Erstes Blatt Montag, September 1920 170. Jahrgang Sus dem besetzten Gebiet. st a. M., 12. Sept. Der Gerne. schäftssührer der hiesigen mehrheitssozialisti- ’-neiderei ’tephon 406 Gq1£V 1 Schwere Unruhen in Petersburg. Paris, 11. Sept. (WTB.) „Information" veröffentlicht eine Depesche aus Kopenhagen, daß nach Meldungen finnländischer Blatter schwere Unruhen in Petersburg ausaebrochen sind. Die Kommissare wären ermordet worden. Sechs von ihnen seien ertränkt worden. l die verschiedenen Vorschläge jung der Krise erörterte, schließt die "Iribuna", daß Hoffnung auf Beilegung der Streikbewegung bestel-e. 22Schuhfabriken sind gestern v o n d e n Arbeitern besetzt worden, um, wie es heißt, zu verhindern, das; die Besitzer der Betriebe die Rohmaterialien beiseite schaffen. Das gleiche ist bei ungefähr 200 chemischen Betrieben durchgeführt worden. Trieft, 11. Sept. (Wolff.) Trotz der Be- schwichtigungsbemühungen seitens der sozialistischen Führer ist die Ruhe noch nicht wiederhergeftellt. Die Z ihingen stellen eine italienfeindliche Agitation durch sla- Reparaturen ie Neulie^erQD9 und Zubehör Vie Lage in Italien. Paris, 11. Sept. (DTB.) Nach einer Havasmeldung aus Rom sind gestern von Manifestanten in Triest Barrikaden errichtet worden, die jedoch sofort von der Infanterie zerstört wurden. Ungefähr 100 Verhaftungen wurden vorge Gberschlesien. Berlin, 11. Sept. (Wolff.) Auf die Note der deutschen Regierung vom 4. Sept-, in der unter Hinweis auf die von polnisch er Seite begangenen Gewalttaten die Einsetzung einer neutralen Unter- suchungskvmmission vorgeschlagen wurde, ist dem Präsidenten der deutschen Friedensdelegation in Paris nachstehende Antwort de rBotschafterkonferenz zugegangen: Sie haben der Konferenz am 4 September 1920 eine Note der deutschen Regierung übermittelt, in der die Einsetzung einer Kommission zur Untersuchung der Ereignisse in Oberschlesien vorgeschlagen wird. Die Kommission soll sich aus Angehörigen von Mächten zusammensetzen, die nicht Signatarmächte des Vertrages von Versailles sind. Ich beehre mich. Sie davon in Kenntnis zu setzen, daß die alliierten Mächte einstimmig der Ansicht sind, daß die Bildung einer derartigen Kommission sich nicht recht- fertigen läßt, und daß der Vorschlag Ihrer Regierung infolgedessen nicht angenommen übernimmt Arnsberg 98. 71720 n WW! äs® nr. 215 Dec totBtwer erscheint täglich, ait^er Seim, und Feiertags. Et;ug$priolittis hier ein getroffen war, der französische Botschafter in Rom, sowie Bert Helot und Mlwtti teilnahmeir. Paris, 13. Sept. (WTB.) Nach der zweiten Unterredung, die in Aix-les-Bains zwischen Millcrand und Givlitti geflem von 31/: bis 6 Uhr stattfand, empfing Millerand die anwesenden Journalisten und betonte ihnen gegenüber insbesondere den vertraulichen und berslicten Charakter der Unterhandlnngen. Er beantwortete dann die an ihn gestellten Fragen über die Genfer Konferenz und erilär'.e, Lloyd George 'habe auf den belgisch-französisäien Vorschlag noch gar nicht antworten können; Giolitti habe nicht die gering7ien Einwendungen gemacht, lieber die Sv wj etfrage erÄärte der Ministerpräsident, das', nach wie vor das Abkommen 'zwischen den Alliierten bestehe, das vor acht Monaten abge- stllossen worden sei: Handelsbeziehungen, keine politischen Beziehungen. Das Han- delsabkönmren sei bisher loyal ausgeführt worden. Er glaube aber, daß der einzige Artikel. den Rußland au5führen könne, die Propaganda sei, und an deren Einfuhr nach Frankveich habe er nicht das geringste Interesse. Nach .dem .„Journal" habe Millevand gesagt, um endlich zum Frieden xu kommen, mülle man Polen den Rat zur Mäßigung erteilen sowie alle Verträge im Geiste der Mägigtmg und der Loyalität anwenden, wie dies schon in Luzern abgesprochen» worben sei. In ter Adriafrage verbleite es bei ter eng isch fran ö i chm Po.itik ron San Remo: also, leine Interventionen irgendwelcher Art. Aix-les-Bain, 12. Sept. (WTB.) Hatz as. G i o l i t t i wird am Dienstag Aix-les-Bains verlassen, während sich Millerand am Mittwoch nach Genf begeben wird. Paris, 13. Sept. (WTB) Wie Perttnax.im „Echo de Paris" mitteilt, hat ihm G i o I i 11t ein Communiquß vor gelegt, das morgen besprochen werden soll. Nach Pertinax scheine das Wort „Aktionsfreiheit" in dem ita.imischen Text sehr unglücklich und geeignet, gewisse Zusicherungen in Frage zu stellar. Die Verschiebung der Genfer Konferenz. Paris, 12. Sept. (Wolff.) Nach einem Havasbericht ist über die Beteiligung Frankreichs an der Genfer Konferenz noch nichts Bestimmtes festgelegt. Frankreich hat gegen den Zeitpunkt der Konferenz formelle Einwände erhoben, da diese mit der Brüsseler Finanzkonferen- zeitlich zusammenfällt London, 12. Sept. (Wolff.) Reuter erfährt aus gut unterrichteten Kreisen, daß die Vers ch ie- bung der Genfer Schadenersatzkonferenz bis nächsten Monat als fast unvermeidlich angesehen wird, da sie mü der Brüsseler Konferenz zusammenfällt pwran mehrere der Delegierten ebenfalls teilnehmen. wische stadtfremde Wühler fest. Paris, 12. Sept. (WTB ) Wie Havas aus Rom meldet, ist „Itea Nationale" zufolge in Nom eine metallurgische Fabrik ohne Zwrckr'n- fall von den Arbeitern besetzt worden. Die Arbeiter der chemischen Fabriken treffen Vorbereitungen, iich der Bewegung cmzuschlicßen. In ihrem Manifest spreäien sie von der Eroberung der Fa- brilen. Wie die „Epoca" meldet, buben die Koh- lena rdeiter von Falonaia die Gruben besetzt und die rote Fahne gehißt. Nach dem „Giornale d'Jtalia" besürwortere die auf dem Kongreß des Arbeiterverlxmtes angenommene Tagesordnung eine Verständigung mit den Industriellen aus der Grundlage fofertiger wirtstlpaf licher Aufbesserungen. Tie ntaftmalisti che Tagesordnung, die von der Leitung der sozialistischen Partei etugebraeßt, aber a'g> bHut wurde, befürwortete, daß bi: Besetzung seitens der Arbeiter auch auf die Werkstätten und Fabriken aller Art ausgedehnt werden sollte. Paris, 13. Sept. (WTB.) Das „Journal" meldet aus T u r i n, daß gKftiern von einer Fabrik aus, die von Rotgardisten besetzt ist, auf den Besitzer einer Nachbarfabrik, die noch regelmäßig arbeitet, geschossen worden ist. Der Angeschossene erwiderte das Feuer und tötete zwei Rotgar d i st e n. Mailand, 12. Sept. (Wolff.) In einer Versammlung der Vertreter der Arbeiterverbände wurde gestern die vom Sekretär des allgemeinen Gcwerkschaftsbundes, Duaragona, vorgelegte g e m ä ß i g t e T a g e § o r d n u n g, die sich gegen jede Diktatur des Proletariats und bolschs- wistische Tendenzen aussprick)t, mit 185 000 Stimmen Mehrheit angenommen. Rom, 12. Sept. (WTB.) Stefani. Dre sozialistische Kam m e rfraktion richtete an den Ministerpräsidenten und den Kammerpräsidenten das Ersuchen auf Einberufung der Kammer. zranzöfifche Pressepropaganda in Deutschland. Nach Pariser Blättermeldungen macht die französische Negierung mit der belgischen zu- jammen den Versuch, Deutschland von der Teilnahme an der entscheidenden Genfer Konferenz aus-uschließen. Deutschland soll nach diesem Plan vor der Genfer Konferenz in Paris nur unverbindlich über seine Vorschläge gehört werden. Hierzu bemerkt die „B o s s i s ch e Z e i t u n g": „Der Schlüssel zur Lage ist nach wie vvr in der Hand der deutschen Regierung " Das genannte Blatt bleibt also auch in diesem für Deutschland lebenswichtigen Punkt bei seiner Methode, die Verantwortung für die deutsch-französischen Beziehungen Deutschland zuzuschieben und so zu tun; als lstinge es lediglich von uns ab, in ein erträgliches Verhältnis zu "Frankreich zu tommen. Diese Tendenz zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze außenpolitische Haltung, der „Vossischen Zeitung". In.dem erwähnten Fall bezieht sich die „Vossische Zeitung" auf die Zeugenschaft des j,Temps", b. h. eines Blattes, das an gehässiger Feindschaft gegen Deutschland nichtzu übertreffen ist. Der „Temps" schreibt, day eine Unterhaltung unter vier Augen zwischen deutschen und französischen Vertreterin mehr Wert habe, als eine Besprechung in Genf. Ganz sicher meint er, daß dieses Verfahren für Frankreich größeren Wert haben würde, denn auf den Vorteil Deutschlands ist das französische Organ sicher nicht bedacht. Es würde ganz der bisherigen französischen Politik entsprechen, sich vertraulich über Deutschlands Anträge und Vorschläge zu unterrichten und dann tn rtSenf unter den vier oder mehr Augen der Entente die finanziellen Leistungen Deutschlands ans dem Wege des Diktats festzusetzen. Eine andere Pariser Zeitung gibt dies auch aanz offen als die ausgesprochene Absicht der französischen Regierung zu. Es ist schwer verständlich, daß ein deutsches Blatt unter diesen Umständen behaupten famt, es sei in Deutschlands Hand gegeben, ob es sich mit Frankreich verständigen wolle oder nicht. Wie hier, so geberdet sich die „Voss. Ztg." überhaupt bei der ganzen Behandlung der deutsch französischen Beziehungen weit mehr als Amvalt der französischen als der deutschen Seite. Kürzlich hat ihr die „Frankfurter Zeitung, also ein demokratisches Bruderorgan, den Vorwurf einseitiger Untersetzung der ftanzösisck-en Politik im Saargebiet gemacht. In der Tat läßt die „Vossische Zeitung" hier jedes Verständnis fü^ die deutsche Sache vermissen. Auch über t^c Haltung der „Bossischen Zeitung" in der oberschlesischen Frage braucht sich die ftanzösische Regierung wahrlich nicht zu beklagen. Die deutsche Presse ist ohne Unterschied der Partei tagtäglich angefüllt mit den berechtigsten Beschwerden über die sriedensvertragswidrige Politik Frankreichs m Oberschlesien. In dem „Vorwärts" kann man fast in jeder Nummer immer Klagen oberschlesischer Arbeiter lesen, die Frankreichs Haltung as bewußte Förderung des polnischen Terrors brandmarken. Auch die „Voss. Ztg." gab kürzlich Arbeiterklagen aus Ober- schlesien wieder. Diese Auslassung war ein Zitat aus dem gewerkschaftlichen Nachrichtendienst und richtete sich gegen den „kommu- nisttjchen Theaterdonner"", der in Oberschlesien öoit deutschen Kommunisten „in ge- toeucr Verbrüderung mit polnischen Aai- Üonskomibees" verübt worden sei. Hierru bemerkt der gewerkschaftliche Nachrichtendienst, ,Mr Toven Türmten glauben, die oberschlesischen Ereignisse und Verhältnisse mit Macht und Bluff meistern zu können". Franzosen und Polen hätten eben in Oberschlesien zur Zeit eine stärkere Position als die Deutschen. Soll daraus etwa von der „Voss. Ztg." ge- werden kann K a t t o w i tz, 11. Sept. (Wolff.) Vor dem außerordentlichen interalliierten Gericht für Kattowitz Stadt und Land wurde in den letzten Tagen eine Reihe von Aufruhrprozessen verhandelt. Ein Angeklagter erhielt 15 Jahre Zuchtbaus, weil aus seiner Wohnung aus ftanzösische Truppen geschossen wurde. Weiter wurde von dem Gericht erkannt wegen Teilnahme am Aufruhr mit Waffen auf 2 Jahre Gefängnis, wegen Plünderns auf 2 Jahre Zuchthaus, wegen Besitzes geraubter Gegenstände auf 6 Monate Gefängnis, wegen Uebertretens des Waffen Verbotes auf 4 Monate und wegen Paßvergehens auf 1 Jahr Gefängnis. tenen Aushängens des „Wahrep Jakobs" zu 6 Monaten Gefängnis und 5000 Mark Geldstrafe durch die Besatzungsbehörde verurteilt worden war, ist nunmehr aus dem Wiesbadener Gefängnis entlassen worden, nachdem er erst einige Tage abgebüßt hatte. Die Geldstrafe wurde auf 6000 Mark erl)öht, während die Freiheitsstrafe erlafsen wurde. rigange i" । . a 111 Die Kieler Herbstwoche für Kunst und Wissenschaft. Kiel, 12. Sept. (WTB.f Die „.Kieler Herbste wochc für Kunst unb Wissenschaft", bk mrn alljährlich eine künstlerische imb wissenschaftliche Heerschau darstellen soll, begann brate. Zahlreiche leite nehmer aus dein ganzen Deutschen stieich und tent Ausland find hier eingetroffen. Das vielgestaltige Programm umfaßt unter Mitwirkung h rvorragen- der Künstler und namhafter Ge"ehrtet', ncftiwh' in den städtischen Thoaer.', Kvrzer e tviiVn dxiftlicte Vorträge und Ausstellungen, inson'.erhrit leunrte sicher Kunstschöpfungen. Auf dem gestrigen L4e- grüßuugsabend im Hotel Bellevue war auch Kultusminister H a e n i s ch zugegen, der in einer Ansprache ausführte, daß es ihm eine ganz beiontete Freude sei, im Namen dre preußischen Staatsregierung der großen Kieler Veranstaltung von ganzem Herzen Erfolg wünschen zu dürfen. Tas alte Kick mit seinem stolzen Kriegshafen und seiner glänzenden Flotte sei das Wahrzeichen des alten Deutschland, des Deutsch änds der imperialistischen, völkischen und mlit arischen Machtentfaltung gewesen. T eses Deutschland, daS wir nicht verleugnen wollten, das zweifellos Ofewaltiges geleistet und Großes in der Welt bedeutet habe, sei nicht mehr. Mit dieser harten aber unabänderlichen Tatsache müßten wir uns ab finden, so schwer es uns auch werden möge. Er, der Minister, habe volles Verständnis dafür, daß gerade das Herz der Kieler sich nur schwer und unter Schmerzen von der Erinnerung an dieses alte Deutschland lvsreißen könne, aber es müsfe geschehen. Es gelte, die Blicke nicht dauernd aur der nun einmal toten Vergangenheit ruhen zu lassen, föntem sie entschlossen vorwärts zu rirfticn auf die Zukunft unseres Lautes und innere? Volkes, Diese Zuffmft aber Eömie nur von innen heraus erschaffen werten, aus den testen Kräften ter deutschen Seele und des butschen Geistes. Die Kieler 2Bodx bedeute in diesem Sinne ein Cultur» und nationalpolittsches Programm für nufer g-mfreä Volk, ein Wahrzeiciien, mit dem wir stolz erbotenen Hauptes auch vor die gan*e Welt blutroten könnten. So sehr wir dem alten verterblicl>en Wahne eittsagen müßten, day am deutschen Wesen die ganze Welt genesen solle, so ungebeugt dürfen wir doch vor aller Welt bekennen, daß sie jämmerlich verarmen würde, sollte ihr jemals ter wimteroolle Einschlag deutschen Weie.ls, deuts.ler Kultur, deute ]d)er Wrstenschast und Kunst fehlen. z ln all. körten an<* Formen ibst lartlkel bietet ai archen-Sieq? deutsches Blatt gibt, das für deutsches Recht l gemeinen Arbeiterbundes bis in die frühen und deutsche Würde in dieser schweren Zett Morgenstunden überhaupt keinen Sinn hat. zur Lösung bei a. y*-v hnnaijwe DOM XHjtiucu Ml bte lagesnommer bis Gles' erAnzeiger s ^auptf^rif tieitcr ?lug. General-Anzeiger für Gberheffen MZZ V ® 1 1 Anzeigenteil: H. Deck, Druck nn> Verlag: vrühl'sche Umv.-Yuch- und Steinbrutferei R. Lange. Zchriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. sämtlich in Dieh-n. folgert werden, daß die deutsche Bevölkerung die Pflicht habe, sich den gegebenen Macht- Verhältnissen einfach zu unterwerfen? Die „Voss. Ztg/' braucht die deutsch-ftan- Msche Verständigung, weil sonst ihre ganze «mtinentalpolitik in der Luft schwebt. Was aber befürwortet, ist nicht eine Verstän- d'--ßmg, sondern eine glatte Unterwerfung Deutschlands unter die ftanzösischen Vor- /krrschaftsgelüste auf dem europäischen Festland. Das geht soweit, daß die „Voss. Ztg." ihren Pariser Vertreter neuerdings im önnte Frankreichs dafür Stimmung macht, das deutsck)e Volk müsse zum Zweck der „Luft- ^üiigung" feine Meinung über die Haltung Frankreichs vor dem Kriege ändern, es müsse aufhören, von französischer Revanchepolitik 8u reden. Erst dann rücke die gesamte Schuld- ttage und damit auch das Wiedergut-- machmigsproblem in die richtige — d. h. in ote Frankreich angenehme —" Beleuchtung. *8eim wir in allen Punkten Frankreich nach-i nommen. .... . 9€ben, so ist in der Tat die „Verständigung" Mailand, 11. Sept. (Wolffs j X 7? u nicht schwer. Es ist kläglich, daß es ein großes > Aus der Tatsache, daß der Ausfchuß des W-l scheu „freien Presse", der wegen des verbv^ Die MiettrMtzffrsetzi^bimy. Berlin, 11. Sept. (Wolff.) In der Presse hnrb vielfach die Besorgnis geäußert, daß die bestehende Mieterschutzgesetz» gebung abgebaut und eine unbeschränkte Steigerung der Mieten zugelassen werden soll; dies trifft nicht zu. Die behördliche Regelung der Mieten wird vielmehr noch lange notwendig sein. Es muß dafür gesorgt werden, daß auch in Zukunft eine Steigerung der Mieten nur insoweit zugelassen wird, als sie zur Deckung erhöhter Aufwendungen des Hausbesitzers für Unkosten und Verwaltung, insbesondere für öffentliche Abgaben, Gebühren und Reparaturen, notwendig wird. Demgemäß bereitet das Reichsarbeitsministerium einen Gesetzentwurf vor, welcher die Bemessung der Mieten regelt und eine unberechtigte (Steigerung der Mieten auch für die Zukunft verhindern soll. Die Einigungsämter sollen auch in Zukunft bestehen bleiben, mtb die Entscheidung über die Hohe der Mieten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bebalten. Eine Tranerfeier in München. München, 12. Sept. (DB.) Ter heutige Tag war für München ein Tag der Trauer und te5 wehmütigen Gedenkens an seine 13 000 im Weltkriege gefallenen Heldensöhne. Es wurde eine Trauerfeier veranstaltet, an der sich rund 30 000 Personen beteiligten. Tie Teilnehmer sammelten sich um 9 ilhr vormittags im Hofgarten und marschierten von da zur .Kirche.^ An fcem Buge nahmen viel« höhere Offizier«, darunter btc Generale Ludendorfs und Lhlander so-me Ob.-rst Epp, Vertretet des KriegsminißerrumS, der Bürgermeister von München und zahlreiche Prinz-n teil. Rach dem Gottesdienst zogen dre Teilnehmer Mm Friedcnsdenkmäl, wo Kränze niebergelegt wurden. Aus r?cfietu Esperanto als Unterrichtsfach? Das Hess. Landesamt für das Bildungs- Wesen, unterzeichnet Dr. Strecker, erläßt'folgende Umfrage: Ti,' Völterverftändiguny wird durch bi? Verschiedenheit der Sprachen außerordentlich erschwert. Das Erlernen füemtec Sprachen hilft mir entern Bruchteil jedes Volkes über die bestehenden Klüfte lsinweg und auch das nur für wenige einz-lne Nwivnen. Eine leicht erlernbare einhntlich? Welthilfssprache mürbe dagegen rasch einen Bw^en für einen allgemeinen und unmittelbaren (fe^ankenaus lausch unter sämtlichen Völkern der Erde schaffen. Sie wird und soll natürlich niemals die organisch gewachsenen Kultursprachen ers b, n. §i: i'ann unö soll aber neben ihnen ein allgemeines einheitliches Hilsswerkzeug der 23er» ständmung werden. Für die Zukunft bekommt das Streben narb einer neutralen Kunsthilf s- sprache bei alten internationalen Verhandlungen — 23öllerbund, Schiedsgericht, Kongreß — noch eine besondere Bedeutung im berechtigten Kampf Mgen die kulturell, politisch imb wirtschaftlich be- bcr.nidfe Vorherrschaft einer der gegebenen nationalen SpvachrM. Daß die Lösung tos Problems sehr schwierig ist, soll nicht verkannt werden. Uns Deiits.fe aber darf es ermutigen, daß kein anderer als unser großer Leibniz der Kulturmenschheft diese große Ausgabe frfjiou vor zwei Jahrhunderten stellte. Als wohl teirck)fechi und se'hr leicht erlernbar sowie auch als ganz wohlk.ingeud hat sich das bereits vemlkfy verbreitete Esperanto erwiesen. Deshalb ergeht an die Schulen Hessens hierdurch die Aufforderung, fest- zustrellm. welch. Lehrer utnb Schüler sich bereits mit Eiperan'o beschäftigt haben, und womöglich weiter? Vnsucs!' mit wMsreiem Esl>cranta-Unter- rickit überall :a in in ber Oöerförsterei Grebenhain, Kiliansherberge in ber Oberförsterei Feldkrücken, Köbbingen in der Oberförsterei Storndorf, Lanab in ber Oberförsterei Hichels- borf. — Tie Melbungen zu der Enbe Oktober stattfinbenden Juristischen Fakultätsprüfung sind mit ben in § 5 ber Prüfunas- vrbnung vorgeschriebenen Anlagen bis zum 15. Oktober an bas Universitätssekretariat einzureichen. Kriegsteilnehmer, betten ein Semester der Kriegs- dienstzeit auf die Studiendauer in Anrechnung gebracht werden soll, haben au Berbern einen Nachweis ihrer Kriegsleilnähme 'Militäipaß ober Kriegsranglistenauszug) beizusügen. Die schriftliche Prüfung beginnt Donnerstag den 21. Oktober, morgens 8V2 Uhr, in der kleinen Aula der Universität in Darmstadt. Eine besondere Ladung erfolgt hierzu nicht. ** Abonnement-Vorstellungen des Stadttheaters. Bisherige Abonnenten des Stadttheaters, die noch Ansprüche auf ihre Plätze erheben, können diese bis spätestens Mittwoch, den 15. September 1920, mittags 12 Uhr, auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 15, schriftlich geltend machen. * * Die Milchempfänger, deren Karte auf Va Liter, lautet, können voraussichtlich in dieser Woche nur Dienstag, Mittwoch unb Freitag beliefert werben. Näheres siehe Anzeige. * * Freibank. Dienstag, 14. Sept., werden von 1—3 Uhr die Nrn. 2201—2300 beliefert. * * Die Maul- unb Klauenseuche ist in Gießen weiter in folgenden Gehöften amtlich seftgestellt worden: 1. West-Anlage Nr. 31, 2. Marburger Straße Nr. 58, 3. In Löbers Hof Nr. 5, 4. Rodheimer Straße Nr. 11, 5. Schiffen- berger Weg Nr. 54. Die Sperrmaßregeln sind angeorbuet. ** Vorsicht beim Drachensteigen- lassen. In Niedervellmar bei Kassel ließ ein Junge Drachen steigen, bie er an Blumenbraht befestigt hatte. Der Draht kam ber Leitung ber Ueberlanbzentrale zu nahe unb ber Jung« wnrhe schwer verletzt. An seinem Auskommen wird gezweifelt. ** Gegen bas neue Reichsversor- gungsgesetz wurde gestern in ganz Deutschland von sämtlichen Kriegsfeschäbigtmorganisatio- nen, einschließlich bes Deutschen Offizier'ounbes, protestiert In Gießen war bei Träger dieser Bewegung vornehmlich ber Reichsbunb ber Kriegs- tesä»äbigten, ber gestern nachmittag im Cafe Leib eine Prote st Versammlung veranstaltete. — Herr Spieß- Frankfurt bedauerte zunächst, baß nicht schon währenb bes Krieges ein Gesetz geschaffen wotben sei, bas bie Existenz ber Kriegsopfer verbürge. Dann unterzog ber Rebner bie besonders nachteiligen Einzelbestimmungen bes neuen Bersorgungsgesetzes und namentlich dessen Ausführungstestimmungen einer scharfen Kritik. Wenn schon eine ganze Reihe von Paragraphen des Gesetzes für die Kriegsbeschädigten unannehmbar sei, so hätten die Aussührungsbestimmimgen bas Gesetz in ein richtiges Klassengesetz verwandelt, da durch sie die Offiziere einseitig bevorzugt würben. Der Redner trat bann sehr lebhaft für die Aermsten ber Armen, für bie noch jetzt in Lazaretten und Heilanstalten untergebrachten Schwerkriegsbeschädigten ein, denen vor allem eine bessere Verpflegung beschafft, werden müsse. Unerhört sei es auch nach Ansicht des Redners, daß ben Kriegsgefangenen zugemutet werb«, den Nachweis zu erbringen, baß sie unverschulbet in Gefangenschaft geraten seien. — Herr Kr a m er - veuchelheim beschäftigte sich ebenfalls mit ben Einzelbesbimmun- gen des .Gesetzes — Ebenso Stadtverorbnetev Weiß. Auch biefer Redner wandte sich scharf gegen bie angeblichen Klassenunterschiede, bie das Metz schaffe, besmchers in ber Behanblung ber Offiziere unb in ben Ausgleichszulagen für bie Angehörigen der verschiebenen BerussgruvpOi. — Ein Vertreter des internationalen .Kriegs feschä» digten-Bmibes forderte nicht nur Aenderung einzelner 23estirnmungen, sondern Schaffung eines vollständig neuen Gesetzes. Weiter forderte dieser Herr Zusammengehen derKriegsteschädigtmorgani- istioncn mit linksstehenben politischen Parteien und ben Gewerkschaften, um eventuell buxch Ar- ^'^iustellungen die ftorbemngen ber Krieg s- teschadigten burchzusetzen - $xrr Meibinger regte bie Abhaltung größerer Wohltätigkcitsder-k ! mstaltungra zugunsten bet Kriegsopser an. — 1 iterr Feldmann wies darauf hin, baß nur die altitoii Offiziere zwischen dem alten unb neuen Bersorguiigsgcsetz wählen könnten. Der roeitnuö größte Teil ber Offiziere, bie bes Beurlaubten- stantes, würden nur nach dem neuen Gesetz abge» runben, bas keinen Unterschieb -zwischen Offizier und Mann kenne. — Stabtv. Weiß widersprach dem Vorredner. — Stabtv. Volz (SPD.) unb ReichstagSabg. Beck mann USP.) erklärten im Namen ihrer Fraktionen, energifdjjür bie Kriegs- opfer eintreten zu wollen. — Am Schluß ber Versammlung wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen: „Die feilte tagenbe üfteattliche Versammlung betont aus das (-ftttschiedenste bie slövtwendigLnc ber Beseitigung ber nachteiligen Bestimmungen des N< icksver sorg ung?gcfetzes. Tie Vorbeiseiungen, die bas neue Gesetz bringt, werben ;edoch durch bieies selbst Mim großen Teil wieder vollständig aufgehoben. Die beredüigtcn Fvrberungen ber Opfer des Krieges sind im Bersorgungsg«>etz nicht erfüllt. Tie Versammlung anerkennt bas Recht der Beschädigten und Hinterbliebenen, für br von ihnen gebrachten Opsec ausreirljende Entschäpigungen zu erhalten. Aus das Sck)ärfste wird gegen bie unerträglichen Bestimmungen über bas Ruhen Oer Rente unb gegen die Anrechnung des von ben Kvankenlässen auf Grunb eigener Beitragsleistung ber Beschädigten gewährten Danken- unb Sterbegeldes auf bas nach dem Reichsversorgungsgesetz zusdehende Kvank^nlxrus- unb Sterbegelb Einspruch erhoben. Ter 8 28 des Gesetzes, ber die alte dienst- gvadmäßige Versorgung teilweise toreber auslefen laßt unb eine K^ssenversorgung bedeutet, muß beseitigt, der § 25 Abs. 3 abgeänbert werden. Tie Vcrsorguiigsgebührnisle der vollständig Erwerbsunfähigen müssen zumindest an bie Bezüge der Reichswehrsoldaten angepaßt werden. Tie Ein kommensgrenze, von ber ab fttiegereltent em Rechtsanspruch auf Rente zusteht, muß entschieden höher gesetzt werden. Unter Aufrechterhaltung ber gegenwärtigen EinLommenSgrenze müssen bie meisten fttiegerellecn wie bisher Unferstützung aus öffentlichen Mitteln beziehen. Tie Reutenbezüge der Hinterbliebenen sinb unzulänglich. Alp das Schärfste wird dagegen Einspruch erhoben, daß b?r § 30 des Reichsversorgungsgesetzcs offen gegen den Artikel 121 ber Reichsversassung verstößt. Die Versorgungsgebührnisse ber Beschädigten müsfen zum Zwecke des Erwerbs von Grundbesitz minbestens bis zur Hälfte kapitalisierungsfähig fern. Der §96 muß entweder aus alle Versorgungsbere,chtigle.i ausgedehnt ober vollständig beseitigt werden. Keinen Platz dürfen im Gesetz die §§ 93 und 100 haben. Ter Rechtsanspruch auf 'Heilbefendlung und Berufsausbildung muß für die Hinterbliebenen gegeben werben. Ten aus jahrelanger qualvoller (Äfangensclxrft zurückgekehrten einmaligen. Krie^fs- g?sangenen müssen die größten Vergünstigungen in b?zug auf 'Steuerleistmrg eingeräumt werben. Es wirb eine vollständige Meuerbefrenmg und die sofortige Beseitigung des Steuerabzugs mindestens für das Stnieriahr 1920 für alle bieienigtn ehemaligen Kriegsgefangenen verlangt, die em iäl)r- lickns Einkommen von 14 000 Mk. nicht haben. Tie Versammlung betont, daß bi« vorstefenden Forderungen nur das Mindestmaß 'darstellen. Von ber Regierung und vom Reiä)stage wirb verlangt, daß diese bevechttgten Forderungen umgehend erfüllt werden." ** Vortrag Graf Luckner. Auch ber zweite Vortrag des Grafen Luckn-er in Offenbach, Tarmstabt, Bensheim, Lindenfels und anderen Orten hat, wie die Deutschmationale Volkspartei mitteilt, überall starken Beifall gefunden. Wir empfehlen daher den Besuch des beute Abend in der neuen Aula der Universität stattfindenden Vortrag aufs wärmste. Nach dem Vortrage werden sich bie Parteifreunde mit Herrn v. Luckner zu einem Abscküebstcunk im Gaschos „Hmbenknirg" vereinigen. ** Im Lichtspielhaus wirb bis einschließlich Donnerstag ber spanische Stierkampffilm „Gallaido, der König der Arena" gegeben. Die Wirkung dieses spanischen Original» films, welcher in Dcucschtanb zum ersten Male gezeigt wirb, liegt in bei hervorragenben Hanblung, in ber Spannung ber wechselnben Arenaszenen unb dem Doppeltalent Callarbos, ber nicht allein ber König ber Arena", ber Bezivinaer der Stiere, sondern auch ein ausgezeichneter Schauspieler ist. ** Die Koh lensparapparat« in ber „Stabt Mainz", Kveuzplatz 5, werben heute bte 7 Uhr abends zum letzten Male vorgeführt. Landkreis Gießen. te* Beuern, 11. Sept. Der Gemeinberat beschloß für die seinerzeit abelieferten Glocken Neu anschaf funa. Die Ausführung wurde ber Glockengiebevei zu Sinn übertragen. v. Lich, 1L Sept. Die Ifter ausgebvochene Mauk - und Kka u enseulche greift rafertb itm sich. Bis zum Freitag absnd waren nicht weniger als 67 Gehöfte als verseucht geineÄet. Zum Glück tritt bie Seuche nicht so heftig auf, wie dies früher schon ber Fall war. Großvieh ist noch gar nicht eingegangen; nur fallt bas Jungvieh, ins- befbnbere Ferrel, der KvanUert Ä gerne zum Opfer. Kreis Lauterbach. la. Bermuthshain, 13. Sept. Vor einigen Tagen wurde auf der hiesigen Bahnstation eine Hamsterin festgenommen, bte ihre HMnfterware gut verborgen »u haben glaubte. Der Umfang der Dame erschien den Gendarmen doch etwas zu stark. Sie wurde dvshalb eingeladen, aus dein Zuge aus- ^usteigen' im Dienstraum ber Station half eine freundliche Bauersft«u der ausfallenden Reisenden die Kleider ausziehen, wobei 16 Pfund Butter zum Vorschein kamen. Die Dame wurde von 12 Pfund befreit und durfte mit dem Rest bie Weiterreise nach Frankfurt tmtretat Kreis Schotten. _, * Gebern, 11. Sept. Gestern machte ber Schmiebemeister Birx seinem Leben ein Enbe. indem er sich mit einem Messer bie Kehl e burch- schnitt. Aerztüche Hilfe blieb erfolglos. Der Grunb zu biefer Verzwrifliungstat mag wokil in erster Linie in einer hartnäckigen und schmerzhaften Krankheit zu suchen sein, die ihn seit Monaten ans Bett fesselte. Die schwergeprüfte Familie wirb umsomehr bcbauert, als ihr vor fast genau einem Jahr ber größte Teil ber Hofteite mit vielen Fnicht- öorräten abbramtte, die inzwischen neu unb größer wieder aufgebaut worden ist. Kreis Friedberg. Brmtukohltn. fb. Obererkenbach, 11. Sept, Aus ber Gewerkschaft „Erlkönig" werden aus einem neu aufgeschlossenen Tiefbauflötz stückreicfe, feizkeaftig? Braunkohlen gefördert. Di« Kohlen .nerixm von bin Werke fuhremveise abgegeben unb können ben Abnehmern durch Lastauto zu gestellt ttrrb?n. Q. Bad-Nauheim, 11. Sept. Die heute im Saalbau „Thalysienhof" eröffntte O b st - unb G e m ü s c a u s st e 11 u n g des Obst- unb Qkmen» bauvereins ist außerordentlich zahlreich beschickt. Auch bie Staatsgärtnerei unb bie Stadtverwaltung sind mit sehr schönen Erzeugnissen.ihrer lanowirtschaftlichen Betriebe vertreten. — Für bie am 19. b. Mts. beginnend? Aerzteversamm- lang sind bis heute etwa 1500 Zimmer an gemeldet. Es hat sich ein eigener Wvhnungsausschnß gebildet, ber bie Beschaffung roeiteret 3immer übernommen hat. Von ber Bade- und Kurverwaltung unb ber Stabtverwattung werden große Vorbereitungen getroffen, um ben Gästen das Leben in Bad-Nauheim möglichst angenehm zu gestalten. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Mainz, 13. Sept. Die Stadtverordneten bewilligten in ihrer letzten Sitzung den Bau von etwa 135 Kleinwohnungen zur Behebung der durch die Besatzung besonders großen Wohnungsnot. Die Kosten sind cruf über 8 Millionen Mark veranschlagt, die etwa zur Hälfte durch das Reich ersetzt werden. Baumaterial ist in "chinrelchender Menge vorhanden. Für Erwerbslosenbeschäf- tigung werden weitere 3 Millionen Mark bewilligt. Hessen-Nassau. Tagung des A8grmeinen Eisenbahner-Verbandes Frankfurt a. M., 13. Sept. D4e BeziM- Vereinigung des Allgemeinen Eisenba'hner-VerbLn- bes für ben Eisenfehndirertivnsbezir'k Fvamffurl a. M. hielt am Samstag unb Sonntag in Frmik- suri a. M. ihren diesjährigen Bezirkstag ab. Er wurde mit einer öffentlichen Eisenbahnertorsammlung eingdeitet. Landtagsabgeovbneter Riedel (Charlottenburg) sprach über die wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse ber Eißmfehnbeamten und Eisenfehnarbeiler . Er behandelte ausführlich ben neuen Reichslohntarif ber Arbeiter und die Besoldungsorbnung der Beamten, um bann das arbeitstechtliche Programm der nöchslien Zukunft in großen Zügen zu skiWieren. Außerdem behcrn- beite er die UnwirtschaftlicÄeit des EÄenbäh» betriebet und gab dabei bekannt, daß ber A. E. B. hervorragende SachtorstÄrdige mit der Ausarbei- hing von Wicdevaufbaudvr schlägen betraut habe. In der Aussprache richteten einige Funktionaw des ,svzialistiich-r»bikalen deutsck-en Eisenbahner- Verbandes Angriffe gegen ben Vvrlragmrden und den A. E. V., die aber unter starkem Beifall der überwiegenden Versammlungsmehchcit mit Leichtigkeit zurückgewiesen wurden. Die eigentliche Verbandstugurig begann Sonntag unter Teilnahme von zirka 70 Delegierten aus allen Teilen des Direktivnsbeziftk>s. ÄozirK- leitet Hertel konnte in seinem Geschäftsbericht mitteilen, daß die Mitgliedei^ahl des Verbandes im Bezirke sich im Saupe des letzten Jahres trotz der rabi(taten Gegenströmung von 5000 auf mehr als 6400 gesteigert habe unb ein Wachstum stattfindet. Die Telegierien nahmen ein weiteres Rv- fevat des Abgeordneten Riedel über die Stellung des Verbandes inner halb der deutschen Gewerkschaftsbewegung und zu ben wichtigsten Gegenwartsfragen entgegen. Hetvorgehoberr au werden verdient, daß ber A. E. D. mit den Htrsch-Dun- letscken Gewnckverrinen und beut GütorkfchaftK- burtb ber Angestellten sich zum Gewerkschaftsring deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Bvamten- vetbände zusamnrengesckSoffen hat. Dieser Gewerkschaftsring wird in allen größeren Orten, afio auch m Frankfurt a. M., eigene Ottt-verbände bilden unb tritt als dritte große Arbeitnehmer- gruppe zwischen ben freien imb den chrisckichn ^Gewerkschaften auf. 901 gemein kam der Wunsch zum Ausdruck, daß angesichts ber Freigabe ber Kartoffelwirtschaft auch in diesem Jahve den Eisenbahnern eine Emkeklerungsbeihilfe gewährt werde. Anherbem befaßten sich zählteiche Anträge mit dem Reichslokmtarifvrickrag imb mit ber Besol» dunosvrbnung. In einer besonderen Entschließung rouroe gegen dos JLKordversahren im Eisenbahnbetriebe Stellung genommen, das als Unwirtschaft-' lick, und unpraktisch abgelehnt mutte. In einer werteren Entschließung tvurde ber Abbau ber Le- beusmittelpreise gefordert. In ben engeren Bezirksausschuß wurden SchmLtt-Limbura, Latsch-Fulda, Erbard-Giehen, Klein-Opsen, Wilfelüv-Fvankfirri a. M.. und Gres- Nassan gewählt. Sperrzeit für Zuziehende nach Frankfurt a. M. fb. Frankfurt a. M., 11. Sept. Die Sperrzeit für neu zuziehenbe WohnNngs- suchenbe beim städtischen Wvhnimgsamte zur Beschaffung von Wohnungen, ist vorläufig bis zum 1. Dezember verlängert worden. (Unseres Wissens ist be Spsrrzeit für Gießen aufgehoben worben, weil sie ben gesetzlichen Bestimmungen entgegen wäre. Hat Gießen etwa verhältnismäßig weniger unter ber Wolnrungsnot zu leiben als Frankfurts Die Red.) * mc. Frankfurt a. M., 12. Sept. Meder einmal einen Demonstratio nszug, bei dem es an ben beftumfeit kommunistischen aufreizenden imb Volk«verhetzenden Plakaten neb stben dazugehörigen roten Fahnen nicht felgte, veranstaltete brate vormittag bet internationale Bund der Kriegsbeschädigten durch bie Straßen ber Stadt, nachdem man vorher im Zillertal von „Gw^ Frankfurt" gegen bas angebliche neue „Dreiklassen* gesetz" in ber Ktai-egsbeschäbigtcnfürsorge protestiert hatte. Die Rebner erklärten, bas Gesetz müsse salben, sonst würbe man es mit Gewalt zu Fall bringen. Eine Deputation, die mit fern Magistrats' Vertreter unter Han beite, konnte nur bie Zusage erreichen, daß ber Magistrat bie Wünsche der Temov- ftrantai an bie tetr. Reichsftellen weiter leiten wolle. fb. Frankfurt a. M., 12. Sept. Zur Verminderung des gewaltigen Fehltelrages bei ben städtischen Krankenanstalten ist bei ber Stadtverwaltung bie Veranstaltung einer Lotterie angeregt torrben. Mit dem Pstm Hit sich« der Haupt- mksschuß ber Stablverorbnetenversammlung bereits beschäftigt; er >vird darüber in ter nächsten Stabt- vervrdnetenvcrsarnmlung Mitteilung machen. mc. Frankfurt a. M., 12. Sept. Zum ersten Male nach dem Kriege trieft der Prankfurter Kreist riegerverbanb im Hippodrom einen Kriegertag, der von einigen tausend Männern besucht war. Aus allen Reben ging das treue Bekenntnis zum Vaterland h.-rvor. Nicht grollend zur Seüe stehen, sondern arbeiten, bas sei die Losung. Die Veteranen von 1870/71 wurden dann noch besonders geehrt. • ft*. Möttau, 11. Sept Die drei Söhn« des Gasttoirt-s Heinrich Hardt Gerieten in Mwesenhert ihres Vaters in Streit. Nach dem Streite schvtz ter 26jährige Friedrich Hardt mit einem Ättra- ME M Heute letzter Tag de* großen Harry-Piel-Film* ZmchHeü mit bv iMg beyann Sm 70 DetkML tw AeM-rmü tvU btS MnH kfürnntim^ E »«ÄS unb J ?®®' ® ht J nechsden 9tfJ brfd &it fe (fffatfnS E, dich der Lkl t mit bet 'Mxäjä hlöqtn betrat« fa 1 wiige ihmürnyi Wficn Gt'tnixd!*, ) ein VMM tar< men em togre 51t- bei über bttSttfluj er beuljcfjct 0tV n tachtchim Ihor- orgchodot pi tortti mit bet i'trfe'I'S' b btfit ödtxtfiäch' I tmt (Wrfidxrttol Wen- unb 5mwJ Ha/. 3)i*r(W Ätzkvm Orten, aL tigern Drttattirtl gwv MrbttitelW unb ben chniM rät tarn bet ütorä jt§ der Fmckkr ksmiIchrdak«- eWe gewährt«« ihltvcht W?"- utti) mit »n wr sond-rrn EM>e^° Achten im ÄPM-' , ws aß unm* tat itnnte 3? flj bc der Abbau der v> Alba, mödAM 12. A" K1 LSLV Ä ft « to t v ade itmMV t 12 ^W,hct& I tot W? Ltitnfl Ifti. liwfe ^•ÄtlSS ■ — 't- MU|cigirt. >r,, -Jia bi» äftjsg ’ •**! ’W»nä Ä ■^Ilun»' 3Nk fan. ^nöntrStrbn^ E gjjj Dtz eit R? dar E? fetö^' b^ lLifi tKk- frt IW ma AuS ^rnnf turt fdxxnbt MMtims: mrttx feit Jahrzehnten bettagi, bau in Franksurt für Donzertzwecke fein bejcmberc^ Crrfxilfr wir Ber- Turnen, Spiel und Sport. — Fußball. Vor etwa 2000 Zuftdauern lieferten [etf> die beiden Loknlrivalen V. s. B und B. r. R. 1900 cur dem 1900er Platze an dec Huvt ICMnft «nd Wifienfebaft. Frankfurter Sympbmne-Orchlftcs Vorsprung batten. Marburg B. s D.^^terma- 7,:0. fügung stand 'Jtnn ist ci ertrculifhenvei|>, gelun* gen, ein FvanDurter hmr>lx>-:ie-S? nheter ins Ve- oen zu rufen. Die Mittel ui dieser Gründung wurden icofo der schwierige» BerbLlnustr durch eine Reihe fimftf trauert Franfturter Bürget uihTbiiatbt Um des 3uftanbe1bntmen des Crdrier h»it iifl' insb-sondere £>err Josef Veimciftei nerbtrai gr modtt; als ständiger Leiter des Orchesters ist Sxn Kapellmeister $xmd tv-entictmer lertjflidHet morden Das Orchester wird mit zwei großen Mest.- Fefttzmzertm zum er ft cn mal an die Lteftenttichfeit treten Die ftkmuerr werden geleitet von Dr Ludwig Rettenberg, Frankfurt a. M , und Prof. AbcnsstVth, Stobt. Als Solisten wirken £xrr San« Lange und Frau Beatrice flaurr-n^ottlav. Tie Messe^Festkonzerte finden am 3 und 7. Oft. statt. einen spmrnendrn Kampf. Wie im Vorspiel, so konnte auch heute B. f. R. 1900 seine lieberlegert- heit beweisen und das Spiel 2:1 1:0 für sich entscheiden. Eckrtwerhälttiis 8:3 für Nasenspieler. V. s. B. trat in bester Aufstellung an, durch neue Spieler verstärkt in der Stürmerreihe, bie ein flüssiges schfnes Spiel Zeigte, aber noch sehr den gesunden Schuß vermi'sen ließ. B. f. R 1900 mit Ersatz (für den Mittelläufer , der sich aut zurecht- sand. Nach dem Anstoß lW0s Hal B. f. B. erst mehr galt auf kommens aus einem Eckball die Füb- beidende Deckung unb Verteidigung nichts erbeten, zwei Ecken für die Roten bringen nichts ein. 1900 liefert ein taktisch besseres Spiel und kann nunmehr gut aufkommend aus eine® mckball die Führung erringen. f)iach Halbzeit bietet sich V. f. B. in einem wegen Hande gegebenen Elfmeter die Gelegenhrti zum Ausgleich. Der erftfiaf ige Wächter des Rafenspiclertors, Weber, hält den scharten Batt in feiner Manier, das Publikum zu lautem Beifall lstnreißeich. Nun geht 1900 stark aus sich heraus, das Tempo wird lebhafter, ein schneller Durchbruch des Linksaußen Paulus, der Batt wird nur schwach abgewehrt und bei" Halblinke kann für seine Farben den zweiten Erfolg erjtdetn. V. s. B. erzielt rwch kurz vor Schluß einige Zeit stark drängend das nwhlperdi-nte Ehrentor, durch den Rechtsaußen. V. f. V. stellte eine äufxrrft spielstarke Mannschaft, die im Sturm gute Leistttngeit feiten Liebhaber die Brieftasche mit beträchtlichem Inhalt zu stehlen. Nach der Bekundmig ihres Freundes hatte sie ihm die Tasche aus brn Rock geholt: sie selbst wollte sie auf dem Hoden gefunden haben. Für die rechtliche Beurteilung erwuchs tneraus fern Unterschied Jturt) m dreiem Falle war das Gericht ndt dem Staatsanwalt der Ansicht, daß von Annahme mildernder Umstände nicht die Rede ‘ein körnte. Strafe: ein Fahr Zuchthaus, dazu drei Wochen Hast, nxil sie sich bei der Untersuchung dem MTiminaHixutxmeiftrr gegenüber eines falschen Namens bedient hatte. Wegen einer ganzen Reihe von Diebstählen, die- sie teils einzeln, teile gruppe-.tweise mitein anber begangen hatten, ferner wegen Begünstigung und Hehlerei erfdriaicn vor Gerictit neun Angeklagte, alle jung, viele bereits bestraft, zwei im ftrafretbtlidxm Sinn rückfällig. Sie waren im ganzen geständig. Die Haupttäver erhielten zwischen einem und zwei Jahren abgestufte Gefängnis strafe: zwei, gegen tne noch kein Haftbefehl ergangen war, wurden wegen Fluchtverdachts krach der Urtellsverkündung sofort verhaftet. Die Begünstiger erhielten Geldstrafen, ein Hehler kam mit zwei Wochen Gefängnis davon. Ein bei Hehlerei cm geklagter Franzoie, der ein gestohlenes Gewehr gekauft batte, wurde nur wegen verbotenen Waffenankaufs zu einer- Geldstra'e verurteilt. Unter Ausschluß der Oeffent l ichkeit wurde gegen den Diensttnecht Th. H. ans Nieder- Florstadt verhandelt. Er batte ein Kind an sich gelockt und unsittlicheHandlunaenan ihm borgenommen. Strafe: 10 Monate Gefängnis. Vermischte». Ein ftiemntsmcnsch. mc. Darmstadt, 12. Sept. In der Villa Olbrich in der Künstler ko lonie wurde vor einiger Zeit von einem gewissen Anz ein Einbruch verübt. Anz hat nun die Frechheit gehabt, aus der UntersuchunyShaft an die Besitzerin der Billa einen Brief zu richten, in dem er sich wegen des (Hnbrurf^ entschuldigt und sie möge ihm doch ins Gefängnis ein „Fretzpaketchen" schicken, da er nickst mit der Gefängniskvst sich befreunden könne Ter Mörder einer .strnnfenpflenerin. Berlin, 11. Sept. (Prkv-Tel Heute nadtt wurde in Eyarlotrenburg der 24sLhrige aus Neu- bcms bei Paderborn gebürtige trübere Kaufmann Anton Ludwig, Mitglied ewer (£uti> ed)erkmM, verhaftet. Man sand bei ihm Schmucksculietl, bte der in Potsdam c r mordet en st'ran ke n- yslegerin Steinberg gchörten. Die cr- niortete hatte Ludwig, als dieser alS Soldat im Potsdamer Ginnten Haus lag, gebleit Ms A Äußerungen, tte Ludwig einem Fmvelrer gegenüber getan hat, ist zu entnehmen, daß er "oer Mörder t)f. zeigte große BaHTidjerbeu Dee IRttrarfayiit nnr6 iedoch nübt das, was man sich von chr versprach: die Berteidigung der Rastmsvieler (Äfebcr. ;2-3Ul und Mandler dün'ie den Haiw anttnt am r-icgc tragen. Will rettete oft die gesäb». 1 ick»ten Bälle and zeigte gvoße Batts»ch-rbeil Sie Monnsck»ft wird durch Münfer perilärR, in ben dies' adrigen Meisterschstl-spieien rin nicht zu unterschätzender Gegner sein. — Die Spiele der 2. und ll Matm» sckafteu konnte H. s. R. ebenfalls 3:1 unb 3:0 für sich enischeiden Die vierten lI’t'tDinfrfxirtm Irennten sich bei dem Stande 2:1 für Btt. B Wetzlar B C F. C. 10. Uebcrlegenes Spiel von F. T. Ballsp. Club ersieh zu Anfang das einzige Tor deS gaumen Spiels unb mtck feit der Ludwig Clemm 9562V K Heute bis einsohl, nur Donnerstag: Sensationell Aktuell Mittwoch den 15.Sept, soll das Obst Gutsverwaltung Winnerod (meist Aepfel) Bekanntmachung. Mittwoch den 15. September vormittags 9 Uhr in der Friedhofslratze anfangenb, wird das Obst der Gemeinde Aliendorf a. d. Lahn, bestehend aus Aepfel, Birnen u. Iwetschen, öffentlich versteigert. Händler sind vom Mitbieten ausgeschlossen. [9759 Allendors a. d. Lahn, den 11. September 1920. Bürgermeisterei Allendors a. d. Lahn. Volk. öffentlich meistbietend versteigert werden. Anfang vorm. 91/, Uhr auf der Thaufsee Winnerod-Bersrod an der Gemarkungsgrenze. Winnerod, Mn 6. September 1920. Gallardo der Honig der Arena Der große spanische Stierkampf-Film. En der Arena desTodes Der Liebesroman eines Toreros In 6 spannenden Akten. Spaniens berühmtester Stierkämpfer Gallardo. auch Gallito genannt, ist in der Arena von Talvarera, in der Nähe von Sevilla, ein Opfer seines Berufe« geworden. Er, der an 674 „Corridas* tellgenommen und 1430 Stiere bezwungen hatte, ist diesmal im Kampfe von einem Stier buchstäblich au (gespießt worden. Gallardo war der Sohn einer Sevillaner Zigeunerin und hatte es seit seinem ersten Auftreten im Jahre 1912 zu einem riesigen Vermögen gebracht, das auf weit fünf Millionen Pesetas geschätzt wird. Die MadriderStierkärnpfe sind zum Zeichen der nationalen Trauer über das Ableben d<*s gefeiertenMatadors der Arena abgesagt worden. Sein Leichnam wird im Sonderzng nach Sevilla überführt werden, wo die Beisetzung stattt solL Gbft-Versteigening Winnerod. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. ""e Am 14. und 15. gelangen bei der Reichstreuhandgesellschaft in der alten Kaserne, Land- gras.Philipp-Platz, folgende Sachen z. Verkauf: Strohsäcke,gebraucht Ledergeschirre, neu. Wirtschasts-Verband für HandeL und Industrie, Abt. Verwertung Sitz Frankfurt a. M. m4M Wir haben abzugeben: 1 Adler-Toppelphaeton SS< L modernst. Ausführung. 2vitzkühler,eingeb. Verdeck, ft. Ledervolsterung. fast nicht geiahr., fonipL mvrferntz. 1 Stoewer-Toppelphaeton ledervolsterung, durchrevarierl, neu lackiert, erkl Bereisung, sonst komvlert, sehr preiswert. 97B1<- 1 AdlAr-Lastwagen zeug, wenig gelabreu, neueres Modell, m.Lollgummi. 1 Adler-Lastwagen Denig ' gebraucht, durchrevoriert, neuer Britschenaussav. Auherdem: P akrrlier,Ersatzteile LAat6mobllei.PalrTlil er,Hepa- Achtung! Achtung! Morgen frflb ans dem Braudvlatz 1 Waggon Zwetscherr, Tomaten Senfgurken und Kürbisse. Alles wird billig verkauft. Auch täglich tu meiner Wohnung rteinttr. 70 au haben. Stete' 2« rungen nach auSw.werd.vronu»t besorgt. 0l- V"'»"' ST FmrrMsr.Krsatxieuei.aeioHiöwuD -9. i ratir v. Kramahrx., Falrrller a. Bchre.bniaielilaea. GGOO8GKIK1KSOGKES! Göbel & Appel, Seltersweg 73. fb. Buchschlag, 11. Srpt Dem Aufkäufer Berthold Lehmann aus W.'iterstadt wurden hier an den Schluß eines Sektgelages gehängtes zätt^ durck) die Gendarmerie zwei Waggon Kartoffeln liches Zusammensein dazu benutzt, dem angetrun- Eleaanl gvffeibct, mit großem Pelz und absonderlicher Frisur er'chten aus der ttntersucknmgs-' haft das wvgni Diebstahls und Gewerbsunziuäü mehrfach bestrafte Fräulein I. S. Es hatte ein > VI Kam 111 F* lÄfts Pie Preisgeftathmg. fb. Aus Oberhessen, 12. Sept. Der- ttauensmännerver'ammsungen des Hess. Bauern- bimdes in den Kreisen Friedberg, Gießen und Büdingen beschlossen, unter Berücksichtigung und Würdigung der Notlage, in der ftch weite Kreise der Bevchlkerung befinden, der minderbemittelten Bevolkerimg tym Berng von Kattoffeln zu mäßigen Pre-sen zu '-rnii>alich--n. Einzelheiten über die Beschlüsse werden in diesen Tagen b-kanntgegeben. rrn Darmstadt, 10 Sept. Gegen die hohen Kartosselpreise, wie sie durch die VertragSalstchlüsfe festgesetzt sind, nahm gestern abend eine Bersammlung der hiesigen Kar- tofselkleinhändler Stellung, die sich weigern, die Kartoffelversorgung vom 16 September ab weiter für die Stadt zu übernehmen. Sie Der» I langen, daß die Lieferunasvertriige durch die Regierung für ungültig erllärt und der Erzeugerpreis nicht über 20 Mk festgesetzt' wird, da sie ihrer Kundschaft gegenüber nicht auch als Betteuerer **r Kartoffeln gelten wollen mc. Idstein, 12. Sept. In einigen der umliegenden Ortschaften des goldenen Grundes haben sich die Daneri-. zu fog. Kartosfelliefe-« rungsgenossenschaften ?arfammx*naefd)f offen, d. h die Mitglieder müssen sich verpflichten, nur gegen einen erst nach der Ernte zu bestimmenden Preis Kartoffeln zu verkaufen. fb. Idstein, 11. Sept. Die Polizei verhaftete hier einen bekannten Schieber gerade in dem Augenblick, als ir über 30 Zentner Weizen ,.w.-.t'rgeben" wollte. Kirche und Schule. (fine originelle Stiftung. rr. Schlitz, 12. Sept. Ein hiesiger Bürger, der in der Prämienlotwrie 300 000 Mk gewonnen batte, sdellde irr knesiaen Kirche 10000 Mk zur Verfügung mit folgender origineller Bestimmung Die jährlichen Zinsen werden stets zum Kapital geschlagen bis zum Zahre 2012, wo das Gesamt- kapital bis auf 10 000 Mk. *ur Denvendung für das zu diesem Zeitpunkt stztttsindendc l200jäbrige KirchenfubilLum fenntzt werden soll Mit Zinsen und Zirrsesziits bürfie das Kapital sich bis dibrn auf etwa 200 000 Mk erhöht haben Die Rest-- summe von 10 000 Mk. soll dann wieder in gleicher Weife angelegt werden und 100 Jahre später im gleichen Sinne Verwendung ftnden und so fort. Aus diese Art hat sich der Stifter in der Tat „verewigt". Es ist nur das eine bedauerlich, daß die eben lebenden Schützer an den durch die Stiftung gewähr leiste ten Festlichkeiten im Jahre 2012 schwerlich teilnehmen können. Gietzencr Strafkammer. Gießen, 10. September. Aus der Fülle der Fälle, die heute die Sttaf- kammer beschäftigten, seien die interessanteren her- ansgWriffen. Einem Hotelbesitzer in Bad-Nauheim wurden im Früh fahr unter Anwendung falscher Schlüssel für 20 000 Mk. Kleider .gestohlen. Der Verdacht lenkte sich auf einen früheren Hausbur- schen, den Händler R. T. aus Frankfttrt a. M., einen vielfach bestraften Menschen, der die Stelle auf Grund günstiger gefälschter Zeugnisse erhalten und den Dienst kurz vorher verlassen batte. Schon bald nach 'seinem Evttritt hatte er ausfallendes Interesse für den Schlüsfeloorrat im Hans bekundet. Die Durchsuchung bei ihm förderte denn auch erneu Teil der gestohlenen Kleider zutage, fftatürlirf) hatte er sie nicht gestohlen, sondern von dem bekannten Unbekannten in Köln getauft. Dies wurde ihm um so weniger geglaubt, als noch andere gestohlene Kleider in feinem Besitz vorgefunden wurden, die er in einer Wirtschaft nefanft haben wollte Er hatte inzwischen einen förmlichen Handel mit Kleidimgs- stücken auf getan. Wegen f ebneten Diebstahls im wiederholten Rückfall und wegen Hehlerei erhielt er eine Gesamtgefämgiticstrafe von zwei Jahren drei Monaten Zuchthaus. beschlagnahmt, die noch Frankfurt verschoben werden sollten. mc Westerburg, 12 Sept Der Bürgermeister warnt im Kneisblatt die ort 3ern grien en en Landwirte vor dem Verkauf ihrer Erzeugnisse gegen Wucherprcise an Fremde, 'nährend 'Einheimische nichts bekommen könnlen. Er werde mit den schärfsten Maßregeln durchs-rtfen und einer evtl. Selbsthilfe der Berbraucher könnte er angesichts der Berhülmisse keinen Widerstand ent- gegenfeyen Hiner rxmr Fenster tn*«r atrT ferne b-ibm tm §wte br-d-^fh'gten fimarre*i Brüder und fnt?t- den cfrmt von ifmen, ben ?2i5bnqen stterl Hardt, durch einen Schuß ins H'r-, Der Brudermärte- stellte sich selbst dem Gericht. mc. Weilburg kLahn>. 12. Sept Fn den letzter-. Wock-n wurden auf der Lahn Schwäne beobachtet, die lieb an gesiedelt haben. Der Schwan ist in Mitteldeutschland ein Naturdenkmal und muß mit allen Mitte'n geschützt werden. fb. Wiesbaden, 11. Sept In der (Stabt- verordneten versammlimg wurde über neue Forderungen mrf Erhöhung der regelmäßigen U n t e r Ct ü h n n g 8 f 8 h e und Bcwilliquna weiterer B schaffttng'beihil'en verbandelt Die Forve- lunoen waren d-rart hoch, daß der Magistrat sie ablehnte und selbst die mehrbeitssozialiAsch? Fraktion ben Standpunkt deS Magistrats verteidigte. 7tnfolnedeff«m entstand auf der Galerie ein wahrer Herensabbath. Scharfe Worte fielen und Drodim- aen. und die Sitzung mußt: zeitweilig unter-* lrochen w-rdm DieUnruhesttfter verlangt-m sogar, in bi* Debatt* eingveifen zu dürfen Mit allen wg-n eine Stimme der Unabhängigen wurden die *orbenmgeii der Erwerbslosen abgelehnt Diesbad'n bat in kurzer Zeit bereit? ll‘/3 Millionen Mark für Unterstützung d*r Erwerbslosen airs- n eg eben und steht damit o-lativ an der Spitze aller hessen-nassauischen Städte Frische Z 8-kSWr Henle cingctroffen bei C. S. ßlkiOM Tel. 6Ü. Bahnhoiitr. 59. A H empfiehlt Sarge ä. 3 Sonnenitr. 5. Das. a. weißlack. Ettehsa- Llnrieht. vreiöw. z. o.016,18 Behördliche Anzeigen. ObstverstriflMlUft der Stadt Gicheu. Donnerstag den 16. unb Freitag den 17. September 1920 soll dir diesjährige Obsternte der Stadt Dietzen öffentlich versteigert werden. Händlern, soweit sie nicht Kriegsbeschädigte sind, ist das Mitbieten untersagt. a) Donnerstag den 16. d. Mt»., vormittags 9 Uhr beginnend, das Obst von den Bäumen an den Klär, anlagcn, Leihgesterner Weg, Alten Steinbacher Weg, Lutherberg, Licher Strafe, Anneröder Weg und am Lärchcnwäldchen. Die Z'.dammentzunft findet um 9 Uhr an den Kläranlagen statt. d)Freitag den 17. d. Mts., vormittags 9 Uhr be. ginnend, das Obst von den Bäumen im städtischen Obstbaumstück an der Licher Straße Hier' wird auch das Obst von den Bäumen am Wiesecker Weg ausgeboten. Dietzen, den 11. September 1920. (9752B Der Oberbürgermeister. I. V.: I)r. Rosenberg. Milchbeliefernng. Die Milchempfänger, deren Karte auf l/t Liter lautet, können voraussichtlich in dieser Woche nur Dienstag, Mittwoch und Freitag beliefert werden Gegen Abgabe der Milchmarke, die auf 1Liter lautet, vom 20. September 1920 der 39. Woche kann vom 15. bis einschl. 17. d. Mts. in den nachstehenden Geschäften eine Dose kondensierte gezuckerte Vollmilch zu M. 5.50 in Empfang genommen werden. Stuhl Nachfolger, Neustadt Kaisers Kaffee-Geschäft, Kirchenplatz Schwab Nachfolger, Seltersweg egelstein, Landgraf-Philipp-Platz "r. khoff Nachfolger, West-Anlage '>uin, Asterweg "ännche, E., Wilsonsttatze "sum-Derein, Frankfurter Strafe r' eiter, $., Löwengaste ■ -'del, 3., Ludwigsplatz > jchbach, (E., Seltersweg Trechsler, H., Steinstratze Adami, (Bebr , MSusburg. ,,TTB 9hbcit§ticrgcbitttg. Die Gemeinde ©taufenberg bcabiivbtigt un- «iäbr 500 qm Straße zu bau?n unb ctroa 160 qm ^vf'e neu pflastern zu lassen. Die Steine zum vnmbbf.il ber Straße sowie aud> vielleicht bie» *nigcr Äiim Miaster stellt die Gemeinde. Pons-- Dtgaben > verschlossen) werben erbeten bis Samstag, den 25 d M t-.v, an die im tety: ebnete Bürger- fteni. 9750 Staufenberg, den 10. September 1920. Hess Bürgern«istevei Staufenberg. Meyer. Qbftverfteigerttng. Freitag ben 17. September 1920 werden die der Gemeinde gehörigen Aepfel und Birnen (barunter *t®a 150 Zentner reine Tafelbirnen) baumweisc an Ort und Stelle meistbietend versteigert. Iusammen- tzunft morgens um 9 Uhr am Ortsausgang nach Dors-Güll. Holzheim (Kr. Dietzen), den 11. September 1920. Hessische Bürgermeisterei. W e tz. 9757 Der hiesige sehr reichliche Apfelertrag soll am Donnerstag den 23. September von vormittags 9 Uhr an, an Ort und Stelle versteigert werden. Arbeiter-Kolonie NeurUlcichstein, Post- u. Bahnstation Homberg (Oberhesten). [9755 Im Terpentinölgehait 897681 liegt der Hauptunterschied Die Geheimnisse des Zirkus Barre M Abenteuer eines Vielgesuchten in 5 Akten. Fragen Sie bitte diejenigen, die den Film gesehen haben. Einstimmig ist das Urteil, daß es der schönste Film ist, der in Gießen je gegeben wurde. Ab morgen wiederein» ein Spielplan fabelhaft! Wunderbar! L Der große Wildwest-Film 9763c Ernst Ist öos Lehen ■ Schauspiel In 5 Akten. yjj Sichern Sie wich zeitig Plätze! 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Zusammenkunft 1 Bezirk I Schiffenberg - Watzenborn 16.Sept., oorm.9Uhr 30 an der Haltestelle Schiffenberg m Anschluß Leihgestern - Steinberg 16. „ 16 Watzenborn - Garbenteich 16. „ , 11, 140 nächst Watzenborn 2 Gießen - Gleiberg 17. „ „ 8 „ 21 am Baum Nr. 1 Gießen-Rodheim (bis Windhof) 17. „ w 9 „ 300 am Baurn Nr. 1 3 Gießen-Rodheim 18. „ „ 8 w 275 am Windhof 4 Klein-Linden - Dutenhofen 20. „ „ 8 „ 550 nächst Klein-Linden 5 Klein-Linden — Gr.-Linden 21- „ „ 8 „ 326 nächst Klein-Linden Lützellinden - Gr.-Linden 21. „ nachm. 1 „ 21 an der Bauernrnühle Klein-Linden - Lützellinden 21. „ „ 2'/, „ 25 nächst Klein-Linden 6 Großen-Linden - Langgöns 22. „ vorm. 8 „ 120 nächst Großen-Linden Langgöns - Kirchgöns 22. , 10 m Anschluß 7 Gießen-Leihgestern 23. „ „ 8 „ 25 am Kreismagazin Leihgestern - Langgöns 23. „ „ 10 „ 80 nächst Leihgestern 8 Gießen-Annerod 24. „ „ 8'/, „ 9 am Baum Nr. 1 Annerod - Grünberg 24. „ 87 tm Anschluß 1 Bezirk II Garbenteich - Lich 18. Sept vorm. 9 Uhr 60 nächst Garbenteich 2 Lich-Langsdorf bis Wald 20. „ „ 9 „ 360 am Bahnübergang Lich-Steinbach bis Wald 20. „ 121 im Anschluß Lich-Eollnhausen 20. „ 172 im Anschluß 3 Gießen-Steinbach (vom Wald bis Steinbach) 21. „ vornu9'/.UHr 393 nächst dem Wald 4 Lich - Albach 23. , „ 9'/4 ,, 9 am Baum Nr. 1 Steinbach - Albach 23. , 24 im Anschluß Albach - Burkhardsfelden 23. „ nachm. 1 Uhr 9 nächst Albach 5 Rieder-Bessingen - Langsdorf bis Wald 24. „ vorm.9'/, Uhr 26 nächst Nd.-Besfiugen Rd.-Bessingen - Münster 24. „ 180 nn Anschluß Münster - Wetterfeld 24. „ 121 im Anschluß 6 Hofgill - Eberstadt 25. „ vormP^/, „ 373 oberhalb dem Hofgill 1 Bezirk II! Langsdorf - Hungen 20. Sept, vrmL'/.UHr 230 a. Staütausg. Hungen 2 Hungen - Inheiden 2i. „ „ y/4 „ 42 im Grund bei Hungen Inheiden - Utphe 21. „ 55 im Anschluß Utphe - Berstadt 121. „ 92 tm Anschluß 3 Hungen - Ronnsnroth 22. „ , 91/« , 321 nächst Hungen Ronnenroth - Rd.-Befsingeu 22. e 20 im Anschluß 1 Ronnenroth - Dillingen Bezirk IV Rüddingshaufen — Deckenbach 22. , IS^ept, vrm.8 '/.Uhr 30 im Anschluß nächst Rüddingshaus. Rüddingshaufen — Westershain 18. „ 3 im Anschluß Westers Hain - Lumda bis Wald 18. „ nachm. 2 „ 14 nächst Wettershain 2 Grün berg - Röthges 20. „ vorm. Vjy, 278 a. d. Kleinkinderschule Queckborn - Ettingshausen 20. „ 5 im Anschluß 3 Grünberg - Mücke 21. „ „ 8'/„ 179 d. d. Abzweig d. Str. Grünberg - Weickartshain 21. „ 105 nachWeickartshain im Anschluß Weickartshain - Lardenbach 21. „ 5 im Anschluß 4 Grünberg - Lindenstruch 22. „ norm. 8 Uhr 141 nächst Grünberg Göbelnrod - Beltershain 22. „ 8 im Anschluß Göbelnrod — Grünberg 22. „ 12 im Anschluß Lehnheim - Atzenhain 22. „ nachm. 3 Uhr 14 an der Kreisgrenze 5 Beltershain - Gellshaufeu (bis oberhalb der Abf. nach Lumda) 24. „ vorm. 8 Uhr 262 nächst Atzenhain nächst Beltershain Lumda - Weitershain bts Wald 24. „ 27 im Anschluß Rach Stangenrod 24. „ 12 im Anschluß Stangenrod - Grünberg 24. „ 34 im Anschluß 6 Londorf-Rordeck 20. „ Dorm.71/, Uhr 188 nächst Londorf Londorf-Keffelbach 20. „ 46 im Anschluß 7 Keffelbach - Geilshausen 25.Sept,mrm.71/1 Uhr 388 nächst Keffelbach Geilshausen - Beltershain bis Wald 25. „ 50 im Anschluß 1 Bezirk V Gießen - Reiskirchen 20. Sept, vorm. 9 Uhr 126 nächst Reiskttchen Reiskirchen — Lindenstruth 20. „ 103 im Anschluß Lrndenftruth - Grünberg (bis Abfahrt nach Saasen) 20. „ 119 tm Anschluß 2 Mainzlar - Treis a.d.Lda. 21. „ vorm.'/,8 „ 21. „ „ 10 „ 57 am Pfingstkopf Allendorf-Londorf 40 am Baum Nr. 1 Allendorf - Elimbach 21. „ nachm. 1 „ 88 am Bahnübergang Elimbach - Allertshausen 21. „ 62 im Anschluß 3 Reiskirchen - Bersrod 22. „ vorm. 91/, „ 12 nächst der Ziegelhütte Depern - Mertshausen 22. „ nachm. 1 „ 88 nächst Beuern 1 Bezirk VI Kirchberg - Sichertshausen 17. Sept., vorm. 9 Uhr 294 nächst Kirchberg Odenhausen - Staufenberg Odenhausen-Ruttershausen 17. „ 110 im Anschluß 17. „ 18 im Anschluß Ruttershausen - Kirchberg 17- „ 3 im Anschluß 2 Lollar - Daubringen 18. „ vorm.9 „ 30 a Weg n.d.Holzmühle Daubringen - Staufenberg 18. „ 53 im Anschluß Daubringen - Alten-Buseck 18. „ nachm. 1 „ 150 nächst Daubringen nächst Wieseck 3 Wieseck - Alten-Buseck Wieseck-Trohe 20. „ vorm. 87, w 111 120. „ 68 im Anschluß Trohe-Rödgen 120. „ 24 |im Anschluß Gießen, den 9. September 1920. Der Kreisbauinspektor: 9682 Eellarius. teut an I ! 111 1920 |e« »>!« tbSUbt E)om mnfitt- W. ten auf biej( h Dank. LUS Pfannkufy liitr len. les ioda W liegen. ■ ttlnttm "twlrteehaftei ng: ytfluniktion bn rb'«s-L«-rittItr, indelneler. Drr iQeritinb. eiveils r" Ta§espre»seil- , «qxßMlle-- I t#f'finnaro^ irl8 " ett°nflSr 1920 f! # it. ?Äbli?t. tt'Ä Splitt L ’Sä ®rtbeBw - gS**si$ e^Llb^-L l S-ZA.8L ßM OKI 'ke-A und ötidieirtnku aber Den des Borte» Lieitz- ntc aud) flan> mintev «schlichen deneuin« Mt DI. LOO. f >., Worin* U. Rh. lu.Pensionat W-Anlagel] ’on Wäscbetwrenv en. Weiß- u. titfnt l beit, Klöppeln und ’ ndliche Misbildon; ilts. V.eglno dM a15. Sept M' )eate au Tteingoettn. iber abend» ttbrung! RruhkiL HHO „mm $»»«•» Ende etwa MU’1 U-12'/, Uhr, llr. 2(5 Zweiter Blatt vir Einfuhr amerilanischer Milchkühe. Berlin, 11. Sept. WTB.) In den bereinigten Staaten hat sich vor längerer ijeit br 8er. migimg American Tain) Sattle Co. ge- bilbct. welch: dre menschenfreundlich- Absicht Der folgt, -ur ^mbcnmg be3 m D.utch and herrschenden Mangels an Milch imb F.'t. b.ijutrageu. Di. Gesellschaft bot Deutschland 2500 M ilchküh? an. Di.' deutsch: Regi?rung nahm von dem Anerbieten dec Dairy Sattle Co. mit Dank Kenntnis mib tias di- no'ro?ub;g?n Einleitungen zu bei Einfuhr ter Milchkühe, lieber das Angebot der Tarry Satt e So. sind in der deutschen Presse irrige Angaben verbreitet, die zu unliebsamen Änseinand vi cungen geführt haben. Zur Aufklärung der Oessintlichkeit sei baruni folgenbe? nnt- geteilt: Di American Dairy Satt.e So IN Chicago hat l’tri) bi? Ausgabe g.'stellt, zum Wiederaufbau der deutschen Milchwirtschaft ihr? Hilfe zur Verfügung zu stellen. Sie wandte sich deshalb in einem Aufruf zur Stiftung von Milchkühen und zur Beschaffung von Kraftfutter im W.'g? der Schenkung und lang Triftige: Kredit? an die amerikanische Oeffcntlich feit. Tie deutsche Regierung billigte den Plan und teilte im Februar d. I. der American Sattle So ihre Zustimmung und ihren Tank mit. Ob und welche Anzahl Milchkühe durch die eingeleitcti1 Hilfsaktion t*on amerikanischer Seite gestiftet mürben, toa: bisher unbekannt Sicher war, daß es sich nicht entfernt um 100 000 Kühe h an deln konnte, von denen in der deutschen Presse die Rede war. Aus den Verhandlungen mit den in Berlin anwesenden Vertretern der American Dairy Sattle Co vom 5. 7. und 2. 9. und dem am 29. 8 eingelaufcnen Kabeltelegramm des von der deutschen Regierung nach Amerika ausgesandten Beauftragten ergibt sich nun, baß etwa 2500 Kühe gestiftet wurden. Diese befinden sich aber noch in den Ställen der Faftmer und sind noch nicht z u r S a m mel ste l le gebracht worden. Die ersten 500 bis 1000 Stück sollen nebst dem erforderlichen Kraftfutter für vier Monate A n fang Oktober von Port Gaveston ver- . schifft werden. Wer sich klar macht, welch? I Schwieri g it n es zu überwinden gilt, um große Mengen M ilchkühc aus den verschiedensten Teilen der Bereinigten Staaten zusammenzubringen und sie über den Ozean nach Bremen ober Hamburg zu verschiffen, mutz mit sämtlichen ma^gebe'iiben deutsckicii Stellen und der American Dairy Sattle Co. selbst dann einig fein, daß trotz unseres ge- lichte'en Bichbestandes und der harten Abliese- rungssorberung des Friedensvertrages zur Hebung der deutsche Milchwirtschaft in erster Linie Kraftfutter in Frage kommt. Es ist leichter und billiger zu transportieren als Milchkühe, und der Transport ist "alt >hne Risiko und M iLer Wahres,ei! es die Seeversicherung nicht einschließt, die bei Einzlverlust 5—10 Prozent des Wertes einer Kuh K trägt. Zu beiden Angeboten sind noch weitere Angaben erforderlich. Es wird geprüft, welches von den beiden vorliegenden Angeboten das günstigere ist. Die Kühe werden nach Eintreffen in Deut sch and voraussichtlich in die Abmelkeställe der großen Städte gebracht, da diese Unterbringung ‘ine größere Gewähr bafür git, bau die Einschevpuntz des Terasfiebers verhütet wird. Die Einfuhr in diesem besonderen Fall bedeutet übrigens kein Aufgeben des Grundsatzes, daß amerikanisches Lebendvieh zur Einfuhr nicht zugelassen roitb Erne weiten- Mtton der American Dain, Sattle Co. wirb sich insbesondere nach dem Ergebnis dcr Besprech ing mit dem Vertreter der amerikanische Organisation, der die größere Wirtschaftlichkeit der Einführung von Kraftfutter selbst anerkannte, auf die Beschaffung von Kraftfutter rich en. — Das Reichs Ministerium für Ernährung imb Landwirtschaft hat und wird hiernach im Einvernehm'M mit dem ?luSwärtigen Amt imb dem Deut,chn Zentralausschuß, dem die Verteilung im Inlande übertragen worden ist, alles tun, uni das Liebeswerk amerikanischer Freunde Mir Durchführung zu bringen und ihm für die Zukunft die Form w geben, in dec es zum Wiederaufbau Deutschlands am wirksamsten beiträgt. Blinder Hatz. Roman von Alfred Sassen. lpochdruck verboten.) Fortsetzung 30. Es war ein herzbeklemmend ecfdtfttember Anblick — ein wandelndes Marmorbild, das tm Be- gcift ist, den toten Sohn zu begraben! Und man mußte unwillkürlich denken, die ärmste Mutier werde für immer an dem gewölbten Hügel stel-en bleiben — als Erinnerung an unerhörte Schick- svlsschläge' Fast tie Hälfte der Einwohner von Lobeoa folgte dem L-arg. Dann aber — was waren das für seltsame Gewalten, die den Schluß des Buges bildeten? Sintge davon tonnte Rena Es waren arme Kranke ?ms dvn Siiibtd.e.i Di-- anderen jedoch, gleichfalls ^i-fällig, ärmlich und gebrechlich, sie mußten lvohl der näheren und weiteren Umgegend d?r- ^mmeu i in. , Tas junge Mädchen begrifr auf einmal. Sie ^»rten zu den ungezählten, die im Laute der vfibre am Tor des „alten Schosses" angell.'pft wttet, um Hilfe zu erbitten, und denen dreie Düst auch zuteil geworden war von der im stillen fv wohltätigen Blinden. Die TanÜ»arfeit hatte diese Elenden aus ihren mllen Winkeln b-rror getrieben — sie waren, ovst- leicht unter Mültz'a cit und Schmerzen, herbei geströmt, um der unglücklichen Mutter ihre Teilnahme Mi bezeigen an dem entsetzlichen Verlust, der ste betroffen. Rena zuckte plötzlich vpn ihrem Sitz empor. 'S» handelten Fremde, arme vom Schicksal Snt* ^-bte — um einer milden Gabe willen, die chnen Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Litauische Zährten. Von Pros. Dr. L. Berg st räßer Im Seim. Kowno, im August 1920. Der litauisch? Staat entstand aus Sieg und Niederlage der Deutschen. Er hat schrvere Zeiten hinter sich, in denen alles provisoriich erschien und vieles provisorisch war; hnfte noch ist die Regierung nicht in der eigentlichen Landeshauptstadt Wilna, sondern in Kowno, das im künftigen Litauen nur Provinzialstadt eines der Gouvernements sein wir). So ist es kein Wunder, daß die Behörden eng zusammengepfercht sind; die Ausgaben der Ministerien wuchen, das Personal mußte vermehrt werden und so kann man fast sagen, daß einer über den andern stolpert. Auch die Landesversammlung, die Volksvertretung Litauens, d?r Seim, hat nur ganz provisorische Unterkunft finden können. Er tagt in der Aula des früheren russischen Gymnaiiums, desselben Gebäudes, das eine Zeit hindurch die unselige deutsche Verwaltung Litauen beherbergt bat. Der Saal bat keine Galerie; nur für das Präsi dium ist ein Podium geschossen ivorden; Dipl) matenloge wie Regierungsbank sind einfache Stuhlreihen zur Seite der Rednertribünen. Deren gibt e-j zwei, eine für die Regierung, eine für die Abgeordneten, beide alte Schnlkatheder. Zwischen beiden etwas nach vorn steht der Pressetisch, der Tisch der Stenograph?«, alles sehr einfach; irgendwoher zusammengerückte Möbel. Das Haus selbst ist renoviert, der Sitzungssaal hübsch mit den Wappen der litauischen Städte geziert. Verhandlungssprache ist die litauische mit dem vollen Klang ihrer vokalreichen Endimgen; doch darf jeder Abgeordnete in feiner Sprache reden, und einer der jüdischen Vertreter Hal einmal un Jargon eine große Rede gehalten, die nur von ben wenigsten verstanden wurde; denn wer nicht gut deutsch beherrscht, sindet sich aus den hebräisch untermischten Kehllauten nicht leicht heraus. Die drei Polen sprechm ebenso wie der deutsche Abgeordnete litauisch. Als ich die Sitzung des Seim besuchte, standen gerade zwei wichtiAe Steuerttorlagen zur Beratung. Die erste betraf Spiritus und Alkohol. Der recht kurz gehaltenen sstogierungsvorlage gegenüber war aus dem Hause ein Antrag gestellt worden Alkohol und Spiritus für medizinische und wissensck>asllick>e Zwecke frei zu lassen; ztvei Aerzte vertraten ihn lebhaft, ein Regierungsvertreter machte Segens gründe geltend, ohne durchzudringen. Die Annahme vollzog sich schnell, abgestimmt wurde durch Hand- aushebung, und die Auszählung ging bei nur 112 Abgeordneten leicht vor sich. Sie sitzen überdies übersichtlich in Reihen wie die Zuhörer bei einem Vortrag. Der Mittelgang scheidet die Mchrl>eits- partei der christlichen Demokraten von den anderen Parteien. Allerdings hatte diese Scheidung bei den Abstimmungen, die ich sah, keine große Bedeutung; man hatte diese Einzelheiten nicht unter den Bann des Fraktionszwanges gejroängt. Rach kurzer Zeit fptgte als zweite Vorlage eine Tabaksteuernovelte. Sie war schon im Ausschuß vor- beraten worden und sand auch schnelle Annahme; ich muß gestehen, zu meiner Verwunderung, denn ihre Sätze sind enorm hoch. Sie beginnen für Tabak bester Qualität mit 42 Mk. für das Pfund, wobei darauf hinxuweisan wäre, daß hier noch das russische Pfund mit 400 Gramm gilt. Die Währung ist noch die deutsche. Erste Quaktät 40, zweite 16, dritte 6 Mk., während der Machorka, die hier weit verbreitete «rmgwertige Sorte, die das Pfeifchen des kleinen Manne? darstellt, nur mit 3 Mk. besteuert tvird. So erhoben auch die Sozialdemokraten keinen Widerspruch, und selbst der eine Unabhängige tat den Mund sticht auf. Man hat mir gesagt, dves sei hauptsächlich geschehen, weil die maßgebende Partei der christlichen Demokratie, die mit 59 Mitgliedern die unbedingte Mehrheit hat, sonst den Schnapszoll noch mehr erhöht hätte. Man ist in Litauen noch nicht zu einer Aus- bilanzierung direkter und inhirefter Steuern gekommen, beschränkt sich vielmehr so ziemlich auf indirekte und muß sie deshalb natürlich so sozial gestalten, wie irgend möglich: man kann wohl lagen, daß dies bei der Tabaksteuer gelungen ist. Immerhin werdest' die Raucher in Deutschland sich sagen müssen, daß für sie noch goldene Zeiten bestehen. Auch dem Zigaivttenraucher geht man tüchtig an den Kragen. 100 Stück bester Zigarettsn sollen 13 Mk. Steuer kosten 100 Stück Machorka immer noch 4 Mk. Das gilt für solch? ohne ,mund- ftutu". Name wie Sache stammen ans Deutschland und sind Ueberbleib'el der Okkupation; denn früher rauchte man Paphrossen. die umso besser waren, je mehr Papier an iie gewandt wurde. Die litauische Sprache macht jetzt direkt den Unterschied, den man während des Krieges auch in den baltischen Landen erfand, daß ^-garet en als mundstücklos, Paphrossen als bemundftückt gelten. Woraus zu sehen ist. w« einfach eme Sprache sich zu helfen weiß. Ich erwähne dies, weck mir noch erinnerlich ist, wie während der deutsclien Besetzung gar oft Schwierigkeiten entstanden und Aus- mnandersetzungen darüber, wie di« oder jenes in Inner Verordnung in litauiidKr Sp.ache wieder- gegeben irrtben tollte. Jetzt, nachdem^ man eine eigene Regierung bat, findet sich die Sprache wic von selbst in die neue Aufgabe, sie ist ein biegsames Instrument für den, der sich ihrer kunstvoll zu bedienen iveiß. Und wie tne Sprache, w die Meufchen. Man hat sich in Litauen schnell in die Varianten- tarisckte Arbeit gefunden, und die Berufe der Abgeordneten verteilen sich glücklich. Es, ist für das katholische Land selbstr-erständlich, daß die Geist- lichteit cm ziemliches Kontingent stellt, die christ- lrch-demokratische Partei ist dem deutschen Zentrum zu vergleichen, nur ist sie agrar pol, tisch iveit rad,- fater. Doch umfaßt sie nicht alle Kätholiken, selbst nicht alle Geistlichen. In der Monmoer Stadtduma sitzt ein geistlicher Vertreter, der Mitglied der sozialistischen Partei ist. Die engeren und kleineren Verhältnisse erleid)-’ lern natürlich die Arbeit; die ^Ibgeorbnctot kennen sich alle persönlich, sie stehen alle irgend in einem Berufe, viel Kaufleute, Landwirte, imb bilben so, was für ben neuen Staat sehr wichtig ist, burch ü)te Person ein Binbeglied zwischen ber Bevölkerung und ber neuen Ordnung Als ick) aus dem Seim herausging, nachdem ich mich noch mit einigen Heroen anregend hatte unterhalten können, stieg ich hinauf auf den Berg und schaute ins Sanb, auf ben Muß mit seinen grünen Ufern, auf die vielen Türme und alten Kirchen der Stabt. So verband sich im geistigen Bilde altes mit neuem, und das Neu- bekam seine klare Bestimmung: Ein aufsteigender Vaucrnstaat, zäh, praktifch, nüchtern und ernst. Er wird seinen Weg mady?n, auch wenn ber kleine Kownoer Seim erst in Wilna in prunkhaftem Gebäude ju einer igroßen Volksvertretung geworden ist. Denn allezeit kommt es im Leben auf das Inwendige an, auf die Arbeitsfrei!digkeit, die Gesinnung, die Liebe zum Ganzen. Sitzung der Stadtverordneten. Gie ßen , ben 11. Sept. 1920 (Schluß.) Zum Schneiden des von ber Stabt gelieferten Ho 1zes sind zwei Bandsäge m a schinen beidjafft worden, die 25 000 Mk. erforderten. Ter Kredit wird nachträglich bewilligt Zur Einrichtung eines Konferenzzimmers im Schulhaus an der West-Anlage wird ein Kredit von 5000 Mk. bewilligt. Es handelt sich um Möbel, die nach Ansicht von Stadtv. Vetters in andere Schulen Verschtoppt worden l'inb. Oberbürgermeister Keller erklärt das .Ad- lian denkommen der Möbel aus ben Notwendigkeiten des Krieges, wobei von allen Setten ,/m- neftiert" wurde. Stabt». Goertz erhebt gegen das eigenmächtige Vorgehen des Hochbau am tes bei der Möbelannektion Einspruch und stellt einen entsprechenden Antrag. Es sprecken hierzu noch die Stabfb. Krausmüller und Müller. Zur Abfuhr bau Kohlen schlacken im Elektrizitätswerk ist em neues Schienenglers angelegt worden. Ein Gleis von 150 Metern war erforderlich. Der Preis voii 69,50 Mk für den laufenden Meter wird iiachträglich genehmigt. Zür zn»ft Ofeneinbauten beim Gas- und Wasserwerk waren 22 874 Mk. auTgervenbct. Drs ausführende Werk verlangt nachträg.ich einen Aufschlag von 100 Prozent, der ebenfalls bewckltgt wirb. Aehnlich liegt der Fall bet ber Benzolanlage des Gaswerks, wo ber ft'rebit um 20 000Mk. enveitert werden muß. Wcichz?itig wird beschlossen, daß das Gaswerk das Benzol zu 20 Prozent Nachlatz an die städtischen Aernter abgibt. Zur Beschvisfung eines zweiten Sargsenkungsapparates für den Friedhof am Radt- berg wird ein Kredit von 2000 Mr. bennlligt. (Sine weitere Kreditüberschrertung von 6000 Mk. aus '26 000 Mk. bk der Herstellung einer Wohnung der Ho freite Wolkengasse 11 wird ebenfalls bewilligt. — Stabt». Müller beantrag ben noch Wohnungslosen neun Wachtmeistern Wohnungen zu stellen. Oberbürgermeister Keller bemerkt hierzu, datz die Stadt demnächst mit einem bedeutenden Wohilungsprojekt hervvrtreteii iverde. Neubildung der Preisprüfungsstelle. Beig. Seid führt hierzu ans: Die Preisgestaltung hat zu einem unerträglichen Zustands geführt. Die Verbraucher sind über ihr Vermögen belastet, andererseits stocken Handel und ^nbuftrie, da ber Absatz erschwert ist. Betriebseinitellung^n sind entroeber erfolgt, ober droh eit. Es ergibt sich die eigentümliche Lage, daß großer Bebarf vorhanden, ber Verbraucher aber nitbr abnahmefähig ist. Durch Erhöhung ber Löhne allein, kann feine grundlegenbe Abhilfe geschaffen werben. Es muß geworden, kamen sie und bezeugten in so rührender Weise ihre Teilnahme. Und sie, bte Blutsverwandte ber so beifprel- los Geprüften, sie befand sich nicht m dem Zug! Ihr war die Blinde durch Jochr^ Vater und fUtutter gewesen, hatte sie geliebt und gechcgt — allein sie befand sich nicht in dem Tvauerzug! Und der Tote selbst! Er hatte ihre Kindheit mit brüderlicher Kam?vadsck?aft bewacht, butte i'r später sein Bestes gegeben, fein heißes Herz -- sie aber befand sich nicht in dem Zug derer, die ihn teilnahrnsvoU zu Grabe trugen! Sie ließ seine arme, blinde Mutter allem dahin schwanden auf dem Martergang, verwerte , te ihr den stützenden Arm, versagte ihr das tröi" e;de Wort in dem bittersten Augenblick ihres Lebens. Totenbleich stand Rena, mit stostoeise a.ts- unb eingehendem Atem, — das Gesicht wühlte sich plötzlich hinein in die Blätterfülle, a's könne sie so dem Hören und Sehen entgehen. Angstvoli rief sie nach den Stimmen in ihrer Brust, cte sie noch vor kurzem ihres guten Rechts versichert hatten. Wo waren sie? Warum kamen sie ihr nicht 51 Hilfe? . Dunkel, leer blieb es in ihr 'mb um iie_b?r. Trüben verstummte ber Gesang Die -spitz? des Zuges war wohl am Grab angelang t. Rena konnte nicht anders, sie mußte die Augen nneöec aufmachen und hinüber starr n. Ja, soeben glitt den Trägern der Sarg von tun Schultern zu Bolen nieder! Wie deutlich sie alles sah: Ter Friedhof stieg an ber Stelle, wo sich die offene Grube befand, ein wenig bergan. Das Leichengewlge stand tiefer — wie erhöht aber auf einem Södel- erhob sich gerade ihr g?genüber die sckpvarze, ragende Gestalt ber Bünden.' Sie itmtb so, daß sie Rena voll das weiße Antlitz zuwandte, die taten Augen schienen sich in bte ihren zu bohren — Mit einer automateitbaften Bewegung streckte das junge Mädckaen abivehrend beide Hände aus, als wolle sie sagen: Latz mich, rufe mich nicht — es hilft dir nichts! Ich darf — ich wiU nicht kommen! Rein, sie wollte auch nicht Sie bitz bte Zähne zusammen, und ein Zug wild trotzigen Wit-erstandes prägte sich ihrem Gesicht auf. Sie wich und wankte nicht von dieser Stelle, sie ließ sich nicht hinüberziehen — nimmermehr! Und nun begann ber Prediger zu sprechen. Er hatte schon eine recht müde, zitterigc Stimme. Rena konnte nicht versteifen, was er sagte . . Und doch — trjig ihr da der Wind nicht em Wart zu, ein einzelnes — 6mb traf es sie nicht wie em Schlag mitten auf bte Brust? „Undank!" 3a, das Wort hatte sich wie em Dolchstotz m ihr Herz gebohrt, und das Mut floß. Sie biß jedoch die Zähne nur fester zusammen — und blieb! Plötzlich aber meinte sie, von da drüben wende sich die ganze schwarze Menfchenschar zu ihr her, allen voran die Elenden und Kranken, und aus jeglichem Mund erf.ang zermalmend das Wort: „Undank! Undank!" Ta griff sie mit beiden Händen nach dem Tvagebalten der Laube und klammerte sich daran fest. Nein, nein, nein! Sie ließ sich nickx überwinden! Rein! Und im nächsten Angeublick war sie überwunden --- Montag, 15. September 1920 ber Versuch eines Preisabbaues gemacht werben. Hierzu ist ente Preisübenva chungs ko mm ission notivcnbig, bic aue- einer einheitlichen Körperschaft bestehen muß. Tcc butterige Prnprus 1 mgastelle mit 16 Mftgliebern trat zu schwerfällig. Man hat txi» l*r an eine neue Zu'ammcnsetzung aus acht Mitgliedern, vier aus V^-.braucherkrel'en und vier aus Erzeuger- und Hande!ökreisen gedacht', soivic je zwei Ersatzmftgliebern. Als Verbraucher sind in Aussicht genommen die Stadto. Frau Naumann. Diener, Maier und Grobe, als Stellvertreter Fran Sdyubt und Stadto Erhard. Als Erzeuger und Händler die Herren sauer, Triesch. Gottmann und Sack, als Stellvertreter Hübel und Loder. Ferner sollen 3 P rei SÜberwachungskommissionen gebck'-e: ..erden u;td -rar: l. Lebens-und Futter mittel: Stadtverordnete Fran fDiartin mid Erhard, als Stellvertreter Professor Rickster und Fvau Lorenz. 2. Bekleidung: Frwi Schudt, Schneidermeister Balser und Lokomotivführer Erle; 3. Wirtschaftsgegenstände Stadto. Gvod?, Fonner C. Seng und Leit sein. Die Kommissionen sollen bie Preise prüfen und Der* iudxm,^)ie zu senk.n. Dies Bestreben müsse von allen Seiten unterstützt ivcrben. Die Arbeit werbe schwer und reichlich sein und nidu immer gleich in (rrfdjeinung treten. Die Preisprüsilngökominission soll ferner ermächtigt werben, neue Unter ko in Missionen einzusetzen, aber bic vorhandenen zu ergänzen. Die Anträge werden bebattelos genehmigt. Tie ZinsenderPeter Wilson-Stiftung tvcrden wie in ben Boriahren Derteüt. Ter Voranschlag ocr Söbcr Stiftung für bas Rachnung-aialn.' 1918/1919 wird genehmigt. Zur neuen Gebührenordnung über ben Gewerbebetrieb der Tien ft männer mutz ein Zusatz gemacht werben betreffenb Dienste leiftungen, die im Tarife nicht enthalten sind. Die Tiensttnänner sollen verpflichtet fi-in, ihre Auftraggeber jeiDctii.' darauf aufmerksam zu machen. Fünf neue Schankwirtschaftsgc- suche: des Jean Krämer für Sonnetrfim&e 29 (Zum Andres-, des O'to Gips für Kanzleilvrg 5 (Zum alten Schloßt, des Friedrich Puppe! für Walltvrstreße 36/38 (Cafe Leib), des Friedrch Schäfer für Neuen Baue 8 (Zum kiihlen Grundl, des Hans Noll für Neutckadt 28, roeit>?n genehmigt. Interessant ist das erste Lonzesiionsgesuch, zu dem Veig. Rosenberg ausführt, daß e-5 nock) nicht entschieden sei, ob der bisherige Konzessionsinhab'r dem neuen Hausbesitzer weichen mü s.. Die Stabte oewrdnetenverftommlung müsse dies jedoch dem Wohnungsamt überlassen. Stadto. Krausmüller bebanert, baß ein Gewerbetreibender einfach auf bte Straße gesetzt werden solle, für jemand, ber von auswärts kommt. Er bedauert, daß bas Wohnungsamt hier nicht mehr Macht 'habe und bätet, baß dieses alles tue, um derartige Härten unmöglich zu machen. Tie Tagesordnung ist erschöpft. Der neue Dezernent für Wohlsährtsoflege, Dr. Frey, begründet einen brrngltcheii Änwag wie folgt: Tas Stäbt. Hospital ist bereits in seine neuen Räume IZlfteweg ein gezogen. Es hat sich gezeigt, daß dort Kinder aller Mtersslufen, durchschnittlich 10 Stück, untergebracht werden müssen. Dies geschieht zwar in getrennten Räumen von den Hospiialsinfassen, die Räume sind aber noch völlig ungenügend. Es banbelt sich um Kink?r, bic aus irgertb einem Grunde der öffentlichen Fürsorge anhetrnfallen. Die Kcknber bleiben dort, bis ent* gültig sei gesteift ist, wer für sie fürsorgepflichtig ist. Das dauert vielfache längere Zeit. Den ihnen v^rbehaltenen Räumen fehlt es an jeder Einrichtung und an ber notwendigen Aufsicht. Es soll deshalb eine Schwester dauernd tort beschäftigt und die Räume möglichst schnell ausg staftet wer- d'cn. Beig. Frey beantragt einen Aftcbit für die Schwester von 10000 Mk. einschließlich freie Station. Für bic weitere Einrichtung sind 12 000 Mark erforderlich Stabti). Frau Lorenz sinbet, daß die Zustände im Hospital nach der Verlegung nur schlimmer geworden seien Sie beantragt, baß bie noch unverwendeten 50 000 Mk. vom Blumentag 1918 verwendet werden, um ben Kindern Betten, Badegelegenheit, Wäsche und Kleidung zu beschasfen. — Frau Naumann empfiehlt eine in Gießen verfügbare Schwester. — Frau Gramer verlangt ebenfalls baldige Abhilfe. Stabti). Otter tritt ebenfalls für die Verwendung ber 50*000 Mk. ein. Oberbürgermeister Keller verteidigt bte Stabt Gießen, bie für Säuglings- imb Kinderfürsorge mehr aufroenbe, als andere Städte in Hes en. Trüben am Grab schien plötzft'ch ein Blitzstrahl auf bie unglückliche Mutter niedergezuckt zu sein. Jäh war sie zufammengebrochen — wie leblos lag sie über dem Sarg! Rena stieß einen dumpfen Schrei aus und flog durch den Garten dem Ausgang zu — dann hin über die Stvahe — die Fnedhofstür stand offen — sie merkte nicht, daß ihr Futz übet eingesunkene Gräber vorwärts stürmte — nur hin, hin zu ber Niedergebrvcherven! Sie hatte die Tvauernden beiseite g?sckoben, ober war ihr van der f>etroffcnen Menge Platz gemacht worden —? 'Niemand wußte es to re Ixt — aber ehe sich die dem Grab zunächst Stehenden von ihrer Bestürzung so weit erholt harten, um tatkräftig zu als en zu können, kniete Rena schon neben ber Blinden am Boden und umschang sie mit ihren Armen. „Tante," sagte sie ihr in das Ohr, „ich bin da — und ich bleibe bti dir! Hier an Oskars Sarg schwöre ich ditis zu, daß ich dich nie verlassen wckl, um zu — jenem anderen zu gehen! Nie!" Ein plötzlicher Schwindel hatte die Mttide vorhin nieder geworfen. Nun schien eine ganz neue starke Kraft ihren Körper zu durchströmen. Rasch und sicher erhob sie sich an Renas Ar..l, aufrecht)-? denn zuvor stand sie da — in ihrem Gesicht war ein düster heißes Leuchten aufgegangen! Ihre Hand hielt die der Nichte umspannt, fest, als werbe sie das junge Mädchen nie wieder frei geben! (Fortsetzung folgt) tt-r - 'm ri in ,, 4 to . te-iJ* v >.Ä> lt ft*,:-. 9<., betont, daß jeder-! ließen, jemals aus chrem Mubzug in die Taschen s^lm allem u sonstigen Marktgebieten loaren dre Kurs- f'Eingabe: Tas neue Tumultschadengesetz &.->() enmgeu. geringer und überschritt^' nur bei | 00nt 12. Mai 1920 erlangte für das oberscHefische Goldschmidt, Zelten u. Gnilleaunre 10 Pv^S- ^3I Abftimmungsgebeet noch keine Geltung, da die hohe alliierte Kommission es bisher nicht in Kraft 1070,90 1081,10 1108,90 1111,10 174,20 ®erTia 188.50 655,- 319,50 333,- 373,- 250,75 213,- 421,- 252,- 53,17 358,40 873,40 788,30 500,- 465,- 362,- 200,- 213,- 431,- 255,75 503,- 468,50 352,- 287,- -74M 234,75 189.80 54,44 2S2,10 879,10 799,20 173,80 229,75 187,55 5 />? 357,6? 871,60 786,70 175,20 235,26 190,20 54/>6 362,90 880,90 800,80 Hühneraugen Hornha ut, Schviden u.Warze» ?TmTt*rbfchl. Lifenb.-B. Oberfchlef.Lisenind, Phönix« Brgb. Akt. Bad.AnUin-u.Soda HöchsterFarbwerke Tlektr. A. E. G.. . Schuckert. Werke. . Felten-Guilleaume Daimler...... Bud.-Lifenw.-AKt. Adlerwerke .... 4°/,Hefj.Stagtsanl. Electron Griesheim 324,50 (In einem Teil der Auflage roieb:r(plt) Tcr öerrtfche Kren^r Medusa in Königsberg. Königsberg i. Pr, 10. Setzt. (WTB) Das Wehrkreiskommando I teilt mit: Auf Anordnung des Reiches ist heute in Königsberg der Kreuzer „Medusa" eingelaufen. Sein Besuch gilt, ber Provinz, um auch hier die 'Flagge der deutschen Seemacht zu zeigen und die enge Verbindung deS Reiches mit Ostpreußen hervorzuheben. „Medusa ist der erste wieder in den Dienst gestellte Kreuzer von den sechs zukünftigen beutjd>en Kreuzern. Er ist von der ersten Auslandsfahrt nach Schweden zurückgekehrt, lieber seinen Besuch dort wird mit* geteilt, daß die deutschen Matrosen herzlich und zuvorwmmend ausgenommen worden sind, was nicht zuletzt dem gut disziplinierten Auftreten der Besatzung zu danken ist. Tas Tumultschadcugesctz in Odcrschlesien. KKrlH). Kraus müller 1 MSN« Son btx TringllchÄstt der - ■uheöftUä# sei und beantragt, bas der Ärmendepu-- tation Bell macht zu jeder Kred i t über, chrertun g 3n< Ddgeb' tlW; Alden i * *■2 laden N jn, inan Vssassm 3 ber Ki sachlich irFra ti, mH kb, daf rÄens diMNgsi 270188,30 Mk ftanöd. Berlt«, 11.Sept. Bö r se-n ftitn minn g s- bild. Bollz-og sich die Aufwärtsbewegung heute auch nicht in dem gleichen stürmischen Tempo wie gestern, so blieb die Grundsrimmung d»ch recht Pest, menu auch die Hauftestrvmung nicht mehr jo allgemein war und bte Spekulation m der Hauptsache nur in einigen Papiereit und sonst Vorzugs^ weise auf dem Mvniaitmarkte sich reger beteiligte. Söier erzielten die sogenannten Aufkawswerte, rate Bochumer Gußsiahl, Lwsch, Harpener, Plöuir, Brs umrckhütte und Aäurnesmann sowie von Kali menten Westeregeln erneute und teilweise btirädjtiidie SLer- gerimge.i. In den übrigen Mo-rillurwertM sonne auf sonstigen Marktgebieten ivaven die Kurs- stahl 8 Proz. nach. Farbwerke Höchst lagen matter. Sonst war die Dtrsbewegung in chemischen Aktien bescheiden. Adlerwerde Kletzer gaben 4 Proz. nach. Daimler Motoren behauptet. Benz klier durch Käust für süddeutsche Rechnung. Deutsche Mnisti- nm stärker gedrückt. Deutsch Ueöersee Elellrifche fester. Tentsche Hetvoleum 1360. Sfatm Romana büßten 75 Proz. ein Ooasi-Minen fester. Am Kassamarkt der Jndustriepapleve war der -Verkehr ruhiger bei vorwiesend fester DeRdsiz. Prrort- bidtont 4 Pvsz. uÄ) darunter. Fravüfsrt a.M., 13. Sept. T^vise»maekt, Geld BK»f Geld Brftf linge gepflanzt werden. ** Kriegsbeschädigte im Postdienst. In der Bevölkerung wird häuftg Klage geführt, daß im Postdienst viele weibllche Angestellte Posten eirrnähmen, die viel günstiger nut Krregs- leschädigten besetzt werden könnten. Bon zuständiger Stelle wird njnt hierzu bemerkt, datz bei den Postämtern II, bei denen bereits seit 1911 m den Nachgeordneten Stellen fast ausschließlich weiblicl>e Personen als Gehilfinnen beschäftigt sind, laut Verfügung des Reichspostminrstermms Kriegs- leschädigte im Falle der Erledigung solcher stellen verwandt werden. Tiefe mülfeu aber nach ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten zur Wahrnehmung der Dienstgeschäste geeignet sem und aus dem Ort selbst oder der Umgebung stammen. Weibliche Personen werden bei diesen Verkehrsämtern mir dann noch neu eingestellt, wenn geeignete Schwerkriegsbeschädigte nicht ermittelt werden können. Im übrigen sind tveidliche Personen nur bei dm größeren Verkehrsämtern zur Wahrnehmung des Femsprechdienstes eingestellt, da sich für diesen Dienftzweig männliche Kräfte nicht eigner. Jin Bezirk ber Ober-lPosldireftiort Tarmsstcht sind bereits 367 Schwerkriegsbeschä digte ch. h. 5,8 Proz. vom Gesamtperfonal) unb1 546 Leichtkriegsbeschädigte eingestellt. ** Ter neue Darsebns kassrn schein -zu 1 M k. mit den AuÄnatzen 6x9 cm ist am WasserzeichenPapier mir Brerpahmuster wie die bis- irrigen Scheine gleick-cn Wertes gebrueft. T«e Vorderseite enthält auf guillock)icrtem Grund tr hellbrauner Farbe die Zeichnung; sie ist tu schokoladenbrauner Farbe ausgesührt. und besteht aus BlattverzierungeU, die das Bild nach ffuben hm in geschwungener Linie begrenzen. Im oberen Teile öffnet sich die Vcickmung und gibt Raum für die Worte ,,Tariefe/.sLrssensdyctn Eine Mark" in deutscher Schrift. Tar-über beftrtden sich die bläru- li^-rot gedruckten Reihen- und Untemtmwieni. lieber die Mit^e des Scheines verbindet omra- mentaler Schmuck die beiden Seitentei e der Zeick^ nung. Tariu ausgespart erscheinen links der runde, in bläulich-.wter Farbe gedruckte Kontrollftempel mit dem Iieichsadter und ber Umschrift „Reichs- srimldenverroalmug", rechts der Tvockerrstempel in ahlllicl-er Ausführung. In der Mitte des Schein-^ steht hellfarbig in dunkelbraun gedeckmn runden Felde die Wertzifter „1" und darunter das Wort „M-ark". In der unteren jöÄfte ewthäll ter Schein rechts und links iw aus gesparten runden Felde die Wertangabe"' „1 Mar^", irr der Witte die Br- schristung: „Berlin, den 1. März 1920 Reichs- sch-uldenverwaltung^' sowie 11 Illtte-.-sch iften. Der zweizeilig in deutschem Schriftcha af er gefealtme Stiassatz schließt das 'Feld nach waten ab. Mit Ausnahme der ausgesparteu Felder für den Koir- troll- und Tvockenstempel sowie der boaun« Miltel- scheine ist bte ganje Zeichnung noch mit eiüer blaunrlmen Guilloche unterlegt. Die Rückseite trägi gn. Eschwege a. d. Werra, 9. Sept. Der biesi« Magistrat wählte in seiner heutigen Sitzung den Magistratsassessor Keller aus Stettin zum besoldeten Siadtml der Stadt Eschwege. mc. Frankfurt a. M., 10. Sept. Der Frankfurter PalmeTpiarten hat in diesem Jahre wilder umfangreiche Versuche mit Tabakanbau gemacht ynb dabei festgestelll, daß guter mexikanischer Tahak ebenso wie brssilianischer auch unter den deutschen Verhältnissen durchaus rentabel anbaufähig ist, wenn die entsprechende Pflege vorhanden ist. Weiter wurde die Bevbackstung gemacht, datz die Qualität des Tabaks mir wenig der des ausländischen Gewächses nachsteht. Schioierig- fetten für den Massenanb.ru macht nur noch die Beschaffung des Qual itätssaatgutes. nrc^ Frankfurt a. M., 10. Sept. Wohl- feuen Spanferkelbraten können die Einwohner Frankfurts aus dem Zoologischen Garten bezcehen, wo mehrwöchige chinesische Mas- ken ferkel zum Schlachten abgegeben werden. Die Tierchen ähneln dem deuffchen Wildschwein und liefern einen vorzüglichen Braten. re. Biedenkopf, 9. Sept Die Krers- viehkasle Ixrt im lausenden " " Datum- 10. Sept. 11, Sept. 1369,35 1672,60 J690,30 1694,20 380,60 381,40 387,10 387,90 755,29 756,25 761,70 763,30 743,25 744,75 759,20 760,80 gegeben werde. x c Beig Dr Frey dankt für oas Entgegenkommen und verspricht sofortiges Emgrnfcn. Eme Schwester soll umgehend eingefleltt iperdm. _ Sberbürgermcister Keller schlägt vor, datz die Armend^putation umgehend zusammentrrtt. Die "Anträge des Dezernenten werden einstimmig angenommen. , Stadtv Weitz vermitzt, daß sern Antrag betr. Beihilfe für die Kriegshinterbliebene n auf der Tagesordnung stehe. Ferner bittet er, datz schwerbeschädigte Notstandsarbeller nicht mit allzu schweren Arbeiten belchaftiat werden und schwerbeschädigten Erwerbslofen Arbeit geschaffen »oerde. Brig. Se i b gibt nähere Auskunft. Es wurde .eine Umfrage bei anderen Städten gehalten, die noch flicht erledigt ist. Stadtv. W i n ii stellt den dringenden Antrag, die für die Wohnbauten in der Kaiser-Allee bewilligteii 700 000 Mark vorerst säfvfl zu Wohn-^ Zwecken an anderen Stvastcn zu verwenden. Stadtv. Ebel erklärt die Stellungnahme der Baudeputation. Er spricht für ein Frostes Bau- pwgramm, das gleichzeitig durä>geführt werden möge. Er bittet daher, dem Antrag Winu znzu- stimmen. Oberbürgerm. Keller tritt seinerseits dem "Antrag bei, falls sich die Versammlung festlegen wolle, an der Bleichftraße zu bauxn. Stadtv. Mann erklärt, warum, der Umbau uer Landsturmbaracken nicht zweckmätzig erscheine. Wenn man mit den; Material arbeite, das Vorständen sei, tonnten die neu vorgesehenen Bauten noch vor Winter gefördert werden. Im Juli seien angeboten gewesen 13 Leine, 12 mittlere, 3 grofee Wohnungen, dagegen seien gesucht worden 4ol fteine, 227 mittlere und 61 große Wohnungen. Stadtv. Grode schliefet sich den Ausführungen des Vorredners an, ebenso Stadtv. Höhn. Stadtv. E r h a r d t bemerkt, datz demnächst der Eisenbahnheimstättenverern die Bllte um Ueber- lassung von baureifem Gelände vorbringe« »verde. 9tach einigen weiteren EI ei neu Änjrageri Wiefct die bHattiube Sitzung um L Uhr. setzte und infolgedessen die ober schlesische Bevölkerung, die bisher schon sehr stark unter der unmittelbaren Einwirkung von Tumulten gestanden bat, die sich gegen das Leben, die Gesundheit und das Vermögen richteten, in dauernd zunehmende Span- mmg und sehr grvfee Erregung versetzt wurde. Ta auch noch weiterhin solch? Tumulte zu erwarten- sind, ist die Bevölkerung vollkommen aufeerftanbe, ihre billigen Schadenersayforderungen gegen den Staat geltend zu machm. Dieser Zustand befl Rechts unsicherheit, um nicht zu sagen, Rechtslosig- koit, führte zu lebhafter Beunruhigung der Bevöl- ferwng und ist unseres Erachtens nicht mehr liüiger auszuhalten. Wir richten daher an die hohe alliierte Kommission die Bitte, das deutscheTumull- schadengesetz vom 12. Mai 1920 Mwerzüglich in Kraft zu setzen. Die BerhandlMgen « Rig«. Paris, 10. Sept. (Wolff.) Nach einer Nsdio-Melduus aus Warschau werden dir VerhaMuugen in Riga nicht vor dem 18. September beginnen. (jriue Rede Miller«nds. Straßburg, 10. Sept. (Wolff.) H-aoas. Bei dem Festesi en, das gestern in Stvastburg zu Ehren Millerands gegeben unttde, inett dieser eine Rede, worin te Wertziffer „1" hell ausgespart ist. Aöechts und "links davon steht nochmals in kleiner Rosttte die Zahl 1. Die große Mitteloosette ist zu beiden Seiten ern- geoahmt von zwei Füllhövwern mit Blumenschmuck. Oben darüber steht leicht gebogen bas Wort „Dar- lehnsßassemchcin", unten bte Wor e „Eine Mark". In der oberen linken und rechten Ecke beftubet sich eine Wiederholung der Wertangabe „1 Mark" in offener Zahl. Krris Alsfeld. O Groß-Eichen, ll.Sevll Auch unsere Gemeinde erhält jetzt elektrisches Licht. Als Kraftauelle bient der Wasserfm TOuPp von einer Wald- gegen blieben bie Verluste bei Pferden, Rind- vcrwüstung betroffen werden würde. Ganz im tiefe, Ziegen und ErfveuIiclMrwei>e unter Gegentecl^die Wuckungen würden hier noch schling dem Poozerttsatz der Beitrage bic)er n. mer sein; Deutschland ohne Wälder würde bald einer asiattscherr Wüste gleichen. Wenn wir also uns und unsere Kinder und Kindeskinder erhatten wollen, bann müssen wir Deutschlands Waloer schonen und erhalten, und was an Baumen fallt, fallen muß, muß sogleich durch reichliche Neu- anpflanzung ersetzt werden. Für einen abgehauenen Baum müssen mindestens drei Keim- ...„ . — Kutt Reinhard Diez: ,,Denv wir sind an Entfcha-, iun g .. ." Ein Lebenslied. Jin Salmverlag 2x0X011 cnll l Mn. Preis geheftet 7,20 WL, «ebtmdsi 9 Mk. 23,72 23,78 26,47 26/>3 |. 23,84 23,90 25,97 26,03 82,08 82,22 82,15 8'2,35 19,48 19,52 20,08 20.12 —-. — Kurs Kurs Kurs Kurs 10.9. 11.9, 10.9. 11.9. 79,50 79,50 79,50 79,50