00x1 N.. " d-- Srtife ou Mamin aui und 161 je 250 die Marken ^"blich bekannl- ■? “nb blt N dks Mr,' °,Otl ^NSäbtjch fiert Ises. We9tn Lage bei Nie, lan, die Arbeiten des lieM 2. Oktober 1 die Arbeiten des leiligten offen. milälserhöhungm aus Gemarkung mtei. Wetzlar) ist worden. ;netzes ufto., »läge. Zungen fjiewn 1920, e Beteiligten unter aiben mit Kimn t Gründen verletzen it an Ort unb Stelle r 1920, itt. ZuMmenkunn wmittags 91/: Uhr miliar, ai. , die die Beteiligten tend machen wollen, der 1920, freU a. b. Lda. Natt, inb müssen anfieben, zeichnenden) Gnmd- Wr alten Parzelle schriftlich eingereicht ichtigung. mmissär. l§rot. ___„ F LZS- X*»“* n Nr. 220 Der »iehener »njeU« erscheint täglich, außer Sonn, uni Feiertags, üetugspreife Monatlich Mar» 3.60 undMK.-.65Trägerlohn, vierleljahi lichMacK 10 80 undMK.I.SSTrägerlvhn.- durch die Poft viertel« jährlich Mark 12.- ausfchl'eblich Bestellgeld. Fern lprech. Anschlüsse: für die Schristleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach« richten: »mcirer Kietzen. poftschealonto: Zrankfnrt a. M. UMS Erster Blatt 170. Jahrgang Dnid und Verlag: Srühl'sche Umv.-Vuch- und Zteinöruckerei K Lange. Schnslleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Samstag, 18. September 1920 Annahme von An^c.uen für d.e Tagesnummer vis t zum Nachmittag vorher ohne jede T^rdindlichkeit. Dreis für l mm höhe für Anzeigen d. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Neklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz, »orfchriN 20“ „ Aufschlag Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich t tot Politik. Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. y Reinhold Ienz: für den wochenrLckdlick. Der bevorstehende sozialdemokratische Par- leitag In Lössel wirft seine Schatten voraus. Der Oberbürgermeister Sckeidemann hat bereits den Arm gereckt und den alten Oppositionsgeist beschworen, der im Strom der Verelendung unseres Wirtschaftslebens und der tvinterllchen Not seine Netze auswerfen £ Stimmenfischfang, nicht nützliche Re-- - und Aufbauarbeit, soll die Parole sein. hat sich vielfach darüber unterhalten, ob die Sozialdemokratie wieder an der Regierung beteiligt werden solle, aber noch nicht erwoaen, welche Persönlichkeiten denn als Minister an Bord steigen würden. An Autoritäten haben die Mehrheitssozialisten augenblicklich gerade keinen Ueberflutz. Scheidemann selber? In den Augen auch eines nicht unerheblichen Teiles der Linken hat er be- deutliche Spritzer am politischen Marschallstab, um nicht von seinem „Stecken" zu sprechen, mit dem er freilich viel Mißliches auf* gerührt hat Er verwaltet noch nicht allzu lange das Amt des Oberbürgermeisters, und es wäre zu fragen, ob der unstete Wechsel in der Betätigung zu seinem und des Volkes Nutzen oder ^d)abcn wäre. Auch für die sl^ialdemokratische Partei hat, wie uns scheint, eine neue Zeit begonnen, die neue Männer braucht. Man betrachte sich das neue „Aktionsprogramm" der Agrar- ko m m i s s i o n, das der „Vorwärts" in seinen Grundzügen mitteilt — und man wird sich sagen müssen, daß die hier gewiesenen neuen Wege recht wohl auch in ein Koalitionskabinett münden könnten. Nur die dafür „reifen" landwirtschastlick>en und forstwirtschaftlichen Beriebe sollen nach diesem Programm sozialisiert werden, und es wird zugestanoen, „daß die volkswirtschaftlich, richtige Anwendbarkeit von Klein--, Mittel-- und Großbetrieb in der Landwirtschaft abhängig ist von Bodenbeschaffenheit, Klima, boft den Möglichkeiten der Bodenbearbeitung und von der landwirtschaftlrchen Technik." Um den schlechten Eindruck, den diese in der praktischen Nutzanwendung immerhin gefährliche Papierweisheit auf die Landwirte hervor- rufen wird, zu verwischen, ist in dem sozialistischen Agrarpoaramm sodann noch von anderen schönen, durchaus nicht parteipolitisch ausgeprägten Dingen die Rede als da sind: Ausmerzung des Zwischenhandels, Ausbau der Genossenschaften, der Absatzorganisation, der Kreditbeschaffung ufto., von hundert Sachen, die längst auf unseren Hochschulen als zur Landtoirtschaftspflege gehörig systematisch bargcftellt unb behandelt morden sind. Zu allem Ueberfluß bittet, wie wir dem „Vorwärts" entnehmen, die sozialistische Agrarkommission bei etwaiger lebhafter Diskussion „zu erwägen, daß die Meinungen über ein Agrarprogramm in der deutschen sozialdemokratischen Partei so stark auseinandergehen, daß nur durch gegenseitige Zugeständnisse ein Aktionsprogramm ermöglicht werden kann." Gerade weil diese Forderungen, die eine gewaltige Abkehr vom Erfurter Programm bedeuten, wonach aller Grund unb Boden vergesellschaftet werden sollte, ziemlich zahm erscheinen, Witt man praktisch nicht viel Kapital daraus schlagen. Man weiß, daß erst bei der Durchführung das wirkliche Problem zum Borschein kommt, und so würde dieses sozialistische Aktionsprogramm in ein Koalitionskabinett schwerlich einen neuen Zug hineinbringen. Um die Erneuerung des sozialdemokratischen Gesamtprogramms ist die Partei aber, wie ans Artikeln des „Vorwärts" hervorgeht, in arger Verlegenheit. Das Erfurter Programm, also die alten Grundsätze, lind gänzlich ins Wanken geraten und eigentlich erledigt. Wenn man Scheidemanns Kasseler Rede, in der er von der Notwendigkeit 'vollkommen ziettlarer Politik" sprach, genau durchmustert, so kommt man zu dem Schluß, daß er seiner Partei von einer Teilnahme an der Regierungsführung darum ab- Jjt, weil sie gegenwärtig nichts von ziel-- Urrer Politik besitzt und, nach seiner Meinung, auf demagogische Künste angewiesen ist. «in vernünftiger Mensch kann wünschen ober daran benfen, daß die sozialdemokratische wrtei verschwinde oder unter gehe. Sie sollte '.A nur als eine Reformpartei mit Mem Bekenntnis zur Demokratie konstituie- ren unb das „Jrrlichtelieren" über den "schlimmen Monaten", das Scheidemann uns Ersetzen möchte, ablehnen. Die Einstellung rhrer Politik auf internationale Solidarität roirb nach wie vor noch manches deutsche Interesse aniopfern unb bie so notwendige Volkseinigkeit zerklüften. ' * * In einer so wichtigen Frage wie der Einigung städtischer unb ländlicher Interessen F(Unt ein steifer Komps- unb Parteigeist nur Unheil änrichten. Die Zuspitzung der Lage in der Kar tof felvers or gung ist sehr zu beklagen; besonders die Anwendung von Ge- waltmitteln, bie Sperre bet Karwffelbeförde- rung, wie sie von Eisenbahnern des Frankfurter Bezirks angebroht wird, ist grundsätzlich zu verwerfen. Weite Volkskrefte werden sich wundern und von Unruhe darüber ersaßt werden, daß die Eisenbahndirektion ihre Machtlosigkeit erklärt hat. Wenn die Bewegung gegen die hohen Kartofselpreise natürlich auch ihre volle Berechtigung hat — so muß sie sich^doch im Rahmen der Gesetze halten. Anderwärts im Reiche ist durch Verhandlungen und Zusammenwirken der Interessenten schon mancherlei erreicht worden: warum sollte dies in Oberhessen nicht auch möglich fein? Insofern ist an dem Wink der Frankfurter Eisenbahnbirektion nach Darmstadt nichts auszusetzen .'wir vermissen dabei nur bie energische Ablehnung von Gesetzlosigkeiten. Von Lanbwirten selbst ist uns öfter bestätigt worben, daß sie mit einem wesentlich niedrigeren als dem für bie Lieferungsverträge festgesetzten Preis (31,75 Mk.) vorlieb genommen haben würden. Es ist nun aber durchaus nicht einzusehen, daß die eiserne Konsequenz gebieten soll, der in bestimmten Verträgen gewährte Preis müsse allgemein gültig sein! Wenn der Reformbund der Gutshofe Kartoffeln zum Erzeugerpreis von 20 Mark anbietet, so Darf man wohl annehmen, daß dieser Preis allgemein angemessen erscheint. In Thüringen haben die landwirtschaftlichen Organisationen den Landwirten empfohlen, für die hanbelsfreien unb die auf Grunb der Lieferungsverträge zu liefernden Herbstkartoffeln höchstens einen Preis von 20 Mark ab Hof zu berechnen. In Sachsen werden die Landwirte von ihren Vereinen ebenfalls aufgerufen, der minderbemittelten Bevölkerung die Kartoffeln gu einem weit geringeren Preis) zu überlassen, als er bisher gefordert wurde. Auch bie hessischen landwirtschaftlichen Organisationen erklären sich laut einer Bekanntmachung bereit, ihre Mitglieder, soweit sie Herbstkartoffeln angebaut haben, zu verpflichten, für jeden angebauten Morgen Herbstkartoffeln durchschnittlich vier bis fünf Zentner, je nach der Leistungsfähigkeit, zum Preise von 20 Mark für den Zentner, der Landeskartoffelstelle zur Verfügung zu stellen. Damit soll der minderbemittelten Bevölkerung geholfen werden. Die Gewerkschafter unb Verbraucherorganisationen wollen sich damit nicht zufrieden geben unb Haben in ihrer Frankfurter Verhandlung gestern ein ^sechstägiges Ultimatum an bie Landwirte gerichtet. In der Tat, ein sehr großes Entgegenkommen hat die Landwirtschaft mit ihrem ^Angebot nicht bewiesen, wenn man Hedenkt, daß auf einem Morgen durchschnittlich etwa t 100 Zentner Kartoffeln hervorgebracht werben, können. Man sollte auf dem Wege neuer Verhandlungen unb besserer Einsicht zu einer Verständigung zu kommen suchen. Von der umständlichen und kostspieligen Inanspruchnahme der Landeskartoffelstelle und der Verteilungsämter unb damit auch von einer unnötigen Mehrbelastung des Verkehrs sollte ganz abgesehen werden. Einer. ffruuelloien Kartoffelsausfuhr ins Ausland müßte unter allen Umständen ein Riegel vorgeschoben werden. Wenn die hessische Landwirtschaft in der erwähnten Bekanntmachung es für ihre „Ehrenpflicht" erachtet, „den Bedarf der hessischen Verbraucher in erster Linie sicherzustellen", so darf man wohl erwarten, daß sie auch in der Preisftage Entgegenkommen zeigt und nicht auf Forderungen beharrt, die allgemein, auch in anderen deutschen Landen, als zu hoch erachtet worden sind. Sperre über Kartoffclversand. fd. Frankfurt a. M, 17. Sept. Heute vormittag tagten im Gewerk'chastshaus die freien Gewerkschaften, die Eisenbahnerverbande, dre christlichen Gewerkschaften, überhaupt alle Arbeit- nehmcrverbände, um wegen der drohenden Kartoffelnot Maßnahmen zu beraten. Vertreten waren die Organisationen aus Frankfurt, Offenbach, Mainz, Kassel, Friedberg Werl- burg, Höchst usw. Auch die Regierungen von Heilen und Kassel sowie die Eisenbahndirektiori hatten Vertreter entsandt Es handelte sich brnrum, eine Sperre über bie Ausfuhr von x ar- tot fein aus dem Wirt>cl»aftsbezirk herberzuführen, solange nicht das Wirtschastsgebret selbst mit Kartoffeln versorgt ist. Es wurde mrmentlrch gefordert, daß die Regierung den Vertragsprersvon 31.75 Mk aufhebt und Höchstpreis.' festsetzt. Man regte von verschiedenen Seiten einen L'.eferpris von 20 Mk. ab Bahnstation an. Bon b-sondevem Interesse waren die Ausführungen des JBräit» beuten Neumann vom Ernähnmgsmi.iNterium in Tarmstadt, der dringend riet, ohne_Nervo!ität cm die Beratungen heranzutreten Heien ,ei der I schärfste Gegner der Lieferungsverträge, allem bie ungeheure Preissteigerung le' letzten Tage muffe man auf das gegens.'it.ge Ueieernete.r de: Verbraucher mit zurückführen. Hessen habe eine Ernte von 12 Millionen Zentner, und von der Ernte de- Reichs werde höchstens ein Drittel für die men ich lieb’ Ernährung gebraucht. Man muff: sich genau überlegen, ob man mit Den Sperrabsich.en nicht einen Schlag ins Wafser tue. Es sei eher zu erwägen, die Eisenbahndirektion zu veranlassen, keine Wagen für Kartosfellieferungen über den Tirektionsbezirk hinaus zur Verfügung zu stellen. Tamil gelangte man auf legalem Wege gerade so weit, wie man es mit den Spercmaßregeln herbeizusühren suche. Auch der Regiecungsral Eo ß m a n n von ter Regierung in Ka.sel nwrnte vor ben Folgen, bie aus einer Sperre eilt stehen könnten. Jcboch müsse bas Jntere.se der Verbraucher unbebingt in den Vordergrund gestellt werden. Ein Preis von 20 M k. s er als angemessen zu betrachten. Erst wenn alles getan sei, was auf gesetzlichem Wege möglich ist, solle man zur Selbsthilfe scheeiten. Im Laufe der stundenlangen Debatte kam besonders noch zum Ausdruck, daß die Bauern die Kartoffeln an das Vieh verfüttern werben, wenn bie Zwangswirtschaft für Fleisch aufgehoben wirb, so baß man wohl teures Fleisch, aber keine Kartoffeln haben werde. Tie Vertreter der Eisenbahner versicherten, daß für bie Sperre bie Organisation bis ins K.einste vorbereitet sei. Es banble sich barum, bas Wirtschaftsgebiet zu versorgen, nicht aber bie Ueberschü.se ben anderen Gebieten vor zuenthalten. Namentlich solle auch während der Sperre das Industriegebiet versehen werden, sofern für bie Lieferungen bie Gewähr gegeben werde, daß sie in bie richtigen Hände unb nicht zu hinaufgetriebenen Preisen gelangen. Ter Vertreter ber Eisenbahnbirektion warnte vor ber Herausbeschwörung des Konflikts zw.schen ber Eisenbahnverwaltung unb ihrer Arbeiterschaft. Es gelangte schließlich in einer Resolution zum Ausdruck, baß vom 2 6. September ab bie Sperre über bie Karts f sei z ü ge Eintritt, jedoch sofort bie Sberre über die Gestellung von Güterwagen zu Ka r t o f f el s en du n gen erfolgt, womit erreicht werden soll, baß bas Sdiiebertum nicht in ber Lage ist, jetzt Wagen zu bestellen, um bann bei Nichtgestellung währenb ber Sperre bie Eisenbahn schadenersatzpflichtig zu machen. Als Lieferpreis werden 20 M k. t b Bahnstation verlangt. Gegen diese Resolution protestierte der Vertreter der Eisenbahndirektion, wie er besonders betonte, formell. Aus Vorschlag des Regierungsrat Coßmcmn geht die Resolution zunächst als ein auf 6 Tage befristetes Ultimatum an bie lanbwirtschaft.ichen Organisationen, währenb die Regierungsvertretcr von sich aus sofort an bie Regierung herantrcten wirb, um von ihr Maßnahmen zur Enffparmung ber Lage herbeizuführen. . Die Getreidewirtschaft. Berlin, 17. Sept. (WTB.) Der Unterausschuß des Rcichswirffchaf srats für Landwirtschaft unb Ernährung beid/äf.igte sich heute mit der Getreidewirtschaft. Der Präsi.ent der Reick sgetrei^stelle Geheimrat Kleiner bezeichnete bas Bild, bas nach den bisherigen Feststcl- Umgen von der neuen Ernte zu erwartet« fei, als sehr trübe. Die Rvggenernte labe fast überall im Reiche stark eitttäüscht. Die vom Er- nährungsausschuß des Reichs ags durchgesetzte veile Freigabe des Deputats der Landarb iter anstelle ber Feststellung der von der Reichsgetreidestelle gewünschten Höchstmenge ergebe ferner einen Ausfall vvn 500000 Donnen für bie Allgemeinwirtschaft. Es eröffne sich damit eine neue Quelle für den Sckl.ickhandel. Die Richsgotr.idestcl e sckchtzte vorläufig die neue Ernte an Brotgetreide nur auf etwa sieben Millionen Tonnen. Die Anbaufläche für Brotgetreide habe sich um 7,35 Prozent vermindert. Die Maisernte werde als Mittelernte, die H a f e r e r n t e als eine gute Mi lllernte bcurt ilt. Im ganzen bl'ibc i as Ernteergebnis hinter tem De arf wes-tit.ich zurück Deshalb sei die Reichsgetv i estelle ge.ien dre Er- hölmng der Brotration, wolle aber die Herabsetzung der Ausmahlung vom 90 Prozent auf 85 Prozent zugestehm, je och nur bei gleist-zeitiger Brotstreckung hon 10 Prozent Wir müssten im übrigen bis 2 Milliarden Tonnen BwgNreide i nr- portieren, hauptsächlich aus Amerika. Bei einem Turchschnitlspre s von 5000 Mark für die Tonne würde dies? Einfuhr allerdings 10 Milliarden Mark erfordern Die Uebernahme dieser Kosten auf den Brotpreis würde unsozial sein. Nach Ansicht der Rrichsgetreidestelle mü^en sie auf die Reichskasse übernommen unb durch allgemeine Steuern aufgebracht werden Tie An- licterung von Getreide einschließlich Hafer sei in diesem Jahre gcceen das Vorjahr bis zum 15. September von 241090 Tonnen auf 557 000 Tonnen gestiegen. Aber im Vorjahre habe gerade um diese Zeit eine wesentlich' Verbesserung ter Anlieferung eingesetzt, wahrend wir jetzt an'chinend bereits wieder in rückläufiger Bewegung stehen Am Schlimmsten beunruhigt nicht der Aussall der Ernte, sondern der Umftonb, daß die Exekutive auf dem Gebiet ber öffentlichen Wirtschaft außerordentlich stark versage und daß die Anordnungen nicht befolgt werden. Die präfidententnst; in Hrantreich. Paris, 17. Sept -Wolff.) Haras. Tie Minister traten heute vormittag unter dem Vorsitz MiIler ands zusammen, der sie von ber Unterredung mit Teschane 1 unterrichtete unb ihnen mitteilte, daß Teschanel nach Befragen des Arztes seinen Willen, die Demision einzureichen, kunst- gegeben hab.. Im Einvernehmen mit den Prä i dritten der l Kammern wurde beschlossen, käst das Parlament auf Dienstag, den 21. So» tembcr zu einer außerordentlichen Sitzung zu lammenberuien wirb, um die Mitteilung des Te m i s s i o n s s ch rei be n S des Präsidenten entgegen junebmen. Der Präsident ber Nationalversammlung roirb bas Datum des Zusammentritts des Kongresses in Versailles, ber ohne Zweifel Donnerstag ober Freitag stattfinden wird, fest, setzen. Tie Kollegen Millerands drangen auf ihn ein, damit er, wmn ihm die Nachiolgejchaft Tes- chanels angebotm wird, in der Annahme ein willige. Millerand b.harrte jedoch auf ferner Weigerung, indem er gewichtige Gründe angab, bie ihn verpflichteten, das begonnene Werk als Ministerpräsident forUufeben. 3m Laufe des Mincsterrats gab auch Millerand Erklärungen über die Unterrebnugen in Aix-les-Bains unb Lausanne Ein polnischer Protest gegen die Agitgtoren Horfonti)s. Breslau, 18. Sept. (WTB.) Tie ober- schlesischen Angestellden der polnischen Plebiszit ko m m i s s to n schlossen sich zu etnem Bunde zusammen unb erstesten einen öffent idxm Aufruf in Beuthen, worin sie gegen bv Häg» lieben Gehälter der oberschlesifcbe:t Pleb^4ntmu- arbeiter protestierten, während bie aus Polen kommenden A g i t a to r e n Korsantys in Saus unb Braus t bten. Kv'-^rntv v.-rangte di: Auslösung d s Bundes der oberschlesiscsiett Plebiszit' mitarbei.er und entließ dessen Borsitz.n^en. Der Aufms wünscht, daß Korfanth unb fine Watorcn im Interesse des allgemci:en Wolffs Oberfchle- sim verlaßen. Ferner wurde ein nur in polnischer Sprache gedruckter Aufruf an di- Bevölkerung verteilt, der sich gleichfalls sthr schart gegen Kvrfanty ausspricht unb dessen Beseitigung aus Oberschlesien fordert. Englische Kontrolleure gegen bie Parteilichkeit Frankreichs. Paris, 17. Sept. (WTB.) Wie ber „TempS" aus London meldet, sind mehrere englische Kontrolleure, die sich in O be rs ch 1 e sien befanden, zurückgetreten, weil sie der Ansicht sind, daß die Haltung ber f ranzösis chen Militärbehörden bei den letzten «Streitigfeiten zwischen Teutscken und Polen nicht streng unparteiisch gewesen fei. Tie englische Regie» rung hat diese Frage der in Paris tagenden Botschafterkonferenz unterbreitet. Soldaten von der Haller'schen Armee. Berlin, 17. Sept. (Wolff.) Nach in den Händen der deutschen Regierung.befindlichen polnischen Papieren sind Soldaten der ArmeeHalller inOberschleliendorthin mit vollen Gebührnissen beurlaubt worden. Vorsichtshalber werden ihnen an der Grenze von Polen die Soldbücher und anderen militärischen Papiere abgenommen. Neben anderen Stellen wurde das polnische Note Kreuz in Beuthen mit der Auszahlung des Soldes an die Hallersoldaten betraut. Die Soldaten kämpfen also mit Vorroissen und Genehmigung der polnischen Regierung. Der Stimnlenfang für Südslawien. Klagenfurt h, 17. Sept. (Wolfs) Der Stimmenfang für Südslawien roirb rn ber ersten Zone von Priestern unb Agen en eifrig betrieben. Nur ein einziger im Amt befindlicher Geistlicher ber SDzone ist deu schkärntnerisch gesinnt. Me übrigen finb mehr ober weniger jugoslawisch'. Es werden noch immer Unterschriften gesammelt, wodurch sich die Leute verpflicksten, ihre Stimme für Sü. Hannen abzngebm. Wer sein Wort nicht hallen säffte, dem wi d bie Höffe schon liier auf Erden unb nach dem Tode ent recht in Aussicht gestellt. Prügelüberfälle mehren sich in allen Teilen des Landes. Täglich lauf m darüber zahlreickst Berichte ein. Die Lehrer spielen habet eine große Rolle Obwohl tag äqlich Beschwerden an die Kommiffion unb am die österreichiichen Vertreter gerickstet nrrixm. ändert sich nicht das geringste. Da die jugaslawi'chm Bestirden infolge ber Anordnung der Kommis ion alle Nich kärntner aus ber ©cSannerie entfernen müs en, beriefen sie zum 14. September die Prügelbanben nach Ferlach und suchten dort bie tüchtigsten Raufbolbe zum Dienste m ber Gendarmerie aus, so daß die Bevötterung bet nächsten Zeit mit großer Besorgnis eMgegeiffieht. Der Vombenanschlag in Nenyork. London, 17. Sevt. (WTB.) Die Times meldet aus N e u y o r k: Die letzten Berichte deuten darauf hin, , daß der Plan bestand, Morgans Bankhaus zu zerstören. Sachverständige, welche die umherlieaenden Bruchstücke untersuchten, sind der Ansicht, daß der Kraftwagen mit Zeitzündern versehene Bomben enthielt, die mittags explodieren sollten. Die Explosion erfolgte genau um 12 Uhr. Ein seltsamer Zufall wollte es, daß zu dieser Stunde gerade neun Millionen Dollar in Gold weggeführt wurden. Ein Raubversuch fand jedoch nicht statt. Fast das gesamte Geschäftsleben in der Wallstreet ruht mich der Explosion vor dem Bankhause von Morgan. Dre Teilhaber von Morgan, die in einem Zimmer im oberen Stock eine Besprechung nähme von Junius Spencer Morgan, abhielten, entgingen dem Anschlag, mtt Aus- Der Bürgermeister roic Neuyork texte nnt, daß er 10 0 K) Dollar Belohnnno tm- bte greirung ber Täter aussetzen Die Lage in Italien. Mailand, 17. Sept. (Wolff.) Gestern nachmittag trat der Rat des Bandes der Jnbustriellen zusammen Es waren über 200 Delegierte Mrwesend 20000 Unternehmer waren vertreten. Tre Frage der Kontrolle der Betriebe durch die Arbeiter wurde eingehend erörtert. Die Versammlung nahm eine Tagesordnung an, welche befaßt datz'die Kontrolle nicht die Beherrschung einer Klasse durch die andere bedeuten dürfe. Die zweite Tagesordnung verlangt, daß vor der Vornahme der Kontrolle die Räumung der von den Arbeitern besetzten Betriebe erfolgen müsse. Der Präsident, des Bundes der Industriellen begab sich nach Rom zu einer Besprechung mit Givlitti. Anatole France. P a r i s, 18. Sept. (WTBH Wie der „Motin" meldet, ist Anatole France schwer erkrankt. Dänische Butter. London, 17. Sept. (WTB.) Die „Times" meldet: Die britische Regierung hat mit der belgischen und deutschen Regierung beim Ankauf dänischer Butter zusammen gewirkt, um den Preis für Verbraucher in jedem Lande so niedrig wie möglich zu halten- Hölz geflüchtet. Berlin, 17. Sept. (Wolff.) Wie das preußische Ministerium des Innern mitteilt, ist der flüchtige Kommunistenführer Hölz aus der Tschecho-Slowakei über die österreichische Grenze entkommen Auerbach i. V., 17. Sept. Ter Freibeuter Max Hölz taucht wieder auf. Am 9. d. M. erhielt der Verleger der „Vogtkändischen Nachrichten" von Hölz, der im Frühjahr d.L. nach dem Kavp- Putsck jnit seiner Bande im Vogtlande herrschte, einen in Falkenstein zur Post gegebenen Drohbrief, worin der Bandenführer erklärt, er werde ihm in kurzer Zeit sein lebhaftes Interesse an dem Prozeß gegen die Vogtlärrdischen Kommunisten und für seine „Verleumdungen" seinen persönlichen Dank abstatten. Auf Grund dieses Drohbriefes zog die sächsische Regierung bei der tschechischen Regierung Erkundigungen cm und erhielt die Bestätigung, daß Hölz vor einigen Tagen aus dem Sanatorium geflüchtet sei. Tie sächsische Regierung vermutet, daß sich Hölz in der Falken- steiner Gegend verborgen hält, und traf älleS icher- heitsmaßnahmen zu seiner Festnahme. Aus dein Aeiche. Die Zwangsanlrihe. Berlin, 17. Sept. (Wolf.) Bom Finanzministerium wird zu den Presseäußerungen über ehre geplante Zwanasanleihe erklärt, daß unter den Möglichkeiten, die erwogen würden, um der Frncrnznoh ziu begegnen, sich auch die Zwangsanleihe befinde. Ein posittves Resultat sei aber noch nicht erzielt worden. i Freigabe der Zucke «-wirtschaft. Berlin, 17. Sept. (WTB.) Jin Unter» Ausschuß des Reichswirts ckaftsrats für Landwirtschaft und Ernährung, oer sich heute mit der Zuckerwirtschaft beschäftigte, erklärte ein Vertreter der Regierung, daß im Wirtschaftsplan bereits die Freigabe der Rüben- inü> Melasse- wirtscfeft vorgesehen sei und daß die Freigabe der Zucker wirt schäft im Herbst 1921 angestrebt werde. Die jetzige Mehrerzeugung solle der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Die Industrie müsse mit der bisherigen Belieferung aus der Jnlandwirtschaft ausLommen oder sich selbst aus dem Ausland besorgen. Der Unterausschuß nahm schließlich mit 13 Stimmen bei einer Stimmenthaltung eine Entschließung Dr. Rösickesan, in deres heißt: Es ist grundsätzlich die Aufhebung der Zwangswirtschaft, nötigenfalls unter Schaffung von Sicherungen in Bezug auf die Preisgestaltung der Zuckerbestände aus der alten Ernte 1920 zu dem frühestmöglichen Termin anzustreben. Aus der Rübenernte soll der die bisherige Ra'ion übersteigende Betrag zur Versorgung der Bevölkerung als Munfe- und Einmach- Äucter verwendet werden. Die Zucker verarbeitenden Industrien sollen das Recht erhalten, ihren Mehrbedarf durch Einfuhr zu decken. Es ist nicht zu vermeiden, daß der Zuckerpreis zur Sicherung eines verm.-hr'en Rübenanbaues und späteren Er- hölnmg der Zuchrerzeugung erheblich erhöht wird. Die Zuckevausfuhr hat zu unterbleiben. v Holzwirtschaft. Verl in, 17. Sept. (Privattel.) Ter Reichsfor st Wirtschaftsrat lehnte laut Meldung des „Berl. Lokalanz." auf seiner Ta- prng in München die von seinem Ausschuß be- ch'ossene Sozialist'rung der deutschen Holzwirt- chaft einstimmig ab. Die Reichstreue Bayerns. Bamberg, 17. Sept. (WB.) Anläßlich der Landestagung der bayrischen Bvlksparter in Bim- berg dielt Ministerpräsident von Kahr eine längere Rede, worin er u. a. ausführte: Innere und äußere Feinde, vor allem auch Feinde des Reichs, sind emsig an der Mmreoarbeit, immer wieder den Teufel dec Felonie und seperatistischer Bestrebungen Bayerns an die Wand zu malen. Wenn ich dazu ein Wort sagen darf, so tabe. Wir wollen gute Bayern und gut.' Deutsche sein, in guten wie in bösen Tagen. Ebenso fest wie meine Treue zum Reich stell auch meine Ueberzeugung, daß das Reich nur föderalistisch sein tarnt oder es ist überhaupt nicht Föd'ral'snus ist nicht gleichbedeutend mir Partikularismus und bedeutet keine Schwächung des Reiches. Wir verlangen den föderalistischen Aufbau d-s Reiches in allererster Linie, »veil rott darin eine LebeysnotwendigVeit für das Reich sehen, im Int resse des Reiches, und wenn diese Forderung in Bayern mit besonderer Zähigkeit erhoben wird, so sehe ich darin einen Beweis dafür, daß die Sorge für das Reich in Bayern totefer lebendiger ist und bah dis Reich in Bayern ferne besten und treuesten 5■)./.!? hat. Die Rc ichstt' gsnachmah en in Schleswig-Holstein uni) Ostpreußen. Berlin, 17. Sept. (WB > Das Reichs- fa binett nahm in seiner letzten Sitzung zur Ans tzung von N a ch wa h l e n zum Reichstag in Schleswig-Holstein und Ostpreußen Stellung. Die Hinausschiebung der Wahlen, vis die Wahlen in ObersÄesien statt finden können, scheint bei "der Unsicherheit des Abstimmungstermins für Oberschlrsien nicht angebracht. Ta- gegen ist der Wahltermin tobft noch nicht angese^, wäl bei der herrschenden Wahimüdigleit tratet feiL? bet Parteien mich Möglichkeit versucht werden soll, die Wahlen in Ostpreußen und Schleswig-Hvlit^m gemeinsam mit den Wahlen zum poeußischen Landtag stattsinden zu lassen. Gemeinsame WM en zum Reichstag und Landtag haben bereits bet den letzten Neichstagswahlen in einer R.ife deutscher Länder sich durchaus bewährt. Eine Voraus) etzang für die Zusammenlegung ist es, daß dadurch Beine allzu wesent.iche Verzögerung der Wahlen in Ostpreußen und Schlcswig-HolItein sfattsindet. Die Rcichsregierung wird deslMlb, bevor die enbgü.® tige Entscheidung getroffen wird, abwarten, welchen Abschluß die zur Zeit in der Schwebe be- sindlichen Verhandlungen über den Z-.itpunkt M Wahlen in Preußen finden. Aus der Deutschnationalen VolkSpartei. Darmstadt, 17. Sept. Der diesjährige Parteitag des Hess. Landesverbandes der Deutsch- nationalen Volksportei (Hessische Volkspartei) findet am 9. und 10. Oktober inDarmstadt statt. Staatsminister Dr. H e l f f e r i ch, M. d. R., hat sein Erscheinen zu dieser Tagung zugesagt und wird über die politische Lage sprechen. Aus der sozialdemokratischen Partei. Berlin, 18. Sept. Die Mehrheits- sozialisten des Magdeburger Bezirks beschlossen, dem sozialdemokratischen Parteitag in Kassel den Antrag vorzulegen, er möge erwägen, die sozialdemokratische Reichstagsfrak- tion aufzufordern, alle parlamentarischen Machtmittel zu benutzen, um eine Regierungsbildung anzustreben, in der die Sozialdemokraten vertreten sind. Sozialistenhfrrschast in Berlin. Berlin, 17. S^N. Wie die Abendblätter erfahren, hat der Oberpräsident von Berlin, Dr. Maier, nachdem die beiden sozialistischen Fraktionen übereingekommen sind, die Äben beiden Bürgermeistern und acht Fach- öfen zu besetzenden zwanzig Stadt- ratsposten ausschließlich ober größtenteils mit $ arteigenoffen ohne Rücksicht auf ihre fachliche Eignung zu besetzen, dem Stadtvelordnetenvorsteber Dr. Weyl mitgeteilt, daß die von der Stadtverordnetenversammlung zu wählenden besoldeten Magistratsmitglieder nach der Städteordnung durch juristische, wissenschaftliche oder technische Vorbildung oder ausreichende berufliche ober praktische Kenntnisse zur Uebemahme eines solchen- Amtes befähigt sein müssen. Tas Amt eines auf 12 Jahre gewählten Stadtrats sei nicht mit bem eines politischen Staatsbeamten, Landrats oder Polizeipräsibenten zu vergleichen. Wenn den gesetzlichen Srforbernificn nicht entsprochen werde, müsse dies die Bestätigung beeinflussen. Kommunistische Enttäuschung über Rußland. Berlin, 18. Sept. In einer Ver- sammlunginSachsen sprach der frühere Reichstagsabgeordnete Rühle (Kommunist) auf gründ seiner Erfahrungen bei seiner Reise durch Rußland im Tone tiefster Enttäu- schungvonRußland. Man habe dort ein Haus ohne Fundament errichtet. Der wahre Sozialismus könne dort überhaupt nicht entstehen. Man hungere entsetzlich. Der Arbeitszwang sei mehr als lästig. Hus dem besetzten Gebiet. Ludwigshafen, 17. Sept. Der Schrifteiter I. Roth in Pirmasens wurde durch das ranz. Mllitärpolizeigericht zu 3000 Mk. Geld- trafe ev. 6 Monate Haft verurteilt, weil er das auf drei Tage verbotene „Pirmasenser Tageblatt" mit einem anderen Kopf, ,,Pfälzer Volksblatt", druckte und erscheinen ließ. fd. Aus dem besetzten Gebiet, 17. Sept. Auf drei Monate sind die in München erscheinenden „Süddeutschen Monatshefte" und auf 14 Tage die „Rheinischen Nachrichten" in St. Goarshausen, für das besetzte Gebiet verboten worden. - ■ —MM—i Aus Stadt rrnd Land. Gießen, den 18. Sept. 1920. lieber die Wohnungs- und Verpflegungsverhältnisse an deutschen Hochschulen hat der vom deutschen Studententag eingesetzte Arbeitsausschuß für Wohnungswesen, ber unter Leitung von Assessor Ko en en (Münster) verdienstvolle Arbeit auf diesem Geinte geleitet hat, ein Merkblatt öeröffenfidU, aus bem wir die nachstehenden Angaben der Preisverhältniise an den einzelnen Hochsdjufen entnehmen. — Tie mitgeteilten Preise smd Durchs dmitts- bzw. häufigste Preise, sie sind den Angaben ber einzelnen Wohnungsämter entnommen. Abkürzungen: Z. = Zimmer, (m. M.) — mit Ntorgenfasste, (m. M. B.) = mit Morgenkaffee und Bedienung, d. h. in den angegebenen Preis ist die Bezahlung mit Morgenkaffee und Bedienung eingeschlossen. Wir stellen vorerst aus dem NLerkblatt öte Angaben über Gießen und einiger Nachbarhochschulen zusammen. Es werden demnach verlangt: Gießen: Eins. Z. (m. M. B.) 40—55 Mk., besser Z. (m. M. B.) 60—80 Mk., Wohn- u. Schlafz. (m. M. B.) 90—120 Mk., Z. m. Verpfl. 275 Mk. Mittagessen: Studentenheim 2,50 Mk., Prioat- p'nsionen 3,50 Mk., Restaurant 6—10 Mk. Abendessen: Studentenlxim 2,25 Mk., Privatpensionen 3 Mk., Restaurant 9—15 Mk. Da r m sta dt: Eins. Z. (m. M. B.) 35 Mk., bess. Z. (m. M. B.) 45 Mk., Wohn- u. Schlafz (m. M. B>) 75 Mk., Z. m. Verpfl. 220—350 Mk. Mittagessen : Studeutenküche 1,80 Mc., Volksküche 2,40 Mark, Priratsp:istanstallen 2,50 Ml., Resaurant von 2,50 Mk. aufwärts. Abendessen: Studenten-- fücte 1,80 Mk., Volksküche 2,40 Mk., Priortip? isean stallen 2,50 Mk., Restaurant von 2,50 Mk. aufwärts. Marburg: Eins. Z. 40 Mk, bess. Z. 60 Mk , Wohn- u. Schlafz. 90 Mk., Z. m Verpfl. 350 Mk Mittagessen : Studentenküche 2,75 Ml Privativ iseanstal- ten 3,25 Mk., Restaurant 4,50 Mk. Abeirdessen: , Stud. ntenküche 2 Mk., Privatspeisoanstalten 2,50 | Mart, Restaurant 3,50 Mk. Veranstaltungen. Samstag: Kampsspiele des ReichSwehrve«-' Menis, Spottplatz Trieb, Beginn 20z Uhr. Eafs Leib, 8 Uhr, Konzert und S3orHeilung des Medick-Meidinger. — Hotel Einhorn, 8>/4 Upr, Gastspiel BuchwaL». — Lichtspielhaus wie gestern. — Lichtspiele, Seltersweg, „Patience" und „Tie ggeheimnisvolle Bllla". Sonntag: Kampffpiele des Reichswehrregi- ments, Beginn 9 Uhr, Gavnisonsckliw.mman stall: 2l/s Uhr, Sportplatz Trieb. — Oswatosgarten, Vergnügungspark. — Neue Aula, 5 Ulyr, Wohl- tällgkellsZonzett des Bauet scheu Ge^M'gt-e.cüis. — Cafs Leib, 8 Uhr, Koirzert und Vvribellung der Medick-Meidingerscher. — Siadtmission, Löber- stvaße 14, 8V2 Uhr, Erntedankfest. — Hotel Einhorn, 8V» Uhr, Gastspiel BuchwaD. — Lichtspieltheater wie gestern. * ** Provinzialausschußsitzung. Am Mittwoch, dem 22. September 1920, vormittags 9 Uhr, findet im Sitzungssaal bxs Regierungs- gebätches zu Gießen eine öffentllche Sitzung des PWvmzvalaussdmises der Provinz Oberhessen mn folgender Tagesordnung skttt: 1. Kosten des Arbeiterrats, Friedberg. 2. Klage des Ortsarmenver- bands Gießen gegen den Ottsarmenverband Friedberg wegen Erstattung der Unterstützungskosten ixt Katharine Baumann Wwe. zu Friedberg. 3. Klage des Ottsarmenverbands Giefen gegen den Orts ar men verband Friedberg aus Erstattung von Unterstützungskosten des Johannes Schäfer 4. Ausbringung und Verteilung ber Kosten des ländeerwerbs für die Nebenbahn Alsfeld-Nieder- aula. 5. Verkauf von Gemnndegelände in Nidda an Rechtsanwalt Ramge und Oberbriefträger Konrad Hofmann in Nidda. ** Die Warenausgabetabelle des Städt. Lebensmittelamts ist im 915^eigen* teil unseres heutigen Blattes enthalten. Lei- der erfährt man «dort, daß der Zucker für Sep- tember noch nichlt eingetroffen ist. ** Marken-Ausgabe. Donnerstag und Freitag, 23. und 24. September, gelangen in den Bezirken die für Oktober gültigen Marken zur Ausgabe. Zur Vereinfachung des Geschäftsverkehrs sind die Mar«n auf einem Blatt gedruckt und müssen nach Bedarf abgetrennt werden. — Die Ausgabe von Vol'l milch karten findet Donnerstag, 23. und Freitag, 24., vorm. von 8 bis 12 Uhr, nachm. 2—6 Uhr, in den zuständigen Bezirken statt. Siehe Anzeigenteil. ** Ausgabe von Brennhvlz. Die Nr. 4 der aus gegebenen Hvlzbezugskar e wirdwaÄ- weise mit 5 Zentner Hart- ober Weichhvlz beliefert. Der Preis ist für den Zentner Hartholz auf 11 Mk., für Weichholz auf 9 ML. festgesetzt. Siehe Anzeigentell. ** Entwaffnung der Bevölkerung. Die nach bem Reichsgesetze vom 7. August 1920 abzuliefemden Mlli.ärwaffen wc-rdcm auf dem Stadthause — Zimmer Nr. 8 — wägend bet üblichen Dienststunden in Empfang gmommen. Tic Zahlung ber feslgesetzten Prämien erivlgt ebenda ** Ter Lahnkanal-Verein, E. B., veranstaltet seine außerordentliche Hauptversammlung Samstag, 2. Oll., nachm. 3 Uhr, im Hotel Großherzog von Hessen. ** Zic staatliche Gewerbeschule Gießen, welche im Sommersemester von 825 Schülern besucht würbe, hat neuerdings neben bet Ausbildung im Baug werbe eine solche tm Maschinenbau in ihr Programm ausgenommen. Wtr weisen auf das Inserat in der heutigen Nummer hin. Abendkurse in Ntathematik, Statik, Eisenbeton und Elellvvtechilik werden nach B_i»arf etn-- gerichtet. Meldungen hierzu möglichst frülj^nng. ** Eine freiwillige Fortbildungsschule für Mädchen soll hier eingettchtel werden, in der die Schülerinnen theoretisd) und praktisch in allen denjenigen Fächern unterwicien werden, die für die weiblichen Berufe von besonderer Wichtigkeit sirrd. Näheres siehe Anzeigenteil. **AufbemSportplatzanderHardl werden Sonntag, 19. Sept., die Liga-Wettipielc F. C. Wetzlar — V. f. R. Gießen ausgetragen. Siehe Anzeige. ** D ie Deutschnationale Volks- Parte: veranstaltet Dienstag, 21.Sept.. 8 lÄ Uh: abends, im Postkeller eine Mitgliederversammlung Siehe Anzeigentell. ** Der Akademische Hilssbund, Ottsausschuß Gießen, hält seine ordentliche Mll- gliederversammlung Freitag, 24. Sept., oormittagi 11 Uhr, in der Beinen Aula der Universität ab. ** Besitzwechsel. Weizenbierbrauerei- besitzer Hans Kirringer verkaufte seinen Saal- bau Cafs Leib an Herrn Hans Ruppel („Steinhäuserbräu Friedbergs- Derr Kirzinger erwarb dagegen das seit langen Jahren gepachtett Brauereianwesen Wetzsteinstvaße von Roth Erber und die bekannten RömischenKaisersälein Wetzlar. Tie Weizenbierbrauerei wird in Der bisherigen Weise wellergesühtt. ** Tas Fest der silbernen HochzeO feiern am Sonntag die Eheleute Friedrich S chupv und Frau Helene, geb. Heuser, Wetzsteingasse d Landkreis Giesten. ± Daubrigen, 17. Sept. Der Oberfest Kanin chen z u cht ve rbon d hält am 2. mü 3. Oktober hier feine Provinzial-Ausstellung ** Lollar, 18. Sept. Oberbahnassistent Karl Reißenweber und Frau Frieda geb. Richte: feiern morgen das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Kreis Schotten. c. Schotten, 17. Sept. Das Ham- ste rn durch hier untergebrachte Erholungsbedürftige hat einen derartigen Umfang angenommen, daß das hiesige Kreisamt mit Genehmigung des Landesernährungsamts eine Verordnung erlassen hat, wonach Ortsfremden, die den Vorschriften über der Fremdenverkehr zuwiderhandeln oder durch Uebertretung der für den Nahrungsmittelverkehr getroffenen Anordnungen die Allgemein- Versorgung mit Nahrungsmitteln gesährder oder Felddiebstähle begehen, der fernere Aufenthalt in den Orten des Kretsei verboten wird. Starkenburg und Rheinhessen. R. M. K. Darmstadt, 17. Sept. Die Stadt, • verordneten genehmigten gestern einen neuen Taris der Straßenbahn, ber einen Aus' gleich für die verschiedenen Unstimmigkeiten bei den Teilstrecken vorsieht, und auch Wochenkarte Frankfurt: Eins. Z. 60—70 Mk., bess. Z. (m. M.) 80 bis 120 Mk., Wvhir- u. SäHafz. (m. M.) 120 bis 150 Mk., Z. m. Verpfl. 450—650 Mk. Mittagessen: Volksküche 1,75 Mk., Studentenküch- 2,20 Mark (ohne Fleisch) u. 5 Mk. (mit Fleisch-, Prr- vatspeiseanstallen 4—6 Mk., Restaurant 2,50 bis 6.00 Mk. Abendessen: Studentenlüche 2,30 bis 5,00 Mk., Privatsfeiseanstalten 2,50—4,00 Mk., Restaurant von 4 Mk. an.1 Bonn: Eins. Z. (m. M.) 70—80 Mk., bess. Z. (m. M.) 90—100 Mk., Wohn- u. Schlafz. (m. M.) 120—150 Mk., Z. m. Verpfl. 300—400 Mk., Mlltagessen i. b. Studentenküche 2,50 Mk., Privat- speiseanstalttn 3—5 Mk., Restaurant 5—8 Mk. Abendessen: ©tubentenfücbe 1,75 Mk., Privatspeiseanstalten 2,50—3 Mk., Restaurant 3—5 Mk. Stuttgart: Eins. Z. 30—50 Mk., bess. Z. 40—80 Mk.. Wohn- u. Schlafz. 100 Mk., Z. m. Verpss. 300 bis 500 Mk. Mittagessen: Volkslliche 2,50 Mk., Privatspeiseanstalten 3,50—6 Mk., Restaurant 4,50—8 Mk. Abendessen: Privatspeiseanstaltcn 3,50—6 Mk., Restaurant 6—8 Mk. Tübingen: Eins. Z. (m. M. B.) 45—60 Mk., bess. Z. (m. M. B.) 60—75 Mk., Wohn- u. Schlafz. (m. M. B.1 75 Mk. u .mehr, Z. m. Verpfl. von 300 Mk. an. Mittagessen: Volksküche 1,70 Mk., Privatspeiseanstalten 3,50—5 Mk., Restaurant 3—6 Mk. Jena: Eins. Z. fm. M. B.) 50 Mk., bess. Z. (m. M. B.) 60-70 Mk., Wohn- u. Schlafz. (m. M. B.) 80—100 Mk., Z. m. Verpfl. 400 Mk. Mtttaa- effen: Studentencküche 2 Mk., Volksküche 2,50 M, Plivatsfeiseanstallen 3 Mk., Restaurant 4 Mk., Abendessm: Volksküche und Privatspeiseanstalten 2,50 Mk., Restaurant 3 Mk. Leipzig: Z. (m. M.) 50—60 Mk., Wohn- u. Schlafz. 100 Mk., Z. m. Verpfl. 300—450 Mk. Mittagessen: Volksküche 0,70 Mk., Studentenküche 2Mk„ Privatmittagsttsch 2,50—5 Mk., Restaurant ab 2,50 Mk., meist 4 Mk. u. mehr. Abendessen Studentenküche 1,50 Mk., Restaurant wie mittags. Halle: Eins. Z. (m. M.) 40 Mk., bess. Z. (m .M.) 50—60 Mk., Wohn- u. Schlafz. (m. M.) 70 Mk., Z. m. Verpfl. 200—300 Mk. Mittagessen: Stu- dentenküche 2,50 Mk., Privatspeiseanstalten 2,75 bis 3 Mk., Restaurant 6 Mk., Abendessen: Studentenheim 2 Wit., Restaurant 6 Mk. Göttingen: Eins. Z. 50 Mk., bess. Z .75 Mk., Wobn- u. Schlafz. 100 Mk., Z. m. Verpfl. 200—350 Mk. Studentenfeim mittags 2,25 Mk., abends l,75Mk., Privatpensionen und Restaurants 3—5 Mk. Heidelberg: Eins. Z. (m. M. B.) 45-60 Mk., bess. Z. (rn. M. B.) 70—100 Mk., Wohn- u. Schlafz. (m. M. B.) 140—180 Mk., Z. m. Berpfelung 250 bis 450 Mk. Mittagessen: Volksküche 2,50 Mk., Privatspeiseanstalten 5—8 Mk., Restaurant 6,50 bis 10 Mk. Abendessen: Privaffpeiseanstalten 3 bis 6 Mk., Restaurant 4—8 Mk. Erl angen: Einf. Z. (m. M.) 45—55 Mk. Mittagessen.- Volksküche 1,50 Mk., Gasthäuser 5—8 Mk. Abendessen: Volksküche 2 Mk., Gasthäuser 4—8 Mk. Wenn man die Preise in den einzelnen Städten mit denen in Gießen vergleicht, muß man einfefen, daß Gießen nicht in letzter Lin« Anlaß hat, an einen vernünftigen Preisabbau heranzugehen. Obftausfuhr. Nach einer Bekanntmachung des Kreisamts vom 15. d. M. wird die Beförderung von Obst als Fracht- oder Eilfrachtgut von mehr als 50 Zentner nach außerheffischen Stationen nur gestattet, wenn der Frachtbrief einen Sichtvermerk des Kreisantts nebst Dienstsiegel trägt. Der Antrag auf Erteilung des Sichtvermerks ist so frühzeitig zu stellen, daß in der Versendung des zur Verladung kommenden Obstes keine Verzögerung eintritt. Der Sichtvermerk wird nur vollzogen, wenn nachfolgende Bedingungen vom Antragsteller erfüllt werden: Nachweis der Großhandelserlaubnis, Angabe des Namens und Wohnorts des Verkäufers sowie des Empfängers des Obstes, Angabe von Preis und Menge des Obstes von der Bürgermeisterei des Wohnorts des Verkäufers bescheinigt, Angabe des Verladetages, Angabe von etwa zwischen Käufer und Verkäufer getroffenen Nebenabreden über besondere, nicht im Kaufpreis einbegriffene Vergütungen für Verpackung, Transport nach der Bahn usw. Zur Deckung der Unkosten ist dem Antrag auf Erteilung des Sichtvermerks ein Betrag von 5 Mk. beizufügen. Der Steuerabzug vom Lohn. Gegenwättig wirb in manchen betrieben nicht bie volle Woche gearbeitet. Vielfach ist bie Arbeitszeit auf wenige Wochentage b.'schränkt. Ans biesem Anlaß wirb von ben Arbeitgebern einmal in bet Weise verfahren, baß sie, trotzbem beispielsweise nur an brei Tagen in ber Woche gearbeitet wirb, ben vom reunde der vom Verein verfolgten Ziele sind willkommen. Geschäftsstelle Wetzlar, den 17. Sept. 1920. Lahnkanal-Derein (k. V. la Wo (öorwiegenö Akpfel) in Fässern billig abzngeb. Wilh . Wallenfels Sohn Gießen, Brang. 6. ’HiDfeWOflei GMWWkk 6hiioiiWöer £eltenoogen Schiebkimen in allen Gröben emv' LahnkanaI-vereinE.V. Unsere Mitglieder beehren wir unv hierdurch zu einer taphemmlinig aus EamStag den 2. Oktober 1920, nachmittags 3 Ubr, nach Gienen, Hotel Grostherzog v. Hessen, Bahnhofstraste, Ecke Süd-Anlage, ergebenst etnzu- laden. — Zur Erledigung steht folgende Gerichtrsaal. Hanau, 18. Sept. (DTB.) Der bei der Juwelenfirma Behrens in Hanau tätige Ge'chäfts- burfdf Kalbfleisch hatte zwei nwch Düsseldorf und Stuttgart bestimmte Dostpakebe, bie zwei Armbänder im Werte von 200000 Mark enthielten, unterschlagen und toar damit geflüchtet In Frankfun verkaufte er die aus Platin und Gold bestehenden Armbänder, das eine für 7800 9)2 f., das andere für 1300 Mk. Mit dem Erlös der Beute kleidete er sich neu ein, reiste nach Düsseldorf, machte die Bekanntschaft einer Engländerin und brachte mit dieser das Geld durch. Dann kehrte er nach Tvranfmrt zurück und wurde verhaftet. Die Lanauer Strafkammer verurteilte und betätigen Sie sich nach meiner Anleitung auf dem Gebiet der Reklame, auf dem gerade jetzt ganz enorme, unbegrenzte Verdienstmöglichkeiten nachweisbar vorhanden sind, da heute wieder jeder Geschäftsinhaber Reklame machen muß. Meine einzigartige, praktisch erprobte Reklame ist bereits m etwa 150 Stödten ausgeführt! Diese Tatsache beweist schlagend die Güte und Risikolosigkeit des Unternehmens Passend für jeden, der sich im Haupt- oder Nebenberuf ein dauerndes Einkommen sichern will, insbesondere aber auch für jede Zeitung, Druckerei, Papierwarengeschäfte usw. Einige tausend Mark Betriebskapital ^Ä,^orderlich. Melden Sie sich sofort unter 9982 in der Geschäftsstel e des Gieß. Anz. kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 19. Sept., 16. n. Trinitatis In der S tadtkirchc. Sonn. 8 Uhr: Pwn» assist. Ramge. 9«A: Mr. Mahr. 11: Kinderkirche t. d. Matlbäudgcm : Pft Mavr. — In der Johanne Stirche. Bonn. 8, zugl. Etzrrstcnl. s. b. Neukonfirm, a d JohanneSgem.: Pir. AuSfeld. 9v»: Pfr. Bechtol-hechter. Deichte u 9*ricr d. W. Abendm. f. üuhifl- u. Johannesgem. Tie ©em.» Pft. erbiten vorh. '.'Lnmdbung. 11: Zkinderlirdx f. d. X!uta8gcm.: Pfr Bechwtsbeimer. Abds. 8: Bibelbesprech. i. JobanneSaal: Pfr. Mabr. — Sonntag, 19. Sept., türm. 10: ki rchberg 11: Christenl. f. d. weibl. Jugend. Nachm. IV«: Dollar — Wieseck. 19. Sept Bonn 9^: Owtiesdienst. IO®/*: stinderüvche Laiholische Gemeinde. SamSüag, 18. Sept., nachm. 5 u. abdS. 8 Ubc: Geleaenh. ». hl Beichte. — Sonntag, 19 Set*., 17 Sonntag n. Mmgti'den Barm. 6Vs: Gelegen p. z hl. Beichte. 7: Dl. Messe. Kommun, d. Jungfrauen. 8: AuStlg. d. hl. Kommun. 9: Dochamt m. Pr 11: DI. Messe m. Pr Rachin. 2: ^In^rcht. 4V,: Jungft.-Koi flvcgotkm. — Mittwoch, Donnerstag, Freitag nadvn. 6>/i u. abds 8: Untern cht f. d. Firmlinge. — Katholischer Gotte-dtenst. 19. Sept. Lich V»8 u. 2 Uhr, Düngen 10 Uhr t Gewtrbeschi: Mcher vm 825 neuerdings nrta ta be eine solche ur m ausgenomM i der heutigen Statif, ifeio* »erden nach Mu' r- :zu inoglichii fwPl qc Fortbildung; t oll hier einqeadß [eriitnen theoretiich u. jen Fächern untere^ blichen Berufe ros i» Näheres siehe AnM» tplatzanderbolk pt, die Liga-AM^- liegen ausgetrageir nationale «oljj Al^rvaswÄ & bet Umve^ -I Weizenbier :?Dtdouite einen ^Seti Kirmse- Mi- JJ.ffhu Hochs 1 & ^TtOoA^r I Cpicltzlan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Somitaa, 19. September: Madame Butterfly. Montag, 20.: Fidelio Dienstag, 21.: Sannen. Mittwoch, 22.: Der Bettel- Lu:-ent. Donnerstag, 23.: Madame Butterfly. Jret:ag, 24.: Na Han der Weise. SamStag, 25.: Die ersten Menschen. Sonntag, 26.: Aida Montag, 27.: Der Zigeunerbaron. Dienst«», 28.: Margareih:. Mi tnvch, 29.: Rigolettv — Schauspielhaus. Sonntag, 19 Sept., nachm 3‘/t: Donnele: abends 61/.-: Die Verführung Montag, 20 : Maria Stuart. Dienstag, 21.: Judith. Mittwoch., 22 : Anrphi rtVn Donners tag, 23.: Neunzehn-hundert-nem'-chn! Frii og, 24 : Iw nxtijen Rösrl. Opernhaus: H^lksvorsrrllung: Natl»an der Meise. Samstag, 25.: SotchoÜes' Antigone. Sonntag, 26., nachm. 3*A: Jugend: abends T1'»: Sophokles' Antigone. Mvntag. 27.: Neun-ehn- bundert-neunze'hn! Dienstag, 28.: Amphitryon. Mittwoch, 29.: SvplwUcs' Antigone. iHiinuBBiiiiiiniiniiiHiniiiHiiiiiiimniminnminiiiHHrnHiiiifliiiHiiim Verein reis. Lchaustcllcr und Bernfs- gcnoffcn Himburg :: Sektion Gießen Montag den 20. d. MtS. abends 8 Ubr ftnbet im Saale desSastwtrtS Sauer amOSwaldSgarten eine Versammlung statt. Tagesordnung: Die Mchsrage. 015689 Auch Nlchtmilglieder haben Zutritt. Ter Vorstand. deüWNZWkttSNSMkll Provinzialverdand für Cberbcffcu. Ekslks MUMM om 19.5ejlea6.1920. 1. Turnerische und sportliche Veranstaltungen •116(1111118 Uhr mora. a.d. Svortvl. deS V. f. m. 1000 c.B. a) (Gottesdienst: Herr UniversitatSvrof. I). Schian. b) Vierkampf tleichtathletischer Wettkaiuvff. c) Stnfcttenlauf rings um Wichen lanSgehend vom und endigend auf dem Sportplatz des v. f.R. durch die Nord-Anlage, Ost-Anlage, Sud-Attlage und West-Anlage). 2. Verbandstag nachm. 3'/, Nhr In der Turnhalle d. RealgtimnafiumS. Eintritt nur für Mitglieder gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte. a) Referat des BerbandSleiterS. b) Verschiedenes. 3. Untcrbaltungsabend in dem Gerstenfaal auf der Hardt um 7'/. Ubr Aestrcdc l-Herr Stadtverordn. Valentin Müller). Musik, u rezitat. Darbietung. Die Musik wird von dem Orchester des D.-I. Ä. P. f. O. unt. Leit, des Herrn R. Mulch auSgefuhrt. 4. Abbrennen eines Feuerzeichens a. d. BiSmarckt. Anfchliehend an den UnterbaltungSabend: Mlammenrede (Ix-tt Vrofesior v. ©all). Dauerkarten für Mitglieder im Vorverk. znm Preise von M. 1.— an den einzelnen Schulen, an der Tages- kasse M.L—. Solche für Nichtmitgl. im Boroerkaus bei Herrn E. Eballier, Neuenweg, M. L—, an der Tageskasse M. 3.—. Erste und bekannt gute Handelsschule. Am 6. Oktober Beginn neuer Halb-u. Jahreskurse. Prospekt frei. Anmeldungen täglich. ZrWtW «ä* Vettbautjucken ohne VerusSstörung. 100)000 fach bewahrt. MlSlfle Preise. Central-Droy^ Scbulin.; gf. Xifomeit, Walltorstrahe. [673z Schaffner mit der Ausgabe dieser Karten boemf- trugt werden — Tie vorgrsepme Erhöhung der Pacht für die ftLstischrn Kleingärten (sog. Sdnxber- gärtm um 100 Vrorenr mußte nach leblxrsd'r Ausspvache zu nochmaliger Prükmg zurückgestellt werden In der Aussprache teilte Ärig. Busbmim mit, daß die Stobt etwa 1 300000 Quadratmeter Gelände in Losen von 4—500 Meter auSgeliehen hat, die sich nicht einmal zu 1 Prozent aer- änfen, abgesehen von dem durch die Stabt gestellten Wasser. ÄreiS Wetzlar. JL Dutenhofen, 17. Set* Feuer brach verflossene Nacht im Sägewerk des Zimmer Meisters Hob au5 Das Werk mit seinen Maschinen und Gebäulichkeiten brannte nieVr. Große räte wurden ein Raub der Flammen. Drssen-Nasiau. Die hessische Regierung auf der Frankfurter Messe. Frankfurt a. M., 18. Sept Die hesf. Regierung bat dem Meßamt für die Frank- turher Jntrrnationalm Messen mitgttet't. baß sie rie Derbstmesse durch alle ihre Mitglieder l.sichtigen wird. Die Herren werden am Dtcns- tat, den 5. Oktober, in Frankfurt a. M. ein- taffen. Auf den gleichen Tag sind auch Vertreter der ReichSoegierung sowie die Regierungen und Uanbtxige der übrigen Bundesstaaten ein geladen. ICIrcbc rrn- Schule. Weibliche Jugendpflege. Ter Ver- bmtb der evangel. wetblickien Jugend in Dessen veranstaltet vom 28. September bis 1. Oktober im Erholungsbaus Elim bet Meder-Ramsttldt einen Lehrgang für weibliche Jugendpflege. Ter Cehr- gcma wird geleitet von Pastor Thiele und Fräul. Stehmann in Berlin. In Vorträgen und Besprechungen sollen eine Reihe von Gegenwartsfragen erörtert werden. Tie Vormittage sind theoretischen Fragen gewidmet, u. a. werden Vorträge gehalten über ,,Wte und wozu gründen wir Jungfrauenvereine?", „Die Ehe unb die Sittlichkeits- frage im Verein", „Die neue Jugend unb unsere Arbeit in ihr". Die Nachmittagsvorträge gelten mehr praktischen Fragen. Erwähnt sei ein Vortrag über „Tie Erziehung ber Mitglieder zur Mitarbeit im Verein unb in ber Gemetnbe". Alle evangel. Jugendpsleger sind zu ber Tagung eingelabert, ein Teil ber Kosten wirb vom Serbattb ersetzt. Momo-goMMkii. itlfttten eaö onouiirrea empsiehlt sich 015«7n Kran Sandory, Neustadt 19, Laden. Neu. sE ZKGL gassj :“88.i‘et«6ell, mts tst tm Jtte? enthalten, öder Zucker für offen ift ^a b e. Ämerz September, dre für Oktober jäte Zrrr hrs sind die Mach druckt und mli' werben. - Die fc arten findet Ä» 21, Dornt. Don 8h , in den zuständige jeigentcil Drennhv^ !» MuflltaTehnrbRd- TCormes Giessen Bahnhifitr. 60 Firnspr.lfHn Trat. «roOer P^sMIgUllg in der Bekleidungsindustrie sparen Sie noch immer viel Geld, wenn Sie Ihre Kleidungsstücke, Gardinen, Teppiche, Handschuhe, Federn färben öd» reinigen lassen bei [weD Braubach & Fischer Läden: Gießen, Neuen weg 4, Selterswßg79a Schnellste Lieferung Beste Ausführung Tanj- ^ehr* Institut streße *21 Th. Uäulhe LicherStr. Geprüftes Mitglied des Bundes deutscher Tanzlehrer. Meine diesjährige Ttfinter- Tanj- Kurse beginnen am 4. und 5. Oktober d.Jabends 8 Uhr, in meinem Saale. - Durch den jährlichen Besuch einer Tanzhochscbule bin ich stets in der Lage, das Neueste auf dem Gebiete der modernen Tanzkunst zu lehren. — Gefällige Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. - Einstudierung von Aufführungs- Tänzen und Reigen aller Art. ei574a Zur MklölW! Den verehr!. Vereinen und Gastwirten zur gefl. Kenntnis, dah das unter dem Namen „Wiesecker Ord)efter" gegründete neue Unternehmen keinesfalls mit der Kapelle Mank, Wiefeck, identisch ist. Kapelle Mank hat nicht das Geringste mit den Vorkommnissen auf der Kirchweihe zu Garbenteich zu tun. Vielmehr ist die Kapelle stets bestrebt, die Kundschaft pünktlich zu bedienen, und nur gute Möbel! In nur guter Verarbeitung liefere ich: Lchsasrimmer in Eichen imtt. M. 1 «50.— SVlll'Wilttr echt Eichen „ 3 r»O().— mit echtem Marmor und geschliffenem Spiegel M. 950.— mehr, mit Rabmen und ZteiUger Matratze für beide Betten sJ)h 700.— mehr. 99ßSc Tneiierimmer schwarz gebeizt, Bllst'tt, epcilfjinilurr Streben», Tlfch, 4 Stühle M. 2 800.— Lneiierimme«' echt eichen, dunkel gebeizt, vPllllfpullBÜl besteh, a. Büfett, kredenz, Zugtisch, 4VolsterstühIen, l>i. 3 750.— ^errenrimmer eckst eichen, dunkel gebeizt, 4)1111.^1111 lull Bücherschrank. 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Zur Zeit finden fast allerorts bie Gemcinde-O bst v e r st e ig e r u n g e n statt. Otftvohl tm allaemeinen ber Aepselertrag gut ist, werben aerobe Tür Aepfel bie höchsten Preise bezahlt. Manche Bäume kosten 3—400 Mark. Ter Hauptgrund dieser hohen Preise ist wohl darin zu suchen, daß jetzt viel mehr wie vor dem Kriege bie Aepfel zu Aepfelwein berroenbet werden mit dreifachen Sohlen, unverwüstl. Verkauf Montag u. Dienstag, 8. Sel-emslli, GieSrii, MSliMitze 33. Obstkeltern Obftmühlen Putzmühlen Strohschneider Rübenschneider Häckselmaschinen DezimalwagenI Iauchepumpen billigst ab Lager lieferbar. m. wm 13 Liebigstrahe 13 Fernsprecher 77, Vogt'sehe Privat - Handelsschule Gießen, Goethestr. 32 Fernsprecher 2064. Tages- »>°e u. Abendkurse in sämtlich, kaufmänn. Unterrichtsfächern. Beginn neuer Kurse Mitte Oktober. Anmeldung täglich. Ausf. Prospekte frei Die Frnuentaguug in Salzuflen. 3. 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WÜT* «i»*' '‘"’Ä« i“1' L.»«1 ÄUiIf8Trä‘te bedürfan. Auch die It- ramschen Schulen, die libauischen Lochschulkun'e riehen eine Menge Menschen hierher. Der sich bildende litauische Mittelstand zeichnet sich tm Stadt bilde deutlich ab, unverkennbar für jemand, der sich geübt bat, den Klang der Sprache ebenso schnell zu unterscheiden, wie aus Beinen äußeren Änzttäien aut Wesenheit und nationale Zugehörig- Int zu schließen. (Sin Konzert, das bie litauischen Stutenten k rzlich veranstalteten, gab gute und rtl'.kommene Gelegenheit, den litauischen Mittelstand aus der Nähe zu sehen, mit diesem und jenem zu sprechen. Etwa 70—80 Litauer studieren in Berlin, eine große Anzahl anderer hont falb dort ihn? Bildung erweitern zu können: sie alle sind der deutschen Sprache mächtig, wenig- itens so weit, daß sie alles lesen und das gefaxtene Sfart versteben. Man wird sich über die ^ln- «ehungskraft unserer Sxxhfcfrulen nur freuen f&v* rten, denn die politischen Bezrehnngen werden davon oft mehr befruchtet, als man bet uns zur Zeit vohl annimmt, wo wir unter dem Katergefühl nannigfaäwr Enttäuschungen stehen und nicht bedenken, tatz jeder Nattonalgesinnte im Kontlrtt ,wischen den Interessen des eigenen Landes und ines fremden keine Wahl hat. Wenn die deutsche Politik viele ihrer früheven ausländischen Dwch° schiller vor diese Wahl zwangs \o mutz man Oie Schuld an der rechten stelle suchen. Rfan wird Nvtzdmi sagen dürfen, datz. von wenigen 9hrä» nahmen abges-Hen, die Ang.hörrgen fremder Völker, bie in Deutschland studiert hatten, sich von Ge- Wigveit frei breiten. Hier ber den litauischen Studenten kommt überdies in Betracht, datz sie zur Seit gezwungen sind, im Auslande zu strckneven. Blinder Hah. Roman von Alfred Sassen. Nachdruck verboten.) Fortsetzung 33 Er blieb äußerlich ruhig. Mit ernstem Nachdruck sagte er nur: „Sprich nicht so an eurrr Stätte „An einer Stätte," entriß sie ihm das Wort, .Ao sich ein Grab wölbt, das du gegraben hast — in deinem Sohn, den du über das Meer geschickt, kmit er das Zerstörungswerk vollende, das sestt $ütr begonnen!" Keulenschlägen gleich war von ihren Lippeit ^•tagc aut Anklage auf 'ihn nieder gefallen. Er schwer. Ein bitter zorniges Lächeln um- seine Lippen. .. „Nun Mächte ich mich wircklich säst zur Mut- ^.'Steit bekennen," sagte er „Ja. wie soll es gelingen, einen solchen Berg blinden Hasses ^utragen?! Tu machst arme, irrende Menschm ^vontwortlich für das Unglück, mit dem dunkle Schicksals gewalten in dein Leben ein griffen, Magdalene. Nun gut, wenn auch ich mich deinem Datz ohne Widerrede als Opfer überliefern möchte-- aber ich kam nicht als mein alleiniger Anwalt U dir. Linder mir stehen zwei bange pingt .-Jtotfajenfhiber und erbitten von deinem yuge» icklossenen Herzen ein bißchen Milde —" .. Walter Lütttch," unterbrach sie ihn mckser- „du gefällst dir in Ucbergriffan. Tu wagst un Namen deines Sohnes sprechen — ich kann v»ch nicht daran hindern. Aber zum Fürsprecher wemer Nichte Renata Bodenbach solltest du dich und wenn wir sie nicht aufnehmen, sie nach Paris ober nach Prag gehen: beides dürste für uns wenig erwünscht sein. Bei dem Zbvnzert war die litauische Gesellschaft ziemlich unter sich. Polen würden eine solche Veranstaltung nickte besuchen, die wenigen Russen, die eS hier noch gibt, gleichfalls nicht, 'dagegen sah man eine gewisse Anza!:-l Zuden Und oiä ist denn doch für die Verhältnisse charak.eristiich. Tfaienigen Juden, die g.ivittt sind, sich zu alii* milicren, im wesentlichen die besitzenden, smd frülzer im Rusfantum oder Polen tum aufgegrngen Str wmden sich jetzt dem litauischen Staate zu. Und die Umstellung crrolgt umso schneller, als dte Spvachschwieriglvite.i hier, wo eigentlich lebr Ntensch mindestens drei Sprachen beherrscht, in fabelhaft schneller Zeit überwmiben werden. Man gehe z. B. in Kauen in irgend ein Geschärt, überall wird heute litauisch gesprockrn oder ive nigstens aus litauische Fragen lteiuisch geantwortet. Die Kraft der Anziehung ist für den werdenden litauischen Staat ungemein wichtig tenn er erreicht dadurch, datz die schmale Grundlage seiner akademisch gebildeten Intelligenz sich in kurzer Zeit wesentlich verbreitert haben wird, datz die nationale Geschlossenheit bedeutende Fortschritte mackrt. Tazu tragen zwei Umstände bei. Was von lilauischer Intel! genz und gehobenem Bürgertum in Rußland war, ist vor den Bolschnviki geflohen und hat sich jetzt in den nationalen Staat begeben, findet hier den Grund, auf dem es neu ankett. Aehnlich verstärken die amerikanischen Rück- Wanderer das litauiiche Element. - In dlmerika gibts rund eine Million Li aner: viele von ilynen sind dort ins kaufmännische und ins nibctftncl!c Leben übergeg-ang-n. sie haben Geld, schon durch die Valutaverhälniiste, sie haben Erfahrungen, und sie freuen sich jetzt unter fa besonders günliigcn persönlickien und nationalen Umständen i । v Sei- mat zurückkehren zu können lieber all • et man sie. auf dem Bafartof WirbaUen, aus der Frei heitsallee, in den Aemtern, wo sie fragen, sich orientieren und sehen, wie und wo sie an die Arbeit gehen können. Ich erinnere mich noch gut, wie die deutschen Befatzungsbehbrden eigm lich als stehende Formel für Litauen die geprägt hatten, das sei ein lenkbares Bauernvolk ohne eigene Fül/rer, mit dem man also bald fertig werden könne. Man ging dabei von der Tatsache aus, daß die Givßgrund- besitzer, der gefam e Adel so ziemlich vollständig verpolt war. Auch in dieser Dinsicht bat sich manches geändert Die jüngeren Mi glieder der alten Familien besinnen sich auf die alte litauische Tradition aus der Frühzeit ihrer Familien, sie gehen als Offiziere ins litauische Sxtr, dienen ifan als Beamte, sprechen wieder li auisch und befreien dadurch den werdenden S aat von unerfreulichen Gegensätzen. Man mag lagen, daß läes nur aus ma e ieller Berechnung g^chrhe. und wir wollen das nicht abstreiten. Born Ltandpunkt des Litouettums aus gesehm, ist bieic Fragestellung z emlich gleichgültig, eS handelt sich um die Wirkung. Während ich diese Srlen schvibe, reitet auf der Stvaße ein Trupp litauischm Mi.itärs singend vorbei: ein altes nationales Liod bringt mit schwermütig getragener Melc^ie zu mir herauf. DaS Bolt, das Volk im eigentlichen Srnne, hat m seiner Volkskunst, seinen Lie -em, iener ech en und festen Bauernatt sich den köstlichen Schatz erhalten, der ein Jungbrunnen nationalen Lebens ist Ohne den geht es nicht: dagegen ist es ziemlich g6rrd>- gültig, ob man erst jetzt anfängt, ein litauisches Theater, eine litauische Operette zu schaffen Es ist abwegig, von dem geringen Umfang der litauischen schäng i igen und w s enfehaf lichm Literatur aut die PvoduKivität dreses B.lkes Schlüsse zu ziehen. Man erinnere sich immer daran, daß auch andere kleine BauerNvölk.-r, daß Serben und besonders Bulgaren überrafabmb schnell von unterdrückten Kl.inbauern zu Staaten und Kulturzentren geworden sind, die etwas bedeuten. Gerade darum, weil man hier einen Staat im Entstehen und ein Volk in seiner kulturellen Umbildung beobach.en kann, ist eine Reise hierher so interessant: man sieht von außen, sieht im Innern gleiche Bilder und gleiche Linien, bie geradlinig hinaufführen. Und da man ein Deutscher ist, der an die Kraft des Willens und idealer Hingabe glaubt und sich ihrer freut, so empfindet man dies mit Lebendigkeit und einer allgemein-menschlichen Anteilnahme. Gesunkcheitrftand und Sterblichkeit im »reife Siehe« im Jahre fyfy. In den 79 Gemeinden des Kreises Gießen sind im Jahre 1919 2110 Kinder lebend geboren worden: hiervon kommen als Bevölkerungszuwachs nicht in Bettacht 422 Kinder, die in der Frauen- nicht aufnxrfen. Frage sie. ob sie nach deinem Togerunrnten Glück Gelüsten trägt —?" Der Deutschamerikaner wollte der Blinden ein rasches Wort #urufen, ein Wort, das sie beschuldigen sollte, eine wehrlose Menschenseele erbarmungslos gefnebelt zu haben. Allein er bezwang sich im letzten Augenblick und versetzte mit scheinbarer Gelassenheit: „Ich frage Rena Bodenbach nicht. Wozu auch? Ihre Antwott kann ich mir denken .. Ich möchte lieber eine Bitte an dich richten. Meinem Sohn gegenüber hast du mir mit Worten, denen ich mich fügen muß. verwehrt, die Schwelle deines Hauses zu überschreiten. Nimm dieses Verbot zurück. Latz mich einmal, ein einziges Mw nur zu dir kommen, datz wir unter vier Augm Rocht und Unrecht gegeneinander abwägen 6w- nen —" „Ich wiederhole, daß ich mein Daus für immer verlassen werde, sobald es dein Futz betreten sollte, Walter Hüt tick)!" _ Tiefer entsetzlichen Halsstarrigkeit gegenüber fand der Deutscknmerikauer plötzlich ein Lächkln, ein xuhiges, entschlossenes Läck^ln. „Lebewohl für heule, Magdalene," sagte er. „Ersparen kann ich es dir nicht, datz du -nri) in Zukunft von mir hörst. Zu einem wehmüngen Verzicht wirst du mich nie bereit finden. Ter la hab’ ich drüben über dem Wasser wahrhafttg nicht gelernt — und hier in der Heimat werde ich mich auf meine alten Tage auch nicht dazu betermen. So sptech' ick klar und bestimmt mit dir. Ta du mich wie einen Feind behandelst, werd.- ich Krieg mit dir führen, werde ich nicht eher ruhen, als bis ich dich befregt habe. Ich deik-, unter alter Herrgott wird mir im rechten Augenblick schon die rechte Waffe in die Hand geben. Tann aber, Firmt geboten als Kinder kvrisfremder Mütter alsbald wieder ireggcbratfit wurden, so daß 1688 Neugeborene als Gebuttenzuwachs Mlzunehmen sind. Legt man die Ermvohnerzahl des Kreiser Gießen von 97 674 Personen nach der Volkt-zählung 1919 zugrunde, so berechnet sich ein Zuwack^ von 17,2 auf 1OOO Einwohner des Karies. In der Gieste- ner Frauenkänik kamen im Berichtsjahr im ganzen 572 Kinder zur Welt, wovon 150 dem Kreite Gehen angehönen. Totgeboren wurden im Kreis Gteßen im ganzen 82 Kinder, rin größerer Teil dieser Totgeburten betrifft kreisfremdc Mütter. Gestorben sind im Kreis Gießen im Berichtsjahr 1621 Personen, und zwar 805 mann« lichen und 816 roeiMidjcn Geschlechts. Wenn wir die in den hiesigen Krankenanstalten dem Kreise Gießen nicht tmgebärenben (furiefremben) 280 Versterbe- nen in Abzug bringen, behalten wir 1341 Kreisangehörige übrig, denen Sterblitfi feit Ziffer sich auf 13,7 auf 1000 berechnet. Wie sich die Verstorbenen aus die einzelnen Altersklassen verteilen, gebt aus folgenden Tabellen hervor, v-on denen die beiden letzten die in der Stadt Gießen Verstorbenen getrennt von den im Landkreis Verstorbenen aufführen: fireis (Bitten Stabt (Btefjen Canbfcr.Sieben 0-13afir 153 = 11,4% 65= 14,9% 88= 9,7% 1-5 „ 63 = 4.7% 20= 4,6% 43= 4,8% 5-15 „ 48 = 3.5% 13= 2,9% 35= 3,9% 15-30 „ 166 = 12,3% 65 = 14,9% 101 = 11,2% 30 -60 „ 313 = 23,4 /, 102 = 23,2% 211 = 23,3% 60-70 „ 218 = 16,3% 63 = 14,4% 155= 17,2% über 70 „ 380 = 28,4% 110 = 25,1% 270 = 29.9% zusammen 1341 100 438 100 903 100 Es gebt ans dieser Zusammenstelllmg hervor, daß im Landk.ris ein beträchtlich geringerer Prozentsatz der Verstorbenen aus das Säuglingsalter entfällt als in der Stadt Gießen und femer. daß eNva Va der Toten des Landkreises das 70. Lebensjahr erreicht hatte, während in der Stadt Gießen nur etwa l4 auf dieses Alter kam. Von den einzelnen Monaten brachte der Januar, Februar und März die weitaus größte Anzahl der Todesfälle, der Monat Dezember die geringste. Betrachten wtt die Todesfälle geordnet nach den toitfitigeren Krankheiten und Krankheitsgruppen, so ergibt sich folgendes: Von ben 153 Säuglingen sin dallein 78, also die Hälfte im Lause der ersten Lebensmonate an Lebensschwäche infolge mangelhafter Entwicklung, Frühgeburi, Mißlnidungen u. dgl. gestorben. Altersschwäche ist 267 mal als Todesursache an» gageben. An Wochenbettfieber sind von den uns im Berichtsjahr aus dem Kreis Gießen gemeldeten 10 Grfixmfungen 2 Pers, nen grilorben (in Gießen und Gwßen-Buseck, anderen Folgen der Geburt erlagen 3 Frauen. Von dm tnfct.iäfen Kinderkrankheiten fordrte die Distl-Iherie 15 Opfer von 168 uns gemeldeten Erivankungen und von 94 an Scharlach erlrirnf en Personen ist eine an den Folgen dies.r Kranih it gefterben (Saa'cn). Dem Keuchhusten erlag m 5, Masern und Rö.eln 6 Kinder. An Thpl/us starben von den in der ©tobt Gießen erkrankten 2 Personen eine, die übrigen aus dem Kreis Gießen gemeldeten Erkrankungen an Typhus, je ein Fall aus Röthges, Lauter und Klein-Linden gingen in Genesung über, ebenso auch eine ans Ober-Hörg.-rn gemll.ete Erkrankung an Pavatnphus-L. Tee epidemische Genickstarre sor- berte rin Opfer lGroßen-Bnstck'. Grippe finden wir 38mal als Todesursache angegeben, und zwar.verteilen sich diese Todesfälle auf die Monate Januar mit 16, Februar mit 10, März und April mit je 4 und auf die anderen Monate mit nur vereinzelten Fällen. Die meisten Oper farberte diese damals in seuchen- artiger Weise auf getretene Krankh it im Jahre 1918 in den Monaten Oktober mit 101 und November mit 162 Todesfällen, im Dezember folgten 39, dann schließen sich, den absteigenden Teil der Kurve biloynd, die angeführten Todesfälle der Monate des Berichtsjahres an. In Wirtlichkeit war die Sterblichkeit an dieser gefürchteten Krankheit eine noch größere, als diese Zahlen angeben, da ein beträchtlicher Teil der Todesfälle an Lungenentzündung (124 Fälle! und den Erkrankungen der Atrnungs-- unb Kreislaussorga ne (75 bzw. 121 Fälle) auf dos Konto der Grippe zu sehen sind. An Tuberkulose sind im Kreis Gießen 203 Personen gestorben, unb zwar an Lungenschwindsucht 162, an Tuberkulose anderer Organe 38 und an Miliartuberkulose 3. Bei der oben genannten Einwohnerzahl des Kreises kommen auf je 10 000 E nwolner 16,7 Todesfälle an Lunoenschwindsucht, diese Zahl bettägt für die Stadt Gießen allein — ohne den Landkreis — 19, für den Landkreis — ohne die Stadt Gießen — 15,5. Gehirnschlag ist in 63 Fällen als Todesursache angegeben, an Magen da rmka'arrh unb Brechdurch- roertn unser Kamps 'ausgekämpft ist, soll es meine vornehmste Aufgabe sein, die Besiegte auf ernen Thron zu erchöhen, so hoch und köstlich nur je einer errichtet wurde . . . Auf ein andermal, Magdalene !" Ehe er ging, trat er rasch zu Rena heran unb drückte einen leisen Kuß auf ihre ©hm. Tas junge Mädchen lietz ihn gewähren, aber der müde, todestraurige Ausdruck schwand nicht von dem blassen Gesicht. XIV. Als die beiden Frauen kurz nach dem Deutschamerikaner den ^rricblfat verlassen hatten, trii Mar Bodenbach butter einem btritäfhgen Fltedec- busch hervor, w) er sich schon eine ganze Weite verborgen gehalten hatte. Er war heute, wie an jedem Sonnabendnach- mittag, aus Jena herausgekommen. Daheim hatte er erfahren, daß die Tante und die Schwester zum Friedhof gegangen seien, und war ihnen dahin gefolgt. Auf dem Wege zum Grabe Oskars hatte er bann die erhobenen Stimmen gehört iminbcn Fremden bemerkt, in dem er sofort Hermann Hüttickis Vater vermutet — fa, er mußte es fern der Schilderung nach, die Schwester Rena ihm von dem vornehmen, alten Herrn entworfen hatte: Unwillkürlich war der Schüler hinter einen Fliederbusch zurückgewicßen, nicht um zu horchen, sondern weil et das instinktive Gefühl hatte, ferne Jugend müsse der Auseinandersetzung fern bleiben, bie dort am Grabe Oskars in fj erregtem Ton geführt wurde. Es waren auch mir vereinzelte Worte in sein grünes Deriteck gedrungen, die cr sich gar nicht bemüfitjjatte, ihrem ein ne nach zu eriassen. Seine ganze Seele war in feinen Augen gewesen, und fall starben 15. an anderen Krankheiten der Ver- dauungsorganr 31 Personen. T.c Folgen der Er- f.anhniiXn des $?uri:iforliace5 lBlinddarmentzündung hatten in 3 Fällen de:i Tod zur Fo.ge, Erkrankungen der Ham und G.schlechtzorgane in 26, Krebs und anberc bösartige Neubildungen in 101 Fällen Durch Sechstmord enoe-en 17 Personen im Krris Gießm, infolge Mordes 1, unb an den Folgen von Verungllickrtng sind 16 männliche Personen gestorben Aus dem rlmtsvcrknndillunftöblatt. ** Tas AmtsvetkündigungSblatt Nr. 134 vom 17. September ent bä. t Aufhebung des Verbots der Errichtung von LuTUsbauten. — Verordnung zur Heh biutg bei brtngenüc.i Wohnungsnot. — Baustolsbewitticha tung — Bekannt- mochimg der Hessische Staatsschuldenverwaltung. — VorauSzahlungen out das Rctck^notopfer bei den öffentlich-n Sparkassen. — Ausführung des Gesetzes über die Entwaffnung der Bevollcrung. — Obstversorgung. — Zuckeroerbrauchs regel ung. — Herbstserim. — Tienstnachrichten. — Feldbereinigungen Steinhrim und Treis a. d. Lda Tie am 1. Oktober 1920 fälligen Zinsen der in das Hessische Staatsschuldbuch eingettagenen Forderungen werden be-. allen in Bettacht kommende hessischen Kassen unb bei den Relchsbankanstalten vom 17. September ab gezahlt. Vom gleichen Tage ab rotrb die Hau pt- staats lasse die durch die Post oder durch Gutschrift aus Reichsbank-Girokonto zu bericht igendei: Sckickdbuchzinsen überweisen. Obstversorgung Die Besötcherung von Obst als Fracht- oder Ellfrachtgut von mehr als 50 Zentner nach außerhessiickvit Stationen ist nur gestattet, wenn der Frachtbrief einen Sickst- vermerk dos Kreisamts nebst Dienst iegel trägt Der Antrag auf Erteilung des S.chtt'rmerkS ist so frühzeitig zu stellen, daß in der Be fe ibung des zur Verladung kommmdm Obi'teS leine Verzüge - rung eintritt. Der Sichtvermerk wird mn vollzogen, wenn nachfafamde Beourgungen vom An- ttagsleller erfüllt werden: Nachwers der Groß- Handelserlaubnis, Angabe des yfamen^ und Wohn- otts des Verkäufers, sowie des Empfängern des Obstes, Angabe von Polls und Meng- be5 Obstes (von der Bürgermeisterei des Wohnorts des Verkäufers zu b.fdKtnitfnt), Angabe des Vc lrierages, Angabe von zwisch n Käufer und Verkäufer etwa getroffenen Nebenabreden über besondere, nicht int Kaufpreis einb.grifiene Vergütungen für Verpackung, Transvott nach der Bahn uiro. Zur Deckung der Unkosten ist dem Antrag auf Erteilung des Sichtvermerks ein Betrag von 5 Mk. beizufügen. Zuckervcrbrauchsregelung Die für den Monat September zustehende Zuckermenge in Höhe von 750 Gramm auf den Kovf der Beoölle- rung gelangt zur Ausgabe. Es könnm auf die Zucker marken 159, 160 und 161 te 250 Gramm = 750 Gramm bezogen w'rden. Mit Ablauf des 15. Oktober d .I. verlieren die Marken 159, 160 und 161 ihre Gültigkeit. Dienstnachrichten des KreiSamtS. In der Gemeinde Odenhausen lKr. Wetzlar) ist die Maut- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Aunst und Wissenschaft — Weihnachtsgabe Grenzdank. Die Deutsche Dichter-Ofa>LchtniS-Stiftung Hambu'-g-- Gvoßborstel veröfient ickst folgenden Aufruf: Trotz des schweren Unglücks, das durch den Krieg und feine Folgen über Teutsch'and herringebrochen ist, halten di« deu sckei Grenzgebicte innerl-nlb und außerhalb der politischen Gre zen des Rrickjes treu zum Mutterfand. Für diese Treue gilt es durch die Tat zu tonten. Laßt uns unfern Volksgenof'en Die geistigen Masten schmieden, die sie brauchen, um in ihvem Kfampf zu bestehen. TieS ist Au'gabe der von der Deutschen Tich e.-GedächtniS-Stifttmg ms Leben gerufenen WnhnachtSgrbe Grenztonk Sie soll ei ermöglichen, die zohlrrickxn B-vlksbüche- reien an den Marken des Reichs in ihrem Ta- einSfampt gegen fremdes Volkstum mit Büch-> orien zu versorgen, infantorfirit, formt sie tn den besonders gefährdeten Heineren Städten unb 3)3r- farn liegen und feine ober nur geringe Mittel haben. Wie dringend die Not ist, braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Große Mittel sind erforderlich, um sie nur einigermaßen zu beheben. Mr richten desl>alb an alle Deutschen bie herzliche Bitte: Tte WrihnackrtSgabc Grenzdank als gemeinsames Geschenk aller Deutschen durch vrichliche Geldmit el zu unterstützen. Allen Sondern im voraus herzlichen Dank. Einzahlungen erbeten auf das Postieckkonto der Deutschen Dichter- Gedächtnis-Stistung Hamburg Nr. 737 ober Bankkonto „Deutsche Bank", Depositenka fe H, Filiale Hamburg. „Für Weihnachtsgabe Gvenzdanst'. diese hatten in tieftetroffanem Ausdruck am Antlitz der geliebten Schwester g?bangen. War das seine Rena? War dies totenbleiche, schmer-entstellte Gesicht daS ih«? O, dann hatte fie sich ihm gegenüber verstellt, dann war es eme Unwahrheit gewesen, als sie ihm versichert hatte, sie fühle sich nicht unglücklich, der Verzicht aur ihre Liebe um ihrer Pflicht willen fei ihr nicht allzu schwer gefallen. Tann fah es ganz anders in ihr auS — so wie er's jetzt von ihrem Gesicht a&Iejen konnte! Sie war unglücklich, tief unglücklich! Später, als sie dann an der Seite der Tante dickt an seinem Versteck vorüber gekommen war, hätte er beinahe auf geschrien, so furchtbar weh war ihm ums Herz geworden bei ihrem Anblick aus nächster Nähe! Ter starre, leblose Ausdruck ihres Gesichts hatte ihn an das Totengesicht Vetter Oskars erinnert, wie es auf dem weihen Atfaskisfan tm Sarg gelegen! . Mit wildem Entsetzen war die Vorstell-mg über ihn Herringeb rochen, Schwester Rena firme gleichfalls sterben — weil sie gar so unglücklich sei! Er war vom Friedhof fort in die Berg' firnri*gelaufen — — und als er in ber Abenddämmerung endlich dem Haus der Tante zuschritt, lagerte über den hübschen, offenen Zügen des jungen Gesichts ein ganz verzweiiell trotziger unb doch auch wieder seltsam rührender Ernst. (Forttetzung folgt.) SchacheSre. Ttr. 31 errang im Brislane Tournier den ersten Preis. "Der Derfaster, ein in Buenos Ayres lebender Deutscher, hat es mit viel Geschick verstanden, einen alten, beinahe bis zum Ueberdruh dargestellten Gedanken in frischer Form neu zu beleben. Die Aufgabe ist leicht; sehr leicht ist auch Nr 32, die wir nur deswegen bringen, weil die kleine Aufgabe deswegen ein größeres JnterSffe beansprucht, weil sie von einem vollkommen blinden Verfasser komponiert ist. Nr.3I A.Ellermann (BrislaneCourier 1920). 1.Preis. 8 4 7 6 5 2 3 7 6 4 3 2 1 a b c d e f g h a b c d e f g h Matt in zwei Zügen. Nr. 32 (H). Salthoufe, Good Can/anion 1916). Weiß: K h7, T d8, S d6, S g7, B d-2. Schwarz: K d5, S c3, S h6, B c6, c5, e5. Matt in zwei Zügen. Lösungen: Nr.29 Frhr.v. Holzhausen (Disch. Wochenschach 1911). 1. f8 T! c7-c6. 2. L d5+, cdx. 3. TXT a8 (jetzt sieht man, warum 1. f8 D unmöglich ist.) 4. T al=f= 1-, Td8. 2. TXL cö. 3. T d5, cdX- 4. L d5#. Nr. 30. Th. Herlin (um 1860). 1. K d6-c7!! Ka5. 2. Ld4-f6, K aö. 3. Lf6-d8, K a5. 4. K bl=^. Das sogen. „Herlin'sche Manöver". Berichtigung: In Nr 27 fehlt die Angabe: Matt in drei Zügen, sowie auf hö ein weißer Dauer. Handel. Mainz-r Warenbörse. Mainz, 17. Sept. Tre Warenbörse war sehr gut besucht und das Geschäft in allen Artikeln bei festen Preisen lebhaft. Hülsenfrüchte sind infolge der hohen Devisen anziehend. Die angebotenen Partien in Erbsen, Bohnen und Linsen fanden zu vollen Preisen Liebhaber. In Lelsaaten fehlt es an Angeboten. Nach Raps, Mohn und Leinsaat war zremlich starke Nachfrage. Die Söec* saaten aus dem Ausland waren sehr fest. Ebenso waren dci Preise für Mais fest und stergend. In Futtermitteln inknessierte man sich mehr für Trockenschnitzel und Biertreber. Das Angebot in Heu und Stroh war weniger gvotz. Dagegen die Nachfrage sehr stark. Berlin, 17. Sept. Bör sen stimm un gs- bild. Das schon gestern zutage getretene Bestreben zur Entlastung und Gewinnsicherung ist beute deutlicher bemerkbar. Die Grundstimmung blieb dabei aber ziemlich fest: auf einzelnen Marktgebieten dauerten die Kurssteigerungen noch an. Das erneute scharfe Anziehen der Auslandsdevisen wirkte aus die Auslandswerte nicht in dem üblichen Maste preissteigernd. Die Kurse für diese waren gut behauptet und mäßig befestigt nur für Aiexikaner und Griechen. Deutsch-Uebersee stärker anziehend. Das Geschäft blieb lebhaft, ebenso hielt die Kauflust des Publikums in den zu Einheitskursen gehandelten Jndustriewerten an, obwohl auch hier die Kursbewegung nicht mehr aus- schliestlith nach oben gerichtet war. Montanwerte waren stärker realisiert, dagegen waren Elektro-, chemische, Schifsahrts-, Maschinen- Automobü- und andere N.bemverte lveiter gebessert, wobei Siemens u. Halske und Rheinmetall bevorzugt waren. Von Petrol-eumwerten streiften wiederum Steaua Romana den Rekordstand von 2000. Frankfurt a. M., 17. Sept Börsen- st i m m u n g s b i l d. An der Abeudbcrse war die Tendenz gut behauptet,, doch war die Geschäfts- tätigkiit wenig umfangreich. Mäßige Kursabschläge erfuhren vereinzelte Elektit itä s.a re e, so u. a A. E. G 309 — (— 3 Proz.), Licht u. Strait 158 — 1 Proz.), Bergmann, 250, zogen etwas an. Schuck-rt 222 bis 221— (— 3 Proz.). Am Montanakticumarkte war das Geschä t in Har- pcner etwas lebhafter, sie konnten sie wieder um 7 Proz. aui 377 — bis 380 erholen, Ooerbedars fester, 269y2, Phönix mit 503.— plus 7 Proz. Später trat in Montanaktien lebhaf.es Geschäft ein. Auf Teckungen cro'gben am'chn.iche Kursgewinne. Bvclmmcr stiegen auf 705.— plus o2, Rlteinstahl auf 495.— p.us 45 Proz. Ehennsche Ak in besau piek, Dolzver^hlung 4.9.— 4P o. gebessert. $>apag 196.—, Nordd. Lloyd 1888/i. Bankaktien lagen sest. Tarmst. Bank 156—. Spinnerei Ettlingen ivurden 20 Proz. geitergert, 330.—. Es noli rten ferner Bingweck 2 9 ^, Sck>uhf. Aug. Wessels 294V», Zellstosf Alck-affen- burg 422.—. Mexi.äuer lagen ruhig und gut behauptet. Julius Sichel fest, 1260.—. 5proz. Reichsanleihe 79Vs. Frankfurt a. M., 18. Sept. Lörsenkursß. Frankfurt Ber'in Abend- Abend- Schluß- Schluß- Datum Kurs 16. 1. Kurs 17.9. Kurs 16.9. Kurs 17.9. 5"'„Deut.Kriegsanl. 79,50 79,50 79,50 79,50 4" „Deut.Neichsaal. —- . — — . — 68,75 68,75 3°/„Deut.Neichsanl. 65,30 65,30 4% ’Preufj. Konfolr e — e 70,40 70,- Darmstädter Bank 1 -■ — 155,- 145,- 153,50 Deutsche Bank . . . — , •> 280,- 282,- Disconto- Gefellsch. 212,- 210,- 210,- Dresdener Bank . —. — — . — 180,- 180,- Nationalbank f. D. — f - 156,- 152,50 154,- Mitteld.Creditbank —. — 145,50 144,50 145,5ü H.-Amerik..Paketf. 196,- 196,- 190,- 194,50 NorddeutscherLloyd 187,50 188,75 185,- 188,75 Doch.Gutzstahlwr'k. 671,- 705,- 6«3,- 672,- D «Luxemb Bergw. — . — 328,- 331,50 329,- Gelsenkirch.Bergw. 337,- 33’, — 338,- 333,- Harpener Bergbau —. — 380,50 376,50 379,50 Obe schl. Eisens.-B. 270,- 269,- 270,- 270,- Oberschles.Eiseuind. —. — 266,- 264,50 264,75 Phönix-Brgb.-Akt. 506,- 503,- 507,- 500,- Bad.Anilin-u.Soda 494,- — . — 490,- 493,- höchster Farbwukr —. — 387,50 380,- 382,- Eleklr. A. E. B.. . —• . — 309,- 296,- 304,- Schuckert-Werke. . 220,- 221,- 210,- 218,50 Felten-Guilleaume — . — 461,- 475,- Daimler...... 209,- 213,- 212,- 216,- Bud-Gisenw.-Akt. — . — •— - — 429,- 420,- Adlerwerke .... — « «■» — . — 256,- 257,50 4"/»Hesf.Staatsanl. — _ — —. . — 75,50 76,90 Electron Griesheim 345,- 349,- 343,- 345,- IRarhietienitigf», Datum: Ivrtch................. Amsterdam . „ ,. Kopenhagen. Stockholm Prag . Wien London 16.9. 17.9. 10,10 9,70 5,- 12,10 11,75 8,10 8, - 498*50 476*50 27,28 27,28 83,22 21,39 277,20 228,75 64,93 424,55 277,80 229,25 35,07 425,45 188,20 265,30 218,50 63,57 913,85 28,03 27,78 83,30 21,02 187,80 264,70 217,50 63,43 409,55 1013,90 911,15 27,97 27,72 83,10 20,98 929,05 27,22 27,22 83,02 21,35 Amsterdam. Notterh. Brüssel-Antwerpen sshristiania. . . Kopenhagen .. . . Stockholm. .... Helsingfors. .... Italien London. New-Pork Varis. . Schweiz Spanien Wien (altes) . . . Deutsch.Oesterr. abz. Prag Budapest Bulgarien .... Konstantinopel. . . 0n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Präsi-entschaftskrisis in Frankreich. Paris, 17. (gärt. (WTB.) Die Prasi- dentschaftskrife war nach ihrer offiziellen Bekanntgabe gestern nachmittag das Gespräch in den Wandelgängen der .Kammer. Das Parlament wird aus 'den 21. September einberufen werden, um die Botschaft des Präsidenten zur Kenntnis zu nehmen. Es wird darauf am 23. September in Versailles die Nationalversammlung tagen, um Universität Frankfurt a.M. Das Vorlesungsverzeichnis für das am 1B. Oktober beginnende Wintersemester ist v. d. Buchhandlg. Blazek & Bergmann, Goethestr. 34 g.Voreinsend". v. Mk. 2.20 zu beziehen (Postscheck-Kto. 11746 Frankfurt a. M.). l8210ss 410,45 1016,10 1038,901041,10 ----- ----- 930,95 Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brie? Datum-. 16. Sept. 17. Sept. 1923,05 1926,95 2028,- 2032,- 429,55 430,45 457,- 458,- 839,15 840,85 899,10 900,90 841,65 841,35 899,10 900.90 125 ,75 1256,25 1323,65 1326,35 ---- ----- 19()|05 !90,45 einen neuen Präsidenten zu wählen. Im Einverständnis mit dem Präsidenten der beiden Kammern wird Millerand das Dekret zur Einberufung von Kammer und Senat zu einer austerordentlichen Session von Tesckvnel unterzeichnen laism. Im Lause des gestrigen Tages sind viele Deputierte aus der Provinz in Paris elngetnofsen. Es tlt noch kein Politiker als Kandidat tn die Oefscn'tlichkeit getreten. In pir- lamentarisd^en Kreisen spriäst man sich entschieden für Millerand aus, der fast die Gesamtheit der Stimmen aus'sich vereinigen dürfte. Es sollen bei ihm Schritte unternommen werd.n, um ihn zu veranlassen, die Nachfolge! chast Techanels zu übernehmen. In diesem Falle dürste wohl kein GegenLandidat ausgestellt werden. Die Aussenpolitik Frankreichs. Kopenhagen, 17. Sept. (WTB) Tie „Jswestija" erfährt aus Paris, daß die ftan- zösische Regierung das gesamte Vermögen des Generals Judenitsch beschlagnahmt hat, um damit die -Forderungen der Gläubiger und der Beamten der Nordwestarmee zu bezahlen. Judenitsch hat in Frankreich eine Villa für 3 Millionen Franken gekauft und 7 Mill. Franken bei ftmr-ösisck>en Banken deponiert. Die Verhandlungen in Riga. L o n do n , 17. Sept. (WTB) Nach einem offiziellen Telegramm aus Riga befindet sich unter den ruft fd’en Tel.g^rten a s Sachnxr äruiger General Poiwanow, der nach dem Sturze des Generals Suchomlinow russischer Kriegsmrnister gewesen ist. Das belgische Konigspaar in Brasilien. Brüf iel, 19. Sept. (WTB) „Libre Belge" meldet, daß die brasilianische Regierung dem König und der Königin von Belaien bei ihrer Ankunft in Brasilien einen Kredit von 500 Millionen für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Belgiens zur Verfügung stellen werden. Kabinettslrisis in Spanien. Madrid, 17. Sept. (WTB) Die Zeitunae» glauben, daß die bevorstehende Erhöhung der Eisenbabutarife den Sturz des Kabinetts nach sich ziehen wird. Das große Explosionsunglück in Neuyork. Amsterdam, 17. Sept. (WTB.) Dem„Tele- graaf" zufolge meldet die „Times" aus Neuyork zu dem furchtbaren Explosionsunglück, das zur Börsenzeit an der Ecke der Wallstreet und dem Broadway dicht gegenüber dem Kontor der Bank- firmaMorgan stattfand, noch folgende Einzelheiten: Alle Fensterscheiben der Börse und der umliegenden Woikenkratzer wurden zertrümmert. Die Ursache der Explosion ist noch unbckannt. Zahlreiche Gerüchte laufen um. Es wird behauptet, daß zwei Personen in einem Kraftwagen vor Morgans Kontor erschienen sind und dort die Bombe geworfen hätten. Tatsächlich wurden auch die Reste eines vollkommen vernichteten Automobils unter den Trümmern gefunden. Es wird auch behauptet, daß das Automobil mit einem Wagen, der Dynamit führte, zusammengestoßen sei. Tie Verwüstungen sind entsetzlich. Auf der Straße liegen die toten und verwundeten Menschen und eine große Anzahl toter Pferde in großen Blutlachen umher. Auch viele Gebäude sind mit Blut bespritzt. Viele Börsenangestellte und Maller befanden sich im Augenblick des Unglücks auf der Straße. Ein großes Polizei- und Militäraufgebot sperrte die Börsenviertel ab. Tie Börse wurde tntf Büchertisch. — TieBücherderdeutschenMeister. Von überall her hört man in letzter Zeit beschwörende Stimm n, die den Untergang des billige^ und guten Buches verhindern wollen. Und mit Recht, denn damit würde eine der vornehmsten K äste für unsere geistige Erneuerung verloren geh n Es dar' und \o'\ nich. so w it kommen, daß yx.ic Bücher nur noch von L.uten mit einem großen Einkommen g.kauft werden können. Tiese Gefahr liegt ab.r nahe, wenn Klassikerausgaben von wenigen Bänden meist schon über 100 Mk. kosten. Wir möchten» heute uniece Leser auf eine Vereinigung aufmerksam machen, die eine große und zeitgemäße Kulturaufgabe sich zum Ziel gesetzt hat: die organisierte Verbreitung unserer besten Tichterwerke aus alter und neuer Zeit in sehr preiswerten, trotzdem aber hohen Ansprüchen genügenden Einz'landaben. Es sind dies die „Bücher der deutsch.n Meister", die im Deutsch-Meister- Verlag in München-Barmen erscheinen und von denen die ersten Bände nunmehr vorliegen. Goethes Götz, Brr ers Münchhausen, Eichendorffs Taugenichts, Hauffs Lichtenstein, Mörikes Hutzelmännlein und andere. Die Ausstattung der einzelnen Bände ist außerordentlich sorgfä tig. Sie wird in Zukunft von Prof. F. H. Ehmcke-München überwacht werden, und so ist eine buchtechnische Musterleistimg gewährleistet. Dafür, daß die Bücher durchweg geschmackvoll in Halbleinm gebunden sind, ist der Preis sehr niedrig bemessen. Tie Mitglieder des Teiitsch-Meister-Bundes, dem die Herausgabe der Bücher obliegt, genießen eine bedeutende Pv»is- ermäßigung. Die Preise schwanken zwischen 6.80 und 14.70 Mk. für Mitglieder, für Nicht Mitglieder zwischen 8.50 und 18 Mk., die der Halbttder-Aus- gabe zwischen 20 und 40 Mk. Die „Bücher der deutschen Meister" versprechen somit eine immer mehr zu spürende Lücke unseres Büchermarktes auszufüllen, denn wohl gibt es auf der einen Seite Luxusausgaben und Gesamtausgaben und auf der anderen die ganz anspruchslosen (aber auch lange nicht mehr ganz billigen) Drucke, jedoch das Mittlere fehlt: sorgfältig gedruckte und Kaltbar gebundene Einzelausgaben unserer Klassiker. Jährlich sollen 60 Bände erf dient en; nähere Auskunft über Erscheimmgsart und Mitgliedschaft erteilt die Geschäftsstelle des Bundes, Barmen 33. Alle, die den Wunsch haben, sich eine schöne deutsche Hausbücherei zu schassen, seien auf diesen Weg hin- gewiesen. behördliche Anzeige». Bekanntmachung- Betr.: Tie Ausführung des Gesetzes ükrtr die Entwaffnung der Bevölkerung. Tie nach dem Reichsgesetze vom 7. August 1920 abzuliefernden Militärwassen werden auf dem Stadthause — Zimmer Nr. 8 — während der üblichen Tienststunden in Empfang genommen. Die Zahlung der festgesetzten Prämien erfolgt ebenda. Gießen .den 17. September 1920. 9956B Ter Oberbürgermeister. Keller. Ausgabe von Brennholz an Haushaltungen u. Einzelpersonen. I. Haushaltungen. Tie Nummer 4 der auögegebencn Holzbezugskarte wird wahlweise mit 5 Ztr. Hart- oder Weichholz beliefert. Ter Preis ist für den Zentner Hartholz auf 11 Mk., für Weichholz auf 9Mk. festgesetzt. r Die Zahlung hat auf dem Breirnstofsamt in den Geschäftsstunden von 8—12 Uhr vormittags zu erfolgen. Die Hvlzbezugskarte ist vvrzulegen. Es wird abgefertigt: Bezirk 10 Montag, 20. September 1920, Bezirk 11 Dienstag, 21. September 1920, Bezirk 12 Mittwoch, 22. September 1920, Bezirk 13 Donnerstag, 23. September 1920. T i e Holzausgabe findet statt in der Zeit von 8—12 Uhr Dorrn, und 1—4 Uhr nachmittags gegen den bei der Bezahlung ausgehändigten Gutschein, und zwar: Bezirk 10 und 13 auf dem Lagerplatz „An den Bahnhöfen" (Güterbahnhos). Bezirk 11 und 12 auf dem Lagerplatz „Gabe l s b e rg e r st r a ß e". II. Einzelpersonen (Zimmermieter). Diese werden in derselben Reihenfolge wie die Haushalttlngeu abgestrtigt, und zlvar gegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte bzw. Studentenkarte. 9958B Gießen, den 16. September 1920. Siädt. Brennstoffamt._____________ Vergebung. Für die Klinik für pspch.sche und nervöse Krankheiten in Gießen soll die Lieferung von 500 Zentnern Speisekartoffeln vergeben werden. Angebote, verschloßen und mit entiprechnder Aufschrift versehen, sind bi5 spätestens Samstag, den 25. September, vormittags 11 Uhr, aui unserem Berwal- timgsbureau abzug.b n. Züsch ag. frist 2 Tage. Gießen, d u 16. September 1920. 9931B Die Direktion; Som m e r. $täöt. £eben$mittelamL Warenausgabe für die Woche vom 20. bis 26. September 1920. Nicht rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. 1. Brot: 2000 Gramm Brot oder 1480 Gramm Mehl. Brot Kg. 2,15 Mark, Brötchen 15 Pf. Weizenbrotmehl Kg. 2,80 Mark. Weißbrot Kg. 2,45 Mark. Weißbrotbäcker: Ludwig Weber, Hillebrandstr.; Apitz u. Erhardt, Kros- dorfer Straße: Karl Euler, Ludwigsplatz. Mehl für ftrante: Kg. 3,20 Mk. (Verkaufsstelle siehe unter Nr. 6.) 2. Fleisch: Wochenabschnitt 38. Metzger für Fremde: Karl Boller, Bahnhofstraße. 3. AmerikanischerSpeck: 125 Gramm zu 3,00 Mk. Ausgabe durch die Metzgergeschäfte gegen Abgabe der Sonderausgabemarke 38 vom 21. bis 27. September 1920. Abholung durch die Metzgergeschäfte am Montag, 20. September 1920, nachmittag im Städtischen Schlachthof. Ablieferung der eingegangenen Marken bis 28. Sept. 1920 an das Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 6. 4. Nährmittel: Für August noch .nicht eingetroffen. 4a. Butter: Marke 38 40 Gramm Butter 1,55 Mk. 5. Zucker für September: Noch nicht ringe troffen. 6. Mehl, Nährmittel, Lebensrnittel und Zucker für Kranke, Zu gezogene und Fremde: Hch. Jung, Rittergasse 11; Konr/ Männche, Wilsonstr. 15; Emil Fischbach, Seltersweg 24; Schade u. Füllgrabe, Walltorstr. 7. Fis che: Verkaufsstelle in den Marktlauben. 8. O bst und Gemüse: Verkaussstelle in den Marktlauben. Gemüse und Obst täglich frisch zu Tagespreisen. Marken-Arrsgabe. Tonnerstag und Freitag, 23. und 24. September 1920, gelangen in den Bezirken die für Oktober 1920 gültigen Marken zur Ausgabe. Zur Vereinfachung des Geschäftsverkehrs sind die Marken auf einem Blatt gedruckt und müssen nach Bedarf abgetrennt werden. Tie Ausgabe erfolgt für die Namen: A—E Donnerstag vorm. von 8—12 Uhr, F—K Tonnerstag nachm von 2—6 Uhr, L—Freitag vorm. von 8—12 Uhr, R—Z Freitag nacknn. von 2—6 Uhr Für die nicht in den Bezirken abgeholten Marken ist eine Gebühr von 50 Pf. zu entrichten. Ausgabe von Voslmilchkarten. Tie Ausgabe der Vollmilcktarten an Ander unter 6 Jahren, werdende und stillende Mütter, sowie an alle Kranken, denen über den 1. Oktober hinaus Vollmilch bewilligt worden ist, findet Donnerstag, 23., und Freitag, 24., vorm. von 8 bis 12 Uhr, nachm. von 2—6 Uhr, in den zuständigen Bezirken statt. An Kinder, werdende und stillende Mütter, denen nur bis zum 1. Oktober 1920 Vollmilch bewilligt worden, und an vorübergehend anwesende Personen erfolgt die Ausgabe der Vollmilchkarten auf Zimmer 11 des Städtischen Lebensmittelamtes, und zwar an solche mit den Anfangsbuchstaben A-'-H Donnerstag, 23. September, I—Q Freitag, 24. September, R—Z Montag, 27. September, vorm. von 9—12 Uhr, nachm. von 2—5 Uhr. Tie Ausweiskarten zum Bezüge von Bollmilch sind vorzulegen. 9936B Freiwillige FLrtbilimgWle für MWen. Es ist beabsichtigt, eine freiwillige Fortbildungsschule für Mädchen einzurichten. Diese soll ihre Schülerinnen theorettsch und prallisch in allen denjenigen Fächern unterweisen, die für die weiblichen Berufe von besonderer Wichtigkeit sind. Ter Lebrplan der allmählich in drei Jahreskursen sich aufbauenden Schule wird voraussichtlich folgende Unterri chtsgegenstände umfassen: Deutsch und Schriftverkehr, Bürger- und Berufskunde, Gesund- heits-, Nahrungsmittel- und Hauswirtschaftslehre, Rechnen und Buchführung, Fachkunde, Fac^eich- nen und Nadelarbeit, Turnen und Gesang, und in besonderen Kursen auch Stenographie und wenn möglich Maschinenschreiben. Der Unterricht soll am 1. November beginnen und zunächst an zwei Nachmittagen wöchentlich erteilt werden. Schulentlassene junge Mädchen, die an dem Unterricht teilzunehmen gedenken, können sich im Laufe der nächsten Woche (20.—25. September), vormittags zwischen 11 und 12 Uhr, täglich bei dem Rektor oer StadtmÄ>chenschule — Schillerstvaße 8 — melden. 9985B Gießen, den 18. September 1920. Der Vorsitzende des Schulvorstandes: Keller. MMMWMei Hießiteingafle. Senser: 9ans Sitlinger. Empfehle mein hochprozentiges ou?« Weizenbier ohne Preisaufschlag. Verkauf über d.Straße. Eigener Brauerei-Ausschnnk. ES ladet ein Hans Mrringer. wnrtiw «doll Kreta Hannhc>>" Schuhputzminels vereinigt Pilo MeM WSlMOMl Gebr. Wolf, Gießen Lahnftrahe S. Fernruf 283. Glasschleiferei :::: SandblSserei Spiegel- u. Firmenschilderfabrik Kunstwerkstätte für Sandblaserei, mod. Glasreklame, Anfertigung von Spiegeln und Glasern für Laden- u. Schaufenster-Einrichtungen Bearbeitung von eingesandten Glasern,Belegen,Neubeleg.,Facet» tieren, Justieren, Löcherbohr. usw. Fenster-u. Spiegelglas-Hand lung. Urnctelffl aller in wer! «> 1 ret Wr H? jr« er aufeXS» ? viele ?¥**»? ^Nen. «L6lH man ff* wFbiefe dürste oB* f.«Ä?d tzkrrKs. niis,' J« WS ■iB« Ai» Riga. Äf^tiimaoS a ®, "-a-lp-r äm •. nad) bem Stunt ffjf Lilien. DA) „Libre Ä llW Regierung ba| U» von Belgie, l Uten einen gräl l.N»rtschastlichen 8j»I tugung stellen werbe:! n Spanien. ?W |ie ÄtitungJ -^ende Erhöhung bl ®tuij btHabl cb. nglüik in WtutjortI t (BXB.j Dem„T4 ,iinw3" aus 9?cugod lionsunglück.H fr Wallstreet und der m Kontor der Ban' , noch iolgmdc 5:he, er Börse und ber u» bat zertrümmert. 2; roch unblannt. Z^> m. Es wirb behachl, Lnm Krastwom w: n sind und dort die tatsächlich mnta au6 m vernichteten lut> rnn geiunbat. fe end Autombil mit dne* , zusammengesiohen it Wich. Aus der Arch undeten Menschen uti iserde in groben Sir: Gebäude sind mit fx [teilte und Makler» bei Ung(üd8 auf bei . intb MMraufgstl Tie Börse wurde t, chloren. _______ ' Neu! Neu! Neu! GieOen, Oswaldsgarten Vom 19. bis 26. September täglich von nachmittags 3 Uhr geöffnet Siebolds Figur- Ueberall Tagesgespräch! Gebirgs- Bahn oisue Direktion: W. Herhaus. Groher Preir-Abbau in Möbeln! 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