170. Jahrgang Dienstag, 3. Juli 1920 en. len. > Mhogych, Weiten Hunde : Kette zu führen n innerhalb ötr ger. itfen ohne Rück,ich! auf die Parterrichtung hat Tem S'crrn Deutschen Bevollmächtigten Grafen Baudis in, Marienwerder (Westpr.). Das einmü'ige Zusammew.rr',>eiten aller Deut- Pvlizeiver- >fd, Dom 2. J-e- hnm: niien aus öffent- )e als bissig be- virksam verhin- ter kurzen Kette Kn ^Verrmatz- !Kiu Sei ’ »m Steife Zelters igeorbnet ‘«’M,,» rsen Rasenplätze, en in den ößenl- iaffen. Müde, in ®ru chnten Teile der :c oder in Räume l hergcstkllt oder en zu verbinden!, eheul ihrer Sunde Zeit von 10 Uhr [jt ans ösfmtlnM zu lassen. SaEj!,ioe!l^br 'AeE KK -rinde Groü- ' m 16 utlb Alen-, nte Lotterie zu o&e des vorge- zu bringen bis zu 25000 ■ -er Vertrieb t des Peririebs 11 -taatsktlerie i,nch gestalte. polen in Not. Spaa, 12. Juli. (Wolff.) Der polnische Mi- risterrat Grabs rc erkannte in einer gestern früh Journalisten gegenüber g iüä ,rten Unte re irig ben Emst dec po.nisch-n Lage an der Fconi an Die <.w.schewisien hatten mit b?d ut rrüe > Streit rä ten urd verbessertem Sri gsinate ia unter ter Füh- ung Denikins, Koltschak. und Jude- i i t s ch s angegriffen Jnoes en hab . ie veczw i- felte Lage an der Fron' groß: pat iot sch Geil h.e losgelöst und den Wunsch der Besiernng des Ländcrräubers überall im Lande wacl-g ruf n Der Ministerrat proklamierte nochmals die fried.irl-rn Absichten der poln.scheu R gi rung: er .eyoeifle nicht, daß die Al.iierten Polen b t seiner Rolle, die cs zugunsten der Zivi ifafon iin Osten zu Vielen habe, unterstütz n würden. Ter „Petit Parisim" m Ixt. Grahsk i habe an General Pildudskr telograptnsch dir «?t lvendigen Weisungen z-uc Einstellung der Kämpfe und Einleitung von Was f en stillst andsver Handlungen übermittelt. Spaa, 12. Juli. (WTB.) Havos-Reuter. Vormittags trafen in den Kreisen der Konferenz neue beunruhigende Nachrichten über die militärische Lage in Polen ein. Es srnd Besprechungen über diese Frage zwischen den alliierten Vertretern anberaumt. Wie der „Bossifchen 3ritung" aus Breslau gemeldet wird, werden nach einer dort eingelanfe* nen Meldung die Ostfo rts von Brest-Li- towsk von schwerer bvlschewisttsd)er Artlllerie beschossen. Ein BcrmittluugSplan. Paris, 12. Juli. (WTB ) Dem „Journal des Debats" wird aus Spaa gemeldet: Der Oberste Rat habe sich verpflichtet, unter folgenden Bedingungen zwischen Polen und Sowjet- ruhland zu vermitteln: P len solle tem Obersten Rat unter Verzicht auf jeden imperialistischen Plan bedingungslos die Grenzscstsetzung überlassen, auch die Entscheidung hinsichtlich Danzigs und Teichen. Die polnischen Trup en sollen sich auf die Linie Grobno—Brest-Litowsk zucück- ziehen, die Sowjettruppen bis yi einer Linie, dir 50 Kilometer davon entfernt ist, borrüden. Du Alliierten würden jriwch die Polen unterstützet, falls die Roten Truppen die eigentliche polnische Grenze überschritten. Die Friedenskonserenz solle in London zusammentre^en. An ihr sollen teilnehmen: Sowjctrußland,Volen, Finnland, Litauen und Westgalizien, das die Möglichkeit haben soll, sein Recht aus Unabhängigkeit geltend zu machen Neue Sowjettruppen nm Kaspischen Meer. Paris, 12. Juli. (WTB.) Nach e'ner Suvas- Meldung aus TLHcr.rn sind neue Sonri ttrup cn am Kaspischen Mecve gelandet worden. Damit habe sich die Lage Persiens noch verschlechtert. Die Bolschewisten halten Sari in der Provinz Ma- 'zanderan befttzt. Die neue persi ch: Reg er.ing versuche, einige Regimenter auszu-stellen und wich Ka- saken und russisch? Offizieve, die sich in Persien auchalten, anzuwerben. An den Reicl^s und Stoatskommissar Frei- hicrrn von Gayl, Allensiein (Ostpr.st Tas ganze Volk blickt voll Stolz aus das * lllasu ren- und Ermländer Land, in dem ein so gewaltiges Bekenntnis zum Festhalten am Dentsdren Reul) am 11. Juli abgstegt worden ist Zcl> bi.te Sie, allen Bewohnern les Absämmungs- zchietev Ostpreußen den Tank des Deutschen Rei- Hes zu übermütcln. Erstaunen bei den Alliierten. A l l e n st e i n , 13. Juli. (WTB.) Bei der estrigen Zusammenkunft der Vertreter der Alliierten im Abstimmungsgebiet zeigten sich die Vertreter der Alliierten außerordentlich er- fcau n t über die geringe Zahl der polni- shen Stimmen. Der polnische Vertreter war stimm. jss ; pter K.m selbst. ie s®tcin= festgesetzten Kohlen lieserun gen angesichts der deutscherseits dagegen erhobenen Beden ten für die nSd> sten sechs Monate versuchsweise aus zwei Millionen Tonnen herabgesetzt verdau sollen. Reichsminister Tr. Simon erklärte darauf nach Rücksprache mit den deutsche -sachverständigen, daß der t>entschen Regierrmg audi ein Versprechen, monatlich zwei Mlllioneu sonnen zu liefern, unmöglich sei. Z»cr Zeit könnten nur 1—1.1 Millionen Tonnen monatlich -eliefert werden. Es sei aber eher zu befürclsten, daß die Erzeugung zurücSsel.en würde, da bi.- Belegschaften wegvn mangeLjaf er Ernährung immer un- ivillii'er wüid.m.U-bersclnchten zu schon.Menn man die Lebensinit:eloersorgung besjere, so wer e sich die Erzeugung ntiierftalb iveniger Wochen fe fteigern las,en, daß den Alliierten etwa 300000 Tonnen im Monat mehr zu gesagt werden konnten. Eine weitere Hebung um 300 000 bis 400 000 Donnen werde durch die A n s i e d l u n g ateuer Bergarbeiter möglich sein, aber erst im Laufe einer größeren Zahl von Monaten lKs zu einem Jahr, so daß anu die Lieferung.m auf 1.7 bis 1.8 Millionen Donnen erhöht 'iverben würbe. Sofern ein Abkommen auf dieser Grundlage nicht möglich fein sollte, ziehe die deutsche Regierung vor, •ie Festsetzung der liefernden Menge der Wiedergutmachungskommission zu 1 beritt f i e n, die alstoann die Verantwortung ür die Folgen und die 'Sorg? für die Durchführung ihrer Beschlüsse tragen müfte. Tie aLiierten Regi-.rungsvertreter erllärten in der Bespreämng nochmals, daß es bei dem gemeldeten B schluß sein Bew.nden h.ben müsse, sofern nicht die deutschen Vertreter nochmals ilyrcn Beschluß in Erwägung ziehen sollten, was besonders Lloyd George dringnd empfahl. Reichsminister Tr. Simons ber prach roch ciiter nochmaligen Befragung der deutscl)e,t Sachversuän- oigcn. morgen dfe eiibgül'igi? Antwort zu geben. Msdann wur e in die Besvrechuni der allgemeinen Wiedergutmachungsfrage ein» Getreten Die allirtn 9t guringen matzten bei Voischlag, zur Prü ung ie - gesamten Komple es dec von Deutschiano g?machten Vorschlag' eine gemischte Kommission ein-ufefcn, bi’ aus den zuständigen Ministern der all i rt-n Staatm, enter aus den Botichasern F.ankr -ch- un ■ ® oß- britanniens in B r in und den Mitg ie er i dec Wwd'rgutmachuiig^kommision als Emel erown gestehen sollte Die deutsa>.i Te.egiert n ftim.riten diesem Vorschläge zu uno üoerrichtm in Au- schlus e daran ein E7P0 6 des Reich.ernähru>gs- minisiers, in dem vorgeschlagm w r , auck^'üc di.' Ernährungsfrage einen besonderen Ausschuß einzusetzen. Die Si.uing wurd? g-'gen 6 Uhr geschloßen und eine neu? Sitzung de. Regi-'rungs- hänpter auf morgen nachmittag l-ab 5 Uhr angesetzt. Die gemisckst-? Kommi iion tritt morg n bermittag 11 Uhr zum er'enma uiammen. Spaa 12. Juli. (W !,(.) Naci) einer Havas- meldung scl-lug in ber gestern vormittag abge» I)ttltaten Beratung der Kr'hl nsacliverständigen S i- mons vor, daß die.Priorität der Alliierten in ber Kohlenlieferungsfrage von 2,4 Mil- lionen Donnen mrna lich auf 1 8 Millionen Tonnen monatlich l)e abvesetzt iverbc. Spaa, 13. Juli. (WTB.) Dr. Simons, ber ben Wunsch geäußert hatte, sich mit Millerand zu besprechen, würbe gestern vormittag von biesem empfangen. In be^ nachfolgenben Unterredung des Obersten Rates wurde von dieser Besprechung Kenntnis genommen. Nach dem amtlichen Berichte des Verbandes über die gestrige Unterredung zwischen den Führern der beiderseitigen Delegationen heißt es, daß bet den Mitteilungen der Deutschen über die Unterernährung ber Bergleute in Deutschlanb die Alliierten in spontaner Weise erklärt hätten, baß sie geneigt seien, ber Frage einer Verbesserung ber Ernährung ber beutschen Bergleute näherzutreten und baten bie deutschen Delegierten um VorsOäge hinsichtlich dieser Frage. Spaa, 12. Juli. (Wolff.) Die für heute vormittag angesetztr Vollsitzung ber Konferenz ist auf heute nachmittag vertagt worden und wirb bovaussichtlich um 5 Uhr statt linden. Meldung unsres Son^e dienstes. Spaa, 12 .Juli. Als die dentschen Deegia'.- ten feutc kurz vor 11 Uhr vor dem ScAo s be la Freineuse vor uhr n, wurb? ihnm mitgete.lt. baß bie Kons-war; vrrschob.n wvrde.t sei. Mau :e.a e e außerordentlich, daß sie sich habai herbemü.en müssen Die Beratungen b.r A.liierten seien jedoch noch nicht abgeschiosicn, und man habe sofort den Versuch gemacht, die deutsch? Delegation hiervon telephonisch zu unterricksten. jboch sei der Anruf zu spät erfolgt und man hab? bie Auskunft erhalten, baß die Herren b r?its unterwegs seien. Generalsekretär Rolland fügt- hinzu, ec sei au& drücklich ermächtigt, zu erklären, bi? Beratungen des Obersten Ratrs s.ien fruchtbar f n tu ). Der Reichskanzler erwidert', daß, wenn ein solches Ergebnis der Beratungen in Au sicht stände, er gerne mit ber Vertag mg emverstanaen sei Im Vettaufe ber Kons r nz und vo allem in den Beratungen ber einzelnen Kommissionen kam es wiederholt zu per ön ichen Begrüßungen der leibcrseitigen Sachv rstan' gm So re r ßte und tauschte Händedrücke Marschall Foch mit Gene a! von Seeckt aus. Ebenso war es bei den Riitg ieber.i ber Luitkommis ion. Dag gen war das Ver ä tnis der französischen zu den deut ch n Seeoffizieren ein anderes. Bei brr Konf wen; reiht' man sich niemals bie Hände, sie begrüßten sich höflichst aus gemessener Entfernung. Lloyd Georg an der Ruhr erkrankt? Wie bem, „Berl. Tageblatt" aus Spaa gemeldet wird, istLloydGcorgean derRuhr erkrankt. Die Erkrankung wird auf das schleckte Triukwasser in Spaa zurückgeführt. Kf'StoaS tf. Pie LW? Keine Einigung in der Kohlenlieferungsfrage. S pa a, 12. Juli. (VLTB.) Heute nachmittag lll>r traten bie H äupter der auf der K o n- f^ren vertretenen Regierungen zu einer Bespneckfung zusammen, an der deutscherseits ^eichStenzler F ehrend a ch und Reichsminister Tr. Simons teilnckhmen. Zunächst wurde in der Dtzung die Men frage erneuert. Die alli- tertar Rogicrungen teilten mit, daß sie nach ein«3 gehender Prüftmg zu bem Beschluß gekommen seien, daß es g r u n d s ä tz l i ch b e i dec im Friedens- Vertrag vorgesehenen Festsetzung der deutschen Kohlenlieferungen bleiben utuff e, daß aber bie von der Wiederinitmaclnmgs- jplmnissiou auf mvnaüich 2Vs Millionen Tonnen Er. 162 Dec Sictzener Anjeiaek erscheint täglich, cmtzer Sonn- und Feiertags. Bezugspreise: Monatlich Mark 3.60 und Mk - 65Dägerlohn, vierleljährlichMark 10 80 undMÄ.1.95Trägerlohn; durch die Po!! viertel- jährlich Martz 12.— ausscht»«ßüch -Sestellgeld. )ernsprech-Anschlk»fi«: für die Schrift leiwng l 12; Verlag,Teschchlsstelle 51. «nsch»»sl für Drahtnach- rid)ten: »uj iwr Ziehen. pssycha«»itto: jranffurt a. M. U685 Beamtenstreik in Wien? Wien, 12. Juli. (WTB.) DieBeam - ten der städtischen Unternehmungen suchten wegen der ungünfticen wirtschaftlichen Lage, insbesondere auch ge .enüber den bedeutend besser bezahlten städiischen Ar-i beitern* kürzlich um eine Erhöhung ihrer Lohnbezüge nach und verlangten mindestens Gleichstellung mit der Arbeiterschaft. Da die Gemeinde Wien bei ben Ausgieichsverhandlungen einen ablehncnben Standpunkt einnahm, stellten die Beamten ein Ultimatum für die Erfüllung ihrer Forderungen bis Dienstag nachmittag, andernfalls sie in der Nacht zum Mittwoch in den Streik treten würden. Die Lage in Anatolien. Paris, 12. Juli. (Wolff.) Nach einer Meldung der „Chicago Tribüne" aus Konstantinopel soll Muftapha Kemal Pascha an den Sultan geschrieben haben, die Lage der Nationalisten in Anatolien sei, entgegen ben griechischen Heeresberichten, günstig. Er habe breitaufenb Griechen, darunter zwei Generäle, gefangen genommen. Sowohl die Kurden w.e die Mesopotamier hätten ihm Hilfe versprochen. Diesr würben sogar den Arabern gegen die Franzosen in Syrien helfen. In einem Manifest sagt Kemal Pascha, die Engländer und Griechen seien die größten Feinde der Türkei: er empfehle aber Nachsicht gegenüber ben Franzosen und Italienern. Smyrna, 12. Juli. (WTB.) Mitteilung des griechischen Generalstabs. B r u s s o wurde nach kurzem Widerstand des Feindes von den griechischen Truppen besetzt. Es herrscht dort völlige Ruhe. Der Femd zog sich in Unordnung zurück, wobei er Gefangene, Geschütze und weiteres Kriegsmaterial ruruct- ließ. In der Gegend von Aid in mürbe bie Stadt Nazli, die den Truppen Kemal Paschas als Operationsbasis diente, von den griechischen Truppen nach kurzem Widerstand besetzt. lMRvreiiß'ns des aufrichtigen Tankes des deutschen Lilles für das treue Bekenntnis zum Deutschen Weid) Versalien zu sein. Aeußerungcn Millerands. Spaa, 12. Juli. (Wo'ff.) Bei einem Emp^ sang der belgischen Jounrattsten betonte Mille cand als Hauptbedingiung das Einvernehmen zwi ichen den Alliierten. Wenn die Alliierten unte «ich vollkommen einig sind, werde das übrige schon von statten gehen. Millerand kam bann ans bie verschiedenartige Haltung der Alliierten gegen über Deutschland im Verlaufe ber Sitzungen de. >donferenz zu sprechen und sagte: „Ztmächst ist es der wohlüberliegie Willen, beu Versailler Bei trag unversehrt ausfülwen zu lassen. Dami ist es in Anbetracht bessen, daß ber 5meg beendet ist, ber feste Entschluß, ben Deutschen weder Aus flüchte noch Kunstgriffe zu erlauben, bie den Geist oes Vertrages kompromittieren würden. Die Alli ierten haben fcin Interesse daran, Deutschland zi> schwächen und seien bereit? ihr Möglichstes zn tun, um sie in wirtschaftlicher Hinsicht zu unter stützen. Die Konferenz imrb heule abend zu Eitdc gehen Man bat niemals daran gedacht, das belgi sehe Recht auf 2% Milliarden anzuziveifeln. Dst Sachverständigen arbeiten an ihrem Bericht über die französisch-belgische Allianz, und ich habe allen Grund, äußerst befriedigt zu sein." Auf eine Frage über feinen Eindruck von ben deutschen Delegierten bezüglich ihrer Aufrichtigkeit antnertete Rcillerand: Es ist immer schwierig, Nieren und Herz zu ergründen. Die Nnterhaltungskoften der Okkupationsarmee. S Paa, 12. Juli. (Wolff.) Die „Nation Belge" berichtet, baß man übereingekommen fei, daß zukünftig die Untrihaltungstasden ber Okkupi - tionsarmee auf ber Grundlage von 16 ftan- »öHüben Franken pro Kopf unb Tag brredmet würden, lotfbrcnb sic bislier 65 Franken täglich für den amerikanischcn und 35 Schölling für den englischen Soldaten betrügen. Minister S monS über die Entwaffn« ng-srage. Spaa, 12. Juli. (WTB.) Minister Simons erflärte einem Vertreter des „Jntransigeantt" in Spaa: Die Entscheidung der Alliierten in ber Demobilisierungssrage sei unausführbar. Die Zukunft werbe das beweisen. Ohne Gewalt kömr? Deutschland nicht demobilisienen. Die Mannschaften, bie ihre Brüder demobilisieren sollten, selbst mit Gewalt, müßten kurze Zeit nachher and) demobilisiert iverben. Sie würd?n später keine Arbeit finden. Die Alliierten würden llar erkennen, welchen Fehler sie begingen, als sie Deutschland gezwungen lMb n in e ne Verminderung der Reichswehr einzuwllligen, denn Deutschland habe ja keine schwarzen Truppen. Deutschland werde den Versuch machen, seine Berpslich'ungen zu erfüllen. Aber er sei absolut sicher, laß dies unmöglich sei. Minister Simons erklärte auch, daß er mit dem Verlauf ber Konferenz deshalb zufrieden fei, weil bereits vier große Kommissionen eingesetzt worben seien. Die Besetzung bes linken Rheinufers sei zu kostspielig. Weiler sei Oberschlesien für Deutschland unerläßlich, wenn bie Kohlen, bie verlangt würden, ben Alliierten geliefert werden sollten. Außerdem verhindere bie Wegnahme ber Kolonien die ausreichende Ernährung Deutschlands. Diese drei Punkte verringerten die Finanzkraft Deutschlands. Die Alliierten müßten, wenn sie wollten, daß Deutschland bezahle, ihre Bedingungen ändern. Minister Simons erklärte dann weiter, Belgien dürfe keine Kriegsschuld besitzen. Außerdem müßten seine verwüsteten Gebiete und seine Fabriken rote ber auf gebaut werden. Darüber hinaus könne es eben nichts verlangen, weil es sich schon genügend wieder erholt habe. Zur Rede des Herrn Stinnes. Spaa, 13. Juli. (WTB.) Amtlich. Die von einer Nachrich enagentur verbreitete Meldung, daß ber Reichskanzler oder Reichsminü- ster Dr. Simons an ben Generalsekretär der Konferenz oder ein anderes Mitglied der Konferenz ein Schreiben gerichtet habe, in bem er sich wegen der Rebe des Herrn Stinnes in ber Sitzung vom Samstag morgen ent» schulbigt hätte, ist unrichtig. Es hat nur Reichsminister Dr. Simons gelegentlich eines Gesprächs mit bem Generalsekretär ber Konferenz auf bessen Frage wiederholt, was er schon vor der Rede des Herrn Stinnes in der Konferenz erklärt hatte, nämlich, daß diese Rede nicht mitihmverabredetseiund daß er deshalb für ihre Form keine formelle Verantwortung trage. Die Steuerpolitik in Frankreich. Paris, 13. Juli. (WTB.) Der Ertrag der indirekten Steuern unb Monopole für das erste Halbjahr 1920 betrügt gegenüber bem Voranschlag 1634 (XX) 000 Franken mehr und 1 915 000 000 Franken mehr gegenüber dem entsprechenden Zeitraum von 1919. Die Steuereinkünfte von 1920 im Vergleich mit den Steuereinkünsten im ersten Halbjahr 1914 ergeben einen Wbrbetrag von 3 449 000 000 Frk., gleich 188 Proz. Die Vorbildung zum Militärdienst in Frankreich. Paris, 10. Juli. (Wolfs.) Der Senat nahm heute vormittag mit 288 Stimmen den Gesetzentwurf über die obligatorische körperliche Erziehung als Vorbereitung zum M i l i t ä r d i e n st an und vertagte sich dann auf den 30. Juli. ver Sieg in der Ostmark. Wie ber 14. März einen ub^rwältigenben Sieg des Deutschtums in ber Norbmark brachte, st reiht fid) ber 11. Juli jenem Schicksalstage wür big an. Die Deutschen in ber Ostmark haben ein Bekenntnis ber Treue zur Heimat, zu unferm und ; Ihrem unglücklichen Vaterland in ber Stunde ber Niederlage, ber Demütigung unb neuer Gesah abgelegt, wie es berrlieber unb schöner nicht benf bar ist. Während die Augen aller Deutschen sorgenvoll nach Span gerichtet sind, wo sich unser ! @c)d>id für bie nächste Zukunft entfdjriben soll, fdüngen bie Herzen höher unb freudiger ob dc Mchricksteu. bie von ben Ufern ber Weichsel und ixn Masurischen Seen kommen. Der Keim neuer Hoffnung unb fester Zuversicht, baß es doch bald wieder einmal anders komm:n werbe, ist bermit tief in das deutsche Volk gesenkt und es bari mit neuem Mut ben fommenben schweren Tagen litt gegen sehn, bi es weiß, baß feine Söhne und Töcltter trotz allein erst recht mit inniger Liebe crn ber Heimat hängen. Rad) erfolgter s?fbftimmimg wirb nunmehr ber mteraHierte Ausschuß ber (Entente ben Vorschlag über die Linie unterbrriten, bie, wie es im Ar tikel 95 deS Versailler Vertrages heißt, unter Be rücksichigung sowohl des durch bie Abstimmung hmbgegefiencn Willms ber Einwohner als ber gcogroph scheu wirtschaftlichen Sarge ber örtfdyaftcn , in dieser Gegend als Grmze Ostpreußens an genommen tortben soll." Uebrr den kundgegebene:! Willen ber Einwohner kann nach der Absttrnmung ■ kein Zweifel mehr herrschen. Das amtliche Ergebnis in Westprentze». Berlin, 12. Juli. (WB.) Nach dem amt- 11ichen Ergebnis würben in Westpreußen für Deutschlanb 96 882 Stimmen, für Polen 7977 '' Stimmen abgegeben, zusammen 104 856. Für TeutschLond stimmten 92,4 Prozent, für Polen I 7,6 Prozent. Dankknndgebung des Reichspräsidenten Berlin, 12. Juli (Wolff) Ter Reichs- ■ konzler sandte aus Spaa iMchstelxndes Tele- L gramm an ben Obrrprifi^enten ber Provinz Osb- | prnißen: „T s Ergebnis her w b ' i m m u n g in I Ost- i> nd We st p reu ße n ist ein Heller Lich -.lick ■ in fdürrerer unb ernster Zeit. Teut,'U-e Treue ßunntc I sich in diesen Tagen nicht üb?rzeug»mber edveifen. I Zch bitte Sie, der Bevölkerung ber deutschen Oft* nuiri, bie so eihebmb für bas alte Vaterlarck Zeug- I nis ablegte, den alleri>.wzlichsten Tank der Reichs- p regierung zum Ausdruck briwien zu wellen." Berlin, 12 Juli. (WTB.) Ter Reichs- v r & f i b e n t hat an ben Deut dien Sd> utzbund in Berlin unb bie deutschen Abs.immllngskammis- | sirre in Westpreus-en und Ostpreußen nachstehende Telegramme g richtet: An den Schutzbund, Berlin. Ihr vorzüglich organisiertes Wirken ermög- l.chte es, viele Tausende ^lbstimmungs 1 erechtig'.er ' noch Ost -und Westpreußen zur Ausübung des Vo hl recht es zu befär>*m. Ich w:e.-ersvle Ihnen ■. ntrinen bereits müir lick) ausge^nückten Dank für alle f Mühen, denen sie sich im Interesse des Deutschen ; 9tddfCd unterz-ogm haben. Ich weiß, daß das ' ieitfd>e Volk auch bei ber mxl) bevorstehenden Abstimmung in O b er schl essen auf die tiligk1 Mithilfe Tcutfd.en Schutzbim^es rechnen kann, damit es auft. w •’tt allen Deutschen ermöglicht Iwrbe, ihre alte Heimat bem Teutschen Reiche zu erhalten. 'VrT* lihhe^iet oon Anzeigen r j ffir bie leqesnttmmer bis GietzenerAnzeiger ■ Aauptfe)ri1‘t‘eik‘r tMug General-Anzeiger für Oberhefsen MM V 1 ’ ’ ' Anzeigenteil: H Druck und Verlag: Vrühl'fche Unin.-Vuch- und Lteindruckerei R. Lange. Schristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. sämtlich in ©iefcen. ^rben der M»»» scken ohire Rüchfeh! auf bie Parteirichtung hat emttAbtn gew'l igm Erfolg ermöglicht. M ar ien- rstt» E« bürg, das Wahrzeichen ber deutschen Kultur im tttes sl'cö, daß VE Osten, und bie zur Abstimmung aufgeriiferen west- L.tfji ijt, kaM em preußischen Kreise müssen nach bem einmütig be- cingetrE tenbden Willen der Bevö"k.>rnng deutsch bleiben. L bflfi ba§ Ick bitte olle Bewohner des Abstimmungsgebietes T,' roM Westpreußrns des aufrichtigen Tankes des deutschen iw ber feste Zusammenschluß der Hausfrauen in Stadt | diglt, daß seine Nieberlegmig erfolgen muß. Ein uni) Land kann zur Erreichung aller Wünsche > Turmneubau soll an .einer Stelle erstellen Gauiurnfeft. Mel- W. gesehen. Kreis Alsfeld. fuhren. Daß die politisüien Parteien sich der Hausfrauen annchmen wollen, darf uns nrcht i'-lüib machen. Wir wol en sclrarf betonen, daß wir uns Don allen politisä)en Parteien sr.n halten wollen. Tic Frau soll und muß am Staatswesen tcilnehmen. Wie sie das lut, ist ihre Sache. Ter Haussraucuverein ß-ll üIL Parteien urn- mssen, jedoch allen politischen Partien fernblei 2H. Uei-eratl bestehen Organ, sattonen. Wo bteibt eie Hausfrau? Tie Daus.rauen müssen sich or- ganisieren. Eine Entlohnung der Hausfrauen- arbeit tonn nicht stottfine-en. Kann jedoch nrcht vom Staat die wichtige Hausfrauenarbeit in Ge- .'.alt von Steuer nach la« oder Steuer- Minderung entlohnt werden? Wir müssen aus der nmiigclnbcn Barentlohnung nicht schlic ßen. daß die Arbeit nicht anerkannt werde. Ta die Frauen nach § 1356 BGB. zuk Arbeit verpflichtet sind, i|t die Haus Frauenarbeit als Beruf anerkannt. Für Hausfrauen bis zu einer bestimmten Einkommensgrense wäre Sicherstellung in Krankheitssälleir erwünscht. Wir beaudxul Be- rufsvereinc um unsere Forderungen durchzu- setzm. Wohl kennen »vir als Wählerin von den politischen PaA ien mrurchcs erreichen. Wertvoller ist es als Hausfrau, in den einzelnen Abtci- lungen vertreten zu s.-in (Reichsarbeitsrat usw.). Wir wollen übwall Vertreter unserer Interessen nu. Frankfurt a. M., 12. Jjirli. Durch Blitzschlag und WitterungSeinflüfse ist der Meifterturm bei Hosheim i. T. derart belM- Vie Ecbmmitteltmning. Lrbcnsmitttlkrawulle. Berlin, 13. Juli. Nach einer 4- Erda, 12. Juli. Als »ein betrübendes Zeichen der Zeit darf cs gelten, daß bei der hiesigen Kirchweihe für sage und schreibe fünf - tausend Mark Schnaps getrunken rmrrb?. sw. Wiesbaden, 12. Juli. Mit,Rücksicht auf die außeroroent idye Teuerung hat die Stadt Verwaltung b schlos en, die Kurtaxe um lOO°/o von 60 auf 120 Mk.) zu erhöben. Aus demselben Grunde werden auch die B ä d e r p r e i s e erhöht, doch sollen die Einwohner der Stadt Bäder zu ermäßigten Preisen erhalt.n. Auch dec Preis für Tl-ermalwasser wird eine Er,ö.)ung er'ahcen. )( Aus dem Burgwald, 10 .Juli. In diesen Tagen sind es 200 Jahre, daß Landgraf Karl von Hessen in Wies-enfetd und Todenhausen vertriebene Waldenser ansiedelte. Zum Gedenken finden in beiden Gemeinden am 18. Juli kirchliche Feiern statt. Starkenburg und Nheinhessen. Das Expiosionsunglück in Kelsterbach. Zu dem Exp o ionsmig ück tyirb uns roch ge- met-.et, Laß dabei i-ehw^rheb.i l^ Men-gcnj Art.llerie- nutnition in die Luft flogen. Bisl-er wurden zehn Tote, die gänzlich verstümmelt sind, geborgen. Wiewiel Tote noch unter den Trümmern liegen, konnte noch nicht festgestellt werden. Tie Zahl der Verwundeten b. läuft sich auf etwa 20, darunter sind einige lebensgefährlich verletzt. Tie Rettungsarbeiten wurden durch Explosionsgefahr außerordentlich erschwert, da fortn^r/reni) neue Ladungen in dre Luft flogen. Bedauerlichcrareiisc konnte den Verwundeten die erste Hilfe nicht sofort zuteil werden, da es an dem erforderlichen Verbandsstoff fehlte. Aus dem Amtsverknndigungsvlatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 96 vom 12. Juli enthüll: Bekanntmachung bete, die jetzige Fassung des Gesetzes über Wochen- hilse und Wochenjücsorge (Sck>uß). — Ansprüche Klleg.beschädigter aus der Ang ßel tenve Sicherung. Errichtung einer Müllerzwang4nnung jür die Stadt und den Kreis Gießen. — Ucberleitung der Gesetzgebung im Bereich der Einkommensteuer. — Viehseuchen. — Dienstnachrichten..— Polizciver- ordnung betr. die Aufsicht über die Hunde. Ansteckender S che i d e.n k a t a r r h ist unter den Rindviehbeständen der GemeindeBellers- beim scstgest llt worden; Schweinerot auf in,Stein» l-eim unter dem Schwein bestand des Otto Oiicklas I. Tie Räude unter dem Pferdebestand des Rudolf Weiß zu Hof Graß ist erlosdstn. DieMaul-undKlauenseucheist aus- ausgebrochen im Kreise Büdingen in den Gemeinden Haingründau, Diebach a. H., Selters und Rodenbach, int Kreise Friedb r ] im Skadtt il Fried- berg-Faucriach. Die erfordcr ick-en (Sperrmaßregeln sind angeordnet. In der Gemeinde Dorlar (Kreis Wetzlar) ist die Maul- und Klauenseuche amtlick festgestellt worden. Lotterie. Das Ministerium des Innern hat dec Gemeinde Groß-Umstadt die Erlaubnis erteilt, anläßlich des am 16. und 17. September 1920 daselbst stottfindenden Pferde-, Fohlen-, Fasel- und Zuchtvieh-Marktes zu Prämiierungs- zwecken eine Lotterie zu veranstalten und diese ausnahmsweise nach Maßgabe des vorgelegten Lotterieplans als Gelblottene zur Ausspielung zr bringen. Saarbrücken, 12. Juli. (Wolff.) Nock) den bis jetzt vorliegenden Ergebnissen stellt sich die Stadtverordneten- w a h l als ein Sieg der Bürgerlichen dar. Auf diese entfallen 2/» der abgegebenen Stimmen, während auf die Sozialisten nur Vs entfallen. Die für die wirtschaftliche Bereinigung der Saarländer, die sogenannte Bcr ständigungspartei, abgegebenen Stimmen sind verschwindend klein. dem Reiche. Das Programm deS Reichstags. Berlin, 13. Juli. Wie das „Berliner Tageblatt" aus parlamentarischen Kreisen hört, wird der Reichstag voraussichtlich am 28. Juli bis zum 6. August zusammen sein. Bor der Vertagung bis Mitte September werden noch die wichtigsten (Gesetze verabschiedet und die Beschlüsse der Konferenz von Spaa besprochen werden. Die Umformung der Sicherheitswehr. Berlin, 12. Juli. (Wolff.) Am 14. Juli werden sämtliche Oberpräsidenten und Leiter der Sicherheitspolizei bei Minister Scvering zu einer Besprechung über die U m - formung der Sicherheitswehr zu- sammeutreten. w-- Arr* Liessen. Aufhebung der Ererabiiefemngspflicht für Hesfen. R.M.K. Darmstadt, 11. Juli. Die Ablieferungspflicht für Eier ist einer Veröffentlichung des Landesernähruitgsamdes für Hessen nunmehr aufgehoben, da vie Äekftrintmachung über den Verkehr mit Eiern vom 3. Janu-ar nunmehr ungültig ist. Die Eierbewirtschastturg durch das, Reich ist bekanntlich schm seit längerer Zeit anrgetfoben und nur für Hessen war zur Sicherung des Bedarfs an Kinder und Kranke, die nunmehr beseitigte Bestimmung erlassen. tm. Darmstadt, 11. Juli. Die Rc- ligionsformel bei Vereidigungen hat den Abg. Engelmann zu einer Anfrage veranlaßt, in der er anfragt: Ist der Regierung bekannt, daß sowohl am Landgericht, wie am Amtsgericht in Mainz in Straf- und Zivil- prozeßsachen, sowie bei Vereidigung von Schöffen und Geschworenen die Religionsformel auch dann nachgesprochen werden muß, wenn der zur Eidesleistung Verpflichtete sich weigert, die religiöse Formel nachzusprcchcn, und was gedenkt die Regierung gegen die Ver- fassungs- und Rechtsverletzung zu tun? rm. Darmstadt, 11. Juli. Die Fleischbeschaugebühren sind nach einer Veröf- ftntlichung des Ministeriums d. I. erhöbt worden und betragen vom 1. Juli d. I. ab: für 1 Stück Großvieh 4 Mk., ‘für 1 Schwein 3 Mk., für 1 Kalb, Schaf oder Ziege 2 Mk., für 1 Lamm 1 Mk. einschließlich Stempelung, Zeitversäumnis usw. Für die Ausübung der Beschau von über 1 Kilometer ist eine Ganggebühr für jeden auf dem Hin- und Rückweg zurückgelegten Kilometer zu entrichten. rm. Darmstadt, 11. Juli. In einer von über tausend Gemeindebeamten aller hessischen Städte und Kreise gut besuchten Versammlung im großen Saalbausaale wurde nach lebhafter Aussprache der Gewerkschafts- bund Hessischer Gemeindebeamten beschlossen und zum Vorsitzenden Veterinärrat Dr. Garth-Darmstadt gewählt. Zu der Besol- duugsfrage wird der Vorstand unter Bezugnahme auf die Entschließung vom 10. Juni in Frankfurt a. M. zur Vornahme geeigneter Schritte bevollmächtigt. ocrtTcten sein, um unseren Einfluß ausüben zu können. Wie können wir verlangen, daß andere dies einsehen, wenn wir dies selbst nicht durch Geschlossenheit beweisen. Eine unserer schönsten Aufgaben ist die Ausbildung zielbewußter Frauen, wären wir organissert, so müßte der Schleich- handel, müßten Wucherer und Schieber verschwinden. Wcrm feine Landfrau zu Wuchwpveisen ab- gäbe, keine Stadt stau Wucherpreis zahlte, der Schleichhandel müßte verschwinden. Wann »oerden nnc dies erreichen ? Wir müss n von innenhevaus dark werden, müssen wissen, wofür wir uns einzusetzen haben, müssen uns gegenseitig klar machen, was davon abhängt, ob wir in Zukunft mitzureden haben oder nicht. Es kommt auf jede einzelne Hausfrau an. — Welche Vorteile b e et uns die Beruss-Organisat'.on. Erst dann können Vorteile emtreden, wenn die Berufs-Organisation alle Kreise der Hausfrauen umfaßt. Gemeinsamer Einkauf der Lebensmittel, Kohlen und Holz, Einfuhr, Einrichtung von Kinderspielplätzen, räeles andere kann nur durch die Gesamtheit erreicht werden. Nur durch gemeinsame Arbeit aller kann unsere Wirtschaft gef unten. Auch die deutsche Hausfrau arbeitet. Sie arbeitet mein mrd fd#Derer als in irgend einem andern Land oder Volk. Ihre Arbeit ist für die Allgemeinheit nicht nur wichtig, sondern letenStoidtfig. Wir ■ wollen Line Vorrechte, sondern nur unser: Rechte . Und diese können ioir durch den Zusammenschluß, nur durch die Be u sorganisntion erreichn. ** Zu der Abstimmung über Lohnzahlung an den Streikbigen werden mir vom Stadtv. Höhn geb.ten, mitjuteiten, daß er für den Antrag des 93etrieb5ausfd)ufled aus ®/4 des Lohnes gestimmt habe. ** D ie Studentenschaft Gießens hat, wie uns m: (geteilt wird, an die Kasßehcms- besitzer das Ersuchen gericht.t, die Höhe des Trinkgeldes von 15 aus 10 v. H. herab-,u- setzen, da in keiner Stadt 15 v. H. gezahlt bzw. gefordert würden. Sollte die Herab etzung ab 15. Juli nicht erfolgen, so würde die Studenten- sckwst die Gai63 boykottieren. Die Gastw rte haben in gestriger Sizung sich für die Herabs-tzung ent» schlos en. Man ist nun gespannt, was der Verbmid der Kellner dazu sagt. ** Holzversteigerung. Das int Gieß<-- ner Stadtwald noch vorhandene Reisigholz soll nach Befriedigung des Bedarfs der hi fä*n landwirtscha t ichen und g-werbichen triebe, für die es zunächst zur Verfügung gestellt war. öffentlich versteigert toftbn. Am Mittwoch den 14. Juli ist, vormittags 8V» Uhr beginnend, Zusammenkunst Alter Auneröder Weg, 7.Schn ise. Für Freitag den 16. Juli, vormittags 8lA> Uhr beginnend, ist als Treffpunkt Licher Straße, 8. Sämeise, vor- Spovt. § -Ortenber g, 11. Juli. Das 'heutige Spott' fest mürbe mit einem Konzert am gestrigen Abew im Gastl-aus zur Post eröffnet, das gut besuÄ war und an dem auch Graf Kuno zu Stolberg Roßla teilnahm. Die Kapelle der Frankfurts Sicherheitswehr konzcrtrierte, Frl. Greta EmrE vm 'hier sang unter B. gleitung von Frl. Ella B« einige Lieder. Heber 2,50 Teilnehmer hatten fw für die Wettkämpfe gemeldet: das Städtchen hat» zu Ehren der <-rschicuen.cn Gäste Fcchiumschmuck gut die Gescl.'schast lebet jedoch unter den andauernd erbrbeiliehen Notshrndsarbeiten an dem - baufälligen Gebäude. Eine Bechckfe der liessischen Regierung und Bolkstommer tft dringend notwendig. Das hessische Gesamtmirvislerium hat bei der Eröffnungsfeier am 26. März 1920 durch . Präsident Dr Strecker in dankenstoerler Weist mit teilen lassen, daß es das Protektorat über das Museum übernommen hat. ** E in heftiges Gewitter brachte in der verflossenen Nacht einen guten Regen. Um 11 Uhr begann es zu donnern, kurz vor 12 Uhr begann der Regen ni'bTfrugebm. Hoffeut ich kommt jetzt endlich ein mehrtägiger wirklich durckstv ichen- ber Regen, damit Sorto fein, Gcmüst und sonstig Hackfrückste in b.sseres Wach.tum komm n. Ebenw nötig ist Regen für die ha.b vertrockntteu Wies«: und Kleeäcker. ** Seinen Leichtsinn mußte ein hiesiger Arbeiter gestern schrecklich büßen. Auf dem B a-nd- platz wollte er von einem fahrenden A ito ab- sprmgen und blieb dab:i mit dem Ring inger der Unten Hand hängen. Der Finger bliev mit'amt dem Ringe am Auto hängen. Nach Anlegung emes Notverbandes wurde der Schwerrec etzte, lem außerdem noch eine große Sehne aus der Hand geriffelt wurde, in die chirurgi ch- Klinik verbracht. ** Freibank. Mittwoch, 14. Juli, werden von 1—3 Uhr die Nummern 551 bis 650 beliefert. ** Bei der städtischen Futtermitte l ste l l e sind nächstch nde Futtermittel ein- getroifen: Schwememasckutt r. .Ha erab alle, Hafer, Dörrgemüst und Zucker, übenschnitzel. ** Die Fürsorge st elle f ü r Lungenkranke gewährt unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken, Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten und Ratt'chläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. Sprechstunde: Jeden Mittwoch, 4—5Uhr, in der Medizinischen Klinik. ** D i e Auszahlung der Familien- unterstützungen filhet für die Zeit vom 16. bis 31. Juli am Donnerstag, 15. Juli, vormittags von 10—12 Uhr, im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, statt. ** In der Mitgliederversamm- lung des Gießener Hausfranen-Ber- eins vom 8. Juli 1920 wurden zuerst verschiedene Vereinsangelegenheiten erörtert. Nach einem Referat eines Mitgli.-des über Technisch e Not- Hille erteilte die Vorsitzende das Wort an Frau Krauß aus Kassel übcr die „Berufsorganisation der Hausfrau". Die Rednerin führte etwa aus: Tie Hausfrauen müssen sich organisieren mit Rücksicht aus die Zeitverhältnisse, Teuerung und Mangel, die in einem Maße vorhanden sind, daß man Lust und Liebe zum Leben D-rUeren möchte. Ter Ruf nach Ordnung der allgemeinen Verhältnisse kann nur dadurch erfolgreich werd:n, daß alle Hausfrauen sich zufammenschl!eßen. sst müssen sich einsetzen an Seite der Männer für das Gesunden des Volkes. Jede muß sich als verantwortungsvolles Glied dem Ganzen gegenüber fühlen. Eine Frau allein kann nichts errei- djen nur eine Organisation kann ihre Interessen vertreten. Welch' Verantwortung trägt die Frau als Konsumentin: Durck) ihre Hand geht die Hauptmenge aller Werte . Durch sie wird das Geld in Umlauf gehalten. Angebot und Nach- srage werden, besonders in normaler Zeit, durch die Frau geregelt. Die Frauen türmen den Warenmarkt gestalten, wenn sie einmütig zusammenstehen und nur zweckentsprechendes und eckst es wählen. Sie müssen sich besonders eüisttzen für i Fragen b~r Kleidung und Wobnung. Die Frauen müssen aber auch bei dem Siedelnngsweseu und 1 der Bodenreform, bei allem, was das Gebiet : der Hausfrau und Mutter betrifft, ihrer Stimme : Geltung versthaffm. Die Frau ist auch Produ- - zentin, da sie Werte schasst mrd erhält. Nur düng des „Berl. Tagebl." aus Dresden kam es dort in einer Markthalle infolge der hohen Frühkartoffelpreise zu Ausschreitungen derKäufer, so daß die Halle geschlossen werden mußte. Auch in der Berliner Markthalle kam es zu Zusammenstößen zwischen den streikenden Obsthändlern und anderen Händlern, die auf ihre Fuhrwerke Obst geladen hatten, um es trotz des Streiks zu verkaufen. Ein Wagen wurde umgeworfen und das Obst zertreten. Die streikenden Obsthändler haben gestern in einer Versammlung beschlossen, den Handel wieder auszunehmen, die Obstzüchter in Werder aber zu boykottieren. )( M arbu rg, 10. Juli. Um für die auf dem Markt einzukaufenden Waren angemessene Preise festzusetzen, soll wöchentlich eine Kommis s i o n , an der ein Bertneber der Erzeuger, des Beamtenbundes, der Gewerkschaften und des Hausfrauenvereins teilnehmen, die die Festsetzung der Preist übernehmen. Heute gelben folgendg Richtpreisc: Erbsen 1 Mk., Karotten 70 Pf., Puffbohnen 90 Pf., Stangenbohnen 1,50—2 Mark, Blattgemüse 60 Pf., Rhabarber 60 Pf., Jrüh- nrirfatg und Weißkohl 90 Pf., Johannis- und Stachelbeeren 1,30 Mk., Erdbeeren 4 Mk., Kirschen 2,05 Mk. das Pfund, Kvhlrcchi Stück 60 Pf. und S«lat vro Kopf 20—40 Pf. * F u lda, 12. Juli. Tie von der'einMesetzten Marktkom Mission torgrjd.riebenen Höchsk- preise sind in dieser WoclL: Kirschen 1. Qual. 1,80 Mk., 2. Qual. 1,50 Mk., Bogelkirschen 0,50 Mark, Gemischte Ware 0,30 Mk.. Stochstbeeren 1.2 > Mk.. Hei:-elbeeren 1,50 Mk., J-bhaninisbeeren 1 Mk., Estl.e Rüben ohne Kraut bo.§ Pfund 0,70 Mark, Klststrabi, blau, Stück 0,30 Mk., weiß, Stück 0,2) Mark, Blumen Sohl 0, .0 bis 3.00 Mk., Lopffatot 0 10 bis 0.15 Mk., Zwiebeln iZittauer) 0,80 Mk, Metzgerztmebeln 0,50 Mk., Erbsen 0,-50 bis 0,70 Mk, Wien 1,60 Mk., 100 Ernmach- gurTen 12 Mk., Satotgurken 3 Stück 0,50 Mk. ftk Karlsruhe, 12. Juli. In Lahr in Baden kam es am Samstag zu bedeutenden Demonstrationen, die sich insbesondere gegen die hohen Schuhpreise rstlstetcn. Eine große Menge von Demonstranten zog durch Die Straßen zu den maßgebenden Schuhgeschäften, drang in die Geschäfte ein und erzwang einen sofortigen, gewaltigen Preisnach- § O ber-Ohmen, 12. Juli. Das schönste Sommerwctbcr begleitete unser gestriges Jugend- f e st auf dcrn .Archbcrg mb führte eine so große Menge hm Festgästen 'öer^u, d-rß sic der geräumige Waldesptotz Laum alle sass-cn konnte. 9(uf dem Fest- Platze begrüßte Mirver Jung von hier die Fest- beilnichmer. Nach den E.inzelvorträgen der Schul- ktosfeir sprach Schulrat Huft-Alsfeld über: Schule und Ellenthaus. Nach einem Sämtermassenchor und weiteren Ktosfenvorträgen spvack) der zweite Festredner, Lehrer Dollinger (Ober-Osteen), über den gleichen Gegenstand. Pfarrer Staubach (Gro^- Eichen) sprach die Schlußworte. Öessen-Nasfau. Fabrik-and. fd. Frankfurt a. M., 12. Juli. Die Feuerwehren Bockenheim und Burgstratze wurden heute früh 4 Uhr nach der S t r o h h u t f a b r i k May & C o , Bocken Heimer Landstraße 135, alarmiert. Als sie dort eintrafen, stand der Mittelbau des untfangreidjen Fabrikgrundstückes bereits in Hellen Flammen. In 2V«stÜ7Ü)iger Tätigkeit gelang es den Wehren, mit sechs Schlauchlinien das Feuer zu lokalisieren. Das Gebäude mit seinen Vorräten an Chemikalien für Gerbstoffe, Maschinen und Kisten und Hüten brannte innen vollständig aus. Tie Feuerwehr konnte sich lediglich auf die Erhaltung der außerordentlich schwer gefährdeten Nachbargebäude beschrä -ken. Der Schaden ist erheblich. Die Entstehungsursache konnte noch nicht festgestellt werden. Att» Sta't und Land. Gießen, den 13. Juli 1920. !ScrM und W. Hahn 65^2 P-, 9. K- Pfeil und A. Bet 65 P., 10. Halterkoru 64'2 P. Den NackMitva) füllten noch Gesellschaftsspiele und Faust. ballspiele aus, die Sieger des Marburger Turwt Vereins turnten am Barren und Pferd. Am 1'lbenV führte die Damenabteilung des Gießener Tur«» Vereins Stabübungen nad) dem Takte der Musil aus. Die schönen Vorführungen hatten eine großs Zuschauermenge herbeigelockr Wie der Turner sia noch bis ins Alter körperlich lüdytig erhaltei kann, zeigte der 52jäl)rige Turner H. Heues- Bad-Nanheim, der im Altersturnen 70 Punk» erreichte. Der Besud) war auch am ^.Nontag red, gut, und die Gießcncr Turner schäft kann mit Genugtuung aus den über alles- Erwarten guten Verlauf des Gaufestes zurückblicken. — Zu unserem gestrigm Berickste sei atot nackgetmgeir, daß das schönste Faustballspiel vo\x der 2 Maft des M.-T.-V. Gießen unl des T.-V. 1846 gespielt wurde. Tas Spiel endigte mit 121:10/ zu Gunsten des T.-V. 1846 Es ist dies die höch.ste Punkt-ahl, die bei der Spielen erreickst wurde. Stadtverordnetenwahl in Saarbrücken. I laß. Dic Polizei war machtlos. Erst nach stun — — ' denlangem Bemühen gelang es dem Führer der Arbeiterorganisationen unter der Versprechung sofortiger Veihandlun/.en die Menge zum Abzug zu bewegen. Im Anschluß hieran sanden int Ra/Hause Beratungen Zwischen einer Kommission der Demonstranten und einer Anzahl Geschäftsinhaber und den Führern dec Gcwerkfchaften statt, die nach itürmischer Debatte eine 50prozentigi Herabsetzung in al le n Sch uhw arc n erzielte. Auch über eine wesentliche Herabsetzung der Preise der Lebensmittel und der notwendigsten Bedarfsartikel wird zwischen den maßgebenden Stellen verhairdelt. Das Ergebnis der Beratungen wurde einer großen, aus dem Marktplatz versammelten Menge vom Balkon des Rathauses mitgereilt, worauf die Menge schließlich auseinanaerging. haben. Wir bürten uns nicht fragen, ipas haben wir von der Berufsorganisation? Wir müßen vielmehr fragen: „Was tonn ich durch meinen Beitritt und meinen Beitrag nützen?" Immer muß man die Sache über die Person, immer das Ganze über das Ick) stellen. Wir müssin in den gesetzgebend.n Köpersttp ten v.rtret-m sein, weil wir 1 veite Gebiete des Wirtscl)astslece.ls am besten beurteilen können, w:il wir mitsd-asfen und mit- verbrauch.u, weil wir Schäden trfennen und zu ih er Mi.ellung beitragen f im n . So müssen wir uns als Ziel stecken, den G»danken unserer Be- rufsorgainsation cmszubilden und so viele von ihrer Notwendigkeit zu Überzügen, daß wir int Reidzswirtschastsrat sordern können, als besondere (Gruppe anerkannt und O Ttretcn zu sein. Jedoch kamen in diesem Jahr auf 100 Hausfraiien 10 Prozent, die Hausangestellte hielten, dieser Satz wird noch zurückgegangcn sein. Hausfrauen und Hausangestellte sind je durch 2 Mitgli<-der vertreten. Sonach müssen wir in viel größerem Maße 3. K. Fisch 68 P., 4. S. Lange 67'/» P., 5. Drechsler 67 P., 6. P. Zöller 66'/» P-, 7. Gengnagel 62 P., 8. W. Airnold 61 P., 9. W.i Loh 60 P., 10. W. Fester mit 59'/» P. unil K. Spieß mit 59 Punkten. Am Fesstvnntag schlossen die tunterifd)en Voi> führungen mit dem Stellen von Leiter-Pyramiden durch die Gienener Turnerschaft. Der Fest- man tag galt der Jugend. Um 2 Uhr wurde am Jahngedenkstein ein Schülerzug aufgestellt, an dem sich Schüler der Volksschulen und 'höheren Schulen beteiligten. Lehrer Kling, erslec Sprecher d:s MTV., hielt ein.- Ansvradx Er dankte den Schülern, die dem Rufe der Gießener Turnerschast gefolgt seien, gerade auf, der Jugend ruhe unsere Hoffnung auf eine bessere Zukunft des Vaterlandes. Schon einmal waren vor IOC Jahren Männer an bcr Arbeit, das deutsche V^ll burd) Ertüchtigung ber Jugenb aus ber Kned;t- schäft zur Freiheit zu führen, barunter and) Jahn, bessen Bilb hier als mahnendes Vorbilb stehe. Nachbem ber Schülerzug auf Oswalbsgarten ein getroffen war, begann bas Jugenbwettur nen. Es beteiligten sich 267 Schüler unb 11 Riegen. Der Fünfkampf schrieb zwei Geräte Übungen (Barren unb Pserb) unb brei volkstüm lid>e Uebungen (Balllneilwurf, Laufen 100 Metel unb Freiweitsprung) vor. Die 9iamen der zehr' ersten Sieger in der Oberftufe sind: 1. Wilh Bingel mit 72'/8 Punkten, 2. W. Seipp 70 P. 3. K. Fstcb 68 P., 4. S. Lange 67'/» P., 5. W. iä1™^ 'd 'S tue, bas'9 j, 3» ^Niiftn. ,™ .MttiW ZLLr i w-r^T fieth» 20, £ W verletzt. % Ä£4 ldigunMatt. nbiaungsblit: . .• ^lanntmadnirj über Aochn.' W - Anspchtz 9 !.el trnLr.srcheruni IQn9-iiinung iü( - Ucberlckung bt 'iintommtniieuer. - N-- WM w« du Hunde, ibenlatarib ß d«r Ce:::eind "*£> s» Turner $UIt «»ti to« < n die turnerischen 9c wn Lerter-Pyraim!« rrM Ter H ugend. Ilm 2 IÜ ein Sckülerzug aur-v der Volksschulen ui Lehrer Kling, eru em- Ansprache, r M Rck der W gerade aut der eine bessere 3uti[J. inmal miren vor l ckeit, igeno aus her M n, darunter auffl dnendes Mift IW ui LsivaldsgarltN <-■ ^ugendivettu 267 Schüler und > schrieb M«> £ «JÄ ! ^cÄl 8 9.$ I Arnold O jj „ j ,'er nnl sM i 3picl1 »"«'L * *' >(t n»t^A" i)j5 SÄyldel AM AB gelegt, auch batten die Bürger Quartiere in ge» itüoenber Zahl xur Unterbringung yux Verfügung «stellt. Vertreten waren Vereine aus Fulda. AIS- ftlv, Friedberg, Büoingen, Gfebern, Nauheim, Kastel, Offmbach, Frankfurt, Giißen u. a. One. Tank der tresslicken Leitung kannten sich unter den versch.-^Tnsle:! Schiedsrichtern bald die hxuuienb» sten Kümpfe entwickeln und die Barläufe ausgetra- gen roerd u. Bis pitr Mittagspause siegten im Scch- to>Fußballipiel in ftlaJcA: 1. Preis Reichswehr Fulda, 2. Preis Fb -Cl. Hanau, 3. Preis ^ö.-Cl. German.« Orienbcrg. In Klas-e B: 1.Preis Fb- Cl Gedern, 2 Preis Fb.-Cl. Büdingen, 3. Preis Fb.-Cl. Dterrkcöbel. Die Kämpfe in der dritten Kftp'se waren nach nicht bceiidigt. 8 Ortenberg, 12. Juli. Auch der Nachmittag unseres Sportfestes verlief glänzend. Das herrliche Sommerwetter hatte über 1000 Zuschauer auf den Platz geführt. Dank einer mustergültigen Organisation und Leitung gingen die Kämpfe sehr rasch von statten, so daß sie trotz der zahlreichen Meldungen nachmittags um 6 Uhr vollständig beendet toarcn. Die Preisverteilung wurde abends im Mauergarten vorgenommen. Es erhielten Preise: Fußball-Sechserspiele, K l. A, 1. Preis und Dameupreis Neichswehrregiment 11, Abt. Fulda. 2. Preis Fußballklub Melitta Hanau. 3. Preis Fußballklub Germania 1907 Ortenberg. Klasse ö: 1. Preis Fußballklub Allemannia Gedern. 2. Preis Verein für Rasenspiele Büdingen. 3. Preis Turngesellscha t Bruchköbel. Klasse C: 1. Preis Fußballklub '21tentminxi Gedeon. 2. Preis Sportklub Teutonia Kohden. 3. Preis Sportabtlg. des Ernst-Wolsgang-Gymnasiums Büdingen. 50- Meter-Lauf für Erstlinge: 1. Pr. Death, V. f. B. Friedberg. 2. Preis Demmes vom selben Verein. 3. Preis Sperber, Fußballklub Germania Schotten. 50 -Meter-Laus f. Anfänger: Groh, Kickers Offenbach. 2. Preis Mohr, Kickers Offenbach. 3. Preis Reinhardt, Kickers Offenbach. 50-Meter-Laus für Junioren: 1. Preis Krämer, V. f. "B. Friedberg. 2. Preis Klüber, Fußballklub Kickers Offenbach. 3. Preis Dorn, Sportverein Bad-dLauheim 100-Mtr.-Laus fürErstlinae: 1. Pr. Schwarz, V. f. B. Friedberg. 2. Preis Death, Friedberg. 3. Preis Triebel, Fußballktz Mainz-Kvstel. 10 1 Mir.-Laus f. Ans: 1. fPr. Austaen, Sportv. Bad-Nauheim. 2. Pr. Reinhardt, Kickers-Offenbach. 3. Pr. Groh, Offenbach. 100-Meter-Lauf für Junioren. 1. Krämer, Bi s. B., Friedberg, 2. Dorn, Sp.-B. Bad-Nauheim, 3. F. B. Cl Alsfeld, Weber. bO-Meter-Lauf für Senioren. 1. Krämer V. s. B. Friedberg, 2. Klüber, Kickers, Offenbach, 3. Fatz, Sp. B. Bad-Nauheim. 100- Meter-Lauf für Senioren. 1. Reinhardt Kickers, Offenbach, 2. Austgen, Sp.-B. Bad-Nauheim, 3. Roller, Reichswehr-Schützen-Re gt. 22, O. K. 200-Meter-Lauf für Senioren. 1. Groner, V s. B. Friedberg, 2. Sgt. Gutbrod, ReichSivehr Schützen-Rgt. 22, 3. Decherr, F. B. El. Alsfeld 1906. 400-Meter-Lauf für Senioren. 1. Sgl. Gutbrod, R.-Sch.-Rgt. 22, 2. ©tcnmüller, V. f. B. Friedberg, .3. Brauer, Sp. V. Bad-Muheim. 800-Meter-Lauf. 1. Warthorst, B. s. B. Friedberg, 2. Bartholmai, B. f. B. Friedberg, 3. Stegmüller, B. f. B. Friedberg. ^.000-Meter-Lauf. Bartholmai, V. f. SB. Friedberg, 2. Warthorst, B. s. B. Friedberg 3. Wichel, Geliertschulver.rn Fmnkfurt a. M. 4X1 00-MeterStaffel für Erstlinge. 1. Sp. B. Bad-Nauheim, 52 Sek., 2. F. B. Cl. Mainz-Castel, 52 Sek., 2. Gellertschuloerein Frankfurt a M., 528/6 Sek. 4X10 0-M e ter - S t a f- fel für Anfänger. 1. Kickers, Offenbach, 48*/, Sek., Sp. V. Bad-Nauheim, 49i/5 Sek. 4x1 00-Meter-Staffel für Junioren. 1. V. s. B. Friedberg, 476/, Sek., 2. Kickers-Offenbach. 4x1 00-Mtr.-Staffel f. Senioren. 1. V. f. B. Friedberg 48 Sek., 2. R. Sch. Ry 22/7. Treikampf (100-Meter-Lauf, Doch- sprung, Kngslsusßenl: Ba^hudrechn: mit 270 Punkt. Tiökus: 1 Bahnbrecher, 2. Th. Goebel, Gellert- schulverein TVranffurt a. M., 3. Reuter, F.-Cl. Meerlzo'.z Speerwurf: 1. Högl), F.-B.-Cl- Laubach, 2. Schmidt F.-B.--Ä. Alsfeld. Kugelstoßen 71/4 Kg.: 1. Reuter F.-Cl. Meerl-olz. Dvchsprung: 1. Bähnbrecher 1,60, 2. Muth Bad-düauhnm. 3. Stotz-Lembach. Stabhochsprung: 1. Bahnbrecher 3,15 Meter, 2. Schauer- mann V. f. B. Friedberg 3 Meter^ 3. Schmidt L>M.-Cl Alsfeld. Weitsprung: 1. Schmidt F.-B.-Cl. MSfeld 5,50 Meter, 2. Judersleben V. f. B. F-riedbera, 3. A. Schmidt F.-B.--Cl. Msfeld. Fußballweitstoß: 1. Triebel, F- B>-Cl. Maiiiz-Kastel 50,10 Meter, 2. Groth, Reichswehr Sckiützenr.'giment Gießen, 3. Dorst, Turngcsel.schaft Bruchköbel. Ein Tanz in 3 Sälen Vereinigte abends die BeveinsmitaLteder mit den zurück^eb iebenen GAsten bis zuni frühen Mor-:n, eine Verlosung sorgte für die nötige Abwechselung. Außer den bereits genannten Vereinen beteiligten sich solche aus SüH.eNhausen, Meerholz, Sck>otren, Kohden, Gießen, Tüoelsheim und Laubach. Dir Festrede hielt morgens vor dem Abmarsch der Ehrenvorsitzende Friedrich Lenz iun., die Daupt- lEckung lag in den öärtben von Kaufmann Göbel, der dllrch D. Pfeiffer u. a. unterMtzt wurde. Ter Reinertrag des Festes dürfte dem gbsinzenden Beckauf entsprechen. Friedberg, 12. Juli. Der „Wet- tera u er Reiter verein" veranstaltete heute nach eiiier durch die Krwgszeiten verursacksten sünf- lührigen Pause sein 5. Reitersest, welches, wie man vorausschicken muh, von keinem seiner Vorgänger was die allgemeine Teilnahme betrifft, erreicht worden ist. Schon mit den Morgenzügen trafen große Scharen von Teilnehmern hier ein, und bei Beginn des Festes hatte sich, begünstigt durch das herrliche Wetter, eine vieltausendköpfige Menge auf dem Sportplätze, der städtischen Seewiese, versammelt. Hunderte von Fuhrwerken aller Art, vom elegantesten Landauer bis zum einfachen Kasteuwägelchm rollten in ununterbrochener Reihenfolge durch die Stadt. Das Programm bot mit 14 Nunilnern eine reiche Abwechslung, die Zahl der Nennungen erreichte 150 und mit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgten die Zuschauer den Verlauf der sportlichen Darbietungen. Mit Genugtuung konnte man feststellen, daß die Wetterauer Landivirtschaft trotz der hinter uns liegenden schweren Kriegsjeiten über ein in jeder Beziehung erstklassiges Pferdematerial verfügt. Man hätte vielleicht wünschen können, daß neben der Vorführung der eleganten Rest- und Fahrpferde auch die schweren Gebraucktspferde etwas mehr rur Geltung gekommen wären und dadurch auch die praktische Seite ettvas mehr hervorgehoben würde. Das Rennen verlief, trotzdem auch mehrere Stürze vor- famen, ohne jeden ernstlichen Unfall und zur allgemeinen Befriedigung. Die Preisverteilung, zu der von feiten vieler Vereine, Behörden und Pri- oalpersonen zohlreicke wertvolle und praktische Preise gestisret wurden, fand nach Schluß des Retinens im .Hotel Trapp statt, wo Wilhelm Bausch von Nieder-Wöllstadt rn einer Ansprache auf den praktischen Wert beramger Veranstaltungen hinwies. Gießener Strafkammer. Der Fuhrmann V. D. von hier wollte im Januar 1919 von der Johannesstraße in die Reuen Baue einbiegen. Als er gerade aus den Gleisen der Sttaßenbahn war, sah er einen Wagen vom Marktplatz her heranfahren. Trotz aller Bemühungen gelang es chm nicht, mit seinem Wagen über das Gleis zu kommen. Da der Straßenbahw wagen trotz allen Bremsens bei dem schlüpfrigen Boden nicht sofort zum Stehen zu bringen war, kam es zu einem Zusammenstoß. Tie Strafkammer bestätigte das den Fuhrmann freisprechende Urteil des Schöffengerichts, da auch in der Berufungsoerhandlung ein Verschulden desselben nicht festzustellen war. Zwei Gießener Einwohner, die im April d. I. aus einem verschlossenen S^rll in der Sonnenstraße zwei Dasen und ein DuÜM. geübten hatten, erhielten je 3 Monate Gefängnis. — Zwei andere — jugendliche — Diebe wurden mit einer bzw. acht Wochen Gefängnis bestraft. Das Kreisgesundheitsamt Alsfeld hatte Ende vorigen Jahres öffentlich die Bevölkerung vor den unwahren und unlauteren Anpreisungen besttmm- ter N at u r he il ku ndi g er gewarnt. Die Pastor G. M. Wwe. von Bonn, eine Anhängerin und Lehrerin der Augendiagnose, hatte daraufhin dem 5treisgesundheitsamt in einem Zeitungsartikel vorgebalten, es handele nicht ehrenhaft und ihm Unwissenheit vorgeworfen. Weil sie hiermit die Grenzen einer zulässigen Verteidigung überschritten hatte, war sie von dem Schöffengericht zu 30 Mk. Geldsttase wegen Beleidigung verurteilt worden. Ihre Berufung wurde aus den gleichen Erwägungen verworfen. Der Steinhauer D- Sch. von Mayen hatte sich im Derbst vorigen Jahres als Oberleutnant und Rittergutsbesitzer Ackermann in einer Pension in Bad-Nauheim eingemietet und verschiedene Betrügereien verübt. Er wurde zu 8 Monaten Gefängnis und 6 Tagen D-ast verurteilt; bei der Strafzumessung wurde seine geistige Minderwertigkeit strafmildernd berücksichtigt. Blutfze Schlägerri im Gerichtssaal. fc. Frankfurt a. M., 12. Juli. Recht lebhaft ging es heute morgen nach einer Gerichtsverhandlung zu. Der Besitzer eines Radler-Eil- boten-Jnstituts war von oer Anklage der Unterschlagung von ihm an Der trauten Sachen freigesprochen worden. Dies brachte den angeblich Bestohlenen derart in Wut, daß er sich auf den frei- gesprochenen Angeklagten stürzte. Nun entstand eine allgemeine Schlägerei, an der sich auch die Zeugen beteiligten. Eine Frau wurde dabei blutig geschlagen, wobei ihr die Bluse buchstäblich vom Leibe gerissen wurde. Infolge der Aufregung erlitt ein Mann einen epileptischen Anfall, so daß er aus dem Saale getragen werden mußte. Der Kognakschitberprozrß. X Aschaffenburg, 11. Juli. Der vor dem unterfränkischen Schmnirgericht sich abspielende wrufee Kognakschieberprozeß geht feinem Ende entgegen. Bekanntlich handelt es fidVbabet unt Scl)iebungen im Werte von mehreren Millionen, in die Kaufleute, ehemalige Studenten, ein päpstlicher Geheimkämmerer uff. verwickelt sind. Gestern wurden einige Münchener Zeugen unbeeidigt vernommen, weil sie der strafbaren Teilnahme un der Kognakschiebmrg verdächtig sind. Bon girieret|e waren Sie Aussagen des Kaufmanns und berleutnants d. Res. Kaiser, der eine Zeitlang persönlicher Adjutant des bayerischen Ministers Roßhaupter nur. Kaiser, der vor Kriegsausbruch als Kaufmann in Lion tätig war uni) als Engländer verkleidet nack) Deutschland entkommen ist, wurde nach veni Umsturz in Bayern von dem Ober- kommandterenden in München, Lt. Königsberger, ins Militärmmisterium kommandiert, wo er in vielen Füllen selbständige Entscheioungen zu treffen hatte. Ter wegen Verdachts der strafbaren Teil- nahme an dem Schirapshandel unbeeidigt vernommene Zeuge gibt zu, daß im De-em der 1918 die Angeklagten Baron Moser und Kaltenbach in Begleitung des ebenfalls der Mitwirkung an der Schieberei oerdäcbtigen damaligen Referenten des Vertehrs.ckats im Militärministerium, Pringsheim, bei ihm er dienen und unter Varweis einer Empfehlung des Dberfjmmontierenben in Würzburg, T-r. Matthes, die Freigabe des fort lagernden Deercssprits im Werte von 10 Millionen Mark an den freien Dandel erbaten. Tic Bittsteller schützten ein Siaatsintevesje vor. Kaiser, der angeblich nickst wußte, daß der Sprit beveits gerichtlich be- schlagnahrnt war und dein kein Zweifel an der Illegalität dieses Geschäfts nuffam, stellte eine Vollmacht über Freigabe des Sprits aus, damit Dato Geld bt die leere Staatskasse komme. Aus Befragen des Gerichts gibt Kaiser yu, daß ihm bei «anderer Gelegenheit Pnngstxim gesagt habe: „Wenn an» dem Geschält ein Gewinn herauSkommt, werde ich Ihnen von meinem Gewimi 30 000 Mk. abgeben, damit Sie sich eine neue Existenz gründen können". Darauf will Kaiser ertobert haben: „Nur, wenn es sich um ein einwandfreies Geschäft handelt". Wegen dieser Angele«,cl>eit schwebt gegen Kaiser ein Militär gerichtliches 23er fahren. Ter Zeuge glaubt, daß Baron Moser sich kaum für den Handel verwendet l»aben würde, wenn er hätte ahnen können, daß die Unterlagen gefälscht waren. Kunft MMd rv fs„sch«,ft h. Nidda, 12. Juli. Der 6. Trin.ta'is- sonntag gestaltete sich für Nidda za einem Festtag des Evangelischen Bundes. Varmittags ptedigte Gmeralseßvetär des Hess. Hauptvereins, Pfarrer Haupt aus Darmstadt, über des Pe rns Mscbzug. Für das Wald.eit am Nachnittag stand ein äußerst günstiger P atz zur Verfügung. D r gemischte Chor von Wallernl-ausen unter L itung von Lehrer Wien hatte den gosang ichen Teil des Jestes übernommen. Pfarrer Her.nann begrüßte die Beriammlung im Namen des V zirk vcr andes des Eoang. Bunde« zu Nidda; Pfarrer Haupt hie t die Festreüe Den Hauptteil des Festes bil.ete das vieraktige Schauspiel' „A n d r e a s Hofer" das von Mitgliedern der Bess.mg r 3ugeni)t)e.einigung aufgeführt wurde. Drettausektt) Festgäste lat'.en sich aui der Wiese gdag rt Die V* 1 Ko ten des öeltej wurden durch die Geb-'sreudtgkeit der Fest- gäste, die über 1800 Mk. spendeten, geoeckt. Handel. Berlin, 12. Juli Börsenbericht. Tie Börse eröffnete kauflustig, da die Hoffnung auf ein erträgliches Ergebnis der Verhandlungen in Spaa bei letzt und ixe Erwartung einer vermehrten B-sst:abtgnnc' der heimischen Industrie durch die Wiedcrtzerstellungsarbeiten in Frankreich vorhanden ist. X.» unvermindert bestehe,Interesse für Petrol cumaktten, von denen Deutsche Petr>- leum zu 886 und Deutsche Erdöl zu 1775 um* grsetzt wurden, beeinflußte ebenfalls die Börse gut. Tie KürSbefierungen für Hü tenaftivn, Färb- und ElektroweNe beliefen sich leiluxie auf 10 Prozent. Pkw nix gewannen sogar 17 Prozent, B'smarck- dütte 12 Prozent und deutsche Kalt 21 Prozent. SpLtetchin wirkte die Meldung des Mrttagbblattes von einer kritischen Gestaltung der Holten frag? rn Spaa auf den Verkehr einschränkend, ohne die KurSlBvegung wesentlich zu bceinflln'fen. Kolonial- werte waren vernachlässigt und wenig verändert. Von Sck'iffahttswerlen waren Argo, Hansa und Paketfahrt mehrere Prozent höher. Ter SüUagc- mnrft war ruhig und behauptet. Frankfurt a. M., 12. Juli. Börsen- stimmungsbild. Am Petroleumakticnmarkt herrschte Abgabeneigung vor. Teutsch? Petroleum st^vächer 882—876. Deutsch? Erdöl 1710. Julius Sichel waren gut gehalten 1310, Ludwig Ganz zogen etwas an 195—197. Tas Geschäft auf den übrigen Gebieten blieb ruhig. Mit^ Ziücksicht auf die Gestaltung der Kohlen frage in Spaa zeigte die Spekulatian Zurückhaltttng. Oberbedrrs konnten sich mit 219.— ziemlich behaupten. Bochumer erfuhren dagegen eine wertere Steigerung von 8 Pro;, auf 311.—, auch Kali West errege In gingen 3 Proz?,tt höher nm (608.—). Mannesm rnn gewannen 3 Prozent auf 381,—, Schonlnnabahn 679. —, Oesterr. Stenttsbahn 228.-- plus 2 Proz., Kasf'a-Jndusttie- werte in der Mehrzahl sest?r Schuhs. 7'Lug. Wessels notierten 236.—, Sektkellerei Feist 302.—, Bad. Anilin 440.—. Daimler Motoren sind um 33/< auf 229.— gebeftert. Adlerwerke Kteyer abgeschwächt (230.—). Silberhütte Braubach 165.— plus 3 Proz. Hamburg Paletfalnt verloren 2 Proz auf 182 75. Gefragt waren Metall bank 215,50. AEG. 297.— minus 2 Proz. 5 Proz. Reichsanleihe 79,50. Chemische Golbfännidt wurden um weitere 11 Proz. auf 391.— gesteigert. Bang. Hoch- und Tiefbau bei regem Geschäft 139.— plus *4 Proz. Frankfurt a M., 12. Juli. Getreidemarkt. Das Geschäft bleibt weiter ruhig. Der Handel bescknänkt sich auf wenige Artikel. Die Tendenz im Hafergeschäft schlug in vergangener Woche bereits zur Abschwächung um, doch wurden heute vereinzelt höhere Preise erzielt. Hülsenfrüchte sind zu FutterUvecken gesucht. Für Viktoria- und kleinere Erbsen wurden bessere Preise angelegt. Lupinen behaupteten ihren Stand der Vorwoche. Kleinere Ware zur Saat gesucht und fest. Für Wicken bestand Kauflust. Heu hat sich wenig verändert. Neues Heu wird höl>er bewertet. Stroh wenig beachtet. Frankfurt a. M., 14. 3ult Teviseumarkt. Amsterdam-Notterd. 1348,65 1351,35 1346,65 1348,35 Berlin 10.7. 50 79 151 182 50 457 440, 291 25 229, 230 230, 295,- 295,- 292 317, 219, 286 280 297, 176, 215 268 811, 286, 141,bO 182,75 261.50 230,- 340,35 634,65 635,65 848,35 157,70 227,75 149,90 38,17 320,35 683,20 613,15 22,78 26,08 85,10 23,40 230,- 266,75 235,- 12.7. 79,50 16, - 11,95 444,50 10.7. 14,70 Geld Brief 12. Juli 12.7. 14,70 7,45 15,80 11,95 VUrf»otiermi|i«r .. . . «Prag 10.7. 79,50 71,20 60,60 70,10 151,50 260,- 199,25 163,25 151,50 141, — 180,50 177,- 295,- 282,- 297,- 303,- 218,- 266,50 409,- 434,- 343,- 290,— 172,- Datum: 5°/tzDeut.Kriegsanl. 40'0Deut.71eirgetegte Ko hlenwirt- schaftsplan lautet: Unter der Voraussetzung, daß die Maijöide- nntg im Durchschnitt pro Arbeitstag erhallen und wie im Atonal Mai zur Verfügung tes- Rnäis- kommissavs für die Ävolenversorguiig bleibt, bieten wir den Alliierten eine Menge von 44000 To. im Durchschnitt pro Arbeitstag zur berorredüig- tcii Lieferung an. Deutschlands Industrie, Landwirtschaft und Hausbrand werden bei dieser Produktion und dieser Lieferung an die Entente unter her Annahme, daß gegenüber 1913 fein wesentlicher Mehrbedarf eingetreten ist, nur mit rund 58 Proz. desVerbrauchs von 1913 beliefert. Bei der Berechnung dieses Prozentsatzes ist der Mrlnverdrauch infolge stärkerer Quallläisverschleckterung nickst Ix rücksichtigt worden . Wir beabsichtigen 50 000 Bergleute jährlich neu einzustellen und für sie die erforderlichen Wohnungen lierziistellen. Wtr erwarten hiervon eine Mehrfor^rung von 0,7 To. pro Mann und Tag Von der Meln-förderuna, die über den arbeitslägtichen Durch cinritt im Monat Mat 1920 (rund 440 000 To bet 23 Arbeitstagen) erreicht wird, erhalten die alliierten Mäcbtv für das erste Iain 40 Prvz., für das nächste Jahr 25 Pwz., mäbreitb die restlichen Prozente zur Verfügung Deutschlands bleiben werden. Blätterstinnn?n. Paris, 12. Juli. 'WTB. „Journal des D e b a t s" verteidigt die Haltung Mil- lerands, dessen Sprache die eines nnrklichen Staatsmannes gewesen sei. (Steifenüber gewissen Kritiken in der heungen MorgenpnKse sagt dys Matt: Frankreich verfolgt »loei Ziele: Es will Deutschland in die Unmöglichstit versetzen, militärische Unternehmungen wieder zu be timten und will von ihm Wiedergutmachungen. Um dies zu erreichen, müsse man tu polittscher Hinsickst stark sein. Man müsse sich aber auch bemühen, eine ivirtt'chaftliche Lage zu schaffen, damit man Zahlungen erhalten könne. Atan müsse nur eine methodische klar sehende Politik anwenden. Die Männer, die das Heil nur in zänkischem Vor gehen sehen, scheineit aus dem falschen Wege zu sein Folge man ihnen, so erwecke man den Anschein, daß man an Frankreichs Kraft zweifle und man werbe sich dadurch um den materiellen intb moralischen Nutzen des Krieges bringen. Zusammenkunft des Völkerbundes. Washington, 11. Juli. (Wolff.) Reuter. . Amllich. Die erste Zusammenkunft der V öl kc.rvu n ds vor sa m m lu n g ist auf den 15. November festgesetzt. Der dmtsche Abftimmungssieg im Osten. Königsberg, 12. Juli. । WTB.? 1 Uhr nachts lagen folgende Teilcrgebansse Dor: Lötzen-Stadt: für Deutschland 4909 Stimmen, für Polen 3 uni) 3 ungiftige Stimmen. Lötzen-Kreis (vorläufiges (frgebitU, 20 Bezirke fehlen noch): für Deutsckstand 28923, für Polen 9 Stimmen. Lvck - Kreis (vorläufiges Ergebnis aus 84 Bezirken ohne die Stadt Lyck): für Deittsck^and 11 484 Stimmen, für Polln 20. Ortelsburg: für Deutschland 5336, für Polen 15 Stimmen. Ortelsburg-Kreis (Teitergrb'ns,: für Teutschftrnd 25 824, für Polen 270 Stimmen. Bifchofsbnrg-Stadt: für Deutschland 3400, für Polen 49 Stimmen. Marggrabvwastadt: für Deutschland 3913, für Polen keine Stimme. O l e tz k 0 - K r e i s: für Deutschland 21885, für Polen 1 Stimme. Oster 0 de (vorläufiges Teilergebnis aus Stadt und Kreis): für Deittschland 25 000, für- Polen 500 Stimmen. Allen st ein-Stadt: für Deutschland 16 752, für Polen 342 Stimmen. Jvhannisburg-Stadt (10 Bezirke fehlen noch): für Deutschland 2933, für Polen 9 Stimmen. Arys: für Deutschland 1486, für Poker keine Stimme. Einzug der Dänen in Nordschleswig. Kopenhagen, 11. Juli. (WTB.) Tie hiesigen Zeitungen veröffenllichm lange Telegramme über den Einzug des dänischen Königs in Nordschleswig. Der König r t: an b r Sptz- eines praßen Gefolges auf einem iveißen Pferde über tue alte Grenze, gefolgt von einer ungeheuren Menschenmenge. Au den König wurden überall Begrüßungsansprachen gehalten. Ein abgelteferttr Zeppelin. Maubeuge, 12. Juli. (WTB.) Das Luft- toiff L 72 ist am Sonntag vormittag 4.15 Uhr über 9Jäaubcuge angefommen und nach einem wohl- gelungenen Landunasmanöver 5.45 Uhr glatt ge (enbd. Das Luftschiff hatte am Samstag abritb 9.15 Uhr mir einer Deutschen Mftltzung Friedrichs- Haien verlassen. An Bord des Schisses befanden sich auch zwei ftanzösifche Jngenieurossiziere. Verzweifttte Lage der polnischen Armee. Brüssel, 11. Juli. (WTB.) Die Gtefanbte schäft der T'chech ^-Slowakei veröffentlicht eine Depesche aus Prag, warin es heißt: Die Lage der polnischen Armee erscheint verzweifelt. Tie polnischen Verwaltungsbehörden räumen Lemberg und flüchten nach Krakau. In Galizien ist die allgemeine Mobilmachung für alle Männer zwischen 16 und 35 Jahren ohne Rücksicht auf die Nationalität angeorbwtt, was in den wriß- ruthenischen Landstrichen zu Unruhm führte. Dem Mobilmachmtgsbeiehl wurde dort feine Folge geleistet. Teile der polnischen Armee sollen zu den Russen über gegangen sein. Spaa, 11. Juli. (WTB.) Nach Czernowitzer Aättern verlangte ein Teil der p Kni schm Armee von den rumenitozn Behörden die Erlaubnis, auf rumänischesGebietzuslüchten. Da diese ixe Neutralität wahren wollten, verweigerten sic bic Genchmigung. Die polnischen Sozialisten ver- [m Truppen sind gestern abend 12 Kilometer vor Wilna angekommen. Die Russen stehm mit ihren Vorposten in ber Nähe von Swe- letary. Hilft der Alliierten für Polen? Spaa, 12. Juli. (WTB.) Reuterweümng Tie Alliierten haben der Sowjetregüntung den Abschluß eines Waffenstillstandes mit Polen vor- getolagen auf Grund der Vorrus-etzung, daß sich die Polen innerhalb Lbver rechtmäßigm Grenzen zurückziche«. Dem WaffmMlstaard wird eine Frie- denSlonsereitr aller R-mbfiootm folgm. Wenn die Sowjetregterung es ablehnt ob.T wmn sie die Polen innerhalb ihrer eigenen Gvmzm an«reift, werben .bie Alliierten Polen volle Unterstütz' jung zuteil werden lassen. Gestern nacht 3 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden unsere klebe, gute Tochter, Schwester, Enkelin, Nichte und Cousine Wilhelmine Büttner int Alter von 19V, Jahren. In tiefer Trauer: Frau Lina Büttner und Kinder Vater z. Z. Sibirien. ; Gießen tLandmannstr. 10), 12. Juli 1920. A Die Beerdigung findet am 14. Juli nach- W mittags 2V-j Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt, onw. MiMaflshalliagstapei in verschiede»»er neuer, bewährter Ausführung liefert an Wiederverkäufer [7310D Carl Gaerthe, KttbiS-KroßhMdliliijl Fernivr. 442 443. 'Wetzlar. Babnbosstr. 5—9. Praxis geschlossen vom 24. Juli bis 22. August 1920 Zahnarzt Dr. med. Petsch Vertretung zu erfragen. 7567 Äns^Aahnpulver „Nr 23" (gesetzlich geschützt). 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