Nr. 112 Der Siebener Nnzeiaer erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. vezugspreis: Monatlich Dlark 3.60, vierteliahrlichMark 10 80 einschliehlich des Bestellgelds ; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für dieSchriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Lietzen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. U686 170. Jahrgang Zreitag, H. Mai 1920 4d 2k ä Annahme von Anzeigen »W für die Taqesnummer ols GichenerAnzcigcr ILy MM Vorschrift 20», Auf,»lag. General-Anzeiger für Oberhessen WZ Drurf und Verlag: vrühl'fche Univ. Buch- und 5teindrucserei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstrahe 7. ftt"m!uch tn Gießen Pflichten aus beiden Seiten. Der Wiederaufbau unserer Volkswirt- schaft vollzieht sich auf der Grundlage einer neuen Arbeitsverfassung, die aus denr Geiste der neuen Zeit heraus geboren ist und aus ihm heraus verstanden und gewertet sein will. Daß die Bauleute, zumal bei einem so schweren Werke wie der fundamentalen Wiederherstellung unserer einst so stolzen Volkswirtschaft, sich nicht in den Haaren liegen, sondern in Einmütigkeit und gegenseitigem Vertrauen Zusammenarbeiten, ist die erste Vorbedingung dafür. Tie seelische Einstellung auf ihr neues gegenseitiges Verhältnis ist darum für die Arbeitgeber wie für die Arbeitnehmer von der allergrößten Wichtigkeit. Diese Einstellung muß erfolgen unter dem obersten Gesichtspunkte des sozialen Pflicht- bewußtscins. Tie Vorstellungswelt des Arbeiters ist heute beherrscht von dem Gegensätze zwischen „Kapital unb Arbeit", der ihm so eingehämmert worden ist, daß er die Achse seiner ganzen Gedankenwelt bildet. Ist der Unternehmer aber wirllich jenes „Kapital" genannte Ungeheuer, das dem Arbeiter den Ertrag seiner Arbeit raubt und ihn auf einem kümmerlichen Mindestmaß von materiellen und kulturellen Daseinsbedingungen mit eiserner Faust festhält? Nach der Klassenkampftheorie allerdings, nicht aber in der Wirklichkeit des wirtschaftlichen Lebens. Das Kapital ist das unentbehrliche Werkzeug rastlos schaffenden Geistes, der die großen Unternehmungen aus kleinen, schwach rentierenden «Anfängen auf ihre Höhe gebracht hat und sie technisch und organisatorisch immer vollkommener auszugestalten unablässig bestrebt ist. Das Maß von Sachverständnis, Erfahrung, Ueberblick, schöpferischer Initiative und Gestaltungskraft, das diesem Streben inncwohnt, ausschalten oder lahmlegen, hieße die Feder des Uhrwerks zerstören, das den Betrieb in Gang setzt und erhält. Auch die tüchtigsten Arbeiter vermögen diese Eigenschaften nicht zu ersetzen, denn ihre Leistungen und Leistungsfähigkeit liegen auf ganz anderem Gebiete — auf dem der Ausführung, nicht auf dem der schöpferischen Konzeption und der Richtung und Dege weisenden Organisation. Weder von ihrer Arbeitsstelle, noch auch, wenn sie an ihn gesetzt würden, vom Platze des Unternehmers aus könnte ihr kollettivcr Wille den Persönlichkeitswert des Betriebsleiters ersetzen. Der Arbeitnehmer muß also, wenn er seinen Persönlichkeitswert vom Arbeitgeber respektiert sehen will, auch seinerseits den unwägbaren Wert gelten lassen und achten, den der Unternehmer durch seine Jnoi- vidualität in die Bilanz der Unternehmung einstellt. Sieht er in ihm, nach Marx, nur einen Ausbeuter und Menschenschinder, den mit allen Kräften systematisch zu verdrängen das letzte, mehr oder weniger verhüllte Ziel aller Arbeitnehmerpolitik sein muß, so schneidet er nicht nur in das Fleisch der Unternehmung, sondern erst recht in sein eigenes. Noch immer hat der Kopf die Arme, haben aber auch die Arme den Kopf nötig gehabt. Daß beide sich ergänzen und aufeinander angewiesen sind, sollte einzusehen ihm nicht schwer fallen, und ebensowenig, daß er nicht seinen eigenen Interessen dient, wenn er das Gegenteil sich einreden läßt, sondern den Jitteressen derer, die — soweit sie nicht verbohrte Ideologen sind — aus der Aufstachelung der niedrigen Instinkte der menschlichen Natur ihr einträgliches Geschäft machen. Die Macht, die ihm der Sturz der Unternehmer bringen würde, wäre, wie das Beispiel Rußlands zeigt, in Wirklichkeit eine Ohnmacht. Der Schmeichler, der ihm einflüstert, daß sein starker Arm alle Näder zum Stillstand bringe, verschweigt ihm, daß nicht stillstehende, sondern nur hon der Arbeit unablässig getriebene Räder ihm sein Brot bringen, und daß der komplizierte Mechanismus des Räderwerks unb Der Rhythmus, in dem es schwingt, Auswirkungen schöpferischer Kraft sind, die Tinge und Menschen richtig zusammenbringt, im Produktionsprozeß hinreichend verwertet und den Erzeugnissen unablässig neue Absatzwege nach den fernsten Weltmärkten erschließt. Wird bem Unternehmer bie Freubigkeit am Schaffen, die U^berrcugung der Gewißheit lohnenden Erfolges, der Antrieb zur Anspannung aller Kräfte und Fähigkeiten uub der Mut zu Wagnissen kühnster Art gelähmt, so wird die Schwungkraft des- Unternehmergeistes, der dem Unternehmen Ziele und Wege, Mittel und Methoden weist, gebrochen. Der entseelte Mechanismus bringt dann freilich keinen Unternehmer- ge-mmt, aber auch den Arbeitern keine Lebens- Möglichkeiten mebr, und auch der etivn im Wege der „Sozialisierung" zum Konkursverwalter der sterbenden Masse gemachte Staat, haucht dieser feinen neuen Lebensodcm ein. Sein Geist ist ganz anderer Art als der spe- zifische Unternehmergeist Um dieses Bewutztsein in feinem Arbeitnehmer zu erwecken unb ru erhalten, muß ber Unternehmer sich freilich stets bewußt sein, daß dieser im Grunde so gut ein Geschäftsmann ist, der Leistungen gegen Geld aus- tauscht, wie der Lieferant ferner Roh- und Hilfsstoffe und der Abnehmer seiner Erzeugnisse. Gewiß schließt jedes Arbeitsverhältms in dem Maße, wie die Arbeit gesellschaftliche geworden ist, die unbedingte Notwendigkeit von Autorität und Disziplin in sich. Insofern ist die Stellung des Arbeitnrehmers bei der Lieferung seiner Arbeitskraft eine andere als die des Verkäufers stofflicher Ware. Aber der dieser Lieferung zugrunde liegende Arbeitsvertrag hat so aut tauschwirtschaftlichen Charakter wie die Lieferunas- und Leistunasver- träge, die der Unternehmer sonst abschließt. Das will sagen, daß "der Arbeitnehmer dasselbe Recht hat, möglichst günstige Arbeitsbedingungen für sich anzustreben, wie jeder Geschäftsmann ihm günstige Bedingungen eines Geschäftsabschlusses. Dieses Recht des Arbeitnehmers ist sogar schwerwiegender, weil die Arbeits- für ihn zugleich die Lebensbedingungen schlechthin sind. Er wird aber auch in dem Matze, wie der Produktionsprozeß ergiebiger wird, gesteigertem Anteil an dessen Erträgnis beanspruchen, weil er in ihm schöpferisch mittätig ist. Dieses Streben des Arbeiters ist seiner Natur nach kein feindliches, keine Sabotierung der Unternehmung, keine Beleidigung des Unternehmers. Erst wenn es Formen annimmt oder unter Umständen sich betätigt, die eine den Interessen ber Unternehmung entgegentoirtenbe Tendenz enthalten, bie namentlich ihre Leistmrgs- unb Wettbewerbsfähigkeit bebrohen, ist es anders zu werten. Die Grenzen mögen im Einzelfalle, im Widerspiele der Interessen, nicht immer klar erkennbar sein, und doch muß auf diesem grundsätzlichen Standpunkte Die Erkenntnis beider Teile sich immer wieder ein» stellen. Nur auf diesem Wege der Erkenntnis der beiderseitigen sozialen Pflichten nnd eines beständig darauf eingestellten Handelns kann es gelingen, das deutsche Wirtschaftsleben vor der Verblutung zu bewahren und seiner Genesung und Wiedererstarkung zuzuführen. Die vorbereiwngen siir Spaa. Die Vorbedingungen für Deutschlands Konfercnzbcteiligung. Berlin, 13. Mai. Das Kabinett hat am Mittwoch abend gemeinsam mit den in Berlin anwesenden Ministerpräsidenten und Ministern der einzelstaatlick)en Regierungen die von ber deutschen Regierung in Spaa zu behandelnden Fragen besprochen. Ueberein- stimmung ergab sich, iwie wir hören, darin, daß die deutsche Regierung weder Vertreter zur Konferenz nach Spaa entsenden sollte, noch zu den am 16. Mai in Paris stattfindenden wirtschaftlichen Besprechungen, wenn nicht vorher die französischen Truppen aus Frankfurt a. M. und dem übrigen Maingau zurückgezogen seien, da fcbe Voraussetzung für bie weitere Aufrechterhaltung ber Besetzung hinfällig geworben sei. (F. Z.) Berlin, 14. Mai. Verschiedenen Blättern zufolge wird der Vorsitzende der deutschen Friedensdelegation in Paris, Göppert, in den nächsten Tagen in Rom erwartet. Seine Anwesenheit hier hängt mit den Vorbereitungen für die Konferenz in Spaa zusammen. Tic Finanzkonferenz. London, 13. Mai. (Wolff.) Im Unterhaus wurde gestern das Budget in zweiter Lesung an» benommen. Auf eine Anfrage erwiderte Sonar Law , daß die * vom Völkerbund einberufene Finanzkonferenz wahrscheinlich Ende Mai loder Anfang Juni in B r Ü s s e I stattfinden werde. Jchenfalls werde sie aber n a ch der Zmammenkunst von Spaa ftattfinben. Deutsche Denkschriften über die Kriegsschäden. Berlin, 12. Mai. (WTB.) Die deutsche Kriegslastenkommission in Paris übergab dem Wiedergutmachungsausschuß am 10 Mai zwei Denkschriften über die Kriegsschäden in Belgien und Frankreich. Die Denkschriften, die eine Zusammenfassung des gesamten verfügbaren Materials über den Umfang unb Wert der Sachsck/äden in den genannten Ländern enthalten, sind von der Rerchsentschädigungs- kommission unter Zuziehung von Sachverständigen ausgearbeitet worden. Die angeblichen Verletzungen des FriedenSvertragcS. Paris, 13. Mai. ,"WB.^ Wie ,^emps" aus London melder, beschäftigt fid) Lord Curzon mit der Liste der angeblichen Verletzungen dcs Fri ebensVertrages durch Deut'ck>- land. Tas englische Ministerium des Deutz-'w habe aus Paris eine ausführlickx Liste darüber erhallen, da England bis letzt dieser Frage nickst die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt habe wie Frankreich. Die Auspowerung Deutschlands. Washington, 13. Mai. (WTB.) Reuter. Der bisherige Direktor für das Eisenbahnwesen ist im Begriffe, mit einem vertraulichen Auftrag des Präsidenten Wilson nach Europa abzu reisen. Der Zweck seiner Entsendung ist, die Be- sitzvechte an Den Schiffen festzustellen, die gegenwärtig unter deutscher Flagge auf der Donau, der Elbe, dem Rhem und der Oder verkehren. Die an der Angelegenheit interessierten Nationen Belgien, die Tschecho-Slowakei und Rumänien hatten Wilson um die Ernennung eines Schiedsrichters gebeten. Vom Botschaftsrat. Paris, 13. Mai. (Wolff.) Der Botschaftsrat beschäftigte sich unter dem Vorsitz von Jules Cambon mit dem Handels- regime in Deutschland; er bestimmte, daß die in Artikel 317 des Versailler Vertrages vorgesehene internationale Donaukommission demnächst zusammentreten solle. Ferner genehmigte er das Abkommen, das der Oberkommifsar in Danzig, Renald Tower, mit den Vertretern Polens über die Verpflegung Polens abgeschlossen hat. Paris, 13. Mai. (Wolfs.) Wie „Journal des Tebats" feststellt, beschäftigte sich der Botschaftsrat mit den von der deutschen Regierung erlassenen Ein- und Ausfuhrverboten, die man als Verletzung des Friedensvertrages an- sehe. Er faßte keinen Beschluß. Die Prüfung der Frage soll fortgesetzt werden. Die Abstimmung in Eupen und Malmedy. Berlin, 12. Mai. (WB.) Tie „Deutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht bie Anfang Mar von ber deutschen Regierung ber Friedenskonferenz unb dem Völkerbund übergebene Note, welche die Erklärung des belgischen Ministers des Aeutzern, Hymans, in der belgischen Kammer widerlegt, wonach jeder Stimm be re chtrgtein den Kreisen EupenundMalmedy frei unb ungehindert seinem Willen Ausdruck geben Birne und keinerlei Nachteile zu gewärtigen habe. Dre Note führt als Beweis dafür, wie die belgischen Behörden dem Friedensvertrage und dem Versprechen, das die Volksbefragung frei und unbeeinflußt vor sich gehen soll; zuwiderhandeln, zunächst eine belgische Zirkularverfügung an, wonach Personen, btt für Deutschland stimmen, von bestimmten Vergünstigungen ausgeschlos'en werben. Ferner timten aus der Fülle ber der Regierung täglich zugehen:aft bar, wie sie nicht unter dem Zaren geherrscht habe. Jeder Arbeitswillige iverde brotlos gemacht, wenn er nicht nach seiner Parteipseife tanze. Steute hätten wir tatsächlich im Ruhrgebiet mit Genehmigung der Demokratte die Räterepublik, denn der Zentralrat usw. hätten bestehen bleiben dürfen Die Treue der alten Offiziere und alten Beamten eien das einzig Wertvolle, tvas wir aus allen Wirren gerettet hätten. Der Krieg sei verloren gegangen, iveil wir den Willen zum nationalen Selbstbewußtsein verloren hätten. Eine Regierung könne aber niemals staatserhaltend wirken, wenn sie die geschichtliche Entwicklung nicht beachte. Die Mehrheitsparteien hätten die Unabhängigkeit Deutschlands vom Auslande, das höchste Gut, preisgegeben. Ihre Wiedererlangung sei nur durch eine Stärkung der eigenen Macht zu erreichen. Das deutsche Volk habe immer nach einem deutschen Kaiser verlangt, weil die letzte Kräftesammlung nur unter einer Monarchie möglich ser. Dre Deutschnationale Volkspartei erstrebe eine Votts- moiiarchie, da die konstttutionelle überlebt sei. Not tue uns der alte Geist der Ordnung, Sttte unt> Kraft. Der außerordentlich schlagfertige Redner, der jeden Zwischenruf, — und sie waren zettweise sehr erregt, da auch zahlreiche Parteigegnev anwesend waren — aufzufangen wußte, erntete starken Beifall. — In der Aussprache befaßten sich nur Stadtv. Vetters und stud. Meier mit den Ausführungen des Redners. Eine Sonderdiskussion entstand aus äußerst scharf gehaltenen Angriffen von stud. Krämer gegen die Juden, denen die Studenten Meier imb Block entgegentraten. Ein weiterer Student sprach abermals im Sinne des deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes. — Im Schlußwort ging Rechtsanwalt Brill selbst auf die Judensrage ein und fand die Gefahr des Judentums in dessen Streben nach Weltherrschaft. Seine Partei bekämpfe nicht den Einzeljuden, sondern die Auswüchse der jüdischen Rasse. Das nennt man dann sozialen Ausgleich. mc. Frankfurt«. M., 12. Mtti. Das Bei- > ujiuy spiel bet Eisenbahn und der Post macht Schale, I tödlich. tifdien Partei. — Neue Aula der Universität, 8 Uhr, Literarische GesÄlschast, Vortragsabend Herbert Eulenberg. — Postkeller, 8Vs Uhr, außer- orbentliche Ausschußsitzung der All gern. Ortskrankenkasse Gießen. — Lichtspielhaus, „Der Kammerdiener seiner Frau" und „Die Herrin der Welt" 7. Teil. — Lichtspiele, Seltersweg, „Das Herz des Casanowa" u. „Der Galeerensträfling" 2. Teil. > 8 Uhr in der neuen Aula statt- ttaosabend des Dichters Herbert nochmals hingewiesen. Das reich- Die Lage in Mexiko. London, 12. Mai. (Wolff.) Sud Texas wird gemeldet, daß sich unter den in Mexiko durch General M u r a n i a Hingerichteten der Schwreger- wbn Carranzas, ©encral Arguila, befand. Das revolutionäre Hauptquartier erllärt, datz >ich die ueue Regierung tensolidiere. H u e r t a ist tatfach- llch das Haupt der Regierung, General Salvatore übernahm die Finanzen. Veracruz, 12. Mar. (Wolff.) Reuter. Die Aufständischeii sind nicht im Stande, Carranza aus San Marcus M vertreiben. Aus Ocm Reiche. Das Nachspiel des Kapp-Putfches. Berlin, 12. Mai. (Wolff.) Im Auftrage des parlamentarischen Unterstaatssekre- tärs im Reichswehrministerium begab sick) vom Ausschuß zur Prüfung des Verhaltens der Offiziere während der Märzvorgänge eme Kommission nach Kiel und Wilhelmshaven, um an Ort und Stelle Erhebungen vorzunehmen. Als Mitglieder der Kommission sind in Wilhelmshaven Abgeordneter Krö - ger-Mecklenburg, in Kiel Scherer tätig. Das gegen die.Admiralität vorliegende Material bearbeitet zur Zeit Boldt als Zivih- referent unter Mitwirkung der zuständigen Militärreferenten. Von der Reichswehr. Berlin, 13. Mai. (Wolfs.) Wir erfahren aus dem Neichswehrministerium: Die zahlreichen Vcr- avschiedungen aktiver Offiziere m , letzter Zeit, sowie bic Fertigstellung der vorläufigen Stellenbcsetzung ermöglichen es, demnächst, und zwar noch im Laufe des Monats Mai, die Beförderungen im Rahmen des zukünftigen Friebenshceres triebec cmrznnehmen unb damit einem lebl/aften berechtigten Wunsche des Offizirrs- Porps endlich, soweit die Verhältnisse es gestatten, entgcgenzutemmen. Soweit die zur Beförderung heranstehcndLN Offiziere für Entstellen des end- gültigen Heeres nicht vorgelehen sind )dcr herüber eine Entscheidung letzt noch mäst getroffen werden kann, werden sie zunächst den Wratter eines höheren .Dienstgrades erbitten, ohne daß ihnen hierdurch bei späterer Uebernahme in das neue Heer ein Nachteil in dem Dienst alter und in der etwaigen späteren dienstlichen Verwendung erwachsen soll. Bon Beförderungen von Oberleut- ucrrtts M Hauptleuten und von Leutnants M Oberleutnants wurde für fetzt Noch abgeleben, da diest Offiziere infolge Beförderungen im Kriege noch immer erheb.'ich günstiger im Dienstalter stehen, als vor dem Kriege. Keine Herabsetzung der Kohlenpreifc. Berlin, 12. Mai. (WTB.) Auf Anttag der Regierung eines Landes legte der Reichswirt- fchaftsminister dem R ei chs ko hl en r a t die Frage der Herabsetzung der Kohlenpreise vor. Der Reichskohlenrat saßte in der heutigen Tagung nach eingehender Erörterung der Preisfrage folgende Entschließung: Die Kohlenpreise bestehen zum weil- aus größten Teile aus Lohnkosten und Material- . kosten. Auch die häufigen Preiserhöhungen der letzten Zeit waren, abgesehen von den Zuschlägen l für Bergmannswohnstätten und Beschaffung von . Lebensrnitteln für die Bergleute, verursacht durch * Materialpreissteigerungen. Diese wiederum waren verursackst durch das Sinken der Kaufkraft des Geldes und die Teuerung aller Lebensbedürfnisse als Folgeerscheinung unserer M geringen Güter - erzeugung. Im Interesse der Gesundung unserer Wirtschaft muß die Kohlenförderung als dieGrund- lage unserer Gütererzeugung auf das äußerste gc- fteigert weiden. Infolgedessen durften dem Bergbau die Mittel nicht versagt werden, deren er be- - durste, um Stockungen in der Förderung zu vermeiden und die Produktion nach Kräften M heben. Aus demselben Grunde kann auch, solange sich die preisbildenden Faktoren nicht ändern, eine Herabsetzung der Kohlenpreise nicht erfolgen. Vielmehr müssen alle Maßnahmen darauf gerichtet sein, die Kohlenförderung zu heben, um so von der.Kohle aus durch vermehrte Gütererzeugung unserer Jndusttie und Landwirtschaft den Abbau des allgemeinen Preisniveaus und damit auch die Kohlenpreise einzuleiten und durchzusetzen. — Durch einen heutigen Beschluß des Reichskohlenrates wird in Zukunft bei der Preisfestsetzung der Große Ausschuß des Reichskohlenrates mitwirken, womit der Einfluß der Verbraucher auf die Kohlenpreise verstärkt wird. Gesellschaft mit. daß die Zahl ihrer Mitglüd«: in der kuzern Zeit ihres Bestehens auf über 200 gestiegen ist und täglich neue Anmeldungen cin- tausen. In Anbetracht der schönen Bestrebungen und der guten Veranstaltungen, die die Gesellschaft bis jetzt gebracht hat und noch bringen wird, ist ihr dies erfreulickv Anwachsen von Herzen zu wünschen. Anmeldungen sind an die Musikhandlung E. Challier M richten, die and) gern zu weiterer Auskunft bereit ist. Der Höhepunkt der literarischen Veranstaltungen für die Sommerzeit wird wohl den für den 25. Juni vorgesehenen Rud. Presber-Abend fein. (Siehe heutige Anzeige.) ** Das Jubiläumskonzert des akademischen Gesangvereins — Händels „Messias" — findet nicht erst im Juli, wie irrtümlicherweise mügeteilt wurde, statt, sondern Mittwoch, 9. Juni in der Stadtkirche. Herr Ernst Challier (Musikalienhandlung) nimmt jetzt bereits Bestellungen auf das Konzert, welches als Sonderkonzert veranstaltet wird, an. ** Die Reichsvereinigung ehem. Kriegsgefangener hielt am Mittwoch abend bei starkem Besuch eine außerordentliche» Mitgliederversammlung ab, in der unter anderem beschlossen wurde einen Teil des eventuellen Ueberschusses beim Heirnkehrsest am 6. und 7. Juni dem Unterstützungsfonds für die sibirischen Kriegsgefangenen zufließen zu lassen. **DerFreiehessischeLandes-Ver- b an b Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener hielt am 12. b. M. im Vereinslokal Rest. Sauer, Oswalbsgarten, eine gut be- suckste Mitgliederversammlung ab. Unter anderem wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen : „Wir verurteilen ganz entschie- ben bic Art und Weise, wie der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und ehemaligen Kriegsteilnehmer, Ortsgruppe Gießen, unter dem Namen der Kriegsopfer ein zehntägiges Wohltätigkeitsfest abhält. Derartige Wohltätigkeitsrummel sind geeignet, das Ansehen der Kriegsopfer in den Augen der Mitwelt herabzumindern. Wir erllären hiermit, daß wir mit dieser ganzen Veranstaltung nichts zu tun haben." ** Dre Auszahlung der Familienunterstützung für die Zeit vom 16. bis 31. Mai findet am Samstag dem 15. Mai, vormittags von 10 bis 12 Uhr, im Stadthaus, Zimmer 7, statt. ** Freibank. Samstag, 15. Mai, werden von 1—3 Uhr die Nrn. 2801—2950 beliefert. ** Bei der ftädt. Obst- und Gemüse- stel l e, Marttlauben, Kommen morgen und folgende Tage unter anderem Bohnen per Pfund 1.25 Mk., weiße Bohnen 2.50 Mk., grüne Erbsen 3.20 Mk. zum Verkauf. Spargel treffen von jetzt ab täglich frisch ein. ** Gemüseeinfuhr aus Italien. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst hat die Hessische Landes-Gemüsestelle zu Mainz ermächtigt, nunmehr auch die Einfuhr von Frühgemüse aus Italien zu genehmigen. Das einzuführende Gemüse muß in Kommission und ohne Preislimit nach unten geliefert werden. Als Sorten kommen nur in Betracht Fruhweißkohl, Frühwirsingkohl, Bohnen, Erbsen und Tomaten. Gesuche um Einfuhrgenehmigung sind an die Hessische Landes- Gemüsestelle in Mainz, Emmerannftraße 23II, zu richten. Landkreis Gießen. * H u n ge n , 10. Mai. Auf der dlachbarftation Tveishorloff gelang es der Gendarmerie 600 Eier » u befehl agna hmen, die nach Frankfurt verschoben werden sollten. Kreis Büdingen. B Burkhards, 14. Mai. Eine Anzahl Stadtkinder aus Offenbach trafen hier ein, um den Sommer in Burkhards und Kaullstos zu verbringen. Kreis Lauterbach. sb. Schlitz, 13. Mai. In der von Lehrer Altstadt am Montag abend im Lesefaal der Volkshochschule einberufenen Versammlung wurde nach einleitendem Vorttag und reger Aussprache Berlin, 14. Mai. In der Nacht zum Himmelfahrtstage vergiftete sich der 35 Jahre alte Fabrikarbeiter und Portier Werner und dessen 28jährige Ehefrau nebst ihren vier Kindern mit Gas. Werner war fett längerer Zeit arbeitslos und seine Frau war krank. Einzelnen Blättern zufolge soll er sich auch verschiedene strafbare Handlungen haben zu schulden kommen lassen und seine Festnahme befürchtet haben. Berlin, 14. Mai. Dem „Bert. Lokal- anzeiger" Nnrd aus Danzig gedrahtet: Der vielfach vorbestrafte Einbrecher Schroder, der aus einem Zuchthaus entflohen war, gestern durch zwei Sicherheitsbeamte ver- haftet werden. Der Verbrecher feuerte unvermutet mit einem Revolver auf die beiden Beamten, wobei einer von ihnen durch einen Brustschuß getötet wurde; der ande^ Bc ajnte schoß ebenfalls und traf Schröder vermischte». Tausendmarkschein-Schieber. Berlin, 14. Mai. Der „Berl. Lokal- Anzeiger" meldet aus Berlin: Als gestern nachmittag in einer Austernstube der Kronenstraße für V3 Million rot gestempelter Tausend marksche ine, für die mn Ausschlag von 40 Mk. pro Stück bezahlt teer den sollte, einent Käufer übermittelt wurden, wurden alle Beteiligten festgenommen und die Geldsumme beschlagnahmt. durch Vertreter der Stadt, der Denkmal- und Ur- kunbenpslege, der Lehrerschaft, der Kirchengernrinde, köürger schaff und des Gewerbes ein Verci:: HeimatmuseumfürSchlitzn. Schlitze r- wie man -aus einem Beschluß der ebibtnepowateMte Versammlung ersehen kann, d'.c ohne Diel Fever- lesens eine Mindest-Tariferhöhung der Straßenbahn von 100 Proz. gut geheißen hat. Tie billigste Zweikllometerfahrl kostet jetzt 50 Pf. gegen die seitherige Fünfkilomriersahrt von 40 Pf. Netzkarten steigen von 60 -auf 150 Mk. monatlich. Ob es allerdings gelingt, mit dieser ganz, ungeheueren Erhöhung ben 6'/»-Millionen-Verlust des abgelmifeiten Geschäftsjahres hereinzuholen, muß abgekartet werden. Mit welcher Leichtigkeit die Stadtvewrdneten-Verfammlung bewilligt, geht aus der Tatsache hervor, daß von 96 Stadtverordneten nur 38 bei diesem außerordentlich wich- tigen Beschluß anwesend waren. Natürlich werden auch die Tarife der Waldbahn entsprechend erhöht. Die Mißwirtschaft im Wohnungsamt soll der Ordnungs-Ausschuß unterfuden, weiter werden der Messe- und AusftellungsgZellschaft Ül/s Millionen vorgeschossen. Wie Stadtv. Tr. Tumpler mitteilte, habe die zweite Frankfurter internattonate Messe mit einem bedeutenden Ueberschutz abgeschlossen. Ein Antrag der Unabhängigen, die Enllas- fintg von Hilfsarbeitern einzustellen, fand «einstimmige Amuchme. sb. Fulda, 13. Mai. Dieser Tage wurden an bet Rampe des hiesigen Ellgutschuppens über Heben Zentner Fleisch und zwar fünf Zentner Rindfleisch, zwei Zentner Schweinefteisch und einen halben Zentner Kalbfleisch beschlagnahmt. Das Fleisch stammte aus Schwarzschlach- tungen und sollte nach Frankfurt aufgegeben werden. sb. Hünfeld, 13. Mai. Im Basaltsteinbruch U l m e n st e i n der Mitteldeutschen Basaltwerke wurde der Steinrichter Joseph Dietz aus Rust durch einen herabfallenden Steinblock erschlagen. rot. Weilburg, 14. Mai. Auf der Grube „Tor" bei Drommershausen verunglückte am Montag morgen der Bergmann Wilhelm Götz von Ahausen dadurch, daß er zwischen zwei Förderwagen abstürzte unb so schwere Verletzungen am Kopfe erlitt, daß seine Ueberführung in die Gießener Klinik notwendig wurde. tzochschulnachrrchten. ** Ihr 50i ähr igeS Stiftungsfest feierte am 8. Mai die studentische ReformveMn- bung Adelphia. Der Festkommers, der über 200 Teilnehmer zählte, fand im großen Saale bes Gießener Gesellschaftsvereins statt. Außer einer großen Zahl Alter Herren nähmen S. M. der Herr Rettar der Lanoesuniversität, Professor Dr. Kalbfleisch und viele Dozenten an der Feier teil, außerdem ein Vertreter bet Stadt Gießen und eine Reihe anderer Gäste. Nach der Begrüßungsansprache des ersten Chargierten stud. rer. !pol. K ü hn ergriff der Vorsitzende der Alt- jAbclphia, Direkter Dr. Kissinger aus Darmstadt, das Wort und entwarf rin Bild der Ideale unb Ziele, bic bic Adelphia nunmehr seit fünfzig Jahren verfolgt. Der zweite Chargiert«, stud. Phil. Geismar, und der dritte Chargierte, stud. fareft Zimmer, feierten Gießen als Universität unb Stadt. S. Magnifizenz der Herr Rektor beglückwünschte im Namen der Dozentenschaft die Verbindung zu ihrem Ehrentage; bic Glückwünsche der Stadt überbrachte Herr Beigeordneter Dr. Sribi. Der Kommers nahm bei festlicher Stimmung einen glänzenden Verlauf. Bei Gelegenheit des Sttstungssestes erfolgte die Gründung des Verbandes beutscber Burschen (B. T. B.), zu dem sich die Berbiro- düng Adelphia, die freie Burschenschaft Memanm- Leipzig und die akademisch-wissenfchaftliche Verbindung ALarkomanuia-Frankfurt zwecks gemeinsamer Verttriung ihrer Ideale zusammenschlossen. Die Erziehung seiner Mitglieder zu Männern, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewußt und ihrem Volke zielbewußte Führer sind, die Pflege vchtbeutsck>er Gesinnung unb bic gänzliche Ablehnung des Zweikampfes sinb die Hauptziele des Verbandes. Sein Sitz ist vorläufig Gießen. Turnen, Spiel und Sport. * Aus dem Hüttenbcrg, 14. Mai. Am Spiel Platz-Werbe tag veranstalleten btc Turnvereine des Hüttenberges von Ebersgöns nach Grotzrechtenbachl einen Stafettenlauf. Durchlaufen wurden bic Orte Oberkleen, Nieberkieen, Tom- holzl-ausen, Hochelheim und HörnÄMM, eine Strecke von etwa 20 Klm. — die Zrieisläufe in den Orten mit einbegriffen —, von 178 Läufern in 45 Minuten. Vor dem Bürgermeisteramte in Grotzrechtenbach> hotten sich die Turnvereine der Törfer, die Schuljugend von Klein- und Grotz- rechtenbach, sowie etwa 1000 Zuschauer versammelt. Lehrer Halm von Grotzrechtenbach schilderte die Bedeutung des Spielpla^-Werbctagcs ujö bat ben Bürgermeister, dem er eine Denkschrift ' überreichte, um tatkräftige Unterstützung. — Turnerische Vorführungen, bei denen einzelne Tmmer Hervorragend.s leisteten, fanden reichen Beifall. Tann marschierten die Turnvereine durch die Dörfer. Ten Ortsvorstel-ern wurden nach kurzen M- sprachen gleichfalls Denkschriften überreicht. Am Sonntag, den 16. Mai 19 20, vormittags II 5/4 U'hr, findet in der Neuen Aula ein Universi ta t s-Ga 11esdien st statt, zu dem in erster Linie die Angehörigen der Untrerfität eingeladen sind. Selbstverständlich hat aber auch jeder andere Zutritt. Es sind keinerlei Plätze Vorbehalten; die Stühle stehen jedem Besucher glrich- mäfng zur Verfügung. Tic Predigt hält Professor Tr. e di i a 11. ** Oberbahnassistent Adolf Kracke Die Deutsckmationale Bolkspartri habe durch bas ben Vorgehen Kapps nur geschädigt werben können I find imb hätte baher stets jeben gewaltjamen Er.' Cul griff verurteilt. Selbst die damalige Regierung und' Programm, das der Dichter zum Bauer habe ausdrücklich erklärt, daß bic Rechts-1 Dortta bringt, rät alten, bic wieder einige lite- fparteien nicht hinter dem Militärputsch, stänben. 1 rarisch-genußrrichc stunden herbanger roolten, W sei sogar eine Frage, ob es nicht bic Regie-1 zum Besuch des Abends. Weiterhui teilt uns bic Dr»isr«murlt. bild. Die Börse eröffnete fest, da die rocitert; Spanien . . B-rlin Pari s, 0 Nachdem die bracht, tred/jeüeit sogar auf dem Markt rne: den Besitzer-, natürlich mit 12.5. 11,60 5,72 12,75 9,90 Zürich . . . . Amsterdam . .Kopenhagen. Stockholm. . Wien Budapest. . Bulgarien Konstantinopel. . 318,15 866,0 621,60 17,93 22,97 84,40 21,57 satoatfeier den 15. Mar 1920. Tyteitag abd 7.30. Äunslag Dorm. 8.00, nadym. 4.30. Stibtvixru-e* gang 9.00. — WochengoUesdienst: urorg. 6' 30, abte. 9 UIn 249,75 216,75 188,30 Vörsenkurfe. Frankfurt Abend- ?lbend- L txexrt m der «n 15. Dior abds.8.20 u. Israel. Marknotierunge«. Datum: Kirchliche HacbriAten. Israel. Religionsgemeinde (»tortto» Deld Bries 11. Mai Deutsch-Oesterr. abg Prag. ...... Synagoge Süd-Anlage. Samstag 1920. VvraLd 7.45, nurq. 8.30, 9 Uhr. Religions - gesell schast. Müllrrsche Badeanilüli Äafserwärme der Lahn am 14. Ma. 15° 9t. 11.5. 11,60 5,55 13,75 9,90 240,75 185,80 324,65 864,10 824,10 18,73 23,47 85,40 21.97 Geld Brief 12. Mai 250,25 186,35 18,30 325,35 865,90 825,90 18,77 23,53 85,60 22,03 iuino4ug. Der Markt luuwe icaheßn gcrüuvu Ä>r- Tänie und auch der sog. Nrutnnarki auf den anliegenden Straßen Hübten toiedcr. In Lagen und schirren war das Angebot weniger ihn!. Für Leverynchirre wurden die PrriSangedore lmrd> die fallende ttonsunklur sehr gedrückt Handel. Berlin, 12. Mai. B ö r s e n st r m m u > g s- Datum: 2lmst«rdam • Rotterd. Brüstel-Antwerpen . Ehristiania Kopenhagen Stockholm Helfingfors Italien London ' Jteu^V)ork ..... Poris Schwei, ...... 250,25 247,25 188,70 49,55 868,40 823,40 17,97 23,03 84,60 21,63 1728,20 1791,80 1773,20 1776,80 332,65 335,35 339,65 340,35 909,10 910,90 909,10 910,90 814,20 815,80 814,20 815,80 1029,- 1031,- 1029,- 1031,- deiikscke Regierung vffi-jell mitgdeilt bat, dass die deutschen Truppen in der neutralen Zone rc bmiert feien, läßt öcncml ')2olL*t eine Nachprüfung vornehmen. Wenn deren Ergebnis mit den offiziellen deutschen Angaben übrrvinftimnit, werden tue französijcheu und belgischen SniPiX’i die kürzlich aus dem rechten Rbeinufer besetzten Städte wieder räumen. Demission Mabhietts Nilri. 'Jlent, 12. Mai. WTB. In her Kammer hatten die so-ialistisckrn Al^eoroneten einen Antrag über die Zwischenfälle, N- sich kürzlich bei dem Personal der Pvstverwnlttmg ereignet lxiben, ein» gebracht. Nitri hat die Ablehnung des Antrages verlangt und die BertrauenSfragc gestellt. Die Mitglieder der Bolkspartcien uiniMgtru an, baB sie für den von der sszialistisclien Parte: eingebrachten Antrag stimmen werden Die Ab- stimmuug fand durch namentlichen Aufruf statt. 309 Abgeordnete waren anwesend. Für den Antrag stimmten 193, dagegen 112 bei 4 Enthaltungen. Ter Kammerpräsident bat daraufhin mitgeteilt, daß der Ministerpräsident morgen, Mittwoch, die Demission des Ministeriums bekannt geben würde. Der FriedenSverrrag für die Türkei. Paris, 11. Mai. 'WTB. > fiWtern nachmittag 4 Uhr mürbe im Ministerium des Aeußern der türkischen Friedensdelegatioii der Friedens- Vertrag übergeben. Tas Dokument besteht aus 13 Teilen. Im zweiten Teil werden die Grenzen der Türkei in Europa und Asien geregelt. Der dritte Teil verpflichtet die Türkei zur Annahme der ans dem Vertrag hervorgehmden politischen Änderungen in Europa und Asien. Er enthält eine Spezia lkonventio n über die Dardanellen, den Bosporus und das Marmarameer, schafft ein Sonderregime für Smyrna, das unter griechischer Verwaltung unter türkischer Herrschaft verbleibt und spricht die provisorische Anerkennung von Syrien und Mesopotamien aus. Im vierten Teil wird die Anerkennung der durch den Krieg in Aegypten unb int Sudan, auf Eypern und den In einem Teil der Auflage nnefrnhjhj Ilm dir Hunfnrn; mm Spaa Pari s, 12. PLai. WTB Es beging i sich, baß Millerand am Samstag mit llovb Oieorge in F-olkestvne zusammentveffen wird Die Unterredung wiich die .Konferenz tun Spaa betreffen. In offiziellen französischen Kreisen w-nft man noch nickt, ob die Konferenz vertagt tinrt Deiltscdt.rnd Vai in vieler Hinsicht noch krin offizielles Ansuchen gestellt. Wahrscheinlich werden >ick die verbündeten Delegierten in Paris oder Belgien vor d?r Zusammculuuft in Spaa treffen, tun ein gemeinsames Borgehen bei der Besprechung *nt Müller zu vereinbaren Die Räumung des Mainaaus in Sicht! stärkere Aufwärtsbewegmtg der Schantungbahn-. Mieu (al.es) akticn Anregung bot und fortgesetzte Deckungen, namentlich in den vorher stark rückgängigen Papieren, zum Teil .oesentliche Erholungen am Mon- lanmatfte und in Farbwerten bewirkten. So gewannen Buderus 9 Proz. Bon Elettrizitätsaktten büßten jedoch Felten u. Guilleaume ettoa 1.5 Prvz. ein. Deutsch Uebersee 20, Siemens Halske rünt Prozent ein. Bei großer Geschästsunlust stellten sich im spätercu Verlaufe Schuxutkungen ein, die oorrokgeno die Kursbewegung nach abwärts drückten. so daß die Tendenz das Gepräge der Festigleit verlor. Ant Markte der sestverzinslichen Werte blieb das Geschäft bei Behauptung des Kursstandes eng begrenzt. Die Börse schloß fest. Na- .r.entlid) erfuhren Thale Eiscnhütteil bei lebhaftem Geschäst eine bedeutende Steigerung. Franliurl a. M., 12. Mai. Börsen- stim mungSbild. Die an der Mittagsböri« ein» getretene Steigerung der Schau tmig-Aktien konnte «ich nicht tveitec svrtsetzen. Sie stellten sich mit 610.- minus 4 Prvz. Lombarden fester, 34.--. Etwas regeres Geschäft zeigten Phönix, nx-ldu* 9 Proz an*jg/,, 'Jiorbb. Lloyd 164.—. Bon Industriepapieren stellten sich Farbwerk Mühlheim 220, plus 20, Gummiwf Peter 319 —, plus 4 Prvz. Niedriger ging n Frankfurter Hoi, 400 (— 15), Farbwerke Höchst 362. - (— 5 Proz.b Bankaktien, besonders Oesterceichische, erholt. Dtsch. Asiat. Bonk fliegen 23 Prvz., auf 373.—. 5proz. Aoldmexikanec giioanncu 12 Proz. (390.—), 5- vcdä. Silbennez-ikaner 7 Pvoz. >297.—), Bagdad 3 Pro-, (106.— . Kriegsanleihe 793/i, Spar-Prä- mien-Anleihe 89V«. Rotterdam, 12. Mai. (Wolff.) „Castern Service" meldet aus Tokio iwm 6. Mai: Der japanische Handel befindet sick gegennwrtig frnfolgc einer iVrife in einem chaotischen Zustande. (Siner Panik ist man durch Schließung der Börsen Uivor gekommen. Frankfurt a. M., 14. Mai. Märkte. nie. Frankfurts. M., 13. Aiai. Der beiv= tige Arbeitspferdemarkt war recht stark -beschiai. Rund 1200 Tiere ftanbeu zum Berkaus und gingen auch meist in andere Hände über. Die Dendeuz war preishaltend. Nur Pferde minderer Qualität gaben etwas nach. Erstklassige Tiere kosteten bis 30000 Mark, acht bis zehnjälwige 22 000 bis 25 000 Mark. Für Fohlen kaum zwei Monate alt wurden 7000 bis 9000 Mark bezahlt. Aeltere Pferde von 15 bis 20 Jahren kosteten ebensoviel. Selbst Pferde mit offensichtlichen Feldern erzielten Preise, die kaum noch zu rechisertigen sind. Einige .Schlachtpferde wurden schnell an den Mann ge- dem Markt mehrfach I ägäischen Inseln beschaffenen neuen Lage sowie entsprechendem Preis-1 die Anerkennung des französischen Protektorates Datum. Kurs 11.6. Kurs 12.5. Kurs 10. 5. Kurs 11.5. 5'/<>Deu1.Krleqsanl. 79,75 79,75 79.75 79,75 4'^Deut.Neichsanl. — - — _ — 75,90 75,60 3"/,Deut.Neichsanl. — _ 73,60 74,50 4e/# Preutz. Konsolr — . — 75,75 75.40 Darmstädter Bank 154,- — — 156,50 155, - Deutsche Dank. . — , — — —. 300,- 295,- Disconto- Gesellsch. — „ — 20575 210,25 205,- Dresdener Sank. — „ — — 182,- 182,- Nationalbank f. D. — _ — — — 145,- 143. — Mitteld.Creditbank — . — — __ 152. 150,- ^.-Amerik-Pakeff. 167,80 170* — 166,50 165, — NorddeutscherLloyd 166,- 164, — 168,- 166,50 Boch.ButzstahIwrk. 280,25 270,- 360,- D.-Luremb.Bergw. Gelsenkirch.Bergw. 268,- 269,50 275,- 270,50 290,50 306,- 294,- 307,- fiarpener Bergbau 273,- 272,- 265,- Oderschl.Tisenl>..B. 186, — 189,- 173, — 185*,- Oberschles.Ejsenlnd. 240, — . „ 248,- 242,50 Phönix.Brgb..Akt. 460,- 406,- 400,- 400,- Bad.Anilin-ic.Soda 480,- — . —. 480,- 477,- HöchsterFarbwerk, (tlcktr. 21. (ß. (ß.. 372,- 365.- 360,- 328,- 328,- 338,- 321,- Schuckert-Werke. . 166,- 178,- 161, - 178,- FeltenLGuilleaume 465,- — —- 470,- 443,- Daimler...... — _ _ _ 221,50 229,- Bud.'Eisenw.-Akt. _ — 270* — 281,- 265, — Slblerwerke . . . — . — 230,- 231,25 40/0 Hess. SautsanL 243'- — «Ä — _ _ _ Electron Griesheim 292,- — . — 292*- 285,'- über Mwcokbo unb tim» acHnten Xitx «n jol' gruben Teilen werden Bestimmirirgen getroffa. braxb da» bw militärische Dicrrslpsticht in der T ürfö abgeichafft, tnr Fnnheu der Meerengen ourch Schleifung der Festungen in dem sie nin.nL»cnden Gelände garantiert unb ausgesprochen wird, daß Frankreich, England und Italien das Recht Uibau bort Land-, otv und Luftstreitttüfte pi unter halten Die türkische Flotte wird aufgelöst, ausgenommen eine Anzahl Schifft für den Orbnungs- unb Sicher heftsdienst Weiter wird die Bestrafung brntrriflrn Personen txrkmgi, die die )?negsgesepe verletz: Haden. Der achte Teil umfaßt die Wiede> gutmachlcngSmaßnahmrn, der neunte wirtschaftliche Bestimmungen, her zehnte betrifft die Regelung bei Luftschiffahrt in der Türkei. Der elfte Teil enthält Bestimmungen über die inlernatio- nalc Kvntrolle der Häfen, Wafferstraßen und Eisenbahnen. Es folgen dann verschiedene Aitticl über Seepnsen, Regelung der sanitären Verhält nisse ufw. Die Schlußdeslrmnrungcn regeln die 'Bct>üigimgai der Rattftvativn unb di' Inkraftsetzung des Berttagr>>. Eisenbatznarbcitrrlmsstuuö in Indien. Amsterdam, 11. Mai. Wolff.) Die „Times" meldet ans Bombay. Der Ausstand von 15 000 Eisenbahnarbcitern auf den nordwestlichen Eisenbalmrn in Britsch-Indien gibt Anlaß zur Sorge. Der Zustand nnrb verschärft durch politische Unruhen, Tenerung, den Mangel an Arbeitskräften und die ungelnnderle Agitation für das Kalifat. Die Neue Beamtciwksoldungsoortuste in Dessen. R.M.K. Darmstadt, 11. PLai. Aachbe» in den letzten Tagen wied.rlwlte Berhmrdlungr» zwisclien der Regierung uiti> den iBertrctent ter verschiedenen Beamten gruppen ftmtgefunben haben, trat heute der von dem Finan zauSf chnst der Bolkskammer gewählte UntercruSschufZ mit her Regieningsvertirtern zusanrmen, um die neue Besoldungsvorlage in Gemeinschaft mit oen damit Msarnrnenhäng.-nden Gesetzen yu I-waten: Die Beratungen sollen am Mitttruck unb mr Freitag fortgesetzt werden und lyfft man allpa mein eine Berstänbigung dahin zu er.wfcn, da)» die Frage noch vor Pfingsten zw gegenseitigen Zufriedenheit geregelt werden tarnt. D» Kammer kanzln ließ heule an die Abgeordneten nachstechende Kan zlei-Notiz verschicken: „Borcrussichtlich finden TienStag den 18. ds Mts. Fraktionssitzungen urti) Mittwoch be-.i 19. ds. Mts. Kammerverhandlungen statt mit der Tagesordnung: bett, die Tienstbezüge der Stamsboamten und Volksschulftlner und der damit in Zusammenhang stehenden Fragen." BAD-NAUHEIM direkt fleeeetber der »»der. Telephoe 85 Hnnfpld Pan“ Eine Sehenswürdigkeit' Eie- „uupiulll Ml getränkt-, Liköre, Mokkaatube. flimfülrf niplp11 tonangebend. Nachmittagstee- „Dlipiülll Ulwu GeBellschaftl.Verunstaltungen. Jnpleld WiiT ll0^Äk^infc HM Privat - Hotel“ AÄ,KTtlS^s. Wilhelm Wagner. die Wählerlisten einzusehen 5347D 1. PMste: grw Sim Xumil lllpee Deutscher Franra Ortsgruppe Gießen. Ich bitte unsere Mitglieder OWflS-ElWW! (Einem verehrten Publikum von Bietzen zur gefälligen Kenntnis, daß ich ab 15. Mai 1920 Neuenweg Nr. 50 ein WMOWsl eröffne, um freundliche Unterstützung bittet Wähler der WWi Bollspottei! Seht nach, ob Eure Namen in der Wahlliste stehen. Nur bis 16. Mai können in der Liste vergessene Namen noch nachgetragen werden. 5369 Wäschefabrik Fritz Nowack Alle Arte« steC Le^» MS« einzelne Bäder. OfOn Z.0D2Q U. 5il gtan £oöeo u. Stoffe für Carl Schunck. Soobell-Anzüge orelslv. ilevnfj». Kinderwäsche wieTaghemden, Nachtkittel Nachthemden, Beinkleider sind in allen GröBen vorrätig. Fritz Nowack | Meflterwoche Nr.11 Das neuste aus aller Welt. Henle bla Inkl. Montag: Paul Heidemann Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 ,„,c in seinem erstklass. Lustspielschlager in 3 Akten: Der Kammerdiener seiner Frau Ferner: lie Berns ier M t.M DieWälmderlUnfcil Filmschauspiel in 6 Akten. Hauptrolle Mia May Dieser Teil spielt 15 Jahre später. Glatte weiße Voiles doppel breit, M.56.—, 48.—, 42.—, 40.—und M. 36.50 4919c AWdei-rÄ- a. Wen sämtliche 3artm.M Behaeisadjs MlMe oreiSwerr u. out zu haben (uw Senttal-Drogerie, Schulstrahe. MllerscheVadeanstalt W* ist eröffnet -Mk lyrische Zische! heute und morgen einireffend: Frische Bratschellfische Pa.Rordsee-Sabeljau ohne Kopf Frische FischtotelettS, Seezungen Gebrüder Berdux Babnbosstr. 27 ““ Fernivr. 231 literarische Gesellschaft. l'relta® den 14. Mai abends 8 L'Inin der Aula der CnlversltKt Herbert Eulenberg aus Kaiserswerth a. Rhein Vortrag eigener Dichtungen. Uitrlttikartea zu M. 4.—. M. 3.—, M. 2.— (sämtlich numeriert) im Vorverkauf in 8” 1 Ä- Ferkel von bester Zucht, schnell- wüchsige Edelrasie, lang' gestreckt, Schlappohren, die besten zur Zucht und Schnellmast, In Fresser, seuchenfrei, kerngesund. Vor dem Verend krele- tlerärxtl. Untersaehong. Offeriere freibleibend: 6-8 Wochen cu,M. 220-210 Todes-Anzeige Gestern morgen 11 Uhr entsdilief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden in der Klinik zu Gießen unser lieber, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager, Enkel und Pate Heinrich Krämer im 25. Lebensjahre. Nr. 6, D. R.-P., Schneid- /•StCll jslHtWCtyCtt I backenu.Schneidbobrer gesucht 530GB bill. zu verk. Henoholholm, ^llinrk für Hautkranke. Babnstrahe 13. 08850 Zum 15. Mai ob. 1. Juni gtthp ttrtfh pjmga ein alt., in Küche u. Haus- llvuf UI,‘SV Wem« ab 18. Mat zu leihen oder kaufen gesucht. Angebote erbittet umgehend [5317 Hardthof bet Gieben. VW-WIMIW Pfarrer Novell spricht über: Neutschlands Wiederaufstieg. talleilemp einzelne Bäder extra stark gebaut, in verschiedenen Gröben empfiehlt billigst Dan. Baum Stemttrahe 35. «rn Für volkswirtschaftliche Zwecke arbeitende chemische Fabrik sucht denaturierten Spiritns oder Spiritusersatz in gröberen u. kleineren Mengen zu kaufen und erbittet Angebote an deren Vertreter 5069 C. Mandler, Gieben, Grober Steinweg 15. 1 Kinderwagen (am liebsten in. Einlagen u.Be- zügen), 1 kUBadewanue, 1 Wickelkommode, ein Kinderwaicktisch z. kauf gesucht. Sckr. Angeb. mit Preis u. 08828 a. d.G.Anz. Achtbare altere Frau (50jäur.) wünschtStellung al* Haushälterin für kleinen beis. Haushalt. Schristl. Angebote unter 08820 an d. Gien. Anz. erb. Tücht. 33jähr. Kontoristin sucht Stelle als Filialleiterin: Kaution k. gestellt werden. Schr. Ang. unter 5377 a. d. Gien. Anz. Unserem Kamerad Heinrich SieM zum 21. Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch. 08831 1899. Ne zu haben 5370 Friedrich Uetzler, im Zentrum der Stadt. I f 1 ■ ■' ■ ■ Schriftl. Angebote unter I Verkauf® I 08823 a. d. Gies^ Anz. erb. 1 ... “ Zwei Referendare suchen ^rt)u)lHCllCHUC jlCflC ■ per sofort z.verk. Dammstr.32. 2—3 möbl. Zimmer I _ -----7 in gutem Hause. SchriftL 2 dtcfltiuuinnicr MrCSy?!8 W°ch°n «lt, »nr Sud,. Silbe tont Milben in befierc «dufer. ChchelSNWk • I mit 00. ohne Decken sowie ;.'Ä Stühle arbeit erf. Mädchett bei hohem Lohn gesucht. Apotheke li Beneklreken «Kreitz Sieqeul. 3sm AuSbilie gesucht 5343 Wilbelmstrabe 1.1 Ein ordentliches Dienstmädchen! oder Laufsrau sofort gesucht. Näheres 5348 Marktplatz 17. Sauberes Mädchen ob. Frau 3mal ivöchent- lich von 10—2Nhr gesucht. (Mittageffen cingeidil) um« Ludwigstrake 2VII. TOchtige* MBdchen für Hau» und Shicbe sucht Gut Wartbos 5381 bei Grünberg. Hsehr gute M« abzugeben zum monatlichen Mietpreis von Mk. 50. bis 75.-. Schristl. Angebote nut. 5356 au deu Gieh. Auz. 1 gutes Klavier zu verkaufen. H. Lotz. Biskircheu a^Lahn. M76 Spargel täglich frisch gestochen, empfiehlt au billigsten Tagespreisen W. Hankel Neuen Bäne 7. Vel.612 $üt mieöeroertäafer! la. lad. Sohuhrlemen.GÖcm Iß., P.75Pf., bo. 70 cm kg. P. 90Ps., Bers. vr.Nachn., n. unt.lOOP. la.Hasehlnen- rvtra 31'2 500 m Mk. 8,25, la. Maaehleenewlra 30/2 150m M.3,20, U.SandaU- xvirb 350 m 3)1.8.—. kBSse J. Weeeel A Co.. Wallder! b. Frankfurt/M. Konservatorisch gebtl- beter Pianist erteilt gründlichen, durchaus ge- wiffenhaften Klsvicr- unb IHsmouiWiiiitmilht au her dem Hause. Schr. Angebote unter 08821 an den Giesi. Anzeig, erbeten. Migeni jungen Schmied mit Kapital ist Gelegenheit geboten, sich ut einem tüchtig. Pleister in Gieben zu etablieren. lo389o Ang. u. Nr. 841 an Herso, Mitt. Ann.-Exp., Giehen. Ein Vermögen vernichten können 2PP-Motten-WS Schützen Sie rechtzeitig Ihre Pelze u. Kleider mit meinen bewährt. Mitteln. Central-Drogerie, 5198 Schulttrafie. Laufend lieferbar Tabak, MitteWitt reine trockene Ware, in neutraler 100 gr-Packtmg. Abgabe zentnerweise und Waggonbezug, auch Post- versand. Andreas Strand. Tabakgrohhdla., Diez ah. iBertreter gesucht», An» u. Berkaus von Möbeln, Antiquitäten, sowieUebernahmeganzer EiuriÄtungen. 15 LouiS Rothenberger 22Neuenweg22. Tel. 176. Zu verkaufen l gut erb. lavier lBlüthner), 2 gr. Oelbild.. 1 Krone, elekl., 12sVlamm., 1 grob. Herd, 1 Kartentisch, 4 Stüble, 1 Kino.-Garteuttsch mit Bank, 2 Sess., 1 2tür. Schrank, ein Vakuum- reiuig. AlicestraBe 13IL Abends 6-7 Uhr. [08838 Schanzenstratze 1. 1P. doakelbr. Stollsehnhe iGr. 38), neu. bill. zu verk. 08816 Roouttr. 29 p. Mehrere gut erhaltene tknabenanzüge für 12—löjähr. z. verkauf. Babnbosstr. 581. l. zu verk. Frankl. Strafte 34, 5355 Polsterwerkstätte. Anzus. v. 8—5Uhr nachm. SÄiitbetroaien^T 08832 Caf6 Leib p. [Vermietungen | Schön möbL Wohn- and Sehlatzlinmer zu oerm. qmm Crednerttrahe 181. j Mietgesuche I Möbl. Zimmer einfaches, oder Schlafstelle, mögt mit Kost, für jungen Mann ges. sa» Schilling, Franks. Str. 23 Jüngerer Kaufmann, angenehmer Mieter, sucht möblierte* Zimmer, evtl, mit Kabinett, ntöflL Gut erhaltener 8m>rt-2itzljezkiv«gtil Brennab.) preisw. zu vk. K857 Neuenweg 42. 1 gebr. g. erb. Sport wage» sow. 1 P. neue tu. Herren- TonnlSBch. (44) z. verk. U#M Tentelslaatgartchon 5 p. Tennisschläger m.Preffe wie neu zu verk. (08859 Walltorttr. 21 (Laden). Marine-Verein gegr. 1892. Samstag den 15. Mai 8Ubr Restaur. Hop seid ordentliche GkUralnersWillliiiig. Sonntag den 16. Mai Mftufl luOnntroh b. Gastwirt Engelbardt. Abmarsch 3 Ubr Kaiser- Allee, Ecke Moltkestrahe. Eingeladene Gäste willkommen. Der Vorstand. Rauft j u nächsten Tfriian AVBohlll. Jtodhennrntr 5i. Zeitungen als Einwickelpapier zu kaufen gesucht. Aug. Wallenfels, 5349 Marktplatz 17. [Empfehlungen | Kaufgesuche | MsWWö '°W Chirurgische Klinik. WttverkaustsmHM en. mit gut. Geschäft oder sonst, günst. Grundstücke? Wir suchen für zahlreiche Käufer Objekte all. Arten. Angeb. direkt von Selbst« oerkäusern erbeten an den ßrund»«ßD-Vßria0 ß Frankfurt a. M„ «iM? WenlggeliranehtetadeUoie Schreibmaschine evtl, auch neu ;u laufen gesucht. Angebote mit Angabe deS Systems, des Preises, HerstellungSjahrS u. der Fabriknummer an 6887D Gebr. Heinemann Metallfchmelrwerk Siegen i. w. Sitz-Vadewanne Reifekoffer platten) zu kaufen gesucht. Schristl. Angeb. mit Preis unter 5354 an den Gies^ An,: kebrivMe Sannen aus Zink- und Weibblech, für Del u. Lack, zu taufen gesucht. Gebrüder Löb, Gieben, Rodheimer Str.2. Bahnstationgenau angeb. F. Bergherm, Düsseldorf. Scheidlingsmüble. Fernspr. 6812. 5114ss • Nähgarn! 5 schwarz und weiß O 2 die RoUe • | Mk. 4.50. • I Fritz Nowack. 4967c geeignet, zu verkaufen, f' ---108826 Neustadt 47 I. Winkjeinö „nogerftljn Jtrfaof. »7,8 Ludwigstrahe »2. u ß . - J w11 ikttskhnnkhalipkiss 5368 Miier-Auee 17> Hi Giegcne^ Au.e.ger.----- Hatts-Nr. 25. 08854 V erkiinferin l blinkt mit 9 Mtll mnnirrfiit mift hp’r «pbpnä= verkauf. Heuchelheim, initlclfrancbe, wird ge- sucht. Schristl. Angebote Ne«. 3-Zlmaerhans (4 EU unter 5379 a. d. Gieh. Anz. mit fretw. Wohn, zu verk. . u --------7--- Nah. Ost-Anlaga 29 p. 08848 Auf Fabrikkontor I rx 7--—;----; ä~ tanfmönulld) ausgebilöete NUtzhOlZverkaUs. Ät 200 Festm. Fichten» .. ^7 n ... u. Kiefern-Bauholz ^0" mmMmen-1 D 37 cm Durchmesser ab- sckreiben und stenogra- 10Qrt8 AU öerf. Schr. Ang. vvieren kann, per wsort 08822 a. d. Gieh. Anz. od. spater gemcht. ^-chriftt. —=----=7------— Wm. Zeilungsträgerin gggft für morgens gesucht. uAMi A. Bey, Laabach 1. Oborb. Eine schmiedeeiserne ynnoiuiifl/ zoQönöontv. 4o» | 4*^ < < d. ,pr. ZuverL Mädchen oder ^rkbbliht kaufen. Frau, stadtkundig, zum Unionbrauerei. Äustr. vonHeiten sos. ges. Pseiffer'sche Buchbdlg., Lieh. Telcpdon 17. hack- unb häufelpflüge i. verseh. Ausführung, vorrätig u. ab Lager sofort lieferbar. 5 DI. Besenthal, Liebig- strahe 13, fernspr. 77. Zu verkaufen: 1 kleiner Bock f. ßelbarL, neu, 1 Oniz.-Hlütxo f. art., neu, 1 Olttx.-Biatxe f. Feldart., fast neu, 1 Selten- gewolir, vernick., m.Futteral u. Portepee, 1 Kav.- Degenhaltor. 9läbere8 bei Frau Friedlein, Lud- wigttrahe 40, H. 08817 1 innkelhl. Anzng f. mittL Gröhe, 1 graner Füshut (56), 1 Onix.-Dagen m. Portepee, 1 weiße Sporthase, 5 Paar weiße Lederhandschuhe (gebr.) zu verkauf. 08834 Bleichstr. HP. Saft neuer Anzug billig zu verkatifen. (>8839, Brnndgaffe 3 III. 2 Paar Klnderhalbsehnho (Gr. 28u. 24), gut erb. 50M. u. 20 M, Inenor bl. Herr.- Bock (grobe Figur) 110 M. au verkaufen. 08856 Katbarineugaffe 14 n. Setzbobuen, etwas Sonnenblume niameuu. ein satt »euer schwarzer Rock zu oerfaufen. 0^43 Katbarineugaffe 8. SeLteroweaSl InhJl. ritLberiand Zur gefl- Kenntnisnahme! Ab heute und während den Sommermonaten beginnt d. letzte V orstellung W abends 9 Uhr. ”0« Anfang wochentags 4, Sonntags 3 Uhr. Heute Heute Debüt Bruno Kastners in öastahtaim Schauspiel in 1 Vorspiel u. 3 Akten. Ferner Paul Wegener in krhtatiig il. TeäO 08855. Nach d. Roman von Balzac in 6 Akten Verstärktes Orchester. Sichern Sie sich zeitig Platze. Nr. 61 14 Mai 1920 Inhalts Übersicht: Rcichsiagswahl. - Rückführung von Kriegsgefangenen. - Maul- und Klauenseuche in Holzheim. Amtsverlsmdigmgzblatl für die PromnzialdireUio« Gberheßen und für das «reisamt «Kienen tr^einl nach Be&grf; Diontg9, Pienslgg, Conncrsta9 und greilgg. Nu, durch di. Post zu b.zich-n gegen Mk 2.50 mrrlrljüh "ch. Betr.: Reichstagswahl 1920. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nacktem die Reichs-Wahlordnung Vvm 1. Mai 1920 sich nun in Ihren Händen befindet, verweisen wir hiermit auf deren Inhalt. Bezüglich der Wählerliste bemerken wir: Tie beiden gleichmäßig berichtigten Stücke der Wählerliste sind am 31. Mai ds. I s. von dem Gemeindevorstand abzn schließen. Hierbei hat der Gemeindevorstand zu bescheinigen, bau und wie lange die Wählerliste ausgelegen bat, sowie daß eine Bekanntmachung hierüber und die in § 41 der Reichs Wahlordnung Vvrgeschricbencn Bekanntmachungen der Wahl erfolgt sind. Außerdem ist auf dem zweiten Stück der Wählerliste amtlich zu be scheinigen, das; es mit dem Hauptstück völlig übcreinslimmt, und es ist am Schlüsse derselben tveiter l-andschristlich beizujügen: In die Wählerliste sind .... Wähler eingetragen (siehe Anlage 1 zur Reichswahlordnilng). Ter Gemeindevorstand hat Vas Hauptslück der Wählerliste nebst den Belegen sorgfältig ausznbewahren, das ztveite Stück dagegen dem Wahlvorsteher zu übersenden. In den Vordrucken für die Wählerlisten sind für den Vermerk über die erfolgten Stimmabgaben vier Spalten vorgesehen, womit allen ettva vorkommenden Bedürfnissen Rechnung getragen werden soll. Für welche Stimmabgabe im einzelnen Falle eine Spalte Verwendung findet, «ist vorher von Fall zu Fall am Kopfe der Spalte einzutragen. Für die bevorstehende Reichstags- wahl ist zunächst Spalte 7 bestimmt. Wird später eine Stichwahl oder eine Wiederholungswahl erforderlich, so kommt hierfür Spalte 8 in Frage. Tie für die Wahlhandlung benötigten Wahlprotovolle und die Wahlzettelnmschläge werden Ihnen in Kürze zugehen. Gießen, den 10. Mai 1920. Kreisamt Gießen. Dr. U f i n g e r. Betr.: Reichstagswahl 1920; hier: Die Wahlscheine. An den Oberbürgermeister zu Gicße-l und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Bezugnehmend auf unser Ausschreiben vom 9. d. Mts. — Amtsverkündigungsblatt Nr. 62 vom 10. Mai — macken wir, nackwem die Reick)swahlordnung in ihrem endgültigen Text jeßt vorliegt, Sie auf die unten abgedruckten §§5—7 der Rcickisroahl- orbinntg aufmerksam, mit der Empfehlung, diesen Bestimmungen gemäß genau zu verfahren. Die beiden Ihnen mit vorerwähntem Ausschreiben bekannt- gegebenen Vordrucke fallen fort. An ihre Stelle tritt ein neuer Vordruck, von welchem Ihnen ein Stück mit der Post unter der Empfehlung zu geht, den Mehrbedarf an Vordrucken von der Herbertsck)en Hofbuchdruckerei in Darmstadt in einem dem mutmaß’ jidxm Bedürfnis entsprechenden Umfang zu beziehen. Nur im Notfall sollen die Wahlscheine handschriftlich hergestellt werben. Heber Beschwerden (Einsprüche, gegen die Versagung eines Wahl- sckx'tnes entscheidet gemäß § 87 der Wahlordnung! der Kreisausschuß. Gießen, den 10. Mai 1920 Kreisamt Gießen. Dr. Hsing er. Wahlscheine. § 5. Ein Wähler, der in der Wählerliste (oder Wahlkartei) eingetra- geit ist, ist auf Antrag mit einem Wahlschein zu versehen, 1. wenn er in Ausübung des Berufs oder zur Erledigung persönlicher oder öffentlicher (Wahl-) Angelegenheiten am Wahltag außerhalb seines Wohnorts sich aushält oder ihn so frühzeitig verlassen muß oder an ihn so spät zurückkehrt, daß er innerhalb der Wahlzeit dort -nicht mehr wählen kann. Hierzu gehören namentlich a) Schiffer und Schifssleute auf See- und Binnenschiffen einschließlich der mitfahrenden Angehörigen ihres Hausstandes, b) Floßführer und Floßleute, c) Bahn- und Postbedienstete, di Gesckxistsreisende, e) Wahlhelfer; 2. wenn er am Wahltag zu STur* oder Erholungszwecken außer halb lernes Wohnorts sich aushält; 3. wenn er infolge eines körperlichen Leideiis ober Gebreck>ens in feiner Bewegungsfähigkeit behinbert ist. § 6. . Zerlegt ein Wähler nach Ablauf ber Frist zur Auslegimg der Wählerlilte (oder Wahlkartei) seine Wvlmung in innen anderen Wahlbezirk, so ist er berechtigt, sich einen Wahlschein ausslellen zu lassen. 8 7. Zultändig zur Ausstellung des Wahlsckxins nach bem Vordruck iii Anlage 2 ist die Gemeindebehörde deS bisherigen Wohnorts . -ter Grund zur Ausstellung eines Wahlscl>eins ist auf Er fordern glaubhaft zu mackien. Haben Wähler einen Wahlsck^in er halten, so ist in der Spalte „Bemerkungen" der Wählerliste oder Wahlkartei in ausfälliger Weile einzutragen „Gestricken, Wahlsckein". Bekanntmachung. Innerhalb eines Wahlkreisverbandes können mehrere Kreis wahlvoischläge miteinander verbunden werden. Tie Verbindung ist jedoch nur bann wirksam, wenn diese Kreiswahlvorschläge der lelbcn Reichswahlliste (Reichswahlvorschlag) angeschlossen sind. Der Unterzeichnete fordert hiermit zur Einreichung von Erkläriin gen über die Verbindung von Kreiswahlvorschlägen innerhalb des Wahlkreisverbandes 9fr. XI Hessen auf. Tie Verbindung muß von den auf deii^Kreiswahlvorschlägen bezeichneten Vertrauenspersonen oder deren Stellvertretern übereinstimmend, spätestens am 23. Mai 1920, dem unterzeichneten Leiter des Wahlkreisverbandes Nr. XI Hessen schriftlich erklärt werden. Eine telegraphische Erklärung gilt als schriftliche Erklärung im Sinne der vorstehenden Aufforderung, wenn sie durch eine spätestens am zweiten Tage nach Ablauf der Frist eingegangene schnstlickr Erklärung bestätigt wird. Tarmstadt, den 11. Mai 1920. Der Verbandswahlleiter des Wahlkreisvcrbandes Nr. XI Hessen. L o r b a che r, Staatsrat. B e t r.: Rückführung von Kriegsgefangenen. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürger- mcistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen dafür Sorge tragen, daß sofort sämtliche Gefangene lettischer und estnischer Staatsangehörigkeit aus Gebieten Kurland, Livland, Estland, den Inseln Oesel, Togo u. a. sofort in Begleitung ihres Arbeitgebers oder dessen Beauftragten zwecks Abtransport in ihre Heimat dem Gefangenenlager Kassel- Niederzlvehren überbracht lverden, auch wenn sich die Gefangenen unrechtmäßig bei denselben befinden. Wir empfehlen Ihnen Beschleunigung, sowohl als auch genaue Durchführung der Angelegenheit. Wenn sich später Herausstellen sollte, daß Arbeitgeber entgegen, dieser Bekanntmachung Gefangene genannter Staatsangehörige it gar wider den Willen letzterer zurückbehielten, so wird die Tirek tion des Lagers Kassel die Arbeitgeber persönlich dafür verantwortlich machen und ein Strafverfahren gegen dieselben einleiten lassen. Nach erfolgtem Mtransport ist uns zu berichten. Gießen, den 10. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. H e ß. Bekanntmachung. Bctr.: Maul- und Klauenseuche in H o l z hei m. In Holzheim istl der Ausbruch, der Maul- und Klauenseuche amtlich festgeslellt worden. Es wird gebildet 1. ein Spcrrbejirfi, bestehend aus der Gemeinde. Holzheim. 2. Ein Bcobad)tungsgebieL umfassend die Gemeinden Grünin- gen, Dorf-Güll, Eberstadt, Ober-Hörgern, Lang-Göns und Leihgestern. A. Für den Sperrbezirk gelten folgende Anordnungen: I. An den Haupteingängen des Sperrbezirkes sind Tafeln mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift „Maul- und Klauenseuche. Sperrbezirk. Einfuhr und Turchtreiben von Klauenvieh sowie besserer Ware, die heute wohl noch sehr teuer ist, läßt darauf schließen, daß man mit Bestellungen von Ausländern rechnete. Bei dem rapiden Sinken der Häutepreise ist aber wohl anzunehmen, daß auch ausländische Händler mit Einkäufen zurückgehalten haben. — Während die Messe am Dienstag geschlossen wurde, bleibt die Kunstmesse int Römer bis zum 20. Mai geöffnet. Darauf möchte ich besonders Hinweisen, da ein Besuch dieser Ausstellung jedem Kunstfreunde schon deshalb zu empfehlen ist, weil viele kostbare Gegenstände, die im Besitze von Kunsthändlern sind, wohl ins Ausland wandern und den Deutschen dann kaum noch zugänglich sein dürsten. Einige Bilder von Böhle, Moderner Schmuck von zwei Hanauer Goldschmieden, verschiedene alte Schränke, namentlich Varockschranke, erweckten mein besonderes Interesse. Zu diesem Abend hatte der Werkbund den Reichskunstwart Dr. Redslob zu einem öffentlichen Bortrage eingeladen. Er sprach über die „Qualitätsarbeit als Grundlage der wirtschaftlichen Gesundung". Er sah die Lage, in der sich Deutschland eben befinde, für außerordentlich ernst an. Die einzige Möglichkeit, den Zusammenbruch zu verhüten und aus dem tiefsten Elend wieder herauszukonv- men, erblickte er in der Durchführung des Werkbundgedankens, in der unentwegten Schaffung von Qualitätsarbeit durch Befruchtung des Gewerbes und der Industrie seitens der Künstler. Daß der Werkbund durch seinen Einfluß auf'die Industrie, namentlich aus seine werktätigen Mitglieder bestimmend eingewirkt hat, zeigte wohl die Kölner Werkbundausstellung vor Beginn des Krieges, sowie der Umstand, daß Frankreich und England noch während des Krieges ähnliche Einrichtungen ins Leben gerufen haben. Jetzt sucht auch Frankreich das Kunstgewcrbe, die Qualitätsarbeit zu be- Durt vmjcriritueL ais w«, OOTQuigryanycitc Krieg mit den Waffen. Der gewollte Bernich- tungswille unserer wirtschaftlichen Feinde ist die v-ollbewußte Auswirkung seitens unserer früheren Waffenfeinde. Die Bulgaren haben rechtzeitig erkannt, wie sie dem Untergang entrinnen: durch Einführung des Pflichtarbeitsjahres für die männliche und weibliche Jugend. Sollte der intelligentere Deutsche nickst zur Ausführung dieses naheliegenden und schon mehrfach angeregten Gedankens schreiten, oder sind wir noch nicht tief genug im Elend? Deshalb sollte jeder einsichtige Deutsche, gleich ob Kopf- oder Handarbeiter, Angestellter oder Unternehmer, von seinen Kandidaten (für den Reichstag eintreten für vev- längerte Arbeitszeit, Einführung des Pflichtarbeitsjahres, sowie Maßnahmen zur Wiederhebung der sittlichen und moralischen Zu- smnde verlangen, genau so, wie die Bauernvereine von ihren Kandidaten, gleichgültig, welcher Partei sie angehören, das Eintreten für ihre Forderungen verlangen Das wäre d'er erste Schritt zur Gesun- dung. L' Die Räumung öes Maingauer. Paris , 15. Mai. (WTB.) General Rollet ließ bekanntgeben, daß gemäß den begonnenen Koni rotlarbeiten vorauszusehen ist, daß die deutschen Truppenbestände in der neutralen Zone als mit den am 8.8. fest- gelegten Zahlen im Einklang gehend anerkannt werden Infolgedessen ersuchte Marschall Foch den General Degoutte, einen Offizier seines Stabes nach Kassel zu kommandieren, mit der deutschen Regierung über die EinzelheitenderRäumung der seit dem 10 Avril neu bejefcten Zone | seitens der franzvjijcheu Truppen ju ujUcx* land 1600 Stück Rinoviey angetum- m e n. Es suchen noch aus 2(XX) Rinder und 600 Zuchtstuten und Hengste. Schleswig-Holstein. Paris, 15. Mai. (WTB.) Der Botschafter r a t hielt gefirrn unter dem Vorsitz von Jules Cambon eine Sitzung ab. Der englische Vertreter in der Kommission für S chles wi g-H ol stein, Sir Charles Marling, und der französische Vertreter, Paul Claudel, wohnten ^er Sitzung bei. Nach dem „Temps" scheint es, oaß man bei ber Verwaltung ber Wasserstraßen die Interessen ber Bevölkerung der ersten Zone sicherstellen will, die für den Anschluß an Dänemark gestimmt haben. Berlin, 14. Mai. (WDö.) Gegen die Internationalisierung der zweiten Zone protestierten in Südschteswig 31 816 Personen durch ihre Unterschrift unter folgenden Erklärung des Sch' eswig -Ho I firm - Bundes: Die Un» terjinditetoi protestieren gegen alle Bestechungen, die pveUe und dritte Zone $u internationalisi^rat ober zu einem Freistaat yu machen. Noch dem Friedcnsvertrag ist durch die Abstimmung am 14. März über das Schicksal der zweiten Zone und damit Flensburgs enbgiHtig entichieden. Jede andere Regelung (ebnen wir Schleswig-Holsteiner als lRech:sbruch und Bergewaltigmrg ad Die Uarterzeichneten erklären, daß sie bei Deutschland bleiben wollen. Der Streit in $rantreid). Paris, 13. Mai. ^Wolff.) Die DireV- tion derStaatsbahnhat folgende, an das Personal der Staatsbahn gerichtete Bekanntmachung erlassen: Die Staatsbahn fordert ihre Angestellten zum letztenmal auf, die Arbeit wieder au^unehmen. Die susgeiprochö- nen Aussperrungen und Streichungen bleiben bestehen: desgleichen die getroffenen sonstigen Maßregeln. Was die Disziplinarmaßnahmen anbemfft, so verschärfen sie sich je nach der Dauer der Abwesenheit von der Arbeit. Pans, 11. Mai. <35233.: Der Untersuchungsrichter Ivusselin empfing beute die iÜLüilkbtt les VechaudsausützuZeS Samstag, 15. Mai 1920 hulstrahe 7- Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohne jede Derdindlichdeit. Sreis für 1 mm höhe für »zeigen v.34mm Breit« örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz» Vorschrift 20"Aufschlag. Hauptschristl-lt-r: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: tz. Beck, sämtlich in Gi-Hen. meinen Arbeitcrvcrbcnidcs, um ihnen von Justi-minister angcorbnetm Verhaltung zu geben imb sie zu verhören. Joudaux amenS seiner Kollegen, baß er nicht clcr Aussagen madjen werbe, als bis die volle Einsicht in die Slrasakten genommen tb protestierte gegen das Verfahren. e Minifterkrisc in Italien. it, 14. Mai (WTB.) Ter Kö-nig patte ell i. Gio l i 11i unb Sala ndra twv er Ministerkrise Besprechungai. )ensvertrag zwischen Rußland und Georgien. ris, 14.Mai. (Wolff I Nach einer ; aus London wurde nad> einem ich aus Moskau der Friedens- * g zwischen den Sowjets unb der ' Georgien unterzeichnet. ionaliftische Bewegung derTnrkei. nstantinopel, 14. Mai. ((WTB.) Es wird mitgeteilt, daß der natio- e Führer Mustafa Kemal Pascha in eine Regierung gebildet und an die ikonferenz telegraphiert habe, daß die e der Friedensbediutsungen ourch die rtige Delegation null und nichtig sein sterdam, 14. Mai. (WTB.) Der inopeler Korrespondetct der „Times" daß die Natiorialversamm- Nustafa Kemals zu.m Teil aus :n Vertretern, zum Teil aus Abgeord- rs aufgelösten turkisckieu Parlaments Die Nationalversammlung beschloß, rüge und Abkommen, die die türkische ig seit dem Waffenstillstand mit einer igen Macht abgeschlossen, hat, nicht imen und jeder nicht durch die Nativ- mmlung ermächtigten Person das zusprechen, das türkische Reich auf der ldonferenz zu vertreten. Die tage in Mexito. ris, 13. Mai. (Wolff.) Havas be» ms El Paso: Än Telegramm des Z Obregon meldet, daß die den Carranza auf seiner Flucht be- >n hohen Beamten im Verlause eines 3 zwischen Apiraco und Apam getötet sterdam, 14. Mai. WB.) Luu aus Mexiko ist eine vorläufige Re- g gebildet^worden mit be la Huerva Staate Sonora als vorläufigen Präsi- r Republik, General Callos als Krtegs- unb Juan Sanchek Assona als Minister lern. Aus Oem Ueidyc. derger doch Reichstagskandidut. attgar t, 14. Mai. (Wolff.) Der ben- rteitag der württembergischen Zew- :rtei wählte Erzberger mit 356 7 Stimmen bei drei Enthaltungen zum Kandidaten für die Reichs- ahl. Der Miethöchstpreis in Preußen. B e r l i n, 14. Mai. (Wolff.) Die durch die Presse gehende Nachricht, daß der preußische Minister für Bolkswvhlfahrt sich bei Einführung der Höchstgrenze für Mietzins- fteigerungen mit einem Zuschlag von 40 Proz. einverstanden erklärte, beruht auf Erfindung. iDer Aufschlag auf den Wohnungspreis bei Kriegsausbruch beträgt 20 Proz. Die Bonkbeamtendewegung. Berlin, 15. Mai. Tie Eimgungsoerhand- hingen in ber Bankbeamtenbewegung sind gestern gescheitert. Indolgebessen ist es bereits in einer großen Anzahl von Süidlen im Reiche zu ÄusstLidch geb)mmen. Heber 50000 Bankangestellte sollen sich schon im Streik befinden. Die Einwohnenoehren in Bayern. Berlin, 15. Mai. Wie ber „Tägl. Rundschau" aus München berichtet wirb, teilte der stellvertretende Landeshauptmann ber Einwohnerwehren Bayerns in einer Sitzung mit, daß an zuständiger Stelle die Nachricht vorliege, daß man sich in Paris mit dem Weiter bestehen ber Einwohnerwehren in Bayern abgefunben habe. « Ein Todesurteil vollstreckt. Wesel, 14. Mai. lWTB.) Das Tcdesurleil gegen den Eisenträger Christian Köpp aus Tuis- tnrrg wurde am 12. Mai abends durch Erschießen vollstreckt. Köpp war oom außerordentlichen Kriegsgericht wegen Aufruhrs und Mordes an einem Leutnant der Reü^wehr zum Tode verurteilt worden. Aus Hessen. Tagung -er Volkskammer in Darmstadt. rm. D a r m st a d t, 14. Mai. Entgegen anders lautenben Nachrichten steht unzweifelhaft fest, baß der Zusammentritt des Hess. Landtags am kommenden Mittwoch in Darm stabt erfolgt. Wohl war vom Präsibium eine Tagung der Kammer in Oberhessen erwogen worben, im Falle rott noch mit ber französischen Besetzung xu rechnen haben werden. Da indessen eine solche Tagung mit Schwiengkeiten verschiedener Art verbunden 2 Gott dem Allmächtigen hat es g Mutter, Großmutter und Urgro&nutte Katharina K nach kurzem Leiden im fast vollendet jii die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der Lou Gießen (Wetzsteinstr. 34), den 13. Mai Die Beerdigung findet Samstag d von der Kapelle des alten Friedhofes Verwandten, Freunden und liehe Mitteilung, daß unsere gut unsere liebe Schwester, Schwäg Frao Marse Sc geb. Hofnu heute nachmittag 4 Uhr im 46. [ sanften Tod von ihrem schwer« Dietieftrauernden Mainzlar, Bersrod, Climbach u. den 12. Mai 1920. Die Beerdigung findet Samsta mittags 4 Uhr sucht. Schriftl. Angebote Msehr gute iettere |Ste8lesigesi Achtbare älter (öOjähr.) wünscht S al* Haushalt für kleinen befs. Hr Schriftl. Angebot 08820 an d. Gien. A Tücht. 33jähr. Hou sucht Stelle als (eitert«: Kautioi stellt werden. Sck unter 5377 n. d. Gi> lick von 10—2Uhr gesucht. I Schriftl. Angebote nnt. (Mittagessen eingesckl.) 15356 a» den Gietz. Anz. 1 gutes Klavier Tttchtlge* n&dchen | o für Hau» und Küche sucht L". verkaufen. H. Lotz. Gut Wartbos sBrskirmen n./Labn. 1876 5384 bei Grünberg. -Violine mit Zubehör 5h6c braue SJlMStn 08825jtöefedt?aV?l2o i. ‘ÄÄmS Einige Wiselongntö Gewerbsmäßige Stellen-1 mit oo. ohne Decken sowie IJnionbrauerei. Eventus- schneidkluppe Nr. 6, D. R.-P., Schneid backen ».Schneidbobrer uefudit 5300B hiO. au verk. Henohelhelm, NW für Hautkrankel l Babnstra^____08850 Zum 15. Mai ob. i. Juni noch eimae ein alt., in Kucke u. Haus-1 * r 9 arbeit erf. Mädchen bei hohem Lohn gesucht. Apetheko la Sennklrehe» tkkreis Siegen). «« Aushilfe gesucht 5343 Wilbelmsrraße 1. Ei« ordentliches Dienst Mädchen abzugehen ober Lauffrau sofort gesucht. Näheres I ZUM Monatlichen 5348 Marktplatz 17. I Aiietppei6 von Sauberes Mädchen I Mk 50 - 75 - od. »ran 3mal wöckcnp *U‘te " 6 ' * ' «M.Stühle AU verk. Frenld. Strafe 34, 5355 Bolsterwerkitätte. Anzuf. v. 8—5 Uhr nachm. NSisdrwtztitL," 08832 Caf6 Leib p. Schön möbL Wohn- end Schla'alnuner zu oerm. „w Crednerstratze IS I. | Mietgesuche | Möbl.Zimmer einfaches, oder Schlafstelle, mögt mit Kost, für jungen Mann ges. ss? Schilling, Franks. Str. 23 Jüngerer Kaufmann, angenehmer Mieter, sucht möbliertes Zimmer, evtl, mit Kabinett, titöfll. im Zentrum der Stadt. Schriftl. Angebote unter 08823 a. d. Gieß Anz. erb. Zwei Referendare suchen per sofort 2—3 möbl. Zimmer in gutem Hause. Schriftl. Angebote unter 08853 an den Gien. Anz. erbeten. IStellenangebote] Weißbinder gefntöt iOt7t8 Ludwigstrafre 52. unter 5379 a. d.'Gieß.Anz. mit freiw Wohn. --Näh. Ost-Anlage 2 Auf Fabrikkontor (anhnännlfdi ausgebilöete NUtzyolZver Dame 2V0 Festm. Fl M m 7 u. Kiefern-Be bie auch flott maichtnen- ö- 37 cm Durchme (iyclbcit unb f^nogra- ,oärt8 AU üert Sä phteren kann, per sofort ]mL 03322 a. d. ®i« od. water getucht. Schriftl. — Zöverläss. Zeilung^ägerin Ä für morgens gesucht. Ü1W371 A. Bey, Laubach l. Oberh, J. Frieslebeu, Zigarren- I ^3^Eineschmiedeeiserne Handlung, Bahnhowr. 48. zu ver- Zuverl. Mädchen oder ^keyvaNl kaufen. Frau, stadtkundig, zum AuStr. von Heften sof. ges. Pfeiffer',che Buchbdlg., um Walltorstrane 21. GÄsWsWllelA aes. Ldwl. erro. Schriftl. Angeb. unter 5385 an den Gießener Anzeiger. Tüchtige Berkiiuferin möglichst aus der Lebensmittelbranche, wird ge- IüilütttS Frä sucht Stelle als Schriftl. Angebot« 08829 an d.Gieß.A | Verkauf Sriidjutclfenöt z.verk. 06842 Damu 2 Ziegenlän 8 Wochen alt, »tu geeignet, zu verkc 08820 Ncutta! Gtutze Lälifersi! nnb Ferkel z» ti 5368 siüiser-Äl Ein schöner Li sowie 2 Loge z. verk. Rodbeim Hans-Nr. 25. 1 Glücke mit 9 z. verkauf. Hcuch, Ernftstraße 1L Neu. 3-Züanerhau Vermittlerin Frau Barre, Kirchenvlatz 11. mmi Lehrmädchen auS guter Familie gesucht E» Schubbau* Sprlngman n Bahnhofstr. 58. b) c) d) Betr.: Wie oben. ______ All die Bürgermeistereien Holzheim, (Mrihnnncn, Dorf-Güll, Eberstadt, Obcr-Hörqcrn, Lang-Göns und Lciligestern. Wir machen Sie auf vorstehende Bekanntmachung ganz besonders aufmerksam. Die Bürgermeistereien wollen die erlassenen Anordnungen ortsüblich bekannt machen lassen und außerdem Viehhändler und Metzger, die in den Gemeinden wohnen, schriftlich !oder zu Prioto'lioll noch besonders auf diese Vorschriften Hinweisen. Gießen, den 12. Mai 1920. Kreisamt Gießen. Dr. U f in ger. 3 Dünger und Jauche von Klauenvieh, ferner Gerät,chatten und Gegenstände aller Art, die mit solchem Vieh in Berührung gekommen sind, dürfen aus dem Sperrbezirke nur mit polizeilicher Erlaubnis unter den polizeilich anzuordnenden Vorsichtsmaßregeln ausgeführt werde«. 4 Die Einführ von Klauenviel) in den Sperrbezirk sowie das Durchtrciben von solchem Vieh durch den Bezirk ist verboten. Dem Durchtreiben von Klauenvieh tst das Durchfahren 'von Miederkäuergespannen gleichzustellrn. Lie Einiuhr von Klauenvieh zur sofortigen Schlachtung, im Falle eines besonderen wirtschaftlichen Bedürfnisses, auch zu Nutz- und Zuchtzwecken kann gestattet werden. B. Für das Veobachtungsgebiet gelten folgende Anordnungen: I 1 Aus dem Beobachtungsgebiet darf Klauenvieh ohne polizeiliche Genehmigung nickst entfernt werden. Auch ist das Durchtreiben von Klauenvieh und das Durchfahren mit fremden Wicderkäncrgespanncn durch das Beobachtungsgebiet verboten Das Verbot des Durchtreibens einschließlich Durchluhrens und des Durchfahrens mit Wiederkäuergespann erstreckt sich nicht auf Klauen'oieh, das im Beobachtungsgebiet bleibt. 2. Die Ausfuhr von Klauenvieh zum Zwecke der Schlachtung ist, wenn die frühestens 48 Stunden vor dem Abgang der Tiere vorzunehmende tierärztliche Untersuchung ergibt, daß der gesamte Viehbestand des Gehöfts noch seuchenfrei rft, durch Die Bürgermeisterei zu gestatten, und zwar: a) nach Schlachtstätten in der Nähe liegender Orte, , b) nach in dec Nähe liegenden Eisenbahnstationen oder Häfen (Schisssanlegestellen, zur Weiterbeförderung nach Schlachtviehhäfen und öffentlichen Schlachthäusern), vorausgesetzt, daß diesen die Tiere auf der Eisenbahn oder mit dem Schiffe unmittelbar oder von der Entladestation aus zu Wagen zugeführt werden. 3. Bei Klauenvieh, das tm Beobachtungsgebtet abgeschlachtet wird, oder das zur Abschlachtung in einem benachbarten Sperrbezirk gelangt, kann die Untersuchung des Bestandes durch den zuständigen Fleischbeschauer vorgenommen werden. Für den Transport nach in der Nähe liegenden Orten, Eisenbahnstationen oder Häsen (Schisfsanleg^tcllen) wird angeordnet, daß er zu Wagen oder auf solchen Wegen erfolgt, die von anderem Klauenvieh nicht betreten werden, wenn die Tiere nach Orten gebracht werden, die außerhalb des Beobachtungsgebietes liegen (Transport in freies Gebiet). Die Polizeibehörde des Schlachtorts ist von dem bevorstehenden Eintreffen der Tiere rechtzeitig zu benachrichtigen. 4. Die Ausfuhr von Klauenvieh zu Nutz- oder Zuchtzwecken darf nur mit unserer Genehmigung erfolgen. Diese Genehmigung wird nur unter der Bedingung erteilt werden, daß eine frühestens 24 Stunden vor dem Abgang der Tiere vorzunehmende tierärztliche Untersuchung die Seuchenfreih'it des gesamten Viehbestandes I des Gehöfts ergibt, und daß sich die Polizeibehörde des Bestimmungsorts mit der Einfuhr einverstanden erklärt hat. Am Bestimmungsort sind die Tiere auf die Dauer von mindestens sieben Tagen der polizeilichen Beobachtung zu unterstellen. Diese Dauer ist mit siebenmal 24 Stunden voll einzithalten. Auf den Transport nnb die Anmeldung der Tiere ttnden die Bestimmungen unter Ziffer 2 sinngemäße Anwendung. Hinsichtlich dec polizeilichen Beobachtung der ausgeführten Tiere gelten die Bestimmungen über Quarantäne. 5. Die tierärztliche Untersuchung hat bei Tageslicht zu erfolgen. Das Gleiche gilt von der durch den Fleischbeschauer etwa vorzunebmenden Untersuchung. 6. Mit den genannten tierärztlichen Untersuchungen ist Herr I Tierarzt Dr. Fuchs in Wimpfen betraut. II. Die Einfuhr von Klauenvieh in das Beobachtungsgebtet zur Schlachtung und zu Nutz- und Zuchtzwecken ist gestattet, nicht aber zu Handelszwecken. C. Strafen. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Anordnungen werden mit hohen Strafen geahndet, und zwar, wenn sie wissentlich be- I gangen werden, gemäß 8 328 StrGB. mit Gefängnis. . Gießen, den 12. Mai 1920. KreiSamt Gießen. Dr. Usinger. Durchfahren mit Wiederkäuergespannen verboten" leicht sichtbar II. Tie Einhaltung der getroffenen Anordnungen ist durch fortgesetzte polizeiliche.Uebevwachung sicherzustellen. III. 1. Tas verseuchte Gehöft wird gegen den Aerkehc nut Tieren und mit solchen Gegenständen, die Träger des Ansteckungsstoffs ieht können, in folgender Weise ab gesperrt: ai lieber die Ställe oder sonstigen Standorte, an denen Klauen- rieh steht, wird Sperre verhängt. Tte abgcfperrten iterc dürfen aus dem Stalle'(Standort) nur mit un lerer Erlaubnis, und zwar nur zur sofortigen ^Lchlachtaag entfernt werden. „r , .. .... - .. Tie Verwendung ter auf dem Gehöfte befindlichen Pferd e und son stigen Ein h ufer außerhalb des gesperrten Gehöftes ist gestattet, jedoch, insoweit diese Tiere in verseuchten Ställen untergebracht sind, nur unter der Bedingung, daß ihre Hufe vor dem Verlassen des Gehöft» desinfiziert werden. f Geflügel ist so zu verwahren, daß es das Gehöft nicht verlassen kann. Für Tauben gilt dies insoweit, als die örtlichen Verhältnisse die Verwährung ermöglichen. tzunde, die in dem Gehöft gehalten toerbcit, tnricn au» diesem nur nach erfolgter Desinfektion dec Fuße ent secnt werden. Fremde Hunde dürfen das Seuchengehoft nutzt betreten e)Fr em des Klauenvieh ist von dem Gehöft lern zull Das Weggeben "von Milch« aus dem Gehöft ist unter der I Bedingung der vorherigen Abkochung oder enter anderen ausreichenden Erhitzung gestattet. Kann eine wirftawe Er- biknng nicht gewährleistet werden, so ist das Weggehen von Milch aus dem Gehöfte verboten. . Für die Abgabe von Milch an Sarnrnelmo kereicn, in denen eine wirksame Erhitzung der gesamten Milch gewährleistet ist, sind Ausnahmen zugelassen. gi Tie Entfernung des Düngers aus den viwfeuchten Ställen und die Ab fu hr ö 0 n Düng er und I a u ch^e von Klauenvieh aus dem verseuchen Gehöfte müssen nach den Vorschriften des § 19 Absatz 3, 4 der Anweisung für das Tesinsektionsoerfahren (zu erfragen bei der Bürgermeisterei) erfolgen. Tie Desinfektion des Düngers ist, soweit tunlich«, vor der Entfernung aus den Ställen vorzunehmen. h) Leere Futter- und Düng er säcke dürfen aus rem Seuchengehöft nur nach erfolgter Desinfektion entfernt werden. - i) Futter- und Streu vor rate dürfen für die -tauer der Seuche nur mit polizeilicher Erlaubnis und nur in s oweit aus dem Gehöft ausgefü'hrt werden, als sie nachweislich nach dem Orte ihrer Lagerung und der Art des Transportes Träger des Ansteckungsstosfes nicht sein können. I k) 01 e r ä t s ch a f t e n, Fahrzeug e, Behält.n 1 sse und sonstige Gegenstände müssen, soweit sie mit den kranken oder verdächtigen Tieren oder deren Abgängen in Berührung gekommen sind, desinfiziert werden, bevor sie aus dem Gehöfte hcrausgebracht werden. Milchtransport- gefäße sind nach ihrer Entleerung zu desinfizieren. 2. Die Stallgänge der verseuchten Ställe der gesperrten Gehöfte, die Plätze vor den Türen dieser Ställe und vor den Eingängen des Gehöfts, die Wege an den Ställen und! in den zugehörigen Hofräumen sowie die etwaigen Abläufe aus der Dungstätte oder dem Jauchebehälter sind täglich mindestens einmal mit dünner Kalkmilch zu übergießen. Bei Frostwttter kann an Stelle des Uebergießens mit Kalkmilch Bestreuen mit gepulvertem frisch gelöschten Kalk erfolgen. Die gesperrten Stalle (Standorte) dürfen, abgesehen von Notfällen, ohne volizeiliche Genehmigung nur von den Besitzern der Tiere oder Ställe, deren Vertretern, den mit der Beaufsichtigung, Wartung und Pflege der Tiere beauftragten Personen oder von Tierärzten betreten werden. Personen, die in abgesperrten Ställen verkehrt haben, dürfen erst nach vorschriftsmäßiger Desinfektion das L-enchen- gehöft verlassen. Zur Wartung des Klauenviehs in dem gesperrten Gehöfte dürfen Personen nicht verwendet werden, die mit fremdem Klauenvieh in Berührung kommen. IV. Sämtliches Klauenvieh nicht verseuchter Gehöfte des Sperrbezirks unterliegt der Absonderung im Stalle. V. Für den ganzen Bereich des Sperrbezirkes gelten folgende Bemerkungen 1 ~ o 1. Sämtliche Hunde sind festzulegen. Der Festlegung ist das Führen an der Seine und bei Ziehhunden die feste Anschirrung gleich zu achten. Die Verwendung von Hirtenhunden zur'Begleitung von Herden und von Jagdhunden bei der Jagd ohne Leine ist gestattet. 2. Schlächtern. Viehkastrierern, sowie Händlern und anderen Personen, die gewerbsmäßig in Ställen verkehren, ferner Personen, die ein Gewerbe im Umherziehen ausüben, ist das Betreten aller Ställe und sonstiger Standorte von Klanen- vieh im Sperrbezirke, desgleichen der Eintritt in die Seuchengehöfte verboten. Druck der 'Lrübl'fcken Unwersitäts-Buch' und ötrindruckerei. N. Lauge, ließen. «Uitwi«- n- —uu,.« Jeschke, Kanzleiberg 5. la Leinöl auch kleines Quantum, bat abzugeben 5359 Sckanzenstratze 1. 1P. dnktlbr. StoIUchnhe ((Sr.38), neu. bill. zu verk. 08816 Roouftr. 29 p. Mehrere gut erhaltene tknabenanzüge für 12—löjähr. z. verkauf. Balmbofftr. 581. l. Zu verkaufen: 1 kleiner Bock f. Feldart., neu, 1 OHlz.-inatzB s. Feldart., neu, 1 OfHx.-IHfltxe f. Feldart., säst neu, 1 Selten- gewelir, verntck., m. Futteral u. Portepee, 1 Kav.- Deganhaltor. Näheres bei Frau Frledleln, Lnd- wigltratzc 40, v. 08817 1 innkelbl. Anang f. mittL Größe, 1 graaer Fllxhut (56), 1 Ollix.-Dagea ». Portepee, 1 xreiße Sporthose, 5 Paar weltle Lederhanfl- schabe (gebr.) zu verkauf. 08831 Bleichttr. 11 V. Zast neuer Anzug billig zu verkaufen. 08839] Brandgaffe 3 III. 2 Paar Klnderhalbsehabe (Gr.28u.24), gut erh. 50M. u. 20 M, 1 neuer bl. Herr.- Boek laroße Figur) 110 M. au verkaufen. 08856 Karbarinengaffe 14 II. Setzbob nen, etwa- Lonnenblumenfameuu. ein fast neuer schwarzer Rock au verkaufen. 08843 __Katbari«e«gaffe 8. la. SetskarL