'M !>, Ws» 5.1 *•< -K kJ ' - - Sflg * «N»A •ttenrob, hon **c Ur. 291 Der Siehrncr Anzeiger scheint täglich, außer som" und Feiertags. Vezugspreife Monatlich Mack 3.60 r»dMK.-.65Trägerlohn, «erteljährlichMnrk 10 80 iadMK.1.95Trägerll>hn: »urch die 'Post viertel- Lhrlich Mark 12.- »usschließlich Bestellgeld. Zern sprech'Anschlüsse: •ir die Schriftleitung 112; Ser lag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. 'ichten: Lozriger Liehen. patzs^ecklouto: jreatfurt a. w. U6S6 Erster Blatt 170. Jahrgang Freitag, sO. Dezember 1920 JKSFIäF /K WM Annahme von Anzeigen ▼ Ay 4k\pl für btelÄgesnammer bi» SietzenerAMger ■ General-Anzeiger für Gberheffen MW Druck und Verlag: vrühl'sche Unis^Vuch- und Steindruckerei 8. Lunge. Sdfriftteitiuig, SeschüftsMe und vruserei: 5chv!stratze 7. ^rnd) in Gießen. ten 10 schwere, 10 leichte Maschinen !uß Geiger. 320375 an denC<| taten. Der österreichischer VundeSpräfident. oder sonst unjW iMeige unter 8» nd Eis. »den GrundWn ichl der Reiiugu rigen. .. .. W en Vorschri^.r h irischen Etnp F nplanum oW J orsen wtw | i Besolg z» 8» en. lager entdeckt. U. a. wurden 281 Gewehre, 1 -rt *-2jri- drei Sine deutsche Note an die Entente über die Entwaffnung. Wien, 9. Dez. (WTB.) Die Bundesversammlung wühlte mit 129 von 214 Stimmen Dr. Michael Harnisch zum Bundes- ~ ~ " 55 sozial- DaS dänische KSnigdpaar in Paris. Paris, 9. Dez. (Havas.) Das oäni- scheKönigspaar stattete nachmittags dem Präsidenten der Republik im Elysöe einen Besuch ab, wobei der König eine persönliche Unterredung mit dem Präsidenten l>atte. Kurz darauf stattete Präsident Millerand mit Gemahlin dem Königspaar einen Gegenbesuch ab. iniguitg io ojt i : infolge anbouta fonitijeit lltnie drß die Mich eite von minMa inberem geeijnz i} Beendig ,^ te stattgefm.de» k steig zu entim m Breite bis p ilungspian ■. 2s. angritoj ord auf .920 n" üllgemksttz , Q°Nag? io 1920 des AusschdHt- it Urgermeiiieü! sehen cinjurtidB issiir: it. Mark vorgesehen ytr Bekämpffn'g von Zuwider. Handlungen gegen die Abgabengesetze und das Gc-< --- „ . - • „ . . Hk„1 setz gegen die Ärpftalflucht, sowie für Belohnungen j der großen L>tädte in Hessen die Statten an Bannte des LKKichSdwustes bei dieser Bc- für die höhere Bildung werden. Den Behörden wird empfohlen, falls Roh- oder Brennstoffmangel vorliegt, sich an die be- f treffenden Stellen su wenden, wenn es sich um |. bffmtlich bewirtschaftete Stoffe Händen. Liegen M fiNmzielle Schwierigkeiten vor, so soll sich M di« Vebörc»? durch die Handelskammer oh die Hilfskasse für gewerbliche Unternehmungen ;ur Erlangung eines Darlehens wenden. Ausnahmsweise sollen Darlehen aus Mitteln der pro- |‘ dustiven Erwerbslosenfürsorge in Frage kommen, - falls das Darlehen durch Aufträge gesichert ist. • M Mangel an Aufträgen soll sich die Behörde ncit den .ikommunalverwaltungen, den zuständigen t 9kÄchsmiiiisterien und den aufträgevergebenden Be- bötbeu in Verbindung setzen. Für den Handel i|i besonders beachtlich, daß auch hier empfohlen mrb, mit den privaten Abnehmerverbänden (Genossenschaften, .Konsumvereinen) in Verbindung zu in den einzelnen Reichs teilen verschieden. Im ganzen Reich sei die Mlieferung der schweren Waffen der Selbstschutzorgauisationcn im ivesent- lichen beendet. Ihre leichten Waffen würden im allgemeinen Ende Januar eingezogen werden. Im Laufe des F-ebruars werde die Entwaffnung der Selbstschuborganisationen mit Ausnahme der bayerischen und ostpreußischen Bevölkerung durch- geführt fein. In Bayern und Ostpreußen hatten die besonderen Verhältnisse nicht gestattet, mit gleicher Schnelligkeit vorzugel-en. In Bayern stehe die Bevölkerung noch völlig unter dem Eindruck der Erlebnisse des Frühiahres 1919, zu welcher Zeit eine Rätcherrschast nach bolsche- Der polnisch-russische Waffenstillstand. Kopenhagen, 9. Dez^ (Wolff.) Aus Riga wird berichtet: Der Waffen stillst and zwischen Polen und Sowjetrußland soll verlängert irTben, so daß er erst in IV2 Monaten gekündigt werden kann. Der Vorschlag wurde von den Bolschewisten gemacht, ©tc sind bereit, für die Annahme des Vorschlages den polnischen Wünsthen in der Frage der Freigabe der Kriegsgefangenen entgegenzrckommen. ■ fernher IW ürgenneiitetfl «ife des Aein» Sozialistische Auseinandersetzungen in Prag. Prag, 10. Dez. (WTB.) Die Polizei und die Gendarmerie besetzten in den Abendstunden die Umgebung des Volkshauses und räumten dieses. Amtlich wird dazu gemeldet: Durch Beschluß der Behörden der Republik wurde heute der Rechtszustand wieder Herges stellt, indem die Druckerei des Votkshauses, das seinerzeit von dem linken Flügel der tschecho-slowafischen sozialdemokr. Partei gewaltsam in Besitz genommen worden war, sei-' rechtmäßigen Besitzer, der tschecho-slowaki- schen sozialdemokr. Partei (rechts) zurückgegeben wuwc. Die Druckerei bleibt bis zum Eintritt ruhiger Verhältnisse von der Polizei besetzt. Bei der Räumung wurde die Gendac merie vom Hofraum mit Ziegeln, Gläsern uno anderen Gegenständen beworfen. Am Ausgang des Volkshguses waren Barrikaden aus Fässern und Handwagen errichtet. Ein Gendarm wurde am Kopfe schwer verletzt. Neun weitere Gendarmen und ein Zivilist wurden leicht verletzt. .„jjnallenOrö- Ser v«* iil * W ien u. Apoth^ Lager bei: Vom Beschlagnahmerecht soll in der Sperr- stpi Turr ziu Ncherunas zwecken Gebrauch gemacht < ®rben. von her EMeignungsbefugnis nur dann, ranru Abbruch ober Stillegung unvermeidlich er- fdetnat. wistischem Muster ausgerichtet worden war. Um der Wiederkehr ähnlicher Zustände vorzubeugen, bildete sich nunmehr im ganzen Lande die Einwohnerwehr. Sie besteht au§ Angehörigen aller sdaatsechaltenden Parteien mch aller Bevölkerungsschichten und trägt keinerlei militärischen Charakter. Die im Entwaffnungsgesch vorgesehene freiwillige Wassenabgabe hat in Bayern und Ostpreußen ein ungünstigeres Ergebnis gehabt als im übrigen Deutschland. Tie ab- geliesertcn Waffen stammten überdies zum Teil von den Einwohnerwehren. Im April 1919 hatten sich aber die Aufrührer bei Erstürmung der Münchener Kasernen großer Wassenvorräte bemächtigt, von denen die planmäßige militärische Ab- snchimg der Stadt später aber nur einen kleinen Teil dieser Vorräte wieder gartage gefördert hat. Es steht also fest, daß sich noch eine beträchtliche Menge von Waffen in den Händen der ordnungsfeindlichen Elemente befindet. Die deutsche Regierung steht vor der zwingenden Notwendigkeit, diesen Verhältnissen Rechnung zu tragen. Sie denkt jedoch nicht daran, sich der in Spaa übenutonnt» nn Verpflichtungen zu entziehen, wird vielmehr mit möglichster Beschleunigung neue Maßregeln Aus Hessen. Porto behänd lung bei Anfragen deS Publikums an Behörden. Vom 1. Januar 1921 ab werden bei den hessischen Behörden zur Freimachung ihrer Postsendungen Dienstmarken eingeführt, wogegen das bisherige Stundungsverfahren wegfällt. Seither konnten Antworten auf Anfragen oder Eingaben an Behörden als portopflichtige Dienstbriefe den Einsendern übermittelt' werden, die beim Empfang lediglich das gewöhnliche Porto zu zahlen hatten. Auch in Zukunft könnten, weil die Verwendung von Dienstmarken nicht angängig ist, derartige Antwortschreiben als portopflichtige Dienstsendungen abgesandt werden. Von der Post würde aber in diesem Falle nach den, neuen Bestimmungen außer dem Porto (für gewöhnliche Briefe bis 20 Gr. 40 Pf., über 20—250 Gr. 60 Pf.) noch eine Nachscbuß- gebühr erhoben werden. Falls auf Erteilung einer Antwort Wert gelegt wird, empfiehlt es sich sonach zur Ersparung unnötiger Portokosten, den an die Behörden, gerichteten Anfragen, Gesuchen usw. einen mit Anschrift versehenen fteigemachten Briefumschlag beizufügen. Die hessischen Kreisstädte haben zur Deckung ihrer Ausgaben für die erhöhten Beamtengehälter in einer Versammlung in Frankfurt a. M. den Antrag gestellt, einen Lastenausgleich dadurch zu schaffen, daß die Regierung auf dieStaats- kasfe die durch Schulgeld und sonstige Einnahmen nicht gedeckten persönlichen Aus- gaoen aller höheren Lehranstalten übernehmen soll. Tie Begründung geht dahin, daß durch die Beamtenbesoldungsrefvrm die tweht, bie in her Note der Kontroll- hRmifiton vom 12. Oktober besonders erwähnt birbc, keine Ausnahmes^llung einnimmt. Die Eckbftschutzotganisattonen seien selbstverständlich eine vorübergehende Einrichtung für Zeiten, t? bie Staatsgewalt infolge von außergewöhn- lrhen Umständen ihren Aufgaben nicht überall 8«achseii ist. Nur solange biete anormale Zu- fcmb dauert, können die Selbsffck>utzorganisationen bÄehen. Tas eigenste JMeresse des S< bau, seine Aushilfsmittel sobald wie »chrlich jfM. macherr Vie Verordnung gegenüber Betriebs« Abbrüchen und -Stillegungen. Dre an gekündigte Verordnung wurde am b. No- oonber erlassen und im ReichSgefetzblätt Nr. 223. yaS am 23. November ctschneu, veröfferftlüht. An bftem Tage tret allo bie Verordnung in Kraft. 1. bevor sie BettiebsMilageir ganz ober tell- triebe und Betriebe des Verkchrsgeroerbes mft iv^estens 26 Arbeitnebmerrr. Unternehmer solcher Betriebe sind verpflichtet, Anzeige an die von btt Landes»eMvalbehörde bestimmten Demobll- «achmrgsbehörde zu erstatten 1. bevor alle Betrrevsmrlagen ganz ober teilweise abbredm oder bisher zum Betrieb gehörige Sachen m anderer Weise dem Betrieb entziehen, wenn dadurch die Leistungsfähigkeit verringert nxrb; 2. bevor sie Betriebsanlägen ganz oder teilweise nicht benutzen, wenn dadurch in Betrieben oder selbständigen Betriebsteilen mit unter 200 Tlfbcitndymrm 10 Arbeitnehmer, und tn solchen von 200 Arbeitnehmern an b Prozent mindestens aber mehr als 50 Arbeitnehmer entlassen werden. Ist die Maßnahme durch bie Eigenart des Betriebs bedingt, so besteht keine Anzeigepflicht. Mbrüche dürfen nicht vor Ablauf von 6 Wochen, Stillegungen von 4 Wochen nach der Anzeige frettfinben. Die zuständige Behörde hat zunächst innerhalb der Frist 6 bzw. 4 Wochen aufzullären, l«lche Umstände die beabsichtigte Maßnahme veranlassen und welche Hilfsmaßnahmen an gezeigt krschcmen. Die Behörde ist ermächtigt, die Fristen irm einen, evtl, zwei Monate zu verlängern., Sc darf die Vorräte und betroffenen Gegenstände beschlagnahmen und zugunsten des Landesfiskus enteignen ober aus eine andere Person übertragen, -vodurch bie betroffenen Gegenstände bem Ver- 'tMNgsreckt des Unternehmers entzogen sind. Mit da Beschluß zu stellung geht das Eigentum im GM«mngsfalle über. Erfolgt die Anzeige nicht, so kann die Behörde ohne Ernbaltung der Fristerr vorgehen. Zu- hMberbtmöhmg ist Mit Geldstrafe bis 100 000 Mk. mb Gefängnis bis zu einem Jahr bedroht. Außerdem! können die Gegenstände erngezogen werden, mch fnerm sie dem Täter nicht 'gehören. Stillegungen srnd barm ansgeschlossai, wenn Rc als Mittel in .Kämpfen zwischen Arbeftgebem tntb Arbeitnehmern verwenbet werden. Zu der Verordnung sind eine Slefthzeftige Mus- jüLvmgSanweffuna, veröffentlicht hn Reichs-An- V^rr vom 24. November, unb Aussührungsbe- ßtwnnmgerr vom 25. November erschienen. Den Behörden wird auf gegeben, sich mit den nttrafen Fachorganisationen, den betreffenden Ge- toerff(baffen, Außenhanbeksstellen und Selbstver- Inoltungskörpem in Verbftrbung zu setzen. Unter bnt aiifgezählfen Selbstverwaltungskörpern befinden sich ber Reichskohlenrat und bie Reichsstelle titi Textilwirtschaft. leichte Minenwerfer uyb 40 wehrmunitton gefunden. Die Waffen wurden sofort unbrauchbar gemacht. Nach Aussage des Besitzers des Felsenkellers, in dem die Waffen gefunden wurden, gehört derSchlüssel zu dem Keller dem Oberst a.D. Schönberg. Griechenland. Paris, 10. Dez. (WTB.) Der Unter» suchunosrichter hat oie beiden ehemaligen griechischen Offiziere Therapis und Kyriekis, die am 12. August d. I. den Anschlag auf Veniselos am Lyoner Bahnhof beruhten, wegen vorsätzlichen Mordes der 'Ankla<»ekam- mer überwiesen. Die beiden Offiziere sind inzwischen wieder in die griechische Armee eingereiht worden. dem Reiche. Die Novelle zum Einkommensteuer- Berlin, 9. Dcs^^TB.) Im Steuerausschuß des Reichstages teilte Neichs- frnanzrniuister Dr. Wirth auf eine Anfrage hin mit, baß die Novelle zum Etnlommcnsteuecgcfetz heute bem Reichsrat tzrorgelegt worden fei. Ob die Frist für die SelbUttechuer von Kriegsanleihe zur Anmeldung für das Reichsnotopfer über den 31. Dezencker 1920 hinaus verlängert werden könne, fei fraglich. Er sei aber bereit, dieser halb mit allen Fraktionen in Verhandlungen einzu- treten. Tie Grundsätze für die SBertcrmittclung in der Landwfttfchaft wolle er der Entselted-ung des Ausschusses unterbreiten. Der Vertreter des Rcik^finanzininffters begründet sodami die Vorlage emgehenb unb erklärte, sie beseitige die tech- mschen Sckwiertgeiifeu der SOjäbryen Stundung unb erfülle den ursprünglichen Zw.rk des Reichs- notopfers, ber Papiergeldwut Einhalt zu hm unb die schwebende Schuld abzubauen. Währungspolitisch käme men mit einer schnellen Erhebung des Reicksnotopfers weiter als mit einer Zwangs- anleihe, bei deren etwaigem Mißerfolg ber Kredit weiter sinken würde. Tas ttrirtfamite undischnellste Mfttel sei die Annahme der Vorlage. Gegen die Banknoterchsmsterei. Aus eine Anfrage der Abgeordneten Bauer und Schwarzer ist vom Reichgmrniüer der Finanzen folgende Antwort eingegangen: Nach 8 3 des Gesetzes über Steuernachsicht vom 3. Januar 1920 verfällt Vermögen, bas bei der VeranlaMng zur Kriegsabgabe vorn Vermögenszuwachs ober zum ReftiL.ro tspfer vorsätzlich verschwiegen wird, zagunsten scs Reichs. Diese Veriallerllärung erstreckt sich msbewndere auch aur Banknoten, bie gehamstert worden sind und deren Wert in den Steuererklärungen verschwiegen worden ist. Im Haushalt des Reick^füumr.ministe- nums ftir 1920 ist ein Betrag von 10 Millionen tzorgamiationen i D r e n t e n. Auf Seitz entfielen 85 sozial- demokratische Stimmen. Der gewählte Bunne woal'ck en -1 ^hört feiner Part« an. Er hat Was dagegen die Entwaffnung der Ein-I sich schristsfelleri! wohn er we hren, d. h. bie Ablieferung der nalökonomischem in ihren Händen befindlichen Kriegswassen betreffe, I hte betätigt Er so hruü>le es sich hier um eine von Deutschland in Spaa übemommene Berpslicktung, deren Erfüllung die deutsche Reaierimg sich mit allen Mitteln angelegen sein lasse. Die Verhältnisse wären jedoch Sängerttan; gießen. Oratorium Bahnl 'Jon; gestört. Schwurgericht habe er stundenlang mit sich herumgetragen. Auf I nicht nur besitzen, sondern auch zum Ausdru! -ie Dauer der Uebedegung dmrme eS auch gar '^ringen soll. Kr. Mssel Hause! bomb Mi eiten. es Hahdn. H- Beuern, 9. Dez. Die Braun- Po h le n g ewinn un S'Ä M Wa W e erkannt. * Rabertshausen, 8. Dez. Bei der in vergangener Woche abgehaltenen Versteigerung der Masse stücke aus der Feldbereinigung wurden geradezu wahnsinnige Preise bezahlt. So erreichte ein Morgen gutes Land einen Preis von 16 000 Mk. — Trotzdem einige hunderttausend Mark erlöst wurden, reicht diese Summe nicht zur Deckung der Unkosten. feg1» cAr gtrut< K < Frankfu lK . . /tUimflll durch Kreisamt und Stadt sollen wenigstens die Frühzüge demnächst geheizt werden. Kreis Friedberg. # Reichelsheim, 9. Dez. Der schon eme lange Reihe von Jahren bestehende Bien^n- züchterverein für Reichelsheim und Umgegend wurde mit dem Friedberger Verein unter dem Namen „Wettevauer Lkenenzüchter-Bereln" vereinigt . *Wohubach,8. Dez. Vor einiger Zeit wurde hier an vier Stellen eingebrochen. Die Spitzbuben zerschnitten die Fensterscheiben. Nur in einem Hause hatten sie Erfolg, indem sie 4 Ballen Stoff im Werte von 9000 Mk. mitgehen ließen. Von den Dieben fehlt jede Spur. entfernte Wage der Staatsüochai. Das fragliche Trackäefäk war erst vor oa. 14 Tagen den Vorschriften entsprechend von dem strartlichen Beamten auf lerne Druckfestigkeit geprüft und vollständig in Ordnung gefunden worden, so daß eine Aufklärung des Unglücksfalles bis jetzt noch nicht gegeben werden Bram. Leider waren gerade an dem Dvuckgefäß mehrere Arbeiter beschäftigt, so daß 5 davon getötet wurden und» 5 weitere mehr oder weniger schwer verletzt s-nd. Die Namen der tätlich Verunglückten sind: Gottlieb Mfter aus Nied, Peter Dunstheimer aus Frorrkfurt, Leopold Breimmg aus Frankfurt, Geovg, Tresenbach csis Soden und Adam Lauer aus Bremthal; alle fünf waren verheiratet. Der Sachschaden üt bedeutend, doch ist der gesamte Betrieb des Werkes nicht | raubten Gegenstände fanden sich bei chvr vor. Er 1 leugnete zunächst alles ab, hat aber betrat ein, den wahren Hergang in den wesentlichen Punkten aUerbtngS beschönigendes, Geständnis abgelegt. Kucherckecker ist der Sohn eines früher selbständigen Landwirts, der, offenbar durch eigne Schuld, allmählich heruntergekommen und fetzt Dienstknecht ist. Gr ist der älteste von fünf schwistern unb soll von jeher seiner Heimtücke und Faulheit wegen das Sorgenkind seiner Mutter gewesen sein. Während des Krieges stand er .etrage Zeit in einem Feldarttllerieregiment,— ins Feld kam er nicht — und wurde dort mit der Handhabung von Repttrerprftolen vertrant gemacht. Bon Januar bis März war er Diensttwecht bei dem Landwirt Pf. in Dauernheim. Dieser, dessen Frau, die Knechte und Mägde schildern ihn übereinstimmend als einen ungewöhnlich faulen, frechen, verlogenen, heimtückischen Menschen. Seit Mitte März war er Knecht in Kaichen. Um einem früheren Mitknecht von Dauernheim, G. S., eine Selbstladepistole abzuLaufeit, verabredete er mit ihm auf Sonntag ben 28. März eine Zusammenkunft in Ranstadt und begab sich bereits morgens dorthin. Der Handel kam zwischen drei und vier Uhr zustande. Kuchenbecker erhielt die Pistole mit zehn Patronen. Er behauptet, S. habe ihn angestiftet, einen oder besser zwei Radfahrer zu ermorden imt> zu berauben; von dem Geld wollten sie sich Sprengstoff kaufen, einen Eiseubahnzug in die Luft sprengen und ausplündern. S. hat diese Angaben energisch be- sttitten; er ist mangels Beweises außer Verfolgung gesetzt worden. Nach der Trennung von S. — etwa um vier Uhr — trieb sich Eichenbecker zwischen-Ranstadt und Nidda herum, entschlossen, den beabsichtigten Raubmord bei der ersten Gelegenheit auszuführen. Em Radfahrer, dem er etwa um halb fünf 1 begegnete, entging seinem Schicksal nur. Weil Leute in der Nähe waren. (Der Mann war als Zeuge vorgeladen; K. war ihm ausgefallen wegen des unheimlichen Blickes, den er ihm bei der Begegnung zu geworfen hatte.) Um halb sechs wurde K. 1 beobachtet, wie er durch Ranstadt nach dem Tatort ging. Dort muß er sich mindestens eine Stunk« lang, vermutlich auf ein Opfer lauernd, herum- 1 getrieben haben. Ten Hergang bei der Tat schildert er folgendermaßen. Um sieben Uhr sei ihm ein Mann ent- 1 gegengekommen, der, eben auf bet Höhe angdangt, fein Rad gedrückt habe. Er habe -ihn unter einem Borwrau. angehalten, in einem unbemerkten Augenblick die geladene Pistole gezogen, sich Über- , zeugt, daß sie entsichert gewesen sei unb sie hinter dem Obcrichenktt Verborgen gehalten. Nun habe er den Mann aufgestrrdert, ihm das Rad herrarszu- men waren gut gegeneinander ausgeglichen, wenn auch der Mt gelegenllich zu bescheiden auftrat uw der Baß gelegenllich zu stürmisch (aber ich nicht fragen: „wer? tocr?") üorgina. Sehr forsch und sicher klangen die Soprane. Wie gut gcM war, zeigte sich besonders in den KoloraturstM des letzten Chors. Dem Orchester bat Haydn t®2 bedeutsame Aufgabe zugewiesen durch bie 2°n* malerei, mit der er sein ganzes Werk ausgMu hat. Und es kam alles gut heraus, einzel«s, das machtvolle Gewitter, die anschaulichen 3°^ ijenen, die fröhliche Weinlese, der herbe T«ü Cbter ist übrigens Allegro affai vorgeschnebrns unter Berücksichtigung der bescheidenen orchestraler Mitttt, die zur Verfügung standen, sogar zr packender Mittung. Die köstlichen Rollen — W solchen darf man hier wohl sprechen, obwohl 6 sich um ein „Oratorium" handelt — der Hanne. des Lickas und des Simon waren in guten Händen Herr Kammersänger Everts (Simon» hat einoi außerordenllich lsicht ansprechenden, vollen un' ausgiebigen Baß, den er mit großer Sicherheit zn maßvoller Geltung zu bringen wußte. Auch Hern i Schi lb ach-Arnolds Tenor war von angenehmer Wirkung, und Fräulein Emmv Potlt lieh mit Erfolg der Hanne den Liebreiz ihrel? jugendlich frischen Soprans. Tas berühmte DuSt rief denn auch vettnenten Beifall hervor, der ftdc auch sonst nach einzelnen Nummern 6enterfb _ - - - ---ill nicht an. Die Frage, ob Kuchenbecker vvn <5 angeftiftet worden fei, sei völlig gleichgültig übrigens auch zu verneinen. Rechtsmrwrllt Rothenberaer plädierte auf Tvdschlag und Verbrechen aus H 214. Kuchcnbecker sei angeftiftet worden und bei der Tat betört erregt gewesen, daß er ohne Uebetfegung gehandelt habe. Dies beweise seine Erregung nach bcc der Tat. Schlechte Eichung und mangelnde Bildung trügen die Hauptschuld. Ohne S wäre die Tat nicht aasgefü-htt worden. Die Tötung habe nur den Zweck gehabt, sich der Ergreifung nur frischer Tat zu entziehen. Die Geschworenen bejahten die Fragen nach Mvrd und Raub. Dem Antrag des Staatsanwalts gemäß erging Urteil. Der Knecht Willi Kuchen Hecker, geb. am 29. Januar 1899 zu Linden bei Hannover, ledig bestraft, wird wegen Mordes und Raubes zum Tode und zum dauernden Verlust her bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Tie bei der Tat gebrauchte Waffe wird ring exogen Der Angeklagte tragt die Kosten des Verfahrens. Gießen, 9. Dezember. Unter AusschlußderOeffentlichkeit wurde heute gegen die Dienstmagd Katharine Gök von Gießen wegen Kindestötung verhandelt Staatsanwalt Neuroth vertrat die Anllage Rechtsanwalt En gisch führte die Verteidigung Geladen waren 8 Zeugen und 2 Sachverständige. Mf einen Teil der Zeugen wurde verzier Wie ckus den öffentlich verkündeten Urteilsgründeu liervorging, hatten die Geschworenen die an sie gerichtete Frage, ob die Angeklagte am 9.Okt. 1920 zu Gießen ihr uneheliches Kind in oder gleich nach der Geburt vorsätzlich getötet habe, bejaht, ebenso die Frage nach nriBientben Unv ständen. Die Angeklagte nnnbe zu 4Jahren Gefängnis verurteilt, indem außer bet bestialischen Art der Tötung strafschärfend berück- srchttat wurde, daß sie bereits im Jahre 1914 em Kind getötet hatte und deshalb zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt worden war, strafmildernd, daß fte eine geistig minderwertige Person mit durchaus mangelhafter Erziehung ist. Sie erkannte das Urteil sofort an. Uetzchcrusen die Organisten wegen Nichtbewilligung ihrer Forderungen in den Streik getreten und Haven das sonntägliche Orgelspielen eingesiLllt. Vorläufig fingen die Gemeinden also ohne Orgelbegleitimg. Kreis Schotten. lw. Aus dem nördlichen Doge l s b e r g, 10. Dez. Diese Woche hat endlich den lange erwarteten Schnee gebracht. Es gibt fast jede Nacht Muschnce dazu, so daß die Schneedecke jetzt auch in den Tälern 15 Zentimeter hoch ist. Dabei ist es gelind, die Temperatur liegt bei — 2° Celsius. Für jung und alt ist der Schnee diesm-al ein besonders lieber Gast, die Schlitten und Rödeln sind in vollem Betrieb, das Getreide hat eine langentbehrte Schutzdecke und die Aussicht auf Winterfeuchtigkeit etfreut den Bauer. e. Schotten, 9. Dez. Seither fuhren die Züge auf der Strecke Nidda—Schotten ungeheizt. Infolge energischer Vorstellnngen Staatsanwalt Dr. Eckert führte ans, daß unter Würdigung aller Umstände die Tat nur als Raubmord betrachtet werden könne. Nur durch einen Mvrd sei der Raub onszu führen gewesen. Kuchenbecker habe nicht annchmen können, daß bet ihm an Körperkraft überlegene BSkxen das Rad freiwillig heranSgeben und chm gestatten iverde, darauf weazusahren; aicherdem sei er, wenn fein £)tfer am Leben geblieben wäre, der baldigen Entdeckung sicher gewesen. Bei feiner Feigheit unb Heimtücke sei er feinem Opfer gewiß nicht Auge in Auge gegenftbergetreten; aber auch wenn seine Darstellung in den Grundzügen wahr sei, habe er mit Vorsatz unb Uebertegmtg gehandelt. Keinesfalls sei, tote er rammehr glauben machen wolle, der erste Schuß sozusagen von selbst los- gegangen. Seine Aufregung noch der Tat, die «m Angst und Furcht vor Entdeckung zurückzu.- füh«n sei, beweise nichts. Eine gewisse Erregtheit bei der Tötung möge ihm zugeftonden werden: fast jeder Mörder habe eine Art Mordfieber, vergleichbar dem Jagdfieber, daß die Neberlegung in keiner Weise beemttächttge. Den Mvrdplan Aus Stads uttö Land. Gießen, den 10. De-, 1920. GorarrstaLtuKge«. Freitag: Stadttheater^ 6V3 Uhr, „Der ersten Liebe gotbuc Seit". — Stodttnistion, LSber- ftraße, 8'/^ Uhr, Vortrag über „Unser Gottes- bedürmis". — Cafs Leib, 8 Uhr, Konzett und Darstellung der Chicrnseer. — Lichtspielhaus, iveaucn, die ivach Liebe dürften" und,,Auf Ho- V'. Fürsprache^'. — Lichtspiele, Seltersweg, „Tas rote Plakat" und „Der Spekulant auf dem Heiratsmarkt". ÄctLcrvoraussage für Samstag: Bedeckt, meist trocken, Temperaturen unter null Gcab, östliche Winde. Unter dem Einfluß der im Norden liegenden 'Hüch" uckgebiete herrschen östliche Landwinde vor. Es ist daher vorerst mit Fortdauer des Frost Wetters zu rechnen. In Gießen betrug die Höchsttemperatur 1,2 Grad über Null, die Mindesttemperatur 2, Grao unter Null; in .Lauterbach die HöchfiU'mperatur 1 Grad unter Null und die MinüesttelNperatur 4 Grad unter Null; Darmstadt hatte 2 Grad über Null Höchsttemperatur unb 1 Grad unter Null Mindesttemperatur. ♦ ** Erne öffentliche Sitzung der Stadt- veror dnet en-Vers antmlung ist auf Montag den 13. Dezember 1920, nachmittags 6 Uhr, in das Stadthaus, Zimmer Nr. 11, anbe- rarnni Aus. der Tagesordnung steht: 1. Austritt aus dem heisisch-massauifdyen Wittfckxrftsverband, 2. Gebaltsfestsetzung für die Beigeordneten und beit Oberbürgermeister. ** Die verschwundenen Fünfzig-Pfennigstücke. Trotzdem seit Okw- beu für über 78 Millionen Mcrrk 50-Pfemng- stücke geprägt worden find, ist kaum noch eines zu sehen. Jedes Stück hat einen Metall- wet von 16 Pennigen und das genügte, daß fie sofort gehamstert wurden. Unter diesen Umständen ist von der Prägung von 25-Pfen- nigstücken Abstand genommen worden. **DieFleischversorgunginder Uebergangszeit. Eine ganze Anzahl der Metzger soll entgegen den aeltenden Bestimmungen ihren Viehdedarf durch direkten Vie Hk auf beim Erzeuger decken, ohne im Besitz der vorgeschriebenen Erlaubittskarte .Hum Viehhandel zu fein. Es wird vom Kreisamt darauf hingewiesen, daß entsprechende iAn träge auf Erteilung der Erlaubnis karte Lei her zuständigen Stelle (Kreisamt Gießen) unverzüglich gestellt werden müssen, da ab 1. Januar 1921 Viehauflauf ohne Erlaudnis- karte zur Anzeige gebracht wird. ** Tie Zuckerbezuascheine für De- Kember werden von heute an durch das Städtische Lebensmittelamt cmsgegeben, woraus wir die Kleinhandels geschäfte hiermit aufmerffam machen. ** Der 2. Hermann-Hoffmann- Vortrag, in dem Univerfftäts-Gatteninspecktor Rehnclt über Ceylon sprvchen wird, Tann "wegen «^getretener Hindernisse e^t Freitag den 17. ds. Mts., abends 8V4 Uhr, im großen Hörsaal der Äniverfitat stattsinden. ** Reinigung der Fußsteige von Schnee und Eis. .Die Eigentümer von an die Straße grenzenden Grundstücken werden vom Polizeiamt erneut auf die ihnen obliegende Pfticht der Reinigung der Fußsteige von Schnee und Eis aufmerksam gemacht. Der frischgefallene Schnee ift alsbald nach Beendigung des Schneefalls, unb wenn dieser während der Nacht stattgefunden hat, längstens bis 8 Uhr vormittags von dem Fußsteig %u entfernen, und zwar muß der Fußsteig in seiner ganzen Breite bis zur FahrbaMi schneefrei gemacht werden. Bei fortdauerndem Schneefall ist diese Reinigung fo oft als nötig zu wiederholen. Wenn auf den Fußsteigen Glatteis oder infolge andauernden Schneefalls, Frofteinwirkung oder aus sonstigen Ursachen Schnee- und Eis- buckel sich gebißet haben, so daß die Fußsteige schwer zu begehen sind, müssen diese in einer Breite von mindestens einem Meter mit Sand, Kies, Sägemehl oder anderem geeigneten Material ausgiebig bestreut werden. Das Ausftreuen Von DbsÄlen, Schlacken oder sonst ungeeignetem Material ift verboten. Nach eingetretenem Tau- toetter sind die Fußsteige unter Vermeidimg von Beschädigungen gründlich zu reinigen. Hierbei ist M beaebtat, daß nach den Vorschriften für den Vermehr und den Schutz der städtischen elektrischen Straßenbahn Schnee und Eis auf das Bahn- Xri-arara ober dicht an das Gleis nicht abgetoorfen werden dürfen. Die Polizeibeamten sind ange- toiefeu, den Befolg zu überwachen und nötigen- fcllls Strafanzeige zu erheben. Landkreis Gießen. * Klein-Linden. 10. De-. Im Saale der Deutschen Eiche finhet morgen abend eine ^Weihnachtsfeier der Hermatverernigung Klein-Linden statt, wobei Wandervögel ein Krippe n s p i e l aufführen wollen. Es ist W,begrüßen, daß bieie Wende, die allen Einwohnern noch in schöner Erinnerung sind, wieder aufleben Und die Hermatverrinisung auch mit jugendlichen Kräften neu erngefühtt wird. Hessen-Nassau. Explosion in den Höchster Jar-werten. Frankfurt kl M., 9. T^. (WB.) Heber einen Unglückssall m den Höchster Farbtoer- teit gibt die Direktion folgende Darstellung: Am 8. Tezember d. Js. MättqA 1 Uhr ereignete sich auf den Farbwerken ein schwerer Unglück^iall. IN dem Paranitamlin-Bettteb des Weckes explodierte ein mit Ammoniak gefülltes Truckgefäß. Der abgerissene Deckel zertrümmerte das Dach des Gebäudes und flog aus eine oa. 500 Meter geben. Dieser habe sich geweigett und Miene gemacht, auf$ufbringen. In diesem Augenblick habe et die Pistole gehoben und auf fein Opfer gerichtet. Ter Schuß sei sofott losgegangen. Der Mann habe das Rad fallen lassen und sei ftShnend vorwätts- getaumelt; da er sich gesagt habe, daß der Getroffene doch sterben müffe und damit dieser nicht Zeuge gegen ihn fein könne, sei er ihm nachgelaufen und habe ans kurze Entfernung einen zweiten Schuß nach dem Rücken abgegeben. Darauf fei der Mann auf "bad Gesicht gefallen und liegen geblieben. Er habe ihn herumgedreW, sich überzeugt, daß et fein Lebenszeichen mehr von sich gebe und ihm die Uhr mit der Kette abgerissen. Danach schwang et sich, von Furcht und Entsetzen gepackt, aufs Rick und fuhr nach Kaichen, wo er um 9 Uhr ankam. Sein Abendessen ließ er sich schmecken und war auch an den folgeichen Tagen in seinem Benehmen unverändert. Seinen Mitknechten erjäbite et, von einem Invaliden, der ein kurzes Sein habe, habe er das Rad und die Uhr von einem Kollegen billig geschnappt. Völxens Leiche zeigte zwei Schußvecketzungen, eine rechts vom Nabel und eine mitten im Rücken. Dünndarm, Gekröse Zwerchfell unb die Banch- schlagoder waren dnrchschoffen. Im Bauch fand sich ein Liter geronnenes Blut. Nach dem gerichts- ärztlichen Gutachten ist Völxen nur von einer Kngel getroffen worden, die in den Bauch einge- dtungen unb im Rücken herausgckommen ist. Der Gerichtschemiker Dr. Popp in Frankfurt war nach dem Besimd an den Kleidern der gleichen Ansicht. Er schließt aus einer Reihe von Umständen, daß der Täter sich bei Abgabe des Schusses beträchtlich tiefer als das Opfer befunden haben müffe, und kam zu dem Evgebnis, daß Völren vom Rade geschossen worden ist. Hierfür spricht unter anderem auch die Anskurbelung des Schultergelenks. Nach dem Gutachten des Regimentswaffenmeisters Weiß hat die Mordwaffe nicht nur einen ungemein schweren Abzug, sondern auch einen Druckpunkt von etwa 4 Millimeter; nur durch einen kräftigen Track konnte der Schuß gelöst werden. Knckenbecker ist von dem Kreisarzt Med.-Rat Dr. W a k g e r und dem Amtsarzt Dr. SchÜp- p e r t auf seinen Geisteszustand untersucht worden; er ist nicht nur vollkommen zurechnungsfähig, sondern, trotz seiner Unbildung, von nicht alltäglicher UttellSkraft. An die Geschworenen wurden Fragen gerichtet nach Mord und Straßenraub, fotoie auf Antrag des Verteidigers noch ehte HilsSfrage aus §214, wonach mit Znchth-us nicht unter zehn Ähren oder mit lebenslänglichem Zuchthaus bestraft wird, wer bei Unternehmung einer strafbaren Hand- hmg, um ent ber Ausführung entgegenstehendes Hindernis zu befeitigen oder um sich der Ergreifung auf frischer Tat zu entziehen, vorsätzlich einen Menschen tötet. Die Anklaaen- und Verteidigungsreden füllten zwei Stunden aus. M . Gießen, 9. Dez. 1920. Nach zweitägiger Verhandlung ift gestern in fbäter Aoendstrawe der Dienstknecht Willi Ku ch en decke r vom Schwurgericht der Provinz Oberhesseu wegen Raubmords zum Tode verurteilt worden. Den Vorsitz rührte LandgerichäSrat Funk, bie Anklage vertrat StaatSawvalt Dr. Eckert, die Verteidigung war Rechtsanwalt Rothenberger übertragen. Am Morgen des 38. Marz d. I. war der Photograph Bölxen ans NS>da zu Rad in die Umgebung von Selters gefahren, um Kvnftr- mandenbild^ zu machen. Er war ein junger, stattlicher, allgemein beliebter Mann, ber fein Gc- !CS.J‘erW> *md es m kurzer Zeit auf eine an- seAllche Höhe gebracht hatte. Er lebte in glücklichster Ehe, war Vater eines sechsjährigen Jungen und hatte ferner Frau, bie ihrer Niederkunft ent- gegenfah, versprochen, zum Nachtessen zu Haufe zu fein. Auf der Heimfahrt, abends um 7 Uhr wurde er auf ber waldiaen Anhöhe bei Effolder- aus offener ©trage, erschossen unb seines ^es, ferner llbr sowie seines photographischen Apparates bevMbt. Die Leiche wurde kn^ nach au' t«n Straßenbankett liegend aufgefraiben. Tater fehlte zunächst jede Spur; den sofort emsetzenden Ermittlungen der Behörden gelang eS aber bald, Licht ht das Dunkel zu brm- gen, uno twinge Tage nach der Tat wurde der Moroer m semer Dimststelle in Kaichen von hem l KrunmalkommMr Wiler verhaftet. Die ge- Wer heute die von Kraft unb Frische Dr> quellenden Melodien der .Jahreszeiten" auf sich hat wirken lassen, der mag es kaum für möglZ halten, daß Hahdn, als er sie 'niederschrieb, bereits 68 Jahre alt gewesen ift. Und zu denken muß es ifcm auch geben, daß diese Musik zu einer Zeit entstcmd, als bie Welt wiederhallte von Krieg und KriegSgeschrei, als die französische Revolution Mit ihren Folgen ganz Europa in .Aufrerama setzte und die napoleonische Getoaltherrschast rm Anzug war. Ucker ein Jahrhundert ift ins Land ge* gangen, jene schweren Zeiten sind versunken, schwerere sind beraufoesogien, und noch immer singen und hören, wir das Wunderwerk des alten Meisters, erquicken und erheben uns rat ihm und suchen m fetnetit Bann all das Grausige und Häßliche, das wir erlebt haben unb täglich erleben, für kurze Stunden von uns abzuschütteln. Wer inß dazu verhilft, der erwirbt sich ein Verdienst. Und wenn ihm das Unternehmen so gsit gelingt, wie es injt ber heutigen Aufführung des Sängerkran-ck der Fall war. bann kann man sich doppelt bei ihm bebauten. Gewiß, die ,Lahreszetten" sind etnr leichte Musik. Das soll aber heißen, sie acht unserem Ohr leicht ein imb findet auch bei Dem musikalisch toenig Vovgebilbeten rasches Serjl&tb ntS. Aber bie Mitwickenben im Chor und Orchester, bie Termen bie Schtoierigkleten. Diese anscheinend fo leichte Musik stellt großt Anforberungen an ftrüberen Gesang und sauberes Spitt, sie will mit größtem Fleiß und voll« Hingebung studiert unb ausgeführt fein. T« Sängerkranz und fein ans guten Musikanten zusammengesetztes Orchester haben bewiesen, bah fit solchen Anforderungen gerecht zu werden vermögen Durch die ganze Aufführung weht ein frisch« Zug. Ter Chor holgte dem Stabe seines feurigen und doch umsichtigen Lefters Herrn Albert Kasten mit großer Aufmerksamkeit. Die Stim- . Ä u m),« Ml * IV Alwen Y9 .Mich bcMc n-üMtchab s>- SetHit, Mmungsbi I' imr-olltisch an Der Bö> eine mäh Hänge erfolg ftic Spekula! ftege betätig! ■1519, Mamu schütte 2: M zeigten hermrve: torff 22, f W 13 Pro ’i:?burg Nürnk iaRein & Kop Wwn 10 P bitt Devisen! flilbschtvachm Äiß aus. Vc l«t. Die jtzNeiaung M Phönix Ätf bttTofft Stiche Petrol „m, und ferne erreichten, yandel. 1151,30 1153,70 1147,85 1150,10 941,65 943,60 Notierungen des Börsen- 01 toutbe 10. 12. Schweizer Franken Fl. --- 196.50 Frankfurt Berlin saal. Ober! [enmb, 266. 320. ES Hessischer Bankverein Aktiengesellschaft Filiale Metzen Fernrus Nr. 53 und 2157 Bahnhofstraße, Ecke Westanlage Weitere Filialen in Hauptsitz Cassel Wolfhagen. Bad-Wildungen. Ziegenhain 12820D Conzern: Commerz- und Privat-Vank Akt.-Ges., Berlin-Hamburg Moos. iw»c 430,50 811,50 2,54 23,76 $ Kr. 164,20 268,80 255,30 74,20 437,95 21,97 84,15 15,33 398,- 569,50 333,- 307,- 670,- 437*50 314,- 163,80 262,20 254,70 74,04 437,05 197.40 8.65 1.90 7.20 37.90 22.26 22.65 40.20 1.30 644 50 450 389,50 397,50 565,- 323,- 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 100 181,80 260,70 256,20 74,42 437,05 9.12. 77,50 8.12. 8,65 4,45 9,60 iabe der 13039 182,20 261,30 256,80 74,58 437,95 Mk. = Kr. --- Nr. = Fr. = £ — L. --- 6,95 *2^56 22,75 1,34 179,60 195,- vom 20. Dezember 1920 ab gegen Einlegeschein« ausgezahlt. Lollar, den 9 Dezember 1920. Die Liquidatoren: Verlach. 8.65 1.925 7.25 38.- 22 25 22 70 40.10 1.35 644.50 4.60 7.12. 77,50 68,80 67,50 64,30 180,60 328,- 247,- 219,50 202,25 180,- 195,75 196,- 503,12 390,75 400,- 575,- 338,- 307,- 687,- 578,- 438,- 315,50 276,- 505,50 270,— 33<- 1063,90 1066,10 1088,90 1091,10 1078,90 1081,10 1101,30 1103/5 1431,05 1433,95 1426,05 1428,95 Wechsel auf: Holland Deutschland Wien......... Prag Paris uonbon . Italien Brüssel Budapest New-Pork Agram........ rechen, daß diese amtlichen Preisnotrerungen den rtsächlich bezahlten Preisen in ihrer überlegend Kurs 9. 12. 77,50 66,70 68,25 64,60 180,50 322,- 246,- 219,75 202,- 180,— 194,50 189,- 497,- 387,50 395,75 320^- 300,- 665,50 565,- 480,- 310,50 263,- 509,75 266,- 860,- 305,50 71,— 405,- Batlst mit getickter Ecke M. 6.50, 5.50 Hocheleganteste Aus- ftlhr^ prima Stickerei M. 9.50 tevrentjprechend sind auch bte Äerkaufspreise der Vnget. ' Berlin, 9. Dez. (Wolff.) Börsen- 842, 308, Marknotierungen. Datum: 1 md2 der H imb die BesÄE- ch dem i (§ 480 imb i uh den Ergemi's: die Vorausjqo,, int Die Gemeinde Rüddingshausen beabsichtigt wegen Fnnzucht einen Simmentaler Bullen auf dem Submissionswege zu verkaufen. Diesbezüg. liche Offerten sind spütestens bis Montag den 13. Dezember l. F. nachmittags 3 Uhr einzureichen. 13047 Bürgermeisterei Rüddingehausen. Müssig. Züricher Devisenmarkt. 9.12. 9.12. 8,70 4,37 9,35 7,10 •*8^ Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Praa. . . . Stockholm . W'«n . . . . London. . . Paris . . . New-Pork 7.12. 77,50 6iar». Lirsldud- $trtin Lollu e.8. m. >,. H. in Siquiöotion. Die noch bei unserer Kasse stehenden Spareinla» gen mit Ausnahme der verpfändeten Beträge werden 22,03 84,35 15,37 943,05 949,95 22*22 22*28 84,40 84^0 15,23 15,27 ftyrbas praktische Weihnachtsgeschenk i Vertretung und Lager: 12772 Otto Reitz, Gießen • Afterweg 44 • fSi Erleichterte Zahlungsbedingungen! Monatsraten! Auf Wunsch unverbindlicher Besuch! Phänix-Bergb. Akt. . Bad. Anilin- u. 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Abend- Abend- Schlüße- Schluß- Kurs Kurs Kurs 3m Bügeln seiner Herren- und Damenwäsche, in u. auker dem Hanse, empfiehlt sich Frau Köhler, Dammttraße 32 II. Frankfurter Kleinvichmarkt. ZV. Frankfurt a M., 9. Dez. Der heuige Klelnvtehmarkt -ernte m allen Vrehgattungen zArücktes Geschäft. (5s waren angetneben 220 sülber (207), 581 Schafe (405), 254 Schweine ■. 58). Be-ahlt wurden Kälber mit 7 'bis 10 Mk - bis 11 Mk ), Schafe 4 bis 7,50 Mk (6,50 bis •00 Mk ), Schweine 13 bis 17,50 'M (16 bis 17,25 Mk.). Außerdem waren 113 Stück Groß- : ch mrgetrieben die gu MontagSprei^en gehan- xlt wurden. Es muß hier wiederholt ‘bemertt Alsfeld, Butzbach, Dillenburg, Dingelstädt, Eschwege, Frankenberg, Fritzlar, Fulda, Gelnhausen, Geseke, Grünberg, Hann.-Münden, Hofgeismar, Holzminden, Homberg (Bez. Cassel), Homberg (Oberh.), Höxter, Kirchhain, Lage, Lemgo, Lippspringe, Marburg, Melsungen, Neukirchen. Paderborn, Bad-Orb, Rotenburg (Fulda), Stadtoldendorf, Treysa, Warburg, SS -1«" ■ ■« Aufarbeiten! Blrstze boü 35 Hl. )ioen 50 „ Johann Aßmann. bei Liriliier, Aetzstetnstr.21. . , Dr. Geutner'S ba6 Schuhputz raignn mit Banderole nur reines Terpentinöl enthält, während billiger Krem Wasser oder Ersatzstoffe zugesetzt sind. tzs Ehm6, MaKoHerrenhemden, Schüren, Hosen- t*er aus Papiergewebe imb Sttohsäcke. An lebei^mitteln wurden angeboten mehrere Wagen und Futtcrbvhnen, gesucht waren Plau- rdtn. In 5?aushaltungsartrkeln lagen Angebote i atel Amsterdam- Rotterd. 2272,70 2277,30 2272.70 2277.30 ---- ‘ 462»- 463,- 462,- 463,- 6tieo*iteioof in neuen und getragenen Herren- Anzügen, Ulster, Paletots, Gehrock- u. Smokings-Anzügen, auch für Burschen Anzüge und Ulster in allen Größen, auch einzelne Hosen in all.Farben, Waffenröcke, Damen-Kostüme, Damen-Mantel. Ferner Schuhe, 7,« und langschäf- tige Stiefel in verschied. Gröhen, ausfallend billig zu verkaufen. L. Rosenzweig Herrengarderobehaus Gießen, Seltersweg 58 I. (Eingang Ecke Dolksbad). 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Tie Kauflust fich noch immer nicht heben, /vielmehr ist ba8 Geschäft auf denk toten Punkt anaelangt. Aus bat Tcxtilmarkt waren angeboten Dapiergewebe, sttzperflanelle, Cheviot und Baikmwollstvfie, Pa- pcrfroffe imd Gummtkordel Gesucht waren Crepe Christbäume Große Sendung eingetroffen. Berkaus Selterstor. gegenüber vom Lass Hettler. 13066 Tel. 2133. Ira« Frosch. Frankfurt a. M.. 9. Dez. Börsen- stimmungsbild Die Neigung zur Abschwächung blieb bestehen. Ter Monlanmarkt, ber eine ungleichmäßige Tendenz zeigte, ließ roeiterc Rückgänge erkennen. Buderus setzten mit 842 (30- Proz. niedriger) ein. Mannes- mann 572 stellten sich um 4 Proz. höher, dagegen Oberbedarf 325 gaben 3Vr Proz nach. Kleyer sind um 5 Proz. besser 308. Deutsche Petroleum machten bei dem sonst ruhigen Verkehr eine Ausnahme. Der Kurs stellte sich auf 2035 und stieg bis 2070. Südsee Phosphat wurden mit 2025 umgesetzt. Benz- Mtien 287, Berugsrechte 713/4 genannt. Julius Sichel 1435. Unter den chemischen Aktien blieben Th. Goldschmidt auf spekulative Käufe stark gesteigert 640 rationiert plus 70 Prvz. Lackfabrik Schramm konnten sich 9 Prvz. erholen 370, Gummiwarenf. Peter 435 waren 5 Proz. höher. Pinselfabrik Nürnberg gaben bei einigem Angebot 10 Prvz. auf 350 nach. Metallwaren Dannhorn 229Vi blieben behauptet. Scheideanstalt gaben wiederum 8Ho auf 862 nach, auch Farbwerke Höchst mit 430i/2 4 Proz. schwächer Hamburg Paketfahrl notierten 195, Metallbank besser 322. Oesterr. Creditanstatt büßten li/2 Proz. ein 71V». Mexikaner lagen ruhig 5proz. Gvldmeri- kaner 807 gaben 3 Proz. nach. 4VrProz. Irrig. Anleihe 540. 5proz. Tehuantepec 525. Zolltürken matt 95V,. 5proz. Reichsanl. 77Vs. Frankfurt a. M.. 10. Dez. Börsenkurse. MV ^s^Äu^ oetöttt •»— trotzen Mchrheit nicht entsprechen. In Wirk!schinde iu k-t gehen dte Preise bis zu 2 Mk. höher und amrt v ' MMrjmb k». kus un zu - • ------ ------- n hw. Limm u n g s bi ld. Die Verstimmung über Artige ’Bnjcr. die innerpolitischen Schwierigkeiten veran- . lastte an der Börse bei nicht dringendem Angebot eine mäßige Abschwächung. Stärkere Rückgänge erfolgten nur in Werten, in denen (ich die Spekulation in der letzten Zeit befort#» drrS rege betätigte. So verloren Harpener an* iingS 19, Mannesmann 15, Buderus 31 uno Lismarckhütte 21 Prozent. Bemerkenswerte Sichn. Ätittn. D|tf Haydn, raft und Frische! ZahnSzeiten" ar 1 es kaum sLr » fte1nieba(d)rit6, h lind mi denk' ese Musik zu m oiederhollte von r ftmtzösürbe Aekir rom in.AuireM »lkhmschost m v dät Ä ins j (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Wilson und der FriedcnSvertrag. London, 9. Dez. (WTB.) Die ^TimeS" meldet aus Neuhork: Die Tatsache, daß Wilson in seiner Botschaft an den Kongreß auf den F r i e- densvertrag keinerlei Bezug nahm, wird seiner bereits erwähnten Absicht zugeschrreben, den Vertrag von Versailles nochmals dem Kongreß boryulcgen mit dem dringenden Ersuchen an den Senat, den Vertrag im Interesse des Weltfriedens Ui ratifizieren. Zu diesem Zwecke würde Wilson eine neue Botschaft an den Kongreß richten, nachdem die inneren Fragen erledigt sind. Die griechische Frage. Athen, 9. Dez. (WTB.) TaS Ergebnis der Volksabstimmung wird wahrscheinlich erst im Laufe des heutigen Tages bekaimtgegeben werden. Der Mimsterrut wird dann den Text eines Telegrammes sestseSen, daS an den 5könig Konstantin gerichtet werden soll. Einige Mit- Berllner Tctniemmirft. Geld Brief Geld Brief Datum: 8 Dez. 9. Dez (Ein dreijähriger gut gehaltener Ziegenbock soll Montag d. 13. ds. Mts. nachmittags 2 Uhr auf dem Rathaus zu Garbenteich öffentlich meistbietend versteigert werden. 13066 Bürgermeisterei Garbenleich. Kissel. gtttber deS BadcketS, so meint bfe Agentur Da* nas, scheinen es für wünschenswert zu halten, sich hm sichtlich ihrer Verantwortung zu decken, umfi> mehr als die Drachme stänvig fällt. Drigttn und seine chemalisen Kriegsgefangenen. Brüssel, 9. Dez (WW? Zu Beginn der gestrigen Kammersitzungaabaufder Tribüne ein Mmm mehrere Revvlverschüsse ab und rief: „Ich war vier Jahre lang kriegsgefangen in Deutschland, habe aber seit meiner Rückkehr noch fein Recht et; Uen. Ich habe geschossen, um gegen die Art und Weise zu protestieren, wie man die alten Kriegsgefangenen behorche!t. Britischer und russischer Handel. London, 8. Dey. (WTB.) Wie die Blätter melden, ließ die russüche Räteregierung in London mitteüen, daß die liauvtsächlichsten Bestimmungen des englisch-russis chen L>an - delsabkommensentwurieS für sie annehmbar seien. Sic ersucht jedoch darum, daß in einer neuen Konferenz zwischen den englisckwn und russischen Delegierten über gewisse Sin^elbeiten beraten wird, bevor man zur endgültigen Ratifizierung deS Abkommens übergeht. Daily Chnonicle meldet, daß die britische Regierung augenblicklich zwecks Forderung deS Handels mit den europäischen Läridern, die durch den Krieg gelitten haben, einen wichtigen Plan mit ihren Landelsbevatern erörtert. In diesem Plan wird die Bildung eines Zentral-Tlea ring Hausein Europa für den britischen Handel vorgesehen, verbunden mit Vorkehrungen zur Verteilung von Waren. DaS Stretkvertwt des NeichSpvfttninisterS. Berlin, 9. Tez. Der Zentvalverband deutscher Post- und Telegrapbenbedtenste- ten, der Teutsche Eifenbahnerverband imb der Verband des bayerischen Post- unb Tele- gvapheTrpersonals wenden sich m einer gtmetniaman Protesterklärung gegen das Streikver- b 0 t des Reichsp 0 stmin 1 sters. Tie Erklärung behauptet, daß das Vorgehen des Rei'chs- postministers ein Verstoß gegen das Kvalittonü- rccht der Beamten und Lohnangestellten der ReichS- xost- und Telegravhen-Verwaltung bedeutet, und schließt mit den Motten: Wird den mit Recht erhobenen Forderungen der Beamten und Lobnwrge- ftellten der Reichspost- und Telegraphen-Verwaltung nicht Rechnung getragen, dann lehen wir uns gezwungen, von dem ->mS sustrhenden Streik- recht auch gegen den (rtlatz dieser Verfügung mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln Gebrauch zu machen. 6Hne Akademie der Arbeit in Frankfurt a. M. Frankfurt a. M., 9. Dez. (WTB.) Wie wir erfahren, haben die Besprechungen mit den beteiligten Arbeiterorganisationen der verschiedenen Richtungen wegen der Gründung der Akademie der Arbeit in Frankfurt a. M. zu einem günstigen Ergebnis geführt, so daß die Eröffnung der A7aoemie für Ostern 1921 yu erwarten ist. 31 sind veckmk- md noch iimn T-. xtiütrf des alte uns-m ihn GvviM n» W 1b täglich aW ; tat so gut gyj Mlg deSvLignv» 3-6«*#® 1?: aber W nd findet^ m «ff. AI ftttin Find u® ■ i bdben W“: „ .. nbtr ffSKs J Ms ' MS na Geräuch.Land- Leber- und Blutwurst 1SOT0 M. 12.—. Letooitlte Weisel, Murktstraße l4. Tel. IW. Rodel- SoklUlei sehr billig. ,leoac Carl Sohnnck. t-jr in Nadieuerzcugen, «elektr. Pachrtischlanrven, B keKtmdus-Dampshauben unb Spatherdöfen Ans Chemikalrenmattit waren -um erstenmal die [ In der Industrie, rote wir schon int letzten Bericht rattrilten, vielfach bestrittenen Notierungen des kvrsenausfchusses unterblieben. DaS Geschäft war hier flau, und die Preise der Angebote ent» iiNtadien der geringen Nachfrage Sie blieben viel- 9 B U B a itfiS & iü' I S-Mäßige w.c on 13071D Aktien-Gesellechafti (Inder-Mäntel Bsa™ Wr.lmSieuser Ä LMM getretener Hindernde erst 13042V Franz Hsumeier Fernruf 1212 Sonnenstr. 20 020432 13073 sofort gesucht h mußten Ms JSi haben das $ ?kn leiden schaj Ä namentlich d» nickt vm l | Vereine Empfehle I Alleinst. junge Dame sucht I VsrmiHungen, mmoden. Vuchhatterin u. di? Kaffe b« 11 - 3an- 1921 gesucht. Schrift!. Ang. unter 12934 D an den Giegener Anzeiger erbeten. I "u^^Mtiikestr. 2 p. LlüMieie Settersweg W. MWWW sof. einf. möbi. Zimmer. Schristl. Angebote unter 020500 an den Gtetz. Anz. W. MöWm f. Küche u. Haus b. hohem Lohn f. nach Weihnachten ges. Marktplatz 21. 1I07,c Wer übern. Abschreibe« ein. leichtverst. Collegs in dienstfr. Zeit (Schüler, Dame ufroJ? Schr. Ang. u. 020453 an den G. 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Mrche und Schule. 8 Effolderbach, 8. Tez. Nachdem mifeü Gemeinde lange em volles Geläute entbehrt hatte, rvuröc endlich das neue Gußstahlgeläute auf- gehängt, leider waren jedoch tue Glocken |o groß ausgefallen, datz mehrere Veränderungen im Balkenwerk dcS Turmes vorgenommen werden mutzten um ein Zusammenläuten der Glocken zu ermöglichen. Ter Klang unlereS neuen Geläute- ist mit dem m der ganzen Umgegend wegen letncfr Wohlklangs gerühmten Geläut der alten Bronze» glocken nicht zu vergleichen. Tre Stahlglocken dürsten nur bei ganz grotzen Glocken einen wrrNich schönen, dem Klang der Bronzeglocken einiger* matzen vergleichbaren Ton erreichen. dieRothschtkeitn deutscherR ' ’ .Sieben end«* Einkommens«? gesetz v. 1920 nft gänzung v.JaliV; Preis jeder Huw t> Vertag Lull Rea/j* PHILIPPS A.-6. l?w«~R^.-RöDeiHEiM ===== Oren» fin,0.12/ 12S - Aus dem Amtsverkündigurrqsblatt. ♦* Das AmtsverkündtgungSblatr Nr. 179 vom 9. Dezember enthält: Barauszahlungen aus das Reichsno tapfer. — Ausstellung der Gemeirrde-, Mark- w.d Stistungs-Boarnschläge für 1921. — Erwerbslosenfürsorge: hier: Beschoftung der Jnventargegenstäftde. — Statistik der Streiks und Aussperrungen — Die Rundgänge der Feld- gcfchrvvrenen. — Biehleuchen. — Dienftnachrichten ves ftttci Samte». — FeldbereiNigwrgen Reiichards- hain, Kondors und EttingSliausen. — Remrgimg der Fußsteige von Schnee und Gis. Bo rauszahlungen auf das Reichs- notopfer. In Hessen werden KriegSan* "8. I Ml wfc I *?>*■ dieZalkner aufLinüenhöhe Roman vonReinholdOrtmann. Ingm, datz sie nicht in den Streik treten darf, mÜlsen wir auch sorgen, daß sie nicht hunaert. ?u Elemente der Not werden in den nächsten nie len< geben wir n Preise ab Auswahl li ibstanfertigung i tmuster ? leihen zur (hrübtung des Reicbsnotopter- angenommen von den BrzirksLaslen, den mit Bcv- Irtjimg von Bc> ir! ^ka > sengel chäftcn betrauten stasicstellen, der beis.schen LandeSlivvvtbekenbank m Tormstaot, den B>z rls'varkassen £):ppmbeun and Gießen und der BeztrkSsparkanen für die Land- gcmctncni des Kreises Worms Barzahlungen aui dis 91cid>5notower können geleistet werden bei den Rcict^baiikanstalten, den Bczlrkskassen, den mit Berselmng von B/Lpro»aitigen Sckxrh- amveijungen der 4. und 5. Kriegsanleihe yirtt Werte do;: 'f für ic 10 i Mk Nennwert, alle übrigen Stücke dagegen zimi Nennwert, an- genommni werden. 3ebod> vermindert fid’ der angegebene Annahmcwcrt um den für die ^eit vom 1. Januar 1920 bis zu Begum des Zinsen- 4ntr$ der mitübergebenen noch nicht fälligen Z,nö- fd*me sich berechiienden Zinsbetnag Eine Verlängerung der Frist, binnen welcher selbstgezeich» netc Kriegsanleihe zu dem vorbeieichneten Bov- zugskurse in Zahlung gegeben lverden kwm, wird nicht statt finden. Die Maul- und Klauenseuche ist in X- ich amtlich festgestellt nwrden. Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Ottmar* hing Lich. Tas Beobachtungsgebiet bleibt unverändert. Die Maul- und Klauenseuche ist ferner bt Queckborn amtlich festgestellt worden. Acker Ä ■uerungszulagen für alle Reichs beamte einschl. ter Tiätare auf 10000 Mark, ferner Regelung fomvrornifeantmg der Demokraten, des Zentrums und der Deutschen Volkspattei tvolle.i wir infoiern entgegen kommen, als wir beim Reichsrat durchsetzen wollen, daß bei den Orten, deren Neurin- teilung in Ortsklassen unzweifelhait sestsbeht, die höheren Zuschläge gezahlt werden sollen. Im übrigen hält die Regierung an ihrer Vorlage fest. Zn Regierungskreifen hat keine Absicht bestanden, das deuy'che Volk noch vor Weihnachten in eine Krise ru stürzen. Das überlassen wir der Rechten. Abg. M o r a t h (D. Dpt.): Es wäre besser gewesen, keine politische Frage aus dieser Sache zu machen. Der sozialdemokratische Antrag fei ungerecht. Wenn cs bat Beamten heute so schlecht geht, so tragen diejenigen die Schuld daran, die einseitig die Forderungen der Arbeiter wieder und wieder erfüllt haben Der Antrag der Deutsch- Nationalen attspricht auch unseren Wünschen. Seine Annahme würde aber die Auszahlung vor Weihnachten unmöglich machen. Deshalb lehnen wir diesen ab. Abg. Breunig MSP.): 10000 Warf Zulage sind durchaus möglich. Mit der Vorwegbezahlung der Zanuarbezüge ist iriemand gedient. Der Abg. Hergt will eilte willige Beamtenschaft. Die BeamtLnschast ist frei und wird frei bleiben. Dabei will ich nicht unterlassen, zu betonen, daß unser Anttag noch weit hinter der Zunahme der Teuerung zurückbleibt. Alle übrigen Anträge lehnen wir ab. Aba DeliuS (Tart.): Die Notlage der Beamtenschaft ist letzten Endes aus die schlechte Bezahlung unter dem früheren Regime zurückzuführen. Vielleicht wäre eine Staffelung der Teuerungszulagen besser gewesen als ein fester Satz. Nachdem aber im Neichsrat ferne Einigung zu erzielen war, handelt es sich um eine schnelle Hilfe in den erreichbaren Grenzen, Gerade der preußische sozialdemokratische Frnanzminister Lütemann trägt die Schuld an der ablehnenden Haltung des ReichsvatS. Im übrigen geht die Vorlage in den meisten Fällen weiter als der deutschnationale Antrag. Die Forderungen der Unabhängigen sind angesichts der Finanznot des Reiches unerfüllbar. Der Redner ermahnt die Beamtenschaft, daß sie auf Gedeih und Verderb mit der Regierung verknüpft fei und sich deshalb nicht von ungeeigneten Führern verhetzen lasse. (Ms dec Redner die Tätigkeit der Besoldnngskommission rühmt und erwähnt, ertönen von der Tribüne lärmende Zwischenrufe. Vizepräsident Dr. Bell droht, die Tribldien räumen zu lassen, wenn sich derartige Vorkommnisse wiederholen sollten. Wg Plettner /Sftmrmunift): Wmn die Regierung den guten Willen hat, kann sie auch die Wünsche der Beamten erfüllen. Deshalb geht die Regierung nicht davon auS, auch für die Beamtenschaft ein Existenzminimum sesttzusetzen. Die Beamten haben dasselbe Recht wie die Arbeiter Tas Streikverbot muß die Beamtenschaft verbittern. iWiderspruch rechts und in der Mitte.) Man sollte das gesamte Hohenzollemvermögen konfiszieren. Die Regierung ist aber der größte Schieber. (Große Unruhe. Der Redner wird vom Präsidenten zur Ordnung gerufen.) Die Beamtenschaft, die Arbeiter, die Betriebsräte und die Regierung ftflttm zusammcnkommen und eine richtige Be- soldirngsrefottn zusammenbringen. Hier kann nirr der Kommunismus helfen. Abg. Dauer (Bayr. Dp.): Wir halten eS für eine Hauptaufgabe, die ReichSbesoldnngSordnung einmal gründlich nachzuprüfen. Preuß. Finanzminister S Übemann erfahrt, daß er sich weder für noch gegen eine Forderung der Beamten im Ausschüsse ausgesprochen bade. Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht, datz das Reich den Ländern beim Tragen der neuen Lasten behilflich sein muh, falls über die Regierungsvorlage ^nausgegongen werden muß. Abg. Dergt (D.-N.): In solcher Nollage muß em Beamter einen Vorftlpiß als wirkliche GshaitszoHlung auftasien. Eiserne Sparsamkeit auf allen Gebieten des Etats, nicht aber eiserne Sparsamkeit gegenüber der Beamtenschaft? (Zuruf: Lwst Du Dir aber verändert?) Ms der Redner betont, daß er mit dem ganzen Ernst der Verantwortung seiner Pattei zur Rufen frage gesprochen habe, ertönt schallende Reiter* feit. Die Regierung sollte erklären, ob sie die Verantwortung für die Annehmbarkeit der deutsch- nationalen ober sozialbem akratischen Anträge tragen tarnt ober nicht. Erklärt sie unseren Antrag für annehmbar, umso besser für bie Beamtenschaft. Reichssinanzminister Dr. Wirth: Abg. Hergt hat ben Unterftützungsfonds damit kritisiert, daß er sagte, das Verhalten der Regierung zur Beamtenschaft in Besoldungsfragen der Vergangenheit habe die Beamten stutzig gemacht. (Zuruf: Das hat er nickt gesagt?» Das OttSklaslengesetz schreibt Turnen, Spiel und Short. — Fu ßball. Am kommenden Sonntag empfängt der Verein für Bttvegungsspiele Gießen die Ligamannsckast seines Marburger Namensvetters zum Berbandsspiet. Das ^>piel dürfte von ausschlaggebender Bedeutung sein: gewinnt die bi» jefft umgefdilaguie Marburger Mannschaft, fo dürfte ihr die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen sein: siegt V. f. B. Gießen, so steigen seine ^off- mmgen auf einen der ersten Plätze um ein Erhebliches Marburg tritt, des Ernstes der Lage wohl bewußt, in stärkster Ausstellung an. Sein- Stütze ist der altbekannte Lwhmann, der seinen Sturm gut zu füIrren versteht. Gießen geht mö starker Mannschaft, leider aber ohne seinen vorzüglichen Flügelstürmer .fkimze in ben Kamps. Der Ausgang des Spieles ist sehr ungewiß. Beginn 2 Uftr. Nachmittags 12.15 uhr spielt die 3. Mannschaft des V. f. B. Gießen gegen die zweite deS Spiel- und SpottNub Dillenburg, während vormittags 10 Uhr eine Fugendmannschaft gcatn die 2. aktive Mannschaft des SpottvereinS Lollar an* tritt. (Siehe Anzeige.) Itenateii die Regierung aus das schärfste gefährden, tu muß sie sich wenigstens auf die Beamten verlassen können. Daß die Angelegenheit sich zu einer egierungskrise zuzuspitzen scheint, ist bislang aus t Presse bekannt geworden. Die Regierung sitzt er und schweigt. Wir wollen eine bestimmte zkunft haben, ob es sich mir um eine Reil^- tskrise oder gar um eine Kabinettskrise handelt. handelt sich hier nur um eine verhältnismäßig geringe Ausgabe. Soll diese etwa zu einer schweren d.'sahr für unser Vaterland werden. Die Regie- mng Hal schon viel zu lange gezögert und dadurch IM die Komplikationen der Lage hervorgerulen. »ch ist es Zeit, abzuhelfen. , Fmanzministtr Dr. Wirth bestreitet, daß die Regierung schuld an der Verzögerung trage. Lir mußten uns erst mit den Ländern einigen, bk haben das Sperrgesetz erlassen und das hat tu den leidenschaftlichsten Protesten der Beamten- 'taft namentlich in Bayern geführt. DaS 2^0(6 Lnn nicht von heute auf morgen einen -schritt ton unübersehbarer Tragweite tun, der auch die Stäbtc und Gemeinden verpflichtet. Auch der rreußische Finanzmrinster hat erklärt, er könne be Ausbesserung nur vornehmen, wenn ihm bas leid) bie Mittel dazu gebe. Wir haben uns rMtgemäfo an ben Reichsrat gewandt. Die snnanzmlnister der Länder haben einmütig erklärt, fit hätten ferne Mittel, zu zahlen. Glauben sie, M ein Beschluß des Reichstages diese Mittel Wt? Feder neue Antrag verzögert nur bte AuS- ichlung. Die Regierung ist jedoch berett, nnt Rück- l:dbt auf die Nottage der Bsamtenschast Anord- nmg zu treffen, daß alle Beamten bie am 1. 1. iilligen Dienstbezüge ledensalls noch vor Weih- riütcn ausbezulstt erhalten. Die meisten Anträge bt» aus finanziellen Gründen unannehmbar. Dem Ei ausgesordert werden, der Leichenöffnung anzuwoh- nen, um aus der Krankheftsgeschichte Aufschlüsse 92ie Aufforderung ist dem Ermessen des Richters anheimgestellt. In dem Fall der veriwrbenen Frau Signe Falkner ist Ihre Anwesenheit bei der Leichenös'nuna nicht für erheblich erachtet worden. Ihrem Ersuchen kann aus diesem Grunde nicht stattgegeben werden. Ter-kgl. Amtsrichter Ebertp. Oswald Germering zweifelte nicht, daß er diese befremdliche und beleidigende Abweisung einzig dem Sanftätsrat Barenthin zu verdanken habe. Und diese Gewißheit hielt ihn ab, weitere Schritte zu tun. Latte ihn schon die telephonische Unterhaltung darüber belehtt, daß aus der versteckten Feindseligkeit eine offene geworden war, so mußte er sich jetzt daraus gefaßt machen, daß der ältere Kollege jede Gelegenheit benutzen würde, ihm als rücksichtsloser Gegner in den Weg zu treten. Er war nicht gesonnen, gleiches zu ton: noch weniger aber dachte er an irgend einen Annäherungsversuch. Wenn es wirllich zu einem Kampfe kommen sollte, den er nicht verschuldet hatte, so war er bereit, ihn auszufcchten. In diesem Augenblicke gab es jedenfalls Tinge, die ihm ungleich mehr zu Herzen gingen als die Feindschaft eines in ieiner Eitelkeit gekränkten Beruisgenossen. Er konnte die steinerne Miene nicht vergessen, die ihm Gerda bei seinem letzten Besuch im Falknerhause gezeigt hatte, und der Stachel, den ihm die schrofte Verweigerung der erbetenen Unterredung ins tzerz gedrückt hatte, bereitete chm bitteren Schmerz. Von dem, was auf Lindenhöhe weiter geschehen sein mochte, hotte er nichts, bis er am Morgen des dritten Tages int „Tiefenbrunner Anzeiger" las: „Von dem beklagenswerten plötzlichen Todesfall in der Familie unserer hochgeachteten und als Wohltäter der Armen bekannten Mitbürgers Bernhard Falkner haben wir unseren Lesern bereits Kenntnis gegeben. Wenn wir auf die traurige An- gelegenheit heute noch einmal zurückkommen, so geschieht es, well uns allerlei abenteuerliche Gerüchte zu Ohren gekommen sind, denen wir im Interesse der schwergeprüften Familie entgegentreten möchten. Well der Tod der jungen Frau Falkner ohne voraufgegangene ernAiche ^krankung eingetreten war und die Ursache sich nach dem. äußerlichen Befunde iricht sestttellen ließ, ist auf Anttag der Familie und des zugezogenen ArzteS, des sehr angesehenen Sanitätsrats Dr. Barenthin, die gerichttiche Sektion angeoebnet roorben, die, wie wir hören, gestern im Sterbehause von dem Keeis^ vhysikus Tr. tzarder aus Neustadt und Derrn Dr. Barenthin im Beisein des Amtsrichters Ebettv vorgenommcn worden ist. Ueder das Ergebnis wrich natüttich vorläufig Stillschweigen beobachtet. Doch glauben wir nicht zu irren, wenn wir annehmen, daß sich Beweise für die Richtigkeit der Vermutung,' Frau Falkner sei einem Verbrechen zum Opfer ae» ftlllen, nicht ergeben haben Wenigstens läßt Die Tatsache, daß die irdische tzülle der Eiftschlafenen von der Staatsanwaltschaft des Neustädter Landi- gerichts zur Beerdigung freigegeben worden ist, kaum eine andere Erklärung zu. Den leichtfertigen Leuten, die bereite einen bestimmten Namen mit diesem vermeintlichen Verbrechen in Verbindung bringen wollten, ist also dringend die größte Vorsicht und ZurüclHaltung anzuraten. Selbst in dem Fall, daß unsere oben ausgesprochene Annahme irrig fein sollte, könnte doch wohl höchstens von einem ärztlichen Kunstfehler die Rede sein, der natürlich, wenn er nachgewiesen werden sollte, seine strafgerichtliche Ahndung finben würde. Tie Bestattung der Verstorbenen findet morgen nadh mittag sechs Uhr auf dem Tiesenbrunner Friedhöfe statt. Zhre irdischen Ueberrcftc werden in dem Erb- begräbnis der Famllie Falkner beigesetzt werden." (Fortsetzung folgt.) S8W Ä ■ Mt" rn ’et Kinderzulagen einheitlich für alle Kinder dis tum vollendeten 21. Lebensjahr und regelmäßige chlbjähttiche Nachprüfung der Teuerungszulagen. Abg Tr. D ö f l e (Z.) begründet den Antrag td bauptausschusses. Abg Stei nkopf (S.) schüdert die Notlage bet Beamtenschaft. Tie ursprüngliche Regierungs- xjriage war ungenügend, denn so groß die Not- tije kinderreicher Familien ist, so kann auch an ben kinderlos verheirateten Beamten und an den ledigen nicht ganz vorbeigegangen werden. Unser Vorschlag hält sich in den Grenzen des Möglichen. ; £ewismus bewahrt und Teutsch- land vor dem Chaos gerettet, nicht Sie mach Rechts', die der Weir den Beioeis Ihrer Unfähigkeit erbracht haben. Erst die Revolution bat ine Beamtenschaft tret gemacht. Die im Jahre 1917 angestrebte Erhöhung der Teuerirngszulage ist an dem Widerstand des damaligen preußischen Finanz- mmisters gescheitett. Älbg. Tr. £> ö f le (Ztr.) erkennt die fleißige Arbeit des Befoldungsausichusies an. Es lag ungeheures Material vor, dessen Berarbeittoig Zcft in Anspruch nehmen mußte. Abg. Kotzke (USP): Die Verbeugung der Rechten vor der Notlage der Beamtm ist unarv- tastbor. Ich grüße die Beamten, die sich endlich dessen bewußt geworden sind, daß sie freie Menschen sind. Abg. Dü weli (Kvmmunist) polemisiert ebenfalls gegen bte Rechte, bte wohl glaube, die Zeit zum Sturz der Regierung sei gekommen. Aus Bayern ertönen ja ähnliche Signale. Das Sttest- recht ist in der Weimarer Versassimg ausdrücklich verbürgt. Also ist das Stteikverbot ein Verfassungsbruch Wir werden für den Antrag bet Mehr* hettssozialisten nach etwaiger Ablehmörg unierer Anträge stimmen. Tarnst schließt bte Debatte Nach persönlichen Bemerkungen der Abgg> Sran Zietz (USP ), A11ekotte (Ztt.) erfolgt die Wstimmung. ?sirck längerer Geschäftsordnungsdebatte über d e Rechen- solge der Abstimmungen wird der deiittchnattonale Anttag gegen die Stimmen der Deutschmtionalen abgelehnt, desgleichen die sozialdemokratischen Anträge gegen bie gesamte Linke. Der Ausschutz- antnag zur Regierungsvoclage wird gegen die beiden unabhängigen Parteien und die Kommunisten angenommen. Die Anträge bet Unabhängigen werden abgelchnt. Die Entsästleßmig der Regierungs- pattcien, worin bte Negierung ersuch wird, im Wege der Verordnung den Reichsflnanzminister zu ermächigen, ben Unterschieds betrag, der sich aus der Gegenüberstellung des bestehenden Otts- klassenverzeichisses und dem vorliegenden Ent- wust eines neuen Ortsklassenverzeichnisies, ergibt, lorort zur Auszahlung zu bringen und dem Unter- ftützungssonds der ReichSrnmisterien ausreichnde Rttttel zur Mildermrg besonderer fJtotfätte der Beamten zuzuführen, wird gegen die Stimmen der Linksunabhängigen und Kommunisten angenommen. Ter Antrag der Unalchäny gen gegen bas Streikverbot der Beamten wird gegen die äußerste Linke abgelehnt. Das Gesetz wird sodann in der Fassung der zweiten Lesung auch in dritter Lesung gegen bte Stimmen der Link-unabhängigen und Kommunisten angenommen. Es folgt bie Beratung des Gesetzentwurfes über das Abkommen mit txu Schweiz bett, die Schweizer Geldßypokheken in Deutschland und gewisse Arten von Frankensorberungen an deutsche Schuldner. Nach kurzen Ausführungen der Abgg. Dr. B l u n tf (Temch Ko en en (Kommunist), Dr. N i e tz e r (D. Dp.) und Dr. B r e 11 s ch e id fUSP.) wird der Erftwutt rn erster und pveiter Lesung genehmigt desgleichen auch in dritter Lesung. Freitag mittag 12 Uhr Anfragen, unabhängige Interpellation über bas Verbot des Beamtenstreiks, Daushalt des Ernähttvigsministeriums. Schutz gegen o Uhr. Abg. Hergt (D.-N.): Die Regiernngsvor- laflt. die nur einem Teil der Beamten Helsen - rollte, erfuhr durch den Ausschußantrag eine lefentlidje Vcrbesferung. Leider sind bie Pensio- rite wieder ausgelafsen worden. Die Notlage aber st allgemein und deshalb muß allgemein geholfen setben. Wenn wir von der Beamtenschaft Der- W ............. W „Ja so — ich vergaß. Das war eS fa in der deuptsachc, was ich mit Ädnen besprechen wollte^ | S-e wissen, Latz der Sanftätsrat Dr. Barenchrn von cner Krankheit wiederhergestellt ist. tst em aE.tr Freund meines Vaters und Jahrzehnte hin- burd) sein Arzt gewesen Tatz er sich vielleicht Vrübergehend in der Behandlung seiner letzigen . hantbrit geirrt hatte, kann daran nichs andern. Germering machte eine leich abwehrende Be- Sie sich nicht weiter D-rr F-Nn-r! W verstehe volllommen. 3^.S>err Vater wünsch, ic3 der Kollege Barenthin seine Behandlung wie- übernimmt." „Allerdings. Er hat mich erfW, Ihnen erne jchmgehende Mitteilung M mnchm. Mit dem trsdruck seines Tankes natürlich für^ Ihre auf imcmben Bcmühungeii. Er bittet kmes Zeichen dieses Tankes bte beicheidmie kimme entgegen zu nehmen, bte ich Ihnen hier- ttl überreiche." ___ ,__... Er hatte einen verschlossenen Bnefumschag Ikworgezogen und legte ihn vor Germering auf bea Tisch. Ter junge Arzt blieb unbeweglich. „Ich erkenne die freundlich Absich S^red Katers an; aber ich möchte auf diese Art ber Lmt- loftrung lieber verzichen," sagte er mft zuruckhai- teiber tzöfticheit. Am Ende des Jahres werde iä mir erlauben, in der üblichen Form mente Rech- 1 nta zu überreichen, so tote sie sich aus meinen Ochern ergibt." Achim murmelte etwas lln^isammenhangen^ M, denn er wußte offenbar nidjt, was er auf bie Auückwetsung erwidern sollte. Es gab ein lleines. Berlin, 9. Dez. Der Präsident eröffnet die Sitzung um 2 Uhr iLchmittags Daus und Tribünen sind stark besetzt. Am Ministertisch: Simons, Wirth, Ztoch, Hermes und Giesberts. Etwas später erscheint «kichkanzler Fehvenbach. Aus der Tagesordnung steht die zwefte Lesung deS Gesetzentwurfes betreffenb den Teu-erwigs-- ^uschlag zu den Mnderzufchlägen mft Wirkung ö 1. Oktober 1920 für bte Ortsklasse A mft 15 Pwzent, für die Ortskiaise B mft 100'Proz, > mir echt in Packung 1860, 1918, 1073, 1406, 1452, 1595, 1999, 500 ML. 200 mt 100 M Durch rechtzeitig günstigen Einkauf bin ich in der Lage, wirklich gutes Schuhwerk sehr billig zu verkaufen 1863 1964, Sr Ar 2134, 2174 2454, 2469, 2501 Li 1531, 1825, Serie II Nr. Linoleum- Stückware -Teppiche, -Läufer Wachstuche H.Hochstätter Gießen SpezialbauS für Tapeten Teppiche und Linoleum Branvplay 2 fr. 1 2053, 2108, Serie N Nr. 2322, Elegante Gesellschafts-Schuhe Damen-, Herren- und Kinder-Stiefel sowie -Halbschuhe, schwarz und farbig, moderne Formen Berufs-Schuhwerk für Arbeiter u. Landleute in schwerer, gediegener Verarbeitung Warme Schuhe in vielen Sorten 1099, 1160, 1168 Serie II Nr. 1227, 1266, 1417, 1429, 1443, Regelmäßig täglich 3 Teelöffel voll in Getränken und Speifen zu nehmen. H. Beehthold. Vrandgasse 6 «Laden! Weserttr. 9 «Wohnung). Sktl.: As- lief 8n dtil £1 mciil Nr beai f MantaM BAUER Mo!tto.22-FerD$pr.269 k Qualitätsware 1 zu billigen V Preise«. Kinöer, sowie weröenösr und stillenösr MLttsr. bie „süh Unb Lichtspiele Se/terswea dcihülung un ißiicnb, vom iiait Dir. 2j, oiGfionbere bortanlager M § illgcmiincn hcn ober i ober burch ' btt Bauaus Mot schrisl ILbkiijo ßauabifiutti beerbe anorl Die Bau tifcl 25 her 'j bti Gesetzes: Alle Atl WMS'II Ititmifl M W Wen und L M-, Jauche W« für ti «üiicrn.üoli ® offentlidjci: Ae Unterschi ^ehmigung n«tt, unb ob Men ober ei um einen •btt neue Ein ließen Franz Neumeier Fernruf 1212 Sonnenstr. 20 behördliche Anzeige» Bekanntmachung. Bei der am 2. b. MtS. vorgenommenen yfa** mäßigen Verl o sung der am 1. M ärz 19 21 zur Rückzahlung kommende« Schuldverschreibungen des Anlehens der Stadt Gießen vom Jahre 1901 ttW1 Dem aulblühenden Sport Rechnung tragend, führe ich heute alle Sport-Artikel i»nnin.»»»imiinnw»w»innniiiinii>R UeberzeugenSie sich von derßüte u.Preiswürdigkeit in den früher gelieferten guten Original. Qualitäten und Aus- führungen wieder vorrätig. C. A. Hartmann Aussteuerhaus 1805iC Wäschesabrill 681, 694, 757, 768, 851, 888, 964, 990, 1061,---- Besea! Birkenrersig,29™D kräftig, 3x geb., Draht u. Holz, lies. laus. jed.Quant. Cöscher, Siegen i.W. Selk-: Tt ’ fließ? flt lu Sehnieiz-Harffarine, 100*/o Jettgeholt, vorzüglich zum Kochen und Backen, M. 17.50 p. Pid. Ltetö Eingang frischer Ware. An den Martttagen in der Markthalle, Stand 20 u. 2t. DU DammstraBe34 ■ ■■■ Ecke Nord-Anlage iiiiiiKiiBiiniiDiniiiiiuüiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiniiiiiiiiiiiiiui Sie finden bei uns zu mäßigen Preisen: moderne Kragen u. Muffe j aus Fuchs, Kanin, Nerz, Seal u. a. 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A. rsurde an den q 7 heitzestenSom-^ vertagen beiM ö tagttü-auever- S kaust.HiirLsern A: .nehrere Male verlängert. OJ »WWJßS leite 9 K NMWg § BM. | AH Kirchenplatz 9 zeige ich hiermit an. — Die Harzer Margarine-Werke sind infolge Beschaffung der feinsten ausländischen Rohstoffe in der Lage, die bekannte Nutzbutter g-i-h, g^. „Jugendfreund" Pflanzenbutter-Margarine, garantiert frei von tierischen Fetten, wieder in Friedensware herzustellen und empfehle ich dieselbe stets frisch, das Pfund zu M- 15.50. Prima holländische Pflanzenbutter habe ich ebenfalls stets frisch, das Pfund zu M. 14.80. ibkdintg |u Zu SRr. L. f- $etr.: Ter Mlbileb' fintr an »h W- „ Wenn a die Sei dern, jo W ' Mi getan n illju ängilli lurnuntemc (ilKTcm M 0 ihrer 0e|i ui einer uiji jdäblid1, loh önjang der ( giutfrtiälaui der Mehrer j1 ; ötab Cd» zedenjall tidjte ivähcei mit vielen T im Kreien e. sich, wenn ai wn selbst als Carl Butz Nutzbutter-Margarine-gentrale Ktrchenplatz Nr. 9 Telephon Nr. 589 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: Serie II Nr. 57, 116, 126, 155, — — — «u 2OOO W., N RpiR““a,er I 11 ■ I \ I Mäusburg 12 Fernspr. 2010 Praktische Weihnachtsgeschenke Moderne Beleuchtungskörper in größter Auswahl und in jeder Preislage Seidenampeln Elektr. Kocher und Bügeleisen Schreibtischlampen Telephon 131 Georg Appel, Gießen Seltersweg 56 in hervorragender Qualitätsware. Nuß butter feinste Süßrahm-Tafel-Margarine ungesalzen M. 15.—, gesalzen M- 14.50 p. Pfund Ab heute bis einschließlich Montag mo®. AM 8A W RI Fabelhaftester und sensatio- las rote Plakat ser Schuldverschreibungen bei der Stadttasse Gießen, bei dem Bankhcms DelbrLck Sc^cklerLD», Ku Berlin und bei der Mitteldeutschen Kreditbank W fruntfc fnrt a. M. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende Februar 1921 aufhört. Von den in früheren Jahren auSgelosten Schuldverschreibungen sind noch nicht zur 9tü* zahlung vorgelegl worden: Serie II Nr. 71 zu 2000 Mk., Nr. 1262, 1310 und 1315 zu 500 Ml, Nr. 1960 und 2130 zu 20O M1. 13059B Gießen, den 6. Dezember 1920. _______Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntrnachung. Durch Beschluß des Landessiedlungsamts ist das Verfahren der Landzuteilung für die Gemarkungen Beltershaip, Göbelnrod und Grünberg t» öffnet worden. Die genannten Gemarkungen sind zu dem Arbeitsbezirk Grünberg vereinigt. Die Landbewerberliften liegen vom 1L btt ernschl. 18. Tezenrber 1920 während der Dienfa stunden auf den betr. Bürgermeistereien ofw Gemäß §25 der Bollzugsordnung zum Landgcketz fordere tch sämtliche Personen, die glauben, M an dem Verfahren der Landzuteilung beteilism p können, aber noch nicht in der Landbewerbernl»l verzeichnet sind, auf, sich während der Ollw leMlngsfrist in die Liste eintragen zu lm'sen. Tie Wahl der Bevollmächtigten der LaM bewerber (Vertrauensmänner) findet am Sonntag den 19. Dezember 1920, vo rmitt ags 111/» Uhr, statt, und zwar wählen die Landbcwerb« Ml Grünberg gesondert in ihrem Orte, diejenigen«« Beltershain und Göbelnrod gemeinschaMuy » Beltershain. Die Wahllokale werden von den betr. BuE meistereien bekanntgegeben. 13 BadSalzhausen, den 7. Dezember Iw* Der Landamtmann zu Bad Salzhausen ________________Brrll.__ Bekanntmachung. Betr.: Ergänzungswahl zur Handelskam«v, Zur Vornahme der DandelslommcrwaM' nmch Termin bestimmt: _ t t a) für den Wahlbezirk Gießen-Stadr auf Mittwoch den 15. Dezember 1920, W* mittags 10—1 Uhr, im Sibungssaate on Handelskammer Gießen, Lonysttuße 7- Wahlleiter wird Serr ^ahriEDireftor5nd»rUfl May-Gießen tätig sein. Es scheiden aus bie Herren: KommeIttnrw Adolf Klingspor, Leviwld Mayer und August Scou, die Aus scheidend en sind wieder wählbar: d) für den Wahlbezirk Lich-Suage^ auf Mittwoch den 15. Dezember 1920,^2 mittags 10V,—t Uhr, in derVürgermeN tfli Lich. Als WaÄletter witt» Herr Fab»' kant Georg Stammlcr-Grünberg tätig, Es scheidet aus: Herr Brauereibesitzer Henma Ihrrng in Lich; der Ausscheidende »st wählbar. um*» Gieße«, den 9. Dezember 1920. Hessische Handelskammer Gießen, Schirmer, Kommerzienrat. Für AMWelMSkiM Künstlerische Handschulung zur Erlangung einer virtuosen Geläufigkeit und des Ausdrucks nach Th. Rotte, Musikpädagoge, Freiburg erteilt 020^1 Otts Will Pianist und diplomierter Lehrer von Energetos-Notte. Anmeldungen und Anfragen sind schriftlich an obige Adresse Bietzen, Löberstr. 12 zu richten. An- n. Verkauf von Möbeln, Antiquitäten, fowieNebernahmeganzer Eiurichtnngca. 15 Louialliothenberger 22Steuenweg2L. Xet 17ik 2477, 2491, Es wird dies mit dem Anfügen rar öffentlichen Kenntnis gebracht, daß dre Einlösung bi* kAS; | rote i Mi M 8 iahte J wird in Gießen J das Zagesge» a M sprach fein. \ Vs Sichern Sie sich a X zeittg Plätze. ▲ MnWfl 3.31h t» SMkags, K E. A 8 wä \ & ASM «M 0> wurde an den $ heitzeftenSom- * vertagen bei Icigliü-anLver- 6 kQUft.HLufern A mehrere Male oerlüngert. 9 £moUun Stückware -Teppiche, -Lauf Wachstuche H. Hochstätte Gießen SpezlatkauS für Tapet Teppiche uni) Linolen» Branvplatz 2lr.l MGSKW Birkenrersig,Ä kräftig, 3x geb., Drah Hol», lief. lauf. jcd.Qu« Löscher, Siegen i. Karns i Dackpulvr ' und Vackzrrtalcn flni beiter Qualität zu ba; Ccnlrßi-iJrosei iWMc Srdulstraste. Qualitätsware | Franz Neumeier | Fernruf 1212 Sonnenstr. 2( •icliefere in hervorragender Qualitätsware: Nußbuttei feinste Süßrahm-Tafel-Margarine uttgefalAen M. 15.—, gesalzen M- 14.50 p. Mr *7120 M. 16.50 per Pfund Zu Rehmeiz-Marffarine, lOO'/» Fettgehalt, v süßlich zum Kochen und Backen, M. 17.50 p. 4 Ltetö Eingang frischer Ware. 3n Öen Markttagen in der Markthalle, Stand 20 u. Lieferung frei HauS. 020 DI« DammstraBe! raiB Ecke Nord-Anlagt Wir unterhalten ein ganz besonders reichhaltiges Lager in i**»( hiiiiiiiiiJiiiiniiuiiiiiiiiniiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiniiiiiTiiiniiiiiliilillllfi Sie finden bei uns zu mäßigen Preisen: l moderne Kragen u. Muffe ] aus Fuchs, Kanin, Nerz, Seal u. a. Fellarten f PaifAF Sie ^nen Pclz laufen, liegt es in Ihrem l DuVUI Interesse: unsere Auswahl, unsere Preise i unsere Schaufenster CYVXj u C* > besichtigen. Für WWMMWtk klünstlerische Handschulung zur Erlangung einer virtuosen Geläufigkeit und des Ausdrucks nach Th. Notte, Musikpädagoge, Freiburg erteilt 020ßi Otto Will Pianist und diplomierter Lehrer von Energetos-Notte. Anmeldungen und Anfragen sind schriftlich an obige Adresse Gieren, Löberstr. 12 zu richten. Hennings Nutzbutter W echt in Packung mit dieser Schutzmarte Die Wiedereröffnung meines Ladens Kirchenplatz 9 zeige ich hiermit an. — Die Harzer Margarine-Werke sind infolge Beschaffung der feinsten ausländischen Rohstoffe in der Lage, die bekannte Nuhbutter gef< geto.» „Jugendfreund" Pflanzenbutter-Margarine, garantiert frei von tierischen Fetten, wieder in Friedensware herzustellen und empfehle ich dieselbe stets frisch, das Pfund zu M 15.50. Prima holländische Pflanzenbutter habe ich ebenfalls stets frisch, das Pfund zu M. 14.80. Carl Butz Nutzbutter-Margarine-Ientrale m”D Kirchenplatz Nr. 9 Telephon Nr. 589 ViujO gnuöen-Sroeßtet in den früher gelieferten guten Original. Qualitäten und Ausführungen wieder vorrätig. C. A. Hartmann Aussteuerhaus 18051c Waschefabrik Ssgarrenversteigerung eamStaa den 11. Dezember d. I.. nachm. | 2 Hbr, ver eifltre ich tut vluftraßc für Rechnung i dessen, den es angeht, in der Gastwirtschaft „gnm Echipkavaß^ in («testen (Bahnhofstraße) gegen bar 15 Mille Zigarren. Versteigerung bestimmt. Heb er, Gerichtsvollzieher in Gießen, Bahnhofstr. 29 ' W groß und fen Lager t fen ober lvi «MW W bespr. Zu racher, dp eW ähnliche fc nach sich v.üfratijd tq der sch Mschwenku Mg der gi nsig nicht z hnbergei Un Boifss tonte Klärung reinen, die si stlkreise erstr W 1000000 1 ’i auch die Gl M leugnend Mtliche Bege P Ausdruck gl pmtebe Str pjer Ged p. Ztresemar Msse machei N Denkens -christliche u feig leit d fester bü r® Grundlage N Damit r Haltung LNierung , Ä"9iür rich loirkli kratisck 5 ^"erkenn "M zu pos M°Ne ,^e Malst sä Mit» HMoI J&ä Km iS p. d LE % fe» rittf iS,«* I p hin die a Gelzung i I -stage tomi ■fcwfraten fy 'k. e’Qnfp soll», -1 V Die Landbewerberliften liegen vom 11.. W ernschl. 18. Dezember 1920 wähvend der DienU« fhmben auf den betr. Bürgermeistereien ofstm, Gemäß §2ö der Vollzugsordnung zum ßanbgdn fordere tch sämtliche Personen, die glauben, fiä an dem Verfahren der Landznteilung beteiligen in fönnen, aber noch nicht in der Landbewerber M verzeichnet sind, auf, sich während der Ossa» legimgsfrist in die Liste cintragen zu lassen Die Wahl der Bevollmäckftigten der W* bewerber (Vertrauensmänner) findet am Sonntag den 19. Dezember 1920, vo rmitt ags 111/» Uhr, statt, und zwar wählen die Landbcwrrber Ml Grünberg gesondert in ihrem Orte, diejenigen vm Beltershain und Göbelnrod gemeinfchaftluh ® Beltershain. Die Wahllokale werden von ben betr. MA: meistereien bekanntgegeben. 1306» Bad Salzhausen, den 7. Dezember 1$ Der Landamtmann zu Bad Salzhausen. Brrll. _ O Weiß/l L-bk E- hi ein« tiefe Ä V ist ’!1 >, und Stet iveiter ] äaffunöen; n; M bestehen» W In d' W schone L oon einer x kM.SeiM p>ret ta-> eßt feint 9 der WÄergetti G, und stim W Polen, l Bekanntmachung. Betr.: Ergünzungswahl zur Handelskamm«- Zur Vornahme der Handels la m merwaM> wird Termin bestimmt: ... a) für den Wahlbezirk Gießen-Statti auf Mittwoch den 15. Dezember 1920, WW mittags 10—1 Uhr, im Sitzungssaale vn Handelskammer Gießen, Lonysttase 7. v" Wahlleiter wird Herr Aabr;küirektorFnedott May-Gießen tätig fern. .____ Es scheiden cms die Herven: Kommerz-mac Adolf Klingspor, Leopold Mayer und August Nol 1. die Aus scheidenden sind wieder wählbar: b) Mr den Wahlbezirk Lich-Hungt« auf Mittwoch oen 15. Dezember 1920, W«' mittags lO’/a—l Uhr, in derBürgerme.stZ zu Lich. Als Wahlleiter wird Herr ^afr» kant Georg Stammler-Grünberg tätig, seau Es scheidet aus: Herr Brauereibesitzer HeinrM Fhrmg in Lich: der Ausscheidende ist w-eb« wählbar. 130«u/ Gießen, den 9. Dezember 1920. Hessische Handelskammer Gieß«, Schirmer. Kommerzienrat.