Nr. 40 $er 6i KO. Jahrgang Dienstag, V. Zebruar 1920 GietzenerAnzelger Bs oorlchrriiL)" .Putschlag. General-Anzeiger für Gberhefsen UWZ 4 II Ren,Held 3«i|; für den S^mngenaMnid m. Vtrie«: BriHflW Uni»., fr* i. Sttiiindtrti B. Ceege. $*rtftkthnn, 6 wichtige Frage, wie man es verhindern kann, daß diese Mustermesse zu einer neuen Gelegenheit für Deutschlands Ausverkauf wird — ein Ausverkauf, der dann beinahe schon dem Verramschen einer Konkursmasse gleichkommt — oder wie diese Messe ein Mittel zur VesserungunsererValuta und damit zur Beseitigung wesentlicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten werden kann. Auf der Leipziger Mustermesse werden Bevollmächtigte des Reichskommissars für Ein- und Ausfuhrbewilligungen bzw. der Außenhandelsstellen anwesend sein, um die vom Ausland erteilten Aufträge auf ihre Verkaufsbedingungen hin zu prüfen. Sehr wichtig wird es aber" sein, daß die Aussteller selbst darüber aufgeklärt werden, welche Verkaufsbedingungen dem deutschen volkswirtschaftlichen und weltwirtschaftlichen Interesse entsprechen; denn es wird auf die kaufenden Ausländer keinen guten Eindruck machen, »venn der Verkäufer erklären muß, daß seine Bedingungen von den, sür die Ausfuhrbewilligung zuständigen Stellen, umgestoßen worden sind. Nicht minder wichtig wird es sein, daß diejenigen Waren, für die eine Ausfuhrbewilligung nicht notwendig ist, nicht zu Preisen verkauft werden, die, in die Währung des betreffenden Einkaufslandes umgerechnet, tief unter den dort geltenden Preisen stehen. Wie wichtig es ist, daß für alle auf der Messe erteilten Auftrage Preise aus- dedungen werden, die sich den Weltmarktpreisen möglichst nähern, geht daraus hervor, wenn man bedenkt, daß viele Ausländer das Bestreben haben werden, solche deutschen Erzeugnisse sofort über die Grenze mitzunehi- men, die sich leicht im Koffer befördern lassen. Die Messeaussteller müssen daher darüber aufgeklärt wenden, daß sie möglichst für die Auslandsaufträge Bezahlung in fremder Währung zur Bedingung machen müssen, und daß sie bei einer solchen Bezahlung entweder einen Valutarabatt gewähren oder einen Unö- rechnungskurs festsetzen können, der zwar unter dem früheren Friedenskurs der deutschen Mark steht, dieser aber einen einigermaßen weltwirtschaftlichen Wert verleiht, wie sie chn jetzt nicht besitzt. Ist es izicht möglich, das Verlangen nach Bezahlung in fremder Währung durchzudrücken, dann muß auf die in deutscher Mark gestellten Preise unbedingt ein Valutazuschlag genommen werben; natürlich wird es nicht immer möglich sein, den deutschen Preis mit Hilfe dieses Zuschlages dem Weltmarktpreis gleich zu machen, da ein großer Teil der Aufträge in solchen Fällen nicht erteilt werden dürfte. Auf jeden »all aber muß der deutsche Preis zu einem Derartigen werden, daß er nicht, wie es jetzt häufig der Fall ist, ein geradezu groteskes Mißverhältnis zu dem enftprechenden Preis im Lande des Käufers bildet. Werden also die Aussteller der Leipziger Mustermesse über ihre Pflichten der Allgemeinheit gegenüber unterrichtet — Pflichten, die letzten Endes auch im Zntevesse des einzelnen Unternehmens liegen — dann wird es möglich sein, daß die Leipziger Messe dem Ausverkauf Deutschlands einen Riegel vorschiebt und daß sie zu einem Mittel wird, unsere Valuta zu verbessern. Die neue Note der (Entente. Paris, 16. Febr. (WTv.) Die st-r deutschen Efeyecrmtg yrr Farge der Auslieferung der Schuldigen übergebene Note hat folgenden Wott- Gazt: Die Msterten haben mit Avfmerksainöeit die Nitteikung gepritt die von der deutschen 3b- gterung en be^eirfmet, acht dara«! doch mit öfter TontlichHeit hervor, daß sich zum ndnbdtr* die Mestteaht der Bo° schellttgungen »chr auf gemeine ©erahnten, sondern auf politische ober nnlitäryche MmtzMttzmen bezicht. Es braucht nur darauf hingewiesen -u werden, daß auf der Aste z. B. deneral v. Bescher und der ekwchtzcte hdi>ere VerwattnngAchef v Kries erscheMen denen Vlümborung, Srpoqion» und Zerstsrimo von Fabasten werden. Die tzsvchcke Ragaerang sicht 6* hier ast» einem krassen Ber tragsbrn ck gegenüber. Hier gilt also nicht das Angchnt tx brr «tarorten deutsche» Äote vom 26. Fannar teer texn es nur eure mbehmgtr Abiechnm-g ca& Nechtbqchnden geben Die VereirngMUg ern eine Bestimmung des Inhalts aufzunehmen, daß der Zeitpunkt des Inkrafttretens des Reichsgesetzes durch eine Verordnung der bayerischen Regierung festgesetzt wird. Im übrigen regelt der Staatsvertrag die inneren Angelegenheiten im Jusftzwesen, Wohlfahrtswesen, Schulwesen usw. Te«tschland» Ernte in den letzten beiden Wirtschaftsjahren. Bom Statistischen Reichsimt werden soeben die Ergebnisse der Ernleermitklung für 1919 in vei> gleichsneiser Gegenüberstellung mit denen für 1918 veröffentlicht. D« Ziffern für 1918 beschränken sich auf diefenigen Gebiete, in denen im Jahre 1919 die Ernte ermittelt worden ist. Die Öaupt- fruchte (Wmter- und Sommerftucht zusammen) lieferten nach diesen Erhebungen folgende Erträge (in Tonnen): 1919 1918 Differenz do. in °/o Weizen 2 169 139 2 336 896 — 167 757 7,2 Roggen 6 100 444 6 676 304 — 575 860 8,6 Gerste 1910 363 2 035 830— 125 467 6,2 Hafer 4 493 688 4 381 222 4- 112 466 2,6 Kartoffeln 21 449 186 24 744 163 — 3294 977 13,3 Zuckerrüben 5 817 817 8 611006—2 793189 32,4 Heu 20 610 735 19 650 897-j- 959 836 4,9 Mu» Hessen. Eine Erklärung des Abg. Dr. Osann. Abg. Tr. Osann veröffentlicht auf die auch ton uns mitgeteäte öffentliche Erklärung deS hessischen Gesamrministeriums folgende Erklärung: Meine AuEhrungen auf dem Parteitzage ber Deutschen Bikkspartei sind in der Presst ungenau und deshalb nicht richtig wiedorgegeben. Davon i«gt der Ww dem Mmistzerünn angeführte Satz, der gar keinen »chten Sinn Hit. Was ich gesagt state tmb aufrecht erhalte, ging dastrn: ich evachte es als palitstch schädlich und werde es be- Lmpfen, daß Herr Mmisttr Henrich fftr sich intt» feine fstrnrüie egoistische Rücksichten matten lief'. — Ich hatte dabet den Fall im Auge, daß Herr Finanizminister Henrich es zum mindesten zageiasstn hat, tafo sein Sohn, Herr RegierunzS- asstsiar Henrich, in dem Ministerium seines Vaters mit Versetzung ber Stelle einss &mbamhwmni betraut wurde, noch dazu als emer der jüngsten Assessoren. Und wenn das Gesamt-- nnniftmum tiefe Hanbilungsweise des Ministers Henrich billigt, fo fann dies an meutern iMumsvoß- lichen Urteil, ta» ich dies Mr egoistisch und politisch schLttch hatte, nZcht das Wcnde^ ändern. Ich hielt wtt hatte mich hur berechtigt und verpflichtet, dieses mein Urteil mit allem Rock^ruck ausznsprechen. Tie Aterrifst, die das ^kfamhnewiftcruim nun glaubt, gegen mich erheben zu dürstn, berühveu mich daher in feiner Weise. lut b«n btftfrftit Miet. nie. Gries heim a. M., 17. Febr. Welche Lebansmittelmengan »och immer aus dem besetzten Gebiet geschmuggelt werden, ist daraus zu ersehen, daß gestern am hiesigen Bahnhof beschlagnahmt wunden107 Sifco Schmalz, 31 Kilo Sefte, 51 Aibo Schotzvlatze, 10 000 Zigaretten, 26 KibvStärke, 35 Kilo Maraarme. — In Höchst sichen den Häschern 2V? Zentner Speck in die Hände. mc. Wiesbaden, 15. Febr. Der Kriminalpolizei ist es gelungen, zwei berüchtigte S i l b e r s ch i e b e r, die für über 20 000 Mark Silberaeld bei sich trugen, vor ihrer Abreise nach Cöln zu verhaften. Der Preetz Lrzlxrger>heIS«rich. Berlin 16. ftebr. lWolff.) Zmrächst beantragt Rechtsanwalt 814 ber a, bex .Hanpt- inann ö. Ste ptzani za verneh«en darüber, daß Er»berger als Rerch»st»a«rmhrcher an Berger vielfach Insormatianen ool«tsicher In von A»her gaschäUlicher Dichtigkeit gab. Sotzami der Fall Angerle zur LerhaM>tto»a, «obec Helffer'ich ao> führte: Ter Mal-fahrktznv Eugen Anaerie aus Warthausen bei Biberach war als llwterfcr»nmßar be-. Mt AentzSsetrsigesteü« anaestekll und 8eß sich in dieser Siell»WH emen graben Berteaaensbruch >c Schulden bvrma, der seine (httiermmfl aui der ttommifsarstellnUq und später das Emschoeiten der Staatsamvalffchaft in NanenSbnrg veranlaßt. Später gelang es ibm, tzauptsächiüb vmrch daS Eingreifen dos Hgerrtnerter. Erzberg er, wia- der U ntrrfc mm tffcm är bei her Finna (Sahnet Steiner in Ulm zu werden. Der Ahgevrtz?tete Erzberger uützde vl le. In einem Schreiben des Ober» tdmmisstonärs Steifer an bre »ietcbsgerstensttlle heißit es, Angerle habe mit der Wahrnehmung seiner Angelegenheit den sehr streitbaren Abg. Erzberger betraut, der die Sache vor den Reichstag bringen wolle. Aus den anbertn zur Berkesung gebrachten Schreiben geht hervor, daß die Reichsgerstenstelle dic Anstellmm schon des halb ablehnte, weil itach den bestehenden Vorschris. ten der Malzfabrikanten,Brauer ufw. nicht alsKvm- Missionäre angestellt werden durften. Im weiteren Bertauf dm? Berhandtunsen wird festgestellt, daß Frau Erzberger umfangreiche Sen-- düngen von Lebensmitteln von Angerle erhalten hat und zwar zu außerorderrt- lich billigen Preisen, so zum Beisptel hüt sie für eine (^ans an Angerle nur 20 Mark bezahlt. Helfferich fragt Erzberger, warum er bei seinen UTttertzanttlungen mit der ReichSgerstenstelle nicht darauf aufmerksam machte, daß gegen Angerle et- ?vas twrliegt. Erzberger cmxbcrt, daß ihm im Iähve 1916 hiervon nichts bettmnt war. Ter Vor- sitzentze und Helfterich weisen beide Erzberger darauf hin, daß sein Eirrflub zweiftllos doch sehr groß war und ob es ihm mit Rücksicht darauf nicht bebenflidb erschienen fei, mit einem eventuellen» Druck im Reichstage zu drohen. Erzberger verneint dies und sagt, er habe sich als Abgeordneter hierzu für berechtigt gehalten. Es folgt die Bernehmung des GeheimvatS Hagedorn, des Vorsitzenden der staatlichen Bn> teilungsstelle Grosin Berlins und früheren Vorsitzenden der Reichsgerstens»elle. Ter Zeuge bekundet, daß im Sommer 1916 der Grundsatz ftst- gelegt worden tei, daß die Brauer, Mälz^ usw. als Kommissionäre nicht mehr zu gelassen werden sollten. Ausnahmen seien für besoichevk Fälle vorgesehen. Abgesehen vom Fall ; Angerle wurden aber Ausnahmen nicht gemacht. Im August 1916 erhielt er einen Brief Erzb-: rgerS, der sich starkfürdieAnstellungAngerleSern- setzte und die Drohung enthiell, Erzber-n: werde die Angetegetchsit hn Reichstage zur Sprache bringen. Trotzdem sei die ReichSgerstmstelle fest gebliebm. Der damalige Staatskommissar für Volksernahrung, v. Oppen, habe jedoch erklärt, der Vorsitzende desReichsernährungs- amtes wünsche, da ß man Erzberger entgegenkomme, de m bereits größere Opfer als Angerle gebracht worden seien. Tooanfhm gab die Gerstenstelle nach Der Zeuge erklärt, Angerle sei auch b-:vo.rzugi worden bezüglich ber Zuweisung von Gerste zur Herstekkuny von Malzttstve und oon Hafer zur Herstellung von NckhrTrrittebn. Im September 1917 Bern es zur Einleitung eines Verfahrens g?gm alle 55rteiligten und auch gegen den Zeugen selbst, dem vorgeworfen ttetbe, er habe sich von Angell.' bs- stechen lassen. Das Verfahren gegen Erzberger wurde mit Rücksicht auf ferne I mmuni- tat als Abgeordneter nicht weiter geführt. Der Zeuge Hagedorn bekundet dann noch, er feinen Widerstand m der Angell»-Angllegenheit «sigab, afe er fach, daß Batockr sich für Ertzberger «osietztze. @6 fet bee stärkste Zumutuna gewesen, bin öhm ix ferner ganzen amtlichen TSttgteit vorgekvm men sei. Die Frage Helfferichs, ob ihm trgmb -?in anderer Abgsochrrtter befaroit ssi, der sich so inten stv für veivate 3»eteffen erntet:, iyrmetnte der Zeoge Nach der VernehmrnHg des Poli-sikommift stas Boxtor Wer den Leumuttd des Anger l.' asiro tt» gelle selbst de Zeuge bemrmmt-n. Tie Lebens- mfttelf>ndnMgen an Erzdevger seim vorher nicht verabredet und nicht von ferner etwaigen WiDer antedbmg dUfärvfie gemacht worden. Erzberg, r habe fernes Wissens vcnr bex Sexdangm nichts g>- wotzt Ällfferuh fvagt, ob bem Zeugen nicht ein Brief beflarau fet, worin Erzberger schrieb, er baute ihm für die eine S;n- bin«, umsomehr, als es ihm möglich sei, in seinem lAn gerleS) Interesse tätig zu sein? Der Zeuge kann sich auf einen solchen Brief nicht besinnen. Es soll latn der Fall Walff 2&ötTf*Ä0ln -ar Erörterung kommen. Go- tzeimrat von Gockon beantrogt, da hier gewisse wirstchaftüche Verhandlungen mit einem östlichen Staat erörtert werden müßten, die O e f fe n t L l'ch- leit wegen Gesährtxlng ber Stootsinter'sim aus* ruschließen. Das Gerickft beschließt bem gern äfj den Ausschluß ber Oeffentlichverr auf ein' Stund:, j Di^ererSffnuug wird die Verhaubtung auf iXetoteoe vertagt. Arrs Stadt «md La«d. Gieren, bett 17. Febr. 1920. Drohender Zufnmmenbrnch der deutschen Presse. Die deutsche Presse steht vor schwerwiegLicke» Entscheidungen. Die '.Regierung Ivar aus Forderungen des Vereins deutscher Zettungsverleger nach der Richtung tätig gewesen, ein weiteres ständiges Steigen der Preise für das Druckpapier an zu halten. Die Papierfabriken zeigten Jedoch bisher nicht das erforderliche Entgegenkommen, und weitere erhebliche Preissteigerungen liefern die gesamte deutsche Presse einem trostlosen Zustand aus, weil Ausgleiche der Einnahmen mit den wachsenden Ber- teuerungen kaum mehr gefunden werden können. Der Aufgabenkreis aller Zeitungen würde ganz erheblich eingeschränkt werden, ja diele Unternehm»- gen müßten überhaupt zu Grunde g-efcm. Es gilt, die breite Oesfentlichkeit Bei Zeiten für diese Lage zu interessieren. Der Verein deutscher ZeitungS-- Verleger veranstaltet am 22. Februar in Weimar eine große Versammlung, in der als einziger Punkt „Drohender Zusammenbruch der deutschen Presse" auf der Tagesordnung steht. E>s ist eine Fruge, die die L-ebensinteressen des ganzen Bolles ongebt, und es wäre zu begrüßen, daß bis zu dem. gehanxten Zeitpunkt noch Mittel und Wage gefunben werden könnten, der ernsten Gefahr zu bogognen Dem „Berl. LokalanzeiOer" zufolge beschtoß in Karlsruhe eine Versammlung des süddeutschen Z«- tmtgsverloger-Vereins einstimmig, die BepagS- preise für die Zeitungen vom 1. Apoil 19Ä) ab neu zu regeln, da die jetzigen Preise in feinem Verhältnis mähr zu den öerftefümg&bitat stehen. Heimkehrer. Rach telographischer Mitteilung der Gruppe Rhein hat das Durchgangslager in Gießen mit dem Eintreffen weiterer französischer Heimkehrer- Transporte zu rechnen: Am Donnerstag den 19. Febr., am Samstag den 21. $ebr., am Dienstag den 24. Febr. und am Donnerstag den 26. Februar. ♦* T ie Kr ie gsgef an gen en-H ei inte hr stelle sieht sich zu der (Mnrmtg veranlaßt, daß weder ton dem EntpstrngsauSschuß noch von ihr selbst oder dem Roten Kreuz in Gießen Tanz- MufHgimgen für heimfehrende Kriegsgefangene veranstaltet morden sind. Näheres stehe Änzeigen- teü. Die Verdoppelung der Fahrpreise. Tie DerdopPÄung der Sätze der P'rsonm-, Gepäck- und Expreßguttarife der deutschen Eis?n- bajynen ist zwar zum 1. März in Aussicht genommen, steht ober noch nicht endgültig fest. Nach langen Verhandlungen sind die Eisenbähnverwal- tungen hierin einig geworden. Ern Neudruck oder eine lieber)tentpdung der vorhandenen Fahri rrten ist im allgemeinen nicht möglich. Andererseits schlt es für eine Ausgabe von zwei. Fahrkirten für sch: Fahrt an den nötigen Beständen und an der erforderlichen Pappe. Um unter diesen Umstandm bi? doppelten Preise zu erhebm, sind g^visse Förmlichkeiten notwendig, deren Erfüllung nicht abge- schlossen ist. Im Fernverfehr wird das Kilometer in der vierten Klasse nicht weniger als 9 Pf. festen gegen 2 in den ersten Jahren d?s Krieges, in der man noch für 7 Pf. erster Klasse fahren fernnte. Die dritte kostet künftig 14,4 Pf., die zweite 23,8 M., die erste volle 54 Pf. Eine Reis? von Gießen nach Fvankftrrt a. M. wird etwa 6 Mk. in der vierten Klasse, 9,60 Mk. in bet dritten, 16,80 Mk. in der zweiten und 35,70 Mk. in dec ersten Klasse festen. Eine Reif? von Gießen nach Koblenz festet in den vier Klassen 10,60 Mk., 16,90 Mk, 37,90 Mk. und 63,20 Mk. Nach Marburg: 2,70 Mk., 4,40 Ml., 7,20 Mk., 16,20 Mart. Nach Berlin 52 Mk., 83 Mk., 140 Mk. und 312 Mk., alles ohne den ebenfalls vcrbopp'.ltm SchnellzugsMschlag mit 6 Ml. in der dritten imi> 12 Mk. in der zweiten und ersten Klasse. Für den Berliner Stadt-, Ring- und Vorortverkehr und den Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorottverfehr sind wiederum niedrigere Sähe vorg'sehen. T« Fahrkarten müssen um gestern Pelt werdm. Es ist deshalb nicht möglich, hier die Erhöhung schon am 1. März dlttchzufühven. Sie wird wiederum einen Monat, wenn nicht zwei auf sich warten lassen. Gegen die Erhöhung der Borlefungs- gcbühre«. Ter Allgemeine Studenten-Basschuß an b?r Universität Gießen hat an den Präsidenten d?s hessischen LandesamtS für das Biloungswesen, Herrn Tr. Sttecker nachstehende Eingab? g?ridrtet: Die Gießener Studentenschaft hat mit b?m größten Erstaunen erfahren müssen, daß ein' rund 50prozentige Erhöhung der Vorlesungsgeb üh re nander hiesigen Unfl>*rfiiü nicyt nur vorbereitet, sondern bereits zur Durch- fü’fynmg gelangt ist, ohne daß, die bett. Behörden sich vorher mit dem Studenben-Ausschütz in Verbindung gesetzt bzw. dessen Guta ästen über bi? soziale 3age dec Studentenschaft gehört haben. Tat Ausschuß der Gießener Studentenschaft mutz fin Bedauern über diese s Vorgehen aus- sprechen; er kann den Schritt der liesflschen fstv- gierung nichts weniger als demokratisch bezmch- nen. Gewiß bertamt der AuSschatz bei der ha upt- sächlich durch die Umwälzung hervorgerufenen traurige« finanziellen Lage auch des hessischen Staates nicht die Not- toenbi gteit, durch Erhöhung der Vorlesungsgebüh- ren sich Mckreimcktzmea? zu schaffen. Er mutz jedoch fehl größtes Befremden darüber ausvrückm, doß die Erhöhung geradejebtimZroischen- Semester, das für Kriegsteilnehmer bestimmt ist, zur Durchführung gelangt. In der Studentenschaft stellt nwt die Frage, ob hierin der Dank der Regierung und des Landes für bteiemyn best.che, die doS Glück hatten, jahrelang bie Heimat vor schweren Schadm schützen zu dürfen, im Vergleich zu beiten, bi? das Unglück hatten, nicht zum Kriegsdienst hevan- geiogtn zu wecken, sewdern schnell und billig ihr Studium zu beenden. Weiterhin wird mit Recht daraus hin gewiesen, daß es in Zikunft wohl nur noch Söhnen von Kriegs- bgw. Resoluttonsgenstnn- fent und Groß kbpitaksten möglich sein wick, zu studieren. Ob das im (sinne einer sich als demokratisch bezeichnenden Regierung lr?gt, be? dcn Grundsatz „Freie Bahn dem Tüchtigen" vertritt, muß bezweifttt werden. — Der Ausschuß hat es für feine Pflicht gehalten, dos hessische Bundesamt ftst das Btldungsweßm von der innerhalb der Studentenschaft herrsch m- den Stimmung zu ueeterrizftfen. Der überastegmd-? Teil der Studaahmschaft «trxtvxt sich nicht aus begüterten Kreisen, sondern s-?tzt sich — darauf muß, nachtzeücklichst hingewtesen wecken — aus dem finanziell schwer ringenden Mittelstamd — dem geistigen Träger unserer Kultur — MMrunm. Der Allgemeine Studentew-AussäTuß macht deshalb den Vorschlag — und crpacht brs ilaebeikiwt für das BiLnngs wesen, rerntekben nckherMttchen —, bei Studenten, dadurch ihre Teilnahme am Striae mehr als 4 Semester verloren haben, von eine r Erhöhung der Kvlleggelder ab- zusehe«. Diotzn Ävg dürfte femu Bedenken tet geldlicher SxmW hervornsten, da die Zahl der m Bettacht fenrmotien Kriegsteilnehmer van Semester zu Semester sich start verringert «ni> in absehbaver Zett gew& 'oerschwint^t. . Wie der Amkschutz erstchven hat, feTfen ftch ixe Sttckentra-AnsschSsse an den preußischen U«v?rsi- töten mit dem gleichen Ersuchen an den pv?utz. Äulfcdrwrexfkr gewandt haben. Für Gießen ist die plötzliche Erhöhung nach umfo befvemvlicher, als dem Gießener Studenttn-Dusschuß auf An- foage is einer vom Präs identen des hessischen Landesamtes für das Bi l- dnngswese« veranlaßten Zuschrift des Rektors vom 21. November 1919 nretgetrilt wurde, daß ,chie in den Kreisen der Gießener Stubentens chast bestehende Befürchtung, da h in allernächster Zeit eine Erhöhung der B»r-- kesnngsgebühren betwrgrundlos" sei! Bera»stalt»«ge«. Dienstag, 17. Fckr.: ©tabifbeater 6 Uhr: Zar u. ßimmeunajm. — Dentschckemokr. Partei 8 Uhr AcpZarrnm Mttglttderabend. — Lichtsptet- SXMß „Lwurrmäuschen". — Lichts ptete SetterS- weg „S)te Heroin der 2Mt HL TÄl. * ** Overhessische-r Knn stverOrigchal- dichtungen von Hans Kräly und vertontLurch Originalkompositionen von Carl Alfvedy. Sie werden »argetragen durch ein Ensemble guter Sänger und Sängerinnen. Das Zusammenspiel zwischen Gesang, Musik und Darsteller und die Illusion sind vollständig, wie denn überhaupt die Leistungen weck über den durchschnittlichen Darbietungen des Kinos stehen. Auch wer sonst kein Freund des Kinos ist, wird hier auf feine Kosten kommen. Landkreis Gieften. O Grün berg, 16. Febr. In seiner letzten Sitzung genehmigte der Gemeinderat den vor- gekgten Ortsbanpiian für das Gelände Höfenttänke- Heege. Vorgefehen ist hier für einen späteren Termin der Erwerb eines an der Hösenttänke liegenden alten Hauses, womit sich der Besitzer bereit erklärt hat, zur besseren Straßendurchführung. Die Bullenhalter hatten Erhöhung ihrer Vergütung beantragt. Nach Feststellung der Zahl der Kühe ergibt sich, daß die Stabt einen Bullen abschaffen kann. Dies wird beschlossen und her dadurch ersparte Bettag ftll als Wehrvergütung bewilligt werden. Für bte städtische Fuhrwerkswage werden die Gebühren, welche bisher kaum die hohen Reraratur- kosten deckten, bett ZeitverhÄttnssen entsprechend erhöht. Stenerzeit war der Antrag gestellt, die Kastaurenbäume am Dvtkmalsptatz, welche den An- kstgern Luft und Licht sperren, zu befettigen und an ihre Stelle Kugeiakazien zu pflanzen. E- wurde dies abgelehnt, dagegen sollen die Bäume stark beschnitten werden. Die LeSholzkarten, bce bisher für Minderbemittelte ausgestellt wurden, wurden allmählich immer trott weiteren Kreisen begehrt. Deshalb sind zunächst sämtlich? Karte» aufter Gültigkeit gesetzt und in der nächsten Sitzung soll unter Zuziehung doS Forstpersonals über ihre ne»c Ausgabe beschlossen werden. Die Fürsorge für die Gräber auf dem Ehrensrietchos, der sich inmitten des angewcmeit FriedhosS befindet, übernimmt die Stadt. n Inheiden, 16. Febr. Beftn Holrnwchen tm Wakde Vervnglü ckte heute der hteftge, an- ftmgs der 40er Jahve stehende, verheiratete Bäcker Parr. Er wurde von einem fallenden Bcwm ge- truffen und erlitt schwere innere Verletzungen, die feer llebersühnrng ins KvanLuchous nwh Hungen notwendig machten. * Watzenborn, 16. Febr. A» Sountag- nachuttttag sand hier ein außerordentlich «ndrucks- voller Borttag des Herrn Dr. Schlarh aus Gießen statt, zn dem zahlreiche Besucher auch ans den Nachbarorten gekommen waren. Die Ausführungen des Redners machten tiefen Eindruck und f&nben starken Beifall Im Anschluß an den Vorttng bildete sich eine Ortsgruppe der ,Liga zmn Schutze der deutsch« Mtnr", der Dtele als MftMeder beihxtten. Kreis Bst-ingen. Der Berkaus oberstefsischer Brarmkohöen- aruben. v. Ge i tz - N i d 8 a, 15. Febr. Das unweit unseres Bochnhofs gelegene Braunk'ohlen- bergtoerT, das tat her HapterfebrKObev-^chmit- ten von W. ustb I. Mvuftrng, A.-^., und den Verein der chemischen Industrie in Mainz ver- 1a*X wurde, beschäffttzt gegenwärtig beinahe 100 Personen, und soll bedeutend erweitert werden, doch werden dem Vernehmen nach die gerooomenen Kohlen nur für die FabrrkenderKäu- fer verwendet werden. * A So9b en, 14. Frbr. Der Arbeiter Wichum Scharch von hier oernnglückte aus dem Him- melsbachfchen Sägewerk beim Verladen von schweren Bohlen. Die beinahe volle Ladung kam vom Bahnwagen ins Rutschen und traf den Verunglückten so schtrer, daß das eine Bein fast völlig zergnetscht wurde. Bewußtlos wurde Scharg vom Platze getragen und in bte Klinik nach Gießen gebracht. Das Bein wird wahrscheinlich amputiert wecken — Rentner Ludwig Hoffmann verkruste seine an der Niddaer Straße gelegene Villa an Papiersabrikant Staffel in Nidda für 55 000 Mk. — Die Gemeinbejagd unserer Gemarkung wurde an Konsul Engler in Bad Salzhausen für 1850 Mark verpachtet. Bisher betrug der Pachtpreis 310 Mark. Starkenburg mrd Rhemhesfen. Der Lluckcskonrmiffar der besetzten hessischen Gevtetsteile. Darmstadt. 16. Febr. (Wolff.) Wie die „Darmstädter Zeitung'" mitteflt, ist der Provinzial- dttektor der Provinz Rhei nhe s s en, Geheimrat Best in Mcrtnz, unter Belassung in ferner Dienststellung und der Bezüge aus derselben zum Lan- deskommissar der besetzten hessiiehen 9k, bietzfeoüe ernannt nxb als solcher ermächtigt worden. die hesissche Aegimu»g und sämtliche hesstscheu Behäcken des besetzten Gebietes gegenüber dem Detetfterten der Hohen .Kommissiou bei der Rhein- promnz und de« Oberkommando der fttrnHöftschen Rheinartn« tu Mainz zu vertreten. Kreis Metzlar. ** Dutenhofen, 16. Febr. Der wfte Mai- kSstr ist am Samstag 8 Zentimeter unter der Oberfläche -rnsgeftrnden «rocken. Tos früh^eittg- Gewitter bei Lauterbach und die frühe Ankunft der Maikäfer bedeuten hoffentlich °Mt gutes Jahr. Hessen-Nassau. Raubmord im Frankfurter Stadtwald. = Frankfurt a. M., 16. Febr. Durch ehte holz sammelnde Frau wurde heute nachmittag im westlichen Teil des zum Besetzungsgebiet ge- ^hörenden Stadtwaldes dte Leiche einer gut gekleideten, etwa 25jährigen Dame aufgefunden. Tie Leiche wies mehrere Stichwunden auf, auch fehlen verschiedene Gegenftände, so daß ein Raubmord vorzuliegen scheint, lieber die Persönlichikeft der Ermordeten fenute näheres noch nicht ermittelt werden. * X Hanau, 16. Febr. Der Inhaber der vollziehenden Gewalt Generalleutnant v. Stolz- manu hat Druck und Vertrieb der in Hanau erscheinenden „Freiheit", Organ der femnra* nispschen Partei Deutschlands, wegen eines Artikels „Die Gehälter der Nvskiderft' erneut auf die Dauer von 4 Wochen verboten. au. Frankfurt a. M., 16. Febr. In dar Adlerwerken kam es am Samstag zu Wei folgenschweren Explosionen. In-Werk I explodierte ein fahrbarer Karbidkessel, wobei ein Arbeiter lebensgefährlich verletzt wurde. In Werk II in der Schmiedeabteilung ging dann ein Benzintank in die Lust. Hierbei wurden drei Ar bester schwer verletzt. Der Sachschaden ist in beiden Fällen bedeutend und wttd auf 20 000 Mk geschätzt. mc. Frankfurt a. M., 16. Febr. $n dar letzten acht Tagen vereinnahmte der Magistrat an Billetsteuer aus Karnevalsfestlich- weit über 30 000 Mk. Das ist eine Zahl, die zu denken gibt. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündignngsblatt Nr. 23 vom 16. Februar enthält: BerordniMg betreffend Ueberwachung von Press?erzeugnissen. — । Das öffentliche Anschlägen von Druckschriften. — | Familienunterstützung für beim Durchgangslager Gießen eingestellte Militärpttsvnm. — Ausschluß oom Handel mit Buch. — Ausbruch der Pferde- raube. — AöaßregÄn zur Unterdrückung des an* ftedeaben S checke febarrhs des Rindviehs. — Felo- tcreinigaing Wi-eseck, Großen^Linden, Ktern-Lin- ben, Lumda, Reinhcrrdshain. Das Neuerscheinen von Tageszeitungen und sonstigen periodischen Druckschrifterr sowie Druck und Äerttieb von Flugblättern ist verboten.. Ausnahmen unterliegen der Gntehrm- gung der Landespolizeibehörde. Das öffentliche Anschlägen von Druckschriften. Druckschriften ohne ltt^ter- schied ^dürfen, ob dies gewerbsmäßig geschieht oder nicht, -nur cm solchen Stellen öffentlich angeschlagen oder angeheftet wecken, welch? von der Ortspolizeibehörde als hierzu geeignet bezeichnet worden sind. Eine Austvchrne machen nur amtliche Be- eanntmachulnyen öffentlicher Behörden, die der vorstehenden Beschränkung nicht unterliegen. Abgesehen davon, daß. durch den geradezu zum Unfug gewordenen Anschlag von Druckschriften verschiedenartigsten Inhalts an Häusern, Laterneumasten und dergleichen das Sttaßenbild verunziert und der Eindruck der Unordnung und Willkür 'hervorgeruftm wird, 'handelt es sich dabei meist um die Veröffentlichung von Druckschriften, au) denen weder Name und Wohnort des Druckers und des Verlegers oder Versass-ers angegeben sind Zum Handel mit Vieh ist gemäß Beschluß des Kreisausschusses des Kreises Gießen vom 5. Februar Adolf Stickel von Mendorf o. d. Äurnda wieder zugelasfen. Der Ausbruch der Pferveräudc ist unter den Pfecken des Heinrich Klos zu Harbach- Wilhelm Lepper zu Beuern, Fritz Lützeaberg, Mühlenbesitzer zu Grvßen-Buseck, Ludnng Vogel zu Gvoßew-Buseck, Konrad Krieg zu Linvensttuth und Abraham Mondheim, Handelsmann in Atten- Buseck, sestyestellt worden. GorrchtrsaaL. Der ous^eraubte Schießplatz. rm. Darmftadt, 16. Febr. Bor der Darmstädter Sttaffemmer standen am Samstag 5 Angeklagte aus Lampertheim, welche, beeinflußt durch bi* Revolutionsereignisse im Jahre 1918 an der Ausräumung des Schießplatzes des Jns.-Rgts. 118, der damals geräumt und ohne Aussicht geMvben war, teilgenommen haben. Etwa 25 weitere Angeklagte werben demnächst noch abgeurteilt. Tte AngeÄlvten haben sich dabei Militärgewehre ungeeignet imd in unberechtigter Weise die Jagd crusgeübt. Sir hatten sich dort vollständig eingerichtet und werden wegen Diebstahl bestraft. Jak. Grünewald zu 1 Jahr 6 Monaten, Peter Hammer, vorbestraft, aus Worms, unter Einbeziehung einer wegen eines anderen Diebstahls erhaltenen Sttafe zu 2 Jahren 4 Monaten, Joh. Hamm zu 2 Monaten 2 Wochen, und die beiden Jak. Wüst und Friedr. Griesheimer zu je 3 Monaten und 2 Wochen Gefängnis. Alle sind etwa 20 Jahre alt, Taglöhner, und wohne» in Lampertheim, von wo sie den Schießplatz bei Rosengarten leicht erreichen konnten. Der außerdem noch beschuldigte Karl KLth aus Worms ist flüchtig und wird später abgarrteilt. Seegespenftec. Roman von LnnyBothe. Cepy*«trt IW* by Kwy Leiyee. (Nachdruck verboten.) 9w**m8 U. Es war totenstill in der StxSe. stttrr das schwere Atmen des Kranken schwebte berdr den Raum und dann nach eteer Weile seine ffarAe Stimme: „Arme Estrid, du bist ungltEpcher als uh. Mein Weg wttd bald vollendet fern und bis duchtn wird Sölve bei mir ausharren." „Dein Kind?" fuhr er ganz sanft fort. „Ein Knabe ist e$?" ,La, Jngewart, er ttägt bebten Tovnen. Ans daß sie mtt stets lebendig blecke, meine Schuld in® Sühne ." Die an Schluchz«! rang es sich ans des K»w- „Meinen Namen," flüsterte er, ,/>u hast meiner gckacht? Jngewart, der kleine Jngav«t? Du wirst rbn rufen mft meckern Ruunen und ich wecke nie bei dir vergessen sein?" Nie, Inge wart, bat. verspreche ich brr." Mit unendlichem Mitleid sah der Kremte ernt baS junge Weid, bas noch immer vor ihm nff d« «grim lag Seine decken müden Hände legte er n*e tntm Segen auf das geliebte blonde SyuiyV Ilm dieses Kindes willen," spreä> er langsam trrtb feterlich, „das dein H?rr Esttck, auf cke rechte Bohn leitete, soll dtt ver^cen iv A»ch, der dem Haupt und dem Hav^ treff* ^’*" er möge sich in Segen äuckdetn, so lange Mckter- licke baren wnndeit, denn Btutterttebe ist heilig " «Lstrck beugte sich crufschluchtzent) über ferne Hand und drücke ihre zuckmcken. Lipck» hwairf Er fühlte SstrckS heiße Tränen und mrkdwte Früh- lrngckegen löschten sw den letzten Rest bet Stiere feit in seinem Herzen. „D«rk, Dank," stmnmelte Estrid, sich erhebend, ferne HL»cke in den ihnen haltend. 3-Möwct FerkS lächelte, tote Menchhen fächel», btt über allem .Jckifthen Vku. „Du muht hermMhen, SchSn^tsttid," sagte er tauft. „Sei ohae Fnrcht," teöfiiete et, wtt nwt ein Kind teiltet, ,chtt öeegefeenftcr komnnm nicht mehr M dir ober nur, roawt fte btt GuteS tfiebeu." Grütze mir beet Kind, das Jckgenwrt heißt Er und SWve, dtt Heine Sälve, sotten meine Ecken sein." Erschöpft sank er auf sein Lager zurück und Söfee wckkte Estckb ans dem Zimmer. Mil einem langen, ttämenvollen Blick nahm Elttid rbhchttd vo« dem Ma« ihrer ersten jnn-m Liehe, den stt vereater u*b der fie getegnet batte, meä jie Mutter war. Zögernd ging sie aus dem Zimmer Sie wußte, es leer ein Ldschttd fürs Leben. Tie Sonne warf rott Strahlen in die Stube, und die m übc Hanv des IVenfe*, bem Sälve sorglich dtt Kisten glatt strich, hafthte benewb. Sälve tagte dringend: „Xu iRii&j- «zbe?i, Aitgemert Fa«W, to war zn oift ftr dich." ,£k," nickte er mit einem glücklichen Lächeln, ,^ch habe dtt Sonne gesehen." Sökve wagte nicht, ihn zu berfctffat, der mit geschloffenen Augen und selig verklärtem Antlitz da teg. Sie hörte draußen den Wagen fortftchren and ftch das bekümmerte Antlitz der Mutter, dtt zur tür hereinftch. Sie winkte ihr Schweigen. „Schweigen," das würbe jetzt befc Ende feiet. Dtt Sonne verglomm über dem Matt. Weiße, fftberschnnmernde Möwen flatterten »och einmal vmckber, dann wob btt Dämmerung chre Schatten. „Bist bu ba, öetne Sökve?" fragte der Konnte. „Ja, Jngewart, ich bin hier." Er hielt chr- Hand fest. „Du wirst mich geleiten," sagte er leise. ,Hch tenne setzt das Opßer, bas bat mir bringen wolltest mit bocke« jungen Otihf, mit betecm Leib, beiner Liebe. Dn hast Großes an mtr getan, kleine Säcke. Wtt her Heiland selbst hast bat mich gehalten und emporgelenkt, daß ich ans vollem Herzen segnen kann, wie ich duft geflucht." „Sprich ckcht so viel, Jrtgenrärt, bu mußt schlafen." „Ja, das werde ich Leine SScke, süß und fest. Du wrenst, daß ich sterben will? Ich muß, Leine, tnmnne Deren. Der Arzt hat es mir schott lange *21*' 5* «ecke Lunge mchts auMtett, damals LD .ehe, rch miebertetm und so lange schwer fe«r m ^enck« ^ncken lag. Sage es Estrck, wenn es chr em Trost fern kann. Und bu, Leine feige noch einmal röt Lick, t>a weißt 9hxeHliA, bas ich so liebe tzs soll mit -n« geh», Smk Säcke." Socke griff zögernd rmch der Laute an der Wand. Das Herz war ihr so wund und die Stimme zitterte, als sie unsicher begann: „Ich träumte nächtens wundersamen Traum:*> Am lauen Strande saß ich in Gedanken, Und sah nach fernem Westen — ohne Schranken Das weite Meer, den bkruen Himmelsvaum!" Immer ruhiger und fester, immer schöner wmde Sölves Ton, als sie sah, daß der Kranke mit einem glücklichen Lächeln zu schlafen schien, und hock ipti> innig hallte es durch die dämmrige Stube: „Da scholl ein Rauschen an des Users Saum! Das holde Haupt und Antlitz und den schlanken Schnoeweiße« Seib der Nixe sah ich schwanken Aus grünet Woge tote des Meeres Schaum." „Schön-Cstrid," kam eS leise ton Jngewart^ Lippen, und Sölve sang: „Mich sollst bu, rief ich, nimmermehr berücken! Mit deiner Schöne, bernen süßen Blicken Hast manchen Träumer bu hinabaezogen. Doch als sie lächelto winkte mit der Hand, Ta hab ich froh erschrocken dich erkannt — Mit lautern Jauchzen sprang ich in die Wogen." „Sprang ick in die Wogen," wiederholte Inge- wart wie in Verzückung, dann drehte er das Ant litz still zrr Wand. *) Johann Hinrich Fehrs- (Fortsetzung folgt.) PS| ' «Ä «• rf?2S äss*». itet. (Ug j ^önstoq j? £ SSW ffV? i BLfeJrtfi M! ^Wlatt | W: bcrodmoK ■ Hl Wugniljen. _ I DMchnfkü. -■ ’ ^urchMnz^«, || J™. ~ MdW \ Mach der Piab- • i Zückung biä » *| lMnchs - -lvden, hti» V. !?n£tt«e*iei- ?' schar Wdmnn n AugbläLerv j W ter (kndxs. nschlagev bei iften oh« ünte nofo geschjcht cte östenllrch ran btr Cti ?t bezeichnet wr» nur Etliche fr Hörden, die ^rw milerlieg^n. Ste eradezu M Ibn Truckschristm » haaiern, ürlm» Strüßmiild ver» vrimmg and $•-■ 1 es sich baba M taflWta. x it des Track«« mgtgdxn fin? ieh ist gmä^ es Lvrser Hs non Wentel [fer^roHJ , M58 ft &M Fnk tüyntat. t i'iMj W। ya Üinanttruft Mann in Ute* t fetaW t Gamsteg 3» x, berinstuhl W »atyre iebvl°^ " geräumt V® ’ fceilgtnDnunci > Wflcgte jJ Ti» W* hre angeem'! Zugd ausgeiM bigt# im^ Kammer, «E Strasezu 2 K äw; S- s si's durch LÄk »betü®»«” 1®t: « Trffi^ ' vermlchtes. Ein Schiffbruch. * Kvpenhaxen, 16. Fehr. «STB.) Tie 2100 loroien qtoflie dänische 33arf Wert Ho^g tft gestern bei Göteborg bei schwerem 5tnnn ge- swantet und getimten. Von den an Bord befind* fiten 17 Perwnen ertixnrten 13. Eingesamdt. Cfcür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik gehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem $uKifum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Antwort des Herrn Abgeordneten Dingel- dey auf meinen offenen Brief" scheint mir zu beweisen, daß mir ihm und seinen Gesinnungsgenossen eine Verständigung über den Begriff „national" vollkommen ausgeschlossen ist. Ich verzichte daher ans 'weitere Auseimurdersetzungen Gießen, den 16. Februar 1920. Dr. ® bei. L-chwankungen ö Proz. höher, 660 bis 678.—, Baitimor frnd 5 Proz (575.—) gebessert. South Lest, welche «rtwnvrt hmtbn, zogen 39 Proz (890 —) an. 4i/,prr>?. Anatolier 263.— plus Handel. Berlin, 16. Febr. (Börsrnstim mu n gS- bild.) Die Börse bracher wieder rrußerordentlichr Steigerungen in Montanwerten und Spr-zial- Wnerm infolge mangelnden Angebots bei andauernd stürmischem Begehr. Hösch waren 50, Gelsenkirchen 58, Oven stein u. Koppel 50 und Mannesmann 50 Proz. höher. Sine rege Nachfrage herrschte insbesonders für Kaliaktien, ftalwcrfc Aschersleben stiegen um 30, Deutsche Kali um 70 Prozent. Auch Sankst erfreuten sich reger Nachfrage. DisconLo-Gesellschait waren 35, Dresdener Bank 20, Berliner Handelsgesellschaft 11 und Deutsche Bank 11 Prozent höher Kanada-Aktien näherten sich mit einer mehr als 200 proz. Steigerung wiederum ihrem bisherigen .Höchststände wnb überschritten den .Kurs von 2000. Kolonialpalxerc ttaren ungleichmäßig Nen-Gnrnea und South West nahmen ema bedeutenden Auffchnamy Schnorch lagen Schifsahrtswertc aus die Forderung der Entente betreffend die Auslieferung des Restes unserer Handelsflotte. Für österreichische und tm» enWte Werde bestzcmd Intereffe toegrx der awgd>- h* bevorstehenden amerikanischen Finamzhilse. Lombarden t trennt auf die angefünbigte Wieder- wfnahme der Amnritätszachstmgen in französischen Franken seitens Italiens. Deutsche Anleihen war« imn Dell etwas gebessert. Frantfurt a. M., 16. Febr. (Börsen- sti m m nn g sbild.) Auch an der Abendbörse Hieb die Haltung auf allen (Mieten k¥* Ta'_ Lurssteigenmgen in ^Lontanpatzteven fetzten sich fort. Es zogen Deutsch Lupemimrg 10 (420.—), Mcmnesmami 14 (440.—), Harpenn 11 Proz. '^80.—) an. Sehr leichaft wurden Phönv Berste rau gehandelt, welche mit 595 55 Proz gewmnen Unter den Eleckwowerteu fanden K-lten u Gull- tzMme plus 21 Proz. (495), Lahmeyer plus 18 *298.—), Deutsch Uel-mee zu 1145 und Schnckert 250.— je 5 Proz. Kursaufbesserung. Maschs. -Vdrometer gewannen 5^ (SEBM\ Derr. Herzog park 50 Mk. (2600), während Metall BmMrk mit 320 — 14 Ista-z. verloren. Lombarden rmrnx-n 3 MerManer test, oproz. innere Merikantr mit 500 gegen den SM»tbörse-«nrs 477 ins 485—, 15 Pro-., 3prvz Mex. 340 plus 10 Pro- 1905er und 1911er DLrLen fest Norbd L'LxjO 177.— plus 1 Proz , Vapvg 152^4 minus 1 Pro» Eon ada ca. 1970 bis 2000, Deutsche Äeli fest desgleichen Steftoutig. Dre nöd* Börse fnOa Mittwoch 18. Ftchruar statt. Franllsurt a. TL, 17. Februar. Tebifewm*rrt. ®elb Brief Geld Brief « r . Datum: 14. Febr. lö. Febr. Amsterdam. Rotterd. 9746,- 3751,- 3696, - 3704, - Brüssel-Antwerpen . 739,26 740,75 734,25 735,75 Thr'ftiania...... 1706,25 1711,75 1733,25 1736,75 Kopenhagen 1458,50 1461,50 1468,50 1471,50 Stockholm 1868,- 1872,- 1878,- 1882,- helsiagfors 3W,60 400,40 383,60 300^0 □iahen........ 549,50 550,60 544,50 545>0 London 340,65 341,35 33V 340^5 Bew-Porb 100,40 100,60 99,25 99,36 Paris......... 701,80 803,30 709^0 710,70 Schweiz 1648^5 1651,25 1623,25 1626,75 Spanien . . 1718,25 1721,75 1693,25 1696,75 ®ieii (alt*) .... 39,46 39,54 41,96 42,04 Deutfch.Oefterr. abg. 32,97 334)3 35,96 30,04 Prag......... 98,90 99,10 103,90 104,10 Budapest , . 34,66 35,04 34,90 35,04 Bulgarien —, — - Konstantinopel. . . . -1,— —, Börsenkurse. FranlchuN Berlin Schluß- Ädcnt». Schlusi, Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs •Datum: 14.2. 16.2. 14.2. 16.2. 5*^DwLÄrmenL 77,50 -,- 77,50 4*/.veut.Be»ch»anl. -,- -,- -,- 64,70 3',vm»1.Reichs«nl. -,- -,- 84,60 **!. Prnch Konfelr -,- -,- 62,- Darnchöbter Baak -,- -,- -,- 149,- Dealsche B«ck. . . -,- —,- -,— 322,50 V»c«cko.Gest«sth. -,- 270,- Dresbewr -,- 207, - Dationarbauk s. D. 152,25 Mitte ld-Lrebitbaick -,— 149^5 R.?Imetfli..*p«iM4f. -,- 152^0 -,- 152,- RorböenHcherLlmzb -,- 177,- 177,50 Boch. Guhstohlwrll. -,- -,— — v.- Lvpemb. Bergw. 420,- —,— -,- Geksenkirch.Bergw. -,- -,- 448,- Mipeuer Bergbau -,- 480,- 481,- 0berM«senb..B. -,- -,- -,- Obttschles.EHeieiich. -,- -,- 300,- PH-Mix.Brgb^AHL -,— 595,- 590^0 Dad.Anikn.u.Soda -,- 680,- 675,- ^»ihsterF«bwerbe -,- -,- 480,- Schuckert.Werke. . 250'- 250,'- FektenLGuilleaume 495,- -,- 570, - T> armier...... _ __ Bub.. tkisemo.-Abt. -,- 392,- 395, - Lblerwerke .... — r— 4'/o Hess. SaatsexL -,- -,— -,- — Electron Grioshmm -,- -,- 398,- MoeöuattooAugeu. Datum.- 14.2. 16.2. 3-rich 6,10 6,15 Amsterdam 2,70 2,75 Kopenhagen 7,20 7,20 Stockholm 5,24 5,35 roten 330,- -,- Frankfurts. M., 16. Febr. (betreibe* tnarft.) Tac Marktlage ffc bater bleibt bei reger Säuftuft weiter test. Mühlen und Svmmunm fab Atnechmer Unter den öülfenfTÜdjtcn sind &rHen »der Qualität lef*oh gefragt, während gerat gerr Saie wenig tvoebret iritd ftd*Tbjbn *n bknbtmgul behauptet. Peluschken buchet und teil. Wicken sind im Pr.nte wenig tteränbnt, näh- rewh für Lupinen höchere Preise angdugt werden, lktwas Irtbafter gestaltete sich das Geschäft m Kleesaaten, wo bi? Arrküuser jchoch md) zurückhaltend sind. Notftee gesucht. Stroh bleibt roden fest (In einem Teil der Suftoge wied:rhXt.) Nin-eltprche str 6etreiOc und Kürteffdu öer €rnte ,920. Berlin, 14. Fechr. (BTB.) Dem Reichsrar geht in einigen Tagen eine Vorlage der Reichs- regtrning über die Preise für die landwirtschaft. lichen D?-eusnisfe aus her Ernte 1920 zu. Tie wichtigste Aufgabe für die Landwirtschaft und für die Ernährungsevirtschaft im tomin enben Wirt- schastsjaltr sowie für die veoantwortlichrn Stellen besteh zur Zeit darin, die landwirtschaftliche Erzeugung nach Möglichkeit jiv steigern, um den Rah rungybebarf der Benöllerunq weit möglichst ans dem heimischen Boden zu betten. fc»u diesem Gedanken ausgehend, hält « die ReichsnegierAng für notwendig, schon jetzt Maßnahmen zu treffen, die dem Landwrrt die Sicherheit einer aaMerneffenm $errrertinm seiner wichtigen ErHengnisse gewährleisten und damit die restlose A»«intzung aller #u Gebote stehenden Produktionsmittel für den Früh- jabneanbau ermöglichen. Zu diese« Zwecke schlägt die fÄrgtenmg im Anschluß an eingehende Beratungen mit ixit Vertretern der Erzeuger, der Verbraucher «d das Handels vor, alsbald M in de st- vreise für Getreid e und Kartoffeln teltzpchehen Diese Preise stallen eine Mindest- wrpfinatg für Gkbreibe und Kartoffeln aus der Tente 1990 bar, die ans Grund gesetzlicher Bor- schrstten ffb^uhrfem sind. BvrgeschSngrn werden nn etnitCÄor: 1. für die Tonne Weilen, Sstelz (Dm- let, shgen) und Snrforn 1100 Ml , 2. für hie Tonne Nogg«i, Gerste und Lnfter 1000 Mk.. 3. für die Tonne Jbrrtpffdn 500 Mk Diese Mindestpreise sind aus Grund des goWenwärtigen Stomdes der Pro- duktionEoften errechnet. Sie fragen, da voraus- fichllich mit weiteren Steigerungen der Kosten zu rech«wn ist, mir »erfihmgei (Tharihre und bilden die Grundlage ffar einen endgültigen tlebemabme- vreis, der kurz vor der Ernte feftWesetzt werden soll Die «Mfltwen llebernahnievreise, die zugleich JcwHbetife sein werden, sollen unter Berücksichtigung der bis zur Ernte eingetretervn A.nrde-- nrnpe» ber Droduftionskoften und des Evntebikdes festWchetzt werden. Ans diese Weise wird die Sicherheit gegeben, daß brr Landwirt für die seit der Feistestnng der Mindeslchveise infolge weiterer Steigerung der Produktionskosten entstandenen Mechenustvendungar durch die endgiffttenn Preste einen Ausgleich erchstli. Bei den Vorschlägen b*t= baxxi ausgegaMgen, daß dte gebembaie Wirtschaft fcr Getreide l^tubeftefien ist unter Einbeziehung des LxtterS, dessen einseitige Freigabe in ktesem DirtschaftSia'hr zu «rstreordentlichen Miß- fhänten führte. TaS Reichktzabinetl HÄt bei Ser» tüfteln die 3eü noch nicht für gekommen, um die gebundene Wirtschaft aufzugeben. Ausgabe wfttwer Beratungen mit den beteiligten Krriseu wirb es tern, dte 6nted'hrrtm der Bewöschastung noch Mög- llch im Rerchsvat und in der Nationalversammlung einer Beratung unterzogen. Tie Erttschliebungen dieser Körper schäften werden nach Möglichkeit befMait Ttigt. (yiefthranhmo des VerfüMingsrechtts über Braunkohlenlaytr in $>rften. rm. Tarw fta d t 16. Febr (Drahtn.) Das Hess. Ges«mtmutisterurm erläßt eint Derordnimg betr. die Tinschränkung der Dersüaung über ^krgtoerß- n gen tum und gewerkschaftliche Anteile Es bandelt sich in der Hauptsache darum, daß M'rgwecv- eigen turn an Sterntehlcn, Braunkohlen, Wto- Art ufto. bei evtl. Verfügungen der Zustimmung der Oberen Bergbehörde bedürfen. Der hessische Staat behält sich ein Borkaussrecht aus die ht cessen gelegenen Bergwerke und auf die genrtf- sclxtftlichen Anteile an in Hessen bestehenden Gewerkschaften vor. Hoftenllich findet diese Derordnimg noch rück- wirtend Anwendung aus den von uns mitgeieilten Bertzaus der Hungener Grube Friedrich an Ine Stabs Frankfurt. Ei» Bauerudund für Deutschlands Wieder, aufbau. München, 15. Febr. Unter der Teilnahme von Sertreteni verschiedener Parieirichtungen und wirtschaftlicher Stände aus ganz Bayern ist heute hier ein B anernbund für Deutschlands Wiederaufbau gegründet worden. Er erstreckt sch über das ganze Land und hat die SBieberbe-rftel* hmg nationaler Gesinnung, die Erweckung der Schaffensfreude and die Mitarbeit am Meder aufbau Deutschlands zum Ziele. Tie Gründungsversammlung wurde von dem ehemaligen fortschrittlichen Parlamentarier Pros. Günther grleftet, während der Lattdesvor^itzende der Demokratischen Partei, Abg. Dr. Hohmann die Ziele der neuen Organisation darlegte Eine Aeusterung Millerands. London, 15. Hebe. (Reuter) MillersMl teilte vor seiner Monte nach Paris rintm Vertreter Reuters mit, er fei dvn dem Ergchnisse der Beratung ganz befriedigt. Die Beziehungen zwischen Frankreich und England könnten nicht bester fern. Bei i■ t®o van Ille bevorzugt V. K t- UWl Kopfschmerz öehördtiche Anzeigen. Bekanntmachung. Tie Stadt Gießen erhebt noch den Beschlüssen der StadtverordnetenversamTnlung vom 19. Dezember 1919 und 13. Februar 1920 mit Genehmigung des Hessischen Gesanrtmmifteritums «maß 5 34 des- Grunderwerbssteuer gesetzes -*>m 12. Sechember 1919 mit Wirkung vom 1.0 ft ober 1919 einen Zuschlag von eine wm Hundert. 18318 Gießen, den 16 Februar 1920. Ter Oberbürger meister: Keller. Bekanntmachung. Die Wochentartoftelntenge wird ab Mittwoch den 18. Februar 1920 (7. Woche) slannt«ge6cn, verkauft werden. Angebote sind ^rfdtfoften mit bet Auffchrift Suchnissivn bis zum 25. Februar abends beim Waldvorstanb dahier '.^zureichen. Eröffnung der Gebote am 26. Febr., inttags 12 Uhr, auf dem Rathaus dahier. Dachborn, den 16. Febr. 1920 1836 Dalbteorstand. Beuster. ielefelö. alte, künstliche und zerbrochene An- m. Berkau »on gesucht 1818 1819V Möbeln, Antiquitäten, forotellebcrnabme gcnteT Liurichruuge». 15 LouiöNothcnverger 22 Neuenweg L Tel. 176. Sduniil! tomm FraiJnr! il __n = wegruwerfen. Ich kaufe dieselben in Gießen im Hotel Schütz, Bahnhofstraße. Mur 1 Teg bleibe ich hier und zahle für I Zahn bis Mk. 10 und höher; Gebisse bis Mk. 500. 7«h»Irrte u. Hlndler erhalten Vorzugspreise. Einkauf fiadet nur diesen Mittwoch d. 1S. Febr. 1920 von 9 Uhr bis 5 Uhr nachmittags statt. Ärxttidb empfohlen. &ibat>m m Schockt»lo - 100 v. Pme m v.ta XmMeeiLDefrrtru, du«, na* eaaficboB dlnunennanB rum Stellen eines Zaune- wahrbeft schuldi« macht. Gtetzen. den 16. Februar 1920. Tie SntegsgesangeTxrr-Lrimtel Maschinen- Schmier-Oele Treibriemen Tie vom Gemeinderat durchberatene Nach- tragsoovlurschlLge von lltphe und der F^dgemae- kuug ,,Feldheim" für 1919 liegen vom 18. bis »idxruar 1920 auf der Bürgermeisterei *ur ^NKcht und Erhebungen von Einwendungen offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch Ausmärker heoangezogen werben. Utphe, den 14. Februar 1930. 1852 _________Bürgermeistan tttpfre. Dietz._________ Bekanntmachung. Ter ^achtvagsvoranjchlaci der Gemeinde Al en)or i liegt m DiLroch d 18. Febr. 1920 au acht Tage lan$ auf der Bürgcrmeiüerei affen. Einwendungen hrergegen können ocrtfdbft innerhalb der angegebenen Frist vvrgebracht rtx*t> den. Es wurde die Erhebung einer Nachtrvgs- umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 1829 Meadors a. b. Sahn, den 16. Febr. 1920. Hess. Bürgermeisterei Mendorf a. b. Lahn. Volk. dorfftreu wied.vorrär."-9»tzr.A«ckl. Nuhholz-Versteiqerung. Freitag den 20. Februar vorrn. 91/2 Uhr wirb im Etting-Hauser Semeinbewald, Distrikt Bruch 11 und Äiebftcm, nachstehendem Holz versteigert! 15 Fstm. Fichten-RciSstangen, 75 Fftm. Fichten-Derbstangen, 40 Fstm Eiche 6. XL., zu Werkholz geeignet Der Anfang ist in Bruch 11. 1760 Ettingshausen, den 13. Februar 1930. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. v>° ist dit chemieehe Reinigung zuhause. Zur Änftrtintino otm Oetren- il DameB- Sarümdk empffebU stch 08008 Wilb. Rink, «sau«Uftrak,e12,».St. Lvklävung! Ihn immer wieder crirswachenden Gerüchten enHgegenMtreten, sehen wir ux# genötigt, Rach- stehendes zu erklären: Weder twtt dem Emprangscrntschllß für beim* tehrendc Kriegs- und Zivil gefangene, noch t»n der Krregsgei angenen-Heim tzchrstelle ober dem Roten Kwürz sind in Gießen Tanzbelusti- gingen für heimtehoende Kriegsgefangene veranstaltet werten. Erne Anteige tm Gießener Ln- tetger 3h. 34, bre eine derartige Veranstaltung in einem Loten ter Kaiser-Allee xnüber gebei kstochenen • sondern da t Knüppel des die Mehrheit tm. Wir iin dW Kore Gelinnung wird. Jry Auslieseru -erholt, ni über das t Welt gum ßmifien d dinas lesen vollständig eine Verbe machen und »gesährlichei lernen möge Die Not« Deutschland trotz einer deutschen S ^mnaßunge Mist zs vttk. im) Marburg. Str. 7, | Kaufgesuche | WfÄ‘, 5 Legehühner u. 1 Stamm Pekmg-Euteu 1:4. o** Pros, veu Jaschke. »fintestrake Ä me* Ängebete uWt der Inwkutiinwirxrr jortwre. ttuskwift über «dreffe» n s. f. durch bit cn, rein, kanft unter Nackmahmr Uarlvepv, Schotten Televbon 220. 0t3M Verwalter kalh., 26 3t vr oft L theor. erführe mH gut Ben^n., sucht zu sofort od. später j Verb. Vertnalterstelle. tzrau übernimmt eott GulSbauShaU. Pchr. Lag. unt 1742 a. d. Gttch. An». 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