reichs einstweilen unmittelbar praktisch von I große Erregung verursacht hat- Im.Moldauer keiner sehr großen Bedeutung. Hat ihr Mil- Kreis verhafteten dre Polen wieder angesehen^ lionenheer die Polen überwältigt, so wird es Persönlich ketten und zogen santtttcheErnwoh. am Ende auch mit der schwachen Streitkraft ner zu Schanzarbeiten heran,Soldau ist nur Wrangels Sig werden schwach von den polnischen Truppen besetzt. Der polnische Heeresbericht. meint: Die Waffenstittstandsverhandlnngen. machen. . . Die Stimmung in England- Gon unBman sei in Paris über Reichstags die Front schreiten. Die Note Tschitscherins an die deutsche Negierung. v uuvjlm. Ang. (WTB.) Tie englische A r b e i t e r k v n s e r e n z für die BehMid- lung der russisch-polnischen Frage hat den Boll- zugSrat mnädHifft, einen Generalstreik »u proklamieren, falls die Regierung Wrartgel unterstützt ober Sowjetrußland in irgend einer Form an greift. Der „Star" schreibt zur Lage: Heute zum erstenmal seit August 1914 sind wir verpflichtet, öffentlich unser Bedauern und unsere Besorgnis über den Schritt der französischen Regierung zu Eindringen der Russen in den polnischen Korridor. Berlin, 13. Aug. (WTB.) Der „Berl. Lokalanz." meldet von der ostpreußischen Grenze, daß die Russen die frühere deutsche Grenze überschritten haben und in den polnischen Korridor eingedrungen sind, 3 Homo wurde als erster Ort des ehemals deutschen Wrangels fertig werden. Es kann aber nicht genug daraus hmge- wiesen werden, wie gefährlich für den Frieden Europas der politische Geist ist, der von Frankreich ausgeht. Ein Gemisch von ; Haß, Angst und Siegercinbildung verhindert - das westliche Nachbarvolk an der Erkenntnis . der Tatsachen und der wirklichen Notwendig- , keilen. An der Seite ihrer „Alliierten" über- schätzen die Franzosen ganz gewaltig ihre Kräfte. Ueberall suchen sie selbstherrlich und übermütig in frenrde Angelegenheiten etnzu- greifen. Das Programm der Zerstückelung Deutschlands, das dieser Tage der „(Eclair" in so dreister Weise aushängte, spukt nicht nur in vereinzelten Köpfen. Die Besetzung des Maingaues, die fortwährend geäußerten Gelüste nach dem Besitz des Ruhrgebtetes, die Entsendung eines ungerufenen Gesandten nach München, die sinnlose Hetze der französischen Presse gegen Deutschland, die aus Anlaß der östlichen Wirren in den letzten Tagen sich breitmachte, die Aufbauschung kleiner Konflikte, wie der bekannten Fahnenaffaire — das alles- sind Symptome einer krankhaften Geistesverfassung, die den Frieden unterwühlt. Möchte die neue Beunruhigung der Welt, die Störung der Verhandlungen mit Rußland, die Völker zur Einsicht bringen, daß der französischen Sonderpolitik endlich Grenzen gesetzt werden müssen. Zwar hat die 9te>= gierung in Washington durch eine an Italien gerichtete Note ebenfalls geyendie Anerkennung der Sowjetregierung sich ausgesprochen, aber was wollen die blassen Theorien, was will die inkonsequente, bankerotte und parteiliche Scheinmoral des Herrn Wilson ausrichten gegen die wachsende Erkenntnis der europäischen Völker von der Unhaltbarkeit der bisherigen Friedensmache! Eine vernünftige, europäische Staatenbundspolitik ist uns notwendiger als die bisherige Vöb- kerbundskomödie der Entente, die in einer Note der Moskauer Negierung an England so wirksam verspottet worden ist! Das italienische und das jugoslawische Parlament haben in den letzten Tagen an den Friedensverträgen der Entente eine so scharf ablehnende Kritik geübt, daß im Zusammenhang mit der russisch-polnischen Frage recht wohl daran gedacht werden könnte, solche Gte sinnungen und Kundgebungen für den Frieden Europas weiter nutzbar zu machen. DerWiK- dereintritt Rußlands in das Gesellschaftslebcn der Staaten wird hoffentlich eine Wende in der bisherigen, unfruchtbaren Politik hervor- e bringen! Der russische Faktor muß vor allem dem Verhalten Englands eine neue Richtung geben. Das deutsche Volk aber, das keinen Re- varchekrieg will, sondern auf friedlichem Wege ' sein triebe rgetie enes R^cht wieder aufzuiichlen . sucht, vertraut auf die natnrnotwendige Entwicklung der Drnge und auf die wachsame Einsicht seiner Regierung, die alle am ' Werk befindlichen Kräfte besser wird etnzu- ' schätzen wissen als der Uneingeweihte. Darum begrüßen wir auch eine Wendung, wie sie z. B. in der „Deutschen Zeitung" eingetreten zu sein cheint, die noch vor einigen Tagen erklärt hatte, unsere Regierung hätte von Anfang an kundtun müssen, daß sie ein für allemal mit der bolschewistischen Negierung Rußlands nichts zu schaffen haben wolle. In einem spä- teren Artikel läßt aber das Blatt die gesündere Auffassung zum Wort kommen, das Hauptmotiv unserer Politik müsse die Revision des Friedensvertrages sein, uitb Deutschland möge, aus welcher Partei auch immer,^ jetzt einen fähigen Staatsmann an seiner >Lpitze sehen, der es verstände, die Ereignisse im Osten für unsere deutschen Interessen iiutzbar zu > 2ouLg|u)ujL iui .....; . ■ P , * PtT Tt e-n wett sie gegen otc iö die Regierung Winston Chmtchrll^wegen 1 einer e r k . * . Das wisse man auch st- Gesinnung gegen Rußland aus der Regie- <5^1 if .. . Paris überzeug SÄTOftRIeine*rwo entfernen. wochenröckbllck. Die deutsche Neutralitätspolitik in der Frage des Ostens hat sich bisher bewährt. Die Ereignisse werden sich nicht überstürzen. Die Taktik der russischen Diplomaten ist vorsichtig und geduldig. Was sie als ihre ’ Waffenstillstandsbedingungen für Polen bezeichnet haben, hat die stillschweigende Zusttm- ‘ mung Englands gefunden, das den Polen ge- ; raten hat, in Minsk die angebotenen Verband- , lungen zu führen. Noch ist über das Zusamt- , mentreffen der Sowjetleute mit der polntschen ; Delegation nichts bekannt; es hatte bereits am Mittwoch stattfinden sollen, ist aber infolge ■ von Mißverständnissen verzögert worden. Lloyd George, dem es sehr um die Beschleunig gung der Waffenstillstandsverhandlmtgen zu tun ist, hat mit Hilfe des russischen Delegie^ ten Kamenew es selbst unternommen, noch vorhandene Förmlichkeiten und Bedenklichleiten zu beseitigen. Man hatte also mit einer baldigen Entwaffnung Polens (bis auf 60000 Mann) zu rechnen, ferner mit der Auflösung seiner Waffen- und Munitionsindu- strie und mit der Tatsache eines russischen Korridors an die deutsche Ostsee. Die Bolfche- wikt gehen scheinbar auf die Wünsche der Entente in Bezug auf die Unabhängigkeit em es ungeschmälerten Polens ein, wobei freilich die allerwichtigsten Probleme im Hmter- gruiide stehen bleiben. Während Lloyd George, dem Druck der englischen Arbeiterpartei, wie überhaupt der öffentlichen Meinung Englands folgend, der Sowjetregierung ein Entgegenkommen erweist, ja, unter beit bekannten Voraussetzungen ihr die englische Anerkennung in Aussicht stellt, hat der aus der ergebnislosen Konferenz von Hythe zurückkehrende französische Ministerpräsident zornig die Verhandlungen abgebrochen. Eine der russischen Vorbedingungen für den Abbruch der Feinselig- keilen gegen Polen war die Forderung, daß der gegenrevolutionäre General W r a n g e l von England und Frankreich preisgegeben werde, wogegen ihm persönlich Schutz und Straffrecheil versprochen wurde. Baron Wrangel war ein Kosakenführer unter Denikin und übernahm nach dessen Ende die Fortführung des Krieges gegen das bolschewistische System. Lloyd George hatte im Verlaus des Notenwechsels mit Moskau der Forderung einer Kapitulation Wrangels zugestimmt, und man kann sich denken, welch unwillige Ueberraschung man in Loitdon empfand, als Herr Millerand urplötzlich amtlich erklären ließ, Frankreich habe die „Regierung Wrangels" als rechtmäßige Regierung Südrußlands anerkannt und demgemäß einen diplomatischen Vertreter nach Sebastopol entsandt! Die gleichzeitige Meldung) der Vertreter Englands in London sei angewiesen worden, keinerlei Verkehr mehr mit den dort weilenden Delegierten der Räterepublik zu pflegen, schlug gleichfalls wie eine Bombe in der englischen Hauptstadt ein. So scheinen sich also die französischen und die englischen Wege trennen zu wollen. Ob die Kluft zwischen Paris und Loudon, wie schon öfter, auch diesmal wieder überbrückt werden kann, hängt von mancherlei Ereignissen ab. Wir haben darüber berichtet, wie sich der Widerstand der englischen Arbeiterpartei gegen eine Befehdung der Sowjetrepublik immer mehr ver- siarkt hat, so daß Lloyd George vielleicht noch zahmere Erklärungen wird abgeben müssen als sie in feiner letzten Parlamentsrede enthaltenwaren. Werden Lenin und Tschitscherin den Bogen nicht überspannen und sich einigermaßen im Rahmen ihrer bisherigen Zusagen halten, s'o ist schwerlich daran zu denken, daß bitl englische Politik den angebahnten Weg einer Berständigung verlassen wird. Wenn die Pariser Regierung allerlei beruhigende Meldungen in die Welt setzt, nach einer Aussprache mit dem englischen Gesandten werde England so verfahren, als sei der sensationelle Schritt Millerands nicht erfolgt, das Einvernehmen zwischen Paris und London werde weiter nicht gestört werden, so wird sie an dieser Selbst- lauschung vielleicht nicht lange festhalten können. Denn es sind noch andere Spieler da, die neue Karten auf den Tisch legen werden. Wie wird man in Moskau diesen neuen schritt Frankreichs beantworten? Gestern wurde bereits ein russischer Appell an die französische Arbeiterschaft veröffentlicht, worin die Möglichkeit eines r u s f i s ch - f r a n z ö s i - fchenKricges erwähnt wird! Wenn angeblich die englische Diplomatie heute noch so tut als wäre nichts Besonderes vorgefallen, so wird sie am Ende doch schon in den nächster Tagen vor neue Entscheidungen gestellt. Es if: wöglich, daß die russisch-polnischen Verhandlungen int verabredeten Sinne verlausen, daß die Politiker in Moskau jedoch angesichts der französischen Politik erhöhte „Sicherungen" verlangen werden. Es kommt auf den Grad der Mäßigung an, den die Bolschewiki zeigen erobert. Der russische Heeresbericht. Paris, 13. Aug. (WTB.) Ein Funk spruch aus Moskau übermittelt folgendes Kommunique: Am 10. August haben wir die Stadt Mlawa genommen und (befangene gemacht. Wir besetzten die Festung Pultusk und nahmen die Stabt Sieblsez und verschiedene Punkte östlich von Lucknow. In der Gegend von Cholm erreichten unsere Truppen nach Ueberschreiten des Bug die Straße Wlodowa— Cholm. Wir besetzten einige Oert- lichkeiten im Norden von Chvlm. In den Gegend von Wladimir-Wolhyask wurde die Stadt Grubeschow und die Ortschaft Krylow am Dnjestr besetzt. Von der Küste des Schwarzen Meeres werden keine Veränderungen gemeldet. K ö N i g s b e r g, 13. Ang. (Wolff.) Nach ein- gegmi gelten Meldungen haben die BoischeMisten Pululsk genommen. Warschau, 14. Aug. (WTB.) Die polnischen Delegierten sind am 12. August von der Front zurückgekehrt. Sie haben mit den Sowjetbehörden vereinbart, daß die Zusammenkunft der Delegierten zur Erörterung des Waffenstillstands unb des Präliminarfriedens in Minsk stattfinden soll. Die polnische Delegation besteht aus dem Vizeminister Dombski, als Präsidenten, uem Vizeminister Woblewski sowie Vertretern bev und des Generalstabs. Sie wird am 14. August morgens über- London, 13. Aug (WTB.) Mit einem Brie fanden Aktion saus schußder Arbeiterschaft weist Lloyd George auf Hindernisse hin. die offenbar von den amllrcbeu Stellen Rußlands dem schnellen Wschluß eines Waffen- üillstandes bi den Weg gelegt werden. Lloyd George sagt er hoffe, daß die ?lrbeücrschist der russischen öffentlichen Meinung deutlich machen luerbe, daß sie, genau so wie sie ehrliches Hanteln äußern. Die „Westminster Gazette' Glasgow, 14. Aug. (WTB.) Der Vollzugsausschuß der unabhängigen Arbeiterpartei übermittelte gestern der Regierung eine Entschließung, worin es heißt, die Anerkennung Wrangels durch Frankreich deute auf die Doppelzüngigkeit der Alliierten gegenüber Sowjetrußland hin E organisierte Arbeiterschaft werde die englische Regierung dafür verantwortlich machen, wenn das Kabinett von dem Schritt Frank- reichs nicht abrücfe und das f r an zös'' englische Bündnis nicht löse. Bürgschaft für ihre ehrliche Gesinnung muffe Berlin, 13. Ana. (Wolff ). Auf ten Fun spruch des russischen Vollsvommysars des Auswärtigen, Tschitscherin, an bie deuifchc Regierung, worin dringend um Antnnrt g< beten imtb, ob tic sich im Wtzimmungsgeb.tt zuiammcnzieyen- den polmWen Truppen entwaffnet uno interniert werden, wird die deutsche Regierung aus demseloen nichtdiplomarischm Wege erfordern, day ne im Sinne ihrer strengen Neutrali ätserttanmg kne pol- nistlien Truppen, die auf deutsches Gebiet übergetreten sind, bereits interniert tat, und Laß sie dies auch in Zukunft tun werde. Die Eisenbahnlinie Wolkowysk Grajcwo. Paris, 13. 9lug. (Wolff.) Ter Londoner Korrepondsent des „Petit Parisien" will.von autorisierter Seite erfahren baten, baß die englische Regierung, die vor zwei Tagen Polen den Rat gab, die Wafsensttllstandsbedmgun^n der Sowjets in ihrer Gesamtheit anzunehmen, stä) nunmehr nach 'Anhören von Sachverständigen tehin entschied, zu erklären, daß die Bedingung der Bol- ich-ivistLN, freie Verfügung über die Ellenbahn Wolkowysk —Grajewo zu eifrilrtn, die einen Teil der Linie von Moskau nach Komgsterg bilde, unannehmbar sei. Wenn diese Linie unter bolschewistische Kontrolle gestellt würde, wurte em Uebereinfommcn zwischen Moskau mck> Berlin sw in eine russisch-deutsche strategische Linnurwvan- deln können, die jede Verbindung zwischen Polen und den Alliierten verhindere. Gebiets besetzt. . , Königsberg i.Pr., 13. Aug. (WTB.) Nach der „Neidenburger Zeitung" sind bietn Jllowo eingerückten Bolschewisten 2000 Mann mit zwei Geschützen stark. Frühere deutsche Soldaten wurden zu Gendarmen bestellt. Eine Einwohnerwehr wurde gebildet. Gegen 6^/4Uhr wurde das Feuer gegen Nar- thm und Brodau eröffnet, das die Polen um 8 Uhr erwiderten. Die polnische Regierung ordnete an, daß alle Pferde und alles Vieh aus dem Sotbauer Kreise nach West VeeresoeriaZi: vreuitnia^ .'uu>uuciuuuk.u> gen dringen andauernd gegen dieBabiilin-eMlawi ^-ÄMiowvor, anbe.v letzte cnPunkt vo u.er- g^tenb besetzt. Zivischen Na-cu' und Bug ilt bic Lage unverändert. Oestlich Siebt ec werden unsere Abteilungen umgruppiett. Nördlich Duody I)at der Feind von neuem seine Tätigkeit begonnen, er versucht, nach Westen vorzuvringen. Unsere Truppen haben ösckich Bvodv den Feind aus Radzi willow vertrieben, ihm eine Batterie Geschütze und vier NUlschinengÄvehre abgenommen. Zwncl-en rety unb Strypa haben unsere Truppen gwhe feinblickte Abteilungen nuseinaudergesprengt, über 4000 Gefangene gemocht und Maschinengewehre SönignonVefopotamien^i«^ - meil sie gegen die französischer' Paris. 13. Aug. (WTB.) Fast zur gleichen Zeit als Mitterand gestern die gemeldete Rede in Nov«n hielt, sagte Lloyd George aus emem Bankett in London: Zch hofse, daß man auf tue Zusammenarbeit zwi 'chen England unb Frankreich hören wird, diese Zusammm- arbeit, die geheiligt ist durch gemeinsame Opfer zur Erhaltung tes Friedens bei Welt. Eine Verschwörung gegen Lloyd George? London, 13. Aug. IWolff.) „Dailn Hpreß" glaubt zu wissen, man habe gestern im Miniswnum des Innern Kenntnis erhalten von einer Ver- s chwörung gegen Lloyd George. Besondere Maßnahmen seien ergriffen trorten. um teu Premierminister zu schützen Der ^temch L oyd Georges auf dem Kontinent finde wahrschemlich nicht stätt. Eine neue franzönsch-ettglische Meinungsverschiedenheit? Wir mürben sehr erfreut sein, wenn noch eine kleine Pforte gx'iunbeu wird, durch bic die eng lische und die französische Regierung aus der verhängnisvollen Sackgasse entkommen können, in die sie geraten sind. Wir müssen uns aber ehr^ lich klar werden, daß bic Differenz zwischen England und Frankreich eine grimdsätzliche Differenz ihrer Politik ist. London, 13. Aug. (WTB.) Die „Daily Mail" mißt in einem Leitartikel L lo Y d George die Schu lb an dem französischen Vorgehen bei. Tas Blatt weist darauf lyin, baß Lloyd George seine Mitteilung an die polnische Regierung, er [>altc die bolschewistischen Vorsckiläge für bissutter- bar, machte, öhne sich zuvor mit der französischen Regierung zu beraten. Tie französische Antwort aus das Verhalten Lloyd Georges war die Note an Wrangel. Das Blatt beklagt diese Wenvung der Tinge, da sie nur geeignet sei, bic Heinde Englands und Frankreichs mit Freude zu erfüllen. „Daily News" führt zur Lage unter Hin-' weis auf die verschickenen in der französischen und englisckien Presse gemachten Kommentare aus: Auf der Konferenz in Hythe wurde endgültig beschlossen, daß keinerlei feindliche Handlungen gegen die Sowjetregierung unternommen toercen. sollten, bevor txi5 Ergebnis der Minsker Konferenz beTamU wäre. Tanrit Zei die Vermutung hinstillig, die Anerkennung Wrang.-ls sei leidiglch erstckgt auf Grund der in ter svanzösischsi Kammer am 20. Juli erfolgten Mitteilungen. Ferner werde tehauptet, bei Stteich des französischen Ministerpräsidenten sei ber>ch:igt wegen des Vorgehens Llot)d Georges, der Polen airr eigene Verantwortung riet, die russischen Fr«-' tensbänngungen anzimeÜMen. 2xitfärh!id) befand es Lloyd George nach Empfang der Bringungen stamenews für notwendig, sie sofort Polen mitzuteilen, da man zu diesem Zeitpunkt ettvariete, daß die Minsker ftonferenj am näd>fhm Morgen beginne. Er befand es eb.-nsalls für nötig, dies mit dem Ausdruck seiner tersönlichen Ansicht zu tegleüen, die dahin ging, daß, memi die Bedingungen aufrichtig gemeint Heien, sie als Verhandlungsbasis angenommen werden könnten. Frankreich müsse sich klar machen, daß es, wenn es beabsichtige, weiterhin eine Politik zu verfolgen, die die eine Pattei in Rußland gegen die andere ausspiele, intern es Munition, Ratschläge und Geld gte, bei ter Ausführung dieser Absicht allein stehen werte. Das englische Volk verlange Frieden unb wolle nicht in irgendeinen Krieg hineingefch'eppt werden, tet ein anderes Ziel hat als dis Verteidigung ter Freiheit derer, die zu schützen versprochen wurde. Ter „Evening Standard" schribt tn einem Leitarttktt: Tie Vorsatz'ich« Handlung der französisäen Regicru g gegenüber W ang l muß, menn b . natürliche Entwicklung ihren F-ottgang nimmt, oas ganze System des englisch- sr an zö sischen Fu s am mena r bei ten s, das die europäische Politik der letzen simszehn Jähre beherrschte, beseitigen oder noch wenigstens in weitgehender Art ändern. Tic „Pall Mall Gazette" schreibt: ist schwer, die teklagenswette 1 Folgen des französischen Borgehevs zu übe .treiben. F ankreichs .Hanteln bringt die Ergebnisse ter bissigen Zusammenarbeit ernstlich in Gefahr. Aus einer Bankettrede Lloyd Georges. ^rank- P a r i s, 13. Aug. (WTB.) Der -TempZ"- Pif cf)> erklärt, die französische Regre^ng -nne dve e. Als ErnennungdesEmir Fef s al zum Kopenhagen, 13. Aug. Nach einem Telc- weroe, oaß Jte, genau io wat 11c qvrrnrn aus Warschau Hieltet der polnische gegenüber 3ttlßlTrägcrlohn: WLiT ■ M WK , W ■ Vk, M Bi . H. . W Wm' von durch die 'poft oicttel. ■ W H B Brette IbOPf Bei Platz, jährlich Mark 12.- V ™ M M Vorschrift 20', AufsLlag. ausschliehlich Bestellgeld. G. tfciirt, 1 letier Fernsprech.Anschlüsse: ” 9 A yfl* < Ä A* Goeh. Verantwortlich General-Anzeiger für Oberhesten Wß« Drnd und Derlag; Brühige Univ.Vuch- und StonHafa'i H. Lange. Schriftlettung, Seiq-stsstell- und Vnxlerei: Schulp-H. 7. ..»".ch daß nichts geschehen werde, um Schwierigkeiten zwischen England und Frankreich entstehen zu lassen. Der Emir habe seinerzeit durch seine Armeen Frankreich angreifen lassen und die allgemeine Wehrpflicht in Syrien eingeführt, um gegen Frankreich zu kämpfen. Die amerifanüdie Note über die polnisch-ruMchr Fragt. Köln, 13. Aug. (WTB.) Die „Köln. Ztg." schreibt: Die amerikanische Note an Italien ist die Antwort auf die Anregung Italiens, Washington möge seine Ansicht über die gegenwärtige russisch-polnische Lage zum Ausdruck bringen. Wir sind in der Lage, aus einem umsangr.-ichen Schriftstück, das sich scharf gegen die jetzige Sowjetregierimg ausspricht, vorerst die Schlußsätze mitzuteilen. Sie lauten wie folgt: Nach Ansicht dieser Regierung kann es keinen gemeinschaftlichen Boden geben, auf dem sie mit einer Macht stehen könnte, deren Auffassungen von Yen nationalen Beziehungen so völlig im Gegensatz stehen zu ihren eigenen, die so völlig ihrem moraliscfan Empfinden zuwiderlaufen. Es kann fein gegenseitiges Vertrauen, nicht einmal Respekt bestehn, wenn Versprechen gegeben und Uebcreinkommen getroffen werden, während eine der Parteien bereits die zynische Verweigerung ihrer Verpflic^ungen im Sinne hat. Wir können tnc Vertreter einer Regierung, die entschlossen und verpflichtet ist, gegen unsere Einrichtungen! zu konspirieren, berat Diplomaten die Erreger eines gefährlichen Aufruhrs sein wollen, deren Wortführer sagen, daß sie Vereinbarungen unterzeichnen, ohne die Absicht %u haben, dieselben zu (»alten, nicht anerkennen, nicht amtliche Beziehungen mit ihnen unterhalten oder ihnen freundschaftliche Ausnahme gewahren. Um die Stellung dieser Regierung zusammenzufassen, möchte ich in Beantwortung der Anfrage Eurer Exzellenz sagen, daß sie mit Genugtuung die EAlärung der Eierten und assoziierten Mächte begrüßen würde, daß die Unverletzlichkeit des Gebiets der wahren Grenzen Rußlands respektiert werden sollen. Tiefe Grenzen sollten naturgemäß die deS ganzen früheren russisckien Kaiserreichs umfassen, mit Ausnahme von Finnland mtb dem eigent ichen ethnographischen Polen und solcher Gebiete, die auf Grund eines Ueber- einkommens einen Teil des armenischen Staates bilden würden. Die Ansprüche dieser Völker ans Unabhängig feit sind als Zu Recht bestehend zu betrachten. Fedes von ihnen wurde durch Gewalt annektiert. Ihre Befreiung von der drückenden Fremdherrschaft stellt fernen Angriff gegen russische Gebietsrechte dar und sand die Billigung der offen Hülfen Meinung bei allen freien Völkern. »Solch eine Erklärung setzt den Rückzug aller fvem- den Truppen voraus, aus einem Gebiet, das inner«* "halb dieser Grenzen liegt. Nach Ansicht niemer Regierung würde sie erreicht werden durch die Ankündigung, daß keine Ucberschreitnng dfeser so gezogenen Linie durch Palen, Finnland oder irgend eine andere Mackst geduldet wird. Nur auf dies« Weise kann die bolschewistische Herrschaft um den Erfolg ihres falschen, aber wirksamen dlppells an den russischen Nationalismus gebracht und ge- sjwungen werden.. Die 'hier in ihren Umrissen bar gefegte Politik kann der Unterstützung meiner Regierung sicher fein. Tie ganze Note ist, wie die „Kölnische Zeitung" fvrckfckhrt, eine glatte, in drastischen Formen gehaltene Absage an die gegenwärtigen Machthaber Rußlands in© damit eine unzweideutige Warnung an alle, die es unternehmen sollten, mit der Sowjetregierung Unterhandlungen zu pflegen oder gar sie anguerfeitneit. Tas Schriftstück ist unverkennbar ein echter Wilson und arbeitet mit allen juristischen und moralischen Wendungen, die aus seiner umfangreichen Notenliteva- tur hinreichend bekannt sind. Wilson erklärt, daß er gegen den Waffenstillstand zwischen Rußland und Polen nichts einzuwenden habe, daß er sich aber, wenigstens für den Augenblick, weigere, an einem Plan teilzmrchmen, der darauf hinausgeht, die Waffenstillstandsverharürtungen zu einer allgemeinen euvoväischen Konferenz zu erweitern, die nach aller Wahrscheinlichkeit zwei Ergebnisse Ijafcen wurde, die beide AmeriLa. gleich unangenehm waren, nämlich die Anerkennung der Bolschewisten'herr- schaft und die Lösung des russischen Problems auf der Basis einer Aufteibmrg Rußlands. Er beteuert, daß Amerika ein Freund des russischen Voltes sei und daß diese Regierung die erste gewesen sei, die die Gesetzmäßigkeit der russischen Resolution und die vorläufige Regierung anerkannte. Aber es sei der Regierung Amerikas nicht möglich, die gegenwärtigen Herrscher Rußlands als eine Regierung $u betrachten mit der Beziehungen, wie sie zwischen befreundeten Regierungen Mpffogcn werden, aufrechterlialten werden können. Tie gegenwärtige Regierung Rußlands fei gegründet auf öer Verneinung von jebem guten Glauben und von jedem Brauch und HerLommen, die dein Gebäude des Völferrecküs zugrunde liegen. Paris, 13. Aug. (WTB.) Der amerrkanisäie Geschäftsträger Harrington stattete heute vormittag dem (Generalsekretär des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten, Paleologue, einen Besuch ab, um ihn in Kenntnis zu fetzen von einer Note, die der französische Geschäftsträger in Washington dem Staatsdepartement übermittelt habe. In dieser Note tritt die französische Regierung dem Standpunkt bei, den das Staatsdepactemcnli in der Mitteilung an den italienischen, Botichaster in Washington über den rufsisch-polnilchen Konflikt angenommen hat. Diese stiote ist an alle französischen Botschafter und Gesandtschaften m Europa übermittelt worden. Der „Temps" sagt: Präsident Wilson hat die Hauptfrage der gegenwärtigen Stunde in der amerikanischen Note gestellt, dadurch, daß er schrieb, er könne eine Regierung nicht anerkennen, und chre Vertreter nicht fteuildschastlich aufnehmen, die gegen Institutionen anderer Regierungen konspirieren, deren Diplomaten gefährliche Revolten vorbereiteten und von denen behauptet wird, daß sie Verträge abschließen würden, in dec festen Absicht, sie nicht zu halten. Das sei auch die Ansicht Frankreichs. Millerand sei diesem Standpunkt vollkommen beigetreten und aus diesem Standpunkt heraus erkläre sich auch die Anerkennung der Regierung des Generals Wrangels. Dagegen habe England eine bolschewistische Mission in England ausgenommen und Lloyd George habe alles getan, um zu beweisen, daß England gewillt fei, entgegenzukommen mib Geduld zu üben bis zum äußersten. Auch das „Journal des D^bats" ist von der amerikanischen Note sehr befriedigt. Es hofft, daß durch diese Note die Vereinigten Staaten vielleicht wieder dahin gebracht werden könnten, sich gemeinsam mit England über die Frage zu einigen. Das Blatt hofft auch, daß England dem Beispiel Frankreichs folgen werde, und daß es beweisen werde, daß es aus der amerikanischen Note über die Gefahren des Bolschewismus nützliche Mfkläriungen erhalten habe. Ein Bund der baltischen Staaten? L i b a u, 12. Aug. (Wolff.) Durch Funkspruch. Bei einem Festmahl zu Ehren der Delegierten der baltischen Staaten führte der Präsident der Konstituante, T s cha ffte, aus: , Wir 'haben uns vor genommen, das vor einigen Wochen in Helsing- fors begonnene Werk fortzufetzen, dessen wesentlichster Punkt die Schließung eines Bündnisses ist, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Wir müssen die kleinen Differenzen und Meinungsverschiedenheiten der Vergangenheit vergessen, nur dann können wir uns zu zuftiedenstellenden Resultaten beglückwünschen. Im Anschluß daran begrüßte er die Vertreter der anderen Mächte, ins- pesonbeve die der großen Entente, die die Vtenschheit vom Joch des Despotismus befreit habe. Die AntwortrEn hielten der Präsident der finnischen Delegation, Stroem, und der Führer der britischen Militärmiffion, Oberst Ta- lerts. Bei dem von der Stadt Riga gegebenem Feste betonte de Iartiges, der Oberkommissar Frankreichs, daß die Alliierteii einen Bund der baltischen Staaten, desfenAufgabe u. a. der Kampf gegen den Bolschewismus sein würde, unterstützen wurden. Zur Förderung ihrer Arbeiten fetzte die Konferenz der baltischen Staaten drei Soiwerkommissionen ein: 1. eine wirtschaftliche und politische, 2. eine juristische, 3. eine kulturelle und soziale Kommiffion. Die italienische Presse. R'vm, 13. Aug. (Europreß.) Die Anerkennung der Regierung Wrangels durch Frankreich wird von der italienischen Presse scharf verurteilt. Die offiziöse „Tribuna" betrachtet diesen Beschluß Frankreichs als besorgniserregend. Die von Millerand fortgesetzte Politik Clemenceaus werde zu einem vollständigen Mißerfolge führen. „Messagero" sagt, diese Politik Frankreichs fördere nicht die Sache des Friedens und drohe, zu ernsten Verwicklungen zu führen. Gegenüber dieser Herausforderung Frankreichs dürften England und Italien nicht zögern, die von der Zeitlage gebotene Ber- anllvortung zu übernehmen. Die „Epoca" bezeichnet die Haltung Frankreichs als unbegreiflich. Sie bilde eine Folge der Angst vor Deutschland. Die „Jdea stLazionale" meint, das Vorgehen Frankreichs beweise die verzweifelte Verteibigunh gegenüber dem Unvermeidlichen, nämlich die Revision des Vertrages von Versailles. Ein deutsches Dementi. Berlin, 13. Aug. (WTB^ Die Pariser Ausgabe des „Newyork Herold" bringt die Nachricht von einer angeblich in den letzten zehn Tagen zwischen Deutschland und Sowjetrußland geschlossenen militärischen, Pottaschen und wirt- sckiaftlichen Allianz, die die ^.l^bung des Versailler Vertrages bezwecken soll. Diese Nacl-rickN und die daran gelnupften >kombinativnen. sind ebenso wie die gleichartigen früheren .Wbungen völlig aus der Luft gcgrtf Ten. E^-.hmi- delt sich offenbar um eine Preßkampagne, die bezwecken soll, nufere klar umschriebene Neutvatttats- politik zu verdäckstigen. Kundgebungen in Straßburg. P a r i s, 13. Aug. (WTB.) Havas meldet aus Straßburg: Die s o z i a l i st i s ch e P a r - t e i chatte beschlossen, in Straßburg eine Protestversammlung gegen die Intervention in Polen abzuhalten, in welcher die deutschen Sozialisten Tiedt und Zieger das Wort ergreifen wollten. Die Regierung hat nunmehr die Teilnahme der deutschen Sozialisten an der Versammlung verboten. Friede zwischen Rußland und Armenien. London, 13. Aug. Reuter. Die Arbeiterkonserenz erhielt eine D r ahtung aus Moskau, wonach der Friede zwischen Rußland und Armenien abgeschlossen worden ist. Die Grenzfestsetzung im östlichen Abstimmungsgebiet. Berlin, 13. Aug. (Wolff.) Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ist eine Note wegen der Gr en z feftsetzung im ost- und westpreußischen Abstimmungsgebiet eingegangen. Tie deutschen Einsprüche wegen Uebcrlassung euted 50 Meter breiten Streifens auf beiden Weichselufern und der Abtretung einiger Ortschaften an Polen haben keine Berücksichtigung gefunden, sondern es ist bei den Beschlüssen der Bot- schafterkonferenz geblieben. Das Befinden Venizelotz'. Paris, 13. Aua. (WTB.) Der ärztliche Bericht über das Befinden Venizelos besagt, daß die Kugel entfernt werden konnte. Das Befinden Venizelos ist befriedigend. vom Reichrwirtschaftrrat. Berlin, 14. Aug. (WTB.) Die vereinigten Ausschüsse des Reichs Wirtschaftsrats für Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik nahmen- nach längerer, mehrmals unterbrochener Beratung die allgemeinen Anträge des Nnterausschusfes über die Ursachen der Produktionsstockungen imb der Preissteigerung und über die Mittel zur Abhilfe an, darunter den Ausschußvorschlag (ein durchgreifender Preisabbau kann nur durch eine nach dem Gesichtspunkt höchster Wirtschaftlichkeit zu regelnde Mehrproduktion, insbesondere auch m der Landwirtschaft, erfolgen).) Der Streit im Saargebiet. Saarbrücken, 13. Aug. (Wolff.) Seit «heute früh 6 Uhr ist der Generalstreik, zunächst für 24 Stunden, erklärt worden. Morgen wird die Arbeit von allen Streikenden. restlos roieber ausgenommen werden. Sollten die Verhandlungen fehlschlagen, so tritt Montag der Generalstreik wieder voll in Kraft. Die , Verhandlungen werden von der Interalliierten! Rhemlandkomrnission ui Koblenz unter Hinzuziehung von Geheimrat v. Doch geführt. Sämtliche Bauten, Geschäfte und Wirtshäuser sind geschlossen, die Stw.ßnchahnen Verkehren nicht. Auf den Straßeii ist alles ruhig. Auf den wichtigsten Plätzen sind Maschinengewehre aufgestellt, mich auj verschiedenen Dächern der Stadt. Saarbrücken, 13. Aug. (Wolff.) Die Regierungskom Mission hat erklärt, fte sei nicht bereit, an dem Beamten statut irgend etwas zu ändern. Ferner hat sie erklärt, daß sie nicht mit den Vertretern der Streikenden verhandeln werbe, solange nicht bie Arbeit wieder ausgenommen^ sei. Falls bie Arbeit bis morgen nieder ausgenommen wird, verpflichtet sie sich, weit- gehende Nachsicht bezüglich der Arbeiter und Beamten vorzu schlagen, die sich einer Strafverfolgung ausgesetzt 'baffen. Besonders wird sie bie Militärbehörden veranlassen, von der Strafverfolgung von Arbeitern und Angestellten, bie sich vor einem Kriegsgericht zu verantworten falben, abzusehen, die sich dem Regmrtermrgsbefehl wiberfetzt 'halfen. Togegen sollen alle biefenigen, die sich der öffentlichen Gewalt widersetzt oder Sabotageakte verübt haben, von dieser Vergifn- fligimg nicht betroffen werden. Diese Erklärungen sind für die Regierungskommission nur dann bindend, wenn die Arbeit innerhalb 24 (Stirnbein, b. h. bis Samstag früh, nrteber ausgenommen wirb. Aus dem besetzten Gebiet. Französische Schikanen. mc. Frankfurt a. M., 13. Aug. Die Franzosen haben an ber Grenze bes besetzten Gebietes wieder eine außerordentlich scharfe Paßkontrolle eingeführt, bie sich namentlich auf'bie Lanbstraße ausdehnt. An ber Mainzer Lanbstraße vor Griesheim würben am Donnerstag nicht weniger als 20 Personen, bie keine Pässe bei sich batten, verhaftet unb burch Offiziere verhört. Waren sie int besetzten Gebiet wohnhaft, konnten sie nach Feststellung ihrer Personalien gehen und werden nun vor das Polizeigericht kommen; wer aus dem unbesetzten Deutschland kam, mußte die Strafe sofort zahlen oder entsprechende Sicherheiten an Uhren, «Schmuckstücken usw. dalassen. Die französische Be- satzunasbehörde in Königstein macht ebenfalls ausdrücklich darauf aufmerksain, daß die Paßkontrolle verschärft ist. Königstein, 13. Aug. Nach einer Mitteilung der Besatzungsbehörde wird ber Straßenverkehr im Kreis Königstein künftig einer b e s o n b e r em .Kontrolle unterzogen. Es ist deshalb nokwendig, daß die Einwohner immer mit ihrem Personalausweis versehen sind, damit unliebsame Weiterungen vermieden werden. Arrr Hessen. Regierungskrise? rm. Darmstadt, 13. Aug. Zu der Frage der Berufung eines sozialdemokratischen Lehrers in das Landesamt für das Bildungswesen (Diehl- Offenbach) erfahren wir von eingeweihter Seite, daß von feiten der Zentrumsfraktion zum Ausgleich die Berufung eines katholischen Lehrers verlangt bzw. zur Bedingung gemacht wurde. Wie uns hierzu weiter mitgeteilt wird, ist die Berufung Diehls bisher nicht veröffentlicht worden, auch hat sich die Regierung über die Forderung des Zentrums bisher nicht geäußert. In der „Darmstädter Zeitung" wird heute abend an der Spitze eines längeren Artikels: Regierungskrise? nri(geteilt, daß für die Dauer der Beurlaubung eines erkrankten Oberschulrates (Lucius) als provisorischer Hilfsarbeiter der Lehrer Wilhelm Diehl aus Offenbach in das Landesamt berufen worden sei. Der Artikel bestreitet das Vorhandenseir einer Krise und führt u. a. aus: Es wird sich auch angesichts der Berufung des Herrn Dich! der Weg zu einer sachlichen Erledigung finden lassen! Anr Stadt und Land. Gießen, den 14. August 1920. Frühkartoffel Höchstpreis. Die LandesDartoffelstelle fatt den Höchstpreis für Frühkartoffeln aus der Ernte 1920 vorn 16. bis 31. August auf 30 Mark für den Zentner festgesetzt. Tiefer Preis ist Höchstpreis im Surne des Gesetzes. Ter Höchstpreis gilt für die in Hessen erzeugten Wrlöffeln unb für den Verkauf durch bat Kartoffelerz-enger. Er gilt für bie Lieserueng ohne Sack sowie für Barzahlung beim Empfang; er schließt.bie Kosten der Beförderung bis zur Verladestelle des Ortes, von dem die Ware mit der Bahn ober zu Wasser 'versandt wird, fettne die Kosten bes Einladens bafelbst ein. Für Lieferung gesackter Kartoffeln, ausschließlich Sack, frei Keller 'des Bestellers, kann höchstens ein Zusclstag von 1.50 Mk. tzu dem Höchstpreis von 30 Mk. für den Zentner gefordert werben. Bei Lieferung ber Kartoffeln vom Lager eines Kvrnmunalverbanbes, einer Gemeinde oder eines Händlers erhöht sich ber Zuschlag von 1.50 Mk. auf höchstens 2.50 Mk. für den Zentner. Bei Lieferung burch den Erzeuger innerhalb seines Wohnortes frei Keller ober an einen Ort im Umkreis von nicht mehr als 4 Kilometer tret Keller darf der Aufschlag höchstens die Hälfte der im vorhergehenden Absatz genannten Satze 6e* tragen. Beraustaltnngen. Samstag, 14. August: Hotel Einhorn, 8 Uhr, Wvhltätigkcitssest zum Besten ber abstini- stirnrnnngsberechtigten Oberschlesier. — Cfetfe Evi» Horn, Bunter Abend ber Buchwaldtruppe. — Rest. Rössinger, 81/» Uhr, Mitgliederversammlung ber 50er — Lichtspiele SelterÄveg, „Ein Abenteurer^, „W ich eine Leiche war" unb , ^Wochenschau" Sonntag, 15. August: Hotel Einhorn, 4 unb 8 Uhr, Gastspiel Buchwold. — Lichtspieltheater wie Samstag. Aus hrdbrir vichtcrwerkstatt. «Selten können wir in bie Geisteswelt und die Seelenkämpfe eines Dichters so tief hiueinblirten wie bei Hebbel, der in unermüdlicher Selbstbrobach- tung und «Selbsbzerglichenrng die Eigenart fernes Lchaffens beleuchtet «hat. Die aus fefaoeren Qualen lidi empvningeiüe Cestiltuugskv lft ves Gcniis erleucktet den Tovnenweg seines Lebens, dis yeute mehr als je ein Borbllb fein muß für den echck- beutscheu Idealismus, mit dem Ixus den Tiefen des Volkes ein Begnadeter zu den Höhen der Menschheit aussteigt. Dieses großartige Emporringen Hebbels ist besonders eindringlich betont in einer neuen Biographie des Dichters, bfe Etta Federn im Del- phin-Verlag zu Attrnchen erfeteinen läßt. Das Werk ist so auf gebaut, daß farupffächlich Hebbel selbst aus feinen Briefen unb Tagebüchern spricht, unb es wirb uns dadurch der immitctbare Einblick in feine gähvende Gedanken- und Gefühlszeir gestattet, aus ber feine Werke entsprossen. Für Hebbel ist die Dichtung stets etwas Heiliges ge- ivesen, zu der er „in einem Verhältnis stand wie zu feinem Gott". Trotz ber materiellen Not, ber beständigen Augst vor dem Verhungern yidt er an dieser Auffasfung fest. „Tas fühle ich," schreibt er um 29. November 1836, „niemals werd 'ich, schnöden Lohns wegen, dasjenige, was mir am Ende an Kraft uub Talem geworden, mißbrauchen, schon allein aus dem Grunde, iveil ick's, wenn ich auch woltte, nicht flutn. Dies mag bann Bürgschaft dafür fein, oaß vielleicht was dahinter steckt, denn elendes K.impern und Nachkliiapem muß, da es Handwerkögriff und technische Gesckßcklichkeit ist, wenn einmal, immer gelingen: es iit aber gj' sck-liinm für Vörie unb Ma'hen mciiici höchsten Genüsse sind." Und viele Jähr- später, im Dezember 1854, schreibt er an Uechtritz:^ „Wenn ich ein solä-es Weri endlich von der ^eefe los bin, fühle ich ,ft eine feitlang tote ohne Kaps und Eingeweide. Probüzieren ist b'i mir eine Art von Nachtet und greift mich «m wie im Physischen em Aderlaß; es mürbe mich aufreiben, loemt nicht znisck^en meinen einzelnen Arbeiten immer große Pausen lägen, in die ich mich nicht ohne Widerwillen ergebe, die aber am Ende doch so notwendig sind wie der Schlaf." In diesm Zeiten der Ersckstafftmg, in denen er sich nicht ausgeben kamt, möchte er um so mehr in sich aufnehnien. „Halt' ich mir Bücher!" ruft er in einem solchen Augenblick 1841 in seinem Tagebuch aus. „In diesen Pausen, wo das Pnoduttionsvcmiögen stockt und aus einer bestimmten einzelnen Richtung sich wieder ins Allgemeine verliert, würde ich wütend studieren und allerlei Wiftenschaflliches bewältt'gen können. Aber Campe bietet mir feine Bückxr an, unb eben tveil er es nicht tut, mag ich ihn nicht fragen, ebensotvenig mag ich jemandem zu muten, auf ber Stabtbibliokhek für mich zu bürgen, und so muß ich bie Zeit vorüber gehen lassen itne ein Huhn, bas zur Brütezeft aus einem leeren Nest sitzt." Allmählich aber, je mehr er Herr unb Meister feines «Schicksals winde, gestalteten sich auch bie Geburtssttindaen feiner Werke weniger qualvoll und krampfhaft. Tie Zeugnisse einer vo- haglichen Lebensfreude «veiden häufiger, und ber ringende Titane endet schiieUich mit dem fast spießerhaitii Geständnis: „Ich freue mich meines Morgenkaffees, meines Mittagessens, meines Abendbrotes, meines Bettes, unb ich halte selbst an dem verdrießlichsten Tag meinen Unmut noch dadurch im Zügel, daß ich deute: er kann Dir noch einmal als em unerreichbares Ideal, als ein Sektor aus der goldenen Zeil Vorschweben, wenn Du alt, arm, krank unb einsam dalieg st." — Die Leistung der deutschen Felb- ärzte in Zahlen Eine imponierenbe Würdigung her Großtaten der deutschen Aerzte im Weltkriege stellt bie kurze Einleitung dar, bfe ber Chef bes beutfeben M^itärarNreiwesens Otto von. Schjerrnilg zu bem großen auf neun Bände berechneten „Handbuch ber ärz.licken E.ßrhrunges im Weltkriege" geschrieben hat. Nach bat hier mit- geteilten statistischen Angaben standen 24 000 Aerzd im Dienste bes Heeres, davon zwei Drittel m Feld, während ein Drittel in der Hefinat tätig war. Gegen Ende des Feldzuges hat Tod und Krankheit unter den Aerzten so aufgeräumt, ba^ nur nn>d} 18 325 AerAe zur Verfügung stauben, von baten fich 11 583 im Feldheer, 6740 in der Heimat befanden. Es fielen 562 Aerzte, an Krankheit starbai 763, 2194 wurden verwundet, 46/ vermißt. Die Zahl ber sämllichen befarnbdteii deutschen Hoeresangehörigen betrug 19 461264. Von diesen wurden im «ersten Kiergsaihr 88,7 Pvoz, wiÄ>er dienstfähig, im zweiten 91,3 Prozent, ii« dritten 91,8 Proz. und im letzten Kriegsiahr 92,8 Pvoz. Durch die Tätigkeit der Aerzte wurde erreicht, daß fick" die Zahl der Tuberttilösen int Heere dauernd verminderte. Tie Zahl der Lungenkranken wurde von 7168 'im ersten Kriegs ahr auf 686d im zweiten, 5525 im dritten imb 3929 im letztem Äriegssahr herabgesetzt. — Neue Dickens-Briefe entdeckt. Wie englische Matter berichten, hat man eine wertvolle «Sammlung bisher unbeDaunter Briese unb Manuskripte von Dickens gefunden, die ein ganz neues Licht auf das Leben des DickwerS werfen werden. Man sieht der Veröffentlichung dieses Fundes mit großer Spannung entcegcn., doch wird zu gleicher Seit betont, daß Tickend, der doch bisher als der eigentliche „Narvvnaldichteri' des englischen Publikums g-alt, jetzt viel wenige gelesen ttrtri) als noch vor 10 Jahren. Vie bewirtschastung der Lebensmittel. auf liehen Forschung". Qualität gntinental Absätze So gut wie Continental * Reifen. Bene MelSeUe gortoffelfötfe *Wr in allen Größen fieblt 87UC J. Jttmann, BleBin, Baknkolitr. 23. u. Schlafzimmer, Küchen emv 8317 (Friedcnoware) u. andere liefere in großen und kleinen Mengen zu den billigsten Preisen. J1. Mühlstein. Sack Großbandluua, (Seltecöwcfl 83. Tel. 532. Klaviere Harmoniums werd, sachgem.u. preiswert flcfnmmt u. revar. G.Ehert.K'aviermacher Mea, Plocksieaße I! Stimmer uRevarat.b. 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Auf dem Sportplatz des V e r- eins für Rasenspiele an der Hardt, finden morgen nachmittag Fußball-Wettspiele gegen Fußball-Klub Wetzlar 03 mit drei Mannschaften statt. (Siehe Anzeige.) ** Fußba ll. Aus dem V. f. B.-Sportplatz Trieb spielt morgen um 2\2 Uhr R. S. „Ger- maina^-Ma r b u r g II gegen V. ,. B. 11; anschließend um 4 Uhr findet das bereits angezctgle Wettspiel der bekannten Ligamannschaft ces F. C. Borussia Fulda gegen die erste Mannschaft des Vereins für Betvegungsspiele start. Sich: Anzeige. 4- Lich, 14. Aug. Der hiesige Tumber ein begeht heute und morgen die Frier seines 60jä'hr. Bestehens. Büchertisck. — DaS literarische Echo tzalbmonMS- schrift Tur Literaturfreunde. (Begründet vnr Dr. Josef Ettlinger. Herausgegeben von Dr. Ernst M- born.' Verlag: Egon Fleisch?! u. Co, Berlin W9. Das 2. Augustheft ist soeben mit wlgeiwrm Inhalt erschienen: Emil Utitz: DaS Tragische; Walter Fr- fdtcr: Dlnfthenoey als Dvamatiker; Sans Fvomck: Durchschnitts-Dramett; Albert Ludwig: Ftt«er- busrb der Unsterblich:; Heinrich von Trertschke: Gutachten zum SchiU.rpnnsi - Echo der Zewrn- gen (Kunst und Politik, Di: Not des Buches,Merkblatt für Kritiker, Verschiedenes) — Echo ber 3eU- schriften - Ter Bvewter, etobeutfd* MotuttSheftr, Allgemeine Zeitung Niünchetl, Das oeutscheDroma, !Preußisck>e Jahrbücher- — Echo des A^lmd^ ,Englischer Brief) — Kurv Arrzergen — Bücher- m,ar^L Reis für daS Leben Roman in füm Büchern non .st.irl stelle rup 451 Seiten. 2 Auflage Preis geheftet 12 Mk, geb. 20 Mk. Verlag von Quelle u. Meyer in Leipztg. — Ttt- fer nunmehr bereits in 2. Auflage vorliegende 'Koman nimmt in den philosophischen Dichtungen des großen Dänen einen hervorragenden Platz an In echt Gjellerupscher Art gehen die philosophischen Gespräche hinüber intb lrerüber über das Lebert überlxmpt, über das Seelische noch dem Tode usw., woher sich wieder rn ersttrmrlicher Weift des Dichters tiefe KetmtniS über Kant, Schopenhauer und von Hartmann, sonne den BuddiSmus zeigt. So kommen auch die gam aus ihre Rechnung. die einen Roman nicht nur wegen ferner fesselnden Handlung lesen, sondern in ih-n mehr suchm, als flüchtige Unterhaltung. Dies Buch kann man immer wieder le.en und wird immer von neuem zum Sinnen imb 'Denken angeregt werden. — Selige A rmr u t. Von Wilhelm Scharrelmann. 249 Seiten. Gebunden 10 Mk. Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig. 1920. Landkreis Gießen. ♦* Groß en-Linden, 14. Aug. Die Maul- und Klauenseuche ist auch in der Gemeinde G r o ß e n L i n d e n sestgesteNt worden. Die Gemarkung Großen-Linden wurde als Sperrgebiet erklärt. Kreis Büdingen D N i d d a . 12. Aug Eine rege Bautätigkeit entfaltet sich hier. Allenthalben tverden Stallungen und Nebengebäude aufgebaut, daneben entstehen auch mehrere Einfamilienhäuser Eines der letzteren wftd ganz aus Holz aufgerichtet. Die Möbel werden tunlichst eingebaut. Ein Kachelkochofen beizt zugleich die ganze Parterrewohnung von vier Räumen Ohne Fimdameut imb Bauplatz soll dieses .Holzhaus 15 000 Mark basten. Dwrrlige bauteit, die beim Sinken des Holzpreises sick twch wesentlich verbUligen dürften, können in wenigen Monaten fertig geliefert werden Kreis Lauterbach. O S ch l i tz , 14. Aug. In vorbildlicher Werse sorgt die hiesige C-ftäflich-Gaertzischra Gutsverwaltung für den Oelbedart 'der Bevö^tts- rung. In deliebigm Mengen hat sie bereits Samen, das Pfund zu 2.75 Mk. an die E-inwohner abgegelxn Die Leute lassen ftch den Samen sclstagen, so daß ihnen das Liter bestes Oel etwa 17—18 Mk. zu stellen komm,. Etwa 100 Zentner Centimen hat die Bürgermeisterei von ter Guts Verwaltung u 275 Mk Die Benoaltung nimmt den Beittncr Oelkudvtt wieder zu 60 Mk. zurück, so daß sich eijil- n.ni) Äsloml- Siiiötilürn auf Sager. Willi. BaNheth, SeUerei, Bieflcs, Tel. 1268. 8717 Zranz. Kognaf iWetnbrand), Kognak vcrichnitt. Druckt und Liköre »u den billigsten Tagesvreisen. 013950 Heuchel heim, Scmbweg 25. •• «mtltche Personalnachrichten. l n*rtra5tn wurde am 7. Llugust dem Sckulamts- anwürter Heinrich Zu lauf aus Nieder-Breiden- bach, Srtds Alsfeld, erne Lehrerstelle an der Volksschule zu Laubach, Kreis Schotten. In den Ruhestand versetzt wurde am 6. August der i^dentliche Professor für Mechanik an der Technischen Dochscbule ui Darmstadt Geh. tzofrat Dr. Ernst Lebrecht Denneberg auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Aus dem Stadttheaterbureau. Für dft am Dienstag den 1. August stattftn- benben Aufführrmgen „Zwan gsc i n o ua r t ie- rung" bei gewöhnlichen Preisen um 7 Ubr und ,L> ä n s e l u n d Gretel" bei kleinen Preisen um 3'/r Uhr, macht sich erfreulicherweise sehr reges Zuteresse bemerkbar. Wir empfehlen daher wiederholt, sich zeitig Plätze sichern zu wollen. ♦* Ein schwerer Unfall ereignete sich auf dem Braun st einbexgwerk. Zwei Knaben spielten auf einem leeren Rollwagen. Der zehnjährige Emst Kehl uns stlein-Linden stürzte herunter und fiel mit dem Hinterkopf auf die Schiene. Der Vater fand ihn auf dem Heimweg bewußtlos liegen. Ter Junge liegt in der Klinik schwer darnieder. ♦♦ Gestohlen wurde gestern ein Fahrrad, Marke „Start", Fabriknummer 65 538, mit schwarzem Rahmenbau und Felgen. Das Hinterrad hat neue, das Vorderrad alte Gummibereifung. Bor Ankauf wird gewarnt. ** Die Leben smittelta belle für die Woche oum 16. bis 23. August ist aus dem Anzeigenteil der heutigen Nummer ersichtlich ** Sämtliche aus dem Osten zuge- zvgenen Flüchtlinge wollen sich bis zum 20. August bei der Flüchtliugsfürsorgestelle, A^r * weg 25, unter Angabe der genauen Personenzahl der Familie und Art der Beschäftigung anmelden, *♦ Neubezeichnung der Schn ell- und V-Züge. Tie auf sämtlichen Strecken duvchlaufeiwen Züge sind bisher nicht durchlaufend numeriert, sondern die einzelnen Bahnen haben ihre Schnellzüge für sich lausend numeriert. Hierdurch kommen die einzelnen Nummern mehrfach in den Fahrplänen vor und haben besonders beim reisenden Publikum häufig die Veranlassung zu Verwechslungen gegeben. Tie laufende Numerierung soll nun zunächst für die Schnellzüge rm ganzen Reich durchgesührt tvetben, so daß in Zukunft nicht mehr Hvei Züge auf verschiedenen Strecken die gleich-' Bezeichnung tragen. ♦* Die Kohlen Produkt ion in Hes- fen. Die monat.iä»? Statistik der Kohlenprodub- tum des Landes Hessen weist für den Däoniat Juli 1920 folgende Zahlen wach: An Rod braun kohlen wurden netörbert 46 206 Tonnen: verkauft wurden davon 17 338 Tonnen. Ter größte Teil der Rohkohle wurde meiter verarbeitet ober war zur werteren Verarbeitung bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohk.'blen wurden neben Schwelereiprodukten eräugt. 1520 Tonnen Braunlbblenbriketts und 2276 Tonneit Naßpreßsteine. Außerdem wurden in Hessen rzeugt 9823 Tonnen Steinpreßkoh'm. Unter Verück'ictitigung der aus Vormonaten über- nommenen Bestände, sowie des Absatzes imb Selbst- Verbrauchs verblieben am Nftmatsscblnd absatzfSng: 7647 Tonnen Rohkohlen, 359 Donnen Briketts und .3440 Tonnen Naßpreßsteine, zusammen 1144b Tonnen BraunkoUen irrrd BrrrunKoblenpoodickte im Gesamtwert von 1 664 681 Mk. ** Der Bienenzüchterverein Gießen und Umgegend veranstaltet morgen Sonntag nachmittag 3 Uhr bei Kraft, Gießen, Frankfurter Straße 81, eine Versammlung, zu der auch Gäste zngelassen sind. Näheres siehe Anzeige. gen der kaufmännischen Angestellten um Erhöhung von etwa 25 Prozent des bisherigen Gesamteinkommens. ES war bekannt geworden, daß die Angestellten mancher Betriebe in Temon- snattons^lgen zum Römer ziehen würden, der mfolgebelfen abgesperrt wurde. Doch wurde eine Älbordnung als Zuhörer zugelasftn. Nacl)dem die Arbeitgeber und Arbeitnehmer ihren Standpunkt dargelegt hatten, wobei von verschiedenen Vertretern dec Arbeitgeber Zugeständntsie gemacht und von anderen mit Rücksicht auf die Notlage ihrer Betriebe Zugeständnisse verweigert wurden, vertagte sich der Schlichtmtgsausschuß, der die Nacht durchberaten und das Ergebnis morgen früh be- kannt>teben will. 2lls die Teilnehmer der Versammlung den Saal verlassen wollten, stürmten die als Zuhörer zugelassenen Vertreter der Demonstranten in den Sitzungssaal und erllärten, niemanden hcrauslasscn zu wollen, bis der Spruch gefällt worden sei. Ein Arbeftgeber, der den Römer verlassen wollte, wurde von der Menge zurück- getrieben. Erst nach längeren Verhandlungen und nachdem man der Menge k>rrgemacht hatte, daß der Schlichtungsausschuß zu seinen Beratmrgen selbstverständlich allein bleiben müsse, zerstreuten sich die Demonstranten. Kommunistcn-Kunrrgebungen im Summier Rachmise. X. Hanau, 13. Aug. In der gestrigen Srt- ßung der Stadtverordneten teilte bei der Beratung über einen Antrag des Straßen- bahnpersonals der Oberbürgermeister Hild mit, daß die Hanauer St ra ß e n bahn - A kt i en g e-> s e l l s ch a f t ihr cmt 31. März ds. Js. beendetes Geschastsiahr mit einem Fehl bet rage oon rund' 380 000 Mk. abgeschlossen habe. Tie ersten vier Monate des neuen GesckMsjckhres hätten em weftereS Defizit von rund 140000 Mk. ergeben. Um die Anmeldung des Konkurses zu vermeiden, müsse die Stadt Hanau erngreifen. Eine llebernahrne der Straßenbahn durchdie Stadt Hanau wird wohl die Folge fein. Tas 9tttienkapital der Straßenbühn-Mtien« gescllfchaft beträgt 430 000 Mt., hiervon besitzt die Stadt für 380000 Mk. Mtien, die benachbarten 'hessischen Gemeinden Groß- und stlern-S^einheim besitzen für 50000 Mk. Aktien. Nachdem bekannt- gegebenen Abschlüße des letzten Geschaftsfochres und der neueren Seit ist das gesamte Aktieniapftal bereits aufgezehrt, die erforderlichen Vorschüsse hat die Stadt .Hanau geleistet. — Tie Sitzung hat im übrigen einen recht stürmischen Verlauf genommen. Ms bei der Bevatung des Haushalts- Äanes der Oberbürgermeister seine Etatrede hielt, marschierte vor den: Rathause ein Zug der Erwerbslosen auf. Eine Aboronung begab sch in den Sitzungssaal der Stadtverordneten und forderte sofortige Beschlußfassung über eine Eingabe, die der Betriebsrat der Nvtstandsarbertcr und der Erwerbslosenrat den städtischen Wrperfchaften am Tage vorher Mgestellt hatte. In dieser Eingabe wurde verlangt eine Erhöhung der Zahl oct Rotslandsarbeiler, damit alle erwerbslosen Fa- milienvorstände als Nvtstandsarbefter eingestellt werden können. Bis zur Regelung dieser Ange- legenlRftt sollen die Erwerbslosen Zuschüsse zu ihrer Unterstützung 'erhalten, 2 Mk. für Verheiratete, 1 Mk. für Ledige täglch Zum Eittkauf von Le- bensmüteln sollen die Erwerbslosen Zuschüsse erhalten. Ter Stadtverordnetenvorsteher legte gegen die Art und Weise der Erlangung von Zugeständnissen Bettvahrung ein, es entstand eine oft stürmische Debatte, die schließlich damit endigte, daß in namentlicher Abstiinmung die x» derun gen der Erwerbs lo/enangen om- men wurden. Tie Zuhörer verließen mit H v ch- rufen auf die Kommunisten imb auf die Räterepublik tu» Rathaus, vor dem die Demonstranten ebenfalls Kundgebungen für die Räterepublik verunstalteten. mc. Frankfurt a. M., 13. Aug. Die geftrige Stadtverordnetenversammlung hat der neuen B e f o l d u n g s o r d - nung für die städtischen Beamten und Arbeiter zugestimmt. Der städtische Etat wird dadurch um 3,5 Millionen belastet. sd. Frankfurt a. M., 13. Aug. Heute nachmittag Derbanbelte im alten Stadtoerordnetensaal der Ächllchtungsausschuß über di' Forderun ' Schachecke. Nr. 23 von Frhr v. Bubbtwbrodi ist eine ni* liche Kleinigkeit; sehr hübsch, wenn auch recht naheliegend ist der aagerordentllch feine erste Iug. Die einfache Stellung des weiteren Dreizüger» ist eine unmögliche Stellung; wie soll Schwarz zuletzt gezogen haben, trotzdem bangen wir die kleine Miniatur, da der Schaden, den ein beliebiges weiß-schwarze» Bauernpaar heilen würde, ja mit der Lösung nichts zu tun hat. Nr.23. Frhr.v. Buddenbrock» (Deutsche Tagesztg.lS20). tzoehschulnachrichten. Babelsberg, 13. Aug. (WTB.) Der ordentliche Professor und Direktor an der Universität der Sternwarte in Berlin, Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Geheimrat Hermann S t r u v e, ist am Donnerstag abend in Herremade plötzlich verschieden. Berlin, 13. Aug. (WTB.) Das „AchMhr- Abendblatt" meldet: Minister Hönisch ernannte ten Staatssekretär a. D. Dr. August Müller zum außerordentlichen P r os esso r mr der Unincriität in Berlin. Dr. Müller wird natwnalökonomische ■tot 24 000^' so zchecr, b7tr WZ in, KT w rtfjfto111 M'f C* fr1 23 tot des lls Lande« 'es.en (Dich!, 1 ttngeweihk' ltrumssraktie- "eskatholi ®-.m Bedin. 5 hlerzu iveiie- ng Dichls bi- i- auch hat fiö nmg des Zn» ng" wird Hein' Kren Artikels teilt, daß fft nes erkrankw -rovisorischn m Diehl oiii rufen morde- ^orhanöenseit Es tvirö siü r LerrnDieh! daS Liter Cet nach Abzug aller Ihdbftcn aur etwa 15—16 Mk. stellt. Zu diesem Preis gibt bte Stadt das Oel an die Bevölkerung aus und zwar zunächst etwa ’/4 Liter pro Ävpf. Im freien Handel ist vorzügliches Speiseöl, sogen. „Vorlauf', tn beliebigen Mengen zu 22 MT das Liter zu kaufen. Starkenburg und Rheinhessen. *♦ Bensheim ad. Bergstr., 14. Aug. Die Stadt Bensheim, die am 16. April d. I. auf ihr fechshundertjahriges Bestehen als Stadt zurückbltcken konnte, wird dieses Jubiläum festlich begehen. Als Festtage sind der 28. und 29. August vorgesehen T a rm stabt, 14. Aug. In der Be se tzung der ÄreiSdirektorenstellen stehen wichtige Aend^'rungrn bevor. U. a. wird Dr. Merck, der bisher den Kreisdirektor Kranzbühler in Erbach vertont, enbgültifl dessen Nachfolger. Ter Büdinger KreisdivTktor Beckmann wird nach Schotten versetzt. Nach Büdingen kommt dafür als Kreisdirekwc Oberregierungsvat Werner. Dieser wird in Mainz durch Regierungsrat Dr. Schön ersetzt- Lberregienrngs at Hechler von Heppenheim wirb in das Lnichesarbefts- und WtN- schaftsamt berufen. Dafür kommt Dr. D. W Ürner von der Pvoviuzi l i ektton Darmstadt als Kreisdirektor nach Heppenheim. rm. Darmstadt, 14. Aug. Heimliche Drescher treiben seit einigen Tagen, wie aus verschiedenen Plätzen des Odenwal des gemeldet wird, ihr Unwesen. Sie kommen mit Tüchern und suchen die Felder auf, in denen noch unauS- gedrvschenc Getreidegarben sitzen. Mit Flegeln und Prügeln verschiedener Art klopfen sie so gut es geht die Aehren auf den mitgebrachten Tüchern ab und verschwinden mit dcr wertvollen Beute, dem Besitz« r einen beträchtlichen Schaden zufügend. Tie Diebe ernten auch ganze Felder ab. rm. Heppenheim, 14. Aug. Gegen die Fassung des Landesgesetzes, das die Rechte der Waldbesiher allzusehr schmälert, wurde in einer stark besuchten Versammlung hessischer Waldl>esitzer Protest erhoben. rm. Worms, 14. Aug. Die hiesigen Schuhmacher geben einen starken Abbau der Preise für Schuhe und Reparaturen usw. bekannt. Hessen-Nassau. vermischtes. * Pfeifen oerb oten! Ter Gouverneur der Insel Guam, der größten Insel im Ladronen- Archipel des Süllen Oz-oans, hat innerhalb seines Befehlsbereiches das Pfeifen auf das strengste verboten und jeden, der öffentlich bei dieser 4stttg Feit getroffen wird, mit schwersten Strafen bedroht. Auch in England ivar früher das Pfeife,: am Sonntag als eine sündige und gotteslästerlrche Handlung verboten, und Bismarck beflogt s:ck in onent Briese darüber, daß er als junger Mann in Hüll sich wegen Pfeifens große Unm:nehm< Uchkeiten zuzog. Die größten Hasser des Priens aber sind die "Behörden von Philadelphia und überhaupt nimmt dieser Ort den Rus für sich in Anspruch, die leiseste Stadt in Amerika zu fein. Tie Nem-orker erzählen davon eine luftige, echt amerikanische Geschichte. Ein Mann aiK'_ Philadelphia fragt einen Bankier aus Wallstreet: Warum kommen Sie nicht mal zu uns herüber?" . Ich habe Angst," lautet die Antwort. „Ich bin einmal in Philadelphia gerne]en und das erste, nxb' mir begegnete, n>ar der rauhe Ruf eines Schutzmannes, der tagte: „Fch roerde Sie ver- haften tvenn Sie nicht augenblicklich mit diesem schreckliä>en Lärm aufhören werden." „Was ftir einen Lärm," fragte ich.erstaunt hören ^ie denn nicht, daß Ihre Uhrkette^sich beständig an Ihrem Knopf reibt und daß &ie alle Stute in ber Umgegend an ihrem Nachmittagsschlafchen stören'?" Während des .Krieges toar das Piepen yon irischen Melodien, die eine ^ymp.iihie nnt den Sinn seinem ahnen ließen, in England oer- pöni. Ein .stültiirpfychologe will beobachtet hcuien, das. das Pfeifen auf den Straßen in letzlei Seit sehr abgenommen hat. Er bringt dies in Zu sam men Hang mit der Zunahme des yiga^ttav isuchens bei der Jugend. Früher hatte ja noch nicht jeder Schusterjunge den Glimmttengel zwischen den Zahnen und mußte sich daher die Zeit mrt Plenen vertreiben. _______ Mllltt aus frischen lebenden Mvrtbenaebunben.eben' so lose Diortbenaroetae cmvsiehlr [”* LoniS Becker, Blumen» geschäft, Kaiser-Allee 13. la Lahn-Kalk VtUithkn Brmtltku la burebgebrannte, allerbeste Qualität, prompt tteferbar. 8672 C. Rübaamen, Gießen. Sernsvr. 259. Verschiedene^! Meine Waschanstalt ist o,w. unter Nr. 1240 an bas hiesige Fernsprechnetz angeschlossen Eg.büttenbcrger Waschanstalt mit elektrisch. Vetrieb unb Rasenbleicherei. Vorwärtsstrebende unb Erfinder nute Verdienstmöglichkeit. Aefkiareig unb ÄnreguBg gebende Broschüre. Ein neuer Geist? send, gratis F. ßriimann & 6o„ Berlin, r 7T>1 Stönioflräber Straße ,1. Äufarbeiten und Nenanfertigen von Polstermöbeln unb Matraven bei Verwendung von erstklasi. Butzbach. Vorträge halten. [1 Marburg, 13. Aug. 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Hermann Hüt tick) schlüpfte gleich nach dem Ausstehen in ferne Wadenstrümpfe und den ffeib» fernen Kniehosenanzug, um einen Radausslug zu machen. „ t _ Wie er so dast-aud, die hohe, femgdiebert? Gestalt tadellos umschlo sen von dem gutgearbeiteten Spvrtgewand, den blonden Köpf sorgfältig gescheitelt, konnte man recht wohl in ber Eorreien, eleganten Erscheinung den Spröß ing des reichen, transatlantischen Kaufmanns vermuten. Ta bei genügte aber ein Blick tn die von schwärmerischem und doch errr’b ft prü endem Licht erfüllten Augen, um die Zicke zu erfcrmen, denen der junge Mann im Tknste der Wissenschaft zu- ftrebte ... Er wollte nach dem uralten Städtchen Kahla radeln, dort sein Stahlrotz ein stellen und dann zur Leuchtenburg hiuaufzullimmen. Turch einen leidrten Regen, der in der Nacht gefallen war, und bk unliebsame, stürmische Kült- iDetrerpenobe abgeschlossen hatte, war jeder ©taub Gleich fcaramif standen sie vor der Blinden, die die Wvhnstub.' im Erdgeschoß noch gar nicht verlassen hatte. Os.är stammelte der 'JJtutter sein Glück entgegen, in Worten, die sich immer wieder überstürzten, so groß war seine freudige Erregung. Er schloß mit ber Mitteilung, nun werde er unverzüglich nach Davos abreisen, die )Dtutier möge ihm verzeihen, daß er sich bisher, so reckt wie ein eigensttmiger Junge, gegen ine Werftmg des Arztes gespreizt habe — fte begveife nun ia wohl, was ihn zurückqehalten. Im Antlitz ber Blinden ging em Leuchten auf, ohne daß die geheimen Schmerzensspuren daraus schwanden, und das ergab einen fo erschütternden Gegensatz, daß die beiden jungen Äten- schvrkinder in heißer Ergriffenheit P ötzlrch vor per stnglücklickjen niedersanken und ftch ihr entgegen* neigten, damit sie die Hände ihnen auf das Haupt lege. z ,^Ja, habt end) lieb/' jagte jte, „ich segne euch! Und ich denke, der .3egen einer, die so viel gelitten hat wie idj, wird euch Blüten auf *bea Weg streuen, die ewige Gkreditigfeit erbvbeft das ---nein, nein, nichts U bersch wengliches," brach sie auj einmal fast hart ab, „erhofft nichts llngewöhnliches! Seid m t einem sch ichten Glück zufrieden! Ein Körnchen ist schon viel — haltet das Körncken fest und hütet es!" IV. Eine Erkältung hatte Hermann Hüttich für einige Tage an sein Zimmer gefesselt. W Ullis i Hkmn. nti ihtr, Schuht, köbtlaü. Ast enzweig, ckn-wkp8/ Minen ^ekher Hosen zu dieser Arbeit gebrauchen kann. P. kcn, eine Stabilisierung der Preise für das laufende Wirtschaftsjahr zu erreichen. Nach den im Einvernehmen mit Vertretern der Landwirtschaft und der Industrie getroffenen Maßnahmen ist be» mündete Aussicht vorhanden, daß wenigstens nach dieser Richtung hin ein Grfofa erzielt wird. Die vielfach in den Kreisen der Landwirtschaft gehegten Befürchtungen, daß die Landwirte bei Anwendung von künstlichem Dünger zu den heutigen hohen Preisen Schaden erleiden könnten, sind in jeder Beziehung unbegründet. Unter allen Umständen wird dafür Sorge getragen werben, baß die Auslagen für künstlich? Düngemittel bei ber Berechnung der Gestehungskosten und der Fcst- jetzung der Höchstpreise für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus der Ernte 1921 entsprechende Berücksichtigung finden. Die Aufwendungen der Landwirtschaft für künstliche Düngemittel werden damit in vollem Umfange gedeckt iverden. In letzter Zeit hat ein Teil der Landwirtschaft in dem Bezüge von künstlichen Düngemitteln offensichtlich zurückgehalten in der Erwartung einer Preissenkung. Tics ist um so mehr zu bedauern, als damit bie augenblicklich Verkehrsstilkrc Zeit der Eisenbahn, die eine prompte Anlieferung ermöglicht, nicht in entsprechmder Weise ausgenutzt wird. Es muß damit gerechnet werden, daß die Eisenbahn in der kommenden Herbstzeit infolge Beförderung der Erntcerzeugnisse und der Kohlen ebenso toi? im Borjahre wieder in erheblichem Maße angestrengt sein wird, so daß die erforder- lichen Tüngemittel, wenn sie erst, im Herbst bestellt werden, der Landwirtsck>aft nicht mehr hinreichend und rechtzeitig ;ugeführt werden können. Es kann daher ben Lmibtoirten nicht dringend genug geraten werden, ihren Bedarf an künstlichen Düngemitteln schon jetzt mit tunlichster bäume zu pflanzen, und zwar so, daß zwischen jeden Lindenbaum cm Apfelbaum zu stehen kommt, die Lindenbäumc noch 6—8 Jcchre stehen zu lassen und baim zu entfernen. Tie Kosten können nicht in die Wag schale fallen, besonders jetzt, wo so viele Arbeüs.ose da sind und man jeden Arbeüs- ’n. 'w, c“W ud?QflenN K Segen L rUklV)Ll Die Ablieferung von Brotgetreide. Berlin, 13. Aug. (Wolff.) Die außerordentliche Notlage in der Brotvers or- gung während der letzten Monate vor der neuen Ernte macht den schleunigen Eingang größerer Lieferungen von Brotgetreide zu absoluter Notwendigkeit. Es muß aber leider festgestellt werden, daß die Lieferungen hinter den Erwartungen nicht unerheblich zurückbleiben. Wenn auch die gespannte Lage in der Brotversorgung für den Augenblick eine Erleichterung erfuhr, so nahmen die Lieferungen doch keineswegs einen derartigen Umfang an, daß es möglich wäre, Dispositionen für längere Zeit zu treffen. Die Lieferungen sind infolge der Frühdruschprämie zwar besser als die außerordentlich geringen Lieferungen des Borjahres, aber sie erreichen bei weitem nicht die Lieferungen aus dem Jahre 1914. Dies erscheint um so bedenklicher, als das Reichswirtschaftsministerium für Ernährung und Landwirtschaft es für unbedingt notwendig findet, größere Bestände an Getreide in die Hand zu bekommen, um eine Reserve zu schaffen, die auch bann Sicherheiten für die Ernährung der Bevölkerung gibt, wenn infolge unvorhergesehener Zwischenfälle sich irgendwelche ./Dckm-ören Sie zu dieser Fahne, mein gnädiges Fräulein?" ries er. Ern B.ick in ihr holdes, blühendes Gesicht hatte ihn zu dem lachenden lieber mut hingerissen. Nun war ec abgesprungen und trat zu den beiden, die, sich um bte Schultern saftend, ihre Räder gleichfalls zur Ruhe brachten. „Storm ich mir einen Finderlohn verdienen fragte er, noch immer lächelnd. „Mein Tuch — wahrhaftig," ries sehr bte junge Tarne. „Ich dank-? recht sehr, men Hcrr'L' Es war Rena Bodenbaä, die diese Wirke sprach. Ter angehende Jintg ing an ihrer L^te, ein strammer Bursch mit blitzenden 9(ug?n in W:n luftgebräunten, kühn gesd-nittenen Gesicht, war ihr Bruder Max. Sie zählten beide zu den eitrigen Radlern, und an dem wundervollen Sann- tagmorgen war die Sehnsucht in die schöne Gattes-' tont ylnauSzuradeln, gleich mit ihnen ausgsstan ar. Es machte sich von selbst, daß Hermann Hüt- tich an dec Seile Der Geschwister blieb. Vorgestellt hatte er sich nicht. Ihm wäre das wie ein falscher, afltäglidjer und nüchterner Ton erschienen, den er domtt in die hübsche 3u» fallöbegegmmg unter dem sonntäglich heiteren Himmel getragen hätte. Er war überzeugt, datz die junge Tarne ebenso ev?p inde und ihm tm Innern keine Form o ig eft rv.we.se. Er sprach von seiner Absicht, in KAa das Rad zu verlassen und dann zur Leuchtenbnrg hinonzusteigen. ,ri v r , . Ta schwenkte Max Bodenbach feine bunte Schülermutze und ries in der ihm eigenen lcbl-often Art' „Aber dasselbe haben j schwel!ec Rcna und ich auch vor ! Famos! Da können mir jujammen- Schwierigkeiten im Laufe des Wirtschaftsjahres ergeben sollten. Nachdem bereits die Zwangsbewirtschas hing für Oelfrüchte aufgegeben ist, hat das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft sich weiterhin entschlossen, weid gehende Anträge für die Aufhebung Der wangswirtschaft hinsichtlich der Kartof- ein zu stellen. Es prüft außerdem gegen oärtig die Möglichkeit, die Zwangsbewirt- chaftung des Schlachtviehs im Herbst aufzuheben. Es kann aber diesen Abbau bei Zsvangswirtfchaft nur unter ber Voraus- etzung durchführen, daß die Landwirtschaft hrerseits mit allen Kräften sich für eine ausreichende und regelmäßige Versorgung der Bevölkerung einscht. Tie schleunigste restlose Ablieferung des Getreides vor Beginn der großeti Kartoffeltransporte im Herbst ist jetzt das Gebot der Stunde. Die Landwirtschaft hat es somit in der Hand, an einem planmäßigen Abbau der Zwangswirt- chaft mitzuarbeiten. Es darf erwartet werden, daß die Landwirtschaft das ihr gestellte große Ziel der Sicherung ber Volksernährung Har erkennt und alle Kräfte an die Lösung Heinrich Topp über. ** Ter Evang. Arbeiterverein veranstaltet am Sonntag, den 22. Aug., auf der Licbigshvhe ein Gartenfest. Außer musikalischen Ta rbielimgcn, Gesangsborträgen ist die Vorführung von Bolks-änzen durch Kinder in ?lussicht genommen. Zur s-onstigen Unterhaltung ist Preisschießen, Auffttigen eines Luftballons mit Fall- schirmabsturz, sowie Gartenpost vorgesehen. Arn abenb des gleichen Tages ist ein Faniilicnabend geplant, bei Dem außer Theateraufsührungen, Svlo- szenen, ein von 24 Damen gebotener Reigen besonderen Beifall finden dürfte. Kreis Friedberg. Friedberg, 14. Aug. In der gestrigen Stabtverordnetenversammlung tour* den die Mietverttäge für die Wohiiimgen im alten Postgebäude nach den Vorschlag«! des Rechtsausschusses gutgeheißen. — Der Schloßgartcn wirb von ber Stadt zu einer jährlichen Pachtsumme von 600 Mark gepachtet: voraussichtlich wird derselbe für die Folge täglich dem Publikum geöfniet Aus Statt und Land. Gießen, den 14. August 1920. Der Tarifvertrag für kaufmännische und technische Angestellte. Wie uns Dom Reichöa rbcits Minister tu m mit» geteilt wird, hat die A r b e i t s g in e i n s ch a f t >e r Angestellten in Gießen beantragt, den ztoischen ihr und den Arbcitgeberorganisationen, (Arbeit geberverbanö der Industrie in Ober lassen, Verein ber Tetaillisten E. V„ Verband deutscher Tetailgescbäftc ber Tenilbranche, Ortsgruppe Meßen, ^Zchutzverein der Lebensmittelhändler, Verband für Hernen- uiü> Knabeiibelleidung, Verein der Schuhwarenljändler von Gießen und Umgegcnb, Arbeitgeberverband für Handel und Gewerbe) am 1. und 26. April 1920 abgeschlossenen Tarifvertrag zur Regeluiig ber Gehalts- und Anstellungsbe- tingungen der kaufmännischen und technischen Angestellten geinäß § 2 ber Verardnung vom 23. Te- zember 1918 (Reichs Gesetzbl. S. 1456) für bas Gebiet ber Stadt Gießen für allgemein verbindlich au erklären. Einwendungen gegen diesen Antrag können bis zum 25. August 1920 erhoben werden mtb sind unter Nummer VI R. 1405 an das Reichs ar beiis Ministerium, Berlin, Lui- fenft.ni6e 33, zu richten. *♦ Tic Ferien ordnung der hessischen Volksschulen. Infolge der Gleichstellung der hefsischeli Bolksschulferien mit denen der höheren Schulen ist die Gefamtferiendauer ber Voltsichulen gegen früher um zirka 10 Tage vermehrt jooeben. Tie LandessckulbcHörde hat ange- ordnet, daß der Unterrichtsausfall an sogenanuten lokalen Feiertagen (Kirchwerhe, Fastnacht, Großes Gebet, Wallfahrt usw.) in ber ZAeise nachgeholt werden muß, daß die betreffenden Tage an den allgemeinen Ferien in Abzug gebracht toeiben. Ebenso sind sogenannte ländliche Nvtferien, d. h. Ferienverlängerungen der ländlichen Volksschulen, an den allgemeinen Ferien (Werhnachts-, Osterund Pfingstferien) in Ülb-ug zu bringen. ** Besitzwechsel. Tas Frebelsche Lln- wesen. Krosdorfer Straße 10, ging durch Kauf von 51000 Mi. in den Besitz des Werkmeisters sein, doch sollen darüber nähere Bestimmungen noch l aller Länder, aber cs sckjeint, als ob wir Deutschen Bfkn werden. — Tie Gebührenordnung zur jetzt sozusagen an ber Soitz-? liehen, „hrüber )hofs- und Begräbnisordimiig wird nach ben haben bie interessanten Völkerschaften Erhebliches chlagen ber Friebhofs-Kommiftion angenom-| m bieser Richiung geleistet. Seil ber /lrotiert Znt men: bie Gebühren für bie Sxr bi jungen werden Beschleunigung einzudccken. Ais Beihilfe gewährt zum Beispiel bas Sttck- ßoffspnbikat bei Abnahme m den Sommermonaten sowohl eine SagerbeihÜfe, wie auch eine angemessene Zinsvergütung. Zu einer Zurückhaltung in Dem Bezüge liegt daher keinerlei Beremlassung mehr vor. M'" rad lim Bilbuna ?mes Ausschusses vorgesehen, ber aus Mügliebern der Stadiverorbnetenversammlung unb ... Bürgern der Stabt beftebcu soll. Tiefer Ausschuß ber Kunst angenoiniihm. „Luftspielbichtcr schreiben wirb sich bcmnächst mit ber Frage beidjaftigen, in Schwänke, bie in alten Schmöleni zu finden sinb," welcher Weise tic Zlusiührung iob als Denkmal, I erzählt Epstein davon. „Au? zehn Vossen wird Grabstein ober eherne Tafel) erfolgen soll. Zugleich eine elfte gemacht. Firmen tun fid) auf, bie Unter« wird um Zuwendung von Geldmitteln für biefen Hal tun gs stücke produzieren unb einen nnbv'rn, der Zweck gebeten: ein sulr etwa ergebender Ueberschuß die Autoren b?zahlt, zeichnen lassen. Bcsanitte fall zum Beswn bedürstiger Kriegshinterbliebenen Verfasser, Filmdichter und Th-wterdirektoren taufen vern-andt n>erbcn. — Seit einer Woche wurde ein gewerbsmäßig Ideen als Ware ein intb vertreiben in einer hiesigen Gasüvirtschaft beschäftigtes, aus sie in mehr ober weniger veränderter Form mit Wichladt gebürtiges Dienstmädchen v c r-I Nutzen cm das Publikum. Die Posftm wimmeln von mißt: geslern ivurdc es als Leiche in ber NiÄ» Anspielmigen. Man spricht von Tir.ftocen, iw bei Assenheim gdänöct. lieber ben BCax'ggrunb deren Bureau man burdi eine Schiebetür gelangt der Tat ist nrcht-.öelaniü. * und von Dichtern, die sich in ben Entlelmstuhl Starkenburg und Rheinhessen. 'even. Am tollsten treiben es aber die Kompo» fb. Neu-J sen bürg, 13. Aug. Ansckjeinend nftlen, besonbcrs bte von ber Operette.' nach bem Genuß giftiger P i l ze tourbe die aus fünf Köpfen bcitcbenbe Familie der Arpefters Epielplan der Frankfurter Theater. S 18^- Schauspielhaus Sonntag, 15. August: bsthrige Tochter sind bereits gestorben. Tie übrigen ' öaimde"twdT 18^ Personen liegen sehr fdjüver krank darnieder. Nur Zehn - ■ ■ "^-UNEle ..htNvoch, 18. bie butter blieb w>n der Ertränkung verschont, "L^bundert-n-M^hn! 19,- s. _ r;» hrxmin b+’rr Nilum äMpifcn batte I '^iomco und Julia Frettag, . ,, 1 ngmaliOU , da ftc wenig von den Prlzen gegeben patte. ^am-t l'lbcnd. Kvpfe in die Strohpresse einer im Betriebe be- 1 Prolog: 2. Sankt Peter vergnügt sid; mit scinon ftndlichen T resch maschine und wurde getötet. Freunden: 3. Der Roßdieb zu Fünsing: 4. Eulen« sd. Frankfurt a. M , 13. Aug. Tre flegel mit den Blinden. Dienstag, 24.: „Rausch". Metallbank stiftete für die Pensions- und Mittwoch, 25.: „König Nicolo". Ünterstützungskasse ihrer Beamten eine Mil- ----- lion Mark. — Ein der Metallbank befreun- Kirchliche Xlachricflfcit. detes Metallhaus in Nordamerika überwies Evangelische Gemcindc. jedem der 1500 Angestellten der Metallbank Sonntag, den 15. August, 11. nach Trinitatis, zwei Stiften mit Milch, -Del, Reis und Mehl Stadtkirche. Vorrn. 8 Uhr: Siehe Jo- lastenfrei als Geschenk. hanneslirche. — Borm. 9Vr Uhr: Pfarrassistent fd. Frankfurt a. M., 13. Aug. Ter Ramae. hiesige Bankbeamte Heinrich GrünwaldI I<>l>anneSk>rche ®orm. 8 Uhr, MgleE» wurde während enter Ferienwande- Chnssenlehre sür bte Weutonfitmtertm au« brr iuu; C U O-, Sufasgemeinbe: Pfarrer Bechäalshelmer — rung bei Triberg^rm Schwarzwald von 9-/,^ (zugleich Militärgottesdienst): unbekannten Tätern ermordet und aus- Ausfeld. — Kirchberg, norm. 10 Ulyr. geraubt. 11 Uhr: Christenlehre für bie männliche Jugend. ---- — Mainzlar, na-chm. IV2 Uhr. — Wreseck, Gerichtssaat. wrm. 9l/2 Uhr: Krrck»oeihgottcÄ>iLnst. rne. Frankfurt«. M., 13. Aug. Der Kani* kxa mann Gmkiv Rum bler-ouS der Eppstciner Stt. o „ Sanistag, 14^ Aug., nachm. 5 Uhr uns adds. crlhelt vom Wuchergericht Äöln wegen her- 8 Uhr. Gelegenheit zur W. ?el(^ '7?unta9, botenen Hand.ls mit Arzneimitteln und Wud?ers io. Aug. 12. ^mtt>ag nach Pnnasleu. ^t Ncanoe sechä Monate unb 40000 Mc. OelNMe. L^ z^Lt'elluL der hl. K-nnmunion. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. VermifchtLO. In Uhr: Hl. Messe mit Prsdiyt Nachm. 2 Uhr: *♦ (fine Kl.ini«.rsteuer Aus Hofbeim Ausnahme neuer Mitglieder ui die Jünglings-, i. T. wird berichtet: Durch Stadwevordnetenbe- ^ngr^^n ^yU^^un^TauCTT.^ngTrga^ schloß lammt hier in den nächsten Tagen bie hmt- 7i^n^‘ ^9" Klavier st euer zur Einführung. Für redes V u ngen 9 Uhr. In L ich 7 /g Uhr. Instrument muß, sofern mit ihm nicht ber Lebens- , unterhalt erworben wird, eine Jahr es st euer Eing-sanHt. oon 50 Mark entrichtet werben. (Für Form unb Inhalt aller unter biefer Rubrik = Sur Na tur g e s chichte des Schic- sehenden Arttkel übernimmt bie Redaktion dem ' e r ic. Kein Wort imrb roohl gefleunjartig im Publiftrm gegenüber keinerlei Verantwortung.) ; Teutsck>en io viel gebraucht als der Ausbruck „Schieber", obgleich bereits ber „erste unb größte ObstblNNNpflanzung. Schieber der Wettliterattrr" Mephisto klassisch sagt: Bei der Neuanlage der Straße von Gic* „Ter ganze Strudel strebt nach oben, man glaubt ße n nach Krofdorf wurde diese mit Bäumen zu schieben mtb man roitb geschoben", ist bies bepflanzt und zwar von Gießen bis zur hessischen Wort boch erst in den letzten Jahven so tmgc- Gvcnze mit Lindenbäumen, von dort bie zum Heuer populär gctoordctt. Dabei weiß niemand I Berlin-Metzer Eisenshndamm mit dlyfelbäuiuen. ganz genau, was eigentlich ein Schieber ist. Max I Warum man nicht bie ganze Straße cinheillich Epstein will nun in der von ihm herausgegebenen mit Aepfelbäumen bepshrnzt hat, ist unerklärlich, „Freien Deutschen Bühne" etwas Ordnung in I besonders jetzt, wo sich diese Aepfelbäumen so schön diese „Sprachschiebung" bringen. „Schiebung ist entwickelt haben und zum gwßcii,Tell mtt herr* Bortäuschung einer Wirklichkeit zum eigenen Vor- lick.en Früchten behangen sind. Taß sich der Boden teil," schreibt er. „So ähnlich definiert das Straf-1 vorzüglich zu einer solchen Airpslanzung eignet, ist «setzbuch auch den Betrug. Aber Sdnebung ist durch den schnellen Wuchs und durchaus geiundeö mehr als Betrug, ist vor allem der Schwindest der Aussehen der f8äume_ erroieien. Zu etwas Gutem kriminalistisch nicht zu fassen ist. Schiebung dieser soll cs nie zu spät sein, deshalb inöchtc ich beit Act ist Schiebung im engeren unb eigentlichen Vorschlag machen, an bie ganze Straße Apfel- s fraiu. Konoer , ichl iunfl. Monn g mehr. Jahre In | ich war, die Be- ■ ;« Dam- i d. sran-önschen I ! sFraniönn be- I I. Lchr. Angeb. n " in_ben Gien. Am eie zweiräderl^ - andkarre eichie Hand'arrr divagen äu trtufdJ- E. Ältboff, , grbnrger 2>r. ^Llcllverlrelc^ nn va5 Dmen, ieblt, lud), ßw । ,gem. Damen be>l i[ter bl§220ntir,r Wirst erE rooQ. unter 01Ä-- ®ie^lnUÄ »WM h 15. M Handel Berlin, 13. Aug. Börsen stimm ungs- bild. Die Gruirdftünmung der Borne war wiederum fest, wenn auch späterhin wieder "^^vanftm9*m auf einzelnen Märkten stattsanden Das Geschäft war nicht sonderlich lebhaft. Pctroleumwerte be- wegten sich bei mrbefeutenfen schwankur^en auf dem gestrigen erhöhten Börsenstand. Bei Montanwerten betrugen die Besserungen 3 fey 10 Prvz. fei Mannesmann zeitweise sogar 23 Prozent. Efe- mische und Elektro-Aktieii und verschiedene andere ^ndustriewerte waren zumeist in den g eichen Ausmaßen wie Montanpapiere gebessert, Gebr. Böhler ■20 Prozent. Nach ivoch-nlanger Vernachlässigung erwachte für Schiffahrtsrverte eine gewiss« Kauflust, wodurch die führenden Werte 6 bis 7 Prozent, Hansa aber 12 Prozent gesteigert waren. Kolonialwerte litten wie Lalutavapiere überhaupt zeitweise unter Realisierungen. Wesentlich fester aber New- Guinea und Balftnwre und auch andere waren befestigt. Auslandsdevisen waren nicht unwesentlich Häher. Am Relftenmartte waren ganz unwesentliche Veränderungen. Frankfurt a. M., 13. Aug. Börsen- stimmungsbild. An der Afendbörft standen Elektrrzitätspapicre im Vordergrund des Interesses. Licht und Kraft, die mit 142 einfetzten, gewannen 11 Proz., AEG. waren mit 296 6 Pvoz. höher, Schuckert lebhaft 212 bis 213. Bergmannwerke 242, plus 6 Proz. Gefragt waren ferner Siemens Halske 245. Felten u. Guilleaume 415. Montanpapiere hatten ruhiges Geschäft fei fester Tendenz. Mannesmann 420 stiegen um 8 Proz., Oberbedarf 248, plus 2 Proz. Industriepapieve des Kasfamarktes lagen fest. Kalkwerke Darnaß stiegen 10 Proz. auf 375. Chein. Th. Goldschmidt fei sehr lebhaftem Geschäft 391 bis 400 plus 20 Proz., im freien Verkehr bis 402 gehandelt. Holzverkohlung 368V-, plus 5Vs, Zellstoff Aschaffenburg stellten sich auf 423. Fränkische Schuhfabrik 210, SpiegÄ und Spiegelglas 424, Metall Bingwerke 227Vs. Schuckert später schwankend 211. Einheit 211. Deutsche Petroleum 1305 bis 1290. Steaua Romana fei reger Nachftage 1425, plus 75 Proz. 5prvz. Mexikaner 384. Neu-Guinea 810V». 5proz. Reichs anleihe 79z7e. Frankfurt a. M., 14. August. revifeumarkt. Geld Vries Geld Brief Datum: 12. Aug. 13. Aug. Amsterdam»Notterd. 1501,— 1504,— 1534,50 1537,50 354,65 694,30 696,80 954,- 141,85 231,75 168,80 46,45 33435 769,20 694,30 22,72 23,17 81,90 22,27 357,85 683,20 685,70 944,15 146,15 231,15 137,45 45,80 335,35 765,80 695,70 22,78 23,25 81,10 22.33 355,35 695,70 698,20 956,- 142,15 232,25 169,20 46,55 335,35 770,80 695,70 22,78 23,23 82,10 22,33 357,15 681,80 684,30 943,85 145,85 230,65 167,05 45,70 334,65 764,20 694,30 22,72 23,17 80,90 22,27 Brüstel-Antwerpeu. Christiania Kopenhagen.... Stockholm. .. ... Helsingsor». Italien London. New-Pork Pari, Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. adg. Prag......... Budapest Bulgarien .... Konstantinopel. . >vörsenk«rse. Datum: 50/6TeutÄriegsatiL 4°/^Deut.Reichsanl. ^Deut.Neichsanl. 4"/n Preuh. Konsols Darmstädter Bank Deutsche Dank . . . Disconto- Befellfch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.,Amerik.-Paketf. NorddeutfcherLloyd Boch. Gugstahlwrk. D.-Luxemb Bergw. Gelfenkirch.Dergw. Harpener Bergbau Obe schI.Eifeno.-B. Oberschles.Lisenind. Phönix-Brgb.-Akt. Bad.Anilin-u.Soda HöchsterFarbwerke Elektr. A. E. G.. . Schuckert-Werke. . Felten - Guilleaume Daimler...... Dud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/oHess.Staatsanl. Electron Griesheim Frankfurt Berlin Slfend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs 12.8. 13.8. Kurs Lucs 12.8. 13.8. 79,63 79,60 60,25 I'- 142,- 263,- — r— I 177,50 -,- 169,- 437,- 440,- 302, - 302,75 379',- 380^- 244,50 248,75 455,- 457,50 355, - 357, - 285,50 296,- 202,50 211, — 411,50 415,- 217,75 378,50 361,— 218,50 79,60 79,60 68,40 68,40 60,50 60,70 65,60 65,60 142,25 142,25 263,- 262,- 194,75 194,13 161,25 162,- 149,- 149,25 140,75 141,50 176,13 180,60 168,75 173,75 436, - 298, - 299,50 307, - 309, - 375,- 379,75 240,- 250,- 268,50 275,- 439,50 439,- 450,25 459,75 359,- 358,- 285,75 290,25 201,75 208,50 405,50 412,- 212,- 214,50 372,- 365,- 219,50 217,- 82,25 82,50 299,75 299,- Marknotieruuge«. Datum: 12.8. Zürich 13,12 Amsterdam 6,67 Kopenhagen. 14,85 Stockholm 10,75 Prag . . 13.8. 13 - 6,50 14,40 10,50 Wien 479,50 -,- Mainz, 13. Aug. Dec Verkehr auf der Warenbörse war äußerst rege. In Hülsen- früchten wurden groß? Geschäftsabschlüsse mit Linsen und Erbsen betätigt. In Hafer wgr das Geschäft klein, da die B'fchlagnähme des Hafers nunmehr endgültig am 25. August erfolgen soll. Die angebotenen Partien Oelfrüchie wurden zu vollen Preisen akzeptiert. In Saaten war das Geschäft ruhig. 13« einem Teü fer Auflage wied.Tholt.) Die Deutschen Kohlenlieferungen. Amsterdam, 13. Aug. (WTB.) Ter „Ti- mes"-K'orrespondent in Paris meldet, daß die deutschen Kiohlenliefe rung en bisher ausreichend waren. Während der ersten zehn Tage dieses Monats wurden täglich durchschnittlich 50 000 Donnen geliefert. Die englisch-französischen Differenzen. Paris, 13. Aug. (WTB.) Ha das meldet aus London: Der englische Gesandte in Prais war bei der französischen Regierung bezüglich der Anerkennung der Negierung des Generals Prange! durch die französische Regierung vorstellig, hat aber keine amtliche Note in dieser Angelegen- heft überreicht. Die englische Regierung wird sich streng an das Abkommen mft Sowjetrußland hal- am Vorabend eines neuen Weltkrieges. Die Arbeiter Frankreichs hätten das Schicksal der ganzen Welt in der Hand. Die englischen Arbeiter für den Frieden mit RutzlaiÄ. Rotterdam, 13. August. -WTB.) Der „Nieuwe Rottcrdamfche Courant" meldet aus London: Der Aktionsausschuß der Arbeiter, der sich mft der rusmch-polmschen Frage beschäftigen soll, schickte einen Brief an Lloyd George, 'roorin ihm mftgeteilt wird, dost die Frage des Verhältnisses zwischen Rußland und England mit den Mitteilungen Lloyd Georges im Unterhause nicht erledigt sei. Die Arberterver- tretung sei davon überzeugt, daß ein Frieden s sch luß und die normalen Beziehungen zwischen Rußland und England geb rc- terischc Notwendigkeiten seien. Der Brief ersucht mit Rücksicht auf die für Freitag angesetzte Nationale Arfeiterkonferenz, sich sofort in deutlichen und bestimmten Worten zu erklären, welche Bedingungen die englische Regierung für einen Frieden mit Sowjetrußland stellt. Trotzki in Byalistok. Warschau, 11. Aug. (WN.) Reuter. Trotzki ist in Byalistok angekommen, wo er sein Hauptquartier aufgeschlagen hat. 16 Deutsche vor dem französischen Kriegsgericht in Mainz. Main», 13. Aug. (WTB.) Vor dem hiesigen französischen Kriegsgericht beginnt heute ein Prozeß gegen 16 deutsche Angell a g t e, die beschuldigt find, für den deutschen Heimatdienst Spionagedienste getan oder versucht zu haben, durch ihre Korrespondenz bte Interessen Fraiftreichs geschädigt, an Verleitungen vvn Militärpcrsonsl beteiligt gewesen zu sein cöer sie versucht zu 'haben und ein Komplott gegen die Sicherheit des fvanzösisckfen Staates angezettelt zu Hafen An der' Spitze des Heimatdienftes stand, wie das „Echo du Rhin" meldet, ent gewftser Gröger, der auch in Saarbrücken war, als sich dort die blutigen Ereignisse abspietten. Anläßlich der Besetzung Frankfurts durch die ftarrzöftschen Truppen wurde fei Gröger eine Haussuchung vorgenommen, deren Ergebnis zur Einleitung der Straft^rsolgung Anlaß, gab. Vier der feuteAäme- klagtcn, darunter der Sekretär der sozialtsttschen Partei in Mainz, wurden daraufhin verhaftet. ten, nach dem die englische Regierung nichts gegen Sowjetrußland unternimmt, ui Erwartimg der Haltung der Sowjettepublik bei den Bedtngun- jen des Waf f en still stlind es und des Frte- >ensvertrages mit Polen. Tie englische gt^terung wird sich so verhaften, als wenn Frankreich nichts auf eigene Faust unternommen hätte. Eine weitere Havasmeldung aus London besagt, alles lasse darauf schließen, daß die Ange- legeüheit zu enter friedlichen Lösung führen tmrd. London, 13. Aug. (WTB.) Auf dem Frühstück, das zu Ehren Lloyd Georges von den Führern der Koalition gegeben wurde, sagte der Premierminister, er Hoffe und fertrrue darauf, daß nichts die Einfeft Frmikreichs und Englands zerstören werde und fugte hinzu: Wenn es sich um die Herstellung des Friedens lfanfelt, ist 'es unsere erste Pflicht, das Volk 1 n ketn durch nichts zu rechtfertigendes Abenteuer hineinzu stürzen. Lediglich dv2 dringendsten Forderungen der nationalen Ehre und die Frage der Selbständigkeit und Freiheit könnten einen Krieg rechtfertigen, i'luf diesem Gebiet fei kein Raum für Partermanöver. Hier mutzten fee Nationen all ihre Kräfte sammeln. Sehr titel hänge von England und seiner Einheit ab. Das diplomatische Eingreifen Amerikas. London, 13. Aug. (WTB.) Reuter meldet aus Washington: In diplomatischen Kreisen nimmt man an, daß die Note des Staatsdepartements über die russisch-polnischen Verhandlungen ein dreifaches Ztel verfolge. Erstens will sie dem polnischen Vvlt^und der polnischen Regierung eine moralische Stütze geben; zweitens will sie an die Bevölkerung Rußlands appellieren, das bolschewistische Joch abzuwerfen und eine verfassungsmäßige Regierung einzusetzen, und drittens ',vill sie auf die anderen Länder in dem Sinne einwirken, daß sie davon Abstand nehmen, die Bolschewisl-eii an&uetfeimen. Man ertoartet in Regierungskreisen, daß die Alliierten sich M dieser Note äußern werden. Die Meinung Wilsons. Pans, 13. Aug. (WTB.) Das „Echo de Paris" meldet aus Washington, daß sich Präsident Wilson gegen die Errichtung neuer kleiner Staaten in Rußland ausgesprochen habe. Die Sowjetregierung an Die französischen Arbeiter. Ä|WSr r Paris, 13. Aug. (WTB.) Tie Sowiet regierung 'hat cm bte franzö fischen Ar beiter einen Appell gerichtet anläßlich der Anerkennung der Regierung des Generals W r a n g e l in SWrutzland. In dem Appell heißt es, daß die Anerkennung des Generals Wrangel in ganz Rußland eine große Erregung heivvrgo- rufen 'habe, und daß man sich nunmehr einer Krisis gegenüber befände, die sehr leicht in einen russisch-franKösischen Krieg ausarten könne. Krassin und Kamenew hätten sich bei jeder Gelegenheit die größte Mühe gegeben, um Fran kl-eich zu benachrichtigen, daß Sowsetmtz- land gerne bereit sei, alle Fragen zu prüfen, die Frankreich einer Revision unterlagen haben lvolle. Gerade jetzt, wo man Var fern Abschluß des russisch- polnischen Krieges die Haffnung gchabt habe, daß inan der Welt den vollkommenen Frieden tvicfer- geben könne, würden die Verhandlung en mit Polen durch die Anerfennung der süd- russischen Republik durch Frankreich zum A b b rn chgebra cht, und man befinde sich Sonmswn Ein selten gutes Mittel dagegen, Tube M. 9.50, Haut- ($ reme Dose M. 9.50, Wangenrot Tube M.5.—- Augeuseuer GlasM.10.-, Angen- branensakt Flasche M.8^50, Mittel gegen Mitesser M. 850, Mittel geg. Warzen M. 10., Haarpflege- Extrakt M. 12.-, all. wirklich vorzüglich; 1000fach bewährt Broschüre „Die mod. SchönheitSvfle ge umsonst Mar Wer Wellung 5 Hüntöttg 2, BoM. Behördliche Anzeigen. i 70 90 7.- 2500 ; 60 Personen 5.80 2100 70 Dolle Tageskost lägt Ji jährl. Jt zweit, fr \ Frühstück erstes _____________________1 fr a) männliche j Personen b) weibliche i Bekanntmachung. Festsetzung desWertes der Sachbezüge. Durch Verfügung des Herrn Oberbürgermeisters und des Versicherungsamts der Stadt Gießen wird der letztmalig am 1. März 1920 festgesetzte Wert der Sachbezüge gemäß 8 2 des .Versicherungsgesetzes für Angestellte und 9 160 RVO. wie folgt neu festgesetzt: L Freie Verköstigung. II. Freie Wohnung. a) Ein einfaches Mansardenzimmer oder gemeinschaftliches Zimmer für mehr als eine Person jährlich 150 Mk. b) Für ein besonderes Zimmer jährlich 300 Mk. c) Familienwohnung (2 Zimmer mit Zubehör) lährlich 400 Mk. III. Freier Brand. a) Für eine Einzelperson jährlich 100 Mk. b) Für eine Familie jährlich 200 Mk. IV. Freie Beleuchtung. a) Für eine Einzelperson jährlich 40 Mk. b) Für eine Familie jährlich 80 Mk. Die vorstehende Festsetzung ist als Durch-- ichmttssatz zu betrachten. Der Wert anderer Sachbezüge wird von Fall zu Fall festgesetzt, eferfto können auch Abwetchungen von den obigen Fest? letzunAen zugelassen werden, wenn dies nach Lage des Einzelfalles gerechtfertigt erscheint. Die Festsetzung tritt am 9. August 1920 in Kraft. 8535B Gießen, den 2. August 1920. Versicherungsamt der Stadt Gießen. o> SS- b is t= 2» >Q § N tägl. tägl. tägl. J6 2.50 0.90 2— 12— 0.70 1.80 Stabt tebensmittelamt Waoen-Ausgabe für die Woche vom 16.—22. Aug. Nicht rechtzeitig abgeholte Ware verfÄft. 1. Brot: 1850 Gramm Brot oder 1370 (üramm Mehl. Brot Kg. 2.15 Mk., Brötchen 15 Pf. Weizenbrotmehl Kg. 2.80 Mk. Weißbrot Kg. 2.45 Mk. Weißbrotbäcker: Georg Keil, Neustadt: Heinrich Müller, Neuenweg; Adam Ne-rath, Aserw g: Kar Laas.Tl ichst.atz^ Mehl für Kranke: Kg. 3.20 Mk. (Verkaufsstelle siehe unter Nr. 7). 2. Fleisch: Wochenabschnitt 32. i'Netzger für F«mde: Friedrich Wenzel, Neustadt 48. 3. Kartoffeln: Belieferung je nach Eingang. Näheres wird durchs die Zeillmg fekcrmtt- gegefen 4. Wurstkonserven: 125 Gramm Blutwurst zu 1.30 Mk. auf die Fleischmarke dec 32. Woche. Ausgabe durch bte Metzgergeschäfte vom 10. bis 21. August 1920. 4a. Butter-Marte 33 : 50 Gramm Femtalg zu 95 Pf. 5. Nährmittel für August: Noch nicht eingetroffen. 6. Zucker für August: Noch nicht ein- get reffen. 7. Mehl, Nährmittel Lebensmittel und Zucker für Kran ke. Zu- gezogene und Fremde: Hch. Jung, Ritter- gafse 11; Fr. Kopp, Bismarckstvaße 30: Jacob Maternus, Frankfurter Straße, PH. Gans, Damm- draße 34. 8. Seifenpulver: Marke für August, Anteil 125 Gramm K.-A.-Seifenpulver, das Pfund 7 Mk. 9. Petroleum und Spiritus: Ausgabe erfolgt in den bekannten Geschäften. Petroleum das Liter 3.30 Mk., Spiritus das Liter 4.75 Mk. (ohne Glas). 10. Fische: Verkaufsstelle in den Markt- lanben. 11. Obst und Gemüse: Verkwrfsstelle in den Marftlaufen. Gemüse und Obst täglich ftisch zu Tagespveisal. 12. B0hneii (weiße): Ve^aussstelle in den Markttaüben, das Pfund 2 Mk. 8685B Bekanntmachung. Betr.: Anmeldung der in Gießen wohnhaften Flüchtlinge aus dem O sten. Sämtliche aus dem Osten zugeKogenen Flüchtlinge wollen sich bis zum 20. August 1920 bei der unter zeichneten Stelle unter Angabe der genauen Derjonenzahl der Familie und Art der Besckwsti- gung anmelden. 8694B Flüchtlingsfürsorgestelle, Asterweg 25. In unser Geno) jenschaftsregister wurde heute eingetragen: 1. das Statut vom 2. Arni 1920 der „Landwirtschaftlichen Bezugs- und Abjatz- genofsenschaft eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht mit fern Sitze zu Große n - B u f e ck. Gegenstand des Unternehmens ist: 1. gemeinschaftlicher Einkauf von Verbrauchs- Men unb Gegenständen des landwirtschaftlichen Betriebs; 2. gemeinschaftlicher Verkauf landwirtschaft- ftcher Erzeirgmssc. f., Dievon der Genossenschaft ausgehenden öfsent- ttchen Bekanntmachungen sind unter der Firma der Genossenschaft, gezeichnet von zwei Borstandsmft- glcefern, m dem Berbandsorgan „Das Hessenland" aufzunehmen. ^5.^?^^rklärnug und Zeichnung für die Genossenschaft muß durch zwei Vorswndsmirglieder ADKeN' .wenn sie Driften gegenüber Rechtsver- burdllchtzt bafen soll. Dce Zeichnung geschieht in ber El-se- Zetchnenfen zu der Fcrma der Genossenschaft chrc Namens Unterschrift feifümm 2. Der Vorstand, bestehend aus: 1. Reinhard Münch, 2. Wilhelm Schmidt IX., 3. Karl S ch wa l b. Alle in G r 0 ßen-Buseck wohnhaft. Die Hoftiurnrne für feu erworbenen Geschäfts- anteil beträgt 200 Mark. Die höchste Zahl der Geschäftsanteile, auf welche sich ein Genosse beteiligen kamt, beträgt 4. Die Einsicht dec Liste der Genossen ist während' der Dienststunden des Gerichts jedem gestattet. Gießen, fen 9. AuAlst 1920. 8683B ______________Hessisches LAttsgericht.______________ Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Ernst Balser, Gießen ein» getragen: Der Ehefoau Karl Gemmecker, Else, geb. Euler, in Gießen ist Prokura erteilt. Gießcn, fen 10. August 1020. 8682B Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. Ju unser HanfecksregistLr Abt. A wurde eingetragen: 1. am 2. August 1920 bezüglich der Firma Gebrüder Winfecker, Gießen: Die Proftrra des Pmtl Heidlrndemamt ist erloschen. 2. am 11. August 1920 bezüglich der Firma Adols Geisse, vormals G. C. Winfecker in Gießen: Die Firma ist in Adolf Geisse geändert und wird als offene Halft«!sgesellfchaft wertergeführt. Inhaber der Firma sind fee Kaufleute Adolf Geisse und Otto Zimmermann in Gießen, die in das Geschäft als persönlich haftende Gesellschafter ein- treten. Der bisherige Inhaber Adolf Geisse ist aus- gefcüiefen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Juli 1920 begonnen. Die Prokura der Lina Gerjfe geb. Sack in Gießen ist «Loschen. Gießen, den 12. August 1920. 8684B Hejsisches Amtsgericht. Bekanntmachung. Die Ortssahung für die Stadt Lich, die Anstellung eines besoldeten Bürgermeisters betteffend, liegt vom Montag, den 16. d. Mts. eine Woche lang, während der Dienststunden (werktags von norm. 8-12 Uhr und nachm. 2-6 Uhr, Sonntags von vorm. 8-12 Uhr) zur Einsicht der Beteiligten auf dem Bürgermeistereibureau offen. Innerhalb der Offenlegungsfrist können Einwendungen gegen den (Entwurf schriftlich oder durch Erklärung zu Protokoll vorgebracht werden. Lich, den 13. August 1920. Hess. Bürgermeisterei Lich I. V.: Heller, Beigeordneter. s8699 ErummetgraL-versteigerung. Donnerstag, 18. August lf. Is., vorm. 7 Uhr, wird das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Gardenleich, reihgeslern und Watzenborn, das Gras von Schneisen, Mähplatten und den Eisteichen in den Forslwarteisn Baumgarten und Leihgestern in der Wirtschaft des Georg Sommer Vl. zu Watzenborn versteigert. Es werden nur Personen aus Ortschaften zum 'Witbieten zugelassen, aus denen seither schon regelmäßig eine Beteiligung stattgefunden hat, und die das Futter in der eigenen Wirtschaft verwenden; der Zuschlag wird nur für eine den Verhältnissen des Bietenden engem ssene Anzahl Lose erteilt. Weitere Auskunft erteilt Herr Förster Menges zu Forsthaus Baumgarten. Gießen, den 12. August 1920. 8706 Oberförsterei Schiffenberg Trautwein. Stockholz-Verkauf. Aus dem Domanialwald der Oberförfterei Alsfeld sollen durch schriftliches Angebot verkauft werden 338 Rm. Kiefern- und 350 Nm. Fichten-Stockholz. Angebote nach Holzarten getrennt mit der Aufschrift „Submissionsholzverkauf" sind bis spätestens den 24. August bei der unterzeichtleten Stelle einzureichen. Die Eröffnung der Gebote findet an demselben Tage, vorm. 11 Uhr auf unserem Dienstzimmer statt. Das Holz ist vorher einzusehen. Spätere Reklamationen wegen der Qualität des Holzes bleiben unberücksichtigt. Nähere Auskunft durch den Unterzeichneten und die Herren Förster. 8700V Alsfeld, den 12. August 1920. Hessische Oberförsterei Alsfeld. Haberkorn. Stadt. Arbeitsamt Gietzen West-Anlage 31, Teleph. 2054. ES können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgeber«: 1 Schlosser unb Autogenschweißer für alle Metalle, 1 Konditor. Lehrlinge: 1 Maler und Anstreicher, 1 Gartner 1 Schuhmacher, 1 Bäcker. b. bet auswärtige« Arbeitgebern: 3 landwtrtsch. Knechte und Arbeiter, 2 Anstreicher, 50 Feld- bereinignngsarbetler, 10 Hauer u. Lehrhäuer, ein Schweizer, 1 Friseur, 1 Müller, 1 Schneider, ö Stahlgraveure, I verbeir areter Schmied für Hof- gut, 10 Gestetnhauer, lOKeffelschmiede, 1 Schreiner, 2 Provtsionsreisende, 1 Lohnbuchhalter und 1 Be triebdbuchbaUer (f. Kriegsbeschädigte), 20 Maurer und Zementierer, 5 Zimmerleute. ES suche« Arbeit: Schriftfetzer und Buchdrucker, Schwetzerdegen, 2 Buchbinder, 2 Schneider, ein Friseur, Maurer, 2 Stellmacher, Kaufleute, Schreiber u. Reisende, 1 landwirtschaftlicher Verwalter, Packer, Hansburschen unb Auöläuser, Maschinen- n. Banschlosser, 2 Gärtner, 1 Konditor, Eleklromomeure, 5 Schilhmacher, 1 Heizer, zwei Krankenpfleger, 2 Schmiede. Weißbinder und Anstreicher, 1 Käser, 1 Sortiermeister, 5 Tapezierer, Polsterer u. Sattler, 2 Backer u. 2 Metzger, 2 Kellner, 1 Kraftfahrer, 2 Brauer, 2Bautechniker, 1 Zeichner, Mechaniker, 2 Dachdecker, 1 Ziseleur, 1 Spengler u. Installateur, Dreher, 1 Telephonist. Lehrlinge: 1 Schuhmacher, 1 Wagner, 2 Elektrotechniker, 1 Schlosser, 1 Gärtner, 1 Sattler. Weibliche Abteilung: ES können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgebern: 1 landw. Mädchen, Dienstmädchen, Laussrauen u. -madchen, tüchtige AUeinmädchen, Zimmermädchen, 1 Näherin, zwei Beretferinnen, 2—3 Pflegeriunen für Anstalt. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Beiköchin, Dienstmädchen, Hausmädchen, Alleinmädchen, 1 Hcmshälterin zur Fllhrung des Haushalts, landwirtschaftliche Dienstmädchen. ES fnche» Arbeit: 1 BibliothekSgebilsin, 1 Stickerin, (übernimmt auch Näh- und Flickarbeit zu Hause), 1 Lehrmädchen lVutzgeschäst), das 1 Jahr gelernt hat, zum Wetterlernen, einige Näber- und Flicke- rinnen außer dem Hause, 1 Büglerin, 1 Frau übernimmt Wäsche int Hause, 1 Privatsekretärin, 1 Hoielköchin. [8656B tataben aller irl Wert «e Brüi'ub« «rtv.-Braelteni, B. Lu«, 61U* »«ys gegen V. f. B. I S-El EINHORN wozu ergebenst einladen 8681 Ne SM: W. AW M mm. WM 01 MM Friedberg August 1920 Eberstadt 013206 013924 Sonntag Statt jeder besonderen Nachricht. Tanzvergnügen Statt Karten. Von der Reise zurück Dr. Ploch Sonntag den 15. August Gießen, 14. August 1920. Statt Karten. Dürgergesellschaft. AuguftThams, Hamburg Mäunerchor-Siugftnnde Montag den 16. August ----- --------- i Hamburg, 14. August 1920. «OOOriBOI Betten MtotfltoBe 5. 013000 niedergelassen. ........ Großen-Linden, 13. August 1920. velterduzeg Die Verlobung ihrer Tochter Elisabeth mit Herrn Oberlehrer Heinrich Müller beehren fich anzu-eigen Bürgermeister H. Löbrich und Frau Pauline geb. Löbrich. Setterawe&8l JnhJl.ttabGHandi Heute das neue Prachtprogramm: I Maler- T Anstreicher- 1 Weißbinder-Gesch. . A. Belitz k Liebigstrafle 83 k X. Tel.2134 / besonders preiswert. Bettstellen von 150 M. an Patentrahmen v. 125M. a. Pflanzen- Fleisch (Fleisch Ersatz und Zu» satzmane). Zur Herstellung schmackhafter Bratfvetsen ohne Fleisch. '/, Pfund Mark 3.— V, Pfund Mark 1,50. 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Versammlung Sonntag den 15. August, nachmittags 5 «hr, bei Kraft, Siehen, grankfurter Strotze 8b Tagesordnung: Dorttag „Der Honig als Nahrungs. und Heilmittel"; Verschiedener. Gäste mtHkommen. | Leihgestern, 13. August 1920. 8720 Buß. WM MMS Gasthaus zum Gambrinus (Biebener Strafte 90. Sonntag den 15. und Montag den 16. August. Anfang Sonntag 2 Uhr nachmittags. Montag, vormittags 10 Uhr, großes Früh- schopvenkonzert m. Frühstück (Reisbrei u. Hering), 2 Uhr Festzug, 3 Uhr Tanz. Abends 9 Uhr grofte Polonaise. Die Musik wird vom Wiesecker Orchester ausgesührt (12 Mann stark). (Es ladet höflichst ein, auch die verehrt. Einwohner Gießens LL «astwirt Braun. Ihre Vermählung zeigen ergebenst an Fritz Dickhardt und Frau Elisabeth geb. Kroh Statt Karten. Ihre Verlobung geben bekannt Maria Luh Wilhelm Magnus Gießen (Schottftr. 7), 14. 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