Erstes Blatt 170. Jahrgang Mittwoch, 18. Zebruar 1920 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesten 3nnllwgsnm»»r*d u. Deria«: SrShi'jche ii»i».-v»ch- u. Stemüruderei R. lange. Schnstieitiurg, KtschMstell« u.Druierei: sd)nlftr. 7. Annahme von Anzeige» f. die iaqesnummei vi< jum Nackmillaq vorher ebne jfbrlkrbinMidjrett Preis fflr 1 mm höhe für Anzeigen v.34 mm freite örtiieti 25 l*f, auswärts 30 yt.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm vrette 90 Pf. Bei Platz- oorfterisi20'/.Aufschlag. Vauvtfchri'tleiter: Aug. Goen,. Serantroortlict) für Politik: Aua. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhoi) Zenz; für den AnzelgeiUett: y. Beck, sämtlich in Dieben. Nr. 4t Ter Sietzenee 2»ze1-er erscheint täglich, außer Sonn- und Fe,ertagS. Vezvgspeeir: Monatlich Jlt L30, vierteljährlich Mk. 6 90 etnschlieblich des Bestellgelds; durch die Post vierteljährlich Mk. 6.— ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für die Lchristleltungl12 Perlag.DeschäslsslelleSI Anschrift für Drahtnachrichten: Anbeiger Siehe«. postschechonto: Frankfurt a. M. H686 )bi M1 c thr. J zTkiui mi tau. fWir'üw »nzgtwaltig. Bleien * s,ch selbst, *9 kitzel KL Eitie^nte/ Äff IS« Die Schweiz und der Völkerbund. Bern, 17. Febr. (Wolff.) In einer Nachtrag S b o t s ch a f t drückt der Bmrdesvat feine Einsicht über den Beitritt der Schmerz zum Völkerbund dahin aus, haft die Bundesoer- hrrnnhnrg im Prinzip den Beitrrü der Schmerz >unt Völkerbünde bereits genehmigt hab: und daß äre Aenderung dieses Beschlusses angesichts der Urgemibhert der Enffchridung der Vereinigten Staaten von dieser Entscheidung nicht abhängig gemacht weichen könne, umsomehr, als offenbar bei der amerikanischen Entscheidung teilwrife Be- ^egsrmr^ der irmererr Pvlittk, teilw.nse Fragen der imerivaniscl;en Außenpolitik (Nichteinmischung in arropäisäze Angelegenheiom) in Betracht kommen, ist Wri^ens keineswegs endgültig, sondern mit einigen Tücken durchsetzt. Die Entente behalt sich vor, ob sie mit den Leipziger Urteilen sich zufrieden geben will oder nicht. Sie erklärt ausdrücklich, daß sie gegebenenfalls die Angeschuldigten später noch einmal vor ihre eigenen Gerichte stellen werde. Das bedeutet also schon jetzt den unzulässigen Versuch einer Einwirkung auf objektive Rechtssprechung. Das wird den Herren in Laris und London ganz gründlich gesagt werden müssen. Unsere Regierung darf kernes- Irnegs Ja und Amen sagen, sondern sie hat aaifs neue ernste Vorstellungen und eine entschiedene Zurückweisung dieser Gewaltpolitik Hira Ausdruck zu bringen. Serif? im d-Erjltl KZ i*l: W M Februar niiÄ *t*2 Anfang 7 Chr 000 Ml Hyvottzet nun» zahlet los. fitM tl. Ängeb. u.A A,eßener anir.ff XnoüÄÄ aöi/»"X :t, Trohe, ml.BedaumE W,,T V; w wt m 9. Februars män DE Bahnbo' ; Herbei'« zkunft »ahle i^- -wn^ , ß-nni»' ^Kolreng°"s.- *■#> Vie Noten der Entente in den Auslieferungsfragen. Mit zwei großen Dokumenten ist der oberste Rat unserer Gegner, der diesmal in London versammelt war, wiederum vor die Welt hingetreten. Wer gedacht hatte, die zahlreichen Stimmen des Auslandes, die ihre Mißbilligung über die schroffe Gewaltpolitik ausgesprochen haben, hätten etwas an dem Geist der Friedensmacher geändert, der fühlt sich stark enttäuscht- Gewiß, es ist wahr, auch in den englischen Regierungskreisen sieht man allmählich ein, daß man auf den bisher beschrittenen Wegen in den Morast gerät. Praktische Gründe sprechen für eine Revision der bisherigen Taktik. Aber der Geist ist der alte geblieben. Das geht ebensowohl aus der langen, merkwürdig gewundenen und verdrehten Note an Holland hervor, wie auch aus dem „Entgegenkommen", das man dem deutschen Volk zeigt. Es ist klägliche zu sehen, welche moralische Blößen sich die Diktatoren der Weltpolitik dem redlichen kleinen Holland gegenüber geben. Da werden nicht mehr die un- bestocheneu Rechtsgrundsätze hervorgekehrt, sondern da droht man unve-rblümt mit dem Knüppel des Stärkeren, der es verstanden hat, die Mehrheit der Völker für sich zu organisieren. Wir sind gespannt darauf, ob die holländische Regierung von einer solchen Parvenüi- Gesinnung sich ihre Wege vorschreiben lassen wird. Irgend etwas neues wird in diesem Auslieferungsbegehren, das man dreist wiederholt, nicht gesagt, nur das alte Lamento über das verbrecherische Deutschland wird der Welt zum Ueberdruß noch einmal vorgesetzt. Zwischen den Zeilen kann man dann allerdings lesen, daß Lolland, wenn es auch nicht vollständig umfallen roofie, doch wenigstens eine Berbeuaung des Entgegenkommens machen und den ehemaligen Kaiser von der „gefährlichen" deutschen Grenze weiter entfernen möge. Die Note, die diesmal Lloyd George als Vizepräsident der Friedenskonferenz an Deutschland abaefertigt hat, steckt ebenfalls trotz einer sachlichen Annäherung an den deutschen Standpunkt voller ^Brutalitäten und Anmaßungen. Auch hier spricht beileibe noch nicht gerade Rechtssinn, sondern nur der Uebermut des Gewinners. Es Hingt wie rin leiser Hohn die Frage, ob Deutschland rs wirHich unternehmen werde, die von der Entente Angeschuldigten vor dem Leipziger Gerichtshof aburteilen zu lassen. In der Tat, es ist ein starkes Stück, das wir Deutsche da hinunterschlucken sollen. Ursprünglich rogr das deutsche Angebot ja doch nicht so gemeint, daß die Führer unserer Heere und unserer Politik sich vor fremden Beschuldi- ipmgen verantworten sollen. Sondern man dachte den Gegnern Gelegenheit zu geben, wirkliche Schuldige, die sich bei Kriegshand- liuigen im einzelnen Grausamkeiten oder 'Lebergriffe haben zu schulden kommen lassen, wr einem deutschen Gericht anzuklagen. Unsere Regierung wird in ihrer Antwort auf trie gegncrifM^c Note zunächst es abwehren «Üssen, daß mit dem Begriff „Kriegsver- teecher" ein so arger Mißbrauch getrieben Torben ist. Es wird einer nochmaligen Vereinbarung bedürfen, welche „schuldige" Per- Änlichkeiten da überhaupt in Frage kommen. Gleichzeitig scheint jetzt der Zeitpunkt gekommen zu fein, unsere Gegenliste an zubieten. Das „Entgegenkommen" der Entente taterkim. ▼ j Leitung de» | 1 Citenet ä ■•“''bedarf 1 nRetiame,er r sich. . Wirt du ♦ II und um die 4 I xi stets au»- ▼ sem. 4 | y11'" Ist der 1 neretf-UuoM. V M 16 Mül Mark. ▲ Will" ist ein W t ihm macht 4 ie den Sieges- I Veit. 4 ■ ir Will" wird I oder und ge- W jeder Teil in i in kl ir Wilf muß 4 sehen haben, i reht deutsche 1 ien, deutsche i j Welt. 1 ir Wilf gibt 4 Beweis, daß I sten Platz der | ten wird. i überflüssig! I 3 Uhr. 18 | >♦♦♦♦♦♦ bi« für die Schweiz nicht von unbedingter Geltung sind. Trotzdem glaubt der Bundesrat, daß Amerika sich nicht dauernd vom Völkerbünde fernchÄten wird und warnt das Schweizer Volk davor, durch den Nichtbeitritt zum Völkerbünde einer Isolierung zu verfallen, die unter allen Umständen für das Land bireft verhängnisvoll werben könnte. Bern, 17. Febr. (WB.) Wie der Bund erfährt, wird die Volksabstimmung in der Schweiz über den Beitritt zum Völkerbund nxchv- scheinlich am 18. 4. statt finden. Sitzung des „Obersten Rates" in Landon. London, 17. Febr. lWolff.) Ter Oberste R a t trat gestern vormittag zusammen. An dec Sitzung nahmen Lloyd George, Lord Curzon, Nitti, Cambon, Berthelot, Chinda, Veniselos und eine Anzahl Sachverständiger teil. Ter Rat besprach die Orientfrage. Veniselos sprach über die Lage Griechenlands im Zusammenhang mit der türkischen Angelegenheit. Am Nachmittag kam der Rat abermals zusammen. Tie Sitzung dauerte bis in die späte Nacht hinein. Die neue Note an Holland- Haag, 18. Febr. (WTB.) Der „Nieuwe Courant" bespricht ausWhrstch d-ieneueNotean Holland und sagt u. a.: „Es wird unserer Regierung nicht schwer fallen, auf dieses neue Schreiben eine würdige Antwort zu geben. Wenn von gewisser Seite darauf spekuliett sein sollte, die Angelegenheit von dem Gebiete tatsächlickien Rechts auf das Gebiet persönlichen Vorurteils zu bringen, dann müssen wir bemerken, daß diese Spekulation von vornherein zum Mißlingen verurteilt ist." Sine Konferenz der Neutralen. Haag, 17. Febr. (WTB.) Gestern begannen im Friedenspalast die Besprechungen zwischen den Verttetern Dänemarks, Hollands, Norwegens, Schwebens und der Schweiz, um die von den genannten Ländern aufgestellten Ent«, würfe über einen ständigen internationalen Gerichtshof miteinander in Einklang zu bringen. Frankreichs Kohlenförderungen. Bern, 17. Febr. (WB.) Nach der Neuen Korrespondenz mümicht Frankreich bte Ernennung einer internationalem Kommission, um die Entschädigungsfrage für die oberfchlesische Kohle zu regeln. Tie deutsche stdegiwung hat gegen biete Forderungen Protests wt. Verhandlungen sind «ngelevtet. Caillaux vor Wem Staatsgerichttzhof. Paris, 17. Febr. (WB.) Heute nachmittag begann vor dem zum obersten Str«tsgerichtsbot erklärten Senat bte Verhandlung gegm Caillaux. Caillaux ist angeftogt, gegen die äußere Sicherheit des Staates Anschläge unternommen und ein Einverständnis mit dem Feinde gejucht zu haben, um dessen Pläne gegmübw Frankreich und seinen Alliierten zu begünsttgm. Tie heuttge Sitzung wird mit der Verlesung bn: Anklageakten ausgefüllt sein. Ten Vorsitz hat Leon Bourgeois, als Staatsanwalt fuuutert Escouvre. Von der Anklagebehörd^ sind 71 Zeugen g'- lcchen, von den Verteidigern Caillanxs eb'.nsovtel. tto«fta»ti«opel Irr Türkei. London, 17. Febr. (WTB.) Tie Agentur Reuter vernimmt ans offizieller Quelle, daß die beitesche Regiervng den englischen Oberibrnmissar in Konstkmttnopel, Ad«nir.rl Ro be ck, angewiesen habe, der Oefferrtlichteit den Beschluß der Alliier- den mitzuteilen, der TürkeidieStadtKon- stantinopel nicht wegrnnehmen. Tie Alliierten machen die Türkei daraus aufmerksam, daß der FrisdenSvertrag beträchrlich geändert werde, wenn die Armenter-^tzerfalgungen fort- dauern sollten. Konstantinopel, 17 .Febr. (WTB.) Ter Großwesier xnb der Minister des Aeu- ßern sollen die Absicht haben, sich demnächst $u tat Vertretern der Alliierten zu begeben, um ihnen die Lage darzulsgen. Sie werden röt von der Regierung ausgsarbeitet'es Memorandum überreichen, ivelches verlangt: 1. daß die Gebiete mit türkischer Mehrheit unter türkischer Verwaltung bleiben und daß ihre Rechte garantiert wsr- den, 2. daß in der Lage der besetzten Gebiete eine Aenderung eixtreten möge, 3 daß drc türkischsi DetegteNen an gehört werden, 6e»jr unwiberruf- licho Beschlüsse gefaßt roetaen. — In offiziellen türsischen Kreisen gjknti* man, daß bas Memorandum günstig ausgenommen werde, und man hofft, daß gewiffc bedauerliche Ereignisse, die eine Folge des langen Waffenstlllstandes sind, kein Hirr- dernis bilden werden für die Anertennrmg der fegirimett Rechte der Türtei. Tie Slagtenrng rechn« mit einer batdigen Erntadung zur Friedens- k o n f e r e n z. In den Krehen der Dsorte wird seit einigen Tog«i zur Berlete-igtrng der tttzckischen Interessen eine große 2ätigteit enriattet. Bundesstaat »der Gi«heit-staat? Salzburg, 17. Febr. lWolff.) In der Vänberfonterers frinnnten bei dar Abstimmung vb’r den Brrtoag des Land«chanvrmanns von Borarl- bcrg, Dr. (Snbrr, „Bundesstaat oder ein- hei tsftaa t^, die noch Ländern inte Barteten rwrgenVmmen wurde, die Bertveter der christlich- sozialen und deuttch-fraheitlichen Partei'M iämtlid) vorbehalllos für den BundesAao-.. Bvn den so- zia ldemokrattschen Bartvcvern erflärtm 'ich die Delegierten von Steterm-rrf, von Wim und Nitder- öfterreich für den Buttb-sstaai. Tcr sozialdemokratische Vertvtter Obcrösierr tel's, Grub.'r, erkläre, baß die Meyrheir her oberöfierrrichischen Parteigenossen für bei Einheitsstaat stimmen, wenn abu ein Bundesstaat nach dem Willen der Ntehrhnt g> schaffen werben solle, würben sich auch bu? iozi^l- dcmokratffchen Abgeordneten Oberösb'.rveichs damit einverstanden erklären. Tie sozialdnnottrtisch.'n Vertreter von Salzburg, Tirol, St'ärnten und Vorarlberg sprachen sich für den Ernhclts'stoo.t mit Schaffung von eigenen Berwaltungsgelnetm aus. Sowjet-Rußland. H e l s i n g f o r s, 17. Febr. (WTB.) Trotzki erklärte bem Zenttalexekutiokornitee, daß die Arbeitspflicht strengstens durchgesühri werde. Ferner sei die Einführung von Natural- kö hnen notwerrdig. Neue Arbeitsarmoen würden im Uralgebiet sowie in der ITfcaine gebildet. Helsingfors, 17. Febr. (WTB.) Wie verlautet, hat die polnische Regierung der lettischen mitgeteilt, daß Polen wahrscheinlich in der nächsten Woche Friedensverhandlungcn mit Räterußland beginnen werde. Kopenhagen, 18. Febr. (WTB.) Russische Zeitungen melden, daß in bem von den Bolschewisten besetzten Tell der U k r a i n e eine neue s eld- st ä n d i g e bolschewistische Republik errichtet wurde, die mit Sowjetrußland den Bruderbund schloß. 3um Präsidenten der Repachlik wurde Petrowski ernannt. Der Zusammenbruch der deutschen Valuta macht ss wünschenswert, sich noch einmal rückblickend die Entwicklung seit K-riegsausbruch zu vergegenwärtigen. Eine bequeme Handhabe dazu bieten die Uebersichten, die in den letzten Jahrgängen der Zeitschrift für Schweizerische Statisttk und Volks-- : wirtschaft veröffenrlichr worden sind. Danach kosteten in Schweizer Franken durchschnittlich: Zeitraum 100 drugche Marn 100 oft errett Kronen 100 fron» $Jran«en 100 itafien. Lire Jahr 1913. . . 123,67 104,79 100,26 98,47 „ 1914. . . 120,34 100,11 100,39 98,79 „ 1915. . . 109,27 80,39 96,95 88,14 „ 1916. . . 92,67 62,72 88,78 79,68 „ 1917. . . 72,08 45,33 82,88 63,89 , 1918 . . . 74,07 44,40 78,15 56,52 1. Halbjahr 1919 45,59 22,19 84,87 69,30 (Juli 1919 . . . 36,69 15,37 80,57 65,58 August 19119. . 29,14 11,71 72,28 61,06 September 1919 . 22,62 8,56 66,09 56,66 Oktober 1919 . . 20.50 5,70 64,89 54,80 November 1919 . 14,02 4,38 58,90 46,65 Dezember 1919 . 11,06 3,10 50,33 40,95 Im Dezember 1919 war also die Mark gleich 9 Pfennig, bte Krone gleich 3 Heller, der französische Frank gleich 50 -Centimes, der Lire gleich 41 Centesimi. Inzwischen sind alle diese Devisenkurse bekanntlich iwch weiter gestürzt. Am 31. Ja- miar 1920 war in Zürich die Mark gleich 51/2 Pfennig, die .Krone gteich 2 Heller, der französische Frank gleich 43 Centimes, der Lire gleich 36 Centesimi. Den Stand von 3/? des Borkriegsioertes, den jetzt der französische Frank bat, hatte die Mark im Februar 1919, die Krone im Funi 1918. Den Stand von V, des Borkrrsgswertes, den heute der Lire hat, hatte die Mark im März 1919, bte Krone im August 1918. Damals war der Zeitunterschied -wischen Gleichstand von Mark und Krone noch 8 bzw. 7 Monate. Er hat sich seitdem immer mehr verringert. Es hatten nämlich die gleiche Entrver- tung die Mark im Ammst 1919 und bte Krone im Februar 1919, die Mark im Oktober 1919 und die Krone im Juni 1919, bte Mark im November 1919 imb die .Krone im August 1919. Der Vorsprung Oesterreichs in diesem unseligen Wettlauf wttd immer kleiner. Auch wir stürzen rettungslos in den Abgrund, wenn wir nicht noch in zwslster Stunde unsere öffentlichen Fnian^en sanrevvn. rcichs, mit ihrem Mutterlande und bekämpf« grundsätzlich und nachdrücklich alle ^ntrebungen, die eine Abtrennung unzweifelhaft deutschen Lan. des und Bolk'>s von Deutschland zunt Ziele haben, solchen Los'lösungsbesttebungen Deutscher von Deutschland kann am besten vor gebeugt lverden durch ehrliche bundesstaatliche Gestaltung des Deutschen Reiches und seiner Verfasjunz Eiuc Besprechung zur Vermehrung der ttohlenförderung. Essen, 17. Febr. (WTB.) Eine für cte Zukunft imseres Wirtsäwftslebens außenordentlich keieiltungsvolle Besprechung vereinigte heute biet Mitglieder der Reichs- und Staatsregierung und anderer Behörden mit Vertretern der Unternehmer, Arbeiter und Angestellten des Bergsta^t^s und der Eisenindustrie. Es handelte sich^pm die Frage, wie die dringend nutrocnbig'B Vermehrung der Kohlenförderung herbeigeführt werden tonn. Reichskanzler Sauer legte in erndringlicher Wrisc dar, daß vermehrte yrb.it das einzige Mittel fei, das Volk aus Armut und Elend zu retten. Leider könnte heute aber nur in recht bescheidenem Maße gearbeitet werden, weil nicht hrnreickiend Wohle verfügbar sei. Tie Kohle sei der Sd)lüssel für unsere gmize wirtschaftliche Stellung. Es müsse u> oberste Aufgabe der Regierung fern, daß biu Friedens- erzeugunq wieder erreicht werde. Tas lasse sich nicht anders erreichen, als indem länger als 7 Stunden gearbeitet inerbc. Ob das Volk länger arbeiten solle, fet eine Zukunftsfrage. 23um einschneidender Bedeutung sei aber im Augenblick, daß es gelinge, die jährliche Lte>hlenerzeu<;ung epi heblich zu fteigent. Tas sei die Auffasjuna der Regierung und der ganzen Volksgemeiistchaft. Nach dem Reichskanzler legte Herr S t i n n e s dar, daß eine Mehrförderimg von 30 Millvonrir Donnen Kohle eine tägliche Mehrarbeit von ll/s Stunden beanspruche. Diese müßten sich an die reguläre Schicht anschließen. Jede Tonne mehrerzeugter Köhle machte knappen und teuren Schiffsraum frei für die Beförderung von Getreide und anteren Lebens Mitteln. Tie Frage der lieber* stunden sei aber gleichzeittg die Frage besserer Ernährung, die siofori tn die Wege geleitet werden müsse. Ferner müßten auch die Transportarbeiter aus tv.n Eisenbahnen, Wasserstraßen, Umschlag» Plätzen nsw. entsprechend länger arbeiten, so daß eine geregelte Abfuhr möglich wäre. Ileberarbcitent sollten nicht mit 25 Prozent, sondern mit 100 Prozent Zuschlag auf die bisherigen Sätze bezahlt werden. In der Bwkversargung feim. die Untertagearbeiter mit den Selbstversorgern gl.'ichzust.'llen. Sie müßten also zu den normalen Jnlandspreiien 24 Pfund Brot und 4 Pfund Fett geliefert bekommen. Die Vertreter der Gkwnffchaften, Jmbusch und Husemarm, forderten vor allem eine belfere Ernährung für den Bergmann und erllärten, daß die Durchführung der geforderten Ueb-rftintö-m gegenwärtig eine zu große Belastungsprobe für di' Organisationen darstelle. Gegenüber b»m Einwande, daß die anderen Berufe zuerst bte Arbeitszeit verlängern sollten, entgegnete Eisenbrhn- mmifter Oeser, daß der Bergbau vvnangehm müss?, weil er die gegenwärttg wichtigste Jndustri: ftt. Es handle sich hier um keine Arbeitgeber- ooer Arbeitnehmerfragc, sondern um ein,: Angstegenhett des ganzen Volkes. Mit Nachdruck unterstrich diesen GÄ-anken ReichSpvstminister Giesb rts. Wmn die Regierung ins Ruhrgebiet komme, um dr: Bng- leute um eine erhöhte Ävhlnrerzeugung zu bitten, so fei das ein geschichtliches Evergnis. Geling: es nicht, des ZwAenmangels Herr zu werd'n, so gehe dos ganze Volk vor die Hunde. Auch die Eisenbahnen mußten länger arbeiten. Dw Rstchs- wirtschaftsmrnister ließ, durch den Abg. Osterroch mitteilen, daß ihm kern Opfer zu groß fet, um bte Kohlenförderung zu steigern. Er ßn sofort zu Verhandlungen bereit, rave eiste bffßere Ernährung herbrigeführt werden föraw. Aus bem Reiche. Das Reichstasswahlsefttz. Berlin, 17. Febr. (Wolff.) Das Reichstags-Wahlgese^ kommt in der nunmehr vom Reichsminiftenum des Innern geplanten Form noch in dieser Woche im Kabinett znc Beratung. Das Kommunalisterumslsefttz. Berlin, 17. Febr. (Wolff.) Der Ent- ttmrf des Kommunalisierungsgesetzes mar fertig gestellt. Bei dem Sinken detz Valuta und dem Schmanken des Geldwertes konnte aber die ursprünglich geplante Form, der Gewährung von Entschädigungen, die ähnlich wie beim Elektrizitätsgesetz fich auf den Wert der Unternehmungen vor dem Kriege gründen sollten, nicht mehr aufrecht erhalten bleiben, wenn man nicht große Unbilligkeiten hätte Hervorrufen wollen. Es mußten deshalb neue Verhandlungen über die Wertfestsetzung in die Wege geleitet weoden, die dem Abschlutz nahe sind. Das Gesetz wird der Nationalver- sammlurig »och vorgelegt. Die erste deutsche föderrliftliche Koxßerenz. Kassel, 17. Febr. -Wolff.) Die zur Zeit hier tagende, aus alten Teilen DeLtschtcmds stark besuchte erste deutscheföderalistischeAon- ferenz hat einstimmig eine Erschließung Bfc genommen, in der es heißt: Mr terten ein für rin einiges, freies Deutschland unb wahrhaft gleich» bevechrröe Bundesstaaten unter einer starken, von jedem ®in$dftaai unabhängigen gemeinsamen Leitung. Wir ersteeben die Wiedervereinigung der gewaltsam von Deutschland abgrtramten Volks Kämme und Länder, msbestmdere Demschöstrr- Der Prozeß Lrzberger-Helfferich. sJ3erl_in, 17 .Febr. (Wolff.) Im Ercherger- Lelfferich-Prozeß wurde beute der Fall Wolff verhandelt. Helfferich behauptete, daß Erzberger genaue Beziehungen zu dem großm Eifmhanvels- untcrnehmen Otto Wolff in Köln unterhielt, dessen Mittnhaber Ottomar Strauß bem Minister seine Stellung verdankte und dessen Mil- lionen-Ausmhrgewinne auf Bevorzugung und Informationen durch die Erzberger nabeftebenben Behörden beruhten. Tie Firma urtterhielt eine üppige Gastlichkeit, woran die höchsten Staatsbeamten teilnahmen. Erzberger verwies dagegen auf die Gasttnähter bet Hamburg-Amerika-Linie wahrend des Krieges im „Kaiserhof", woran sich Helfferich beteiligte. Beide Parteien leugneten die Beschuldigung der Gegenseite ab, sich des öfteren in ungewöhnlicher Werse haben bewirten iu lassen . Erzberger erklärte als Zeuge, er sei an der Ernennung Strauß' zum Geheimen Re- giermigsrat unbeteiligt. Er habe mit Strauß und anderen gelegenllich gefrühstückt, weil er aus Beittnmgel wichtige Besprechungen brim Frühstück erledigen mußte. Dr. Alsberg fragt, ob Erzberger nicht seinen Freunden kurz vor dem Friedensschluß erKärte, der Friede werde unter allen Umständen geschlossen werden, unb ob darauf mit Wisjen des Nebenklägers Valutaspekulationen in der Schweiz vor genommen wurden. Erzberger erwiderte, seine befamrte Stellung zur Fr Lebensfrage habe er in den Beratungen seiner Fraktion selbstverständlich bargefegt. Wie weit dies nach außen hin befaimt genwrbrit sei, wisse er nicht. Tips in dieser stichttrng habe er niemandem gegenm. Aut du: Frage Helfferichs sagte Erzberger, ihm sei Wolff als eine geeignete Persönlichkeit für den Posten des Generalkommissars für die besetzten Rheinlande bezeichnet werden. Die Sache fei aber Art- Stadt und Land. Gieren, den 18. Febr. 1920. Die Kartoffelversorgung. Ueber di? Kartofftlversorgung macht das Reichslvirtjchastsministerium einige bemerk.mÄvnte Angaben. Es teilt mit, daß die HerbstktrtDffel- anbaufläche des Jahres 1919 gegenüber d:m Vorjahre von 2 153 274 Hektar aus 2 010 103 Hektar zurückgegangen ist. Die AnbanverMinderung beläuft sich also auf 6,6 Prozent. Der Ernteertrag beträgt nach den Schätzungen dcr Kommu- nalverbände durchschnittlich 174,8 (im Vorjahre 199) Ztr. je Hektar, zusammen gleich 351 409 172 Zentner gegenüber etnrr Vocjcrhrswnte von 482 551280 Zentnern. Das Minderaufkomnien beträgt hiernach 77 142 108 Zentner gleich 18 Prozent. Durch den Frostschaden im November sind der Speisekartoffelbewirtschaftung 41/4 Millionen Zentner verloren gegangen. Die erfrorenen Kartoffeln mürben in Trortnereien, Stärkefabrikm und Brennereien Der arbeitet und teilweise zum Verfüttern verwandt. Die Kartoffelbefötoerung litt unter Wagenmangel. In den für die Kartoffelversorgung entscheidenden Hauptlieferwochm konnten nur etwa 40 Prozent der angefowertm Wagen gestellt werden. Ter Kartoffelanbau rourte durch den Mangel an natürlichem und künstlichem Dünger ungünsttg beeinflußt. Für das Jahr 1920 hat das Reichswirtschastsministerium 12 000 Tonnen Kunstdünger zur Verfügung gestellt. Der Dünger wird zu Höchstpreisen cm solche Kartoffel- erzeuger abgegeben, bi? sich bei den Kartoffelablieferungen besonders hervorgetan habm. Die Kartoffellieferungen aus Dänemark sind nahezu erfüllt. Aus Holland sind oa. 1 Million Zentner, aus Polen 354 500 Zentner geliefert worden. Die Durchführlmg der Zwangswirtschaft hatte mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Durch Schleichhandel und Hamsterei wurden der öffentlichen Kartoffel- Wirtschaft erhebliche Vorräte entzogen. Fast überall mußte die Ration auf 4 bis 5 Pfund herab- gesetzt werden. Inwieweit es gelingen wird, die Kartoffclverforgung bis zum Rest des Wirtschrsts- jahres aufrechtzuerhalten, hängt von den Vorräten ab, die sich im Frühjahr nach Oeffnung der Mieten noch vorfinden werden. Es läßt sich zur Zeit noch nicht übersetzen, ob und inwieweit der Frost dm erngemieteten Kartoffeln Schadm zugefügt hat. Kriegsgefangenen-Heimkehr. Der Dank oer Hcimkchrer. Aus allgemeinen Wunsch unserer Kameraden itiifc Leidensgenossen sagen wir im Namen der Heimkehrer der Stadt Gießen unseren besten Tank für den überaus freundlichen Empfang, für die reichlichen Spenden und Liebesgaben, die sie uns Überreicht hat. Wir wußten wohl, daß wir in der Heimat nicht vergessen waren; aber dieser herzliche Empfang überstieg weit unsere Erwartung. Das Lager war in durchaus Vorbereiteten, guten Zustand gesetzt. Tie Lagerangestellten haben es verstanden, uns nach der deutschen Organisation schnell ab- znfinden, damit wir so bald wie möglich unseren Lieben daheim ^geführt, würden. Auch ihnen unseren Tank. So wie die Stadt Gießen für uns gearbeitet hat, verpflichten wir uns auch alle, an dem Neua u fbau unseres Vaterlandes mitzuarbeiten. Ein Lebewohl der Stadt Giesen. Wilhelm Zilins, Rotthausen tKreis Essen), Leitberstroße 55. Heinr. Ado l p h, Herne i. Westt, Rosenstr. 20. Emil Reiners, Bleseen (Oldenburg). te» Beuern, 16. Febr. Aus unserem Orte befanden sich fünf Leute in französischer Gelangenschaft. Alle fünf frnt nun glücklich in die Heimat zurückg-flehtt. Es sind dies: Siegfried Cdelmuth, Sohn des Handelsmannes Gukknd (Äel- muth, Karl Wilh. Otto, Sohn des Sattlers Otto, Landwirt und Steinhauec Heinrich Bello ff, Karl Aug. Sommerlad, Sohn der Witwe Sommerlad unb Landwirt Philipp Lepper. Letzterer flam am 12. September 1914 in Gefangenschaft und tjat während der 5Vr)ährigen Gefangenschaft viel ertragen müssen, ©in früher unternommener Fluchtversuch mißlang ihm leider. Tie Zurückgeflehrten wurden, soweit sie Mitglied des Gesangvereins waren, von diesen abends durch ein Ständchen begrüßt. * Daubriugen, 16. Febr. Vergingen en Dienstag kehrte Krrl Frey, der erste unserer Gemeinde, aus fvan^sischer Gefangenschaft zurück. Inzwischen hat sich auch der zweite gemeldet Karl Braun, Sohn des Schuhmachers Georg Braun. - m. .Hungen, 16. Febr Ms zweiter kam heute früh der 22iährige Buchdrucker Hermann Jockel aus französischer Gefangenschaft zurück. = Münster, 17. Febr. Aus französischer Gefangenschaft kehrte Friedrich Törr mro Richaro Gontrum zurück. Karl Wießner ist bis setzt aus französischer Gefangenschaft noch nicht z.rrück. - 4 Ortenberg, 16. Febr. Aus französischer Gefangenschaft kehrte weiter zurück Gottlieb Schiff. Er war in den schweren Somme- flämpfen, im Jnf.-Regt. 116 fechtend, verwunde l in Gefangenschaft geraten. Leider traf der Heimkehrer seinen Vater und seine Schwester nicht mehr am Leben. Ter übliche Willkomm grüß der Heimat wurde auch ihm geboten. Zu unserer größten Freude l)at auch der letzte unserer Kriegsgefangenen Karl Fahrenbruch schon vom deutscheu Boden geschrieben, so daß die Hoffnung besteht, daß auch er bald nach Haust kommt an dem Widerspruch Fachs gescheitert. Helfrich führte an, daß Erzberger Walls auch zum Vertreter des Reichsverwertungskimtes im Rh.rnland vorgeschlagen und ihn zu Geschäften der Waffen- stillstandskommission zugezogen habe. Strauß )agte aus, daß weder er von Erzberger, noch Erzberger von ihm Vorteil hatte. Berlin, 17. Febr. Im weiteren Verlaust des Prozesses Erzberger-Helfferich kommt der Fall Richter zur Verhandlung. Erzberger war mit 4 0 000 Mart und 40 Prozent Gewinn an der Firma beteiligt. Tie Firma hatte einen einzigen kleinen Auftrag erhalten und ihn nicht auSgesührt. Zeuge von der Kolk erklärte, beide, er uilü Erzberger, hätten ihr Geld verloren. Geheimrat H 0 0 g e n vom Eisenbahnministerium sagt' aus, daß ein Schreiben von Erzberger, - als er schon Staatssekretär war, eingegangen sei, in dem er bat, der Firma Gelegenheit zu geben, das Patent vorruf üh re n. Helsferich stellt hiermit einen Widerspruch gegenüber der neulichen Aussage Erzbergers fest, daß er nie und nimmer zu Gunsten einer Privatperson eine Intervention beim Eisenbahnminister unternommen habe. Erzberger erklärte dies als eine irrtümliche Auffassung. Nächste Verhandlung Freitag. Lebensmittel. ** Speck-Verteilung. Bon Freitag bis Dienstag, abends 6 Uhr, gelangt in den NLetzger- geschäften bet Stadt gegen Abgabe des Bezugs- abschnittes Nr. 1 der Auslandsfleischkarte amerikanischer Speck zur Verteilung. Aul leben Bezugsabschnitt entfallen 200 Gramm zum Preise von 3,04 Mk. Die Abholung hat in den Geschälten zu erfolgen, in denen der Kontrollabschnitt abgegeben wurde. ** Ausgäbe kondensierter M i l ch. Tie Milchempsänger, deren Karte auf Vs Liter lautet, erhallen am Donnerstag und Freitag gegen Abgabe der Milchmarte Dom 23. Februar der 9. Woche anstatt der ihnen zustehenden Vollmilch für den 19., 20., 21. und 22. Februar 1920 eine Tose kondensierte gezuckerte Vollmilch. Der Ver- ürusspreis beträgt 7 Mk. für die Dose. (Sieche Anzeigenteil.) Veranstaltungen. Stadttheater. 6 Utjr: Fidelio. — 8 Uhr: Uferinis Abschiedsvorstellung im „Einhorn". — Lichtspielhäuser wie gestern. * ** Amtliche Personalnachrichten. Am 7. Februar 1920 wurde der Militäranwärter Offizierstellvertreter Ferdinand Herzberger aus Garbenteich zum Steueraufseher ernannt und ihm der Aufsichtsbezirk Büdingen mit dem Wohnsitz Büdingen zugewiessi. ** ErHöhung der Aer zt e ho no rare. Durch die ungewöhnliche Teuerung veranlaßt, haben die Aerzre der Provinz Oberhessen die Erhöhung der Honorare für die ärztlichen Leistungen, Beratungen und Besuche, inslstfondeve ckmh für die 'während der Nacht und des Sonntags verlangten Besuche besckstossen. ** Anläßlich der H auswirtschafts- und Han darbe itslehrerinnen-P rü- f u n g findet in den Räumen der Al beschule, Steinstraße 10 parterre, eine Ausstellung der Jahresarbeiten der Seminaristinnen in Nadelarbeit, Zeichnen und Anfertigung von Anschauungsmitteln statt. Die Ausstellung ist Freitag den 20. Febr. von 10V3—1 Uhr und 2V»—5V2 Uhr geöffnet. ** Im Deutschvölflischen Schutz- und Trutz-Bund spricht am Donnerstag Abg. Wiegerhaus-Elberfeld über „Die Ursache unseres ZusammÄ>ruchs". ** Der Allgem. Verein für Armen- und Krankenpflege, Gießen, halt am Freitag den 27. Februar feine Generalversammlung ab. ** Eva ngeli s cher Bund. Am nächsten Sonntag abend 8 Uhr soll in der Stadftkrrche wieder ein Vortrags-Abend des Evangelischen Bundes stattsinden. Pfarrer Sattler- W-eseck wird über „TiesozialeSendungunsererKirche" sprechen, ein Thema, das gewiß allseitiges Interesse beanspruchen darf) besteht doch trotz vielfacher Ableugnung eine enge Verbindung zwischen der christlichen Kirche foroo'fd katholischer wie evangelischer Ausprägung und dem sozialen Lebensgebiet. — Ter Vortrag wird von musikalischen Darbietungen umrahmt sein. (Siehe Inserat!) ** Der ©Dong. Arbeiterverein hielt am Samstag bei Gastwirt Sauer, Neustadt, feine Hauptversammlung ab. Nach dem vom Vorsitzenden erstatteten Jahr es beri ch t hat sich der Verein im abgelaufenen JaAe außerordentlich gut ent- wickell. Dre Zahl der Mitglieder ist von 265 auf 290 (darunter 20 Frauen) gestiegen. Die Mitgliederzahl der Sterbekasse des Vereins beträgt 172, die der Gesangsabteilung 49. Die finanziellen Verhältnisse der Sterbekasse Haben sich im letzten Jahre wieder wesentlich gebessert. Die Rechtsberatungsstelle des Vereins hat auch im ab- gelau fernen Jahre, besonders auf dem Gebiete der Arbeiterversicherung, segensreich gewirkt. Bei den Wahlen wurde der Vorsitzende sowie die ausscheidenden Vorstandsmitglieder wieder gewählt, neu gewählt in den Vorstand würben die Herren Gellfuß und Loh. Ueber das VereinsorgM und Über die weitere Tätigkeit des Vereins entspann sich eine sehr rege Aussprache. ** For s chungsreisen in Inner- China. Professor Dr. Wegener (Berlin) sprach Montag abend am vierten Vorttagsabend der Vortragsvereinigung über eine seiner Forschungsreisen in Inner-China. Die Hörer sahen sich sehr bald, dank der sehr guten Lichtbilder unb den klaren Erläuterungen, auf eine fesselnde Forschungsreise mitgenommen durch ein Riesen stück Chinas, südlich des Jang-tse-kiang. JnNan-tschang machten wir den sonderbaren, an das Gebahren altrömischer Fvauen-Visiten erinnernden Besuch bei den Spitzen der Provinz, beim Mandarinen mit, toobei fast alles anders zugeht wie in Europa. Indiskrete Fragen nach Aller und Vermögen sind Gesprächsstoff unb der Gastgeber bittet Mießlich doch aufzubrechen. Aujch sonst ist alles anders. Trauerfarbe ist weiß, Wein trinkt man heiß. In der per- spekttvtschen Zeichnung läuft alles im Hintergrund auseinander, beim Abschied schüttelt man die Hande, aber nicht einander. In der Schule schlägt man mit Allotria die Stunden tot, und die richtigen Stellen in dem Extemporale unterstreicht man rvt. Doch weiter nun zu Fuß, oder Pferd oder Sänfte. Wagen gibt es in ganz Düdchina keine. Das Land tst durchzogen mit fteigartigen Feld- megen, auf den Lasten durch Kulls befördert werden, auf einrabrigen Karren, die das ganze Gewicht auf dem Rade tragen und von einem Menschen bewegt werden. 5o Kilometer pro Tag für 50 Pfennig. Tempora mutantnr! Es war einmal! Ueberall geht durch Reisfelder, die kunstvoll sogar in Terassen dre Hange hinaufllettern, wagrecht angelegt, durch kleine Dämme das Wasser stauend, das die jungen Pflanzen den größten Teil des Wachstum über faft ganz bedeckt. Durch Schiefer- und Ro hsand stem- Gebirge getzt es auf Wasserwegen in leichten jauberen Dschunken weiter. Die Wasserwege werden in China mit großem Geschick bis natze yrr -Quelle ausgenutzt, schließlich mit Bambusflößen unb gar mit kleinen LaWößen, bie von dem Manne gezogen werden, der selbst im Wasser watet. Manchmal wird oud) Ackerwirtschaft getrieben aus Rietenflößm, die bis zu sieben Monate unterwegs btefbat. Von Kcmg-tsch>u nordwärts wieder geht es in großen Dschunken weiter, durch Stromschnellen zwischen Klippen, ums mitunter schlecht endet. Die Fahrt endete bei der Pagode von Non-tschang, wo die erste topographische Aufnahme erfolgte. Wieder Besuch und Gegenbeftrch beim Mandarin und wir wurden entlassen mit der Bemerkung, daß China mit seiner enormen Nüchternheit und fernen Bodenschätzen das Lack der unbegrenzten Möglichkeiten sei, zumal die neue Reformschube in Nan-tschang einen Beweis dafür biete, daß China durcheilten naren tüchtigen, strammen Geist aus seinem Schlafe gaveckt sei. Der Anfang der Abrechnung zwischen W«ß unb Gelb B T. 8: 9: 3: 4: M 'n rn ’n n Vriefkaften der Redaktion. Examenskandidat. An amtlichen Formularen üb er er fv l g te I m p f u n gen er halten Erstimpflrnge (kleine Kinder, einer, roten Schein. Wtederimpflinge (12jahn# Schulkinder) einen grünen Schein. Weiße Imps- I scheine gibt es nicht. über dm Sm'G über die V Nvvembe ordne üfi i Nimöerllm MÜtruzm bei •'imetdnerto , n. $ ®oija oder migimg des imib bie & ierfetei, a toirb, auf 1 ment erteilt P müflen wltmbftatm iriimnun^oit rohes entfei " 10: "n U: ' 12: „ 13: Der Lbei ■"G ML Kreis Schotten. O Gedern, 16. Febr. Der KreiS-Obst- und Gartenbauverein veranstaltete heut: vormittag durch Kreisobstbauinspekwr Metternich von Büdingen einen Gemarkungsrundgang. Nachmittags fand im Bergwirtshaus ein gut besuchter Vortrag statt, bei welchem Herr Metternich di' verschiedenen Möglich Veiten zur Anpflanzung von Obstbäumen erläuterte und eine Fülte wertvoller pvakttscher Winke gab. Dem Obstbauverein trat eine größere Anzahl neuer Mllgli.'der bei. Starkenburg und Rheinhessen. bt Darmstadt, 17. Febr. Wirll. ®ebdme= rat v. Roemheld, der seitherige Kabinettsdirektor des Großherzogs, wird, wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, demnächst aus dem Hos- dienst ausscheiden und als Vortragender Rat vom Landesamt für Bildungswesen übernommen werden. mc. Groß-Gerau, 17. Febr. Aus Veranlassung der hessischen Regierung werden augenblicklich im Ried Forschungen über die Abbauwürdigkeit der dortigen Torflager angestellt. Hessen-Nassau. Die Grippe. nie. Frankfurt a. M., 17. Febr. Wie in anderen deutschen Stabten ist auch in Frankfurt eine erschreckende Zunahme an Grippe festzustellen. Namentlich werden junge Leute von 15—25 Jahren davon befallen; die Krankheit tritt hier in etwas leichteren Form, wie in den anderen deutschen Grotz- Städten, auf, doch hat man mehrfach Fälle beobachtet, die schwere Gliederlähmungen zur Folge hatten. = B iedenkopf, 17. Febr. Der Aerztliche Kreisverern Biedenkopf gibt bekannt, daß die Vorzug s be l ie fer u n g der Aerzte mit Ko h- l e n nur auf dem Papier steht imb daß er infolgedessen alle Patienten bitten muß, wenn sie ärztliche Spvechstmüen aufsuchen, zur Erwärmung der Wartezimmer einige Scheite Holz ober etliche Briketts initzubringen. „Man möge dieses Ersuchen mll der Not der Zett entschuldigen," schließt melancholisch die Bekanntmachung. mc. F r a n k f u r t a. M., 16. Febr. Mll einem Kostenaufwand Dom nxibcxu 3 Millionen wird am RLerwald eine neue Kleinha u ssiedeluno erstellt, die 58 Drei- und Vier-Ziimmcrwvhnung-n umfassen soll. Die Bauplätze werden im Erbbau abgegeben. ,U •'Stufen1 -^ener !?•%; W W SÄ«' Don bei2lbJ rM Wk-ckai : trilang. W1 i 'allen 20 3.04D11.5 }u eckigen, t -eben wurde. Tie Md den 25. d. Himner 13) Ä glächzeiti MckB'efer Gießen, s. ^rella^, i W ^ Die §ler 8® LVerlji vie Äftra, «eiKifli, unt fort. ?9ebol‘" ^,/64ssaionnii frtJpoeräfetHii ictroai »lau re * « * X Hanau, 17. Febr. Das Stadt theater in Hanau, das sich dem dramattschen Schaffen Ganglwfers stets mit besonderem In teresse gewidmet hat, brachte gestern abend dessen neuestes Bühnenwerk „Der Segen des Jrttum-' zur Uraufführung. Es handelt sich um eine Ein- akterfvlge, die den Akt „Neue Blüte", den Schwan! „Tie Tepesche"' und die Dorfgvoteste „Tas salsck-' Maß" umfaßt. Tirektor Spannuth-Bodensted! brachte im Verein mit seiner Künstlerschar das Werk so heraus, daß ihm ein durchschlagender Erfolg beschieden war. Gießener Opern- und tkonzertwoche. Gießen, 18. Februar. Zar und Zimmermann. Komische Oper von Albert Lortzing. Welch außerordentlichem Bedürfnis das Gast» spiel des gesamten Opernkörpers des hessischen Landestheaters Darmstadt entgegen» kommt, zeigte sich berells beim Vorverkauf, der eine große Zahl, wenn nicht die Mehrzahl der Andrängenden leer ausging. Ta man außerdem alles getan hat, um den mitwirkenden Künstlern in der Zeit der Verkehrsnöte u.nd Unterkunstsschwierigkeiten alle Unbeguemlichkeiten nach Möglichkeit xu ersparen, oder doch auf ein Mindestmaß herabzusetzen, so kann man jetzt nach der ersten Aufführung schon die Hoffnung aussprechen, es möge sich gegen Ende dieser Spielzeit nochmals Gelegenhell zu einem Gastspiel der Darmstädter Opernkräfte bieten. Mit einer solistisch, wie choristtsch gleich bedeutsamen Aufführung von Lortzings Zar unb Zimmermann wurde die Opernwoche eingeleitet und vermittelte so neben dem im November vorigen Jahres gehörten „Wildschütz" mit dem Besten, was uns der Meister der deutschen komischen Oper des 19. Jahrhunderts gegeben hat. Von den Kräften des Abends, die durchweg auf bemerkenswert künsllerischer Höhe Rauben, wäre wohl an erster Stelle Walter Elschners Zimmergeselle Peter Iwanow zu nennen, besten Vortrag sich durch spielende Frische, gesangliche Rundung und musikalische Sicherheit auszeichnete und der auch im Spiel sich gewandt und beweglich erwies. Eine ebenbürtige Partnerin war ihm in jeder Weise Frieda Meyer als Bürgermecsters- nichtchen von Saardam. Ihre Auffassung war dramatisch etwas stärker akzentuierend und belebte außerordentlich durch die anmutige Neckerei, mit der sie die Eifersucht ihres Geliebten zu stacheln weiß. Theodor Heusers gediegene stimmliche Dualitäten kennen zu lernen, hatte man bereits Landkreis Gietzrn. Die hessischen Braunkohlemoerke. = Münster, 17. Febr. Die Kvhlengwß- hacklung Andre u. Co. aus Frankfurt t M., welche die hiesigen Mutungen auf B r a u n - kohlen gekauft hat, hat vor 10 Tagen mit den Bohrungen angefangen. Sie sind jetzt 25 Mebrr tief und toerben aus 39 Meter Tief: bi: Kohlen bekommen. Hoffentlich wird das Lager zum Abbauen stark genug sein, damit die Kohlennot in unserer Gegend etwas behobm wird. * * Annerod, 17. Febr. Am Sonntag den 15. d. M. hielt der hiesige Turnverein eine sehr gutbcsuchte Abendunterhaltung, verbunden mit turnerischen Aufführungen, wie Fackelreigen mu> komischen Vorträgen, ab. Herr Wehrum gedachte der gefallenen Kameraden sowie der GesanZenen und richtete an die Eltern die Bitte, ihre Gxiqne zum Turnen zu schicken, damit die durch den Krieg geriftenen Lücken ausgeglichen würden und unter Vaterland wieder allmählich emporkomme. Die Unterhaltung fand reichen Beifall. - m. Inheiden, 14. Febr. .Der gestern beim Holzfällen im Walde durch einen zu früh allenden Baum verunglückte Heinrich Baar von hier ist heute früh im Hungener .Kcanken- hause seinen schweren Verletzungen (Schabelbruch) erlege'' ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Er hinterläßt Frau und Kinder, denen ich allseittge Teilnahme zuwendet. - m Hungen. 16. Febr. Auf Veranlassung unseres Gkisttichen, Pfarrer G ö ck e l. .fanden sich gestern abenb im Saale der „Traube" erne überaus große Zahl hiesiger Einwohner zu ctnem Familienabend zusammen. Pfarrer Gockel sprach nal)ezu drei Stunden über ferne Erlebnisse und Eindrücke als Feldgeistlicher auf dem östlichen Kriegsschauplatz. Seine interessanten Ausführungen, ine nicht die Schrecken des Krieges bemäntelten, sondern lediglich eine Schilderung van Land und Leuten, Sitten unb Gebräuchen in der Ukraine darstellten, machten auf die Zuhörer tiefen Eindruck. Tie beiden Gesangvereine „Äntracht" und „Liederkranz^ ver- chönten den Abend durch Vortrag mehrerer wir- tungstoller. Chöre. * Lich, 16. Febr. Der Frauenchor veranstaltete am Samstag im hiesigen Schloß unter ter Leitung von Frl. Marie Jäger einen musikalischen Abend zum Besten ter Gedächtnisslistung für die Gefallenen ter Stadt Lich. Mitwirtende warm Z-rau Damm-Zörb (Mavier) und Frl. Nella Gregor (Gesang) aus Friedberg. Das Fürstenpaar stellte dankenswertester Weise den neuen Saal im Schlosse zur Verfügung. Ter Ouvertüre -11 „Egmont", achthändig auf zwei Klavieren vorgettagen, folgte ein Prolog, ter als Endzweck der Veranstaltung den Dank der hiesigen Frau-en für unsere g:frll'2ien Helten forderte. Die einzelnen Chöre verdienten großen Beifall, da die Sängertnnen wirklich (Äutes leisteten. Als Höhepunkt der Leistungm war >nit- chieden ter letzte Chor „Im Frühling", von Bor- giel, anzusprechen, dessen immerhin nicht M:in: Schwierigkeiten sicher bewältigt wurden. Als Klavier künstlerin leistete Frau Damm-Zörb Heroor- ragendes Ihr fließender Vvrtvag kam zu voller Geltung. Ebenso geschickt begleitet? sie die von Frl Gregor vorgetragenen Lieder. D?r llingmde Erfolg des Abends ergab nach Abzug der Kosten den Ertrag von 900 Mk. Kreis Büdingen. d. Oberlais, 18. Febr. Tas am vorigen Sonntag abend vom hiesigen Gesangverein „Lie- derfveunb" veranstaltete Konzert nahm in allen seinen Teilen einen schönen unb würdigen Verlauf. Es wäre unrecht, wollte man die eine ober andere der Darbietungen besonders ermähnen; sie verdienten alle das gleiche Lob. Sämtliche Lieder legten Zeugnis ab von dem.Fleiß und der Ge- wisfcn'haftigkeit, welche der Drngent des Vereins, Lehrer Gengnagel, auf ihre Einübung verwentet hat. Zwei flott gespielte Theaterstücke hüteten den Abschluß der Veranstaltung. Ter als Gast erschienene Gesangverein von Glashütten sang unter Leitung von Lehrer Judersleben. Zu dem an das Konzert sich anschlmnenden Tanz spielte zum erstenmal die erst lln Herbst gogrüntete einheimische Kapelle auf. Sport. = Fußball. Am vergangenen Sonntag spielte die vollständige 1. Mannschaft des Sport» Vereins Merkur gegen die gleiche VNannschift des V. f. B. Marburg in Marburg und konnte nid) schönem und dauernd überlegenem Spi'.l mll 5:0 Toren den Sieg nach Hause bringen. — Kommenden Sonntag stehen sick) auf dem Sportplatz Trieb die 1. Mannschaft des Sportvereins Merkiir und die gleiche Mannschaft des F. C. Bad-Homburg I gegenüber. Der Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen fällte in seiner Sitzung vom 11. Februar folgende Entscheidungen: Ter Tari [Vertrag für kaufmännische Angestellte in der Stobt Gießen vom 6. Tezember 1919 würbe auch für die Angestellten bes Buchhandels (her Antrag richtete sich gegen bie Firmen: Pilgermission, Ferber, Frees, Pfeiffer, Pucker, Roth unb' Töpelmann) für grundlegend erklärt mit klei- j nen Abänderungen (Rückwirkung v-un 1. Januar | 1920, Volontäre zählen als Lehrlinge, Lehrlingen i ist auch die Wirtfchafisbeihllfe hu gewähren). Kün- , tigungen aus Anlaß bes Tarrsverttags sinb verboten bzw. erfolgte zurückzunehrnen. Tie Gemeinde Londorf ist verpflichtet, ihren Holzhauern vom Beginn der Holzhauerei 1919 an den nach dem Lohngebiet II des staatlichen Tori Vertrags zusteh/nten Lohn zu zahlen. Tie Digelegenheit des Buchdruckers Peter Krim in Maar gegen Firma Friedrich Ehrenllau in Lauterbach wegen Wiedereinstellung wurde an das Tarif schiedsgericht für Buchdrucker verwiesen. In der Tarifsache des Transrortarber'.er-Ver- bandes gegen 13 Fnedberger Firmen haben Parteien zunächst bie Wetterführung ihrer Verhandlungen, bie eine Verständigung erwarten' lassen, untereinanber beschlossen. Tie Fürstlich Braunfelssche Rentkammer Hot ihren Holzhauern die Lohnsätze des Tarifvertraget nachttäglich zugesagt, das Becfalwen würbe daher vom Bauarbeiterverband als erledigt erklärt. ter OK Ti ent $ hiermit Gießer TrrObäb m der letzten „Bajazzo"-Auffuhrung Gelegenheit. Sein Zar, der allerdings mimisch zur Temperamentlosigkeit verurteilt und darauf angewiesen ist, durch zurückhaltende Würde zu wirken, ließ die stimmlichen Vorzüge immer stärker hervortreten. Tas Zarenlied, der Höhepunkt der fkolle, mußte wiederholt werden. Darstellerisch im Mittchrunkt stand Heinrich Kuhns Bürgermeister van Bett, lener drollige Typ, ohne den man sich nun einmal eine komische Oper Lortzings kaum denken tarnt. Herrn Kuhns Spiel erinnerte im guten an Herttt von Schencks vorbildlichen Schulmeister Baculus, ohne ihn gesanglich ganz zu erreichen. Nichts- deswweniger blieb sein Überweiser Bürgermeister ein voller Erfolg. Die Herren Paul Petersen, Joseph Schlembach mußten als wenig beneidenswerte „Entente"-Gesandten in ihrem Patt stark zurücktteteu; ebenso Ludwig Kleinböhh der für August Globerger entsprang und daher zumal im Sextett des zweiten Aktes nicht.ganz fest stand. Besonders hervorzuheben ist noch Martha *•« Siebe!, die musikalisch unb darstellerisch pÜ »•*««« Frau Brown zu fesseln wußte. Technisch wie gualitativ außerordentliche- leistete das unter dem noch jungen musikalischen Letter Ferdinand Wagner stehende Orchester. Die ganze Klangschönheit konnte jedoch bei dem ftemden Orchesterraum noch nicht zur Geltung kommen. Auch die Chöre zeigten sich ihrer Auf' gäbe durchweg gewachsen und erwiesen den Vorzug eines volleingespielten Ensembles. Tie gut geratenen Bühnenbilder waren von Jan Hey' thekker zirsammengestellt worden. x—X 3 tob iJ’.1" k °m Bijfj nid) SM ^niett folgt* ÄÄ eK «Hünen; M ' hNigimg fiw»! en. Rentilmmkr ft csamn wurde baW erlröigr erfärt. Konjertroodie. »en, 18. Mim. mann. ert Lortziug. Bedürfnis das Qk> trtbeä hessisch! mstadt entgegn «im Vorverkws, k lt die Mehrzahl K Ta man auherdc troitknben Sünffc te imd Unterfunb dienten nach D i aus ein Mindest-.' behördliche Anzeigen. Ausgabe kondensierter Milch. Die Milchcmpsänger, deren Sorte ruf Vr Situ lautet, erb ilten amDvnnerstaqden 19. und Freitag den 20. Februar 19 20 in nackt- stehend aufgeführten Geschäften gegen Abgabe der Mllchmarke oom 23. Februar 1920 der 9. Woche anstatt der ihnen zustehenden Vollmilch für den 19., 20., 21. und 22. Februar 1920 eine Dose ton benf ter te gezuckerte Vollmilch. Ter Verkaufspreis beträgt 7 Mk. für die Tose. Die Kleinhandelsgeschäfte haben die eingegangenen Milchmarten bis spätestens 2 4. Fe- bruar 1 9 20 auf dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer Nr 12, abzuliefern und die restlichen Dosen Milch zurückzugeben. Bezirk 1: Brrdux, Gebr., Bahnhofstraße, „ 2: Schön hals, Ehr., Nord-Anlage, „ 3: Dörr, Emil, Großer Steinweg, >, 4: Schäfer, M., Kaifer-Allee. >, b: Kopp, Friedr., Bismarckstrahe, >, 6: Klingelmeyer, Karl, Ludwigswaße, „ 7: Nassauer, D F., Neuenweg, „ 8: Männche, Conr., Wilsonstrahe, „ 9: Krug, $>., Wetzlarer Weg, „ 10: Noll, Aug., Bahnhofstvaße, „ 11: Reinhardt, I., Krosdorfcr Stvaße, „ 12: Trechsler, örinr, Steinstraße, „ 13: Maternus, I., Klinikstvaße. Gießen, den 17. Februar 1920. 18778 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Speck-Verteilung. Von Freitag den 20. bis Tienstag den 2 4. d. M„ abends 6 Uhr, gelangt in den Metzgergeschäftrn der Stadt Gießen gegen Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 1 der Auslandsfleischkarte amerikanischer Speck zur Verteilung. Auf jeden Bezugsabschnitt entfallen 200 Gramm zum Preise von 3.0 4 M k. Tie Abholung hat in den Geschäften zu erfolgen, m denen der Kontrollabschnitt abgegeben wurde. Tie Metzgergeschäfte haben die eingegangenen Bezugsabschnitte bis spätestens Mittwoch den 2 5. d. M. auf dem Stöbt ßebenämittflamt (Zimmer 13) abzuliefern: nicht abgeholter Speck ist gleichzeitig an den Städtischen Schlachthof zurückzuliefern. 18688 Gießen, den 14. Februar 1920. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelmnt). Bekanntmachung. Ti enachstehenden Bckanntmachuirgen bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 12. Februar 1920. jetzt nach der cri uing aussprechen, ° [ Spielzeit twtfrti. piel der TarmstL , Das ft JnT^; de fl^LSsttts» n em choristisch gleich > Lortzings Zar ii: ,e Operniwchc tr ; en dem im Wildschütz" mer r der deutsche'.^ erts gegeben V lbends, die IM n §lsch°n d }u nennen, öft fatöe, gehaf i« * fafyit aiiWnA i Mttdt unb beweg ,j rtnerin roat rhm v I ls BürgermnM | ttuieteitb unb « | anmutige Mm I beliebten zu stM I ckiegene ftimahs | batte man M I ührung ; misch B«x« 1 araui angMF Ji I ui wirken, wv « stärker ? rft der wj risch nnJW tgermeifte Dan Uri*"« i« kaum kim8"£w Schulmeister W - zu erreichen.^» stndikn Ludmig «1 ‘ 'S LS'' W Miüerordeml^ attv b 'A iur den d ittb w enlä 3ai f worden- 1 fl1’’ k MK Ter Oberbürgermeister. J.B.:Dr. Rosenberg. Bekanntmachung über den Vermehr mit Nutz- und Brsrnholz. Auf Grornd der 1 unb 4 der Vecorirnung über die wirtschaftliche Temobil mnchung vom 7. November 1918 (Reichs-Gesetzblatt S. 1292) ordne ich im Einvernehmen mit dem hessischen Ministerium des Innern und dem Hessischen Ministerium der Finanzen, Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung, hiermit an, was folgt: § 1. Nutzholz und Brennholz dürfen aus der Bahn oder zu Wasser nur mit staatlicher Genehmigung befördert werden. Bei Versand des Holzes nach hessischen Orten wird die Genehmigung von der staatlichen Ober» lörstever, aus deren Bezirk das tzolz befördert wird, auf dem Frachtbriefe ober dem Konnossement erteilt Ter Frachtbrief oder das Konnossement müssen den Absender, den Empfänger, die Versandstation, die Bestimmungsstation, den Bestimmungsort, sowie die Art und die Menge des Lolzes enthalten. l Verlaute | Ladcn-kinrWung gut erb-, Kinder-Schreib* pult, 1 eis. Bettstelle z. vk. 030o2 Friedrichttr. 3 p. Vie Auftraggeber «einer verkauf» - rinzeigen »erben gebeten, unter allen beteiligen Angeboten ihre AvreNe tötrahe, Hausnummer unb Stock» tserhlju verSssenrlichen. Soll die Ibrefle verdeckt bleiben, so wolle »an schristttch« Angebote unter »er Slnieigrnnummer fordern. Nu»Kunst über flbreIsen u. s. f. durch Me GeichSstvsleUe Kann nicht erteilt werben._______ $unae, schwarzscheckige Fahrkuh lOftfriefe) zu verk. M061 N>vbslh»ls»,Gari.-Str.3. Aisttstircin, verkauf. 7°"__Franks. Str. 136. Sin MsecMeiü geeignet für Zucht, zu verlaufen bei aeow Ad. Weißmann. Krau ff« rt. Straße 144. 2 Läuferschweine zu verkaufen. 03119 Heuchelheim, Giehener SiraKe 33. Zwei 8 Wochen alte Schäferhunde WolfSraffe) z. verkaufen. Ludwig Stiebler, *_ ‘^6 Reiskircheu. Ein Haus r.it Laden, inmitten der Stabt, zu verk. Zu erfr. , Atterweg 22 p. Verkaufe einen teichien Einspänner-Milchwag. reb'iSchlittengettell.<,w7 Bch.SUu-ek.Ettls,shsssan Za verk.: 1 gr. Stehen* Bshrusk mit Glasauisatz, IHseksteeku Fleischbrett, Igebt.Bssbaieeles, 2 Loft* pampea, 1 Sronleeehter, IBohner für Parkett, zwei doovelie Esseiklstea.*** Srankfurter Str. 36 I. Gr. bewegt. 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Statt durch Beförderungsschein tarnt die Beförderungserlaubnis auch durch Bescheinigung auf dem Abfuhrschrin erteilt werden. Tie Beförderung barf nur an dem Tage erfolgen, .der auf dem Beförderungsschem (Ab- fuhrschein) als Abgcmgstag nermerft ist. Der Transportführer hat den Beförderungsschem (Ab- fuhrschein^ bei sich zu führen. k 3. Tie Genehmigung (§tz 1 und 2) Tann von der Vorlage eines Nachweises darüber abhängig gemacht werden, wie das Lvlz verwendet werden soll. 8 4- Für die Erteilung der Genehmigung auf einem Frachtbrief oder einem Konnossement (8 1, Absatz 2 und ß 2, Absatz 2' wird eine Gebühr von einer Mark erhoben. Bei Beförderung von Lolzmengen ton weniger als zehn Festmetern kann von Erhebung der Gebühr abgesehen werden. 8 5. Tie zur Ausführung dieser Bekanntmachung erforderlichen Anweisungen werden von dem Lessischen Mvnisterium der Finanzen, Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung, erteilt. ß 6. Wer den Anordnungen in ben §ß 1 und 2 dieser Bekanntmachung vorsätzlich zuwiderhandelt, wird mit Gefängnisstrafe bis zu fünf Jahren und mit Geldstrafe bis zu einhundert- tausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. Auch kann das den Borschriften her §ß 1 und 2 zuwider beförderte Lolz zugunsten der Dessi- fchen Staatskasse von mir für verfallen erklärt werden, gleichgültig, ob es dem Tater gehört oder nicht. 8 7. Tiefe Bekanntmachung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung in Kraft. Tarmstadt, den 26. Januar 1920. Ter Staotskommifsar für die wirtschaftliche TeMobilmachung in Lessen: Linkenheld. Bekanntmachung über ben Verkehr mit Brennholz. Auf Grund der Verordnung des Bundesrats über die Errichtung von Preisprüßungsstellen und die Verforgungsregelung vom 25. September 1919 und vom 4. November 1915 (Reichs-Gesetzblatt S. 607, 728) heben wir hiermit unsere Bekanntmachung über ben Verkehr mit Brennholz vom 31. Januar 1918 (Reg-Bl. S. 49) mit Wirkung von dem Tage an auf, an dem die Bekanntmachung des Staatskommissars für die wirtschaftliche TeMobilmachung in Lessen über den Verkehr mit Nutz- und Brennholz tom 26. Januar 1920 in Kraft tritt. 18768 Tarmstadt, den 26. Januar 1920. Lessisches Ministerium des Innern: Tr. FuIba. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Inheiden für das Rs. 1920 liegt vorn 20. Februar ab eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht und Erhebung von Einwendungen offen. Es wurde die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Inheiden, den 16. Februar 1920. Reitz, Bürgermeister. 18931 2 gebr. Pserdekummetc, 2 lUberttrtflrlcmen mit 8unbiegel 1 dto. für Einspänner, 4 Liefcken z.Ernteleitem 2 Kuppel,verschied.Zua- und andere schwere geschmiedete Ketten, 2 Haferkrivven, 1 Hemmschuh nebst EiS- rfng, 2 Gummispiralschläuche ä 2 m lang, 1 dto., 1 m lang, einschl. planschen u. 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A. Direktor Rechner Li T e g e n I. PH. Pirr III. Lagerhalter Jvh. Steinnagel. 1909 W«Wg. Die Erdbewegung - 180000 bis 200000 Kubikmeter Humusboden - ist an leistungsfähige Tiefbaufirma ganz oder geteilt zu vergeben. 191c Allendorser Tonwette A.G. Allendorf, Post Ulm, Kreis Wetzlar. Familieu'DrulkfachenV^^^^ 6 Velvchr-, Dank-, Verlobung,- y und Üerm8blang$ = Karten, ■ Gebuttr- u. ttraueranjeigtn ■ ------ 9 Neuenweg 9 ----- Buchdruckerei I. tBeinert, »testen. Holzsubmission. . B Tie Gemeinde Ettingähausen verkauft im Wege des schrutlLchen Angebots fvlgeude Holzarten: Los 4. 5. 4. 2. 3. 4. 5. 5. 2. 3. 4. 5a. 5b. Kl. Kl. Kl. Kt. KI. Kl. Kl. Kt. Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. 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Nach Ablauf dieses Termins sind der Linzahlung auf unser Postscheck» Konto auch die Kosten beizufügen. Dietzen, den 16. Februar 1920. 1835V 2Ulgemetne vrisdranhenkasse »letzen. 3. 2L: Alb. Lentz. Ettingshausen, den 13. Februar 1920. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. Oeffentliche Vergebung. Tie Lieferungen^ der für das Hess. Landgericht und die Sxfl- Staatsanwaltschaft Gießen im Etatsjahr 1920 erforderlichen Schreibmaterialien und Buchbinderarbeiten sollen auf dem Wege der Submission vergeben werden und können Angebote sowie Muster der Materialien verschlossen bis zum Eröffnungstenrine: Montag den 15. Marz 1920 vormittags 10 Uhr auf der Gerichts schveiberei des Landgerichts, Zimmer Nr. 33, kostenlos niedergelegt werden. Bezüglich der Beschaffeirhrit der Schreck- und Kon- zeptpapiere wird auf die Bekanntmachung des Staatsministeriums vom 17. Januar 1907 bett. Erlast von Bestimmungen über Verwendung von Papier bei den Staatsbehörden verwiesen. Tie Vergebung erfolgt unter den in Anlage A des Erlasses sämtlicher Ministerien vom 16. Juni 1893 enthaltenen Bedingungen, die hier einzusehen und kostenlos erhältlich sind. Die Zuschlags- ftist beträgt 10 Tage. Gießen, den 14. Februar 1920. 1826V Der Landgerichtssekretär. Die Verpachtung der Gemeindejagd zu Langd findet am Freitag den 20. Februar nachmittags 1 Uhr auf hiesigem Rathaus nochmals statt. Langd, den 15. Februar 1920. 1851 Less. Bürgermeisterei Langd. Meyer. Haus »um Allembewobnen zu kaufen aefucht. Wohnnna von 6—7 Zimmern wird durch Ankauf frei. Schr. Ang, u. 1875 a. d. Gieh. A. 4 5 Ceae-Guten au kaufen gesucht. 03106 Frankfurter Ttratze 11. 4,5- oder 6-Zimmer-Haus zu kaufen gesucht. Sckr. Angeb. u. 0B137 an b. Gietzener Anzeiger. WhlSW IMNlMSsk (ÄL Buchhandlung) von gefchäsiSrüchitger Dame von antzerdalb zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. unt W127 an den (Niest. Anz. Sägewerk kleineres, am liebsten mit Wasserkraft, auch 1 Geld- schranku.Schreibmaschine zu kaufe« gesucht. 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Gott dem Allmächtigen bat es ge- fallen, meinen lieben, Mann, unseren berzensgurenLater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Paul Hoeck wohl vorbereitet mit den heiligen Sterbesakramenten, im Alter von 83 Jahren in die Ewigkeil zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Karoline Hoeck nebst Kindern und Enkel. Giehen i,Franks. Str. l ll, Elsdorf, Gelsenkirchen, Habinghorst, Karlsruhe. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 20. Februar, nackm. 2*/2 Uhr, statt; das Seelenaml Freilag vorm. 7 Uhr. (°’1Si Wigand Gernhardt 03035 und Fran. [Vermietungen | 2 möbl. Zimmer ab 1. 3. an soliden Herrn zu verm. mm Liebigftraste 8911. Möbl. Zimmer für das Sommersemester zu vrm WH Goctbestraste 40II. Mädchen, das im Haueh. etwas mith., k. Schlafstelle erb Walltorttr. 1811.°"" Whell.ljeizb.Ranm? zu Bureau ob. Lager geeignet, sofort zu verm. Näheres durch Architekt Behahmachor, Roonstr.31. | Mietgesuche | 6-7-Zimmer-Wohn, in besi. Hause für bald oder sväter zu mieten gesucht. Schrift!. 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Für die überaus vielen Beweise Herz, licher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Sattler am Grabe, sagen wir allen auf diesem Wege herzlichen Dank. Familie Heinrich Erb VI. Wieseck, den 17. Februar 1920. 1833 B Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die vielen Strane und Blumenspenden, welche uns bei dem Heimgänge unserer teuren Entschlafenen zuteil wurden,sagen wtrherzlichstenDank. Marie Jung Familie Radtke (Slic Jung Familie J.Jung Familie Heil. Giehen, den 17. Februar 1920. 03072 1 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher K-Z Teilnahme bei dem Heimgange un- serer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit innigsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Rudolf LeiSler Karl Leisler. Gießen, den 17. Februar 1920. 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Televbon 21«. 1117 Prlvat-Handels-Schulo „Hermes“ Gießen, Bahahofstr.60 Tel. 1097 Gegr. 1909 Buchführung alle Ianten belimden und sich damit außerhalb der Gemeinschaft der Welt stellen. Zu den Pflichten, denen Iich aus nationalen Gründen niemand entzie'nen kann, gehört es, sich mit uns zu vereinigen in der exemplarischen Bestrafung der verantwort stchen Urheber des Unheils und der Schrecken des Krieges und sich zu bemühen, die deutsche Nation zur Auffassung der Solidarität und der Menschlichkeit zurückzuführcn. da sie immer noch zögert imb auf den falschen Theorien ihrer Regierung verharrt, die offen aussprach, daß Gewalt vor Recht gehr und daß der Erfolg das Verbrechen heilige. Von diesen Gesichtspunkten aus und nicht ausschließlich von nationalen Gesichtspunkten aus, l-aben die Mächte die Königliche Regierung gebeten, ihnen Wilhelm von Hohenzollern auszuliefern und erneuern es mit diesem Gesuch. Die Mächte möchten der Negierung der Niederlande in Erinnerung bringen, daß sie, falls sic darauf verharrt, sich um die Anwesenheit der kaiserlichen Familie auf holländischem Gebiet nicht zu beküm. mern, obwohl sie rechtsverantwortlich dafür ist, einen Verbrecher vor den Regierungen in Schutz zu nehmen, sie auch verantwortlich ist für eine für Europa und die ganze Welt so gefährlichen Propaganda. Die Anwesenheit des Exkaisers unter durch, aus unwirksamer Kontrolle in geringer (Entfernung von der deutschen Grenze, so daß er dos Zentrum einer tätigen und wachsenden Jntrigue Vieler bleibt, stellt für die Mächte, die zur Beseitigung! dieser tödlichen Gefahr übermenschliche Opfer gebracht haben, eine Bedrohung dar, die anzunehmeit man nicht verlangen kann. Die Mächte haben die Absicht, solche Maßregeln zu ergreifen, tvie sie ihnen ihre eigene Sicherheit gebietet. Die Mächte können die peinlichen Gefühle nicht verbergen, die ihnen die Weigerung verursachen würde, den Exkaiser auszukiesern ohne irgend eine Prüfung der Möglichkeit, >vie bk Bedenken Hol - lands in Einklang gebracht werden könnten mit wirksamen Borsichtsmaßrsgeln, sei es in der Entfernung des Exkaisers vom Schauplatz seines Ber- brechens, durch die er gleichzeitig außerstande gesetzt wird, auf Deutschland zukünftig fernen unaftrt- fügen Einfluß ausMuben. Obwohl ein solcher Bar- schlag dem Verlangen der Mächte nicht ganz entsprochen hätte, hätte er doch Zeugnis gegeben von jenen Gefühlen, denen sich Holland unmöglich entziehen kann. Die Mächte machen in der verbind lichsten und dringlichsten Horm die holländische Regierung aufmerksam auf dre Tragweite, die sie einer neuen Prüfung der ihr gestellten Frage beimessen. Sie wünschen zu verstehen zu geben, wie ernst die Lage werden könnte, rvenn die Negierung der Niederlande nicht in ber Lage wäre, Zusiche- rungen zu geben, wie sie die Sicherheit Europas so gebieterisch verlangt. Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Nr. 41 sich im Mit Genehmigung der dienstlichen Behörden Vulkanisier-Anstalt Giessen 1613 □* D darin, daß u 2. n Damen - Sommerhüte 3. und 08017 4. O C Wo- «.ÄliMklkieo Vier, Flaschen, aebr. Maschinen. 92 sortenechl und keimfähig bet Louis Rothenberger Belte, Samenhandlung, Lich leeeeveg «. Teteph. Hl. I ®ut*Mbet Ctrabe 3. 1718 1718 Bewerbungen sind zu richten an: 1902A Einstellungsbüro des Personalamts der Marinestation der Ostsee zu Kiel Kognak-Flaschen »um Rohessen preiett^r- W hi* hei di« bei 1872 der Lage, vorerst weiter aufzukaufen. 03081 Emii Mer. HO- eil Siltermreo WW (Mell). WgMsße 51, WM 3278 1468,50 1471,501451:, 1878,- 1882,- 1853, die feine Oelwachs- Schuhkrem nicht zu übertreffen ist. 17.2. 6,15 2,72 41,04 36,04 99,60 36,04 41,96 3536 103,90 34,90 42,04 36,04 104,10 35,04 389,60 539,50 337,40 99,40 699,30 16.2. 6,15 2,75 7,20 5,35 299,- 102,75 40,96 35,M 98,40 35,96 Salz.Schnitt-Bohneu ff. Sauerkraut Galz- u. Sffig-fftrrrken Holländische Heringe We WWn ftd einig handel. Frankfurt a. 9JL, 18. Februar. Devisenmarkt. An- u. Verkauf von Lumpen, Eisen,Me tafle«, Knoche«, Pa 1459,- 1857,- 390,40 540,50 339,10 9J,60 700,70 Sardellen Rollmöpse empstehlt ICircbe und Schule. O G r ün ber g, 16. Febr Am Montag fand hier Cie Stjnobe für den Teianaisbezirk (Vrün berg statt. Ten Vorsitz führte Tekan Raeschen Frcienscen. In den Landeskirchentag nach Tarrn-» statt wurden folgende Herren gewählt.- als geistliches Mitglied Pfarrer Wigner-Tarmstadt, Stell' Vertreter Pfarrer Siebcck-Pk.rlau, als weltliches Mi.gliet Bürgermeister Ranft-Grün berg, Stellvertreter Lehrer Herber-Saascn. Pfarrer Wagner- Ta rmstadt war früher Pfarrer und Dekan in Grünberg. 3en Anschauung". Tr. Wiarda, ein geborener Elberfelder, war früher Assistent bei Prof Feußner (Marburg) und 1915—16 bei Pros. Landau (Göttingen). 1916—1918 war er mit der Vertretung im mathematischen Unterricht an der Universität Marburg beauftragt. Besoldung Ist so hoch, daß jeder ohne Zuschuß aus eigenen Mitteln auskömmlich leben und etwa vom 6. Dienstjahr ab eine Familie ernähren kann. Beförderung zum Unteroffizier nach 4 Dienstjahren möglich, in die höheren Dienstgrade bis zum Offizier nach Tüchtigkeit und Bedarf. Versorgung: Während der Dienstzeit Bildungsmöglichkeiten, nach 1 «Ihrigar Dienstzeit Versorgungsschein — auch für freie Berufe —, günstige Rentensätze. Bisher abgeletitete ■lUMrOteBstMtt «M memhit. Oberrheinische Versicherungs-Gesellschaft in Mannheim empfiehlt sich zum Abschluß von Transport-, Automobil-. In fall-, Haft- pflicht-,tilas-, Einbruch- n.Diebstahl-, WässerleltungNsehäden sowie Wert- gegen stünde-Versicherungen. Auskunft erteilen bereitwilligst: (««, Petri & Weissbach Giessen, Ebeistraße 14. Ws Datum: Amsterdam - Rotterd. Brüsfel-Anttoerpen . Thristiania...... Kopenhagen Stockholm Helsingfors Italien London Rew-PorK Paris Schweiz Spanien . Wien (altes) .... Deutsch.Oesterr. abg. Prag Budapest , . Bulgarien Konstantinopel. . . . und flaohbtidige. grüne BordeauxflascNen, gebrauchte, 3/4 Liter Inhalt, kauft jedes Quantum, pro Stück 1 Mark R. Oppenheimer Sohn, Gießen Likärfabrik Walltorstraße 48 1873 Telephon 108 Mächte gegenüber ihren Völkern, die Tragweite bet in Rede stehenden Frage und die so schwerwiegende politische Verantwortlicl keil bestimmen die Macht.-, tlne Forderung aufrecht zu ersten und zu er neuern. -iie Mächte verlangen von der Königlichen Regierung nicht eine Preisgabe ihrer traditionellen Politik- sie glauben aber, daß die Ratur ihres Ge- sucheS, die nach ihrer Meinung nidit allein oder doch nicht zur Hauptsache von der internen Gesetzgebung der Niederlande ab hängt, nicht genügend gewürdigt würbe. Es l-andelt sich um keine Frage des Prestige. Ihn ieboch den verantwortlichen Ur» lieber des großen Krieges abzuurtcilen, können sie nicht die Errichtung eines obersten Gnichles ab warten, bas mit der Verfolgung internationaler Verbrechen betraut nnrb. Gerade das in Aussicht genommene Urteil wird einem solchen (Herichtsöos den Weg bahnen. Tie Mächte wünschen festzustellen, daß der Völkerbund nod) keinen solchen Grad der Entwicklung erreicht hat, daß es ihm oder irgend einem der durch ihn ins Leben gerufenen Gericht' gdingen könnte, voll- ständige Genugtuung zu schaffen. Würde die Weigerung der löniglichen Regierung, den chnnrligen Kaiser auszultesern, falls die Wei.-rerung aufrecht erhalten bleibt, nicht einen unhrittwll.m Tmdenz- fall schaffen, der g-eignet wäre, iedes Verfahren eines jeden intcrnationnlcn Gerichtshofs gegen hod>gestellte Schuldige unwirksam zu mache>t? Tie Negierung der M<-derlande macht geltend. daß dhs Auslieferungsgesuch gegenüber dem eltemaligen Kaiser von ihr nur vom Standpunkt ihrer eigenen Politik ans ins Auge gefaßt werden könne. S« ld>eint dabei nicht in ErMmmig zu -Men, daß sie gemeinsam mit den ziviMertcn Natron en br Pflicht hat, die Bestrafung der Verbrechen gegm das Völkerrecht und gegen die Grundsätze d;c Menschlichkeit sicher zu stellen. Verbrtd'Mt, für die in fcnte unleugbarer Weis: Wilhelm von L>ahenr-ollern etne schwere Vntmtiwortticht-tit zufällt. Tie Note vom lä. Januar wurde überreicht im Namen^von 26 aviirrten und assoziierten Mächten, den Signataren des Friedensvertrages und gemeinsamen Mandataren des größten Teils der zivilisierten Nationen. Das beweist, daß man un» möglich die gemeinsame Kraft dieser Forderung öerfeween kann, die md>t nur der Ausdruck des Urteils derjenigen ist, die gelitten haben, sondern auch der Ausdruck der Bedürfnisse der Gerechtigkeit, die im Namen der Menschlichkeit sprechen. Wie könnte die hotlcmdische Regierung vergessen, daß es der Politik und dem persönlichen Handeln des von den Mächten hrrianatrn Mannes zuzuschreiben ist, wenn nahezu 10 Millionen Menschen in der Blüte ihres Alters dahmgeworbet wurden, wenn dreimal mehr Meschen gräßlich vcrHnmmelt ober in ihrer Gesundheit pesctMigt wursten, wenn tausende von Quadratkilometern bis dahin industriellen, bis dahin glücklichen Landes zerstört wurden, wenn die Kriegsschuld Irunbcrtc von Milliarden übersteigt, imb wenn alles dies geschehen ist zum Schaden von Menschen, die ihre Freiheit wie die Freiheit ihrer Kinder und die Freiheit der ganzen übrigen Welt verteidigt haben. Tas wirtschaftliche und soziale Leben der Völker wurde erschüttert und ist noch gefährdet. Lungers- tod und Elend sind eine, fürchterliche Folge des von Wilhelm II. entfesselten Krieges. Tie Alliierten können die Ueberraschung nicht verbergen, die sie empfanden, als sie in der holländischen Antwort nicht ein einziges Wort der Mhbilligung für die durch den Kaiser begangenen Verbrechen sanden, Verbrechen, die die Urgefühle der Menschlichkeit »kW.SHM Willi M Offerten mit lOiWItt legt wird. Wir dürfen diese Fahrzeuge uns mcht etwg als Flugzeuge voruellen, die dann ,o o r altet sein iverden, wie beut: di» Tragtiere, ion- Vern Fahrzeuge der perschiedmst'n Formen, Schisst so groy wie ber Imperator und ganz kleine Autos, werden durch die Luft rasen. Auch eie Reis - nid' dem Mond wird dann eine Kleinigkeit sein Nimmt man die Entfernung des Mondes von der Erde mit 210 000 englischen Weilen an und rechnet nur inr. enter Schnelligkeit von einer M »il.» in ter Sekunde, so läßt sich die Fahrt lud) dem Mond nt 60 Stunden zurück legen. Berechnet man di' Entfnnu.tg vvm Mars mit 30 Mlllionen engltsch.-.t Meilen, so würde die Falwt uad) diesem Planeten mit c i angegebenen Geschvindigleit in twrs w.'niger als einem Jahr gemacht werden lonnen, also in d'c- idten Zeitspanne, in der Clive inn: erste Reise nach Indien zurücklegte." (In einem Test der Auflage wstedrrholt.) Die Antwortnote der Entente an Holland. Paris, 17. Febr. (ATB.) Die Antwott des Obersten Rotes der IMIvierten, bte in der Frage der Auslieferung Wilhelms II. an Holland gerichtet wurde, Hut folgenden Wortlaut: Die Mächte haben b»n der Antwort der 'holländischen Regierung auf ihre Note vom 15. 3 Äffte! SSfäti •rbinbs- As iitu EM lerlore" l e|at-. 'StzS Mite* }Qnfllolen v» Ä’ gute Marinelauffbahn als Beruf! Junge Leute im Alter von 17—23 Jahren können bei dem Personalamt der Marinestation der Ostsee eingestellt werden. Zunächst gründliche militärische Ausbildung an Land, später BordkAmmando. Es werden eingestellt: 1. Für seemännischen Dienst: Leute der seemännischen und halbseemännischen Bevölkerung und Leute aller Berufe der Landbevölkerung. 2. Für maschlnen- und Keeseldlenst: a) Schlosser. Schmiede, Maschinenbauer, Kupferschmiede; b) Facharbeiter der übrigen Metailbranchen. Leute treten als Berufssoldaten mit 12jähriger Verpflichtung ein. Vorläufige Dienstbedingungen: 1. Freie Bekleidung, Verpflegung, Unterkunft, ferner Besoldung sowie freie ärztliche Behandlung für sich und Familienangehörige. 8W DermifcbhL g. Göttingen, 17. Febr. Hier gerieten zwei Kvuleurstudenten des Korps Teutonia aut dir Rückkehr von einem Festkommers bei dnn Versuche, das Firmenschik» des Malermeisters Gleitz- ab- zunehmen, mit diesem in einen Wortw'ckstel, dcm Tätlichkeiten folgten. Gleitze rief um Hllf:, worauf sein Sohn herbeieilte imb einen sck-arstn Schuß abgab, der den Studenten Rode aus Dortmund tötete. * Die Reise nach dem Mond in 60 Stunden. Während der selige Münchhausen fick) zu seiner Reife nach dem Mond noch ein'.r schnell- wachsenden Bahnenpflanze bedien 'n mußt:, irill jetzt ein amerikanischer Professor ein' Ra^te nid) bieicm freundlichen Begleittr dw Erde abschie^en, und ein unternehmender Fliegrr will sich sogar in einer solchen Ravete hin aufs chießi'n lassen, wis wieder an den Ritt Münchhausens auf der Kanonenkugel erinnert. Bon solchen Phantasten l'nkt zu einer mehr wissenschafüichen Betrachtung d'r Möglichkeit einer Mondreise ein mglischer Gelehrter hin, der die Berwirllichung dieses uralk'n Tichterplanes von der Verwertung der En agr' der Atome erwartet. Dieses Problem, di' in d'n Atomen anfgespeicherden Kvaftinengm ausGuiutz-m, wird ja gegenstärtig diel erörtert, und Harold F. Myatt entwickelt mrn im Nineteenth Eentury ein Zukunftsbild drvvn, welche Folgen di>:se Ent^ dcckimg haben dürfte. „Kohlenfelder uno Pstro- leumguellen werden dann g-anz überflüssig 'n *r» den," schreibt er, „und alle Transportbedingungen iverden revolutioniert. Eine bew'gmde Kraft, die ungel-euer, unbegrenzt und nach Anlage d;r nö- ttgen Apparate Vostenlos ist, wird in den Dienst der erst-aunten Menschheit gest'.llt sstn." Aller Verkehr und Transport wird dann nur nach onrch die Lust stattfinden, und cs werden Schnelligk'it.'n erreicht sein, die wir uns heute noch gar nicht torftellen können. „Tie einzige Grmz-» für bte Schnelligkeit ber Fortbewegung wird dann nur noch der Punkt sein, wo sich die Körper entzünden. Aber auch dafür wird sich bet dem Vorhanoenseitt unbegrenzter Kräftemengen viellstcht eine Schutzhülle von unsichtbarer Stärke finden lassen, die iwischen ine Fahrzeuge und die umgeb:ntv £'yft Q<, Die «k-SW Bentoö zum Frilhlahr jrt Beitreitzeo bell» r Herde. OßerieiT 16. Sngebole nin vürgermeidtti! rSrod enigezn rnimmt brei^i.4' nffnobenö.ßur' lUifbevoM' ciftl Angeb. v" Mlehenerti^, 'M«, •inm auißtyt' t,6äu6lldkmtiM a, toönfdN M nti! i Herrn zu der ^.Witwer in.mn. sgeltdl. AusMl ion. Anctevote un: Pneu-Reparaturen isse F.&P. Schilling, Gelb Brief Gelb Brief 14. Febr. Id. Febr. 3696,- 3704,- 3681,- 3689,- 734,25 735,75 724,2a 725,75 1733,25 1736,75 1728,25 1731,76 ' u. (djlorl nid) mit atobeoi. »eiern HkM ">- 's ivätrrer-c'tt (welches lo'-H^ ibt wird) unm? zur Sacker! Buchen-,Eichen-,Ginsterwellerr waggonweise abzugeben. A. Kais, Holzgrofihandlung Braunfels <8«bu), Serurns 84, 18§0 Bewerbungen haben amgebesd schriftlleh zu erfolgen unter Beifügung nachstehender Papiere: 1. Selbstgeschriebener Lebenslauf. . 2. Geburtsurkunde für Heereszwecke. 3. Polizeilich beglaubigte Einwilligung des gesetzlichen Vertreters. 4. Kreis- oder milharärztliches Zeugnis über Tauglichkeit. « Lückenloses polizeiliches Führungszeugnis, lautend von Schulentlassung bis zum Meldetage, außer Militärzeit. 6. Polizeilich beglaubigte Beschäftigungsnaehweise mit Fiihrungsvcrmerk des Arbeitgebers und MÜHdrpapiere- 7. Leute, die jetzt noch einem Reichswehrverband angehören bzw. angehürt haben, kurzes diensffiches Zeugnis des letzten Kommandos, daß gegen Einstellung keine Bedenken vorüegen. Bewerber zur Gruppe 2a haben ferner beizufügen, soweit sie ausgelernt haben: 8. Schulabgangszeugnis. 9. Lehrbrief. 10. Zeugnis der Gewerbe- oder Fortbildungsschule. Persönliche Meldung hat erst auf besondere Aufforderung zu erfolgen. Es wird dann ein Berechtigungsausweis’fürMilitärfahrkarte zugeeandt e Einstellung erfolgt April. 9RarfnetieruuQcu. Datum: Zürich Amsterdam Kopenhagen Stockholm. . ............. Wien Prag.................. August Wallenfels, M«wfkvlatz 17. Tel. 2SL. 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Papiermesse, Sportartikelmesse, Schuh- und Ledermesse, Nahrungsmlttelmessc, Textllmesse, Verpackungsmittelmesse, Bürobedarfsmesse, Rcklamemesse, Bugramesse, Edelmetall-, Uhren- u. Schmuckmesse, Rohstoffmesse u. Rohstoffbörse für Rohstoffe und Halbfabrikate für die auf der Allgemeinen Mustermesse vertretenen Industrien, Entwurfs- und Modellmesse, Vermittlungsstelle für Künstler und Fabrikanten. Allgemeine Mustermesse 29. Februar bis 6. März 1920 Auskunft erteilen auch der ehrenamtliche Vertreter des Meßamts für den Handelskammerbezirk Gießen: Hermann Fuhr, i. Fa. J. H. Fuhr, Gießen, und die Handelskammer in Gießen. Die diesjährige Oster-Rauchwarenmesse beginnt em 11. April 1920. Leipziger Frühjahrs-Messe Rotklee deutscher Luzerne echte Provencer Ackermanns Men Weißklee,Schwedenklee alles attestiert seidefrei Grassamen, Saatwicken, Runkelrüben- und Futtermöhrensamen Gemüse-u. 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ES ist unS bekannt geworden, dak in letzter Zeit von Unbefugten DüngemittelfflsSS angeblich im Auftrage unserer Vorgängerin, der Gewerkschaft Deutscher Kaiser, augeboten wurden. Wir machen daraus aufmerksam, bah von unS niemand beauftragt ist, in unserm Namen derartige Angebote zu machen. Der Absatz unterer Erzeugnisse erfolgt in Gemässheit der hierfür erlassenen Vorschriften der UeberwachnngSstelle für Ammoniakdünger nnd vdosphorsäure- baltige Düngemittel in Berlin. Wir warnen deshalb hiermit, aus derartige Angebote einznoeben und bitten, unS gegebenenfalls sofort benachrichtigen zu wollen. 18dOD AMkslW MM MW, Hamborn a. Rh. Unserer geehrten Shinbfdsaft zur gefl. Kenntnis, bah ab 16. Februar 1920 die Vergütung für Bleichen infolge Hochwasserschadens ttfro. wie folgt festgesetzt ist: 1 gewöhnlicher Korb Wäsche M. 1.00 1 grober ovaler „ „ „ 1.50 Da» Betreten der Bleichen vor 6 Uhr früh und nach Eintritt der Dunkelheit ist nicht gestattet. 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In Berlin 25 mal wiederholt. “SRI Karten im Borverkaui in Scsehs Biniikhaai: PL 2.-, 1.50, 1.-. 03108 Von Kessemeier ist ein wundervofleS Auch «Fortsetzung des Lebend nach dem Tode" er» fdiicnen, 400 Seiten ncb. 18 M. einschließlich TeuerungSzul. Verl. Sie es bei Ihrem Buchhändler od. KessemeierS Verlag .yambnrß 37. Svtc! Cis|in: MWtsß, fcr flwwier Herausgeber derMonatsschrflLIdeal uni Lehen", Hamburg 8i AI eie Mleliei iiach ta We. Weindiele Hotel Einhorn Donnerstag abend ab 8 Uhr: Sonder-Abend mit humoristischen Vorträgen, Gesangseinlagen u. Überraschungen Vorausbestellung für s Tische empfehlenswert U F. Seebold. Der Vorsitzende: Ausfeld. »70 1869V Ludwig. Sultiößlflten Wen SSenHiWnen Düngetftreaer Wgel-.kWüridge.SInMnizen sowie fömtlicje MMlnen unö Gerüke für öle knnlnvlrkMlr SO. SMrW, m BioldjineiifoOtit SetnintefinnmnierlT Ueoaratnreti - 8tWel!lcget . । ÄCeöisse (auch »erbrochene Teile) kaufe ich zu Ausnahmepreisen । am Freitag, dem 29. 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Paraguay - Fleisch extrakt-Oesell- schäft m. b. H., Hamburg-Bremen. 429 hv I IHre Verlobung beehren sich anzuzeigen I Lina Hörr ; Martin Höll D erwaltungspraktikant Hausen, den 17. Februar 1920. 6toto t | Statt Karten! Maria Sommer Hugo Fuld | Verlobte | Gießen : Bad Kreuznach Frankfurt a. M. r Gröhe Friedberger Straß« 31 Frbruar 1920. M()38 j Statt Karten! ! Ihre Vermählung zeigen ergebenst an j Wilhelm Heß i und Frau Emilie geb. Nebl : Offenbach a. M. Gießen r Licbigstraße 17 Kaiser-Allee 10, II. r...——....................... ♦ Statt Karten! : Bernhard Berlin Martha Berlin geb. Salomon Vermahlte j Bochum (Hochstraße 10), 18. Februar 1920. 4 01010 IIngeborg Die glückliche Geburt eines gesunden I [Töchterchens zeigen hocherfreut an K. Wrede z und Frau Ilse geb. Dudenhöffer | r Gießen (lkv. Schwesternhaus), 17. Februar 1920 i Z Statt besonderer Anzeige. Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen n hocherfreut an Dr. jur. Hans Rautenberg und Frau Erika geb, von Ihering Charlottenburg, den 11. Februar 1920. (18M Für die uns anläßlich unserer silbernen Hochzeit erwiesene Aufmerksamkeit sagen wir allen Freunden und Bekannten, insbesondere lieben Alterskollegen, unseren allerherzlich st en Dank. Peter Theiß und Frau Wolkengasse 27. «o» Halte vom 16. Februar ab meine SPRECHSTUNDE Frankfurter Straße36 p. (Ecke Friedrichstraße) Dr. med. K.OCKER.BECK Zahnarzt-Arzt Telephon 1221 )7U IHabe mich in Lang-Göns als Tierarzt niedergelassen. 02816 Willy MehB. Wohnung bei Herrn Konrad Joh. Frey II. Telephonische Bestellung durch die Post. mbb—wi1 iii'favii111 ii'iiii pemartwiM— ßrntata aller iri SXÄÄSS wert Sie BrtM'eebe Öile.-Dreekerei. R. Lasse. Sleflee