Nr. 39 Ter tlffrferr erftfoeint mqlick, außer Sonn- und Feiertags, vezugrprei,: Monatlich Mk. 2.30, viertel jährlich Mk. 6 90 etnichließlich des Bestellgelds; durch bi« Post vlerleljäbrlich Mk. 6.— ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schristleitung 112 Berlog.LeschäfisfteUebl Anschrift slirT radtiiach- nchleir »izelger Aietze» Postscheck! o«to: groiffiirt a. M. U686 Erste; Blatt 170. Jahrgang Montag, 16. Zebruar 1920 3roimitgtrnibbni des Reichstag's." Seine Beteiligung an dem Verfahrm, zu dstfen Gunsten das Marsitverfahren ausgeschlossen werden sollte, hat er verschwiegen. Nachdem Erz- terger sich also den Boden vorbereit >t hatte, trat er an die Bergbau-Jnteveftentm heran und bot diesen unter Hinweis aus bic vom Kriegsminist:- rium in Aussickst genommene Einschränkung in der Belieferung des Bergbaus mit Stickstosfspr.'ng- mitteln sein Verfahren an, und zwar zu Bedingun- gen, die vorn Bergbau als eine Ausnutzung der durch die Stickstoffckappheit geschassenen Notlage ausgcfaßt wurden. Er verlangte für die lieber« lasjung des noch unfertigen und ipäter als unbrauchbar erwiesenen Berfa ,rens n i d) t lv • n i g ? r als 5 Millionen Mark, an denen er mit ein Viertel beteiligt gewes-m wäre. Ter Bergbauverein Tortmund lehnte dieses Ang'bot ab. — Die Jntei.es enten an dem Mar i versäum hatten in- znischen den Eindruck gewonnen, daß die Eizberger- sche Gegenwirkung nur zu übenvinden sei, wenn sie Erzberger an ihrem Verfahren finanziell interessierten. Infolgedessen kam es zu einer Fusion bet beiben Gruppen. Die Wirkung war, daß Herr Erzberger sich mit genau derb sei ben Eifer wie vorher für bas nun unbrauchbar preisgcgebene Kvwatsch-Berfahren so jetzt für das bisher von ihm als lebensgefährlich bekämpfte Marfitverfahren einsetzte. Herr Erzberger gehört offenbar zu ben auserwählten Menschenkindern, bi denen zwischen dem Allgemeinwohl, ihren jeweiligen Ueberzcugungen, den „Verhältnissen" und dem eigenen Vorteil so etwas wie eine „prästabilicrte Harmonie" besteht. — Bors.: Ich litte doch, alles Persönliche auszuscheiden! — Dr. Helfserich: Für mich, der ick diese Dinge nüchterner betrachte, liegt allerdings auch in dem Fall der flüssigen Luft nichts vor, als ein neues Beispiel unsauberer Ausschlachtung politischen Einflusses zu Geschäftszwecken, und zwar mit einem deutlichen Zusatz von „unlauterem Wettbewerb". Zur Entgegnung erhält d s Wort Rechtsanwalt Tr. Friedländer und führt aus: Es wird hier wieder vo-n dem Angeklagten em Kom- f^ex von an sich ganz unauffälligen (?) Tatsachen in bewußter Weise zusammengebracht, um eine Verdächtigung des sieben kl ägrrs zu begiimbm. Es ist dasselbe System, was schon fr über in Anwendung gebracht worden ist. Tas Interesse des Abg Erzberger an dem Kowasi scheu Verfahren ist nicht erst 1914 entstanden, sondern schon 1910 oder 1911 erweckt worden, und zwar handelt es sich um eine zufällige Bekanntschaft, die in Zusammenhang mit seiner Parteistellung als Zentrums- abgeordneter stand. Er wurde von dem Pater Simonis mit Ä^Aififd) Mann'gemadjt. Pater Simonis hatte ihm mitgeteilt, das Kowistsch, mit dem er bic Jesuiten schule in Feldkirch besucht habe, eine außerordentlich wichtige Erfindung ber V'r- wendung flüssiger Luft als Spiengmittel gemacht bäte. Kowastsch tarn zum Abg Erzberger unb legte ihm unter eingehender Erläuterung seine Erfindung vor, die noch nicht patentier! worden war und von unsagbarer Tragweite sei, da dadurch jede Lebensgefahr restlos beteiligt unb Sprengstoff in unnennbarer Menge beschafft w.r- ben könne. Es kam noch hinzu, daß auch Sauerstoff durch das Verfahren gewonnen wurde. Die Erfindung war also eine epochemachen«. Herr Erz'»erger beteiligte sich z nächst durch Hingabe von einigen taufcnb Mark, die er als B ü r g- schast gab, denn der Erfinder war so arm, daß. er du Ausgabe für die Patentierung nicht leisten formte. Das Vnstahven wurde dann durch den Patentanwalt Neppen zum Patent gebracht, unb Herr Baldus beteiligte sich an dem Unternehmen. Während Baldus an bet Froj war, höNe er, daß cm Konkurrenzverfahren aui- getaucht wat, unb nach ganz Eurer Verhandlung kam es zu einer Fusionder beiden Unternehmungen, in Form der „Sprengluft G. m. b. H.". Jede der Gruppen erhielt 50 v. H. fr?5 Gewinnes, der bei der Kowaslsch-Gruppe in ber Weis; ver- teilt werden sollte, daß, Erzberger, Balbus, Kowasffch mckd er Thyssen-Konzern je ein Birrt'l erhielt. Erzberger verkaufte dann bald nach ber Fusion seine 2 22^ Anteile für 30 000 Mark, o gleich befe b ld barauf mit 5000 Mk. je Anteil gehairdelt ivurden. Ministerialdirektor Neuhaus bringt in seiner Vernehmung bas schon mehrfach, erwähnte Schreiben Erzbergcrs an bas Handelsministerium bzw ben Geheimrat Kattnski, ber inzwischen verstorben ist, zur Verlesung, welches bamit schließt, baß Erzberger erklärt, er halte es für seine Pflicht, barauf aufmerksam zu machen, baß nicht unnüverweise Menschenleben in Gefahr gebracht werben. — Der Zeuge bekundet, daß sich bic Industrie gegen das Kvwastsche Verfahren gewehrt habe, weil das Verfahren noch nickt richtig airsprobiert genesen sei, und ferner, weil sie sick nicht einer Monopolstellung ber Gesellschaft annertrauen wollte, schließlich auch, weil »ie sich niht mit ben hohen Lasten, welche die Gesellschaft ihr auf bürden wollte, belasten wollte. Tie itiau sielten Bebinau xten un ter benen das Mittel angeboten wurde, e- handelte sich um Millionen, wurden als unmuuchmbar bezeichnet. Es ist mir, so fährt der Zeuge fort, bekannt, baß das Kvwastsch Verfahren auch nach Jahren noch nicht als ausprobiert gaü, ba eine ganze Reihe Unglücksfälle sich ereignet hatten. Tr. Helfserich: Ist es Ihnen bekannt, daß. auch noch während des Krieges ein K a p l a n des Bischofs von Fulda bauernd reklamiert wurde, um auf der Zeche Deutscher Kaiser in Hambvm einen neuen Zünder auszu- tm.»bieten, ivelcher das Mittel schlagwettersicher machen sollte? Zeuge: Tas ergibt sich aus ben Akten. Tas Mittel gilt auch heute noch nicht als schlagwetter- sicher. Neichsftnanzminister Erzberger bekundet als Zeuge, daß cr zu der lieberynigung gelangt sei, daß es sich um eine Sache handele, deren Anwendung im allgemeinen Interesse ber Industrie läge, und so habe er sich an seinen Freund, ben Jabrifbcfijer Baldus, g.nxmbt. 1912 sei die Erfindung fa weit gdne'ffcu gewesen, daß sie praktisch in den Bergwerven auspwbiert werden konnte, und da habe der Erfinder ihn gebeten, sich mit dem Ministerium in Verbindung zck setzen. Bei einer Stelle ber Aussage des Zeugen Erzberger bemerkt Tr. Helfserich: Das Gedächtnis des Herrn Erzberger versagt merkwürdig oft. — Vars.: Ich möchte Sie doch bitten, Schärfen gegenüber dem Zeugen zu vermeiden. Tr. Helfserich: Ter Zeuge Erzberger ist in diesem Prozeß mein Hauptent- lastungszeuge. In welche Lage komm« ich, wenn diesen Zeugen sein Gedächtnis in allen wichtigen Punkten so im Stich läßt. — Mit Geheimrat Will, dem Vorsilteirden ber Prüfungskommission für Sprengstoffe, hat Erzberger sehr eingehend konferiert, um die Einführung des Kowastsch-Versahrens durchzusetzen. Zeuge Erzberger schildert bann weiter, wie die Fusion der haben Gesellschaften zustande- gefijarmen ist. Er selbst habe sich kurz — er g'aube nur ineiner Sitzung — te.ciligt. Tann sei er bald ausgeschieben . Ich habe meine Anteile sehrb illig oeruruft, wäl-rend balo barauf Anteile sehr hock verkauft worben sinb, sowohl im Inland« als auch im Auslanbe. Meine pekuniären Interessen spielen in der ganzen Angelegenheit gar keine Ro V; wenn dies ber Fall gewesen wäre, würde ich meinen Anteil behalten unb dafür Hundert tausende bekommen hoben. Bors.: Wann sind Sie ausgetreten? — Erzberger: Im Jahre 1915 oder 1916. — Tr. Helfserich: Am 15. August 1916. — Erzberger: Ter Angeklagte weiß das alles besser wie rch. Er scheint einen besseren Zettelkasten zu buben wie ich. —Tr. Hel sferich: Mein Zettelkasten ist mein Klopf! — Vors.: Wieviel haben Etz.llenz für Jh.en Anteil bekommen? — Erzberger: 30 000 Mk. — Rech sanw. Tr. Alsberg sucht aus ben Darstellungen des Zeugen Erzberger nackHUwttsen, baß daraus hervorgeht, daß seine frühere Aussage über ben Beginn seiner Verbindung mit Thyssen in Wi e. sprach stehe. 6 Erz berger bejireitet dies unb verneint die weitere Frage, ob er Ko watsch mit Thyssen bo kann tgc macht habe. Tr. Helfserich: Die geschäftliche Verbindung in dieser so eminent wichtigen Sache buttert nicht erst seit ber Begründung der G. m. b. H., ite bestand mt;ibeften5 schon im Herbst 1914. H a t Herr T h y s s e n nicht schon damals sich mit 25 Prozent beteiligt? Erzberger: Er hat sich für die Sache interessiett und hat Versuchsanlagen gemacht, ebenso Ivie es bei Stumm und aus anderen Gruben der Fall war, beteiligtwarer nicht. Dr. Helfserich ruft dazwischen: Das ist empörend! — Der Vorsitzende ersucht wiederum, solche Aeußerungen zu unterlassen. — — Dr. Helfserich: Es ist mir nahezu unmöglich, solches ruhig mit anzuhöven. Ich habe selbst 1914 von Herrn Thyssen gehört, daß er beteiligt sei. Das laße Konsortium bestand schon im Jahre 1914. Zeuge Erz berger: Ich kann mich auf einen einzelnen Termin unmöglich sestlegen lassen. — Vors.: Die Frage lautet: War Herr Thyssen 1914 bereits mit 25 v. H. an dem Unternehmen beteiligt, und sind Sie selbst und die beiden anderen auch schon damals mit 25 v. H. beteiligt gewesen? Zeuge Erzberger: Ich kann im Augenblick sine bestimmte Antwort über den Termin nicht geben. Weiter fragt der Verteidiger Herrn Erzberger u. a.: Ist es richtig, baß Sie für bic Lizenz bei ben Verhandlungen Ge bühren gefordert haben, die von dem Oberbergrat, mit dem Sie verhandelt haben, als unglaublich b^eichnet worden sind? Zeuge Erzberger: Als Ri'tmei'er Baldus im Felde stand, htibe ich die Berbondiungen ge- ftl'hrt. Ich erinnere mich einer solchen Verhandlung. wie hier behauptet wird, nicht. Tr. Alsberg: Haben Sie nichS mit dem Bergamt in Glidlvck pnchuidlt? — Erzberger: Meiner besten Erinnerung nach nicht. — Tr. A ls berg: Oder mit dem Oberbergrat v. Meer? — Erzberger: I ch kannn mich auchdarauf nicht besinnen. — Dr. Als- berg: Ist Jh -en nicht getagt worden, daß die LizenzgeMtir, die Sie fordern, einen jährsichm Betrag von 4 Vr Millionen aus machen würde? — Zeuge: Ich kann, mich unmöglich jeder Unterceämg erinnern, die fünf Jahve -urück- liegt. , Tr. A lsberg: Sie f-'gen, eie batten „un Mgemeinintevesje qtfrrnbeit. Wiwiel haben Sie m die Ges ll'ch ft eingesieckt? Zug-' Erzberger. 2200 Mk , aufoeriem brfv ick ei e Bürgschaft ü'ternommen. — Dr Alsberg: Sind ek für die Bürgsckwft in Anspruck ge lommen worden ? — Zeuge Erzberger: 9icrn. — Tr. Alsberg: Dann haben Sie doch ein ganz erkleckliches Geschäft bei ber Sacke gemadU, ba 30 000 Mk. an Sie hevausgez.ihlt sind — Zeuge Erz berger: Ich habe auch sehr viel Arbeit für bic Sache ausgewandt. Tr. Alsberg: Haben Sie nun eine Ertlä rung bafür, baßdas Kalishnbikat 50 000 Mark gezahlt hat, ohne daß das Verjalwen migewandt wurde? — ®r »berger: Ick weiß darüber nichts Näheres, ich weiß nur, daß sie gezahlt worden sind. — Tr. Alsberg: Es fft nämlich der Verdacht geäußert worden, der Betrag ist gezahlt irorben, damit Sie die Interessen de-s Verbandes wahmehmen. — Erzberger: Ta hört doch alles auf! Tr. Helfserich: Aus der Bekundung des Herrn August Thhssen geht her vor, daß das Patent angesichts des gefährlichen Strckstoss mangels noch während des Krieges für 9 00000 M k. an da s Ausland verkauft worden ist. Wie vereinbaren Sie bas mit Ihrem allgemeinen Interessen? Erzberger: Tas ist alles nach meinem Ausscheiden geschehen. Es kommt bann bas Gespräch auf bic Vollmacht, die Erzberger für den Verkauf hatte, und es entspftmen sich darüber längere Erörterungen. Dr. Helfserich erllättc sc^ießlich: Für mich ist jeder ein Vaterlandsseind, tk' während des Krieges an einen solchen Verkauf fort anging — Die Verteidigung ruft iljm erregt zu: Es war doch aneineneutraleMacht. Generaldirekwr Berkemeyer bekundet: Ich war Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ma r si t g e s ell s ch a s t. Wir batten bei dem Versuch, unser Verfahren einzusüchvm, mit dem Widerstand der Behörden zu kämpfen. Di's?r war, wie wir festgestellt haben, darauf zurückzuführen, daß Herr Erzberger beim Ministerium vor dem Marsitverfahren gewarnt hatte. Da wir dadurch sehr behindert wurden, strebten wir eine Verständigung mit der Konkurrenz an, obwohl wir das Zlbwaslsche Verfahren für unbrauchbar hielten und deshalb nickt anwandten. — Tr. Alsberg: Ter Verein Deutscher ftaliintn* essenten zahlte 50 000 Mk. für seine Option auf btib Kowasische Berßchren. Wie dachten Sie üb.’t diese Zahlung? — Zeuge: Ich bin der Ansicht, daß die 50 000 Mk. dem Verein das Wohlwollen des Herrn Erzberger einttagen sollten. — Vvrs.: Ter Verein sttt die 50000 Mk. gezahlt, otjne einen Gebrauch von dem eingeräumtm Rrchi zu machen? — Zeuge: Jawohl, so war es. — Tr. Alsberg: Haben Sie mit einem der Htrv2r des Vereins gesprochen? — Zeug;: Jawohl, mit dem Tirektor. Ich wies ihn gelegentlich auf die Wertlosigkeit der Option hin. Er erwidert: lächelnd: Wir haben die 50 000 Mk. gezahlt, wir denken aber gar nicht daran, von der Option Gebrauch zu machen. Ich dachte mir das Meinige dabei. Bergassessor L i s f e r erklärt, daß im Bergbau allgemein ber Eindruck bestanden habe, daß H:rr Erzberger durch seine Eingttsse der Eintührung des Marsitverfahrens schwere Hinderniss'? in den Weg gelegt habe. Wenn von dies'm Sckrnben Erzbergers bte Rede war, habe man sofort g'schmun- zelt. — Tr. Helfserich verliest eine otdte aus einem Briefe, worin von jenem Schrtibm die Rede war und ber Briefschveiber, ein b.'kannter Jurist unb Politiker, wörtlich schreibt: „So dumm wirb bock Diathirs nicht fein, baß er sowas schriftlich von sich gibt!" —> Tr. Frieblänber (unterbrechend): Tas ist doch gewöhnlicher Matsch! — Dr. Helfserich: Nein, das ist kein Maffch! Tenn der Zeuge bat bestätigt, daß man das Schreiben Erzbergers überall ttonisch lächelnd unb schmunzelnd betrachtete. Assessor Schulenburg, der Mtterfinder des Marsit, äußert sich in ähnlichem Sinne. Erzberger habe der Einführung des Marsit aus persönlichen Gründen Wioerstaick geleistet. — Tr. Helfserich: Waren die Eingriffe Erzbergers und sein Widerstand gegen das Marstt mit Veranlassung zu der späteren Fusion? — Zeuge: Ter alleinige Grund sogar. Dieser Gegenstand wird hieraus verlassen und der Fall „Anhyvratleder" behandelt. Tr. Helfserich: Es handelt sich hier um ein Seitenstück zu dem Interesse des Nebenklägers an ber „flüssigen Huft. , um das Jnteveise an einem Material, das im Kriege sehr knapp war, am Leder. Kommerzienrat Rechberg in Hers- seld, von Haus aus meines Wrssens Tuchsa brisant, nahm die Herstellung des fogenaamten Anhydratleders auf. Soviel ich weiß, handelt es sich dabei um die Imprägnierung von Leder mit dem angeblichen Erfolg, das Leder haltbarer zu machen. Herr Rechberg hielt es für angezeigt, den damaligen Abg. Erzberger an dieser Fabrikation zu interessieren, und zwar nicht nur durch Darlegung der Kriegswichtigkeit des Verfahrens, sondern auch durck Argumente von gut metallischem Klang. Er gab dem Abg. Erzberger an )em „Anhydrat"-Geschäft eine Beteiligung, und zwar nicht in dem kümmerlichen Ausmaß etwa res Pingodinaeschästes, sondern in Höhe einer echsstelligen Zahl. Ter Abg. Erzberger hielt es für richtig und unbedenklich, diese Beteiligung an einem Unternehmen, das lediglich für den Heeres- beborf bestimmt war, anzunehmen, obwohl er nicht nur Abgeordneter mit einem Parlaments- und geschäftsnotorischen Einfluß im Kriegsministerium war, sondern überdies Parlamentär ft ches Mitglied des Aufsichtsrates ber Kriegslieber-Aftien-Gesell- chaft. Ter Reichstag hatte Wert daraus gelegt, in trn wich:ich en Rohstoffgesellschaften durch unpattei- ische und uninteressierte Abgeordnete vertreten zu sein, um aus diese Weife die gerade von dem Kläger so hochgeschätzten allgemeinen Interessen gegenüber den Interessen der Industrie und der Kaufmannschaft zu wahren. Das hinderte den Ab- bie 3n Erz M i t oder ohne Trinkgeld? I Abänderung öes Zriedenroertrager? men zu erwirken, die den Frieden und Ruhe stören könnten. Rotterdam, 15. .Ritirwe Rotterdamsche .Westmmste-. Gazette": Millerand» Rückkehr nach Pari». London, 15. Febr. (WTB.) Millerand ist heute nachmittag wieder nach Paris zuruckgekehrt. Die Türken bleiben in Konstantinopel. Paris, 15. Febr. (WTB.) Die Pariser Blätter aus London melden, es wurde gestern zwischen den drei alliierten Ministerpräsident ten beschlossen, die Türken in Konstant tinopel zu belassen, aber eine euvopäb- sche Kontrolle über die Meerengen aufzurich- ten. Die Grenzen der europäischen Türkei sind noch nicht festgesetzt worden. Ferner wurde beschlossen, den alliierten Ländern nochmals eine Mitteilung zugehen: zu lassen, um ihre Aufmerksamkeit auf die tragische Lage Oesterreichs und die Notwendigkeit zu lenden, ihm Hilfe zu bringen. der heutigen Sitzung der Friedenskonferenz wurde das Schreiben an H: holländische Regierung bezüglich des vormaligen Kaisers endgültig abgeschlossen und von Lloyd George unterzeichnet. Ter Wortlaut der Note wird am Montag veröffentlicht. Die Note an Holland in der Kaiserfrage. London, 15. Febr. (Wolff.) Reuter. — Wiesbaden, 15. Febr. Der Begründer des weltbekannten chemischen Laboratoriums Fr>- sarius, Geheimrat Prof. Dr. Heinrich Frefe- n i u s, ist im Aller von 73 Jahren gestorben. Wien, 15. Febr f23otff.) Der Karrikllurew zeichner Hans Schließ mann, ein gebürtig« Mainzer, ist gestorben. Febr. (Wolff.) Laut Courant" schreibt die .Trotzdem seit 15 Moberg er: Tast für den Fall der Abwesend Blcmfemisweffe zurückoelasfen werden, ist nichts AustergeWötelichs. Ich verwahre merne Beamten dagegen, daß sie Trinkgelder in Empfang nehmen. Dr. Helfserich: In dem Wifi steht deutlich: Herr Dr. Rabu ?s als gutes Verfuhren erkannt habe, daß er aus voller Ueberzeugung unterstützt habe und von Erzberger nur Megentlich über dm Stand ter Sache befragt worden sei. — Tr. Alsberg: ExzÄlenz gingen aber davon aus, daß. Erzberger kein persönliches Interesse halt'? — v. Do en: Gewiß, das Gegenteil ir-öre mir sicher -aufgfiil- len. — Helfserich: Was würden Sie dazu gesagt haben, wenn Sie erfahren hätten, daß während des Zkrieges an das neutrale Ausland ter-- kaust wurde? — v. Oven: Ich würde das nicht verstanden haben und jedenfalls aus das Schärfste mißbilligt. — Dr. Helfferich: Dann überred* ich hier einen Originalbrief der Norwegischer Elektro-C'hemischen Jndustriegefellschaft, aus tem sich ergibt, daß Erzberger das Verfahren während des Krieges an das Ausland verkauft hat. (Bewegung.) Erzberger: Herr General v. Oven 'nttfm» nen Sie sich, daß, die ganze Unterredung nur binn bestand, daß ich Sie gefragt habe, was Sie von der Sache hallen? — v. Oven: Tas ist richtig, ich hatte auch befohlen, daß. viel Sohle nledw hingeliefert wird. — Erzberger: Da bedurft: es doch gar keiner Einwirkung von meiner Serk:? — v. Oven: Sicher nicht. — Erzb e r g e r: Das Generalkommando Kassel 'bette die Zustimmung dazu erteilt, daß, die Erfindung nach Norwegen verkauft wird. — Bors.: Es ist doch etwas auffallend, daß dies nach Norwegen hin geschah, das doch mehr oder we- nigcrenglisch wa r. — v. Oven: Ich würde, wenn ich befragt worden wäre, mich dagegen ausgesprochen haben. — Erzberger: Bin ich an Sie herangetreten, die Firma zu begünstigen oder zu bevorzugen? — v. Oven: Das ,würde ich auch abgelehnt haben. Dr. He lfferich hält >es für auffallend, daß Erzberger als einfacher Aktionär solche Verhandlungen wegen des Verkaufes an Norwegen geführt hat. — Erzberger erklärt hierzu, daß er die Verhandlungen gar nicht geführt hat, aber bei seinen persönlichen Beziehungen zu. Rechberg alles mit diesem besprochen habe. Auf eine weitere Frage Dr. Helfferichs weist Erzberger die Vermutung zurück, daß er amtliche Reisen, die er auf Reichs kosten machte, für private Geschäfte, sei -cs in Sachen Rechberg ober anderen, ausgenutzt habe. Es kommt darüber zu heftigen Auseinander- setzungen auf beiden Seiten. Dr. Helfserich nimmt Bezug auf einen ihm z-ugegangenm Brief eines Herrn. Dieser erllärt in dem Schreiben, im Februar oder März 1919 habe er in Berlin einen eRisenden getroffen, namens Dr. Rabu, der einen Ausweis der Waffenstillstandskommission erholten habe, der in beispielsweise befähigte, in Thüringen ein Auto gestellt zu erhalten, als keine Eisenbahnen gingen. — Erzberger: Ich habe diesen Ausweis nicht ausgestellt. Ich itxrr sehr viel fort und. habe viele Blankoausweise dann zurückgelassen. Wer den fraglichen Ausweis ausgestellt hat, ist mir unbekannt. — Dr. Helffer i cb (dazwischenrusend): naten die Gfichütze verstummt seien, bestehe doch Hein wirklicher Friede. Um die Luft zu reinigen, müßten viele Bestimmungen des Friedensvertrages abgeändert werden. Was die Liste der Kriegsmi'setäter betreffe, fr> rcütze es nichts, wenn Balfour sich auf die Aussage ltzpvthetischer französischer Mütter berufe, bereit Töchter vor ihren eigenen Augen mißhandelt worden seien. Tas Blatt fragt, ob Bethmann- Hvllwsg z. B. einer solchen Tat ficsckmldigt werde und schreibt, gerade Namen wie Bethmamr forderten die Kritik des Publikums heraus. Tie Liste scheine mit Absicht aufgestellt zu sein, um den Frieden wieder in Gefahr zu bringen. Ein Hindernis für den Frieden seien auch die E n t schädi gu ng sbestimm ungen. Je früher der Völkerbund die wirtschof lichen Vertragsbestimimmgen abandere, um so besser fei es zwar nicht allein für Deutschland, sondern vor allem für seine Gläubiger. Wenn der Völkerbund tatsächlich, wie Balfour erklärte, nur ein Name für die Pariser Konferenz sei, dann fei von dem Völkerbund nichts zu erwarten Glück- bcherwefie dürst mau jedoch die Hoffnung hegen, daß, der Völkerbund em Bund aller zivilisierten Nalronen werden wird. Daß Balfour' dieses nickü euyehe, ein Beweis dafür, daß die Regierung Die polnische Verfassung. Warschau, 15. Febr. (Wolff.) Tie Ver- faffungskommission bcsÄoß, daß das Staatsoberhaupt rvm La ndta g und dem Senat gewählt werden imb den Titel eines Präs identen der Republik tragen solle. Ein ungarisches Ansinnen an Oesterreich. Wien, 15. Febr. (Wolfs.) Der ungarische Gesandte Graz überreichte dem Staatssekretär eine Note, in der es heißt: Die im Fricdensvertrag von St. Germain ausgesprochene und im Entwurf des mrgarischen Frietensvertrages übernommene Bestimmung, wonach ein Streifen Westungarns an die deutschösterreichische Republik an* gegliedert werden soll, würde im Falle der Durchführung ein ständiges Element der Zwietracht zwi- schen Oesterreich und Ungarn bilden.Die ungarische Regierung macht daher ber österreichischen Regierung offiziell den Vorschlag, daß die Frage der künftigen staatlichen Zugehörigkeit des erwähntm Telles Westungarns auf neuer Basis im gegenseitigen freundschaftlichen Einvernehmen entschiede wird. Die ungarische Regierung ist bereit, auf Geltendmachung der historischen Rechte zu verzichten und die Entscheidung der Frage der freien Entschließung der Bevölkerung des gesamten Gebiets zu überlassen. Ungarn ist bereit, der deutschen Bevölkerung Westungarns weitgehende Autonomie zu gewähren, die ihren deutsch- völlerischcn Charakter für alle Zukunft sicher zu stellen geeignet ist. Endlich ist Ungarn geneigt, das künftige wirtschaftliche Verhältnis zwischen Oesterreich Mis der Grundlage des vollen freien gegenseitigen Handelsverkehrs einzurichten. Sie ladet daher Oesterreich ein, in Verhandlungen auf dieser ganz neuen Basis einzutreten. geordneten Erzberger nicht, gleichzcftig uninter- ef fier ter Vertrauensmann des Parlaments und ins- geheim Interessent größeren Stils zu sein. Dem Anhydratgeschäft ist diese eigenartige Kombination ausgezeichnet bekommen. Tie Rechberg-Erzberger- sche Fabrik hatte sich großer Mlllionenauitrage und vorzugsweisen Zutellung von Leder durch das Kriegsministerium zu erfreuen und hatte sich über die Preise, die ihr bewilligt wurden, in feiner Weise zu beklagen. Umsomehr klagten große Telle der übrigen Lederindustrie über die schier unerklärliche Bevorzugung der Hersfelder Fabrik. Herr Erzberger hat diese Betelligung auch nach seiner Erneiinung zum Staatssekretär und Reichsminister beibehalten, und ich glaube mich in der Annahme nicht zu täuschen, daß er sich auch heute noch dieser Betelligung erfreut. Ich erwähne in diesem Zusammenhang einen Fall, der kürzlich zum gerichtlichen Austrag gekommen ist. In einer Quartals Versammlung der B u ckauer Schuhmachermeister hatte der Jnnungsobermeister A u g st e n die schwersten Vorwürfe gegen den Minister Erzberger erhoben, den er für, die Erteilung von Aus- fichrgenohmigungen gewaltiger Mengen Schuhleder nach Belgien und England im August vor. Jahres allein um 200 000 Zentner, gleich einem Zentner auf jeden deutschen Schuhmacher, verantwortlich machte: desgleichen für die Preistreiberei für Häute und Leder. Der Reichsfinanz Minister hat gegen den Obermeister Strafantrag gestellt. Die Verhandlung hat mit einem Freispruch geendet, da der Obermeister lediglich Bericht erstattete und in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt hab'. Bon Erzbergers Betelligung an dem Anhydratgeschäft wußte der Obermeister äugen» fchemlich nichts. Herr Erzberger hat es für richtig gehalten, als parlamentarischer Derttauensmann in dem Auf- sichtsrat der Kr iegs wo ll-A.-G. zu sitzen, in dem Herr Rechberg als Grvßinterefient den Vorsitz hatte. Als zweites parlamentarisches Mit- glich sitzt in diesem Aufficbtsrat Abgeordneter Freiherr v. Richthofen, den ich mit als Zeugen geladen habe und der über seine Beteiligung an dem Geschäft auszusagen hat. So etwas nennt man dann .parlamentarische Kontrolle" Minister Erzberger: In feinem Land der Welt ist es möglich, daß ein ehemaliger Bizefemzler in seiner Art der Angriffe so tief sinken kann, wie der Ungefragte Helfferich. Fast in allen Staaten Europas gibt es Minister, die an verschiedenen Unternehmen beteiligt sind, z. B. in Holland, wo Minister ganz offen kaufmännisch aus.weten und in Auffichtsräten sitzen. Man hat von Herrn v. Scharlemer auch nicht bedangt, daß er seine Weingüter aufgebe, weil er als Landwirtschaftsminister einen Einfluß auf den Weinbau gewinne. In der Anhydratsache flamt ich folgerte Erklärung atgeben: Herr Rechberg gehört nicht meiner Partei an, aber er ist mir bekannt und ich habe ihn geschätzt und schätze ihn noch als einen sehr hervorragenden, untadeligen Geschäftsmann. Es ist zutreffend, daß ich meine Akiien beibehalten habe, als ich Minister wurde. Das war auch unter dem alten Regime durchaus nichts Unmögliches. Ich kann da auf Herrn v. Schorlemer und andere Hinweisen. — Tr. Hel ffer i ch: In welchen Etappen und Zeitpunkten hoben Sie Ihre Beteil igiing erworben? — Erzberger: Tas kann ich nicht sagen. — Tr. Hel ffer i ch: Dann werken wir das durch die Geschäftsbücher feststellen müssen. Ist Jhtten begannt, ob in der Art wie Ihnen auch anderen Personen, teils in parlamentarischer, teils in beamteter Stellung, eine solche Betelligung cm geboten worden ist? — Erzbserger: Davon ist mir nichts bekannt. — Hel sferich: Ist es richttg, daß der Reichstag Gewicht darauf legte, durch unparteiische Abgeordnete in den Kriegsgesellschaften tertoeten zu sein? — Erzberger: Tas weiß ich nicht. — Bors.: Was sollten denn die Par- lamentarier in den Aufsichtsräten? — Erzberger: Sie sollten kontrollieren. Es war aber mehr eine dekorative Stellung. — Tr. Helfferich: Ich und auch die Budgetkommission haben es nicht als TeLorationsstellung auf gefaßt. — Bors.: Es sollten doch wohl die Parlamentarier eintreten als Delegierte des Kriegsministeriums in den Auffichtsräten? — Erzberger: Ich bitte, Herrn Rechberg über alles Näbeve zu befragen. — Helfferich: Glauben Sie, daß man in der Dudgetkommissivn Eßt hat, daß Sie bet „Anhydrat" beteiligt — Erzberger: Tas weiß ich nicht. te eigenen Bekannten wußten es zweifellos. Ich muß übrigens bemerken, daß Herr Rechberg in allen Fragen sich nur von der Rücksicht auf das Allgemeinwohl leiten ließ. — Helfferich: Ich Tann sagen, daß Herr Oberstleutnant Köhk fehr erstaunt war, als er von mir hörte, daß Herr Erzberger Besitzer von Aktien des Unternehmens war. Es ist also festzuhalten, daß auch Freiherr von Richthofen Aktien besaß, daß also zwei Männer als Parlamentarier in den Aufsichtsrat von Kriegsgesellschaften delegiert wurden, die bei Anhydrat-Leder interessiert waren. Wieviel hat Herr Erzberger an seinem Besitz von Anhydrataktien verdient? — Erzberger: Tas weiß ich nicht. Fragen Sie doch den Zeugen Rechberg darnach. Er wird ja Auskunft geben können. — Bors.: Jetzt geben die Geschäfte gut? — Erzberger: Ja! (Heiterkeit.) Siebener Siaüttheater. Tatterich. LofeHvsfe von Ernst Elias Niebergall. Als vor wenigen Jahren die Darmstädter den ^Tollen Hund" auifüljrten, da verlangte man danach, auch wieder den „Datterich" statt aut der Liekhaberbühne von Berufsschauspielern dorgistlllt Hu sehen. Dieje Posse »erträgt :s, mit größerer Kunst gegeben zu werden, wenn ihr auch dadurch manches von ursprünglicher Wärme und Begeisterung, ja auch von zweckdienlicher Unleholfenh ft verloren gehen mag: Das gilt nicht zuletzt oom Tatterich selbst, dessen Persönlichkeit dfe lockere, ziemlich willkürliche Handlung zusammenhält. Tiefer Prachllump will mit Liebe drrgestelll fein, es Darr auch nicht vergessen ivecden, daß rc im Grunde genommen eine tragische Figur ist. Wmn er gegen Schluß wie Niebergall tetont: „mit edlem Stolze" sagt: „Es macht Ihne feine Ehr, tatter ein vom Schicksal Verfolgte zu spotte", so ist das keine neue Hanswursterei, so-ntern das Turchllingen eines Grundmotives, das man hinter allen Münchhausiadm, mit denen er sich jein tägliches Schöppcken erschwätzt, heraushören mußte. Karl V o j k, der im übrigen den Typus noch allen Seiten liebenstvürdig abrundete und mit Fleisch und Blut begabte, hätte dieses Grunpmotio nut AuSmthme von wenigen S-enen, starker b n. v hören lassen dürfen. Aus Stadt ttttfc Land. Gießen, den 16. Febr. 1920 Die Braunkohlengruben OberhesienS. Bei ber augenblicklichen Kohlennot ist es felbst- verständlich, daß sich jede ©taötgemeijibe von der allgemeinen Versorgung durch eigenen Gruben- besitz unabhängig zu machen sucht. Kein Wunder daher, daß die Stadt Frankfurt an den Braunkohlenfeldern ein reges Interesse hat. Aber haben Gießen, der Kreis und die Provinz nicht das gleiche dringende Interesse daran, die auf ihrem Boden lagernden Grubenfelder für ihre eigenen Bedürfnisse zu erhalten? Wir konnten am Freitag eine Information mietet geben, wonach die Stadt Frankfurt die Braunkohlengrube Fried- rich bei Hungen für 10V, Millionen erworben hat. Die Information ist bisher noch nicht dementiert worden. Es ist geradezu unverständlich, daß .die Regierung in Äirmsdadt, in der doch eine genügende Zahl von Ministern sitzt, nicht ten Weitblick und die Voraussicht hatte, dem Verkauf unserer Bodenschätze rechtzeittg einen Riegel vorzuschieben. Man muß erwarten, daß alle Maßnahmen erwogen werten, wodurch dies noch nachträglich geschehen kann. Die Bodens schätze Oberh.fiens müssen zuerst der Puovinz und dem Staate zugute kommen. --- Hungen, 13. Febr. Zu dem gemeldeten Erwerb der Bramikohlengrube „Friedrich" bei Lungen durch die Frankfurter Gasanstalt wird noch mitgeteilt, daß die bisherige Jahresförderung von 2,4 Millionen Zentnern durch • verbesserte technische Einrichtungen auf 4 Mllionen Zentner, im Tagebau gesteigert werten soll. Die Kohlen sollen in erster Linie zur Unterstützung ter Kohlenversorgung der Frankfurter Gaswerke dienen. Tie darüber hinausgehende Erzeugung wird für andere städtische Zwecke uns auch für die Hausbrandversorgung Verwendung finden. Für letzteren Zweck kommen in Der Hauptsache die auf der Grube erzeugten Braunkohlenbriketts in Frage. ----- Nidda, 15. Febr. Das Braunkohlenbergwerk ber Gewerkschaft Salzhäuser Bergwerk bei Geiß-Niöda ging in den Besitz des Vereins für chemische Industrie zu Frankfurt a. M. und der Papierfabrik zu Ober-Schmitten über. Die Ausbeute des Bergwerks findet ausschließlich in den Betrieben der Käuferinnen Verwendung. PrciSaufgabcn der Universität Gießen für das Jahr 1920/21. Für das Jahr 1920/21 sind von der L-cmdes- uniHersiiät folgende Pveisaufgaben gestellt: Bon der t hev logischen Fakultät: 1. Für den akademischen Preis: Entstelrtng, Entwicklung uttei Wert des Begriffs „Votkskirche". 2. Für den Leydhecfer-Preis: Tas 23erI>aLen Englands gegenüber den deutschen evangelischen Mijfronen während des Westkriegrs. Don der j u r i st t f ch e n Fakul'ät: Die völfet- vechtliche Hantlungsfätzigfeit ber deutschen Einzel- stauten im bislxrigen und int neuen Reichsrecht. Don ter medizinischen Fakultät: 1. Für den akademischen Preis: Die Entwicklung der Kehi- säcke. 2. Für den Balser preis: Ter S än regvod des Scketeensekretes und Centn Schwankungen bet terfc^ieeenen Kategorien von virgincllen, nulli- raren und mulliporen Frauen if* fiflzustellen. lln Sonderheit soll auf BeztelMigen zwischen Säure- titer inte bestehender weiblicher Sterilität Rücksicht genommen werden. Don derveterinärmedtzinischen Fakultät: Im Zusammenhänge mit ten Forschungen über die Ursache der Staupe der Hunde sind in letzter Zeit neue Befunde erhoben worden. Tiefe Befunde, namentlich die von Sinigaglia beige» brachten, sind einer Nachprüfung zu unterstehn. Don ter philosophischen Fakultät: 1. Aus der mittelalterlichen Geschichte: Die Reick)spolilik des Erzbischofs Verlach von Mainz (1354—1371). 2 Aus der griechischen Philologie: Genealogiae na* bilitatis civit-atum Graeoarum htDeftigentur ex- cnssis nominibus citrätm ab hevoibus patriis in- t-itis. 3. Ausder Kun st Wissenschaft (mitt** lere und neue Kunstgeschichte): Ter HxLlsbuch' meister. Es soll versucht werden, die .Herkunft seiner Kunst aukirtjHlen, seinen Entwicklungsging als Maler und Stecher und womöglich auch fernen Wirkungsbereich tarzu stellen. 4. AusderPhy- f i f: In ter Aküstük sind an offenen und gedeckten Gietzeuer Uonzerwerei«. Gießen, 16. Febr. 1920. Biolinabeud: Prof. Joseph Szigety- Genf. Am Klavier: Prof. Gustav Trautmann. Das mufiffreubige und musikverständige Publikum Gießens hat sich weder durch die bevorstehenden musikalischLN Darbietungen ber „Gießener Opern- und Ivonzerttooche" noch durch das beginnende Frühlingswetter abhalten taffen, entern hier ost und gern gesehenen Gaste die Beachtung zu schenken, die btefent zukommt. Sz igety's Be- beutimg als musikalischer Gestalter ruht in der ihm eigenen Rhythmik, die man als Dominante feiner sonstigen mannigfachen Qualitäten empfindet. Dieses bei Szigety in der Veranlagung Legende (blute" Gefühl für Rhythmik äußerte sich am stärksten in der Wiedergabe der rhythmisch charakterisierten Tanzformen der Bach'scheu Sarabande und seiner von ruhig dahinfiießenden Doubles umrahmten, gleich dem prvvenzalischen Rigaudon im Allabrevetakt geschriebenen Bourr^e. Szigetys Kunst in der Behandlung der Doppelgriffe in der Bach'schen Ciacona, jener Komposition, die bei ter Polyphonie des Silles hem solisttschen Diolin- instrument große Ansörderungen stellt, verriet genaueste Kenntnis der Bvlintechuik und ihre Beherrschung Als musikalisches Erlebnis für sich roirfle Schriberts Rondo brillant op. 70 mit feiner freudigdrastischen Diktion. Als Erlebnis besonders deshalb, well hier zwei harmonisch sich ergänzende Musikalitäten wie Szigety und Professor Traut- ma n n sich zusammenfandem Das llavieristische Können Prof. Trauttnanns, die JitterpretaTions- ausfassung seines eigenen Parts, sowie seine kunstvolle, Anpassungsfähigfeit an. bte Szigetys, trat hier in gleicher Vvllenbung zu Tage. Das reichhaltige Programm brachte als größeres Werk noch eine Händel'sche Diolftrionate (in D-Dur) -— Szäntö spielte neulich bte in G-Mol 1 geschriebene — und vier kleinere, ebenfalls für Violine mit Klavierbegleitung gesetzte Stücke von Händel, Francoeui- Kreisler, Eaudet-NachZz und Tartini-Kreisler. Eine gesprungene Saite am SchLuffe der Wiedergabe von Tarttni-ÄweiÄers „Variationen" bracbtr die stark applaudierende Hörerichast um den Genuß einer Zugabe. L. M. M noch nicht von ihrem Krtegsvvwrrtetl befreien kann. Die Antwort in der Auslieferungsfrage. Berlin, 16. Febr. Wie der Berliner Lokalanzeiger zuverlässig erfahren haben will, sei gestern nachmittag auf der englischen Botschaft in Berlin die Antwortnote anDeutschland über die Auslieferung der Kriegsschuldigen eingetroffen. In der „Täglichen Rundschau" wird das Einverständnis mit der Bestrafung aller, denen ein Verbrechen nachgewieseu wird, durch ein deutsches Gericht ausdrücklich erklärt, aber auch verlangt, daß auch die Entente das von uns geforderte Gerechtigkeitsgefühl aujU bringt und dieVerbrechen,diewirihr nach weisen, nicht nur vor ihre Gerichte zieht, sondern auch mit derselben Strenge behandelt, welche die deutschen Vergehen finden würden. Von einer Auslieferung auch nur eines Deutschen dürfe nun und nimmer in keinem Vergleiche die Rede sein. Paris, 15. Febr. (WTB.) Wie die Pariser Morgenblätter melden, wird die Antwortnote bett, die Auslieferung durch den enyttschen Geschäftsträger in Berlin überreicht werden. Das Schriftstück ist vom Präsidenten der jetzigen Konferenz in London, Lord Gpey unterzeichnet. Das Auslieferungsverlangen fei fallen gelassen wo rden für sämtlich e Angeschuldigte ohne Ausnahme. Die Note werde nicht vor Montag abend veröffentlicht werden. Eine Erklärung des belgischen Ministerpräsidenten. Amsterdam, 15. Febr. (Wolff.) Laut „Telcgraaf" erklärte der belgische Ministerpräsident in London in einer Untervednng mit einem Vertreter Reuters zur Frage der Auslieferung der „Kriegsverbrecher", die Regierungen der Alliierten feien von der gebieterischen Notwendigkeit überzeugt, praktischePolitikzu führen und sich nicht allein von Gefühlen leiten zu lassen. Es müsse eine Atmosphäre von Frieden und Ruhe geschaffen werden. Um dies zu erreichen, mässe man sich hüten, Maßnah- Von den zahlreichen Nebenperson m, di: drs klembürgerliche Milieu sich völlig zu eigen mach'n konnten, verdient Heinz Bechstecn mit feinem „grob’ Bengier" tefenteiv Erwähnung. Sprache und Temperament stimmten überein, imi> -s kommt ihm zu Gute, daß seine Rolle das einzige M mjch- ltche unter Tatterichs Y)egenspiel>rn h:rvarkehrt Mit einer Tracht Prügel macht er sich bezrhtt' alle anderen drehen ihm wie Pharisä-r dm Rücken Sellst Spirwes (Kuno Erich Weber), sein schwaches Ebenbild, läßt ihn fallen. Tatterichs Tragik wird er nie erreichen. Tie Komik d's Nicht-mnter-kriegen-iasfens wird ihm nie helfen Im übrigen war die Maste fehr gut und dis Spiel treffend. Für sich geschlossen wirkte die Famllie des Tvehermeisters Dummbach, Vater, Mutter und Tochter durch Harry Noebert, Margarete Wernicke und Liesel Winner gleich aut charakterisiert. Richard Hellborn fand sich sehr geschickt mit dem etwas tumben Dreher gesellen Schmidt ab, an dem Tatterich den Richttgen gefunden hat. Ter Metzgermeisder Fritz Knippelius den Heinz He res gab, war sprachlich kaum verständlich. Im ganzen toiarte man mit diesem zweiten hesfischen Ab»md sehr zufrieden fein und man freute sich trotz langatmiger Szenen, die kräftige Sttiche vertrügen ber berhen -spräche Nietergrllls Wegen, daß man den Dotter ich unverkürzt spfelte. z». lantz. 6- 1920 CbtfDefieni. ton ri snÄJl ?„äm « ‘ iS I; *näS' 20/21. d vm der Lo^ Sen gestellt: itiDia LnM^ tätirche" 2. zbalitn e/M Ä’«a M.- 2?k twite* deutschen öinid* Turn ReWrecht. ^iitultäf. VW idliing bet Mfr Ter Lauregv» chivanluMN bei tflintllen, mH e&e . den HJ* e Onffirfk ton Overfthnitts- anicnmgen aus die Trnrhohe beobarbtet rovttxai. EH füllen tie tulturtedxnler Antrag zur Bildung einer Entwäj- lermrgAgeuvssattchaft gefnrflt. Kreis Lauterbach. X gagbad», 15. Febr. Schwer vertetzt wvrdeder Landwirt Jochem beim Holzfällen. Ter Wrzotte Baum traf ihn und schlng ihm Arm und Bein entzwei. Kreis Friedberg. — Vilbel, 15. Febr Aic Poli^n tafelt am OrtSausgmigc den Frarrkfurter Schicichhänoier Hetz dabei ab, als er m einem Wagen zmr frisch» geschlachtete 5tzüde heimlich nach Frankfurt bringen wollte. Das Fleisch tarn hier zur Verteilung' tiefe wurde verhaftet. Starkenburg und Rheinhessen. mc. BonderBergftraße, 15. Febr. Durch die milde Witterung der letzten Wochen stehen schon vereinzelt Mandelbaume in schönster Blüte. Hessen-Nassau. Silüerschirber. --Frankfurt a. M., 15. Febr. Zwei Galizier und eine Frauensperson wurden am Samstag nachmittag, als sie den Schnellzug nach Saarbrücken desteiaen wollten von Polizeibeamten angehalten, da sie gar zu schwer an, drei Handtaschen schleppten, die bis unter die Bügel mit deutscltem Silbergeld, fein säuberlich eingerollt, dicht gefüllt waren, insgesamH eüva 14500 Mk. Unter dem Geld befanden sich auffallend viel Fünfmarkstücke und Jubi^ läumsmünzen. Das Silbergeld wurde der Reichsbank zugeführt. — An der Konstabler- wache fahte ein Kriminalbeamter einen Galizier ab, der 4000 Mark Silbergeld verschieß pen wollte. — B ad Ems, 15. Febr. Eine große Bürgerversammlung sprach sich einstimmig für die Herstellung und den Vertrieb der Quellenp rod ukte in staatlicher Regie, wie bisher, aus. Andernfalls soll die Stadt den Vertrieb übernehmen. Aufs schärfste wurde gegen die mögliche Verpachtung des Vertriebs der Emser Lluellenprodukte an Privat unter nehmen Einspruch erhoben. Wie hier bekannt geworden ist, hatte der Staat bereits Unterhandlungen mit einer Düsseldorfer Firma eingeleitet. - Frankfurt a. M., 15. Febr. Mit nicht weniger als 68 Maskenbällen, Kappen festen und „Redouten" wartete Frankfurt Samstag abeich auf. Und alle diese Vev- anstaltungen waren, nach dem T^iben zu urteilen, das auf den Straßen herrschte, über»- füllt. Kein Mensch kümmert sich eben um die polizeilichen Verbote and die Polizeistunde. mc. Höchft a. M., 15. Febr. Die Arbeitsleistung in der nunmebr unter neuen Bedingungen wiedeverösfneten Nieder Werkstätte hat sich durch Wiedereinführung des Akkorvsystems beträchtlich gehoben. Schon in der ersten Woche ist etnr Zunahme an geleisteter Arbeit um 15—20 Prozent der vorhergehenden Wochen zu bemerken. Die Werk- ftattkilung hat übrigens bekannt gemacht, daß sie dem Koalitionsrecht der Arbeiter nichts in den Weg legen wolle, dah sie aber Hetzer ohne Erbarmen vor dir Tür setzen werde Sricgsgesangeueu-Heimkehr. 1 Belter-hain, 15. Febr Der letzte Gegangene unseres Dorfes, Karl Hartmann, ist nun auch beirngdefert ** Ga r denteech, 15. Fedr. Noch vr fväter otmtiLX kehrten am Säurst aq abenb dir beiden ersten Gefangenen, Ludwig Heller wtt» Heinrich 8riegel an6 fvinzosricher Geftmgen- Ktoft zurück. Außer den Angxhörtgen hatte süd nxb Jung uifi> AU am Hkchchof zrmi Empsang eingdmtben und unter dem (Gelang ctnigci Volks-» Heber begfeCel*- man die ixzibat HeiEhrer ins EltrrnbanS. Tic ^jesanqvercrne .^itioria" und „Fvchsmn" begrüßten die HeimSctzver durch Liedev- torträge und Anjprucheu. LJ Holzheim, 14. Febr. Gestern Vehrte Heinrich Jung, Sohn des Feuennsitawr Iun-r, aus der französischen Geiangenichatt curtUt U Lang-GönS, 16. Febr. Aus der hmp zöslschen Gefangenschaft Vehrte gefirm Karl Mm ttrrück. Mm nmrbc im August 1914 verwundet. Ter Sanitäter Sad Boller, Schreiner fand ibu auf dem Schtachtfüde und trug ihn in das näch^- liegende Lazarett. Boller mutzte, als er ihn bartsr hatte, fliehen, da die Franzosen hermrrückten und Ulm mit gefangen nahmen ± Qucckvorn, 15. F^br. Aus ftoanzöfischer Gefangenschaft frärten gatrörf her MnsHetiere Röver und Görnert. ro. Ober-Widders he tm, 14. Febr Nach 30ntmatIid)rr Gedangnrschaft m Frankreich kebekam 12. Februar als erster unserer Gemeinde Otto Hoftnann, Sohn des Ludwig Hofmann II. in die Heimat zurück Der hielt« Turnverein nahm den Aurückgekehrten am Bahnhof Hangen unter Trom- nu-lflang bi Empstwg. Turnen. ** Turnverein von 18 4 6. Die Turnstunde am Dienstag wird auf Mittwoch verlegt. Spielpla« der Frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag, 17. Febr.: Der Schatzgräber. Mittwoch, 18.: Dir Stofe von SUruv- inll. Donnerstag, 19.: Mona Lisa. Freitag, 20.: Carmen. Samstag, 21.: Das Loch in der Landstraße. Sonntag, 22., nachm. 3 Ilhr: PeterchenS Mondsahrt. Abends 6V3 llhr: Ton Juan. Montag, 23.: Schahrazade. Dienstag, 24.: Das Lach in der Land strafte. Mittwoch, 25.: Drittel Volkökonzert. — Schauspielhaus. Dienstag, 17. Febr. Der lebende Leichnam. Mittwoch, 18.: Michael Kramer Donnerstag, 19.: Nathan der Weift. Freitag, 20.: Tie Verführung. Samütag, Samstag, 21.: Meist- Abend. Robert Guiscard. Hierauf: Der -erbrochene Krug. Sonntag, 22., nachm. 3 Uhr: Alt Heidelberg. Abends 6V» Uhr. Romeo und Julia Montag, 23.: Nathan der Weise. Dienstag, 24.: Rosmersholm. Mittwoch, 25., nachm. 2V»: Wilhelm Teil. Abends 7 Uhr: Fräulein Julie. Vorher: Samum. Die biengen Ortsgruppen deS BahnhofstraBe 34 Berlin 20tiDels Februar 1920. 1700c an der Kaeae. r Spich b. CSln, Hcmptstrohe 54. oWltze vmtt SsMke 3m Horb, h Lokale heiser Doloaiiser- av 8 ubr im Saal 1780 10 Neue 10 ^ugnnmu«ru Wilhelm Fischer, 02953 Statt Karten! «S. Gönner sind willkommen. 02948 derrckhitt baütffas Achtung:! Aehtang! Achtung! Ab sergeu, Dieiitag, bis In kl. Freitag: Berta Sinsch Otto Kalz Verlobte Fllr 1980 sofort beete llee I Ahsersekeuer ern- ▼ weite besieht, wird an! die SaehHlttags- V verstelleM — Anfang S.30, Ende I Uhr — ▲ enfeerksam geuiaehL ▼ Vorrerkan! v. 11-1 Ukr a. d. Theaterkasse. ♦ Vsrtikruag 3.30, 5.16, 7.OO, 8.45 Ukr. * #r~ Biekern Sie siete zeitig Flitze t ”W1 Die biengen Ortsgruppen deS t S.S.S.MW.WziekliM.öes N.A.s. lüeuWll Mt-WriEr-Banö), des 8 nhton Q hflHO • - IM.WwinilaftHeröflaölieoa 9 LlbllloUlulllallö f öeneinget b. eöenioliger Berüfsfoihateü) S Bah„hoLtra8e 34 f tiiiiulMiiiiuiiiiiiiiiiiiinimiiiiiiilriiifiiHiiiiiiitiiwuiiuui Heute hie Freitag: Die Mchtsplel-Operette: Das l Kiiinäisdieo Ä unter Mitwirkung namhafter Opern- X sAnrer and Operne&ngerlnnen. ™ Textbücher zum Preise von Mark L— r WMMW r Seltersweg 81. 02986 J Bente letzter Tag der großen Barry-Biil-Seittation: ? T Maske Nr.74 X V - ■> Akte, rerner: ♦ Vendetta (Blutrache) mit wenuena poiB Kegrb 4 Akte. ▼ Fastnacht - Dienstag den 17. Februar feiert der Kegelklub „Alle Neun“ sein MM »KM mit Ball in der Turnhalle am Oewaldegarten. Anfang abends 7 Uhr 29 Minuten. — Freunde und Klein-Linden lieber den 15. Februar 19». 80 000 M. auf L Hypothek -u leiben gesucht. SchrifillcheAnge note u. 1725 a. b. Metz. Sn» | Vereine j Turnverein von 1846. DtIc) Die morgiae Znru stunde wird auf Mittwoch »erlegt Der Tnrnwarn Hotel Schütz »aftnacht-Dienstag abends 7 Ubr rr" A« \V. K U Die Beerdigung findet Dienstag, 17. Februar, nachm. 1 Uhr statt. i M Verwandten, Freunden u. Bekannten hierdurch die traurige SWitleuunß, bah unsere liebe Diutier, Groyniutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Fran Elisabete Volz Ww. geb. Opper MÄÄÄS entschlafen ist. Sie tnmemöen Weröfietienen. Alten-Buseck, Frankfurt, Gietzen, Mainz, Grohen-Gottern, 14. Febr. 20. Die Beerdigung findet Dien-tag mittag 1 Uhr in Allen-Buseck statt. l7M Zoverl. Lausmädchen ob. Lauifra« in kleinen Hautsball gesucht 02960 Löberssratze 3«I. Heute vormittag 9 Uhr entschlief nach längerem Krankenlager meine liebe Frau, unsere innigstgeliebte, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Christina Amend geb.Will nach vollendetem 77. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Georg Amend Familie Heinrich Will VIII. Wilhelm Will, Mainz. 8MM.-8VII1IW auch Marken lose und aus Briesen,oon Sammler zu kaufen nef.; evtl. Tausch. Schrlftl. Angebote unter 02941 an d. Gietz. An teig. int ntbetbn trsrtzt. äiva U Tc da» IVi 5 fflttt zu 2J 2-Mars-M nit Ws ift. ta m hr der rrtche sondern ei jexigen K trudtartt 2 unt 5 Tie 60-P Bei den li angabe bin lich Mach hat man Ex Marken [ii Posrtarim; atüDeiiirngm tWidtm 1 W- tei' mb der $ ,7««A Kaufe i getragene Herren« und Damcnkleider, Schatze, Wäsche, Möbel all. Art. L. Rosenzweig, Gießen, SelterSweg58l Wendorsn lonroerte, 21.-®., Mestbms WM (Kr.Mlm). Ich suche eine erstklassige Schreibmaschine zum eigenen Gebrauch. Schristl. Angebote unter 02987 an den Gieh. Anz. M-SWA alte.k.LvhU11a,,Fkf.StrB Todesanzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß gestern nachmittag V(t Uhr nacn langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser inni^stgeliebter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Weber Maschinenputzer i. P. nach vollendetem 64. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: tvür 2 Schaufenster zu dekorieren wird ein E. LEITZ Opi. Werke, Wetzlar Beste-,Fremdenheim sucht sof ob. 1. März i. Dauerstellung tücht. gewandtes Zimmermädchen, lausen. Schiffenberger Weg »6, Otb. v. 1789 , A Bad artigen S *un9 Erde tarn M ( Sellen beitnlli 5>-Wirkic J® ^tunbenk KU von 1$ ohne s «taten und J» 2000 V Ee Arbeit^ °kn Äellen b N.diesen t A an den A Liesch __, A aus den i* Äll OertrE zsve^ Post. M Smnnlltri äniter, tigensalls fSujet gebrc die zagebor her Mktia' bet c Md. ^tne zuerst dl« gegen Nu ♦♦Tie heimkehtends wiederholt i twrfen,wed sind. Fslk SJeitetreilH gehörigen em -es Fahrge tung SM liche BeM hörigen. 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Gietzen iDammftr. 15), den 13 Febr. 1920. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 17. Februar, nachmittag» 3'/, Uhr, von der Kapelle b neuen Friedhofes an- itntt Tüchtiger, ehrlicher Gärtner znm alsbaldigen Eintritt gesucht. Meldungen mit Zeugn bei Kommerzienrat Schirmer, Mar- burger Stratze 4. 1762 Junger MeiüeiMilse gesucht. 02752 __H. JLich. SSstWcheMilsev für genähte Arbeit, sowie «Eanflunge gesucht umsi Carl Christ, Schuh' geschüft, Liebigstratze Schuljunae für nachmittags zu Botengängen gesucht. 02077 Carl Berg, MäuSburg4. rNodistin^'z^L» kann los. eintr. Gate Be- zablg.'. DauerndeDtellg.! Ois. mit Aeugn., Photogr. u. Gehaltsanspr. samtc Beamtenschaft, allo Bestell-Postansraltm auch die zugehörigen Hilssstcllen über Di-1 Wichtig kn t der Masnabmen unterrichten und tktl)iit wirken, daß die Möglichkeit, Silbergeld durch Vermittlung der Posl zv verlausen, im weitesten Umsang b.’tinnt wird. (5iite Vermittlungsgebühr von 10 Ps. für jede Silbermark wird dem Beamten b.'willigt, d'r zuerst die Münze aus privater Hand empfängt und gegen Zahlung des Preises amummt. ** D ic F ahrka cten der Heimkehrer. Heimkehrende Kriegsgefangene hoben bei Rückkehr wiederkwlt ihre Angehörigen nicht mehr angc- tvofsen, weil sie nach einem anderen Ort verzogen sind. Für diesen Fall roirb den Heim kehrenden zur Weiterreise nach dem neuen Wohnart ihrer An- aehörigen einmal eine ZusatzLarte gegen Stundung ides Fahrgeldes für Rechnung der Militärverwal- die Zeit bis zur neuen tSrnte wohl überwambm werden fimne. ? d -Na uheim, 14. Febr. Frankfurter Kapitalisten als Strohmiftmer ausländischer Mäuler bemühen sich hier um den Erwerb btt Oger Hotels. Ihre Bemühungen hatten bis jetzt keinen Erfolg. sw. Butzbach, 13. Febr. Tie ordentlichen Ernnahmen der Stadt aus dem Rechmings lahr 1918, betragen 342 861,13 Ml., die Ausgaben 323 549,53 Mk., an Steuern gingen 140 000 Mark ein. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 15. Febr. Ihricre St»dt»er ordneten haben eine weitere Erhöhung der Lu ft barkeits steuern um 50 Prozent beschlossen. Im Zeitraum von 7 Monaten vom 1. Juli 1919 bis zum 31. Januar 1920 sind der Stadtkasse insgesamt 42 900 Mk. an Luslbarkeits- Heuern zugeslossen, wovon allerdings 22000 Mk. auf das Kino entfallen Hessen-Nassau. dt. B o IN H UN s r ü ck, 13. Febr. In Türkis- mühle erwischten Zollbeamte eine Oköpftgc Silbe r s ch i eb e g e s e l l s ch a f t, die für 30 000 M. deutsches Silber gelb bei sich führten, das sie ins Ausland verschieben wollten Sie stammten sämtlich aus Galizien unb haben jetzt ihren Sitz in Paris, Wiesbaden, Karlsruhe unb Saarbrücken. Sic würben verhaftet. Außerdem wurden drei Schieber aus Dem Nachtschnellzug aus Kreuznach verhaftet. X Hei/sfeld, 12. Febr. Die Vertreter dts Bezirktteerbandes der Bauernver.'in' stur- tung aus gehändigt. Nötig ist dazu eine ortspolizei- liche Bescheinimrng über Pen Wegzug der Angehörigen. Tie Zusatzfabrkarten werden ohne Ausfüllung des Fahrpreises ausgestellt. ** Ter neue Adler o hne Kriser- frone auf den keutschen Brief wirken. Tie neuen Postwertzeichen, die vor Monaten in- getihttigt wurden, werden jetzt von d.w Rcickrs- truckerei den Pofianstatten grlt?r~rt. Bon den Freimarken zu 1,25 MV., 1,50 MV und 2,50 Mk. sind gegen die ursprüngliche Msichl zwei Ausgaben brr» gestellt worden. Die bisherige Kupferdrsck'maeß? mit lleberdruck nftrd durch eine in Offset-Buchdruck ersetzt Die Offset-DuchdruckmarLen werdm in etwa 14 Tagen, die Kupfer-Ueberdruckmcrtken in Hessens und Waldeck hielten gestern und oorg.'stern hier eine Sitzung ab, die sich mit wichtigen Ber- lantsangelegenheitcn zu beftrssen l)alte. Tie An- jchlussrage wurde ettfegstltig geregelt, iudmi b?r Avs4chus an den deutschen Landllunv nunmehr einhellig Annahme fand. = Wiesbad en, 14. Febr. Ter Kreistag des L«fetiteifeS Wiesbaden-Land erwarb das Brauukohlenbergwerk Tiefretebergen am Taunus. Tie IahrrSförderimg schätzt man ans 100000 Tonnen; die Grube ist in etwa 20 Jahren erschöpft. Ein den Kosttenfl-zen überlagerndes Tvnbager soll zur H-ersteSung »cm Zie-el- steinen Verwendung finden. etwa li/i Monaten auSgegelen roerbm. Für den Wert zu 2,50 MV. wird das Bild der bisherigen 2-Mar'k-Marke benutzt. Statt des Reichsadlers mit Preußenschfld in den beiden unteren G*n ist der neue Mler ohne Brustschild getretzen. Ter Genius hinter den beiden Kriegergestal-en hält in der erhobenen Rechten nicht mehr die Kaiserkrone, sondern ein? Leuchte. Auch die Umwandlung der jetzigen Kupferd-ruckmarke zu 1 Mk. in eine Buch druckmarVe bleibt vvrbelpl>en. Tic FrermarVcn zu 2 und 5 MV. werden vorläufig weiter hergestellt. Tie 60-Ps Marke ist. Neujahr wieder eingesührt. Bei den lleberdruckmarken ist die bisherige Aert- angabe durch einen sclpvarzen SechMern unkenntlich gemacht. Für die Marken in Offset-Buchdruck Hot man l braucht, um sich bei ben schlechten Ernähvuvgs- Verhältnissen zu erholen. Eine Anzahl van Mit- wirkenden bei ben PafffenShnrien, sowostl Darsteller, rote auch Sänger wnd Musiker, sind gefallen. Man hofft in Oberammergau atigemein, daß die Passionsspiele in nicht allzu ferner Zukunft wieder ausgenommen werden Sinnen. Aber gegenwärtig sind Nahrung und Kohle so knapp, daß man an irgendwelche Vorbereitungen noch nicht bettlet kam. * Die bes chlagnahm ten Beinkleider. Unter den Strichen, bet das amerft«stick»' Gesetz über den Verbot des Blb»ho-S für trtttmgen Vorsicht, befindet ftch auch Die Ai:- drohung, daß das „Geführt", in rem bte verbotene Flüssigkeit transportiert roieb, beschlagnahmt ner- ben soll. Gedacht ist woU daba m Aagen um» A«tomo»ile, in denen man Bein- uns Schn st»- süsser befördern Eorrarte. Diese Strafe hat abrr nunmehr eine merkwterbige Auslegung und Anwendung erfahren. In Chikago veichrirett die 'ÄNuti bene Pchsftdemov einer gro^n Charles Niel Thomas, weit er cmgrflegt war, g.ft einer in seiner Hosentasche mitg.'führtm Flasche seinen Gefährten, die mit ihm speisten, nnm „starten Trunk' angeboten zu haben. In strenger Befolgung der Anweisungen des Geietz's ronrb' dem gastfreundlichen unb sreigebigen Herrn das „0>:- fäfyrt", in dem er den verbotenen Alkoh.'l mit sich führte, nämlich seine Beinkleider, b.'schlag- nahmt, und er mußte nach dieser höchst peinlichen Prozechtr, aus der Haft entlassen, auf Schleichwegen sein .Haus erreichen Iti»mi, der in her Tasche seines Beillkieides irg.nd welchen Alkohol mit sich trägt, droht also Konfiskation der „Ui:- aus sprech! ichen". Handel. Frankfurt a. M., 16. Februar. Devisenmarkt. Datum: Amsterdam • Rotterd. Brüssel-Antwerpen . Christiania Kopenhagen Sto4cholm...... Helfingfors jtalicn Cenben New-Park Baris Schweiz Spanien . Wien (altes) .... Deuffch-Oesterr. abg. ......... Budapest , . Bulgarien K»«fton1p,»pel . . . Geld Brief Geld Brief 13. Febr. 14. Febr. 3721,- 3029,- 3746,- 3751,- 734,-0 735,70 739,25 740,75 1678,25 1681,75 1708,25 1711,75 1443,50 1446,50 1458,50 1461,50 1848,- 1852,- 1868, 1872,- 394,60 395,40 399,60 400,40 544,50 545,50 549,50 550,50 33»,65 340,35 340,65 341,35 100,40 100,60 100,40 100,60 699,30 700,70 701,80 803,20 1643,25 1646,75 1648,25 1651.-5 1718,25 1721,75 1718,25 1721,75 37,96 38,04 39,46 39,54 28.S7 30,05 32,97 33,03 96,90 97,10 98,90 99,10 23,71 33,79 34,66 35,04 Markrrotternugeu. Datum: 13.2. Zürich 6,10 Amsterdam 9,22 Äopenstatz«,............... 7,20 feto (Myelin 5,45 Mftn 346,- 14.2. 6,10 2,70 7,20 5,24 330,- — Wilhelm Gailfche Tonwerke A. G. Geheimer »vmmerpienrat Dr. Wilhelm Gail in Gießen hat seine bisher unter der Firma Gail'sche Tampsziegelei und Tonwarensabrik W. Gail betriebenen Werke in eine Aktiengesellschaft, firmieren» : Wilhelm Sail'sche Tonwerke Aktiengesellschaft m«grrMK>e(t. Tie Genehmigung durch die Hessische Slaatsbehörde und die l)andelsqerichtliche Eintragung ist erfolgt. Tas Aktienkapital beträgt 1000 000 Mk., welches von dem Boehesitzer un-- grtertt übern»n«en wate. — D« Milnftrfting eines Barrkhanses i«rd nicht statt: es handelt sich um eine Gründung, denen Amen im Fa- «ilienbesitz verbleiben fallen. Geheimer Kommerzienrat Tr. Wilhelm Gall widmet seine Kraft weiter dem Unternehmen clls Vorsitzender des Aufffchtsrats der Gesellschaft, dem außerdem die Herren Dr. jur. Georg Gail, Direktor Hermann Petri und Privatier Jacob Jung, sämtlich zu Gießen, angehören. — Zu Mitgliedern des Vorstandes sind die beiden langjährigen Mitarbeiter Raimund Wagenschein und Karl Wenzel bestellt. Bncherttsch. — Albert H. Rausch: Kassiopeia. Verlag Egon Fleisches, Berlin. Albert H. Rausch hat nach mehreren Prosabüchern wieder ein Gedichtbuch veröffentlicht. Es sind die gesammelten Verse eines Zeitraumes von 10 Jahren. Danach kann man an imb für sich schon erwarten, daß Herschiedenartiges in dem Buche steht. Deutsch spürt man die einzelnen Entwicklungsstufen. Leider muß man aber konstatieren, daß sie nicht steigend zu einer höheren Vollkommenchtit führen. Gedichte wie die „Hymne an die Mutter" roadtfen ans tiefem Erleben. Das Antinons-Gedicht „Krönung"' tft von strahlender Schönheit. Daneben stehen z. B. die „Elegie an eine Sängerin": bis auf wenige Zeiken leblose Diktion. Die „Lothringischen «•ffieat" ohne Belang. Vieles der Reche „Sterne ftefen" ist ewrikr Durch-chnitt, ein Gedicht wie dis „An einen Unbekannten" einfach unmöglich. Liest man aber wieder das Sonett „Der KünstLn", so ueiß man: Rausch ist wirklich ein Dichter. Doppelt beflogt man dann seine Distanzlosigkett gegen- Anr pich feWt, die Hn so schlechi unter seinem Merke austockmen -ietz. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) der verztchl auf die Auslieferungen! Paris, 14. Febr. Aus italienischen Greifen wird der ÄHentur Havas gemdbet, dast die Londoner Käuferenz beschlossen habe, di: Schuldigenunter Kontrolle der Alliierten in Leipzig aburteilen zu lassen. Man ivrirbe also auf die Auslrelerung verzrch- t en und den durch Deutschland am 25. Januar gemachten Vorschlag mit einigen Kettle rungen «nnehm-rn. Tie Adria frage stkeibt immer noch aufgeschoben. TrunÄckstch überreichte einen Abänderungsvorschlag. England unb Frankreich, die air dieser Diskussion nicht tcilnahm.-n, verlangen eine definitive, positive ober negative Antwort. 'Jtitti gab zu erkennen, baß er sich noch Belgrcch begebe.i iverde, unt cinnt günsligm Vertrag mit Jngoslawien obzufchlietzen. Die Schluftsitzung des Bolkerbundrates. London, 14. Febr. lWTB.) Die Schlußsitzung des Völkerbundralcs wurde gestern eröffnet mit dem Verlesen des Berichts zu den auf der Lagesordnung stehenden Fragen. Die bereits en Kommission zur weiteren Behandlung zu überweisen. Zum Schlutz der Sitzung be- sprach Balfour nochmals die Finanzkrtsis Europas und die Mittel zu ihrer Behebung. Der Rat beschloß daraufhin di" Einberufung einer dies bezüglichen internationalen Konferenz. Eine Aeufterung des Freiüerrn von LrrSner. Berlin, 14. Febr. lWTB.) Freiherr von Lersner gibt im „Lokalmrzeiger" eine Erklär rang ab über das, was wir von der Entente zu befürchtm hätten. Er meint, daß es seil dem 10. Januar unmöglich ist, daß die Entente auch nur einen Fußbreit deutschen Landes besetzt. LerS» ner hält für die Dauer des Friedenszustrüdes eme Besetzung Deutschlands für unmöglich, glaubt auch nicht, daß Frankreich oder die Alliierteir in absehbarer Zett den Frieden durch eine ro'ire Kriegserklärung brechen könnten. Die Wriafrage. Belgrad, 14. Febr. lHavas.) Die Adria- frage hat einen Konflikt zwischen der Reis i e r u n g und den Oppositionsparteien Herrorgernfen. Der Prinzregent hat die Partei^ • lührer zu einem Einigungsversuch veranlaßt. Wenn dieser mißglückt, muß das Kabinett demissionieren. Die finanzielle Lage Amerikas. Washington, 13. Febr. sWTB.) Schatz- sekeetör Houston kündigte am Montag die Tilgung der laufenden Schulden in Höhe von 60 Millionen Dollars an Nach Angaben Houstons ist die finanzielle Lage der Bereinigten Staaten als glanzend zu bezeichnen. Rücktritt Lansings. Washington, 14. Febr. (WDB^ Staatssekretär Lansing hat demmissivnitzrt. Seine Demission wurde angenommen. Die Lohndifferenzen im Hoch- itnfo Tiefbaugewerve. Berlin, 13. Febr. (WTB? Tte seit mehreren Nbonaten im Hoch- und Tiefbaugewerbe bestehenden Lohnd ifferenzen wurden nunmehr durch einen EinigungsVorschlag beigelegt, der seitens der beteiligten Arbettgeller imb Arbeitnehmer angenommen wurde und eine Teurungs- zulage vott 1 Mk. pro Stunde vorsieht für Großstädte über 100 000 Einwohner der Industriegebiete Rheinland, Westfalen und Oberschlesien. Für die Bitterfelder Lautawerke beträgt die Zulage 1.25 Mk. Tie Verhandlungen über die Ende März ablaufenden Reickstarifvertröge für das Hoch--" und Tiefbaugewewe sollen Anfang März begonnen werden. Die hessische Zentnrmsvattei und die cheinische und grosthesfische Bewegung. mr. Darm stadt, 13. Febr. Die Zentrumsfraktion der hesftschen Volkskammer nahm m ihrer gestrigen Nachmittagssitznng folgende Entschließung an: Tie am 12. Februar 1920 statt- geftrndene Sitzung der Zentrumsftaktion des Hess. Landtages, an der eingeladene Parteifreunde aus den Kreisen Alzey, Bingen und Warrns teilnahmen, stellt sich einmütig ans den Standpunkt der Ablehnung des grioßpreußischen Gedankens, befürwortet die mit der Frage der Rheinischen Republik zusammenhängende Idee einer VerseIbständigung der am Rhein gelegenen Länder im Rahmen des Deutschen Reiches und aus Grund der deutschen Reichsversasftmg Sie hat zu den Parteifreunden das Vertrauen, daß sie nicht Vereinigungen unter stützen, die dem deutschen ReichsgedanÜm und damit auch der dsntschen Zentrumspartei ab- v träglfth sein können. Im übrigen verweist die Konferenz die weitere Erörterung der Rhein landsfrage vor den Landesausschuß der Hess. Zentrums Partei, wohin sie zuständigkettshalber gehört. Geegespenstec. Roman von Anny Wothe. Amerikanisches Copyright 1918 by Anny Wothe-Melm, Leipzig. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 43. „Ich bin zu dir gekommen, Jngewart," nahm Estrid das Wort, nach seiner hageren sano tastend, „um dir zu sagen," — sie zögerte einen Augenblick, „wie tief ich bereue. Hab dock; Erbarmen," fuhr sie fort, an der Butze auf die Knie sinkend, „fühle doch, daß ich nickst so leben, nickn atmen kann, wenn ich die Gespenster nicht zu binnen vermag. Immer wieder steigen ftz aus d:r See zu mir empor mit beteten Zügen unb verfolgen mich Tag und Nacht, mit deinem Wort und deinem Fluch." „Erl armen?" fuhr der Kranke aut, sich mühsam aufrichtend. „Hattest du Erbarmen mit mir, als du mich verrietest? Du trägst nur deine Strafe." Die Augen des Fiebernden sahen sie drohend an „Ich könnte dich jetzt töten," flüsterte er geheimnisvoll, „aber ich habe es der da —", er beutete, auf Sölve — „verf»rochen, es nicht zu tun. Sie will bann stets bei mir bleiben urtb einen Ercmz tragen, wie du Lh« getragen, unb fie_nrirb ihn treu unb in Ehren halten, die Reine SStve, was du nicht gekonnt." Estrid schauerte zusammen. Sollte die Schwester, ihre Äebe jungt Schwester, ihr Opfer fein? ,L)öre mich, Jngewart FerkS," hat Estrid, seine Hand mit ihren beiden «tafan umttemwevn», „nicht tik mich bitte ich dich Ich haste wr einen Wen kleinen Jungen, feer fckll nicht »ter deinem Fluch zugrunde gehen und anch nicht das Haus des Mannes, der mich geliebt hat und den tth betrogen, ans Leichtsinn, wie ich dich betrog. Nimm bte Schuld von mir, Ingen«, betete mich von der Qual, die mich m*t los läfel’ Du hast mich geliebt, wie ich dich, und um inefer Lrefee willen bitte ich dich, Jngewart, verzeihe nur die Sünde, die ich gegen dich beging. Sieh, ich will fein Glück für mich, nur für mein Kind bitte ich dich! Weit, weit will ich mit dem Kinde wandern in ein fremoes Land, fort von dem Mann, dem ich eben so weh getan wie btt. Um des Kindes willen mußt du den Mich lösen. Eme Mutter bittet dick, eine imgffiAtibe, trostlose Mutter!" Schluchzen erschütterte Estrifes Körper und ihre heißen Ttihrert rannen über Jngewcofttz abgezehrte Hande. Staunend sah der itwtfe auf die Kniende. War das Schön-Tstrid mit dem sieghaften Lächeln, die einst alles in ihren Bann gezwungen, die nun nichts war ccks ein armselig, verzwestetees Weib? Stttee war näher getreten. Ihre beiden gefalteten HSnste fegte sie auf des Kvanllen Stirn. „Vergib ihr," bat sie tintig, „vergib der Muter, die für chr Kind fkckhl." Da ging eme ftttsame Veränderung über Jng«w«tzs harte Züge. Nnftcher blickte er auf Estrids blondes Haupt, das sich verzweifelt in den Kissen seines Lagers barg. Seine Hand tastete nach ber Sölves und er klammerte ftch an diese kleine Mitfechenhsrch, als Bmtte sie ihm Trost und Beruhigung spenden. „Ein Kind," tagte er staunend — „ein lleines Kind ? Können Kinder Wunder schaffen? Kann ein Kchd ein lrichtiertiges Menfchenherz, das mtt dem Besten fees ruberen immer bloß gespielt, so wei^elv? Nein, ich glaube nicht daran. Glaubst du es, Sölve?" „Ja, Jngewart, ich glaube eS," versetzte das Mäbchen mit tintiger :Hoversicht, „ich g(«ube es, feenn Mmter'iebe ist das Größte und Heiligste im Leben. Nichts reicht da hinan." Jngewart FerkS Augen ruhten unverroandt aus der Fam, die an seinem Schmerzenslager tniet:, awr der endt so Stofeen, die fteghaft durchs Leden gchq and jetzt nichts war, als eine armselige Bettlerin. Was hatte sie gesagt? Sie wollte mit dem ftiitb weit ioetgefeen? Alfe nicht mal der Mann, um bcu sie iftu ti 11 —tarn zu ihr? Sie war e»W.. etnfem. xm: Werota bssn, als er, denn er hatte ja Sötve, die eine so süß: Stimme hatte unb bte gelobt, ihn nie zu verlassen. Und ein Mitleid ohnegleichen qitott in des Kranken Brust empor, Mitleid mit der Treulosen, feie alles Hoffen seines jungen Hebens grausam geknickt. „Hifte mich, Jngewart," bat Estrid von neuem „Jetzt erst, wo ich selbst ganz verlassen bin, weiß ich, was ich dir tat! Ich glaubte dich tot und da nahm ich feen anderen." „Den Toten braucht man keine Treue zu halten," stieg es wieder bitter in ihm auf unb leise murmelte er die Worte bot sich hau. Estrid hatte sie verstanden. Sie hob die in Tränen fftrnmemben Auaen zu ihm auf und all bas Glück, das ihm einst aus diesen strahlenden Sternen gelacht, wallte heiß in fernem Herzm auf. Unsrcher faßte seine Hand ntuf) der ihren „Und wenn ich dich bitten würde, Estrid." tilgte er stockend, „bleibe bei mir, mache dich frei von feem Mann, um den du mich betrog«! und folge mir in ein neues Leben, was roitibeit tu sagen?" Sie hielt tapfer seinen durchdringenden Blick aus. „Tat ich nicht kann, Jngewart, berat stell, ick liebe den Mann, der mich iii'rirfnMfr, ich liebe den Vater meines Kindes." (Fortsetzung Met) behördliche Anzeigen des Los I. in verschiedenen 5a. Kl. 5b. Kl. Los II. Tistrikt Klinsezipfen. 17858 Bekanntmachung 1760 Los III. Tistrikt Bruch 11: 15823 ran cdew- 1719 1763V 1782 W ff* Sehrttt-Reohßtteo ertaube mir besonders hfnzuwelseD Telephon 216. 1117 129 lur i Tagl Automobils Künstliche 1*7068 Aus der Hosreite der Brauerei Jhring in Lich wurde nähme. 1764 flüllllllllillUlllllliyilllilllilllHlUD i| Steuer fachen i I 88p. Keine Fleischknappheit mehr! I Steinstraße 41. 1769V OHSENAI (Haltestelle der Straßenbahn, Marburger Straße.) Mol z Handschuhe '-'E Grosse Auswahl Beste Fabrikate 5. 5. 3. 4. 5a. zu Werkholz geeignet. Ter Anfang ist in Bruch 11. Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. Distrikten: 9,00 Fstm. 14,00 Fstm. 3,80 Fsttn. 2,50 Fsttn .54,00 F>tm. 80,00 Fstm. 70,00 Fstm. 152,00 Fstm 6,80 Fstm. 82,00 Fstm. 165,03 Fstm. 275,03 Fstm. 305,00 Fstm. 10 Kippwagen zu kaufen gesucht Walter Simon & Co Köln a. Rh., Lütticher Str.33/35. Es rorrb noch darauf hrngvmeien, daß vom neuen Schuljahre ab die beiden untersten Vorschulklassen (1. und 2. S ch u l ja h r) an chen höheren Schulen aufgehoben sind. Gießen, den 11. Februar 1920. Ter Schulvorstand: Keller, Oberbürgermeister. bekanntge geben. (Sieben, bet 14. FeLruar 1920. Reichsvermögensamt. Vertretung der Gesellschaft befugt ist. Gießen, der 12. Februar 1920. .'hessisches Amtsgeridü. Volksschule zu Gießen. Tie Anmeldung aller in Gießen wohnenden Kruder, die bis zu Beginn des neuen Schuljahres (12. April ds. Js.) das 6. Le- - bensjahr zurückgelegt haben, findet statt: 1. In der Stadt-Mädchenschule, Schillerstraße, . Dienstag den 17. Februar vorm. von 10—12 Uhr. 2. In der Stadt-Knabenschule, West- An l a g e 4 3 Mittwoch den 18. Februar vorm. von 10—12 Uhr. Auch können an genannten Tagen vormittags von 10—1 2 Uhr diejenigen geistig unb leiblich genügend entwickelten Kinder an gemeldet werden, die bis zum 30. Sepiember ds. Js. das 6. Lebensjahr vollenden. Bei der Anmeldung ist der Impfschein und bei den auswärts geborenen Kindern auch der Zweckdienliche Nachrichten erbittet man an die Gendarmeriestation Lich. 170.88 5b. Kl. Fichten-Stämme Fichten-Terbstangen Nutzholz-Bersteiaerung. Freitag den 20. Februar vorm. 9V3 Uhr wird im Ettingshauser Aemerndewald, Distrikt Bruch 11 und Riedstein, nachstehendes Holz versteigert : 15 Fstm. Fichten-Reisstangen, 75 Fstm. Fichten-Terbstangen, 40 Fsttn. Eiche 6. Kl., Nie wiederkehrende Gelegenheit bietet sich jetzt dem geehrten Publikum 1 Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Georg Philipp Gail, Artien-- gesellschast Gießei eingetragen: Dem Vorstanvs- mitglied Tr. Georg Gail steht die selbständige Vertretung der Gesellschaft zu. Dem Otto Knorr in Gießen ist dergestalt Prokura erteilt, daß er in Gemeinschaft mit einem Vorstirndsmitgliede zur herangezogen werden sollen. Lvllar, den 13. Februar 1920. Bürgermeisterei Lollar. Schmidt. Bekanntmachung. Tie Voranschläge der Gemeinde und Martwaldgemeinde Bettenhausen für 1920 Rj. lieg.m vom 18. ds. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Beteiligten auf. 1783 Bettenhausen den 16. Februar 1920. Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth. 3ie$er»(itono derEmMM zu Wicscck findet am Samstag den 21. Februar vormittags '11 Uhr auf hiesiger Bürgermeisterei nochm.r1s Eichen-Stämme Eichen-Stämme Vuchen-Stämme Kiefern-Stämme Kiesern-Stämme Kiefern-Stämme Kiefern-Bauholz Kiesern-Grubenholz Fichten-Stämme Fichterl-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme statt. Wiefeck, den 13. Februar 1920. Hess. Bürgermeisterei Wieseck. Scho mber. Feldbahngleis 1600 Meter mit Euchdruckerea Nstschkcmski Ludwigstr. 4 :: GIESSEN :: Fernspr. 724 BekKNUtrnachnng. In unser Handelsregister Abt. B wurde beute hinsichtlich der Firma Tropp & Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Hurrgen eingetragen: Ter Geschäftsführer Carl Tropp hat seinen Wohnsitz von Hamborn a. -Rh. nach Hungen verlegt Hungen, den 10. Februar 1920. 1768D Hessisches Amtsgericht. 5,00 Fsttn. 6,0) Fstm. 6,00 Fsttn. 28,00 Fstm. 45,00 Fstm. 25,00 Fstm. 18,00 Fstm. Nutzholz-Berkaus aus dem Fürst! ick>en Forstrevier Hungen, DistriL« Fuchsstrauch, Klafterschlag und Tiergarten. Buchensstammholz: 15 Fstm. 3. Kl., 32 Fstm^ 4. Kl., 8 Fsttn. 5. Kl. Eichengrubenholz: 20 Fstm. (12—24 cm Turchm.> Clsbeerstämme: 2 Stämme 0,40 Fsmr. Fichtenstammholz: 0,60 Fstm. 3. Kl., 30 Fstm^ 4. Kl., 81 Fstm. 5a. Kl., 92 Fsttn. 5b. Kl. Das Holz lagert 2—4 Kilometer von den Eisenbahn-Verladestellen. Nähere Ausümft erteilt der Fürstliche Förster Sames in H-ungen. Die Gebote sind verichlvssen mit der Aufschrift „Holzverkauf Braunfels" bis zum Mittwock) den 25. d. Mts. vormittags 10 Uhr an Fürstliche Reni- kammer in Braunfels einzusenden. 1770D Fürstliche Nentka innrer. Halte vom 16. Februar ab meine SPRECHSTUNDE Frankfurter Straße 36 p. (Ecke Friedrichstraße) Dr. med. KOCKERBECK Zahnarzt-Arzt Tdqhon 1221 wieder in Friedensware mit 10% feinstem Rinderfett lieferbar. Im Gebrauch wie Liebigs FL ischcxtrakt Tin Geschmack lOfache Ausgiebigkeit als frisches Fleisch. Überall erhältlich. Behördlich genehmigt. Mohr & Co., 6. m. b. H., Altona-Elbe. Buchenbrennholz frei Waggon Gießen und Umgebung zu Mk. 2400 je 10 Tonnen liefert Schhandl. ZAitt, Wte D.S. Die Angebote sind getrennt nach Losen, Sortiment und Klassen pro Fstm. verschlossen mit der Aufschrift „HolzsubMission" bis spätestens Samstag den 21. Februar mittags 1 Uhr an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann um 2 Uhr die Eröffnung der Offerten erfolgt. Das Holz ist gefällt und wird auf Verlangen von Förster Keil borge^ngt. Es "kann auch auf einzelne Abteilungen eingereicht werden. Tie Gemeinde behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor, auch über die höchstmöglichste Sicherheit und wie ihr der Eingang des Kaufpreises am sichersten erscheint. Nähere Bedingungen liegen and) auf der Bürgermeisterei offen und werden bei der Eröffnung bekanntgegeben. 1761 Ettingshausen, bat 13. Februar 1920. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. Holzsnbmrssion. Tie Gemeinde Ettingshausen verkauft im Wege schriftlichen Angebots folgende Holzarten: 4. 5. 2. 3. 4. 5a. 5b. 4. 5. 4. 2. 3. 4. 5. 5. 2. 3. 4. Ettingshausen, den 13. Februar 1920. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. Kühlers gestrickte reinwollene Kna ben’Anzüge in allen Größen vorrätig. 1296 Franz Bette, Mäusburg 10 Bekanntmachung Tie Gemeinde Rvdheim a. d. B. hat auf dem Submissionswege 25,87 Festtnetec Pappel- stämme zu vergeben. Die Stämme lagern am Ausgange von Sieber. Angebote mit Aufschrift „Pappelholzverlauf" sind bis $irm 22. ds. Mts. an die hiesige Bürgermeisterei zu richten. Dortselbst können die Bedingungen emgesel-en werden. Rvdheim a. d. B., den 15. Fichruar 1920. Ter Bürgermeister. Bender. 1797V| Last- und P erson en wagen aller Art, auch reparaturbedürftig, Auto- und Elektro- motore, Wanderer-Wagen u. Motonäder u.-Ersatzteile ständig zu kaufen gesucht Ausführl. schriftl. Angebote erbeten an Job. Häusler, Frankfurt a. M., Telephon B.6997. Mainzer Landstr. 153. Gegr. 1896 24,00 Fstm. 8,00 Fstm. 53,00 Fstm. 50,00 Fstm. 60,00 Fsttn. 55,00 Fstm 85,00 Fstm Verlobungsbriefe Verlobungskarten aparte Muster groBe Auswahl Zigai* in oriental. Tabak, ’l’gelö, F -Bonörrole, pro .fine ohne M. 235, mit Goltz M. 250. Berfenö m vosttoklls unter Itedp ter, alle in H'rmgcn, übergegrngen. Hungen, den 12. JÄ>ruar 1920.» 1767V Hessisches Amtsgericht. * In unser Handelsregister Abt. A wurde heute hinsichtlich der Firma Richard H keiis-Club „Thalia” Bekanntmachung. Ein Nachtragsvoranschlag für die Gememdo Lollar für das Jahr 1919 liegt vom 18. Februar 1920 eine Woche auf hiesiger Bürgermeisterei zur Eitlsicht und Erhebungen von Einwendungen offen. Es wurde die Erhebung einer Nachtvags- nmlage beschlossen, zu der muh die Ausmärcker für Ponyfuhrwerk gestohlen Bor Ankauf wird gewarnt!! Realschule zu Grünberg (für Ktraben und Mädchen). Anmeldungen fürs neue Schuljahr werden schrifttich jederzeit, mündlich am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, den 17.—19. Februar, vormittags von U1/*—12 Uhr und nachm. von 3—4 Ufor, im Amtszimmer des Unterzeichneten eittgegengenommen. — Borzulegen sind Jvrps°- schein, Geburtsschein, und Schulzeugnis. Grünberg, den 13. Februar 1920. 1751V Tie Direktion der Real schule. Airgelberger. Kl. Kiefern-Bauholz Kl Kiesern-Grubenholz Kl. Fichten-Stämme Kl. Fichten-Stämme Kl. Fichten-Stcüstme Kaffee per Vsd. M. 84 u. 28 httk'MSO ;.fi M per Psd. M. LV.VV 3®i2öelii10^ 8.88 Zshltky*"•£ 480 W ^08 hgsetWeg per Pfd. M. &.OGJ W« 25.08 ßeMZ-Nlels 7 J Dose M. 4JU heMZi. Gelee, Dose M. ßenoU. W., rifi per Stlick Dk. JLuV Mee-Wr '/<-Ltr.-FlascheM.iM WMfOel-LiAl 7 nn Ve-Ltr.-FlascheM.t.vv Heiüßse- M W kMsmen zu Höchstpreisen. SS.AWM Liebigstraße 71. Telephon 285. 1776 Imeadme! 3°2)L 36.— für ein Kilo Frauenhaare.^ Neuenweg 2S Tjiskind Fernruf 817 gößet 6f Zftppel, gießen Stnß.: Otto ff ö6el Verkaufs lokal: Seltersweg 73 ^Reichhaltige ZXuswafjl in tTContorBedarfsgegenständen: ^ar66ander, 3Co§le- u. 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