170. Jahrgang fron Vie deutsche Industrie und die Lohleuablieferung. Ta» Oberhaus. London, 16. Aug. (WTB.) Im Oberhaus betrat» gte Lord Curzon dir Vertonung des HauseS und tagte dann über den russisch- polnischen Krieg: Nir haben feine Streitkräfte imb brw Geldmittel für einen solchen Krieg zur Beifügung. Dir Sfsentlrche Meinung in England und überall wünscht einen gerechten und ehrenhaften Frieden. Diesen Rat haben wir aaetfc der polnischen Aezftrun, gegeben. Am hutigen Morgen sei ein Telegramm mit der freudigen Zustimmung Italiens hierzu angebrngt. Die englische Arbeiterbewegung «egen den Krieg, für Friede« mit Rußl^ud. Amsterdam, 16. Aug (WTB) Ter Bor- sft-nde der englischen Arbeiterpartei, A d o m s o n, sandte an den Sekretär des inter- narionoSen GnverkfchaflsbinrdaS und bei internationalen T Tcn\»Xxrc tn rbcü rrb v r be5 ein Teie- Dienstag, 17. August 1920 Annahme von Snjeigen für b* Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne;eöe DerbindlichiieU. Preis für l mm tztztz« für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., aufwärts 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite IbO Pf 2e. Platz. Die Stimmung in England. London, 16 Aug. TAolff.) Tie „Weste miirfirr Go zette" schreibt rn einem Lei'artißel: „Tie Politik der Alliierten in Ausland führt ditzu, die Bolschewiken in Ruh'and zu stärken, olle Kreise der Bevölkerung, emichsießlick des Mittelstindes und der Mili arislen hüUer der jetregierung zu vereircchrn un> eine Art Zowiet- system in der englischen Bolitik einzuführat. Ter letzte Punkt ist nich: weniger wichig als die anderen. Wenn die Gewerkschaften ziisamme^i- öommon und ein Aftionsrut zur Beaufsichtigung der gesetzmäßigen Regierung des Lundes ernannt wird, so must fugegeben, toerden, lxrst in Ewrlasb wie in Rußland ernfte Tinge geschehen, die vor zwei Fähren .sicht für mög'ich gehalten worden wären. Die Auffassung, daß die Arbeiter- ftchrcr offene Türen eimxmuten, und die Lage für ihre Zwecke geschickt ausbeuteten. ist niche ganz von der Hand zu weisen. Ulster den Arbeiterführern sind einige sehr geschickte Männer. Sie benutzen bie gute Se!«venhsit, fab an bie Spitze der Bewegung z« stallen, wobei sie die öffentliche Meinung hinter sich wissen. Ts handelt sich .aber «richt m» eine gewöhnliche po- Bezug auf .....— — — wirksam sein könne, wenn völlige Einigkeit herrsche. Nun seien bie Alliierten bezüglich Iftißlands und Polens nicht alle derselben Meinung. Welchen Zweck würde es also gehabt hoben, wenn diese Angelegenheit anstatt vo« Obersten Rat vom Böller - bunb erörtert worden wäre? Rußland habe es abgelehnt, ernt Abordnung des Bolkerbundes zu empfangen. Lloyd George sagte weiter, er «nd seine Kollegen hätten sich eifrig um einen Frieden bemüht. Er hoffe bald dem Daus Depeschen vorzu- legen, aus denen sich ergeben würde, dah die Haltung der Regierung bezüglich Polens völlig konsequent gewesen sei. Auf eine Anftage Lloyd George, die Regierung habe General A r a n g e l vollständig klar gemacht, daß er weitere Angriffe gegen die Bolschewisten auf eigene Verantwortung machen würde. Wrangel habe neue Operationen begannen, und die Verantwortung falle gayz auf ihn. men tritt des Unterhauses notwendig sein. Tann würde die Regierung bekunden, baß Schritte zur Verteidigung Der polnischen Unabhängigkeit notwendig seien. Er habe indessen keinen Grund, einen solchen Fall anzunehrnen. Kamenew habe in seinem Brief in Lloyd George versichert, die Bedingungen würden nicht geändert werden, und in diesem Falle würbe die englische Regierung nicht vorgehen. Tas Haus bürte versichert sein, daß die Regierung England nicht in kriegsmäßige Operationen htneinziehen lassen iöerbe, solange sie nicht das ganze Land hinter sich wisse. A s g u i t h als Bertreler der unabhängigen Liberalen und T l y n e S als Bertreter der Virbeiter» Partei begrüßten die Erklärungen Bonar Laws. Lloyd George nahm bei Beginn seiner Rede Bezug auf die Kritiken am Böllerbunb, der nur All en stein, 18. Aug. (ATB.) Nach einem dem „Allensvüner Vokksblatt" zu gegangenen Bericht setzten am 15. August nachmittags in Soldat! eingerückten Truppen eine örtliche Selbstverwaltung mit Ausschluß aller polnisch gesinnten Elemente ein. Ter Antrag der (so[bauer Stomirru- nistMi auf Einführung der Sv wjetver Wallung routbe von dem russischen Zivil- l o m n: i s s a r a b g e I e b n t, Ni sie für die agpa- rische Bevölkerung nicht gec^iet sei. Ein gnoßer Teil der im Ktteise Vetoenburg weilenden Flüchte lingv ist bereits Ireiaigestrhrt. Der russische Zivil- lowmisiar erkundigte sich nach der Anzckhl der in Allenstem befindlichen Truppen und fragte, wann die Ententemission Allen stein verlassen werde. Er id Donau- scheppern aus Bayern kommende Munition, sowie Maschinengewehre beschlagnahmte, die unter falscher Deklaration verladen waren. Bisher ist nicht festgest-llt gewesen, ob es sich um Waffen und Munition bayrischer Herkunft handett, oder ob die Munition von Frankreich nach Bayern gebracht wurde, um von dort auf dem Donau weg nach Rumänien und von dort weiter nach Südrnßttmb zu General Wmngel geschafft zu werden. nr. 192 Der Siebener Anzeiger erschein: täglich, auger Sonn» und Feiertags. Sezvgrureise: Monatlich 'Diack 3.60 und Mir.-.65Trägerlohn, o.kttttjayttichMark 10 80 unüMb.I.SSTrägerloyn: durch die Post viertel» jährlich "JJUrrh 12.— ous-chtietzstch Aestedaeld. Fern prech - AnschLKe: für die Schriftleiruog 112; Verl«,,Geschäfts stell« 51. A'.schrist f*r Drahtnach- nd)N*: Xxf ijfr Stehen. Zraochntt a. 3*. UWi gram«, roorm es n. a. heißt: xie größte mte nnigftc Versammlung der «njttifcben Sawerkschafts s rrgkeiten , und Arbeiterbeweguna begrüßte mit Genugtuung Grundlage, die ErLLrua« der rujfijch-n Legtenurg betreffenb l litische Bewegung. Hnnderttausrmde von Männern, die die Schrecknisse des Kriege-.' am eigenen Seiht erfahren haben, find feit Wochen besorgt, daß dir Mißgriffe der Staatsmänner sie in einen neuen Krieg hineintreiben könnten. Diese Manner, ihre Frauen und Eltern sind entschlossen, bas nicht geschehen zu lassen. Hinter dreiem Willen steckt ei» tiefes Mißtrauen gegen die Regierungen unb Mi- nifterien deS Aeußern, unb die allgemein verbreitete Auffassung, baß die Parlamente hilflos sind. London, 16 .Lug. (WTB.) Die „Westminster Qf u $ e 11 e" schreibt zur russischen Frage: Kann einer ber Männer, die für bie sogenannte russische Politik verantwortlich sind, be- itreiten daß diese Politik txnt Anfang biS zu Ende bcllagenUwert ist? Die Militaristen und bie Pazifisten sind d), baß die englische Regierung die Negierung des Generals Wrangel nicht anerkennen werde. London, 16. Aug. (WB.) Bonar Law sagte zu seinem Vertagungsantrag im Unterhaus, nur wenn die russisAn Bedingungen an Polen nicht aufrichtig seien ober bie Unabhängigkeit Polens beeinträchtigten, würde ein früherer Zusam- Ergebnis hin zu fallen. Wetru die „Westminster Gazette", der Herr Asquith nahesteht, seststcllt, daß „in England wie in Rußland ernste Dinge geschehen, die vor zwei Jahren nicht für möglich gehalten worden wären", wenn das Blatt meint, die sogenannte russische Politik sei von Anfang bis zu Ende beklagenswert, und dasselbe Urteil werde einhellig über einen großen Teil der gegenüber Deutschland, Oesterreich und der Türkei verfolgten Politik gefällt —, so ist das ein Umschwung, den wir mit großer Freude begrüßen müssen. Herr Kamenew, der russische Diplomat in London, soll zwar, französischen Hetzereien gegenüber, in der „Humamte" versichert haben, die Bedingungen für den W a f f e n st i l l st a n d und den Vorsrieden enthielten nichts über die deutsch Polnische Grenze, das beeinträchtigt aber nicht die Erwartung, daß im endgültigen Frieden Rußland sein volles Interesse wahrnimmt und sich für die Wiederherstellung )>er alten Grenze einsetzt. Wir vertrauen darauf, daß trotz des Sommerurlaubs von Dr. Simons und trotz des einstweiligen Ausfalls von Sitzungen des deutschen parlamentarischen Ausschusses alle deutschen Instanzen auf der Wacht sind, um die Notwendigkeiten für die deutsche Zukunft entschlossen burchzuführen! Gerade weil der Oberste Rat in Paris bei ber Festsetzung der Grenzen in Westpreußen bie deutschen Rechte rtrieöer einmal mit Füßen getreten hat, darf das Ziel nicht aus dem Auge gelassen werden, bie ganze unmögliche Friebensorbnung in unfe rem Osten im Einklang mit den russischen Wünschen wieder umzustoßen. Warschau durch russtsch« Trupp«« besitzt. Amsterdam, 17. Aug. (WTB.) Die „Times "meldet aus Kowno: Der Stab ber 4. russischen Armee Wilna melbet, baß Warschau am 15. August durch bie russischen Truppen besetzt worben ist. In Warschau sollen bei den bolschewistischen Elementen im Zusammenhang mit biesem Ereignis große Demonstrationen ftatt- gefunben haben. London, 16. Aug. (WTB.) Die Roten Heere, bie in konzentrischer Richtung gegen War- lajau Vorbringen, gewannen im Osten bei Weg - r ow unb im Sübosten bei Lukow beträchtlich ft—räbe. Nach ben letzten Berichten ist bte Kampf- c Agilen von Warschau entfernt. Wte ver- D°ljch««sl-N fci'te bie Stobt M Vie Rufit« im po!«ische» „Korriöor“ vorgedrsuge«! Königsberg i. Pr., 16. Aug. (WTB.) Löbau würbe von den Bolschewisten beicfct, die aus ber Linie Straßburg-Sautenbcrg auf Grau- benz vorgehen. Goßlershaufen tmirbe von den Po len geräumt, bie sich auf Graubenz zurückziehen. Aus bem Raume Plonsk-Mvdlm erfolgen starke polnische (szegeuangiisfe in norbwesticher _3\i*hmg Süblich von Eholm leisten bie Polen eefolgreichen SBiberftanb. Brobh iteirbe von ben Bolschewisten zurückgenommen. Berlin, 17. Aug. Der Divisvnskomwan- beur ber in Solbau eingerückten r «s s i s ch e n Truppen erklärte in ber Stadlverorbnetenver- ammlung, er habe die Anweilurig, bas ©ol- >auer Gebiet bencingesesscnenDeut- chen zu überlassen. Der Sommanbeur er- ’lärtc ferner, bie Einführung bes Sowjet- chftems in bem beutschen Ge bie t käme nichtin Frage, weil es bem Wlllen ber Mehrheit der Bevölkerung widersprechen könnte. Verschiedenen Blättern zufolge wurde in Thorn in einer großen Versammlung beschlossen, eine große Reservearmee aus den westlichen Lmrdschasten zu bilden, bte in kürzester Zät auf ben Kcmrpfplad treten soll. Die Pläne der RuFen. Schwere Zusammenstöße zwischen Deutsche« «ud Tschechen Wien, 17. Aug. (WTB.) In 8iewentaK, Hermannstadt unb Zvckmantel kam es zu schwer ren Zusammenstößen zwischen Dex schen und Tschechen wegen der von den Tschechen angeordweten Aushebung von Deutsche« für das tschechische Heer. In Zuckmantel trat dm Arbeiterschaft in den Aus stand. Als Legionäre gegen die Demonstranten vorgingen, fiel au5 der Menge ein Schuß, worauf die Legionäre das Feuer eröffneten. 3 Personen wurden getötet, 15 s chwer verletzt. Unter ben Tx*m befindet sich ein britischer Genbarrneriewachtmaster bie völlige Unabhängigkeit Polens. Ter Aktionsausschuß erhielt ben Auftrag, solange in Taliotett *u bleiben, bis Folgenbes gesichert ist: 1 Voll- Itänbige Garantte, daß England keine 'i ruivat verivenben wirb, um militärische Untemehmrmgcn Polens, Wrangeks oder irgend ivdtbc «ruderen mckltärischen Unternehmungen gegen die Sonnet- regierung zu unterstützen. 2. Zurückztehung aller englischen Seestreitkräste, bie tätig finb, um direkt »ber indirekt die Blockade gegen Rußland tuncb« zu führen. 3. Anerkennung der Sowiet-^ regierung und Wiederherstellung u n e i n g e - chränkter Handelsbeziehungen troit chen Großbritannien unb Rußland. Tic Versammlung Ifhnte jede Verbindung und jede Bundesgenossen»ckxrft zwischen Großbritan-^ men, Frankreich ober einem anbei en" Lande ab, die England verpflichten würde, General Wrangel ober Polen zu unterstützen oder Munition und Kriegsmaterial für Angriffe gegen Rußland -u liefern. Tie Versammlung ermäßigte ben Aktionsausschuß, ersvrbetlichenfalles die allgemeine Arbeitseinstellung zu proklamieren unb richtete einen Aufruf an alle organisierten Arbeiter, schnell, loyal unb mutig zu handeln, alle Geheim- diplomatie aus bem Wege zu räumen. unb dafür zu sorgen, baß die auswärtige Politik Großbrrtonniens in Uebereinstimmung mit bett Wünschen des Volkes gebracht wftb, damit ben Kriegen unb der ewigen Kriegsgefahr ein Ende gemacht wird. Tas Amsterdamer Sekretariat begrüßt in seiner Antw^ r t die Haltung der eng-' lischcn Arbeiterschaft und brückt bie Ueberjevgung; aus, baß bte Arbeiter aller Länder dem Borbikde! ber englischen Kameraden folgen werben. Weiter beißt e5: Tie Leitung bes inte rmtwntafrn Transportarbeiterbundes sandte amt 14 August einen Auftuf an die Seeleute imb Eisenbahner oller Länder, jebe BesSrderung von Heeresmaterück unb Truppen, bie für im Gan« btsiinbliche ober brohendc neue Kriege bestimmt? finb zu vermeiden. Die Leitung bes internationalen Trmlsportarbeiterbundes wird in dvesep Woche zusammen kommen, um rntermrionalr Richt«. Unten auszustellen. Dos Telegramm schließt: (5S lebe ber Kämpf der nationalen und uttemntioealex Arbeiterschaft für Friede, Reckst, Freiheit in* Glück! Die e«slisch°fr«uzöstfchen Verbaudlungen^ Paris, 16. Aug. (WTB.) Wie ber „TenttS" meldet, begab sich Paleologue am Montag mittag nach ber englischen Botschaft, wv er eine längere Unterredung nril Lord Derby hatte. Ter englische Botschafter überreichte bet fnn^ösischm Regierung im Laufe des ^lrutMittagS eine Mitteilung ber englischen Regier'nig m der Frage des russijch^olnischen KonfstSes (Eroberung Warschaus und Vormarsch der Nüssen im west- preußisch.'N „Korriöor". Nach einer „Times"-Meldung ist die polnische Hauptstadt bereits am Sonntag in die Hände der Russen gefallen. Bielle'cht noch bedeutungsvoller aber ist die Tatsache, daß der russische Vormarsch auch in dem sogenannten „Korridor" erfolgt. Denkwürdige Städte und Ortsnamen werden genannt; das Seenrevier, wo sich die Schlacht bei Tannenberg zusanv- menzog, sieht heute ein völlig anderes Bild. Die russischen und die deutschen Burger vertragen sich, und es heißt, daß die deutschen Bewohner von Soldau zu Ehren der Sowjet- truppen in den Farben schwarz-weiß-rot ge flaggt hätten. Das Land wird der deutschen Verwaltung überlassen, die polnischen Aentter werden aufgeräumt. Auf oer Linie Strasburg—Lautenburg—Soldau gehen die russischen Truppen in der Richtung nach Graubenz vor; ihre Führung erklärt, der ganze „Korridor" solle von ihnen besetzt werden. Das kann in wenigen Tagen schon erfolgen. Der Weg nach Graudenz ist nur 30 Kilometer weit. Besonders bemerkenswert ist, daß die Russen darauf verzichten, in den deutschen Bezirken Sowjets einzurichteu- sie erklären, das passe für agrarische Verhältnisse nicht. Im übrigen fügen alle Berichte hinzu, daß der russische Vormarsch in voller Ordnung, unter Schutz von Leben und Eiaentum der Bewohner sich vollziehe. Die rusfifche Ausrüstung fei gut und der Feldzug sei plan- und ordnungsmäßig vorbereitet. DaS Train- und Meldungswesen funktioniere musterhaft. Auf Plünderung, Vergewaltigung, Raub und Mord stehe die Todesstrafe. < ' Alle diese Ereignisse gehen Hand in Hand mit einer ausgesprochenen diplomatischen Schlappe Frankreichs. Die öffentliche Meinung in England wendet sich ganz scharf gegen die Pariser Methoden, und Lloyd George pariert das Washingtoner Eingreifen sehr wirkungsvoll mit einer Anpassung an die Forderungen der englischen Arbeiter, die eine internationale Bewegung zur Verhinderung des Krieges unb zur Anerkennung der russi- ichen Regieiung eingebettet haben. Im weißen Hause in Washington sitzt fein weiser Mann .. Eng:and wird keinen Rückzug vor dem französischen Standpunkt antreten, im Gegenteil, die Würfel scheinen auf ein ganz anderes Berlin, 16. Aug. (WTB.) Nach ben bei dem Reichswirtschaftsministerium und Reichskohlenrat vorliegenden Mitteilungen ist die d e u t s ch e I n d u st r i e auf die An- regimg, sich dort, wo es irgendwie angängig ist, von dem Verbrauch von Steinkohle aus denjenigen von Rohbraunkohle uinzuftel- len, bereitwillig einaegangen. U. a. will auch Krupp erhebliche Teile seiner Betriebe auf die Verwendung von Rohbraunfohle umstellen. Natürlich sind die Kesselanlagen entsprechens umzuändern. Die da und dort auftauchenden Befürchtungen, daß die verstärkte Verwendung von Braunkohle ihren Preis wieder nach oben beeinflussen werde, sind nicht zutreffend. Eine Erhöhung der Braunkohlenförderung dürfte verhältnismäßig einfacher sein als der Umbau der Feueranlagen and die Regelung ber Transportfrage. In diesem Zusammenhang ist mitzuteilen, daß die Kohlenabliefe- rungen andie Entente in bem in Spaa vereinbarten Umfange glatt von statten gehen. Sie werden begünstigt durch die gegen» roärtig noch gute Transportanlage und auch durch die allgemeine Absatzstockung auf dem Warenmarkt. Ein Teil der ausländischen Presse unternimmt es jedoch, die Qualität dieser Brennstofflieferungen als vertragswidrig zu bemängeln. Dazu ist zu bemerken, daß die Qualität der abzulie'ernden Koh.e tn Verhandlungen an ben Gewmnunglltalten mit den Enientevcrtretern vereinbart rouroc und sich die Lieferungen genau den Abmachungen entsprechend vollziehen. Solche Verftiche, Deutschland aus ber Qualitätsfrage .Lchww- ' rigkeiten zu machen, entbehren regltcher rorfarift 20* , Austchlaß. fiauptitriftlfiter: Äug. General-Anzeiger für Oberhelsen druck «nb Verlag: Vr5-k'sche Mis.-Vnch »nd Sfefabniderä K. £a»y. Gtjch«f1rsteSe und vnickerei: 5ch»lfttatze 7. fämtiid» i« Oi.ß.n' BcttizeloS. Paris. 16. Aug. (WTB.) Der GesundheitS- zustcmd >e5 grrechllchen Ministerpräsidenten Be- ni 5 e I o 5 Hst sich dermaßen gebessert. daß dir EcNuM'nten Arvzre erTtawen, fte WftWt Wnw KrankhertSbericht mehr verSffelEich«!. Das „Swirnai t\*3 Dvbats" fügt btcfer Nachricht hinzu, Brnnz-loS »vcrde in etwa 14 Tagen nach Grwchen- leitb zurückrcisen können. An die Bevölkerung der Abstimmung»- gebiete. Berlin, 16. Aug. (Wolff.) An die Bevöl- Tmmg der Abstimmung geriete richten der Reichspräsident und der Reichskanzler nachstehende Shr.ibgebung: „Die heute zur Primat wicderkttwenden Volks- geiiosstn der Adstimmunggebiete heißt das deutsche Volk mit tief bewegtem Herzen millfommen. lieber alle Anschläge, die auf eine Absprengung dieser deutschen Landesteile zielten, hat die in schwerster Prüfting bewährte Liebe zum alten Batcrlande gesiegt. Mit den treuesten Wünschen haben ivir Euren Kampf um daS Recht auf die Heimat begleitet. Mit inniger Liebe begrüßen wir den Erfolg, den Eure unerschütterliche Standhaftigkeit und Eure uner- rnüdliche Hingabe jetzt erreicht hat. Nicht alle Stimmen, die nach Wrebervereiingung ritten, sind erhört worden. Mit Schmerzen vermissen wir alt diesem Tage die Brüder, die ent harter Spruch aus den deutschen Grenzen gebannt hat. und mit Leid gedenken wir aller Volksgenossen. bereu Sehnsucht sich heute wie immer nach her alten Heimat richtet. Auch ihnen sendet das gestssette Deutschland heute seine Grüße. Aber durch die trüben Wolken, die auf Deutschlaird lagern, ist doch ein heller Lichtstrahl gedrungen: Als Ihr Euren Willen behin beirr, daß das Deutsche Reich lEure Heimat sei und bleibe, mit der ihr den Kummer teilen nwllt, wie dereinst Glück und Wohlstand, da richteten an Eurer Treue sich viele bedrückte Herzen auf. Fern liegen uns Empfindungen des Triumphes. Dazu ist uns zuviel genommen und zerschlagen. Auch soll die Stimme der Versöhnlichkeit heilte nicht fthi-en. Den nationalen Minderheiten insbesondere ist Schutz und Duldsamkeit in unserer Mitte sicher Aeder einiefne aber rxnt Euch, der beigetragen hat Ävm guten Cnde dieses Kampfes, darf heme getröstet Bit Kraft des Wortes empfinden: Der ist in tiefster Saett treu, wer die Heimat liabt, tote Du!" All en st ein. 16. Aug. (WTB.) Vormittags 11 Uhr verabschiedete sich die interalliierte Ko m ut is sion von den hiesigen Behörden und übergeb die Verwaltung des Regierungsbezirk Ml en stein und des Kreises Oletzko an den Reichs- Math Staatsk^mmrssar Freiheirn von Gayl. Arrr dem Nei^e. Der Reichspräsident auf der Leipziger Messe. Leipzig, 16. Aug. (Wolff.) Der Reichspräsident Ebert und der Wirtschaftsminister Scholz sind heute vormittag zum Besuche der technischen Messe hier eingetrchfen. Im Meßamt, wo sich auch der sächsische Ministerpräsident mit mehreren sächsischen Ministern eingefunden hatte, fand die Begrünung statt, bei der Geh. Kommerzienrat Rosenthal, der Vorsitzende der Zentralstelle der Interessenten der Leipziger Mustermesse, die Gäste wi l ommen h eß und u. a. angesichts der aus- lä rdi ch n Konkurrenz die dringende Notwendigkeit eine Erhöhung der für die ausländische Propaganda vom Reiche zur Verfügung ge- ftellten Geldmittel, die augenblicklich 2 Millionen Mark betragen, hervorhvb. Der Redner erbat für diese Erhöhung die Unterstützung der anwesenden Rogierungsvertreter. Hierauf ergriff Reichspräsident Ebert das Wort zu einer Rede, in der er versicherte, daß der durch Kommerzienrat Rosenthal zum Ausdruck ge- - brachte Appell bei der Resthsregierung nicht unerhört verhallen werde, jhn Namen der sächsischen.Regierung sagte Ministerpräsident Buck auch die Unterstützung der sächsischen Regierung für das Meßamt und die deutsche Ircknftrie zu. Der Direktor des Meßamtes Dr. Köhler behandelte sodann in längeren Ausführungen das noch heute lebhaft umstrittene Problem der Abtrennung der technischen Messe von der allgemeinen Mustermesse und sprach die Hoffnung aus, daß bte diesjährige Herbft- muftennche dazu beitrage, daß wir aus der wirtschaftlichen Krise einen ordentlichen Schutt heraustun. Hierauf traten die Gäste einen Rundgang durch die Messepaläste und die Ausstellungshallen. an. Württembergs Reichstreue. .Stuttgart, 16. Aug. (ATB.) Auf eine A-nrag: dec Abgg. Dr. .Fürst und Dr. Aslff (IBmecrrtbuni» wegen Errichtung von Gesandt schäfteu der Ententeregierun- gen hat das löürttembfrgi^te Staatsministerium fol-ende Antwort erteilt: Die Reichsverfasfuns bcfcntmt in § 78 Ms. 1: Die Pflegt ter Sc- zrehtmaen zu bei aud»ertigen Staaten ist aus- MöeÄ'.ch Sache des Reiches. Das StastSmmistr- rruxi hat wieberhott feirttich erklärt, daß es auf hem VvÄen d r Reichs»erfaisung und dec unbedinq- ticu Treue w Reiche fwht. W ist daher fefbäber- ftifctinidr b*6 das StaatSminifterchm auch in der Frage etwaiger Ententtgesandtschaftm nichts tun W*A was gegen die Reichsdersasßmg und die Toeue zum Reich verstößt. Aus ßelfew» Ardkiterfchrch bei Sauarbeiten. rm. D a r m ft a d t, 16. Aug. Das hessische Gesaattminifterium veröffentlicht das Gesetz, betr. den Arbeiterschutz und die Unfallverhütung bei Bauten, nackt welchem das L^mdeSarbeits- und Wirtschafts amt ermächtigt wird, über den Arbeiterschutz und die Unfallverhütung die Hoch- und Tiefbauten BerarSnungen zu erlassen. Die Aufsicht über die Ausführung dieser Borschriften liegt den Daupolizeibehörtzen ob, daneben sind auf Kasten per Kreise »der Städte über 20000 Simarchser nach Baukantrollevre zu bestellen Bei Reich'- und Staatsbauten wirb die irt» kiche den mit der Leitung d erstchoen, ist die Familie Heichelheim seit 1728 in V«ßnn ansässig und damit die ältestc jüsische Famüie Gießens. Tie Fanräie siedelte nach Heuchelheim biet über, weher auch der Rmne HaichettzMn feinen Ursprung hat. BersnstattuNgerr. Dienstag: Stadtkhaater, 3Vs Uhr Äisber- Korstellrmg: Hansel u»b Qkctd. 7 Uhr Zteanss- einguartierung. — LiMpielhmaS: Der Sksmdal im Kiktvria-Elub. — ßidptfoide: Dir Reife ins Jenseits. ** Amtliche Personalnachrichten. Ernaarnt wurde der Direktor des Gewerbemusemns Darmstadt, Dr. Georg Haupt, zum cktrtSmaßisen außcvor-enlglichen Professor für (Äeschichte bes Kunstgewerbes an der Tachnischeu Hochschule w Darmstadt. — Bergrat Professr Dr. Steuer rum außeretatsmäßigen außewrdeiülichen Professor für Geologie an der Technischen Hochschule zu Darmstadt. Ernannt wurde am 5. August der Dbdxrr^t an der L die Fürsorgestelle m Gietze« zu wach«. Tas Fest tzer silbernen Hochzeit beachen «rat 15. AugAst Heinrich Sich und Frau Mise geb. Sann, Sorvsenstratze 31. ♦* Das Wohltätigkeitsfeft -um Besten her unbemittelten Oberschlesier ergab einen Reinerttag von etwa 300 Mr, wehrend auf das Sparlnssentoittv noch etwa 220 Mmk eingTMflen. So erftculich diese Summen an und für sich ftnd, ggnyeen Oe doch läsest nicht den. Ansprüchen, die damit billigerweise beftrebegt werden sollen Wir hoffen daher, 1*6. den hen«it- treuen Oberschtesiem noch recht viele Spenden zugehen mötzen. ** Gottesdienst auf dem S chiffen- berg. Am vergansenen Somttwg fand auf Wunsch einiger hiesiger kirchlicher Vereine in her alten Stiftskirche auf dem Schiffenberg ein Frühgvttes- bienst statt, der von amtilxrnb 800 Teitttehmern besucht war, so daß die Kirche die Menge nicht die fassen konnte und viele Auweseride im Fveieu Platz nehmen mußten. Um 8Va Uhr läutete die Keine Gl-cke auf dem Turm der Kirche seit langen, langen Jabreu -um ersten Mal wieder, zum Gottesdienst ein und rief durch ihren ^Hellen Klang noch manchen Wanderer herbei. Ter Blaschor des Wartburgvereins begleitete die Gesänge her Gemeinde. Tie PnÄich, welche Pfarrer Becker übernommen hntte, würbe von Borträgen des Gemischen Chors des Evang. Arbeitervereins stimmungsvoll umrahmt. — Solche Waldaoftesdienste toerben in anderen Gegenden schon lange abge- hdten und erfreuen sich stets wachsenden Zu- siwuches. Wünschen wir, daß auch hier bei uns, wo in unserer herrlichen Umgebung und schönen Waldern manch Pläf^hen tote geschaffen für solche Morgenandachten ist, solche Waldgottesdienste ein» geführt werden mögen. Kreis Alsfeld. Schchöenftuer. fd. Alsfeld, 16. dlug. Im Dorfe Meimen- harn zerstörte eine Feuersbrunst zwei große Höfe mit allen Emtevorräten. Man nimmt Brandstiftung an. Kreis BUdingen. A Nidda, 14. Aug. In ber ve-eflvssaien Nacht wurde hier in den GeschäftSrömnen des Metzgermeifters Rudolf RingShausen hier ein schwerer Einbruch verübt. Wahrscheinlich drangen mehrere Diebe durch einen Schacht in bic Kellerräume und stahlen etitsa 1 Zentner geräu- djerte Äctttourfl: und Speck. Bon den Tatern fehlt ins jetzt jede Spur. Kreis Lauterbach. (.) S ch l i tz, 15. Aug. Heute fand hier zu Ehren der Veteraiten in Schlitz und Schlitzer- land eine würdige Gedenkfeier an die Zeit von 1870/71 statt. Morgens wohnten die Vete- reinen, die vollständig erschienen waren, dem Gedächtnisgottesdienft bei, zu dem Oberpfarrer Knott sprach: nachmitatgs Irelt in der Turnhalle Stadtpfarrer Böckner die Festrede. Gesangsvorträae des Gesangvereins „Harmonisches Kränzchen" und turnerische AuffLh- niBgttt des Turnvereins verschönten die Feier. = Schlitz, 15. Aug. Gestern kam hier bas erste des seitens der Stadt von der Gräft. Gutsverwaltnng angekauften Rüböls an die verforgungSberechtigte Bevölkerung zur Verteilung. Zunächst wurden pro Pops Vi Liter zum Pceste von 12 Mk. ausgegeben. Kreis yrie-derg. Q. Batz-Rauheim, 16. Autz Ter Obfd- u nb Ga rten bauberein Deren lotete gestern btt vorzüglicher DetÄckguna eilte Fiülvbft-^chau, sie ren e*»a 100 AusrLllern beschickt war. Im September will der rührige Verein ettte große allgemeine Ob> imd ÄattenbauaEellimg ver^ an statten. — Unter dem Titel ,, Einige bcüciie Stuniien rm Aartesaal" 'irrttet hier sm Donnerstag ein Kün ftlerft ft statt, dessen Ertrag Mim Testen der 9*rien'flaf?e der Mitglieder des Kur- IbtuterS beftimmt ist. Ten Ehreiuvrsitz 'ffebeit rät Herren Bud- un£> SurinrrflsT von Böi-mer, Hoftat Wietvrstein und Hosnrt St-öig.?etter ücenmnnnten.. — Für k«s am 27. ds. Mts. beginae^e Tennis-' Wettspiel sind berate «chlreiche '?J7e4bt»tfen der besten Spieler eürgeKLwym intb viele toerfticOe Preise gesOftet, so daß em gläsizttider Berlaus des Wettspiels mit Sicherheit zu erwarben ist. Strrkenburg und Rheinhessen. Neue Pilzversiftun-. fd. O f s e n b a ch a. M_, 16. Aug. Eine hiesige Familie erkranttr nach dem Genuß von oenneint- uchen Champignons und mußte in sehr ernstem Zustande dem KranSenh«fte sngefMrt roethen. Ebenso wie es in Isenburg geschah, hatte mau hier ben Knollenbläftvrfchwamm mit dem Champignon ocrwechfelt * rm. Darm stadt, 15. Aug. Zur Belivnp- fimg ber Woh«un^ü»ot, -u»ächst in Dermstabt hat der Bund deutscher Architekten. Ortsgruppe Darmstadt, durch eine Anzahl seiner SWiigheber eine Reihe von Entwürfen zu praktischen Woh»- hauSbauten fcerMellen lassen, durch iselche den Zeftverhältnisfen Rechnung ttagend vor allem der Wohmm^not geftarert, unter möglichster Ersparnis bte BautättOVeft belebt isnb damit auch der Ar- beitslosig^it cntgegenaearbeitot werden sott Die 2lrchftekten Klee, .^üchtzer, Dipl.-IngentarL- Theis,: D. Müller, Sch-mbs, v. b. Letzen, Krug, Diptom- iJng. Wellmer, Finve unb Strecker haben unzer Zu- ffrmtbelegua« perschiebener Bsubtöcke in der Stadt, die zur Errichtung bitter Wohmmaen gaeignet er- frfjeruen bei ^enufreing der Brmhftmnbmrttchje und tunüchster Bermerdun« des toseepen Zementes und d<6 E^ens und Lnwenb«ng ber Holz«sführung eine Anzahl Plcwe «iMtgearbeitef und nach ben von ben tofaen Aeistett»er«n>guugen ausgestellten Arenen b-recimet. Bon Flachbauten mufe* mtm abfaben, da durch die ««chritlichc Bebauung der ^iaubiöcke unter emem Dach- auch an Zuführunos- Intung für Reml Satfer, Gas, viel erspart werben »um. Die sämtlichen Pläne würben M einer Ausstellung vereinigt, die am SaEag.rrüh im -wfe bei Zentralstette für bie Gewerbe tn Anwesenheit von staaft u.nd städtischen Dehörben us.w^ eröffnet wurde. Die Ausstellung gibt vorsugücke Unterlage* und wirb es sich darum drehen dach bee mafeebexben Fakten alsäalb bie nonwnbtom Mftttt bereftstetten, damit endlich der Wohnungsnot, die sich mehr und mehr zu einer Kalamität answächst rasthestens gesteuert wirb. r r rm- Eberstaöt, 16 lesen ist lper eine ältere ^reu verunOlückt, ver ein ftcr^r B-umst«»«, »er eit einer Böschung 'ns Rollen geraten war, Kops unb Brust ein- drückte. Säe starb nach ihrer Euelrefernng in das Krankenhaus. — An einer Schiffsschaukel, bie während der Kirchweihe hier der Jugend ihr nicht ungefährliches Vergnügen bietet, erlitt ein 17 Jahre alter junger Mann so schwere Verletzungen, daß er an einer Gehirnerschütterung starb. Heften-Nafsau. fd. Frankfurt a. M., 16. Aug. Die Geleise ber Straßenbahn vom Hauptbahnfwk bis zur Hauptwvche sind derart abgenutzt, daß die Wagen mit halber Geschwindigkeit fahren müssen. Mit Rücffüht auf die nahezu unerschwinglichen Preise hat die Straßenbahnverwaltung bic Auswechselung der Schienen bis auf weiteves hinaus* geschoben. me. Frankfurt a. M., 16. Aug. Beim stützt. Hochtzauamt wurde eine Bauw irt schaftssteile gegründet, die alle Baugesuche auf Rentabilität prüfen soll. Diese Prüfungsstrlle stellt sich als eine Interessengemeinschaft bar, an der die städtischen Hochbauämter Wiesbaden, Mainz, Biebrich, Offenbach, Hanau, Bad Honrburg, Bad-Rau- heim. Höchst a .M., ferner die' Bürgermeisterei Schwanheim, sowie bie Eisenbahndivekt«n Frank- furt a. M. beteiligt sind. Eine ganze Anzahl von Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden haben ihren Beitritt ebenfalls in sichere Awssicht gestellt. — Trotz langwieriger Verhandlungen tarnte sich der Magistrat und ber HauptauSschuß der Stadtverordneten Versammlung über die Deckung der entart bewilligten Teuerungszullen nicht einigen, well eben schon alle städtiftl)en Einrichtungen bis auss letzte heran gezogen sind. Man hat deshalb die Bottage den einzelnen Fraktionen überwiesen. — Der Frankfurter Polizeipräsident macht bekannt, daß angesichts der katastrophalen Lage auf dem Kohlenmarkt keinerlei Aerlängerung der Polizeistunde mehr gestattet würbe. Alle Anträge seien vollkommen zwecklos. gn. H e r s fe l d, 15. Aug. Auf dem Kali- bergwerk Nippa geriet gestern bis auf jetzt noch unaufgeklärte Weise flüssige Luft, die man zur Lossprengung des Salzes benutzt, in Brand und brachte sämtliche Sprengpatronen zur Explosion. Durch den gewaltigen Luftdruck wurden zwei Arbeiter getötet und zwei lebensgefährlich verletzt. gn. Wihenhausen, 15.Aug. Wegen wiederholter ehelicher Zwistigkeiten war die Ehefrau des Arbeiters Nolte von hier mit ihrem zweijährigen Kinde von ihrem Ehemann fort zu ihren Eltern nach Henneberg (Thür.) gegangen. Nolte reiste ihr nach und versuchte sie zur Rückkehr zu bewegen. Als seine Bemühungen erfolglos waren, erschoß er zunächst die Frau and das Kind und bann sich selbst. Vie SeWiMchMiirg der £ebens«itttl. □ Kirchhain, 15. Aug. In einer heute im G«ibaus Mosedack hier absehaltenen stark besuchten Bersammluna des Hessischen Bauernvereins Kreis Kirchhai« wurde bei bei Frage des Preisabbaues auch die Kartofselabgabe eingehend beraten. Wie mitgchellt wurde, hat ber Kreis Kirchhain zu ber Reich-Umlage rund 31500 Zentner zu liefern. Hierfür sollen die sestgefetzten Ber- trasspreise bestehen bleiben. Im übrigen war man damit einverstanden, daß die Minderbemittelten, die i« jeder Gemeinde festgeftellt werden, die Kartoffeln billiger, nämlich z« 20 Mk.. bekommen. Tie Meldungen werden geprüft und die in Frage kommenden Mengen dnrcb Umlage, bie sich nach der Größe des BettiebeS richtet, ausgebracht- Tie Regelung ber Sache wftd dem Vorstand anheim» gegeben. Tie Bersammlmra roar ber Ansicht, daß bte Kriegsgewinnler und die besser gestellte Bevölkerung nicht verlangen könne, datz ihnen die Kacwffeln zu ben ermäßigten Preisen geliefert würden. Bezüglich der Kundgebung in Marburg wegen der btreften Belieferung bei VeisorgungS« berechtigten in den Törfern erllsrte die Versammlung ihr volles Einverftäntz^.is. Mit einer diesbezüglichen Eingabe )sar man einverstanden. Bei einer 9lu5maf^ung des Korns bis zu 90 Prozent könne immer noch eilt gutes Mebl geliefert werden. Im weiteren Verlauf ber Versammlung wurde Stege aesührt, daß bie Kartoffelprämien im vorigen Jahre noch rückständig seien. Es wurde beschtos- sen, nicht eher zu liefern, bis diese alte Schuld beglichen ist. Tann be-rach man noch einen Antrag der Ortsgruppe Rohdvrs wegen Abschaffung der Trichinin- und Fleischbeschau und sÄieß- lick wurde noch der großen Bedrängnis getadjt, in die der frühere Reichstagsabgeordnetc Dr. Ottw BSckel, der ben hessischen Steuern den Weg gezeigt hätte, ben sie jetzt gingen, geraten sei. Erne fofertige Sammlung wurde mit 600 Mk. abge- nmbet. In ben Ortsgruppen sollen weitere Sammlungen für den ehemaligen „hessischen Bauern^ köntg" stattftnden. SB ft. Weilburg, 16. Aug Auf Webersberg fand gestern eine sehr stark besuchte Vertreterversammlung der Kreisbauernschast Oberlahn statt. Dr. Gutknecht von ber Landwirt? schaftökammer in Wiesbaden und Herr Häuser wnr hiesigen Finanzamt unterrichteten wechselseitig über das Reichsirotopfer. Es wird von Seiten ber Bauernschaft nicht verstanden, aus welchen Gründen von den Kmanzänttern ein 60- bt5 100-prozev tiger Aufschlag auf i-ie rm Gesetz vorgesehene Beranlaaung in Bezug auf den Reinertrag festgesetzt ist mtb «lf daS Entschiedenste dagegen pw- irfhert. Die Bauernschaft will von ben Vst- ^heb«tn ber srüheren SteuerverLnlagungSwMMÜ- it»n, soweit sie ihrer Organisation aAgehören, Rechenschaft fordern, womit dieser AnffMag be- arundet werden soll. Tie Bersammlurrg »ab«r Semttnis von ben Ern des chatz ungen in ben einzelnen Ortschaften bei .Kreises und hieß die Bar- srÄäge für die Wahl der Steuerausschüsse gut- Sodann ererbe ber vielerorts besprochene Preisabbau behaftdelt. Tie Bauernschaft erklärt )iaj bereit, daß auch hier Schritte in dieser Richtung Htrterwmioen werden, aber nicht zuerst von der Landwirtschaft, sondern umgekehrt. Erst eine Ser- billigvng der landwirtschaftlichen Betrieb-Nnttel, mtt Löhne, Dtagemittel, 1 andtoirtschaftliche Ma- itknen, bann «Ls natürliche Fvl«eerschmnung Bor-- bätienng deS Produktes aus tzchsen Posten. Für den Kartoffel preis schlisßt sich die Versammlung ber Ansicht ber Vertreter «er ftrmMlmrg «* per DezickSbouernschaft lBesamtaganifattar für den Regiernngsbechrk Wiesbaden), die am Samstag in Limbur« tagte, an. Hreruach wird e- ben KeeiSbauernschaften über testen, je nach ben »etlichen ErntzeerKetaissen mit ben Sitfenö* verbänden Verträge abzuschließen. Als bm chschrnktt lieber Karteftelrrchtpreis wurden 25 Mk. prv^ni ' | net wgegebe*. “!»■ Mi. Ich» '«'«C *«■ «tim DäK Mettüi, St“ ä gWS »*N aft SM? r9* sich ®P^3tet. ""ich "nchtu^Z übenoiek 5*1 macht b> * Ä-' ttf in Me Ättügk 5£fe •• -ich? dlus dem -ali« ls auf jetzt noch e Lust, im izes benutzt, in Prengpatronkü •faltigen Luft, getötet nti rieht. ^-Aug. Wega inten nrar b« von hier mt n ihrem Ehe. •cb tbennebng ihr nach uti »emgeir. $j :en, m'choß ei Md dv» sich ML 6äs? iSrÖÄj letmiid. Zn rum ha? haltenen stark to m Sauetier.mi M des Hrki-. ibt eingchknt ff der treü tiitz 31500 3atM seschesetztrn Vv- üiriflen am nra tintafcmrtteto Wtbffi, btt 1» M. bdommci nnb ttt m Fick igt, br sich nti aLfgedracht Tr 8orfto* -.ihn» der Ansicht, iq liier gtstrlllt & t, taB ihnen K Peilen Sa"« ung in Ävhv! Xi Bersorsu"^ irtt bit «erstm» tit eiter btriM 90 ri? itiett werden. ytg wurde x®f , nien iw wjgl iS wurde w** 1 twi; alte S<^ man n»(fHgj JäS’ SÄ» nn tEäcilia und Männergnartetl trugen stimmungsvolle Chöre vor. Die sich unter dem Lorn« von Turnlehrer Langsdorf anschlietzenüe Stistungüseier brach:: einen mit starkem Beifall ausgenommenen Festrortrag von Lehrer Schneider über bic Ge ckictuc des Vereins und de- deutschen Turnens. Eine Reihe verdienter Mitglieder könnt: boroui ;u Ehrenmitgliedern ernannt werden: A. Förster, 23. Feo, W. Schna- Lei, Venn Tietz. S). Zimmer VIII., Pfarrer Junker, Lehrer Wertheimer (Leidendergen,' Der letzter?, ein 85jähriger Greis, ist der einige noch lebend- Mitbegründer des Vereins, i^r richtete im Laufe des Ab.mds aus einer reichen Lebens« ersahrung heraus Worte an die Jugend Als Ver- törter des TnrngaueS Lessen und im Auftrage deS MittelrheinkreiseS dec Teutsch?n Turnerschall beglückivüuschtc Redakteur Schneider Butzbachs den Fubelvevem, und in sväter Stunde noch ließen brr Turnverein Butzbach durch seinen 1. Vorsitzenden, Redakteur Schneider, und der Turnverein 1860 Bad-Nauheim durch seinen 2. Bombenden, Lehrer Ostwald, besondere Glückwünsche übermittln. Vielbewunderte turnerische Ausführungen und mit dankbarem Beifall ausgenommen, Gesangs- »rtrege der beiden Gesangvereine füllten den Abend aus Leute früh sand ein Bereinswettumen statt, an dem sich 50 Turner und Turnerinnen beteiligten, und am Nachmittag zog unter Teünahme hiesiger Vereine und auswärtiger Turnvereine ein stattlicher Festzug durch die rerchgeschmückte Stadt nach dem Turnplatz, wo noch einer Bc- arüffung San spräche von Lehrer Dffnealb (Bao-Nau- heimi ein S. Radetzky 134Punkte, 2. Paris Ludwig Bauersachs und Otto Wagner 125 P, 3 Preis Karl Wboch 121 P.: Zöglinge. 1 .Preis K. Machalett 105 P., 2. H. Bolz 103 P„ 3. L. Reinhard 101'/, P., Frauenabteilung (5-Kamps): 1. Preis Elisabethe Äemfe 68'/, P, 2. Termine Vater 67 P., 3. Anne- I* Belte »ß1/, P. Zm Souderkamps (100-Mrter- Lauf) blieb G. Radetzky mit 11 Sek. 1. Sieger. Wettschwimmen. rm Darm stadt, 16. Aug Das 29. Wett- ichfecknmen H deutschen Schtfemwverbandes sand heute nnb gestern in der neu errichteten Schtvimm- lxchci des grosten Woogs unter starker Beteilimmg der Dassersceunde aus allen Gauen des Deutschen Reiches r*tit. Bvn herrlichem Wetter begünstigt, fetitefnt_bie etwrfwen Jtonfurrengen <*ne j-de Störung o<*rr-OThi erreichte drei deutsche Besb- IrtMuugen K re iVlagen sta f f e l (4mal 100 Mater in 5,11 Set.) Tamenrückenschwim- men (100 Meter) E. Murray Germania-Eerlin in 1,29,3. Brustschwimmen (300 Meter) Nanmann-Bvcst«i 5,08,1. Springen: Shmn» astMfetlfermi 49,4,2^ Mette-Bremen Rückenschwimmen (200 Meter) Säunper-Kolu 2,56.2. Benelse-MatUdeburg. Meister schäft hon Deutschland (400 M-rter) Bemerke'Lelles-Magd^urg 5,45,3. BrustsckHvinnnen (400 Meter) Rademocher- Magßehurq 6 35 2, Besttzcit 2,29. Damenschvim- men L stivses -Sberg-Mstnchen 1,17,1. 5omenstaffel 3mal 100 Meter) Laurt^ver S. B. <48,4. Mersterstliaft im Mlchrtzampf Luber-Berlin 230,3. LSeltausstellunasstafsel 3mal 200 Meter) Vcna^-WcgteUirg. iL-enivrenlaaen staffel 4inal 100 Metern LeLlas-Ma^ebura. Meisterschaft von Teutfchtanv im Swingen Güchcr-DuiSburg, Wiesel-Leidig Damenmeisterschaft (100 Meier) G. Mascnderg L«nnover 128 Meistorsck»aft (100 Meter) L'Nmot>Mgdemng. Meisterschaft im Rückenschn^mmen 100 Meter) Ssa.nper-Köln 1,48. Aasserstillmeisterfchafi: Mkar-Lei^lberg gegen Fvankirrer Scttvärrmflub. Meisterschrft über 1500 Meter SKamyer-WIn 23,55. Löchstleistung 24,5. Stütz de» A«ttzverkündisunssdlatt. ** Tas Amtsverkündigungsblatt Nr. 115 cum 16. Llugust enthält: verstellung und Aerstmf tun Älrfa^ und Tamz- teUrftigungrn. Zur Zeit »rrd Crlaubois fu Tan^ •elefuguntm uut> jergteirfjen versaat, wenn Oie betreffend'? »iknueinbe im SOerr über Baodach- tungsgcbiet liegt Das Kreisann macht aber darauf aurmerfiam, hast alle Tanzbelusttzungen und dergleichen, zu deren Abhaltung die äcneVmigung aus obigem (Lrunde versagt werden mutzte, spätcr. wenn genannter VersagungsgrnrQ ive»ffallen ist, »efiattd wird Zs imri> dabei ine Regel, bast m Sn Lrven 5xn*duf[igun€WWt*t€S» HSl- als -eifteskrank iÄterniert. Prag, 17. Aug. (ATB.) Ceeko Slowo meldet: Der sächsische Kommunist Lölz wurde als geisteskrank in einem Sanatorium bei Prag interniert. MAttermsrd. Berlin, 17. Aug. Ter 22iährige Koch Thom, der unter bem Verdacht, in der Brandenburger Straße in Berlin seine Mutter ermordet zu habe«, verhaftet wurde, hat ein Geständnis abgelegt, daß er, um zu rauben, die grauenvolle Tat beging. Mrfcftaftat der Redaktion. B. Gießen. Geschäftsbücher müssen gesetzlich 10 Jahre lang aufgehoben werben. £>mM. Berlin, 16. August. B ö r s e n st immun gsbild. Das Geschäft war nicht einheitlich, doch war bei nicht cjanj einheitlicher Kursgestaltung die Grundsttmmung ziemlich fest. Stärker trat die Uneinheitlichkeit in der Kursbildung am Montaumarkte hervor, wo wesentliche Kurssteigerung wie bei Hoesch, Rombacher und später bei Bochumer auch ebensolche Rückgänge bei Harpener und rheinischen Äraunksh'en gegenüberstanden. Petroleumwerte lagen mäßig schwankend und stiller, wobei die Spekulation in der Lauptsache Deutsch-Petroleum zugute kam. Chemische, Elektro- und Kaliaktien waren durchweg fest und besonders letztere stärker anziehend. In Schiffahrtswerten herrscht bei Realisations- neignng wieder Geschastsstille. Bemerkenswert fest sind noch Gebr. Boehler, Hirsch Tupfer uuo KdUr-Rottwetler, von Kcluiaroet* ten Baltim»re. Von Äentewwerten erhöhten Mexrkmrer und von diesen namentlid) Tk> tzuaittepec ihren Kursstand ganz erheblich ans die angebliche Wiederaufnahme des Zn»s- dtenftes. Frankfurt a. M., 16 Lag. Börsen- ftimmuuasbild. Dre Absnübvrse verlief bei ziemlich lelchastem Geschäft fest. Lebhaft begehn waren Phtznrr Bergbau 449^x, Buberus 3741,a. Larpener itanöen im Angebot uni gaben 7 Pr»z auf 373 nach Kali Westeregeln wurden mit 705 biß 708 8 Prvz. gesteigert. Bochumer janfcen nach anfänglicher Abschwächung wieder Achtzesserung 4581,2 (— 41/» Prvz). Elekttizüätsaktten au- regelmäßig. Zur Schwäche neigten Sduufert 908, Licht und Kraft 151.—, Deutsch Uebersee 830, Bergmann zogen 2 fPooz. an, 250, A. E G. 307.— plu-2, 2 Proz Schuhfabrik AuA Wessels gewannen 6 Prvz. t.270.—k Fränkische ^xhuhsabrik notierten 210, ^chneNpresse Frankenthal lebhaft, 250, zo- tzen 8 Drvz. an. Leder werke Üietlx wurden 11 Prozent gesteigert 240.—. Brauereiaktien fest. Binbing zogen an 166.—. Schuhs, verz 198.—. Franko furtcr Los 505 Adler werke ftlcper 4 Vs Prvz. gebessert, 219Vs, Str»hst»ff Dresden 12 Prv, gesteigert, 277.—. Schtffahrtsaktten schnmnkeud Pakets. 183Va, nachbörslich 184Vs—184V*. Nordd. Lloyd 173—. Stcaua Äemana 1460 brs 1470 plus 30.—. Teutsche Petrvleum 1345, 1340, 1355. Mexik. abgeschwächt, b-praz. Gokdmei,. 102, .5-proz. Süherm«. 324, 5-br*i. Tehuantepec 320.—, 5»nwg. Reichsanleihe 79Vr Frankfurt a. M., 16. Aug Bei regerer Nachträge fanb Laser bei fester Tendenz Aust nabine. LAsLnsrüchle sind in guter Oaalitäi gesucht, besonders Giktoriaerbsen. Lupinen und Serabd la iantwi regen Absatz, besonders Rav würbe reger gesucht. Leu stark angeboten. Sttoh ruhig. Frank kl»'", a. JJl., 17. August. Devisenmarkt. ®clb Sclef (Reib Brief Vatti». 14. Aug 16. Aug. ?Imfte*awi.«»«irk 1533,50 1536,501536,- 1539, SrtHtbllwttMriMn . tztzristiania..... 357,65 694,30 358,35 695,70 359,66 704,30 360,35 705,70 . 699,30 700,70 705,30 706,70 Stodifele . . 959, - 961,- 962,- 964,- ffelNMleUL .... Italien...... 143,85 144,15 142,85 143,15 230,25 230,75 229,75 230,26 L’ewfen. .... 168,80 139,20 168,80 169,20 5<«».*DotI...... 46,57 46,67 48,65 46,75 Varis....... 336,15 33-3,85 337,65 338,35 S4*«<4 ... 774,20 775,80 774,20 775,80 Spanien . 696,10 22,67 698,20 22,63 6^5,30 700,70 wiemart" von bem bekannten flAmiidm Dcdjvr Lendrik Conscience. — Eine österreichische Kritik ber Kriegfütrung im Del tkrieg. Zu de» vielen Tarsteslunaen der Schuld am A'rieic n * ber Ursache des schliestricken Zchammenbrukd, - der Feder deutschei LocNüvrer und 'Bo üffri ’xil sich nun endlich auch die eines österreicköchn 1 v- nerals gesellt Tas Buch txri C4eneixri Irr Zw» famcric Älsred R'rauft, „Dir Ur>idrn immer wie^erUgr" (I. F Lelmmnns Bcr'.ag, r?ür_den, Preis b- Mk > ergänzt die Büchci des öiTerrri -i* schen Ministers (Tymin irrtb des Mit'cken (5e«e- ralS Tiamvn 'über Oestcrceich-l'iviarns ^iteiT am SfcKTrieg nnter gan,; neuen SesichtSyvnItül. (3n einem Teil der AuNagc nTteb-Tb^It) Die schreckliche Loge der Gefanstrnen in Sibirien. London, 16. Aug. (WTB.) Die „Times^ meldet: Der Völkerbund erhiett eine MüteUimg eines Fräuleins Elsa B r a n st r ö m, bi? ioelrw aus Sibirien lurüifgeLbrl ist. Darin britzt es: Wenn nicht schleunigst Mittel zur LrimfÜhruirg der Oefcmgnrn brtchafst werden, so werden im jolgcnbcn Wmtcr 200 000 Mann in Rustland imd Sibirien infolge des Elends und Lmigers sterben. ElTgl-anL uild Frankreich. Amsterdam, 16. Aug. „Daily Chrvnikle" zufolge hat die französische Botfärait in Lvndsn dem Auswärtigen Amt sormell bestätigt, haft die Anerkennung Wr angels durch Frankreich nicht im Zusammenhang mit der englischen Mitteilung an Polen betreffend die russischen Waf- fenstiflstandsvorsckläge steht. Kranzösischr Munitionssendungrn für Wrangcl. London, 15. ?ug. Reuter Der englische Aktionsrat erhielt ein Telegramm des Srtntarä ber 2. Internationale, Duysmans, worin t*er nutteilt, dass französische Munitiontza l'enbungen für Wränget bereit» in Antwerpen eingetrosstm seien, wo sie von der belgischen Re- gienmg wegen W. i -e^ung der Arbeiter, Munition zu befördern ang halten wurden. Bcla.stchun in Petersburg. London, 16. 9(ug. (WTB0 Eine russische drahtkose M.'ldung bjagt: Der frühere ungarische Botksliommissar Bela Khun ist in Peters- bur g emg-troff-m. 6-4 n S Schwirr g elten in Asien. Lon von, 16. (WTB.) Renter meldet aus Bombay: Tic Bahnlinie von Bagdad nach der persischen Grenze wurde am 10. August morgens von Etng.bornnen zeritürt Sine von Bagdad abg^san t Kolonne ste. tt am 1). August die Berbinvun j kviber her. Die ,,Li7nes" w'ist darauf hin, haft m uie'er Gnp'nb, d e nordöstlich von Bag a i*gt, sich bishrn: noch k.ine Unruhe» ereignet hab.n Eine N h u g - und Genikbr.-i te'auSstcllurg. München^ 15. Aug. (WTB.) Leute vormittag wirv bte diesjährig al gemeine 92 a lj* r u n g e u : b Genustmittelau sstellun st int Aussei'uns ar aas ter Th rcjienlöl,e erösinet. Mit der Ausitel u.ig ist die 13. BerbandstaFnng des R« ichsvernanoes deutscher Feinkostkaujleate verbanden. Ein Automobilunglück. Berlin. 16. 2llig. Die Satter melden, daß iich gestern vormittag aus drr (Lhaus ee Kyritz- Pettebcrg das Automobil des Kausmairns B o r ch a r t aus Lamburg in vol er Fahrt überschlug. Borchart und sein Chausstur wurden ver- .etzt. Zwei mitfal;r.itbe Geichästsfreundc Boo« chards, ein süäamerikanischer und em Münchener Kaufmann, verbrannten in dem in Feuer ausgehenden Automobil. Ein Massenmord. Berlin, 16. Aug. In dem Torfe Zernitz bei Neustadt a. T. wurden gestern her Lhaussee- arbeiter Strogali und dessen 2 Söhne von 27 und 13 Zähren mit zertrümmertem Sckä- d e l ausgesunden, während die 25jährige Tochter mit durchschnittener Kehle tot bantben lag Nach dem „Lokulanzeiger" wurde der Nachtwächter des Ortes unter dem Verdacht der Täterschaft verhaftet, während nach der Monbagpost ein dritter Sohn Sirogaliö unter dem Verdacht des Vater- und Brudermordes steht. Blindrr Hoh. $»*re Sippen icgtrn sich fest aufrtnanöer. Sie machte »ich ern schäft Bvrwür?e über ihren Mangel an Zurückhaltung. In ihrer fast ärgerlichen Stirn- “njttß MrtXe sie ein rascheres Fachrtemp) $\- lr Lermann Lüttich, sie ^«shaltend, die £>arib hin imfc sag»: in sciLicht herzkckem Ton. „Ich txnefe Ihnen, mein .Fräu- lttn.^ Thebte sonst. Und etwas in chr, das ihre Verstimmung eüen» io rasch, als sie gekommen war, wieder #erflottem 1*8, zwang sie, in bic dar gebotene £xmb ehrlich ttnzuschlagen. Ihre Stirn feilte sich auf, und auch mich traten wirAe die Lellfakeir Am @ingwg des Städtchens Jtiefea wartete ^LaT Badenbach mit seinem lachekcken Gesicht aus me beiden. -„der alten die über die Saale flellten sie m einem Gasthof ihre Räder LTt.na‘*mcn cstnen kleinen Imbist und einen ferühmten heimatlichen Wtzößbiers aus Kanne, die kräftig nach Pech Tann ging's die schöne, in ihrem ersten Ts'l von prächtigen Nustbimmen eingcfaftte Strafte empor jur Leuchten bürg In dem maleriÄen Burgstos waren die Sioen eben am ErtzlMvi, und ihre junge, nach chüchlem aus ber grünen Lülle fjNtifenbe Pracht tonb in gar wuntzarffmtem Gegensatz yt den paft tattfenbiäbrigen Maiuern, die daraus niaber- schalteten. Nachdem das Mittagessen, das em Beine» Festmahl werfen fei Ur, besprochen und bestellt war, bestieg man den Turm mit seinem enngfen* starken Steürmeniel, um den Blick aus die gesegneten, feiler lachenfen Fluren imb Berge vorweg za nehmen, ehe der grefe Strom der Schealustiaen, die Essen imb Irüifrn an den eriten Platz jetzven, die etuien fe»«rschwvll Nur Der Schuler sprach da oben von den Dreien. Rena^und Lermann Lüttich blieben Rill in seierlicbem Schauen. Mes gelben offen in ber Nähe, golden verschleiert in ber Ferme — das ganze Bild breit nusgegossen, funfdnb in junger Som merferrliMeit. Sonnemrunftat, purmrrf*nere Finsternis cor den Augen, machten sie den Abst«y. Ter junge TeWtschamerikaner qnaa voran. Dickrer üntier ihm erklang die Äkusik leichfer Mädchemritte, Tveiches .^lcidertUuschen mistftte sich darein-- do plötzlick ein falbintirtiDnidicr Aufschrei — Ler- nianii wandle sich — und hielt im nächsten Augenblick den schlanlen TZätxfentirxr m den Armen — so, wie er es eben geträumt. Rena hatte raren Fehltritt getan, sich den Fuß verstaucht und den Hvtt verloren. Sofort entwand fie sich den üützenfen Arm« wieder. Sonnte aber ausoffchemläch fechk wrier gehen, ffmfem muffte sich an die Wand lehnen — ein Erblassen des Schmerzes ging über ihr Gesicht. „Eine ernstliche Verletzung?" fragte ber junge Mann besorgt. „Ich denke fecht, oaft es ernstlich ist," ant- nwitetL Rena mit dein Versuch eines Lächelns, „nur ein bitzchen weh tm s. Da erwachte in imnam Lütrich der Ealtbltb- tige Amerikaner. „Sie gestansr," sagte er ganz einfach, beugt- sich nieder und hob die Prafnx>il schlanke Gestalt aus feine Arme abermals nrfxc sie an feiner Brust. „Es wird nicht gaben —" wollte sie C8wav= den, aber da fühlte sie schon, daß es prächtig ging. Fest und sicher trug er sie die breiffig bis vierzig stufen, die noch ^itndffulegen waren, hinunter. Als er sie racken auf eine Bank niafergekS* hatte, tauchten aus dem erchsthtar Äeickt seine Augen ttei m die ffern. Als ob fte fäh erschreckte, sah fte fort und sagte leise u«d mühstun: „Ich danke." Bei dem Mittagsm-aU, das aus Änoedmnrg des ffmgen Mannes nicht in der großen 9teitm- rativnsvolle, sondern in einem der leeren Fremdenzimmer des gegenüberliegenden Logieryoches auTgctragcn wurde, herrschte sme gedrückte Stimmung, trotzdem sich Wein und Esten als vortrefflich erwiesen und Rena behauptete, so gut wie gar keine Schmerzen zu haben. Tas junge RLabchen fühlte, es lag an ihr, doft immer imeber ber Gesprcckbsiaden ritz und jicd endlich ein drückendes Scftodgen grau nüber» senkte m t-k hälfe Dämmerung, die ohnehin zwischen den dicken Mauern webte. Tabei tixtr eS ix öfe gar nicht still. Em säst, quälendes Aus unb Nieder br Empfindung« durchwogtc ihr Irrneres Als der junge Mann sie aus die Bank nisder- grietzt und mir den feiffgiän^noen Augen so fe- x«bt angesehen hatte, war ihr urplötzlich einer eatgeffilkn, an den sie den ganzen 'rcchfewtgten, fefüich schönen Morgen hindurch mit keinem Cfex bauten gedacht hatte. Ter Xthrante im sernen Davos stand aus einmal mit vorNTurfsvvttem Blick vor ihrer erschauernden Seele' Ja — tote hatte es nur gojdrfen tonnen . baff sie sich gleichsam über chn Fort gff.eut hatte, als sei er gar nicht da mit fernem :ecken — er, der doch ihr Wort batte, baft fi einmal seine Fva» werden wollte? So stark hur die Emp- fötncig ünes traunwoOen Erschreckens in ihr, daft sie, wenn sie nicht der verletzte Fnz; kestgt- halter hätte, am liebsten weil fortgelüchtet wäre, in die bietfle SSatK^bui lies ba unten, um nut allein #u fern und unbcochtrr. Siefen bem bitteren Gchschi, den ffm-n Strem* ten uer dos liebevolle flfetorten brtrog-n y: haben, oas er ckvn ihr, der $erlobten, jede Sttmbc nnb jefen AuMmblick beanspruchen bunte, stähl sich urt noch ehre inrfiaro, zitterndc Unruhe m tne Abern. Es inottte sie überkommen, als werfe sie in Zukunft me, nie wieder eine reffte und starte Freude feben tfetwen an fern Glanz eines schönen T-g?S — als werfe sich ihr stete u-ck üfevcckl ein Scklerer darüber nieberirofen, l4 st fr »«*' tij w 9' ri 's n '£ 'S t s t I L fj ( u -i! verewigt F. G. F. «. F, F. *3 11 8767c 014079 Lollar, den 16. August 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch, 18. Aug., nachm. um 51/« Uhr statt. Wenzel- MMM / Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. 8797D Hierdurch erfüllen wir die traurige Pflicht, untere Mitglieder von dem Ableven unteres langjährigen Ehrenmitgliedes Herrn Geb. Kommerzienrat Dr. h. c. Siegmmd heichrlhtim in Kenntnis zu fetzen. Die Beerdigung findet am Mittwoch den 18. August vorm. um 11 Uhr statt. Zusammenkunft 10'/, Uhr am Einganades neuen Friedhofes. Uniform: I. mock T odes-Anzeige. Gestern nacht entschlief in der Klinik zu Gießen nach langem, schwerem Leiden unser lieber, unvergeßlicher Sohn und Bruder Heinrich Frank im blühenden Alter von 18 Jahren. In tiefem Schmerz: Familie Heinrich Frank IV. Schmerzerfüllt betrauert die israelitische Religionsgemeinde Gießen das Ableben des Herrn Geh. Kommerzienrats Dr. h. c. Siegmund Heichelheim. Seit vierzig Jahren Mitglied des Vorstandes und seit vierundzwanzig Jahren dessen Vorsitzender, hat der Verewigte seine vielseitigen Erfahrungen im Verwaltungswesen bis in die letzten Tage seines Lebens dem Dienste unserer Gemeinde geweiht, deren Einrichtungen und gemeinnützigen Anstalten seiner kraftvollen Förderung sich erfreuten. Sein segenstiftendes Wirken, seine Gerechtigkeit, Milde und Versöhnlichkeit haben seinen Namen in der Geschichte der Religionsgemeinde und Helm. Das Kommando D i ck o r ö WM * ./v. < * ’< *Y*<. t i *0772D Gießen, den 16. August 1920. 8 findet Die Beerdigunj nachmittags 8*/, Uhr. w Weißbäcker Weißbäcker. Ä Der Vorstand und Aufsichtsrat der Bezirkssparkasse Gießen Gerdi Hilde Gießen, den 16. August 1920. t statt Donnerstag den 19. August 014085 G W L •f; ■ M. W Am 15. ds. Mts. verschied das langjährige Aufsichtsratsmitglied unserer Sparkasse Herr Geh. Kommerzienrat Dr. h. c. Siegmund Heichelheim. Ein mit reichem Wissen ausgestatteter zuverlässiger Berater ist mit ihm heimgegangen. Mit vorbildlichem Eifer und gewissenhafter Treue versah er das ihm anvertraute Amt bis in die letzten Wochen mit seltener Geistesfrische. Außerordentlich schmerzlich empfinden wir den Verlust dieses Mannes, dem wir stets ein dankbares, ehrendes Andenken bewahren werden. Heute morgen 101/, Uhr verschied sanft nach kurzer Krankheit unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Georg MarxWw.geb.Vogt im Alter von 72 Jahren. In tiefer Trauer: Elisabeth Weißbäcker geb. Marx Max Weißbäcker Else Weißbäcker Erna Weißbäcker Tin älterer, im staatlichen Rechnungswesen durchaus bewanderter 8766 B Empfehlungen) sucht Anfangs- s87698 8872 lieferbar. 23 Pserdekräste, 7 Atm. Betriebsdruck, 17 qm Heiz- im Südteil der Stadt, nm liebsten mittlere krankt Str., »n mieten gesucht. 8-Zimmer Wohng. kann Leeres Zimmer z. vinstellen von Misbeln, evtl. 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Schwimmunterricht wird durch fachkundiges Personal erteilt. Badezeiten 9 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends. Mittags von 1-2 geschloffen. 8771D________________________Der Vorstand. Achtung! 1 Waggon Einmachgurken Stück 5 und 8 Pfg. Salataurken Stück 10 und 15 Bfa., Senf- und Zutkergnrke« einaetroffen. Berkaus Mittwoch von 8 Uhr an am Kelfenkeller und Marktballe 1. 8773] Frosch. Tel. «ISS. stellung auf Bureau ob. Lager; leichtere Handarbeiten usw. werden auch geleistet. Anacb. u. 018962 an den fitteU. Anzeiger. Aelt. nnadb. Sran sucht tagsüber Beschäftiaung. Zu erir. in d. Geschaft-st. des (Sieb. «nz. 014049 Junge Fra« mit djähr. Jungen sucht Stellung alS Hanehfilterln b. alleinstehendem Herrn. Näheres b. Frau Branu, ©leben, ©onntnftr.6. WW7 Ukt^M^schinen- schaetveri» snach Diktat) mit mebrstihr. Bnreau- titiüEett il nuten Zeuan. snchi z. 1. Oft. Stellung. Schriftl. Angevste unter 8794 an den «letz. 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Diejenigen, die mit der Zahlung noch im Rückstände find, werden hiermit gemahnt, die Abgabe bis zum 30 August d. 3- 3" entrichten. Die Zahlung kann an den üblichen Jahlstunden bei der Stadtkafie oder auf deren Konten erfolgen durch Ueberweisung. Am 25. nnd 31. August ist die Kaste für den öffentlichen Verkehr geschlossen. Am 1. September beginnt die ^Beitreibung, wobei die Pfändungskosten erhoben Ziaarrensroftbamv' luna sucht junge» Mann für die Reise per sofort. Schristl. Angebote mit Zeuanisabschris'en unter 014