Nr. 6J Ter Sletzener Nvzeiger erscheint töflHd), ander Eonn- und Feiertags. Vezugrpreir: Monatlich Mk. 2.80, vierteljährlich 9Jlf. 6 SO einlchlieblich des Bestellgelds: Dmd) die Post vieileljädrlich 'Ult. 6.— auefd)IieBUd) Bestellgeld. Fernjprech - Anschlüsse: sürdie 3d)vtfilritunqll2 Berlag,wesd)c.f.sstelle51 Anschrift snr Trabt Nachrichten: Anzeiger Sieheil. Postschecttonto: Sranffnrt a. M. 11686 Erstes Blatt 170. Jahrgang Hreitag, 12. März 1920 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen Zwillingzrunddnick u. Verlag: vrichl'sche Univ.-Vnch- a. Steinöniiterei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Annahme von Anzeige» f. Dir iafleeiiummec oi< zuin Nachminag vorher ohne >ed, B^rdinDlichkeit. Preis lür 1 mm höhe für Anieiaen v.34mm Breite önh 1) 25 ßi, anSiväitÜ 30 Pf.: für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 9" Pf. Bei Plaq- vor'chrin20' A.nschlag. Vauvtjchn Heiler: Ang. Goeg. Beranl'vortlich für Poltt t: Ang. Woeq; für den übriaeu Teil: Dr. NeindolD Jenj; für den Anzeigenteil: ö. Beck, sämtlich in (Sieben. Der Uebergang der hessischen Ztaatseisenbahnen an das Reich. Der Erste Ausschutz der Hess. Kammer Hal sich in seinen Sitzungen vom 2. und 3. März mit dieser Regierungsvorlage eingehend beschästigt. In seinem im Druck vorliegenden Bericht darüber heißt es: Obgleich ein Mitglied des Ausschusses erklärte, daß es nicht in der Lage sei, sich zu der Vorlage zu äußern, »veil jede Begründung fehle und die Sache zu kurz anberaumt morden sei, glaubte der Ausschuß doch in seiner Mehrheit wegen der außerordentlichen Dringlichkeit der Angelegenheit, in die Beratungen eintreten zu sollen, umsomehr als die Regierung sich bereit erklärt hatte, alle während der Beratung austrctenden Fragen ausführlich durch ihre Vertreter mündlich zu erläutern. Die Begründung wurde dem Herrn Referenten schriftlich vorgelegt und von diesem zunächst verlesen. Sie wurde am z»veiten Tage der Beratungen den Mitgliedern des Ausschusses auch gedruckt zugänglich gemacht. Es wurde sodann der vor aelegtc Staatsvertrag, sowie das Schlutzpcotokoll Paragraph für Paragraph durchgegangen, ohne daß seitens der Ausschutzmitglieder eine Acnderung vorgcnommen worden wäre. Schließlich »vurde die Regierungsvorlage seitens des Ausschusses äuge-1 leomnt-n mit dem Vorbehalt, daß die endgültige Zustimmung erst nach vorheriger Besprechung in den Fraktionen gegeben werden könne. Auch wurde Vorbehalten für den Fall, datz durch die Beratungen in den Fraktionen iroch Aenderungen erheblicheren Umsanges gewünscht würden, eine jnx'itc Lesung der Vorlage im Finanzausschuß vorzunehmen Zu dem Vertrag im einzelnen bst zu bemerken, daß wir in Hessen durch die Preußisch- Hessische Cisenbahngemeinschaft eigentlich sck»n den Weg beschritten haben, welcher hier nunmehr für ganz Deutschland begangen wird. Es kami deshalb dieser Vertrag, »velcher eine Vereinheitlichung des ganzen deutschen Verkehrswesens zu erreichen sucht, unsererseits nur begrüßt werden. Da durch die Ueickisvcrsassung der Termin für den endgültigen Uebergang der gesamten Eisenbahnen an das Reich aus den 1. April 1921 festgesetzt _ift, und da geivünscht wurde, diesen Uebergang möglichst schon zum 1. April 1920 zu vollziehen, muß die Vorlage noch im Laufe des März in der Kammer verabschiedet nxnrbcn. Es ist desl-alb besondere Eile, »vie schon oben erwähnt, geboten. Der Entschluß kann uns in Hessen verhältnismäßig leicht fallen, da wir nicht mehr viel Selbständigkeit ii6 Bezug auf unser Eisenbahnwesen auszugebcn lnrben, tvälnend der Entschluß für die übrigen vertragschließenden Staaten von wesentlich einschneiden- oercr Bedeutung ist. Auch diese Staaten müssen in der hrrym Zeit einen gleichen En.sAuß -äs en. Wich.ig lür uns ist. datz wir in dem Vertrag als vertragschließende Partei neben den anderen Ländern genannt »perben, und daß es unsere Regierung und ihre Vertreter in BetlLN verstanden haben, die Interessen Hessens in dieser Hinsicht durchaus zu wahren. Von besonderem Interesse ist derieniga Teil des Vertrages, welcher sich mit der Abfindung, die uns für die Ueberlassung der Bahnen zu Teil wird, befaßt. 8 3 des Staatsvertrages- welcher- hiervon handelt, läßt den Ländern die Wahl entweder abgefunden zu loerben nach dem Betrag des Anlagekapitals nach dem Stand vom 31. März 1920, oder aber nach dem Betrag des Anlagekapitals nach dem Stand vom 31. März 1920 erhöht um die Hälfte des Betrages, um den der nach den Ergebnissen der Rechnungsjahre 1909—1913 ermittelte Ertragswert dieses Anlagekapital über- steigt. Unsere Regierung bcbält sich in der Vorlage das Recht vor, s-'»st lür eine der beiden Möglichkeiten zu entscheiden. Es dürfte jedoch keinem Zrvei- sel unterliegen und kann auch aus den Erklärungen der Herren Rcgierungsvertreter entnommen ,ver- den, daß für uns allein dir^z weite Möglichkeit in Betracht kommt, da wir uns hierbei finanziell günstiger sieben. Ein Vergleich zwischen unterer finanziellen Lage, trrie sie vor dem Krieg durch den Preußisch-Hessischen Eifenbahnvertrag bestand und der Lage, welche durch die jetzige Regelung geschaffen würde, mögen die nachfolgenden Ausführungen erläutern: Als Abfindung für seine Staatsbahnen erhält das Land nach 8 3, Id des Staatsvertrags neben dem Aillmrekapital der Bahnen am 31. März 1920 noch die Hälfte des Betrages, um den dieses Anlagekapital hinter dem zu 4 Prozent kapitalisierten Ertrag der Bahnen, ermittelt nach dem Durchschnittsergebnis der Rechnungsjahre 1909—1913 und zwar unter Zugrundelegung des vollen Ertragsprozentes der Eisenbalmgemeinschaft (6,13» zurückbleibt, ferner den Ersatz der durch die Eisenbahn- Einnabmen nicht gedeckten Ausgaben für den Zinsen Tilgungs- uiid Verwaltungsdienst der Eisenbahnschulden und für die auf dem Eiscnbahnbcsiy ruhenden öffentlichen Abgaben in den Jahren 1914—1919. Das statistische Anlagekapital der hessisckZen Ztaatseisenbahnen kann am 31. März 1920 auf etwa 418 Rtillionen Mark angenommen »verden. Diesem Betrag sind noch die Bauzinsen und die »Kursverluste bei Begebimg der Eiscnbahnanleihen, '"owic diejenigen Auß«nidungen zuzurechnen, die rus laufenden Betriebseüuiahmen der Eisenbahn- temeinsciwst für die Substanzvermehrung 'Ergänzung und Verbesserung der Bahiurnla^n, Vermehrung und Verstärkung der Fahrzeuge usw.) auf- gewendet sind, und die mnqmehr ebenfalls vom Reich ersetzt nvrden. Das derart ergänzte Anlagekapital ist nach den vorläufigen Bered» cungan der Regierung auf rund 515 Millionen Mark, der Ertragsivert der Bahnen auf rund 790 Millionen PZarf zu schätzen. Als Abfindung kommt sonach schätzungsweise unter Einschluß des vom Reiche zu erstattenden Fehlbetrags beim Scliuldendienst eine Gesamtsum mevon rund 680 Mill. Mk. in Betracht. Außerdem fällt der von Hessen s. Zt. geleistete Zuschuß znm Betriebsfonds der preußisch- hessischen Staatseisenbahnen von 3 Millionen Mark an die Staatskasse zurück. Rach den Vertragsbestimmungen hat Hessen das Recht, seine gesamte fundierte Staatsschuld an das Reich ^u übertragen und sie mit dem zu 4 Prozent kapitalisierten Zinsenauswand auf die Absindungssumme anzurechncn. Diese Staatsschuld nriri) sich am 31. März 1920 voraussichtlich auf rund 550 Millionen Mark, der Zins- aufwand hierfür auf rund 19 Millionen Mark belaufen. Bei Anrechnung des kapita! Liierten Zins- auswandes (— 475 Millionen Mark» auf die Abfindungssumme wurde dem Lande em reiner Ver- mögensübcrschuß von über 200 Millionen Mark verbleiben. Für diese Restschufd des R.iches, über deren Tilgung das in Aussicht genommene Eiscn- bahn-Finanzgesetz bestimmen wird, zahlt das Reich dem Lande 4 Prozent Zinsen, das sind 8 Millionen Mark im Jahr. Mit Einschluß der im hcsrschen Staatshaushalt künftig wegsalleuden Pa.sivzinsen der Staatsschuld von 19 Millionen Mark berechnet sich danach die Gcsamtrcnte Hessens aus seiner Abfindung auf 27 Millionen Mark. Der finanzielle Effekt der getroffenen Abmadmngen drückt sich in einer durchschnitt.ichen Bes erftellung deä hessischen Staatshauslfaltes um jährlich rund 13 bis 14 Millionen Mark aus. Die küustige Bau Politik des Reiches regeln die §§ 17 und 18 des Be träges. Hiernach wird d.s Reich die Don den Ländern begonnenen Beuren fortfüljren, soweit das Bedürfnis in unveränderter Weife fortbc^Mjt uni) nicht Rücksichten au» d e roirtfd.aitlid>e Lage ter Reids- ci| en bahnen entgegcnsbchen. Den Bau neuer, dem allgemeinen Vet.elw dienenden Bahnen, den Bau zweiter und weiterer Gleise, sowie den Um- unb Ausbau der beftebenben Aiil-.gen wird das R ich nach yiZafc»abe der Le.kehcs und rtT.rtfdxmhcl.en Bedärfnisie der Länder und der berfügbivm Mittel aussühven. Daß bei der Auswahl der Nebenlinien im Rahmen der allgemeinen Bw^hrspolitik auf die Absichteri der Länder möglichst Rücklicht zu nehmen ist, haben die Vertrags, chließmLen im SchlußprotokvÜ vereinbart. Nach den im Ausschuß abgegebenen Erklärungen Hal die R gierung bem ReidfSverkehrs-Minißerium dve vorliegenden aus- gearbeileten Bahn-Prookte ang«.'meldet. Ans dem Schl ußprow toll ist als wesentlich hervorzuheben, biß in unierem La d, wie in allen anderen beteiligten Ländern, sich brr Gib einer höheren Reichs-Eisen bahn-Behörde befinden must. weld>.- direkt bem Reichs-Verkehrs- Ministerium unterstellt ist. (Sicsberts über Post und Telegraph. Der Neichsministcr GieSberts hielt gestern abend aus Einladung der Berliner Handelskammer einen SSorrtag über den Wiederaufbau des Post- und Tclegraphenwesens. Der Minister giiy von der Feststellung aus, daß die Klagen über den Betrieb der ReichSpost in allen ihren Zweigen vom Standpunkt des Publikums aus als berechtigt anzuerkennen seien. Der technische Betrieb sei weniger gut als vor dem Kriege. Eine Besserung könne nur dadurch geschaffen werden, daß tech- nifdx Reformen mit Personalreform und Finanz- resorm ineinanbergteienb zusammenwirk.n. Von der Post feien zahlreiche Eisenbahnpoüwagen mit den neuesten Einrichtungen in Auftrag gegeben worden. Zur verkehrstechuijchen Erschließung der (sagenden ohne Eilenbahnlinien seien 200 Postkraftwagen in Au trag gegeben worden. Im Tele- -grophenverkehr seien die Verzögerungen wesentlich daraus zurückzusühren, daß ein während des Krieges nicht genügend in Stand gehaltener Apparat das rnehrsache der Friedensleistung vollbringen müsse. Im vorigen Jahre seien im Inland 30 neue Leitungen sertiggeslellt worden, im laufenb.n würden weitere 60 neue Leitungen in Betrieb genommen werden. Mit England und der Sc^veiz seien Verhandlungen über Verbesferungen der Tcle- graphcmverbindungcn im Gange. Em Preisefunk dienst mit 15 Empsaugsstellen an den wichtigsten Orten Deutschlands sei gleichfalls zur Entlastung des DelegraphennetzeS eingcriclftet worden. Auch beim Telephonbetrieb sei die lieber!aftung des benutzten Apparats sür die meisten Sdjwierigkeitcn verantwortlich zu machen. Die Verwaltung sei bestrebt, durch technische Verbesserungen den Betrieb leistungsfähig zu- »nadj.m und zu verbilligen. Der Minister redgtiertigte am Schluß seiner Ausführungen seine Tariipolitik. Sie fei deswegen nicht vcrkehrSfeindlich, weil sie mit einer Besserung der Wir.sdia tslage und einer Verbilligung der Betriebsausgaben rechne. Daher seien die Tariferhöhungen nur so bemeieu, daß sie etwas mehr als die Hälfte des Fehlbetrages des Poft- Haushaltes deckten. Miveraud droht. Berlin, 11. März. (Wolff.) Nach Pres'c- meldungen behauptete der französische Ministerpräsident Millerand, daß Deutschland die militärischen Bestimmungen des Versailler Frie- densvcrtta »es verletzt, in Dem es Massen und Munition vcrbwgen hol e u. a. m I n A schloß hieran stieß et nndxr Drvl>ungen aus, dic bereits aus seiner Kohlennorc beka mt sind und stellte die Unterbrechung der Räumnngsfristcn und die W i e d e r b e i e b u n g bereits g e r ä-u m- ter Gebiete in Aussidn. Hierzu wird'dem Wslsburcau von z- verlässiger Seite u. a. gefdiri.-ben: Deutschland denkt nicht daran, irgenbroelux? geheimen Wef enlager zu unterhalten. Alle Vorgänge spielen sich vor den Augen der Ententemissionen ab, die mit Zahlreichen Unterkommisfioncn das ganze Reich überschwemmen, ©ämtlidjc in den Händen der Armee und des Reichsivelnnninisterüuns befindlichen Waffen roerbeu vielmehr den zuständigen EntentcauSschüssen pflidstgemaß angezeigt. Wenn der französische Ministerpräsident glaubt, Bc- sd>werde darüber führen zu müssen, daß Deutschland eigenmächtig Kriegsmaterial zerstört habe, so ist ihm entgegcnzuhalten: Ter Sinn des in Frage kommenden Artikels 169 des Vertrages kann für jeden billig Denkenden nur darin gesucht werden, daß daslübcrzählige Kriegsmaterial Deutschlands so schnell und so gründlich wie möglich zerstört wird und zwar auf deutschem Gebiet, denn es wird darin ansdrücklid) festgesetzt, daß die Auslieferung dieses Geräts an dic Ententemädfte zur Zerstörung aus deutsdiem Gebiet erfolgen soll. Wenn also Deutschland sdwn seit dem Absdiluß des Wasfenstill- standes, allo noch vor Inkrafttreten der betreffm- den Vertragsbestimmungen, mit dein ^ersdwoten non Kriegsmate.ial begonnen hat, so yanb.lt cs damit gerade durchaus int Sinne dieses Artikels. Entschädigung für den französischen Wilderer? Paris, 11. Marz (WTB.) Es ist! zu ermatten, daß die französisdic Regierung für den in Deutschland getöteten ftcnrzö.ifchen Soldaten eine bedeute ndeEntsd-ädigung berlai gxn »vird, ähtttich nnc int Falle des Wachtmeisters M an he i m. Ein deutsch-französisches Schiedsgericht. Paris, 10. März. (Wolff) Das gemischte Schiedsgericht zur Schlichlnng z i v i l re ch t- licherStreitigkeiten nvischcn Deutschen und Franzosen, iveldxs im Friebensoertrair von Versailles vorgesehen ist. Hal sich konstituiert imd wirb am Mittwoch seine feierliche Eröffnuttgs- fibung abi-alten. Das Schieds.-ericht umfaßt vier Abteilungen, nxldte je aus einem neutralen itod) zu bestimmenden Vorsitzeitben und je einem deutschen und einem französischen Schiedsrichter bestehen. Als deutsd-c Richter werden wirken: von R t ch t h o f e n, Justizrat in Leipzig, Felix Con- din, Redstsanrvalt in Dresden, Dr. Herwegen Justizrat vorn Landgericht in Düsseldorf und Jristizrat Wiegeleben vom Landgericht in Münd)en. ---*— Der italienische Geschäftsträger in Berlin. Rom, 11. März. (WTB.) Der „Secolo" vernimmt aus Rom, daß de Marino, ehemaliger Direkwt im Ministerium des Auswärtigen und Kanzleiches der italienisd-en Friebens- bclegation in Paris, offiziell zum Geschäftsträger in Berliit ernannt worben ist. Graf Aldobranbi, der fick gegenwärtig als italienisd>er Geschäftsträger in Berlin aushält, ist für einen anderen Posten in Aussicht genommen, de Marirw wird sich in den ersten Apriltagen nach Berlin begeben. Sparprämicnanftihc. Berlin, 11. März. (Wolff.) Aus bnugendeS Ersuchen der Banken ist die erste Geiviunv^tlosung der b'utschen Sparprämicitanteihe von 1919 bin- ausgesdtobcn. Sie findet erst ain 27. März statt. Dir Bkrrcichlichung drr baucr.schen Post. München, 12. März. (WTB.)> Der Finanzausschuß des Landtages hat am Donnerstag den Slaatsverlrag über die Berreich- lichung der bayerischen Poft mit dem Schluftprotowll angenommen. Koburg zu Bayern. München, 11. März. (Wolsf.) Der bayerische Landtag hat heule in Gegcnwarv der vollzählig erschienenen Vertreter der 5kv- burgischen Regierung bcn Koburbischen Laild- tagSgcsetzentwurf über die Beretniguna des Freistaates Koburg mit dem Freistaat Bayern und den dazu gehörenden Staatsvertrag e i n ft i in m i g angenommen. Berliner Lohnforöerungen. Berlin, 12. März. Nach dem Berliner Tageblatt wurde in einer Versammlung der Funktionäre der Angestellten und Arbeiter dec Großen BcrlinerStraßenbahn beschlossen, vom 1. 4. ab einen Stundenlohn von 5.70 bis 6 Mk. gleich einem Tagelohn von 45,60 bis 48 Mk. zu verlangen. Das end- spräche bei 300 Arbeitstagen einem Jahreseinkommen von 13 680 bis 16 400 Mk. ' Die Angeftellttnbeireaung in Köln. K ö l n , 12. März. (WTB.) Der drohende Streik im Kölner Großhandel wurde in letzter Stunde dadurch vermieden, daß den Angestellten je nach Aller und Familienstand für das.erste Vierteljahr 1920 eine sofortige Teuerungszula g e von 150 bis 250 Prozent des derzeitigen Tarifgehalts bewilligt wurde. Uns dem besetzten Gehset. mc. Mainz, 11. März. Der Bischof von Mainz, Dr. Kirstein, ist so schioer erkrankt, daß mit seinem Ableben gerechnet werden muß. mc. Mainz, 11. März. Gestern besuchte Marschall Foch aus der Rückreise nach Paris die Stadt Mainz und wurde von General Dagoutlc am Bahnhof mit sämtlichen Offizieren empfangen. Nach einer Parade und einem Festmahl (im Schloß reiste der Marschall am Abend ab. Ans Hessen. Ans den, Neßche. Ein Nachspiel zum Al-tentat aus Erzberger. Die Dew.'iS.rufnahmc im Prozeß gtgi*n den Fälmrich v. H » r I ch f e l d h t c t-ie überrafd;eiibe XitadK ergeben, bafe Erzb.-.ger b.’i den auf rlu verübten Anschlag entgegen den tagelang tu txe Oefsentlichk it lancierten Klxrnk^ei?sburd-ten nur eii en g:r, ausgegrrngen sind. Nadi Lage der Dinge muß angenommen werdm, daß die in Ret>e üelenbai Rnchril/ten von dem Hausarzt Erzbergers, Dr. Plelch, stammen. D2 sie dcrs Anfehen des Aerzteiumdes nicht ro.mtg gefäi/rben, steht t« Eröffnung eines Verfahrens gegen den Genannten bevor. Neue Gesetzentwürfe. Berlin, 11. März Ter R icksrat überwies heute eine Anzahl neuer Gesetzentwürp: den Aus- fchüfsen, darunter den Staa Vertrag über den Uebergang d r Ei sc n bäh' naufdasReich, t'K En!.vü.-fe über bas R e ich s i a g s wa hla c - setz des (^-esetzes über die Wa hl des Reichspräsidenten, des Besoldungsgel etzes un d^cs Gesetzes übet die Ausdehn ung der Versicherungspflicht in der Ktankmver- fichc innig Berlin, 11. März (WTB.) Ter Reichsund Staatsanzeiger enlh.1t be BeÄrmn- nadxmg, daß das Tabaksteuergesetz ab 1. April in Kraft tri t, ferner eine Becannrmachung bete. Ausfu h.ertcichterlrngen im Berieh. ntü bem Fvn- fttfcit Hamlirrg, den Freib^rirLen und den fee- g Irgncn A.Harnschüsen unb eine pveußi I fdte Verordnung zur Ausführung des BerrüchSräte- g^setz-S. I Ein rnrrkttnilDig r Erlaß. In einer «hessischen Korrespondenz der Deutschen Volkspartei lesen wir folgende Notiz: i Fortgesetzt bestellen Bürgermeistereien und Pfarrämter die D a r m st ä d t e r Zeitung ab, weil es für dic meisten gebildeten Menschen eine Qual ist, das Blatt zu lesen — ausgenommen vielleicht in den Tagen, in denen sich der politische Schriftleiter wieder einmal im Urlaub befindet. Wie wir hören, hat nun das Ministerium des Innern einen Erlaß herausgegeben, in bem darauf hingewiesen wirb, baß dkc amtlichen Stellen verpflichtet sind, dic „Darmstädter Zeitung" zu halten. Das Ministerium hat sich an das Konsistorium gewandt unb unter Hinweis auf irgend ein altes Gesetz (etwa Dom Jahre 1824) darauf verwiesen, baß auch die evangelischen Psarrämter dieDarmstädter Zeituna abonnieren müssen. Das Konsistorium soll damit veranlaßt werden, auch die Psarrämter an der Abbestellung zu hindern. So sieh! das Recht der Kirche im „freien Dolksstaat" aus. Unter Berufung auf em ganz veraltetes Buchstabenrecht soll die Kircbe verpflichtet sein, durch ihre Gelder ein bestimmtes Parteiblatt zu unterstützen. Als der stellv. Kreisdirekwr von Erbach auf Grund alter Bestimmungen einen allerdings überflüssigen Trauer-Erlaß aitorbnete, nnirbe ihm gesagt, er habe bie „neue Zeit nicht verstanben" unb würbe versetzt. Der Kirche gegenüber glaubt man sich aber aus uralte Abmachungen zu berufen, wenn es bet „neuen Zeit" damit in den Kram paßt. Wie sagte der „Volksfteund" anläßlidi des örbad)et Falles? „Heft Dt. Fulda nehmen Sie den gröbsten Besen und kehren Sie gründlich aus." W i r wagen nicht, in diesem Ton mit einem Minister zu reden. Aber bezeichnend ist der Fall doch, für die „Darmstädter Zeitung" sowohl als auch sür die — anderen. Meinungen soll man anderen Menschen nicht aufzwingen. In der „Darmft. Ztg." finden sich aber oft politische und polemische Meinungen, für die unsere Regierung durchaus nicht alle Beamte und Geistlichen einschwören lassen kann. Der erwähnte Erlaß muß darum berechtigte Bedenken Hervorrufen, gerade auch da, wo man sich dem Parteigezänk fernhalten will. Die Mineralwässer von Bad-Nauhrim. Der Vertrieb dcr Heil- unb Tftnkwäi er uu3 den zu dem ftaatlidjen B-ad-NauIxtm gehörigen Mineralquellen in Bad-Naulxim, Sch walle im und Torl.-eim ift bis zum Jahr 1931 ve.pachtet, >o- w:it diese Wäffet nicht ;u Zwecken der Tftnk- und Badekur erforoerlich sind. Ter Gefdräftsbetftw konnte dabei .richt in der Weise entwfck ll nxtden, wfe es erwünscht und möglich gewesen wär.'. Tie R g erung fy t nunmehr Vereinbanmg mu zwei Firmen erzielt, wonach diese unter Abfindung b-*5 Migen Pächters zu ihren Lasten die Pacl-tung Lbeniehmen iv.'I'cii u: d jn>ir unter Umständen, bie eine wesentlich gürr igev; En.wicklung des B - riiebs erlassen lassen und auch finanziell ech.'b- lich günstiger für den Staat sind. Tie vereinbarten Gefäßabgaben betragen mehr als das Doppelt; der zur $nt gültigen; das gleiche gilt für tae zu zahlende Minbestpachtsumme, bte z. B. für 1920 nach dem allen Pachtvertrag 23 000 Mark, nach dem neuen Bert rag 40 000 Mark und später Mehrbeträgen würde. Außerdem wird der Staat an einem späteren Steigen irr Berkaufsprei e für die Mrneralwäs'er durch ent'p-.eä-end: Erhöhung der Pachtjätze beteiligt. Alich der Gen rralvcr trieb der Salze und sonstigen Bäderzutaten von Bae- Nauheim würde dell Pächtern übertragen lv-'.r- den. Die Pächter beabsichtigen, em; Gesellschaft mit einem Kapital von 2 Millwnen Mark zu gründen, die als großzügiges Unternehmen dm Vertrieb der Qu.ll-enerz'uginse von Bad-Ncnrlnnm im Inland und demnächst int Ausland ausbilden soll („Bad-Nauheimer Sdaaisgue.Ien-Bertneb, G. m. b. Um dauernd Einblick und Einwirkung bei der ganzen l^schäftsführung zu h-iben ist ein; Beteiligung des L-taates mit einem Geschäftsanteil von 150 000 Mark vereinbart, der mit einer Bor-- zugsdividendc von 5 v. £)- ausgestattet ist. Es wird die Ermächtigung beantragt, dielen Betrag von 150 000 Mark zur UcbernälMe des sta-aUichen Geschäftsanteils an der neu zu bildenden Bnftriebs- gesellschaft aufzuwenden. Der Betrag hätte im übrigen als Darlehen der Staatskas e an das Bad Nauheim zu gelten, der aus den Heb Tschüssen des Bades zu verzinsen und zurückzuzahlen wäre. Aus Statt ttnfc Land. Gießen, den 12. März 1920 Gießen—Köln. Bon Geheimrat Prof. Dr. Somme r-Gießen wird uns geschrieben: Die Eisenbahnverbindungen zwischen Gießen und Köln nach dem Fahrplan vom Februar 1920 sind außerordentlich schlecht. Außer dem Personen- zug 641 ab Gießen wochentags 3.48, an Köln 9.54 finde ich darin keinen durchlaufenden Zug. Direkte Sckmrllzugsverbindung fehlt vollständig. Diese Mängel sind stärker, als sich aus den allgemeinen Visenbahnverhältnissen erklärt. Oberhessen ist dadurch von dem besetzten Gebiet bei Köln fast ganz abgeschnitten. Wer mit Schnellzug von Gießen nach Köln gelangen rot l. kann abends nach Frankfurt fahren, dort übernachten und dann von Frankfurt früh 8.01 mit D-Zug an Köln 1.02 mittags sahnen, wie dies öfter geschieht. Dies ist vom privaten und staatswirtschaftlichen Standpunkt völlig verfehlt. Die Fahrpläne im Gebiet der Eilenbahndirektion Frankfurt sind ebcn'o wie früher in manchen Punkten hierbei ganz einseitig vom Frankfurter Gesichtspunkt zusammengestellt. Dies muß nach Uebergang der Eisenbahnen in Reichsbesitz unbedingt aufhören. Im hessischen Sinne ist tzu verlangen, daß die Reichseisenbahnen in großzügiger Weise die Interessen irr Länder nach der Reichsverfa sung berücksichtigen und daß nicht in mvnopolisti cher Art einige Zentren, wie z. B 'Frankfurt, v stark bevorzugt werden. Dos Gefährliche einer solchen Zentralisation des Eisenbahn Verkehrs haben wir in den Kriegsjahren in schlimmster Weise kennen gelernt. Frankfurt ist schon längst eine Zentralstelle des Eisenbahnraubes geworden. Nach der Revolution ist es bisher nicht besser geworden, was sich nur zum Teil aus der allgemeinen Lage des Verkehrs erklärt. Hoffentlich schafft das R-Zchseisenbahnministerium in diesem Gebiet endlich Ordnung und Fortschritt. Der Sonntagsverkehr am 14. und 21. März. Auf Grund des § 105 b Absatz II der Reichs- gewerbevrdnung in der Fas'ung der Rcichsvevord- nung vom 5. Februar 1919 ist an den beiden Sonntagen vor Ostern, den 14. und 21. März d. Js., für alle Geschäftszweige des Handelsgewerbes der Gewerbebetrieb in offenen Vertäu'sstellen und die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags zugelassen. Veranstaltungen. Freitag, 12. März: Stadttlfeater, 7 Uhr, Menschenfreunde. — Universität, Hörsaal 54, 8 Uhr, Rezitationsabeich Werner von Blumenthal. — Lichtspieltheater wie gestern. * ** Zur Abstimmung in Schleswig. Der deutsche Ausschuß für das Herzogtum Schleswig teilt mit: Es besteht noch bei vielen Stimm- bevechttgten im Reiche die Ansicht, daß sie sich bei der am Sonntag den 14. März statt- ftndenden Mtimmung in der zweiten Zone Schles- Irngs durch eine andere Person vertreten lassen tonnen. Diese Ansicht ist falsch Feder Stimm- berechtvgtc, der wählen will, muß persönlich erscheinen und seine (Stimme abgeben. Nur die Ausgewiesenen dürfen Vertreter stellen. ** Fremde Geldfort en. Die Zweigstelle der Generalkriegskasse ersuch die Banken, außerhalb der Durchgangslager fremde Geldsorten für ihre Rechnung vorläufig nicht anzukaufen, sondern nur zum Einzug hereinzunehmen. ** Aus dem Stadttheaterbureau, ddochmals sei nachdrücklichst auf die heutige Aufführung von Richard Dehmels „Ä e n s ch en- freund e", von Mitgliedern des Neuen Theaters in Frankfurt, hingewiesen. Der Aufführung ivirb die Rezitation einiger Dehnrelscher Gedichte vorausgehen, so daß der ganze Abend den Charakter einer Feier für den verstorbenen Dichter tragen, wird. ** Fahrraddiebstahl. Am Mittwoch den 10. d. Mts. wurde aus dem Hofe eines Hauses in der Bismarckstraße ein Fahrrad, Marke „Gv- ricke 9Zew", mit der Fabriknnmmer 232 503, entwendet. Bor Ankauf wird gewarnt. ** Achtung, Schwindler. Es tst hier bekannt geworden, daß Personen lfier in d'r Staot herumgehen, angeblich um Beträge für dm auf- gebrauchten SpendZonds des Durch augslageis zu I am mein. Diese Per, o neu sind Schwindler, vor denen "hiermit gewarnt wird Vom Dulag ist niemand beauftragt, für das Durchgangslager zu sammeln. ** Bei der städt. Obst-undGemüse- stelle, Markt.arben, kommen m-vogsn und folgende Tage Gelberuben, Stto1 lraben, an Dörr- gemüse: Gelberüben und Weifukaaut zum Verkauf. An Dörrobst: Aepsel und Zwetschen. Kb.ftvabm, zu Futterzwecken g-LÜgnet, w rben ro.e?er morgen, Samstag, und nächste Wock-e abgegeben. ** Ter Allge meine Verband der Deutschen Bankbeamten. Ortsgruppe Gießen, teilt mit: Bei der Bankfirma Joseph Herz, hier, di? jüngst 4 Mill. Mark 4pooz. Gießener Stadtanleitr zum Kurse von über 96 Proz. übernehmen Üonnle. ihren Angestell en je'«och Gehälter wie 2900 Mk. lährlich 20jährigm Beamten, 4100 Mk. jährlich 28.älwigen Beamten i nTL Teuerungszulage zMt, sich aber beharrlich, nach monatelangen Verhandlungen weigert, eine bereits im Odovembcr v. I. Von allen anderen l-iesigen Banken gezagte Wirtsck«ftsbril)ftse dell auszuzahlen, sal-en stch die Beamten am Mittwoch den 10. ds. Mts. gezwungen, in den Aus stand zu treten. ** Ter Internationale Bund der Kriegsbeschäd.gten und Hinterbliebenen hält am Sams'.ag abend 8 Uhr im Gewerksckiafts- Iriufe eine Versammlung ab, in der Carle-Frankfurt über „Tie Not der Kriegsopfer" sprechen wird. ** A u s den. Tanzabend, der am Sonntag abend im Hotel Einhorn stattfindet, sei hiermit nochmals hingewiesen. Das Tänzerpaar Frl. Ellen Rütze-SanderS und Herr C. Carter wird mondainc Gesel.schaststänze zur Vorführung bringen. Kreis Alsfeld. Np. Aus dem Ohmtal, 11. März. Die Jagdverpachtun,gen, die jetzt zu Ende gel>en, haben durchschnittlich eine Erhöhung der Pachtpreise um das neun- und zehnfache gebracht. Mancher Jagdpächter dürfte sei e Rechnung nicht finden, weil viele Jagden durch den Raubbau während der' Kriegsjahre sehr gelitten haben. Ten Gemeinden \ bringen die Jagten eine beachtenswerte Einnahmequelle. Kreis Büdingen. ba. Büdingen, 11. März. Die erste Schnepfe schoß gestern der Rentner Frred-r. Koch von Büdingen bei der Harbeck. D Orten berg, 11. März. Tas hiesige gräfliche Haus wurde innerhalb weniger Wochen abermals, zum driftenmal, in tiefe Trauer versetzt. In St. Blasiön starb nach langem schweren Leiden, das er sich im Kriege zugeziogen hatte, Prinz Johann August zu Stolberg- Roß la. Er war im Kriege zweimal schwer ver- rouirbet, meldete sich aber immer wieder zur Front. Tie Beifttzung findet voraussichtlich in Rvßla statt. Sein ältester Bruder, der Fürst Jost Ch istian zu Stotberg-Roßla, starb am 1. Juli 1916 infolge schwerer Verwundung im Feldlazarett Kowel den Heldentod fürs Vaterland. Tie ganze Gemeinde nimmt herzliche'.r Aitteil an den schweren Schicksals- schläaen der gräflichen Familie. P O rtenbetg, 12 März. Auf Veranlassung eines Ortenbergcrs, des Pfarrers Heinrich Heutzen rüder in Annanöale, M atn- sotts in Nord-Amerika, übersandten d;sftn Gemeinde- glicder 3000 Mk., die in erster Linie bedürftigen Witwen und Waisen zugute kommen sollen. Gleiche und größere Beträge schickten dieselben amerikanischen Geber nach Gießen und an ein Erholungsheim in Dassel in Hannover. Kreis Schotten. c. Schotten, 10. März. Ter hiesige sehr rührige Volksbildungsverein fytte für di. sen Winter eine Reihe von Voltsbilduugsaben- ben veranstaltet. Nach Beendigung der Vorträg; des Oberlehrers Tr. Stehr spricht Neallebrer Buh über die Obstschädlrnge und deren BeLrmpfung und Landwirlschaf.smspeklvr Metz über die Frage: Was muß der Staatsbürger von der Landwirtschaft wissen? e. Ulfa, 9. März Ter Kriegsbeschädigte Otto K r a h l wurde an Stelle des terftorbenm Phil. Hofmann zum Kirchenrechner gewählt. Tie hiesige Kirche verfügt über ein sehr bedeutendes Vermögen. Auch die Sollen eines Spartas ftnrech- ners und des Agenten der Postagentur wurven in anerkennenswerier Weis; mit Kriegsbeschädigten besetzt. e. Ulrichstein, 10. Marz. Das Reichs- vostministerium hat b c Einrichtung reid^ngener Kraftwagen Personen Posten auf den Strecken Ulrichstein—Mücke und Ulrichstein—Schotten genehmigt. Die Eroftnung der Streck: schotten—Gedern soll erst später erfolgm. Für die Strecke Ulrichstein—Lauterbach muß erst di' Finanzierung sichergestellt fein. Diesbezügliche Verhandlungen mit den betriligten Gemeinden sind tn die Wege geleitet Kreis Wetzlar. --- Wetzlar, 11. März. Im Steinbruch bei Albshausen wurde der 21jährige Arbeiter Heinrich Pfeifer tvon einem abstürzenden Felsblock erschlagen. Hessen-Nassau. --Frankfurt a. M., 11. März. Eine Spielhölle schlimmster Art wurde heute früh von der Kriminalpolizei in der Wohnung des Tagelöhners Melchior Uffelmann, Klostergasse 9, ausgehoben. Die Gesellschaft, oie sich durchweg aus schweren und schwersten Jungen zusammensetzte, spielte „Meine Tante und deine Tante" bei Einsätzen bis zu 100 Mark. Der Tagesumsatz betrug oft mehrere tausend Mark. Die festgerrommenen Spieler lockten besonders junge, unerfahrene Burschen vom Lande an. X Hanau, 11. März. Der 21 Jahre alte Ausläufer Kalbfleisch, w.lcher der Juwelenfirma Behrens zwei Armbänder im Werte von 150 000 Mk. unterschlagen hatte, ist in Frankfurt verhaftet worden. Die Armbänder hatte er kurz nach seiner Flucht für 7500 und 8000 Mk. in Frankiurt a. M. verkauft. Der eine der Käufer brachte das Armband freiwillig der bestohlenen Firma und gab dabei auch den Namen des andern Käufers an. Starkenburg und Rheinhessen. Ein wandernder Berg. ch. Lorch a. Rh., 9. März. Der Nvllich- ber g ist noch immer am Wandern. Gewaltig Felsblöcke von 600 Zentner Schönere stürzten n die Tiefe und verschütteten ganze Häuserreihen Wertvolle Garten und Weinberge sind von der Oberfläck>e verschwunden. Ter Berg spaltet sich täglich mriyr und der völlige Zusammenbruch ist nur eine Frage roeiriget Wochen. Durch den Druck, den das gewaltige Bergmaftiv ausübt, sind die Gebäude, die außer der Gefahrzone stehen, aus ihrer Grundstellung tietfdyben worden, so daß sie nicht mehr genau dastehen, too sie gestanden haben. Tie Wanderung des Berges rst noch nicht beendet. Wohin er wandelt, kann noch niemand sagen. Man nimmt allgemein an, daß die Häuser, die am Fuße des Berges gebaut wurden, den Felsmassen den Halt genommen haben. Insgesamt wurden bis jetzt 20 Familien mit rund 100 Personen obdachlos. Ter Schaden beläuft sich bis jetzt schon auf 400000 Mark. Vereine und Veranstaltungen. * Annerod, 10. März. Nachdem unsere neun Gemeindeglftder aus französischer Gefangenschaft zurückgekehrt sind, fand am vergangenen Sonntag eine kirchliche Feier statt. Jedem Heim- gekehrten wurde ein Gedenkschein überreicht. Ferner ist von der Gemei> tleoertretiutg ein Familienabend vorgesehen, der am 20. März stattfinden soll. X Wieseck, 11. März. Unsere Stefan* genenbsgrüßungsfeier im Saal von Braun unten Mitwirkung aller Gesangvereine ist am Samstag dem 20. Marz. Sdjtt/Mraericbt Gießen, 12. März. Das Urteil rm Rein-Prozeh. Der vierte Verhand'uugsng begann gestern früh 9 Uhr mit der Vernehmung des nachträglich g.ladenen Zeugen Diem>:r, Frankfurt a. M., der mit dem Angeklagten bet etn;m Schallm ße trupp als Unteroffizier zusammen war, aber nichts wesentlich neues aus sagte. Der Zmge glaubt, daß Rein seine Frau geliebt habe, bmn er 'habe das Bild seiner Frau im Unterstand bei sich gehabt und auch merken lassen, daß er sich sehr nach )ein;r Frau sehne. Aus den Zeugenaussagen ergab sich folgende Bild über den Umschwung, der tn dem Wc.en d's Angeklagten eingetreten war, als er auf Scheidung drängte: Es gibt nur eine Erllärung, und das ist der Wimsch, die Tochter seines Quariier- wirtes m Lieblos, Minna Ost, zu besitzen. Sie allein muß a's die Triebfeder des ganzen Undeils angcie:?eii werden. Die Frau wil.ftgt; unter t inen Umständen in die Sck>ridung ein, roctl sie öt* Schande nicht ertragen zu können glaubte und ihren Maim auch zu gern hatte. Da reifte in Rein der teuflische Entschluß, sie zu töten, denn er wollte unter allen Umständen frei fein. Hierbei dürfte das vom ütngeKagten bevnts in ixr Voruntersuchung abgegebene Geständnis in- teressieven: „Ich gebe zu, meine Frau vorsätzlich und mit Ueberlegimg getötet zu ’Oaben, ich war vnliebt in Frl. Ost aus Lieblos, der Tochter meines Quartter- wirtes. .Um die Heirat mit ihr zu crmöglickicn, faßte ich den Entschluss meine Frau zu beseitigen. Ich ließ sie zu diesem Zweck, unter BorsPiMlung dr Bersohnungsabiicht, durch Fran Arendt nach Nidda bestellen. In meinem Plan lag betritt die Fahrt nach Gelnhaufrii zu untere recken unK, meine Frau auf einem nächtlichen Spaziergang; zu töten." Dieses Geständnis, sowie seine späteren Erklärungen verschiedenen Zeugen gegenüber, daß er nunmehr die Ost heiraten werde, sowie die über- einstimmenden sachverständigen Gutachten, daß^er die Tat mit Ucberlegung ausgeführt habe, lasten keinen Zweifel, daß er des Mordes schuldig ist. Diesen erbärmlichen Maiin liebte die bedauernswerte Frau mit jeder Faser und es ist rühreiid zu hören, daß sie zu einem Zeugen gesagt hat: „Selbst wenn mein Mann sich in Lieblos eines Ehebruchs schuldig geniacht hätte, würde ich die Folgen mit Geld gut machen und meinen Mann wieder annehmen." Bei einer andern Gelegenheit: „Ich würde mich ja auf seinen Wunsch hin gern scheiden lassen, aber ich konnte den Gedanken nicht erringen, daß er vielleicht mit einer anderen nicht glücklich wird!" Als er sie nun einlad, nach Nidda zu kommen, wo er sich mit ihr versöhnen wolle, da geht sie freudigen Herzens darauf ein, willigt ouck in den nächtlichen Spaziergang von Büdingen nach Lieblos und sagt aus eine Bemerkung des Salinenwiries, daß es noch 3 Stunden dahin wären: ,Lck» gehe mit und wenn es bis morgen früh 6 Uhr dauert." Es war ihr Todesgang! Nach Vernehmung des letzten Zeugen folgten die Plaidoyers des Anklagevertreters, Staatsanwalt K n a u ß , der von einem furchtbaren Verbrechen sprach, so überwältigend und schauderhaft, wie er es in seiner 16jährigen Praxis noch nicht er lebt habe. In nahezu einstündiger Rede führte er den Geschworenen seine Beweisargumente vor. Rechtsanwalt Katz suchte als Verteidiger des Angeklagten in zweistündiger Rede die Beweisführung des Staatsanwatts zu entkräften und zu widerlegen und richtete ebenfalls eine eindringliche Mahnung an die Geschworenen, mit ihrem Gewissen zu Rate zu gehen und die Schuldfrage nach Mord mit Vorsatz und Ueberlegimg zu verneinen. Den Geschworenen wurden nun vier Schuldfragen vorgelegt: 1. Ist der Angeklagte schuldig, seine Frau vorsätzlich getötet und die Tötung mit Heber* legung ausgeführt zu haben? — 2. Ist der Angeklagte schuldig, seine Ehefrau vorsätzlich getötet zu haben? — 3. Ist der Slngeftagte ohne eigene Schuld durch eine schwere Beeidigung, der Getöteten zum Zorne gereizt und hierdurch auf der Stelle zur Tal hingerissen worden? — 4. Sind andere mildernde Umstände als die in Frage 3 genannten vorhanden? Die Geschworenen zogen sich zur Wahl ihres Obmannes und zur Entscheidung über die Schuldftagen zurück. Die Geschworenen» waren sich einig, daß die Tat unbedingt mit reiflicher Ueberlegung und Vorsatz ausgeführt war. Ihr Wahn prnch konnte deshalb nur in die,em Sinne aus»,allen. Atemlose Stille herrschte in dem wie in den Vortag m wieder stark überfüllten Saal und aus der Tribüne, als um i/s2 Uhr nachmittags die (Mdproo^enen wieder den Sitzungssaal heiraten und ihr Obmann der- tunbete, daß die erste Frage mit m;hr als 7 Stimmen beruht wurde. Demzufolge be antregte der Stca sanwa.ft Todesstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Das Ge.icht $i-d)t sich für kurze Zett zurück, um sodann dem Antrag des Staatsanwalts gemäß zu entscheiden. Aui Befragen erklärt der Angeklagte, das Urteil nicht anzunehmen. Nach kurzer Beratirng der Richter erklärte der Vorsitzmde das gefällte Urteil für rechtskräftig. Der Verurteilte nahm das Urteil mit ziemlich;r Ruhe und GleichgAttgkeit aut. Seine m den irften Verifandlungstagen zur Schau getragene Rrir' bezog sich roeitiger auf die Tat als auf die Angst vor der zu ernxrrteniien schweren Straft. Aus dem -lmtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblati Nr. 36 vom 11. März enthält: Betriebsrätegesetz (Fortsetzung). — Aufhebung des Handelsverbot- mit Ferro-Silizium. — Regäung be^ Viehankauft. — Das Ausmahlen des Getreides der Selbstversorger. — Schutz der Brieftauben. — Gc- meindeschaferei zu Feldkrücken. Regelung des Biehankauss für dir Provinz Oberhessen. Die Händlerprovi ron ist festgesetzt für Rinder auf 3V» Prozent, für Kälber auf 10 Mk. pro Stück, für Schaft auf 5 Proz. Die Gesamtvergütung, die die Kvmmunalverbände dec Provinz Oberhelfen an den Obechesfifchen Bied- handelsverband yi zahlen haben, ist festgesetzt für Rinder aut 7 Prozent, für Kälber auf 12,50 M pro Stück, für Schaft auf 8 Proz. Die Ausmahlung von Früchten bei Selbstversorger hat vom 15. März 1920 w bis auf weiteres bei Roggen und Weizen zu 94 vom Hundert zu erfolgen. Bei Annahme eines Satzes von 3 Prozent für Verstaubung hat dtt Müller an den Selbstversorger außer der ftm ergebenden Kleie wenigstens abiu'ieiem: für 9 kg Roggen oder Weizen 8,4 kg Mehl, für 18kg 16,9 kg Mehl, für 36 kg 33,8 kg Mehl, A 54 kg 50,7 kg Mehl, für 72 kg 67,6 kg für 90 kg 84,6 kg Mehl ufro. für je 9 kg Roggen oder Weizen 8,4 kg Mehl mehr. Gerste ist bis aut weiteres wenigstens zu 85 Prozent auszumahlen. Schutz der Brieftauben. Die Vorschrn^ den der Landesgesetze, nach welchen das Recht, Brieftauben zu halten, beschränkt ist, und muv Mo Lrskm. Roman von G. W. App le ton. (9tat6bruct verboten.) Fortsetzung 2. Zweites Kapitel. Es war dec reinste Käsig von einem Zimmer, aber sehr nichlich und freundlich ausgeftatiet Im Kamin brannte ein Feuer, aut dem Teppich davor schnurrte behaglich eine große Angorakatze, und aus dem Tische ittmb eine Lampe mit einem roten Lichtschirm. Mit einem Male erhob sich aus den Tiefm eines umfang:eiä>m Lelmßuhls, der ans Fmei «gezogen war, eine der niedlichste klrinen alten Damen, bie mir je vor Augen gekommen ftno. Ihr ungewöhnlich reiches Haar war in eine ganze Sammlung einzelner Lo.ken von auftallend blonder Farbe obgeteilt; es bifijct; «. inen ungewöhn-- lichen Hintergrund zu iijrem glitzernden, lohl- rabenfchw.ir. i tue Engländerin fei. Sie trug ein altes Brokatg<'wand, steif wie Schätterternen, darüber mt Spitzm- Umschlagtuch; an ihren Fingern bemerkte ich ein Reihe wertvoller Ringe. Sie begrüßte mich mit einer sehr vornehmen Verbeugung und bot mir einen Stuhl an. Sehr liebenswürdig von Ihnen. Herr Dokter, begann sie, daß sie gelommra find. Die Aerzte in der Nachbarschaft sind solche Hanswurste und solche Lügner. Der eine' meint, es ft l. au d r Lunge, der andere an der Leber, ein dritter findet HeczgeschickHen; alles Lügen — Lügen — nichts als Lügen. Sv, glauben Sie? sagte ich. Darf ich ftagen, gnädige Frau, worüber Sie zu klagen haben? Ich weiß es nicht, aber ich möchte es wissen, roiberte sic. Das ist der eine Grund, warum ich heute abend nach Jlmen gesckhckt habe. Der eine Grund, dachte ich bei mir; was sum Henker kann denn der andere Grund jein? — Ich stellte mich indes, als habe ick die teltsam; Bemerkung nicht gehört und begann tofort mit den, üblichen 8 Etwas im Auge dec alten Dame, das mich veran- laßte, auf meiner Hut zu sein und die Wahrheit zu sagen. Davon zog ich sofort Nutzen. Es mag sein, daß es andere Leute für an* gebracht halten, zu schwindeln, gab ich zur Antwort, aber meine Nöetlwde ist das nicht. Arzt und Patient sollten keine Heirnlichkeitm voreinander haben, gnädige Frau. Das ist rin Grundprinzip, woran ick stets feftgehalten habe. Es kommt schließ lich beiden zu gut. Freilich, sagte sie, gewiß. Und mm, fuhr ich fort, — durch den vorteilhaften Eindruck, den ich bei ihr t-ervorgerufen, kühn gemacht, — da wir uns beide über dtefen Puntt im klaren sind, was war, wenn ich ftagen darf, ter zweite Beweggrund, ixe Sie veranlaßte, 'heute abend nach mir zu schicken? Rücken Sie Jlwen Stuhl rin wenig näher > heran! erwiderte sie. Ich folgte ihver Aufforderung. Tas HauS ist Clan, jagte ftc, und d« Wände sind so dünn rote Papfckeckel. Man nx-iß nicht, ob nicht jemand horcht. War Nicht Ihr Baier auch schon Arzt? Tie Frage überraschte mich Gewiß, fagte ich, er war Arzt. Ihr Name, Herr Doktor Perigard, ist kein alltäglicher — nicht leicht zu vergessen, und als die gute Haut drunten ihn in meiner Gegmwart erwähnte, dachte ich frvftri — dach, bevor ich dazu komme, Herr Dokter: Sie sind vielleicht erstaunt, daß ich in einer solchen Umgebung wohne? Zweifellos macht Ihnen das Spaß, gnädig Frau, erwiderte ich, indem ich mir MÜIte ff3® mich möglichst diplomatifrch auszudrücken. Es macht mir nicht Spaß, das weiß Gott, bemerRe sie. Es banbelt sich um ein Muß. Tri Umgebung entspricht keineswegs mern;m Geichmack, aber ich bemühe mich, die Mtwendigkeit von chr:r besten Seite zu nehmen. Di: Leute hier sind em wenig rauh und gewöhnlich, aber doch ehrlich uno ftcuudlich. Sie halten mich für eine harmlost Jrrsürnige ober dergleichen. Und gerab; das PM vorzügiick zu mimen Wünschen. Sie nennen mick ,^xt Gräfin". Ich erlaube es ihnen. Ick mutz darüber lächeln. Deim seltsamerweif: brn ich W* fällig wirklich eine Gräfin. (Fortsetzung folgt.) zu vernemo u" vier Echuldftagr klagte schuldig, g it Tötung mit Drfz t. Das Ä2 i i ioixmn br. te: ! tu entidyM. - ngetlcgtt, d. ntn. Mch hin der Botfarrfot tt streng, Mttevl mit jicnra . oeut mtci *r 11 gtircynt 3löj at als aui w rc «ren “ vorsätzlich geti: ■' agülagte ohne eiga Seleidigung, der ft nd hierdurch aus) norden? - 4. & als die in Frag! W sich zur L: zur Entscheid. zurLL Tie i aig, daß die i balegung und ß ahr mch konnte d auSJalkn. 3ki! t den Portag-n ve au, bet TribÜL - GeselMtemn rü nd t..T Ebmar ige mit nr):. rbc, Dempicht! Todesstrotiu gerlicbenhuv fev t Müfa u.' e I Ü»L * I 6te bi( ff'*1 Ü fl W QnU?C'ntn ^CT' ® surchtbaren K m schaudert WM nilfit e !}tr Rede iiitjrte | towmptte Bot. Ä Wig« l» l Ee.dle BoML j „entkräften und » lls eine tinbringluj j iadigungsblat ünbigung<.62L .ölt: MruAM g des LcmdelÄ^ elung des Getreides der V Nneftauben. - ’ San tau] § indlerprmmir Zwzent, für 8^: ' chair auf ^mmunalxtba1» B Ä* Äö Mi!-" Sri ännab» ' ’ iSerstoubA £ Wg. i abi^ew:, j teJt & mW kg** .schrankt jfri. mild. «r iMt . - P rStz: Szr - —»time mit Hetze - 2. $ btt Zn? • tatübm tm rVttiw betrogene Teubcn der freier, ßueignintfl oder Tötung unterliegen, finden aus äRilitärbnrftauben keine Anwendung. Dasselbe gilt von landeögeseylicben Vorschriften, nach welchen Tauben, die m ein fremdes Taubenhaus über- geben, dem Eij^ntümer gehören. Insoweit auf Grund lander-gesesicher Bestimmungen Sperrzeiten für Den ?aubenftufl bestehen, finden diese ans die Rrikflüge der Militärbriertauben keine Anwendung. Die Sperrzeiten dürfen für Militärbrief- tauben nur einen zusammenhängenden Zeitraum von je 10 Tagen im Frühjahr und Derbst um fasten. Sind längere als zehntägige Sperrzeiten angeführt, so gelten für Militärbrieftauben immer nur die ersten 10 Tage. Ms Militärbrieftauben gelten Brieftauben, welche der Militar-Marine Verwaltung gehören, ihr zur Berfügung gestellt und mit dem aorgeschriebenen Stempel versehen find. Privatpersonen gehörige Militärbrieftauben gemeßen dm Schutz diel es Gesetzes erst dann, wenn m ortsüblicher Weise bekanntgemacht worden ist, tzah der Züchter seine Tauben der Militärvcrwal- :ung zur Berfügung gestellt hat. Gcmeindeschäferei^u Feldkrücken. Zur Entkräftung des im Kreise Schotten und den umliegenden Kreisen verbreiteten Gerüchts, daß Die Schafherde der Gemeinde Fcldkrücken verseucht n (Schmiervieh), wird bekanntgegeben, daß diese öerbe bei wiederholten Besichtigungen durch dos xveisveterinäramt in den letzten Fahren vollständig gesund befunden wurde. Gegen die Ein- ntllung von Schafen aus Feldkrücken in andere £)trben bestehen daher nach sachverständigen Gut- ubtat keinerlei Bedenken. Kirche und Schule. ** Gießen, 12. März. Nach dem soeben, kürzer alS sonst erschienenen Jahresbericht des Dekanats Gießen 1918 besuchten an den 3 ZLHltagen zusammen 24 817 {.23 990) Erwachsene und 10 868 (11 698) Kinder den Gottesdienst, im Durchschnitt dieser Tage 20'/, Proz. der Erwachsenen (Vorfahr 20 Proz.) und über 30 Proz. der Schulkinder Am hl. Abendmahl nahmen teil öffentlich 12 788 (12 518; männlidje und 21239 <21808; weibliche Personen, zusammen 34 027 (34 326); im Hause 119 (98) m ärmliche und 374 (384) weiblich?, insgesamt 493 (482). Auch die Zahl der Sten firmierten berechnet im genant 851/» Proz. (85,6). Geklagt wird vielfach über schlechten Besuch der Katechismus lehre inib Störungen der Sonntags heil lgung. Getauft wurden 1036 (983) Kinder, konfirmiert 1285 (1260). Ltonfirmationsentüchungen feine. Von 344 (263) Trauungen waren 326 (250- rrin evangelisch, 18 (13) Mischehen Kirchliche Beerbi- gungen sanden 1140 (1011) statt imd 9(9) ohne Mitwirkung des Pfarrers. Tas Dekanat iäl^te 60 351 (60 328) Seelen. Von der Landeskirche getrennt waren 221 {206) Personen; in Gießen und Umgegend geschahen 11 Austritte aus der Landeskirche. An milden Gaben wurden gegeben 88 821 Mk. (79 058), davon für Vereitle und Anstalten 60 664 (54 192), allgemein erhobene Kirchenkollekten 6890 (7335), für Ortsarmenpflege 13 889 (10 859), für sonstige kirchliche Zwecke 7378 (6622). ** Für die Wahlen zum Landeskirchentag auf der am 15. d. M. im Marftts- saal zu Gießen tagenden außerordentlichen Synode des Dekanats Gießen wurden Ätoci Wahlvorschläge eingereicht: 1. Pfarrer Weber- Lana-Göns (Stellvertreter Pfarrer Ausseld- Gießen), Medizinalrat Dr. Walger-Gießen (Amts- aerichtsdirektor Schmahl-Gießcn), Lehrer Jung- Leihgestern sWeißbinderrnstr. Boller-Lang-Güns): 2. Pfarrer Liz. Gombel-Reiskirchen (Pfarrer D. Preujchen-Haufen), Landgerichts rat Neuenhagen- Gietzen (Lehrer Jrrtzel Gießen-, ‘Htbütgernrnfter Leun Großen.Linden (Steinbaner IohS. Albach- Burkhardsfelden). B. Burkhards, 9. März. Arn 7. März hntTbe Ker ein (EbangeL Bundessonntog ab gehalten. Der Generalsekretär des Bundes für Hessen, Nassau uni) Baden, Pfarrer Haupt, predigte im BormittagLgotlesdienst, sprach nachmittags in Kaulstos über „Neues aus dem Gebiete des Seelenlebens". Abends hielt er einen Lichtbildervvrtrag über das Thema: Religion und draturwifsenschaft. 35 neue Mitglieder wurden gewonnen, 83 Mk. für den Bund gesammelt. B. Lerchen Hain, 9. März Im Auftrag deSEvangelischen Bundes sprach am Freitag Pfarrer xxnrpl aus Darm stabt auch hier idx-r Religion und Naturwissenschaft. 14 Gemeindeglieder erklärten ihren Beitritt zum Bund. Aehn- liche Bersaminlungen hielt der Genannte mit Er- folg in Godern und Eschenrod Frankfurt a. M., 11. März. Infolge derKohlennot mußten hier mehrere Schulen geschlossen und andere zusammengelegl werden. mc. Limburg (Lahn), 10. März. Im neuen Amtsblatt fordert der Bischof von Limburg Tr. Augustinus Kilian die Kirchengemeinden auf, für bessere Bezahlung der Geistlichen in der Zeit der Teuerung Sorge zu tragen, denn ein Geiftlick)cr könne unmöglich mit einem Gehalt von 900—1200 Ml. selbst bei freier Wohnung leben. Es sei Sache der sozialen Gerechtigkeit, daß hier ein Ausgleich und zwar möglichst mit rückwirkender Kraft geschaffen werde. X Wieseck, 11. März Pfarrer Laupt, Generalsekretär des Evangelischen Bundes, wird am {sonntag im Dauptgottesdienst predigen und Freitag den 26. März einen Licktbildervortrag halten: ..Mit der 18. Nes -Division in den Karpaten und Galizien". Sport» Fußball. Tic VerkelwssctmnvngTviten gestatteten es nicht, die begonnenen .freivfmele durrch- zuführen. Um wieder zu einem geordneten «n> ge regelten Svülbetrieb zu kommen, wurden für den Bezirk Dbcrbessen Tipbomfpiclc cingefabrt, an denen sich famtliche Berrinc mit allen uwen 'l'iarav- schäften, gleich welcher Speclfiafie sie angclwrcn, bethlicrcn lönncn. Gemeldet balender Aufschrift oerleben dis spätestens 20 März 1920 bei dem städtischen Armenamt, Asterweg 9, wo muh die Bedingungen eingesehen Herben können, einzureichen. 2853B Gießen, den 10. März 1920. Der Oberbürgermeister. (Armenoerwalttrng.) Bekanntmachung. In unser Genoftenschaf'svosistrr wurde heute >-züglich des landwrrtschaf.Uchen Kvnsumvereins Alendorf an bet üahn eingetragene Genossen- chaft nn' unbeschränkter Lmltpflicht eingetragen: Ludwig Volk XIV. und Johannes Viehmann ll. tn Wiendorf an der Lahn sind ans dem Bvrstmtd ausgeschü-den unb an ihre Stelle die Dahnorbeiter Ärdwig Bühmann III. und Ludwig Müller II. in Allendors an der Lahn in den Vorstand gewählt worden Gießen, den 9. März 1920. hessisches Amtsgericht. 2882B M NWWUiMM. Die Gememde Ettingshausen beabsichtigt das Mafchinendrefchen für 1920 zu vergeben. Interessenten vollen ihre Angebote mit oder ohne Presse pro Stunde bti der unterzeichneten Bürgermeisterei einreichen. Be- nerht wird, daß das Dreschen frühzeitig, sogleich nach öer Kornernte, beginnen und die Maschine mindestens ■4 Wochen an einem Platz (Gemcindemaschinenplatz) arbeiten kann.Wasserleitungmitoapshahniftvorhanden. Ettingshausen, den 8. Marz 1920. (2776 Bürgermeisterei Ettingshausen. Kell. Stadt. Ardeitslunt Gienen Weft-Anlage 31, Teleph. 2054. ES können eingestellt werden: 2852B a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Holzbildhauer, 1 Sctmiied, 2 alt 4)toiors<1>lofser, 3 Schreiner, 2 Schneider, 1 Sxbäftcnmdicr, 1 Schreiner für Fabrik, 1 Siukkaleur, 1 Glaser, 1 Wagenlackierer, 1 Slüfcr, 2 ältere vauschloster. Lebrliuae: 3 Maler und Anstreicher, 1 Schmied, 1 Schreiner, 1 Zahntechniker, 1 ,rri feur, 1 ttzlaser, 1 Denglet, 1 Schneidet, 1 .Qetlncr, 1 Gärtner, 1 Stukkateur, 1 Schreiner, 1 Photograph. b. bei anSwärtiaen tlrbcitnebcrn: 3 landw. Knechte und Ardener, 22 Schreiner, 2 Anker- micklet, 2 Feilenhauer, 5" FeldvereinigungS- orbeher, 4 Schuhmacher, 1 Schlosser, der autogen fchweihen kann. 1 Friseur. 1 Nastenhelfer, 3 Stellmacher, 2 Slüfcr. 1 Wäriner für Gemüse- und Obstbau, 2 Holzbildhauer, 2 Zimmerleute, 2 alt. Mechaniker als Schichtleiter, 1 Metallfchletfer und Polierer. 3 Eisengtaveure. Lehrlinge: 1 Bäcker, 2 Mechaniker. ES suchen 9(rbcit: 4 Bäcker, 2 Schriftsetzer, vier Buchdrucker, 2 Schweizer. Kaufleute. Schreiber und M/eifenbe, 3 lau dm. Vermalter. V acker. Hauö- btirscheu und AuSlnuier. Maschinenschlosser, Bau- schlosser, Mechaniker, 2 Konditoren, 1 Soenaler, 2 Schuhmacher, 4 Heizer. 1 Slüfev, 4 Krankenpfleger. 2 Schmiede, Weißbinder und Anstreichet, 5 Chauffeure, 1 Dreher, 3 Tapezieret u. Polsteret. 4 Maschinisten. 3 Metzger, 2 Techniker. 1 Vergoldet, 3 Kellner. 2 Buchbinder. 10berknecht, 1 Schornsteinfeger. 1 Werkmeister. 2 Pflasterer, 1 Steinbaner. 1 Operateur, 2 Müllet, 2 Brauet, 1 Lackierer und Maler, 1 Koch. 1 Laboratoriuinsgebtlse. Lehrlinge: 14 Schlosser. 1 Gärtner, 1 Schmied, zwei Kellner. 1 Friseur. 1 Schuhmacher. 1 Schneider, 2 Konditoren. 6 Mechaniker, 1 Metzger, 1 Orgelbauer, 16 Kaufleute und Schreiber, 13 Elekiro- Monteure und «teebnifer, 1 Installateur, 1 Weiß- dinver, 1 Maler. 4 Techniker, 1 Bäcker, 1 Schlöffet aufs Land, 1 Koch, 1 Autoschlosser, 1 Zahntechniker. Weibliche Nbtellung: ES können eingestellt werden: n. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Gartenmädchen für einzelne Tage, Mädchen tagsüber, Dienstmädchen. Lausirauen und -uiädchen, tüchtiae Allein- madchen. 1 eins. Sttitze, 1 Flickerin, 1 Wafchfrau, 1 Holelköchin. 1 Lehrmädchen für Schubgeschäst. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 landmirt- schaftliche Dieninnädchen, Dienstmädchen. Hausmädchen. 1 einfache Stutze, Atleinmädchen. eine Köchin. 1 Stenographin und Maschinenschreibrrin. ES suchen Arbeit: 2 Lehrmädchen für Damen- schneiderci. 1 Flickerin für Heimarbeit, 1 Dame für Nachhilfestunden in Sprachen, 1 Fräulein zur Erlernung deS Haushaltes lunentgeltlicht. eine 2. Friseuse. 1 Büglerin, 1 Kindergärtnerin für nachmittags. __________ _____ Spar« an) VMWtttin Nieset e.8.!y.«.H. Bilanzam31.Dezemberl K19 Aktiva. J*> Kassenbcstanb ........12 216.10 Vorschußkonto........ Güt^rschckttngsSoitto ...... 6003 — Effetten (nach löpvaz. Äbschrmbung) 224 532.50 Mobilien.......... 70.— Ausstehende Zinsen..... 5 092,46 873 225.31 Passiva. <46 Anlehnkonto......... 820172.71 Stammantelltonto . . . . . .. 43579.63 Reservefonds (nach 15proz. Abschrei- bung an den Effekten)..... 2 179.47 Remgewttm......... 7 2)3.50 873 225.31 Die Rechnung liegt ab heute 8 Tage bei Rechner Dcrrfeld offen. Mitgliederstanb Ende 1918 304 Zugang Abgang 13 Mit gliederst and Ende 1919 304 Ter Vorstand Möser. Dvrfeld. Hildebrand. Generalversammlung bei Gaftwirt Wilh. vicrau am Montag dem 22. März u6cnM 8 Uhr. Tagesordnung: Rechnungsablage pro 1919; Beschluß über die zu verteilende Dividende; Entlastung des Vorstandes; Borstandswahl; Verschiedenes. 2840 ________Für den Aufstchtsrat: Schäfer.________ Bekanntmachung. Sn unser SxtnMdregifter Abt. A. wurde heule bezüglich ber Firma Gebrüder Schwan. Gießen, eingetragen: Trc Pvoftrva des Karl Creceltus ist erloschen. Tie Pwtura deS Kaufmann Jatob Bud- fürbt bleibt als Ernzelproküta bestehen. Gießen, bei 8 Mürz 1920 Hessisches Amtsgericht.2881B Bekamitmachnug. SVn unser Handelsregister tot B. wurde heute bezüglich der Bohrgesellschaft Heffeiv-Nafsau Genossenschaft mit beschränkter Haftung eingetragen: Tie GVfcb&f sftrhter Adolf Man und Friedrich Wilh-lrn Wildenhayn sind sesvttbcn. Gießen, den 8. Marz 1920 HcsiFches Amtsgericht. 2880B WM MWllü 45 65 90 Liter Stundenleistung «5— 575.— 75a— Mark 04590 iofort ab Lager. Garantie. Wiederverkäufer Rabatt. «Well» MW. MkMvfkll I Fritz Howack Wäecbe-Fabrik. .......................................................... Großer Poeten 2836c einzelner Untertaiüen in allen Weiten von M. 10.75 an. Buchenholz »seniertig, mied, vorrätig. % Emil Lotz 5? Koblenbaublung. telep -on 2WL______2832 Beteiligung. Suche mich an solidem Unievnefemen zu beteilige N» liebsten in der Metall- varen- ober Maichmen- brandje. Schriftl. Anaeb. l 2838 an den Gien.Anz. VsfftSuks | fhnbrbferb, Fuchs. Ost- »reuhe. 12iabv., o. Dame lerltten, 1- u. 2>v. geiahr.. chne alle Fedler. verkauft vtajor ShüdmxM, Well- bare, Franks. Str. 12, w Vie Auftraggeber Reiter Verkauft - Anzeigen cxTtxn o«bc en. unter alten Meran gen Ancedoteu llpre Wörrfie (Streb-, 5au*Munmierunb Stoa- wer») zu verSstrnllt«den. 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Abmarsch 2 Uhr nach.::, pünktlich o. Ludwigtzvlcl- 2855c Dcr Vorstand. l Danrenyerein ßabelsberi«?.p LamStag, 13. Mär» Vereinsabend in Lollar. Abfahrt 6£». 2856c Die Vorstände. Am 8. März 1920 verschied nach kurzem, schwerem Leiden tagsüber. 2828 eindringlich darzustellen wußte. 2854c burgrtng 8. 28i6 D8f Verein Gießen der Deutschen Demokratischen Partei. von Pape, Major und Regiments-Führer. 2845V Hörnsheim, den 12 März 1920. [*7, 2844V [04651 Garbenteich, Lang-Göns, Gießen. 2850 Mehrere durchaus erfahrene »l. 3iwm?f Fritz xVowack 2848c sofort oefuctit 2803 ckukbanS Magnus für leichtes Fuhrwerk lo- ■clieyBrocfl 81. fort gejucht. 2867 le, Neuenweg 28. Filiale GieKen. 2690V $ K * -O Daubringen, den 12. März 1920. Die Beerdigung findet Samstag, 13. März, nachm.3V2 Uhr, in Garbenteich vom Sterbehaus Lieber Straße 6 aus statt. Wilhelm Görlach und Fran Familie Heinrich Dreier Nock ein erstklassiger Bodenarbeit er Familie Heinrich Görlach Familie Konrad Nau. 1 15. 4. bezogen, ab sofort t rum 15. Marz gesucht, bezahlt. Schristl. Angeb. 1 Näheres bei Uhrmacher mu. 04606 an d. Gien. Anz. Philipp, Bahnhontr. 50. im Alter von 24 bis 30 Jahren für Cassel, Marburg, Dillenburg zu sofortigem oder späterem Eintrittt gesucht. Briefliche Angebote an L. Pfeiffer, Bankhaus, Cassel. Die Beerdigung findet Sonntag den 14. März nachm. 3V2 Uhr vom Sterbehause Ludwigstraße 21 aus statt. Die Beerdigung findet Samstag den 13. Mftrz nachmittags 2 Uhr statt Gartenarbeiterin für dauernde Besckäf- tignng gesucht. 2804 Gärtnerei LouisBecker Kaiscr-Allee 13. im 65. Lebensjahre gestern nacht 2V2 Uhr nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hauptmann n. Komp.-Chef im Hess. Reichswehr-InL-Regt. Nr. 36 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. und I. Klasse und Bitter anderer hoher Orden. Eine tückische Krankheit hat ihn aus der Blüte seiner Mannesjahre und aus der Vollkraft seines Wirkens und Schaffens hin weggerafft. Das Regiment verliert einen seiner bes'en Offiziere, der im Kriege sich auf verschiedenen Kriegsschauplätzen als deutscher und osmanischer Offizier glänzend bewährt hat Nach der Umwälzung stand er sofort an der Spitze einer Kompagnie des Hesa. Freikorps und trat ein für die Sicherheit und Or Inung im Reiche. Seit Bestehen des Regiments gehörte er diesem als Komp.- Chef an und arbeitet 6 unermüdlich und erfolgreich an dem Wiederaufbau unserer Wehrmacht. Ein außerordent ich befähigter Offizier mit eiserner Energie und reichen Erfahrungen ist von uns gegangen, der seinen Leuten ein hervorragender Führer und allzeit fürsorgender Vorgesetzter war. Sein mannhaftes aufrechtes Wesen, seine nie erlahmende Pflichttreue erwarben ihm die Achtung und Anerkenn ung seiner Vorgesetzten und die Liebe und das Vertrauen seiner Untergebenen. Das Offlzierk rps betrauert den Verlust eines hochgeschätzten und belebten Kameraden. Wir werden ihm stets die Treue bewahren. Seine Persönlichkeit wird auf immer in unsern Herzen weiterleben. Gießen, den 10. März 1920. Im Namen des Offizier-Korps: Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Vater, Großvater und Schwiegervater Herr Wilhelm Görlach (Wissenschaftliche Verbindung im D.W.V.) I.A.d.C.: W. Tron XXX. Frau Professor Weber, Moltkeitrane 1. Besseres OnSniWrn ges., das etro. nähen kann, zu Farn, von 3Pers. L Lilla nach Offenback bei guter Bez. u. Behan lg. Frau Direktor Otto Kurth, Offenbach a. M., Jseu- Für unsere in «iirze zu eröffnende Fabrik versilberter Tafelqeräte suchen mir noch: Mtler, MetsH-IMr und -Meiste, IrehImWicrer, sowie 1 gillttfthlrt. Schönwasser & Herzenbera Metallwarenfabrik 28U8sa Schwalheim, Post Friedberg t. Hessen. In tiefer Trauer. Familie Wilhelm Mandler. Gestern früh entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser lieber treusorgender Vater, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel < Herr Friedrich Bender im Alter von 31 Jahren. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Frau Anna Bender, geb. Luh, nebst Kindern und allen Angehörigen. Heuchelheim, Großen-Linden, Frankfurt a. M., 2790 Seite csrvea 85. für ca. 8 Tage ges. Frankfurter Str. k»2 i£4dHenangebote| pntzfrau für Sams ag nachmittag 1—2 Stund sofort gesucht. A. Bräbler, (»79c Ludwtgstr. 28 H., Bureau. Mmes, teueres WltelWW in guter Geschäftslage von Fachmann zu mieten cütl. zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 0455.5 an den Gießener Anzeiger. Äg. WM sofort gesucht, der in Schuhmacher-Bedarfs artikeln und -feder, auch Ausschnitt gründlich erfahren ist. Gute Dauerstellung bet größerem Imri'ut. 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Vorsitzender hat er, der trotz der Fülle der auf seinen Schultern ruhenden Arbeit keine Beratung versäumte, durch die Treffsicherheit seiner Beweisführung und die tiefe Gründlichkeitseinerpolitischen Einsicht wertvollste Dienste geleistet Die großen Hoffnungen, die wir für die nächsten politischen Aufgaben " gerade auf seine starke Persönlichkeit gesetzt hatten, haben sich nicht erfüllen sollen. So wird es der Verein als seine Aufgabe ansehen, sein Andenken zu wahren, indem er sich weiter einsetzt für die hohen Ziele, die der Verstorbene so lebhaft und so Jüngerer Haushulslbe mit giuen Zeug«, sof ges. Mltsilgtt LSglohlier Carl .Vonack, Gesundes, besseres 0<58V MWil UsW. Frau Hauptmann Breidenbach, Slevhanstraüe 7. Für kleinen Haush. tzivn Pers.) chrl., ordentliches Mädchen gesucht, am liebsten vom Lande 04611 Garte «straffe 12. Suche einfache ältere Witwe oder Mädchen zur Führung des HauS- yalts aus dem Lande. Sckriftl. Angebote unter 04608 an den Gieß. Anz. Zuvcrlttss. 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Der (fünfte (Berfassungs)-Ausschuß der Heisischen Volkskammer trat beute vormittag zusammen und beriet über btt 'Vorlage des Staat** Ministeriums, nach der eine VerfassungSäuberung dabin cintrctcn soll, daß statt des efttcrftlich 1921 festgelegten Namens Volkskammer die Volkse Vertretung fdx>» alsbald Landtag und dementsprechend die bisherigen Bolkskammerabgeord* neten von jetzt ab wieder „LandtagSabge* ordnete" beiden sollen. Nach kurzer Aussprache schloß sich der Ausschuß dem Wunsck>e der fHegie- rung an und soll dementsprechettd bte Vorlage dem Plenum vorgelegt werden. Ter dritte Ausschuß beschäftigte sich beute früh mit dem Verlangen der Staateanroaltidtaft Darmstadt, die Strafverfolgung deS Aba. Kaul (Soz.), der sich birrd) verschiedene Artilel in dem Offenbacher Abendblatt der "Beleidigung der Reichswehr schuldig gemacht haben soll. Gnt* sprcdiend früheren Beschlüssen stellt sich der Ausschuß aud) diesmal auf den Standpunlt, daß loäb* rend der Kammertagung die Immunität der Abgeordneten unantastbar sei und lehnte das Verlangen einstimmig ab. Der Finanzausschuß genchm igte in seiner Sitzung heute nachmittag die Regierungsvorlage betr. die Beteiligung des Hess. Staates an einer Betriebsgesellschast für die Mineralwasser in Bad-Nauheim G. m. b H. mit 150 000 Mark. Ferner wurde die Teuerungszulage für iiinber entsprechend dem Vorgehen des Reiches auf 600 Mk. erhöht und zwar mit rückwirkender Kraft bis 1. Januar 1920. Für die Vermehrung der Gendarmerie durch 2 Stationsführer und 30 neue Gendarmen wurde einschließlich Ausrüstung ufiu. der Betrag von 65 044 Mk. entsprechend der Regierungsvorlage gutgeheißen. Ebenso wurde die Re- aicrungsvvriage betr. die Abänderung der Bille t t ste ue r grttgeheißen, nad) der die Abgabe 50 Pro;, des Eintrittspreises nicht übcrflngeit darf, mindestens aber 20 Pf.' betragen soll. Endlich wurde die Erridstung einer h e ) J \ - scheu S i cherh ei ts po l i ze i, für bte 800000 Mark gefordert werden, Vorbehaltlid) des Ersatz^ von vier Fünftel des Betrages durch das Reid- genehmigt. Ter Abg. Dorsch hat in einer dringt. Anfrage die liebe mahnte aller SbaatSiagdm, wie beispielsweise in Unterhiltersllmgen usw. in staatliche Bewirtschaftung angeregt. Eine weitere eilige Anfrag; beschäftigt sich mit dem An kouf Von Edelmetall, Schmuckstücken, Gold- und Silbermünze n, Möbeln, Porzellan usw. durch Aus- Imitier oder beten Agenten unb forbirt Abhilfe durch die ReichSregierung. Wegen d'r fottgesetz- ten unerhörtem ausgedehnten Ko h ln f ch i e b u n* aen am Rhein, die als Austausch von rationierten Lebensmftteln in das Ausland sehen, stell m die Abgg. Schulte und Biegel an bte Regierung dringliche Anfragen. Der Anschluß Kobuvgs an Bayern. München, 10. März. Der Staatsvertrag zwischen Bayern und Koburg wird am Donnerstag in einer besonderen Sitzung des Landtages endgültig verabschiedet. Die Mitglieder der Kvburger Regierung und des Kvburger Landtags trafen heute abend hier ein. Die einstimmige Annahme des Stoatsvertrages ist -u erwarten. Die französischen Wilderer. Berlin, 10 März. In Wernitz i. d. Morl ist eine französische Kommission eingetrofsen, um den beim Wildern erschossenen französischen Soldaten abzuholen, ferner Vertreter der Berliner Staatsanwaltschaft und drei Gegirrungswrtreter. Entgegen der Behauptung der französischen Soldaten, daß ihr Kamerad am Auto erschossen worden fei, stellte die französische und beutfdy Kommission fest, daß der Getötete 700 fUtet-T vom Auto entfernt auf freiem Felde erschossen wurde. Rich Beendigung des Lokaltermins wurde die Gmeh- migung zur Ueberführung des Toten nach Berlin erteilt. Paris, 11. März. (WTB.) Hcwas meldet: Im Falle der Ermordung eines Endentemitglrches durch beutfdjc Bauern hat, so schreibt das „Echo de Paris", Geneval Mol'^t für den Zwischenfall eine Untersuchung vor geschrieben. W-ttder werde die französische Regierung eine starke Entschädigung verlangen, wie es srinerznt un Falle Manheim geschah, üfxrkutnmit TbomaSohn schreibt im „Petit Journal", daß man den Deutschen einen gehörigen Dampfer auf setzen könne, indem man ihnen damit drohe, den Kölner Brückenkopf nicht in fünf Jahren, wie vorgesehen, zu räumen. Tie deutschen Bauern wür?en Irch abu auch bann sagen, daß bis dahin noch viel Mrssev ven Rhein hinunter fließen werde. Weiter schreibt das Blatt: Wird man von ihnen eine mehr t>Der weniger starke Bestrafung der Schuldigen verlang-n oder wird man sich wieder mit den Entschuldigungen irgend eines Müller oder 5öau*r begnügen? Der „Figa r o" schreibt: Zur Verteidigung tinxr Mörder schreiben bie deutschen Blätter, daß diese Sorten auf verbotenem Gebet g-jagb hätten. Sollte dies auch zutreften, so dürste ein Attird doch nicht die richtige Bestrafung für cm Jagtwerbrechm fein. Em Kabinett Branling in Schwroen. Stockholm, 11. Mär». Nach amtlicher Mitteilung ist dem König solgettde Ministerliste oorgelegt worden: Mintsterpräsident: 99 ran* ting. Auswärtiges: Palmastiega, Justiz: llnbus, Krieg: Haussen, Marine: Friksvn, Inneres: fRan- sen Finanzen: Torson. Unterricht: 6beton, Landwirtschaft: Nils.ohn, ohne Portefeuille: Lantter. ^'C^Äa*ailx ■QU’eS|eUe.QuLVi -J^ctbeüt, 31. tellengesuch W Snfifln Itenogriwbieren,! [>en Treiben unb i- W ^urtauarbej titbten kann, not slbinetiimloiotic uritt Zeugnis 5 • Lchr. «npfboifE ) an den M l LlÄ *J W. »AW KV?. M»r AWjjj tlro. t1Qh»n l._ ^fßnbach bei «5 “;W| eklor Ltto a» BH ' ’t I* Äiür rau Dr. Sorfcrb,. j__Srontf. Jf'oetheüra^ 31 KÄs^ w?« HM feine Lebrzei! infc. iwaren-Äto^. ndei, in säinilS«? leiten unb bori/ Wbrung etfofr. it fnfotflse» । Kvmoriii In ir @roi;betdfb sdltiftl Angel *r öl an b.WieB.fe,> nger Ülnnn b heft sucht iolor LehrM Bank aber W- ran. Scbr Aaged l an btn (Hier A Nraulem.d^for SteuttbwcMU , roixt) Lulle» Kontorietii idjv. Zeugnis '■>; : Drrsüaung. du? n wird Lebritck " iäbr. Mädchen a - innilchent W -schalt fleutbti- rtgeb. unter Oflt n Gtek. An;, e^, Flickeru chl Arbeit MN " rkSSe SÄ?® j^_on_benj^- ^rschledej’ 6000 M Eß HDrNd"!; Nr. Os Zweiter Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) versaffunggedende vottskammer der Freistaates Hessen. Darmstadt, 10. Marz. Am RcgicrungStlsch: Staatspräsident U l rrch, Minister d. I. Dr. Fulda, Justi^minister von Brentano, Finanzminister £> v n r i d), Präsidenten Raab, Dr. Strecker, Landsorstmeister Tr. Weber. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um VgH Uhr mit dem Bemerten, daß er l)offt, die Tagung noch in dieser Woche, spätestens Anfangs nächster Wock>e beendigen zu können, obwohl noch einige Gegenstände neu auf die Tagesordnung kommen werden. — Voraussichtlich werde eine weitere kurze Tagung nach Ostern erfolgen. Der Präsident gibt dann seinem Bedauern Über den Rücktritt des seit 27 Jahren der Kammer angehörenden Abg. Dr. Schmitt Ausdruck, der fast auf den Tag 20 Jahre die Geschäfte des Vizepräsidenten mit vornehmer Ruhe und Sachlichkeit leitete und bei allen Parteien geachtet und geschätzt war. Er hofft, daß fcerr Dr. Schmitt bald genesen wieder in das Haus zurückkchren werde. Es wird dann auf Vorschlag des Abg. Eiß- ncrt zum neuen Vizepräsidenten der Abgeordnete Scher r (Zentr.) gewählt. — Der Vorsitzende begrüßte bann den anstelle des Abg. Dr. Schmitt neu in den Landtag eingetretenen 9lbg. Prof. Gg. Z i l ch - Heppenheim a. B. Abg. (rifiltert teilt mit, daß für den Abg. Soherr der Abg. Herbert in den Finanz, rus-- schuf; ein tritt. Abg. Kö hler (D. Vp.) zur Geschäftsortmung führt Beschwerde, daß fast zu allen B e ra t u n g s- gegenständen nur m ü ndliche Berichte erstattet werden. Die einzelnen Wge>ordneten haben dadurch keine Gelegenheit, sich über die Stellung der Regierung und des Ausschusses zu unterrichten, da ferner viele Vorstellungen nicht mehr gedruckt werden, haben die meisten Abgeordneten gar feine Gelegenheft, überhaupt zu etfabren, was die Vor« steller »vollen. — Es entspreche nicht der Würde der Kammer, über solche Gegenstände zu beraten, ohne daß man sie näher kenne. Es widerspreche dieses Verfahren auch der Geschäftsordnung. — Insbesondere sei die sehr wichtige Eisenbahn- Vorlage den Mftgliedern erst in letzter Stunde §ugegangen. Er halte es für unter seiner Würde, über die Frage zu beraten, ohne daß ihm Gelegenheft gegeben werde, sich hinreichend zu unterrichten und müsse man ein solches Verfahren für die Zukunft ablehnen. Der Präfideift Adelung führt aus, daß in den Ausschüssen sribst bestimmt werde, ob die Berichte gedruckt werden sollen. Meist wurden die einzelnen Fraktionen vorher unterrichtet, was jetzt durch die Verkehrsschwierigkeften erschwert toerbc. In der Eisenbahnvorlage ist inzwlschen schriftlicher Bericht erstattet. Staatspräsident Ulrich stellt fest, daß die Regierung in schwieriger Sage war, da vom Reich erst sehr spät der Vertrag kam. Man habe die Frage in möglichst kurzer Zeft erledigt. — Er weist ferner darauf hin, daß auch früher schon mündliche Berichte erstattet wurden. Abg. Dr. Osann (D. V.-P.) schließt sich den Ausführungen des Abg. Köhler an und erläutert, daß die Finanzausschußmitglieder in der Mehrzahl nicht unterrichtet waren. — Erft nachttäglich wurde die Begründung nritgeteilt. Er müsse hiergegen entschieden Verwahrung einlegen, daß aud) andere wichtige Dinge in solcher Weise behandelt werden. Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Köhler, StaaiSmäsident Ulrich, Mbg. Dr. Büchner, Abg. Eißnert ist die Angelegenheft erledigt. — Es folgt dcmn die Beratung der Regierungsvorlage bett, die Vereidigung der öffentlichen Beamten. Abg. Schröder (Zentr.) erstattet den mündlichen Bericht, in dem er aus führt, daß man in der Tveuegelobung im AussÄiv einen Anstand gefunden habe. Die Mehrheft des Älusschusfes halte die jetzige Eidesfvrrn nicht für bedenklich, da jeder Beamte das Recht habe, jederzeft eine Abänderung der Verfassung anzustreben. Im übrigen sei durch den Reichspräsidenten die Norm für den Eid des Reichsbeamten gegeben und festgelegt, so daß man daran nichts mehr ändern könne. Der Andruck Treue der Verasssung decke sich mit dec Bezeichnung „Beachtung". Eine religiöse Beteuerung- werde damit nicht festgelegt, sondern sei jedem Beamten frei gestellt. Abg. Dr. Osann (D. V.-P.) führt aus, von den Beamten werde durch den Eid eine weit ergehende Verpflichtung, wie sie jeder Privatbeamte habe, nicht verlangt. Man dürfe nicht vergessen, daß gerade die jetzt schon tätigen Beamten dem Gwßherzog einen Treueid geleistet haben: es weide diesen durch den neuen Eid, den sie auf die Reichs- und Landesverfassung leisten, neue Gewissensbeugung gugemutet. Juftizminister v. Brentano war mit der Regierung auch im Zweifel, ob man einen solchen Eid abverlangen solle, aber nach dem Vorgehen der Reichsregierung liege hierzu keine Veranlassung vor, bi? Bedenken des Abg. Dr. Osann seien nicht berechtigt. Die jetzigen Beamten seien durch den Großherzog von dem früheren Eid entbunden und ein Gewissenskonflikt könne nicht entstehen, zudem der Beamte das Recht habe, die Verfassung zu kritisieren. Abg. Dr. Diehl (L). V.-P.) ist, auch schon früher Gegner des Beamteneides gewesen und hat sich jahrelang persönlich gegen die eigne Vereidigung gewehrt. Man solle den Beamten in seiner Gesinnung nicht vergewaltigen. Justizmlnislrr v. Brentano wiederholt, daß ein Vorurteil nicht in Frage komme. Zur Beruhigung farm er erklären, daß jeder Beamte das Gelöbnis ruhig ablegen könne. Eine Festlegung der Gesinnung werde nicht verlangt and die Angst, daß die Geisftichkrit in Gewissenskonflikt gerate, fei nicht berechtigt. Abg. Kaul (Soz.) ist ebenfalls der Anschauung, daß der Eid ebenso wie ixr früher? eigent- "lich überflüssig fei. Abg. Schreiber (Dem. > weist darauf bin, daß die junge Republik von ihren Beamten den Treueid verlange, es sei verwunderlich, daß jetzt von einer Seite Einwand erhoben werde, die früher glaubte die Treue in Erbpacht zu besitzen. — Ter Beamte habe auch Verpflichtungen, und es scheint fast, als ob man von feiten der Gegner eine Masche suche, durch welche die Beamtm zu sdilüpfen suchen. Der Beamte habe die Staatsversasfirng zu beachten. Das Wort „Beachtung" decke sich nicht mit „Treue". Präsident Dr. Strecker ist auch gegen den Eid, es drehe sich aber darum, mit den jetzigen Verhältnissen beh Gridissenszwang zu erleichtern, sic dürfen den Weg der Veriaftung nicht ver- laffen. Es fdehe sonst dem Beamten auch frei, in feiner Anschauung sich für die Monarchie zu erklären. i'lbg. Winzer (D. V.-P.) schlägt eine Aen- berung in der Weise vor, daß der Eid laute: Dtt Beobachtung der Verfassung bei der Ausübung ihres Amtes. Selbfwersiäiidlich habe der Beamte innerhalb seines Dienstes die Verfassung zu beachten. , Abg. Lenhart iZentt.): Jeder Eid hat religiösen Charakter und kann deshalb viele Beamte in einen Gewissenskonflikt bringen. Abg. Kiel (U.S.P.) spricht sich gegen die Eidesleistung aus, die ein alter Zopf fei. Abg. Dorsch (H. V.-P.) wundert sich, daß die jetzige Regierung nicht ohne diese oeraltetc Einrichtung aus komme. Bei dem Pflichtbewußtsein der Beamten sei dies doch nicht mehr nötig. Abg. Köhler (D. V.-P.) empftehlt die Annahme des Antrages Winzer, da sich viele Beamte durch die jetzige Form gedrückt fühlen. Staatspräsident Ulrich erklärt, daß die besonderen Wünsche zu der Vorlage in der angeregten Form infolge der Reichsversassung unzulässig seien. Außerdem habe ja jeder Deutsche nach dem § 18 der Verfassung volle Gewissens- fveiheft. Der Beamte habe ja nicht nötig, den Eid zu leisten. Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Dorsch und des Staatspräsidenten wird die Vorlage gegen die Stimme des Unabhängigen K iel angenommen. — Schluß V/4 Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag V-10 Uhr. ZwölfMilliioncn Marü erhofft t>?r Hessische Finanzmrinster aus der zur Zeft in Aiarnz ftattfinbenben DersteiMrung der Hess. Wein- baubomänen zu lösen. Es ist dies kein Wunder, wenn man bedenkt, daß für ein Viertel Stücke (300 Liter) des dort gleichfalls zur Berskeigerung kommenden 1916er Oppenheimer Sackttägers der Betrag von 150 000, fdjreibc Lundertfünjzigtausend Mark, durch die Kommissionäre geschätzt worden sind. Tas sind für den Liter 500 Mark. Jedenfalls gehl der größte Teft des edlen Getränkes an das Ausland, das bei der herrschenden Geldentwertung immerhin noch sehr billige Weine trinkt. Verschvchene dringliche Anttäge haben die Abgg. Dorsch und Fenchel von der Volkskammer eingereicht, in denen sie zunächst dafür eintreten, daß durck die Regierung die Erhöhung des Stallpreises pro Liter Milch von 80 Pf. auf 1 Mark 20 Pf. erhöbt wird. Sie fordern weiter die Erhöhung des Schlachtvieh- Preises von 2 Mk. auf 3 Mk. pro Pfund. In der Begründung wird auf die ungeheuerlichen Preise der Futtermittel und des Milchviehes hin- genriefen, so daß der ßanbroirt bei abgemolkenen Tieren bedeutende Verluste erleidet. deutsche Nationalversammlung. Berlin, 11. März. Präsident Fahrenbach eröffnet die Sitzung um 12 Uhr 15 Minuten. Die Anleihedenkschrift für das Reich toirb ohne Debatte zur Kenntnis genommen. Das Gesetz über die Erhebung der Biersteuer wird in allen drei Lesungen debattelos angenommen. Es folgt die dritte Beratung des Entwurfes eines Landessteuergefetzes. Zu 8 2 '(Inanspruchnahme von Steuern durch das Reich schließt die Erhebung gleicharttger Steuern durch die Länder usw. aus) beanttagt Abg. Schneide r-Franken (Bayr. Volksp.) Ablehnung wegen Verfassungswidrrgkeft. Ebenso sei die Annahme dieses Paragraphen mit einfacher Majorität verfassungÄvidrrg. In den 88 3—5 witt) bestimmt, daß das Reich seinen Ländern und Gemeinden die Einnahmen aus seinen ©teuetin in der bisherigen L>öhe garantiert. Äenderungen in der Höhe der Steuern nach dem 5. März bleiben außer Ansatz. Unterstaatssekretär Mösle bittet, es bei der Fassung in zweiter Lesung bewenden nt lassen. Eventuell könnte nach dem Antrag der Mehchefts- parteien der 10. März als Stichtag fm Fraga kommen. Der Antrag der Mehcheftsvarieien (Sttchtag am 10. März) wird angenommen, ebenso ein Antrag Drau n-Franken (Soz.) wonach Aenderungen des garantierten Bettages nur für Ausgaben erfolgen, die das Reich 1919 von den Ländern und Gemeinden übernommen hat. Der Anttag des Abg. Dr. Becker-Hessen (D. Vpt.) betteffend ungerechtfertigte Aenderungen und bett. Zuschcebung der Beweislasten an den Reichs- finanzminister wird in namentlicher Abstimmung mft 174 gegen 63 Stimmen abgelehnt. Der Rest des Gesetzes wird im wesentlichen nach den Beschlüssen der zweiten Lesung angenommen, ebenso in der Gesamtabstimmung. Sodann wird die dritte Beratung des Entwurfes eines Reichsernkommensteurrgesetzes zu Ende geführt. 8 23 (Waldnutzungen) wird nach den Beschlüssen der zweiten Lesung angenommen. In der Gesamtabstimmung wird das Gesetz angenommen. Die Berichte des Ausschusses für Volkswirtschaft und diejenigen des Ausschusses für soziale Angelegenheiten werden erledigt. Morgen vvrmfttag 10 Uhr: Anfragen, kleinere Vorlagen. Schluß nach 3 Uhr. rock> nicht ermittelten 23uberent erschossen worixn. Tie Ge schworencn ^bejahten die auf vorsätzliche Tötung lautenden Schuldsragen. Tas Gericht erkannte auf 12 Jahre Zuchthaus wegen vorsätzlicher Tötung und auf 3 Monate Zuchthaus" wegen der anderen Jagdvergehen. Sport. D Süddeutscher R uderverb and. Sonntag den 14. März vorm. 9 Uhr findet in Frankfurt a. M. ein außerordentlicher 91 über tag mit wichtiger Tagesordnung statt. vermirchte». Berlin, 12. März. Laut einer Meldung des Berliner Tageblattes aus Casablanca sind bei emem ungeheuren Sturm zwei große ameri* konische Dampfer gescheitert. Biele Matrosen sind dabei umgekommen. * Tas verpönte Wort. Tie französifhe Zeftschrift „Eomoedia" erzählt eine kleine bezeich nenbe Geschichte, die sich bei den Proben zur Neu cinsludierung von Victor Hugos „Hemani" an der Eomädje Frcrnyaise zugetragen hat. Am Ende des vierten Aktes dieses Tramas wird der bisherige Don Carlos als Start V. Kaiser von Teutsch- land, unb seine Granden die Soldalen grüßen den neuen Herrscher mit dem Ruf: „Es lebe Teutsch- land!" Ta Don Carlos nun einmal zum Kaiser von Deutschland und nicht zu dem von China oder der Sahara erwählt worden ist, kann diese Begrüßung nicht gut anders lauten. Zudem folgt auch gleich ein Reim darauf. Indessen, als bei der Probe die SAlufif^ene daran kam, glänzten die betreffenden SchausMeter durch ein bedeutungsvolles Stillschweigen Man glaubte zunächst, sie hätten ihre Rolle schlecht gelernt, aber dem war nicht so, sondern sie erklärten, daß sie mit voller Absicht geschwiegen hätten, denn man könne es keinem guten Franzosen zumuten, .,es lebe Deutfd^- tand" zu rufen. Es fei eine Schande und Schmach, daß man von ihnen so etwas verlange, und ihr patriotisches Gewissen verbiete es ihnen. Es gelang dem Direktor und den Regisseuren erst nach langer Zeit und nach vielem Zureden, die Leute, die bessere Franzosen als Schauspieler waren, davon Lu überzeugen, daß das Deutschland, dessen Herrscher Karl V. wurde und das sie hochleben lassen sollten, nichts mehr zu tun habe mit dem Deutschland, das nun einmal für die Franzosen ein verpöntes Wort ift Im Anschluß an diesen Vorfall fragt das Blatt, ob man nicht, um allen Patrioten einen Gefallen zu tim, nach Möglichkeit überhaupt das Wort „Allemagne" aus der foanzöftschen Sprache ausmerze und in den Dichtungen durch neutralere Ausdrücke, wie „Campagne" ober „Montagne" ersetze, ein Verfahren, das ja auch schon in den Lesebüchern der Mädchenschulen nicht unbekannt sei, wo man statt des gefährlichen Wortes „amour" lieber von „tambour" ober etwas Aehnlichem spreche. Büchertisch. — Neue Bücherschau Verlag von A. K. Lang, München-Pasing, Mk. 1,50. Soeben erschien Heft 5: Kasimtt Edschmid über neue Prosa, Robert Müller: Hermann Bahr, Start Pfister: Kunstbücher eds Jahres u. a. Graphik-Reprvdukttonen von Bechstein, Kubin, Slevvgt, Dkarc, Aöenzel u. a. — „Der Kleine Roman" (Preis des Heftes 50 Pf., vierteljährlich 6 Mark — Verlag H. S. Hermann & Co. in Berlin) bringt in leinet zehnten Nummer die Erzählung: „Wie wir einst so glücklich waren!" von Wfthdlm Speyer. Ter Dichter fdxlbert die Liebesgeschichte eines Knaben, der Jüngling wurde, und mischt aus Lokalfarben — die Novelle spielt auf einem Landsitz — und seelischem Erlebnis die feinsten Töne. — Di; Erzählung ist von Josef Oppenheimer stimmungsvoll illustriert. — Höhen feuer. Gedichtsammlung von Prof. Dr. Ed. H e y ck. Verlag Moritz Schauenburg in Lahr (Baden). Dies „Lebensbuch" bringt der ringenden Gegenwart ihre starke und ermutigens Gewissensschärfung. Cs sammelt, war wir an geistig-poetischem Neuem und Allem als Wert und sichern Hall besitzen, — was kraftvoll und echt und würdig ist, die Inhalte der Nation verjüngend o»n neuem vorwärts- und hinanzuführen. Im engeren Sinne des praktischen Gebrauchs wird eine einzigartige Fundgrube aufgetan für den Politiker unb Publizisten, den Schriftsteller, Künstler und Dichter, für den mündlichen Vor trag und literarisch ferneren Unterricht. Um so mehr, als der Herausgeber aus der fachmännischen Kundig^eft des Kulturhistorikers eine erstaunliche Fülle von Unbekanntem neu hinzu schöpft, welches gleichsam erst dieser Gegenwatt bedurfte, um vollinhaltlich zeitgemäß unb gemeinverständlich für Alle zu werden. Kirchliche Nachrichten Israel. Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag d 13. März 1920. Vvrabd. 6.15. NLorg. 9. Predigt. Abds. 6.30 u. 7.10 Uhr. •DL, 12. März. abg 1273,75 1276,25 1218,75 1221,25 1323,75 1326,25 1258,75 1261,25 35,04 35,04 85,10 28,03 35,04 35,04 88,10 28,53 34,96 34,96 87,90 28,47 34.96 34,96 84,90 27,97 399,60 264,70 68,90 544,50 400,10 399,60 279,60 74,70 564,40 400,90 400,40 280,30 75,10 565,60 Christiama. . Kopenhagen . Stockholm . . Helstngfors. . Italien.... London. . . . New-Pork. . Paris..... Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes) Deutsch-Oesterr Prag..... Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel 400,40 2'5,30 69,10 545,50 Geld Brief 11. März handel. Frankfurt a. Devisenmarkt. Geld Brief Datum: Amsterdam»Rotterd. Brüssel-Antwerpen . 1323,50 1326,50 1223,75 1226,25 1248,75 1251,25 1198,75 1201,25 1548,50 1551,50 1448,50 1451,50 ----- 379,10 379,90 10. März 2697,- 2703,- 2472,50 2477,50 604,40 635,60 549,30 550,50 Bekanntmachung! Ab 1. 3. 20 erhalten im Interesse der Allgemeinheit Katarrh-, Asthma-, tungenkiöenöe die öchrift über die 5?lbstbehandlung der Schleimhäute Kostenlos zugestellt. 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Februar 1920 .Reichs-Gesetzbl. , die sie entsprechend dem Stärke- verhaltnis etwa vorhandener Gruppen aufstellen können, so werden alle Schwierigkeiten, die im Wesen der Verhältniswahl liegen, vermieden. Erne Stimmabgabe findet dann überhaupt nicht statt (8 8 Absatz 2). In diesem Falle ist tgber das Nachrücken von Ersatzmännern bei Fortfall der zunächst gewählten erschwert. I. Die Wahl des Betriebsrats, Arbeiter- und Angcstclltcn> rars. (88 lo bis 25 des Gesetzes.) A. Allgemeine veft.mmungen. 8 1. Leitung der Wahl. Fr i st b e rc chn u n g. Der Betriebsrat wird in der Weise gewählt, da» die Arbeiter und Angestellten ihre Vertreter im Betriebsrat je beionders wählen. Die 'Arbeiter und A.lgeitel.tenrate iveroen in d.r Weise gebildet, das; zu den Arbeiter- und 'AngefiedtenmitglicLcrn Oer Betriebsräte Ergänzungsmitg.ieder hinzutreten. Die Zahl der Mitglieder der einzelnen Arbeiter- und Angestelltenrate wird nach den gleichen Grundiätzen beitimmt, nach Denen fich die Zahl der Mitglieder des Betriebsrats bemißt (88 lo, 16 des Gesetzes). Die Leitung dec Wahl liegt in der Hand des Wahlvorstandes (§8 23, 102 des Gesetzes). Tie Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches über die Berechnung von Fritzen (88 186 bis 193) finden entsprechende Anwendung. B. Vorbereitung der Wahl. 8 2. Wählerlisten. Der Wahlvorstand hat für jede Wahl eine Liste der Wahl- berechligten getrennt nach den Gruppen der Arbeiter und Ange- stritten auszus.e.len. Vorhandene Listen (ftranfcnfaifenlifLn, Lohntüten) können benutzt werden. 8 3. W a hl a u s s ch r e i b en *). Der Wahlvorstand hat spätestens 203) Tage vor dem letzten Tage der Stimmabgabe (§ 10 Abs. 1) ein Wablausschrciben zu erlassen. Im Wahlausschreiben ist die Zahl der von jeder Arbeitnehmergruppe ('Arbeiter und Angestellte) zu wählenden Betriebsratsmitglieder und Ergänzungsmitg.ieder zu verö|ientlick)en, an zugeben, wo die Wählerliste zur Einficht ausliegt, Daß Einsprückre gegen die Wählerliste zur Vermeidung des Ausschlus.es binnen 3 Lagen nach dem ersten Tage des Aushanges (Abs. 3)*) beim Vorsitzenden des Wahl Vorstandes anzubringen sind, und zur Ein- rrichung von Vorichlagslisten für jede Gruppe von Betriebsratsmitgliedern mit dem Hinweis daraui auszufordern, daß nur solche Vorschlagslisten berücksichtigt werden, die ipäteskens eine Woche nach dem ersten Tage des Ausl>anges :Abs. 3/) bei dem Wahlvorstand eingehen und daß die Stimmabgabe an die zugelassenen Vorschlagslisten gebunden ist. Fenier ist anzugeben, wo die Vorschlagslisten nach ihrer Zulasiung (§ 6) zur Einsicht der Wähler aiioiiegen, wo die Wähler den Wahlumschtag (§ 9 Abs. 2) empfangen sowie roann5) und wo (8 10 Abs. 1) sie den Wahl- umschlag mit ihrem Stimmzettel abgeben können. Endlich ist im Wahlausschrciben mitzuteilen, wo die Wahlordnung zur Einsicht ausliegt. Das Wahlausschreiben muß die 'Abteile des Vorsitzenden angeben. Eine Abschrift oder ein Abdruck des Wahlausschreibens ist an einer oder mehreren geeigneten, allen Wahlberechtigten zugänglichen Stellen, die dec Wahlvorstand bestimmt, bis zum letzten Tage der Stimmabgabe (8 10 Abs. 1) oder bis zu dem Tage, an dem bekanntgemacht, wird, daß eine Stimmabgabe nicht stattfindet (8 8 Abs. 2), auszuhändigen und in lesbarem Zustand zu erhalten. 2) Ein Muster für das Wahlausschreiben ist im Anhang unter Nr. 1 abgedruckt. 3) Mi. Einschluß des letz'.en Tages ter Stimmabgabe steh' hiernach |ür die eigentliche Walst ein Zeitraum von drei Wochen zur Verfügung. Diese Zett reicht aber auch bequem aus. Beispiel für die Fristberechnung.' Letzter Tag der Stimmabgabe: 23. März 1920, Aushang des Wahlausschreivens: 2. März 1920. i) Beispiele für die Fristberechnung: Erster Tag des Aushanges: 2. März 1920, Ende der Einspruchsfrist: 5. März 1920, Ende der Listeneinteichungsfrist: 9. März 1920. 5) Tie Wahl ist 'Fristwahl und kann an mehreren Tagen stattfinden. In Betrieben, in denen ein Teil der Arbeiter regelmäßig werktags auswärts arbeitet, aber über den Sonntag im Orte des Betriebs anwesend ist, empfiehlt es sich, die Wahl auf mehrere Tag« in der Weise zu verlegen, daß darunter ein Sonntag ist. Utters chätzt. Wenn die Bewährung baldiger Neuwahlen kein Zugeständnis an die neuen «evolutionäre darstellt, was von Stuttgart -ms erhobenen Tones unterstrichen wird, so t|1 sie doch ein Zugeständnis eben dieser 'früheren Unterschätzung der Politisch erregten Lage. Wie weit sich die entscheidenden Jnstan- Zen bereits zu neuen Politischen Entschlüssen »mfgerasft haben, ist in den Stuttgarter Regierungserklärungen noch nicht zum Ausdruck •cclommen. Interessant war, daß der Sprecher Les Zentrums beschleunigte Neuwahlen als invemieidlich hingestellt hat, während iber Redner der Demokraten in diesem ßuntte sich zurückhaltend zeigte. Auch über >ie gemeldeten interfraktionellen Abmachungen in Berlin ist noch nicht völlige Klarheit wrhanden, und bis dahin muß man es sich ?ersogen, die Notwendigkeiten der Lage im einzelnen zu erörtern. Daß die Urheber des '^ewaltstreichs vor Gericht gestellt werden, verengt nicht nur der Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, sondern darin sind sich idle Ordnungsliebenden im ganzen Volke winig. Nur parteipolitische Befangenheit und ungezügeltes Propagandabedürfnis werden ftch, nach dem Muster einiger Mehrheitsblät- txr, fortgesetzt bemühen, die Parteien der Rechten für das Unheil der letzten 23od>e verantwortlich zu machen und damit das poli Asche Leben in Deutschland unnütz zu verschär- ßm und zu vergiften. Der plötzliche Ausbruch des General- ftreiks am Samstag hat uns verhindert, unsren Lesern ganz ähnliche ©ebaufen über dic ^rage der Neuwahlen und dte damit im Zu- ljomnienhang stehende Politik zum Ausdruck des Ankaufs von Le t>en 9 m 111 et n und Roh stoffen vorsieht Deutschland muß für diesen Kredit Sicherheiten geben, die durch die Wredergutmachungskvmmission genehmigt werden müssen. Der deutsche Sieg in Schleswig. Hamburg, 15. März. (Wolff.) Der Deutsche Ausschuß für das Herzogtum Schleswig teilt mit: Das vorläufige Absrimmungs- ergebnis in der zweiten uordschleswigschen Zone brachte eine Sechssiebentel-Mehrheit für Deutschland. Im Kreise Flensburg stimmten für Deutschland 6751, für Dänemark 1421 Wahlberechtigte. In der Stadt Flensburg betrug die Stimmenzahl für Deutschland 27 056, für Dänemark 8935. Flensburg, 15. März. (Wolff.) Bis 10 Ahr abends lagen aus der zweiten Zone aus etwa 80 Orten Wahlergebnisse vor. Es erhielten von diesen 80 Orten 85 Prozent deutsche und 15 Prozent dänische Mehrheiten. Deutsche Nationalversammlung. Stuttgart, 18. März. Ter geschichtlich denkwürdige Tagten dem die Deutsche Nationalversammlung in _ Stuttgart m schwerer Zeit zusammen trat, trug in feinem Aäußeren den Charakter einer außerordentlichen Begebenheit. Vom Kunstgebäude am Schloßp'atz wehnte die svahne des republikanischen Deufichland. Scharfe Sicherheitsmaßnahmen und ein großes Aufgebot von Polizeimannsc^sten vor und im Persamm- Imigshause mahnten an den Ernst bar Stunde. In der Kuppel balle des Kunstgebäudes sammelten sich gegen 4 Uhr ungefähr 200 Mitglieder der Na- tm ytooemtrer ihl# dem damaligen Reichskanzler einen Ergebeirheitsbesuch abstattete und ihm feiner festen £opalüät versicherte. Auch der Admiral von Trotha, der seinerzeit zu der entscheidenden Kabinettsitzung zugezogen war, hat sich später zu den Leuten um LülNmtz g.schart. Wenn die Aufrührer nicht durchgedrungen sind, io ist dies dem Verhalten der Beamten in den Ministerien mit« zudanken. Tie Agitation für Fachminister, die man entfaltet hat, ist lediglich eine verstärkte Agi- toiion für reaktionäre Ziele. ES ist gewiß, daß die geeigneten Männer berufen werden sollen, aber in einem parlamentarischen Deutschland kann man nicht mehr unpolitische Fachmänner haben. Ein führender Politiker und geeigneter Fachmann in einer Person muß deshalb das Ministeramt bekleiden. Tie schwersten Vorwürfe wurden gegen Erzberger gnichlet. Trotz der ungeheuren Angriffe und des schw'r verständlichen Urtetts muß man sagen, baß es kaum einen tüchtigeren Fachminister gegben hat, als Erz derber. Es wiü> kaum einen Alarm geben, der eine solche Riesenarbeit geleistet hat wie er als Finanzminister. Es sind auch Verdächtigungen gegen die Regierung gerichtet worden. Sie hätte ruhig in Berlin bleiben und sich mit den Ausrührern ausei nandersetzen sollen. Aber der Erfolg unserer Taktik schlägt jeden Ernwand nieder. (Sehr richtig.) Das ganze Volk erhob sich und stellte sich hinter die Regierung. Es rei nach Waffen gegen die deutich-nattonale Reaktion, die ost- elbischen Junker irib die Lsftziers?aste, bte ims in cheen Zusand pineingefül-Tt bat. Nach fünf Tagen haben wir den Sieg aus der ganzen Linit. Der Beweis ist geführt, biß m der demichm Republik sich keine Milttärherrschttt halten tarn. Den Hellern und Mitlkrri-ern im ftampr iei h-rz- licher Dank gesagt Auck der deutschen Arbertw- schafi, an deren Widersta d Abenteuer strichel lt ist Zum Jubeln haben wrr tane Zett. Das Verbrechen Kapps hat uns um Monate, nrrm nicht um Jahre in der Erneuerung Deutschlands zu- rückg.ivorfen. In Schleifen und Ostpreußen htrr- Srcitag, (9. März 1920 ei: Schnlstr. 7. Annahme von Anzeigen f. bif iogeenummet viS jmn Nachinilkag vorher ebne jed. Verbindlichkeit, prrir sür \ mm höhe iur Anzeigen v.34mmBeeite örtlich 25 Ui, auSivärt» 30 Pl.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm »reue 90 lü. Bei Plah- üorldirifi2O* Ausschlag. Hauotschri'tleuer: Aug. Goeg. Verantmortlich sür Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: V- Beck, sämtlich in Dieben. och die Helstn-Sbelfer b'r Kapp und Genossen, bre Herrschafi wird nad» Ta (ton zersck>e tten. ntjonaliniidic Ausstand lat die extveme B'- z lienxngerufen. Ter Ru s nach Dik- c des Proletariats erschallt. Wer . fort fahren, jede Gewalt zu mü-rbmden, yen dir Peiiassung steht. Unser wartet .e qcn>.iüig<’ Äuigale des Wich- rausbrues. irisch ist (»esettigi Morgen beginnt dte Ar- m Wiedermifbail des deutschen Volkes. Wir den Wahlipruch mit Innausncämen, der teröber im schwäbisclu'n Wappen steht, und nerbin über der Neickssr gtertmg stehen soll: illos und treu!" bg. Scheidemann (Sos.): Dieselben en, die uns in das Elend des stricges trieben, mich diese verbrecherische Revvliriioii ange- Ich muß hier in aller OeffentlidjiBrit feit- baß bei dieser Revolution nur Leute ber n beteiligt waren, daß die Deutschnationale und die Tcutsck)e Volkspartci kein Wort der reilung dasür gefunden haben, ja sogar der ung Kapp treue Mitarbeit zugesichert babni. aube, mit diese rParole werden wir rnrnende W a h l s ch l a ch t glänzend gewm- Bir verlangen unverzügliche Entlassung aller re, die nicht zur Republik fteben, und Ent- mg der Truppen, die gemeutert haben. Wtt gen ferner Auslese unter der jjeamten- Bestrafung der Verbrecher in Uniform und Konfiskation des gesamten Vermögens derer, 'se Verbrecher angezettelt haben. bg. Burläge (Bit.) : Falschb.it unb Hin- Bruch der Ehrenworte, Verführung der en zum Treubruch kennzeichnen die Strafte (Hegenvevolurionäre von rxbts. Sxtxmung am Platze. Wir stehen jetzt vor einer Zeit, die nicht vorübergehen darf, ohne daß entscheii Volk Gelegenheit gegeben wir zur ngsäußernitg. Tie Wahlen müssen ausgeschrieben werden. (Zustim- im Zentrum.) Von einem abgepreßten Zu- »nis zu reden ist unzutreffend. (Sehr richtig : M^hrheit5 Von einem Beschluß unserer- den Reichsprä sidenten durch das rählen zu lassen, Tann feine Rede sein. Wir auf dem Boden der Verfassung. Ter Wunsch, inister an die Spitze der Ministerien zu ist unbesonnen und unvereinbar nrit dem tentarischen System. (Beifall linfs.) In Weise forderten die Ausrührer Aushebung Zwaitgswirtschaft. Tie Zwansi^wirtschasr iartig aufzuheben, wäre wahnwitzig.. (Det- Vor den Neuwahlen sind noch wickstige gesetz- che Aufgaben abzuschließen. >g. v. Payer (Dem): Noch sind wir nicht ie neue Lage orientiert, aber eins könnet» jen: Nach rechts wird sich die Politik unserer! >n unter keinen Umständen orientieren. Wir den treu gebliebenen Beamten unb den verstreuen Angehörigen des Heeres und Dank Arbeitern, Bürgern und Soldaten, dtt sich r Leben für das Wohl des Vaterlandes rin- haben. Wir verlangen, daß das Verhältnis gierung zu den innerlich nicht auf dem Boden rsassung stehenden Offiziere« ein klarer wird, ■rl an gelt dasselbe für d« Beamtenschaft. Wir m, daß die Gerechtigkeit gegen die Urheber 'ichelser des Putsches unverzüglich und scho- 05 ihren Laus nimmt. (Lebhafter Beifall.) ner Woche noch haben sich die Mehrhetts- n aus sachlichen Gründen für die Wahl erbst eingesetzt. Diese Gründe bleiben be> Daran ändert auch die putschistische Regie- lichts. Es läßt sich noch nicht übersehen, bis unser Volk zur Wahlurne schrecken kann. In age der Präsidentenwahl haben wir nie daran , die Verfassung zu ändern. Ick glaube be- . daß die Entwicklung von Landes und Jn- von selbst in der Richtung der Fachminister gryrn wird Abg. Kraut (D.-N.): Zunächst möchte ich feststellen, daß es der überwiegenden Mehrhett meiner Fraktionsfreunde nicht möglich gewesen ist, hierher zu kommen. (Zurufe: Sie sind bei der Kappregierung.) Den ichärssten Protest muß ick rinlegen gegen die Zensur, die besonders scharf an rechtsstehenden Blättern geführt wird. Eine Revolution geht niemals ohne Srfjailb der Regierung vor sich. Die Gemüter mußten aiif^regt werden durch den Verstoß, entgegen den Stimmungen der Verfassung die Wahl des Rrichspräsi- öenten durch die Nationalversammlung vornehmen zu lassen. Auch die Verzögerung oer Wahlen hat mit dazu bei getragen, die öffentliche Meinung aufs äußerste zu erregen. (Infolge der vielfachen Zwischenrufe blieben viele Aeutzerungen des Redners unverständlich.) Minister Hey mann (Soz.): Der.Protest des Vorredners gegen die Anordnungen brr ZenIur tft unberechtigt. Die wärttembergische R .'gierung übernimmt die Verantwortung für alle Vorbeugungsmaßnahmen. Rrichsnnnister K o ch: Kraut hat die Stunde benutzt, um Angriffe gegen die Regiwung zu richten. Die 'Abrechnung mit den politischen Freunden, die dem Redner naheftchen, will ich au| Berlin verschieben. Abg. Dr. Becker-Hessen (Dt. Vpt.) spricht als einziger Vertreter seiner Fraktion. Die Deutsche Volkspartri stehe in offener Opposition der Regierung gegenüber. Sie hat stets deren ernfeitige Zusammensetzung bekämpft unb verlangt bei Auswahl der Minister in erster Linie fachliche Tüchtig- keck. Wir verurteilen den Putsch auf das Schärfste und lehnen ihn ab, wie dieNovemberrevolution 1918. Die Regierung sollte aus diesem Putsch erkennen, daß sie streng an der Verfassung iesthält und zur Wahl des Reichspräsidenten Maßnahmen trifft Das wird geeignet sein, Ruhe, Ordnung und Wiedergesun- dung dos wirtschaftlichen Lebens zu gewährleisten. Wir verlangen auch heute baldigeAusschrei-, Q Verlobte 1 lief] en 2. sowie an einer Alle Hunde sind an einer kurzen Seine oder Kette zu führen 1 seil gehalten werden. IV. t 'D;iidi ber Brühl'schfn ttnioersttätsDuch- und Steinbrudierei. R. Lange, Bietzen. I II1.Z. INUwaUlX, Fabrik.J ALCf ♦ VftlfllllMtt! -Mchengerbh-l; ■ | II II I IS Mil ULL 1 von 1^ Um. MlndestzopfDiirdfmesser auswärts, AÜ & WWV 44 #8 ♦ ä in Längen bis 2,50 Dreier, eventuell gröbere * 'n Eichenveitonde zu in Seibstabtrieb 2isl gröbere 2181 s Elchenvebände zum 1. in 2. in Ende 1 Uhr. Der Vorstand. Müller Robert Brücke! Tie Besitzer oder Begleiter von Hunden haben zu verhindern, daß. die Ruhe durch andauerndes Gebell oder Geheul ihrer Hunde gestört wird. Es ist verboten, zur Nachtzeit, d. i. in der Zeit von IO Uhr abends bis 6 Uhr morgens, Hunde ohne Llussicht aus öffentlichen Strasten, Wegen und Plätzen frei umherlaufen zu lassen. Gießen, den 4. März 1920. Polizeiamt Gießen, L a u t e s ch l a g e r. Gemarkung Giesten, 3. aus den Bahnsteigen der Bahnhöfe. Tie Besitzer oder Begleiter von Hunden dürfen Rasenplätze, Blilmenbeete, Gebüschanpflanzungen und dergleichen in den öffentlichen Anlagen durch die Hunde nicht betreten lassen. IIL Es ist verboten, Hunde in onentliche Tienstgebäude, in Wirt- scliaften oder Wirtsgärten innerhalb der bewohnten Teile der Stadt, öffentlichen Feierlichkeiten, auf Märkte oder in Räume milzubnngen, wo Nahrungs- oder Genustmittel hergestellt oder oder Seine geführt werden; Hunde der nachstehenden Rassen: a) Bernhardiner, b) Neufundländer, c) Seonberger, d) Doggen (Deutsche Ulmer^ Dänische und Bulldoggen), 6) Barsoys, dem Botanischen Garten, den öffentlichen gärtnerischen Anlagen innerhalb der Der grollte Monumeutainim der wegen wart In 1 Vorspiel und 5 Akten. Achtung: Eratklasslge Streichmusik. Karten vorverkauf bei Buss Wwe. W5W Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung K e s s e l b a ch; hier: den Kost'na tsschl ig. In der Zeit vom 10. bis einschließlich 17. März 1920 liegt auf dem Amtszimmer der Hess. Bürgermeisterei Kesselbach der Kommissionsbeschlust vom 23. Januar 1920 über die Erhebung tun ungedeckten Feldbereinigungsbosten nebst den Unterlagen zu dem Ausschlag zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen l>iergegen sind bei Meldung des Ausschlusses während der Offenlegungsfrist bei der Bürgermeisterei Kesselbach schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Friedberg, den 1. März 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. Tr. Jann, Regierungsrat. Fritz Howack Weiße glalteVoiles SÄ 36.50,40.-, 48.-, 55.- bo,ondf". Brautkleider g.Ä" Wie* kaufen s Quecksilber, Platin,Schellack, Leim,Metalle aller Art, Paraffin, Bienenwachs, Abfälle von Linoleum, Zelluloid, Grammophon- platten u. -walzen, auSgebr. Glühbirnen, Karbidtrommcln, leere Flaschen u.Korken, gebleichte Rotzschweifhaare, Maulwurfs- felle usw. jedes kleinste Quantum einwands- sreier Herkunft. „Merkur^, Frankfurt a.M., Sützowsttahe 5, Telephon Römer 7304. 2772 Innerl>alb der bewohnten Teile der Stadt müssen aus öffent- Strasten, Wegen und Plätzen billige oder von der unterzeichneten Behörde als billig de- zeichnete Hunde mit einem das Beißen wirksam verhiu- dernDcn Maulkorb versehen sein und an einer kurzen Kette f) Mastiffs, g) Zieh- und Metzgerhunde, alle aus Kreuzungen dieser Rassen hervvrgegangenen Hunde kurzen Seine oder Äette^ geführt werden. Kinzenbach — Lang-Göns Lan 12. März 192( ig_ W kanft tu hohen Preisen "Wl 5 w. Lehft, Hamburg/Blllbrool. Stadt Marburg Samstag, 13. Marz 1920 CanzkrSnzchen des Vereins Cacilia. 3able 4:8*— für ei» Kilo Frauenhaare, für 100 Gramm Mk. 4.80. H. Süskind ».tnrufsn Be 1 r Zamilienunterstützung für beim Durchgangslager Gießen eingestellte Miütärpersonen. Au dic ibiirgcrniciitcreien und die Gemeindercchner der Lundgcincittdcn des Ärciscs. Wir erinnern die Säumigen wiederholt an Die (SrleDi' lung unserer Verfügung vom 3. Februar l. Js. gunqsblatt Nr. 19 vom 6. Februar 1920) mit »tägiger Frist. Gießen, den 9. März 1920 Kreisamt Gietzen. F. V.: v e m merd e. Großes Lager In fertig, weißen Kopfkissen ans prima Hemdentuchen glatt, ausgenäht, testonlert und mit Klöppel-Einsätzen. 28870 M Eutschefd u ng von Einsprüche egen Die Wählerliste. Heber Einsprüche gegen die Wählerliste (§§ 2, 3 Abß 2, ist vom Wahlvorstand mit tunlicher Beschleunigung zu Scheidern Wird der Einspruch für begrunoet erachtet, so ist die Wayvernne entiprechend zu berichtigen. Tie Entscheidung ^i dem Ze^Vverdr- führer vor dem Beginne der für die^^-timm^gabegesetzten Frch (§ w Abs. 1) mujuteilen; |ie kann nur mit einer zinreairjng ber Wahl im ganzen angefochten werden. §5. Vorschlagslisten'). SiftenDertreter. Aet>e Vorschlagsliste soll wenigstens doppelt soviel wählbare niet oder in sonn eaennoarer Rethenfolge aufzufuhreu und nach Familien- und VorcRuf-)namen, Berni nnD Wohnort äu vezeMi- wen. Zhre ,christliche Zustimmung zur Ausnahme in die Xntt ist betzulügeit. _ . _ . ... .... ^ie Vorschlagslisten müssen von mindestens Drei Wahlberechtigten unterscrneven sein. Ist nicht einer Der Unterzeichner ausoruct-^ lid) als Vertreter der Vorschlagstipe bezeichnet, so^tann leber Unier- zeiainer ats ^istenvertreter angejet/en lueroen. xer Snrenoertrcter in berechtigt und verpftichtet, dem Vorsitzendeii des Wahlvorstanve- die lur Beseitigung von Anstänoen ersvroeriicheti Ertlarungen av- zugeven. Ume/zeichnet ein Wühler mehr als eine ^^)lagsii|le, w wird lein Name nut aus der zuerst eingereichten Vor chtag-Uste gezählt und auf ben •übrigen Sinen gestrichen. öinb mehrere V-or- ictiaqsliiieii, Die von Demielveti Wahtverechtiglen unterzeichnet smd, gleichzeitig eingereicht, so gilt die Unterschrift aus Derjenigen Siire, welch!« der Unterzeichner binnen einer ihm gesetzten Frist von hbcfUiend zwei Tagen bestimmt. Unterlaßt dies Der Unterzeichner, so Ml scheibet das Sos. Weist eine Vorschlagsliste lNsvtge der Streichung nicht mehr die vorgeschriebene Zahl von Unterichtisten aus, so ist dem Sisteiwertreter Die Beichassung der lehleuoen Unterschriften binnen einer ihm zu setzenden Frist anheimzugeben. ^>tnd alle Unterschriften gestrichen, so ist Die VonchlagStiite ungiiltig $ Eilte" Verbindung von Vorschlagslisten ist unztckässig. 8 6. Bezeichnung und Prüfung der Vorschlagslisten. Ter Mahlvorstand hat die eingereichten Vorschlagslisten nach der Reihenfolge ihres Einganges mit Ordnungsuummern und Namen") zu versehen, sie zu prüfen und, soweit Die Ststeu nicht ungültig sind 7 Absatz l^Satz 1), Anstände umgehend dem Siuenverlreter (§ 5 Absatz 2 Satz 2 und 3) mitzuteilen. Zur Beseitigung der Anstände ist eine Frist zu setzen. spätestens drei Tage vor dem Beginne der für Die Stimmabgabe gesetzten Frist ) siiib die zugelassenen VonchlagSlisten in geeigneter Weise zur Einsicht der Beteiligten auszulegen oder auszuhangen, solange dies nicht geschehen ist, kann eine Vorschlagsliste Durch eine von allen Unterzeichnern Der Liste unterschriebene Erklärung zurückgenommen werden. .. . V.nrd eine Zustimmungserklärung trotz Beanstandung (Abs. 1, Satz 1, 2, seilens des Wahlvorstandes nicht oder nicht rechtzeitig vorgelegt, so wird Der Name des betreffenden Bewerbers auf Der Liste gestrichen. § 7. Ungültige Vorschlagslisten. Tie Vorschlagslisten sind ungültig, wenn sie verspätet ein gereicht werden, oder wenn sie nicht Die erforderliche Zahl von Untei sä listen tragen. Ungültig sind auch Vorschlagslisten, aus denen Die Bewerber nicht in erkennbarer Reit-ensolge o Abs. 1 Satz 3) ausgeführt sind, wenn der Mangel nicht rechtzeitig (§ b Satz 2) beseitigt wird. Ist ein vorgeschlagener Bewerber nicht in der nn 5 Alst. 1 Satz 3 beiiimmien Weise bezeichnet, und lommt der Listenvertreter Der AusfocDcrung des Wahlvorstandes, Die Liste zu ergänzen, nicht rechtzeitig nach (8 b Satz 2), so kann der Name des unvollständig Bezeichneten gestrichen werden. ') Ein Muster für die Vorschlagsliste-^, im Anhang unter Nr. 3 abgedruckt. - 2) In der Regel ist der erste Name in der Liste zu verwenden. Wo dieser mit dem Namen einer anderen Liste überein|timmt, sind ein oder mehrere, jeden Zweifel ausschließ ende Namen zu verwenden. 3j Beispiel für die Fristberechnung: Erster Tag der Stimm abgabe: 21. März 1920, Auslegung Der Vorschlagslisten: Spätestens 18. März 1920 früh mit Betriebs beginn. (Fortsetzung folgt im nächsten Amtsverkündigungsblatt.) Anfang 7 Uhr. Gäste willkommen, otws im« zu Meo gesBcht Haus mit Laden, etwas Hintergebäude, evtl, mit kleinem oder größerem Garten. Agenten nicht ausgeschlossen. Schrift!. Angebote unt. 2764 an den Gießener Anzeiger. Großer Posten Herrenkragen »,fl] nur prima Qualitäten. Halsweiten 33, 34, 95, 36. 37 Halsweiten 42,48,44,46,46,47,48 Stehkragen und Umlegekragen sehr preiswürdig Kaufhaus Katz 14 Bahnhofstraße 14 Suche zrr kaufe«: AmWes MM« alle yahraänae, efuzelne Bände «ud voll ttündrae Neiden an betten Breite». Angebote unter F. M. 8. o^8 an Rudolf Moste, Frankfurt am Main. Burleske, 3 Akte. Der Film Die Herrin derWelt 6. Abteil., „Die Fria mit den Billiarden", gelangt honte nur In der 6.16-Voritellnng xnr Vorführung, da derselbe um 7.80 Ühr per Ezzpreß uach Cassel gehen maß. Bitte beachten Sie den heutigen Spielplan I 3.30 Uhr: Die Tat des Andern. 5.15 „ Die Herrin der Welt. 7,00 ,, Die Tat des Andern. 8.45 „ Die Tat des Andern. Vorverkaufs«- 5.15-Vorstellung von 3 Uhr ab. 04669 msH oder: Der Bühne BrlWenraoh v.San Franzisko in 8 gewaltigen Akten. Ferner: 2823c Die neuste Wochenschau. $ I. KONZ Dienstag den 16. März 19'. im Stadtthea Berliner Barthsche Ur bestehend aus 9 Gesangssoliste Leitung: ARTHUR Programm Madrigale deutscher, holländischer Eintritt unentgeii Ausgabe der Eintrittskarten erfolg Montag den 15. März 1920 nacht GOGOGWNMGGGOGG i Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Heute lot■ ter Tag: Bi* 11m Mill sowie Lotte Neumann in„Prinzeßchen“ Ab morgen Samstag: Der mit so großer Spannung erwartete Abenteurertum Die Spinnen, 2.Teil Transport nach Oesterreich Ungarn, Jugoslav.,T8cbech.,-Slov, Rum. u-Itallen. BoiehlenaiBte Beförderung. Billige Weggonh-eeht®*' IfiarkHachnafanen, Transportbewilllgnngen. tu»8- Spedition A. Kappelmayer, Passau- Fritz Wowack Betanntmachung. Belr. Gesuch der Feuervisitatoren um ErOhung der Gebühren. Wir erinnern, soweit noch nicht geschehen, an die Erledigung unserer Veriügung vom 10. Februar 1920 (Amtsverlündigungro- blatt Nr. 22 vom 13. Februar 1920). Gießen, den 5. März 1920 ttreisamt Gießen. I. V.: Hemmerde.__________ Dienstnachrichten des Nreisamtes. Tas Ministerium des Innern hat dem Fnvalidendank, Zweigstelle für Württemberg, Stuttgart die Erlaubnis etteilt, 1-0.000 Lose der am 20 Mai 1920 zu veranstaltenoen zehnten wucttem- bergischen Kriegs-Jnvaliden-Lotterie innerhalb, des Freniaales Hessen zu vertreiben. Nach dem von der zuständigen BchorDe genehmigten Verlosungsplan dürfen 100 000 Lose zu ie 1 Mk. aus- geQDben werben Zum Vertrieb in Hessen dürfen nur mit dem hesmchen Zulassungsstempel versehene Lose gelangen Wahrend der Zeit Des Vertriebes Der Lo,e zur 1. Klaste einer Preuß.-Lud- deucschen Staatslolterie ist Aniülwigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose in Hessen nicht gestattet.__________________________________ Bekanntmachung. Auf die nachstehenden Bestimmungen der Polizeiverordnung, die Aufsicht über die Hunve betreffend, vom 2. Februar 1912 machen wir erneut^ besonders aufmerksam: Arbchef Stetäutk teln imb stellen mü Stimmen, diativnalve druck gttb inühge kn Ines Volke dekvltstrei Mfen. Wenn ■ s? Ä die Mc An We Wen b schätzt Mhlen X£öolution ? erhöh bc Seren , Wie' itn bereit Krafft ^.rungse kommen Munei Sw i Nn ini vochnr ^rsagx, fielne ^ivalts >gt n -tische öf(c Ci «intg P Achten j Tcn unb k«1. fc •Lilien Verbrechen Kahps frat uns um Monade, wenn nicht geeignet (cm, Ruhe, Ordnung und Wiedergesun- um Jahre in der Erneuerung Deutschlonds zu-! düng des wirtschaftlichen Lebens zu gewährleisten, rikfgc’inorfcn. In Schlesien und Ostpreußen terr-> Wir verlangen auch heute baldige Aus schrei-, j.ren Lesern ganz ähnliche Gedanken über bu lungshause mahnten an den Ernst ter Stunde. Zrage der Neiuvahlen und die damit im Zu- In der Kuvpelballe des Kunstgebäudes sammelten jjammenhang stehende Politik zum Ausdruck'sich gegen 4 Uhr ungefähr 200 Müglieter der Na- T ■ aus össent- BMoggen), genen Hunde tte zu sichren miet halb bet u oerbinbm, iijrcr Qiinbt ube, in Will en Teile da ier in MA! ergeslelll odr ton 10 Uhr i öütntlidwu M. ls bissig be- lam vechin- hrtjen kette i Rasenplätze, in den öjsent- ljeiver- vom 2. geilt: ch'na isschlit ätz 1920 hegt Kesjelbach der die iStbebjng Unterlagen p >9 Ausschlusses lerei kessclbach ^rhinii, mit Zweig- »h stich 1 mürttenu /leinaatez JeJptöe ge. * '-Ak. aur- 11 mit dem . Während !reu|j.-Lüp- '-ßerttieb Mn. ^iguiia ^dtgung^ t,ßi Fabrlk hitttttgr rtj Ä[:V «se«! ^(Äd ;t0^ert & K- fÄ? o#»1* greifog, jy. März 1920 - aut? avvcv r —‘l1£22£LLi deutsche Nationalversammlung. Stuttgart, 18. März. Der geschichtlich denkwürdige Tagten dem die Deutsche Nationalrersammlung in _ Stuttgart in schwerer Zeit zusammentvat, trug in seinem Aäußeren den Charakter einer außerordentlichen Begebenheit. Born Aunstgebäude am Schloßplatz Wehnde die Fahne des republikanischen Deutschland. Scharfe Sicherheitsmaßnahmen unb ein großes Aufgebot (Ein amerikanischer Kredit für Deutschland. Haag, 18. März. (WTB.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus WashiuM- ton: Im Repräsentantenbause wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der für Deutschland einen Regierungskredit von einer Milliarde Dollars zum Zwecke des Ankaufs von Lebensmitteln und Rohstoffen vorsieht. Deutschland muß für diesen Kredit Sicherheiten geben, die durch die Wiedergutmachungskommission genehmigt werden müssen. Annahme von Anzeigen s. die Zageenununer vls zum Naclnniitag vorher ebne jtbcikrbinNicbfeit preis für l mm höhe für Anzeigen v.34mm Breite Örtlvti 25 Ui, ausivärlS 30 PH; für Reklame- Anzeigen von 70 mm »reite 90 l'f. Bei Platz- vorlckrili2v' „Ausschlag. Hauotschri'tteüer: Ang. Goeg. Verantwortlich für Politik: Ang. Goey; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz. für den Anzeigenleü: p. Beck, sämtlich in Dießen. eiger seffen ^äftsftelle n. Druckerei: Zchnlftr. 7. utschnationale s Präsidenten und die Redin ückt. Vor ihr Müller, Roske, s und Unter- reter der frühen. st um 4»A Uhr ahl von Tele- die ihr Fern- >ie Herren aus rbei, die mit- ichkeit besiehe, er aus Berlin . Rach einem eigentlich am Tötungen wie- aufr die poli- ift eine Revo- jt worden als inb Genossen, n zu der Ern-- den Friedens-- mem begann vuchs im beut- t aufzuatmen,, ätigßeit. Diese »em Geist von ben, aber ihre ht bem allge- stehen. (Lebien am beut» )en Menschen, acDeltat fällt, loß den Eid, rchen, sondern eilten Mann- t. Ten Ttitp- unsere Herz- nf auch dem rschwindenden rfiillte. Tank mentlich im xmakratischen Mit inniger tun dem Ahne-in Schl es- * Reife und rtfrerem 93o[fe Personen schwer verletzt wurden. Als ein großer Teil der Truppen das Brandenburger Tor bereits erreicht hatte, drängte die Menge aufs neue nach, worauf vom Brandenburger Tor eine Maschinengewehrsalve abgefeuert wurde. Eine größere Anzahl Personen wurde schwer iverletzt. Schießerei in Kassel. Kassel, 18.März. (WTB.) Heute vormittag kam es hier zu Unruhen und anschließend daran zu einem Feuergefecht zwischen Aufrührern und Reichswehrtruppen, wobei es Tote und Verwundete gab. schon noch die Helfershelfer b*r Küpv unb 0'mofrfrtn, aber ihre Herrschaft wird nad> Ta(sen zersägllen. Der tuitjonati .idle Ausstand lat bte ic gemeldeten interfraktionellen Abmachungen in Berlin ist noch nicht völlige Klarheit wrhanden, und bis dahin muß man es sich :x?riagen, die Notwendigkeiten der Lage im «änzelnen zu erörtern. Daß die Urheber des »»tewaltstreichs vor Gerickst gestellt werden, ver- nangt nicht nur der Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, sondern darin sind sich edle Ordnungsliebenden im ganzen Volke einig. Nur parteipolitische Befangenheit und ungezügelte^ Propagandabedürfnis werden sich, nach dem Muster einiger Mehrheitsblat- ter, fortgesetzt bemühen, die Parteien der Zechten für das Unheil der letzten Wockje Der antwortlich zu machen und damit das poli- ftifd)e Leben in Deutschland unnütz zu verschär- jen und zu vergiften. Der plötzliche Ausbruch des General- Brütern in Schleswig herzlichsten Gruß und unsere heißesten Wünsche. Staatspräsident Bios begrüßte die Nationalversammlung namens ter württemtergischen Negierung und wünschte ihren Arbeiten besten Erfolg. Das deutsche Volk in seiner ungeheuren Mehrheit verwarf die Putschpläne in Berlin. Württemberg bäte in alter Zeit das Recht gehabt, die Sturmfahne vvranzutragen. Heute erfülle es Württemberg mit dem stolzen Bewußtsein, daß es ter Nationalversammlung seinen Schutz gewähren famt. Mit dem Wunsche, baß bic Verhanblimgen die notraenbige Klarheit unb Entschlossenheit zeigen möge, sä>!oß ter württemtergische Staatspräsident seine Ausführungen. (Beifall.) Reichskan^er Bauer: Regierung und Nationalversammlung haben zum zioeitenmal, dem Zwang brutaler Gewalt folgend, und um das Leben der jungen deutschen Republik ^u retten, Berlin verlassen müssen. Es geschah dies einzig unb allein, um von bem Reich ben Zusammenbruch und die Bedrohung von innen und außen fernzuhalten. Tann gibt der Reichskanzler eine Darstellung der bekannten Ursachen unb Vorgänge des Berliner Putsches unb betont besonders, daß v Lüttwitz eine Verstärkung ter Reichswehr und eine Vorbereitung ter Revanche verlangt habe. Bezeichnend für Kapp fei, baß er im November 1918 dem damaligen Reichskanzler cüten Ergebenteitsbefruch abstattete und ihm feiner festen SJonolität versicherte. Auch der Admiral von Twcha, der seinerzeü zu ter entscheidenden Kabmettsitzung zugezoyen war, hat sich später zu den Leuten um Lüttwrtz gcschort. Wenn die Aufrührer nicht durchgedrungen smd, fio ist dies dem Verlialten ter Beamten in den Mimsterien mü- zudanken. Tie Agitation für Fachminister, die man entfaltet hat, ist lediglich eine verstärkte Agitation für reaktionäre Ziele. Es ist gewiß, daß die geeigneten Männer berufen werten sollen, ater in einem parlamentarischen Deutschland kann man nicht mehr unpolitische Fachmänner haben. Ein führender Polüiker unb geeigneter Fachmann in einer Perßm muß deshalb bas Minisderamt bekleiden. Tie schwersten Vorwürfe wurden gegen Erzbergcr gwidjttt. Trotz der ungeheuren Angriffe und des schwr verständlichen Urterls muß man fragen, baß es kaum einen tüchtigeren Fachminister gegten hat, als Erzberger. Es witi> tium einen ytarnt geben, ter eine solche Riesenarteit geleistet hat wie er als Finanzminister. Es sind auch Verdäctergungen gegen die Regierung gerichtet worben. Sie hätte ruhig in Berlin bleiten unb sich mit ten Ausrührern auseinander setzen sollen. Ater ber Erfolg unserer Taktik schlägt jeden Emwand nveter. (Sehr richtig.) Das ganze Volk erhob sich unb stellte sich hinter die Regierung. Es ritt nach Waffen gegen die deutsch-nationale Reaktion, die o|i» elbischen Junker irtb die Ofrsiziers?aste, die uns in bie-.en Zustand frineingefüfrrt hat. Nach fünf Tagen haben wir ben Sieg auf ter ganzen Linie. Der Beweis ist geführt, biß in ter deutichm Rc- Miblik sich keine Atilitärherrschaft halten tarn. Den Hettem unb Mitstreitern im ftamtn lei h»rz- licher Dank gefragt. Aust der teutichen Arbeit>r- schaft, an deren Wiberiia b fcs Abenteuer »er- Li 4. I Beze Heute letzter Tag: r. tenn die D.itL ber ‘Br v.l) l’|d)cn llniöer['iäts.93ud)- und Steinbrvdurei. R. Lauge, ®iefe«n. I | HL IMUWaurx, Fabrik. $mill lUJUUU 1 gSS3®äSyes 3°d,° 48.- für ein m.° »vnucnOnnte, - j L I für 100 Gramm Mk. 4,80. « W.Lehft, Hamburg/Smoroot. ß L». Süskind FernrufV17 Lm............ ’is N-n-nw-»-» H. SUskind »eenen, °17 RSB8 Ansang 7 Uhr. Gäste willkommen. ß Zed Bewerb« neljmert Ergänz» schredcw lichen u werden, mer ob' Famüu nen. x ist beiz, Ln len unt lid) als zeichner i|t oerci die zur zugevev wird n gezählt schmgsl gleich ze weln>e Höch so enrs Streich aus, jj schriftei alle U (§ V A Ei Der größte MonumenUütilm der (iegenwart in 1 Vorspiel und 5 Akten. Achtung: Erstklassige Streichmusik. 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I a n n, Regierungsrat. der R Ramei ungüli Li» ent senigu Tage > sind bi sicht b nicht ( Unterz werbet W Satz 1 vorgeli Li sie t Lina Müller Robert Brückel 2 Derlodie O J4® I heute v Itiinn, M K Alle S E E jskeichshc kt dieses Meise i ^6 auch bes «j des Ve MN Lütt Wir* kaufen: Quecksilber, Platin,Schellack, Leim,Metalle aller Art, Paraffin, Bienenwach», Abfälle von Linoleum, Zelluloid, Grammophon- platten u. -walzen, au»gebr. Glühbirnen, Karbidtrommcln, leere Flaschen u.Korken, gebleichte Rotzfchweifhaare, Maulwurf»- selle ufw. jedes kleinste Quantum einwandsfreier Herkunft. „Merkur", Frankfurt a.M., Lützowstraße 5, Telephon Römer 7304. 2772 Fritz Howack Weiße glalteVoiles 36.50,40.-, 48.-, 55- bo.on.lerB gl-Autkleicker geeK Transport nach Oesterreich Ungarn. Jugo91av.,T8cbech.,-Slov , Rum. u-Itjlg- Boiohlonnlute Beförderung, billige W«9B0Bfrachti[H BarkHaohuahmen, Transportbewiillgungen. tw- Spedition A. Kappelmayer, Pa88a«2 Hk. dl >3 6 sft 5. durck Ä W'S, Strasten, Wegen und Plätzen frei umherläufen zu las Giesten, den 4. März 1920. Polizeiamt Giesten. L a u t e s chl ä g e r. Lagr ihres minder ve schwrer toten, als Volksnah llmbildun einer Mei deutschen - deuden Al im Antra ulversaim taten. $ Ziele, Stabt Marburg Samstag, 15. März 1920 Canzkräuzchen des Vereins Cacilia. Ä die Mk ZenWe ^ren b Finnin schätzt •‘Wat)len «hluttw 7 erhob dc ^heren ^Lage. , Wie M bereit 8lerung^ E>Nitt xL te tot 9tn in ^rhanj Erlöge] Älnc Wt| N n -t'sch- K Ci inig. $ fe Kort 8$ Ä W'uiiei- rercht Unter t denen Satz ! Satz t Ist ein vorgeschlagener Veweroer nrcyr rn uri uay u «u|. x Satz 3 bes.immteu Weise bezeichnet, und tomml ber ^.rstenvertreter ber Auspcdcrung bes Wahlvorstanbes, bre Liste zu ergänzen, nicht rechtzeitig nach (§ 6 Satz 2), so kann ber Name des unvollständig Bezeichneten gestrichen werben. ') Ein Muster für die Vorschlagsliste tV im Anhang unter Nr. 3 ab gedruckt. 2) In ber Regel ist ber erste Name in bereiste zu verwenden Wo dieser mit dem Namen einer anderen Liste überemsttmmt, und ein ober mehrere, jeden Zweifel ausschließende Namen zu verwenden. :1) Beispiel für die Fristberechnung: Erster Tag ber Stimm abgabe: 21. März 1920, Auslegung der Vorschlagslisten: Spätestens 18. März 1920 früh mit Betriebs beginn. (Fortsetzung folgt im nächsten Amtsverkündigungsblatt.) fein imb \ stellen mü Anmen, ?atmalvk drucks Ege En seres Volke Telvaltstrei Mfen. 2 I Kinzenbach — Lang-Göns Lan | 12. März 192c Fritz Howack Großes Luger In fertig, weißen Kopfkissen uns prima Hemdentuchen glatt, ausgenäht, festonlert und mit Klöppel-Einsätzen. 28370 WMk I. KONZ Dienstag den 16. März 19< im Stadtthea Berliner Barthsehe Madr bestehend aus 9 Gesangssoliste Leitung: ARTHUR Programm Madrigale deutscher, holländischer Eintritt unentgeli Ausgabe der Eintrittskarten erfolg Montag den 15. März 1920 nachn i Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Ende 1 Uhr. o4»45 Der Vorstand. Großer Posten Herrenkragen ««»] nur prima Qualitäten. Halsweiten 33, 84, 35, 38. 87 Halsweiten 42,48,44,45,46,47,48 Stehkragen und Umlegekragen sehr* preiswürdig Kaufhaus Katz 14 Bahnhofstraße 14 ♦ V°r*erkB”or„,B5^ri”"‘ellÄ * loreeo zu tieo piiH Haus mit Laben, etwas Hintergebäude, evtl, mit kleinem oder größerem Garten. Agenter nicht ausgeschlossen. Schristl. Angebote unt 2764 an den Gießener Anzeiger. LCW MtaaMWiiier“ Burleske, 3 Akte. Der Film Die Herrin derWelt 6. Abteil., „Die Fria mit den SHMerden", golMflt honte nnr in der 6.16-Voritellnng nur Vert'dhrunB, fla derselbe nm 7.80 Uhr per Ezipreß nach Cassel gehen maß. Bitte beachten Sie den heutigen Spielplau! 3,30 Uhr: Die Tat des Andern. 5.15 „ Die Benin der Welt. 7.00 „ Die Tat des Andern. 8*45 ,, Die Tat des Andern. Suche zu kaufen: W MOM alle yahraünge, eiuzelnc HLndeuud voll ständme Reiben »«ketten Preise«. . Angebote unter F. M. 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