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Drängel, der, um vorwärts zu kommen, truppen und Zufuhr im Stile der Saloniki- erhiedition gebraucht hätte, konnte sich mit fetnen 15 bis höchstens 20 000 Mann, ohne Ifabe, ohne besondere Ausrüstung, ohne ^eldartillerie, in dem Augenblick nicht mehr rrsbreiten, als die Sowjetregierung ihm eine Kavallerie von allein 25 000 Mann entgegen» ■ rorf. Dazu kamen 75 000 Mann rote Linie. ■ thangel mußte den Moskauer Plan sehr ■ u|cb fallen lassen und sah sich auch außer- MiiMde, den sehr wichtigen Vorstoß nach Mord- K^ten, der ihm den Zusammenschluß mit Meiljura bringen sollte, fortzusehen. Die Wkolschewisten erlitten zwar durch dre ukraini- ■fcn Banden erhebliche Einbuße an Auf- Miarschgebiet urrd damit an Lebensmitteln. Mber sie rückten auf enger Straße unauf- Wrltsam vor und zwangen Wrangel, sich auf Wie Perekoplinie zurüc^uziehen, das Mißt, sich auf die Krim zu beschränken. Die ■kfertigte Linie Siwasch-Perekop bot alle Vor- ■üge der Verteidigung. Aber auch dafür er- ■tf?3 sich die Armee der Gegenrevolution zu Mhvach. Die roten Truppen haben die Land- ■titge von Perekop besetzt, die östlich der Krim Wiegende Stadt Siwasch genommen und drin- ■ xrn in die Krim ein. Rach einer letzten russi- Mhen Meldung ist die Linie Karad-Schanaj laicht Trotzki soll persönlich die Leitung ■ ter militärischen Operationen gegen Wrangel ■dl die Hand genommen haben. Sein Haupt- W Mrtier befindet sich angeblich in Cherson. M.!«mit wäre, wenn man den Nachrichten der Miwjetpresse Glauben schenken darf, das Möicksal der Gegenrevolutionäre besiegelt. IW'angel müßte die Krim räumen und ber» Mhen, die Reste seiner Armee auf französr- Mhen Schiffen nach dem Kaukasus zu bringen. |i|tter es ist sehr fraglich, ob ihm dies noch 81 F'inflt. Denn, wie es in Moskauer Funk- zr'pmchen heißt, sind seine Leute bereits von l|tai roten Truppen umzingelt. Die Well wird 4lv vielleicht das traurige Schauspiel eines 'tÜlen, sang- und klanglosen Abzuges etner Hainen tapferen Schar erleben, falls es bieje Mne Schar Verzweifelter nicht vorzieht, sich der roten Uebermacht erbrücfen zu Ia|» p. Deutschland ist bei diesem Drama jetzt ein unbeteiligter Zuschauer geblie» Die Abhängigkeit Wcangels von Franksch verhindert bisher jede Verbindung mit Ja, es soll ein Geheimverrrag zwischen r-ankreich und Wränget bestehen, der den ^nerai verpflichtet, jede Beziehung za y iU tetbti I*1 «“«Sä« 5 ’S«« iw* ktraie 'e _ Esss Wrangels Ende? Im vorigen Jahre las man eine Zeit «eng taalich von Koltschak, Denikin, Jude- i-.tsch in Verbindung mit geographischen fiamen in Sibirien oder Ostrußland, bei Petersburg, am Don oder Dnjepr. Es wurde vorgerückt und zurückgegangen. Bolschewisten iah Antibolschewisten meldeten Gefangene, iioberten Geschütze und so weiter. Ganz wie n den vier Jahren des Weltkrieges. Nachdem iid) das Schicksal dieser gegenrevolutionären Verführer aus aussichtslosen Posten erfüllt totte, tauchte der baltische Baron Wrangel in der Krim auf, unterstützt von englischen Zchiffen und französischen Versprechungen. General Wrangel war längere Zeit Stabschef Denikins und verstand sich auf den Krieg lit den Roten. Er bedrohte, indem er aus iriner natürlichen Festung, der Krim, einen Fiisfall machte, der überrascheitde Erfolge ?cacyte, Sowjetrußland an der empfiudlich- i:en Stelle. Donkohle, Kubankorn und Da- trnaphta kamen in Gefahr. Den Sowjet- Herrn erschien der Angreifer im Süden bald ^esährlicyer als der Polenmarschall Pilsudski, unb sie beschlossen auch diesen Krieg. Es fang wie ein Aufruf an den letzten Mann, her seine Flinte tragen kann, als von Mos- liu die Arbeiter aus den Werkstätten alarmiert wurden, um Wrangel entgegenzutre- ■>m. Dessen Donübergang hatte sich unter» . rar. Die Reste der Denikinschen Truppen ’m" Äffl i6m. d-uu Donkoiakm und Kuban- [13 teste. Mit deren Waffenhufe hoffte er wer- ne Strecken des Schwarzenmeeriifers zu be- ify UBeSSGl ictzen und seine Herrschaft bis zum Asowschen Telephon fitere zu erweitern. Zwei Ziele schwebten ihn bet den nächsten militärischen Opera- rrssen zu einer strategischen Bedeutung aus- Zorraiig In allen Machsen, die anfänglich nicht anzunehmen Deutschland aufzugeben. Das paßte zwar durchaus zu der deutschen Neutralität im polnisch-russischen Krieg. Aber andrerseits darf es uns doch nicht gleichgültig sein, was nun aus der Ukraine wird, einem Lande, mit dem wir die besten Beziehungen haben müßten, wenn wir wirtsck-aftlich gesunden und vom Westen unabhängig werden wollen. Wir haben zwar nicht mehr die Kraft, weitschweifende Pläne zu verfolgen. Aber wir müssen uns doch endlich eine eigene Politik in südrussischen Fragen zurecht legen. London, 13. Nov. (Wolff.) Die „Times" meldet aus Konstantinopel, die roten Truppen seien auf der .Halbinsel Krim ae- landet, indem sie das hinter den Verteioi- gungslinien des Generals Wrangel gefrorene Meer östlich der Landenge von Schongar ü b e r f cf) r i 11 e n hätten. Es fänden verzweifelte Kämpfe statt. Schiffe aus Konstantinopel seien unterwegs, um die Bevölkerung der Krim aufzunehmen. Ein Amnefticangebot der Sowjctregicrnng. Moskau, 12. Nov. (WTBst Der Kommandierende der Süd front hat an den Oberkommandierenden der Streitkräfte von Südrußland, General Wrangel, folgenden Funkspruch gerichtet: Die Zwecklosigkeit eines weiteren Wider st and es ihrer Truppen liegt klar auf der Hand. Dadurch würden nur neue Ströme von Blut vergossen werden. Ich schlage Ihnen daher vor: Stellen sie den Kampf sofort ein und legen Sie und alle Ihnen unterstellten Truppen der Armee und Flotte die Waffen nieder! Wenn Sie diesen Vorschlag des Revolutionskriegsrates der Südfront annehmen, so wird auf Grund der ihm von der zentralen Rätegewalt ausgestellten Vollmachten Ihnen und allen, die mit Ihnen die Waffen niederlegen, Amnestie zugesichert für alle Verbrechen, die im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg uctüui mürben. Allen, die nicht in Räterußland arbeiten wollen, wird die Möglichkeit gegeben, ungehindert ins Ausland zu reisen, unter der Bedingung, daß sie sich ehrenwörtlich verpflichten, an weiteren Kämpfen gegen Räterußland 'nicht teilzunehmen. Wir erwarten eine Antwort'durch Funkspruch innerhalb 24 Stunden. Die Haltung Englands. London, 13. Nov. (Wolff.) Auf die Nachricht von dem Eindringen der roten Truppen in die Krim haben die briti- jchen Seestreitkräfte im Mittelländischen Meere den Befehl erhalten, sich neutral zu verhalten. Außer der Hilfeleistung bei dem Abtransport von Flüchtlingen sollen keine Interventionen vorgenommen werden. General Wrangel soll gegenwärtig noch über 300 000 Mann verfügen. 30 000 gefangene Russen befinden sich in seinen Händen. Zurückziehung der amerikanischen vejatzungstruppen vom Rhein? Paris, 13. Nov. (WB.) Wie dem „Nerv York Herold" aus Baltimore gemeldet nrirb, beabsichtigt ter Prmitent tes Heeres au kau Zchuf. s im Nepräsentai tenhaus. ft ahn, sofort nach Ein- terufung des Kongreses die sofortige Zurückziehung der amerikanischen Besä tzun g struppen vom Rhein zu verlangen. Reden der Reichskanzlers und der Ministers des Auswärtigen. Düsseldorf, 14. Nov. (WTB.) Im hiesigen Apollotbemer sprachen Herste vormittag vor Tausenden Bürgern Düsseldorfs aller Parteien die heute hier eingetrofsenen Mitglieder der Reichsregierung Reichskanzler Fehrenbach und Reichsminister des Aeußern Tr. Simons. Nach einer Ansprache des Oberbürgermeisters Dr. Kosgen ergriff Neichskanrler Fehrenbach von lebhaftem Beifall begrüßt, das Wort. Ter Reichskanzler mies zunächst darauf hin, daß in seiner süddeutschen Heimat und am Niriierrhem ter gleiche Geist deutscher Treue herrsche. Gern wären er und ter Minister des Aeußern schon früher hergekommen, aber Arbeit und Sorge hätten die Reise bisher unmog ich gemacht. Der Reichskanzler wies darauf hin, daß der Zweck der Steve in erster Linie sei, seitens ter Reichs reg ierung Fühlung mit dem Rheinland und seiner Bevölkerung zu nehmen und aus ter Aussprache mit den rheinischen Vertretern Mut für die weitere Betätigung in ter Regierung zu gewinnen. Der Reichskanzler betonte, daß aus der Herfahrt durch das Ruhrgebiet die Erinnerung an die schweren Ereignisse ter Märztage ihm vor__ Augen getreten sei, 'daß er aber auch dessen gedacht habe, was das deutsche Volk von der j Leistungsfähigkeit seines Industriezentrums erwarte. Düsseldorf sei durch den unglückseligen | Krieg und die Härte des Frsttensvert'-ag^Z ganz besonders getroffen, da es von seiner westlichen Umgebung abgeschnitteu sei. Ganz beonters bäte die Stadt auch durch die Unruhen des Frühjahrs gelitten, die sich im Anschluß an den Unglück seligen Kapp Putsch im Ruhrrevier ereigneten. Der Reichskanzler richtete besondere Worte an die Arbeiterschaft und betonte das volle Verständnis der Rcickssregicrung für bereit Bestrebungen au» materiellem und ideellem Gebiet. Die teut'chr Arbeiterschaft habe sich ciii.it hervorragenten Platz im teutselfen Wirtschaftsleben gesichert. Es gelte, ihn in ernster Arbeit au-S^ubauen. Ueterle;t?nb auf die Sozialiserunflsfrage betont- der Reichskanzler, daß die gerate letzt in ter Rcichslxmptstadt zusammen getretene Kommission diese Frage einer tefriebigenten Lösung eutgegenfüßren würde. Weiterhin gedachte der Reichskanzler der Beamten. Ohne ihre finanzielle Notlage zu verkennen, richtet die Reichs reg ierung an sie die Aussorderunif, immer auch an das Gesamtinteresse zu denken. Die Beamtenschaft werde, wie er hoffe, einverstanden sein, daß di? Reichsregierung einen guten Ausgang der Gesamtinteres eit als Ziel l-abe. An die Spaareiic erimternd, betonte ter Reichskanzler, daß seit jenen Tagen merkliche Fortschritte in Deutschland zu verzeichnen seien. In erster Linie wi?s er auf die Erfüllung der Kohlenverpflichtun.ien hin und dankte den Bergarbeitern, die sich in dieser Sach' in den Dienst teö allgemeinen Vaterlandes ^'stellt hätten. Ihnen sei die Abwehr schwerer Gefahr zu verdanken. Der Reichskanz'er erinnerte auch an bi? Forderung der Entwaffnung und Mrüstnng, die ohne besondere Schwierigkeiten bisher burchg-'führt •nNurbe. In bezug auf die fortwährende Drohung unserer Gegner mit dem Einmarsch sagte er, daß srurfere früheren Feinde dies.» Drohung doch wohl nicht so leicht in die Wirklichkeit Umsetzer! Lunten, da der Untergang Deutschlands auch für sie verhängnisvoll werten mülle Das beu sch? Volk habe im Laufe ter Jahrhunderte sich immer wieder ?m» porgerofft. Er glaube fest daran, daß auch diesmal «unsere Nachkommen einen schönen deutschen Tag des Friedens und der Sicherheit ohne di-: militärische Eroberung erleben würden. Die Rede Dr. Simons’. Düsseldorf, 15. Nov. (WTB.) Im Anschluß an den Reichskanzler nahm ter Minister des Aeußern, Dr. Simons, das Wort Auch er wies auf die Härten hin, die gerate für Düsseldorf noef) mehr wie für manch- andere Stadt, die im besetzten Gebiete liege, aus dem Friedensvertrag und seinen Folgen entständen. Der Reichsminister erinnerte vor allem an die Erschwerung des Hantelsverbrhrs mit Hollante ter durch die Valutaschwierigkeiten und dadurch aufs äußerste gefährdet ist, daß uns ter Fried-nsvertraa die Verpslichtung ter Meistbegünstigung fast sämtlich r unserer ehemarigen 27 Gegner auferleit habe. Selbst die Hoffnung, die wir an die Durchführung des ims so belastenden Kohl en ab kommens von Spaa knüpfen konnten, baß uns die zugesicherte Golbvrämie von 5 Mk. für die Tonne und ein Vorschuß in Höhe ter Di'ferm; zwilchen Inlands- und Welttnarktsp eis für die Lebensmittelversorgung ter deutsch n Bevö'kerung, ins- tefontere ter b utschen Berfarteiter, zur Verfügung stehen sollt', ist zunichte geworden, weil andere finanzielle Berpfichtungen des Frietens- v»rtrages eine solch? Verwendung verhinderten. Nicht mir aber, daß diese einzig? Hoffnung von Spaa nicht verwirklicht ist, es ergeben sich auch ernste Sorgen für die Kohlenbeliese- rung der deutschen Industrie und der deutschen Haushaltungen. Die bekannten dtotsckreie ter rheinisch w'stsclli'chen Hüttenindustrie und bet rh?inisch-westsLischen Kleineren in dustrie sind ein B w?is dafür. Von gegnerischer Seit- wird behauptet, bi? Schwierigkeiten ter deutsch n Jndui'tti? beständen nicht -n dem Mangel an Kohftm. sondern in dem Mangel an Aufträgen. In WirklichLit sind auch da, wo ein solcher Mangel an 'An'trägen wirklich vorliegt, di? Ur arten ganz wesentlich in ter ungenügenden fttfjknb. Le erung und ter damit verbünd nen Erhöhung ter Genera unko'en und de? un'.virt'chast- lichen Ausnutzung ter B triebe zu fachen. Tater zeige ein Vergleich mit ter KLH'enbslre.erung rn ben Läutern unserer frühe et Gegner deutlich, wi? stark wir dve Leidtraee idet sind. De? Mr- nister des Aeußeren berief sich hierbei auf übereinstimmende Urteile er.’te: aus.'än' i"ch?r Autoritäten, so des fvanzö'istM Handelsmi if'ers Le Troauer. Dr. Simons wies terxtui hin, daß ent doppelter Druck aus Deutschland laste, nämlich rin wrrtjck'a't iä-er und ein seelisser. L-- lange dieser nicht vcm tern Lande gectummen fei, sei eine Steigerung ter Lri'tungsiähigreit nick/ zu prrlanr.en. Ter Druck de tänte zunächst darin, daß wir noch immer nicht wüßten, wieviel Lasten durch den F icdeus e*t ag zu e fül en sind unb ob die von uns geror erten auch erfüllbar leien. Ein wnderer Truck Ee,"tä:iie rn ter dauernden Trohun g mit ebem Ein mar sch m die ti> her unbefeFten (geriete. Ter Reia-sminister fam in dst-sem Zu'mnme ^nta auf die be;orfie e bei Verlandlut gen von Brüssel und Genf za sv-re- die;i. Er e:ännerte an die uns ge nachten Vev- fprcdnnigen in .en a.ler b?leilig1en Einzelstaaten stattfmden. D'r Minister bes Aeus)ern wies baraus hin, baß Einla- oungen nach Brüssel zwar noch nicht eiiwgangm sind, ron ihm jedoch für bie nächste Jeil ermartet würben. Er betonte, baß sich die NeichZreiie'nng auf bie Verhanblungen vorberri et. Die Aufgabm von Brüssel müssten da in geiete.i i erteil, bort Voraussetzungen k.ar zu legen, aus Grund deren überhaupt nur deutscherseits Verpflichtungsangebote in ter Mietergutmo chungs- frage abgegeben inerten könnten. Dd'se Vormisse tzungen se.en dreifach: 1. daß Deutsch ands Wirtschaftskörper nicht UKiler verstümmelt werte, also besonders daß uns Dberfdiiefien nicht genrnt- men werd?, 2. intern wir nicht länger in unserer wirtschaftlichen B tätigung in ter Welt bebintert •gierten unb 3. daß die ungeheuren Kosten für bi? Besatzung ter besetzten Gebiet'? berringert umrb n. Tcr Reichsminister sprach bie Hoffnung aus, daß Brüssel diese Vormissetzungen schassen werde, die allein in Genf zu Ergebniisen fuhren könnten. Er betonte, daß Deutschland lieber eine fortdauernde Unsicherheit a ( 8 bie Bin - bung ber Verpflichtung unmöglicher Leistungen aus sich liest,,.?. Ter Reichsminister ging dann auf ben zweiten, ben seelischen Druck, näher ein, ber in ber Drohung mit dem Einmarsch in das Ruhrgebiet bestehe. Tiefe Dwhung sei inu Friedensvertrag nicht begrüntet, sondern auf Frankreichs Veranlassung nach dem befmnrten Einmarsch in Frankfurt unb Darmstadt aus ter Konferenz von San Remo zugelassen worden. Die deutsche Vertretung habe in Svaa dieser Drohung sowohl bei dem Enrwasfnungsabkommen als auch bei tem Kohlenabkommen nachdrücklichst wiver- sprochen, aber nur eine protokollarische Feststellung durchsetzen können, daß Deutschland eine sollte Drohung nicht als verbindlich anerkenne. Daraus folgt, daß die deutsche Regierung berechtigt sei, einen weiteren Einmarsch in deutsches Gebiet für das zu betrachten, was ein so schwerer Eingriff! in das erste Doheitsrecht jedes Staates bedeute, nämlich als eine feindselige Handlung^ Bei ter Rechtslage halte er aber eine solch? Handlung für ausgeschtosen, selbst wenn fi? mit den Verträgen in Einklang stehe,, denn bie Voraussetzungen, die von ter Gegenseite ge'tenb gemacht wurden, träfen nicht zu. Deutschland leistete in ter Entwassnungsfrage soviel durch bie Her gäbe ber Kriegsflotte, ber Luftflotte, ter schweren Artillerie und ter.Reduktion b?r Mannscha tstestante usw., baß jede militärisch; Gefahr d uticherieits. ausgeschlosfen ift Wenn noch nickst alle in ten Hänb-n ter teutschen Bevölkerung te'inblichn Kleinwaffen ausgeliefert sind, so liege das Mi unserer inneren Lage, bie auch bie Gegner nickst außer Acht lassen können. Schwierigkeiten auf diesem Gebiet? beständen hauptsächlich in Ostpreußen, bas noch vor kurzem durch ben Einmarsch fremder Truppen bedroht gewesen sei. Für Bayern, helfen Bevölkerung die Herrschaft ber Kommunisten noch nicht vergessen hate, sei mit Sicherheit aniunehmen. baß im Lauf? ber Zeit sich auch diese Sd^oierigfeit üterwöüeu lafjcn, , ba alle Instmizen über bie Notw ndigk. it einig srien, daß k'in? Regierung auf di' Dauer ten Bestand einerWafsenmacht in terBevö k rung dulden könne, bi' ihr mit Gewalt zu widerstehen in ber Lage fek, Nack gliedern sei fein Anlaß vorhanden, d e Lac-e zu schwarz zu sehen. Freilich bestände die Qk-fabr,1 die das alte Sprichwort dahin kein eickr et: Wenn, die Krippe leer ist, beißen sich die Pferde Krieg und Blockade baten die Krippe Europas 'eer gefressen. Noch streiten sich mmiche Völker Europas miteinanter, noch ist in vielen Völkern noch her innere Zwist im Gange. 9Iber schon e heben sich die Zeichen einer Be'seeung. Nicht nur baten in letzter Zeit Friedensschlüife mit Ausg eichs' e ha'dli ngen ftattgefunten, die die Streitt'gk-.i en aus tem '.'"ege räumten wie z. A. die setzt im Gauge (e'inb* liehen Verdaublungen zwii'ckLn T^it'ch'and und Polen, fonbem auch im Innern sinket sich ter Wille zu größter Einigkeit Es toerte besonders Deutschlands Aufgabe seiden Gedanken der Einigken unb ten wahrha »» sozialen Gedanken le Xt: ge o's-e schäft scheu Zusarnm narbest ter Stände im Inn am und nach außen hin hochzulalten. Bei bie e ■ Au'g-te wird' die nieterrbeirtilcte Bevölkerung mit ihrer Schaffenskraft eine führende R-'l'e spielen, tet tem Aufbau des neuen deutschen Vaterland s wird ber Nreterrhrin und die rheinische B'völferuug em Etelstein in ber deutschen Krone sein. Rus dem besetzten Gebiet. Wiedereinsetzung des Regiernngspräsidenten. fb. Wiesbaden, 14. Nov. Wie mit* geteilt, wurde ber im Juli aus Anlaß ber Verhaftung Dr. Dortens seines Amtes enthobene Regierunaspräsideni Dr. M o m m wieder in seine Stellung eingesetzt. Tie Interalliierte Kommission hat, wie sie begründend dazu ausführt, von der deutschen Regierung diejenigen Genugtuungen erhalten, welche sie nach dem gewaltsamen Eindringen der Frankfurter Pori^i in das besetzte Gebiet und nach der Verhaftung Törtens im Juli verlangt hatte, nämlich die foforttae Rückkehr des Festgenommenen, die amtliche Entschuldigung des Reichskommissars im Namen der Regierung und die Bestrafung der unmittelbaren Urheber des Fehlers. Andererseits haben bie Untersuchung durch die !lr. 269 Dec Sletzcner lajeifler -lscheinl täglich, außer Sonn- unb Feiertags. Beytgspr'ift: Monatlich Mar!« 3.60 :nbMK.-6LTrägerlcchn, ntNcljahrlichAiack 10 80 mdMK.1.S5Tlägerlol)r.; iiirch bie Post viertel« fthrlich 12.— «usschüeßlich Bestellgeld, ^ern sprech.Anschlüsse: ßirbieSchristleUung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drehtnach. ichtenSnjiAer Siehe». poftsche "onio »ranffurl fl. N. 1168 > Erstes Clatt 170. Jahrgang zum mad-mittag vorher ohne jede Verbinblichkeit. Preis für \ mm hohe für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 ‘Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20“ n Aufschlag. Hauptschriftlerter: Äug. woetz. Verantwortlich für Politik. Slug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinl old Ienz: für ben Anzeigenteil, h. Beck, sämtlich in Gießen. General-Anzeiger für Oberhessen Dmd und Verlag: Sriihl'sche Umv.-Vuch- unö Steindruckerei B. Lange. Schriftleitung, GeschastrsteSe und Druckerei: Schulstratze 7. Nontag, s5. November 1920 rinuahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis Regierung .und die Ermittlungen her Hohen Kommission erwiesen, daß Regierungspräsident Dr. Momm in Wiesbaden, der durch die Entscheidung der Rheinlandkommission wegen der Beschuldigung stillschweigender Beteiligung oder erheblicher Pflichtverletzung des Amtes enthoben und ausgewiesen war, an dem Tatbestand persönlich unbeteiligt war. Trotzdem glaubt die Kommission, dem Präsidenten den leisen Vorwurf, daß die Wiesbadener Polizei nicht aufmerksam genug war, nicht ersparen zu können. Die Maßnahmen gegen Polizeirat Str erbe lein hält die Rheinlandkommission jedoch aufrecht, so daß es bei der Ausweisung aus dern besetzten Gebiet verbleibt. Ententeansprüche. mc. Co b lenz, 14. Nov. Die interalliierte Rheinlandkommission hat angeordnet, daß alle Züge, in denen sich Abteile für Angehörige ' der Entente-Armee befinden, geheizt' werden müssen. Gberschlesien. Berlin, 13. Nov. (Wolff.) Korfanty hat einen Aufruf an d-ie oberschlesischen Jnduftriebeamten erlassen, worin er sie aiiffortett, dem polnischen Plebiszitkommissariat mitzuteilen, ob sie bei der Zuteilung Oberschlesicns an Polen das Gebiet verlassen oder im Lande bleiben wollen. Dieser Aufruf Korfantys, der glauben machen will, daß die Abtrennung Ober- Schlesiens vom Deutschen Reiche außer Frage steht, »st eine unerhötte Anmaßung. Die oberschle- fische Bevölkerung und mit ihr die deutschen Beamten der oberschlesischen Industrie, deren Wohl *unb Wehe unlöslich mit dem Deutschen Reiche verbunden ist, werden wissen, wie sie sich dieser Zumu.sung gegenüber zu verhalten haben. Es ist nur bedauettich, daß ein deutsches oberschlesisches Blatt sich zum Sprachwhr Korfantys macht. Dar Slldmevt am Völkerbund. London, 13. Nov. (WTB.) Lord Sel- b o r n e, Lord Grey und Minister Barnes veröffentliche eine Denkschrift über die Aufnahme, der ehemals feindlichen Länder in den Völkerbund, in der es heißt, diese Frage sei von höchster Wichtigkeit und müsse tei der bevor- stehenten Völkerbundversammlung in Gens besprochen werden. Der Weltfriede könne am besten durch die Aufnahme aller Völker in den Bund gesichert werden. Je länger die ehemaligen Feind aus dem Bund ausgeschlossen blieben, um so schwieriger würde es für den Völkerbund sein, seine Aufgaben durchzuführen. Die Brüsseler Finanzkonferenz wäre ein Fehlschlag gewesen, wenn die Delegierten der ehemals feindlichen Länderi nicht daran teilgenommen hätten. Dasselbe gelte auch für die Erörterung der europäisch«! politischen Fragen. Die Unterzeichner erklären, daß sie nicht etwa zugunsten Deutschlands, sondern^ zugunsten Gesamteuropas sprächen. Die Genfer Bölterbundverfammlung. Genf, 14. Nvv. (WTB) Die Vorbereitungen für die Eröffnung der Völkerbundversammlung in Genf geben ihrer Vollendung entgegen. Die Stä t ist r.ich beflaggt. Zu Ehren der Eröftnnng der Völkerbuntverämmlung fanden beute vvrmi tag feierliche Gottesdienste statt. Eine bewegte Menge versammel e sich nachmittags 4 Uhr in den großen mit Blumen geschmückten Empfangs- raum des .Botels Bergues. Die nach Hunderten zählenden Vertreter der ausländi'cten und Schweizer Presse traten zu einem Dom Genfer Staatsrat bereiteten Empfang an. Gignioux, der von brr Genfer Regierung mit den Angelegenheiten des Völkerbundes betraut ist, begrüßte in einer Ansprache die Vertreter der Presse und er Härte, daß t'ie gesamte Genfer Bevölkerung sich dem herzlichen Willtlommengruß anschieße. Die Genfer Devoll'e- nmg habe Vor 18 Monaten mit großer Freute Kenntnis genommen Don der Wahl Genfs als Sih des Völkerbundes, und die Genfer wären imtröst- Uck, wenn dieser Völkerbund sich nicht entwickeln und der Welt den Finten sichern würbe, den die ganze Menschhttt so sehr herbeisehne. Als zweiter Redner bogttißte E. Chapuisat, der Präsident des Cercle de la Presst und Direktor des „Journal de Genöte", die Vertreter der Presse. Er erflirrte, da-; die Genfer Pressevrganisativn sich naef> Kräften bemühen Ivette, den Vertretern der auswärtigen Presse ihre schwere Ausgabe zu er- leichitern. — Der Empfang gab den Vertretern der Presse, die aus fast allen Ländern der Welt lin Genf zusammengrströmt sind, Gelegenheit zu gegenseitiger Aussprache. Die Ablieferung von Milchkühen. Berlin, 13. Oft. (WTB.) Zu den Verhandlungen in Paris über die Abgabe vonj 810 000 Milchkühen wurde als Vertreter des Deutschen milchwirtschaftlichen Reichsverbandes, Landwitt Seidler (früher Cassel- Philivpinenhof) von der deutschen Reichsregierung zur ^teilnahme bestellt. Eine Rede Harbin-». Amsterdam, 13. Nov.'(Wolff.) Der „Delegraaf" meldet, daß Harding bei der Feier des Waffenstillstandes in Browns Ville an der mexikanischen Grenze vor einem zahlreichen Publikum, unter dem sich viele Mexikaner befanden, eine Rede hielt, worin er sagte: „Wir wünschen überall freundschaftliche Beziehungen und'wir fördern den Frieden, doch wünschen wir Freiheit für unser eigenes Amerika. Ich glaube, daß die ehrenvolle Stellung Amerikas auf dem Meere und die Achtting, die es auf dem Gebiete des Handels genießt, dann sicherer in der ganzen Welt größeren Einfluß haben." Zum Schlüsse erklärte Harding: „Amerika kämpfte, wie es einem freien Lande geziemt, indem es allen Haß und alle Habsucht auf» gab, sobald der Sieg errungen war". Der Entwurf einer neuen Sd)!iii}tung$orönmtfi. Berlin, 13. Nov. (Wolff.) Vorn Reichs- arb itsmini'eriun wird uns mitjrteilt: Nachd m bi? Beratungen teendtt sind, die von der 18glied- rigen Kommission, bestehend aus Vertretern der großen Arbeitgeber- und Arbtttnehmerverbände im Reichs arbe t miiifte iu n ü er bin vor lausigen Ent roitrf der Schlichtungsordnung geführt worden sind, werd zur Zeit der endgültige Entwurf unter weitestgeh nder Berücksichtigung der Ergebnisse der Kommt sionsberatungen ausg arbeitet. Dieser wird nach Fertigstellung entsprechend der Bestimmung ter Reichs versa sung zunächst dem Dorläufigen Reichswirtschastsrat, alsdann dem Reichsrat und sch'ießlich dem Reichstag zug^hen. Mit derEirb.in u.ig des Gesetz ntwurss im Reich - tag Fann für Anfang nächten Jahres gerechnet werden. Was den Inhalt des Enttvurfes der Schlichtungsordnung anbelangt, muß gegenüber anderslautenden Notizen betont werden, daß die Schlichtungsordnung nicht ein Polizei- ober Zwangsgeietz werden soll, sondern dazu bestimmt ist, auf der Grundlage des freien Selbstbest i m m u n g s r e ch t s der Par eien eine gütliche Einigung in Arbeiterstr-itigk iten in einer für beide Teile versöhnlichen Weise herbeizuführen. Diesem obersten Gesichtspunkt werden sich alle Bestimmungen des zur Zeit in Arbeit be- si.idlichenEntnurss terSchichtungsormung unterordnen müssen. Aus dern AeSche. Beschlüsse des Ncichsrates. Berlin, 13. Nov. (WB.) Ter Reichs- rat tat den Gesetze itwurf 'zur Sicherung eirer einheitlichen Regel ung ter Be am ten bes o l - düng (S p rr g s tz) gegen die Stimme Baverns und Den Ges tzentwurf zur beschleunigten Erhebung des Reii>s.iot> Pers und der Krieg: ad gebe von V rm gens uwa..,s ei ifrimn.ig ante.irmme i. Für die Stnegiabgabc wird die Frist von neun auf drei Monate verkürzt, vom Reichsnotopfer wird mindestens ein Drittel t.i ycet gleisten Teilen vom 1. 2. und 1. 8. 1921 eiw- gefortert und die vorläufige Beoacklagung des Reichsnotopfers angeo ebnet. Eine Versammlung von Betriebsräten und Arbeitslosen. Berlin, 14. Nov. (WTB.) Die Betriebsräte der Alt- und N e u ko rn rn u n i st e n, etwa 180 an der Zahl, hielten heute vormittag im Spottpalast eine Versammlung ab. Nachdem mehrere Redner gesproeten hatten, erschienen Plötz- lich in großer Zahl Arbeitslose vor dem Gebäude. Eine Deputation begab sich in den Saal, um für sich ebenfalls Redefreiheit in Anspruch zu nehmen. Nach längerem Parlamen- tieren gab der Vorstand angesichts der drohendenj Haltung der Arbeitslosen nach und gestattete, daß die Arbeitslosen ebenfalls zu Wotte kamen. Sie ergingen sich in wüsten Angriffen gegen die Betriebsräte, verurteilten die vapiernen Resolutionen! und verlangten, baß man sofort zur Aktion übergehen sollte. Der Vorstand der Betriebsrätever- iammlung wurde von den Arbeitslosen, die inzwischen in erheblicher Stärke in den Saal ein» gedrungen waren, mit den wüste ft e n Schimpfworten belegt. Der Tumult steigerte sich derart, daß die weiteren Redner nicht mehr zu verstehen waren und die Versammlung geschlossen werden mußte. Beim Hinausströ- men der Versammlungsteilnehmer kam es nach heftigen Wortgefechten zu T ä t l i ch ste i t e n , wobei mehrere Personen übel zugettchtet wurden und zum Arzt gebracht werden mußten. Eine deutschnationale Streikinterpellation. Berlin, 13. Nov. (Priv.Lkel.) Der Vorsitzende der deutschnationalcu Reichstagsfraktion, .Herg t, hat im Namen der Frattion folgende Interpellation zum Berliner Eleftrizitätsstteik eingebracht : 3U ter Nacht vom 5. zlum 6. d. Mts. sind die Arbeiter ter Berliner Elektrizitätsnvrk' unter Bruch aler gewerkschaftlichen Grundsätze in einen ^genannten wilden Streik getreten, dw bis zum 11. d. Mts. gedauert hat. Durch den Streik, von dem die ganze Elektrizitätsversorgung Berlins betroffen wirrte, sind die schwersten Schäden und Gefährdungen für das ganze Wirtschaftsleben, für den Verkehr, und zwar auch der Staatsbahnen, für bte öffentliche Ordnung und Sicherheit und für ßebni und Eigentum der Bevöikerunr herauf- beschworen worden. Was gedenkt die Reichsr:gie- numg zu tun, nm künftig älm ichen Streiks wirk- tarn zln tegeguen und die Staatsantorität auftecht- Eieße-.er Nonzertoereln. Gießen, 14. November. Georg A. Walter (Tenor) und Elsa Walter (Klavier): Bach—Schumann. Es lag etwas wie trübe Novemberstimmung über dem Beginn des Konzetts. Die Unbill der Witterung hatte den Sänger erfaßt und eine Programm änoerung erzwungen. Tie dadurch herbei- geführte Beeinträchtigung des Gesammeltseins iwüte erst überivimten werden. Bald aber »sandelte sich unter der „ganz überweltlichen Musik" ter Arie „Die Seele ruht in Jesu Händm", '-lüs der Bach-Kantate Nr. 127 und den dumpl hallenden Glockenklängen im Andante von Bachs Italienischem Konzert die trübe Stimmung in die weihevoll-schwere ter Toten feier z it. Das Presto des Konzetts half über das Trübe und Schwere hinweg. Auf Bach (außer den genannten Wetten - Tokkata C-Moll, und Rezitativ mit Arie: „Setz was die Liebe tut" aus Kantate Nr. 85) folgte Schumann. Ein größerer, aber auch reizvollerer Gegensatz als zwischen der strengen Männlichstit des Thomaskandors und der bis zur Sell"?auf-, Lösung hingehenden Weichheit des musikalischen.' Poeten läßt sich kaum denken. Nur die grafte Verehrung des Jüngeren für den „inkommensurabeln" Aelteren schlägt ba eine Brücke. Schumanns „Da- vidsbündlettänze" op. 6 sind eine Sammlung kurzer Charakterstücke, die weder durch die Idee einiger im Tavibsbunide gegen die Philister geeinten Phantasiegestalten von leidenschaftlicherem (Florestan) oder milderem (Eusebius) Wesen, noch durch die in einem Briefe Schumanns angeführte eines „ganzen Polterabends" innerlich zusammeu- geb alten werden, sie lassen in den verschiedensten Stimmungen eine nicht immer gesunde männliche Empfindsamkeit sich mit verstehender, verzeihender, mahnender weiblicher Güte anseinantersetzen. In dem unvergänglichen Liederkreis „Dichterliebe" hat Schumann Heineschen Gedichten Inhalt und Adel gegeben. Die Pianistin Elsa Walter (Haas) trug die Hauptlack des Abends mit einer bewundernswerten ■Sütei tiiier. Ihrer künstlerischen Natur ist aufs gluckl'chi'e ein Zug von herber Energie beigemischt, zier ne befähigt,, die gewaltigen s2£ufgaben de« —ipottionen zu beiuäüigen. Besonders eniirfjen Konzert erfreute sie durch ol ltling nten Anschlag, taubere und • r’,ti 7597 K., an silberner Kette mit Medaillon, das zw.i russisckx Kttersgesuuge e darsdellt, vLU denen der eine Aehulick)Leit mit dem Toten hat. Tie Uhr war in einem Uhrsckmtzgehäuse, das auf der Rückseite als Verzierung ein eisernes Kreuz mit zwei Fahnen, oben die Zollst 1914, unten d.e Aufschrift „in Treue fest" hat. Im Gehäuse Ausschnitte aus einer landwirtschaftlichen Zeitung. Ferner wurde bei dem Dolen ein Stück einer russischen in Berlin ersckieinenten Zeitung grfunten. Es hat den Anschein, als ob der Ermordete frü'Ler russischer Kviegsg.'fangener in Deutschland wat. Tie StaalsanwaltsckiQft Gießen ersucht um Ermittlung bei noch in Deutsckstand lebenden Polen und Rmsen, bei Landw rten, die Nusscm ober Polen besckMtigleii oder tesck?äftigt hate.r, an te.i Ba^stn- Höfen, in früheren Russenlaaern und wegen der Uhr bei Uhrmachern um Nachricht, damit zunächst einmal die Persönlichkeit des Toten festgestellt werden kann. ** Aus dern Stadttheaterbureau. Oskar Miltes Komödie „Bunbur y", die in der morgigen Abonnemenlsvorftellung hier- zum ersten Male gegeben wird, ist in letzter Zeit von nner gröberen Anzahl Bühnen neu einftubiert Worten imd zwar überall mit starkem Erfolg. An einer Berliner Bühne fand im Heichst bereits die him- teittste Wiederl-olrmg statt. Das Berliner Tageblatt Etgenatt gerecht zu weiten. Sie ist Florestan genug, um Eusebius schatt belichtet heraustreten zu lassen. Der Farbenreichtum, den sie in den Tavidsbündlem verschwenderisch ausstreute, war erstaunlich. Hier gab ein tiefes Frauengemüt von seinem Besten. Georg Walter, von ter Gattin in vollendeter Weise begleitet, mußte es sich versag, feine herr.ichen Stimmittel twll zu ente tem Staute 2:1 für Ballspielklub Merkur 1904. Hörer zum Entzücken hinttß. Vom Technischen müssen die vorzügliche Aussprache, die glockenreine Tongebung, die fabelhafte Atemkunst erwähnt tperben. Allem voran steht aber die im Tiefsten ergreifende Innigkeit des Vottrags. Unter diesem Vortrag wuchs das Schlußlied der „Dichter- liebe" zu unl-eimlicher Größe an. Den Eindruck dieses Liedes roirb mancher Besucher noch lange Zeit mit sich Herumtragen. R. s.n^. Darmstadt, 13 Nov. Sern vierzrg» jähriges Bühnenjubiläum feiert in der ersten Dezemberwoche Regisseur @eorg Heinrich Hacker. Der JüLiiar wird an seinem Ehrenabend int Lautestheatec den Faust spielen. Hacker ist! Ehienmitgckcd tes Landesthoaters. । rriw; Men u mc. Frankfurt a. M., 14. Nov. Im ianyj „Offenbach" wurde heute die große bis zum kÄM des Jahres währende Ausstellung derZM samten Frankfurter Künstlers eröffnet. Bei der Vorbesichtigung am SaEM wies Maler Nußbaum aus die bedeutsame latetdfrf hin, daß es zum erften Male in Franksutt 1 lungen fei, alle Künstlergruppen zu einen. Sted' rat Tr. Landmann gab im Namen der Stadt uut der Bauleitung feiner Freute Ausdruck und b-> tonte ausdrücklich, daß es sich die Stadtverra' tung immer angelegen sein lasse, Kunst und Kmi!< ler zu schützen und zu unterstützen. Tie stellung, an ter Malerei, Plastik. KunstgeMÄtr und Graphik beteiligt sind, zeigt 800 Objekte fb. Herchen, 13. Nov. Einen interefsattü Müuzensund mach en einige Sckftiler tes Cß bagogiumä in Herchen. In einer DetgrabtTC Urne fanden sie eine Reihe von Münzen, >r unter mehrere Taler von Augsburg, Köln, Brai^i und Spanien. Die Münzen, die gut erhaben ’üt' scheinen während tes dr.ißigjährigen Krttges *o- vergraben worden zu sein. Zah iansK früher A Groß ketnHnd-in: 2-8 Uh nur in (i ■itirev, tu. ^wnrntlie |i fc bei Hau-tt H. Hanp Booimüblt '•odernen . önicker Mrahe 6ä in bring hir qu5 WenSI Hessen-Nassau. mc. Frankfurt a M., 14. N?V. Mehic tausend Franlftur'er Mieter bn^tevierten btu im großen Börsen "aal gegen die beab ichtty^ 60tztt heutige MielpveiserhölTung und gleich« ttig ge.it die beabsichtigte Abwälzung ter Sxnil steuer auf den Mieter. Es wurde beichlosfen- H einen Zahlungsstreik einzutreten, w mi man tii dem Willen der Mieder nicht willfährig -itzlN wolle. X H a n a ü, 14. Nov. Verhaftet tourt» te Direktor der Haucnier K l e i nb a h n - A k t ien gesell sch ast O. Büfter, ter im Verdachte M Kettenhandels und die Schieberei ft'ht. Ec bat tooi ReichsvenrErfungsamte in Hanau in einem lagiembe Kisten mit angeblich minderwertigem LH halte für 500 Mk. angekaust. D eser Ankaun V <5 ’3Vm V ]i(rii6^ 1 itt fct nfll Kitnj v kZtlldente fritdtrf kä te Ljjjbtr, o U feiner W S fr«? L'ifSWx tecM Kießcn 9 b -MH W »”■ atitr 3abrer i!nn Xretel jjgo&Ä kiro.'lt. Unt M in tint iBtnit sch.« lkiLlners. s tarfflii ei Ifriflantriru ^niidiadtn t nai feine u6 bambu: MItmtcniht ih Liebste hä ter Aus abe um btt nannte in einer Besprechung vom 17. Septemb- 1920 diese „tttviale Komödie für ernsthafte LeiE das „bezaubernde Gipfelwerk Oskar WildesL- Lustspiele" und schließt der Artikel wie folgt: „Aich jede hundertste Vorführung desselben Stückes erwähnenswert. Oft entspringt sie tem G schatt seist eines Kulifjenmaniues. Hier entsprang sie ten Geist eines Dichters." ** Wohnu ngsnot und Eheschlie ßungen. Angels ter ülergvoftm Iahl Eheschließungen ha en die würc.cmb rg scke i Wtt, nunßsämter auf ihrer letz en Konftrcnz leck-los er den Paaren, bei denen ter Bräu igam noch ni 25 Jahre alt ist, keine Wvl/nung zu gtixn. Aef Maßnahme dürste auch für die Wohnungsäntte anderer Städte erwäg-nswett sein, da dadurch d älteren Paare mehr Aussicht haben, zu einer Wck> nung zu gelangen. ** I m Allg. Deutschen Sprachvev ein hält am Mvnbag, den 22. November, u 873 Uhr Privabtezewt Dr. ,8L b Grolma einen Ävrting über „Die spvachlite Cestaltu von Goethes Nov.ckck". *’’■ Uebernahmevvn Kosten türmet beHandl ung. Es wird trirber'Io t daraus hi gewiesen, daß Anträge aus Uele.nähme von Kost für Heilbelandlung, insbesontere Kli ik.'-- u Zahnersatzkosten, für die Folge von ter Slät tisck Fürsorg'stel.'e für KiiegsbesttMigte und K tif Hinterbliebene nur l'erücksichtt'gt werten könne, nxrrm sofort bei Beginn ter ävzttitei Vebandck entsprechende Anträge g^-stellt we.den. Nach-tro lich augeforterte Küste i n*er: tigen Frechleit ter Diebe ja nichts settmes meh, weniger häufig dürften dagegen wirk iche Einbriiis« zu verzeichnen fein, wie wir einen so chen aus bei hiesigen Gerichtsgebäute me.’ten können. Der sictz tritt den Verhältnisfen gut vertraute Dieb brq durch Einschlagen einer Scheibe tes Zimmers tz Kriminalkommissärr im Parterreswck in das M bäute (in ter Nacht zum Samstag), legab sich burj die Treppen tes ganzen Hauses nach der im Di» stock befindliche n Ge.ichlsschreiberei des Ani!^ gettchts I, erbrach tert einen Tisch und en'wendq daraus etwa 4000 Mark, die als Gerichtskoste^ Strafgelter eingegangen waren, sowie vnschiedtz Ringe und Wertsachen. Auf jeden Foll ist es eizl Persönlichkeit gewesen, die genau mit dm Gewvt« teilen tes Gerichtsschreibers bekannt war. Jidci< falls wurden andere Zimmer nicht erbrochen. M«I ist eifrig beschäftigt, die hinterlassenen Spuren bi Täters zu verfolgen. Beilegung des Streiks bei der SüddeutM Eisenbahn. Darmstadt. 13. Nov. (WTB.) Nachts die Forderungen der Angestellten und Arbeit« der Süddeutschen Eisenbahngefellschaft bereinig wurden, hat ter Streik ein Ende erreicht. Betrieb wird vom 14. d. M. ab in vollem Umfaii wieder ausgenommen. rm. Darmstadt, 14. Nov. Die Darmstädr Luftschiffhalle, die im Jahie 1914 M zweijähttger Bauj-eit unter Leitung tes Regi^ rimgsbaumeisters Linke (Darmstadt) fertiggcstcl wurte und etwa zwei Millionen Matt kostete, ii nunmehr auf Grund des Versai ler Vertrags uu Abbruch an einen Un einehmer verkauft nrora; Der Abbruch hat schon be;wnnen. s.w. Darmstadt, 13. Nov. Der B u n d ild Rheinhessen. im JnWalO. MHbm lind fei fa | t ja MW fel-nt* rf zwei Tagen Gefängnis. M von hohe Provision 12100A Söddeatsclie Papier-Induslrie, Fraaklnrl a. Hail lllililli .......""""..........Illllll.1111111111L 12108c Gießen, den 13. November 1920. N«! WM» MSMZS 111*« Dr. Seit», i ruf 215 gesucht. 1192SA SN* / Karten for / Vermähl.-, 12019 sucht. 01SS9 wandten Woelbestr. 14. 12122 GIESSEN Neuen weg 9 Schön, forunif, R Monat aller Saaner Ziegenbock ah verkauf. niem Wlesecier Weg 41 B, bo8 g 's. en worden.-- | Mietgesuche vsr der Btiflwlfrm .Qlnöerl. Ebevaar tAkad.» siilbtlZiwukru.SsSk Suchender ist beim Wob- nunflBamt atS dringend vorgemerkt. Beste Rese- remen ©ermittlet Hobe Vergütung. Schr. Angeb. uni. 126V an d.Gieh.Anz Neigte ME 'W toeifei Bcrstcigernng. TienStaa de« 16. November, Von r Ubr ab. versteigere ich Brandgaffc 3: 1 Nahmaschine, em Trnmeau Doieael. 2 Bettstellen mit Matratzen. 2 ovaleTifche, 1 s, ine Waschmangel, 1 Anrichte (elftem vollen^ für ®-rt»betricb, 1 GaSberd mit Tisch und 1 breiflnmm. «aSherd. 1 Dafchiovl, 1 Schaukel- vferbeben. 1 iilieaenschrank, mehrere MaSlamoen. 1 Stobnbcmnnne, 6 arö ;ere flötbc. 1 grone 'Vartle Biehstiicke für Handelsleute, Wurstkordel. Blei» und Tintenstifte, 1 Kinder- und 1 Svortmaaen, 2 Ben. beM'me, 2 Cbfifrtmlen. 18 Teller, 1 grobes Bild ten. 2 Stühle, 1 Stehlampe, 2 kle ne Celbllber, 2 Scheuerbürsten, 5 Wäscheleinen. 11 TSvfe, 5 Bfannen. 6 Mefr hoppelbreiien ft schrnir-Ston ibochfeinl, Kleider. Schuhe u. Küchengeräte. — Versteigerung bestimmt. 01S936 H. Benner II., Auktionator, Krofdorfer 2trasie 9. Amaliee 7. VeriteigirMi. eil. Art, aaeh eine. Stticke. hie U. %)t). Die Dmi» Die im Ich« AU ß Iler Leitung § 8 {TarmftaWfertgeJ Jlülirnen brel z Versailer Serhit i emehmer teilten taite kabstimmEM nute fanden MgJ Nacknuttag ” Itat, »!»■ _ ... «su„ j36S6e Es WZ »'“Säinj K« -**1 -riit Tage ^uvor gewohnt halten. Unmittelbar vor dl, 14. Nov. Abreiie schlich sich dann Sch. in das Zimmer Ls.A... <■ . ... '^"vberkellners, erbrach einen Koff'.r und ent- bete daraus eine Geldkassetb: mit etwa 3000 ik ßrilantringe, goldene Armbänder und an» Schmucksachen im Werte von etwa 25 000 Mk. der nach seinen Angaben erst später auf der f VISU - rxärlun f . usw. werden /. Vy UlollenSleslehverloben? erhalten Sie billigst Briefe und Karten lj modernen Schriften nnd Papieren in der Druckerei Seibert, Gießen Steinttrakc 68 l.,«^l Scrnsvrecher 679 sich zahlreiche Zuschauer emgrsunden haflOT. Dve Gießener Mann chaft mar ivrd) ihre ledntir iro AombinationSipiel der hiesigen Mannstchrit überlegen. io daß tim vornherein mit norm sieg der Gießener zu rechnen war Bei Hal ^eit t-a» Spiel 5:1 für Gießen. Zn der «v r en valb- »eit Joimte Gießen noch 3 Tore. Öungcn l^Tor bucken, io daß das Spiel 8: 2 aus«iing Da- -^Ptd wurde in enmxmi*rricr Wei'e durchs führt und die Giestener Mann ciwft zoll e besonders dem L>un- gmer Sck-iedsrich er volles Lvb Die h efige Monn- sckaft zeig c sich twtz der Kürze ihrer sportlichen Tä igftit recht gewandt und man geioami den Eindruck, daß bei schnellerem Zu Piel im Sturm und beiferrm Verlegen ter Läufer, eibe sie in den nächsten Derbandslpi'len b.-f ere Re ul a e erstr1 en wird. mc. Frankfurt a M, 11 Rov. Di' M lli- tärschv.'tzstänte im Sta>twa d bte r.gr t ich noch bis zum Jahve 1927 der Mtst tärbehörde zur Verfügung stehen, to.rben in Spielplätze mit einem Avsoenauswand von 650 000 Mk. um gewandelt. Himiiiiii.iinimijmiiiiiiTJTriiiimmiiiijr.i,..iiiiiiiiiirMm.,imrmm Zahnpraxis | Hans Köhres, Dentist j früher Adolf Hbchstetter Großen-Buseck /Ipreche'nnden: Vormittags8—12Uhr, nach- xattags 2—8 Uhr; an Sonn- nnd Feiertagen nur in dringenden Fällen. 11U74D ; flrffibrt worden ist. in verdSchsiqer Weise «if dem 9 ur bemerkte, und nach Bekanntwerden des Ti b- stahlS sofort ihn und Sch. im Verdacht batte, sowie nach den übrigen Umständen, die intet Daupt Verhandlung zu Tage get-.eten waren hatte das Gc- ncht^-rnen Zweifel, daß auch er beteiligt war, daß er „schmiere gestanden", während Sch im Zimmer aS Sterke lners dessen Koffer plünderte Sch. gab in der Heu igen Verband uwr überhaupt keine Auskunft, erk.arte, er wisse von nichts, obwohl er früher ein unumwund nea Geständnis abge'ojt barte, und versuchte, allerdings sehr ansängerhast, den „wilden Mann" zu spielen Mit Rücksicht auf den gro- B-m Schaden, ter tem OberVchlnt entstanden ist, — Sch. hattr d« Sch'nucksachen i:i Hamburg für ennge Tausend Mark verkauft und das Geld verjubelt — wurde Sch., der schon mehrfach bestraft ist, zu drei Jahren Zucht laus, £)., der noch jugend ich ist und offenbar von Sch verführt, zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Im Gegensatz zu Sch. ein harmloser Ein- brecher ist der arbeitslose Trust R. ans Dam- Iburg, der bei Grosien^Linden eine Arbntrrschutz- Hütte ausbrach und einen Rock entwendete ter ihm kurz daraus wieder obgenommen wurde Er erhielt bic geringste, gesetzlich zulässige Strafe von drri Monaten Gefängnis. Wilhelm I. von Klein^Linden hatte Milch- separatoren annonciert, was nach der Verordnung vom 24. März 1917 verbo'en ist Er behauptete diese Verordnung des Rrichswnährungs- ministers sei ungültig, außerdem habe er sie ohn? Verschulden nicht gekannt. Tas Schöffengericht hatte ihn zu 60 Mark Geldstrafe verurteilt: die Strafkammer verwarf feine Berufung, in dem es der Begründung des Schösfengerich s teittar, so daß nunmehr das Oberlandesgericht Geloaenhnt Halm wird, eine prinzip'e le Entscheidung über die Gül- tigteit ter angezogenen Derordmmg zu fällen. Im Mai d. Js. muß'e itnerroar'et eine Abteilung Rei chsweh r in der Schule in Büdingen imtergebracht werden. Ter ScknUdicner Karl L. erhielt den Auftrag, daß das Stroh, das ein Guts- Pächter leihwei'e gestellt hatte, wieder an ihn zurück- gegeben werde. Statt dessen tehielt er einen Zentner für sich und versteckte ihn im Keller. Tas Schöffengericht hatte ihn freigelprochen, in dem .'s seinen Angaben, er habe dieses Stroh zurückbehalten, um ein Pfand ter Gemeinte gegenübw zu haben, daß er für die Reinigung der Schule eine Vergütung erhalte, Glauben schenkte. Die Strafkammer bagegm f idt seine Angaben mit Recht für ein; durch nichts begrüntete, lächerliche Ausrede und terurteitte ihn vermischtes. Werbnnftkn tiir die Frcmdenltqion. mc. Heidelberg, 14. Rov. Laut Mitteilungen in der Heidelberger Presse sind in der letzten Zeit 15 junge Bursch n verschwunden, von denen man annimmt, daß sie Wervrrn von der Fremdenlegion m die Hände gefaPen sind. Im Vorort Landschuhsd-irn tourten zwe. Burschen mittels Auws verschleppt. Dem einen gelang eS, zu entrinnen, während man von dem zweiten seither nichts mehr gehört hat. Tie Nähe dcs tesetzten Gebi.ts erleichtert die Arbeit der Werber natürlich ungemein. 8.6ont 11 * §5^ WklltzSSWM Q Dienstag den 16. November iS MkSSMW Z Turnen, Spiel und Sport. — Fußball. B r an gen en Sonntag weilte eine fombinierte Mannschaft tes Ballspiel- k.ub Merkur 1904 in L^rborn, um tert gegen die 1. Mannscha't ter Fußball-Abt ilung tes Turnvereins £x*rbom ein Gesellscha tsspiel ouszutta- gen. Tas Stiel hatte sehr unter ter sch echten D t- terung zu leiten und tesondns unter der überaus schlechten Boten beschaff.m heil des P atzes. B.-C. Merkur hat Anstoß und geht sofort ftbdn t>or, wobei sich die kornb. Aufstellung gut bewährte. Zunächst offenes Spiel, bann b'eibt B.-C. Merkur wieder ständig im Angriff und ter Torwa.t Dcr- borns hat alle £fänte vv l ru tun. Bereits in ter 10. Minute spielt sich Gießens Sturm schön durch und ter Halblinke, Otto Schmidt, sendet den Ball in Lerborns Netz. B.-C. Mer'ne, welcher nur mit 10 Mann spielt, bleibt weiterhin tm Angriff und bringt das Tor ter Einheimischen oft in Gefahr, welches inteff.-n der fcüter nut verteidigt. In ter 30. Minute verw:rkt L»erborn einen Elfmeter, ter jedoch von Gießen verschenkt wird. Halbzeit 1:0 für B. C. M-rTur 1904. Rach Anstoß ist Gießen fofort wieder in Front, nützt aber leider, infolge tes schlüpfrigen Badens vor des (^egnerd Tor manch.' Chance nicht aus. Run geht auck Lerborn etwas mehr aus sich heraus und will sichtlich Erfolg erringen. Alle Angriffe werden aber durch die sich gut verstehende Verteidigung unterbunden. In ter 15. Minute wieder schöner Durckchruch B.-C. Merkurs. Di.' Mitte tes Sturmes schießt scharf aufs Tor, ter Torwart wehrt gut zur Mitte ab, ter Mittelläufer, Otto Manenzeil. stoppt den Ball und sendet aus dreißig Meter Gnt cmunq unha tbar ein. 2:0 für B.-C. Merkur. Rach Anstoß geht Lcrdorn mächtig vor, Tann aber fein Resultat erzielen, bis in ter 30. Minute Eckball gepfiffen wird. Dies'r, präzis getreten, wird bet dem nun entsteh-nten Gedränge norm Tor eingedrückt. Das Spiel bleibt nun offen und die Mannfcha tm trennen sich bei dem Stande 2:1 für Ballspielclub Markur 1904. -m. Lungen, 15. Rov. Ein sehr interessantes Fußballspiel wurÄe gestern nachmittag am dem hiesism Sportplatz Kw sck>en V. s. R. 3. Mannschaft, Gi'ßen, und ter h es g.m ersten Mannschaft des Fubball^ubs ausge.ragen, zu dem Freundl. möbl. Zimmer zu oermteten 01H864 ftaiier-Allee 3 • p. Möbl. Maniardeu- zimmer au vermieten m, Asterweq 48 II L flrupptlt » „ -i-< 3« ’M Kaufmann 25 bis 30 Jahre alt, möglichst gelernter Eisen« Händler, von Fabrik in Oberhesten gesucht. Schriftliche Angebote unter Nr. 12089 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers erbeten. 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Studenten 26 Sitze, Arbeitsaemein- toron! a '«st freier Sttltenten 9 Sitze, Arveitsge- :-rn|ffK>ft j0d<,ch-r Studierend« 5 Sitze. tVje" x-,n‘ L-x Wahsbetersigunq betrug 50 Prozent. —f>ai itrnvn, h"- IkarlSruhe, 13 Rov. (WB) Vnr ter ?r äaiiff.i KÄtiscfen Hochschule zu Karlsruhe ist Herrn Dr. ^11 loebri'" ''tüo Lieber, Fabrikbesitzer in Neuprrk, m An- »anmg feiner hervorragenden Verpe ste um 4^ drmifdr und techntsche W'.ssensckxr't durch Feine »y» Statt besonderer Anzeige. ■J I . I ■ H Klein-Linden, den 15. November 1920. 018965 Albach, den 13. November 1920. W Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 16. November, nachmittags 3V« Uhr. 12102 Danksagung Allen denen,die unserem lieben Bruder undOnkei im 38. Lebensjahre. Gießen (Olaubrechtstr. 14), den 15. November 1920. kauft lausend 10834 Die trauernden Hinterbliebenen: Großen-Buseck, 15. November 1920. mR0A9 im 85. Lebensjahre. aller Stille statt. Von Blumenspenden und Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. 018958 Garbenteich, den 15. November 1920. 12103 Lang-Göns, den 15. Nov. 1920. 12107D voppel-zalz L rot ♦ 1*7 TT ■w*.; la mittel la Stab ■ ■ Familie Familie Familie I H H bei seinem Heimgange die letzte Ehre erwiesen und ihn mit zahlreichen Kranz- und Blumenspenden bedacht haben, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Born ef el d-Stu ttgart Koch-Gießen Rohr-Frankfurt a.M. ■ ■ Anlage 7 v. I U -i Gießen, den 13. November 1920. Die Beerdigung findet in Dienstag undMittwoch benimmt einireffeub: la gr. Schellfische I Die Altcrö-Riegc jeden Dienstag. nwft» Freitag den 12. November entschlief nach kurzem Leiden meine liebe, gute Frau, unsere treusorgende Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante ..ERIKA“- Kchrelbmawchlne neu. mit neuem Koffer u. Zubeb., Um ft. halb, sofort zu verkauf. Schr. Auaeb. rn«. 12117 a. d. (Mich. Ana. 3ür Oie GDirslKh uufem; filönnen öodwllj erroiefenen oielca w mertfamfeitea ßetllit 6. Will a. 3t« In allen Preis!« . J empfiehlt H2ßJ ffreuz-vrogeri BahnhosstratzeSL Die Beerdigung findet Dienstag den 16. November 1920, nachmittags 2 Uhr statt. Familie Scheel. Braunfels, den 12. November 1920. i»! Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Magold und Söhne. r In tiefer Trauer: Familie Philipp Wagner Familie Louis Wagner Familie Wilhelm Lenz. Jwn Don ■ ^letbote Ziegel und II. Qualität, oder naturrot jrtrttiä zumAUoinbewohn. tfUUU ob. Etagenhaus in fflieben u. Umq. zu kauf, flef. Schr. An geb. u. 018876 an d Gieffeuer Anzeiger. Füchse enorme Auswahl Alaska-, Kreuz- und Silberfarbe Mk. 2230 bis 675 Mantelkragen offen u. geschlossen zu tragen Mk. 250 bis 75 Pelzhüte, neueste Form, Mk. 300 bis 1OO. Streng melle Bedien. Eigene Kürschnerei im Hause. Karpf i Frankfurt a. M. Fahrgasse 107. Kanarienhähne °"^'l Wolkeugaffe 17. 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Tie deutsche Negierung er» Wert in der Zwischenzeit der interalliierten iloMekontrollkommisston in feder Weise die Kon- *1? nb r di- industrielle Berwendrmg der Mo- pm dieses Tyvs. Die Konfeenz ist bereit, an» dnehmcn. daß i -penig n Mo oren, die am 31.März I«1 tatsächlich in der Industrie verwendet wurden, ptn anderen als den im Artikel 189 des Ber- F$‘8 von Bersail.es festgesetzten Beschränkungen pTnrnfat sein sollen. Was die Mooren be- [idi- zu der angegebenen Zeit nicht unter k-Jfen cmgcgchenen Bedingungen verwendet roer» k muh die Konferenz sich das Recht Vorbehalten, Ml zu entscheiden, daß sie unter Artikel 192 ' flÜtiljUrti* t .- rblichcm Zwecken verwendet werHm. Tiefe Onquip» ii- s?u"g rcirb an die beiden folgenden De- miiO'rl'1^ ■fiiijigen gefiriW, die ich Ihnen namens auSwdS verlor». 1 mitzutesten die Ehre habe: 1. Tie uhKiS Me Negierung trifft alle Maßnahmen, bte ? k.. nnfflhem (Vc ^erlist sind, um der intcrallii’rtcn Marine- Sl** «pnrnnmifiwit Wetat« HS Hl. MLr» 1921 I^tzr Gichfanfall des Sanitätsrats velches chc.-- und hielt sich hartnäckiger alsrrgmd Truhe cer. Noch immer litt er dettge ^dmtei» 5.“^ kam nicht über die Schwelle feines Ztm SLj? dem er hie und da unter Dechzem unb 7T7TH5HZ3 eoniiian (ibtnbtH im WidbauM hosltr.Iüone'eiM ie Falkner aufLinöenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. idung mitgeteilt, durch die die tnleoalliierte inekontrollkommission die Zerstörmig der lmoteien anordnete. Nachdem die Zstonferenz unD die ihr von anderer Seite mitgeteilten I t'Iück einer grü blickten Prüfung xm.eryr^n gcIoi'.gL* sie zu fo'genber Entscheidung- Tr der sto: t.ollkommi'sikin an gestellten Ermitagen crgibm. daß, abgesehen von einem Bvrrat fjumgc dhr 29!> Unlerseebootsmvtoren, deren En- ter Marmekmtrollkvmmtssion befannt ist, vjf yaf)I der Motoren deses D)ps, die zur w» ,Ar. lei Berwe düng als Lnl'Smvt re umgebaut Nerliu, 13. Nov. ^W^lsf.) D'e Boeschafter» gfca.'b übermittelte dem B rächenden irr trut= FriedClS' e e^ation in Taris po gacde vom in der Ansicht, daß diese Motoren b-i Sfliliflifflrmtne Stnrnlnnm in der Industr'e nicht wirtsdaftlich ^tbriiii * rftiten. Ds rechtfertigt andererseits die Aus- (i ^Ulommen, wch als der AvocheLr Mmbi JSX Iti ?ertx?n, " ib’bcuteitb ist. Diese Feststellung nnrb 7 tzmgens bestätigt durch die Ihren Schre ben vorn trolefeneooim ... mettlBüUtkü h in bet '(rncr Flinten. Tie fraglick-en Motoren -1 aus Bestellung der deutschen Regierung zur Mit einer unmuttgen >lvpsbeioeglung nad) bet Glastür hm, durch bte sie den verlassen hatten. , . . ...«ersteht ihr das? Bei federn iemer Bemche xtsie Gebnmnlsse mit Germersg. .Warum tragt r 'bn nicht hier in unserem Beilern. l. »Er ist dock ihr Arzt," ^nerE Einba mit Müdem Ernst. „Ta ist es nur natürlich, datz U >:es und das unter vier Augen mit rhm zu ^^uck^f^veigend die Achfeln. Mtt nQier «rze betrachtete Gerda die herben r vorzeitig erfchlafsten Ge.icht. In tem ^en, ihm etwas Freundliches zu emeijen, fagl I »In es dir wirklich nur um eru, Mode-l f tun, Achim, uni» legst du aus dte ^chonhcrt Modells Fein befiortderrs Gewicht. I» will i* sah tk au, und ein mattes Ltzne Lippen. „Willst du, datz ich bu emc ^uetttelci sage? Ist drr's ernst, so sangett wir ^2gen an." * •»erioreHö^ i« die am Tage des Waffenstillstandes Unter- r iihr Eckeeiwoteii zuiseteilt waren. T-?r B"ri^ HillebrnnM- ™ mle mlt2lL6W IIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIUIIIIIHIM entlauf n. «btd Babubolltn» Lntlauj« Innger Doherne Abzugeben ncn. M er. Lietzener Anzeiger sEencral-Anzeiger für Gberheffens Montag, so. November 1920 A«, Stadt and Land. Gießen, den 15. Nov. 1920 Da» Elend der deutschen Liinder. Ueber das in den deutschen Großstädten verbreitete Elend, das in besonders schwerem Matze die Heranwachsende Generation trifft, Harry Keßler m der Mon-lsschrist „Die deutsche Nation" einen Aussatz, in dem er erschütternde Einblicke in dte Berliner Verhältnisse gewährt, die in Krer Bedeutung über den lokalen Rahmen ^tnausgrerfen und das allgemeine deutsche Interesse in Anspruch nehmen Er schildert dieses Elend, das heute schon Familien mit einem Wochenverdienst vsn 200 bis 250 Mk erreicht. Nach seinen Erfahrungen, die sich auf eigenen Anschein tnünben, sind heute mindestens dreiviertel beM Berliner Bevölke. rung unterernälsrt und in jeder der von ihm persönlich besuckiten Famiiien bis zu tausend Mark Monatsverdienst ist die Tagesbost gleich: Morgens ein oder zwei Schnitten Brot, dazu Kaffee-Ersatz, mittags an der Arbeitsstätte nneder ein oder zwei Brotschnitten, bestenfalls mit Margarine, abends Kartoffeln, Weißkohl oder Mohrrüben, Fleisch nur bei den Wohlhabenderen und höchstens einmal in der Woche. Es gibt heute in der Charite fünfmal so viel Kinder an Tuberkulose ober Rha chitis, als vor dem Kriege. ($raf Keßler ruft im Anschluß an feine Schilderung zu einer sofortigen Aktion auf, um noch vor dem Winter Hilfe bringen zu können. Die Äohlenprodukuou in Hessen. Die Monatsstatistik her Kvh'enproduktton Hessens weist für den Monat Otto brr 1920 folgende Zahlen auf: Gesarnlsorderung an Rohbraunkohlen 44 165 Tonnen, davon wurden verkauft 16 327 Tonnen, der Rest wurde weiter verarbitet oder zur weileren Verarbeitung bestimmt. Aus dn verarbeiteten Rohkohle wurden erzeugt: 773 Tonnen Brarmkohlenbriketts, 1096 Tonnen Naßpreßsteine. Ferner wurden 7 270 Tonnen Steinpr^ß- kohlen erzeugt. Unter Einschluß der aus den Vormonaten übernommenen Bestände verb.'i;ben zum Monatsschluß abiaßbeixit 8191 Tonnen Rohkohlen, 660 Tonnen Briketts, 2 760 Tonnen Naß- Preßsteine, zusammen 11 611 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlenprodukte, die einen Gesamtwert von 1 634 600 Mk. darstellen. ** Flugpost Verbindung zwischen Berlin und dem rheinisch-westfälischen Industriegebiet. Dom 15. November an wirb von der Deutschen Luft-Reederei, Berlin, ein Flugpostdienst zwi:ck»en Berlin und Ge'sentir- dren (Flugplatz Röllhausen) eing.'richtet. Aislug in Berlin und (MienTirdrcn täglich um 11 Uhi' vorm. Flugdauer ctipa 4 Stunden. Zwisätenlandungen finden vorläufig nicht sta t. Erster Flug von Berlin am 15., ton Gelsenlirchen am 16. November. Unmittelbar im Ansck^uß an die Flüge beider Rickttmgen werden m Gelsenkircheii zur Beförderung der Flugwst Mo'vrradsahr en vvn und nach den Städten Essen iRuhr), Mülheim (Ruhr^, Duisburg, Ruhnort, Meiderich Oberhausen, Matten- sdeid und Bochum hergestellt. Im Anschluß an den Flua Berlin—Gel enkirck^n besteht ferner günstige Eisenbahnverbindung nach Düsieldors — an 6,10 — und Köln — an 6,40 —. Flugpost- sendungen mit Eilbestellung einschließlich bringender Pakete gegen Flugzusck»lag, die bis 9y2 Dorrn, beim Flugpostamt ht Berlin C. 2 eing-ttiesert werden, gelangen also in den erwähnten S.übten und deren Nachbarorten noch am selben Tage in die Hände bet Empfänger. ** Kaffcersatz, ein Lebeilsmittel. Lebensmittel sind alle Grundstoffe, bfe nicht nur zirr Herstellung von Sp.ch'e, sondern crud) zur Bereitung von Trank verwendet )Der:rt. Insbesondre gilt dies für Kafseersatz. Tas Reichsgericht hat in einer Entscheidung ausdrücklich begründet, daß als Lebensntittel im Si ine ber Berordnung gegen den Schleidchandel nicht nur die zum G.- nuß fettiagestel!ten Nahrungsmittel ge ten, sondern auch die allaemein als Nahrungsmittel be-eicb-- ireten Gegenstände, bte zur Ernährung tes Menschen oder als Geitubmittel hier en, nadHem fte eine bestimmte Zubereitung erfahren haben. Dazu gehören aitch alle Erzeugitisse und Sad)en, die als Grundstoffe für die .Hersel'uug von S^e'se und Trank verwendet werden, insbe onb ie Ka feer,atz, ein „Ersatzlebensmittel" im Smne der ^rord- nung über bte Genehmigung von Ersatzleute-» Mitteln. Kreis Büdingen. la. Selters, 14. Nov. In einem benach barten Otte verkaufte kürzlich ein wohlhabender Einwohner einen Schinken an einen gutgeklei-1 beten Herrn. Er forderte 1000 Mark bafür, worauf der andere einwilligte und mit einem fast neuen EintausenHmarkschein bezahlte. Tics verblüffte ben Bauer und et sagte: „Für 800 Mark ist er auch bezahlt". und gab ihm 200 Mk. zurück. Am nächsten Tag mailte er ben Eintausend» Markschein weitergeben, bekam ihn aber mit dem Bemetten zurück, daß er falsch sei. Kreis Schotten. e. Schotten, 15. Nov. Der hiengeBol ks- bildungsverein erstand von dem Gießener Krnobesitzer Hof bcf'en Kirw mit allem Zubehör zum Prcise von 14 600 Mk. Am gestrigen Sonn tage veranstaltete b’r Verein in der Turnhalle die ersten Lichtspiel-Borsdellungen, wobei ein Teil be? hiefigen Phittarmonischeii Orchest.rs mitroirhe. Durch dic Beschaffung e rnte eigenen Kinos ist der Verem m die Lage versetzt, die Vorführungen für seine Volksbitdungöarbcit sruckstbringend zu gestalten und vor allen Dingen j'glichen Schund von dem Publikum sernzuha ten. Der hiesige Volks- bi'dungsverein Hal damit die Lösung einer Aufgabe übernommen, wie sie sich das Lanbes- Wanderkino gestellt hat. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 12. Nov. Festgenommen wurde eine Frau Christine Beck, Händlerin aus Ehingen bei Bepplingen in Württemberg, welche in hiesigen Blättern Anzeigen zur Lieferung von frischen Eiern, Honig usw. zu billigen Preisen gegen ein Drittel Vorauszahlung anbot. Sehr bald stellte sich heraus, daß die zahlreichen auf die Anzeige Hereingefallenen einer S ch w i n d l e r in in die .Hände gefallen waren, die weder die garaw- tiert frischen Eier, noch den echten Honig besaß, aber rasch in den Besitz einer Unmenge Geldsendungen gelangt wäre, die unterwegs waren, lvenn man sie nicht rechtzeitig hätte abfangen können. Sie gibt zwar an, baß bie Waren von Ulm aus verschickt werben sollten, doch haben Anfragen ergeben, daß sie auch bort kein Geschäft hat. Kreis Wetzlar. b. Dornholzhausen, 13. Otov. Am Mittwoch afrmb sand in ber tzfastwittschaft Rühl hier ein? Versammlung der Deutschen Volks- Partei statt, in der Parteisekretär Fischer von W?tzlar über bie Entwick ung ber politischen Verhältnisse nach ber Revolution, sowie üb:r wirtschaftliche und finanzielle Fragen in mehr als ein» stündiger fHcbc sprach. Die sehr sachlich gehaltenen Ausführungen des Redners fanden unter den Der- sammlungsttt nehmern lebfa'ten Beifall. b. Münchholzhausen, 13 Nov. In ber Nacht vom Sonntag auf Montag wurde bei dem Metzger und Viehhändler Isaak Rvstiuhal hier ein Einbruch verübt, bei dem den Dieben 7 Kalbshäute und 5 Rindshäute im Werte von «nnäbernb 5000 Mk. in die Hände fielen. Die Diebe sind nach Eindrückung einer Schttbe durch bie Fenster in das Schlachthaus, wo die Häute lagerten, eingebrungtn und haben diese von dott aus vermutlich in Säcken »veggeschafft. Ihre Arbeit haben sie um so ungestörter verrichten fönnen, als in einer nebenan liegenden Wirtschaft aus 21nlaß einer Hochzeitsfeier gerade eine Tanzbelustigung stattfand, bei ber es wohl nickt ganz lautlos zugegangen sein wird. Junge Burschnt haben nachts auf der Ottsstraße zwei fremde Personen betroffen, die auf Befragen angaben, auf einen von Wetzlar kommenden Wagen zu warten, der ihnen zwei Säcke Mehl mitbringen wolle. b. Vollnkirchen, 13. Nov. Bei der hier veranstalteten Treibjagd wurden 8 Rehe unb 3 Hasen zur Strecke gebracht. Im allgemeinen zeigte sich auch hier, daß ber Wildbestanb nicht mehr derjenige ist, wie in früheren Jahren. Hessen-Nassau. Ein Millionenknnknrs. fb. Frankfurt a. M., 12. Nov. In dem Bettcht des Konkursverwatters Justizrat Lazarus zum Konkurs des Weingrotzhändlers Adolf Bauer, bei dem die Passiva über 6 Millionen Mark betragen, bci&t es u. a.: Zunächst arbeitete Bauer ..berhcmpt ohne Großhant^lser aubnis. S ine Ge- schäit? betätigte er nur gegen Vorausbezahlung, wobei er bann bei inzwischen ei niet--''-nrn P reisse gerungen in dec Lies rurg g vße Sc^vieri ketten machte. In den gegen ihn angestrengten Prozessen üb:c er Verschleppunatttt. An den Barauszahlungen mit aitegeblicbener Lieferung sind etwa 80 Gläubiger mit über einer halben Million Mark Eeteiligt. Vor Eröffnung des Konkur'es sck)webten etwa 200 Zivilklagen gegen Bau er dessen Geschäftsführung durchaus verworren war. Seine Privat- bebürfniife waren außerord-mtlich kostspielig. So faulte er u. a. für sich für 240 000 Mark Luxus- möbel, und sein Hausha't erfordette monat id) rund 60 000 Mark. Seine Frau trieb einen gewaltigen Toilettenau wand: der K eid.-rvcrb aucb beanspruchte in wenigen Monaten 140000 Mark. Art eine Modesirma wurden in einem Monat 36 900 Mark, im nächsten Monat 11000 fOlarf bezahlt. Sehr bedenklich waren auch die eigaiilidxm Ge» schäitsprakOken: so wurde 1917er Burgunder untt anderer sranzösisd)er Rotwein aus A.pielwein mit Zusätzen, »lognaf auö Sprit mit ß-ärtiemittd in großen Mengen bergeftdlt. Bauer fei als Kriegsgewinnler übelster Sorte zu betrachten. Er führte and) große 9)tengeu Weine aus dem besetzten Gebiet ein, ohne die Genehmigung zu besitzen, so daß ihm au, rinm Schlag fürzweiMiNionenMark aus ländischerRotwein beschlagnahmt wurden. Die Frau soll sich noch im Beiitze vor» Millionen befinden Diese Tatsach.m wurden m einem Beleidigungspro-.ß zur Sprache gebracht, ben ein früherer Angestellter gegen Bauer ango- ftcengt hatte, weit ihn Bauer der Untorschlagmrg von 30000 Mark beschuldigte. Die Verhandlung ergab, daß Bauer den einen Teilbetrag, wie er angegeben Hot, wahrscheinlich selbst vor einer Reise nach Berlin erhoben hatte, auf der er in 10 Tage» 45 000 Mark verbrauchte. Der andere angeblich von cem Angestellten untersch agene Betrag ist nie» mr, .ui das Geschäft bejah.t worden. Dauer, bei b:l,. irrtet hatte, diese arrgedlichen Unterschlagungen hätten seinen Ruin herb igesührt, wurde wegen Verleumdung zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. e nie. Frankfurt a. M., 12. Nov Tet Homburger „W underdoktor" Gustav Tldoltz Roderich Müller-Czernv ist hier wieder auf- getaucht und erklärt jedem, der es hören will, et fei jetzt Mitglied ber U. S. P. Noch vor einens Jahre hat der Gute sich alldcutt'ch gebärdet, „fcew hingen" werde er keine mehr vornehmen, da ihn» die Welt zu ungläubig sei. Tie Warnung den Polizei hat also doch genutzt. X H a n a u, 12. Nov. Die Pvli-eidivektion hat das Gesd-ä t lei Dietz ermeifte s Walds chmidt auf Grund der Verordnung über die Fernhaltung: unzuverlässiger Personen vom Handel geschlossen. Waldschmidt sitzt roegen Beteiligung an den Fleiid»- diebstählen in der Sammelwasenmeisterei in Untersuchungshaft. Es ist festgestellt, daß er Fleisch, das aus der Sammelwasenmeisterei stammt, angetauft hat. tnc. Limbürg, 12. Nov. Der Bischof von Limburg, Tr. 91ugufHnu§ Kilian, erläßt einen sehr zeitgemäßen Hirtenbrief gegen dm Wucher- g e i ft. Der Bischof nrnbet sich an die Landbewohner mit der bringtnben Bitte, die Versorgung b.T Städte, namentlich mit Kartoffeln, sicher yr stellen, denn wenn dies nicht gcidieb?, seien die Städte ein Herd von Unruhen. Wucher preise bürf» der Landbewohner unter fenen Umständen n'.hmen, während andererseits der Städter dem Bauern m'cht immer Wucher verwerfen dürfe, da es auch auf dem Lande noch ehrliche Leute in großer Anzahl gäbe, die für die Not der Großstadt VerstanbuiK hätten. (Bericbtsfaal. Ein Morbvro eß U Marburg, 12. Nov. Unter grroalngfln Anboange trfdjäftigtc sich heute in einer umfang» reichen Sitzung das Schwurgericht mit einer rätselhaften Mordsache, die sich in der Nacht txrm 11. zum 12. April in StettttHeri) im Kreise B o denfops ereigne c Tort wurde damals bett lairm aus der ©efange schuft zurückg l'ehrte 21j2 rigc Berg- maim Rein Hard Reichel in fettem Zimmer mit einem Schuß im Kopf als Leid» aufgehmten Der Verdacht der Tätersdiaft lenkte sich aut ten gleichfalls im Haus" wohl e:cken öerieirateten Maur« Christian Theis, der sich heute deshalb zu reranf* worl.m hatte. Ter Angeklagte be tritt ganz entschieden, den Mord begangen zu Halen unb gab an. Der junge Mann sei an dem Abend anscheinend betrunten nach Hause gekommen, denn er fei die Treppe henrufaepoltert. Später hätten er unb feine Frau ein Röcheln gehört unb frifatteUt, daß er vor dem Bette gelegen und l idjt geblutet habe. In ber Verlxuidlung nrurte mehrsadt angedeutet, ob trief# leicht (Siferjudit rnttstne'e, ferner war cs auffällig, dal; zwei Tage nach dem Vorfall im Bette des (Mötoten ein ause^TmntergAwmrnenes Ge.vohr gefunden wurde, das ber ber ersten Bcsicht'gung^kcnn Mensch gesehen haben wol.te. Trr ärztlicke sachverständige, Kreisarzt Dr Mahler aus D eden- kvps, bewies durch Borz i;en ie.t Sck lels tes Getötotm, daß Selbstmord wohl ausgeschLos en fei, der Schuß fei jedoch aus nächster Nähe abqetouert. Dic Geschworenen beiahteii nur dic Schuldfrage bett, vorsätzlicher Körperver etzung mit Tobes- crsvlg und verneinten Miderwigsgrünie Das Urteil lautete aus 4 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Tin: Verhandlung, Lei der etwa 45 Zeugen vernommen wurden, dauerte bis 10 Uhr abends. an einem Sonntag abend vorsprack), um fid; nad) seinem Befinden zu erkundigen, nötigte er ihn dringlich zum BcrwcOen. Der Besucher sttäubte fick nicht. „Ick habe Frau Lfahmitt g:fagt, wohin ick gebe. Wenn etwas vor kommt, wird sie mid> zu finden wissen." Nun faßen die beiden Mmmer bet einer Flasche kickten Moselweins, dem einzigen Gettänk, das Der Sanitätsrat setzt zu sich nahm, beiemanier; sie sprachen von ben Zeie et ginnen und begegneten sich dabci m einer galligen Writanschauung, bie bei dem erneu nur der Ausfluß feiner augenblicklichen, durch das lörcerttdv Gebiete.i hervor- gerufenen Stimmung sein mod'te, bei dem anberm inhe^ seiner ganjeii Charakter!.ecanl^gung entsprach. Aügemach glitt das Gesprad» au- -Liren- btunner Vvrk.nnmnisfe hinüber, und es ivahrte nicht lange, bis der Name Falkner fiel- „Ich höre ja sehr Erfreulids>s mi5_bein L'anö» häufe auf Lmdenhöhe," sagte der sanitätsrat. 9fad) ben hoffnungsvbl'.en Berichten te-2 ftzmegen 'dkrmering muß man wirk ick annehinen, daß da Zeichen und Wunder geschehen sind Und Sie glauben an biCft Wunder ''Nachdem eine Autorität wie Pro enor Eer- siraTrn' fick auf feiten Germerings stellte, muß ick mich wohl bescheiden. Mir taaieben mein.: eigenen (^xmfen zu mad«i, wird mir allerMng^ nie» uWid vcrwchren." Es ist nicht schwer, sie zu erraten. .Im icentg» ften für einen, der die ganze Komödie durchsckxutt." Barcnthin stutzte. _ (fine Komodw jagen etc, ^rxatet r "-ich meine. G.rmering nxrrtete langst daraus, Sie 'auä iyun Lckknerhauje zu vechiLtgeu. -baß Sic genötigt waren, sich von ihm vertreten zu lassen, machte ihm die Ausführung »eines Planes sehr leickt." Es war das erste Mal, daß er iich dem em der Kollege alle Verantwortung aus sich genommen hat, gehen die Vorgänge im Haufe Falkner mich im Grunde nichts mehr an." „Tas schnür mir nicht so; ich glaube, birte Truge raecbei Sie fchou noch beschäfttssi. Das Spiel begann für den Herrn Dokter Germering allerdings sehr ergötzlich, aber wie es enden wird, steht doch noch dahin." „Nun machen Sie mich wirklich gespannt. Ich verstehe rein gar nichts von Ihren Auceuttnigm: Sie sprechen von einem Spiel, das der Kollege treibt. Mtt wem denn? Doch nickst mit dem fronten Falkner?" „Vielleicht auch mtt ihm. Aber das ist höctz« stens Mittel zum Zweck. Herr Germering ist nickst bloß Arzt, sondern auch Mensch." „Natürlich. Wie wir es alle sind, mein guter Brandt.' Ich bemühte mich darum auch immer, ine Handlungcn derer, die mir Heb e3 zu fügten, auf Grund ihrer menschttchm Schwächen zu entschuldigen." Ter Apotheker erwiderte ungti>uQ>:g: „Tas war Ihre Sach:. Für Schurkereien aber, die gegen andere verübt werden, soll man nicht nach solchen Entschuldigungen sucken." „Sie gebrauchen da ein hartes Wort. Ich hoffe, es soll sich nicht auf den Kollegen Germering beziehen." ,13a. — Uno wenn es Ihnen Vergnüge» machst, mögen Sie ihm meinet Deren nnrO* riefen, was ich gejagt habe: bei erster Gelegenheit tage ich's ihm ohnehin ins Gesicht." ,^Jch bin auf4 höchste trfanznt. Um GotteS willen, mein lieber Herr Brandt, hüten Sw Ihre Zunge: etwas, das einen so lfaßlnyen 'Jixrpwn ytiN diente, hat mein junger Sx>Liege dock 'ichcrttch nickst getan." (Fortsetzung folac Behördliche Anzeige». Bekanntmachung, Das nachstehende Gesetz wird hiermit zur öffent lichen Kenntnis gebracht. Gießen, den 10. November 1920. städtische Fürsorgestelle der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen. Gesetz, betr.: die Verlängerung der Kündigungs- bcschränkung zugunsten Schwerbeschädigter. Vom 22. Oktober 1920. 1. Die im § 18 Abs. 1 des Gesetzes über d>e Beschäftigung Schwerbeschädigter vom 6. Avril 1920 (Neichsgesetzblatt 5. 458) bestimmte Frist, innerhalb deren eine Kündigung nach § 12 Absatz 1 dieses Gesetzes gegenüber einem Schwerbeschädigten nur wirksam wird, wenn die Hauptfürsorgestelle zugestimmt hat, wird bis zum 1. April 1921 verlängert. § 2. Der Reichsarbeitsminister ist ermächtigt, mit Zustimmung des Reichsrats und eines aus 28 Mitgliedern bestehenden Ausschusses des Reichstages die Frist im Bedarfsfall noch weiter zu verlängern, jedoch nicht über den 1. April 1922 hinaus. § 3. Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 22. Oktober 1920 in Kraft. Berlin, den 22. Oktober 1920. 12C02B Der Reichspräsident: Ebert. Der Reichsarbeitsminister: Dr. Brauns. Bekanntmachung. Auf Grmrd der Bekanntmachung, die Vervrd- rtung des Bundesrats vom 24. Juni 1916 über bett Lande! mit Lcbms- und Futtermitteln vom 5. Juli 1916/8. Oktober 1920 wird folgendes bestimmt: , . § 1. Für die Entscheidung über Anträge aus Zu- lassung zum Handel mit Lebens-, Futtermitteln und Tabakwaven werden Gebühren in Lühe von .50 bis 1000 Mk. erhoben. Die Festsetzung der zu entrichtenden Gebühr erfolgt durch bte bei dem Oberbürgermeister erricht, de Zula^sungsstelle unter Berück,ichtigung des Geweröesteueckapckcks und des G^chä.t-umsanges. Die festgesetzte Gebühr ist vor Aushändigung der Entscheidung zu entrichten. Brr Erweiterung einer bereits erteilten Erlaubnis wird eine Gebühr von 30 bis 600 Mk. erhoben. Für die zeitliche Verlängerung einer bereits erteilten Erlaubnis werden Gebühren nicht erhoben. ,83.' Vorstehende Bestimmungen treten am 15. November 1920 in Kraft. Gießen, den 13. Nov. 1920. 12116B Der Oberbürgermeister. I. V.: Ör.Seid, Beigeordneter. Bekanntmachung. Betrifft: Uebernahme von Kosten für Heilbehandlung. Es wird wiederholt darauf hingewiesen, daß Anträge auf Uebernahme von Kosten für Heilbehandlung, insbesondere Kliniks- und Iahnersatzkosten, für die Folge diesseits nur berücksichtigt werden können wenn sofort bei Beginn der ärztlichen Behandlung entsprechende Anträge seitens der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen hier gestellt werden. Nachträglich angeforderte Kosten werden zukünftig grundsätzlich nicht mehr übernommen. 120903 Gießen, den 5. November 1920. Städtische Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene. Bekanntmachung. .Zur Ersparnis von Betriebskosten wird die Schlachthofanlage nur an Werktagen in der Seit von 8 bis 12 Uhr vormittags betriebsbereit geholten. Privatpersonen werden daher besonders darauf aufmerksam gemacht, daß Schlachtungen nur während dieser Seit vorgenommen werden können. Die Schlacht- hofoenvaltung ist von der beabsichtigten Schlachtung zwei Tage vorher in Kenntnis zu fetzen. Telephonische Mitteilung genügt. ' * Gieße«, den S. November 1920. 12091B Der Oberbürgermeister. 0. D.: Klingspor. Bekanntmachung^ $etr.: Neubesetzung von zwei Schutzmannsstellen. „r . unserer Stadt sind zwei Schutzmannsstellen alsbald neu zu besetzen Gehalt nach Gruppe III = fc-burn.95orbnun9 r 4(,0° - 6900 Mark - und MA 5 Dleustiahren nach Ablegung der vorgeschriebenen Prüfung nach Gruppe IV - 5000-7500 Mark - neuen Orts-, Kinder- und Teuerungszuschlägen. Be- kleibungs und Ausrüstungsstücke stellt die Stobt Berlin tri 18.11. 12.11. 13.11. 77,50 77,50 180. 229, 233, 226,50 616, 839,75 266, 329, 7,25 6,25 6,30 2,85 QI. Urfui a. M., 15. Nov. Bitt: 959, 961, Um jii Bewerber, nicht unter 25 und nicht Über 35 Fahren, B GOGGLGÄUZUWIsW 12097V ft Ä ßi-.R Mber Sei r? rtt y, fjt.m bet Fnfe fj, F’hnrh ÜOe < r bte fe; te [W hfi IM KM hc rw * Plauen (Vogtland), 13. Nvo. (Wolff.) Die hiesige Polizei verhaftete den Auflader Richard Mickel, dein 5 teilweise bis 1915 -urückllegende, bisher trotz aller Nachforschungen unaufgeklärte Morde im oberen Vogtland, in Leipzig und in Greiz zur Last gelegt wecdm. Die Bluttaten wurden an Kindern und jungen Mädchen verübt. Jlrj S 1143,85 1146,15 1113,85 1116,15 1)43,85 1146,15 1D3,85 2116,15 1638,35 1611,65 1593,35 1596,60 191,80----- ------ ----- 179, - 200,50 194,- 5<»9, — 423,- 425, - 549,— fandet Mainzer Warenbörse. Mainz, 12. Nov. Auf der heutigen Warenbörse war ein stärkeres Angebot in L Ülsen-, früchten. Tie Geschäftstätigkeit in diesem Artikel war jedvch wenig belebt, da der Konsum noch eingedeckt ist, die hohen Preise nicht benriUcgt und die Nachfrage im allgemeinen recht schwach nm. Oelsaaten waren weiter gefragt, jedoch beeinträchtigten die hohen Preise die Geschäftstätigkeit. In Kleesaaten lagen bei weichenden.Preisen größere Angebote vvr. Luzerne ist nach wie vor fest und gute Qualitäten selten und teuer. Disponibler Reis war gesucht, schwimmende Ware träge; Brasil-Offerten waren reichlich am Markt. Runkelrüben und Möhren waren mit den seitherigen Preisen starker angeboten. Tas Angebot in L e u und Stroh nimmt zu. Die Preise neigen eher nach unten als nach oben. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. >**c wollen ihre Gesuche unter Beifügung eines \ schriebenen Lebenslaufes, ihrer Zeugnisse und Mi! papiere bis zum 1. k. Mts. bei uns einreichen. Abmorgen bis inkl.Donnerstag: „Vampir“ 6. und letzter Teil. Sensation und Kriminalfilm in 4 Akten 10l Episode: „Die BluthochzeiV1. Ferner: ossi os»aid. asarerffis Jas fttomädel“. Mission wird pbcc’tn ei t p eMib teil Bestun- mungen des Frie ensre t agel am dic Festsc^g des ^tesamtbrtraaes und?ec ^aylung^weist der tw; Tcutschland geschuldeten Summe Iterantr ten. Tu Wi?der gu tmacknmgsko mm i fron wird nutz rdem dvi Mächten einen Bericht über bte Zahluirgssähtgku Deutschlands erftalten. 4. Ter Oberste Rat wird dann Msammev- treten, um alle noch nötigen Maßnahmen zu ptfi, fen, tote Sicherungen und St aima^rahmen. Än den gleichlalls noefo betätigten. Ncgrwir^ | gen wurden Schritte initeriumimei, um ihre stimmung zu dem hier geschildert«! Bersahvcn 311] erreick-en. Die italienisÄ'sndslaÄische Einigung. Rom, 13. Nwv. ^WTB.) Ueber das Kwisä« der italicnisckxn und der südstawisckren TÄcgatwr getroffene U b e r e r n k 0 m m e n w rd aus sich«- oer Quelle benchtet: Tas Abkommen besteht tut I neun Artikeln. Ter erste behandelt die Grenz, fragen und fcfrt die östliche Grenze tm Siim der Abmachungen des Londvner Vertrages M 1 Liese Linie garantiert die Siä«rung von und Istrien unter Ausschluß des durch seine Que?- silberproduktion bekanntenTie ande.en Äb titel beziehen sich auf die Unabhängigkeit bjr Fiume, das Regime von Zara und auf fort- fcfafflidte Fvagen. Gestern abend lxrben bte Tel» gationen das Protokoll miterreichnet. Santa.M a rgher ita, 13. Nov. fWTB Stefani. Amtlich. Graf Sforza erhielt von bcrrJ italienischen Geschäftsträger in Washington in? telegraphische Mitteilung, daß die Regierung der Bereinigten Staaten in a ler Forni erklärte, sie weroe jeder Form t-rc Lösung be adriatischen Frage -ustimmen, die durch unmittch bare Bereindarungen zwischen den Regiwun^i Italiens und Südslawiens zustande käme. Der Ävt- schaster der Bereinigten Staaten in Rom gab te Ministerium des Auswärtigen amtlich dieselbe Erklärung ab. Die Kampfe an der Krimfront. Konstantinopel, 13. Nov. (WTB.) Dn schwere Kampf an der Krimfront nimm seinen Fortgang. Die Bolsck>ewisten greifen mt Ungestüm an. Eine amerilauische Anfrage an England, i Washington, 13. Nov. (WTB.) Meuter Das Staatsdepartement zog bei der britischen N?l gtentng Erkundigungen ein, ob irgendwelSr amerikanische Staatsangehörige tel den Unruhen in Irland zu Schaden gefomuto seien. Berlin, 13. Nvv. Börsenstimmungsbild. Dte üb t ixm Wock^..s l/ust oatt.te.-ung^n brachten an der Börse eine Uniicfcrfy.tt in der Kursbewegung zum Ausdruck, wenn auch Montaw- papicre anfangs vvrwi.'geto) 5—10 Pro-, höher lagen. Lvihringer Hü tc waren aber 13 und Thale Ei.enhütte 6 Pwzent nie r^ger, während sich Gel-« ienlirdiener durckr entert Kursgewinn Von 19 PrvH. ous.;eiclsneten. Im spä eren Verlaufe wantten dte Kurw. Während Oberschles. Eisen bedarf 11 Pwz. gewannen, erlit'en Lösch gegen gestern eine (Hn* büße von 25 Pw-z^. Für Vhönit,- und Deutsch- Luxemburger machte sich schließlich größere Kauflust geltend, die auch berestigend aus die übrigen gleichartigen Were nrirLtc. ^arbicertc waren un- gleichmäßig. Tbw vr Goldschmidt gewannen über 20 Pwz. und Obersckl. 9 Proz. Von Elektrizitätswerten stiegm Ge.ellsck-aft für cstcktrische Unternehmungen und Siemens u. Halske um je 9 Prvz. Spezialpapiere hatten eine ganz unregel mäßige Kursgestaltung, »irsch Kupfer stellten sick; 14 Pwz., Ddnamit düol>el 9 Pru^. und Westeregeln Mila 18 Pvoz. niedriger. Canada setzten ihre Absvärtsbewogung fort und verloren neuerdings 45 PwA Baltmwre gingen auf 25 Proz. zurück. Auch Mexii'aner waren im Zusammenhang mit dem Übrigen Rückgänge der D.vi'enkurse ab- aeschwächt. Das Geschäft wir nicht besonders um- sangreichi. Frankfurt a. M., 13. Nov. Börsen- stimmun^sbild. Börse vermehrte zwar auch 'heute rn vorwiegeird se'ter Bersassung, doch war bte Tendenz nicht so einheitlich wie tm den Bortagen, und die Umsatztütigkeit auch nicht so lebhaft wie bislier. Am Montan markte kam nad> den starten Steigerungen ter l tzten Tage Ijentf in verschiedenen Papieren '.Nat rial heraus, ohne daß bte Tendenz hierdurch beemflustt tonröe. Die Gerückxte über weitere Tvansalt.'oiwn uwllen nid'4 verstummen, in folg Lessen machte sich schr lasd entschieden festere Haltimg bemerkbar. Deutsck)- Luxemburg vermockste sich um 5 Pr> z. zu verbessern. Tie stark geinc.te'ten Gelsenkirckmler und Darpener blieben be'aurtet. Pdönix B rgiau kaum verändert. Obcrbe.ars fester. Aba.m ^mann 7Prvz gesteigert. Norddeutsche Lloyd hatten lebhasteit Bcrkchr, plus 4 Proz. Auslands a' feite im Einklang mit dem schdäckteren Dollarkurs bei .sttt- lerem GesMst nackxtebe.id. Ader Kteyer fest. Zellstoff 'Waldhof zogen an. Unter den chemischen Aktien sind Scheidcanstalt besonders gefuckst. Elektro Griesheim onzrehend. Badisck-e Ani rn belxliiptrt. Felten und Guilleaume niebrtgter ang--boten. Unter den Bauten wurden Dre^deirer Bank 6 Proz. gesteigert. Privatdiskont 37/s Pvoz. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die nene frünzösisch-enfflifche Verständigung in der Wiedergntmachuugsfrage. Paris, 13. Nov. (WTB.) Die Note, die LeygueS dem Botschafter Großbritanniens am 11. November überreichte, besiegelte die Einiaung zwischen England und Frankreich über das verfahren, das in der Wiedergutmachungsfrage eingeschtegen werden soll. Lehgu^s schlägt den Geist der Verständigung hoch an, dem- Mfolge die englische Negierung das von der französischen Regierung vvrgeschlagene Verfahrm gleichfalls billige. Die Note setzt die verschii.'denen Slufen der Durchberatung der Wiedergutmachungs- frage wie folgt fest: 1. Eine Konferenz in Brüssel, bei der die verbündeten Sachverständigen mit den d-ut- schen Sachverständigen Msammen kommen. Die Sachverständigen werden ihren Regierimgm Bericht erstatten und das Protokoll der Sitzung wird der Wiedersutmachungökommission mitgeteilt werden. 2. Eine Konferenz der verbündeten Finanzminifter wird in Genf nach der Volksabstimmung in Oberschlesien zusammentteten, sbätestcns aber in der ersten Lälfte d.'s Februars 1921, um die Frage der 'Wiedergutmachung als Ganzes zu beraten. Die Deutschen werden G AohtungI Achtung! ® Sondervorstellung! Sonntag vormittaff 11 Uhr: § MZW-MMMMsiten K und ihre Folgen. G Anfkl&runsrsfilm in 4 Akten mit.Begleit- • vörtrag eines bekannt, hiesigen Arates. Preise 2, 3 und 4 II. Vorverkauf täglich an unserer Kasse. Jugendliebe unter IS Jahren haben M keinen Lu tritt. • Weitere ßonder-Vorstellurtgen dieses Aufklflrungsfilihs werden noch durch G besondere Inserate bekanntgegeben. ■'»ölltt 15 m ES Eh |s l& le BeleotoeÄtolnttlÄ in größter Auswahl neu eingetroffen • Preislagen: 360, 450, 580, 650 M. wlwIOStVÖ Hühneraugen Hornhaut, 5chvi'elenu.Warze> /7 beseitig 5chnell.5icheruj(hniazbr KukirolSR“ h Apotheken u.D?o/jerienerhfllilta Drogerie Noll, BahnhofotraOe 51! Heute letzter Tag: SMsmMWM an dieser Konferenz mit betateubti Stimme teilnehmen wie in Spaa. _ Teilnehmer dieser Konferenz m Gmf werden ihrm Abend- Schlutz-^hlull- Schluß- tzstogierungen Bericht erstatten imb jed: der Kurs KurS Kurs Kurs j gier-ungen wird iobann ihren Vertreter im Wiedu- 1Q 11 gutmachungsausschutz Anweisung geben über &■ Folgerungen, die seine Regierung aus d'.m Berichr ihres Vertreters bei der Konfevmz in Genf ge zogen hat. 3. Tie Wiedergutmachungs koni ° Vermachtes. * Presse usnd Stadtverordnetenversammlung. In einem Mainiler B^att lesen wir: Der Verband der Saar-Presse, dem auch die sämtlichm Saarbrücker Blätter ange- ichlossen sind, hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlos'en, die Berichterstattung über die Sitzungen der Stadtverordnetenversammlungen in Zukunft auf die Verhandlung während der Zeit von 5—8 Uhr abelchs zu beschränken. Der B:rband ist mit Recht der Ansicht, daß während dreier Stunden eine auch umfangreich? Tagesordnung erledint werden kann. Sein Beschluß dürste erzteherisch auf manche Stadtverordneten wirken, die die Stadtvervrd- netmiitzungen mit etn:r Volksversammlung verwechseln und durch unnötige Reden die Verharrd- lungen ungebührlich in die Länge ziehen. ma. Den Lut vom Kopf gestohlen. Vorgestern abend riß in Mainz ein jungrr Mann einem Vorübergeh, nden den Lut vom Kopf und lief mit seiner Beute fort. Der Täter wurde später ermittelt, der Lut wurde nicht mehr bei ihm .gefunden, er will ihn unterwegs weggeworfen 91 r. 166 15. November 1920 für für für Kreisarnt Gießen. I. V.: Dr. Heß. etitcr Tag- , !e Völfesb'md5vers2mm!nn^ in ^enf. Tie Militärdienftzeit in Frankreich. bCT für für für für Aur dem Neichr. Fehrenbach und Simous in Köln. Köln, 15. Nvv. WB Beim Emchong jliiin i EL Hühneraugen ‘nhaul.jchvitlenaVo SiWÄrdÄl 1. I WlflOti ukirol •pwsty polbekenu-Droieritnca Bahnhohtraflc 51 Oie Gemeinde Lumda mit Wirkung vorn 10. November 1920; die Gemeinden Allen Buseck, Steinbach mit Wirkung vom 15. Mvember 1920; die Gemeinde Ruttershausen und Mirdibero mit Wirkung vom 20. November 1920; Anfrage an (?nglol 3. Nov. (WTB.! Ä zog bei der britisches ein, ob irgend aatSangehölizi id zu Zchadeit ge^ Betr.: Ausführung des Hess. BersicherungSgeseyes für gemeind liche Beamte. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nachdem in Nr. 26 des Reg.-Blatts der Wortlaut des Hess Bersichcrungsgcsetzes für gemeindliche Beamte nur die Aussüh rungsanweisung zu diesem Gesetz erschienen ist, hat das Ministerium deS Innern zum Zwecke der Belehrung der Beamten und Bedien steten über die ihneit nach dein neuen Gesetz und der Ausführung- anwrisung zukommenden Rechte and Pslichten die Herausgabe einer mit Erläuterungen versehenen amtlichen Handausgabe des Gesetzes veranlaßt, die im Anhang die Ausführungsanweisnng enthält und der die nach $ 14 der letzteren auch weiterhin noch gültige Wahlordnung für die Ausschußwahlen vom 15. Mai 1911 bei gefügt ist. Ter Preis der Handausgabe ist auf 6 Mk. festgesetzt. Wir fordern zum gemeinsanren Bezug der Handausgabe auf und werden für jede Gemeinde ein Stück bestellen, falls uns nicht bis zum 20. d. M ts. berichtet ist, ob wir mehr Exemplare für Sie bestellen sollen, gegebenenfalls wieviel Gießen, den 10. November 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: H e m in e r b e. ■tic Polrzeiorgane lind erneut angewiesen, ieden Verstoß gegen ore obengcmannten Bestimmungen unnachüchilich zur Anzeige zu dringen. Wir beauftragen Sie daher, bieic nricberholi bekannt JWten und aui ihre Durchführung zu achten. Grey en, den 9. 'Jioovmber 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r. ö der ffrimfroBL l, 13. Nov. m. I et jttimfronla Bolfchmilbm gttüc Beiordnung über Die prrvatretlichen Verhältnisse von Genossenschaften zum Zwecke der Bodenverbesserung. Vorn 29. Cf.ober 1920 Aul Grund des Gesetzes über die vereinsachie 3-orin der Gesetzgebung für die Zwecke der Uebergangswirtichafl vom 3. August 1920 (Reichs-Gei etzbl. S. 1493) iviro von der Reichsregierung mit Zustimmung des Reichsra.s und des vom Reichstag gewählten Ausschusses Folgendes vevordnet; Tie Verordnung über die privarrechtlickien Verhältnisse von Genossenschaften zum Zwecke der Bodenverbesserung vorn 28. Cl tobet 1914 iReich's-Geietzbl. S. 466 bleibt bis längstens 31 Te-^ zember 1922 in Kraft. Berlin, den 29. Oktober 1920 Die Reichsregierung: Fehrenbach Bekanntmachung. Betr.; Ausbruch der Pferderäude in Heuchelheim Tie Räude unter dem Pf erbebest an de des Landwirts Iawb Neidet zu H e u ch e l h e i m ist ertauben. Die Sverrmaßnahmen sind aufgehoben. Gießen, den 4. November 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Welcher. die Gemeinte Oueckborn mit Wirkung vom 1 Januar 1921 Die obengenannten Bürgermeistereien werden beauftragt, die Verordnung, soweit noch nicht geschehen, ortsüblich bekanntzumachen Gt eßen, den 11. November 1920. Bekanntmachung. ^Betr.: Maßnahmen gegen den Wohnungsmallgel. 6 Paris, 15. Nov. (Dolfs.) Nach einer Meldung des „Echo de Paris" hält der französische K r i e g s m i n i st e r daran fest, daß die Militärdienftzeit in Frankreich n'.cht unter z w e i I ach r e herabgesetzt werden dürfe, Minister Fehrenbach und Srmons tm'JJiu» schellaale des Rachau es hielt Oberbürgermeister Tr. Adenauer ei e.r Borr-ag üler die rmr- schafllichm Au'gaben der Stadt Wln. Er ging auf die Baupläne im inneren und äuße.ei Ravon- gclänbe sowie im 'Industrie,e ände crx ir b bc» tonle, bas die Sdadc KÄn sich dieser sa>ifn. ftluvu- Bekanntmachnng. Betr.; Maul- und Klauenseuche. In G r o ß e n - L i n d e n ist die Seuche erloschen. Die Ge- marümg Gwßen-Linden wird aus dem Sperr bezirk ausgeschieden und dem Bcvbachtungsgebiet eingegliedert Gießen, den 11 Dtaöember 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Weicker. in Nr 95 und 158 bereits abgedruckte Verordming betr JJcarjnabmeji gegen Den Wohnungsmang<1 wird aus Grund der Ltmad ttgung ees Hess. L.-A.- u. W.-A mit Zustimmung oer betr Gemeindevertretungen weiter erlassen für die Gemeinden Aibach, Aliendorf a. d. Lahn, Mendorf a. 0. Lda., Allerts Hausen, Bellersheim, Bersrod, Bettenhausen, Beuern, Birklar xaubnngen, Dorf.Güll, parbenteich, Geilshausen, Großen Lin den, Hattenrod, Hausen, Holzheim, ^nbeiben, Allein-Linden, Lmigsdori, Lauter, Leihgestern, Lindenstruth, Lollar, Mainz lar, Obbornhofen, Odenhausen mit Appenborn, Reinhards bain, Ro gen, RüldingsHausen, Staufenberg mit Frievelhaufen Llemhetrn, Dreis a. d. Lda., Utphe, Weickartshain, Weiters Ham Wie l eck mit Wirkung von 1. Dtavember 1920: Oie Gemeinde Saasen mit Bvllnbach, Beitsberg und Wirberg mit Wirkung vom 27. Oktober 1920; hie Gemeinde Oppenrod mit Wirkung vom 24. Oktober 1920; Oie Gemeinden Heuchelheim und Nieder-Bessingen mit Wirkung vom 5. November 1920; npir äs#* so* Betr.: Gesetz, die allgemeine Bauordnung be treffend; hier: Einholung der Bangenehmi g u n g. An Die Bürgermeistereien der iianögetneiiiöcii des Kreises. In letzter Zeit ist ^wiederholt mit der Ausführung von Bauten begonnen worden, ohne daß Genehmigung der Baupolizeibehörde vorlag. Nicht selten hat dieses Vorgehen eine Gefährdung der Rechte Dritter, vor allem der Gemeiilden selbst nach sich »gezogen. Wir sehen uns daher veranlaßt, auf die diesbezüglickien Bestim mungen und 53erorbnungen erneut und nachdrücklichst hi.nzu.veif en. Die Genehmigung ist erforderlich und rechtzeitig einjuholen 1. wenn innerhalb oder außerhalb eines Ortes ein Wohn cebäube ober überhaupt ein Gebäube mit einer Feüeruiigsanlage ober irgenb ein Gebäude an einer bestehenben ober in 'den geneh migten Bauplan auf genommenen öffentlichen Straße ober an einem Platze neu aufgeführt werden soll, auch falls dies auf der Ballstätte eines vorhanden gerne!enen Gebäudes geschieht; 2. wenn an einem bereits bestehenden Gebäude an dessen äußerer, nach der Straße gehenden Seite eine Hauptänderung ooigeirommen werden soll (Artikel 132 d. P.St.G); 3. weim eine neue Feuerstätte errichtet oder eine bereits (bor handelte an einen anderen Ort verlegt oder abgeändert .verden ssoll Strafgesetzbuch 8 368, 3 und P.St.G.); 4. wenn an öffentlidjen Plätzen, Kreis- und Ortsstraßen neue Einfriedigungen errichtet oder vorhandene versetzt werden sollen Polizetvewrdnung f. d. Landgemeinden des Kreises Gießen vom 19. Mai 1903). Um zu verhüten, daß durch das Genehmigungsverfahren der Baubeginn verzögert wird, empfiehlt es sich, uns die Gesuche sofort unter Beifügung der erforderlichen Unterlagen 'siehe Artikel 66 her 'M lg. Bauordnung) vor; ul egen. Bekanntmachung. Zur Vermeidung von Unklarheiten und Verzögerungen werben bic nachstehenden, für Denkmal- und Urkunden pflege wichtigen Anschriften zur öffentlichen Kenntnis gebracht: 1. Tenkmalpfleger für die Baudenkmäler und beroeglidjen Gegen stände des Mittelalters und der Neuzeit: 1 Bezirk tProvinz Oberhessen und die Kreise Bensheim, Erbach und Heppenheim): Geh. Baurat Professor Walbe in Tarin stadt, Roquetteweg 12 (Fernruf Nr. 1460-; 2 Bezirk (Provinz Rheinhessen und die Kreise Darmstadt, Dieburg, Groß-Gerau und Offenbach): Professor Meißner in Darmstaot, Roß Dörfer Straße 89 >Fernruf Nr. 460). II. Denkmalpfleger für die Altertümer, Ausgrabungen und Bo densunde, zugleich Vorstand des Hessischen Denkmalarchivs: Professor Dr. Anthes in Darmstadt, Hein rich straße 9 6. III. Urkundenpslege: Hessisches Staatsarchiv in Darmstadt, Schloß (Fernruf Nr. 750). Bei allen Schreiben und dienstlichen Sendungen ist stets sie Anschrift mit Name, Straße usw. deizusügen Darmstadt, ben 31. Oktober 1920. Landesamt für das Bildungswesen. Dr. Strecker. I ® fohlte^ I \ irnb ?^ ' n I I W" ss). Yj/-. & I ci'i'tE. I TLLÄ SfeJ Ä* 'ta«; te ciJenmg toTrJ .. ,n M Vd st J lÄWnbkÖ uiiLrznchr.« i 13. Nvv. M! . W Hielt tm J Gberschlcflen. Berlin, 15. Nov. (Wolff.) 2er deutsche Schutzbund teilt mit: Die Sonderzüge, die die abstimmungsberechtigten Oberschtesier aus dem Reiche in das Abstimmungsgebiet bringen, werden geheizt sein. Um eine gute Beheizung unter allen Umständen sicher ju stellen, werden die Svnderzüge mit Herz- roaaen versehen. Die Züge fahren mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometer in der Stunde, also annähernd mit T-Zugsgeschwin- digkeit. Für alte, kränkliche oder kriegs- befebäbigte Stimmberechtigte stehen Wagen 2. Klasse zur Verfügung. Alle Vorbereitungen für die Reise und die Unterbringung der Stimmberechtigten sind so getroffen, daß niemand von der Teilnahme an der Volksabstimmung zurückzustehen braucht, selbst wenn der Termin in die kältesten Wintertage fällt. nien und Deutschland, das auf Grund des Artikels 304 des Versailler Friedensvertrages eingesetzt wurde, demnächst in London seine Arbeiten unter dem Vorsitz des schweizerischen Professors Borel beginnen werde. Englisch-französische Auseinandersetzung. London, 15. Nov. lWolff.) Gardiner erwidert in der „Tafln News" auf Ttfo t n c are s Antwort im „T-mps" auf -cincn oftenen Bnef, rvorht ihm der ehemalige Präsident von Frank- eid) .^andelsgeist uta Zdrologe iuy Vorwurf machte Zu der (S-v Körung Focks, da« das tta.zonicheVo k nie verstehe.! werde, .an d r eröc folcitge rin Hohn fein, als die sranzäsifche, PKrtiL tzs Fe Prooirijialöireltion Dberhcffen unö für das Kreisaml «Stetten — o» .Ttrit. au. ■■ .... 6„ Vo(l b„ilb.n mk 2S0 0„deliäb"Ä ' „stell* Jll* ■8 fäV j M<"5>h I w tö rungsgefetjes für g-memdl.ch- Beamte. _ Bieh|e^che„. 1 inParis lebhaftes Entsetzen hervorgerufen. Alle Diplomaten in Athen, ohne Ausnalfme, haben eine Niederlage der Regierung für sehr unwahrscheinlich gehalten. Das Blatt glaubt bestätigen zu können, daß die alliierten Mächte, selbst wenn die Niederlaae Benizelos sich bestätigen sollte, eine Rückkehr König Konstantins nicht dulden würden. rvac rrr yMnieunsiaitv ruiu-en |UH ‘•^'Sabrbetcif'Tr'ri^var im e7fgnnri">aß. das Ergebnis für. bte Unabhan- tgn und Kommunisten ftettenhxni'e geradezu er- strickend sei. ■ Genf, lö.Mov. (Wolff.) Bei der Er- Ik^rung der Sitzung der B ö lk e r b und t- - Met sammln ng hielt Bnndesprandent Mi tt a eine Rede, strachdem er bte Persamm- namens des Schweizer VoEes und der 1 Schweizer Regierung willkommen geheißen I «be, sprach er der Friedenskonferenz den ^ rorneb* wol.e. Er glaube, namens be? gau b versent oder entlassen wird, die vollen ixm* ssähigen lebten Diensdbezüge lGrmrdgebalt und szu^chag), sowie Kirrder» imb Teuerimgs-, hläge in der gleichen Höh? und nach ben gleichen, inbfäben mit die im Dienste befinblidjen Böen erhält. Das Witwengeld wird aus tert en pensionsfähigen Icpt.-n Bezügen errechnet, i Gesetz tritt mit dem 1. Avril b. F in Shraft tb findet mich auf die Rechtsverhältnisse ter diesem Zeitvunkt angestellten Proseiloren statt, die Durchführung dieses GeftHes zu ermög* m, d. h. die Rnhestandsversetzung usw. miti vollen erb:entcn Gehalt vu ermögl'chm, ohne dem Slaat Mehrausaalnm erwachsen, sollen! ) Vorangehen der preuß schm Un:errirbt5t>rri hmg von dem den Professoren nach einer be- Xren B>eechmmg Anstehenden B'trag für hi« lesungsgebübren usw. nur 3C00 Mk utroerN it zustahen Don den nächsten 7< 03 Mk. Kolleg», em empfängt der Professor und die Staats* t je die Hälfte. Der 10 000 Mk. übersteigende rag fließt mit */5 in die Staatskasse, Ve fällt den Dozmten Dem Land ag ist weiter jaagegangen: Ene Re>* ungs mit teilung betr. die Nachforderung von X)0 Mk für einen Stallbrnn für 20 Milchkühe ■xx Landes teil- und Pflegeamstall in Goddelau, RegieruttgsVorlage betr. die G'Währung einer . _jgid)aft für ein Kinotmternehmen m Bad- Nauheim, die Regierungsmittri ung betr. die Tiensträume der PromnA'aldirekrion in Gießen, ein dringl. Anttag des Abg. Kiel betr. ein Wiederaufnahmeverfahren gegen I. Schweiger in Bob- stad:, verschedene dringl. Ans-agen der Abg Din- ^eld.'v unb Gen. betr die Preistreibwet bei der Kartoffelversorgung ustv., mehrere Regierung^mL- Worten auf bringt. Anfragen des Abg Kiel. Eine kommiinalpolitifche £,rgnni(ation der deutschen VolkSvarlei. D a r m st a d t, 15. Nov. Am Sonntag den 14. Novem'^er waren in Darmstadt die S o tver- ortmetenfraE.innen der Deutsclicm Dol'Snartri au5 den fünf größeren hessischen Städten unter dem Vorsitz des ALgeordne en Dingelbey oeranmelt, um trie tamm.mal polirische unö st^uer- poliri che Lage der S ädte zu beraten unb möglichst einheitliche Richrinien für das Verhasten d alle Fragen statischer V<-rn>^ iing, soweit möglich, nach einheit'ich-n Ge'ichtIpunkt -n ru be* han.eln. Zum Bor itzenden diries neugegründeten tammunalwlirischen LanL-esaussch-«s'es der Deut* fdfen Volkspar ei in Hessen wirr' e S abtoerorönel et und Landtagsabgeockrneter Dr. Osann, zu seinem Stellvertreter bet Vorsitzende der Stadtverordneten* stak ion in Mainz, Landgerich srat Alt en darf gewählt. Zu ben finanzpoliti'ckren Fra^^n gelangten ferner nach ien mit großem Verfall aufge* nommenen Vorträgen des Land; agsabgrordneterr Tt. Osann und des Stad.verordneten Regier rungsrat Meyer aus Mainz nadifulgenöc Entschließungen einstimmig zur Annahme: 1. Tie in Darmstadt ver ammel en stabiler* ordneten der Deulick^n Vvlkspartei Hes ens leben in der jetzt in ihren Wirlungen h-rr> rge r-ricnen Finanzsorm o es Reiches eine fchwere Be- einträchiigung, ja eine Vermchtung der fi- t-anziellen Unterlagen der Gemeinden. Die Wegnahme der eigenen Besteuerung insbesondere auch des Eintammeus raubt ben Gv- 2 Stenographie. x Ulrichstein, 14. Nov. Neben den lichm Kursen für Erwachsene hat ter hie Stenographen verein Gab.lSbcrger zum ersten, auch einen Unterricktskursus in fc Itcnog ravhie für Schüler ter Oterkl unserer Volksschule eingerichtet. Mit Eifer i Begeisterung üben sich bi? 12—14jährigen Jun und Mädels in ter Kunst Meister Gatelsterg« Von ter Kreizschulkommission wurde die Einr ttrng dieses Schülerkurses dankbar begrüßt. vermidchte». * Dresse wirb Stadtverordnete Versammlung. In einem Mainrer B^att l< wir: Der Verband der Saar-Presse, l auch die sämtlichen Saarbrücker Blät'-er an । hoffen sind, hat in seiner letzten Sitzung t iUmmig beschlos en, die B e r i ch t e r st a t t u über die Sitzungen der Stadtberor n e t e n v e r s a m m l u n g e n in Zukimst aus Verhandlung während ter Zeit von 5—8 1 abends zu teschräicken. Der V.rband ist mit R der Ansicht, daß während dreier Stunden eine a umfangr?ich? Tag?sordnung erledigt werden ka Sun Beschluß dürste erzieherisch auf mar Stadtverordneten wirken, bic die Stadtvero netmsitzungen mit ctnrr Volksversammlung t wechsln und durch unnötige Noten die Verha lungcn ungebührlich in die Länge ziehen. ma. Den Hut vom Kopf gestvhl. Vorgestern abend riß in Mainz ein junger Mc einem Vorudergeh-nden den Hut vom Kopf i lief mit seiner Beute fort. Der Täter wurde spö ermittelt, ter Hut wurde nicht mehr bei i grsuirten, er ttrill ihn unterwegs weggewor * P l a u en (Vogtland), 13. Nov. (Wolff.) < hiesige Polizei v e r h a f t e t e den Auslater Rich M i ck e l, tem 5 teilweise bis 1915 zurück! icgni bisher trotz aller Nachforschungen unaufgeklö Morde im oberen Vogtland, in Leipzig und Drei; zur Last gelegt werden. Die Bluttaten w den an Kindern und jungen Mädchen verübt. Wettervoraussage sür Dienstag: Trüb, regnerisch, milde, südwestliche Win Unter tem Einfluß ter im Norden an t »orüberziehenten Depressionen ist für die nach Tage weiterhin mit mildem regnerischen Wet zn rechnen. fianOcL Mainzer Warenbörse. Mainz, 12. Nov. Auf ter heutigen Wav börse war ein stärkeres Angebot in Hülse fr ächten. Die Geschäftstätigkeit in diesem 1 tikel war jedoch wenig belebt, da ter Konsum n eingeteckt ist, die hohen Preise nicht bewilligt u die Nachfrage im allgemeinen recht schwach n> Oelsaaten waren weiter gefragt, jedoch bee trächtigten die hohen Preise die Geschäftstäügki Zn Kleesaaten lagen bei weichenden Prei größere Angebote vor. Luzerne ist nach wie t fest und gute Qualitäten selten und teuer. T penibler Reis war gesucht, schwimmende W< träge; Brasil-Offerten waren reichlich am Mai Runkelrüben und Möhren waren mit i seitherigen Preisen stärker angeboten. Tas Angel in H e u und Stroh nimmt zu. Die Preise ncic eher nach unten als nach oben. MM in größter Auswahl nei behördliche Anzeige« Bekanntmachung. Belr.: Schwemewltauf. Der Schweinerotlauf unter sein Schweinebestand des Phil. Al dach zu Ettingshausen ist erloschen. Die Sperrmaß nahmen sind aufgehoben. Gießen, den 12. ylovember 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r. Bekanntmachung. Belr.: Maul- und Klauenseuche in Gießen. Tic Maul- und Klauenseuche ist im Gehöfte Frankfurter Straße Nr. 1 4U amtlich festgestellt tvvrten. Die Sperrmaßregeln sind angeordnet. Wir iveiien erneut aus unsere Bekanntmachung vom 24. August ds. Zs. Amtsverküirdigungsblatt Nr. 121) und die Bekanntmachung des Kreisamts Gießen vom 25. August ds. Zs. -Amts verlündigungsblatt Nr. 122) hin. Zuwiderhandlungen gegen die erlassenen Anordnungen werden mit hohen Strafen geahndet, und zwar, wenn fie «wissentlich begangen werden, gemäß § 328 RSlGB. mit Gefängnis. Gießen, den 13. November 1920. ______________Polizciamt Gießen. L a u t e s chlä g e r.______________ • Bekanntmachung. B elr.: Maut- und Klauenseuche in Gieße n. Zn dem Gehöfte R ie g e l p f a d Nr. 31 ist die Seuche erloschen. Die für dieses Gehöft angeordneten Sperrmaßregeln sind aufgehoben. G i e ß e n, den 13. 'November 1920. ♦ _____________Polizeiamt Gießen. L a u t e s ch l ä g e r.______________ Dienstnachrichten des Kreisaintes. Zn Stockhausen «Kreis Lauterbach) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebwchen Die Gemeinde Stockhausen wurde zum Sperrbezirk erflnrt. Die Gemeinden.Schadges und Schlechtentveqeu wurden zuni Beobachtungsgebiet genommen. Zn Bermuthshain (Kreis Lauterbach) ist die Maut und Klauenseuche ausgebwchen. Die Gemarkung Bermuthslxnn wurde zum Sperrbezirk erklärt. In H e r b st e i n (Kreis Lauterbach) ist die Maul- und Klauen seuche erloschen. Die Gemarkung Herbstein ist zum Beobachtungsgebiet erklärt worden. In Niederquembach (Kreis Wetzlar) ist die Maul und Ktauenseuche amtlich sestgestellt worden. Die Schutzmaßnahmen sind angeordnet. In den Gemeiriden A tz b a ch, L a u n s b a ch, Burgsolms Kinzenbach, B l a s b a ch und Dutenhofen «Kreis Wetzlar - ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Unter dem Viehbestände in Altenvers (Kreis Marburg, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebwchen. Unter tem Viehbestände in Holz.hausen (Kreis Marburg, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebwchen. Unter dem Viehbestände in Kehna (Kreis Marburg? ist di: Maul- und Klauenseuche ausgebwchen. Bekanntmachung. Belr.: Feldbereinigung R ö t h ge s. Die Versteigerung' ter Massegrundstücke an Ort und Stelle Tintet statt Montag den 2 2. November und soweit ersorder lich Dienstag den 2 3. November 192 0. Zusammenkrmft hierzu am 22. November 1920 vormittags 9 Uhr beim Osfenlegungslokal, woselbst auch die Bersteigerungs bedingungen bekanntgegeben werden. Friedberg, den 8. November 1920. Ter Hessische Feldbereimgungstommissär. S ch n i 11 s p ä h n, Regierungsrat. _______I__ Hrudj b#r Brüh l'khen UnhurrH tätc-’Rud)- >inh Steinbruäivrfi *R Pangt, (Biegen Bekanntmachung, Das nachstehende Gesetz wird hiermit zur öffent lichen Kenntnis gebracht. Gießen, den 10. November 1920. Städtische Fürsorgcstelle der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen. Gesetz, betr.: die Verlängerung der Kündigungs« bcschränkung zugunsten Schwerbeschädigter. Vom 22. Oktober 1920. 1. Die im § 18 Abs. 1 des Gesetzes über die Beschäftigung Schwerbeschädigter vom 6. April 1920 (Reichsgesetzblatt S. 458) bestimmte Frist, innerhalb deren eine Kündigung nach § 12 Absatz 1 dieses Gesetzes gegenüber einem Schwerbeschädigten nur wirk- fam wird, wenn die Hauptfürsorgestelle zugestimmt hat, wird bis zum 1. April 1921 verlängert. § 2. Der Reichsarbeitsminister ist ermächtigt, mtt Zustimmung des Reichsrats und eines aus 28 Mitgliedern bestehenden Ausschußes des Reichstages die Frist im Bedarfsfall noch weiter zu verlängern, jedoch nicht über den 1. April 1922 hinaus. _ § 3; Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 22. Oktober 1920 in Kraft. Berlin, den 22. Oktober 1920. 12082B Der Reichspräsident: Ebert. Der Reichsarbeitsminister: Dr. Branns. Bekamrtmarhnug. Auf Grund der Bekanntmachung, bte Vewrb- rmng dt-s Bundesrats vom 24. J-uni 1916 über ten Hantel mit Lcbms- und Fzittermitteln vom 5. Juli 1916 / 8. Oktober 1920 wirb folgendes bestimmt: § 1. Für die Entscteiduitg über Anträge auf Zulassung zum Hantel mit Lebens--, Futtermitteln und Tabaüvaren werten Gebühren tn Höhe von 50 bis 1000 Mk. erhoben. Die Fesfsetzuna ter zu cittridjt«iten Gebühr enslgt tmtü) die bei tem Oberbürgermeister er richt le Zula sungSstelle init-r Berückiichtigurig des Gewerbesteuerkapft.ls und des GZcba.I.nni ang!^s. Die festgesetzte Gebühr ist vor Aushändigung der Entscheidung zu entrichten. <.*«.1*46.1, wervM y>etrupteit nicht erhoben. 8 3.' Vvrftehente Brstimmungen treten am 15. November 1920 in Kraft. Gießen, ten 13. Nov. 1920. 12116B Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Seib, Beigeordneter. Bekanntmachung. De tri ff t: Uebernahme von Kosten für Heilbehandlung. Es wirb wiederholt darauf hlngewicsen, daß Anträge auf Uebernahme von Kosten für Heilbehandlung, msbesondere Kliniks- und Zahnersatzkosten, für die Folge diesseits nur berücksichtigt werden können, wenn sofort bei Beginn der ärztlichen Behandlung entsprechende Anträge seitens der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen hier gestellt werden. Nach- tragllch angefarderte Kosten werden zukünftig grundsätzlich nicht mehr übernommen. 120908 Gießen, den 5. November 1920. Städtische Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte _____________und Kriegshinterbliebene. Bekauntsuachnng. ,,, 3ur Ersparnis von Betriebskosten wird die Lchlach ho anlagc nur an Werktagen rn der Seit von 8 llhr oormittagr betriebsbereit gehalten. Privatpersonen werden daher besonders darauf gemacht, daß Schlachtungen nur wahrend vteser Seit oorgenommen werden können. Die Schlackt- hofverwaltung ist von der beabsichtigten Schlachtuna “5 3U ,e6en- flehen, den 5. giovember 1920. 12091R Der Oberbürgermeister. 8, D.: K^^ngsp^^^^ Bekamitmachung. Detr.: Neubesetzung von zwei Schuhmannsstellen. Un Legung ter vorgeschriebenen •Prüfung nach Gruppe JV - 5000 - 7500 Mark - neten Orts-, Kinder, und Teuerungszuschläqen Be- kle,dungs. und Auerüstnnqsstüch [teilt bk Stobt. Der Bürgermeister. 12097D Dr. S u t o r. 9 tz e haben! i2i05o M Anfang der Vorstellungen: 3.30,5.20,7.00,8.45 Uhr S? Beachten Sie bitte die Photos am Eingang! Mo te einsehl. Freitag: Oas irrte Ereignis! Weni ißWiMo Worte genügen nicht, diesen Riesentilm zu beschreiben, den müssen Sie gesehen l LiuiHspismaus ..H Bahnhofstraße 34. >^c » ----M Heute letzter* Tag: d Ab morgen bl» Inkl.Donneratag: A t „Vampir“ $ A 6. und letzter TeiL A 4#> Sensation und Kriminalfilm in 4 Akten M .,7a 10. Episode; M d „Die BluthocSixeit11. J 3 Os.lOswaHaKMÄS « j „Bas ValataiBädel". $ O Aohtungi Achtung! O ® Sondervorstellung! ? Sonntag vormittag* 11 Uhr: § Ole OMMMMMkö.iten I • üiiä ihrs Folgen. « Anfklärungafilm in 4Akten mit Bereit- WF • vortrag eines bekannt, hiesigen Arztes, ge* Preise 2, 3 und 4 M. Vorverkauf täglich an unserer Kasse, fla w» Jugendliche unter 18 Jahren haben ;2l M keinen Zutritt. W Weitere ßonder-Vorstcliurtflren dieses W Aufklärungsfilms werden aooh durch W besondere Inserate bekanntgegeben.