Erster Blatt Dienstag, U 170. Jahrgang Hm geplante Köller mit* Anteilen. odargt, die ti> 1- if ÄMjctbchöcki r ken militärili- :itei auf btt;;: Zelt zwingt lebe In Wert auf die kn r juloerö z» Iwaw Pmositadi, m tat- ilvcr wird aütnln in LaLrmlvrr ml Tie unter iiänla ebs fliborntortull!i i die Gewähr für riebkail, irrt owi , das gute timur n.der beite tW wrragrnden tstgm ,, Mtl K röllig ausgeschlossen werden kamr. Die deutsche Regierung glaubt, datz V? durch täte mündli che Ausspr ache am samelltten He Möglichkeit erlangen würde, zu den in der yiotc Qifgeroörfmen Fragen Stellung zu nehmen. Sie «hrt sich demgemäß, anzuvegen, baldmöglichst ine Besprechung vmr Vertretern derjenigen Regierungen stotts inten zu lassen, von denen der korschlag ausgegangen ist und an die er gelichtet lit. Die deutsche Antwortnote über Oberschlesien. Berlin, 13. Tez. (WTB.) Der deutsche Botschafter in London hat am 11. Dezember nachstehende Note dem englischen Premierminister übergeben: Tie deutsche Regierung hat den Vorschlag, den der britische Premierminister namens der britischen, du französischen und der italienischen Negierung ............. .. _ toegen der Abstimmung in Oberschle- ,r ja biklrrNtw« s ien gemacht hat, einer eingehenden Prüfung j Untertanen und beehrt sich, darauf folgendes zu T gtcutiort, 13. Tez. (WTB.' neugewählte Präsident Harbins ersuchte Bryan ihm leine Ansichten über die tron Hm oeölant Gründung einer Gemernfchaft der — .'IS?1* J 'habrssttz «Wr3 v Amchlll l it xnt. itfnflrtafl -U. Tcz. jl tfigen Wuii’-imtll no'Ientlichtr äs yj a Zivil- um ' ig der ftomnwiw 41 tat sind. Tieft KL neu, asthült W Jrauen. ta.) Nach timt Mitten die 11 des trt Grnäbr i [ Ur.l S*. ki K Sh'fctej :iu Tode bchch S $ 3hm helfferich als Aläger. Berlin, 13. Dez. (Wolff.) Das Schöffengericht Berlin-Mitte begann heute die Verhandlung über eine Privat klage des früheren Staats- ministers Helfferich gegen den Redakteur der Charlottenburger Zeitung „Neue Zeit", Anselm Joel. In rwei Artikeln der „Neuen Zeit" wurde Helfferich als Fälscher bezeichnet, weil er in einer Polemik gegen den damaligen Reichsminisler Erzberger ein amtliches Dokument verstümmelt und verfälscht roiebergab. Erzberger behauptete in der Nationalversammlung vom 2">. Ju.i 1919, noch im August und September 1917 sei durch Vermittlung des Vatikans ein ernsthaftes Friedensangebot der englischen Regierung an die teu sche Regierung berangkbcacht nrorien. Die deut ch? Regierung schloß jedoch diese letzte Friebensmöglick)-- feit aus. Helfferich bezeichnete die Grsbergeriete Enthüllung in tier „Kreuzzeitung" als gewissenlosen, nieterträcht-gen Volksbetrug von vorbildlicher Dreistigkeit. Zur Widerlegung führte er u. a. aus den russischen Geheimdokumenten, die im Dezember 1917 von der Bolschewisten- Regierung veröffentlicht waren, das Telegramm des russischen Geschäftsträgers in London vom 6. Oktober 1917 auszugsweise an. Die Wiedergabe dieses Berichtes in den Helsserichsrhen Artikeln in der „Kreuzzeitung" gab dem Angeklagten Veranlassung, den Privatkläger als Falscher zu bezeichnen. Die Verhandlung leitet als Vorsitzender Amtsgerichtsrat Sternheim. Als Vertreter des Privatklagers fungiert Rechtsanwalt Dr. Alsberg. Die Verteidigung des Angeklagten führt Juflizral Dr. Broh. Ein Vergleich wird beiderseits abgelehnt. Helfferich bestreitet, daß er den Eindruck ettvccken wollte, als ob er das ganze Dokument veröffentlichte. In der Veichandlung kam es zu sehr umfangreichen politischen und tatsächlichen Ausführungen beider Parteien über die Friedensaktivn des Papstes, die Bemühimgen des Nuntius Paecellr, den Fnedensfühler, den die deutsche Regierung burdr eine neutrale Mittelspersonen Spanien aus- streckte, den Kronrat im Schloß 2Mleime, usw. Helfferich vertrat mit allem Nachdru cß'cn Standpunkt, daß d'.e Behauptung ter Mögli-ckÄeit, 1917 zum Frieden zu kommen, eite durck-aus falsche fei. Ter Angeklagte suchte nacteuweifen, daß England nicht abgeneigt grnxfen wäre, in Friedensunterhandlungen eiry:treten unter ter Vorbedu- gung, daß Teu:sckckaM sich klar zur WnterHerstellung Belgiens verpflich-tm würde. Wber er e Wiche Erklärung fei nicht abgegeben worden. Wirk!. Geheimrat v. Kühlmann bekundete u. a., es sei von der Reichsregierung beschlossen worden, daß durch Vermittlung einer neutralen Persörüichkeit sondiert werten solle, ob englischerseits die Geneigtheit bestünde, in Pourvarlcrs einzutreten. Diese Persönlichkeit habe berichtet, daß in jener Zeit keinerlei Neigung zu Besprechungen vorhanden sei. Ihm sei nichts bekannt, daß Helne- rich irgendetwas von einer Geneigtheit Englands zu Friedensbesprechungen bekannt gewesen sei. Als der Papst die offizielle Friedensnote geschickt habe, sei gleichzeitig von Parretti die 9Inteutung gekommen, daß diese päpstliche Frietensatrw» verlUtlastt Wortes sei durch Die deutsche Regierung bittet den britischen Öertn Premierminister, diese Anregung auch an die französische und die italienische Regierung geben zu wollen. ♦ DaS Kaiser Wilhelm,Denkmal iuKattowitz in die gesprengt. Kattowist, 13. Tez «WTB.) Deute morgen wurde hier das Kaiser-Wilbelm- Denkmal in die Luftaesprengt und völlig zerstört. Durch die Gewalt der Explosion wurden sämtliche Fensterscheiben der umliegenden Däuser zertrümmert. Bon den Tätern fehlt jede Spur. Beu 1h en, 13. Tez. (WTB.) Aus Niko- l a i wird mitgeteilt: Auch gier wurde das Denkmal Kaiser Wilhelms am Marktplatz g.stern früh vom Sockel heruntergerissen. Man bemerfte im Laufe des Tages verschiedene verdächtige Gestalten, denen man die Tat zuschiebt. von der Genfer vötterdunds- öerfammhtng. Gens, 13. Dez. (Wolff.) Tie heuttge Vollversammlung des Völkerbundes beriet vormittags den Kommissionsbericht über die Errichtung eines internationalen Gerichtshofes. Bourgeois als Präsident der Kammer gab einen lieber» blick über deren Arbeiten. Die Kommission habe einstimmig den vom Haager juristischen Komitee ausgearbeiteten und vom Völkerbundsrat in modi- izierter Form bereits genehmigten Entwurf für einen internationalen Gerichtstef mit einigen Er- Die Vorgänge in dort. Paris, 13. Dez. (Wolfs. 1 Der Sonderberichterstatter des „Journal" in London macht über die jüngsten B o rfälle in E o ri noch folgende Einzelheiten bekannt: Den gan- zen Samstag mittag strömten die Regierungstruppen stark bewaffnet auf die Stadt Cork zu und erregten bei ihrem Durchmarsch durcb die Stadt Angst und Schrecken. Um 7 Uhr abends wurde eine Erbteilung bei ihrer Rückkehr in die Kaserne überfallen und 12 der Soldaten verwundet. Eine halbe Stunde pater zogen Truppen, die sog. „Blacks and Taus", durch die Straßen und sor- betten die Frauen auf, in die Häuser zurück- i ukehren. Die Männer wurden einer strengen Durchsuchung unterzogen, Straßenbahnwagen angeyalten und der Verkehr vollkommen lahmgelegt. Um 10 Uhr abends begannen die Truppen, die Häuser zu burdp uchen unb verübten neue Repressalien. Die Soldaten legten darauf Feuer an den Neubau des Magazins des Sir Stanley Harrington, der fein Sinnfeiner ist. Nach kurzer Zeit war bas Magazin vollkommen vernichtet unb auch viele Gebäube ber Nachbarsck)ast würben ein Raub ber Flammen. Der „Petit Parisieu" berichtet noch dazu, daß um 2l/s Uhr nachts eine Gruppe ber „Blacks anb Tons" in das 5)aus der Gebrüder Delany eindrang, einen ber Brüder tötete unb ben anberen wie besten Onkel verwunbete. In ber Kathebrale sprach Monsignore Cehalan gegen solche barbarischen Vorgänge unb gab seiner Absicht Ausdruck, alle diejenigen zu exkommunizieren, die diese Vorgänge hervor riefen. Andererseits gab der Koiw- mandant des Bezirkes, General Giggingson, die Versicherung ab, daß seine Truppen die Lage in die Hand nehmen würden unb man infolgedessen nichts mehr von den „Blacks and Tans" befürchten müsse. Aber Cork zittert immer noch und aller Verkehr ist unterbrochen. Nach anderen Blättermeldungen sei die ganze innere Stadt vernichtet. Nach einer weiteren Meldung spricht man von mehr als 60 großen Gebäuden, die ber Vernichtung anheimgefallen seien. । eittntem: Ter Friebensvettrag gibt Deutschland den Anspruch aus eine Gewähr dafür, baß bei der Volks- ! ebftimmung in/ Oberschlesien ber Wahlakt sich frei, unbeeinflußt unb geheim vollzieht anb lebe unterschiedliche Behandlung ber einge- stsfenen unö der außerhalb Oberschlesiens wohnenden Stimmberechtigten von vornherein ausge- r^oflcn ist. Diesem Anspruch kann nur durch volle Anheitlichkeit des Wahlaktes genügt werden. Ter Grundsatz ber Einheitlichkeit des Wahlaktes ist btnn auch dem Ort wie ber Zeit nach bei den 3bftimmungen in Schleswig sowie in Ost- uns Äestpreußen auf Grund ber Artikel 9o unb 109 des Friedensvertrages streng durchgeführt wor- i tim. Diese Artikel decken sich insoweit völlig, mrt äm Bestimmungen des § 4 der Anlage zu Art. 88. I 3er Botschaft errat hat überdies den Grundsatz tier Einheitlichkeit des Wahlaktes anläßlich ber Ab- 1 Ahnung des Antrages, in Ostpreußen zwei getrennte Urnen einzuführen, ausdrücklich als maß- gebend anerkannt Ebenso geht aus ter Note Rom 30. November hervor, daß sich die britische, ’ Sie französische und die italienische Regierung * gleichfalls zu diesen durch ben Frietensvertrag und ■ ’ feine bisherige Anwendung festgclegten grunbfate Bieten Standpunkte bekennen. Die beuticte Regierung erkennt gerne an, staß ter ihr gemachte Vorschlag von ber wohl- neinenden Absicht ausgeht, Unruhen zu ver- süten>) ie bei G^clegenteit ter Abstimmung tn 'Oberschlesien eintreten könnten. Sie farm diele llbsicht nur mit Genugtuung begrüßen. Sie wer« nch die Verantwortung zu würdigen, die die drei Regierungen mit ber Aufgabe übernommen haben, :Üe freie, unbeeinflußte unb geheime stimmen» '«bgabe zu sichern und das ihrem Schutze anver- "tautc Oberscteesicn am Tage ter Abstrmmwlg »r Gefahren zu schützen. Geleitet Don dem Be- rreteii, den Mächten ihre Aufgabe zu er^ichtern, Ä die deutsche Regierung bereit, bas in ter Note :om 30. Novemter ausgeworfene Problem einer irncuten sachlichen Prüfung zu unterzieten. Die deutsche Regierimg gestattet sich, hrerter darauf smzuweifM, tertz ter Vorschlag ter Macktte gropen rchnischen Schwierigkeiten in Bezug auf Trans- vrt, Unterbringung usw. begegnen mutte, öte wacht ferner darauf aurmerfiam, daß nach oirrer o | ter Note das Ergebnis ter Vollsaostmimin'g 'ächt bekannt werden darr, bevor uicht alle von Iten eingesessenen unb auswärtigen Wahlberech- i "igten abgegebenen Stimmen vereinigt ivoroen md. Es ist höchst zweifelhaft, ob habet eine l stifferenzierung ter Stimmberechtigten und eine i 8erletzung s es Grundsatzes der Geheimhaltung Aur dem Reiche. Die Kosten des Veewaltungsapparates der Sorialisierung. Dr. Brandt hat auf dem Deutschen Industrie- und. Swtetötag berichtet, baß Mc SojiflÜ- fierung nach dem Plane Rathenau oder nach dem Plane Lederer die Einstellung von 4000 neuen Angestellten erfordere, bte an G-Halt unb Pension im Jahre 140 000 000 Mk. erfordern würden. IN Kreiscii der Sachverständigen hält man die Zahl van 4000 Angestellten bei der Einrichtung ber Zentralstelle und ter zwanzig Generalbirektionen sowie die Aufwandssurnrne für Löhne unb Gehälter im Betrage von 140000 000 Mk. für zu niedrig. Der Laie kann auf jeden Fall errechnen, daß ine von Rathenau unb Lederer vorgeschlagene Umgestaltung der Kvhlenwirtschaft die Kol.lenpro- duklion durch Vermehrung ber Verwaltungskosten sehr verteuern wird. Demotratischer Parteitag. Nürnberg, 13. Tez. In ter ersten össente' lichen Versammlung des temokratischen Patteitags am Freitag sprach nach Frau Dr. Lüders Reichsminister Dr. Koch. Tie Rede des Ministers war eine Auseinantett'etzung mit ter Deutschen Volkspattei und der Sozialdemokratie, sie streifte Fragen der Staatsform unb beschäftigte sich zum Schluß mit der Sozialisierung unb Siedlungs- fragen. Am Samstag wurde nach den Begrüßungsreden zum Ehrenvorsitzenten des Parteitags FriedrichPayer, zu Vorsitzenten Dr. Petersen, Professor Gerland, Dr. Gerttud Bäumer unb. Staatspräsident v. Hieber gewählt. Nach verschiedenen geschäftlichen „ Referaten hielt am Samstagnachmittag der Vorsitzende der Pattei, Dr. Petersen, einen Vortrag über die politische Lage. Dr. Pttersm führte u. a. aus: Nur durch harte Arbeit imb _ durch weitestgehende Einschränkung ter Lebensbedürfnisse ist ein mühseliger Aufstieg möglich. Diese Fordes rung gleicher weitestgehender Pflichterfüllung in Staat und Wirtschaft kann nur durchgesevt werden, wenn das gleiche ausschließliche Recht aller deutschen Männer unb Frauen in der temokratischen, republikani'chen Staatsform unangetastet bleibt Die Politik ter demokratischen Partei muß nach wie vor national unb sozial gerichtet bleiten, Baut gesunde, starke nationale, nicht eine Anfrage des englischen Gesandten. Dies habe man vielleicht als eine gewisse Bereitschaft Englands deuten können. Schcni vorher sei ziviichen ihm und dem Reichskanzler eine private Sondierung in Aussicht genommen worben. Hätte diese ergeben, daß in England soweit Frietensneigung i orte üben sei, daß sie zu einer Frietenskonvermtion führen, konnte, wäre die päpstliche Aktion nick»! stecken geblieben. Tie vertraulich? Sondierung habe ater' da?' Gegenteil ergeben. Auf die Frage, welche Richtlinien bezüglich Belgien dein vertrautickten Vermilrler gegeben waren, antwortete ter Zeuge, Deutschland sei bereit gewesen, die Bedingung der Souveränität Belgiens zu akzeptieren. Der Angeklagte und ter Verteidiger betonten gegenüber Diel er Bemerkung, daß England die Wvterber- ftcllung Belgiens zur Vorbedingung gemacht habe. Der Zeuge bekundet weiter: Jetzt wiistm wir durch das englische Weißbuch, daß in gewissen englisch'n Kreisen vielleicht die Neigung bestand, eine io lebe Konversation cfnjuleiten. JeteMails waren alle Sondieningen sofort radikal gescheitert, als das friedensfeindliche Frankreich eingriff. Justizrat Broh suckste iiachrnweisen, daß aus einem russischen Geheimbericht im (tegtntcil hervorgete, daß in England die CteneigtfocV Instand, die Frietenssrage zu erörtern. Er verwies aus ten bekannten Brief des damaligen Reick>s- kanzlers Dr. Michaelis trom 22. November 1917 an Hintenkmrg. Dattn stehe ausdrücklich, daß unbedingt Lüttich, Sicherungsgelände unb enger wirtschaftlicher Anschluß B-lgiens gefordert werden müsse. Der Privackläaer glaubt, daß es sich hier um einen Privatbrief Michaelis an Hindenburg han# helle. Tie psychologische Erklärung lag wohl bann, daß hi dem Kronrat am 11. November die Freigabe Ncl.7iens unter gewissen Reswven von ter militärisckxm Seite vertreten worden war. Der Maifcr jagte am Schluß seines ResumSs über den Mrourat zu den Anwesenden: Jetzt zeigen Sie, waS Sie können und sorgen Sie, daß wir bis Weihnachten ben Frieden haben! Zeuge Dr 'M i ch a e- lis schloß sich im allgemeinen den Bekundungen von Kühlmann und Helfsettch an. Rechtsanwalt! Alsberg: Hatten Sie ben Eindruck, daß daS Frirtensbenrühen Paccellis auf England zurückzu- znführen war? Zeuge: Ja! Rechtsanwalt A l S- b erg: Kam in dem Kronuat am 11. 11. nicht auf allen Seiten ter ernste Wunsch zum Ausdruck, zum Ftteden zu kommen, unb war nicht ten Bries an Hindenburg nur ein Privatbries? Zeuge: Es war gewissermaßen ter Brstf eines Freundes an einen Freund, b. h. an einen Mitarbeiter am öffentlichen Leben. Dieser Briefwechsel übte keinen Einfluß auf die Instruktionen auS, die v. Kuhlmann seinem Beauftragten gegeben hat! — Ter Angeklagte und der Verteidig^ nahmen immer wieoer den Standpunkt ein, baß England zu einer solchen Aktion nicht abgeneigt gewesen wäre, wenn von teutscher Seite eine ganz klare Erklärung über seine Kriegsziele und Frio- tensbedingungen abgegeben Worten wäre. Tas Gericht verurteilte den AngeNagten zu 100 Mk. Geldstrafe evtl. 10 Tagen Ge> fängnis, indem es annahm, baß die Fottlassnng einiger Stetten an oeren Sinn nichts geändett habe nno der Vorwurf der Fälschung nicht berechtigt sei. Ter Angettagte legte gegen das Urteil ^Berufung ein. Line deutsche Note über Lupen und Malmedq. Genf, 13. Tez. (Wolff.) Das Generalfekre- ariat des Vö Ikerbunbes überreichte heute ren Völkerbundsmitglledern eine deutsche Note, 'sie Reichsminister Simons am beit Generalfekre- :är Sir Erie Drumond getick t t hat. Die vom .JO. November datierte Note legt bar, daß Teutsch- and den Beschluß des Völkerbundsrats vorn 30. September, in welchem biet er Eupen unb Malmedy endgültig Belgien umned, nicht ar» Kttennen könne, weil nach dem Versailler Vettrag nicht ter Rat, sondern ter Völkerbund selbst, b. h ke Bötterbundsversammlung, einen solchen Be- ^hlutz fassen müsse. Der Bötterbundsrat erklärte ^eutschlaub, daß er einen anderen Beschluß gefaßt laben würde, wenn ter Nachweis geführt worden Däre. daß durch Einschüchterung, Amtsmißbrauch inb Trolrungen bte Volksb-frogung unmöglich ge- Twcht worden sei. Tie deutsche Note erklärt nun, lab sie diesen Nachnxns in ter Anlage erbringe, inb, auf diese Beweise gestützt, darauf rechne, daß tie Abstimmung für ungültig erklärt unb ber Bevölkerung Gelegenheit gegeben werte, ihren Sillen frei, tote ber Friebensvertrag er fordert, aus zu sprechen. Tas General!ekretanat Der- feilte unter die Bötterbundsmilglieter nur bte Lebersetzung dieser Note, nicht aber das beigefügte Memovandum mit bnt Anlagen, in denen die Be- neise ausgeführt werden, aus die sich die teutsckx Note stutzt. Das Sekretariat begnügt sich damit, ben Delegierten mit’,ut eil en, daß sie beie Doku- nente in der Bibliothek des Sekretariats ftnten Cnnen. Es fügt hinzu, daß sie hort auch die übrigen Akten Über Eupen unb Malmeby fintern, darunter ten Bericht ter belgischen Regierung nun 17. November, in dem, wie es in dem Be- gleitschreibeu des Generulsekretariats todrt'id) heißt, .bte Bemerkungen ber deutschen Negierung über Itt Durchsüßrung ter Bolksbefragimg widerlegt oorden sind." Hr.294 Der Siebener Lnzeiaer erscheint täglich, autzer Sonn- und Feiettngs. Vezugrprcise: Monatlich Mark 3.60 undMh.- 65Trägerlohn, oietteljahi l chMark 10 80 undMk.l.SöTrägerlohn: durch die Post oiettel- «thrlich Mark 12.- ausschlieh'.ich Bestellgeld, toernsprech.Anschlüsse: fürdleSchriftleitung 112,- Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten. Snvtger Stetzen. poftscheckkanto: Srantfurt a. M. UMS Dezember 1929 Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer dis zum Nachmittag vorher ohne jede Dcrdindlichkert. Srcls für 1 mm Höhe für »zeigen v. 34mm Brette örthd) 35 Pf., auswärts 45 Pf., für Reklame. Anzeigen von 70 mm «Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20'/, Aufschlag. Hauptschnftletter. Aug. Boetz. Derantwottlich für Politik: Auq. Goetz; für ben übrigen 2eil: Dr. . Reinbold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Pedt, sämtlich in Dietzen. gänjungen des Unterausschusses zur Annahme vorgelegt. Der vorgeschlagette Gerichtshof 'solle einen vollständig unabhängigen Charakter haben unb ohne jede Rücksicht aus irgendeine Pattei oder einen Staat seine Urteile sprechen. Hagerup (Norwegen) als Berichtetttatter besprach die atts den Kommis« ionsberatungcn bereits bekannten Abänberungs« anträge, auch die zu dem Entwurf "des Völker-- bnndsrates. So habe bie Kommission beschlossen, daß die Genehmigung der Regierungen zu diesem Gerichtshof einzuholen sei, und zwar ohne Präjudiz für andere einstimmig von der Versammlung gefaßte Beschlüsse. Dabei habe die Kommission damit gerechnet, daß die Ratifikation durch alle Mitglieder des Bundes rasch erfolgen roerte. Die Kompetenz des Gettchtshofes erstrecke sich auf alle Angelegenheiten, die ihm die Patteien unterbreiten, sowie auf alle in den Verträgen und Uebereinkünften vorgesehenen besonderen 'Fälle. Auch solle der Gettchtshof keinen obligatorischen Charakter haben, ausgenommen in bestimmten Fällen, so für Streitfälle, die sich ergeben aus irgendeiner Frage des Völkerrechtes, aus ter Vettetzung einer internationalen Verpflichtung usw. Hagerup rechnet damit, daß die Vereinigten Staaten dem Gerichtshof zustimmen werden unb daß dies ber erste Schritt sein werte zum Eintritt Amerikas in den Völkerbund. Tie vorgeschlagene Lösung sei nicht vollkommen, bedeute aber doch einen Schritt über den Haager Schiedsgerichtshof. c , Genf, 13. Tez. (WTB.) In der Nachmr 11 a g s s i tz u n g der Völkerbundsversammlung wurde die Tebette (über ten internationalenSchi(H>s- gerickstshof fort gelebt. Meliere südamerikanische Vertreter brachten gegen den Entwurf die gleuben Einwände vor wie in ter Bormittajgssitzung., Auch Oosta (Portugal) erinnerte lebhaft daran, daß ber Pakt tes Völkerbundes als Werkzeug g?geu ben Krieg in erster Linie ten Schieds^terrchtshof vorsehe Wellington Kvch (China) äußette sich in ähnlichem Sinne, während Zeiger (Südslawienl den Entwurf billigte, jedoch ebenfalls in ter Hoffnung daß das Gerickst bald obligaionsch werte, ein Ziel, das anck> Politis (Grieck>enlanb) als erstrebenswett beieidptete. Es könne aber nach seiner Meinung erst verwirklicht werben, totim bet teil Völkern das Vettraaren wstterhergestellt sei. Schanzer (Italien) hielt den vorMsthlagmen Gerichtshof bereits für eine historisck-e Tat imb honte, daß er sich das Vertrauen ter Völker erwerben werde, die bann schließlich alle seine Umwandlung in ein obligatorisckLs Gericht himtehnton werten. Balfour (England) vetteidigte sich gegen bat Vorwurf, daß er gr?mbsätzlicher Gegner tes oterften Schiedsgerichts sei Ein solches Werk könne mir langsam und im Zusammenhang mit ber Entwickelung tes Völkerrechtes geschaffen werteft. Motta (Schweiz) billigte den Entwurf der Kommipton, wenn auch die Schwei) grundsätzlich bas Obltga- torürm erstrebe. Er bebauerte, bai; d« Versamm- lmtg sich ihres Rechtes begebe, intern ste bte Er> rithtimg des rntemationalat Schtebsgettcmshofes noch von der Zustinunimg der einzelnen Staaten abhängig mache. Es liege eine .Gefahr für che Entwickelung des Völkerbundes barm, daßBeschlune ter Völkerbundsvericrmmlung, selbst wetm ,re einstimmig gefaßt würden, nod) ter Mlltgimg ter cm» «Inen Regierungen uttterworfen feien. Leon Bourgois (Frankreich) bestritt energisch, daß ter vorgeschlagene Gerichts Hot nichts anderes sei als ter Haager L>chiebsgerichtshot- Er veriprach: daß ter Völkerbundsrat alles tun werte, um bie Regierungen zu rqhter Genehmigung ter Beschlüsse zu veranlassen Tie Versammlung nahm m ter ^chlußabmm» nnmg imtcr lang anhaltendem Seitall ten Ent- nrurf für Die Errickstung des Gertcht-^hoses an, ebenso die übrigen Kömmissionsantragc, nvnr,) ter Beschluß in möglichst kurzer Frist den ÜJitF alictem tes Völkerbuttbs zur Ratiriiterung unter breitet werten soll. Sobald diese ynattryterung hlir d; bie Mehrheit der Vö l kerb unterere ruwgcn erfolgt ist, beginnt offiziell der Gertchtshot lerne GiehenerAnzeiger Geneml-Anzeiger für Gberhessen vr»ck unb Verla-: vrnhl'sche Unw.-Vuch- unb Steinbruderei R. Lange. Schnstlettnng, Seschaftrsteste unb Druckerei: Schulftratze 7. Ktarraldert Turnen, Spiel und Sport. en uiijerem Tors, eine recht ftattfi ber en tour' Kr N 8ehö F a h»! I nationalistische Politik steht im Gegensatz zur jutcruationalen Einstellung der Kommu- Ihn soziale Maßnahmen auf wirt- Ter Wirkungsgrad r .-N'.ilrig steigern. Ji Baden nicht vorhmrdenen schränken 'n: Ach KZ LZL" Ä Öft5 ®" I Athen Kgim der lwritnd sm wrW ff < 36 etobto Ä llrtun -flarto- W Cierbüigerm; flhntg. Ank! WülUtsde! grijl^t U.m wate '.neawraymen trui ivirr- schaslli.ckxm unb kulturellem Gebiet durchführen »u können, müssen wir an unserer liberalen Wirtschaftsordnung fcsthalten, aber cmch uns allen Ber- besserungen fiir rationellere, die Produktion steigernde und die Allgemeinheit fördernde Formen zur Verfügung stellen. Keine einseitige Berücksichtigung des Unternehmerinteresses, sorchern Gesundhaltung unserer Wirtschaft an sich, die für Arbeitnehmer und Unternehmer in gleichem Mähe lebensnotwendig ist. Das Marxistische Wirtschaftssystem der Vergesellschaftung aller Produktionsmittel lehnen wir gerade aus sozialen (grünten ab, weil es, wie die Erfahrimg lehrt, ein Erstarren unserer Wirtschaft, eine Verarmung unseres Volkes an Persönlichkeiten und Werten zur Folge hat. Ar- beiteraktionen, die eine überstürzende Aktion notwendig mit sich bringen wird, schaden, wenn sie unbesonnen sind, dem Ansehen der Arbeitnehmer- schaft und bringen Lindernisse für ihren Ausstieg. Wir fordern die Durchdringung von Volk und Staat mit dem demokratischen Gedanken der Ge- Aur Stadt unfr Earr-. Gießen, den 14. Tez. 1920. Veranstaltungen. Dienstag: Stadttheater, 6Vs Uhr, „Die Strohwitwe". — Großer Hörsoal der Umoersitat, 8 Uhr, Schiklub Wintersport, .Lichtbildervortrag über den Schneelauf. — Aauarium, 8 Uhr, Mitgliederabend der Demokratischen Partei. — Lichtspielhaus, „Indische Rache" und „Albert hat Prokura". — Lichtspiele, Seltersweg, „Tie Banditen von Asnieres". Wettervoraussage für Mittwoch: Wolkig, meist trocken, kalt, Winde aus östlichen Richtungen. Die Wetterlage Hut sich nicht wesentlich verändert. Westlich Frankreichs ist eine neue Depression erschienen, die aber vorerst keine Aenderungdes herrschenden Fr ost Wetters bewirken wird. Leichte Schneefälle sind möglich. Gießen hatte + 1 Grad Höchsttemperatur und — 2,8 Grad Mindesttemperatu r; D a r m st a d t > 2 Grad Höchsttemperatur und + 1 Grad Mindesttemperatur; Lauterbach + 1 Grad Höchsttemperatur und — 5 Grad Mindesttemperatur. * ** Mitteilung aus dem Stadttheaterbureau. Die nächsten Neueinstudierungen bringen Shakespeares „Der W i d e r s p e n st i g e n Zähmung" in der Bearbeitung von Deinhardstein, „W 0 die Lerche singt" Operette von Lehar und das Spiel vom Sterben des reichen Mannes „I e - derma nn" in der Bearbeitung von Hos- mannsthal. „Der Widerspenstigen Zähmung" wird zum ersten Male am nächsten Freitag im Abonnement gegeben, die Leharsche Operette im Abonnement am Mittwoch, den 22. und „Jedermann" am 1. Weihrmchtsfeiertag außer Abonnement, doch gelangt dieses Werk päter auch im Abonnement zur Darstellung. ** D 1 e Volkshochschule veranstaltet morgen, Mittwoch, 15. d. M., abends 8 Uhr in der geheizten Turnhalle der Höheren Mätel-enschnle eine Beethovenfeier. T«s Programm ist aus der Anzeige tn dieser Nummer zu ersehen. Tie Mitglieder des Vereins, die Lehrer und tue Hörer haben mit ihren Angehörigen freien Zutritt. Auch sonstige Freunde der Volkshochschule und der Musik sind als Gäste willkommen. ** Im Oberhess. Kunstverein wird heute noch eine Kollektion des bekannten Aqua- relisten Prof. C. Herrmann zur Ausstellung gebracht. Tie 32 Aquarelle und Oelgemälde um- assende Sammlung kann leider nur 3 Tage gezeigt weroen, und zwar morgen, Mittwoch, von 11 bis 1 Uhr und nachmittags von 3—5 Uhr, am Freitag von 11—1 Uhr und Sonntags, als letzter Tag dieser Ausstellung, von 11—1 Uhr. Diese Arbeiten werden gewiß bei unseren Kunst- sreundon ein besonderes Interesse beanspruchen, weshalb ein Besuch der Ausstellung sehr zu emp- ehlen ist. ** Der Verein Gießene c Kunst- ' r e u n d e veranstaltet am Donnerstag abend ZVr Uhr in der neuen Aula einen Lichtbildervortrag. Der bekannte Kunsthistoriker Prof. Dr. Ruhard Hamann (Marburg) wird über hnft und Kultur der Gegenwart prechen. Gäste sino willkommen. ** Die Dreigliederung des sozialen Organismus, die wahrhaft menschliche Sozi a l wi s s e n s cha f t. lieber dieses Tbema hält Herr Walter Kühne am Freitag abend im Hotel Einhorn einen öffentlichen Vorttag. ♦* ^,D 1 e H e tn z elm Snnchen von 1919" ist em von der Mester-Filmgesellschast her- S” ,'llter Film betitelt, der in diesen Tagen tm tspiel'haus, Batmhosstraße, hier vorgesührt wird. Gerade m der gegenwärtigen Zeit, wo unser ohnehin schon krankes Wirtschaftsleben durch Streiks unb immer wieder Streiks noch mehr geschwächt wird, ist es notwendig, sich einmal zu veranschaulichen, wohin derartige Kämpfe führen können. Nicht um einen gewöhnlichen Propagandasilm handelt es sich hier, wie man uns schreibt, sondern um eine Bilderserie, die in brutaler Wirklichkeit zeigt, wie weit es kommen Barni, wenn lebenswichtige Betriebe aus Jnteresscnpolitik lahmgelegt werden. Man spreche nicht von einem Phantasie- Produkt, wenn man in diesem Film sieht, wre ein mit dem Tode ringendes Menschenleben rettungslos seinem Schicksal verfallen wäre, hätte nickit rechtzeittg die Technische Nothilfe eingegrifen und dadurch dem Arzt die Möglichkeit gegeben, sein RettungSwerk durckMlfiHren. Es sind tatsächlich immer wieder Fälle zu verzeichnen, wo sck-ver- kranke Menschen ihrem Schicksal überlassen werden müssen, weil infolge Mangel an Strom und Licht kegliche ärztliche Hilfe illusorisch ist. Mit zwingender Notwendigkeit führt uns dieser Film die segensreiche Tätigkeit der „Technischen N 0 t h i l s e" vor Augen und wirkt wie ein ge- ivaltiges Menetekel in seiner stummen Aufforderung, sich dieser guten SackZe zur Verfügung zu stellen. Es wäre zu wünschen, daß dieser Film weitestgehende Verbreitung findet und anfHättnb wirkt. Tenn bitter not tut uns Hilft, tatkräftige Hilfe! ** DerLandw. Lokalverein Gießen veranstaltet am Donnerstag nachmittag im Hotel Schütz eine Sitzung. Landkreis Gießen. W6< M Kt VL »im»11 Killing«1 6t*. 8 s Monso wng JJ L Lbrrbür iverden erheblich größere Werte pro Bevölkerung erzeugt als.bei uns. des deutschen Volkes in sich selber als Vorbedingung der Revision jenes Tii'.ats von Versailles forderte, mit starkem Beifall zustimmten. Auch an kleinen pvaktisckien Winken, wie bei der Titulierung eines jeben Zuhörers, der noch engli-cke Zigaretten rauche und so die Ernftrhr von unnötigem Luxus unterstütze, als Lumpen, fehlte es nicht bei aller Großzügigkeit des Ganzen. Kernen Widerspruch sand er bei der im Programm der Liga begründeten Forderung angesichts des für unsere Zulunst e, tscheidenden Winters das wirtschaftliche Interesse vor das parteipolitische zu stellen. In der Aussprache betonte der Vorsitzende, daß unsere Gemeinde hierzu durch steigende Teilnahme an dem Vollshochschnllursus über „Bolkswirtscha tliche Grundbegriffe" auf dem besten Wege sei; dem von stud. jnr. Schm 1 t t - Gießen wohlbe gründeten Wunsch, daß der Vorttag von mehr Deutschen gelesen werden solle, wird hier entsprochen werden; das zeigte ber zahlreiche Berkaus seiner gemcin- verständlichein Tarstellung von Dr. Lohan. Eine Tellerfammlung erg.nb 53 Mk. Ließ sich am Sckstuß des Abends ein größerer Mitglieder iuwack,s noch nicht seststellen, so darf man noch hoffen, daß eine Reihe von Zuhörern mitgenommener Formulare für Beittitts-Erklärungen bald an die hiesige ober die Gießener leitende Stelle ausgesült zurückge'-t. Ein weiterer Lig-aabend ist für Januar geplant. g. Stangenrod, 12. Dez. In einer öffentlichen Versammlung aller GrMideigentümer ber hiesigen Gemeinde wurde gegen eine knappe Möi- derheit besck-lossen, die Feldbereinigung oorzunebmen. Nachdem auch ber Gememdecat sich mit Stimmenmehrheit für die Bereinigung entschlossen hat und die gesetzlichen Bestimmungen über Wrzahl ber Grundeigentümer imb Morgrn ahl erfüllt ftnb, werden die Vermessungen schon tm kommenden Frühjahr erfolgen. Die Gesamtarbeit bis zur endgültigen Uebergabe der neuen Grundstücke soll sich auf 5—6 Jahre erstrecken. Man hofft durch Urbarmachung; von Wüsteneien, Abholzung unrentabler Waldstücke und Schleifungen von Hohlen ziemlich Massengelände zu erhalten, um damit auch den hier l^errschenden Landhunger von Besitzlosen und auch Bauern ab^uMfen, vielleicht aber auch den mit Schrinen gefüllten Geldkasten. Ob dann die feldber.iniste Gemarkung noch diese stolze Schafherde ernähren kann, bleibt dem Witze des überaus tüchtigen Gemeindeschäfers überlassen. Schafherden sollen neben guter Wollguelle auch heute eine gatte Geldgrube sein, bietet man doch für junge Muttersck-afe schon 800—900 Mk. — Einem armen Mann am Dorfende versuchten lCird?e uttö Schule. ** Einführung von Lehrbüchern. Das Landesamt für Bttdungswesen schreibt: Ttt Teuerung aller Gegenstände und die überall M. beobachtende Sparsamkeit geben uns Veranlassung, Gesuche um Einführung neuer Schulbücher yr Ostern 1921 ablehnend zu bescheiden. Wir meinen, daß der Lehrer, der doch nicht Knecht des Schulbuchs sein soll, deswegen nickst behmtert ist, seine« Stoff nach besseren und fruchtbareren Gesichts- pimkten zu gestalten oder eine neue Methode zur Erreichung des, Lehrziels zu erproben Er wird auch, wo es die veränderten Zeitverhältnisse gebieten, die Gelegenheit taktvoll benutzen können, urt die Schüler in eine sachliche Kritik des g 'druckte« Wortes einzu führen. Einem an uns gerichtete» Antrag auf Anschaffung eines anderen Lelwbuchcs können wir nur dann Folge geben, wenn das seitherige Lehrbuch nicht mehr gedruckt wird. Nur tn diesem Falle tonnen Klagen ber Eltern übec unbillige Anforderungen der Schicke nicht Dorge- b rächt werden. Bei teeser Gelegenheit mad>cn wir noch einmal auf den sparsamen Verbrauch vorn Papier, Stahlfedern, Bleistiften ustv. au merksi Auf jeden Fall sind angefangene Hefte nach Ostcm in der höheren Klasse Wetter zu bertonten. ra. R 0 dheim a. d. Bieber, 12. 'Dez. Untat großer Beteiligung der Gemeinde fanb im heutigen Gottesdienste die Glockenweihe statt. Schon ihr Probeläuten am Donnerstag toar zur vollen Befriedigung ausaesallen. Die grötere Glocke hägt wie die frühere die Anschrift: „So oft du hört den Glockenschlag, gebeut an Tod uttib jüngste» Tag". Die kleinere Glocke, gestiftet von Kommei- zienrat Gail, trägt die Worte: ..Ich juble Llch und Leid — ich weise zu der Ewigkeit!" mc. Frankfurt a. M., 13. Dez. Der Otev Präsident hat jetzt fein Einverständnis zur $tt- längerung der Weihnachtsferien auf vier Wocha, vom 18. Dezember bis 18. Januar, gegeben. Aus dem Amtsverkiln-igungsSlalt. ** Das Amtsverfündigungsblatt Nr. 181 vom 13. Dezember enthält Bekanntmachung der Abwicklmtgsstelle tes Reichsrniniste. riums für wirtschaftlick'.e Demobllmachung — Erhebung, über die in Hessen wohnenden Blinden im schulpflichtigen Alter. — Verkehr mit Sprengstoffen — Viehseuchen. — Feldbereinigung Lumdo und Münster. — Dienstnachr-ichten. — Ladenschluß der offenen Verkaufsstellen vor Weihnar^en Der Kreistag hat beschlossen, die für arme Blinde in ter Bitti den airslalt erwachsmven Pflegekosten, soweit erforderlich, auf die Kreis- lasse zu übernehmen und erwartet daß von bei Fürsorge ber Blttrtenanstalt möglichst Gebrauch gemacht wird. Maul- und Kluuenfeuchr. In Gießen (westlich der Lahn) ist die Maul- und Klauenseuche amtlick) festgestellt worden. Es wird gehütet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Gießen (westlich ter Lahni Das Beobach^tungsgebiet bleibt unverändert. In G.ro ßen-Buseck ist die Seuche erloschen. Die Gemarkung Grohen-Buseck wird aui dem Sperrgebiet ausgeschiedeu und dem Beobach tungsgebiet angegliebert. rechtigkeit. Die Demokratie ist nicht allein in Gefahr, durch reaktionäre Machenschaften, welche die monarchistische Agitation und den Gedanken ber Diktatur tes Proletariats propagieren, sondern noch mehr durch das Versagen der sozialistischen Partei, die nach ihrem Programm und nach ihren Erklänmgen dem demokratischen Gedanken dienen will. Ihr Versagen aus engherziger varteipo^itt'"chev, agitatorischer Rücksichtnahme birgt sckm>ereGefahren für die demottattsche Republik und stärkt die falsche Behmwtung, das deutsche Volk fei für die demokratische Republik nicht reif und bedürfe noch des Obrigkeitsstaates. Die Ausgestaltung zu einer großen Partei muß unser polittsches Ziel bleiben, weil das Vaterland eine solche Partei dringend benötigt. Unsere Pattei muß ferner ihre taktische Freiheit nach jeder Seite wahren, denn wie die Dinge heute liegen und wie sich aus den Kimdgebungen der anderen Parteien immer wieder ergibt, sind allenfalls die Vormlssetzungen für tat» itisches Zusammenfassen ter Kräfte, nicht aber für Weitertragente Maßnahmen gegeben. Staatsminister a. T. Prenß forberte im inneren Leben Bewegungsfreiheit ter Länder und Gaue, dem Auslande gegenüber darf ^s nur ein einiges Tetttschland geben. Tie Einheit Deutschlands kann nur durch die Republik gewährleistet werden. Deshalb muß jeder, der die Einheit erhalten will, sich jetzt zu 'ihr bekennen, wenn er ein guter Deutscher sein will. Die Demokratische Partei betrachte daher die republikanische Staatsform nicht etwa als ein vorübergehendes Uebel. Die Pflicht der Demokratischen Pattei ist es, allen Strömungen gegenüber immer wieder zu betonen, daß nur durch die Republik Deutschland erhalten werten kann. Gegenüber der von den Rechts yatteien geübten Taktik, die von ihnen als augenblicklich notwendig anerkannte Staatsform zu untergraben, ist das Vorgehen ter Linksradikalen Ehrlicher. Wer die Republik.schädigt, ist ein Feind des deuffchen Volkes. Der Sozialdemokratie darf kein Zweifel darüber griaffen werten, daß die bürgerliche Demottatie in polittscher Beziehung absolut zuverläffig ist. Eine Verbretterung der Grmrdlage unserer Staatsordnung ist wünschenswett. aber diese Verbreiterung muß aut fester Grundlage stehen. Wer mit uns gehen will, muß mit uns ter Ueberjeugung fein, daß die Rettung Teritschlands abhänxft von der Erhaltung ber Republik und der Kraft und Stärke der nationalen und sozialen Demokratie. Sodann begründete Pfarrer Klein-Frank- furf a. M. einen Antrag, der sich gegen jede Fusion mit der Deutschen Volkspartei wendet. In der Aussprache darüber lechnte auch Abg^ Korell den Anttag! Klein ab. NiMsrnd denke tatran, eine Verschmelzung der Dnttschen Volkspartei unb der Deutschen demokratischen Pattei auf einer Mittellinie herbeizuführen. Was wir für unser politisches und wirffchaftliches Leben brauchen seien Mw'önlichketten. Redner begrüntet zumSchluh eine Entschließmtg, die die Revision tes Frietens- vettrags, die Zurückgabe der abgetrennten Gebiete und der Kolonien und die Gewährung tes Anschlußrechtes für Deutsch-Oesterreich verlangt itnb gegen die Besatzung im Westen protestiert. Am Sonntag vormittag schtttette zunächst Deschamps -.Koblenz aus eigener Anschauung die traurigen Verhältnisse im besetz ten Gebiet, die Unterdrückung ter Presse- und Redefreiheit, das Verbot dec dmtschen Flagge und die ganze Rachepoliti? Frankreichs. stieichswehrminister Geßler wendet ffch gegen seine ^‘dtifer. Für das Offizier« korps verlange ich das Abgangszeugnis einer Mittelschule, gebe aterietem jungen Mann, ter ins Heer einttitt, die Möglichkeit, in den ersten zwei Jahren neben seiner militärischen Ausbildung soviel hinzuzulemen, daß er jenes Maß von Allgemeinbildung besitzt, um die Offtzier- schulen besuchen zu können. I , ^Neichsminister Koch fvrtett praftische Ausbaupolitik. Unser ganzes parlamentarisches Leben muß von Grund auf reformiert werden. Aus dem Parlament tes Redens muß em Parlament des Handelns werden. Unter stürmischem Beifall fortertt ter Minister gegenüber dem Redeverbot der Entente absolute Redefreiheit deutscher Minister in deutscheu Landen. In ter Abstimmung wurde ein Anttag angenommen, wonach ter Patteitag die Ausführungen des Reichswehrministers Geßler billigt. Emsttrnmig angenommen tourte dann ber Bremer Anttag, in den Vordergrund der politischm Tätigkeit die Pflege des nationalen Geban^ns zu stellen, die Vereinigung Deutsch-Oesterreichs mit dem Deutschen Reich zu betreiben, die Unerträglich feiten des Frietensvettrags auf tem Verhandlungswege zu beseitigen zu versuchen und im Reichttag die Vorbedingungen wittschaftlick>er und polftischer Att für die Vereinigung aller deutschen Stämme im gemeinsamen Vaterland schleunigst zu beraten. Angenommen tourte auch ein Anttag auf Revision tes Versailler Fri^>ensverttaoes und planmäßige Au k ärung über seine Unnötig Feiten. Nach ter Mittagspause sprach Neichstagsab- geotimeter Geh. Kommerzienrat Dr. Wieland- illlm über die Not der deutschen Wirtschaft. Die NTittschaftspolttische Ams^chvache eröffnete Dr. Walter fKafbeiv.ru. So phantastisch es auch Hingen mag, rmsere Produ k t ivn m üsse und kön n e verdoppelt werden, obgleich wir unseren (BericfotsfaaL Der Pnrzeß g-'^en die Marburger Zeit- freiwilligen. dd. Kassel, 13. Dez. Unter großem Andrang begannen heute vormittag die Verhandlungen gegen die Marburger Zeitfreiwilligen vor tem Schwurgericht. Im Zuhöm- raum haben die Angehörigen der angellagten Stu- tenten Platz genommen. Tie Presse ist in stattlicher Zahl vertreten. Als Verteidiger sind dis Rechtsanwälte Dr. Lütgebrune aus Göttingen unb Dr. Müller aus Hamwver erschienen. Um 9.15 Uh» vormittags eröffnet ter Vorsitzende, Landgerichts-- direktor Tr. Schmidt die Sitzung. Er teilt mit., daß die heutige Sitzung infolge Anl-anfung vom Schwurgerichtssachen erst jetzt angeseht iverdm formte. Tie Verhandlungen werten mehrere Ta(« ixntent, man hoffe aber, bis Samstag temÄ fertig zu inerten. Nach Erledigung ber Förmlilt- feiten stellte ter Verteidiger Tr. Lütgebrune dem Antrag auf Einstellung des Verfahrens. Er bt- gründete seinen Anttag mit § 143 des Militärstrafgesetzbuches und ist der Ansicht, daß die gegtm das Marburger Urteil eingelegte Berufung z'n spät und nicht Normgerecht erfolgt sei. Dem nrite- spttcht ter Staatsanwalt. Ter Gettchtshof lebst nach kurzer Beratung ten Anttag des Verteidft gers ab. Hierauf gelangt das Marburger Urteil nebst Begründung zur Verlesung. Als Vettrete: tes Neichswehrministers ist Oberkriegsttt Obenanev-Berlvn anwesend. Als erster nxtri) fr! Angellagte Göbel vernommen. Die Vernehmuri' ergibt nichts Neues. Ebenso ergibt die Verneh mung ter drei ersten Zeugen, die bereits in Man bürg vernommen finb, keine neuen Gesichtspunkt Tie Verhandlung wird dann auf Dienstag vormittag vertagt. • Zweibrücken, 13. Dez. (WTB.) 9» gang en e Nacht ging vor tem pfälzischen gettcht ent dreitägiger Prozeß wegen fttedensbruch gegen 17 Arbeiter aus LiMA Hafen M Ente. Etwa 20 000 Arbeiter Hatto am 24. Februar d. Js. in Ludwigshafen ewv Demo n st rationszug gegen die Lebensmv- ■ telnot veranstaltet, die mit einer Plünderung Geschäftsläden schloß, wobei durch PlünteruNY und Zerstörung für aratäbemb eine Million Mrtt Schaden angericfitet wurde. Erst nad) dem greifen ftanzösischer Besatzungsttuppen konnte W Ruhe wietetchergestellt loerten. Tausende von To-" nehmern entkamen unermittelt. Es wurden ?*•' fammen 38 -Freiheitsstrafen verhängt. Als telsführer wurden verurteckt die Arbeiter Facttn zu 8 Jahren Zuchthaus, Uhl zu 3 Jahren 3U®*? Haus, Hauptmann zu 2V» Jahren Gefängnis, übrigen zu IV- Jahren bis 8 Monaten. Drei w geklagte wurden freigesprochen. . tt T r e t s a. d. L., 13. Dez. Heute weilte hier etne Kommission von zehn Herren einschl. dreier Polizeipersonen, um bei verschiedenen hieftgen Einwohnern nach verstecktem Papiergeld zu suchen. Ihre Bemühungen waren aber vergeblich, nicht einmal die teueren Diäten kamen dabei voraus. Soviel sollte die Regierung doch auch wtssen, daß die kleinen Landwitte auf Den Doriern nicht im Geld schwimmen, da ihren hoben Ein- nabmen doch auch ungeheuere Ausgaben für nötige Anschaffungen gegenüberstehen. x W i eseck, 13. Dez. Der zwefte dies- tahrige Abend der Liga zum Schutze ber deutschen Kultur, von tem Vorsitzenden ter ^eftgen Ortsgruppe Psiarrer Sattler geleitet unö eröffnet, vereinigte etiua 100 Besucher, ge- meffen an dem Beii^ch ter letzten polftisckxn Wr» zwei Spitzbuben in ter vergangenen Nacht das mit vieler Mühe aufgezogene Schwein M stehlen. Der Sohn merfte bie Diebe und versagte sie. In der Richtung Beltershain verschwanden sie in der Dunkelheit, dabei verlor der dne Dieb ein Schlachtmesser. Kreis Schotten. n Gonterskirchen, 12. Dez. Die Anlage der elektrischen Beleuchtung ist jetzt in den Häusern unseres Dorfes fertig., aber der Anschluß an die Zentrale Wölfershdm ist immer noch nicht erfolgt. Sehnlich warten wir darauf, denn die jetzige Art ter Beleuchtung ist gar erbärmlich und sehr teuer. □ 2 au bacte 12. Dez. Das Alumnat, neuerdings Schülerheim benannt, an ter Ostseite des Schloßgartens gelegen, wird ami 1. Januar 1921 aufgeläst. Die Kosten der llnterihaltungl waren zu doch geworden. Die Insassen (8 GhMnasiasten) werden bei hies gen Bewohnern untergebracht. Die Anstalt hat nur ein Jahrzehnt bestanden. <— Man hat Versuchsiveise den NachMittags-Gottes- dienst, ter seit Jahrzehnten mittags 2 Uhr statt- fand, auf 5 Uhr abends fest^elegt. Die neue Ein- richtmrg scheint sich zu bewähren. — Einen ganz veränderten Eindruck macht jetzt ter H os des hiesigen Gymnasiums Fridericianum feit dem Abbruch des alten Nebenbaues. Der Schulplatz ist hierdurch beteutenb vergrößert worden. Das Material tes alten Nebenbaues von Kammerrat Bröckelmann ist zur Errichttmg eines Hauses gegenüber verwandt worden. Leider wurde die schöne Ausrichtern das obere^Wettertal und auf den Hohen Vogelsberg hierdurch beeinttächtigt. E. L a u b a ch, 12. Dez. Der Verkauf der hiesigen städtischen Ziegelei an die jetzigen Bettiebsunternebmer Gebrüder Schumann ist vom Stadtrat entgültig abgelehnt worden. Es bleibt also vorläufig bei dem bisherigen Pachtverttag auf fünf Jahre, welcher nach Ablauf evtl, eine Verlängerung auf weitere fünf Jahre erfahren dürfte. Inzwischen haben die Gebrüder Schumann einen Motor mit 16 P. 8. angekauft, um im nächsten Frühjahr den Betrieb rationeller zu gestalten. Starkenburg und Rheinhessen. Vechaftung von Eisenbahn, ändern. Mainz, 13. Dez. (Wolff.) In der-Angelegenheit der Beraubung von Ersenbahngüterzügen auf der Strecke Bingen — Mainz sind bis jetzt 17 Verhaftungen vorgenommen worden. Die Untersuchung hat ergeben, daß die Beraubungen systematrsch vorgenommen tourten uns bis in das Jahr 1918 zurückreichen. Der Öaiwttäter, ein gewisser Gerhardt aus Koblenz, hat emgribanten eine große Reihe dieser Meb- stahle in Gemeinschaft mit den übrigen Verhafteten ausgesührt zu haben. Die Untersuchung bezüglich der Hehler zieht weite Kreise. Hessen-Nassau. Aerzttproteft gegen Mliesrrung der Milchkühe. fd. Frankfurt a. M., 13. Dez. In ter Universitäts-Kinderklinik fand am Sonntag eine aus ganz Südwech" und Westdeutschland — besonders waren die Universitätsstädte Bonn, Köln, Heidelberg, Freiburg,, Würzburg, G r e ß e n, Marburg und Erlangen vertreten — außerordentlich stark besuchte Versammlung von Kinderärzten statt, die nach längeren BeratunMn zur Frage ter Ablieferung der Milchkühe nach Frankreich und der dadurch entstehenden Milchnot tn Deutschland folgende Entschlüsse faßte: Die zahlreich besuchte Versammlung' südwestdeutscher Kinderärzte, die am 12. Dezember in Frankfurt a. M. getagt hat, erhebt den schärfsten Einspruch gegen die neuerliche Forderung ter Entente auf Auslieferung von Milchkühen. Nach dem einstimmigen Urteil aller Fachgetwsseir ist jetzt bereits die Versorgung ter Kinder und stillenden Mütter eine derartig schlechte, daß die Folgeerscheinungen ter Unterernährung infolge Milchmangels sich in katastrophaler Weise bemerkbar machen. Eine weitere Verminderung ter Milrch- belieiermtg würde aus Generationen hrnans un- ab) obbare Folgen nach sich ziehen. Schrießung ter Ovelwrrke. j fb. Rüsselsheim, 13. Dez. Mißhellig- tciteii zwischen der Direktion der Opelwerke und Iben .Arbeiterverttetern wegen einer WttMcktä- veri'and in an- tray ien lVzstündigen Aus ührungeii Zrtedensvertrqg feine — Fußball. 9tin Soimtag den 12. Dez«.:' spielte die 2. Mmmschaft der Freien Turnen schäft Gießen gegen die 1. Mannschaft ber Freiem Turn er schäft Lollar. Trotzdem Gießen nur rr« acht Mmrn spielte, konnte es den Sieg te don traget* Zum Schluß ßcvrd das Spiel für Gießer* I Mliche Fr ||< daß btt HSpaibm w Ä9).3ttli nach ■ tit Stadtv. ■hin verlmgr ■Irfdi beigdr ■hlltt stellt di wird ■stMttrte u lkorsitz HlMerg, I! WM a ||*a. q kie Stadtv cketen^Ber .den Grw L^Kellei f 25 000 A unb Sü ij. inigeiam 2. bie Gn ttm feMseß« wi r tschaftli^hen Folgen" bie Zuhörer zn beihilfe führten Samstag zur Kündigung der fesseln, die ihm teso-nters da, wo er bie Revision gesamten Arbeiter mit ter Maßgabe sofor- v -3 -• ---fP tiger Arbeitseinstellung. Die Beamten erklärten sich mit ten Arbeitern solidarisch und stellten ebenfalls die Arbeit ein, so daß der ganze Betrieb ruht. Eä handelt sich um etwa 4000 Arbeiter und Angestellte. vermehren können und uns auf teruntergewitt schäfteten Anlagen Verlobte. !: i-r behördliche Anzeige» toata-He vdfhaut\ai BaMitt Kathrmchen Schlapp Heinrich Pflüger Die Stadtverwaltung beantragt: Tie Stobt# ttetimetcn Versammlung wolle bescküießen: L den Grundgehalt des Ober bürgermei- iierS Keller mit Wirkung vom 1. April 1920 c.f 25 000 Mk. festtzusctzen n eb st Orts-Teue# -Ms- und ÄinderzuschlLgen wie bet den Beamten, 6. insgesamt 42 000 Mk.). 2 die ÄruTrdgehälter der besoldeten Detgeord- ten fest-ufetzeit aus 16 000 Mk, steigend alle Arrnst ttnfc Wissenschaft. — Ter dramatisierte Beethoven. Wie zu befürchten war. ist Beethoven dem Schicksal, dramatisiert »u werden, anläßlich setneo 150. Geburtstages nicht entgangen. Erich Fri» | en und W. Stein schrieben ein Stück „Der wilde Mnfiku S", da.) sre „Eine KvmLdte aus der Sturm# und Drang zeit eines Titanen nt mct Mten" nennen. Die Unrufführung soll im Altonaer Stadttbeater sdattiinden. _____W _ Gummi schlauche für alle Zwecke und in allen Weilen emvstehlt «,..hCarl Gaerllie, Welzlar. torofn* IM L Ä I, tu bl? C.O, SkiezeOiMs in neuen urti) getragenen Herren- Anzügen, Ulster, Paletots, Gehrock- u. Smokings-Anzügen, auch für Burschen Anzüge und Ulster in allen Größen, auch einzelne Hofen in all. Farben, Waffenröcke, Damen-Kostüme, Damen-Mäntel. Ferner Schuhe, 7»’ und langschäf- tioe Stiefel in verschied. Größen, auffallend billig zu verkaufen. L. Rofenzweig Herrengarderobehaus Gietzen, Settersweg 58 I (Eingang Ecke VoUrsbad). Sonntag von 11 bis 6 Uhr geöffnet! * Schule. öon Lehib,j,„ Wlttlcn itojl 'S» unb di!"L »eben m- »tttt Sdjjibidnl •Ä1 Sir»J mchl Kiuchtbeste ltA beinbett Mchlbarnen eme neue in erproben ft * rten ScitDiThältnik voll beim toi LntrrJ ck ffritif to g’toj iicnt cm uns anderen Lchti, W Geben, tmai mehr gedruckt W)! magm der Alm j der Schule M » ' Gelegentot mcto: «riMen Itotauii ifti'tai uiti Gum" MgM Hefte noch ier zu öei toben. . Meder, 12. nneinbe fand im eniveihe statt, mierstag tvar ja Die gröirre ®M chrift: „So oft in k an Tod und n fe, geftifiet von Worte: ,Lch hiHi i der Srohfeit!' M., 13. Tez. Tet Einvechändni? jui Serien auf vier .8. Januar, gtgtba Dualitäts-Schnäpschen gehört xum Weihn achtsfesfe! Fabrikate der Firmen: Maape- \ Bfirlle Kaaterawlox- ' Berlie Laeianer tt Sacholl, Eellhronn bürsten für Qualität! 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Aus Basel schreibt man im5: AIS Pri- vawozent für klassische Philologie, besonders Griechisch, habilitiert sich an oer Universität Basel Tr. plnl Franz T o r n s e i f s mit seiner Schrift über Pinoars Stil. Dr. Dornseifs, der aus Gießen gebürtig ist, ftuüierte in Heidelberg, München und Berlin bei den Professoren Albrecht Dieterich, v. Wilamowitz und Boll. Seit April 1911 nmr er am badischen Gymnaituin tätig. Im Jahre 1916 erwarb er in veidelberg den Doktorgrad auf Grund der Dissertation „Buchstabenmystik". Tornskisfs Arbeiten betreffen vornehmlich Sprach- nno Literaturpsychologie, antike Religionsgeschichle, Pädagogik. tion hotte ihren Vermittlungsvorschlag gemacht, in der Voraussesung, daß die von allen Fraktionell geivünschlc Einstimmigkeit des Beschlusses zustande kommen werde. Da die Einstimmigkeit nicht yu erzielen war, hatte jede Fraktion nricber freie vand Tie demokratische Fraktion stimmt ba!>er jc^t für die Magistvatsvvrlage aus denselben Gründen wie die Fraktion der Deutschen Volkspartei. Stadtv. Mann stimmt im Namen der sozialdemokratischen Fraktion zu. da die Gehälter in Güßen nicht anders behandelt werden könnten wie in anderen Städten. Stadtv. Noll erklärt feine persönliche Zustimmung. Stadtv. Beckmann spricht im Namen der U. S. P. im allgemeinen gegen die hohen Bv- amtengehälter und für prinzipielle gleichmäßige Teuerungszulage. Seine Fraktion stimmt der Vorlage nicht zu und lehnt sie ab. lieber die Magistratsvorlage wird abge- st i m m l Tas Gehalt des Oberbürgermeisters wird angenommen. Die Gel)älter der Beigeordneten werden ebenfalls angenommen. Dagegen stimmen die Unabhängigen und die Freie Verewigung. Schluß der Sitzung 7 Uhr. Mainzlar Lollar den 14. Dezember 1920. ,igen Oberbürgermeisters selbst dann nicht ji den Befürchtungen des Herrn Schmahl •dibrl werden dürfte, wenn diese begrün- >d seien. Verwaltung wertvolle Erfahrungen gesannnell haben, oie ihrer jetzigen Amtsführung sehr zu latten kommett Es wioo baber *ür angemessen erachtet, ihr Gcl>alt auf 18 000 Mk. fe i^ufcBen. Die Gehälter der Oberbürgermeister sind zur Zeit wie folgt geregelt: Mainz 35 000 Mk., Offenbach 28 000 Mk, Darmstadt und Worms je 25030 Mk. In Friedenszeiten betrugen die Gehälter in Mainz 14 000 Mk., in Darmstadt 13 2.50 Mk., in Gießen 13 000 Mk., in Worms 12 780 Mk., in Offenbach 12000 Mk. Ta somit früher dos Geholt des Oberbürgermeisters der Provinzialhouptstadt Gießen nicht wesentlich verschieden war von den den Oberbürgermeistern der beiden anderen Provinzial- bauptstädte gewährten Gehältern und früher auch höher bemessen war wü die Gehälter der Oberbürgermeister von Offenbach inti> Worms, so hält es die Stadtverwaltung für ndjtig, bei der Neuregelung den Gehalt des Oberbürgermeisters von Gießen auf 25 000 Mk. festzusetzen. Tabei erachtet die Stadtverwaltung unter Hinweis auf die seit Menschen gedenken bestellende Praxis cd ür selbstverständlich, daß die Gehaltsbezüge des Oberbürgermeisters der Provinzialhauptstadl Gießen mit Rücksicht auf Bedeutung und Verantworl- lcchkeit oer Stelle unter allen Umständen höher bemessen werden müssen, als die Gehaltsbezüge eines besoldeten Beigeordneten anderer Städte. Stelleninhaber Oorymeftmen sei, geht die Stadtverwaltung Cjn dem Gesichtsprmkt aus, daß der dienstälteste Beigeordnete Krenzim mindestes denjenigen Gehalt beziehen muß, der fÜL die an Dienst- alter iünffcren Beigeordneten der Stadt Worms sestaesetzt tst, rtömlich 20 000 Mk., wobei angefügt wird, daß die Stadt Worms diesen Gehalt sogar einem erst vor wenigen Wochen -um besoldeten Beigeordneteit Gewählten gewährt. Tie besoldeten Beigeordneten Dr. Seid und Tr. Frey sind nach Ansicht der Sladlverwaltuttg innerhalb obiger ©rennen in die Stufe von 18 000 Mk ernzureihen. Die Genannten sind erst m diesem Jahre *u besoldeten Be geordneten gewählt worden und es er> scheint nickst angebvacht, ihnen den Höchstgehalt von 20 000 Mk. schon jetzt »u gewähren. Andererseits muß berücksichtigt w-rden, daß die Genannten in etna lOjähriger Tätigkeit als S tast amt» männer auf verschiedenen Gebieten der Kommu- Stabto. Schmahl bittet um Aufschluß, welchen Einfluß die Gehasts'cstsetzuna des Oberbürgermeisters auf die Pensionsverhälta.isse des früheren Oberbürgermeisters Merum habe. Er bittet um Auskunft unter Ausschluß der Oesfent- lichkeit. Stadw. Detters ist der Ansicht, daß die beiden Fragen sich nicht berühren. Stadtv. Urstodt ist gegen Ausschluß der Oeffentlichkeit und steht im übrigen aus dem Standpmtkr des Stadtv. Vetters. Stadtv. Schmahl hält an seiner Ansicht fest. Im Namen der freien Vereinigung gibt er folgende Erklärung ab: Tie Fraktion „Freie Vereiniarmg" vertrat bei den Verhandlungen über die Besoldung des Oberbürgermeisters den Standpunkt, das Grundgehalt dem des obersten Regi^rungsbeamten der Provinz Oberhesfen, das 20 000 Mk. beträgt, an- zupassen. Um aber einen einheitlichen Beschluß aller Staotverordneten-Fraktionen zu ermöglichen, stimmte oie „Freie Bereinigimg" dem Vermitt- lungsvorscklag des Vorsitzenden der demokratischen Fraktion zu, wonach das Grundgehalt des Oberbürgermeisters auf 22 000 Mk., das der besoldeten Beigeordneten auf 14—18 000 Mk. festgesetzt werden sollte. Außerdem sollte der Oberbürgermeister eine nicht pensionsfähige Zulage von 3000 Mk. ohne Teuerungszuschlag erhalten, so daß sein Gesamteinkommen einschl. t>e5 Ortszuschlags und der Teuermrgszulage sich auf 40 800 Mk. belaufen würde. Tiefer Vorschlag des Vorsitzenden der demokratischen Fraktion wurde in einer gemeinsamen Besprechung der Vertreter aller Fraktionen am 6. Tezember einstimmig gutge- beifeen. Tie „Freie Vereinigung" hält an der getroffenen Vereinbarung einstimmig fest. Sie glaubt, bei oer wenig günstigen finanziellen Lage der Stadt und auch im Interesse der Gießener Steuerzahler für Gehaltssätze nicht vertreten zu können. Sk-dev frtewlwtflnet edrart hn Namen bet Deutschen Volk-Partei: Wir treten einmütig ür die Magistrats Vorlage ein, da wir gan* besonder- durch die Finanzoorträge des £>erm Oberbürgermeister- in den letzt« Tagen ersehen haben, daß unsere Bev» waltung in Ordnung ist und da wir daS Vertrauen zur Verwaltung haben, oaß sie auch werter im Interesse unterer Bevölkerung wirken wirv. Ter Entschluß wird uns durch ine Tatsache erleichtert, daß die vorgeschlaaenen. Sätze die niedrigsten sind, die andere hessische Städte zahlen. Stadw. Ebel erklärt: Tie demokratische Frak- Veginn der Sitzung 61/, Uhr. Anwesend sind: Oberbürgermeister Keller, die '--laeordnet-n Klingsvor, Krenzien, Rosenberg, «re 36 Stadtverordnete. fiu Urkuudspersonen werden erwählt lit Stadw. Frau Martin und Simon. Oberbürgermeister Keller eröffnet die Ver- cemhing. Punkt 1 der Tagesordnung: lultritt aus dem Hessen-Nassauischen Städte- Verband. Sämtliche Fraktionen haben den Austritt für pcfmft6ig erachtet Der Recht sau sschuß hat sest- iriftlll, daß die Kündigung bis zum 31. Dezember llsgesprochen werden muß; der Austritt geschieht nt 30 Juli nächsten Jahres. Die Stadtv. Krausmüller, Ebel und Henn verlangen, daß einem anderen Städte- yrtanb beigetreten wird. Oberbürgermeister teil er stellt dies in Aussicht. Der Antrag des ku.ischusses wird einstimmig angenommen. Vi.«Gchülter des Oberbürgermeisters und der Brig^orDnetrn. Den Vorsitz in diesem Punkte hat Deig. Refenbera, da die beteiligten Beamten ^pmgSgemätz an den Verhandlungen nicht teck- die Marburger 3- lli-en. Tej. Unter öormitiag die w rbürget Zell'! üwgeiitbt. Im; igen btt angekla^ Tie Preße tst j? Als SkrteiiMtr, ’ • ebrune ans GM n erfreuen. W,- BorsiMde>ck je StöE-Z2 infolge rft D, ang-IL aflt werden nieistn Erledigung c« >igfl bri bner Geueralvertrcter: Wilhelm Lutt.r, Tüffeldorf, Morfestrabe 5, Fernsprecher 4630 nutz 4631.____________>wmen. Die Stadt Gießen kann ihre leitender Persönlichkeiten nicht schlechter besolden, ' Z die übrigen hessischen Städte. Gegen die -corlage stimmten die Freie Vereinigung und te Unabhängigen. Interessant war es, daß ja Stadw. Schmahl die Befürchtung gefeit wurde, ein« Erhöhung des Grund- Laltes des Oberbürgermeisters könne echte Pensionsansprüche des früheren Ober- ,Lrg«rnrcisters Mecum nach sich ziehen. Diese Mrchtung wurde jedoch von den übrigen ;7Ü>tverordn«ten nicht geteilt. Man war auch i Ansicht, daß die Gehaltsfestsetzung des Frische Fische! Mittwoch früh 8 Ubr und Donnerstag eintreffenb: Feinste Fütlünder Auael-Srhellfische Prima Nordsee - Cablian ohne Kopf ff. tvratichellfiiche Frische oeräncherte Schellfische Selnste Üticlcr Polldücklingc Prima Pollberittge, 3 Stück M. 3.SÜ Handkäie, Stück M. 1.10 Gebr.Berdux Bahnhofstraße 27. Werner Die glückliche Geburt eines Jungen zeigen hocherfreut an Frau Lina Schetter, geb. Sann Josef Schetter von Asnieres 6 Akte voller Sensationen. 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Seo» tember 1920 auf 18 000 Mk. festzufctzen Beg ründung: Nachdem die Besoldungen der Reiche und Staatsbeamten, sowie der Beam ten, Bürgcrmeisler und Beigeordneten der anderen hessischen Städte bereits vor längerer Zeit neu geregelt worden finb, hält bi? Stadtverwaltung auch eine Neurogelung der Gehälter der besoldrten Mitglieder der Stadtverwaltung O izfjen für an- flebraebt. Dabei erschei it es zweckmriß g, wi' bei der Neuordnung der Gehalter der städtischen Beamten, so attch bei der Rogelung der Besoldung der Mitglieder der Stadtverwlltung ci tgerlnaßni Anschluß zu suchen an die Städte Darmstadt, Mainz, Offen bach unb Worms, da einerseits die'Staatsbeamten in Gießen, abgesehen vom Ortszuschlag, gleich hoch besoldet werden nne diejenigen in een voracnanntcn Städten und da andererseits an die Mcrgillratsmit glieder in Gießen hinsickstlich Beranlwortlicksteit und AckeitSkrast keine 'CTuigeren 'Ltsorderi gestellt werden können, wie an di- MagisrratSmit- glieder der anderen genannten Städte. So sind denn auch die Gehälter der besoldeten Beigeordneten in den Städten Darmstadt, Marwt, Offenbach und Worms nicht wesentlich versck>reden. Tie L»öch'!gchälter betragen in Mainz und Offenbach 22000 Mk., in Darmstadt und Worms 20 000 Mk., rooyi den sog ersten Beigeordneten in Mainz und Darmstadt noch Dienste zulagen von 3000 Mk. bzw. 2000 Mk. gewährt werden. Die Anfcrng'gehälter betragen in Mainz und Offenbach je 16 000 Mk., Darmstadt und Worms haben gleichmäßige feste Gehälter von je 20000 Mk. festgesetzt. Fnr Lrnblick auf diese Regeln yg hält es die Stadtverwaltung für richtig, daß in Gießen den besoldeten Beigeordneten ein Anfangsgehalt von 16 000 Mk und ein Höchstgehalt von 20000 Mk. gewährt wird, mit der Maßgabe, daß von 2 zu 2 Jahren Steigerungen um je 1000 Mark bis »um Endgehalt von 20 000 Mk. statt- finden. Bei der Frage, wie innerhalb dieser Grenzen dte Einstufung der in Betracht kommenden Ein I1 M WM »4 Ewigkeit abzurufen. iwiegervater, uronvaier unu vjiikci Herr Ludwig Volk I. I Staufenberg, den 14. Dezember 1920. 020779 Beerdigung findet Mittwoch, 15.Dez., nachm. 3VaUhr statt. K L ■ Telephon 327 020693 lehrt li'.dv. 020741 WMWU, Tüchtiger Geschäftsmann sucht zur Herstellungeiiie7 L llNaffenfabritaiion Äaur- mann mit ca. 12-15 000 M I Empfehlungen! L verkaufen 020701 Strafe 11. 020683 Hoiweinkellerelen. 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Volkstänze, brcnttmmige (5! ötc und heitere ®ebid)te füllten die Zwischenramen aus. Ten Abschluß bildete cji sehr wirkungsvoller dreistimmiger Chor: Weibna-t/t^iachr 9 l! Ter in der Ansp.ack« an gedeutete Z.veck der Veranstaltung wurde sich r erreicltt: nämlich erzte'.,- licke, Der- und Gemüt biLendt (ffirnrirfung bei den ttrnbem, bei dm Alten: Weckung und B- lebimg ihres Interesses an der Jugend, ihrer Erziehung. der Schule, überfanpt a;n g.'ifngcii und fittlkben Wiederaufbau des deutschen Volkes. Peter 483, 5 Pro-ml an. L du strie werten sind noch *u erwähnen EcnUrneMal 'Tcümbcig 148,23, Maschs. Eizlr gen .310. Adler- werke Ktever 317. Baltimore Ohio 520, waren 13 Prozent hoher. Die festere öaltung erljidt id) bis Schlich da sich vielfach Rückkäufe ein/ stellten. ikgüniHgi von der festeren Strömung waren besonders Valuta- und Monttnivapiere. 5proz. Rcichsanleihe i7,5O. Hanfwerke Füssen 415. Ter Apotheker führte ihn tn ^.Wohnzimmer, und er hatte kaum die Tür hinter sich geschlos,en, als Barenchm sichtlich aufgeregt sagte: „Was in aller Welt, machen Sie für Ge- fhichten, Brandt! Sie können sich und mich damit c-i des Teufels STüdje bringen. Wissen -sie, datz ßch m diesem Augenblick schon gmtz Trefenbrtinn erzählt, Tr. Germering habe den Tod der tfnnt Aalkner verschuldet?" Äonrad Brandt lehnte am Türt^osten, m.ferner Hagerkeit und Blässe ein Bild körperlichen Elerws, ti>er augenscheinlich weder betroffen noch Zerknirscht „Und was weiter? Erzählt men sich damit 200,- 180,50 180,75 183,12 7,15 805,- 2,58 23,- Entwend, wurden mir am & tag während mtine weieuheil 9om!n Rloleitür, Settu.^ Gasscklüßel. sternni re ich demjenigen Belohnung zu, bn den Täter namhan- welchermirauSvrm Jenem Seiler m 10Ztr.KMSZtr.dI 5 Ztr. Holz, au8 tr. schienen Walls meinen öaltbiutei vieles mehr stahl teilung an [*“*1J Biilkt, grebnerttj Wechsel auf: Holland....... Deutschland..... Wien......... Prag......... Paris........ London........ Italien........ Brüssel........ Budapest....... New-PorK...... Agram........ 384,75 385.75 510,- 315,- 296, - 648,- 5-9,- 420,- 3)5,- 258, - 497,- 250,- 703, - 308,50 14. 12. Franken 198.75 8 60 1.75 7.25 37.70 22 43 22 85 39 75 1.30 648 50 4.50 ten von insgesamt 388 758 Wah 179 418 für eine Neuwahl. Da 1)11 6 iv l 367,75 370,50 526,- 311,- 280, — 630,- 520, — 404,- 307,75 251,- 479,- 248,- 3ir,50 72,21 360,- Büchertisch. — Nebel der Andromeda. Das merkwürdige Vermach rris eines Irdischen. Von Fritz Brehmer. L. Äaakniann Verlag, Leipzig Ge> b.mden 10.50 Mk — Dieser Roman stell: sich in die Reibe der bekannten Utopiern, die das ideal' B ld eines men fdili dien S aates zeiclmen. Markus Geand.'r sch'eudert sich kraft seines Willens durch den Aether und landet aus dem Planeten Trom im Neb.l der Andromeda, der die gleichen Vorbeding« Aus Stadt und Can&. Gießen, den 14. Dez. 1920. Organe für einen Erstickungstod spmch, wie er öurd> manche Gifte herb.ngeführt wird. Tas ist eine Möglichkeit, aber keine Gewißheit. Auch darüber mußten Sic aus Rücksicht auf mich strengstes Stillschweigen bewahren. Gegen Dr. Germering ist doch auch dann noch nicht bas Geringste bewiesen, wenn bie chemische Untersuchung des Mageninhalts wirklich zum Nachveis einer Vergiftung führen sollte. Sie kann es von irgend einer uns unoelamüen Person erhalten oder sich auf andere Weise verschafft haben." Brandt blieb ganz ruhig. ,,Und ihre abendlichen Besuche bei Germering? Seine Sxmticrinigen an meinem Giftschrank? Beweisen sie nichts? „Nein — gar nichts. Gr wird behaupten, eine ganz unschädlich: Arznei bereitet zu haben. Und nr.e soll er überführt werden, datz sie für Frau Falkner bestimmt war? Gr hat mir gegenüber ja fdxon bestritten, ihr überhaupt etwas anderes als Schafpuloer gegeben >u haben. Und die haben doch wohl Sie selbst chr oder ihm verabjolgt." ,^Za. Sie erhielt sie schon vor Wochen gegen Germerings Rezept. Aber gerade, was er bestreutet, macht ihn verdächtig. Und in meinen Augen ist er nicht nur verdächtig, sondern schon Übcrfichrt." „Als wenn es her daraus ankäme, wie Sie ober ich über ihn denken! Glauben Sie in der Tat, dan irgend ein Richter aus solch Anzeichen hin gegen ihn vorgehen wird? Eberty gewitz nicht." „Tas wollen wir abwar teil. Der Amtsrichter Gbertv rtr.rb einkub seine Pflicht tun müssen. Dafür will ich schon sorgen." „Aber Sie werden mich dabei auZ dem Stnci lassen. Hören Sie? Ich will rächt als Angeber PirschKilpferwerk 399. Frankfurt a. M., 14.Dez. Fmnkfurter Devisenmarkt. gllttch . .. Amsterdam. Kopenhagen Prag . . . SioäihobN . IDien . . . Loudon. . • Paris . . . New«l)orK Mattnotterungeu. Datum: i V I £ Züricher Devisenmarkt. 13.12. 8,85 4,37 9.65 richt, was wahr ift?" „Tas dürfen Sie nüfjt aus sprechen. Dafür Wt bis jetzt noch feder greifbare Beweis. 3® Rabe Ihnen nichts gesagt, das Sie berechtigt hätte, ^lche Gerüchte zu verbreiten." "7, „L«be ich sie verbreitet? Dessen tarn ich mich Anlwerpen-Brü Holland .... v. ndon..... Paris .... Schwel; .... Spanien . . . Italien.... Lissabon-Oport Dänemark. . Norwegen . . Schweden . . Helsingfors . Ncw-Pork. . Wien (altes) Deutsch-Oesterr Budapest. . . Prag..... 201,50 180,50 189,50 183,- 480,- 38 >,- 380, — 5 5,- 315,25 295,- 655, - 557,50 425,- 330, — 260,25 500,- 251,- Ä3 taDi JJrt f* »l«UEn -fr« Mite Zicherbeii 73,30 73,45 73,55 I',- 19',98 14,73 die Falkner aufLinöenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. Datum: 5 Deut. Kriegsanl. 4e/e Deut. Rrtchsanl. 3e/0 Deut. Be>chsanl. 4 •/„ Preuh Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nalionaibank s. D. . Mitteld. Lreditbank. H.. Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gutzstahlwerk . D - Luxemb. Bergw. Velsenkirch. Bergw. . Harpener Bergvau . Oberschl.Eisenb.« B. . Oberschles.Eisenind. . Phönix.Dergb Akt. . Bad. Anilin, u. Soda Höchster Farbwerke. Llektr. A. L. G. . . . Lchuckert- Werke . . Felten. Guilleaume . Daimler...... . Bud.. Eisenw.» Akt. . Adlerwerke. . . . 4 ' »Hess Staatsanl. . tUclron Griesheim . dastchen, roerm sich bie Lache schließlich zu fernen Gunsten austlären sollte." „Machen Sie sich keine Sorge, Derr SanitätS- rat! Ich bin Manns genug, persönlich eutzuftehev für das, was ich tue oder sage." „Sie sind ein Fanatiker des Dasses, Brandt! Ich warne Sie. St? iverden mit Fhrem unbedach' ten Reden weiter nichts erreichen, als sich selbst zusteUcn. Es ist schon Unheil genug angendjtrt worden. Emmal durch dm ungeschickten Artikel im Tiefenbrunner Anretger, und nun voUeiDS durch die unverantwortliche Rede, mit der Falkner am Grabe ferner Schwiegertochter neuen Zündstost in die Menge geworfen hat. Ich habe ihm kein DM aus meuter Mißbilligung gemacht. Aber mit dem Eisen topf ist ja nicht »u reden." . „Was hat er denn gesagt?" „Er sprach von einem verbrechen, das an der Verstorbenen verübt worden sei, und er gelobte, furchtbare Vergeltung an dem Sawlbtgcn za üben." „Darm kann ich niclsts Unverantwortliches fmden. Die Frau seines Sohnes steht ihm doch so nahe rtrz eme leibliche Totster." Der Sanitätsrat rieb sich mit dem Taschentuch die Stirn. Er war offenbar ht höchst unbehaglicher Stimmung. „Nun sagen Sie mir einmal, Brandt — falls Sie in dieser Sad>e überhaupt noch einer ruhigen und vernünftigen Ueberlegung fähig sind: Welch» Anlaß tollte denn Germering eigentlich gehabthaben, der jungen Frau Falkner ein tätliches Gift zu verabreicl^n? Wenn die beiden wirklich tn unerlaubten B.z chungen gefranben hätten, wie eit cs am Grund schr un^ulänglut>er Beobaclstungen armebmen — ist das für den Liebhaber etwa tut, Mono, die Geliebte zu ermorden?".^,- Geschäsl. - 5ür:?c | kvll die Zutniur v versicherunMeli'Ä übernehmen Ltil flebote unt.W.ui, GiehenerAnielgne»! yandel. Frankfurter Vichmarkt. fd. Frankfurt a. M., 13. Dez. Am Heuttgen Viehmarkt waren 51 Großtiere und 102 Kleinttcre weniaer angefahren als in der vergangenen Woche. Im einzelnen waren aufgetrieben: 236 Ochsen (232 , 56 Bullen (55), 634 Färsen und Kühe (690), 121 Kälber (168), 212 Schafe (185), 526 Schweine (615). Außerdem standen rum Verkauf: 6 Ferkel, 12 Ziegen und am Seuchenmarkt 9 Mhe und 32 Schafe. Trotz des etwas geringeren An- ttiebs war das Gcsck>Lst mit Rücksicht auf die bevorstehenden Feiertage außergewöhnlich lebhaft. Die Qualität der Tiere ist heute mittelmäßig. Gute Ware ist nur in wenigen Exemplaren vertretey. Die Preise hlieben gegenüber der Vorwoche fast die gleichen. Für aute Ochsen wurden immer noch 900 Mk. für den Zentner Lebendgewicht bezahlt, während minderwerttge Kühe für 450—500 Mk. für den Zentner zu haben waren. Auch für Kälber wurde für die beste am Markt befindliä>e Ware bis zu 1000 Mk. für den Zentner angelegt. Die Schweinepreise erlitten keine Veränderung. Frankfurter Getreidebörse. fd. Frankfurt a. M., 13. Dez. Die Börse verlief heute vollständig geschäftslos. Nur Futtermittel konnten bei Preisermäßigung in kleineren Posten umgesetzt werden, ^nlandserbsen 425—475 Mk., Futtererbsen 305—360 Mk., Auslandserbsen 390-475 Mk., Rangoonb-ohnen 300—310 Mk., Brasilbohnen 280—300 Mk., Jnlandslinsen 650-800 Mk., Auölandslinsen 550—625 Mk., Ackerbohnen 310—330 Mk., La Plata°Mais 380-390 Mk., Wiesenheu 100—120 Mk., Klee Heu 110-130 Mark, Preßstroh 65—70 Mk., Biertreber 210 bis 230 Mk., Rapskuchen 190—210 Mk.) alles per 100 Kilo frei Frankfurt. Tüchtiger Beschäl! uibtsnrveritew! Wniabrilailyl mann mit cd W. i KSLU M W 14 tonale al; Dobermni Samstag enM , I yereI WartbvrM | SoDDllda»i«suJ' i n !D 3rf" ' -,i,iicrsSiu^ I belßSi«^ I qjiib.1^ I J auG ft ÄÄÄ 1 ,Um so Minimer. Tenn bann mutz ick annehmen, datz Sie nickt mehr £>crr Ihrer Sinne waren, als Sie m der Kapferschen Weinstube erzählten, die Sektion habe eine Vergiftung nad>- gewtesen, und Tr. Germering würde nicht lange mehr frei Herumlaufen. Ick erfuhr es heute aus dem Munde eines Ohrenzeugen, der mich sicherlich nicht belog." „Wenn Sie eS aus fo MverlSssiger Quelle wißen, mutz ich es wohl gesagt daben." „Sie waren alfo betrunken?" Brandt zog die Schultern in die L»5he. ,M«rn will auch einmal fein Vergnügen haben. §>err"Sanitätsrat! Sie f elbst haben mir doch immer geraten, ich sollte öfter unter Mensä-en gehen." ,Tas aber habe ich damit nidit gemeint Wenn Sie auch noch an fangen, in den Kneipen herum $u liegen, werden Sie bald genug fertig sein." ,^a, das ist wohl möglich Aber am Ende geht eS keinen etwas an als mich selbst." Ich will Ihnen meine freundschaitlicken Ratschläge nicht aufdrängen. Aber tch mutz mich dagegen verwahren, datz Sie mir durch Ihre sonderbaren Neigungen Schaden zu füg en und im Rausch mein Vertrauen mißbrauchen. Ich wiederhole, datz ich keine Beschuldigung gegen Tr. Germerrng ausgesprochen habe — wenigstens nicht Ihnen gegen- ÜbCr'ter Apotheker lächelte ironisch Nein, das haben Sie nickt getan, wu w nicm mefer"nötig war. In dem Augenblick wo Lie mir das Ergebnis der Sektton mitteilten, lag die -Sache °D^°bÄtteck^ ich aaf daS Entschiet-enste. Was soll 'ick Ihnen denn überhaupt m tgeteüt haben r 2^ tH« Deschlftenheit des BluteS wck der rannen sSkI WM" ■•«tt erinnern." *» Die Deutsche Volkspar te 1 verM> stoltet am kommenden Tonnerstug abends 8 Uhr ä m Saale des Einhorn eine öffentliche Verfamm- ung, in der Lan)lagsabg. Dingeldey- Darm- lybt ein Bild von der politische Lage tm Rerch und m tzesien geben wild. Ta die Bcrh-andlungen m Landtag in der letzten Zeit sich mit unserer ■ UntDerfität, unserer Studentenschaft und Beamlen- ■ schäft beschäftigt haben, dürften die Aus ührungen Udes Redners iiber bie hessische Politik für werte ■ streife der Bevölkerung das größte Interesse haben •• Ter Wartburg-Verein feiert am ■ frnnmenben Sonntag, den 19 b Mts., abends ■ 7 Uhr rm großen Saale des $)otel Einhorn seine WSZeihnachtSfeier, für die wieder ein aus- U ge»eichaietes Programm tn feinfinniger Weise zu- I iammengestellt ist. Näheres siehe Anzeige. •• Truckfehlerberichtigung In dem 5 Ein gesandt" von £yerm Prof. UR e f fer in I oer Samstag-Nummer (292, 3 Bl.) findet fick 1 ?rn sinn störender Truckfehler. Am Ende der vierten I Leitjeile ist fMtt „angene&m" angemessen zu + Holzheim, 14. Taz. Metzgermeister Narttn Müll und dessen Ehefrau Karolme, geb. sEeitz, feierten am Sonntag chr goldenes Doch- ieftssest. Das Jubelpaar befindet sich noch in volle, r Rüstigkeit. -s- 0 lzhe im 14. Dez. Am Freitag wurden intfere zwei neuen Stahlglocken an den Ort yrfdofft, den unsere zwei «'gelieferten Bronze- Hocken verlassen mußten und sind emgewecht wvr- b«n. Eine Glocke ist vmi den Ameri-'anem. die rther von Do.'-hetm auSgenxmbert smd, gefti'tct norden. Die neuen Glocken haben einen wunder- 'ckönen Klang. Kreis Büdingen. n- Geiß-Nidda, 13 De». Die Schüler ixr Dosts schule veranstalteten gestern etnen Oärchci abmd Gegeben wurden in b amatifierter 5orm folgende Märchen: Domrösckm, Sdyran stck an, Wechr^achtsmärchen. dazu mehrere örei» itnnmtge Gesänge, heitere Gedickte und Weilmachts- lrcder. Es war ein richtiger Kinder- und Eltern- abenb. Mit größtztr Liebe mck Hingabe wurde I . 454,50 455,50 455,- 456,- . . 2243,70 2248,30 2257,30 2262.70 . . 253,45 254,05 256,30 256,70 .. 431,- 432,- 430,- 431,- . . 1136,20 1138,70 1136,30 1138,70 . . 935,- 937,- 946,50 948.50 . . 256,70 257,30 257,20 257,80 * * 1068*90 1071*10 1058^90 1061*10 . . 1048,90 1051,10 1053,90 1056,10 . . 1421,- 1424,- 1418,501421,50 Seit geraumer Zeit schon war fein Kunde mehr erschienen, als noch einmal die Ladenglocke anschlug. war der Sanitätsrat Tr. Barenthm, und Svandt wurde durch seinen (Sintritt nicht über* ttfdx, denn er hatte ihn drüben vom Lindenweg htr auf das Toktorhaus -ukommen sehen, nock mi s-^narzen Anzug und tm Zylinderhtzit, wie er der Besaitung der fir g.n Fron Falkner beigewohnt l,atte. „Guten Abend, Derr Brwckt!" sagte er. Tcntsch-Uebersee (Sffrt. 1000, stellten sich 16 Proz. i«proz Owidmertkaner 785 10 Prozent, ferner 4‘Zj Irrig Anleihe 525 und 5proz Tehuantevec 505, je 10 Prozent, befesti-gt. 5p oz Stlbeimep- fantr aus Rückkäufe in grüß nm Betr^n gehan i>elt, 546 plus 11. Fm freien k^.tcbr standen Deutsche Petroleum in lebhafterem Berk hr 1960. Man: selber M'aje 4600. Ben-Motoren 271, dessen Bezüge 63,50 Julius Strfael 1405. Chemische 2TT1 t-n konnten sich etwas im shire heben Sckndo- ansmlt notierten 830, Färb werte tzöcht 405, Th. Goldsckmri.t lebhaft, 6.0—684, fliegen 13 Pw^ent. Daimler Motoren 245, zogen 3, Gumimwarenf. Berlin , 13 Te». B ö rs enstim mun gS- bild. Die rückläufige ZttirSbewegung machte Heu e wertere, nicht unerheblickie Fortschritte. Tte Gründe hierfür sind die gleichen, die bereit in der Vorwoche und früher den Abbau der Börsenkurse em» leiteten. Besonders umfangreich war aber die zum Verkauf gelangende Ware nicht Tack genügte bei der zur Zeit herrschenden Geschäftsunluit wich em verhältnismäßig g.ringos Angebot, um di? Kurie stäckei zum Weichen zu bringen. Tie Rückgänge erstreckten sich ziemlich gllichmätzig aui alle Rkarkt- ge'birte. Sie betrugen durchscki itttich 10 Pro-., vereinzelt auch 20 Proz., bei £ximburg*Si£amm* tanem. B Smorckhütte und T^.ale lo-wr 30 Pro- R«t> Erledigung der ansLngliäxn Verkausranfirage fanden m einigen Papieren, nxe $xrnbu g-^ü'> ameritönern und DH. Gold'ckmv! aui drm ermäßig :en jttirSsand ^ em Sdsv n ungen sta t und andere, wie $>arunter, Phönix und Adlenverke vermochten bei ziemlickien Umsätzen und gleichen Vorgängen die anfänglichen Verlmste wieder ein- zuholen. Tas Geschäft mar allgemein rulng und bie Widerstand k aft der Börie nalym im Verläufe zu. Dechchtn.-mäßig gut ae-lalten nmren Bank- aktten irr.b Valutapapiere. Rentenwerte nxr.cn we- ntg verändert. Frankfurt, 13. De^. Dörsenstkmmung?- blld. Das Geschäft ans dem! Montanaktienmarkt war sichtlich belebter. Die meisten Werte wurden in höheren Kursen aus dem Markt genommen (Shit erholt haben sich Phönix, 635 plus 9, Rfiein- stahl 500, gewannen 8, Lxirpener mit.530 7 Pro» Deutsch-Lut embuvg 370^0, gewannen 5 Prozent. Oberbedarf eröffneten etwas besser, 310, und wurden im Verlaufe bti 318 bezahlt. Mannesmann lebhaft, 544, gewinnen 8 Prv-ent. Valutawerte fanden ebenfalls zu feslevcn Kursen Aufnahme. »egYPtenS nicht nachstand. Und in der Folge • ntrolüe die Forschung ein ungeahnt färben- iräckftiges Bild dieser nach ihren Hauptstätten ,g. krctifch-mykentschen Kultur. Unter ihren Eenhnälern sind die Wandmalereien von ifinA besonderem Reiz. Da sie in weiteren tretfen noch ziemlich unbekannt sind, ist es rmsomehr zu begrüßen, wenn jetzt ein durch eine Mitarbeit gerade auch auf diesem Forschungsgebiet besonders berufener Redner an ;anb von zahlreichen z. T. farbigen Licht- Aldern ihre Bedeutung würdigt. — Der Vorrag ist bei freiem Eintritt allgemein zu- rrtert and unoen unserer Erde bat, dessen Mensclien uns aber um Jahrtausende in der EnM'icklunn voraus sind. Tic Zeitalter der Technik unb der Elektrizität sind Von son.i/ei 3n* | dknuimbni: die Men chbeit hat sich vom Mate- k' ria ismois ab'Tiixinbt unb vergeistigt. Durch den Willen delerrsck: sie alle Funktionen der Psyche. Ein Idealzustand ist erreich', aber e5 ist der Zu> stand der alternden Menschheit, aus der sich die Besten in die Star.enb der st'iensch'-eit zurück ebnen. So Frid, die dem stünnifckm Erdeniüngling zra Gelnb en wird rmb mit ihm bie Reist nach der Erde antritt Auch di' aftrewvrdene Menschheit ist nicht glücklich. Ties ist daS resignierende örgebiK • des nackdmklicken Bnckies. — Rittmeister Segen darf. Roman von E. Krickeberg. Deutsches OerlagShauS. DongL Co ' (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Die Rückkchr König Konstantins. Paris, 13. Dez (WTB.) Nach emef Meldung aus Athen ist der Panzerkreuzer „Awa ross", begleitet von einigen leichten Kreuzern, am Freitag nach Venedig abgegan- gen, um sich dort zur Aufnahme König Konstantins bereit zu halten. Lloyd George und die Genfer Pöllerbund^- Versammlung. Paris, 13. Dez. (WTB.) Nach einer Radiomeldung aus London hat Lloyd Georg e nicht mehr die Absicht, an den Sitzungen des Völkerbundes in Genf teilzunchmtn. Irische Gräuel. Paris, 13. Dez. (WTB.) ftn dem Dvande in Cork wird nock berichtet, daß am SamStag abend gegen 8*/s Uhr ein mit 14 Kadetten besetztes Auto in :: nen Hinterhalt gelockt worden ist, worcnif die Insassen deS Autos mit Bomben angegrrfm wurden, wodurch verschiedene der Kadetten schwer verletzt worden sind. Kurze Zeit darauf begann der Brands her zunächst drei Geschästslräuser im Innern der Stadt ergriffen hatte, aber bald auf daS RathauS Übergriff sowie auf die Getreidebörse unb die Bibliothek, bie von dem Amerikaner Earneaie gestiftet worden war. Auch ein Lichtspielhaus ist niedergebrannt. Der Schaden wird auf 7 Millionen Pfund Sterling geschätzt. Zdotelbesiherstreik In Berlin. Berlin. 12 De;. (WTB.) Im botel Kaisev- Hof fand eine Sitzung deS Vereins Berliner Dotelbesiver statt, an der die Direkwrm aller nrofien Berliner dotris teilnahmen, unb in der beschlofien wurde, spätestens ab 15. De^mder ihre Restau'ationsbetriebe lolange geschlosseU ;u halten, bis eS ihnen nieder ermöglicht wird, ohne Verstoß gegen gesetzlich? ober behördliche Maßnahmen ihre Betriwe onbnungsgemäß ju führen, weil sich die Unmöglichkeit strikter Sbmebat«' tirng der Anordnungen gezeigt habe. An deck preußischen Mrnfsler des Innern und den preufäe scheu Iustizmmrster wurde ein Telenramm gesandt, in dem die Vertreter der großen D-rlmer $>otd- unb Resdau^ationsbetriebe die Bel»ö dm nm Beistand und Schutz gegenüber bat Maßnahmen der SttuttSanwaltschast • bitten. Sine Verhaftung. Berkin, 11. Dez. (WTB.) Hauptmann a. D. von Pfeffer ist v-om außerordentlichen Gericht beim ReichSwehrgrupvenkom- manbo zu Berlin wegen bringenden Verback- tes bes Verbrechens gegen g 1 der Berorb- nung des Reichspräsidenten vom 30. Mai 1920 betreffend die zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung unb Sickwrheit nötigen Maßnahmen aufgrund beS ArttkelS 48 Abf. 2 ber Reichsverfaffung in Untersuchungshaft genommen worben. AuS München. München, 13. Dez. MB.) Del der gestrigen Volksabstimmung in Münzen darüber, ob in München eine Neuwahl des StadtrateS ftartfinben solle, stimm- 15000 '? ^nß**£^inbruchdiebstahl. Vergangene Don Jelbiigkbki Joche wurde in einem Zirkus wagen in der ii ■, irodheimer Straße eingebvochen und dem Wan^bTnä- I Ditscher ein Schließkorb mit allerhand Be- kleibungsstücken entwendet. Es gelang, den K am til Dieb, einen früheren Zirkusangestellten, so- tatiae ,3ic 8roei Hehler, welche gemeinsam das ge- wtÄ < st-blene Gut verkauft hatten, zu ermitteln einem Umemeäir. i Md festzunehmen. Frankfurt Berlin Schluß- Avrttd-Schluß- Schluß- Kurs KurS Kurs Kurs ' " ‘ 18.12. 77,SO 66,70 68,59 63 0 180,50 320,- 241,- — DerOberbessische Beschicht s. jerein veranstaltet morgen (Mittwoch), jbenb« 8 Uhr pünktlich, im Hörsaal bes Physischen Jnsttruts (Eingang Stephansttaße) y,n zweiten Vortrag bes Winterhalbjahrs. !er Vertreter ber Archäologie an unserer, Universität, Professor Dr. Rodenwaldt, vird über Wanbmalereien aus Palst en dergriechischenVorzeit spre- f •b C ^TmninniiiiiminiiniininniniiiiinniiiinniiiiniiniiiininiiiiitnniiininniniiiininiiHmiinnnnnnnnmimmininiinnnimnnnmiinnnnmg | praktisch e Weihnachtsgeschenke I TaschsnLücher: g Dmnentaschentuch mit gestickter Ecke M. S25 g Damentaschentuch mit Hoblsaum M. S25 g Herrentaschentuch, meist Linon . . M. g Herrentaschentuch mit farbig. Rand M. G75 g Kindertaschentücher von M. 2^ an | Reinleinene Taschentücherin ^Auswahl | Fritz Nowack. Schurzen: g Farbige Trägerschürzen von M. 2550 an W Weihe Zierschürzen 'ä,Ä j Läufer und Mitteldecken g von einfachst, bis au elegant. Ausführung == Farbige Tischdecken Z in reichhaltiger Auswahl = Nn- u. Verkauf von Möbeln, Antiquitäten, tcivkllc6evnn()incnatt >cr (Siiirirbliuiflctt. ! > LouisNottzcuberüer 229ieucniueii22. Tel. 1/». Deutsche Vslkspartei Minning Donnerstag den 16. Dezember 8 Uhr abends im Einhorn. WM: MMWWüMelkr Dmgeldey, SllilliWk: Wer tö M. we in M ni in M> Eintritt 1 M. i3i85v Der Vorstand. Heimstättenausschuh der deutschen Gewerkschaften in Metzen Donnerstag, 16. Dezember 1920, abends 8 Uhr im Saale des Caf6 Leib (Tvalltorstrahe): WWWWklWWlW Redner: Oberpostsekrelär Rick las-Karlsruhe Geschäftsführer des Deutschen Heimstättenamtes, über: Die Aufteilung von Gruud und Boden, Nutzbarmachung für die Allgemeinheit, sowie Schaffung eines eigenen Heimes für möglichst jeden Volksgenossen stellen groste und schwierige, einem Freien Volksstaat jedoch durchaus würdig« Probleme dar, deren Verwirklichung schon von der nächsten Zukunft erwartet werden must. Da dieser Vortrag für jeden Volksgenossen, besonders aber alle Arbeiter, Angestellte und Beamte vou größtem Jutereffe sein must, ist jedermann freund» Uchsl eingeladen. Weseinet ArbeilsMeiiiWM Ser MM ZeKetlsüslislsSM fielen Ung ?iteOlenneröäüöe I. A.: Dierau. J.A.:Grünig. SeMer Beamleiiönnö _________________________3- A.: F. 3. Mohr.___________________13240V Zur morgen stattfindenden Wahl für die Handelskammer empfehlen wir folgende Herren: 13238D IMMlMUß! Mls NM 2Ä®B M M ZMÄWsNkWllWel Arbeitgeberverband der Industrie in Oberhessen. Die Grobhandelsvereinigung. Der Verein der Detaillisten. Der Kaufmännische Verein. Auf die morgen von 10-1 Uhr stattsindende WMMM-Wl machen wir unsere Mitglieder nochmals besonders aufmerksam, mit der Bitte, die au^ scheidenden und wieder wählbaren, sehr bewährten Handelskammer- Mitglieder Senn MMlMM liüolf KllWsWl SmllGLttelöeWÄiel tWM Wer herrli gaujmanu MgW Holl wieder zu wählen. Es ist Pflicht eines jeden Detaillisten. fein Wahl, recht auszuübcn. 13221V Verein der Detaillisten. Musil Aliert 3Infiik-Instrn»rente [fei: er ffir ?!eu6au und Neparatnrea ysrisfoL.Ä6” no 120. IZerntpr. Hansa 43^. f TocMiaiKllQiig 3 SAUER "Mlkeslr.22-Ferii3pr.269 k QualMtswara 1 zu billigen V Prelsan. Füchse enorme Auswahl Alaska-, Kreuz- und 8lH>erfarbe Mk. 2290 bis 675 Mnnlelkrisgren offen u. «eschlossen zu tragen Mk. 868 bis 75 Pelshttte, neueste Form, Mk. 860 bis 10Tg Großen-Buseck wirb aus dem Sperrgebiet ausgeschieben und bem Beobachtungsgebiet angcglicdert. Gießen, den 4. Dezember 1920. Kreisamt Gießen. I. V : Welckcr. Bekanntmachung. Betr.- Verkehr mit Sprengslossen. Es besteht Veranlas,ung, baraus hinzuweisen, daß nach ben Vorschriften bes § 1 des Reichsgesetzes vom 9. Juni 1884 (R.ichs- Gesetzblatt S. bl), bes 8 19 der Hefii.chen Verordnung vom 6. August 1904 (Reg.-Bl. S. 311) und des § 2j der Hessischen Verordnung vom 21. September 1905 (Reg.-Bl. S. 2ol) für Besitzer von Sprengstofslagerit eine Pflicht zur Buch- bzw. Rc- gistcriührnng besteht. Die Besitzer von Sprengftofflagern werben erneut auf Beachtung dieser Be,.immungen h ngewiesen. Gießen, ben 8. Dezember 1920. Kreisamt Gießen. I. B.: Hemm erbe. Dicnftnachrichtcn des Atrcisamtcs. Das Ministerium bes Innern hat der Württembergischen Vereinigung ber aus Elsass-Lothringen Vertriebenen, E. V., zu Stuttgart, bie Erlaubnis erteilt, 8jOO Lose zu je 3,00 Mark ihrer am 19. Januar 1921 zur Ziehung gelangenben Geldlotterie im Vollsstaat Hessen zu vertreiben. Während der Zeit des Vertriebes der Lose zur 1. Klasse einer PreußischSüddeutiäxn Staatslotterie ist Antüiidigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose in Hessen nicht gestattet. Inholtr-Uebcrficht: Bekanntmachung der Abwicklungsstelle des Reichsministeriums für wirlschaftliche Demobilmachung. - Erhebung über die in yefien wohnenden Blinden nn schulpflichtigen Alter. - Verkehr mit Sprengstoffen. - Viehseuchen. - Feldbereinig^ng Lumda und Münster - __Dieustnachrlchien. - Ladenschluß der offenen Verkaufsstellen vor Weihnachten. Bekanntmachung. B e t r.: Ladenschluß der offenen Verkaufsstellen vor Weihnachten Auf Grund des § 9 Absatz 2 der Verordnung über die Regelung der Arbeitszeit der Angestellten während der Zeit der wirtschaftlichen Demobilmachung vom 18. März 1919 (Re chs-Cejetzbl. Nr. 61) dürfen in der Zeit vom 14. b i s e i n s ch l. 2 4. >T e - zember ds. I s. die offenen Verkaufsstellen werktagsbis 7 Uhr abends, am Samstag ben 18. unb Freitag den 24. d s. M t s. bis 8 U h r a b e n d s für den geschäftlichen Verkehr geöffnet sein. Gießen, den 9. Dezember 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. mf den _.. w erwogen, livmt es notwendig werde, den en Abstimmung in Oberichlesü-n beteilyun beb- reuen Oberschlesiern die Teilnahme an Den len vx ermöglichen >chuh 'Auswahl bert ^-Apotheke Amt5venuno!gung§b!att für die provinzialdirektion Gberhefsen und für dar Kreisamt Stehen. Bedarf: Montag. Dienst»,. Donnerstag und Freitag. Rur durch bie Dost ,u beziehen gegen MK. 2 50 v.erteljLdrtich Die UnLlchäng-seu und die auSwärti-e Politik. Berlin, 14. Dez. Lant Zlg." 6ät bie Fraktion der Unabhängigen Sozialdemokraten dem Reichstag eine Jntervella» tion über die auswärtige Politik der Regierung Stuttgart (sstr WÜriremberg) o*^rr irlT. wor- D.c inter al Inerte TTiIrti tommi iu?-. b -i- rFt, das Schreiben vom 9. .Dezember Litte klare rtbe darüber enthält, wie diese ge- it toerten sollen, uab zwar eien o »c iig r.n* ich der Frage ber Fr ist.'N, aui .arir. hin- itet wird, wie noch auch hrn>i''ot!-^b her ?tfrage selbst, ivo nur bebmgtc Re tut ta le üt8 • geiaht smd. __ Indem die interalliierte Mr'tterk" tr-'/ "><- on iVchmals den G u tb et d r io ort en K f» tg und Entwaffnung in Anwendiu.e. de- F >e- vertragos unb des Spa-Pro wkol 5 ! r-l-nt, be* s^e noch einmal darauf, bw beut v-fy Remp ihr unverzüglich bie jn treffen- Mahnahmen m i 11 e i 11 Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche in Gießen (westlich der Lahn). In Gießen (westlich der Lahn) ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. ES wird geLiioet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gern a r k u n g Gießen (westlich dec Lahn). Das Beobachtungsgebiet bleibt unverändert. Unsere Belanniinachung vom 25. August ds. Is. in Nr. 122 des Am.soer.üiwigungsbla tes Hübet sinngemäße Anwendung. Zuwi. erlxuidlungen gegen bie erlassenen Anordnungen werden mit erheblichen Strafen geahndet, wenn sie roiiiciiilid; begangen sind, sogar auf Grund des § 328 des StGB, mit Gefängnis. Gießen, den.9. Dezember 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r. ec iiryi tufu ui ucn yucg u^iarurcca m einer Aitnxe die' ihm nicht genehmen politischen Gegner und bestrelet ihnen ba-< Rech', der politischen Mei- inmg*- und Redefreiheit, von der unter _ dem Schitrie der Monarchie wohl kaum jemand örteten Gebrauch gemacht hat, als der Herr Präsident selbst. Herr Dr. Streifer hat ferner behauptet, daß an ber UniDcrfilät werte Schichtert unseres Bolles überhaupt noch nicht vertreten seien. Es sollten neue Ausst.^eg^möglichkeiten ge^'fen werden, damit , to.r nickst nur solche Stube renbe an unseren Hochchulen bekommen, bie auf G:und eines wohl- gespickten Geldbeutels dabin kommen". Er w.ll ben Studenten staatliche Unrerstützung gewähren, damit diese „pos-tiv zu roücbigen ,vi i», »vas für neue Werte unb ivas für neue schöne Zukunstsmöglichkeiten m dieser RerneXik li-ge-i. Auch solche Studenten haben wir nötig, unb dafür werden enlsch-italienische Verhandlunaen. Berlin, 14. Dez (WSB.) In beit letzt« n sanden zwischen der deutschen Reich»- i erun g und den Äertretem der i t al ir n i- n {Regierung in Berlin Ber ha no- g en Hutt mit dem Ziel, ben Berkehr |t»i- TcatjciKeeib und Iln-ien, ter 1L) fcemtil günstig entwickelt hat, möglichst |iu erleich- Es lstrndcll sich lMivisächlich um die Scl«s- biref trr $ a r if c, utn die durch bn. Berlin. 14. Dez Der Dlättcrlweldun^ Über beabfichriSte Vers die uuangeb^bte Rede eines „Politikers" leuiicrt unb von ebtm ^tab oli eine Reve bezeich-iet, „wie er sie nicht horon möchte" Unb doch wu zelte diese aus trcher Emv- findmtg kommende und von rciniter oabertandiich-r Gesimrung getragene Rere ganz im Geiste ern« Fichte, dem Qfcgrfinber des deut chen F.ealismus. Verträgt es sich wirklich mtt den P'lichten unb dem DerantwortiMissge ühl eines Präs.denten des Lanbesainte* für ba» Bildungsween, diesen öeiß zu bekämpsen, ber un5 alieti aus ber X;eie, m die un* die Revolution, g cito »en hat. emyor- Belr.: Erhebung über die in Hessen wohnenden Blinden im schulpf.ia,tigen Alter. An Oie Schulvurstänste des Kreiseö. Es ist binnen 14 Lagen zu berichten, ob und wie viele blinde ober halbblinde Kinder im schulpf.iu/tigen Arter sich in Ihrer Gemeinde befinden. Sofern Ki..ber der fragliche.! Art vorhanden si..d, ist deren Namen und Alter sowie der Grad der Blindheit anzugeben. Da der Kreistag beschlofien hat, die für arme Bunde in der Biindenansialt crioachsenden Pflegekoston, soiveit erforderlich, auf die Kreis»as,e zu übernehmen, wird erwartet, da^>. von der ßürso.ge der Bl.ndenani.alt möglichst Gebrauch gemacht wird. Zu Ihrer Berichterstattung, die innerhalb der gesetzten Frist pünltiid) zu erledigen ist — nicht eingegangene Berichte gelten als Fehlberichte — wollen Sie sich des in unserer Bekanntmacl-enig vom 3. Januar 1911, Kreisblatt Nr. 2, gebrachten Formulars bedienen. Gießen, den 7. Dezember 1920. Kreisiehultommis.ion Gießen. Dr. Ujrnger. Der demokratische Parteitag. Nürnberg, 14. 1920. AM Montag vormittag erstattete zunLchsti ReichstagSabg. Dr. Böhme sein Referat über die löebfutinw des Siedelungswesens für die deutsche Xkrt-duft. Die Demol.enm tbmtax mit gutem Gewissen auf ihrem böherigen bau ern- freundlichen Wege wertergeben. Sie müßten babüt arbeiten, daß bie Bestrebanaen auf bem Gebiete der Klcrnsiebelungen, ber üeimftätteidietxlunaen s-ch lusammenschließen, um eine große politische Macht zu geben, die nicht beiscrtercschoben werde» könne, gegenüber der Rechten und der Linken. Gegen die Rathenauschen Bor- schräge wurden m der weiterst Au^'o-^dlbe zahlrnche Bedenken erhoben. Sie führten über die Lerche der felbitänbigen Unternehmer. Ihr ungewolltes Ziel sei die Sozialisierung, md der man bekanntlich in verhältnismäßig (urur Zeil jeden rentablen Betrieb ruinieren könnte. Sehr erwägenswert sei dagegen bie Beteiligung ber strbeitcrichaft am Gennnn und an ber Verwaltung der Betriebe. ReichstagSabg. Dr. Fischer: Rothenau : tge: die endgültige Lösung sei bie Ueberfübning deS Unternehmens nicht ui ben Besitz der Staates, sondern in ben Besitz der toten Hand einer zu b-ldenden PrvduktionSgemeinschast unter dem Schutz des Siaates. TaS sei also die Schoi'ung neuer Organisatwnen, von denen nxr gerab«- genug hätten. Die alleinseligmachende Äraft des So- nalismus sei im Schwinden. Jetzt gelte es, alle Bolkskräite auf demokratischer Grundlage zusam- menzufasfen, nicht etwa im Sinne eines veralieten Bürgerblocks gegen den Arbeiterblock, sondern im Sinne einer großen, arbeitsöroernden LolkS- gemeinschaft. _ , . Minister Oeser sagte u. a.: Sobald Wilfon zücht wehr ArLsident fei, mLsje an Amerrla heran- Vom RrichswiltschoskSrnt. Berlin, 14. Dez ,WTB.) Der tiorlftufitje l^wirtschastsmt nahm bei brr Wei.-.-rberatnn» Antrages 29 i f i e 11 über die prornikttve 8 r- : b s l o s e:r s ür s o rge die Lenste des Un- is^chusscs mit ber Abänderung »instimmig an, eine ^kenneamg bet Arbeits-ni der Bautet nicht gefordert werden und VÜIi-rbarbcit nach l sts von 24 Mitgliedern h’tr das Wvbn-, Örn»* Sir telungs wesen wurde «Lachsall- etnsttwcmi- uonmierr. Dis ®etotounn5frccen. Berlin, 14. Dez. (Wolfs.) Der Hcmcht- chuß des ReichStaas beschloß, daß den eranen die Zutage von 150 Mark vor Weihnachten an-gezah-lt irrrben soll, nahm zu ber Abänderung-Vorlage »um oldungSgesed ben Antrag an, der». 3*n Beamten, bei denen infolge Wegfalls Betriebszulage eine Einfominensminde- I eintreten würde, im Wege der AuS- ungSbestimmun^n einen AnLgleichSzu- j zu gewähren. Bekanntmachung. B e t r.: Feldbereinigung Lumda: hier: Kostenausschlag. In der Zeit vom 15. bis 22. Dezember 1920 liegt werktags auf dem Amtshlmmer ber Hess. Bürgermeisterei Lumba zur Einsicht ber Beteiligten ofsen der Kommisiionsbeschluß vom 28. September 1920 Pof. l nebst dem Ausschlag über die vorläufig zur Erhebung kom menben Beträge. Einwendungen Und daselbst während der Offenlegungszeit schriftlich und mit Gründen versehen vorzubringen. Friedberg, den 6. Dezember 1920. Der Heinsche Fetovereinigungskommissär Dr. Jan n, Negierungsrat. Bctantttmachnng. Be t r. Feldbcreinigung Münster: hier: Versteigerung ber Massegrundstücke. Tie Versteigerung der Massegrundstücke findet statt an Ort und Stelle Montag den 2 0. Dezember 19 20 und soweit ctfoibcriid), an teil folgenden Tagen. Zusammenkunft: Montag m.ttag 1 Uhr vor der Gastwsttschafl Talnner in Münster, woselbst auch Die Verste.gerungöbebingungen belanntgcgeben werden. • Friedberg, den 5. Dezember 1920. Ter Hestiiche FelDbereinigungSkommifsär Dr. I a n n, Regiernngörat. um viinu#cii wvivni ui vegwj uui CRC «öuiaiiung von SePbfrfd?ii6orrtr:'sotionm belas'-nm Befugnis t sind. Ader hi* selbst wLe-ivrechm den Gründen, die tu Gunsten DayemS u -b Osstr eußenS vorg,ch--acht worden sind. Menn sich in Bov*rn eineneits die ZuSst ber tomrasnitm cur ungeftchr 50 000 belänft (und sie sind nxchrsckvi ilich nicht alle Kämpfer), so behtuien sich arbertrleit5 bie regulären Jträfte rvKt) bem Voransckilag ber dcr.tschen Regierung selbst aus »st 40 000 Mann. Außerdem würde die Bereinistn-.g der für die öficntliche Drb- nimq als gefSl>rlich geltenden Elemente cm einem Orte ine eventuelle BilÄecherstel'u- g tx-r Crtnrimg nicht erfd-torren, fonbem im Gegenteil erreichtem. Ohne eui die Saite bestehenden Zustand Hinweisen zu müssen. '11 Monate nach dem Ink a t:r-nen des FriebentzverirageS unb 5 Monate nach Unterzeich nmg des Protototts von Sva.) Die Zahl ber ber Bevölkerung abgenommenen unb an die interalliierte MilitärkoitroUIlommistton abaelieler- ten Waffen erreicht bei weitem nicht b (e Zahl ber vo r Händen en, und noch ferne von ben Brrhinben stammend-- Waffe ist an iU Ioäcüüwoq LLbtts^berg, München kittwoch, 15. Dezember 1920 luee^eie cvf. Xnjtiaett ftr b-.e 2a*»gchrisfeUer. Si-g. y#r/inta>ort'i '«chl, SchleichbondelSzuckrr, Schleiclchandels- "iiiter unb anderen „verbotenen" Zutaten ^aefteNt. Und unter den Adgeordneten bei- •rriei Geschlechts sollen es gerade die ünds- (L^ikalen Abgeordneten sein, die biejeSBuzf’^r» xrct in Massen verzehren. Was man bei den ?ctel5 als so schweres Verbrechen ansieht, Änlich bie Abgabe weißer Brötchen, wird h städtischen Betrieben gemacht, ohne dag igenbeine Stelle bisher eingeschritten wäre. $:e sehr 7>ie Politik bei diesem Wirtschafrs- !nnps mitfpielt, zeigt das Verhalten des kdlon. Es hat sich bisher dem Vorgehen tikr anderen .Hotels nicht angeschlossen Es ik-ft, so heißt eS, unter der Heimlichs Dik- tüttr eines rQbitalfoinnrunifHfd)en Kuchen- jei'S, der zwar kapitalistisch soweit arrioiert ’ L daß er sich einen Jagdivagen halten kann, ui übrigen aber Gleichheit des HungeriucheS Jrtbigt und fortgesetzt die StonfurrcKäbetriebe Dejen Schlemmerei anzeigt. Man kann es MftsichtS solcher Verhältnisse den ftrettenben Qetet* und Gastwirtschaftsbes.tzern nicht übel « tonen, daß sie ihrerseits eine Art Denun- ftstionSauSschuß ausgestellt haben, dä'ser Ausschuß sendet Hunderte von ötzähern auS, um die noch nicht an gezeigten Betriebe auffliegen zu lassen, namentlich Re- hrirationen mit proletarischem Publikum, ...___ ' » denen erfahrungsgemäß mehr gepraßt und I führen kann? it&nelftt wird, als in den „vornehmen",1 Qaoueaü» taadaa Eintritt 1 M. 13186v fnMtaiuttte i - M raniiioi Auf die morgen von 10-1 Uhr stattfindende oic morgen von tu-1 ugr |ianpnocnoe। SMMWUlWl!^ Der Vorstand. Neul Neu! recht auszuüben. 13221V Verein der Detailliften. Vereinigung der AEumEniirm - Geschirr alter Arte* Al frei« QroCee Lefler Donnerstag den 16. Dezember 8 Uhi tom: LUükWZLHeslgiiekei Drn< Wer w MM UM Beutlet Beamten^ 3. A.: F. I. Mohr ■P1' ti Ira machen wir unsere Mitglieder nochmals besonders aufmerksam, mit der Bitte, die au-scheidenden und wieder wählbaren, sehr bewährten Handelskammer- Mitglieder Wir warnen das Publikum, sich tauschen zu lass« Wir warnen aber auch die Veranstalter. Wir werdm mit allen gesetzlichen Mitteln gegen unlautere Mache n' schäften vorgehen. Nachdrücklich stellen wir fest, daß M unterzeichnete Vereinigung, der die angesehensten umt größten Äluminiumwarenfabriken Deutschlands angehömst an diesen Ausverkäufen nicht beteiligt ist. 1321110 auf. Den Veranstaltern ist jedes Mittel recht, um Ware an den Mann zu bringen. Immer soll es sich notto lich um „erstklassige schwerste Ware" handeln. srjim zu verl vMNdcn. Mngestel Rn. 10001 rot 15. Derer abtethi — Blofilk-Instra«ren(e — Utei er für -Zleubau und Reparaturen lc:usikina(rumefl:en-?lflaniJ?actar Altrrrt ont Uachsol .5^'2 Frankfurt a. B., Fabraane 120. Pernfpr. HanUH" " «bqt so Cafe Leib Mittwoch, 15. Dezember: Großes Famüieokoszert der Chiemseer in,—o MMkirm SenüSkr ©eiueinöjsnsöuuö 3. 2L: Lierau. KS- Vtt! mfffütr B Sem mor Ä fX &L Ahrsll gelten man M &ber Le ft hsielgSfle MZroUn tont Wb ) iiMi! it AvsznzS.LüböittMtcr sowie daS übliche Beiprogramm. 020746 Dh Direktion. Fabrikanten e. V., HescMftsat Hagen 11 18 Zum Ostend Mittwoch abend oaenr Tanzkvänzehen Anfaua 7 Ubr Verein Humoristika. Semi SvMerMral Mol! Mgsvsl SemiGttlliöetzSOlel LeovolS Mel hellii tohnma AügM Holl wieder 311 wählen. Es ist Pflicht eines jeden Detaillisten, fein Wahl- Heimstätterrau! der deutschen GewerKsch Donnerstag, 16. Dezember 192 Im Saale des Caf6 Leib ( GlMWWVl Redner: Oberpostsekretär Ri Geschäftsführer des Deutschen Hein .ßtMWU-SkUM Die Aufteilung von Gruud und Boden, \ meinheil, sowie Schaffung eines eigenen Heimes füi stellen grofje und schwierige, einem Freien Volks! Probleme dar, deren Verwirklichung schon von werden muff. Da dieser Vortrag für jeden Dolksgenoffen Angestellte und Beamte von grösstem Interesse sei lichst eingeladen. SS äe» *! Zur morgen stattfindende Wah für die Handefi empfehlen wir folgende Herren 1.8rMMlil Milli tiiWWl LAW» MM Al Arbeitgeberverband der Industrie in Oberhessen. Die Grobhandelsvereinigung. Der Verein der Detaillisten. Der Kaufmännische Verein. M!sl!I?!!IWl!l!Il!WWlßl!lll!l1k!!l!lrrl!ll!!ll!l!l!llNMl!!>!lNN j YMifcheWei Taschentücher: W Damentaschsntuch mit gestickter Ecke V Damentaschentuch mit Hohlsaum . 8 Herrentaschentuch, Iveiv Linon . . 8 Herrentaschentuch mit farbig. Rand 8 Kindertaschentücher von M | Reinleinene Taschentücherln ar; :nbe nxrit mtbeninhu Einkomm steuer er t streiket itoreibesidei 1 Sen über - । schassen fw baS alles Zusamme n Erki Ste, hrit ti k! Durch | tf, die ge. Prasser ' Denunziau der verhi Ptalisten" das Trr B w Berlin * eusreizeni We Wm und ! ' and gu! ch die Ausl, Gilgen, die *ft tviet Glieder der ^kdmchr Füchse enorme Auswahl Alaska-, Kreuz- und Silberfarbe Mk. 2290 bis 675 Mantelkragen offen u. geschlossen zu tragen Mk. 261 bis 75 Pelxhüte, neueste Form, Mk. 3M bis 100. Streng reelle Bedien. Eigene Kürschnerei Im Hause. Karpfi Frankfurt a. M. Fahrgasse 107. Diniu rar mynuiiray m mm urijanisiniis Bond iui1 Anlhroposopliische HochscliularlieiL «V.kswetA ßlK Wir laden unsere Mitglieder für Donnerstag den 16. Dezember, nachmittags 37, Uhr, zur Sitzung ins Hotel Schütz, Dietzen, ergebenst ein. Tagesordnung: 1. Eingänge und Anfragen 2. Referat: Die Papiergeldrokrtschast des Reiches und ihre Einwirkung auf Landwirtschaft, Handel u. Gewerbe. Referent: Dr. Stübner, Frankfurt a. SR. 3. Anträge und Wünsche. Preis soll „unter Fabrikpreisen" liegen. In vielen Fällen wurde bereits von uns festgestellt, E die Wanderläger aller minderwertigste Schundware N den Markt bringen, deren Gewicht teilweise bis auf Hälfte des Gewichtes einer soliden Ware heruntergehrw :on Line solche Ware ist auch zu den anscheinend billigt 1/« ün^M' Preisen immer noch zu teuer gekauft. - ™ L ; ml-I!lttss!lls!Ils!llksri!!s!!sllirs!sk!!Il!I!i!!IIl!ri!I!I!i«!II!s!ri!IIIIIII!I!!l!I« Deutsche Bol W Del JF n Jwi bi Je suigthneft Wie Pilze aus der Erde tauchen in allen Städten Deutsch 1 lands Wanderläger bezw. Ausverkaufsläger m ■ti;1 Aluminium-Waren i0llkttlT.22-Fermnr.269 Qualitätsware zu einigen Preisen. -Ä