Erstes Blatt llO.Zahrgang lMttwoch, H.Juü |920 l’jwn. SS «Mp. ^"gehsrigm lbstverftändlich ge- ^iegsbcschi- es Kreises, ir Kenntnis- Bertrttungen Reinigungen, Juli. (Wok'f) Ter S-onder- „Agenoe drvers" meßet. vff zielles dantsches Schreiben Ww*n Ge. ... _ , - , durch ktnbliäe alles wird hartnäckig abqelehnt. ™hfln durchaus vernünftig und ftlbstver Spaa, deutschen l'4-l-en heute iurütfiu teuren. Span. 13 bericht ers^atter der nach den aus ein urd von Gchlltnen, v.orgMg noch nichr M16. bis 31. IM den 16. Juli feite geforderten Ziffern sich genähert und Entsprechende Vorschläge gemacht haben — So ist es Wesen, daß die deutschen Vertreter sich entschlossen haben, vorläufig über den deutschen Elan der Wiedergutmachung ganz zu schweigen. Dre Entente ist besonders darauf erpicht, von Deutschland eine bestimmte Summe genannt zu bekommen, die für die Wiedergut- machung bestintmt ist. Bei dem bisher geübten Versahen läßt sich annehmen, baß, wie groß and) das deutsche Entgegenkommen wäre, «ine Neigung der Gegenseite sich zeigen würde, den deutschen Lebensnotwendigkciten auch nur den Schalten eines Verständnisses entgegen zu bringen. Die Kohlenlieferungsfrage muß endlich einmal eine sichere Entscheidung bringen. Deutschland kann nichts versprechen, was es nicht zu halten vermag. Man ging in der Sachverständigenberatung auseinander, ohne ein Ergebnis erzielt zu haben. Auch im gomischlen Ausschuß endeten die Verhandlungen mit einem Mißton. Dr. Si- rwn? klare, versöhnliche, jedoch bestimmte Erläuterung der deutschen Lage, besonders sein Noch keine Einigung in Spaa. Die Verhandlungen in Spaa haben uns tine neue, ängstliche Spannung beschert. Es ßellt sich heraus, daß Millerands milde und versöhnliche Worte eben nur — Worte gewesen sind, denen nichts nachfolgen soll als das gewohnte, brutale Diktat. In der Mili- lärfrage ist Deutschland vollständig unterdrückt worden: in den Wirtschaftsfragen will die Entente aud) keinen Schritt, breit nach- .» 75643 Die Kohlenfrage. 13. Juli. (SScfTf.) Lxw-as. Tie Kohlen sachverständigen Snno^mc von Jlitjcncn sür b.e Te^csnumniei bis zuni NachmiNag vorher ohnc jede Derbii.dstchl«st. Preis ftir l um ifir Anzeigen v. 34mm Breite örtlich 35 Pf., au>w»rts 45 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Suite 150 Vf Bei Plotz- vorschriit tdO" ? Aus,ch.ag. HauptschrisUcUcr: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. für den übrigen Teil: Dr. Reinhold 3eng; für den Anzeigenteil: H. Stdi, sämtlich in Giehen. Sie werde aber von uns nicht gefürchtet. Aas wir fürchteten, sei nicht die Abspmm«ng, sondern die mit ihr verbundene Unruhe und Verfeindung. Der Minister bat daher, diese Anregung zur Gewährung einer neuen BerHand!ungsgrund-- lage in Erwägung zu ziehen. Präsident Delacroix erwiderte, daß diese Antwort die alliierten Regierimgen mit größtem Bedauern erfülle und eine sehr cmCtc, Lage schaffe. Wir haben gehofft, in Spaa zu einem wirklichen Abkommen zu gelangen. Der deutsche Außenminister habe das Vorrecht der til ikrtai auf dre deutsche Kohle anerkannt. Das R-ch sei sehr maßvoll geltend Zemacht worben. at>-r die deutsche Delegation laue es unberücksichtigt. Unter diesen Umständen müsse er die Sitzung aufhben und behalte sich vor, den Del'gatwnm einen Beschluß über einen neuen Termin mitzuteilen. Spaa. 13 Juli. (W l . ) M i l le ra n d erklärte heute Mittag franzrs scheu Journalisten ge- genüb>.-r, daß er freut- ab-urd nicht obreren toerbe und auch zur National feier am 14. Juli mchl in Paris sein werde. D besone-ers dem Parla- ment nicht verstaichm werren nriirbe Es müsse bewiesen werden, daß kein Mittel unversucht gelassen sei, die Mögliche iten der Airssührung ber Bestimmungen d-S Versailler Vertrages z»i eil.mgm. Nach dem „Mitin" sollen br Erwägungen der Besetzung des Ruhrgebiets lei den Berfend- lunyett eine Rolle spielen. Es bestehe nämlich die Gefähr, daß bei AEüchrung dieser Zwangsmaß- nschme alle Bearbeiter d.r Welt sich zu einer gemeinsamen Ack ion vereiifchm würden. Dreier Erwägung habe M.llevans Roum g--x;eu mtb itrSfutb davonf verzichtet, schon in zwei Tragen nach Paris Die Darftrll na der Ernährungslage Dkytichlsndr. Spaa. 13. Juli (WTB ) Ter R ei chsMinister für Ernährung und Lan^nni tfdyft bat durch die deutsche Tetcgaiivn der Kvnscrenz ticht. ?646B nsentrente, hu«g " Familien« ^ngchöru 77° W mittags 2« ^Mchne in heü. geben. Die deutschen Sachverständigen haben in der Kohlenlieferungsfrage das denkbar größte Erttgegenkommen gezeigt, indem sie trotz schwerer Bedenken den von der Gegen- Mtßh«ndl«ng eines Pressevertreters. Berlin, 13. Juli. (Wolfs.) Meldungen ans Köln trridytim, daß der Vertreter des Golfs- Bureaus in Spaa geftern abend von auyen- sll-ernlkch Marn laten Passant n schwer mtß- oan del t wurde. Amerikanisä-e Zitungsvertreter srfrützten ihn vor weiteren Mischandllmg n lieber Einz-Ihe te i des Vorfalles liegen noch reine Nacls- ttchten vor. Berlin, 13. Juli. (Wolff.) Weitere Nachrichten über den gegen den Vertreter des Wolffbureaus in Spaa verüb en Uebecfall besagen, daß der Angriff zunächst von einem belgischen Offizier ausging, dem sich später ein augenscheinlich in Begleitung des Offiziers befindlicher Zivilist anschloß. Ein englischer Soldat machte der Szene ein Ende. Die erforderlichen amtlichen Schritte sind sofort eingeleitet worden. Brüssel, 14. Juli. (WTB.) Das Blatt „Vingtieme Siecle" berichtet, daß infolge des Zwischenfalles in Spaa zwischen einem deutschen Delegierten und einem belgischen Offizier die belgische Regierung die Mitglieder der deutschen Delegation ersucht habe, die Straßen nach 11 Uhr abends nicht mehr zu betreten ohne dringenden Grund. Spaa, 13. Juli. (WTB.) ReickPminister Tr. Simons hat lud» dem U eher fall auf den der deutschen Tel g-.'.tion ^geteilten Jiourna- I. M 1920. KrieBbejchi- ijj weder bei der Sinter' .mungen übet jflbigtcr, nicht Ihre örtlichen Vertretungen Bereinigungen Kriegsbeschff )en 3 Äionate ührnifse, ganz rnenhiingt oder ,icht beantragt bigung zurück- leitgebügr t aber nur siansrege- ie Zahlung aten mv e eine ’Belfc’ geschieden in -zögerungen StMt i»* «zahlt norben Sw? die Geburt»- ibes beizul^n- ütive ober etk können dre ^raBeltei”, Pflegekl"s beMWiesA t decken- vormittag eine SvM ab der die alliierten Vertreter in •• ff y "kt v*>rm beitodfrn’en. Die beutfefen r iäir -igei nwK&kn drn Brr id'lfig immatlich 1100 00') Tvnne-i y.i liefern, diese Lief rung ab 1. Oktober auf 1 401000 Tonnen zu erhöben und, falls eine Besserung in brr wirtschaftlickM Lage Teu.sclüatü-s e'-nte-tte. schlb ß lich aus eine Liestr mg von 1 70)003 Toimo c ab 1. Ok.vbcr zu kommen. Ihrem Angeb-at füßre: d'e deutsch n S»c'XDer'trntbi gen die Drohung bei: Nehmen Sie nnstr Au^- bot wll g an. W-enn mch , ist es .wLhrscheinlickr lxrß täc Ziffer nach dem Kongreß rock) fTrcn Wirch und Mel änor legen dar, Teutschl'Md ei e Sch N durch Jahresraten xu tilgen wümche. Irr diesem Sinne verbrngen sie. daß -in Mi imum fefig setz werde Tie Ixiltsr'^n Dl-gierten nannten frkrlxi tedoch keine befhmnt.e Smnme. 11 unf 2/«* leK« Sifefstt- ^[gri»6e- Ä»« w” >«* ifrrcriatö den Sachverhalt l^stzit dellen und entsprechende Matzrrgiln zu ergfixiien. Dabei wies er bsvauf hin, daß der Reick-S zu leisten und ber eine weitere Steigerung de. Produktion nur «statten könne, wenn man bi: Ernährung verbessere unb für eine größere Zahl Bergarbeiter angemessene Wohnurrgen lä-asse. Unter dieser Voraussetzung könnt man zu agen, das Taaeslieserquantum vom 1. Oktober 1920 ab uni 12 000 Tonnen, also auf 56 000 Tomnm und vorn 1. Oktober 1921 ab um weitere 12 000 To auf 68 000 Tonnen zu erhöhen. Der Minister ertiärtc, daß eine weitere nicht unerhebliche Steigerung möglich wäre, wenn in Oberschlesien für Ruhe gesorgt werde, so daß Ueberschichen geleistet werden können. Dazu sei erforderlich, den Abstimmringstermin sobald als mög ich anzu Hetzen, weil bis dahin die friedliche Arbeit durch Agitation aller Art gefährdet werde. Noch besser würde es sein — aber damit gche er nur eine Anregung, ohne einen Antrag zu stellen —, wenn man die Abstimmung überhaupt aufhebe und über die Kohlenl ieserung an Polen und an die anderen auf die oberschlesi.che Kohle angewiesenen Länder unter Zustimmung der Alliierten eine Vereinbarung träfe. Diese Zustimmung sei notwendig, weil durch beit ^rieb-msvertrag für Frankreich, Italien und Belgien ehre An internationaler Hypothek auf daö deutsche Kohlenvorkommen unter gewissen Bedingungen ge chassen worden sei. Nach seiner Utber^eu^ung würde auf diese Weise Polen von der deutschen Bergwerks- Seneral-Anzeiger für Gberhessen Dm* vrö Verlag: vröhl'fche U«iv.-b«ch- Siemtru-cttrei tt. kange. Lchrlftleftimz, Hckschästrftelle uud Dmdcret: 5chulsttatze 7. Meinung in Deutschland für eine bal bi g e E rl edigu ng dankbar sein würl-e. Ter Generallekoetär der Konserenz berichtete sofort an den Minister des AeuiVrn in Brüssel und sprach im voraus sein Bedauern Über den Zwischenfall aus. ber womöglich noch im Lause des beutigk-n Tages erledige werde. Wieder eine Drohung mit Einmarsch in* Ruhrgebie? Berlin, 14. Juli. Wie verschiedme Blätter aus Spaa melden, sind die Marschälle Fach wrd Wilson ttlrgDä-chstch nach Spaa zurück' aeru'eii worden. Der „Bonvärts" bringt dies tn Zusammenhang mit d^n Schwierigkeiien in der polnischen Frage und vermutet, daß dadurch ein Druck auf Deutschland aw-geübt toerde. Wahr- schebllick werde bte Frage eines ettvaigen Ein manches in das Ruhrgrvet mit dem Marsck)all besprochen werden. Das „Bett. Tagcbl." fragt: Wird man nicht mir in den Krnsen ber Entente endlich ein sehen, daß cs würdelos ist. bei jeder schnurrigen Frage den Marschall Fvch aus der Versenkung austauchen zu lassen? Im Falle eines Einmorsrhes ins Ruh g biet würden dir deutschen Bersarbn-er sich toei^e-n. zu gehorchen. Frankreich würde nicht viel Freude an der Vergewaltigung erleben, da Arbeiter und Unternehmer völlig einig in geschlafener Abwehr gegenüber» ftärcben. Die deutsche Delegatcon in Spaa wird sich nicht cinschrlchtem lassen, weil sie Unmögliches nicht iugebat kamt. Meldung unseres SonÄerdienftts. Spaa, 13. Juli. Nach den Ersahrirngen vom letzten Samstag wird man gut tun, alle ov imistll- schen An reichen um so strenger zu beurteilen, als augenblicklich für die vorha-wenen Schwierigkeiten eine wirklich aussichts'oolle Lösung noch nicht gefunden ist. Ohne Zweifel be reht ein großer Fortschritt darin, bas; die Beratungen der Sachver- flärtbigen untereinander an Intensität beträchtlich zugenommeu haben. Sehr bemerkenswert erscheint im ükigen die Tatsache, bah Millerand darauf verzichLet bat, morgen zum Nationalfest in Paris zu sein. Daran ist bet ber Aufhellung des Kon- ferenzprogramms offenbar gar nicht gedacht worden. Es erhellt daraus weiter, loelche Bedeutung such die Fran;ose» den Veränderungen beilegen, die nun einmal trotz allem durch den bisherigen Konferenz verlauf in den Beziehungen zwi:chen der Ente-.te und ber deutschen Delegation eingetreten sind. So groß unter den Mitgliedern der deutschen Delegation die Entrüstung ist über den bru- ta.en lieber fall, ber heute na äst an dem Vertreter des fkLolssbureaus, Stocklosfa, durch einen belgischen Offizier begangen wurde, so wird doch auf allen Seiten die größte Zurückhalving gezeigt. Die Behandlung dieser schweren Verletzung internationaler Verpflichtungen, die datmrch erfolgt, geschieht streng formell. Es wird auch in kürzerer Frist wohl ein arntliches Kommunigu6 über dir- ganze Angelegenheit erfolgen. Stocklosfa war durch Die rohen Angriffe des belgischen Offiziers und seines Begleiters in Zivil ganz bewußtlos geworden, so daß er nur mit dem durch einen deutschen .Herrn aus dem Hotel Anette unb Lublin berbeigerufenen Auto nach feiner Wohnung zu- rtieftebren konnte, wo er heute bettlägerig ist Nach "ben Schilderungen von unparteiischen Zu- diaiieru ist es ein Wunder, daß dieser schmach oolle Rol^itsatt von Belgiern, die dem Anschein -ach doch nicht zu den ungebildeten Kreisen ge Wren. für den Betroffenen noch verhältnismäßig glimpflich.zu verlaufen scheint. Nr. 1 5 Dec «btc-j.i.ef Anzeiger erscheint täglich, croher Senn- und Feiertags, vezugspreffe: Monatlich - u i: 3.60 undMd.-.65DkS«erwfrn, eierif li 5brPdj ,7.10 80 undMk.l.95T-ägerlr>lm; durch die Poik viertel. jährüch ’jOUdi 12.- Lesielc^ld. Feruiprech-Anschläge: fir di« Schrfftiereuitg 112; Berlag,«eich^^s'e^e 51. Anschrift für Draht nach, ri^h*: Mini i-jer Bietzen. Sr««ftwt a. K. U6^> in Spaa na ckn testendes Expo s6e üt>er die Crnährungslase Deutschlands unter« bTcitct: Ministerpräsident Millerand bat die Dneit« Willigkeit der al iierten 'Dcä/Cbte zum Aus icnck g>e« bracht, mit Teu fd)tinb eine Abrmubung über die Lieferung w Lede,»smi b üi zu it ,feitsfreude unb Arbeitslust nimmt, fnme die Ouelle aller feiner Schwierigkeiten auf politijchcm, nunscköstlichem unb fiojd'em Gebi-ne ist, |u beseitigen. Wie gn>jß bw Üfcot ist. und loie brrigenb wir ber baldigen loilft bebürjen, bi.tc ich mit einigen toenig-n Ziffern begründen zu dürfen. Tie grc ßeu Er^hrungssdxwieriok i en Deutschlands, die gerade in den letzten Monaten einen äußerst bevvochichen Charakter auge-uommeu haben, rühren l>er. 1. von dem firrrTeu Oakigiuig der landwirtschaftlichen Production n-atrrcnb das Krieges unb uock> in der 4rack)kriegr)zeit, 2 aon der Unmöglichkeit, die ftir die St'igerung bn land« wirtschaftlichen Produktion eNocDerlld^n Be riebS- mutclj wie Futtermittel, Rohphosphrte usw. in ausreickrender Menge eiuzusühren. 3. von dem Mangel an Zahlunsömickeln für die Te-cknng deS fdstent'en LetxmsmiltelbL.^cfs durch Eins hr. Infolge der aufcervrbentlid/Crt Sdjiiner gYit1 i wLH« renb des Krieges, des Mang».-ls an Arbeitskiaiten, Düngemitteln nsw ist die Anbaufläche für Brot- unb Fn.'tergetcerde sowie Kanoffvl.i stark zu^ nck-> gt^angen unb gleichzeitig der Ertrag ber F l L- cheneinheit erheblich gesunketl. Ter Ernteertrag xwo 5dektar sank in der Zeit von 1913 bis 1919 für Brotgetreide um 21 Prozent, für Futtergetreibe um 25 Prozent, für Kartoffeln um 31 Prozent und für Zuckerrüben um 30 Prozent. Die En-) sehr erheblickie landwirt.chast.iche Ueberschuß eb;etc verloren gegangen sind. Dies; lieber dyr, inen reu litten bei Getreide genügt, um rund 3,8 Millionen! Personen mit der jetzigen Mehlration, an Kartoffeln nmb 3 Millionen Per ouen mit d r Kartosselration und bei Zucker rund 5,6 Millior.cn Personen mit der heutigen Zuckcrration auf ein Jahr lang zu versorgen. Im Zeitraum von 1913 bis 1919 sank der Bestand an Rindvieh von runb 18 Millionen auf 16,5 Mil ionen, die Zahl der Milchkühe van 9,1 auf 7,6 Millionen, die Zahl der Schw ine von 18,5 auf 11,5 Millionen, das hüßt affo um nicht weniger als 41 Prozent. Der g waltche Rtickgmig deS Schw'inebestandes ist um so empfind. icher für die Ernah ung, als das Schwcm immer in erster Sinie, unb zwar bis ju 65 P. oz. ber Träger der Fleisch- und Fettvertoriung für die beut;d)C Bevv. k-rung war. D7r Iah esmffch- ertraa einer Kuh ging von zw-inal 700 L.ter im Jahre 1913 am einmal 200 Liter im Jahre 1919 zurück. Insgesamt ergibt sich in dem Ze.t- raum von 1913 bis 1919 die gewa tin' Verminderung des Gesa t m il cl» r t r ' ge 5 pro Jahr von 24,4 Mil ianen L.ter a i n un Milliarde-.i Liter. Schließlid) ist bas Tll.lacht- g-nncht der Rinder, Shwein? und Schafe um 50 bis 30 Prozent gesunken. Als Gesamtergebnis verfügt daher die deutsche Bevölkerung heute über ein wesentlich verrinnet te5 Quantum an pflanzlichen und tierifdjen Lebens- mitteln heimischer Erzeugung. DeiitidKanb ist daher gezwungen, die im Kriege eingeführte Rat! o - niet ung noch für eine Reihe der wichtigiteir Lebensmittel fortzuftihren. Die Rationen müi.cn aber so knapp bemessen werden, daß sie nur ehua die Hälfte des täglichen Kalorienbedaries eines erwachsenen Menschen bilden. Da Teut ckstand bis heute noch 'nicht in die Lage versetzt ist, die tehleirden Lebensmittel in dem erforderlichen Umfange aus dem Auslände einzuführen, so ergibt sich die traurige Tatsache, daß die bcu•jrfe Bevölkerung sich noch in einem Zustande starker Unterernährung befindet, die weiterl.in ihre erschreckenden Opfer fordert. Tie Zahl ber Lebendgeborenen in 365 Orten mit rund 25 Mill. Einwohnern betrug im Jahre 1919 nach dem vorliegenden amtlichen Material 459 7'-8 gegen 633 815 im Jahre 1913. In Preuste-i starben von Bindern im Alter von 1—5 Jahren im fftohre 1914 52 924, im Jahre 1918 6/369, ob.-^hl bie Geburtenziffer während stres Kriegsjahres sich um ■10 Pro enr vermindert hatte. In Mecklenburg-Schwerin, einem Agra staat, betrug dieselbe Ziffer im Jahre 1914 544, im Jahre 1918 1040. Von Kindern im Alter von 5—Lj 3«uren starben in Preußen im Jahre 1914 25 <30. un ^abre 1918 50 391, in Mecklenburg im Jahre 1914 360 und im Jahre 1918 1819 Titte erschütternde Vermehrutrg der Sterb imfeit ber im schulpflichtigen Alter stehenden Kinder 11 nan* »meifellas bem Mangel an Milch und anderen ei- ive:ß- und fettMtig-m Mchrungs:♦ kein zut Last zu legen. Dir B-'fferunq unserer Ml.chvr.» wird aber durch die Milchviehab aa be an Frankreich und Belgren flcncmmt. 3n bei oben* erwähnten 365 Derick/Lorden mit eurer Bevo^rung Verwaltung mehr Kohlen er!>a!ten können, als ' , , wenn es die Verwaltung selbst in die $)«nb de- miltelff nrortn er die bel-is'.... ------------- ---- käme. Die Abstimmung in Oben'Wien sei zwar • ihrersnts den Sachverhalt sestAu'tellen und nit- zweifelhafter als die in Schle-swig und Allensdin. <4vmS» »„ Hinweis auf die Ungewißheit und Unruhe schassende Lage der oberschlesi'chen Angelegenheit fanden kein Verständnis. Nach einer letzten Meldung berichtet man aus französischer Quelle, die Marschälle Fach und Wilson seien wieder nach Spaa berufen worden, mit ande- «n Worten, man droht mit dem Säbel, mit einem Einmarsch ins Ruhrgebiet. Mit einer solchen Besetzung unseres Industriegebiets wäce aber den Interessen Frankreichs zweifellos sehr schlecht gedient. In der v Kohlen frage stehen liefen den deutschen Arbeit- ~ gefern auch die deutschen Arbeiter den ■ Forderungen der Entente entschlossen ableh- : wend gegenüber. Das kommt auch in der I mncstcn Nummer des „Vorwärts" zum Ausdruck, der u. a. erklärt, Stinnes mache kein sfehl daraus, daß er auch dann die Durchführung eines für die deutsche Industrie ruinösen i j Abkommens durchkreuzen würde, wenn die Re- Uieruug es unterzeichnen sollte. Underhabe ■ die Macht dazu, im Verein mit den Bergarbeitern! Der „Vorwärts" erklärt, die Kohlenproduktion würde beim Einrücken der Fochschen Trupl>en sinken oder gar aufhören. Ein Generalst.eik der Bergarbeiter wate nicht unwahrscheinlich. Diesmal ist fick) also das ganze deutsche Tolk einig und es sieht dem Kommenden mit Besorgnis, aber mit ruhiger Entschlossenheit entgegen. 2 vaa 13 Juli. iWTB ) Heute vormittag vl llchr tagte die «> emisckte Kommission, die gestern nachmittagi von der Konferenz erng-rfefet lvorden war, nm bie Vorschläge ber b'irtidrn Re- flprrunqi in de Wiedergut mach ungsfrage erläutern z i l -s en Ti^ beutKfe Dell g>.i t>n war 8urd> Fiwnrzmmister Tr. Wirth. Tr. Karl Melchior e.ls toi-r.schfftlidrem Beirat des Mi» »isters des Aeus>ern. (fewimrat Wiedfeld als heirat des Wrrffck, ff:.s mim iiers. SlaatsrekretÄ 3 c r vischen fetten die beut cfeii SachversOni -ig m in der § o hle n f rage । nit den Saf.z-cr iäii/.-ig-’n der tzxgnschte über ein neues Llngrbvt imntottidteT Tvime..li> stttung an die All'.ier.vn v.chh-'n sva,^ler M uifferrat iru.fe ufvlgedes-en te'.uvs eu, L g"N'ünsck)te Aus'tinft ®i die gemischte >ffvmm.s tr?n zin chhst zuttickzül al- fet, bis in der 9? adim ■ .t: g5 t>' r.-:g des engeren Dates ber Aiioufereirs die Kohl-n ieVri-ng die lwn:;i(bafttid:en An gebest zur Baiis i-taten müsse, Nftgefiellt totrfen fei. Zn .ds Sitzung des engeren Rates forderte der PräsiiX'nt der Konier-nz die beirtd)en Deie- werten sogleich zur Abgafe ihrer Erkiänmg in «r Kohlensrag>' a f. Reichsmini'ler Dr. S i - i»ons entwickelte bie Gründ', aus denen es ber deutschen Regierung unmöglich sti, eine Zusage IL Ä;Qnu. toit 24 500000 (SntooDncm ifarben 1913 ton je I zwischen Swentziany unb Wiln-a. < A nnn .iNg,t. Treißig Kilomeier von Schanghai entfernt wurde die Eisenbahnlürie Kiang su—T sch l'i.ing zerstört. Der englisch-japanische Vertrag. Amsterdam, 14. Juli. (WTB0 ,,Daily Mail" zufolge hoben die englische und die ta- panische Regierung eine Robe an den Völkerbund gerichtet, in der sie ihn benachrichtigen, daß sie den Bündnisvertrag zivischeit beiten Ländern um ein Jahr verlängern. Ter Vertrag läuft automatisch Jahr für Jahr iveiter, bis er gekündigt wird. M Klhmimgi I«, Ne an 0 tat „ArlxUe Mjätri««" U sK,iv8nm! fiWmfl ibes. juifcr bd M lritslasig btrntribnt w ii)t3 Lecke gefmv baten Wb »* Te faltet am m im Octvecbci versammln^ irerkrbuuixx Bom polnischen AriegSschanplatz Kvwnv, 14. Juli. (WTB) Litauische Tele- M«p^enaMnrirr Mrlduua des litauischen Gencval- sxibs: Telle der litauischen Armee besetzten Kol^»rai (?) und IawisÄal (Janischfi. Tie li-Äu.sck'en Truppe-n rückren lÄrgs des Tubinkanen- sees (?) t>er. Tie Vorhuten nähern sich Swen- yani). Tie Bolschewisten stehen im Raume TomerÄ^g, bringt (emo toomui mt b Viesen wird. Mister Aber mgcschen. "Die? »ationalei Samstag, 17.; gut ausgeveift. X Schlüchtern, 13. Jul,. Unter dem Vorsitz des LandratS Trott zu Solz fand eine B e- s p r c chu n g aller Berufs- und Erwerbsftande statt, um eine wirksame Gegenmaßnahme gegen die über ha abnehmend.' Teuerung aller .Lebensmittel unb Bedarfsgegenständ.' sestzulegen. Es kam der allgemeine Will' zum Ausdruck, gemeinsam an dem Abbau der Lebensmitt, lpreise nntzuwirken. Zur Besprechung der alsbald zu ergrviienbcn Maß- 1.ahmen narben sämtliche Ertrpp n Vertreter aus ihrer Mitte wählen, die in Kürze zu einer Besprechung zusammentreten sollen. 2lit» Liessen, rnt. Darmstadt, 12. Juli. Zum vortragenden Rat in dem Landesamt für das Bildungswesen, "Reich m (Sieben Wifcrö siche "Derr t $.)tetorfa kchmrnl.M im Ge - 7 3m mratze, Weil L. U. Von der Landes -Universität. Pwf. Dr. Weber hat den kürzlick) an ihn ergangenen Ruf an die Universität Freiburg zwn 1. Oktober angenommen. ** Aus dem Stadtt'heaterbnreau. Es sei nochmals auf das für Samsrag den 17. an- gesetzte Gastspiel des Staatsichraters Wiesbaden (früher Hvfthvater) mit der Operette „Tie Csar- d e s f ü r sr i n" au5l bürgen ririen. Die Aufführung findet in der Orcg'ulaltosetzunH der Wiesbadener Bsthrte statt; in den Hautowllen sind di< ©icgmr hochschulgesellichast. Gießen, den 14. Juli 1920. Sonntag, den 11. Juli, hielt die Gießener Hockstchnlgeseck schäft ihre Hauptversammlung ab, die von dem Möertretcrtben Vorsitzenden, Ge- fjcimerat Prof. Dr.Behaghel, eröffnet und geleitet wurde. Im Namen der Universität sprach der Rektor Prof. Dr. K a l b f le is ch.. Er sprach den Dank der Uni Verität aus für alle Hilfe, die ihr die Gesellschaft geteilt bat; in warmen Worten gedachte er des am Erscheinen verhinderten Vor- sitzelrderc Justizrat Grünewald, dessen tef> haf^e- Jntsoesse für die Hochschulen und insbesondere für die Laudesunipersität er rühmte. Ter Fe ft vortrag des Herrn Prof. Dr. med. E. Go t schlich handelte von der „Bedeutung der Bakterie nfür den Haushalt der Natur". Der Vortragende führte e-tw! das Folgende aus: Der Laie denkt bei dem Namen „Tri k'. ec-ven" meist nur an die kranll-eils- emsenden Arben, und Vielen ift es unbe kamst, das ben wenigen Dutzenden foldyer Krankheits- erreqrr viele Tausende anderer Arten von Bakterien Mxrmüberstel-en, die nicht nur für den Menschen vollständig harmlos sind, soirdern im großen Haushalt der Natur eine für das Bestehen der gesamten höheren Lebewesen geradezu iknentbehrlrche Rolle spielen. Di« Bakterren zersetzen die Produkte des ticrrickien und pflanzlichen Stofftveckstels, sowie die abgestorben Leiber von Tier und Pflanze bis zu den einfachsten Endprodukten, aus denen dann zunächst die Pflanz unter Mitwirkung des Sonnenllckstes ihre Lewech ubstanz ausbaut, die schließlich wieder den Tieren und den Menschen zur Nahrung dient. Diese Umfttzrmgen, durch welche der Kreislauf organischen Geschehens geschlossen nrirb, gehen inÄesonürre im Ackerboden uni) bei der sog. Selbstveinignng der Flüsse vor sich; die Technik madjt sich diese Tätigkeit der Bakterien vielfach in der Gärungsinduftrie zmiutze. Die Bakterien sind zu diesen gewaltigen Leistungen befähigt einei-seits durch ihre außerordentliche chmische ReakionsfähigSeit und ihr Anprsfnngs- vermögen an die verschiedensten Ernährungs- und Tempera!urbeding>in-MM, andererseits durch ihre enorme Vermehrungsfähigkeit. Da jedes einzelne Trikterium unter günstchen Eriftenzbedingungen sicb inmrhalb von 20 Minuten durch Querteilung vermehrt und jedes der so entstehenden neuen Individuen sofort aufs neue in gleicher Weise jur Vermehrung schreitet, so entstehen aus einem einzigen Kein« schon innerhalb von 12 Stunden, etwa 30 Milliarden neuer Keime, wie durch direkte Auszählung von sog. Bakterienkilltnren auf künst- lick>en Näl/rboden bestätigt wird. In der freien Natur sind der schrankenlosen Vermehrung der Balleri en, die sonst bald die ganze Erooberfläche übernmchern würden, Schranken gesetzt durch Nah- mehrungsfähigkeit der Bakterien, die alles üver- trisst, tras andere Organismen in dieser Hinsicht aufzuweisen vermögen, erklärt sich durch ihre überaus einfache Organisation; die Bakterien sind bre ursprünglichsten Lebewesen, die noch unterhalb derjenigen Entwicklungsstufe stehen, die den Unterschied zwischen Tier und Pflanze bezeichnet. So einfach aber auch diese kleinsten Lebeivesen sein mögen, so wunderbar ist ihre vielseitige Tätigkeit im großen Haushalt der Natur, in dem selbst das sckwinbar geringste Glied seine tvichtigen Aufgaben hat und harmonisch mit dem Naturganzen xu- fainmenroiift. Dem von Herrn Geheimerat Behäghel erstattetein Jahresbericht des Vorstandes entnehmen wir, daß die Zahl der Mitglieder 462 beträgt. Von besonderen Zuwendungen, die die Gesellschaft ei'halten hat, seien die Stiftungen zweier. Damen erwähnt, von Frau Berta Bamberger in Mainz und Frau Marie Lagueur in Charlotten- bürg, die damit die Veröffentlichung eines wichtigen Werkes zur alten Geschichte ermöglicht haben. Generaldirektor Hildebrand in Zillerthal in Schlesien (ein geborener Wiesecker) hal,.1000 Mark gespendet zur Förderung des Volkswirtschafllichen Unterrichts an der Landesuniversität. Von den Veranstaltungen der Gesellschaft sind zu erwähnen: eine Reihe von Vorträgen für weitere Kreise, die Mainzer Hochschulwoche, der Fortbildungskurs für Lehrer, lieber die Veröffentlichungen der Gesellschaft werden wir nächstens einen besonderen Bericht bringen. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr der Universität wieder wertvolle Hilfe gebracht. Nicht weniger als 33 000 Mk. sind beiuilligt worden, und zwar für *ba5 Juristische Seminar, das Theologische Seminar, das Plchsiologische Institut, das Matl-cmatische Seminar, das Ku>'stwissenfchaftliche Institut, die Seminare für deutsche, englische, romanische, orientalische Philologie, für vergleichende Sprachwissensck-aft, für neuere Geschichte, das Staatswissenschaftliche Seminar, die Universi- täts-Bibliotl>ek, die Akademische Auskunftsstelle, das Studentenheim. In den Vorstand wurde neu gewählt Herr BanL»irektor Grießbauer, in den Verwaltungsrat Herr Handelskammerpräsident Schirmer und Justizrat Dr. Osann (Darmstadt). Uebet eine Preisanfgabe, die die Geiellschaft gestellt hat, wird noch Näheres mitgetellt. 'KL I (ji (’n v iS kundschaften sollte. lieber einen Kampf Hindenburgs mit einem Einbre cher gibt d.r Sohn btS J^ld- marsck>i!ls. Hauptmann von Hindenburg fioftx.-vce Darstellung: Ms am Montag Abend mnit Baler, der außer einem Diener aUert in der Villa ivellte, in em Zimmer im Erdgesckioß ctmrat, erbtvfte er einen fremden Mann Als er ihn anries: „Was wollen Sie hier?", stammelte der Frrnvde: „Ich h bemich peillrufeii. Bar-eh-.l.§ie'" Mrini^a-cr, Oer in dem etwa 20^Kjr.am DLanne cnni Einbrecher vermutete, p»ck!-e ihn und -og iljn in die Mhe der Warmklingel, um mütets dieser den Ticner [verbu^itru^eit. In ti-fem Augenblick yog der Mann einen Fdevolvec und ipab mit d-cn Worten „Jetzt wollen wir anders mnernandr-r rcLen!" einen Schuß ab, b?r dicht am der Bsustseite des Felomarscha.ls vorbeigrug Es ent-^am ich boom ein gefährlicher Kamps um die Waffe, die mein Vater dem Lindr-nelu g entvMen w- Ute. Tab-i zog er den (Sütbtedrr bis an die Kbrr^pel bcAin und gab mit. der einen Ha-id WarnrzeiÄrn. Hierbei rettete sich der Unbetamte durch ixe Fl'.'.ckft aus dem Haus. Mein Vater ift glücklkchernn-ise unverletzt geblieben. Abteilung für Schulaugelegenheiten, wurde der Direktor der Liebigs-Oberrealschule Geh. Schulrat Dr. K. Dor selb in Darmstadt ernannt, fein Nachfolger wird dec Oberlehrer an derselben Schule Prof. Dr. Fr. Dietz. ** Die diesjährige Ge no s s en- s cha f t sv er sa m m l u n g der land- und forst- wirtschaftlickien Berufsgcmvssenschast fand am 8. Juli in Darmstadt statt. Nach dem UorgetegSm Venvlltungsbnicht d-r Bast betrug die Z-cchl der im B.'rick>lsj^shiv angemeideten Betriebsunfälle 2039. An Entschäidigungen für Renten an Verletzte, Kosten des H'ilverehrens uftv. wurden 1 271 719 Mark gezahlt, darunter für erstmalige im Nrckmwlgs^ahr entschädigte Unfälle 181 716 Näark. Die Mittel dr Rückiage beziffern sich auf 2 765 942 Mark. Ter Voranschlag für die Bernfsgeuossen cha't schließt in Ei'inahme und Ausgabe mit dcm Betrag von 4 644 869 D7ark ab, derjenige oer Hastpflicktversich-ru-rgsanstalt, die sich spcudig günstig ive ter entwickelt, mit 74 550 Mark. Eine erhebliche Vecm>?hrlarg der Ausgaben für die Berussgwos stnrd> ■ ft Peru rsackten di' nach dem Gesetz zu gewähr nden Re>rün-ul>agen bei solckrm Un- 10 000 Personen 15,7 an Tuberkulose, 1919 27,1, das 'heißt 14,4 mehr. Wie sehr einerseits das heran» Nxrchse^rd^' Gcschiecht in seiner Jugenpkvaft verwüste! tvird. so gestattet andevcrseits der Zustand der chrv- nischsl Unterentabrintg der envach-enen Bevülke- nma nicht, ihre volle ArbeitsTraft tvicder zu erlangen. Die Folge ist die Unmögltd)fen). Die llelreks-usscbruß und die sockö i chm Kör- Versck-aften. Erfdes Ergebms birfrr SiAturs war, daß Sie Fleischprei 1 e von 1080 auf 6 20 Ml. für Rindfleisch und 4,50 Mk. für Kak^leg'ch heruntergesetzt wiirl«n. Die ötvirtc urü> Metzger gnben mfb Turner Ausswach^ zu, daß, sie ine jetzigen hohen Preise für äußerst ungesund unb auch lmberechtigt hielten, unb — es fei hier bes.!nders betont — so begannen unsere Landwirte mit dem P-veisabbm Ebn: werden mit 0 80 Mk. abgegeben. Für dieses H-n!.gcgemflammen traten dcmi die F.eien GewkEl^.ften uns» gesetzgebenden Körpersch-sf-en von Äreis unb Stadt auch für einen g«)^ enerM scheu Preisabbau berieuigen Bedarfsartikel ein, totidie die Laudnürtschaft zu ihrer Pvvduktlon gebrauchen. An erfber Stelle er- füärte sich beratifbtu der grösste Eisen- industrielle bereit, sÄntliche Waren seines Lagers iMaschinen unb 5dücheng»'v2«, um 50% herunteramfefrm. Auch er Tar-ui g wurde eine l>.fm^rre Preisabbaukommis- f i , den Ablirii amtlicher Bedmckssattit'el des tügiickxn Le^e'- s W-V terhin g-.nrz energiftb ?»u üverisachcu und burdsu sichren. Bei den Bel/örden, Landratsamt svwohl wie Magistrat findet die Preisabbcm8omMission tpeiteflgeljenbe Unterstützung Tiefes Boryel-eu der Fultaer BevMe«mg dürste üb roll Anlla^-g finden, mehr als neue erhöhte Löhne unb Gehälter. Cassel, 13. Juli. Der Magistrat lyat hier eine sehr fühlbare Senkung brr Lebensmittel preise herbei^fül/rt. T«llmck) kv-^cn jetzt: Speck prr Pftnid 11.75 Mk., Haserftocken 2.40 Mk., B->l-ncn 2.40 Mk., Erbsen 3 — Mk., Marrnelad? 2.90 M7. hl. Kirchhain, 12. Juli. Bei dem Verkauf Das Bestreben, auch in Gieften eine angemessene Preisgestaltung zu erzieen, siihrte gestern abend bet Gastwirt Rahne selb auf Äera^tiassung des Vürgervereins abermals Vertreter von Handel, Gewerbe, Landwirtsck-aft unb vorn städtischen Le- lumsmittelamtc zusammen. Allgemein war man der Ansicht, baß die Preise unverhältnismäßig hoch feien, wies aber entschieden darauf hin, daß der Kleinhändler von sich aus nicht mehr in der Lage sei, einen weiteren Preisabbau biirchznführen, da er seine Waren bereits mit erl-eblichem Verlust verkaufe. Es sei daher falsch, wenn bei den viel- adjen Teuerungsnnruheu der Unwille des Publikums sich gerade am Kleinhändler auslafse. Vertreter der verichiebensten Branckien stellten fest, daß sie ihre Preist um 50 Proz. reduziert hätten und wert unter Einkaufspreis verkauften. Seiber zeige bas Publikum iticht das noNvendigr Ver- tänbnis dafür, ben Kleinhändler jetzt auch bitrd) regen Kauf zu un'etstützen. Der Kauferst<-eik richte sich an die falsche Stelle. Ein meitcrer Preis- aichau könne nicht erwartet werden, wenn von oben herunter die Preise gesenkt würden. Darum solle auch das Publikum die Ausl^dlmg ber Ztvangswirtschaft unb die unbehinderte, zoll- reie Einfuhr von Lel>ensmitteln fordern, damit der gesunde Wettberverb des freien Handels die Preise . regulieren unb senken könne. Ein anderer Weg sei unmöglich. Den Abbau vom Kleinhändler zu verlangen, sei genau so töricht, wie roenn man das Barometer zerschlage, weil man mit dem Wetter nicht cinoerstanden sei. Dem Kleinhandel seien die Preist vorn Großhandel vorgeschrieven, so daß er sich mit einer ganz geringen Geioitrnspanne begnügen müsse. Die Aussprache war außerordentlich fruchtbar und gewährte überraschende Einblicke in die Schwierigkeit des ganzen Problems sowohl was die lanbnnrtschaftliche Produktion, die Lebensmittelversorgung wie die übrigen Gegenstände des tägliche» Bedarfs angeht. Die Versammlung mürbe von Stadtv. Müller geleitet. An der Aussprache beteiligten sich die Herren Sauer, Diener, Krumm, Herbert, Horn, Schmidt, Dr. Seid, Frensdorf, Gottmaun, Löber, Sack, Noll, Nahnefeld, Kübel, Brück u. a. 1 ' In einer Entschließung wurde das Er- | gebnis ber Aussprache dahin zusammengefatzt, daß alle beteiligten Kreise den Preisabbau begonnen und soweit durchgeführt haben, als es unter den nnrtfd>aft!idx*n Verhältnissen irgend möglich ift. Um die niedrigere Preisgestaltung durchführen zu Tonnen, muß aber vom Publi-- kmn eine regere Kauf Tätigkeit crloartct werden. Ferner mürbe eine Kommission der Herren Diener, Sxrbert, Krumm, Kübel, Löber, Müller, Sack unb Schmidt gewählt, die eine Ent-1 schlleßung an das hessische Ministerium vorbe-I reiten soll. In dieser Entschließung soll gefordert tverden tl Sofortige Aufhebung ber .Kriegsgesellschaften, Aufhebung ber Zwangswirtschaft mit Ausnahme von Brot und Milch. Aufhebung der Einfuhrbeschränkung für Lebensrnittel, Aushebung des Gvlb- zolles für Lebensrnittel, verschärfte ©trafbeftim* mungen gegen Wucher und energische Maßnabw«» gegen den Schleichhandel. Nur wenn diese Forderungen erfüllt werben, glaubt man den notwendigen Preisabbau durchführen zu können, ber eben jo wie von den Verbi-auchern and) von Landwrrtscyaft, Handel und Gewerbe herbeigesehnt wird. rveranftattunge»». Mittwoch, 14. 5rilli: Hotel Einhorn, 8s/4 Uhr, Gastspiel Buchwald. — .Lichtspieltheater wst gestern. nfari cknfti fiorttntonn ! ’ "Bäsch MmcKir.st jükcV.M4UX • I (ynb LbLMuch^ vereinbar. Es maß vielmehr mit allen Mitteln bahiu gestrebt werben, die Verbilligung der Lebensmittel auf öffentliche Kosten überhaupt unnötig zu machen. So muß festgeftellt werden, daß dieErnährungderdeutschenBevölke- r u n g, anftatteine Besserung nach dem Kriege erfahren zu haben, gegenwärtig sogar erheblich verschlechtert worden ist. Die Lage ift heute tatsächlich so, daß die Bevölkerung stark unterernährt ift und die ihr bargereichten Rationen durchaus unzureichend sind, baß aber aut der anderen Seite die große Matst des beutdjen Volkes außerstande ist, sich auch mr diese unzureichenden Rationen zu kaustn. Die Mpftichkrit, die deufch- Landwirtschaft wieder zu ihrer früheren Leistungsfähigkeit zurückzubringen. ist noch sehr beschränkt, und so ergibt sich für Te"tschlcmd bic unbedingte Notwrndigkeit, für die Wstderherillllung normaler Lebensverhältnisse die tatkräftige Hilfe des Auslandes in Anspruch zu nehmen. Ohne ausländisch? Unter» stützunq ist Deutschland n-ch in ber Sage, fein Volk au?reichend zu ernähren, es damit von seiner grißen, durch die politischen llnrühen begünstigten Nervosität zu befrien und damit die Quelle acker frirter Schwierigkeiten xu bcb'ben. Es genügt aber nicht, daß das Ausland Deutschland größere Mengen von Lebensmitteln zuführt, sondern es muß dies auch unter Bediimungen grilhehen, die es dem deutschen Volke tatsächlich ermöglickren, bte Lebensmittel zu be ahlen. Um ferner die heimische Erzeugung nachdrücklicher fördern zu können, muß Deutsckstand die Einfuhr von Rohphosphaten, von Schwefelkies und Fnttergetreide zur Wiederherstellung seines Viehstandes ermöglicht werben. Unter Be- rücksichtigung aller oorgetvagenen Umstände, nämlich ber Verminderung der A.bonfläche, ber Ernte- ' menge und des Ausfalles ber diesjährigen Ernte, . be?,if|C't sich der Einsuhrbedarf Deutschlands für L das nächste Wirtschastsiabr auf 2 Millionen Ton- y- nen Brotgetreide, 2 lNillionen Tonnen Futter-- getre:be, 750 000 Ton:en Oelfrüchle, 180 000 To Fleisch unb Sveck. 114 000 To. Fett, 500 000 To. 7 Fische, ferner 500 000 To. Rohphosphat und die 1 zu feiner Aufschließu'rg notwendige Menge von 350000 To. Schwefelkies im Gesamtwerte von 3 403 600 030 Goldmack. Die bririebigenbe Regelung ber Ernährungsfrage in Deutschland ist und bleibt die erste unb wesentlichste Voraussetzung _ für den Erfolg aller anderen Maßnahmen zur Habung der Leistungsfähigkeit Deutschlands. Die bcutfd>e Delegation schlügt daher vor, die Konferenz in Spaa wolle beschließen, daß eine Kommission von Sachverständigen ber einzelnen Länder mit größter Beschleunigung zusammentritt, um über die Maßnahmen zur Verbessern n gberErnährungslageinDeutsch- land zu beraten unb den auf der Konferenz in Spaa vertretenen Macksten dahingehende konkrete Vorschläge zu unterbreiten. Genossenschaft eröffnete llnsall^ronLmhaus in T-.rrmftadt, Hemrichstnaße 15, gnvä'brt den Ver- sick^nsten siÄon vom Uns-cklbag: ab fix'ic Verpflegw-g inti) ärztliche Behandlung. Der VoransMag für dasselbe sielst an Ausgaben und Einiicklstnen den Betrag von 220 000 Mark vor. Das Rrichsver- sick-erungsamt Hot durch V-rftiguns festgelegt, daß ber fritiKriflie Gefahvenvrrif auf weitere drei Jahre in Kraft bieiot. rungsSmangel unb durch Konkurrenz der einzelnen Arten untereinander, die einen ebenso erbitterten! Kampf ums Dasein führen, wie die höheren L? e wesen. Die weitgehende Anpassungs- und Ver-< Tie Polen sind I ter Ki r s che»n ern te aus ber städtischen Obst- antage an ber tiefen Landwehr mar-en die Preise nickst allzu hoch Im Durchschnitt wurden für ein Pfund am Baum 50 bis 60 Pf. gezahlt. Tie vrr- Iktuiten Kirschen waren ton guter Qualität und schließlich dem Verbrechr, sich loszirve-chn und im- za erfaimt zu entkommen. Öffenbar l>andelt es sich ^lflverich^ die um 50 Pvoz-Att und mchr m ihrer • - —...... " - ' • ..... Erwecl.sfckingrr'rt beichronkt !md, sonne Zulagen an Witwen unb Waisen brr infolge eures Unfalles verstorbenen Versichecten. Das ton trr Berufs- . < 1 Gieson, Kreuzplatz 6 M HHR] S^Lterewea & 1 InhXfkLtorkMvi. 1 Nur noch heute und morgen: | $!! Dar großs Erfolg!!! Mr Saknii^itr N'islk jn vklzekn. «urkunft frei. MarJörger.Schliehfach. Mr«»kf«rt «.«am I. Unsere Sxiudfrmien werden ,14 Tage öecfdnrifrt. — Uns atrfe Nachricht greobe jetz mit sehr gemischten Gefüh chsj u gend-Mettkämpfe finden i tun ©kimdtag und Sonntag statt. f!-Lher«-s fteOe 9lii$eit]cnletl. UKxSflO M A MÄ LÄL LwMSöiSllBUS Bah»Swhtra8e 75800 SM aggon Heu Mur noch heute und morgen. des Mor ordbren t in der Einmachezeit len mtfnefjmen. Harle hatte 1. K. 2 X). DürL, Tgm. ** Der Ortsgewerbeverein Gießen ■ 33.) ver.m'telt.t ecnc aoiß» rorLenuich? Niitrckick^r- Serfummlimg Toinu-rÄrg den 15. Juli, 8V4 Uhr vorgeschen. ** Die Jugendgruppe der Deutsch- nationalen Volkspartei d^ranfratet am öamstag, 17. Juli, aus dec Hardt ein Sommer- BerÜeigerung bestimmt. Deckenbacki, stellv. KeriduSvoll»teher in «lenen. Bahnhofftr. 29. Turne«. Der jüngste und der älteste Äkttunier. = Friedberg, 1.3. Juli. Ter jüngst.' Wett- turner. der sich am (Skruturnfcft in GÜV'- bc- leiligte, ist der 13-Lhrig- 3oH3fd>i*er Fr. Wo l s von lner. Er turnte ganz voezüÄüh beÄ-nders an Gcrspen, usab ewang in der Llnterwxk- ti^Jcr sonst mir aktive Trrrner turnten, *J1 Burckte. Ta- für wurde i'hm eine tebrrtie Mnerfcrimtiia vom Gau zuerkannt. Ter .cL^sL Wetturner ans dem C:-.tu±umiefk\ der Turner yemritb S>rroc<5 von Bad' %nrfr'i1' ist genau viermal sio alt wv- der eifrigi' Voll'sscbLer Er errang in der AlterSr-iegr? den 13. Preis mit 6972 Punkten. ** Stadt. Se e f i j ch m a r kt. Morgen frnmen in den Marktlauben Cabliau, Seelachs, Wettfcchten auf dem Gauturnfeft. In stattlicher Anzahl trafen sich die Fechter des 3 Bezirks zu dem Gauwettsechten zu ammen. Gefischten wurde: 1. Sckil^erer deutscher Sabel (25 Teiluelhmt-r), 2. Florett, loser Stellung (11 Teilne'--- mer). Halte.i doch alle zur Zeit bestel-enden fünf Fechtera-teillmgen ihre Fechter zum erstmaligen ** I m Lichtspielhaus, Bahn Hof- licaße, spielt seit gestern die Filrnbearoeittmg Wettkampfe nach dem Kriege gesandt. Die Leistungen emaelner Fechter bezeugten gut durchs- schulte Waffengänge und wurden vom Publikum nut lebhaitem Interesse verfolgt. Nach bstüudigem d (and. tn 14. Juli 1920. !»baa. ®irH eine ange- 7en, führte gestern ui Berlmiassung bei öfter von handel, Dom Mischen A> ügtmtin war man uniXTbälbiiSmäBig dm tnraui hin, do? 9 nicht mchr in da abbau durchzusührm, t nhebliclM Bttlusi wenn bei kn oiti- Unwille des Mi- indler auslasse. An« -anchen stellten fest, Heute und folgende Tag« itotod» lZVsll-Heriuge la Sardellen la Voll-Reis z. billig. Taaesvrets. emvf J.M.Tchulhsf Markistraße 4. Tel. 119. >il man mit dem uv Sem Kleinhandel \t® Dorgeidmcben. ifJg jyt ©ciomnipam« i* der bekannten Operette „Die Csardas- f ü r st i n". Der Film ist österreichischer Herkunft und in Aufmachung und AuSs.o.tung mustergültig. Auch die Darsteller sind vorzüglich. Fürst Maria Leopold von Lipperts-Weilershrim ist köstlich als adliger Trottel, während Graf Kanscianu, gen. Boni, durch seinen Humor das Publikum öfters zu wahren Lochstürmen mitriß. Tie Rolle der Csar- daöfürstin mit ihrem ungezügelten Temperament ist ebenfalls aufs beste besetzt. Während der Vorführung spielt das gut beseite Orchester Melodien der Operette, während eine Sängerin die Zwisck>cn- afte durch Lieder aus der „Esardasfürstm" ausfüllt. Der Besuch des Lichtspielhauses sei vor allem denen ernpsohln, die die Sarnstagabend- aufsührung der „Esardasfursttn" im Stadttheater nicht befudteit können Aber auch zu einem interessanten Vergleich von Opietten-Film und Theater-Operette bietet sich hier die beste Gelegenheit. Gerichtrsaal. Ein Masftnmörder. Berlin, 13. Juli. (WTB.) Im Prozeß gegen den Falken Hagener Mastenmörder Schumann erklärten die Eteschworenen den Angeklagten nach .Kampfe hotten Fechter und Kampfrichter Arbeit geschafft. Die Siegerverkündigung folgendes Ergebnis: 1. Deutsches Säbel fechten: Hergenröckher, T.-B. G. 1846, 37VS P.: ■ÄX1, T.-B. G. 1846, 35»/, P., 3. E. M.-T.-V. Gießen, 34 P.: 3. K. Kühn, toecn ÖWtHMer urib Mükker-Mrich-l fctote M- betren Schron, Herrmann, Mebus und Vevnhoft refchäftigr Tie Kapelle wird ebenfalls vom Wies» icber.cr Äaatssheater gefteTt Es fd)cuti für die ötet*£*nte JOifffK/rtaig sehr tebhaftes Interesse zu teMen, oSecksiuys muß auch erwartet werLen, test tntgeii der ycchen Kvsten ein auSverk-rufte-s braß cc^it nxrfx ** Markenausgabe. Am Dormerstoa U3tb Frei rag werden in den Bezirken Brot-, Le- betSrntltd- und Seifemnark.m ausgegeben. Die Marken-Ausgabe für die Bezirke 8, 9 und 13 .Lhvenllmik mtbet von nun an in der alten Elinik iüM. Eingang, erste Tür rechts, statt. "Verzögerung de rZuckerbeliefe- itUTtg. Durch unvorhergesesl>ene Verhältnisse ist die mit der Xitekrimg des Juckers für den Stadt- imb Landkreis (liegen beauftragte Zuckerfabrik vW in der Lage, den für bi;1 Juli-Ausgabe benötigten Zucker rechtzeitig anzulief'wn, wodurch sich die Belieferuna der XkixHBmmg teilweise um 8 bis Versteigerung. Tonnerstas den 15. Juli d. norm. 9'/, Uhr, veruetgere ich am GSterbabnbo», am aUnetneinen AuslaseglelS, in Gieren gegen bar für Rechnung dessen, den eS angeht "*2 einen T2 Mo? bi n®-*rt Ä otwissat* BI ibSoll,d%iJ QHöi Aushttui «Wrela a. fy»I> oert tie Brlhl-euhe »eH.-Breekerrt. B. Lao«. »toSe nerei in einem Falle, des Notz u ch tver- su chs in vier Fällen, des Mordversuchs in einem Falle, des schweren Diebstahls in einem Falle, des einfachen Dienbstahls in drei Fällen und der Unterschlagung in zwei Fällen. Der Angeklagte nahm den Spruch der Geschworenen kaltlächelnd entgegen und erklärte, nichts mehr zu sagen zu haben. Das Gericht erlunnte wegen der sechs Fälle des Mordes auf Todesstrafe für jeden einzelnen Fall, wegen Mord- bremterei auf lebenslängliches Zuchthaus. In den übrigen Fällen find die einzelnen ©trafen auf 15 Jahre Zuchthaus zusammengezogen. Im übrigen wurde auf Freisprechung erkannt. Außerdem wurde gegen Den Angeklagten dauernder Ehrverlust aurgesprocl-en. Der Angeklagte ließ sich darauf ruhig abführen. 2oitnet$tag, dem 15. ds. Mts., abend 8 Uhr lringt seinen Desuchvrn einen Soliften-Abend, dooauf Mi dieser Stelle nvch besonders hinge- tnefen wird. Am dem SpiÄPlan hat Oberrnusik- neificr Löber außer bat Solls einige Opernstücke mehrstündiger Beratung schuldig : des in zechs Fällen, der M Zwei Detektiv-Sensationen EH 1. Max Landa in ® kW Mm Norddeutsche Saattvicken Saatgemenge (Erbsen und Wicker) Senf, gelber Rieseu-Spörgel Oelrettich, chinesischer 7470c Lupinen, gelbe Herbst, oder Stoppelrnben sowie alle Gemüse- u» Blumensamen bietet an in zuverlässiger Qualität zu außerordentlich vorteilvasten Preisen w W, ßM Samendandlung Bahnhofstraße, Ecke Wolkenaafse. Tel. *03. bau unseres Bal.rlMides betont imnSx. Heute früh fand in den bis auf den lebten PlaH besetzten Stodt- salen die große Bauerutagung fbatt, in der em bekannter Vorkämpfer der deutschen Bauem- dewegung, LMtdrvirl Äillgcr aus Sviegelberg in Brandenburg, über das Thema: „Ter dimtsch. Bauer, die Zukunft Deutschlmos" eine mit ujav dem Beifall aufgenommene Ansprüche zielt. Unter-- dessen brachten die fahrplanmäßigen und die Extras züge prnmifrrenb neue Festgast. und von allen Seiten zogen singend zu Fuß und zu Bagrn die Dors- sckxtften der näheren und ferneren Umgebung in die festlich geschmückte Stadt ein, sa daß die Straßen schon lange vor Beginn deS Festzuges, besonders die Anlagen auf dem Scktloß, das farbenprächtige Bild eriies Trachtenfestes für sich boten. Ole gen 1 Uhr stellten sich die vielen Wagen imb Gruppen in den Seitenstraßen der Bahnhonrraße. nach .^eisen eiNAeteill aus und zeigten nach ihrem Anschluß einen T r a ch t e n f e st z u g, der die höchsten Er- ivartungen übertraf uiü) in dem dis echte hessische Volks- imb Land!eben in Vollendester Weise zum Ausdruck gebracht wurve. Voran in malerischer Zusammenitelluug, geführt van alrtzes'ischai Rei- teai, ein lustiger Schwälmer Ki r m LL^zu g, eine glanzvolle Schmälmer Bauernhochzeit mit HochtzeUszug und mehreren Wagen, Schmal mer ErtSewageu, Spiarnstubcn usw. Daim folgten nicht minder sinnreich zutammcigestellte Wogen uno S-ruppen aus dem Kreise Kirchl-oin, Rauschenberg, Großseelheim, Schweinsberg, der Stadt Kirchhain, dem Kreise Biederrkapf, der leider narr schwach vertreten war, den Ortschaften Ernsthausen, Bottendorf, Rösten au und des Kreises Franken berg. Besonders gefiel hier die Gruppe „Die vier Jahreszeiten". Den Schluß machte mit zahlreichen Wogen imb Gruppen der Kreis Marburg. Wie im allbekannten Marburger Sfvoßenbild, so spielten auch hier die buwtb-.'inützten Marburger Studenten eine Rolle. Sic ließen es sich nicht nahmen, kvrpira- tionsweise verteilt, zwischen den einzelnen Torf- schaften sich ernzufüseu und roa die Bauernbursckxn nickst ausreichten, reichten sie galant den Dessen- Mädchen den Arm. Ein Erntewagen des Torfes Nisdcirasphe mit den Inschriften: „So lange deut- sckter Bauernsleiß besteht, auch unser Vaterland nicht unter gebt" und „Steht das Korn noch aus dem Land, stoßt es schau dsr Kvmmunolvcrband" beschoß den 3ng, desssn Teilnehmerzahl aus 8000 Personen geschätzt wurde Aus dem Festplatze, der viel zu ttein war, wurden noch Ansprachen ge- T)altcn und gegen Abend unter &itung hessischer Künstler lebside Bilder aus dem hessischen Volksleben gezeigt. Im Kampf mit Schleichhändlern. fd. Usingen, 13. Juli. Im nahen Anspach mellte am Samstag Nachmittag der Gen- darmeriewachtmeistier Bussi.on in ten Wirtschasts- gel'äuden des Ehristian Becker, der im Verdacht dcL Schleichhandels stand, eine Durchsuchung nach verheimlichten Vorräten vornehmen. Als die beiden Söhne des Becker dem Beamten Widerstand leisteten und aut ihn ein drangen, machte dieser von seiner Schußwaffe Gebrauch und trat den 24jähr. Willi Becker mit einer tödlichen Kugel, wah rend der andere Sohn durch Schüsse in den Arm schwer verletzt wurde. Auch der Wachtineister nrnßre sich zur Behandlung der beim Kampfe erlittenen. Verlesungen ins Usinger Krankenhaus begeben. Nach dem Vorfall sammelte sich eine drohende Menge vor der Wohnung des Wachtmeisters an. Es gelang indes dem Bürgermeister, die Menge zu beichwuhtigen und zum Auseinandergehen zu veranlassen. — Ein Vorgang ähnlicher Art hatte sich schon am Donnerstag in Anspach Au$etragcn. Zur Aufrechterhallung der Ordnung ist die gesamte Gendarmerie des Kreises Usingen nach Anspach zusammengezogen worden. sm&s f An der t 'un^.n?r Arumlit St****** M'-ÄÄfi 1 *SbaU bc- $rfsfti3sen Ufa), liefert lausend und billigst S.lsiwVliLSWtSeiäi. M Friedberg, 34 P.: 4. F. Groß, T.-T. Marburg, 32*/a P.: 5. $). Neichw-in, T.-B. Bad-Nauheim, 32 P.: 6. F. Schwob, L.-V. G. 1846, 31’/. V.: 7. I. Bopp, T.-B. Schotten, 30 P -, 7. H. Fisch, T.-B. Bad-Nau heim, 30 P.; 8. K. vahn, T.-B. Bad-Nanheim, 29^, z P.: 9. P Hofmann, T.-V. Bad-Nauheim, 29' , P.; 10. W. D nyi, M.-T B. Gießen, 28’/, P.: 10. G. Schlag, T.-B. Bad- Nauheim, 28’/, P.; 11. I. Bur', Tgm. Friedberg, 27'/, P.t 12. F. Noll, T.-V. G. 1846, 27 P.; 13. L Ltenß, T.-V G. 1846, 26’/, P.; 14. E. Vogel, M.-T.-V Gießen, 26-/, P. 2. Florett, loser Stellung: 1. D. Groß, T.-V. Marburg, 31'/. P.: 2. E. Bürk, M.-T.-V. Gießen. 3O2 , P.; 3. K. S)crgEneo*er, T.-V. G. 1846, SO1/, B.: 4. tz. Neichweni, T V. Bad-Naupeim, 30 P.: 4. E. Bogel, M.-T. B. Gießen, 3Ö P.^ 5. I. Bopp, T.-V. Schotten, 29V3 P.: 6. v. Burk, T.-B. Marburg, 28 P.: 7. 5k. Kühn, Tgm. Friedberg, 27’/, P.- 8. Th. Pröscher, T.-V. Schotten, ^/r P.: 9. A. Adam, T.-B. Schotten, 25 P. Kreis Büdingen 4 Aus dem Niddertal, 13. Juli. In der vergangenen Nacht ging ein Gewitter nieder und brachte den ausgedörrten Wiesen und Feldern endlich Regen. Auch heute morgen jzgnete eö etwas, leider Härte sich icbodii der Simmet gegen Mittag nneber auf. (£nbe dieser Woch? wird allgemein mit dem Schnitt des Korns begonnen, das samt dem Weizen sowohl in Körnern als Stroh ziemlich gut geraten ist. Die Sommersrncht ist leider vielfach sehr Hein geblieben. Wenn in den nächsten Tagen noch em durchdringender Regen einsetzt, dürste auch die Kartosselernte noch gut geraten. Dagegen sind die Aussichten auf genügend und gutes Grummet sehr schlecht. ^-Wenings, 13. Juli. In den letzten Tosen trafen "hier über 80 Frankfurter Kinder zur Sommerfrische ein, die gegen geringes Entgelt bei vorzüglicher V^nuiflegung in den einzelnen Bauernhäusern untergebvocht wurden. Stellte treffen weitere 30 Kinder ein, im September werden die Frankfurter Kurven-eschüler wieder 'hier erwartet. Diese ländtiche Bruöeichllfe kann nickst hoch genug einAeschätzt unk nicht genug iia.rfyqeatjmt rver- den. HoN'entlich findet sie «u-ch in städtischen Meisen das richtige BerstLudnis und hilft ben 3ttß Mischen Stadt und Land ivieder heilen. Kreis Friedberg. 4 Bad-Nauheim, 14. Jacki. Wie in Bad-Homburg, so trugen sich auch gewisse Kreise mit dem Gedanken, die Spielbank wieher ms Leden z:i rufen. Wie das preußische Ministerium für Homburg die Genehmigung nicht gab, so hat auch die hessische Negierung für Bad-Nauheim die Konzession verweigert imb das mit Reckst, denn eine Spielbank würde den Charakter miseces Bades als Lteilbad stark beemträckstigen.wie das ja die voriähriisAi VorSommnisse auch zur Genüge bewiesen haben. ba. Butzbach, 12. Juli. Ter von Architekt Lippert hier angesertigte Ptem eines Waldfriedhofes für imferc Genwmde ist ht dem Sck>aufenster der Möbechmdiung von B. Steinhäuser ausgestellt. — In den letzten Tagen wurden hier binxf) das Aufsichts- imd Sicher'hLits- persan«! größere Stengen an verboten geschtiackstetem Fleisch, an Butter, Eiern usw. beschlagnahmt. HestenNsssau. Hessisches Volkstrachtenftft in Marburg. M a r b u r g, 11. Juli. Unter einer hier noch nie oagenx'serien Beteiligung, besonders der ländlichen Bevölkerung aus den Kreisen Aöarburg, Kirchham, Frauvenberg, Ziegenhain unb Meden- L)ps sowie ben angrenzenden Gebietsteilen und in Anwestnch-nt zahlreicher hervorragender Führer der deutschen Bruernbewe,m'.ig wurde gestern und heute hier em großer hessischer Dauern tag und zugleich em he s s i s che s V o l ks t ra ch t en f e ft abgelstüteu. Im Anschluß an eine Tagimg der Kreis^oorsitzendii des hessischen Bauernvereins wurden gestern abend die FestlickiZeiten durch einen Kommers in bet ftädttschni Festhalte eröffnet, bei welchem Vertreter b*r Bes>örden, her Unirerfität, der Raiffeisenvereine und der Bauernschaften Ansprachen hielten, in denen die ^hohe B-deurung des Zusauimeusckstuises der Bauern für den Wicderaus- cp Lich, 13 . Juli. Ter hiesige T urnvereiu hat aus dem G-ten-iier Gauttmifest v'cht gut ab- geschnitten. In brr Müersriege, der Ober- und Urnenarfe errang er zusammen acht Preise. U. Derfauitcn. Sribet ä ’KO’CWC’ftW %-V ,Wt Vy. auch durlt >r kmiskrftrrik rich!k Ein iiritcrer W rttt werden, wenn je st. rife geientt würden. ♦* Neic lifum die Aushebung jn Gießen je iinbehiuderlc, zoll' -In rorixni, damit» n Handels die : j/c e. Ei" anderer, B« ......... vom Kleinhändler «i Lbe>chs, im Gcnterbehaus, icht, wie.wenn x« .übet. M ^ßr.dn £, J n<*ti s^Ar dn Uni. ie gebracht. Nuh. Jilliot hrotbtn ?'nar, das Theo- Mch« Institut, da- fow, für derglu- nkukte Geschichte xnar.die Uninerfb Auslunstsftelik, nm gewählt Heu ' m den Verwal- Tpräfibent Schir. 1" n (Sannfiabt) die die Eeiellschasl ces mitgeteilt. in Gießen gesucht ca. 100 -15Q Quadratmeter en ein ode* mehreren Räumen, Lage gleic^SHig. Schriftliche Angebote unter 75880 an den Gießener An^iger. Dctektiv-Seusationsfllm in 5 Akten. 2. Fred Horst in Cehei mburei „DieEidee^se“ Die Namen d«*r beiden Detektive sorgen für du chschlagetiden Erfolg. Leiste ToratelloDK tätlich abends 9 Uhr. 7»Mc I Schellfisch, Seehecht, Rotbarsch und Heilbutt zum § »erkauf. *♦ Holzausgabe. An Einzelpersonen sZimmrrmteter), welch' bei der derzeitigen s1)blenzuteilimg nicht berücksichtig: sind, iverden 5 Zen Mer Harft^4z zum Preis-: von 65 Mk. aus- gegeben. NShrr« siehe AnzeTgentell. **Tieerhöhlen GebührenfürBer- l»iegu n gcn aus den sÄdt scheu Lasuvagen sind aus dem Anzeigenteil erficht ich. ** Taschendiebstähle beim Gau - Htum ft ft Während den Festtagen auf Oswalds- qirten wurde einem Schüler aus der Tasche eine 5 ickeluhr mit deutschen Ziffern und einem alleren ebcnstalls aus der Tasche ein braunes Lorternonnaie mit 30 Mk. gestohlen. ** W ä s ch e d i e b st a h l. In einem Hause der L-iSmarckftvaße wurde eine große Anzahl Wäschestücke vom Trorkenbodni enticcirbet. Tic Wäsche be» fhxnb aus Bettüchern, Mss«ibezügeu, Hand- und Mnockvrtüchern. Zum Teil n>x die Wäsche gezeichnet mit „R. D." Der Diebstahl geschah um hellen Tage. ♦♦ N ährpflicht statt Wehrpflicht. Fn Hamburg ist eine Vereinigung gegründet nur- den, die an Sin le der m ll itärischm Dienstpflicht am „Arbeftspflicht auf dem Lande für alte Zlvan- ,ich Shrigen" fordnt. Die Bereinige ist der An- licht, daß nur -auf diese Weise de Nahrungsmittel- rrzeugamg (besonders von Kartoffeln und Rübew- picker: bei uns erheblich gesteigert unb die Arbeitslos ig k ei t in den Großstädten terminbi-rt weiden Cann. Außerdem würde ein sol- die5 „Dre.nsti^r>r auf dem Saitie" für unsere jungen (teile aesundhettlich und erziehlich von unsck>ätz- barem Barteil sein. ♦* Ter Ortsgewerbe verein veran- raltet am morgigen TonoierStag, abends 8V4 Uhr, mt Gewerbe hause en re außerorb rttlich: Mitglieber- x’rfammlunn, die über bie Gründung eines Hand- . iierterbundes sehr wichtige Beschlüsse fassen soll. ** Das 6. Abonnementskonzert am I ' I Gießen, Riegelpfad 14. ne» Statt Karten! mittags um 2Vs Uhr in Beuern statt 7594 Sofort gesucht: Für eine Im B.«u befindliches WAMAU Dr. Krausmüller. 7612 D herzlichsten Dank. 7598 FsnilieKsmii BcildktWm. Heuchelheim, den 13. Juli 1920. S 7588 l 7019 SchklißW | Verkäute j & Der Vorstand. 012308 ti angeschlossen. 611S83 I L I MO»£> Wohnhaus N zu verkaufen. 012315 fN Ordentliches [759t? [|[ -^toangabote) 6 Nbr. 7617 MMWW8W • \' LU n|n;W;,W: W j.niri ’n|E " ?ff:'^ff-'nfft Äff-/njr 'E.'M Gießen (Restauration z. Germania), Beuern, 14. Juli 1920. Die Beerdigung findet Donnerstag den 15. Juli nach- Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Bin vom 15. Juli bis 15. August verreist. 15000—18000 M. aui gute 2. Hyvoihek aus^ul. Schrift!. Wnaebote unter 012313 an den Gieß. Anz. w.aäs* $w.Pers.) per 1. Ana. ges Zu ersr. Babubofstr. 39 v. oin» ' fetale.!.) IckMüMick UMr-fmWlW Donnerstag öen 15Jall, 8 v< U6r, im ©eroeröetans Tagesordnung: 1. Bericht über Gründung eines Handwerkerbundes. 2. Finanzielle Unterstützung desselben. JÄ MultttsjhMi» gegen Schlachtschwein zu rauschen gesucht. 012:324 Kaiser^AUee 56 ■. Etwas gyjix Feines MBUIU1 »ra. mNoiAimMoiHMtMn Wir sind unter Nummer 124 an das hiesige Fernsprechnetz Putz, ständige Putzmbkitttiu suchen für sofort 7582 Richd Loewenthal $ Co. Bahnhofstrahe 1. la. Kakao Psd. M. 16.-, 83.-, Vollmilch, Dose 8.75, Kckck, Kaffee, Srboko lade, Reist, la. Maid- srieS, tternieifen grobe Auswahl. Löberstrahe 19, Htb.v., 113017 tzabrikraum. Verkauf von 3—6 Uhr. MUMa gef.Fr.Baas, meialpfadZB. 1 Mo-Sitt für Drehstrom. Bewerber muffen an selbständiges Arbeiien gewöhnt sein und auch Kenntnisse in Schwachstromanlagen haben. Angebote erbeten an die 7556D Butzbacher Maschinenfabrik A. G. pratKikaut int Nechiningsmesen erfahren. zum iosortigsn Eintritt gesucht. Bei Bewährung kann baldige LlnueUung in Anoficht neiicUt werden. Direktion der Landes- und Pfiegeanstalt Gieir :i. 7(3141) Attblci jedes Quantum sow. gebrauchte h lbzöllia verziMe EiseZlM in kaufen gesucht. [73-4 Wilbelmstralle 45. c ® ’S '** A — 1) -C Tüchtig. Dienstmädchen »UM soiorltg. Eintritt gesucht. Fran Lina Griffe, 012344 Seltersweg 2. 7605] Gesucht für sofort ein tiicbtigeS Mädchen für Küche und Haus bei hohem Lohn. Frau Bros. Henneberg, Frie rtchurage 6. Kirrderfrärrlein zu baldigem Eintritt gesucht, evtl, für halbe Tage, ßu sprechen ab abends Sung. Mädchen aus guter amtlie sucht Stellung in feinem Haushalt als Stütze. Schrift!. Angeb. um. 012845 a. d. Gies,. Anz. JnnaeS Mädchen inckt AnfauaSftellun» im Geschäft. Ächnstl. Angebote u. 013346 an d. Äiek- Au». WW, WSS sind beute frisch einaetroff. und zu billigsten Tagespreisen zu haben bet SkW MÄ Fernsvr. 942. Marktvl. 21 gegentib.d.Engelavolbeke. fleiHtr Verla,lfr. änjelgen w«r»en gebe-en, unter atl« »er» ari den ^V.jeböten ihr« Arreste (Str ab», jjaitsnuuimer uk» Stadt» wer»)zuoerc^e-tUchen. Sell »tt M»rt&e »erfcedtt lAetibtn, Io moUe man IchrMliche Angebot« unter »er Sluaeiaenniunmer (ordern «etoliunft über Wreffeti u |. s. durch die (BehbätisfteÄe kam nicht erteilt werd««. Ein Pferd (iehlmeel), ein- und zweisoannia gefahren, hat ».verkaufen *70 Jüiuh Sohesbeet IV., Groll Sichen bei Mücke. Eine junge, gute ®ikb= zieoe, unt. zwei die Wahl, zu verkauf, ^enchelbeim, Marklitra te 30. 0123Ä Hcmdwv Lande (Witwer) Ende dLOIabr.,eu., rn-eig. 1 Haus uetw-Landwirtsch^ ^ttyveN f wünsckn s. alSb. m. kinder- jeder Art, au* nach aus- ' lieb. Mädchen Kinderloser wärt- übernimmt ui dil- Witwe nicht anSgeschl.) zu ligsten Tagespreisen"^' verbeirateu. Schr. Ang. WUM. Jaasti, Ha MMtr. 12 , u. 7613 au den Gtetz. An». MMMW d. m. einein Pferd umgeh. Fann und elwaSLandwirt- schäft versteht, so», gesucht. Eelxgerei Ladsrifl Weller, Wleaaer. [/ü3ö K. 5/20. zwlugSlittßkizkriülg. Mittwoch den Sl.Äuli 1980, vormittags9Ubr, werden auf dem Amtsgericht zu Gtehen, Zimmer Nr. 14, die nachstehen- den der K o n r a d N o t h II. Witwe Luise geb. Scheuer in Gies,en gehörenden Grundstücke zum Zwecke der Aitseinandersetzung der Erben versteigert, nämlich: 1. Flur 1 Nr. 1158--92 qm Banplah in der Wetz- steingaffe 2. Flur 1 Nr.ll59--874w Hosreire daselbst, zu Wetzstetng. 2l u. 25 3. FlurlNr.llli2--594qm Hofreite daselbst. Wetz- Olrabgarlenhinlerdem Stockhaus 5. ^lur 1 Nr. 1164*/1O = 34 qm Hosreitegrund daselbst 6. Flurl Nr.l164--194qm GraSgarien daselbst 7. Flu r 23 Nr. 92 = 97‘3qra Acker am Galgenweg 8. Mnr25Nr.Kr--8450qm Acker rechts am grünen Weg 9.yVlur259tr.48=2030qm Acker daselbst 1O.Mur25Nr.49--933qm Acker daselbst 11. Zlnrl Nr.ll61-128qm Einfahrt, in der Wey- stetngaffe «hiervon die ideelle Hälfte). D^e amtsgerichtliche Ber- sügung bt an der Ortstafel angeschlagen und kann wäbrend den Ge- schüstöstunden bei UNS eingesehen werden. Gieü'-n. ben /.Juni 1920. Hessisches OrlSgericht. 6008 B Leo. 5-Zimmer-Wobnung gegen 3- Zimmer - Wohnung in gutem Hause »u tauschen gesucht. Schrift!. Angebote unter 7596 an deu <3icf». Anzeig, erbet. Tausche meine 3-Zim.- W-o un. gegen eine gleiche, auch gröh. 2-Zim.-Wohn. Schris'.i. Angeb. u. 012319 an d. Gieirener Anzeiger. Höherer Beamter mit Fra sucht einige gut möblierte Zimmer auf längere Zeil möglichst sofort. Schristl. Angeb. unt. 0I28L- an den Gietz. An». Junges Ebevaar sucht zwei bis drei gck LgUicrlk ZmAkt gegen glire Bergütung. Schr Angeb. mir Preis u. 012317 an den Gieh. An». In der Umgcg beschäft. JNflfnieur sucht sür wöch. 2—3 T. taöM. Zimmer bau. zu mieten. Bureau mit Televh. bevorz., ieb. nicht Bedin ,. Schrift!. Angeb. uni.ii 12329 a. d. Gteh. Anz. Alten-Buseck, ben 14. Juli 1920. 01#6l Gebrau ter Hord billig au uerfau?en 913323 Wcjcrslralle 9. (Mut erbalKner, tvettig gebrauchter OweR-Föh-Regulier-Sfen wird abge geben. w Üsu».-», Anne öd. «?eg 11. 1009 Dickwn r,v.»flausc n ii. 4 junge Cuteu z verk. 7610 Marburg. Str.4Sp. Möbliertes Zimmer für da erno gesucht. Schristl. e unt. 012-11 an dr» Giehener Anzeiger. Sivei gut nröN.Zimmrr in s böner Lage gesucht, (yenn.ie Angaben an ^beseedaktenr Goetz, (y,i Anzeiger, erbet. in Gieren SMkgg. 17.3BÜ1929 nachm.« Mlmeg und Männerbad.) lZtn ritt 50 Psennia» Schüler die Hälfte. „ 11M1926 nachm.« YM9 lRennstrecke am Woog^.^ SSMtSg, 18.3611 1920 Ä: am Trieb),- anfdilienenb Eiegerverklludung. (Lintriu 1 M., Aorverkanf 50 Pf. AMt«. 25.33« 1920 EfliWteo 5098139, 25.39« 1920 Ä: Wd? und „Merkur", Trieb.) (Sintvitt 1 M.. Borverkauf 50 Pfennig' Eintrittskarten im Vorverkauf sind zu haben in den Geschäften: Christoph Bieker, Neustadt 51; 911.4». Bnuackcr, Netten Baue 11; Ludwig Herbert, Ecke Bismarck- u. Lndwlgllralle; Julins HosS, Bahnhofftr. 41; Ernkt Jung, SelterSweg 3A; Carl Ssnard Koch, Eckt Plockyr. u.SelterSweg; Joh.Köbler, Schnlstr. 1; Rrid. Nödtacr, Wakiloistr. 35; L. Scharmann, Lindenplatz 3; C 4 Sich Wan, Mäu.bura Iß; Carl Seibel, Franks. Str. 39; (6g. Dodt, Marku 7580 > Die Giehener Turn-, Spiel- und Sportvereinigu Kaufe i getragene Herren- rurd Damtukleidcr, Schilde, Wäsche, Möbel all. Art. L. Rosenzwe Gießen, SeltcrSwc Mutterkorn kaust Otto Rehaaf Settersw.-Goethellr.°^- j&mpfehlungen| Eink^ch» Gltteer Apparate rite ßunKii, garantiert la Frle4en33ual4il. «en Carl Schunck, Bahubofsiraße Nr. 62. z«8kiiSgrMkSttIclltsAlltioul.Bolksi>ar1ei Sommerfell auf der Hardt am SamStag, dem 17. Juli 1920. Treffpunkt 3.30 nachm. a. d. Lahndrücke. Eingeladen sind sämtliche Aiitglieder der Deutsch- nationalen Volkspartei mit ihren Angehörigen, besonders die jugendk Wahlhelfer und -Helferinnen Kuchen und Abendbrot ist mitzubringen. j SksUongÄSUÄ'SLj Junger öNann sucht sftr rggSüber eintae Stuuden UMSrWsüWlg. Schristl. Anaeboie unter 012383 an den Äieh. Anz. Zwei Einleger für Dreschmaschine suchen Stellg. Adr. I. Nikiickr, Grollen-Buseck. I01M Für alle Aufmerksamkeiten, die uns zu unserer Hochzeit erwiesen wurden, danken wir herzlichst. Heinrich Gering und Frau Julie geb. Hexamer. Gießen, Wilhelmstratze 48. 011B4, LcklM.L-iblkvck. zu äiihrrff bllUgon Preisen eingetrvffen. iveriter empfehle aarautterl reim BmtllhÄnz. C. G. Kl ein Heun Ba^»tzof^v«lle 59 Telerchon 66 7011 An- u. Verkauf von Lnmven, AVreffe aefl. n. 012364 bei der Äeschäftstt. deS tSiell. Anz. anzugebe«. 7I"“] Die münbl. u. schrill liebe Beleidigung unt Berlenmdung der Ebe- fron Hermann Fuchs geh Jckitadt aus Nied bett. Bei kehr mit Franzosen nehme ich als unwab.r zurück Zrl. Rosa Kunkel- Die Beleidigung, die i(6 gegen Anna MampoieM ausgefpr. habe, nehnte i® reueo. zurück.K.Hels. | Vereine WeifeMsi Donnerstag, 15. Juli. abends 8llbr, im Bootsbaus Nilglieder-Vsmailiiil 7sm Der Vorstand Photo-Apoarat 9X12 mit Zubeb., iWascht.'lMantel, 1 Anzu«, f. neues Fahrrad mit Bereifung zu verk. 012349 Vrnchttralle 9 p. Gut erhaltener 012343 Kinderwagen z.o,rL Kaii.-A iu verkaufen. 012357 ^frankfurter Str. 8911. Mcr itniH^lbtr preiswert zu verk.01Ä28 Babudofstralle 121^. Tennisschläger bestes Fabrikat, zu verk. SeHer»WcB 221L Babywäsche Anz~s3t^L2aniea-Va3oh- leü’.er • Äoltkas», Zink?»?- ratsbaMker, 2 ?. Baaraa- balHehÄlio (Hfl in zu verk. O-etbettr. 10 v. 01S8S0 1 f. neuer Mil.-Mantel, feldgr, Maftarb., 1 feld- gr. Hrffe, 1 Waffenrock, 1 neuer Zivil Anzug u. Mantel, alles mittlere Gröhe, 1 Baar neue Schnürschube, <«röhe iS, zu verk. Änznfeh. täglich von 5—8 Uhr nachm. ulD* Frankfurter Str. 9011. Herreukrageu, 4ta* Leinen, neu u. gebr., Weite 40, div. ^affous, bittie abzugeben. (0lSK>7 Mord-Anlage 31 L Ststt Tta8-AHZj m5-7. mit Ke'-rund (^ebrock mit Weste, beider auf Seide, für mittl. #vianr, graues Daiuenkostüm sowie Damen sch» o-Mr. 37) i.Weik; u. Schwarz zu verkaufen zwischen 2 u.4 Uhr n. nach 7 Uhr abends. [012293 Uodwlgsnlatz. 1. 1 Paar gute Sonntags- Herren-Schniir-Schubc 1 Paar gut. Arb.-Smube «Gr. 43) bitt. z. verk. O1X'3^ __ttavlansaaffe 14, III. 'jsä&' Walt -- Aus StaM und Land. Gießen, den 14. Juli 1920. ** Der oberhessische Geschichtsverein unternahm vergangenen Samstag bei überaus zahlreicher Beteiligung von Mitgliedern und Gästen seinen diesjährigen w i s s e n s ch as t - lrchen Sommerausflug in Gestalt einet Limeswanderung von Garbenteich nach Kloster Arnsburg. Mit der Geschichte des Pfahlgrabens, fernem Aufbau, mit der politiscl)en und kulturhistorischen Bedeutung des Grenzwalles, seiner Türme uno Kastelle machte Profefsor Helmke die Teilnehmer eingehend bekannt. Viele Zuhörer bekamen dabei zum erstenmal auch einen Begriff von der Technik der Erforschung römischer Befestigungsanlagen angesichts der wvhlerhaltenen Limesstrecke im Wald zwischen Garbenteich und Arnsburg und von den von früheren Ausgrabungen her noch freiliegenden Spuren verschiedener Pfahlgrabentürme; der Wunsch des Vortragenden, staatliche und Vereinsbeihilfe möchten einmal die völlig« Aufdeckung und dauernde Erhaltung dieser römer- zeitlicheu Denkmäler aus der beginnenden heimischen Geschichte gestatten, fand allgemeinen Beifall, da hierdurch, für Schulen und Universität vor allem, in ziemlicher Nähe der Stadt ein Anschauungsmittel geschaffen werden könnte, das die Sammlungen des oberhessischen Museums aufs schönste ergänzen würde. Nach einer kurzen Kaffeepause in Arnsburg gab Professor Rauch einen fesselnden Ikberblicf über die wechselvolle Geschichte des Zisterzienser Klosters von den bescheidenen Anfängen mit der Kapelle auf den Trümmern des nahen Römerkastells Altenburg bis zum traurigen Niedergang der großartigen Klosteranlagen: die Führung durch die Ruinen brachte reiche kunst- und kulturgeschichtliche Belehrung und gab eine lebendige Vorstellung von der erhabenen Pracht der Bauten zur Zeit der Blüte des Ordens. Den Tank der Teilnehmer am Ausflüge übermittelte den beiden vortragenden Herren als Vorsitzender des Vereins Gel)eimrat B e h a g h e l im Anschluß an seine Begrüßungsansprache, die mit ernstem Humor Vergangenheit und Gegenwart launig verflocht. — Die wissenschaftlichen. Ausflüge und Führungen werden im Winterhalbjahr durch Vorträge ersetzt. ** D ie Aufsicht über Hunde. Innerhalb der bewohnten Teile der Stadt müssen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen bissige ober vom Polizeiamt Gießen als bissig bezeichnete .Hunde mit einem das Beißen wirksam verhindern- den Maulkorb versehen sein und an einer kurzen Kette ober Seine geführt werden; Bernhardiner, Neufundländer, Leonberger, Doggen 'Deutsche Ulmer, Dänische und Bulldoggen), Barsoys, Mastiffs, Zieh- und Metzgerhundc, sowie alle aus Kreuzungen dieser Rassen hervorgegangenen Hunde an einer kurzen Leine oder Kette geführt werden. Alle Huirde sind cm einer kurzen Leine oder Kette zu führen in dem Botanischen Garten, in den öffentlichen gärtnerischen Anlagen innerhalb der Gemardmg Gießen, auf den Bahnsteigen der Bahnhöfe. Die Besitzer oder Begleiter von Hunden dürfen Rasenplätze, Blumenbeete, Gebüschanpflan- zungen und dergleichen in den öffentlichen Anlagen durch die Hunde nicht betreten lassen. Es ist ver- Der Klostermüller. Eine Erzählung von Karl Neurath. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 2. Wehrums Ansehen, sein Reichtum, das .vor alles rnclsts melyr, vermochte gar nichts gegen dieses Schicksal, das hmrderttaujerrd andere trat wie ihn, das micrbittlid) und gleichmütig das lubste von ihm forderte, was er auf Erden besaß. Sein; Bubm, sein Alles, sein Einziges sollte er ernfach Hingaben, jollte er zum Opfer bringen. Für nxm? Für was? Das Vaterland? Was war ihm das Vaterland? Was hatte er davon? War ihm nicht seine abge- grenite Welt hier genug? Was ging ihn das Vaterland, was ging ihn der König von Preußen an? Was der Franzosen Kaiser? Ätschten die beiden doch unter sich aus macken, was sie mtreütanber hatten. Warum die Völker auseinander Hetzen? Ab.r daran war niemand anders schuld als dieser Bismarck, von dem jetzt immer so viel die Rede war. Das war dem sein Werk, wie es auch der Krieg 66 gewesen war. Der wollte aus dem preußischen Staat ein Kaiserreich macken; dem ließ snn Junkerübermut keine Rühe bis er seine Absichtm mit Gewalt durchgesetzt hatte. Nun riß der Kerl alle ins Verderben, und niemand hatte einen Vorteil davon, als mir der Kartätschenprinz, die er König von Preußen, und vielleicht seine Handcksiudm. Er knirschte in verzweifelter Wut und ballte krampfhaft dst Hände. ja bald, du tätft dich freuen!" „Tas tu ich auch! Jetz' kriegt man doch ein Stück Welt zu sehen und erlebt etwas. Was Hütt' ich denn gehabt, wenn ich metn ganzes Leben lang hier in der alten Budik gesessen und tagein, tagaus Mehl gemahlen hätte?" „Ja, seitdem du das Preußmllüftchen angehabt hast, bist du meschugge genxnfcen. Aber hält' ich mir damals meinem Kvps gefolgt und hält' auch einen Einst^her genommen. Dann war' j'tzt all das Unglück nit." „Tas wär' bloß bei mir noch möglich gewesen, Vater!" lugte Christof mit müder Stimme. „Beim Peter nit mehr. Und da ist es doch besser so, da brauch' ich mir jetzt Feine Gedanken darüber zu machen, und einer hat zu tragen, was der andere zu tragen hat!" „Ei, wenn ich nit gedient hätt', dann ging ich jetzt freiwillig mit. Oder meint Ihr vielleicht, ich tat’ hier auf der faulen Haut liegen bleib.'n, wenn meine Kameraden binare? machen? Ei, in GrundeiDsboden tat’ ich mich ja schämen." „Ich hatt' dich auch für gescheiter gehalten, Peter!" flagte die Dtutter. „Dem Peter ist es bloß ums Fortkommen zu tun! "warf der Christof ein. „Ich hab' schon lang gemerft, daß es dem bei uns mt mehr gsiälll." „Na, so schlimm ist es ja gnad' nit, aber ich tat’ gern einmal ein Stück von der Well sehm, eh' ich dauernd hier angebunden bin. Was hat das alles einfach widerstandslos über sich ergehm lassen? Durfte man sich nicht einmal wehren? O, diese! Das Weh übermannte ihn und beugte ihm den grauen Kvps auf die über dem Tisch gefaltetm Arme. Ein wirres Gebet rang sich ihm von Herzen. Seine Frau hatte mit ängstlichen Wicken an rhm gehangen. Nun sie ihn so zusammen gebrochen sah, mit der dicken Zornader an der pochenden Schläfe, brach auch ihr Jammer nxefcrr verstärkt hervor, und sie ließ fassungslos ihren 9Jtutter tränen ungehemmten Lauf. So saßen sie beieinander und harrten auf ihre Buben. Gegen Mittag endlich borten sie ihre Schritt! über den Hof klirren, und gleich darauf traten sie in die Stube. Bleich und still der älteste, mit blitzenden Augen und lächelnden Lippen brr andwe. Die Eltern musterten sie nut bekümmerten Blicken und sprachen kein Wort; nur die '.Ututter seufzte schwer und tief. „Gott, was macht Ihr für Gesichter!" sagte der Peter, während sich der ältere schmngend auf die Ofenbank drückte und finster bor sich binftarrte. „Man meint ja, man wär' in einem Totenhaus. Da sollt Ihr einmal (elfen, was im Ort für ein Jubel ist. Man könnt' glauben, es wär' Kerb (Kirmeßst Und Ihr sitzt da und laßt die Köpfe hängen!" Er schlug sich auf den L>chknkel imb ladjte. War denn da nirgends ein Ausweg? Gab's I „Red' nit so dumm daher, Peter!" mahnte da denn nirgends eine Zuflucht? Mußte man denn' der Alte mit verhaltenem Uiuixltat. „Warn mernt Mittwoch, sis.M 1920 1. Sport. Das Wetherau-er R-eiterftst. Tie Sieger sind: Schaujahren für Zweispänner: Preis Brückmann, Carl, Großkar^n: 2. Preis boten, Hunde in öffentliche Ti nftgebi nde, inSEirt* schalten oder Wirtsgärten innecha.b der lewohnten Teile der Staat, zu öffent.ichen Feierlichkeiten, auf Märkte ober in Räume rnllznoringen, wo Nab- rungs' oder Genußmlltel frrg.lieht ober seilgcdal- ten werden. Die Besitzer oder Begleiter von Hunden hoben zu verhindern, daß die Ruhe durch an- dauerndes Gebell oder G hml ihrer Hunde gestört wird. Es ist verboten, zur Nachtzeit, d. i. in der Zeit von 10 Uhr abends bis 6 Uhr nwrgens, Hunde ohne Aussicht auf öjfent.ichcn Straßen, Wegen imb Plätzen frei umh r.aujen zu lassen. *v Berichtigung. Zu b m gestrigen B«'^ richt über den Unfall auf dem BrL!iiöpmtz luirb mit- geteilt, daß der verungluale Arbiter nicht vom fahrenden, sondern vom haltend it Auw abge sprungen ist. — Durch ein Versehm des tcäy- nischen Betriebs ist der Bericht über dvts Niddaer Fest des Evangelischen Bundes unter eine falsche Ueberschrift geraten. Es ist richtig zu lesen: Kirche unb Schule. Kreis Alsfeld. * Homberg, 12. Juli. Nachdem sich vor 14 Tagen im Anschluß an einen von Dr. Lutsch Gießen gehaltenen Vortrag in Hombcrg eine Orts - gruppe der Deutschen V 0 l k s P a r t e 1 gebildet hatte, kamen am Sonntag nachmittag zahlreiche Mitglieder sowie Wähler und Freunde ans der Um gegen b in Maulbach zusammen, ivo der gleiche Redner in aussührltck)en Worten über die Ziele der Deutschen Volt'spartei und über die politischen und wirtschaftlichen Aufgaben des neuen Reicks- tages sprach. Auch hier traten wieder eine Höeche neuer Mitglieder der zwischenzeitlich schon stark angetvachsenen Ortsgruppe bei. Kreis Schotten. d. Ober lais, 12. Juli. Die angekündigten Jugendfest spiele beginnen am nächsten Sonntag, 18. Juli, mit einem großen Iugendfest im Wald bei Glashütten. Den Höhepunkt des Festes bUben die Aufführungen der Tragödien „Glaube unb Heimat" und „Joses Hehderich" durch die Iugendvereine Dberlah und Glashütten! unter Mitwirkung Mainzer unb Darmstädter Künstler. Festredner ist Direkwr Hassinger- Darmstadt, der Leiter der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung in Hessen. "Nach allen Vorbereitungen verspricht auch dieses 5weite v\ugeni> fest einen guten Teil Jugend- unb Volksbildnngs arbeit zu leisten. ' Fix, Liesel, Fräulein, Fechmheim; 3. Preis Heß, Ph., Dortelweil. Preis reiten: 1. Preis Brückmann, Carl, Großkarben: 2. Preis Fohlm- Austzucht-Anstvlt Sulbach: 3. Preis Mvcf), Dr., Friedberg; 4. Preis Brückmai'-N, Carl, Gwßkar- ben; 5. Preis Weitzel, H-.inz, Grieee!. Schaufahren für Einspänner und Tandem: a) Einspänner: 1. Preis Fix, Liesel. Fräulein, Fechenheim: 2. Preis Brückmann, liarl. Groß- karben; 3. Preis Brückmann. Carl, Großkarben; 4. Preis Schlüter, Fritz, Gießen; 5. Preis Fix, Friedrich, Fechenheim. — b) Tandem: 1. Preis Brückmann, Carl, Großkarbeir; 2. Preis Schlüter, Fritz, Gießen. Trabrennen für Einspänner: 1. Preis Hensel, Otto, Bruch-'nbrücken; 2. Preis Rothe, Carl, Großkarben. Leichte Spring-Konkurren: 1. Preis Möller, Theodor, Ober!iederbach; 2. Preis Andrae, -'-ans, Frankfurt; 3. Preis Sck^ulzc, Ludwig. Frankfurt; 4. Preis Weitzel, Heinz, Grßdel; 5. Preis Fohlen- Aufzucht - Anstalt, (hiIbad). Patrouillen- Springen: 1. Keil II., Miil>elm, Melbach; 2. Ewald, Adolf, Assenheim; 3. Leonhardt, Wilh., Wisselsl)eim; 4. Peterün, Hauotmann, Friedberg. Trabreiten: 1. Hensel, Otto, Bruch nbrücken; 2. Heß, Ph., Dortelweil; 3. 5taz, Fri;.-., Okarben. Galoppreiten: 1. Reuter, Frch, Obersteten. Trab reiten: 1. O. Moscherosch, VurA-Gräfen- rode; 2. Reis, Heinrich, Asjeirheiw Schwere Spring-Konkurrenz: 1. Sckulze, Ludwig, Frankfurt; 2. Müller, Theodor, Oberliederbach; 3. Andrae, Hans, Frankfurt; 1. Fohlen-Aufzuckit- Anstalt. Calbach; 5. Felder, Hauptmann. Bad- Nau heim. Trabfahren (offen für alle Pferde); 1. Leonhardt, W., Wisselsheim: 2. Schulthci.', Gustav, Echzell. Jagd m i t A u s l a n f: 1. Hoß ma n, Lberl utnant, Wetz ar. 2. sj'rüdmmt:t, Crrl. Großkarben; 3. Felder, Hauptmann, Bad Nau heim; 4. Bleyer, Leutnant, Wetzlar: 5. Brodrick, Oberleutnant, Gießen. Hindernisfahren: 1. Hensel, Start, T'vrtelweil; 2 B.eler, Ernst, Gießen. Rennen für Pansipferde: 1. Brückmann, Heinr., Nvnnerchof; 2. .Hammel, Hernr., Staden; 3. Schwarz, Oberamttnann, Kinzighei- mer Hof. Uirche und Scbule« R. M. K. Darmstadt, 12. Juli. Die Erteilung eines sogen, weltlichen Moral- ber Großvater immer von feinen Kriegsnleimissen zu erzählen gewußt, und beim Militär twb’ ich so recht gemerkt, wie unfereinem die Leut' über waren, die in der Welt herumgekommen sind!" „Du rebft, wie du's verstehst, Peter! Ab:r mit deine 26 Jahr körrntest bit 'chon gescheiter sein. Was geht uns denn der Krieg an? Was baten wir berat mit denen ihren Händeln zu schaffen?" „So, Vater? Und was tätft du denn lagen, wenn die Franzosen hierher kämen ratb dir brät Krämchen demolieren täten? He? Da tätft du Iebenfalls anders gucken. Sei frvh, daß es so ist, wie es ist! Für uns ist es besser, der Kri.'g kommt jetzt, als in ein paar Jahren, wenn wir vielleicht Frau und Kinder gehabt hätten. Unser Hratptmmn hat noch im vorigen Jahr gesagt, daß es jedenfalls bald los gehen tat'. Und, seht Ihr, der Mann hat recht gehabt. Jetzt ist der Krieg te! Und darum wird sich auch jetzt die Paar Tag', dic wir noch da sind, noch einmal eins gelebt. Wer weiß, wer wieder kommt. — Ihr guckt . . .?" Der Müller runzelte die Stirne. Tas Wesen i-emes Peter hatte ihm schmr oft mißfallen, aber so wie heute noch nie. Es war ja, als fache er grab' etwas darin, ihm unb der Mutter weh zu tun. ®rat> wollte er ihn zurechtweilen, als die 3iingmigD mit verweinten Augen herein trat und den Ltfch za decken begann. (Fortsetzung folgt.) a. 9Jt, 14. Jult Geld 342,15 Berlin Preis * öehördiiche Anzeigen 76008 Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. zu ttttld)cr die Ausmärker herangezi Alteudorf a. d. ßba., den 13. iOgcn werden. Gießen, den 12. Juli 1920. 76038 i'J: n. 7579c in 261. 147, 1000 Mk. Nr. 32, 33, 76, 156,188. 203. Lit. E 9U II. Von den späteren Anlehen: Bekanntmachung (Äemeinde 638,15 643,15 848,85 157,70 228,75 151,40 38,30 320,35 683,20 615,65 22,03 26,03 85,00 23,53 M KU M KU 50 Mk. 100 Mk. 300 Mk. 500 Mk. Zürich . . . . Amsterdam . .Kopenhagen. Stockholm. . Wien .... Prag . . . . Lit. A Lit. B LitC Lit D VSrse«k«rse. Frankfurt Abend-- Abend- vermischtes. Ein Mord in Königsberg. Markuvtteruuge«. Datum: 339,65 634,35 634,35 846,65 157,30 227,25 149,60 38,07 319,65 681,80 611,85 22,72 26,02 84,90 23,34 Nr. 92. Nr. 2, 71, 82, 95, 238, Nr. 8, 36, 67. Nr. 40, 58, 100, 135, 218, 219, 239. der derzeitigen KohlLnzutri'ung nicht berücksichtigt sind, werden 5 Zentner Hartholz zum Preise von 65 Mk. Bekanntmachung. Ter Voranschlag der (Gemeinde Allendors an der Lumda für das 1920 liegt vom 15. Juli 1920 ab 8 Tage lang auf der Bürgermeisterei zur Einsictz offen. Es wird «ine Umlage erhoben. Bekanntmachung. Nachstehende Bekanntmachung wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Gießen, den 5. Juli 1920. Ter Oberbürgermeister. I. V. : Or. R o sen b er g. Gießen, den 13. Juli 1920. Städt. Brennstvffann. Briefkasten der Redaktion. H. h. Lollar. Wir sind darüber leider nicht unterrichtet. Wenden Sie sich an einen Doogistxn. , - . ,, — ----—. - —J. an eine -W 8-.tr Emsicht der Jntcvesientm und Erhebung t u n g , wird hiermit hingewiesen. Gießen, den 7. Juli 1920. Hessische Bürgermeisfrei Mendo Rein. der Bruder des früheren Oderpv'isident^n von B a to cki, der ehemalige Ärmdrat im Kreise Tuchel, Hugo Dortlilowiz v. Batoeki, der auf dem zur Herrschaft Blodau gehörenden Vorwerk Darlenen wohnt, von einem unbekannten Täter erstochen. Man vermutet, daß der Tat virileicht eine Per- sonenvenvechselung zugrunde liegt. Bekanntmachung. Auf Beschluß iKT StMt^rordneten-Versamm-' lurny und mit Genehmigung des Ministeriums des Innern sind die Gebühren für Verwiegungen aus den städtischen Lastwagen erhöht worden. Tie erhöhten Gebülxren werden vnn 1. August 1920 ab erhoben und betragen 5 Pf. für einen Zentner Nettogewicht. Tie Mindestgebikhr für eine Wiegung beträgt 0,50 Mark. Jur Verwiegungen außerhalb der freftgesetzten Tienststunden ist die doppelte Wiegegebühr &n bezahlen. Tie Dienststunden -er W eger sind vom gleichen Tage ah bis aus weiteres wie folgt festgesetzt: 8V2 bis 127z vormittags und l12 bis 5x/2 nachmittags. Außerhalb der festgesetzten Tienststunden tön* nat Berw-irgrrngen nur nach vorheriger Verständigung mit dem Wisger vorgenommen werden. Bekanntmachung. Auf die Bekanntmachung im Amtsverkündi- gungslstatt Nr. 94 vom 8. Suh 1920, betreffend: ErbächtTrungen in der Baustoffbewirtschaf- 636,85 641,85 847,15 157,30 228,25 151,10 38,20 319,65 681,80 614,35 21,97 25,97 84,80 23,47 Datum: 5°/0Deutfirieg9anL 4°/0Deut5Reid)5anL 3°/yDeut.Reichsanl. 4°/0 Preuß. Konsols Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H^-Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloyd Boch. Guhstahlwrk. D «Luxemb Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Obe schl. Cisenb.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix. Brgb.-2lkt Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Elektr. A. £.©... Schuckert-Werke. . Felten - Guilleaume Daimler...... Bud.-Eifenw.-Akt Adlerwerke . . . . 4°/o Hess. 5taatsanl. Electron Griesheim Ober-Hörgern, den 12. Juli 1920. Mkvgermnstevei Ober-Hörgern. Holler, 13.7. 14,70 7,35 15,60 11,95 340,35 634,65 635,65 848,35 157,70 227,75 149,90 38,17 320,35 683,20 613,15 22,78 26,08 85,10 23,40 Frankfurt Devisenmarkt. Geld Brief 12.7. 14,70 7,45 15,80 11,95 über abgelieferte Einkommensteuer für Arbeitgeber, die von» Markenkleben befrei sind: Halber Bogen — 50 Pf., bei 10 Stück - 45 Pf. (für 49 Arbei netm'.er ausreichend! Ganzer Bogen = 80 Ps., bei 10 Stück - 7® Pf. (für 117 Ärbetmebmer ausreichend». Zu beziehen durch BrW'sche UtiimiifötHM u.LtmSrickmi Schulstraße 7. an Ort und Sftelle führt sachgemäß aus Siegerläi* Ditael-lsMrie». -Hanösl Neunkirchen, Bez. Arnsberg Feniiruf Nr. 98. 7172V Die Holzausgabe erfolgt auf den Lagerplätzen der Steinstraße und Gabelsbergerstraße gegen Abgabe der Gutscheine m der Zeit von 8—12 Ühr vorm. und 1—4 Uhr nachm. 75908 Juli 1920. ul a. d. Lda. 7591 sind bis zu 25% ermäßigt Auswahl in rund 100 Bildern aus dem Monu- mentaltoerk „Alt-Bayern imb Ba>-risch°-Schwaben", herausgegeben von Dr. Hans Karlinger, mit Einführung und Anmerkungen desselben Verfassers, in geschmackvollem Pappband geb. 4 Mk. Die Preise sämtlicher Waschstoffe Büchertisch — Der Neue Orient, Monatsschrift für das politische, wirtschaftliche irrcb geistige Leben im gesamten Osten. (Verlag: Ter Neue Orient, Berlin W. 50J Aus dem Jrthalt des neuesten Heftes: Friedrich Schradcr: Der Hellenismus und der Pariser Friede. — I. Lewin: Das Wesen der bolschewistisck>en Gefal-r in Asien. — A. Fischer: Der türkische Nationalismus rrnd der Sttrrz des dritten Kabinetts Damod Ferid Pascha. — Sebastian Beck: Uebersicht über die politischen und militärischen Ereignisse in Persien. — V!ax Grühl: Deutsche Forsckmng in Ägypten. — Fr. Babinger: „Tartarennacksrickst". Die Geschichte eines Llus- drucks. — O. G. v. Wesendonk: Tie Religion der Drusen. — „Der Kleine Roman" (wöchentlich ein Heft 80 Pf., vierteljährlich 10 Mk. — Verlag H. S. Hermann u. Co. in Berlin) bringt in der Nr. 26 die Erzählung „Das Gespenst von Can ter ville" von Oscar Wilde. Diese Novelle ist hinreißend durch ihren Witz und ihre ironische Laune. Sie dreht alle bisherigen Gespenstergeschichten um und läßt nicht die Menschen durch das Gespenst, sondern das Gespenst durch die Menschen erschrecken. Die erschreckte Geistererscheinung — ober: Ein smarter Amerikaner besiegt ein englisches Gespenst. Ein Dbemr, das die überwältigende Situationskomik und die witzigsten Pointen in sich trägt. — A. M. Cay hat die Geschichte mit drastischer Schärfe illustriert. — Barrikaden. Nomon von Zdenko von Kraft. Geh. 14 Mk., geb. etwa 23 Mk. Grethlein & Co., G. m. b. H. Leipzig, Zürich. — Bilder aus Alt-B ayern. Eine ► Brief 13. Juli Hermann Kramer, sämtlich in Lauterbach, ist mit Wirkung vom 28. Juni 1920 an der Lohnsatz der Tarifklasse V des Reichstarifvertrags für das deutsche Holzgewerbe einschließlich der inzwischen vereinbarten 25 Proz. Teuerungszulagen zu zahlen. Der Einspruch des Ludwig Beck in Marburg gegen die Kündigung seines Vertragsverhältnisses bei der Bekleidungsstelle des Durchgangslagers Gießen wird verworfen. Der Antrag des Landarbeiterverbaudes gegen 13 Landgemeinden wegen Festsetzung der Hvlz- hauergehälter wird für erledigt erklärt. Eine weitere Sache siel aus, weil Verständigung erfolgt ist. Königsberg i. Pr., 13. Juli. (Wolff.) Gestern abend wurde während eines Spazierganges u Spaa mitgd «utifc Gntito folterte in vnintei tej Mx ¥ geben sei. Ti «r 8fe*-jing b* ,, gliche M bie Ächind ; . Nordd. Lloyd verloren 3Vs auf 176^. Lck>antungbahn 680.—, 1 Prozent gebessert. Staatsbahn 218. bis 217.—. Zu beilOTi teien gingen um Gelsenkirchen, 3041/2, Oberbedarf 223.- plus 5Vs, Bochumer 320—, Harpetrer 320.— plus 1 Prozent. Chemische Werte lagen nicht emhettlich, aber größtenteils gut behautstet. DH. Goldschmidt Ern-, beit 388, Rütgerswerke 254.—. Zellstoff AschaNen- burg setzten ihre Steigerung um 11 Prozent aus 390— fort. Fränkisckst Schuhsabrrk notierten 200—, Schuhfabrrk Aug. Wessels 245.—.Adlerwerke Kleyer Einheit 224.— (—■ 4 Proz/. Daimler behauptet, 221V2. Unter den Bankaktum, welche feste Haliung aufwiescn, nnir5cn Metallbank 1^ Prozent Wt. 235 -, Deutsch Asiat. "Bank hlus 41/2 auf 4241/2 umgesetzt. Unter den Auslands- remten sind 5-woz. Tamernlipas 3 Proz-Ort gebcstert, 175 —. Im freien Verkehr wurden Ludwig Ganz lebhaft gelsandclt, 208 bis 215.—. An der Nachbörse Schaubungbahn 5 Prozent höher, 685. . 5prvz. Reichsanleihe 791/2. AnS dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das A m ts ver kündi gun g svla 11 Nr. 97 vom 13. Juli enthält: Gewährung von Zulagen zu Renten. — Verordnung übn Frühdrusch. — Anmeldung der in Elsaß-Lothrittgen beschlagnahmten Sparguthaben. — Gnadengebühr- nifse für die HiMerbÄebenen Kric^sbeschöDig'ter. — Viehseuck;en. Frühdrusch. Für Brotgetreide (Roggen, Weizen, Spelz, TinkA, Fesen, Enver und Einkorn) und Gerste an5 der Enrte 1920 wird ndwn den gesetzlickien Höchstpreisen, lvcnn die Llblieserung vor dem 1. August 1920 erfolgt, ein Lieferungs- zusÄag von 200 Mk., und roenn die Ablicferu.ng vor den: 16. September 1920 erfebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die AusNiärker brizuttagen haben 7618 (In einem Test der Auftage Wied erholt.) Die Verhandlungen über die Kohlrnfrage. Spaa, 13. Juli. (WTB.) Nach den Besprech- ungen am Menttag nachmittag hatten sich die deutschen Delegierten zu einer Befposch« ung zurückgesvgm, die nach dem Nachtessen frort» gesetzt wurde und bis spät in die Nachtstunden hinein währte. Obwlchl man die gefaßten End' schließungen nach nicht kennt, glaubt man annech» men M dürfen, daß die deutsche Delegation eine mcmaÜiche .Mhlenlieferungsmengc von 1800000 Donnen Vorschlägen werde. Allerdings werde sie als Vorbedingung die Sichersliellmrg der LebenS- mitteVverslvrgung der Grubenarbeiter durch eine noch ins Leben zu rufende Kommission fordern. Ei« polnischer Sieg am Pripet? Kopenhagen, 13. Juli. (WTD.) In eine» Telegramm aus Warschau wird offiziell gemeldet: Die Polen gaben die Linie längs des Wilia-FlusseS tauf. Die Bolschewisten haben jett die Festungswerke von Minsk erreicht.' In der (ffegend des Pripet hotte General Salachv- witsch die Nachhuten der Bolfchewisben ein. Er besetzte Owranz. Die Bolschewisten erlitten eine totale Niederlage. Sie lsinterliehen 400 Tote und 200 Gefangene und große Kriegsbeute. Die Gruppe BasewSkf schlug die Streitkräfte Budienys. Diese sind nach Rolvno geftüchtet. Eine bolschewistische Käpalleriebrigode wurde vollständig vernichtet. Die Polen eroberten acht Geschütze. Kopenhagen, 13. Juli. (WTB.) Wie die „Berlingske Tidende" aus Kowno meldet, sind der britische Kommissar für die baltischen Länder, Tai- len ts, der Chef der ftanzösischen Kommission in Litauen, Remould, sowie einige litauische Delegierte gestern abend von der Konferenz in Wilna mit den polnischen Militärbehörivn nach Kowno zurückgekehrt. Ter Zweck der Konferenz war ein friedliches Abkommen über die Besetzung der Gebiete, die von den Polen geräumt werden. Eine Ruhrepidemie. Berlin, 13. Juli. Laut einer Meldung des „Lokalanz." ist in Kittel st al in Thüringen eine Ruhrepidemie ausgebrvchen. lieber 50 Personen sind erkrankt. Sechs Personen sind bereits gestorben. Holzversteigerung im Fürftlich-Solms-Braunsels'schen Forstrevier Hungen am Montag, 19. d. M., vormittags 10 Uhr. Zum Ausgebot kommen aus dem Distrikt Johannesberg bei Nonnenvoth: 231 Rm. Eichen-Lohstangen, 6—8 Meter lang (geeignet zu Obstbaumstützen), 260 Rm. Eichen-Reisig. Zusammenkunft aus der Chaussee Röthges— Nonnenroth bei Holznummer 1. 7620D Fürstliche Rerttkammer. Datum: Amsterdam - Rotterd. Drü? sei-Antwerpen. (shristiania Kopenhagen ötockholm Helsingforr. jtalien........ London New-PorK Paris Schweiz Spanien Wien (altes) .... Dentsch-Oesterr. abg. Prag......... Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . Wir verkaufen jetzt: Pa. Waschpulver Blcichin Pa. Waschpulver Boruol Haferkakao zu M. 5.25 per »/, Pf««d Jr^dianhaferkakaozuM.7.ssv.v.Pfd. Pa.Niirnberg.GewLjrzplätzcheu \ zu M. t — Per Pfund. Weiter hnben wir noch abzugeben zu billigsten Preise« CÄW MersDÄt ii. AMlMlllev sowie einen posten Nähgarn. Auch Ueferri» wir z. Zt. Pa. Heu und Stroh. Verkauf nur im Oberhefiischen Bahnbos. Uw LebcMiMMftuh für Eiitüb.-Bcdikiistcte. Der Oberbürgermeister. I. V.: Kre n z ie n. holzansgabe an Einzelpersonen. An Einzelpersonen (Zimmexmi ter), welche bei Dekonntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kennt- tns, daß in der Ortsdurchfahrt H eu ch e l- heim vvm 1. bis 12. Juli und auf der Kstieis- sttaße Gießen—Heuchelheim vvm 13. bis 20. Juli d. Js. Walzarbeiten ausgefühtt ' ^^Gießen, den 28. Juni 1920. 76018 Kreisamt Gießen. I. B.: Welcher. Stalldünger nnd Pfuhl fe eine Grube ist im städtischen Schlachthof, Rod- hetmer Straße 19, meißbietend zu vergeben. Schriftliche Angebote sind bts zum Dienstag, den 2 0. Juli, vormittags 3 1 Uhr, an die Schlachthofverwaltungeinzureichen. Vorher kann BesichtigMng ftattfinben. Gießen, den 10. Juli 1920. 75998 Der Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. A»slssiiüü bm LMüscrschrkibuM». Bei der für das Rechnimgsiahr 1920 vorgenommenen AuSlo'ung von Schuldverschreibungen der evongelisck^en Kirchmgenreinde Gießen wurden nachver-crck)iirte Stücke zur Heimzal^ung gezogen: I. Von den drei älteren A-nlehen: N)fci; Broten niitö mb es W- ‘ iMden über, Mines ■bun9'ü-K M-Hl i jirtn -volle. 1 Drohung ^i-gliedec de Jeftern in Sp' .gehabt, und de auch einige Z- Cpannung ur dch irgend cn deutschen stan Leise abzuivei ü6t. Denn es Mernehmectu ßtinnes in bei rüden, Ivie i Presse dies ve d-utschen Berg gntgeaenkonun dr Kohlensr, wachen würde schtietzung ii)’ tciebsläte m der Aewerkve ttürt im „Es ist g, orbeiter Send beiten, ihre 6k imb itt Leber im TienNe faj tes, tou.CTib g durch fc)i)lenmt Keser Stellung %ag-nbfiter m Zuckerbrot M bringen lasien." Die Entsö tz Berlin, 1 kl ton einem Lit. C xu 500 Mk. Nr. 26, 61 Die Rückzahlung der Schuldverschveibungen geschieht ab 1. Oktober 1920 zum Nennwerte gegen Einlieferung derselben nebst den noch nicht r^rfallenrn Zinsschein,m und zugehö-rigen Zms- anweisungen bei der Bank für Handel und Industrie, Niederlassung Gießen. Vom 1. Oktober an hört die Verzinsung der ausgelosten Sck/uldverschreibrmgen auf Gießen, den 12. Juli 1920. 7560V Der evangelische GesamtkircheaworstüTtd: Bechto lshe i mer, Pfarrer. Meter M. 13.75,1, M. 15.75, M. 16.75 Fritz Uowack. , Kurs Kurs Kurs Kurs 12.7. 13.7. 12. 7. 13.7. 79,50 79,60 79,50 79,50 — f— —f — 71,20 71,- —, — 60,50 59,25 70,20 69,40 ___ —. — 152,- 151,50 — e — — _ — 261,- 260,- —»_ — _ ' 199,25 199,25 —, — E» _ ■■ 162,75 163,25 ---- _ ---- 151,50 161,50 141^)0 141,50 141,- 141,50 182,75 179,50 182,- 180,26 — . — 176,50 178,30 179,25 311,- 319,75 306,50 323,- 286,- 287,- 284,75 289,— ■■ — 304,50 301,- 304,76 31/- 320,- 314,- 317,50 219,- 223,- 218,75 219.- — . — 268,50 266,- 267,- — _ — — - — 424.- 424,75 440,- — . — 438,- 439,85 344,- 343,- 345,- 29/- 298,- 295,- 297,75 176,- — . — 175,13 177,- — . — — . — . — 435,- 229,- 221,50 230,- 224,50 —. — —. — 266,75 269,- 230,- 224,- 235,- 225,25 — _ —» 295',- 295^-