Streik in Dresden und Leipzig. T reSden, 11. Ott Dem StiriTb~r ft 8 b 11* schen Ele ktrizitätswer ke fch^ofseu sich imt 5 Uhr abends aud) bie Ga sarbeiteran, so txib bi? Stadt zum großen Teil ohne Strom mW Lrcht ist. Ter Magistrat verhandelt gegenwärttg mit den Streikenden, bxb find bie Verhrärdlungen bisher ergcbniSs.os rerioutei. Tie Notstandsorber- ten werden von den Arbeitern verrichtet. Leipzig, 11. Ott. (WB.) Ter heute früh ausgcbrochene Streik erstreckt sich nur auf die Go s- und Elektrizitätswerke. Die Wasserversorgung, die heute vormittag teikwei« unterbrxben war, ist wieder im Gonge. Die ftenbdarbeiten werden von den Streikenden der» richtet. Verhandlungen sind emgeLeitet. Aus der U.S.P. Berlin, 12. Oft. Dem ,,Vorwärts" zufolge ist Sinojetv als Delegierter der Sowjetregierung zum Parteitag der U.S.P. eingetroffen. Die französische Partei hat als Vertreter für den Halleschen Parteitag Longuet und Sibaud sowie Grumbach geschickt. Nürnberg, 11. Oft. Die Vorabstimmung in der U. S. P. D. in Nürnberg ergab die Wahl von vier Delegierten, die sämtlich für den Anschluß an die dritte Internationale sind. Saarbrücken, 12.Oft. Die BezirkS- ttmferenz der U.S.P. des SaargebietS hat in ihrer Sitzung am 10. Oktober eine Entschließung angenommen, nach der die Parteileitung unverzüglich Schritte unternehmen soll zum sofortigen Anschluß an die dritte Internationale in Moskau unter restloser Annahme der 21 Bedingungen. Laut „Freiheit" sind nach vorläufigen Feststellungen in Halle bisher 220 Befürworter und 158 Gegner der Moskauer Bedingungen als Delegierte anwesend. aus ötm besetzte« Gebiet. Beschlagnahme nassauischer Güter durch die Franzosen. fb. Wiesbaden, 11. Ott. Die französische BesatzmrgSbehörde hat die Domäne Frauenstein bei Wiesbaden, ein großes land wirtschaftliches Unternehmen, beschlagnahmt. 40 Stück Rindvieh bzw. Milchkühe, ein halbes Dutzend Pferde und eine große Anzahl landwirtschaftlicher Geräte gelangten zur off entliehen Versteigerung, nachdem man sich mit den von den Franzosen gebotenen Preisen Nicht einverstanden erklären konnte. DaS gleiche Schicksal soll noch anderen großen Hofgütern im Nassauischen drohen, so insbesondere dem 1400 Morgen umfassenden Mechtilder Hof bet Erben- heim-Hochheim, wodurch bie Milchversorguna, die ut dem hiesigen Gebiet nicht einmal für Kinder im dritten Lebensjahre ausreicht, naturgemäß noch mehr verschlechtert wird. Ar»» Statt ttnfc Land. GieHerr, den 12. Ott. 1920. Eine deutsch-amerikanische Frauen- Htlssaktion. llnder dem Namen „A rbeitS Hilfe" hat die „Deutsch-Amerikanische Frauenhilfe" (Quavteroollection) eine Einrichtung versuchsweise getroffen, die einem doppelten Zw«t dienen soll. Aus vielen Untersuchungen und Feststellungen der Quarter o-llection hatte sich ergeben, daß besonders in den Familien des M irteist a n de s die größte Not herrscht, daß! viele Frauen, die durch ihre häuslichen Pflichten an Berufsarbeit verhindert sind, sehr wohl aber fernere oder gangbare Handarbeiten, Näharbeiten usw. anferti- gen und damit ihrer Familie eine sehr beachtenswerte Unterstützung kneten könnten. Ter Markt für L uxu Zarter len in Deutschland ist natürlich viel kleiner als daS Angebot. Jetzt will die Quartero)llection versuchen, dieser Frauenarbeit den amerikanischen Absatz -u erfchliehen. Tis. Quarteroollection will Arbeiten deutsch rn Frauenfleitzes drüben einführen. Es ist voriau- ftg bie Absicht, die Arbeiten tn Amerika nur Basaren zu veräußern. Ter erzielte Gewinn wird ausschließlich wohltätigen Unternehmungen zu gewandt. Da die Quateroallectüm sich tn her Hauvt- fadte unterernährter deutscher Kinder annimmt, jie fteibet und in Erholungsheimen unterbrtngt, so werden von diesem Gelbe viele kleine Kinder gerettet werden können, imb die deutschen Firmen können das Bewußtsein baten, daß, ihrer Hande Weiß und ihre GesäncklichLfit nicht nur der eigenen Familie Hilfe -ufuhrt, sondern einen Teil zu dem gvoh-n HittSwerk beiträgt Außerdem tert bie Quarteraollection bie Absicht, ihrer Arbeitshilse später die AuSgäbe von Näharbeit anzngltedern. Dazu wird das Material von Amerika gesandt, die Arbeit wird zu- geschnftien ausgegeben (an nur wirklich Bedürftige), für die Arbeit wird der übliche HeirnarbeitsprerZ bezahlt und die fettigen Kinderkieider oder Wäschestücke werden in der Liebesgabenverteilung b.T Quartereolleeftsn an Arm- ausgeteilt Auch mit diese Art lvill die Quatterooklection mit ihrer LicbeStätigkeit eine doppelte Wirkung erztelM. Jedes der amerikanischen Mitglieder dieser Or- ganisatron verpflichtet sich, wöchentlich während deS Verlaufs von zehn Jahren einen Quartechoklar, also bei der letzigen Valuta etwa 15 Mark, ihres DauSbaltimgScteldes für deutsche Kinder herzugeben. Für Hessen ist der Alice-Frauenver- ein mit der Turchführung dieses lwächerzrOen LiebcswerttS betraut worden. Ter Alice-Froueu- verein wird die Organisation des-ganzen Werkes mit feinen Zn-eigveretnen so rasch als möglich durchfilhran. Weiten.' Mitteilungen wechen dann an bie Presse gegeben rot eben. Das Grundprinzip dieses beirtT<-amerik!cuu- schen Hllfswerkes ist, wie die amerifcntfcfc Joiir- nalistrn Miß Rah B'verS»gc mitteilt, ,.datz nur Damen, die in wirklicher Not sind, berücksicktuit werden: dafür müssen die Vereine garantieren, welche dir Arbeit organisieren". In Heften also bet Mice-Frauenverrin. Veranstaltungen. Dienstag: Stadttheater, 7 Uhr, Medea. Tafs Seih, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick - Mcidmger — Hotel Einhorn 8 Ubr ßariotö und Rv'.g kämpft. — Sichtsptelhaus, „Tr. Vampire, 1. Teil". — Lichtspiele., SelterSweg „Das unbewohnte Haus". ** Amtliche Personalnachrichten. I Ernannt wurde am 5. Oktober dec Lehrer Heinrich Stroh zu Gambach mit Wirkung oom 1. Okt. 1920 an zum Reallchrer an der Realschule zu Butzbach. — Uebertragen wurde am 4. Oktober dem Lehrer Karl G anz zu Bvbcnhausen I, Kr. «Bübingen, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Oter-Aiddersheim, Kr. Büdingen. — Die Stelle eines Universitäts-Rentamtmanns bet der Landes Universität Gießen ist oom 1. November 1920 an erledigt. Bewerbungen sind 'bis zum 25. d. M. beim Landesamt für das Bildungswesen einzureichen. * Von der Sandesuniversität. Die im Vorlesungsverzeichnis der Universität emgekündigten Vorlesungen über „Wesen und Grundsätze der Buchführung und Bilanzierung", die Herr Prokurist und beeidigter Bücherrevisor Hermann Will im Auftrage des Direktors des Volkswirtschaftlichen Seminars abhält, beginnen am Freitag, dem 5. November er., nachmittags 4—6 Uhr. *♦ Wechsel im Stadtverordne- tenkollegium. Durch Wegzug deS Stadtverordneten Weiß der U. S. P. ist der Gas- ar hei ter Hermann Goß in die Stadtverordnetenversammlung einaetreten. ** Polizeibericht. Eine Frauensperson versuchte am verflossenen Freitag bei einem hiesigen Althändler zwei Koffer mit Kleidungsstücken abtzuschcn. Einem Kriminalbeamten, der zufällig den Laden betrat, fiel dies auf und er nahm sie mit zur Wach:, worauf sie nach längerem Srngnen dann eingestand, die Sachen ihrer Tienscherrschaft in Frankfurt a. M. gestohlen zu haben. Sie wurde in Haft genommen und die Sachen der Herrschaft zurückgegeben. — Auf Ersuchen einer auswärtigen Behörde wurde am Samstag abend ein billiger Geschäftsmann festgenommen, als er mit dem Zuge hier ankam. Er wird des Schleichhandels mit Kokain beschuldigt, wovon er 3 Kilo für 32 400 Mk. ab- gesetzt hatte. — (Sin hiesiges Dienstmädchen hat am verflossenen Samstag heimlich geboren, oas Kind getötet und unter einem Schrank versteckt, wo man cS später vorsand. Im Jahre 1914 hatte das Mädchen em gleiches Verbrechen begangen. .1 Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern vormittag 10 Uhr im Bahnhof. Ms um 10 Uhr der V-Zug von Frankfurt sich in Bewegung setzte, wollte ein 50jähnger Gießener Werkstätten- arfieiter noch schnell übers Gleis. Der Schnellzug erfaßte und überfuhr ihn. Der Unglückliche verlor beide Beine unb wurde am Kopf schwer verletzt. Beim Einlieftm in die Klinik starb er. Der Verunglückte feierte gerade feinen Geburtstag. ♦* Dr. Haller-Munk, der neue Besitzer der Engelapotheke, hat, wie wir erfahren, der Stadt Gießen au§ Anlaß der Uebersiedelung von Berlin nach Gießen einen größeren Betrag gespendet, der zu wohltätigen Zwecken verwendet werden soll. ** Die Besitzer von Ob st bäumen der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, |ur Bekämpfung der Obstbarumschädlinge sämtliche Obstbaume bis Mitte November gehörrg abttatzen und mit Kalkmllch (gelöschtem Kalk, der mit viel Wasser verrührt ift) bestreichen zu lassen. ** Die Maul -und Klauenseuche wurde bisher in 291 hessischen Orten fest- gestellt. Die Milchversorgung leidet durch die zahlreichen Erkrankungen deS Viehes ganz besonders. So reicht im Kreise Offenbach und im Kreise Friedberg die zur Anlieferung kommende Milch kaum zur Ernährung der Säuglinge. Auch die Stadt Frankfurt kann aus hessischen Kreisen nur noch notdürftig beliefert werden mit gänzlich unzureichenden Quantitäten. ** Ter Bund der Ausländsdeutschen veranstaltet am Sonntag, 17. Ott., in der Neuen Aula einen heiteren literarisch-musikal. Abend, bei dem Alfred Auerbach, Leiter oer Bühiren klassen des Tte Hvchschen Konservatoriums in Frankfurt a. M., langjähriges Mitglied des Frankfurter Schauspielhauses, Dichtungen von C. Flaischlm, L. Finckh, W. Sckiusfen sowie heitere Volksdichtungen sänväbischer Autoren und PianistJulins Hahn-Gictzeu Werke von Stete lwoen, Haydn, Hlller, E. M. v. Meter vortragen wird. ** T i e P o l e n u n d w i r. Am Stornierst tig ten 14. Oktober, abends 8 Uhr, wird Studienrat KrieSmann aus Lübben im Namen bet Zentrale deS deutscher Ostmarkenvereins Berlin in ter neuen Aula einen Vortrag über das Thema „Die Polen und wir" halten. Kriesmami gilt als vorzüglicher Rchner nnb wird durch seinen Vortrag em klares Bild unserer traurigen Lage im Osten geben. Mr- »aterl«mdSllebenden Frauen unb Männer sowie bie Jugend lind zu diesem lehrreichen Vvrttag auf das Herzlick)ste ringe laden. (Siehe Anvige.) *♦ Vortrag. Mvntag, 18.d. M., wird ein langjähriger Freund deS bekannten Frankfurter MalerS Steinhaufen, Pfarrer I. Deggau, in der Johanneskirche einen Lichtbildervortrag über Wilhelm Steinhaufen zum Besten des Diakvnifsenhauses Elisabethenstist in Darmstadt halten. (Näheres siehe Anzeige.) ** SB er ist Kriegsteilnehmer? Der Begriff „Kriegsteilnehmer" ist jetzt auch oom NerchslckZrtzminrster besonders ausgttegi irorbcn. Es ftnd darunter alle Personen zu verstehen, die vermöge ihres Dienstverhältnisses, Amts ober Berufs Zu der Land- ober Seemacht oder den Schutztruppen gehörten ober sich aus Anlaß der Kriegfüh-- rimg im Auslande aushiclteu und sich als Kriegs- syfcmyenc und Geiseln in der Ge.uall des Feindes besmrden. Dabei ist eS belanglos, ob der Betreffende m der KamNllinie, in der Etappe ober in der Heimat Dienst getan hat. Auch bei der Ausstellung der ManteltarifvertrLre war nicht tead- "chtlgt, bie vorteilbafteran Bedingungen für die Kriegsteilnehmer nur dm Personm zum gestehen me gewisse bestimmte Dorauvsetzungeu erfüllen. Der Begriff „Kri-gs!eilw.-hmer" ist vielmehr in wei- terem Lwrne aus zu te gen A uslauds wageu im D interso h r- Vlaii. Tie dur6>lausende!' Wa-^-n im Berkehr mit dem Ausland werden wied-n mehr und wel-r vermehrt. Ter Ltentcr^rhrpan bringt ein- v.m ^rartlgen Emrichiungeii. msbrsondeve im Ber- tebr mit H-llteud und Belgien. TurtHmiWr 3ur gibt -5 nicht -tue zwischen Amsterdam lonturm spielte der Moaftäbter Posaunenchor. Im weitere zuströmten, als Fürst Karl mit Gemahlin ausstiegen, um die Glückwünsche der Beamten und Dicnerschaft in einem Gedicht des TSchierchens von Forstmeister Hofmann entgegenzunehmen. Nach einem Hoch aufs Fürstenpaar dankte Fürst Karl für den Empfang, worauf ein Vorbeimarsch der Jungftauen, Schulen undVereine erfolgte. Der Zug marschierte bis zum Marttplay und löste sich auf. Am Abend kamen v m Kreisamt die Vereine zum Fackttzug zusammen. Eine große Anzahl gackeln, dazwischen viele PapierLaternen, erstrahl ten in der Nacht, als sich der ftottStdx Zug gegen 7?9 Uhr nach dem Schloß in Bewegung setzte. Ter vordere graß? Schloßhos vermochte kaum der Menge Platz z,i bieten, die zur Aufstellung angelegte Fackel- polonaije nahm sich sehr schön aus. Den Jung- irauen und Kindern folgte die Feuerwehr mit b.m ^pullleutrn, denen sich bic Bereme anscklossen, den sch ütz bildete der Verein für Rasenfpiele mit der Kapelle. Nack dem Siebe des Gesangvereins §EMKlst „Gott grüße dich" s-rach im Auftrage der Buvrager Vereine Hugo Schneider, herzlich oankte Füttt Karl. Das Lied des Gesangvereins Llederkranz „Heil'ge Nacht" schloß die Feier, worauf.ber Zug durch das Waisentvr intb die Ober» imh Vorstadt nach dem newm Schulhaus ab- Marschierte, von wo aus b?2 Deveine in die verschieden en Lokale zu gremütlrchen Nachftiern sich >)mau erm hat ihm n rnttelt: ssüj 6ften Ruch ntereS Leid t Tochter b( K - B Jrt hort e h U so MB ^i »erden nie. Fra S-hlfahrd itliodr in. Mid.ite oe ianhli^ $ jftrnZinsfu Mittlung i 5 w-, ende Ler» He der Ver t gebiete mt Fran Christiar «in den f letrügerei •iÄtrr- i Sornti uni in beinerkoor L-.LS Armös inüFrar «röaltung laß Onieinm? utten eine Ai bist, um dort MllcivM X Han schick, von d 5cheer in hat in der ? ausgelöst. A I $4 sind ; k. W S&ii £>!«* • rf IN 01 Xi «s®b i begaben. Ganz bestmdeven Zuzug hatten bw Schützen und Turner im Fürstenhof sowie d« Rasenspieler mit ihrem hübschen Konzett im «Stent ♦ 4 O rtenberg, 11. Ott. Gestern nachmittag fand in hiesiger Kirche ein auch von auswärts gut besuchtes Konzert der Frankfurter Kurrende statt, die zur Zeit in Dt nmgs zur Erholung wellt und bei herrlich'«r OkuobetSvetter auf z.vei Leitrrwagm feciibtri.m Dec Leiter der Kurv.wde, Lehrer Hvsrnann- Frankftrtt, schütte biibcn Teilen des Programms brrze Erttänmgen voraus, der Beglft er, Sood nchsionar Päsle, erläuterte in her Pause Aufgabe und Ziel der Kurrande. Der erste Teü btadir Choräle, geistliche Volkslieder und Motetten tu Gehör, es wurden gelungen „Lobe den Herrn o memc «Seele", (htgd.crue.t aus dem Elias „Hcke deme 2lugen auf . . .", Unter Lilien jener Ken den. Harre meine Seele, Vöglein im kalten Wiu- jer. Der zweite Teil war aussMießlich dem geilt, luhen und dem Volkslied gemeint, ei wurde gesungen: Sv ruft die Nachtigall. Ein Männlein lieht im Walde, Jetzt gang ich ans Brunnele. Pappelmäulchen, «Seht tote bie «Sonne dort sinket So nimm denn meine Hände Die Knaixm folg.rn bis in die feinsten Tonschat:ierungm willig ihrem Leiter, langen mit nicht müde werdender Hingabe und in Itets gleicher Tostrernheit und «Schönheit und bereiteten der aufmerksam lausckxmden Zu hörersckxrft eine Stunde wahrer Erquickung. Uä Dank für ihre vortrefflichen Leistungen durften sie unter HmHurechnu7>g einer besonderen Einzel- gäbe zusammen 416 Mk. mit nach Hause nehmen Nach dem Kvnzett brachten sie vor dem «äfck ten gräflichen Herrschaf.en ein «St4ndchen. Vvi und nach item Konzert wurden sie aufs beste tn gastfreien Häusern Ottenbergs bewirket, mußt« vor ihrer Abfahtt nach Gedern, wo s« abent» langen, den zahlreich erschienenen Gastgebern rate) einmal das Pappelmäulchen und andere Vvlls- lieter, die besonders gut gefallen hatten, wieder Halen. Kreis Schotten. e. Laubach, 10. Ott. Wie überall ist auä, hier die Wohnungsnot sehr groß. ES ist hte, tatsächlich keine Wohnung zu bekommen. Um für einen Lehrer eine Dienstwohnung zu erhalten, Hai ftch die Gemeinde Laubach an die Gräfin menten müssen, so daß der Lehver seine Wohnung im Grüs> lichen Schlosse bezogen hat. Der Wohnungsnot einigermaßen zu steuern, hat sich die Stadt Laubach entschlossen, zwei neue Wohnhäuser mit je Dir Famtlienwohnungen am sog. Röderweg, an der Chaussee nach Wetterfeld, zu erbauen, von denen eins bereits im Rohbau fertig dasteht, das andere seiner Vollendung entgegensteht. Tas Gelände bat der Erdgraf für einen sehr billigen Kaufpreis ter Stadt abgetreten. Außerdem find noch zwei Neubauten hier errichtet worden, wovon einer als Wohnung und der andere als Zigarrenfabrik eingerichtet wird. Kreis Frievberg. nt. Friedberg, 3. Ott. Die fchon länget «tfänte lleberführuny der P r apa ra n den an ftal t von Lich nach Friedberg, soll am 1. April 1921 vor sich gehen. «Sie wird hier in der Blindenanstalt untergebracht werden, insoweit Raunk dafür erübrigt srnd. Ü. Vilbel, 11. Ott. In diesem Monat sind eS 25 Jahre, daß die GesangSabtcilung des hieftgeit Kriegeweoerns ins Leben gerufen und toäbrertf bufer Zeit ununterbrochen von Lehrer Ohl.» leitet wurde. Im Hinblick auf unsere schw.r>t $tt: glaubt der Verein von einer größeren Festlichkü! abfthen zu müssen uckd das Jubiläum des Bevriai sowohl als auch das seines Dirigenten tn Jom eineS Konzertes zu feiern. Dieses findet cn 24. Oktober statt. Ter Kriegervevein selbst besteht schm seit 1874. Starkenburg und Rheinhessen. Raub Überfall. Gr.-Zimmern, 10. Ott. In der Nach vom 7. auf den 8. Oktober d. I. wurde die SßirtiT Dietrich in ihrer Wohnung von zwei fremden Per flotten überfallen und beraubt. Cs wurden etivc 4000 Mk. Papiergeld in 2500 Mk. 50-Mark|Leiw7 neuester Art, 500 Mk. Zwan zigmarkschein en, 2 bis 300 Mk. Fünfmarffcheinen und 100 Mk Er« markscheiinn geraubt. Am Tatort ließen die Täter ein 25 Zenttmeter langes Stahlinstrument mit ba Einprägung „Magnetftahl" zurück, ebenso eb mehrfach -usammettgefal.teleS Blatt des Frankfurla Generalanzeigers vom 21. «September 1920. M dem AuSschreiben der Staatsanwaltschaft kommw als Täter zwei Leute in Frage. Die Täter sind ii ten letzten 8 Tagen wiederholt in der UmoebuM «xfcben worden und scheinen auch in WirtShäuserv der Umgebung übernachtet |u haben. rm. Darmstadt, 11. Ott. In der a» Sonntag unter Vorsitz deS Geh. Gewerberatü- Falk-Mainz in Darmstadt tagctcken 6anb- werkervcrsammlung wurde folgende Entschließung emstimmig angenommen; Tie tr« sammelten Vertreter der Handwerker-Organism ttonen, Hand wer ter Vereinigungen und Handwerk Fammem erkennen den Reichs verband des Han>* wertti als alleinige Spitzenvertretung des deutsch« Handwerks an. Sie etttaren sich mit den tjorgctn? genen Beschlüssen der Jenaer Tagung des Reiche oerbanbes zur Frage der «Sozialisierung und Kvir-' munalisierung, zur Neuorganisation des Han)-- »verks und zur politischen Betätigung der Handwerk licstm Organisationen einverstanden. Die Tei°- nehmet der Versammlung sehen in dem von bn Hess. Handwerk» tommer, dem Lande5gewerft' verein, den Landesverbänden der Jnnu igert uit' Vereinigungen vorgeschlagenen Organisationiri^' ein wirksames Mittll, das hessische Handwerk qefdXoffenat Vertretung seiner Interessen V-“ lammenzuchihren und feien bereit, diese Beslf" bintgen zu fördern. X. Seligen stabt (Hessen), 11. Okt. Durch rechtskräftigen Steafoescheid le? Finanzamtes Irgenftobt ist Moritz Dacharach in A-r.mrfurt a. M. früher in «Selisenstebc, wegen Verhilf? Mr Uni- satz steuer Hinterziehung zu einer Gelte ftrtxfe von 50000 Mk. verurteilt worden. Hessep-Nassau. Die Millionenunterschlegungen bei der Pfitlzischen Dank. fd. Frankfurt a. M., 11. Ott. Hetzner: der die gemeldeten M i l l i o n e n u n t e r s ch l gunaen bei her Filiale der Pfälzischen Dank öf- der Zeil verübt hat, behauptet, die bei M- außer den drei Millionen Mark gefundenMi Brlllantcn und sechs Kilogramin Feingold hi« ausgekauft zu haben. Ebnlso seien die bei sein«» Freunde Beiswariger b-rich^agnahmten 59 000 M-' ten ihm dem Beiswanget zur AufltewahrE über geben rooeben; auch die Brillanten im Wen» von vielleicht etnec halben Million Mark nimi* Sie Franks'u Mfiurt «lebten Ü Mich Han ffkrgrbnisdk Nm über1 JWn «3 n * brübiahräir SMt Snm Ei ifi der 3 »m. tafi o. M. Üohtu j sx Lh I rie IjÄ* DMnesleischi1 liytu: IC? ■Fjolt etn § n, durch Swoifflbrit eingn ievbttg. . Okl. Die schon lb, ^räparandrr!: cöberg, pkl am l.!x toirb fror in tat 6 ncrben. «soweit $ii In diesem ta i rgSabtcilung btf frei s Jubiläm des & es Dirigenten m K m. Tiefes W KÄegervMM M ««* s* • M • ösfe »*£ K&ißL’j XI®* SiroJ “'M.- pWt unb ’i. V. jShR? j? *££5® * GMfei &uÄ*J ttii 2^* n, i* mt L? ti'. LS«> «W'sM «-L fijjß Ä"/*' 'Ailli^ ib Rhetn-essrii. iftfafl '. J 10. Oft. In ta M r b. I- rourbebs SI a von M faj»®] -M. Sj nwrben q WMbOM« Einen und M i Tatort lieW « A Siahlmstniinent.- bl" eben' I i. Sep-emberlAZ LatsamaltichF^ Frage. Die TSt°t*, vrholtm. taf jg M auch ul »"** i fii haben. 11. m lobt tagochen?jW ii g nnS* ^*rL W j ang-n°°""LZW et BenrtJÄSf’l E»'ß ssg-r! j, imÄZZ I . l-tiw K ! n, für sich m Anspruch Die Trmittlungeni üLer den Srrocrb der Brillanten unb bei Fein- smd noch nicht abgefdM>:fcn. ^nitotidxm Säten Freund' von Sxoreer Deriudn. ihm durch nnen Kdirt b’ffea« Essen in das Unter surftung«- «fänffnii iutommai zu la sm, sind damit jet^ch Jgtnnekn morden, da zu ferner Sc.bituertöfru jung noch nicht die Erlaubnis oe» Unter,uchungS- ruteer« eraangen mar. Bei-manger. dec au; der hast entla'sen worden war, ist nunmehr abermals ,n üntersuchungshast genommen worden, da er in bnngentem V-rdacht steht, -detzner bei seinen Untersagungen Derhilse gdeifbet zu Haden, detzner «oraxte nämlich die vmr ihm aus ein fingiertet fronte eingetragenen 9üefcnbetr&ge nicht se.dft bei itt Bank abheben, sondern brauchte dazu öelfec, [ He er mit Schecks auf trirteä falsche Konto ver- i eten hatte. £*»net, der für sich selbst keinen über- ■ witzigen Aufwand trieb, hatte für andere eilte | tjfene Lxmd und tnw'indessen sehr rasch einen | mSgchehnten Freundeskreis. Sin Löffelschlucker. fb. Frankfurt a. M., 11. Oft. Der we^.n I Sebflaftfo in Untersuchunyshait b-sindliche Ar- I kiter ^rxrna hat, rote rtnr berichteten, kürzlich I seinen Lössel verschluckt und mutzte deshalb Aufnahme im Krankenhaus finden. Gestern wurde | i. alS geh.'ilt in das UntersuchungsaeiängniS »irückgebrachl: doch fch>n bei der ersten Mahlzeit, he er dort erhielt, vcrsch.uckte er abermals seinen Sbiret, so daß er wieder dem Krankenhaus über- mescn werden muhte. mc. Frankfurt all»rechten, der Gar em Propagandaipiel, trotzdem es um Punkte ging. Marburgs Mannschaft in der letzten Aufstellung ist der au«sich^Sreich« Bewerber um die Kreis- mMerschafl. Die Gießener Mannschaft war eben* woran allerdings der unartDobnte weiche Boden Mitschuld haben dürfte. Maro; ctiua 20 Minuten allmählich len Turnen, Spiel und Sport. TurngLngc. -s- Lich, 10. Okt irtwa 100 Mitglieder des MänneNurnVereins und öcü Tnrnverc.ns 1860 Bad-Nauheim Warrn l-rute nach einem Turngana von Nauheim übet Münzen berg und Kloster Arnsburg zu Gast bei unserem Turnverein. Im „Lrolländrschm Lws" Derte.tcii die Bad-Nauheimer und Lich.r Turner, die von jeher schon immer gute Örjiebungen gepflett. bei echt turnerischen Ansprache und frohem Turnersang einige miveoende Stunden. Begrüßt wurden die Gaste von Turmvatt Fritz Schmidt mit herzlichen Dorten, während Turner Reinh. Zimmer ihnen zur 4riim?rung an den Besuch die Festschrift überreichte, die vor kurzem ge- tegcntlitf) der Feier des 60i ab eigen De.te^ns bei hiesigen Vereins von Lehrer Schneider bearbeitet rootcen ist. 2er Tank der Nauheimer für die srrunLiche Aufnahme imb gut? L^roictung wurde von versckncd.m-n Nednecn ausgesprochen. Gern wird der hiesige Verein der (Sin.abung der Söab» 9?eufrimer Tucnsreunde folgen und deren Besuch ht nächster Zeit burch einen Turngang nach Bao- Nauheim erroitKrn. Es ist arbt die 1. Mannschaft de« BallspielÜnbs Merkur 1904 gegen die Ligaersatz- mannschast deö Verein« f Bewegungsspiele öftesten. Schönes, twckenes Wetter begünstigte das Spiel, dock hatte sich ein erheblicher Wind eingestellt Mtk diesem tm Rücken eröffnete V. f B. seine Angriffe und konnte ba? Spiel zunächst in die Spiel- Hälfte B.-K. Merkurs verlegen Veikerfeitige Durchbrüche blieben zunächst ohne Erfvla. Ausgeglichenes, ruhiges Spiel, bei dem die Mannschaft B. i B. mehr Eifer jeinte. Fn der 20 Minute gelang es V. f. B., einen Ball überraschend zu plazieren. Nun hält B.-K Mermr den Kampf durch aus ovserndes Spiel offen und mit 1:0 werden die Seiten aeweckselt. Nach Answß ist c? Merkur, welcher den Ball immer wieder vor de' Gegner« Tor bringt, jedoch konnte vorerst kein Erfolg erzielt werden. Da B. f. V. zahlreich verteidigte. Wiederholte Durchbrücke de« D. f. B. wurden iwn ber Vetteidigung und vor allem durch den alänzenden Torwächter des D.-K. Merkur z:tm Scheitern ge- brackt. der 25. Minute kommt der Sturm B.-K. Merkurs gut durch, pla^ert durch jniten Schuß den Ball im feindlichen Netz un? schafft somit den Ausgleich. Nun ist B.-K. flüerfur stet« im Angriff und kommt immer wieder schön vor de« Gegner« Tor, kann aber keine Erfolge mehr erringen, da vor allem die Schußfrendigkeit fehlt Mit dem Staube 1:1 trennen sich tnc Gegner, die Punkte teilend. —1 Um 2 Uhr spielten die 2. Man» schäften. Merkur mußte leider mit nur 10 Mann aittreten, hielt aber durch aufopfernden Kampf das Spiel bi« Kalbzeit 1:0 für V. f. B. Nach Lalbzeit brückt V. f. B die bereits stark erschöpfte Mannschaft B.-K. Merkurs in ueren SpielHälfte zurück und gewinnt leicht mit 5:1 Toren. Die Spielweise B.-K. Merkur« hätte wenigsten« noch ein Tor verdient. *— Vormittag« spielten die 3. Mannschaften unb gewann B.-K. Merkur trotz vo'.lkom men überlegenen Spiel« der schwachen (rli mit 1 :0 — Hockey-Wettspiel. Nrttergeellsch s Wetzlar — Gießen V. f. R. 1900. 1 Maunschan 2:0. Da« Spiel en bebe mit dem für Wetzlar er warteten Grjolg, da Gietzen mit 5 Mann Ersatz durch Stockunsicherheit ablolaü nicht anS^utzt. Da- Hegen bewährte sich der Gießener Torwächter glän- »end. Mit großem Geschick verteidigte er das Tot und wußte in her -weiten Halbzeit alle Angriffe ab-uschlagen. fr*.IU4. vt ob beim a b. Bieber, 10. Oft. Der Ine jige Männerhrmoenein veoanstaltete gestern sein b»:5jäbrige$ Ab turnen. Bei herrlichstem ^oyncn- schein war eS den Turnern vergönnt, unter freiem Himmel ihre Leistungen den ZusclMuern ixtr^ubringen. Geturnt roud>; r dem Turnen können Schiüler kostenlos auf Wunsch der Eltern ren einem hiesigen Arzte untersucht .werden. Der Unterricht findet M-onteigs und Dvnnr-rötag« von 6—7 Uhr abend« statt. Zu einer anderen Zeit ist den Schülern der Aufenthalt in ber Turnhalle verboten. Der Beitrag ist mäßig und foftet für Söhne von Mi^liedeim 25 Pf., vvn Nickstmit- glietem 50 Pf. Mit d4esem Beitrag sind bic Scküler auch in der UnsallunterstützungSkaste unb £xifttyflid’n>eriidKnmg der beutfdien Tum erschüft versickert. --- Dieder hrimgefut den. ft. Marburg, 11. Oft. Zu den .*ounben unt Kvtzen, die über Land den Weg ku dem '.frülK- ren Befitzer wieder beimgefunben haben, Bommt jetzt auch eine Kuh Ein hiesiger Sandmann hatte sie ans seinem Stalle an der .(hippfertrage nach Bürgel verkauft; doch gestern fano sie sich wieder in iberm alten Stall ein. methodischer Turnunterricht erteilt wird. Es wird in drei Riegen geturnt. Die erite Riege umfasst bi. 9-* unb lOjähngen. ixe zweite die 11- unb 12 ......! jährigen, die dritte die 13- unb 14jLhrigeit Schüler lu?i 9 dem Kräftezustan) bei Unsere Kartoffelbesteller werden gebeten, die bestellten Kartoffeln baldigst abzuholen. \ Ferner empfehlen wir unfern Vorrat an IZeitz- und Rotkraut sowie an Chlorkalium f. kiitnS.-Bcditüftlc. verkauf nur an Sifenbahnbedienstete. 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Mts. > hochaparter soweit als möglich auszugleichen und Werk der ®ef0[buna3ottminTg und die enfo schwierige Frage der Einstufung "*&•»$ • Ti;! 70 4 ^Stillk 7«^ Ttttnatra -,«"8 M „ inibh^L- KK «Ä» sgis ÄS >Aauchel" V'ÄSj siisä vr. wirih über öle Rridisbefolöungs- orönnng. Freiburg i. Br., 11. DTL (WB.) Reichs» nanzminister Dr. Wirth hat sich in einem schreiben an die Freiburger „Tagespost" ifr die gegenwärtige finanzpolitische Lage tb über die Stellung der Reichsregierung . r Besoldungsordnung und deren Berab- iiebung geäußert, wobei er u. a. erklärte: i handelt sich bei meiner Stellungnahme j wtitergehenden Beamtenwünschen nicht num, dieser oder jener Gruppe etwa aus ti-*f it5gTünbcn eine Höherstufung noch ; uubilligen oder zu versagen, sondern ich 12be sowohl den einzelnen Ministerien gegen- iber wie auch in der entscheidenden Sitzung \*t Reichsregierung zum Ausdruck gebracht, 136 es nach meiner Auffassung gänzlich un- !-glich ist, im Hinblick auf den Ernst der Finanzlage des Reiches, solche weitgehenden Ltnformungen der BesoldungHordnung noch irzunehmen, daß außer den schon jetzt er- ochsenden Mehraufwendungen von 40 Mil- I znen, die zu den Frühjahr Sau fwen dun gen rzukommen, nochmals weitere Milliaroen r^ufreien würden. Man möge den Finanz- inifter suchen, der es wagte, an den Reichs» .a zu treten, um jetzt, nachdem die letzten ffem des Fehlbetrages in der ungeheuer- hen Höhe von 67 Milliarden bekannt ge- nben sind, die Besoldungsordnung deS s noch einmal umzubauen. Ich habe ! verkannt, daß selbstverständlich nicht alle ten der BesoldungSordnung nunmehr -gemerzt sind. Im Besoldungsausschuß des tchstags steht jetzt diese Angelegenheit zur tung, und dort ist Gelegenheit zur Betrug und den Finanzminister zur Reche n- aft zu ziehen. Jetzt liegt es bei den poll- scheu Parteien, unter Erwägung der besorg» .iwregenden Finanzlage und unter Bcrück- tigitng der Gerechtigkeit das Werk zum schluß zu bringen. Der Minister erinnert seine Mitteilungen, die er in einer der ten Sitzungen deS gesamten Ausschusses nacht hat, daß die Regierung für eine esoldungsordnung, die einen gänzlichen ?uaufbau bedeute, eine Verantwortung nicht ehmen könne. Es könne sich nur darum adeln, soweit als möglich in den Gesetztwurf Verbesserungen hinein zu bringen. ■** Forderungen, auch die Hebung der De- tenklassen unter dem Gesichtspunkt der ^chtigkeit zu prüfen, sei Sache des Aus- sses. Dr. Wirth spricht die Hoffnung auS, ß es gelingen möge, die noch bestehenden ti fernen Schienen der Sblegen, betn »^ringtid/t iten \u 0«.leicht allzu schroff a5gt- harte, der Reid und die Mißgamst der ZLollc- rmn, denen sie doch willentlich nünca's zu nahe Itatcn war, die in hm g'üße Freuardlick/k- it ein- Alten Boslx-iten deS Tir-ttttrs, die verleg'an L’®1* -i m er von unberufenen Jü.'g ingen ni Sti if berviteten Gerda auch imge-yä^te Stunden. Unö dazu die eitrigen Gedforgw, ingftlid) (Strteilen ter Gunchen und P emiigt, Itr'Hg auf dem Siri itusckockier bereft-ftm kärg- Mah-elten, die an der Nä'.nnaschine btnxb- NL.1»e. War boS ma:te Handell' tfch n ' Vr Wohlwollenden auf dar Galerie wirklich daS ^oert gcnx'fen? Stoimte die begeiste re Hingabe vor Kunst s« sdxrd.os halten für tie Armscckig- :* iineä in mühsam verstecktem Elend gefri^eren •«ms? Nein — tamendmal nein! Denn diele haft' diesseits der Rampenlichter ein gani Gesicht, als sie eS dem bebag ich genießen- F Suydxriter junrmtte: mir ter Bü'me d s Fran» ''Ler E adttlxute S wen'g'enS La ment) wir tr ' 6leid^a;tig g.üöte h-.inowcr.Iich: Routft e der Mn der ersten Stunde an aut ihre P an* DaS ihr hehr und heilig gewesen, mar rings j. £ »er zu einem Gegen stomb seichten Ge Pö t es , 8«lS gemalt morden. An fdeale Tit ;4tg* ober an Schlimmeres muhte sic in d.eei btc hinter ihr layn, di keusche G ut irntgen S«le verschwenden. Wir eine hete ™origung empfand sie von Lag zu Tag immer rN*che nnd Schule. - Lich, 10. Okt. Pfarrer Freitag, der $abre als Stistspfarrer in unserer Stocht ge» rft und s«b rn dieser Zell durch seine eote mschrnfreundlichkeit die Zuneigung aller Be- (TfnmfidTrriic in hohem Maße erworben hat, ilt gcg.'nwärig crfanalig zum Besuch hier Heute en pred-we er in bet überfüllten Stiftskirche anp gvttcSbienstk ter einer andächtigen Zu- r*rf (■te: Heller Ter Gesangverein „Cacilia" erfreute h Aast durch einige wirkungsvoll zu Gehör ge» httm Chöre. — Eine Heimkehrerfeier wird am fcd>tbm Samstag von der Stadt und den Vereinen ^Astaltet g. RüddingShausen, 10. Okt Heute »rAc in unserer Gemeinde das diesjährige treteban Tfe ft gefriert. In unserer STtrrfx. » dis auf den letzten Platz gefüllt und tun f>m k fSh'ngen Konfirmanden mit Blumen rrichlich * litinrücft war, hielt Herr Prof. Dr. S ch m 0 l I kW Vicften die RtfayrAtgt. Auch unser Gemischter **n half die Feier verschönen durch ein schönes unter Leitung des Herrn Lehrer Lehr. imt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Dienstag, 12. ©lieber 1920 Certif. 755.—. AdlerwerlL SCener wurden 10 Prvz gcstelgcrr. 320 bis 319»/*. B^gtl. Moschs. 319 - vlus 9 Pr?z. Tü heute erstmals notierten Hani* werfe Füssen stellten sich 318 im Lbmdverkehr, 353.— plus 5 Pn?z. Zellstoff AsäMfenburg 506 — plus 11 Pvoz Es noti.Tten ferner noch Metall» baut 277.—. Gummimavenf. Pe^r 325.—. Maschf. Faber u. Schleicher 170 plus 2 Pr^. (SLeftr Boigt u. Hänfner 385.—. Frankfurt a. M., 11. Okt. Getreideln a r k t. Tas Hauptgeschä't vollzieht sich in Hilsö- futtcrftjffen, in denen bir Preise eter em weiteres Anziehen einzelner ArAttt crjrtne.i lassen. Pe- luschfen, Ackerb.'hnen, Futterbvtznen bieben bo- ybrt. Hülfenfrüätte hatten wenig Umsatz. Luvinei' und Wicleu sanden zu befiwen Pveiien Käufer. Seradella findet in guter Ware schlanke Mmahnrc. Fest lagen Heu und Stvgh. Frankfurt a. Ut, 12. Oki. tcblfenmartt. Datnm- Trnff-r^-nn. TtotterX Brüss,s.Antw»rpen lshristiania .... fopenbagen .... Stockholm . . fielfingfore. . ... London...... •Tro-Tforl...... Varis........ Schweiz. ... Spanien . . . Wien (altes) . Deutsch-Oestenr. abj. Trag........ Ludapest..... lulgarisn .... floniijlanMp*L . . Deitz B.ief «eFt Vele» 9. Okt. 11.06t 1985,30 1989,50 2047,95 2052.05 449,55 430,45 459,50 460,50 884,10 885.90 914,05 915,95 834,10 885,90 926^5 928 45 1266,20 1268,80 1300,65 1306 35 178 SO 179,20 183^0 184,20 267,20 257,80 264,70 265,30 223,75 224,25 231,50 232,- 62,93 64,07 65,68 64,07 426,55 427,45 436,05 436,95 1022,45 1024,50 1053,90 1050,10 934,05 934,90 961,50 963,50 24,97 25,03 2',47 23,63 23,9? 21,03 82,65 82,86 82,90 83,r 3 18,73 18,77 18,10 18,14 »Srsenfursß. Frankfurt Str’fn 63, 160,80 195, 158, 182,25 332,- 353,50 295, 248, 11.10. 79,50 441,- 324,75 11,25 8,- 241, 439, 305, 291, 295, 607, 500, llvrtch . . Amsterdam . Aopen:;agen. Stockholm. . präg. .. . IbUa ... . London . . . 354,- 362,- 378,- 272,- 270,- 580,- 481,56 390,50 293,- 240,- 366,- 379,- 398, — 293,75 288,- 613,- 497,- 397,- Kurs 11.10. 79,50 67,90 63,25 64,20 162,- 312,- 225,25 197,- 171,- 159,50 182,- 178,75 600,50 366,- 371,25 11.10. 9,75 9.10. 79,50 68,10 63,- 64^0 100,- 315,- 225,- 198,- 171,— 168,- 182,50 180^0 598,- 355,- 364,- S. 10. 79, jO vlartn»tler«»goa. Datum: 275^0 274,75 585,- 494,- 395,56 290,25 244,- 252,- 249*75 449,- 320,- 9.10. 9 85 5,05 11,50 8,- Schluß- Abend» Schluß» Schluß» Kurs KürS Kurs 24-5,12 435,- 305,25 34b- T(rtwrt 5" '„Teut.Ärieqsanl 4"'^Deut.Neichsanl. 3°/.Deut.'tteichsanl. 4' „ Preuh. llonsols Darmstädter Ban4 Teutf*e Dan'r. .. Disconto» Gesei ch. Dresdener B rnk . Nationalbank f. D. Mittcld.Treditoank H.-Ameri^.-Paketf. NorddentscherLloytz Dock.Gulzstahlwrk. D »Lnxemb Brrgw. ^elscnkirch.Bergw. jßarpener Bergbau Obe schl.ctiseno. Ol>er',chles.Eisenind. Phönix-Brgb.-Akt Bad.Anilin-u.Sotza Höchster Farbwerte Clek'.r. A. E. G.. . Schuckert-Werke. . (Velten» <ßuiJeaume Daimler...... Dud.-Lisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/.Hess.Slaatsanl. Electron Gneshetm Httnh «nd W ffenfebaft. granffurter Srftauffl hrung. Fran kfurt a. M., 10. Okt. In Franküct ist auß r wL- cheren, den, der e (Sbifobcnnnte teilen dein Spiel noch eine ge.ui"le Färbung: aber in der Hauptsache fließt die utnerc Handlung — an Lußwer sehU es völlig — langsam, und mchrsach worganisch unde-chrochen, dahin. ES ist als.' ein matter Shaw, und man muß unwillkürlich daran danken, ein solches Stück eines deutschen Autors letzt in England aufgrsührt irüvde. . . Auch in der Darstellung war das Temps zu gemessen. Derr Ode mar, der ron Mannheim kommt, spielte den jungen TickTtcrfrh ling unb Anschwärmer CandDas mit s.is.em F.ucr, F.au Lin - i g ein vesvlutes und verli.ütes Tippsräulem in prächt.ger hum^ri'rs-c.'er Tucck>l.uchtw g Dx beiden Ehegatten fdoft waren bei Frl. St a r ft e n und Engels in guten Händen. tt. ♦ — Dalcroce-Schule Hellerau. In Verbindung mit den Gerüchten über einen angeblich bevorstchenden Verkauf der Hellerauer Bil- durdgLmistalt, die kürzlich durch die Presse gingen, tauchten von verscheinen Seiten Aoelsel über ine Zukunft der DalrroroSchule auf, deren rhythmisch- musikalische Kurse bc!a:.nilid> in den Räumen der Bildungsanstalt ftattfinden. Wie uns von der Leitung der Talrroze-Schule Hellerau milgeteilt wird, ist der Unterrichtsbetrieb der Dalcrvze-Schule in jeder Hinsicht sicher gesteckt. Es ist bereits oorge- strogt, daß fefbft für dm Fall, daß "mit der Zeit ein Teil der Räumlichkeiten der BildungsMistalt fftr andere Zfvecke roeiben sollte, dieser Umstand den Unterridjt der Dalcroze-Schule Hellerau in feinen künstlerischen und pädagogischen Zielen in ferner Weise beeinträchtigen würde. Handel. Berlin, 11. Dt . Börsen st immungs- bild Die Börse schcrU die in der Vorwoche vorherrschend genxfene Schwächerrnwcmdlungen ü.er- ftanben yu haben, denn die Syckulcroon kauft die toeggegebme Ware toi--ber zurück, da sie sicht, daß sich r^rs Publikum nicht nur zähe an dem Besitz sesthali, svirdern lä'fen noch V?rgrvßert. Während uie Valura- einschließlich Kvlvnial^ und Petro» leunttverte trotz der erneuten Steigerung der Devisenpreise vernachlässigt blieben, wandte sich Da3 Zntercssc mtui unb verstärkt den Bergwerks- und anderen Zndustri.-prpieve!n »u, wofür erneut allerhand Gerüchte vvn Angliederunasbe'i'rrbungen in der Eiserr- und Kvhleninduspfic im Rheinland, in Westfalen und in Oberschle «n grl end gemacht werden. Das Geschäft bli. b b^mtberd lebhaft und es ergaben sich Kurssbeigerrrngen un'ec Bevor- Mt^ung der oberschlesischen W r.e bis 15 Prozent für die führenden Werte. Färb», Elektr , Kali und MaschinenfabrikÄverte, fr^toie Au'om> bil- unb einige andere Nebenwege setz'en ihre Äutwärts- beroernntfl bei gteinlkh crfyeblidrn KurSauf chlägen für ernzelnc Papfrvc fcrt. Schiffahrtsa?ticn roareu demackläisigt. Von Vankackien warm Deutsche Bank bevorzugt. AuSlandsrenten waren wiederum fest, inländ sche wenig verändert. Die zu Einheits' Turfen gehandll en ^ndusrriewerte Waren über- wiegend fest bei lebhaften Umsätzen, wodurch dir Kursfestsetzung verzfg- r* würd'. Die Börse bleibt am Dienstag unb Mi ttrvch geschlossen Wie festgestellt wurde, werden nur Dercksenkur e, Po>» dufterrpreise und die Produck^nteichmz übermittelt. Frankfurt a. M., 11. Okt. Börsen» stimmun^sbilb. Die Duftvärtsbeweg-mg r, Montanpaln ren machte weitere Fvrtsch itie, die Steigerungen schwankten ztoischen 5 bis 20 Pro;. Bevorzugt waren besonders Berzelius, Phönix. Mannesmann unb Lauruhütte Unter den chemischen Aktien wurden Tb. GoLschmS»t im Anschlutz großer Kaufaufträge für das Rbei ifturd 18 Proz. gesteigert, auch sonst war der Berfrhr in chemischen Aktien lebhaft bei fester Tendenz. (Ee?tri* zitätsakttm ruhiger aber turnnegenb gut behauptet. Deutsch lieberfre 1060 plus 10, auch tonflige 13a» lutap2Piere antt-henb M-xik-mer durchweg tes.er. Es notierten oproz. Goldnrex 685 p us 9, 5proz Dilbermer. 492, 3pro» Mexika'er 339 —, 5p.-o;. Tcbuantcpec 412. Saftimi.Tr? Ohio 479, 480. Deutsche Petvoleum 1535, Oviag 7000, Canada !3n einem Test der Auilaae nneb.*rMt.J Der Ausbau des DölkerchundeS. Stockholm, 9 Okt. (WTB.) Am DomrerS- tag abend hielt Prvfe sor Walter S ch ü ck i u g aus Einladung der schwedischen Liga für den Völkerbund ein*.n Dortrag über den Ausbau des Völkerbundes. dem Staatsminister Brantina, der Minister des Aeußern Dalmstjerna und Der deutsche Gesandte Nabo.ny beiwohnten Ein Parteibeschluß der schweizeriftbrn Sozialisten. Olten, 10. Okt lWTB.) Der Partei Vorstand der so ziali sti scheu Partei der Schweiz erhob mit 40 g-gtn 18 S.immen folgenden Antrag zum Beschluß: Der "ParteiVorstand hebt den Bosch uß vom Ap.U 1920 bett, d n BeittM zur dritten ^hn emationale auf und bca f ragt den außer» ordentlich n Part.ftag: Die 21 Bedinm»'.ge:r für die Auftrahmc in die komnnmistische yntcmalb- nale werdet!, weil unerfüllbar, abgelehnt. Go schüs.slei:ung und Patt.ioorftand werden beauftragt, mit jenen Parteien des Auslandes, die sich der kommu'ilsti ch n In.entatio: a e anzuschlietzen wünschen, aber mit den 21 Bedingungen nicht einverstanden Jein können, in Verbindung zu treten, um aemciniam mit tric"en Parteien eine Reni ion her Aufnahmebedingungen zu erstreben, die den intrrnat ona en Zusamm nsch uß der n;x> ut onären Aideiterporteien ermöglichen. Dieser Beschluß ist noch der Urabstimmung zu unterbleiben. Emir Frssal. Paris, 11. Okt. (STB.) Rach einer Meldung deS „Petit Parifien^ auS London ist das Auswärtige Amt davon unterrichtet worden, daß der König von H e b s ch a S seinen Sohn, Entir Fe ssa l, der von den Franzosen aus Syrien ausgewiesen wurde, zu seinem Vertreter in Europa ernannt hat. Der Emir wirb in den nächsten Tagen in London erwartet. Chinesische Kvh>n. Liverpool, 9 Okt. (Wolff.) In Newcastle trafen 100 030 Tonnen chinesischer Kohle ein. Die Qualität der Kohle soll gut sein. Wenn genügender Schiffsraum vorhan- den wäre, so könnte diese Kohle, wie berichtet wirb, zu einem nichtigeren Preis als bie englische Kohle verkauft werben. Die SuPunft Waldecks. Arolsen, 10. Okt. Der waldeckische Landtag tritt cm kommenden Mittwoch zusammen. Als wichtigsten Be.atungspunkt hat die Lan- dosorrsammlmig über den Anschluß des Ländchens an Preußen abzustimmen, da man allgemein der Amicht ist, daß ein Land mit 60000 Einwohnern heutzutage nicht mehr existenzbvoechtigt ist. Die Frankfurter Messe. Frankfurt a. M., 11. Okt. (WTD) Die dritte Frankfurter Internationale Messe w>es auch am letzten Tage einen außerordentlich starken Besuch auf. DaS gesck>äs:ltche Ergebnis der Messe darf nach den vorlieg-rnden An- gaben über d e «-tätigten Al^ch'üf e in all m Branchen als recht befriedigend bezeichnet werden. Die Frühjahrsmesse f.nbct vom 10. bis 16. April 1921 statt. An meldete 7mm für die inländi chen Beschicker ist der 31. Dr-emler 1920 Anmeldepapiere, Auskünfte usto. erteilt daS Meßamt Frankfurt. byjährigrS Jubiläum. Ludwigshafen, 11. Okt. (WTB) Die BerlaaSdruckerei von JukmS Waldschmidt u. Co., G m. b. £>., begeht heute die Feier bc3 60iübrigen Bestehens. Zu den Mordtaten rnr Saufe des Admirals Scherr. Weimar, 11 Okt. (WTB) Zu der Mordtat in der Dt'lla Scheer wird noch d.wichtet, daß Frau Admiral Scheer bereits auf dem Transport nach dem Sophien krankenhauS ihren Verletzungen erlegen ist. Die Tochter des 2ldmiralS hofft man trotz ihrer schweren Verletzungen am Leben erhallen zu können. Rach dem weiteren Er-t tzwbnis der Untersuchung scheint mmmehr festzustehen, daß der Mörder Büchner ursprünglich nur feinen Raub geplant hatte. Büchner, der stch im Kriege durch eine Verschüttung ein schiveres Nervenleiden zugezogen hatte, war vollständig mittellos und ist wahn'chernlich dadurch zu dem Diebstahlsversuch 'veranlaßt worden. Er hatte sich in den Kellerraum tingeschlichen und war dort auf das Dienstmädch-n gestosen, das er niederschoß. Als Frau Admiral Scheer, der diS lan^ ?lusbleiben des Dienstmädchens auffuck, sich ebenfalls in den Keller begab, wurde sie von dein Einbrecher gleichfalls niedergeschossen und ebenso erging es der Tochter deS Admirals, als diese nach ,ber Mutter sehen wollte. Im Besitze dcS Mörders, Der als dn seicht erregbarer und exalckerter Mensch geschildert wird, betontet sich nur rorntg? Psc-i- nige. 35m kurzem hatte Büchrer sich ben Stmdira- liffen an geschallen, wodurch v«lach die Vermutung au'g taucht ist, es fömte si-h doch um einetj politisches $erbredm ba:tbdn. Aüsaft'ung roitb jckxb von bet Polizei nicht gct.i t. Tre zweite Perscm, bie kurz nach ber Mordtat fes Haus trtlafjen hat, ist noch nicht mit Si hetiett frstpestellt. ES scheint sich aber um den Admiral Scheer selbst zu fanbeln, der einen Arzt holen wollte. T« S^erbigimg der Opfer findet Tiensdig nachrmtdag Uhr statt. mehr die meisten der ihr gestellten Au'gaben. Es ist ber Dornenweg, ter ferner weckenden Künstlerin erspart bleibt, batte sie sich immer nn-der tröstend »ugerufen. Und die lkbcnssta ke Wr er'^r dskra't tbrer einunbiinxmxii 3abrc hielt sie autvxbt ach in den düstersten Stunden. Heute aber fühlte sie sich entmutigt unb verzagt. Ter schändlich Fn er^ ig des TircktorS hatte sie auf einen Ausblick beige» wiesen, der sie fchaudern macht:. Schmerzliche Sehnsucht erfüllte fie nach ber reinen Luft ilwes Vaterhauses: unb bei dem Gedanken, prß sie b-tlirr fetzt vielleicht nur zurückfehren fbllte. um einen Strbcnbe i we.^er-ucknden, sclmürtr ihr tote mir eifernen jffrmuncm bitterer Reue dacs Heiz zusammen. Es war gut, daß ihre Gedanken wenigstens zeitweilig durch kleinere eorgen und Widerwcüttg» feltrn abgclr.t wurden. Ter Tdeaterdiener kam, um ihr den spitz- bübischen Rev,-rs zur Unttrschrift vo--ulegen, den ihr ber aeschältStüchtige Herr Ca etan Taus sclnckte Ohne Zögern setzte sie ihren Namen itler kas Schriftstück, das sie zur bvollosen 35rtte.nn maditc. UntT (Snt'ajungen und Entb.-h^ungen war es Ebr möglich g w r*n, d en fümme fi 'en Nctiv-scheu »usamme.nzusparen, aber wenn s e nun i v Mitte oct Frau Beiersbars und einige kleine Särüden aus den letzten Wochen bezahlte, blieben f r nicht mehr als achtz-'hn Mark — ni^it einmal genug um be Kasten der Reifr nach Tie'erchrunn zu be"freiten. Sie dachte daran, an Erika Reuhaff um Gest» *u t-lcgravbieren: aber sie wicS btee Idee a.'S w.möglich von sich. Solange sie nicht einmal wußte, ob ihr Vater sie nicht als eine Ausgestiostrnr von ferner Tür sagen würde, durfte sie ihm oder d.r Pslege- schvestei, die heute mit gutem Recht ihre Stel e einnahm, nicht als demütig Bittende nahen. S« beschLoß, zunächst nach Berlin yi fahren, wofür fx kaum mehr als bie Halste ihrer geringfügtgai Bac- sckiaft auhupxnben brauchte: dort hoslte fi1-, ihren Bruder Erich zu finden, ber ihr gern b-istfehen würde, unb dessen Hille sie ohne Bescl>Lnung an* nehmen .Lmle. GewiAeit bot vx das fur-Iid) nicht: beim seit einem halben Jahre Hörle sie nicl»ts mehr von ihm, unb es war möglich baß er Berlin ver'assen b t e Als letzt? D ie B'tcb i'x bann noch der Versaut ober bie Veepü dunz ihrer Theater gTrb.ro be und dar wenigen Sdjmutffadxn, die sie im Laufe der Jahre 00m Vater zum Gc- schenk erhalten. Diese Tinge ließen sich m Berlin leichter zu Geld majjen als hier. ILib sie wollt.' feine Stunde länger in F aciken'al bl ilen, als unbedingt notwendig war. Ter So:en brannte ihr unter beu Füßen: feit ihrer Unterredung mit dem Tiixltor criülte sie bie törichte Empfindung, batz alle anständigen Leufe mit Geringschätzung auf iw hevabsähen, weil fr auch „eine vom Theateti' war. Hastig bendete sie ihr» Borbertittr-gen. uno nach 4ntxm über d>e Schw.l e s^ür fern n der s e m bv.-fem Augarllick y tjet hotte, w.re ein ZweiX:l uröglich g wesen, tag sie Geicljwister seren. Gs war txrt gldLe hohe, weit Ober das Turch'chnftt,.» maß hinausv.icheude Wuchs, und es war derselbe Gestchtsschnitt: nur datz bei Erich Jalftier alles ui5 männlich Kraflv^L und Enera.'s^e übersetzt wan waS in Gestalt unb Antlitz ber iungen Sck>au» spi lerfn durch weib.iche FocmLcwtichhtit geglättet erschien. ,^ch komme dir sehr ungelegen?" „Du hättest ^xr nicht irig'.'egeiier kommen kön-» nen; ich habe nicht einmal Zeit, dich za fragen- woher unb warum? Tie Setzer warten, unb das Wohl des Vat.-rlandeS seht aui bem Spiel. Da — setz' dich aus T>en Stuhl dort in der Ecke. Nimm dn Bach oder eine Zeitung uns warte. In einer Viertelstunde wird sich meine brüderliche Liebe dir um k> v^rschwmderlscler zuwei chen." „Vergib, Erich: hast du Nachrickften vom Safer?" „Ja — sckck chte. Aber auch darüber können wir erst sprechen, wenn mein Artikel fertig ist- Ler Berus geht vor." (Fortsetzung folgt.) — (Bertrub Ilse ■ w Reinwollener Cheviot 10721c empfiehlt H.Kaeß Nachfolger Telephon 773. 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