zur Finnin iccbottn in traft. > den Jrn- DaB Per- re tzegen- gcnugeitbe allen oder ibt öiefcen. bruar 1910 29 b. II. 1 ?m 8. 3"j!i mliiitg ir li 1919 j» ordnet: iingen zur 8 Reichs- ich! i'^arf dlgun- 1 u 8 ufto. kommen, ireihmgeni •m, Vor- er Lbhu! ' Mitteln n im Beim Falle 3e|traiung olizeistrai- Polej-'wn- er den 8ff* elditrase bis ^drn ittises. >-rzeich- n. rnötigte Z«O' UlWIlt M (9if^ 1.W» brtvysi- ifb. wi Mm in 5mie der öS. Über r Kosten Wusses den vcr- lureichen. iS*5 'w ;*• (oudi" m11 r jjjiite111" I )• '• EI H^'uhr^ : li WnäA Nr. VI Der Siebener Hnjeiptr erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bejugsprtts: Monatlich Mark 3.60, vierteljährlichMark 10 80 einschließlich des Bestell^ gelds, durch die Post vierteljährlich Mark Ö.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech »Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- -ichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: yanffHrt a. M. H686 Erster Blatt 170. Jahrgang Mittwoch, 12. Mat 1920 SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei N. Lange. Schristleitung, Geschaflrstelle und Druckerei: 5chulfttatze 7. Annahme von Anzeigen für die logesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen v.34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 ‘Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz- oorfchrift 20'9 Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Henz; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Gießen. lieber die Möglichkeit der Beschlagnahme deutscher Ueberseegüter. Befürcktungen, daß Eigentum, Reckte und Interessen von Deutschen auch nach Frie- densschluß in den Gebieten der früheren Feindstaaten gefährdet seien, werden vielfach geäußert. Offiziell ist derartigen Bedenken »um erstenmal in den Gegenvorschlägen der deutschen Regierung zu den FriedenSbeoin- gungen Ausdruck gegeben dahin, daß öie alliierten und assoziierten Regierungen sich vorbehielten, „auch künftighin noch Eigentum, Rechte und Interessen deutscher Reichsan gehöriger im Auslande mit außerordentlichen Kriegsmaßnahmen zu beleget (vgl S. 52 der Ausgabe des Verlags Reimar Hobbing). In der Antwortnote der alliierten und Assoziierten Mächte ist hierauf folgendes erwidert: „Es wird in der «deutschen Rote darauf hingewiesen, daß die alliierten und assoziierten Regierungen sich das Recht Vorbehalten. das Liquidationsverfahren auf solches deutsches Eigentum auszudehnen, welches künftighin in ihr Gebiet kommt. Zur Erläuterung mag sofort erwähnt werden, daß Paragraph (b) des Artikels 297 nur auf das bei Inkrafttreten des Friedensvertrages vorhandene Eigentum in seiner derzeitigen Gestalt angewendet werden wird." (Vgl. S. 68 der Ausgabe des Verlags Reimar Hobbing.) Es dürfte außer Zweifel stehen, daß der Artikel 297 b des sogenannten Friedensver- trages zu derartigen Befürchtungen keinen Anlaß gibt, da das den Mächten vorbehaltene Recht, alle den deutschen Reichsangehörigen oder den von ihnen abhängigen Gesellschaften gehörenden Güter, Rechte und Interessen innerhalb ihrer Gebiete zurückzubehalten und zu liquidieren, ausdrücklich auf diese im Zeit- vunkt des Inkrafttretens des gegenwärtigen Vertrages, also den 10. Januar 1920, gehörende Eigentum begrenzt ist. Auch die Bestimmung des Art. 297 e muß in diesem Sinne ausqclegi werden, wenn auch hier die Zeitgrenze des Abs. b nicht ausdrücklich genannt ist. Bedenken wegen der Sicherheit der nach Friedensschlufi in das früher feinbfidy? Ausland gelangenden Güter sind allerdings durch die Bestimmungen des §9 der Anlage zur Art.298 gegeben, der lautet: „Güter, Rechte und Interessen der deut- ftfym Reichsangehörigen unterliegen weiter-- bis zur Durchführung der im Art. 297 m«n „n. 67" (Torpedierung des eng^ lischen Hospitalschifses „Dover Gaftte"). — 3. Werner, Will-clm, Kapitänleutnant, Kommandant von „U. 55" (Torpedierung des englischen Hospi- talschffes „Terrington"). — 4. Müller, Hauptmann .Landsturm-Batl. 57 Gelsenkirchen, Kommandeur des Lagers Flavy-le-Martel in Frankreich (unmenschliche Behandlung englischer Gefangener in diesem .Lager). — 5. Heinze oder Heimann, Unteroffizier (unmenschlickie Behandlung englischer Gefangener im Lager der Herner Zeche „Friedrich der Große"). — 6. Trinke, Unteroffizier und 7. Neumann, Soldat (unmenschliche Behandlung englischer Gefangener im Lager Pommr- rensdorf, chemische Fabrik». — 8. Stenger, Gene-- ral-Kommandcur der 58. Brigade (112. und 142. Jnf.-Reg., 14. A.-K) (Befehl jur Niedermachung von Gefangenen und Verwundeten bei der 58. Brigade). — 9. Carl5, Leutnant, 10. Schröder, Hauptmann, 11. Müller, Kommandeur, 12. Curtrus oder Crusius, 13. Malier aus Badenweiler, sämtlich vom 112. Infanterie-Regiment (sind beschuldigt der Mitwirkung bei der Ausführung des Befehls des Generals Stenger). — 14. v. Oven, General, früherer Gouverneur van Metz, und 15. v. Staufer, Major im Landw.- Inf.-Regt. 65, angeblich früher beim 28 Inf.- Regt. in Koblenz (diese beiden wegen Gewalttaten ihrer Truppen in zahlreichen Fallen in Nomeny, Jarny, Jauln.y und St Julien le Metz im Llugust 1914). — 16. Michelsvh.i, Osbar, Arzt, Tiict^r des Lazaretts der 7. Armee in Esf y-le^-Trslon und in Tizi'-le-Gros (Tönung ^rhlr.-icher iiym an vertrauter 5t ranken und Vem.mnd t n durch systematische Misch.mdlungcn; D iebfa-l Von.Nal/rmigs- mitteln und sonstigem Eigentum seiner Pflcolingc). 17. Krusw, General, Kommandant des Lagers Kassel, und 18. v. Tack, Gouverneur tK>n Kassel (Verbreitung einer Typhus-Epidemie int Lager Kas el und Mißhandlung der Ge angenerr. — 19. v. Arnauld de la Pcrriöre, Leulnant, Kommandant v-on ll. 35 (Torpedierung der italienistl-on Schiffe „Siena^, „Doris" und „Lilla"). — 20. Scholtz, General, Kommandant des Lagers Langen a za. 21. Koch, Fosef, Haup mann, 8. Compagnie, Langensalza, 22 Krauß, Unter»rasier int Lager Lart- gensalza (diese drei wegen Mißhandlung vonKrügs- gcfangenen in diesem Lager». — 23. Graf v. Eär- mer, Komma'..denr der EtappenLnnma'.rdantur 167 in TanieUi del Friuli (willkürliche Requisitionen und Mißhandlungen in seinem Etappengebiet). — 24. v. Bülow, Führer der zweiten d.utscheu Armee; 24 a. v. Below, General, ^ntmanbeut der 5. Ins-Brigade (5. Jns.-Regt.), dieser unter dem Dorbehall, baß möglicherweise eine Berwecls- lung mit General v. Bülow borlicgt. — 25. Fache, v. Langermaam, Gen-rralma o , Komn-andeur der aus dem 1. und 2. Res.-Regt. bestehenden Brigwe. — 26. Prinz Ernst zu Sachsen. — 27 Jung (ober Junge), Major ober Hauptmann im Gard-e- Schutzen--Bataillon. — 28. Wognitz, 3. Komp., 28. Pionier-Batl. — 29. Steiitmetz, Leutnant in derselben Kvmpagnie. — 30. Bronsart v. Schellen- borf, Masor im Schützenbatail on. — 31. Baron ü. Brunau (B«mau in bem eiben Bataillon. (Bä 9hr. 24 bis 31 lautet die Ank.age auf Gewalttätigkeiten in Anbmne und Seittes.) — 32 Ramder, Max, Agent der Gelrimen Fcldpolizn in Grimme (Ostflaichent), angeb ich wohNl«ft Leipzig, SCk v» bahnstt Uöe. — 33. Zahn, Ernst, Agent d.-r G?Hermen Feldrvliz."i in Ghxtmme, angeblich nrohrtchatt Brei test roste tOer Kei'er-Io'es-Straße in Leir^g (Mißchandsung der Bevölk-rung in E-ramme und Umgegend. — 34. Danzig (ob.r Dmzin oder Tentzin', Feldwebelleutnant, Kommaatdwit deS Lagers Sedan. — 35. Engel loder Engels), Leu:- nant im Lager Sedan. — 36. Holz, S<-r- geant, Lager Sdan. — 37. Mnecht, Ge-- freiter, Lagrr Sedan, und 38. Dtgodznv, Qv Hüter (Rang tmbekannt). Lager Sedan Bei Nr. 34 bis 38 lautet die Ankla« auf Mißhandlung von Gefangenen und Diebstahl von Eigentum der Gefangenen). — 39. Preusker. Maior. Kommandeur des 2. Bataillons des 135. Regiments. 40. mm Kirckbach. General, 41. von Schdlitz. Oben,. (Tie>e brüt i.ck ang^kl'gt wegen Gewalttätigketten tn staliick 1914.) — 42. Hauff, Kommandeur der 26. württcml>erg. Landn'ehr-Diviiion (cmgeEIagt wegen Misthandluwr rumänischer .'Kriegsgefangener im Elsa stV — 43. Limburg, Major, Ävmmandant de-5 Gefangetlenlagers in Breesat in Mecklenburg, 44. Nöring, Leumant und Adjutatu des Kvmman- danten des Gefangenenlagers in Breven (beide an- gellagt roegen Mißhandlung rumänischer Krieas- i Kfengencr i. — 45. Ren der, Chef der deutschen Mllitärpolizei in Radonj (Serbien) wegen Tötung der Milona Ljombistaoliewrtsch im Bezirk Randanj. ♦ vom Völkerbund. Paris, 12. Mai. (WTB.) Senatspräsi- deut Bourges, der ftanzösische Vertreter des ausführenden Rates im Völkcrbuitd, reist heute zur Tagung des ausführenden Rates nach Rom. Die Truppen ou$ dem Ruhrgebiet zurückgezogen. Berlin, 11. Mai. (Wolff.) Gestern wurde der Entente nvtifiziert, daß die überschießenden Truppen aus dem neutralen Gebiet zurückgezogen worden sind. Ein fran» zösischer Kvntrolloffüier hat sich in Begleitung eines beutfd)en Offiziers in das neutrale Gebtet begeben, um die Richtigkeit der Erklärung uack-zuprüfen. Berlin, 11. Mai. (Wolff.) Wie von »u- ständiaer Seite mitgeteilt wird, beträgt die deutsche Truppenmacht im neutralen Gebiet seit gestern 10 Bataillone, 9 Eskadrons uttd 2 Batterien, bleibt also mit einem Bataillon und einer Eskadron unter der uns zuaestan- benen Masse. General Nollet wurde die Tatsache mitgeteilt. Er hat Major Graves zur Nachprüfung in das Ruhr gebiet entsandt. Deiuobilisierung der Armee-Fliegertruppe. 23er (in, 11. Mai. (Wolff.) Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Die gesamte deutsche Armee-Fliegertruppeistde- mobilisiert. Die Armee berfügt über keine militärischen Luftfahrzeuge mehr. Die letzten noch bestehenden Flicgerformationen, der Fliegerhorst Döberitz mit dem Fliegerzeugamt Königsberg, Stolp, Brieg, Großenhain, Paderborn, Böblingen und Schleißheim sind oe- mobil gemacht. Das gesamte Fliegergerät aus allen Fliegerhorsten, ausgenommen Stolp, ift vollständig der Reichstreuhand-Gesellschaft übergeben worden. Auf dem Fliegerhorst Stolp ist die Uebergabe des Fliegergeräts noch nicht vollständig abgeschlossen; sie wird innerhalb der nächsten Tage beendet sein. * Dculschland und Däueniark. Berhän, 11.Mai. (Wolfs.) Amtlich. Ter deutsche Gesandte in Kopenhagen hat Dem dänischen Minister des Aeußern vorgeschlagen, daß zwisck>en Deutschland und Dänemark ein Abkommen zum Schutze der gegenseitigen Minderheiten abgeschlossen wird. Der dänische Minister des Aeußern hat dies abgelehnt. Kopenhagen. 11. Mai. (WTB.' Zu der Berliner amtlichen Meldung über die Ablelmung der Vorschlages der deutschen Gc'andischaft in Kopenhagen ivegen deS gegenseitigen SckMtzes der Miirderl^i en erfihrt das Ritzausche Burcuu, daß dem dänisckien Ministerium des Aeußerri ein solcher Vorschlag nicht gemacht wvrden sei 9'lvtiz: Durchs das Dementi toon Ri>nls Bureau inirb der von uns gemeldete tatsächliche Sachverhalt nicht geändert. Eine Senfationsmclduna der Polen. Breslau, 12 Mai. (WTB.) Die polnischen Blätter in Olerschlesien verbreiten eine von der Oberschlesischen Grenr-n'uivg in Banhen gebrachte, sensationell zugestartzte Meldung, wonach es den Deutschen gelungen sei, heimlicheine Armeevon30000Mannim b-setzten Oberschlesien zu sammeln. Täglich treffen in Ober- scklesien geschlossene Güterwagen mit Reick)swel>r. soldaten in den verschiedensten Gegenden ein. Es tuerben sogar Truppenteile genannt, so in ber Garetta Rybnicke die 51er aus Breslau und Ab- •einingen der 117. Division, — Daß diese eingeschmuggelte deutsche Armee in Oberschlesien nur in der Phantasie der großpolnischen Agitatoren besteht, bedarf kaum der Feststelllmg. Es ist an der ganzen Sache, wie von »uständiger Seite mitgeteilt wird, natürlich kein wahres Wort. Das Ziel dieser polnischen Verleumdumven verdient aber sestgestellt zu werden. Es geht dahin, Deutschlands Vertrags- •treue in den Äugen der Welt h.rabzusetzen und gewisse Kreise in Oberschlesien gegen Deutschland aufzupeitschen, um für das Abenteuer des neuen polnii ch- ichlesischen Aufstandes die Stimmung vorzubereiten. Der Streit in Frankreich. Paris. 12. Mai. (WTB. , Havas meldet aus Dünkirchen: Der Streik der Hafenarbeiter und Seeleute ist allgemein. 70 Proz. der Metallarbeiter und 60 Proz. der Bauarbeiter streiken. Tie Straßenbahnen verkehren nickt. In Calais wurden heute 300 Anamiten als Dockarbeiter eingestellt. In Bourges streikt das Personal der Militäranstalten und der Straßenbahn. Auch die Metallarbeiter und ein Teil der Bauarbeiter haben die Arbeit verlassen. Marseille, 11. Mai. (Wolff.) Havas. Für den Generalstreik sind folgende Syndikate: Die Eisenbahner, die organisierten Seeleute, die Dockarbeiter, die Metallarbeiter, die Hauhandtverker, die Transportarbeiter, die Hafenarbeiter imb die Straßenbahner in Marseille. Paris, 11. Mai. (WTB.) Havas meldet aus M ar seil le, daß auch dort sich die Metall-, Bau und Traitsportarbeiter dem Streik anaeschlosseu haben. In Nantes sind die Metallarbeiter in den Ausstand getreten. In Le Havre lehnte das Personal der Straßenbahn den Streik ab. In dem Becken von Anziu hat fidi wie aus Lille gemeldet wird, die Zahl der streikenden Bergarbeiter aeftern abend vermehrt. Weiter wird and Lille go meldet, daß in dem Bergrevier des Nordens der Ausstand unter den Arbeitern unter Tage allgemein ist Paris, 11. Mai. (WTB.) Der MinistervU hat den Justizministrr mtfqcfJtbert, eine Untersuchung gegen den Allgemeinen Ar - bei terverban d (C. G. T.) z u m Zweck: seiner Auflösung einzuleiten, und zwar auf Grund der Artikel 3, 5 und 9 des Gesetzes vom 21 Marz 1884, die Snndrkaten und SBercinigiuweii von Berufsgcnossenschaflen nur das Recht auf Bearbeitung der Verteidigung von Berufsinteressen geben. Paris, 11. Mai (Wolfs.) Havas. Dir Strafkammer fällte heute das Urteil über zwei am 8. Mai festgenommene Eisenbahner, die der Bedrohuitg der Arbeitsfreiheit angeklagl waren. Ter eine lourbe zu 3 Jahren Gefängnis und 2 Jahren 2lufentt>allsverbot verurteilt, weil er einen Arbeitswilligen geschlagen, und revolutionäre Schriften verteut hatte. Ter aitdere, welcher ihn begleitete, wurde zu 15 Mo nuten Gefängnis verurteilt. England nnd Kanada. «London, 10. Mai. (WTB.) Reuter. Unterhaus. Bonar Law teilte mit, daß Mischen der englischen und kanadischen Regierung eine Ber eintarung geschlossen wurde, die eine wirksamere Vertretung der kanadischen Interessen in Washington ermöglicht. Der König wird einen Gesandten ernennen, der für die ^kanadischen Angelegenheiten zuständig ist. Bn M-wesen5eu des britischen Botschafters wird der kmcadische Gesandte sowohl die J-nteressen des brittschen Reiches wie die Kanadas wahrnehmen. Diese Ver- eintarung bedeutet nrcht, daß von dem Grundsatz ber Einheitlichkeit im diplomatischen Dienst des britischen Reiches abgewichen wird. Da» irische Problem. Amsterdam, 11. Mai. (Wolff.) Der „Telegraaft" meldet: Das englische Unterhaus lehnte mit 259 gegen 55 Stimmen den Abänderungsautraa Asquiths zum Homerulegesetz ab, wonach Irland anstatt zweier ein nationales Parlament erhalten und den Grafschaften von Ulster das Recht gegeben roerben sollte, auf Grund einer Abstimmung sich während höchstens 6 Jahren von diesem Parlament auszuschließen. Bonar Law widersprach diesem Anträge, er sagte, er zeige, daß Asquith itoch in ber Gedankenwelt der Vergangenheit lebe. Eine vorläufige Regierung in Anatolien. Amsterdam, 11. Mai. (Wolff.) Die „Times" meldet aus Konstantinopel: Mustafa Kemal Pascha erfiärte in der gesetzgebenden Versammlung in Angora, ber Sultan sei nicht ber freie Herr seiner Entschlüsse; daher bestehe keine gesetzliche Regierung. Da es ferner unmöglich sei, in Anatolien eine gesetzliche Regierung zu bil- -ten, schlage er vor, daß er und seine Kollegen von dem Komitee zur Verteidigung der türkischen Reckste eine vorläufige Regierung bilden sollen. Arabische Ueberfälle in Syrien. Amsterdam, 11. Mai. (WTB.) Die Times meldet aus Haifa vom 10. Mai: Araber überfielen christliche Dörfer in der französischen Zone südlich von Tyrus. Air-Jbl sollen «500 Menschen getötet worden fein. Ein Strom von lFlüchtlingen ergießt sich in die englische Zone. 2000 von ihnen hoben Sated erreicht, 700 Haifa. In Sastd und anderen Orten werden Blockhäuser errichtet. Fiume. Mailand, 11. Mai. (Wolff.) „Avanti" versichert, daß d ' A n u n z i o vor einigen Tagen Nitti ein Schreiben zu kommen ließ, in Dem er ihm die Ereignisse in Fiume dar- legte. In diesem Schreiben tpirb auch erklärt, daß sich das Stadtkommandv der Schaffung eines Pufferstaates nicht widersetze. Rußland schweigt. Paris, 11. Mai, (WTB.i Tie ?Rorgew blätter stellen fest, datz der Eifielturm seit Sonntag nachmutag feinen Funkspruch aus Moskau ausgenommen hat. Moskau pflegte sonst fast alle zwei Stunden zu funken. Ein japanisches Dementi. Berlin, 12. Mar. (WTB.) Die durch die Presse verbreitete Nachricht, wonach einige japanische Divisionen in Verlleidung nach Sibirien gesandt seien, wird von dem hiesigen japanischen Geschäftsträger Herrn Tebuchi kategorisch in 2lbrede gestellt. Herr Tebuchi erklärte ferner, daß das Lirzlich verbreitete Gerücht, als habe Japan der Sowjet- regierung den Kriea erklärt, gänzlich ohne irgendwelche Grundlage sei. W öle VSölerllfte« ein! (Sioötöaus. Zimmer 11, nmiWs uon 77- dis 177- »»MI., 7'/- »iS 57- ritze nadirn. Sonn- unö Zeierings oon 8 vis 17 HDD Der Erfolg der frankfurter Meffe. Frankfurt a. M., 11. Mai. (WTB.) Uv der heutigen Stadtverordnetenfitzung wurde mit» geteilt, daß nach vorläusigen Abschätzungen die soeben beendete Meile internationale Messe mit einem beträchtlichen Ueberschuß ab- schließt, so daß die Metzgesellschaft in »der Lage ist, die Zinsen und die erste Tilgungsrate für das bei der Stadt entnommene Darlehen zu den Messedauten usw. entrichten kann. Die Versammlung nahm sodann einen Antrag an, in dem es heißt: Die Bersammlimg erwartet, daß die Rrichs- regterung der kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung der Frankfurter Messe Rechnung trägt und daß sie dieses Unternehmen, das die Stadt Frankfurt in gefährdeter Lage ins Leben gerufen hat, auch finanziell unterstützt, damit die Frankfurter Messe ihre Aufgabe als Bollwerk Kutscher Kultur und Wirtschaft am Besten zu erfüllen in der Lage ist. Der Magistrat wird von der Stadtverordnetenversammlung ersucht, diesen Standpunkt bei der Reichsregierung zur Geltung zu bringen. ein Ende zu bereiten. Tas Landtagsplenum nahm hierauf das Wahlgesetz für die bayrischen Land-- tagswahlen in erster und zweiter Lesung endgültig an. Tas Haus beschloß sodann einstimmig, die Regierung zu ermächtigen, die Neuwahlen zum Landtag a m 6. Juni anzuvrdnen. Wahlergebnisse in Westpreußen. G randen z, 11. Mai. (Wolff.) Teutsch- polnischer Pressedienst. Nach dem amtlichen polnischen Wahlergebnis nnirbrn im Wahlkreis Gra u- den z 7 Polen und 4 Deutsche gewählt. Aus die Liste 2 '^Vereinigung des deutschen Bolks-- tum§\ enfaren 4 Abgeordnete. Von den polnischen Parteien erhielten die nationale Arbeiterpartei, Liste 1, fünf Abgeordnete, der nationale Dolksverband, Liste 3, zwei ^lbgeordnete. Hinter der Liste 2 lBereinigimg des deutschen VvlksMmS) neben 82 Prozmt der deutschen Stimmen. Die Liste 4 (deutsche Arbeitsgemeinschaft) konnte Teui Mandat erringen. Zusammenschluß der politischen Parteien in Oberschlesien. B e r l i n, 11. Mai. InOpveln schlossen sich sämtliche politischen Parteien, einschließlich der Unabhängigen, ferner die freien und christlichen Gewerkschaften, die Angestelltenverbände und die Organisationen der Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmer -zu einer Kreisgruppe des deutschen Abstimmungsgebietes zusammen. Die Absplitterung der Zentrumspartei. Berlin, 11. Mai. Die im Rheinland eingeleitete Absplitterung von der Zentrumspartei wird, wie der „Lokal- anz." aus Fulda hört, vom Papst entschieden mißbilligt. Der Erzbischof Don Köln sei zur Verständigung und Warnung der Gläubigen veranlaßt worden. Haftentlassungen. Berlin, 11. Mai. Wie der „Lokalanzeiger" Meldet, sind in der Provinz Sachsen auf Ersuchen des Oberpräsidenten unb Regierungskommissars Hörsing alle anläßlich der M ä r z u n r u h c n Verhafteten, soweit sie nicht wegen gemeiner Verbrechen festgesetzt worden waren, derHaftentlas- s e n worden. Sympathiekundgebungen für Sowjet- rußland. Berlin., 11. Mai. (WTB.) Die unabhängige sozialdemokratische Partei und die kommunistische Partei Deutschlands veranstalteten nachmittags im Lustgarten eine Kundgebung, die sich gegen die neue internationale Verschwörung gegen Sowjetruß- land richten sollte. Der frühere Abgeordnete Ledebour protestierte gegen die angeblichen reaktionären Machenschaften, die von verschiedenen Ländern gegen Sowjetrußland unternommen würden. Er wandte sich auf das Schärfste gegen die Bekämpfung Rußlands und schloß mit den Worten: Die Erde muß frei werden für die soziale Weltrevolution! Die Versammlung löste sich unter Hochrufen auf Sowjetrußland auf. Eine neue Pastagier-Dampferlinie. Bremen, 12.Mai. (WTB.) Der Norddeutsche Lloyd hat beschlossen, im Anschluß an die Eisenbahnverbindung Stettin— Swinemünde eine regelmäßige Passagierdampferlinie Swine munde—Zoppot—Danzig und umgekehrt einzurichten. In beiden Rich? tungen ist wöchentlich zweimalige Verbindung vorgesehen, und zwar Mittwochs und Samstags ab Swinemünde und Montags und Donnerstags ab Danzig. Die Benutzung des Seewegs Swinemünde—Danzig sichert eine völlig ungestörte Reisemöglichkeit ohne jegliche Paß- und Zollschwierigkeiten. haben. Derjenige .welcher bon diesem Entgcgew- 'flommen Gebrauch zu machen wünscht, tut gut, vor Antritt seiner Badereise eine amtliche Bescheinigung über sein letztes Jahreseinkommen und die darauf ruhenden Saften, wie Anzahl der crric^hungSpftichrigen Kinder ober unterstützungsbedürftigen Eltern u. a. m. beizubringen. Aufhebung des Leseholzverbotes. Die Leseholznutzung in den Monaten Mai und Juni ist auch in Gießen wieder zu gelassen, nachdem das Ministerium eine «entsprechende Bekanntmachung erlassen hat. Die kL^schränkung der Äeseholztage auf den Mittwoch jeder- Woche und die Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang bfeibt dagegen nach wie vor bestehen. Ebenso muß jeder Holzsammler eine von der Bürgermeisterei ausgestellte Holzlesekarte ständig bei sich führen. Hierbei sei zu bemerken, daß in der letzten Stadtverordu-etensitzung eigentlich kein offizieller Beschluß über Erlaß eines Leseholz- Verbots in den Monaten Mai und Juni gefaßt worden ist. Vom Beigeordneten Dr. Rosenberg wurde lediglich auf eine noch immer geltende lan- desgesetzlic^ Bestimmung hingewiesm, die das Ans StaM «nv Land. Gießen, ben 12. Mai 192O< Die Sterblichkeit der Kleinkinder in Hessen. Wenn man von zunehmender Kindersterblichkeit während des Krieges spricht, so denkt man in erster Linie andieSäuglingssterblichkeit. Tie Statistik lehrt aber, daß gerade die Sterblichkeit der Kinder im ersten Lebensjahr während des Krieges sich nicht erhöht hat, während sich die SterblichkcitSverhältnisa der Kinder im 2. bis 5. Lebensjahr von Jahr zu Jahr ungünstiger gestaltet haben. Im Tuulffchnitt der drei Jahre 1911/13 starben in Hessen von je 1000 Lebend- geborenen 104 Kinder im 1. Lebensjahr. Tre Sterbeziffern der vier Jahre 1914/15 bis 1917/18 sind: 109 — 101 — 101 — 107. Die Säuglings- «terbsichkeit ist also im Kriege fast unverändert geblieben. Dagegen starben im Jahre 1917/18 yon je 1000 Kindern im 2. Lebensjahr 33,5 (gegen 23,7 im Durchschnitt der Jahre 1911/13), im 3. Lebensjahr 15,7 (gegen 8,4), im 4. Lebensiahr 9,6 (gegen 5,5), im 5. Lebensjahr 6,7 (gegen 41). Tie Sterblichkeit erhöhte sich al,o im Kriege (bis zum Jahre 1917/18) bei den Kleinkindern um 41 Prozent im 2. Lebensjahr, um 87 Prozent im 3. Lebensjahr, um 75 Prozent im 4. Lebenchahr und um 63 Prozent im 5. Lebensjahr. Badereifen für Minderbemittelte. 4u> dem Ueicbc. Gegen die farbigen Befatzungstruppen. M ünchen, 11. Mai. (WTB.) Im bayrischen Landtag wurde heute ein Antrag der Frauen des Landtages einstimmig angenommen, durch welchen die Staatsregierung ersucht ivird, .bei der Reichsregierung dahin tu wivken, daß versucht werde, von der Gntentc die Zurückziehung der farbigen Besatzungstruppen zu verlangen, weil die von diesen verübten Sittlichkeitsverbrechen an deutschen Frauen und Mädchen eine bleibende Schmach für die ganze weiße Rasse bilden. Mrnistcrpräsi- dent Tr. von Kahr erklärte dabei, drß auch die bayrische Regierung tief die brennende Schmach empftnde, die mit der Verwendung farbiger Truppen auf deutschem Boden uns wie der getarnten weißen Rasse angetan werde. Tie bayrische Regierung erachte es als ihre 'heilige Pflicht, nichts unverslicht zu lassen, was dem entgegenwirken könne und hat deshalb den auch heute in Berlin als Vertreter des Ministerpräsidenten anwesenden Justizminister ersucht, bei der Neirbsnegierung zu verlangen, daß sie nicht nur nachdrücklichst Protest gegen die Anwesenheit schwarzer Truppen in dm besetzten Gebieten erhebe, sondern daß sie auch bei den bevorstehenden Verhandlungen mit den Vertretern der Entente alles tue, um dem unwürdigen, tief 'verletzenden und die größte Gefahren in sich bergenden gegenwärtigen Zustande genommen. Die Ordnung auf der Straße. Es ist verboten: Blumenstöcke, Blumenbretter und andere Gegenstände auf Ballonen, vor Fenstern usw. ohne genügende Befestigung aufzustellen, so daß durch das Herabfallen oder Umstürzen Personen beschädigt werden können; Teppiche, Betten, Abputztücher usw. aus den Fenstern heraus auf die Straße auszmchütteln, so daß Personen belästigt oder verunreinigt werden können. Die Polizeibeamten sind angewiesen. Zu Widerhandlungen zur Anzeige zu bringen, worauf Bestrafung gemäß § 3668 Reichs-Straf-Gesetzbuch erfolgen wird. Die M äusburg und Mar.kstraße dürfen mit Kraftfahrzeugen nicht befahren werden. . Ter Durchgangsverkehr mit Kraftfahrzeugen ist verboten in den innerhalb der Anlagen gelegenen Stadtteilen. Zuwider Handlungen gegen die Vorschriften dieser Polizeiverordnung werden aus -Grund des 8 21 des Gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. Mai 1909 mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft bestraft. Die hauptsächlich unter der Schuljugend- verbreitete, nicht scharf genug zu verurteilende Unsitte, Gebäude, Einfriedigungen usw. durch Beschmieren mit Kreide, Schmutz usw. zu verunreinigen, hat in letzter Zeit wieder überhand genommen. Das Polizeiamt Gießen sicht sich daher veranlaßt, vor solchen Ausschreitungen erneut eindringlichst zu warnen, sowie an Lehrer, Eltern, Vormünder usw. das dringende Ersuchen zu richten, die ihrer Obhut unterstellten Kinder mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln von der Verübung derartigen Unfugs abau hatten. Die Polizeibeamten sind angewiesen, die Schuldrgen im Betretungsfalle unnachfichtlich zur Anzeige za bringen, im Falle der Strafunmündigkeit der be- treffenben Kinder aber die Bestrafung ihrer Eltern, .Vormünder usw. nach Artikel 44 beä Polizeistrafgesetzes herbeizuführen. Veranstaltungen. Mittwoch 12.Mai: Hotel Einhorn, 8Uhr, öffentliche Wählerversammlung der Deutfch-nMio- nuten Volkspartei. — Gastwirtschaft Sauer, Os- waldsgarten, 6 Uhr, Versammlung des Verbandes der Bureaubeamten bei den Staats- und Reichsbehörden. — Lichtspieltheater wie gestern. Donnerstag, 13. Mai: Lichtspieltheater wie Mittwoch * ** Amtliche Perfvnalnachrrchten. Itebertragen wurden: am 7. Mai dem Lehrer Wil- 'beim Schneider zu Grotz-Karben eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Laubach und dem Schulamtsanwärter Adolf R u d l o f aus LanO die Lehwrstelle an der Volksschule zu Heegheim, Kreis Büdingen. — L. U. Dem Herrn Dr. phil. Georg Funk, Assistent am botanischen Institut der Landes-Universität, wurde die venia legendi bet der philosophische Fakultät für das Fach ter Botanik erteilt. ** Zur Reichsta swahl können inner halb eines Wahlkreisverbandes mehrere Kreiswahlvorschläge miteinander verbunden werden. Die Verbindung ist jedoch mir dann wirksam, wenn diese Kreiswaylvor schlage derselben Reichswahlliste (Reichswcchlvor schlag) mrgeschlossen sind. Der VerbandswaWleitcr für Hessen, Staatsrat Lorba che r fordert nunmehr zur Einreichung von Erklärungen. über ow Verbindung von Krnswahlvorschlügen imrevhald des Wahlkreisverbandes Nr. 11 Hessen auf. Die Verbindung muß von den auf den Kreiswahl- vorschlägen bezeichneten Vertrauenspersvnen oder bereit Stellvertretern übercinftimmenö, spätesten- am 23. Mai, dem Leiter oes Wahlkreisverband«« Nr. 11 Hessen schriftlich erklärt werden. Eine telr graphische Erklärung gilt als schriftliche Erklärung im Sinne der vorstehenden Aufforderung, weM sie durch eine spätestens am zweiten Tage nach dlblaus der Frist eingegangene schriftliche Erklär rung bestätigt wird. ** Meisewahlscheine. Reisende, dir sich am Tage der Reichstagswahl nüht an ihrem gesetzlichen Wohnorte aufhalten, Tön nen ihr Wahlrecht überall im Deutschen Reickr ausüben, ivenn sie sich vorher vom WcchlanA ihres Wohnortes einen Wahlschein ausstellen lassen. ** Für das Operngastspiel des Hess. Lande«' theaters „Die Walküre" beginnt der Voi- verkauf Freitag um 10 Uhr vormittags im Vestibül des Stadttheaters. Näheres siehe im Anzeigentev- *■*- Literarische Gesellschaft. Wie fr* reits gemeldet, ist es der Literarischen GescllsäpN gelungen, Tr. Herbert Eulenberg, ben bv kannten Dichter und Dramatiker, am 14. für bar Vortrag feiner Dichtungen zu gewinnen. In Euler" berge viel aufgeführten Dramen lebt überschau:- menbe Leidenschaft, Phantasie und Gefühlsfüllci. Es macht sich bann, auch im StiltSrnns, eine 6& rekte Abkehr gegen den Naturialtswus in der Literatur geltend und rein vornantische Stimmun- gen inerten offenbar. Als Erzähler zeigt fiel Eulenberg durchaus originell. In feinen biu* Die Wirren in Mexilo. Washington, 11. Mai. (WTB.) Reuter. Hier eingetroffene Meldungen besagen: Die Blätter der Stadt Mexiko melden oie GesangennahmcCarranzas und des ehemaligen mexikanischen Gesandten in Washington, Bonillos, durch ihre eigenen Truppen. Aus El Paso wird gemeldet, daß Aguilar von seinen eigenen Truppen getötet wurde. Murguia fand aus feiner Flucht aus der Stadt Mexiko den Tod. Mexiko City, 11. Mai. (WTB.) Reuter. Die Hauptstadt ist ruhig. Wasserwerke sowie die Licht- und Kraftstation arbeiten. General Trevino wurde zum Kommandanten ernannt. Der Bund Deutscher Verkehrsvereine hat an das Reichsverkchrsministerium eine Eingabe gerichtet, in der er anregte, dem durch die Teuerungs- Verhältnisse besonders 'hart betroffenen Mittelstand die Möglichkeit zu schaffen, zur Erhaltung und Wiederherstellung der öefunbbetteunb zur Auffrischung der Nerven während des Sommers au, kürzere oder längere Zeit der Stadt den Rücken kehren zu können. Der Bund schlägt zu diesem Zwecke vor, Sonderzüge zu ermäßigten Fahrpreisen einzurichten, Gesellschaftsreisen von Vereinen zu ermäßigten Fahrpreisen sowie den sSontitagsverkehr zu Aus flugs zwecken wieder ein» (-lUführen.. Hierzu teilt der Kurdirektor von Bad (Pyrmont, Major a. D. Prestien, in der Zeitschrift des Bundes „Deutscher V e r k e h r" mit, daß die beuts chen Bäber sich en'schlos'en haben, M inderbemittelten eit en ganz erheblichen Abschlag, zum großen Teil bis zu 50 v. H., «uftK urtar e nmb S'iurmittete Vreise zu gewähren. Dir Höchsteiirko mmengtenze ist für diesen Zweck recht hoch heranfarsetzt: _ So hat die bayerische Staatsregierung für Bad Kissin- gen sie auf 15000 Mk. normiert, in Bad-Nau- heim, Oeynhausen, Neuenahr und Wildungen find 10 000 m, in Bad Pyrmont 12000 Mk. als HöchsleinDmmengrenze bestimmt. Aehnlich dürften alle anderen Badoverloaliungen verfahren Lejeholzsmnmeln in den Monaten Mm und Ium Verbietet; diese Mitteilung wurde von der Stabt- verordnetenverscrmmlung ohne Widerspruch hin- was seinerzeit ein obrigfeitlictyer Erlaß von den Fuhrbaltern ihren unterernährten Pferden gegenüber verlangte:Verminderung der L a st e n. Die meisten Eltern werden ihr Kind lieber gesund und weniger geschult sehen wollen, als krank, aber mit dem gesamten Schulpensum im Kopfe. Man sollte sogar in Betracht ziehen, ob es nicht zweckmäßiger wäre, die Unterrichtsstunden herabzusetzen und dafür das fünfzehnte Lebensjahr schulpflichtig zu machen. Können die häurlichen Schularbeiten erspart werden? Gießen, den 12. Mai 1920. Ein Wiesbadener Pädagoge, Prof. Dr. Schüler, trat vor wenigen Tagen in einem Frankfurter Blatt im Interesse unserer Jugend, unseres kostbarsten Besitztums, für folgende Vorschläge ein: 1. In den ersten sechs Schuljahren — die Vorschule mit 4 Jahren gerechnet — fallen bis auf weiteres alle häuslichen Schulaufgaben fort, damit die Zeit außerhalb des Unterrichts ausschließlich für die körperliche Ertüchtigung unserer Kinder frei bleibt; 2. die bäus.iche Arbeitszeit auf den folgenden Stufen wird gemeinsam von Schule und Elternvertretung festgesetzt, sie darf auf der Oberstufe IV2 Stunden nicht Überschreiten, auch nicht ausnahmsweise, denn ans der Ausnahme entwickelt sich die Regel; 3. die Schulleitung hat ständig die strenge Einhaltung der festgesetzten Arbeitszeit zu überwachen; 4. diese Zeiten sind durch Aushang in den Schulen ober durch die Tageszeitungen bekannt zu machen, damit alle Nlern Befcheio wissen. Bei derartig einschneidenden Vorschlägen muß zuerst dec Pädagoge und nicht ein Einzelner gehört werden, um darzutun, ob die Schule auf die häuslichen Arbeiten verzichten kann. Die Ansichten darüber gingen stets auseinander. Man war für freie Verfügung des Schülers über .seine Zeit in den schiA sreien Stunden, man glaubte andererseits, den erzieherischen Wert der häuslichen Arbeiten nicht missen!zu können. Neben bem Pädagogen muß aber diesmal auch das Elternhaus zu Worte kommen, das mit Recht darauf Hinweisen wird, wie sehr die Kinder bei der jahrelangen Unterernährung gelitten haben, und der Arzt wird ivar- neno außer auf die Unterernährung auf die zunehmende Tuberkulose unter den schulpflichtigen Kindern Hinweisen. Was den Kindern in den Entwicklungs- jähren vor allem nottut, ist Bewegung in frischer Luft, in Licht und Sonne. Deshalb sollte man ihnen die Nachmittagsstunden, in denen sie schon durch manchen notwendigen Gang für den Haushalt in Anspruch genommen werden, nicht verkürzen. Prof. Schäfer ist der Ansicht, daß man von der Schule das Gleiche verlangen kann, Luftiger vom hinimelsahrtrtag. Unter den Himmelfahrtsbräuchen war früher in England allerlei Heiteres im Schwange. Nach dem Bericht von Braiw wurde in Newburn, in der Näh? von Newcastle, noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein merkwürdiges Franen-Wett- ren neu abgehalten, das sogenannte „smock-race", bei dem der Preis ein Smock, ein Hemd, war und zwar aus aller feinstem holländisclien Linnen, das vor dem Wettrennen mit bunten Bändern «schmückt und ausgestellt wurde. Das Rcnneii selbst führte, wie solche Volksbelustigungen es mit sich bringen, zu allerlei heiteren Zwischenfällen. Ein anderer scherzhafter Himmelsährtsbrauch war in früherer Zeit der Jugend von Exter Vorbehalten. Schon während der ganzen Woche vor Himmelfahrt vergnügte sie sich damit, die Rinn- steme auf der Straße mit Erde abzudömmcn. Sobald sich ein Fußgänger sehen ließ, nahmen die Jungen eine bedrohliche Haltung cm, ans der der Ankommende leicht entnehmen konnte, was ihm brvorstand: er wurde nämlich mit dem schmusigen Wasser vollgespritzt,, wenn er sich nicht rechtzeitig loskaufte. Ein Seitenftück zu diesem Himmelfahrtsver- mriigen der englischen Jugend durfte Sr t ö mische „Schwabenjagd" sein Am Vorabend des Himmelsahrtstasi's versammeln sich in der italienischen Hauptstadt die Kinder, um nach die) n lästigen, zur Gruppe der Schreit schrecken gehörigen Insekten Jagd zu machen. Sobald sic eins von ihnen erwischen, wird dem unglücklichen Opfer ein tleined brennendes Wachslicht auf den Rücken 1 gettebt. Hierzu wird em Sang angestimmt, dessen Text lautet: „Corri, corri bagarone, Che bomani* e l'ascensione". Eigentümliche Himmclfahrtsbräuche gibt es auch in manchen brutschen Gegenden: rn der Hanauer Gegend werben zu Himmelfahrt die sogenannten Kugelhoppen aebacken. In Marköbel heißt Himmelfahrt sogar das „Kugel- hopp.mfeft", an dem zwischen Knaben und Mädchen ein Wettlausen nach diesem Gebäck stattfindet. In Holland gibt es ein ähnliches Gebäck zu Himmelfahrt, die „hemrivaartsbollen". Himmel- tahrtssernmeln, die vom Himmel regnen, gab es ehemals bei der Himmelfahrtsfrier in der Klosterkirche zu Prüm (in der Eifel). Arn Schluß einer langen Prozession, die in der Umgegend veranstaltet wurde und in der Klosterkirche ihren Abschluß fand, wurden durch eine -Oeffnimg im Teckmgcwölbe kleine W-rißtaötck^n herabgeworsen, von bat Wallfahrern aufgelesen und nach Hause genommen. Iw Jahre 1777 wurde diese uralte Prozession von bem Kurfürsten Wenzeslaus auf» gehoben. * K. P. Christi Himmelfahrt, der srräutertag. Ter Himrneltachrckag, im Volksmund auch der I „Hellgkcäutertag" genannt, gilt beim Volke nicht I nur ate kirchlicher Fest ag. sondern auch als Tag, mi dem Alt und Jung schon am frühen Morgen lftnausziehl in den Wald, um dort nach bem Bei- I spiel unserer heidnischen Vorfahven eine Art Früh- lingsfeier zu begehen. Unter der fröhlichen Jugend, die scherzend und singend dm Wald durchstreift, taucht hier und da auch ein Alter auf, der Kräuter- mann, der den „Hellgen" Morgen benutzt, um Wurzeln und heilsame Kräuter zu sammeln als bewährte Mittel wider Krankheiten und allerlei Gcbrcste an Menschen und Vieh. Ta ist zunächst eine willkommene Beute der gefleckte Avon mit Jemen erbsengroßen, scharlachrvten Beeren, von dem der Kräutcrilunbige das Lob zu fingen weiß: „Avon ist aller Kräuter Kron". Ter stavkriechendc Baldrian, der rotblühende Dost sind ebenfalls begehrte Pflanzen. Ihre Bedeutung für den Sammler ist ausgesprochen in dem Verschon: Daedrian und Dost! Ach 'hält' ich dich gcwoßt, Ach hält' ich dich im Garten ftof/n, Ta braucht ich nit so weck zu gohn. Gerne gesucht werden außerdem der düster blühende Haselwurz, die heitträfcigc Eibischwurzel, das dunkelgrünende Bingelkraut, die gelbe Golv- nessel, der wohlriechende Tipdom, das heilsame TausendgAdenkoaul, vie vielgepriesene Alantwurzel, die gelbe Ostcrlüzei, das bitter schmeckende Elsen» «oder Wermufkraut, Salbei und Wachholder. • — „Go Iben er B 0 be n". Es gibt in der Welt eine Anzahl Orte, in denen der Boden so intensiv bearbeitet wird, daß aus dem HMar Lmid 1000 Mark hcrausgÄivlt werden. Man zieht hier i rmüfe lange vor ihrer natürlichen Rrife und I läßt den Boden 'niemals brach liegen. Solche Flechen währhafl „goldenen. Bodens" befinden sich besvn- Vers in SjoIIanb, in der Umgcgenb des Haag W von Telft, aber auch in Frankreich in der von Paris und Rouen, in England bei TonbriM, Chichester und EveSham. Ein besonderer Meis«! in der Erzeugung und AuSbeuteng dieses „golbenci Bodens" ist der französische Gartenbau er le Gjm, der schr sinnreiche Mechoden angegeben hat. ,/Mlbme Boden" wird durch besonders sorgtaln»! Tüngung hergestellt, unb bann wird zunächst mit Glas bärecEicn Beeten geerntet, später offenen Gärten. Tie Glasbeoeckung muß f«r niedrig fein, damit die Spitzen der Pflanzen dcni Glas nahe sind. Vielfach werden 'verschiedene Sotten, wie Salat, Karotten unb Blumenkohl, M' fammengefät, wobei das eine schneller reu WM als das andere. Sonst hält man auf eine nuü' lichst schnelle Abfolge der verschiedenen ernte»: zuerst werden auf dem „goldenen Boden" Dadi^- chen unb Salat, bann Tomaten, dann Sellemc, bann Pilze, manchmal Melonen, Gurken und Mu bisse gcpslanzt. Tie Hauptsache ist, daß die GemW möglichst rasch wacksien, denn je schneller sic rtxn fen, desto saftiger und wohlschmeckender sind « Tiese Schnelligkeit des Wachstums wird durch deckung mit G as und durch Tüngung des Boda»? erreicht Tie Pilzzucht im Dunkeln ist eine Sninli für sich, wird aber auch in diesen besonders ton den Franzosen ausgebildeten Kunstgärtnereien p1 trieben, die einen 'ers:-aunlich lol.cn Nntzeil abweci-. n. ^uojioiog 110a üoqaAcu qnn Muaoov Oc^i <1 •SS Die c KZ SÄj ^.»DieE di- s«® »«Ter ■ imblOfW fjrvtag omj "Liihtvc snahc brcmntr M SamM qosarmeu M den, büß tnchl neuen im der Reichst A M B ^e W im Tmtl Tie biSheriga Kcheimen M deißen jetzt. M schaifner bei de geMfen. Tie' lasse sind Geld mnten in gck Regel W 01 Ar W.Hta bat Titel Pol Mer, bannit! Auch die Dojk Uzchircktvm infvckcoren 'ßo emgerurft sind, iidmten, die Ü der ilckerslaal - Die iisihenKri nächsten Tage, die bckviPMii Ansprüche ah aus vertagte sammen 787 ( ter verstörte, betrug 9376, & Mack atr, mbben toten 'tdxgtü bti. ■1 eine schöne »hlläiigkeitsil 5 Leitung d ton b. Srug, ihlmtg der St< ?*AeDe ‘ü veranstalte D, im Ga,H ^yonirnlung. Der Al und So praktizi, näcl (von W r-? ’"-Ä ;-Hl ■e£*nm terfWfcn Sbsnrttm Erbt jUitojCGteA ®®(cn. Seme in triefen Tallforton trrinrit*t*n „So ein besonders -«rutzreicher Äbeno bevor (Sache heutige Xnidflt.) ** Die freunde des humanistischen Gymnasiums werden in einem Aufruf (siehe Anzeigenteil) zu einer Gründirngsvcriammlung der Beveinigung oer freunde des humanistischen Gyin- nasrums ctnqrlaben, die am nächsten Mittwoch, aknds SV* Übt im großen Hörsaal der Unioer- sitLt ftattfinhen wird. Prof. Dr. Herzog tvirb hierbei einen Dor trag halten über das Thema: „Mas lehren uns die Griechen und Romer über dir deutsche Einheitsschule?" — Mitglied kann jeder Freund und jede Freundin der humanistischen Bildung durch Zahlung eines jährlichen Beitrages von mindestens 3Mk. (Studierende 2 Mk* werden. Beitrittserklärungen zu der Bereinigung nrh- men schon jetzt entgegen: Oberregierungsrat Weicker, Prof. Tr. Herzog, Pfarrer Bechtolöheimn, imb Berlag-«buchhändler Tüpelmann, Süd-Anlage 4 pt. (zugleich Geschäftsstelle der Bereinigung). ** DieEisheiligen.diein diesen die Herrschaft ausüben, scheinen es in -dresem ^>ahve gnädig zu meinen. Die Nächte sind kühl, aber ohne Frost. ♦* Ter Schu hverkau 1 an die Bezirke 4 und 10 findet nicht am Donnerstag, sondern am Freitag den 14. ds. Mts in der Turnhalle der Stadtmä'ckensckule (Wesd-Anlage) ftmt "Lichtverjchwendung. In der Stephan- stvahe brannte eine Straften latente ununterbrochen von Samstag abend bis Montag früh. In unserer ga Sannen Zeit mutz doppelt darauf geachtet werden, daß nicht durch Störungen der Zündung Gas verschwendet wird. " Ta s Ende des Bri efträger s Die neuen Dm' Sbezeichnungen der planmäßigen Beam" len der ReichSpost finb soeben durchaesührt wo öden. Es gibt jetzt weder Briefträger noch Landbriefträger nfthr im Teutschen Reich, die Postschaffner heißen. Tie bisherigen Postschaffner beim Postmuseum, Geheimen .Mnzleidiener, Hausdiener, Kastellane heißen jetzt Ministerial-Amtsgehilfen. Die Pvsd-- schassner bei den Ober-Postdrrektwnen usw. Arnts- gehiksen. Tie Kassendiener bei der General-Po stosse sind Geldzähler geworden. Tie unteren Beamten in gehobenen Dienststellen heißen in der Regel Post- oder Telegvaphm-Betnebsassistentsn. Tie Post-assistenten und Ober-PoslassiUenlcn hoben den Tüel Postsekretär erhalten. Tie Militäcon- Wärter, darunter zum Teil als Postbetriebssäkretär. Auch die Postverwaltcr Heinen PvstseÜreiär. Tie Bizedirritotetr sind Postdircr^oren, die Ober-Posb- insplckMren Po i tritt e soweit sie in Postvatsstellen eingerückt sind. Tie Ober-Postdirektoren sind PuL-- libatien, die Vortragenden Räte Ministerialräte, der UnterftnatSfeTretär Staatsscrrctär. ♦♦ Die Sterbegelder and der hessischen Kriegsversicherung werden in den tüichsten Tagen durch die Post ausgezahlt, nachdem die bedingungsmätzige Frist zur Anmeldung der Ansprüche abgelaufen ist. Verteilt wurde der Erlös aus verkauften Anteilscheinen nebst Zinsen mit zusammen 787 626 Mark. Die Zahl der Anteilscheine der verstorbenen und vermißten Kriegsteilnehmer betrug 9376, so daß auf einen Anteilschein rund S4 Mark entfallen. Bei der larmen Kriegsdauer unb den hohen Bcrlusten an Menschenleben ist das SlerbegeÜ» bei 10 Mark Einzahlung immerhin noch als eine schone Gabe anzusehen. Tas umfangreiche Aohltätigkeitsunternechmen, das ehrenamtlich unter ter Leitung des Ober Versicherungsamtsdirektors, Herrn u. Krug, bestanden bat, hat durch die Auszahlung der Sterbegelder seinen Abschluß gefunden. ** Die Deutsche demokratische Partei veranstaltet am Freibag, 14. Mai, labendS 8 Uhr, im Gasthof Einhorn eine öffentliche Wähler- Versammlung. Pfarrer Korell spricht über Deutschlands Wiederaufstieg. , x-ie 6 t ra Benn> äx ter-8e 11 am m • Inng des fcnfti ©tefcu, über die nm am 4. Mai berichteten, bddwtigic sich, wie uns mitgeteilt wirb, nicht mit GchaUsfraaen, sondern mit Pensionierung, Künoigung und Entlassung **. ^Etr Wartburg-Berexn veranstaltet nir »eine Mitglieder und deren Angehörige am Vtmmellahrtstage eine Frühtour nnt Waldsottes- bumst bet der „Dicken Eiche" unter MiNrnrkung der Gesangsabteilung. Näheres s. Inserat. Landkreis Gieften. , * Klein-Linden, 12. Mat. Am Him- meljahrtstage, nachm. 3 Uhr, wird ein Christ- l i ck, e S W a l d i c st auf ber Holzburg bei JHetn- ^nden veranstaltet: bei schlechtem Wetter in ber Kirche in Lützellinden. Kreid Bübingen. na. Nidda, 12. Mm Ter Vorf chutz- und Kreditverein Nidda hielt am Samstag seine Girier.ilverammlung ab Im abgelau-- fcnen Geschäftsjahr wuskase noch nicht be* rannt sind. — Nack Besprechung der dienstlichen Angelegenheiten fand eine Abschiedsfein: für den nad) Gietzen versetzten Regierungsrat Tr. Hetz statt. Kreiedirektor d. Werner nribmete dem Scheidenden warme Worte des Dankes unb der Anerkennung für seine achtjährige treue Mitarbeit an der Verwaltung des Kreises. Kreis Friedberg. oa. Vilbel, 12. Mai. Ten beiden Gendarmen Wachtmeister Reeg und Fischer ist es gelungen, den schon seit längerer Zeit im Verdacht des Schleichhandels unb Schwarzschlachtens stehenden Abr Grünebaum aus Rendel unb dessen Sohn Heinrich dabei abzufassen, Äs sie im Bogrift standen, ein frischgeschlachtetes Rind nach Frankfurt zu schaffen. BeLe wurden Der'baftet und dem hiesigen Amtsgerichtsqefängnis zugeftkhrl. Kreis Wetzlar. ** Blasbach, 12. Alai. Ein chri ftliches W a l d f e st wird am HimmelfaHrttage an bet dicken <Äche bei Blasbach von nachmittags 3 Uhr an gefeiert werden. Es werden Mission srnspeftor Held von Wiesbaden und mehrere Geistliche der näheren Umgegend sprechen. wa. Wetzlar, 12. Mai. Schon int Dezember 1919 spendete ein Wetzlarer in Brasilien, Henrique Pünder, für die Armen feiner Vaterstadt 4100 Mk. Nunmehr ist ein weiterer Betrag von 16 000 Mark eingegangen, die Pünder bei einem kleinen Frühstück in Porto Alegre für die Wetzlarer und Steindorfer Armen gesammelt hat. «Jetzt. Dte Sntagrn birffitn dagegen, ui derselbe» böbc tote bteber brttetai. Frü bkar toffeln, d. b. in Mistbeeten. Trab bautet it und gartcnmäfeiotn Kulturen gr- fipgenm Kartofsiln sind, falls sv bis zum 30. 1920 geerntet und gelieKn werden, von der öfsiett* ixdxn Bewirtschaftung fmgdanat unb fern ent Höchstpreise unterworfen Frühkartofsew ans Hb* tnäRigem Anbau fallen nickt hierunter Vom 1. Juli 1920 ab tritt btt öffentliche Bewirtschaft Jung ber Frübkartoffeln ehr lieber bv Preisroge- lung der Frühkartoffeln ist mit Rucksickr darauf, daß durch die Berordnung vom 13. März 1920 für die Tonne Kartoffeln ein Mutten von 500 Mark festgesetzt nworben ist, junöchü Vfböaxb genommen worden und erfolgt später beionbat Mitteilunlg. A n bauflü chen er Hebung 1920. Dv Sfeftftellung der Anbaufläche bat in der Zeit vom 28. Mai bis 4. Zum b. Zs. ju erfolgen Vüchertisch. - Dämonische Novellen von Michael Bickenbihl. Z. M. Müller Verlag, München. Preis gch. 11 Mk., geb. 14.30 Mk. Nock niemals ist bas Dämonische, daö die Menschen roibec ihren Willen in Verbrechen unb Untergang treibt, mn solcher Wucht unb Spannungskraft bargestellt worben roic in diesen 9Lovollen. 9coch nie wurden die grausigen dlbgründe ber Mondsucht, die TragiHrietr ber Vererbung, die Schauer ber Halluzination, bte schweren ktmIndien Gefahren, in welche das Sern alleben die weibliche Pinck: bringen kann, s.» packend acschübert. Dieses Buch lieft man u idji man veochlmgt cs. — Mein Vaterland Deutsche Zummd- bürfrr zur P siege der Vaterlandsliebe. Doppel band 41 unb 42. Unter Le ttow Vordecks Fa hnen in Ostafrika. Eine Erzählung. Im Doppelband geb. Mk. 3.20 unb 25 Proz Teuerungszuschlag Vermiete*. Zugentgleisung. Godesberg, 11. Mai. l^Wvlff) Gestern nachmittag 3.30 Uhr entgleisten vom Per sonenzug 1285 auf der Strecke Koblenz- Küln bei der Einfahrt in den Bahnhof Godesberg der Packwagen und zwei Perso nenwagen, von denen ein Wagen 4. Klasse umftürz 1 e. 12 Reisende wurden durch leichte Quetschungen und Hautabschürfungen unerheblich verletzt. Der Materialschaden ist unbedeutend. Das Gleis vkoblenz -.Köln uxir bei Godesberg für etwa 5 Stunden gesperrt Der Zugverkehr wurde eingleisig aufrechterhalten. * Tausche Kind gegen Schrntrir, Zeitgemäß? Anzeigen finden sick im Anzeigen teil einer .Hcrmiooericken Zeitung „Ein neuer Ha.rrgamteopich wird abgegeben gegen volle 'Ben- non von vier Wochen in einer Sommerfrrsih?." — „Verpflichte mich, sechs SonMa-ge ijiatterrtn ander mit einer Tarne aiis-ugehen, gegen ein Paar braune Leber-.Herrenstiefei, Größe 41." „Ein sechs Wochen altes Kind als eigen geben gegen Schinken und Butter." — Tas Angebot, ern Mintz gegen SchiEn und Bittrer abzugeden, zeugt mm besonderer Herzensgute. Hessen-Rafiou. Franffurta. M., 11. Mm Hatte nacht wurde in der Brinkhofstrahe ein M e ftga st aus Nürnberg von entern bislang übermittelten Mamie überfallen, durch Mesierittche lebendgei-ibrtüb verletzt und beraubt -= 5 r a n t i u r t a. M.^ 11. Mai. Mit Wir- kmtg tum 11. Mai wird für den Veriorgungs- berrick FranVuns ber Gaspreis ton 1 Mari aut 1,20 Mari dos Kubikmeter er tobt. = Frankfurt a. M., 11. Mai Tie Etsen- bahnkriminalvolizei beefce grofe Eisendadn* beraubungen auf, bte ber ebemnli« Rangierer Münzen toller feit Monaten zwiichen den Stationen FvanAiin und Goldsiein riuägemlrrt hm Zur Fort* ichafiunq der geraubten Güter, die bei einer Wuwe in Griesheim a. M. aufgefunden wurden, war ein große» Laslartto erforderlich. Aus dem AmtsverkündiMngöblatt. *• Das ArntSverkündigungSblatt 9ri. 63 voni 11. Mai ent hält: ReickStagswahl. — Verordnung über Bier und hier ähnliche Getränke. — Verkehr mit Brotgetreide und Mehl. — Bewirtschaftung der Frühkartoffeln. - Anbausiächrn- erHebung. — Einsendung ber Kveisabdeckereiver- zeichnisse. — Felbbereinigung Rabertshausen. — Bekanntmachungen bes Polizriamts Gfesten. Tie Reickstogswahlen am 6. Juni 1920. Aus Grund des § 16 ber Reickswablordüung vom 1. Mai 1920 fordert der Krciswahlleitcr die Wähler auf, KreiswattVorschläge für die am Sonntag, den 6. Zunr 1920 itottfinbenbai Reichstags» uablen im Wahlkreis Nr. 22 ,4. sien-Darmstadt" spätestens bis zum Sonntag, den 16. Mai 1920 ernichliestlich, bei ihm einzureichen. In den nach § 20 des Reichswahlgesetzes zu bilhenben Wahlausschuß sind berufen: als Beisitzer: 1. Rcch- nungsrat Bal-entin Herbert, 2. Geschäftsführer Hermann Nordmcmn, 3. Lehrer Wilhelm Ziegler, 4. Oberstaatsanwalt Rudolf Wünzer sämtlich zu Darmstadt, und als deren Stellvertreter: für 1. Rechtsanwalt Walter Karl Meisel, für 2. Frau Anna Maria Rouck geb. Ecker lern, für 3. Oberregierungsrat Paul Emmerling, für 4. Arbeiter- Sekretär Dionis Kollmann, alle ebenfalls in Darmstadt. Die öffentlicke Sitzung des Wablaus- fchufses, in der die eingereichten Kwiswablvor- schläge geprüft und übet ihre Zulassung entschieden wird, ist bestimmt auf Dienstag, den 28. Mai 1920, vormittags 10 Uhr. Sie findet statt im Sitzungssaale des Kreisausschusses des Kreises Darmstadt, Neckarsiraße 3. AbänderungderBerordnungüber Bier und bierähnliche Getränke. Born 15. Aprü 1920. Es darf nur Ginfactibkr 3 Abs. 2 des Biersteueraesetzcs vom 26. Äcki 1918, Reichs- Gesetzbl. S. 863) mit einem Stammwürzegehalt von mindestens 2 und nicht mehr als 4,5 vorn Hundert her gestellt werden. Btet mit einem Stammwürzegehalt über 3,5 vom Hundert dürfen die Brauereien nur bis zur Höchstmenge von 15 aom Hundert des von ihnen in der Zeit Dom 1. Oki-ober 1919 bis jum 30. September 1920 im Inland insgesamt abgesetzten Bieres herstellen. iBollbier und Starkbier (§ 3 Abs. 2 des Biersteuer- gesetzes vom 26. Juli 1918, Bekanntmachung zum Biersteuergesey vom 8. August 1918. Reichs-Gesetzblatt S. 1063) dürfen nicht Ker gestellt werden. Beim Verkaufe durch den Hersteller darf der Preis für 100 Liber in Fässern nicht übersteigen: a) für untergäriges und obergäriges Bier bei einem Stammwürzegehalt bis zu 3,5 v. H. 130 Mark, bei einem Stammwürzegehalt über 3,5 bis 4,5 vom Hundert 180 Mark, b) für brerähuliche Getränke (Erfatzbier) 127 Mark. Verkehr mit Brotgetreide unb Mehl. Nachdem bte Tagesmenge an Mchl für die versorgungsberechtigte Bevölkerung ab 16. Februar 1920 von 240 auf 200 Gramm herabgesetzt ist, nxrb auf Verfügung des Direktoriums der Reichsgetreibestellc nunmehr auch für 'Schwerstund Schwerarbeiter die Tagesmenge um 40 Gramm auf 160 Gramm Mehl ab 16. Mai 1920 herab- Schwerhörige vorM« Mietet neuem elefit. 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(früher 42 Ps.) in Lohnklasse 5: 140 Pf. (früher 50 Pf.) Das ist eine Verteuerung in der 1. Lohn klasse um 500, in der zweiten um etwa 400 und in den anderen drei Lohnklassen um etwa 330 Prozent. Diese Erhöhung wird aber immer noch nicht aus- reichen, die Eristenzfähigkeit der Dersichenmgsan- ftalten zu sichern. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß sehr bald durch den Aufbau weiterer Lohnklassen iwch eine beträchtliche Belastung der Arbeitgeber und Versicherten cintreten wird. Natürlich werden dann auch die Leistungen der Versicherung in die Höhe gesetzt werden müssen.. Tar- Über, wann das (veietz in Kraft treten wird, ist •bislang noch nicht bekannt geworden; baß dieser Zeitpunkt aber mcht mehr fern liegt, ist durchaus Heftet. Selbstverständlich müssen his zu diesem Zeitpunkt noch die alten Marken Dernxmbct werden. Für die freiwillig Versicl;erten ist es vom wirtschaftlichen Standpunkt von der allergrößten Bedeutung, möglichst schnell die für die zweijährige Anwartschaftsfrist der Gebrauchskarte mindestens erforderlichen Marken der alten Lohnklasse zu verwenden. Geschieht das nüftt, so sind später die teuren Marken zu verwenden, oftne das; dadurch die Ansprüche Hoyer werden. Im Interesse der Versicherten liegt es, wenn die sämtlrchm Wochen des letzten Jahres durch Hiurfcn alter Sorte der höchsten Lohnklasse belegt werden. Die Quittungskarten brauchen nicht sofort umgetauscht zu werden, sondern können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit liegen bleiben. Für die Pflichtversicherung fönnen die alten Marken auch noch nach dem Inkrafttreten des Gesetzes für die rücktvärts liegende Zeit geklebt werden. Arrs Stadt nnd Land. G i e tz e n, den 12. Mar 1920. Zur Sicherung der Ernte 1920. Zweifellos sind die großen Ernten vor dem Striege an Getreide aller Art, Kartoffeln, Zuckerrüben, an gehaltvollen, kräftig ernährenden Futtcr- pstanzen durch eine regelmäßige lünstliche Düngung mit PlwSphorsäure. sowohl mit Thomasmehl als aber aud) inionbedkit mit Super Phosphat, erzielt nxnjben. Die Rohstosse für die Kali- und Stickstossoünger waren selbst während des zkricgcs im Inland vorhanden; die (Einigung an Super- pl-osphat mußte über in Teutichla d zurückgehen, da die Rohstoffe daftit über See nach Teutsckstaind hercinzubnngen nicht möglich toar. Dve Folge da- von ist eine schon jahrelang bestehende starke Ein-- ichränkung der Phosphorfäurrdüugung mit allen ihren Nachteilen. Nach Ueberwindung großer Schwierigkeiten: hohe Preise für Phosphate tn Amerika, teure Seefrachten — beide verschärft durch den imgünftigen Kursstand der dcut>ck)en Mark — ist cs aber doch gelungen seit Anfang des Jahres 1920 amerika: ifde Ro.p^osphatc wach Deutschland wieder einzusühren. Es gibt also in Teutsckrlmd wieder Su e.plos' hat; und auch jetzt noch t am jede Supc hatfabrik gen ist. Mengen ton Superphosps>at Tie em. Kohlen- u d Säuremangel behinderte freilich die Fabriken b i der Verstellung; später komrte sie wegen des an- dniernden Wagenmangels nicht schnell g nug ab- liefern. D t der günstigen FrühjahrÄvitterung warteten ant rer e ts die Landwirte das Eintreffen des Superp os h ts oder Ammoniak-Eu erphos Phots nickst meh nb ilnb doch’bogeften alle prcfc,iric jetzt auf eine P'osphor'äuredüngung ve zicht- n, einen großen Fehler! Gerade die Düngung mit Phosphorsäure ist notwendig, wenn man eine gut Wirkung de an sich teuren Stickstv'f-üngemittc: erreich^ will. Die Kalidüngi'ng. so nützlich ne auch sickxr ist faim tn dielet B. z ehung btc Tün- ffung mit P.ospftorsäure burdjau? nickst ersetzen. Es ist daher dringend zu raten, schwache Winter- Die Gräfin. Roman von G. W. Appleton. sNechdruck verboten.) Fortsetzung 38. Ich hatte mich nach einer reineren und freieren Atmosphäre geie'ftnt, in ber teft meine Tätigkeit entfalten und Höheres ■ erreichen könnte, mrd nunmelst tat sich dieses neue Ltben unerwartet vor mir auf Meine Arbeitskraft wat, nxitn nur mein Ehrgeiz ein weites Feld zu leinet Betätigung vorsand, we igstens noch ungebrochen: meint Fähigkeiten konnten sich mmincftr ungehindert entwickeln. Ich konnte mich jetzt über mein Schicksal nicht mel,r bett:gen. Bet meiner Ankunft m Ehartng-Eron b.-gab ich mich sofort auf mein Sprechzimmer. Nie zuvor war es mir so elend borge kommen, so völlig Übereinstimmend mit seiner Umgbung, als ein Teil der alles durchdringenden Fäulnis ber Umgebung Und ich unmberte" mich immer trieder, im: es mir möglich gewesen, drei Jahre Inndurch tut derartiges Leben zu führen. Tick wat bereits rorgge gangen. Et ftatti mir ein paar Worte htntctlaffen. Sie lauttten: Lieber alter Petigvrd! Bin sehr betrübt über die traurigen Nachrichten von Deiner Mutter. Ich hoffe, daß sit übertrieben sind und daß sich alles wiedw zum Besseren wenden wird. Ich rechrte darauf, bei Deiner Rückkehr von Tü zu Höven oder Dich zu sehen. Kingston ist von d-t „WatLrlao- Station" aus leicht zu erreichen. Ich gto-üe- Dir dies schon öfters gesagt zu habem Nichts Besanderes zu vermelden, als,daß ich heute ieht beschäftigt mar. In der Kas'c ivitst Tu eine hübsche Sammlung von kleinem Si bergeld rotfinden. Gruß. Dick. Alsbald begab ich mich zum nächsten Postamt jmb setzte Tick telegraphisch vom Tod meinw Mutter in Kenntnis saaten, Raggen wie Weizen — und solche gibt es genug — noch mit einer Kopfdüngung mit Super- bhosohat ober Ammoniak-Suter^ hos. ha zu (Lei* ftreuen. Das gleiche ist lehr ».«ckmäßig für de in ihrer ersten Entwicklung noch begriffen n Sommersaaten, Gerste und Sixner. Tonn nlxr empfiehlt^ sich namentlich de Düngung mit Am- nloniak-Suverphospchat besondr-. zu Kartoffeln und Rüben, denn bei diesen Feldfrüchten läßt sich der Stunitbünger entweder beim Hacken ober beim Anhaufeln sehr wohl noch letzt in den Boden bringen. Politische Denunziation? Man schreibt uns von deutsch nationaler Seite: Der Vorstand des sozialdemokratischen Wohl- veretns Gießen versucht es in Nr. 99 des „Gieß. Anzeigers" deck Stadtverordneten Mann gegen den Vorwurf der Denunzierung des Amtsgerrchts- bitektvts S ch m a h l in Schutz zu nehmen und defsen Verhalten zu rechtfertigen. Die angeführten Gründe sind recht fadenscheinig. Mehr nne läckxw- llch muß insbesondere wirken, daß der frühere Staat, in dem die Staatsgewalt einzig und allein bei den einzelnen Landesherren ruhte, der viel geschmähte ,,Obrigkeitsstaat" mit dem jev gen „Volksoder Freistaat" in eine Linie gestellt wird. Der frühere Staat, insbesondere die Träger der Staats- gemalt, waren nicht nur berech igt, vielmehr aus Selbsterhaltungstrieb sogar verpf.ichtet, jede Aende- rung ber Staatsform mit allen zu Gebote stehen> dien Müteln zu bekämpfen, und deshalb mußte olgerichtig jeher Beamte entfernt werden, der diesen Staat negierte, bekämpfte und zu stürzen ver- uchte. Der alte Staat beging allerdings die Tod- unde, daß er seine Macht gegen die Reichsseinde nicht gebrauchte und infolge seiner Schwäche gegen alle stnatszerstörenden Elemente die „glorreiche" Revolution herbeiführte. Im Gegensatz zu diesem ,L)brigkeilsstaat" ruht in dem neuen „Freistaat" die geiamte Staatsgewalt beim Volk, so daß auch die Verfassung auf gesetzlichem Wege durch den Willen des Volkes geändert lverdcn kann. Dement- spreckxnd bestimmt Art. 130 Abs. 2 der neuen Reick)sVerfassung, daß allen Beamten die Freiheit ihrer polillsck-en Gesinnung und die Vercinigungs- freiheit gewährleistet wird. Es ist deshalb die jetzt überall beliebte Gesinnungsschnüffelei unb die Entkernung der Beamten, die oen Rechtsparteien an> gel-öven, geradezu ein Verfasfungsbruch. Aber was will dies heute heißen? Hat sich doch auch die Reichsregrerung durch das Abkommen mit dm Gewerkschaften über die Verfassung weggesetzt und der Masse , und Gasse gefügt. Wer wollte bestreiten, daß wir tatsächlich in einer nur dürftig verhüllten Räterepublik leben, in der die notwendige und bedingte Minderheit vollständig entrechtet ist. Aber auch ans Gründen der Klugheit sollten die neuen .Herren, die meistens ohne die erforderliche Vorbildung und Befähigung lediglich auf Ghrunb der veichterworbenen Mitgliedschaft zu einer Partei als Revolutionsgewinnler in hohe und höchste Stellen (gelangt sind, etwas vorsichtiger fein und sich sagen, daß sie ohne die Beamten des alten Systems gar nicht regieren können. Hätten diese Beamten nach dem Umsturz des 9. Mwember gestreikt, die Revolution wäre in sich zusammengebrochen und die neuen Herren säßen heute nicht an der Futterkrippe. Jedenfalls werden sich aber alle rechtsstehenden Beamten auch durch die jetzt beliebte Jngui- sition ihre staatsbürgerlichen Rechte nicht verkümmern lassen und das jetzige verderbliche, uns immer tiefer in den Abgrund führende System nach wie vor mit allen gesetzlich zulässigen Mitteln b.'kämp- ften. Und es wäre eine Tat, wenn alle diese Beamten auch einmal gegen die ihnen immer mehr drohende Vergewaltigung demonstrierten und pro- testierten, anstatt sich an die Wand drücken zu lafien. B. • ** Der Himmelfabrtstag gesetzlicher Feiertag. Zur Behebung mehrfach geäußerter Zweifel über die Zulässigkeit ge- werblicher Arbeiten am Himmelfahrt s tage wird im Regierungsblatt daraus hingewiesen, daß der Himmelfahrtstag ein ge- letzlicher Feiertag ist im Sinne von § 105b bei Gewerbeordnung. Demgemäß sind an ihm alle Arbeiten in geroerblidjen Betrieben insoweit verboten, als sie nicht aus Grund der §§ 105c—d xrr Gewerbeordnung allgemein erlaubt oder gemäß § 105 f desfe.den Gesetzes von Fall zu Fall rut besonderen Antrag zugelassen worden sind zugelassen werden dürfen nur solche Arbeiten, für die zur Verhütung eines unverhältnismäßigen Schadens ein nicht vor herzu sehendes Bedürfnis eintritt. Bis zehn Uhr an diesem Abend ereignete sich nichts Besonderes. Ich saß in meiner Bude, die Pseife im Mund, unb dichte über die Vorkommnis c dieses Tages und meine ftftfam veränderten Vermögensumstände nach, als ich einen Zwr- spänner vor meiner Gartentür halten hört:. Es folgte ein Glockenzeichen, dem ich in eigener Person Folge leistete. Ein La kn in einfacher Livree zog den Hut. Herr Doktor Perigord? fragte er. Ia-vohl. Tie Gräfin Frangipani in Formoa Man- sions, Queens Gate, wünscht Sie sofort zu sprechen, Herr Doktor! Siebzehntes Kapitel. Mein erster Impuls war, wie ich offen gestehe: Flugs Hut unb Uederziehn geholt, tn dm Wagen gesprungen und fort, nach Queens Gat:! Aber meine Vorsicht hatte sich während der letzten paar Tage tüchtig verschärft. Ich war schon einmal her ringe ft.l en, und ttwtzdem fnre ernsten Folgen daraus entstanden waren, hatte mich das Erlebnis doch miß rauisch gegen alle angenehmm Aussichten gemacht. Haben Sie einen Brief von der Gräfin bei sich? fragte ich. Ter Lakai schien critaunt. Nein. Herr Doktor! So. Nun, es tut mir leid, oberes ist mir heute nacht gans umnöglick., die Gräfin noch auftuluchm. Teilen Sic ihr mit, ba& ich j Carte zu Posdaufivägm, Pvstprvte^n und 'Jiad) nahmen. Ein Block mit 1O<) Sammelüberweifmigr n Lostet jetzt 1 9)iT Für iedc Zahlkarte, bte mar dem Landbrief tröget übergibt, ist jetzt eine Annahmegebühr von 30 Pf. im voraus zu entrichten. Tics kostete ursprünglich nur 5 Pf Für die Ein- lieserungsbeschcmigungen ber Sck-eckümter er hielten die Rechnungsinhaber ursprünglich Vordrucke für diese Lasfftftriftzettel in Blocks zu 100 Stück für 20 Ps., sie kosteten zuletzt 75 Pf., jetzt nicht weniger als 2,50 Mk. Laufschreiben lvegrm Sen düngen des Ptosffcheckverk.'hrs kosten 1 Mk. 10 Stück der gelben Briefumsd-läge mit ber Aufschrift des Scheckamts kosten jetzt 50 Ps., also zehnmal soviel wie ursprünglich. ** Unbestellbare Postsendungen. Tie Veröffentlichungen über die bei ber Ober-Post-- direttion in Darmstadt lagernden unbestellbaren Postsendungen erfolgen nicht mehr durch die Zeitungen. Ueber fjld>e Sendungen werden vierteljährlich Verzeichniffc aufgestellt, die in dem Schal- tcnwrraum der Pvstanstalt am Aufgabeort vier Wochen ausgehängt werden. Tieienigen unserer Leser, die über den Verbleib einer Postsendung — sei es eine Wert- ober Einschreibsendung, ein Paket ober ein Bries mit Geldinhalt — im ungewissen sind, werden gut tun, diese Verzeichnisse ein* zusehen und festrustellcn, ob etwa der vermißte Gegenstand bei der Ober-Postdirektion lagert. Trifft dies zu, so Ivürben sie sich wegm Wiedererlangung der Sendung an die Ausgabe-Pvsurnstall zu roenbrn Haden. ** Für Benützung ber Bohrgeräte der geologischen Lanbesanstalt von nickMaatlichen Instituten, Städten, Gemeinden und Privaten ist, nach einer Bekanntmachung des Landesernäbrungsamts, vorn 1. April 1920 ab an Stelle der bisherigen Gebühr von 18 Mar! eine solche von 25 Mark für jeden Tag zu entrichten. Außerdem hoben die Interessenten die für die Bohrarbeiten erforderlichen Arbeiter auf ihre Kosten zu stellen. Auch müssen sie die Kosten des Transportes des Bohrapparates tragen. Für Ueberlassung des Bohrzeugs bis zum Ausbau eines Brunnens beträgt die Abnutzungsgebühr 3 Mark täglich. Kreis Alsfeld. a. Merlau, 9. Mai. Nachdem schon ein Teil unseres Ortes, nämlich die in der Näl)e der Holzschneidevei des Derrn Willig gelegenen Hos- reiten mit elektrischem Licht ‘ocrleftai ivarrn. welche durch Maschinen des genannten Holzwerfts gespeist wurden, wird bis zum kommenden Winter aud) der größte übrige Teil unserer Gemeinde mit elektrischem Strom versehen sein. Dieser wird bamt durch Mühlenbesitzer Töch'er geliefert iverdcn unb ba^r bedeutend billiger kommen. Besonders erfreut ist die Gemeinde darüber, baß noch Fertig- stellung des Ellktrizitätswerlies auch die Errichtung eines Wasserwerkes geplant ist, »velches aus einem vorzüglichen Brunnen des näfen Burgwaldes gespeist wird. Ist doch die Wasserfvage noch brennend r als die Lichtsrage^ da im Sommer kaum Licht nötig ist, auch IDreher Beleuchtung material en vorhanden sind, während das Was'er einer Leitung Sommer wie Winter nicht zu schätzende Vorteile bietet. Außerdem bildet 'ine Wasserleitung nach Mtvagung der Schuld eine Fe‘e @imta,f)incqikTc für die Gemeinde, b?r kaum Ausgaben gegen Überstehen. Kreis Friedberg. * * Friedberg, 11. Mai. Am Sonntag, 16. Mai, 10 Uhr vonnitiags, wird das Museum in Friedberg feierlich eröffnet. Damit ist eines ber Ziele erreicht, für die ber Friedberger Geschichtsverein 24 Jahre lang geworben und gearbeitet hat. Hessen-Nassau. — Fran kfur t a. M., 10. Mai. Unter dem Namen „Weiße Brüder des Urchristentums" hat sich hier eine neue politische Partei gebildet, deren Programm selbst von den kundigsten Politikern bisher noch nicht entschleiert werden konnte. Als bas Gevassel in der Feme erstorben war, schlüpfte ich in meinen Ueberjrebcr, brückte memen Hut fest am den Kopf und eilte zur nächsten Durchfahrt. Im gleichen Augenblick fuhr eine laere Droschke vorbei. Ich ftvclt sie an und stieg rtn. Charing-Ewß-Telegraphenbuvvau! rter ttft bmt Kutscher zu. Ein Peitschenknall war die Antwort, und be- vor ich mrr's noch recht beguem gemacht, hiell dts dampfende Roß geynüber dw Marmrskirche. Ein gutes Pferd habt Ihr da, Kutscher, bemerkte ich beim Aussteigen. Kein besseres gibt's auf dem ganzm Londoner Pflaster nich, stimmte ikr Kutscher schmunzelnd bn. Tas glaub’ ich, sagte ich. Einen Moment! — Damit eilte ich in das Bureau und setzte in aller Elle das folgende Telegramm auf: „Gräfin Frangipani, Formosa Mansions 1, Queens Gatc. Zweispänner mit Lakai *ben bei mir vorgefahren. Lakai sagte. Sie wünschten mich sofort zu sehen. Wenn richtig, bebaute ich l 'bhfft, aber habe Gründe zu Variicht, daher nicht gekommen. Sehr verbunden, wenn Si' mir durch letzte Post ein Wort zukommen lassen. P.rrgord." Ich gab das Telegramm ab, zahlte und eilte wieder tu der Droschke hinaus. Lassen Sie das Pferd laufen, was es tarn, sagte ich zu dem Kutscher, — Queens Gate — ich sage Ihnen dann, wo sie halten sollen. Sogleich hörte ich den Ktuscher etwas ragm — wohl eine Keine Ermunterung, di' er ieinem Tier zuteil werten ließ — und los fuhrm wir, daß die Hufe des Pferdes auf bmt Pflaster nxe Trommelschtegel llaprerten. Volle zehn Minuten dielt es die spitze vor einem Automobil. Ter Chauffeur lachte. Es war offenbar ein gutmütiger Bursche, ber seinen Spaß an dem flrnkm Pwrdchen hatte unb es gewinnen ließ, woraus Kutschtr unb Chauffeur, zum ersten Male in meintr Erfahrung, sehr höfliche Zurufe tauschten, als nxr uns oben an Queens Gate trennten. Mittwoch, 12. Mat 1920 Vereine nnd Veranstaltungen. * ' Taubringen 11 Mai. Am £>munde fahrtstag findet ein Ausflug tvi Turtuntmen und Turnei ber Frrieit Turnerscftaft unb ber Sänger des C-esangmeins Sättgerlust statt. < j Geber n, 10. Moi. Am samStag abend spradi im Bergnrrlsbauü in sehr gut beiutütet Versammlung Parteisekretär Tr. Lutsch auS Gießen. Er enhouMte flat unb sachlich das Programm ter Teutsckxn ko Partei In der Diskussion ftnadi der s^zialbenwkratisck»? Parteisekretär Schiesser- Hirz,'nhain. * * H u m berg, 11 Mai. Aus Voranlasiuirt ber Deutschen Volkspartei ^ntb am iXm» nerstog abend in S?jmberj a. Ohm im Diezschen Saale eine, ruimenllid) auch von den sttachbarorten. put besuchte öffentliche Wahltxrsammlung statt, tn der iid) Landgericktlsrat Schudt aus Gießen in nahezu ztvcistündigen 9Iu»tiiftrun.)en über dic derzeitige Lage in unserem Vaterland und die Wege zum Wiederaufbau und die Ziele der Detu schcn Volkspariei ausließ. MS etnziger Tiskus- sionsrebner sprach Obevamtsrichter Ion, der dabei mitteiltc. baß er sich von der Denrbkmtu: abgewendet habe, und diesen Schritt njtftcr rcdfefertigtc. * * Merla u, 10. Mai. Für die dcutsd»- nationale VolkSvartet sprach in einer öffentlichen Wählerversammlung am Somttag abend Herr spitze- Gießen über die politischen unb wirtschastspolitischcit Zeitftagen. An der sehr lebhaften Aussprache beteiligten sich vornehmlich Vertreter bet Linken W. Londors i. d. Rabenau, 9. Mai. Ter hiesige Gffang.e.ein „Froh i.m" veranstaliete am Sonntag nachmittag im Saale der ,Sttcht Offetzen" fein 1. jtvnzert Ter Verein, ber infolge bet Kricgszeit nicht an die Oeifc ;tlidjf it trat, verfügt über gu.es St mmcnmi.te ial, bas auch in den Pianostellen ausgeglick)en ist. Tie unter der Leitung seines Dirigenten, Lehrer Schmidt in Kesselbach, zum Vottrag gebrachten Chöre waren in dynamischer wie rhythmischer Deziel.w.g reckst gut. Die Leistungen sanden burebne.। bervditigten Beifall. Das Möblsche Streicha uanett aus Gießen verschönte d.S Konzert durch gut geiväl-lte Stücke. Am Abend folgte ber üblidx Ball. X Selters, 10. Mai. Gestern nbatb sprach bei Gastwirt Mynle in einer Versammlung d r Deutsch-nationalen Volts Partei Dr P f e f f e r a u s F r a n ks u r t a. M. Der Redner beleuchtete das Wesen der Teutschavationalen Vollspartei und ihre Stellung zu den Tagesfvigen. Zum Schluß kam er auf die Mahlen zu sprechest. Bürgermeister Kraft eröffnete, begrüßte unb leitete die Versammlung unb bankte bem Redner. Turnen, Spiel nnd Sport. — Fußball. Am Himmelfahrtstage finden auf dem V. f B.-S poriplav, Trieb" olgen'e Wettspiele statt: Nachmittags 3 Uhr tritt die Liga Mannschaft des Wetzlarer F. C. v. 05 gegen die erste Mannschaft des Vereins für Bewegungsspiele Gießen zum Diplomspiel an. Wetzlar verfügt über eine synrpathische Mannschaft von guten spielerischen Könncn, so daß ein interessantes Spiel in Aussicht steht. Das Spiel der dritten Mannschaft beginnt morgens 10 Uhr, wähveiü) vormittags 8 Uhr und nachmittag 2 Uhr Iufendmannschaften des V. f. B. gegen gleiche von Wetzlar spielen * * E i n H o ck e »-Wettspiel wird aus dem Sportplatz an der Hardt am Himmelsakrtstag, nachmittags 3,15 Uhr. zwischen der Sportavteilung des Turnvereins 1860 Marburg I. unb Verein für Rasenspiele 1900 t- V. Gießen I. veranstaltet. Auirst und w.ssenschaft. = Schönberg i. ■£)., 11. Mai. AuS ber Privatsammlung des Fürsten Erbach- Schönberg wurden am Montag in Fvanffuri a. Main zahlreiche Gemällir des 16. bis 19. Jahrhunderts, meistens teil italienischen, ntederläwst- schen, bclgischcn und deutschen Schulen angeljorcnb, in öffciit.icfvr Auf ton ixr’cigert. Die Oemälbc erzielten auvewrdentllch ftjfc Preise. Ein kletner Rubens z. B. Barn aut 240 000 Mk., ein TeinerS aut 65 000 Mk. Ferner kamen zum Vertäut ein flämischer Gobelin für 103 000 Mark, ein Auboff on-Gobelin für 136 Mk. ein Aub»>isson- Fußleppich für 60 000 Mk unb eine flämische Tapisserie für 345 000 Mk. Mehrere bi:i'er Jfunft- fadien gingen durch Vermittlung deut cher Agenten in das Ausland. = Frankfurt a. M, 11. Mai. Die Senckenbergische Naturfvriche bt Ge el schäft verlieh dem Herrn Gustav Winkler in Fechnhcim wegen seiner erfolgt*ieften ftultuioerurfx mit ber Sojabohne einen Ehrenpreis von 500 Mk. Als wir diese zur Häl'p entlang gefaftrni naren, ließ ich halten imb ging langlun in ber Richtung auf Formosa Man ions zu Für weiter. Ich war überzeugt davon, daß wir den Wagen überholt ch-tten, für den Fall, daß bie5 wirklich fein Bestimmungsort wir. Er würde, wie ich mir sagte, gemüllich wi der nach fcau'e zurück- ' fahren, nicht ohne — wie ich mit fast unbedingter Sicherheit annehmen Konnte — nnen Aufenthalt für die Vertilgung von vier Glas Bier zu nehmm. Softer stellte ich mich vo ler Zuversicht nah- bei ber Einfahrt zu den Mansions auf, in ber festen Zuversicht, daß sich die Sache in wenigen Minuten entscheiden mußte. Ich brauchte nicht lange zu warten. Kaum war eine Minute verflossen, cls eine Eauipage in sehr gemütlichem Tempo in den Hof 'ffnfuhr. Ich konnte nur einen fluch.igen Bick aut iftrt Insassen werfen, aber Kefir Blick genügte. Ich erblickte den melierten Bart d.s Marquis und ein liebliches, Don Spitzen umrahmtes Gesicht: uft wußte, woran ich war. Als ich zu meiner TroschHe zurückkebrte, war Julius Perigord in meiner Achtung beträchtlich gestiegen. Tiefes Mal ist es rricht gelungen, figti ich mir Ich bin gespannt, was sie zu meinem Tel?- gramm sagen wird. Sie wird natürlich schrerben, unb daraus kann eine Kvrrespoirdenz enfft-hen. ein Austausch von $.Ttnrulid#fciten unb — doch ftclt! Nicht zuviel Pro pH z.iungen, mein Jungi! Kutscher, haben Sie Zeit? Soviel Sie .vollen, Herr, unb das Pferd is auch wieder zu Atrm gekommen. Tiefes Mal ß.irte Hetzjagd — fahren Sie mich in aller Ruhe zum „Revellers*) Klub"! Wissen Sie, wo er ist? Gewiß, sagte er, unb fünf Minuten später hielten wir vor dem Hovel. (Fonesung folgt.) *) Nachtschwärmer. dbg. t'irche. Berlin Katholische Gemeinde. Kurs 220,50 292, 290. 'önjmeinem nr rr unes eine ^upiyi wu ovj. i-v*. v—■------", „Y r.«.*.»h4 Ferkeln imb 30 Sönnern auf. Wir Wrfrl imicben * t»e r t r a g irb.-rgcbcn. Das Dokumott beitem aus veyoröitche Anzeigen l Lärchen--Stamm 3. Kl. 1 Lärchen-Stamm 4. Bankguthaben bei Kiefern--Stämme 3. Kl. mit 6,49 Fstm. Küfern-Stämme 4. Kl. mit 9,26 Fstm. Kiefern-Stämme 5. Kl. mit 49,04 Fstm. Lärchen-Stamm 5. Kl. mit 0,42 Fstm. 52698 Passiva. ie Die Die ganzen 8 Tage lang Vorbehalten. 5255 53001 1919 1919 Kieiern-Stämme 4. Kl. Kiefern-Stärnme 5. Kl. 203, 180, 849,15 850,85 814,20 815,80 1061.401063,001029,- 1031,- 328, 166, 465, mit 1,05 Fstm. mit 5,18 F'tm. mit 1,14 F'tm. mit 0,36 Fstm. Maate aller irt i wert tie IrUl’uki Ihrtw.-lreekerel. B. Lun, Hatai 16 3I 2 14 49 297 8 16 145 1 166,- 267,- 263,- 286,- 265,50 176,— 231,- 398,50 472,- 167,80 166,- 10.5. 11,60 5,55 13,75 9,90 22,97 85,40 21.47 243,- 292,- 23,03 85,60 21,53 mit 9,83 Fstm. mit 29,02 Fstm. mit 107,46 Fstm. mit 0,64 Fstm. Anteile..... Kapitalien . . . . Zinsen-Konto . . . Kreditoren . . . . Reservefonds . . . Spezial-Reservefonds Soz. Fürsorgefonds. Betriebsrücklage . . Pensionsfonds . . Reingewinn . . . Kurs 12.5. 79,75 Zürich...... Amsterdam . .. Kopenhagen. . . Stockholm. . . . Wien...... Eichen-Stamm 3. Kl. Eichen-Stämme 4. Kl. Eichen-Stämme 5. Kl. Eichen-Stamm 6. Kl. sshristiania. . Kopenhagen . Stockholm . . Helsingfors. . Italien.... London. . . . Rew-Pork. . Paris..... Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes) Deutsch-Oesterr Prag..... Budapest. . . Bulgarien . . 4 23 61 599 1 561 647 Aktiva. Konsumverein Gießen G. L. ©., Hamburg . Gewerbebank Gießen Hess. Bankverein „ 465,- 221,- 241,- 230,50 249,75 246,75 188,30 49,45 318,15 866,60 821,60 17,93 22,97 84,40 21,57 Markuotiernngen. Datum: 325,- 168,- 465,- 217,50 268,- 290,50 273,- 186,- 240, - 460,- 480 - bahn der Stadt Gießen. S t o l t e. Bekanntmachung. Nach dem durch Bekanntmachung der Hessi- scheu Ministerien des Innern und der Finanzen oom 29. April d. Js. bis auf weiteres die Lese-- holz nu tz un g in den Do manial- u nd Gern e i n d e iv a l d u n g e n auch in den Monaten M a i und Juni ausgenbt werden darf, wird auch für diese Monate das Leseholzsammeln im Gi eben er Stadt wald den Jn- l-abern von Leseholzkarten an: Mittwoch jeder Woche in der Zeit von Son ne n a n f - rang bis Sonnenuntergang gestattet. Gießen, den 6. Mai 1920. 5321B Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Nosenber g. Erlen-Stamm 4. Kl. mit 0,85 Fstm. Fichten-Derbstang. 1. Kl. mit 53,96 Fstm. Fichten-Terbstang. 2. Kl. mit 32,10 Fstm. 8.5. 11,10 5,20 12,- 9,25 442,- Bekanntmachung. Die Stelle des Werknreisters der chirurgischen Klinik und der Klinik für Ohren-, Nasen- und Halskrankhriten Gießen ist alsbald zu besetzen. Bewerber müssen schon ähnliche Posten mit Erfolg bekleidet haben und gute handwerksmäßige Ausbildung nachweisen können. Meldehapiere mit Zeugnissen, Lebenslauf und Angabe der Familienverhältnisse bis zum 25. Mai 1920 erbeten an die .'Ilrnikverwaltung. 5265B Gießen, den 10. Mai 1920. fress. Direktion der chirurgischen ftlinit Gießen: Poppert. Mlendorf a. d. Lda., dm 9. Mai 1920. Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Nein. werben. Bersrod, den 10. Mai 1920. Bürgermeisterei Bersrod Be cker. Datum: 5e/n'Deut.Rrleg5anL 4°/„Deut.Reichsanl. 3" Deut.Re chsanl. 4 •/„ Preuß. Konsole Darmstädter Bank Deutsche Bank. . Disconto- Gesellsch. Dresdener B mk. Nationalbank f. D. Mittels.Creditbank H.-Ame6k.-Pnkctf. NorddeutschcrLloyi» Doch. Gußstahiwrk. D.-Luxemb.Bergm. Gelsenkirch.Bergw. Harpcner Bergbau Oberschl.lkisenb.-B. Oberschles.L-isenind. Phönix.Brgb.-Akt. Bad.Anilin--u.Soda Höchster Farbwerke ttlekir. A. E. G.. Schuckert-Werke. . FeltenKGuiileaume Daimler...... Bud.'Tisenw.-Akt. Adierwerke .... 4% Hess- Saatsaul. Electron Griesheim 11.5. 1 79,75 75,80 74,50 75,60 155,50 295,- 204,- 182,- 143,25 151,- 163,50 163,50 268,- 258,- 274,- 258,- 169,75 227,- 395,50 467,- 355,- 325,- Geschäftsanteile betrugen 1918 „ " 1919 mithin weniger Haftsumme betrug am 1. Jan. 31. Dez. *W etzla r, 11. -9JML In der Herwigen froaept- oersammlung der Budernsschen Eisenwerke, in welcher 14 935 Stmnnr- und 40-00 Borzugsaktten vertreten waren, mürbem Regularien und sämtliche Anträge der Verwaltung einstimmig angenommen. Tie turnusmäßig ausscheidenden Mfftchtsratsmit- glieder Kommerzienrat Wittekind uiih Bergwerksr- direktor Allmenröder wurden wieder- und anstelle des aus (stefundheitsrücksichten ausscheidetchen Alfred Wein schenk, H«rs Wein schenk sowie Kvmmer- zienrat Hermann Röchling, .Heidelberg, uni in den Aufsichtsrat gewählt. Märkte. 7,5 Rm. Eichen-Nutzschrit (rund) 5,5 Rm. Eichen-Nutzknüppel. Föft' stwartei II. 10. 5. 79.75 75,90 73,60 75,75 156,50 300,- 210,25 182,- 145,- 152, — 166,50 168,- 270,- 275, - 294,— 265,- 173,- 248,- 400,- 480,- 365,- 338,- 161, - 470,- 221,50 281,- 231,25 300, 250 und 200, für Läufer 450, 400 und 350 Mark gezahlt. Der Sandel ließ zit wünschen übrig. der' •Sebs zreitagöen N hu. tm. 250,25 247,25 188,70 49/5 «318,85 868,40 823,40 17,97 23,03 84,60 21,63 Büchertisch. Wilhelm Hauff, Das Märchen vom kleinen Muck und Kalif Storch. Bilder von Karl Walser. Verlag Damno Cassirer, Berlin. — Ter Verlag Cassüver setzt bekanntlich seinen Ehrgeiz darin, seim- Werke nur in feinster und muster- kigster i'lusstattung in die Weit zu schicken. So - ;ri;‘ bei vorliegendem Märchenbuch: rinfach- ictMiiuder Einband und schönstes Papier, wie mau es in Vortriegszftten nicht bes'er haben konnte Was das Büchlein aber ganz besonders reizvoll macht sind die Bilder von Karl Walser, frier ist das Ideal der Buchillustration erreicht, Wort und Bild sind zur Einheit verschmolzen. Ja mehr noch, mau könnte fast das Wort missen, fo frisch und zum Greisen lebendig steht die orientalisckte Märchenwelt vor einem und man ist immer wieder erstaunt, welch köstlich humorvolle Wirkungen de mebrne Kunst hervorzuzaubern vermag, die sich hier ganz in heiterem Gewände zeugt. 5. Freie Unterkunst. 6. Freie Verpflegung. 7. Freie Bekleidung. 8. Versorgung nach 12jähriger Gesamtdiensb- zcit im Staats- und Kommunaldienst. Rach der Etatisierung: Besoldung nach dem preußisäunr Beamleirgesetz. 5112V Meldungen mündlich oder schriftlich an: 8icherkelt;polizei Gruppe Frankfurt, zur Zeit Durchgangrla er Wetzlar. 269,"0 24'?, > 192,8^ 50.57 320'65 894,10 841,60 Kurs 11.5. 79,75 270 30 2rA\n') 19 3,20 50,67 321,35 895,90 843,40 mithin weniger Mitgliederbestand am 1. Ian. 1919 . eingetreten . . MUH Wer Bahlbi Wn,vah Mti|t6e und Ant manMAdres nl sowie soniii mau au erhol« 2 Lärchen-Stämme 5. ......... , 3 FickKn-Stämme 2. Kl. mit 3,66 Fstm. Fichttn-Stämmc 3. Kl. mit 5,67 Fstm. Ficht-n-Stämme 4. Kl. mit 25,55 Fstm. Fichten-Stämme 5a Kl. mit 35,61 Fstm. Fichten-Stämme 5b Ä. mit 138,77 Fstm. l 9 3 Holzversteigerung. M on ta g den 17. Mai 1920 vormittags 9 Uhr werden bei Herrn Gastwirt Schultheiß m Lumda aus dem Schutzbezirk Lumda versteigert' Stämme: 1 Birke — 0,40 Fstm., 2 Bückten — 1,06 Fstm., 52 Eichen — 24,63 Fstm., .30 Ficksten - 10,55 Fstm., 13 Kiefern = 11,04 Fstm., 1 Weißtanne = 0,76 Fstm.; Derbst a n g e n: 422 Fichten — 36,39 Fstm.; Reisst a n g e n: 26 Fichten = 0,47 Fstm.; Rutz scheiter: 4 Rm. Buchen, 1 Etche: Rutz knüppel: 7 Eichen, 24 Fichten. Das Holz ist vorher rinznsehen. Förster Mar kart- Lumda erteilt nähere Auskunft. Rur Kleingewerbetreibende und Selbstoer« brancher werden zum Mitbieten zngel assen. Grünbera, am 5. Mai 1920 5267B ' fressisckx Ol^rsörsterei Grünberg.. oz. Fulda, 12. Mai. Der Samstags Schweinemarkt nnes eine Zufuhr von 301 2{. (Buntrum. R. Andrea. A. Kiel. Der AuVstcht»rat: K. Koch. H. Günther. H. Hörr. fi. Stör6. W. Wittich. Holzsnbmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lda. (Station der Nebenbahn Lollar— Grünberg) sollen folgende .Holzsortimente im Submissionswege vergeben werden: Postscheckkonto Kassenbestand . Zinsen-Konto . Warenlager . Rohtabaklager Debitoren . . Inventar . . Auf . Kl. mit 0,68 Fstm. 5. Kl. mit 2,83 Fstm. MW kamsias,l-».ML M Tagesordn^ Zahlreiches E 312o] Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gemeinde Bersrod für Rj. 1920 liegt vom Freitag dm 14. Mai dis einsÄlietzlich Donnerstag den 20. Mai d Js (tut unserem Amtszimmer zur Ein'ichtnahme offen Die Bctiligtm können mnersalb Ixe (er Frist dWTB.) Gellern nachmittag 4 Uhr wurde im Ministerium des Aeußern der türkisck^n Friedensdelegation der F r i.e de n s- . . 5910 Th. . . 5700 . Letzte Nachrsehten Ilm die Konferenz von Svaa. Paris, 12. Mai. (WTB.) Es beitätigt sich, daß Millcrand am Sams'.ag mit Lloyd Georg? in Folkestone zusammeut essen wird. Die Unterredung wird die Konstvenz von Spaa betreffen. In offiziellen sranzösisch.gt jkreisen wüst man noch nicht, ob de Konfev?"z vertagt wird. Deutschland hat. in dieser Hinsicht noch kau offizielles Ansuchen gestellt. Wahrscheinlich nerden sich die verbündeten Delegierten in Paris »der Belgien vor d:r Zusammeniunfl in Spaa treffen, um ein gemeinsames Vorgehen bei der Besprechung mit Müller zu vereinbaren. Die Räumung des Maingans in Sicht! Paris, 12. Mai. (WTB^ Nachdem die deutsche Regierung osf'ziell mitgeteilt hat, daß die deutschen Truppen in der neutralen Zone reduziert feien, läßt General Rollet eine Nachprüfung vornehmen. Wenn tereu Ergebnis mit den offiziellen butschen Angaben übereinflimmt, werden die französischen und belgischen Truppen die kürzlich auf dem rechten Rhernufer besetzten Städte wieder räumen. Demission des .Kabinetts Nitti. Rom, 12. Mai. WTB.i In der Kammer hatten die so-ialistischrn 2lbqeordneten einen Antrag über die Zwischenfälle, die fick' kürzlich bei bem Personal der Postverwaltung ereignet haben, ein- gevracht. N i 11 i hat die Ablehnung des ^lntrages verlailgt und die B e r t r a u e n s f r a g e gestellr. Die Mitglieder der Volksparteien ffrnbigtcit au, daß sie für den von der sozialistisckien Partei eingebrachten .Antrag sttmmen werden. Die Ab- stimmimg fand durch namentlichen Aufruf statt. 309 Abgeordnete waren amoesend. Für den Antrag stimmten 193, dagegen 112 bei 4 Enthaltungen. Der Kammerpräsident hat daranshin mitgeteilt, daß der Ministerpräsident morgen, Atittwoch, die Demission des M i n i st e r i u m s bekanntgeben nxürbe. Bekanntmachung. Es sind wiederholt in letzter Zeit von nnbe- rechtigten Personen an elektrischen Licht- und Kraftanlagen unzulässige Arbeiten vorgeiwmmen worden. Wir iveisen erneut darauf hin, daß nur solckpe Personen, die im Besitze eines von uns ausgestellten Berechtigungsausweises sind, Arbeiten an Licht- und-Kraftanlagen ausführen dürfen. Wir werden in Zukunft auf Grund der beftehenden Bestimnumgen rücksichtslos gegen Zuwiderhandlungen vorgehen. Außerdem werden wir, noch für die Anlagen, an denen unberechtigterweise Aende- rungen oder sonstige Arbeiten vorgenommen worden sind, die Stromlieferung einstellen. Die Direktion der Elektrizitätswerke und Straßen- Bekanntmachung. Aus der Landrichter Dr. Müller- schcn Stiftung zu Darmstadt sind durch 1. fünf Unterstützungsvermächtnisse von je 500 Mk. jährlich anbedürftigeelternlose^tu- d i e r e n d e der Rechtswifsenschafl aus den Provinzen Starkenburg und Oberhessen, „ 2. ein Unterstützungsvermächtnis von 500 Mk. jährlich an eine bedürftigenicht kinderlose Witwe eines richterlichen Mitgliedes bet einem der "Amtsgerichte oder Laubgerichle der Provinz Starkenburg oder Oberhessen, vorzugsweise als Beihilfe zur Erziehung minderjähriger Kinder zu vergeben. Bewerbungen um diele Vermächtnisse smd b i n n e n vier Wochen bei Nils einzirrelchen. Darmstadt, den 17. April 1920. Hessisches Ministerium der Finanzen, Abteilung für Finanzwirtschaft u. Eisenbahnwefeit. Dr. R o h de. 4525D Wen,! Uhmch ”omi5.i . auf 1 IÖMI I «»Wtatart.n ttn | *«««>. fi?” läte; Handel. Berli >r, 12. Mai. Böv f enstim m u n g s- bild. Di eröffnet in recht fester Stimmung bei weüv^l- -p'u Erholungen auf allen Gebieten des Aktienm ftee. .wmentlich in den Werten, die in den Vortage beträchtliche Verluste erlitten hatten. Anregumg bni vor allem die starke Ausivärts- bewegimg der Schontungbahnaktien. Ferner war van günstigen'. Einfluß, biß der Börsen handel in den b schiognahmtkn Auslandswerten nicht aus- geschlos.en werden soll. Am Montanmarkte über* jchritten die Bcsmmngen teilweise 10 Pro:,., so bei Bicherus imb Mannesmann. Rückgängig waren aber Deutsch-Uebersee, (Acktrische und Felten u. Guilleaume um je 155 Vr-z. Frankfur' a M., 12. Mai. Börf en- st i rn rn u n g s b i l d. An der heutigen Börse machte sich nach ben Äursril^ä'-gen der letzten Tage leilrotie wieher Neig^mg zu Rückkäufen bemerkbar, so daß iwreiny I?e Papiere über den Stand der gestrigen Abendbörse eröffneten. Di- Umsätze blieben jedoch beschränkt, ba man wegen der morgigen Un'erbr^'chung des Dör'engefchäfts znrück- Ältend ist. Di Ab'chlüsst. die getätigt wurden, sind auf Deckungskäu e zurückz.-führen. Die Börse schloß fest. Privatb skont 4', Proz. Frankiur: a. M., 12. Mai. 13 Teilen. Im zweiten Teil merbni die Grenz« der Türkei in Europa und Asien geregelt. Der dritte Teil verpflichtet die Türkei zur Annahme der aus dem Vertrag hervorgehenden politisch^' Aenb?rnngen in Europa und Asien. Er enthalt (vr Spezial ko nventiru über die Daroancllen, dOt. Bosporus und das "'anuarameer, schaffl ein Son- dcrregime für Smyrna, das unter griechischer Benvaltung unter tih*fifd>Ar frerrfd>afi vetbleibr 210 „ 5900 . 5700 . 200 Ä . . ue bringen. Die Beamten erhalten: 1. Tagegelder von 7.50 Mk. bis 13 Mk. nach dem Dienstgrad täglich. 2. Berheiratetenzulage von 2 Mk. täglich. 3. Zulage für jedes Kind 1.65 Mk. täglich. 4. Teuerungszulage au Ledige 7.91 Mk., Verheiratete 9.21 Mk. täglich. •4 122 ausgeschieden 3, durch Tod 3, durch Ausschl. 2, zus. ___S Mitgliederbestand am 31. Dez. 1919 .... IW Der Vorstand: Devisenmarkt Geld Brief Geld Brief Datum: 10. Mai 11. Mai l«rd?e «nd Sch«le. ta Aus Nassau, 11. Mai. Tie au Her- ordentliche Bezirkssynode ist für T.mners- tag den 1 Juni nach Wiesbaden einberusen worden. — Die letzte R e k t o r e n p r ü s u n g. In staffel fand dieser Tage für Bewerber aus der Provinz frstsen-Nassau die letzte Rektorenprüfung statt Weitere Prüfungen dieser Art finden auf Grund des bekannten Ministerialerlasses in Zukunft nicht mehr statt. rttrchliche Nachrichten. Cvling?lifcke Gemeinde. Donnerstag ben 13. Mai (Himmelfrlirtstag In der Stadt kirche. Bonn. 9Vi Uhr: Pfr Mahr. — In der I oha nnes kir che. Borm. gi/o: Pfr. Bechtolshrimer. — In der alten Friedhofskapelle: Nachm. 2 Uhr: Pfarr- affift. Dr. Singel. — Wies? ck. 13. Mai. Ehriftt Himmelfahrt. 9^: Goitesdicnst. 103/.!: Kinocr- Mittnwch d. 12. Mm, nachm,. 5 u. 8 Uhr: GÄegenh. z. hl. Beichte. — Donnerstag d. 13. Mat. Fest Christi .fr i m m e l f a h r t. Borm. 6‘,■■: OK-* legenh. z. hl. B ichtc. 7: Hl. Messt. 8: Austtg. d Ä. Kommun. 9: Hochamt m. Pr. 11: Äl. Messt rn Pr. Nachm. -: Vesper m. Segen. — Dia spar i- GvtteSdienst am 13. Mm. In Hungen 8, Laudach 10 Uhr. Wettervoraussage für Douneistag itzimmelfahrtstag»: Bede-tt, z s.N'rise leichte Niederschläge, marin, südwestliche Li» westliche Winde. und spricht die protnsoris / Anerrennung von Syrien und Mesolvtanneu au:-. Im vierte". Teil wird die A'.wrkennung drr durck v?n Krieg in A-gorten und im Subin, auf (Sn.K’.it und den ägäischen Inseln beschaffenen nette Lag».' sowie dte 'Jhtcifemtung des französischen ProtektorMrs über Marokko imb Turms gefordert. In den ^folgenden Teilen werden Bestimmungen getroffen, durch die die militärische Dienstpflicht in der Türkei, abgeschafft, die Freiheit der Äteürengen durw Schirifnrrg der Festungen in dem sie umgebenden Geläiriee garanti?vt und ausgesorockten wird, daß Frankreich, Englmid imb Italien das Recht haben, dort Land-, See- und Lnftstteitkräfte zu unter halten. Die türkische Flotte, wird aufgelöst, aus genommen eine Anzahl Schisse für den Ordnung- und Sickaerheitsbieirit. Weiter wird die Bestrafung derjenigen Persone : verlangt, die die Kriegsgesttze verletzt haben. Der arbre Teil umfaßt die Wiebe, gntmachnligsmaßnrchmen, der neunte wirtscha t- lick: Besttn^nmigen, der zehnte betrifft die R^c hrr.'g der Luftschiffahrt in der Türkei. Der elfte Teil enthalt Bestimmungen über die intematio nale KontrvNe der Häfen, Wasserstraßen und Eisenbahnen. Es folgen barm verscknedene Arttkel über Seeprifar, Regelung der sanitären Verhält nisst usw. Die Schlußbcstimntungen regeln, die Bedingungen der Rattftkation un> die Inkraft setzung des Vertrages. Eisenbahnarbeiterausstattb Indien. Amsterdam, 11. Mai. Wolff.) Tic „Times"' meldet aus Bomba y. Der Ausiw.d von 15 000 Ei s e n b a hn arbe i t e r n auf ven nordwest hdjtn Eifenbahnen in Brinri Indien itibt Aulaß zur Sorge. Ter Zustand wird verschärft durch Mi tische Unruhen, Teuerung, den Wange! an Arbeits Träften imb bie ungchinbcrte Agitation für das Kalifat. Die neue Beamttnvefvlduttgsoorlagt in Hessen. R.M.K. Darm stabt. 11. Mai. cköachüem in feen letzten Tagen wiederyone Berh.uwlnngeu zwischen der Regierung und den Vertretern der verfchiebenen Beamtrngauppen ftattgriunbe» haben, trat heute der von kem F i n a n z au s f chu ß der Volkskammer geroäi-ue Unterausschuß mit ben Regierungsvertretern zusarmn«., um die n e u < B e s o l d u n g s v o r l a g c in G.'in ein schäft mir een damit zusammenhängenden Gesttzen zu beraten. Die Beratungen sollen .mt Ettworb und um Freitag sortgesttzt nvrden und i:offt man allg?" mein eine Verständigung dahin zu erzr.len, daß die Frage noch vor Pfingsten zur gegenseitigen Zufriedenheit geregelt werden tarnt. Die. Kammerlanzlri ließ heute au bi. Vfbgcorbiielen nuckchehrmüe Kanzlei-9t otiz verschicken: „Voraussichtlich finden Dienstag den 18. be Mts Fraktivnssitznngen und Mittwoch 7-U 19. ds. Mts. Kammerverhamdlungen statt mit der Tagesordnung: betr. die Tienslbezügr der Staatsbeamten' nnd Bolksschull^hrer und bet , damit in Zusammenhang stehenden Fragen." für die Zeit der Besetzung Frankfincks im Durchgangslager Wetzlar stellt ein: Beamte (Hilsswachtmcister, Unterwachtmeistec, Wachtmeister). Sehr erwünscht sind Zalflmeisterpersonal, Fernsprecher, Fnnker, Fernsprech- und Funker- Mechaniker, Blinker, Kraftfahrer, Pioniere,Muftker und Pserdepfleger. Lebensalter zwischen 21 unb 30 Jahren. Voraussetzung für bie Einstellung sind vollständige und eintvandfreie Papiere, sowie körperliche Geeignetheit für den Polizeidienst. Bei Bewerbungen haben Zivilpersonen ihren Militärpaß und rin polizeiftches Fühnrngszeugnis, aktive Militittpersonen eine beglaubigte Abschrift des Kriegsstammrollenmtszuges und ein Tienft- leistnngszeugnis ihres letzten Vorgesetzten beizn- Konstanttnopel. ... - - »örsenknrse. 22436.11 15486.00 49851.26 10978.- 528.60 2556.46 4234.31 7615.7k 16478.3t 29171.7(1 126-78 18946387" Jl 5700.- 10565.^ 941,40 376.71 1600.- 89756.26 22000.- 15000.- 30631.5= 12891.99 78946W 11 Fichten-Stämme 2. Kl. mit 23,78 Fstm. 112 Fickften-Stämme 3. Kl. mit 153,58 Fstm. 173 Fichten-Stämme 4. Kl. mit 157,81 Fstm. 229 Fichten-Stämme 5a Kl. mit 126,92 Fstm. 291 Fichten-Stämme 5b Kl. mit 82,84 Fstm. Sämtliches Holz ist mit Rinde gemessen. ?frtgebote sind verschlossen, mit Aufschrift versehen, bis zum M i 11 w o ch d c n 19. M a i l. J„ vormittags 10 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei, nach Klassen und Forstwartei getrennt, einzurrichcn. Angebote mit zusammen gezogenen Klassen oder mit Bemerkungen und Vorbehalten, werdenj nicht berücksichtigt. Die Verkaufsbedrngungen können auf hiesiger Bürgermeisterei eingesehen werden. Das Holz wird auf Wunsch von den Forstimrrten Zbrieger unb Franz vorgezeigt. Die Genehmigung bleibt im einzelnen wie im e. G. m. b. H. 5.™ Bilanz 1919. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Hausen für das Rj. 1920 liegt vom 13. l. Mts. ab eine Woche lang zur Einsicht der Interessenten und Erhebungen von Einwendungen auf unserem Bureau offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Hausen, den 12. Mai 1920. 5315 Hessische Bürgermeisterei Hausen ! Happel. Frankfurt Schlug- Slnfangs- Schluß- Schluß- Kurs Kurs wäre Freitax d in der ■ Herbe aus Kai uortrag e | -llikulen zu ?riert) im Vo ballier und I «n nr irn V. ■Wi Verzeigen IHlUihr dei haken die ■ | -thster Dichteri Äh Forstwartei I. 4 Eichen-Stämme 1. Kl. mit 5,35 F 8 Eichen-Stämme 2. Kl. nrit 10,96 F Eichen-Stämme 3. Kl. mit 18,13 Fstm. Eichen-Stämme 4. Kl. mit 24,03 Fstm. Eichen-Stämme 5. Kl. mit 0,74 Fstm. Kiesern-Stämmc 3. Kl. Der GaleefflSngl ÄteKzMotl SMr hMSllMA IM 0p^"^8tspie!e!5ptzrtpiatz an -er Hardt Freitag den 14-Mai, abends 8 Uhr, im Gasthof Einhorn %, dena?8 m!, ö^hr^D Ionner*,efl »<» u. a»«< i»«>, u.-» Dienstag, den 18. Mai, 6 Uhr: Hockey-Mettspiel B.I.B. SsMS „Itiel u ! r Statt harten! i: X Giehen L ß3S Statt Karten. : Achtung! Achtung! : (5s ladet ein Ha«ö flirainner. 087HO : Hattenrod, 13. Mai 1920. : 5304 Himmekfahrttag Lich, 12. Mai 1920. Ihre am 8. Mai stattgefundene | Vermählung beehren sich anzuzeigen nr rr A. Wachtel, prakt Tierarzt und Frau Marie geb. Haas Es ladet eine G. Quill. 06799 Laubach. Steinweg 14. 1 «in, 08514 eem Der Borktand. 08727 : : : : Krefeld Tichen Schlüter. 12. Mai 1920 M74I Ml» 2 10 i ? i r Marie Dörr Karl Rau Verlobte i Paula Weber Adam Uhrhan Verlobte 1 i»tniger J19 ' X Unser« Geschäfts- a. wertstatträume befinden fich vom heutigen Tage ab Sdtersroeg 75 SWLMel.MMGövel Dr. med. vet Erwin Matzel Aenne Matzel geb. Oßwald zeigen ihre in Dietzen vollzogene Vermählung an SReubietenborf i. Thür., im Mai 1920. ii 3nhkn. !•) Tic „Zimte" fli!* von 1500(' ötn norbrotii 'M gibt AM hälft durch btii itgtl an '3rbtü? i.otwn für bat ÖMrlaflr ?JUi. 'itidxxir PtlomdlMg-ii ikrtrcictn ta tgciunbtn bfibrn iii'.ausKbnk iisschntz mit da Mu bic neu« L’iRttmW m j<6tn zu kratv-n. ttiojrh uni» üi$ pfjt man al!g> zu ersten, M IIen zur gegen- ttiMit tonn. Tk )iv ’.ftxb.mtmftffl rtrWtfrn: sstig kn 18. b« und ^törud» rbanDlunger . die Tinilbfiu» lullebitr und dri mi Fragen" Dr. med. Moritz Dudde Carla Dudde geb. Kübel Vermählte Anfang 4 Uhr. 01751 Gaste willlommen. Verein Fortuna. Sportabt. d. Turnvereins 1860 Marburg I. gegen Verein für Rasenspiele 1900 e. v. Giehen I. als Ausuabmespiel in bru Süddeutschen «»olfev Verband fär ©irhcn. Eintrittspreis 1 M. Kurzer -luszun aus den Hockenreaeln aus der NÜS- felte der (ftntrütstarien vermerkt. 087» * . - 105»=: . •' 9^ , ' ' M.U . . • 1600.; K >18 - ■ >19 • ■'fO • Literarische Gesellschaft. Freltac den 14. Mai abends 8 Uhr In der Aula der Universität Herbert Eulenberg aus Kaiserswerth a. Rhein Vortrag eigener Dichtungen. llalrittskarten zu M. 4.—, M. 3.—, M. 2.— (sämtlich umerierU im Vorverkauf in d. Musikalienhandl. li. Challter und an der Abendkasse. Studenten- «rten nur im Vorverkauf beim Hausverwalter jejren Vorzeiten der Ausweiskarte zu M. 1.50. Di: Hlltglieder der Literarischen Gesellschaft erhallen die übliche Preisermäßigung. («o»D Nächster Dichterabend 25. Juni: Rudolf Prcsber. iwohltätigkeit^ DoHsfcft des Reichsbundes der Rriegsbe- fchädigten.llriegshinterbliebenen u. ehemaligen Kriegsteilnehmer vom 15. bis 25. Mai 1920 auf Oswalbsgarten (IntritUforten an Wochentagen. . . „ an Sonn- und Festtagen daueriatten für Herren..... „ für Damen ...... 5 Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt. „Auf der Hardt“ Donnerstag, 13. Mal (Himmelfahrttag): Großes Militär-Konzert der Regimentskapelle Leitung: Obermusikmeister Löb er. 5248 Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Donnerstag den 13. Mai (Himmclsabrt) C,TI7 Znhbail-Wetispiel gegen Wetzlar F. C. 05 Liga 1.Mann,ch.nchm.'»Uhr. 3.Mannkch.vorm.l0Ubr Verein für Bewegungsspiele Giehen Song! V.V.T. Song! Am Himmelsahrttas. 4 Ubr nochm.. Ausflug nach derliebigshöhe verbunden mit Tanz Üreunde und Gönner flnb herzlichst ein geladen Hotel Schlitz Donnerstag, Himmelfahrt Familien-Konzert Anfang 7 Uhr Zum Ostend Am Himmelfahrttag Betty Hagge geb. Huntemann Harttvig Hagge danken herzlichst für die anläßlich ihrer | | Vermählung erwiesene Aufmerksamkeit. Kiel, Mai 1920. «WM AM. UM Unser Wahlbureau befindet sich in (09790 Giehen, Vahnhofftrahe 15, Tel. 658. Wünsche und Anfragen, die Wahl betreffend, ,volle man an obig. Adresse richten. Wnhislnadlälter.Ltimm- 3 Uhr, im Vestibül des Stadt- theaters. Das Publikum wird ersucht, sich nach Anweisung des Hau«verw alters In einer Reihe vor dem Theater aufznstelien. Zur Vermeidung von Gedränge erhalten immer nur je 10 Personen Einlaß ins Vestibül. An den folgenden Tagen wird der Verkauf in der Musikalienhandlung von E. Challi :r, Meaeewsi, fortgesetzt. Preise der FlMtie: Hk. 17.—. 15.—. 13.-. 10.—. 8.—. 7.—. 5.—. • • • 2#* • •: Ä • • ' E ::: *41 WlnflOgooleBolWeL ramstag. 1 "».Mai, 8 Ubr abends,im»VostkeUer" MWkk-BersmWlW TaaeSordnung: ReichdtaaSwablen. Zahlreiches Erscheinen erbittet 5812c] der Vorstand. mit Soweit u. großer lomWouno 1 M. WWI-WMIKU pfavrer ICorell spricht über: veutschlands Wiederaufstieg. Freie Aussprache! . Der Vorstand. Wl Ä nbutg - S X Saalbau Cafe Leib Bentzer: HanS ftiriinoct. Rente Gastspiel meiner Dachauer. Monjen, Christi HiromeW: GrcBer Flügelball. Sreitaa und SamStag: Vereins rdeftlichkeiten unter Mitwirkung meiner Oriainal-Dachauer. rnnjs. 920 pom\W n ÄhuM» . umdu wtW' y t - 24,63 Mi Wnn = UM Jfmt.; Derb I yj M’, M M.', SW*« j*Mnl Ä Wkibrr^___— Mit »!»• Jrr mlhöi- 8,^>nsS Ä Ta >n* öen ?Ä& pRoei t.;iril mA, tov Mm; ,lttt tu unter Sw °u- .b,t Mwlunt ulst dir Stet Tjh. Dn w inttnuitir chirahm und dUfirnc Irtild Haven >vn rtgdn bä AmHimmelsahrttag werde« aui 08745 Oswalbsgarten fiarnffegS, eifiaiittl, Lc« W. fröffnet Zur Ludwigsburg Heuchelheim. An- u. Verkauf voneumveu.Fifen.Mc- tolle«, Knochen. Papier, ^laichen, aedr. Maschinen. 92 Louis Rothenberger Keeeawei 82. Telepli. 171. Mrl°>- . glS - ' ' !»■' gtfii-1 e«. »V16.6‘" 66 W Mit« wird am ^immrifaBrttagr t. ö. bitfen Biit btiMgW von nachmittags 3 Uhr an gefeiert werden. Es werden sprechen: HknMisßl>ilökspckt.l)el-lii>!lwiesbaben und mehrere Geistliche der näheren Umgegend. Zu zahlreichem Besuche ladet herzlich ein sm? Ohly, Pfarrer. SMWWW Für gile bi«». Viere unb Sptifen iS fleforgt. Auf zum Abendstern! Am Himmelfahrttag GroßeTanzmusik Der Rad-Club „Teutonia“, Krofdorf beabsichtigt am 13. Juni d. J. sein SOjähHges Stiftungsfest verbunden mit Wanderfahrt und Preis»Korao zu feiern. O1J7-S Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein «Ihm Fest-Komitee. Ella Schmal! Karl Rink Verlobte Gonterskirchen 13. Mai 1920. ................ Statt Karten. Am Himmelfahrttag im arotzeu Saal i; Auwiehank von prima We Isenbier. Am hinsiclsihrttllgc, imdunittegä nm 3 Uhr WsWS WW 011s her Kofzbiiris bei Aeill-Lluheil Bei schlechtem Wetter in der Kirche in Lützellinden Pofaunen-u.Gefangtzchor werd, mitwirten Zebermann ist herzlichst eingelaüen Mein Atelier befindet fich jetzt SMMI.W1MM. Schüler und Volontäre wollen sich dott oder Frankfurter Straße 9 III. melden. WWMlMMMesKMW Statt Karlen! Für die bei der Dermählvng ihrer Kinder erwiesene Aufmerksamkeit sagen allen lieben Freunden und Bekannten recht herzlichen Dank Familie Prof. Koob Familie Dr. Levens. fl Akte aus der \ erbrecherwelt nach Baixac. iKV. \ orfübmng: 3.30, 6.80. 7.10, 9.00 Uhr. in feiner, wohlgepflegter Arbeit #H3C AuHausue-Carl A.HartmannÄ6- -o ■O 08759 Großer Steinweg; 15. Kein Lade»,daher n euen11.Preisvorteile. Schürzen TL M. über 26. XVIII J. Happel, Mühlstr.18, T el.125. Frankfurt a. Hl. 2X5s> Wochen» beitrag . v/ct langen 5«*?' im.Laden 7um Einmacht’n 13. 15. 17. 20. 23. 26. 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Geschäftszeit von 9—1, 3—6. ikSWWWWW« 3n zahlreichen größeren Städten Deutschlands, so auch in Darmstadt, haben sich MMWeMMNMsWMMSWNllMS aufaetan. Sie wollen einen Mittelpunkt bilden für Alle, die die Erhaltung des humanistischen Gymnasiums in seiner durch den Unterricht im Griechischen und Lateinischen bestimmten Etgem art als eine wichtige Kulturaufgabe betrachten. Sie hegen die Ueberzeugung, datz wie vor hundert Jahren so auch heute diese Schule unentbehrlich sei für die Wiederaufnchtung unseres an Sicheren Gütern so arm gewordenen Volkes. Müssen wir doch wahrnehmen, bah z. V. in England gerade jetzt die Regierung lebhafte Anstrengungen macht, um die humanistischen Studien zu fördern und in die weitesten Dolkskreise dringen zu lassen. So wollen wir auch in Bietzen, zugleich für ganz Oberhessen, die um in Wort und Schrift, in regelmäßigen Vortragsabenden es zu stützen und zu stärken, es zu verteidigen gegen die Angriffe, die vielfältig dagegen erhoben werden und die zumeist auf einer gänzlichen Verkennung seines Wesens, seines Aufbaues und seiner echrmeqe beruhen. Wir wollen Aufklärung schaffen über den Wert der humanistischen Bildung gerade sür das Verständnis der modernen deutschen Kultur und somit über die Unentbehrlichkeit der humanistischen Schule. Die Antike ist nicht gleichgültige Vergangenhei, eine Beschäftigung für weltfremde Träumer, sondern eine Macht, die auch heute in unserem Volke wirksam ist und wirksam bleiben mutz, wenn anders der deutsche Dolksgeist lebendig erhalten und gefördert werden soll. Wir bitten also die Vertreter aller Wissenschaften und Berufe, auch des Handels, der Industrie und der Technik, unseren Bestrebungen sich anzuschlietzen und laden ein zur Gründungs-Versammlung am Mittwoch. 19. Mai, abends 8i/l Uhr, im großen Hörsaal des KollegieugebäudeS. Professor Dr. Herzog wird hierbei einen Vortrag halten über das Thema: „M Wes bbs öie MW unö Hörner Wer öle ökBWe EWllslAlr?" Mitglied kann jeder Freund und jede Freundin der humanistischen Bildung durch Zahlung eines jährlichen Beitrages von mindestens 3 Mk. (Studierende 2 Mk.) werden. Beitrittserklärungen zu der Vereinigung nehmen schon jetzt entgegen: Oberregierungsrat Weicker, Professor Dr. Herzog, Pfarrer Bechtolsheimer und Verlagsbuchhandler Töpelmann, Süd-Anlage 4 pt. (zugleich Geschäftsstelle der Vereinigung). Direktor Dr. Baur. Pfarrer BeckttolSbeimer. Geheimerat Prof. Dr. Bebagbel. ^eh. Hofrat Prof. Dr. Bcbrcnö. Prof. Dr. Borgmann. Prof. Dr. Eger. Geh. Kommer^enrat Dr. Gat.Prak, Arzt Dr. Geyer, «ankdirekior Grichbauer. Gehet merat ^andaerickisvrafident Dr. düngend). Geb. Hofrat Pros. Dr. Hansen. Geh. Hofrat Direktor Dr. Hauvt. Geh. Kommerzienrat Dr. gctAt heim. Geh. Schulrar Direkior Dr. Hensell. Pros. Dr. Herzog. . Kaufmann H. Hochstatter feit. Dr. Eliiabetd Jasirow. Rektor der Universität Pros. Dr. Kalbfleisch. Oberbüraermenter Keller. Kommer-ienrat Kliugspor. Major Prof. Dr. Kramer. Beigeordneter Kreuzten. Geb. Slircpctnnt Pros. D. Dr. Krüger. Geh. Med.-Rat Pros. Dr. Martin. Architekt Meyer. -AlHöbankdirertor Müller. Konimerzienrnl Noll. Beigeordneter Jmtizral Dr. Rosenberg. Prof. Dr. tLkblesinger. San.°Nat Dr. Schliepbake. Berlagvbuchhändler Töpelmann. 21 mtsgerichlSrat Triimvert. Pboio- graph Uhl. Gehcimernt Provinualdirektor Dr. Unuger. Lehrerin Belke. Med.-Rat Prof Dr. Boisiuö. Oberregierungsrat Weicker. dv« ............ ii --nr.” . für Haus und Zierde 6031C FRITZ NOWACK Hühneraugen und Hornhaut verschwinden sicher nach Gebrauch meiner bewährten Mittet 4711 Central-Drogerie _SchuletraOe.___ Putztiicher bei L. Kohlenmann, o*w Bleichstrahe >2. Wäschefabrik mit eigener elektrischer Licht- und Kraftanlage, ausgestattet mit den neues en Schnellnäh- und Spezialmaschinen für Feston, Durchbruch, Monogrammstickerei usw, fertigen wir an für Lager und Extra-Bestellung: A Bohnetroaös siafiifoine vreidiöcrt u. gut zu haben {MB Zentral - Drogerie, Schulstrahe. HMWM llelMi'klmWW neuester Konstruktion für Hand- und Kraftbetrieb. Oelprefscn, Pumpwerke, Wa)zenanetschmnblcn. Vorwärmer, Kollergänge, ecibcr aus beitem Stahla ir, Presidcckel und Tücher (abrizteren und liefern als Svezialnät in 3—4 Wochen [sa,6A G. W'eber & Co.» G. tu. b. H., Lud wlc*bnrjr. Verdienst von 9.51 bis 11.— M. 6e«illi-6t6llnno! (Einem verehrten Publikum sowie den Herren Tapezierermeistern von Bietzen, ferner allen meinen Leidensgenossen aus Elsatz-Lothringen die ergebene Mitteilung, datz ich mit dem heutigen Tage in der Löwengasse 20 ein IMßMWW.MW eröffnet habe und mich bei Bedarf bestens empfohlen hatte. - Bs ist (wie in den früheren Jahren) mein Bestreben, nur beste Waren zu annehmbaren Preisen zu führen. Mit vorzüglicher Hochachtung G. A. Montag norm. Malermeister und Tapetenhändler in Metz Geschäftsgründung Mai 1909. eril 12-- „ 14.- „ 16- „ 19.- „ 22.- „ 25.- „ 28.- „ Wir ersuchen daher die Herren Arbeitgeber, innerhalb 5 Tagen die hiernach neu der Derficherungspflicht unterworfenen Personen sowie die mehr als zehn Mar» verdienenden bereits angemeldeten Versicherten unter Angabe des am 3. Mai tatsächlich verdienten Tagelohns der zuständigen Ortsstelle neu zu melden. Bietzen, den 11. Mai 1920. 5308V Die Vorstände. , Etwas ganz Feines FABRIKAT MR. PtTni 4 STAJRK IBOeriNBAOI otoei 1S/3 fUNJPR.9) AllWkint Dltskraiikkllkiifft nnö LrniSkraiiktiiklijst siir öie gonöfltnieinötn des Kreises kießeii. Durch Verordnung der Retchsregierung vom 30. April 1920 sind die unter « 165 Ziffer 2 der Reichsversicherungsordnung aufgeführten Personen (Betriebs« beamte Werkmeister und andere Angestellte in ähnlich gehobener Stellu g), so« em sie im Hauptamte tätig und das regelmäßige Jahreseinkommen den Bettag von 15000 M. (seither 5000 M.) nicht übersteigt, der Krankenyersicherungspfllcht unterstellt worden und daher vom 3 Mai 1920 ab bei der zuständigen Otts- fteBe Bedürfnis entsprechend find die für die Einreihung der Versicherten erforderlichen Lohnstufen erweitert worden und haben v. 3 Mai 1920 ab Bettung. Die in § 19 1 bzw 26 I unserer Satzungen und der hierzu erlassenen Nachträge festgelegten Lohnstufen 1-10 bleiben weiter bestehen, dazu kommen neu: ttohn. iRmttk. fflnj,,.. Äranl«igeafür6enl«g stufe XI XII XIII XIV XV XVI XVII Teppiche Chaiselongue- and Tischdecken Gobelinstoffe zu verschiedenen Preisen. Chr. Arnold Telephon Nr. 665. xKZ ASS N*S fW w WSt 5o" örzu^pl' ifflnnatlid) pMV 2er Wied s?s der neuen Zer schweren Werk derhersiellung Mchaft, sich sondern tn Ei Lerttouen zu! Vorbedingung auf ihr neues darum für die1 nehmer von Tiefe Einstellu obersten Gesich bemßtseins. 5 beiter» ist N sähe zwischen, soeingehämme seiner ganzen llntnnehmer c genannte Unge krtrag seiner? lümmerlichen und kulturell' nserner Faust dinpftheorie a Zirklichkeit des Das Kapiti flig rastlos siohen Untern rentierenden A Die 9 88« tot und sie immer vollkoi Effis bestrebt itändnis, Erft Initiative un Streben innei legen, hieße Vren, das bt ttfiolt, %ud} chen tiefe 6 Ntyte Leist Aüufgmz t»ussuhrun^ 1 M Konzepi I Iveisende I «1 Arbeitsft j j gesetzt ivni I Ders aus kö ■ ^önlichkeitsm I tfin. ■ i, Weit I Nönli I ♦liiert [ehe ■ 8 IS«! 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