Aus Hessen. Die Kriegslage im Gsten. rung bt e», oay lmc iui vyuiungni» vun w-vll iic ui Ki , ar<„ ix befindlichen Iren, die den Hungerstreik durch- ?simi 1920 vorgesehen ut, ba^er 21hg. r- führen, auf frischer Int gefakt worden sind und ber eingereüh:. Ders.lbe.LL^-vr^nir^oeanrrogr durch den Hungerstreik nur den Gang der Ge- ferner die UebcrnahE der Kosten der Scheren rechtigkeit aushallen wollen. Es sei nicht angängig, Bürgerichulen enksor^erch der beabnchNgten Leute, die unter fi> schweren Anklagen stehen wie Uebernahme der Volksschullaiten aus bcp '-taat. stok führte zur Einnahme von Krinkis. An der ilinie von Brest-Litowsk bis Gnibneschow ist ____j der Einnahme dieses Ortes durch die Polen die Lage unverändert. Südöstlich von Lemberg wurden bvlscktewistischc Angriffe auf Prczemvslanv abgewiesen. Weiter südlich überschritten die Polen in einem Gegenj jofe nach der Einnahme von 5tnv hynicze den SwirU^uß. genossen Vorbehalten bleiben. Allen Auswüchsen, wie sie heute von Ar- Ireitnehmerseite unter dem Schlagwort „Unternehmersabotage" zusamrnengefaßt werden, muß, wenn sie erwiesenermaßen vorliegen, im allgemeinen Interesse vorgebeugt werden. Aus Verärgerung über ein Nachlassen der großen Verdienste, aus Mißmut über die Notwendig- eit, die Arbeiterschaft kurze Zeit zum Teil« »urchzuhalten, darf in dieser Zeit der Hoch- pannung nicht zur Steigerung der Zahl der Erwerbslosen, zur Belastung der Allgemeinheit und zu schwerer wirtschaftlicher Bedrängnis für die Betroffenen führen. Wenn die Verordnung hier die richtige Grenze zu ziehen weiß und wenn sie objektive und sachkundige Beurteilung gewährleistet, dann kann sie wohl nützlich wirken, so sehr dem Anhänger freier Wirtschaft alle derartigen Eingriffe verhaßt sein mögen. nehmen. In einer weiteren Erklärung der Regierung heißt es, daß die im Gefängnis von Cork diese, ohne Aburteilung freüulassen, was das Ende der Durchführung der Gkrecqtiqfeit bedeuten würde. London, 9. Sept. (WTD.) Tie „Daily Chronicle" berichtet, die Gefangenen, die die Nahrungsaufnahme verweigerten, würden nicht f re i g e l a s s e n. Was den Bürgermeister von Cork anbelange, so bestehe nicht der geringste Zlveifel, daß der Bürgermeister eine aktive Rolle in der Organisation gespielt habe, die die Ermordung von 80 zuverlässigen Beamten der Polizei beabsichtigte. England habe auch ^inen klaren Be- kiveis dafür, daß die sogenannte irische Armee, besonders die Brigade, der der Bürgermeister ange-- hörte, an den Ermordungen und Anschlägen beteilig sei. V Die deutsche Sprache in Australien. Berlin, 9. Sept. (Wolffs Rach einer Meldung aus Melbourne hat die australische Bundesregierung am 20. Juli durch Verordnung die Ein- fuhr von Bibeln, Gesangbüäiern und anderen religiösen Drucksachen in deutscher Sprache, die bisher in den lutherischen Kirchen Australiens benutzt wurden, allgemein verboten. Die Lage in Ostpreußen. Königsbergi. Pr., 9. Sept «"MTB.) Gegenüber übertriebenen und teilweise sogar falschen Blättermeldungen über die Lage in Ostpreußen weift die oberste Leitung der Provinz nachdrücklichst darauf hin, daß die offen:liehe Ruhe und Ordnung in Ostpreußen mindestens ebensogut wie in den anderen Teilen des Reiches ist. Tie Reichswehr und die Sicherheitspolizei sind völlig zuverlässig und ihren Aufgaben biircbau-j gewachsen. Die zähen wirtschaftlichen und moralischen Kräfte Ostpreußens sind in guter Bürgschaft. Tie Lage der Provinz weit im Osten ist ein günstiges Moment für die Anknüpsmrg wertvoller Handelsbeziehungen, so daß die einzelnen deutschen Fabriken und Kaufleute Anlaß haben, in Ostpreußen durch eine entgegenkommende Geschäftshandhabung Einfluß und Verbindungen zu suchen. Ur. 213 Dt; ÄitBener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags, vezuatpicise Monatlich Mark 3.60 undMk.-.SoTrägerlohn, oierteljährlichM- l, 10 80 undMk.1.95Trägerlo'i)n; durch die Post viertel, jährlich Mark 12.- ausschUeßi,ch Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: ftirdieSchriftleiluug 112; Verlag,Geschäftsstelle«!. Nnfchttff für Drahlnach. richten-Anzeiger Ziehen. poftfcheälonto: Frankfurt e. M. U68'> der Lage ist, weiterzuarbeiten. Es soll durchaus nicht bestritten werben, daß Fälle von Betriebsstillegungen und -ab- brüchen vorgekommeu sind, welche nicht durchaus notwendig gewesen wären. Manch ein Fabrikant wäre wohl in der Lage gewesen, einen vorübergehenden, kurzen Zeitraum geringer Verdienstmöglichkeit, oder selbst eine kurze Verlustperiode zu ertragen. Für derartige Fälle mag die Verordnung im allgemeinen volkswirtschaftlichen Interesse von Nutzen sein. Diese Fälle sind aber nicht sehr häufig, da feir Unternehmer gerne zu diesem letzten Mitte 9reift. In den weitaus überwiegenden Fällen war es ber harte Zwang, die wirtschaftliche Unmöglichkeit zur Wetterführung des Betriebes, welche schließlich zur Stillegung geführt haben. Versuchen willkürlicher Stillegungen, welche in unserer Zeit keine Privatangelegenheit des Unternehmers mehr darstellen, könnte und müßte, evtl, auch mit Zwangsmitteln, entgegengetreten werden. Liegen die Verhältnisse so, daß ein Unternehmen weitergeführt werden könnte, wenn ihm Rohstoffe oder Kapital zur Verfügung gestellt werden würde, so müßte nicht auf dem Wege des Zwanges, sondern durch wirtschaftliche Hilfe alles getan ............. ,____ Werden, um die Aufrechterhaltung des Betrieb walkt unbedeutende lokale Kampfhandlungen statt, bes und die Weiterbeschäfligung der Arbeiter» Ter polnische Vorstoß aus der Geoeud von Bialy- Königsbe rg i. Pr., 9. Sept. (WTB)^An der litauisck^polnischen Front fanden nördlich Su- mission. Berlin, 10. Sept. Aus Kattowitz md- bet eine mchrheitssozialistische Korrespondenz, daß keine Demission der englischen Kreiskontrolleure vorliegt. Diese Kontrolleure hätten nicht mehr getan, als daß sie sich, dem Sinne des Friedensvertrages entsprechend, einer unbedingten Neutralstät befleißigten. Sie versähen ihre Aentter weiter, wenn auch der. Ernst der Lage die weitere Entwicklung nicht voraussehen lasse. Die Verhandlungen in Riga. Paris, 10. Sept. (WTB.) Havas berichtet aus Warschau: In einer Radiadepe- sche an Tschitscherin teilte der polnische Minister des Aeußern mit, daß die polnische Delegation mit Vollmachten zum Abschluß eines Waffenstillstandes und der Friedenspräliminarien, eventuell des Friedens, vom 12. September ab in Danzig zur Abfahrt nach Riga bereit fein werde. Unruhe» in Petersburg. Helsingfors, 9. Sept. (WTB.) Havas. Seit langer Zeit entwickelten sich Unruhen unter den Kommunisten in Petersburg, und die Lage war zuletzt sehr kritisch geworden. In einer Sitzung des Zentralkomitees der f i n n - ländischen kommunistischen Partei in Petersburg am 31. August trat die Oppositionspartei in die Ersch.'inung und gab nach kurzer, erregter Auseinandersetzung Revolverschüsse aus die Versammelten ab. 10 sinnländische Kommunisten wurden getötet und ungefähr 20 verwundet. Die Oppositionsgruppe setzte sich hauptsächlich aus Offizieren der Roten Armee zusammen. Aus dem Neiche. Zunehmende Kohlenknappheit. Berlin, 9. Sept. (Wolff.) Tie ?lbendblätter veröffentlichen ein Schreiben des Rcichskohlen- kommissars an oas R eichs ver ke hrs- m i n r'st e r i u m , worin ersterer sagt, daß er mir mit Mühe der Eisenbahn noch die Menge zu- führen könne, die sie tatsächlich verbrauckst. Ob dies in Zukunft weiterhin möglich fein würde, sei eine ernste Frage. In dem Schreiben imrö das Verkehrsminislerium gebeten, Maßnahmen zu treffen, um den fetzigen Köhlenverbrauch "e f*h e b - lich einzuschränken. Die Einfuhr von Mehl. Berlin, 9. Sept. (WTB.) Von verschiedenen Zeitungen wurde die Behauptung aufgestellt auch wir hatten von der Beschwerde der Bäcker- inmmgeti Notiz genommen und freuen uns, daß die Angelegenheit von der Ragieruna klargeftellt Serben kann. T. Red.), daß die deutschen Backereigenossenschaften Gelegenheit gehabt haben, durch Vermittelung des Staatsverbandes der nordameri- kanischn Bäckermeister zweimal monatlich je 800 Waggons feinsten amerikanis chen Weizenmehls gegen zweimonatige Kreditgewährung zu billigen Preisen (3,20 Mk. Abgabepreis an bte Verbraucher für das Pfund) einzuführen, daß aber das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Einfuhr ablehnte. Wie wir Horen, ist die Mitteilung durchaus irreführend. Beim Ernährungsminister wurde ein derartiger Antrag niemals g-estellt, also auch niemals von ihm abgelehnt. Ter Ernährungsminister antwortete lediglich auf eine allgemein gehaltene Anfrage des Zentral Verbandes deutscheo Bäcterinnungen „G e r m a n i a", daß der gründ- sätzlich ablehnende Standpunkt gegenüber derartiger Einfuhr auslöndischen MeUs aufrechter- halten werden müsse. Ter Grund hierfür sei darin zu sehen, daß zur Aufrechterhaltung unserer Brotversorgung sehr erhebliche Mengen Brotgetreide aus dem Auslande eingeführt werden müssen. Damit wir diese Mengen mit Sicherheit und nicht $u übermäßig hohen Preisen erwerben können, muß an der zentralisierten Einfuhr festgehalten werden, die zunächst für die'Sicherung der Brotversorgung sorgen muß. Die Zeiten,-in denen für Kuchm, Weißbrot und Backwerk feines Mehl auf Wunsch ber Verarbeiter und Verbraucher eingeführt werden kann, ist leider noch fern. Waffenschiebungen. Berlin, 9. Sept. (Wolff.) In Erfurt sind, den Abendblättern zufolge, große Waffen- schiebungen aufgedeckt worden. Es handelt sich dabei um etwa 100 000 zerlegte Gewehre und 34 000 MaschinengewehrteLe. Mehrere Personen, darunter der Inhaber einer bekannten Wasfen- fabrik in Suhl, sind verhaftet worden. Aus dem Parteileben Bayerns. Berlin, 9. Sept. (Wolff.) In ber B ayr i- schen Volksva rtei hat sich, wie die Abendblätter aus Münchnr melden, durch Gründung der Christlich-Sozialen Partei eine .Spaltung vollzogen. Die Partei soll eine Kampforganisation gegen den Kapitalismus und den materialistische Sozialismus bilden. Die französische Politik in Oberschlesien. B r e s l a u , 9. Sept. (WTB.) Die „Brest. Morgenztg." veröffentlicht unter der lieberscknift „Ter unparteiische General Lerond" folgendes Dokument: Jitteralliierte Regierungs- und Plebiszitkom- mission für Oberschlesien. Nr. 96 9t 4 J.P. Oppeln, 29. 8. 1920. (Geheim.) An die Herren französischen Kreiskontrolleure. In Anbetracht der langsam wachsenden Erregung in der deutschen Teilbevölkerung in Ober- chlesien halten wir es für nötig, die Herren Kreis- dntvolleure darauf aufmerksam zu machen, daß es ich empfehlen wird, die Ueberwachung und Aktion zur Wiederherstellung der Ruhe bzw. §ur Entwaffnung der irregulären polnischen Trupps mit mehr Nachdruck auszuführen, um einer Wiederholung solcher Fälle, wie sie in Kattowitz und Beuthen passiett sind, entgegenzuarbeiten. Es wird auch daraus zu achten sein, im Falle von Mitteilungen irgendwelcher Att an gewisse Seiten (C. D. C. Hindenburg) mehr Klugheit und Vor- i ch t anzuwenden. Nicht zu vergessen aber sind die Anweisungen über die Stellungnahme gegenüber den polnischen Organen im Solle eines Zu- ämmengehens und über dessen Wirkung nach außen. Bei ausgebrochenen Differenzen im Zusammenarbeiten mit den Herren Mitgliedern ber italienis chen Delegation ist besonders daraus zu achten, daß bie Nichtbeachtung ber für die Aufstellung ber Polizei erfolgten Vorschriften in nicht zu großer Zahl erfolgt. Es muß in jedem Falle ein bestimmtes Maß von Gleichstellung ein- gehalten werben, damit das Prestige ber interalliierten Kommission keinen Schaden erleibet. Nach stattgehabter Rücksprache mit den leitenden polnischen Stellen erfolgen Direktiven bzw. Anweisungen für die weitere Behandlung ber noch kommenden Ereignisse. Von dieser Anweisung unberührt bleiben die offiziellen Tagesberichte. (gez.) Caput, Direktor des Militärdepartements, (gez.) Lerond, Präsident ber interalliierten Kom- Die belgisch-französische Taktik vor der Genfer Konferenz. Paris, 10. Sept. (WTB.) Nach dem „Echo be Paris" hat bet belgische Ministerpräsident Delacroix bei seinem Aufenthalt in Paris vor- geschlagen, die Repa r a trons ko m in i s s i o n in Paris sufam men treten zu lassen. In dieser Sitzung sollen dann bie deutschen Delegierten über die deutschen Wiedergutmachungspläne gehört werden. Am 15. Oktober soll dann in G e n s eine Konferenz der alliierten Regierungschefs ftattjinben, die die von der Reparationskommission aufgrund ber Beratungen mit den Deutschen gemachten Anreg- ungen zur Kenntnis nimmt. Miller and habe den Vorschlag bereits gebilligt. Es stehe noch bie Zustimmung von Lloyb George und Giolitti aus. (Anmerkung ber Redaktion: Diese Melbung bestätigt vollauf bte Darlegungen in Unserem gestrigen Leitartikel.) Brüssel, 10. Sept. (WTB.) Ministerpräsl- dent Delacroix gab gestern dem Ministerrat Kenntnis von ber Unterredung, die er mit dem französischen Ministerpräsidenten Millerand vt der rus fisch-polnischen Frage, in der Frage ber Wiedergu tmachnn g sowie über wirtschaftliche Angelcgenhcßen hatte. Ter Ministerrat setzte dann den Text des Schreibens test, durch das das belgisch - franz ösr's che Milrt är- abkommen genehmigt wirb. Dann beschäftigte sich der Rat mit ber Ernennung der Manchen Delegation für die am 15. November ftattffnbeiibe Vollversammlung des Völkerbundes. Drese Angelegenl)eit wurde bann aber bock, noch in dec Schwebe gelassen. Huysmans wurde dann b.- auftragt, Belgien am 15. September bei der Versammlung des ausführenden Rates des Völkerbundes zu vertreten, der die Frage der Einocrlei- bung der Gemeinden Eupen unb MalmÄw prüfen soll. Tie Bergarbeiterbewegung in England. London, 10. Sept. (WTB.) Im Laufe der Konferenz zwischen den Vertretern der Bergleute weigerten sich diese, in der Frage der Herabsetzuno der Kohlenpreise nachzugeben. Auch in der Lohnfrage weigerten sich die Delegierten, ein industrielles Gericht anzuerkennen oder , mit den Arbeitgebern zu verhandeln. Ter Bürgermeister von Cork freigelaffen? London, 9. Sept. (WTB.) In einem Bries an ein Parlamentsmitglied bezeichnete Asguith den BesÄuß, den Bürgermeister von^Cork sterben zu lassen, als einen politischen FeUer erster Crbnung unb erklärte sich bereit, zu Gunsten des Bürgermeisters zu intervenieren. London, 9. Sept. (WTB.» Amtlich wird mitgeteilt, Lloyd George habe die amtlich: Zusicherung gegeben, unter der Bedingung, daß die verbrecherischen Attentate in Irland ein Ende Anfragen im Landtag. rm. Darmstadt, 9. Sept. Dem Landtag sind nachstehende Drucksachen ^gegangen: Außer dem schon gemeldeten brmgaftspolitischen Ausschuß eine Mehrheit gefunden. Irgendwelche ae- setzesähnliche Bedeutung kommt diesen Richtlinien natürlich nicht zu, da ja auch der Reichswirtschaftsrat selbst keine gesetzgebende Körperschaft ist. Immerhin darf die Bedeutung dieser Besprechungen nicht unterschätzt werden. Die Leitsätze, welche — wenn auch gegen die Stimmen einer recht erheblichen Minderheit, namentlich von seiten der Arbeitgeber- schaft — die Billigung des Reichswirtschaftsrates erhalten haben, werden sick>er für die Gestaltung der kommeitden Gesetzgebung mitbestimmend sein und sie beeinflussen. Die erste Verordnung, welche auf diese Besprechung zurückzuführen ist, ist bereits ausgearbeitet. Im Reichswirtschaftsministerium ist der Entwurf einer Verordnung fer- tiggestellt, welche ungerechtfertigten Stilllegungen und Abbrüchen von Betrieben vorbeugen soll, soweit dies auf Grund der z. Zt. geltenden gesetzlichen Bestimmungen angängig erscheint. Die Verordnung, zu welcher AÜsführungsbestimnrungen für die mit ihrer Durchführung befaßten Bel-örden erlassen werden sollen, dürste in allernächster Zeit veröffentlicht werden. Im Reichsarbeitsministerium haben bereits Besprechungen mit Arbeitnehmer-Vertretern über den voraussichtlichen Inhalt der Verordnung stattgefunden. Er lehnt sich in der Hauptsache an die oben erwähnten Beschlüsse des vorläufigen Reichswirtschaftsrates an. Der Unternehmer soll verpflichtet werden, vor einer beabsichtigten Betriebsstilleguna dem Reichswirtschafts- minister Kenntnis zu geben. Das Reichswirtschaftsministerium oder die damit betraute Stelle soll bann zunächst nach Möglichkeiten für eine Verhinderung der Stillegung suchen. Es ist hierbei an Rohstoff- oder Kreditbeschaffung gedacht. Schlagen diese Versuche fehl, so sollen scharfe Maßnahmen vorgesehen werden, nämlich die Beschlagnahme der Maschinen und der vorhandenen Rohstoffe, um fie gegebenenfalls anderen Betrieben zuzuführen. Man hofft, durch diese Maßnahmen nicht unbedingt nötige Stillegungen und Abbrüche von Betrieben vermeiden unb baburch einer weiteren Arbeitslosigkeit begegnen zu können. Man hofft auch bie agitatorische Ausnühung wirklich unvenneiblicher Stillegungen ba- durcb entkräften zu können, weil nicht mehr der freie Entschluß bes Unternehmers bie Stillegung herbeiführen könnte, fonbern weil eine unparteiische, amtliche Stelle bie Ent- scheibung getroffen haben würbe, so baß Schlagworte wie „Unternehmersabotage" entkräftet würben unb verschwinden müßten. Diese letztere politisch und wirtschaftspolitisch vielleicht zu begrüßende Folge wirb allerbings bie Verordnung für ben Unternehmer, welchen traurige wirtschaftliche Verhältnisse zur Stillegung ober gar zum Abbruch seines Betriebes zwingen, kaum schmackhaftev machen können, wenn ihm auch baburch be-- scheinigt wirb, baß er kein Ausbeuter ist, sondern baß ber Betrieb objektiv nicht mehr in Die Lage in Italien. Paris, 9. Sept. (WTB.) Wie bie „Information" aus Rom melbet, ist es bem Arbeitsminister nicht gelungen, eine Verstän- bigung. zwisckien ben Arbeitern unb Arbeitgebern herbeizuführen. Ministerpräsident Giolitti hat beshalb persönlich eingegriffen unb bem Präfekteri von Turin unb Mailand Weisung gegeben, sich mit den Vertretern der Arbeiter unb der Industriellen in Verbinbung zu setzen, um ihnen bestimmte Pläne, über bie vollkommenes Stillschweigen bewahrt wirb, zu unterbreiten. Erstes Blatt 170. Jahrgang Lreitag, 10. September 1920 w Annahme von Anzeige« MM für die Tagesnummer vis GietzenerAnzeiger W irt.c :cr Aug. General-Anzeiger für Oberhessen . MM vnick und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch^ und SleindrnSerei H. Lange. Schriitieitung, Sejchästrftelle und Druckerei: Schulstratze 7. i°m,,ich in zu ermöglichen. Entschieben zu weit geht es! stok aber, wenn unter allen Umftänbcn bie Fort- Bua! ührung erzwungen werben soll, unb wenn bie naQ) Existenz bes Unternehmers bauernb bucch Wegnahme ber Maschinen untergraben werben soll. Das ist Zwangswirtschaft, eine Planwirtschaft unangenehmster Art! Die zwangsweise, bauernbe Strllegung eines Betriebes, wie sie ber Abbruch ber maschinellen Einrichtung bebeuten würbe, kann nur als Straft Maßnahme in Frage kommen'für eine ben allgemeinen Interessen ber Volkswirtschaft zuwiberlaufenbe Betriebsführung. Ob eine olche, in Unserer Zeit strafwürbige Hand- ungsweise vorliegt, müßte fadjfunbiger Bv- urteilung burch bie Gesamtheit ber Berufs- Ferner fragt derselbe Abgeordnete VN? welche ötettimg Trinrmt die Regierung zu der Verwirk- lickung des Grvßschiffahrtsweges Rhein — Donau ein? inwieweit hat sie bis jc3i bei den vorbereitenden Sch,ritten die hessischen Interessen gewahrr? Ist sie bereit, den rechi-zettigeu Ausbau des Mainzer bzw. Gustavs bürg er Hafens zürn Umschlaghafen für den geplanten Gvoßschifsal)-rtsweg zu förb-ern und Mittel dazu bereit &u stellen? Ist eine geldliche Unterstützung des Reichs hierzu zu erwarten — Auch ver Abg. Hahn- Heßloch 'hat wegen der Vorlage einer Pachtschutzordnung angefragt. Aus Stadt und Land. Gieße n , den 10. Sept. 1920. Radfahrverkehr. Es sind in der letzten Zeit wiederholt Wahrnehmungen genracht worden, daß die über das Verhalten der Rabfckhrer auf der Straße bestehenden Vorschriften überhaupt nicht oder nicht in genügender Weise beachtet werden. Das Pvli- zeiamt Gießen sieht sich dckl-er veranlaßt, bie wichtigsten Vorschriften erneut bekanntzugeben: 1. Jedes Fahrrad muß mit einer sicher wirkenden Hemmvorrichtung, mit einer helltönenden Glock zum Abgeben von Warnungszeichen und während der Dunkelheit sowie bei starkem Nebel mit einer hellbrennenden Laterne mit farblosen Gläsern versetzen sein, die den Lich.schein nach Horn auf die Fahrbahn wirft. 2. Jeder Radfahrer iit zur gehörigen Vorsicht bei der Leitung seines Fahrrades verpflichtet. Tie Fahrgeschwindigkeit ist jederzeit so einzurichten, daß Unfälle und Verkehrsstörungen vermieden werden. Innerhalb geschlossener Ortsteile darf nur mit mäßiger Geschwindigkeit gefahren werden. 3. Ter Radfahrer hat entgegenkommende, zu über- holende, in der Fahrtrichtung stehende oder die Fahrtrich-tung kreuzende Menschen, insbesondere die Führer von Fulwwerken, Reiter, Viehtreiber usw. durch deutlich hörbares Glockenzeichen i^chtzeitig auf das Nahen des Fckhrrads aufmerksam zu Machen. 4. Tas Einbiegen in eine andere Straße hat nach rechts in kurzer Wendung, nach links in weitem Bogen au geschehen. 5. Ter Radfahrer hat bei der Fahrt die rechte Seite der Fahrbahn einzuhalten. 6. Das Vvrbeifckhren an einaebolten Fuhrwerken, Kraf fahrzeugen, Reitern, Radfahrern, Fußgängern, Vieh.ranspvrten oder dergleichen hat auf der linken Seite zu erfolgen. 7. Das Radfahren ist, außer auf den für den Radfahrverkehr eingerichteten besonderen Wegen iRadfahrtoegen), nur mit den für Fuhrwerke bestimmten Wegen und Plätzen gestattet. 8. Das Umkreisen von Fuhrwerken, Menschen und Tieren und ähnliche Bewegungen, die geeignet sind, Menschen oder Eigentum zu gefährden, den Vetteln: zu stören ober Tiere scheu zu machen, sind verboten. 9. Auf den Haltruf oder das Haltezeichen eines als solchen kenntlichen Pvlizeibeamten hat jeder Radfahrer sofort cmzuhalten und die Radfährkarte, die er bei sich führen muß, auf Verlangen vvrzuzeigen. Veranstaltungen. Freitag: Caft Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Meidinger. — Hotel Einhorn, 8Va Uhr, Gastspiel Buchwald. — Lichtspielhaus wie gestern. — Lichtspiele, Seltersweg, „Die Geheimnisse des Zirkus Barrs". ♦ ** Der Winterfahrplan. Den Bemühungen der Frankfurter Effenbckhndire'ttwn ist es gelungen,. im kommenden Wintersahrplan ungefähr die gleiche Anzahl von Zügen aufvechtzu- erhalten, wie im vergangenen Sommer. Nur erntge unbedeutendere Zugverbindungen, dabei aber auch •ein Paar Schnellzüge, werden ausfallen. Bestehen bleiben sämtliche Pvstzüge. Das ist von besonderer Bedeutung für das gesamte Wirtschaftsleben. .Auch der Güterzugsfahrplan findet kaum wesentliche Aenderungen. Hier konnte die lange schon angestrebte Vermehrung der Züge infolge der ungünstigen Kohlenversorgung und des Wag- gvnmangels noch nicht durchgeführt toeeben. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Wir wollen nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, daß die Erstaufführung des neuen Sudermannschen Schauspiels „Die Rasch Hoffs" am Dienstag, den 14., die einzige Aufführung dieses Werkes in Gießen sein wird, da im kommenden Winter durch Ankauf vieler Neuheiten an eine Wiederholung nicht gedacht werden kann. ** Amerikanische Lebensmittel. Tas American Relief Administration Warehvuse, dessen Zentrale für Deutschland sich in Hamburg befindet, wird am Montag eine Zweigstelle in Frankfurt a. M., Paulsplatz 6, eröffnen. Diese Filiale ermöglicht der Bevölkerung Frankfurts und der weiteren Umgebung, ihre Fooddrafts, selbst wenn sie auf Hamburg lauten, hier einzulösen. Für einen Fooddraft im Werte von 10 Dollars erhält man Lebensmittel im Gewicht von 50 Pfund *"Betriebseinschränkung der Motorenanschlüsse. Wegen unzureichender Stromfte,erung des staatl. Kraftwerks Wölfersheim infolge Instandsetzung einer Turbine, ist bis au, weiteres der Betrieb von Motoren jeder Art von Emtntt der Dunkelheit bis abends 10V2 Uhr verboten. Siehe Bekanntmachung. ** Ausgabe vo n B r ennho l z an Haus Haltungen und Einzelpersonen. Die Nummer 4 der ausgegebewn Holzbezugskarte wird mit 5 Ztr. Dvls wahlweise mit Hart- ober Weichholz bc- l^fert Der Preis ist für den Zentner Hartholz W^lhholz auf 9 ML festgesetzt. Näheres siehe Anzeigenteil. ** Zucker zur Verbesserung von Rotwein 1920. Trotz des Rückgangs der laufenden Wirtschaftsjahre und üer pcotwendigkeit, die Einfuhr von Zucker aus • aa^i wirtschaftspolitischen Erwägungen auf em wcmdeftmaß zu beschränken, hat das Reichs - ernährungsministerium den in Betracht kommenden Landern eme gewisse Menge Auslandszucker zur Weinverbesserung zur Verfügung gestellt. Es gelangt zunackfft Rotwemzucker zur Ausgabe nach dem gleichen Veifahven wie in den früheren Jahren aus Grund von Anträgen, die bei der Ein kauf sgesell- . schäft für Hessen m. b. H. in Mainz zu stellen sind Tie Antragsvordrucke liegen bereits bei sämtlichen Bürgermeistereien aus. Die Anträge dürfen erst dann gestellt werden, wenn der Wein gelesen, her Most eingelegt ist und 'sich genau über sehen läßt, welche Menge Adost zuckerungsbedürftig ist. Wer sonach für Rotwein Zucker benötigt, muß sieh alsbald, wenn er den Most eingelegt hat, einen entsprechenden Antragsvordruck von feiner Bürgermeisterei beschaffen. Die Frist für die Stellung ber Anträge läuft am 1. Oktober ab. ** Ter diesjährige Derb st Pferde- markt muß mit Rücksicht auf die zur Zeit in Gießen herrschende Maul- und Klauenseuche ? u ö- f allen. Die Verlosung findet wie vorgesehen am 22. September statt. ** Schafft Studentenbuden! Der allgemeine Studentenausschuß unserer Landes- uniDerfität veröffentlicht im Anzeigenteil einen Aufruf an die Bürgerschaft Gießens, für das demnächst beginnende Wintersemester schon jetzt genügend Studentenbuden zur Verfügung zu stellen. Für die in schwerem Ringen um Existenz und Lebensstellung stehenden Studierenden ist ein Zimmer zugleich die Arbeitsstätte, und ihnen ein solches nicht geivähren, bedeutet, sie der Arbeitsmöglichkeit berauben. ** Oeffentliche Bücher Halle. Im August wurden 1704 Bände ausgeliehen.- Davon kommen aus: Erzählende Literatur 1105, Zcil- schaisten 66, Jugendschriften 155, Literaturgeschichte 10, Gedichte und Dramen 46, Länderund Völkerkunde 49, Kulturgeschichte 38, Geschichte irn'o Biographien 75, Kunstgeschichte 18, Naturwissenschaft und Technologie 61, Haus- und Landwirtschaft 8, Gesundheitslehre 8, Relegion unb Philosophie 27, Staatswisjenschaft 7, Sprachwissenschaft 14, Fremdsprachliches 17 Bände, sttach auswärts kamen 18 Bände. ** Po st lagernde Sen dungen. In der Bevölkerung ist es noch toenig bekannt, daß seit der letzten Neuregelung der Postgebühren eine Zuschlaggebühr von 10 Pf. für po st l a gernde Sendungen eingeführt ist. Die Gebühr ist bet allen Sendungen zu entrichten, die den Vermerk „postlagernd" tragen, also auch bei Einschreibsendungen, Postanweisungen.Paketen usw., «und zwar zusammen mit der Freigebühr. ♦ * Deutsche Volkspartei. Am Mittwoch hielt die Jugendgruppe der Deutschen Bolks- partei nach längerer Unterbrechung durch die Ferien eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten hielt Oberlehrer Dr. Müller einen kurzen Vortrag über „Aeußere und innere Politik". * * Eine Betriebsrätekonferenz des Baugewerbes und der Industrie der Steine und Erden findet am Sonntag den 12. September, vormittags 9 Uhr, im Gewerkschastshans Gießen statt. ** EineBetriebsräte-undBetriebs- obleute-Sitzung der Lebensmittelbranche findet am Sonntag den 12. September, vormittags 9 Uhr, im Gewerkschaftshaus Gießen statt. * * E ine Holzhauerkonferenz findet am Sonntag in Gießen statt. Siehe Anzeige. * * Kriegerverein. Die Vorbereitungen zu dem am kommenden Sonntag auf Textors Terrasse stattfindenden Sommerfest lassen, .u-te man uns mitteilt, recht schöne und gemütliche Stunden erwarten. Kinderreigen, Attisik, Gesänge, Spielen, Preisschiehen werden den Fest- iteilnehmem zeigen, daß der Kriegerverein Volkstümliches zu bieten vermag. * * Der Verein RudersPort Gießen 1913 veranstaltet am Mittwoch einen Familienabend und hält am Donnerstag seine außerordentliche Generalversammlung ab. * * Einhorn. Es finden täglich 8l/2 Uhr Gastspiele des indischen Fakirs und Illusionisten Ben Abdul statt. In dem reichhaltigen -.abwechslungsreichen Spielplan tritt u. a. Paul Buchwald >als Humorist auf. Samstag und Sonntag, um 4 Uhr beginnend, werden Kindervorstellungen veranstaltet. Kreis Alsfeld. v. Aus dem Kreise Alsfeld, 8. Sept. Nicht geringes Befremden erregt bei der Kreisbevölkerung der außergewöhnlich späte Termin, an dem die Obstversteigerungen an den Kreisstraßen abgehalten werden sollen. Die Straßenverwaltung weiß anscheinend nicht, daß das Obst in diesem Jahre, ähnlich wie das Getreide, 2—3 Wochen früher reif ist als in anderen Jahren und ebensowenig von den häufigen Obstdiebstählen, die gerabe an den Obstbäumen der Kreisstraßen im Schwange sind. Die Bevölkerung hat es begrüßt, daß endlich die Obstversteigerungen an den Bäumen ivieocr stattfinden sollen .und damit dem unzeitgemäßen Pflücken ein Ende bereitet wird. Nun soll man aber doch auch den Zeitpunkt der Versteigerungen nicht soweit hinausschieben, daß man dem Obstdiebstahl entgegenkommt. In den Gemeinden haben vielfach die Obstversteigerungen schon ftattgefunben. △ Mücke, 8. Sept. Unsere kürzlich aus- gedrückte Bitte, daß das Reichspostauto nicht nur bis zur hiesigen Post, sondern z-um Bahnhof gehen möchte, ist in Erfüllung gegangen und wird von dem reisenden Publikum aufs freudigste begrüßt. Dazu ist weiter die Verbesserung gekommen, daß die Fahrscheine nicht am Postschalter, sondern direkt im Auto von den Wagenführern gelost werden können. Kreis Lauterbach. Lauterbach, 9. Sept. Der Streik der Arbeiter in den hiesigen größeren Sägewerken ist nach nur zwertägiger Dauer beendet worden. © Schli tz, 9. Sept. Für den Sibirier- f o n d s wurden in unserer «Stabt über 1000 Mk. gesammelt. — Fran Elise Hahn feierte in voller Rü'igkeit ihren 85. Geburtstag Die Frau tat lechs noch lebende Kinder, 32 Enkel, 18 Urenkel. —• In Hellers Hausen wurde Konrad Euttch m der Stichwahl mit 46 Stimmen zum Bürgermeister gewählt; der Gegenkandidat Johs. Becker erhielt 15 Stimmen. Kreis Schotten. c. Schotten, 10. Sept. Auf Beschluß des Gemeinderats erhebt die Stadt künftig von allen gegen Eintrittsgeld stattfindenden Thatervorstel- lungen aller Art, für Musik- und Gesangsaufftih i-nngert, von Kinos, Kcmuffels, SckWibuden, Masken-, Kvitümsesten usw. eine Vergnügungs- ftcuer. Die Abgabe beträgt 20 Pf. von jeder Crntri tskarte zuml Preise tv Kl Mk, bet hö-horen Erntrrttspreisen 30 vom Hundett. Die Abgabe kann vvm Bürgermeister erlaßen wwden bei Unter= nehmen, deren Reinertrag ausschließlich für einen wohltätigen ober gemeinnützigen Zweck bestimmt ist. Kreis Friedberg. 1Q Bad-Nauheim, 9. Sept. Zu der am 19. September beginnenden Versammlung deutscher Naturforscher unb Aerzte lueeben 2000 Teilnehmer erwartet. Dem Aufruf der Geschaflschchrung auf Bereitstellung von Vetter, ttnd bisher nur wenige Einwohner nack>geliommen Bts letzt sind erst 400 Betten zur Unterbringung der Gaste angemeldet worden. . ^.Butzbach, 8. Sept. Als Vrahnung für ne x\ugenb, der im Krieg? gefallenen Helden nicht zu üergefien, und alle Kräfte au den Wiederaufbau unseres Dalerwndes zu setzen, hat die 'hiesige Real- ichule beschloßen, zu Goren ihrer vor dem Feinde gebliebenen Schüler ein bleibendes Denkmal «u errichten Im Hose vor dem Schulgebäude soll I etn ichlichter Denkstein Aufftellung ftnden, wemt , es, gelingt, die erforderlich-n Mittel zusammenzu- I bringen. So sehr der Ge sänke zu begrüßen ist, er- ändlern bezahlt werden. So werden für Wetschen heute schon 6 0 Mark, für X Hanau, 8. Sept. Gegen den Vertrauensmann des Viehhandelsver- bandes Kassel für den Landkreis Hanau, bn Handelsmann Strauß in Wack,en bucken, ist ein Verfahren eingeleitet worden, da er dm cinz-cknon Regieschlachtungm das Vieh öfters höher in An- redmung gebracht hat, als es ihm geliefert worden ist. fd. Frankfurt a. M., 9. Sept. Nach den blutigen Demonstrationen am Rathause fand heute wieder die erste Arbeitslosenversammlung statt, die in bemerkenswert - - - , » ~ ö ।‘“uz vit ui vt-mcuciiBwcii .Birnen und Aepse i*90 Mark, sogar 100 ruhigem Tone gehalten war Verschiedene | Mark bezahlt. Eine angemessene Bezahlung orts schon in Frage gestellt ist. Was aus dem aus unserer Gegend gehenden Obst wird, das soll hier nicht untersucht werden. Es heißt, daß die verladenen Waggons zum Teil ins besetzte Gebiet gehen. Bon dort aus gäbe es dann ja die verschiedensten Arten der V Wendung, jeglichem Preisabbau sprechen die ungewöhnlichen Preise Hohn, die von den Dtebner beklagten die Opfer und stellten dann vor allem Forderungen nach Bereitstellung von Arbeit auf. Darunter auch Straßenreinigen, Brückenbau u. a. in. Unter ttnberemi wurde die Frage aufgeworfen, woher es käme, daß der rationierte Zucker in Frankfurt mit 7 Mark zum Verkauf komme, während er in anderen Städten, Cöln, Elberfeld und Aachen, mit 1—2 Mk. verkauft werde. Die Erwerbslosen haben eine Beschwerbekommifsiou gebildet, die die einzelnen Fälle, die ihnen vorgelegt werden, prüfen soll. — Um Ausschreitungen, wie sie vor einer Woche vorgekommen waren, schon im Keime zu ersticken, hatte die Sicherheitspolizei ein großes Aufgebot von Mannschaften in der Nähe des Versammlungslokales aufgestellt. Es kam nirgends zu Zwischenfällen. mc. Frankfurt a. M., 9. Sept. Verstärkter Verkehr macht sich in den letzten Tagen bei den sog. „Po lo nia-Z ü g en" bemerkbar, die bekanntlich die Ententetruppen in Oberschlesien mit Nachschub versorgen und über Frankfurt a. M.-Süd nach Hanau und weiter nach Fulda, Leipzig befördert werden. Die Züge haben sowohl an Zahl, wie an Achsen länge zuaenommen und sind schärfer bewacht. Neuerdings tragen sie auch Aufschriften, aus denen hervorgeht, daß die deutschen Behörden von dem Inhalt Kenntnis haben, um unliebsame Vorkommnisse wie jüngst in Eisenach zu vermeiden. so. Frankfurt a. M., 9. Sept. Hiesige Kohlenarbeiter haben in letzter Zeit unter Ausnutzung dec Kohlennot große Mengen Kohlenschlacken als gute Kohlen verkauft und dadurch die Bevölkerung in empfindlicher Meise geschädigt. s. w. Fulda, 9. Sept. Ein Kirchenraub wurde in der Nacht vorn Dienstag zum Mittwoch in Schleid ausgeführt. Die Diebe erbrachen zwei Tabernakel, raubten den Speisekelch, wrschieoene Leuchter und anderes. □ Marburg, 9. Sept. Nach mehrwöchigem Ausstande haben heute die Transportarbet- t e r wieder ihre Tätigkeft auTgenommen. Ihre Forderungen sind nur teilweise bewilligt. Die Wiederaufnahme der Arbeit wurde in der gestrigen Versammlung mit nur einer Mehrhettsstimme beschlossen. sd. Nied, 9. Sept. Der 7jährige Sohn der Familie Arzberger aus Nied trank nach dem Genuß von Obst Wasser und starb unter furchtbaren Schmerzen. s. w. Nierstein, 9. Sept. Am Dienstag abend landete das italienische Flugzeug „Salvania" mit zwei jungen französischen Ztollisten auf dem Rheine. Die Weiterfahrt in der Richtung Mainz erfolgte am Mittwoch. fd. Weilmünster, 9. Sept. Trotz aller Pwteste und Versammlungen, die sich gegen die beabsichtigte Auflösung der hiesigen Landeshei laust alt richten, macht der Landesausschuß doch Ernst damit. Dieser Tage ist der erste Trans- Pott von mehr als 30 Kranken nach Herborn über» führt Word en. fd. Wiesbaden, 8. Sept. Der Kommunal- landtttg schließt für dos Rechnungsjahr 1920 mit einem ungedeckten Fehlbeträge von vorläufig 15 878 000 Mk. ab. In welcher Weise dieseSunnne von den einzelnen Kreisen aufgebracht werden soll, läßt sich zur Zeit noch nicht übersehen. Für 1919 betrug der Steuerbedarf ?V3 Prozent und nach dem Nachtvagsbedarf weitere 13Vr Prozent. Wetm der jetzige Bedarf aufgebracht werden soll, ist mindestens der doppelte Steuerbetrug erforderlich s.w. Wiesbaden, 9. ©et>t. Die Erwerbslos en forderten in einer Versammlung der Zahlung der Unterstützung mit 100 Prozent Erhöhung sowie eine Entschuldsumme von 10009JH. Die Preisgestaltung. Steigende Lebensmittelpreise. fd. Frankfurt a. M., 9. Sept. Auf der heutigen Warenbörse machte sich bei lebhaftem Geschäft und starker Nachfrage ein Anziehen der Preise bemerkbar. DieGeschäfts- weit beginnt mit der Eindeckung von Hülsenfrüchten, in erster Linie Linsen, die seit dem Anfangsemtepreis um mehr als 100 Prvz. gestiegen sind. Auch Bohnen und Erbsen notierten höher als sonst im Preise. Der Margarinepreis ist seit einigen Ta§en um 1,25 M. per Kilogramm gestiegen. Stärker gefragt wird auch Kakao. Die Nachfrage nach Maismehl und Gries als Bohnenmehlersatz ist lebhaft. — Das Geschäft auf dem Drogen- und Chemikalienmarkt ist leblos. Die Käufer sind infolge der schwankenden Valuta unentschlossen. — In Textilwaren hat die seit kurzer Zeit eingetretene Geschäftsbelebung keineBer- änderung gebracht. Die Jagd nach der Kartoffel. mc. Aus Oberhessen, 9. Sept. Die Lmidwirte werden iin den letzten Tagen von Frankfttrter und Hanauer Einwohnern buchstäblich überrannt, die nach einem Kartoffel- iieferanten Umschau halten. Ein Zeichen, wie groß die Not in diesen Städten ist. Bis hinauf in den hohen Vogelsberg fahren die Leute, oft ohne das Geringste zu erreichen, denn die Landwirte sind vielfach noch nicht in der Lage, die Ernte abzuschätzen, während andere wieder die Kartofteln zum Spekulationsobjekt ausersehen haben. Daß die gewissenhaften Landwirte ein solches Gebaren ablehnen, ist selbstverständlich. Die Obstpreise. O Aus dem Kreise Gießen, 9. Sept. An den Stationen der oberbessischen Bahnen wird allenthalben Obst schon in s o großen Mengen verladen, daß die Versorgung der heimischen Bevölkerung vieler- unjerc Krieger allzeit m Ehren W halten, so fragt es sich doch wohl, ob diese bleibende Erinnerung gerade immer in einem Gedenksteine Ausdruck ftnden muß. Wie wäre es, menn in unserem \o reizend am Fuße des Taunus gelegenen Wäldchen Tüt die wandernde Jugend, deren körperliche Ertüchtigung gerade in unseren Tagen so sehr zu erftTeben ist, eine I u g e n d he r b e r g e g schassen oder die Patenschaft für eine solche übernommen würde. Eine Gedenktafel mit dem Namen der gefallenen Schüler würde die jugendlichen Wanderer dauernd gemahnen, den Heldentaten ber Vorfahren nachHueifern uno sich ihrer würdig, zu zeigem Ueberall in deutschen Landen werden jetzt Jugendherbergen errichtet, unb es geht das Bestteben, das gesamte Wandergebiet, mit einem Netz von Bleiben zu überziehen — wie gut ließen die beiden schönen Gedanken und Ziele sich miteinander verbilden. Vielleicht zieht man die Anregung vor der Ausführuirg des obengenannten Planes in wohlwollende Erwägung, nicht nur hier in Butzbach, sondern auch in anderen Orten und Schulen, wo eine gleiche ober ähnliche Absicht besteht. mc. Oberwöll st abt, 9. Sept. Pech hatte ein hiesiger Landwirt, der sein Papiergeld fein säuberlich zu Hause aufbewahrte. Aber d-ie Mäuse tarnen dahinter und ließen sich 7030 Matt schmecken. Zwar fand der gute Mann noch große Teile der aufgezehtten Scheine, doch fehlten die Nummern. Ms er nun nach Friedberg kam, um noch zu retten, was einigermaßen möglich war, erflärten ihm die Bankbeamten, daß leider aar nichts zu machen sei. Das Geld ist bis auf den letzten Pfennig verloren. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 9. Sept. Eine seit Wochen unter den Arbeitern und Angestellten der H e a g bestehende Lohnbewegung ist heute zum Abschluß getommert. Die in den beiden elekttischen Werken Beschäftigten, die mit dem Beschluß des Auffichtsrates vom Dienstag nicht einverstanden waren, begaben sich heute vormittag in geschlossenem Aufzuge auf die Direktion ber Heag und verlangten enbgültigen Bescheid auf ihre Forderung bett, die Erhöhung ihrer Gehaltssätze bzw. Gleichstellung mit den städtischen Angestellten und Beamten, wie ihnen dies seinerzest zugesagt worden sei, andernfalls sofortige Betriebs- einstellung erfolge. Tas Fahrpersonal hatte sich zunächst nicht angeschloffen. Ter Direktor begab sich sofort mit einer Deputation auf die Bürgermeisterei und es fanden noch am Vormittag wie am Nachmittag Verhandlungen mit dem Oberbürgermeister unb den hiesigen Auf- sichtsratsmitgliebern statt, bie sich bis zum Abend hinzogen. Es 'wurde bann eine Verständigung zunächst bahin erzielt, daß ben Leuten eine als- balb auszuz-ahlende Teuerungszulage znge- sagt wurde, mit ber sich die Vertreter brö Betriebsrates einverstanden erklärten, da sie hierdurch in, ber Sage sind, ihren Winterbedarf für bie Fa- mllie zu beschaffen. Die zu befürchtenbe Stilllegung bes elektttschen Lichtes und des Straßen- bahnbetnebes ist zunächst verhütet. Hessen-Nassau. Eine Millionenforderung. fö. 5 ran Hurt a. M., 9. Sept. Im Wege der öffentlichen Zustellung klagte eine hiesige Verlagsfirma gegen den Kaufmann Franz Sternberg in Newyott eine Forderung aus gelieferter Ware int Betrage von 1118 000 Mark ein und hat gegen das hier befindliche Vermögen des Schuldners einen Arrest in Höhe von vorläufig 150 000 Matt erwirkt. Erhöhung der Straßenbahntarife abgelehnl. fd. Frankf urt a. M., 9. Sept. Der Hauptausschuß der Stadtverordnetenversammlung lehnte die Anträge des Magistrats auf eine allgemeine Erhöhung der S t r a - ßenbahntarife ab. Es wurde lediglich dem Anträge zugestimmt, einen Zuschlag von 25 Pf. für Fahrten nach V-10 Uhr zu erheben. Die Voraussetzung zur Anrufung des Schlichtungsausschusses. fd. Frankfurt a. M., 8. Sept. Angestellte einer Bank hatten gegen ihre Kündigung Einspruch beim Schlichtungsausschuß erhoben. Doch mußte der Schlichtungsausschuß ab'ebnen, eine Entschuldung zu fällen, weil in der betreffenden Bank kein Betrr?bsrat besteht, sondern auf Wunsch der Betriebsleitung und in Ueberetnstimmung mit dem Personal nur Vettranensleute gewählt worden sind. Die Anrufung des Schlichtun gsausschusfes bei Kündigungen setzt aber voraus, daß dec Betriebsrat mit dec Kündigung nicht einverstanden ist, irnb erst, wenn der Betriebsrat keine Einigung mit dem Arbeitgeber zu erzielen vermocht bat, kann der Schlichtungsausschuß angerufen wurden. Wenn also der Schllchtungsansschuß seine geletzmäßige Tätigkeit ansübeii soll, müßen die gesetzmäßigen Vorbedingungen, in diesem Falle alfo die Wahl bes Betriebsrates, erst erfüllt sein. Ein Telephonschwindler. fd. Frankfurt a. M., 9. Sept. Auf ber Höhe steht der Schwindler, der seit einigen Tageii versucht, den im Gesetz über die Telegraphen- unb Fernsprechgebühren festgesetzten einmalig en 33 ei t ra g für bie Fernsprechanschlüsse bei ben Teilnehmern schon jetzt einzuziehen ober einen Beitrag von 2—10 Matt zu den Kvsten einer Pwlehvettammlung gegen bie Erhebung der Feni- ft rech gebühren zu sammeln. Der geriebene Schwindler trägt eine Posttnütze. Es wird daraus hmgewiesen, daß bie Fernsprechanstalten ben Betrag nicht von Boten einzielien lassen werden sondern baß ben Teilnehmern besondere Schreiben über die Zahlungsweise zuge'hen. Das Limburger Gefangenenlager. mc. Limburg, 9. Sept. Die schon oft geplante Niederreißung des Limburger Kriegsgefangenenlagers findet noch nicht statt, vielmehr haben erneute Besichtigungen der Baracken stattgefunden, da vertriebene Deutsche aus Polen dott untergebracht werden sollen. Tie Beleuchtungsein- richtunaen hat man seinerzeit aus dem Lager entfernt, sie müssen nunmehr mit einem Kostenaufwand von 150000 Matt erneuert werden. ?rg, der Turn Der em Mitgliedern wurde er - Ser- ucnffudye aus- I Parfümerien Toilette-Artikel Neue billige Preise in ■c Bettwäsche Gebrauchte 25-Liter- an . von an . von an Fritz Nowack, Gießen [9648 wieder eingetroffen. Steinstr.84 86 Eduard GondnerT.ie|,hon2i26 M. 38.50 M. 95.00 Kopfkissen. Bettücher.. Bezüge..... Walzarbeiten. Die am 9. August ds. an geordnete Sperre der Kreis swaße Klein-Lrn- den—Grosten-Linden" wirb hiermit out gehoben. Alle Erstlings-Artikel: Jäckchen, Taufkleidchen, Laufkleidchen, Wickeltücher, Wickclbänder, Hemdchen, Wagendecken, W°g.nkiii°n jn racher Auswahl Fritz Nowack, Gießen. O Grünberg, 8. Sept. Auf dein Feldberg- turnen errang der hiesige Turner Karl Schneider den 12. Preis mit 63 Punkten. Bei dem Bezirks- tumen in Wetzlar wurden von hiesigen Turnen folgende Preise geholt: Zöglings-Oberstufe: Hans Carle 23. Preis mit 50 Punkten; Zöglings-Unterstufe : Karl Sauer 19. Preis mit 63Va Punkten, Georg Christ 46. Preis mit 45V2 P.; Schüler: Heinrich Kappes 25. Preis mit 58 Punkten. Bergamotte Birnen, gepflückt, abzug wv, Marburger Str. »1. Ä'1'’ Med.-Drogerie £7jZum Kreuzplatz1 % 1 Gießen ' Kreuzplatz 9 u. 10. - Fernspr. 706 4 getrennte Verkaufsabteilnngen in Medizinal-Drogen (ÖrsfUcf» empfohlen. Sobabtn in6d»d*ttn»u 5unb 10'JJiarfhi Xpetbrfcna. Dtoemtn, cx> nicbt warbt auu stt» in Photographie Herstellung sämtl. photogr. Arbeiten Damenbedarfsartikel Großstädtische Einrichtung K Farbwareo und TlerarznelaHtel A Erstklass. Geschäft Wk Ml« ^-<£5. ** für Obst- und Beerenweine geeignet, sowie : Holzwolle 1 Wtt- 11. Berkans von Möbeln, Antiquitäten, iowieUebern ahme ganzer Cinrichtungc«. 15 LouisAothenbcrger 22Neuenweg22. Tel. 176. Spiegelgläser Kristall mit ftocetie, in verschiedenen Grützen vor- rätig ain Lager. 015195 3Airi SelterswegL « Televbon 460. „on TO. 138.00 »um Verein gestanden und heute Iwch Förderer der Turnsache sind. Umrahmt war die Feier von turnerischen Ausführungen und Darbietungen der Gesangsabteilung, die auch die Feiern am Samstag durch angepatzte Chöre verschönte. Der Turnverein 1860 zählt heute über 800 Mitglieder und ist der volkstümlichste Verein unserer Stadt. ZgleiWWliis- SlWsensiMMn 136x206 lohne Falzl, oben beigerundet, weg. Aendc- runfl ab Standort zu verknusen. ferner 1 orohed Schubladen ; Regal (40 Kasten ufro.), 4 Qel Ber kausögesätze. noch sehr gut, evtl. 1 Tbeke. August Konrad, 9462 Hungen. Gießener Turnvereine, der Turnverein 1860 Marburg, die Turngemeinde Friedberg, der Turnverein Lich (1860). Cnne Reihe von S7_„ ____L. zll Ehrenmitgliedern ernannt, ebenso einige auswärtige Turner, die früher in näherer Beziehung O W m ^ngends in r-Züge^.r.' 3?anau fordert werdet y#- iDie aj "Vlnb schärfer 1 sie auch Lü, ^^diedeul, Kenntnis ^nmnisse h>v ■ w» mätlt unter 51301 Kohles, ÄN bobutf 11 Ä1 r djen raub ’N >um Mitwvch lebe erbrachen jw sekelch, beridjuotol ^4 mehvvöchigw insportarbei- migt. Tie Nieder, der ßesirigen Va. ehrheitsstimme be> jährige Sohn kv e. Ein turnerischer Kunstabend im Kurhause zeigte dann am Abend das deutsche Turnen in all seiner Vielgestaltigkeit und Schönheit. Ten Auftakt zur eigentlichen Jubelfeier bildete am Sonntagvormittag und mittag ein Bereinswetturnen der Turner, Zöglinge und Schüler. Von 70 Teilnehmern konnten 44 Sieger bleiben Die Stiftungsfeier fand am Sonntagabend bei starker Beteiligung tm Vereinshause unter dem Vorsitz von Turner Weiß statt. Die mit lebhaftem Beifall aufgenommene Festrede hielt Turner Oßwald. Von der Stadt überbrachte Bürgermeister Dr. Kayser die Glückwünsche, außerdem ließen hiesige Vereine sowie zahlreiche auswärttge Turnvereine ihre Glückwünsche übermitteln, u. a. die beiden Für Bereinsfeftlichkeiten emvffehlt D bengalischer @ Salonfeuerwert in verschiedenen Farben Adler-Drogeri», Mio Seltersweg 39. il Der fNurnntnb wigsiahr 1920 ntu je wn wrläusts Weise biefc&immt Lrach: werden soll, Vchen. M? PrvM und mb PrvMt. Soti »erden soll, ist mn- trag erfordert Sept. Tie ter* einer Ber'tcnwlM g mit 100 summe von 1000!?. Ä » SS* ad len "1, ; “'S ertew^1. rn^ h nicht , tvEistM ablehnen- w eise. ,ea.^v SÄä ?:iun 'ort ArtenDJL % 8' 60 ftfi - Aunft und Wissenschaft. Ein neuer Goethefund? fd. Frankfurt a. M., 8. Sept. Zu der aus Hamburg gemeldeten Auffindung eines Goetheschen Jugendwerkes „Joseph" ans dem Jahre 1762 teilt der Tirektor des Frankfurter Goethe-Museums Pros. Tr. Heuer mit. daß man der Mitteilung zunächst skeptisch gegenüberstehen müsse. Ihm fei bereits vor Jahren eine Schriftprobe dieses Werkes vorgelegt worden, wobei er und der Direktor des Weimarer Archivs einwandfrei seststellen konnten, daß eine Landschrift Goethes nicht vorliege. Erst das Erscheinen des in Lainburg angekünoigten „Joseph" werde die Zweifel lösen, die vorerst an der Echtheit des Manuskripts von Fachkennern gehegt werden müßten. frei. Leichter Selbstfahrer, Dreschkasten und Vnn»= Selbstbinder-Presse, natürlich mit Svreubläfer, wofür eine nute Kundschaft gesucht wird. Qn- tereffenten bittet man um gefl Angebote unt. 9513 an den (Siebener Anzeiger UdieWkWWeW! 3n wenigen Wochen wird unsere Universität wieder ihre Arbeit aufnehmen und damit werden zahlreiche Studenten zu uns nach Gießen zu eifriger Stub(erarbeit kommen. Für sie ist ein Zimmer zugleich die Arbeitsstätte, deren sie dringend bedürfen, und sie ihnen nicht zu, gewahren, heißt, sie der Arbeilsmögttchüei/ berauben! Wir gehen deshalb Euch alle mit der Bitte an, die in schwerem Ringen um ihre Existenz und Lebens- stellung stehende Studentenschaft zu unterstützen, ihr Erleichterungen in ihrer materiellen und wirtschaftlichen Rot zu gewähren und ihr so bei der Vorbereitung auf ihren künftigen Beruf einen starken Rückhalt zu bieten. Es mutz Euch eine besondere innere Genugtuung sein, diesen Leuten bei ihren wissenschaftlichen Studien und ihrer anstrengenden geistigen Arbeit ein freundliches Heim und eine angenehme Wohnstätte zu bereiten. Darum richten wir an alle Mitbürger, die ein Zimmer entbehren und an einen Studenten abgeben können, die dringende Bitte, dies schon jetzt schriftlich mit genauer Wohnungsanaabe dem Allgem. Studenten-Ausschutz (Universitätsgebäude, IL Stock, Zimmer 42) anzugeben oder sich daselbst in eine im Geschäftszimmer aufliegender Lifte während der Ge. schäftszeit (Dienstags u. Freitags vormittags 11 bis 12 Uhr) einzutragen. 9627V ver Allgemeine Studenien-Ausfchuh der Universität Gießen 3. D.: Otto Henning, stud. iur. et rer. pol. »u machen und diese 6 Jahre lang aufzubewabren. Tic Führung beütmintcr Bücker ist nur bei der Luxussteuer vorgcschricben. Kirchliche Nachrichten. Israel. Religionsgemeinde. Gottes- bicnit m der Synmzvg.' (, Avenharn, Klein-Eichen, Lardenbach, Sellnrod und Weückartshain. — In Ober - Serbe r t e n r o d ist die Maul- und Klauens gebrochen. Die Gemarkung Ober-Seibertcnvod ist Mim Sperrbezirk erklärt worden. Dem schon bestehenden Beobachtungsgcbiet wird die Gemarkung Unter-Seibertenood hinzugefügt. Turnen, Spiel und Sport. 6VjährigeS Jubiläum. -= Bad-Nauheim, 6. Sept. Ter Turnverein 1860 beging gestern und vorgestern in würdiger Weise die Feier seines 60jährigen Bestehens. Die ganze Veranstaltung trug ernsten Chanckter und war frei von Tairz und anderen Vergnügungen. Ein Akt der Pietät leitete am Sams tag nach mittag dic Feier ein. Auf dem Fried- Hofe fand eine Gedächtnisfeier für die verstorbenen Gießener Pferde-Lose sind bei allen Lofever- fäufern zu haben. \wx 5ieöuaöl22. Septemfeq | Verschiedenes! K. 17/19. zuallgSserßeiierilsg zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft. Mittwoch d. Iv.diovbr. 1920, nachmiit. 2'/, Uhr, wird auf dem hiesigen Amtsgericht, Zimm. Nr. 5, daö nachstehende, im Grundbuche von Gießen der verstorbenen Marie Friedet in Gießen zu- geschriebene Grundstück Flur 1 Nr. 1401 — 74 qm Hofreite, Walllorstrahe47 versteigert. Die amtSgerichiliche Verfügung ist an der CrtStafel öffentlich nutz- gehängt und kann während der GeschäftSstunden eingefehen werden. Gießen, 4. August 1920. Heff. OrtSgerickt. Leo. 188698 Glocke ehflsejten. Ti* ßMrk Gemeinde beteiligt^ ich an der Feier, die auf dem Kirchenplatz abg> )alizn wurde, da die Kirche die Teilnehmer nicht assen formte. Pfarrer Marguth erinnerte in seiner Predigt an die alte Glocke, die in den Krieg gezogen ist und ermahnte die Gemeinde, dem Ruf der neuen Glocke aber sv treu zu folgen, wie fze einst dem Ruf der allen gefolgt ist. Der Mamrer- gesangverein von Bersrod und der Schülerchor — beide unter der Leitung von Lehrer Wolf — öwre der Posaunenchor Bersrod unter der Leitung von ßubroig Stroh verschönten die Feier durch ihre Lieder und Weisen. y. Büdingen, 7. Sept. Anläßlich der Jahresversammlung, die der Oberhessisch.' Verein für Baseler Mission am Montag, ben 13. September, dahier abhält, wird am Tage vorher, oonntag nachmittag, aus der Ronneburg bei Büdingen ein arötzcres Missionsfest veranstaltet. Dikbl!ll! ] Bad-Mauheim © j Lndwlgstrefie 18 Telepliee »3. 5 Qiinfglrf Bsp« Eine Sehenswürdigkeit! EU- * „nUpiölU Döl betränke, Liköre, Mokkastube. n.inUU niflh« tonangebend. Nachmittagstee 8 nllupiula uluIC Gesellschaft!.Veranstaltungen | „Hupleld leiiärten" [Ier“äsek0^„e. , W Privat-Botel" AÄ’f°Än«. Mes WWW am Samstag zu haben. 9648 Fritz Keßler, Neuenweg. lürche nnd Schule. Das Schulgebet. fd. T arm stad t, 9. Sept. Im Einverstänb- nis mit dem Schulausschuß des Landtages hat das hessische Landesamt für die Bildungswesen an* geordnet, daß im herkömmlichen Schulgebet der Simultanschulen ausgeprägt konfessioneller Gebete verboten sind. Derartige Gebete sind dem fonfcssionellcn Religionsunterricht zu überlassen. Für den Fall, daß in einer Schulllasse die göße Mehcheit das gemeiniame nicht konfessionelle Schul gebet ablehnen sollte, muh das Schul gebet unterbleiben und auf den Religwnsunterricht be- sch.ränkt werden. Einzelne Lehrer 'haben nicht, das Rocht, das nach dem Schulgesetz vor geschriebene Schulgebet zu beseitigen. m. Bersrod, 9. Sept. Als eine der ersten Gemeinden in der Umgegend durfte am vergangenen Sonntag die Gemeinde Bersrod ihre neue ilhiitg. ittelpnije. M., 9. Sept. M mochte sich bei leb' SS’iÄ 4t -!- 100 PM ; unb 661««» P-H- Tagen um 1,25 Starker gW hfraae nach Matz nmehler'ch rst dem Drogen-unt sDiekäulttZ gatuta nnentM pt die feitW Uw Empfehle mich tm vamen-llopfwaschen zu jeder Tageszeit. Frisieren u. Ondulieren. Haarnctzc, Haarspangen usw. k« h°b,7" Frau Sandory, Damen-Frisier-Salon Neustadt 19, Laden.(015224 Mi. SWiiimer (Fabrikat Bembc, Mainz) bestehend aus Büfett, Divan mit Umbau und Spiegel (Facette), großem Ausziehtisch, zehn Stühlen, massiv eichen, reiche Handschnitzerei, wegen Platzmangel für 12000 Mark zu verkaufen. Schriftliche Angebote unter 015308 an den Gießener Anzeiger erbeten. Zahlen Sie o. m.Postscheckk. 28302 Frankfurt'M.3.90M. etn und ich fende Ihnen F. Seibels köstliche haeorlst. Gedichte in Weitcrener Mundart, (feit Rfon. oergr.i. Hugo Zivver's Buchhdlg., Weilburg/L. [““D Kausm. Bureauangestellter in gesicherter Stellung bei aussichtsreichem Unternehmen in schönst. Lage Oberhess., 24V2 Jahre, ev., mittelgroß, wünscht, da es ihm hier an pass. Verkehr fehlt, mit Fräul. ob. Witwe, 20-24 Jahre alt, in Briefwechsel zu treten. Spätere Heirat nicht ausgeschlossen. Gefl. Angebote, die alle beantwortet werden, wolle man richten unter F. P D. 712 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. Main. 9637ss Achtung! Ab 15. Scptrmbrr wird ein fomplettet DteHiiiS 1 Obstkelter »n verleihen. [015323 . Xeuntadt 31. «eb. Äd. f. auf d. Wege die Bekanntschaft eines soliden Herrn in sich. St. jiKtfS Werte Heirat. Witwer nicht ausgefchloss. Schrift!. Angebote unter 015226 an den Gieß. An-. 50-Mark-Schein verloren. Abzug, geg. Bel. 015301 Polizeiamt. Fuhrw. verlor Donnerßtz morg. auf d. Wege v Gieß, nach Rödgen ein.mit Pack- tuch suflenäblen grauen Korb. Bon ebrt ^in^cr erbitt. Nachricht Scbieler- ■tei«, Steinstr.17 III Gelegentlich des Baterl. Abends am 4. 9. im Hotel Einborn wurde oen der Garderobe irrtümlich ein Tamenschirm 1 ausgegeben. NmRückgabe bitt. Gilbert, Hot. Einhorn. Büglerinnen ehmen ttundfchast an in und nüber dem Havse. Näherek Schneider, Wittonstraüe 4 III. Nehme Gbst;um Keltern an; daselbst kleiner Saal für Vereine mehrere Abende der Woche frei. Theedor Denck«*l*. Schüpeustratze 2. rWererflndet?-i Die Industrie sucht Erfindungen. Anregungz. Erfind.i.uns.Broschüre m. Gutschein üb. 20 Jt umsonst. lBdo$lr.-u.Hanild8ge$ell8ch. Leipzig, Win^mühlenstr.1—5. Von jetzt an jWör iverden wieder Fahrräder verliehen. zoftrwv rnlkitz ZWkllt .Venrath & Nnck, Wnlltorstraffe 43/45. 'S 0! I Gießen, Hanau a. M., Homberg, Straßebersbach, Rochester <• den 9. September 1920. 9634 Sebastian Niebergall. U113O1 innigen Dank. 015251 Gießen, den 8. September 1920. O1628S Bahnhofstrabe. 015314 M W -Hl Londorf, Westerburg, Darmstadt u. Cincinnakti, den 9. Sept. 1920 Die Beerdigung findet statt: Sonntag den 12. Sept. vorm. 9 Uhr. Gießen, Burg Gleiberg, d. 9. Sept. 1920. Beerdigung: Freitag, 10.9., inDarmstadt- Die Beerdigung findet Samstag den 11. September nachmittags 3/,4 Uhr auf dem alten Friedhof statt. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Elisabete Deibel Wwe. Staufenberg, den 9. September 1920. Allen Verwandten u. Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dab es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst» geliebte, herzensgute Schwester, Schwägerin, Tante und Kusine, die Diakonissin Katharine Niebergall am 7. d. M. nach 38jähr. Diakonissendienst im Alier von 56 fahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen d. trauernd Hinterbliebenen: Frau Luise Valentin geb. Niebergall i Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet unserem schweren Verluste, sowie für die zahlreichen Kranzspenden und sonstige Wohltaten und für die trostreichen Worte des Herrn Dekans Gutzmann am Grabe sagen wir herz- Gestern morgen 10'/« Uhr entschlief nach schwerer Krankheit unser lieber kleiner Ernst im Alter von 9 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Mohr. Gießen (Grabenstr. 8), den 9. Sept. 1920. Die Beerdigung findet Samstag nachm. 3'/« Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 015272 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen, für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden und d e rege Anteilnahme der beteiligten Vereine sagen auf diesem Wege wir allen unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Elise Berg Wwe. geb. Christ Ludwig Bepler und Frau Minna geb. Berg Ludwig Schneider u. Frau Greta geb. Berg Käthchen Berg. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Isaak Simon. Hierdurch die traurige Mitteilung, daß unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Berta Mich geb. Praetor« im 76. Lebensjahr nach längerem Leiden heute morgen 5 Uhr sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Mühiich, Wagnermeister. Todes-Anzeige. Heute früh entschlief sanft nach längerem Leiden unsere ute Mutter. Großmutter. Schwiegermutter und Schwester Frau Jettchen Simon geb. Löwenstein im Alter von 82 Jahren. Für erstklassige elektr. Sicherungs-Apparate, die absolut jeden Einbruch Verbindern, Eezirksperfrefer gesucht. Kaufleuten, Beamten, auch Installateuren bietet sich sehr gewmnbringende Tätigkeit, (““a Alfred Albert, Friedrichstraße 32. Ordentliches Dienstmädchen gesucht 9642 Steinstraße 11 v. GMMelkrs M. MggWlMeiWN sucht repräsentationssähige, kapitalkräftige Vertreter mögt, aus Hypotheken- oder Vankfach für die größ. Blähe Süd-, Mittel- und Südwestdeutschlands. Schristl. Angebote mit ausführlichem Bericht über seitherige Tätigkeit u. 9332 an den Gieß. Anzeiger. Wir bieten strebsamen Personen aller Berufsstände, die redegewandt und im Verkehr mit dem Publikum erfahren sind, Gelegenheit, stch auf dem Gebiete des Verficherungsautzen- diensteö in kurzer Zeit eine den heutigen Verhältnissen entsprechend bezahlte Lebensstellung zu erwerben. Unsere Einrichtungen ermöglichen es, stch schon während der kurzen Einarbeitungszeit hohe Einnahmen zu sichern. Bewährte Fachleute erhalten sofortige vorteilhafte Anstellung gegen Direktionsvertrag. Offerten unterF.T. 6434 an Ala-HaaienftcinLVoaler, Frankfurt am Main. [9583a SchuhVarengeschäst sucht sehr tüchtige Verkäuferin die sich für die Geschäftsführung eignet, sehr branchekundig u. kautionsfähig ist. Ausfuhr!. schriftl. Angeb, unter 96080 an den Gieß. Anz 1-2 gut iä Ziier [mögt, mit elektr. Lickt) zum 1. ob. 15. Okt. gesucht. Schristl. Angebote unter 015305 an den Gieß. Anz. Junger solider Herr [Beamter) sucht miibl. Zimmer Schristl. Angebote unter 015294 an den Gieß. Anz. Sreunölid) raöül. Zimmer tevil. mit voller Pension) zum 15. 9. ob. 1. 10., wenn mögl. in b. Nähe d.Bahn- hofstraße,z. mieten'gesucht. Angebote finb zu richten an Schade & Aiillgrabe, Ain 8. September entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit ganz unerwartet meine herzensgute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Tilly Nahrgang im Alter von 26 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Die schwergeprüfte Mutter Chr. Nahrgang Wwe. Gießen (Liebigstraße 61), den 9. September 1920. Die Beerdigung findet Montag den 13. September nachmittags 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. [015296 Ruhiges, iaub. möbl. Zimmer von Herrn gesucht. Schristl. Angebote unt. 015288 a. d.Gieß. Anz. Beamter sucht möbliertes Zimmer in der Nahe des Bahnhofs ob. im Nordviertel. Schrift!. Angebote unter 015320 an den Gieß. Anz. (Stellenangebote | Jüngerer, zuverlässiger, in Hessen und Heffen- Nassau eingesührter Reisender der Kol.- u. Materialw.- Branche für bald gesucht. Schristl. Angebote unter 015327 an den Gieß. Anz. kcübte glitftnkiitr sucht H. Stcul, Stuck- und Weißbindergeschäft, Wetzlar, Moritz-Budge- Straße 12. 015191 Per 1. Oktober oder früher wird Herr oder Dame für hiesiges Fabrikbureau gesucht. Große Fertigkeit in Stenographie und Maschinenschreiben unerläßlich Ferner wird per s o f o r t ein Lehrmädchen für Bureau angenommen. Schriftliche Angebote unter 9460D an den Gießener Anzeiger erbeten. ( Vermietungen | Blöbl. Zimr. z. um.Lartwlg- »traks4S,Garlenh. I Loi>m» Kleines, eins. möbl. Zimmer z. vern,. 01 MM I Kavlansgasse 12 I. | Mietgesuche | Schöne 6-Zimmer-Wohn.' gegen 8—9-Zimmer-Woh- nung in guter Lage zti tauschen gesucht. Schristl. Angeb. unter 9643 an den Gieß. Anz. Vansohl Aelt.,kiuderl.Ehe- paar sucht schöne 2-Zlm.- geg. 3-4-Z!m.-Wohn. i.riih. Lage z. tausch. Off. beförd. Hersa, Hllteld. Ann.-Exp., Plockllr. 5, unt. 1040. p^.h Wer tauscht seine 3-Zimmer-Wohnung gegen 2-Zimmer-Wohn.? Schristl. Angebote unter 015264 an den Gieß. Anz. Zwei möbl Zimmr i mit Kochgelegenheit sofort zu mieten gesucht. Schristl. Angebote an Brandes, Hotel Schütz. Suche für ruhigen Studierenden der Philosophie, aus beiter Familie, spätestens zum 1. Okt. freund!, möbl. Zimmer mit ob. ohne Pension. Elektr. Licht Bedingung. Dr. Krüger, Süd-Anlage 17 II. ,„MW TW. haMWen i für 1. Okt. gesucht von Frau Ober-Reg.-Rat Wclcker, Fobannesstr.5 I Beftkes RäSchc» für Hausarbeit gesucht. 9665 Liebigstraße 36. Gewerbsmäßige Stellen- vermittlerin SephieBtifer I Neustadt 50. 015318 BkssttesMS^til als Verkäuferin und ein Lehrling für ein frequentes Lek^ns- mittel- u. Drogengesckäst gegen tarifmäßige Vergütung gesucht. Schriftl. Angeb. unter 9618 an den Gieß. Anz. TiiAl. WirWasttti«, dieselbe muß vollständig den Haushalt selbständig führen, für sofort gesucht. Monat 120 Mk. 9664n Schmoll, Garbeuteich b. Gießen. Tüchtiges, solides Mädchen mit Kochkenntnissen, für kleinen Haushalt gesucht per 1. Oktober. 9340 Fran E. Otto, Vahnhofstraße 491. TOöjen gtWT 9589c Medizinische und Frauenklinik. Zwei 5iriiilniüHen zum 1. Okt. gesucht. ^ Univ.-Augenklinik 9619_____Gienen.______ In kleinen, bess. Haush. gut empsohl., gesundes M ä d ch e n zu baldigem Eiutr. gesucht 9652 Seltersweg 91 I. Ein jüngerer, zuverläss. SpeWler eintreten Spengleret ».Installation Imhof, Schotten. vLrx Mr la 2(tiif)wad)^ creme (Saarje) Baum- und Haushalt- kerzen werden einige stadtkundige Verkäufer und Verkäuferinnen gesucht. Sehr. Angeb. u. 9515 an den Gieß. Anz. herzlichsten Dank. 9649 Fam. H. Ketzler Annerod, den 9. September 1920. Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Leid sagen wir Kassiererin Glänzende und sichere Existenz! Das Ausbcutungsrecht einer aussehenerreg. Erfindung ist für den Bezirk Gießen zu vergeben. Herren mit mindestens 10 Mille Barkapital werden ungeahnte Verdienstmöglichkeiten geboten. Branchekenntnis nicht erforderlich. Offerten mit la. Referenzen unter F. W. 8. 6578 an Rudolf Mosse, Frankfurt n. M. [9606ss tüchtig, kautionssähig, für größeres hiesiges Deiaüägesehäft gesucht. Ausfübrl. schriftl. Angebote unter 9609D an den Gießener Anzeiger erbeten. Vollständiges | Steilengesuch e| Lest, gebtlmes Fcksleln sucht Stellung zur selbst. Führung eines frauenl. Haushalts, am liebsten Geschäft -Haushalts. Schr. Angeb. unt. 015265 an den Gieß. Anzeiger erbeten. Früulein, das in Buchführung, Stenogr. u. mit Schreibmaschine vertraut ist, sucht per 1. Okt., evtl, auch später, pass. Stelle. Zeugnisse stehen zur Verfügung. Schr. Angebote unt. 015282 a. d. Gieß. Anz. Tücht. Fräulein in den 30er Fahren, aus anständ. Familie, sucht Stellung als in frauenlosen Haushast. Angeb. befördert Earso, Mitleid. Ana.-Ex., GleSen, unter 1039. 9662h Mädchen für Küche u. Haus, mit guten Zeugnissen, sucht Stellung per 1. Okt. Lohn 120 Mark. Schriftl. Angebote unter 015266 au den Gieß. Anz. | VsrikSu«» ) SrWMz. SetlWr SWlW 5 Monate alt, reinrassig, sehr gelehrig, zu verkauf. Eveudaselbst 2rädriaer Handwagen billig abzugeben. 9659 G. Groh-Lich, Bahnhofstraße 14. Verk. v. m. mit Ebrenpr. ßelb§iibCT Jangtiere oiMsn F. Avvel, Sckisteuberger Weg 54II. lForterrier), äuß. 111,0 wachsam, zu verk. 015267 Asterweg 5. HMMRl ganz neu, aus Eicken, ist zu sehr billigem Preise an schnell entschloss. MOufer abzugeben. Schriftl. Angebote unt. 1037 an Herfo, Mitt. Ann.-Exp. Gießen, Plockstraße 5. 9663h gu verkaufen 1 Chaiselongue 1 kompl. Bett (eifern) 1 Waschtisch 1 Nachttisch 1 Kleiderschrank 4 Stühle. 015317 Anzus. nachm. v. 2—6 Uhr Kaiser-Allee 11 III. sM.IllMliuhr billig zu vk. Preis 200 M. -irr«» Katzlansgaffe 211. Fahrrad billig zu verkauf. 015316 Neustadt 53, Laden. Photo-Apparat 9X12, mit Zubeh., Fried.- Ware, au verk. Schristl. Ang, u. 015287 a. d G. A. L8 °-tt- Mandoline zu verk. Lazarett Brau- gasse, Zimm. 48. 015310 Fuchspelz K oimm Kaiser-Allee 58 II. Zn verkaufen: 1 weißer Kolter 2 neue Damasttischtüch. 1 laug.vl.H.-Uebcrrokk versch. Arbcitsschnhc, Gröhe 42 neues Capes für alte Frau 1 brauner H.-Ultter Tula Armbanduhr für Dame, neu. 015279 H ltrlbei ei Holland. eieaschire, Kehleakast, KD.chennhr, Gasanoe, Vor- haugsiang. u. Zubeh. z. vk. 015274 Bloltkestr. 201. ',iäS?x WölsshSnitiii billig zu verk. Schr. Ang. u. 015273 an d. Gieß. Anz. Wetzlar»i. Geschäftslage, bald beziehbar, zu verkaufen. Otto Scheel. Mühlstraße 24. 9621 Mein in Hessen-Nassau belesener l«W mit 17 Morgen Ackerland, sehr vielen Obstbäumen und koinpl. tot. u. lebend. Inventar, Gebäude gut geräumig, sofort für 95 000 bei 60000 M. Anzahl, zu verkauf. Bei Anfrag. erb. Rückporto. 9625 w. Schütt, MlrW bei Ribnitz in Mecklenb. Gärtnerei mit Wohnung zu verk. Schriftliche Angeb. unter 9620 an den Gieß. Anzeig. to Nh. TA 015319 Neustadt 50, 8ütth.LlehS8ltL7' 015325 Löberstraße 20. Großer stei«. Eiumach- tovf n. Fäßch., Damenst. (39), Kinderst. (27) z. verk. Cb-«« Krosd. Str. 26 III. Zu verk. reinw. Wintermantel, Gr. 44, 1 Paar warme Pliifchfchnallen- schuhe, Gr. 37, u. 1 neuer weiß.Doppel-Hutstiigel. Anzuseh. nur vormittags ob. nachmitt, von 5 Uhr ab. 015W Moltkestraße 24. Babtz-Wäsche l'/,-2ihr., allerlei Kinderfachen, flut erhaltene Frder- Riifche (rosa) preiswert zu verkauien [015309 Franks. Str. 43 III, r. Anzuseh. ab 6 Uhr abds. Damen'Sehuhe ravfc. 1 P. elefl. Steffschuhe m. Vnd (38) 100Mk., 1 P. schw. Stra8onschnhe(39) 75 Mk., 1 P. wetße Blaethelbsch. m. Spange (39) 50 Mk. Meuh r,ollar.Daubring.Str.29 I. 015307] Bahnaffist.-Rock, gut gehalten, 130 Mark, Bügeleisen mit Stählen, Wachstuch-Dienstmütze und schöner Vogelkäfig zu verkaufen Liebigstraße 55 I. MOS W ÄMUttgrsg zu verkaufen. 9633 Carl Haas. Frankfurter Straße 59. I TMWlt 9644 Bleichstraßc 4jj. Badewanne ,15295 Bahnhofstr. 60III. 1 P. nut erb. §inaben- stiefcl (36) zu verkaufen. 015261 Grabenstr. 6 p. [ Kaufgesuchej Hauskaus. Beamter sucht bess. Haus, 3—4 Stock tni t je 5 f>imm., äu kaufen. Schr. Angeb. m. aussührl. Angaben u. 9655 an d. Gießener Anz. Mk. SWnetrog zu kauf. ges. Schr. Anged. n. 015285 an b. Gieß. Anz. 8—10 Zentner gutes Heu od..Srummet zu kauf. ges. Schr.Angeb. ti. 015278 an d. Gie ■. Anz. Kaufe getragene Herren- und Damcntleidcr, Wäsche, Schuhe, sowie Möbel all. Art. Wilhelm Schmidt, fließen, Schloßg. 2 I. 011>a7 Sri» ii. Me wenn auch reparniur- bebürftig, kauft 9622 H. Sckön, Schlossermstr.. Schanzenstraße 1. | Vereine S!en.'tallsch. Babelsberger and Damenabteliung e. V. SamStag, 11. Sevt.°"7c Frankfnrtei* Hof. Turnverein M W von 1846. W Siegerfeier am Samstag, dem 11.Sept., abds. 8'/,Uhr, im Pottkeller. Um zahlreiches Erscheinen, insbesondere unserer älteren Mitglieder, wird dringend gebeten. Lieder- bilcher mitbringen. ^c WerkMta Samstag, 11. Septbr., int Bootshaus: Mitgliederversammlung. 1. Ausnahmen, 2. Abrnd., 3. Rudertag, 4. Verschied. 9636 Der Vorstand. GesSWelelüSeilerkel! Samstag, 11. Septbr., abends 8 Uhr: Stiftungsfest im Bereinslokal. Sonntag. 12. Septbr., nach 3 Ubr: Millenliusslvg: Sadsrnhe 5640 Der Vorstand. Samstag den 11. September 1920 fällt die Kneipe ans Anlaß der Siegesfeier des Turnvereins ans. 015312 »er Vorstand. Jugend und Schüler heute Freitag 71/» Uhr im „Pfälzer Hof" wichtige Besprechung. ««7 Der Jugendobmaun. 3 ■ 80 Pf. zu billigstem Tagespreis Ks!(ao^Ä400u.500 Feinsts Kiel. BOckinge Fstes-DiiräHeiscli 21.00 Frische Landeier Tafelreis, la Pfd.M. 4.80 „ extra m 5.20 Bohlen1.40 Maizena Echter bayrischer ’/i Paket M. Gerstenkaffee 4.30 In unserer Zentrale eingetroffen: ggosi ätalienischeB* Teig waren fönidjen, Bandnudclii, O ftdfö Suppenteig ”9 paghetti Pfund M. Pfund M. « ■OU Deutsche Kernseife. . . . Doppelstück M. 6,50 Bahnhofstraße 26 LudwigstraBe 20 WalltorstraBe 24 Garantiert reines Psd. M. Schweineschmalz 1700 Kokosfett 13.25 Fste. nngesalz. solanae Vorrat TaUaroarine™ 11.50 FstesJsftiöl "L 22.50 '/. Fl. BI. 21.00, '/, Fl. M. 11.25 Rüböl Liter M. 21.00 Schade & Füllgrabe empfehlen: 9626c la Geudakäse '4.25 Zwieheln Pfund . Nr. 215 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Freitag, 10. September 1920 ---- ------|-, , |,|„||,|,|| | |1II !■■■ »II !■—■ Freiherr von Schorlemer über die Ausgaben der tandwittschast. Koblenz. 9. Sept. (WTB. Der Präsident bt3 bcut'dy.-n Landwirtschastsrates Staatsminister Freiherr v. Schorlemer hielt auf der Tagung des Verbandes ländlicher Genossenschaften der Rheinland« in Koblenz eine Rede über die Auf- f aben der Landwirtschaft, worin er aus- ührle: Die deutsche Landwirtschaft steht gegenwärtig an einem Wendepunkt. Ihr lebhaftes, dringendes Verlangen nach Abbau der Zwangswirtschaft wurde endlich teilweise erfüllt. Die Zwangs- bewirtschaftung der Kartoffeln ist ausgehoben. In kurzer Frist ist auch das Ende der Fleisch- bewirtschaftung zu erwarten. Damit ist die Landwirtschaft vor eine verantwortungsvolle Aufgabe gestellt. Schon jetzt werden in Verbraucher- kreisen lebhafte Zweifel laut, ob bi; von landwirtschaftlicher Seite mit dem Abbau der Zwangswirtschaft in Aussicht gestellte Besserung derErnährunZs- verhältnisse in Wirklichkeit eintvetcn wird. Ztveifel- los wird, trenn im Lause des Winters in der Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln und Fleisch sich Schwierigkeiten ergeben oder wenn die Preise für ihre Erzeugnisse sich steigern sollten, die Mißstimmung in den Vecbraucherkreisen ebenso heftig gegen die Landwirte laut werden, wie es btäber gegenüber der Zwangswirtschaft betrauten Behörden der Fall war. Gewiß hat die Landwirtschaft allen Anlaß, daß die Folgen der seit 3obren in der Ernährungswirtschaft begangenen Fehler nicht mit einem Schlage beseitigt werdet! können. Noch sür lange Zeit werden wir darunter zu leiden haben, daß unsere Erzeugung zurückg?gangen ist und daß der Verkehr zwischen Erzeugern und Verbrauchern durch die Zwangswirtschaft aus seinen natürlicl'en gewohnten Bahnen verdrängt wurde. Dafür kann die Landwirtschaft ebensowenig ver- antwortlülr gemacht werden, wie für die leider irvhl schon feststehende Tatsacl)«, daß die inländische diesjährige Ernte an Brotgetreide zur Ernährung unserer Bevölkerung nicht ausreichen und daß eine erhebliche Zufuhr aus dem Auslande unvermeidlich sein wird. Aber andererseits kann die Landwirtschaft sich der Verpflichtung nicht entziehen, soweit es in ihren Kräften steht, dafür Sorge Du tragen, daß die Volksernährung im kommen- ten zweifellos schweren Winter aufrechterhalten und daß insbesondere den Bergarbeitern die ihnen zu- gesagte Erhöhung ihrer Lebensmittelrationen g*- ivähri werden kann. Dazu gehört in erster Linie die beschleunigte Ablieferung des Brotgetreides, soweit dasselbe den Erzeugern nicht belassen wird. Ebenso wichtig und notwendig ist eine Verständigung unter den Landwirten darüber, daß sie die in ihrer eigenen Wirtschaft entbehrlichen K a r t o f f e l n den Verbrauchern zu vertretbaren Preisen zur Verfügung stellen. Es ist leider in diesem Jahre nicht mehr möglich, durch alle Berufsvereinigungen der Landwirte den Verkauf der der Zwangswirtschaft entzogenen Erzeugnisse unter Mitwirkung des legitimen Handels einheitlich zu gestalten. Was aber erreichbar ist und erreicht werden muß, ist meines Erachtens folgendes: In den einzelnen Kreisen und Gemeinden treten die Leiter der bäuerlichen Organisationen, der landwirtschaftlichen Lokalabteilungen, Bauernvereine, des Bundes der Landwirte, der freien Bauernschaften, Genossenschaften usw. baldmöglichst zu einem Auss chu ß zusammen, welcher den Verkaufspreis für Kartoffeln festsetzt und dafür Sorge trägt, daß die fejt- gesetzten Preise nicht überschatten werden. Erfreulicherweise ist in einigen Bezirken des Rheinlandes ein solches Abkommen bereits zustande gekommen. Die bisher festgesetzten Preise bewegen sich zwischen 15 u n b 2 0 Mark für den Zentner, gewiß ein Beweis dafür, daß die LandwirteWucher- pveise nicht verlangen wollen. Wird auch andererseits in gleicher Weise vorgegangen, dann ist der Weg geöffnet, auf dem in den folgenden Jahren die Landwirtschaft auch bei den anderen Erzeugnissen die Preisregulierung unter der Parole „Weg mit den Schiebern und Hamsterern" selbständig in die Hand nehmen kann. Gerichtssaal. An das Wuchergericht verwiesen. fb. Frankfurts. M., 9. Sept. Der Milsi- kalienveriogshändler Firnberg ha'te einen Strafbefehl über 1000 Mark wegen Preiswuchers erhallen, weil er ein Nvtenheft, das mit 3,50 Mark ausgezeichnet war, mit 13 Mark verkauft harte. Firuberg erhob gegen den Strafbefehl Einspruch, mit der Begrüiftnrng, daß der aufgedruckte Preis noch der Friedenspreis sei, der keinerlei Geltung mehr bes tze. Das Schöffen ^wicht erklärte fab als unzuständig und verwies die Sache an das Wuchergericht. Aus den Erwerbsmöglichkeiten unserer Zeit. fb. Frankfurt a M., 8. Sept. Im Frühjahr erregte es gewaltiges Aussehen, als es hieß, ein amerikanischer Offizier sei als Hochstapler verhaftet worden und habe in die Menge geschossen. Es stellte sich dann heraus, daß es sich um einen amerikanischen Deserteur handelte, der von seiner Truppe hier abgeholt wurde. Die Angelegenheft hatte heute ein Nachspiel vor der Strafkammer, wo sich bet Kaufmann Karl Fuchs unb der Kellner Ernst Kleemann, beides geborene Engländer von deutschen Eltern, wegen Erpressung und Betrugs zu verantworten hatten. Tie beiden ließen sich in Restaurants Likör geben, bann erschien bet Deserteur unb behauptete, bie beiden seien amerikanische Soldaten unb man habe ihnen entgegen bem Verbote Alkohol gegeben Er beschlagnahmte baraufhin bie gesamten Likörflaschen. Ties wiederholten sie mehrere Male, bis es zu bem geschilderten Zusammenstoß kam. Fuchs erhielt sieben Monate, Kleemann fünf Monate Gefängnis. — Ter Schlosser Wilhelm Stötzel mietete sich bei Witwen ein unb schwinbelte ihnen ihre Ersparnisse ab unter bem Versprechen, sie zu heiraten. Fünf dieser betrogenen Frauen marschierten gegen ihn als Zeugen auf. Er würbe zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. * rm. Tarmstabt, 9. Sept. Wegen Beteiligung an bat im vorigen Jahre erfolgten Unruhen zu gewaltsamer Herbeiführung eines Preisabbaues hatte sich heute nach der Aburteilung einer Anzahl der Teilnehmer der 42 Jahre alte Taglöhner Wilh. Schnieding aus Gustavsburg zu verantworten. Er zog mit den übrigen in die verschiedenen Läden, wurde aber von der Anklage des Landessriedensbruches, der Nötigung usw. frei» gesprochen, wegen Betrugs jedoch zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er entern Arbeiter aus Stock stabt unter falschen Angaben eine Kiste Schokolade im Werte von 600 Mk. abschwindelte. Vermischte». Dir Folgen des Erdbebens in Italien. London, 10. Sept. (WTB.) Wie die „Daily Chronicle" aus Italien meldet, beträgt die Zahl der durch das Erdbeben Getöteten 40 0. Rund 1000 Personen wurden verletzt. Der Schaden beträgt mehrere Millionen. Ferner sind 25000 Personen obdachlos; sie kampieren im Freien. * * Berlin, 9. Sept. (Wolff.) In Potsdam ist ' eine 52jährige Krankenpflege r i n in ihrer Wohnung mit einer Gardinenschnur erdrosselt aufgefunden worden. Aus der Wohnung wurden sämtliche Schmucksachen geraubt. Berlin, 9. Sept. Börsen st immungs- b i l d. Die Bedenken und Besorgnisse wegen der Beschlüsse der Sozialisierungskommission unb der brohenben Zwangsanleihe scheinen etwas in ben Hintergrund getreten zu sein, unb ba auch bet Reinigungsprozeß ber letzten Tage wieder gesundere Positionsverhältnisse geschaffen hatte, mußte bas Spekulationspublikum bei Rückkäufen zumeist höhere Preise anlegen, so baß bie Börse bet zeitweise recht lebhaftem Geschäft recht fest war. Hiervon profitierten in erster Linie bie von ber Abschwächung am meisten betroffen gewesenen Montanpapiere, wie Bochumer, Buberus, Hösch, Mannesmann, Phönix, Rheinstahl und Thale bei um 10 bis vereinzelt 15 Proz. erhöhten Preisen. Auf ben übrigen Märkten war bei allerbrngs ruhigerem Geschäft gleichfalls eine Festigkeit vor- herrfchenb, wobei Golbschmibt unb A.-G. für Ani- linsabrikation, Gebr. Böhler, Zellstoff Waldhof, Deutsche Kali, sowie von den zeitweise lebhafteren Schiffahrtspapieren Argo wesentlich höher waren. Petroleumwerte waren bet schwankenden, zumeist höheren Kursen lebhaft. Geu-Guinea machten ben gestrigen Kurssturz mehr als wett, da ttotz ber Ent- ieignung bie Abfinbung ber Aktionäre dieselbe wie bisher bleiben soll. Devisen waren nach anfänglicher Abschwächung etwas befestigt, was sich auch in ber Kursbewegung ber Valutapapiere wieder- spiegelte. Von Auslanbsrenten waren Mexikaner weiter fest, bie übrigen bei stillem Geschäft behauptet. Rheinische Renten waren stlll. Frankfurt a. M., 9. Sept. Börsen- stimmungsbilb. Bei lebhaftem Geschäft uno fester Tendenz verlehrte bie Abendbörse. Ntont-xn-- papiere bewegten sich mit wenig Ausnahmen nach oben. Für Mannesmann und Buderus bestand von interessierter Seite Kauflust. Erstere gewannen mit 455.— 5V», Buderus mit 420V. 4' -> Proz. Deutsch Luxemburg 312Vr, Gelsenkirchen 319.—, Phönix 4991/2, Mernstahl 414 plus 14 Proz. Schon tungbahn ermäßigten ihren Kursstand aui Blinder Hatz. Roman von Alfred Sassen. 'lNachdmck verboten.) Fortsetzung 28. Eine Viertelstunde später war er wieder daheim, in Begleitung von Max Bodenbach, ans dessen sckstm.m Jungengesicht alle Frische und Keckheit, die ihm sonst fo gut anstanden, fortgewischt zu sein schienen. Er fuhr dann unb wann verstohlen mit dem Hand rücken über bie Augen, biß aber bie Zähne zusammen, um nicht laut herauszuweinen Ter Lehrer batte ihm in seiner stillen, herzlichen Art den Snauerfal mttgeieüt. Er hatte natürlich auch die Angelegnihrit Raias berühren nrüssen und bitte cs in vorsichtigen Worten getan. -/Um ihrer Liebe willen zu bem Fremden Lxibe üch die Schwester nun den Zorn der Tante zu- Nzogen." Max batte von Hermann Hüt dich — damals Wm Ausslug nach ber Leuchtenburg und auch pater — einen Eindruck empfangen, der sich tief seinem enthu ia'isckien jungen e zen se'gtzetzt batte. Er schlixg sich darum sofort aut Rems «eite, ohne daß aber fein Betrübnis über ben Men Tod des Vetters und die Anteilnahme am E^Werz „ber armen, armen Tante, die nun auch bas noch ertrugen mußte," weniger groß und aufrichtig gewesen wären. Ein menig war er noch echter, rechter Jungenart auch erfüllt von einem Gefühl ber Wichtigkeit, fo mitten drinn zu stehen zwischen Tante unb Schwester, ,.die sich nicht entzweit hatten". Er hielt sich für den g-eignete 1 Vermittler fhnidjcn ben beiden und sprach den Gedanken and) dem Lehrer gegenüber aus. „Er wollte bie Tante so sehr bitten, Rena wieder gut zu fein unb nichts mehr gegen ihre Liebe zu Hermamt Hütttch zu haben, ba ber Vetter nun doch einmal gestorben fei und sie einen anderen heiraten müsst." Ter Lehrer konnte bei d eser Beweisführung ein leises Lächeln nicht unterdrücken, aber er schüttelte kräftig die Hand des Schülers unb fag'e: „Versuche dein Heft, mein Junge. Gerade mit bem Schwachen ist oft der alte Herrgott." Max wollte nicht, daß die Schwester, die inzwischen fest eingeftf/afen ira , geuetft werde. Er beugte sich nur behutsam über sie und küßte sie auf das Haar. Tann eilte er davon. — Anderen Tages klopfte er schon um bie sechste Morgenstunde wieder an bie Tür bes LehrerVruses. Er sah zwar recht ernst aus, allein seine köstliche Gesidstssarbe erfdrten strahlend frisch, trotz.em er nur wenig gefchlasen hatte in der Nacht, wie er sagte. Dafür kam er aber jetzt auch fchon von ber Saale herauf, in bereu kühlen Fluten er ein stärkendes Morgen bad genommen hatte. Er fetzte sich bidit neben bie noch immer f chloren de Rena, behutsam nahm er ihre Hanf in bie feine, bamit sie ihn gleich sehe unb fühle, wenn sie erwache. Mit flüsternder Stimme berichtete er den Geschwistern, baß „endlich, endlich" auch di' arme Tante in ihrem großen Lehnstuhl emgescklasen sei unb hoffentlich reckt lange schlafen werbe., lieber alles, was er mit ber Tante gesproche 1, sckwieg er vorläufig als kleiner Tivlomat. Wahrscheinlich hatte er lrider nichts von Belang mitzu'eilen . . . Eine halbe Stunde etwa batte de. prächtige Junge still und geduldig dagesesten, als Rena plötzlich bie Augen öffnete. Ter Bruder beugte sich Drkef Gelt» 9. Sept. Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- 8.9. 11,40 6,- 13,30 9,45 Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. 'Prag.... Wien ... , London . . tvörsenlurss. Frankfurt 536, 188,25 viarkuotieruugen. Datum: 9. 9. 11,80 6.07 13,50 9,50 Geld Bries 8. Sept. 1365,85 1669,15 1653,35 1656,65 375,60 376,40 -,- 744,25 745,75 746,75 748,25 739,25 740,75 741,75 743,25 1041,50 1043,50 1061,40 1063,60 ----- ---- ]7420 230,25 186,45 52,45 356,35 860,90 780,80 22,53 22,15 81, — 18,87 Datum-. Amsterdam - Botterd. Brüssel-Antwerpen Christiania Kopenhagen .... Stockholm fielfingfot«. .... jtalien London. New-Pork Paris . Schweiz. ... ,, . . Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oestecr. abg. Prag. Budapest Bulgarien .... Konstantinopel. . . Büchertisch. — Jakob Schaffner: Der Passionsweg eines Volkes (1918—1920). 8 Mk. (Verlag Goethlein & Co. G. m. b. H. Leipzig/Zürich). In bieiem aktuellen Buche sieht Jakob Schaffner, ber Deutschfchiveizer, bie schweren Kämpfe, burch bie unser Volk zu gehen hat unb bie es in ben un» 668.—. Hamburg Paket 187.— behauptet, Lloyd fester, 184.—. Besonders envähnenswert erdzinen nock. Mexikaner, welcke ihre Aunvärtsbe^vegung tortsetzten. öproz Golbmex. lebbaft, 514, 51b bis 522, 5proz. Sftbermex. 430 bis 440 plus 15, öproz. Tehuantepec 353 — plus 7 Pror, 5prjt. Tamaulivas 315 plus 15, Zproz. Merikmer 310 plus 20 Proz. Sleaua Romana gewmmen lOProz., 1940. Teutfcke Petroleum 1450.— Gebrüder Fehr 292 bis 294 — Chemische Sdieibeanstalt fti> gen auf 640.— plus 20 Proz., fest lagen 'Ubier- werke Kkyer, 325.—, Fränkische Sdmhiabrik 2541,-.. Bergmannwerbe zogen 3 Proz. am 233.— an. Pinselt. Nürnberg 290, Bingwerke 252 —, oproz. Reicksanleihe 79,50. Tie feste Grundsttm- mung hielt bis Schluß an. mc. Frankfurt a. M., 9. Sept- Durch bie enorme Erhöhung ber Löhne unb Generalin,kosten sind eine Reihe von Frankftirter Großsirwen l?:i flottem Geschäftsgang in finanzielle Schwierigkeiten dadurch gekommen, daß bie Höhe bes Aktienkapitals den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gewachsen war. Man Hal deshalb notgedrungen zu Kapitalserhöhungen gegriffen, die den notwendigen Ausgleich herbeiführen sollen. Bei einer Reihe von Großfirmen stehen diese Aktionen noch bevor, so u. a. bei ber Frankfurter Maschinenbau A.-G. „Pokorny & Wfttekinb", ben Abler- werken, Hartmann & Braun usw. Frankfurt a. M, 10. Sept. Devisenmarkt. 170,80 171,20 173,80 228,25 228,75 229,75 185, 0 185,70 186,03 50,07 50,17 52,35 354,65 355,35 355,65 854,10 855,90 859,10 769,20 770,80 779,20 21,72 21,78 22,47 21,22 21,28 22,09 80,80 81,- 80,80 18,78 18,82 18,83 *■ l"* ■* 1** Kurs Kurs Kürs Kurs Datum: 8. 9. 9.9. 8.9. 9.9. 5°/nDeut.8rieg5anL 79,50 79,50 79,50 79,50 4°/„Deut.Reichsanl. —. — ■— e ” 68,50 68,30 3°/gDeut.Reichsanl. E» - — 61,30 60,75 4°/„ Preuß. Konsols — —■ — . — 69,60 69,10 Darmstädter Bank 141, — 141,— Deutsche Dank . . . — . — 271,— 267,50 Disconto- Befellfch. - . — — . — 204,- 204,50 Dresdener Bank . - . — — _ — 171,— 170,50 Nationalbank f. D. — . — 149,50 149,50 Mltteld.Treditbank —- _ — 143,50 143,50 143,50 H.-Amerik.-Paketf. 186,- 187, — 185,13 187,66 NorddeutfcherLloyd 181,- 184,- 178,50 181,50 Boch.Gußstahlwrk. 664,50 597,- 562,- 595,- D.-Luxemb Bergw. 309,50 314, — 306,50 312, — Gelsenkirch.Bergw. 317,— 320,- 309,25 317,75 Harpener Bergbau 349,- 345,- 352,- Obeischl. Eisend.-B. . — 246,50 242,- 246,- Oberschles.Eisenind. —• - — — . — 251,- 254,- Phönix-Brgb.-Mt. 481,- 499,50 472,- 493,- Bad.Anilin-u.Soda 465,- — . — 465,- 460,- HöchsterFarbwerke — e —• —. — 358,- 359,75 Eleklr. A. E. B.. . -. — — . — 271,39 275,50 Schuckert-Werke. . 199,- —* . —i 199,- 200,25 Felten-Guilleaume — . —• 406,- 410,50 Daimler...... —— , — 209,- 205,- 210,- Bud.-Elfenw.-Akt. 410,- 420,50 399,50 420,- Adlerwerke .... 248,- 254,- 250,50 259,- 4°/oHess.Staatsanl. —. — — . — 75,50 Electron Griesheim 324,- 325,- 325,- 325,- über sie unb lächelte ihr zu. Sie lächrite wieder — mit einem zärtlichen Ausdruck nur ganz unbefangen, als fühle sie sich zurückverletzt in ftüh.re sorglose Tage und habe den sch.immen Schmerz der Gegenwart ganz vergessen. Langsam richtete sie sich aut bem Ellenbogen empor — da aber gewahrte sie die fremte Umgebung, erkannt?, daß sie sich nicht rn ihrem eigenen Zimmer beianb — und mit einem Schlag .oar sie wieder hingerissen in das Meer von Leid, aus dessen wildbewegter Brandung sie der Schlaf barmherzig fortgetragen hatte. Fest, fest schlang sie die Arme um den Bruder unb schmiegte bk Wange an sein blühendes, lebens- frisck-es Gesicht. Zu sprechen vermochte sie nicht. Tafür sprach Max, nachdem er ein aurfteigen- des Sckluck-en si gr.ich ire e gekämpft ha .e Es war, als sei er in den letzten inhaltreichen Stunden um ein paar Jahre gereift. Und Rena wunderte sich gar nicht über all seine gq'dxiten herzliciren Worte. Nur ihre un- endlickre Wohltat empfand sie und gab sich dte'sec Wohltat hin. Und als sie endlich auch sprechen konnte, galt ihr Reden nicht dem Schüler, dem keinen Gymnasiasten, der noch eine Menne zu lernen batte, um ein ganzer Mensch zu sein, sondern dem brüderlich verständnisoollen Freund. „Tu bist mir nicht böse, nicht wahr'? Du siehst ein, daß ich handeln mußte, wie ich gehandelt habe?" fragte sie weich und fall schüchtern, sich seinem Urt.it das sie freilich genau zu kennen meinte, im voraus beugend. „Ick, weiß, daß meine liebe. Hebe Rena immer das Rechte tun wird," antwortete Max, unter ge steuerlichsten Wehen hin- unb benpcrfr.i, von ganz besonderer Warte. Aus ihm spricht bas Mitleid mit biesem Schicksal, bas er als Deutscl>er im Tiefstinnersten erfühlt uiib ermiß'., zugleich aber aud) die kühle, von einem engen Patriotismus losgelöste ruhige Urteil5gabe. die ihn als Ausländer in bett Stand setzt, ohne kleinliches Bonirteil den Zusammenhängen nachzugehen, auf die ba> über Deutsch- lanb herein gebrochene Unheft zurückzusühren ist. I3n einem Tel! d.'i Auflage ttnib'rbML) Bcschaffungsbeihilfen an Arbcitslosi. Berlin, 8. Sept. Privattelegramm9 Wie der „Vorwärts" mitteilt, erklärte der Reicds- arbcitsminister Dr. Braune- in ber Heu:i gen Sitzung des Vofkswinsck>afts,iu Sichusses, daß bas Reick für eine einmalige Beschasfungsbeihilfe a 11 A rbeitslvse 50 Mftlionen Mark auSge- morsen habe^ Unter Hinzuziehung der aus die Länder und Städte entfallenden Beträge soll jeder Erwerbslose, ber länger als adv. Wochen arbeitslos ist, etwa 400 bis 450 Mark einmalige Beihilfe erhalten. Pon der Straßburger Universität. _ Heibelberg, 9. Sept. (WTB.) Nad) bem „»eibelberger Tageblatt" wirb bie Straßburger Wissenschaftlid).' Gesellschaft, bas einzige Uebcr- blcibsel ber Alma mater argentinnifh ihre erste Mitglieberversammlung feit bem Verlasscm ihrer Heimstätte am 28. September in .Heidelberg abhatten, um über die Zukunft ber Gesellschaft zu be> schließen. Zu ß 1 der Satzungen ber Gesellschaft, ber jetzt noch lautet: „Die Straßburger itriikn • schaftliche Gesellschaft, errichtet am 6. Juli • 1906, hat ben Zweck bie Pflege aller Wissenschaften in ElsaßiLothringen" liegt ein Antrag vor, bie brei letzten Worte zu streichen. Der Name ber Gesellschaft soll jeboch erhalten bleiben. Die Verhandlungen in Riga. L 0 n bo n , 9. Sept. (WTB.) Die russische Delegation in Lonbon teilt mit, daß die b 0 lschein i ft i s ch e Friebensbelegation sid-, unverzüglich nach Riga begeben wird. Die lettische Regierung hat bk Garantien für bie Jmmunftär der gesamten Mission geboten. Kopenhagen, 9. Sept. (WTB? Das lettische Pressebureau meldet vom 7. September aus Riga: Gestern wur^ bie Konferenz Der baltischen Staaten in Riga beenbet. Tie Konferenz faßt- auf ihrer letzten Sitzung den Beschluß, einen bau rnden Staatsbevollmäch igteu rat zu errichten, ber feinen Sitz m Riga haben toll. Präsibent UI m a n 18 hob in feiner Abschiebsre^ hervor, baß zwischen ben baltischen Staaten bie politische Annäherung erfofgt fei, was als Hauptergebnis ber Konferenz gelten müsse. Der polnische Heeresbericht. Warschau, 9. Sept. (WTB.) Generalstabsbericht ber polnischen Armee vom 8. September: Litauische Front. Außer kleineren Zusammenstüßen unserer Reiterei mit litauischen Fußtruppen ist bie Sage unveränbert. Die Bürger der miebereroberten Stadt Lipsk bestätigen einmütig bie Zusammenarbeit ber Litauer mit ben Bolschewisten. Jrn Bereiche sMich von Gvodno besetzten unsere Abteftimgen Krynki. Auf ber Buglinie ovn BresttLi'vwsk bis Grubeschow unb von Krysttmopol bis Busk Kämpfe zwischen Felbpa- trouillen. Oestlich Przemysi griff ber Feinb unsere Stellungen neuerlich an. Die Angriffe wurden abgewiesen. Belgien und Frankreich. Lonbon, 9. Sept. (WTB.) Der belgische Ministerpräfibent Delacroix erklärte in einer Unterrebimg mit bem Brüsseler Berichteistatter ber „Times", baß Belgien unb Frankreich in Bezugt auf bie russisch-fpolnische Frage berselben Ansicht seien. Beide Länber hielten bafür, baß man nach bem Frieben streben müsse Bon enter Anerkennung ber Sowjetregienmg könne aber keine Rebe sein. Frankreich sei fest entschlossen, Polen zu veranlassen, fein Bestes zu tun, um zum Frieden zu kommen. Von einem Radfahrer überfahren. Dresden, 9. Sept. (WTB.) Den Morgett- blättem zufolge wurde General von Leffert gestern abend beim lleberschreiten einer Straße von einem Radfahrer überfahren und ist habet fo schwer zu Schaden gekommen, baß er halb nach ferner Einlieferung ins Krankenhaus ftarb. Das Explosionsunglück in Maricnfiel. Wilhelms'hafen, 9. Sept. (WTB.) Die Zähl ber Todesopfer bei bem Explofions- Unglück in Marienfiel ist noch nicht ermittelt, ba man an die Unglücksstätte wegen weiterer Explosionsgefahr noch nickst herankoinmen konnte Feftgestellt sind bisher 21 Schwer verletzte. Bei ben Ret unasarbeiten haben 5 Feuenrel/rl.mte ben Tob gefunden. Heute kann bie Gefahr als beseitigt angesehen werden. bem Druck ber ihm zu gefallenen Würbe nun doch ein wenig erglühend „Ich kann es nicht tun, was Tante von mir verlangt — jch kann es nilst!" erLarte Rena. „Unb du sollst auch nicht! Hab' nur Mut! Wenn bie Tantt jetzt auch noch alle meine Bitten, gut zu sein, zurückgeim.'sen hat, sie wird ihr Unrecht fchon noch eins-.-hen und bann selbst tommcii, um dich heimzul-olen. O, ich lass.' ihr ja gar keine Ruhe — — unb sie braucht dich auch — wie notwendig sie dich braucht, das nnrb sie bald genug empfinden — alle brauchen sie dich — im ganzm -Haus — es geht ja gar nicht ohne dick) — —" Dankbar trank Renas Ohr- das liebe Geplauder. „Tu goldenes Bruderherz," murmelte sie ergriffen. „Aber nun kehre zur Tante zurück. Tu bist letzt ihre Stütze. Du harfl sie nicht länger, als es unumgäng.ich notwendig ist, all-.m lassen. Und habe sie recht, recht lieb — hörst du? Wenn sie es auch nicht mit Worten anerkennt — ihrem armen, so Her verwundeten Herzen tut diese Liebe doch wohl. Tas weiß "ich . . . Für a.les, was zum Begräbnis iwtivendig ist, werden die Mams'll und der Inspektor, di-.ffe beiden treuen Seelen, schon Sorge tragen. Tas b.'ruhiqt mich . . . Also geh. Ein gutes Wort an bk Tante darr ich bir nickst auf tragen — sie würde cs zurückvci en. Aber an den Sarg tritt heran unb bring' bem Toten von ber, bie mit ihm ausgewachsen und d>n lieben getreuen Kameraden so lange in ihm gesehen, bk letzten warmen Grüße —" Sic setzte dem Schuler rasch -eine Mütze aut unb scbob ihn nach der Tür, damit er ihre neu hervorbredxnde Erschütterung nicht gemntrtc (Fortsetzung faH 95976 Gießen 9635 Beginn 96588 Klingspor. Metzen 9547 chulsiraße statt. (015275 96578 Der Vorstand 9646 Wetz. 9639 zu dein ab 4 Uhr UIH73 fdjnftiflimn, 1 Waschfrau, 1 Haushälterin, 1 iünn.1 Mädchen für nachm. im Haushalt. 96568' itt bestens gesorgt. 0153 Gießen, den 9. September 1920. Stadt. Brennstoff amt. in Empfang genommen werden. Gießen, den 7. Sept. 1920. Elektrizitätswerk u. Straßenbahn der StcchtGießen. Stolte. Es suchen Arbeit: 1 BibliothekSgebilstn, 1 Büg- lerin, 1 Ts-rau übernimmt Wäsche im Hause, eine Privatsekretärin, 1 Näherin bei Schneiderin, eine Weisszeugnäherin s.Geschäft, 1 Falzerin, 1 Zimmermädchen, einiae Laiiffraiiew auch für Nachm. Be Heute bi» einechl. Montag Harry Pie! Bekanntmachung. Der diesj ähriae Herbstpserde- markt muß mit Mcksicht auf die zur Zeit,in Gießen herrschende Maul- und Klairenseuche a u s- fallen. Die Verlosung findet wie vorgesehen am 22. September statt. Lose sind in den bekannten Verkaufsstellen zu haben. Gießen, den 7. September 1920. Die städtische Pf^demarkt-sDepuiativn. Stiidt. Arbeitsamt Gichen West-Anlage 31, Teleph. 2054, Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schneider, ein Konditor, 2 Zimmerleute, 1 älterer Bauschlosser, 1 Kuvierschmied. Lebrlingc: 1 Maler und Anstreicher, 1 Tapezierer und Polsterer. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtich. Knechte und Arbeiter, lOFeidbereinigungSarbeiter, 10 Hauer und Lehrhäuer. 1 Müller, 1 Schneider. 2 Schuhmacher, 10 G-steinhauer, 10 Kesselschmiede, 1 Schreiner, 2 Provifionsrelsende, 5 Zimmerleute, 2 Maler und Anstreicher, 1 Planenleger, 3 Zi- garrenrnacher, 1 alt. Schlosser, 1 Schmied. Es suchen Arbeit: Schriftsetzer, Bitchvrucker, Sch>veizerdegen3Buchbinder, 2 Friseure,Maurer, 1 Stellmacher, Kauslente, Schreiber u. Gleisende, 1 landiv. Perwatter u. 2 Volontäre, Packer. HauS- burschen u. AuSläuier, Maschinen- u. Bauschlosser, 2 Gärtner, 1 zrondiior, Elektromonieure, 2 Schuhmacher, 2 Heizer, 3 Krankenpfleger, 1 Schmied. 1 Weissbinder und Anstreicher, 4 Tapezierer und Sanler, 4 Bäcker, 2 Kellner, 3 Kraftfahrer, vier Mechaniker, 1 Ziseleur, 1 Svengler u. Installateur, 2 Dreher, 1 Telephonist, 1 Zahntechniker, 2 verheiratete Schweizer, 1 verheirateter Pferdeknecht, 1 Destillateur, 1 Hutmacher, 2 Fräser, 1 Schäfer, 1 Handfchuhmacher, l Drechsler, 2Köche, 1 Wächter. Lehrlinge: 1 Schuhmacher, 1 Schlosser, 2 Sattler, 2 Bäcker, 1 Friseur. Weibliche Abteilung: Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 landw. Mädchen, Dienstmädchen, Laufsrauen u. -mädchen. tüchtige Alleinmädchen, 2 Lehrmädchen, 1 jung. Verkäuferin, 1 Säckeslickerin für Maschine. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: Dienstmädchen. Hausmädchen. Alleinmädchen, landwirtschaftliche Dienstmädchen. 1 Friseuse, 1 Weihzeugmädchen für Hotel, 3 Zigarrenmacherinnen, 1 Büfettfräulein, 1 Hoteltöchin, 1 Stütze für Gut. Obstversteigerung. Donnerstag, den 16. September 1 9 20, vormittägs 9 Uhr ansangend, läßt die Gemeinde Münzenberg ein großes Quantum Aepfel tmb Birnen (bamnweise) an Ort und Stelle meistbietmd »erfirigern. Zusammenkunft am Gasthaus zur Burg Müirzenberg. Münzen berg, den 9. September 1920. Bürgermeisttwei Münzenberg. WelWkissliiser neue und gebrauchte, in allen Gröhen, garantiert füllfertige Ware. 9489 Käserei Sommerkorn, Bleichstraße 10. SMSMlkSck im Restaurant Stadt Sich (an der neuen Kaserne) findet am Samstag den 11. und Sonntag den 12. September statt. Gleichzeitig laden wir alle Freunde und Gönner der Ligamannschaften nachm. 4 Uhr II Mannschaften „ 2 „ III. „ oorm.lOVe u IV. „ „ 81/’ * in Die Geheimnisse des Zirkus Barre Der fabelhafteste u. sensationelle Zlrkuwfil.n, der „Zirkus Wollsohn“ bei weit, übertrifft. Um Andrang zu vermeiden wird gebeten, die Nachmittagsvorstellungen zu besuchen. 9650c Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Letzte Vorführung abends 9 Uhr. Für unsere Angestellten und Arbeiter kaufen wir größere Mengen Winterkartoffeln zur Ablieferung nach dem 15. September d. I.. Angebote mit Angabe des äußersten Preises rei Gießen und der verfügbaren Mengen | werden erbeten an Weiiet AiWWM HWeMo. Festtagshalber bleibt das Geschäft am kommenden Montag geschlossen Bekanntmachung. Betr.: Motorenanschlüste; hier: Vetriebseinfchränkung. Wegen unzureichender Stromlieferung seitens des staatl. Kraftwerks Wölfersheim infolge Instandsetzung einer Turbine sehen wir uns veranlaßt, bis auf weiteres den Betrieb von Motoren jeder Art in der Lichtzeit von Eintritt der Dunkelheit bis abends 101/, Uhr zu verbieten. Sollte festgestellt werden, daß Motoren in dieser Zeit benützt werden, so wird deren dauernde Abschaltung bis zur regelmäßigen Stromlieserung seitens des Kraftwerks Wölfersheim erfolgen. Elektrische Ueberland-Anlage der Provinz Oberhessen. Die Direktion. 0. D.: Grieshaber. 96280 ® e verein s für Bewegung; spiele. Morgen Samstag „Pfälzer Hof" Bmnsiiheiiti Das Erscheinen aller aktiven Spieler ist dringend erwünscht (9667) Der Vorstand. Ausgabe von Brennholz an Haushaltungen u. Einzelpersonen. . I. Haushaltungen. Die Nummer 4 der aus gegebenen Holzbezugs- karte wird mit 5 Ztr. Holz wal>lweise mit Hartoder Weichholz beliefert. Der Preis ist für den Zentner Hartholz auf 11 Mark, für Weichholz auf 9 Mark festgesetzt. Tie Zahlung hat auf dem Bvennstvffamt in den Geschäftsstunden von 8—12 Uhr vormittags zu erfolgen. Tie Lolzbezugskarte ist vorzulegen. Es wird abgefertigt: Bezirk 5: Montag, den 13. September 1920, Bezirk 4: Dienstag, den 14. September 1920, Bezirk 8: Mittwoch, ben 15. September 1920, Bezirk 6: Toimerstag, den 16. September 1920, Bezirk 9: Freitag, den 17. September 1920, Bezirk 7: Samstag, den 18. September 1920. Die Holz aus gäbe findet statt in der Zeit von 8—12 Uhr vormittags imb 1—4 Uhr nachmittags gegen den bei der Bezahlung aus-- gehändigten Gutschein: Bezirk 5: Montag den 13. und Dienstag den 14. September auf dem Lagerplatz Anden Bahnhöfe n (Güterbahnhos), Bezirk 4: Dienstag den 14. und Mittwoch den 15. September auf dem Lagerplatz Gabels- . berget st raße, Bezirk 8: Mittwoch den 15. und Donnerstag den 16. September auf dem Lagerplatz An den Bahnhöfen (Güterbahn hoft, Bezirk 6: Donnerstag ben 16. imb Freitag den 17. September auf dem Lagerplatz Gabel S- b c r g e r st r a ß e, Bezirk 9: Freitag, den 17. und Samstag den 18. September auf dem Lagerplatz An den Bahnhöfen (Güterbahnhof), Bezirk 7: Samstag den 18. und Montag den 20. September auf dem Lagerplatz Gabels- becgerstraße. II. Einzel Personen (Zimmermieter) werden in derselben Reihenfolge wie die Haushaltungen abgefertigt, und zwar gegen Vorlage der Lelensmittelausweiskarte bzw. Studentenkarte. Behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. In der Zeit vom 1. Juli 1920 bis 31. August 1920 haben sich in unseren Straßenbahnwagen nackLiehendc Gegenstände vorgefunden: 3 Derren- stocke, 1 Kinderstock, 4 Damen schirme, 4 Kinderschirme, 1 Herrengeldbörse mit Inhalt, 3 Tamen- geldbörsen mit Inhalt, 1 Paar braune Herren- Handschuhe, 1 Paar Damen-Glacehandschuhe, 2 Paar Da men Hand schuhe, 3 Landbeutel mit Inhalt, 1 Paar Damenstrümpfe, 1 Kmderumhang, 3 Bücher (Romane), 1 stud. Kommentbuch, 1 Poesie-Album, 2 Pakete mit Jnhcckt, 1 Holzkiste, 1 Sckmellhefber mit Inhalt, 1 Taschenmesler, 1 Reißbrettschiene, 1 Griffelbüchse, 1 Schlüsselring mit Schüssel, 1 weißes Deckchsr, 1 Düte Salz. Tie vorbezeichnetert Gegenstände Rinnen bei der unterzeichneten Verwaltung, Zimmer Rr. 4, la. Batterien stets frisch, Mk. 3.50. 9614 Carl Schunck. Woranzeege» Gelegentlich des diesjährigen Herbst - Pferdc- u.Krtimermarktesfinbct aufOswaldsgarten am 19., 21. n. 22. September die erste große Zchau-Mefse GrummetgrasVerstcigerung. Montag, den 13. September 19 20, vormittags 8 Uhr an fangend, wird das Grummetaras von den Gemeindewiesen versteigert. Die Kellerbrunnenwiese und Baumstück vor dem Berg werden nicht vorgezeigt und kommen am Anfang zum Ausgebvt. Zusammenkunft bei der Ziegelhütte. Mlendorf a. d. Lumda, den 8. ^>ept. 1920. Hessische Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. 9641 Cafe Leib Sonntag abend 8 Uhr: fion$trtuiiii'SoriMuiig teM-iitger bayrische Musik-u. Possen gesellschaft Urkomisches Familie »Programm. Die Einquartierung. Genrebild in 1 Akt. Der Bauerngraf. Posse. 016803 Stimmung! Lachen ohne Ende! Humor! Heute Freitag und morgen 'Samstag Vereinsveranstaltnng mit Tanz. hoher geiedage wegen findet Montag den 13. und Dienstag den 14. d.M. GIF- kein Verkauf "W statt. Ludwig Lazarus Asterweg 53 MOT Fernsprecher 505 nnerod! Sonntag den 12. und Montag den 13. Sept. Kirchweihfest wozu ergebenst einladet Gastwirt Ph. Engelhardt Für gute Speisen und Getränke auf der Liebigshöhe siattiindenden verbunden mit Preis-- ö Oll schießen,Preiswürseln freundlichst ein. Die Gewinne sind im Korbwaren- gcfchäft Reiber neben Kaufhaus Elsoffer ausgesiellt. W M 8te nach Annerod hin 12. uni) 13. Leytcuiber auf der Platte. Es ladet freundlichst ein 018311 Bursihtiikliib Melk hei Ww.PH.Mtcr. WltzUMMWl Sonntag den 12. d. Mts. Liga-Wettspiel $. f. B.—f. 3t 1900e. S. Jerein Rudersperi Giefiea 1813 v. Mittwoch, 15. Sevtbr., abends 8 Ubr: ' Familienabend Donnerstag, 16. September, abends 81/, Ubr: ttortaUeiBratomiiiling Tagesordnung. 1. Eingänge. 2. Satzungsänderungen 3 Ncuaufnahmen. 4. Wahl der RechnungSprüfungskommtsston 5. Verschiedenes. Statt Carlen. i Dr. med. Ferdinand Sievers und Frau Margret geb. Stamm ; zeigen ihre Vermählung an. Gießen, 9. September 1920. 61ÄI01 | Paul-Eberhard. Kräftiger Stammhalter eingetroffen! Dr. Paul Kotigen u. Frau Elfriede geb. Weishel. Lich (Schlagmühle), 8. September 1920. : ......................... M.. Mas oet Sewtoswei ===== BeiMiniaasiitik «mm.--- Sonntag den 12. September vorm. 9 Ubr im GewcrkschaftSbaus Betrichsrölc- uni* Sttrifböeblente - 6i|uug Der Ledensmitttlbrsiilhe wozu dringendes Erscheinen unserer BetriebSobleule erforderlich ist. 015276) Der Vorstand. """ Betriebsräte des Baugewerbes und der Industrie der Steine und Erden. Sonntag, 12. September, vormittags 9 Ubr. im GewerkickastSbans Gießen VelriebrräLekonferenz. Zn dieser 5konserenz stnd alle im Bau- (Maurer-, Zimmerer-, Dachdecker-, Weissbinder' ufiv.) Gewerbe sowie in den Ziegeleien, Tongruben, Sleinbriichen gewählten Betriebsralsmiiglieder u- Obleute ('Bau- delegierten! dringend eingeladen. Das Erscheinen aller im Kreis Giessen Gewählten ift no'wendig. Sie Bofflfinöe Oet freien (BeaefflHaften Des Büugeiueröes u. des SoörltavOeKecDCtöanöes. Holzhauer! Sonntag den 12. September nachm. L1/, Ubr im Gewerki'chaftsbaus, Gießen Holzhauer-Konferenz. Tagesordnung: Die bevorstehende Regelung der Arbeitsbedingungen in d. Hollbauerei 1920/21. Referent: Rider Frankfurt a. M. Die Holzhauer einer jeden Gemeinde deS Kreises Giessen und der angrenzenden Gebiete müssen uiin- destens je einen Delegierten zu dieser Konferenz entsenden. Es stnd in jedem Ort also die Holzhauer alsbald zu einer Besvre l'ung zusammen zu laden, wo die Wahl deS oder der Delegierten vorgenommen werden muss. Jede Gemeinde muss vertreten sein. Die Vorstände deS BauarbeiterverbandeS und des Landarbeitcrv rbandcS Gienen, Schanzenstrasse 16. Gum Zu der am 12. u. 13. Sept, stattfindendev ffllBS il Mt ladet freundlichst ein 016306 Sie WWnWsl ©ennania in£.(äerlflfi,.,3at®ennanr Für Erholungsbedürftige ist bestens gesorgt. Vetzets WMMW M Mütze. i Lichtspielhaus j X Bahnhofstraße 34. 0Mlc a G — ——— 3 A Heute letzter!ag Henny Porten A in ® Die goldene Krone | O Ab morgen nur bis einschl. Sonntag: @ t Oie shnrze Wie: F.in Film aus dem Zirknelebea in V e=» 5 Akten. — Ferner; H Joe Oeebs g i ’*** in seinem neuesten Detektivfilm in W 4 Akten: ® 2 Oas Skelett des ® • Herrn Markutius | © — ® E Ab Montag: < Die größte Sensation aller Zeiten i Gallardi), der König der Äre&a • G oder: ® » In der Arena desTodes • SÄOG«SS«»ILSV»ÄSS