II., Br.-LlBtee Saiferstrane 00. Im Namen der Tieftrau em den: Katharine Conrad geb. Wagner. Londorf, den 18. Dezember 1920. Die Beerdigung findet Montag den 20. Dezember, nachmittags 21/» Uhr, statt t3450 Jrötstl iitä SJüidjfit für aanz ob. tagsüber bei hohem Vobn gesucht ye7i Markwla» 81» L ober 2 dtgait uoM. Zimmkr werden von Dauennleter Isbiner ' auimann. der viel auf Steifen litt Autn L Januar (eoiL früher «Ber später» webet 80 Enkel and 22 Urenkel. Watnenbern-Stelnbcra. den 17. Dezember 1920. Die Beerdigung findet statt Sonntag nachmittag */»3 Uhr vom Bterbehane Zahlgasse Nr. 12 ans. enme m. AU Jahans Gaar« Harniueh L Jahanaei Reltachmldt 11L Philipp Mett 3/4 - Geiqe sowie Äonxevt«*.8te z. vk. 1339’ Piel rar. fBirierf, nifcerfr. 41 Todes-Anzeige Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Conrad nach kurzem, schwerem Leiden heute" morgen sanft entschlafen ist zelln MM verk. v »dHUMG» Tel. 2fi9 Prima Hannoveraner Schäfergesuch. Tie Gnnnnoe tz a r b a ch sucht jiim 1. JMnrir einen tüchtigen Schäfer. 13409 Bewerber wollen sich bis -um 24. Te-ember auf öet Bürgermeisterei an melden. UuLMueHerei Horbas y Todes-Anzeige. Heute abend 9 Uhr entschlief sanft nach kurzem, mit Geduld ertragenem Leiden untere hebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Christine Weiß Hebamme i. P. im Alter von 80 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Jaarph Heinrich Fink Wwe. hmedet IclhnacMwtttert Wem SüimHIW bllhi au verk 0*31840 Renstadt 11,1m Vrtbcri. (Mut erb. fMu>er>e*een Pfund 22 Mk., iknlbflcisch do? Pfund 12 Mf, I L>anrmelsleisch daS Pfund 12 Mf., Milch bas Liter 2,10 Mk, skarrofseln der Zentner 30 Mf., We-.ß- I kraut der Zentner 30 Ml, ®trir» der Zentner 50 Mf, Rotkraut der Zentner 50 Mf, Kvbivaben daL Pfund 20 PL Sellerie das Pfund 50 Pf., Lauch da- Pfurrd 25 Ps., Spinat daS Pfund 1 Mf., aelbe Rüben daS Pfund 40 Pf., rote Ruben das Pfund 40 Ps, Zwiebeln der Zentner 110 Mf, Aevfel der Zentner 120—130 Mf., Birnen der Zentner 120—130 Mf., Endivien da- Stück 60 bis 80 Ps., Feldsalat der Teller 50 Ps., ünob- lauch der Ikops 1 Mf. Heute nachmittag 2 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein herzensguter Mann, unser lieber, treusorgender Vater, mein lieber Sohn, unser lieber, unvergeßlicher Bruder, Schwager und Oukel Herr Georg Schwarz im 89k Lebensjahre. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen; Luise Schwarz nebst Kindern. Lollar. Trohe, Beuern, Offenbach. Gießen, den 15 Dez. 1920. Die Beerdigung findet Sonntag den 19. Dezember 1920, nachmittags 2 Uhr, statt. wie Grötzere§8abrjkbureau lucht xum iofortlgen Eintritt, spätestens jedoch am 1. Januar 1921 jimgercDame perfekt in Stenographie und Maschinenschreiben vauoibeblnanna. Schriftl. Angebote inti «ebait»- anforüchen unter 132741) an den Sieh. Ana erbeten. TSchtiaes Mädchen für»-«au» bei autemVobn für sofort aesucht 13430 _____Cafe Amend. Schnhbranche. $trfiiitrin für bald aesucht. Schrift! Hngeb. m. fteuanisabschr unt 131*2 a d. 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Hch. flreHinn, Pol ter» roerfit ft rankt ?tr 34. killt lu neunen wtckoi, bri ldign wtijaij in sy Ö DOT hin * “* 3 bitS/.4 rm dis tSk’ sollen vas^' KW es Sacttoaesvu 1 »i® »’Äsg S-jS» JRoHen und fiff traf) seinem 9üt5(xnTq5inmfte ^irüd, saus» über bei Pvellbock und stürzte &_rm einen Abhang hinunter. Acht bü zehn Dogen liegen jeutrütnrnert innen, roefrrcnb sich die anderen Sogen uiernandergrschoben baden irrb em rorWtr^ luimmednlb beben. Unter den Trümmern wurden bisher » ehnTote, und fünf Schwerverletzte h r* -»rt»cjogen; »ebn Per- tonen uno i as Sugpev cttnl lovriten sich durch richt- zemses LLspringen retten. Märkte. Gießener Dochenmartt. G i e h e n, 18. Tez. Auf dem heutigen Wochen- markt kostete: Butter (Marg > das Pfund 15 Mf., bülmereier das Stück 2 50 Mk, (küse das Stück 85 Ps., fisfanatte das Pfund 3—3^0 Mk., Hühner das Stück 14—21 Mk. rahnen 14—21 Mk, Enten Stück 25 Mk., Gänse Pfund 13—14 Mk., Ochsenfleisch das Pfund 14 Mf., -Uh- und Rindfleisch daS Pfund 12 Mk., Schweinefleisch das W Zs? Vücherlisch. Kleinschmidt, Albert, m yvrsh- hause Falkenhorsr' Bd. 1—8 (vertag Emil Rvtb, Äiehen). Diese vrachtvolle, preisgekrönte Jugendschritt, in welcher der Verfasser in frficln* der, L>er; und Gemüt erhebender Weise die Erleb- mffe au5 dem Vergfvrstdause und im Bergioalde schildert, kann nichk genug empfohlen werden. Innige Liebe -ur deutschen Leimal Hingt überall durch die bald ernsten, bald heiteren Ereignisse: treifliche Schilderungen des deutschen DaldeS und seines Lebens, aeschmückt mit anheimelnden Farbdrucken, bilden Den Inhalt. uchireStlllii- l ruslehendt n aus den §vv! :9 und 170 1t Mb tn mH. Mu M ö liieren die Kcravstalt«^ 12 Dez. jj ^inhMnSL fgß'B« PsrefMMgen fieiutfüefjrc, dem Musil- unb Radfabrerverein den Beschluß gefaßt, iTm Gedächtnis der im Kriege gefallenen Mglieder eine in Liche geschnrtzte Ehren- tifelan passender Stelle in der Turnhalle cniubrinarn. Zur Aufbringung der Kosten f4it daS KreiSamt für den heutigen Sonntag t ne HauSsammlung genehmigt. vricfkaften der Ncdaktio«. 4in Ibonnent. Bis letzt bestehen in £>efien der- artige Einrichtungen nicht, doch soll die Errichtung demnächst erfolgen Lantzmitschiftrletzrer muffen T? atu rum haben. Da augenblicklich großer Mangel an Landwirt- schaftslehrern herrscht, finden auch Perioneii mit 92recnh)cn 4 2 ®iüiaiteir £siwn 12 Car'eabetonpfostes nbinaeben. ötefetf, 021015 Olleftetter T-r «L (Vfnf. elrftr. Veleacht.» kSrver, 1 Tanr schroarA« TflmcnffieLbobefcdiäfte Nr 37, iCffitAier »enL prel#ro a verk. sO?ou84 Zrbiffenb. Wes I 2 L ®ut erhalt bfbl. Rielet Jackett, Riefer Mfil»e, ro. PelÄaarnitur f. Oinb 16—10 yabre) unb ftbro. Dam. Lyiuterbut oreis, wert au verk. Hisaeu, Walllorstrahe 38 l. l011*'- 8tevdanftraße 9 l. Pttskckni»^ 2dir. -Ina. unt. 133ha an den («lefsener SlnAeiaet. Wut erbnLener Grammophon Ernsäbckgen-Berechfrgung, welche bte sogenamche Ttplonu-rüfung abgelegt haben, nach icd» femew* riarm St. diu m zsrr Zeit Serroenbung als Land» winid>ai:slehrer. Da die Zahl der »tubtcrenbcK auf vielem Gebiet augenblicklich sehr trob ift wird dem obenamahnten Mangel bald ahgcbolfsn fein. SS Junger Mann welcher flotter Rechner ist und die Schreibmaschine und Kurzschri t vollkommen beherrscht, auf das Kontor einer größeren Zigarrenfabrik sofort ges Schriftl. Angebote mit Zeugnisabschrift u. 1341 ID a.d.G A. anuiuu «•••—■ ... tu intbtW^K nunfl vorh-mdM v- ernten MüdtM, »on Sockvrhl f -tvit ; . infl gklm> Student fueüt foiort ob. Aimi 1. Januar mnbilertea Zimmer, gdir. finget), unter 021012 a. b (Micr 2lm. erbeten. Herr sucht möblierte* Zimmer fo'ort 06. Aum 1. Januar. 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I 5? uns • Men m tzL fc| h. ^stre Samstag, 18. vezember 1920 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten) Cr. 298 <1 verkauft t möglichstes Im allgemeinen ging eS den der Gefangenschaft mm glücklich Entkommenen gut. Die Heimat wird mißer dem Vorstehenden dorAntauiM»»?' West-Anlage Ul' über btc Netta. Es stand io mit dem Rfickm und 'ränge. r I tg V i Aflfl/ Sterte unserer Dichter finb uns geblieben. L a ß t M I ° rs zu den Büchern greifen und | te MH«3'/yu ifern Kindern unter den Tannen- ÄÄ-aS' I b rum legen! Unsere Jugend har es schwerer al> irgend- N2 Geschlecht vor ihm: es hat das ganze Leid •v-Xf 6 ri t-rnnrtt itnK hti* rtrtnif* Uli rüde r. er r bdrenoMulti.ä bringet erh. Mik: ?> f-oränlaufrolrtir- Blälter mitteilen, soll die und die Eremitage auf m x ig m n Der Abtransport der deutschen Utfaugtnen aus dem mittleren Sibirien IN •t K°hre,auib^ Kannlle, fudjt 5*. kih^rt^ninws felbenftreiiejBMiS ei v 10 Vereint Sauger!® SietzT iToftotf machte Hauptsache ist, daß untere Ge- itngenen aus dem Sowjet-' und Pufferstaatgebiet fNftün5 sind. Tie russischen Befatzungstruppen sind tr& der Mandschurei verschwunden. Ehincsilche nnb foponische Truppen beherrschen die Lage. In Etatbin ansässige Deutsche bereiteten unseren dtmt nun endlich in Fluß zu kommen. Bisher Mdeisprachen sich die Nachrichten. Ein ans Kansl — -wischen Krasnojaesk uno Baikal-See — im Mn b. Js. geflohener Offizierstellverireter be I rihtete, von einem Abtransport unserer llfafange- j ugt ser noch gar keine Rede und zwar seien es fb. Rüdesheim, 14. Dez. Wie biejtflf * auberhöyle Wolsssft lunghalnig, eniht Wiederbringn loünuufl. ftarl Laog-SöuS. Hühnersii sofort »u miettnr mlll) BüritM mals wäre der Platz vor der iKinhe. Nock mehr zu begrüßen als dieses Projekt wäre es, wenn man dem Gedanken der Anlage eines Del denhaineS nähertrelen würde, wozu in dem hiesigen Zanthierspark rtdit gute Vorbediw gunqen gegeben sind. Hessen-Nassau, Der NleDenvald auf Abbruch. werden. Auch die Zahnradbahn nad) Aßmans Hausen ist bekanntlich auf Abbruch verkauft worden; das Material der Rüdesheimer Strecke hat die Stadt angetauft. Xtt* Stadt und Land. G i e ß e n, den 18. Tez. 1920. Weihnachten und Kinderbuch. k'iine edleren und aufrichtigeren FneundealsdieBücher. Aussen Wei l>- nrchtstischdes Kindesgehörlauch ein ß itcs Buch unter den Tannenbaum! S k. k. m i abcodö 8l/i li ** Die naturwissenschaftliche Ad- eitung der Oberhes fischen Geseil- chaft für Natur- und Heilkunde hat ?eri>en. Ä Munlchi. ßtboie iimtr Ä* ■ amitfdx Äommunisten, die an der Eiiendahn als U galizewigane tätig feien, welche die Abiabrl hin» ■ ittien, flüchtende Deutsche abfingen und in das ■ v^ger zurüabrächten. Später verlautete durch emen * i:jdb aus Atens k entflohenen Offizier, daß Ende 1 Hili cm Vertreter des internationalen Roten ■ LaeuzeS tn Kansk den Gefangenen die Versicherung I. .-geben habe, daß daS Lager östlich Krasnojaesk f ch vor dem Winter über Wfadiwottock ab trän»»1 > nähert werden sollten. Tas bat sich mm be» ; ß iligt. Hauptmann Wilhelm M Lein -reibt arm 24. Oktober d. Js. aus Eharbin ; Mandschurei), daß er dort mit einem ii>m unterstellten Transport von Deut- I yen, Defterreidxrn und Ungarn aus Äansk --.gekommen sei. Eine Liste der Transportange- farigen sn nach Deutschland abgegangen. Wann lerdmgs die Gefangenen in Teutschiand ern- . nassen, steht noch ntnbahn- „awaltung bezüglich der Weiterfahrt nach Wladi- »Ml x-«'K n-?‘ "M' Ein Stücklein vom alten «ießener Bürgermeister Bogt. Ein Leser schreibt uns: Ein Mann von altem Schrot und Korn war der alte Gießener Bürgermeister Vogl, tlug, sparsam, aufrichtig bis zur Dervbett, aber einer, der das Herz auf dem rechten Fleck hatte. Das nachstehende Stücklein, das er um das Jahr 1860 lieferte, ist einzigartig. Es bat den besonderen Vorzug, durchaus wahr zu fein. Von verschiedenen alten Gie- jener Bürgern, die Ohrenzeugen waren, mürbe es dem Erzähler um das Jahr 1876 mitgeteilt. Der alte leutselige Grotzherzog Ludwig III. besuchte damals Gießen, wo er von der Gemeindevertretung zu einem Festessen in das Rathaus geladen wurde. Als die Speisenfolge erledigt war, erhob sich Bürgermeister Vogt, nahm Stock und Hut und sagte: „Adjes, Königliche Hoheit!" — „Nun, nun, Vogt, $$ogt", sagte Ludwig III. (der die Worte immer kurz hervorstieß), „was ist los?" — „Königliche Hoheit, wann Saj so e ah Id Brvmmeloeppe de Heern (— daheim) hätte, ginge Se nach heem!" roar die prompte Antwort Der Großherzog lachte Tranen. — A. R. st>. Gelnhausen, 16. De, In Alten- mittlmr wurden einem Papiergeld ha mste- rer 15 000 Mk. Papiergeld aus einem geschlossenen Kasten gestvhlcii fb. Fran kfurt a. M., 16. Te-. Augen blicklich weilt hier eine froi^ösische MüitarkomMission, die eine genaue Aufstellung aller im Be reiche des ehemaligen 18. Armeekorps sich itodi cm haltenden und freiwillig in Deutschland her blicbenen fran»ö si s chen Kriegs-, und Zivilgefangenen verlangt. fo. Nierstein, 16. T». Zur Behebung bcrfi'artofjelnot verfügte bte Bürgermeisterei, daß md der hiesigen Gütevabfertiming keine Kor rostcln an die landwinschastliche Zentralgenossen- schaft zur Verladung kommen dürfen, bevor nicht vom Austiefcrer der amtliche ytactnveis erbracht ist, daß von dem Erzeuger eine bestimmte Menge an die Gemeinde ober an hiesige Privatleute ab geliefert wurde. E anl«"« ; 2L S- «-syM Slnt'-2 22, i M v”ereJ ? Eiv SÄ,ä’ eigentlich fchöpferischen Taten dieser Kirnst sind ram die neuen GedantengLnge, diesie hinausträgt, die neuen Einstellungen zu den Dingen, die sie vertritt. Sie führt eine neue Produktivität herbei. Das Geschaffene an sich wird wertvoll im Gegen- atz zur Natur. Die Arbeit an sich fall ein Wert werden, die Kunst an sich soll ein Wert werden. Daher bemühen sich die Künstler nicht mehr, ihren technischen Stoff (z. B. Holz), zu verleugnen, ondern lassen auch ihn zur Geltung tommen, wenn es fein muß auf Kosten der Darstellung. Daraus entsteht eine neue Sachlichkeit. Nicht der Inhalt (Kulturwerte, Anekdotisches) ist dasWesent- Uche, sondern die g-orm, die Linien uno Farben an sich und in sich. Das Bild will als Gebilde gewertet fein. Cm reiner Sachstil in Architektur und Kunstgcwerbe wächst heran. Mit diesem Sach- lil geht Hand in Harte» das Streben nach Vergeistigung des Srchdaseins des modernen Lebens. Alle Dinge sollen ihren Wert im Bewußtsein finden. Ällles fall gestaltet werden, daß es bewußt ge- ehen werden muß. (Geräte des Tages, Bahnhdfe, Fabrikm). Die Mchternheit technischer Konstruktion muß zum Wimder für das Äuge werden. Daneben gilt es, dem arbeitenden Menschen den Siim und Zusammenhang feiner Arbeit klar zu machen, Lanz gleich, wo und was er arbeitet. Handwerkliche Ärbete statt mechanisierter ist die Forderung, die für albe Berufe gilt. So entsteht als Letztes und Höchstes ein neues vergeistigtes Wollen, aus der impvesschnistisch ausgelösten Kultur zur Zusammenfas'una des Lebens, zum System, aus der Bewußtlos!geeit zur Bewußtheit. — Der Vortrag war von einer Anzahl von Lichtbildern begleitet, die die Ausführungen des Redners überzeugend erläuterten. Der Verein der Gießener Kunstfreunde hat sich durch die Veranstaltung dieses Vortrages ein großes Verdienst erworben. Landkreis Gießen. x W i e s e ck, 16. Dez. Zum letztenmal im alten Jahr versammelt unsere Volkshochschule einen großen Teil ihrer Hörer und Hörerinnen nächsten Montag in der Reihe von Dr. Rein über „Volkstümliche Sinn ft". Der Abend fall uns die Kunst des unter gegangen en Pompeji Stilen, nachdem uns die bisherigen Abende, unterstützt von trefflichen Lichtbildern, nach Aegypten und Mesopotamien, Jerusalem und Griechenland geführt haben. Heute beendigte Schwester Mar re Nagel einen sechswöchigen Kursus mit den nächste Ostern zur Entlastung kommenden Mädchen unserer Volksschule über SäNg- lingsfürsorge. Der Unterricht sand Don^ nerstags statt in zwei Abteilungen, je zwei Stunden von 1—3 und 3—5 Uhr und begegnete lebhaftem, z. T. begeistertem Jutereste der Kinder Die Schwester führt ihren Kursus an der Volkshochschule über Krankenpflege diesen Freitag und im neuen Jahre als erste Reihe nach den Ferien am 7. Januar weiter. Die Gemeinde hat aufs neue ihr Wohlwollen gegen die Volkshochschule bewiesen, indem sie zwei weitere elektrisch- Lampen m ihrem Saale an- bringen ließ. Er bot bei dem bisher am stärksten (bald 70) besuchten Kursus von Dr. Rein über „physische Erdkun de" in der letzten Stunde noch gerade Sitzplätze für alle Höver. Zur großen Freude zeigte Dr. Rein feiner Klasse am letzten Samstag die Lichtbilder über den Vulkanismus: man sieht auch hier, wie unsere Volkshochschule immer weiter tn die Gemeinde hinemwirkt, die auch Themen wie dem bei Begründung der Volkshochschule ausdrücklich gewünschten und jetzt m den Plan eingeitellten „Fragen der Erziehung"' (z. Z. 20 Hörer) mehr Verständnis entgeaenbringen sollte zum Wohl des zu mancherlei Klagen Anlaß gebenden heranwach'enden Geschlechts. Kreis Alsfeld. nu Nieder-Ohmen, 15. Dez. Auch unsere Gemeinde erhält nunmehr elektrisches Licht: sie wird an emen Hanvtleitungs sträng der Zentrale von Wölfersbeim angefcteoifen. Von Nieder- Ohmen aus findet bann die Vermittelung der Kraft- zufuhr an Nachbargemeinden statt. Gegenivärttg sind Mpnlsire und Installateure mit der Her' rimtung der Lickt am Äu se beschäftigt. Kreis Büdingen. 2S. Ortenbera, 16. Dez. Eine große Weih- nachtshosfmrng wurde dem hiesigen Schneidermeister Friedrich Bauer und feiner Familie be ratet. Nach einer Mitteilung des Roten Kreuzes in Hamburg und der kirchlichen Kriegshilfe in Paderborn fall sich der seit 24. Juni 1916 vermißte So hn Otto Bauer noch lebend in Rufaand in einem Bergwerk befinden. Otto Bauer war feinmeit am Arm verwundet in russische Gefangenschaft geraten und hat bis heute an seine Ellern noch keinerlei Nachricht gelangen lasten. Kreis Schotten. Gedern, 14. Dez. Wie verlautet, beabsichtigt die Gemeinde die Errichtung eines schlichten Gedenksteines (Findling) zur Erinnerung an die gefallenen , Krieger unseres Ortes. Eine Marmortafel soll die Namen der Gefallenen tragen. Dec geeignetste Platz für die Aufstellung des Denk- Bücherlisch. — Hessische Biographie. Don den durch dic historilche Kvmmihion für den Freistaat Hessen foerabgegebenen Hessischen Biographien ist dieser Tage die ö. Lieferung erschienen. Wie bk vier 1912—18 ausgegebenen Hefte des 1. ®anbr-> enthält auch sie in ihren 28 von berufenen Mit ar beitem verfaßten Artikeln reiches Material zm politischen, Kultur-- unt- Familiengeschichte he< 19. Jahrhunderts. Von diesen sind 6 Dozenten der ^andesuniversität gewidmet (die bedeutenden Philologen Ludwig Lang und Dümmler, der Jurist Birnbaum, der Physiker Bammmer, der Mediziner Winther, der Hiswriker Osarrn). Daneben haben für Gießen besonderes Interesse Superintendent Simon and der Kirchberger Psarrer Klingelhösfer. Von den übrigen Persönlichkeiten, deren Lebensläufe an uns trorübetrieben, seien angeführt bei Mainzer Bischof Burg, die beiden Iwrnponisten Mangold und Peter 9)£filier, ber politische Agitator Ferdinand von Löhr, der Sprnchvhllosoph Sturz, die rcichbegabte Dichterin Luise von Plönnies, der Offizier von Weiershausen und der Schöpfer des Naul-cimer Parkes und des Frankfurter Pal- mengartenS, Heinrich Siesmayer. Und welche Fülle bemerkenswerter Ernzelheiten aus den verschiedensten Gebieten werden uns in diesen 28 Attikcln teils zum ersten Male geboten, teils in die Erinnerung zurückgerufen. So hat z. D. Pfarrer Klingel- Höffer zu Beginn des 19. Jahrhunderts mehr als 600 Kinder mit der Lanzette gegen Pocken ge impft, bis die Sache den Aerzten übergeben werden konnte. Nur um einiges anzuführen, sei weiter erinnert an die intevesianten Erlebnisse von Wei tershausens und Klingel Höf fers in den napoleonisch,m Kriegen und an die von Löhrs im badisch- hessischen Ausstand 1849, an die 1866 drohende Verlegung der Universität nach Marburg oder Framsurt, an die bedeutenden Theorien S tmtz vom Ursprung der menschlichen Sprache und Kultur und an die vielen gartentechnischen Schöpfungen Siesmayers. So bringt auch dieses neue Heft jedem etwas und ist vorzüglich geeignet, die Liebe zur Heimat zu pflegen: den Alten weckt sie die Erinnerung an vergangene, liebgeworrnene Zeiten und Menschen, der Jugend bietet sie leuchtende Vorbilder für das eigene Streben und Wirken. Hoffentlich gibt der reiche, gediegene Inhalt in Verbindung mit dem bei der jetzigen Teuerung billi gen Preise (22.50 Mk. der Band, 4.50 Mk. das ycit und bei Vorausbestellung eines vollen Bandes 3.60 Mk.) manchem Beranlässuna, die Hessischen Biographien fernen Lieben unter den Weihnachts« bäum zu legen. Vermischte». Einwohnefwehr und Verbrechertum. Berlin, 17. De^ Wie der Berliner. Lokal- anzeiger aus Mandeburg meldet, überfiel in der Nacht eine stark bewassnerc Bande von acht Mairn die Gemeinde Rodenkamp bei tzelmstädt Tic Bande versuchte ein Bauerngehöft auo^uplündem, wurde aber von der Eim^o Huer wehr verjagt. Das deutsche Volk muß sich immer mehr toMrt gewöhnen, der Armut fest ins Auge zu Ucken: es muß ihre Folgen in Genuß und Arbeit, in Lebensführung uno Bewegung, in Nahrung uno Kleiduna auf sich nehmen. Auch der Leihnachtstisch unserer Jugend wird kahler imb dürftiger gedeckt fein als in vergangenen Jahren faßeren Wohlstandes. Aber gerade in Zeiten btt Ennut lernen wir auch die geistigen Güter und bat seelischen Werte höher schätzen, es gibt gerade im der Not unserer Zell einen neuen .Reichtum: mrerliche Freude an geistigen schätzen. Und tn gibt es größere Schätze und höhere ©fiter md schönere Freuden als im deutfcken Buch? Bag uns die Nacht der Gegenwart vieles ae- Mrmrnen und geraubt haben: Ine Märchen der »rüoer Grimm, die deutschen Klnderlieder, ^r Lrgen-- und GeslÄcktenschatz unseres Volkes, die äctfe unserer Dicfaer siick» uns gebheben. L a ß — vor ihm: es hat das ganze Lech te.’ Krieges tragen und die ganze Unruhe i-er iMen Jahre durchleben müssen. Sie trägt viel ’tiben Ernst, viel Leid unb Sorge in ihr zu- kumtiges Leben. Wir müssen Lichter der Freude in den juaerchlicken Herzen anstecken, die Wärme unb Wohlsein verbreiten; wir müssen unfern Kin- ton Freunde schassen, die sie mit reiner Haird terchs Leben und den Alltag begleiten. Es gibt 'ogen Rußland, mll der Front nach Deutschland starke über Augustow xurückgxchendc russ sche Slo* | innen hielt eS auf, doch wurde es schließlich »n Westen und Norden selbst umfaßt und über» inrnt. Nach tapferster Gegentvehr fiel der Kom- icnbeur, Hauptnuom Sttern, unb etwa 180 Mann ti dem Versuchs sich zu dem eigenen Regiment ^ichzuschlagen, in russische Gefangenschaft. Tie ?Tcibne des Bataillons wurde, nackchem Augustow :yn den verfolgenden Teutschen genommen war, .'itter einem Berg von Leichen, darunter der Fast- untträger gefurchen. Ehre diesen Helden!! Rc- iiment unb Tioision, zu denen das Bataillon ge» h^rte, waren im Augustonxr Forst selbst durch r«t überlegene Kräfte in der rechten "Flanke an» griffen worden und konnten dem Bataillon keine jtlfe bringen. So kam Hauptmami Klein tn ft» nnischc Gefangenschaft, ^nächst nach Ehaborowsk un äußersten Osten, dann nach Kansk. Hter war n, geschützt von lernen Mitgefangenen, lange Lager- ’ntmantxmt, bis er von einem ungarischen Kvm- anmiften verdrängt wurde und selbst in die aller» ihiunmftc Lage kam. Toch davon wird er uns Lxälb hoffentlich selbst erzählen, und dabet berichten, r« eS kam, daß die Bolfchewtsten »ur Rückführung bei gemischten Tarn Sports um die halbe (fibe mi den bewährten Offizier zurückgriffen. Ein erfreuliches Zeichen der Gerechtigkeits- liabe unserer jeßigen deutschen Machthaber ilt es, X13 Klein im Heeresdienst verbleiben kann. Sidxr- -ch wird er auch für das ihm durch lerne unver- cfalbete GefangensclMft Entgangene und Verlorene ^rechend erttschädigt werden. ten und dieses ergänzte sich Wicker mit Blau zu reinem Weiß. Mll Hilse des Apparates wurden bte Grundlagen der Ost Wald sch en Farbenlehre demonstriert, inSbes. auch die Syttthese von hell- klaren (reute Farben und Weiß), dunkeMaren (reine Farbe und Schwarz) wtd trüben Farben (reine Farbe und Grau) ausgeführt. So wurde z. B durch Mischung von Orange und Schwarz und Weitz das trübe Braun hergestellt, während Orange Schwarz allem nut ein ,Hunkclklares" Ot . . aber kein Braun ergab. Die durchlässigen Spiegel (vom Vortragenden selbst tbergefMtt) waren dadurch gekennzeichnet, datz au! einer Glasplatte ein Silder- befag m Form eines feinen Netzwerkes (RasterS) angebracht nxrr. Vorttagender nennt einen solchen Spiegel „Rasterspiegel". — In der zweiten Versammlung tut großen Hörsaal deö physikalischen Instituts sprach Profel'sor Dr. W. König vor einer sehr zahlreich erschienenen Hörerschaft unter Vovfage eines reichen DemonstrattonS- materials und mit Vorführung mannigfacher Versuche über Ostwalds Farbenlehre. Ter berühmte, vielseitig veranlagte und tätige Leipziger Gelehrte ist seit einer Reihe von Jahren damit beschäftigt, eine genaue, stets reproduzierbare Farben- skafa mit eindeutiger Kennzeichnung jeder einzelnen Farbemmanee zu schassen. Er ist dabet im Gegen- fatz $u der älteren Far beut ehre, die daä Zustandekommen der Empslndung dunkler Farben und des Schwarz auf die Herabsetzung der Helllgkell zurückführte, von dem Stwidpunkte der Hermgschen Jarbenlefjre auSgegangen, der in jenen Empnn- dungen die Wirkung einer spezi.^chen Schwacz- empsindung erblickt. Nach Ostwald wird bemgemäß jebe Farbe charakterisieN durch ihren Forbwn und durch ihren Gehalt an Weitz und an Schwarz. Zur Destimmimg des Farbtones hat Ostwald durch Mt- faiung aus acht bestimmten reinen Anilinfarben einen Jatdenkreis heraeftellt, der sich mit hundert Stufen über Gelb, Rot, Purpur, Lwlett, Blau, Grün bis zurück zum Geld erstreckt. Icker Farben- ton atrb nach seiner Stellung in bic|em Kreise durch eine zweistellige Zahl gekennzeichnet. Zur Bestimmung des Weiß- und SchwarzgohalleS hat Ostwald ferner eine von Weitz bis Schwarz sich erstreckende Graustala hergestellt, die 2o durch die Buchstaben des Alphabetes gekennzeichnete Stufen enthält. Jede beliebige Jarbenuance ist allo stets durch die Angabe einer zweistelligen Zahl und zweier Buchstaben genau bestimmt. Tic Verfahren zur Bestimmung dieser Merkmale sind von Ost- ir iQ) genau ausgearbeitet worden und wurden besprochen und vorgeführt. Ostwald hat seine Lehre in zahlreichen Verösienllichungen nickergelegt, einersells in wissenschaftlichen Werken, andererseits in allgemeinverständlicher Form in der Aarbenfibel und der FarÄmlchrlle; betbe Werke smd mit zahlreichen Mustern ,einer Farbnorm en ausgestattet. Er hat ferner zwei große SammlMu- gen seiner Farbnormen benutSgegeboL ten bSU „varbeit umfassenden „Forblörper"' und den großen „Farbenatlas", der fast 3000 Farbentöne mit bet genauen Ostwalöschen Kennzetchnung enthält. Zum Schluß wurde die Anwendung dieser Farben mm Studium der Gesetze der Farbenharmonie besprochen und auf die Bedeutung dreier Ostnxlld- schen Arbeiten für Malerei und Drnstgeweroe hin- gen-teien. — Tie Gesellschaft hat sich die Verbreitung naturwissensckMtlicher Kermtnrhe tn weiteren Äteiien zu einer ihrer Aufgaben gemacht Tic Beran stal tun gen sind zum Teil öffentlrch uro Gäste dabei willkommen, doch ist es in Hmsrctt auf die großen Aufwendungen der Meifang dringend erwünscht, daß chr möglichst viele Interessenten als Mitglleder dellrelen. ** lieber Kunst unb Kultur der Gegenwart sprach am Donnerstag abend im Verem der Gießmer Kunstfreunde Proi. R. Hamann . Nachm. 3: Weihnachtsfeier f. b. Kinderkirche d LuMgem. Pfr. B.chwISHeimer — Freitag, 24. Tez., nachm. 3: Weihnachtsfeier V d. Kinterkirche d jolxrnncfaem. Pfr. Ausfeld 4: Milllärgottesdienst. Pfr. Austeld. — Wies eck 19. Tez. Vorm. 10: Gottesdienst. — Sonntag, 19. Tez. Storm. 10: Kirchberg. — Nackmi. ly«: Mainzlar. Katholische Gemeinde. Samstag, 18. Tez., nachm'. 5 n. abdS. 8 Uhr: Gelegerch. z. bl. Beichte. — Sonntag, 19. Tez. 4. Adventssonntag. Vorm. 6%: Gelegerch z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe. Kornnnm d. Jung^ freuen. 8: Austlg d. hl Kvmmun. 9: Hochamt m. Pr 11: Hl. Meße m. Pr. Nachm 2: Sakramental. Bruderschaftsand. — Ztatho l. Go ttes- d len st. 19 Tez. Hungen VilO, Lich 1/»8 und Vr3 Uhr. Im Hinblick auf die kommende NrfihiahrSbe- iteQunn fei auf die Bedeutung der Skickftoffdünaung für die Erzielung einer ausreichenden Volkser näbnma bingewiefen. Was den Bezug von Stick- iiondüngemlnel betrifft, fo machen tuit auf die in unserer beuttgen Ausgabe enthaltene Anzeige te» Siickitost-Tyndtkat- G. m. v. H., Berllu, aufmerksam. W I __ tilcrrffieren, daß Hauptmann Klein ein geborener MiiiwochIJ >riebberger ist, Sohn des verstorbenen dor- f-dtvarzer \ i^en Professors Klein Er stand in Mörcklligen loten, übwfai n Lothringen und war zu Beginn des Krieges flute ötlobtuii Ummanbeur des 1. Bataillons 4. Wests. Jnf - 020983 gelttttfctj 11 LztS. (Goas Barfuß) Nr. 17, dessen Ches Lud- 1 btoimer Htn» . ! tig IN. und später unser Grotzherzog Ernst Ltck- «laeehandiekk II ttafl war Q°bmcbenflCn Hauptmmvi Klein wurde tn ter Winterschlacht Stlltthii'ii ! K Masuren am 16 Februar 1915 unter den U—nfiiT~ hienvollsten Umständen gefangen genommen. Das hOP ill l 1 Armeekorps bildete ten äußersten linken Flfi- uvlllol UM cd ber Heiden deutschen Armeen und sollte, vom auf den Ram«.» letten her vorgehcnd, den Russen den Rückmarsch 68renb^iQuliLle HM r»n Augustoio auf Grodno verlegen Das zu 'vriWheT erfl diesem Ärmeekorvs gehörige 1. Bataillon 17 er» ,kickte alS vockerstes mich die genannte Straße, ks modite zahlreiche Gefangene und sandte diese inrüd. Es ging bann gegen Augustow vor bis int die östlich ber Stadt gelegene Straßenbrücke Deshalb tedm GeschaltsinbafaftiÜ! _ . .. _ Rjfa ooi <>,M v-yib5leutcn eine freundliche, sehr giastsreie Aus- m k '^Ti:: I =ibme. Tie Rote-Kreuz-Derttetungen taten ihr ™*t*r ----- fl»ifen.dildii!iis»tz^ neianbl.TiMrtiloihZ, fache. Stör. Ws 021081 an ben Tinisst's mMMir beabteelb«*;., To nur M. 8hflfln«>(.S itbeinen 13418j.t^ m Olietei* Kortamta Frankf. Str. H. Heß Schulst?« Bt Gröetee Spezialgeschäft in « Korbmöbeln:: Korbwara fcplelwaren — nauehaltnnreartikel Kleiderstoffe W»>UMWSW«WlWUNWWaMW»U»«WWaMWWSM! Hauskleiderstoffe MUde 27.50 Reinwoll. Kleiderstoffe ,Q nn farbig.........Maler 03-UU Reinwoll. Kostümstoffe 69.00 - Schotten fUr KWd'r "Ä“'S 29.00 Blusenstoffe Met,r 27.00 U Flauschmantelstoffe 190 95.00 1 Kleiderseide ÄÄÄ 85 00 und farbig.......Meier OJ,V 0 Eolienne,marine' 100 cm „«et 79.00 Blusen-Seide 39.00 L. Bernard Bismarckstraße 6 Nobels Gelatine-Dynamilt Gesteins-Koronit Sprenapnlver ^Silvit" empfiehlt 133831 Karl Gaerthe, wetzlai. tee* kidmdk-Wckü Empfehle mein reichhaltige« Lager In Parfümerie- Q.Toiletteartikell gewahre ab heute bla ein- 4 rtO/ Dohafj schließlich 84 d. 81. 1U /O MÜdll F. 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Partei beantrage, in stempel pflicht ,Lieken Felephon 165 Ktcheegirlti folgt: Darlohn . , . Kost..... Wohnung. . . Heizung . . . Beleuchtung . . ftnel dienen: Für einen weiblichen Dienstboten, der einen Ioh res lohn von 1200 Mk. (100 'DU. im Monat) und freie Kost, Wohnung, £>nymg und Beleuchtung hat und lerne gesetzlichen versicherungsbet- träge selbst zahlt, berechnet sich der Steuerabzug Meldung, dir bei dem Lank-es- IBfldOE^3L ÄbfiCÜMlÄ £x _________ _____ ber Lager, sondern auch wegen der RerveUalien, denen eventuell unsere 2900— 241— 'entsprechet nie. A«s Statt Mttö Land. Gießen, den 18. Ter. 1920. Der Steuerabzug weiblicher Dienstboten. Aus die tm An »eigen teil vorn Landestinan z» amt erlassene Betaraihnarfnnig wird der Wich- -ß Beheizung den l«n^ leignet. id Ersparnis! . 1200— . 1460.- . 100— . 100— . 40— 2. Oiro.. u. Kr.'Ders.' Beiträge zus. rund 26. — Mk. Somit unterliegen dem Steuerabzug monatlich . \ . Deutscher Reichstag. Berlin, 17. De». 1920. 49. Sitzung, vormittags 11 Uhr Auf der Tagesordnung stehen zunächst kleine M fragen Auf eine Anfrage des Abg Kunert iKom^ I nrunift), welche Mittel die Regierung, die für die I Mniaturceichswehr und die Reichsmorinc- 5 Mil- | [ ürben j ährltch in Aussicht nehme, für die Prole- rrrierkinder aufzuwenden gedenke, erwidert Mi- R, o strrialdirektor Dommann, daß die Regierung mit R Mcksicht auf den Ton der Anfrage die Bcant- > mirtung ablehne. Erne Reihe kleinerer Vorlagen wird sodann oltne jede Erörterung in allen drei Lesungen an- Io-nommen, darunter die Abänderung des Börsen- ^'stves dahin, daß auch beim inoffiziellen De- fsenhandcl der Differenjeinwand nicht erhoben nsrben kann. Auch die Abänderung des Weingesetzes, die ■ (ine Ausdehnung der Zuckerungsfrist für Weine v?. tm 1920 bis zum 31. März 1921 zuläßt, wird bi allen drei Lesungen angenommen. Es folgt die zweite Beratung des Gesetzes über de Strafverschärfung wegen Schleichhandels und im Jahr oder im Monat davon sind abzugsberechtigt: Reichstag möge erklären, tue Behandlung der Hn- terpeflatwn oarch die Regierung entspreche nicht den Anschauungen bei Hauses. Vizepräsident Tc. Bell hält die Form des Antrags geschäftsordmmgsmäßig nicht für zulässig. Abg. Tr. Levi (Kvmm.): Der Fall ist in ber Geschäftsordnung nicht vorgesehen, und fit* xtfx. ton a Ntittoßa toapou Abg. S chnl ze-Brvmbcrg kD-R.) hält eS für notwenmg, da» das Hinittertumduotum eine Begrünoung im Antrag selber erholte. Seiner Partei fei bei Verholten ber Regierung gegen die Bolschewisten $u mube gewesen Al^. Dr. Philipp (D.-Ratt ): Dir sind mit Umstände pitubillii laschf sge-°"° Zeltruf ., fäzisio"^ &\, " d'n billite en> Bahnhof, be-Warme Herren- stiefel bis ES sind also monatlich 10 v. £>. von 90 Mk. — 9 Mk. in die Steuertarte ein zu kleben. Zahlt die Dienstherrsck»ft die ganzen Versicherungsbeiträge, darin fällt der Abzug von monatlich 26 Mk. weg, dem Steuerabzug unterliegt mithin ein Betrag von 116 Mk monatlich, es send alsdann für 10 ».£). = für 11 Mk. (Pseiung- beträge scheiden auS) monatlich Steuermarken in die Steuertarten ernzukleben Bon amtlicher Seite wird uns weiter mit* geteilt, daß eS sehr hänft'g vorkommen soll, hat» Arbeitgeber den Heim« bei trennen (Räl-eitnnen, SchneLerinnem Sticherinnen ufro.) bet der Auszahlung des Arbeitslohn- nicht die Steuertarten ab,ordern und die fälligen Marken rinfieben. Tatz für em solches Verfahren nicht allein der Arbeitnehmer, sondern ga-'^ besonders der Arbeitgeker sich der Steuerchmtertztehu-g pfetÄng macht, scheint im Publikum noch nicht Überall bstonnt zu sein. ES kann deshalb nicht genug daraus hingewiesen werden, bat, Verschlungen obiger An empfvGliche Strafen nach sich ziehen. In einer GesckMftsorhnungsbemerkung stellt Abg. Schul z-Bramberg (D.-R. fest, bei der ixm* gen Abstimmung sei dem $röfä>enten ein Rechen- fehler unterlaufen. Die erfa^erluhe Äodbrittel* ' mehrheil erfordere nämlich 233 ’Wbflwtbnete Tas । Gesetz sei also, wenn nicht hier eine Verfassungsänderung vorliege, abgelehnt Präsident Löbc gibt dies zu. Es folgt die Weiterberawng der Interpellation fcergt und Genossen (T.-N.) über die bolschewistischen Umtriebe. Abg. Fleischer (Ztr.) meint, das Reichs- ivehrministerium müsse in Zukunft bte Veraut- rtortung jür die Getanem en und Internierten übernehmen. Wir mochten wissen, wie Gegenstand«, die vertraulich im Kabinett beraten wurden, m die „Freiheit"' gelangen koanten. Tre Enten« trifft die -schuld daran, das; die Gesomgenen nicht von Reichswchrsoldaten bewacht werden imb dab ferner bie gefangenen Russen auS dem Halttnege nicht hetmgeschi« werden tmenten. Tesla.'b hätte der Abg. Henning unsere Regierung nicht angreisen dürfen. Tie Boeinflussug ber roten Armee durch die Tendenzen ber SoivietreplMit kann hier nicht verboten werden. Gegen ihre Agitation kann die deutsche Regierung nichts machen Rur darf sie nicht zur Vergewaltigung der prrstackichen Freiheit führen. Wir sind noch fangt nicht über die bolschewistische Gefahr hinaus Die „Rote Fahne" wünscht noch immer die Ausdehnung ber Weltrevolution, selbst hinweg über bie Leichen des „Vorwärts" und ferner Gesinnungsgenossen Tes- -halb müssen wir die Borgänge in den russischen Lagern im Auge basalten, umsomehr, als die bolschewistische Regierung bemüht ist, auch in Polen ihre Agitation zu entwickln lAbg. Be ue rmann (D. Vp.): ES IW fest, baß nichtbolsäxwistischen Russen bie Verpflegung und sebe Becmemlichkeit bei ab die russischen Lagerkommandanten entzogen wurde und zwar ausdrücklich deswegen, weil sie Feinde der russischen Regierung seien. Beschwerden dieser Nichtbolschewisten an die deutschen Behörden sind den ruft loschen Offizieren in die fcärtbe gespielt worden. ($)ört härt) Dir braudvn nicht um die Gunst der Sowjetrepublik zu buhlen. Abg Dr Rosenfeld (11 SP.): Der Abg. Henning und die „Deutsche Zeitung" find einander Wert. Beide sind Schwr d^er. (Der Redner werd vom Vizepräsidenten Bell nur Ordnung gerufen.) (Ruse rechts: Frechheit) Tie Rechte fjot ja (m übrigen ihr Ziel erreicht' Die Internierten werden in Zukunft dem ReichsWehrministerium unterstellt. Auch das Zentrum hat sich dem angechslossen. Wenn wir dann noch bedenken, daß ber wirkliche Kriegsminister General von Seeckt ist, dann können wir uns das künftige Schicksal der russischen Gefangenen und Internierten schon vorstellen. DaS Selbstverwalttmssreckst wird ihnen genommen. Die Rechte will die Russen nur als Streikbrecher und Lohndrücker verwenden, uto die freiet deutschen Arbeiter zu schikanieven. Alle Bestrebungen der Rechten, alle Lügen und Märchen über bolschewistische und kounnunistische Umtrdw in Deutschland sollen nur dazu bienen, da- Bürgert um gegen uns aufzuhetzen und die soeben anaeknüpften wirtschaftlichen Beziehungen w Rußland wieder zu zerstören. Die Rechte will ober noch mehr: Sie will die roten Soldaten mi Weißgardisten machen, um freie Hand für die Ligitation au haben. Abg. Haas (Dem): Die Qrcögr W. '3u- ftänbigfeit der Ministerien hat mit dem Stern der Sache gar nichts yn tun. Ob Ruhland sowjeti- stisch, republikanisch oder zaristisch werden will, ist seine Sache. Unser Verholten argen Rußland darf nicht von ©thnrremgen beeinflußt sein. Deshalb bürfen deutsche Smnvatbien weder für noch gegen Sowetrußland Partei ergreifen. Das gleiche erwarten wir aber auch von Rußland. Fremde Gerichte können auf deutschem Boden nicht ge- bulbet werden, auch nicht in den Gefangenenlagern. Das Asylrecht mach auch vor solchen Gerichten einen Schultz gewahven Dir Tifaiplinavgewalt muß in den Lagern in unseren '£)4nix-n fein. Mir ist es unfaßbar, daß man den Russen ihre eigene militärische Einleitung gelassen hat. Diese militärischen Verbände müssen aufgelöst werden. Wenn Reichswehr nicht entbehrlich ist, wessen Sitze- MMtn sckaften hercrngezogm werden. Reichsminister des A-nßern Dr. SimonS: Für das Auswärtige Amt kommt bei der Behandlung der Gefangenen nichts roe-iter in Frage, als daß Deutschlands Interesse gewahrt bleibt. Wir hatten uns zur Bewachung der Lager an die Entente gewandt zwecks Gestattung der Aufstellung besonderer Mannscha tsverbände, lecher erfolglos. Was wir nun getan haben, war ein Notbehelf. Ich erkenne die Schwierigkeiten einer Bewachung von Truppen durch Zivilisten an, erschwert durch den geistigen Kampf, in dem Sowjetrußland sich mit uns befindet. Herr Viktor Kvvv ist ber anerkannte ** Mitteilung aus dem Stadt- theaterbureou. Die erste Wiederholung der Kinde c-Kvmädie „Frau Holle" findet am Donnerstag den 23. b. M. statt. Nochmals fei daraus hingewiesen, daß von Sonntag, dem 19. d. M. ab die Karten für sämtliche Vorstellungen der Feiertage auSgegeben werden, und daß am 1. WeihnachtStage die Kasse geschlossen bleibt. ** Festgeno mmen und dem Gericht vorgeführt wurde eine Person, welche auf dem hiesigen Bahnhof (Koblenstrang) Kohlen entwendete. — Aus Miliiärbeständen wurden 120 Militärwolldecken entwendet. Bor Ankauf wird gewarnt. et 9t ei f e »rü f ungen für Richtschüter und Richtschü le rinnen. Kriegs re iseprüfungen, sonne Prüfungen zum RaäSveis der Steife für Obersekunda und Prima finden im Schluß des Winterhalbjahres statt. T>-r nrü 1F0 Mk 5-STIEFI werk kJ andle"1 Gefangene in Rutztand auSgesttzt fein würden. Ader wir ksrnml es baut, daß in Rußland noch 50 000 deutsche GesanMme (mb, w-hrrnd es im Oktober nach Mllterlung dersatben Regierung nur noch 13 000 waren. 3kr verlangen bie Mwachung ber Lager durch Reichswehr. Bor allem öerlan- gen ixr eine crnheitllchc öcanttwrtimg solcher Interpellationen, Reichsfinangrndrister Dr. Airth bestreitet, eine Zahl bei den deutfchen Krie^ogefangmen genormt zu haben, auch nicht die von 50(X)0. Herr .Schlesinger sei «n ernaeschrielxnes Milglieb ber MehrheüSfo-iialisten und habe mit den Kommunisten nichts tu tim. Bon einem Angriff des Staatssekretärs Graosinsky gegen die Deutsche Volkspartei sei nicht bie Rede. Das Mißtrauensvotum der Unabhängigen und fiWrenunifben wird abgelchnt. Die Besprechung wird geschlossen. folgt die Zntervellation T r i m b o r n bett. Ätassälle des Direktors ber RchchsgetreibesleNe von Falkenhapn gegen dü Rhcinlanbe am 29. Oktober 1920 hn Obergxäsidvnn -u Koblenz. Abg. R e y s e n (Z.) bagcünbel die Interpellation. Reichsmmistrr Dr. HermeS: Das Ministerium Hal von dem Verlaus der Sitzung erst durch die Zeitungen erfahren. Herr v. Zchkenhavn leugnet die Aeußerimgen. Tine Untersuchung nnnrbe ein» geleitet. Die Äeußerung, bie Rheinländer iinb alle Franzosen, soll nach AuSiage eines entlassenen Angestellten einmal früher geiallen fein, was auch nidjt erwiesen ist. Auch der Wortlaut ber Aeuße- rung von „bochverräterischer Gesinnung" konnte nicht festgestellt werden, v. Fakkenhaon will gerade das Gegenteil gemeint haben. Immerhin habe er Anlaß zur Erregung gegeben und habe seit dem Beginn ber Unterucbung keinen Dienst mehr bei ber Reichsaetreidestelle getan. Er ist fein amtlicher Vertreter des Deutsche Reiches und war nicht befugt, sich auf politisches Gebiet zu begeben. Daß er es doch getan, bedauere tzH tief. Ich habe den Präsidenten der ReichSgetreitnstelle erfivcht, von Falkenhahn auf das nachdrücklichste zu verwarnen und ihn tm Rhemlande nicht mehr zu verwenden. An der Aussprache beteiligen sich die Abg. Sollmann (Soz.), Oertel (D. Vvt.), Reuhaus (D.-Rat.), Frau Aanes (USV ). Dr Teermann (Baper. Vvt.), Dr. Külz (Dem.). Dr Lauscher (Z.). Morgen 9 Uhr: Kleine Vorlagen, Rest der heutigen Tagesordnung, Anträge, Petitivnen. Schluß nach 10 Uyr. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Ätsnahme des Anwestieparagrapbtn. Andererseits le antragen wir bie Bestrafung der Verschiebung ft»n Kohle und Maschinen aus ben Betrieben in bad besetz aufzunehmen. Der bavarische Gesandte v. Präger gibt ■ letner Verwunderung darüber Ausdruck, daß ber j Uomtmer diese lediglich im Interesse der not* ■ leitenben und schnür arbeitenden Klassen erlassene ■ Setorb als eine reaktionäre Maßnahme bett Kihnfl Von einer Rechtswidrigkeit ber baye- > nsyen dnung könne ferne Rebe fein. Abg. Lukas (Bayer. Bpt.) tritt für die stecht mäßig kett der bayerischen Landes maßnah- nen ein. Abg. Woldstein (Dem.): Daß die bayerische Berorbmtng rechtswidrig ist, steht außer allem Zweifel. Abg. Br e idsche id (USP ): Die Recht- ltaechung in den Schieber- und Wucherprozeslen tat das Rcchtsbewußtsein nicht befriedigt. Außer- srn ließen bie Auslührunflsbestimmunaen nicht aci den ernsten Willen schließen, energisch gegen Vereine und Veranstaltungen. — Ter Stenoaravhen-Verein Ga^ belSberger Grotzen-Linden dielt ant 12 ds Mts sein erste« Verein^Preis-Dett- schreiben ab, das acht Teilnehmer aufourorifen hatte. DaS Ergebnis war sehr günstig: alle Teil* nehmet konnten mit Preisen ausgezeichnet werben. Es wurde geschrieben in den Abteilungen, 40 bis 100 Silben , ,, o - Bad-RauheiM, 17. Tetz. Die lneftgv Ortsgruppe des V o l kS b un deS tzu m S chu tz« der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen hielt unter dem Vorsitz von Lehrer Stenographie. A Bad-Nauheim, 17 Tez. Der zweite Sftentlicke Abend ber DramatischenGesell- schgst bedeutet einen burch'chagend-'n Erwlg dieser herein igurg Bad Much üner Ltt.-rawr- mb Kunstfreunde. Unter Mitwirkung bet stkurtapelle bracht? d'e Gesellschaft bie Cpnr-tte , Wrt?erlm-l" zur Darstellung Die Einftutierung hatte Ri ard Hellborn-Gießen geleitet. Die Ro'l- ter , DMzer- Itelel" wurde von Frl. Käthe Otte von Gießei'er S:a>tchea:er, ber sich die biefnen Mttrm kenbvr tresfl-ch anraßten, unter großem Beifall des Publix knms gespielt. Ter Theatersaal des LurhutseS axr uaheLü gefüllt. __ - ffiM.110.-I Meter M. 95." - Vertreter ber Sowetvegirmna und muß als solchrr auch von ben Parteien behandelt nrtben. Der brutsche Vertreter in Rußland crmießt bv gleichen Vorrechte. In ber Paßfrage können wir feinen Russen zwingen, sich von ber Sowietvegierung ehren Paß ausstellen tu fassen. Werbebuwans werben von uns energisch unterdrückt werden. Den Grundsatz, auf deutschem Boden nur deutsches Recht und deutsche Gerichte gelten tu lallen, stimme, ich im allgemeinen m Rur banbdt es sich bei ben Internierten um dis^plinare Verstöße, die ein Frember, wie es m diesem Falle ist, nicht verstehen würbe. Daher bin ich in der Disziptinarfrage anderer Ansicht. Staatssekretär Crzcsinsky: Ter Lagerkommandant von Solzwedel ist nur aus dem Grunde entlaßen worden, weil er unterlassen hat, die unter Zivilvertrag einberufenen BewochnngS- mannschaften nach den Anforderungen bes Tarifvertrages entsprechend ben Weifungen der Regierung ju registrieren Ter Abtransport oes Generals Geher ist von Stettin aus erfolgt. Er bat auch die russische Grenze im November bereits vassiert, kann also in Frankfurt a M. nicht ge- sehen worden sein. Für den Notfall ist Vorsorge g erraffen. Abg. Köhnen (Komm.) protestiert entschieden dagegen, daß die Reichswehr die Bewachung ber Lager übernimmt. Tic deutsrche Regierung hinvere die Einführung der vildunaseinrichtun- 6en ber russischen Armee in den Lagern. Tie beulsche Rcaktüm stände mit den Weißgardisten anqeleoeichetten einyrrrirbm ist, sind beizufiigmr Ledentlauf, Leumundszeugnis, Nachweis de- Bu^ dm4ds-«igcs und der Vorbeveüun.i auf bu Vrü- fxnm. lowu bie letzten Schul- und Pr.vat»ugnifse. Genaue Angabe ber Bnsckr.-ist ist iwtsg. Bei deck Meldmvg tzur Kneg^raßr'.üfung ist bi-? Vorlage eures Nachweiss über Art und Dauer ber Militär- dvnsttzeü erforderlich. Mc l de schlu ßn. antz 16. Januar 192 1. > **DieFlurnamensammlutzg iw Hessen. Während dec HaiU)tversan./..luns der deutschen Geschichts- und Llltertumsver^ eine am 27.—30. September in Weimar wurde ein Ausschuß für Flurnamen ins Leden gerufen, dec das gesamte denlscye Sprachgebiet umfassen soll. In unserem engeren ön* terlande hatte bie Hessische Bereinigung für Volkskunde schon vor dem Weltkriege einen! Ausschuß für oie Flurnamensammlung unter Leitung von Staatsarchivoicektor Dr. Dieterich, Pfarrer O. Schulte, und Prof. Dr. Reis gebildet, und das Sammeln hatte in allen drei Provinzen bereits lebhaft begonnen und gute Erfvlge gezeitigt. Nunnfehc soll diese Tätigkeit, die infolge des Krites ins Stocken geraten war, überall in Heften wieder aufgenom* men werden, und es steht zu hoffen, daß bei. dem großen Wert der Flurnamen für Heimat^ geschichte und Volkskunde sich recht viele Sammler bereit finden werden, dieses große, vaterländische Unternehmen zu einem baldigen! Ende führen zu helfen. **Die Kohlen Produkt io u in £> e f f e nJ Tie monatliche Statistik ber Kohlmprotzu tiou te# Landes Hessen weist für den Monat Rovernber 1920 solgenx Zähen nach: An Robb'auutahleir nm eben gefördert 46 928 Tonnen, verkau t wurden' davon 18 735 Tonnen: ber größte Teil der Rohkohle würbe meteraerarbeitet ober war uir weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus ben verarde tr^ tm Rohkohlen wurden neben Schwelereivrodukton enmat: 482 Tonnen Braun fehl enbri fett s unb 118 Tonnen Nu^P-eßsteine. Auß-rbem wurden in Hessen creaiflt 6830 Tonnen StTrupreßkohlen Unter Berücksichchplng ber aus dm Vornwnoten übernommenen Bestände, sow-e des Absätze» undSelbst- vcrbraucte verblieben am Ronat-schluß abfatz- kähm: 11007 Tormcn Rohkohlen, 756 Tonnen, Brik-tts, 1926 Tonnen Naßpreßsteine, mfammnt 13 689 Tonnen Braunfehlen und Brannkahlen- Produkte im Gesamtwerte von 1 800 000 Mark. Landkreis Gießen. F. Lollar. 15. De» Auf VdvKnx Babw» Twfe wurden in ber vorberaelxmd-n Woche'von beö Sichecheitspolirei %trTa 200 Pfund Mehl be* schlagnahmt. — Zwei junge Leute im Alter- von 16—20 Jahren gingen unter M tnabnm eines größeren Gelbb-tragrs durch Auch rtn llomilien^ Vater von 5 Kmdern stahl seinem Schwegervat« mehrere tausend Dbark imb ging bannt 'flüchtig. KreiS Friedberq. ba. Friedberg, 17. De». Die von der! Stadt Friedberg als Notgeld ausgegebe*' neu 50 Pfennigscheine werden nur noch bis- 31. Dezember gelöst; die Scheine verlieren,'' dann chre Gültigkeit. Schließlich wird bas Gesetz tm ganzen ein* ftinmig angenommen, auch in dritter Lesung. Bei der Beratung des Gesetzentwurfes betr. 8'chutz der Kriegsteilnehmer gegen Zwangsvoll- tarckung, verbunden mit einem Anträge Mül lev- ranken (Soz.), ber eine Verlängerung ber Gel- taigsoauer der Gesetzvermdntmaen für Kricgs- tr-lnehmer gegen Zwangsvollstreckungen vom 17. Kmi 1919 bis 1922 wünscht, bittet Reichs- M-minister Heinze am Ablehnung bes Antrages, bei auch unter den Gläubigern sich Kriegsteil- teimer befänden. Tie Verlängerung bis zum l.Juli 1921 ist das Aeußerste, was sich tun laßt. Ter sozialdemokratische Antrag auf Verlängerung bis zum 1. Januar 1922 wird int Wege bei Hammelsprungs mit 137 gegen 14- e>ttm- run abgelehnt. Tos Gesetz selbst wird angenom- Kyt unter Ablehnung eines unabhängigen An- teiged. In dritter Lesung gelangt das Gesetz ebenfalls einstimmig zur Annahme. ES folgt bie dritte Lesung des Sperrgesetzes, bii: sich bebattelos vollzieht. Tie Abstimmung ist Nxnenllich. Tas Gesetz wird mit einer Stimme DschrHeil über die erforderliche Zwe:- krttelmebrheit angenommen. Es stimmen insge- kmt 348 Abgeordnete ab, davon 209 mit ja, 12t mit ein. 15 enthalten sich der Wstimmung. Ter Gesetzentwurf über die Erstattung der bei Lehrern und Beamten in ben besetzten Geboten bezahlten Wirtschaftsberhilsen wirv in zweite: und dritter Lefimg ftugeuomniav Gesckäftsbericht bes Schriftführers Lehrer Ostwald und bie Rechnunasabla« deS Rechners Baickvorstanb Hartmann Stoll ct’i äußerst er- fie»lick',es Bild scymsreicher unb vielseitiger SLx> beit im Dienste ber Kriegsgefangenen- Fürsorge, für bie wohl an kaum ein-m anderen Ort von ber GrSße Bad-Raubeiars mit dm gleichen Erfolg geschallt worden ist. Etwa 2 0 0 0 0 Mark firtb in unserer Stadt vom BolkSbunbl durch Sammlmrgen, Opserba« und sonstig' Veranstaltungen für unsere Gefangenen aufgebracht worden. Größere Beträge davon sind an das Durchgangslager in Gießen imb an das oroße K rieasgefangenenhilf-werk in Berlin abgefübri worden: außerdem konnte gelegentlich ber von ber Stadt veranstalte en Bogrüßimgsstier an jeden der 60 heimgekehrten Bad-Nau Heimer der Betrog von 150 Mark als Ehrenaa be ausgezablt nrrben. Vom verbleibenben Rest bestände kann jeder Heimkehrer zu Weihnachten noch bie Summe van 30 Mk. erhalten Einstimmig mrrbe bie Auflösung des Volksbundes beschlossen- woS b~r Ort'-arupve an Geldern noch verb'eibt. fällt dem» hie i < n Zweig- neretn der Neustsrxn:einimn-a ebemai'ger Srstgs- gefangener yi. w h^end H Akten inf ft ä b t i f d»e n Archiv mifbennbrt werben sollen Dnn einen noch nicht heimyekehnen BadMouheimer der aber ferne Abreise aus Turkestan schon onnem-ld-t bat, wird eine besondm Ehrengab.' von 300 Mark bewilligt. Der Vorsitzende beschloß darauf bi Tätigkeit des Volksbimdes mit Worten des DankeS an alle, die das große HilfSw-rk unterstützen halfen. B'-rgermeister Dr Kapstr übernrittelte Lehrer Wagner den auf-itfirigen Donk ber Stadt für die Gründung und umsich'iqe Leitung brr Ort^-gruWe. Von den -.a bl reich anwesenden Heim gekehrten dankte Truckereibesitzer Livski, ber V^rsitvnde ben ReichSverrinigung ehemaliger Kriegst fan gen en> dem Bolksbund für sein segensreiches Wirken. bie Schieber vorzugehen. Reichs ftistizmlnister Dr. Heinze betont gt-flenüber bem unabhängig-femmunisttschen Antrag ar Einfügung der Worte „Kohle unb Maschinen", :im Gesetz seien mir Beispiele angeführt. Es komme bic iialdemokratischer Antrag, der die eventuelle Uftbertoeihmn eines Verurteilten an die Landes- scrlizei streichen will, angenommen. Der Amnestie- k rcagraph 6a wird angenommen. Der Antrag [vrxfeü) lllSB.) auf Aufhebung ber bayerischen l8j|6 aieSFiillg») Duchers Abg. Leutheußer (D. Vvt.) berichtet über Ht A'isschnßverhandlungen T>n Redner schildert ht Empörung, bie gegen das Schieberwesen besteht lab tritt gleuhtzeftig für die Entschließung des sLiSscfiusses ein. Für eine ausreichende Betaimt- i uhung dieses Gesetzes ist besonders durch öffent- liften Anschlag pi sorgen. Im Interesse der Gast- rsrte hat ber Ausschuß einen Paragraph 6a neu kwgefngt, daß Bestrafungen nicht rargen ber bisher r ich nicht rackftskrästtg abgeurieilten Zuwiderhand- t ungen gegen Strafvorschriften, die zum Schutze bet Verkehrsregelung erlassen worden sind, nickt imchc ftattfbibcn, soweit die Verkehrsregelung auf- («hoben ist. Abg. Radbruch (Soz.): Das Gesetz ent* spricht Der bayerischen Landesverordnung, die an fi f? unmöglich ist, weil sie der Verfassung widcr- sOiicht. Die ganzen Bestimmungen richten sich «2gen die kleinen Schieber. Das ganze ^Gesetz wird ior keine abschreckende Wirkung ^aben. Da bem T^mtftar aber an einer solchen Waffe gelegen ist, iwrben wir dem Gesetz zustimmen. Aba. Herzfeld (USP.) bespricht die alte buoeriftoe Landes Verordnung, die verfassungswidrig .Derr. Der Reick>spräsident hätte schon eingreifen massen. Nun ist es wenigstens die Pflicht des !li nchstags, unseren Antrag an&unetymcn, diese bäuerischen ©onberbeftantminigen für verfassungswidrig zu erklären und aufsuheden. Das vorliegende Gesetz ist tatsächlich nur bestimmt, ben Arbeitern die Abigen tu verblenden. Die.Agrarier, He am meisten schieben, sind ja doch nicht zu fassen. Siofcbcm werden wir bem Gesetz Kustimmen mit QoitM. Mrirrzer Warenbörse. SD? a xv i, 17. Dez. Die Börse war Henle aut besucht. Es herrschte aber schon Feiertag- ftimmirny und eine gewisse Zurückhaltung. Dementsprechend war das Geschäft nur klein, ßn Hülsenfrüchten sowohl wie in Reis nur sehr kleine Umsätze. In Kleesaaten war Rot- fTlce lustlos. Luzerne dagegen unverändert. Auch in Rauhsutter und Rüben war das Ge- sschäft^i sehr kleinen Umsätzen unbedeutend. In O^saaten war einige Nachfrage nach Maps. Die Warenbörse fällt am 24. und 31. d. M. wegen der auf diese Tage folgenden Feiertage aus. Die nächste Börsenversammlung äst erst wieder am Fseitag, den 7. Januarr 1921. ♦ — Buderussche Eisenwerke A.--G. an Wetzlar. In der gestrigen außerordentlichen Hauptversammlung waren 24 316 OOO Stammend 4 Millionen Mk. Vorzugsaktien vertreten. Der aus d r Versammlung vom 13 November schon ibclmtiite Führer der Opposition (Spaeter), Justiz-- rat Grünewald-Gießen, erbat zunächst bte Erösf- ,nung einer Generaldebatte. Er hob nochmals seinen prinzipiellen Standpunkt gegen die Schaffung von Borzugsaktien hervor und führte weiter aus, daß «anscheinend die von ihm in der letzten Generalversammlung geltend gemachten Bedenken auch die Verwaltung überzeugt haben, da sie ja durch diese neue Versammlung die damals gefaßten Beschlüsse aufheben wolle. Aber er würde auch heute nicht mit der Verwaltung einig gehen. Er wolle dir in der Versammlung vom 13. November geschaffene Rechtslage, auf Grund deren er Anfechtungsklage erhoben habe, nicht verschoben wissen. Die Verwaltung beabsichtige ja auch nicht, jene Beschlüsse ernstlich zu beseitigen, sondern neue zu fassen, wodurch die Stammaktionäre noch mehr geschädigt würden. Der mit qualifizierter Mehrheit gefaßte Beschluß könne zwar aufgehoben werden, ;edoch nicht mit einfacher Mehrheit. Daran änbere auch nichts die Abänderung des K 21 Absatz 1 des Statuts, lleberdies bedeute der dem Antrag entsprechend zu fassende Beschluß eine Kapitalherab- setzung, was aber nur mit großen Schwierigkeiten durchführbar sei. Ter Vorsitzende Justizrat Tr. Katzenellenbogen trat der Auffassung des Redners entgegen und erklärte zum Schluß seiner gesetzlich begründeten Ausführungen, daß die angestrengte Klage zwecklos sei. Generaldirektor Bergrat Grübler betonte, daß, sofern der von der Opposition zu sühnende Kampf als Grundlage und Ursache den Handel mit Buderus-Prvdukten habe, wie aus Vresfeäußerungen hervorgehe, dieser zwecklos sei: denn soweit die Produkte nicht syndiziert seien, erfolge der Verkauf durch die vor 10 Jahren ins Leben gerufene Buderus-Handelsgesellschaft, der man noch zwei Gesellschaften, nämlich Beckmann & Basler und Schaumburg & Wüsthoff in Leivzig angegliedert habe. Buderus strebe dahin, seine Rohstoffe bis zur höchsten Vollendung zu verfeinern, so daß in Zukunft auch Roheisen kaum em Markt verkauft würde. Die Anträge der Verwaltung auf Aushebung der Beschlüsse vom 13. November und Erhöhung des Aktienkapitals um 16,25 Mill. Mk. durch Ausgabe von 2000 Vorzugsaktien zum Nennwert und 14 250 Stammaktien zu 165 Prvz., von denen die Hälfte den alten Att'onären im Verhältnis von 4:1 angebv- ten werden, und Aenderimg des § 4 der Satzungen wurde daraus mit 35 503 gegen 8813 Stimmen der Opposition genehmigt. Berlin, 17. Tez. B örsenstimmungs- bild. In der Geschäftsstille und Zurückhaltung an der Börse ist heute keine Veränderung ringe« treten. Tie Kursbildung war unregelmäßig und überwiegend nach unten gerichtet, wobei indes festxustellen ist, daß die Rückgänge nur bei ganz wenigen Papieren 10 Pwz. unb nur bei tevus 37 Proz. erreichten. Außerdem waren auch einige Kursbesserungen von 10 bis vereinzelt 20 Proz. für Orenstrin & Koppel, Hirsch-Kupfer und Rheinische Braunkohlen zu verzeichnen. Im Verlaufe bekundete die Börse bei unbedeutendem Geschäft gute Widerstandskraft bei unwesentlichen Schwankungen. Die Devisenpreise waren wegen der kleinen Besserung des Markkurses etwas niebri» ger notiert, worauf auch das leichte Nachgeben 6er Kurse der Valutawerte zurückzuführen ist. Am Rentenmarkt waren die Kursveränderungen unbedeutend. Oesterreichische und ungarische Werte lagen im Angebot. Frankfurt a. M., 18. Dez. Börsenstimmungsbild. Tas Geschäft in Valuta- papieren wird durch die unentschiedene Haltung des Tevisenmarktes gelähmt. Bei der großen Abhängigkeit von diesem Markte wird die Unternehmungslust auch in verschiedenen Werten beeinflußt, welche noch tor einiger Zeit in lebhaften Verkehr staniven. Teutsche Petroleum lagen schwach, ca. 1880. Mexikaner schwächten sich von 2—6 Proz. ab. öproz. Goldmex. notierten 712, 5proz. Silbermex. 498, 4Vrprvz. Jrrigat. Mexikaner 490. Oesterr. Crcditanstalt gaben um weitere 21/» auf 62 nach. Mansfelder Kuxe 4550. Chemische Rhenania fest, 666. Für Teutsche Maschinen wurde ein Preis von 326, für Hansa Lloyd ein solcher von 155 genannt. Benz Motoren bewegten sich zwischen 200 und 201. Julius Sichel 1400. Montanpapiere lagen ruhig aber vorwiegend behauptet. Etwas höher wurden Gelsenkirchen bezahlt, 377. Mannesmann verloren 8 Proz., 547. Buderus bei stärkerem Angebot 645 30 Prcy. niedriger. Nordd. Lloyd besser 182V-. Chemische Aktien lagen prristelteno. Holzverkohlung 590, plus 2 Proz. Maschinenf. Bock & Henkel 416, gewannen 8, Spinnerei Tränkner & Würker 375, plus 5, Gummiwarenf. Peter 478, plus 3 Proz. Niedriger stellten sich u. a. Metall Bingwerke 270 (minus 5 Proz.), Lokomotivfabrik Krauß 428, verloren 2 Proz., Aolerwrrke Kleyer waren 3 Proz. gebessert mit 314'/,. Schantung- bahn 580, büßten 8 Proz. ein. 5p«H. Tehuantepec 485—490, gaben 10 Proz. nach Frankfurt a. 9JL, 18. Dez. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 16. D-?. 17. Dez Amsterdam. Rotterd. 2300,15 2304,85 2275,20 2279.80 Brüssel-Antwerpen . 458,50 459,50 456,50 4'7,50 Christiania......1003,00 1096,10 1078,90 10Jl,10 Kopenhagen 1113,50 1116,15 1093,90 1 >6,10 Stockholm 1451,50 1154,50 1428,55 1431,45 Helsingfors 174,80 175,20 174,80 175,20 Italien........ 2'6,70 207,30 254,70 255,30 London 257,70 257,67 252,95 253,05 New-York 73,67 73,83 7 ,42 7'.58 Paris 43 ,r 5 436,95 43 F5 436,45 Schweiz 11 0,^5 113^,15 1093,-0 10^6,1 n Spanien 961,50 963,50 939,05 940,95 Wien (altes) Deutsch-Oefterr. . . . 17,98 18,02 14,85 14,89 Prag......... 8 .65 87,85 82,90 8 .10 Budapest 13,98 14/12 12,98 1V>2 VUjyUl ICH e • Konstantinopel Züricher Devisenmarkt. 17. 12. Wechsel auf: Schweizer Holland 100 Fl. =20i.75 Deutschland 100 Mk. --- 9 05 Wien 100 Kr. --- 1.55 Prag 100 Kr. — 7 50 Paris 100 Fr. = 39 40 London 1 j8 — 22 40 Italien 100 L. = 23 30 Brüssel 100 Fr. = 41 40 Budapest 100 Är. ---- 1 35 New-York 100 $ = 654 - Agram 100 Kr. — 4 50 18. 12. Franken 206 50 9.12 1.45 7.50 39 60 23 10 28 05 41 75 1.95 658 - 4.- Behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Die nächst: lende Verordnung bringen wir hirr- vnt zur Kenntnis. Geßen, den 15. De-emter 1920. Demobilmackiuna-eanssck.uß Gi ßewStadt, I. V.: Dr. F rey Beigeordneter. Verordnung. betreffnw dir Stillegung von Betrieben, welche die Bevvlkeru'ig mit Gas, Wasser, Elektrizität versorgen. Vom 10. November 1920. Auf Grund des Artikels 48 Abs. 2 ter Reichs- verfassuny verordn« ich zur Wiederherstellung der öfftntlichen Siäferlirit lund Ordnung für das Reichsgebiet folgendes: In Betrieben, welche die Bevölkerung mit Gas, Wasser und Elektrizität versorgen, sind Aussperrungen und Arbeitsniederlegungen CSt-riks) erst zulässig, wenn der zuständige Schlichtungsausschuß einen Schiedsspruch gefällt hat und seit der 93er» kündignng des Schiedsspruches mindestens 3 Tage vergangen sind. Wer zn einer nach Abs. 1 unzulässigen Aus- spernmg oder Arbeitsniederlegung auffordert ober zur Durchführung eines folgen Streiks an Maschinen, Anlagen oder Einrichtungen Handlungen vornimmt, durch die die ordnungsmäßige Fortführung des Werkes unmöglich gemacht oder er» schreri wird, wird mit Gefängnis oder Geldstrafe bis Fu fünfzehntausend Mark bestraft. Ebenso wird bestraft, wer eine nach Abs. 1 unzulässige Aussperrung vornimmt. § 2. Werden durch eine Aussperrung oder Arbeits- «nieterlegung Betriebe der genannten Art ganz oter teftwrise stillgelegt, so ist der Rrichsminister des Innern berechtigt, Notstandsarbeiten und Not- standsversorgiuirg zu sichrn, sowie alle Verwal- ttrngsmastuahmen ui treffen, die zur Versorgung ter Bevölkerung oder zur Weiterführung des Betriebs geeignet sind. Hierzu gehört auch die Her- bnführuug ter Befriedigung berechtigter Artjprüche ter Arbeitsnehmer. Dre durch derartige Anord- lfnungen entstehenden Kosten fallen dem Betri:bs- unternehmer zur Last. § 3. Arbeiter, Angestellte und Beamte, welche in /Beachtung ter Bestimmung des 8 1 die Arbeit in ’ten genannten Betrieben writecführen oder gemäß (§ 2 angeordnrie Notstandsarbeiten oder Arbeiten. Mir Sicherung d r Notstands envrgnng leisten, dürfen dieserhalb in keiner Weife wirtschaftlich benachteiligt werden. § 4. Diese Verordnung tritt mit dem 10. November 1920 in Kraft. Berlin den 10 November 1920. 13345B Ter Reichspräsident: Ebert. Ter Reichskanzler: Fehrenbach. Milchbelieferirnq. Die Milch-Nipfänger, deren Karte auf */*, 1/s «und V» lautet, können in dieser Woche nicht beliefert werden. Gegen Abgabe ter Milchmarken die auf obengenannten Tag (51. Marke vom 18. Dez. 1920) lauten, können vom 19. bis einschließlich 24. Dez. 1920 in nachstehenden Geschäften eine Dose kondensierte Vollmilch zu Mk. 9,75 die Dose in Empfang genommen werten: Arnold II., Hch., Kaiser-Mlce Debus, Marie, Friedrichstraße Dörr, Em l, Gr. Sternwvg Duill, Karst Asterweg Fischbach E., Seltersweg Gans, PH., Dammstraße Haas, W th. Nackif., Blcichsttaße Jekel, Karl, Marburger Straße Hung, Heinrich, Rittergas e Kalkhof, L. Nachf., WesbTdrlage Klrinhenn, C. G , Ba'mhosstraße Koch! A. Nachf., Schulstraße Maternus, Jak., Frankfurter Straße Nassauer, H. F., Neuenweg Rüdersdorf. K., Msmarckstraße Schulhof, I. M., Marktstraße Ziegelstein, S., Landgraf-Philipp-Platz. Tie eingegangenen Milchmarken sind seitens ter Kl inhandel^geschifte bis spätestens 28.2>zem- ber 1920 dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer 11, rinzurrichen. Ebenso sind die unverkauften Dosen Milch zurückzugeben. 13375B Gießen, den 16. Dezember 1920. Ter Oberbürgermeister (tebrnSmitbelamt). Montag den 20. Dez., Dorrn. 9 Uhr, findet auf dem Hofe der neuen Kaserne Versteigerung des Pferdedüngers statt. Diese Berstrigerlungen werden für die Folg» jeden Montag nach dem L und 15. des Monats atejetedten. 13392 D III Bataillon Rrichswehr-Schützen-Rogit. Nr. 22. Düngerverkanf im Durchgangslager am 20. Dezember 1920, vor- mtttags 10 utyr. 13410V Treffpunkt am Eingang des Lagers an der Germania. Reichsvermögensamt Gießen. Börsenkurse. 180, iso, 179,75 182,50 410, 255. 6,95 Panflavin (U.pUL Ert hienwe effi Gr; i / 16.12. 8,87 4.37 9,25 Kurs 17.12. 77,50 17.12. 9,15 4,42 9,50 22,84 1,35 249,75 670,- 319,50 £55* Für 375, 377, 527, 314, 290, 530,25 408,- 311,— 377, 520, 318, 645,- 314,50 375,- 375,- 525,- 312,- 286,- 635,- 534,- 408,- 309,50 260,- 490,- 254,75 725,- 31S- 72,25 370,- *«• 7tnt< *ity Um Marknotierungeu. Datum: Pro ton oen 5 barm Ärbl der Zahl Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Prag. . . . Stockholm e Wren . . . London. .. Pans . . . Nero-Pock Sai, 7,10 931, - 2,53 22,75 Kurs 16.12. 77,50 16. 12. 77,50 66,80 67,00 63,80 181,- 322,- 243,50 216,75 200,- 180,50 186,- 181,- i Stü a,1»en Bl W en I äitvntd V 5**5 B l® MW I dM 9^ 1 fotW I S.M ein , Stmeninti -Mltri WM feti&mg | taflmte u ■ lifte mu§ v st N WaWn un' dem Wal 1931. bei 1 Die r necken nac vor der W Gieße, Der C 1 Bett: ' zPastillen 'zur Deelntektlon der Mund- undj Rachenhöhle. Anerkannt beete* Mittel gegen Katarrh, Hals, zy anuandung.Haisarkelt, k Verschleimung Havas-Berichterstatter bezeichnet es als wahrscheine lich, daß nach der heutigen Sitzung die Allitertm das Bedürfnis empfinden werten, unter sich eine Sitzung abzuhalten, die morgen vormittag fUtt- finden dürfte. Hoover über die Wbedecherstellung. Paris, 16. Dez. (Wolff.) Der Bericht-. erstatter des „Echo de Paris" meldet aus Ma- rion (Ohio), Hoover habe erllärt, wenn man das industrielle Problem lösen wolle, sei es nötig, daß Europa den erforderlichen Kredit« Rchstoffe usw. für die Wieterbecstellung erhalte und daß die von Deutschland zu zahlende Entschädigung auf eine bestimmte Summe herabgesetzt werde, denn unter den augenblicklichen Verhältnissen wüßten die Deutschen nicht, zu welchem Zweck sie arbeiteten. Die Volksabstimmung in CfrtrWcfltn. Paris, 16. Dez. (Wolff.) Havas Wir das „Echo de Paris" mitteilt,..hat die Bob schafterkonferenz in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, oa sowohl Polen wie auch Deutsch» land den Vorschlag, die außerhalb Oberschlesiens wohnenden Stimmberechtigten in Köln abstimmen zu lassen, nicht angenommen haben, daß diese nunmehr 14Tagenach der Hauptabstimmung in ihrer Heimatgemeinde abstimmen sollen. Das Blatt erllärt, die italienische Regierung müsse diesen Beschluß noch gutheißen. Ein englischer Leutnant in Kattowitz erschossen. Berlin, 17. Tez. Nach einer Mekbmrg einer Berliner Korrespmchenz aus Stattoirntt, hmrte dort m dem VergnügungÄokal Treoadero ein en 11scher Leutnant nach einem Wortwech- t e l mit einem angeblichen deutschen Flfgerftub- nant erskbossen. Ter Täter stellte sich ftei- willig der Polizei. Einberufung des auswärtigen Ausschusses des Reichstags. Berlin, 16. Dez. ^Privattelegr.) Wü die Abendblätter melden, ist auf Antrag der Unabhängigen der auswärtige. lAusschuß des Reichstags auf Sonnabend nachmittag einberufen worden. Auf der Tagesordnung stcht die Besprechung dec auswärtigen Lage. Dre Klage des ehemaligen Kaisers gegen de» Verlag Cotta. Berlin, 17. Tez. Gestern begann vor ben Berliner Landgericht der Prozeß des frühere» Katfers gegen den Verlag Cotta. Unter Berufung auf 'das Urheberrecht an feinen Brief« will der Kaiser mit der Klage tem Verlage unten sogen, den dritten Band der Bismarck« j eben Gedanken und Erinnerungen za versftentlichen. Ein Vergleich des Vorsttzendvl rourte von beiden Parteien abgelehnt. Nach tritt*1 ftünbiger BerhandlungÄxmer tarn das Gericht $ dem Beschluß, daß das Urteil in dieser Woch verkündet werden soll. "’ö VS I w® IlEft k da- - I ve Di: Ab - eigener i i6hm«w S-uilmt SHiverM ei’: i6^r * t iidtörtbn Ltzüberi I d. fntenr Ntitit * nt4 rsm * Kn versorgte Bevölkevung. 12. Schweines ckm al»: 2C0 Gramm M 7,60 Mk. gegen Abgabe ter Flrisckpvvrenmar« durch die Metzgergeschäfte. Tas Schmalz kann ncö bis rinschließlich 27. te. Mts. in F nommen werten Bis dalstn nicht ringeloste FletlS^ Warenmarken 48 sind verfallen. Sämtliche löste Urisckfwaremnarken sind bis spätestens 31 xw* jember 1920 tem Lebensmittelamt, Rimmer LI rinMreichen. Etwas noch vorhandene Bestände befatmtsaegeben. .... Ter Oberbürgermeister (Lebensmut. faiDg zu nehmen. Die ein gegangenen Fteischraren" märten sind bis spätestens 4. Januar 1921 dell' LLbmsmittelamt, Zimmer 11, rinMireitficn. Der Schnken rst von tem städtischen Schlachte Hof yntereitet, gewässert und geräuchert worden. Qualität und Geschmack sind ausg- zeichnet. Drivu Kochen salzt ter Schinken stark nach, worauf bv- sonters aufmerksam gemacht wird. 8. A e p f e 1: Montag den 20. und Dienstag ten 21. ds. Mts fintet im Lebensmittelamt eta Verkauf von Acpfeln statt Ter Preis beträgt 8» Pfennig für das Pfund. Ausgab? erfolat nur gegen Vorzrigen ter Lebensmittel-AusweiSkarte und tn tlrinen Mengen bis zu höckistens 5 Pfund für da Farnftte. Ter mit Winteräpfeln versehene Teil tra Devölterunig wird im Interesse der wirtschastli« Schwachen dringend gebeten, von dieser Ausgaler teinai Gebrauch zu machen. 9. 4 8. Au sgabe von Süßstoff (Sach»'' rin): Für die Zeit vom 15.—31. Dezember 19»*) wird gegen bte Liefenmgsabschnitte 18 ter öW* stoffkarte „H" (blau') und 1 ter SiMoffkatte,,(? (gelb) von ten Süßstoffabgabestellen Süßstoff ab«" gebm. Es gelangen auf den Abschnitt 18 eUJ Briefchen und auf ten Abschnitt leine Schafte I zur Ausgabe. Mit tem 31. Dezember 1920 v«' lieren die Abschnitte 18 bzw. 1 ihre Güttvmv Nach diesen Zeitpunkt nicht abieholte SüüM1 mengen dürfen von ten Abgabestellen frei an i» Bevölkerung verkauft werten. ,, 10. Haushaltsmehl: 500 Gramms prozentiges Weizenmehl herg,50 378,50 380,25 518,- 317,- 283,- 637, — 532,- 414,25 314,50 255,- 482,- 257,- 641,- 310,25 72,25 363,- Frankfurt Berlin Abeiu». Avend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Stoöt. tebensmittelamt. Warenausgabe für die Woche vom 20.—26. Dez. Nicht recht- i tg abgeholte Ware verfällt. 1. Brot: 2000 Gramm Bwt oder 1480 Gr. Mehl Kk 2,25 M., Brötchm 15 Pf, Weizenbrot me h 1 Kilogr. 2,90 M., Krankenbrot 2.60 M. — Krankenbrotbäcker: W. Löter, Walltorstraße: Karl Paul, Bahnhofstr. — Mehl tüt Kranke: Kg. 3,20 M. (Verkaufsstellen siehe unter Nr. 3). 2. Zucker: Monatsantril 1*/» Pfund, sowie^ eine Wcrlmachts-Sonterausgabe von 1 Pfd. Preis 4 M. das Pfund. Ausgabe in den Klrinhandels- geschäften gegen Abgabe ter Zuckermarke für Te- zemb r bis etnschlieHich 31. Dezember 1920, ES wird b-fonters darauf auftnerksam gemacht, daß mit dem Ablauf des 31. Dezember 1920 die Zlückermarken für Dezember ihre Gültigkeit her- Iteren. Die Kleinhantelsgeschäfte haben die ringe* gangetten Zuckermarken vis spätestens 3. Januar 1921 tem Leteirsmittelamt, Zimm. 13, abzuliefern. 3 Mehl, Näh rmittel und Zucker für Kranke: Auy. Nvll, Bahnhofstt.; ($?danie, Frankfurter Straße: Ä. Jung, Rittergasse: A. Mum Wme., Steinstraße. 4. Krankenzwieback: Pvris für 1 Paket = 125 Gramm 155 M. Verkaufsstellen: Heinr. Faß. Kaiser-Allee: I. Kumpf, Walltvrstr.; Karl Haas Arichstroß?; Ga. Keil, Neustadt. 5. N ä h r m i 11 e t: 125 Gramm Tkiawaren yi 5,50 M. das Pfund gegen Slbgate der Lebensmittelmarke 48. 500 Gramm Grieß an Kinder bis zum öoUcnteten 4. Lebensjahr zum Preise von 1 90 M. gegen Abgabe ter Sontevausgatemarke. Ausgabe vom 2 — 20. Dezember 1920 durch die hiesigen Klrinhantelsgeschäfte. Die Kl rnlantelsgeschäfte haben die ringe» gangenen Bezugsab chnitte bis spätestens 24. Dez. 1920 tem Ledensmittelamt Zimm. 7, einzureich-n. 6. Cornedbeef: 150 Gramm yt 2,85 M. gegen Abgabe ter Flrifchkvavenmarke 50 durch die Metz^ergeschafte, sowie in sämtlichen Berlau'sstellen des KmfUmvevrins vom 22.—31. Dez. 1920. Das Cornedbeef ist seitens der Metzger eien am tommenten Tienstag ten 21. ds. Mts. im stadli-- schm Schlachttef in Empfang zu nehmen. Die ein# Cega-nrnen Flrischwarcnmarken tnd bis zum 3. Januar 1921 tem Lcbensmfttelamt, Zimmer 11. ein» zurrichm und die nnverkanften Däsen Cornedteef bis yu obengenanntem Tag an ten städtischen Schlachthof surückzuliesern. 7. Amerrkanischer Schinken: 125 Gr. «u 3 50 M. Die Ausgab erfolgt durch die hiesigen Metzgergeschäfte gegen Abgabe ter Flrischwarmmarke 51 vom 22.—31. D-Hember 1920. Der SchinLen ist seitens ter biefinen Metzgergeschäfln am tommenten Dien^taa den 21 ds. Mts., nachm. von 2—4 Uhr, ün städtischen Schlachthvf in Emst° tertoritig verfügt. 11. Ka r toffeln: Ab Montag den 20. Kl Mts. findet im £ayr Gratenstrabe 7 eine toffelausgate statt. Preis 35 Pf. bad Pfund s*' tfigetente Höchstmenge 1 Ztr. gegen Borzriauvri ter Lebensmittelauswriskarte. Es lande!t stch Kartoffeln zum sofortigen Verbrauch und erW die Abgabe nur an die nicht mit WmterkarwNäM der Dahl auf Für 4. Freie Beleuchtung Für 5. Freie Altiiung und Schuhwerk. - 800. - M. im Jahr Für eine Person kommenstcuer). demnächstigen Festsetzung bei steuer ba reit 13422D Vorstehendes wird yirr .Kenntnis gebracht. 1. wählbaren Personen Tie Finanzämter. einen Vorbehalt oder 2. 3. 4. Ge- Tie sind fin iiiMUHttiimtimi w 13426 Zum Ostend 021058 LW Grammophon "WenS O.M; 3 _________Aktien-Geaellacbaft. 134QQD | OaOu5D°DD8 | W4*'" • TT SMlSWIkk-Wkkl v Anfang 6 Uhr 12861c Reul Neu! 3 Anfang 4 Uhr 021019 IMZle Lichtspiele ’elterswei 40. so. Vrsklisllie preiswerte GeWenke. - 100. - 2 0. n ent- ist un- darin Namen von nicht bezeichnet sind: S. welche eine Verwahrung, Gieren, Bn Lungen . «Lste willko»itte«. M. V. Cacilia. eine Einzelperson , Famille eine Einzelperson , Familie glnöennflnlel Ausverkaufs' preise 134128 zur Sorncbou hcitsarudpcn auch die Mindert sprelvend ihrer Zahl vertreten s mittelbar und geheim. Ungültig sind Stimmzettel: ktlon der Mund-vi Anerkennt beim Katarrh, Kale* , Heiserkeit, ;lmung Darmstadt, den 6. Dezember 1920. £onbc5f juinMmt. Abteilung für B-iitz- und verfehrSsteu- Le l lwig. Die vorstehenden SBertfefrcienvwm sind oom 1. I anua r1S21abbei dem Steuerabzug zu berückiichtrg'-n Sie gelten im übrigen nur für den Steuerabzug vom Arbeitslohn (für die vorläufig zu entrichtende Sin» iW Äaljtrd wab Ißstn. ökfttrn fegm mb : WB des frll-ü! Serlag (£otti !r sarrcht an |tma h. Klage dem - land der Sihr id Srinntruiiiii ergleich des ks-p int abgrlehnt St:- Win tarn das 8t?: \ Urteil (n biete h Ist die efllelelle Verkaufe» teile der Deutschen Gießen, den 18. Dezember 1920. Der Oberbürgermeister. I. 23.: Dr. Freh. Lavagen in brelben Zeil auf der 2MrgermeifltP't au Lich. während der üblichen Amtsstunden zur Emjicht her Dadlb rechttgten offen liegt Cinwen-' Hannen gepen de Wahlen oder bk Geinä'illen sind innerhalb dieser drei Tage bei Vermeidung >es AusschnsieS bei der Lmbrt^.idpictm Lande lskonmn« vorz ibnnien. LB393IX Gießen, den 16 Dezember 1920. Les fische LandelSlom mer ©iefjat Schirmer, Kvmmorzienrat. Sversa h reu an sie nicht ge en. Vogt’sehe Privat - Handelsschule Gießen, Qoethestr.32. Tel. 2064. A nfang Januar beginn, wieder neue Tages- u. Abend-Kurse in Buchführung, Stenographie und Maschinenschreiben. Anmeldungen können täglich erfolgen. Prospekte kostenfrei d. die Schulleitung. Einkommens im Beranla Bekanntmachung- Netr.: Tie Dahl der Beisitzer für daS w zu '/«Preisen, lüoörae Kragen Wffe. tzeWle. Elegante velsmhSle kbr HUI«. Stnöerhfite fflnönsetDlturro Sonntag; nnchmlttac 6—7 Uhr Fünf-Uhr-Tee Neues Orchester. Konzern TEE hAfftE WEIN EINHORN Bekanntmachnng. 5Äa Grund des 8 2 Abi 2 der ver läufigen Destimansven zur Ausführung deS GtictzeS zur eryänzenden Regelung bei- Steuerabzugs oom Arbeitslohn vom 21. Adi 1920 — Zauralülatt für tecHäotoppiralti WDrsl-FfillfflaschioeD Fleiscb-Eackmascbioeo empfiehlt in allen^rößen Friedrich C. Weiß Grünberg-Hessen Fernsprecher 10. 13423 Vertangen Si« Angebot r Willkommene Geschenke sind 11 hotolpparate Crate Auswahl. i k Ceilral-OrogerieZ i| b>b. Schul str termin, also b i S Donnerstag den 6. Januar 1921, abends, hierher eingereicht sein. rechtzeitig eingogangenen Vorschlagslisten werden nach erfolgter Prüfung spätestens 8 Tage vor der Wahl veröffentlicht. welche nicht von weißem Papier, oder welche mit einem äußeren Kennzeichen versehen sind' welche keinen oder insoweit sie leinen lesbaren Nomen enthalten: insoweit darin die Person eine- Gewühlten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist: auf welchen mehr alS 12 Namen oder in- Gemüse x und Obst - Richtpreise in der Stadt Gießen. Auf Beschluß der Städtischen LcbenSmittel- Teputation vom 14. Dezember 1920 werden die Gemüse- und Obftrichtpreise mit sofortiger Wirkung wie folgt festgesetzt: Raterüben, das Pfund 35 Pf., Karotten, erdfrei, das Pfd. 40 Pf., Spinal, das Pfd. 1 Ml. Nüßchen. V, Vid. ■= 1 Ästchen 80 Pf^ Weißkohl, das W 30 Pf., Rotkohl, das Pid. 50 Pf., Wirsing, da- Pch 50 Pf, Römisch Kohl, das Pfd 20 Pf.^ Butterkohl, daS Pid. 50 Pf, Winterkohl, daS Pfd. 50 Pf^, Suppengrün kS, das Pfd. 1 Mk., Unterfowrobt, dos Pch. 25 Pf., PMeerrettich das Pfd. 1.20—1.50 Mk., Zwiebeln, getrocknete, das Pid 1.20 Mk, Endivien, Nein. daS Stück 60 Ps., Endivien, mittel, das Stück 80 Pf., Endivien, groß, daS Stück 1 Mk., it geMgeM rns 1 Jam-U ' ' i in 11, dMi*, 1 mib ksmdauSgM^ fen Itorf M®'** nacht Mrd tag ten 2O. «th<- „Liebigshöhe" Sonntag, 19. Dezember 1920 WWW Derr der Natural- und sonstigen Sachbezüge, der beim Steuerabzug (bei der vorläujrg zu e'Erich- tcndm E.n vorn men steuett M berück icht»gen ist, für unteren Tmitbegirf ins auf werteres festgesetzt norden: 1. Veköstlgung (volle Tagesdost). Für eine männliche Person 5. - M. für den lag --- 1825.- M. fürs Jahr Für eine weibliche Person sowie für Personen unter 16 Jahren - 4. - M. für den lag --- 1460. - TL für» Jahr 2. Freie Wohnung. Einfaches Zimmer im Dachgeschoß - 100 - M. im Jahr besonderes , in der Wohnung - 300 — , , „ Familienwohn.(2Iimmm.Nüche) - 400 - , , , S. Freie Heizung. StnmMlüni KMdi-Snim Midll-lüiisie SkMe Sdilelet Uerltieulel große Auswahl. Wilh Noll Seltersweg 58 Dezimal' und Kettenwaagen ernvstehlt Karl Schmidt, 021094 Neuenmea 42. 500 Es Etz 'FÄr -'E WK' /I Sonntag Tanzvergnügen fsmilien/Hnreigen^ wtet Vrrlobtrnfre- und TermlhlunffeentHetn, OanfckA'tm, 6«»wrre- und Crau«rene«(am, V1Htmk«rt,n . etnladunftkartcn. Roditrlte- Mtrvegrn, ftfrirlrungcn und 6i0*wunfdi- Uraa ferti« favber und fd»n«ll an dta Buch- und Steindrudterd 3luftu6Cbnrt,OIeurtänltr.38 Nachlah-Dersteigerung. Vienstaa, den 21. d M., nedmlttags 2 Uhr tnirb im Restaurant Eaf6 Leib, Walltorstrah« 38 der ge» samte Nachlaßbestand eines besseren Hauses öffentlich und meistbietend versteioert, u. A.: 1 Bücherschrank (beste Arbeit), versch. Sofas mit und ohne Sessel, Auszieh-, ovale und an» dere Tische, 1 Sekretär, Stühle, 1 Trum» meaux, verschiedene stommoden, 1 $ Trier-unb andere Gestelle, 1 Ofenschirm, Spiegel, Porzellan, Bilder und verschiedene andere 8aus» und Küchengeräte. Sodann auf Rechnung dessen, den es anaeht: Ver chiedenes Schuhwerk in allen D ößen fo» wie 1 Damenlasche u. a. einschl Artikel. Ferner: 1 Frack (auf Serbe gearbeitet), Anzüge und sonstige Bekleidungsstücke als Stiefel, Äragen, Manschetten usw. 13420 öB~ Versteigerung bestimmt. *W L. Altlpof, Telephon 230» Zur die Feiertage ist das bekömmlichste (Betreut 6Wo nut (mt-MUi laus Ro weln bcrneiteUZ Preis 10 M.l. '** Chabeso-Fabrik Vlockttr. 7. Tel. 2193. Klaviere i öarmvlalns werd fachaem.u.preiti' wen nefrimmt u.revar. .Ebert,Eavienacber Sietzkli,VlE.11. Stimmer u.Revarat.d. jVo. Nudoloh, Gießen. Ä Telterswea hi • Tclevbon 2166 • >P.20.d.22.Dez. tdai.nachm.3Uhr Große Welhnachts» Jugend» Vorstellungen bet ermählflien Preisen. Zur Vorführung aelangt: • L Drr ÄflttFB- • nng’roonßameln Dlarcben u einem G Borloiel u.3Akt. • 2. Dlffmmis lvetbsachskü. • Deihnach'eblld In 1 Akt. z.lSeihvEkv ves e neto.Sldüllsoieien WeihnacUisblld in 2 Akten. SllssNlÜff».' -ZVVk Boroerknul tagL an der Sasse. Heute u. morg.: Der gro'je örfolg, Die Jagd n. dem Tode L Dell iMiec , Orünberg unb T^gen'ber 1 20, Cafe Leib Sonntag, 19. Dezember, abends 7'/, Ubr: GrcBss erstklassiges Konzert derurfideienOriginal- Chimseer BESlld. neues Programm «tml. Dm», aotmffilra int) Dlannffflatten 00m 3.-H. 168 Zwecks Gründung einer Kameradschaftlichen 1MOD Betetniaong eiemalliet 168 et erbitte ich die Anschrift von Regimentskameraden. Bankvorstand Engelhardt, efemal. Angehöriger Leid 168, (Brünberg i Hessen. Freitag, den 21. Januar 1921, in den Stunden von mittags 12 Uhr biS abends 8 Uhr in den C'.adtvervttmeten - Sitzungssaal, Stadthaus, Garlenstraße Nr. 2, Zimmer Nr. 11, berufen. Wahlberechtigt find Arbeitgeber und Arbeiter ohne Unterschied be-3 Geschlechts, die z. Zt. der Dahl das 20 Lebensjahr vollendet und im Gemeindebezirk bet Stadt Gießen Dohnuna ober Beschäftigung haben Wer ;um Amt eines schössen unjöhiq ist, ist nicht toaMbcrrcfitigt. ÄlS Arbeitgeber gelten dieienigen selbständigen Gewerbetreibenden, welche mindestens einen Arbeiter regelmäßig das Jahr hindurch oder zu gewissen Zeiten deS Jahres beschältigen. Ten Ar- bei'.eebcm stehen die mit bet Leitung eines Gewerbebetriebs oder eines bestimmten Zweiges desselben betreuten Stellvertreter ver lelbständigen (Heroerbetreibenoen gleich, sofern sie nicht alS Är- beüer gelten. Als Arbeiter gelten die Gesellen, Gehilfen, Fabrikarbeiter und Lehrlinge, auf die der 7. Titel Der Gewerbeordnung Anwendung findet, deSgl. Betriebsbeamte, Werkmeister unö mit höherer technischer Tienstleistunq betreute Angestellte, deren JahresarbeitSverdiensl an Lohn oder Gestalt 30 000 Mark nicht übersteigt. Tie der Zuständigkeit des Gewerbegerichts unterstellten LauSgewerbetreiben- ben sind, wenn sie selbst mittdestens «toei Arbeiter re^elmcßig das Jahr hindurch ober. zu gewissen Zeiten veS JahreS beschäftigen, als Arbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechtigt. Arbeitgeber müssen sich durch Bescheinigung der Polizeiverwaltung, Arbeiter durch Zeugnisse ihrer Arbeitgeber, der Polizeiverwaltung ober der zuständigen Krankenkasse vor dem Wahlausschuß über ihre Wahlberechtigung ausweisen können. Andernfalls können sie von der Dahl zurückge- wiesen werden. Tie Wahl findet nach den Grundsätzen der Verhältniswahl derart statt, drß neben den Mehr- Bekanntmachung, Betr.: Die Wahl der Bersitzer für das Kaufmannsgericht Gießen. Für das Kausmannsgericht Gießen lach nun Den wahlberechtigten fttot, traten aus der Zahl der wählbaren j&uueute und von den wah> berechtigten Landltmgsgeh^üen ans der Zahl her wätzchareu Landtungsgrhüfen je vier Sei- Über aus drei Jahre zu wählen. Die Wahl berechtigten weroen zur Vornahme liefet Wahl am Montagden24. Januar 1921 n den Stunden von 6 bis 9 Ubr nachmutags in ien StadtverordnetsneSttzwrg^iaal, Stadthaus, «^arteinfkotche 2, Zimmer 9h:. 11 brrujen Wablberecht^t sind btt Kaufleute unb Land- UmgsgeyÜsen bctoerlri Gl'chlechtr. die z. Zt. ber *SaW das 20. Lebensjaor vollendet unb im Ge- merndebezirk der Stadl Grhen chre Landelsniedrr- £ai|img ober Beschäftigung haben, die KNusleute »aiBerbern nur, wenn sie minoe.toti einen Land- Ägchilien ober einen £xmMung?tebr mg reffd- 1 das Jahr hindurch oder zu gewissen Zeiten kes Jahres beschäftigen. Den Kan-ünchm stehen ,gleich die Mitglieder des Vorstandes einer Aktien- »esellscha t ober eingetragnen ®eno s-nschaft ober rmer als Kaufmann geitrnoen jurichschm Person sowie die Geschäftsfichrer einer Ge 9 Mk., ffäfe, kleine, baj Stück 75 Pf., Äüfe, große, daS Stück 85 Ps. Die Preise müßen aut dem Thrrfl unbedingt eingrhalten werden. In den Geschäften bad ein Aufschlag bis zu 10 Pvoz für das Pfund ober Stück genommen weroen Die Preise sind m* menen GrgLnzun gswatlen zur LanddSkammer such a) im Wahlbezirk G ie ßen -Sta dt bte fcerren Kommerzienrat Ad lt ChnofpoT, Leopold Mayer unb August Noll, sämtlich za »zfest; b) im W a h lbezirk Lich-Lungen: L« Brauereibe itzer Ldnrich Jhltns, Luh nnrbcrgeroäblt worden. GS wird dfes mit dem Änffrrn bekannt g«a macht. tn& das Wob!Protokoll für den Wahlbezirk VmSk iLü- £h8oN* „ *>tt rtnem 8onJ t” beutidm t Zita ftettfe 11 jyfi» LWß chätagz. er. (itiDattd^b en. ist aus Intic; y «r au6Bitii|. lthstags oiij b-, trafen toorbtn.!.-!? ! Besprechung fe-. [8 Tochbandlsn] 3 A U E F flMr.22-Fenwr.2o DuaUtltswar tu bilHglrt V rel'. n finden Sie in großer Auswahl bei Versicherungsschein gefäh WM» taiÄ Fabrik „Mm“ U.U., Girlitz, EfflfflMstraSg Nr.8 M. 20.-. 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Kaffee- Bö*ter, la-, M. 15.— u. Echersdorf (Är. Neuro de) L Schlesien den 18. Dezember 1920. A" Ihre heute stattgefundene Vermählung geben bekannt Max Strauch Lydia Strauch geb. Vock ebae Bendastär, i000000- fach bewdhrr. ^entral- Trogerie, Schulstr. lnTel Ihre Verlobung geben bekannt Hedwig Dauer Albert Stein 1 Topf 5 Liter Inhalt Mk. 50— extra 1 Schöpf- oder Schaumlöffel A Mk. 8.50 Angnsl Mwerea. Betarca d. Meiberg i. Ml. tiiete3 Mltche Paul Goetz Rosa Goetz geb. Wagner Vermählte. Ihre Vermahlung beehren sich anzuzeigen Helmuth Bock Ellen Bock, geb. Gottschalk j tu? । , S fl d. GothaerLebensverstcherungsbenk a.G. Dies« älteste deutsche Anstalt hat bischer rund 3 Milliarden Mark an Versicherungen abgeschlossen und bietet diese zu nied. rtgsten Kosten und günstigsten Bedingungen. Näheres durch den Vertreter: Gebr. Iuümann, Gietzen, Bahnhofstr. 65 Für die FukbSden: Gelfarde.Lacksarbe.vohnerwachs«,». in reiner FriedenSaualilät billigst, G««c S. Klebe Mühlstratze 2. 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Ein politischer Hintergedanke besteht nicht, die Grundlagen, auf die die Vereinigung aufgebaut wird, bestehen in wahrer Kamerad- schäft, die Not der Sch«erkriegsbeschädigten und Hinterbliebenen zu ändern suchen. Ferner will die Bereinigung ihren gefallenen Kameraden durch Errichtung eines Denkmals gedenken. 3m nächsten Jahr soll eine Regimentsfeier pattfiwben. Solche ehemaligen Garde-Dragoner, die gewillt sind, der neugegründeten Vereinigung beizutreten, werden gebeten, ihre Erklärung hierzu schriftlich dem Unterzeichneten einzu- reichen. Die Vereinigung 1MMD ehemaliger Garde-Dragoner I. A.: Seelmann Darmstadt 13451V Saudstraße 40 üsasi-und Klauenseuche beseitiert meistens B f a Eine Flasch, genügt f. schon nach einfacher H Aff 1 bis 2 Tiere, je nach dreitfl#?. äußerlicher ■ IIb^II | Jae I Größe. Kein Geheim- BehandlunirBr.Bere- B B IjlgJ | I [J|| mittel! Keine unan». ciaana ges. geschützt. “ ■ ■ ** * ■ ■ ■ Meb.- Erscheinungen! 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R von 1900 chr letztes Herdlmdsfp.ei in dreiem Jahre GUT chrem Sportplatz an der SxitM gen' N Malen* rujkn?" „Diese Frage fällt in das Gebiet meiner är»t- i£m Tätigkeit, und ich nuife unter StnaxtS aut Berufsgeheimnis ihre Bomftwortung ab» ,Lnzwischen mar Ter Sanitätsrrat Dr. _ noch dem lianbbaulc eilte, hatte sie bereits als -.Mährend der Rächt, in der Frau Falkner starb, waren Sie nicht in Tiefenbrunn?" Germering stutzte, und er ließ ein paar Sekun- »i verstreichen, bevor er sagte: Allerdings. Es ist auch int allgemeinen dort s'-ehen. Einmal iefcodi ist Frau Falkner auch i mir tn meine Wohnung gekommen." wurde: wie schon in an tuen Zetten die Boten übler Nachrichten gestraft wurden, als wären sie Reiche gefunden." „So ist Inir erzählt worden. Ich selbst habe sie nicht mehr gesehen." , ___ „Wann haben Sie sie überhaupt zum letzten Mal' gesehen und gesprochen?" „Soweit ich mich erinnere, geschah es drei over vier Tage vor ihrem Tode. Gesprochen ftrbc ich (’C übrigens auch bei der Gelegenheit nicht. Ich traf sie bei einem ärztlichen Besuch rm Kwanken- , immer des Derrn Falkner. Aber aufcec der ub- lichen Begrüßung wurde nichts zwilchen uns gesprochen. ,. „Welche Vermutungen hegen toxt hrnsrchttich der Todesursache?" __ „Ich war geneiift, an eine verziäymung zu glauben, wie sie bei ööfteriWm zuweilen erntritt, namentlich, wenn daS Dcrz nicht mchr huttmigl'.ch widerstandsfähig ist. Aber das war nicht- als Vermutung, da id) weder die letzte Erkrankung,be- obachtet, noch die Leiche untersucht habe, -iif hon muß inzwischen L-rcheft darüber gebracht ^^Der Kdmnnssar ging auf diese letzte Bemerkung nicht ein, sondern fragte melier: i Tie Besoldungen etneä TtLustmadchens \W heften. Dieser Szene, vvn der <60 Bismarck den rapiden Aufstieg der Katastrophe datiert, läßt er zwei Druckseiten mit Erwägungen und Begründungen folgen: daß er verpflichtet war, den nach Petersburg strebenden Kaiser, der durch teinc Abmachung zu hindern war, auf jenen Bericht aufmerksam zu machen: wie er andererseits alles tat, um ahn vor dem persönlichen Anblick jener zaristifthen LlW v \ rh«en." „Ist jener abendliche Besuch der einzige geil» Sen ?" „Sa." Die Antwort erfolgte rasch und bestimmt, und >en PolizeLeackte schien sich mit ihr zufrieden zu Ito Ach«"' I» £«'* selbst die Schuldigen. Bismarck führt von diesem Punkte ab in wenigen Seiten die Katastrophe durch Der Kaiser erhält durch Vermittelung irgendeiner Instanz int Bericht irgendeines in Idrßland tätigen beut»* fdjen 'Konsuls, der aus irgendwelchen. Teilwisich- ten etwas wie erne drohende Mobilisation fagt^ daß sie sämtliche Pulver bereits verbraucht habe." „Und die Tropfst? Wann Hat sie diese von Ihnen erhalten?" ' _ „Es mag um die Mitte des Monats Ium gew^en sein." ' __ „Tas heißt, sie hat sw auf Ihre Verordnung aus der Apotheke bezogen?' „Nein, ich habe sie ihr selbst übergeben." ^Führen Sie berat Mckikamente, Derr Doktor?" " ^zch pflege mir von die, em oder imem Mittel, befiai ich or der SpttckMnde aber ba meuiea Aus Bismards drittem Banb. Ter zweit? Band von Bismarcks „(Sebantai |tj Erinnerung en" schließt bekanntlich mit dem I Kapitel, b? über Kaiser Friedrich HL Han- le) . Der , II Tempo" Und die „Neue Züricher Zei- [1 ig" verösstnilichen jetzt ausführliche Auszüge aus I n in ~ utschiand durch einen Gerichtsbeschluß, I - der frühere Kaiser vevanlaßt hat, verbotene ritten Band. Es ist unbegreiflich, wie die |;|K.tter zu dem s rgsam gehüteten Manuskript gell r men sin- 2’i: . r erfährt auch hier wieder ern- 1-ri das Au,'land durch Indiskretionen Tinge, 1 - den Deutschen durch einen imerklärlichen Gc- M.ltsbkschlnß versagt worden sind. Wir geben Kirn kurzen Auszug aus den Veröffentlichungen l:t „II Tempo" hier wieder, wobei nicht zu ber- Kr.icn ist. daß der Verfasser gegenüber Bismarck ■irr kritische Stellung eimtimmt, die wir nicht Ihre weiteres gutheißen können: Das ertt* Kapitel „Prinz Wilhelm" schildert B ansänglichc Verehrung des Kaisers für den I (ucker, dann den rasch aussteigenden ersten Zwioe 1 lt. Ter damalige Prinz Wilhelm verteidigt | wegen seines Eintretens für den antisemitischen | ,:rrrr Sti ler, >?n Bismavck mit einem seiner I meiner gee^rtenftc. ab, wie dies B lularen ijetvotgih.:■ ll keiner Wrhk nah bered)ligt «g mgene Nechnuiiz«c dieselben zu giih smd nur harn sönlichunterzrchtr 'ezember 1920. lebe trafee 2. ie Kalkner aufLinöenhöhe Roman von Rernhv ld Ortmann. i bet wette ikind. llSuekömmtt Araatl en Preise. . ii 8i)ti. Win 2£anu war das?" II "fsch erinnere mich des Tages nicht mehr ge- E.daich den Besuch nicht in meinem Kranken- llhmta vermerkt habe. Ich nchme ledoch an, im Beginn des MonatS Juni gewesen ist. „Um welche Tageszeit kam die Dame zu Mien? Wahrend Ihrer Sprechstunde^ „Nein, sie kam gegen Dbo- ergebrnst bitten, den mir gütigst übersandten ritnirf unverzüglich den Flammen zu über» •m?" ES folgt das Kapftcl „Der Kronrat", in dem !' sozialen ,'btcn des mm zur Mackt gelangten fiilcrS den Gegensatz $u Bismarcks Anschmunigen riefen. In diesen Auseinandersetzungen znn- ' ■■’i Kaiser imb Kanzler bleibt nämlich Bismarck rm Vorurteil befangen, man müsse die murren» In. Arbeiter zu Paaren treiben, während Wilhelm in einer Versölmung der Klassem träumt, dir iirch Schutzgcsetzc für die Arbeiter rasch und erzwingen will. Bismarck sucht hier die ritze so darzustellen, als ob der Kaiser den hütet — durch Bestimmungen über Stunden- (1 und Ruhe — zum Feiern zwingen wolle, .f.renb er arbeiten wolle. Auch betont er gegen i Kaiser in jenem Kronvat und in den darauf grmben Berlfandlungen wicLerholt, mit Streiks llfm die Fabrikherren allein fertig zu werdyi, das Kipe oen Staat nichts an. Bismarck gib jedoch ck> und Wfthelms Arbeiterschutz prang durch, it beißenoem tzumor schildert Bismarck bann iltr oic Freunde seines jungen Herrn, die amt» j und außeramtlich die Polittk deS Kanzlers irsten, u. a. den Dilettanten v. Leyden, „von it die Polittker behaupteten, er sei ein Maler, irrend die Maler meinten, er fei ein Poli» -x". Dann irgendeinen verlotterten König, der clt imb nebenbei in Politik macht, einen Vsar- einen Erziehet, einen Migen Gutsbesitzer, c Spannungen wachsen, der Einstuß Böttichers, Bismarck selbst ins Amt gebracht hatte, nimmt den Kaiser zu. thm dafür, datz Frau Falkner noch kurz vor chrem Tode eine Arznei genommen hat, die sie noch ihrer eigenen Erklärung von Ihnen- Derr Doktor, er* halten haben wollte. Kann das richtig sein?" „Die Möglichkeit ist immerhin gegeben. Ich habe mich später erinnert, ihr einmal ein kleines Quantum krampfstillender Tropen verabchlgt zu haben. Wenn es diese waren, von denen f-.c genommen hat, so können fie unmöglich ihren Tod veranlaßt haben, denn es handelte sich um ein ganz harmloses £xni3mittd." „Wollen Sie es mir nicht nätjer bezeichnen?" ',©etoif$! Es waren Baldriantropfen, also ein ungiftiges und völlig unschädliches Medikament." „-Außer diesem haben Sie der Pchientm überhaupt nichts nerorbnet?" .Doch Ich verschrieb ihr im Beginn der Behandlung ein Schlafmittel in Pulverform Auch m diesem Fecki war.die Dosierung eine so vorsich- ytbtn^ dn-E'?' Lett«',* auto*'** leien ss»; tnhen nur wieder vollständig. Jetzt, bei dem wunderbaren Klang der Glocken empfindet man, was für ein großes Opfer durch die Ablieferung gebracht wurde. 6s* Grünberg, 16. Dez. Die Lehrer des Bezirkes Grün berg versammelten sich am Mittwoch unter Vorsitz des Sckrnlmspekwrs Prof. Dr. Alles in Geftshau>en. Lehvec Paul behandelte dort m der Oberklasse in erfolgreicher instruktiver Weise die Aufgabe „Aufsatzver- b c s s e r u n g". .Als Hilfsmittel wurde bei Rechtschreibfehlern die Mundart auägiebig verwandt — TO ®on'ZatapnlveFii.Zahnpasta 99' Die wissenschaftlich erprobten ZahNvflegemtttel Qd nach Zahnarzt Bahr. iwnc' Kr eni-Dro8®rle,Saönbof{ir. Dregorli nra Krear»lalx wurden. np. Rvpperkenrvd, 15. De» UnsereGe- nreindevertretUng einigte sich mit ihrem bisherigen langjährigen Organisten, Lehrer Strack, durch freien Vertrag auf Grund der Forderungen dcs Kreislehverausschusses. — Die Gemeinde b> schloß die Erbauung eines neuen Schul- Hauses. D armstadk, 16. Dez Nach der Statistik der evang. Landeskirche Hessens für das Jahr 1919 sind aus den Gemeinden folgende Gaben für Zwecke christlicher Liebestätig- keit emgegangen: Milde Gaben an Vereine und Anstalten christlicher Liebestätigkeit 779 468 Mk., cm allgemeinen Kirchenkvllekten 127 805 Mk., an Opfern für Arme usw. 220 528 Mk., an sonstigen ft ei willigen Gaben für kftchlichc Zwecke 1001 027 Marl: mfthin beträgt die Gesamtsumme aller Liebesgaben ‘2 128 828 Mk. Besonders bervvrzu- helen sind 131916 Mk. für die beidemmssron, 152 908 Mk. für Krankenvflegestatroncn, 162 239 Mark für befonbere Anstalten und Vereine, 626 769 Mark für Gaben und Stiftungen der Pfarrei und Kirche, 150179 Mk. für kirchliche Vereine zur Förderung des Gemerndelebens. — Don der Lan- deSkftche getiennt lebten etwa 9000 Personen, zur evangelischen Kirche traten über 214 Personen, ausgetreten sind im ganzen 337 Personen, davon zur katholischen förifr 23, zu sonstigen Gemeinschaften 208, 5U den Juden 2, ohne Ueberttitt 104. 97,8 Proz. aller Paare wurden kirchlich getraut, T ttziehungen kamen 6 Fälle, Kon- ftrmaüo .. 8 z»r Kenntnis. mc. Fransfurt a. M., 16. Der. Auch die-Ferien der Volks- und Mittelschulen wurden auf vier Wochen über Weihnachten verlLugert. Dk. Güttingen, 17, Dez. Wie die „Öoch- schulkorr." erfährt, sind drei hervorragende Mitglieder des LchrDrpcrS der Universität Göttingen um chre eingekommen: der Kirchen-- lnstoriker Geh. Konsi alrat^ Pros. D. Nath- nungsnot tn diesen um em Vielfaches größer ist als in den Provinzstädtem Eine holie Ausfasftmg von der außewrdent- lichen Bedeutung eines gesicherten ausreickf-ndcn Familienhetms für die AiVeftsfteudigkeit itnb Gesundima unseres Volke?, verfnmben mit einem tiefen sittlichen Emst, werden sicher vorstehendem Plane eine wolchoollende Erwägung an maßgebender Stelle sichern. Fr. Otto Keßler. lCird?e trnb Schule. o-o. Beuern, 16. De». TaS Geläut.unserer Kirche ist durch die zwei neuen Bronzeglocken, dre aus der Glockengießerei Sinn stammen. geschehen, was ihm gefällt!" BiSmarck knüpft beton tnc boshafte BemerLung, er freue sich, die 'Macht des Königs in Preußen so stark geftfrigt zu ftnden, die 1862 (als er ein not) so sehr erschüttert war. Schließlich, um Mftte März, wirs der Kaiser immer dringender und nimmt den bekannten letzten Besuch Windthorsts, des Zennumsführers, bei Bismarck zum Anlaß einer entsch?idenden Szene. Er sagt sich auf 9 Uhr morgens bei oem Kanzler an, doch so, daß der alte schlaftose Fürst erft um Vi9 Uhr davon benachrichtigt wird. Als dies Bismarck hinter einer höfischen Floskel den .Kaiser wissen läßt, sagt dieser kurz, der Bott sei schon gestern nachmfttag abgvgangen. Darauf tadelt er scharf Winothorsts Empsang durch den Fürsten. Dieser nimmt das Recht für sich in Anspruch, in fernem S?aufe Politiker von Distinktion empfangen zu dürfen. Ter Kaiser erwidert: „Auch dann, wenn ich es Ihnen, als Jlw Souoerün, verbiete?" Bismarck bejaht. Ter Kaiser kommt auf den neuen Reichstag, auf die Sozialversicherung imb andere Punkte zu sprechen, in denen er sämtlich, wie tr voraus weiß, mit dem Fürsten diorrgiert, schließlich auf seinen Lieblmgswunfch: Seinen Besuch beim Zaren von Rußland bald zu wiederholen. Darauf hat Msmarck gewartet! Gelassen zieht er aus der Mappe ein Aktenstück hervor, und mit dem Blick daraus warnt er den Kaiser vor einem neuen Besuche, denn erst vor einigen Tagen fei ein Bericht des deutschen Botschafters in London, des Fürsten Hatzfeld, erngetroifen, der reckt üble, abfällige Urteile des Zaren gegen den Kaiser verzeichnete, die ihm glaubwürdig übermittelt seien. Ter Kaiser fragt nach den Einzel beiten, Bismarck weicht aus. Ter Kaiser befiehlt ihm, den Bericht vorzulesen, Bismarck lehnt ab, so peinliche Tinge ihm selbst W übermitteln, doch halt er noch immer den Bericht offen in den Dänden, wie eine Lockung. Er hat sich nicht getäuscht: der fanfer, jugendlich, neugierig, greift nach dem Bericht, nimmt ihm dem Kanzler aus ber Hand und liest ihn selbst. Er wird blaß, unruhig, berat, — so schreibt Bismarck boshaft, — c5 standen wirklich recht üble Dinge darin. Der Kaiser bricht das Gespräch ab, „und reicht mir, gegen ferne Gewohnheit, nur ganz oberflächlich, die Hand, in der er den Sxltnjhiclt". Auch jetzt noch verschweigt Bismarck den Wortlaut jener zaristischen Dos- fchreibfehlem die Mundart ausa Amtsarzt Dr. Sckxlppert sprach s chlechtskr ankheiten und ihre Bekämpfung. Den Schluß bildeten verschiedene Verfügungen nnd Verordnungen, d-e bekanntgegrben K! Hs doch'viel bequemer für sie | »iirenb Ihres Besuches im ‘ Konflikt in eine will mit seinen verhandeln: der Kanzler fordert den Weg der Instanzen, damit nicht sechs Meinungen den Herrn beeinflussen, sondern eine einzige, nämlich seine. Ms Epilog folgt diesem Lauptteil des Werkes em Köpftet ».Kaiser Wilhelm IL" Hier wird der Charntter des Kaisers aus dm Eigmschaften seiner Dorftchrm abgeleitet, doch so, datz berat Schwachen und Fehler als Qnellm derselben Schwächen des Kaisers gleichsam mtschuldigaid ttuTgcfubrt werdm, währaid von chrm Starkm und Tugenden bei dem Urenkel einfach nicht gesprochen Germanm haben m letzter Zeit an Spielstarke gut- erheblich genommen. Sie ipictteu gegen >cn Führer m der tiigatabellc, B s. B. Marburg- weicher mn letzten Sonntag mit 3:1 einwandfrei gegen B. f. B. Gieyen mu dem Trieb gewinnen konnte, unentschieden, ebenso gegen B. s. R. 1900 Gießen und B t. B. Gießm in Marburg. Aur Deunragenat Sonntag siegtm sie über Turn - und Spottoerem Marburg 1860 L'üarburg mit 4:3 mib eriviefm sich dadurch als eine der stärksten Marin* schäften be8 Kreises — 19j0 verspricht daher hochintttts ant zu werten. Die leichte Schneckecke wird l>ei dein herrsckrcnd« Fwstwcttrr dem glatten IBerUnit des Spiels b> keiner Weise hinderlich fein. ,^Ich wracke zwischen zehn rack» elf llhr abent>3 von dem Gutsbesitzer Reulmg auf Nieder-Fahrow, der nnr seinen SBagen geschickt hatte, gur Dftfc- leifhmg bei einer Niederkunft gerufen, und ich tarn erst gegen Morgen zurück" ~xra Falkner verschieden, renthin, der statt Ihrer Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter bleft Shibrtt ftebenben Attikel übernimmt die Redaktlon dem Puttikum gegenüber keinerlei Berantwvttung.1 Zur Dchrbmty der Dvftnupqsnot. Das wirklich einige wirksame^ Mittel, da? Wohnungsproblem zu lösen, ist die Schaffung von Reubauttn. Die bcryiiigen Mißstände^ wo ungc^ zählte Familien, meist die Aermfttn der Armen, auf Oernffie, völlig nnurreichrude Räume angewiesen sind, Tausende imb Abertausende Wohmmgen bo- gehreri, und die im Baugewerbe brachliegenden: strafte der Erwerbslosenfürsorge nicht gering^ jkvsten verursachen, verlangen gebieterisch ente umfassende Lösung. Reich, Staat imb Gemeinden können bei ihrem UcbcrmaB von Schulden nur wenig dazu beitragen, bte Not zu lindern unb t*e Errichttrng von neuen Wohnstätten bei den jetzigen ungeheuren Kosten in die Wege leiten. 93en dmtn* sich d>ch beult bk Kosten für ein auf 60 qm Fläck» errichtetes wohnserttges Einiamftienlxms aus Ziegelsttrnen bereits aui ca. 80000 Mk. Unb doch scheent sich ein Weg M eröffnen, der es ermöglicht, die benötigten Mittel stcher^strHen, um en-c rege Bautätigkeit zu entfalten. Für Zwecke der Wo!^ ramgsfürsorge sollte em 2ÄI der auS den S11 j naben im weitesten Sinne, den Ofelbftrci'en für Wucher usw. dem Staat zufließenden Otelbmitid her angezogen werden. Gerade das neueste Wuchir- gcsetz, das neben empfindlichen Fveilxnt strafen höbe Geldbußen für Wucher vorsieht, dürfte bat Borsckstaa gihtfhg beeinftufsen Wöchentüch, ja in ben größeren Städten fast täglich, wrrd.ni Personen wegen Ucbcrtretraig dieses Gesetz e neben Gefängnis- bzw Zuchtlimisswase «t ßklbfhnfat rcrurtc ilL Diese Geldbuße, sowie die durch (Hn- zfthrarg des D^elirgewmns bedingten Grainabmat fließen naturgemäß dem Staat zu, ohne daß derselbe daraus seinen Etat auf bauen tarn. Erne regelrechte Etatt'siermig läßt eben die Eigenart dieser Einnahmen nicht zu. Sonach tarn auch der Staat 1 diesen (Einfünften, beten Ertrag äußerst schwankend ist, keine crlpTjte Bedeutung su nessen. Für ihn sind die Geldsttafau eben nur höchst willkommenes Deckungsmittel. Würde tarn gesetzlich beschlossen werden, einen Teil dieser Emnähmeu ber bett. Stadt, wo Verurteilung bei Verstoßen gegen das Wucher Gesetz erfolgt, zu überweisen, so würden die .(tiommintr.i allmählich in den Stand gefetzt, neue .tzeimstätttn zu tröaucn. Die ber Mlgemeinheil durch über- Van nun an HM sich her Brrfasser nach n tt eigenen Mitteilung an tägliche Rotrzen, die e dfen," oaö er die Krisis nahe fühlt. Zum ersten wird in Bismarck ber Gedanke ventiliert, i tt nicht freiwillig gehen soll. Zwei- oder drei- ri3 betont er beit Gedanken: hätte er bestimmt _.„t, baß man ihn wirklich grljcn taffen wollte. Litte er es fick um dem Kaiser bequemer Ige* laßt. Ter entscheidende Augenblick nabt heran. } ist im Januar und !Febrmrr 1890, cimge scheu vor ber Entlassung, als «Bismarck, tn entern nt Konflikt mit feinem Derrn, tneiner®jene Berliner Schloß, oic er anschaulich schildert, Wich die direkte Frag^ stellt: „Es fcknnnt, ■in Euerer Majestät im Wege? unb er fahrt tti: „Der Kaiser schwieg, bejahte also. — Jetzt die Sttnummg des Kanzlers um, unb ber le Trotz, all ieitrr Groll, die ganze Saßfahtg- il seines leidenschaftlichen Wesens wenden ftch u den Bedrücker, um ihm nun gerade den jf/ico möglichst schwer zp machen. . Das Kapitel „Meine Entlasiunfst zeigt einen item, der nach allem, was er für ben Staat lüftet hat, nickt still Weggehen, sondern mft einem ijeef) herausgelvorfen werden will Bei mehre- r Sitzungen, die der Kaiser präsidiert, nimmt !- gesamte Kabinett, teils durch Abstimmung, i- durch Sckweigen, gegen den lkanzler für 'S-ÖMÄ rartfiÄ«üiTkr»n. ländlichen Zttnnkenbesuchen öfter bedarf, einen kleinen Borrat zu hallen." „Sie bvae^at also die Tropfen der Frau Falkner bei einem Ihrer Besuche mft in bar Falkner- Haus?" Germering hatte fern Gesicht dem Fenster zu- gekehrt. ,5jcl*' i „Vermutlich in einem Fläschchen? Wunen Sie sich noch darauf besinnen, wie bas Fläschchen aussah?" „Richt genau. Jedenfalls aber war es von der gewöhnlichsten Art ber für solche Mebstttment? gebräuchlichen Gefäße." „Stom es von tanhger Form und auS dunklem, undurchsichtigem Glase gewesen sei n— etw vio hoch, ime der lleme Finger eines jungen Mädchens lang ist?" „Tas kann ich weder bestätigen noch bestreite,'. Ich hatte es aus einer größeren Flasche abgefüllt und habe muh dabei des ersten besten Gläsck'ens bebtem, das mir gerade zur Hand war." .besitzen Sie diese größere FLsche noch? Unb mürben Sie ben Rest ihres Inhalts beibringen können?" „Rein. Sw ist wohl inzwischen geleert und für andere Zweck verwendet worden." „Und der BaLrian-Erttall enthielt keinen Zusatz 'irgend welcher Art?" . Doch. Ich hatte tfjm zwei oder drei Tropfen einer Morphiumlöi'ung hinMgefügt, um bv beruhigende Wirkung zu verstärken." (Fortjetzung folgt.) 11 ischen Epigramme in feinem Antwortdrief I rppelt gefährlich" nennt, denn „als Politiker I; er Psasse, unb als Pfaffe ist er Polittker^^. ■na einem weiteren Briefe kündigt der Prinz, M rj Jahr vor dem Tode feines Balers und Groß- I. ll'kS, dem Kanzler einen Erlaß an die deutschen Rußlanos vorauszuwissen glaubt., Ter Kaiser, durch jene Szene und die zaristischen Beleidigungen plötzlich auf Rußland ergrimmt, glaubt leckes Wort dieses Msälligen Dokuments, das tn keinem Aktenstück des Auswättigen Amtes einx Bestätigung findet, und schreibt rin erregtes, int Tone beleidigendes Billett an den Kanzler, warum man ihm so hochwichtiae Rackrichten varemhalte; er sehe aus jenem Bericht des Konsuls die^nckhende Gefahr für das Reich aufsteigen rack» müsse unverzüglich Gegenmaßnahmen treffen. Bismarck, ber feit dreißig Jahren pro-russische Politik getrieben bat, erscheint die ganze Sache toll, und bringt den ohnedies wütenden Herrn dicrch feinen Vortrag noch mchr in Wut. Hierzu tritt ber bekannte Streit über die Frage, ob die Minister direkt ober nur auf dem Umwege über den Mfmsterpttffi- deuten mft dem Kaiser amtlich verkehren dürften. Und Bismarck versteift sich auf eine vierzig Jahre alte Vcroickmmg, nur um sich alle Rechtsgründe vor ber Geschickte zu fi Wieder tritt ber - * "" ™ : ber Kaiser und formlos iche P inistern » Ä r bi« $ CognakLrennerei Scharlachberg, G. m. b. H., Bingen a. Rhein. 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