SwiMngrnmd-ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.« Such- tu Stetnörudcrei L Lange. §chriftleit»ng. Seschäst;stelle u. Druckerei: 5chulstr. 7. Ittmann. jchlkser. war. ur^n in hiesiger Stabt ^l, vier- Stück em- wenmütze, ein Herren- eldscheine, eine ttnchm- llers, ein Kmderschnür- bm ist, ebenso einer solchen, die als Entschädigung' für die durch Unfall oder Verschulden eines Tritten erfolgte Tötung an diejenigen gezahlt morden ist, beiten gegenüber der Getütete unterhaltspflichtig! geblümt, mit Inhalt, zer weicher Muss und -elzkragen, eine schwarze lahrtjckM, ein brauner ein ledernes Geldmäpp- in 20-Marl-Sck>ein, ein 19, ein buntelbraimer in Fünszigmarkscheinen. ten Gegenstände belieben mchen. iftänbe kann an jedem ags und 4 bis 5 Uhr zimmer Nr. 1, ersvlgen. ün Steuerausschuß haben sich eine größere Anzahl von Fällen ergeben, bezüglich deren der Reichsfinanzminister erklärt hat, datz der Harteparagraph einschlagen solle. hiiuUQme von Lazei-ei s. die Lageonummer big zum Nacdmiltag vorher ohne jedeVerdindlichtett. Dreis fir t mm Höhe für Anceiaeii u.34mm Breite -rlli v 25 ßf, au«ioärtö 80 Pf.; für Reklame^ Anzeigen von 70 mm vre,ke90 Pf. »endung. Es sind außerdem die Fälle, in denen I allgemein der Härteparagraph angewendet werden Pos. 8 des Gesetzes erklärt die Kriegsabgabe soll, durch einen Beschluß des Staatenausschusses von 1918 und 1919 für a^usslMs, Diese.Abgaben1 vom 3± April 1919 zum Abdruck gekommeu. Auch treffen das in den Jahren 1917 und 1918 erzielte Mehrern kommen. Ta sie den aus diesem Mehreinkommen hervorgehcnden B^rmögenszuivachs gemindert hätten, wenn sie vor dem 30. Juni 1919 gezahlt worden wären, so ersch.int der Abzug vom Endvermügen gerechtfertigt; sonst wäre eine Abgabe zu erheben von einem Bermögensznibachs der zur Begleitung anderer Abgaben verwendet werden muß. Selbstverständlich kommen nur solche Beträge in Betracht, die am 30. Juni 1919 noch geschul- d e t werden, da die bereits gezahlten ihre Wirkung der Vermögensminderung der its geäußert haben. Die Kriegsabgabe für das Jahr 19 19 war am 30. Juni noch nid# veranlagt, kommt also in Abzug. Pos. 10 des § 6 erklärt die für das Rechnungsjahr 1919 -zu entrichtend Staats-, Gemeinde-, EinVommen- und Kirchensteuer, soweit sie auf das Einkommen entfallen, für abzugsfähig. Hinzuzurechnen dem nach § 5 festge- sdellten Vermögen sind, wie bereits in vorstel-cntem angedeutet worden ist, Beträge, die der Abgabepflichtige zu Schenkungen oder fonftigen Vermögensübergaben verwendet hat. Eine wichtige Ausnahme: Fortlaufende Zuwendungen zum Zwecke des angemessenenUnter Halts oder der Ausbildung des Bedacht.n, Zuwendungen auf Grund eines gesetzlichen Anspruchs, Pensionen und ähnliche Zuwendungen, die ohne rechtliche Verpflichtung früheren Angestillten oder Bediensteten genw'hrt werden, übliche Gelegenheitsgeschenke, Zu- weirdmtgen zu kirchlichen, wo-hltätigm oder gemeinnützigen Zwecken und Zuwendungen int Werte von Weniger als 1000 Mk. sind von der Hinzurechnungspflicht ausgenr-inmen. Also das „Nadelgeld" der Tochter, Unterstützungen an einen studierenden Neffen, Gescksenke zur $)odßeit, zum Geburtstag, zum Jubiläum (im Einzelfalle auch über 1000 Mk.) sind steuerfrei. liebergeI)CTt wir die Ziffer 2, die in das Gebiet der Vorschriften gegen die Steuerflucht gehört (Erwerb ausländischen Grund- und Betriebsvermögens), so ergibt sich als wichttg die lBestimmung unter 3, nach der Beträge, mit denen Gegenstärtde aus edlem Metall, Edelsteinen oder Perlen und dergleichen erworben worden sind, sofern der Anschaffungspreis für den einz.lnen Gegenstand 500 Mk. oder für gleichartige oder zu- ammengehörige Gegenstände l(k>0 Mk. oder mehr beträgt, steuerpflichtig find. Hier wird jeweils zu prüfen fein, wo tee Nvtwendigtkett unb Nützlichkeit den Erwerb verursacht hat, oder die Neigung zum Luxus obwaltete. Sachen, die vorwiegend dem prattischen Gebrauch dienen, auch wenn sie wertvoll sind, fallen nicht unter die Steucrpslicht (das neue Umsatz st euergesetz enthält übrigens eine Zusamimienstel.ung von Lurusgegenständen). k>n Pos. 4 sind Beträge steuerpflichtig erklärt, die für Anschaff ungen verwendet worden sind — ganz allgemein gesagt — soweit diese Anschaffungen nicht dem gewöhnlichen Bedarfe des Abgabepsltch- tigen ober seines Haushalts dienen. Die Verhältnisse sind hier zt/ beurteilen. Auch hier nrieber findet Anrechnung nur dann statt, wenn im einzelnen 500 Mk., ober für mehrere gleichartige ober zusammengehörige Gegenstände 1000 Mk. ober mehr aufgewendet worben ist, unb soweit bie gesamten Ansck>affungen wäl-rend fas Veoantegu'.rgszeit- raums Ausgaben von mehr als 10 000 Mk. verursacht -haben. Fälle, durch welche Steuerpflichtige während bes Beranlagungszeitraums vielfach ihr steuerpflichtiges Endvermögen verringern zu können cegknibt haben, werfen durch Pos. 5 des § 8 getroffen. Es wollten nämlich viele die Kriegsabgabe dadurch umgeben, daß lie z. B. Versicherungsverträge aus lange Jahre im voraus abschlossen unb bezahlten, Mieten unb Gehä l- ter auf lange Zett im voraus entrichteten, Jagden pachteten und die Jagd Pa ch t be t r ä ge auf dieganzePachtdauerim voraus zahlten. Soweit diese Maßnahmen nicht als verkehrsüblich zu bezeichnen sind — unb sie werden es wohl durchgängig nicht sein —, begründen sie die Hin zurechnungspflicht. Es möge zum Schlüsse noch hingewiesen werden auf die Vorschrift des § 24, nach der die Kriegsabgabe zur Hälfte binnen drei Monaten, zu einem Viertel binnen sechs Monaten und mit dem letzten Viertel binnen neun Monaten nach Zu- stellung des Kriegsabgabebescheids zu entrichten ist. Macht der Abgabepflichtige glaubhaft, daß bie Einziehung zu den gesetzlichen Zah- limgsfristen mit einer besonderen Härte für ihn ver- bunben sein würde, )o kann die Abgabe auf längstens fünf, bzw. zehn Jahre unb durch die oberste Fttianzbehörde auch sogar auf 20 Jahre gestundet werden, sie ist dann mit 5 v. H. zu verztnsen. Die dlbgabe kann entrichtet werden durch Hingabe von Kriegsanleihe an Zahlungsstatt, und zwar werden die 5pvozentigen, wenn sie vom Urzeiebner ober seiner Ehefrau überreicht werden, zum Nennwert, bie 4^/>prvzentigen zu einem noch festzusetzendem Kurse an Zahlungsstatt angenommen. Eingehendere Bestimmungen hierüber enthält der 8 25 des Gesetzes. Abgabepflichtigen ober Vertretern von solchen, die wissentlich der Steuerbehörde unrichtige ober unvollständige Angaben machen, bie geeignet sind, eine Verkürzung der Kriegsabgabe herbeizuführen, werden mit h«hen Geldstrafen, und wenn sie in der Absicht der Hinterziehung erfolgt sind, auch mit Gefängnis und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bestraft. Zur Llsercbahnerbewetzvng. B e.r l in , 12. Fan. (Priv.-Tel- Eine Versammlung von Vertrauensmännern in Breslau tat laut „Boss. Ztg." den Eisenbahnerstreik in ganz Schlesien bes chlossen. r. Beuthen , 117. Jan. (Wolfs.) Im oder schlesischen Eisenbahnerstreik hat sich auf Station Wen- s a die Lage etivas .gebefiert, ebenso in Ra11bor. Einige Güterzüge f ind wieder abaelassm tvvrden- Jn Kattowitz b.iganm die Notl,rl>e ihre Tätigkeit. Ter Schnell^, ,sverkehr wird ausrechterhalten, ebenso der PersonevKugsverkehr, auch die Rangierabteilung ist nicht gestört. Der Hauptherd der ganzen Bewegung fliegt im Beuthener Bezirk. Die Versammlungen der Eisenbahner s-nden vormittags in Benthe», nachmittags in Gleirmtz statt. Aus dem Ueiche. Die RetichstogZnewvahlen. Berlin, 1$. Jan. (Privattelegr. bet „Köln. Boltsztg..") Zur Frage der R e t chs- tagsneutvaylen wird einer Bernne» Korrespondenz ve,n gut unterrichteter parch- mentarischer ©eite mitgeteilt, daß bie Regierung die Zeit utnmittelbar nach Pfingsten, also Ende Mai, Anfang Juni für die New- Wahlen in Aussicht genommen und den Mehrheitsparteien dochingehende Jnforma.ionen für oie Vorbereitung zum Wahlkampf gemacht hat. Aufhebung txs Belaserunaszuftanbes. Berlin, 12. Jan. (Wolfs.) Die preußi. sehe Staatsregieimng erläßt folgende Verordnung: Nachdem: der Herr Reichsprafident durch Verordnur'.g vom 11. Januar 1920 auf auf Grund des Art. 48 Abf. 2 der Reichsver- fassung für bie Regierungsbezirke Düfsel- borf, Arnsberg, Münster unb Mim be n bie nötigen Maßnahmen zur Wieberher- stellung ber öffentlichen Sicherheit unb Orb- nung getroffen hat, wirb der auf Grund bes preußischen Gesetzes über ben Belagerungs- zustanb vom 4. Juni 1851 verhängte Belage- rungszustanb, soweit er innerhalb biefer Gebiete noch bestehst, a u f g e h o b e n. Eine Nied-erlag? ber Aadi'alistrn Berlin, Ul. Jan. (WTB.) Wie die „B. Z. meldet, haben bei den gestrigen Delegiertenwahlen des Zentralverbandes der Angestellten bie Unabhängigen und Kommunistrn eine voll- ftänbige Niederlg ge erlitten. Die beiden Parteien konnten von 17 623 abgegebenen Stimmen nur 4880 auf ihre lüfte vereinigen. Wisfell. sür Planwirtschaft. Hamburg,, 12. Jan. (Wviff). .Der vormalige Reichsnnrtfchaftsminister Wrftell hat gestern vor dem Arbeiterrat Gwtz-Hamburg über sein WirtschaNsfristem der Plan- bzw. Gememwrrl- schaft gesprochen, Er meinte, daß nur durch ferne Planwirtschaft eia Ausweg ans demElendzu finden sei. Plündetnrngen i« Hamborn. Oberbau fjen, 12. Jan (WTB.) D» .^Oberhausener ^ieitung" meldet: In Hamborn tom 170. Jahrgang Dienstag, 13. Januar 1920 Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Die neuen Steuern. Bon Jnstitzvat Grünewald, M.d. N. IV. Die VermögenszuwachSsteuer. (Schluß.) Es ist im Rahnen dieser Darlegungen nicht Möglich tie fäm lichen 'ober auch nur die wich- Üjttat Be,.immungen des Zuwachs,teuergcf.'tzick)s denmach: 10000 Mark. Hiervon ab 5000 Marc. Al o sind 5000 Mark steuerpflichtig, und zwar mit 10 Pvoz. (§ 16 des Gesetzes). Wichtiger sind die Abzüge, die dem Steuerpflick)- tigen von dem festgestellten Vermögen, das im nötigen Aufsatz bela.nfa.lt worden ist, zustrhen: Erbau fälle im Veranlagungszeitraum (Näh.'re Bestimmungen in § 6, pvs. 1 des Gesetzes); ber Kapitalwert ter Leistungen, die auf dem Vermögen des Abgabepflichtigen geruht haben; der Kapitalwert einer Auszahlung aus einer Versicherung: der Betrag des Vermögens, das im Veranlagungszeitraum durch Schenkung ober durch eine sonstige, ohne entsprechende Gegenleistung erhaltene Zuwendung erworbm worden ist, soweit es sich um Zuwendungen im Ein-lbetrage von wen ger als 1000 DLark handelt und ni-Ht ein gesetzlicher Anspruch auf d« Zuwendung bestand Tiefe Bestimmung des Gesetzes hat bereits vielfach zu Zweifeln Anlaß gegeben. Die Vorschrist deckt sich mit 8 3, Ziffer 3 des früheren Kriegssteuergesetzes form 21. Juni 1919. Unter Vermögensübergabe wird nach der Rechtsprechung fas preus-isck-en Oberverwaltungsgerichte nur ein Geschäft unter Lebenden verstanden, nicht etwa bie Auszalstung eines Kapitals, die ein Erbe auf Grund eines Testaments an einem Vermächtnisnehmer bewirkt. Ebenso nicht Vermögensübergaben die nur zum Zwecke ber Tilgung einer vor dem Veranlagungszettrau m begrünbeten Schuldner Kindlichkeit erfolgen. Wenn § 6, Ziffer 4 beul Empfänger einer Schenkung oder ähnlichen Zuwendung einen Abzug gestattet, so schreibt § 8 Ziffer 1 dem Schenkungsgeber eine Hinzurechnung zum Endverrnögen vor. Es hoben, feit die neuen Steuergesetze in Sicht sind, sehr viele Eltern ihr elterliches Herz entdeckt unb Vermögensüberaaben an Kinder bewirkt, in der Ansicht, baß sie Damit eine S. euerersparnis farbeifübren könnten. Tas Rrick>sfinanzministerium hat diese zahlreick)en Fälle rufag geschehen lassen in der bered):igien Voraus-' sicht, daß gerade die notariellen und gerichtlickstii Akte, auf Grund derer diese liebergaben erfolgten, demnächst ein ausgezeichnetes Material, für die Veranlagungsbehörden bilden werden. Tiste Ber- Mögensübergaben werden steuerlüh (nebenbei bemerkt . au'ch f(ür die neue Erbschaftssteuech als nid)t ge schehen behandelt. Zweifel ergeben sich bei ber Aussteuer. Aus diese besteht ein gesetzlicher Anspruch, und wenn die Eltern diesen Ansmuch erfüllen, so ist die Aussteuer (siehe § 6, pvs. 4, am Ende, und § 6, Ztlfer 1) dem Vermögen der Eltern nicht hinxuzurechnen. Tie Aussteuer wird in der Regel aus ftcuerfr.um Objekten bestehen (Hausrat usw.), so daß sie weder von ben Eltern nt^ von ber Tochter zu versteuern ist Es ist indessen des Falles zu getenten, daß die Aussteuer nicht in Mobiliar, sondern in Geld gegeben werde. Wich hier wird man die Steuerpflicht bestreiten müssen ober es müßte doch der Härtcparagraph helfen. Anders verhält es srch mit der Ausstattung, die vielfach im Publikum mit der Aussteuer verwechselt lvird. Ausstattung ist far Betrag, den Sohn ober Tochter wegen Verheiratung oder Eristen^grünbung von ben Eltern erhält. Diese Hingabe beruht nicht auf einer gestrichen Pflicht und deshalb muß ber Ans stattende die Ausstattung mit versteuern, liebet die Frage, ob die Eheschließung eine „entsprechende Gegenleistung" sei, walten verschiedene Auffassungen ob: ber Reichsfinanz lns wird in dieser Frage das letzte Wart tzu sprechen hoben. Abgezogen können ferner werden: Venn^gens- beträge, die aus der Veränderung ausländr^cher Grund- und Bettiebsvermögen ober fvnstiwr Gegenstände h.wrühren, bie zu Beginn des Beranla- gungszeitraumes zum nichtsteuerbaren Vermögen! des Abgabopflickstigen gebärt haben. Wetter ist abyugssäl)ig eine Kapitalabfindung, die als Ent- ttäbigung für den durch Körperverletzung ober Kranfhcit lierbeigeführten gänzlchen ofan teil» weisen Verlust der Erwerbsfälligkeit gezahlt wor- elcler. reises. -cker. Liebesgaben für dLe Wiener DevSlker««-. Wien, 11. Jan,' (Wolff.) Kvrt.-Bur. Heute früh traf hier ein BerlinerLebensmittel- z u g ein. Vize-Bürmiemeister Winter empfing den Zug namens der Stecht Wien und richtete an die de»tsck)e Abordnung, nie den Zug begleitete, h-rz- lick-e Begrüßungsworte. „Wir empfinden bas nicht als Wohltat, bie inO Ber.in erweist," sagte er, „sondern als brüdepi.'iche Httfe. In dieser Hilfe l'eten wir ein Symbol, daß die geschichtliche Po riode, die uns heule noch trennt, ü^errmmben wird." Der Führer der deutschen Abordnung dankte für die herzlichen Worte und überbrachte die Grüße ber Statä Berlin, ins'.»efordere ihreL Oberbürgermeisters lWermuth. Der Lielesgabew« zug besteht aus 31 Ätzaggvns, darunter drei Waggons mit Liebesgatekn der Stadt Kömgsberg in Preußen. Irkutsk int Besitz der Sozial- revolutionäre. Amsterdam, 12. Jan. (WTB.) Das Ren- tersche Bureau mclsxt aus Peking vom 8. amtlich : Die Sozialrevolutionäre fafinden sich im Besitz von Irkutsk, nachdem die Gruppen von Sw- menows aus dem Bahnhof vertrieben wurden. von tersner über den Frieden. Paris, 10. Jan. (Wolff.) Der Vorsitzende der deutschen Friedensdelegation, Freiherr von Lersner, hat den Vertretern von Havas, Reuter und der Afiociated Preß ein In tervie w gewährt, in dem er auf Fragen der Pressevertreter folgendes aussührle: Die Jnlrastsetzung des Fri^evs legt Deutfch- land die schwersten Opfer auf, die wohl je einem Volke auferiegt worden sind, so besonders durch die Abtrennung von Gebieten, die feit Jahrhunderten zu Preußen gehörten, und durch die ungeheuren wirtschaftlichen Verpflichtungen. Trotzdem ist die Wiederl>er,tellung des Friedens erfreulich, denn Deutschland fatommt damit seine heißerfehn- ten gefangenen Söhne zurück. Herr Siemen» ceau hat mir erklären lassen, baß die Gefangenenfrage mit keiner anderen Frage verknüpft wird, unb daß die Heimsendung noch heute befohlen werden wird. Sie soll ohne Unter- bveck-ung auf bas schnellste durchzeführt wettren. Das Haven mir auch bie Herren Lo ucheur unb Dutasta versichert. Deutschland hat b.reits, ohne dazu durch den FricHensvertrag verpflichtet zu fein, mit ber Ausführung einer Anzahl seiner Verpflichtungen begonnen, z. B. bezüglich der Kohlenlieferungen. Deutschland wird in der Ausführung seiner verttaglich übernommenen Verpflichtungen bis an bie Grenze des Möglichen geben. Wir hoffen, daß bas deutsche Volk durch die allmähliche Wiü>er- aewinnung seiner Arbeitssreubigkett auch diese schweren Zeiten überwinden wirte Das Wirtschaftsleben Deutschlands und der Entente, vor allem Frankreichs, find auf das engste miteinander berknüpst. Das wirtschaftliche Gedeihen Frankreichs ist zum guten Teil von der wirtschaftlichen Erstarkung Deutschlands abhängig. Ein rücksichtsloses Durchfuhren der Auslieferungsfrage wird die schwersten 23fr» denken für die Ruhe und Ordnung Europas im Gefolge haben. Die deutsche Regierung hat bereits auf die katastrophalen Folgen hrngewiefen und Anregungen gegeben zur Lösung, dieser Frage. Deutschland wollte sich verpflichten, alle von der Entente namhaft gemachten Schuldigen in Deutschland vor dem obersten Gerichtshof unter Anklage zu stellen unb Vertreter der Entente als öffentliche Ankläger mit wettgehendsten Kontrollrechten zuzulassen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß diese Frage nunmehr von der Entente auf das ernsteste erneut geprüft wird. Der deutsche Vorschlag geht wett über das hinaus, was seinerzeit Serbien unter dem Beifall der gesamten Entente Oesterreich gegenüber ablehnte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß unsere früheren Gegner ein Interesse daran haben, die Wiederherstellung normaler Verhältnisse durch diese Frage zu erschweren. Dte Trennung itn Osten. Bromberg, 12. Jan. (WTB.) Der Regierungspräsident v. Bülow veröffentlicht als stellvertretender Oberpräsident der Provinz Posen eine Bekanntmachung, in oer er unter Httttveis auf den Uebergang der Staats ho heit auf Polen den preußischen 23eamten und Lehrern für ihre treue Arbeit in der Ostmark des preußischen Staates dankt Tie Kundgebung schließt mit den besten Wünschen für.diese, nach anderthalb Jahrhunderten währender preußifcki-deutfcher Herrschaft wieder afau- ttetenden Geviete. Die 23ekanntrnachung schließt: „In Trauer, aber auch in fester Zuversicht blickt das deutsche Vaterland aus das deutsche Volkstum, das hier zurückbleibt, und das sekire deutsche Gesinnung, fein deutsches Wesen, Empfinden, Fühlen unb Denken allezeit zu erhalten wissen wird. Auch das deutsche Vaterland bnvahN dem deutschen 23olkstum in der Fremde die Treue bis zum letzten Hauch." Die Besetzung Oberschlesien». Berlin,12. Jan. (Priv.-TelO Am Donnerstag, ben 15. Januar finbet laut „Boss. Zeitung" bie Besetzung Oberschlesiens burch bie Errtente statt. Ein Protest der Reichsregierung gegen die Rheinlandsverordnung. Berlin, 12. Jan. ^Priv.-Tel.) Gegen bie Rheinlanbsverorbnungen der Entente, bie außerorbentlich weitgehenbe Beschränkungen für bie Bevölkerung enthalten, welche vielfach im Wiberspruch mit bem Friebensver- trag stehen, hat den Wbendfalättern zufolge bie Reichsregierung einen Protest ergehen lassen, ben sie heute in Paris übergeben wirb. EntenkegeschästSträger in Berlin. Berlin, 12.'Jan. (WB.) Zu Gefchäftsttä- gern in Berlin wurden ernannt: seitens Englands Lord Kilmarock, seitens Frankreichs Herr be Marcilly, frittier Generalkonsul in Genua, seitens Italiens Gras Al- br ooanb i bi Bares cetti. Die Beglru- ligungsschreiben sind bereits in Berlin ein begangen. Die deutschen Vertreter in dm drei Ländern sind noch nicht ernannt. Paris, 12. Jan. (Wolff.) „Mari." beeid) et über die dfolmnattsche Vertretung Frankreichs in Berlin, daß die französische Regierung terette durch den spanischen Botschafter ter Wilhckmstoaße die Ernennung von de Marcilly als fran^Sfischen Gefchäftsttäger nori i'.ieren ri ß To Marcilly dmfa nächiten Sams- lag noch Berlttr abteya- tn Berlin. feigen. Ein ZeiturrgSxrbot. ** Liebig-Museum. Der Name v a n't I sionsredner den. Sctal, da sie noch mehrere Stunden K -o f f ist den meisten bisher intibefannt ge-1 per Wagen zurücllegen mußten, und mit ihnen ein Universität Frankfurt a. M., wird Samstag den 17. Januar, 81/« Uhr abends, im großen Hörsaal einen Vortrag über niederländische Kolonialpolitik in Vergangenheit und Gegenwart halten. X Gelnhausen, 11. Jan. Die nach Braunkohlen vorgenommene» Bohrungen und Schürfungen Haban im Kreise Gelnhausen verschiedentlich Ersolg gezeitigt. Das- Schürfungsrecht besitzt die Aktiengesellschaft Brown, Boverr u. Co. in Mannheim. Berlin, 12. Jan. (Wolsf.) Ter „Reichs- onzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung betreffs rd Aenüerung der Aus sn fere-rlc ichter ungcn für Waren des Abschnittes C des Zolltarifs und eint Levanntmachung wegen Uebertragung von Befugnissen an die Reichsrücklieferungsbommisswn * religiösen Ang ligcnh.nt. Als Tr. Werner das Schlußwort.ergriff, verliefen tie beiden Diskus- Hochwasser. * Gießen, 12. Jan. Ein großer See bedeckt seit heute früh das L a h n t a l von Gießen bis nach Dudenhofen, Atzbach und Dorlar, das Wasser ist noch im Steigen begriffen. Die Harot ist von Gießen abgeschnitten, man kann nur über Heuchelheim nach oort gelangen. In der Krofdorfer Straße dient ein Kahn feem Verkehr. Der Sturm hat manchem Hausbesitzer beträchtlichen Schaden zugefügt. Diele mürbe Gartenzäune geben feem Sturm und Regen gegenüber ihre „Standhaftigkeit" auf. Im Bergwerkswald entwurzelte der Sturm stellenweise Bäume. Die Bahn- und Postbeamten jenseits feer Lahn und von Heuchelheim können nicht zu ihrem Dienst kommen. — Die W i e s e ck fcfeint wieder langsam zu fallen. k Klein-Linden, 12.Jan. Ter See im Lahn tat breitet sich zu beiden Seiten bei Bahn Gießen—Wetzlar aus und bringt bis fast an unser Dors. Die Kantinenbewohner an der Um- gehungsb.rhn mußten nachts ausziehen. Der neue Bahndamm ist in Gefahr und beginnt zu rutschen. k Heuchelheim, 12 Jan. Das Wasser bringt unaufhörlich in Hofreiten und Keller. X Allendors a. Lahn, 12. Jan. Als heute hrich die Arbeiter nach Gießen wollten, war es ilmen unmöglich, aus feem Dorf, ja bei vielen aus dem Gelrvste zu kommen. Dem Kleebach genügte nicht mehr die Brücke als Durchlaß, er kam breit durch das Wiesental ins Dors und über* scltvemmte die Ortsstraße. Viele Arbeiter mußten umEeljrcn. Vielfach ist das Wasser in die Keller gedrungen. -m. H u n ge n, 13. Jan. Die H o r l of f, ein sonst kleines BäcUern, ist über Nacht «rm reißenden Flüßchen geworden und hat die Gärten, Felder und Wiesen der Unterstadt in einen See verwandelt. Auch die Keller verschiedener Wohnhäuser mußten geräumt werden. K Butzbach, 12. Jan. Die Taunusorte Langenhain, Münster und Hochwrisel l.atten sehr unter dem wo l ke n br u cha r t i gen Regen zu leiden. Das Wasser drang in die Keller und Strl- lm'gen und man mufVe schleunigst das V eh her- ausscl-affen. In Münster war ge . r e Tanzbelusti- auiig. Die elektris-.he Beleuchtung erlolch, das Wasser drang in den Hof und die Jugend eilte durch das Was.er nach Hause. In Nieder-Wei el stehen viele Keller unter Master. Die Entwäs erungs- gräben der Gemarkung sind zu Flüs.en geworden. rg. Gelnhausen, 12. Jan. Das Kinzig- ral von Steinau bis Gelnhausen bildet einen See, der mit ungeheuren Wasser massen gefüllt ist und I nur von den im Tale liegenden Orten und der' ** Kvhlen-Dersvrgrng. Wie wir von der Ortslohlenstelle erfahren, ist die Kohlen - zufuhr seit den letzten Tagen fast völlig unterbunden. — Da in röter Zeit bei Lieferung von Kohlen tn Säck en oft Schiebungen Vvrgekommen sein sollen, so sft dem Publikum nur zu empfehlen, bei Empfckng vm Sackkohlen dieselben genau nach feer Zahl nahzuprüsen. — Infolge Versperrung der Waldweg durch Windsall- hvlz ist feie Anfuhr von Brennholz nicht möglich. Die Brenn Holzausgabe anrb daher bis auf weiteres verschoben. ** Betrug mit alter Zahlmarken der Straßenbahn. Noch immer sind eine Reihe alter Zahlmarken im Unlaut so daß die Verwaltung des Elektrizität-wrles und der Straßenbahn sich zu der im Anzeigenteil enthaltenen Bekanntmachung veranlaß! sah und zwar, wie uns mitgeteilt wird, um zu verhüten, daß weiterhm alte Zahlmarken durch locht werden, um sv den Wagenführer zu täuschen. Es ist dies F ä l - f chlu n g und Betrug. Wie anr erfahren, ist Sn eine Reihe von Personen bereits Anzeige er- et worden. Es wird daher jchermann gewarnt darauf 'hingewiefen, die letzte Gelegenheit zu bemrtzen, die alten Zahlmarken jegen neue an der Kasse des Elektrizitätswerkes und der Straßenbahn, Lahnftraße 28, Zimmer Nr. 7, fei* zum 31 d. Mts Während feer Kassenstunden auszutauschen ** Iber hessischer Ku ist verein. Die Sturm-Ausstellung wurde am «Sonntag trotz des schlechten Wetters von nahezu 500 Personen besucht, auch gingen einige Weile bereits durch Verkäufe in Privatbesitz über. De Ausstellung ist außer morgens von 11—1 Uhr auch Mittwoch- nachmittags von 3—5 Uhr geortet. ** Gießener Hochschulgesellschaft. Dr. M. I. van der Wirer, Prixüdo-,ent an feer Aus Stabt tinfc Land. Gießen, bei 13. Jan. 1920. Einstellung des Straßenbahnbetriebs. SBegen beS etngetrrtenat Hochwassers ist der Straßenbahn betrieb auf unbestimmte Zeit eingestellt. Das Wasser bedroht gestern abend feie Keller unb Kesselräume, str * gegen 6 Uhr feie Wagen eingezogen werden nulten. Da die Lahn inzwischen sinkt, ist zu Hoffer daß der Verkehr morgen wieder aufgenommen werden Tarnt. Der Sonntagsverkehr auf der Bahn. Von bahnamtlicher Seite mrb uns mit geteilt: Von heute ab werden feie an Sonntagen verehrenden Lebensmittel- uni Milchzüge für die Personenbeförderung in 3. mb 4. Klasse nutzbar gemocht, soweit es feie Aufnahnefähigkeit feer Züge zuläßt. Ferner ist P. 792, Gießen ab 6.41 Uhr, Butzbach ab 7.20 Uhr, Bad-Narrinm ab 7.40 Uhr, Friedberg ab 7.54 Uhr, Fransuri (Hauptbahnhof) an 9.10 Uhr vormittags, an Sonn- und Feiertagen zur Personenbeförderung frei gegeben. Beranstalturgen. Deutsche Volkspartei und ^,ugendgruvve. Bor- trag: Geh. Rat Prof. D. Dr. Kahl: Memento vivere, 8 Uhr Einhorn. — Achtsvielhaus: Der Klapperstorchr-erband: Abgrund der Seelen. — Lichtspiele: Lumparprinzessm; Bis früh um fünfe. 3ns dem besetzten Gebiet. Die Lcbensmitttlkontrolle. Koblenz, 12 Jan. (Wolff.) Die Internationale Rheinland-Kommis sion hat grundsätzlich die Anwendung der deutschen Vorschriften über feie Einfuhr von rationierten L e b e n s m i t t e l n in feie besetzten Gebiete genehmigt. Sic bat ferner entschieden, daß die deutschen Vorschriften über die Einfuhr von Brotgetreide, Mais, Hafer und Erzeugnissen daraus sofort angewendet werden tonnen. Die Kontrolle der Kartofseleinfuhr ist bereits vor einiger Zeit genehmigt worden. Es ist setbstverständ- nch, daß in demselben Maße, in welchem an der Westgrenze des Reiches die deutsche Ein- fnljrfentrolle wieder tatsächlich in Kraft tritt, die Abfangvorrichtung der sogen. Rheinkontrolle abgcbaut werden kann. Der Kvhlenmangel. Ludwigshafen, 12. Jan. (Wolfs.) Nach einer Blättermeldurg sah sich die Ba- dische Anilin- und Sodcsabrik gezwungen, wegen Kohlenmangels 1800 Arbeitern zu ftin- wksen. Umso Bcgrfl&enShxrter war es, daß es Herr Pros. Schaum übernommen hatte, am vei- gariiger.ca Sonntag auS dem Le e.i unb SBirtni pes hervorragenden phtzs.talischon Chemikers iefei interrifante Auszüge zu geben. Er verstand es. die Bedeutung ixm't Hosfs an drei wichtigen Arltelsgebieten des großen Forsch.rs, der Ka- ne iZ, feer Thermodynamik und der Lehre von den Lis ntgen klar zu mack-en. ©e' einierai Sommer dankte dem Redner in herzli l>er Weise für hi ie Ausführungen. Gel-cimerat Elbs bradit? noch al. Bei a^e nach den schwierigen tfecorctiidKn Darstellungen einige persönliche mit Humor gemußt Erlelmisse über van't Hofs zur Sprackie. Der itäd),.e Vortrag findet am 8. Februar über Liebig, der übernächste am 7. März über A. W. v. Hos- mann statt. ** Er öffnungdesLieVig-Museums In feer Borftandssitzung am Samstag wurde befdifoftet, das Liebig-Äcusenm Ende März dieses Jalwes feierlich zu eröffnen. Durch E. tge.,en- kommen der Direk.ion des Stadttlxa ers w.rd ein eigens zu diesem Zweck von R. Sommer g.-dickste t es Festspiel „Die chemische Hexenküche" zur Ausführung gebracht. ** T ie Deutschnationale Bolks- Schlußmort des Rcserenten, schließen. ** Stausenbery, 13. ^>an. Bor einigen Tagen wurden einer hiesigen Frau Drillinge(Mäd- dyn) beschert. Kreis Schotten. O Gedern, 12. Jan. Erbprinz Botho zu Stolberg-Wernigerode, feer Sohn des Inhabers feer biefigen fürstlichen Standesherr l'dxiit, hat sich in Weimar mit feer Prinzessin Renate zu Sck-önaich-EarolrtS- teile gerettet werben. Ti.> MÄm fü;rt wieder starkes Hockpoasser, bas infolge der reidjen Regen- gfifie noch andauernd wächst. Der Verle.,r ztvjichetr Harheim unb Berkersi-eim ist unterbrochm. Aus ber We11erau, 12. Jan. Furchtbares Unwett.'r wütete in der Nacht von Sonntag auf Montag, man kann sich kaum erinnern, daß jemals ri.i solcher Sturm, verbunden mit stärksten Ne engüs en I;err d)z. Ti/ Wa sermossen entstanden so raich, daß Feldweg und Abwäsjer- gräe-t in kurzer Zeit zu reißenden Flüs- s e n wurden, die Ackerboden, mitunter junge Saat mit sich füljrten. Die Fußtäler ber Wetter unb Nidda hüben gewaltige Seen, so breitet sich zwischen Assctrl)eim unb Ilbenstadt bis nach Gronau unb Vilbel ein einziger See aus. Die Straft vom Bahnhof Grvß-Ktarben nach Graß- und Kirin- Karben stand zeitweise unter Wasser, Arbcitsleute mußten in dem ersten Akorgenstunden Kehrt machen, um nicht vom Wege ab in die reißende Nidda zu geraten. Das Wasser steht stetlenw.'ise bis an oe>t Bahnkörper der Mai; i-W es er-Bahn. Ter Sturm hat an Obstbäumen unb Lichtleitung« viel Schaden an gerichtet. --- Bad Homburg v.d.H., 12. Jan. Bei einem schweren Sturm ging Sonntagabend nach 8 Uhr über dem ehemaligen Amt Homburg ein Wolkenbruch nieder, feer in wmigen Augenblicken weite Gebiete tief unter Wasser setzte und fib:rall unermeßlichen Schaden anriefetete. In bec tiefgelegcnen Altstadt brangen feie Fluten in die unteren Stockwerke ein, so daß die Bewohner slücküen mußten. Das Jndustriegelänve und der Balmhof bildeten heute früh noch einen weiten See, helfen Wasser die Bafeichofsräume erfültten. Am schlimmsten hcmste d-.is Unwck er im Kurpark, der ein Bild grauenhafter Verwüstung bietet. Die Fluten setzten hier den Elifabethen-, Lanografen-, Kaiser- unb Stahlbrunnen unter Wasser unb verschlammten bie Trinkanlagen. Die meisten Wege unb Anlagen fittb unterspült unb ungangbar. Vom Kurteich riß bas Wasser bie Dämme weg. Um Mitternacht würbe bie Feuerwehr zur Hilfeleistung imch ben wasserbedrohten Nachbarort« Dornholzhausen unb Kirdorf alar* mi-ert, wv das Vieh teilweise in die Wohnhäuser gebracht werben mußte Schwere Wasserschäbeu werben auch aus ben Orten Oberstedten unb Born- mersferim bei Oberursel gemeldet. Der Schaden, ben ber Wolkenbruch anrichtete, ist vorerst nicht ab.uscktatzen. Die A.-G. Bad 5)omburg bzw. bie Stabt Homburg erleiden durch die Verheerung« im Kurpark sehr schwere Verluste. Ludwigshafen, 12. Jan. (Wolff.) Infolge des orkanartigen Sturms sind bie Fernsprechleitungen nach München, Köln, Landau usw. gestört. In dem Stadtteil Munbenhrim stürzte eine hvhe Mauer ein, wodurch 4 ,Personen verletzt wurden. Freiburg i. Breis«., 12. Jan. (WTB.) Aus dem SchwarAoalb kommen ernmt Hochwasser- melbungen. Namentlich bie feem Rhein in* Jlte6enben Wasserläufe fees Schwarzwalfees sind durch ben Regen ber letzten Tage stark angeschwol- len. Da bie Schäden des Hochwassers ber letzten Weihnachtstage zum größten Teil noch nicht aus- gebeifert werven konnten, bedeutet das neu erlieft! Anschwellen ber Wasserläufe eine große Gefahr. Der orkanartige Sturm hat bie telephonisch« Verbindungen größtenteils unterbrochen. Aus dem Amlsverkündigungsblatt. ** Das Arntsverkünbigungsblatr Nr. 6 vorn 12. Januar enthält: Bekanntmachung zu ber Verordnung üler ben Verkehr mit Süßigkeiten. Vom 13. Dezember 1919. — Verordnrng über die Aufhebung von Verordrrunaen über den Bekehr mit Wild, und mit Hühnern. Vom 20. Dezember 1919. — Verordnung znr Abänderung ber Reick/sgetreideordnung für bte Emde 1919. Born 20. Dezember 1919. — Bekanntmachung über Zahlung von Ablieferungsprämien für Brotgetreide unb Gerste. Vom 20. Dezember 1919. — Bekanntmachung über die Außerkraftsetzung der Bekanntmachung über die gewerbliche Verarbeitung von Rei.hSmünzen vom 10. Mai 1917 (Rcihs-Gesetzbl. S. 406). Vom 9. Dezember 1919. — Statistik des Wein- und Obstertrags im Jahre 1919. — Stundenpläne für den Fortt ibungsschul- imterridfet. — Regelung des Mielwesens: hier: Wohnung« für Staats.eamte. — Die Aufnahme der taubstummen Ki.ider in bie Taubstummcn- Anftalten feeS Lanbes. — Einsendung der Kreis- abdeckereivergeichnist: hier: für den DLonat De- zeml»er 1919. — Gefunden unb verloren. — Feld- berriniaung in der Gemarkung Alleudorf cn ber Lahn. Gefunden unb verlöre». I» der Zeit vom 15.—31. Tezbr. 1919 wurden in hiesiger S'abt gefunden: drei Portemvm:aies mit Inhalt, vier Stück' einzelne Hanlsckflthe, ein Umhang, eine Knabenmüde, ein Herrenüberz eher, ein 5)als- kettchen, fü f Parier sei. scheine, eine Kuchenform, ein Pelzkragen, ein Teil eines Zwickers, ein Kinder- schnürsliefel, eine Brille: verloren: ein fei* berer Beutel, schwarz geblümt, mit Inhalt, ein goldenes Uhrarmband, ein schwarzer w ichcr Muft und Taschentuch, gez. L. S., ein schwarzer Pelzkragen, eine schwarze Brie.tasche mit 3) bis 40 Mark unfe Fveifcchrttchcin, ein bmuner Ottenmiff mit braunem Sammet,uiter, ein lehented Geld- mäppck^n mit ungefäl.T 120 Mark Jn^^alt, ein 20-Mark-Schein, ein goldener Trauring, g z. M. S. 1. 10. 19, ein dunkelbrauner Skun/s-Pelz- fragen, achthundert Mark in FLnfzigmarfscheinen. Linge'andt. (Für Form und Inhalt aller unter btefer Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Unhaltbare Zustände betreffs ber KartofM- belieferung herrschen in unserer Stabt. Nachdem .endlich, nach einer Pause von drei Wochen, feie 51. Karte (Wochcnmarke) beliefert würbe, aab eS 'mir 3 Pfund Kartoffeln und 3 Pfund Kvhlraben, imb die letzteren noch teilweise in gänzlich un- genießbarem, verfaulten Zustande. Am LebenS- mittielamt wird man abgeroiefen mit der Begründung, daß nur unzureichend Kartoffeln ba feien, unb daß für die schlechte Ware der Der- Eäuicr verantwortlich zu machen sei. Nach einet Rückspvackx mit Herrn Rumpf erklärte bieser, daß er bas Lebensmittelamt vorher auf bie minderwertige Ware aufmerksam gemacht habe. Eine Hausfrau. SW8*' ZZ»ZL'L sK§Z ■SSs Uder M, D mitunter i^tuf- chkaler btr zv oait «M Ä'S* Tv aus Ä ^°mui unoch Met Sap>r ?teSS H feM’w '” «Ä> fi en und ^ichtlciüoZ 9. vv L„ 12 «Uj. m. «HM S-M- TO F“" 2 WÄ ÄtefK um mer Mer M L Jy ?* meisten Stge Wunb ungangbar. P°« ‘11® die Dämme weg. 'a^Mrvehr jvr tzilse- Iscrbedwhtm Nachbarorte» . unb Zirdors alar» iitoeife in die VchnhLoser '< Schwere Wasserschäden rten Oberstedten und Som« j gemeldet. Der Schaden, mrichtete, ist warft nicht . Bad Homburg bzv. bit m durch die Berheerunga t Leriuste. tl, 12. f)ÜIL Morfs.s 3fr igen Sturms joch die ich München, Wir, licnbcn m Stadtteil Mnndochrim lua ein, wodurch 4 fßa> rifc, llMmife not emnü bochivasser- ntlich die dm Adem ° des Schwarzwaldes smd M Tage statt anfleftfrrol* es Mmiifera ba fcfta ötztvr noch E E- m, töaüd. das rwakdr tlmift eine grobe Gefahr, t bat die telephonisch« vw ; Mlerdrochcn. verkvndiMng^blatt. Z M g*J& de- WW ^MiZ verkündigung-blutt u enM: AekamwKs :tr den Bettelst mit * mba 1913. - Bemdn^ x»n BerorimmiM M W mitdühnern. Äm20.^ - Dewmtmchnng^ I di- te=taiWb= - di- B^iSSS für bet! -- CMltoU 4ue ISHiän’ S" rri ®>Ä * H«*”» 'SGüL - 8*,5tfc Ks^"" Znnteiu **Ober-Widders-eim, 10. Ja«. Der hiesige Simwerrin hielt Litern abend in fernem BereinSIoEak, der Wirtschaft Karl Eifer I., feuu diesjährige Generalversammlung ab. wtn- dem dem Rechner Entlaimrrg «teilt worden war, fand eine Neuwahl des Vorstand« statt, bei welchr die b*y€rigat Mitgl.eüer nn-dergewählt nmrvm. Handel. Berlin, 12. Jan. (W^lff.) Börsenftim- mungsbild Der endtzül ige Fri^eiiSchlutz hat insofern auf ivie Börse gewirkt, als tue ©peftUÄtwu mr«allgemeinen etwas Znrüächllrmg auTcrkgte um- die im Verlaufe entgetrrtene dltechwackung, der ÄuSlands- und Valutawerte daraul tchlretzm lagt, daß man anchrineuo in Börserrkrcuen »Ol dadurch auf eine Fcstigleit der allgemmnen und nnrtjchaft- lichcn Verhältnisse rechnen zu tonnen gtoubt. 5w- lvmal- und PetrvleumwerL gaben rm Kurse nach und auf dem Rentcnmarkt (teilten stch MeyLaner nach den Steig?rungcu der ^tzten Zmt^rniMnge-r. Schiffahrtswcr r Ovaren bm vernachlässig',drE-n fe&tm ftchmif dem Montan- und Aeliwmarkt erneut d« Stcigerimgen JerL so caf, Erhöhungen von 3—6 Pwz. eutAteßlrch für iSveä lioerte crntraten Harpcm-r drndMmrncs^ mann togtn sogar um 10 Pvoz. an, wofnr auch aui di? itarfc Grhöhmrg der Kvhlenprersc verwiesen wurde. Die höchsten Kurse konnten jedoch hier nicht behauptet werden und es traten rm Verläufe leichte Abbröckelungen ein. heimische Rentenwerte waren rm allgemeinen wenig verändert. 3*0». Reichsanleihe aber notierten 3 Pvvz. höher, angettich auf Käufe aus dem besetzten Gebiet. Oester. Rente war nahezu umisatzLos, tmgtn teilweise etwas schvücher. Das Ausland soll sich wiederum erheblich an den Käufen in deutschen Industriewerten beteiligt haben. Gegen Schluß befestigte sich die Haltung nahezu allgemein. Bei grobem Geschäft gingen Harpener bis 324, Lombarden bis 571/4 und Phönix bis 310. Frankfurt, 13. Januar. B Srsen stink« «nngSbilo Die Börsentaärenz, welche sich in der letzten Zeit gezeigt hatte, erfuhr eine weitere Verstärkung, da die Ratiftkation des Friedens endlich erfolgt ist. Das Geschäft blieb ledoch infolge dar innerpolittschen Lage ruhig. Gelsenkirchen Mg um 5 Prvz. an, Buderus stieg um 6 Proz., Mannesmann um 13 Pvoz., Dentsch-Ueberfse blieb mit 739 unverändert. Schon tu n gbalm bewahrte Haltung. Tie Äbxnfluft für ausländische Renten war etwas ruhiger geworben. Trotzdem behielten mexikanische Anleihen ihre feste HalluiA. Farbwerke Höchst fliegen um b1/, Pnoz. Tie Steigerung von 25 Prvz. erfuhr Zellstoff Waldhof. Tie Börse schließt ruhig. Frankfurt a. M., 12. Jan. Frachtmarkt. Infolge der Einschränkung des Eisenbahn'oerlehrs fehlt eS an disponibler Ware. Das Geschäft blieb wieder auf einzelne greifbare Artikel beschräntt. Stark gesucht waren Erbsen, deren Preise zwischen 8,25 und 8,40 Mk. schwanken. Dohnen fanden ebeufalls bei fester Stimmung Abnehmer. Für Peluschken bestand wefteres Interesse, während Wicken und Saradella ruhiger lagen. Lupinen behauptet. In Hafer, der gesucht blieb, lagen Angebote nur in geringem Mähe vor; die Preise blieben fest. Für Stroh werden hohe Forderungen gestellt. Datum: 979, 98t, Serfht 10,85 auch den Bei * Brief Geld Brief 10. Jan. (In einem Teil der Auslage wredwholt.) Verordnungen der Internationalen Ahein- landkonnnission. Daris, 11. Jan. (WTB.) Havas. Die Ha- vaSagentur meldet aus Koblenz, datz die Hohe Internationale Rheinlandkom mis- sivn gestern in einer Proklamation bekannt gegeben hat, bafe sie vom 10. Januar oÄ die oberfle Vertretung der alliierten Regierungen in bat besetzten Gebieten übernimmt. Aus den Verordnungen oer Rheinlandkommisswn sind sotgarde Bestimnum- gen bervot^uheben: Die Verordnungen der Kommission haben Gesetzeskraft mit rhver Beröffentlichung. Deutsche Beamte, die den Bervrdtrungcn zuwider handeln. Sännen ihres Amtes zeitweilig ober dauernd ent- Datum: 5e/„*DeeLfirie9sMu6 stellt rms vor schwere Pflichten. Bleiben wir mit unseren Berivagsverpslichtungen im Rückstand, so drohen uns neue Repressalien. Darf die endlich erreichte Heimkehr unserer kriegsgefangenen Brüder auch nur um emc Stunde verzögert werden? Nein! Die preußische und die Rrichsregierung rufen dem ganzen Volke zu. Laßt Euch diese tod liche Bedrohunq nicht bieten. Steht zur Regierung, die dieser gewissenlosen Erschüttearng mit allen, " ' sten Maßnahmen entgegentret« wird. Die prenßrsche und die Reicbsregieruna fordern die Eisenbahner dringend auf, ihren Dienst sofort wieder M beginnen. Jeder weitere Streiktag beschwort anßen- und nmerpoliftsches Elend her- taa. Laßt nicht mit Euch spielen! Jagt du Der führer von Euch! Wo es nottut, wird aut Grund des § 48 der Reichsverfassung der Ausnahme» z-ustand verhängt. Wer das Leben eines Volkes will, kämpft mit uns gegen die Zerstörer ic ihm gen kann das Erscheinen atm, Tauer von drei Tagen bis drei M01 werden. Tie Verfasser beanstandeter Veröffent- hoden werden. Jedermann muß bei Befehlen der militärischen DesatzungSbehörben geborchm Die deutschen Gesetze sind von der Hohen Kommission darauf zu prüfen, ob sie der Sicherheit, dem Unterhalt ober bat Bedürfnissen der Besatznngstruppen abträglich sind, und können gegebenenfalls obgo ändert werden. Wer ein Verbrechen gegen Person ober Eigentum der bewaffneten Streitkräfte bet Alliierten begeht, kann bei alliierten Militärgerichtsbarkeit unterworfen werden. Die Mitglieder der Kommission und ihre Familien und das Personal find immun. Die deutschen Behörden haben in dem besetzten und unbesetzten Gebiet auf Wunsch jedes hierzu ermächtigten Offiziers der Besatzungsarmee diejenigen Personen zu verhaften, die eines Verbrechens angeflogt sind, welches der alliierten Mllftär- gerichtsbarkeit untersteht. Die Zuständigtril der Militärgcrichtr wird von der Kommisston bestimmt. Alle Beamten sind zu ber Bollstreckung ber Ber° ötoramgen verpflichtet. Freiheitsstrafen werden grundsätzlich in deutschen Gefängnisten Oollfrrctft. Die deu tschen Gerichte Ueiocn in Tätigkeit, dock, kmtn die Kommission Sachen oder Kreise von Sachen bestimmen, welche besonderen Gerichten der Hohen Kommission zu überweisen sind. Gegen Urteile deutscher Gerichte ist B'rumng an dem Gericht ber Hohen Kommission möglich. Zu- NTiderhandlungen gegen Verordnimgen werden mit O^elbstrafen bö zu 10000 Mk. und mit Gefängnis bis zu entern Jahr ober mit einer dieser Strafen belegt. Besondere Strafen fbtb vorgesehm für Gewalttärigleiten, Auflehmma gegen die Ausführung ber Befehle gegenüber Ängckhörig'n ber alli- ierten Armeen, für materielle, den Alliierten nachteilige Schäden unö für Beleidigungen durch Worte ober Gebärden und Haltung gegenüber von TOitgfiebent der Kommission oder ber ihr zuge triften Personen ober gegenüber den Besatzungstruppen, bereu Fahnen und Ertblems. Alle Deutschen in Uniform, auch der Polizei, des Feuerwehrkorps, Zoll- nnb Forstbeamte müssen die Fahnen der alliierten Mächte grüßen. Jeder- mamt über 14 Jahre muß mit einer Ausweiskarte versehen fein. Tie Einreise aus dem tllnbesetzten Deutschland ist nur mit einer Ausweiskarte gestattet. Wie verdächtigen Briefsendwtgen ober Mitteilungen können der Hohert Kommission ausgeliefert werden. Tie Telegraphen- und Telephonverbindungen mit dem unbesetzten Deutschland dürfen nur durch die Aemter vermittelt werden, deren Liste der .Kommission mitgeteüt toorben ist. Politische Versaw mlungen müssen 48 Stunden vor dem anberaumten Termin angezeigt werden. Ausführliche Bestimmungen über den Besitz und Handel mit Waffen und Munition werden noch bekannt- lickMngen und Eigentümer und Herausgeber van Zeitungen können vor die zuständigen Gerichte gezwungen werden. Ter Berkaus und ber Vertrieb olcher Veröffentlichungen sind strafbar und die betreffenden Gesckä'p können für drei Tage bis zu drei Monaten geschlossen »erden. Die Aufhebung Der Militärgerichtsbarkeit. Berlin, 11. Jan. (WB.) Ern Gesetzentwurf über die Aufhebung der Mi- itärgerichtsbarkeit ist der Nationalver- ammtimg zugegangen. Durch 9lrt. 1 wird in lelerernftimmung mit Art 106 der ReickiSverfas- ung die MllitärgerichtSbarkrit außer den Snaf- veriahren in Dttegszeiten und gegen an Bord non Kriegsschiffen einge^chifste ^ugri^rige der Marrne aufgrboben. Für militärische Straftaten sind zukünftig die Strafkammer, das Schwurgericht oder daS Reichsgericht zuständig Als Verteidiger können 7wch § 12 auch Offiziere usw. sowie gern äbtte Vertreter ber Soldaten gewählt ober von Amts wegen gestellt werden. Die überzäblig w.'r- den den Mllitäriustizbeamten sind laut § 24 und § 25 anderweitig, möglichst in der Rechtspflege, zu beschäftigen. Sie sind aber auch zur Illher- nahme von nicht richterlich^'. Aemtern verpflichtet. Der Entwurf sieht das Inkrafttreten des Gesetzes am 1. 4. 1920 vor. Regierung uno Slsendaynerdewegmig. Berli«, 11. Jan. (WTB.) Die Reichs- regierun« und die preußische Staat-- rcgieruirg haben eine Kundgevung erlas, fen, in der es u. a. heißt: Der Tag des Friedensschlusses trifft Deutschland inmitten einer neue» Streikbewegung. Die Eisenbabnen stehen in vielen Teilen des Vaterlandes still. Und warum? Kurs Kurs Kurs Kurs 10.1. 12.1. 10.1. 12.1. 77,50 77,50 77,50 77,50 60,- —. — 64,30 64,50 — - — 62,- 65,- 61,25 62,25 63,- 128,- 128,50 129,- 128,75 270,25 272,- 273,- 274,- 186,- — e — 185,87 186,- 158,- 162,- 163,- 157,- 130,- 130,- 131,- 130,75 129,- 132,- 131,- 132,- 127,75 130,- 130,- 130,50 139,50 143,50 144.- 144,- 257,- 257,50 259,75 235,75 239,75 235,50 238,50 331,- 339,- 340,75 336,50 278,— 325,50 285,- 32,- 170,- 170,50 170,50 170,75 181,50 — —» 180,50 189,75 300,- — 308,50 307,75 446,- 444,- 449,50 449,- 297,- 300,- 300,- 303,50 253,50 257,- 25437 257,25 159,- 162,- 157,50 163,25 266,50 270,50 266,- 278,- 268,50 269,- 266,- 269,75 233.- 249,- 234,- 248,— 260,- 289,- 285,- 290,- 76,50 —. — —.— — . — 240,- —. — 245,- 251^0 vehördliche Anzeigen. Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegrapheftlrnie in ber Oder- und Unter gaffe in Bettenharrsen liegt bei dem Postamt in Lich Ober Hessen) von heute ab 4 Wochen aus. Darmstadt, 13. Januar 1920. 453B Bekanntmachung. Bvn dem Anlehen ber Provinz Ober Hessen vom 12. Mar 1902 ftnb xur Rückählrmg für 1. April 1920 ausgelost worden die Scftllöverschreibungen: Lit A %r. 103, 129, 148 und 155 - 4 St. ß 2000 Mark = 8000 Mark, Lit B 9h . 5, 58, 110 und 152 - 4 St älOOO Mark - 4000 Mark, UtC 9h. 8, 37, 83 unb 159 - 4 6t ä 500 SRI -- 2000 Marl. UtD 3h 29, 57, 102 und 138--4 St L 200 Mk. --- 800 Mari, ULE 9h. 15, 56 = 2St 5100Mk.--- 200M?., zusammen 15 000 Mark. Trc Berzinfung der vorgenannten Schuldverschreibungen hört Ende März 1920 auf. Gießen, den 10. Januar 1920. 445V ‘Ser Pvovinzialdirektor der Provinz Oberhessen. vr. ll s in g er.__ Bekanntmachung. Detr.: Holzversorgung. Versperrung der Waldwege durch Dnchfallholz ift die Anfuhr von Brennholz nicht möglich. Die B r ennho lzan sg abe wird daher bis exf werteres verschoben. 4598 S i e ß e n. den 12. Januar 1920 Ortskhten- und Holzstelle. Bekanntmachung. Ta noch immer alle Zahlmarken im Umlauf sind, wird als letzte Frrst für Ablieferung der Zahlmarken der 31. Januar 1920 festgesetzt. Dis dahin formen die Zahlmarken an der Kasse des Elektrizitätswerkes und ber Straßenbahn, L-ahn- straße 28, 3immer Nr. 7, in ber 3eit von 8 Uhr vorm. bis 1 Uhr nachm. und von 2—4 Uhr nachmittags und an Samstagen von 8 Uhr vorm. bis l’A Uhr nachm. umgetauscht werden. Tre Direktion bes Elektrizitätswerkes und der Straßenbahn der Stadt Gießen. ________________Stvlte.___________431B Jagd - Verpachtung. Die Gcnnftnde^Feld- und Waldjagd der Ge» «arkung Reiskirchen bei ©äffen wird am Montag, dem 26. Januar, m itta gs 2 Uhr, in der Gemeinbestube auf weitere 6 bis 9 Jalwe weis!bietend verpacktet. Die Beoingungen werden im Termin bekannt gegeben. Demcrkt wird noch, oatz zu dem Jagdbezirk 824 fUtergen Äald und 2127 Morgen Feld ge- Höven: außerdem ist Reiskirchen eine Ba^rstation der strecke Gießen—Fulda. A^iSkirchen, den 12.Januar 1920. Hessische Bürgermeisterei. Launipach. 465 Bekanntmachung. Wegen des ängctertenen Hochwassers ist ber Stvaßeichahnbetrieb auf unbesttmmte Zeit ein gestellt. 466B Direktion der Etektrizitätswerke und Straherckahn ________der Stovt Gießen._______________ Jagd - Verpachtung. Tie Gemeinde-Feld- und Waldjagd ber Ge membc Alba ch (umfassend oa. 277 Hektar Feld und 125 Hektar Wald), 2/« Stunde von der Bahn station Garbenteich entfernt, wird am .Donnerstag den 2 2. Januar, mittags 2 Uhr, in dem Gemerndeschuliaal auf weitere 6 Jahre meistbietend verpachtet. Die Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. A l b a ch, den 10. Januar 1920. 448 Hessische Bürgermeisterei Mbach. Arnold. Versteigerung. Mittwvchden 14. Januar d. I., vormittags 10 Uhr, versteigere ich gegen bar für Rechnung dessen, den es angeht, un allgemeinen Aus- lichegeleis am Güterbahnhof Gießen einen Waggon Hen. Bersteigerung bestimmt. 444 H e ß l er, Gerichtsvollzieher in Gießen, Bahrchofstr. 29 H. zumkkls-GWWk rote: eine la Fedeprolle (45 Ztr. Trngkratti ein la ^eder-Pritschenwaseu (neu) mit Pat.'Ackten. 2 neue fompiette doppel so. Tielgeschirre taelb), sowie: 1 hort)feiner neuer Teppich, 1 Badewanne, 1 Bolvvbou mit co. 80 gr. Planen, 1 oerfteUb. Teste!, 1 la Sekretär (einge ), 1 eintüt. Kleider schrank, 1 amerit. Kinderwagen (Kugellager und innen Leder», 1 Kinder-Tid- und Liegewagen (verstellbar, von Peddigrohr», l Lousolkckrank (2türin mit Soiegell 1 Cfctt, 1 eiserne Bettstelle, 1 Bett (nußbaum m. Marr.», 1 »ertiellb. Cbaiie- louaue u. u. a. Ferner: 1 ff. Saiougarnttne (Z-riedensroare, schön. Äckster, vrachlv. Ausstattung» aus beitem Hanfe. Zugehörig: 1 Silberfchrank, 1 Talontisch, Sofa, 2 Sessel, 4 Srühle nebst Ersatz für Pol tcrbezug. (Die Sachen werden auch einzeln abaegeben.) Sodann: 1 Posten Bleistifte, Briefpapier, Rotir- dücher und Verschiedenes werden Donnerstag den 15. b. MtS. von nachm. 8 Ubr ab im Man (Neustadt 55) i. A. öffeuiltch meistbietend gegen Barzahlung neriteinert ®e- uchnguna am Tage der Bersteigerung vormittags 11—1 Uhr erbeten. 448 Bersteigerunü bestimmt. L. Althofs, Telephon 23V. ZmklhMlk! Zahle 34 St für ein Kilogramm Frauenhaare H. Süskiud Neuenweg 28 0716 Fernruf 517 Automohilsahrten führt aus Bender,Ijöweev. gestern morgen im nahezu vollendeten 77. Lebensjahr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Hch. Gerhard X. Zakob Gerhard und Frau Ang. Brann und Frau Familie Hch. Dechert. Steinbach, Gießen, Asten-Bufeck, den 13. Januar 1920. 461 Die Beerdigung findet am Mittwoch nachmittag 3 Uhr in Steinbach statt. Gießener Turnerschaft. Wir bitten unsere Mit» dHeber, zu dem morgen abend 8*/4 Uhr in der Nnen Aals stattfindenden Vortrage des General sekretärs des deutschen Reichsausschuffes für Leibesübungen über Turnen und Sport reckt zahlreich z. erscheine» 452 Der Ansschnh. Stricklumpen Wollabsälle kaufen dauernd zu enorm hohen Preisen 0436 Gefchw. 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