•oft1*. ' «Ueit, Ä'13 1 rttbni ^romva^ [ ^Mrt tatet. I i eutftn Stw«wj %Mwxv^W ■ tro*6 bffmwertt »» Um« !Mus Dff* 1. W I2ta*i K Mvattftmde rtr-a- <77 *<*&*&£ bd zahle». -j,4 Der enM5rs^ I t 1919 : I p°fc»8n. 1 «sau.: Nr. 88 Der »ieheoer Snjdaet «rschernt täglich, autzer Sonn« unb Feiertags. vezllgrprei,: Monatlich Mark 3.60, oierteüahrlichMark 10 80 einschvetzlich des Bestell- yelbs; burch bie Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschlie^ich Bestellgeld. Fernsprech -Anschlüsse: für bie Schriftleitung 112; Derlag.tSeschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Giehen. Postscheckkonto: Zranffvtl a. M. U686 170. Jahrgang Donnerstag, 15. April 1920 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck und Verlag: yrühl'sche Unrv.-Such- und bteinöruckerei R. Lange. 5christlettung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jebe Verbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen v. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20" „ Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil: ff. Becke, sämtlich in Giehen. bare Fol lieben mxf> nungen dazu benutzt, was natürlüh furche gxn bat. Bis -um Herbst war das Le rinigermafeen erträglich, aber dieser Witter hat Dittatur des Proletariats. Der Rhein-Mainische Volksbund stellt uns einen Brief aus Petersburg zur Verfügung, der die dortigen Zw- stände in folgender Weise sehr scharf charast- lerisiert: Tie Zustände spotten jeder Beschreibung. Die Htadt ist verödet, die Häuser swhen leer, ein «ü(irr Teil der Fensterscheiben fehlt, und Wind, vcknec und Regen haben ungehinderten Zutritt. Tie Arbeiter lZoben die leeren kalten Winningen längst wieder verlassen, trotzdem man sie mit Gewalt daran verhindern sollte und wohnen wieder in ihren kleinen Häuschen in der Nähe der Fckbri- frn, die leichter zu erwärmen sind. Die Stadt hot weder Wasser, noch Licht. Tas Walser schleppt faf die Bevölkerung aus dem Flusse (man. Man wäscht sich tagelang nicht, Seife ist nicht zu haben. Tie Frauen schneiden sich aus Reinlichflritsrück- Kckten die Haare ab. Ta die Klosetts nicht mehr funktionieren, werden die Zimmer in den Woft- hrrd tbaTe Verheerungen angerichtet. Ein Teil des Sommcrgnrtcn3 ist ansge'l»lrt, ein großer Teil der Holzhäuser verheizt, ebertrö Möbel, Bücher usw. Tie Familien und Dienstboten sind in ein Zimmer lufammcn gesogen, alles andere steht leer. Von der Intelligenz ist fast rrichts übrig geblieben, die Menschen sind vollkommen vertiert, Anstandsgc- fühl, Sinn für Reinlichkeit und Ordnung sind verschwunden. Zu Schalten abgemagert ober vom Hunger gedunsen, schleichen die Leute untrer, nur mu dem Gedankten beschäftigt, Ivo sie etwas zu eisen beliommen können. Geistig? Interessen gibt r» nicht mehr, um Politik kümmert sich» niemand, und von irgend einem Widerstand gegen die heute beftebenbe Staatsgewalt kann kaum mehr die Rede sein. ES gibt feine Zeitungen und feine Bücher, nur bolschewistische Broschüren Tie Theater spielen wohl, sind aber ebenso wie die ganze Stadt, ,-irtsctzlick sclmrutzig und was hort geboten wird, ist Baum mehr Kunst zu nennen. — Die Sterblichkeit ist weiter sthr grast und da ferne Arbeiter zu jubelt sind, um Gräber zu graben, so sind die Leichen den Winter über unbeerdigt auf dem Krrch- fof ausgessavell worden. Ern Bild auf bie Ernahrmtgsherhättnisse wirst der Umstand, dass im Alexander hospi toi in Petersburg die verstärke Nährung von einem Kranken aus 1 Hering, 3 Kartoffeln und Vs Glas Milch besteht. Tie Bevölkerung lebt vom Ausverkauf irr Stadt, und es ist tnefl auszuveffkmffen, aus mmis ion vom 31. 3. j:i bestätigen, w.lche die Antwort auf das Mnnc- anbirm enthält, in dem um Beladung des für Leutfchlarids Existenz notwendigen Sein 'frrums ge- Otten orortKn ist. Nach dem Friedwsvertrag und der im Memorandum anK-zogenen Not.' der Mli- ierten ist es der Reparationskommission zur Pflicht gemacht worden, aut die Wirts cha f t- licke Lage Deutschlands bet ihren Ent- sckeiduugen Rücksicht zu nehmen, insbe- vmxrt nickt durch (Erjunirgung der Fried-nZbelän- ginigen Tcltt'ckl^ d fa weit zu zerrütten, dast seine Fähigtz it, den Wied'rgutmachwrgsoervflü1> tungcu zu genüg n, in Fr qe geHIt wird. — Tas von der de t chen Regierrmg übmriditc Memorandum schirrte in llurzen Linien die nxrt* schaftliche Lage Deutschler L»s und zeigte, m'. Tentschlmch ohne Belas ung eines bestimmten Schiffsraums nRrttU'tlick -u ammenbrechen must. Ter Maritt'me Service, dem di» deutsche Selbst- fahrls eleget on ck Memp-.a dum vo-g.ttrag>n unb übergeben hat. sagte zu, ba^clb? mit cbtem entsprechenden Kommentar an dir Reparatrons- koniinissiou weiterzuleitcn. Taes ist g>rschehen. D« ReparatianSkommis ion hielt das Memorandum für so anchtig, dost sie die deutsch: Sch'ffahrtSldm- Mission nach Paris gebeten hat, um in Gegenwart des gleichfalls dort aun.-Senbcn Mankirn' Service die Sach: rwäMchs zu bertrefrm. — Tas ein» ganqs ern>rf)nte Schreiben der Rrparationslsm- mii.ion lehnt jedoch) nunmehr den deutschm Antrag mit dem Berner!en ab, dast „feine genügen de n Grün de" vorstbracht worden fnen. Tie deuttch: Retterung lärm bi'f< Entscheidung nicht stillschweigend hinnehmen. Obwohl nach ihrer Ansicht die bereits vorgelegt.' Ten Schrift cme schon mehr als eindringliche Sprach? führt, wird die deutsche Regierung gleichwM weiteres zahlenmästiges Material der Reprra- timrs km Mission unterbreiten. Sie wird zu gleicher Zeit diesen nunmehr bestimmt formulierten Antrag dahin stellen, wieviel ^Schiffsraum, welch? Art Schisse und für welch Zeit die Rcharations- dunmisjion Tent'chland übcrlaften möge. Die deutsche Regierung wird fick erlaubm, in einer zweiten Note demnächst auf die Ai»g''egenheit zu- rückzutommeu. Der Vorsitzende der dnttschon Sckifd- fahrtsdeleg.ition ist wegen der Fortsetzung der bisher in London geführten Berharkdl^mgen betreffend bie Ablieferung bet Schiffe inzwischm unmittelbar mit dem Vorsitzenden des Maritime Snwi'ce in London in Berbindung getreten. Die Zranzosen In grantfurt Die Zahl der Toten vom 7. April. Frankfurt a. M., 14. April. fWolft'.) Der komm and ievende französisch General hat bie Veröffentlichung folgender Notiz angeordnet: Durch eine gemeinsam von den französischen und dautsckien Behörden vorgenommene Untersuchung ist einwandfrei festgestellt worden, dast die Zahl der Opfer bet Vorfälle vom 7. April, wie sie burch die Agentur des Wotff- schen Bureaus imb den „Generalanzeiger" verbreitet würbe, ungenau ift Die Zahl der Opfer befragt: Sechs Tote (davon vier erschssen und zwei ihren Wunden erlegen), 22 SJernrunbete. Tie Ankunft der belgischen Truppen. Frankfurta. M., 14. ?lpril. (Wilff.) Ein Bataillon belgischr Sokdatest tvaf gegen 4 Uhr zur Verstärkung der französischen Truppen im hiesigen Güterbahn Hof ein und wurde unter Entfaltung reichen militärischen Gepränges von der getarnten h eigen französischen Gerni vn, die auch Spalier in den Turckgangssfro sten dorn Güterbahnhof bis zum Opemplatz bildete, empfangen. Nach einer Begrüstung durch die hier anwesende französische Generalität wurden bie Belgier von den Franzosen nad> ffrer KommEkantur im Imperial-Hotel geleitet. Im Anschluß an den Empfang sand eine Parade der Belgier und Franzosen auf dem Opemplatz statt. Tie vlerüchte von einem neuen Militärputsch. Berlin, 15. April. (WTB.) Das „Berl. Tagebl." schreibt: Seit einigen Tagen fnben sich nicht allem bie dwchrichlen über eine andauernde staatsfeindliche Agi ation der Reaktionäre, sondern es werden ailck Gerüchte verbreitet, wonach ein neuer Militärputsch unmittelbar bcporstelie. Ta diese Gerückte, wie uns bekannt ist, auch in Ententekreisen Widerh-U gefunden haben, so ersuchten wir den britischen Geschäftsträger in Berlin, Lord Kilmanrvck, uns seine Auffassung mitzuteilen. Dieser erklärte siol- geickes: Ich bin überzeugt davon, dast ein neuer Militärputsch die gräme Entrüstung in (Snglanb Hervorrufen und daß die britische Regierung ilm auf das entschiedenste zurückwei'-en würde Zeoc Mögtickkeit, daß Teutscklmrd Hilfe durch Lieferung von Rohstoffen, Lebensmitteln oder durch .Kredite erhalten förmle, würde durch irgerrdwelchc Gewaltaktionen, von woher sie auck fonrnen, zerstört sein. Tic Erklärungen, »die ich in diesem Sinne am 19. März he-, ansgegcbcu habe, sind von meiner Regierung genehmigt worden. Man brauche nur die englischen Zeitungen während der Zeit des Kapp-Vutsckes gele'cn zu haben, um zu wissen, daß jeder Versuch, ein r-ak-ionäres Regime ai'f= zurichten, von der öfsentlrchen Meinung Englands auf das schärfste vernr'.e.l: werden würde. Von der Reichswehr im Ruhrgebiet. Münster Westieüen), 15. April. In der ersten Ausgabe be? „Münsterer Anzeigers" vom 13. April ist bas Nachrichtenb att der R ei chs- rocbrbrigabc veröfse.tt icht, das tie Stellung- nah me der Brigade zu der Haltung der Parteien bei den Vorgängen im Ruhrgeoi't enthätt. Das Webrkommando mitzbilttgt d-.csen Versuch der militärischen Dienststellen, sich politi'ch zu betätigen. Es leitete bereits öl? erfordertichm Schritte tir, um derartige Borkommnisse tu Zucunst auszuschiietzen. Tumultschn^en in Duisburg. Duisburg, 14. April. (DB. Die AnnV- bungen von Tumult schöben b« i bet 5 tobt- verw lttmg haben zur Zeit 13 Millionen Mark erreicht. Räuberhauptmann Hölz. Plauen i. V. 14. April. (Wolff.) Hölz wr- lietz mit seinen Leuten nachts Klingenthal plötzlich, nachdem er bic geforderte eine Million von den feftgenommenen Geiseln erhalten hatte. Gegen 4 Uhr morgens erschienen Hölz unb Genossen in sechs Automobilen in Auerbach im Vogtland, wo bie Wagenrnsaffen von der dortigen Polizei und Einwolmerwehr sofort erkannt und festgehalten wurden. Es entwickelte sich eine Schietzerei bei der niemand verletzt wurde. Die Polizei hielt vier Automobile fest und verhaftete zehn Insassen, während Hölz mit den beiden anbenen Automobilen entkommen ist. In Plauen ereignete sich nichts Neues. Die Stadt ift ruhig. Prag 15. April. (WTB.) Bevor Hölz sich aus Klingenthal entfernte, bat er das Gemeinde amt, ihm einen Reisepatz mit falschem Namen auszufteklen, ebenso seinem Abfutanten Gebharbt aus Ehernnitz. Die Reichswehr im Vogtland Plauen, 14. April, lWolfs.) Unter klingendem Spiele rückte heute die Reichswehr in Plauen ein. Die Truppen wurden von der Bevölkerung freudig begrüßt. Auch in Klingenthal ift heute morgen eine große Zahl Reichs- wehr truppen eingetco nen. Plauen, 14. i>lpril. (WTB.) In Z ä g e r s- grün rücke heute die FliegerauD^olonne des De- tackements Häusel ein, bic bic Berstrlgung ber in den umliegenbcn Wäldern u m hc rstr c i fe rüden Rotgardisten aufnahm. Es flam zrvi- scken den Truppen unb Rotgardisten zu vereinzelten Schießereien, ivobei einige Rotgardisten getötet und verwundet wurden. Bis Mittags waren 72 Rotgardisten gefangen, darunter ber Führer des AttronSauSlckmsses namens Fork. Unter den Gefangenen befanden sich auch zwei Russen. Alle Rotgardisten hatten bedeutende Geldbeträge bei sich Die ReichSwchrfrm»- Den erbeuteten außerdem ein Attto mit 200 Gewehren. Auch in Fakkerr stein ist heute vormittag bie Reichswehr cingcrütB. Holzist seit dem Vormittag verschwunden, er soft sich nach Gottesbrrg begeben haben. Die Reickrs- wehr verhaftete in Falflenstein eine größere Anzahl Spartakisten, darunter die „rechte Hand" des Hölz den ehemaligen Sprachlehrer unb Kiirolehrer sturch. Der KommuTnst Nobler verließ gestern nachmittag gegen bie ihm von den Glauchauer Arbeitgebern an gebotene Zohlimg von 25 000 Mark bie Stadt mit 30 Mairn seiner Anhänger. Reue Sitzung öes parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Berlin, 14. April. (Wolff.) Ter zlveite Unterausschuß des parlamentarischen Untersuchungsausschusses nahm heute nach fünfmonatiger Pause seine Arbeiten wieder auf. Ter Dorsi tzerrde Go t he in erklärte, oem Grasen B ern ftvrff soUe Gelegenheit gegeben werden, auf verschiedene Angriffe, besonders L u d e n d o r s s s, zu antworten. Lwdendorff Hat sich nicht eingefunden. Gras Bernstorfs erklärte, er sei auch heute iwch ber Ansicht, daß durch die Friebenseermittlung Wilsons der Friede fyrbeb geführt worden wäre und daß otyrxe i>-n U-Bovt- tri eg ber Krieg mit Amerika nicht entstanden wäre. Wilson habe ursprünglich nur beabsich igt, die kriegführenden Parteien an den Verhandlungstisch zu bringen. Wiison habe im Senat gesagt, er alaube, Amerika wäre in den Krieg gefbmmen, auch wenn Deutsck hnck keine feindlichrit Akte gegen Amerika vorgenommeli hätte. Diese Bemerkung hätte iich> auf bie Ublchwing der amerifanifdm Friedens- Vermittlung bezogen. Tie Wili-vnsche Forderung „freier Zugang zum Meere" l-abe sich nicht auf den späteren „polnischen Korridor" bezogen. Bern- siorff glaubt nicht, datz man in Amer fla an eine deutsche Gebietsabtretung in Westpreutzen dachte, sondern nur an zwischenstaatliche Abmachungen. Der Donauverkehr. Budapest, 15. April. (WTB / Korr.-Bur. Der Vorsitzende der Donaukommirsion, Admiral Troubridge, unternahm mit sonstigen Korn- mrssronsinitgttebern eine Reffe zur Orientierung über die Änchälttriffe des Donauverkehrs. Die Donaustoaren zeivn Bereitschaft, auch für die Mittelmächte die freie Schiffahrt zu sichern. Die serbische Regierung Mite der Don au ko mm ff non eine gröbere Kohlenmenge zur Verfügung lieber den gegenwärtigen Zustand des Tonauverkehrs lassen sich die Erfahrungen Troubridges folgender- masten zusammcnfaffen: In ,Deu t k ch l a n b beginnt der Donauverkehr auf den Friedens stand zurückzukehren. Zn Oesterreich kämpft man noch mit verschiedenen Hindernissen: dock beginnt auck dort die Schiffahrt sich yt heben. Die Tsche che n haben graste Pläne. Sic wollen in Pretzburg einen Konkurrenzhafen gegen Budapest einrichten, haben aber vorläufig keine eigenen, sondern bloß geliehene Schaffe. Düe mtgarische Tchissahrt kann crit nach Fmedens- scklutz einen Auf.ckwung nehmen. Die Serben haben wohl Kohlen g irug, aber es mangelt ihnen an Beförderungsmitti!n. Die rumänische Schifffahrt ist yrar ziemlich lebhaft, Hal aber noch nicht den Friedens stand erreicht. Holländische Leben-mittel. Am sterb am, 15. April. ,WTB.) Wie die Blätter mclben, billigten alle Gewrkschaft-- gruppen der streikenden Rotterdamer Arbeiter bot Beschluß, für Deutschland bestimmte Lebensrnittel zu löschen. Die Besprechung« bauern fort Siege betjapanet über die Bolschewisten- Amsterdam, 15. April. (WTB.) Aus Tokio wird gemeldet: Die japanischen Truppen trugen in «Sibirien einen vollständigen Sieg davon. Sie eroberten u. a. Nikolsk. Die Bahnen im Gebiet von Wlaoi- wostok befinden sich sämtlich in der Hand Japaner. Diese erklärten, datz sie nicht an eine dauernde Besetzung denken, sondern nur die Ordnung wiederherstellen und die Bob- schewisten vcrniclsten wollen. Än der Ostküste des Baikalsees wurden die Bolschewisten ebenfalls von den Japanern geschlagen. Aus Japan -.eben drei neue Divisionen zur Unterstützung der in (Sibirien kämpfettden Truppen ab. Die neuen Steuern in Frankreich. Paris, 15. April. (WTB.) Im Lause der Kammersitzung erklärte bei der Diskussion über die von der Regierung eingereichtew neuen Steuern Finanzminister Mar- sa l, daß die zur Erhebung der Kriegsgewinn^ steuer ausgestellten Verzeichnisse bis zur Stunde den Betrag von 6030 Millionen Franken aufweisen, und daß sie bis zum Ettde des Jahres auf 8 Milliarden anwachscn wüo- den. Weiter erklärte der Minister, daß die bero Deutschland verlangten Lieserungen hinter dem Zurückbleiben, was es leisten soll. Vevtsche Nationalversammlung. Berlin, 14. April 1920. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 1,20 Uhr. Aus ber Tagesordnung steht die Fortsetzung der Besprechung der Sirgimm g serktL- rung und ber ersten Beratung bes Notetats. Abg. Braß (USP.): Ter deutsche Trili'ariä* mus ist mcht niedergebrochlm und wirkt weiter. Unser Gedenken gilt den Helden, die im stumpfe gegen bie Rcaklion gefallen sinb. Es ist Scktwindel, baß ein Putsch von links von langer Hand vorbereitet gewesen war. Wenn ein Schutz ber Ruhrbergwerke nickt zu vermeiden ist, fo ist eine Besetzung seitens der Entente derjenigen bnrck die Reickswehr vorzuziehen, bemt es handelt sich um eine Sache ber europäischen Arbeiterschaft. (Pfuirufe.) Ter Putsch im Westen ist von Münster ans ins Werk gesetzt worben. Lützow h'.elt schon am Samstag vormittag in Münster Parade ab und verkündete, bic Slegifrungjci ans Berlin geflüchtet. Tie Reichswehr hat die Si'ualfon im Rulwgebiet erst geschaffen. General Wattens Haltung nxn durchaus unklar. Tas sagte auch Herr Setveriny. Es ist selbstvernändlick, bah gegenüber dem militärischen Truck ber Gedanke an eine Räterepublif nuhaiufte. Beziehungen bestehen zwisthen den deutschen unb den russischen Revolutionäven. Tie Vollzugsräte stellten sich auf den Boden des Bielefelder Abkommens unb wollten es halten. Leider übertrug man bic Ausführungsbestimmungen dem General von Walter. Es war vonmszusehen, tufc sie undurchführbar ausfallen rnufffen; die Arbeiter tonnteu garnickst darauf eingehen. Tie Regierung schien bas ja auch eingesehen zu haben. Tie christlichen Gewerkschaf-eri haben bie Reak.ion unterstützt. Es ist versucht worden, die Abschniltsflom- mandeurc der neutralen Zone in bet Sicherhrils- wehr unterjubringen. Ein Tell der Arbeiterschaft hat sich flüchrcn müssen unter ben Schutz ber 6ru lenic vor dem Wü en ber Reaktionäre. Tie Nachrichten von einer Roten Armee südlich ber Ruhr sinb erlagen. Wir befinden uns in ber Neuorganisation eines stapp-Putsches. Tie Regierung mutz sick mehr auf bie organisierte Arbeiterschaft stützen unb die acht Punkte bewllligen. Reichspoftminister Giesberts' Meine Ausgabe im Ruhrgebiet war, alles zu versuchm, um Blutvergies??n unb Bürgerkrieg zu verhüten. Ausschreitungen auf beiden Seifrn oerurteilcn auch wir, auch das Zentrum. Bürgertum, Beamten» rum unb weite streife der Arbriterschafl waren sich einig, dast das schlimmste basieren müßte, wenn bie Reichswehr abmarfdiert, vH ? daß Ersatz geschaffen war ober Rule herrscht' Nach den Bieleftlder Behandlungen hatte die Rote Armee Lin stampf; el mein. Der Kopp-Puttch a»ar erlck'.gt. Das Nachri-f t nwe'en während des Putsches mutz noch besonn rs unter udt werdm. Ter gute Wille ter übergroß m Mehrhett bet Bevölkerung des Industriegebiets darf nicht andauernd beunruhigt werden, von teinn Seite. Vor allem sind die zu entwaffnen, b;e ihr? Waffen gegen Briafsung unb Reg erung brauchen wo.'lcn. Mo restlo'e ?(bgabc der Waffen! Wir mü'fm cme Kontrolle ber B völLrung haben, nickt aui Grund politticher Ge'icktspunffe, io? dem auf G und ff rer Betätigung. Hätte b.:s Indu''ri-'S'.b'e: fick ruhig verwalten, wäre der Kapc^Putfck sch:ell-?r erledigt worben. Tas Reich muß zu ammengehaldm werden. Die Be etzung von Franl u tt unb D "rnv- ftabt beweist, dass die Ausefttanderfr'ibrm-z Tenttsch- lands Frankreichs Ziel blecken soll. Sollen wir es darin urueriLüfcat ? Lichtan item. ** n Kohlendiebftählsn Br v Sim Otu WltWtewck verbotnr.) Fortsetzung Ich alber Junge.' rief er le mit Weile L>pret I nicht Fu mir mir! f? Verzeih! Ich woil ^ch auch nicht. Was »SÜ du zu Simpson? Damit gab er einem Juty, vater Angefegenheit. Wau dm Sr«, daß ober zwei Stunden zurückSehreu toirbV erwiderte ich, zum n^enichteri in sttne Schon gespeist? «ragte Dick, ein. >icheu. er alH h er in Sicherliv. Wohnur-t '| ütmjsche . , zu hü Mot« um 1 •Jntteo bi«,.*' Äi «•itehti k Mi» fei; Die Gräkin. Roman von G. W. App le ton. frottier u MN!M 39 Mrt’-itg, do trm^Itsrt ji B-W der > werben hll bak um 3o erzielten im g« etwa N vechAlnismä lernen grötzc Wieben gut Mische bei ändert. An MeM, ul Me» Tran itimitun sich auck m logen »eite m liefen 8 tünbigung tianjaftion wilunj ter wrbea foll,, I w 245 um, Ä 42k M iWb. Feits Halt eine Minute! bemerkte ich. £hoft bu noch Zeit? Stennft bu den nächsten Zug obiuerteu? Em halb Dutzend Züge, wenn du willst. Aber itvmmt beim? Weil ich meine Nvchmitbagsbesuck« ertebtgeu muß. Was ich dir Mitteilen w.ll, Rum ich m — nun, in einer halben Stunde erledigen — und ich wäre dir sehr verbunden, teeren — Natürlich), altes Daus. Ern oder ZEi Stunden machen mir nichts aus. Um was handelt sich's denn? Etwas Wichtiges? Sehr Wichtiges, und ich möchte dich um Hat fragen. Gut. Vielleicht ist er Goldes wert, ober ich kam für di« Marke nicht garantieren. Liebesgeschichte? O nein. Viel schlimmer als das. Durch derartige Lappalien schlag ich mich in der Regel selber l durch. Wo können wir denn die Gesuchte bi» sprechen? ygenfti h-Bn 22. der Arrlin.i tfcM. die, ,Wuite a*>' Me-xil ho< I« p Siaik I IW"’ät je1 1 ci je 500 W a Fleuss jjjt dlW S UJpt, ndfling »er «■ aW®- Hast du ihr die Adresse gegedm? fragte ttti (Fortsetzung folgt.) 3 ei'1; M.01 it1‘VJ Wer am Elektrizitätswerk sei noch mitge» teilt, daß es sich nicht um Personen handelt, welche etwa aus Not dort die Kohlen stehlen, sondern vorzugsweise um arbeitsscheue, ju^ g-endliche Personen, welche sich das Kohlenlager am Elektrizitätswerk als Erwerbsquelle ausersehen haben, indem sie dort die Kohlen stehlen und zu hohen Preisen an Private verkaufen. Wie selbst eine hiesige Arbeiterfamilie! mitteilte, arbeite ihre erwachsene Tochter nichts, sondern gehe des Abends mit noch anderen nach dem Kohlenlager des Elektrizitätswerkes, stehle dort Kohlen und verkaufe diese alsbald wieder zu hohen Preisen. Aus diesen Anlässen war die Sicherheitswache beauftragt, nach diesen Kohlendieben zu fahnden bzw. sie abzufassen. ** Ra ubm vrd bei Selters. Der der Mittäterschaft in der Raubmordsache Völlen dringend verdächtige Knecht Sandner aus München £at im hiesigen Untersuchungsgefängnis einen Selbstmordversuch gemacht, konnte aber noch rechtzeitig gerettet werden. Kuchenbecker derHaupt- desÄlldigte, behauptete, daß er mit dem ermordet«- Bölxen rn eine Rauferei geraten sei, wobei sich der Revolver von selbst entladen habe. Dieser Aussage steht der Untersuchungsbefund kraß gegenüber. ** Bol ksho ch schule. Des neue Semester beginnt am 3. Mai. Alles Nähere ist aus dem Verzeichnis der Arbeitsgemeinschaften, das in allen Buchhandlungen und auf der Geschäftsstelle (Läber- straße 26 II), zum Preise von 50 Pf. zu haben ist, ersichtlich. Tick Molyneux und ich waren wahrend Karren Zeit mem?§ Ansen khald^ zu Edinburgh Bit)eutreunbe gemewn. Beinahe am gleichen Tage machten rott das Examen und promovterren. Da ihm größte Mittel zur Verfügung standen als «rr, kaufte er sich eine sehr teure Praxis in South Kensington. Er wir p tstchttg tn seinem ■Serufe, datz, et zweifellos ganz H:rvvrvagendes Parin geleistet haben würde, wärm ihm nicht eines schönen Morgens unvermutet hmiderttausmv Pfund tn Form eines Bermächtni)>s in den Schov g> sollen. Bald ixieaut traf er bet einem Ball eine entrückende kleine Blrmdin', die ein ebenso großes Vermögen in Händen hatte, und verhüte sich Mverzügl tch tn sie. Sic heirate dm sich bald darauf, «nb so kam seine Berufstätigkeit zu eiro:m cairixn Abschluß. Er trieb ein wenig Literatur, ntt ein über zwri Steckenpferd: tOrchideenzuckr w>ir eins davon) und wachte dm allerdings errofgUen V r- Gemeinden vorgelegt werden. ** Merlau (bei Mücke), 14. April. Zur Versorgung unseres Orte3 mit elektrischem Ächt hat sich hier eine ElektrizrlLtsge nossen- schäft gebikdet, d« die Gießener Firma O ß- «vald Müunich mit dem Ausbau des Ortsnetzes beauftragt hat. Kreis Schotten. = U l f a, 14. April. Ban den Hol )he stä n- ben, die kürzlich von der hiesigen Gemeinde versteigert wurden, sind bisher etwa 150 Stämme gestohlen worden. Kreis Friedberg. cm. Bad-Nau hei m, 15. April. Wie wir erfahren, roirb der Kurdivaktzor Frech rr oou F r a n te n b e r 9 demnächst in den Ruhestand treten, da für ihn eine jünger: Kraft vorgesehen sein soll. ---Groß-Karben, 14. April. Eine Diebesbande raubte heute nacht ans den Stallungen des hiesigen Bahnhofsvorstehers sämt iches B i e h u n d Geflügel. Bon den Tätern fehlt jede Srnrr. Starken-urg und Rheinhessen. Güterwagen räuber. ---Mörfelden, 14. April. Die Frankfurter Ms-enbahnkrimin-alpoliz« ve r h a s t e t e am Dienstag nickst weniger als 13 hiesige Einwohner, die feit Monaten aus den Eisenbahnstationen Walldorf und Mitteldick Güterwagen systematisch ihres Inhalts beraubt hatten. Die Waren wurden von der Bande nach Frankfurt a. M. in er»? Wirtschaft geschafft und hter an Dehler um teures Geld weiterverschachert. In der Wirtschaft fand die Polizei noch betracht iche Bestände geraubter Anzüge, Stiefel und Lebeitsmittel vor. Kreis Wetzlar. a Dornho lzhau sen, 13. April. Nachdem in vergangener Woche der Transformator unserer elektrischen Lichtanlage emgefägt wurde, erstrahlen nun Ortsstraße und Wohnungen in unserer Gemeinde m elektrischem Lichte. Das Ortsnetz kommt auf etwa 100000 Mk., bee einzelnen Aiilagen in den Häusern auf 800 bis 1600 Mk., je nach Anzahl und Ausführung der Lampen. Wiederum wie vor 10 Jahren, als die Wasser- Siehener StaMhest« Mar imh Msritz. Nach Wilhelm Busch von Leopold Günther. Gießen. 14. April. Das war ein Nachmittag für die Kinder. W und Moritz waren aus dem Bitdcrbuche vap M beim Busch herausgestiegen und verübten leib hastig ihre bbfen Bubenstreiche auf der Bühm. Und es ging alles genau so vor sich wie es in der Versen unter den bunten Bildern steht. Die Hühner der Witwe Bolte legten, im Geäst des Apfelbaums hängend, sterbend ihr Ei, bevor der Tod herbeikav. Sie stiegen an der Angel der bösen Buben im Kamin empof. Sckmeider Böck fiel ins Wasser und bekam das beife Bügeleisen auf den kalten Leit' Sebrer Lampet explodierte mit der Tabakspfeife Onkel Fritze kämpfte mit den Maikäfern, Max und Moritz kamen als Brote in den Backofen wL> retteten sich abermals, nur der Schluß war anders: obwohl bee Mühle mit Geknacke ihr tiffe taffe, tilke taffe hören liest, wurden die beiden demwch vorj Tode verschont und konnten ein rreues, besser« Leben geloben. Das „klaa Gezäppel", das bnä Theater bis auf den letzten Platz füllte, flirrte ein Bienenschwarm vor Aufregung und Begei^tt rimg und wird bei den Altersgenossen sicher fevitll von dem Erlebnis erzählen, dah man auf mehre« Wtederholungen mit ausverkauften Hause rechnov darf. Tie beiden bösen Buben wurden von Hedw« Rupprecht und Li-efel SB inner gestellt, da sich ihrer Aufgabe mit guter Laune anmchmo Ebenfalls im Sinne von Wilhelm Busch wäre, auch die übrigen Figuren: Onkel Fritz (Rudoij Goll), Schneider Böck (Richard Helldor« Lehrer Lämpel (Kuno Erich Weber), der Sätfa (Harry Roebert), Müller (Wilhelm Koch Bauer Mecke (Heinz Be chft ei n), sowie die Bolte (Luise Rammet, ferner Margarethe Ker nicke und Hildegard Schustb«rr. »■ zimmer unterzog. Er hatte nur selber ana:baten, mich hie und da M vertreten, und ich zweist' nicht im geringsten daran, daß. er sich dabei köstlich vergnügte. „Jawohl," sagte ich imr, „ich werde zu Dia hinaus sichre n und ihn in dieser Sache um Rat fragen." Er lebte Sommers n*e Winters in ’üwm schönen, alten Gebäude am Ufer bre Themse, nahe bei Kingston, mit einem prächtigen ausgedehnten Parte am Flusse, nach meinem Dafürhalten einem wahren Paradies ans 'Erden, wo ich stets ein gern gesehener Gast war. Ms ich aus der Eharrng^Erost-Sbrtirm . B r a b (Ui. S.): Dokumente, die der Regirrung nicht bekannt gewesen waren, hab: ich den fcanzösischen J-ournalisten nicht ge ebert. Daß ich die Dokumente bei meiner Anwesenheit im Ruhrgebiete nicht an die Regierung gegeben bafx-, liegt daran, daß sie nicht in meinen Händen waren. Eine Rucksvvach: zwckchert mir und der Hohen Ko n- miffian hat am 7. April, nachmittags 4 llhr, luatitp gefuirden wegen der Unmöglichkeit, die hundert- taus'ende von Flüchtlingen im Wuppertal zu beherbergen. Im Jntevesse der Ruhe und Ordnung mußte dies erwogen wwden, to.'ttn die Flückstlrnge in das besetzte Gebiet übertraten. Wir hörten, sie l'ontcn hrterniert Norden. Abg. Falk (Dem.): Wenn Herr Braß schon im besetzten Gebiet war, warum ift er nicht auch zu den dortigen deutschen Behörden gegangen. Damit schließt die Besprechung. Der Rvtetat wird an den Haushaltsausschuß verwiesen. Das Reichsteimstättengesetz wird an den 24. Mvhnungs- ausschrch verwiesen. Morgen 1 Uhr: Rest der heutigen Tagesordnung. ScteM SVt llhr. fragte ich, während tour über dte WaterloobrüK i fuhren. Jawohl, altes. Eine Menge Pakieittm, einige sehr merkwütt>ige Fälle — besonders einer |m! mich sehr uUerefitert. Aber, ridjha, ich hab's va beinah' vergessen. Ger«ck>.' bevor ich wegging, fiw ja etwas so Seltsames vor. Etwas 'Ungewöhnliches? Gewiß. Ern herrschaftlicher Wagen fuhr dem Tor vor: eine prächtig anstehend: Frau In» lns Warte^mmer he elngerauscht und folgte w-t Dotter Perrgord. Dean Assistent erlitt idner 'tw SchtagausaU und stürmte Heren», mir den Besu.it anzumelden. Ich war eben mit dem fteanEm B>iu' einer Marktfrau beschäftigt und sagte: „Ist red« Sobald ich damit fertig bin, können Sie he «« lassen!" Ein paar Minuten später trat sie ein Bei Goll, eene stramme Frau! Doktor Perigbs wie ich annehnw? sagte sie. 9t:in, gnädige Frni erwiderte ich höflich. Doktor Perigow ist toto^ gerufen worden — wichtige Kvniultation — W Sache mehrerer ©tunben, : ich furchte — at»u ich btn fein Stellvertveter, und iwnn Sie V«k nehmen und Ihren Fall befebreib^t «vollen — £>»<’ mtterbrach he mich: O nein! Ich tvmme in Xus 5taM unb Land. Gietzen, den 15. April 1920. Weitere Erhöhung der Brot- und Kartoffclpreife. Der R e i ch s r a t hat den Entwurf einer Ergänzung zur Verordnung über die Zah- lungvonAblieferungsprämienfür Brotgetreide, Gerste und Kartoffeln vom t& Dezember angenommen. Es handelt sich um eine wesentliche Erhöhung der Brot- und Kartoffekpreise. Für den Rest des Wirtschafts»- jahres wird der Mehl preis auf 102 Mk. für den Doppelzentner erhöbt, außerdem die von den Kommunalbehörden zu zahlende Vergütung auf 02 Mk. Die Preise für e i n Kilogramm Brot, die infolge des hohen PrL- mienshstems am 1. Januar bereits auf 1,40 Mark gestiegen find, werden eine weitere Erhöhung auf ungefähr 2 Mark erfahren. Lebensmittel. ♦* Städtischer Seefischverkauf in den Marktlauk^n. Heute Donnerstag, am Freitag und am Samstag kommen Stabil an rmd Schellfische zum Berkans. ** Freibank. Freitag, 16. April, werden von 1—3 llhr die Nrn. 1951—2050 belichtet. BerasrstLltungerr. Donnerstag, 15. April: LichtspiÄtheater tote gestern. ** Tas Fest der silbernen Hochzeit feiern am 17. April die Eheleut: Franz Klen ke r. ** T i e Gewerbescheine für 1920 (Patente können von den Gewerbetreibenden der Stadt Gießen — das Stuck zu 1 Mark — bei der BezirMasse, SencÜenbergstr. 7, in Empfang genommen werden. ** Tas hexische Frnanzamt hat mit Rücksicht aitt die sehr erh:blich vernv^hrten Dienst- geschälte die AmtÄf.ge wie nachst^lMid erweitert: Dienstag 8—12, 2—4 Uhr, Donnerstag- 8—112,. 2—4 Uhr, Samstag 8—12 llhr. An den übrigen Wochentagen ist das Finanzamt für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen. ** Die Beitragsh öhe in der I n o a« liden o er sicher Hin g. Tie vecsichnn»6svfl.ch- ttgcu unständigen Arbeiter int hiesigm Stadtbezirk w5rd.n darauf aufmerksam gemacht, daß die Neufestsetzung der Ortslöhn: mit Wirkung ovm 1. M-*i d. Js. eine Erhö^hung der seitlier o wwen- beten Beitragsmarken zur Jnvalidenv.'rsicherung nach fi^i zieht. Näheres siehe Anzngenteil. ** Stellt Studenten bu den zur Berfügungl Jn^ vierzehn Tagen beginnt das Sommersemester. Hunderte von Sdu- denven werden erwartet, für die zur Zeit keine Wohnungen vorhanden sind. Der Ällgemeine Studentenausschuß. Gießen^ wendet sich daher in einem Ausruf an die Mirgerschaft ‘ Gießens, jedes verfügbare Zimmer zur Verfügung zu stellen. Anmeldungen nimmt das Universitätssekretariat, Bis- marckstraße, entgegen. ** T i e Ideenwelt des Bvlf che tors-- mus. lieber dieses Thema wird am Sams!»g abend Prof. Tr. Schmoll im Auftrag des D. O. B. im Gaschof Hindenburg sprechen. Landkreis Gießen. (-) Grünbera, 14. April. Hier tmtrbe eine landtoirtfchaftliche Bezugs- »nd Absa tz gen o s > e n schaf t gegrün. et Der Vorf a d setzt sich zusammen ans Landwirt und Metzger Heinrich Bausch, Landwirt Christoph Trinkbus IV. und Landwirt August Frank. — Kaufmann Christoph Schweißguth und Ehefrau geb. Jöckel feierten heute das Fest der Silbernen Hochzeit. S G r ü n b e r a, 14. April. Am Anfang dieser Woche wurden hier die Abfuhrscheine für das jeder Haushaltung zugetei.te Holz au 'gegeben. Jedermann suchte nun möglichst rasch leinen Anteil heimzubekommen, damit er nicht etwa gestohlen würde. Daher sah man dieser Tage, wie ununterbrochen Wagen hinter Wagen beladen mit Holz der Stadt zurvllte. ZunäM erhielt jede Familie 2 Rm. Hartholz. Der Rest des Hartholzes wird demnächst an dre Biebbesitzer in der gesetzlich bestimmten Weise zur Berteil'ung kommen, tvährend dann Stöcke und Reisig an alle verteilt werden. Krei4 Alsfeld. 8. M a u l ba ch, 13. April. Auch unsere Gemeinde wird demnächst mit einer elektrischen Reick-sjustizMinister Blunk: Aby. Äcktzl hat sich zu Entstellungen und Berdrebungen hinreihcn taffen, die ich ihm nicht zugetraut hätte. Meine Feststellungen waren durchaus unzutresftnd. (Zn- ftimmung bei der Mehrheit.) Dre K-önigsbevger Allgemeine druckte den Aufruf unter der fetten lleberschrift „Tie Deutsche Bollspartei erklärt sich sür die neue Regierung" ab. (Gvohe Heiterkeit bei der Me'hrheit.i Sie haben den oerbrecherifchrn Wahnsinn der Kapps nicht bekämpft und tragen mit die Verantwortung für diesen Hochverrat. iGvoher Lärm und wütende Zurufe. Präsident Fehcenbach mahnt zur Ruhe. Bvn seinem Patze aus biete das Haus wirklich kein Bild der Wurde.' Ter bei Schrkitzler Vorgefundene OrganisationspLan bewies, daß die Putschisten mit dem jofortigen Einsetzen des Generalstreiks rechneten. Ich «verbitte mir eine solche niedrige, gemeine, ihren Urheber kennzeich- Bceeine ««d Veranstaltungen. — Fr iedber g, 11. April. Der Taunus- kl ub Wettera u (Zweigverein Friedberg—Bah- Rauheim des B. H.-C.). hielt unter dem Borsh von Finanzvat Hoos feine diesjährige Hauptvep fammlung Aftern in B<ü)-däauheim ab. Die Mitgliederzahl ist nach Kriegsende ganz betrachtlÄ geftteg-n. Tas Bereinsvermögen beträgt 1061 M., der Turmbaufouds zur Errichtung eines Aussichtturms auf dem ^-teinkops (Winterstein) ist qh 1922 M. an gewachsen. Die Markierungen im Wi» terfteingebiet und die durch die Wetterau nach de» Vogelsberg führenden Linien sollen in dies« Jahre wieder erneuert werden, da sie teiltoeift gänzlich verschwmrden sind. Außerdem plant da Verein die Errichtung einer Schülerherber ge im hessischen. Taunus, jedenfalls in Bodcnw^. Professor Feldner und Lehrer Oßwald-Bad-Ncw- beim, Geometer Ritzert und Prof. Balser-Friedberg wurden beauftragt, die Vorarbeiten in die Hand zu nehmen und noch andere Körpcrschaftar und Bereüte mit gleichgerichteten Zielen für de» Plan zu gewinnen. Der Wanderplan für 1920/21 umfaßt 12 Wanderungen nach dem Taunus und Vogelsberg. A Ridda, 11. April. Gestern abend hielt der hiesige Zioeigverein des evangelischen Bundes seine erste diessährwe Versammlung ab. Der Generalsekretär des Evangelischen Bundes, Pfarrer Haupt aus Tarnrstadt, hielt einen Vortrag über ,,Religion und Raturwisftnfcktoft". Schlitz, 12. April. Eine Ortsgruppe tei Liga zum Schutze der deutschen Kultur hat sich rsad) einem stark besuchten Vortrag des Pvof. Schlarb- Petersburg über dte bolschewistisch Getzahr, >hier gebildet. hat ebenso Anspruch auf Dank. Eine parlamentarische Kommission müßte zur Untersuchung der Greuel im Ruhrgebiet nach dort gehen, (llner- hvrt!) Greuel sind von der sogenannten roten Ann« verübt worden. Die Reichswehr wird die Scharte rasch wieder auswetzen, die ein kleiner Dell ihrer Angehörigen ihr zugefügt hat. (Beifall.) Abg. Schwarzer (Bahr. B.): Der Einmarsch der Reichswehr ins Ruhrgebiet war nach unserer einmütigen UeberMbgung eine absolute Notwendigkeit. Frankreichs Haltung war nicht gerechtfertigt. Die anderen Alliierte» scheinen mehr Verständnis für die Lebens Notwendigkeiten Europas zu haben. Abg. Dr. Kahl (DB.): Dem Reichsiustiz- nthrifter fthlen wesentliche Voraussetzungen für sein Amt. das er gestern mißbraucht hat. Wir weisen seine Angriffe als imricötig zurück. Der Reichs- iustizminister hat die Erklärvng der Deutschen Bolkspartei entstellt. Bon einer neuen Regierung haben auch demokratische Blätter gesprochen. Wer war denn die alte RegieruA? Unverantwortlich und leichtfertig war das Vorgehe» des Herrn Ministers. Es war doch wohl selbstverständlich, daß die Verbrecher Kapp und Genosse» einen Organisationsplan hatten. Ich kann auf Cchre und Gavisseu versichern, daß meine Partei weder mittelbar noch unmittelbar von dem Putsch gew-ußt hat. Ein Minister, der Amt und Partei durch- eruauder hrirft, der Anklagen ohne Beweise vor- bringt, ist Vorgesetzter unseres Reichsgerichts * Es war die Rede eines Winkeladvokaten. (Präsident Fehrenbach rügt diesen Ausdruck. Ruf: Fvec^- beit!) Wir stehen so treu auf dem 23oben der Verfassung tote irgendeiner. Unsere monarchische Idee wollen wir nur auf legalem Wege durch lieber$cujen verbreiten. (Beifall rechts. Zischen st mir recht. )kenkut'cher ein st im ^prechzrm läge verfthrn werden. Zu diesem Aveck wurde eine alte Mühte zwischen Homberg imb Nieder-Gemünden an^kaust, welche in ein Elektrizitätswerk mit Wasserkraft umgewandelt werden soll. Augeschlossen werden die Gemeinden Maulbach, Bleidenrod, Burg- und Nieder-Gemürrden. Ein Voranschlag wird demnächst den beteiligten lettimg etngeweiht wurde, bemächtigte sich unserer Bewohner eine große Freude. Hcssen-Nasiau. Pastvorschriften im besetzten Gebiet. Die frartzösischen Paßvorschriften find wef«Mtlich ecteid)tert worden. Zum Verkehr intterhabb des besetzten Gebietes gelten bet deutsche grüne Reisepaß, der braune Paß, der weiß^ Personalausweis uttd der rote Zdew titätsausweis. Zur Reise außerhalb des besetzten Gebietes müssen diese Papiere das Visum der französischen Behörde tragen. X Niederscheld, 14. Ap.il. Maz 5t>d) von hier begab sich am 8. d. Mts. auf einer Hamstertour, von der er bis heute noch ntd?t zurückgekehrt ist. Ebenso fehlt bis heut: j fio soll er doch die Wahrheit sagen und nicht wieder sagen, es ständen nicht 18 000, sondern 80 000 in der neutralen Zone. (Unerhört! Raus! Schuft! Verbrecher!). Herr Braß hat auch Totuinente, die nrir von ihm nicht erlangen Sonnten, an die Entente gegeben. (Andauernde Pfuirufe auf allen Seiten bed- Hauses.) Wem es mit einer Beruhigung bei uns ernst ist, der 'bat die Verpflichtung, alles M-aterial der Regierung zu geben. Tic Wafsen- abtieferung ist bis jetzt ganz unAenüsend. Wir hoffen, daß toir in kurzer Zeit weite Gebiete des Kdustriegebiets militärisch in Ordnung haben. Wer will, daß wir nicht südlich der Rül)r einiüdfen, der sorge dafür, daß dort die Waffen abgefiefert werden Tie politischen Beamten sollen statt der Generäle die «oberste Gewalt haben, aber diese Oberpräiidenten usw. müssen dann a>«ch die nö ige Zivillvuroye haben. (Sehr xW tch!) Gegen Herrn Ehrhmwt ist Haftbefehl erlassen worden. Wir werden versuchen, die Brigade Ehrhardt freiwillig aufzulösen. Wenn das nicht gebt, wird sie mit Gewalt aufgelöst. Die auf Gütern in Pommern sich noch befinbenben Reste von Baltikumtruppen müssen auch fort. Wir müssen bie Reichswehr ausbouen. Die Truppen erwarten von der Nationalversammlung ein Sofort der Anerkennung. (Bravo!) Die Sicherheitswehr such, ins Parlament zu kommen. Aber ietr.e rri -eren Zuneigungen er?ah:ten nicht. Cä n?nr pf kam zu tebert, mit weich' freunvttcher V'bbritv feit er wer en gefegemtlichen Bitten u trttimg entsprach und mit roeldym Eile der Arbeit in meinem schäbigen, ff .-men aufzusuchen ! Ein Stückchen Stembutt unb eine tüdrtige Schnttt: h gefahren Lende: do zu eiine Flasche z w iundneunziger mit! 'ssÄt. Martelle. Was sagst du dazu? vu v nach V in Dannsbadl. er em»*w**n Sind Sie gewandt? in Florenz Ortsgruppe Giehen e#D e) Frische <31 «M? Seillltt heute wieder eingeixeffen. 1 Reiskirchen. gegenüb. der Sngelapoch. ■UB.L Für die Lekereeedaa- deewibeu Mtten uaa MigHM 4t- V ere«ndep—en, dU eur 14.4. 79,75 343, 324, 24.53 30,03 208, 199, 527, 305. 290,30 230,25 217,25 54,10 340,35 981,- ieöene von im Kriege Gefallenen, x, die mit staatlicher Unterstützrmg 300,70 274.78 236,70 59,40 389,60 Kbenfr Kurs 13.4. 79,75 334. 327, 235, 282, 428,- 524,- 394,- 301,30 275.30 237,30 59,60 390,40 365, 206, 510, irrer Dr B e 11>» Gieren Zürich . . . Amsterdam ftogtuixgen Stedt^olm . Wien . . . 28,28 29,97 88,10 93.90 27,03 28,47 Börsen knrfe. Franlstnrt nnurt imi> über reden. Das größte Ereignis der Saison Die Pest 500,- 292,50 299^25 31V,- S»- 4,50 9.50 7,31) 415,- 209,10 199,- 340.- 14.4. 7^50 76,10 78,- 145, - 310,- 224,- 186,50 150.- 155,- 210,50 197.50 350,- 346,- 324,75 326,- 247,- 13.4. K),50 4,375 11.- 9.- 425,- Mn»I»Ot«ee»»Me». Tatam Gießen, den 13. April 1980 Hessisches Finanzamt. Krug. geschlossen. Gießen, den 13. April 1920. Genf. 14. 2lpril Tie fra n z ö11 Leitungen erklären, daß, vorgestern tne für tn< im Frie^mSvertrag Tenlschland 011‘Tkgk Hfl* S 4 428,- 506,- 396,- 384,50 220,- 516,- 307,- 305,50 320,- 289,70 229,75 216,75 53,90 339,65 979»- 964,- 24,47 28,22 87,90 26.97 13.4. 79,75 76,40 76.25 77,75 146,- 309.- 221,50 184.- 149,25 155,- 208,75 195,- 300.- 310,25 304,- 301,- 224. 276, - 406,- 515,- 346,- 356,- Keine Wanze mehr. iS” „attelaal“. Erfolg verblüffend. — BeetL Vertilgnng. W Beete Zelt zur Brutvernlcheunc* xÄ Kinderleicht anzuwend., altbew. Doppelpack M.4.— Verkauf bei: |3988dl Dror Otto Wlnterhoff, Kreuzplatz 9.10. Bitte ausdrücklich nur Nicoda&l zu verlangen Samettag de» 17. d. M. 8 Hbr abcnM Vortragsabend im Saale des Gasthofs ^E»i»de»h«rg". $trttn(| i.Htrri Vni».-Pkns. ir.itoel ihr „DitZ-tkMklliitt8,ls-k»isKiis" Um »atztreiches iLricheiaen wird dringend gebeten. Stngesützrle «aste willkommen. W war. mm «an ton 1L 1$.. 19. B. 20. toMl oltntoich 7 w Stint BltÄtllhttB — beute ------ und billig« zu habe» der fen sei. Bhatt 233 500 abgetreten nxntm. Dir Fransten Term ft abt, 13. Besatzung i» Larmtzafr U- t. lea sind tae '.tnaeitf eigen ernes WEN»- t ch-n Ule tzmr ein» rückt und dafür fre am letzten Tienmag «er cnur*c*'iien <3eneyüit.>T Datum: Amsterdam - Rotterd. Brüssel-AntWerpen . Thripiania...... Kopenhagen .... Stochholm Helstngfors Italien London Nea». York Paris Schweiz Spanien wien (altes) .... Den ijch^esterr. abq. Prag......... Vudapest Bulgarien Konstantinopel. . . . Abeu^ Schach. Schluß- Kurs Kurs Kurs Äeil. Aejimi abmb k . ' des eWttgrlijdCT Ni Sammlung ab Ttt fr lyliidxn Ä»nd«z, sfr bi, bklt eine» Vortrag« nisnrichait'. Änl. Sine fct&pivy. k ' brutschen JMhc b-I 'M suchlrn LvMch M N g über bte WArn* : Sirap. OetWa, Nertbi, Kiew, Ospen, Jdk. : • Znclbofc. Rutsgutt, Stonkiaa, beadrea. • Htew»«»» mm • ••••••••• m • • iTiirrni UKW , ten russischen Duma. Streik in Amerika. Newhork, 13. April (WTB) Während die Ctreitbewessung am Montag abend im mittleren Westen )ur Man geben schien, hat sich bie Lag.- im Osten uud Süden twrtd>Ümmert Tie Za 1:1 der etinfmben Hal sich crcheblich Verrncfrt. Tieo ml zur Stillegung des Fracht-und Pasfa- e i e r > e t f e b r s- und zur Schließung der von den Tisenoabnen abhängigen Industrie geführt. Tie Lage des Zentrums von Newyork verschlimmen sich mfolge Abnahme der Lebensmittelfuhr Bekanntmachung. Mit Rücksicht aus die sehr erheblich vermehrten Dienftgeschäfte werden die Amlstage, wie nachstehend, erweitert: 1. Dienstag 8-12, 2-4 Ufr. 2. Tonn erd t ag 8—12, 2—4 Ufr. 3. Samstag 8—12 Ufr. An den übrigen Wocbenraaen ist das Finanzamt für den Berk fr mit dem Publikum geschlossen. Tah«; 8»/.Te*LÄTieqsanL 4*/. Deut. Bei chsanl. 8*/,Deut.Be»chsanl. 4*/.Prenh.K»asols DarmflOMet Bank Deutsche Bank. . THsconto» »«seSsch Dresdener Bink . Batioualtzantz f. D. Mitteld.Treditdank H.-Amerik.-Pakctf. Nord deutscher Lloyd Doch. Guststahlwrk. D.-Luremd. Berg». Velsenkirch.Dergw. Harpener Bergdau Oderschi. Eisend.. L Oderschles. Lisenind. Phduix.Brgd.. Akt. Da d. An iim-u. So da Höchster Farbwerke Eleklr. St. «. 9.. . Schurkert-Acrke. . FelteuLBuilleaume Daimler Bud.. Eise««..Akt. Ädlerroerke , . . . 4e/e Hess. SaatsamL Electron Griesheim NM der tn*»****frvW Partei frv w tv?Her und (tzenv linnen Minordert, bie nvitw .'c»ch ndtrn eunjekiuicn. wonach die .xlapinltc« ww rnrungen ;u einem neuen Hcmdnreich eingtlnttt 1 haben (r>? handelt RA um ein llnternefrren steck' brieflich vmv-hTicr Verbrecher, dec sich der aefümch- icten, wohlverdienten Strafe entziehen nvlkn Dir Piehliefrnrngen Deutschlands. Nutzholz-Versteigerung der Griifl. Lber-Srsterei Laubach. Montag den 1 9. Avril vorm. 10 Ufr ntwf) der Zusammenkunft in der Hofall« werden aus der ForNwarvei Flensungen Deriteiterf: 1192 Fuhrende^chirngen 1. u. 2. SP. 70 Mr»., sowie 28 Reisüangen 0,48 Fstrn Händler such vom Milfreren ausgeschlossen. 4228V Wache ausgefallen. Tk in Danzia. Danzig, 14. April. (WDB.^ Hier haben Beehandtung-'n zwi chen Brrtrer-r" der polnischen Regierung, d in Lfrrvommissar dc- BSlk-rbun-stz, Sir Storni alb Power imb yertnetem brr Statt Tanzig stattgeiunden, dir einen befriedigenden Bei- laus nahmen. Tie Ernährung Danzigs in dis rur neu« Ernte durch X^kfenrngm aus Polen im disfrrigen Umfange sichcrgesdrllt. Ein nn'sischer angeblicher Verschwörer wifrihrt. Ablieferung von Bred und Pferden abg-1«^ seien rocr 23 00t» 5r*f HtT u*. «öÄMt ssyt n 8. i>. hfl ? bis -ben!^ ietxlt rbleib tot 29 -iTr* «lot&i.r 3dm J“ Kumm XLoiS^ ***** maSSk sowie Die Herrin derWelt 2. Teil ,w** i'fesl-- d eb^ * * sjÄjt; ÄÄ’ sie. ' ayng.’l? ? \.n tu‘*7-1(11 <<. FrgcheWsche Aus heuiiaer Zumtzr emvietzteu mir striata Nordke-ScheUftsche ff. Bratschettstsche ki*Ne* blütcnbcMe* Kabeljau frische Fischlotelett» OH echte Kieler Lchleibückiage Gebe. Derdux.Mt^ we bteiiäki« «’Äöeim ab. U*! t9ani bettWi tragt 10611 row (Stnttiiieui; Qi ^arkrungmim^ ^*te Settrau nad>» Lunrn lullen in U ’J**' h !« S M. «htkbem Ml mn Schuler he rdnl - l^fflWö m MnJ Lehrer t mb Vms. !l, bie «orarbfittn » d noch mbtre Arpeckn d»richt«en Zielm in hi * Banderdlm iir 1V' M nach dem Taun« i AachM- imü Mi- b m Äovoid mitte für fr fute.) Bekanntnmchnng. A m Freitag den 16. b. Mts., nachmittags 2 Uhr, werden im städtischen Hospital, Settersweg 11, die im Jahre 1918 gefunkelten (Gegenstände, verschiedenes Mobiliar, sowie sonstige HaushaltungsgegenstLnde Sssentlich meiftfretenb gegen Parzatztimg nerikigert. WiederVerkäuser )mb von dem Mitbieten aus^ M8 Khrd>t ««d HMteu *4 Siebe», 18. Mpril Tie 3a>re5>er» tzammlung des O berhessischen Ber- eias für innere Mission w.rd am Mow° (M ben 26 April, nachimitags P/„- Ufr, im Seel d« Jochuuwslfrche absetzalsen. Aus^r den Astafru ^ichaf.licfrn Angelegenfrüen wird lick die Tagung vor (allem mit der „Frage der Vollsmis- ck^>arrs, noch arbeitsfähiges Pferd, Stute, 7 Iafrc, 1,-56 Meter groß, rmrb am Samstag den 17. April 1920, 10 U f) r norm., am Pserdestall fra Durchgangs-, lager« Kietzen meistbietend versteigert. Pserdehändler und Pscrdem-tzgcr werden nicht Wgelassen. Berücksichtigt werden: a) Krteosbeschädigte, (In einem Teil her tot'lage nned'rfrlt.) Dir hohen POsWkbkhren. Darmstadt, 13. Aprü. Die Abg. Tin- yclb en unb Ken. frtzeu fot>iende dringlikbr Anfrage an die Regierung gestMt: Infolge der franh»»ischen Besetzung emo» weiteren Teiles des befti'decn Gebiete) ist an grvtzer Teil des hefsi>ch?n Bvttzrc- gezwungen, sich die mit einem französischen Bernrerk veriebenen deutschen Ausweispapicrc zu beich-vien, da ohne diese eine ungebittderte Ausübang des Beruf) nicht rnögiich ist. Ms AusweistzLllfrre t)mmt in erster Änic in Frage ein mit Subtiklb versehener deutscher Reisepah. Für die Aussvckinng eines Reisepasses mü dem Sichtvermerk der franzäiischen Bcfrrdc werden neuerdings «olgende Gebühren erhoben: 1. ein Patzsternpet ra Höhe von 3 Wt, 2. em weiterer Betrag in $**fr w 3 1f. 3 ein Betrag in Häd? von 5 Mt Bei dem unter Arsvr 1 genannten Betrag bandelt es sich um eine gejetzliche Stempelgebühr. Aui roridtv gesetzlichen Krundlagen stützt sich aber bie Erhebung der weiteren BetraOe, insdeionderr bei für dtc »eilen des Bertefrskommissariats fr stimmte unter Hffsstr 2 genannte Betrag von Ist der Regierung diese RcuregelMig des Ke- bührrtwesens bei der Ansfrlluag wn Ausweg pofreren frfannt? Ist sie gewiltt, dafür Sorge -u tragen, baft wenigstens btt nnentidlcn Lasten für die ofrtetzin schon schwer rmprunberw feindliche Besetz»u»a nicht lediglich btmienigen T>nl des Volkes au'kerlegt werden, bec durch die Verhältnisse ge ^wungon ist, sich die uorbeichrstbetu-n Ausweise ru frschaisen. retw* anders rr seinem Berns nach qehen tmU? Die nn»e MNfrti9ri*ttiluu<. Darmstadt, 14. April B-te eittige Btatter me&en, ipll die netzt Wahtkreiseiuteicun» bei fr» nächsten Wahlen nvch nicht in Kraft treten. Für diese wurde es noch einmal bet den alten Bezirken (für uns also -essen) Weiten. Nur einige Bestim- mungen, y B. die Vorschrift der 60000 Stimmen für cm Mandat, Reichs liste, Reichswähterkarte und dergleichen, würden schon jetzt zur Geltung kommen. Bechftl in AedchsfreterkommgnÄOS Fran kfurt, 14. April. Ter Stemtnuui* eeur der Reichswrfrhrchafr 11, Änakralleutnant von Svoizmann, ist mit der Bertretuw- frs Ober. friehlsbaders frs Mehrkv^Ävmmanoos 4, das seinen Sitz m Dresden hat, beauftragt rtx>rbm. (fr onrd wafrscheinlikb yfrcfrolger des «vabschiv- tetcu Generals Ti ar der widen und das Ober- kmnmando im Freistaat Sachfru künftig führen. Tte Vertvetung des von Mssel schadenden Brie g,jbetommLndeurs hat Wewcaimavr Ä* u n b t, bisher Insanterstfuifrei LI in Bad-Nauheim und milftLrischer Best-HlSfrber im Freistaat L-esstm. übernommen. Befrr-msse wr einem weiten MilittrMtsch. Berlin, 14 April. Ter „Vorwärts" brrnst einen AufruftzurMachsamt'eit, in dem der Baris, 14 Avril (WTB^ öin *vahger i-emmerterr des Zaren Nikolaus, bischin, ist am Montag morgen, als er von tter lin hier an kam, am Hauptbahnhof verhaftet nvrden. (fr soll der Verbindungsmann titrififrn zwei russischen Organisationen in Berlin und Van. gewesen sein, die für d,e Wieder a uf ri ch tn ns des Zarenreiches und förbwUnterbrüf kung der polnischen Republik rmtrfrnt soll. Der Verhaftete beteuerte seine Unschuld Ss scheint, daß die Angelegenheit, die zu jablreufrn frandfutamew netüfrt hat, noch weitere Shfiie 7 gewaltige Akte. Ab Dienataf: Menschen in Ketten sowie Die tau der Ml Teil. Abends 8 Ufr findet in der ©tixbrfitdr ein Got - teSdien st flott, in dem der Bevetnsgnbliche HSarrer S ch ä f e r * Tarmftobt predigen ifrcb. a Flen s ungen, 13. April. Unsere Schule, axldx einNassig war, wurde bei Beginn des neuen Schuljahres in eine zwetklassitze verwandelt. Die uoeitc Klasse wurde dem Schnlverwalter W e i S - Haupt, welcher vor kurzem and franjöäkfrr Ggfrngenschaft zurückkefrte, üfrrtraqen. Da unser wst» SdruihweL zwei grvhe Säte und zwei ge- uunige Wvh«moen enthält, stellten sich der (fr- lüfrung der »weiten Klasse ferne Schwierigkeiten ateTfltn. «gesiedelt werden sollen, d) Personen, benen bereits Pferde leihweise überlassen werden mußten, e) Personen, die im Dienste der Allgemeinheit tätig find, wenn ihnen zur Ausübung ihres Berus« andere Berkchrsmittei fehlen, y Gewcrberveibende in dringenden slifflm). Anmeldung der Bewerber, die für Ziff. a -f die nonpenb.gen schrisf.ichen Ausweise mitbringen muffen, mu ien sich zur Ausstellung von Einlaß karten Samstag den 17. April 19Ä), vorm. 9 Ufr, im Geschäft-zimmer bet Kommandantur des Trrrch- gangÄagers SchLtzenhaus) melden. 4207D 9 Pro» anzogen, 229. Lhem. Weiler ter Meer lefren ihre AuNvürtsbewegung fort, mit 310 ge- »wim frei Ü>-A 15Jwi» Xte V’.'o dschmifr guuxi 07O unk zaimlcr ,üü>ucen schwächten sich etwas atz, 30o. Auslandswerte lagen venmch.äifigt. o P vfr. Ru maner ftnnben in regem Lerke fr und 61/, Proz. an, 136^. Mexikaner ruhig. In Teutlck Luxemburg trat später Ah ckwächunq cm, fie schlluten 343. Äetieiik^rchen 324 (—3 Proz.). ieLe der L*.ge, di* rlehtt<<** emee d an werceo wir Ihne* Hwm Ibewoden. war Ihoee eiue lieber ree#h jn- and Freode berehet. Lee« n tite nee die richtigen >«®-a und ihre des teMItt Mg befisUffli ans Harters Prtireweiwnrterte 5881® J WWW 4 M ZIMM- a» SteMiMtMine. Brette b. V»tze am ©wreg tz S0M9 ekstSNW. Hoch achtend Bellachini. chem. Fachbibliothek ■acht »lle chewi'ch« Literatur, hauvtsächlich Zeitschriften, zu HSchiten Preisen zu kaufen. Ingebote um F. L. S. 527 an Hadwlf 1o*m, Frankfnrt a. 3K»s Handel. Berlin, 14. April. B ö r se^nstimm un gs- bilb. An der Börse voll?og sich eine recht kräftig' Erboluiig, bie »um ive'cnllichcu Teil bi1 gestri^t Per Ufte iDÜfr* auSLich. Inr elf gern i ett -mg e*m Doii der Anschauuug ans, die :NiuffdMdvx 8tertt;exit hoch und durch die Verhälmi'f' nicht jttftttkTttgl wavni Auch gab riin nicht un» Ddoitl dK Brr cheche-nu^q her Markvuluüa Än- teiz |u 'i Juten, namenUich w BaUttAipi-?ren “tennemät testen KoloniaKmreile und Pomona rat ic 500 hoher ein, Slomun und SiBicephosphat im 300 b*/D. 200; recht erhebliche Steigerungen eeigten sich auch in Montanpapierrn, Farbwerten und JBalioftwn. Deutsch-Luremburg?r gewannen 39 Droz unter dem (Linfluß. der sän«- fftsfrgtxng, daß, der öterouut aus der Abiöumg»- iranaafi 011 zu der wewirmausschL twtg u»? Rück' tzchlmg der umlet e..ben Obligatio-..en ucrirmbet werden fort. Steaua Romana gewannen <ä Pro-., dagegen gaben SeNada-Aktstn im Ber- laufe um 36 Pr"ß u-ach. Merilafrschr AEtLea erziel den im (5i . .kfrng mit btr- Balutms(htrur Un -- ven ekwa 20 Pvvz. ©dx'rfafrt^'.ttkn >r»ri:ierten ^erhältntsmasjig wenig. Das Wcfcäit nahm meist fernen grdfrren Umfang «*. Deutsche Ätzlerhen •Geben gut bchcuptet. Oesterrrichischc und un« Oarischc bei klci-Lm Geschäft unwetest 1 ich ver-- Albert. An der Börse roaeen deut'ch Anllsthen ichlietztich afrieschwacht. Die Börte icktz'otz bei >-*fr stille» Geschäft zu tetdit nachgebenden .timten Frankfurt a. M., 14. April. Börsen- immung^bilb. Die feste Stimmung übertrug sich auch auf dst Abendbörse. Deut ch Suremburgcr »gen wertere 5 Proz. an, 348—347. Die Umsätze ■1 diesen Aktien waren lebhaft, was auf die Ankündigung, daß der Gewinn aus der AdlSsunas- tiandaftion zu der Gewinnausschüttung und Ruck .iadluug der umlaufenden £blig*t3>nen verwenfrt wrfrn soll, »urückzusührrn war. Oberbedars gingen ui 215 um, sonst sind noch zu erwähnen Phöu / udt 428, 410, Mestewgetn 754y3. ifWttx. Fetten u. Guillemn« waren 7V, höher beseitigt man schnell, stcher unk schmerzlos mit ft.-tlHrtf In vielen tmifenb Fällen glänzend M nttrOI* brroäbTi. Kriklrol ist in allen befielen kroaerien »um Breise »on Btt. 2— erhäl!itch -afien eie n v nicht» ander, aulreben es gib' nichts Bessere?. - ■ ” ' Bohnhofftr. 59. Tel. 66. H Fleiscktttzt! 06846 8ritz Keftler Familie Graulich Familie Schmitt Familie Reuschling Bersrod und Winnerod, den 14. April 1920. 4216V Die Beerdigung findet Freitag den 16. d. Mts. nachmittags 4 Uhr statt ............................................................................................................... 4242V Gießen, den 15. April 1920. 06866 zu verknusen Zündet 4225 Die Beerdigung findet Freitag den 16. April nachtn. 2 Uhr statt. oder MWikl! 4009 c topf. Vereine gesucht. 06804 Dr. Klewitz Zeitschriften Zeitungen Alte Bücher gesucht, sind, p sw Donnerstag, 15- 1 Paar Herren- Boxkalistiefel (Gr. 42) vreisw. zu verk. Anzuf. nachm. nach 6 Uhr. 06832 Seltersweg 61 II. 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Stellung weilt, wünscht sich -u verändere i'. sucht pass. Stellung, am liebsten in Giehen.Schr. Ang, u. 4233 a. d. Gieg. A. J ränlein sucht Stelle als Stütze in nur Herrschaft!. Hauie bei vollständigem Familienanschluß ^chr. Angebote unter 06842 an den Giest. Anz. erbeten. Nachruf! Am 13. April 1920 verschied unser langjähriger Beamter Herr Otto Keßler. Wir verlieren in dem Verstorbenen einen erfahrenen, tüchtigen Mitarbeiter und lieben Kollegen, dem wir em freundliches Andenken bewahren werden. Heute morgen 7,7 Uhr hat Gott der Herr meine geliebte Gattin, die treue Mutter unseres Kindes, meine gute, einzige Tochter, unsere hebe Gote, Nichte und Kusine Luise Böcher geb. Schmitt im Alter von 25 Jahren durch einen sanften Tod von ihrem kurzen, aber schweren Leiden erlöst stiolol, neu, 200 Mk-, 1 P. .............. _. ______, schwarse, 160 Mk., Gr. 42, tisch und Bücherregal zu u. 1 ZinkMewaaee z. vk. neck. Seheletr. 18p.L ml«i PraaklarL Str. 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