HI. 296 •9er Slctzkner Mnjtlqet jfätint tätlich, außer Sonn- un» feiertags. Ve;ug;pr,i1r •gionatlid) 'JJ-h.h 3.60 MK - 65Trvgerlohn, «kNel;ahrlichMa,K !0 80 ondMn.l.SöTrägerlohn,- lurdj bi« Post viertel- ichrlich Mark 12.- Ttshl>heb*d) «estellaekb. lernfprech-^fchRls«: PrdieSchrlstleilung 112,- \5erlag,®e(2V.orttog, General-Anzeiger für Gberheffen WM druck und Verlag: vrühl'iche Ultio.-Vuch- und bteindruckerel R. Lauge. SchrLsttetttmg, GeschäflLtzellc und Druckerei: Zchnfstraße 7. 6eschle«n!ztevor!anftgeUmanerrennung -er hiKlerblicbenenbezüge. DaS ReichS»ersorgungSgesetz (Qfefefr über bie Qerfetgnnp der Militärpeichmen und ihrer Linter- Hei en eit bei 'Dien(Hrf(f)41X|iute — RGbl. S. 989)' Ij;hs für die meisten Kriegshinterbliebenen eine , hebliche ®rt Waisen, deren Ernährer noch dem 31. Juli 1914 im Heeresdienst aestanden hat, nach dieser Seit gefallen ober an den Folgen einer Dienst* ItWoimmn verstorben ist. Die Angehörigen 0 trm ifeter, die bereit« Versorgungsgebühr* ttfle oder Vorschüsse auf diese Bezüge erhalten, »erben gleichfalls alS Hinterbliebene angesehen, stvr schuldlos geschiedene Ehefrauen, bie nach dem RVG. rmtenbembtigt sind, kommt bie Umanerkenmm^ nur in ft rage, wenn sie bereit« eine widerrufliche Zuwendung erhalten haben. gleiche gilt für Stiefkinder, Bflege- inoer und uneheliche Kinder. Adop- i o k i n d e r können bei der Umanerkenwung auch «im berücksichtigt werden, wenn sie noch keine Lbernifliche Zuwendung bezogen haben, BovauS- IcUmg ist Dorleaung der Advpsi »urkunde. Tie beschleunigte Umanerken- ning darf nur erfolgen, wenn daS naben den VersoraungSgebührntssen '«zielte Jahreseinkommen folgende Beträge nicht übersteigt: fin eine Kinderlose Witwe . . . . . 6 500 MK. Ü r eine Witwe mit 1 nicht steuerpflichtigem Kind.......... 7 000 MK. fiueine Witwe mit 2 nicht steuerpflichtigen Kindern........ • 7 500 MK. flu eine W'tme mit 3 nicht stenerpflichtigen Kindern........ 8 000 MK. für eine Witwe mit 4 nicht steuerpflichtigen Kindern....... ' 8 500 MK. fb eine Witwe mit 5 nicht steuerpflichtigen Kindern..........9 000 MK. flk eine Witwe mit 6 nicht steuerpflichtigen Kindern.......... 9 500 MK. Die Richtlinien enthalten ferner genaue An- htben, ob und in welcher Höhe eine Ausgleichs-- zalage auf Grund des früheren Berufs deS Cct> Ehrers (§ 28 des RVG.) jultebt f Für Witwen unterscheidet das Reichsverfas- fungsgese- (g 37) z w scheu einfacher Witwenrente (30 Prozent der Bollrente deS Verstorbenes und mhöhter Witwenrente (50 Prozent der Dollrent« b*5 Verstorbenen). Dre erhöhte Witwenrente ist ohne weiteres -u gewähren, wemi die Titwe das 50. Lebensjahr vollendet hat. Sie ti ferner zu gewähren, wenn bw Witwe durch Brairfbeit dauernd erwerbsimfähig ist; daS nnrb t'ir allem in denjenigen Fällen #u treffen, rn denen Hz Witwe eine Rente auf Grund der Reichsvrr- Kterungsordnung beydyt. Schließlich wird die rnhöhte Rente gewährt, wenn die Witwe durch le Pflege i-nb Erziehung eines oder mefarrer Kin- da rncht m der Lage ist, einem Erwerbe nachmachen. Voraussetzung für Gewährung dreier Heren Rente ist, daß die Witwe tatsächlich für Äre Kinder sorgt und sie im ergeiren Haushalt l'bätt. Dagegen fließt bk Tatsache, daß dre Ditwe durch Arbeit ihr Einkommen erhöht, nickst fine we ttereS die Gewährung der hl-heren Rente «s. Die h Here Rente ist vÄm hr auch dann zu Rrifrrcn. wenn die Pflege rutb Erziehung eines Lndes Zeit und Arbeitskraft der Mutter derart Anspruch nimmt, daß eS ihr nicht oder nur later Aufwendung ouhergewöhnlrch^: Tatkraft, «Her unter LxranUrehrmg besonderer Hilfskräfte täglich wird, in annähernd gleichem Umtange b-at Erwerbe nachyr gehen, we cme in entsprechen- i"r Lage befndlichc kirrderlose Witwe. Die we r t* tz.chende Möglichkeit, WitwenmitKrn* 6'irn die erhöhte Witwenrente z,u ge- kehren, ist sehr 4u begrüßen. Rach § 41 RD G. kann die Warfen* t in t e über das 18. Lebensjahr 7) 1 naus 6Jt»äbrt werden. wenn die Daife infolge lächerlicher ober gnüiffer Gebrechen außerstande (ft, sich selbst zu imterWten. Auch diefe Wnsien, b»men bisher kerne Versorgung Kufen müssen. Tie Richtlinien sehen bestimmt« Sprechstunden für die Hinterbliebenen vor, in denen die Ergänzung der Fragebogen vorgenommen wecken soll. Um die »orläufige Urnanerken- ntnig möglichst rasch durchführen zu können, wird eS notwendig sein, daß die Z-ürsorgestellen außer ihren ständigen Angestellten unb Mitarbeitern noch weitere 5)ilssknäste heran-siziehen vier bietet sich ür die gaauen, die während deS 5krieaes häufig wertvolle SxlfSorbeiten auf sozialem Gebiet« geleistet haben, wieder eine Gelegenheit, für ihre Mitschwestern einzutreten. Nur eine auSreicheride Zalfl von Helfern wirb es ermöglichen, die freft- etantg brr höheren Bezüye fv rasch durmrn- ühren, wie es im Interest brr Hinterbliebenen liegt. Meldnngen von Frauen, die bereit sind, m itzuar beiten, erfolgen a m zweckmäßigsten an die örtliche Linterbliebenensürsorgestelle ihres Wo hn siße s. 5cbe Lnost, die sich kür diese Arbeit zur Ber* ügamg stellt, trügt mit dazu bei, die Notlage der Kriegerwitwen uitf> Waisen ju mildern. Hoffentlich beweisen oie bcutjdien Frauen durch zahlreiche Mellnmgen, daß sie sich der Pflicht beiuuüt sind, die sie hier im Dienste der Allgemeinheit ausüben können. (Eine große proteftversamm*unq gegen die Entente in der UrmrerfitätMünchen. München, 15. Dez. (Wolss.) In der Universität fand gestern abend eine von der mrdi* Krmfchen Fakultät au4gd,tiibe grobe Protest- versammlung statt, m der vom h-.-yienischm unb medizmisrhen StM^-nrnkt au5 auf dre furchtbaren Folgen der Milchtüheablieferung, der schwarzen Schmach und der Hungerblockade hingewiesen wurde. Im Namen des Rektors der Universität begrüßte Dr. v. Müller bk versammiung. Ter feorf ifcenbe, Abz. Dr. Ernst M ü l.l e r - M e i n i n- gen, Mmrsier a. D., begrüßte bie Versammlung, die die Unterftütung aller Parteien gefunden habe. AlS erster Referent ergriff Pcosesfor Dr. Kauk das Wort. Er führte u. a. aus: Die deutsche Wissenschaft hat aus den neuesten Forschungsergebnis en amerikanische Aerzte erfahren, daß Milch und Butter, hochwertige tieri'che Produkte überhaupt, für die normale Ernährung eines jugendlichen Organismus absolut enorder- lich sind. In einer englischen Fluq!chr>st deS „Lister Jnftitutes" wird ausdrücll4ch hervor- aehoben, baf) Milch und vutec für kleine und Heranwachsende Kinder urreirtbehrlich sind, und daß kondensierte Milch ebenso wie ch ä r s* fien Protest einjulegcn mtb wenden sich an die gesamte gesittete Welt, die Recht und Menschlichkeit noch nicht verlernt hat. Als zweiter Referent führte Prvfesjor Dr. Fischler auS: Reden der Rot der deutschen Kmder hat sich die Aerzteschnst aber auch vor allem noch mit der Not der «ranken beschältgt. Rmber unb Zkvanke gehören zu denjenigen Kreisen in Teunch- kmb, bie durch gese-lickx Regelung der Milchverteilung bevorzug sind. Deitaus tne Mchrrai.1 der Komiken muß sich mit geringen Mengen von Milch begnügen, > 3 Liter, 1/4 Liter am -tag. Tuber i)t aber bekanntlich ein s-hr grober Teil lämtlicher tränten auf Milchtos! angewteien, vor allem Maacn- und Tannleidende, Riereisi ident«. Verkleidende, frisch operierte ich osrnchmlich incb bie Tuberkulösen. Ter M«rgel «nMuch hat »m auch deu SbÄnloutitib auberockcutsich «* Forellen lassen. Wr München, das vo( 2 bis 3 abren nur ned» #4—30 000 |ol-rr mit Milck>- ^1 lagen ve eschen en Personen batte, beträgt bie.c Ziffer heute etwa 80 000. Auch in anderen Gioß- (läbtcn ijt dsi Amoachsan fef^u)pelleti. AlS bcncoe- stcr Ausdruck für bte Zumchme der K^kdcit mutz ta5 A n wa chs en der Sterblichkeit angesehen werden. In ben St2».en von über 13 0l>> Ernwvhnern ist die Za!hl berjemgen, bie an Tuberkulose acisfom sind, von 15,7 auf $1,7 prv Jaln und 10000 Cmwohner geftt.yn unb fortitHhucnb ist mit einer Zurohme dieser sch'immsten Erkrankung unseres Vol.S.ö.pers zu rechnen. Auch die alten Leute haken eme erhebliche Zunahme der StttKidjftit erfahren. AlS dritter Redner verbreitete sich Professor Tr. v Zumbusch über die Ausbreitung der Tuberkulof« Der dtebner >oioS an vand von Zahlen nach, daß auch dieses schlimme Hebel ständig in Teutsckstano überhand nimmt und sich auch aus dem flachen Lande verbreitet. 91uf bie Frage, warum eS so sei, anttvoriete v. Zumhusch, daß daS Maß der Leiden zu groß war unb daß eS auch hier vor allem der öunger ist, der diese Zerstörung angerichtet hat. Ter Feind habe unS während deS großen Krieges in der schändlichsten Weise gepeinigt Eine der verl-eerendsten Äir^ hingen ist beispielsweise die Bese^ung dentscheu Gebietes durch Schwarze. Für die Tatsache, daß man ein Kulturvolk unter die Herrschaft barbarischer tmb tierischer Menschen bringt, gibt e§ keinen Ausdruck. Ter Vorsitzende, Minister a. T. Ernst Mülle r-M e i n in gen, banltt fcc-i Rad«rn si warmen Worten. CS handle sich um einen Kempf gegen die großen Geiseln der Menschheit: Rhachi- tiS, Tuberkulose und Syphilis. Tie Völker Europas sollten und müßten M gegenseitig verständigen, sonst gehe EuropcMiiorunde. Der Vorsitzende führte noch aus, die BewePing nehme von München ihren Ausgang. Und baß sie im Reiche bereits Wurzeln geschlagen habe, aehe daraus bet* vor, daß im Lause der Verhandlungen Begrüßungstelegramme aiu$ allen Teilen Deutschlands eingetroffen feien, darunter mich eins vom Bunde der Saarvereine, der an die deutschen Stammesbrüder appelliert, sie von bene französischen Wlli- tärwch zu befreien. Der württemberqlscbe DUiti^r bes 3anem über öle Liüwo!^erlvehren. Stuttgart, 15. Dez. (WTB.) Bei der Beratung des Etats de» Mmisteriums bei Innern im Finanzausschuß kam heute der Minister des Innern auf die Frage der Einwohnerwehren zu sprechen. Er sagte, die Waffen der Einwohnerwehren brauchen bis jefct nur angemeldet, aber nicht adgeliefert zu werden. Die Waffen seien in Depots geiammett; der Wu'.e- runastermin sei noch nicht bestimmt. Uebtr die Ablleserung selbst schwebtrni noch Verhandlungen. WaS bie Organisation Esch^rich für Bayern fei. seien bie Einwohnerwehren für Aiirttemb-rg. Sie hätten sich bewährt. Die techci.fche Nothilfe sei aus sie tmgeroiefen. Ohne bie Mithilfe dec Ein- . wohnerwehren könnten bie lebmfswichtigen Betriebe nicht ausrechterhalten w-wdon. Die Regierung habe auch nicht bie Garantie, daß bei größeren Putschen immer ReichSw-hr im Lande sei. Die rabilalen Kre.se wol'.ten mit dem Lo-.schb.17en nur warten, bis die Einwohnenvehren aufgelöst seien. Die Offiziere verdienten Dank und An- erfcmnmg dafür, daß sie sich den G nreobnemrbrm zur Fertigung gestellt hätten. Zu «mmri mit d-m Mannschaften schützten sie mit ihrem Aut und Leben bie verfassung-mäßige R-aierun-i. lieber die Verwendung von vrivaten für b< Einwohnerwehren gestifteten Mitteln wache dar Mprinerum. Er übern-hm« die voll« volit sch- Verantwortung für bie Wehren Wir bür ten nicht vor allen For- berungen der Entente zurückweichen. Wenn wir der Möglichkeit bereu6t würden, ben Bolschewismus zu bekämpfen, bann treffe die V.rantwortung für alles, woä über Europa komme, die Entente. (Eine deutsche Note über die Sühne der Vorfälle; in Lvxhaven. Berlin, 15. Dez. (WTBtt Der Reichö- minister deS Aeußern hat dem Aorsitzenben des interalliierten Marineüberwachungsaus* schusfes, Sznnirel Charlton, heute folgende 9t'o t e übergeben: £>err Admiral! NamenS bet deutschen Regierung spreche ich das lebhafteste Bedauern über ben ernsten Zwischen Kall, der sich am 19. November in Cuxhaven zugettaaen bat, aus. Ich bitte Sie, £>err Aomiral, auch den beleidigten Osfitzieren selbst den LuSdruck meines Bedauerns zu übermitteln. Zur Untersuchung des Vorfalles wurde eine besondere Kommission, beste h'nd aus einem OberkriegsgerichtSvat als Ver- harrt einecke , bie Ausschrei- turmen gegen die Mitglieder der interalliierten MannekontroUkommission ttigelafsen uns sogar begünstigt hat, vurch bie Untersuchung widerlegt. Ter Kapitän hat alles getan, waS chm in seiner Eigenschait als FestungSkommanbant oblag, um ben Kontrollofsizieren eine sichere und unberr’!- ligte Ausübung ihre- TiensteS zu ermöglichen Tie Aussagen der Mannschaften beftäiinen, daß sie bei ihm ebensowenig wie bei anderen Offizieren Nachsicht für LuSfck^eitungen ermatten bunten. Tagegen muß zugegeben werden, daß einige Trnv- penbmmandeure unb Offiziere der Bonvurs trifft. Auch sie hatten zwar deu besten Willen, .Zwischenfalle zu vermeiden, erschöpften aber in lieber* 'chätzung der TifzipUn ihrer Truppen nicht alle Botticht>maßnakmeil unb handelten insofern fahrlässig. Sie merben deswegen gebühre,id zur Rechenschaft gezogen. Ebenfo wird mit der verdienten Strenge gegen bie Mannschaften vvrgeg.ingen werden, bte sich der unverantwortlichen Del-sntmngeN der Konttollvsiiziere schuldig gemacht haben lieber ihre Bestrafung wird weitere Mitteilung erolgen. AlS Ersatz für die Beschwigimg der Uni vrmen dieser Offiziere wird der interalliierten Mo ine- Kvntiollkmmission der Betrag von 20 577 Mark durch bie LegattvnSkasse deS Auswärtigen Amts überwiesen werben. Die Brü(feier Konteren). Brüssel, 15. Dez. (MTB.) Die K 0 n - seren zder alliierten Sachvcrftän- digen hat einstimmig Delacroix zu ilntm Präsideiltcn gewählt. Hierauf setzte sie ein all gemeines Ardeitövrogramm fest. Drtzi- Pro granlm, daS die Finanz- und n>irtfd)nfttidKn Fragen und die Leistungsfähigkeit Deutschlands umsaßt, wurde heute den deutschen Delo gierten mitgeteilt, die morgen an den Arbeite!' der Konferenz teilnehmen werden. Kritik an französischen Truppen. Amsterdam, 15. Tet (WTB.) Ter Reif - berichinsicht völlig gleichlautend und fanden ntü ihrer Kritik kein Ende. Laag, 15. Te%. (WTB.) Ein Mit-ftied des holländischen Frauenbundes verutteilt in schärfsten Worten im Nieu we Courant das demoralisier en de Auftreten der Franzosen im Rheinland und sagt, imtnr tnefen simstänben bebe der hol^Lndlfch« Frauenbund zur Erhöhung deS sittlichen Bewußtsems di' Jirit-atine zpir Anrufung deS Dölkettnoide' cvariffm und alle l-olländischen Frauenverbünde ersucht, fcre rrrunc dazu -u erteilen. dem Reiche. Die VrfoDunoSfragen in Pneutzen. Berlin, 15. & .WTB) ^er Besold dungsauSschuß der LandeSversammlnng hat bte Lottagen der Beanrtenbesoldung angenommen. Durch die Neuregelung wecken die Alt* pe'.flionäre den Neupensionmen gleickigestellt Di« weiblichen Beamten erhalten bet gleisim Pflichteir die gleidwn Betzüge wie die männlichen Eine Reihe von Beamten mucke in niedrigere Gruppen, teilweise mit AttflÄckungSmögiichleit, ci-igereiht. Hhs dem desetzl-n Mainz, 15. Dez. (Wolff.) Um die Wiedereröffnung deS Betriebs der Opelwerke bemühen sich feit zwei Tagen die hessisch«! Regierung und die Hess. DemvbilmachungS- kommission und im Interesse der Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung auch die französische Besatzunasbehörde. Der Betrieb der Werke dürste noch im Laufe dieser Woche wieder aufgenommen werden. Die auf Kündigung angestellten Beamten haben auf die Aufforderung der Firma zur Wiederaufnahme der Arbeit ablehnend geantwortet und sich mit den Arbeitern solidarisch crllärt. Die Verweigerung der WirtschaftSbe Hilfe durch die Firma soll übrigens auf einem genS, reiten Beschluß deS Arbeitgeberverbandes für den Jndustriebezirk Mainz beruhen fd. Mainz, 15. Dez. Die Interalliierte Kommission gibt bekannt, daß Vorladun- aen alS Zeugen, Dolmetscher oder Sachverständiger vor ein Gericht der Besatzungsbehörde unbeoinat Folge zu leisten ist. Bei Nichterscyeinen wird Gefängnis bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe bis zu 10000 Mk. erkannt. von der Senser vSlkerbundr- Dcrlammlung. Rene Ausfälle gegen Tenlfchland! Genf, 15. Dez Bei der Beratimg des A u f- nahpiegesucheS Oesterreichs beion:« Bundespräsident Motta, daß bte Schwei; mit großer Genugtuung die Aufnahme Oesterreichs in ben Lölkeckund begrüße. Er freue sich darüber, daß dec Attikel, der die Frage der Aufnahme neuer Staaten betreffe, jetzt einen liberaleren Geist auf- weise, als dies beim Entwürfe des Dilles der Fall war. Motto sprach sodann über die unbe* brngte Notwendigkeit der Universalität JWJÖ n «f und im Zusammenhang damit über dir Stellung her Verein:glen Staaten, Rußlands unb Deutschland zum Bunde. Er faßte dabei u a : G5 gilt für unS alS selbstverständlich, daß die Bereinigten Staaten berufen sind, im Völkerbund« alS bie größte Xmrofrarir eine aroße Rolle tzu spielen. Dir erhoffen eine Diedergevurt Rußlands, die auch diesem Lande ben Zutritt ermöglicht. Deutschlaudä Lujuchen aus ocr Frude-iS.on- wer« bei auS unierw nickt nw ige M ^vetzl m KeiSL 1 Beetfawen nach-ueifern geloben. den soll. ** Freibank. Morgen beginnt Fleischverkauf um 1 Uhr mittags. Kreis Büdingen. )(Lißberg, 16. Dez. Ein Mann Studentenschaft undLanöesbildiinsramt. In einer am 14. Dezember abgehaltenen, von 900— 1000 Studierenden b s chtcn, all» tz meinen Studentenversammlung wnrb: gegen 25 Slmrmen bei 8 Enthaltungen folgende EntsickKeseuTrg angenommen: „Die Gießener Studentenschaft tveist die Angriffe, die der Präsident des Hessischm LandeS- mntes für d-s Bll dungS wesen, Herr Dr. Strecker, gegen die Rede deS Herrn Professor Schicm anläßlich der Gedenkfeier für die ^gefallenen Kassel, 14. Dez. (Wolff.) In der gefti- gen Stadtverordnetensitzung gab Oberbürgermeister Scheidemann Kenntnis von eurer neuen hochherzigen Stiftung in Höhe bot 870 000 Mark, dre Geheimrat Henschel zum: Ausbau der neuen EntbindungSana stalt überwiesen hat. Der Oberbürgermeister gab dem warmen Dank der städtischen Körperschaften Ausdruck, dem sich der Stadtoer- ordnetenvorsteher anschlvß. seres gesamten sozialen liefen^ wirksam entgegen« getreten und eine Gesundung herbngefühtt W K* bti cvn * fers w in IC D • W ' der Empfindung^. Unb nun halte man daS Adagio der Nennten Symphmie neben LißtS Mazeppa, — wer wird wagen, beides auf eine Stufe zu stellen? Ein Wort zur Oper und Gesangsmusik. Nachdem Richard Wagner den Gipfel der Romantik erstiegen, kann nach einem meist fruchtlosen Epigonentum eine gähnende Leere. Materialismus und Realismus liefen Sturm gegen das tmbitwnelle Opernschema: immer raffiniertere Sujets mußten ersonnen werden, um der Farbenpalette der Komponisten Nahrung zu geben: Spieloper und ftomische Oper versanken schon vor einem halben Jahrhundert und sind biS heute ohne nennenswerten Vertreter geblieben. Ferner ist sich unsere GesangSmusik vieliach nicht mehr bewußt, daß „Singen" chve Hauptaufgabe ist. Richard Wagner hatte ja die „Deklamation" erfunden, und nun läßt man die Singstimme einige belanglose Töne stammeln und verlegt den Schwerpunkt des seelischen Gehalts ins Klavier, das somit eine symphonische Dichtung für sich allein bewältigen muß. Wenn daher weite Kreise in dem liebenswürdigen Unsinn ober der leichtfertigen Frivolität der Operette Ersatz gesucht haben, so trifft neben dem allgemeinen ästhetischen und moralischen Niedergang auch die schwer verständliche Kunstmusik der Gegenwart die Schuld. — Wie anders Beethoven! Seine Leonore verdürbet das Hohelied der Menschlichkeit und Gattenliebe und seine viel zu wenig gekannten geistlichen tveltlichen Lieder sind rotier ekstatische Hymnen noch erotische Sensationen, fonbern Selbstzeugnisse eines fromm-gläubigen Gemüts und zarten Emp- sirünmgslebens, wie sie nur eine edle Natur hervorzubringen vermochte. Und damit kommen wir schon zur letzten Quelle feiner Kraft: der Religion. Man denke sich: ein Musiker, der sein halbes Leben taub ist und dessen wichtigstes Organ, durch das er mit der Außenwelt in Verbindung steht, ihm den Dienst versagt, bleibt nicht mir in immer neu sich entfachendem Kampfe mit seinem Schicksal Sieger, sondern schenkt uns die erhabensten Werke, bernt ein MenfäZengeist fähig ist! Wo anders her sollte ihm die Kraft kommen als von seinem allmächtigen Vater selbst, vor dem er in weihevoller Andacht in seiner Missa solemnis kniet, und dessen bevorzugter Priester im Heiligtume seiner Kunst zu sein er doch auch wieder mit einem gewissen berechtigten Stolz verkündet: .Höher als bet Gottheit sich mehr als wir einmal von dem letzten Beethoven absehen, so gibt uns der, den wir alle gleichmäßig verehren und lieben, keine Rätsel auf. Klar und ebenmäßig, giebclartig gebaut und von logisch unanfechtbaren, fast möchte man sagen „wohlverwandten" Harmonien umkleidet, fließen seine Melodien dahin und umfassen ihrem Inhalte nach das ganze Gebiet des musikalisch Ausdruckbaren vom schlichten Naturenrpflllden bis zum Erriet höchster seelisckxr Spannung und Erhabenheit. Ja dieser letztere Begriff ist cs, der vielleicht keinem Musiker so eigentümlich ist, wie gerade ihm. Und wer etwa als geschulter Hörer ober Musiker iljen gegenübertritt, wiro auch die rechte Stellung zum letzten Beethoven zu finden wissen. Ein ganzes Jahrhundert bat er in emsiger Künstler- und Forscheoarbeit hier die Balm geebnet. Diese Werke mit ihrem titan scheu Si-faufbäuNv'N. ihrer Wcltmftnmie und Problematik liegen unsrer Zeit ganz besonders nahe. Von hier auS spinnen sich auch die Fäden zur Romantink des 19. Jahrhunderts hinüber: etwa in der Schumann vvratmenden A-Tur-So- nate Opus 101, in der Wagners Ton spräche stellenweise nah kommenden B-Dtzrr Op 106 (Ala- Lgio sostenuto) oder in dem Mendelssohusche Kan- tilene verratenden Dursatz der E-Moll-Sonate OpuS 90. Daß auch RegerS „musikalische Stenographie" schon hier ihr Urbild findet, soll nebenbei bemerkt sein (Variationen über einen Wal'ar von Tiabelli Opus 120, Nr. 20). — Auch h nsichtlich oer Programmusik die rechte Stellung zu linben, kann uns BeetlZoven ein Führer sein. Gewiß hat Oie Musikgeschichte seit den Mcckrigalen des sechzehnten Jahrhunderts über Bach bis zu Strauß und Reger unleugbare Beispiele wirksamer Verwendung tonmalerischer Mittel, auch sollen die Lißtschen symphonischen Dichtungen in ihrem Werte nicht herabacsetzt werden; und doch ist zwischen hüben und drüben eine arvße Kluft befestigt, und wir müssen yugeben, daß die Mimik, wo in ihr tonmalerische Wirkungen $um Prinzip erhoben wecken, sich in einer erniedrigenden Abhängigkeitsstellung befindet, gegenüber ihrer eigentlichen Aufgabe, Seclttrstimmnngen zu ermitteln. Hören wir Beethoven selbst. In den Skizzen zur Pastorvl- symphonie lesen wir: „Icke Malerei, nachdem sie in der Jnstrumentalmunk zu weit getrieben, verliert . . Auch ohne Beschreibung wick man das Ganze, welches mehr Empsinidung als Tongemälde, erkennen." Also verschmäht er nicht ton- malerische Wirkungen an sich, sondern es kommt ihm eben weniger darauf an, als auf „Ausdruck ohnmächtig am Boden. Ein größ ter Gegensak 'P kaum denkbar. Sollen wir ihn symbolisch nefintg/ Jebensalls ist er Anlaß unserer erneuten AM Prüfung, und die Frage: Fortschritt oder gang findet nach vorstehenden Darlegungen f® Die musikalische Gesamtleistung jedenfalls ihre »!" antiDortung dahin, daß wir vom Zentrum immer mehr abgerückt sind nach de» Peripherie, also negativ. Ties schließt alle*1 ding» nicht aus, daß einzelne Teilgebiete, i- die von den Romantikern vorzugsweise ten musikalischen Kleinformen, noch roeitcr vollkommnet sind, wie mir denn überhaupt abt edlen Bestrebungen und Leistungen auch in d« Tonkunst der Gegenwart rückhaltlos anerkenn^ wollen: nur, daß sie in der Minderheit stA bleibt bedauerlich Tann aber wird unsere WaL»? fahrt zum Tempel Beethovens unS und umnM Volke wirklich zum Segen sein, wenn roir nitf1 staunend bewundern, sondern eine lebendige - von dort entnehmen und un-8 von seinem Gei« den Blick schärfen lassen für die musikalischen 0» brechen unserer Tage, wenn roir des Mensch" Beethoven verehrend gedenken und dem Künstle Offenbach war zur Ueberbringung eines Kranzes hierher gekommen, hatte sich etwas verspätet und mußte die letzte Strecke des Weges zum Bahnhof laufen. An dem Fahrkartenschalter verlangte er noch seine Fahr« karte und brach dann tot zusammen. Kreis Friedberg. O Münzen berg, 12. Tvz. Dre Haur- fammlung für die Atmete Mission brodle hier die schöne Summe von 1520 Mk. ein. Im dem Heineren Trais-Münzenberg tmador 975 Mk. für den gleichen Zweck gejammell. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 12. Dez. Der Kr eista- bat in seiner jüngsten Sitzung u. a. beschlossen, der Reichäpostverroaltuny gegenüber für die Errichtung einer Autopostlinre Wetzlar—Hohensolms—Biedenkopf ymäM auf 1 Jahr eine Garantie bis -um Betrage von 7000 Mk. zu übernehmen. — Desgleichen dem Fulda-Lahnkanal- verein einen echmaligm größeren Beitrag zu gewähren imb einen kleineren regelmäßigen Jahresbeitrag in Aussicht tzu stellen. Hessen-Nassau. Die BiDetiiebstähl-e int Mainzer Museum. fb. Frankfurt a. M., 14. Dez. Im vorigen Sommer erregte es nicht geringes Aufsehen, als auS dem Mainztw Museum fünf wertvolle Bilder gestohlen wurden. Drei wurden hier und zwei in Mainz bei einem Althändler ausfindig gemacht. Nach der Beschreibung, die die Trödler von dem Verkäufer gaben, ermittelte man den trofc seiner 21 Jahre schon mehrfach vorbestrast«c Wilhelm Kötter als den Dieb. Er wurde jetzt: zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Die fünf .Bilder sind dem Museum zurückgegebw worden. *♦ Die Diensträume der Pro- vinzialverwalt u n g unld deS Pro- vinzialausschusses befinden sich von Montag, 20. Dezember an in dem staatlichen Anwesen Ost-Anlage 33 p. Wegen des Umzugs müssen die bisherigen Bureauräume im Regierungsgebäude vom 16. biS 18. für den öffentlichen Verkehr geschlossen gehalten werden. Die öffentlichen Sitzungen des Provinztalausschusses finden nach wie vor im Regierungsgebäude, Land- graf-Philipp-Platz Nr. 3, statt. ** Eine öffentliche Sitzung deS ProvinzialauSschusseS finbet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen Samstag, 18. Dezember, vormittags mit folgender Tagesordnung statt: 1. Nachtragsvoranschlag der Gemeinde Holzmühl, Kreis Lauterbach: hier: Beschwerde des Lorenz Koch in Holzmühl, 9 Uhr. 2. Klage der Heinrich Fetzer Wwe. in Holzhausen v. d. H. gegen daS Kreisamt Friedberg wegen Aufhebung eines Polizeibefehls, 9 Uhr. 3. Beschwerde des Heinrich Seipel in Stamm heim wegen Verweigerung der Entschädigung für ein an Roll aus gefallenes Schwein, 9^4 Uhr. 4. Klage deS Kreis- RJS I fe: a ferm um Aufnahme rit bett Bund ist seinerzeit jtirgelctTHt yxnbm Die Schwer- hofft nu« aber, daß, roerat die Fmgr bet Aufnahme DeutMam-s jgc e.lt iv.rb, fie mit dem Erniv und der Gecechtrg- kell g^pr. jt werden werd, von denen der B-lker- Lmnd beherrscht sein ittui S i ü i a n i erwiderte dem Bvrrd-ApriisLdenten Motta, das; er -mit dessen AuSfühnrngvn über d-e SSerrnri-jtei Staaten ewtirrftenbeu sei. Hinsichtlich Rußland könne man heute em Urteil noch nicht füllen. Deutschland könne -um Beitritt Dicht aufaeforbert werden, sondern ei müsse erst bie Sctcin^iroien des Artikels 1 des Paktes et» füllkm. Worte genügten nicht, Taten wüßten geschehen, ta Deutschland ejjti- tive Garantien für die Erfüllung feiner BeMich- hmgen gegeben haben werde, werde es in Pen Völkerbund em&tefctt können. Seit Jahren warte nv«n darauf. Benn btaemgen, die bt-e Menschheit auf ixm eLidenSweg des Krieges geführt hatten, ihre anfdrixige Reue durch Taten bewiesen, bann werde niemand metjr waacn, Deutschland den Eintritt in den Völkerbund zu verhindern, auch die Franzosen nicht. Wenn Fvmikreich niefa an der Grenze gestanden Hätte, dann würde btt Völker bimd jetzt nicht in Gens'dagen können. (Stürmischer Beifall im Saale Wck auf bei Tribünen.) Lord Robert Ee- c 11 betonte ferne U e b e r e in stim m uii g mit den Ausführungen VibianiS. Nicht nur Oesterreich gegenüber, sondern auch allen anderen Staaten gegenüber, müßte man barmif sehen, daß sie Beweise gäben für Streu guten Willen, ihre internationalen Verpflichtungen zu erfüllen. Wer diese Beweise nicht gebe, den solle man lieber nicht ausnehmen. Von dieser Grundlage des Völkerbundes dürfe man nicht ab» weichen. Tie englische Delegation schließe sich daher vollständig brr Ausfchftmg Bivianis an. Nachdem noch ber brasilnrnische Delegierte Fer- Lnrndes seine Zustimmung zu den Ausführungen VivianiS und MotdaS ausgesprochen und der Hoft» ' jrcung Au Druck gegeben hatte, daß Deutschland bald ausgenommen roerven tonne, wurde die Aufnahme Oesterreichs einstimmig beschtossen. Arbeiten werden nur aus geführt, wenn da? Material von der Genossenschaft geliefert wird. Zum Vorstand wurde geivählt Maurermeister Karl Kd. Schäfer, Lang-Göns, zum Direktor, Architekt und Bauunternehmer Gg. Jost, Queckborn, zum Rechner und Schristt führer. ** D as Alterder abstimmungs- berechtigten Oberschlesier ist von den Alliierten um ein Jahr v o rgescho- b e n worden. Nach dieser sehr wichtigen Verfügung sind also alle diejenigen abstimmungsberechtigt, die vor dem 1. Januar 1901 geboren sind. ** Die Dreigliederung des Sozialen Organismus, die wahrhaft menschliche S o z ia 1 rois s en) cha s t. Der Redner, Walter KMie aus Stuttgart ist Leiter deS Bundes für Dreigliederung des Sozialen Organismus. Dieser Bund hat sich in den V/4 Jahren seines Bestehens über fast ganz Deutschland ausgedehnt und namentlich in SüdbeutsäÄmd eint immer größere Bedeutung erlxrigt. Er will bit Richtung zeigen, die erngeschlageii w'tten muß. wenn der immer weiterschreitenden Auflö ung un- KL 211 «5 benn ML M & Mll>, 'm Hödrl be {kllrcip- dn? bmchtr j ftdoim» ii i San t A Tic tatd) W-Sage ijjiöokl b1 Mntlich tU Menon dW der zt rf S(6ttfe gettniBt jismiunn hat tt da Straße Mi seien. - ckditLmieh M Seine fti nicht mit ii da Zeuge Stjner ihm g1 früher r er mckts er seinen Pr hält seine iveiterer Z igt. Ter Ze iversitätspri ie Vorgänge tarn Zeug cs. Das emmer ali iten. Lemme in Ruhla gehabt gabt bit 0 irtc, daß es 9 ütinnitn roiti ] Tetefti1 hlirß der Heu f die einjelr i?d gegenübe Mund der d M roirb bü i m dnze \ Berlin Im ,nM beant 'N wegen v R uti !«'? ®n«i 'M 6 Mon «as Land M versucht A Unbillig: Quoten ®e Mgshzst n> ,y«chs .»‘ihn, 1; J» Ma tzshW« chs Zu Beethoven; 150. Geburtstag. Kritische Betrachtungen V. Dr. Gottlieb RaSner. Wenn ariläßlich säkularer Feiern daS Urteil über eine der künstlerischen Weltgrößen einmal hercmsgefockert roiti, so beweisen diese Größen jroar immer, daß sie auf erstaunlich festen Füßen stckhen, aber ei eilt doch die kulturellen, Eetischrn Nno rein menschlichen Bedingungen, auf denen sich diese ober jene Größe erheben konnte, aufs neu? zu untersuchen und zur Gegenwart in Beziehung zu setzen. Bei unseren großen Musikern bedürfen wir solcher prüfenden Querickmitte durch ihr Gesamtschaffen und dessen Nachwirkung nicht mehr: höchstens ist für einzelne ihrer Werke noch dies oder jenes nochmholen. Gleichwohl soll uns der heutige Tag Anlaß zu einer ernsten Betrachtung wecken. Wir wollen in einer umschanenden und rück schau enden Untersuchung unsere musikalische Gegenwart im Lickte Beethovens bespiegeln Und davon die Frage knüpfen, ob roir in den letzten hundert Jal-ren roirlliche Fortschritte gemacht haben oder nicht. ES Dürfte zwar verfrüht erscheinen, über die Musik der Gegenwart abschließend -u urteilen, aber immerhin sind roir imstande, wenigstens all» , gemeine Richllinien aufzuzeigen, die in der modernen Prtinktton vorherrschen. Tie absolute Musik unserer Tage roiti meist durch destruktive Tendenzen gekennzeichnet: architektonische Prinzipien der Melodieführung, eine logisch begründete Harmoniesolge, ja überhaupt nur der Gedanke, daß Musik den Menschen erheben und erfreuen soll, sind ven Modekomponisten unserer Tage vielfach fremd: dagegen glaubt man in ber Aushebung der Tonalität, bewußter Abkehr vom Natürlichen und Herkömmlichen, Umkehrung von Ausnahme und Regel den Stein ber Weisen gefunden zu haben. Und da man nickt mein gut Fugen schreiben kann (Lachner und Reger waren darin die letzten Meister- und auch die Sonate nur uock ein kümmerliches Tasrin fristet, eine neue musikalische Kunstform aber nock> nicht gefunden ist, so sieht man eben in ber Formlosigkeit das Ideal oder sieht Werke zw tfcen GradeS, wie sie in der P r o g r a m m u s i k vorliegen, dafür an. — Und nun halten roir einmal Beettwvens Ton- spräche dagegen. Das Verständnis seiner Kunst hängt allerdings davon ab, wie musikalisch wir sind: aber auch der weniger Begabte, ;a der ganj Unmusikalische muß wenigstens dunkel ahnen, d.iy er einem ganz Großen gegenüber>teht. Und wenn nähern imb von hier aus die Strafen der Gottheit unter das Menschengeschlecht verbreiten." Fragen wir zuletzt, worin eipentlid? das Geheim nis ber Beethovenichen Persönlichkeit bestehe, so gilt eS zwererlei zu scheid.u- Aeußerlich genommen hat Beethoven vermög genialer Begabung und eindringenden Stubiunt® die von ben Vorgängern übernommenen EroMger- schaften bis zur Vollkommenheit entwickelt. Tie Folge ist eine ganz einzigartige Uebcreinftimmun» von Form und Inhalt, bie in dieser Vollend UM selbst Johannes Brahms nicht immer erreicht hatt Hinzulritt aber als inneres Wriensmerkmal da metaphysische Verankerung seincr Gedankenwelt, dü sich bis zur himmlischen Verllärung steigern kaM und bie mehr und mehr auf bie Form seinen Werke einen richtunggebenben ÖrinfUfc gewimr, diese also nach Bedarf dehnt, erweitert, sprengi. Hier ist, wenn man so sagen darf, das Gemt selbst bloßgelegt und seziert: ber subjektive Bti» Hoven stll)t vor uns in seiner ganzen Größe; w' stehen im Aller heiligsten. Als Richard Wagner vor 50 Jahren sei" Festschrift „Biethoven" verfaßte, hallte ber Sie fltijübel deS Jahres 1870 burch bie bcutfto Lande. Heute liegen wir als geknechtetes Ares Stadt und Land. Gießen, den 16. Dez. 1930. Beethoven-Feiern. Die Beethovenfeier der Volkshochschule dürfte zu den wohlaelunsensten Beranstaltungen dieser Art zählen. Eingeleitel mit einer kurzen Würdigung Beethovens durch Geheimrat »rüg er bet der Abend eine Reihe der Kammermusik-- und Gesangswerke des Meisters. Den die Turnhalle ber Höheren Mädchenschule biS auf ben letzten Platz füllenden Zubörern vergingen bie 2Vs Stunden der Vortrag-folge tm FlnZe, trotzdem cnefe Auswahl seiner Werke nicht entfernt ein Arid des Titanen Beethoven- geben konnte, wie ber Redner ganz richtig ausführte. DaS im Verhältnis Mozart—Beethoven in Erscheinnng tretende Hinüberschreiten in eine andere Welt suchte der Redner durch die Paralellen aus den benachbarten schönen Künsten Rasoel — Michelangelo unb Goethe — Schiller dem Hörer begrifilick nähcrzubnngen, indem er noch die Persönlichkeit Beethovens kurz skizzierte. Tie musikalischen Vorträge wurden eröffnet mit Werk 1, Zahl 1, Klaviertrio in Es-Dur. Diesem folgten ötei geistliche (Gellert) Lieder, C-Moll-Biolln-Sonate, bie Adelaide imb Werk 18 ZaÄ 1, Streichquartett in F-Tur. Es sind ausnahmslos gute Freunde und alte Bekannte, be* sorckers Kammermusik pflegender Kreise. Den geistlichen Liedern begegnet man vielleicht nicht, so oft, wie eS diese Eingebungen ber Finblicb-giäubigm Seele eines wahrhaft Großen verdienten. All biefe Werke einem weiteren Zuhörerkreis zugänglich gemacht zu hoben, bedeutet an sich schon ein Verdienst ber musikalischen 'Freunde ber Volkshochschule. Der Beethoven-Sonaten-Abend, ben ber Bund zur Pfleae von Musik und Literatur am Mittwoch veranstaltete, war red>t gut besucht, den beiden Musikern, den Geschwistern Delp aus Darmstadt, wurde mit reichem Beifall gelohnt. Es kann hier nicht näher auf bie Auffassung und Darbietung der Werke des Großen ein gegangen werden. Man sollte vielmehr, und gerade in diesem Jubilaumsjahr, allen Bemühungen um Beethoven dankbares Gehör leiben. Es war schön, wie zuversichtlich die jungen Dcusiier an bie technisch wie seelisch schroieriIen Werke der Appassio- natxx und der Kreutzer-Sonate benmtraten. Das erkannten bie Zuhörer in ihrer begeisterten Zustimmung auch rückhaltlos an. FeuerwerkSkSrper auch in diesem Jahr verboten. Die entgeltliche und unentaeltliche Abgabe von FeuerwerrSkörpern alter Art (Kanonenschläge, Frösche, Schwärmer, Zündblättchen ufttx) und ihre Verwendung ist nach einer Verordnung des hessischen Gesamtministeriums bis zum 15. Januar 1921 verboten. direÜorS des Kreises Gießen gegen die Gemeinde Grüningen auf Bewllliaung einer Teuerungszulage für den Bürgermeister ber Gemeinde Grü- nin-en: biet: Berufung ber Gemeinde gegen das Urteil des Kreisausschusses, 91/» Uhr. 5. Klage des O. A. «. Gießen gegen den O. A. B. Friedberg wegen Uedernahme der Familie deS Karl Schmidt in eigene Fürsorge, 9V. Uhr. ** Aus dem Stadttbeater-Bu- r e a u. In ber morgigen Ausführung „D e r Widerspen stigen Zähmung" liegen die beiden Lmuprrollen in Händen von Frl. Brandeck und Herrn Juhnfe. Die Regie führt Herr Bolck. — Der Svielplan an den Feiertagen gestaltet sich hne folgt: Am 1. Feiertag, abends 7 Uhr: „I e d e r m a n n", am 2. Feiertag, mrchnrittaas 3^/- Uhr: „W o d i e Lerche singt", abends 7 Uhr: „Der er st en Liebe goldne Zei t", am dritten Feiertag, nachm. 3 Uhr: „Frau Holle", abend? 6V- Uhr: „Die Strohwitwe". Vom kommenden Sonntag an werden die Karten zu sämtlichen Feiertagen ausgegeben. Am 1. Weihnachtstage bleibt die Kasse geschlossen. ** Hermann Hoffmann -Gedenkfeier. In dem zweiten Vortrag zum Besten einer Gedenktafel für Professor Hermann Hoffmann wird Herr Univ.-Garteninspektor Rehnelt die Tropenwelt Ceylons sowie Land und Leute der Insel aus eigener Anschauung schildern. Herr Rehnelt war zweimal auf Ceylon, zuletzt im Frühjahr 1914. Er hat dort monatelang abseits der großen Touristensttaße unter Eingeborenen gelebt und wird an der Hand selbstaufgenommener farbiger Lichtbilder einen Ueb-'rblick über die wirtschaftlichen Verhältn sse, BoIksgebrauche und Religionen geben. Die herrliche Pflanzenwelt Ceylons soll besonders gewürdigt werden. ** Gutenbergs zweiundvier- 8 igzei 1 ige Bibel. Das Monumentalwerk altdeutscher Buchdrucke hat in allen seinen Einzelheiten, in seinem völligen Bestand, Seite für Seite getreu, nach dem glanzend ausgeftat- teten Pergament-Exemplar der Staats- Bibliothek in Berlin prächtig ausgemalt und rubriziert, in mustergültiger Weise der Jnsel- verlag in Leipzig wiederhergestellt. Ein Exemplar des Druckes ist im Schaufenster der I. Rickerschen Universttats-Buchhandlung ausgestellt. *♦ .Polizeibericht. Aus einem hiesigen Geschäft wurden durch Einbruch zwei weiße Herrenoberhemden, ein solches mit blauen Streifen und zwei Krawatten entwendet. Bor Ankauf wird gewarnt. — In letzter Zeit häufen sich die Fälle, wo mittellose Reisende die Eisenbahn ohne Fahrkarte auf weite Strecken zu enutzen versuchen. So wurden seit einigen Tagen mehrere Personen wegen Bettugs festgenommen und der Staatsanwaltschaft zugeführt. ** Ernennung. Zu Obersteuersekretären routien ernannt: Fmamp «ritikmt Sllarl Scksier- bach sonne bie Steuerbet.i.bssekretäre Wtth. Schäfer, Sbarl Gröninger und Christian Rühl, sämtlich bei dem Finanzamt Gießen. ** Bei der letzten Meisterprüfung haben bie Metzger S. Blorckhenn. Altcn-Buseck, H. Lotz, Garbenteich u’tb . E. Marker, Gießen, Goethestraße 54, ihre P ü'ung bestücken. ** Die Maurermeister und Bauunternehmer deS Landkreises Gießen haben vorgestern in einer Versammlung im Gewerbehause einstimmig beschlossen, eine Bauftoff--Ein- und V er- ka uf s ge n o ss enscha st zu gründen, die sich mit dem An- und Verkauf von Baustoffen und Betriebs gegenständen beschäftigt. Schion hat es .in seiner Rede verstanden, von Herzen kommende und zu Herzen gebend: Worte M finben. Wir sprechen ihm. einerlei roie man Einzelheiten seiner Rebe aufsassen wag, dafür unseren herzlichsten Dank aus. Im Verlauf seiner Rebe vom 3. Dezember >hat Herr Dr. Strecker roeftere Angriffe gegen die Stubriitpnkbaft gerichtet, br aufS Neue geeignet 'sind, ber Devöllerung ein völlig falsche; Dlld von iber Zusammensetzung der StiibmtenfdwÜ in sozialer Hinsicht zu geben imb bmrtit bie unbedingt not» wenoige Aussöhnung und Verständigung der > Klassen — eines ber Ziele der Deutschen Stuben» 1 tensckaft — zu verhindern. Die Giehener Studentenschaft bedauert das Vorgehen des Herrn !Präsckenten umsomehr, als gerade ihm die soziale Notlage der Studierenden bekannt fern dürfte. Sie lelynt eine finanzielle Unterstützung der nolleidm- ; den Studierenden ab, wenn dadurch, tote Herr Dr. Strecker eS in seiner Kcrmmerrede andeutet, rihre poli:ische Meinung beeinflußt werden soll. Die Sttidentenschaft gibt ihrem Erstaunen über die Art und Heise Ausdriuk, in der der Herr Prä- ?''v fibent mit ihrer aus allgemeinen gleichm und gefahren Wablen fattiorg'gangcnen Verttetung verhandelt Sie erwartet, daß ber Herr Präsident in Zukunft alles vermeidet, was da-u angetan ; sein kann, ein Zusanrmenarbeiten ^roi'chen Kultusministerium imb Studentenschaft unmöglich zu machen." Turnen, Spiel und Svort« tidelt sich rin selten schönes Spiel, bei dem die Mftv zunSchst durch gute SPontbn ntirm leichte ''.elkrlegenheit zeigen. In der Verteidigung von ^«chen ist es Wingenfelder. der durch ruhigen ,z die Stto&tad°V ngeschlch worin eiMlub^ hoveEL Lrdkitl.KgS-ki per 1. Januar gesucht. ttond-.orci (SciNxer, 13313 Piockjtraße. WohMZslgüs- Giehen- Münsteri.w. <»errffbnftL S-Zimmer- A;obnnnfl gegen ähnliche in ««eben zu tauschen gesucht. Tetlentschädigung er tlmzugSkosten gegbiL. gewahrt. Anfragen an Gaebler Münster in Sarnrrabe 81. ->w.» bat mw*51/; .. ! eütbringtnbai «< übernommen® * ■■ immcnbdl die.vl.dl^A^ * a6*! 1870 te'lS * «KsZ fSte; »mm ent WB aelobol- — Fllbball. Vergangenen Sonntag ftan- kn sich Die Ligamarrnschasten des B. f. B. Mar- ■u-9 und seines hiesigen MrmenSoetterS im Ruck- 3 d gegenüber. Mit Anstoß von Gießen ent- .sDoW^ndn^ itzmig gab Cbfrfd nn Kenntnis vott tiftunginOtr eimathenslb^ Entbindung-- Der Oberbürgt^! a! btt itätii6r »: dem sich btt A» chloß. Gerichtrsaal. Der Prvzetz gi-en die Marburger Zeit- freiwilliOcn. fb. Kassel, 15. Dez. Tie heutige Bvrnrit- icqssitzung war mitunter recht' bewegt. Der be- -IT13 gestern vernommene Zeuge Latz wehrt sich k1 großer Entschiedenheit gegen einzelne Be- Lsurtungen und Vorwürfe. Von der Verteidigung -arbe der Antrag gestellt, den Prinzen F ri ed- iich iur Lippe als Zeugen laden zu leien. Ter Prinz war s. Zt. im Stabe des Teta- 'Mients von Schenk und soll nach dem Antrag 13er Verteidigung über die Stellung seiner Ab- i eiunfl vernommen werden zu der Zen der von Leit Zeugen Batz wahrgenommenen Schüsse. Tie t i Lung des Prinzen wird vom Gericht beschlossen. Lei weiteren Verlaus der Verhandlungen ersuch |:t: Zeuae Satz den Vorsitzenden, auch die Ladung I emer Mitgefangenen zu veranlassen, die bekunden alen, daß feine Aussagen durchaus wahrhrils- ittreu seien. Ein weiterer Zeuge, der Student /se bet, weiß au berichten über das widerspenstige ?«halten des Batz und das Einschreiten des An- -.rlagten Göbel. Dieser habe srch dadurch zu Tät- Hkeiten gegen die Gefangenen, allerdings nur 7,« den Händen, verleiten la sen. Bag und Arnold lebten sich gegen die Behauptung des Zeugen 3/bet, daß sie von den Einwohnern von Mechter- ist als Rotgardisten bezeichnet worden seien. t«r Zeuge Arnold erklärt, der Zeuge Weber [c>t von einem Verwundeten geäußert: ,Lst das benn noch nicht verreckt. Diese Aeußerung r.:b von dem Zeugen Weber entschieden in Abrede ident Eine Frau Wolf, die als Zeugin verkamen wird, erklärte, sie sei von dem Ange-- ' Osten Göbel bedroht und beschimpft worden, was tieer bestreitet. Tie Zeugin bleibt jedoch bei ihrer laSsage und wird sehr erregt. Medizinstudent H tfi n e berichtet, Batz habe selber eingestanden, dl Ordonanz in die Rote Armee eingetreten zu |o. Dem wiverspiicht Batz mit großer Schärfe. Tie Angaben veS Zeugen Grüne rriben durch den Zeugen Joost, der /'derzeit das Protokoll führte, bestätigt. Ter 6tabent Lagens bat beobachtet, daß der An- !ringle Göbel die Gefangenen wohl scharf angefaßt a-be, eigentliche Mißhandlungen hat er jedoch ficht wahrgcnommen. Ter Zeu^e Wagner, der sie Küche der zweiten Komvagnie unter sich hatte, nlll das Schießen gehört haben, ohne jedoch den hnmb gewußt zu haben. Bon einem gewissen tSstiemann hat er erfahren, daß die Gefangenen )or der Straße abgedrängt und dann erschossen eotben seien. — Nach einer halbstündigen Pause Rrb die Vernehmung des Zeugen Wagner fort» richt. Seine heutigen Aussagen stimmen zum teil nicht mit den früher gemachten überein. Btt der Zeuge Major von Schenck erllärt, hat Bagner ihm gegenüber in Abrede gestellt, über» ßmt früher vernommen worden zu sein. Auch kbt er nichts von der Erschürfung stdgen können, k er seinen Posten gar nicht verlassen habe. Magier hält seine Aussagen aufrecht, auch dann, als weiterer Zeuge die Angaben des MajorS be- igt. Ter Zeuge Dahlheim gibt an, von dem IrioersitätSprosrisor Schücking um Material über He Vorgänge in Thal gebeten worden yu sein Die iteren Zeugenaussagen bringen ebenfalls mchS es. Das Auftreten des bekannten Leutnants tmmtr als Zeuge bringt ebenfalls keine Neuig- ten. Lernmer war Zugführer und am 27. Märr tain Ruhla ein. Tie Leute hätten dort einei vpwisse :cheu gehabt und wären in die Läufer geflüchtet. habe die Bevölkerung beruhigt. AlS diese aber , daß eS Marburger Studenten seien, wäre ihr «tuen wieder geschwunden. Tic Vernehmung Detektivs Lesse auS Eisenach■ bildet den Schluß der heutigen Verhandlung, in der wieder- ilt die einzelnen Zeugenaussagen sich widerspre- gegenüberstanden, wa-5 auS der Länge der |til und der damaligen Grrcgnntg Zu erklären ist. wird die Sitzung auf Donnerstag vertagt. Prozeß Sch bemann Prinz. B e r l i n , 15. Dez. (Wolff.) Die „B. Z." rtlbct: Im Prozeß Scheidemann — lein $ beantragte der Staatsanwalt gegen Erina wegen versuchter schwerer Urkundenfäl- ijung und Beleidigung Scheidemanns und karg Sklarz' eine Gefängnisstrafe von I Zahr 6 Monaten. Das Landgericht verurteilte Erich Prinz «fitn versuchter schwerer Urkundenfälschung '-Hier Zubilligung mildernder Umstände zu l Monaten Gefängnis. Zwei Monate Unter- Hungshaft wurden aufgerechnet. I^ocbfdiultmcbric^teit. MI A B flitz,. ! chlk ier "J’Ubdt, I i,’a des 5,2 M beni Ror.9«t btfiumt k MagL ’ dingen. 22u8n Erbringung lebte ^ftn. An dein U ■ ” noch seine t°t zusammen. ' Wermletungen | iiii Bibi. ZiMtt 'Helettr. Licht fofort au ^- n. Mirktpl. 2«. fürweidmriere sen *be(eige thnieSejlar-^ >ii auf 1 Jodr m ’» Don 7000 KL p dem Fulda^b^ gröberen Skitrar,:? m regdmifesBi Zch eilen. Nassau. m Mainzer Mch a. M., 14. Dei.' jte eS nicht gtr em Mainzer er gestohlen to d zwei in Kaq Ssindig gemacht >ie Trödler von t ttelte man bn mehrfach vorbett n Dieb. Er tourt* jthous veriMkilt Mnfenm iuiild und sicheren Schlag die Lage klärt. Tmm kommt Gletz-n auf, übernimmt für einige Zeit dos Jtom- mxiiMW ttnö nach sc^tellem Dutchfp.el erzielt Hunte ben erften lkrsvlg für Gießen. Marburg arbeitet mächtig, Lohmann reißt seinen Sturm in schnellem Flügelspiel immer tu eher nach vorn und er- zwingt durch langen Roll schuß den Ausgleich. LeM schießt an die Latte: das gegebene Tor ttatb vom Schiedsrichter zurückgenommen. Aach Lalbzeit arigt sich ein völlig verändertes Bild. Niemand der zahlreichen Zuschauer hätte bet dieser Ueberlegentzeu von Gießen mehr an einen Sieg von Marburg geglaubt. Tenn Gießen liegt meist im Angrifs, doch fehlt vor dem Tor des Gegners ment der befreiende odjufc und, nxis noch richtiger ist, — das Glück. 2 schnelle Durchbrüche von Marburg bringen zwei Tore und den Sieg. Auch B. f. B. Gießen konnte also den bis jetzt ungeschtagenen B. f. B. Marburg nicht bezwingen. Ohne der anerkannten Tücht.gkeit des Gegners Abbruch zu tun, kann behauptet inerten, dag der öteg von Marburg nach dem Spiclverlaus unverdient war. Gießen unterlag n\dy., weil es technisch schlechter war, sondern weil in seinen eigenen Reihen Unrinigkeit herrschte, rin Zustand, der wohl bis zum nächsten Spiet bdroben lein wird. — T i e 3. Mannschaft des V. f. B. Gießen konnte gegen bte 2. des „SpteV- iri) Sportklub" Dillenburg mit 2:3 Toren den Sieg erringen Bad-Nauheim, 15. Ta; Unter dem Vorsitze des 2. Spreckiers Lehrer Oßwalo hielt der Turnverein 1800 am Sonntag eine gut besuchte Mitaliederverfoannilung in seinem Vereinshause ab. Zn seiner Begrüßungchan^p ache geteicfitc der Versammlungsleiter des einen noch in Gefangenschaft weilenden 2u mb ruber 5 O. Burkhardt, der schon als verschollen galt, jetzt aber seine baldig- Leim- kehr auS Tui-kestan angemeldet habe. Tie Ber- sammlung bew.lligte dem Leimkehver ein größeres Geldgeschenk als Ehrengabe. Mit anerkerrnenden Worten wurde auch des verstorbenen Lehrers Au^. Wagner gedacht, dec als 1. Sp echer ernst aroste Berdienstc um die Turnsachc im Bevrin und im Gau Lessen gc^ibt lyabe. AuSühcliche Berichterstattung erfolgte über eine gemeinsame Bor- stmidss.tzung deS TumvereinS 1860 mit dem Män- nerturnverem, Sportverein und Radfahrer Verein, in der die Forderungen der vier Bereinv an den StadtauSschuß fuv LeibeSübunc-en fesgelegt wurden. Tie erste Tagung des Stadtausschusies habe unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Kayser riese Forderungen beraten: in der sebr schwi'rigen S p i e l p l a tz f ra g e hätte man dabei noch zu feinem festen Beschluß kommen können. Einstimmig wurde ein Beschluß gefaßt, wonach die bei der Jubiläumsfeier im September erzäelten Ueber» schüsfe nicht in die Vere inskasfe fließen, sondern ledig, ich Mrr Förderung und Hebung deS Turnbetriebs verwandt werden sollen. Es wird daher ein JubiläurnS-Wander- preis in Form von Plaketten für die Turner, Turnvereine und Fechter gestiftet, worüber vom Vorstand die Satzungen au^uarbetten sind Der verbleibende Restbetrag des Uebr rschus es wird für Ausbildung von Turn warten und Vorturnern bcfh'nrmt. Einer Anregung des Bvr'aNies folgend, ist die Versammlung für eine Klärung der zwischen den beiden hiesigen Turnvereinen bestehenden Differenzen, und zwar auf dem Wege der freien Aussprache in einer gemeinsamen Voichandssitzung mit dem Männerturnve. ein. — Der Männerturnverein unternahm bei guter Beteiligung am Sonntag seinen Monats- t u r n g a n g, der diesmal über Ober-M.rlen nach Ostheim zum Besuch des dortigen Turnve«inS führte. verrn^chtc». Eifetchahnunglück in Lochrinym. Paris, 1,5. Tez. (WTB.) Nach Meldungen der Abendblätter aus Straßburg hat heute vormittag rin Zusammenstoß zweier Eisenbahnzüge bei Ford ach uattg.-funben. 17 Personen seien gelötet, 25 verwunoet worden, darunter 12 schwer. Tie LovaSaaentur meldet aus Saorgemünd, daß der Unfall sich heute vormittag um 5 Uhr auf dem Bahnhof Kreutzwald ereignete. Ein Berg- arbeitcrzug, der von Soargemünb gekommen sei, sei mit einem Güterzug zusammengestvßen. mc. Frankfurt a. M., 15. Dez. Lluf eigenartige Weise suchte sich eine Hilfsange- stellte der Post das Leben zu nehmen. Sie ging in den Wald und trank ein Schlafmittel, um so zu erfrieren. Zum Glück wurde daS Mädchen, das aus Liebeskummer gehandelt haben will, von Passanten aufgefunden, die für seine Aufnahme in3 Krankenhaus Sorge trugen. eine Umsatz« öglichkrit natau ausgeschlossen. Interestmit ist es, daß ausländische Firmen nach dem Osten Darrnk«se vornehmen, wahrscheinlich um sich für den Landet mit diesen Gebieten Donuberriiew. In Ltzemilalirn sind bmertentnrr- lerwrise viele Daren mit Lus uhrge»<4nnigunz gesucht Tie Meinung geht datzin, daß die Pretse nneber merNich anyeben unb die Käufe zur Zeit immerhin noch günftia sind. Angeboten waren in Lebensmitteln Kalao, SMo^.-ett, Speisefett, Reis, Lülsensruchte und Loreander — In Textilien toaren große Posten Baumwollltramjn gesucht. Für daS Ausland suchte man in Lhemu>»- lien Pottage, Aspirintabletten, Kvlosonium unb Lirschhomsalz. — Zum fingebot kamen Elektro- movoren bis zu 100 PS. Läute- und FellLuktion. fb. Frankfurt a. M., 14. Tez. Die frei- gegebene Einfuhr mit ihren teilweise sehr niedrigen Angebot hat einen weiteren und zwar oft ganz beträchtlichen Preisrückgang zur Folge, zeitigt aber aus der anderen Seite auch eine aufsallestde Zurückhaltung bei Käufer. Tie Gebote fielen beim Zuschlag mitunter so niedrig auS, daß ein großer Teil Der angebotenen Waren zurückgezogen wurde. Zur Auktion standen 6196 Großmchhaute, 3377 Kalbfelle, 4-90 Lammelsellr und etwa 100 Roßhäute Ter Durchschnittspreis für Großhielchäute war 12,50 bis 15 Mk. gegenüber 15 bis 17 Mk. bei der letzten Auktion. Kalbfelle brachten eS durchschnittlich auf 20,45 Mk. gegen 21—25 Mk. bet letzten Auktion. Roßhäute bis 219 cm, bie bei der letzten Auktion 410 Mk. erzielten, nmrbtn bei 200 Mk. zugeschlagcn, und Roßhäute über 219 cm sanken von 418 Mk. gegen die vorherige Autkion aus 232 Mk., Lammelselle sind bei 6 bis 8 Mk. ebensalls durchschnittlich 2Mk. gegen bie letzte Auktion gesunken. Frankfurter vederbörsc. fd. Frankfurt a. M., 14. Tez. Auf der heutigen Börse machte sich bereits bie übliche Friertagsstimnumg bemerkbar Immerhin wurden Abschlüste vollzogen, um bringenden Bedarf zu decken Größere Mengen Leder standen nicht zur Verfügung. Ter auf dem Läutemarkt am Vormittag ringetretene Preissturz gab feine Veranlassung »u Stimmungskäufen für längere ßirie- rungsNisten. Prrisnotierungen sanden wahrscheinlich wohl wegen der überaus billigen Sebetange- bote aus Fvankreich aus der heutigen Börse nicht fhrtt. Frankfurt a. M., 16. Dez. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Gelb Brief Datum: 14. De,. 1^. Dez Amsterdam- Rotterd. 2305,85 228 ~,20 2289,80 Brüssel-Lntwerpen . 450,60 460,50 459,- 46 ),50 €britti«nia 1068,90 1091,IC 1091,40 10 3,60 Kopenhagen 11:1,35 1113,65 1116,35 1118,65 St»*l)olm 145 ,50 1456pO 1447,50 145^,50 Heltznasor, 167,30 1 7,70 163,30 163,70 3talten 2 6, 0 266,80 256,70 256,30 Lond.n 260,20 236^0 257,45 258,00 Tlew.Pork 75,29 74,40 73,92 74,08 Dari, 43 ^5 4>,4G 43 , 5 436,96 Schweiz 1160, .01162,70 1:4‘,35 114 ', 6 Spanien 979, - 98i,- 965,— 967, - Wien (altes) Deutsch-Oeslerr. . . . 19,36 19,89 18,73 18,77 Prag 83,52 83,72 62,40 8 ,50 Sub«pejt 13,53 13,27 13,73 1 ,77 Bulgarien AoajuinivwHL ... -,— — Börsenkurse. Frankfurt Datum: Zürich Amsterdam ............ Kopenhagen . ::::::::::::::: Wien . New-PorK Berlin 14,12. 15.12. 8 60 8,77 4,32 4,37 9,25 9,25 6'95 7,00 837,- 883,- 2,59 2,58 23,-- 23,- 1,34 -,- Züricher Devisenmarkt. 15. 12. 16.12. Wechsel auf: Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 200 50 202.- Deutschland 100 M. - 8.80 8 60 Wien 100 Är. = 1.65 1.66 Prag 100 fir. — 7 30 7 30 Paris 100 Fr. — 38 16 38 40 London. 1 £ — 22 44 22»,5 Italien 100 ß. = 22.50 22 70 Brüssel 100 Fr. — 40.25 40 60 Budapest 100 Ar. — 1 225 1.225 New.YorK 100 $ — 650 - 651 60 Agram 100 Ar. = 4.50 4^0 Kirchliche Nachrichten. Israel. R eli gi 0n s - Ge s ells cha sr Sabbatfeier, 18. Tez. Freitag afr\ 4.00, Samstag oorm. 8.30, nad-m. 3 30. Sabbat mSgang ö.lö, —Woch«ngottesbienst: morg. 7.10, abds. 4.00. Handel. Franksurter Warenbörse. fb. Frankfurt a. M., 14. T^. Das Geschäft war äußerst lebloS und man erwartet vor Anfang des nächsten Jahres keine neue Belebung. So lange die Grenzen geschlossen bleiben, baS Ausland zurückhält ober zurückgehalten wird, ist Bücherlisch. — Kurt Leynicke. Der KreiS. Ein Spiel über den Sinnen Verlegt bei Erich Reiß, Berlin. Wir haben über diese Jdcendichtung bereits gelegentlich ihrer Urau führun? in Frankfurt berichtet Bei oer Lektüre mug man sich noch mebr verwundern, baß rin Bühnenleiter den Mut sand, Theoreme, bie bis aur eine Eingangs- und Schlußszene sich alles Roalen fern halten, in jpanblung umzusetzen. Ein Suchender setzt feinem Leben em Ende, um das ,^ZenfeitS" zu ergründen. Er geht Stationen hindurch, bis er als aller Weisheit letzten Schluß die Erkenntnis rindet, daß wir ein Junger Mann I welcher flotter Rechner ist und die Schreibmaschine und Kurzschrist vollkommen beherrscht, auf das Kontor einer größeren Zigarrenfabrik sofort ges. Schriftl. Angebote mit Zeugnisabschriften u. 13328D a. d. G. A. Prefeneor Bucht gebildete junge Dame als Privatsekretärin. Bibliothekarische o. Registraturarbeiten. Kor- rdBi-ondena. Stenotypie erwünscht, doch nie t erfordert Auch halbtlgig. Sehr. A u.020856a-d. G.A. 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In diesen ries unb_ unmüttfbac erlebten Berten, txt sich vom Imti»-Schlichten bis in bei- Dübvvambiiche emporstoeben. preist Johst du: Liede, bte „als rötliche Wolle bes Morgens" in bes Weibes Schoß sinkt. — DaS Plakat, Zeitschrift bes VereinK der PlaVatsreunde e. v , für Kunst in ber Reklame. Rovember-Lefl Lerausgeber Dr LanS Sachsi B r.in N-llol^Ssee DaS Sonderheft „TL Schweiz" enthalt u. a. folgende Beiträge: Neue edipriier Plakate Von Dr. Rudolf Bernoulli mit 57 zum Teil farbigen Bildern. Vom Letp^tger Messe- »eichen. Von £>ermann Behrrnann, Leiznig. Der Lumor in der Rellarne uno im Plakat. Von Leo- bett Lillmann, £)ambutg Reklame und Schriftsteller Bon Lermann Behrrnann, Leipzig. Dakünstlerische Urbeberrabt der Angestellten. Bo» Lugo Lillig. Lamburg. Der Auifassungswert von farbiger Schrift aus wrbigem Grunde. Bon Dr. Robert Werner Schulte unb A. v. RriSwitz. (In ynem Test ber Auslage wiederholt.) Die Ablieftmng von BrotsetreDe. Berlin, 14. Dez. Wie Die „Vossische Zeitung" erfährt, hat Die preußische Regierung einen Erlaß herauSgegeben, Durch bett die Provinzialbehörben aufgeforbert werben, mil großer Entschiedenheit die Ablieferung von Brotgetreide zur Durchführung zu bringen. Der Erlaß sieht Requisitionenaus dem flachen Lande in größtem Umfange vor unb zwar zunächst in den Kreise» unb Bezirken, bie nrit ber Ablieferung des Brotgetreides im Rückstände geblieben sind. Die Reauifitionen werden von Kommissionen vorgenommen werden, die sich aus Beamten unb landwirtschaftlichen Sachverständigen zu- sammensetzen. Wo es erforderlich ist, soll Der Tätigkeit dieser Äommiifionen der notwendige Nachdruck durch bewaffnete Macht gegeben werben. Sicherheitspolizei-Abteilungen wer- den zu diesem Zweck bereitgestellt werben. Abwanderungen der ll.S. P. fd. Frankfurt a. M„ 14. Dez. Nach Mitteilungen der „VolkSsrimme" sind in der Provinz Hessen-Nassau 17 Ortsgruppe» der U S. P zur alten sozialdemokratischen i Partei zurückgeaangen. Die mehrheitSsoria- listisch». Organisation der Pvoviuz umfaßt! heute 39 000 Mitglieder. Trotzky über Dk Gegensätze zwischen Herr und Volk. Kopenhagen, 15. Dez (WTB.) Die „Nationaltibende" meldet auS HelsingfvrS: Trotzky erkläwte auf dem wirtschaftlichen Kongreß in Moskau, daß da« Rote Heei; auf die Hälfte deS gegenwärttgen Stanbesi herabgesetzt werden würde. Die Solojetregie- rung werhe mit killen Mitteln versuchen» den Frieden aufrecht zu erhalten und einen endgültigen Frieden mit den Großmächten zu erlangen. D-r Umstand, daß England einen Vorschlag zu einem endgültigen Handelsabkommen hat überreichen lassen, lasse hoffen, baß ber Frieben nicht mehr weit entfernt sei. Trotzky erwähnte auch bie ernst en Gegensätze, bie zwisehen Heer und Volk entstanden sind. Diese Gegensätze tvürben burch bie Neuorbmuig in Rußlanb bald beseitigt roerben. DaS Erbe des Königs Alerander von Griechenland. Athen, 15. Tez. (WTB.) Ein gerichtliches Urteil ermächtigt Frau Manos, sofort in bm Besitz bes von König Alexanber bintro« lastenen Vermögens «u treten, baS aui zwei Millionen Trachmen geschätzt wicv unb fast ausschließlich aus barem Gelbe unb Schmucksachen besteht. Ein Banditenstreich in Oberschlesien. Kattowitz, 15. Tez (WTB) Gestern nach« mittag überwältigten aus der Eminengrube rtvri maskierte uno bewaffnete Banbiten einen Kassenbeamten, oer gerade mit der Gelbzählung für bie Lohnzahlung beschäftigt war, raubten 260 000 Mk. uno enttarnen. Ein Flugungllick. London, 15. De). (WTB^ Ein Grotz- skugzeug, daS den Tienst zwischen London unb Paris versieht, stieß beim Start gegen eine» Baurn. Ter Apparat geriet in Braicv und stürzte ab. Ter Führer, oer Mechaniker und zwei Passagiere wurven gelötet. Sechs Passagiere wurde« verleg. SiilatWrociiijöiitrf. Schrtllt. «naeb. 11. 020909 an b. Gießener Anzeiger. Hofhund ZeugbnuSkaicrne, Rr. 99. iflroh.roacbf. 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Für ihn Li einen soll I* genüge nxnommm. ai ein MHI himmten nut Es folgt A.-Nat) üfx Abg. &< MerpiM.io plfClred): bei Sie können «rden, in i Mnrecht. ivisiifche A; fehlsbaber f deutschen 5 lagern haben Sie haben i Lagern bmr !en, haben fit Mr die Pik kersügung bi m konnte i'i kewachungsn pkn zur ;tttrag angcs mslosen, de pimmcn. A protefk aus hat Herr PJ, alle 9h, Loschen Rei Um und Uf I «tretet diese Men Wide I wimiüen.) h russischen Lw kann j läL“ iMniinand P^tdiöbre D Inhalten. K>Iutw ■Wen n |;^n Kvm Ijrl Wben. I^wn hnir 6L SeiRer geh. BeintiD a. SMer M 5» ZökM SM. 020903 Lollar u. Badenburg, 15. Dezember 1920. Ulster und Anzug saft neu, bill. au verknus. 0208'0 Marktstr. 29 L I ttsulgssueks I Kützchett 'u^ufen Schrisil. Angebote unter 020890 nn den 051 efe Auz. Bebr. Sofa u. Schreil»- tiithiessel 'evtl, ichadhasti aii faulen gesucht. Schr. Angebote mit Preis unt. 020861 an den Gieb. Anz. ’^an t>! I ^rud 6tll 16tSelnfm I |fe borbe ^9bet^ 1 11,1 iU f 1.4«-. kA ; i Stcmfenberg, 14. Dezember 1920. 13->"x0 KSSSWl Nachruf! Nach 2jühriger treuester Pflichter- W füllung im Felde und 3 jähriger russischer UZ Gefangenschaft traf erst jetzt d,e Kunde ein, daß unser Mitglied Albert Weinberg H vor ungefähr V'. Jahren im Alter von 22 Jahren in Sibirien verschieden ist. Wir betrauern in dem Dahinge- M gangenen einen treuen Freund und För- derer unserer Turnsache. Wir werden ihm daher ein dauerndes Andenken bewahren gy unö seinen Namen auf der bereits am KUi 31. Oktober 1920 enthüllten Ehrentafel der im Kriege gefallenen Mitglieder »D Kieselgur aufend in größeren Mengen oder Grnbe zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 13187c an den Gießener Anzeiger erbeten. Hiaglea m. Bild.. B.-Velbeeh. (37), fchw. mU.-nfaBie! z. v. Schlüter, Schottstr. t51.r. 1 fakt «euer Dacks- Aelz. 1 Dame« - Hut, 2 Paar Dameu-Schube, 5tr. 86, -u verkaufen. Slt? ZkMrll kauft C. <ß. Kllcinbcun t5Jia Babnbosstr. 59. WmIWe neu, orei-wert au verk. ^■9 Marktstrahe «9. 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Oktober 1920 dem Urne, bie Mrnutenlmig andauert, und bei Pfuirufe ertönen Abg Stuck!en (©.): Es handelt sich ein Kesseltreiben gegen die Negierung und Spitzclarbeit inebrigftcr Art. Erst wollen Aararier die Bolschewisten los sein, als sic Kirche und Schule. tt. Treis a. L., 14. Dez. Der Vorsitz im Kiesigen Schulvorstano wurde an'angs Oktober vom LcrndeSamt für das BildungSwcsen dem 1. Lehrer Welker übertragen, nachdem ihn der bisherige Vorsitzende, Pfarrer Böchner, freiwillig nieder- gelegt hatte. —t Der Organiftendienst an der hiesigen Kirche wurde vom Kirchenvorftand dem bisherigen Organisten, Lehrer Welker, weiterhin übertragen. Gerda zauderte Doch nur für eine tttrze Zeit- ftzmme. Tann erhob sie mit eurer ftolzen Bewegung bar Kopf. „Ick bin zu einer eiligen Besorgamg unter- tot35. Wer wenn es etwas lehr Dringendes rft, das Eic mir zu sagen wünschen--" Aunst und Wiffetifcbaft. — „D i e „W irtschaftlichen Verbände bildender Künstler Deutschlands" haben sich in der neugegründeten Monatsschrift „Kunst und Wirtschaft" ein eigenes Organ geschaffen und werden sich in der allernächsten Zeit zu einem Reichsvcrband zusammenschlictzen. !IN ifc rt- litt liier 6 -en erl 'eit ick- «. >es UN rd. 1. „Geschieht denn das von anderer Seite, Herr Doktor?" „Ja. Nickt von einem, sondern von der Bevölkerung eines ganzen Ortes. Ich bin mir noch nicht klar darüber, ob man mich für einen Mörder hält aber nur für einen verbrecherisch leinbettigen Arzt. Aber ich weiß, daß. die össenttich? Meinung mich geächtet hat — fair ich als ein AusgestoHe-ier und Gezeichneter m Tiefenbrunn umhergche. Selbst die Leute, die mir am Kttinkenbett eines gereiteten Ar gehör sm ihre ennge Dankbarkeit ver- fxfxrt Hasen, wollen mich nickl mehr kennen. Wenn noch i'en.a b meine ärztlich' Hilfe sucht, vt es sicherlich einer; bis zu dem das Gerücht von meiner Untat noch niefrt gedrungen ist. Ick kann mütelos die Wockrn zählen bis zu dem 5xrre, an dem tn mcitem Umkreis keiner mehr den Mut haben wird, sich mir anzuvett.auen." Gerda sah beharrlich vor sich hin, und wieder lieh sie eine kleine Weile verstreichen, ehe sie sagte: „Wenn es sich wirklich so verhält, warum gehen' S:< nicht lieber von hier fort?" Ist das Ihre Antwort? Ruck wohl, ich will Ihnen Rede stehen. Ich gehe nicht fort, weil ich nickt feige genug bin, vor der Lüge und ter eVr- leumduna zu fliehen. Ich gebe nicht Tort, wttt ick aur bie Stun-x warte, wo ich dis, was sich heute nickt ran en läßt, endlich mit Händen greifen und zur Ve-antwoctu-g ztehm kann. Einmal endlich wird man dock ten Mut finden, mit einer offenen Anklage vor mich hinzutretm. Und ter Tag, an tem es geschieht, wird auck ter Tag meiner Rcch> fert gung sein. Meiner Viechcheitiittna auch vor Svnai, wie cch teil-'' So höflich er spvach, sie hörte doch den Ton iiimerxHrfvT Bitterkeit in seiner Stimme. Und ‘l Hahn 1311 ehren sich wM BMe! icken Kommissare, batten wir nur „Es wäre besser, wenn Sie darauf kernen Wert legen wollten, Herr Doktor!" „Es ist das einzige, worauf ich Wert lege. Mögen bie anderen schließlich von mir denken, was sie wollen. Es wäre mir nicht der Mühe wert, mich darum zu kümmern, wenn ich nicht sähe, daß auch Sie sich davon teemfluifen lassen." „Sie irren. Ich werde von niemand beeinflußt." „Es entsprang also Ihrem eigensten Empfinden, daß Sie mir mit einem Mal so ganz anders begegneten ?" „Sic müssen es mir überlassen. Ihnen daran' zu antworten. Ich rnä^L.' übntfanpt nicht, daß wir noch weiter darüber sprechen. Tie Rücksicht aus eine Verstorbene sollte es unS verbieten." „Tas verstehe ich nicht. Auck wenn Sie mich etwa für ihren Tod vera itwvrtlich machen — aur Ihre unglückliche Schwägerin fällt damit doch tem Schatten Soweit ich mir das, was mir bis fetzt zu Gehör gekommen ist, zusammenreime, geht btr Ansicht ter Leute bahnt, daß ick ter Gattin Ihres Bruders vorsätzlich oter stch.lässig Gift beigebracht habe. Welches Gebot der Pietät würden Sie verletzen, wenn Sie mir rund heraus sagten, ob Sie diese Ansicht tiTen?" „Nein, ich teile sie nicht. Ich bin überzengt, daß Signe freiwillig ans dem Leben gefchu-ten ist." „Und dennoch hchanteln S:e mich ime Flncn Missetäter? Das madjci Sie nur zum Vorwurf, nrrtn. Sie mich doch nicht für den Urheber ihres Todes halten?" „Auch ter Tod eines Selbstmörders kam durch einen anderen oerschaldel sein, Herr Doktor!" (Fortsetzung folgt) von einer neuen Verfügung spricht, die vom 10. De -emter bat ert ist, unterbricht ihn bi? Reckte led haft unb stellt di? er Datum ausdrückich fest. Eri am 7. Tezcrnber Ixit das Reichswehrministerilim eine antidol ci^ewtstische Liste erhalten. Die Inter irllation richtet fick ja nur gegen die rote Armee Ter Jnterttllant hat yi diel em Zwecke einen rui fischen Offizirr hierher bringen irwllen imb wolll.c und wollte fick einen Blankvausweis für ihn aiu stellen lassen. (£>ört, härt. Ruf: Sckneter! Protest rechts ' Tie deutsche Rvrierung bürgt für eine >?rechte Des'ante.mg ter Intern-erten und wird etwaige Vergewaltigungen des einen Teil's durck ten antem nid# zulai'en Dar aber der Inter - ivllant bislang vorg bracht hat. hat fick als un- bmnisbare Behauptung ermie cn. Jeten'alls komm teilt Kriegsgefangener ober Internierter »nm Abtransport, ter nicht na di Rußland zurück will Derrn Viktor Kopp muß ick ebenfalls in en Verpflichtung offen gelassen wurde. In ter Antragsache des Ludwig Walther in Gießen, ehemals Bavackewru selier im Durchgangslager Gießen, gegen die Abwicklungsstelle teS Turchgangslagers Gießen roegm Nack^ahlung eines monatlichen Gehalts als Entlasfungsunter- stützimg wurde die Verhandlung ausgesetzt, da die für die Kassen Verwaltung tes ehemaligen Durch- Aut einem dieser Spaziergänge war eS, n» er, ttr cmen Seitenweg ctnbiegenb, plötzlich vor Getto Falkner stand. Kemer von ihnen war aut die Besegnung vorbereitet genxfen, und ter Augenblick des Erkennens brockte wohl auf beiten «werten tee ztrichc B.'stürzung hervor. Aber wahrend Getto tech einem flüchtigen Zusammenfahren Miene radüe, ihren Weg unbeirrt forf.uietzen, führte d«r kurze Kamps tes jungen Arztes zu einer ent- sülossenen Tat. Mit tem öute rn ter Vond vertrat er der Tochter Bernhard Falkners geradezu ' t*u Weg. „Guten Tag, gnädiges Fräulem!" tagte tt I i,.Dr es ter Zufall so gut mit mir meint —barUö mr viellcicht einige Augenblicke freundlichen Ge- hrrs erbitten?" Deutscher Nelcbrtag. 47. Sitzung, nachm. 1 Uhr. Berlin, 15. Dez. 1920. Der Präsident macht zu Beainn der Sitzung Mitteilung oavon, daß em Scheiben tes Mi- - sters des Innern eingegangen ist, in tem die .'^nehmigung des Hauses zur Strafverfolgung tes Mg Erzdergrr nrgat Verletzung ter Eitespflicht •ebt T. Not) auf Ucberlaffung von möglichst i'l ?ftutcrmitteln an die Landwirtsck>aft zu liligen Weisen eitt'prechend ter Menge tes a'ogelieserten arotgetreutei, Oforffr und Laser. Desgleichm wird Antrag Bohr (Tem.) angenommen, bei Erfassung n® Hascrernle Kentere Betriebe mit starker Vieh laltimg von ter Umlage zu verschonen. Abgelehnt ytb ein Antrag Müller-Franken (Soz.) mit 156 Dieter mockte es gewesen fern, ter ihre rasche Antwort bestimmte: v . . . , . Ich bin von niemand abhängig und habe nach keines Menschen Meinung zu fragen. Wenn eie mir also, bitte, sagen wollen, was Sie von mir wünschen--" ,, Ich wünsche nichts als eme Erklärung für JHr' Verhalten gegen mich. Verstehen Sie mich recht: nicht für das Veiha.tm Ihrer Familie das ich cchne Begründung hinnehme. so wenig ich e-, verstche- Nur tes Ihrige ist es. über teilen Urlacke ich Gewißheit haben möckte. Vielleicht können eie sie mir in wenig Wottm g'bei." Sie antwort te nicht fog.ctl): ater sie,begann langsam neiterzugehen, fo daß sie nun önte an Seite dahinschritren wie auf t ren glu(ß)iir(l)tecten Spaziergängen im Wilde. Als sie lo eine kurze Strecke zurückgelegt falten, sagte Gerda: 3a Wenige Worte würden genügen. Aber es ist' doch wobt besser, wenn ick sie nick' anslprecie. Dewi sie würden für Sie ebenso peinlich letn, rote sie für mich schmerzlich sind " . z riri Sie wollen also meine Sitte nickL erfüssen > ",Nem — ich tar.m nicht. Glauben Sie mir, hab ick es nicht kann." . So müßte ich mich eigentlich wieder vera> schie^'en. Aber ick bringe es nicht.fertig., so von Ihnen zu gehen. Zu la ge und zu inorunstig habe ick mich nach einer Möglichkeit gesehnt, noch em einziges Mal mit Ihnen zu sprechen Und wenn Sie nickt au-5 front Stücken sagen wollen, nxij eie von mir entfernt, so erlauben Sie mir zu fragen: Miessen auch Sie mir die Schuld bei an tem Tote Ihrer Schwägerin?" r Stott der Erwiderung, die er gefordert patte, stellte sie eine Gegenfrage: '.angslogerS nunmehr zuständige Stelle, die Korps« •ejtrfSregimnig in F auf urt am Main, zu xr Angelcgenhei: noch keine Stellung hatte nehmen können int> die Frage zu fiaren war, ob ter ?lntragsteller nicht z. Zt ter Entlassung noch Mi- lilärposon war. Im übrigen nmrte tem Antragsteller an beim gegeben, sich jedenfalls mit ter i^rpsbezirksregieiung wegen Bewilligung einer Unterstützung nochmals ins Benehmen zu setzen. Sie Aufforderung zum Ängttft auf jnt* oter bi- Regierung bann enthilten wäre. Tie $fommu» nisten geben sich alle Mühe, mit teil Gefangenen in Beziehungen zu treten. Wenn eS i nen bisher nicht gelungen ist, so ist daran bie Abneigung ter Russen schuld, sich rn Gefahr zu begehen, aber auch die Art und Weile ter Befa.idlung, rote sie die deutsche Regierung teil Russen zuteil werden läßt. ReickSssmmzminister Wirth bemerkt, eine Abordnung habe ihm mitgeteilt, Staatssekretär Grvciins'i habe polemische Aeußerungen g.-gen An- gehörigt von Regierwigsvarteien und speziell solche der Dnttschm Dolkspatt.n getan. G' werte ixmiui uirütffommcn Taninr ent pnitt sich eite Lärm- icgm 153 Stimmen, der eine Abänderung deS - Lchstehenten Antrages Arnstadt lD.-Nat.) bar» '«(IL Der Antrag Arnstadt selbst, der eine ^rrb'.nigung ter Produkt onSmittel ter Stickstoff- rtiufirte fordert, die Förderung dec Einfuhr von ^ohphosphaten verlangt und die Länder ver°> irtfaffcu toill, die Lage der Landwitt chaft durch itescyafsung von Düngemitteln durch Kredite zu 'rleichtern, wird angenommen. D-r Änttag Ader- ba!d auf Einsetzung eines UntersuchungsauS- roart, hätten wir noch nicht soviel deutsche 6k* fangene aus Rußland teraustekommen. ^iermtf wird die Beratung abgebrochen Es folgen persönliche Bemerkungen. Donnerstag narfmrttag 1 Uhr Interpellation Aterbold wegen Absendung ter lüng'en Note an die Entente, ohne den Neichttag zu befragen. Außerdem kleine Borlag"n, darunter die Besol- dnngsvorlage und Weiterbcvatun'g. Schluß gegen 7 ,Uhr. ter auf die Tvansporiliste gesetzt werten? Tic Beibehaltung ter roten Formationen in den Lagern ist eine besondere Gefahr Schon geht dort daS Gerücht um, man wolle dort Schulter cm Schulter mit den teutfdfon Genossen kämpfen. Tie kommunistische Partei tut ihrerseits alles, um diese Bestrebungen zu unlerstü^n Erneuter Lärm links.) tzerr Viktor Kopp sitzt formell in Berlin, heimlich aber reist er unter falschem Namen in Teutschland uml-er und treibt seine Propa gante. Ter Redner verliest einen Artikel der „Freiheit", ter sich mit einem Kabinettstefcklnß befaßt. Wie kann dieser Beschluß in die „Freiheit" kommen? Ter Fehler wird auch hier bei den Nachgeordneten Instanzen liegen, genau wie bei den Gefangenenlagern. Gestern habe ich einen russischen Internierten hier in das £xni5 einführen »vollen, desgleichen ein Herr Schlesinger von ter Reichszentrale. Mein Gast wurde ständig kontrolliert, ter tes Herrn Schlesinger konnte frei schalten und walten Wer ist Herr Schlesinger? 'Ungeheurer Lärm auf allen Bänken Tie Linke drängt auf den Redner ein, die Rechte macht dagegen Front. Wenn ich einen Herrn hier einführe, stclst er unter tem Schutze tes Präsidenten. Sollen wir uns das gefallen lassen? (Erneuter Lärm links.) Ten Herren Kommunisten ist es unangenehm, nenn ich ihnen angesichts tes deutschen Volkes die Maske vom Gesicht abreiße. Herr Schlesinger isi dock Ihr Mann. Er scheut sich nicht, in den zweiselhastesten Lokalen mit den Bolschewisten zn- fammenyutommen. Sie alle arbeiten zusammen mit Herrn Viktor Kopp am Sturz ter Regierung. Ick bin bereit, ter Regierung mein Mattrnl zu unterbreiten. UnS beseelt nur die treue Sorge um das Wohl tes Vaterlantes. (Zuruf: Orgesch!) Vizepräsident B e 11 bemerkt zu tem vom Redner erwähnten Fall im ReichStagsgebäute, daß er die Sache untersuchen werte. Reichsstranzminister Wirth bitttt, jedes un* vorsickttge Wort zu vermeiden, damit dis Los ter 5000 internierten Gefangenen nidrt erfdjtoert werde und schiften dann, baß das Reicl»swchrministc- num die Gefangenen nicht Übernehmen konnte, wen ihm die Verwaltungsoi^ine fehlten. Sd)ließftch sind sie provisorisch dem Rei!>§fi; anzmiuisterium unterstellt worden. Die Wachmannschaften sind Zivilpersonen, die allerdings im Heer gedient laben. Ta das Provisorium wider Erwarten länger bauern dürfte, soll das ReichSwchrmb istenum nun allerdings doch noch mit der Verwaltung betraut netten. Mit 6ernt Schlesinger labe ich sonst nicktS zu tun. Um die Zurückzichung ter Kriegsgefangenen hat er sich aber große Verdienste erworben. Neber die Ein-.-lheitcn ter Jn:e pella- tton wird Staatssekretär Grzessi iski sp ed:en. Staatssekretär Gr yc z in ski: An Kriegsgefangenen ist mir noch ein Rest in unserer Land. Uebct die Regelung des Abtransports ist am 9. April 1920 mit der Sowjetretierung ein Abkommen gefdtloffen worden (Zurufe: Gehört nicht hierher! Interessiert uns nicht.) Wir denken, binnen etwa vier Monaten alle los -wein. Bis dahin ist eine große Anzahl von ihnen als ArbTiter beifoäf- tigt. Auch die Landwirt chast wünscht solche Arbeiter. £)ier liegt rmm ter Grund zum Aerger: 1 dürfen sie ferne Lohndrücker trnb Stteikbrecher fein; 2 dürfen sie nicht schlechter behandelt werten als die Deutschen. Die Hahl ter Internierten betrug zuletzt etwa 50 000. Unter ten zuletzt Ab- transportietten besintet sich ter General Geier, d:n ter Interpellant noch in Frankfurt a. M. gesehen haben will. Auch was ter Interpellant sonst behauptet hat. sind eben Befauptutnmn. Ruhestörun- gen sind nicht vorgekommen Im allgemeinen haben die Internierten keine Gefahr gebildet. Das könnt- int baut ter Gall sein, trenn sie nach tem Rezept ter Rechten behandelt würden. Tie Leistung ist zwei Kommissaren übertragen worden, die auf bte.cm Gebiete große Erfahrung hatten. Als ter Redner DermHd)k>. • Ebertund Heinrich VTTI Auf bem Gelände der Union in Tempelhvs (Berlin galt es, den Riesen- und Monstresilm der „A n n a B o 1 e y n" den .^cünungs- und Hochzeitszug aufzunehmen, da Qeinrich VIII. von England die frühere Hofdame seiner Gemahlin Katharina zum Altar führt Imposant bietet sich der Aufbau durch eNicn Torbogen hindurch zur Fassade der West- minsterabtet, die in der Ferne aufragt. Der weite Weg ist vom Kirchenportal von einem Spalier von Hell bardent ägeru sr-ig.'halten und hinter den Linien der altenglischen Soldaten ein Gewimmel und Gedränge von Tausenden, deS Sck)augeprängeS harrend Erregung ringsum. Kostümierte Menschen- massen ohne Zahl. Halb Berlin scheint herauSgepilgert zu sein. Jetzt naht, an der Spitze eines stattlichen Trupps von RcichS- taasabgeordneten, der Reichspräsident Ebert, von seinem Kabinettchef begleitet. Und nun «tn schriller Pf.ff. Es geht loS. Beim Klange eines Marsches rücken sie an. Herolde und Pagen, Hofleute beiderlei Geschlechts, Würdenträger und KrieaSmünner, Geistliche im Ornat und Mönche in der Kutte. Stolz schreitet Janninqs als- Heinrich VIII. heran, wie aus einem Porträt von Holbein gescknit. ten, mit Henni Porten als Anna Dvleyn. Dahinter ein finsterer Grande, Herzog von Norfolk, in dessen Kostüm Ludwig Hartau steckt. Die Massen der Zuschauer sind in Bewegung geraten, sie jubeln und schwenken Tücher, sie fuchteln mit den Armen und heben die Kinder in die Höhe. Langsam und feierlich geht der Zug seinen Gang bis zum offenen Portal von Westminster Wieder ein Pfiff Die Aufnahme ist zu Ende. Alles ivimmelt durcheinander. Anna Boleyn und Heinrich VIII. w.-rden dem Reichspräsidenten vor- aestellt. „Guten Tag, Herr Kollege," sagt Ebert scherzhaft, und bann tauschen die beiden Staat Soberhänvter freundliche Worte und Händedrücke urtt „verte ilen einige Seit in angeregtem Gespräch". Von allen Setten wird die Gruppe aufS Korn genommen und geknipst . . und weiter geht es zur nächsten Volks- und Massenszene. Der Film, bei dessen Ausnahme diese Begegnung stattgefunden hat, wird vom Freitag ab im Lichtspiel- y a u s, Bahnhofstraße, gegeben. Bezirkstarn für das Steingcwerbe vom September 1920 festgesetzten St'.mtenlohn von L50 Mk. zu zahlen Ter Antrag nxir gestellt vom emgesehen und die russischen Kommissare mit ter I bedroht, wenn diese Geschichten nicht' auf hören und sie faben sich gefügt Besonders tat sich ter rusfsscke Kvmmissar Eilow hervor unh trieb eine bolschewistische Propaganda, wobei er sich auSorücklick auf die bevorstehende Unterstützung ter deutschen Kommunisten berief Unter oem Drucke ter öffentlichen Meinung Deutschlands hat das Revvlutionstribunal nunmehr seinen Namen in „Untersuchunaskommi sion" vervanvelt. Russische Liiiziere, tee sich nicht ten bolschewistischen Wünschen geneigt zeigen, >vev>n als Angehörige der weißen Garde btxingf-ili?n und von ten willfährigen deutschen Behörden berätroilligfi in andere Vager verlegt. (Stürmische Proteste auf ter äußersten Linken, wobei sich besmters r Abg. Adolf Hoffmann hervottut. Präsident Lobe bittet wiederholt, etwas mehr Selbstzucht zu üben. Ter Abg. Höllein erhält einen Oronungsiuf Aber wo sino die Klagen ter gefangenen Russen, wo sind die Klagen der Lagerkommandanten geblieben? Wie können tee Behörden sagen, sie hätten kein Material? Wie kommt es, faß Internierte, die nickt nach Rußland zurückwollen, immer wie schusses gegen den Minister Hermes w:rd angenom- ni-wegen Widerspruch. (Erneute Znnschenruse der ^inmunisten.) Mir steht ein großes Material hin russischen Gefangenen zur Verfügung. Die Ernten kann ich hier nicht nennen, um die Leute röfit m persönliche Gefahr $u bringen. Der ünflerfommanbant von Salzwedel führt seit einem § erteliahre Besch'verde, ohne überhtmpt eine Dnt- nart erhalten zu haben. In seinem Lager sind so- lar Revolutionstribunale errichtet worden. Die d'fckwerden russischer Gefangener sind sogar dem rfrfischen Kommissar selbst zur Erledigung über- "TT „LrtÄi 7 jeten worden Das ist doch der Gipfel. Tie Un- IllMMW Mcklicken wurden mit dem Tode bedroht, nackts yil(H|DnD|,‘ .. 0,5 den Betten gerissen und halb tot geschlagen, voitttt-w 8on Tiszivlin ist in den Sagern über- Snltnrb^V/ i-uvt keine Rede mehr. ES herttcht ter (Hrofeff- < tmcot. TaS bat der Lagerkommandant selbst Donner»" ° . --- . --:-------------— Cuiai rei * ie4V®P fe I ■ verlangt iviro. Der ^x-seyentwurf über die wettere vorläufige ■ Ütafluug des Re ch'hausHalts wird in allen drei ■ ;3ungen gmehmigt. (v-3 folgt die zweite Beratung des Gefetzeut- B Eies gegen die Kapitalflucht Der Entwurf rottd F ^-atteloS genehmigt, te gleichen hi dritter Lesung. Ta^ Haus unterbricht dann die Sitzung auf H ) Uhr nachmittags. Bei Wiederbeginn ar Sitzung ist das Haus ckr siark b setzt. Die Ent chlleßung veS Ausschuss'eS, i ikjärfste Maßnahmen gegen die Richtablieserung wn Bro'getreite zu fordern, wird von den bürgerten Parteien gegen die Linke abgelehnt. Die .lasschußeutschlicßuugen betr. das Kuchenbäcker bot und b:tr. die Biehseuchm nxtrbeu emgenem- -vn. Bou den Ausschußanträgen wird zunächst Ittraq Irimbom lKoalitionsparteien), das Ge- ■w.-t der Beterinärfragen vom ReichZministerttim -«s Inueni auf das für Landwirtschaft und (Stete in: n :u übertragen, angenommen. Abgelehnt Tirb der Aittrag Müller Franken (Soz.) auf 23er» reich!ichung der Kunstdüngerer-eugung und des .»-rtriebee Angenommen wird ein Antrag Arn- iibi-lf lember abend« S aal der tnlvenl Inspektor Reh tylon . kalturellon und pHw iltulise (mit Lichlbllk tWi Aus, »ert, nach Urfen bileipl -sSstz LSe«l«lÖ «SiT'-rV -V: -Ä 13304c s vetzöidüche Anzeigen. nKhmasohiheh l 133148 Luchbinderarbeiierin. * l G © G l»»efraiesiai»e»»eee Die Lehrherren, die Lehrlinge oder Lehrmädchen einstellen, und die Ellern, die ihre Kinder in Lehrstellen unterbringen wollen, mache ich auf die unentgeltliche Lehrstellenvermiltelung des Stöbt Arbeitsamts (West-Anlage 31) aufmerksam. 133158 Der Oberbürgermeister. I V: Dr. Frey. Fritz NowaÄr. Ab morgen Beginn des grandiosen Decla-FUrn-Zyklus: Oie Jagd naeh dem Tode Neueste Verteesor-nson. Föchete Lelstxng. OrMte Dauirka’tlgkeit. Zam Stopfen vor- gäßiieh geeignet. I Atteln y er kaut fflr den Kreis vielen: H. Kratt • lamng 48 Oegrftndst 1879. Sigena Reparainrwerkstatle. ___________Znbehflrtelle steta an! Lager. na* Stöbt. Arbeitsamt Gieren West-Anlage 31, Teleph. 2054. CS Tennen eingestellt werden: a. bei biesiaci, Arbeitgebern: 2 ProvistonSrri- sende, 1 (Schneider, 1 Schäilemacher, 1 Schuhmacher, ! Sonöüor. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schneider. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 landwirtkch. 5inedii,2 Vioutiio11vc11enDe, 1 Wagner,4 Schreiner. 1 olicrer istaichiiienichlosfer für iandm. Maschinen, 2 Schneider, 1 Cisendreher, 1 Schuhmacher, em Schafleinachcr, 1 ßriieiir. Lebrlinae: 1 Dnchdracker, 1 Schmied, 1 Rrifettr. ES snmeu 'Arbeit: GelegenbeiiSarbeiter, 2 Schrift» feuer, 3 BnchdrncTer. 3 Buchbinder, Kausleuie. Schreiber n. 'ileiiende, 3 Wagner, 1 landiv. Ber» waltet, -^andbnrschen u. Anslnnier, Maschinen- u. ^'nnschlosser, 1 (Gärtner, 1 Munter, 2 Viödje, 1 Küfer. 3 ihtiOcr. Maurer und Anstreicher, ein Schneider, 4 Cirkiroinonleure, 2 Schuhmacher, 2 Heizer, 3 Krankenosleger, 4 Schmiede, 5 Tave- gieret und Sattler, 2 sbäder, 4 Kellner, 3 Kraftfahrer, 4 Mechaniker, 3 Treber, 1 ötäfer, 2 Vulkan isenre. 2 Zeichner. 1 Drechsler, 1 Glaser, ein Friseur, 2 ycionavbeiter, 1 Techniker. Lclirlinge: 1 Schlosser, 1 Schmied, 1 Friseur, ein Mechaniker, 1 Schreiner, 1 Metzger, 2 Kauf- leu.e, 1 Elektromonteur, 1 Sattler. Weibliche Abteilung: CS Tonnen eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: 1 Zimmermädchen, 1 Klicken mädcken. Dlenstaiädchcn, Laufiranen und enmiKben, 1 Verkäuferin, tüchtige Allemmädchen, 2 Stützen, 1 W 'i zeugnäherin für eine Anstalt. 1 Slickerin n. 2 Weitz-eugnahertnuen für Geschäft, 2 Kontoristinnen d. bet aaSwurtiaen Arbeitgebern: Dienstmädchen. 4 Hauomadchen, Mteiumaochen, 4 landwin- fchaftliche Dtenstniädcken, 1 Stütze, 1 Zimmermädchen, 1 Kücheumädcheu, 1 Köchin, 2 Haushälterinnen. «ucheu '.arbeit: 1 DibliothekSgebilsin, 2 Büglerinnen, 1 Naverin bei Schneiderin. 2 Zimmermädchen, einige Luufsranen, auch für Nachmittags- Veschasiigung, 2 Waschirauen. LHanShälterlnnen, 2 Stützen, 1 Hotellöchin, 2 Stenotypistinnen, ein Lehrmädchen bei Schneiderin, 1 Htlfsschneiderin. Wickel» und Zigarren machertnnen, 2 Fabr^k- aroeilerinuen, 3 Kontoristinnen, 3 Verkäufer* in »en, 1 Weisrieugnatzeriu, 1 Flickerin, l »Uliah leüeiin. 1 Schneiderm für Herrcnkonsektlon. eine I. Teil Alles, was das Ange bis heute an ^3 Monument nl-Fil men gesehen hat. über- holt der Film „Die Jagd nach dem Tode**. <89 Wir wol en uns nur „Die Herrin der Welf in Erinnerung rufen, selbst dieser • Film wird durch „Die Jagd nach dem >Il Tele", der ebenfalls solch ein Film- zyklns ist, ganz erheblich überholt. G J D ssor Film braschte zur Reklame keinen JÄ Besuch des Baichsprlsldeutea und keine mö Zitate, was an Enckslelaen und dergl. verbraucht wurde, denn in der Hand- Inng liegt die Unterhaltung und Würze JÄ dei Films, dieses beweist der Film „Die Jagd nach dem 7,de". Man langweilt sic । nicht, man ist von An fug bis Ende auf die nftciiste Szene gespannt, «ä die Nerven, die heute mehr oder weniger an Sensationen gewöhnt sind, w J kommen bei diesem Zyklus, der nur in dem ersten nnd ältesten Licht splclhans Lichtspiele Seltersweg zurAufftthrnng gelangt, voll und ganz zu ihrem Recht 13317c Jw 7tee Wi»,II1WiIi»I!IMIiii!iii!iM!W!!iit!il!Ii!I«iiiIii«Mi^»iiliiiii0iMNiiiii!II«!II!iAIW«!iiii!IiiiMIiIIiMZ | Weihnachtsverkauf | Sonder-Antzebote in allen AbteUungen: g I Bettkolter85.— °° Handtücheru.Küchenwäsche g 1 in em-, Soi-öean, 5l(tfl=lb, , in reü.Hnenen fitlebenä-OualMten g | Steppdeckensahns u,.° i Läufer und Mitteldecken Z JjL vv). i « U. , 4c/. von einfacher bis elegant. Ausführung I Gardinen jeder Art @gaSi,Ä«. Farbige Tischdecken r= zu Ausnahmepreisen in reichhaltiger ÄluSwahl ==■ Ab morgen die große Woche! Henny Porten in „Anna Boleyn“ Großes historisches Drama in 6 Akten. Regie: „Meister Lubilsch“. „Anna Boleyn“ stellt das größte Film werk dar, welches bis jetzt nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt geschaffen worden ist. Abgesehen von der fabelhaften, prunkvollen Ausstattung, den Massenszenen mit Tausenden von Mit wirken den, den riesigen, für den Film besonders her- gestellten Bauten, ist das Spiel von Henny Porten, Emil Jannlng*, Pani Hartmann. Egede KiNseu, Ludw ig Hartau sowie allen anderen mitwirkenden Schauspielern derartig hervorragend, wie es wohl in noch keinem Fil n, In welchem diese Schauspieler mit wirkten, gezeigt worden ist. Hcr*teIlnngNkoNton des Films 6 Millionen M. TUgl.4,Ga.^ Lhr P,'e Direktion de» Lichtspielhauses bittet holl, das verebrliche Publikum, nach Möglichkeit die Vorstellungen 4 und 6 Uhr besuchen zu wollen. Große» Orchester. "MS Meute letxtcr Tag! Bis Bandilen« bis® Sensation« - Detektiv- Film in 0 Akten. Sowie das bekannt gute Beiprogramm. 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Del Preis soll „unter Fabrikpreisen" liegen. vielen Fällen wurde bereits von uns festgestellt, bafc Wanderläger aller minderwertigste Schundware auf Markt bringen, deren Gewicht teilweise bis auf die- Wie Pilze aus der Erde tauchen in allen Städten Deutsch«, lands Wanderläger bezw. Ausverkaufsläger in auf. Den Veranstaltern ist jedes Mittel recht, um ihre. Ware an den Mann zu bringen. Immer soll es sich natür- Hälfte des Gewichtes einer soliden Ware heruntergehen. Eine solche Ware ist auch zu den anscheinend billigeir Preisen immer noch zu teuer gekauft. - wir warnen das Publikum, sich täuschen zu lassen. Wir warnen aber auch die Veranstalter. Wir werden, mit allen gesetzlichen Mitteln gegen unlautere Machen schäften vorgehen. Nachdrücklich stellen wir fest, datz die unterzeichnete Vereinigung, der die angesehensten unfc größten Aluminiumwarenfabriken Deutschlands angehören, an diesen Ausverkäufen nicht beteiligt ist. 132110 Vereinigung der Alnmlnlnm-Gesciilrr- FMHen e. V., Cescttftst Hagen LUI. Die sparsamste u. wirksamste Beheizung erzielt man durch den HWMtoo* für alle Brennstoffe geeignet. Verblüffende Heizwirkung und Ersparnis! Vertreter: Edga^BorrmanngGieBen Neustadt 11 ,,“'C Telephon 165 Ilses wäre akeodlMQ, Hees- a. Kftehiagerlte Achtung! Schofrooüe lanne Wolle Post^lli von brutto ungewaschen 20 Pfand nur 255 Mk. (Beroack. wiegt '/.Psd) franko jederStaiion liefern ,vir.nurfolanae Vorrat reich«. Dieselbe eignet sich Berspinnen f. Strümpfe. Anzüge und Decken. Abgabe nick' unter 20 Pfund. Verland gegen Nachnahme oder Boreinfendnng de-; Betrages. Auf Wunsch senden wir Adreffen von Spinnereien,«velche Wolle oerarbenen. GenaneAn- gabe derAdreffe ersorderlich-DchretbenSie sofort an Hieroaymcs Hanauer Lvh2e,Iduzoa(Hm8)AbI.WoNe Rodelschlitten 13206 verz. 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Dezember 1920 : 5ch«!stratze 7. •) Für Hauptau»fchlag und Nachträge dem Anfügen veröffentlicht, und SB, Schäfer Dr. Strecker, j und Ter Reichskanzler Fehrenbach te Beheizung den ver- und Der Reickispräsideut Ebert B e t r.: Wie oben. An das Polizeiamt Gießen, die Bürgermeistereien der Land' gemeinden und die Gendarmceicstationen des Kreises. Unter .Hinweis auf vorstehende Verordnung emufehlen roh Ihnen, die Interessenten in giKigneter Weise zu bedeuten und etwaige Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige ju bringen Gießen, den 14. Dezember 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. £) e ß. versorgen. V o m 10, N o v em b er 1 920^ Auf Grund des Artikel 48 Absatz 2 der Reichsverfassung ordne ich zur Wiederl-erstelliing der öffentlichen Sicherheit Ordnung für das Reiäisgcbiet folgendes: en Stabten •feaufslager in der Dankteveftte: , Von ganzem Herzen tenke ich Ihnen, Herr Präsioent, für die mir anläßlich meiner Wahl xum Bunteste äsidm'en der Rc-te'5'ik Oesterreich übermittelten Glückwünsche. Was in meinen schwachen Kräften steht, um meiner schwer geprüften Heimat zu h'lsen, wird stets r-sch-'hen. Tie Anteilnahme unserer Stammesbruder im großen Deutschen Reiche, mit denen roh Tür cdie Zeiten in innigster .Kulturgememschau verbunvcn eei^net. id Ersparnis! führung des Betriebes geeignet sind. Hierzu gehört auch die -Herbeifühning der Befriedigung berechtigter Ansprüche der Arbeitnehmer. Die durch derartige Einordnungen entstehenden Moften fallen dem Betriebsunlernehmer zur Last. . § 3- ArbcUer, Angestellte und Beanfte, welck>e in Beachtung der Bestimmung des $ 1 die Arbeit in den genannten Betrieben weiter- führen oder gemäß 8 2 angeordncle Rolstandsarbeften vder Ar- bciten zur Sicherung der 4iolstandsversorgung leisten, Dürfen dieser- halb in keiner Weise tvirtschaftlich bcuachiciligt inerten. § 4. Diese Verordnung tritt mit dem 10. ^November 1920 in Kraft. Berlin, den 10. November 1920 ' Die Brüsseler Konferntj. Brüssel, 16. Dez. (Wolfs.) HaoaS- ler. Die erste Sitzung der i n t e r n a t i o - en Sachverständigen - Konfe- z sand heute mittag im Akademievalaft . Die deutschen Delegierten Bergmann Havenstein sowie mehrere Sachverständige m anwesend. Die deutsche Delega- n gab dem Wunsche Ausdruck, zuerst einen rbiick über diesinanzielleLagedeS t sch en Reiches zu geben. Staatssekre- Schröder erläuterte die Denkschriften, die Konferenz überreicht worden sind, ndgetären Anforderungen, die steuerlichen istnngen, den Stand der Einnahmen und gaben und die Vermehrung der schweben- Schuld seit Ende des Krieges berühren, rerc Mitglieder der Konferenz stellten diesen Gegenstand verschiedene Fragen erbaten ergänzende Dokumente. Die ste Sitzung oer Konferenz findet heute mittag 4 Uhr statt. Beratung öes rMchsnolopserqesetzes. Der Steuerausschußdes Reichstags heute die Beratung des Reichsnot- e r g e s e tze s fort. Reichsfinanzminister cth rührte aus, daß es ihm nicht sachdiew- erscheine, einen Entwurf über eine ngsanleihe vorzulegen, zumal er einer Geneigtheit, einem solchen Entwurf evtl, ihre Zustimmung zu geben, bei oen Parteien nicht habe ersehen können. Der Beratung deS Reichsnotovfergesetzes Hemmungen in den Weg zu legen, habe er um so weniger Anlaß, als das Reichskabinett nach wie vor auf dem Standpunkt stehe, daß der Gesetzentwurf über eine schnellere Erhebung des Reichsnotopfers alsbald verabschiedet werden solle. Das Finanzministerium habe aber auch einen Entwurf betreffend dieZwanqsanleihe aus- gearbei'et, der den Abgeordneten zur persön- lichen Einsicht offen liege. Rach längerer Aussprache wird neuerdings in die Be"atung des § 1 eingetreten, wozu von verschiedenen Parteien eine Reihe von Anträgen gestellt wurde. Um seine glatte Erledigung zu ermöglichen, wurde ein Unterausschuß eingesetzt, der heute noch zur Zusammenarbeit mit der Regierung eine Formulierung suchen wird. Die Vorlage soll dann noch vor Auseinandergehen des Reichstages von diesem verabschiedet werden. Verordnung betreffend die Stillegung von Betrieben, welche die Bevölkerung mit Gas, Wasser, Elektrizität Vorstel)"‘aa’ N-, durch di. Poft ,u d.z.-h.u g.g.n Md 2.M »i.N-l,.I>rUch otc Moitenirage entgegen, oa ote Äuiwenvung größerer Mitlcl an sich schon für jebet der beteiligten Staaten, Hessen, Württemberg und Baden, ein Opfer bedeutet, das zu der Größe ihres Wckldbesitzes, wie auch der Zahl der Studierenden . . . ., in keinem richtigen Verhältnis mehr stand." Quod erat demonstrandum. ♦) Müller, Freie Wirtschaft oder Zwang? Darmstadt 1920. fuftcreu politilchen unb finanziellen Berhältnisse b z Teilnahme an einem billigeren Projekte ab, um ein Jahr spater unter wesentlich verschlechteten Bedingungen den Entschluß zu verkünden, b iß man sich nun allein stark genug fühle, ein Derk zur Ausführung zu bringen, das Baden und Württemberg nur mit vereinten Kräften ausführen p können glauben. preis für ( n m l?öh< |in finjeigfi □. JA n i 11 e;t< 6rtle 'Steuerzahler ein ersttebens- lwertes Ziel ist, darüber möge die Oeffentlichkeit entscheiden. _ Wenn somit für eine, und nicht die geringste Tätigkeit des auszubauenden Forstinstituts ein bringendes hesfisch-s Bedürfnis nicht vorliegt, so Bekanntmachung. Betrifft: Verlegung von Diensträumen. Die Dienstrüume der Provinzialverwaltung und des Provinzialausschusses befinden sich vom Montag, dem 20. De zember lfd. Fs. an in dem staatlichen Anwesen Ost-Anlage 33 p. zu Gießen. Wegen des Umzugs müssen die seitherigen Burcaurüumc im Regierungsgebäudc vom 16. bis IS. lfd. Mts. für den öffentlichen Verkehr geschlossen gehalten werden. Die öffentlichen Sitzungen des Provinzialausschusses finden nach wie vor im Rcgierungsgebäude, Landgraf- Philipp-Platz Nr. 3, zu Gießen statt. Gießen, den 14. Dezember 1920. Provinzialdirektion Obcrhessen. Dr. Ufinger. Bekanntmachung. Betr.: Die Erhebung und den Ausschlag von Nachttagsumlagen in Gemeinden des Kreises Gießen für RI. 1919. Uebcrsicht über die in Gemeinden des Kreises Gießen weiter zu erftebenben Nachtragsumlagen für das M.J. 1919. chaftl. itrb finw^icllen Verh'lt"isft 'Tvutirtr > eingehrnd darlegte und daoaui V " nes, Nib nit ben bi.-le vten Zablungm d - He ze des Mögliche gfrfhngvn s i, und d..'» ne •Jb nicht die Devantwottung bo-ür über- en könne, auch im Dezember dos d?litsäv stmgeschäft wirrer mit so nlx-blio c' ^im* für das ^fttsgleichSverfaIre!i zu belasten Eine irift der an die französische Regierung \ve- •h*n Note, mit der die ait die bdl"- Nene- geridn te Note niftaltlid) überrinftinimt, wirb fügt. Da sich inyt*ifd^i Iroraie gelt eil; 1 al, diß Iben Laßea D^utsdilands cnl eh n w rben, e die gleiche Mitteilung der bdgi .icn Re.p> gemacht Dementsored>end Ixtt da: een tiefte ileichsamt die bc:eiligtcn fremixm Ausgleichs-- r bL-nad)rid)ti irse ung ciniutreten und auf die beteiligten alli* t Regiem.ngen dahin einjnnnrfvn, tnß sie den chm Standpunkt anerkennen. greitag, \I. Dezeinbtr 1920 2iRRut)m< von JlHjeigeu für b.e lagesmin-.intr bv ▲ jurr .nftn ngechit«^ H recht, um jftl :r soll es sich ne" handeln. W isen" liegen, uns sestM, i B te Sd)unbroa:e l eitoeije bis ouj I Bare herunter^.» anscheinend feil gekauft - SOenziiIch'; ilter. Wir m:; I unlautere NB in wir fe|t, angesehensten tschlands angel? I beteiligt ist. ■ m-Mli isUagtill Lin« devtsche Abweftrnote an öle Botschastertsnferenz. Berlrn, 16. Tez. (Wvlst.) Zu der Forderung der a(liierten Regierungen das Verbot der Herstellung und Einfthr von Lufttahrtmate- r lal über ben im Fb-iLenSoertnag borget ebenen Zeitraum auszude^.eu, lxtt bK Regierung durch Ermittelung des Ge'.ierrrls Mvsterrnan folgende Note an die Bo t scha fre r kon fe r e n z gt» richtet: __ Tie intcmlTnerte Lust'ochrtkoottrollkowmiiircm ftat im Auswärtigen Amt durch Note vom 16. Nov einen Beschluß derBotschafterkonserenz vom 10. November mitgeteilt. wonach das Proto^ll reni Dpa vom 12. Juli 1920 betreffend Bau und Einruhr von Luftsahrtm^terial für nichtig und die Entscheidung von Boulogne vom 22. Juni als maßgebend erklärt wird. Hieran hat die SPommiricn btc Aufforderung geknüpft, die nötigen Maßnahmen zur Durchführung bieier E.ftscheidung zu treffen. Die deutsche Regierung beehrt sich, hierzu folgendes zu bemerken: In der Note vom 22. Juni, bte auf einem Beschluß der SVonferenj von Bou- logne beruht, haben sich die alliierten fRegtenutgen auf ben SiorQpunkr geteilt, baB sie drs in Artikel 201 des Verttages von Ver ailles ausgesprochene, am 10 Juli 1920 abgelaufme Verbot des T^tues und der Eins hr von Luflfftbrzeugen unb Luftsahrtmaterial b.s nun Ab.'auf von brn Monaten rard; Mn Zeit^mnlt reriändern mußten, s der fteutiacn schweren Notlam' einer bcficren Zukunft cntg-g*”$ufüb'en!" Hainilch erwiderte dem Reick'snräs.d.mttn Eb-rt mit fotte-:- KontrollkomMission abrefübrt worden. Wenn solche Reste noch zurückgeblieben sind, so liegt das an der außerordentlichen Schwierigk.nt, die an tat versch ebensten Orten TrnftschlattbS versteckt m unb zum Teil auch frei sorgfältiger Nach'uche mir frfnrer aufsinbfraren Gegenstände zu erfassen. Xie deutsche Regierung bereitet zur Zeit wnter? grsek- licte Maßnahmen zur fdmellen unb völligen Er- mitthmg dieses Materials vor. Näheres hierüber wirb demnächst mitgeteilt werden können Tie bnii» sche Regierung bittet, die Frage unter Würdigung ter obigen Darlegungen erneut zu prüfen und schlägt vor, falls ihr Standounft nicht geteilt werten sollte, die Angelegenl-eft einem unoart-ii» ischen Schiedsgericht zu unterbreiten. Eine deutsche Note an die wiederhersirllunaslommission. Berlin, 16. Tez. (WDD.) Tie deutsche Friedensdelegation in Paris überreichte ter Reparationskommission folgende Note: Nach §11 ter Anlage zu Art. 298 des Friedensverttages finbet im Schuldenausgleichs- oeraftren mit den alliierten Staaten eine mo» natlicte Abrechnung zwischen den Ausgleickzsämtem statt, wobei die sich zu Lasten Deutschlands ergeb enben Passivsaldtzn letesmal binnen einer Woche durch Barzahlung zu begleichen sind. Aus Grund dieser Bestimmung mußte Teutschland in den letzten Monaten bereits sehr erhebliche Zahlungen leistem. ?luch für fre Zukunft fi tb w?gcn- über England, E saß Lothringen und Belgien mit Sicherheit wefterr erfjeblute deutsche Tebetsaldcn zu entarten. Ta die Beschaffung ter für Ab- teckung ter Debetsalden erforderlichen Devisen im-, rnergrößerc Schwierig keiten verursachte und namenftich die Turchsüfrrung des Emahrungs- Programms ter deutschen Regierung ernstlich in ?-rage stellte, frit ten'e stch genö ift gcleben, Mitte Oktober an die britische und fvan^sische Re- B c t r.: Wie oben. An den Lberbürgcrmeifter zu Gießen und die Bürger^ mcistcrcikn der Landgenieinden des Kreises. Wir empfehlen. Vorstehendes in geeigneter Weife zur Kenntnis der Interessenten zu bringen. Gießen, den 13. Tezember 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Heß. Zu Nr. L. B. 8. 24 314. Darmstadt, 8. Tezember 1920. Betr.: Einführung von Lehrbüchern. An die Direktionen der höheren Lehranstalten und die Kreisschnlkominissioncn. Die Tcuenlng aller Gegenstände und die überall zu beobach tente Sparsamkeit geben uns Veranlassung, Gesuä)e um Einführung neuer Schulbücher zu Ostern 1921 ablehnend zu bescheiden Wir meinen, daiß ter Lehrer, ter doch nicht Knecht des Schulbuchs sein sott, deswegett nickst beftintert ist, seinen Stofs nach besseren unb fruchtbareren Gesichtspunkten zu gestalten ober eine neue Methode zur Erreichung des Lehrziels ju erproben Er wird auch, wo es die veränderten Zeitverhältnrsse gebieten, die (telegenheil taktvoll benutzen können, um die Schüler in eine sachliche Kritik des gebrudten Wortes einzuführen. Emern an uns gerichteten Anttag aus Anschaffung eines anderen Lehrbuchs können wir nur dann Folge geben, wenn das feitfterige Lehrbuch nicht mehr gedruckt wird. Nur in diesem Falle können Klagen der Eltern über unbillige Anforderungen ter Schicke nicht vorgebracht werden. Bei dieser Gelegenheit machen wir noch einmal auf den sparsamen Verbrauch von Papier. Stahlfedent, Bleistiften usw. aufmerksam. Auf jeden Fall sind angefangene Hefte nach Ostern in der höheren Klasse weiter zu Fermenten.__________________________ Verordnung die Abgabe und Verwendung von Feuerwerkskörpern tetreffenb. Auf Grund des Art. 9 ter Hessischen Verfassung vom l 2. Tezember 1919 wird mit sofortiger Rechtswirksamkeit verordnet: £ 1. Die entgeltliche und unentgeltliche Mgabe von Feuer- werkskörperu aller Art iKanonenschläge, Frösckie, Sckstoärnvn:, Zündblättchen usw.> und ihre Verwendung ist bis zum 15. Januar 1921 verboten. 8 2. Zuwiderhandelnde werten mit Geldstrafe bis zu 150 Mark ober mit Haft bis zu G Wochen bestraft. 8 3. Artikel 44 des Polizeisttafgesetzbuckies Dom 30. Oktober 1855 findet mit ter Maßgabe Anwendung, daß die bort bezeich neten aufsichtspflichtigen Personett mit ter Strafe des 8 2 als bald ohne vorherige Verwarnung und in notier Höhe belegt inerten können. Darmstadt, den 10. Dezember 1920. Hessisches (teiamtminiftcrium. i Orbnunge-Hr. | Gemeinden Nachtrags Umlage- bedarf viu»fd)lagslioeffi- Pent tn Pfennig') auf (Erhebung»- ziele «e- mer- kungen '00 Mk. Steuer- wert öes Vermög. 1 Mk staatliche Einkommensteuer 1 Beltershain . . 2353 37,991 236,197 1 2 Dors-Güll. . * . . . 6869 42,535 316,251 2 3 Grünberg ... 19644,14 30,0 135,0 1 4 Holzheim...... 12750 27,6 187,8 2 5 Inheiden . . 3000 16,837 102,136 2 6 Münster...... 3777,16 38,977 191,730 2 7 Rieder-Bessingen . 2799,09 34,025 149,967 2 8 Ronnenroth..... 1022 9,27 49,744 2 9 Ober-Hörgern 3751 27,057 184,62 1 10 Oppenrod...... 1745,05 26,091 109,815 2 11 Rabertshausen ... 1900 27,273 148,660 2 12 Watzenborn..... 13876 41,756 254,962 1 2 [13 Buchbindcrarbctterin. wenn auch zerbrochen, zu oerhaufei o 0 13296 Rodelschlitten o Telephon Nr. 321 Frankfurter Str. 86 Beachten Sie meine Preise. Her*tel!nng*lcow*on de für Hausbrand und Industrie Films e 8 Hill Ionen H. TUffL 4,60.9 Uhr 1SSD liefern FtartvJomamSdei l ganz 13817c eeeesesieiaeeeeee Ostfriesischen dem Empfehlen, entsprechend zu der vollen Etatstärke. Pferde Pferde Pferde Pferde Pferde Pferde 6. den Ortsgewerbeverein 7. den Ortsgewerbeverein gliedern, 8. den Ortsgewerbeverein 9. den Ortsgewerbeverein Bon jeder reit. Battr. . . Bon jeder fahrb. Abt. . . Bon jeder fahrb. Battr. . Bon jeder Minenw.-K'oNrP. Bon jeder Erg.-Esk. . . Bon jeder Esk..... Hungen mit 45 Mitgliedern, Großen-Buseck mit 28 Mitgliedern, Lollar mit 44 Mitgliedern. rechtswirksäm wird, muß gefordert werden, daß, er spätestens am 31. Dezember lfd. Js. ortsüblich bekanntgemacht wird. Wir weisen Sie auf diese Sachlage hin und empfehlen denjenigen Bürgermeistereien, die nach Lage der finanziellen Verhältnisse der Gemeinde Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock beanspruchen wollen, alsbald dem Genieinderat darüber Vorlage zu machen, ob vom 1. Januar 1921 ab eine Abgabe von jährlich 40 Mark für jeden Hund erhoben werden soll. Stimmt der Gemeinderat dem zu, dann ist dieser Beschluß spätestens am 31. ds. Mts. ortsüblich bekanntzumachen und uns Abschrift dieses Beschlusses mit Bekauntmachungsbescheinigung versehen zur Genehmigung vorzulegen. Stimmt der Gemeinderat dem nicht.zu, dann ist Fehlbericht bis 2. Januar k. Js. zu erstatten. Gießen, den 15. Dezember 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Hemmerde. zur Aufführung gelangt, voll und ganz zu ihrem Recht Gießen, den 11. Dezember 1920. Kreisamt Giessen. I. V.: Welcher. Be t r.: Tie Ausführung des Landessteuergesetzes; hier: Erheb mg von Hundesteuer. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nach Artikel 14 Zifßr2 des hessischen Ausführungsgesetzes zum Laudessteuergesetz kann das MmiiteriuM der Finanzen im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern verlangen, daß dre Gemeinden, welche mit dem gewährleisteten Mindeftbetrag an Einkommensteuer nicht auskommen und deshalb Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock beanspruchen, die ihnen zu Gebote stehenden Steuer - und Einnahmequellen voll ausschöpfen. Nach Artikel 2 des Hunde- steuergesetzes vom 12. August 1899 und 17. April 1918 ist den Gemeinden gestattet, das Halten von Hunden innerhalb ihrer Gemarkung mit einer jährlichen Abgabe bis zum vierfachen Betrage der zur Staatskasse zu entrichtenden Hundesteuer zu Gunsten der Gemeindekasse zu belegen. Darnach kann von einem Bollausschöpfen dieser Steuerquelle nur dann die Rede sein, wenn die Gemeinde eine Abgabe von jährlich 40 Mark für jeden Hund erhebt. Maßgebend für die Steuerflicht ist der 1. Januar und damit em entsprechender Beschluß der Gemeindevertretung am 1. Januar 1J21 unterrichten. Gießen, den 14. Dezember 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. H e ß. Wir geben Ihnen hiervon Kenntnis mit die Landwirte und Siedlungsgenossenschaften Die Lehrherren, die Lehrlinge oder Lehrmät eivstellen, und die (Elicm, die ihre Kinder in i stellen unterbringen wollen, mache ich auf die ui zeitliche Lehrstellenvermittelung des Stöbt Ard amts (West-Anlage 31) aufmerksam. 13l Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Frey der Einschränkung, daß ein Heranziehen der falle binnen 48 Stunden möglich fern muß. Bekanntmachung. Betr.: Die Behandlung der Zugtiere im Winter. An alle Besitzer von Zugtieren und Leiter von Fuhrwerken richten wir die dringende Mahnung, bei Kält^und Straßenglätte ernstlich darauf Bedacht zu nehmen, daß die Zugtiere vor den nachteiligen Einflüssen der Witterung nach Möglichkeit geschützt werden, daß namentlich: . . ... . 1 die Zugtiere niemals länger als mrbedmgt erforderlich und niemals unbedeckt im Freien stehengelassen werden, ' 2. das Zaumzeug im Stall aufbewahrt oder andernfalls vor dem Anlegen das Gebiß erwärmt wird, und 3. die Hufeisen der Pferde zum Schutze gegen das A u s g l e i t e n gehörig g e s ch ä r f t oder Mit Stollen versehen sind. Gießen, den 14. Dezember 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Gießen. In den Gehöften Schif f en b e r>ger WegiNr.16 0, Ara nk- furter Straße Nr. 82 und Mittelweg Nr. ( ist die Seuche erloschen. Die für diese Gehöfte angeordneten Lperrmaß- regeln sind aufgehoben. Gießen, den 13. Dezember 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschlä ger. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Rabertshausen; hier: die Arbeiten des III. Abschnitts. Mit Entschließung vom 20. November 1920 hat das Hessische Landesernährungsamt, Abteilung für Landwirtschaft, den Zuter- lungsplan der Gemarkung Rabertshausen auf Grund von Artikel 36 des Feldbereinigungsgesetzes in der Fassung der Bekannt- niachung vom 7. Juli 1906 für wollziehbar erklärt. ' Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt der Ausführung (Eigentumsübergang» den 25. Dezember 1920 und überweise hiermit mit Wirkung von diesem Tage an den Beteiligten die neuen Grundstücke, soweit nicht besondere Anordnungen getroffen sind. Die Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedingungen:, 1. Meliorationen können auf den neuen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden. 2. Die beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen, Gräben oder aus sonstigen Gründen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. Ehr hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bzw. zugeschrieben. Friedberg, den 1. Dezember 1920. Der Hessische Feldbereinigungskommissär. Dr. Iann, Regierungsrat. Bekanntmachung. Betr.: Wahlen zur Handwerkskammer für das Jahr 1921. 10. den Ortsgewerbeverein ------------ _ Dre festgestellten Bestandslisten liegen in der Zeit von Lanners-, tag den 16. Dezember bis Mittwoch den 22. Dezember auf Zimmer Nr. 6 unseres Amtsgebäudes zur Einsicht offen Beschwerden sind innerhalb dieser Frist bei »Meldung des Ausfchluises bei uns vorzubringen. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Gießen. Die Maul- und Klauenseuche ist in dem Gehöfte An der Hardt Nr. 12 dahier amtlich festgestellt worden. Die Sperrmaßregeln sind angeordnet. Wir weisen erneut auf unsere Bekanntmachung vom 24. August ds Js »Amtsverkündigungsblatt,Nr. 121) und die Bekanntmachung des Kreisamts Gießen vom 25. August ds. Js. (Amtsverkündi- gnngsblatt Nr. 122» hin. Zuwiderhandlungen gegen die erlassenen Anordnungen weiden mit hohen Strafen geahndet, und zwar, wenn sie wissentlich begangen werden, gemäß § 328 RStGB. mit Gefängnis. Gießen, den 13. Dezember 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschlä ger. Nach Prüfung der bei uns eingereichten Bestandslisten haben wir folgende Bereinigungen als wahlberechtigt anerkannt: _ 1. die Friseur- und Perückenmacher-Zwangsrnnung in Gießen mit 32 Mitgliedern, , „„ . 2. die FleischerZwangs-Jnnung in Gießen mit 36 Mitgliedern, 3. die Bäcker-Zwangsinnung in Gießen mit 34 Mitgliedern, 4 den Ortsgewerbeverein in Gießen mit 224 Mitgliedern, 5. den Gewerbeverein Allendorf a. d. Lda. mit 34 Mitgliedern, Grünberg mit 77 Mitgliedern, Rabenau in Londorf mit 42 Mit- 20 60 2 6 12 40 Bekanntmachung. Betr.: Kleingarten- 11. Kleinpachtlandordnung vom 31. Juli 1919. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Das Hessische Landes-Ernährungsämt hat durch Verfügung vom 25. November 1920 gemäß § 6 der Kleingarten- und Kleinpachtlandordnung vom 31. Juli 1919 die für den Landbezirk Gießen bestellten Einigungsämter, nämlich die Amtsgerichte Gießen, Grünberg, Lieh, Hungen, Laubackß Butzbach, Nidda und Homberg a d O jeweils für die zu ihrem (Bezirk gehörigen Orte des Kreil es zu den in §§ 1—4 und 6, sowie § 3 der Ausfübrungsbekannt-, machung vom 12. November 1919 den unteren Verwaltungsbehörden ' übertragnen Entscheidungen ermächtigt. Wir empfehlen, dies ortsüblich bekanntzumachen. Gießen, den 4. Dezember 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. H e ß —— vonroui von vrnitv 20 Pfand nur 25F> Mk. (^anlchlosser. 1 Gärtner, 1 Musiker, 2 XI 1 Küter. 3 utüder. UJinurer und rlnstreicher Schneider, 4 Elekiroiiionieure, 2 Schudma 2 Heizer, 3 Kraukenwleger, 4 Schmiede, 5 T aicrer und Sattler, 2 Backer. 4 Slcllner, 3 51 ralirer, 4 Äkechanlker, 3 Drcber, 1 Fräser. 2 kaiiisenre, 2 Zeichner, 1 Drechsler. 1 Glaser Fnieur, 2 Betonarbeiter, 1 Techniker. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Schmted, 1 Friseur, Mechaniker, 1 Schreiner, 1 Metzger, 2 S teu-e, 1 Elektromonteur, 1 Sattler. LLeibliche 21 b teil au o: ES können eingestellt werden: a. be! hiesigen Arbeitgebern: 1 Zimmermäd, 1 Küchenmädchen. Dienstmädckrcn, Laufiraiten «Mädchen, l Berkäuserin. tüchttge AUeinmäd 2 Stützew 1 W'i zeugnäherin für eine Au 1 Stickerin 11.2 Weißzeuguaherinnen für Gest 2 Sbontoriftinncn b. bei auswärtigen Arbeitgebern: Diensti cteiu 4 Haiiomaüchen. Attetumaüchen. 4 landt fchastliche Dienstmädchen. 1 Stütze, 1 Zinn mädchcn, 1 Kücheumädcheu, 1 Köchin, 2 H Halterinnen. 4kb «urtteu 'arbeit: 1 DibUothekSgebilsin, 2 9 lerinnen, 1 4isverin bei Schneiderin. 2 Zimt madchen, einige Kauffrauen. auch für Rachmül Beichafiiaung, 2 Waschfrauen. ZHanshaltertn 2 Stützen. 1 Hotelköchtn, 2 Stenotpoistinnen, Levrmadchen bei Schneiderin. 1 Hilssschneid' Wickel- und Zigarren Macherinnen, 2 Fa arueiterinnen, 3 Kontoristinnen, 3 Berka, in »en, 1 Weißzeuanahxrin, 1 Flickerin, 1 Fi leiieiin. 1 Schnetdertn für Herrcnkontektton, Christbäume trifft heute wieder frische Sendung, nur ausgesuchte schöne Ware, am CafL Ernst Ludwig, gegenüber dem Stadttheater ein. 023873 Tcl. 612. W. Hantel, Rt«kil Säue 7. eihnai Sonder-AngeboL Kamelhaar, Wolle und < -OClLUOlier . von M. < Steppdeckensarins M. 90.-, 70.- Gardinen jeder Art zu AuSnabmeorrifen Betr.: Verleihung von Heerespferden. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Burger- meistereten der Landgeinelndeu des Krnfev. Mit Wirkung vom 1. Dezember 1920 tritt ein Erlaß des Rcichsmiuisteriums in Kraft, wonach ein Tetl. ^ ^^erde des Etats für das Hunderttausendmann-Heer an Landwirte und Sred- lungsgenossenschaften mit der Berpflrchtung auszulerhen rst, dre Pferde im Bedarfsfälle der Heeresverwaltung sofort zur Der- Ab morgen Beginn des grandiosen Decla-Film-Zyklus: Oie Md Meldern Tode I. Teil Alles, was das Auge bis heute au Monumentnl-Filmen gesehen hat, überholt der Film „Die Jagd nach ieeToäa**. Wir woj en uns nur „Die Eerria der Wall" in Erinnerung rufen, selbst dieser Film wird durch „Die Jagd nach dm Tel«**, der ebenfalls solch ein Film- zyklns ist, gwz erheblich überholt. D eser Film braxchte znr Reklame keiaea Besuch des Beiehsarasldeutea uni keine Zitate, was an Eacksteluea uni dorgl. verbraucht wurde, denn in der Handlung liegt die Unterhaltung und Würze des Films, dieses beweist der Film „Dia Jagd nach dem Tale", Man langweilt sic । nicht, man ist von Anfang bis Ende auf die nftchste Szene gespannt, die Nerven, die heute mehr oder weniger an Sensationen gewöhnt sind, kommen bei diesem Zyklus, der nur in dem ersten und ältesten Licht spiel hans Lichtspiele Seltersweg 'Dru* d-r 'Brehl’td?*-1 anb SittnbniAertt R. Lsnq-r. verz. Eimer, Wannen, Waschtöpfe sowie alle Haus- und Küchengeräte eto Ä kaufen Sie vorteilhaft bei Albert Stoll Nachfolger Albert Knorr bietet sich jetzt dem geehrten Publikm MWh 11A ßracksäthei ?i!er Irl war) die Brftlil’sehe Diüv.-DruekereL H. Lang». vMs Heute letzter Tag! Bis Banffio n isnin Sensations - Detektiv- Film in 6 Akten. Sowie das bekannt gute Beiprogramm. Ab morgen die große Woche! Henny Porten in „Anna Boleyn“ Großes historisches Drama in 6 Akten. Regie: „Meister Lubüsch“. „Anna Boleyn“ stellt das größte Film werk dar, welches bis jetzt nicht nur iu Deutschland, sondern in der ganzen Welt geschaffen worden ist. Abgesehen von der fabelhaften, prunkvollen Ausstattung, den Massenszenen mit Tausenden von Mitwirkenden, den riesigen, für den Film besonders hergestellten Bauten, ist das Spiel von Henny Porten, Emil Jannlngn, Pani Hartmann, I ged. Nissen, Ludwig llartnn sowie allen anderen mitwirkenden Schauspielern derartig hervorr । cend. wie es wohl in noch keinem FiLn. In welchem diese Schauspieler mitwirkten, gezeigt worden ist M||MIN!I|.|||IMMI!IIW vehördliche Anzeige fügung zu stellen. Es müssen ausgeliehcn werden und 5»var'zu den Bedmgnn- gen des Erlasses vom, 19, Juni 1920 Nr. 83L j) 20 ^ mtl her Einschränkung, daß ern Heranz-rehen der Pferd, rm Bedarfs- Lichtspielhaus | Bahnhofstraße 34. «oi0 a Farbige, 00. Stack 13172c wfrbausKafa