ftr Vr«tztnach. 3ev S»»pf um »«rsch«u. Ter Ches der Berlin, 14. Aug. (Wolff. Landes. Die rvlfischen Nüchien mit p»Ien. ssischen Ärbeiter- -isck erklärt und sich Ein Atzksmmcn über Kleinasien. Paris, 14. Aug. iWTB.) Zwischen England, Frankreich und Italien wurde tvnWom- men betreffend die Abgren zunq der Befttzrmgs- zone in Kleinasien abgeschlossen. Oberschlefieu. Prag, 14. Aug. (WTB.) Tschechoslowakisches Preßbureau. Seit, gestern und heute gehen die Ententebesatzungstrup- p e n oes tschecho-slowakischen Abftrmrmtng-ge- bietes nach Oberschlesien. richten: chietzen. p-stfcheH-ato: Zraakfirri ing entb^rm. Ta« genannte Blatt fügt fenzu, es kckrne m rWliM'chen Vrstnden die Tsfumear be der dmtfch-b-lschewibtschen Verständigung mtb tnown iS eine Abschrift betiy, nubt eerdtfett- lichen HäerM nwrd der „Deutschen Mgemarnm Zettung^wn ziÄimdiser Seide u^stttrilr, da» fee B^auMiKOM f»rWN frei «rfunben sind. Tie Tendenz döafer einleuchtend. Die lautende BechaUvtungen crir^It l«tte, ist bisher ebenfalls n»ch nicht tn her te sngeLlicha-. T*fc?»tc -u 2FrdT^?T*^' „ ,2-Mschrx" wetche .Np-c V-s^lit« oäs Ents^ldiO-np mi» Mfa-t fiwh Wbr etxlenchtend, nLmlich, dvB dfe er wMm'ten IXuwtatte bchiglich fti ch«r Einbildung existieren und nicht ranhomdai tein kmrnen. Eiue Union der Tschechoslowakei, Süd- slawten-, Rumänien» und Oesterreich. Wien, 15. Aug. (Wolff.) TaS „Nme Wiener Tagblatt" metbet, daß es sich bei. den gegenwärtigen Zusammenkünften der Munster des Aeußern der Tschechoslowakei, Südsla- wiens, Rumäniens und Oesterreich darum lvndele, eine Union zw-schm den vrer Staaten zu bilden, die noch außen 'bim als eine geschlossene Phalanx twm und wUsnbcm E»^enbahumLter»l wv«. Der Oberste Rat in Paris hat durch 1 enw ,Entscheidung über das wrstpreußische Absttmmimgs- aebiet Ost- und West Preußen von der Weichsel völlig abgeschnitten ^ie Grmze wird zwischen dem Deich und der Wcräyel geywn, das gesamte Ufer fällt an Polen imb der beste hafeii des Marienwerder Gebietes, der Hasen von Kiirzebrack, wird mit allm feinen Anlagen Dolen zu>77,'chlagen, ebenso die Eisenbahnbrucke der $u*hn Men,nriiett..er — Münsierw^lde mit ilyrem Brucken kop> und dem inneren Deich, sowie das dortige Gebiet bis zum Fuß des vom Fluß weiter entfernt liegenden 5,veiten Deichs. Ferner werden die in der Nordwester des Kreises Marienwerder gelegenen fünf Ortschaften Johannisdorf, Neu- liebenau, Auhmdeich, Kramers und Kleinselbe an Polm gegeben und damit eine Art Brückenkopf aus dem rechten Weichselufer gesct»f,cn. Die deuN'che Regierung hat bereits in mehrfachen Noten bei dem Obersten Rat unter eingelyeulüter Darstellung der Ve^bättnisse gegen eine ettvoige Lösung dieser Art Stellung genommen, xurd) die Abstimmung vom 11 Juli 1920 ist der Wille der Bevölkerung einwandfrei zutage getreten, daß das fldamte westpreußische Gebiet Deutschland zu- luftimhen ist. hierdurch mürbe auch du nnrt- WiftHdr und geographische Lage der Orrschaften ix dieser Gegend, der gemäß Arnkel 97 Miatz 6 des FriedenSverd-ages Rechnung getragen itKrbcn feil, voll beerückfichttgt. Der Friedensvertrag itrizt Jür sfÄlen lediglich einStrvmaufsichtsrecht vor, ms in keiner Weise eine Begründung zu terrr- ferialen Gebietsaiispruclzen geben kann, ^as Recht der UebernMdxung und Aufsicht über ben Strom Hal mit der Souveränität über die östliche Strom- Hälfte und das User nicht das MendesU zu tun. ZS wäre ein Widersinn, die Bevölkerung e bietet für die Sicherheit des Gebitte-s.gnoste Gesahien. Die den Polen zugewiesmen füns Ort,chatten du sämtlich nur über ganz geringe Einwohnerzahlen verfügen, haben bei der Abstimmung überhaupt Mir zwei polnische Majoritäten ergeben, nämlich Nm- liefen au 2 2 Polen und 16 Deutsche, Außen deich 99 Pvlm unb 27 Deutsche. Zwei Orte batet deutsche Mehrheiten, und der fünfte Ort, Marners- Hof, hat mit Stimmmgteichheit afeit’ltimml, nämlich 8:8. Llber selbst Dörfer, die polnisch yc° stimmt .haben, woil-n jetzt ,nackdem die übrige Regent) fich gegen Polen erklärt hat, bei Deutschland verbleiben und nicht von ihrer totrt,ayiTt- liefen Basis abgedrängt werdm. iS* ist auch kaum glaublich, daß ivegen zweier ganz kleiner Dörfer mit einigen zwanzig - Einwohnern, die in einer rein deutichen urgent» liegen, ein ganzer Landstreifen von ,einem bisherigm natürlichen hinterlande völlig abge- fchnitten und einer fremden Stadt, von der ne durch einen brniten Fluß getrennt sind, zugeterlt worden ist. Tie deutsche Regierung erhebt hiermit feierlichste 6 i n, b r u_m gegen die Ents/ßstdimg des Cferitien Rates. fTjn naj)t) a ts<6 e W 3! 11 ist ein vortrefflicher Kommunist unb em junger Offizier. Die oberste militärische Kontrolle liegt in ben hanben des revolutionären militärischen Komitees ber Front. Die Rote Arinee steht vollkommen im Dienst der Sow- Der franzöfisch-amerikanische McinttngS« autztaufch. Washington, 15. Aug. lWTB.) TnS Staatsoepartemmt hatte eine A n t w o r t a u f d i e französische Note vorbereitet; c5 erklärt sich darin mit dm allgernrinm Prinzipien der kranzö- sischm Note einverstandm, glaubt ,edvch Nicht, daj, duse für den Augenblick die Pflicht in sich schlwßm, die Regierung Wrangels anzuerkennm. Neue französische Hetzereien. Berlin, 14. Aug. (Wolff.) Einzelne ftan- zösrsche Blätter versuchen, den in Lyon gegen den griechischenMinisterpräsidenten auS- gesührtm Anschlag auf deutsche Agitation zurückzuführen. Es ist zweifellos sehr bequem, die Schuld an dem Verbrechen, statt fte auf die mangelhaften Sichecheftsinaßnahmm der Polizei zurückzuführen, nach dem bewahrtm Rezept auf die Deutschen abzuwälzm. Gegenüber diesem durchsichtigm Manöver muß mtt aller Teut- lichkeil festgestellt werden, daß es absurd ist, T-utschc dafür verantwortlich zu machm, wenn die schärfsten innerpolttischen Gegmsätze m örw chcnland zu einem solch sinnlosm Unternehmen führten. Berlin, 14. Aug. Der Berliner Korre- sporldent des International News Service Mister Frank M a s o n hat sich, der .„Dena zufolge, an den russischen Volkskomm, 11 ar fitr auswärtige Angelegenheiten, Dtschitscye- ^00^-""»""»-'-'-^'--' ---- rin, mit mehreren Anfragen gewandt unö tcyte SoMje;Hom»iissar dem ^e^erstatter von ihm heute die Antwort erhalten. Be- mit, daß in der Vorstadt Warschaus, Praga, beachtenswert ist folgendes Telegramm: rriti gekämpft werde. Moskau 11 Aug. Die russische Re- London, 16. Aug. (WTB9 „Daily gteru™ beabiidjtigt nicht im minbe ten, Polen | ^,tro^rr9$b”r f^u' iu „reinigen" (to wipe out). Ste rounte Äc Äc- lediglich, sich G a ran tren Segen neue fejmfen snh aber immer noch m der A u g r i f f e zu verschaffen, und verlangt des- halb die Herabsetzung der polnischen he e res- mitUituwa der Sswiet- Harfe aus 50000 Mann. Zu gleicher Zett Sr«e neue ®htteilu*fl der v»«»!" aber sollen die polnischen Arbeiter der organi- Aesieru«- an En»land. fierten Gewerkschaften bewaffnet werden, um Paris, 16. Aug. (WTBü Wie das „Pritt Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten. Diese P.u werde die russische Armee aus Polen und von Kopenhagen, 14. Aug. (WTB.) In den polnischen Grenzen zurückgezogen werden, oon der Zeitung „Jsvestij" veröfsent- wo nur 200 000 Mann belassen werden solle», ^ren Verfügung der eoroietregierung be- Anstatl aus eine russische Okkupation, verlaßt sjxhtt diese die Veranstaltung eines r ück- sich die Sowjetregierung auf die Bewaffnung sichtslosen MassenterrorZ gegen polnischer Arbeiter zur Auftechterhaltung des Hs. Großgrundbesitzer unb gegen alle Friedens. Polen wirb Waffen und Kriegs- Bolen, die an den Känepfen gegen Rußland material behalten können, soweit dies für bie । teilgewommen haben, ferner die Beschlag- obenerwähnte Armee und für bie Bewaff- nähme aller laiidwirtschaftlichen Produkte unb nung ber Arbeiterschaft erforderlich ist. Der aller Waffen der polnischen Bevölkerung sowie Rest muß an Rußlano ausgeliefert toerben. U^t Einquartierung roter Truppen in allen Allen Familien, deren Angehörige als Pol- Dörfern unb Stabten Polens zur Wiederher- nische Bürger int Kriege ober im Zusammen- ftellung der Ordnung. Die Uebernahme Polens Hang mit dem Kriege getötet, verwundet ober p^rch das russische Proletariat soll, wie es m erwerbsunfähig geworben sinb, ist kostenlos Bekanntmachung heißt, m jeber Weife ge- und zu freiem Besitz Lanb zu Überweisen. Ordert werden. Ein besoiideres Komitee sol' Dies sind die Hauptpunkte, die, wie Sie sehen, ^ie schnelle und tatsächliche Kolonisation Poern Neubeginn sind. lens vorbereiten. Erster Blatt IZO. Jahrgang Montag, K- August 1920 5 r*\ Annadme von Anzeigen EH \) ;ür d eTages»,ummer bis SietzenerAiijtiger > « A> *T zlUx < & Goetz. Verantwortlich General-AnMger für Oberhesien WW vn.s und BriMW Unm..vuch- und Stem^erei »■ t«M*- tüit, ".d vkuck««!: rchulftrutz. 7. I roirtfdpft ein Markblatt zur Verhütung ixm Un- • gifldßfellett beim Gebrauch dieser Mittel auszu- für aus- Abgeord- haben alS Ein Zementfchisf auf dem Rhein. fd. Vom Rhein, 14. Aug. Die Rheinflotte, die sich seit Monaten um ansehnliche Bestände, allerdings Ausländer, vermehrt hat, ist durch ein vollständig aus Zement gebautes Schiff, „Internationale Nr. 10", bereichert worden. Selbst die Nohnrüume der Besatzung sind aus Zement hergestellt. Das Schiff vollbrachte seine erste Bergfahrt und brachte Kohle mit sich. Aur dem Reiche. Die Einberufung des Ausschusses wärtige Angelegenheiem. Berlin, 14. Aug. (WB.) Tie rieten Müller, Scheidemann und Wels munallandtag des Regierungsbezirks wird Montag, 20. September, nach Wiesbaden einberufen 21m» Stadt und Sand. Gießen, den 16 August 1990. Verwendung arsenhaltiger Mittel gegen Pflanzenschädlinge A«» Hefte«. Die Organisation der Finanzer. Die Lehrlinge, Angestellten und Beamten- anwärter aller Finanzämter, Finanz-(Bezirks-)- kassen und Steuerämter, die bisher 5 Einzel- ve reinen angehörlen, haben sich am Samstag, tm 14. August 1920 in Frankfurt a .M. zum „Ber- band der Angestellten bei der Reichsfinanzverwaltung in Hessen-Darm- stad t" zusammen geschloßen. Veranlassung gab der Teiltarifvertcag für die Angestellten bei den Roichs- umd preußischen ©taat8Dernxdhingen, dec vor- schrribt, daß btt Einreihung dec Angestelltm in die Vergütungsgruppen durch die Dienststelle, im Benehmen mit her Angestellt-nvertcetung zst erfolgen hat. Die Angestelltenvertretung der Fi- nanzer, die nach § 62 des BetriebsrätegesetzeS als Sondervertretung die Aufgaben und Befug- nisse eines nach dem angeführten Gesetze gewählten Betriebsrates hat, besteht aus drei Prövnen. Vorsitzender dieser Vertretung beim LcmdeSfinanz- amt Darmstadt ist derFinanzamts-Bureaubtamten- anwarter Karl Schäfer in Darmstadt, Riedesel- strahe 17, erster Stock. Aus dem Saargebiet. Saarbrücken, 16. Aug. (WTB.) Die „Saarbrücker Zeitung" und die „Saarbrücker Landeszeitung" erscheinen wieder, und -war unter Aufhebung der Vorzensur. Die Verhandlungen werden heute vormittag 9 Uhr wieder ausgenommen. Saarbrücken, 14. Aug. (WTB.) Der B e- l a gern ng-S zu stand ist mit dem heutigen Tage aufgehoben worden. Die Berhcrndho^en zwischen den OvWxisationen und der Mittelskom^ mistivn bauern noch an. Der Reichsschatzminister im besetzten Gebiet. Berlin, 14. Aug. (WB.) Der Reichsschatzminister begibt sich mit dem Staats- sekretär Walther und zwei Herren seines Ministeriums am kommenden Sonntag in das besetzte rheinische Gebiet, um die Verhältnisse seines Ressorts an Ort und Stelle zu prüfen und mit den Staats- und Kamimmalbehsrden alle wichtiaen einschlägigen Fragen persönlich zu erörtern. Ter Referent des Haushaltsausschusses für den Etat des besetzten rheinischen Gebietes, Reichstagfebee- ordneter Stücklen, wird an einigen der wichtigsten Besprechungen teilnehmen. Der Mainzer Spionageprozeß. Mainz, 16. Aug. Havas berichtet: Das französische Militärgericht hat den im H ei- matdienstpro-eß verurteilten drei Ludwig-Hafener ArbeiternS ittinger, Schäf- f e r und F e i ck, Die unter Zubilligung mildernder Umstände zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden waren, diese Strafe erlassen, weil das fran-ösische Gericht der Ansicht ist, daß diese einfachen Leute für ihr Vergehen weniger verantwortlich zu machen sind. Sie wurden sofort in Freiheit gesetzt. probenmäßig wie vor Abschluß des Friröens_____ ____________ . , Vertrages ine Briefsendungen nach und aus dem «werden. U. a. wird die Wahl des Landeshaupt- besetzten Gebiet rmtz haben -u diese» Zwecke wieder | manne» während der Taguna voraenommvn werden. arbeiten. Ter Jühalt ist mit der Bekanntmackmug vom 30. Juni 1920 ht Nr. 158 der Drrmstäotm Zeitung abgedruckt worden. Von dem Gebrauch arsenhaltiger Mittel wird nicht unbedengt ort ihre Wünsche persönlich vorzutragen. - Als die Demonstranten sich dann auflösten, entdeckte eine Gruppe im Hauptbahnhof den Salonwagen des Reichsverkehrsministers'Gröner, der vorgestern abmd aus Berlin zu einer Besprechung ein getroffen war und gestern abend 6.15 Uhr zurückkehren wollte. Es kam zu sehr erregten Szenen, in deren Verlauf General Grüner veranlaßt wurde, fernen Salonwagen zu verlassen und sich mit den Arbeitern in ein Zimmer des neuen Lmuptbahnhofes zu begeben, wo weiter verhandelt wurde. Der Reichsverkehrs Minister gab die Er- klärmtg ab, daß er die Wünsche der Arbeiter in Berlin zum Aursdruck bringen werde, was mit Beifall mifgmonrnten worden ist. Dcmruf verliefen sich die Demonstranten. Eine Kundgebung in Bremen. Bremen, 15. Aug. (Wolff.) Tie drei s o - ztaliftischen Parteien Bremens veranstalteten gestern nachmittag eine große Massenkundgebung zu Gunsten des Friedens bzw. für die strikte Neutralität Deutschlands im Kampfe Polens gegen Sowfetrußland. Es nahmen schätzungsweise 12—14 000 Menschen teil, von denen sich viele nach einer Rede des Reichstags- abgeordneten Henke zu einem Demonstrationszuge durch .die Stadt vereinigten, der nach den bisherigen Feststellungen ruhig verlaufen ist. Da sich ine Angestellten der Sttaßenbahn an der Kundgebung ebenfalls beteiligten, ruhte der Verkehr der Sttaßenbahn zwischen 121/2 bis 5 Uhr. VerkchrSstreik in Hamburg. Hamburg, 14. Aug. (Wvlff.) Nach Berichten der Hamburger Mvrgenpresse beschlossen die Der kehr San gestellten in zwei Versammlungen emstimmig, in den Streik zu treten Am Sonntag früh werden sämtliche Verkehrs- betriebeGroß-Hamburgsstillgelegt. Ass dem besetzte« Gebiet. Eine diplomatische Beschwerde über Frankreich» Verhalten im Saar-ebiet. Berlin, 14. Aug. (WTB.) W wir hören, hat die deutsche Regierung die Geschäfts äger in London, Paris und Rom und den Botschafter beim Vatikan beauftragt, die Aufmerksamkeit der dortigen Regierungen auf bre Vorgang- im SaarOebiet zu lenken und sie auf den Emst der durch die französischen U e b e r g r i f t c hervor gerufenen Lage und die unabschbaren Folgen der von der Saarre-iecuny im Saar gebiet getroffenen Maßnahmen hinzuweisen. Der ReichSminister des Innern begibt sich worben in das befette rheinische Gebiet, um sich über die Verhältnisse des besetzten Gebietes zu unterrichten und btf notwendige Fühlung der 95 liegt somit Veranlassung vor, tnc Gemivie- unb Weinbau treibende Bevölkröung wiröerholt auf die mit der Verwendung arsenhaltiger Mittel vm- Kunden en Gefa'hren aufmernam zu machen und thr die Befolgung der in dem Merkblatt des Reichs- gesund heitSmntes imb der Bchiogisichen Rröhs- an statt -usammengestellten Vorsichtsmaßregeln ans £*r» Uu legen. \ Die hei»Attreuen Oberschlefier der. Be-tt^tzrutzve Gießen veranstalteten am Samstag im Hotel Einhorn ein Wohltätigkeitsfest, um auch den geringbemittelten Oberschtesiern die Reife zu ermöglichen. Vertreter des KveiSamts und der <5tabt waren erschienen. ES war eine sehr reichhaltige und gut autzgewMte Hchordnung und vortzchtzliihe JMfte standen dem Borstzand bei der Au-s-sichrung zur #erffl litis che öaeje und das Wesen des Sozialismus. Tie Kapelle Simes konzertierte. Kreis Friedberg. Die Spieldankfrage in Bad-Nrmheim. fd. B ad-Nauheim, 15. Aug. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß in geheimer Sitzung, das Ministerium in Darmstadt um Befürwortung zur Erlangung einer Spielbankkonzession für Bad-Nauheim zu ersuchen, trotzdem die gesamte Aerzteschaft des Ortes sich dagegen ausgesprochen hatte. Die Vereinigung der Bad-Nauheimer Aerzte glaubt nun feststellen zu müssen, daß alle von ihr in dieser Angelegenheit an die Stadt gerichteten Einsprüche in der Stadtverordnetenversammlung überhaupt nicht zur Verhandlung gekommen seien. Sie wendet sich jetzt in der breitesten Oeffeutlichkeit gegen die Beschlüsse des Stadtparlaments und erklärt, daß die Einführung einer Spielbank in Nauheim den Ruf des Ortes als Herzheilbad dauernd untergraben und katastrophale Wirkungen für den Badeplatz auslösen werde. Starkenburg und Nbeinhejsen. fd. N i e d e r - I n g e l h e i m, 15. Aug. Die gesamte Arbeiterschaft der chemischen Fabrik von C. H. Behringer ist wegen des von Der Firma vorgenvm menen Steuerabzuges in den Streik getreten. Der Fabrikbettieb ist geschlossen. fd. Assen heim i. W., 14. Aug. In der Nidda ertrinfte sich das 18jährige TienstmÄxhen Margarete Obermatt aus Wichastadt. Kreis Wetzlar. Der Bürgermeister als Kläger. fd. Wetzlar, 15. Äug. Ter Polizeiassistent . a. T. Kvsma 'hl führt feit langer Zeit gegen den hiesigen Bürgermeister Dr. Kühn in Wort und Schrift einen erbitterten Kampf. In einer Broschüre wirst er dem Bürgermeister u. a. Teilmchme an nnsittllchen Vevanstaltungen, mrziemlichen Vcr- dchr mit weiblichen Angestellten, Annahme von Provisionen für den Verkauf städtischen Zuckers, Schwarzschlachtungen usw. vor. Diese schweren Borwürst, die bereits in zahlreichen Stadtverordnetenversammlungen zur Erörterung standen und neuerdings auch tut vorläufigen Amtsniederlegungl des Bürgermeisters bis zur gerichtlichen Entscheidung führten, waren nunmehr der Gegenstand einer Beleidigungsklage des Bürgermeisters gegen Kos- rnahl vor dem hiesigen Ähöfsengericht. An bat Behandlungen, die von früh morgens bis in die sinkende Nacht bauerten, nahm neben einem gewaltigen Zeugenapparat auch halb Wetzlar als Zuhörer teil. Die Beweisaufnahme stellte fest, daß alle in der Schrift enthaltenen Anklagen und Beschuldigungen auf Klatsch beruhten. KvSmahl wurde infolgedessen z,u einer Geldstrafe von 1500 Mark verurteilt. Außerdem hat er die sehr erheblichen Kosten zu tragen. Strafmilöemd irm für den Verurteilten tzn Betracht, daß er nach seiner Annahme einen Kampf um seine Existenz zu führen meinte. Bürgermeister Tr. Kühn, gegen den Kos mahl ivegen Beleidigung Wiederklaac erhoben hatte, wurde von dieser Anklage freige- spvochen. o ra. Wetzlar, 14. Aug. Tie vom Spar- und Bkluvevein im vorigen Herbft an der Stoppelberger Hohl in Angriff genommenen 43 Wohnhäuser gehen ihrer Vollendung entgegen. Von der Stöbt- aemetnbe wurden die an der Formerstraße gelegenen Bauten mit 33 Wohnungen, darunter 28. Einfamiliehäuser, käuflich erworben. Mit der Fer- ttgftellung der im Bau begriffenen Häuser Den fügt die Genossenschaft alsdann über 218 Wohnungen. Hessen-Nassau. X Gelnhausen, 15. Aug. Ter Vorsitzende des Kreisausschusses 'gibt brfannt, daß mit Beginn der neuert Ernte jetzt wieder ein nicht unerheblicher Schleichhandel in Getreide und Mehl über die Yttenzen des Kreises Gelnhausen einsetze. In Säcken und Rucksäcken werde Mehl vor allem nach Hanau und Frankfurt verschoben. Deshalb seien schärfste Konttollen der Bahnstationen und Landwege durch die Landjägerei angeordnet worden. — Zum Ausbau seiner elektrischen Anlagen, die Anschluß an die elektrisck)e lieber» landzenttale der Mainkraftwerke finden >verden, hat der Kreis Gelnhausen bisher Anleihen in Höhe von 5 Millionen Mark ausgenommen. Eine Anleihe von 2 Mill. Mark ist bei der Krets- Spar- und Leihkasse in Gelnhausen, eine Anleihe von 1 Million Mark bei der Sparkasse in Bad- Orb und neuerdings eine Anleihe von 2 Mill. Mark bei dem Leih- und Pfandhause in Fulda zur Aufnahme gekommen und zwar mit einem Zinssätze zu 41/« Prozent. ra Aus Nassau, 14. Aug. Der Landesausschuß bewilligte Bislogtschen ReichSanstmIt für Land- und F»rsb- anerfannt werden. Die Versammlung schloß mtt einem Hoch auf die russische "Revoliutton uttd dte intcmaitonale soziale Revolution. Die Beschlüsse der Loudoner Arbeiter- kovserenz. London, 15. Aug. (Wolff.) Meuter infolge b^Lchlost iier Aktionsrat, Heu Vor,tuenden Ädamsvn und das Mitglied Gvsltng na-ch Part - zu senden, um mit den Vertretern bet CVltsedsvatiou Gonsrale du Travail zu beraten. Der Akiionsrat beschloß ferner, die Gewerkschaften im ganzen Land- eu ersuchen, Mttteilungen bett, die Billmng öttlich-r Aktionsräte einzusenden. „Tally Mail" schreibt: Die gestrige Arbeiter» Llmstwenz in London war vermutlich die einigste, bedeuttrng^vottste und wichtigste politische Ber- fOiinmlung der Kräfte der Arbeiterklassen, die unsere Geschichte je erl-ebte. Nur zwei Tage waren dazu verwendet, die BersaMmlung röt^uberufffnj und mehr als tausend delegierte waren zugogen. Zum ersten Mole seit dem Kriege waren alle Richtungen der Arbeiterschaft vertreten. Am be- merstnswcrtesten war, daß keilte Opposition, kein Gezänk, keine Krtterien und keine Verstimmung kam. Es nxrr nichts als eine vollständige begeisterte Einmüttgkeit zu bemerken. Für die glück- lidje Eintracht dankte Robert Smillie. „Churchill," sagte er, „hat die englische Demokratie geeinigt, was sie aus eigener Kraft bisher nicht ferttgbrachte. Jetzt, wo die Einigkeit da ist, möge Gott uns Verstand geben, daß wir sie bewahren." Uttfatt eines französischenTranSportzugeS. Kat10 witz, 15. Aug. (WTB.) Amtlich. Nach einer Nteldung ist gestern auf dem Rangier- bcümhof Glrövitz eine Rangierlokomotive aut einen französischen Militarzu g gestoßen, wobei ein französischer Soldat getötet und sieben verletzt wurden. Beu then, 15. Aug. (WTB.) Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, hat die interalliierte Kvmmifsion sich auf Grund des Untersuchungsergebnisses davon überzeugt, daß bei dem Unglück bet dem Ran gierbsthnhok Glrövitz" von dnent Savv- tageaft nicht die Rede sein kann. Mainz, 16. Aug. (WTB.) Rechtsanwalt Leche re hat gestern geyen das Urteil des französischen Militärgerichts in dem Heimatdien st Prozeß gegen Millinger zehn Jahre Gefängnis und zehn Jahre Aufenthaltsverbot) Revision eingelegt. Die übrigen in Haft beftndlichen Angeklagten haben die Strafen anerkannt und wurden zur Verbüßung den deutschen Zivilgefängnissen übergeben. Die Untersuchungshaft wird den Angellagten voll angerechnet. Mainz, 14. Aug. (WTB.) Das Urteil des französischen Kriegsgerichts in dem „Spionageprozeß" gegen die sechzehn Angeklagten lautete, nachdem die Verhandlungen den ganzen gestrigen Tag in Anspruch genommen hatten, wie folgt: Gegen die Angeklagten Gröger, Loos, Egli, Mackarch und Wirnerhus nr Abwesenheit aus 20 Jahre Gefängnis und 20 Jahre Aufenthallsverbot. Gegen die Angeklagten Sittinger, Ferck, Schäß- fer unter Zubilligung mildernder Umstände auf ein Jahr Gefängnis. Gegen Schildbach auf ein Jahr Gefängnis und 10 000 Mark Geldstrafe, gegen Willrnger auf 10 Jahre Gefängnis und 10 Jahre Aufenchaltsverbot. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Verhaftet und yewaltsmn befreit. Mannheim, 14. August. Das „Neue Mannheimer Volksblatt" meldet aus Ludwigshafen: Gestern abend sprach ein Frl. Dr. S t e r n in einer politischen Versammlung in der Maxfthule, wboei aurfj die Politik Frankreichs und Englands in Spaa berührt wurde. Als nach der Versammlung Frl. Stern die BiSmarckstraße passierte, wurde sie verhaftet, jedoch von einer Menschenmenge wieder befreit. Eine halbe Sturche später ritt eine starke Kavalleriepatrouille durch die Stadt. Verbot trott ZritßHriften . fd. Mainz, 14. Aug. Die Interalliierte Kommission verbot für drei Monate vom 14. Juli ab die Einsicht des „Wahren Jakob" (Stuttgart) und der „Wacht im Westen" flkitHreiterung mit dem besetzten Gehret aufrecht ntng c ju erhalten. Die Reife wird etwa eine Woche«Rstch [h Anspruch nehmen. drz 8l?ni «V» 1 für bie m = "» htf; ip««L bR *i»j2 Smtb^ ^^rechm r enthaltens (>9. Dy, ^Lepp. 1 L3 ®otr tt Kreuz 1. -i NmchkiU. 5*. K ^schloß in gk> im in Dann- lanflung einri anheim in tv nzteschast de- en hatte. Tu eimer Aerzu , daß alle vor die Stadt gr- »tverordneteo ;ur Verhach et sich jetzt in gen die » erflart, daf in Nauheim bad dauernd fittanqtn für tS* fo. das eine liegenden Citt e iw Galga. Mieten mi ' .lwer die t» Mlisnrus »n. , 15. Aug.; hen Fabrik tr von Der ginn ges in bf rifbttrieb ist gt l. Lug. In bei e TmstnÄckt hastadt. »r. t WiMssiM rr Zeit gegen t« m in Wort imt Ki einer Bi» en .^.Tan^ , iftn^.r M' • >' ike Leihen ML. M ,ulW”lr w: K«-?N K am i^iben Amiahmc vor idtischen Mrs. Diese slhtverer. M dßbftrrprt* ung smden und «lmtMMeym glichen 6* . Aegenslimdma slrrs Mn M igeÄ..A» d" >7genö bis m ov neben emem gt* m halb ; BeweisauMM' j - enkkollmn m- Wd) bc* I einer IWg I crixnn töt ft StrannM» I :cht, daß er md) | n feine EM » Dr | An5a- ,»•** I KK'Z 1 ,T^is ■* hxflniungen in Sed^ngcrtenfiolönien vorgesehen. denen eine Menge anöcrvr GebittiiXt folgen ivcrden. i fischt wurden. 5m August schon zeigte sich die Vci solch gewaltigen Umgestaltungen ist die -rächt- I SBvrfcetg des SolzeS am. £fIxrHiaumu6^, indem volle Natur W> Niederrheins, die nicht nur in hohen lanöschrftlicheu Schönlt-iten, sondern auch in lünftlerischen Werten alter Kirchen. Klöster, Jürgen iun- nelen TenNkileru Ivd.nschntng er'Luu- weise besieht, schwer bedwht, wdhl an Leiner Stelle dos Vaterlandes ist gegtiüv.Trrtg die Heimatschutz- utbeit notwendiger als am Mederthein. Vor allem ist die Beeinträchtigung der Gewässer zu bedauern: der Plan des linksnicdcr- rheinischen Entwässerungsgeseves vom Jahre 1913, der einen Jndustriekanal von Friemersheim bis Lauten genehmigte, beeinflußte bereits gegen 70 natürliche Wasserläufe. Uehevall, wo die Bergwerke mit gro^tt Siäüimaen entfternten, »er* schwand die Lieblichkeit der Dachlanüscha'ten. Die S Abzugsgräben öer Industrie erniedrigten affenäufe verwandeln sich in Schlammbäche, in benen kein Tieräedeii mehr gedeiht und an deren User Bäume und Strauchiverk absteröen. Traurige Beispiele dafür finden sich im niederrhenriichen Kohlenrevier die Menge. In der lieblichen Gegend der alten Zislerjienserabter Kamp bei Mors nwr der Gorley-Bach das lebenspendende Element, ^zn wenigen Jahren sind an seinen Usern die hohen kanadischen Pappeln, die Erlen und Weiden abgestorben, stchen entrindet und in der Sommerzeit entlaubt da. Ein industrielles Todestal ist dadurch entstanden, das sich kilometerweit in der fruchtbaren Landschaft sortsetzt Tie katastrophale Wirkung der industriellen Abwässer aus das sttaturleben konnte man Ende Juni 1919 in der Umgegend von Mörs beobachten, als m bem neuen Bergwerk von Vluyn eine salzhaltige Wasserader anqeschiagen wurde. In wenigen Tamm waren Taulende von föeÄtat, Brassen, Rotaugen usw. «nrgiftet, die von zahlreiche Rabenkrähen aus den Fluten ge- Heimatschutz im Kohlenrevier. Ter erbitterte Stampf, den die Industrie gegen bic Kultur führt. tritt nirgends stärker zutage als im MWcngebiet, und die Wüste, die das Ruftr- revier darstellt, ftnrn als cchichoeckendes Beispiel btnen. Cs ist;die Mfgabe des! HeftnalsthLives, solche Verschandelung, die bä der so nohvenbigen Er- falrnung neuer Industriegebiete drvht. nach Mög- lichk.ir zu verhindern und eiirzufchränken. Wie ge- fähwek die landwirtschaftlichen Schönheiten des niederrhcrnischen Kohlengebietes durch die Ausbreitung der Industrie sirch, txrs bSveist ein Auffatz von sugo Otto im neuesten $xft der vom Deutschen Buno Heimaschutz fterausZegebenen ,Deimatschutz- Ehionit'. Seil einigen Jahren ist neben dem alten Kphlmrevier an der Ruhr zu beiden Seiten des $?bnnci unterhalb Duisburg und im linf5_)ettigen Preise Mörs ein neues Industriegebiet entstanden, in i-.'in Kohle und Salz in Fülle oorbanden sind. Es war um di? Mitte des verflossenen Iahrlmn- oerts, tast der Kulturriese Industrie die nieder- chnnischeu Lanoschrften aus dem Dornröschenschlaf ettveekie. 1854 mürben die ersten Köhlen im Kreis? b?i Romberg im Kreise Mors entdeckt. Aber die Abteufe der Schächte gestaltet? sich so fc^vierig, daß man erst durch bad' um die Wende des Iachr- Hunderts gebrauchte Gefrierverfahren in die Lage vrm, das stt-wimmende Gebirge in der Tiefe zu meistern. Nun schossen die ersten SteinAphlenberg- tverte empor, und die Anzahl ist so im Dachsen, «iß im Kreise Mörs sich bald 17 Doppelschachtanlagen an der Kohlenförberiurg beteiligen t»er den. Bei den neuen Bergarbeitersiedlungen fmti vklein für den Kreis Mörs 9000 neue Arbeiter^ die Pappeln und Weiden welkes Laub bekamen. Außerordentlich nachteilig wirkt auf die natur- prächtigen Sumpf- und Bruchgebiete, die eine herrliche Abwechselung mit ihrer reichen J3egeta> hon in das Landschaftsbild brachten, die Senkung des Grimdwasserspiegels. Ein wahres Tier- und PslanzenparadieS war bis rum Sommer 1911 das Niephaustr Veen, in dem sich die PflanzenwÄt tn wunderbarer Pracht entfaltete und im Zusammenhang damit ein eigenartiges, seltenes Tier leben bestand. Durch den Landhunger einer Entwässerungs-Genossenschaft ist von all dieser Herrlichkeit nichts mehr übrig geblieben. Durch tiefe Gräben wurde der letzte Tropfen Wasser aus dem Bern Ix: raus geholt, und heute starren dem Natursreunde nur noch leere Morastbanke und welke Seggen Auch um die Zukunft der lieblichen Hügel am y^iederrhein sieht cs traurig aus. Fast jeder in der langen Kette von >toeftlb bis Cleve ist bereits von der Kultur angefressen: zum T-eil müssen sie ihre .Nies- und Sandmassen für den Wegebau hergeben, zum Test werden diese lieblichen Inselberge zum Auffüllen von Bodensenkungen rerwandt, die eine t>lge des Bergbaues in der Tiefe sind. Wo die Äverindustrie sich ausbreitet, schwindet sodann das Waldland dahin. Die Aufgabe des Heimat- schuldes wird es nun sein, die charakterntischen Gestalten aus Fauna und Flora im neuen n«der- rHeinischnt Kohlenrevier yu erhalten, soweit das noch möglich ist. Ter einst so reiche Rehbestand ist fast vernichtet: auch der Edelmarder ist höchst feiten geworden und ebenso die Fischotter. Ter Igel ist ein Gegenstand besonderer Fürsorge. Unter den Vögeln ist der weiße Storch falt völlig ver- sckwuni^n, und der Fischreiher bat nur noch wenige Horststätten in dem Gebiet Trejeltcnenl Sumpf- und Wasservogelarten om^Ävinden umnec ungen. Heber die Einzelheiten wer erfolgen. •St, 16- August. Berlin Abenö- Schluß Schluß- Schluß- 60,25 142, um teil Havas. Auch 302, 300, 440,- 302,75 380'- 248,75 Kurs 14.8. 79,63 378,25 251,50 275,50 Kurs 13.8. 79,60 14,50 10,50 lieh und 13.8. 13,- 6,50 14,40 10,50 kletterte 600 Mk 14.8. 13,05 13. Aug 1534,50 1537,50 »SrseuknrsO. Frankfurt Kurs 13.8. 79,60 68,40 60,70 65,60 142,25 262,- 194,13 162,- 149,25 141,50 l&0,60 173,75 357,65 694,30 699,30 959,- 143,85 230,25 168,80 46,57 336,15 774,20 696,80 22,57 23,07 80,40 22,17 AireS-Anleihe von 1910). Die fünffige Schluß- abrechnuna ergibt voraussichtlich nur noch genng- Der Streik im Saargibiet. Saarbrücken, 14. Aug. (WTB.) Da die Regicrungskommissi.m erklärt l:at, sie nniib, mit den 'Beamten und Arbeitern, solange sie im Streik itcljen, nicht verhandeln, wurde l)cn. Li? Arbeit wieder ausgenommen. Es indm im Lau e des Tages Berhandlungen ftati zwischen der Regie rungskom Mission unb der int"r l it ten sli'hetn- landskomtnissron unter Hinzuiiechm'i des ausg - schiedeneir saarländischen Regie ungs 'At,'t les von Boch. Wemt die Skrbanblungen nid), zu einem für oie Arbeitnehmer und Beamten günstigen Ergebnis ftkhren, so wird am 9)tontag morgen der Generalstreik in Kruft treten. Tie B amten der Post und Eisenbahn, die zur Arbeit erschienen sind, T^hen zum Teil wieder nach Haute, da es unmöglich ist, den Betrieb sofork tvieder in Gang zu bringen Säe Franzosen haben bei ihren Iber* such, die Züge usw. von sich aus in den Verkehr zu bringen, vielfach das Material zerstört und unbrauchbar gemacht. Mainz, 14. Aug. (WTB Havas. Tie Lage im Saargebiet ist unverändert. Ungefähr 6 0 „Unerwünschte" w urdc n aus gewiesen. In der Pfalz sind durch die Aussperrung in der Metallindustrie ungefähr 20000 Arbeiter zum Feiern gezwungen. 181,50 173, — 442,- 303,50 458,75 357,- 300,- 211,- 416,- 216, 370,- 215,- 358,35 695,70 700,70 961,- 144,15 230,75 139,20 46,67 336,85 775,80 698,20 22,63 23,1 i 80,60 22,23 355,35 695,70 698,20 956,- 142,15 232,25 169,20 46,55 335,35 770,80 695,70 22,78 23,23 82,10 22,33 Kurs 14. 8. 79,50 68,30 66,90 57,60 142, — 261,50 196,- 162,5q 149, — 141,85 182,85 174,85 450,- 300,- 310,- 379,25 250, - 270,75 442,75 458, - 358,— 300,- 210,- 414,- 214,75 371,- 220,- Syovt. Teimis in Bad-Nauheim in diesem Jahre rüstet Bad-Nauheim IHttch . . . tUrnfterbam . Xopenbagen. Stockholm Prag .. . . Wien . . . . 354,65 694,36 696,80 954,- ,141,85 231,75 188,80 46,45 334,65 769,20 694,30 22,72 23,17 81,90 22,27 457,50 357,- 296,- 211,- 415,- 217,75 361,- 299,50 309,- 379,75 250,- 275,- 439,- 459,75 358,- 290,25 208,50 412,- 214,50 365,- 217,- 82,50 299,- 39 .staiwnen. Tie Flotte des Generals beschießt die B^tltettcn von Ctfil.aforo, Eingang zum Tnieber fteizumachen. General WeyganÄ. vlarkuotternngetr. Datum: m&tittgt. Seit 2V, Jahren hätte sie kerne allgemeinen Dahlen gebuLbet, im Gegen ell, iu? l ätte der Schaffung einer aus al.gcmei e t Wahlen hervor gegangenen Bollsoegierung Hinde ni le "beratet. Tie Tatsachen hätten bewiesen, datz das aug.n- blickliche Regime in Rußland aufgelaiit sei aus er Bernernung reden Grundsatzes von Eore und gutem Glauben, aller Geietze und Ucberlidennigcn, die die Grundlage der Bezie nmgen urt dxii Völkern imb Individuen bild. £i? berantiuorHidiat feiler dieses Regimes Iwttcn sich dänftg und öfftnt- l3n einem Teil der Auslage wied.'rholt.) Von der deutschen Botschaft in Paris. Berlin, 14. Aug. Nach der „Deutschen Allg. Ztg." hat der deutsche Botschafter in Paris seinen Urlaub angetreten. Mit der Leitung derGeschäste der deutschen Botschaft wurde Legationsrat von Wedel betraut, der nach der Abreise des Ministc- rialdirekwrs Klöpfert die einstweilige Leitung der deutsche Friedensdelegatton in Paris übernommen hat. Zur Leitung der Delegation ist der bisherige Gesandte in Christiania, von Luzius, ausersehen. Frankreichs Note an Amerika. Paris, 14. Slug. (WTB.) In der Note der französischen Regierung an die amerikanische Regierung wird u. a. gesagt : Die Sowsetregterung vrrttme nur eine kleine Minderheit des russischen Bolves. Sie hatte sich der Macht durch List und Geivalt be- (Betb VrI«? 14. Aug. 1533,50 1536,50 Cranhfu" x revisenmirkt. Geld Brief lohnes. fd Ans dem Westerwald, 15. Aug. Bei Neu Verpachtung der Gemeindejagd von Altstadt der jährliche Pachtpreis von bisher aut 14 000 Mk. Datum-. Amsterdam - Botterd. Vrlstel.Anttoerpea Vhristiania..... Papenhagen .... Stockholm.... §elstngfar«. ... talien. ... ... Landon...... Ne»-Ysrk..... P«ri,....... Sch»«q....... öpnnien..... Oin (aftee) . . . Deutsch.Oestarr. «b|. pr»S........ Budapest. . Bulgarien . . . MenftantinapeL Datum: 5e/eDtuLflriegsant 4*/.Deut.Reichsanl. 3^/.D«ut.Reichsanl. 4*/e Preutz. Kansals Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto- Gefellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Paketf. NordoeutscherLloyd Boch. Guhstahlwrk. D -Luxemb.Bergw. Gelsenkirch. Bergw. Harpen er Bergbau Obeftchl.Tisenb.-B. O'oerschles.Eijeniud. Phönix-Brgb.rAkt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke (Hektr. A. L. G.. . SchuckerdWerke. . Felten-Guilleaume Daimler...... Bud.-Tifenw.-Akt. Adlerwerke .... 4"/,Hess.Staatsanl. (Electron Griesheim teten vier Panzerzügc, 150 Maiclst e.ig w hr und Wrangel Warschau, 13. Aug. (WTB.) General Wepgand hat es abgelehnt, die Funktionen eines Generalstabschefs der polnischen Armee zu übernehmen. Er bleibt weiterhin bloß militärischer Berater. Papiere seiner Zeit an das Reich abgetreten wurden, durch ein Rundschreiben der Stelle für ausländische Wertpapiere unterrichtet inerben. Für tue- jentgen Wertpapiergattungen, welche bisher durch weitere AbschlaMahtungen nicht beruckstchngt wur- den, und welche sich etwa einihwtlen als unoer- loertbar erweisen sollten, ist eine besondere Regelung in Aussicht genommen worden, die den berechtigten Interessen der Einlieserer nach Möglichkeit Rechnmig tragen soll. Hinsichtlich emzelner, noch unverkaufter Gattungen besteht die Hoffnung, daß die Veräußerung der Beständ? baldigst durch ocführt werden kamt Gegebenenfalls werden für Üie'e Gattungen weitere Zahlungen unverzüglich abrechnuna ergibt fügige Mstzahlun^. den die Banken und Bankiers, durch die bte Wert wieder zu einem Turnier, dem man aller Voraussicht nach denselben glänzenden Erfolg prophezeien tarnt, wie im vorigen Jahr. An den Plätzen sind auf Grund der letztjährigen Ersahrun- gen wertvolle Verbesserungen angebracht. Die Turnierleiturm liegt wieder in den Händen von Hauptmann Ronn. )tbcn Regierungen tarnte sie binden Sie batten erklärt, daß sie durch alle Mittel in ande e > Län- I»crn revolutionärr Bewrginige' l> i vo rusttn oll- ten^ um das Nätesyslrm am zurichten Infolge- desien halte eS die französische Regierung für int- möglich, die augenblicklich.' Herrschaft von Rußland als eine Regierung anzueikennen mit i er man diplomatistbe BezvÄlngen un rhalte forme. Man tarnte keine offiziellen BeiitHung.-n mit eutcr Regierung anfnüpftn, die ent chloileit sei gegen die fonftitutiemellen Emrichtunmn an.'crcr Lim er zu konspirieren und bereit Dipl'muten Rvwlten vvrbcreiten wollten. Tie fvanzö'isclre Regierung erklärt meihn, sie glaube an die NottveneiglLir eines poliriichcn unalchängigen St-at.s Tas ivan* zösisckte Volk wie das amerikonische Volk wünschten sehnlichst, daß "di? potttische llnabnöngigk'nl und die terrotoriak Integrität Polens e. Italien bleiben. Deshalb motien wir alle Anstrengungen ermutigen, um einen Waffenstillstand zwischen Polen und Rußland berbciMirübren, ohne bau hierdurch das bolschewistische Regime cmerfamrt werde. Die Balkaaentcntc. Budapest, 14. Aug. WTB. Ter „Pesder Lloyd" spricht von militärrschen und biplomatischen 23orfebrnnger. der Balkan entenie, die g.'g.n Ungarn gerichtet seien und tragt, wie das ungarische Volk Ruhe und Ordnung und innere Äon- solidatiion finden solle, wenn es, obivvhl es den Friedensvt'rtrag unterjeirfmet habe, dock loet'.er von unveränderlich stündlich ge inntm Naclrbarn in seiner Existenz bedroht werae Das Blatt nennt die Tscheä»-Slowak.i, Ingos,awie i und Uiu.na- nien als die Staaten, die eine Aktion vor bete treten, deren Ziel« über die Bestimmungen d.s Trtanen- ftiedens hinausgingen. Ein Sieg des Generals Wrangel? Konstantiniopel, 14. Ang. WTB. Tie Trupjaen des Generals W r aug i l i.-aLei, der 1 3. russi > chen Armee eine Niederlage b. ig!- bracht. Sie machten 40rhnell.5i'dieruxhiii£cdas i/ i • | 100000fachMhr! Kukiröl • Preis(1 250 • In Apotheken u-Dro^erien erhältlich Drogerie SfoJL Bahnhofutrallp 51. «rühmt, daß sie eittschlofsen seien. Abkommen Vertrage mit fremden Sicgicrungcn zu schließen, ohne die AbfickN zu haben, sie zu Sie behaupten, Deine 'Jlbmadantg mit nid tlot dtiu ifh* in ber Matt« ke5 Zimmers ein Halbkreis txm Stühlen aTr^icflcftt, emr bem mitt'.rrot nahm ine Frau wm Hans« Matz. reÄi uni) links rjem Ruck nun, den er an bem Taschentuch« tat, fiel, ihm allem imbemerlt, eine Makrone aus der Tasche, bis deren fünf aus dem Baden tagen, ixte er bei dem Dessert eingesteckt hatte. Ich weiß das Schauspiel mit nichts anderem $u vergleichen als mit emern Huhn., das nach und nach mehre« Eier legt Di« ganze Gr fett schäft ber bi b sich Ine Zungen, und benrunbennifl»wütiäg waren die An- ftrengimgen, welche die Hausfra-u, eine sehr leb» hatte und mmrtene Dame, mochte, um inrfji zu sehen, was untre ihren Augen vorgrng, unb >o einige ftantenance zu bewuhven Das Schauspiel erreichde aber ieern Ä?utwtiiKU"Ujn»yunti erst bann, als Herr v Lichäonberg di« Unterredung beendet hatte imb enhy Schritte trat. da zertrat er zwei Ädtrovem, die durch chcv. Zucke, sich an den Sachten der Schche etrlrbirii Er wollte mm schau, welcher ftmockarnge Xiqur ihm Md (ssetzen 'Tktiteectr ta* erst ichl was tvrgeyartqen war Itcheften er-oiff er die beste Parti«, er tztt, als gche ihn b»e Loche *x4K* an, muffte aber beÄae**n bis Mr BvWWbiMNig ber Gesellschaft m verzuchenen SMchen um verwandeln." Stockholm, 14. Aug. (WB.) Das schwe- discheRoteKreuz beabfi^tigt, Schloß Son» neustein bei Bad Sulza iu taufen und dort ein Erho lungsheim für unterernährte deutsche Kinder zu errichten, die durch den Krieg den Vater verloren haben. Das Erholungsheim würde jedes Jahr etwa 1200 Kinder aufnehmen. * Anekdiote aus der R'heinbunds- tzeit. Farbige Bilder aus der ,Franzoserrzttt vor 100 Jahren, da die Nhernbundfursten in Napoleon ihren Herrn und ihr Schicksal Mw^cten, werden in bat Denkwürdigkeiten des hessischen Mini- pers Freiherrn du Bos du Thil geboten, :btc Pros. UUmaitn in der „Deutschen Revu«" ver- .Sffentlichl. Eine amüsante Geschichte, die den gart* |rn Ehrrakter jener Zeit atmet, evw&t der Minister von cmer Gesellschaft bei dem franzosisck»m Kesandten Mr. be Bandeiril, ber damals Frankreich am grotzherzogLich-l^'sischen Hof 'or.t-.Ät: „Als wir in dem Haus« des Gesandten emtrtrrtn, stand men auch da eben vom Tisch' aus und begab sich in beit Salon. Hier war nach französischer Sitte ne. Frankfurt a. M., 15. Äug Der »nntfhnter Postbetrieb wird in den nächsten Zagen vollkommen auf Motorwagen umgestellt. Der Pf«rMberrieb ist unverhältnismäßig teuer unb juBttiOTkr; zu langsam. Die Postverwaltung bet etne groß Anzahl Lastwaarn angekmit, während br Baesbesörderung mit kleinen elektrischen Wa- «n erfvlgen soll. Frankfutt ist somit die erste ©tobt Dnttschfands, denn Post vollkommen auf waschrnellem W.ge beiärbert wird. nie. Frankfurt a. M., 15. Aug. Die Er- Sffmmg des Franffurter Lagerhauses bet American Relief Administtatton, die die Vermittlung der Liebesgaben aus Amerika in der Hand hat, soll am 1. September erfolgen. Ganz Süddeutschland kann dann seine Wsv.m von Frankfurt aus beziehen. me. Franksurt a. M., 15. Aug Um die erhöhten Teuerungszulagen der städti- schen Arbeiter auszubrmgen, beantragt der Magistrat eine Erhöhung des Gaspreises um 3 Pf pro Kubikmeter von 1.20 Mk. auf 1.23 Mk. Der Preis für elektrischen Strom soll ebenfalls erhöht löcrben von 3.50 Mk. auf 4.10 Mk. für die Kilowattstunde — Der Magistrat bringt zur Aus- balaniierirttg des städtischen Etats eine 5rem» benftcuer in Vorschlag, die 10 Proz. der Uebcrnachtungsgcbühren betragen soll. s)tur Zimmer für die weniger als 3 Mk. Uebernachtungs- g-bühr bevechnet wird, sollen von der Steuer frei bleiben. — Aus Ersparnis rücksichten läßt der Magistrat die Frankfurter stattstischm Juhres- übersichten nunmehr nur noch alle zwei Jahre erscheinen. — Die städtischen Beamten sind angesichts der Tatsache, daß den Arbeitern eine lOprvzenttge Erhöhung des Lohnes zugestanden wurde, nun ihrerseits ebenfalls in eine Bewegung zur Erhöhung ihrer Bezüge ein getreten. Sie fordern 20 Proz. zum Grundgehalt unb Teuerungs- rulaae Mit Bewilligung dieser Forderungen würde der Stadt abermals eine Belastung von 3—4 Mill, erwachsen X Hanau, 15. Aug Die große Jndustrie- gemeütix Bergen-Enkheim hatte, weil eine Anzahl Karlos felbauern ihrer Ablieferungspflicht nuht nachkommen und wiederholte Erinnerungen nichts fruchteten, zu Zwangsmaßnahmen greifen müssen. Iu Ausführung eines BeicAufses der Gemeindevertretung schickte der Bürgermeister Erwerbslose unter Führung von Polizei beamten und Feldschützen auf die Kartoffelfelder der säumigen Ablieferer, um die abzuliefernden Kartoffeln «uSzumachen. Es kam nun zu Ausgleichsverhand- hmgeri zwischen den Vertretern der Landlvirte und dem Bürgermeister, die Landwitte machten Zu- «ständnisse und die Arbeiter wurden von den Heldern zurückgezogen. Die Erwerbslosen stellten ihre Hilfeleistung auch weiter den Landwirten zur Verfügung )( Marburg, 14. Aug. Tas Gewebeaericht verurteüte einen Malermeister zu ber nachträg- träalichen Zahltmg des vom Schlichttrngsausschuß sestgesetzten aber von ihm nicht bezahlten Arbetts- Berlin, 14. Aug. Bärsensti m m ungs- bild. An der Börse am die Geschäftstätigkeit bei unveränderter Festiget nicht sonderlich lebhaft, und erst später tarn es für einzelne Sonder- Papiere am Montan-, Petroleum- und Elektro- markte sowie für Schantung zu etwas stärkeren Umsätzen. In Petroleumwerten sind die Kursschwankungen nicht erheblich gewesen. Bon Mvntcmpapieren waren Buderus und Rheinisch« Braunkohlen 15 bzw. 20 Pro;, höher, Kolff popiere iwnen mtgefihr 5 Proz höher. Von Schiff fobrtspapteren erhöhten 5)ansa ihren Kursstand bei tieinen llmsotzen um 9 Proz. Chemisä)« Werte btieben venutchttffigt. Von Elektrowerten waren A. E. G. und Lichtftaft 10 Proz bzw. .15 Pro- steigend Bon Rebenwerten sind als belebt und höher (tzebr. Böhler und Teuttche Waffen^ zu newnen. Auf den übcujen Gebieten einschließlich des RentenmaetteS und beS ausländischen Temsen- marktes loar das Geschäft still bei uiibedeutntdeii Veränderungen. Sonst tonnten die rturse bei mäßigen Schwankungen ihren Stand später gut ausrecht erhalten Frankfurt a. M., 14. Aug. Börsen stimm« ngsbild. Die sonst zu Avchenschluß zu bevbachtsNde Neigung zu Roatifatisnen war brate nur vereinzelt KftjufteUen. Im allgcmcineu überwog Kaufneigung auf den meisten Märkten, fo baß der Preis der hauptsächlichsten Werte eine Erhöhung gegen gefcm erfahren konnte. Die Börsenspetchaäon wandte ihc Hauptaugenmerk den EtektroaKien zu. Lebhafte llrochfraae erhielt sich auch für Th. Goldschmidt. Holzverßohlung höher. Anilinwerte rabiger. Daimler erhalt. Adter bc hauptet. In Schomtungbahn trat etwas Abgabe- Neigung ein, dach befestigte sich dieses Papier foäter wieder. Ltayd 2 Hooz. höher. Hapag schjvan tenb. In Petroleumaktten war der Bervehr ruhiger. Dtatnanteüe schwächten sich etwa- ab. Mexikaner fest. Die Börse schloß ruhig aber fest. Privat- viskont 4 Proz. mc. Frankfurt a. M., 15. Aug. Ter Umsatz der Zentral-GcnossenjchaftSbank steigerte sick) im Gefchäftsj«chr 1919/20 von 107 Millionen auf 242 Millionen. Zur Verteilung gelangen 6Pvoz. Dividend« aus einem Reingewinn von 200000 Mk. Berlin, 14. Aug. (WTB.) Von den aus Grund der Bckanntmak^mg oom 26. 3. 1919 an das Reich «belieferten ausländischen festverzinslichen Wertpapieren ist nunmehr der größte Teil veräußert worden. Da bic Festsetzung ber Restzahlung gegenwärtig mit Rück- ftcht barwuf, daß von einigen Gattungen noch B^tnde vorhaudeu und über einzelne Geschäfte die Abrechnungen aus Ueberfee noch nicht vollständig eingtgantni frxb, nicht möglich ist, wurde zunächst durch d« Michsftnanrminrsterrum, Stelle für ausländische OrrUpWBc. eine weitere, am 2. 9. er. fällige LbichlaoSpahlung «lgoordnet. Die Abschlagszahlung «rschöpsi bn wesemlichen die den Einlieferem »uHchauben Botrö«! (mit Ausnahme cinjeiner Papi«, neu denen noch erhebliche Bestände aorhanden fb*; z V. 4ff,pvoz. Buenos — Frankfurter Kunstmesse .Die Be- teiliguna an der Alls elf.-ng nd fBentrigcrung ber dritten Franffur-er E rmes? im Römer hct sich bereits so gemltet oaß auf ein glänzend^ Geffnntbiltz mit Sächerhei gerechnet vjertym darf. Als Sonderabteilungeii sind '2hisvjellimgcn von Gobelins Graphik imb Handzftchmmgen geplant. Auch tnt moderne Kunst YöiiD stärker als b.sber^er- treten fein Tüe Ausstrllimg beginnt am 25. tember; die Berstrigerung wird vom 7. bis 9. tobet ftattfinden. X Hanau, 15. Aug Tie neue Leitung des Skmauer Stadt t Heaters hat beiebtaoer., in ber neuen Spielzeit der in der letzten Zeit wenig zur Geltung gekommenen Operette unb dem Singspiel einen breiteren Raum zu genyibrm, infolge* dessen auch eine entsprechende Vergroixrung^ de^ Künstlerpersovals eintreten wrrv. x5-t erlfer -_vw? wird eine erste Dtrrettmf^nniirü) ern enktt Overettensänger, fortn«_ein EftTrverwnal Mit der Rettung des -uheater» fxn ber JRxyutrat Lnnttick das seitherige den Personals, Johannes Poets ch, bettaut. b. W E 8 Heute nacht entschlief sanft unser innigstgeliebter NL j- im 79. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen Gießen (Süd-Anlage 13), den 15. August 1920. 8732V Die Beerdigung findet statt: Mittwoch, 18. August, vormittags 11 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofes. H V Nachruf I 5 ■ 9' ' Hessische Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Schirmer, Kommerzienrat. 8758V 8’. Der Vorstand. 878; 014033 Gießen (Mühlstrtche), den 16. 2Iug*ft 1920. Gießen, den 16. August 1920. iS* -«EM ■W ti tt T? Die Beerdigung findet Mittwoch den 18 Augusr 1920, nachmittags 31/, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs ai statt. Die Beerdigung findet Dienstag den 17. August, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause aus statt. •‘V.. K 'S» Danksagung. Für die wohltuenden Beweise herzlichster Teilnahme, welche uns bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen zuteil geworden sind, sagen wir allen auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Denk. Unser Ehrenmitglied Herr Geh. Äsmmerzieurat rj di T sc? ft-. Todesanzeige. (Statt jeder besonderen Anzeige.) ist am 15. ds. Mts. verschieden. Die Beerdigung findet Mittwoch den 18. ds. Mts., 11 Uhr vormittags, ans dem neuen Friedhof statt. Um rege Beteiligung bittet 3m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Znghard Witwe. £ N Todes-Anzeige. Unsere liebe Tante Fräulein Ida Schlotzhauer ist heute Nacht kurz nach Vollendung ihres 85. Lebensjahres sanft entschlafen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Berta und Auguste Landmann h. t i r-"i fl w bi d. C 5: iH k> Herr Geh. Kommerzienrat Dr. rer. pol. h. c. Siegmund Heichelheim Ehrenpräsident der Handelskammer Todes-Anzeige. Gestern vormittag entschlief plötzlich und unerwartet nach kurzer Krankheit meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester und I Schwägerin Frau Lina Bellof geb. Brück ä im Alter von 30 Jahren. In tiefem Schmerz namens aller Angehörigen: Ludwig Bellof und Kinder. Rödgen, Weipoltshausen, den 16. August 1920. | SkLiWMHeiWtm bl • ?- MB aus irischen lebenden Mbrtben gebunden, eben- so lose Mnrtbenzweige emviiehll V"* LoniS Becker, Blumengeschäft, Kaiser-Allee 13. Gestern mittag 12 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet mein lieber Gatte, der treusorgende Bater seines ein-igen Töchterchens, unser Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Wagner Lademeitter in Düsseldorf im 41. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Minna Wagner geb. Radtke nebst Kinb sowie ale Angehörigen. Düsseldorf-Ellen, Groben Linden, Hochelheim, Eberswalde, Königsberg und Tilsit, den 15. August 1990. Die Beerdigung findet in Grofien-Linden Mittwoch 4 Uhr vom Traucrhause, Fall- iorftrabe 9, aus statt. 014040 htaslt! M irt wart BrtM’—fce WW.-Bramral. IL !t zur Verfügung stand. Es bandelt sich vielmehr am' beiden Seiten, auf feiten ber Käufer wie der Unternehmer, um zwangs- Die Beratung des Wissellschen Antrags auf Ausbau und Durchführung einer produk liven Erwerbslosenfürsorge hat in dem ücp einigten Wirtschafts- und sozialpolitischen Ausschuß des R e i ch s w i r t s ch a f t s r a t s zu einer bemerkenswerten Aussprache über die erforderlichen Maßnahmen zu ihrer Behebung geführt.' Ten Verhandlungen lag ein von Geheimrat Dr. frerkncr erstatteter Bericht eines Unterausschusses zugrunde, der für die Beurteilung der verhängnisvollen Lage, die die gesamte Wirtschaft durch die fast völlige Absatzstockung der letzten Monate geraten ist, außerordentlich wertvolles Material enthält. Dabei wurde folgendes ausgeführt: Tie schweren Gefahren, iveldx dem deutschen Wirtschaftsleben aus der sich auöbildenden Krise drohen, werden in weiten Kreisen noch unterschätzt. Tie Statistik des Arbeitsmarktes zeigt nur für einzelne Gewerbe eine größere Zunahme der Arbeitslosigkeit. Tabei wird übersahen, daß teile rechtliche, teils faktische Verhältnisse Arbeiter cnt- laffungen erschweren und daß in großem Umfange bereits Einschränkungen der Arbeitszeit stattgefunden haben. Außerdem sind zurzeit noch manche Gewerbe mit der Ausführung langfristiger vor Monaten ert.'ilter Austräge beschäftigt. Ta aber in den letzten Wochen keine neuen Aufträge erteilt rooeben sind, wird in absehbarer Zeit auch die Lage dieser Gewerbe sich bedrohlich gestalten. Alle diese beachtenswerten Umstände können in der Statistik des Arbeitsmarktes nicht genügend zum Ausdruck gebracht werden. Deutschland ist ein Friedensvertrag aufge- zwungen worden, dessen Bestimmungen nidjt nur iebe5 Verständnis für die Lebensbeding'mgen der deutschen Volkswirtschaft vermissen lassen, sondern einander selbst widersprechen. Die Erfüllung der einen Bedingung macht die der anderen unmöglich. Ein noch nie dagewefener Steuerdruck ist notwendig geworden, ohne den öffentlichen Bedarf zu decken Der einzige Betrieb, der von Heiner Stillegung bedroht erscheint, ist der der Notenprcsie. Schwer lasten die Erhöhungen der Posteebühren und Eisen bahntarife aus dem Verkehr. Die Stützpunkte des deutschen Außenhandels in ben ehemals feind liehen Ländern sind zerstört worden. Der öffentliche Kredit Deutschlands hat eine so empfindliche Erschütterung erfahren, daß die Verwandlung der schwebenden Schulden in konsolidierte in nennenswertem Umfange noch nicht möglich geworden ist. Solange keine Don volkswirtschaftlicher Einsicht Getragene Revision der Friedensbedingungen erfolgt, wird die Krise für Deutschland gewissermaßen der Normalzustand bleiben. Es besindet sich bestenfalls in einem labilen Gleichgewichtszustände. Es ist klar, daß auf einen derart geschwächten, tränten Wirtschaftskörper die internationale Krise, die besteht, ganz andere Wirkungen auSüben muß als auf Länder mit politisch und wirtschaftlich gesicherten Grundlagen. Vorübergehende Prospcri- lätsepochen einzelner Industrien, wie sie gerade durch die maßlose Inflation und den Tiefstand der deutichen Valuta hervor gerufen worden sind, dürsen über den Ernst der Lage nicht Hinwegtäuschen. Fast ausnahmslos wird die Teuerung der Roh- und frilfsstoffe als Ausgangspunkt der Störungen angesehen, während den Lohnerhöhungen em größerer Einfluß nur in vereinzelten Fällen «Krfarait worden ist. Jedenfalls besteht volle Uebaxinftimmung darin, daß an einen Abbau dec Löhne nicht eher gedacht werden darf, als auch die .Kosten der notwendigen Lebenshaltung ermäßigt worden sind. Die beispiellose, zum TeU auch durch Lchiebertum und illegitime Spekulation begründete Steigerung der Rohstosfpreife hat schließlich eine Preisgestaltung der Fertigsabrikate bewirkt, der die große Masse der Konsumenten trotz dringendsten Bedarss nicht mehr gewachsen ist. Mochte hier und da auch die Auffassung vertreten werden, der sogenannte Käuferstreik sei willkürlich und mm Teil durch die Schuld von Regierung und Presse herbeigeführt nwrben, so steht doch die er- drüctende Mehrheit der Sachverständigen auf dem Standpunkte, daß es sich weit mehr um ein Nichtmehrkönnen als um ein Nichtmehrwollen der Käufer handelt. In weiten Kreisen ber Arbeiter schäft und vielleicht noch mehr in dem Mittelstände hat die Einkommenserhöhung nicht entfernt mit der Geldentwertung Schritt gehalten. Immer größer ist der Bruchteil des Einkommens geworden, der für die dringendsten Lebensbedürfnisse verausgabt werden muß. Zudem müssen jetzt erhebliche Emkommensteile für Steuerzahlungen bereitgehallen werden. Ebensowenig wie auf feiten ber Verbraucher kann aber auch auf feiten ber Unternehmer im allgemeinen eine wirkliche Betriebseinfchcän- kung, eine sogenannte Unternehmersabotage, etwa cm Interesse bes Lohnabbaues oder der Aufrecht- läultge Entwicklungen Tie Schwierigkeiten wurzeln indes nicht allein in den zu hohen. Preisen der Rohstoffe, sondern auch in bereit sprunghaft'r Entwicklung, die viel- •ad*. wieder mit dm wisichecen Verhältnissen ber tt'ft'ch " Valuta in engstem Zusamm-uhrug. st bt Scharfe Preis cigerung.'n au dem intern tional n Rohstviimarte und mit einer ergeb, ichm Ver ld k'dvierung ber deutschen Valuta zuiainmenge fallen, Preisermäßigungen mit deren Verbesserungen. Tic Fertigprodukte gelangen auf den Marke in einem Zeitpunkt, in welchem die Rohstoffpreise bereits im Niedergänge begrirren sind Tie Pro duzenten sind tetfiDci'e nicht geneigt, teilweise außerstande, sich mit Preisen der Fertigprodukte zu begnügen, welche den heutigen Rohstoffpreisen entsprechen wurden. Ter Gedanke, bürd' Produkliouseinschränkun- gen schließlich doch noch den Verlauf ber Waren zu Preisen zu erzielen, welche den Einstandspreisen entspredreii, liegt nahe. Ein Arbeiten auf Lager wird überdies noch durch die phantastische Höhe der Selbstlostcn außerordentlich erschwert. Nicht allein, baß wegen ungenügenber Veli r rung mit Kohle vielfach nur die fralfte oder noch ein gc ring er er Bruchteil der Probnltionsanlage ausgenutzt locrbcn kann und daher die Betriebs- und Gcneralunlvsten auf viel zu kleine Quantitäten fertiger Waren verteilt werden müssen, auch die übrigen Kosten sind derart gestiegen, baß eine Vor- va'sproduttion j.lbst nur ans wenige Monate hinaus die Kapitalskraft, selbst der größten Firmen, überschreitet. Daher die überall ein treten be Erhöhung des Atticnka pftals und die überaus starke Inanspruchnahme des Bankkredits. Ob die im Geschäft sieben herrschende Methode der Selbstkostenermittelnng durchaus gercchti.wligt ist, wird von sehr ftompeteuten Sach>oerständigen bezweifelt. Tie außevorixntlick-e Steigerung der Rohswssprcise führt, wenn die frülytren Verhältnissen entsprechenden franbelszuschläge eingesetzt werden, unter Umständen zu PreissorLfenrngen, die mit den tatsächlichen Selbstkosten nicht mehr übereinstimmen. Es rechtfertige sich nickst, daß z. B. im Schnhwarenhandel rod) Aufschläge von 25 bis 33 Prozent unb mehr berechnet würden, nachdem die Erzeugerpreise eines Paares Herren stiefel von 7 bis 11 Mark auf 300 Mark unb mehr gestiegen niaren, zumal ein Teil oer Unkosten, wie Laoen- mieten, ja durch Staatseingriff künstlich nicdrig geleiten werden. Noch höher seien die Ausschläge im Möbelhandel, 50 °/0, unb im Deraillandel mit Textilartikeln. Terartige Kattulationsgepflogenhei ten müßten bei Waren, welche erst verschiedene Ofesckiäfte passieren, ehe |ic an den Verbraucher gelangen, anaesich.s der hohen Rvhstofschreise zu über iricbenen Preisfvrdemngen und damit schließlich zur Unverkäuflichkeit der Waren fütyren. Es darf freilich nick) außer acht gelassen werden, daß sich auch bas Risiko in unserem Geschästs- leben durch die jähen Preisumschläge auf der Wavenscite unb die ebenfalls sehr rasch ^vechselnben Beurteilung des Binnen- unb Auslands unseres Papiergeldes in bisher nicht erlebtem Grabe verschärft hat. Tas ganze System der überlieferten Preise ist zusaminengebrochm, eine allgemeine Direktions- lo|igkeit ist die twtw.'nbige Folge. Es ist nicht so, daß etwa überall eine Preiserhöhung ftattfänbe, die einer bestimmten Geldwertverminberung entspräche. In einem Falle z. B. bei den Vergütungen für geistige Arbeiten, erreichen die Preissteigerungen kaum das Doppelte ber Vorkriegszeit; im anderen Falle, bei den Landarbeitern, kommen Erhöhungen auf bas 10- unb 12sache vor, während für die Materialpreife Erhöhungen auf bas 20- bis öOfache eingetreten find, soweit es sich um Valutarifik.'n im auswärtigen Verkehr hanb.'lt, ist mehrfach eine Einrichtung verlangt worben, welche, über Die bereits von der Reichsbank ausgeübte Tätigkeit hinausgehend, die Abwälzung des Valutenrisikos erleichtere. Mit ber Technik ber Deckungsmöglichkeiten, welche die Zeitgeschäfte bzw. ber Terminhandel in Devisen an die Hand gibt, sei die Gefchästswelt nicht genügend vertraut. Bei den gesunden Währungsverhältnifsen, welche sich vor dem Kriege fast überall eingebürgert hatten, bestand ja in Deutschland auch nur in geringem Umfange die Notwendigkeit, sich gegen Valutarisiken einzubecken. Weit verbreitet scheint die Auffassung zu sein, daß die „Spottgeburt" von Zwangswirtschaft und freier Wirtschaft, die zur Zeit besteht, zu unerträglichen Zuständen führt. Ob sich die künftige Entwicklung aber mehr in ber Richtung einer vollen Wiederherstellung der freien Märkte oder einer allerdings nicht von burcaufratifcbem ober militärischem Geiste erfüllten Planwirtschaft vollziehen soll, darüber gehm die Meinungen stark auseinander. Viele Unternehmer befürworten eineWi.teer Herstellung b>3 freien Verkehrs in Uebereinstim mung mit den Weltmarktpreisen, die tatsächlich schon in großem Umfange sich vollzogen hat. Der Förderung des Exportes wirb von Unternehmern wie Arbeitern in der Regel die größte Bedeutung zuerkannt. Mit der Perb sserung ber Valuta unb der internationalen Preissenkung auf den Warenmärkten haben sich wesentliche Er schwcrungcn des Exportgeschäft-' sühlvar gemacht Schon sind die Auslandspreise in mand;en Fäl | len nichtiger als die deutschen Erzeugerpreise Früher gerechtfertigt gewesene Maßregeln gegen den Ausrerkauf Teuttchlonds sind daher heute nicht mehr am Platze ober bedürfen mindestens einer gründlichen Rcvifion. Aus den rorangegangenen Darlegungen geh. hervor, daß die wirksame B e k ä m ö f u n g der drohenden Betriebseinschränkung und Stillegung großenteils davon abhängt, ob cs unserer Wirt fchafts- und Finanzpolitik überhaupt möglid) sein wird, diese zahlreichen und schwerwiegenden Ur sack«i allgemeiner Art einigermaßen aus dem Wege zu räumen. Rohstoffe, Maschinen, Unter nehmet, Arbeiter und ungebedter Bedars sind zwar vorhanden. Wenn diese Faktoren aber nicht überall zu nützlicher Tätigkeit vereinigt werden kön nen, so liegt es einmal au der ungenügenden Be liefcrung mit Kohlen und dann an der Preisbildung, die freilich bis zu einem gewissen Grade auch wieder mit der Kohlensrage zusarnmenhängt. Soweit die Lieilmittcl in der Form allgemeiner Schlagworte gegossen werden dürfen, lauten sic also: Abbau ber Rohstoff preise, um die ^Fertig fabrifatc wieder verkäuflich zu machten, Stabilst ficrung bes Binnen und Auslandsivertes unseres Geldes, Verhinderung von Luxusimporten, Aushebung der Zwangswirtschaft, soweit sie der Steigerung ber Produktion im Wege steht, Vermehrung und weitere Rationalisierung der Produk tion, Befreiung unseres Wirtschaftslebens über Haupt von jeder llebcrorganifation mit ihren er- schreckend großen, kostspieligen, nnproduktiven, schwersälligen, oft nur einer — überdies meist unwirksamen — Kontrolle dienenden Einrichtungen, Förderung des Exportes aller für ben eigenen Bedarf nicht unumgänglich nötigen Waren, Wiederherstellung von Treu und Glauben im Geschäftsverkehr, von Ruhe und Frieden, von Zucht und Ordnung. Die Bewirtschaftung der Lebensmittel. Einr .Kundgebung gegen die Getreidebewirtschaftung. [1 Marburg, 14. Aug. freute mittag trafen in gefchlossenern Zuge vom Kämpfvasen aus mehrere hundert Bersorgungsberechtigte aus den Dörfern des Ebsdorfcr Grundes vor dem Landrats-- amtsgebäud: ein imb nahmen dort Aufstellung Eine aus etma 17 Teilnehmern bestehende Abort» n u n g wurde dann bei Landrat v. Loewen- ftein mit dem Wunsche vorstellig, die Getreide-, bchwirtschrftung so zu regeln, daß die Versorgnngs^ berechtigten in den Crtf duften direkt Don den Erzeugern aus versorgt werden, denn wie bisher könne es nicht iveitergehm. Tie Selbstversorger 'hätten das schönste Boot unb die anderen befämen Mehl, das schon mehr wie gesundheitsschädlich und nach obendrein recht teuer sei. Nack) längerer Aus- fütadr über die gesetzlichen Voraussetzungen der Gelreidebewirtschaftuny, die Ursachen der Teuerung, die nicht auf tne Verwoltungslosten zurück zuftlhren seien usw. wurde auch zum Msdruck gebrachst, daß den Erzeuger-Organisationen jetzt Ver- bvaucher-Organisativnen gegenübergestellt loercen Dürften. Tie MwrÄ.mng faßte ihre Beschlüsse schstießlich dahin zusammen, daß kein Getreide mehr aus ben Ortschaften heransbommt, ehe die dortige Versorgung gedeckt ist, ferner soll eine Kreisaus schustsitzung anberaumt und hierzu je drei Vertreter der Versvrgungsbereckstigten und der Erzeuger hin zugezogen werden. Außerdem soll eine 9lborbnuiig nad; Kassel reifen, um wegen dieser Angelcgeicheit mit der Regierung Rücksprache zu nehmen. Auch wegen der Regelung bes Kartoffelpreiscs sollen Verhandlungen angebahnt werden. Nach Anspvach.n des Lanbrats und eines Vertreters der Mbotbnung an die auf den Straße harrende Menge ging diese, ohne daß die Ordnung irgendwie gestört wurde, auseinander. fb. Kassel, 14. Aug. Durch das Zusam inenarbeiten ber organisierten Landwirtschaft mit der Stadtverwaltung werden der Bevölkerung 1.50 000 Zentner Speisekartoffeln aus Kur Hesse., zum Preise von 20 Mk. vro Zentner überwiesen freute wurden bereits auf den Kopf zehn Pfund verkauft. Vermischte». — Eine Insektenforscherin d e 5 £7. Jahrhunderts. Da: Andenken einer Frau, bi? vor fast 2- Jahrhundert.n e n? führende Rolle bei ber Begründung ber biolo ftsd.'-i W i en- schäften gespickt iv.t erneuert Dr. R.d>ard ')<. Wegner in einem Aussatz ber „Umschau". M a r i a S i b ii 11 a Me r. a n ist als Malerin. Stupf er» fteaKtin und Kunstg w rblerin in ber sinnst« ;cfcbid)t? b kannt '? ber ihr lob', ti* Zeit i.ber ragende Bedeutrmg crhä.t 1 . ihrem .ftunstschafsen verbundene selbständig (yos- 'dwngStätigkeit. Die von ihr geschaisenen Piacht- werke zeigen mts nicht nur eine tüchtig \fün&? cun, sondern vor allem eine vorzüglich Bevbacb- cetn von emer noch heute erstaunlichen ststmauig- Als Tochter des berühmten ckupicrstedierS Matthäus ^Merian am 12. April 164. geboren, teigte sie sd>on früh ein großes Inte reffe an bei Natur und befaßte sich mit der Beobachtung deS Seidenspinners, wodurch sie feststellte, daß auch die schönsten Schmetterlinge durch llmmanblanuicii aus Raupen hervorgelwn. Als erste Frucht ihrerBe sdstistigung mit ben Naturwisiensd>aft.n erschienen 1671 Bluin ndarstellungm aus 36 Stuvfcrtaseln, ans denen bereits die Blumen in ihrer Beziehung :r Tierwelt dargestcllt waren. Die aus ihre i Zuteften- sorschungen gewonnenen Ergebnisse legte sic dann in dem 1679—1683 erschienenen Werk , Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Bin- mennahrung" nieder, in dem sic bie Entwicklung uoit den Eiern zur Raupe, Pilppe bis zum Schmet- terliiifl darstellt und schon Paraiilcn von Raupim bemerkt. Tie Erforschung der Insekten war damals noch ganz in den Anfängen: ganz kurz vorher hatte Radius den Nachweis erbrach!, daß Raupen imb Maden auS Eiern l)ervorgchen. und Malpighi dre Entwicklung deS Seidenspinners beschrieben Maria Sibylla, die uad) Trennung einer unglücklichen Ehe sich ber religiösen Sekte der Labadistcu ang.*|d)lofjen hatte, setzte ihre Forschungen in dem Ilassischen Lande der Blumcnliebe und Natursorschung, in frolland, fort und unternahm 1699 nach liebt1 r- winbung großer Sd)wi?rigkeiten eine Forfchnngs- reife nach Surinam. 1701 kehrte sie mit umfang- reichen Sammlungen zurück und gab 1705 ihr frauptlverk heraus, ein Prachtbuch mit 60 Kupser- tafcln „Die Metamorphose der Insekten Surinams". Sie vermehrte ix.durch die bisher befaimtc Ticttvelt um eine Menge ttopischer Insekten, die mitten in ihren Lebensgewohnheiten öarncftellt waren. Nack) ihrem Tode 1717 gab ihre Tochter ihre nachgelassenen Insektenbeobachtungen heraus. Ihre Werke waren für die Entwicklung der Insektenkunde von großer Wichtigkeit. „Sw übermittelten", sagt Wagner, „nicht nur die Kenntni.- bfehrr unbekannter Tiersormen und bereit Entwicklung, fte wirkten in besonderem Maße anregenb und befruchtend am andere Forscher, sie veranlaßten z. B. den besten Jnsektenmaler des 18. Jabrhunderts, A. Rö- fel von Rosen Hof in Nürnberg, die Darstellung der Insekten zu scinein Lebensberuf zu erwäblcn.Linn^, der Altmeister der zoologischen Nomenklatur, sonst zurückhaltend in ber Verwendung von Personennamen zur Artbereicherung, gab ihr zu El)ven einer Motten art ben Namen Tinea Merianella. Büchertisch. — Unser Volk. Zeitschrift der Liga zum Schutze ber deutschen Kultur. Blätter für Politik, Wirtschaft, Kunst. Erscheint halbmonatlich. Preis bes Einzelheftes 1,50 Mk. Im vierteljährl. Abon nement 7,50 Mk. Zu beziehen durch die Buchhandlungen, die Postanstalten ober oeit Verlag ber Kulttirliga G. m. b. fr. (Berlin W 35), Zweigstelle Darmstadt, Ernst-Ludwig-Straße 9. — Tic Zeitschrift unterrichtet über alle wesentlichen Strömungen in Politik, Wirtschaft und Kunst. Sie dient keiner Richtung oder Partei, sondern will alle fruchtbaren, aufbauenben Kräfte zu Wort kommen lassen. Nur durch sachlick)e Gegenüberstellung ber verschiedenen Meinungen wird Ucber- blick über die verworrenen (Zustände ber Gegenwart ermöglicht. Für eine organische staatliche Entwicklung Deutschl-ai'.ds, die wir erstreben, ist Förderung des Gemeinschaftsgedankens Vorbedingung. Tie Uebcrbrüthntg ber vorhandenen Gegensätze kann nur durch Verbreitung sachlichen Wissens über das Wesen der gegeneinander (au- cu.'-en Strömungen erreicht lue.bm. Aus diesem Wege bereitet die Zeitschrist den Boden für Volks- und Kulturgemeinschaft. — Missa So lemnis. Roman von Zdenko von Kraft. «Deutsches Verlagshaus Bong u. Eo., Berlin W. 57.) — Der Autor schildert das Schicksal ^ines Menschen, der, von jugendlichem Idealismus durchglüht, ben Weg zur frühe erstrebt. Durch froffnungen und Sehnsüchte der Ztugend, Zweifel und Kämpfe des reifen Mannesalters, ringt sich Georg Faßbender, ber frelb des Romans, allmählich zu freiwilliger Entsagung durch Vlinder Hah. Roman von Alfred Sassen. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 7. frermcmi frütiid) bemerkte, daß ein leichtes Rot in das Gesicht der jungen Dame stieg, ste rügte jedoch die vorschnellen Worte mit feiner Älbe. Ter junge Dautschcrmeribaner sagte lächelnd zu dem jungen Burschen: „Also iÄ habe Gnaoe vor den Augen des frerm Studvo gefunden? Mei- Yen resp.'littwllsten Dank! . . . Nun trugt es sich nur," nxrrrbte er sich an das junge Mädchen, ,wb Sie, mein gnDiges Fräulein, ber bricherlichen Trkwbnis, daß ich mit von der Partie fern darf, die entscheidende Stimme rtidrt vertagen nrrfren?" Rena entgegnete in gehaltener Li^benswürdigv- teit ganz einfach: „Der Anschluß ist Fhnen gern gestattet Fch dars mir ja gratulieren, zu meinem kleinen Ritter aud) noch einen großen zu erhalten." „Schade, daß es auf *bcr Leuchtenburg feine Ritzertaten zu verrichten gibt," rrcf "INox Bodenbach mit funMttbcn Augen „Es muß doch eine berrlickte gewesen fern, als btc frerren von Vitzthum ba oben saßen und das ganze Land in Respekt erhielten!" „Wenn ich nicht irre," wart frermann frütttch gemütlich ein, „so waren diese frerren von Vitzthum arge Raubgefelfen. ... Id) meine, mein tapferer Keiner Mann, wir sollten übe.Haupt keiner versunkenen Zeit nachtraue n und sie eine herrliche mnnen. Die wahre frerr id?L*it soll stets bei uns und um uns sein. Gerade in ber Zelt, m ber tpir lebm. Freilich müssen totr re)lich mit Uran helfen, sie zu schaffen und zu erhöhen —" „frerrgott," brach ber Lcüüler in mürrischer Trolligteit aus unb rückte die Mütze auf dem kurzgesdvvetten, dunklen Gelcock zurück, wie um „feinen Mann" besser bctnad?cn zu können, „Ste sind boch nicht etwa ein Schulmeister — ? Ihren Reden nach könnten Sie's sein —" „Noch bin ich's nicht — aber ich hafte es zu werden — ein echter deutscher ^daifmeiüer, so Gott will," antwortete frermann frütttch schlicht, aber voll schöner Wärme. Neckend fügte er hinzu: „Aber mir scheint, der kleine Ritter ohne Furcht und Tadel Kat ben Schulmeistern gegenüber ein sch echtes G wissen ?" „Gar nicht," behauptete Max Iterau5torbe nb, „ich bin vierzehn und ein halb alt unb sitze feho-n in Untertertia — das ist doch sehr anftäning? Nicht wahr. Renn? . . . 9fber beute ist Sonntag, unb da ist es doch mein gutes Recht, wenn ich von den schulmeistern nichts wissen will." Und er schoß auf feinem Rad übermütig davon, den beiden weit voraus. Rena sah lächelnd hinter dem lieben Flüchtling her, ohne jede Ver egenhcit darüber, baß fte mit dem Fremden so al .ein zuruckb.'ei ben mußte. Sie hatte noch nicht ernstlich darüber nackge- dacht, wen sie in ihm vermuten, welchem Stand sie ihn beizählen sollte — als er dann davon gesprochen, daß er auf dem Lehrgebiet für sich eine beglückende, segensreiche Zukunft erhoft'e, war aber doch ein stutzen in ihr gerne cn. Nern, weder zu ben gegenwärtigen, noch zu ben ^zukünftigen Schulmeistern hätte sie ihn geiedjnet. Dazu wollte ihr sein Gehab.nr voll weltmännischer Sidierheit nicht stimmen unb nicht die tadellose Sorgfalt und Eleganz der Kleidung. Unwillkürlich matz sie ihn mit einem prüfenden Seitenblick. Er fing den Blick auf. Rasch sah sie fort, nun doch ein wenig verlegen. Er aber beharrte neckend: „Darf ich raten, mein gnädiges Fräulein?" Sie batte sich schnell gefaßt und ivehrte sich. „Einen Tag wie ben heutigm, da die Sonne so köstlich über Berg unb Tal liegt, soll man nicht mit Rätselraten beschweren." Er nickte und begann nun eifrig und voll wahrhaft empfundener Wärme von den Rei-m des Saaltals zu sprechen, daß es ihm, dem Ausländer, ber er sei, mehr angetan habe, als irgend eme andere der vielen Gegenden, die er diesseits unb jenseits des Mecv^ gesehen. Ans ganzer Seele spreche er das Wort .Hailer Karl V. nach, der auf einer KriegSsahrt, die ihn durch das Saaltal gerührt, ausgerufen habe: „Tas ist ein gar herrlich Laich, fast so schön wie Welfch- lanb!" „Sie sind ju beneiden, mein Fräulein," fügte er hinzu, ,chaß Ihnen der frimmel über diesen lieblichen B.rgen unb Tälern^und dem anmutig gewundenen Silber band ber Saale b r frtnute Himmel ist! Tas ist ich nehme es an, da ich an Ihrem Rcch und an Ihnen selbst auch nicht bas bescheidenste Gepäck bemerk, bas auf ein weiteres frerfommen deutet." Sie entgegnete: „In ter Tat_ bindet mich freirnatsgesühl an diesen Teil des -saal teile Geboren aber bin ich in einer gvoßen Stadt. Em tieftraurige^ Ereignis, ber plötziche Tod meines Vaters, hat mich ledoch als Kind schon aus Magdeburg hierher in das So-altal, in das Städtchen Lobeda geführt. Unb obwohl ich dort aud) noch die Mutier verlieren mußte, hab' ich es doch — ebenso wie seine nähere und weitere Umgebung — yerzlich lieb gewonnen." frermann frütttch hatte feit am bewegt -.ugehört Bei ben einfachen Worten des jungen Märchens waren ihm unwillkürlich bi.' Mitteilungen des Lehrers Refttsdorf über die blinde Frau Magdalene unb ihre Familie eingefallen Er glaubte zu erraten, wer die schöne Waise sei. Jedenfalls wollte er GewiMeit habn , 5ie leben in Lobeda natürlich im Schutz lieber Verwandten ?" fragte er, unter dem Ton be. Teilnahme feine Spannung verberge d „Nur eine Xante besitze ich dort. Es ist freilich eine außerordent ick>e Frau. Mein B uder und ich verdaarken ih^r liebevo.lea Fürsorge viel — alles, müßte ich jagen. Und dabei sollte man meinen, sie sei selbst schütz- und hilfsfeiürftig. Denn sic ist vor vielen Jahren schon erblmdet, tiachdem sie das Bit erste, was einer Frau b - schieden fein Bann, erleiden mußte." Im Innersten fühlte sich frermann frü^tid? ergriffen. Es nxir so, hne er g'ahnt Ein w Inder sanier Zufall hatte ihn mit der Nickste ber- bc- klagensrvertTN B i «den -ulammcnge'ührt' Rena blickte den jungen Mann, ber aud’ nicht yne einzige Silbe auf ihre Worte erwiderte, em wenig befremdet an. Und plötzlich fühlte ne irch von .seinem Schwttgen, das sie natürlich talfch beutete, beschämt. (Fortsetzung folgt.) b. hi ri b w. 1? r bt' je; st-. n>; 0. ; bi,. $ P.. k Tt.; b d. ’ C Z V j 9 p, br ’ it ■ =v. T gl t 9i t t 1 1 r‘j ft ■ c Bank für Handel und Industrie (DarmetÄdter Bank). Bezugsbekanntmachung. Nachdem die von der ordentlichen Generalversammlung vom. 16. Juli 1920 beschlossene Erhöhung des Grundkapitals unserer Gesellschaft um nom. M. 60000 000.— auf M. 220 000 000.— in das Handelsregister eingetragen worden ist, bieten wir unseren Aktionären im Auftrage des Ueber- nahmekonsortiums 53333 Stück neuer Inhaber-Aktien von je nom. M. 1000.— zum Kurse von 120°/» zum Bezüge an. , Auf je 7 Stück Gulden-Aktien von je 250 Gulden nom. und auf je 3 Stück Mark-Aktien von je nom. M- 1000— kann je eine neue Inhaber- Aktie von nom. M. 1000.— in der Zeit vom 18. August bis einschließlich 4. September 1920 bezogen werden, üeber die näheren Bedingungen geben die bei den Niederlassungen der Bank erhältlichen Bekanntmachungen Auskunft Berlin und Darmstadt, im August 1920. Bank für Handel und Industrie. v. Simson. Andreae. 87461) Gießen, den 16. August 1920. 01*011 erlöst 873- Wiesbaden Von der Reise zurück Medizinalrat Wagner Inl n eine SchnH-Kenheiten erlaube mir besonders hmznwelsen Ihre Verlobung geben bekannt Luise Valentin Heinrich Dierlich Gießen An der Hardt 12 16. August 1920. Im Namen aller tieftrauernden Hinterbliebenen: Elise Heck Ww. Gießen (Kaiser-Allee 38), Doberschwitz i. S., Mainz, Baden-Baden, Stuttgart, den 15. August 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch nachm. 2T/2 Uhr von der Leichenhalle des neuen Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Verlobungsbriefe Verlobungskarten aparte Muster große Auswahl Achtung! Achtung! Mein Geschäft befindet sich vor wie nach Steinstrasse 43.1 Jak.ScMer,AltMhiiiD. 1. Oktober 1920 Telefon-Caution für Süddeutschland wird von uns gestellt und erbitten alle Anfragen und Anträge zu richten an Buchdruckerei Nitschkowski Lndwigstr. 4 :: GIESSEN :: Fernspr. 724 Berlin W. 57. Zweigstelle Frankfurt a. M. Beethovenstraße 7 a. 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August, vormittags 10 Uhr, sollen für die Feldberetnigung Röthges vergeben werden: Chaussierungsarbeiten, Los lu.II veranschEzu 3625 M. Aufsetzen von Steinen, Los III u. IV „ „ 180 „ Liefern und Anfahren von Steinen Los V-IX......„ „ 3600 „ Liefern v. Deckmaterial, Los X u. H „ „ 600 „ Pflasterarbeiten, Los XII . . . „ „ 375 „ Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei Röthges offen, wo auch die Angebote in Prozenten des Voranschlages oerschloffen, mit entsprechender Aufschrift versehen und postfrei einzureichen sind. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 12. August 1920. 8726c Hessische Kultur Inspektion Gießen H. Steinbach, Baurat. AÜWcintLrtslMkkMe Achen. Die noch rückständigen Beiträge zur KranKen- kaffe und Invalidenversicherung für den Monat Juni 1920 können noch bis zum 31. ds. Mts. ohne Kosten bezahlt werden. Rach Ablauf dieses Termins sind der Einzahlung auf unser Postscheckkonto auch die Kosten beizufügen. Gießen, den 14. 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