Erster Blatt 170. Jahrgang 0. .Nov. Die Lage in Griechenland. schuß zum Schauspielhause in £>öhc von . lung, in der sie beschloßen, sich ferort nach S'uyy.tn %u bogcben um bem Sfottig ihre Erge bthcic zu Lehrenbüch UN- 5kM0N5 iN AachkN. Der Xuiem. Glarch-n tg wurde cm Teegtamm nach v i i i Hundes über btt Tätigtet,. deS V ö bundsrals u d b s Cmievalse reariat »väh< r-»" oB ch ert 5ack friert? wirb durch eine Kommission den: Italien vernichtet auf Dalmatien ffit?rnTrmp von Zara. Der erste Punkt, ferselbltändiaimg von Fiume hat nur iegsheldeu d'Annunzio aufgeregt, der mg :b. Adolph Dante 1920. ge- mit die den sich Die Militärdienstzeit in Frankreich. Paris, 17. Nov. (Wolff.) Wie die Morgenblätter feststellen, hat der Ministerrat gestern bestimmt, daß die zweijährige Dienstzeit bis zum Oktober 1922 aufrechterhalten bleiben soll. Von da an tritt die 18monatige Dienstzeit in Kraft. )anWl ! >rs iel Ijb ®IÜÄD^ der WolM te 1920. Aachen, 17. Nov. (Wolff.) Der N eichst k a n z l e r und der Mini st er des Arußern Uns dem besetzten Gebltt. Saarbrücken, 17. Nov. (Wolfs.) Die Stadtverordneten -Versammlung lehnte gestern in namentlicher Abstimmung^ den von der Stadtverwaltung geforderten Zu- Daö Ende der Araugel'schcn Armee. Konstantinopel, 18. Nov. (WTB.) Etwa 20 Schice, die mit Flüchtlingen und Kranken angefüllt waren, sind h er eingetroffen und haben vor Moda Anker geworfen. Nur die Kranken und Verwundeten, deren Zahl aus ungefähr 5000 geschätzt wird, haben die Erlaubnis erhalten, ausgeschisft zu werden. Die Franzosen haben Hospitäler für die Kranken unö Verwundeten und Baracken für die Flüchtlinge errichtet. Man weiß noch nicht, wohin die Wrangelfche Armee geschafft werden soll. Drei russische Kreuzer sind in den Hafen eingelaufen, und andere Schiffe werden noch erwartet. Russische Organisationen, die der Armee Wränget nahestefen, haben hier Sitzungen abgehalten uno beschlossen, daß der Kampf gegen den Bolschewismus fortgesetzt werden soll. Sie haben ferner beschlossen, Wrangel nach wie vor als ihren Führer im Kamps gegen den Bolschewismus zu betrachten. Haag, 17. Nov. (Wolff) Der ..Nieuwe Courant" meldet aus Moskau: Tschitscherin richtete eine Note anoie englische Regierung, worin er darauf hin- wieS, daß das Auftreten der russischen Tauchboote gegen die Streitkräste des Generals Wränget gerichtet sei. Da England nach dem Legimr der Wrang el-Ofsensipe erklärte, daß eS Wränget nicht mehr unterstützen werde, müsse die russische Regierung bezüglich der englischen Note vom 3. November fragen, ob die Znteres'eu Wraugels in Zukunft mit bett englischen. Interessen identisch seien. Sollte die Aittwort verneinend lauten, so würde die russische Regierung annchnie.i müssen, daßdie englische Regierung betreffs der bolschewistischen Tauchboote auf einem Mißverständnis beruhe. Die russische Negierung vertraue darauf, daß England die Befehle, von denen tir der betretenden Note Meldung gemacht werde, zurück siehe. Paris, 17. Nov. (Wolff.)- Nach dem Exchange Telegraph ist General Wränget bereits in Konstantinopel eingetvosfen. Athen, 17 .Nov. (Havas.^ V erklärte einem Bericht.-rstattcr: Ich Luzern gefatt, in dem man den Könii zum En - sch io des gsiecksiscfai Volles b gilüÄow säte u b rr Vermähl^ iten sagen wt lk. Donnerstag, 18. November 1920 Imirotme von Anzeigen für d.e lagtsnummer bis a. a, ▲ zum Nachmittag vorher ob d)htit jfi ga MT prelr für l mm höhe für L'l üü Kl Anzeigen v. 34 mm Breite Kl H Hf M örtl ch 3ö Pf., auswärts iXA M YX L* 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm V MM V Ar Drcne 150 Ps Be> Platz. rmrd des ersten Ja'fecs b s löe>.,eni bc5 Aöller- bunteS. Ter 9t€x er schi be fe vorerst d e Haltung Argmlruicns während leJ Kriegs und den Kon- slilt zwisch n 5xut)d*fa b unö Arge.ui ien wegen b.T Tätig leit der te intb (am sodann au» Ote F:age der Aufnahme neuer Mitglieder in den Wlferbund zu sprechen. Für die Aufnahme u d eil er eigen nnrhVa 11 e.t Zu.ammenakeit mit den Staadt zur Föo emng te gerviifamen 3» tevesstn teö Völ e bir be5. Hagerup (Norwegen» erinnerte daran, bas die nordischer! Staaten bc- sonbevcs Gewicht auf die Dechr b.ung der Abrüstungsfrage in ter Völ e.bundSre Sammlung legen. Er le wn^e die f.tLo>w-ndigkcü einer Kontrolle des VöllerbtmdsoatZ durch die Le samm- lung, da nur fab.ird) bi-- im Rae nicht vertretenen Na Honen d-e Möglicl>eit eines gelassen Einflusses belämen. Lord Robert Cecil (SübafriSa) empfiehlt im Namen Südafrikas, dost der Völkerbund die grösste Sparsamöeit walten laste. Er sprach sodann die Hoffnung aus, daß der Cfarakter ter Oeffent- lichkeit in der Tätigkeit des 8ölferbunbe3 immer stärker zur Geltung komme, und brachte einen Antrag ein, durch den der Völkerbundsrat eingeladen wird, künftig die Oeffentlichkeit über seine Tätigkeit eingehender zu unt'rrichten. Unter steigender Aufmerksamkeit kam sodann Ce.il für? auf die Danziger und die armenische Frage zu sprechen und ersuchte den Rat um neue Mitteilungen über feine in brr Danziger Frage unternommenen Schotte. Cecil verlangte ferner in einem Antrag, baß sich der 53offerbimbrrat energisch mit der armenischen Frage beschäftigen solle und daß die Völkerbundsversammlung nicht auseinanber- gelLn dürfe, ohne in der armenischen Frage einen praktischen Beschluß zu feilen, der geeignet sei, die Rechte dieses Balkes tu retten. Cecil kam dann out den polnisch-litauischen Konflikt zu sprechen, und verlangte, daß der diplomatische Schristw chel über b«se An-eleg-nheit dar Vö ker- bundSversammlung unterbfatet werde. Der Konflikt sei von so großem Fntere.se, baß die Welt ein Recht habe, in vol em Um ange darüber unterrichtet zu werden. Weiter b achte. Ce.stl eine Resolution ein, baß das in Srirfet ange chct'ttene Finanzproblem ebenfalls der Vö fabunds- nersammlung zur Ste'lungnahme tu den in Au?- i'icbt genommenen Maßnahm n noch im Lau e dieser Session unterbreitet wird. Die Zollab pe-rung und die gegense tigen Barrieren müßten ve schwinden und die militärischen Ausgaben stark verringert w'rdnt. Die Bölkerbundsv'-rsamm'ung könne in bvfer Beziehung nicht zu viel, sondern höchstens zu wntig tun. Der Völkerbund müsse arwib^ätzlich eine Politik der Be-.söhnung treiben. Ceci! at'p'l- irrte zum Sck/uß cm die Ber'ammlung, baß sie sich ru energisch-n Maßnahnten ent'ch'ies'e. um den Geist des Völkerbundes wirklich lebendig zu machen. — Nächste Sipmg Donnerstag vormittag IO1/» llhr- ilunj ettls^p KTÖi Danzig. Genf, 18. Nov. (WTB.) Wie die Schweizerische Depesttien-Agentur von unterrichteter Seite erfährt, ist in der Sitzung des B älter buudsrates von Mittlvvch abend, in der, wie bereits offiziell rnitaeteilt wurde, die Danziger Verfassung festgestelll wurde, weiterhin beschlossen worden, Polen grmrdsätzlick das Mandat für die militärische Verteidigung Danzigs zu übertragen. Tie Einzell/eitcn der Durchführung des Mandats sollen in den allernächsten Tagen festgeleat werden. Paderewski ist am Mittwoch.abend nach Paris abgereist, wo er demnächst die von der Botschafterkonferenz ausgearbeitete Danziger Konvention, die von der Delegation der freien Stadt Danzig bereits angenommen wurde, ebenfalls von den Polen unterzeiä)net lverden soll. M# ;r, abends 8 ü 1 Universität in* len IIeM M.1- n der Mn»i^ ends ao derM* im Vorverkitt dentenkartei*. tat auf Vor/- horn fernher, 8llhr iBrtiW er-Wei örsinnlicben । menten- VL «undRätwl issigen" PStsU« >ck ns<- •aS* gentien'i das Wort zu dem zur Behandlimz stabenden Bericht les Ge e aststredar t^ des V^uer- b e S Völker- Die völkerbundsv'rsammlnng in Gens. Genf, 17. Nov. (Wolff.) Präsident Hy- nt an 3 tstlte -u Beginn ucr h utigen VormittagS- sitzung der Völ.erbu 's er ainnürr.g mit. b.ß sich Die ic chs $l'om mi f) t« ne n gebil.et hätten u.ch nachmittags zur Wahl iHv r Präststeuten schrei en würden. Tie fünfte Kornmisfr n, die sich mir bei Aufnahme r.eucr Mitglieder t.t den V-istkcrband zu befehlen l-aben wird, und die insolged sten von größter polistscher Bedeutung ist, umfeä.t enie Anzahl der hervorragend'e: Mitglied.r des Vvlie - bundcs. So gehören ihr u a. a.t: Lord Robert Cecil (SüLa r"fa), Pucyrredon (?Ir;c tinie'). b r englistle U ter.ichts.nmi er Fi. e , Vr ia i (Frankreich), ter astechische Mfeiste b.3 Acußcrrn Politis, Trttont (I alfe.i), H-.vaihr (' avv.n), Nansen (Nornve^n), ter holläni is .'e Mi. i'i r d's Aeu- ßern STaneieJ, Spicaicowitsch (£e bien), V a - tiug (Schw den), BunLeSvräfide..t Acot a f^dyren), der tschech -sL> n«a.ifche Minister les ALnßern Be- nisch uuh a-.ib.re. Hymans i d e n t e n, dem Polizeipröfiden- | ten und dem Oberbürgermeister emp- 1 fangen und fuhren nach dem Rathause, wo sic dis Vorstellung dec B ig-or^n t:n und Frallionsiührcr der Stadtverordne enversamm uag ent ?egcn- nahmen. Hieran schloß sich ein Be uh der Technischen Hochschule, deren R ktoc in seiner Ansprach' die Führerrolle h.roorhob. die die 2c:trt der Werkstätten, Hochöfen und Sd>ad)ten einige^ Ti: Studei teisicha t empsinde nickst partervolitisch, sondern deutsch. Der Redner bat die Minister, in den, Trägern dieser b-utsst-en Gelinnung das Bewußtsein zurückznlas en, daß sie ans feinem verlorenen Posten stehen. Der Reichskanzler unterstrich in feiner^rroibruni den Geist der ! Ordnung und des Wiederaufbaues^ durchdrungen von den wahrl a t o taten Ges cksis- ru.iEtcn und ter deutschen G finnung in der Studentenschaft, bi: ihm das wertvollste snen. Gerade burd) Fühlung mit der Arbeiterschaft nrtbe die lstustce akademische Jug'nd rsts, künftig dein Volke Führer zu schenken, wie es sie dringeno benötioe. Hierauf begaben sich die Mini>r nach bent neuen Kurhause, wo Obeibl'rgrm'-ister Farwick ' te 93erre er des Reickfes willlÄ'mn'e' hi^-ß Heiß und rie versiegend wie die Qu'llen her <5*abt sei te Liebe zum be.ttschn 93a erlange. D-n Redner r-at die Minister, im Rcichr daraus zu toi fern, daß man richt übet ot-er unwst'e über die Bewvkfeer der Erenzmark rede, sondern, toe n dies nicht möastch sei, canz fdjroeige fZ>r Re-chskanzlcr bezcick.nete in feiner An nr-rt ten Besuch AackvmS als einen Trüd igen Absckckuß seiner Rbe-nsahrt, auf der er 'ich :on bet Treue zum Vater- l a n d e habe üb-rzeugen können. Er gab bi Ver- sicherung, daß das, im5 an ber Reg eu-.tg liege, c^'an toer '-n solle, um bi*'en äu’'»er‘tcn und g-- fäbr?>e1en Gebie en des Deut'ckleit Reiches Hilfe unb Schutz Ku gewähren Er ged-ach e auch ted Sckick^als der deutschen Bev'lfe"ung ii Eupen! undMalmedy i ie dem Sck-'''be' imnr tt>gsrrcht zum Tmtz rvm Baerlfae geri en fei. Der Friede von Versailles, ber das Wort „Friede" ni-cht veckstenc toerhe trotzdem tirm uns gchal.en wrr -en, wi-? wir dies bei irm Koblenz abb mmen und bc'onderS auch fei der Ennv-rfnung g-i^fa battm, twv' em unfer Hee> lxchurch au» e ne Zahl sink', die nickst genüge, ter ®vtrn tm Reichtz' ^err zu werden. ES lei nur na ür'ich, daß unser Volk red) dem Kriege ton Ret» In'ion und Fie' er- 'dauern gerüttelt wert«. Um'rnymtrr fei -S klug von unferen Gestern g-han' elt, ein grofr5 und fntt'es Volk mit ftänb:gen Drohnng-n tu fa el-n. Tetngeg-nü'er und g grnüter den waßfaen 'inan- itef'en Forderu7t«n tmferer ehemals n Feint« bleibe uns nur die Hoffnung, daß die Stemunft un' die Gcrechdstt allm.äh'ich auch I«t tfaen vx'te Krei'e erfüllen tonten. „Wir hrrlen lange g-.img fru tun haben, um auch nur holbnngs to e er die Höhe zu erreichen, auf der wir früher standen. Untere Kinder und EnLl werden es nid e lcbcn." Von ber Wiederau fach'urg Den sckstan/ds bange auch" ine Gesundung t> n ganz ($ur t>i cb In dem Vet rauet' auf ie Zukunft des 93ate-f-mbe5 werde er bestärkt burd; die treue deick'che Gesr-"ung, wie er fie im Rbstnlan''e rna'-rg-nrrnme t habe Nach bnn Rri 'Sa ze. fab e SR tut Re» des Aeußeren ?ei rtr'en Ci buf Terror, den b/r Besuch des altehrwürbig«t Stü firr’ imd d?» Kaiferfea'es auf ihn aemackst habe fen Leibe Aacken fdirvr durch fett'e '3at an b*r Gren'«, z durch die Be'etzung und ke'cnt ec-5 htrrrf) bi/? 9fb- tmmung von Euren und Molmedn, be ei Vfetteode er als° rechtlich faltbar nickst oexertexren könne, ifefeer scheute die Entscheidung jchon gefallet yi Der Adriavertrag, Durch die Spannung, mit ber man die ffenfer V^lerbnnbs'a'mma erwart"!, ist die sfenferenz von Santa Maraberita Ligure und chr Ergebnis ein wenig ins Hinterlassen geilten. Nnd^boch ist dieses Ergebnis für Genf und alle künftige internackfemale Politik von größter Bedeutung. Man nennt es den Adria- ?ertrag oder auch den Vertrag von Ra- .i "u'en werden d'Annunzio bnt es auch nicht, wie er verbreiten ließ, fesig gebracht, den Gouverneur von Dal- tnati'm. Admiral Millo zu gemeinsamer Nn- fehnfifunfeit zu bewegen. Millo wird als ir/iher Soldat den Befehlen seiner Regierung ^horchen. Der zweite Punkt des Adriavertrags betrifft die ist rische Grenze. Schon im Son- nkmer Vertrag vor fünf Jahren hatte man fi^n SBit auf die Grenzführunq westlich! ? Schne^berges (Monte nevoso) gelegt. Wil' in seinem Widerstand gegen den Lon- r Vertrag hatte ein Kompromiß vor gelogen, das die Grenze Zwischen Italien b Jugoslawien beträchtlich weiter nach sten verlegt hätte, so daß nicht allein fest, sondern sogar der wichtige Flotten- tzpimkt Pofa in die Reichweite des Harm- Feldgeschützes zu liegen gekommen wäre, es n i tsch, der iugoslawische Minister-- fifant und sein K^lleae vom Belgrader atfterium des Auswärtigen, Trum- litsch, haben nun die ursprüngliche, im londoner Vertrage festgelegte Grenze aner- knut. wie sie ber italienisch'' Krfegsminister 6m seinem militärischen Ofe'ichtsvnnkte ans »t einigen geringfügigen Abweichungen formte. Gewaltige Bergri'sen schützen setzt das Sarrb gegen Norden und Osten. Die strate- ffck' Sicherung Italiens ist erreicht. In rtifef 5 des 9Zerträges ist bestimmt, daß iic Abarenzimgen an Ort und Stelle durch Kommissionen festgestellt werden, die zur häPe ml? italienischen, zur anderen Hälfte tt-5 südsfewifch-n Deleaierten zu bestehen Nben. Im Falle von Meinungsverschieden- ; "jtifen wird der nicht anfechtbare Schieds- spuck des schweizerischen Bundes- äsidenten angerufen wurden. Für diese »Mte^ische Sichemmg hat Italien ein großes libfer bringen müssen: Dalmatien? Nach der fikl'ereinfunrt von Santa Margherita wird 3tr die Stadt Zara mit einigen kleinen Bor- IBten und den vorgelagerten Inseln an die ^diener fallen, während die Jugoslawen fri! dem ganzen Rest der Fläche Besitz er- •teifen können. Dieser 9Zerlust ist schmerzlich lm'^ndeks, da auch der maritime Stützpunkt •fcbenico und die Insel Sissa in das König- ■eiifi S. H. S. einbezoaen werden, und man miß anerkennen, daß die Opferwilligkeit Jta- ffa$ in Dalmatien die Feuerprobe in allen •Cfan bestanden hat. In Belgrad hat sich ber ferbiscken M'ionalisiischen Kreide wegen der angeblich tpierechfen Sösimg der Adriafrnge eine, ge IMickte Stimmung bemächtigt. Die 9)erstän-' 'Mung wird als der jugoslawischen Delega- hi ultimasiv aufgedrungen bezeichnet. Die Ipjötter beschränken sich zunächst auf kurze elßeimngen, in denen eine gewisse Unzu- ,Ebenheit zum Ausdruck kommt. Italien ‘.Mc ^jch bei den Verhandlungen als F^ind ‘«nemmeu. Andererseits erkennen die Blätter »6-r auch mit Befriedigung an, daß mit dem trage von Rapallo die Ungewißheit, der fAgoslawien so lange ausgesetzt war und w lähmend auf das ganze politische Leben ■ti'Ite. beseitigt wurde Eine Massenversamm- krik der Belgrader Bürgerschaft gestaltete ? c^nfr Protestkundgebung gegen den trag. Schon vor der Eröffnung wurden ruf? laut, wie „Nieder mit dem 2loriaver- ^g! Wir brauchen und wollen kein Bünd- mit Italien!" Nach dem Abschluß der ^rsammlung kam es zu Kundgebungen der -erge vor dem Regentenpalais, mit Hoch- Wfen, wie: „Es lebe ber erste jugoslawische cnizelos, 700000 Mark ab. Da der Deutsche Buhnen- -e , verein die Gewährung feines Zuschusses von 1300000 Mars bon ber ScroUligunn eines etalÄW ’ 6arolu.‘r9 flab idje.i Zuschus-Z »I hängig gemach, ha te, Genf, 17. Nvv. .WTB) Das griechische bürste bannt das Schicksal des Saarbrücker Wahlergebnis ries unter ien Völ^rbunds- Schauspie.Hauses erledigt sein. Die Versamm- belcgter'en grafe* Mufefen heivor. Tic gsiedstsche , lung genchmigte ferner die Einführung einer Delegation im Vvlferbund, ber u. a. auch der s Woh.mngsluxussteuer. Die Steuer beträgt für Au':enmi'ttster Poli is mtter Bindeg v d zwischen Teutsch- land und Belgien zu werfen, sei die Ausgabe der Stadt Stadien. Avec dazu bedüvte es deutscher Gesinnung, ientn nur, wer sich selbst achte könne auch von anderen geachtet wwden. Win- sckastlich s ien die drei Länder austinmider anqo- tattesen. Lebst te F «fe von V.rfail e5 la'e gn*iidxn Tcutschfa.d und Frank eich wirtschaft iche Bande gebracht in Bezug auf den Austausch von Ätfejte, Erz usw. Ter Redner schloß mit einem Hinblick auf bte Hoffnung, daß ernst nickst mir von einem betörten und einem unbeeßten ^V-biet gesprochen werde, sondern laß die Völker Europas aut der Grundlage gegen fei tiger Verständigung zusammenarbciten mär' en. Mit den W'vr en herzlichen Tanke? sckikoß der Oberbürgermeister die iveihevolle Ve sanmilung. Rach dem Abende'sen im Hotel „Qur-lleNlvst beabsüÄigen Dte Minister die Rückoriie nach Köln anzutretan. Ans die Anfrage des Abg. Dinge-lbeh bctr .die Aussichten der Kartoffelversorgung, stelle er fest, daß allem Anschein nach viele Kurtoffeln noch von den Erzeugern zurückgehalten werden. Dte Kartoffelernte icxtr ausgezeichnet, doch sei nicht absusehm, welche Zustäitae bei schlechter. Ernte en t| tauben waren Er rtchtct an die Lanc^virte bte ernste Mahnung, die freie Karioff-lwirtfclxiit nicht $u wucherischer Ausbeu.ung yi fcewuten. Das bi:ter notleidende Volk sei sehr erbittert, und Not kenne bekanntlich fcin Gebot. Aotz Dorsch ,H. Vp.) geht zunächst auf bte Liefern!^sverträM mit t«m Kommunen näher em und stellt fest, daß der Uefertam» te-n 20 Millionen letzt dem Reiche zur BersüMing stehe. Dr Vorwurf, daß. jetzt die Bauern ihre Schulden bezahlen könnten intb es frül>cr 5. inen Ar.Llel gab, der billiger war als Kartaffeln, betveife, daß die Landwirte früher unter ien SelfalUvsten arbeiteten. Man solle btfcenfen, daß ji? bei Anschaffungen das 10—30>sache bezahlen müssen, und man könne nicht verlangen, daß der Landwirt im er beit Selvst- foften weitevarbeite. Die Sb'-gerung gehe einen gefährlichen Weg, und es Ivette fick) »eigen, daß t»ie Ernte vielfach nicht so groß sei, wie behauptet wird. Der Redner hat gehört, daß vielfach noch Karwfseln nach) Frankreich verschickt werten. Tas Verlangen ber R.grevung sei sehr bedenllich. Das gewaltsame Ergeben ber Ge>vr?tastcif en und anderer Organiiationen fei ungerech fertigt. Das Ergeben der Verbände neben ter Re-iertrug führe leicht zu Ka astvophen. Die Re.chsreg e ung werde über die Anordnung der L«stxsrcgierung zu ent» scheinen hoben. Auch angeieheite Juristen haben festgestellt, daß dos Bvrgehen ber he.si ckien Regierung ungesetz^ ich sei. ta die B^ruern g gen über dem gewaltsamen Arrgehen nich nack>giebig feien, wäre es vielfach zum Aeußersten und zu Kata- stwphen gefentmen. Er weise auf die Fälle in Weiterstadt, Königstätten, im KreiS Erbach usw. hin. Der 9tebner verw.ist weiter auf ein Schreiben deS Abg. Engelmann, in dem er den Bauern mit zahlreickfem Erscheinen der. Arbeiter drohte, was einer Erpressung gleichvomme. Er habe mit seinen Freunden den guten Willen gezeig , könne aber nicht dulden, daß neben der Regi',rung eine »euere Nebenregierung Platz greife. hessische volMammer. rm. Darmstadt, 17. Nov. Die heutige Sitzung wird um 9.20 Uhr durch Präsident Adelung eröffnet. Der Präsident des j iLandrsernährungsamtes Neumann macht eine Reihe von Mitteilungen über die Zwangswirtschaft und erhärt vor allem, daß man sich ganz energisch gegen die Aufhebung her Milchwirtschaft wehren werde. Die Brot- versorgung gebe zu großen schweren Bedenken Veranlassung, da noch niemals in solcher Weise mit dem Weizenmehl, besonders auf dem Lande, gehaust wurde, wie in diesem Jahre. Da wir zwei Drittel Getreide vom Ausland cinführen müssen, während nur ein Drittel vom Inland erzeugt w'rte, würde es kaum möglich fein, ohne Schwierigkeit durchzukommen. Gegen die Druichprümie habe sich die hessische Regierung energisch gewahrt, leider ohne Erfolg. In ber Flcüchversor- gung müsse man weiter mit hohen Preisen rechnen. Das Schmerzenskind sei die ft a r 10 f f e l- berforgung. Man habe geeignete Vorschläge für die Versorgung der Bevölkerung gemacht, auch beim Reichsernährungsminister bte Zustimmung gefunden, doch wurden durch die Lieferungsverträge mit der Zentralgenossenschaft Schwierigkeiten hervorgerufen. Die Kvmmunalverbände haben diese Lief rungSvert'-äge abgelehnt. Tatsache war, daß die Zentralgenossenschaft etwa zwanzig Millionen Zentner Kartoffeln mehr gebunden hatte, clls sie benötigte. Diese Mvste Festlegung durch Verträge hat selbstverständlich auf den Preis der Kartoffeln großen Einfluß ausgeübt. Nachdem bann die Kartoffeln freigegeben waren, hat sich der wilde !banbei darauf gestürzt und im Verein mit den Kommunalverbänden eine hohe Preis- sle'gerung veranlaßt. Die Gcwerkschasten weigerten sich, diese hohen Preise zu zahlen, und dann kam die Vereinbarung zustande, daß an .Minderbemittelte die Kartoffeln für SO Mark geliefert werden sollten, doch drohten die Gewerkschaften, die damit nicht ein- verstanden waren, mit Transportsperre. Hier griff das LandeSernöhrvrngSamt ein. Es wurde ein weiteres Einverständnis erzielt, nachdem die Erzeuger erklärt hatten, daß sie IVs Million Zentner für 20 Mk. ?u liefern bereit seien. Die Versorgung der Stabte blieb aber weiter sch^ech^: die wirtschaft ich sckleckter Ge^telltm konnten nicht versorgt werden. Die P'.eiStreiberefen hielten an, so daß das Reich eingrisf und den .Höchstpreis auf 25 Mk. festfetzt?. Auch dieS half nichts. Im Oktober trat dann br hessische Regierung gegen den wilden Kartoffelhandel auf; die AuSsuhr wurde verboten. Die Höchslpreisverorbnung war ohne feben Erfolg, die Städte bekamen feine Kartoffeln. Am 26. Oktober wurden dann die Kreisämter zu schärferem Sui reifen durih Beschlagnahme und Sicherstellung der überschüssigmi Kariosfeln ange- wi'sen., Hieraus wurde ber Kampf von feiten ber Landwirt schall gegen ha? Lande sernährungsamt offen ge'ührt. Man wurde beim Reich vorstellig, da die Verordnung gesetzwidrig fei. Der Durchführung der Verordnung wurden die größten Schwierigkeiten bereitet. Hierdurch fei die Erbitterung zwischen Erzeugern imb Verbrauchern gesteigert worden so datz man ju weiteren Zwangsmaßnahmen greifen mußte. Der Redner stellt fest, daß die vom LandesernährungSamt erlassenen Verordnungen der gesetzlichen Unterlagen nicht entb-h'-en. Ti- R-richSverorlrnung über Höchsivr-i^- fefefet’wig vm, 1020 berechtigt die Zentralfel>öckim auch zur Fe'setzunn vm Höch''tprt en für Kartoffeln; auch die Ytachagnahme beruhe auf gesetz- sich fest'-elliten R chttn de? Lmibe-fernStaungS- amteS. Rach ber Rrichsverfafsunq hab- die Länder- F-ogierung nach § 4S foga*- da? Recht, im Nötigste mnzugveisen, im Falle das Gesetz nicht bestünde. Ain die Anfrage des Abg. Dorsch, betr die aewaltarne Wegnahme von Karw'f-ln in Klein- .Karben gibt ber Redner eine Schilderung des Vorganges aus Grund des Gendarmeriebe- richtes, nach lvelchem von gewaltsamer Wegn«hme von Kartoffeln nicht die Rede fein konnte. Zu ALissck-rei'unjgen fei es nicht g^mmen A-rch di- Bü'.germeis'rrci .Kl-rin-Karben habe freiwillig die alrick>e Erllärunng abgegeben. Ebenso lauten bi? Feststellungen bc5 Kreisamt-s in Friedberg. Die Angaben ber Anfrage des Abg. Dorsch feien unzutreffend, und die Rechernng könne nicht weiter daraus eingehen. Auf bte Anfrage bcS Abg. tz e r- bert und Gen. haben amtliche Feststellungen ergeben, daß durch bte Zentralgenossenschaft mit Genehmianng der Regierung ettva 176 000 ?tr. austerh-alo 5)e'sens on verschiedene Kommunal ■ bände int Rhriilland usw. geliefert wurden Abg. Dingelbey (D. Bp.) neist auf die Tatsache hin, daß die schechte Kartoffelt^ersorsung mit durch die per Lehrten Anordnungen bemor gerufen! fei. Er lehnt es entschieden ab, die egoistischen, 'nm* ckerischen Beftrelxingen vieler Er^user zu unter- stütz-en. Festgestellt fei, baß durch bi? ZlvangSwirt- schaft für Kartvffesn eine Gttvähr für die Bei?sor- giung der Bevölkerung nicht gegeben ist. Man dürfe nicht überselen, daß den SanXinrten ein Mindestpreis von 25 Mark vom Rcich Garantfert wurde. Auch.die Liefermrgsverträge, die einen Preis von 31,75 Mk. festfetzfen, dürfe man nicht übersehen. Die Gewaltmaßnahmen der Geiverksch'fien führen zum Abgrund und seien gefetznädrig und nxmn auch einzelne Dauernführer zu weit g-’irien, sei die Aufhetzung der Arbeiter durch die Gewerkschaften doch entschieden zu verurteilen. Es wäre zu wünschen gewesen, baß die Regierung auch in die en Fällen energisch bergegangen wäre, wenn auch ihre Stellung eine sehr fernerige war, zudem sie als erste dte Zwangswirtschaft für Kartoffeln in Derlin forderte. In Kvnfeguenz dieses Schrittes hatte sie aber auch auf die ihr nahestehenden Kreise em?n beruhigenden Einfluß ausüben müssen. Der Weg der Regierung fei bei nüchterner Prüfung nickt als rechtbestSndig anzuerkennen. Tie von dem Präsidenten Neumann angezogenen Verordnungen. auf bte er sich stützt, bestehen wohl noch »nerben aber durch bie neuerlichen Arwrbnimgei'l «s Reichs überholt. Auf feinen Fall könne die Landesregierung Verordnlmgen erlassen, die im Wideripruch zu dem Rrichsgesetz stehen. Der Redner gibt rin Beispiel bekannt nach welchm es rimnn Landurirt in Rheinhessen geradezu immöglich sei, a:ten Liefe^mgs der trägen und Anorbtungen nach- Pukommen. Durch solche Bestimmungen trete, wie bei allen Zwangsmaß-exln, eine Erbitterung bei oen Land*mrten ein. die der Kartoffelversorgung int nächsten Jahre nicht förderlich sei. Präsident des La-'L^emöhrui^geamts Neumann erklärte, daß er sich beim Hess. Justizministerium vorder r 'fermtell habe und tvohl 60- sugt fei, eine solche Verordnung zu erlassen. Abg. Dr. D e h l i n g e r (§>. Bp ) bespricht bte Gewalt maßnahmen der Generksch^t-n. g-gen welch? der Bauer macksttas und schihfes bt e e Mau treibe dem BolscktewiSmus entggen. Vfelsach feien ai>d> von Arbitern tau senke bm, Zentnern Kartoffeln verschobvn ober zur Sflneinrfüttrrung verwandt worden. Durch derartiges Borget e^l sckm.-ide man sich in# eigene Fleisch Abg. Feldmann (Tem.) fräft bte fttiatn Zustairde für Überaus traurig und unhaltbar. Ter Wuckter in Mrtosseln halte weite Kreise ergriffen, hferzu komme das unpe^ite Slrgrbrt van Scken Es siele fei, k«ß die große Masse des lltauernltarikes iufoLje ter großen Jferfxbunncn ckv-n Fülmern richt mehr folge Ter Zenttal- gmosfenfckmft sei ein Borwurf nickst zu mnrlxer Ter eingetretane Riß dürfe unter fmen llmständen vergrößert meiter Im Fnteesse ber Allsemrin- fteit müsfe ein Berstänbnis ecz>lt werben. Tarbe- ten unb überleget, wie man ans ber Kalamität herauSkomme. Ein Ausweg fei nur ein bö(Tiger Zusammenschluß aller Landwirte und gerrei "fameS Bevaten mit tei Ve bvau-Te genösse sctalln „ r Abg- Dahn (H. Bp.) fin'rel einen Teil der Ursachen des Wirrwai-rs in den Liefer'n^Sver- irägen, an irrten die Landwirte einfach 'festgehal- ten haben. L ele Landwirte hatten die vom Reich fest^-fetzten hohen Beträge nicht erwartet. Jü- zw-schon fern oie Pirise auf allen Gebieten weiter Sesttttien Die gefäbriichen Drohrmgen freien übte beit Landwirten et reichen nur bas Gegenteil; trotzdem Hafen die Lanbwi' te Entattemkommcn g-zrigt imd soweit tat' mS^jch Kartoffeln zu ermäni.llem P'mie afeeyeben. Bei der Regierung fei k.in Sckutz etngetreten. Jin Krri'e WormS wurden a'Ic Lieferungen ;u wgenfriliger Zufriedenstrit erledigt; hier nr-ßte leider in einer Gmirinta zwangswllie rn(yeanften merbrn. Pflicht ber Lmrdwicte fei es m, im närfiftHi Jahre trotz he3, diesjährigen Ter- wie möglich an-ul-auen, wenn der Sck»itz der »eg ertrug zttgesagt wird, andern- 'a lS werden die ßanbtrtr e yrm Anbau tarn Rüfen der seien in Mansheim über 2000 -'ymtner Kartcseln ei frornt da die Schul- feei bekamen tmd Arfeitslofe nicht zu ! tva cn. Wenn le ne Garant i ■ gegen s ZwMta.mr w-eg-1-, cr'olge, weck>r der Kartosfel- |an^S^atcl Einhorn, 8 Uhr, Psychvlogisck--physi a.llsä)er Te- monstrationsafend. — Cafd Leib, 8 Uhr, Ävn- zeit und Vocstettung der Mtdick-Meibrnger. — Lichtspielcheaver rote gestern. * ** A m t liche P c r sota aln achr i ch ten. Der bevollmächtigte Vertreter des Auswärtigen Amtes £*rr Legatiönscat Dr. Rieth verabschiedete sich gestern vormittag von dem Präsidenten des Landtags Derrn Ad-lung, ba er in das Auswärtige Amt nach Berltn berufen wurde. Sein Nachfolger, Gesandter Graf Lerchen selb, machte seinen Antrittsbesuch. ** Eine außerordentliche Sitzung des Kreistags finbet Donnerstag den 25 ds. Mts., vvrmillsgs 10'/, Uhr im Regnerungsgebaude Gießen statt. Auf der Tagesordnung steht: 1 .Aufnahme eines -rvll.'S für Zwecke des Kvrnmunal- tx-rbareb^ durch bat ZVreis 2. Ueflecnachme ber Kosten b*r neu erridtae et KnickeisprÜtangSstclle. 3 Beitrag zu den Kosten der Wanberberfeege Gießen. 4. Abire.ung c-er alten Zie- lbergstrahe bei Gründe vg an die Gemeinde Grünberg (siehe Artikel, 4 dos Kun ststnatzc« sefetzes). 5. Lmoerung des Stteetfe statutö über t-ie Gebühren für tierärztliche Unter» iufeimg von VieHOestärr>en in Spercb.zirien und Beobacktung-tz-ebieten; hier: Erhöhung ber Gebühren der Tierärzte fern 75 Pf. auf 3 Mark. 6. Tie Lvhtr- unb ArbeitSverhältnisse der Kreisstraßen- unb Dbftbaumtoarte. ** D ie Schnellzugspreise. Vom 1. Dezember d. Js. ab kommen die Mindestpreise für Schnellzugreisen in Wegfall. Vom genannten Tage' ab werden bei Schne.lzugs- benntzung auf ßmtfeiitunßeii bis zu 75 Kilometer neben den PersonenzugsahrPreisen der betrrifenden Stationsverbindung Ttur noch bie Schnellzugszu- schlägc der e r ft c n Schnellzugszone (I. u. II. Klasse - 6 Mk., III. Klasse - 3 Mk.) erhoben. **AusdemStadttheaterbureau. Um «den Vortrag deS Dichters Walter Hase n c l e v e r, in der literarischen Gesellschaft, der nur für Dienstag, den 23. November möglich war, nicht zu schädigen, wird die 8. Diens- vM - Abonnements - Vorstellung „Versunkene Glocke" ausnahmsweise verlegt, und zwar Qus Montag, oen 22. — Die Aufführung von „Don Carlos" am Totensonntag beginnt bereits um 6 Uhr abenos. Am Nachmittag Dieses Tages findet keine Aufführung statt. ** Die Zuckerbezugsscheine für den Monat November können vv-n den Klein- Handelsgeschäften morgen aus dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer 13, in Empfang genommen werden. * * Der Ber ke hr mit Zucker. Der „Reich'anzeiger" enthält eine Uebersicht ber Rüfen Verarbeitung und des Jnlandsverkchrs mit Zucker im September unb eine Uebersicht über bei Betrieb der Zuckerfabriken des deutschen Zollgebiets im September. * * Freibank. Freitag, 19. Nov. werden von 1—3 Uhr die Nrn. 3000 bis 3100 beliefert. * * D i e Milchempfänger, bereit Karte auf 1/9 Liter tautet, können diese Wocfe nicht beliefert werden. (Stegen Abgabe ber Milchmarke, bie auf t/j Liier (47. Woche tarnt 20. November) lautet, kann vvm 15. bis 25. November eine Dose kondensierte Vollmilch zu 9,75 Mk. die Dose bezogen werden. Näheres siehe An-,'igenteil. * * T ie Süddeutschen Spra chhet l- a n st a l t e n Stuttgart btrfen in Gießen, Sfepl>an- straße 26 Part., ein Zweiginstitut erricytet, üi weläem Stotterer unb andere Sprach eifernde un- entge.'ttich untersucht und bext'.et Werren. * * Für bie Deutschnat ion ale Volkspartei sprack^ gestern abeiw im Einhorn- Saale Reichstagsabgeordneter Wal - ter Lambach. „Na.vm.al denken und sozial handeln", diese Dter e au5 der Begrüßungsan- Ipradje deS OberivstseTveiärS Kohl Hase zoam sich als Leitmotiv durch ben gcmzen Vortrag des L-auptrednerS. ben in sackiilich rubipor, aber durchaus sejsel'.wer Weife bte diö.e der Zeit besprach und beackstensttar e Wege irlles. Nach einer kurzen Charakterisierung t*5 Versaillec Friedens mit feinen urgefeuren Ari-wi kimg^m im gesamten Kultur- unt> Wirtschaf Sieben Deutschlands, zog Herr Lam- i.«ach da? Fa»it, baß Den'schwand nach Versailles ein auSgespoockfeiveS Att ct nehntervolk geworden fei. In einer sehr feinen Parallele wandte er bie Begriffe vom Klasfentarnpf und Solidarität innerhalb einer Steife auf ten wirtfchnfllichen Kamps der Böll'er an. Wie sich unser Volk in den letzten Iahrjehn'en immer schärser in zwei Gruppen ge- sciiksen habe: hie Arbei'Ttehmer, fee Arbeitgeber, so habe iich heute un er den KultntÄvlkern zwei vlcker Wittschas -.lassen ferau'gebildet. Nur mit dem Unterschied, dopt einer ganzen Anzahl von Ari-ei gefetto-ölflern i-m ein^sges Arbeimehmervvkk gegenüöerstehe: TeutsckürnL», während sonst dieses ZahlenverhäliniS umgekehrt fei. Wie der Wirt- säaststempf jeden ci-yriwit mit seinen Klassen- genefeen immer fester zu tarnmengrickweißt habe, so müsse auch das gefeinte deu'schc Volk von einem einzigen Solidarita sgesühl burdthrungen werden. Nickt um bte Skiaveirketten von Versailles zu brechen und seine Sxrren, seine Ar bei gebet, zu beseligen, fanfern um g«oß unb stark, verant- wvrlungsbrivusst und lristunflSfähia zu werden, so gwß wie unsere g^enwärltgen Arbei gebet, um bann gleich unb gleich mit ifeten zu ringen oder ihnen zu gemeinsamer Arbeit die Hand zu reirffen. die Arbeit könne itn5 aus un'erer Fron heraushelfen. Nut Arbilll istung dürfe ins Ausland au3ß>*fübrt werfen, nich bte fa knappen und barum so wer.^llen Rohstoffe. Jeder Rohstoff mü se bis zum äußersten ausgenutzt unb alles in ihn bi-iringr((,=g:u merb.it, N-as wir an p aT.iidjer und künslleriscktec Arbeit rur leisten tmuten, damit wir mit unseren Erzeugn s en im Aus fand v nlürrenz- los festehen. Ginc Schiffsladung schwefeschs Erz dürfe zum Bei'piel stjn uns nich' bloß in Rvh- ri m nmgesdutalltzen unb dann nnricr ausg^führt werden, vnfem eS müsse die Arbeit Tausender in diese- En> fenrinaelcfe werfen, das womöglich erst in Gestalt feinfer Sttinzer ftri tgen wieder auögeführ! wetten dürfe. Um unS tarn ber Ser» faillcr Fron nlltter frdatbt en zu können, mü se unS fee Aöbei! wieder nab trbrady Wacken, müßten nnr nnefer (erixn, mit Liefe unb Freude zu tveror ff L-.bu.igm AkNich gefr JJuta Sott M kein der Ms J Tribut Etvewch W Kreis Alsfeld. rrp. O be r-O h m e n , 17. Nov. Die An' legungdes elektrischen Lichtes noü vor dem Anschluß an eine Zentrale macht >' unserer Gemeinde rüstig Fortschritte. reits wird an der Errichtung eines Scduppen- bei der „Rahnsmühle" gearbeitet, worin ott Dynamomaschine ausgestellt wird. Dabei nehmen die Jnftallationsarbeiten ihren Fort gang, so daß man noch aus Weihnachten ele- trisches Licht für unsere Gemeiirde eiholsi Die Gemeinde hat sich aber den Vorhalt gk sichert, den späteren Anschluß an eine Zentrale zu ermöglichen. KreiS Friedberg. t kt Vilbel, 17. Nov In der tebten <£■, ncrualrerfammfa-g der Lenckssparka'.e tfelfenstift" Vi fel wutt-e für fe. a n 18^ . (. Js. im 68. Lebensjahre veriterleien Rccbnc Fvanz Fritzel, fer diese? Ami 28 ^rhre IM > mit ausgezeichnetem Gesc.ik inb G n7i4cvy2 u Beit gefüfat l-at, beffen Sohn Mllte m , ber den Krieg als Leutnant millge-nackt tat c}. , stimmig zum Rechner ter Be irkSsparka |e childenstift" Bibel gewällt. Ter Eeoahlta , hon Bnruf YtFtfbMmter ist, war 1« t AprU w erster Gehilfe bei ber besagten SparFaile. Starkenburg und Rheinhessen. rin. Mainz, 16. Nov. 3ht Mainz ist ev sranzössicktes Flugzeug abgestü^t- fasten srnd an den Folgen des vsotursc^ gcltorv» Sehnsucht der Massen, könne nicht bie neue Beglückung ber MensclMi von innen heraus b.in'en oenn durch bie Cllnta>al mtg des S aate§ jnnta> n Den Arbeiter und den Er.rag seiner Artest wercx die Entfernung zwi.ckten betten w e-.er größer E ne neue Gemeinschaft zwischm Artei g ber und Ar- beituebmer sei zu erftreten, worin beite Teile stch schätzen und achten lernten unb auseinander angewiesen wüßten. Die erste Etappe auf diesem Wege bestehe darin, Angestellte unb Ar bei er lang, fam in die Aktien- u. andere Ges-ellschaften hinein- wachfen, sie an Gewinn und Besitz dieser Gesellfaiafe ien beteiligen zu lassen. Dann «w-erfe ein Verltaltni» Mi taten Arbei orber und Arbeitnehmer critehen wie es in den Werkgemeinschaften des Mittelalters bestand, jenen Werkgi-meinschaficn, die d e wundervollen gjotiidjen Dome bau en, an denen nrhrere Genera! ionen in gleichem Geiste und mi gl richt Liebe unb Durchscelung der Arbeit wirken, wejf sie eben alle gleich waren unb an ter gleich-n Idee arbeiteten. — Der änderthalbstünfe^ s-8orrtag wurde mit sehr lebhaftem unb andauerndem Vs. fall belohnt. ** Die Geschlechtskrankheiten unb ihre Folgen. Aus die öfjent ich- Vorführung dieses medizinischen Aufklärungs. films am Sonntag vormittag 11 Uhr im Lichtspielhaus, Da !-n Hof st vaße. fei ganz te anders aus- merfiam gemacht. Näheres ist aus dem SUueioet- teil ersichtlich. Kreis VUdingen. Kommerzienrat £>. W. ClooS f. X Nidda, 18 .Nov. Kommerz ienrott H. W. ClooS, ber vor einigen Tagen gtilorbcit ist, war als der Sohn des HolMnolcrs Christio« Cloos am 8. Dezember 1856 zu Klein-Allen- stSdten im Krrise Wetzlar geboren, besuchte zunächst von 1867—1871 das Wetzfe^er Gymnasium, sodann von 1871—1873 die Gewerbeschule in Siegen. Seine kaufmännischen Kenntnisse eignem er sich während feiner Ausbildungszeit bci Gebr. Vierheller in Darmstadt an. Zwei Jahre ist er hierauf bei Gebr. Schwab in Frankfurt n. um im Jahre 1883 in das HolzgesclM seines Vaters, Firma Gebr. Cloos in Wetzlar, einzu- treben. 1885 erfolgte seine U-*berfieoehinn noch Nidda, wo er von 1885—1918 ansäs iz mar_ In dieser Zeit hat er sich au5 verifeltnismöhi, Heinen Anfängen heraus zum Milinhaber einer ber größten Zigarrenfabriken Deutschlands, ya einem anpefebmen Berater und Gönner in asten kaufmännischen, künstlerischen und sozialen Angelegenheiten des Hessenlandes, zu einem großzügigen Menschenfreund entwickelt. Er besaß geniale Begabung für das Kaufmännische, sichere» Blick für das Mögliche und dessen Grenzen, unb verfolgte rücksichtslos jedes einmal alS richtig erkannte Ziel, wobei er die richtigen Leute an den rich'igen Platz zu stellen wußte. In ba8 Jahr 1895 fallt bie Gründung ber Firma Rinn u. Cloos, Zigarren,abriken. Aus Heinen Anfängen entwickelte sich in verhältnismäßig kurzer Zn!- spanne ein Unternehmen, dessen Namen in asten Teilen Deutschlands bekannt geworden ist. ES umfaßte 1914 nickt weniger aü 33 Filialen. Kommerzienrat ClooS vertrat als Mitglied der Handelstammer, des Kreis- und ProvinzialtngS sowie beS KreiS- und Provinzialausschun'es di- politischen Ziele ber national!ibevalen Partei, fc war Vorsitzender des Kuvatvriums ber HShenr Bürgerschule in Nidda, stellvertretender Dorsidk» ber ber Bezirkssparkasse, Gründer beS gen«» nützigen Bcmvereins, Vorsitzender des AussiM' rats des Vorschuß- und Krebitvereins, stell«» tretender Vorsitzender des Obst- unb Gartenbaus' eins. Der Krieg berief ihn zum Lritcr bes Lazaretts vom Roten Kveuz in Nibba. ll/3 Jahre nur er örtlicher Leiter bes Ltaarrits bes kaufmännischen Erhv'lungshrims in Salzhrn'en. Reiche Stiftungen gingen von ihm aus: 20 000 Mk. anläiis des Jubiläums des Großh>r;o^s, 10 030 Mk ar- rte ', ^cfai 190! J S'loft wot : r-^.71,107 •<9.59:n4 ■ 1-M..S3,IO3 L 'm9'48.1'Z3 •49 unb 69 jfes? Wtkfe» 8u.; 05*»* ^°°>uzialbi Nibba, ..... .... ges angverein „Sängei kranz" Veranstalter! gestern in den Räumen des Gambrinus fein dick' jähriges Wintervergnügen. Im ganzen kamen ac Chöve zum Vortrag. Die guten Lcisttingen ließt:: erkennen, baß sich ber Verein in sichtbarem W schwung befindet, tzauptsächich hat er sich k' Pflege der Volkslieder und der volkstarnlichen Li»' der gewidmet. Stetmatlieber, Mutter- und Wander lieber waren es, die in vorzüglicher Weife zum yot- - ! trag kamen. Eine besondere Ehltmi bereiteten di Sättger ihrem langjährigen Dirigen en; sie übe: - reichten ihm ein großes gerahmtes Bild von sämtt lichen bisher dem Verein angebörenfen Sänaeri An die gesanglichen Darbie.ungen schloß sich ban> ein Ball. RrriS Wetzlar. der vkrsammung. behördliche Anzeige». Meyer 12239 Gießen, den 18. Nov. 1930. 12265B Färbe zu Hause 11830V nur mit Achtung! Achtung! 11253 Große süße Zettbücklinges.25 t. Nstte. ä a ä ä 1 2 Backer, 2 Frlleure, 1 Buchdrucker, 1 Lettner, Mechaniker. Weibliche Ndie klung: Gfl können eingestellt werden: Den Dau der Provinzlal-Siechenanstalt- hier: Tilgung d r Anleihe über 600000 Mark. Bekanntmachung. Wettervoraussage für Freitag: Dunstig, sonst heiler und trocken, Nacht- temveratur unter Null Grad, nach Osten drehende Winde. Ueber Mitteleuropa hat sich ein kräftiges Hochdruckgebiet entwickelt, das vorläufig unsere Wetterlage beherrschen wird. Bei östlichen Winden ist für kurze Zett trockenes und kaltes Wetter zu erwarten. rückzugreifen, so wird mit einem Anziehen Fleischpreise gerechnet werden müssen. Märkte. Gießener Wochenmarkt. Gießen, 18. Nov Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter (Margarine) Pfund 15 Mk., Kirchliche Nachrichten. Israel. Religion- - Gesellschaft. Lobbarseier, 20. Nov. Freitag abds. 4 10, S^mS- tag vorrn. 8.30, nachm. 3 30 Sabbat) Umgang 5.35. Wochengotte Sdienst: rnvrg. 7.00, abdS. 4.00. Israel. Religion-gemeinde dienst in ter 5tynagoge (Su^Anla^e-. ©anivtifl, 20. Nov. Dorabd.: 4.30. Morg 9. AbdS. 4.46. und 5.25 Uhr. General-Versammlung ttS?l>l»ii.Virsih»ßvkrtiiiSk.K.iii.ii.H.Njkst!k am Freitag, den 26. November 1920, abends 8 Uhr, bei Gastwirt Erb. Tagesordnung: Nevisiensbericht. Wahl von Dorstand und Aufslchts. rat. verschiedenes. [12236 Für den Aufs,chtsrat: Schäfer. <*X * ** W nur Freitag, den I».Nov..voa MUlnC 3 bis (i Ubr, im Hotel BrillH ' Earl, SiinuL siebt annefdjricben, alte Gebisse der 27. ■ it'Jltetei bür eri ei Magi'tratSn tt hext htten ■ Mißtrau, nsvotum wibcack-tet gelassen uird sich •r" ®’ bann zum Rücktritt b'veit erk.ärt, toemt vor- ■ n die Stadtverord ctei ihre Mandate nrederlegcn - eine Einigung nicht zu crjte.'en und bescllluß- itiflc Sitzungen der Stadtrerordneten ctenfalls 7* 601 sich aelen konnten, weil die Mehrheit er» •in, über Sor aien des mit dem MißtraueuS- * »tum belasteten Magistrat nicht verhandeln zu -rum, blieb kein anderer Ausweg, als btc Aus- Sna. thifl der Marburger Skadtverorvneten- Stnbt. Arbeitsamt ttzi eisen West-Anla-e 31, Teleph. 2054. ES können eingestellt werden: 12242D n. bei Hefige* Ardeitaetzern: 1 Metalldrncker, 8 MAiinntniontrure, 1 n. prüft Heizer u. Schlosser, 1 Tchrrtner, 1 Bildereinrahmer, 2 Vrovistonsrei» sende, 1 Schneider. 1 Lchäikemacher. 2 Schuhmacher. VcbrUnec: 1 Schuhmacher. b. bei a,-wärtiae, Arbeitaeber*: 2 landwirtkck. flnedjie u. Ai beiter, 2 ^rovisionsrelsende, 1 Maa» ner, 3 Schreiner. 1 Sattler n. Polsterer. 2 Schnei» der, 1 Eisendreher. 1 Nietallschleiier u- Dollerer. Lebrlinae: 1 Buchdrucker. 1 Schmied. E- suche« Ilrdeit: Schriitsever, Buchdrucker. 2 Buchbinder, ÄaiiHeutr. Schreiber n. tttelsende, 1 Wagner, 1 landiv. Berwolier, Hnusbnrschen u. Anslnuter. Vtnscklnen' u. Bauichlosser, 1 Gärtner. 1 Kauenmacher, 1 Musiker. 3 Brauer, Maurer u. Anstreicher, 1 Konditor 1 Sä neider, 4 Elek'ro- monienre, 4 Schuhmacher, 1 Ofuer, 1 Kranken- vtleßer. 2 Echuuede. 3 taneglercr und Sattler, 8 S acker, 2 Kellner, 2 Strnhfabrer, 6 Mechaniker. 2 Dreher. 1 Oviiker, 2 Fräser, 1 Handschuhmacher, 1 Bulkaniseur. rehrltage: 1 Schuhmacher. 2 Schlosser, 1 Schmied, *arDfnci-, v r$A, S»i hlub1111 Zusammen: M. 15000 Die Verzinsung der vorgenannten Schuldverschrei' '"tgtn hört Ende März 1921 auf. Die zum 1. April uA ausgelosten Schuldverschreibungen: Bit A Nr. 129 --- 1 Stück ä M. 2000 und „ B „ Z u.37--- 2 Stücke r „ 1000 to loch nicht zur Einlösung vorgelegt worden. bietzen, den 16 November 1920. Provlnzialdircktor der Provinz Oberhessen. Dr. Usinger. 122460 ZwangSbewirtschaftung der Milch in Sich. Eine her schönsten Einrichtungen ist wohl tne MilchauSMte in Lich. Geht man bei morgen- flefltn 9 Uhr durch die Brmlgasse, so sie t man eine größere An »-.hl Frauen und Sanier tem Wind und Wetter ausgttetzt -um Milcksernpsang vor einem Hause aus "dec Straße stellt. Die ökirto- zeit beträgt etwa eine halbe Stunde und nach mehr. Tie meisten Fvanen haben um bte’e Zeit m ihrem Häusl alt zu tun und nur lestelo, ror{[ eine fd>tocr kranke oder alte Perstn oder ein klein eS Rind in der Familie ist, müssen sie sich dem Schicksal fügen und bei Kälte, Regen und Schn« sich auf die S ras-e stellen und abtoartrn, bis ihnen die zu cmp angcnte Milch auSgehändrgt wird. Ist es denn wirklich in einem Städtck;en tote Lich notwendig, daß bbe Milch durch die Frau von den Ab iefevern empfange! und zu amnwn* geschleppt wird? Warum t*i t man nicht den Ablieferern die em .meinen Empa gSbei echtigten zu ? — Wenn dieses aber nicht angängig, dann wäre es doch Pflicht der Gemeinde, dafür zu s-or^ei, bah den rartfle.i und sckpogch-n Personen de Milch in die Wohnung gedacht tourte, tote des in andeven Städten der Fall ist, lernt wenn die Gemeinde die Kosten für die Abholung der Milch tragen kann, so kann sie dites auch für bte Zu- sdellung. Ein Milck-empfängrr. Tengelmann, Emil, Seltettweg Trechsler, Hernr., Stemstrahe Wallenfels, Gg., Marktplatz Walther, Gust., MäuSburg. Die e ngegangenm Milchmarken sind seitens Klein lumdelSgeschäfte bi 5 spätestens am November 1923 dem StäOtischm Leben-mittel- amt, Zimmer 11, einzureichen. Ebntso ftttb ote unverkauften Dose» Milch zurückzugeben. HeltmanitTarben Erhältlich in Drogerien u. Apotheken Vertretung und Lager bei: Gebrüder Julimann, Gießen Bahnhofstraße 65 Fernsprecher 542 fgen D 126 Giefzen —Coblenz und D 125 oblenz —Gte sten nunmehr die Nachrickst zu- yflongen, baü bte D-^üge vom 1. D.-zember ab urrfudjjtonie in Weilburg haltm und wie stlgl verehren tonten: D 125: Weilburg an 1)39, ab 10.40 nachm., Wetzlar an 11.05 ab 111.07, Gtehen tot 11 23 nachm. D 126- Hieben ® 8.19 vorm., W-tz'ar an 8.34, ab 8.36, Westburg n 9.03. ab 9.04 norm und nriter wie bisher 3v Sefeitiaung der Halt- m Weilbu-g wi-d ietech lieber erfolgen mü'sm, sofern bie Benutzung der -ügt von und nach Weilburg ein allgemeines Bedürfnis für b;e bauernde Beibehaltung der Aui- enthalte nicht ergeben sollte. ■iss *9^*7 jling^beint i- g llingSbtim ^ 4 : ® ®*£a tern wn A)-s - für Itriwfi «iltt 3 ?<’■ imb i ni w'! \ hiiwüralt! ; — sich in M ' KZ 7^ ist r,. I ”!n^mtt /'m bei tz| ft hxitflj lf,lhtnbtw jivl «ÄÖQUt^^.l 1 Vitlör । 1 !911 wä 91n' ft O-tr?,! gkn. 5. Glooj f. NL kbom, mnqjjtii k J ö. Dn i GfomW g)" um in m l^. j d ich bsi ff,L I w|fl'lv-r * ■66nmi^i ibm^ Z u unötn Bürgeln bet Marburg, 17. Nvv. In- wlge ll n vv r s i ch t t g ke i l bz«v. eines Unglück- ltcken ZufalS erichvß sich hier beim Zubettegehen der 21iahrtgc emsige Sohn des Landwirts x n o ch. Haubach, Chr., Schützenftrahe ^tng, Heinr., RitKngacke Aonium-Vevcin, Blcichistraße Männch-, ftonr., Lil.onstrahe Noll, V^ujuft, Bahnyonrraße Zoll, Ernst, Kaiier-Al.ee Noll, ©cbrüLer, Bcchnbofstraße Nevchaü< 2ohs., ^Lofooriec Straße Achtung! Schafwolle! lange LtZolle, ungewaschen, 26 Wfd. nnr >A5 Mk. fr. leder Lia nn liefern wir, nur solange Vorrat reich,.Dieselbe eign, stch «.*5cdyu<»eai.ÜniiUi»k S'.nAiiae u. Terfeu. Äbanb» f.en- Nachn o .Worein* bi Wunsch send.wir Wkicff.r licrarb Genaue 2lm.fe.fl Siirnrsii Kuutr *-fA 17. Uft;; ieuS'L Knuft und Wiffenfcbaft Berlin, 16. Nov. (WTB.) Dem „Verl. Tagebl." zufolge verstarb in München der Schauspieler Mar o s p a u e r im 75. Leb-nSMhrr. Er war besonders als Darsteller in oberbat)etifd>en Bolksstücken bekannt. Bremen, 11. Nov. Die gesamte bremische Bürgerschaft wohnte auf Einladung der Theater- Deputation heute e;n?r Vorstellung in dem neu übernommenen »tont n stäbt i s che n Theater fei. Zur Aufführung gelangt? Shakespeares Lustspiel „Viel Lärm um Nichts" in einer Neuinszenierung von Franz Mannstaedt, bte durch ihre künstlerische Eigenart viel Beachtung fand. Das Haus war ausoerkauit und spendete reichen Beifall. Lingcsan-t. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubnk stehendm Artikel vbemimmt di Redaktion rem Publikum gegenüber keinerlei Beraniworlung.) Die Öricfffiftcnentlrcruiin in Giestcn. An dem Briefkasten Liebigstrahe Ecke Frant- fiirter Slraste steht: Mvlung Vm. 9—93/«, dann Nm 3—33/4 Uhr. Tie Moraenpost b»mmt zwischen 8 und 10 Uhr zur Austeilung. Eine so rechtzeitige Erledigung der Pvst, dast die B?an:nvrtung noch mit den Miltags-tügcn erfolgen kann, ist hier, und besonders im Slad innern fast m allen Fällen ausgeschlossen. Die nächste Driefkasdenenlleeruna, roelrf« meisterts nicht tm 41/, Uhr erledigt ifr, erfolgt zu spat, um die Briesbeförderung zu den Nacimittagszügen fertig.uiilellcn. Die Mxndzüge l-aben nun vielfach trnten Ansckrlust mehr auf den Durcliglnigssta:iimen, viele sind nur kurt- streckige Lokalzüge. So kommt e-, dast z. B. eine Antwort auf eine ©i.’frmer Anfrage immer noch voller 48 S unden betarf, eine Be e lung auf birfe Aillrage im günstigsben Falle min esdn5 vier volle Tage So kommt e5, vast ht der beu'ig?n Zeit der fortwährenden schnellen Preissteigerungen die Bestellung von einer neuen Preissteigerung idx>n wieder überholt ist. Dmm geht das Spiel wieder von neuem an. Bei grufirrrn En fernungen kommt aus diese Weise manch s Geschäft überhaupt nicht zustande. Vielfack> ist infolge der 5lnapph?il gerade der notwen-ig'.en Wave d4e'e inzwischm schon aus- verlmift. Sch-at-en und Llerger lyat der Kausnrann nicht allein, sondern auch daS kaufende Publikum, toelckem bie Ware unuöllg t> r.cuert wird. Nun märe es bei ter grohen Arbeitslosigkeit ein leick-teS, mxf' eine Driefkastenentleerung e wa z-vi chn IO1/, und 21/4 Uhr vol^unehmen, damit bi: Beiörderung ui den Mitiags^ügen noch rechtzeitig erfolgen kann. Der Vorschlag ist leicht ausführbar. Einer für alle. **3 I-Ungdeutschen O rdenS in Marburg em gebracht und sah in scharfen Ausdrücken gegen btejen anvenbet ba.te, kam es in der gestern abeno avgehattmen Smdtvenordnrtensitzorrg hinüber zu itner erregten Auseinandersetzung Eme rnitle.w ile em gegangene Prvtescku .d.vbung | ves Zung^-ucichm Owens ven-.e ger.e brr S ebt- vewwnetenvvri2eher zur »ertofung zu brim«n, n?etl dreie zu polemisch gehalten sei. Die rechts- baitetlufen S ackvewringen Sonnenschein und Twrnmershlmieir toanMen ii daraufhin gegen die dEllgen Auslührungen des S.aL vewrdneten W)ls und betonten beionders, dast dem Zungdeut- ichen Or.>m nutzt nur S udentcn, sondern auch Burger und Dauern usw. angeber*n. Der Orden laut Statut weiter nichts, als die ein- jelnen D v.lkerungSk.a sen zum Wie.>-rausbau und zur Geimwung unser'cs Volks- und Sta» swe'ens naher zu bringen. Dies wurde von den Stadt« verordneten Dolf und Web-r ßeitri ten und behauptet, das; nur die staatliche Autorität untcr- graben toeri^cn solle, mondjerlci Vorfommnisse in Marburg leien aut das .slvn.v dieser Mach nsch-ften zu setzen. Tie Vorwürfe riche.en sich übrigens aut keinen Fall gegen die Lernenden, sondern nur gegen die Radaustudmten. ES wurde auch betont, twst em Arbn er, wenn er wie Herr Mahrau trotz st «l der Bauernversainrnlung gesprochen hatte, wohl ins GesanMis geflommen wäre. Rachem sich venchiedene S ad verordnete gegen die Austragung poli.ncher St nktven in der Stadt- vewrdneten tßung ausaespvchen baten, gab Oler- Tww d« Verstcherung ab, bafe die Vvlizei die Augen scharf nach rechts und links offen Mten würde, damit nichts gegen die Ausrecht- erhaltung der Ockmrmg geschehe. Daß .Herr Mah- rau kürzlich m der Bauernversammlung trotz des Verbots loch gesprochen hä.te, fei allerdings nicht neftfxrft gttoeien — Im wer cren Verlauf der Sitzung besck-lossen bie Stadrvewrdneten die Erhebung einer Fvemdensre.er, bie mit entern Zim- merprets von 4 Mk. bcgüinen und 15 000 Mk embringen soll. *. ht\ bienten ^Irbeiteebern: 1 Zimmermädchen. 1 Kückenmäfechen, Dienstmädchen. Vaullraiien und «mädchen. tüchtlae Alleiuuiädchen, 2 Stüuen. einige Bereiserinnen. 2 Haustzättertniien. 1 Kochlehrling. b. bei auswärtige« Arbeitgebern: Dienstmädchen, 4 D«ii»nmdchen, -lltelninavchen, 4 lanbroirt« schoi.ttche Dtenstmabchen, 1 S Ütze, 1 Zimmermädchen. 1 Kttchenmädchen, 1 Köchin, 2 Friseusen, 2 Hau-tzällerinnen. «s '«cken Arbeit: 1 Dibltvlbettaebilstn. 2 Blla- k-rtnnen. 1 Näherin bei Schneiderin. 2 Zimmermädchen. einige Vauffranen, mich für NachmiltagS- itefdiahleitne, 3 k-aschirnnen. 4 Caiiibäherinnen, 1 Hoieiköchtn -nach IPorburei, 2 eienüiQviüinnen, j Lehrmädchen bei Schnetberi«. 1 iMIffefdmeiüerin, " cherinnen. MilchLieliefernng. Die Milchemp>änger, deren Karte auf Vt Liter yet, können diese Woch: nicht beliefert werden. .^'^>^056 der Mttchmark., die ans Vi Liter v. Woche vom 2J. November 1920) lautet, Pt vom 19. bis 25. Novenir«r 1929 in nach T*®ben Geichü^m eine Dose tonbemierte Doll- äu 9.75 Mk. die Do^e in Empfang genom- werden: WlWfidjö''! J 1’n N«. j 'Mttjitbtlwq j ~1918 aniij'i] j Vtchölts.M >m Mitichd«^ Tl 5>7Ut|(f)hp^l mb Mn« iij ’ und foifalfll einer A itntfelt. 6t luimfinniidK, A dessen Gmjg l tinmal 0I8 rit; nchtim Strien wußte. M mg bet Rinne • Au' kleinen litj iSmäßig funci 1fen turnen iii it getoorbm iil ter flU 3; i-J xil als - und ProoiiM ininstalouSstbci^ illiberalen $oid dmums bet I vertretender M Minter bei A ynber des M brebitbrreini q ijl» und Gart« sum L'itet Ml Wa. IV, M iretW beS M ilibni'en. Seil! : WM 1005) m ibi öumS ii M sindersthiile iij -rrn Rinn Die Lleischversorgung nach Aushebung der Zwangrwittschast. rfh. Als Termin für die Aushebung der Ztoangsbetoirtscha^tung von Fleisch hat die Re grerung den 1. Oktober gewäh.t, to.il erfahrungS- gemaj um diesen Zeitpunkt ein stärkeres Angebot oer Nachträge gegenübersteht. Der QJjunb hierfür hegt in der lanbtotrtscha ttichen Gepslogenheit, zu Begum des Derbstes bas für die Winterschlachtting rm Frühjahr und Sommer ausgetogene Wlldemast' vreh von den Mastweiden h^runterzunehmen und alS schlachtreif abzuswßen. Diese Mastw-iden be- y *n llkösterem Ausmasse in den landtoirt- Ichastttchen Bezirken des Niederrheins, in Schleswig-Holstein, un nördlichen Hannover, sowie in Ostpveuhen. In den übrigen Teilen Deutschlands mtt landwirtschaftlichem Charakter wirb gleichfalls nach Aushören des D.'v'^angs, d. i. bet Eintritt der kühlen Jahreszeit, das Bieh, dessen wettere Fütterung sich nicht lohnt, zum Verkauf gestellt. Em geringer Teil wird den Winter hindurch im Stalle weiter gemästet. Aus diese Weise werden die Herbstmonat: auch eine Zeit der Fleische ernte, und man beobachtet jahraus jahrein, daß m dieser Jahreszeit das Mißverhä'tnis zwischen Angebot und Nachfrage in Fleisch sich wesentlich verengert. Dieser Vorgang tritt in bi-fern Jahre noch beutltdrr in Erscheinung. Gleich bei Freigabe der Flrischbewirtscha'tung sind die Vieh- Märkte stark beschickt worden und einige von ihnen weisen geg-nwärtig U.-berbestände auf, nach- dem bte Kauiwut der ersten Wochen wieder abgeflaut ist. Trotz des guten Angebots sind die Preise unverhältniSrnäß g 'bad>. Unmittelbar nach Aui- hcbung der ZwangSwirtschast war ter Fleiscl/edars sctzr groß, da sich in allen Bevölkenungskveilen der verstandlicle Wunsch lemerkbar ma.W, noch bet jahrrlanl-en unzurei/e iden Rationteru g nun mietet frisckes Fleisch in gröberen Mengen zu genießen. De ungefrucre Nack/rage, bie eine stei. gente Preisbil^n. g le.iünstr.-,te s^int allmShllch abzuflauen, weil die große Masse der Bevölkerung nicht in der Lage ist, ftänbtg btc hohen Fleischponfe anzwegen. Ein änderet Grund für .Wfe Stück 85 Ps , OtQtet-s kkuh-, Mnd-, ffaTb» imb Hammelfleisch Pfund 12 Mk., Schr.'einefleisch Pflmd 22 Mk., Milch Liter 2 Mk., MacLoffelit 50 Kilo 30 Ml., Weißkraut Ztr. 15—20, Wirsin- Str. 30 Mk, Rotkraut Ztr. 30 Mk., Koh traben fintb 20 Ps, Sellerie S ück 50 Pf., Lauch Stück 25 Pf., Spinat Pfund 1 Mk., gelbe Rüden Pfund 40 Pf., rote 9tülKn Pßmd 40 Ps, Zwel'eln Ztr. HO Mk, ?lepfel Ztr. 80—90 Mk., Bunen Ztr. 80—90 Mk., iliüne 100 Stück 2 50 Mk , Tomatcn Pfimd 1 Mk, Buttetkohl Pfund 60 Pf, flloscw» kohl Pßmd 1 50 Mk, Merretüch Pfund 1.80 Mk., Endivien Stück 60—80 Ps., Feld'alal Teller 50 Pf. ent gcto;fe5 ZurückgeEen der NEtage sind die H a n - s ch l a M t u n g e n , die im Oktober 021t dem Lande und nt den «einstäd:en ei.tfcom, und tne es ermöglickien, bei ge amtrn F eislideiart d.S HauSs«ltS für den Di.ter ficherzusie len Tie hierdurch bervor-e u enc Entlastung der AnsprückZe an den Fleisckrmarkt ist notw.btg, ba in ten ersten Mona at deZ lammenden Jahres daS Angebot in Schlackrtvieh ett.e 'ich ge.inger wird. In früheoen Jochren wurde der Ncortl in diesen Mm»aten mit dein in der Dintersiallmast getzalreneti Rindvietz de>chi.N, das unt r Zulx'lte- natznBc der aus dem Auslmch ein, e'ützrten .straft- fut ter mittel gemivet Worten ner. Gegenwärtig sind wir nicht tn der Lage, Stixrftrutrer- mittel in der erfarberiid/ei Menge vom AuS«'and ju bejietzen. Rußland, daS uns vor dem $C< iek Millionen von Tom en Fut ermit c: lteertt. kommt nicht mehr in Frage. Ter ungünstige stand unserer Valuta hinderte wtS, den Vdarf in den hochwertigen Vaiutuländern zu te'fc 1, zumal roir kaum in der Lage sind, do» unerläßliche Brotgetreide zur menschlicken Ernährung b-t der Entwertung unseres GelteS vorn Ausland.' zu be- fdxrfjen. T« Winter st allma st wird alm auch in diesem Jahre auf ein Minimum beschräukl f in, uirb das Vieh, das im Frühsahr abgeüoften wird, bürfte_6aum alS Mastvieh anzusp-.terei fern. An eine SclflacküauSbeu'e wie in FrtedenSzeitcn ist also im fommenteni Frühjahr itidM zu denken, und erne gewisse Flet f ch kn a pphe r t ntrb für bte Monate vor der neuen Ernte die unouSbleiblick)e Folge fein. Aus dieser Erfahrung heraus hat die ReichS- negimmg für bte kommenden fleijchknappen Monate des neuen JahreS eine soa. ReichSreserv ' geschaffen. in dem sie große Mengen ausländischen Ges vier f eisches sichergestellt hat. Die Res'roen stehen auch bei etwaigem Eintritt besonderer Notstände zur Verfügung. Sie wurden im sächsiscknm und rheinisch-westfalischen Industriegebiet bereits verwandt, mn Fleischkr^ppheit zeitweilig vorhanden war. Sk? im übrigen btc vorMlSsichtliche Preisgestaltung des JnlandfteischeS — daS ausländische Fleisch wurde durch Regierungszuschüsse bisher verbilligt — betrifft, so hat man bereits zur Zeit Gelegenheit zu beobachten, wie im Kleinverkmch die Preise je nach den örtlichen Besonderheiten unterschiedlich sind. Bei dem gegen- 'wärtig noch anhaltenden starken Auftrieb an Sch'acht Vieh ist es möglich, daß das liebe rangebot in einigen Fleischsorten zu einer aller Wahrsch.in- lickkcit nach vorübergehenden P r e i S s e n ku n g führen wird. Die sinkende Tendenz der Preise wird ledoch nur so lange anltalten Föimen, als daS Angebot die Nachfrage wesentlich übersteigt: d. h., solange der Fleischbedarf der Bevölkerung ans den Beständen der Hansschbachtung seine reichlick)e Deckung findet. Zwingen die Verhältnisse, früher ober später auf bie Bestände der durch die hohen Futterkasten sich verte eptiv Wintersallmast z - Oessen-Nasfau. Die Milchliefemng. 1 X Fvl da, 17 Nov. An ter Sitzung der Sadtverordneten wurde lebhaft bie M i l ch f r a q c a*ftno^7,,unb der vorgehoben, daß bte Lieferung IM Milch namentttch seit den Kirchweih. I1 1 §e n sehr gering geworden fei, was nicht allein g nf die Maul- und Klaucnseiche zurückgeführt wer- et könne. E nsttmrnig wit. de folgende Entfchlie- | iiui angenommen: ..Die Stadt verordn etenoer- j Enmhmg nimmt mit dem allergrößten Bedauern I mntnis von Mitteilungen, welche über bi? Milch» I eliefeinng der S'adt von Personen gemacht wer- I et, die mit der amtlichen Revision betraut sind I 4 gebt daraus zweifellos hervor, daß ein großer I Hl wtse er Landwirtschaft ihren Pflichten in bezug I Jf Mtlchlteferung in letzter Zeit sehr schlecht ent- I rochen hat. Die Versammlung verurteilt dieses ■ Nerhalten vor allem deshalb aufs schärfste, iveil A in der und Kranke am härtesten davon ge- I reffen werten. Sie ersucht alle behördlichen Jit- I'!ritzen, ater auch die Vorstände der lnndwirtschaft- I luLen Berufs- und genofsenschas lichen Vereini« I tragen in ten einzelnen Gemeinden, biefmt ge- Ivistenlosen Hanteln mit allen möglichen Mitteln ■ mljegen yn toirfert. Wo der Ap'e l an Pflicht und ; ,>«vissen md)1 mehr genügt, so lten über die Pflicht, i vergessenen die schärfsten Strafen verhängt und j ibn Namen tn ter Presse veröffentlicht werden. Der 9JlagiftrfltsfonfIift in Hanau. X Hanau, 16. Nov. In dem seit längerer 3nt tefifteteet StXmlirte »imscheu der Mehrheit I kT Stadtrerordneta^veelammlung u d den Ma- L siüvat steht nun mein: eine We-idung unmittelbar I'. koor, fntem di? Auslösung be r Stadt- « re tordnet en Versammlung erst) ge > wird. ^i4 zur Steinwfil bet Stcte-trervrtz'neten hv ten bte ! iLM^en Vernallungsgesdw te enschlrestlich ter "ni Magtstrut zustehen!:<-i, durch einen zi, testel- I faten Siaatskommissar geführt wetten. — ; "er Lvnflikt ist tekarmt-ih dawrch ent'lanten, !oß fri lern Ausstar d ter städtisch«! Arbeit, r I m llebernahme tes z Btum uno die Aufs' rterung zum Rstck.ritt erhielt, i: be olteten Maiistrttsmitg ie e , d.runter llerbürgermeister Hilo, e klä te 1 sich unt-r Mah- ;-.ip ihrer Rechte bereit, zurückzut eten. Die nn- 1000= „ 4000 500=- „ 200( 200= „ 800 100= „ 200 Seibel, Jo HS., Ludwigsplatz Sei el, Karl, Frank uiter Straße Schate & Füllgrale, Bahnhofstraße Schate & Füllgrale, Dalltorstrahe Sch iertzach, Th., Frank u ter Straße Schöi.hars, Ehr., Nord-An'age Scrm'hof, I. M., Marktstraße Schwab Nachs., ScklterSweg Stuhl, Rob. Nachf., Neustadt von dem Anlehen der Provinz Oderhesten dm 12. Mai 1902 find zur Rückzahlung für 1. April B2L ausgelost worden die Schuldverschreibungen: M9lr.49,71,107u 136--4St.äM. 2000—M. 8000 E „ 49,59,114 „ 135 = 4 . C , 44,93,103 „ 128=4 • v „ 9,48,123 „ 154 = 4 E , 49 und 69 =2 Große Bauernhandkäfe-b'^.— l$ebensmittdf)flu$roeifel,niarltftr.H,(IeH255 _ st Marburg, 17. 9?ot). Nüchtern in der -S'cn S a -hKtorbnetenlitning ter sozialtemokra- Stadtverordnete Wolf eine Anfrage wegen Der Oberbürgermeister lLebensmittelamt). Wollen 5ie warme Züße haben? wnn kaufen Sie bie beijtzarc Fußbank.Ideal" D. 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Angebote mit 0ten Nander und an der Beweg.ichkeit ihres Geistes zu finden, denn es war in den lezte.r Tagen wiederholt geschehen, daß er auch abe.rds, mein ihn der Diener bereits in sein Schlafzimmer gebrackn hatte, sie nock) einmal zu sich bitten ließ, um sich eine Weile mit ihr zu unferbal en. Sie war geget len Vater lhw:s Mames von immer gleülser Liebenswürbig- 5_it und Bescheidenheit und ter,Land es, einen kindlich-naiven Ton anzuschstrgen, desien Unechtheit er »-i all.seiner mißttauischen Metis chenkmutnis nicht herausfühlte, so daß er sich an ihm ergötzte und au h.iterte. Steiner im Dause neidete i;-r dreien Erwlg. Und Gerda war sogar herzlich froh dar-' über, berat sie sah in dem lie'e'oosten Bemühen der schönen ^dnvägexfn ci en Te eis, laß sie sich wegen des Eheglücks ihres Bruders unnötige Sorgen gemacht habe. Wieder stand Adstrn an diesem Morgen, ganz in seiner Arb.it verliest, vor dec ©'a feiet, a's er butter sich auf dem Sttosweie das Gecäusch eines leiden Schrittes mid das Rersd« n eines Frauengewandes hörte. Wie in freudiger Erwartung bik-bte er mit einer rascher B.wsgung den Kopf; aber der vorige müde Emst kam soglech wied-r rn sein Gesicht. Es war allo wohl nicht feine Frau ßettKjen, die er zu sehen gehasst hatte. Signe kam geradewegs aus dem Dause, und sie konnte dielen sonst gemieden entlegenen Teil des Gartens nur ui der Absicht ausgesucht haben, ihn da zu treflcn-, „Störe ich dich?" fragte sie. „Ich möchte mit dir 1 traten. x dient. Denn was Jahrhunderte hindurch oetgeb- tue er dies nicht, so NEVte er wegen des unbefugten Verkaufs von Me§l betra. t unb es werde ihm die Mühle gefckstoslen. N. liez sich zunächst aus nichts ein. Als ihm B. aber bei einem zw.iien Besuche wiederum vorhielt, er bekomme alsbald di? Mühle geschloslen, wenn er nickst die 1U OOU Da. Wetzlar, 14. Nov. Am Freitag wurde im nahm Garbcencheim der von der Sywde Wetzlar Gießen das Wort zu einem Vo.strag über „Lutlier und mir". Er führte darin etwa folgendes aus: Luther habe seine Bedeutung für das ganze deutsche Volk ohne Unterschied, wie ein Bonifatius, wie die Orden des Misttelaiters. So wenig wir Schiller und Goethe in die Rumpelkammer würfen, so menig dürften wir es auch mit Luther tun. Arrr Liessen. Die Diensträume der Provinzialdirektion in Gießen. Das hessische Finanzministerium hat dem strndlag eine Mitteilung zukommen lassen, in der u. a. heißt, daß die Diensträume der Prooin- >V di cktion und des Kveisamts zu Gießen im Re- ^Wrungsgebäude am Brandplatz für einen geord- *en Dienstbetrieb gänzlich unzulänglich sind und «.nfxnb einer Erweiteiung bedürfen. Da in Folge « sehr hohen Baupreise von einem Um- oder An- an das Regierung-spebäude zur Zeit abgesehen öt-brn muß, wird beabsichtigt, einen Teil der 3m t5r äume in das Er dgescho ß der 2ien stwohnuna des Provinzialdirek- ktrs, Ost-Anlage 33, zu verlegen. Für die Ver- Ittrche nnv Schule. Luchtrfefer. rr. Schlitz, 16. Nov. Der Volksbildungsverein hatte für den Sonntag zu einem Lutherab e n d eingeladen; der große Saal war von über 300 Personen dicht besetzt. Nach einem Willkommengruß durch den Vorsitzenden Bürgermeister Dr. Niepoth, der darauf hinwies, daß ein Volk, lieb versucht worden war, sei jetzt in der katholischen Hirdye geschehet, nämlich, eine Reform an Daupt und Gliedern, nicht in llebrrcinfHmmung mit Lu;Hers Am'ckrauuiig, sondern int Gegensatz RI LZ S"5* gen W nde9-1Uhl [benbeniH Gießener Strafkammer. Gießen, 16. 5iov. 1920. Aus der Tätigfeit Stickelmanns. Anfangs 1919 hatte der Sltaifnumn M. N. von Bonn, der sich damals in Frankfurt a. M. auf» hielt, bei einem Müller K. m der Umgebung von Friedberg 23 Zentner Mehl, ß 250 Mk., angeblich im Auftrage eines Unbekannten für die Frankfurter Kriegsfürsorge gejault und nach Frantz- furt öerbrfngen lassen. Dort wutte das Metz beschlagnahmt und gegen N. ein Strafverfahren ein geleitet. Um dieses ihm naturgemäß unangenehme Verfahren aus der Welt zu schäften, wandte sich N. an die Führer der Fraikürtec Marine- sicterheitswehr Stickelmann und GkönFe; bt:fe sicherten ihm auch gegc.i entsprechende V'rgüttmg ihre Dilse zu. Tas Mitglied der Aftrrrnesicterteitt-- wchr K. B. erhielt ben Auftrag, sich durch Vorspiegelung falfdrr Tatlad.cn in den B sitz der Ermittelungsak^n gegen N. zu "setznr und die Akten alsdann zu vernichten. B. erhle t auch ran der Polizei die Ak.en ausgehä"d'gt und tegab sick zu dem Müller K. Dort erklärte e*, die Sache W! »fort- werfen eigener Werks i. Briefsendn ag zurückg 3H.IL betrieb. AeZalkner aufLinüenhöhe ; Roman von Reinhold Ortmann. biljqj! 'Wt r i?tk| unb Wn ttd|| jl Die gegen eine Zumutung, die ihn mit Ab- ! Mi erfüllte, hob Darenti,tu abweh.e.id die Dand: ■**1 tente nickst daran. Und wmn ich Ihnen Igtn Rat geben darf, ist es der: Lassen auch eie illte Dände davon. Es kann nichts Gutes dabei ^Wrriskommen, weder für andere nock) für Sie .f-’t Vermuten Sie reckst, und wollen die beiden rItchaus in ihr Verderben reimen, so muß man s gewähren lassen. Ich bin ein alter Mann und -Mu in meinem langen Lele.i di? Erfahrung gc- 'Kchs, daß es nicksts Törich^'res gibt, als für Schicksal ipie.cn zu wollen." .Sie wünschen also auch nicht, daß ich Sie von •«ba-ijen weiteren Wahrne.Mungen unterrichte?" ?hm regte sich in dem Sanitätsrat trotz seiner ■ *«rle wieder die greisenhafte Neugier. ,.Tas ist etwas anderes. Ehe sich bie Dinge zu 1 ■®X:!T offen kundigen Skandal ausivach'en, Eimnte 1 ^erdingä um des ärztlichen Ansehens willen . fein, irgend etwas dagegen zu unternehm ftlber Sie dürfen nichts auf Ihre eigene D? kostenfällig abgemiefen. Durch Zeugen war bc- miefen worden, daß der erschossene Tad>shund itiobcrbolt, aud) zur Schonzeit, auj frem? cn Jagd-- gebieten sich nach Wild suchend und jagaid, teils ohne Aufsicht, trotz Verwarnung des Eigentümers herum getrieben tat. Tas Gericht hat festgestellt, daß wildernde Hunde für je es Jagdrevier auch ^außerhalb der Schonzeit eine Gefahr sind, weil sie durch ihr Drtzen das Wild Der grämen und so allmählich) aus dem Revier vectrechrn. Gleichgültig sei es, ob der Tackel Wild fange.t Bormtc und gefangen und abgennirgt oder solches im Augenblick der Tötung verfolgt hat. Tie Jagdleifte-ischaft der Tachshunde fei bekannt und der Jäger sei berechtigt grwesen, de.i Hund, nenn er ihn wildernd traf, niederzusch'eßen. Es fei dies auch für ihn die einzig wirksame Art, ferne Ja^d gegen Sdxidigungm durch den Dund zu fcljützn. Der Sdxtten, der durch die Tötung des Dunöes entstand, stohe auch nickst außer Verhältnis zu tem durch die Beeinttächtrgung dar ^rgi> yigefügfrm Schaden. Tie Jagden seien heutzutage sein? teuer und das Wild stel-c hoch im Preis. Ter Dund sei im gegebenen Fal e unbcauffickstrgt gerne en, da der Knecht sich nicht um ihn bekümme t ta’.-e. Tre Voraussetzung des § 228, Bürgers. Geetzbuch, feien daher gegeben. Tiefe Entscheidung ist nickst nur für Jäger, sondern aud) für Dundebefttzer von weittragender Be.eutmig, weshalb ihre Bekanntgabe wohl erwünscht ist. dieser die Akten verbrannte. Tre Angelegenhen kam aber doch zur stzenntnis der Behörden. 9/. wurde bestraft und es wurde ftnn auch die Mühle geschlossen. B. wurde verlastet unb ein Verfahren wegen Erpressung gegen iljn ein geleitet. Er legte a.sbald ein vollkommeres Geftänduis ab und b.haupiete, der bimalige Leutt'.ant M. N. habe ihn zu der Erpressung angestislet und auch die 10 000 Mk. mit ihm geteilt. N. bestritt dies auf das Entschiedenste. Er gab wohl zu, sich an Stickelmann unb Grönke genanht und diesen Geld gegeben und größc.e Zeck;en bezahlt zu buben; er f>abe aber nxtter den B. zu der Erpressung an- geslistet, nock) das erpreßte G-ld mit ihm geteilt. B. habe im Gegenteil noch Ge.d von ihm l-craus- zufchwindeln verfuckst, indem er besaapttt 1;a5e, die Sache wett« von einem Reserendar bearbci.et und bei diesem fei mit Geld etwas zu machen. Aus Grund der heutigen Dauptverhandlung, in brr bie Angeklagten K'. B. und M. N. ihre trüberen Angaben ivielerholten, wurde Ersterer wegen Er- Pressung, Aktenvernick^tung und Betrugstersuck)s zu 9 Monaten 2 Wochen Gefängnis, abzüglick) 2 Monalen 2 Wcdxn llntersucknngsha:t, und letzterer wegen des Ankauss ixs Mehls unter lieber» schveilung der Höckstlp.eise zu 15 000 Mk. Ge.d- ftoafe verurteilt. Soweck M. N. wegen Anstiftung zur Erpressung unb Dchlerei angek.agt war, wurde er nach langer Beratung freche"prochen, da dos Gerickst die Angaben des Mi.angellagten B. als zu einer Verurteilung nicht ausveick-end anfah. Tie übrigen Sachen waren ohne Jnterefse für die Allgemeinheit. Icgung konnnen nur die Diensträume der Provin- zialverwaltung als oer kleineren Behörde in Be Die allerdings recht beachtliche Beschränkung der Dienstwohnung des Provrnzia.di.ek.ors muß Wit in 31 aui genommen nxteben. D,e Höften für bie criorbcriidjen Jnstandsetzungsarbeiten werden nach einem Voran^ch ag des Dockchauarnts 30 700 Jiarf tetrageu, nv.die im Staatsvoranschlag 1921 angejorbert Ji^rben sollen. Um jedoch die Räume baldmöglichst benutzen zu kömien, sollen die Jn- st an d i e v uii g sa r bei len sofort ausgeführt und auf Vorlagekredit verrechnet werden. Schlichtungsausschtts; der Provinz Obcrhesscn. Sitzung vom 10. 9?oDember 1920. . a ^.am 16. Oktober 1920 erfolgte Entlassung des Backergehrlien Albert Soeng bei der Firma oauet (Inh. A. Gatzert > in Bad-Nauheim wurde Für inigered)tfertigt erf.ä-t. Der _ von den Arbeitern des Steinbruch besitzers K. Dau^ter in Gießm erhobene Anspruch auf Weiterzah.mig der bisher vom Arbeitgeber zu gestandenen besonderen Ortszulage über bie ec- döhten Lohnsätze des Bezirk. tarifv?rtrags vom 20. 9. 1920 hinaus wurde zurückgewie en Den bei der Stadt Schoft-n bJd>J tmten Ar- beitern K. Schaub, Ga. Spanier, Rudolf Repv, I. Bmg und Joh. Dck. Appel wuroe znm Aus- gleick) der Teuerung für bie Zeit vom 5. 7. bis 4. 9. 1920 eine Zulage von 50 Pf. auf den Stuw denlohn zugesprochen. Eine Sache sand ihre Erledigung durch Verständigung der Parteien vor der Verl-andsung; in einer weiteren kam im Lauf der VerlMidlung ein Vergleich zustande. Sitzung vom 11. November 1920. Den Arbeitern der Firma Sch.idhauer & Gießing, Quarzitbetrieb in Rockenb?rg, wurde mit Wirkung vorn 13. November 1920 eine Zulag? von 20 Pf. auf den bisherigen Stundenlohn von 3.80 Mk. zuaesprochen In der Antragfache des Zentralverbandes der Angestellten geg n di? Vittoriaversich rnug?gefell- ichast Berlin auf Zurücknahme der Kündigung von 5 Einnehmern der Daupthebestelle in Gießen wurde mit Rücksicht darauf, daß die zentrale Entscheidung der Entlas'ungefrage der Einnehmer für das ganze Reich sich noch in der Schwebe befindet und auch bas Gelverbegericht Berlin als zentrale Einigungsstelle mit der Angelegenheit bereits besaßt, ist das Verfahren bis auf weiteres ausgesetzt. Auf Antrag des Deut'chen Tetztttarbeiterver- bandes, Flliale Dersfeld, wurde entschieden, daß den Arbeitern Ad. Schmidt und Joh. Gräb b'i der Firma Joh. Kruppert m Sch.itz der dem Tarif- vettrag vom 20. Juli 1920 entsprechende Lohn für bie Zeit vom 28. 6. 1920 bis 25. 8. 1920 zu zahlen ist. Die Entlassung des Arbrit?rs Ao. Schmidt wurde für ungerechtfertigt erklärt, weil zunächst der Versuch der Ärbeitsstreckung hätte gemacht werden müfien. Der Zuschneider Peter Eherovskv bei der Firma Joh. Alt, Schiieidermeister in Lauterbach, hatte beim Sch ichtungsausschuß Einspruch gegen seine am 26. Oktober erfolgt? fristlose Entlaisung erhoben. Den Parteim wurde vergleichsweise vor- gesdstagen, daß Chervosky sein bisheriges Gehalt bis zum Ende des laufenden Kalendervierteljahres weitergezahlt werden solle. Zur Klärung der Frage, ob ein Grund zur fristlosen Entiaslung gegeben war, tvurten die Parteien an das ordentlicheGerickst verwiesen. In einer weiteren Sache kam im Lauf der Verhandlung ein Vergleich zustande. werden könne, ergriff Professor D. Schian -! Mi sionar Giesberg von der Rheinischen Mission, ~ " der lange Jahre ans (Sumatra tätig war, sprach I vormütags und abends in Pvhl-^örs, nachmittags in Kircki-Göns in reichbe'uchlen Go Les.ttnsten. Wie seine Wotte Anklang fair en, bezeug en die .Kvl- leflem bie in Kirch-Göns 1C2 Mk., in Pohl-Göns 421 Mk , zusammen also 583 Mk. betrugen Ausserdem wur-den m bei een (Gemeinten für 103 Mk. MissionssckMften verkauft. Nachklang zum Berliner Elettrizilakftrelk. Aus Berlin wird uns geschrieben; Der Streik oer Arbeiter der Berliner I Zlektrizilatswerke, die unter Bruch aller ge- I loerkschaftlichen Grundsätze in der Nacht vom I0./6. November ganz plötzlich in einen wiloen IStreik traten, oer fast eine Woche gedauert lut, hat oie schwersten Schäden und Gefähr- |( ingen für das ganze Wirtschaftsleben, für IZerkchr, und sogar auch der Staatsbahnen, liür Oie öffentliche Ordnung und Sick>erheit und ■für Leben und Eigentum der Bevölkerung der Isleichshauptstadt zur Folge gehabt. Ganz unverständlich erscheint es, wenn ■bie Technische Nothilfe, bie gleich nach idefanntrverben bes Streiks alarmbereit war, 1 icht eingesetzt würbe. Von Stunbe zu Stun.be iJgerte ber Minister bes Innern Severing ctit ber Entscheibung. Erst um 8 Uhr abends (um der Bescheib, baß sie ausrücken bürste. Ilie Stellungnahme der Direktion der städtischen Elektrizitätswerke, daß ber Einsatz ber i Technischen Notbilfe die Verhandlungen mit l )cr Arbeiterschaft erschwert hätte, und die ! Technische Nothilfe nach Lage ber Verhält- L nijfe nicht imstande gewesen wäre, ben Not- Lflrieb in gleichem Umfange und in ber glei- ! öen Zeit aufzunehmen, wie bas mit allen Einbuchtungen der Werke vertraute eigene Perso- ( -al, kann keinesfalls anerkannt werden, denn nie teilw.'ise Bedienung ber lebenswichtigen V betriebe ist doch immer noch erheblich besser, Wls gar keine. Entgegen ber vorstehenben Be- f fautrtung erklärt aber bie Technische Nothilfe, Daß sie in ber Lage ist, weit über ben Not- Iktrieb hinaus zu wirken und mit ihren Wilsskräften die hauptsächlichsten und lebens- ffvichtigsten Industrien, bie gesamte Beleuch- cstaat gegeten, ter durch chn gtgcnflter bat kirck- litten Macktttesnebungen a s ..Einrichtung Gottes" angesehen wurd?, und nicht mehr al 5 „der wett« tich? Arm". Diesem Staat hatte Luther große Pflichten -ugewiesen, wi? b.e Obrigkeit hielten und sorgen solle: ko stamme ter Gedanke ter Schul- pstulst von ihm, un.) daß bie Vi schaff nur tent (Meß ter Freih.it uni? Wahrheit iu folgen brauch?. Die Port? feitetänbig n wis enschaft- (icten Denkens hab? er an:geft»ßeu. Darum sei bat gesamte deutsch? geistige Lebat ihn zu Dank verpflichtet ffir alle Zeit, ihm, b.w nickst nur ein Mann tes Geistes, solltern autch bes Gemütes gc* toelen fei Derb? Worte ha e n g.^g.rn fein Volk gesunden unb doch iviedrr w?Ick Herz ich' Liebe zu ihm. Was deutsch?? Gaube, teittsck' Liebe.bcntschk Jimiak?it, teutfd)>3 Lieb unb d ut’djec Sang für eine Beteutung baten, nirgends träte es wundervoller zutage, als bei Luther, ber unserem Volke Führer unb Bahnbrech?r gero fen sei unb heute in scktverer Zeit uns wieder sein könne. — Stirn» mungsvolle Lieber des Kirchmchors unb bes M ämiergei'angvevcins umrahmt n die Feier unb licfcen die Voransta tung zu einer tooblgelungenen werten. * ** Evangelische Kirchen steuer, lieber bie iVr.ige der vorläufigen Kirche 'steuer wurde m ter -Sitzung tes Era g?lischen La te. eiiikoinrnrnfteuer «n ee'or.eet wordcn. Die e.dgül- tige Vcra: llgmig und Anford-erimg ist bis yim FrÜhjaln: 1921 also nacksträg ick? zu erwarttn. In- folgetessen ist auch bie Ani^cberung der ^rrch-w- steuer, rocldx* ben Steuerzahsern mit '•Jlnforte- lungszcttel ober vorläu ige.n Ste c bescheib trage- fordert worden ist, nur eine vo läuft e D erter ist nach arntlichr Auskunft des hessischen FinMiz« rninistenurns ter voraussickstlicte Cc nmte t ag ter Reid>seinkornmen sieu er zu niedrig und msvlg teilen ter Zuschlag an Sliruieiifteuc.it <'uad) ben vorläufigen Steuerbescheid 10 Prozc.'t) zu hock angenommen worden. Bet ter t ^gültigen F-.ststc.lung tes notwendigen Ausschlags im Frühjahr 1921 würte also ein geringerer Prozentsatz als 10 izmiiftstt- rium schätzt diesen Züsch ag unter a lern Vvrbetelt -auf etwa 6 Prozent, tziernack) loevde-t allen ten>- icntgen Steuerzahlern, welch? bei endgültiger Va- milogung für 1920 f:in höheres oder geängere» Einkommen als in 1919 zu versteuern habens bte vorläufig zu viel bezahlten Beträge ccufgerechnet ober hevausge-ahlt werten. = Aus ber We tleran, 14. Nov. Am Sonntag wurden die letzten deftährigen Erntedankfeste in unseren Gemeinten gefeiert TaS 2luge mußte fid> da übeoall in.eter erfreuen an ben schönen vollkommenen Frück en, bie dieses Jahr gezeitigt hat, unb bie nach altem Brauch auf bem Altar nietergelegt waren. Wenn man von ter Sommerfrudst absieht, mutz man facen, daß es ein gesegneter Erntejahrgang g wesen ist, bclonöerS in seinen Erträgen an Karusffeln, Obst, Gemüse, Rüben und Gartengewächsen. Ta sollte jetermarm ater auch den rechten Tank ausüten und zwar nicht mit Worten, sondern in Wir len ter Tat, intern man ben Mitmenschen, de en E in Emte-- fegen befd?ert wotte 1 ist, ohne Wucherpreife von bem Ueberfluffe abgibt. Tas Belspiel tes reichen Kornbouern im Evangelium, bas bei den Emtedank e;lp:tt> gten viift'ach Gcgmstanb ter Befpredumg war, möge unserer Zeit doch recht eindringlich zagen, daß wir über den An- häufen unb Zusammenfchadvm irdischer Güter de Sorge um ben inneren Menschen nicht vergeften dürfen. tung der Straßen unb wenn bringend nötig, bgat einen Teil des Straßenbahnverkehrs bieder aufzunehmen. Sie ist burch ausrei- hcnbes Personal sogar in ber Lage, außer- te m noch bas Kraftwerk in Golpa zu be- li.nen. Es muß bahe,r den Behörden der ttärffte Vorwurf gemacht werden, daß sie die Technische Nothilfe nicht rechtzeitig in vollem Umfange eingesetzt haben. Neben einer ganzen flnzahl von Unfällen, bei denen Personen infolge der überfüllten Verkehrsmittel und dec auf den Straßen und Dausfluren herr- '-icnben Dunkelheit zu Schaden gekommen sind, hatte das Verbrechertum eine t che Erntezeit Die folgenden Angaben geben ur einen kleinen Teil der ausgeführten Dieb- jfjfc wieder: Aus einem Geschäftshaus am vittelmarkt holten sich die Verbrecher für ne halbe Million Seidenstoffe. In der Wil- lmstraße erbeutete eine Bande für 150000 Mark Kleidungsstücke; in der Neuen Schön- rstraße für 50000 Mark und in Alt-Moabit r 40000 Mark Schubwaren; in der Bend- rstraße für 150 000 Mk., am Schleswiger bei zwei Familien für über 150000 Mk., Kurfürstendamm ebenfalls für 150 000 arf, in der Friedrichstraße für 80 000 Mk., ter Grünauer Straße für 50 000 Mark, in r Nachodstraße und in der Nassauer Straße r je 30000 Mark Sachen aller Art. Aus c Doffnungskirche in Pankow einen großen rtvollen Teppich. Auf dem Anhalter Bahn- Hos einen leoernen Beutel mit Schmucksachen mb barem Gelde int Werte von mehr als 6*000 Mark. Zahllos sind die Einbrüche, bei denen die Beute nicht ganz so hoch ist, aber inmer noch in die Tausende geht. Fuhre» »IW nneibnlb der , gßßUilt jrniuimt oh. Stein? WalltorfM-'' r »nbre iej 3 3mfll nndj ";' nehme . Gewiß ter.ctife ter evcmHcli.Äe Volks eil ihm das tonne aus ter Welt gesckafst h« tejt, wenn N | W|‘he, wie die dmtsch? Bibel, den Katechismus, 10 000 Mk. an bk Marr, e,ickerhells'w>e..r zahle;'die gottesbienstlicte Ordnung, bas teutsche ;kir- Mark tezahle, kam K. zu tein Entschluß, [ic.cr das Gelb zu oplem, als sich bestrafen und c>i? ..... .......Uj |VUVT Mühl? scklies>en zu lasfen. Er händig e daher tem ba u, unb doch ein 3-ortschritt B. die 10000 Mk. gegen Quittung aus, worauf ~ ... 16.11.17.11. Bücherttsch in einem Berliner Gymnasium stellte fest, bafe Mjsrxrordm! graaf" ans London meld?!, wird dort von amtlicher ^jniiiert lut» -Seite in Abrede gestellt, daß die Blockade ^nddergi yr (hitmiri f And M NW Das Lar Llcbl^atraOo 03 V18S61 KrellMMie BahiihofSslttKkZI. Ausführung von Photo- 8«m arbeiten schnell u. billig Zum bevorstehenden N) ei- o s 6 E lÄIÄIO BroeM o!|np Inf liefert in leier gowAn schien ulluf 61 l Ausstattung eUlreln n. preia- 11«18D wert die Brflhl'eehe Unlv.-Drudxerel. R. Lange, Bloßen MW 3nt|alts Ucbi Meistühung 6,85 700,- 2,81 4,80 .0,75 4,36 10,15 MNMMckW üsHssii) Zürich - - - Amsterdam. Kopenhagen Prag. . . . Stockholm . Wien . . . London. . . Paris . . . New-PorK 7,35 786,- 2,43 ^andd. Marknotierongen. Datum: Photoartikel jeglicher Art für Amateure u. Fachleute. UH*C gegen Sowjetoustland im Schwarzen Meer wieder mitgenommen worden ist. Das Reutersche Bnrea« «nvöhlte Dapermtenlott, Harrer St. Wreber, durch den Gene a'supermte:ä«iten D. Klingern a n n aus Si'obfciiö in sein neues Amt erngesüyrt. Herr 23k-ber wirkt seit Nove.nl ec 1890 rn der lZte- rneinde Garbanheim, Dörfer war er Vikar rn Äasbach. schlliß des Stiftungsfestes bildete, hielt Buch- druckereibesitzer Ehr. Guntrum unter lebhaftem Beifall einen Vortrag über den hohen Wert, den die Leibesübungen gerade tu unserer Zeit für das Heranwachsende Geschlecht haben. Zur Uneins über da imntemhilj betontere Ai gebildet iror m Not gera: ^aterläi d'e Tanlbari Emslusses u Kimmen, tej Sen Sc teujunefimen sch Setzei empfehle igroß. Waldkranze, Kreuze, Buketts, Aosenlöpfe in geschmackvoller, bad' barer Auüjührung. nx» Eduard Rieger Sullst- a. blliiaelsgöNllMt. Marbiiraer Strafte 84 WicscckerWeg 19. 6t WO. £eW in allen Sacölöaeo MI 0110.1 ocelsserl in ürr 4 Größte x Leistungsfähigkeit toll . Sfetoatest Jdliten ter gtrbeblrieb e itni 10 W Achtung! Achtung! Sondervorslellungea • der deutschen Gesellschaft zur Be- 5 kämpfung d. 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Am letzten Sormtag hatte der KSercin für T>e togungsspiele Gießen acht Mann- schaslen ins Feld gestellt. Die Ligumannschaft trug ihr letztes Spiel der ersten Serie getpn den Wetzlarer B. C. in Wetzlar aus. Tas Spiel nahm trotz des strömenden Regens einen einwandfrei-'n Verlauf, bis Lalbzeit stand das Spiel 1:0 für Wetzlar, obwohl die Be: re-gun gsspie er mehr vom Sprel halten. In der ziveiten Lälfte setzte sich das besser- Zusammenspiel von Gießen durch; durch Möller I er zelte Gießen den Ausgleich und ging fünfzehn Minuten vor Sch'uß durch einen werteren Erfolg des Halblinken Kleinke in Führung. Beide Mannfchaslen lü selten ein faires Spiel, bei Gießm ist der Sturm immer noch das Schmerzenskind. V. f. B. Gießen Hal von den sechs Spielen zwei gewonnen, zwei unentschieden gespielt und zwei mit dem knappen Resultat von 2:1 Toren verloren und steht mit sechs Punkten an der vierten Stelle; nach neueren Meldungen soll V. f. B. Marburg das Spiel gegen den Gießener Namensvetter wegen Einstellung und eines nicht spielberechtigten Spielers verloren haben, so daß V. f. B. Gießen mit V. f. R. 1900 mit gleicher Punktzahl dn zweiter S'.e'le rangiert. — V. f. B- II—Wetzlar B- C. II 2:3. Gießen unter seiner sonstigen Form verliert knapp durch Elfmeter stoß. Tas Spiel Dürfte wiederholt werden, da wichtige Regelverstöße vorkamen. — V. f V. III—Wetzlar D-C. III 2:2. Gießen mit drei Mann Ersatz. — V. f. B. IV—Wetzlar B. C. IV 4:0. Tie Gießener Mannschaft war überlegen und siegte verdient. — Tie erste und -wüte Fuigendmannschaft »veille beim Tu'.n- und Sportverein 1860 in Marburg, während die erste Mannschaft mit 2:0 Toren unterlag, konnte die bisher ungeschlagene zweite Mannschaft wieder einen Steg ton 3: 0 Toren mit nach Dause bringen. Tie dritte Jugend spielte gegen V. f. 91. 1900 Jugend III 1:1, während die vierte gegen B. f. 9L 1900 IV mit 1:0 Toren den Sieg davontrAg. O Schlitz, 18. 9Iov. Ein recht erfreulicher, frischer Zug geht neuerdings durch die verschiedenen Zweige unseres Turnvereins. Im Sommer wurde eine Schule rablerlring ins Leben gerufen, die in- zwisckxm schon sclwne Fortschritte gemacht..Jetzt hat man nun eine Männerriege für die „alten Herrn" eingeführt. Run fehlt unserm Verein nur noch eine Frauenabteilung, und die soll in Kürze gegründet und von Lehrer Wedel geleitet werden. Auch die sportliche Seite der Leibesübungen wird fleißig gepflegt. Dem Verein angeschlossen ist die Fußbä'labtrilung „Slitisa", die am ver- gangenrn Sonntag ihr wo hl gelungenes erstes Stiftungsfest feiern konnte. Ber dieser Gelegmhcit fand ein Fußba.lwcttspiel Schlitz—Niederaula statt, das mit 4:1 für unsere noch junge Mannschaft endete. Anschließend daran ivurben die Sechser kämpfe um den vom ehemaligen Nadsahrervercin Schlitz gestifteten Wanderpreis mrsgetragen. Tabei endet-? das erste Spiel zwisckxm Alsfeld und Blitzenrod zugunsten Alsfelds, das zroeite Spiel zwischen Lauterbach wib Niederaula blieb unentschieden. Aus dem Entsclxndungskampfe (Laute.bach gegen Alsfeld! giny Lauterbach als Sieger mit einem Tore hervor. Lauterbach g-nvann also den Pokal. Eine große Zuschauermenite verfolgte die sportlichen Darbie- tlurrgen trotz des schlecht eit Wetters mit größtem Interesse. Beim UnterhalMngsabend, der den Ab- Hühneraugen Hornhaut, 5diwielen u-Warzen. beseitigt 5chuell.5kherixjdraiflzlai 1/ I • I 100000 fach btwdd Kukerol PaisM 3 - ln Apotheken u. Drogerien erhälUü Drogerie STol!« Bahnhofetr. 51. für M erfährt von Seiten der Admiralität, daß die britische Schwarzmeerflotte Befehl hat, strikte Neutralität zu walwen und nur ben gewöhnlichen Poli- zeidienst zu verrrchten. Die „Times" meldet aus Konstantinopel, daß dort sieben Schiffe mit 13 000 Flüchtlingen aus der Krim cingetroffen sind. JUzwtschen warten noch 30 000 Flüchtlinge auf Abbeförderung von ber Krim. General Wränget leitet persönlich die RLv mung von Sebastopol und beabsichtigt, sich erst im letzten Augenblick einzuschiffen. Ein Eifenbchnunglück. Karlsruhe, 17. Nov. (WTB.) Die Presse- abteitung der badischen Regierung teilt mit: LaNr vormittag kurz nach 8 Uhr wurden zwischen Blankenloch und £er Blockstation Lachwal o durch den Personenzug 737 von einer Arbeiterrotte 7 Streckenarbeiter getötet, 2 s chwer und 2 leicht verletzt. Sie wollten dem Güterzug 7031 ausweichm und traten in das Gleis des gleichzettig die Strecke besahrenben Persotonzuges 737. Der die Aussicht führende Rottenführer ist ebenfalls getötet worden, llntcc suchung ist eingeleitet. mit einem lauten Schwer auf die Knie frei und hervorstieß: „feier ist esl" Wirklich lag da, unter fast undurchdringlichen Buschwerk toroorgeit, ber Steinhügel, der das Grab ihres Kindes bedeckte. „Die Kaiserin erzählte mir," sagte Wood, „daß der erste Geruch der Bellchen, der sie ganz unerwartet traf, auf sie so überwaltigeno wirkte, daß sie glaubte, sie müsse ohnmächtig werden. Tann aber zog sie eine innere Gewalt vorwärts; sie suhlte Feine Müdigkeit und hätte so stundenlang durch das Dickicht hinstürmen können. Erst an dem Grabe fand sie wieder Ruhe." sJn einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine TrauerkundgebuNg für Südtiwl. I n n s k r u ck, 17. Nov. (WTB.) Die Land- 1 a g s f e f f i o n wurde mit einer Trauerkund- gebung für Südtirol eingeleitet. Der Landeshauptmann hielt eine Ansprache, worin er aus die schweren Folgen des Friedensvertrages für das deutsch; und das latmische Südtirol hinwies. Die Deutschtiroler erblickten in der Bereinigung bet italienischen Süotiro.er mit dem ttalienischen Muttervolke die Erfüllung einer nationalen Notwendigkeit, die zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens führen sollte. Diese Vereinigung erfüllte die Deutschtiroler mit der • föoifnung, daß auch ihnen die Vevemigung mit den deutich-latinischen ©tantmevbrüdem im Süden und mit dem deutschen Muttervolke nicht versagt bleiben werde, und daß auch ihnen das von Wilson verkündete Sclbst- bestimmungsvecht gewährt werde. Die Plätze der beiden Abgeordneten des deutsch-latinischen Süd- vermrschtes. * Tie neue Erzaufbereitung. Insbesondere währeird des Krieges hat in Amerika und Australien ein neues Verfahren Eingang gefunden, um die verfchiedenartigen in der Natur innig vermiscksten Erze zu nennten, durch das jährlich viele Millionen gespart werden können. Das „Flotalionsverfahren", wie es in, Amerrka genannt wirb, ist der bedeutendste Fortschritt der letzten Jahrzehnte auf dem Gebiet der Erzaufbereitung. Am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin wird diese Methode jetzt Ivissenschasttich geprüft, worüber Pwf. N a t h a n s o h n im neuesten Heft der „U m s ch a u" in Wissenschaft und Technik (Frankstrrt a. M.) berichtet. In ber Natur kommen nutzbare Erze in der Regel mcht rem, sondern vermischt mit tauben Gestein tot. In v.elea FÄleu ist daher eine „Aiusbeveitung!" ruotwendig, die tot allem in der Mschldung des wertlosen Materials best'ht. Zu diesem Zweck hat man die Erze sein gemahlm und mit Wasser vermischt, um so eine Trennung nach ber versch ebenen Schwere ber Mrnerali n her- beizriführen. In der Praxis läßt sich allerdings eine reinliche Scheidung nicht so leicht durchfuhren, da die Reibungs- und Oberflächenh:äfte der Schwer: entgrgenwirken. Auf unüberwindliche Schwierigkeiten stteß bisher die Trennung sehr fnn gemahlener Mineralien, weil sich hier die Slaubt-ilchrn zu großen Flocken zusammenballen und sich so vermischt am Boden ablagern. Sner setzt mm das „Schcrumschwimmverfahrcn" ein, das auf dem ber» schiedenarttgen Verhallen ber Bestandteile der Mineralien zu Deien beruht. Einzelne B:standtelle werden leicht von Deien benetzt, wähomd bei anderen die nähere Verwandschaft zum Wasser daS Del sernhält. Erzeugt man nun in einem Gemisch von sehr fein gemahlenem Erz mit Del und Wasser durch Druckluft ober Rührw.wke Schaum, so steigen die ölüberzogenen Erzteilchen mit den Luftblasen in die Löhe, wählend das taube Gestein zum Boden fällt, wodurch ein wertvolleres Erz in viel höherer Konzentration erzeugt wird. * Die „Veil chenspur". Seltsame, bisher unbekannte Geschichten aus dem Leben der verswr- benen Kaiserin E uze n i e erzählt Dr. Ethel Smyth in Blackwoods Magazine. Eine ber merkwürdigsten ist die Art, tote sie das Grab ihres Sohnes im Zulu land auffand. Die Geschichte stützt sich auf den Bericht von Sir Evelin Wood, der die Kaiserin bei ihrem Bckuch begleitete. Der Fleck, aus dem der kaiserlich: Prinz im fernen Afrika begraben wurde, war durch einen Lüget aufgeschich- teter Steine kenntlich gemacht worden. Aber als dir Mutter zur letzten Ruhestätte ihres Kindes pllgerte, hatte die Ueppigkell des Urwaldwuchses den Steiuhügel bereits längst überwuchert, und die Zulu-Fuhner, die sie begleiteter:, konnten das Grab nid# fiirden. Der Prinz hatte stlls eine Leidenschaft für Veilchmduft gehabt: es war das einzige Parfüm, das er gebrauchte. Plötz'ich nahm die Kaiserin einen starken Beilcheugeruch wahr. „Das ist ber Weg!" rief sie und stürzte in höchster Aufregung nach einer Richtung hin fort. Wood erzählte, daß sie wie ein Jagdhund auf einer Spur forlgelauien sei, über Baumitümpie hinstürzend, sich in Schlinc;pflanzen verwickelnd, von den hoben Gräsern, bte sie durchbrach und die sich hinter ihr wieder zusammenschlossen, geschlagen und gezaust. Aber all diese Hindernisse schien sie nicht zu spüren; wie von einer Zaubergewalt gepackt, drang sie vorwärts, bis sie endlich k «. T. « K „ = 4, . 4, ; u « i » Ul ciucui oluijicl vyyumuf tum |t|l, OUR d s? -L. E s Z cha ch! v! e l s. Elxin Vwjenl bec Stinher fern Semit tragen. Da । foii«tifüto= Abgeordnete Bernst-in tagte ihm. i 5’/= Millionen i>mtic6:r Arb.'itn- seien getoerl rorganisiert ober gebö ten sozia'istischell Parteien an. Alle diese Leute hätten die Gewöhn- 2ZL 2bennes beit angeiwuimen, die Geschäfte des Landes zn !”* T^ore.rker.auf ^ntrollienm. Könne Frankreich etwas AehnliöZ zeugt fein, daß ihn hieebei Gesichtspunkte lell'ten, welche bisher außer acht gelassen wurden. Wie sehr er mit seiner Darstzlbung das Richtige getroffen | Lichtspielhaus i M BahnhofshaSe 34. Heute letzter Tag: „VampirG" Außerdem Ossi Osswalda in ihrem köstlichen Lustspiel in 4 Akten: Bis Wititi Der Film des Tages! Nurnoch heute und morgen Anfang 3.30 Uhr letzte Vorführung abends 8.45 Uhr. 12243c hat, beweist die rasche Aufeinanderfolge ber Auflagen. Berger lehrt die Elemente des Spiels in knapjnr und verständlicher Form: er mutet dem Anhänger nicht zu viel auf einmal zu, benützt aber jede Gelegenheit, ihm eilten Einblick in die Tiefen des Schachs zu, gewähren und sein Interesse am Schach gefangen zu nehmen. So führt Berger un- merklich zu den Schwierigkeiten und Problemen des Schachpiels; besonders interessant und originell ist das Kaiplel über Fehlernutzungen, bis er endlich bei ber Besprechung der berühmtesten Meisterpartien und Kompositionen landet. Kurz das interessante und schön ausgestattete Buch, ba§ sich auch als Geschenkwerk eignet, kann nicht warm genug allen Freunden des Schachspiels und solchen. Die es werden wollen, empfohlen werden. tirols sollen unbenutzt bleiben in Erwartung ihres Wlederkommens, wenn das geschehene Unrcda wieder gutgemacht sei. Ein neuer Uebergriff der Tschechen in Eger. Prag, 17. Nov. (WTB.) Die ..Bvhemia" meldet aus Eger: Als in dec Bahnhofstraße eine Gruppe von 20 Df fixieren erschien, unter denen sich auch sechs Franzosen befunbar haben sollen, stimmte die Meng? bte „Wachtam Rhei n"