Erstes Blatt UO. Mrgang Donnerstag, (2. August 1920 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oderhessen Nr. 188 •Dec Siehener Aozeiaer erscheint täglich, außer Sonn- und Fe ertags. Bezugspreise Monatlich Mari, 3.60 undMK - 6üTrägerlohn, vierteljahrliaiMarN 10 80 undMk.l.95Trägerlol)n; durch die *Porl viertel, jährlich Mark 12.— ausschließlich 'Bestellgeld. Fernsprech. Anschläge: für die Schriftlertong 112; D erlag,Geschäsisstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten Anz.ige- Ssttzev. PostschecUoRlo: iftherausgeholt. I Cs 'handel sich um eine fo m munistische Aktion der Betriebsräte, deren Führer zum | erheblichen Teil von auswärts hierher galommen sind. Tie Gewerkschaften fatb vollsiMdig ausge schallet. Tie Verhandlungen mü den französischen Besatzungsbdhörven führten M keinem Ergebnis. Memel ist ohne Gas, Was'er und Clek trizstät. Tie Zeitungen können nickst erscheinen. Die englischen Arbeiter gegen den Krieg. London, 11. Aug. (WTB.) Ter Aktionsausschuß der Arbeiter, der von der Rede Lloyd Georges nicht befriedigt ist, be- schloß, für Freitag eine nationale Konferenz der GÄerlschaften einzuberufen, um über die von der organisierten Arbeiterschaft zur Bekämpfung des Gegenkrieges mit Sowjetrußland zu besohlende Politik, die nötigenfalls auch die Pvoklamierung des Generalstreiks umfassen wird, zu beraten. Rotterdam, 11. Aug. (WTB.) Ter „Ni- cinvc Rotterdamschc Courant" meldet aus London : Bei dem Empfang einer Arbeitern b- ordnung durch Lloyd George wurde die Frage an ihn g crichtet, ob cs eine Verletzung der von ben russischen Telcgierten überuommcitcn Verpflichtungen barstet len inürbe, wenn Karne new Besprechungen mit einer Arbeiterabordnung über den polnischen Frieden sowie Besprechungen mit polnischen Vertretern haben würde. Lloyd George Ivies darauf hin, daß Kamenew amb Krassin nach London zugelassen worden seien aus die bestimmte Versicherung hm, daß sie keine Propaganda treiben würden. Es ivürden deshalb ,Schwierigkeiten entliehen, wenn die Regierung ihnen jetzt erlaube, sich mit den politischen Parteien in Vcr- binbirng zu setzen. Die Russen würden vollständig als diplomatische Vertreter o^hanbelt. Solche Vertreter iiuürien niemals! ^aran denken, Vertreter politischer Parteien eines Landes, Ido sie sich befinden, zu empfangen. Im übrigen erklirrte Lloyd George, daß er den Wunsch der 'Deputation, fin: den Frieden zn wirken, zu würdigen wisse. Er sagte, er würde keine Bedenken dagegen haben, wenn die Abordnung ihre Ideen schriftlich zur Kenntnis Kamenckws brächte. Englische Pressestimmen. Am fLerdernt, 11. Aug. (WTB.) „Telegraaf" zufolge sirrd die e n g l i saften zu verlangen, um gegen die Möglichkeit eines neuen polnischen Ang i ses geschützt zu fern. Es fügt jedoch hinzu: Rußland hat aber kin Recht, das freie unabhängige Polen von der Erde zu vertilgen. Zrankreich; Sonöerpolitlf. Paris, 11. Aug. (Havas.) Tie französische Regiermrg hat den französischen Handelsattache in London angewiesen, iveber Beziehungen noch Besprechungen mit Kamenew und Krassin, den Vertretern der Sowjetregierung, zu unterhalten. Paris, 11. Aug. (Havas.) Tie französische Regierung beschloß angesichts der militärischen Erfolge, der festen Stellung der Regierung des Generals W r a n g e l und der erhaltenen Versickerung bezüglich einer demokratischen Form der Verwaltmig als tatsächliche Regierung diejenige von Sübrußland an zuerkenne n. Ein französischer diplomatischer Vertreter wird nach Sebastopol mit dem Titel eines &oben Kommissars geschickt werden. Paris, 12. Aug. (WTB.) Wie die Morgenblätter melden, wurde gestern im englischen Unterhause erklärt, baß die englische Flotte im Schwarzen Meer nicht den Befehl erhalten habe, mit den Streitkräften des Generals Wran- g e l zusam men zuarbeiten. Paris, 11. Aug. (WTB.) Der „Eclair" veröffentlicht einen Artikel über die fran zösische Politik gegenüber Deutschland. In diesem Artikel wrrd gesagt: Die industrielle.Macht Frankreichs vcruriachc den Engländern für die Zukunft die lebhafteste Befürchtung. Die französische Diplomatie müsse England begreiflich machen, daß Frankreichs Zukunft es zwinge, in Dcutschlanb mit Gewalt vorzugehen und das Deutsche Reich aufzulösen. Tiefe Handlung dürfe die Engländer nicht verletzerr, denn sie könne ihren Interessen nicht schaden, wenn man Deutschland entwaffne und es zwing.', eine friedliche Nation, zu Werden. Es sei das das beste Mittel, um mit ihm alle möglichen Geschäfte in Europa und außerhalb Europas zu entwickeln. Frankreich'hab? Rechte auf das Ru hrgebiet, nicht nur die Rechte des Siegers. Wenn die Engländer in Deutschland nicht mittun wollten, würde Frankreich ohne sie Vorgehen, denn Belgien und Frankreich würden jetzt für die zu erfüllende Aufgabe genügen. Zum Schluß heißt es in dem Artikel: Frankreich müsse Eirgland dahin führen, die Bedingungen für ein Abkommen zu schaffen, das auf folgenber Grundlage ausgebaut sei: 1. Besetzung der Rheinlande und Westfalens und zu größerer Sicherheit Besetzung der Main- linie. 2. Die Verwaltung der Rheinlande muffe durch die Bevölkerung selbst ausgeführt werden. 3. Die Steuern und Zölle in den besetzten Gebieten müßten zugunsten Frankreichs und seiner Alliierten, wenn sie an der Besetzung teilnähmen, verwendet werden. 4. Frankreich müsse eine aktive Politik in Teutschland betreiben, selbst wenn diese Politik zur Wiedereinsetzung der ehemaligen Herrscherhäuser mit Ausnahme der Hohenzollern führe, denn cs sei enviefen, bafi diese Wiederherstellung geeignet sei den pazi- sistisckien Eiirsluß zu verstärken imb ixm Föderalismus wiederherznstellcn. 5. Im Orient müsse Syrien mit Palästina unter französisches Protektorat kommen. Tic französische Einflußzo-ne müsse Giemen und Kurdistan mit Mossul umfassen. Jedoch müsse Englanb die wirtschaftliche Entfaltung in Mesopotamien, Arabien und Persien zuerkannt werben. Tie Haltung Rumäniens. Paris, 12. Aug. (WTB.) Nach einer Radio- Meldung aus Bukarest soll die rumänische Regierung eingewilligt Ijabm, daß ein Armeekorps bes Generals Wränge 1 durch rumänisches Ge biet nach Galizien marschiert. Amerika und die Blockade gegen Rußland. Amsterdam, 11. Aug. (Wolff.) In der gestrigen UnterHaus si'tzun g fragte Den Tillet, wie sich Amerika zur Frage der Ausübung eines wirtschaftlichen Druckes aus Rußland stelle. Lloyd George entgegnete, es werd? ein Appell an Amerika gerichtet, da es an der Schaffung bes polnisckien Staates mitbeteiligt gewesen sei. Washington, 11 .Ang. (WTB.) Tas Staatsdepartement hat bem i ta He n : scheu Botschafter eine 9lotc überreicht als Antwort auf die italienische Anfrage um die An- si-ch der antcrifaniidxnt Regierung über die polnische Frage. Tas Staatsdepartement ant- wortet, daß das amerikanische Voll die territoriale Integrität und Unabhängigkeit Polens aust. cht- zuerhalten wünsche. Tie Vereinigten Staaten lubcit in der Anstrengung gewisser Kreise, einen Waffen- ftillstand hcrbeizuführen, nichts Unangebrachtes, sie wollten sich aber nicht an einer Friedenskonferenz ganz. Europas in dieser Frage beteiligen. Wilson, der Greis. Tie neuesten Berichte aus dem intimen Kreise des Präsidenten Wilson lauten bal/iii. baß sich feine Gesundheit wieder gekräftigt hat. Daß keine unmittelbare Gesckhr vorlstgt, betveist der Umstand, daß sein Hausarzt, Admiral Gray Grayson, der ihn feit vielen Monaten nicht verlassen hatte, nuu- wchr auf eine längere Badereise gegangen ist, ohne den Präsidenten in die Behandlung eines anderen Arztes zu geben. Wilion hat jetzt verschiedenen Kabinettsfitzungen präsidiert, und der Staatssekretär des Sleußeren, Colby, erklärte den Berichterstattern, die ihn über das Befinden des Präsidenten befragten: „Er arbeitet mehr und besser, als Irgendein anderer Mann in Washing'on, und Sie können sich auf mich beziehen, wenn man das anzweifelt." Man hat Wilsmi, der ourcb Monate hin nur ganz wenigen Jnttmen sichtbar ivar, jetzt ein paarmal gesehen, wenn er vom Weißen Haus nad) bem wartenden Autonwbil geht. Ter Präsident ist ein Greis geworben. Er ge'hl mühsam an einem Stock: sein Haar ist schneeweiß gcicorben, sein Gesicht zeigt tiefe Furchen, und er sieht viel älter aus, als er mit seinen 63 Jahren tatsächlich ist. Reichsfinanzminister Wirth über die Versailler Bertragspflicht. Paris, 11. Aug. (WTB.) Ter Sonber- berichterstatter bes „Journals" Lucien Chassaigne, hatte eine Unterredung mit bem Reichs- finanzminister Dr. Wirth. Dieser sagte: Die deutsch? Regierung habe materielle Beweise dafür gegeben, baß sie den lebhaften Wunsch habe, den Friedens vertrag von Versailles auszuführen. Werrn sich bis zur Genfer Konferenz die Ereignisse nicht wesentlich *6nbem würden, würde man kein Angebot machen. So wie der Vertrag ausgestellt sei, hätte ferne Ausführung folgende Folgen: 60 Milliarden Goldmark solle Deutschland zahlen, davon 20 Milliarden in Waren, die bereits überschritten worden seien, und 40 Milliarden in Bons. Auf 60 Millionerr Einwohner gerechnet, mache das pro Kopf 1000 Goldmark und nach eem augenblicklicher Kurs 10 000 Papiermark. Also jede Familie von vier Personen werde mit einer Schuld von 40 000 Papiermark belastet. Sie müßte also jährlich 24 000 Mark bezahlen. Zähle man dazu 2000 Mark, um die normalen Ausgaben von etwa 30 Milliarden zu decken, so komme man auf 4400 Mark. Nach der Statistik für Preußen von 1918 hätten nur 81 Prozent Deutsche ein höheres jährliches Einkommen als 3000 Mark. Witth erklärte zum Schluß, man solle die Produktionskraft Deutschlands ausnützen. Wenn man in der jetzigen Zeit Waren besitze, so sei das von viel größerer Bedeutung, als wenn man GÄd habe. Danzig. D a n z i g, 11. Aug. (WTB.) Die verfassunggebende Versammlung nahm die Verfassung der freien Hausaftadt Dcmzig in dritter Lesung an. Vor Beginn der dritten Lesung erklärten die unabhängigen Sozialisten uno die Polen, daß sie sich an den Beratungen der dritten Lesung nicht mehr beteiligen würden, da sie bei der Zusammensetzung des Hauses auf Annahme ihrer Anträge nich rechnen könnten. In der Schlußabstimmung, die namentlich erfolgte, stimmten 68 Abgeordnete für, 44 Abgeordnete (Mchrheitssozialisten, Unabhängige und Polen) gegen die Verfassung. Dem Schluß der Verhandlungen mohnte der Oberkommissar Tower bei. Der Präsident der verfassunggebenden Versammlung drückte in einer Schlußansprache den Wunsch aus, daß das geschaffene Wert der Verfassung dem freien Staate Danzig, solange er bestehe, zum Segen gereichen werde. Tic Genfer Konferenz Berlin 11. Aug (WTB.) Wie von zuständiger Stelle mitgetcUt wird, ist her deutschen Regierung eine Einladung zur Genfer Konferenz bisher nicht zugegangen. Auch über den Termin ist an der zuständigen Stelle noch nichts bekannt. Norwegische Entschiidigungsfordernngen. Kristiania, 11. Aug. (Wolff.) Die norwegische Gesandtschaft in Berlin bat neuerdings auf Grund von Jnstruk.ionen bes ^ttni- fterium» des Aeußern dem benlfchcn Minist.rinnt des Aeußern eine Note über bi. Entschäbi- «ungs fordernngen infolge bei See - kriegführung zu gestellt. In ber Note wird Mitteilung über die durch die wniglick-c Resolution vom 23. 4. 1920 eingefetzte Kommission zur Prüfung der Entschädiyu..^sforderunaen gemacht, die Die norwegische Regierung glaubt tn naher Zukunft Vorbringen zu können. In der Note wird daran erinnert, baß bst norwegische Regierung sich feincrzeit Vorbehalten hat, mit näher formulierten Entschädi- gungsforberungen berboryutreten. Eine unerhörte Gewalttat gegen das deutsche Konsulat in Täbris. Berlin, 11. Ang. (WTB.) Der deutsche Arzt Tr. Schutz, der nach bem Tobe des Konsuls Wustrow das Konsulat in Täbris übernommen hat, hatte ben Entschluß gefaßt, bst noch im Konsulat befindlichen Waffen zu vernichten, um die Habgier gewisser BevölkerungS- schichten nicht zu reizen. Er batte diesen Entschluß bereits zum Teil ausgesührt, als die persische Körgusa und die Führer ber persischen Demokraten in das Konsulat einbrmtgen, ohne dessen Erterritorialität zu respettieven. Mehrere persische Ofsiziere überwältigten Schütz und hielten ihn über 12 Stunden gefangen, durchsuchten das ganze Konsulat und raubten alle Waffen. Ter Erfische Regierung sucht die Angclegenliett so dar zu stellen, als ob es sich um eine von der Polizei ausaeführte Maßnahme handele, um die gefahrvolle Vernichtung der Munition durch Schütz zu verhindern. Tie deuts che Regierung beauftragte ihren Geschäftsträger in Teheran telc- gvaphisch, der persischen Regierung ihre Entrüstung über den neuen Zwischenfall auszusprechen, und sich bis zum Vorliegen näherer Berichte alles weitere vorzubehalten. Schütz erhielt die Weisung, sich zwecks Berichterstattung zum Geschäftsträger nach Teheran zu begeben. Der dcmtsche Botschafter in Tokio. Berlin 11. Aug. (WTB.) Ter deutsch Botschafter Tr. Sols ist in Tokio angekommen und hat die Gefchäste der Botschaft übernommen. Hungerstreik von Sinnfehlern. Amsterdam, 11. Aug (Wolsf.) Tie „Tv rncct" melden, daß ungefähr 100 Sinnfeiner, die in den letzten Wochen in das Ge'äiigni's zu Beisaft verbvacht worden sind, in einen Hungerstreik getreten seien. In Clonakbily 'Cork! seien von een Sinnfeiner zwei Solbaten erschossen worden. Die Auslieferung des Ränbers Hölz verweigert. Berlin, 12. Aug. Das „Berliner Ta» geblatt" berichtet aus Dresden, daß der Bandenführer Hölz nicht ausgeliefert wird, do die tschechische Regierung den Standpunkt einnehme, daß Hölz keine gemeinen Verbrechen begangen habe, sondern nur politische Vergehen. Der proteftftrett der Saarbeamten. Tie Beamten des Saargebietes sind in den Streik getreten. Sie kämpfen im wahren Sinne des Wortes einen Existenzkampf in dem Lande, dessen vom Völkerbund eingesetzte Regierung das Muster von Gerechttgkeit und leÄenschaftsloser Vemuiist sein sollte. Ter Beamtenbund und sieben andere Ängestellteii-Verbäiide des Saargebieies ivamcn ihre Mitglieder vor Sabotageakten, welche das Einschreiten von Militär zur Folge haben könnten. Als es sich darum handelte, die Beamtenschaft des Saargebietes in ihrer wirtschaftlichen und rechtlichen Lage grundsätzlich fest zu, verankern, hatten fick die -Saarbeamten von der Völkerbundesregie rung ein fangen lassen und die Mitwirkung D?-o Reiches bei diesen Bechandlungen abgeiehM. — Jetzt werden alle wichtigen Interessen ber -aar beamten teils offen verletzt, teils heimlich unf gangen. So sollten nach dem Friedens vertrag nur gebürtige Saarländer und zwar zu ben in «teun a) tanb bestehenden Bedingungen in den ^arorenlf übernommen werden. Nachdem aber die -^aarreM- rung für sich das Recht tn Ampruch genommen hatte Gesuche um Aufnahme m bie saarlandilche Staatsangehörigkeit durch einfache genehmigen, verstärkt sich daL iranzö fisch- LTt^ noch dein fr^TOleit Freden gedient. '. noi nach Teutschlaind zurück, gena.de acht Tage früher. als die „Germania" wohlbehalten an der Weser- untcr» rourtr. Am V>. Inn. nanzielt unrerMtz ihrer Handlungen zu entzichen wissen, während oft unschuldige Personen wegen angeblichen Wuchers in Untersuchung gezogen werden. Wir halten es deshalb für sehr bedauerlich, wenn in der erwähnten Konferenz von Vertretern der Städte und auch von dem Herrn Minister des Innern selbst geäußert wurde, die Gerichte hätten versagt ohne daß dafür beweiskräftiges Material vorgebracht wurde. Tie Handelskammern müssen mich den von einem Beigeordnete der Stadt Mainz und von dem Herrn Minister des Innern ausgesprochenen Gedanken entgegentreten, besondere „V o l k s g e r i ch t e" einzusetzen. Abgesehen von der hierin liegenden bedenklichen Herabsetzung der ordentlichen Gerichte sind wir der Meinung, das. solche Volksgerichte — unter denen wohl Gerichte die nur mit Laien besetzt sind, zu verstehen sind — eine äußerst bedenklich Erschei- nung bilden würden. Es besteht bei ihnen die Gewähr, daß, an die Stelle des Rechts das gefühlsmäßige Urteil einer oft in die Irre gehenden, von Augenblicksftimmungen geleiteten Menge gesetzt wird. Tamit wäre weder dem Rechtsempfinden nach dem wis'enscka'tlichen Führer der Expeei rvn genannt wurde. Ein anderer noch hö he e e Berg wurde Petcrmannspitze gentrrtm. Auch nm'a'sende magnetisckte und meteonologi che Be bachtu gen wurden durchgefiihrl. Da die Maschine der „Ge - manva" ihren Dienst zu versageii drohte. Mußte man oorzeitig die Expedition abbrechrn. Tarn noch mit letzter Ällnpflcaft durch die Eisbarriere und mußte dann unter Segel die Heimreise fortsetzeu. Am 11. September 1870 lief die „Germania" wohlbehalten in Bremerhaven ein irrti> hatte damit die erste gelungene deutsche Polarsährt beendet. d, die ne t- wang bis zu : vor, die so Mündung eintras. Das Houptsckiff hatte Aur Sem lUid&t. . Die Steuererklärung zum Neichsnotopser. Berlin, 11 .Aug., (WTB.) Tas Reichs- fiiranzministerium lxat mit Erlaß vom 11. 8. . die tFrist zur Abgabe der Steuererklärung zum Reichsnotopfer bis zum 30. 9. verlängert. Maßgebend waren die Schwierigkeiten m der rechtzeitigen Versorgung der "Finanzämter nnt den erfordert:chen Formularen: ferner die Schwierigkeit 21-t, die sich zum Teil aus der noch mcht abgeschlossenen Neuorganisation der "Finanzämter ergaben: weiterhin die Rücksicht darauf, daß die in Aussicht gestellten Grundlinien über die Bewertung des Vermögens erst in den nächsten Tagen 'den Finanzämtern zugehen können: endlich die Rücksicht auf die Landwirtschaft in einigen Reichsstellen, die infolge der ungünstigen Witterung zur Zusammendrängung der Erntearbeiten gezwungen und voll in Anspruch genommen ist. Der Parteitag der Deutschen Boltspartei. Berlin, 12. Aug. Der Parteitag der Deutschen VolkZpartei soll laut Morgenblättern Mitte Oktober statlsinden. — Ter unauffindbare Ben Johnson. Tie Kenntnis der englischen Literaturgeschichte scheint unter den Briten nicht sehr verbreitet zu sein. Ein Beweis dafür ist eine wahre Geschichte, die der „Performer" erzählt. Ein Mu- sikverlag hatte die Neuvertonung eines der be- rül mtesten Gedichte von Ben Johnson, dem großen Zeitgenossen Shakespeares und Klassiker, hevaus- gebrackt. Sie erhielt von einer großen Grammv- phonsirma eine Banknote für die Reproduktion des Liedes mit der Bitte, sie „Herrn Benjamin Johnson" zu überweisen. ,,Le Gentleman". Tic Franzosen toben bekanntlich ihre Akademie, die hauptsächlich zu dem 3)oed gegründet wurde, um die klassische frannzösische Sprache von fremden und niederen Ausdrücken freizuhalten. Mag durch die warnen. Wenn man den Preisabbau wünscht, so muß man den Ursachen nähertreten, auf denen die starken Preissteigerungen der letzten Zeit beruhen. Es bedeutet eine vollständige Berkennung alter wirtschaftlichen Gesetze, wenn man, wie dies in der erwähnten Konferenz von einzelnen Teilnehmern geschah, von der Annahme ausgeht, als ob cs von dem guten Willen der Kaufleute abhänge, daß die Preise hoch oder niedrig sind. Die Ursachen der großen Preissteigerungen sind hauptsächlich die folgenden: Turch den 4^/rjährigen Krieg sind die Vorräte an vielen wichtigen Bedarfsgegenständen pedition war der Kapitän Karl Koldewey, dem ein wisscnsck-aftlicher Rat zur Seite stand. Tas Begleitschiff, feier Segler „Hana", geriet bereits Mitte August in so schweres Eis, daß er nickt wie er losDmmeu sonnte, nachdem er lange vorher von dem Hauptschi infolge eines Mißverständnisses bauernd getrennt worden war. Tie Bemannung mußte sich aur dem Eisfelde einrichten, verlor dabi ihre Sammlungen imb Photographien un? konnte nur auf, Eisschollen unter beständiger Lebensgefahr nach Lüden treiben, iläach achtmonatigkr Irrfahrt erreichten die Hansa- männer" glücklich die Missionsstation Friedrichs- tbal an der SMspltze Grön'ands und waren dadurch gerettet. Sic kehrten am 3. September 1870 englische und amerikanische Invasion des Krieges auch noch so viel angelsächsisches Sprackzgut in bte alltägliche Ausdrucksweise des Parisers dinge* brimgen sein, die Akademie kennt alle diese Worte nicht, sondern entschließt sich erst^ nach langen Beratungen, hin und wieder ein Fremdwort in den geheiligten Bezirk des klassischen Französisch aufzunehmen. Tie neueste Tat in dieser Hinsicht ist der feierliche Beschluß das Wort Gentleman m die bevorstehende neue Ausgabe des offiziellen Wörterbuckfes der französischen Sprache crufzuneh- men. Tas Wort wird in Frankreich gegenwärtig sehr viel häufiger gebraucht Äs ,,gentilHomme", das ja ursprünglich (Delmann bedeutet, in der neuen Ausgabe des Wörterbuches aber die Test- nition erhalt: „Ein Manin, der, ohne von adliger Abkunft zu sein, dieselben Gefühle, elegantes Benehmen hat und edle Handlungen tut." „Gentleman" wird definiert als „ein englisches Wort, manchmal im Französischen in dem metaphorischen und moralischen Sinne des Wortes gentilhommo gebraucht". — Neue Werke Gerhart Hauptmanns. Gerhart Hauptmann, ter diesen Sommer wieder in Agnetendorf verbringt, hat, wie die ,FZossische Zeitung" hört, ein Drama „M ag- «us Garbe" beendet, das im Mittelalter d u Hexenprozesse spielt. Zurzeit arbeitet Hauptman,«. an einem Epos „Till" in Hexametern, das daS Eulenspiegelmotiv in die Gegenwart verlegt. werblichen Zwecken eingereicht werden mußten für die Folgezeit aufgehoben. , . Es bleibt lediglich zituächst iwch die Bezug- scheinpflicht für das an Wäschereien und ähnlick)e gewerbliche Betriebe abzugebende lose Seifenpulver bestehen. DieKartoffelversorgung. Tas Lebensmittelamt macht uns die erfvru- licke Mitteilung, daß morgen walwscheinlich Kartoffelsendungen hier eintreffen, die dann am Samstag verteilt werden. Näl>eres wird morgen be» kanntgegeben. Veranstaltungen. Donnerstag, 12. August: Schöne Aus- sicht 8 Uhr, Abonnementskvnzert der Reichswehrkapelle. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Gastspiel Buchwald. — Lichtspielhaus wie gestern. — Lichtspiele, Seltersweg „Tas Haus am Abgrund und „Das Geisterhaus auf Hallingholm". Tie Bekämpfung von Aussch,r,er- tungen wu cherischer Art ist selbstverstand- lich durchaus erwünscht und notwendig. Soweit dies durch Verordnungen möglich ist, ist u. E. alles Notwendige geschehen, nämlich durch die Verordnung über den Kettenhandel und den Preis - wueber, durst? die Einsetzung von Pre.sprusungs- stellen und die Schaffung der Wnchergenchte. Tast die Aussühn,ng der Verordnungen nicht voll oen gehegten Envartungen entspricht, liegt teils daran, daß die Fälle anscheinenden Wuchers bei näherer Untersuchung sich in den meisten Fällen ganz anders darstellen als es den Anzeigeerstattenten «oder dem Publikum, das durch Zeitungsnachrichten irre geführt t^ird, erscheint, teils an dem Um- hierfür einzutreten. , Schließlich bitten wir das Ministerium des Innern, Mafchahmen zu treffen, das Pl ünde- run gen von Ladengeschäften, sowie überhaupt willkürliches Eingreifen in das Privateigentum, wie sie in letzter Zeit vorgekommen sind, mit allem Nachdruck entgegengetreten wird. 9hir durch schnelle Einsetzung genügender Polizeikräfte kann eine Ausdehnung solcher Ausschreitungen verhindert werden, und es hat sich in letzter Zeit gezeigt, daß der Erfolg in diesem Falle in ter Regel nicht ausbleibt. Ebenso dürfen wir die. Erwartung aus sprechen, daß gegen diejenigen, die an den Ausschreitungen teilnehmen, die bestehenden Gesetze zur An- toenbung gelangen. Wir bitten diese Ausführungen bei den ivei- teren Erörterungen zu berücksichtigen und bei künftigen Besprechungen Vertreter des Handels und der Kidustrie in ausreichendem Maße heranz-uziehen. Element in der Saarbeamtenschaft von Monat 3U Tie^Beamtens chaft im Saargebiet ist das Rückgrat des Temschtums. Wirtschaft.^ ward dm, Gebiet je länger je mehr, dem Neic^entfremtet. Die KoAenschätze fließen nach Frankreich., Französische Bervxillungsorgane kontrollieren dw Gru- ben und die Eisemoerke: Schritt auf schritt wird das erwerbstätige Saarvolk nach Frankreich her- übergezogen. Ter gegemvärtige Beamtenstreik, deü sicv auch auf die wirtschaftlich so tmcht^gcn Gruppen ter Postbeamten und Lokomotivführer erstreckt, drccht sich zum Generalstreik miszuwachfen. Tte ^Fvanzoftn betreiben an der Saar eine rücksichtslos Bergewaltigungs- und Eroberungspolitik. Es ist nicht nur nationale Pflicht jedes Deutscksen, oen Saarländern um Kampfe um ihr Deutschtum und um ihr Selbstbestimmungsrecht — wenigstens moralisch — zu lfelsen.es ist auch für die wirtschaftliche Zukunft des Reiches, unerläßlich^ daß wir das kohlenreiche und erwerbssleißige Saar- flanb nach ter fünfzehnjährigen Sperrfrist zurück- oetoinnen W. Mainz, 11. Aug. (WTB.) Ueber Heu Streik im Saargebiet wird direkt aus Saarbrücken gemeldet: Ter Streik ist am 6. August aus-gebrvrteu. Die hessischen handeMammern über die Sc?ämp?lMtz des Wucher; und den Abbau der preise. Die HandelSllamnier Mainz hat liamens des «hessischen Hand'ts ammeriagcS an ; ic ^aßgele.i- ten Regterungsstel en folgende Eingabe g richtet: In einer Konferenz im Rrinifterüun de- Iw- item am 9. Juli cs. Zs. sind die Maßnahmen ei örtert »rotten, die zur schärferen Bekämpfung des Wuckers unt -um künstlichen Abbau der Preise dienlich erscheinen. Da der Kaiifmannsftaiid, ter an dieser Frage zunächst beteiligt ist, in der Konferenz nicht ausc-.ichend zu Worte gekommen ist, so erlauben wir ims, dem Ministerium des Innern A«s Stadt und Lnnd. Gießen, den 12. August 1920. Befreiung von der BcitragSleistung der Angestelltenverficherung. Bon der 'hiesigen Allgemeinen Ortskrankenkasse wird uns geschrieben: Ter Antrag auf Befreiung Von ter Beitragsleistung. zur Angestelltenversicherung ist bis züm 1. September ds. Is. zu stellen. Ist der Versicherte früher nicht versichert getoefen, so genügt die Vorlegung der auSgestelllen 1. Aufnahmekarte nebst Lebensversicherungspoli.ee und letzter Pi'ä- mienquittung bei der Ausgabestelle Mg. Ortskrankenkasse, Ludwigstraße 12. Zur Befreiung solcher Angestellten, die bereits versichert 'raren, ist die Einsendung der Police nebst letzter Prrmien- quittimg an die Reichshersicherungsanstalt für Angestellte, Berlin-Wilmersdorf. Ho'l-enzollernoamm 193, Abt. I, erforderlich. Beizufügen i t die Ber- sickerungskarte und eine Erhöhung des Arbeitgebers, daß und seit wann der Angestellte über 7000 Mark Gehalt be.zogen Tat. Es muß dies bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Erhöhung der Versickfierungsgrenze erßolgt sein. Bis zur Entscheidung des Antrags sind von dem Arbeitgeber die vollen Beiträge ab-mfuhren. Tie Hälfte des Beitrags tvird eventuell später wieder zurüdwergütet. Angestellte, die bereits früher von der eignen Beitragsleistung befreit waren, brauchen ihre Ber- sicherungSprümie nicht zu erhöhen, auch wenn sie in eine 'höhere Ge'haltsrlasse kommen. Aufhebung der Seifenpulverrationierung. Bei ter Bewirtschaftung von Seife und Seifenpulver sind nunmehr die letzten Reste der Rationierung gemäß Reichsgesetzblatt Nr. 160 vom 30. Juli in Fortfall gekommen, künftighin kann auch Seifen- pulver ohne Marken bezogen werden. Ebenso werden die Bezugscheine, welche bisher oei Lieferung von Seife zu industriellen und ge- im Nachfolgenden die einftimmige Thtffaffung der 'tesfischen Handelskammern zu dieser Frage mit- zu teilen: v > ,, Boraussckicken möchten ivir, daß ^er reelle Kauftnannsfland, desfen Vertreter die Hand-lstam- mem sind, ivillkürliche Ans chreittmgen auf dem Cebiete des Warenverlaufs auf das Schärfste ter* urteilt, und daß er selbst das größte zittere,se an deren llnterbrüchmg hat, weil ihm durch tee» selben das Geschäft erschwert und vielfach unmöglich gemacht tvird. Tie Elemente, die lolche Ausschreitungen b: gehen, gehören auch zumeist ihrem Beruf nach nicht dem Kaufmanns,tonte an, Indern stammen aus unteren Kreien, sie machen ihre Geschäfte im Geheimea und schadtgm so Verbraucher, Produzenten uno Händler. Eoar o hat der Kanfmannssland ein Interesse an niedrigeren Preisen, weil die Kauflust dadurch angeregt und der Umsatz vergrößert wird. Wie wenig ter angesehene Kausmannsstano an den Preistreibeveien beteiligt ist, h^ben erst jungst die Erhebungen, die aus Anlaß 'ter LebenSmtttel- Unrnhen veranstaltet wurden, ergeben, oo wurde z. B. in Mainz durch Kommissionen, die unter Mitwirlung der Behörden eingesetzt waren mW denen vorzugsweise Verbraucher angehörteitt durch Revisionen in den Lebens mittel-, Lchuh-, Kleid er- usw. Geschisten festgestellt, daß die Bezugspreise usw. an Hand der Rechnungen geipan nachgetmesen werten konnten, mW daß in keinem Falle unzulässige Pveisausschläge erfolgt waren. femung berechnet. ** Freibank. Morgen nachmittag, von 1—3 Uhr werden die Nrn. 1251—1400 beliefert. ** Eine unbekannte Einrichtung der Post. Eine nahezu unbekannte Einrichuug der Poft erfährt Inan jetzt aus Anlaß ihrer Abschaffung. Die Beamten der Balmpost waren angewiesen, einen angemessenen Vorrat an Poft- wertzeicken zum Verkauf an bas Publikum nnt sich zu führen. Tiefe Bestimmung ift tetzt für Hauptbahnen ausgehoben worden. Es tvuiwe so gut wie kein Gebrauch tevcm gemacht: enteb tetten die Beamten bei ten kürzeren Aufenthalten mit ter Uebergäbe gerade genug zu tun und konnten nicht auch noch Marken oerHauten. Auf den betreffenden Bahühösen sollen Postwe tzeicheng'ber aufgestellt werten. Dann soll die Eienbähnver- toaltung die Inhaber ter BahnteMirtschäften, und die Bahnhossbuchbäirdter an halten, Pa,twerizeich'.m zum Verkauf vorrätig zu Hal en. Auf Nebenbahnen und Kleinbahnen bleiben die alten Vorschriften bestehen. Telegramme werben gegen Bezahlung angenommen. ** Ieber Landbriefträger führt fanntfid, auf seinem Bestellgang ein Annahmebuch mit sick,, ras zur Eintragung der von ilym aal genommenen Telegramme, Wert und Einschreibstn- t'ungen, Rv' anweisungen, Zahlkarten, gewöhnlickM Patete, 0iachnähmesenoungen nitb Zeitiingstestel- limgen sowie ter zur Frankierimg der Senbungm, zur Besteltting der Zeitmigen und zur Besckwfsnng von Wertzeicheii ihm übergebenen Beträge bient. Ein gleiches Annälmrebuch führt jeder Inkaber einer Posthilfsstelle für die bei dieser nietergelegten Wertsendnngen usw. Es ist zweckdienlich, daß die Aufgeber die Eintragung der Sendmigen usro. in die bezeichneten Annahme bischer eigenhändig te- sorgen oder sich wenigstens von der Buchung durch den Landbrieftrager oder den Posthilfsstellenniht- ter überzeugen. **TieReichswehrkapelle veranstaltet heute abend 8 Uhr auf der Schönen Aussicht chr letztes Abonnementskonzert. Als Solist wirkt der Kammervirtuose L. Kümmel, Tarmstadt, mit. ** Der Landesverband derKanin- chenzüchter Hessens hielt gestern feine Vertreter Versammlung in Darm st a d t ab. Neu auf- genommen rourten die Vereine Jugenheim-Bergstraße und S ch o 11 c n. Tie Landesausstellung 1920 findet am zweiten Sonntag im Dezember erschöpft und es ist durch Einstellung der Produktion auf die Kriegswirtschaft nur wenig auf Vorrat gearbeitet worden. Die Zufuhren vvm .luslaiw sind auch nachher teils durch Maßnahmen der fremden Staaten, hauptsächlich aber durch das ©inten unserer Valuta unter Verringerung unserer au-ländisckfen Zahlungsmittel umnintert und verteuert worden. Die innere Staatsuinwälzung uno die im Gefolge derselben erlassenen Beiordnungen und Gesetze haben die Produktionsfahigkeit ter Betriebe herabgedrückt; es ist in weitgehendem Maße eine Arbeitsunlust eingerissen und außerdeni durch mangelhafte Ernährung die Leisttmgsfahiateit vieler Devölkerungsschichten ge,chwackst worden. Dazu kommen die harten Frietensbedingun- gen von Versailles imd die Auflagen ,von Spaa, deren Ausführung danenw einen ungeheuren Druck auf das Erwerbsleben ausüben muß. Alle diese Umstände 'l,aben das Mißverhältnis zwischel' Angebot und Nachfrage hervor gerufen oder verschärft uaw dadurchIwtur- genM die Preissteigerungeii bwrirgt und geromert. Außerdem sind die Produktivnstosttai, insbesondere die Arbeitslöhne gewaltig in die Höhe gegangen. Tie steigenteii Bedürfnisse des Staates und der Gemeinten erfordern Steuerleistungen von einer Ausdehnung, die ihren Einfluß auch auf die Hote ter Preise dauernd geltend machen muß. Eine Abhilfe gegen diese Ursachen der Preissteigerung fann nur von einer Hebung her Produktion unter Abschwächung der vorstehend erwähnten Ursacheii erwartet werten. Diese Wirkung kann selbstverständliche nur allmählich in die Erscheinung treten. Dagegen ist eine wesentliche Erleichterung möglich durch Besettigung aller Vorschriften, die gegeii- fvärttg noch die freie Betätigung derjenigen Kräfte lyinbcrn, bte in ter Gütererzeugung und Güterverteilung wirksam sind, mit anderen Worten, bte Zwangswirtschaft muß so rasch als möglich aufgehoben loerben und im Zusammenhang bamit diejenigen Organisationen, die zur Aiis- süloung der öffentlichen Bewirtschaftung etngefeht sind. Nachdem sich auch in VerbrauckM- und Arbeiterkreisen die Ueberzeugung von der Schädlichkeit der ZwangswirtsckMt Bahin gebrochen hat, dürste mit ihrer Beseitigung und der Wteterher- stellung ter freien Wirtschaft nicht bänger gezögert werden. Tas Ministerium bitten wir dringend Was die zweite Frage, den Preisabbau betrifft, so machen tter darauf aufmerksam, daß derselbe nicht durch behördliche Maßnahmen herbei geführt werden kann. Der Eiiizelhantel hat sich vielfach in letzter Zeit freiwillig dazu verstmtten, gewisse Warenbestände tnt Preise erheblich herabzusetzen, um die Kauftust wieder anzuregen. Es ist aber selbstverständlich, daß eine solche Maßnahmte nur bei gewissen Waren möglich ist und nicht schematisch auf alle Bestände ausgedehnt inerten kann. «Geschähe dies, so würde die Tätigkeit teJ Kaufmanns lahmgelegt und er dem wirtschaftlichen Rum preisgrgcben. Letzten Endes würde die Bevölkerung selbst die Folgen, die in unzureichender Versorgung bestehen würden, zu tragen haben. Es war schon ein schwerer Fehler der Kriegsgesetzgebung, daß man die zulässigen Gewinnzuschläge des Kaufmanns in schematischer Wei,e begrenzt und ihm nur einen bestimmten Prozentsatz vom Einstandspreise als Geivinn zugebilligt hat. Durch 'dieses Vorgehen hat man einerseits der Preissteigerung Vorschub geleistet, weil jeder Kaufmann ein Jütevesse daran hatte, möglichst teuer einzukaufen, andererseits hat man die Kaufleute in der Wahrnehmung günstiger Kaufgelegenheit gehemmt. Wir müssen nachdrücklich auf bie Gefahren einen behördlichen Einwirkung auf die Preisgestaltung, wie sie bereits wiederholt von Preisprüfungsstellen versucht worden ist, Hinweisen und'dringend vor Experimenten auf diesem Gebiete Ein Zudilaum der deutschen polar- sorschung. Gerade vor einem halben Jahrbunveri, im Jahre 1870, kehrte eie erste deutsche Polavexpedition zurück, die zum ec st'N Mal unter deutscher Flagge ernste wizs nfchostlichc Arbeit rn ten Regionen d s ewigen Eises geleistet und in Ostgrönlaiid ehre neue Basis für spatere arktisckfe Entteckungen geschaffen t at e. Eine (Erinnerung an d e ei Jubiläum ter teutsck 'n Potarfor chimg bietet P .-ofeffar Otto M ü n d; in der „Teutscheri Revue". Tie Anregung zu dem Unt rnehincn ging von dem Lciter der Pertd-sschen Geographi chn Anstalt in Gotha August Peterm .i n u -ms, ter damals die es Institut 5um Mittelpunkt des gesamten geogva- phischen Letens gemocht «hatte. Ter , Polarpap.r", tvie er genannt rource. brachte bereits im Jahre 1868 eine rite ?cut?d)c Norbpolarerpedition zu- staute, die aber wegen les undurchdringlichen Eises vorze tig um fernen mußte. Pete mann legte da n im Okwber ein m neuen Erpedittonsplan vor, der in ganz Teutschland eifrigst geförtert un^ oi>n allen (selten, fcl&jl von den Aus .mds.eu'. ch-en, fi L. U. Von der Landes-Universität. Ter ordentliche Honorarprofessor und^.Prvsektor bm anatomischen Institut unserer Landesuntverft- tät Tr. Bruno Henneberg hat einen Ruf als Nachfolger des Geh. MÄizinalrats Professor Tr SZnhl erhalten und denselben angenommen. — Wie wir hören, hat Pros .Tr. Gustav Hölscher in Halle den Ruf auf den Lehrstuhl für Alkes Testament an unserer Landesuniverittät als Nachfolger H. Gunkels angenommen. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Nach dem Erfolg des „Sudermann-Abends" kommt bei 'dem nächsten Gastspiel, dessen Reinertrag der Ferienkasse des künstlerischen Personals zufließt, auf allgemeinen Wunsch der mit so starkem Beifall aufgenommene Schwank „Zwangseinguartie- rung" von Arnold und Bach am Dienstaq, den 17 August, Für Wiederholung. — '.iiachmtttags 3V-, Uhr findet am gleichen Tage bei fiefnen Prersm eine Kindervorstellung statt. Gegeben wird das so beliebte Märchen „Hänsel und Gretel von Stutz: auch hier sind alle Rollen nut den ersten Kräften besetzt. ** Ein Hvteldieb entwendete vor einigen Tagen einen bunfclgrauen Bettkolter, einen weißen Teckbetttezug, einen Kissenbezug und zwn lewax Bettücher, die er hier verkaufte. Ter Käuferwird ersucht, die gekauften Gegenstftnbe aus ter Kvim.- Abteilung abzuliefern, da er sich svnft der Hehlerei schuldig macht. ** Zur Aufhebung der Reichsfleischkarte. Nach einer Anorimnng ter Reichsregierung wird die Reichsfleischkärte ntü Ablauf dieses Monats a u f g e h o b en. Da mit ter Aufhebung ter Zwangswirtschaft für Fleisch bis zum Herbst zu rechnen ist, soll für die Uebergangs- zeit nach ter Kundenliste verkauft werden. ** Ma hl löhne. In der letzten Mül l e r- versammlung wurden folgende Mahllöhne ab 15. August für Selbstversorger festgesetzt: Maht- lohn per Zentner 8 Mk., Schrvtlohn per Zentner 4 Mk. ohne Fährlohn; derselbe wird je nach Ent- folgte die Aus o di -ser ^zweiten deutlet"v 9vo ....... Auwesenhei' König Wilhel testen sehr beteurende Untern 'bmimgen ausge- führi, roar bis 75»Z E/rad nördttcher B-ei'.e vo"- ce. rimgen und batte dann in ausgedehnten Scklittenreiten neue Län ec entteeft. Im H rbft 18b? iriitec ter Tivüter Fjord au der Olaverrng- infei eni'C m, im März 1870 die Küste von „König Wilhckmstand" bis über „Kav Bismarck" Zl.iaus stlr.estellt und der 77. G od nördlicher B ei e üter- Bishcr ist die Stadt völlig ruh . . ruhen sind nicht vor gekommen. Fronrzoiische Be- satzungstnrppeii durchziehen in grvßen Trupps mit Kavallerie, Infanterie und Ataschinengewelhren, sowie Tanks und Panzerautos die Stadt, xte Eisenbahner sind als requiriert erklärt tootten. Diejenigen, die nicht zum Dienst erschienen, nnir- ben m ihrer Wohnung ausgesucht, tech ro-urben nur W voenige vorg-sunten. Immerhin ist es den französischen Worten gelungen, einige Kohlenzüge zusammeuMftellen, wahrend auch die internationalen Expreßzüge ohne Unterbrechung passieren. Ter Poste, ^elephon- und Telegraphendienst ruht immer noch vollständig. Tie Bergwerksteamten, die Smmtag dem Streik beigetreten sind, kchrten Montag an ihre Arbeits- ftättc zurück. Im Laufe des Somitegs wuroen verschiedene Verhaftungen in Verbindung mit dem angeblichen Komplott vorgenommen. Do wurde der Ehefvedakteur ter „Saarbrückener Lau- lt^ , ........... .— ..... dertzeitting", Bretz, und der Redakteur ter „Saar- stets unlautere Elemente gibt, die nnt brücker Zeitting", Thoma, verhaftet,, Bretz wurde Geschicklichkeit sich der strafrechtlichen Verfolgung schon am nächsten Tage freigelassen, während • “"=t™ Thoma sich nächster Tage vor dem franzölpchen Kriegsgericht zu verantworten haben wird. j.ie föauptengrilagten sind sämtlich geflüchtet, darimter der Verlege der „Saarbrücker Zeitung", vafer. Ancb verschietene BerAverksbeamken gehören zu den An geschuldigten. Tie „Saarbrücker Landes- zeituug" unb die „Saarbrücker Zeitmig" wurden auf vier Wochen verboten. Iw Saargebiet erscheinen mir noch die sozialtemokratische „Volksstimme", wahrscheinlich fürchten die Franzosen die Arbeiter bei einem Verbot der Parteipresse. Tie Franzosen veranstalten von Zeit zu Zeit Razzias und bringen die aufgebrachten Beamten an ihre Arbeitsstelle. Tie Nckhrungsmittelversorgung ist im Saargebiet vorlöuftg gänzlich gesichert. Paris, 12. Aug. >WTP.) Havas meldet aus Saarbrücken, daß in den Wäldern um Saarbrücken herum 60 Eisenbahner festgenommen wurden. «Sie oerweigerten die Arbeit uno erdärten, nur den von Deutschland gegebenen Befehlen zu gehorchen. Seit Mittwoch tagt das Kriegsgericht. --- pvlexte'ritio:. • ■ v „ und fe uer Ratgeber Bismarck. Roon und p'c' tr von Bremerhaven aus auf den b iteu -dte? a ^Germania" mch „Hansa", Führer dec Ex u 11 d? c n Zar haßte Den Fürsten, Der sich feinem (Einflui; öhl e V j 1e. Bo.i Pfarre £xntv 'iricger mit Itepmcinnß Verlag, ■Bf unb für Tee 45 Millwnen 'BfimD. Tie (Ein bin Kaiser Wilhelm I mar Deutschen opfern kann Berlin, 11. Äug Börseust im mungs .Was tun?" Bisher Kaiser auf einen Settel: Ter a. M., 12. August. 1553,- 1559,- 1541,- 1544, träge, die in diesem bereit ent' Million Berlin Aug Tie Nachbar (Ein 357,15 701,80 701,80 956,50 145,85 232,75 168,55 46,25 334,65 767,20 691,80 14,40 10,55 357,15 716,75 716,75 968,- 147,35 232,75 169,80 46,90 335,65 779,20 700,30 2 ,22 23,22 82,90 23.97 11.8. 12 90 der au< einer Neigung der beiden Beteiligten be gründet war. BcSmarck aber nrollt? diese öeirat unter allen Umständen verhindern, iveil sie, wi er sagte, „seine politischen Streife kreuzte^'. 2tr 10.8. 12,80 6,45 14,10 10,30 23,23 82,85 22,78 357,85 718,25 718,25 970,- 147,65 233,25 170,20 47,10 336,3o 780,80 700,70 23,28 23,28 83,10 24,03 357,85 703,20 703,20 958,50 146,15 233,25 168,45 46,35 335,35 768,80 692,20 Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen. Stockholm 'ZUien .. . . Prag r Reich;, cdmmg bn jchkarte mit . Da mit dv Fleisch te Uebergmigs» lvörsenkurfs. Frankfurt Alxnd- Abendetwas zu beleben. ra. Gladenbach, 10. München, Paul .vciife*Btraöf 26. xSStiWtx» ÄüWhm i Mt: M n Der Zente ) je mch **Ä uw 23,17 82.65 22,72 Slang wm Meer, fort. 4.50 Mk. Oramen-Ber- lag Herborn. Das Buch erzählt von den deutschen Kriegstaten zur Lee, von LrmpresfroTem Mut, von ungekrönter Treue und schmackDoll imverdien- tem Untergang. — Die Urfachen unserer Niecer- läge. Erinnerungen und Urteile aus Dem Weltkriege von General der Infanterie Alfred Krauß Wien. Vrers geheftet 16 Mk., geb 21 M7. — Generalf eldmarschallvonMacken en. Bon Bickresl bis Saloniki. Am Grund eigenen marck antwortete nur „Abteleg.aphieren. (SericbUfaal. la. Lauterbach, 12 Äug. Wegen Schl e i ch- k>ande ls nnnxte ber Schneidermeister Chr. Link aus Frankfurt durch da- Lauterbacher Schösfen- 4ericht zu vier Monaten Gefängnis und einer Geld- We von 2120 Mk. verurteilt. 01^6, "°rgm Z Viarkuotierungea. Datum. ■X ihnlich. (Reib Briet 11. Aug. Frankfa-. Devisenmarkt. Geld Brief Votum: 10. Aug end des Jahres 1919 586 Millionen Pfund ür alkoholische Getränke ausgegeben Dagegen be Sport« ** Fußball. Kommenden Sonntag, den 15. d. M ,z empfängt ber Verein für Bewegungsspiele Gießen auf feinem Sportplatz Trieb die hier wohlbekannte Ligamannschaft des FC. B o r u s s i a F u l d a zu einem Griellfchafts- spiel. Außerdem spielt die 2. Mmmschaft des B. f. B. gegen die gleiche des Rasensportvereins Germanm Marburg 4tW' AaS W k.'mmandos Mit einem Bildnis , Mk. — Ter Massenmord nn n nÖ öfter reidri f djen Solda rumänischen Gefangenen gaben für alkoholisch Getränke sind ehr i größer als diejenigen für irgendein 'Xaprun mittel. (SS wurden im vereinigdm König reich w liberfdirittcn haben, am 1. Cttober cinge,"teilt. mc. Frankfurt a. M., 10. Aug. Der Fremdenverkehr, ber sonst in ben Monaten Juli und August am stärksten zu sein pflegte, ist dieses Jahr nahezu völlig ausgeblieben. Der fünfte Teil t>r Frankfurter Hotels und Gasthöfe steht leer. Die Frankfurter Wirte haben nun beschlossen, ben Valutcvrusschlag für Ausländer von 200 auf 100 Proz. herab zu setzen, um so das Geschäst gemeinde Kleingladenbach ist die erste im (kreise Biedenkopf, welche einen „Helden- hain" für ihre 15 gefallenen Gemeindem itglieder geschaffen hat. [1 Marburg, 10. ?lug. Die hiesigen Gewerbetreibenden haben gegen einen Beschluß des Magistrats, daß städtische Arbeiten nur an tariftreue Firmen vergeben werden dürfen, Protest eingelegt mit der Begründung, daß der Magistrat zu solchen Maßnahmen allein nicht zuständig sei. — Neben den Maurern und Zimmerern find jetzt auch die Malergehilfen in ben Ausstand getreten. idjmütag, not 1400 bdiefnt. inrid)tung te Einrich lln? N ihrer eft mm rn- rot an M- Wüim ri s ift V» (S nnräx i' [»• and) fettff' [fmttalt-n mit n unb bimtfli W ben be pe.ijttdrngbff (HenbW mtschrftrnM if MbenbMff jii Borschnsto gen B.-MM i(l auch die Prin-essin tr ölten wurde >bux>! i auxh tic Familie des Fürsten gegen diese Ehr war unb selbst die englisch.' Königin Mlctzt abrict, lstelt die >in)norinzesftu doch mit hartnäckiger Energie an ihrem Plan fest, uw) als ihr (Bernat! als ein Sicrbensrranker ben üaiferttjrcju bestieg, taollte fr diese ofekgenbeü benutzen, um nun dock) noch ihren Lieblingsgedanken durckizufetzen. Ter Zustand Kai ser Friedrichs war bereits ein furchtbarer. Er mochte sich >ruch feine Hoffnungen mehr Ergeben und belbennrütig arbeitete er mit äußerster Wil lenst rast täglich mehrere Stunden mit seinen Be 1 rotem Wie Eorti «utf (Nruno ber Berichte Der österreichischrn Botschaften entfall, verließ ihn mit ten in der ''-Irbett die pihnfischc Kraft; er Haiti sich erschöpft auf ein Ruhebett, um sich dann in seinem PslickiigenW wieder aufwmxiffen. Tie Kaiserin wollte selbst die Regentschaf: ichernehmen. Bismarck Ix-hämpfte diese Absicht heftig und,stoch dann Unterstützung an dem Kronprinzen Wilhelm und feinem Bruder Heinrich, die gesagt ha ben sollen, das Reich dürfe sich nicht von einem Weib- leiten lassen, selbst trenn es ihre Mutter märe. Tie Kaiserin sah nun rn Der Durchsetzung des Eleprojckts ge dbc’u eine Machtprobe, in ber sfe über den reJjaftten Bismarck siegen wollte. Sie Drängte bei Steifer -u einem cntfcbrioenDen Schritt, unb dieser litt neben seiner schweren Krankheit aud: surchtb-ir an Dem Zwiespalt, in ben er dadurch gedrängt wurde. Als Bismarck am 31. März 1888 mit feinem Vor- trag zu (rine war, gab ihm Steifer Friedrich, der fast gar nicht mehr sprechen tonnte, einen Zettel, aut dem geschrieben stand: „Ich habe die Absicht, dem Prinzen Alexander von Battenberg, der dieser Tage bierl>?r tiommt, um sich mit meiner Tochter zu oerlobe.i, ten Orden Poni le meritc zu verleiben, was sagen Sie tuju?" Die Antwort des Kanzlers lautet-?: „Unmöglich!" Als Gründe hltrrte er den (nnbrutf aur Rußland und bi« Mckfe- ebenbürtigfeit des Prinzen an. Tavaufhin schrieb Frankfurt a. M., 11. Aug. Börsen- stimmungsbild. Das Kaufinteresse, welches sich für Montanpapiere am Schluß der Mittagsbörse bemerkbar machte, hielt im Abendverlehr an. Laura Hütte waren mit 348 5 Proz. höher. Oberbedarf fest. Gefragt blieben ferner Buderus 336 plus 6, Rhein. Stahlwerke 379. In Schantungbahn Voar lebhaftes Geschäft, sie stellten sich auf 705 plus 13. Schandung Genußschrine blieben stärker gt; sucht. Im freien Verkehr 2950 Geld bis 3000 Bnes genannt, später bei der offiziellen Notiz mit 2975 125 Mark höher. Äummiwarensabrik Peter wurden mit 280 rationiert plus 10 Proz. Es notierten ferner höher Zellsürft Aschaffenburg 419, Spiegel unb Spiegelglas 414, MeteU Bingwerke 226,Fränkische Schuhfabrik 211n,i, Chem. Wegelin 400. Schuhfabrik lherz 200, Schriftgießeret Stempel 390 plus 11 Proz. Schwächer lagen Nordd. Lloyd 169, Farbwerke .höchst 351. Deutsche Petroleum schwankten zwischen 1225 und 1240. Metallbank wurden 2 Proz. höher 227. Schau lang Genußscheine im freien Verkehr schließen 3025. 4' ^proz. Merikaner 224% plus 1 Prvz. 5proz. Reichsanleihe 79V«. Neue; aus Haifer Friedrichs letzten Tagen. . Emen erschütternden Einblick in die XragöDie Der kurzen Regierungszeit Kaiser Friedrichs und die Jntriguen, die sich um feinen Thron herum- ’S£m-en, gcmühri eine auf Grund ungedruckten Matertals gearbeitete Darstellung „Bismarcks -Kanrpf mit Alexander von Batt.itberg und der Kanerin,Friedrich" von E. C. Eorti. Aus ben nachgelassenen Papieren des ersten Fürsten von Bulgarien Alexant^r von Battenberg sind mir senau unterrichtet über Die Bemühungen des t»?«. ^?chttr Viktoria des damaligen Kron- ^k^^^'Edrich Wilhelm zu heiraten. Die leidcn- ^örtämpferin dieses Planes war die r-rTJtirl8e bronpimzessiu Viktoria, bi? spatere Kai- rtC^nt^-lm^ auch ihre Mutter, die Königin »tttor.u ton England, trat für diesen Bund ein, •U(WtÄ ' affi> M- Monarch setzte rofort das Telegramm auf, ba trat die Kaiserin tränenden Auges ins Zimmer und verlangte, baß das tzerz ihrer Tochter nicht ivegen ber kalten Strutsnaison gebrodpen werde. Der Kaiser suchte feine Gattin zu berulngen; ^als aber nichts fruchtete, sprang er plötzlich in großer Erregung auf,. riß sein Tuch Pom Syite und Versuchte zu sprechen, wobei nur das Wort „allein lassen" verständlich war. So war ber Plan zu Fall geb nacht, in dem Bismarck eine englische 3ntrigue sah, durch die Deutschland gegen Rußland ausgespielt werden sollte, damit England selbst in der Welt freie £xrnb t ein eite. Der damalige Kronprinz schrieb an den Bat enberger, daß er „jeden, bn- zu einer solchen Verbindung mitimrft, für alle Zeiden als einen Feind metnes .7>auscs nicht nur, sondern auch meines Ba er Landes bc» trachten und dementspreck«nd be andeln nxib?." Sein Widerstand wurde vertieft durch ben Gegensatz, in dem er ju ber Mutter stand. Wte Eortt liechauptet, wurde Prinz Wilhelm von seiner Mutter stets zurückgesetzl und als Aschenbrödel behandelt, während die Prinzeß Bittoria ihr ausgesprochenes LieblingSkino war. Tic Abneigung gegen Den Sohn soll bei vielen Gelegenheiten zum AuSaruck gekommen fern. So bemerkt die damalige ttron- pirnzessin einmal zu einem österreichischen Derrn: „Sie glauben garuicht, wie ich Ihren schönen, geistvollen und eleganten Kronprinzen bewundere, wie ich Daneben meinen unge chtachten vferschrö- tigen Sohn Wilhelm betrachte." bn allerdings ziemlich unregelmäßiger Kursbrl cung in ber Gesamtheit doch wie>'r als fest be u timet. Petroleumwerte hatten bei zuerst naöi gebenden und bann befesttgten Kursen und tont au? geringfügigeren Zkuröschwankungen als gestern einen wesentlich stilleren Verkehr als an den Vor vagen. 2ufilr herrschte am Montanmarkte zeitweise rin lebhafteres Geschäft, doch .fehlt auch hier der Körrsbildung Der einheitliche Zug. Wesentlich nies rigt*r waren Bismarck Hütte, M»chu mer Gußfl ahl 'hl)eimfd?e Braunkohlen, letztere nttirus 30 Proz., doch überschritten Bochumer bei ziemlichen Sck»oan tnngrn wesenttich ben gestrigen Schlußkurs. Be irächtlick höher notierten varpener, vohenlolie Thalc, SchitfahrtS- unb Chemische Aktien. Elektro unb Kaliottien waren zumeist mäßig abgeschwäckt und stül. Stack roaren (Äebr. Böhler in Die $>öl)e gesetzt. Am Kolonial markte war nach Dem gcstri gen Aufflackern bei etwas nachlassenDen Kursen Die Ruhe wieder eingetrehm. Balutawette waren im Zusammenhang mit ber an bem Tevifm markte cingriretenen Abschwächung weniger be achtet mit Ausnahme Der zeitweise 20 Prozent höheren Schantting. heimische :Rentenroerte bei serten ihren Kursstanb eine Kleinigkeit aus. ^?universi- einen “Rotnm r Kvhöl. ichrstuhl für 'rversitÄ alj men. ■rbuteftu. bmmt vertrag btt 1 Mich, auf Beifall aus. iquartie- hÄ, bat Jiaajnnttags emn Preis« ivirb bas so retel" tw, it bat rrftni Friede mit 'JhiBlanD Ich achte Sic hoch, ich aber Der Mangler ton 45 Millionen Deutsch (In einem Teil d.r Auslage n*teb-Tb>lL) Die entzlisiheu Truppen in Deutschlnnb. Paris ,11. Aug. (WTB) 9te<6 einer „Ma- tin" Meldung ans LonDon Hal Churchill im Unter häufe erklärt. Daß Die englische Regierung gegenwärtig in Deutschland noch 13 360 Mann englische Truppen stehen habe. Die ^isetzung des Gcncnilfeldnmrscholls v. Woyrsch Breslau, 10. Vlug iWTB? Ter auf feinem Landsitz Pflsnitz verstorben^ GenercüfelDmarschall v. W o v r f d> wurde heute nachmittag unter aber aus zahlreicher Beteiligung der Militär und Zivil Chorden btenbutt erwies Dem Tahin gegangenen Die letzten Chrenbezeugungen Ein Zwischenfall beim Slbtraiuiport der Italiener aus Alienstein. Al lenste in, 10. 9liig. (WTB.) Zu bt- dauerlichon ZwisckMs.Äleu fern es nachmittags, als merhere betrunkene italienischc Soldaten durch Die Stadt zogen und dabei von Beamten Der Sickierheitspelizei zur Rühe aufgc/ fordert wurden. Im Verlause des Worttvechsels brächte ein italienischer Sobxtt e nem Sidxrlxttft beamten Durch Tolchstichc in den Hals sckflvere. Verletzungen bei. Tic aufgebrackste Menge ergriff gegen Die Italiener Partei und cs crttiDufdte sich eine Schlägerei. Ter Messerstecher wurde von einem binzukommenden Italienliidxii Ofsisier fesfe genommen und in Gewahrsam gebracht. Die russischen Wafsenstillstandsbedingungen. Paris, 11. Aug (WTB.) Die gestern abend in ber Sitzung des Unterhauses Llotzd Geovgc von Karne newübermitteltenWasfen stillst« n dsbedin gungen der Sowi e tre g i e- ru n g an Polen lauten nach bem „Daily Der- alb" wie folgt: Die polnische Armee barf in Zukunft emJahreskontingentvon 50 000 Mann nicht uberst-igen. Der lwlnischc Gc- neralstab, die sämtlichen Offiziere und alle Vernxrl-- tungsbeamten dürfen zulammen nur l)üchstens 10 000 Monn stark sein. Die polnische Arntl- u-irb sofort nach ber Unteczcickmung des Waffenstillstands verttages demobilisiert. Alle Waffen und die Munition, die für die Armee nicht erforderlich sind, werden an Sowjetrußland und die Ukraine ausgcliefert. Die Waffen- und Munirionsindiuftrie wird sofort ftiUgelegt und weder Waffen nod) Kriegsmaterial barf aus dem Ausland in Polen eingesührt werden. D i e E i s e n- bahn Wolkowisk — Bialhstok — Gra- jewo wird Rußland zum Zwecke bei' Hanbelscms tausches von und nach bem Baltischen Meere zur Verfügung gestellt. Die Familien aller in diesem Kriege verwundeten ober gefallenen Soldaten erhalten vom Staate Land. Gleichzeittg mit der Tc- mobilisation des polnischen Heeres ziehen sich die russischen und ukrainischen Truppen aus Polen zurück. Die Massen still standslintc wirb Die sein, Die in ber Note au Lorb Curzon am 20. Juli angegeben würbe. Die polnische Armee zieht sich 50 Werst von Dieser Linie zurück. Die cnDgültigjc Grenze Des zukünftigen unabhängigen polnischen Staates wird ungefähr dieselbe sein wie in der gleichen Note festgesetzt worden ist, doch soll Polen besonders im Osten neues Gebiet erhalten, besonders in der Gegend Bialystok und Cholm. Kein Eingreifen Ungarns. Büdapeff, 11. Aug. (WTB.) Gegenüber Gerüchten von einer Mobilisai ion rn Ungarn wirb von amtlicher Seite erklärt, Dati eine Mobilisation nicht angeordnet winde und bah auch die Vorbedingungen oazn fehlen würden. Ungarn verfüge heute nicht einmal über soviel Kriegsmaterial, daß der dringendLedors der L-urch die Entente genehmigten Armee geveckt w.r- ten könne Eine Mobil,>atton wäre schon aus diesem Grunde unmöglich. Die russische Schuld an Frankreich. Paris, 11. Aug (WTB.) Nach einer Meldung des „Matin" glaubt man in offiziellen ftan- zöfischen Kreisen nicht recht davon, bah dtc russisckie Regstrung die rus'sti'che Schuld an Frankreich nnerfennen wird. In o ftzrel en Kreisen Frankorick)s ist von einem be a tig.m Angebot nichts bet-.-tmt Im Gegent it spricht man von einem Funk p.uch. Den T chits erin an Kamenew gesandt habe und in dem dieser Kamenew beauftragt hat, keine Abkommen üb.-r Die russisch? Schuld zu trefen, ohne vorher von Moskau aus dazu die spezi.l.e Erlaubnis erhalten zu haben. Lettland und Nnßlanv. Kopenhagen, 10. Aug (Wolff.) Nach einem Telegramm aus Riga wurde auf ber I c t tisch-russischen Friedenskonferenz in Riga über olle Fragen eine Einigung erzielt. Tie Unterzeichnung des Friedensverttages zwischen Rußland und Lettüand wiw für heute oder morgen erwartet. Das lettisch-russische Friedensabkmnmen. Kopenhagen, 11. Aug. (WTB.) Tas lettisch - rnsfrsche Friedensabkommen bestimmt u. a., daß die von beiden Seiten beabsichtigte Volksabstimmung im Gebiete von AriSwa und T-ünabuig nicht, statt finden fall, dagegen soll die Teilung ber ftrithgim Zone nach einem gegenseitigen Ueberemkommen sorge nommen werden. Lettlano erhält in Rußland Waldkonzesfronen. Tie Lettland gehörenden Eigen tümer, Maschinen, Eisenbahnma.erial unb Wertpapiere, bie 1915 ober später nach Rustand gr bracht worden waren, werden an Lettland zurückgegeben. Sotofettuf-land ist leboch berechtigt, ben Gegenwert eventuell in Gold zu entrichten Spätestens 2 Monate nach ber Ratifikation des Friedens wird Rutzland an Lettland einen 23or schätz über 4 Millionen Rubel in Gold zahlen. Die Griechen in Thrazien. Athen, 11. Aug (WTB.) Äavas. Die Besetzung Ostthraziens durch bie grvtfWthen Truppen geht in normaler Weife vor sich, Tte griechischen Streitkräfte sind fetzt bis zur ■Valo urfel Gallipoli gelangt. Der Verwaltung-? dienst auf örefer Hälbinfel wird durch <-rvubeam.c- ausgeübr, denen die Türken unter Mrtwrrkung ber fran^öfifeben Besatzungsbehr-rdcm ine MaA übergeben haben. Tie Lage ttt^ nunmehr genj den Bestimmungen des Fneoensvertvages geklärt. v rlthni# urib rrmtffdxr. •£>»!'ei herausgrgeteu V.N M Lupfen, £tiuphnttini L-enn Sta -a- O.er- vermischtes. Leipzig. 11. Aug. (WTB.) Vier maskierte Räuber drangen nachts in das Berg- gnsthaus in L o h e n st e i n - E r n st t h a l ein und verlangten unter Vorhalten von Revolvern von den Gästen Geld und Wertsachen. Der Vorsitzende des erzgebirgischeri Vereins, Stabtrat Ebersbach ber ber Forderung nicht nach kam, toure* durch mehrere Schüsse getötet. Die Räuber flüchteten darauf. * Das in teraf liierte Herrats- bureau. Die männliche Bevölkermig Frankreichs ist durch den Krieg so verringert worden, daß es gegenwärtig zwei Million eit Frauen mehr als Männer gibt. Der Professor Paul Carnot von der Pariser medizinischen Fakultät setzt mm feinen Ehrgeiz dauern, allen Französinnen, bie in ihrer .Heimat keine Männer finben, einen Gatten zu verschaffen, unb ba in fast allen europäischen Ländern dieselbe Ueberzahl an Frauen herrscht, so hat er in der neuen Welt einen lebhaften Propagandafcldzug eröffnet, um die Französinnen unter die Hartbe zu bringen. Er hat festgestellt, daß es in Kanada unb in den Westftaatcn Amerikas, wie z. B. in Kalifornien, dann auch in ben einzelnen Ländern Südamerikas wie fÄrgentimen, viel mehr heiratsfähige Männer gibt als Frauen, und er will die Regierungen ber einzelnen Staaten veranlassen, daß sie die jungen ehernstigen Männer nach Frank eich schicken, Damit sie sich hier eine Frau aussuchm. Es ist also ein rieffges interalliiertes Heiratsbnveau, das Pros. Carnot einrichten will. Während einer Reife durch Kanada und die Bereinigten Staaten hat er seinen Plan den Regierungsstellen unterbreitet und ihn in Vorttäg-n, die begeisterte Aufnahme gefunden haben sollen, empfohlen. Wie er erzählt, empfängt er täglich zahlreiche Briefe von jungen Männern ans Kanada und Amerika, die Franzcfe sinnen heiraten wollen. Einem unbegrenzt zahlvei- cken Eheglück steht also nach seiner Ansicht nichts mehr im Wege. „Denn," sagt er, „die Hauptsache ist, daß die jungen Leute nach Frankreich kommen. Ich glaube fest daran, baß bie Schönheit ber Französinnen genügen wird, um bre Ehe herberznfuhren unb ihr Mück zu garantieren." * John Bulls Riesenburst. Was für ungeheure Mengen in Großbritannien an Alkohol genossen werben, das zeigt eine soeben vcr- । offen Nichte Statistik, die sich mit bem englischen s Konsum bes Jahres 1919 beschäftigt. Tic Aus- BÄcherlisch. — Hora nt, Linecss Glocken. TTmfterbam • Ttotterb. BrilffebTIntwerpen lshristiania..... Kopenhagen ... Stockholm. .. . Helsingfor«. ... Italien....... Conben...... New-Pork. ... . Paris........ Schweiz. ... ,. . Spanien...... Wien (altes) . . , Deutsch-Oesterr. abg. Prag........ Budapest... Bulgarien .... Konstantinopel. . . e vor einiger, einen toripa Mi leinene Wr tüti if der Km.- :ba hchimj A ingen Preis 2 ML in Gernöcheim statt; die L«rnb.-sr»n-saiumluug 1921 fall in Friedberg tnatn. Der Antrag »2 ProoinziLl.erbanbes Starkenburg, ben Verband in einen Lanbesverband .Heffischer Kleintn-rzüch ' ter" nm^uw.cn^n, nntd>‘ imt geringer ^lüeÄcheit abgttehnt. Landkreis Gießen. ga Grün berg, 11 Aua. Durch Gemeinde- »atsbeschti'ß nurden mehrere Grünberger Bürger für Den Feldschntz verpflichtet Ihnen stehl das Rech' zr. fämJidfe GiunDstück: in Au-übun. »hrcs Dienstes zu b.*treten unb Revisionen bei oeroächtig erftbeineiioeii Personen zu jeder Tag- und Nachtzeü vorzuuehmen Auch sind sie yinn Tragen oonWaffen berechtigt Anzeigen uvrbeir am ichvarzen Brett veröffentlicht. Tiefe ehrenamtlich tätigen Fclb- schützen erhalten für jede Anzeige eine Prämie von 10 Mark cp Lieh, 11 Aug. Ti" Stabt hat nun am bem durch die Abtraqcung bcs alten Festungswalles frei gewordenen (öelände mit bem Bau von z ivei Doppelhäusern begonnen, dfe noch im Herbst fertiggeffclit werden jolleit. Vier JmcinmnuT» »iwl/nungtm mit Wohnküche iverbeii so gewonnen Tas Reich (tat zu bem Bmi einen Zuschuß ge geben. Tas Gelände wurde von bet fürstlichen Ver maltung lnworben Kreis Wetzlar. ioa. Wetzlar, 10. Aug Der Kreisaussckmß veröffentlicht eine Bekonntmachung, wonach über 70 Jahre al ten Leute o hne ärztliche Bescheinigung täglich Vs Liter Milch zugcteilt wirb. Skartenbitra und Rheinhessen. sd. Von o er Bergstraße, 11. August Fran » ösische Ofsiziere der Militäcenientc- Mmmissrm in Berlin besu chten in verichec- denen Orten Der Bergsttatze die Gräber ber in Gefangenschaft gestorbenen französischen Soldaten nnb ipr.idjen sich ju&etoröent- lich anerkennend ü be bie pflege der Grabstättenau». Hessen-Nassau ra. Bieben köpf, 11. Aug Auf Wunsch ber Lehrerschaft beü Kreises Biedenkopf hat ber Unten ichtsminister ben Mittelschullehrer K. Eck harbt aus Frankfurt a. M. mit der Verwaltung des neu-.rrichteten hauptamtlichen Kreisschul- aussick. tsbezirkes Biedenkopf vom 1. September ab beauftragt. mc. F r a n f f u 11 a. M , 11. Aup Nach den neuesten Feststellungen beläuft sich bic Zahl ber mikhenttitben Ruhrerkrankungen in Ftank- furt a. M. auf 50. Bis zum 7. August toaren inSgefaM' 146 Falle mit 14 tödlichen Ausgangen gerne Idee, natürlich ist Die Zahl der Erkrankungen Iveil höher. Wo^hrend in Cck.nheim bic Krankheit abgeildiit ist, tritt sic jetzt in Dberrab nnb einer Straste in Vvckenheim epidemisch auf. In Oberrod sino die 'lieuerfranhntgcn au] die ickst echten sanitären Berchältttissen zurückzufuhren, die ddrt in rinigen Häusern noch herrschen it>. F r -r n t r u r t a. M., 10. Aug Die Slabt- ueroir-ncb.nceriammluTig bewilligte gestern abenD nach mehr als dreistündiger Debatte, Die wieder- !x>ii durch Zurufe van Den überfüllten Tribünen sttlrmisck: unterbrochen wurde, mit 37 svzial- ;>eniotmtifd'#ii gegen 31 bürgerliche Stimmen 1.3 270 (X>0 Mark zur Erhöhung ber Löhne oer städtischen Arbeiter. Für die Deckung dieser Mittel tinD vorläusig Gelder nicht varlxm- ben, auch konnte ber Magistrat feine Quelle,an- gdien zur !i>tdrisch'ffuug bi-r eiben. "Ter Magisnrit -eilte mit, daß ilxrbrschcinlich diese Summe, bie a;n ein Fahr verteilt wird, nicht ganz in Anspruch genommen iv.rden dürste, ba mit ter zu erwarteten Sen llurg ber Lebensmittelpveife auch eine •Vergibirinnig der Löhne in Aussicht stehe — Der 2S a l" b a h u b e t r i e b nackt N u-Jsenburg unb Lcknvaifheim wird wegen ber steigenden Fehlb au j Bulgarien w'.derfetzi hatte, uno Dec Reich inignt die für "Fleisch ausgoocndeien Summai kanzier wußte, daß eine solch? BegünstigungAtexor Ij mit 195 Millionen Pfund. Für Getreide lourte n Der» zu jchw«?ren Ikonfliklen nut Rußland führen 11 t-ö Millionen Pfund asgetoanot, für Milch 1. muffe. „Deutschland hat fein Interefse an Bulga k Millionen Pfund, für Bulrcr und Margariu? rien", erklärte er Alexander „Unser Interesse ist 8 <> Millionen Pfund, für Zucker 50 Millionen ganz Bismarcks Ansicht, und auch der damalig.. Prinz Wilhelm trat Den Bestrebungen ferner Mut | flOttöCI. ter scharf entgegen. Obgleich AlexanDer, jtad) | Berlin 11. Aua B ö r se n sti m mu n a s i) il D. An Der Börse lvar Du Grundsrimmrut., verzichten muften, selbst Die KrvnprrrrztOM bai. . rtn#Ttwner Vorstand. Hierdurch erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Kameraden 1 Die Beerdigung findet am Freitag den 13. August nachmittags 4 Uhr statt. Zusammenkunft 3\ Uhr am Eingang des neuen Friedhofs.Uniform: Tuchrock u.Helm. Das Kommando: Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben meines lieben Mannes HsrmJo!iannesRiebel,Gendarii]i.P.,Lang-Gön8 sage ich allen Freunden und Verwandten, auch dem Kriegerverein für seine Beteiligung am Gange zur letzten Ruhestätte innigen Dank. 3m Namen der Trauernden: Frau Maria Niebel. feifalscte HMnmk Hamborg Zweigniederlassung Frankfurt a.M., Kaiserstr.44 Drehstrom- Elektromotoren ab Lager lieferbar Verlangen Sie Spezialofferte mit neuestem Remwoll. Kammgarn - Cheviot- Kostüme reich mitSeidenstepperei garniert, in Schwarz, Marine, Lila, Braun, Weinrot, Jacke auf Seide gearbeitet M. M ' I Modewarenhaus Oari üowacis Allen für die herzliche Teilnahme an dem schweren Verluste, welcher uns betroffen, besonders für die zahlreichen Blumenspenden innigsten Dank. Sie tomeroöen wei»öeaen. oi”*1 3. d. N.: I. Weidenhaus. Reinwollene Cheviot-Kostüme in Blau, Jacke ganz mit Seide gefüttert . . Reinwollene Cheviot-Kostüme in Lila und Schwarz, Jacke auf Seide . . 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Warzen. beseitigt jdiatll sicher u schmerzlos Ktffcirol looooofadi bewährt Preis M 2.50 Drogerie Noll Bahnhofstr. 51. (7SMA Ferner eine größere Partie sehr elegante Kostüme Ms 300.00—400.00 zurückgesetzt. Wintermäntelinschweren st0 "S 48.00,88.00,85.00 Herbstmäntel ;?„gCoven”aW Gürte’fonn' .130 “ 85.00 Herbstmäntel mit abgesteppten Falten . . . . M. 85.00 Winterröcke mit Tresse garniert, in Braun und Grau 48.00 Ferner Wasch-Blusen und -Kleider sowie Giene de chine- und Seiden-Blusen tend zurückgesetzt! 8613c Freier hessischer Landesverband Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener i Ortsgruppe Gießen. Am 10. August verschied unser Mitglied In An betracht der heutigen Geschäftslage habe ich den größten Teil meines Lagers in I' IZLAW ganz bedeutend im Preise zurückgesetzt und biete dieselbe zu folgenden Preisen an: Gestern mittag um 121/« Uhr entschlief nach schwerem mit Geduld betragenem Leiden mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiuer Kinder, unser lieber Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager. Onkel und Pate Herr Georg jung IV., Bergmann im 54. Lebensjahre. In tiefem Schmerz; Fran Christine Jang geb. Schäfer Familie Georg Walibott Sophie, Otto und Kari Jung. Watzenborn-Steinberg, Alsfeld, Gießen (Braunstein- Bergwerk), den 11. August 1920. Die Beerdigung findet Freitag den 13. August nachmittags 4 Uhr in Watzenborn statt. [013857 Gewerkschaft deutscher Lakomotivliihrer Ortsgruppe Gießen. Unfern Mitgliedern hiermit die traurige Mitteilung, daß unser lieber Kollege Otto Kruse Lokomotivführer am 9. August vorm. 7 Uhr plötzlich und unerwartet während seines Erholungs- RÄMWMll über Die Grundsätze einer vernünftigen Säuglings- und Kleinkinderernährung von Dr. Max Ebert, prakt. Arzt, Spezialarzt für Kinderkrankheiten. In allen Fragen der natürlichen und künstlichen ErnSH. rung des Kindes vom ersten Lebenslage bis zum vierten Jahr« ist der Merkbogen täglich der Mutier «in treuer und zuverlässiger Berater. • moiumi Das Kind gedeiht gut, nimmt regelmäßig an Gewicht zu und bleibt vor Verdauungsstörungen und den im Sommer so gefährlichen Darmkrankheiten bewahrt. HiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiliHtiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim = Wertvolles und willkommenes Geschenk = für jede junge Mutter! E ................................................................... Der 60 : 85 cm große durch 2 Metalleisten zum Aufhängen ein. gerichtete Merkbogen gereicht jedem Kinderzimmer zur Zierde. 3u beziehen durch den Merkbogen-Derlag, Berlin-Wilmersdorf, Toblenzer Stratze 1, Portal 2. 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I Heyne W al Horst 5^Tel.U322 Giessen z i Lichtspielhaus * Q BahnhofstraBe 34 „„c @ 0 Heute letzter Tag: A W Der Klapperstorch-Verband. H M Ab morgen bis in kl. Heilig: Stuart Webbs tih in seinen beiden neuesten Abenteuern 727 Die Brüder von St. Parasitus 2 I. Teil und W @ Oas Schloß am Abhang @ W (Die Brüder von St. Parasitus, II.Teil) @ • In der Hauptrolle: Ä Brust Beieher, der berühmte Detektiv. G Die Berlin er Presse voml5. Juli schreibt: d • Ernst Reicher hat mit diesen beiden ä Detektiv-Schlhgern s. Meisterprüfung ™ K als Detektiv Stuart Webbs bestanden. dfc Der unterfertigte C. C. bittet fämtl. noch ausstehenden Rechnungen bis zum 25. August 1920 einzuliefern, andernfalls sie erst später Berücksichtigung finden. 013831 Der C. C. der Starkenburgia. Müller-Versammlnng Gießen. 3n der letzten stark besuchten Müllerversammlung wurden folgende Mahllöhne ab 15. August ds. Fs. für Selbstversorger festgesetzt: Mahllohn per Zentner M. 8.00 Schrotlohn „ „ M. 4.00 ohne Fuhrlohn; derselbe wttd je nach Entfernung extra berechnet. 013852 WegenAufgabe des Ladengeschäfts und verschiedener Artikel stellen wir nunmehr folgende Stücke zu bedeutend herabgesetzten Preisen zum Verkauf: Schreibtische, Schreibmaschinentische, Stühle, Akten Ständer, Rollschränke, Kopier maschinell (Viktoria), Vervielfältigungsapparate, Schreib; Inch - Lampen, Aktenmappen^afotizblock»,Schnellhefter r arbbilnder, Kohlepapier u. viele andere n , Bureau-Utensilien. M“c P1® Preise für XÄhmaschinen haben eben- falls eine bedeutende Herabsetzung erfahren Göbel & Appel, Seltersweg 73 Verkaufe Freitag von 8 Uhr an am Felsenkeller, Bahnhofstraße, einen Waggon Einmackraurken St. 10 Pf., Salatgurken und Karotten Pfd. 35Pf. 8626 Frosch, <4133* ..... ......................... 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Die Herren schüttelten sich mit warmem Druck die Hände. Nach einem herzlichen „Aus "Wr^er- sehn!" bestieg der junge Mann den Wogen, der ihn nach Jena zurückbrachte. HI. Am Morgen nach diesem Tag erhob sich Frau Borvroskh, die Blinde, etwas spater als sonst von ihrem Lager, kleidete sich ohne jede Hilfe an und schritt aus dem ersten Stockwerk, wo ihr Zimmer log, hinunter in die gemeinschaftliche Wohnstube. Ihre wei tosten en, großen Augen blickten starr und glanzlos ins Leere, n>ährend sie nrii vollkommener Sicherheit die Treppe hmabschritt. (Swe herbe, düstere Feierlichkeit lagerte über den weißen, marmorjlarren Zügen. Ein Didner hätte einer unglückd-räuenden Prophetin Kies Haupt gegeben, wohl auch die hochgereckte königliche Gestaltern dem nmmenartig schlichten dunklen Gewand, bei.en Schnitt von ferner Mode Vorschrift wußte. Im Wohnzimmer trat ihre Nicht? Rena — so hatte man im Familienkreis Ken Namen Renato abgekürzt — ter Blinden mit einem Kell und herzlich gespcockeneu „Guten Morcen" entgegen. „Tu bist allein im Stmnier?" fragte Fran Magdalene, während sie sich an den Fückhstücks- ttsch setzte. „3a, Laute. D36ax ist schon mit seiner HängeBlinder Hah. Roman von Alfred Sassen. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 4 Der Lehrer hob sein Glas. „Trinken wir darauf, daß das Erscheinen Ihres Balers diesen Stillstand mit sich bringen möge! Darauf, baß es ihm gelingen wird, den Zauber der versunkenen und verschütteten Jugend in der armen Blinden Wieder lebendig zu machen? Damit ersteht ihr dann w dem über das Meer Zurückgekehrten ein später meund, an dessen Hand sie für den Rest ihres Ams geborgen und lieber geleitet durch ihr Tun- dahinschreitet." -.In dieser Hoffnung," rief der junge Deutsch- ^frifancr mit aufleuchtenden Augen, „trinke tch mnn Glas bis zum letzten Tropfen aus . . . Und "J? danke ich Ihnen vielmals für Ihre Er- rahlung." . Der Lehrer wehrte den Tank mit einer Hand- r°°^ung ab und ragte: „Wollen Sie schon vor oer Anftmft Ihres Vaters versuchen, Frau Magdalene zu sprechen und dem Kommenden vielleicht iuf btefe Weise die Wege zu ebnen?" glaube nicht, daß ich das tun werde," Hermann Hütttch nach einem kurzen Nach- denkm ausstehend. „Jedenfals werde ich nichts unternehmen, ehe ich dem Baler berichtet habe, wie die Verhältnisse hier liegen —: daß er eine ^geprüfte Blinde vorfinden Ivtrb, die in den wngen Jahren in ihrem Herzen Haß und GroU nicht nur festgebalten, sondern wahr- chtemttch logar noch gesteigert hat. Gegen ihn, oem yte, wie Sie mir andeuteten, mit der verDie Mahnahmen gegen die Wohnungsnot. Das Reichsarbeitsmini st erium veröffentlicht im Anschluß an das Gesetz über die Maßnahmen gegen den Wohnungsmangel vom 11. Mai 1920 den Entwurf einer Musterverordnung. In dem im Reichsanzeiger hierzu veröffentlichten Erlaß des Reichsarbeitsministers heißt es: Bei der Abfassung ist ter zuständigen obersten Landesbehörte die Möglichkeit ostengelassen wor- oen, die Verordnung für das Gebiet einer em» zelncn ober mehrerer Gemeinden zu erlassen Tie Aufnahme eingehender Bestimmungen für die Beschlagnahme von Teilen übergroßer Wohnungen, etwa in ter Art, daß dem Inhaber der Wohnung jeweils ein Raum mehr belassen werden mutz, als die Zahl ter Personen des Haushalts beträgt, erscheint nicht zweckmäßig. Es wird genügen, wenn den Gemeindebehörden eine allgemeine Anweisung gegeben wird, und es ihnen im übrigen überlassen bleibt, ihre Entschei- ,? P.: 3. Preis. H. Köhler, Tv. Frischborn, 72>/s P.: 4. Preis: H.Fink, Tv. Lauterbach, 69’ ? P.; 5. Preis: Fritz 'leimt, Tv. Alsfeld, 68 P.: 6. Preis: H. Hederich, Tum* gemeinte Lauterbach, 67 >. P. Z ö g l i n g s o b e r * stufe: 1. Preis: GJuft. Hofmann, Tv. 'Rieder- Ohmen, 78 P.: 2. Preis: Otto Strömmclbcin, Tv. Lauterbach, 54 P.: 3. Preis: Karl Schwarz, Tv. Ilbeshausen, 72 P ; 4. Preis: Hans Hamel, Tv. 'Fri'chbom, 70*.2 P.; 5. Preis: Otto Lind, Tv. Ilbeshausen, 68' 2 P. Z ö a l i n g s u n t e r stu fe: 1. Preis: Hch. Leinberger, Tv. Fnschbom, 81 Vj P.; 2. Preis: H. Rühl, Tv. Groß-F-ttda, 801. P.: 3. Preis: Jakob Opel, Tv. Grebenau, 791/2 P.: 4. Preis: K. Carle, Tv. Nieter-Ohmen, 78'/- P.: 5. Preis: Heinrich Schlemmer, Tv. Alsfeld, 78 P.; 6. Preis: Otto Glitsch, Tv. Helpershain, 75'-P. Schüler: 1. Preis: Ga. Kaiser, Tv. Frischborn, 85 P.: 2. Preis: Chr Gniß, Tv. Schlitz, 75 P.; 3. Preis: B. Böck, Tv. NieterOdmen, 70 P.; 4. Preis: Oskar Huth, Tv. Schlitz, 68 P.; 5. Preis: W. Schmidt, Tv. Schlitz, 62 P. Ganz überraschend waren beim Wetturnen die Leistungen mehrerer erst neugegri'mteter Vogelsbergveveine, denen es noch cm Geräten mangelt, und die daher besonders bas volkstümliche Turnen pflegen. Auf dem Fcsftüatz fanden am Montag Schüler turnen und Spiele ftatl. Büchertisch. — Die Philosophie der Gegen^ wart. Von Professor Dr. August Messer. Trittr, verbesserte Auflage. 166 Seiten. Gebunden 5 Mk. Verlag von Qnefle u. Meyer in Leipzig. 1920. Lingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion tem Publikum gegenüber keinerlei VeranUvortnng.) Gießen, den 9. August 1920. Bureaukratisnms. Vor einigen Tagen tarn morgens ter Briefträger in meine Wöhnnng, zeigte einen an meint Familie adressierten, eingeschriebenen Brief vor unb sagte: er bürfe ihn nicht aushändigen, denn nach einer Besttnmmng müßten eingeschriebene Briese, die nicht an eine bestimmte Person, filtern an die Familie gerichtet seien, wieder als unzulässig Mrückzichen. Daraufhin ging ich aus das Hauptpostamt, nm dort die Aushändigung tes Briefes zu erwirken. Auf meine Vorstellung, daß ich mich als Empfänger ausweisen und als Fa-° milientrorftanb doch eine rechtlich gültige Unterschrift leisten könne, 'rourte mir gesagt: die Post l)abe ihre eigenen Bestimmungen, da der Bries an die Familie gerichtet sei, müsse die ganze Familie Quittieren. Ich machte dem Beamten dey Vorschlag, wenn die Sache auf diese Art zu lösen sei, wolle ich mit meiner Frau zur Empfangsbescheinigung auf die Post fiontmen. Ter Beamte roar damit einverstanden. Etwa eine Stunde später erschien ich mit meiner Frau auf ter Post. Ter Brief 'rourte mm vergeblich gesucht, da er, rote schließlich auf Grund eines Verzeichnisses festgestellt wurde, bereits als „unzulässig" zurückgegangen roar. Meine Beschwerde bei ter Postdirektion rourte mir dahin beantwortet, daß der Brief schon auf ter Aufgabeposionstall hätte zurückgewieseu roeroen müssen. Ter Umstand, daß der Brief versehentlich tort angenommen worden fei, fei für die hiesige Post (ein Grund, ten Bestimmungen entgegen^- handeln und ten Bries auszugeben. M. E. kann lie Post nicht gut vom Publidrm verlangen, der artige Bestimmungen zu wissen, toenn — toie in diesem Falle — nicht einmal alle Postbeamten dieselben kennen. Ob und imoietoeit diese Bestimmung überhaupt berechtigt ist, will ich nicht untersuchen: vielleicht bescl-äftiat sich einnial die Post damit. Ich bin aber ter Meinung, daß, wenn schon ein solcher Brief am Bestimmungsort jb* gelangt ist, die Post doch dem Empfänger die Möglichkeit geben sollte, ten Brief zu bekommen, statt auf testen Kosten einen von den Post gemachten £tJbkr zu-lorrigieren. H. S. matte in den Garten hmausgegangen. Das Wetter ist prächtig." Nach kurzem schweigen sagte bie Mrnte in bedrücktem Ton: „Oskar ist diese Nacht roietxrr heftig von seinem Hmten gequält Worten Ich habe es bis in mein Zimmer gehört, in meiner Sorge bin ich erst gegen Morgen eingeschlasen. Wenn wir ihn doch bewegen konnten, sobald als möglich nack Tavos dbaureifen, wie es ter Arzt angeordnet hat. Ich sehe gar nicht klar, warum er durchaus den Sommer noch hier bleiben und erst im Herbst den .Kurort auffuchen will. Er be» hauplec, wenn er sich jeder anstrengenden Arbeit sernhaltc, fühle er sicb in unserer Sommerluft ganz ausgezeichnet. Aber ich meine immer, es müsse ein besonderer Grund sein, der ihn hver festhält." Ram hatte ber Tonte den Kaffee eingegossen und bas Bxötcken mit ter goldgelben Butter bestricken. Nun saß sie still aur ihrem Platz unb blickte über die Blinde fort durch das offene Fenster hinaus m den goldenen Morgen. Innerlich war sie jedoch durchaus nicht ruhig. In tem srischen Ge'icht des aufsalleno se.'ngc- formiat, zierlichen Köpfchens spiegelte sich eine lebhafte Bewegung wider, die sichtlich durch ine letzten Worte ber Tante hervorgerufipi Worten war. Es wollte sich wie ein EntscUnß in dem jungen Mädcken emporringen, wie ein Entschluß, ter vielleicht nicht ganz aus lächelnder Freiheit erblühte, aber jedenfalls klug und tapfcr war. Sonst hätte ihn Rena Bodenbach wohl' mit herbem Ernst gleich im Eirtstehen fortgennefen. Sie war wirklich, rtne 'Lechrer ReüiSdon gestern von ihr gesagt hatte, eine 'prächtige Mädchen er- schemWg voll Liebreiz jab DaK WSellh, Snö die Kraft, die aus jeder Beivegung des schlanken, festgefügten Körpers sprach, die name.itlid) durch tie stolze und fveie Haltung ihres Köpflens zum Ausdruck kam, war ganz gewiß ein.- durch und durch gesunde — im Sinne eines echt weiblickcn Herzens, das die Aufopferungssähigkeit zu seinen voinchmsten Eigenschaften zählt. Jetzt mochte das junge Mädchen mit sich im klaren sein. Sie trank ihre Taise le.r, nahm ein.n letzten Bissen zu sich und erhob sich dann. Rasch trat sie auf die Blinde zu unb griff nach ihrer Hand. „Du 'hast recht, liefe Tante," sagte sie, an die letzten Worte ter alten Dame an knüp end, ist ein besonderer Grund, ter zögern läßt, die gepriesene Hock-gebirgsiuit ouszu uch n. bte il:ni hoffentlich recht bald die volle Gesutidheil -urü/ gibt. Ich weiß um diesen Grund, uno testalv werbe ich soforr einmal mit tem Vetter sprechen. Vielleicht vermag ich ihn zu baünger Abrei e zu bewegen. Ich suche dich nachher wieder auf." Sie hatte bie letzten Worte mit einer geroinen Hast gesprochen mtb war dabei schon ter Tür - u - gegangen, als wollte sie vermeiden, daß die Tw; eine bestimmte Frage an sie richte, auf tie i? vorläufig feine Antwort geben konnte Trau Ben im Flur band sie üch tue Wirtsck ü 'ts- schürze ab, die sie über dem gelbgrauen Leinid- kleid trug. Ganz plötzlich roar ihr einqe alle,!, bi-:, was sie vorhabe, febürfe auch äußerlich einer, g - wissen Vorbereitung. Hinterher mußte fu 'rr.i- lich ein klein wenig über die fortgelegte schürze lächeln. (rzortfetzung folgt.) Lacto-Eipulver SlOlid LACTOWERK Gebr.Schredelseker, Horchheim b.Worms (Lactovolin.) Sehördliche Anzeige» zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 8240 Mieder-Ohmen (Obenhessen). 81« D Wir führen 013864 andernfalls gerichtliche Anzeige. Der s allerbeste Tomor Empfehle Weisswein 8624V 013820 100 Liter an. Marktstrabe 4. Tel. 119. Jean Llp», Alsfeld. «kl WH fort gesucht. 013842 Unterlage. 013830 für Gießen gesucht. 8595 gesucht. r8550c | Siel I enangebote j Heuchelheim. 8594 I 8^1 renzen. geben. [013847 2eifenpulver und anderen fetthaltigen Waschmitteln vom 30. v. Mts. — Reichs-Gesetzblatt Nr. 160, Seite 1479 — wird die Rationierung von Msmselle der auch anderweitige Arbeit mit verrichten will, kann eintreten. Friedrich Keßler, 8609 Pferdemetzger. 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