Nr. 1'0 Der Gießener Lnzeiaer erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.66, vierteliährlichMark 10 80 einschliehlich des Bestell- gelb«,; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fern sprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Zrantfurt a. M. 11686 170. Jahrgang Dienstag, V. Mai 1920 GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Stcinöruderei H. Lange. SchrisUeitung, Seschästrsteöe und Druckerei: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummer Di» zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen d. 34 mm Breite örtlich 35 Ps., auswärts 45 Ps.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz- Vorschrift 20 . Aufschlag, ^auptschristlctter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Seil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: fi. Deckt, sämtlich in Gietzen. Zahlung und Stunöung der Kriegsabgaben 1919. Nach den beiden Kriegsabgabegesetzen für das Rechnungsjahr 1919 haben die Einzelpersonen eine Abgabe vom Vermögenszuwachs und eine Abgabe vom Mehreinkommen und die Gesellschaften eine solche vom Mehrgewinn zu entrichten. Das „Gesetz über die außerordentliche Kriegsabgabe" besteuert Mehreinkommen und Mehrgewinn, das „Gesetz über die Kriegsabgabe vom Vermögenszuwachs" die Vermehrung des Vermögens: die letztgenannte Abgabe, die den Zuwachs über >172 000 Mk. voll fortr steuert, ist die erheblich stärkere und fühlbarere von Leiden und demgemäß find die Zahlungsfristen im zweiten Gesetz gegenüber denen des erstgenannten Gesetzes länger und die Stundungsvorschriften weitgehender. Die Kriegsabgabe vom Mehreinkommen bzw. vom Mehrgewinn ist binnen drei Monaten nach Zustellung des Kriegssteuerbescheides zu entrichten. Der Regierungsentwurf sah sogar Zahlung binnen einem Monat vor. Da das Gesetz über die Stundung ausdrückliche Vorschriften nickt enthält, gelten die allgemeinen Stundungsbc- stimmungen des § 71 Besitzsteuergesetzcs auch für diese Kriegsabgabe. Die Kriegsabgabe vom Vermögenszuwachs dagegen ist zur Hälfte binnen drei Monaten, zu einem Viertel binnen neun Monaten nach Zustellung des Kriegsabgabcbe- scheids zu entrichten. Bei Zahlung in barem Geld vor Ablauf der festgesetzten Zahlungsfristen werden 6% Zwischenzinsen abgezogen. Die erweiterten Stundungsvorschriften unterscheiden zwei Fälle: a) Den Stundungsantrag irgend eines Abgabepflichtigen. Macht der Abgabepflichtige glaubhaft, daß die Einziehung der Abgabe zu den gesetzlichen Zahlungsfristen mit einer be- ionderen Härte für ihn verbunden sein würde, io kann die Abgabe durch das Besitzsteueramt oder die Erhebungsbehörde auf längstens fünf Jahre, durch die Oberbehörde auf längstens zehn Jahre, und (durch die oberste Landes- finanzbchörde im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen auf längstens Zwanzig Jahre in der Weise gestundet werden, daß die Abgabeschuld in monatlichen ober jährlichen Teilbeträgen getilgt wird. Hier handelt es sich also um eine sogenannte „Kann-Vorschrif t", die die Entscheidung von der begrifflich allgemeineren Voraussetzung der „besonderen" Härte abhängig macht. Man wird sie als erfüllt ansehen, wenn etwa der Abgabepflichtige genötigt ft't, zur Deckung der Steuerschuld Effekten zu versilbern, die zu jener Zeit schlecht im Kurse stehen: die Regierungsvorlage hat die Fassung „erhebliche" Härte vorgeschlagen, die Abänderung in „besondere" Härte erweitert die Stundungsmöglichkeit, denn eine „besondere" Härte braucht keine „erhebliche" Härte zu sein, d. H. der im Falle der Stundungsversagung den Abgabepflichtigen treffende finanzielle Verlust braucht nicht erheblich hoch zu sein, es genügt, daß der Abgabepflichtige überhaupt nur einen — natürlich immerhin nennenswerten — Schaden erleiden würde, dem ein anderer pntgehen kann, der über li- auide Mittel oder über günstiger realisierbare Werte verfügt. b) Den Stundungsantrag eines „Betriebsinhabers". Die Stundung muß bewilligt bverden, wenn zu besorgen ist, daß ohne sie die Einstellung oder eine wesentliche Einschränkung eines Betriebes erfolgen würde. Gegen die Ablehnung eines Stundungsgesuches steht binnen der Frist eines Monats die Beschwerde an den Reichs- sinanzhof offen. , Diese „M u ß"-Vorichnft ist gegenüber dem ibisherigen Recht, insbesondere in der Eröffnung des Beschwerdeiveges an den Reichsfinanzhof, in jeder Hinsicht ein Novum; sie verdankt ihre Entstehung erst einem in dritter Wlenarsitzung eingebrachten Anträge des Abgeordneten Schifter. Diesem Anträge lagen aus industriellen Kreisen wiederholte und ernste Vorstellungen zugrunde, die dahin gingen, daß den Betrieben, die während des Krieges zwar Gewinne erzielt, aber mcift doch sofort wieder in das Unternehmen hincingesteckt haben, derart hohe Beträge zur Deckung der Steuerschuld nicht entzogen werden fönnten. Der Zuwachs drückt sich in solchen Fällen in der Steigerung der Immobilien, Vorräte usw., aber nicht in li- auiden Mitteln aus: entzieht man dort das Kapital, so muß der Kapitalbeschränkung die entsprechende Betriebseinschränkung folgen. Diese Konsequenz wollte der Antrag Schiner verhüten. Im Sinne dieser Entstehungsge- ichichte wird der B et r ieb sinhaber seinen St undungsan trag zu vertreten h ab en! Die gestundete Abgabe ist vom Tage der1 Fälligkeit ab mit fünf vom Hundert zu ver-\ zinsen. Die Stundung kann von einer ango- messenen Sicherheitsleistung abhängig gemacht werden, )ie wird zurückgenommen, wenn Die Voraussetzungen hierfür weggefallen find oder wenn eine nachträglich verlangte Sicher^ beit nicht geleistet wird. Bei der Höhe der Kriegsabgaben 1919 und bei ihrer hemmenden, in der Kapitalentziehung liegenden Einwirkung auf Handel und Produktion muß die Hoffnung ausgesprochen werden, daß die Steuerbelstirden von diesen Stundungsvorschriften einen dem Abgabepflichtigen entgegenkommenden Gebrauch machen. Zur Vertagung -er Konferenz von Spaa. Brüssel, 11. Mai. (WTB.^ Haras. Der Minister für wirtschaftliche Angelegenheiten, der im Lause dos gestrigen Abends aus Paris zurück- gekehrt ist, bestätigt, daß die Konferenz in Spaa wahrscheinlich verschoben werde, und daß deshalb auch der Beginn der internationalen Finanzkonferenz bis Anfang Juli verlegt werden muß. Amsterdam, 10. Mai. (WB.) Der „Tcle- graas" meldet ans Brüssel: An dec Komerenz in Spaa werden Frankreich, England, Italien, Japan inib Belgien teilnehmen. Ter amerikai i'che Telegierle wird den Sitzungen beiwohnen, olmc aber an den Erörterungen tei!- zunehmen. Man erwarbt die Konferenz nxrie voraussichtlich 300 bis 4Ö0 Per onen umfassen, da jode Delegation einen zahlreichen Stab mitbringt. London, 10. Mai. (WB? Die Zusammenkunft zwischen Millerand und Lloyd George in Fol^stone wird nicht den Charakter einer Konferenz. sondern nur einer persönlichen Unterhaltung tragen. Tie französisch-deutschen Wirtschaftsverhandlungen. Paris, 10. Mai. (WTB.) lieber die beoor- stehendeu französisch-deutschen wirtschaftlichen Verhandlungen schreibt der „Tcmps", man werde zuerst über den Wiede r- au f b a n sprechen. Die sranzösstchLU Sachverständigen wurden die Bedürfnisse der ehemaligen Kampfzone und die Art und Weise, wie die deutsche Industrie in gewissem Maße dabei Mitarbeiten könnte, auscinanderietzen. Die deutschen Sachverständigen ihrerseits würden alsdann ohne Zweifel auseinandcrsct-en, in welchem Maß Deutschland und die deutsche Industrie durch Lieferung von Materialien und Gestellung von Arbeitskräften mitarbeiten könnte. Man würde alsdann Kombinationen bilden und an den Wiederaufbauarbeiten französische und deut che Unternehmer betritt* gen. Alsdann werde man zu Verhandlungen über den wirtschaftlichen Austausch ülergehen und namentlich Vereinbarungen zu tresfen suchen über die Ein- und Ausfuhr von Waren sowie mich über die rationelle Zusammenarbeit der beiden Länder. Mmi scheine für gewisse Industrien Kombinationen ermöglichen zu können. Deutschland werde von Frankreich die notwendigen Rohmaterialien erhalten und dafür Frankreich halbseriige Fabrikate liefern. Die franzö ische Industrie ihrcr.ctts nerde dann die halbsertigen Produkte fertigstellen. Das sei aber nur ein einziges Beispiel. Es ergeben sich aber weitere andere Möglichkeiten. Im ganzen sei man aber in französischen Kreisen von dem Wunsche beseelt, billige und praktische Arbeiten zu finden. Ein Stcnervorrecht der Franzosen. Frankfurt a. M., 10. Mai. (WTB.) Tie französische Besatzungsbebörde erlaßt eine Bekanntmachung wonach vom 10. Mai ab die Weinst e u e r '(drc bekanntlich 20 Proz. des Be unter dem Reichsernälrrungsminister Hermes die Ernähr rungsminister sämtlicher Staaten zi einer Bespreckmng des neuen Erntejahres in 93erhr zusammen. ES handelt fick um die Sickserstellimg des Getreides und der Martu>ffe[n. Bayern werde, wie verlautet, unter krinen Umständen die Kar^ tvlfeln und das reibe der Zwaargswirtschaft entziehen lassen. ‘ Der Entwurf über die Beamtcnräte. Berlin, 10. Mai. Der Entwurf über die Bcanttenräte, mit dem sich der Reichstag zu beschäftigen haben toirb, ist jetzt fertiggä» stellt. Er übernimmt im tvesentlichen die für die bisherigen Beamtenausschüsse geltenden Vorschriften. Bei den Staats- und Reichsbehörden werden danach Beamten- und Betriebsräte für Angestellte und Arbeiter gebildet werden. Ein Beamtenrat hat bei lieber Behörde zu bestehen, bie mirt= bestens zwanzig Beamte beschäftigt. Bei kleineren Betrieben ist unter ben Beamten ein Vertrauensmann zu wählen. Die Wahl geschieht auf zwei Jahre in geheimer Verhäld- niswahl. Wahlberechtigt sinb alle zwanzig Jahre und darüber alten Beamten, Beamtenanwärter und auf Probe beschäftigte Beamte. Wählbar sind alle 24 Jahre alten Wahlberechtigten, die sechs Monate bei den Behörden beschäftigt sind und einer gewerklichen Berufsvereinigung angehören. Die Kosten des Beamtenrates trägt die Verwaltung. Der Beamleiv- rat hat Mitbestimmungsrecht bei Aufstellung der Dienstvorschriften und Dienstverteilungs- pläne, bei Festsetzung der Grundsätze über Einstellung und Entlassung von Amvärtem, in Pensiomerungs-, Urlaubs-, Bertretunas-, Haftpflicht- funb Bergütungsfragen, bei Schaffung sozialer Einrichtungen, bei Beföroe- rnngssragen, bei Versetzungen und bei Verhängung von Ordnungsstrafen. Bei Beamlen- prülungen wirkt ein Mitglied eines Beamtenrates stimmberechtigt mit. Bäckergehilfenftreik in Düsseldorf. Düsseldorf, 10. Mai. (WTB.) Die Bäckergehilfen und Brotkutscher sind in ben Streik getreten, nachdem die BerhandlunMm mit dem Brotsabrikmlten-Berband ergebnislos verlaufen waren. Laut Tarisverttag, der erst seit 1. Mai gültig ist, erhielten die Bäckergchilfon 2 6 0 Mark w ö chen tlick. Hiermit nicht zufrieden, forberten sie bei der Lohnzahlung am vorigen Samstag 325 ‘•VRcrrt wöchentlich, was abgriet/rrt wuche. 2fu$ Oessen. Landesparteitag der SozialdemokrLten. rmk. D a r m ft a b t, 10. Mai. Ter Hessische Lanbesparteitag der sozialbemokratischen Partei fand gestern bei guter Beteiligung im Gewerkschaftshause in Darmftabt statt unb würbe von Gen. Ulrich eröffnet, ber ins- befonbere auch ben Vertreter bes Gesamtpav- teivorftanbes, Gen. Molkenbuhr-Berlin, begrüßte, lieber bie politische Lage unb bie Reichstagswahlen erstattete Gen. Dr. Ques- s e l eingehenden Bericht, an bessern Schluß er die Ueberzeugung aussprach, baß bie Aussichten für die Sozialdemokratie, bei den Reichs- tagswahlen bie Mehrheit zu erlangen, nicht ungünstig seien, wenn fleißig gearbeitet werde. An der Aussprache beteiligte sich auch Gen. Dr. David -Berlin, ber darauf hin- wies, daß bie Mähler nicht mit Schimpfen, sonbern durch Aufklärung gewonnen würden. — Als Kandidaten für bie Reichstags-- wähl würben bann ausgestellt: K. Ulrich- Ofsenbach, Dr. Davib-Mainz, Dr. Quessel- Darmstabt, L. Hasenzahl-Erbach, Moosborf- Gießen, Frau Jäger-Offenbach, Luckel-Alzep, Lur-Niederflorstadt, Vetters-Gießen, Lehrer Scharf-Bieber, und W. Lutz-Worms. w als am Vorabend vor Himmelfahrt auf stärkeren Besuch nuhl nicht rechnen dürfen — am 19. Mai. be.rLchtlicher Schtt».n angeriHtet der auf 500C0 bis 80 000 Ml. geschätzt nrirte Die Entft^hrmgs- W die Willerllin (5taöt66U5. Muer 11, metfiags v Ms 127: ootm., 27« öls 57- W Sonn- nnö Seietiogs non 8 bis 1 ** Persv nalnachrichten. Durch B.w- fügung des Reichswehrminisieriums vom 9, April ist dem Major a. D. Stephan, im Frieden im Infanterie-Regiment Nr. 116, der El>arakter als Oberstleutnkmt und die Erlaubnis zum Tragen der Uniform dieses Regiments verliehen worden. ** Aus dem Militärwoch?nblatt. Die Erlaubnis zum Tragen der Uniform der Reserveoffiziere des Jnf.-Regts. 116 wurde dem £eutn. d. R. a. D. Rau s ch, Heinrich (Gießen) erteilt. Wch..... kinstndcm. , lloMhagtn.,, Stodibolm. ., Llta...... im Lerlausc w Mtzbahn gibeit luda 910 bis S lagen unter fiw itiatatkile 780( ®riet genannt, sch niedriger, (- 14 W 14 Patent) 586 (-14 Pro al 484, Scheid lug.WcsiclS7' ai 2oO3A nach, gemein schwach- MÄ. taten wie Rn r 20, Nett. gut WM ' Franksu iurnmungSb waren MonM Umfange wn 4 4$wi. niedrige Turnen. — T er t heareti sche KursüberTur- nen, Spiel und Sport findet Mittwochs 'von 8—9 Uhr abends im Anatomischen Jnstiut statt und beginnt — da wir am Mittwoch den 12. Mai Vekn 3it unfer Ha ^«mgetragin: ■W August c •Wer ®e|d)äf «itllidn l Men, den i ___Les Beka 8ett: tzaichvf deldieHauptversommlungdesVogels- berg er H ö henklu bs (V. H. C.) nunmehr nicht wie ursprünglich festgesetzt, am 28. und 29. Mai statt, sondern sie wird Samstag den 29. und Sonntag den 30. Mai abaehalten. Ten einzelnen Zweigvereinen ist dadurch die MbglichP.it gegeben, ihre Sonntagswanderungen nach Büdingen zu machen und dadurch die erste größ're V. H. C.-iZn- sammenkunft nach dem Kriege stattfinden »u lassen. Ter hiesige Zwergvevein trifft bereits alle Vorbereitungen, den Besuchern der Hauptversammliuig den Aufenthalt so ailgenehm wie imr möglich zu machen. Kreis Friedberg. bz. B a d - N a u 'h e i mi, 9. Tiit. Das „Graute- Hotel Metvopol" ist durch Vermittlung des Finanz--- anwaltes Tr. N i e ß e n aus Köln terTauft worden und wird in den nächsten Tagen unter Leitung von HoteldireP.vr Beckert eröffnet. — Willy Rosen- t ha l in Newyork, ein gebotener Bad-Nau- l-eimer, überwies seinem Bruder, dem Stadtv. Emil Rosenthal, 15 000 Mort zur Unterstützung notleidender Familien, Kriegerwitwen usw. in Bad- Nauheim. . Sv ste' jOterntt^ M r.*s Veranstaltungen. Dienst« g, 12. Mai: Oberhessischer Kunstverein : Gemäldeausstellung von 11—1 und von 3—5 Uhr geöffnet. — Lichtspielhaus: „Die Duplizität der Ereignisse" und „Vetter Fürst". — Lichtspiele Seltcrswcg: „Der Galeerensträsling", 1. Teil. Aus dem Amtsverkündiguugsblatt. ** Das AmtsverkündigungSblatt Nr. 62 von: 10. Mai enthalt: Reichstagswahl. — Ausdehnung der Versicherungspflicht in der Krankenversichcrung. — Höchstpreise für Nährmittel. — Enteignungen und Er.tschä. tMrngen aus Anlaß des Fried.nsrettrages. — Höchstpreise sür Bier und bierähnliche Getränke. — Landwirtschasts- kammer. — Leseholznutzungen. — Wchen zum Kreistag. — Erwerbslosenfürsorge. — Abgabe non Pferden. Höchstpreise für Bier und bierähnliche Getränke. Nachdem das Reichswiitichaftsminister'um mit Rücksicht auf die Steigerung der Herstellungskosten durch Verordnung vom 15. 2lpril 1920 den Herstellerhöchstpreis erhöht hat, werden für den Kr ets Gießen folgende Höchstpreise für Bier auf Vorschlag der Pre'sprüfungsstel.'e festgesetzt: Verkaufspreise am Schcnktisch in Wirtschaften: für Schankwi>t chaften Vio Ltr. 24—26 Pf,, 3/io Ltr. 48—52 Pf., für Gasttvirt- schaften Hotels, Spttsewirtschasten und Klrsfee- fltcli»/1 .ild Tie neu Sotnxnn» ÄklirnmauiES - füllte die M Pavinc Ml eil. grimmer Mfl doppel. Dtrtat darübermrdck« Malten- S Mregeln Kal Romtümbm hauBchltch c waren wenig W Kirche und Schule* Gießen. 11. Mai. Im Johannessaal sprach gestern abend auf Einladung des Evangelischen Bundes Pfarrer C l a u ß e n-J üben» bürg über das Thema: „A u f e v a n g e l i s ch e n Vorposten in Steiermark". Nach einem kurzen Ucberblick über die an Bedrängnissen und Verfolgungen reiche Geschichte der evangelischen Kirche in Steiermark, schilderte Pfarrer Claußen die Entwicklung der kleinen evangelischen Gemeinden im Murtale und besonders dex jungen Judenburger Gemeinde, dem dritten steirischen Taten» kindc Hessens, die inmitten einer weit ütertoiegen-» den katholischen Mehrheit außerordentlich schwierigen und meist sehr primitiven und dürftigen Verhältnissen zum Trotz sich durchzusetzen wußten. Es würde hier zu weit führen, die Fülle von interessanten, auch anschaulich vorgetragenen Einzelheiten auch nur anzudeuten, die durchwoben waven von dem Leitgedanken, daß Hindernisse nur da seien, um überwunden zu werden. Der Vortragende führte weiter u. a. aus, daß es nicht Aufgabe der steirischen Lutheraner sein könne, Mission zu treiben. Die dortigen Gemeinten, die nur 1 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachten, müßten als Vorwerke angesehen werden, deren die deutsche evangelische Christenheit, die im Osten, Westen und Süden von übermächtigen Feinden hart bedrängt werde, heute umsomehr bedürfe, als eine ihrer kräftigsten Stützen, das evangelische deutsche Kaiserreich zusammengebrochen sei. Art» Statt rind Land. Gießen, den 11. M ii 1920. Die Augestelltenbewegung in Gießen. Die Arbeitsgemeinschaft der Angestellten hatte am Sonntag vormittag in den .Milosophenwald" eme Angestelltenoer- iam mlung ein berufen, die über den neuen Tarifvertrag Beschluß fassen sollte. Nach.längerer Aussprache wurde der zwisärn der sljmimjijii dec Arbeitsgemeinschaft und der Arbeitgeberkomml.- sion nach mü. e.ol en Verhandlungen zuidanoe g - fommene Tarifentwurf angenommen, der somit Aussicht auf Gültigkeit hat, vorausgesetzt, daß der Gesamtvorstand des Arbeitgeberverbandes ebenfalls zustimmt. Es wurde beschlossen, die verschiedenen Verlessermigsi-orschlage usw. zurückzui.e len, um die Inkraftsetzung des Tarifs nicht noch länger hinauszuzögern. Der Vorstand der Arbettsgemein- schast wurde beauftragt diese Verbeserungen, vor allen eine andere Klasseneinteilung soda.d als irgend möglich durcl^usetzen; es brauch« zu diesem Zweck ja nicht mehr der Vertrag im ganzen gekündigt zu werden. , Ter neue Tarifvertrag zeigt ein weientlich Monaten Mai und Juni gestattet. Wahlen zum Kreistag. Nachdem bheit Wir müssen uns vorauf teschrmikm, in groben Umrissen die wicht'g"!e und einsch eitendste Aen- derung gegcnrüber 'bent alten Vertrag, die Gcchalts- sätze und vornehmlich di- Klas'eneinteilung, zu skizzieren. Lehrling« erhalten eine Auswcmdsentschä- digung von 60 bis 120 Mk. pro Monat. Für die ersten drei Gebilfenfahre werden Gehälter von 300 bis 400 Mk. bezahlt, ddach dem dritten Gehilfenjahr wird jeder Angestellte einer der vier Klassen zu geteilt. Tie erste Kla'se sieht fe nach Alter Mindest-Gehälter von 425 bis 8M Ml.,.die zweite von 550 bis 950 Mk die dritte von 600 bis 1050 und die vierte Klasse 1100 Mk. vor. Besonders gegen die Klasseneinteilung machte sich in der Versammlung ftarfcr Widerstand geltend. Sie sei unklar und werde wohl zur Folge haben, daß die meisten Angestellten von den Arbeitgebern in die niedrigste Klasse „gestopft" werden. Vorbildlich sei die Klasseneinteilung der technischen Angestellten, wo jede einzelne Gruppe nach Tättg- feit und Vorbildung genau umschrieben fei; hier sind 7 Klassen eingeführt. Für die Angestellten im Handel ist übrigens ein beson-dener Vertrag abgeschlossen, der im wesentlichen nicht selw von dem Tarif'ftir die Angestellten in Handel und Industrie abweicht. In diesem Vertrag sind für die Verkäuferinnen in off neu Ladengeschäften be'ondere Gehaltssätze aufgestellt. Für die ersten drei Gchil- sinnenjahre sind 225 bis 300 Mk. vorgesehen, während sie nach dem dritten Jahr je nach Alter 325 bis 450 Mk. erhalten. Im übrigen erhalten die weiblichen Angestellten durchweg 10 Proz. weniger als die männlichen. Lebensmittel. ** Vom städtischen Lebensmittelamt wird mitgeteilt, daß eine größere Menge Kleie eingetroffen ist. Die Bezugsscheine werden an die Viehhalter ab heute auf Zimmer 6 ausgegeben. — Anfang nächster Woche findet eine nochmalige Ausgabe von Saatkar- toffein bis zu zwei Zentnern statt; Voraussetzung ist entsprechender Landbesitz. Bestellungen werden auf Zimmer 13 entgegengenommen. — Wo chenkartoffel marken der 19. und 20. Woche verlieren mit dem 16. Mai ihre Gültigkeit. — In der am Samstag im Anzeigenteil veröffentlichten Lebensmitteltabelle mutz es im ersten Absatz felbstverstäMich heißen: Preis des Kg. Brot 2,15 Mk. ♦* Städtischer Seefischverkauf. Der eingetvossene Waggon Seefisch.' faßte so viel, daß der Verkcmf in den Marktlauben heute nachmittag und morgen Mittwoch fortgesetzt werden kann. ♦* Freibank. Mittwoch, 12. Mai, werden von 1—3 Uhr die Nrn. 2701—2800 beliefert. p">st w ur jache ist noch unbekannt. mc. Frankfurt a. M., 10. Mai. Am gestrigen Sonntag tagten die Fach- und Wirtschaftsausschüsse der Frankfurter Messe. .tatet wurde beschlossen, die dritte Frankfurter internationale Messe in der Zeit vom 3.—9. Oktober dieses Jahres jtattfinten zu Ulfen. Direktor Modlinger vom Meßamt teilte mit, daß schon jetzt alle verfügbaren Plätze vergeben feien und das Meßamt sck-on wieder vor der Notwendigkeit stehe, neue Meßgebäude errichten zu müssen. mc. Frankfurt a. M„ 10. Mai. In einer Frankfurter Fabrik wurde schon feit mehreren Tagen ein Arbeiter vermißt, der auf unerklärliche Weife verschwunden war. Nunmehr fand man den Vermißten verbrüht in einem avgelassenen großen Säurebottich vor, in den er durch Berüh- nmg mit den Treibriemen geraten war. Der Verunglückte war durch die Säure sofort tot. Tz. Fulda, 9. Mai. Einen Segelflug- Wett bewerb in der Rhön wird der Verband deutscher Modell- und Gleitflugvereine Dresden mit Beginn am 15. Juli d. Js. vevanstalten. Als Flugplatz ist der höchste Gipfel der Rhön, die 950 Me.er höhe Große Wasserkuppe gewählt worden. Ter Wettbewerb s-oll der Wiederbelebung tes Gleitflugsportes dienen und in einzelnen Flugtagen bis in den September andauern. vieren. Ein Fehler des Orlsgerichts sei es, Hatz die alten Häuser in Gießm. viel zu hoch nngeschatzt worden seien, man habe dabei Betternschaft getrieben Tic Bauordnung fei nicht mehr zeitgemäß, da sie z. B. immer noch zu starke Brandmauern verlange. Ties entspreche nicht mehr der heutigen , Technik. Tas Bauinstitut habe Geld an vaus- , fabrikanten gegeben; dafür sei ein gemeinnütziges Institut nicht da. Ter Grundbesitz sei im Laufe der Zeit erheblich in die Höhe gegangen und damit ei die Hausspekulation geglückt, was uhne ten Krieg nicht ter Fall gewesen sei. In ZuSunfi müsse die gewerbsmäßige Taxation als urig^sund auf- hören. Ter Wühnungsbau im Jnnerii ter Stadt habe in ten letzten 30 Jals-ren 'feine besonderen Fortschritte gemacht. Die Stadt sei dabei ater mit sAslechtem Beispiel ^rang-gangen; ein Beispiel sei die Schule in der Neustadt. In der heutigen ^>tadt- v-evordnetenversammlung sei man nicht so.ängstlich mit eigenem Bauen, dem Eingriff in das freie Gewerbe. Unsere Stadt sei nach jeder Richtung hm entwicklungsfähig, sie habe genügend Gelände und io sei in absehbm:er Zeit ein Wiederaufleben ter Bautätigkeit zu erhoffen. — Ter Vorsitzende führte hierzu noch weitere Fälle an, worauf ter Geschäftsbericht erstattet wurde. Aus diesem ging hervor, daß die Mitgliederzabl nunmehr 400 betrage, was bei wenigstens 10 000 Mietern sehr gering sei. Ter Verein habe eine große Zahl von Eingaben an die Regierung gemacht, fo daß eine Höchstgrenze für SKiet Steigerungen eingeführt wurde. Am Mieteinigungsamt habe man durchs gesetzt, daß immer ein Mieter und Vermieter anwesend sei. Erreicht sei, daß bei Wo'hnungstaxa- tvonen auf Antrag ein Mietersachperständiger zugezogen werte. Seit einigen Monaten sei die Aus- ilunftösteNe errichtet worden, die guten Erfolg habe. Ein Zweigverein sei in Klein-Linten gegründet, auch in anderen Orten seien sie im Entsteben. Ter Kassenbericht ergab an Einnahmen 1031 Mk., die Ausgaben 847 Mr. Ter Ueberschuß ist verzinslich nietergelegt. Ter bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. Ter Beitrag wurde auf vierteljährlich 1,50 Mk. erhöht. Hierauf sand eine längere Aussprache statt, in ter u. a. Stadtv. Fourier Mitteilungen über die Bauabsichten ter Stadt machte. ** In der preutzischen K'lassen- lotterie kann man unter Umstänten etwas gewinnen iml) mutz trotzdem noch Geld br-raffegen, um zur nächsten Masse ein Er'atzbos zu erhalten. So bittet uns ein Leser um Mitteilung ter Tatsache, tetz er durch ein Achvellos 20.28 Mk. gewonnen l>ate, ater noch 72 Pf. dvaufzaihben mutzte, um das Los sür die nächste Masse zu erhalten. Kreis Lauterbach. e. Lauterbach, 10. Mai. Auf Anregung ter hiesigen Ortsgruppe i>es Hessischen Woh- nungs- und Heimstätten - Vereins (Kriegerheimstätten-Vereinsf wurde hier eine Gemeinnützige Leimstättenbaugesellschaft m. b. H. gegründet. Das Stammkchntal teträgt 182 000 M., wovon die Hälfte auf die Stadl Lauterbach. 25 000 Mark auf die Freiherrn Rieoesel zu Eisenbach, 5000 M. auf den Kreis Lauterbach, 1000 M. auf ten Hessischen Wohnungs- und Heimstätten-Verein und ter Rest auf private Geldgeber entfällt. Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gefrören drei Vertreter : des hiesigen Gemeinterats, drei private Gesell- l schafter und ein Vertreter des Wohnungs- und [ Heimstättenvereins an. Kreis Schotten. L ,e. Büdingen, 10. Mai. Jnsblge der Wiedereinführung des Sonntag-CisenDalMrettkehrs fin- * Die Operngastspiele des Lan- dest Heaters sind jetzt auf Tienstag ten 18. bs. Mts und auf einen Tag im Anfang Juni festgesetzt. Am 18. ds. M's. kommt ter erste Tag aus Wagners Trilogie „Ter Ring ter Nibelm g ny' (Die Walküre^ zur Aufführung Anf-.ni lluni der zweite Tag (Siegfried). Ter B.ginn te^ Vorverkaufs sür Walküre wird morgen bekannt gegeben. ** Frühere Ernte in Aussicht Nach SM'tungen im preußisck)en Landwirtschoftsmi . strrium ist infolge ter aujtarortentlub frühen m l- ten Witterung in diesem Jahre mit einer Vers ui barwerdung der neuen Ernte für oie Bolkscraih-. rung um vier Wochen früher zu rechnen, als in ( ten letzten Jahren. Spielptatzwerbetag. Gießen, ten 11. Mri 1920. Die Gie ßener Turn-, Spiel- und Sportvereinigung hatte am Sonntag dem 9. Mai ihren ersten großen Tag. Am 2. unb 9. 9Jtai traten in etwa 500 Städten Deutschlands alle Turner und Stertleute auf, um für die Errichtung von Spielplätzen zu werben. So eilten auch hier am früfren Nachmittag große Scharen von Schülern und Schülerinnen aller Schulen, von Turner nunb Sportheuten aus allen Teilen der Stadt in geschlossenen Gruppen im Laufschritt jutn Sammelplatz am Theater. Von da ging ein stattlicher Zug von etwa 1200 lebensfrohen Menschen mit Musik durch die Stadt rum Sportplatz des Rasensport- peveins an ter Roo Heimer Straße. Auf dem schönen und. nach dem Hoch:vasser mühwoll wieder hergestellten Plotz sammelten sich am Nachmittag wohl 6000 Menschen. Man sah auch manche Vertreter der Stadt, ter Schulen und anderen Behörden. Aber wenn man bedenkt, um welch ungeheuer wichtige Sache es sich da handelte, muß man sagen, daß gerate von diesen Stellen eine ganz andere Beteiligung zu -erlparten gewesen wäre. Die Be- oeurung der Bolksgefundteit und ter Kräftigung ldes ganzen Volkes, vor allem der Jugend, muß noch ganz anders erfaßt werden. Und wer sie begriffen hat, ter soll auch dafür emtreten und kann es tun, intern er sich an einer Kundgebung wie der am Sonntag beteiligt. Universitätsobersekretär Erle hob in einer Ansprache die Bedeutung des Tages und die Notwendigkeit hervor, für die körperliche Ertüchtigung des Volkes zu sorgen, vor allem auch ausreichende Spielplätze zu schaffen. Jeder muß hülfen, was für »uns von der Gesundheit und Kraft aller im Volk labhängt, und wie sehr wir uns anftrengen müssen, um uns beites zu erhalten und zu stärken. In feiner Eingabe an die Stadtverwaltung, wie sic jetzt wohl in Hunderten deutscher Städte gemacht wird, wurde das alles eindringlich dargestellt und daraus hingewiesen, daß die Stadt sich dieser Sache annehmen müsse. 432 Schüler, Turner lund Sportleute zeigten bann das schöne Bild gemeinsamer Freiübun- gen. Und darauf begann das Riegenturnen, an dem sich auch die Turnerinnen beteiligten. Man konnte sehen, was unsere Turnvereine leisten. Meichzeitig fesselte das reizvolle Polospiel der Radfahrer, das so viel Gewandl)eit fordert, die Aufmerksamkeit. Hierauf folgte noch Diskuswerfen und Es sind zu diesem Kurs, ter unentgeltlich ab- gehalten wird, alle, die sich für die Frage ter Leibesübungen und des Sports intereffieren, freundlichst eingeladen. In diesem Sommersemester werten die Herren Pros Henneberg über ten Bau des menftfrücfrcn Körpers, Prof. Bürker über Physiologie, ßteh. Rat Sommer über Psoch^phuf tk und- Prof. Roller über die.Geschichte der Leibesübungen -sprechen. Tie zweite Hälfte des Kurses findet im Wintersemester statt, tou bann über Orthopädie, innere Medizin, Haukkultur, Starkenburg und Rheinbess-n. rm. Offenbach a. M., 10. Mtti. Die Kindertnlssmission der religiösen Gesellschaft ter Freunde (Ouäker) in Amerika hat fick bereit er- Läct, für et nm 2000 unterernährte Kinder und bls zu 500 unterernährte Mütter Nahrungsmittel in teträcktttcher Menge für die nächsten Monalc regelmäßig kostenlos und franko zu Nichtlandwirten zu zählen. . . ** Ein Kriegsgefangenen-veim- t e fr r f e ft veranstaltet anschließend an ten Be- arüßungsabend ter heimgePchrten Gießener auf ter Liebigs höhe die Reichsvereinigung ehemaliger ftriegegertmgencr, Ortsgruppe Gießen, am 6. und 7. Juni auf der Liebrgshöhe, nicht am 15. bis 25. Mai. ** Alle Gietzener Heimkehrer, die Anspruch auf die staatliche Wirt chaftsb.i'ilse erheben wollen, müffen ihre Anträge bis spateileus 1. Juni d. Js. bei ter Kriegsgeftmgenen-Helmkehr- stelle Gietzen eürveichen. ** T er Gießener Mieterverein tagte gestern in einer Hauptversammlung im Feliestkeller. Ter Vorsitzende bedauerte ten schwaclM Besuch ter Versammlung, zumal, da man besonders in Gießen unter der Wohirungsniot, ten Hausbesitzern unu dem MieteiniguNgSamt zu leiten habe. x,\e icpwache Beteiligung erschvere die Aufrechtei-Haltung ter Auskunstsstelle. Hierauf führte Herr Wohlmuth aus: Um in einer Stadt lote Gietzen Vernünftige Wvtnungspolitik zu treiben, seien erforderlich eine vernünftige Stadtvevordnetenvei-sammlung, em einsichtsvolles Ortsgericht und eine fähige Hypothekenbank. Unsere Stadtväter seien in ter Befangenheit bei Baugesuchen kleinlich gervefsn. Tie ©tobt habe zwar großzügig und weitblickend Geleite, aber auch in ter Stadt alte Häuser gekauft, nicht um sie nieterzureiß.m, sondern um sie zu vonfer- K.« 2t Ö »Nd I W,l3)t(lnh' i M?- I Beh z ff Amts! ML J8efi ife W 'S« ^Stabhochsprung. Und endlich »vurten 4 Stafetten gelaufen, je eine 4X100 m von a) der Turnerschaft^ Rasens Portvereinigung und Universität, b) den drei sBurichenschaften, c) Schülern im Alter von 12 und 13 Jahren, sowie 1 Schioedenstafette ter 3 Rasen- spvrtvereine (400, 300, 200 und 100 m). Alles verlief mit musterhafter Genauigkeit, aber man hatte ten Eindruck, daß noch ganz andere Massen den Platz tevölkeni dursten, als Mit- wirkende und als Zuschauer. Endlich zog alles an die Lahn, wo schon die drei Rudervereine — Ruder- gesellschaft, Dassia, Rudersport — mit ihren schmucken Booten warteten, um in einer flotten Auffahrt mit 20 Booten zu zeigen, was Gießrn auch f^u Wasser bieten kann. Die tausende Zuschauer fühlten sich offenbar befriedigt und werden gern an den schönen Tag zurückdenken, ter auch vom Wetter so sehr begünstigt war. Aber eines darf doch hier bemerkt werten: Wir sind in Gießen rioch nicht diszipliniert genug für solche Veranstaltungen ! Der Platz, ter ausschließlich ten Vorführungen dienen soll, war von vielen Zuschauern bevölkert, die natürlich den Draußenstehenten ten Ueberblick erschwerten, und die die Veranstaltungen selbst hemmten. Daß das nicht sein darf, muß noch gelernt werten. Am Vormittag hatten schon mehrere Werbespiele auf dem Spielplatz stattgefunden, so ein Hockeyspiel zwischen je 1. Elf des V. f. R. 1900 und deren Unterabteilung: dem akademischen Sport- Klub, imb das schöne deutsche Schlagballspiel, das so ganz zu Unrecht vernachlässigt wird. Es wurde von Mannschaften ter drei Gießener Burschrn- fduften vorgeführt. Es war überhaupt erfreulich, daß an der ganzen Veranstaltung! auch Studenten trilnafrmen, freilich viel zu wenig. i$inig i W I ö Staat Häuser 7io Ltr. 30 Pf., 2/io Ltr. 60 Pf.; für den Flasck.enverkauf: Brauereiverkauf an Wieterverkäuser: für die große Flasche, 6/io Ltr., 120 Pf., für die kleine Flasche, Vs Ltr., 100 Pf., für die Neine Flasck^ Vio Ltr., 60 Pf.; Händ-- lerverkauf und Braucreiverkauf an Verbraucher: für die große Flasche, 6Ao Ltr.. 140 Pf., für die kleine Flasche, Vs Ltr., 115 Pf., für die kleine Flasche. Vio Ltr., 75 Pf.; beim Flaschen- verkauf in Schankwirtschaften ist ein Zuschlag von 40 Pf. für die große und 30 Pf. für die Heine Flasche zulässig; beim Flaschinverkauf in Speiiewirtschäften, Gaslwirtschasben, Hotels und Kaffeehäusern ist ein Zuschlag von 60 Pf. für die große und 40 Ps. für die kleine Flasche zulässig. Die hier angegebenen Preise gelten für alle aus Hessen, F-rankfurt, Homburg, Wetzlar und Hanau stammenden Schwachbiere. — Stärkere Biere mit mehr als 3,5 bis 4,5 vom Huntert können mit einem Zuschlag von 10 Pf. pro Vio Ltt. ab Schanktisch verlauft werten. Bei Veranstaltungen Konzerten oder besonderen Gelegenheiten ohne Eintrittsgell» wird ein Zuschlag von 20 Pf. pro Glas Bier als zulässig erachtet. — Tie Inhaber von Gast- und Schankwirtschasten sowie van unteren ähnlichen Betrieben, die Bier offen ober in unteren Gefäßni im Klein verkauf abgeben, haben die Verkausspreijc durch deutlich sichtbaren Aushang in ten Wirtschaftsräumen oder .Verkaufsräumen bekanntzu- geten. Die Verordnung über Höchstpreiie für Nährmittel vorn 28. Oft. 1919 (Rcichs- Gesetzbl. S. 1834) wird wie fo'gt geändert: § 1 Ms. 1 erhält folgende Fassung: Beim Verkaufe oan Hafemährmitteln -an Kleinhändler (§ 2) dürfen tee Tot genten Preise für 100 Kilogramm Reingewicht nicht überschritten werden: bi gewöhn^ lick-en Haferflocken und Hafergrütze: af lose 215 Mk., b) in Beuteln zu 250 Granm 329 Mk.; bei Hafer flocken in geschlas« fenen Packungen: a) zu 250 Gramm 366Mk b) zu 500 Gramm 348 Mk.; bei Hafermehl- in geschlossenen Packungen: a) zu 25(1 Gramm 351 Mk., b) zu 500 Gramm 333 Mk, § 2, ?lbs. 1 erhält folgende Fassung: Beim 23er- kause von Hafernährmitteln an Verbrwt- cher (Kleinhantel) dürfen folgente Preise nickt überschritten werten: bei g wöhnlick^n Haserftvckm und Hafergrütze: a) für 500 Gramm Reingewickt ftose» 140 Pf b) für einen 250--Gramm-B.'Ntel 105 Pf.; bei Haferslocken in geschlossenen Packungen: a) für ernc 250-Gramm-Packung 115 Ps. । b) für eine 500-Gramm-Packung 220 Pf.; bs 1 Hafermehl in g-schsossenen Packungen: a) für eine 2'0-Gramm-Pockung 110 Pf., hl für eine 500* Gramm-Packung 210 Pf. Die Leseholznutzungen in ten D> \ manial- uitb eii ;teirxiibungen. Mit Ermäch» tigimg des He'si chm Gesamtmii i^eriums wird tr Abänderung des 8 9 Absatz 2 der Verordnung vo« 31. Juli 1854 in ter Fassung vom 15. September 1904 (Regierungsblatt S. 344) und im Anschluß an die Bekanntmachung vom 25. April 1917 (Regierungsblatt S. 116) die Le'ebo'znutzamg in btx Tvmanial- und Gemei?itewa düngen bis auf tott ter es an den bestimmten Leseholzbagen auch in da *♦ (fine viertelt äbrlicke Bieh - l men ter Peitsrten- und Stockfabrik von Julius n»tu«e fi&et üi 1 SÄ ds IS. wäaIMnjr.,«unb Sahnten, «m statt. Sie erstreckt sich nur auf Rindvieh, Schweine und Ziegen. Diese Tiere sind auch bei l Hessen-Nassau. I ae. Eschwege, 8. Wai. Durch ein grüneres j Schade nseuer wmdc gestern in bai Rüu- &LÜ aus 484, ©d)cibeanftaü 10 Pi auf 530. Schuhs. :änk. Schilds 4 Frankfurt a. M., 11. Mai. it. vchördliche Anzeigen Der Gesamtausschutz 5252D Anfang 1 *8 L’hr. Anfang ' ,8 I h>. 0B8MJ Es ladet ein Han* Klrxinger. (4969c Größte Auswahl In (3288V prompt lieferbar A. J. Tröster, Butzbach Kartoffelfurchenzieher Hack-und Häufelpflüge «ug. Wessels 7 aus 250V; noch. 1878,- 1882,- 1860,50 1864,56 344,65 345,35 339,65 340,35 Halbstores, Langstores Garnituren mitUeberhang Spannstoffen am Stück 269,70 249,75 192,80 50,57 320,66 894,10 841,60 259,70 197,80 50,45 329,65 899,10 849,10 270,30 250,25 193,20 50,67 321,35 895,90 843,40 oben, crionen 3Hri* . . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien .... 10.5. 11,10 5,20 12,- 9,25 442,- ^ioal if-,. Markuotterungeu. Datum. Amsterdam • Botterd. Brüffel-Antwerpen . llhristiania Kopenhagen Stockholm Helsingfors Italien. ...... London New-Pork Paris Schweiz Spanien ... . . Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg. Vrag. ....... Dudapesi Bulgarien Konstantinopel.... Börsenfursc. Marne u>j. Alsfeld. 1L 5Äai Aus bem gcftruKit Schweinemarkt nxiten 631) Stück dufgetrw bett. Bezahl! wurden für Ferkel djh 5—6 Wachen 250—300 Sttx 8-10 Nochcn und älter 400 bi-3 450 Mk pro stück. Ter dmtdel ging langsam. fsahrtsaktten bcrfolgten die alb ndenz. £>apag schwächer -- 1V2 jb 163 — 4 Proz. Ausländische 275,30 260,30 198,20 330,35 900,90 850,90 avgsblatt. zung-bl-tt Mttt in da ns« für Nätzi- ^■isungtn m3 vüchiPrnie ft MÄrirtschz,'^ - DH en jinn -togjbei®) »Wiche (fo 8.5. 10,65 5,30 11,50 9,20 fÄentcn nnc Rumänier lagen fest. ÄoIUürtcn 220 4- 20, üprv». Thilenen-PsMtdbriese 740 — 20 Die Entschädigung für beschlagnahmte Wertpapiere. Berlin, 10. Mai. (WTB.) Wie wir von «uftänbincr Seite ersahren, sind dir Richtlinien, wonach die Entschädigungen für die demnächst zu beschlagnahmenden Wertpapiere bemessen werden, nunmehr dem Reichsrat zug.'gan- gen. Danach soll für Ülkrtpapirrc, die nach Paragraph 10 der Anlage zu Artikel 293 und nach Artikel 145 des Friedensverträges enteignet werden, eine Entschädigung in Höhe des Licsuidattons« erlöses g^?ihü werden. Tie EntschÄnglmg für die Schaninngbahn soll nach- dem Werte ersol^.nt, den das gesantte Eigentum der Schantung-Etsenbvhn A.-G. in China am 27. Juli 1914 in mexikanischen Dollars, um gerechnet in Reichswährung zirm Tageskurse, hatte. 'miniiienim ich XrsleliMslvsia 1920 den her, ifürbatjfteu r Bin auf 8jf W- chenktisch ia chlsten ‘/io ütt. für (ikiimnn- cn und Liss«- 60 Bi.: für da »erkain s W, 7w «l /) Mr., 100 ff. 60 A: SLnd- auf an Bechoi? o Uh.. HO $*. 115 U. föt d» ; beim Wite ten iil (in 8» ! und 30 Pf. iür t NasLiwechli a'ten, holtll r» m 60 Pf. fir* Nasche > gellen & e& g, WeM 'M - ©Urte« ,5 Mn S* A tro Vio Sonttrttd mt fontntttol u WS Bin q n von anir.ttn iW i anderen Gkm die Berkaulsvrcu ing m den binnen besann!!» Datum: 5e/,Teut.flrleqeanl 4°/aDeut.Neich»anl. 3°,^Deut.Reichsanl. 47» Preuh. Konsolr Darmstädter Band Deutsche Dank. . . Disconto- Desellsch. Dresdener B ink.. Nationalbank s. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik..Pakets. Norddeutscher Lloyd Doch. Gutzstahlwrk. D.-LuxembDergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau O bersch l.Lisenb^B. Oderschles.Eisenind. Phönix-Brgb.Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke ttlehir. 21. E. G.. Schuckert'Werke. . JeltenLBuilleaume Daimler ..... Dud.-Lisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/, Hess. Saatsanl. Electron Griesheim 984,- 986,- 961,50 963,50 879,10 880,90 849,15 850,85 1088,90 1091,90 1061,40 1063,60 274,70 ----- ----- Vfvrvdnng brr TflrtKrttrflntMfrn tmnh nano- naliftifdir Türken Paris, 10 Mar (WTB. WKtf bmdxe aus MxmÜMmrovDd, dasz die natwnalistischen Truppen ihren Bonnarsch bei Brgcha mit wrf!6rftoi Streitkräften foitktm. Sie bcietzttm Apiagkn wtd bedrodren ietz» tnr T a r da ne l i entz ü s e n K> w,e lobanaf n» englische Truppen sieden. <\*nwr defetztrn sie Pan derma wo sie eine Batterre fdarem Geschütze eingebaut haben sollen. ©eitere Aiitdehnuny drS Streiks in Krankreich. Par,S. 10. Mai WTB. SXHXtö txrbrrtte folgende Meldung über den Streik: In Cannes baben die Saiurbcitct, in Bordeaux di» Metzall- arbeitet, in Marseiile die Strallardabner, btr Bau- und Metallarbeiter, in Grenobles du- Metall- Bau. und Tvansportaibeiter lrschl.'ssen, dem StreikbesrBl Irolge zu leisten. Xie Gruppe der Metallarbeiter des Norddeparte- mentS tue die Städte Lille, Arras, Balenrienneß, Calais Cambrai. Roubaix. Manin nmes und a» bere umfaßt, hot IxidXo en, M-anuig vormitiag d e Arbeit .in zustellen. Auch die C-icnbahner von Lille und vellamc» baten beschloßen, wieder ut die Streikbewegung eiiiiut vcien. Paris, 10. Mai. (WTB.) Wie der „Motin' mitteilt wird das Personal der Pariser Unter- grundbabnen bis heute Versammlungen ob> halten, um Beschlnsj darüber zu fassen, ob s.'fort hi den Streik getreten werden soll. Sotmsorverungen der Londoner (Sifntbatmn. Paris, 10 Mai (WTB.> Wie v>,vos aus London berichtet, fordern die frtfenbabner de r Londoner Bo r ort bahne n eine Lohn- erlwhung von einem Pfund Sterling für dic Woche. Sie wollen Obstruktion treiben, bis ihre ^ottenin- gen er füllt wordm sind. Sin Attentat in Acgvpten. jka iro, 10. Mai. (WTB., Aus den Mvnucr für religiöse Einrichtungen ist geltem eine Bomb <- geworfen wardrn. Ter Minister blieb unverletzt Ttei Soldaten sind in Haft genommen worden. Die Wirren in Mexiko. N e u y o r k, 9. Mai. (WB.) DieNevo utionäre aus El Paso haben die Stabt Mexiko genommen. Es bestätigt sich, baß Earrunza nach Veracruz geflohen ist. Tlutzer den Steilkrüsten VillaS haben vier weitere »Garnisonen sich bm N evolutionären an geschlossen. FRITZ NOWACK Gardinen-Abteilung A« M Meckil! Infolge technischer Schwierigkeiten ist der gröhte Teil der Studentenschaft nicht in die Reichstagswahllisten ausgenommen worden. Wir fordern daher alle Kommilitonen dringend auf, ihre Eintragung auf derBürgermeisterei, Zimmer Nr. 11, bis zum 16. Mai nachzuholen. Ä *>««£ E Äbüt«* l’t™ ««i 5* »k™ I • ."“tdtoobei JjMt nur Jt’SS ."Nden, btta m Cittn, Ü^aelifdx -hen sei. ,Auf der Hardt“ Donnerstag, 13. Mal (Hlmmelfahrtta«): Großes Militär-Konzert der Regimentskapelle Leitung: Obermusikmeister L ö b e r. 3M4R Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Auf zum blühenden Biebertal Himmelfahrttag Tanzbelustigung bei Sastwitt £. Schlierbach Os,» F-Klub Bieber. tzscstern nacht kam cd auch in Zab l ac; bei Oderberg zwischen polnischen und tschechischen Arbeitern zu schweren Zusammen bet denen Militär emgreisen mußte. Fünf wurden durck Schüsse verletzt. Saalbau Cafe Leib Besitzer €>anc Kirzinacr. säjn* Original-Dachauer Jeden Tag 2 Qberbaverische GebirgSkomSdie». Zn diesen Sachen ist die truppe ohne Konkurrenz. AißschM von jr. Stijmhitr Ä,;t* Bekanntmachung. 3n unser Handclsregister Abteilung A. wurde heute eingetragen: Die Firma August Schneider, Giehen, Inhaber August Schneider, Kaufmann in Diesten. Angegebener Geschäftszweig: Automobilwerkstätte, Handel mit Artikeln der Automobilbranche. 6236B Diesten, den 6. Mai 1920. hessisches Amtsgericht. satzung rurücksübren zu können. Sin Berdrechcr. Örr sich mit öanSgranatkn VkhN. rm. Offenbach, 10. Mai. Ms bellte früh der vor lnrzem aus dem Offenbacher Arrestbonausgeb rochen-?. vielfach vorbestrafte Fran» Tld Unger verhaftet werden sollte, mehrte er (ich mit Handgranaten und tötete dabei den Schutzmann Laux und verwundete mehrere Schutzlente teilweise sehe schwer. Auch Mellinger rourbt- durch bi von den Schutzleuten abgegebenen Schüsse getötet. Versteigerung. Mittwoch den 12. Mal, von 2 Uhr ab, versteigere ich in der Wirtschaft Zvngblat: 2 sehr gute Sofas, 1 fast neuen 2tätigen Kleiderschrank, 1 Bettstelle mit Matratze und Keil (wenig gebraucht), 3 Tische, einen Küchen schrank mit Aufsatz, 1 Liegestuhl, 1 k einen Eisschrank, 2 Leitern, 1 Waschbütte, 1 Wäscheschrank, 3 Stühle, 1 Waschtopf, 3 Wanduhren, 1 Gas lampe, 1 Sportwagen, 9 Meter Tauseil, 2 Anrichten, Por- zellan und Küchensachen, Bettücher, Tischtücher, Handtücher, Hemden, Hosen usw. versteigeruag deftimml. 08682 H. Benner IL, Auktionator. Annahme d. Perfleigerungen all. Art, auch einz. Stücke. 06 19W«| rat geändert- >; I d'n«’K ,hen: bi SW eschlll^ i «■ ’N) SA W für L'ÄÄ >-> AM in i> «m«1" ^4“’ * NN* steg S ®^Ui Tcetfcnmarft. Geld Brief Geld Brief Datum: 8. Ma, 10. Mai Panzer Thüringen hrfdiilhint. Pa r i s, 10. Mai. (WTB.) Wie der .. Parisien" aus Therbourg mittdlt, ist der abqe- lieferte deutsche Pan-rr „Thüringen" be driinnt ES drangen gegen /0 Tonnen Was'er ein. *» mußten deshalb Pumpschtsse in Tätigfrit treten Tas Blatt glorubt diesen Unfall aut eine absrcht liebe Beschädigung durch Wc beattsche B" Beknnntniachnng. Tie Stelle des Werkmeisters der chirurgischen Klinik und der .Ainik für -Ohren-, Nasen- und Halskrankh'itcn Gicsten ist alsbald zu besetzen. Bewerbe müssen schon ähnliche Posten mit Erfolg tellcidet haben tmd gute handtoerksmästige Ausbildung nachweisen können. Meldepapeerc mttZeus- nissen, Lebenslauf und Angabe der Familienoer- bältninc bis zum 25. Mai 1920 erbeten an die Klinikverwaltung. 526oL Giehen, den 10. Ätai 1920. Hess. Direktion der chirurgischen Klinik Gietzen: P o p p e r t „Schöne Aussicht“ Donnerstag den 13. Mai (Hlmmclfahrtt**) großes Militär-Konzert der Regimentskapelle. Leitung1- Obermuslkmeister Löber. Keine Wanze mehr. ’;"S" ..HicoiUal". Erfolg verblüffend. — Restl. Vertilgung. 0T* Beute Zeit ear Brutvernichf ung* ”W1 Kinderleichtanzuwend .altbew. Doppclpack M.4.— Verkauf bei: [398961 Drog. Ott® WinterhofT. Kreniplafi 9/10. Bitte ausdrücklich nur Nicodaal zu verlangen. Sommerstoffe Weißer Volle, glatt u. bestickt, H. 36.60, M 40.-, M. 45.-. M. 55.- Farblger Volle, bestickt und bedruckt, n. 31.50, M. 35.—, ?.L 50.-. M. 52- Farblger Batiwt M. 28.50, M.33^j0, M.3Ü50 Seldenbatiat H. 35 —, M. 45.—, 5L 48.— Tupfenmull H. 28.50, 5L 3150. \«i*c Fritz Nowack, *abri!r (In einem Teil der Auflage wachtrbKt.) In Erwartung der Konfrren; von Spaa. Rom. 10. Mai. WTB Bei Besprechungen von Interpellationen über btc auswärtige Politik sagte Nilt» in der Kammer über bte Kon - seren» von Spaa, dieser »eonscren; komme eine gcwisse politische Bedeutung »u. Dir Alliierten wurden jetzt zu prüfen haben, welche von Deutschlnad übernommenen Berpflichtungen auf- rcdjtcrqaltnt werden könnten In p.-;ua aus die Wiedergutmachungen w.'rde^man Dcutichsand Gelegenheit geben, etne runde Summe zu nennen, die von den Alliierte!, mit Unoarteillchkeit geprüft werden würde. Tl«b verletzt wurden. Es kam zu einem .Handgemenge, bei dem mehrere Gendarmen schwer verletzt wurden. Als nun zwei Eskadrons Ententetruppen, französische und italienische, erschienen, um den Gendarmen beizustehen, wandten sich bte Bergarbeiter gegen diese und schlugen einen französischen Soldaten nieder. Sie wurden schließlich zerstreut. Achtung! Achtung! Keine Afleischnot. Prima Pferdefleisch zu baden. 5257 FriedrichKeßler, Neuenweg 3 3 3-5 Mlr. langt Sortonntn 100 etnif $1.85- Auch Abgabe 25- oder 50-Ltückweife. L,* Paul Kittelmann, Zell, LN'f» Etatiou Zell-Romrod, Fernipr. Romrod Nr. 2. der Giehener Studentenschaft. Msüei'M- n. SWW sämtliche Menn.Mlei Bohnmoadis ; SfütiüflOue oreidroert u. aut zu haben (,oe Zentral - Drogerie, Schulstrahe. Steppdecken werden neu angefettint und alte aufnearbeitet, gelieferte Zutaten werden gerne verarbeitet. er* Altgold ti. roter Satin ans Lager. E. Schott, Walltorstratze 24. «Hilft ttttö Wiffenschaft. Leipzig, 10. Mar. "'WTB) Ter Tireftor der Staotbakademre für graphische ffünftr und Buchgewerbe ui Leipzig, Professor 9Kxy Seliger, ist barte »xmiltng ge,wrben Vermochte*. * Amsterdam, 10. Mai. (Wolff.) Ciner Mttormeldung zufolge erbot sichdicMarconi- Gesellschaft, ein System txon droh losen Stationen, das sich über alle Teile des britischen Reiches erstreckt, emuridneu und in Betrieb zu hatten, falls die englische Regierung ihr ein Monopol für die Einrichtung zugesteht. Handel. Berlin, 10. Mai. Börsenftimmungs- bilb. Tie neue Woche brachte "frine Aenderung m der allgemeinen Börsen läge. Ta» Pritxttpubli- tum, durch bte Abwärtsbewegung svcuck in Mitleidenschaft gezogen und hierdurch gcimgiligt, sucht feinen Beitz an Industrie papieren obzustohen. Tos Angebot war nicht besonders dringlich, docl» machte der Abbröckctungspvozest auf allen Äebi.ten dcs Aktienmlockies nah?zu durch!oeg erhebliche Ttan- schritte, zumal die fortgesetzte Besserung des Martkurses bte Kaufneigung einbäjnmte sJtur menige Papiere wiesen eine mästigc Besserung auf, so Bochumer Guststahl, Hirsch-Kupser und Orenstrin- Äoppel. M ontanwerte waren bis 10 und vereinzelt darüber niedriger, ebenso Farbwerte unb Eletlri- zllLlsartiett. Ern en erheblichen Rückgang erfuhren Westeregeln Muh, nämlich um 36 Prozent. Steaua Romana verloren 45. Von Kolonialak.ien ivaren bauptsüchlich Olapis gedrückt Schisfabrlsaktien loaren wenig "verändert. Bon festverzinsttch7it Papieren aaben Mexikaner nach Teutsch Anleihen iijtoie österreichisclte und ungarische 9lcnten blieben gut behauptet Frankfurt a, M., 10. Mai (Börsen- stimmungSbild.) Auch an der Abendbörse waren Montanpapiere bei mastigem Angebot im Umfange von 4—15 matter. Ofrrbebarf mit 171 4 Prvr. niedriger. Ferner gaben (Velsenkirchen er- heblich nach sie verloren 9 Pro», auf 294, Buderus stau 270 (—30 Proz.), Lombarden matter 32, im Verlause wieder etwas fester bis 323 «, Schon- tungbahn grben ebenfalls 14 Pvoz. nach 512, Ca- nada 910 bis 900 gehandelt. Deutsche Petroleum lagen unter Kursdruck 623—618, Deutsche Ävlo nia Ian teile 7800 Brief, Mansfelder Kuxe 3500 lörief genannt. Auch Clektrizitätspapiere stellten sich niebriaer, Hellen und CjaiiUeaumc 470 (— 14 Prozent', Siemens Öalsll 286 (— 14 Pvozent, Bad. Anilin gaben 16 Prozent 286 (— 14 Pro».), Bad. Anilin gaben 16 Pro». Bekanntmachung. Betr.: Baustossbewirtschaftung: hier Neufestsetzung der Preise für Bauholz, Kalk und Zement. Im Amtsverkündigungsblatt Nr. 57 vom 30. April 1920 ist eine Bekanntmaching des hessischen StaalskommissarS für die wirtschastlrchr Temobilmachnng in obigem Betreff erschienet, aut die ich hiermit besonders Hinweise. °26„B ®iefcn, den 5 Mai 1920. Der OberbürzermLister. Z. V.: Dr. ^cib. Bekanntmachung. Betr.: Baustofsbewirtschostung: hier Abbruch von Ringosenztegelrien. Im Amtsverlündigungsblatt Nr. j8 vom 3. Mai 1920 ist cüu Bekanntmachung des Hessische Staatskommissars für die wirtschaMichc Temobilmachung in obigem Betreff erschienen, aut bte ich hiermit besonders Hinweise. o261L Grestcu, den 5. Mai 1920. Der Lberbürgermeister. I. B.: Dr. «erb Bekanntmachung. Betr.: Baustossbewirtschastuttg; hier Preise der Papiersäcke bei Zementtieferungen. Im Amtsoerkündigungsblatt Nr. 57 vom 30. April 1920 ist eine Bekanntmachung des Hessischen Staatskommissars sür die wirtschaftliche Temobilmachung in obigem Betreff erschienen, auf die ich hiermit besonders Hinweise. 52638 Giesten, den 5. Mai 1920. Ter Oberbürgermeister. I. B.: l>r. Seid. Bekanntmachung Alle bis -um 1. April d. I. aus Kriegsgefangenschaft Heimgekehrten, die in der S t a d t Giesten beheimatet sind und glauben, auf die staatliche Wirtschastsbeihilse Anspruch erheben zu können, iverden hierdurch aufgeforbert, ihre Anträge bis spätestens 1. Juni d. I^. bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. In Betracht kom- men sowohl neue Gesuche, als auch Anträge auf eilte zweite (Nach'' Bewilligung. Spätere Anträge können nicht derücksichttgt werden. 5271D Giehen, den 10. Mai 1920. Krregsgesangenen-Leimkehrstclle Giesten. Dr. S chncider. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Eberstadt für Dj. 1920 liegt vom 12. L Mts. ab eine Woche lang zur Einsicht der Interesienten und Erhebungen von Einwendungen auf unserem Bureau offen. Ls wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 5231 Eberstadt, den 11. Mai 1920. Bürgermeisterei Eberstadt: Löblich. — _ — . — — . * - 23,97 24 £8 22,97 23*03 85,90 86,10 85,40 85,60 22,22 22,20 21,47 21,53 Frankfurt Berlin Schlust Abcnp- Sckilust- Schlup- «Urö Äur4 Kurs Kurs 8.5. 10.5. 8.5. 10,5. 79,75 75,30 79,75 79,75 79.75 70,- 75,90 74,- 72,90 73.60 76, - — 76,- 75,75 157,- *• - — 156,- 156^0 156,- —• _ — 303,- 300,- 210,- 208,- 211,50 210,25 180,- 180,- 182,- 146,- — . -• 146,- 145,- 152,50 — . — 152,- 152,- 169,50 165,50 166,25 166^0 169,- 163,- 171, — 168,- 280,- — . — 279,75 270,- 295,- * . — 295,50 275,- 311,— 294,- 310,25 294,- 278,- 259,- 300,- 265,- 192,- 171,- 191,- 173,- 258,- 249,50 259,- 248,- 420,- 385,- 415,- 400,- 510,- 484,- 610,- 480,- 373,- 365,- 380,- 365,- 330,- 335,- 343,- 338,- 180,- — . — 161, - 482,- 470,- 490,25 470,- 221,- 217,- 227,- 221,50 305,- 270,- 311,75 281, — 235,- 230,- 245,- 231,25 309*,- 295L0 315*- 292*- abzugeben. 5244 ■Ittelstethle bei Alten- Gießen, im Mai 1920. 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Bei der Einreichung der Kreiswahlvorschläge ist folgendes zu beachten: 1. In den Wahlvorschlägen sollen die Bewerber mit Zu und Vornamen aufaeführt und ihr Stand oder Beruf sowie ihr Wohnort und ihre Wohnung so deutlich angegeben lverden, daß über ihre Persönlichkeit kein Zweifel bestehl. Sie sind in erkennbarer Reihenfolge aufzuführen. 2. In den Wahlvorschlag darf nur ausgenommen werden, wer seine Zustimmung dazu erklärt hat. Die Erklärung der Bewerber ist mit dem Wahlvorschlage, spätestens am Sonntag, den 16. Mai 1920, bei dem Unterzeichneten eiuzureichen: andernfalls wird der Bewerber gestrichen. Mit dem Wahlvorschlagc sind ebenfalls noch einzureichen: a) ^^-Lbmeindc-behördllä>e Bescheinigung, daß die Bewerber am Wahltage das 25. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens einem Jahre Reichsangehörige und vom Wahlreclit nicht ausgeschlossen sind: b) die gemeinde behördliche Besckreinignng, daß die Unterzeichner des Wahlvorschlags in die Wählerliste oder Wahlkartei eingetragen oder mit einem Wahlschein versehen worden sind. Die Gemeindebehörden haben die Bescheinigungen auf Antrag g bührensrei auszustellen. 3. Im Wahlkreise darf ein Bewerber mir einmal vorgcWagen werden. Die Benennung in einem Reici)swahlvorschlage schießt die Benennung in einem Kreiswahlvorschlage nicht aus, wenn die Erklärung für den letzteren, daß die Restslimmen einem Reichswahlvorschlage zuzurechnen sind, sich auf diesen Reichswahlvorschlag bezieht. _ t 4. Die Kreiswahlvorschläge müssen von mimestens 50 Wählern des Wahlkreises Hessen Darmstadt unterzeichnet sein. Die Unterzeichner der Wahlvorschläge sollen ihren Unterschriften die Angabm ihres Berufs oder Standes und ihres Wohnorts und ihrer Wohnung bei fügen. 5. Jeder Wahlvorschlag soll mit einem auf die Partcistellung der Bewerber hinweisenden oder einem sonstigen K.-nnwort versehen sein, das ihn von allen anderen Wahlvorschlägen deutlich) unterscheidet. Irreführende Kennwörter sind unzulässig. 6. In jedem Krciswahlvorschlage muß ein Vertrauensmann mid ein Stellvertreter bezeichnet werden, die zur Abgabe von Er- Nänmgen gegenüber dem Krciswahlleiter und dem Wahlausschüsse bevollmächtigt sind. Fehlt diese Bezeichnung, so gilt der erste Unterzeichner als Vertrauensmann, der zweite als sein Stellvertreter. Erklärt mehr als die Hälfte der Unterzeichner eines Wahl- vorfchlags schriftlich, daß der Vertrauensmann oder sein Stellvertreter durch einen anderen ersetzt werden soll, so tritt dieser an die Stelle des früheren Vertrauensmannes, sobald die Erklärung dem Wahlleiter zugeht. Die gleichen Personen können nicht als Vertrauensmänner für mehrere Kreiswahlvorschläge benannt werden. Die Vertrauensmänner und ihre Stellvertreter können nicht Beisitzer des Wahlausschusses sein. 7. Innerhalb des Wahlkrcisverbandcs Hessen (Nr. XI) können mehrere Kreiswahlvorschläge miteinander verbunden werden. Die Verbindung ist jedoch nur dann wirksam, wenn diese Kreiswahlvorschläge derselbeii Reichswahlliste ang'schlossen sind. Die Verbindung muß von den auf den Kreiswahlvorschlägen bezeichneten Bertrauenspeisonen oder deren Stellvertretern übereinstimmend spät'stens am 23. Mai 1920 dem Leiter des Wahlkreisverbandes „Hessen" Nr. XI Staatsrat L^rbacher in Darmstadt, Neckarstraße 7, schriftlich erklärt werden. 8. Für die Kreiswahlvorschläac kann überdies erklärt werden, daß ihre Restslimmen einem Reichswahlvorschlage zuzureckmen sind. Die Erklärung muß spätestens am 27. Mai 1920 bei dem unterzeichneten Krciswahlleiter eingereicht sein. Die rechtzeitige.Erklärung hat zur Folge, daß beim Zuteilungsverfahren für das Reich die Restslimmen zusammengezählt w.'rden, die in allen Wahlkreisen und Verb indswah'kreisen auf die dem glichet Reichsivahl- vorschlag ang.schlossenen Kreiswahlvorschläge gefallen sind, und Kbcm Reicl>sn'ahlvorfchlage nach § 32 des Reichsivahtgesetzes die ihm zukommendc Zahl von Abgeoronetensitzen zugcteilt wird. Wird k «Erklärung.nickst oder nicht rechtzeitig abgegeben, so scheiden! die Reststimmen des Wahlkreises beim Zuteilungsverfahren für das Reich aus. 9. Eine telegraphische Erklärung güt als schriftliche Erklärung tm einnc der vorstehenden Aufforderung, n>cnn sie durch eine wätestcns am zweiten Tage nach Ablauf der Frist ein gegangene schriftliche Erklärung bestätigt wird. 10 Wahlvorsckstäge, die verspätet cingercicht sind, oder den gc|t'tmd)cn Erfordernissen nicht entsprechen, werden nicht zuge lasseii. 11. Tie Anschreiben sind zu richten an den Krciswahlleiter für den Wahlkreis Nr. 22 „Hessen-Darmstadt", Ttaatsmini,lerium, Neckarstratze 7. In den nach § 20 des Neichswahlgesctzes zu bildenden Wahlausschuß sind von dem Unterzeichneten berufen: als Beisitzer: 1. Rechnungsrat Valentin Herbert, 2. Geschäftsführer Hermann Nordmann, 3. Lehrer Wilhelm Ziegler, 4. Oberstaatsanwalt Rudolf Wünzer sämtlich zu Darmstadt, und als deren Stellvertreter: für 1. Reckstsamvalt Walter Karl Meisel, für 2. Frau Anna Maria Rauck, geb. Eckerlein, für 3. Oberr^ierungsrat Paul Emmerling, für 4. Arb iter-Sekretär Dionis Kvllmann, alle ebenfalls in Darmstadt. Die öffentliche Sitzung des Wahlausschusses, in der die eingereichten Kreiswahlvorschläge geprüft und über ihre Zulaftuna entichieden wird, ist bestimmt auf Dienstag, den 28. Mai 1920. vormittags 10 Uhr. Sie findet statt im Sitzungssaale des Kreis ausschusses des Kreises Darmstadt, dahier, Neckarslraße 3. Darmstadt, den 5. Mai 1920. Ter Kreiswahlleiter des Wahlkreises Nr. 22 „Hessen-Darmstadt". __________________Lorbache r, Staatsrat. Bclr.: Reickstagswahl 1920: hier: Wahlvorsteher uno Wahl raum. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Mit Bezug aus § 40 Absatz 1 der Ihnen inzwischen zugegangenen Reichswahorduung — Reichsg?s.tzölatt Nr. 93 wn 1920 — beauftragen wir Sie hiermit, uns umgehend eine als Wahl Vorsteher und eine als Stellvertreter des Wahlvorstehers geeignete Persan oorzuschlagen. In m er Linie kommen di? Bü germeister und Beig ordneten in Frage. 3m Uebrigen verweisen wir aber auch noch auf § 86 der Reichswahlordnung. 3n denjenigen Gemeinden, welche zwei Wahlbezirke bi den, sind je zwei Wahlvorsteher und zwei Stellvertreter vorzuschlagen. Mit Ihren Vorschlägen, die wir übrigens bis spätestens den 16. ds. Mts. erwarten, sind uns diejenigen Räume genau zu bezeichnen, in welchen die Wahlen statt finden sollen. Gießen, den 10. Mai 1920. Kreisamt Gießen. Dr. Usinger. Verordnung. zur Abänderung der Verordnung über Bier und bierähnliche Getränke Vom 15. April 1920. Auf Grund der Verordnung über Kriegsmaßnahmen zur Sicherung der Dolksernahrung vom 22 Mai 1916 «Reichs-Gesetzblatt S. 401) und 18. August 1917 tung der Verteidigung von Berufsinteressen ßaris, 11. Mai. (Wolff.) Havas. Dir afkammer fällte heute das Urteil über am 8. Mai festgenommene Eisenbahner, ^Bedrohung der Arbeitsfreiheit lagt waren. Ter eine wurde zu 3 Jahren ignis und 2 Jahren AuserftHalisverbot ver- t, weil er einen Arbeitswilliflen geschlagen, revolutionäre Sehriften verteilt hatte. Tc? :e, welcher ihn begleitete, wurde zu 15 Mv t Gefängnis verurteilt. England und Kanada. London, 10. Mai. (WTB.) Reuter. Unter- Bonar Law teilte mit, daß zwischen der l'chen und kanadischen Regierrmg eine Ber nntg geschlossen wurde, die eine wirksamere rtung der kanadischen Interessen Lashington ermöglicht. Der König wird Gesandten ernennen, der für die tkmiadiscken legvnlieitcn zuständig ist. Bei Abwesesthett britischen Botschafters wird der kanadische rdte sowohl die Interessen des britischm es Ivie die Kanadas tvahrnckhmen. Diese Der- rung bedeutet nicht, datz von dem Grundsatz Einheitlichkeit im diplomatischen Dienst des eben Reiches abgewichen wird. Ta4 irische Problem. Amsterdam, 11. Mai. (Wolff.) Der egraaf" meldet. Das englische Unterhaus te mit 259 gegen 55 Sttmmen den Ab- erungsaittrag Asquiths zum nerulegesetz ab, ivonach Irland an» zweier ein nationales Parlament er* m und den Grafschaften von Ulster das t gegeben tverdeu sollte, auf Grund einer immung sich während höchstens 6 Jahren diesem Parlament auszuschließen. Donar widersprach diesem Anträge, er sagte, er :, daß Asquith tioch in der Gedankenwelt Vergangenheit lebe. liegen soll. Dagegen rechtfertigt'die Bestimmung des §18 der Anlage 2 zu Teil VIII die geäußerten Vefürchtungen. Der § 18 bestimmt: „Die Maßnahmen, zu denen die alliierten und assoziierten Regierungen, falls Deutschland vorsätzlich seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, berechtigt sind und die Deutschland sich verpflichtet, nicht als feindliche Handlungen zu betrachten, können sein: wirtschaftliche und finanzielle Sperr- und Vergeltungsmaßregeln, überhaupt solche Maßnahm eit, welche die aennnnten Regierungen als durch die Umstände geboten erachten." Die schrankenlosen Befugnisse, die dieser Laragravh den Mächten gibt, bieten natürlich die Handhabe auch zur Beschlagnahme des i!s88.5iikrisI-8ciiMöiiWUliiiii!i8-!!iz!iIiil U. Referenzen! Nachweisbar größte Lcittungssiilngkeit! Zum Besuche der Firmen des Handels und der Industrie zwecks Abschlüsse sucht die General-Agentur für größere Plätze und Bezirke einwandfreie, redegewandte Reise-Akquisiteure n. Aemeter welche sich ausschließlich mit Fleiß und Iw tereße dieser Tätigkeit widnien wollen. 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L>. 1063) dürfen nicht hergestellt werden." 2. 2 Absatz 1 erlKlt folgende Fassung: m ., e„ „Beim Verkaufe durch den Hersteller darf der Preis sur 100 Liter in Fässern nicht übersteigen: , a) für untergäriges und obergänges Bier bet einem Stammwürzegehalt bis zu 3,5 vom Hundert......, • ■ ■ ■ _ •,. • bei einem Stammwürzegehalt über ö,ö ms 4,5 vom Hundert . ■ ■ ■ - ■ • • bi für bierähnliche Ge ränke^ t^rsatzbter) . . Tiefe Verordnung tritt mit dem Tligolueu Verkündung in Kraft. Berlin, den 15. April 1920. H Ter Reichs mi nist er für Ernährung und Landwirtschaft. I. V.: Tr. Hnbe r. 130 Mark, 180 Mark, 127 Matt. Bekanntmachung. Betr • Verkehr mit Brotgetreide und Mehl. Nachdem die Tagesmenge an Mohl für die. versorgungsbcrcch- tig'e Bevölkerung ab IG. Februar 1920 von 240 aus 200 Gramm herbagesetzi ist, wird auf Verfügung des ^irekeoriums der Reichs- getrcidesteilc nunmehr auch für Schwerst- und Schwerarbeiter^dre TagcSmengc um 40 Gramm aus 160 Gramm Melst ab IG. Mat 1920 herabgesetzt. Tic Zulagen bleiben dagegen m derselben Hohe W1C T1-n? Oberbürgermeister zu Gi'ßen und den Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises wir? empfohlen, vorstehende Be- kanntm rchung ortsüblich zu veröffentlichen. Gießen, den 7. Mai 1920. , Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Stegeri.__________ Bekanntmachung. Betr.: Tie öffentliche Bewirtschaftung der Frühkartosseln Auf Grund der Verordnung zur Sicherung der Boltscrn.rtzrung vom 22 Mai 1916, Reichs-Gesetzblatt S. 401, und 10. August 1917, Reichs Gesetzblatt S. 823, wird bestimmt: . Frühkartoffeln, d. h. in Mistbeeten,. Treib Hausern und igarienmäßigen Kulturen gezogenen Kartoffeln sind, falls diesclben bis zum 30. Juni 1920 geern.et und geliefert, von der öffentlichen Bewiriscbaftnng freigelassen und keinem .Höchstpreise unterworfen. Frühlar vsseln aus s e l d m ä ß i g e in Anbau fallen nicht hierunter. Vom 1 Juli 1920 ab tritt die öffentliche Bewirtschaftung ‘ der Früblanoficln ein. lieber die Preisregelung der Frühkartoffeln ist mit Rücksicht daraus, daß durch die Vevoronung vom 13 Marz 1920 für die Tonne Kar^sieln ein Mindestpreis von -o00 Mark festgesetzt worden iß, zunächst Abstand genommen worden und erfolgt später besondere Mitteilung. . T e m Oberbürgermeister zu Gießen und den B ü r g e r m e i st e r e i e n der L a n d g e m e i n d e n des ft r c 1= ses wird empfohlen, vorstehe nbt B e f an n t ni a ch u n g ni i t dem A n s ü g e n ortsüblich zu veröffentlichen, d a ß. Fr ü l;ka r to sf e l n a u s se l d mä s;i g e m Anbau nur mit unserer Genehmigung vor dem 1. Juli 1 J 2 0 abgeernlet werden dürfen. G i c ß e n, den 7. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. S ie g ert.__ Betr.: Landwirtschaftliche Bodenbenutzung: hier: Anbausl'ichen- erhebung 1920. An den Oberl'ürgermeister zu Gießen und die Bürger- meifterrkn der Landgemeinden des Kreises. Tnrch Verfügung des Reichswirtschaf sministeriums vom 31 März ds Js. ist die Anbauslächenerhebung. wie sie durch Bundes a:sdeschlaß vom 1 Mai 1911 — ergänzt durch den Beschluß vom 5,. Februar 1914 — angeordnet war, wieder in Kraft gesetzt ' Tic Feststellung der Anbaufläch.' hat in der Zeit vom 2 8. Mai bis 4. Juni d s. I s. zu erfolgen. Tie Erhebungs- formulare nebst Anweisung gehen Ihnen unmittelbar durch die .Hessische Zentralstelle für die Landesstatistik, Darmstadt, zu. Formular und Erhebungsweise sind die gleichen wie im Jähre 1914. Von den Erhebungssiormularen sind zwei Stück betgesügt: das eine ist für Ihre Akten bestimmt, wahrend das zweite nn- mittelbar ...... _ . an die Hessische Zenwalstckle für die Landesstack nk in Tarmftadt b i s spätestens 10 Juni 19 2 0 einzusenden iß. Ter Termin darf nicht überschritten Werben. Wir empfehlen Ihnen, sich mit der übersandten Anweisung genau vertraut zu machen und die heranziuziehenden Sachverständigen eingehend zu belehren. Gießen, den 8 Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert. Betr.: Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse: hier: für den Monat April 1920. Au die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern Sie an die Einsendung der Abdeckereiverzeichnisse für den Monat April 1920, soweit noch nicht geschahen. Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß hierzu benötigte Formulare durch uns zu beziehen sfüd. Gießen, den 7. Mai 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: v. Gemmingen.________ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Rabertshausen: hier: Ent- und Bewässerung der Wiesen in Flur IV. In der Zeit vom 11. bis einschließlich 25. Mai lfd. Js. liegen auf dem Tienstzimmer der Hess, Bürgermeisterei Rabertshausen ein Pnoiökt über die Ent- und Bewässerung der Wiesen in Flur IV nebi'l Erläuterungsbericht und Kostenanschlag fvwie der dazugehörige Kommis ionsbeschluß vom 16. April lfd. Js. über die Ausführung der Arbeiten _ und die Aufbringung der Kosten zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses während der Ofsenlegungssrist schriftlich und mit Gründen versehen bei der Hess. Bürgermeisterei Rabertshausen einzureichen, Friedberg, den 3. Mai 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. Dr. Jan n, Regierungsrat. Bekanntmachung. Die hauptsächlich unter der Schuljugend verbreitete, nicht fchars genug zu verurteilende Unsitte, Gebäude, Einfriedigungen usw. durch. Be s ch m i e r c n mit Kreide, Schmutz usw. zu verunreinigen, hat in letzter Zeit wieder überhand genommen. Wir sehen uns daher veranlaßt, vor solck-en Ausschreitungen! erneut eindringlichst zu warnen, sowie au Lehrer, Eltern, Vormünder usw. das dringende Ersuckfen zu richten, die ihrer Obhut unterstellten Kinder mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln von der Verübung derartigen Unfugs abzuhalten. Die Polizeibeamten sind angewiesen, die Schuldigen im Betretungsfalle unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen, im Falle der Strafunmündigkeit der betreffenden Kinder aber die Bestrafung ihrer Eltern, Vormünder usw. nach Artikel 44 des Polizeistrafgesetzes herbeizuführen. Gießen, den 6. Mai 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. Bekanntmachung. Es ist verboten: 1. Blumenstöcke, Blumenbretter und andere Gegen- siände auf Balkouen, vor Fenstern usw. ohne genügende Befestigung' aufzustellen, so daß durch das Herabfallen oder Umstürzen Personen beschädigt werden können; 2. Teppiche, Betten, Abputztücher usw. aus den Fenstern heraus auf die Straße auszuschütteln, so daß Personen belästigt ober verunreinigt werden können. Tie Polizeibeamten sind angewiesen, Zuwiderl-andliingen zur Anzeige -zu bringen, woraus Bestrafung gemäß, § 3668 Reichs- Straf Gesetzbuch erfolgen wird. Gießen, den 5 Mai 1920. Polizeiamt Gießen. L a u t e s ch l 2 g e r. Nachstehende Polizeiverordnung bringen wir erneut zur Kennt-, nis der Be e'ckigten. Gießen, den 5 Mai 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. Polizeiverordnung betreffend den Verkehr mit Kraftfahrzeugen in der Stadt Gießen. Aus Grund des § 23 der Verordnung vom 3 Februar 1910 über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen und des Art. 129 b. II. 1 ber Slädteordnung in Fassung der Bekanntmachung vom 8. Juli 1911 wird nach Anhörung der Stadtverordnetenversammlung mit Genehmigung des Ministeriums des Innern vom 8 Mai 1919 zu Nr M d. I. 9328 für die Stadt Gießen folgendes verordnet: § 1. Tie Mäusburg und Marktstraße dürfen mit Kraftfahrzeugen nicht befahren werden. § 2. Ter Durchgangsverkehr mit Kraftfabrzeugen ist verboten in den innerhalb der Anlagen gelegenen Stadtteilen. 8 3. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieser Polizeiverordnung werden auf Grund des § 21 des Gesetzes über den Verseh'- mit Kraftfahrzeugen vom 3. Mai 1909 mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft bestraft. 8 4. Diese Polizeiverordnung tritt am 1. Juni 1919 in Kraft. Gießen, den 20. Mai 1919. Hessisches Polizeiamt Gießen. Dtuc6 der 'Brübl’fdxn Universitäts-Duch. und Steindruckerei. R. Lana«, (Biefeen O561IObU6 08698 au verkaufen. Blockstraße 6. 5280c | Verkäufe | lieferbar bei -7-0 | Kaufgesuche | Au verkaufen. 5206c SelierSiveg 85. 250 Wpönn. PfcrdkMirr au verkaufen. 08671 frankfurter Str. 24 I. 3g. Minclk M 08693 Au vcrkcu W kar. seid. Binse l-12l "Frankfurter Straße'l. Fast neues Damenrad mit Bereifung u. 1 neuer schw. Nock (Gr. 1.70» ?, vk. AnAus. 2—4 u. nach 7 Uhr. 08664 Hammttraße 4 I. Göbel & Appel. Bergstraße 20. Photogr. Asoaral (12'/2X16) au verkaufen. AnAnseben ab 5 Uhr 08658 Friedrichstr. 7 I. HaiMuhc Aitfleben Sonnenstr. 13, 01:5,2 Wirtschaft „a. Burggraf0. Gnt erh. dunkelbl. H «,st <1 m. dnnkelbl. Kilt erh. SianholiHt mit Etui au verk. Schrift!. A ug. unt. l>8670 a. d. G. A. 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Abgang morgens 6'/» Uhr von der Turnhalle. Nachmittags Treffpunkt in Rodbeim. 5232c Der Turnwart. Donnerstag, 13.5.20, 5259c] Himmelfahrt: Tnrngang na® öem Sünsöetg. (Turnfahrt deS2. Bezirks) • Abm. 7 vornt. Lahnbrücke. ®eflOgel- u.Dogeü.- Beteln Gießen u. Weg. 1897,6.B. Die nächste I-'utterver- tellnnx, Stiirfertiuttcr 11. Geffiigelgcbäck, nnbet fflitW. 12. mal 1920 bei Mitglied Mohr, LudwigSvlatz 5, statt. Fünfziger 1870—1920 himaielfatzklansflag nach dem £aöioig56tüiinen (mit Ptufik u. Wirtschaft), Abmarsch (auch bei ungünstiger Witternng)- 2 Uhr Ludwig platz. 5251 Ter Vorst and. Tä Himmelfahrt Ausflug e Ue nach Kloster 9lriidjura. Trestp. 7 U. Jahndenknial iLudwigSplatz). Für Na» Aügler 1'" Lich-Arnsbrirg 08712 Ter Vorstand. „Feodora Cinb. Mittwoch d. 12., abends 9 Uhr, Ncbunasstnudc in modernen TäNAeli- Hiutmelsahrt = Auonm nackiLollar. Abf.2.45Üln Trestp. 2.30 Uhr Bahnw' Um zahlr. 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