UL""'-" ab Arüggtmann 1- Württem?\ Geld- M W Ha 76 000 iSoB* .10000 mff® 8p? «SäSt iinb daher oerpslichiei, nui gegen ^rei- ugnisse ivcrden zur llW jeivch öie neuen mögliche juce in dar- 191a leilgeietzlen Preise ich Mitteilung der siid- händlersirmen den Ze- ab; asssäcken zu 50 kg ir für Stossjacke, iergewebesäcken pieriöden mW i von 1,80 Mk. für das ipiergeroebeiäde werden t lann nach Äecingunz Spreiien folgende ca&e !ܰ/o, 10°,'°. lann ein Ueberpreis von ferner lOmmt bei w eslabnahme 10 Dovpel- jü Mk. für 10 000 kg, chen Bedingungen W- i »t* । zur Zeu ca. 850 bis 1,00 Mt sur ge- ) Mk. für Lpezlal-' [U 25^ Aufschlag tftanbenen Speien. a iKreisainY. nn. ____ treisamtes. 920) innerplb de- tr-anMN^ en mir mit dellen dunen ALM g. , ,.#■> ** Aichliguns- gskonnnii^' lungsrul- huauquit von Anreize» f. die iaqeemunmer vrS zum Dlndimttiafl sortier ohne ifbrikrbinMid)fcit Preis für \ mm KSt»e «ür Änreüren v 34 mm Breite drillH 25 bi, au4ioäit8 30 iauDt|d)riftleiier. Aug. Goen. Perantivortlich für Politik: Ung. tooeg; für ben übrigen Zeil: Dr. Reuchols Zenz; für den Anzeigenteil: v. Beck, fämthd) in Dieben. Der fktrwer «nzefye, erscheint täglich, auüet Eonn- und Feiertags. Vezvzrprels: Monatlich Mk. 2.30, vierteljälirlich Mk. 6 30 einschließlich deS Bestellgelds; durch die Post oierteljänrlich 'Mk. 6.— ausschließlich Bestellgeld. Fernsvrech - Anschlüsse: für die Lchrnileikung t l2 Verlag,O)eschc.f.»stelte51 Anschristsür'Zratilnach- rrchlen: Anzeiger Siebe». postschecNoat»: Srotiffurt a. M. 11686 General-Anzeiger für Gderhefsen ZwMingrrund-ruü u. Verlag: vrMsche Univ.-Such- u. Steindruderei N.Lange. Zchriftleltung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchnlstr. 7. 170. Jahrgang Aeitag, 16. Januar 1920 Gießener Anzeiger Der Nachhall der Berliner Ereignisse. Der Schreck über das Geschehene und das entschiedene Vorgehen der Regierung haben bewirkt, daß in der Reichshauptst-adt einstweilen Ruhe eingekehrt ist. Zwar war zum Jahrestag des Todes Liebknechts und Rosa Luxemburgs rn der Außenstadt die Generalstreikparole ausgegeben wor- ixrrtv abur ft- toinbe nusv zw ge -rhtgem Teile befolgt. Es sind nur immer wieder dieselben Elemente, die „bereit" sind; von einer zunehmenden, an Jahresfeiern der Ianuartage interessierten Volksmasse kann keine Rede sein. Erne Ernüchterung tut not. In der Nationalversammlunb hat sie be- wirkt, daß die Mehrheitsparteren an die Beratung des Betriebsrätegesetzes mit einem «rößeren Willen zur Einigkeit herangegangcn sind. Die Mehrheitssozialisten wissen, daß, welche Anträge sie auch noch einbringen wollten, das Agitationsbedürfnis der Linksradi- kalen doch immer neue Einwendungen vorbringen würde. Der „Vorwärts" konstatiert, daß die Intelligenzen aus den Reihen der Unabhängigen sich „fluchtartig" rurückzogen. Denn von einer vernünftigen Führung dieser Partei könne überhaupt nicht mehr gesprochen werden. „Eine planmäßige Organisierung der Kundgebung im Einverständnis mit dem Polizeipräsidenten, Genossen Eugen Ernst, hätte jeder Gefahr für Menschenleben vorgebeugt." Dann fährt das Blatt fort: „Aber verantwortliche Beteiligung der Führer, Stellung von Rednern und Ordnern, Ausgab.' einer Abmarschvarole, Verständigung mit den Behörden — ni chts von alledem geschah. War es nicht boje Absicht, dann trägt die bodenlose U n -- fähig reit der neuen Größen in der Führung der Massen — jene Unfähigkeit, die sich bei der Führung von Streiks in ebenso verhängnisvoller Weise erwiesen hat — die Schuld an der Katastrophe, in die sich die linksradikale Vewogung blutig verwickelt bat. Diese Unfähigkeit und dieser Mangel an Verantwor- turdgsgefühl haben schließlich zu einem Schauspiel getülyrt, das unerhört ist in der Geschichte der Arbeiterbewegung: Währerü» die Mas en v o r die Maschineng wehre gescknckt wurden, tagen die Führer, die unabl>ängigm Abgeordneten, hinter den Maschinengewehren! Aus ollen Bettieben tonrmt mm die Nachrickst, daß die Empörung über die Gewissenlosigkeit dieser Führung hohe Wellen schlägt." Nun ist die Reichsregierung zu der besseren Einsicht gekommen, daß auch planmäßige Kundgebungen verbleiben und verboten werden müssen. Der Reichskanzler Bauer hat, wie wir berichteten, sich sehr energisch gegen die Diktatur einer Minderheit gewandt. In der gesamten Presse macht sich Entrüstung geltend gegen die Elemente, die von links her immer wieder Ordnung und Aufbau des Reiches schädigen möchten. Wir glauben, daß auf dem Boden solchen Geschehens, wie wir es in den letzten Tagen erlebt haben, der Weizen der Unabhängigen und Kommunisten nicht blühen wird. Wer nur einigermaßen denken kann und mit Vernunft begabt ist, wird sich von ihnen abwenden. sonders die Umgebung des SchumanMheaters durch Reichswehrttuppen und Sich rheitsmannschaften absperren. Gegen 4 Uhr sammelten sich hinter der Absperrungslinie große Menschenmassen an, die die Sicherhtttsttuppn beschimpften und in das Schumauntheater einzudriwfn versuch- ten, was aber von den Sicherheitsmannschasten ver- hindert wurde. Darauf bildete sich ein Demonstrationszug, der sich unter Borantragung einer toten Fahne durch die Kaiscrsttaße nach dem Bismarckdenkmal bewegte. £);cr wurden von Mitgliedern der UnablKngigen Ansprachen gehalten. Kurz nach 5 Uhr rückten Reichswehrtruppen an, die den Platz abspecrten und die Menge nach wenigen Augenblickm war die Ruhe wieder Herdaten wurden von der Menge in der wüstesten Weise beschimpft unb mit Gegenständen b.worfcn. Als die Menge versuchte, mehreren Soldaten bic_ Gewehre zu entreißen und gegen sie vorzugehen, ließ der Abteilungsführer mehrere Schr«tschüsse in, die Luft abgeben, worauf die Menge auseinanderstob. Nach pvenigen Augenblicken war die Ruhe wieder ser- liestellt. Zur Sicherheit der öffentlichen Gebäude sind umfassende Matznahmen getroffen. Frankfurt a. M., 16. Jan. (WTB.) Bei der Demonstration am Bismarckdenkmal drang die Menge gegen die Soldaten mit Steinwürsen vor und verletzte einige wn ihnen in ernster Weise. Darauf machten die Truppen von ihrer Schußwaffe Gebrauch und verletzten drei Personen. Sanierung der weltfinanzen. Bern, 15. Jan. (Wolff.) Eine Konferenz von Vertretern dec Frucnzleutt' und Nattonal- ökonomen aus Großbritannien, den Bereinigten Staaten, Frankreich, Lolland, Dänemark, Ähoe- den, Norwezgen und der Schweiz, die am 2. November in Amsterdam ftattgefunden hat, hat den Regierungen der genannten Länder ein Memorandum übersandt, in welck-em Vorschläge zur Sanierung der Weltsinanzen gemacht werden. Es heißt darin u. a.: „Das fivanziello Gleichgewicht der Welt ist gestört. Daher muffen die Weltfinanzen von einer Anzahl fiktiver Posten befreit werden. Die Wi^erherfvellung der lieber- einstimm,mg in den Ausgaben der einzelnen Länder ist unbedingt notwendig. Den bedürftigen Ländern muß Betriebskapital zur Verfügung gestellt hierben, so lange bis die Produktion dieser Länder wieder in Gang kommt. Der größere Teil dieses Geldes muß von Ländern mit günstiger Handelsbilanz und günstigem Wechselkurs aufgebracht werden. Die Hilfe muß in einer Form gewährt werden, welche den internationalen und neutralen Verkehr nicht mit einschränkender Rogiertmgskontrolle belastet. Die Länder, denen Geld zur Verfügung gestellt werde, müssen die besten verfügbaren Sicher-- 'beiten leisten, sowohl für die Zahlung der Zinsen wie für die Amortisation." hinsichtlich Deutschlands heißt es in dem Memorandum u. a., die Zuweisungen hätten in der Form von Einfuhr- und Ausfuhrabgaben zalstbar zu dem Goldumrechnungskurs zu erfolgen. In erster Linie hätten auf deutsche Lieferungen Anspruch diejenigen Staaten, welchen gegenüber Deutschland Schulowtt ist. Das Ziel müf;e ein, die W ed.rferi'cl.wig b sArlritswillens, die Wiedererstarkung der persönlichen Energie und die Wieder b.ledung von Handel und Jndusttie. Daö Asylrecht des früheren Kaisers. London, 15. Jan. (WTB.) fRcu‘cr. „Daily Chrvnicle" nrcl et aus Paris, daß Holland der Entente inoffizi.ll mitgeteilt habe, daß es bezüglich des ehemaligen deutschen Kaisers und seinem Sohn auf seinem Asylrecht besteht. glieder zu geben, da toicberholte Eingaben an die Hessisckie Renerung nljne Erfolg geblieben sind. RMK. Darmstadt, 13. Jan. Wegen der «tr Zeit erfolgenden Bauholzaufkäuse in der Provrn; Oberhessen bat der Abgto'dnete Lux (Soz.) eine dringliche Anfrage an di: Hessische Vollslammer gerichet, in der er anfragt, ob eS der Regierung bekannt sei, daß ausländische Agenten in Obereisen herumrciien und große Mengen Bauholz auszu'aufen suchen. Was gedenkt die Regierung zu tun, um diese Maßnahme wirksam zu unterbinden? In der Begründung wird ausgeführt, daß zahllose Agenten aller Nationalitäten bei den großen Holzhaudlungen Oberhessens große Mengen Bauhof autjutaufen suchen, wodurch der Fest- met-r Holz in den letzten Wochen um 150—200 Prozent im Preise gestiegen ist, so daß gegenwättig für geschlagenes Hol; bis zu 1OOO Mark für den Festmeter bezahlt werden. Das zur Bekämpfung der Wohnungsnot für die Heimat notwendige Bauholz ist für unsere Bauunternehmer nur ganz schwer oder nur zu ungeheueren Preisen zu beschaffen. Die Folge davon wird fein, daß im Baugewerbe in der nächsten Zeit große Arbeitslosigkeit eintritt. Ein sofortiges Eingreifen der Regierung wäre int Interesse der ganzen Bevölkerung sehr erwünscht. Deutsche Nationalversammlung. 137. Sitzung. Berlin, 15. San. Tie zweite Beratung des Betriebsrätegesetzes wird fortgesetzt. § l, der die Errichtung von Be- ttiebsräteit für solche Betriebe vorsieht, die in der Regel mindestens 20 Arbeiter beschäftigen, wird angenommen nach Ablehnung eines An* ttages Heinze (D. B.), der die Ueberweisung der ganzen Vorlage an den künftigen Reichswirtschaftsrat fordert. Nach 8 2 ist in Betrieben, die in der Regel weniger als 20, aber mindestens 5 wahlberechtigte Arbeiter beschäftigen, von denen mindestens 3 wählbar sind, ein Bettiebsobmann zu wählen. Abgelehnt wird u. a. ein Antrag der Deutschnationalen auf Einführung eines besonderen Paragraphen, der für die Wahl des Obmannes wenigstens in Verrieben des Handwerks und des Zeitungsgewerbes die Zahl der erforderlichen Arbeit* nelnner von 5 auf 10 heraufsetzen will. Die Ablehnung dieses Anttages erfolgt in namentlicher Abstimmung mit 227 gegen 66 Stimmen. In 8 4 wird für Land- und Forstwirtschaft die Wahl eines Obmannes von dem Borhnnd^m- fein von mindestens 10 ständigen Arbeitern ab- bangig gemacht. Unter ?lbl.hnung von Abänderungsanträgen der Teutschnaiionolen und der Unabhängigen wird § 4 angeiWMMen. In ß 5 wird die Errichtung von Anbeitneh- mervertrelungen für die See- und Binnenschiffahrt einem besonderen Gesetz Vorbehalten. Nach § 6 sind neben Betriebsräten, in denen Arbeiter und Angestellte irjen, noch Arbeiter- und Angestelltenräte zu errich'en zur WalTrnehmtmg der bebnberen Interessen der Arbeiter und Angestellten. _ ., Abg. Köhnen fUnabh.> beantragt Stterchung dieses ominösen Pavagraphm. Er untergrabe in reaktionärer Weise die einheitliche Aufgabe der Betriebsräte. Reichsminister Schlicke: Der Regierungsentwurf stellt die Betriebsräte nt den Vordergrund. Tie Bemäng.lung des Vorrechtes trifft also nicht zu. Ter Antrag der Unabhängigen wird abgelehnt. Ter versuch eines Proteststreiks in Berlin. Berlin, 15. Jan (WTB.) Die Kom- nt UN ist en und ein Teil der unter dem Einfluß der radnalen Elemente in der unabhängigen Sozialdemokratie stehenden (^tewerk- schalten brachten nachts in den Außenbezirken der Stadt und tn den Vororten Plakate an, in denen, der B. Z. zufolge, zu einem 2 4 stündi - gen Proteststreik aegen die Soldateska aufgefordert wird. Die „Rote Fahne" brachte ein Flugblatt in verschiedenen Betrieben zur Verteilung, in dem ebenso ls zum Stteik und zur Wahl revolutionärer Bet iebsräte aufgetordert wird. Die Straßenbahn, Hochdahn, die Elekttizi- tä'swerke und die Gasansta ten arbeiten, nur die städtische Straßenbahn stteilt,,doch beschränken sich ihre Linien nur aus einige Außenbezirke der Stadt. In der Großindustrie ist die Beteitigung an dem Pwteststteck nur mäßig. Siemens und Borsig arbeiten, dagegen sind die Schwartz ko psw'rke stillgelegt. Dort und wo sonst Streiks bestehen, sind sie gewöhnlich nur durch den Terror radikaler Minderheiten zustande gekommen. 15 Verhaftungen in Berlin Berlin, 15. Jan. Infolge der blutigen Unruhen vor dem Retc^tagsgebäuoe sind bis jetzt 15 Verhaftungen von Leuten vorgenommen worden, die als Führer der Bewegung erkannt worden sind. Die Untersuchung der Vorgänge wird vom treußischen Minister des Innern mit dem Staatsamvulr Zumbroich vorgenommen. Ein Ctraßentumult in Frankfurt. Frankfurt a. M., 15. Jan (Wolff.) Anläßlich der Berliner Vorgänge mar von der U.S.P. für heute nachmittag eine P rote st Versammlung nach bem Schumannkheater ein beruf.m wor den. Polizeipräsident Ehrler verbot aufgnmd des Belagerungszustandes diese Versammlung und ließ im Laufe des Nachmittags den Bahnhofsplatz, be- Wien ohne Kohlen. Wien, 15. Jan. (WTB.) Tie Lage der Stadt Wien ist infolge des Ausbleibens der fttolKe geradezu trostlos. Auch der Per onen- und Güterverkehr der Bahnen ist aufs äufcerfte bedroht. Aus öem Reiche« Kohlknnot und BerkchrScinstcllnnq in Bayern München, 15. Jan. (Wolff.) Da der Ko hlenvorrat zu Ende, wird vom 15. Ja^ nuar an der gesamte Güterzuaverkehr eingestellt vis auf die Beförderung von Lebensmitteln und Brennstoffen. Die Zulassung des Personenverkehrs zu den noch verbleibenden Zügen ist vollständig ausgeschlossen. Der Rahzugsverkebr wird gleichfalls eingeschränkt. Der Lokalbahn- Verkehr wird überall eingestellt, wo sich eine wirksame Kohlencrsparnis ergibt. Von den S ch n e l l z ü g e n werden nur die D=3ügc 39 und 40 zwischen München und Berlrn beibehalten werden. Aus Oessen. Gegen 2 Ufor tritt eine Mittagspause ein. Um 3.45 Uhr wird die Vevhandlimg fortgesetzt. Zu 8 8 beantragt die Deutsche Volkspartei folgenden Zusatz: Tarifverttäge, die den Betriebsräten mehr Rechte einräumen als dieses Geietz, bedürfen der Zustimmung der zuständigen Arbeitsgemeinschaft. Abg. Henke (Unabh.): Beim Charakter bet Atbeitsgemeinschaften müssen wir den Anttag der Deutschen Volkspartei ablehnen. Die Betriebsräte haben noch besondere Aufgaben, die wett über die »er Gewerkschaften hinausgeben. Die Geiverkschas- ten dürfen nicht über den Betriebsräten stehen. Nach Ablehnung des Anttags der Deutschen Volkspartei wird § 8 unverändert angenommen. § 9 wird in der Aukschußsassung angenommen. Gin nach § 9 von den Unabhängigen gestellter Antrag aut Schaffung von Soloatenräten wird abgelehnt. Nach § 10 sind Arbeitnelhmr im Sinne dieses Gesetzes Arbeiter mto Angestellte mit Ausnahme ter Zamllimangehörigen d.'s Arbeitgebers. Die Unablängiaen wollen auch tfc Hausgewerbetreibenden als Arbeitnehmer tm Sinne dieses Gesetzes betrachtet nnlen. § 10 wird unter Ablehnung der unabhä-rgigen Anttage int wesentlichen um>eränt>?rt in der Fassung des Ausschuises an- rm. Darmstadt, 15. ^an. Die Zentrums- abgcor.neten Hofmann und Genossen haben an , die Hessische VvlfsVammer einen sehr dring-; lichen Antrag gerichtet, in rrelthem sie um i SäxwleÄ-altung der durch das letzre 5) o ch w a s - - ser schwer geschädigten Bewohner des! Nh.'ines und der Nahe er uchen. Es wird ffefcr-! dort, daß die Re nerung geeignete Mittel zur Ver tügung ftxlle und gtignete Voreelwungen getroffen j wer een, um Widerst lungen der vor 2 Zähren ; fiugetretenen Hock>was!erschä.«n zu Permeiden. Der. Verein hessischer Referendare weniet sich j in längeren SluSführung*m an die Oefscntlichkeit, | um ein Bild über bte große Notlage seiner Mit-1 genommen. , . _ Ebenso werden die §§ 11 und 12 angenommen. Zu 13 Bann turch Betordnung der Reichs- regienmg für li öffcnt.idien Behörden, und die Betriebe des Reiches, sonne für tne , ottenttich- rechtlicheu Körprichaffen, tie tfer 5R^rf^dufnd)t unterste!en, beftimmt wrrdrn, daß genrste Grapen von Veam cn als Arbiter und AnKNelltc tm Sinne tiefes Ge etzos zu brachten strich. Em Antrag der Unabbängi^en wül bice Beltimmung für alle Becrm'en obligottrisch mack>ett. Ter Antrag der Unabbüngigen svwv' Anttageder Deutschen BoffsvarEei wrden abgeleint. Em Anttag ixt Deutsch-Nationalen, auch die Beamtenanwärter in diesen Pavagraph cirrzubeziehen, wird angenommen und damit der ganze § 13. § 14. bleibt unverändert. § 15 umfaßt die Zusammensetzung der Dv^ triebSräte und die Bemessmtg der zalstenmößigen ©tärte des Betriebsrats nach der Stärke durch bat schäft. Nach kurzer Begründung der Einträge durch die Abyg. Winnefeld (D.V ) imt> Schiele (D.-N.) wird § 15 unter Ablehnung der Anträge angenommen. Eingefügt wird auf 9tntrag der Melnheitspar- teien die Bestimmung, daß den Mitgliedern des Betriebsrates die entsprecheTtde Anzahl von Ergän- zungsmitgliedem lnnzugesetzt wird. Die §§ 16 und 17 werden nach kurzer Debatte unverändert in der Ausschußfasfung angenommen. Nach 8 18 werden di« Mitglieder des Betriebsrates auf die Dauer von einem Jahre gewählt. Die Rechlspatteien »vollen die Wahldauer auf zwei Jahre sestsetzen. Die Unabhängigen verlangen, daß die Abberufung der Gewählten, die das Vertrauen der Mehrheit verloren haben, jederzeit durch einfache Mehrheit der Mitgliederversammlung erzwungen werden tarnt. Die Abänderung santräge ioerbat abgelehnt und §18 in der Ausschußfassung angenommen. Nach § 26 sind wahlberechtigt alle mindestens 18 Jahre alten männlick-en und weiblichen Arbeitnehmer, die sich im Besitz der bürgerlichen Ehrmrechte befinden. Wählbar sind die mmbcftenä 24 Jahre al e.i ReichSangeh.irigen Wah Ix echttg- ten, die minoestenis 6 Monate dem Triebe soime 3 Jahre dem Gewerbezweige, in dem sie tätig sind, angehören. Abg. Kuhnert (Unabh.) begründet einen Antrag, der das Wahlaller auf 16 Jähre herabsetzt und das Erfordernis des Besitzes der bürgerlichen Ehrenrechte stteichen will. Vielen Leuten, die aus Pot das Strafgesetz übertreten haben, sind die Ehrenrechte abgesprochen, ivAirnid L-ebens- mickelschieber und Ma!seumörder wie Mar.oh und Noske sich der Ehrenrechte erfreuen. (Ordnungsruf.) Abg. Schiele (Dtschntt.) befürwortet einen Antrag, das Wahlalter auf 20 Jahre herauf» znsetzen und beantragt hierüber namentliche Abstimmung. — Der Antrag der Unabhängigen nxiti abgelehnt. Die Abstimmung Über den Anttag der Deutsch-Nationalen wird bis morgen ausgeletzt. Nach 8 30 und 8 31 find die Sitzungen des Bettiebsrats nicht öffentlich ?mb finden möglichst außerhalb der Arbeitszeit statt. Auf Antrag von einem Viertel der Bettiebsratsmitglieder ist ein Beauftragter der im Betriebsrat vertretenen wirtschaftlichen Arbeitnehmervereinigungen zu den Sitzungen mit beratender Stirn ine hinzuzuziehen. Oberfohren (D.-N.): Der Betriebsrat sollte aufgebaut werden auf der Grundlage selbstänoiger Jnteressenvertrettmgen von Angestellten und Arbeitern. Nickst durch Nivellierung, sondern durch Differenzierung sind Fortschritte zu erzielen. Eine Reihe weiterer Paragraphen bis § 37 werden im wesentlichen nach den Beschlüssen des Ausschusses erledigt. Die Sitzung dauert um 10 Uhr abends poch an. — Nächste Sitzung am Freitag, 9 Uhr: Fortsetzung der heutigen Beratung. Vorher 54 kleine Anfragen. Tie Erhöhung der Ttnerunllszulagku. Berlin, 15. Jan. (WTB.) Ter HaushaN- ausschuß ter Na ianalversammlung beschloß M feiner Innigen Beratung der Erhöhung der Tellerungszulagen der Beamten um 150 Prozent, die Ang legenhüt vor das Menum zu bringen. Diesem geh. daher ein besonderer Gesetzentwurf zu, der bereits morgen verabschiedet wer- den soll. Kartofftiötrforgung in Sietzen. Gießen, 15. Jan. Die noch immer nicht gelöste Frage der Kar- boffelversorgung Gießens führte gestern aus Veranlassung des Gewerkschaftskartells die Unversorgten zu einer Aussprache im Safe Leib zusammen. Die Versammlilng, die bis nach 11 Uhr tagte, verlies bis aus einige erregte Zwischenrufe ruhig. Das Ergemis saßt .ine Entschlie^ng ?u ammen, btc u a den Anbauzwang für Kartoffeln in diesem Jahre fordert. Aus Platzmangel können nur aus den Ausführungen nur das Wichtigste heraus- ^Stabtterorbneter Maier eröffnete die Versammlung, worauf Stadtv. Diener folaendes ausführte. Der Ärers Gießen fei als guter frucht- barer Karwfselboden b?rannt. In Friedenszelten wurden sehr viel Kartoffeln ausgefuhrt Auch wahrend des Krieges war er tteberschußtteis bt^ 1919. Bon da ab kam er seinen Verpflichtungen wcht mehr nach. Die Landwirte hatten.im letzten Jahre die Anbaufläche rerminbert (1918 14 000 Motolw gegen 12 030 im letzten Jahrc). Die Landwirtschast sei dazu über gegangen, Rüben- und Oelfrückste zu bauen: die Rübe, weil sie mehr Gelb embnngt Nach dem Bedarf der Städte frage der Bauer weniger. Die Rcichskartofstlstelle habe als Norm auf den Morgen 44-^ Zentwr aur Kuns Gtcßen fefleef<6t. 9iad) M>»ug ra 222 KO d» Bedarf für landwirtschaftliche Personen, 120000 Zentner Saatgut, 53000 Zentner Len Kinder, da es genug notleidende I Kinder in Deutschland gebe. Herr Haupt stellte fest, daß vom Lebensmittelamt in den Kriegsjahren noch kein Rechen- schaftsbcrirbt abgelegt morden s i. Weiter schritt er die Kartessilversorgung der städtisdxm Beamten an, die zu einer Zeit erfolgt sei, während andere Teile der Bevölkerung nichts gehabt hätten. Stadw. Weiß vertrat neben pol.tischm Aus- ühruilgen den Standpunkt. daß man erst bei den Bauern die Kartoffeln erfassen müsse. Dr. Sei b erklärte, das Lebensmittclomt habe ferne selbständige Kassenführung, sie merbe durch die Stadtka.se und Oberrechnungskammer erledigt, debenvaebt würde sie durch die Lebensmitteldeputation. Die Kartoffeln der städtischm Beamten leien von dem Beamten oerrin direkt vorn Lande und zwar von einem Kreise cru&erbalb Gießens bejagen wor- rjen. Auf diese Weise gelang es, den Kreis zu entlasten. Diese Hanolung war nicht ungesevlichn, ah n»enn rin Konsumverein seine Mitglieder versorgt hätte. Herr Lutze wandte sich dagegen, daß von den Beamten des Lebensmittelamtes die minrirrimit- tdte Bevölkerung rücksichtslos abgefertigt merri. Stadtv. Fourier fand die Helfe sirung der Beamten den Arisführungen Dr. S ibs gegenüber trotzdem ungerecht. Sodann wendete er sich gegen die Behandlung der Bevölkerung durch vench.edcne Kartoffelhändler und verlangte nochmals dsi Zwangsablieferung durch die Bauern. Dr. Seid stellte nochmals f st, daß die Beamtenkartoffeln ohne Wi.scn des Lebensnttttelamtes gekauft und verladen wurden. Nach den Schlußworten von Stadtv. Maier wurde Die Entschließungeinstimmig an- geno m men. kfm nach ihrer Forderung von 90 Pf. auf 1,30 Mart erhöht, ferner die Vergütung für die Be- h.rbrrgung der Obdachlosen von 2 .0 auf 350 ML :, । festgesetzt. — Ein Gesuch der beben Bullenhalter I wn höhere Vergütung, wird dagegen zurückgestrllt. um erst Erkundigungen rinzuztehm. Vrrn einer Seite wirb Iri.r der Vorschlag gemacht, viellcickst iie Viehbesitzer, die das größte Jntereisc an dieser Sach cr-urch Erlebung ch unterwegs ist, Hit die mit dessen Lieferung beauftragte F-iema i'ren eigenen Apparat für Die» en Abend bnhwcife z"r Briügung gestellt. Slrrh Schorlen. k. Ruppertsburg, 15. Jan. Am Samstag abend tagte im hiesigen Rathaus eine Ver- ammlnrg des Kir chenvo r stand cs, der Kirchcn- emeindeverttetung und des Gemeinderats wegen Neuanschaffung von drei Glocken. Da noch eine Bronzeglocke vorhanden ist, hätte man gerne wieder rin Gesamtbrvnzegeläut angeschafft. Jedoch der l>ol)e,t Kosten und der Not der Zeit ent» prechend entschloß sich die Versammlung einstimmig für Stahl glocken, welche einer Firma in Herborn übertragen wurden, die fkch oerpflickstet, die Lieferung bis Ostern auszuführen. Eine freiwillige Sammlung im Torf ergab den Betrag von 3000 Mark, darunter die chemische Fabrik Friedrichs- Hütte allein mit 1000 Mk. Kreis Laurerbach. (S Landen hau s e n, 15. Jan. Die in un- ’crer Gegend sehr rührige Gendarmerie hat hier einem auswärtigen Händler wieder rin schwarz^ geschlachtetes Kalb abgenommen, das für Bad Salzschlirf bestimmt wr. Kreis Friedberg. Q Buybach, 14. Jan. Zwei bedeutsame politische Versammlungen sanden kurz hintereinander statt. In der Deutschen V o l k s p a r t e i sprach Finanz Minister a. T. Dr. Becker über die Arbeit der 9la b-nal-V-ersammlung unter unter leb'hrstenr Beiß ll, Pfarrer Sport. Gießen, 15. Fan. Die Einweihnngsfeierlichkeiten des Bootshauses des Vereins Ruderspott Gießen 1913 e. V. findet nickst am 18. Januar, sondern erst am 1. Februar ds. Js. statt. Das Hochwasser hat die Zugangswege zum Bootshaus in einen derartigen Zustand versetzt, daß die kurze Verschiebung der Feierlichsten vorgenommen roew den mußte. Infolge der Unzugänglichkeit sind auch die letzten Arbeiten zur Fertigstellung hinaus« geschoben worden. Hochwasser. Koblenz, 15. Jan. (WTB.) Das Hoch» wasser hat hier nunmehr den Stand vom Jahre 188 2 erreicht. Eine Anzahl Straße« steht unter Wasser. Bad Ems, 15. Jan. (WTB.) Das hiesige Gas- und Elektrizitätswerk steht te& weise unter Wasser und mußte den Betriri» rin* stellen. Köln, 15. Jan (WTB.) Die Hoch* wassergesahr ist immer noch ernst. Der Rh. in steigt zur Zeit um etwa 2 Zentimeter stündlich. Dec Kölner Pegel zeigte heute abend 9,36 Meter. Dresden, 15. Fan (WTB.) TaS Hoch* wasser der Elbe ist heute morgen bis über 4 Meter über N. 11 srilieg-en. Jnß lg.^essen sind die Terrassenufer überschwemmt. Das Wasser ist in zahlreiche tiefer gelegene Keller eingedrungeu. Dcrmifcbtes, Berlin, 15. Jan (WTB.) Jin' in* im® ausländischen Telegruphenverkchr bestehen infolge zahlreicher noch nicht behobener Leitung,-* Störungen noch erhebliche Verkehrss chwic* r i g f e i t e n. Mit Frankreich bestellt noch keim Verbindung. Ter Verkehr mit England und Holland wurde wieder au'genommen. I" Fernsprechverfehr Berlins sind noch einige 70 Fernleitungen gestört. Bei den im Industriegebiet fall der Ernte getäuscht habe, seien alle Rationen zu weit gefaßt irnb zu spät umgestoßen worden Das Landesemälfrungsamt führe die Bestimm un- jgen aus und habe sich gegen Berlin zu wehren. Man habe gedroht, Hessen Kvhlen usw. zu sperren, wenn es nicht Kartoffeln abliefere. Die Rationen seien heruntergesetzt worden. Wer Kartoffeln habe, müsse einen Teil herausgeben. Solche Maßnahmen müßten gleich durchgesührt werden. Es sei in - Darmstadt beschlossen worden, auch von den Bauern in Hessen eine freiwillige Abgabe zu erzielen. Tas Ergebnis sei trotzdem zweifelhaft. Von den freiwillig abgegebenen Kartoffeln fallen Gießen 20 000 Rentner übeririefen werden. Damit dürfe man sich nicht zufrieden geben. Es sei erreicht, daß XS-iriien aus Polen vorzugsweise beliefert toerben solle. Im Kreise Gießen feien noch etwa 20 Gemeinden zu reribieren. Die in den übrigen Cemern- ben ausgenommenen 30 000 Ztr. seien herringevom- meu. Die Revisionen bürfen nicht aufhören. Auch bei der Aussaat würden wir noch Kartoffeln erhalten. Dom frommunalverdand sei das Menschenmöglichste geschehen. Dr. Seib als Vertreter des Lebensmittel- anrted, wies darauf hin, wie ungsaublich es den Instanzen gerne en sei, daß der Kreis Gießen nicht mehr lleberichußgebiet sei. Allein durch die Anbau- vermmderung seien 160 000 Ztr. ausgefe'len. In Gießen feien 4000 Personen mehr ziu ver'orgen. Die Schwierigkeiten feien hauptsäcÄich durch die Preispolitik im Herbst zu erlären. Darin habe Berlin versagt. Es sei vergeblich versucht worden, erttgegenzuwirLen. Man habe die Kartoffeln damals markenlos abgegeben. Sie werden uns aber von Berlin aus ungerechnet. Die Bezugscheine bereiteten diesmal Schwierigkeiten, da die Bauern an- E, festgestellte Kartoffeln feien durch Bezug- ! be egt. Außerdem ermöglichten sie den »ewohnern eine überrrichlick>e Eindeckung. Der Schleichhandel habe eine Menge Kartoffeln aus dem Kreise ausgesührt. Dagegen müßten alle Maßnahmen getroffen werden. 12 500 Menschen sind in Gießen auf Bezugschein versorgt worden, es fehlen 1100 Ztr. wöchentlich. In Darmstadt fei man der Ansicht, daß die Stadt sich aus dem £anbtreid Gießen versorgen könne, dann sei es aber auch Aufgabe der R gierung, die Ablieferung durchzusetzen. Augenblicklich sollen 3000 Ztr. aus einem oberhessischen Kreis be iefert werden. In Darmstadt habe man Herabsetzung der Selbstversorgerration erwogen, weiter Ablieferung von 25 Psd. der mit 3V» Ztr. Versorgten und Äbliefe- nntg von 1 Ztr. pro Morgen. Tie belieferten Gießener sollen mit gutem Beispiel voeangelien: auch der Bauer könne den Zentner abfiefcrn Besser wäre aber ein Zwang, der im Kreise 12000 Ztr. ergebe. Auch der Anbauzwang müsse durchgesührt roersen, sonst w-rde im nächsten Jahr die Rot noch größer sein. Als Auslstlje habt die Stadt größere Mengen Hülsenfrüchte .gekauft. Herr Lutze verlor sich in politischen Aus- A«s Stadt und Lund. Gießen, den 16. Jan. 1920. Lebensmittel. ** Zucker-Ausgabe. Der Zucker für Januar kann von SamS og den 17. Ja nvar an in Empfang genommen werden. Es ent alten auf die Zuckermar'Se 1 (Januar 1920) 750 Gramm Zucker. ** Die Wochenkartosfelmarken 46 bi s 5 3 der 52. Woche und 1 bis 30 der 53. Woche werden beliefert bei: Konsum-Verein, (ämtlidx Filialen, Krack, I., Riegelpsari Kumm, Fritz, Zozelsgasse, Trechsler, Heinr., Steinstraße. . Die Marken können bis einschließlich Samstag beliefert werden. ** Beider städt. Obst-undGemüse- verkaufsstelle — Ma- ttlau'-en — kommen morgen und die folgenden Tage Gelberüben, SVabl» caben, Weißkraut, Rotkraut und Taseläpfel pfund- und zenmerweise zum Verkant. Auch wird iriebcr Dörrgemüse, Gelberüben und Weißkraut verkauft. Veranstaltungen. 7Vs Ulfe im Einhorn, Deutsch-Rationale BolK- partri, Reichsaründungsfeier. Redner Abg. Paul Fuhrmann, Berlin. — 8 Uhr, Aula, Kvnzert- u er rin: Schörg-Quartett. — 8 Uhr, Hotel Schütz, Raturhrilverein, Vortrag über Frauenfrankheiten. — Lichtjpielthtttter wie gestern. Partei über „Die Zukunft des nationalen Gedan- fens in Deutschiatrd". Friedberg, 16. Jan. Durch eine Ver- ügung des Büraermeisters der Stadt Friedberg ind „mit Rücksicht auf Den Ernst der Zett" karnevalistische Veranstaltungen jeder Art, und zwar nicht nur öffentliche, sondern auch in geschlossener GcfeUschast, für dieses Jahr verboten werden. Es wirv damit rin Anfang gemacht, der immer mehr um sich greifenden Vergnügungs- 'ucht einen Einhalt zu gebieten. Die Samstage und Sonntage und die vorhandenen Säle reichen nicht auS, um allen Veranstaltungen Platz zu gewähren, und zwar handelt es sich hier durchaus nicht etwa nur um ältere Vereine, die dazu doch immerhin eine gewisse Berecküigung Haden, ivndern neue, ganz zwecklose Vereine sckoießen wie dfe Pilze aus dem Boden. Junge, kaum dem Knabenalter entroadifene Leutchen tun sich zusammen, grünben einen Verein, halten Bälle mtt Tombola und allem möglichen Zauber ab und erzielen Ueberschüsse von einigen hutidert Mark, denn Geld ist ja geitil» gend da: hier merkt man nichts von Rot. Deshalb wird die Verfügung des Bürgermeisters als ein erster und hoffentlich nicht letzter Schritt zur Besserung begrüßt. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 14. Jan. Eine außerordentlich stark besicclüe Landerwerberversamm- lung fand am Samstag int hiesigen Guntrum- schen Saalbau statt. Ter Landanrttnann W Kreises, Oberförster Keudel, gab die nötigen Er- läutertmgen zum Si.-diungSgesetz. Maßlose Land-- cmsprüche, die schon an^emdbet seien, könnten nicht erfüllt werden . TaS Gesetz wolle jedem, auch dem Aermsten, der Willens und in der Lage sei, auch frie notwendige VvrHenntnisse hierzu habe, ein Stück Land zur Beimrtschaf ung zugänglich machen. Jeder größere Landwitt scheide hierbei von vornherein aus. Tie Lebenshaltung geringer Leute mtb die landwirtschaftliche Produktion solle durch bett Landerwerb gebessert werden. Tas Land könne gekauft oder gepachtet werden: die Pacht erfolge auf zwölf Jalxe und sei für den geringen Mann wo HL das beste, da er das Land nicht vom derzeitigen Besitzer, sondern vom Siedlungsousschufz erholte, der es vom Besitzer erwerbe. Der Landau s s ch u ß in unserer Gegend, bestehend aus Bürgermeister Kv«ll-Angenvlü>, Bürgermeister Rodc- mcr-Angers'-ach, Büraertnrister Schaaf-Cichelhain, Ober-Amtsrich'er Hofmamt-Herbstein, werde im Verein mit den von den Landerwerbern zu wählenden Bevollmächtigten die Landansprüche genau prüfen und auch spater die Bewirtschaftung des erworbenen Landes beaufsichtigen. Rach einer kurzen Tiskussion, die sehr sachlich verlief, wurden Landansprüche entg>gengen»nrmen, die sich unter dem Eindruck des Vortrags in ihren Grenzen hielten. Jmmerliin bürftt das Gräfl Görtzsche Gut dos zur Landabgabe hier allein in Betracht kommt, doch erheblich verkleinert werden. Sitzung öes Kreisansf(f)uRc$. Gießen , 14. ^an. Tie Triebwerksbesitzer Ph. B.-chtri von Jlber- stadt und K. Koch von Assenheim hatten im Jahre 1912 ft'age gegen die Provinzialrerwaltung für die Provinz Oberle'sen auf Entschädigung erhoben, »veil ihnen durch die Errichtung des Wasserwerks Inheiden Wasser entzogen und ihre Betriebe dadurch gefährdet würden. Zur Prüfung der Ansprüche hatte der Kreisausschitß eingeltende Gutachtett von den Sachrerständigen Pfarr, Sprengel, Schottfer und fÖTaiter eimieholt. Infolge des Kriegsausbruchs u.td ifer damit erforderlich gewordenen Einziehung von am Verfahren beteiligter Personen mußte das Verfahren während der Tauer des Krieges ruhen. In der lieutigen Berltandlung stellte der Ver- ** Konzertverein. Die Lber das Schörg-Quartett, daS die heute ftattfrnbcnbe Kammermusik bestreitet, vorliegenden S^-ridXe lauten überaus günstig. Der neuen Vereinigung irirb hauptsächlich Temz^rament, herworvage de Diz- plin im Zusammenspiel und techusiche Mristerschaft nachgerühmt. — Es sri nochmals daraus hin- nenriiien, daß daS Konzert heute abend e r st u m 8 Uhr beginnt. Da dieser Kammerniusik-Abend der letzte in diesem Winter ist, sei fern Besuch jedem Mu ikfreunbe nochmals emvsi>hlen. ** Ausgabe von Braunkohlen an Minderbemittelte. Fomttien mit einem Einkommen bis 4000 Mk. jährlich können auf die noch nicht voll belieferten Brennstoff-Bezugsscheine Braunkohlen in doppelter Menge zum Selbstkostenpreis von 5.40 Mk. den Zentner für den noch ausstehenden Rest beziehen. (Siehe Än- irigenttit.) ** D ie Verordnung des Ausnahmezustandes im Reiche ist im Anzeigenteil dieses Blattes betanntgegebeu. *♦ T ie O rtsgruppe der Sektion Kriegshinterbliebenen des Reichsbundes hielt am 14. Januar im Postkeller ihre Generalversammlung ab. Kamerad Baer gab den Jahresbericht. Nachdem dem al en Vorstand Entlastung erteilt war, begann man mit der Neuwahl des Vvrftandes. Als 1. Vorsitzender wurde Frau Martin, als zwci er Kamercch Baer, als Kassiererin Fvau Rück, als 1. Schriftfuherin Frau Sckäfer, als zwrite Fvau Schneider gewählt. Zum Scyluß wurde über bad Kardvssilgeld gesprocl^m und mit geteilt, daß es in nächster Zeit ausbezal^i werde. Sie Versammlung wurde um 10 Uhr go schlosfen. ** T eutschnativnale VolksPartei. Aus die heu:e abend um 7‘/t Uhr im Hotel Einkorn statt findende Reichsgründungsfeier wird nockmals be anders aufmerksam gemacht. Ter Festredner, Abgrordneter Fuhrmann, toiib in feinen Ausführungen neben der Bedeutung des 18. Januar 1871 noch eingelvtb über ,.T e u t sch- lands Erneuerung" sp«chen. Äd lf Mül- Ht, der gtfeierte BariOnist, htt ita. „Archibald Tuglas" zum Vorträge gewälzt. Ferner wird unser rinhmrischer Künstler P'anist Julius Hahn erneut Proben seines Könnens zu Gehör bringen. — Eiulaß'Ärten sind bei Ernst Clrcklier und au der Abendkasse zu kaben. Ter Saal ist geheizt. ♦♦ Der Verband der Bureaubeamten und Angestellten bei den Reichs- und Staatsbehörden in Hessin hat für Samstag nachmittag 2V2 Uhr im Hotel Kobel eine Generalversammlung einberufen. Landkreis Gießen. O Grünberg, 14. Jan. JmGemeinde- rat verhandelte man über den Ortsbauplan zwischen Höfe und Heegr. Pvn mehreren Seiten wird angeregt, das alte Jöcfeliche Haus neben der Höfenträme zur besseren Aufjchließung difr'es Geländes zu erwerben. Vvrgesehm sind bis jetzt in dem dalKnterliegenden slädsischeu Gelände zioei staatliche Gebäude: Gendarmersiwol)nuug und Fi- ranfrimt mit Krri^ermrifungsaint, zwei wri'ere Bauvlatze haben Privatleute erworben. — Tie Vergütung an den Turin»rein für die Benutzung der Turnhalle zum Schulttirnen wird von 303 auf 500 Mari erhöht. El-ensv wird den Tag- löl-uern im stariifck-en St.inbruch der Slunden- Xiad) ih«n Vorschriften handeln. 1917 seien noch 110 Ztr. pro Morgen geerntet worden, in diesem Jahre 44V» Ztr. Auf dem Lande feien 20 000 Menschen versorgungsberechtigt gegen 32 000 in der Stadt. Das Satti» habe aber für 51 000 Ztr. Bezugsscheine ausgestellt, die Stadt 45000 Ztr. . Aerner härten sich Teil selbstveriorger voll der- »argen lassen. Die schvoerste Katastrophe sei durch die frühe, durch den Preisuntersdiied weisverfahven habe somtt eine Unterbrechung em litten. Ter Vertteter der Beklagten wendete sich gegen die Anhörung cines meieren Sachveritändigcn, da eine Gegenüberstellung der Gutachten keine Aen- bernnn ihrer An.idst enoacten laLe. Ob eine erhebliche Schädigung vortiege, unterliege dem freien Urteil des Geridsts. gZadtbem sich der Kreisausschuß zur Beratung zurückgezogen hatte, verkündete der Vorsitzende nach Wiederersdx'itten ben Besdstuß, baß von der Ver-nelMllng emes weiteren Sachoerstärtt-rien ab« gesehen werde. Es wurde darauf zum Schluß verhandelt, nw- bei entfvredjcnb dem früheren Bcschlu se die Handlung auf ben Grund des Anspruchs beschränkt blieb. Der flägeriidx: Vertr.tec wiederholte ben Antrag, ben Klageanspruch dem Gruitt) nach zuzusprechen ; der Vertreter der Beklagten beantragte Klageabweisung. Tte Verhandlung wurde darauf von dem Vorsitzenden vertagt. Aus dem Amtsverkündi^ungsblutt. ♦* Tas Arntsverkündigungsblatt Nr. 8 vorn 15. Januar enthalt: Bekanntmachung betreffend Zusdstäge lür den Kleinhandel beim Verkauf von Speisefetten. Vom 2J. Dezember 1919. — Bekanntmachung betreisend Preise für Margarine. — Bekanntmachung, die Abänderung dec Bekanntmachung vom 26. März 1912, di» Gebühren im Eichtvefen betreffend. Vom 24. Dezember 1919. — Vermittlung von Lehrlings- stellen. — Tie zur Entladung kommenden Schüler, die ein Handwerk erlernen wollen. — Aufenthalt ehemaliger seiublicher Kriegs- und Zivilgejangener im Teusicheu Reiche. — WarnungSschttder. — Ausschluß unzuverlässiger Personen vom Handel. Tie Zuschläge für den Kleinhandel beim Verkauf du n Speisefetten sind wie folgt fesdgsietzt: 1. für Gemeinden oder Behörbcn, denen die Butter zur W.'i.ervertriluiiS geliefert toirb, auf höchstens 33 Mark für 50 Kilo; 2 für ben Kleinhandel: in Gemeinden unter 103 000 Ei-wahner auf höchstens 48 s)Jtarf für 50 Kilo: tn Geiw.inbcn über 100000 Einwohner auf höchstens 60 Mark für 50 Kilo. Holt sich der frlrinbärtbkc die Ware bei der VerteilungssdellL der Gem sitde selbst ab, so hat ihm diese 1 Mart für je 50 Kilo aus dem von ihr erhobenen Zuschlag zu vergüten. Außer diesen Zuschlägen kann im Groß- und Kleinhandel von bein Verläufer bei jedem Verkauf rin tvci:erer Zuschlag (Warenumsatzsteuer» bis zu 15 vom Tausend des Einkaufspreises erhoben werden. Der Margarinepreis ist bet Lieferung ab Fabrik bzw. Sammelstelle Darmstadt mit Wirkung vom 1. Januar 1920 auf 474 Mark für 50 Kilogramm feitgefe&t Jeder Handwerker, der künftig Lehrlinge anletten will, muh sich im Besitze eines scriistlichen Austveises hierüber briiiiben. Als solche gelten die ausgestellten Mristerbriefe, in alte't anderen Fällen die von der Verwaltungsbehörde ausgestellten ScfdKirtigirngeit über die Befugnis zum Anleiten von Lehrlingen. Die Warnungsschilber an den Masten und Hochsptnmungslritungen elekt i cher Anlagen werden dauernd beschädigt und zerstört. An vielen Slel en werden zerstörte Warnungsschil er, die auSgewechselt wurden, schon nach 2 Tagen wieder durch Strinwürfe und sonstige Beschädigungen so zu^erichtet, daß die Schritt nicht mehr zu leien ist und sie mithin unbrauchbar geworden sind. Unter heutigen Verhältnissen ist es unmöglich, Warnungsschilder in absehbarer Zeit geliefert zu erhalten, ganz abgefeben von ben ungeheueren Preisen. Die elektrische Ueberland-Anlage der Provinz Olierlresfen sickht sich deshalb anher Stande, mutwillig zersttörte Warnungs dülder auszuwechfeln und macht ausdrü^lich darauf aufmerlsam, daß irgendwelche Ai sprühe wegen Feistem s o cher War- irungsschilder an sie nicht gemacht werden können. Das Kreisamt wendet sich an die Mlgentettrhcit mit ter dringenden Sitte, d en Zerstörungsverstuchea mit den geeigneten Mitteln entgegenzuwirken. Der Metzger Wilh. Ant. Bops in Lang- Göns ist zum Handel mtt Fleisch und Fleischwaren wieder zugelassen. Einschränkung des Gas- und eie b irischen Stromverbrauchs. Durch Beschluß des Temo'älmachungsausschus'es Gießen- Lacnd vom 9. Januar 1920 ist die Serorbmnig vom 21. November 1919 betreffs Einschränkung des Verbrauchs elektrischer Kraft wieder aufgehobm worden. fen fei schwierig. Bvn einer siriwükigen Öermr8gabe der Bauern in Hessen von 20 003 Zenttier sri nicht allzuviel zu erhoffen. 20 000 Zentner feiet von oer Reichskartvffelstelle aus Polen zugesagt. Auch riese Duelle fei zweif lhaft. Ferner feien von einer anderen Seite 3000 Zentner zugesid)ert. Die Ratwn gi auf 3 Pfund «herabgesitzt und die müs»e he«ttl- mmen. Wöchentlich feien 1000 Zentner erforderlich. Die Versammlung müsse bei rii Lanbcskor- toffelstelle vorst.llig werden nnd dies verlangen. Die Airslcht, daß auch im Kreis Gießen noch Kartoffeln vorhanden seien, fei nicht unsinnig ©ine Revision müsse nochmals stattfinden. Skridjrcrimv mite Kartoffelorte feien in diesem Jahre rron t>C' ©prifefartoffelixrforgung zur Saatkartoffelliefe- Qing ausgefchaltet ivorden. Dies muffe geäiiber' werden Auch eine Revis ioninGieße n merri überflüssige Karteffeln ergeben. Wer im Herbst seim 3y» Zentner erhalten hab?, möge freiwillig ein Quantum abqebeit. Für ben nächften Hert-st müsse man mit aller Ent sch eben heil forbeni bar die hessisdie Regiening einen Anbauzwang ernfürie Stadtv. Fourier hielt die Aufste lang b?-. Vorredners über die Ka to;feier euzung im Krei Gießen für viel zu hoch gegrinen. Für rin Morgen seien 10 Zentner zur Aussaat nottvendlg, man könne aber dort den Schwund emcechuen Nach feiner Berechnung seien im Kreis Gießen 12000 Z:r. gerila tzt ivorden Turch'chnitt.ich fe.«m 50 Ztr. geerntet worden = 60 000 Ztr. Es ergebt sich ein lieber sch riß von 230 000 Ztr. nach Abzug des Bedarfs der kinbro. Bevölkerung. Tas Land habe aber seinen eigenen Bedarf doppelt so hoch eingeridt, als im Vorjahre. Der rva tc Schuldige fei die Regierung, die immer noch nach dem alten Zopf regiere. Der Hauer gebe freiwillig nichts her. Die Bevölkerung müsse zeigen, daß sie vom Lanrisernälirungsamt ihre Kartosseln verlange. Stadtv. Mater verlas hieraus folgende Entschließung: „Tie heute int Saale des Cass Lrib zu Gießen tagende Berfarnrnlung bezeichnet die Maßnahmen des Landesernährungsamtes zur Er'a sung der Kartoffel, zur Sich?rste hing der Volksernährung für ungenügend. Tie Versammelten fordern, daß die Kartoffeln in Hessen, tttsbciondere im Krris Gfeßen. zur Belieferung der twch zum l»alben Teil imbelieferten Stabt Gießen restlos er aßt werben, gegebenenfalls unter Anwendung aler gesetzlich rultehenden Zwangsmittel: Einsetzung stön biger Kommsisionen, die die Ablieferung imb Lagerung der Kartoffeln ständig fontrritieren. Im Hinblick daraus, daß der Kartoffelanbau gegenüber rin früheren Jahven bereits im Jahre 1918 erheblich zurückgegarigen, dieser Rückgang im Iah« 1919 beriutenb größer geivorrin unb aller Bor- «ussicht nach im laufenden Ja!)« noch großer wird, fordert die Versammlung von der Regierung die Lnordnung des Anbauzwanges." In der Aussprache legte Kteisamtmann Dr. S i e g e r t dar. daß die Anbaufläche im Kreis Gießen um 4000 Morgen allein im letzten Jahre um 2000 Morgen zurückgegangen sei. In Berlin werbe gegen die Zwangswirtschaft der Kartoffeln Sturm gelaufen. Es müs.fe aber rir Anb«uzwang oder eine Anbauprämie verfügt werden. Das müsse bis zum 1. Februar verfügt sein, sonst sei es zu spät. Die Organe der Regierung könnten nur treter der Kläger vorsorglich ben Antrag aus An ___________ _____..... -------------- (»ö ung eines weiteren Sachversländi.en, weil der 1 deren Haupträd Isführer dem zustLndigien Kriegs* Sachverständige Sp«ngei gefeiten fei. Das Be-1 «ericht übergeben wurde. Berlin 149, 253,50 255, heute behördliche Anzeigen 568D Kassel, den 14. Januar 1920. gez.: von Stolzmann, Generalleutnant. Der Vorstand. 5TI 14.1. 77,50 293,50 281,- 285.- 295,- 10,30 9,- Der Reichspräsident: gez. Ebert. Der Reichskanzler: gez. Bauer. Ter ReichSivehrminrster: gez. Noske. Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Stockholm . lUicn.... Börsen luese. Frankfurt Gas. Wasser, Elektrizität und Kohle. Handlungen werden nach 8 4 bestraft. § 7. Tiefe Verordnung tritt mit kündung m Kraft Berlin, den 13. Januar 1920. Zmvider- der Ber- 248,50 352,- 352,- 193,50 212,50 317,- 436,25 300,- 257,50 174,— 288,- 279,- 269,50 289,50 127,- 273,50 188,- 160,- 130,- 132,50 137,— 152,- 284,- 259,75 365,- 379,- Dotum: 5e/oDextt.flrieq5anL 4°'oDeut.Reichsanl. 3V.Deut.Re'chsan1 4° „ Preuh. Konsols Darmstädter Dank Deutsche Bank. . . Disconto- Gesellsch. Dresdener D .nk. . NaNonalbank f. D. Mitteld.Trcd tbank H.-Amerik.-Pakets. NorddeutscherLloyd Doch. Gußstah wrk. D.-Luxemb.Dergw. Gelsenkirch.Derqw. Harpener Bergbau 0 erschl.Tisend.-B. Oberschles.Eljenind. Phönir-Brgb^Akt. Bad.AniliN'U.Soda Höchster Farbwerke U-kkir. A. E. G.. . Schuckert>Werke. . FeltenLGuilleaume Daimler...... Bud.- Eisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4"/0 Hess. Saatsanl. Electron Griesheim 14.1. 77,50 64,40 64,40 64,- 128,50 275,- 187,- 160,- 130,75 132,- 132,*,; 150,- 265,- 247,25 352,- 354,- 190,25 214,50 314,75 439,75 3 4,50 258,1 \ 175, — 287,- 275,- 271,- 295,50 944 _ 323*50 415, - 307,50 259,75 Abend- Abend- Schluß- Cckiluß- Kurs Kurs Kurs Kurs iJn einem Teil der Aullage ro'.ebtrbJlt.) Die Viite der angeblichen deutschen Schuldigen. Paris. 15. Jan. Davas. Die Liste mit den Namen der deutschen Schuldigen ttrirb in der ganzen Welt verbreitet werden, zudem noch die Art des begangenen Vrrürecl;ens. Handel. Berlin, 15. Jan. Börsenstimmungs- bild. Immer Ibcitcre Kreise zielst bi; Auswärts- bewegung an der Börse und immer stärker tritt nach Aussage der Banken, Banksirmen und Makler daS Ausland als Käufer deutscher Jndustriewertr auf. Nach den Gründen dafür braucht nach Meinung der Börse nicht gefragt zu werden; die traurige Verfassung der deutschen Valuta gäbe darauf die richtige Antwort. Bei außerordentlich grobem 127,- 274,50 187,- 160,- 130,- 132,50 Aunst ttnö Wissenschaft. R.M.K. Darmstadt, 14. Jan. Das Lessische Landestheater wird noch in diesem Monat mit einer pvcitm Uraufführung herauskommen, einem Märchenstück in drei Aufzügen „Ritter Blaubart" von Derbert Eulenberg. Musik von E R. v. Reznicek. Die Aufführung sinoet am 29. Januar unter der musikalischen Leitung des Generalmusikdirektors Balling und unter szenischer Leitung .von Oberregisseur Lcythekker statt. Der Komponist ist heute in Darmstadt eingetroffcn, um den Proben beizulohnen. Ztadtmisfion Giehen, töberstr. 14 Sonntag den 18. Januar abend» 8'/« Uhr Bortrag: Eine gesegnete Erweckung« Jedermann roiiltominen. 4 Markuotiernnaen Datum: Wir suchen au kaufen: Friedländer, ace&Äf"tion. Angebote unter F. G. C. 684 an Rudolf Moste, Frankfurt a. 9Ä.__ 15.1. 77,50 64,40 65,25 64,25 129,- 276,50 189,75 162, - 130,37 132,- 137, - 153,50 284,- 259,50 364,75 383,- 226,- 252,- 320,- 449,75 301,50 259,- 184,— 293,- 280,- 285,- 300,25 15.1. 77,50 15.1. 10,- 14.1. 10,15 10,*60 9, - 4,55 z Eichengerbholz 09 von 12 Ztm. Mtndestzovfdurchmeffer aufwärts, L in Längen bis 250 Meter, eventuell gröbere tLichenbestände »um Selbstabtrieb 21«! Telephonapparat zu kaufen gefacht. Schrifl. Angebote unter 562D an den Gießener Anzeiger erbeten. Irmiihme! Zahle 34 M. für ein Kilogramm Sranenbaare H. Siiskind Neuenweg 29 0716 Fernruf 517 ICirc^c und Schule. roe. Frankfurt a. M., 14. Jan. Roch in diesem Monat wird in einer 9Iuiligc van vor'rst 10UOO ein Frankfurter Gl tetn blatt erscheinen, das über alle Fragen des Elternhauses und der Schule Auskunft geben und beraten -oll. Es wird ft.rausrieg.ben von den Elternbeiräten der granHurter Schulen. 4 Ortenberg, 15. Jan. Am vorigen Sonntag fand in unserer Kirche die feierliche Einführung la s neugewälst enKirchenvorstehers Obersekr^är Spcuöenröcxr statt. Als Abgeordnete der demnächst in Büdingen tagenden Dekanat s s y n v de wurden Kaufmann Lenz unb Landwirt Georg Sxtrrrid) Hebbel, als Stellvertreter Landwirt Deinrich Streuber imb Bäckermeister Frech vorgeschlogen und, da nur ein Wahi Vorschlag vvrlag, gewählt. Hamburg, 15. Jan. Der N-Bvotskomman- dank, Korvettenkapitän Morach, hat sich Verordnung beS Reichspräsidenten auf Grund des Artikels 48 Absatz 2 der Reick-sverfassunA betr. die zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Reichsgebiet mit AusnalMe von Bayern, Sürttembcra, Sachsen, Baden und die von ihnen umschlossenen Gebiete nötigen Maßnahmen. Die vollziehende Gewalt im Bereich des Reichs- wehr-Brigade-Kommandos 11 ist mir übertragen worden. Regierungskommissar ist Oberpräsident Tr. Schwander. Aus Grund der bisherigen Ruhe sehe ich mit Zustimrntmg des Regierungskommissars zunächst von einschränkenden Bestimmungen ab. Tie Zivilbehörden bleiben in ihrer Tätigkeit. Ich ermatte, daß sich die Bevölkttung weiter ruhig verhält. Bei Ausschreitungen wird auf das Schärfste durchgegriffen werden. Feodora-Club. Sonntag den 18. Januar, nachmittags * Uhr. Monats-Versammlnng. Wegen Wichtigkeit der Tagesordnung wird um vollzähliges Erscheinen gebeten. NB. Der Klub tkt von den Tanzschlllern deS Herrn Tanzlehrers Bäulke ->> ihrem tun CamS- taa, dem 17. d. M., abends 8Ubr, in d. Turnhalle fttittftnbenben Skvlußball eingeladen worden. ES wird um zahlreiche Beteiligung gebeten. AIS Ausweis dient Mitgliedskarte oder T^reinSnadel 0927 Der Vorstand. «ng bti-ji,"' „yitobtr AL* Versteigerung. Somstag den 17. Januar d. 3$., von vormittags 10 Uhr ab, versteigere ich in der Gastwirtschaft zum Pfau, veuftadt 55, gegen bar für Rechnung dessen, den es angeht, 352 Flaschen Wein. Darunter Durbacher Klingelberger 1907, 1910, Ung- ft einer Spieberg 1917, Deidesheimer Hofstück 1915, Deidesheimer Guterberg 1917, Deidesheimer Hagern von 1917, Markgräfler Edelwein 1908, 1915, Kappel, rodecker Klingeiberger 1917 Schlotzwein, Deutscher Riesling 1917, Rappoltsweiler Weißwein 1911. Dersteigerung bestimmt. Heßler, Gerichtsvollzieher in Gießen, Bahnhofstraße 29. 485 Hochschrrlnachrkhten- XMarburg, 14. Jan. Wie aus einem Anschlag am schwarzen Brett der Universität zu ersehen ist, sind durch V.-rfÜMmg des Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung fortan alle Anschläge, die von politi.chen Gruppen ausgehc:, ober sich aut politische Borgänge bezielien, ümer- halb der Ui iversirat unterlagt. Im Hauptgebäude ftnb die Türen von Anschlägen feder Art frerzu- holtein Tie Türen wurden seither mit Borlieb: zu solchen Anschlägen benutzt. Freiburg (Br.), 15. Jan. (Wolff.) Pros. Dr. Veit Valentin hatte im Sommersemester 1917 aut fein Recht verzichtet, an der hiesigen philosophischen Fakultät Vorlesungen zu halten, nachdem ein Privat llageverfahrcn des Prof. E o t e- mann in München mit einer für Proft Valentin ungünstigen Verständigung feinen Abschluß gepm» den hatte. Dieser Fall hatte in werten Kreistn Aufsehen erregt, und es war der Fakultät der Vorwurf ver Partnlichkcit g^nnacht worden. Die Akten des Falles Val nun sind nunmehr veröffentlicht worden Prof R a ch s a h l (Freiburgs kommt babei zu bem Schluß, daß die Fakultä' durchaus nicht dy.e Kompetenzen übcrfdjrittcn und auch politische Motive peinlichst ausgeschalttl habe. nepreiS Ift Ut l'ieserm, - • telltfUt Darmstadt mit Vw )* t 1920 an] 474 «W4If fatf U »etter, bet künftig Lchv muß sich im Äefitze eüul h? :5 hinüber bejirkn. Wf» sgeslellkn Meisterbrirst, in l die von der dermaltun^ Bcf^inigimytt über die M von Lehrlingen. gsschildet an den SR«< ingslänmgen tieitidn 8» *: » beschädigt und zersiSrt, ÄI t Mörte ÄarnMgsschil er, Xn, schon nach 2 Tagen iw . unb ionftip ve-'chädigunga .« Schnst nicht mehr ju Ira nbtauchbar geworden sind. ülbniW ist es Mmoglich ad'Mm M gtirert ii» chen von den unykunn e v ^berland-AIage bei Pi» : jid) deshalb außer StanX ^rnungsWercMf'MMi-' [ich daraus autmerlfam, t<6.; nicht gemacht melden könm t sich an die MlgemctMl M e ölen MötunMlsuchu ttiel mit 3W 0,1 ®'“1* «d's 0««' »AeIÜ feierliche Jrtt-nonkfaA« durch ben bedtsntetat Kardinal Erzlijiclwl Dr. Lwrtmann. Er gilt a!S kluger, birrcbffcL>tibettr Kopf, der in nein tft-olvgischen Wiisenfchasten sehr beschlagen ist, als ein Mann, der gerade für die gegenroartißk-n envgtai Verhältnisie außerordentlich geeignet ersche-int. Irin Streik der Telenrapbeiiarbcitcr in Kostet. Kassel, 14. Jan. Eine gestern nadnnittae abgesallene Versammlung der hic.igen Tele- graphenarbeifr beickstoß, heute ftüh in den Ansstand zu treten. Tie Telegrapftmarbcil« liattcn eine 70vrvzentige Üoharerhö'.'ung g.forftcrr; es wurde ihnen aber nur eine Lipvozcntisc zu- gcsagt. Die Kondidalnr ClemenccanS. P a r i s, 15. Jan. DavaS. Eine gewisse Anzahk von Abgeordneten hält die Kandidatur E lemen- c e a u s aufrecht. Dieser crüärtc, daß er mcht als Kandidat zu gelten wünsche, daß er aber die Wallt, falls sie auf ihn fallen sollte, nicht ausschlagett könnte. Er glaubte sich dazu nicht berechtigt. Irr den Wandelgängen der Kammer bezeichnen die Abgeordneten die Aussichten für Clemenceau unb De- schanel als günstig. Der allgemeine Eindruck ist, daß (Slemenceau seine Gegner weit hinter sich lassen wird. Der Friede mit Ungarn. Paris, 15. Jan. DavaS Jules Eambote bat mit den Mitgliedern der ungarischen Friedensdelegation in Reuillv die Urkunden, die due Vollmachten enthalten, ausgetauscht. Der HallLelSverkchr mit der Türkei. P a r i S, 15. Jan. HavaS Der ObersteRat beschloß gestern den Arttkcl 23 des Waffenstill- standsvertrages provisorisch in Kraft zu las en. Div- er verbietet den Dandetsverkehr zwischen den Zentralmächten und der Türkei. Die deutsche Ausfuhr nach der Türkei kann nur mit Genehmigung der Entente stattfinden. Tie LüeiN' und ^uxuSsteutr im besetzten Gebiet. Mainz, 14. Jan. (WTB.) Auf Grund einer Verordnung des Oberkornmandrerenden der ftan- zösischeir Besatzungsarmee unterliegen die Mitglieder der Vesatzungstruppen sowie ihre Famrlien weder der deutschen LuzuS steuer noch der deutschen Wein steuer. Weitere- Steige« de- Rheines. Köln, 15. Jan. Der Kölner Pegel ist noch weiter gestiegen unb zeigt gegenwärtig einen Wasserstmid von 8,85 Meter. De^ (Siicnbalyu» oerfeltr nach dem Dbcrrbein muß sehr vorsichtig 1 bewirkt werden, da an verschiedenen Sbllen der Bahndamm rutscht. Wenn das Wasser noch weiter steigt, müssen zahlreiche Jndustriebettiebe stillgelegt totTben. Freiburg, 15. Jan. (WTB.) Das Hochwasser der Schwarzwaldbäche ist im Abnehmen begriffen. Sturm und Hochwasser haben überall empfinblidie Schäden verursacht. Besonders sck>wece Schäden haben die Waldbestände erlitten. Ganze Parzellen sind entwurzelt. Inzwischen ist wieder Kälte eingetreten. Die Temperatur ist von 4-14° ' auf — 6° gesunken.__ Johanna Mechthild Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen an Lehramtsassessor Dr. Nuppel und Frau Hanna geb. Heineck Friedberg i.H. J. It. Niederwetsel i. Oberh. Darmstadt Johanniterkrankenhaus 13. Januar 1920 w AllgelveillkLMailkellkaistkießkil Die noch rückständigen Beiträge zur Kranken' Kasse und Invalidenversicherung für den Monat November 1919 können noch bis zum 31. bs. Mts. ohne Kosten bezahlt werden. Nach Slblauf dieses Termins sind der Einzahlung auf unser Postscheckkonto auch die Kosten beizufügen. Gießen, den 15. Januar 1920. 578B Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen. 3. 2L: Alb. Lentz. und zeitweise erregtem Geschäft spielten Mvnttm- werte die fühvnrde Rolle. Neben Gelsenkirchenern, v^rpeuern und Romdachern roaren besonders die ober, äste i chen Papiere sprung a t steig nd. Katto- witzer und Laura gewannen 40, Earo unb Ober- tebart 30, Nombacher 40, Harpener 25, Mann s manu 15, Gelsenkirchmer 12 und die anderen Papiere zumeist 10 Proz. Gegenü «r diesem Haus e- taumel ging es anderwärts zw-rr ruhiger zu, doch waren auch hier starke Kurssteigerungen zu oer- zeick^ien. Farbwerte gingen um 5 bis 10, Elektto- >verte 2 bis 10 und die Mehrzahl der Spezialpapiere bis zu 10 Proz. und darüber in bie Döhe, wobei Kaliwerte bevvrzi'gt waren. Kolonial- unb Valutapapiere waren erneut aber mäßiger g.- ftrigert. Sü)see-Phosphat erreichten den Kbirs von 900. Dec Bmikenrnartt lag still und fest. Rentenwerte lagen still und wenig verändert. Nke^i- kaner m:ren weiter erholt. In Devi ewiotierunl-en fanden gros^ Schwankungen statt. Jrn frei™ 95er» feljt hielt das außerordentlich lebhafte Treiben in Jndustriewerten weiterhin an. Tie Shire sck)weftruptet, teilweise log-’.r evlst'ht. — Am Ei rl?e.tskursmark e für Indus rieweit sttc- gen die Kurse infolge großer allseittg^r Naä^vage gleichfalls ganz erheblich. Sonst schlotz die Börse ziemlich allgemein zu den lröd)ftei Tageskursen, wenn auch verein ,dte Abschwächungen eintratm. Frankfurt a. M., 15. Jan. (Börsen- stimmungsbild.) Lebhajtes Geschäft entwickelte sich auch an der Al>enbbörse m den meisten Montanpapieren, wobei (lie Löchstschlüsse erneut überschritten wurden Buderus flieget 13 Proz. auf 285. Mannesmann 7 Prvz. auf 294. Phönix konnten den Nachborseukurs mit 324 behaupten. tzarpncr nachbörslich 373 bis 380 notierten 379. Rheinstahl 260 plus 2 Proz. Deutsch Lu- xernbura 259^ plus 33A. Earo verloren 6 Proz. aus 245. Eine Steigerung von 12 Proz. er halten Elektr. Lohmeyer, welche den Kurs von 182 erreichten. Beogmann-W. r5.' sind mit 220.— 2 Proz. höher: Fahrzeug Eisenach 10y2 (180.—), Schrift- 293V2. Sonst stellten sich von Jndustriepapieoen hhöher: Fahrzeug Eisenach IOV2 (180.—y Schriftgießerei Stempel 8 (368.—), Schuhf. Aug. Wessels 4 (312.—), Nähmaschs. Kayser 7 (228.—), Aschersleben 121/» (322.—), Bereuiigte Oelsabrtt 20 Proz. (380.— rationiert), Holzverkohlung 20 Pro- (300.—), Armatur Hilpert 6 Proz (169Vi), Ausländische Renten beivafyrtcn feste Haltung. 4Vs Irrig. Mexikaner 5 Proz. höher (285.—). Anatolier gewannen 4 Proz (178Vs). 4 Proz. Bagdad 4Vs auf 149.50. Im freien Verkehr standen Deutsche Kali ansehnlich höher, auch Heldburg. Frankfurt a. M., 16. Januar. Devisenmarkt. (tzute fimetii wä auch ganz neue, in allen Preislagen voo Rr. 39 bis 47 verkauft Moiitig de» 19.1. Dienstag der 2Ö. 3una« Moritz Katz, Ettingshausen bet GeSvbera. rÄ Kartoffelausgabe 52. u. 53. Woche. Tie Wockenkartosfelmarken 46 bis 53 der 5 2. Woche und 1 —30der 53. Woche werden beliefert bei: Konsum-Verein, sämtliche Filialen, Krack, I., Riegclpfad, Kumpf, Fritz, ZozelSgasse, Treckisler, L>eiirr., Steinstrahe. Tie Marken können bis einschließlich Samstag den 17. Januar 19 20 beliefert werden. 5708 Gießen, den 15. Januar 1920. Der Oberbürgermeister (Lcbensmittelamt). vergiftet. Auolicfcruug dcS früheren Soifer« und de§ Kronprinzen? Paris, 15. Jan. Die Konferenz der Regierungschefs wird sich'heute mit der Frage der gerichtlichen Verfolgung des eftnnal gen deutschen Kaisers unb Kronprinzen befallen. Sie frirb den Entwurs einer an Lolland zu richtenden Note über die Auslieferung beraten. Der neue (irzdischof in Köln. Köln, 14. Jan. Bei der heutigen Wcklst des Nochfalgers des verstorbenen Mrdinals von Hartmann ging, w:e bereits vermu'.et wurde, Dr. Joseph Schulte, biSlier Bischof von Paderborn, als gewählt hervor. Dr. Schulte wurde am 14. 9. 71 zu Daus Valbert, Kreis Meschede, geboren. Er ftubierte in Bonn und Münster urü> wurde um 22. März 1895 zum Priester geweiht. Am 30. Jan. 1909 erfotgtefeine Wahl zum Bischol von Paderborn und int März 1910 erfolgte die Auf Grund deS Artikels 48 der Reichsverfassung verordne ich »ur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit unb Ordnung im Reichsgebiet mit Ausnahme von Bayern, Württemberg, Sachsen, Baden folgendes: 81. Die Artikel 114. 115, 117, 118, 123, 124 unb 153 der Verfassung des Deutschen Reiches werden bis auf weiteres außer Kraft gesetzt. Es sind baber Beschränkungen der persönlichen Freiheit, des Rechts der freien Meinungsäußerung einschließlich der Preßfreih.nt, des Deretns- und Bersammlungs- rechts, Eingriffe in das Brief-, Post-, Telegraphen- und Fernspreckigeheimnis, Anordnungen von L»aus- suchutrgen und von Beschlagnahme, sowie Beschrän- ^ngen des Eigentums auch außerhalb der sonst dterfür bestimmten g-setzlichen Grenzen zulässig. 82. Mit der Bekanntmachung dieser Verord- mmg gebt die vollziehende Gewalt auf den Reichs- wehrmtmster über, der sie auf einen Militärbefehls- y6 aft oder Geldstrafe dis zu 15 000 Mark bestraft. § 5. Gegen bie Anordnungen be5 Militärbefehlshabers im Einzelfalle steht bie Beschwerte an den ReichSwelirminister offen. Soweit es sich um BeschrLtkungen der persönlichen Freiheit handelt, ist das Gesetz betreffend die Verhaftung und Ausenkhal s.eschränkmig auf Grund des Kriegs- zuftaicdes und des Belagerungszustandes vorn 4. Dezember 1916 (ReiclrSgesetzblatt S. 1329) ent- sprecheitd anzuwenden. § 6. Jede Betätigung durch Wort. Schrifl ober andere Maßnahme, die darauf gerichtet ist, lebetiswichtige Betriebe zur Sttllegung zu bringen, wird verboten. Als lebenswichtige Betriebe gelten: Die öffentlichen Vertehrsmittel, sowie alle Anlagen unb Efarickümz^en «r Erzeugung von Z w. Lehst, hamburg/villbrook. ^evsevteppiehe und Kclim» v. auSw. Fabrikbes. (Prtvatltebh) ft neue Btlla 1 h Br. ges. llma. Off. u. L. G. 1S095 an Ala-Haalenstein tt Bögler, Hannover. KGChv Ndylub <^or^6cnb iÄJfattbtlt tz. Äudnslur es 18 ünbel lugang&Dcy > Die hmt uftanb verletzt, w« n, «?»£»»» 's-’-r.- . _ (®Ö.) ^bis üi< KM Ks«-" i''W KIIküUVs-MiiIiklMlsmI» für Bietzen und Umgegend. Hauptversammlung am 25. Januar, nachmittags 3 Ubr, bei Kraft im „TaDahänaer1*. Anträge an dieser Bersammlung stnd bis am» 21. ds. Mts. mittags 12 Ubr beim I. Bor» sitzende« Herrn HSbel vw. etnzureichen. Z»kker-A»sgabe. Der bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellte Zucker für Januar 1920 kann von Samstag den 17. Januar 19 20 gegen Vorlage dcS Bestellausweis«!s und Ablieferung der Zuckermarke Nr. 1 in Empfang genommen werden. ES entfallen auf die Zuckermarke 1 (Jan. 19201 7 5 0 Gramm Zucker Mtt dem 31. Januar 1920 verliert die Zuckermarke 1 ihre Gültigkeit; wer biS zu diesem Tage den Zucker nicht adgeholt hat, hat keinen Anspruch mehr darauf. Tie KleinhandelsgeschLste haben ine vereinnahmten Zuckcrmarken Nr. 1 zu sammeln und zu je 100 gebündelt bis längstens 3. Februar 1920 an das Städt. Lebensmittelamt, Zimmer 11, unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über Die Anzahl der abgelieferten Marken einzusenden; die nicht abgeholten oder mehr überwiesenen Zuckermengen sind nach vorgeschriebenem Muster dem SlLdt. Lebensmfttclamt zu melden. Ter K le mve r ka u ss Höchstpreis für das Pfund Zucker beträgt: 1. Gemahlener und Krt stallzucker: a) nicht raffiniert 1.0/ Mk. b) ranhriert 1.09 Mk. 2. Lut- oder Plattenzucke r: Ll im ganzen Lut oder Platten 1.07 Mk. b) ausgewogen 1.09 Mk. 3. Würfelzucker: 1.11 Mk Gießen, den 14. Januar 1920. 5488 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). AllS-lldc 1. Brllllllkllhltll ob SRiniJerbcmittelte Familien mit einem Einkommen bis 4000 M. jährlich können auf die noch nicht »oll belieferten Brennstosi-Be ugs'lcheine Braunkohlen in doppelter Menge zum Selbstkosieitprers von 5.40 M. den Zentner für den noch ausstehenden Rest beziehen. Anträge sind mündlich bei dem städtischen 3 teuer butt cm im Stadttaus, Eartenstraße 2, Zim- mer Nr. 8, unterer Stock, bis spätestens den 24. Januar zu stellen. Tas Weitere wird rroch bekannt gegeben. Gießen, den 14. Januar 1920. 5698 Orts ko bien- unb Lolzstelle U SS,0'« MtN tut hodNttrti 48 Mark für bvll sich Der t». M Ipt ihm bufe 1 Marl «n öon.iijr erhobenen Zu- UE 3uid)Iagvn fans inbel bun dein touin da ner Zuichlog (Barrnumlaz. Tend des Eftknissprnjck Geld Brief Geld Brief Datum: 14. Jan. 15. Ian. Holland ...... 2057,50 2060,50 2090,- 2092,- Dänemark..... 979,— 981,- 984 — 9W,- Schweden..... 1119,- 1121,- 1159,- 1161,- Norwegen..... — e — 1089,- 1091,- Schweiz...... 975,- 977,- 994,- 996,- Wien (altes). . . , — _ ■■ - —» — . —. — Deutsch-Öftere, abg. 21,45 21,55 22,55 22,65 Budapest...... — . — — . — 26,95 27,05 Prag........ 76,30 76,70 76,55 76,65 Helstngfor« .... — —. — — . — Spanien...... —, — 1054,- 1056,- 429h v 475V Referent: Kamerad Güntbcr •••••©eisroee©®®® 7 WaS ist •> Wabrbeit 6 ?Was ist <> Täuschung ■ in seinem glänzenden Lustspiel in 3 Akten: 572c Los vom Weibe Der Vorstand 367c Gießener Konzertverein | Vermietungen 11 Jntell. A Möbl. 3immer ä. verm. „SinN ^rirrmit »n « 1 nrunoi. Griemur ^«nge Liebe an der grünbl. Erlernung bet '^24 Gderttraste rvp. 0889 vermieten TGGGGGMGMHIGGES Tel. 224. Herborn« l Bergstratze 21. 601c forberllrf). 0497 Der Vorstand 0910 den bei verkaufen bei 0898 mittags gesucht. 565 furta. 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