Nr. 159 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, auyer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.60, vierteljährlichMark 10.80 einschließlich des Bestellgelds : durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fern sprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. U686 Erstes Blatt 170. Jahrgang Mittwoch, 16. Juni 1920 : ■ mAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Zchriftlettung, Geschäftsstelle und Druckerei: §chulstratze7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf. Bei Platzvorschrift 20°/9 Ausschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Die papiergeldwirtschast. Was ist aus unserem wohlgeordneten Geldwesen in den letzten 6 Jahren geworden! Das Gold, das ein so sicheres Fundament aller Verkehrswirtschast schien, ist entthront und an seine Stelle das Papiergeld getreten. Das ist an sich kein Unglück, da die Erfahrung lehrt, daß auch die Banknote die Funktionen des Goldgeldes ausüben kann. Aber wie sie das tut, das ist die entscheidende Frage. Heute hat sich das deutsche Volk bereits so an die Pa-- piergeldwirtschaft gewöhnt, daß es gar nicht mehr das Anormale an ihr sieht und nicht bemerkt, welches Unheil die unermüdliche Arbeit der Notenpresse anrichtet. Vor dem Kriegs hatten wir — Gold-, Silber-, Nickel- und Kupfergeld, Banknoten und Reichskassenscheine zusammengerechnet — einen Umlauf an Zahlungsmitteln von 5 bis höchstens sechs Milliarden Mark; heute ist eine so ungeheuerliche Summe daraus geworden, daß man mit allem Nachdruck fragen muß, wohin diese Mißwirtschaft noch -führen soll. Man sehe sich doch einmal die nachstehende Uebersicht recht genau an, die die traurige Entwicklung uwi seres Geldwesens veranschaulicht. Es zirkulierten Milliarden Mark Reichs- Darlehensbanknoten Kassenscheine Zusammen Ende 1913: 2,753 — 2,753 „ 1.914: 5,180 1,000 6,180 „ 1915: 7,061 2,347 9,408 „ 1916: 8,213 3,408 11,621 „ 1917: 11,631 7,689 19,320 31.10.1918: 16,662 9,373 26,035 Ende 1918: 22,188 10,109 32,297 „ 1919: 35,698 13,781 49,479 31. 1. 1920: 37,443 12,938 50,382 28. 2. 1920: 41,034 12,721 53,754 31. 3. 1920: 45,170 13,731 58,901 30. 4. ,1920: 47,939 13,776 61,715 Jnzwisch en ist die Papiergeldflut weiter gestiegen, so daß für Ende Mai mit mnr- bestens 64 Milliarden Mark Reichsbanknoten und Darlehenskassenscheinen zu rechnen ist. Dazu kamen Anfang dieses Jahres noch 328 Millionen Mark Reichskassenscheine, , 257 Mil- Honen Mark Noten der Privatbanken, etwa eine halbe Milliarde Mark Silbergeld, 100 Millionen Mark Nickelgeld, 66 Millionen Mk. Eisengeld, 42 Millionen Mark Zinkgeld, 25 Millionen Mark Kupfergeld und 6 Millionen Mark Aluminiumgeld, zusammen also 1324 Millionen Mark. Die Gesamtmenge umlaufender Zahlungsmittel erhöht sich dadurch auf etwa 65Va Milliarde Mark. Das ist mindestens das Zwölffache der Geldmenge, mit der wir vor dem Kriege in einer äußerst liquiden und einen Ueberfluß an Waren prodw-, zierenden und umsetzenden Verkehrswirtschast ausgekommen sind, während der heutigen Masse der Umlaufsmittel eine durch Landabtretungen, Rohstoffmangel, Menschenverluste und Arbeitsminderung wesentlich geschwächte Gütererzeugung gegenübersteht. Man kann heute in den Erläuterungen zu den wöchentlichen Reichsbankausweisen noch immer die nachgerade läppisch anmutende Erklärung finden, daß die Vermehrung der Banknoten und Darlehenskassenscheine auf die starke Nachfrage nach Zahlungsmitteln zurückzuführen sei. Dabei wurde allein in der letzten Märzwoche die ungeheuerliche Summe von 2601,6 Mill. Mark Banknoten neu ausgegeben, das heißt fast so viel wie Ende 1913 im größeren Deutschland überhaupt int Umlauf waren. Gewiß spielt namentlich am Quartalsschluß die Nachfrage nach Zahlungsmitteln eine große Rolle, aber damit allein kann man doch nie und nimmer die wahnsinnige Papiergeldvermehrung erklären und entschuldigen, die wir seit der Revolution und besonders in den letzten Monaten (im Monatsdurchschnitt reichlich drei Milliarden!) erlebt haben. .Die wahre Ursache liegt doch allein in dem trotz aller Steuern jammervollen Zustande unserer Reichsfinanzen. Als Herr Erzberger Anfang 1919 ins Reichsfinanzminv- sterium einzog, hieß es: Keine Ausgabe ohne entsprechende Einnahme, und es wurden trotzdem im Monatsdurchschnitt anderthalb Milliarden mit frisch gedrucktem Papiergeld gedeckt, und .als Herr Wirth seine Nachfolge antrat, versicherte er mit Nachdruck: Fort mit der Notenpresse! Das wäre allerdings der einzige Ausweg iau§ der ganzen Mißwirtschaft, aber wer kann daran glauben, wenn der Voranschlag des Reichsetats Ausgaben von fast 53 Milliarden Mark aufweist, während die einigermaßen sicheren.Einnahmen noch keine 30 Milliarden betragen, wenn die Reichseisenbahn, die wir nun glücklich haben, füll dieses Jahr mit einem Defizit von 12 Milliarden rechnet, jdie Post trotz aller Gebühr renerhöhungen die Unterbilanz nicht wegschaffen kann, die Reform der Beamtengehälter Milliarden verschlingt und trotz alledem 5 weitere nicht vorhandene Milliarden zur Verbilligung der Lebensrnittel aufgewendet werden? Das, Ende vom Liede ist ja doch nur verstärkte Arbeit der Notenpresse. Aus den! 3 Milliarden Papiergeld, mit denen wir in den letzten Monaten durchschnittlich über-' schwemmt wurden, 'dürften bei-einer solchen Ausgabewirtschaft mit Sicherheit bald vier und fünf Milliarden werden, wenn dem Unheil nicht sofort mit eiserner Energie Einhalt getan wird. Inzwischen wachsen die Schulden des Reiches in unheimlichem Tempo. Am 31. März dieses Jahres beliefen sie sich nach Mitteilung des Reichsfinanzministers bereits auf 197 Milliarden Mark, 92 Milliarden fundierte und 105 Milliarden schwebende Schulden, von denen die letzteren im Gleichschritt mit der Papiergeldausgabe seitdem um weitere 5—6 Milliarden gestiegen sind. Die Inflation, die Geldentwertung, macht rasende Fortschritte, wie die unausgesetzte Verteuerung der Lebenshaltung uns allen täglich zum Bewußtsein bringt, und was das Schlimmste ist, sie kommt Überhaupt nicht zum Stillstand und untergräbt damit alle Berechnung und geordnete Wirtschaftsführung in Staat und Gemeinde, Unternehmung und Haushalt. Aus diesem Elend gibt es nur einen Weg: Richtige Stenern, Stenern und nochmals Steuern! Nur so läßt sich der elementarste Grundsatz aller öffentlichen Wirtschaft wieder zur Geltung bringen: Keine Ausgabe ohne Deckung! Nur auf diese Weise fällt die Notwendigkeit fort, die Notenpresse weiter mit Hochdruck arbeiten zu lassen um die Staatsordnung überhaupt aufrecht zu erhalten. Das deutsche Volk hat durch seinen Reichstag darüber zu entscheiden, ob endlich dieser Weg wieder eingeschla- gen und damit zur staatswirtschaftlichen Vernunft zurückgekehrt werden foll. Es ist die höchste Zeit! Die Verhandlungen zur Nabinetts- bildung. Berlin, 15. Juni. (Wolff.) Wie wir von zuständiger Seite erfahren, ist die Nachricht einet: Berliner Mittagszeitung, daß die Mission Trirn- borns gescheitert sei, unzutreffend. Berlin, 15. Juni. (Wolff.) Die „Germania" schreibt zur Kabinettsbildung, die bisherigen Verhandlungen hätten dir politische Lage wenn vielleicht auch geflirrt, so doch nicht gebessert. Trim'boru übernahm dir schwierige und undankbare Aufgabe. Den schwebenden Verhandlungen will das Blatt nicht vorgreifen. Als ihre Meinung spricht aber die „Germania" aus, daß der »Auftrag Trimborns weitgehender gedacht sein müsse, als ihn Müller und Heintze ausfaßten. Es müsse doch schließlich eine Regierung zustande gebracht werden. Trimborns Aufgabe sei nicht zuletzt darin zu erblicken, dieser Ueberzeugung bei einer ausreichenden Zahl von Parteiführern zum Durchbruch und zur praktischen Jlusw-irkung zu verhelfen. Als nächstliegenden Weg habe sie bereits die Wiederaufnahme der früheren Koalition bezeichnet. Dazu gehöre natürlich vor allem die Mehrheits- sozialdemokratie. Unter Hinweis auf die Feststellung der am Sonntag abgehaltenen sozialdemokratischen Parteikonferenz, daß sie die Koalitionspolitik gegenwärtig als unmöglich betrachte, kommt auch die „Germania" zu dem Schluß, daß die Ablehnung der Mehrheitssozialisten ferne grundsätzliche, sondern nur eine vorübergehende sei. Berlin, 15. Juni. (Wolff.) Bei Besprechung der Kabinettsbildung beschränkt sich die „Germania" darauf, die Angaben des „Vorwärts" in der heutigen Morgenausgabe als r i ch- tig zu bestätigen und hinzuzufügen, daß die,Verhandlungen weiter gehen offne bisher ein bestimmtes Ergebnis erzielt zu haben. Das „Berliner Tageblatt" streift die Besprechungen in der heutigen Zentrumssitzung und berichtet darüber, daß für die bürgerliche Koalition von den Deutschnationalen bis zu ven Demokraten keine Stimmung vorhanden gewesen wäre. Die einzelnen Redner hätten immer wieder erllärt, man müsse unter allen Umständen zu einem Ein- verne hmen mit der S o zia l demiokr a t ie fomnten, da eine Regierung ohne Sozial- demokratie heute in Deutschland nicht mehr möglich fei. Nach dem „Vorwärts" hat T r i m b o r n heute vormittag wiederum mit den Sozialistenführern Hermann Müller und L ö b e verhandelt, die ihm auseinandersetzten, daß das Weiterbestehen der bisherigen. Koalitions- regierung unmöglich sei und daß auch sein Wunsch, die sozialdemokratische Fraktion möge wenigstens einen Vertrauensmann in das neue Kabinett entsenden, feine Aussicht habe, fron der Fraktion bewilligt zu werden. — Das Verhalten der Partei zu der neuen Regierung werde von ihren Taten abhängen. Der „Vottvärts" wendet sich sodann gegen die Auffassung, die sozialdemokratische Partei bereite sich nur vor, die bürgerliche Reichstagsmehrheit gewaltsam zu überrennen. Jeder Kenner des Programms und der Geschichte der Partei wisse, daß für sie gewaltsames Vorgehen gegen Mehrheiten, die im Rahmen ihrer verfassungsrechtlichen Befugnisse handeln, nicht in Betracht kommen. Berlin, 15. Juni. (WTB.) Der Führer der Deutsch-demokratischen Partei, Abgeordneter Se- inatvr Dr. Petersen, überreichte heute nachmittag dem vom Reichspräsidenten mit der Kabinettsbildung beauftragten Zentrumsabgeordneteni Dr. Trirnborn eine Erklärung über die Voraussetzungen, unter denen sich die Deutsch- demokratische Parte: an der Kabinettsbildung beteiligen will. Darin wird auf Artikel 53 der dmtschen Reichsverfassung hingewiesen, nach dem der ReichspräsLent den Reichskanzler und auf dessen Vorschlag die Reichsminister ernennt. Ein Abweichen von diesem Wege wird als verhängnisvoll angesehen, da es ausgeschlossen erscheine, daß die Parteien sich bereit erßären würden, Koalitionen zu bilden, ohne vorher das sachliche Programm des Kabinetts und seine Zusammensetzung zu kennen. Die demokratische Partei erkläre sich bereit, sachlich und positiv in einem Kabinett mitzuarbeiten, das durch feine Persönlichkeiten und durch fein Programm die Gewähr für den wirtschaftlichen unb politischen Wiederaufbau gebe. Als unerläßliche Bestandteile dieses Programms werden dann in der Erklärung u. a. folgende Punkte bezeichnet: Vorbehaltlose und unbedingte Anerkennung der Weimarer Verfassung, Ablehnung und Bekämpfung jeder monarchistisch, n Agitation, Bekämpfung der Klassenherrschaft, Ablehnung eines jeden Klassen- und Rassenhasses uni) Besetzung der Aemter ohne parteipolitische Rücksichten mit Personen, die sich aus den Boden der Verfassung stellen, die aber gleichzettig ihr Amt auszufüllen geeignet sind. Berlin, 16. Juni. Zu der Erklärung des Vorsitzenden der demokratisches Partei, Jin der die Bereitschaft erklärt wird, an der Bildung eines Kabinetts teilzunehmen ohne vorherige Bildung einer Parteikoalition, sagt der „Vorwärts": Die Erklärung ist nicht ablehnend, aber ausweichend. Die Frage der Regierungsbildung ist durch sie nicht viel weiter gekommen. Die „Vasfische Zeitung" meint, daß der Erklärung ohne Zweifel die weitesten Kreise der Partei zustimmen würden. Sie stelle sich auf den einzig richtige Standpunkt, i7.daß es Sache des Reichskanzlers sein müsse, auf Grund eines sachlichen Programms sich die geeigneten Persönlichkeiten zu suchen. Die Aussprache des Zentrums, die gestern pormittag stattfand, ist laut„Ger- mania"noch nicht beendigt. Sie soll heute nachmittag fortgesetzt werden. Das Zentrum mühe sich jedenfalls redlich ab, eine Regierung zustande zu bringen. Es erfülle damit eine Pflicht, dis in erster Linie der siegreichen Opposition auf der Rechten hätte auferlegt werden müssen. Der Termin für Spaa. Amsterdam, 15. Juni. Nach einer Londoner Meldung sagte Lloyd George gestern im Unterhause, das Datum der Konferenz von Spaa sei mit Rücksicht auf die Bildung der neuen deutschen Regierung noch nicht endgültig festgesetzt, doch werde die Konferenz wahrscheinlich am 5. Jull beginnen. Die in Brüssel geplante Zusammenkunft der führenden englischen unb französischen Staatsmänner sei nicht durch neu hervor- getretene Gesichtspunkte notwendig. Im Gegenteil es sei stets geplant gewesen, daß die Alliierten vor ihrer Zusammenkunft mit den deutschen Vertretern untereinander eine Besprechung abhalten. Lloyd George sagte ferner, die Frage des armenischen Mandats werde mit Rücksicht auf die ablehnende Haltung Amerikas gegenwärtig von den alliierten Regierungen erwogen. Ueber die Angelegenheiten zwischm Polen, Litauen und der Tschecho-Slowakei bemerkte Lloyd George, zwischen den Parteien würden gewisse Verhandlungen geführt. Möglicherweise werde die Angelegenheit vor den Völkerbund gebracht werden. Eine Sitzung des Völkerbundrates. London, 15. Juni. (WTB.) Reuter. Am 15. Juni wird eine öffentliche Sitzung des V ö l k e r b u n d r a t e s im St. James- Palast stattsinden. Es soll die persische Frage und die Frage der Heimbeförderung der Kriegsgefangenen aus Sibirien erörtert werden. Bei der heutigen vorbereitenden nichtöffentlichen Sitzung konnte die erforderliche Einstimmigkeit nicht erreicht werden. Es wurde daher beschlossen, daß die persischen und französischen Vertreter eine besondere Zusammenkunft abhalten sollen, um die Meinungsverschiedenheiten zu beseitigen. * Eine neue französische Anleihe. Paris, 15. Juni. (Wolff.) Nach einer Meldung des „Journal" ist es höchstwahr- scheinliick), daß zur Tilgung der schwebenden Schuld und der Zurückzahlung der Vorschüsse der Banque de France demnächst eine neue französische Anleihe ausgegeben wird. Man spricht von einer 3prozentigen Prämienanleihe und auch von der gleichzeitigen Auflegung einer 3prozentigen Prämienlosen Anleihe. ► Paris als Seehafen. Paris, 15. Juni. (WTB.) Die Hafenkommission, die sich mit dem Ausbau des Pariser Hafens zu einem Seehafen zu befassen hat, ist wieder ins Leben gerufen worden. Die Wirtschaftsverhandlungen mit Rußland. London, 15. Juni. (WTB.) Nach der „Times" soll Krassin zu verstehen gegeben haben, daß, falls die Moskauer Regierung gezwungen werden würde, die russische auswärtige Schuld anzuerkennen, sie darauf bestehen werde, daß man alle ihre Rechte und Privilegien, wie sie in dem alten Londoner Vertrag feftgelegt seien, ebenfalls anerkenne. Sie meint damit hauptsächliche jene Teile des Londoner Vertrages, wonach Konstanti-, nopel an Ruß land fallen werde. L o n d o n, 16. Juni. (WTB.) Das Reu- tersche Bureau erfährt: Bisher ist eine neue Konferenz zwischen Krassin und den englischen Ministern nicht vereinbart worden. Es wird eine solche Konferenz stattfinden, sobald Krassin aus Moskau Antwort auf die bei den beiden ersten Verhandlungen aufgeworfenen Frar ’ n erhalten hat. Ein Hindernis ist nicht eingetreten. Auch.in der Frage der russischen Schuld, die als die wichtigste angesehen wird, erhielt Krassin bisher eine Antwort aus Moskau nicht. * Die Lage in Albanien A m st e r d a m, 15. Juni. (WTB.) Einer Blättermeldung aus Rom zufolge ist die Lage in Albanien äußerst ernst, da die alba- nischei^Aufständischen durch Serben verstärkt worden seien, deren Uniform und Waffen amerikanischen Ursprungs fein sollen. Der deutsche Vertreter beim Papst. Rom, 15. Juni. (WTB.) Agenzia Sie-, fani. Der Papst empfing den deutschen Vertreter v. Bergen. Hu$ dem besetzten Gebiet. Streik gegen französische Maßnahnten. Ludwigshafen, 15. Juni. (Wolff.)' Im Anschluß an die Verhaftungen der Ange-' stelltenausschüsse und Betriebsräte durch die Franzosen wird weiterhin gemeldet: Im Verlaufe der Verhaftungen int besetzten Gebiete haben sämtliche Arbeiter der Eisenbahnwerkstätten, der Hauptwerkstätte und ein großer Teil des Lokomotivpersonals gegen die willkürliche Verhaftung ihrer Führer die Arbeit geschlossen n i e d e r g e l e g t. Die Stilllegung der großen industriellen Betriebe (Ba- difche Aniliw- nnd Sodafabrik, Sulzer Maschinenfabrik usw) ist nur noch eine Frage der Zeit. Auch die Straßenbahner, Elektrizitäts-- und Wasserwerksarbeiter werden in einen Sympathiestreik eintreten. Nach einer weiteren Meldung ist der Schriftführer des Angestell- tenausschusses, Schäffer, der von den Franzosen nach seiner Verhaftung nach Mainz geschafft worden war, gestern aus der Haft entlassen worden. Mannheim, 16. Juni. (WTB.) Aus Anlaß der Verhaftung von Arbeiterführern durch die Franzosen in Ludwigshafen sand gestern, wie die „Neue Bad. Landesztg." meldet, in Ludwigshafen mehrere Versammlungen der bereits streikenden Arbeiter statt. Es wurde eine Entschließung angenommen, iin der erklärt wird, daß, falls die Franzosen.^ die verhafteten Arbeiterführer nicht bis Freitag mittag 12 Uhr auf freien Fuß gesetzt haben, im ganzen besetzten Gebret der Generalstreik erklärt würde. Mainz, 16. Juni. (WTB.) Wie die „Mainzer Vollsztg." meldet, ist im Zusammenhang mit den mit den Verhaftungen in Ludwigshafen der sozialdemvkratische Arbeitersekretär Grötzner in Mainz durch die Franzvsett verhaftet worden. In Wiesbaden wurden durch die Franzosen bei dem sozialdemokratischen Arbeitersekretär Lieser, dem Redakteur Lindig, dem Parteisekretär Witte und dem Journalisten Wecks Haussuchungen vorgenommen, wobei etliche, überall erhältliche Broschüren beschlagnahmt tourt)en. Der Grund der Haussuchungen wird von den Franzosen gcheim gehalten. Zeitungsverbote. Köln, 15. Juni. (WTB.) Die Kölnische Zeitung und die Rheinische Zeitung wurden laut Beschluß der Rheinlandkommission auf gründ des Artikels 13 der Verordnung Nr. 3 von morgen ab aus einige Tage verboten. — Dem Vernehmen nach ist der Grund des Verbotes der Kölnischen Zeitung und der Rheinischen Zeitung darin zu suchen, daß sie Artikel gegen die Verwendung farbiger Truppen im besetzten Gebiete veröffentlichten. Außer dieser- beiden sind weitere fünf Blätter im besetzten Gebiete vorläufig verboten worden. Ludwigshafen, 16. Juni. (WTB.) Laut „Pfälzischer Post" hat die Rheinlandkommission das Erscheinen des „Kuseler Anzeigers", der „Kirchheimbolander Zeitung", des „Pfälzischen Merkurs" in Zweibrücken und der „Gegenwart" in Edenkoben ab 16. Juni auf 15 Tage verboten. Verbotene Lieder. Worms, 16. Juni. (WTB.) In einer amtlichen Bekanntmachung des Chefs des Generalstabs hat der kommandierende General der Rheinarmee in der durch d.ie iranzoflsche Lichtspieltheater 8 olkszci e Volkszei -i 4 nummer unsere n n 0)1 Uhr, 2. Extrakon-ert. gestern. 8V2 wie O b er he ssisch in ihrer Montag Frankfurt a. M., 15. $uni. (Wvlff.) Redakteur Alexander Gießen beging heute die Feier seiner 2 5jährigen Zugehörigkeit zum Redaktionsverbande der „Frankfurter Zeitung". Veranstaltungen. Mittwoch, 15. Juni: Cafe Amend, wirtsclxlftlichcn Entwicklung gewesen und haben gerade in dieser Beziehung m engster Verbindung mit den rechtsrheinischm Gebieten gestunden. Namen wie Erwin v. Steinbach und Mathias Grünewald beweisen, in welcher Blüte die Kunst dieser Länder im Mittrialter stand. Aber der Abfall der Schweiz unb die Oeffnung des Belforter Bölkertores sowie die Abtretung der Testung MeV schlugen riesige Breschen in die natürliche Mauer, die von dem Meere bis zu den Alpen durch die Armee besetzten Zone infolge von Zwischen-- fallen, und um Anlaß von Unruhen zu vermeiden, verboten, daß in der Oeffentlichkett oder unter Verhältnissen, die der Oeffentlich- keit gleichkommen, deutsche Hymnen oder Lieder, die einen feindlichen oder provozierenden Charakter gegen Frankreich tragen, gesungen werden. Verboten sind u. a. die Wacht am Rhein, Deutschland, Deutschland über alles, Heil dir im Siegerkranz, Siegreich wollen wir Frankreich schlagen, . . . Haß- gesang usw. Ferner wird in der französischen besetzten Zone das Flaggen in Rational- farben, sei es in den alten oder neuen Far«- ben, verboten. Jede Uebertretung wird als Ungehorsam gegen einen von den französischen Militärbehörden gegebenen Befehl betrachtet und als solcher bestraft.* -- Hö ch st a. M., 14. Juni. An Aufwendungen für die Besatzunastruppen stellte dec Kreisousschuß für 1920 die Summe von 70000 Mk. in den Haushaltsplan ein. so entstand bald die Doppelkultur, das Kennzeichen eines Landes, das sich aus Weltbürgertums- bestrebungen heraus berufen fühlte, die Brücke zwischen zwei Nationen, zu schlagen. Aber der Partikularismus in Deutschland, der Dreißigjährige Krieg mit seinen schiinmen wirtschaftlichen Folgen ermöglichten es Frankreich, bald ganz von den beiden Ländern Besch zu ergreifen. .Damit ging die eigentliche Verbindung mit den schöpferischen Kräften der Nation allmählich unter der Fremdherrschaft verloren. Und in den Tagen der jungen französischen Republik und des ruhm- gekrönten Kaisers Napoleon fühlten Elsaß und Lothringen den Geist einer siegreichen großen Nation. So war es verständlich, daß die beiden Länder der Erneuerung Preußens kühl und nüchtern gegenüberstanden und erst Leipzig brachte das ungeheure Erlebnis einer Umwandlung und Umwertung der Gefühle. Srofctem forderte Arndt vergeblich den Anschluß Elsaß-Lothringens: vergebens war der Versuch, daß Oesterreich die Lmrder übernehmen sollte. Noch blieben sie in Feindes Hand. Immer aufs neue wurde in den folgenden Jahren ihr Anschluß, nicht zuletzt von dem Sozialdemokraten Engels, gefordert. Selbst der Revolution von 1848 gelang es nicht, eine Aenderung zu schaffen. So wurde Elsaß-Lothrmgen erst nach dem siegreichen Kriege von 1870 dem Reiche wiedergewonnen und als Reichsland in den deutschen Bundesstaat ausgenommen. Damit war der Weißenburger Keil, wie ihn Bismarck nannte, beseitigt, der Nord- und Süddeutschland schärfer getrennt hatte als die Mainlinie. Welch ungeheuren wirtschaftlichen Aufschwung das Reichsland vor dem Kriege genommen hat, beweist unter anderem, daß es 75 Prozent der gesamten beul schen Eisenerzeugung bestritt, daß es das größte Weinbaugebiet Deutschlands war und die größten Kalilager besaß, die uns das Weltkalimonopol ermöglichten. All diese ungeheuren Werte sind nun durch die Abtretung an Frankreich verloren. Aber damit nicht genug. Auch int Saargebiet und in den Rteinlanten wird gearbeitet, um diese Gebiete, wie früher Elsaß-Lothringen, zu einem Ueliergangsstaate mit einer Doppelkultur zu machen. Wieder ist. eine französische Liga mit weitverzweigter Organisation am Werk, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, der Abbröckelung die Wege zu ebnen. Und so bleibt uns denn als einzige Hoffnung, daß neue lebenspendende Kräfte ganz Deutschland durchziehen werden und daß auch Elsaß-Loth- cingen, wie schon einmal in der Geschichte, sich nach einer Zeit der Fremdherrschaft nicht mehr mit dieser zufriedengeben wird. Landkreis Gießen. O Gründer g, 14. Juni. Hier hat sich eine Beamtenvereinigung gebildet. Vorsitzender ist Gerichtsvollzieher König. Der Hauptzweck ist die Einreihung Grünbergs in eine andere Ortsklasse des Besoldungstarifs zu erreichen. Während beispielsweise benachbarte Landstädtchen, wie Schotten und Lich, die wohl dieselben Lebensverhältnisse aufzuweisen haben wie hier, in der OrtsÜasse D zu finden sind, ist für Grünberg Ortsklasse E festgesetzt, in der auch alle Landorte eingereiht sind. Man will daher eine Eingabe an Regierung und Volkskammer richten, daß bei der im Herbst statt - findendcn endgültigen Festsetzung der Besoldungsordnung die Einreihung Grünbergs in Ortsklasse D erfolgen soll. Die Vereinigung will auch ge« gebenenfalls wirtschaftliche Zwecke verfolgen, fofent ie abnormen Teuerungsverhältnisse lnerzn Anlaß bieten. Kreis Alsfeld. x Mücke, 15. Juni. Ein sehr schweres Eisenbahnunglück ereignete sich heute nach-, mittag auf der Strecke Laubach—Mücke kurz vor der Endstation. Der um 4 Uhr von Laubach kommende gemischte Zug passierte den Bahnübergang auf der Straße Mücke—Ruppertenrod vor der Wirtschaft Konrad Bräuning. Ein von Grünberg wmmendes leeres Fuhrwerk, mit einem Pferde bespannt, war eben an diesen Bahnübergang gekommen. Der Bäume wegen, die die Straße hier umrahmen, ist die Bahnsttecke nicht zu übersehen. Der Eigentümer des Fuhrwerks — Landwirt Dir- lam, Ober-Ohmen — wollte den drohenden Zusammenstoß verhindern. Doch das störrisch gewordene Pferd war nicht vom Platze zu bringen. Die Maschine erfaßte den Wagen und schleuderte ihn zur Seite. Landwirt Dirlam und sein bei ihm sitzendes sechsjährige Söhnchen sielen unter den fahrenden Zug. Während der Vater sich an den Puffern festhalten konnte unb etwa 100 Meter weit geschleift wurde, wurde das Kind von den Rädern zermalmt. Nachdem der Zug endlich zum Stehen gebracht wurde, sprang der Vater fast unverletzt von der Maschine. Sein Kind zog er noch huckend gräßlich verstümmelt unter den Rädern hervor. Die am Unglücksorte weilende Polizei und die später eint reff enbe Gerichtsbehörde stellte den Tatbestand fest. Dem Urteil über die Schuld an dem Unglücksfalle soll nicht vorgegriffen werden. Die öffentliche Meinung geht jedoch dahin, daß an dieser gefährlichen Stelle, die stets äußerst belebt ist, schon längst eine Schranke hätte sein müssen, auch bann, wenn das Gesetz über die Nebenbahnen eine solche nicht vorschreibt. Der bedauernswerten Familie, besonders der Mutter, die ihr einziges Kind frohgemut mit dem Vater nach Grünberg fahren ließ und die es jetzt als verstümmelte Leiche wiedersicht, wendet sich das allgemeine Mitgefühl zu. Kreis Büdingen. da. Altenstadt, 15. Juni. %n Sonntag morgen geriet auf dem hiesigen Bahnhof Heinrich Vetter von hier unter den abfahrenden Personenzug, derihm einen Fußam Knö - ch e l a b f u h r. Der Verletzte hat Aufnahme im Krankenhaus Friedberg gefunden. Dies ist bet zweite Unfall, ber sich innerhalb weniger Tage aut dem hiesigen Bahnhof ereignet hat. h. Bad Salzhausen, 16. Juni. Ein schweres Unglück geschah am Montag nachmittaa. Die Pferde vor einem Wagen, auf dem Die Frau eines Steigers und ihr Kind saß, gingen durch. Während das Kind bei dem Absturz unbeschädigt blieb, brach die Frau das Genick und war alsbald tot. Der Fall ist um so trauriger, als der Mann im Feldzug einen Arm verloren hat. Kreis Lauterbach. la. Altenschlirf, 15. Juni. In der Nacht vom Sonntag zum Montag entstand im Distrikt Steinecke, nahe bei Altenschlirf am Fußwege nach Schlechtenwegen ein Waldbrand. Dabei wurde eine Fläche von etwa 3 Morgen beschädigt, auf welcher bereits aufgearbeitetes Fichtenstamm - erhalten bleiben sollte, war es nicht immer leicht ie Museumszwecken dienstbar zu machen, ohne gegen die beiderseitigen Verpflichtungen den Räumen und den Sammlungen gegenüber zu ver- toßen. Jedenfalls wurde nichts unversucht ge- asfen, was unter den gegebenen Verhältnissen ge- chehen konnte, um ben Sammlungen eine ihrer '.bebautung entsprechende Ausstellung zu gewähren. Daß die Erweiterung des Altertumsmuseums in dieser schweren Zeit möglich wurde, ist einzig bei W. Gail-Stiftung zu verdanken. Hoffentlich erfährt das Werk, das doch für jeden, der unserer teirnischen Vergangenheit Interesse entgegen bringt eine Stätte ber Bildung und Anregung sein will, die verdiente Anerkennung durch zahlreichen Besuch aus allen Bevötterungsschichten, nicht zuletzt aber auch dankbare Unterstützung durch geschenkweise Vermehrung der Sammlungen. Das Al'.ertumsmuseum im Alten SckFoß, das Völker- unb das Kriegsmuseum im Landgraf- Philipps-Schlößchen sind am ersten Sonntag im Monat von 11—1 Uhr unentgeltlich zugänglich, an den anderen Sonntagen gegen eine Gri»ühr von 50 Ps. die Person in jeoeni Gebäude. Für Mitglieder des Oberhcssischen GZchichtsvereins und ihre engere Familie ist der Eintritt gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte frei. Wochentags 1 Mk. ür eine, 50 Pf. für jede weitere Person. (Mete )ung bei der Beschließerin Frau Ochs, Sonnen- traße 2, II.) Vereine und Schulen wenden sich drei Tage vor dem Besuch mit Angabe der Teil- nehmerzähl an Die Direktion, die auf Wunsch nach Möglichkeit für fachmännische Führung sorgen wird. Kartoffelversorgung 1920* Das Reichsgesetzblatt Nr. 113 vom 26. Mai enthält eine Verordnung der Reichsregierung über die Versorgung der Bevölkerung mit Herbstkartoffeln aus der Ernte 19 2 0. Die wesentlichsten Grundsätze sind folgende: Die Sicherstellung der Kartoffeln, welche )ie Bedarfsgemeinden notwendig haben, soll 'hiernach durch privatrechtliche Lieferung sverträgc mit den Erzeugern 'tattfinden. Zum Abschluß dieser Verträge sind aber nur von der Reichsregierung zugelassene Vereinigungen der Landwirtschaft (Genossen- chaften) und Vereinigungen des Großhandels berechtigt. Es sollen auf diese Weise 120 Millionen Zentner vertragsmäßig sicherge- 'tellt werden. Genaue Bestimmungen sind darüber getroffen, welche Kartoffelmengen hiernach bei den einzelnen Erzeugern durch Lieferungsverträge erfaßt werden dürfen. Es richtet sich dies nach der Betriebsgröße. Kartoffelerzeugec, die einen Lieferungsvertrag nicht abschließen, sind verpflichtet, die Mengen, welche bei den Landwirten durch Lieferungsverträge sichergestellt werden können, für den Kommunalverband zurückzuhalten und an diesen zu liefern. Der Bedarf der Bevölkerung soll durch die zuständigen Versorgungsorgane (Kommunalverband bzw. Gemeinden) noch im Laujss des Juni angemeldet werden, wobei jedoch die Bestimmung getroffen ist, daß die angemeldeten Mengen auch von den Gemeinden und Kcmmunalverbänden abgenommen werden müssen. Im übrigen würde nach diesen Bestimmungen, falls nicht von der Landeszentralbehörde weilergehende Bestimmungen getroffen würden, oder die Versorgung der Bedarfsgemeinden auf Lieferungsverträge sich als undurchführbar erweisen würde (§ 1 und §8 der Verordnung), die Kartoffelversorgung freigegebeu sein. Es könnte sich also jeder Verbraucher selbst eindecken. Ein Bezugsscheinverfahren wird, soweit sich aus den bis jetzt getroffenen Bestimmungen entnehmen läßt, nicht mehr stattfinden. Lebensmittel. ** Ans nahe von Käse. Donnerstag, den 17. Juni 1920 wirb in ben Verkaufsstellen ber Molkerei Grieb. Schanzenstraße unb Bismarckstraße, an die Bezirke 4, 5 unb 11 Käse aus gegeben. Auf einen Anteil entfallen etwa 100 Gr. (Preis 6,40 Mk. bas Pfund). ** Städtischer Seefischmarkt. Mor- S Donnerstag früh treffen lebenbfrische eljau, Schellfische, Seelachs, Seehecht unb Rotbarsche ein, welche am Vormittag unb nötigenfalls am Nachmittag in ben Marktlauben zum Verkauf kommen. bei der Beigeordnetenwahl $u entkräften. Wir haben bas nicht anbers erwartet unb halten eine weitere öffentliche Auseinanbersetzung über diese Frage für aussichtslos, solange die Stadtverwaltung ben Vertreter ber „Oberhessischen Volkszeitung" nicht nochmals darüber belehrt hat, daß ebenso wie die nichtöffentlichen Verhandlungen, auch deren Ergebnisse ber Schweigepflicht unterliegen. Wir erwarten, baß diese Belehrung, die im Interesse der Stabt selbst liegt, nochmals erfolgt, wie sie bereits bei mehrfachen Notizen über nicht mrblikationsrrife Angelegenheiten in ber „Oberhessischen Volkszeitung" durch Herrn Oberbürgermeister Keller erfolgt ist. Die llnterftellung ber Unwahrheit müssen wir daher auf das entschiedenste zurückweisen. ** Die vorläufige Entrichtung ber Einkommensteuer für bas Rechnungsjahr 1920. Die enbgültige Veranlagung der Einkommensteuer für das Rechnungsjahr 1920 findet erst im Anfang des Kalenderjahres 1921 statt. Bis dahin ist Einkommensteuer zunächst vorläuftg (§ 58 Abs. 2 unb 7 des Einkommensteuergesetzes vom 29. März 1920) zu entrichten. Wir verweisen lsterzu auf eine wichtige Bekanntmachung im Anzeigenteil unseres Blattes. •** Einsprüche gegen Erhebung des 7. und 8. Gemeinde st euerziels können zur Vermeidung allzugroßen Andrangs auch noch in ber kommenden Woche erhoben werden. ** Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt nachträglich Heinrich Fe r s ch , ein Gießener, ber zuletzt beim früheren Husaren-Negiment 14 stand. ♦* Das 2. Abonnementskonzert der Negimentskapelle unter Leitung von Obermusikmeister Löber am Donnerstag, 17. b. M., auf ber „Schönen Aussicht" verspricht wieder einen guten Erfolg. Erwähnt sei noch, baß die Konzerte von jetzt ab um 8 Uhr beginnen. Der Spielplan ist wieder sorgfältig zusammengestellt, so baß ein jeher Besucher auf seine Rechnung kommen wirb. ** Das Gastspieltheater Paul Buchwalb, das gestern abend im Einhornsaal; eine erste Vorstellung gab, hatte Leiber einen sehr chlechten Besuch. Dies war um so bedauerlicher, als die mitwirkenden Kräfte wirklich Gutes bieten unb besonders Paul Buchwalb ein vorzüglicher Humorist ist, ber allein schon burch seine Erscheinung Lachsalven auslöst. Zwei Schwänke warben sehr flott gespielt unb burch Gesangs- unb Tanzbeigaben bereichert. Dem Unternehmen ist ein besserer Besuch ehrlich zu wünschen. ** Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen. Dre iwch rüdftänbigen Beiträge zur Kranknkasse unb Jnvalidenverftcherung für den Monat April 1920 können noch bis zum 30. b. M. ohne Kosten bezahlt werden. ' ** Das Schulgeld an de r höheren und erweiterten Mädchenschule ist auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 1. April 1920 an erhöht worden. Näheres siehe Anzeigenteil. ** Der ranzige Geschmack des amerikanischen Specks. Von fachmännischer Seite wird uns geschrieben: Der von ben Kvmmu- nalbehörden in letzter Zeit zur Verteilung gebrachte amerikanische Speck besitzt vielfach einen unangenehmen ranzigen Geschmack. Zu Hessen Beseitigung empfiehlt sich folgenbes Verfahren: Da ber ranzige Geschmack besonbers in ber äußeren Schicht bes Speckes auftritt, wirb die Oberfläche des Speckes, die vielfach weich ist, mit einem Messer abgekratzt unb ber Speck 2—3 Tage lang in eine starke Salzlösung so eingelegt, baß er von ber Salzlösung vollständig bedeckt ist. Nach dem Herausnehmen wird ber Speck an der Oberfläche nochmals ab- gekratzt unb bann stark geräuchert. Der unangenehme Geschmack ist bann vollständig verschwunden. ** Besitzwechsel. Der Rvhproduktenhänd- ler Johannes Schneller, Walltorstraße 24, mit Inhaber ber Firma Johannes Schneller & Co., Roh- probukten en gros, hier, hat Wohnhaus unb Gastwirtschaft Hammstraße 14 von der Brauerei Den-- uinghoff, Gießen, käuflich erworben unb wirb die Gastwirtschaft vom 1. Juli 1920 übernehmen. ** Reklame im V-Zug. Für bie Reklame werden auch die Abteile in V-Zug- wagen nutzbar gemacht. Die amtlichen Bekanntmachungen, Aushänge und Schilder an den Zwischenwänden der Wagen werden deshalb nach einer Anordnung des Ministers der öffentlichen Arbeiten auf die eine Abteilsseite gesetzt, während die gegenüberliegende Wand- seite grundsätzlich für Reklamezwecke freigehal-- ten wird. Das Eisenbahnzentralamt hat deshalb jetzt die Eisenbahndirektionen ersucht, alle amtlichen Anschläge in den V-Zugwagen- abteilen an der Wandseite anbringen zu lassen, an der sich die Heizungsstellvorrtchtung befindet. Die Platznummerschilder befinden sich jetzt auf ibett Wandflächen zwischen der 9Ite schlußleiste der Rücklehne. Sie sind allgemein auf die -Rahmenleiste über der Rücklehne zu setzen. Wenn «diese zu schmal sein sollte, so kann es unmittelbar darüber. ** Für Geschenkpostsendungen «amerikanische Liebesgaben usw.) sind nach einer Bekanntmachung des Ministeriums des Innern bei ber Behandlung durch bie Pvstzollstellen eine Reihe von Erleichterungen zugelassen. Insbesondere werden Fleischwaren aus solchen Sendungen ber amri sichen Fleischbeschau in "der Regel nicht zugeführt. Den Empfängern wird deshalb mit Rücksicht au die Trichinengefahr empfohlen, Speck und Schweine fleisch aus solchen Sendungen in gar gekochtem ober gebratenem Zustand zu genießen ober diese Waren auf Trichinen untersuchen zu lassen. Reiner Sveck ohne anhaftendes Muskelfleisch enthüll keine Trichinen. ** Elsaß, Rheinland und Reichs Bor nicht sehr stark besuchter Versammlung sprach gestern abend in ber neuen Aula auf Einladung des Oberhessischen Geschichtsvereins unb bes Allg. Stab. Ausschusses Archivdivektor Dr. Wentzckeüter das Thema „Elsaß, Rheinland, Reich". Die Aus- fübnmgen beschäftigten sich in ber Hauptsache mit einem geschichtlichen Rückblick, ter bie Angelpunkte der politischen Entwicklung hervorhob. Schon seit der Gründung des Frankenreiches, das in der Hauptsache ja Elsaß unb Lothringen umfaßte, sind diese Länder stets Horte der kulturellen und Aus Oetn Reiche. Preußische LandeSversammlurig. Berlin, 15. Juni. (WTB.) Der Verfassungsausschuß ber Preußischen Lanbesver- sammlnng beschloß entgegen dem Antrag der Unabhängigen, wegen des Ergebnisses der Reichstagswahten nicht in die Beratung der Verfassung eir^utreten, sondern die Aus' lösung der Landesversammlung herbeizuführen, mit der Beratung der Verfassung morgen zu beginnen. Dr. Rietzer inti) der Hansabund. Berlin, 15. Juni. (WTB.) Der Hanfa- bund gibt bekannt: Gemäß der schon vor einem Jahr erfolgten Ankündigung ist am 12. Juni, am 11. Stiftungstage des Hanfa- bundes, der bisherige Vorsitzende Geheimrat Dr. Rieß er ausgeschieben. Der Ausscheibende wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Generaldirektor Dr. Endemann-Hannover wurde mit der Wahrnehmung der Geschäfte bes Vorsitzenden des Präsidiums betraut. A!ux Weber f. München, 15. Juni. Professor Max Weber ist gestern abend einer Lungenentzündung erlegen. Max Weber wurhe am 21. April 1864 inEr - furt als Sohn des späteren Reichstagsabgeordneten gleichen Namens geboren. Er studierte Rechtswissenschaft, bestand 1886 das erste juristische Examen. 1889 promovierte er mit einer Arbeit über „Die Geschichte der Handelsgesellsck>asten im Mittelaller". Nack kurzem Gerichtsassessordienst habilitierte er sich 1892 al5 Privatdozent inBer - l i n, ito er nach knapp einem Jahre außerordentlicher Professor wurde. 1894 folgte er einem Ruf als Ordinarius für Nationalökonomie nach Freiburg, 1897 als Nachfolger v. Kries' nach Heidelberg. Doch mußte er 1903 aus Gesundheitsrücksichten^ das Ordinariat auf geben; er lehrte als Honorarprofessor an der gleichen Universität, bis er im März 1919 als Nachfolger Brentanos nach München berufen wurde. Weber war mit Marianne Schnitzer, der Tochter des auf ten Gebieten ter Philosophie und Rechtsgeschichte ter Ehe bekannten Philosophen, verheiratet, ter bekannten Führerin in ter Frauenbewegung und demokratischen Abgeordneten in ter badischen Volkskammer. ** Amtliche Perfonalnachrichten. Der zum Großbritannischen Generalkonsul in Frankfurt a. M. bestellte Herr Cecil William Gustaf G 0 s l i n g, iu dessen Amtsbezirk das Gebiet des Volksstaates Hessen gehört und dem Namens des Reichs das Exeguatur erteilt wurde, ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen im Volksstaat Hessen zugelassen worden. — In den Ruhestand versetzt wurde am 7. Juni der Oberamtsrichter bei dem Oberamtsgericht Büdingen Geh. Justizrat Ferdftrand Rabenau auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste. — Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Bös-Gesäß, Kreis Friedberg. ** Teile des hiesigen Reichswehrbataillons, die Kompagnie von Eisenhardt unb eine Maschinengewehrkom- pagnie sind heute nacht von Uebungen auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf in ihre hiesige Garnison zurückgekehrt. — Ob eine solche Rückkehr, wenn sie nachts gegen 2 Uhr stattfindet, auch heute noch unter den Klängen der Regimentskapelle vor sich gehen muß, darüber ist man unter den ans dem Schlaf gestörten Ermv-ohnern sehr geteilter Ansicht, sicher ging es auch ohne dies. ** Zugeinschränkung Vorn Montag, 21. Juni 1920, an werden wegen unzureichender Besetzung die Per soncn z üge m . G.-B 3109 W) Wetzlar P ab 4.12, Lollar an 5 01 nachm unb 3110 W) Lollar ab 3 52, Wetzlar P an 4.40 nachm. auj gehoben. Die Züge werden letztmalig am Samstag, 19. Ium, gefahren Aus Staöt und Land. Gießen, den 16. Juni 1920. Erweiterung des obcrhcssischen Museums und der Gailscheu Sammlungen. DaS Oberhessische Museum uno bie Gailscheu Sammlungen konnten infolge lleberlaffung ter Räume tes ehemaligen großherzoglichen Absteigequartiers im linken Flügel bes Alten Schlosses zu Sammlungszivecken bie Bestände tes Altertumsmuseums wesentlich anstehnen und Übersicht- lieber aufstellen als das bei ten beschränkten Raum- verl>ältnissen vorher ter Fall war. Die infolge ter ungeheuren Vermehrung ber BZtäilde seit Jahren immer drückender gewordene Enge erhellt besonders daraus, daß trotz tes Zuwachses an Sälen unb Zimmern nirgenbs Raumüterfluß herrscht. Die Neuaufstellung ber Sammlung hat vor drei Wocte'n begonnen unb ist infolge tes Fleißes ber beteiligten Handwerker und brr eifrigen Mithilfe mehrerer Gießener Herren schon soweit gebieten, daß bas 4Nuseunt von Sonntag an wieder geöffnet wird. Als temerkenswerte Neuerungen seien folgende erwähnt: Tie ganze untere Flucht des linken Flügels wird von ter Porzellan , Fayence-, Steftr- gut, Sinn und Glassammlung eingenommen. Ter Gang davor enthält die reichhaltige Sammlung ter Beleuckitungskörper. Der an das £>aubt’ treppenhaus an schießende Flur ist wie biohrr Waffenhalle. Eine neu Gebrochene Tür führt zum linken Flügel tes Gebätttes Der erste Raum zeigt Bilder aus ber Stadtgeschichte, sowie Waffen ter 1848er Bürgerwehr. Der anf(f)Iieficnbe Flnr briet Altertümer, besonders Bilder, der Unioerfi tät unb enbtgt im Ikarzer, ter Erinnerungsstücke ans ter Gescknchte ter Studentenschaft vereinigt.. Von ten brei benachbarten groben Räumen hat E erste Zimmer neben Kirinaltertümern. ver- fchretenster Art vor allem die Texttlsammlung auf genommen. Im folgenden Saale stehen die Trachtenschränke, ter letzte Raum ist als Bauen: rimmer eingerichtet. Von den Sälen im rechten ^‘ugri .enthält das frühere Pvrzellanzimmer bie Trotze ^ammhmg von .\hibferftidrn des auf ter Otennüblc bei Rodhetm an ter Bieter geborenen Künstlers I. G. Wille, ter zweite Raum ist dem zunfttgen Handwerk und ter otertessischen Hau- inbultne gewidmet. Der früher ten alten Maschinen tevnente Raum zu ebener Erde Hal die firdjlichcn Altertümer ausgenommen, deren Gtanzstücke erst letzt recht zur Geltung kommen. Der obere Stock wird jetzt in seiner ganzen Ausdehnung van der so teteutungsvollen TOrgeschtchtlutt.il Abteiluno erfüllt. 9 Bei der durchaus modernen künstlerischen Siir* stattung ter neu gewonnenen Raume, deren tShu vakter für die Nachwelt unter allen Umständen teil, lag Bon diesen Fichtenstämmen sind 300 Stück verbrannt, außerdem iwch Brennholz. Es . ..... ... .... —... —_ .... mag sich um einen Schaden von 100000 Mark nzgedirge gebildet wird. Nun konnte von Frank- hanteln Auf welche Weise der Walbbranb cnt- misses! reich aus auf diese Gebiete emgewirkt werden, unb ftanten ift konnte bis jetzt noch nicht ermittelt 15. Juni. Die hiesige e. Eichelsdorf, Die Firma Zwei febt schöu möbl. Zimmer, ohne Wäsche, mir Küchenbenutzung per sofort au vermieten -hw» Schiffenberg. Weg 30 I. werden. Es ist anztknehmen, daß der Brand durch Unvorsichtigkeit eines Zigarettenrauchers verursache Kreis Schotten. Ein guter Rat. e. Schotten, 16. Juni. Die hiesige Bürgermeisterer gibt der minderbemittelten Bevölkerung den Rat, schon jetzt einen entsprechende,! Geldbetrag nach imb nach -urückzulegcn, um im Herbst die Kartoffeln bet den Landwirten anraufen zu können. Wenn die Kartoffeln tatsächlich auf 35 bis 45 Mark pro Zentner kommen, wie die Voraussicht mit ziemlicher Sicherheit besteht, so verdient der Rat der Bürgermeisterei Schotten auch an anderen Orten die weitestgehende Beachtung. worden ist. la. Lauterbachs II. Oier hat sich eine liftet. Lorsitzen- Der banptzlvrck ine andere Ortsreichen. Während Nchen, wie Schol- Lebensvnhältnisse der Ortsüasse ? Ortsklasse E feft- e eingereiht sind n Regierung imt ■ im verbst jiati- der Besoldungs- rgs in Onsklafse !g tofU auch ge- vemlgen, sosm, "jt freni Mig Himmelsbach, Freiburg i. Br., die seit Jahrzehnten hier ein großes Sägewerk mit Jmprägnieranstalt betreibt, errichtet $ur Zeit unmittelbar auf dem Betriebsgelände die Einrichtung für eine groß 'angelegte Backsteinbrenner et, die durcb Maschinen betrieben werden soll. Nach eingehender Untersuchung durch Sachverständige eignet sich "der Boden vorzüglich zur Herstellung der jetzt so raren Backsteine und ist auch in solcher Menge vorhanden, daß er zum Brennen von Millionen von Steinen ausreicht. yirtiÄ’ teilen M 5’Jln S«, ‘•tengen^. hw- A $a», S1*«» 4 ° N $(* da bal. ä®'1 IMt da 5? «We, f», «• Welch unge- Z das.ReiL- °t, beweist unter ernten deul- ’J? das größte sMen ^itraltntonoDol rat sind ^teich verloren oaargebiet und ’-tet, um diese W ru einem ™tur zu mch-n. $ iveitveizweig- sch zur Ausgabe Wege >u dmen. ÄofjuMg, ‘ ganz Deutsch- auch Elsaß-Loth- r Geschichte, sich chast nicht mehr W Hmres KMemch-i -»not on Laubach W en BlchnübnM ertenrod vor k in doh Grünbeii mit einem BW Sahnübergang f e die Straße hm acht zu überM — Landwirt Dn- >n drohenden > 15 störrisch gem- £ ui bringen. M unb sem b» M sielen unter dm Later s^ fln W Meter weit nonbenM«n fyg endlich, 8um ^Wersaltun- ^nb zog er nDffl MS ÄS rs der J 111 15. Juni. In Maar ist die Maul - und Klauenseuche in verschiedenen Gehöften ausgebrochen. Sic ist durch einen Twnsport Ferkel aus Preußen eingeschleppt worden. Die Gemeinde Maar wurde zunt Sperrgebiet erklärt. Als Beobachtungsgebiet ist der ganze Gendarmeriebezirk Lauterbach erklätt. Der Handel mit Klauenviehist im ganzen Kreise .Lautevbach untersagt. Ebenso ist die Einfuhr von Klauenvieh in den Kreis Lauterbach verboten. Tie Ausfuhr von Klauenvieh ist nur mit kreisamtlicher Genehmigung zulässig. Kreis Schotten. r. F r e i e n s e e n, 16. Jüni. Bor einigen Wochen beschloß eine gemeinsame Sitzung von örtlichen Vorständen, zu der auch die übrigen Gemeindeglieder eingeladen und zahlreich erschienen waren, eine Ehrung der Kriegsgefallenen und der Kriegsteilnehmer. Für die Gefallenen soll auf dem alten Kirchhof eine doppelte Baumreihe, alleeartig, für jeden Gefallenen ’trl Baum, gepflanzt uno anschließend im Hintergrund vor der mit Efeu bepflanzten Wand ein Gedenkstein errichtet werden, der Kriegsteilnehmer Namen werden auf einer Gedenktafel in der Kirche verewigt werden. Wenn man sich auch über den Plan im ganzen einigte, beschloß man doch, vor der Ausführung weitere Erfahrungen zu sammeln. Einstweilen sollte eine Haussammlung veranstaltet werden. Sie ergab den stattlichen Betrag von 1885 Mark. Kreis Friedberg. X Bad - N au heim, 15. Juni. Ein Strauß-Reger-Fe st findet in der Woche vom 21.—28. Juni hier statt. Es' werden drei Konzerte mit einem auf ca. 90 Musiker verstärkten Orchester am Montag, den 21., Freitag, den 25. und Montag, den 28. Juni veranstaltet. Es gelangen folgende Werke zur Ausführung: 1. Abend (R. Strauss „Also sprach Zarathustra" und „Tod und Verklärung"; dazu Lieder, gesungen von Elena Gerhardt. 2. Abend (Max Reger» Serenade Lp. 95 in G-dur und VLozart-Bariationen, dazu Lieder, gesungen von Gertrud GeyersVach, vom Nassauischen Landesthoater, Wiesbaden. 3. Abend lR. Strauß) „Don Juan" „Till Eulenspiegels lustige Streiche" und „Ein Hcldenleben", dazu Lieder, gesungen von .John Gläser vom Frankfurter Opernhaus. Die künstlerische Leitung des Festes liegt in den Händen von Hans Winderste in. Starkenburg und Rheinhessen. = Gro ß-Gerau, 16. Juni. Die Maul- und Klauenseuche hat sich jetzt fast auf jeden Kreisort b erbrütet und nimmt immer gefährlichere Formen an. Der Schaden, den die Seuche unter den infolge der Abgabe an die Mliierten ohnehin schon erheblich gelichteten Viehbeständen anrichtet, ist unberechenbar. An die Kinder und Kranken wird von geringen Ausnahmen abgesehen, nur noch Büchsenmilch verabfolgt. Hessen-Nassau. mc. Frankfurt a. M., 15. Juni. Beim Baden im offenen Main sind in der letzten Woche nicht toeniger wie neun Personen ertrunken. mc. F r a n k f u r t a. M., 14. Juni. Der Magistrat hat einen größeren Betrag zur Errichtung von Jugendwanderherbergen bereitgestellt. me. Frankfurt a. M., 15. Juni. Die anhaltende Dürre wird, wenn nicht schnellstens Regen eintritt, am Untcrmain großen Schaden anrichten. Das Korn wird schon, ohne rechte Frucht angesetzt zu haben, von unten her gelb. Sträucher und Obstbäume verlieren ihr Laub und die Früchte fallen in großen Mengen ab. Eine ganze Anzahl von kleineren Bächen sind aus- getrocknet oder ihr Rinnsal ist so unbedeutend, daß man noch nicht einmal Wasser schöpfen kann. Die Vegetation erinnert vielfach an den trockenen Sommer 1911. = Höchst a. M., 16. Juni. Im Auto rückte in der Nacht zmn Montag eine Einbrecherbande von 10 Mann aus Frankfurt hier an und versuchte in dem Herrengardewbengeschäft von Carsch u. Co. einen Einbruch. Als ein Schutzmann hinzukam. warfen ihm die Einbrecher eine schwere Eisenstange mit solcher Wucht gegen den Leib, daß er niederstürzte. Der Beamte hatte noch soviel .Kraft, ein Notsignal abzugeben. Die Bande ging darauf flüchtig und fuhr unverrichteter Sache im Auw nach Frankfurt zurück. _________ | Mietgesuche | Lehrer an höh. Schule sucht für 1. Oktober 3 bis 4 = Zimmer - Wohnung. Schriftl. Angebote unter 010867 an den Gieß. Anz. Zimmer und Küche von kinderlosem Ehepaar gesucht. Evtl, wird Arbeit übernommen. Schr. Angeb. unter 010855 an den Gieß. Anzeiger. Möbliertes Zimmer von ölt. Herrn per sofort ober schnellüens gesucht. Schriftl. Angebote unter 010791 an den Gieß. Anz. (|t. 0^ SoinG "Äff » #1.°^ Sagen. A ***• • .» | Vermietungen | SebengebttHde für ,Fabrik und Lager geeignet. mit schönem Keller und Kontorräumen (evtl, als 2—Z-Zimr.-Wohn). int ganzen sofort zu vermieten. Näb. d. Archtt. Metzer, West°Anl. 6. &no Blechwarenfabrik hat seit voriger Woche ihren Betrieb wegen Mangels an Aufträgen eingestellt. la. Lauterbach, nichts wahr sei. Es der auf d. Der Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen. Sitzung vom 9. Juni 19 20. die Gefangenen gedrangsalt worden. Mos dies seien Gerüchte ulno Unterstellungen, an denen gar seien keine Zechgelage gemacht oz. Merzhausen, 15. Juni. Beim Arbeiten in einer Lehmgrube wurden die drei Söhne des Landwirts Keller von einer Büchertisch. — Staatsbankerott und Vermö gensrettung. Unter diesem Titel erschien soeben im Zeitfragen-Berlag, Berlin-Hehlendors- West, eine von Herrn Dr. Oscar Stilltch, Dozent an der Humboldt-Hochschule, Berlin, verfaßte Bro fd)üre, Preis 4 M., zuz. Pvrüo. — Abriß derSozialpolitik. Vor Dc. Ludwig Heyde. 176 Seiten. (Wissenschaft und Bildung Bd. 158.) Preis gebunden 5 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. 1920. — Ter Maler Feuerbach Leben, Briefe. Aufzeichnungen. Ein Buch des Anden Sens für das deutsche Volk. Wusgewählt und herausgegeben von Karl Quenzel. Leipzig, Hesse & Becker Verlag. 460 Seiten. Mist 3 MÜmissrn und 21 Abbildungen. Geb. 18 Mk. Stenographie. Steno graphie. Der Stenographen- verein Stvlze-Schreh Gießen errang beim Bezirkstag am 13. Juni in Lollar in den Abteilungen 60 Silben zwei erste, einen zweiten und einen dritten Preis; 80 Silben zwei erste und einen dritten; 100 Silben vier erste und einen zweiten' 120 Silben einen ersten und einen zweiten: 140 Silben drei zweite: 160 Silben zwei erste und einen zweiten; 180 Silben einen ersten; 200 Silben zwei erste, 240 und 340 Silben je einen ersten Preis. Außerdem wurden den Preisträgern für beste Leistungen in einzelnen Gruppen acht Ehrenpreise zuerkannt. Turnen, Spiel und Sport. Rhönturnftst 1920! Das 14. Rhönturnfest soll am 1. August I. auf der W a s se r k u p p e stattfinden. Das Vermischtes. Paris, 15. Juni. (Wolff.) Die berühmte französische Schauspielerin R 6 jane ist in Paris im Aller von 63 Jahren gestorben. * Ehezeugnisse. Seit Jahren wird viel darüber gesprochen und geschrieben, daß ärztliche Ehezeugnisse vor bem Eingang der Ehe von den beiden Ehebewerbern gefordert lverden füllten. Erst jetzt aber kommt man diesem ebenso wichttgen wie schwer durchzusührenden Plan wenigstens etwas näher. In einem Aussatz der „Münchener Medizinischen Wochenschrift" über dieses Problem weist Amtsgerichtsrat Schubert daraus hin. daß von tausend Ehen in Deutschland bisher durchschnittlich mindestens 950 geschlossen wurden, ohne daß auch nur ein Teil ein Arztzeugnis entfalte. Der Gedanke ist unferm Volk eben noch sehr fremd. Von behördlicher Seite bestand bisher nur eine einzige Maßregel, nämlich in Lübeck, wo der Standesbeamte den Verlobten, wenn sie das Aufgebot beantragen, ein von der Berliner Gesellschaft für Rasfenhygiene farabgegebenem Merkblatt aushändigt. Aus Wunsch des preußischen Ministers für Volkswohlfahrt hat nun neuerdings der Reichs- gesundheitsrat eine gutachtliche Aeußerung erstattet, in der gesagt wird, daß die Fernhaltung der körperlich und geistig für die Ehe Untauglichen von der Eheschließung ein wesentliches Mittel zur Verhütung der Nassenverschlechterung sei. Ein ganz sicheres Urteil lasse sich in vielen Fällen freilich nicht abgeben. Es genüge auch nicht, die Bevölkerung darüber aufzuklären, wie wichtig eine ärztliche Untersuchung vor der Eheschließung für beide Ehebewerber fei. Vielmehr wird ein Zwang zur ärztlichen Untersuchung gefordert, indem beiden Ehebewerbern auserlegt werden soll, bei der standesamtlichen Meldung zur Eheschließung je ein in den letzten vier Wochen vorher ausgestelltes ärztliches Zeugnis über den Gesundheitszustand vorzulegen, dessen gegenseitige Kenntnisnahme sie durch Unterschrift zu bestätigen haben. In diesen Leitsätzen des Reichsgesundheitsrates wird aber das Ziel derartig weitgesteckt, daß sehr viele schwierige Punkte auf dem Wege liegen, die sich erst sehr langsam überwinden lassen werden. Erfolgreicher dürfte ein anderer Vorschlag fein, der von der Nationalversammlung bei der Beratung des Personenstandsgesetzes mit behandelt wurde. Dieser Vorschlag, der in erster Lesung angenommen wurde, geht dahin, daß der Standesbeamte den Verlobten und denjenigen, deren Einwilligung nach dem Gesetze erforderlich ist, vor Anordnung des Aufgebots Merkblätter aushändigt, bereu Wortlaut vom Reichsgesundheitsamt festgelegt wird. lieber die bereits in Lübeck bestehende Einrichtung geht der Antrag insofern heraus, als er auch em Merkblatt für die gesetzlichen Vertreter minderjähriger Bräute bestimmt. Wenn auch die Verteilung von Merkblättern nur einen kleinen ersten Schritt in Sachen der Ehezeugnisfe darstellt, so dürste doch schon die allgemeine Durchführung dieser Maßnahme von segensreicher Wirkung sein. Vereine und Veranstaltungen. Q (Gebern, 14. Juni. Unter der Leitung von Lehrer S ch n i e r I e fand am Sonntag nachmittag die Frühlingsfeier der Schuljugend statt. Auf einer im Wall>esgrün versteckt liegenbcn Wiese kamen durch die Kinder einige Frühlingsfestspiele zur Darstellung. Eine zahlreiche Menge, darunter auch das Erbprinzenpaar zu Stolberg- Wernigerode, das vor kurzem im hiesigen StUosfe Wohnung genommen hat, hatte sich eingestellt und folgte mit gespanntem Jntevesse den wohlgelungenen Darbietungen. Tfer evangelische Kirchengesangverein sowie der Männ>?rgesangverein „Lieberkranz" brachten verschiedene Frühlingslieder zum Vortrag. Die Veranstaltung darf als ein Muster edler Volksunterhaltung und Volksbildung angesehen werden. h. Nidda, 15. Juni. Die Volks Hochschule veranstaltete am Sonntag, 13. Juni, ihr zweites Konzert. Dieses Mal hatte sie das Schüle- rttrnenvrchester der Biktoriaschule zu Darmstadt gewonnen. Die Leistungen dieses Orchesters gingen weit über das, was man von einem Difettantenorchester erwartet, hinaus. Besonders heben wir das Andante aus der 5. Symphonie von Beethoven Turnen, zu dem alle Vereine, die der deutschen Turnerschast angehören, zugelassen i'inb, wird in 2 Stufen abgehalten: a) Oberstufe: Turner übet 18 Jahre, Vierkampf: 1. Sfeinstoßen 30 Pfd. 4—7 Meter, 2. Dreisprung 9—12 Meter, 3. Hochsprung m. Brett 1,30—1,80 Meter, 4. Saufen 100 Meter in 12—16 Sekunden. Sonder kam ps: Weitwerfen mit dem kleinen Ball. 48 Punkte berechtigen zum Preis. Obmann: Dberturnroart Schnäbler, b) Unterstufe: Turner der Jahrgänge 1903, 1904, 1905, 1906. Dreikampf: 1. Hochsprung m. Brett 1,10—1,60 Meter. 2. Layfen 100 Meter in 13—17 Sekunden. 3. Stemmen 50 Pfund zweiarmig. 38 Punkte berechtigen zum Preis, c) Mannschaftskämpfe: Oberstufe: Eilbotenlauf um den Pfahl (4 Teilnehmer). Beste Mannschaft erhält den Wanderpreis. Zur Teilnahme an dem Sonderkampf und beit Mannschaftskämpfen berechtigen in der Oberstufe 40 Punkte, in der Unterstufe 30 Punkte, d) Spiele: (Schüler unter 14 Jahren) Schlagball ohne Einschenker nach den Spielregeln für Volks- und Jugendspiele. Die beste Mannschaft erhält den Wanderpreis. Zur Teilnahme find alle Schulen berechtigt, Heinere Schulen können sich miteinander verbinden. Alle Anmeldungen sind spätestens bis zum 24. Juli 19 20 an den Kassenwatt Eduard Kaufmann, Fulda, Buseckstr. 7, zu richten. Für günstige Bahnverbindungen wird gesorgt. den. Man habe sie wegen der drohenden Haltung der Bevölkerung liegen gelassen. Mit dem Schießen hätten sie die Flüchtigen warnen wollen. An ein Festhalten der Gefangenen sei nicht zu denken gewesen, die hätten sich an nichts gekehrt. Nach Thal sei es, wjie der Beklagte ferner sagte, mit einer Flakbatterie gegangen. An dem Auto sei ein Totenkopf gewesen: von einem Standgericht bet Studenten sei ihm nichts bekannt, ebensowenig seien sich lösenden Lehmwand begraben. Der älteste Sohn, der im 30. Lebensjahre unb vor der Hochzeit stand, wurde infolge Genickbruches getötet, der zweite erlitt einen Beinbruch, während der jüngste sich retten konnte. oz. Kirchhain, 15. Juni. In einer Kreistag s s i tz un g wurden die Anleihe bedin- gungen für die Ueberlandzenttale, die Verhandlungen mit der Versorgung mit Elektrizität angrenzenden vberhessischen Orte besprochen. worden. Auf Befragen des Klägers meinte der Angeklagte, daß die Leute unter sich anscheinend den Gedanken gefaßt hätten, sie würden ohnedies erschossen. Die 'Gefangenen habe man mitgenommen, weil sie Lebmsmittel mit Gewalt geholt und weil sie als rote Garde verdächttg gewesen seien. Auf Einwand der Verteidigung bekundete der Beklagte, daß immer veiftucht worden sei, die Durchgänge: festzuhalten. Eine gewisse Aufregung könnten sic wohl mcht leugnen, weil es, wie schon erwähnt, immer rechts und links geknallt hätte. Die Reichswehr wäre deshalb, wie er gehört, sehr erbittert gewesen. Die weiteren Vernehmungen erffcreeften sich auf die genauen Einzelheiten der einzelnen Erschießungen. Der erste Gefangene namens Horn- schuh sei ausgerissen, als sich seine Begleiter eine Zigarette anz ün bet en. Man habe sofott „Halt" gerufen, das hätte nichts genützt, der Flüchtling fei in einen tiefen Graben gesprungen. Der Vertreter der Anklage fand es merkwürdig, daß bei dem Nebel und dem Tumult die Schüsse alle so gut getroffen hätten. Der Beklagte Engelbrecht sagte, daß er einfach in den Graben geschossen habe, ohne die Msicht, den Mann zu treffen. Die Gefangenen hätten zum Teil bei dem günstigen Gelände Gelegenheit zum Entkommen gehabt: manchmal feien Bahndämme, Hecken, Gräben usw. in der Nähe gewesen. Mit ihrem schweren Gepäck unb ihrer großen Müdigkeit seien sie, die Begleiter, auch gar nicht in der Sage gewesen, den Flüchtlingen zu folgen. Nach Hvmschuh feien die anderen Efefangoneu immer rechts und links ausgerissen. Der Angeklagte Brand meinte, die Verhafteten dürften besonders durch die ErmuttgUng^ der Bahnarbeiter in Mechter- stedt, die „Oho", „Haut ihn" und sonstige Schlachtrufe ausgestoßen hätten, ermutigt worden fein. Seiner Ansicht nach sei die Reichswehr nicht aufgebracht gewesen gegen die Gefangenen, das seien andere Leute, die Uniform trugen, gewesen. Sie, die Angeklagten hätten sich streng nach den Vorschriften gerichtet. Andere Truppen hätten eine Menge Gefangene gemacht, die in Gotha sofort wieder freigelassen wurden. Im Bad Thal sei gesagt worden „Ihr habt aber die flüchtigen!" Auf Befragen gab der Angeklagte an, daß die Gefangenen zunächst die Arme hätten hochhalten müssen: fpätar hab: man Rücksicht auf ihre Beschwerden gekommen. Dec Angeklagte Kraus sagte, daß er 50 Meter hinter einem Ausreißer hergelaufen sei, als er hin- gefallen, hätte er die Verfolgung eingestellt. Er habe auf die Beine der Flüchtlinge gehalten. Damit wurde die Vernehmung der Angellagten für heute geschlossen. Für morgen ist ein Augenscheinstermin in Thüringen vorgesehen. Hoeh-chrilnachrschten. mc. Frankfurt a. M., 15. Juni. Die sozial- und handelswissenschaftliche Fakultät der Universität hat den Professor und Studiendirektor an der Handelshochschule in Leipzig, Dr. Abraham Adler, arrläßlich seines 70. Geburtstages um feiner Verdienste um den deutschen Handel willen zum Ehrendoktor ernannt. gemäß Ortsgruppe II des getroffenen Abkommens zu bezahlen. Sitzung vom 10. Juni 19 20. 1. Die bet der Gesellschaft für Beton- und Eisenbetonbau m. b. H. in Gießen ftattgefimbene Wahl des Betriebsrats wird für ungültig erklätt. Binnen acht Tagen ist ein neues Wahlausschreiben zu erlassen. 2. Den Angestellten der Alsfelder Kaufmann- schäft des Einzelhandels ist mit Wirkung vom 1. dlpril auf die Tarifgehaltssätze vorn 12. Januar 1920 eine Teuerungszulage von 40 Prozent für Angestellte bis zum vollendeten 26. Lebensjahre und von 50 Prozent für über 26 Jahre alte zu zahlen. 3. Der Einspruch des Karl Kaut in Lauterbach gegen die Kündigung der Firma R. u. M. Wegener in Blitzenrod wirb verworfen. 4. Den Arbeitnehmern der Schlossereien F. W. Möller, Wilhelm Heiliger unb Hermann Hardt in Lauterbach ist mit Wirkung vom 1. Juni im ersten Jahr nach beendeter Lehrzeit 1,70 Mk., bis zum 20. Jahre 2,10 Mk., bis zum 22 Jahre 2,40 Mk., übet 22 Jahre 2,60 Mk., seMändigen Gesellen 3,20 Mk. Stundenlohn zu zahlen. 5. In Sachen des Gewerkfchaftsbunds der Angestellten gegen die Vereiniguna der Jndusttie, der Groß- und Kleinhändler Friedbergs sowie des Detaillistenvereins tBad-Nauheim erklärte sich der Schlichtmtgsausschuß für zur Zeit unzuständig, weil die nach dem Tattfverttag vorgesehene Vorentscheidung, die binnen 14 Tagen herbeizuführen aufgegeben wurde, nicht vorlag. Der im Tarifvertrag vorgesehene Ausschuß hat zunächst, feftzustellen, ob eine erhebliche Aenderung in den notwendigen Aufwendungen für die Lebenshaltung inzwischen entgelteten ist. unb das Menuett aus der 5. «Ästnphome von Schubert hervor. Dazu stand das Spiel der Damen Antonie Voges (Violine), Dora Dietttch (Klavier) und der Gesang von Ruth Webet auf künstlerischer Höhe. tt. Schlitz , 14. Juni. Am kommenden Sonntag findet hier das Bundessängerfeft der Fulda-Rhön-Sängetvereinigung statt. Der Vormittag wird ausgefüllt sein mit der Defegiertentagung, dem Einzelsingen der 15 Bundes vereine und der Probe für den Gesamtchor. Nach einem Festgottesdienst am Nachmittag, wobei die .,Hymne" von Mehnl zum Vortrag kommt, wirb auf imferem altertümlichen Marktplatz, nach einer Begrüßungsansprache durch unser StadtoberHaupt, der Gesamt chot „Die 'Sänger" gesungen werden. Sodann wirb sich der Festzug durch die Sttaßen unsrer Stadt zunt Festplatz an der Turnhalle bewegen, wo nach bet Festrede das weitere, reitf)faltige Programm sich abspielen wird. Die Leitung der gesanglichen Darbietungen liegen in den Händen des Musikmeisters Leber aus Fulda. 1. Der Anspruch oes P. Schramm in Gießen Wiedetemstelluntz bei der Hoch- und Tiefbaugesellschaft, vorm. Heinttch Winn & Co. in Gießen, wirb abgelehnt. 2. Dem Einspruch des H. Rehn in Karlsruhe gegen die Kündigung der Versorgungskuranstalt in Bad-Nauheim kann nicht stattgegeben werden. 3. Den Arbeitern der Zimmergeschäste und Sägewerke Krömmelbein II., Johannes Henkel II.. in Lauterbach, Konrad Stöppler II. in Wallenrod Heinrich Metzen darf in Schlitz ist mit Wirkung vom 6. April 1920, soweit sie als Zimmerleute beschäftigt werden, ein Stundenlohn von 3,60 Mk., ebenso den Arbeitern des Zimmergeschäfts Schindler tn Steinbach ein solcher von 4,60 Mk. zu zahlen. 4. Die Firma Heinttch Metzenborf in Schlitz wird verpflichtet, den entlassenen Betriebsobmann Heinrich Thamer in Schlitz sowie die Zimmerer Fehr, Kumpf und Trabes weiter zu beschäftigen evtl, durch Arbeitsstreckung im Sägewerksbettteb. Bet Ablehnung der Weiterbeschäftiglung ist eine Entschädigung von 350 bzw. je 300 Mk. zu zahlen. 5. Den Arbeitern der Fretherrlich Riedeselschen Brauerei in Lauterbach und der Gräflich Görtzschen Brauertt in Schlitz sind dieselben Löchte wie in Lick Gerichtssaal. Die Gefangenen-Erschießung in Thüringen. [1 Marburg, 15. Juni. Wegen der schon viel erwähnten Erschießung von Gefangenen gelegentlich der März-Unruhen in Bad Tchal in Thüringen, die durch Angehörige des Marburger ^itfreiwilligen-Bataillons erfolgt fein soll, trat heute früh im großen Saale des Landgerichts das Kriegsgericht zu einer Sitzung zusammen. Den Vottitz fühtte Kriegsgettchtsrat Reiff, die Anklage vettrat Dr. Suröen und die Verteidigung hatte Dr. Luetgebvune übernommen. Ms Anaeklagte erschienen der Stud. Göbel und 13 Genossen. Die Angeklagten heißen: Göbel, Jahn, Kraus, Heeraber, Bugge, Schüler, Engelbrecht, Springer, Blum, Nedelmann, Koch, Völker, Voß und Lange. Ihnen wurde zur Last gelegt, am 25. März bei Mechterstedt in Thüringen ohne Berechtigung von ihren Waffen Gebrauch gemacht und Gefangene erschossen zu haben. Der Führer Göbel machte Mitteilungen über den Ausmarsch des Bataillons, die Ankunft in Thüringen unb ben ihm von Oberleutnant Baldus übergebenen Auftrag, die 15 Leute, die in Bad Thal verhaftet worden seien, nach Gotha zu transpottieren. Man habe die Leute in einen Leiterwagen gesetzt und diesen an das Auto gehängt. In Settelstebt, wo übernachtet wurde, seien die Bewohner auf die Gefangenen wütend gewesen. Am nächsten Morgen sei der Transport bei dichtem Nebel weitergegangen, insgesamt feien es 23 Transporteure und 15 Gefangene gewesen. Er.schildette dann ferner, wie Schüsse fielen. Er hätte fest- gestellt, daß diese auf Fliehende abgegeben worden feien. So laute ja auch die Jnstruktton. Von beiden Seiten seien oft von Unbekannten Schüsse abgegeben worden. In MechtersteLN seien sie sogar offenkundig bedroht worden und hinter diesem Otte feien dann wieder Gefangene durchgegangen und es fei auch auf sie geschossen worden. Hinten und vom feien Gefangene durchgegangen es sei ein großes Geschrei gewesen. Die letzten acht Gefangenen feien gewarnt worden, trotzdem seien sie auch ausgettsfen und zwar nach allen «Seiten. Es sei immer auf sie geschossen wvr- Möbl. Zimmers möglichst mit Pension, gesucht. (Ktnvierbenutzung erwünscht.) Angebote an Wanner, Cafe Amend. Leeres Zimmer gesucht. Schriftl. Angeb. une. 010804 a. b. Giek.Anz. | Stellenangebote | Be*eeree Müdchen gesucht, das etwas kochen kann. Gutes Gebalt. kleiner Hausb. <3 Pers.). Zu Hause 12—3 und 6—8. Frau Major Claus, OK»™ Ost-Anlage 36. Wir vergeben die vro- otfionöroelfc 6563 Vertretung UN lerer Fabrikate f.Ober- Hessen u. Hessen-Nassau. VauemMe- u. GenuloiD- roßreofaötil Holzwartb A. Co., Qbertürkbcim. 1 Zimmermädchen 1 Köchin gesucht Hotel Prinz Carl, 010870 Gießen. Anstand. Mädchen für 8 Stunden norm, gesucht. Frau Stückratb, 6594 Asterweg 47. 4-5 kWlge SWMl für Hochofeuarbeit für sofort gesucht. Schriftl. Angebote unter 6631 an den Gieß. 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Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelmine Freifrau Roeder von Diersburg geb. Freiin von Nordeck zur Rabenau Karl Freiherr Roeder von Diersburg, Rittmeister a. D. Benigna Freifrau Roeder von Diersburg geb. von Hartmann-Knoch und ein Enkelkind Ilse von Hombergk zu Vach Henn von Hombergk zu Vach Egenolf Freiherr Roeder von Diersburg, Major a. D. Diether Freiherr Roedervon Diersburg, Generalleutn. a.D. Hermine Freifrau von Nordeck zur Rabenau geb. Freiin von Nordeck zur Rabenau. Die Einsegnung findet am Donnerstag den 17. Juni, 3.15 Uhr nachmittags, auf dem alten Darmstädter Friedhöfe in der dortigen Fried- HD hofskapelle statt, Beerdigung anschließend m7 Von Beileidsbesuchen bittet man freundlichst Abstand nehmen zu wollen. MwtaMsqetlta Ortsgruppe Gießen. Nächsten Donnerstag, den 17. Juni, abend 8*/z Ubr findet im GcwerkschastsbauS unsere KMWMM statt. Nichtmitglieder sind freundlichst eingeladen. Frau Stadtverordnete Lorenz, 010854 Vorsitzende. Ncuausnabmcn werden in der Wohnung Krosdorser Straste 28 entgegengenommen. G , flb -• Heute letzter Tag: 1 Harry Hill in: Der Prozeß Worth Detektiv-Sensationsfilm in 5 Akten. .Caittalieiiler Feuer* Lustspiel in 3 Akten. Ab morgen ein Programm, wie oh <■ teilen netten gesehen hat. .OssiOswalda ? die Königin des Humor«, der frcchwle Frechdachs der Frechdachse in W Meine Frau-disFilmschauspielßrin Lustspiel in 3 Akten. G Regie: Ernst Lubltsch. A GaBeotto Ein Film für Alle (auch für die, die MM den Film als ein Kunstwerk be- zweifeln), in 1 Vorspiel u. 4 Akten. In der Hauptrolle: W Hedda Vernon ÄX’i” Vorachledene Kritiken: ÖSk ..Cialcotto** ist eigentlich kein Film, cs ist ein Stück Leben in seiner Tragik. Wahrhaftigkeit und wuch- xiicr tigen Schicksale. 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FlnrlNr.H61°-128qm Einsahn, in der Wetz- steingasse Ihiervon dte ideelle Hälfte). Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel angeschlagen und kann während den Geschäftsstunden bei unS eingefeben werden. Giesten, den 7. Juni 1920. Hessisches QrtSgericht. Mittwoch. 16. Zum 1920 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) Nr. 139 Schweiz, Berlin Abend» Wuenb» Schluß- Schluß 182,12 291,50 ** Frankfurt o. M., 16. Sinti. In oct u n g der M i t- fr^njrv- die w i r e Ziehungen mitRumänien wieder aufzunehmen. Fortsetzung 58 ^Nachdruck verboten.) 27,15 88,10 22,03 bei- des den darf. Bei der «ogemr-ärtigcri Gefahr c er wci teren Senchenver schleppu ng ist bk ftrep.-jt. June Migehörigkcit, auch mcnn sie als freie Ar" ei er entlaßen, sorveit sie gewillt sind, an bcm tey.en Al>- tra isport teilzunehmen, sofort in eitnng ihres Arbeitgebers ober des en Deaußt agren zn>ecks AL transport in ihre Heimat dein 2a -er Nie bei-wehren 27,09 87,90 21,97 317,15 699,30 669,30 869,10 189,80 223,25 157,80 40,20 303,20 729,25 166,80 27,05 88,15 22,22 auf dem 23ctc der Geiechtigkeit und Vil' gk il vermöge der in der Ne'chsrerfas u g vo gee enen Mittel. Der Hessische Vo'lslund lehnt iii-_be.oi.be. e jeg lichcn ausländischen Einfluß aus diese rein d-eutsche Angelegenheit unb'biigt ab. gfirltfi . . . . Amsterdam . Aop.n agen. Stockholm. . 'Zbieit .... Spanien Wien (a(ies) .... Teutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest T-ulgutien...... konstant.nopel. . . . 317,85 700,70 670,70 870,90 190,20 223,75 158,20 40,30 303,8'3 730,75 168,20 Frankfurt a. UL, 15. Ium. Devisenmarkt. 325,35 688,20 650 65 890,90 185,20 2.'8,75 160,70 40,92 310,39 740,75 670,70 Kurs $4.6. 79,75 74,50 65,- 14.6. 13,75 6,95 15,25 12,- ihrem freien Willen zu byeinträch i,en gedenkt. I 6. Der Hessische Vclksbuid erftr b bvec? Ziel 324,65 714,30 686,80 889,10 184,80 228,25 160, 0 40,82 30.1,70 739,25 669,30 Kurs 14.6. 79,75 73,80 65,75 74,25 155,- 278,- 205,- 17 1,50 143,50 159, 27,15 88.35 22,28 Börsenkurse. Frankfurt 282, 183,50 242,- 411, — 46 ,- 3,6,- 290, - 176,- 400, - 211,50 259,- 221,- 5"'..'Deiit.Prieens. Er fordrt deshalb die Pf ege bed Herma.gefühls und des Hcima.schnves i.i jeder Form. 4. Der Hessische Volksbund erstrebt in dem Benin ßt sein, daß der hes ische Volksstamm seit Me.i- schengedeuken eine ber bedeutsamsten Verl5.Porungen des Tettschrums gemeiCii ist, die Wiedervereinigung aber von Hes-en lv.vohnten Gebiete ru einem lebens- und leistungsfähigen Gliedstaat des Den.scheu Reiches. kundigmrgvi zu der Ansicht fflcngt fei, datz die alte Dame nach Italien weggesch'eppt worben sei und datz ich die Ab'icht habe, an selben Dl'eno noch yu ihrer Besr.iung abymxie-i. Schlietzlich wies lch ihn noch an, ihre Sachen nicht ans ber Hand zu geben und tru ete ihm an, datz ihm bas nicht zum Nach eil ge Freude v-rward-lte sich bad in tas Geg-enteil: zuerst langweilte er mich mit feinen Gemeinplätzen und nächster regte er mich mit fernen hartnäckigen L.arlnotlernugea. Datum: 157,50 18', 25 176,25 252, - 273,50 300,50 275, - 191,50 239,50 410,- 467, - 354,50 290,- 178,50 393,- 205,- 233, — 218,- 83,75 298,- Kurs 15. 6. 79,75 74,- 65,56 75,- 154, — 279,- 20 ■ ,50 173,- 5. Ter Hes ische V. lksbund lehnt jede Zwangs- toirkuug ab. Wenn er die Vevünigung des ebe internationalen Anleihe zur wirtschaft idxm Wic- beraufrichtung Frankreichs unb Dmt.ch.'ands einen gewissen günstigen Einguß zuzu'chreib.m. Bei dem Fehlen von Abgebern bcwirkt.m schon geringe Kaufaufträge, namentlich für einzelne Farbwerte und Svezialpapiere recht ans.chn iche Kursbrsfe- rungen. So stiegen Vismarckhütte um 16, Lothringer Hütte und Vhönir um 9, Oren stein unb Koppel um 13 Prozent. Bei abnehmender Geschäftstätigkeit b.iebcn ailerdings die ^.'roinne nicht voll behauptet, aber ber feste Grundcharakter konnte sich allgemein erhalten. Am Anlagemarkt behauptete sich der Kursstand. Frankfurt a. M., 15. Juni. (Börsen- stimmungsbil b. Auch an ber Abendbörse erhielt sich bie vorwiegend feste Stimmung. Die Aktien des Norddeutschen Lloyd sand n bei regerer Nachfrage eine Kurserhöhung von 8 Proz. 182 bis 184. Hamburg Pakestahri waren mit l9O1/3 bis 192l/2 plus 10 Proz. Kursbesserungen erzielten ferner Montanpapiere, von denen .Har- pener 282 bis 285 plus 7 Proz., Oberbedarf 194*/z, ferner notierten Gelsenkirchen 302, Deutsch Luxemburg 279. Gebessert gehen Felten und Guilleaume hervor, 400, auch Ak.ümulatoren fest 406. Deutsch Ueberfee büßten 15 Proz. ein, 790. Unter ben übrigen Jn^ustriepapi ren sinb Zellstoff Aschaffenburg anzuführen mit 3)8, 8 Proz. gesteigert. Höher gingen Schuhs. Aug. Wessels 200, plus 5 Proz. HolzverLrhlung stiegen um weitere 4^2 auf 3641/2, Scheid.anstalt 52 , 2 Proz. höher. Daimler Motoren 210 stcl t n sich 5 Proz. höher. Auslandspapiere ruhiger. Scha.itung 642Vs, bto. Genuß 2990 plus 50 Mark. Otavi Minen sest 800, bto. Genuß 688. Unter den Banken erhöhten Berliner Handelsgese lsttmst ihren Kurs um weitere 5 Proz. aul 205, National!», f. Deutschland 1441/3 zogen 21/? Proz. an. 5proz. Relchs- anleihe 793/i. Deutsche Petroleum abgesd>wächl 625 bis 619. 176,50 253,- 280,- 300,2.5 256, - 190,- 24 407,- 459,- 352, - 286, - 173,- 403,50 215, - 250,50 257,- 86,75 299,- igetoiintung des Arisehens in ber Welt, beruhend auf der erneuten Achtung aller Völker vor noch und werden schriftlich geführt. Die schwarze Sckxmach. Saarbrücken, 15. Juni. (WTB.) Zu einer aufregenden Szene kam es gestern nachmittag. Ein farbiger französischer Soldat belästigte am Hellen Tage ein Mädchen unb hatte ihm bereits die Kleider zerrissen, als ein französifcher Offizier hinzukam unb ihn festnehmen wollte. Der Farbige zog hierauf sein Seitengewehr gegen ben Offizier, wandte sich jedoch zur Flucht, als mehrere Soldaten herbeieilten. Trotz nachge- sandter Schüsse entfloh er, konnte aber später festgenommen werden. Eine ungarische Polizeiaktion. Budapest, 15. Juni. (WTB.) Der Hon- vebrninister Soos teilte in ber Nationalversammlung mit, baß er zwei Jnsanterieregimenter und acht Husareneskadrons in bas Gebiet zlvischen Donau unb Theis enlfanbt habe, um es von Verbrechern zu säubern. Bei bieser Gelegenheit seien auch mehrere an ben kommunistischen Umtrieben beteiligte Personen verhaftet worben. Der Minister erklärte bann noch, bie Aktion zur Unterdrückung der Verbrecher werde mit aller Energie fortgesetzt. Er betonte schließlich, daß das Militär Hand in Hand mit dem Bürgerttrni auch die l e tz- ten Wurzeln des Bolschewismus ausrotten werde. Die Lage in Albanien. Rom, 15. Juni. (WTB.) Nach ber „Epoca" ist ber 12. Juni in Albanien ruhig verlaufen. Man glaubt aber, daß bie Aufrührer neue Angriffe vorbereiten. Porto Palermo wurde nach der Zerstörung des Kriegsmaterials, das nicht mitgenommen werden konnte, durch die italienische Garnison geräumt. Wiederaufnahme der bulgarisch-rumänischen Bezihungcn. Bukarest, 15. Juni. (WTB.) Die bulgarifcheRegierung hat beschlossen. ert Trimbo-n über wh- Rückführung von Kriegsgefangenen. Tas Kreisamt weist nochmals darauf hin, baß sämtliche Kriegsgefangene .e.ti,dc Staats Aus iKfiem Die Leitsätze des Hessischen Volksbuudes. 1. Der Hessische Volksbund erstvebt bie Mitarbeit am Neubau des Deutschen Reiches, beifen Zusammenbruch durch bestimmte Mängel der bisherigen staatlichen Gliederung mitbebingt ge.vesen ist. Diese Mängel bestanden «erstens in dem Vorhandensein einer Mehrzahl kleiner unb kleinster Bundesstaaten und ziveitens in dem lieber gewicht unba k ar A fg b- Dm schwebnt«n Ve Handlungen wc.l t>aj Blatt nid). uji-ju‘iHn. al3 ihre Meinung spricht aber die „Germania" auS, daß der Au trag Trimbocns wivergchi'nder ged ach: sein mnse als ihn Müller und Heinz? autlaßten. Es müßte doch schließlich eine Negierung zustande gebracht werden. Triniborns Ausgabe fei nicht zuletzt darin zu erblicken, dieser lieber Beugung bei' einer ausreichenden Zahl von Paririsührern zum Durchbruch und zur politischen Auswirkung zu verhelfen. Als nächst!iegenter Weg sei die Wiederaufnahme ber früheren Koalition zu bezeichnen. Dazu gehören natürlich vor alem bie MehrHeils- sozialisten. Unter Hinweis auf bie F?ststelllmg ber am Sonntag abgehaltenen sozialdemokrati- Gewitz hat sie'S cingestanden. Si? hat auch gesagt, sie Mächte das nicht zum jnxitcn Male versuchen, nxil Sie ihr eine wcchoe Dooesangst elngeslötzt Haben. Mimms lachte daraufhin so laut, datz bxe Gäste, bie am Schanktische standen, sich umtoanbten und zu uns herschauten. Nicht so laut, Herr Mimms, wehrt- ich ab, wir erregen ja bie allgemeine Aufmerksamkeit. Bitt 'um Verzeihung. Sxrr Doktor, entchul- digte er sich, ich t>ab' mich cm wenig vergessen -- aber das hat sie wirllich gesagt? Na, da müßte es eine Frau fd>an schlauer anfangen, als bx c-a. wenn sie d m Wille,'m Mimms diese Sachen aits- spannea will, oafdpn ich zugeb n mutz, daß sie sich nich uirge'chickt bri ber Geschichte benommen Hat. Jawohl, eritriberte ick). Ich ^ibc übrigens nicht viel Zeit übrig, unb so mutz ich mich etwas kurz fas en Damit erzählte ich in wring Worten, atme fre fünfzig Pfu id zu erwähnen, die ich Simpkins bezahlt 'hatte, de Vorkommnisse in Putney, und wie wir um ein Haar die Gräfin angetvofsen hätten. Ich fügte hm-u, datz ich nach neueren Er- übergab mein G-pack einem Träger mit der Anweisung, einen Eckplatz in einem Raucherabteil für mich zu belegen und stellte mich vor dem Bahn- hos an einem Punkte auf, wo ich alle Antammen- itn beobachten kannte. Tie Minuten verflossen, Wagen und Drvsch.^cn fu'hvrn in ra cher Reihenfolge vor, unb mein Mut bigmn mir langsam zu sinken, als meine Gräfin immer noch nicht erschien. Ich blickte auf bie Uhr und schütt-lte betrübt mein Haupt. Es fehlten nur noch zehn Mmuten bis zur Absahtt des Zuges. In die em Ang nblick fufrr ein SB*) gen oor, dem ein mi! -ahlrci.hem Gepäck teiabeiet Privat- vmnibus folgte, in dessen Inneren einige Brrne.it- saßen. Ebe ich mir br Tat ache recht bewußt wurde, war der LaLai vom Back gesprungen und ritz den Wagensd)!ng aus, und h-raus stiegen der Margu's te B invi'liers u d fer c Schwägerin, letztere von Kopf Ins zu Fntz in IdObare Zabel- pelze gehüllt. Ein halb Tutzend tzX'Päckträger stürmten auf dem Omnibus zu. eine Zo'e eilte zur jungen Grä'in unb befreite sie von ei:er Hrnc» tusche. Tic Grälin selber, olme nach rechts aber links zu blicken, eilte rasch an der Seile oes Marquis in-den Balmhof. (Fortsetzung folgt.) fd>en Parkerkonferenz, daß sie die Koattttons- potttrk gegenwärtig als unmöglich betrachte, kommt die „Qtermania" zu dem Schluß, daß die Ablehnung der Mehrliettsiozialisten geg-n.iber der allen Koalrtionspolitik keine grundsätztid)e, sondern nur eine vorübergehende sei. Die Stillegung in Der SchnhinDustrie. Berlin, 14. Junr. Der SBirt* s ch a f l s b e i r a t b e i m N r i ch s w i r t f d) a s t s- rr i n t ft e r i u m beriet kürzlich über die Maß- rahmen, die zur Vermeidung der Stillegung von <. rieben getroffen nn-rben können. Besonderes I. teresse beanspruchte ein Bericht des Staatssekretärs Hirsch, der ausführte, daß bie Stilllegung bet Pirmasenser Schuhfabri- k e n keineswegs auf Unternehmer sadolage zurückzuführen sei, jmtbern latsächlid) durch die augenblicklichen Verhältnisse bedingt werde. Zwei Wege zur Abhilfe müßten ins Aigs gefaßt werden. lV'i dem einen, die Schuhaussuhr ftci.iugeLen, mii Te man jedoch ad sehen, weil der Inlandsbedarf bei weitem noch nicht gedeckt sei. Die zweite Möglichkeit, die ausgenützt werden mü|":e, liege darin, bie Schuh'mbustrie durck) Auftrage bes Rei- (Jn einem Teil der Auflage wieb:rholt.) Die Versuche Trimborns. Berlin, 15. Juni. Di- „Germania" schreibt zur Kabinettsbildung, bie bisherigen Verhandlungen hätt.n die politische Lage, wewn vielleicht auch geklärt, so doch nicht ge= Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 81 vom 15. Juni enthält: Durchführung der Bestimmungen des Friedensverlr^e^: Anmel bung und Beschlagnahme von Wertpapieren unb Urkunden. — Maul- und Klauenseuche in Leihgestern und Holckieim. — Schasräude. — Betrieb und Beimtzung der für den 5kxeis errichteten Abdeckerei. — Aufstellung der Gemeinde Voranschläge. — Nückführung von Kriegsgefangenen. Fragen nach der Gräfin aus. Die Sachlage faitte sich eit unserer fr ben Zusammeikunst stark ber» sckwleu, mtb mmmdfn: empfand ich seine ziemlich unuerblümton SKniKittungen über biefe liebliche Frau als Frsck<«it. Ich- lictz ihn sck>lL'ßlich ziemlich unvemtet sitzn, zündete mir eme Zigarre im De'ibül des 5klubs an urtb fettenderte langi'am lieimwärts. Die letzte Post war schon «nidgctragen wordm. Eine Anzahl von Briesen lag auf meinem Schreibtisch, doch war feiner van ber Gräfin darunter. „Na, er wird sicherlich morgen fvül) ein- treffen/' sagte ich mir und tn-dote bann nicht weiter darüber nach. Ich ging bald zu Bett und erwackste b-izci en am fbtgertben Morgen. Ick? satz beim Frühstück, als id> ben Briefträger durch ben Vorgarten kommen hörte. Aber er brachte nur bie Zeitung und entfernte sich wieder. „Seltsam!" sagte ich mir fdjon, a'8 mir plötzlich ein Ged.'mke Run. „Teufel noch einmal sie 'bat ja in ihrem Telegramm lisch.s von einem Dries ertoälntt. Sic chu mich nur gebet n, honte mit lern Morgenschncl zug zu sä'ren; fte wnd natürlich am Valnl'hos sein, um mich zu trefjvn Was ich doch für ein bummer Esel bin, batz ich nicht früher d'.vrn gÄ>acktt habe!" D'L Ergeonis bei'5 tröGlichen 0!edrufens war, datz ich am El-aring Croö-BÄrhof eine halbe Stunde vor Abgang des Zuges eintoaf. Ich biese Weise auch ben anderen mit Stiliegung bedrohten Industrien ein Beispiel zu geben, wie man die Stillegung vermeiden kann. Engliidie Nahrungsmittkl für Dcutsdsland. Berlin, 14. Juni. Vor kurzem ist Gebeimrat Merz vom Ernährungsministerium ; in Lvridon gewesen, um im Auftrage seines Nessorts mit den dortigen Stellen zu verhandeln. .Herr Dr. Merz bat erreicht, daß ILngland uns einstweilen 9500 Zentner Weizenmehl liefert, sich aber bereit erklärt hat, weitem Mengen ?u liefern, wenn wir zugleich australisches Hammclsl.i ch und Speck unter entgegenEommenben Zahlungsbedingungen aLnehmen. Die Verhandlungen Darüber schweben aller Sonderrechte wie jeglidter Vormadst unb Kvntrollinstanz außer berWenigen bes Reiches. 8. Ter Hessische Vollsbnnb fordert für den Gliedstaat Heßen auf dem Boden der Ne'chSverfaf- jjr.tg und nach dem Grundsatz der gleichmäßigen lVerteilung von Recht und Pflicht nicht nur das Recht ber Selbstverwaltung. unt> zwar burch einheimische Beamte in jedem Zweig b-r Staatsfunk- tion, sondern auch das eilige der Selbstgcs tzgebung auf ben Gebieten bes Landesn-chts. ber Sir die und bes Unterrichts, des Bau'wesens unb ber Kunstfürsorge, ber Landwirtschaft und Forstkalttn, einschließlich dos Rechtes der Erennung vpn Rickstern iuid Staatsdienern. Der Hesttsckie Volksbund beansprucht für den deutschen Gliedstaat Hessen die Verwaltung des Landespermvs.ens, des an Ver- toenbuug im Laubesinteresse, und bas Recht der Steuererhebung im Rahmen allgemeiner Reichsgesetze. 9. Der Hessische Volksbund erstrebt für bas Reich eine einheitliche Zn antmenfaffung berjenigen allgemeinen Angel-egenheiien, bie ihre Durchführung naturgemäß in ber Reichsgowalt finbeit müssen. Aeutzere Polilik, biplomatische Vertretung, öffentliche Gesunbheitspflege, bürgerliche^ soziale, Sttaf- unb HanbelSgesetz-gib:ng unb Veracherungs- wcsen unterstehen ausidl eß.'ich der Kompetenz des Reiches. Auch die landsmannschaftlich zu organisierende Wehrmacht, die großen Verkehrswege, Post, Zölle, Presse unb Veveinswefen unttrstehen bem Reich, in welchem ber Hessische Volksbunb eine unlösliche Einheit erblickt. 10. De. Hrs i ch? B tfötunb erachtet die Nrichs- einheit als unvollkommen, so lange bie beutsch- österrcichischen Sauber noch nicht in ihren Nahmen einbezvgen sinb. 11. Der Hessische Volksbund erhofft lediglich auf Grund einer Erfüllung obiger Forderimg"n ein Wieder aufblühen des deu'schen Vaterlandes. Er erblickt ein solches Wiederaufblühen aber nicht in ber Entfaltung äußerer Machtmittel unb friebens- feindlicher Ideen, sondern in einer wirklichen Gesundung des inneren Lebens und Treibens durch Selbstbesinnung jeg'icher Art unb in ber Wieder- Geld Brief Geld Brief 14. Juni 15. Juni 1438,60 1441,40 1468,50 1471,50 andererseits man auch geneigt war, dem nach! ’ -------- —, einer Zeitungsmelbnng auf getauchten Plan einer seftrigen Genera lverfamml zuzufuhien sind Cs wird ausbrüd ich deine ki, daß „ - r .... m . i es sich um bie letzte Abtran.porttnög ichfeit hau bell L Der Hesiuche, Volksbunb ver.angt für ben ^mxqencn ^-5 spätestens am 17. Ium Gltebstaat Heuen wie sur lebeit an.e.en volle L920 int Lager sein müssen. Reid)Sunmittelbarkeit unter Ausscha tung sowohl ch e s ^u unterstützen. Als vorlöusige Regelung habe Kues' ‘ir‘nTT ui Aussichl genommen, burd) bie Schuh- 15.6 ^notstanbsversorgung größere Posten 79 751 Schuhe wieder abzimchmen und zu billigen 74' _ : Preisen an d i e Gemeinden, Konsum- 65'75 .vereine usw. abzugebew Die Fllmnzierrmg 74,37! würde mit Hilfe aber bct.ili iten Instanzen auch 154,50! unter Heranziehung der Mittel ber pro rckt:. en Er- 278' - I werbslvseiisürsorge gerie t rrerb.u Di. i 1 Aussicht 2j4* ! genommenen Aviab vo r e de Fat r km sü denen» 173*50 straßenstiefel mit etwa 123 b.s 125 Mk daS Paar, 142,75 für geringere Qna.iläten wesentlich bil iger, würden eine en.f;Tredienb b l i;e Abgabe durck) G?mein- ■ den und Kous.imvereine ermöglid^en und so einer» 176 87 ieits die Abnahme erl-richtern, anbercricitS auf das 233' , allgemeine Preisnüxmu für Schuhe eine Wirkung 281 50 ausüben und so auch den jetzt stockenden Avmtz be- 303*'- • schleuniger:. Die Fabrikanten verpflichten sich, so- ' {bald diese Aufträge erteilt sind, d e glichen Mengen sofort in Arbeit zu geben, um ein längeres Still- 1 liegen der Betriebe zu vermeiden. Man hofft auf von ben ber Anstalt eingc t fcr'en Ti-ren, Saba „ i Vern unb Kadaver e len atrj.-r be.i in §§ 15. 16 und maligen GrMerzoatums Sefieii mü "teieifm, I-17 «tseWten «cewfMnten n«« etil em we?. Fra ffurl, Nos a 1, dem Kreise Wetzlar, Wa deck uud fetzuug so wenig an wie er nicht genannte Landes-1 e TVC „ teile, die sich an,chliei-m wollen, oder solche, bie’ Rück ben Anschluß an andere Bundesstaaten suchen, in . 4"'.,Deut.Ne!chsanl. Unter der Schafherde der Gemeinde; * Dr'eu^^wo!, Garben tei ch ist Räude festgestellt ivorien. TQr?päbtcr Maßregeln gemäß §§ 120. 121, 122, 124 uub ber Reichsan. s^hvung, rnsfrul ion -um Reichsoich-1 Gel-il 'cb seucheuge.ctz sind angcorbnei worden. Betrieb und Beim tzuug ber für den Nolionalba-ckf. D. Kreis errichteten Kreisabdeckerei. g.i>ittel..Tri.-b u?a".k Das Kreisamt weist ausdrücklich darauf hm, daß In Leihgestern ist in zwei Gehöften Maul-und rtlauenseuchef stges.el t n v den. Es werden gebildet: 1. ein Sperrbezirk, bestehend! <.>g^ aus der Gemeinde Leihinestier.'i: 2. ein B-eodach- c.“ ' behördliche Anzeigen. Bekanntmachung Betr.: Tie vorläufige Entrichtung der Einkommensteuer für das Rechnungsjahr 1920. c _ Die endgültige Veranlagung der Ernkommen- steuer für das Rechnungsjal-r 1920 findet erst tm Anfang des Kalenderjahres 1921 statt. Bis dahm ist Einkommensteuer zunächst vorläufig (§08 Ms 2 und 7 des Einkommensteuergesetzes vvm 29. März 1920) zu entrichten, und zwar ent- ro e bL in öö5c der für das Rechnungsjahr 1919 gezahlten Staats- und Gemeindeeinkommensteuer letztere einschließlich des 7., 8. usw. Ziels) oder: II. in Löhe der u iter Zugrundelegring des für daS Rechnungsjahr 1919 veranlagten Einkommms nach dem neuen Reichsernkommensteuertarrs ftch berechnenden Sttmer. , _ . Ob die vorläufige Steuer nach I oder II zu entrichten ist, bestimmt für jeden Steuerpflichtigen das zuständige Finanzamt; grundsätzlich soll immer die höhere Steuerschuldigkeit angewrdert toerben. Die eine Anforderung schließt die andere aus. Im Falle zu I geht dem Steuerpflichtigen in Kürze eine „vorläufige Einkommensteuerfeitsetznng", im Falle zu II ein „Ansorderungsschein usw." zu. Mit der Einkommensteuer werden zugleich die all- gemeiire und die örtliche Kirchensteuer erhoben. Die Schuldigkeiten sind in vier (anstatt seither in sechs) Zielen zu enttichten; das erste Ziel un Juni d. I. Gegen die Steuerfestsetzung steht dem Steuerpflichtigen binnen einem Monat das Recht der Beschwerde zu. — Diese vorläufigen Steuerzahlungen werden auf die im J nicht mehr zugehen, wenn der Betrag vcm 10 vom Hundert des derzeitiaen Arbeitslohns! — bzw. von 7,5 v. H., da der Abzug vmi 10 v. H. -nur für 9 Monate des Rechnungsjahres 1920 stattsindet — voraussichtlich lwher ist als jene Anforderung. Ist der voraussichtliche Betrag von 10 bzw. 7,5 o. H. des Arbeitslohns geringer als eine Anforderung nach I oder II, so hat eine solche auch neben dem Abzug von 10 v. H. zu ergehen. Die durch Lohnabzug embehaltenen Betrage können dann aber schon auf die vorläufig zu ent» richteiide Einkommensteuer angerechnet werden, ^n allen anderen Fällen ist eine Anrechnung dieler Bettäge erst nach der endgültigen Veranlagung für Rechimngsiahr 1920 zulässig. Da die endgültige Veranlagung in 1921 das im Kalenderjahr 1920 tatsächlich bezogene Einkommen steuerlich erfaßt, mithin wohl regelmäßig die Festsetzung eines höheren endgültigen Einkom- mensteuerbetraas zur Folge haben wird, ist es im Fnteresse auch des Steuerpflichtigen selber an- gezeigt, wenn er schon in den kommenden Monaten die im Frühjahr nächsten Wahres «u zahlende endgültige Einkommensteuer sicherstellt. Darmstadt, den 9. Juni 1920. Lcmdesfinanzomt. Abtellung I. vr. Hetlwig. 6624V Vorstehende Bekanntmachung wird zurr Kenntnis gebracht. Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 15. Juni 1920. Die Finanzämter. Sie finden bei uns ganz besonders preiswerte Korsetten in allen Weiten, in 10 vorschied. Fon .en, in den Preislagen zu M. 2».—, 30.—, 35.— u. 40.—. Besichtig. Sie unser diesbezügl. Schaufenster. 8428= Oberhessisches Museum u.Gailsche Sammlungen Sonntags Den ersten Sonnlag im Monat: Eintritt frei in allen Museen. Die übrigen Sonntage: altes Schloß lAltertums- mufeum) und neues Schloß lBötter- und Kriegsmuseum) |e 50 Pf. IVocbcntags beiden Gebäuden Eintritt 1 M. für eine, BO Ps. für jede weitere Persoli. — Meldung bei der Beschließerin (Frau O<6l, Sonnen- strasre 2, Hinleriüre). Die Eintrittsgelder werden zu Gunsten der Samm» lunnen verwandt. [tißl2D Wegen Geschästsvkründerung und Aufgabe des Ladengeschäfts verkaufen wir »llstrk nefamten LagcrbksiSsdk zn bcdeiltklld hkkllbMtcil Preist«! Göbel &, Appel,Seltersweg73 Wi* illsr tkl wert <1» BrUN iahe Ceiv.-DmekereL H. Inte, eu»M SflOtraö-, Biiu- nnö 5®teiömßf®lnen- MlllMksniMgtWMess 'Jieuentreq 10 3. p. mono Amlireu^plah Lager in iämtfirben Eriastteileu. x Fahrrad Bereifungen stets am Lager. oiUH.4 Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Heyligenstädt und Comp., Wertzeua - Maschinen - Fabrik und Eisengießerei, Aktiengesellschaft in Gießen, eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 3. Ium 1920 ist das Grundkapital um 300 000 Mark erhöht und beträgt jetzt 2 300 000 Mark. §2 bed Gesellschaftsvertrags ist geändert. (Erhöhung deS Grundkapitals.) 66368 Gießen, den 11. Juni 1920. Hessisches Amtsgericht. Die noch rückständigen Beiträge zur Krankenkasse und Invalidenversicherung für den Monat April 1920 können noch bis zum 30. ds. Mts. ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieses Termins sind der Einzahlung aus unser Postscheckkonto auch die Kosten beizufügen. Gießen, den 15. Juni 1920. 6615c Allgemeine Ortskrankenkasse Dietzen. 3. A.: Hinkler. Schulgeld an der höheren und erweiterten Mädchenschule. Auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vvm 7./v. Juni d. I. ist das Schulgeld vvm 1. April 1920 an wie folgt festgesetzt worden: 3. für b t e höhere Mädchenschule für die Klassen 1—7 auf jährlich 270 Mark, für die unteren Klassen auf jährlich 240 „ b. für die erweiterte Mädchenschule für die Klassen 1—4 auf jährlich 150 Mark, für die unteren^ Klassen aus jährlich 120 „ Für beide Schulen erhöht sich das Schulgeld für Schülerinnen, deren Eltern nicht in Gietzen, aber im Freistaat Hessen wohnen, um 30 Mark jährlich irnb für Schülerinnen, deren Eltern nicht im Freistaat Hessen wohnen, um 60 Mk. jährlich Gießen, den 11. Jmm 1920. 66388 Der Oberbürgermeister. I. 23.: Krenzien. $täöt. tebmmihelamt. Ausgabe von Käse. Donnerstag den 17. Juni 1920 wird in den Verkaufsstellen der Molkerei Grieb, Schanzenstraße und Bismarckstraßc, an die Bezirke 4, 5 und 11 Käse ausgegeben. Auf einen Anteil entfallen etwa 100 Gramm (Preis 6,40 Mark das Pfund). Die LIusgabe erfolgt aegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte mw Abgabe des Abschnittes 7 der Lebensmittelkarte. Die Belieferung der übrigen Bezirke erfolgt je nach Eintreffen weiterer Käsemengen. 66428 Versteigerung. Wegen Sterbeiall werden, auS dem Nachlaß der Ludwig Schlavv II. Eheleute zu Mainzlar Freitag den 18 Juni vormittags 9 Ubr anianneud folgende Gegenstände öffentlich versteigern 4 Küste. 1 trächtiges Rind, 1 Rind |etnjähr.),2Zkegew -Schweine,4 Schafe, mcbxeve Hühner und Gänse, 2Wagen, Pflüge, Eggen, Znggefchirre, iHäcksclmaschlne, lD4- ü be* 4OC MUUoaen Mer* v. *<<*** Odessa ■ Ei±?ch MMA, WW Apparate große, ohne Kopf, auch im Ausschnitt rett Rutarai. garantiert Carl Schunck, ! Schellfische la mittelgroße und kleine Bahnhofstraße Nr. 02. 010821 kaufen. Für Kinder, Kranke u. Rekonvaleszenten 5 N Mainz Betzelsgasee 12 Ott WAOIfr Xä£M 'S . e © IhrcSchra: ^hnriS ujrtfseerf \ Äe Jfcarax 6dd debd Mannheim L 1), 18. 606lc ZWkiglirrelll8ießkll Frau Wilhelmine Kramer. Frische Fische! Feinste Helgoland. 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Beim Abschluß dieser Tätigkeit spreche» sie allen, die ihnen mit Rat und Tat, durch Spenden von Liebesgaben und Barmitteln unterstützt und die Bewältigung der schweren Ausgaben ermöglicht haben, insbesondere den unermüdlichen Schwestern und Helferinnen und den eifrigen Mannschaften der Freiwilligen Sanitätskolonne herzlichsten Dank aus. Im Namen der Vorstände: öesAlitt-ZWtll-Vkttiss 6e53wcißDtrtin§ Wk» Klavier« stimmen und Reparieren in tadelloserAusführurur W. Schlüter, Schottstr». 15 I. base bst Ankauf #rebr. Instrumente.______06124 Ds « rreLstag den 17. Auni Waffeltag auf der omas Kuhardt. "NW Shafere'6 für die Heuerme zu vor- empfehle ich meinen haserkalao, vananenkakao Bananenschokoladenpulver Neformhaus, Kreuzpl. 5 Versteigerung. Donnerstag den 17, Juni d. IS., nach«. 3 Ubr. versteigere ich -wangSweise gegen bar auf meiner Schreibstube, Vabubofttrahe 29: 1 leih. Bit Amdeiih, 1 gelh. Sine. Versteigerung bestimmt 6576 X«tenba4k GerichtSoo Lieber stellv, in Gießen.