Erstes Blatt Montag, 12. Zuli 1920 170. Jahrgang Nr. <61 GietzenerAmeiger Tlnzeiaer (f), außer Dec Hieäener 7! erscheint täglich >toe e ) Huö cteine'.i ihren Annaqi-.e ü^tiiijctflcn sür dre lagcsnummer dis zum Olatf miitag vorher ohne jede 'Verbindlichkeit. Preis für l mm lwye sür Anzeigen v. 34 mm Vrerle örtLd) 35 'Pf., aufwärts 45 *Pf.; für Reklame, Anzeigen dpi: 70 mm •Breite 150 *Pf Bei Platz, vorschri t 20" v Aus.chiag Hauptschriftletter: Aug. Goetz. •b'erantwortiid) für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Jenz; für den Anzeigenteil: H. Tedi, fämtl’d) in Gießen. Spaa, 10. Juli. (Wolff ), Nach Schluß der gestrigen Sitzung traten die Mitglieder der deutschen Delegation zusammen, um ein- -Jc.P echung mit den teutfdjen Sachverstmrteg n rn der Ko hl en frage abzubalten Tff-s. ^rsmrg, oer auch Dr Simons beiwohnte, nahm um.V2lü Uhr ihren Mfang und tagte bi» in die i Paten MeudstuUdM. durch interna ti anales Zusammenarbeiten aller in Frage kommenden Faktoren lösen können. Wir haben unter uns genau überlegt und mir sind zu der Ueberzeugung gekommen, daß die Ausführung des Vorschlages Millerands keine Beseitigung der internationalen Kohlennot bedeuten, sondern das UcM mir noch verschlechtern würde. Wir sind also zu der Ueberzeugung gekommen, daß dieser Vorschlag praktisch undurchführbar ist, und haben deswegen eine besondere Durchberatung in einer Kommission ge- Zu dieser Mitarbeit crlä-.v t wff aB k ec.rxtcr Sonn- und Feiertags. Bezugspreise: Monatlich T arh 3.60 unb MK - 65Träg«rlshn, viertc-j hrlichMark 10 80 und Mk.l.95Trägerlohn; durch die Poft viert?!, jährlich Mirk 12.- ausscht'eßilch Bestellgeld. Fern sprech - Anschlüsse: für di« Schriftleitung l 12; !v«rlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anz her Stehen. pofische.wato: Zranksurl a. M. 1168) llTO«rtv/vmrT und Arbeiter, anstatt der bon letz- eren sehnsüchtig gewünschten secl)sslündigen Arbeitszeit eine solche von 8 und 10 Stunden im Wege der Ueterschichten auf sich zu nehmen, Ueber- sch-.cdten, die mit 100 Pro-,. Zuschlag bezahlt werden. 21 Millionen Tonnen, die heute ab Grundstock der monatlichen Lieferungen an die Entente anzusehen sind, wurden ermöglicht durch die Ueberaibeit deutscher Bergleute, deren Ernäh- lungszuitand nach vierjähriger Hungerblockade schlecht ist, deren Familien heruntergekommen, abgerissen sind. Zur Zeit sind roieber Verhandlungen im Gange, um noch mehr Ueberaibeit zu leisten, täglich 1'/-Stunden, wodurch eine weitere beträchtliche Steigerung sofort eintreten würde. Nur wer weltfremd ist, wird glauben können, daß die freiwillige, mit rohen Gewaltmitteln nicht erzwingbare Mehrarteit in erster Linie mitverwandt werden muß, um in Deutschland die verheerende Arbeitslosigkeit einzudämmen und den deutschen Arbeitern insgesamt eine halbwegs lebenswertc Existenz zu ermöglichen. Wir fassen demnach als Realisten auch die Möglichkeit ins Ange, daß wir Sie nicht davon überzeugen können,^ daß durck uns das Aeuszerfte getan ist, so daß Sie zur Gewaltanwendung schreiten, zur Belegung des Ruhrgebiets oder dergleichen, selb ! wenn dieser Gewaltakt mit Schwarzen ausgeführt werden sollte, bei deren Anblick als Träger der Gewalt sich jedes weiße und deutsche Herz empört. So kann weder für Frankreich noch für Europa etioas genutzt werden. Die Siedelung wird mangels Baumaterial zum Stillstand kommen, neue Arbeiter werden nicht einftrömen. Der jetzige Zu stand der europäischen Kohlennot, dem etwa in drei Jahren ab- gehollen werden könnte, wird in Permanenz erklärt und damit der Zustand wirtschaftlicher europäischer Ohnmacht wegen Rohswsfverteuerung. Alle auf Europa fahrenden Schisse werden mangels Kohlenfracht nur einseitig bckaden sein. Eine nn- endlicte Erschwerung hat die Kohlenfrage durch die gestrige Entscheidung der militärischen Frage erhalten. Daraus werden Unruhen schlimmster Art entstehen. Die Folgen des Produktionsausfalles werden auf Sie in erster Linie zurückfallen. Das Kohlenproblem aus dem .Kontinent ist ein einheitliches. Die Ruhr und Oberschlesien sind nicht von- enurnder zu trenneru Mr sind bereit, mit bestem Willen mit Ihnen in überlegen, wie wir Ihnen schnell und gründlich helfen können. Ein Diktat können wir nicht annehmen. Dazu steht uns auf Grund unserer Vorleistung, auch auf Grund des Friedens Vertrages das Recht zur Seite. Aus sach- lichen und rechtlick)en Gründen sind die Punkte 1—4 Ihres Kohleneutscheides unannehmbar. Die Hebe Huez. Spaa, 11. Juli. (Wolff.) Die Rede Huss in der Samstag-Vormittagssitzung der Konferenz lautete: wünscht. Trotz ihrer starken Unterernährung und der dadurch hervargerufeneu Morbidität und Mortalität haben sich die deutschen Bergarbeiter in diesem Frühjahr entschloßen, durch das Fahren von lieber schichten die Kahlennot im eigenen Laude zu mildern und die Ablieferung an die Entente möglichst durchführen zu (affen. Die deutschen Bergbau-Uuiernehmer haben zwar vorgesck>lagen, daß die Arbeitszeit regelmäßig weiter verlängert werden solle. Aber es ist einfach ausgeschlossen, daß eine weitere Verlängerung der regelmäßigen Schichtzeit eintreten fiann, sondern die deutschen Bergarbeiter haben rtne tee englischen und ameri- kaniick^n Bergarbeiter als Ziel b* sechsstündige Schichtarbeit, weil sie der Ueberzeugung imd, durch die sechsstüridige Sckncht nicht die Kohlenfört-erung zu schädigen, sondern sie sogar mit der Zeit zu beben. T« entscheidende Frage, mit der wir an die Erörterung der Erhöhung treten, ist: Wie matten wir die Bergarbeiter leistungsfähiger unü wie machen wir sie arte tsfreubiger? Wir formen hier beschließen, was wir wollen. Eine Konferenz von Diplomaten fann beschließen, was sie will. Letzten Eutes wird in den Be r g ba u ge n t r en darüber entschstten, wie die Föv>erungserhöhung zu ermöglichen ist und rote sie überhaupt Dur sich geben soll. Aus diesem Grund werden Zroangs- I maßretfdn ober auch nur Androhungen, vm Nachmi ttagssitzung .. . . rand im Namen der Alliierten, daß b.e Entente es für höckst wünschenswert halte, daß man fick mit Deutschland durch Sachver,>igenberatunr-rn über die Kohlen frage so rasch als möslich einige. Er schlug deshalb den Zusamme.itrilk rem beiderseitigen Sochverstänftig'M zu tiommij onS* berarungen vor. Tie deutsche D Im tüxn uimmta zu. Tie beiderseitigen Sackwer-säluigtm traten sofort zusammen. Rach der Baute mackste Mmisier Dr. Simons längere Ausführungen über die Wie- dergutmackTungssrage mti> crdä.tr sich bereit, iie deutschen Tvrichläge schriftlich in kürzerer Fist, vvraussick>.lich bis morgen aaatb. vorzu:egen. a.re Sitzung nzurbe darauf aus Sonntag : a mittag 5l/2 Uhr zur Entgegennahme des Berichtes der Kv hl en ko m Mission vertagt. Ick will darauf verzichten, auf 'die Zahlen, Herr Millerand gestern genannt hat, einzugehen, wie ich mich überhaupt einer großen Kürze befleißigen werde. Ich wünsche, daß wir die Ziffern, die uns Herr Millerand gegeben hat und die Herr Stinnes ja ebenfalls zum Teil ergänzt hat, in einer Kommission von Sachverständigen beraten. Ich gebe ohne weiteres zu, wie mir aus Besprechungen und den Zeitungen bekannt ist, daß in Frankreich eine erhebliche Kohlennot herrscht. Es ist aber auch zweifellos, daß die von Herrn Ministerpräsidenten Mcklerand angegebenen Ziffern die Kohlen Versorgung in Deutschland zu günstig erscheinen lassen. Wir deutschen Bergarbeiter-Delegierten sind der Ueberzeugung, daß wir die Kohlennot als internationales. U ebel nur Oberschlesien «lchrnge. In seiner Erwii» r:mg erklär te Miller« n d, baft Deutschland den Alliierten ungefähr 39 Millionen Tonnen zu lirfern hafte, d von 25 Millionen Taimen an Frankreich, 8 Millionen an Belgien und 6 Millionen an Fdali«i. Die Wiet)ergutmach- nngskammisiion habe bnee Summe auf ungefähr 20 Milliane i Tonnen terab e etzt. um Stent c' J .i.b Schwierigkeiten Rechnung zu tragen. Daffäckstick seien ater in den von Bergmann als günstig angeführten fötonaten ?lpril \ext> Mai 800 000 bzw. 1 100 000 Tomien abgeliefert worden, d. h. etroa |xe Hälfte der abjulie Ferriten Menge. — Ani 10. Juni habe die deut'che Reffrrung e-genmächlig die Kohlenmenge um 10000 Tonnen täglich herabgesetzt üirter dem Barroante, ixiB ein gewisses Quantum an ZLrhle aus Obersckstesten nick»! abgeliefert matten sei. Der deutsche KoUenbedrrfs^ sdeffizient sei 79 Pvoz., wAxend lenvnigr Fae k- teichs nur 59 Prozent betrage. Die Lage Deutschlands fei bei vollständiger Erfüllung seiner Verpflichtung immer noch besser, als beienige Frankreichs. In tean Augenblick, da Deutschland mit ten Alliierten wegen der Ko'iLmlieferun.gen r-e.handlc, habe es zwei ^chhtenverstnifsab 3ommen atefeschäos- )cn, unb zwar an die Schr» iz 350 000 Tonnen, und an die Nieterlow« 80 000 Tomreu. Arigesicksts dieser Taftackie 'batten sich die Alliierten zu den Maßregeln vi ronlaLt geseien.' Simons erwiderte, daß er nicht auf die Einzelheiten der Arguuiente Mi.levands eingete.t tthnte, auch nicht losvrt auf die Note ter Miierten antworten könne, sondern er müsse sich erst mit den deuft'chen Sackst-erständi^en beraten, so daß die Antwort der deutsche Delegation morgen vormittag 11 Uhr erwartet werten könne. Die Re-e -er 5achverftäAöiaen Stinnes. Spaa, 10. Juli. (WTB.) Die Rede Hugo Stinnes in der heutigen Vormittagssitzung der Konferenz hatte folgenden Wortlaut: Ich spreche stehend, damit ich meinen Zuhörern frei ins Auge sehen kann. Sie werden mir gestatten, freimütig zu sprechen. Herr Millerand hat gestern erklärt, daß er aus Courtoisie bereit sei, die deutschen Vertreter zu hören. Wer nicht von der Siegerkrankheit unheilbar befallen ist, weiß, daß es mit den jetzt üblich gewordenen Dezi- sionen nicht getan ist. Sie sind das Ohr, durch das Europa, ja Die ganze Welt hören wird, was wir als Deutsche in einer europäischen Lebensfrage, die ohne unsere tatkräftige Mitwirkung nickst zu lösen ist, zu sagen baten. Ich spreche somit aus natürlichem Recht, nicht aus Höflichkeit geduldet, hier oder anderwärts. Die Zahlen des Herrn Mlllerand kann ich, soweit sie Frankreich betreffen, nicht anerkennen, auch nicht zahlenmäßig bestreiten. Soweit sie sich auf den Versorgungsgrad Deutschlands beziehen, der zu 79 Prozent im allgemeinen, zu 65 Proz. in der Eisenindustrie angegeben wird, sind sie unrichtig. Als deutscher Jndu^.'rieller weiß ich das aus eigenen vielgestaltigen Betrieben, daß die Versorgung leider nicht an näher nb 80 Proz. beträgt. Anerkennen muß ick, daß die französischen Versorgungsverhältnisse ebenfalls unerträglich schlecht sind und daß, abgesehen vom Friedensvertrag von Versailles, der zwar ein Recht geschaffen hat, aber einem armen, ausgehungerten Volk abgepreßtes Reckt, ein gleichsam natürliches Anrecht auf französischer Seite besteht, daß jeder deutsche Unternehmer und Arbeiter das äußerste tut, um dem hn Kriege erfolgreichen Frankreich aus seinem jetzigen Zustand zu helfen. Wir erkennen an, daß um so mehr Veranlassung zu größter Anstrengung vorhanden ist, als viele franzchische Gruben im Norden und im Pas de Calais zerstört worden sind, systematisch, wie Herr Millerand gestern sagte, aber nicht aus Niedertracht oder Vandalismus, sondern aus einer klar erkannten militärischen Notwendigkeit, sind doch 1914/15 die deutschen ober schlesischen Gruben fast nur durch ein Wunder dem gleichen Geschick entgangen. Wir haben gestern Vorwürfe gehört über die unerhört rechtswidrige Handlungsweise betreffs der Kohlenlieserungen von deutscher Seite. Wie sieht die Wirklichkeit aus? Ein Rechtsanspruch auf Kohlenlieferungen vor dem 10. Januar 1920 plus 120 Sage, d. h. also 10. Mai 1920, bestand überhaupt nicht. Was vorher geliefert worden ist, geschah aus einem natürlichen Recht- lichkeitsempfinden heraus, das sich jetzt als falsche Sentimentalität erweist. Wir haben zu liefern entsprechend den Anforderungen der Reparationskommission, was über die dringenden Bedürfnisse des deutschen Wirtschaftslebens hinaus erfüllt werden kann, und zwar zur Zeit im Ausmaße bis zu 39,5 Millionen Tonnen jährlich ohne Luxemburg, eine vollständig unmögliche Ziffer. Im Frühjahr 1919 betrug die Förderung im Ruhrgebiet, 1 das für die unmittelbare Belieferung Frankreichs ausschlaggebend ist, rund 220000 Tonnen täglich. Sie ist jetzt auf 285 000 Sannen täglich gestiegen. Damals wurde schon in der Erkenntnis der folgenden Entwicklung seitens der Bergwerksbesitzer ' im Einvernehmen mit den Gewerkschaften der deutschen Regierung eine Siedelung von Bergleuten 1 in den Bergwerks bezirken in einem bisher niemals bekannten Umfange voraeschlagen. Allein im Ruhr- : gebiet sollen zirka 600 000 Familien angesiedelt . werden. Die Uukoäen werden sich auf über sechs Milliarden Mark belaufen, davon sicher 5 Milliarden nicht dauernde Werte infolge ter herrschenden Eindruck nicht tettd’It zu haben Ti" Kohlen- fa Meute nahmen i nteinnri er F i' l g hre bisherigen Verl-andlungen oerLaufen anscheinend zusrietenstellend. Tie urüreravg in ><. mjlciv frage dauern fort. Sie werden in ter uadmiittag^ stattsindenden Vvl sff.ung eine te o bete Rolle spielen. Tie geftr gr Nachmi tag^- itzung te Giftig!e sich zum erstenmal mit den Finanzs.ragen und mit der Frage des Wiederaufbau s Ter Don der Bertero In.;gen ließ nichts zu nrüivficn übrig Im Äuffichuß an die Voll Lvmg fanden gestern abend imd heute früh Berte .b nng n ter einzelnen Resorts ibatt. Vormittags wurde eine Kabinettssitzung abgehalten. Eine verfshnliche Rede Millerands. Spaa, 10. Jnli. Die heutige Nachmfttugs- sitzimg brachte die Entscheidung ü >cr bas Schicksal der Kons.-renz. Der sranzös.sche Minff eipräii- bent Millerand ergriff soso t das Wor. zu längeren Ausführmigen und erklärte, er wende s>ch den Ausführungen des Mlnisters Dr Simons in der Vorm.ttag sitzung zu. Dii Aussu.ru.:gcm ter te tscheu Saäwcrständig.n. die heule iruh z-i Wort gekommen seien, f.ien nicht als Reg -crung eikiä- inngen anzufften und frl n nicht u iter die Ver- anttvortlickkeft der deutschen Rr'chening. Milke- lanb b to t g g nüb r ten Aus ülnn e. Si: ons die Berecht.gung otr Ent.nte zu Zwan ismaßnah' men wegen Nichterfüllung dcr Koh enl .es. rungcn. Die Berechtigllng dazu rühre ans § 1 l Au nee 5 ies Fred n vertreg-s Hw. Jrgen eine Se :ra,nng Deutsch!mids bei ter Tirch.ichrung bei B.sttm- numgen sei jedoch in keiner We.se beab idyigt, im Oiegenteil wünsck)e man, daß .i teutidx.- Wirtschaftskraft sich mietet hebe, wenn Deut cl> and nur die Bedingungen des Friedensvertrages erfülle. Millerand sprach dann aus, daß d:c Bcdin- grnigen ter Alliierten zu Skutfd)lana so — er suchte hier nach einem Wort — friedlich (Paci- fique) wie rnög.ich seien. Das sei ein Bedürfnis für ganz Europa Dieser Teil der Red' Mifte- rands zeichnete sich ganz besonders wegen seiner Wärme aus, die überhaupt die ganze Rede durchzog. Millerand schloß, die Alliierten wünsckften entschieden, daß man sich durch "i1 Beratungen sachverständig r Komm s i nm ra chest n fi t-i b.e Kohenfrage einige, und sch ug d n fofortijcn Zusammentritt ter Sachverständigen i > einem in. ter Nähe geleg-.nen Hotel vor. Die Kommission trat sofort zusammen und erT.äctc sich bereit; ihren Bericht bis Sonntag nachmittag fertig^* stellen. Darauf trat eine Pause ein, in der der Tee genommen wurde. Dabei war besonders zu be^ merken, daß Lloyd Okorge mit tem deut.chev Arbeiterführer Hus ein längeres Gespräch über Arbeiterfragen führte. Nach der Wieterausnahme der Sitzung ergriff Minister Dr. Simons das Wort und widnlpiach zunächst den Ausführung-eu Millerands Über die Berechligung von Zwangsmaßnahmen bei Nichtinnehaltung der Kohlenlieferungen. Er danktq bann für die freundlichen Worte, welche Millerand Deutschland geroibmet hatte und ging ausführlich auf die Pläne der deutschen Regiernngl in der Wiedergutmachungsfrage ein. Die Beratungen seien noch nicht abgeschlossen. Er erklärte sich jedoch bereit, die P« ä ie der deutschem Regierung Montag früh schriftlich vorzule.>en. Lloyd George unterbrach hier und fragte, ob nicht eine Beschleunigung in der Fertigste lang möglich sei. Er möchte sie gerne etwas früher haben, vielleicht am Sonntag Abend. Dr. Simons erklärte, er werte sein Möglichstes tun. Die Sitzung wurde schließlich auf Sonntag nadynittag 5V2 Uhr vertagt, in ter ter Bericht ter Kohlenkommission vorgelegt und Beschluß darüber gefaßt werden soll. Die Verhandlungen in Spaa ; Vie Lntichcidung der Uohlrnfrage i aufgeschoben. ; Spaa. 11. Juli. (WBft Bei Begimt ter I heutigen Sitzung teilte der Vorsitzende Minister- i präsitemt Delacroix mit, daß ter b.itische Ministerpräsident Lloyd George unpäßlich i iei und daß ba()er tee Entscheidung in der l Kohlenfrage, über die die teitersei'.igen Sackx verständigen seit ge..rrn beraten hätten, bis zur morgig maßregeln General-Anzeiger für Gbertzeffen Vnirk und verlaz: VrLhl'sche Umv.-Vuch- und ?1eindr«ckerei B. Lan^e. Zchriftleitmrg, SeschäftrsteLe und Driuferet: bchulstratze 7. gesetzten und ter wirklich gelieferten K-ohl en -1 es wegen des Kohlenmangels in Deutschland an Zwangsmaßregeln nur das Gegenteil van tem menge HauptfäcÄich seien die« Stre bs und in- Baustoffen aller Art mangelt. Auch mangelt es beabsichtigten Zwxk erreichm. T-arüter nun nere Unruhen gerne/en. ©at Avril habe de Menge! an Geld. Da die Hebung ter Förderung nicht sich von vornherein klar fein, um zu einer Sxr- ter abgelw-ferten Ktthlen zugenommen. Er schliß mit ter BtriidyTung. baß es ter Wunsch Deutschlands sei, ein vernünftiges Abkommen zu treffe*, das vw regelmäßigen Kohlenlieferungen aus .... Geld. Da die Hebung ter Förderung nicht! sich schnell genug durch Heran,iehung neuer Arbeiter ' mengen in tne Kohlendiurikte mangels Wohnungsgelegenheit möglich war, entschtoffen sich nack nvft<*>aLen BrbmÄnnaen im Februar 1920 die Die Strafandrohungen. erklärte der Minister, daß die Be- Reichs- itt raubten. Weiter schaffen. 1 3. Tas Syndikat Untevrehmer und Arbeiter aus den alliierten und nrurcaten Landern -xtvc. Bei den estriger- Abeudbrra- i im Friedeiisvcrtragc zu verraten yanen nno wozu deutschen Sachverslchrdism und Dri-1 das internationale ArbeitAamt unter der Leitung ec d-u dingimgen, abgesehen von dec m ihnen enthal- teilen Strafandrohung int Ntejenll'chrn die Anssührungsb?stimmungen zu dem von der deutschen Bolisve-tiernng angenommenen Vertrage von Versailles bar fiel! teil, zu d.ren Uitterjeidi-iurtg die deut scheu Telegierten beugt sein, dagegen am Nachmittag förmlich aufgetaut. Ob die Gründe dieses Stimmungswechsels ausschließlich in den acftrioe oben besprochenen Reden zu suchen sind oder ob Davas nocy andere Umstände daran mitgewtrkt haben, I mag augenblicklich dahingestellt bleiben. Auf deut- seien sie ohne ofsizi.'lle Ermächtigung bi lages nicht in der Lage, die nicht in dm die sie vertreten. . t „ Hugo St inne s ergriff daraus das Wort und führte im einzelnen aus, was bereits geschehen sei, um die Förderung von Kohlen zu erhöhen und was zur weiteren Erhöhung der Förderung noch in Aussicht genommen sei. Er wandte sich in scharfer un d ein d r u ck s- voller Weise gegen die Drohung, datz die Entente bei Nichterfüllung der von ihr gestellte Bedingungen ins Ruhrgebiet rimnarschte- ren würde. Sie würde dann Keineswegs eine vermehrte Förderung erhalten, sondern die Folgjg würde sofort ein wesentliches Herabsinken der För- derungsziffer sein. Die Bedingungen des Bergbaues seien ohnehin durch die Bestimmungen des gestern abgesckst offenen militärischen Abkommens äußerst erschwert, da es nur unter erfcWtcrec Unruhe möglich "sein werde, die einzelnen Punkte zur Durchführung zu bringen. , Als Verirrter der Bergarbeiter erklärte H u 6, daß die deutscheBergarb it ifäaft, obwohl entk ästet durch die langjährige Hungerblockade, und unter imgÄnstigen Mortalitätsverhältnissen lebe, sich ent- stossen 'habe, die Mehrleistung von Kohlen, die in cri'ter Linie Frankreich zugute komme, durch Leistung von Ueberschrchtcn zu erfüllen. Die Arbeuer- schaft stehe aber, wie die FvankvriM, Englands und Amerikas, auf dem Stwidpimkt, daß das erstrebenswerte Ziel die SechSstmiÄenfthicht. sei. Die ganze KoÄenfrage sei eine internationale F r ag e, die nur durch internationale Abmachungen gelöst w.fdrn könne. Die Vertreter der deutschen Arbeiterschaft seien gern nach Spaa gekommen, um an dieser internationalen Aufgabe mitzuarberten. Die Alliierten sollten aber nicht glauben, dal; die Diplomaten amgrünenTisch irgend etwas fest- steilen könnten, wenn die Arbeiter nicht bereit wären, es auszuführen. Er 'hoffe, daß .die Alliierten ihnen Gelegenheit geben würdm, in enter Sachver- stän-digenkommissron in nähere Be,PrechuNgen ein- zntreten. ik. Die Sitztmg wurde darauf auf halb 5 Uhr na^nitbags verbogt. ster fom erst die volle Schwere der alliierten Forderungen richtig zum Verständnis. Besonders die K o h l e n k o m m i s s i o n in Berlin, ohne deren vorherige Genehmigung keinerlei Kohlenverteilung stattfinden solle und die ohne Angabe von Gründen die deutscherseits oor- geschlagene Verteilung genehmigen oder ablehnen kamt, würde die deutsche Industrie in eine völlige Abhängigkeit der Alliierten bringen, wäre es doch möglich, durch Nichtbewilligung von Kohlen an bestimmte Industrien diese völlig lahmzulegen und zu vernichten. Der Handels spio nage wäre Tür und Tor geöffnet. Auch die Vorlegung eines detailliertes Kohlenwirtschaftsplanes erklärten die besien deutschen Sachkenner für eine völlige Unmöglichkeit. Ein solcher Wunsch könne nur aus völliger Unkenntnis der deutschen Verhältnisse kommen. Deutschland habe das System der vorzugsweisen Belieferung lebenswichtiger Betriebe, wobei beispielsweise Unternehmungen, die mit einem Kohlenminimum ein Maximum von Arbeitern beschäftigen, naturgemäß vorgezogen werden. Gebe man sie auch unter die Kontrolle der Entente und setze sich bamit der Möglichkeit der Nichtbelieferung von Kohlen an solche Betriebe aus, so drohe jeden Augenblick eine ungeheure Wirtschastsk birefte Bestellung ber Geschäbigten bei der deutschen Jndusttie und durch Bezahlung aus Mitteln des Entschädigungsfonds ber alliierten Regierungen erledigt worben sind, b) Der zweiten Organisation wird auch bie endgültige Abnahme ber gelieferten Waren unb die Rüge etwaiger Mängel zufallen. 5. Alle Organisationen sind aufgebaut auf ‘ber Grundlage par itätis cher Arbeitsgemeinschaften von den Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Sicherheitsmaßnahmen sind gegen die Mißbräuche auszuarbeiten. 6. Gi.-e ans Sachverständigen bstch nde Kommission. Eine Liste ber Mitglieder wird deutscherseits alsbald vorgelegt, zu ber auch nötigenfalls ReaiermrgSvcrtreter zug^zogen werden können für d e P-rüfiMg der Pläne unb ttwe Durchführung und ttebertragung. Der Kommission dürfen Unterkommissionen für die einzelnen Wiedergutmachungen angegliedert werden. Sie soll sofort an die Arbeit Deutsche Prcssestirnmeu. Berlin, 10. Juli. (WTB.) Die Abendblätter lehnen eiirbeUfo die Ententefvrderungen in ber Kohlenfrage ab. Der „Berl. LoManzrigeri erklärt daß keine deutsche Ütegicvinig, dce nvck) eine Spur von nationalem Elwgefühl ihr Eigen nenne, ju Lesern mÖTbcriidym Spiel ihre Hand bieten dürfe Lieber das Ende dieses Schreckens, als ein Schrecken oTync Ende. Das „Ber l. Tageblatt s«gt, die Millera-iDschm Maßregeln könnten, von deutscher Seite unmöglich durch Unterschrift s'inl- tfonicit werden. Man iwnDe wi'wer zum Säbel des Herrn F'ch greifen müssen, meint man sie verwirklichen wolle. Der „Vorwärts" wüst bariuf 'hin, daß durch das weitere Ansehen der schraube des FrisdcnÄ.'ertrages immer ivieder ein Stück Arbeiterschutz und Sozialpolitik in Deutschland zum Teufel g.che unb fragt, was denn eigentlich, die Bestimmungen über dm internationalem Arbeiterschutz ' im Friedensvertrage zu bedeuten hätten unb «vazu Paris, 10. Juli. (Wolff.) Millerand wird nm 13 Juli nach Paris zurücktehren um) bann einem Kabincttsvat abhalten. Der öemfte Wieüerguimachungzplan. Span, 11. Jicki. iWTB.) Der heute vorgelegte Plan für die sachach n L istmigen gemäß Artikel 235 unb Anlage 4 zu Teil 8 des Friebens- vertrages besagt: a) Teut.chanb ist auf Grund des Artikels 23b unb der Paragraphen 1—4 der Anlage 4 zu Teil 8 des Fr^ed-ensverträges verpfichtot, zum Zwecke der unm.ttribaixn Wiederherstellung der vom Kriege b'tryf enm Gebietsteile der Alliierten und As 03ns t n (v en nach näheren Bestimmun ge.i W i . e r g u t m a ck, u n g s m a t - r i a l zu liefern, dessen W rt in bi: Wiedergutmachung^- schuld angerechnet roirb. Der Wiedergutmachungs- ausschuß hat diese Lieferungen noch nicht festgesetzt. Der deutschm Regierung sind bisher lediglich die Anforbrrwigsiisten der brtciligten Staaten zur Aeußei-ung mitget-üt worden. Diese Listen, bie bie verschiedensten Gegenstände, vom Fischlaich an jede Act von Rohstoffen, industrielle Erzeugnine bis zu ganzen Fa.r.kru>-gen endeten nn. der Be- Eantnrribe l-er bereits gemll e en Note. M Nerand nahm anscheinend an, daß bie deutsche Delegation nur fine kürze Beratangösrift in einem Netxnraum ^nötigen würle um ittre Unterschriften unter bie Bescklü'se ber Mlitt-ren zu setzen. Als Münster Tr Simon cusörücklich betonte, laß ^angesichts ix-r sck'weren Forderungen eine elnae^d interre Beratung der deutsckien Tel gerten w.^twendig sei und um Vertagung bat, er flirr Le man, daß man mit Courtoisst entgehnlömme vni> b s zum ritcher- ri'H siceeit »olle, unb die Deutschen in bicier Ti-.-igc ui v/gi.m L.jrv-iiitag um 11 UtLr^N'vchwals mittel und sonstigen Rohstoffe zu! angemessenen Zahlungsbedingungen emfühEk können. Wird die deutsche LeistuugL- sähigkett zugrunde gelegt, fo ergibt sich folgendes: a) Die E n t s ch äd ig u n g s p s l ich! ist ui Jahresleistungen au?5ubrüdcn. Die Minoesthöhe der Fahresleiitungen ist festzu l.stl.n. bß Tie Pstich. zur Zahlung von Jahresleijtungen w^rd aus bie im Vertrag von Vcr.aules be)limmt.L Frist von dreißig Jahren begrenzt., c) Die Mmdestiahresleistung ist derart zu bemessen, wie es auf Grund der deut- scks-en wirtschaftlichen und siuanzieüen Leistungs- fofoigßcrit irgmt) mög ich ist. Sie unsatzt daher aste Ve.pslickstuugen Deutsch ands zu Sach- und Grid- leistungen nach dem Vertrag von B railles, al,o insbesondere auch die Verpflichtung zur (SriLattung ber Kosten der Okkupationsarmee, ä) Die Jahresleistungen mrrbm zum Teil durch die Sach^ leistungen, die auf Grund des Versailler Vertrages zu bewirstm sind, bedeckt. Diese Sachen tun gen sind grundsätzlich zum Weltmarktpreise auzurech neu. Zu einer bestimmten anderen Zett sollen die Jahreslcistunaen in bar bezahlt werden. Soweit Deutschland SachLeisvrngen machen wird, die dadurch Sachleistungen zu deckendm Jahresleistungen überschreiten, sind sie mbar zum Weltmark pr-as zu bezahlen, e) Da bie wirtschaftliche Entwickelmig der nächsten 30 Jahre jetzt nicht zu übrrblicten, ist, soll eine Beteiligung ber al vierten R^run- London,10 Juli (Wolfs. Sonar gen an einer wes standen werden mögen, in Erfüllung gehen sollen, bung finden, um ben früheren Zustand der zerstör- Bekanntlich hat in der Teepause Lloyd George ten Gebiete wiederl>erzustellen, sondern von den ben Reichs!agsabyevrbtueten Hus angesprock>en. Er Geschädigten teilweise auch zum Ausbau einer sagte zu ihm: Sie haben da eine gute Rede ge- neuen Existenzin anderen Orten benutzt wird, halten heute vormtttag. Hns antwortete: Hvffntt!- B. Tie deutsche Regierung gibt däher die Lin- ftch nützt es etwas. Es sieht so aus, als ob ^dieser vegung, den Wiederaufbau ter zerstörten Gebiete Wunsch in Erfüllung gehen soll. Die Steiflieit durch ein großes internationales Sied > sm persönlichen Verkehr der Delegierten unb Sach- lu ug sunt erneh men rvrnehmeii gu lassen, verstänbigen -imtereinanber hat beträchtlich abge* Der Plan ist folgen^rmaßii g^xicht: nommen unb bas kommt auch ben sachlich^ Ms- 1. Es wird ein internationales Swrdikat von I einanbersetzung-en jugute. Das jeigte iim schon Unternehmern g-btfbet, in dem allen Staaten die gestern in den Berhandlungen der Kvhlenfach- Beteiligung offen gehalten wirb. leute, bie, wie man hört, einen sehr desriedigen- 2 Tas Syndttttt erhält die Aufgabe, im ein- den Verlauf genommen haben. Es konnte nicht zelnen mit den unmittelbar beteiligten Regierungen gusbleiben, daß nach ber vorausgegangenen De- bie Aufräumung der zerstörten (Gebiete dnrck-zu- Pression heute vielleicht etwas zu weitgehende Hoffführen, die industriellen, landwirtschaftlichen icnb uungen das Wort haben. Es sind aber ganz Vertelstsanlagen wie.-ercherzustellen und neue ^Hettw- ernsthafte Leute, bie es nicht niehr für ausge- fija'ten für die bisherigen Bewohner dieser Gebiete schlossen halten, baß bie Entente von threrPunk- ober anderer Siedler, die aus sonstigen Gebieten tation in ber Kohlen frage überhaupt Abstand der beteiligten Länder sich dorthin wenden, zu nimmt unb der deutschen Darstellung Gehör schenkt. "' " Die Kohlen frage wird übrig-ens heute nachmittag zur endgültigen Verhandlung gelangen und danw wird sich zeigen, wie weit ein solcher Optimismus berechtigt war. Aber auch ans anderer Richtung wird über einen Umschwung, wenigstens im Tone bes Verkehrs, Erfreuliches berichtet. Die gestrige Nachmilbagssitzimg war planmäßig den Finanz- imd Wiederaufbanfragen gettnbmiet. Sachliche Ent- scheibungen können darüber augenblicklich noch nicht berichtet werben. Es wirb aber auch von deutscher Seite mit Befriedigung hervorgehoben, daß bie Dtdatte btesmal in einer ganz anderen Tonart verlaufen und daß sogar eine gewisse Herzlichkeit zum Vorschein kam. Selbst der frort» zösische Ministerpräsident, besten Kunbgebungen bisher stets mit einem etwas heftigen unb unge- Spaa, 10. Juli. (Wolff.) lieber die Vormtttagssitzung der Konferenz meldet ben beutschon Bert»-1 sÄr'Seile nritb' ruftig"gearbritet Dn SÄuK tem auf ihre Einwendungen gegen die Straf- der Voll,itzung behütet für anbrobunaen' ^bce Zusttmmung zu ben I noch lange keine Ruhepause. Die Berhanblungen Äh imFÄIe ber der beut&n D-legieNenEreman^r bannen Nichtausführung ihrer Verpflichtimg Vorbehalten, gestern bis zum s^ten Abenb und fanden beut verlangen wir nicht von Ihnen. Wir haben Jlmen s?uh zeitig, chre ifortie^ing.^ Bormtttags fa hi einfacher unb nicht mißzuverstek^nder Weise überdies eme unsere Absichten mitgetrilt unb Sie auf die Maß- lst der Eindruck lMitc weit ^wttgn, regeln aufmerksam gemacht, bie Ihrer erwarten, als er Sestern zur gleic^n Zeit ■ wenn Sie nicht gemäß ben bestehenden Bedingun- I sV bie Entwaffnung durchführen. Für die Be- wirklichen Weihanblungstmlten zu ^rreichn un dingungen ver engen wir Ihre Zustimmung, nm dem DcktatregimL den Otab zu ,S«rbreche , s sie dem gemeinsamen Beitrag zu.;ufügen. Uebrch^ens wäre das stcherttch ein Erfolg, aller Anstreng- liegeii diese Masto geln einzig und aricin in der ungen iverl- Dmrn mußte aller auch ba ge Machtvollkommenheit bet Alliierte, roägreitb wir rechnet Mrbrn, b«B bie Konferenz in "ft bie Entwaffungsbedingungen zu einem Akt der emen Anfang bedeutet und^ßbieserf^egrrng Gegenseitigkeit machen." mckvne ganze Rnl)e weiterer Konferenzen folgen In dem Dokument sind, wie Havas weiter werben. mittrilt bie Maßregeln üb^r bie eventuelle Be-1 Spaa, 10. Juli, stfoch Erledigung« der m i- setzung neuer Gebietsteile im Falle ber Nicht- litä rischen Frage scheütt wie (^nifo Ent- ausführmig der Bedingungen angeführt, ebenso sfxinnung eingetreten zu sein Tie Kammis-' bie fÄstimmimgen über die Sce- und Luftschiff-1 sionsverhandlung ber Justrzminiiter tiahm fahrt. Das schließlich von ben Deutschen unter- einen glatten und rribuns^fosen Verlauf und führte zeichnete Protokoll umfaßt fünf große Schreib- «ofort zu einer einstimmig g-billigten llebercin- inaschinenschristiätze, mit dem englischen Text in kunft, so daß die für Vs5 ll'hr Mige-eSte Ko hle n- ber linken und dem französischen Text in ber beratung unter einem güiniigcn Stern zu rechten Kolonne. stehen schien Ti- Mflahrt der Dri-grerten vollzog Spaa. 10. J-uli. «Wolff.) Ueber bie gestrig.' sich diesmal mit einem großen ^>tabe von Sach- Bormittagssitzung ist nod) rotgenbes nachznttagen: verstäitt-igeii, von denen beutfa>er{eitd besoaiders Reick-sminister Dr. Simons brückte sein Hugo Stinnes, der erst gegen 4 tthr nach- Bedauern darüber aus. daß die briben, die Ent- mittags ’lrier eingetroffen nxir, bie Jceu’-Tter ber wasfnung der Sicherhrittsv-ttizei imd d-w Ein- ircmven Journalisten erregte. Tie breiten Aus- nwhnc-w chren b? r ff nd-n Be immunge i Zeugnis | führungen Milleran ds zeig en Wiiort, das; von allegteii, daß bie alLierten iliegierungeu ber Sack>- Lage in Deutschland nicht gerecht würden, indem sie bie deutsche Regierung gerade bei ter TurcUührung der sclpvierigen Ausgabe der Ent- ivaffoung wichtiger Machtmittel be- Hilfsquellen teieber gewonnen werden Rament llch muß Tcntschland bie notwendiger Le -1 vertrag vorgesc! bensm ittel, Futiermitt-el, Dünge' Besetzung itudr-a [ -mipiangen ?c durch Unige:t der nun Ttt j-s &n Fr' ZS ss, gib von den teil von Ma Aeorge u MnedE vamtdas? von den Zoll atzckandlnng< Mnstrage stutnng zn. Lloyd G klärten Gra^ flulentll" S1 Karisien" wv ten Deuts sen zu bu: Wlreserung len abgeschlac Versailles so Dagegen sind He italhudii Iimenten die MN, um eine langen. Sine unab & Berli tstnlonnnri) ten Adgeock Dittman -Migen na „Berliner munift Dr. ijuftriellen 1riffwn, ite LS.Ä ut Dr. August' demnächst ai irrten. vMn; Marie Die Absti sdellt sich als ichendar. 9 liegenden Er öl 827, für • Vörden. 118' ten sich für' Ortschaften fi ■flufige Erge Destprens Jbgegeb Deutsche Polnijch Somit stir W Bkl 1X5 M oon ber P öem Stn» ^^chftien. 0 .3”r 51 § 52 S e E" y Zur L, °ne efoe ^bgebenb 2P°0 i ban ris.1 -4^ i n wovon anemn' Neuteichtotaisff Dirs Jubfäu Mweide utretcn, wird aus- :nben Gelder im- Somit stimmten für Deutschland 926/o. 7541D der 9 Uhr. X/elteroiveg fr-torf 99316 91 634 7 682. Eibing frans» den 12. Jifi 1920. Die Finanzämter. \—v Jrfnz •Graudroz ofrföörö J 7588c tel L Fred Horst berühmte deutsche Detektiv in Der Zusammenbruch der Polen. DÄn«burg von den Bolschewisten besetzt Reval, 10. Juli. (Wolff.) Nach einge gtmflcnfu Nachrichten rückten die bolschennsti iyxv Truppen südlich Dünaburg bis zur Attischen Front vor, durchbrachen die Verbindung zwischen der lettischen und i i t t a u i s ch e n Front. Die littauisck>e Regierung wurde von den Bolschewisten ersucht, den Durchmarsch durch littauisches Gebiet nach Voten zu gestatten. Dünaburg, das von lettischen Truppen auf die Aufforderung der Polen besetzt war, nstcbc von den Letten geräumt und von den Bolschewisten besetzt. bemerkbar rnachm. In der Tat sind Ijeute in Deutschland ungefähr sechs Millionen als ernstlich gefährdet zu betrachten, wovon etwa zwei Millionen in den nächsten Jahren dem Abgebebene Stimmen Deutsche Stimmen Polnische Stimmen 20fachen Betrage der gefährdeten Steuer bestraft. In diesem Falle Kann unter Umständen neben der Geldstrafe auf Gefängnis bis zu 6 Monaten erkannt werden. (§§ 76.77 B. St. G.) Auch eine fahrlässige Zuwiderhandlung ist strafbar. Unrichtige Angaben erstattet auch derjenige, der Punkte des Vordruckes durchstreicht, obwohl er eine Erklärung hätte abgeben sollen. Unvollständig ist die Angabe auch deshalb, wenn der Vordruck ganz ober teilweise nicht ausgefüllt wird. Die Prüfung, was steuerpflichtig ist und was nicht, steht dem Finanzamte, nicht dem Steuerpflichtigen zu. Gießen, Butzbcch, Grünberg, Hungen, sie recht- anberroeü 7531V Gießen, am 9. Juli 1920. Kreisamt Gießen. _________I.B.: gez. Weicker. todoDN Zanfonz MSert Tbruxr* btt W. Die „Freiheit wendet um an die Arbeiterklasse der Entente, b^mderS Frankreichs und Englands, öie ihre mtkfrm müsse, damit das Werk der 8ifinrm nicht immer aufs neue turch die lLlveriolisrischc Politik der alliierten Regierungen verhindert werde. 21 u» unb Land. Gießen, den 12. Jicki 1920. Helft unfern bedürftigen Kindern'. Tie schrecklich-en Wirkungen der ftm'Ziehen Hungerblockade sind von unserem deutiche» Bolle noch nicht genügend erkannt ivor^en. Vornehmlich ist doch die Folg- davon an unseren Kindern zu spüren und nnrd sich in Zukunst erst noch rtd>t «SetfererweaÄl dnhAfieü>erta#vi^ Heute letater Tag: Dämon der Welt. II. Teil „Im Wirteei tees Vereterbens41. 6 Akte. 6 Akte, sowie das luRtise Beiprogramm. vrutschrr Adstimmungrsieg im Osten. M arienwe rder, 12. Juli. (WTB.) Die Abstimmung inWeftpreußen stellt sich als ein neuer Steg derDeutsche n dar. Nach den bis 3 Uhr morgens vorliegenden Ergebnissen sind für Deutschland 51827, für Polen 5144 Stimmen abgegeben ivorden. 118 Ortschaften bzw. Gemeinden haben sich für Deutschland, 16 Gemeinden bzw. Ortschaften für Polen ausgesprochen. Berlin, 12. Juli. (WTB.) Das vor- lLüfige Ergebnis der Abstimmung in West Preußen ist: ÄgS» sw*»’ *röS*** Der Bevölkerung der Stadt Gießen sei dies hiermit zur Kenntnis gebracht, damit zeitig die Deckung ihres OWb-edarfs sichern kann. Versteigerung. Dienstag den 13. Juli d. IS., vormittags v'/, Uhr, versteigere ich am GüterbatzNhof, am allgemeinen Ausladegleis, in Gießen gegen bar für Rechnung besten, den es angeht u” 1 Waggon Meetzeu Versteigerung befinnmt. “33 Detektivdrama in 5 Akten. iLacheBajazzo Lustspiel in 3 Akten. In d’" Hauptrollen: Hanni We 8e Rudolf Schildkraut Alfred Abel Johanna Tenoin Spaa, 10. Juli. (Wolff.) In Anwesen- Ijtit von Marschall Fach hatte heute der polnische Ministerpräsident G r a b s k i mit Lloyd George und Mi Her and eine wichtige Unterredung. Er ersuchte um Intervention, damit das im Aufbau begriffene Polen nicht von den Bolschewisten erdrückt werde. In dem Verhandlungen der Alliierten kommt der polnischen Frage gegenwärtig ganz besondere Bedeutung zu. Lloyd George und Millerand erklärten G r a b s k i, daß es schwer halte, Polen materielle Hilfe zu leisten. Nach dem „Petit Parisien" wurde ein Vorschlag Grabskis, bei den Deutschen Munition eintau» sen zu dür fen, die zur Zerstörung oder Äuslieferung bestimmt war, von den Alliierten abgeschlagen, da der Friedensvertrag von Versailles solche Abtretungen nicht erlaube. Dagegen sind die französische, die englische und die italienische Regierung bereit, in ihren Parlamenten die nötigen Schritte zu unternehmen, um eine Hilfeleistung für Polen zu verlangen. eine unabhängige Stndienkommifsion für Rußland. Berlin, 10. Juli. (WTB.) Die Stn- bienkommission der Unabhängigen, die aus den Abgeordneten Crispien, Däumig, Dittmann und Stöcker besteht, wird morgen nach Sowjetrußland abreisen. Laut „Berliner Tagebl." wird sich auch der Kom- ntunifl Dr. Le v § anschließen. Eine aus indu- dustriellen Sachverständigen gebildete Kommission. welcher Geheimrat Lent sch von der A. E. G. und der ehemalige Staatssekretär Dr. August Müller angehören dürften, soll demnächst auch die Reise nach Rußland an- tveden. Bekanntmachung. Betr.: Den Obstverkauf der Kreisstraßcn oerwlck- timg im Herbst 1920. Infolge der schwierigen Ernte- und Transport Verhältnisse, der schweren Beschaffung von Lagerräumen und der verteuerten Anschaffungskosten der Erntegerate sott die während der Kriegszeit erhöhte Menge des durch den Kreis in Regie geernteten Obstes wieder auf den Stand wie in Vorkriegszeiten zurückgöbwacht werden. Das Obst an den Kreisstraßen wird daher zum größten Teil an den Straßen auf dem Baum versteigert werden. Z e i ch n u n g s 11 st e n nach Möglichkeit beteiligen. Um falschen Gerichten entgegen^ drücklich betont, daß die eingehei jni® r, Ä i. Italien deut. «SSi „** hmmm seinem Sobfc Arbeitern Ma« Erden. Vebe^' ^.Ze uns feS MUtaltroWt ^^i^erfüllung ^rgiitmachunoz- Ito’nmijfon ref£ •inmmungen von L»'!Ä • £ei'hnQ Mt fa? Legierung sitz deutsche Volk iuk. untnschreibm. Mgm eint Unter, lümgen roirb, dH ja^ctfiänbigen e we stimme her and weiß es. Übet scheidenden Krise 5/agen. Tie vev ichen Geschicke, aus ,i.»d 'ZW 'M LM E 1 'mmertag, der über 1 nur die ungeheure zerrüttete Volk de. urchtbaren Schwer' g., Die fcutige Sitzung i 11 llht eröffnet lirrtc, daß er den den beabsichtigen da eine böswillige »er 9lid)t i.ihaltung tege. Die deutsche der mit der ganzen ammenimg Reben* ty.me vor u eien, ichrn und msdeson^ mg tragen. Er hätte enn die ganze Frakn dminiision geprüft nochdreiander n tool'.te. eine für die en Stiftungen an di Frage bti Siebet- e und die drille für , ' FimMwng bei ktftimgrn wie btt bauet. Ti? Kablw die EM- ; mit den Scrg- .w^ksbesitzeri! . Darum, die a» Gruppen zu Wollt bat nicht im Ram Ms sie hier wgtn. nd di- Ansicht dem, s daraus das Arn! a ms bereits gc kng von Kohlen zu bereu Erhöhung ta genommenjeu ® und eindrucks. ie Drohung'M atg der von ck.K itugchiel entwarf ZUZ UL L S-« ** En^ ss&y» E abgetretene Gebiete (wozu auck die ostpreußische Spitze von Memel und Heydekrug gehört). Mz Gebiet, in dem gestern Abstimmung erfolgte. vrhörüliche Anzeige». Bekanntmachung über die Abgabe der DesitzsteuererKlärungen zum Zwecke der Veranlagung der Desitzsteuer für den Seranlagungszeilraum 1917 19, d. i. vom 1. Januar 1917 bis zum 31. Dezember 1919. Nach § 18 des Befitzsteuergesetzes vom 3. Juli 1913 ist für den in der Zeit vom 1. Januar 1917 bis zum 31, Dezember 1919 entstandenen Vermögens- jivwachs eine Desitzsteuerveranlagung - unabhängig nun der Veranlagung zum Reichsnotopser — nach dnm Dermögensstand vom 31. Dezember 1919 vor- zunehmen. Zur Abgabe einer Besitzsteuererklärung sind nach 52 B. St. G. alle Personen mit einem steuer- baren Vermögen von 20 000 Mark und darüber ver- offichtet, wenn sie früher weder zum Wehrbeitrage zur Desitzsteuer veranlagt worden sind, sowie ale Personen, deren Vermögen sich seit der Der- nrlagung zum Wehrbeitrage ober gegenüber dem für eine zukür»ftige Veranlagung zur Desitzsteuer als aßgebend festgestellten Vermögensstand um mehr nCs 10 000 Mark erhöht hat. Alle darnach Verpflichteten werden hie mit auf- gejoTbert, innerhalb der Frist vom 2t. Juni bis L August l;r20 gesetzlich vorgeschriebene Desitzsteuer- trkldrungen bei den Finanzämtern abzugeben. Zu U isen Erklärungen find die vorgeschriebenen, von dem Z-inanzamte in Kürze zu beziehenden Vordrucke - Jeren Eintreffen noch bekanntgegeben wird - zu oenDenben. Der Voranschlag der Gemeinde Mainzlar für 1920 Ri- l«gt während einer Woche, nämlich vom 13. 20. Juli l. $., auf unserem Birreau zur Einsicht offen. Es wird eine Umlage erhoben, der auch die AusmSrker beizntvagen haben. Marnztetr, bai 9. Juli 1920. Hessische Bürgermeisterei Mainzlar. Bogel. 7525 geschmälert nur den bedürftigen Kindern aller Stände unserer Stadt Gießen zugute kommen. Pro- Sramme und Plakate werden uns in den nächsten agen mit allem Geplanten genau bekannt machen. Veranstaltungen. Montag: 12. Juli. Letzter Tag des Gau- turnsestes. — Hotel Eiillhorn, 8l/3 Uhr, Gastspiel Buchwald (Programmänderung,). — Lichtspieltheater wie gestern. * ** Gießener HochschulgeseHschäft. Ein Vortrag von Professor Dr. E Küster aus Bonn über Botanische Betrackchungen über Zauberpflanzen (mit Lichtbildern) findet Mittwoch, den 21. Juli, 8Vt Uhr abends, im großen Hörsaal des Borksüngsgeteedudes der Universität statt. ** Bei der ftäbL Obst- und Gernüfest e l l e kommt morgen frisches Gemüse, Weißkraut, Wirsing, ferner noch ®cfi>erübcii und Zwiebeln zum Verkauf. ** .Was kostet ein Brief? Die „Boss. Zeitung" veröffentlichte kürzlich eine Abhandlung „Was tostet ein Brief? Unproduktive Geschäfts aufwendungen", 'in der sie bei äußerst vorsichtiger Kattuürtivn -z-u dem Schluß kommt, daß^ein Bries, der einen Großbetrieb verläßt, durchschmittlich mindestens 3 Mark Unkosten verursacht. Sie erläßt deshalb einen Mahnruf an die Geschäftswelt, durch korrekte Znueholtung getroffener Vereinbarungen Mahnungen und sonstige unnütze Korrc- spondenzen zu vermeiden, weil die dafür aufge< 'vandten Kosten unproduktiv find und in einem Lande, '.das einen so schweren Krieg verloren hat, nicht gemacht werden dürfen. Tas Blatt g'.bt jvlgende Bevechnung für die heutigen Kosten eines Brieses: Ter Korrespondent, der du Briefe diktiert, erhält für den Arbeitstag rund 45 Mark, die Stenotypistin, 'Ht den Brief sck-veibt, erhält für den Arbeitstag rund 30 Mark, zusammen sind D-aS 75 Mark tägliche Kosten an Arbeitskräften. Nehmen wir an, daß diese Arbeitskräfte im Durch- Untergang geweiht sind, weirn nicht rasch für bessere Ernährimg gesorgt wird. Auch bei üns in Gieße n liegen die Verhältnisse nach sachverständigem Urveil um nichts besser: wurde dnh bei den in jüngster Zeit ärzt- lick-erseits vorgenommLnen U n t c r s u ch u n g e n der Schüler und Schülerinnen aller Sckmlen und damit -auch aller Sckichteir unserer Bevölkerung die Zähl von ungefähr 960untrrernährler bzw. gefährdeter Kinder f e ft ge ste l l t. Mit Freuden wurde deshalb die vor wenigen Wochen alvftauchende Nachricht rruf gaum men, monad), wie in vielen anderen Städten Deutschlands, auch bei uns in Gießen durch die Barm herzig leit der amerikanischen Quäker eine Kinderspeisung eingerichtet werden sollte. Doch nachdem sogar sckwn die -n-otwmdigLN Vorbereitungen hierzu in die Wege geleitet worden waren, wurde der hiesigen Firmen# Verwaltung die Mitteilung gemacht, daß die betr. Speisung bis auf weiteres verschoben werden müsse. Die sämtlichm hiesigen Frauenvereine hoben darum in ihrer mütterlichen Fürsorge erkannt, daß ohne längeres Zögern Hand -ans Werk gelegt werden muß. In zwei Sitzungen, in denen die Frauenvereine aller Stände unb Bekenntnisse vertreten waren, ist deshalb schon eingehend die Einrichtung einer Gicß-ener Kind-erhilfe beraten worden, um die nöt^en Geldmittel für das gute Werk herbeizuschaffen. Es miiifen deshalb schon jetzt die barmyerzigen Seiten aller Bewohner unserer Stadt angeschlagen um Iben, damit sie sich drrrch milde Gaben bei dm ton- 17. und 18. Juli geplantekt Haus- und Straßen sontmlungen, sowie bei dem im Phitosophenw-rld statt sindenden Volksfest und besonders bei den offonlieg-enden Das Abstimmungsergebnis Ostpreußen zeigt folgendes Bild: Abgegebene Stimmen 361 063 für Deutschland 353 655 für Polen 6 408. Somit stimmten für Deutschland 97,9-°/o. KflSE/n3rf Ü Die Einsendung der Erklärung durch die Post ist i^'äsiig, geschieht aber auf Gefahr des Absenders und üerhatb zweckmäßig mit Einschreibebrief. Der Steuerpflichtige kann zur Abgabe der Besitz, ileuererhlärung mit Geldstrafen bis zu 500 Ma k an- gel)alten werden Dem Steuerpflichtigen, der die ihm nach § 52 B. St. G obliegende Besitzsteuererklärung mht rechtzeitig abgibt, kann ein Zuschlag von 5-10 o. H. der rechtskräftig festgestellten Besitzsteuer auf» erlegt werden. (§ 54 B. St. G.) Wer als Steuerpflichtiger oder als Vertreter ’iwes Steuerpflichtigen wissentlich der Steuerbehörde umnchtige oder unvollständige Angaben macht, die j« ngn-v sind, eine Verkürzung der Desitzsteuer her-1 detzuflchren, wird mit einer Geldstrafe bis zum! stellv. Gerichteooll Ferdinand Bonn. 3. Alu Einlage: Pewsts Jona ihoP ^Zek U wm lunswai fjdauj .mkel ^Bisses) und Maurer (Bürgeirheim), zu Beisitzern Frl. Ziegler (Echzell) und Gemeinoerechrer nriegk (Ottenau gewählt. Hessen-Nassau. Gatlrnmord. fd. Frankfurt a. M., 11. Juli. Die 60'ährige Ehefrau Sibylle Sielet, Ni< daslr. 63, lvurde Ijcute mittag zwrschen 12 und 1 Ubr, nxib rend sie ahnuugsl's am Fenster saß und nähli', hinterrücks mit einem Miliuäistüeng-.ivehr erstochen. Ter Mörder stteß seinem Opfer bie Waffe mü solcher Wucht in den Nacken, daß sie 30 Zentimeter tief in den Körper drang und die Lunge durchstieß. Unter dem dringenden Verdacht des Mordes wurde der Ehemann Ntoritz Sie le r von der stpiminalpvlizei feftftenommen. Explosion eiNTs Munitionclngers. fd. Kelsterbacha. M., 11. Juli. In einem Magazin der hiesigen Berlin-Burger Ma'chinen- fabrit explodierten am Samstag nachmittag 2,30 Uhr Artilleriegeschosfie, die desnrmiert werden sollten. Es entftonb ein Brand, der eine ziveite Explosion verursachte. Die Detonationen wurden meilenweit gehört. Leider fanden mehrere Arbeiter den Tod bei dem Unglück, zahlreiche wurden verletzt. Einer größeren Anzahl Feuerlvehven aus der Umgegenv gelang es, des Brandes Herr zu werden und weiteres Unheil zu verhüten. * X Gelnhausen, 10. Juli. Im sogen. Gerichtswald bei Ädengesäß ist am 13. März v. Js. narchmittags der daselbft im Jagdgebiete seines Schwiegervaters weilende Major Goetze aus Frankfurt von einem Wilderer rneuch lings erschossen roorbeat. Vom Oberftaats« anwa.lt in Hanau ist die ausgebotene Belohnung für Angaben, die zur Ermittelung des Täters führen können, auf 10 000 Mk. erhöht tovrden. yochschvllnachrichten. fd. Frankfurt a. M., 11. Juli. Zum Nck- tvr für das mit dem 15. Oktober beginnende afa demische Jahr 1920/21 der Uiriversität wurde Geheimrat Prof. Ark^>u.r Scho en flies, Ordi nariud für Mathematik, gewählt. Sport ** Radsport. Bei dem am gestrigen Somt* tag ÄbgehaLterten Gau-Bereinsmamrschaftssahren über 50 Kilometer um die Meisterschaft deS Gaues 9a des Bundes deutscher Radfahrer errang den 1. Preis und ben Titel Gaumeistcr 1920 der Rad-Club Germania-Gießen (O. Rüdiger, K. ^hrt, Hck». Rmslmtd, W. Muhl, I. Reitberger, K. Rüdiger, Ä. Höß in 1 Std. 35Va Min. Zweiter wurde der Gßchener RadfahrVerein 1885 e. V. (K. Keßler. Fr. Mßler, Aug. Deibel, Gg. Zöll. R. Frenzel, H. Wagner, Gg. Kern) mit 28 Sekunden Rückstand. Hühneraugen Hornhaut,5chvielen aWarzen* /^bKeiliöbchndl.^cheritochiMrJoj ex । . । 100000fachIwährt fl Kukirol • PreisM.250.- In Apotheken u.Droßerienerbätlidi Drogerie Noll, BahnbefetraOe 51. ^®@eee®ieieee ee»| i Lichtspielhaus | Bahnhofstraße 34. n”c x .....—- I Heute letzter Tag: 0 Esther Carena in @ 9 „Seine gelehrte Frau“. ® • ---o Ab morgen: • liMH i O ■ ..............—V aa Nach der gleichnamigen Operette von Dia Leo Stein in ß Akten. | Gesangs-Einlage s gerungen von der bekannten i 'M; Frau M.Twesta I (Stadttheater Maina). 0 d Ferner: » „Er soll sie heiraten“ g Lustspiel in 3 Akten. « DÄSäÄlÄh. Hansi Dege. G | MNMNGG Doppel Ernst Leitz sen., Dr. h. c I, im Alter von 78 Jahren. 019148 ■ 754OD 6* uxfben. Gießen, den 11. Juli 1920. 7637 Achim Hochj>tz«lgejkllichsft Wilhelm Zick, Bruder Wilhelmine Zick, Schwester über Zauberpflanzen Giesener Anz. zn fentot gl Stütze ===== Gäste sind willkommen! Statt Karten. Verlobte Mainzlar, Juli 1920. LAU. Dauerkarte M. 1.50. Eintritt M. 1- Grfabr.,zuverläffig. im groffen Saal. — Am Dienstag: . . , Großer Bayern-Ball Hindomrön om auSgesührt von meiner Seit und Offerlaudler nlBUÜI 11 uUiUlll (Lahn), Au-Weg. 7523 Blaskapelle Aichcnbreuner. Neueingänge in Meter M. 13.75, M. 15.75, M. 16.75 Fritz Nowack 7530c 7511C vernichtet verblLffenv SchwprzcS HM eck 7543 BiSmarckttr. 10. [012235 verkaufen. I Vereine Versteigerung bestimmt. 011181 längere Zett gesucht. Schr. An geb. u. Ot 012222 Rote « eben l WM WUMM M r Margarete Hormann Ludwig Kreiling durch Die !ilitsr,Arpsi>srs.8tk.S. Annahme v. Versteigerungen all. Art, auch ein;. Stüde. 2-3 Ml. MM möglichst per sofort auf garantiert la 6603 Fricden*qnallt&t Alten-Buseck, Holzhausen, den 12. Juli 1920. Beerdigung Dienstag den 13. Juli nachmittags 3 Uhr. Gesellschaftsverein e. B» Die Generalversamv^ luna findet Donnerstat den 15. Juli 6V, llbr nachmittags statt. Da^ Datum in d. Einladung ist ein Drucksebbrr. n* Gäste willkommen; besonders laben alle hier wohnhaften Bayern aufs herrlichste ein 0,nw Haus Kirziugcr u. Joses Aschenbrenner, Kapellm. Wißmar, den 12. Juli 1920. Die Beerdigung findet am 13. Juli nachm. 3Vs Uhr vom Trauerhause aus statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit allen innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Margareta Ruth Wwe. Heinrich Ruth. Versteigerung. Dienstag den 13. Juli von mittags 2 Uhr ab versteigere ich in der Wirtschaft Seelinger am Schlachthaus: 2 Bettstellen mit Matratzen, 2 Sofas, 2 Kom-> moden, davon eine mit Schreibtisch-Aufsatz, 2 Kinderwagen, 1 Kinderbettstelle, 1 Firmenschild, 1 Waschmangel (schwer) für Geschäftsbetrieb, 2 neue 3 teil. Seegrasmatratzen, 1 Divan, 1 Gasherd mit Tisch, 1 Schliehkorb, 2 Tafeltücher für je 12 Personen, 1 Nähmaschine, 1 Backhaube, 1 Kochkiste, 2 Dutzend gute Stühle, 1 Hängelampe, Tische, 1 Spitzleiter, 1 Paneelbrett, Herren-Kragen, Schuhe und Stiefel, 5 Stück Lamberquins und vieles allerlei. M K Heinrich Sick und Hrau Heinrich Zick II. und Zrau Morgareie Zick, Schwester ZamUie Friedrich MSHlich Hentec.morgen treffen [7533 la Irintte Mi «mLÄtzt ein. Preiswürdig bei AlM Meusels Marktplatz 17. Tel. 262. 1-2 leere Zimm. Schr fit Angebote nmer 01LS7 an den Gien. 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Juli, SV2 Uhr abeudd, im großen Hörsaal des VovlesungsgebäudeS der auswärts Zu melden Universität. 75810*7496—Ltcbiastraffe 21. ■ •- / / hmgen des heule mit d sGyMasieii, desdwihm, bchulqel me Mjbifi daß die h den und den bti flräert-i Der Ausschi big fvinpal! tat Antrag mUftiten, i M Buh Mtogt b mbdt imb Mn Kc «Ml, die ömuiarifte L* ^mnrnnmi Amben, b ynnune j» w» gyttib Aervu Mge1 Erhöhm «rtalmi ®tr 2 z ^Üärm Saalbau Caf & Leib Morgen Sonntag Gastspi el Stern au - H aase im aroken Saal. — Am Diensta,' * ^■1 Lvaren gesucht. II. Kalbfleisch, 7528 yiebiflitratte 71. Wetzlar, den 10. Juli 1920. Im Namen der Hinterbliebenen Ernst Leitz jr. b.fach üach geruchlos, ht Apotheken u. Drogerien. Besonders billig: Prima Bettuch-Kretonne JO50 160 cm breit.....Meter M. Weißer Bettdamast A950 160 cm breit, prima Qual., Mtr. M. 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Ang. «auch Lerann- troanbten Jew em 7485 a. d. ®- Ant-e,‘ rengfte üerfdjro- W8 • achtungsvoll die Fvan-osenmü.'ler gmarart hatte, nrie der Name dann allmählich an Klang und An- fehcn gewann, weit über die Gnnarkung hinaus Hochachtung und SckKtzung genoß und schließlich ihm samt der MLHle vererbt wurde. Wenn :t so fern Leben bedachte, so war es rin Gluck und viel, viel Segen gewesen. Er halt: geschafft und geschanzt, früh und spät, und Gott war dem Werk seiner Hände gnädig gewesen Stund: um Stunde. Vom Don kamen Glockentöne herüber, und er faltete dankbar die fcänbc und betet:. Plötzlich horchte er auf. Fernher klang es wie Jubeln und Schreien-, lauter und gellmder schrien die Glocken. Das war Sturm: — Für die Kirche konnte es ja auch noch garnicht sein, siel ihm m den Sinn. Er sah sich gespannt um in der Runde, aber er sah keinen Feuerschein, nirgends. Er trat an das Softer. Auch seine Frau um das Gesinde, teilweise schon fast fertig zum Kirchgang, drängten herM imd tuschelten fragend und meinend. Das Geschrei im Dorfe schwoll an. Schreckvoll sahen die Mägde einander an, g> spannt die Knechte. „Wenn das Krieg war'!"' bemerkte eüitr. Die Weiber schrien auf und bekreuzten sich. Der Müller wiegte bedenklich den Kopf. „llnsinn!" knurrte er zwischen den Zähnen, aber seine Lippen bebten. Der Klostermüller. Eine Erzählung von Karl Neurath. Nachdruck verboten.) Fortsetzung 1. Noch jetzt fühlte er das Grauen, das ihm damals immer über den Rücken gelaufen war, wmn er mit angstvoll neugierigen Augen durch das Gittertor des Kirchhofs nach den beiten Männern geblickt und sich nicht hinem getraut hatte. War das eine Zeit gewesen: Ja! Jmrgs-ein ist doch das schönste auf der Welt! Er lehnte den gebräunten Kopf mit den kurzen, grauen Locken an den Holundersvamm und blickte sinnenden Auges durch das duftende Gezwng in oen silberblauen Himmelsglan-. Aber auch so wir es schön auf der Welt! Auch toenn man älter und alt mürbe. Der gute Herrgott schenkte ja sovr:l Freude, so trid Glltck. Er schloß die lichtmüden Augen und femn lächelnden Mundes. Er sah die hohe Gestalt srines Vaters in der bunten Uniform, mit dem frischen, vollen Gesicht und dem heiteren Mick, danchen den hageren, von Krankheit gebeugten Qbrim mit dm eingefallenen Wangen und den hohlen, glänz.mden Augen ... er sah, wie sie an dem schweren Eichentische saßen und ihre Uniform putzten, daß die Knöpfe blinkten wie reines Gold .... Er hörte sie gehen und neben . ... (St mutzte daran denken, wie man sic damals halb spöttisch, halb Rr. 161 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)Montag, p. Zull |920 Ta Hangen rasche HuffchlLge heran und gleich darauf tarn der Gendarm Filjinger auf schweißigem Gaul den Fahrweg heraufgesprengt. Ter Staub flog in wallenden Walten um ihn her. Mobil!" rief er schon van weitem, und die Weiber kreischten entjefct Der Klostermüller aber verfärbte sich und bewahrte nur müfram, das Weichgewicht. Es war ihm, als ob er einen Schlag vor den Kops bekommen hätte. „Krieg?" stammelte er unsicher. „Wirklich Krieg? Haben die Franzosen alio doch feine Ruh: gegeben? Und wir Hessen marschieom mit?" „Jawohl, mit gegen Frankreich?" antwortet,: ter Landjäger, der sein teuchend^ Pfttd kaum im Lauf zu hemmen vermochte. „O Gott! Unsere zwei Buben!' jammerte de: Müllerin. „Aber, wer wird da berat itxüm, Frau Wehrum? Wir verhauen dte Kerle, daß di' Schwarte krackt! Seid froh, daß Ihr schon zwei Buben habt, die mtt können. Wenn fich's machen läßt, reit ich trotz meiner fünfzig noch mtt hinaus. Mein Wilhelm stellt sich heut noch fteiwilllg bet den Mainzer Tragonern; ein nobles Regimntt mit feinen rosanen Kragen. Und gebt mal acht, wie rasch wir mit der DverSxnche fertig sind. Uns immer M>pf hoch! m Margen Er nahm seinen Braunen, ter mit schlagenden Flanken schnaufend und zitternd gestanden hatte, fester zwischen bee Schenk! und jagte weiter. Doppelbesteuerung de? ./res 1920? Bon Justizrat Grünewald. Bezüglich der Reichsrintommensteuer ist vtel- W) Hst Meinung verbreitet, das Jahr 1920 werde hchppelt besteuert. Aeuherungen in der Nationalversammlung, Auskunft der Steuerbehörden und'namentlich eine Darlegung in der MateNum- mer ter Teutschen Steuer 3'i ung S. 40 bestärken das Publikum in dieser Austsassung. 2tn letzterem Orte heißt es: „Ti? Veranlagung für das Rcch- mmgsial/r 1921 erfolgt nach dem steuerpflichtigen Jahreseintominen, das der Steuerpflichtige in dem dem Rechnmtgsjahr mtmittelbar trotang:gangeneti Kalenderjahre bezageit hat (§ 29 Absatz 1). Taraus folgt, daß das im Kalenderjahr 1920 bezogene Gtntommcn doppelt zu versteuern ist, nämlich einmal bei der erstmaligen Veranlagung auf Grund des Reichseinldmmensteuergesetzes für das Rech mmgsjahr 1920 (§ 58 Absatz 1), fobann bei der Vevanlagung für das Rechnungsjahr 1921 (§ 29 Absatz 1). Diese Doppelbesteuerung wird durch die Vorsckwift des § 59 gemildert, wonach außer- oidentliche Einnahmeit aus 1920 bei der Veranlagung für 1921 insoweit außer Betracht bleiben, als sie für 1920 bereits besteuert werten. Tas Eintommen des Kalenderjahres 1919 dagegen wird überhaupt nicht zur Reicl)seinl!ommensteuer heran- gezogen und hi vieleit Fällen auch nicht mehr zur Landeseink> mm en steuer. Ter Unterstaotssekretär wies im Ausschuß Bericht 91 hierbei aus die großen Schwierigkeiten hin, welche durch die Besteuerung des Vermögenszuwachses und des Reichsnotopfers für die Der- anlagung des aus 1919 stammenden Einkommens erwachsen müßten. Diesen Schwierigkeiten beg:gne der 8 58, was im Interesse ter überlasteten Be Hörden sehr zu begrüßen sei. Die Schieber gehörten leider im allgemeinen nicht zu den Per- jenen, die ihr Einkommen mit größter Gewissen - baftigfeit rntb Sorgfalt dellarieren. Es sei auch keineswegs sicher, daß terartige Schiebergewinn? im Jahre 1919 in größerem Umfange gemacht Worten seien, als es für das Jahr 1920 in Frage Rommen könne." Diese Ausführmrgen sind geeignet, irrtümlich onsgefaßt zu toerben. In Wirklichkeit wird die Veranlagung des Jahves 1920 zwei Steuer Perioden, den Jahnen 1920 und 1921, zu Grünte gelegt, aber eine Doppelbesteuerung rines imd desselben Zeitraumes liegt nicht vor. Die Deutsche Steuerzeitting hat auf meinen Hinweis auf die Unflaten Darstellungen folgendes erwidert: „Wir sind im Besitze Ihres geschätzten an dte Deutsche Steuerzeitung gerichteten und an uns als deren Mdaktion und Gutachterbureau abgegebenen Schrribens vom 22. ds. Mts., und teilen Ihnen ergeben ft mit, daß Ihre Auffassung zutreffend ist. Ettte doppelte Besteuerung im eigentlichen Sirmc des Worbes findet nach Dem Reichsein komm en steuergesctz nicht statt, vielmehr wird das Einkommen aus 1920 nur zweimal als Grundlage gewählt, einmal für das Rechnungsjahr 1920 fetbft und außerdem für das Rechmmgsjahr 1921. Wer im Jahre 1920 ein hohes Einkommen bezogen hat, schneitet also insofern ungünstig ab, als er infolgedessen für beite Jahre die dem Einkommen von 1920 entsprechende hohe Einkommensteuer zu zahlen hat." Au» Hessen. Finanzausschuh. RMK. Darmstadt, 9. Juli. Die Beratungen des Finanzausschusses der Kammer werden heute mit ter Regierung bei Kap. 53 fortgesetzt. (Gymnasien.) Hierbei wird ter Antrag Kno ll besprochen, ter bei ter Verdoppelung des Schulgeldes für die höheren Schulen eine Abstufung nach den (Sinfommen vorschlägt, so daß die höheren Einkommen mehr belastet werten und dem Staate durch die geringere Erhöhung bei kleineren Einkommen kein Ausfall erwächst. Der Ausschuß wie die Regierung stehen dem An- ttag sympathisch gegenüber und es wird beschlossen, den Antrag der Regierung zur Durchführung zu empfehlen, nachdem vorherige Feststellungerr üb:r ferne Wirkung ftattgefimten haben. Auch über die Frage ter Vergebung der Freistellen soll v:r- hantelt und eine andere Regelung gefunden w:r- ten. In Kap. 49, Lehrerseminar, war ter Antrag gestellt, die Summe zur Unterstützung bedürftiger Seminaristen von 30 000 Mk. auf 60000 Mk. zu erhöhen. Es wird nach ter grundsätzlichen Zustimmung ter Regierung eine Regelung dahin gefunden, daß diese ermächtigt wird. Die bewilligte Summe im Notfälle bis zu dem Betrage von 60 000 Mk. zu überschreiten. Das Gesuch von Kriegsteilnehmern zur Abhaltung pädagogischer Kurse wurde ter Regierung zur Prüfung überwiesen. Die Frage ter Vergütungen für Schulrechner soll mtt ter allgemeinen Neuregelung aller Bezüge für Nebenstellen von Staatsbeamten geordnet werten. In Kap. 49 Volksschulen wird dte Erhöhung ter Vergütung ter Stundengelder für Erteilung des Reltgionsunterrichts, der bis jetzt nur 2 Mark beträgt, besprochen. Es ist nach ter Erklärung ter Regierung auch hier eine Neuregelung in Aussicht genommen. Der Betrag von 20000 Mk., ter für Vergütung an Lehrer in ungünstig gelegenen Orten vorgesehen war, wird als nicht mehr nottvendig gestrichen. In Kap. 50 Turn- und Zeichenunterricht wird die Streidjung ter Stelle beä Landes turn inspektors und die Genehmigung nur auf den Inhaber gegen 2 Stimmen, nxldje diesen Posten auch für andere Gebiete, insbesondere Jugendpflege, für nottvendig erachten, geschllysen. Es wird angeregt, im Falle die Stelle gestrichen wird, den Posten im Kap. 56 unter Jugendpflege wieder aufzunehmen. In Kap. 10 Steuern wird dte Frage der Besteuerung des Geiverbes und des Grundbesitzes durch den Staat angeschnitten und erklärt die Regierung, daß sie zum Ausgleich des Budgets auf diese Steuer nicht verzichten könne. Zu Kap. 8 Lan des t he a t e r wird festgestellt, daß eine bessere Ausnützung des Personals nur durch Sondervorstellungen am Platze, nicht aber durch Aufführungen usw. im Lande zu ermöglichen sei. Dann wird Kap. 12 Staatsministerium beraten. Dte Regierung gibt auf die gestellte Anfrage dahin Auskunft, daß der als Dispositionsfonds angeforberte Betrag von 30 000 Mk. für Repcäsenta.ion, parlamentarische Abende und sonsttge kteme Anforderungen dem Gesamtministerium zur Verfügung steht. Dann nnrd noch die neu geforderte Stelle eines Pvdte- direktors besprochen. Dte Aussprache hierüber wurde aber nicht beendet, sondern abgebrochen und auf nädjften Dienstag vertagt. Der dritte Petitionsausschuß tagte am Donnerstag Bor- und Nachmittag unter Vorsitz des Abg. Urstadt und wurde dte Vorlage bett, die Uebernahme des Landtagsmandats Gröber durch den Abg. Neff- Michelstadt gutgeheißen. Zu 8 Vorstellungen von Bewohnern in Lich, Gambach, Bingenheim usw. betr. Beschwerden über Fe 1 db ereintgung wurde eine Ortsbesichtigung durch den Ausschuß beschlossen, die am Mittwoch den 14., nachm. 2 Uhr statt- finden soll. Der dringliche Anttag des Abg. Fenchel bett, dte BezMung der burd) den Frietensverttag abzuliefern den Tiere wurde für erledigt erklärt, ebenso zwei Vorstellungen tes Opernsängers Schwarz und der Schauspielerin Alsen vom Landestheater betr. ihre Kündigung. Der Rest bet Tagesordnung soll am 21. Juli zur Erledigung kommen. Soeben ist dte Tagesordnung für die am 21. Juli l. Js. beginnende Kammertagung erschrenen. Sie enthält 60 Punkte, darunter an erster Stelle den Staatsvvranschlag. Man hofft in spätestens 2 Wochen das sehr umfangreiche Material erledigen zu können. Verband der Bureaubeamten und Angestellten der Reichs- und Staatsbehörden in Hessen. Die heute in Frankfurt a. M. am 4. Juli tagende, von ca. 600 Mitgliedern besuchte Generalversammlung des Verbandes der Bureaubeamten und Angestellten der Reichs- und Staatsbehörden in Hessen erhebt in einer Entschließung energischen Protest dagegen, daß bis heute hinsichtlich der neuen Vergütungssätze für die noch nichtangestellten Staatsfunktionäre von der Regierung noch nichts bekannt gegeben ist. „Diese Staatsfttnktionäre besin- den sich mit ihren Familien in der schrecklichsten und verzweifeisten Lage, sie müssen derzeit immer noch mit einem Hungerlobn von 400 bis 500 Mk. ein Dasein führen, das als ein menschenwürdiges nicht mehr bezeichnet lverden kann. Es geht um Leben und Tod von etwa 1000 Familien. Lebensmittel können bei solch traurigen Bezügen unter den heutigen Verhältnissen nicht beschafft werden, da jegliche Mittel hierzu fehlen, die Familien müssen elendig zugrunde gehen und verhungern, wenn nicht sofortige Hilfe kommt. Die Versammlung fordert von der Regierung die alsbaldige Bekanntgabe der neuen Vergütungssätze und die Herauszahlung der Differenzbeträge ab 1. April 1920, oder wenn noch nicht möglich, die alsbaldige Auszahlung eines Jahresgehaltszwölftels, wenn nicht Verhältnisse eintreten sollen, die dem Lande zu unübersehbarem Schaden gereichen sollen. Die durch die hier vorherrschenden verzweifelten Verhältnisse hervorgerufene Unzufriedenheit nimmt bolschewistischen Charakter an, der höchst gefährlich erscheint und seither geordnete Verhältnisse aufs empsindlichfte erschüttern kann, schließlich auch zur Selbsthilfe ausarten muß." — Solche Zustände zu verhindern, ist die Regierung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Ruhe verpflichtet, sie hat es in der Hand, durch die alsbaldige unaufschiebbare Erfüllung der oben besagten Wünsche das schließlich Unvermeidliche abzuwenden. Aus Statt ttnt Land. (Sie feen, den 12. Juli 1920. Was soll aus der Invalidenversicherung werden? Dte Landesversidrerung^anstLt Hes'en schreibt: Durch das kürzttch veröjsenttichtc „Gesetz über Abänderung der Leistungen unb der Beiträge in der Invalidenversicherung" vorn 20. Mai 1920 werden die Reirtm sowie Die Versicherungsbeiträge zwar erhöht, aber eine durchgreifende Beiserung bringt dies den Stempel eines Verlegenheitszeug nisses nur zlu deutlich an der Stirn traaenbe Gesetz nidjt, weber für dte Versicherten noch für die Versicherungsanstatten. Dte Bedürfnifte Der höher gelohnten Arbeit-r bleiben nach wie vor un befriebigt. In der höchsten Lohnllasse, die bei einem Iahresarbeitsverbienst von 1150 Mk. be ginnt, werden demnächst fast alle Bm'icherungs- pflichtigen vereinigt fein, auch die, roeldje 10000 Mark unb mehr im Jahre verdienen. Unb was bietet das Gesetz an Leistungen? Nach Erhöhung der Rentenzulagen dem, der Die Wartezeit in Den untersten Lohnllassen mit Zahlung von im ganzen etwa 40 Mk. vollendet hat, eine Rente von jährlich rund 480 Mk., also das Zwölssachc Der gezahlten Beiträge, dem, der 30 Jahre lang in bet höchsten Lohnllasse im ganzen etwa 550 Mk. bete gesteuert hat, eine Rente von nodj nicht 900 Mk., kaum ein Zehntel von dem, was er vielleicht zuletzt verdiente. Eine so eingerichtete Versicherung kann berechtigten Anforderungen nicht genügen. Zur Deckung der erhöhten Zulagen sind die Woc^nbeittäge in den einzelnen Lohnklassen um 72 bis 90 Ps. erhöht worden, während nach den Berechnungen der Versirstn-ungs-Sachverslänbigen die Erhöhung mehr als 150 Ps. betragen müßte. Das neue „Verlegenheitsgesetz" kann daher nicht als ein Abschluß, sondern nur als bescheidene M- sdstagszahlung zur Abhilfe der augenblicklichen Notlage der Versicherten tote der Versicherungsanstalten angesehen to.'rbcn, bas balbmöglidrft durch ein bauernd befriebigmbe Verhältnisse schassendes Gesetz ersetzt werden muß. Der neugewähtte Reichstag wird somit eine seiner dringendsten Aufgaben darin zu erblicken haben, daß durch eingreifende Aenderungen, insbesondere durch weitere Erhöhung der Beittäge, durch Aussetzung höherer Lohnklassen und Einführung höherer Renten für höher gelohnte Versicherte etwas Befriedigendes geschaffen *nntb. Tuber mufe auch die Verschmelzung bet Angestelltenversicherung mit Der Invalidenversicherung in Erwägung gezogen werden, zumal durch die Einführung der Rentenzulagen die in der Versicherung verbliebenen Arbeiter zugunsten der aus der Versicherungspflicht ausgeschre- benen Angestellten, welche bie Versicherung freiwillig 'svttsetzen, mit rund einet Milliarde belastet werden. Der Hering. Eiire Gießener Grofehartdrisftrma schreibt uns: Wann finbet sich endlich der starke Mann, der deit Mut aufbringt, dte Kriegsgriellschasten, diese Schädlinge am deutschen Wirtschaftsleben, zum Teufel zu jagen. 3 Eine hochangefehene holländische Herrngs- firma schreibt uns: „In welcher Weise dem deutschen Volke das Fell über die Ohren gezogen wird, geht Deutlich daraus hervor, daß laut Mitteilung deutscher Zeittmgen dte Salzheringsrinfuhrgesell- sd-aft, die das Monopol der Emsuhr für Heringe hat, ihren Mftgliri>ern einen Gewmn von 900 Prozent auszahlen konnte. In letzter Zeit hat die Salzheringseinfuhrgesellschaft ca. 50 000 Tonnen holländische Heringe, Fang 1919, gekauft, und zwar je nach Qualität Mw Preise von 28 bis 33 Gulden oder zum heutigen Kurse 400 bis 470 Mk. pro Tonne ab Vlaardmgen und würde es uns interessieren, von Ihnen zu demchmen, welcher Preis jetzt den deutschen ?ll>- nehmem dafür berechnet wird. Bon den Anhängern der Zentralisation wttd vielfa-ch behauptet, daß eine Wiedereinführung des freien Handels eine außergewöhnlidx Preissteigerung des holländischen Herings zusolge haben wird. Tatsache ist aber, daß in Belaien, Elsaß-LothrIngen und Polen, in welchen fianbem bie Einfuhr für Heringe frei ist, für prima Qualität holländischer Heringe weniger bezahlt wird, als wie der Preis beträgt, den die Salzherings- einfuhrgestllschast in Deutschland für norwegische Heringe fordert." Wir konnten den holländischen Freunden bie verlangte Auskunft geben, irnn zufällig erhielten wir auch am gleichen Tage bie Notierung der Salz- herftigseinfubrgesellschaft und dte lautete auf 575 bis 660 Mk. pro Tonne ab Lager Essen oder Tuisburg, also etwa 200 Mk. für die Tonne über den in Holland gezahlten Preis. Wie armselig nimmt sich gegenüber diesen Riesenaufschlägen der Einfuhrgesellschaft der dem Großhandel zugebilligte BruttoverdieTrst von 4 bis 5 Prozent aus. Würde ein Großhändler derartige hohe Ge- nrärnauff^äge auch nur annähernd berechnen, wie schnell würde ihn dann das Wuchergericht bei den Ohren nehmen, und das mit Recht. ** Stadtverordnete n-Versa mm- I u n g. Aus Wunsch bringen wir nachträglich bas Ergebnis der Abilimmungen über die Bezahlung der Streiktage der städtischen Arbeiter. Der- Anttag Mann auf Bezahlung des vollen Lohnes wurde befanntlid) mit 18 gegen 13 Stimmen bei zwei Entlialtungen abgelehnt. Für den Antrag stimmten bie Stadtverordneten Baum, Diehl, Eichert, Er- hardt, Fourier, Volz, Maier, Mann, '.Vtartin, Michel, Otter, Volz unb Weiß: bagegen stimmten die Stadtverorbneten Biermann, Ebel, ttwerz, Grobe, Höhn, Kreiling, Kramer, KrausmMler, Marx, Müller, Neuenhagen, Naumann, Sdpnahl, Simon sowie bie Beiyeorbneten Rosenberg, Seib, Klingspor und Srengten; bie Stadtv. Noll unb Wenzel enthielten sich der Abstimmung. Für den Antrag der Betriebsbeputatwn auf Gewährung von 3/< des Lohnes, der mit 18 gegen 13 Stimmen bei ebenfalls zwei Enthaltungen angenommen wurde, stimmten bie Stadtverordneten Baum, Biermann, Diehl, Ebel, Eichert, Erhardt, Fourier, Goerz, Lorenz, Ataier, Mann, Martin, Marx, Mick^el, Otter, Simon, Bolz, Weist; dagegen stimmten die Stadtverordneten Grode, Höhn, Kreiling, Streuner, Krausmüller, Müller, Naumann, Neuenhagen, Schmalst sowie die Beigeordneten Rosenberg, Seib, Strengen und Klingspor. Der Abstimmung enthielten fid) wieder die Stadtver- ordneten Noll und Wenzel. ** Die Honigernte geht, wie man uns aus Jmkerkreijen schreibt, ihr m Ende entgegen. Sie rann als eine gute Mittelernte bezeichnet werden. Der Honig, der in jüngster Zeit als 9tah- nmgs- und Heilmittel sehr beg hrl ist, ist in diesem trockenen Jahre von ausgezeiämrter Qualität. Die Preise, welche für Honig verlangt und bezahlt werden, sind recht verschieden. Sie bewegen sich zwischen 15 und 25 Mk pro Pfund. Der Ober- hessische Bieirenzüchterverein hat als Mindestpreis 15 Mk. für das Pfund feftgclcgt Dieser ist, wenn man die Preise der Bedars^artikel des Bleuen- Züchters in Betracht zieht, sehr mäßig. Brispirls- toeife muß der Imker 1. Kilo Kun twadm Wachs), das er ft.ih.-r für 3 Mk. er ianb. je t m 6) Mk. bezahlen. Die Bien nwo.'mu.ig.n und ft ein gerate sind um das 15 bis 2Jral^ im Preise ge i.gen. Es ist also keinesjalls Gewinnsuck-t, wenn die Bienenzüchter diese Preise for.e.n. ** Farbenänderung ter Freimarken. Infolge ber neuen Gebührensätze ist bet Bedarf an den bisher zweifarbig gedruckten Marken zu 30, 40 und 50 Pf. so gestiegen, daß die Reichsdruckerei diesen erhöhten Bedarf mit den vorhandenen Zwei arb n ruck-Mas inen nicht bewältigen kann, stieuc Masd)inen sind unter ten heutigen Berhä tttissen erst mit langen L e.e. ungs- sristen zu erhalten. Die .Herstellung der Marken nach den aus dem Wettbewerb gewonnenen Bildern ist infolge Uebcrlaftung der Reichsdruckerei und anberit unvermeidbarer Umstände leider noch nicht soweit vorgeschritten, daß dte am meisten gebrauchten Marlen schon jetzt durch bie Neuausgabe ersetzt werden können Die Reichsdruckerei ist deshalb gezwungen, sämtliche Pfennigwerie der Germania-Marke einfarbig neu auizullgen. Bei dieser Gelegenheit sollen gleich-eitig die neuen Gegenwerte des Weltpostverkehrs, früher 5, 10 und 20 Pf., dte infolge bet Valutaverhä ttüsse auf 20, 40 und 80 Pf. erhöht lverden mußten, in der durch dte Ausführungsbestimmungen zum Welt- postverttag festgesetzten Farbentönen grün rot und flau gedruckt werden. Es hat sich daher nicht vermeiden lassen, Marken abweichender Werte der beiden Ausgaben in den gleichen Farben herzu- stellen. Um Verwechs. limgen einzuschränken, sollen die Marken der neum Art möglichst nicht eher ausgegeben werden, als bis mit den alten Beständen geräumt ist. Es empfiehlt sich baber zur Zeit, sich nicht mit großen Beständen einzubecken. Kreis Büdingen. y. Enzheim, 9. Juli. Das einzige Kind der Familie Kaufmann Heinrich König, rin Sohn von 13 Jahren, ertrank beim Baden in Jber Niddar in der Ncche Der Mühte. Kreis Schotten. /X Nidda, 10. Juli. Durch die Umsicht bef hiesigen Gendarmerie wurde in der verflossenem Nackst hier ehre größere Mehl schieb ung entdeckt unb verhindert. Ein hiesiger Bäckermeister hatte 10 Zentner Weifemehl auf einen Wagen laben und nesch Wa!lernl>ausen sd-asfen la sen. Von dort sollte das Mehl, unter Holz versteckt, in der Nacht nach Bod-Nau!l,eim einem Bäcker in ei'.er überbracht werden. Dte PiliM beschlagnälgnte das Mehl und ließ es hier in VerwaIrrung nehmen. y. U n ter-Schm itt en, 9. Juli. Auf den höher gelegenen Aeckem unserer Gemarkung hat man gestern mit dem Schnitt be r Sommergerste begonnen. Seit einigen Jahren macht man in hiesiger Gegend schon wied-rl>olt die Wahrneh- muny, daß die Gerste früher reif ist als das Korn. Hessen-Nassau. ge. Aus der Rhön, 10. Juli. Ein verheerendes Gewitter mit orkanartt em Sturm, roolfenbrucfeartigem Regen und Hagelschlag hat in der Gemarkung des Dorfes Utttichsl>ruien großen Schaden angerichtet. Der Sturm rch große Mengen Obst ab, entwurzelte eine An^lte Bäume Totensttll war's am Hoftor, und bange Augen hingen an der Gestalt des i'i Staubwolken ent- fchwrndenden Reiters, als ob sie sich verg.'wcsftm wollten, daß nicht alles nur ein trügerftcher Spuk, ein böser Geist gewesen wär:. Als er in Staub und Feme den Blicken entrückt war, atmete der Müller schwer auf intD führte feine Frau, dte mtt verstörtem G:sicht Inte vor sich hin weinte, behutsam in das Haus und bettete sie auf das breite Ledersofa. Hier lag sie mtt geschlossenen Augen und harrte in neb:rhafter Spannung auf ihre beiden Buben, die rinnt Frühgang nach den Wingerten machten. Wehrum saß niedergeschlagen neben ihr am Tisch, hatte den Kopf in die Hand gestützt und starrte grübelnd vor sich hin. Noch vermochte er kaum das grausame Verhängnis zu fassen, das tfa so plötzlich aus seinen g.ückvollen Träumen tn bte entsetzliche Wirklichen gestürzt halt' und ihm alle Freiheit seines Wlllens ttahm. Wehrum war nicht mehr der unabhängige stolze Herr, er war nicht mehr d?r freie, nur uchlllbst verantwortliche Marat, er war nun irrte jeder Kitscht anb jeder Taglöhner einem harten, tntbarmberjigat Muß unterworfen, gegen das er nicht an kämpfen fcntnte, gegen das er ganz ohnmächtig war. (Fortsetzung folgt.) Alsfeld, 73% P I Berlin Abend- Schluß^ Schluss Schluß^ 60, 151 182, 178, 457, 291,25 259,50 230, 232,50 292, 295, 12, Punkte; 8. Fritz Melzer-Wetzlar, 74% P.: 9. Karl. und deren Betrag dem britischen ÄnsAeichsamt Horeyseck, LV. 1846 Gießen und Willi Schmandt-1 alsbald gutgeschrieben werden muß, tocrnt nicht 152,50 140,- 434,50 345,- 295,- 285, 280, 215,- 266,50 261,60 230,- 84, 298, 343,35 635,65 638,15 885,85 157,70 229,75 152,15 38,55 322,35 685,70 618,15 21,53 26,18 85,10 23,63 16,- 11,95 vermi chtes. Mmiral Fisher t. 631,35 636,85 854,15 157,30 228,75 151,85 38,45 321,65 684,30 616,85 21,47 26,12 84,90 23,57 342.65 629,35 631,85 844,15 163,30 228,75 150,35 37,95 316,65 681,80 611,90 21,97 26,12 84,65 23,97 300,- 302,- 215,50 Zürich . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien .. . . Prag . . . . vörsenknrf». Frankfurt Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn: 18 Grad R. 343,35 630,65 633,15 845,85 163,70 229,25 150,65 38,05 317,35 683,20 613,10 22,03 26,18 84,85 23,63 Mai rund 35 000 Forderungen gegen deutsche Schuldner angemeldet hat, die nach 8 7 der Anlage zu Artikel 296 des FV. als völlig anertorcnt gelten und stürzte eine neu erbaute Feldschmer um. ^igel- schl-s rer-irichtete fast die geamt? Körnerernte. Wertvolle Ackerkrume und Kartvfieln wurden mit sort- gcrissen, Wiesen und Straßen mit Schlamm bedeckt. Stotternde werden nochmals auf die am DienStag, 13.b.M. von 11-1 u. 2-7tm„Eisenbahn-Hotel" stattfino. Kurs 10.7. 79,50 71,20 60,60 70.10 151,50 260,- 199,25 163,25 151,50 141,- 180,50 177,- 295,- 282,- 297,- 303,- 218,- 266,50 409,- 434,- 343,- 290,- 172,- 10.7. 14,70 Kurs 9. 7. 79,50 71,25 60,40 70,40 151,50 256,50 199,50 163,25 152,50 140,- 182,85 177,50 286,25 279.25 299,- 304,- 218,- 269,50 405,- 433,- 345,- 293,25 173,25 435,- London, 10. Juli. (Wolff.) Admira LordFisheristanden Folgen einer Operation am Samstag morgen 7 Uhr 15 Minuten ge- torben. Marknotierungen. Datum: belgischen Städten gewidmete Bilderwerk, das kürzlich im Roland-Verlag zu München-Pasing in 2. vermehrter Auflage bei tadelloser Ausstattung kart. Mk. 5.—, geb. Mk. 7.50) erschienen ist, gehört den erfreulichen Erinnerungen an die deutsche Besetzung Belgiens und wird durch die Wendung der politischen Verhältnisse durchaus nicht erivartet. In diesem Zusammenhang sei auch auf die im gleichen Verlag erschienene reich illustrierte Denkschrift über „Dinant" hingewiesen, die im Auftrag weiland des Belgischen Genevalgouoerne- ments erschienen ist. (Brosch. Mk. 6,50, gebunden Mk. 8.50.) DK Lehensmüieltenerung. rm. D a rmst adt, 5. Juli. Der Abbau aller Preise und Bekämpfung desWucherlums war Gegenstand der Beratung einer Versammlung, die das Ministerium heute vormittag in den Räumen der ersten Kammer einberufen -atte-und zu der alle maßgebenden Behörden und Körperschaften, insbesondere auch die Provinzialdirektiv- nen, Vertreter der Konsumenten, Produzenten, Landwirtschaft, Hande.. Gewerbe usw. vertreten waren. Nach umgehender Aussprache, an der sich auch,Minister d. I. Dr. Fulda, Oberrcgierungsrat Emmerling u. a. beteiligten, wurde- energisches Vorgehen in Stadt und Land gefordert und eine Ko Immission bestimmt, die sofort Zusammentritt und geeignete Schritte unternimmt, um allen berechtigten Wünsä-en gereck)t zu werden. s. w. Bingen, 10. Juli. Tie vereinigten Maurermeister von Bingen, Bingerbrück und Umgebung haben beschlossen die Preise für Maurer-Arb>:iten infolge Pr isabschlag einzelner Baumaterialien entsprechend herabzusetzen. sd. Bad Homburg v. d. £>., 10. ,\ult. Eine Bürgermetsterversaminlung des Obert ni iis- kreises an der auch die B rtreter der Gcwertich.N- ten imd die Borsiandsmit -.lieder des KreiSbauern- vereins teilnahmen, richtete an die Landwirtschaft einen Appell zwecks Herabsetzung der Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse De Vertreter der Bauernschaft erklärten sich bereit, den Aufruf, der sich besonders für eine Herabsetzung des Preises für Her bst - kartoffeln aussprichü, der in. den nächsten Tagen nacb Homburg nnberufenen großen Versammlung der Bauernschaft des Kreises vorzulegen. Mau erwartet, daß diese Bauernversammlung des Obertaunuskreises als erste Nassaus mit einem guten Beispi t vorangehen werde, dem sich bann auch die übrigen Kreise des Gebiets anschließen dürsten. Kurs 9.7. 79.50 Datum: 50/0Deut.ÄriegsanL 4"/„Deut.Reichsanl. 3°/oDeut.Reichsanl. 4°/0 Preuß. Konsole Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloyd Boch.Gußstahlwrk. D -Luxemb Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Obe schl. Cisenb.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix-Brgb.-Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Elektr. A. C. G.. . Schuckett-Werke. . Felten ° Guilleaume Daimler Bud.-Eifenw.-Akt. Adlerwerke . . . . 4°/g Hess. Staatsanl. (Electron Griesheim 9.7. 14,70 7,40 Kurs 10.7. 79,50 Vom Ergebnis des Wcttirrnens am Sonntag bringen wir nachfolgend mtr die 10 ersten Sieger *us jeder Stufe: 1. Altersriege (Turner über 35 Jahre, 20 Teilnehmer): 1. Sieger Karl Müller MTB.-Gienen, mit 89 Punkten; 2. Karl Bender-Wetzlar, 85Vs P.: 3. Georg Dickhaut- Alsfcld und Fritz SchiN'bt-Lich, 84Vs P.; 4. Wilh. Heues, Tv. 1860 Vad-'Nauhrirn, und Hari Möser- Grünberg, 7972 P ; 5. Hrch. Jockel, Tgm. Friedberg, 78Vr P.; 6. Robert Köhler Wetzlar, 76 P.; 7. Karl Salzmann, MTV.-Bad-Nauheim, 75Vs 1343,65 1346,35 1348,65 1351,35 ---------- 34266 ----- Kuttft und Wissenschaft. ha. Der Sprachverein gefährdet. Die Zeitschrift des Allgemeinen Deuttrhen Sprachvereins ist durch die Teuerung in ihrem Bestehen wie andere Zeitschriften bedroht. Noch 1915 betrugen die Kosten für die Gesamtauftage der zwei Bogen starken Aprilnummer 1600 Mk. Jetzt sind die auf 11 000 Mk. gestiegen. Damit würde der Verein seiner wirksamsten Waffe beraubt und fern Bestmü» selbst ernstlich gefährdet. Das Vereinsvermögen wäre in wenigen Monaten völlig aufgebraucht. Der Gesamtvorsdand hat sich deshalb an die Mitglieder mit der Bitte um freiwillige Spen- den gewandt. Punkte. , ,,, Am Musterri egen turnen beleck ig'.en sich 43 Riegen, von denen 12 mit „sehr gut", 25 mit „aut" und 5 mit „genügend" bewertet wurden. Wir nennen hier: 1. Turn- und LPorto. 1860 Marburg (Barren) 58% $., 2. Butzbach (Gewandheitsübungen) 58 P.; 3. Heuchelhnm (Darren) 57 P.: 4. Ebsdorf (Pferd) 56%.; 5. Wetzlar (Barren) 55% P.: 6. Grünberg (Stabübungen) 54% P.: 7. Mtv. Gießen (Barren) 52V4 P.: 8. Tv. 1846 Gießen (Reck) 51% P.: 9. Bad-Noüheim ,Barren' 50% P.: 10. Lang- Göns (Reck) 50% P. — Das Ergebnis der Faust- b a l l s p i e l e ift folgendes: Neuborn, Franken- berg 51:38: Kölbe, Wetzlar-Ni'der girmes 23:12: Tv. 1846 (hießen, We tar 58:62; G-voßen-Lindcn, Tgm. Marburg 51:50; Seminar F iedberg, Mtv. Gießeu 52:45; 2. Mannschaft Wetzlar, Zöglinge Tv. 1846 Gießen 52:42: 1. Mannschaft Mtv. Gießen-Friedberg 45:32; 2. Mannschaft Wetzlar, Mtv. Gießen 78:70. — Außerdem fand ein Wettfechten in schweren Säbeln (25 Teilnehmer, 17 Sieger) und ein Florekfechten in loser Stellung (11 Teilnehmer, 9 Sieger) statt. Datum: Amsterdam. Notterd. DrüstebAntwerpen . sshristiania Kopenhagen Stockholm tzelsingfor«. Italien London. New-Park...... Pari» Schweiz. ... .... Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . Geld Brief Geld Brief 9. Juli 10. Juli Eauturnftst. Es war ein gewagtes Unternehmen, als die beiden Gießener Turnvereine sich entschlossen, das diesjährige Gcmturufest des Gaues Hessen zu übernehmen. Doch trotz der ungünstigen Zeitvernält- nisse darf man nach dem gestrigen sehr günfhgen Verlaut und bei dem mcherordentlich starken Besuch das Gaufest als gut verlaufet: bezeichnen. Am Samstagnachmittag begann das Fest mit der Kampfrichtersitzung, an der weit über hundert Kampfrichter teilnahmen. Der Vorsitzende des Festausschusses Erle begrüßte die Erschienenen. Namens der Turnerschaft Gießens sprach Gau- turnwart Will, namens des Gaues Pfeifer- Wetzlar. Beigeordneter Dr. Seid wünschte dem Gaufest besten Verlauf, hob Gießens Bedeutung! als Curnerstadt hervor und betonte die hohe Bedeutung des Turnens gerade in der heutigen Zeit. Am Samsag abend fand ein Umzug statt, daran schlossen sich turnerische Darbietungen. 'Glanzleistungen waren das Turnen der Barrenriege und die Uebungen der Riege des Dum- und Sportvereins 1860 Marburg. Vor allem - seien auch erwähnt die Stabübungen der Damenriege vom Gießener Turnverein 1846 und die Langstabübungen des M.-T.-V.-Gießen. — Am Sonntag vormittag von 6%—1 Uhr fand das W e t t u r n e n statt. Rund 600 Wetturner, 50 Musterriegen und 22 Faustballmannschaften nahmen teil. Als Ehrengäste hatten sich eingefunden der Rektor der Laiidesuniversität Pros. Dr. Kalbfleisch und der Provinzialdirektor Geh.imerat Dr. Usinger. Mittags 2 LU)-r setzte sich Dum Stadtthealer aus ein ansehnlicher Festzug durch die Hauptstraßen in Bewegung und bann ergoß sich eine dichtgedrängte Menschenmasse auf Os- waldsgarten, her als Festplatz diente. Am Nachmittag roelte übrigens Oberst Kummemit seinem Adjutanten längere Zeit auf dem Festptatz und verfolgte mit großem Interesse die turnerischen und sportlichen Darbietungen. Nach dem Aufmarsch der Wetturner erfolgten unter Leitung des Gcuttum- warts Will die Freiübungen von etwa 550 Turnern. Sie machten einen vorzüglichen Eindruck und gaben Zeugnis davon, daß das Turnen im Gau Hessen wieder eifrig gepflegt wird. Gau- vertveter Pfeifer-Wetzlar dankt der Stadt Gießen, ihren Bewohnern imb den Gießener Turnern dafür, daß infolge ihres Einspringens das Gausest überhaupt stattfinden konnte. Die Turnvereine hätten in ernster Zeit die ernste Aufgabe, die deutsche Jugend zu tüchtigen Staatsbürgern und Eharakteven hevanMbil.en, Me Klassen, alle Stände und beide Geschlechter müßten Mitarbeiten zur körperlichen und seelischen Erstarkung unseres Volkes. Lauter Beifall folgte seinen Worten. Darnach turnten die Musterriegen an ihren Geräten. Die tausenbköpfige Menschenmenge zeigte lebhaftes Interesse für die Uebungen, die Leistungen ernteten allgemeines Lob. Viele Zuschauer bewunderten besonders die turnerischen Leistungen der Wetzlarer Damenriege, die Faustballspiele und 'das Fechten der Gießener Fechterabteilung. Bei dem Altersturnen war es außerordentlich erfteulich, daß gerade die älteren Turner, die im Alter von 35 bis über 50 Jahren stehen, der Jugend zeigten, wie man den Körper bei fortgesetzter Uebung bis ins Alter hinein tüchtig und elastisch erhalten kann. Ihre Leistungen wurden als hervorragend bezeichnet. Es beteiligten sich daran Turner, die bereits auf Gau- und Kreisfesten unter den ersten Preisempfänaern standen. Die rings um den Turnplatz aufgestellten Wirtsck)aftshallen, Karussells und Schaubuden erfreute» sich eines sehr starken Zuspruchs. Große Anziehungskraft hatte besonders die Kapelle der Oberlandler in der bayerischen Bf erhalle. — Infolge der großen Zahl der Wett- turner und Musterrieben hatte der Becechnungs- ausschuß schwere Arbeit zu leisten, und so erfolgte die Preis Verteilung etwas verspätet. Marburg, 71 P. - —---- x—-- -- ■ Geräte und Bvlkstüml., 39 Teilnehmer, 26 Sieger). Ehrenpreis Otto Tertor, T. il Sp^V 1860, Marburg 144 P.; 1. Preis Anton Nies-Nidda und Ludolf Peter, Turn- und Sportv. 1860 Marburg 131 P.; 2. Karl Schmidt, T - u. Spv. 1860 Marburg 128% P.: 3 Herm. Neuser, Tv. 1846 Gießen uird Martin Textor, T.-u. Spv. 1860 Marburg 125P.; 4. Fritz Knocke, T-u. Spv. 1860 Marburg und Karl Schneider, Grünberg 124% P.) 5. Will). Siebert, Tgm. Marburg 121%$.; 6. Fritz Henkel- mami-Butzba ch 120%$.: 7. Adam Ehl Hardt-Wetzlar 120 $.; 8. Fritz.Kccknn-Alsfeld 115% $.; 9. W. H. Hofmann - Krofdorf 115 Punkte. — 3. Oberstufe (Neunkampf: Geräte, 39 Teilnehmer, 35 Sieger): 1. $reis Otto Textor- Turn- u. Sportv. 1860 Marburg 89 $.; 2. Friß Knoke, Tum- u. Sportv. 1860 Marburg 85% $.; 3. Anton Nies-Nidda, 84 $.; 4. Rich. Bnrkhold, Tum- u. Sportv. 1860 Marburg 83% $.; 5. Karl Schmidt, Turn-u. Sportv. Marburg 1860 82%$.; 6. Karl Schneider-Grünberg 80% $.: 7. Adam Ehl Hardt-W: tz ar 80 $.; 8. Ludolf Peter, T^n- u. Sportv. 1860 Marburg und Otto Meier-, Mtv. Bad-Nauheim 79 $.; 9. Emil Engstfeld^Krrch- hain 771,o$.; 10. B. Bühner, Turn u. Sportv. 1860 Marburg u. Herm. Neuser, Tv. 1840 Gießen 77$. 4. Unterstufe (12-Kampf, 428 Teilnehm., 244 Sieger): 1. Adam Otto- -Lchottrn 143 $.; 2. Hch. Keller-Burgsolms 137 $.; 3. Richard Horn-Tgm. Marburg 136 $.; 4. Carl Hofmann- Hungen 135 $.; 5. Ph. Hildebrand-Nid.-Mecsel 132'/i. $.; 6. Konrad Wißner-Tgm. Marburg und Aug. Heber lein-Turn- u. Sportv. 1860 Marburg 131% $.; 7. $h. Schmitt-Tgm. Friedberg 131 $.; 8. Fritz Grcis-Tv. 1860 Bad- Nauheim 130V? $.; 9. Ludwig Bürg-Tgm Lauterbacl;. 10. Hch. Gode-Tv. Lauterbach 129'/- ter vermehrt wird. Berlin, 10. Juli. Börsenftimmungs- bild. Tie Börse verlief l)-eute ruhig und eher chwärher, abgesehen vm Erdöl, die bis 1700 gesucht waren, während Deutsck-e Petroleimi nur wenig Don 863 brs etwa 875 »mjogmt.' Der Mvn- tanmarkt Ivar überwiegend schlväckstn:, 'päter allerdings teilweise eräyott. Elektvowert: still und schwächer. Kaliwerte ebensa.lls kaum verändert. Adlerwerke fest, dagegen Daimler, schwäck^er. Von Banlattien Teutsckre Bank fest bis 260, dagegen aNttomllbank schwächer. Meiilauische Anleihen leicht befestigt. Heimische Anleihen still. 3pvoz. Konsole V* Potent höher. Von chemischen Werten Gol.-sckmidt selhr fest. Am Schi.fahrtsmarkl Hapag abgesck.w'ich-t, bargen Lloyd und Argo fester. Am Eiliheftsmarkt überwogen noch die Kursbessemn- gen. Moittanwette schlossen fest. Bochumer 294. Tie Fiorderimgen der Alliierten wtird.m einer durchgreifenden Sozialifierungsbewegung fünf tg im Wege sein. Schantungbahn am Schluß 675, Genußscheine 2875. Petroleum sest 880. Erdöl 1725. Frankfurt a. M., 10. Juli. Börsen- stimmungsbild. Tie Geschäftstätigkeit am Wocbenschluß war auf den meisten Gebieten wenig umfangreich. Die Haltung bei Beginn ruhiger, vereinzelt etwas fester. Am Montcm-Aktienmartt waren Bochumer mit 285 etwas höher. Tie übrigen Werte wenig verändert. Adlerwerke Kleyec, welche etwas gefragter waren, stellten sich auf 230—232. Durch lebhafteres Geschäft zeichneten sich Lombarden aus, doch traten im Anschluß an Wien mäßige Abschwächungen ein. Schantungbahn gut behauptet. Von Petroleumwerten wurden lediglich Deutsche Erdöl lebhafter gehandelt, 1550—1570, Deutsche Petroleum 865—867. Unter den Industrie- papieren fanden chemisch badische Anilin Beachtung. Ferner lagen Anglo Guano 10 Proz., Theodor Goldschmied 5% Proz. höher. Elektrische Werte blieben vernachlässigt. AEG. schwach. Zell- stvsf Waldhos 326. Von Bankwerten Berliner Handelc-gesellschaften zogen an bprozenttge Gold- Mexika'ier 350, Julius Sichel 1375, 1360 und 1345 _er Einheitsmarkt blieb fest. Die Haltung der Vörie war später ruhig, aber befefrigt Pri- vatdiskont 4 Proz. und darunter. Frankfurt a. TL, 12. Fulr. Tevisenmarkt. Bücherlisch. — Das Abonnement auf die Meg- gendvrser Blätter kann jederzeit begonnen werden. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung und jedes Postamt entgegen, ebenso auch der Verlag in München, Perußistr. 5. Ter Abvnnements- preis beträgt vierteljährlich nur 12,60 Mk., die einzelne Nummer kostet 1 Mk. (ohne Porto). Die feit Beginn eines Vierteljahres bereits erschienenen Nummern werden neuen Abonnenten auf Wunsch B'rschläge, die sie ausgearbeitet haben, zu verlesen. In Anbetracht der ber Konferenz noch zur Verfügung stehenden Zeit ist es wahrscheinlich, daß sie es nicht unternimmt, die Lösung der Wiedergutmachungs- frage auszuarbeiten. Ihre Absicht M vielmehr, das zu treffende Uebereinkommen in seinen großen Linien fest;nstellen, bevor sie aus- einan bergebt. Die Rebaktion des vollstänbigen Projektes iverbe entweber der Wiedrrgutmachungs- kommission übertragen oder dem Sachverstänbigen- auSschuß, ber schon bie Besprechungen von HYthe unb Boulogne geführt hat. S p a >2, 10. Juli. (WTB.) Das in der Frage ber Strafbestimmungen ber Kriegsschulbigen unterfertigte Protokoll lautet nach amtlichen Berichten: Die Konferenz hat in Uebereinstimmung der bevollmächtigten Vertreter ber Regierungen Belgiens, Frankreichs, Italiens und Japans einerseits und Deutschlands anderseits beschlossen, das in die Hände des Reichsgerichts in Leipzig gelegte Strafverfahren im Sinne des Briefes des Präsidenten des Obersten Rates der Alliierten an die deutsche Regierung vom 7. Juni 1920 fortzusetzen. Um die Untersuchung in der genannten Sache zu beschleunigen und alle wünschenswerten juristtschen Feststel- lmigen zu erhalten, wirb sich ber Reichsanwalt bes Reichsgerichtshofes birekt mit bem Attorny- general ober ben Justizministern ber betreffenbm alliierten Länder in Verbindung setzen, um die Auskunft Unb bie gerichtliche Feststellung burch einen Untersuchungsausschuß ober auf anderem Wege xu erlangen. Dies wird in kürzester Frist ausgeführt werden und bie gesammelten Ergebnisse bem Reichsanwalt übermittelt werben. Nach einer anderen Meldung hat ber Justiz- Minister Dr. Heinze u. a. bargelegt, baß von ber beutschen Regierung in ber Frage ber Kriegs- schulbigen versehiebene Verhaftungen geplant, aber noch keine ausgeführt worben seien. Eupen und Malmedy. Berlin, 9. Juli. (WTB.) Auf die in der Presse wi-edergegebene Nate der Friedenskonferenz in der die deutschen Beschwerden hinsichtlich der Volksbefragung in Eupen und Mal-- medy als imbegmnbct bezeichnet wurden, hat die deutsche Regierung nunmehr, wie wir erfahren, geantwortet. Die mit neuem urkundlichem Beweismaterial versehene Antwortnote stellt zunächst fest, daß bas van der deutschen Negierung vorgelegte Material nur unvollständig und die van der Bevölkerung selbst erhabenen Beschwerden überbauet nicht berücksichtigt seien, ferner, daß die Konferenz 'von unzutvefsender Rechts^usfassung unb falschen Jnformativuen ausgeht. Die Note fährt sodann fort: Tie deutsche Regierung muß der Behauptung, daß Bewöhner von Eupen und Malmedy, die von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen, keinerlei Vergeltungsmaßna'hmen ausgesetzt seien, entschieden widersprechen. Es ist unumstößliche Tatsache, lxrß die belgischen Behörden sich der Vergewaltigung der Bevölkerung schuldig machen. Zwar 'hat der belgische Bevollmächttgte zugesichert, daß niemand wegen seiner Absttmmung bemrch- teiligt werden soll, aber die belgischen Behörden! handeln nicht nach dieser Znsicherimg. Tiefe ist auch ber Bevölkerung niemals mitget-eilt worden und selbst wenn dies geschehen wäre, würde die Bevölkerung ihr keinen Glauben schenken. Es ist feststehende Tatsache, -daß die Bewöhner infolge des Verhaltens der belgischen Behörden ber Ansicht sind, daß jeder, der sich in bie Liste einträgt, über kurz ober lang ausgewiesen wird. Deshalb wagt es keiner abzusrimmen. So erllärt es sich, daß heute, wo die Abstimmungsfrist abgelaufen ist, kaum ein Prozent der Stimmbcrechttgten sich eingetragen hat. Die deutsche Regierung stellt fest, daß das Ergebnis der Volksbefragung nicht als ber wahre Ausdruck des Willens ber Bevölkerung angesehen werden tarnt. Sie hält ihren Protest mit Nachdruck aufrecht und spricht die Erwattmrg aus, baß endlich Maßnahmen getroffen werden, die eine freie Willensäußerung ber Bevölkerung, entsprechend dem Friedc'Nsvertrag unb oen Zusicherungen ber alliierten Mächte erniöglichen. Die.Note schließt mit folgender Bemerkung: Die alliierten Mächte sprechen am Schluß ihrer Note die Erwartung aus, daß Deutschland alles vermeiden werde, was als Versuch einer Fälschung der Volksbefragung gebeutet werden könne. Tie deutsche Regierung Der- , mag nicht zu ersehen, was mit dieser Bemerkung gemeint ist, weist aber jede Berdächttgung die darin liegen sollte, entschieden zurück. Sie muß ihrerseits darauf aufmerksam machen, daß in den Kreisen Eupen und Malmedy belgische Agenden, wie der belgische Krimiaraltammiffar TredaÜley unter dem Namen Freiherr v. Seyblitz, v. $ taten und Dr. 1 Krause, mit gefälschten Ansmeispapieven und mit ber Angabe, sie kämen im Auftrage ber deutschen Regierung, als Agents ProvoEurs tätig find. ' Ein neues Wirtschaftsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz. (In einem Teil der Auslage wied.'rholt.) Die Verhandlungen in Spna. Paris, 10. Juli. (WTB.) Nach einem Telegramm des „Echo de Paris" aus,Spaa will Pertinax wissen, daß die Alliierten folgende Haltung bet der heutigen Erklärung über die Wiedergutmachungen einnehmen werben: Die deutschen Delegierten werden aufgeford^rt, die Berlin, 10. Juli. (Privat-Telegr.) Nach einem Dertragslosen Zustand Don sechs Monaten wurde gestern in Berlin ein neues Wirtschafts- äbfommm zwischen Deutschland und der Schweiz unterzeichnet. Laut „Berl. Tageblatt" sei eätt Lirierung von monatlich 30—35000 Donnen Kvylen vereinbart worden. * Das Verdi enstlichere. Die Gattin des Philosophen Friedrich Schlegel war selbst eine hervorragende Schriftstellerin. Dabei besaß sie alle Hausfrauentugenden in reichem Maße und arbeitete sehr fleißig für ihre Wirtschaft. Als jemand bei öfteren Besuchen in ihrem Hause sie mit Stricken beschäftigt fand, fragte er sie, ob sie nicht solche Arbeiten lieber anderen Leuten überlassen und dafür eine ihrem Geiste entsprechende Tätigkeit aus- üben möchte. „Ei", sagte Frau Schlegel heiter, „ich habe niemals gehört, daß es zu viel Strümpfe gibt, wähl aber, daß zu viel Bücher gemacht werden. Es scheint mir verdienstlicher, einen Strumpf zu stricken, als ein Buch zu schreiben." Hundel. ** Tie Anmeldung deutscher Forderungen. Durch Bekanntmachung des Reichs- ministrrs für Wiederaufbau Dom 28. Juni in Nr. 142 des Reichs-Gesetzblattes Dom 30. Juni ist die Frist für die Anmeldung deutscher Forderungen beim RAA. nochmals bis zum 31. Juli 19 20 verlängert worden. Tazu hat Wolffs Telegraphisches Bureau (WTB.) unter dem 1. Juli eine Mitteilung von zuständiger Stelle veröffentlicht, nach welcher die Frist endgültig auf den 31. Juli festgesetzt worden ist. Mit einer nochmaligen Verlängerung der Anmeldefrist über ben 31. Juli hinaus ist hiernach nicht zu rechnen. Terienige, der auch bie neue Nachfrist unbenutzt verstreichen läßt, hat nach ber oben erwähnten Veröffentlichung von WTB. aus Grund bes § 64 des RAG. Strafverfolgung zu gewärtigen, ganz abgesehen davon, daß Forderungen, deren Anmeldung bei dem RAA. nicht innerhalb der vom Reichsminister für Wiederaufbau Ve iinmten Frist erfolgt, nach §§ 15 irrtb 18 des RAG. durch Anordnung einer Spruchstelle des RAA. aus das Reich zu übertragen sind, fMs sonst die gesetzlick>en Voraussetzungen zutreffen. Um die deutschen Gläubiger zur möglichst schleunigen Anmeldung ihrer ausgleichspflichligen Forderungen zu veranlagen, dürfte es vielleicht zweckmäßig fein, darauf besonders hinzuweisen, daß jeder GlLubiger sich selber tafät-igt, wenn er die Anmeldung seiner Forderung verzögert, weil er um fo länger auf die Auszahlung des Betrag's feister anerkannten Forderungen warten muß. je später die Anmeldung solcher Forderungen beim RAA. -oder der zuständign Zlveig- stelle eingeht. Ferner wäre daran zu erinnern, daß, wie aus den Tage^eitungm bekannt ist, das britische Ausgleichsamt mit dem ersten Schub im ■ 10 Frdr. Bierwirth, Tgm. l binnen drei dNonaten nach Empfang der 35 000 — 2 Oberstufe (12-Kamps- ForderungSanmeldungen die Nichtanerkennung der ■■ ' "" * 0/1 Schulden dem britisä)-en Ausgleichsamt angezetgt ist. Insoweit das RAA. nicht imstande ist, vor Ablauf dieser Frist von drei Monaten mit deut- chen Forderungen g:gen die vom Britt)chen AA. angemeldeten 35 000 Forderungm aujzurechnen, wird nach § 11 der Anlage zu Artikel 296 des FV. vom Deutschen Reich der geschuldete Betrag in bar gezahlt werden müssen. In Anbetracht der 265 Milliarden Mark Schulden, die das Deutsche Reich nach Den Ausführungen des ReichsiinanzMinisters im Reichstag sck)on 'hat, liegt es aber im Interesse der Gesamtheit seiner Burger und damit auch eines jeden deutsck»en Gläubigers, ber ausgleichs- pslichtige Forderungen anzumclden 'hat, daß diese ungeheure Sckmldenlast durch das dem Reich im FV. aufgezwungene Ausgleichsverfahren nicht wei- I Sprechstunden desHerrnDir.Warnecke auSHannover bingewiesen. DieWarneckscheDket bode ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus als eine rationelle bet —, u. kann der Besuch d.Svrechstund. nur dring. empfohL — Alt-Flandern von Prof. Dr. Rich. I werden. Es ist der einfachste, sicherste u. billigte Weg Graul. Das Dpn Rich. .Graul her«usgegebene, den' zur dauernden Beseiitgung des unseligen Nebels, Dienstag, 3. Juli 1920 er Nr. 96 , 12. Juli 1920 hulstratze 7. fni Baubis in, gjfariernwrber (Westpr.). Tas cinmü'igc 3ummenurbei ten oller Deut- kHm lohne Rück,ich! aus die Parteirichtung hat bcn geto'I ig-m Erfvlg ermöglicht. M arien- ten würden. Die Lage in Anatolien. Beamtenstreik in Wien? e n , 12. Juli. (WTB.) DieBeam - :r städtischen Unternehmungen suchten wegen der ungünstige, wirt- schaftlicl)en Lage, insbesondere auch gegenüber den bedeutend besser bezahlten städtischen Ar^ beitern^ kürzlich um eine Erhöhung ihrer Lohnbezüge nach und verlangten mindeste n s G le i ch ste l l u n g mitderArbeite rsch a ft. Da die Gemeinde Wien bei den Ausgieichsverhandlungen einen ablehnenden Standpunkt einnahm, stellten die Beamten ein Ultimatum für die Erfüllung ihrer Forderungen bis Dienstag nachmittag, andernfalls sie in der Nacht zum Mittwoch in den Streik tre- 2nhalt§-Ueberslcht: Bekanntmachung betr. die jetzige Fassung des Gesetzes über Wochenhilfe und Wochenfürsorge (Schluß). - Ansprüche Krieqs- be,chadlgler aus der Angestelltenversicherung. - Errichtung einer Müllerzwangsinnung für die Stadt und den Kreis Gießen. - Ueberleituna der Gesetzgebung im Bereich der Einkommensteuer. - Viehseuchen. - Dienstnachrichten. - Polizeiverordnung betr. die Aufsicht über die Hunde Ein Vermittluugsplan. is, 12. Juli. (WTB ) Dem „Journal ts" wird aus Spaa gemeldet: Der Oberste e sich verpflichtet, unter folgenden Be rgen zwischen Polen und Sowjet- i b zu vermitteln: P len solle dein Rat unter Verzicht auf jeden imperia- Plan bckingungsloS die Grenzscsisetzung i, auch die Entscheidung hinsid^lich Dam Teschen. Die polnischen Trup en sollen die Linie Grodiw—Brest-Li towsk zurück- ie Sowjettruppen bis ;,u einer Linie, dir neter davon entfernt ist, vorrüden. Dir t würden jedoch die Polen unterstützen. Roten Truppen die eigentliche polnische iberschritten. Die Friedenskonferenz solle on zusammentre»en. An ihr sollen teil- Sowjctrußland, d.olen, Finnland, Litauen tgalizien, das die Möglichkeit haben soll, )t auf Unabhängigkeit geltend zu mad>en Sowjettruppen nm Kaspischen Meer. ,-i s, 12. Juli. (WTB.) Nach e’-iwr Dttvas- aus Tchevm sind nruc Som- ttmpven am it Mecve gelandet worben. Damit habe sich e Persiens noch verschlechtert, chewiskn halben Sari in der Provinz Ma- besetzt. Die neue persi ch: Reg erung rer- ige 9Regimenter aufzicstellen urto wich Ko- d russische Offiziere, die sich in Persien , anzuwerben. s nicht auibie^ toerte 7.^ k-vicsen. dj hnheijiBc von Anzeigen für bie lagesnummer bis zum Sfla*mirtag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Breis ftr l "*m h-de für Anzeigen e. 34mm 'Breite örtlich 35 Pf., auowörts 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Brette l50Pf D«> Platz- vorschrb l "jfT Aufschlag. Hauptschriflleiler: Äug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Äug. «oetz; für den übrigen Zeil: l)r. Reinkold Ienz; für den Anzergentett: H. Y<*. sämtlich in Gießen. polen in Not. t a, 12. Juli. (Wolff.) Der polnische Mb- Gr a b s k i erkannte in einer Aftern früh sten gegenüber givä,rten Unte re ung den : po.nisch.-n Lag.' a.t der Fron, an Die ften hatten mit b.d ut nde.i Sl-eit rä len Viertem Kn gsmate ia unter ter F.lh- e n i k i n s, K o l t s ch a k und I u d e - angegriffen Jnoes en hab ie verzw i- e an der Fron, groß- pat iot sch' Ge- zelöst unb bcn Wunsch der Beste.rung des ubrrs überall im Lande waä>g rui n Der at proklamierte nochmals bi.1 iricb.idKn der poln.scheu 8t. gi rung; er .ezweifle B -bie Al.iierten Polen b t seiner Rolle, ugunsten der Zivi isat.on im Osten zu rbe, unterstütz n würden. „Petit Parisim" m lxt. Grahski Ixfie ral Pilbubskr telegraptnsch bie not- Weisungen zur Einstellung der e und Einleitung von Wassenstill- oerhandlungen übermittelt. ra, 12 Juli. (WTB.) Havas-Reuter. gs trafen in den Kreistm der .Konserenz eunruhigenbe Rachrtchten über irische Lage in Polen ein. Es srnd Beengen über diese Frage zwischen den Vertretern anberaumt. der „Bossischen Zeitung" aus Breslau wird, werden nach einer dort eimTclaitfe- düng die Ostfo rts von Brest-Li- von schwerer bolschewistiscl-er Artillerie uvt-t. Piv yujtciHC uiuii ctwuiiy giuli.yt.< UCll rern der beiderseitigen Delegationen heißt es, daß bei den Mitteilungen der Deutschen über die Unterernährung der Bergleute in Deutschland die Alliierten in spontaner Weise erklärt hatten, daß sie geneigt seien, der Frage einer Verbesserung der Ernährung der deutschen Bergleute näherzutreten und baten die deutschen Delegierten um Vorschläge hinsichtlich dieser Frage. Spaa, 12. Juli. (Wolff.) Die für heute vormittag angesetzte Vollsitzung der Konferenz ist auf heute nachmittag vertagt ivorden und wird voraussichtlich um 5 Uhr statt finden. Meldung unsres Son"e dienstes. Spaa, 12 .Juli. Als die deutschen enterten heute kurz vor 11 Uhr vor dem Schlo s de la Freineuse vor uhrm, wurde ihnm mitgete.lt. daß die Konferenz verschobm ivorbe.i sei. Man . e.a e e außerordentlich, daß sie sich haben herbemü en müssen Die Beratungen b.T A.liierten seien iedoch noch nicht abgeschios.en, imb man habe sofort den Versuch gemacht, die deutsch.' Delegation hiervon telephonisch zu unterrichten, jdoch sei der Anruf zu spät erfolgt und men habe die Auskunft erhalten, daß die Herren b r?ü3 unterwegs seien. Generalsekretär Rolland fügt: hinzu, ec fei ausdrücklich ermächtigt, zu erklären, bi.1 Beratungen des Obersten Ratts s.ien fruchtbar f n t.il ). Ter Reichskanzler erwidert', daß, wenn ein solches Ergebnis der Beradrngen in Au sicht stände, er gerne mit ber Vertag mg emverstamen sei Jrn Vettaufe der Konf r nz und w allem in den Beratungen der einzelnen Kommissionen kam es wiederholt zu per Sn ichen Begrüßungen ter beiderseitigen Sachv r'tän g.m So re r ßte und tauschte Händedrücke Marschall Fach mit Gene a! von Seerft aus. Ebenso war es bei den Mttg ieder.i ber Luftkommis'ion. Dag gen war las Ver ä tnis ber französischen zu den deut ch n Seeoffizieren ein anderes. Bei brr Kons ren; reicht' man sich niemals die Hände, sie begrüßten sich höflichst aus gemessener Entfernung. Lloyd Georg an der Ruhr erkrankt? Wie deni „Berl. Tageblatt" aus Spaa gemeldet wird, istLloydGcorgean derRnhr erkrankt. Tie Erkrankung wird auf das schleckte Trinkwasjer ia Spaa zurückgeführt. Bekanntmachung betreffend bie jetzige Fassung bes Gesetzes über Wochenhilfc unb Wochenfürsorge. (Vorn 22. Mai 1920. (Schluß aus Nr. 95 des Amtsoerkündigungsblattes.) Als Wochen Hilfe werden bie im § 195a bezeichneten Leistungen gewährt; dabei beträgt das Wochengelb eiimndcinel-albe Mark täglich, das Stillgeld sünsundsiebzig Pfennig täglich. Tie Satzung kann den Betrag des Wochengeldes und des Stillgeldcs je bis auf die Hälfte des Krankengeldes ber Versicherten erhöhen. Wechseln bie Versicherten während der Leistung ber Wochenhilfe bie Kassenzugehörigleit, so bleibt bie erstverpflichtcte Kasse für bic weitere Turchsührung der Leistung zuständig. Tie §§ 195b, 195c, 1956, 196, 197, 199 gelten entsprechend. Tie Satzung kann mit Zustimmung des Oberversicherungsamts bestimmen, wie weit von der Voraussetzung des Abs. 1 Nr. 1 abzusehen ist. i i Sind mehrere Krankenkassen oder knappschaftliche Krankenkassen beteiligt, so ist bie Wochenhilfc nur einmal zu gewähren. Tie Wahl ber Kasse steht ber Wöchnerin frei. Der Krankenkasse im Sinne dieser Vorschrift steht eine Ersatzkasse gleich, soweit die Rechte unb Pflichten ihrer AMglieder hei deren Krankenkasse nach § 517 Absatz 1 ruhen. 8 205b. Tie Satzung kann zubilligen: 1. Krankenpflege an solche Familienangehörige der Versicherten, welche darauf nicht anderweit nach diesem Gesetz Anspruch haben, 2. Sterbegeld beim Tode des Ehegatten oder eines Kindes eines Versicherten. Es kann für den Ehegatten 'bis auf zwei Drittel, für ein Kind bis auf die Hälfte des Mitglieder- sterbegeldes Gemessen luerben und ist um den Betrag des • Sterbegeldes zu kürzen, auf das der Verstorbene selbst gesetzlich versichert war. 8 205c. Für den Uebergang von Schadenersatzansprüchen berechtigter Familienmitglieder (§§ 205a, 205b auf bie Krankenkassen gilt § 1542 entsprechenb. § 2056. Tie Leistungen ber Kasse nach § 205a werden ihr durch das Reich zur Hälfte erstattet. § 197 Abs. 1 Satz 2 gilt entsprechend. Tie Kasse hat die verauslagten Beträge dem Versicherungsamt nachzuweisen; dieses hat das Recht der Beanstandung; das Oberversicherungsamt entscheidet darüber endgültig. Soweit die Kassen auf Grund des § 205c Ersatz erhalten, hat das Reich Anspruch aus Anrechnung der Hälfte. Tas Näl)ere über die Nachweisung, Verrechnung und Zahlung bestimmt das Neichsarbeitsministerium. Tie Kasse kann beantragen, daß ihr vom Reiche auf die ilpu zur Last fallenden Leistungen ein ^Vorschuß vis zu dem Betrage gewährt wird, den die Kasse im vorauf gegangenen Monat für das Reich verauslagt hat. : Ter Vorschuß ist bei der nächsten Verrechnung der geleisteten Zahlungen auszugleichen. § 11. Ter §216 Absatz 2 der Reichsversicherungsorbnung erhält folgenden Wortlaut: „Hat ber Berechtigte im Inland Angehörige, denen Fa- milienHilfe zusteht, so ist diese zu gewähren." § 12. Sind in ber Landwirtschaft Beschäftigte ober Tienst- boten nach den §§ 418, 435 ber Reichsversicherungsorbnung von der Versicherungspflicht befreit, so gilt § 205a der Reichsversicherungsordnung in ber Fassung des § 10 dieses Gesetzes entsprechend. Ter Arbeitgeber bat der Wöchnerin die im § 195a ber Reichsversrcherungsordnung bezeichneten Leistungen aus eigenen Mitteln zu gewähren. Ferner gelten die §§ 205c, 224, 422 ber Reichsversicherungsorbnung entsprechend. § 13. Im § 500 Absatz 1 ber Reichsversicherungsorbnung wirb Ziffer „2056" eingefügt. Hinter § 507 Absatz 1 Satz 1 ist einzufügen: „2056 finbet Anwendung." § 14. (Weggefallen.) III. Beiträge. § 15. Ter § 384 Wsatz 2 Satz 1 der Reichsversicherungs- vrdnung erhält folgenden Wortlaut: ,, Kassen mit Familien Hilfe nach § 205b können von den Versicherten mit Familienangehörigen einen Zusatzbeitrag erheben, den die Satzung allgemein festzusetzen hat." § 16. In den §§ 386, 388 der Reichsversicherlingsorbnung werden die Worte: „viereinhalb vom Hundert" durch die Worte: „siebeneinhalb vom Hundert", im § 267 Nr. 2, § 389 Absatz 1, § 390 Satz 1 ber Reichsversicherungsorbnung bie Worte: „sechs vorn Hundert" burd) die Worte: „zehn vorn Hundert" ersetzt. IV. Wochenfürsorge. ... 8 ID Minderbemittelte deutsche Wöchnerinnen, die ihren ge- wowilichen Aufenthalt im Inland Ijabcn unb für bie nach den vorstehenben Vorschriften kein Anspmd) auf Wochenhilfc besteht erl-alten aus Mitteln bes Reiches eine Wochenfürsorge. m Sofern nicht Tatsachen bic Annahme rechtfertigen, daß eine Beihilfe nicht benötigt wird, gilt eine Wöchnerin als mindcr- bemltte l, wenn ihr unb ihres Ehemannes Gesamteinkommen aber lyfern sie alleinsteht, ihr eigenes Einkommen in dem Jahre ober teuerjobre vor ber Entbindung den Betrag von viertausend Riark mcht überlegen l-at. Dieser Betrag erhöht sich für jedes vorhandene Kinb unter fünfzehn Jahren um fünfhundert Mark. 8 lo-„ ^te Wocheufürsorge wirb burd) die Allgemeine Orts- ^?lenkape,in bereit Bezirk der gewöhnliche Aufenthaltsort ber Wöchnerin liegt und, wo eine solche Kasse nicht besteht, durch bic Lanblrankenkafte geleistet. § 19. Als Wod)enfürsorgc werben die im § 195a ber Reichs- vernchcrungsordnung in der Fassung des § 2 dieses Gesetzes bezeichneten Leistungen gewährt. Dabei beträgt das Wochengeld enrunbetnehalbe Mark, das Stillgelb fünfunbsiebzig Pfennig täglich, ütc §§ 195c, 1956 ber Reichsversicherungsordnuug in,ber Fasfung des § 2 dieses Gesetzes gelten entsprechend.. . 20. Tie Leistungen der Kasse werden ihr burd) das Reich erstattet. § 1J7 Absatz 1 Satz 2 der Reichsversicherungsorbnung tn der Fapung bes § 3 dieses Gesetzes gilt entsprechend. ü.ie Kasse hat bie verauslagten Beträge dem Versicherungsamte nachzuweisen, dieses bat bas Recht ber Beanstandung bas Oberversicherungsamt entscheidet darüber endgültig. . Tas Nähere über bie Nachweisung, Verrechnung und Zahlung bestimmt das Reid)sarbcitsministerium. § 2056 Absatz 4 gift entsprechenb. § 21. (Weggefallen.) § 22. Einer Satzungsäiiderung auf Grund der Vorschriften der §8 17 bis 20 bedarf es für bie Kassen nicht. 8 23. Für bas Verfahren bei Streit zwischen bcn Empfangsberechtigten uiid den Kassen über die Leistungen nach bcn §§ 17 b's 19 gelten bie Vorschriften ber Reichsversicherungsorbnung über das Verfahren bei Streitigkeiten aus der Kranlenverficherung: iedoch entscheidet das O berv er sichern ngsamt endgültig; die §§ 1693, 1'99 der Reichsversicherungsordnung gelten entsprechend. die ^LeEtungen und den Anspruch darauf gelten bie §§ 118, 119, 210, 216, 217, 223, 224, 1531 bis 1533 der Reichs- versichcrungsorbnung entsprechenb. r ,. Tic Steuerbehörden haben den Kassen und den Versicherungs- behorden auf Aiifordern Auskunft über bie Verhältnisse der Wöchnerin oder ihres El;emanncs zu geben. V. Sonstige Vorschriften. § 24 Ter § 425 der Reichsversicherungsorbnung erhält fol- genbe Faftung: Was iiad) §§ 420 bis 423 für das Krankengeld gilt, gilt auch für die anderen Barleistungen ber Kasse mit Ausnahme der ber Wochenhilfc unb des Sterbegeldes. , §25. Im § 1542 Absatz 1 der Reichsversicherungsordnung wird Satz 2 durch folgende Sätze ersetzt: . Ties gilt nicht bei Ansprüchen, die aus Schwangerschaft und vftederkunft erwachsen sind. Bei den gegen Unfall Perneuerten und ihren Hinterbliebenen gilt cs nur insoweit, als eö sich nicht um einen Anspruch gegen den Unternehmer oder die ihm nach § 899 Gleichgestellten handelt. : VI. Schlutzvorschriften. § 26. Soweit Gesetze unb andere Rechtsnormen auf Vor- fchriften verweisen, welche dieses Gesetz ändert ober aufhebt, treten an deren Stelle die entspred-enden Vorschrifteii dieses Gesetzes. , § .27. Tic Vorschriften des § 8 treten mit dem 10. Januar 1920 in Kraft. Im übrigen tritt dieses Gesetz in seiner Fassung vom 26. September 1919 mit dem 1. Oktober 1919, in seiner Fassung vom 30. April 1920 mit dem 7. Mai 1920 in Kraft. Wöchnerinnen, bic vor dem 1. Oktober 1919 entbunden worden sind, erhalten von diesem Tage ab das Wochengeld und das Still- gelb nach diesem Gesetz in ber Fassung vom 26. September 1919, wboch abzüglich der zwischen dem Tage der Niederkunft und dem 1. Oktober 1919 liegenden Zeit. Steht der Wöchnerin für diese llmtsDerfünbigungsblatt für die proviNMldireMon Gberhessen und für dar Kreisonit Gießen Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Rur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. ten feine verlost steten Gebiete und seine Fabriken wieder aufgebaut werden. Darüber hinaus könne es eben nichts verlangen, weil cs sich schon genügend wieder erholt habe. Zur Rede des Herrn Stinnes. Spaa, 13. Juli. (WTB.) Amtlich. Die von einer Nachrich enagentur verbreitete Meldung, baß der Reichskanzler oder Reichsminister Dr. Simons an den Generalsekretär der Konferenz oder ein anderes Mitglied der Konferenz ein Schreiben gerichtet Habe, in dem er sich wegen der Rede des Herrn Stinnes in der Sitzung vom Samstag morgen entschuldigt hätte, ist unrichtig. Es hat nur Reichsminister Dr. Simons gelegentlich eines Gesprächs mit dem Generalsekretär der Konferenz auf dessen Frage wiederholt, was er schon vor der Rede des Herrn Stinnes in der Konferenz erklärt hatte, nämlich, daß diese Rede nicht mitihmverabredetsei und daß er deshalb für ihre Form keine formelle Verantwortung trage. Tie Steuerpolitik in Frankreich. Paris, 13. Juli. (WTB.) Der Ertrag ber indirekten Steuern unb Monopole für das erste Halbjahr 1920 beträgt gegenüber bem Voranschlag 1634 009 000 Franken mehr unb 1 915 000 000 Franken mehr gegenüber bem entsprechenden Zeitraum von 1919. Die Steuereinkünfte von 1920 im Vergleich mit den Steuereinfünften im ersten Halbjahr 1914 ergeben einen Mehrbettag von 3 449 000 000 Frk., gleich 188 Proz. Die Vorbildung zum Militärdienst in Frankreich. Paris, 10. Juli. (Wolff.) Der Senat nahm heute vormittag mit 288 Stimmen den Gesetzentwurf über die obligatorische körperliche Erziehung als Vorbereitung zum Militärdienst an und vertagte sich dann auf den 30. Juli. bu r g, bas Wak/rzeicben ber deulscheu Kultur im Diten. unb bie zur Abstimmung ciifgerufei en west- veeußischen Kreise müssen nach dem einmütig be- ibirtbeten Willen der BevöDrung deutsch bleiben. 34) bitte olle Bewohner des Abstimmungsgichietcs L ftprenß-ns des aufrichtigen Tankes des deutschen ^lkes für das treue Bekenntnis zum Deutschen Keich ocrndiert zu sein. 21" den Reid-s^ und Stnatskommissar Frei- l)emt von Gayl, Allenstem (Ostpr.). Tas ganze Volk blickt voll Stolz auf das Nasurcn-undErmliändcrLand. in bem cLu so gewaltiges Beönmtnis zum Festhalten am Teutsdren Reid) am 11. Juli abg-logt worden ist 3’4) bitte Sie, alten Bewohnern ts un|ei Keine Einigung in der Kohieniieserungssrage. Spaa, 12. Juli. (WTB.) Heute,nadjmittag d Uhr traten die Häupter der auf der Kon- feren vertrete neu Regierungen zu erwr Besprechung zusammen, an der deutscherseits RxickSkanzler F^hrenba d^ und Reichsminisler Dt. Simons leilnlchmen. Zunächst mürbe in der bie Kohlen frage erneuert. Tic alli-- tertai Rogierungen teilten mit, baß sie nach ein- gedenber Prüfting zu dem Beschluß gekommen seien, es g r u n b s ü tz l i ch b c i bei im F r i e b e n s- >>«rtrag vorgesehenen Festsetzung der deut scheu Kohlenlieferungen bleiben in im e, daß aber die von der WisVr,mtmachungs- ^uwiissiou auf moauaüich 2Vu Millionen Tonnen Paris, 12. Juli. (Wolff.) Nach einet Meldung der „Chicago Tribüne" aus Konstantinopel soll Must ap ha Kemal Pasch a an den Sultan geschrieben haben, die Lage der Nationalisten in Anatolien sei, entgegen den griechischen Heeresberichten, günstig. Er habe dreitausend Griechen, darunter zwei Generäle, gefangen genommen. Sowohl die Kurden wie die Mesopotamier hätten ihm Hilfe versprochen. Diesr würden sogar den Arabern gegen die Franzosen in Syrien helfen. In einem Manifest sagt Kemal Pascha, die Engländer und Griechen seien die größten Feinde der Türkei: er empfehle aber Nachsicht gegenüber den Franzosen und Italienern. Smyrna, 12. Juli. (WTB.) Mittel hing des griechischen Generalstabs. B r u s s o wurde nach kurzem Widerstand des Feindes von den griechischen Truppen besetzt. Es herrscht dort völlige Ruhe. Der Feind zog sich in Unordnung zurück, wobei er Gesangene, Geschütze und weiteres Kriegsmaterial zuruck- ließ. In der Gegend von Aid in wurde die Stadt Nazli, die den Truppen Kemal Paschas als Operationsbasis diente von den gnechl- schen Truppen nach kurzem Widerstand besetzt. 2. an einer Druck der Brühl'schen UniversitäLs-Duch. und Stcinbrudierci 3?. Congs, Gistzrn Ke Berlin Meg- Alle 1. in 2. in Hunde sind an einer kurzen Leine oder Kette zu führen dem Botanischen Garten, den öffentlichen gärtnerischen Anlagen innerhalb der Iürlch Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien .. . . Prag . . . . licken 1. Straßen, Wegen und Plätzen bissige oder von der unterzeichneten Behörde als bissig bezeichnete Hnnde mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maulkorb versehen sein und an einer kurzen Kette oder Leine geführt werden; Hunde der nachstehenden Rassen: a) Bernhardiner, b) Neufundländer, c) Leonberger, d) Doggen (Deutsche Ulmer, Dänische und Bulldoggen), e) Barsoys, Betr.: Ueberleitung der Gesetzgebung im Bereich der Einkommensteuer. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Soweit Sie mit der Erledigung unserer Verfügung vom 8. Juni 1920 noch im Rückstände sind, erwarten wir ?d)tc Berichterstattung innerhalb einer Frist von 8 Tagen. Gießen, den 5. Juli 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: H e m m e r d e. 10.7. 14,70 16* — 11,95 Stotternde werben nochmals auf die am Dienstag. 13.d.M. von 11-1 u. 2-7tm „Eisenbahn-Hotel" stattstno. Betr.: Errichtung einer Müllerzwangisinnung für die Stadt und den Kreis Gießen. An die Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern, soweit noch nicht geschahen, an oie Erledigung unserer Verfügung vom 1. Juni 1920 (Amtsverkünöigungsblatt Nr. 76 vom 7. Juni 1920). Fehlanzeige ist erforderlich. Gießen, den 3. Juli 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r. Bekanntmachung. Betr.: Schweinerotlauf zu S t e i n h e i m; hier: unter dem Schweinebestand des Otto N i ck l a 3 I. daselbst. Unter dem.Schweinebestand des >O t t o N i ck l a s l. zu Stein- heim ist die Rotlaufseuche festgestellt worden. Tie Sperrmaßregeln sind von uns angeordnet worden. Gießen, den 8. Juli 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: v. G e m ni i n g e n. Bekanntmachung. Betr.: Ansteckender Scheidenkatarrh unter den Rindviehbeständen der Gemeinde B e l l e r s h e i in. Unter den Rindviehbeständen der Gemeinde Bellersheim ist der ansteckende Scheibenkatarrh festgestellt worden. Tie erforderlichen Sperrmaßregeln wurden von uns ungeordnet. Gießen, den 5. Juli 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: v. G e m m i n g e n. Gemarkung Gießen, 3. auf den Bahnsteigen der Bahnhöfe. Tie Besitzer oder Begleiter von Hunden dürfen Rasenplätze, Blumenbeete, Gebüschanpflanzungen und dergleichen in den öffentlichen Anlagen durch die Himd^nNicht betreten lassen. Es ist verboten, Hunde in öffentliche Tienstgebäude, in Wirtschaften oder Wirtsgärten innerhalb der bewohnten Teile der . Stadt, $u öffentlichen Feierlichkeiten, auf Märkte oder in Räume mitzubringen, Ivo Nahrungs- oder Genußmittel hergestellt oder feilgehalten werden. IV. Tie Besitzer oder Begleiter von Hunden haben zu verhindern, daß die Ruhe durch andauerndes Gebell oder Geheul ihrer Hunde gestört wird. Es ist verboten, zur Nachtzeit, d. i. in der Zeit .von 10 Uhr abends bis 6 Uhr morgens, Hunde ohne Aufsicht auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen frei umherlaufen zu lassen. Gießen, den 2. Juli 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. Bekanntmachung. *■ Auf die nachstehenden Bestimmungen der Polizeiver- io r b ii n n g, die Aufsicht über die Hunde betreffend, vom 2. Februar 1912 machen wir erneut besonders aufmerksam: Innerhalb der bewohnten Teile der Stadt müssen auf öffent- 9.7. 14,70 7,40 12,- imb stürzte eine unterbaute Feldschwer um. Hw fckL tz veonichäete saft die ge -amte Körnerernte. M * volle Ackerkrume und Kartoueln nnirden mit f gerissen, Wiesen und Straßen mit Schlamm bet Die £ebeusmitielteiierimg. rm. Darmstadt, 5. Juli. Der 2 bau aller Preise und Bekamp fu d e s W u ch e r t u m s war Gegenstand der ratung einer Versammlung, bie das M sterium heute vormittag in den Räumen ersten Kammer einberufen itte-und zu alle maßgebenden Behörden und Körpersc ten, insbesondere auch die Provinzialdirek nen, Vertreter der Konsuincntcn, Produ, ten, Landwirtschaft, Handel. Gewerbe i vertreten waren. Nach umgehender A spräche, an der sich auch,Minister d. I. Fulda, Oberregierungsrat Emmerling u beteiligten, wurde- energisches Vorgehen Stadt und Land gefordert und eine Ko Mission bestimmt, die sofort zusammenl und geeignete Schritte unternimmt, um a berechtigten Wünsck-en gerecht zu werden. s. w. Bingen, 10. Juli. Tie verein, Maurermeister von Bingen, Bingerbrück Umgebung haben besckftosseu die Preise Maurer-Arbeiten infolge Pr isabschlag emze Baumaterialien entsprechend herabzusetzen. . fd. Bad Homburg v. d. H., 10. Eine BürgermeFteroersammlung des Obertnu kreises an der auch die V.'rtrcter der Gewerli, ten imb die Vorstandsmitglieder des Kreis bau ixrein^ teilnahmen, richtete an die Landwirts einen Appell zivecks Herabsetzung Preise der landwirtschaftlichen Zeugnisse Die Vertreter der BauernfckMft klärten sich bereit, den Aufruf,, der sich beson für eine Herabsetzung des Preises für Her fartoHeln aussprichit, der in. den nad Tagen nach Homburg einberufenen großen sammlung der Dauer nsckM des Kreises vv legen. Mau erwartet, daß diese Bauernversw lung des Obertaunuskreises als erste Nas mit einem guten Beispi 1 vorangehen werde, sich dann auch die übrigen Kreise des Gel anschließen dürften. N.I» L?« - und 56 vtE «•*?*> I fers I jtlllN *■ ” verteil ii deu MfS licht, nach welcher die Frist endgültig auf den 31. Juli festgesetzt worden ist. Mit einer nochmaligen Verlängerung der Anmeldefrist über den 31. Juli hinaus ist hiernach nicht zu rechnen. Derjenige, der auch die neue Nachfrist unbenutzt verstreichen läßt, hat narb der oben erwähnten Veröffentlichung von WTB. auf Grund des § 64 des RAG. Straf I Der Si Sie der, Z'Es I dia all- I $denntdiiyj 1 Kem uuglM h I Wg E ■ indier einmal iki in das d Ni neuem JJn t «ngegensedm, [ Mer trofi c ct da Heimat Alb crsole jrterallierte Ai Kt die Üirne , Ml 95 des Be MiKiMg i i tnN^nen | in dieser Geg Smcn iver i der Eil kein Miel r 2as amttid Berlin ! lichm Eryä | Deuhiland V Stimmen a: TeutsGmi I 7,6 ProM. derli'n I kanzler iir Stamm an be | freußm: Sst-undD । [ in idiiDtm: tmi fiii' in diesen : M bitte Sie, Mil, die so er mis ablegte, de tegierung zum Berlin, Präsident! ' in Vertin und I i" Westtzi Xdegtammc a An i ... Ar vorzi lnbte es, viele rod’ Ost -im! | Wrches 8l | ^inenfettitg I -Ä denen i «et(W5 unten l M-be Al c Ihmnwng in I; ^ichlie -es ‘t * 6 «' chollkn. f) Mastiffs, g) Zieh- und Metzgerhunde, sowie alle aus Kreuzungen dieser Rassen hervorgegangenen Hunde — kurzen Seine oder Kette geführt werden. II. erfolgt, nach §§ 15 und 18 des RAG. durch Anordnung einer Spruchstelle des RAA. auf das Reich zu übertragen sind, falls sonst die gesetzlichen Voraussetzungen zutreffen. Um die beütfd^n Gläubiger zur möglichst schleunigen Anmeldung ilyrer ausgleichspflicmigen Forderungen zu veranlasien, dürfte es vielleicht zweckmüßig fein, darauf besonders hinzuweisen, daß jeder Gläubiger sich selber scküd-igt, wenn er die Anmeldung seiner Forderung verzögert, weil er um so länger auf die Auszal>- lung des Betrages seiner anertarmten Forderungen warten muß. je später die Anmeldung solcher.Forderungen beim RAA. oder der zuständigm Zweigstelle eingeht. Ferner wäre daran zu erinnern, daß, wie aus den Tageszeitungen bekannt ist, das britische Ausgleichsamt mit dem ersten Schub im Mai nmd 35 000 Fv-rLerungen gegen deutsche Schuldner angemeldet hat, die nach 8 7 der Anlage zu Artikel 296 des FV. als völlig anerkannt galten Sprechstunden desHerrnDir.Warnecke ausHannover bingewiesen DieWarneckscheMe t bode ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus als eine rationelle bek. u. kann der Besuch d.Svrechstuud. nur dring, empfahl. I werden. Es ist der einfachste, sicherste u. billigste Weg i • aut dauernden Beseitigung des unseligen Nebels, t71** irunvi uIvh t*ji itirncn wuuw.u vw-^xw-n. »i» i*-i- stehende Tatsache, daß die Bewohner infolge des Verhaltens der belgischen Behörden der Ansicht ind, daß jeder, der sich in die Liste einträgt, über kurz oder lang ausgewiesen wird. Deshalb wagt es ferner abzusttmm>en. So erklärt es sich, daß heute, wo die Abstimmungsfrist ab gelaufen ist, kaum ein Prozent der Stimmberechtigten sich em getragen hat. Tie deutsch- Regierung stellt fest, daß das Eraeb- nis der Volksbefragung nicht als der wahre Ausdruck des Willens der Bevölkerung angesckhen werden tarnt. Sie hält ihren Protest mit Nachdruck aufrecht und spricht die Erwartung ans, daß endlich Maßnahmen getroffen werden, die eine freie Willensäußerung der Bevölkerung, entsprechend dem Friedensoer trag und oen Zusicherungen der I alliierten Mächte ermöglichen. Die.Note schließt I mit folgender Bemerkung: Die alliierten Mächte I sprechen am Schluß ihver Note die Erwartung aus, daß Deutschland alles vermeiden werde, was als Versuch einer Fälschung der Volksbefragung ge- ? deutet werden könne. Tie deutsche Regierung vermag nicht zu ersehen, was mit dieser Bemerkung gemeint ist, weift aber jede Verdächtigung die darin liegen sollte, entschieden zurück, eie muß ihrerseits daraus aufmerksam machen, daß in den Kreisen Eupen und Malmedy belgische Agenten, wie der belgische Krimrnaltammissar Trcvailley unter dem Namen Freiherr v. Seydlitz, v. Ptaten und Dr. Krmise, nrit gefälschten Auswetspapieven und mit der Angabe, sie kämen im Auftrage der deutschen Regierung, als Agents provocabeurs tätig sind. Ein neues Wirtschaftsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz. 46/' Preuß. Konsole Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Pakets. NorddeutscherLloyd Boch.Gußstahlwrk. D -Luxemb Dergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Obe schl. Cisenb.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix-Brgb.-Akt. Bad.Anilin»u.5oda Höchster Farbwerke Elektr. A. E. G.. . Schuckett-Werke. . Felten - Guilleaume Daimler Bud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerke .... 40/0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Marknstteenuge«. Datum: nachgeliefert. r , — Alt-Flandern von Prof. Tr. Rüh., Graul. Das öpn Rich. Gvaul heransgegebene, den! zur dauernden Beseitigung des unseligen UebelS. P** Zeit ein Anssiruch auf Wochenhilsc mich anderen Vorschnsten zu, so bewendet cs bei diesen Borschrifteir. Ist am 1. Oktober die Vezugsdaner für das Wochengeld oder das Stillgeld zwar nach diesen Aorschrifteir, nicht aber nach dem vorliegenden Gesetz abgelaufen, so sind der Wöchnerin diese Leistungen bis zum 1. Oktober 1919 weiterzugewähren. , . Für Bersicherungssälle, bte vor dem 7. Atar 1920 erngetreten sind gelten die Vorschriften dieses Gesetzes -in der Fassung vom 26. September 1919 weiter, soweit sie für die Wöchnerrn gun- ^^Äöchuerinnen, die in der Zeit zwischen dem 1. Oktober 1919 und dem 7. Atai 1920 entbunden worden smd und als „nrchtver- sicherungssrei" keinen Anspruch auf Wochenhilfe nach § 205a der Reichsversicherungsordnung in der Fassung vom 26. September 1919 haben, steht der Anspruch vom Tage der Niederkunft ab zu, wenn sie den Voraussetzungen des § 205a in der Fassung vom 30 April 1920 zur Zeit der Niederkunft genügten. ‘ Berlin, den 22. Mai 1920. , Der Reickisarbeitsminister. Schlicke. Gauturnfest. Es war ein gewagtes Unternehmen, als beiden Gießrner Turnvereine sich entschlossen, diesjährige Ganturufest des Ga ies Hessen zu i nehmen. Doch trotz der ungünstigen Seltner, nisse darf man nach dem gestrigen sehr günst Verlaus imb bei dem außerordentlich starken such das Gaufest als gut verlaufen bezeich Am Samstagiiachmittag begann das Fest der Kampfrichtersitzung, an der weit über hur Kampfrichter teilnahmen. Der Vorsitzende Festausschusses Erle begrüßte die Erschiene Namens der Tumerschaft Gießens sprach, ( turn wart Will, namens des Gaues Pfeif Wetzlar. Beigeordneter Dr. Seib wünschte Gaufeft besten Verlauf, hob Gießens Bedeüi als Tumerstadt hervor und betonte die hohe deutung des Turnens gerade in der heul Zeit. Am Samsag abend fand ein Umzug daran schlossen sich tnrnerisck)e Darbietm ' Glanzleistungen waren das Turrien der Bai nege und die Hebungen der Riege des T und Sportvereins 1860 Marburg. Vor c seien auch erwähnt die Stabübungen der Dai riege vom Gießener Turnverein 1846 und Langstabübungen des M.-T.-V.-Gietzen. — Sonntag vormittag von 6V2—1 Uhr fand Wetturnen statt. Rund 600 Wettumer Musterriegen und 22 Faustballmannschaften men teil. Als Ehrengäste hatten sich eingefu der Rektor der Landesunioersität Prof. Dr. K fleisch und der Provinzialdirektor Geh.in U finger. Mittags 2 Uhr setzte sich Stadttheater ans ein ansehnlicher Festzug i die Hauptstraßen in Bewegung und dann ( sich eine dichtgedrängte Menschenmasse auf waldsgarten, der als Festplatz biente. Am J mittag werte übrigens Oberst % u m m e mit le Abjutanten längere Zeit auf dem Festp^atz und folgte mit großem Interesse die turnerischen sportlickien Darbietungen. Nach dem Aufmarsc Wetturner erfo'gten unter Leitung des Gau warts Will die Freiübungen von etwa 550 nem. Sie machten einen vorzüglichen @inp>«u und gaben Zeugnis davon, daß das Turnen im Gau Hessen wieder eifrig gepflegt wird. Gauvertreter Pfeifer-Wetzlar dankt der Stadt Gießen, ihren Bewohnern und den Gießener Turnern dafür, daß infolge ihres Einspringens das Gaufest überhaupt ftatrtinben konnte. Die Turnvereine hätten in ernster Zeit die ernste Aufgabe, die deutsche Jugend zu tüchtigen Staatsbürgern und Echovaktcren heranMbill.en, alle Klaffen, alle Stände und beide Geschlechter müßten Mitarbeiten zur körperlichen und seelischen Erstarkung unseres Volkes. Lauter Beifall folgte seinen Worten. Darnach turnten die Musterriegen an ihren Geräten. Die tausendköpfige Menschenmenge zeigte lebhaftes Interesse für die Hebungen, die Leistungen ernteten allgemeines Lob. Viele Zuschauer bewunderten besonders die turnerischen Leistungen der We^arer Damenriege, die Faustballspiele und "das Fechten der Gießener Fechterabteilung. Bei dem Altersturnen war es außerordentlich erfreulich, daß gerade die älteren Turner, die im Alter von 35 bis über 50 Jahren stehen, der Jugend zeigten, wie man den Körper bei fortgesetzter Uebung bis ins Alter hinein tüchtig und elastisch erhalten kann. Ihre Leistungen wurden als hervorragend bezeichnet. Es beteiligten sich daran Turner, die bereits auf Gau- und Kreisfesten unter den ersten Preisempfängern standen. Die rings um den Turnplatz aufgestellten Wirtsck>aftshallen, Karussells und Schaubuden erfreuten sich eines sehr starken Zuspruchs. Große Anziehungskraft hatte besonders die Kapelle der Oberlandler in der bayerischen Bier Halle. — Infolge der großen Zahl der Wctt- tumer und Musterriegen hatte der Berechnungs- । Bondis in, J E1 * $ S W'ig ' di KL ">eich beri'i -An tr ^rn von to < & ÄSg krs,« L» im L btr ’S 1 h"nt«ta und jedes Postamt entgegen, ebenso auch der Verlag in München, Perusastr. 5. Ter Abvmremonts-- preis beträgt vierteljLhrlich nur 12,60 Mck, die einzelne Nummer kostet 1 Mk. lohne Porto). Die feit Beginn eines Vierteljahres bereits erschienenen Nummern werden neuen Abonnenten auf Wunsch Betr.: .Ansprüche Kriegsbeschädigter ans der Angestelltenoerfi cherung. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises Tas nachstehende Ausschreiben teilen wir Ihnen zur Kenntnis- nckhmc mit. Im gegebenen Falle wollen, Sie für entsprechen de Antragstellung Sorge tragen. Ten etwa in Ihren Gememden vorhandenen Vertretungen von Kr'iegsbeschäbigten-Vereinigungen ist von dieser Verfügung Kenntnis zu geben. Gießen, den 5. Juli 1920 Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. H e ß. Hess. Hauptfürsorgestelle der .Kriegsbeschädigten- n. Kriegs- 'lftnterbliebenen-Fürsorge. Zu Nr. H. K. F.: 8209. Darmstadt, den 8. Mai 1920. Betr.: Ansprüche Kriegsbeschädigter aus der Angestelltenoer- sicherung. 1 . . ... Wir machen Sie int Interesse der Kriegsbeschädigten aus die nocksolgenden Bestimmungen über Ansprüche Kriegsbeschädigter aus der Angestelltenversicherung aufmerksam und empfchlen Ihnen, Ihre örtlichen Vertrauensleute und Ausschüsse darauf hinzüweisen mit dem Auftrag, im gegebenen Falle für entsprechende Antragstellung Sorge zu tragen. . , Auch den Verttetiingen bärtiger Kriegsbeschadlgteu-VereiNigun-i gen empfehlen wir von dieser Verfügung Kenntnis zu geben. „Während bis zum Beginn- des Jahres 1918 Den Hinterbliebenen der nach dem Versicherungsgesetz für Angestellte versicherten Kriegsteilnehmer die Versicherung nur insofern zugute kam, als sie sich die Hälfte der eingezahlten Betrage zurück- crilatten lassen konnten, ist für bie Hinterbliebenen der nach dem 1. Januar 1918 verstorbenen Kriegstellnehmer auch die Möglichkeit einer laufenden Witwen- und Waisenrente gegeben. Voraussetzung ist, daß der Ehemann vom 1. Januar 1913 bis zum 31. Dezember 1917 ohne Hnterbrechung versichert gewesen ist: dabei werden bie im Heeresdienst verbrachten Monate als volle Beitragsmonate angerechnet. Allerdings konnten bie im ersten Jähre znr Auszahlung gelangten Reitten den eingezahlten Beiträgen entsprechend nur niedrig sein; die Witwenrente beträgt nach fünfjähriger Beitragsleistung des Versicherten im Höchstfälle b. h., wenn ber Versicherte ein Gehalt von 4000 bis 5000 Mk. bezogen und infolgedessen den Höchstbeitrag von 16,60 Mk. monatlich zu leisten hatte, 159,60 Mk., die Waisenrente 79,80 Mk. jährlich. Alle Anträge auf Witwen- und Waisenrente nach dem Versickerungsgesetz für Angestellte sind an den Rentenausschuß der Reicksversicherungsanstalt, Berlin-Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 193—95 zu richten: bie nötigen Unterlagen (Versicherungskarte Sterbeurhmbe Heiratsurkunde und Geburtsurkunden ber Kinder) sind dem Anträge beizufügem" I. V.: Linkenheld. lfverfvlgung zu gewärtigen, ganz abgeseheir davon, daß Forderüngen, deren Anmeldung bei dem RAA. nicht innerhalb der vom Reichsminister für Wiederaufbau be in inten Frist Büchertisch. — Das Abonnement auf die Bekanntmachung. Betr.: Pferderäude im Hof Graß. Tie Räude unter dem Pferdebestand des Rudolf Weiß zu Hof Graß ist erloschen. Tie von uns angeordneten Sperrmaß- nähmen rverden hiermit ausgehoben. Gießen, den 6. Juli 1920. _________Kreisamt Gießen. I. V.: v. G e m m i n g e n^..________ Dicnstnachrichten des Kreisamtes. Tie Maul- und Klaueuseuche ist ausgebrochen im Kreise Blu- dingen in den Gemeinden Haingründau, Tiebach a. H., Selters und Rodenbach, im Kreise Friedberg int Stadtteil Friedberg-Fauerbach. Tie erforderlichen Spernnaßnahmen sind augeordnet. In ber Gemeinde Dorlar (Kreis Wetzlar) ist die Dtaub- und Klauensellche amtlich festgestellt worden. * Tas Ministerium des Innern hat der Gemeinde G r 0 ß - Untftaöt die Erlaubnis erteilt, anläßlich des am 16. und 17. September 1920 daselbst stattfindenden Pferde-, Fohlen-, Faselund Zuchtvieh-Marttes zu Prämiierungszwecketi eine Lotterie zu veranstalten und diese ausnahmsweise nach Maßgabe des vorgelegten Lotierieplans eraufbau vom 28. Juni in Nr. 142 des Reichs-Gesetzblattes vom 30. Juni ist die Frist für die Anmeldung deutscher Forderungen beim RAA. nochmals bis jum 31. Juli 19 2 0 verlängert ivvrden. Tazu hat Wolffs Tele- gvapNiches Bureau (WTB.) unter dem 1. Juli eine Mitteilung von zuständiger Stelle Veröffcnt- ausschuß schwere Arbeit zu leisten, und so erfolgte die Preisverteilung etwas veripätet. Vom Ergebnis des Wettirmens am Sonntag bringen wir nachfiolgmd nur die 10 ersten Sieger Ous jeder Stufe: 1. Altersriege (Turner über 35 Jahre, 20 Teilnehmer): 1. Sieger Karl Müller MTV.-Gießen, mit 89 Punkten: 2. Karl Bender-Wetzlar, 85V2 P.; 3. Georg Dickhaut- Alsfcld unb Fritz Sckwtidt Lich, 84V2 P4. Wilh. Heues, Tv. 18JO Bab-'Itauheim, unb Karl Möser- Grünberg, 79V2 P ; 5. Hrch. Jockel, Tgm. Friedberg, 78V2 P.: 6. Robert Köhler-Wetzlar, 76 P.; 7. Karl Salzma^m, MTV.-Bad-Naul>eim, 75V2 Punkte; 8. Fritz Melzer-Wetzlar, 74^ P.: 9. Karl, und deren Betrag dem britifd)en Ansgileichsamt Horeyseck. TV. 1846 Gießen: und Wllli Schmandt-1 alsbald gutgeschrieben werden muß, wenn nicht 70,40 70,10 151,- 151,50 151,50 —> _ — —. — 256,50 199,50 260,- — 9 ~ 199,25 —■ — 163,25 163,25 152’50 152,50 151,50 140,- — „ «E 140,- 141,- 182,- 182,85 180,50 178,- ■■ _ 177.50 177,- e* — 285,- 286,25 279,25 295,- — _-- 280,- 282,- 300,- 299,- 297,- 302,- ““ e ** 304,- 303,- 215,50 215, — 218,- 218,- — . — 268,50 269,50 266,50 — _ —— —. — 405,- 409,- 434,50 457,- 433,- 434,- 345,- 345,- 343,- 295,- 291,25 293,25 290,- — _ ■* — . — 173,25 172,- —. — 435,- —. — —. — —, — —. — —. — 259,50 261,50 232,50 230,- — , —• 230,- — . - 84,- 292,- 298,- 295,-